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cav chemie anlagen verfahren 08.2016

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www.prozesstechnik-online.de/<strong>chemie</strong><br />

8 2016<br />

TITELTHEMA<br />

TRENDTHEMA<br />

ABWASSERANLAGEN<br />

NAH AM OPTIMUM<br />

Dienstleistungspaket<br />

für Pumpen<br />

Einsparpotenziale<br />

durch Outsourcing<br />

Kein Problem bei<br />

Zonenwechsel<br />

Effizienz von<br />

Gebläsen optimiert<br />

Seite 30<br />

Seite 14<br />

Seite 20<br />

Seite 29


FORWARD<br />

THINKING MEANS<br />

PASSION FOR<br />

PRODUCTS!<br />

We are Kelvion – formerly GEA Heat Exchangers – global experts in industrial heat<br />

exchange. We develop our products, manufacture them with precision and distribute<br />

globally. We continue to offer one of the world’s largest heat exchanger product portfolios:<br />

Plate heat exchangers, shell & tube heat exchangers, finned tube heat exchangers,<br />

modular cooling towers and refrigeration heat exchangers for a wide range of<br />

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die dritte seite<br />

<br />

<br />

<br />

Günter Eckhardt, Chefredakteur<br />

Outsourcing ist kein<br />

Allheilmittel<br />

Die chemische Industrie ist geprägt von starkem Kostendruck,<br />

weltweit steigenden Rohstoffpreisen und einem intensiven<br />

Wettbewerb. Um weiterhin kostengünstig produzieren<br />

zu können, verfolgen viele Unternehmen der Branche eine<br />

Outsourcing-Strategie. Dadurch gewinnen Managed Services<br />

automatisch an Bedeutung. Denn die Einsparpotenziale der<br />

Pharma- und Chemieindustrie durch Outsourcing werden<br />

von Experten als hoch eingeschätzt. So gehen die Auguren<br />

davon aus, dass beispielsweise im Bereich Logistik Kostenreduzierungen<br />

von 10 bis 15 % realistisch sind. Und im Facility-<br />

Management könnten gar 20 bis 30 % der Kosten eingespart<br />

werden. Auch Chemieunternehmen, die Teile ihrer IT an externe<br />

Dienstleister auslagern, können immense Kosten sparen<br />

und flexibler reagieren. Insbesondere Softwarelösungen<br />

zur Integration und Koordination der branchenspezifischen<br />

Unternehmensprozesse sowie zunehmend Cloud-Services<br />

stehen hierbei im Vordergrund. Gerade in wettbewerbsintensiven<br />

Branchen kann das Outsourcing der IT-Infrastruktur, der<br />

Logistik oder des Betriebs von Immobilien und Produktions<strong>anlagen</strong><br />

also den Kostendruck mindern. Outsourcing ist<br />

allerdings kein Allheilmittel – wichtig ist es, die richtigen<br />

Geschäfts- beziehungsweise Kernprozesse zu vergeben, wie<br />

der Beitrag auf Seite 14 zeigt.<br />

Ein Bereich, der sich sehr gut und ohne große Risiken outsourcen<br />

lässt, ist das Thema Licht und das Umrüsten auf eine<br />

energiesparende LED-Beleuchtung. Die Deutsche Lichtmiete<br />

beispielsweise macht es Unternehmen mit ihrem Mietmodell<br />

einfach, ohne Investitionen auf moderne LED-Technik<br />

umzusteigen. Dabei verwendet das Unternehmen nur<br />

LED-Leuchtmittel, die den Anforderungen der Chemiebranche<br />

gerecht werden. Lesen Sie hierzu den Beitrag auf Seite 50.<br />

<br />

Minimaler<br />

Reinigungsaufwand<br />

bei maximaler<br />

Produktionshygiene<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

www.solids.de


<strong>cav</strong>inhalt<br />

CAV NEWS<br />

6 Unternehmen, Märkte, Hintergründe<br />

10 SUV statt Sportwagen<br />

Kapselfüllmaschine vom Tablettenpressenhersteller<br />

38 Direkter Antrieb spart bis zu 30 % Energie<br />

Effizienter Schraubenverdichter<br />

40 Augenmerk auf die Pumpe<br />

Energiesparpotenziale in der Anlage heben<br />

TRENDTHEMA:<br />

OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />

14 Einsparpotenziale durch Outsourcing<br />

Chemieunternehmen lagern Sekundärprozesse aus<br />

MECHANISCHE VERFAHREN<br />

42 Für jede Applikation den richtigen Mischer finden<br />

Verschiedene Mischvorgänge im Überblick<br />

44 Intuitive Bedienung und Fernwartung inklusive<br />

Steuerung für Zentrifugen, Trockner und Mischer<br />

UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />

17 Rotierendes Meisterstück<br />

Membranfiltersystem mit Laminattechnologie<br />

20 Spielend die Zone wechseln<br />

Explosionsschutz in Abwasser<strong>anlagen</strong><br />

22 Prototypen sorgen für mehr Sicherheit<br />

Industrie 4.0 bei der Gefahrstofflagerung<br />

und -abfüllung<br />

IM FOKUS<br />

PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE<br />

29 Gesamtwirkungsgrad nah am Optimum<br />

Maschinensteuerung steigert Effizienz von Gebläsen<br />

30 Dienstleistungspaket für Pumpen<br />

Grundfos setzt auf strukturierten Service<br />

32 Stromlose Dosierpumpe<br />

Hydropower statt Stromkosten<br />

34 PRODUKTE<br />

PRODUKTREPORT<br />

46 Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />

Genau, zuverlässig, langzeitstabil<br />

BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />

50 Umrüsten lohnt sich<br />

Energiesparende LED-Beleuchtung zum Mieten<br />

52 Der Tropfenkontur auf der Spur<br />

Kontaktwinkelmessung mit hochauflösender<br />

USB-3.0-Industriekamera<br />

HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />

54 Edelstahlanschluss für Druckluft und Gase<br />

EHEDG- und FDA-konforme Schlauchverschraubung<br />

56 Die reinste Farbenpracht<br />

Hygiene-Design in der Wirbelschichttechnologie<br />

58 Hygienesensoren ohne Reflektoren<br />

Zuverlässige Detektion transparenter Verpackungen<br />

Titel: Der Pumpenhersteller Grundfos<br />

bietet nicht nur Services zur Wartung<br />

und Reparatur an, sondern erarbeitet<br />

zusammen mit dem Betreiber Lösungen<br />

zur Anlagen- und Prozessoptimierung.<br />

30<br />

Fette Compacting hat mit der FEC40<br />

seine erste Kapselfüllmaschine präsentiert.<br />

Olaf J. Müller, CEO LMT Group und<br />

Division President Fette Compacting,<br />

gibt Einblicke in diese Entwicklung.<br />

10<br />

In der chemischen Industrie gewinnt<br />

das Thema Outsourcing an Bedeutung.<br />

Allerdings lagern die Firmen eher<br />

Sekundärprozesse wie Logistik, Facility-<br />

Management sowie IT-Infrastruktur aus.<br />

14<br />

Wago hat sein I/O-System 750 so gestaltet,<br />

dass in Ex- wie Nicht-Ex-Bereichen<br />

keine unterschiedlichen Systemwelten<br />

zum Einsatz kommen müssen. Auch<br />

Sonderapplikationen sind möglich.<br />

20<br />

4 <strong>cav</strong> 8-2016


AUGUST 2016<br />

49. JAHRGANG<br />

RUBRIKEN<br />

3 Die dritte Seite<br />

4 Inhalt<br />

12 Exklusiv auf prozesstechnik-online.de<br />

24 PRODUKTE<br />

26 Gewinner Top-Produkt des Monats Juni<br />

60 PRODUKTE<br />

61 Literatur, Broschüren, E-Medien<br />

62 Termine<br />

62 Inserentenverzeichnis<br />

63 Partner für die chemische Industrie<br />

66 Vorschau<br />

66 Impressum<br />

» Mehr Nachrichten, Fakten, Produkte, Lösungen rund<br />

um die Prozesstechnik in der chemischen Industrie<br />

finden Sie auf unserem Internet-Portal!<br />

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Wegweisende Kupplungstechnik<br />

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Hochentwickelte Technologie für anspruchsvolle<br />

Einsätze in der Chemie- und Pharmaindustrie.<br />

Überlegene Technik von Stäubli überzeugt in<br />

Forschung & Entwicklung, Laboratorien sowie<br />

Universitäten:<br />

Die Deutsche Lichtmiete macht es<br />

Chemieunternehmen mit ihrem<br />

Mietmodell einfach, auf hochmoderne<br />

LED-Technik umzusteigen – und das<br />

ganz ohne Investitionen.<br />

50<br />

Um die Nachfrage nach hygienischen<br />

Komponenten zu bedienen, entwickelte<br />

Eisele einen nach Hygienic-Design-Kriterien<br />

konstruierten Schlauch anschluss<br />

für Druckluft und Gase.<br />

54<br />

Perfekt geeignet für alle Medien:<br />

Edelgase, Druckluft, Vakuum, Stickstoff<br />

Sicher und zuverlässig in der Handhabung<br />

Hervorragend in der Leistung<br />

Vielseitig einsetzbar dank unterschiedlicher<br />

Ausführungen, Materialien und Dichtungen<br />

schnell. sicher. effizient.<br />

Stäubli Tec-Systems GmbH - Tel.: +49 921 883-0 - E-Mail: connectors.de@staubli.com


<strong>cav</strong>news August<br />

ticker<br />

CHEMIEPARK KNAPSACK<br />

Werkstatt für Prozessanalysentechnik eröffnet<br />

Innovation bedeutet Zukunft: Unter diesem<br />

Motto hat die InfraServ GmbH & Co. Knapsack<br />

KG eine PAT-Werkstatt (PAT = Prozessanalysentechnik)<br />

im Hürther Chemiepark Knapsack<br />

eröffnet. Ziel der Prozessanalysentechnik<br />

ist es, Abweichungen innerhalb von Produktionsprozessen<br />

möglichst schnell und sicher zu<br />

erkennen und so unmittelbar präventiv und<br />

ierlichen Ausbau unserer Serviceleistungen<br />

profitieren“, unterstrich Dr. Clemens Mittelviefhaus,<br />

Geschäftsleitung InfraServ Knapsack,<br />

anlässlich der Eröffnungsfeier der PAT-<br />

Werkstatt. Kundennähe und die damit verbundene<br />

vertrauensvolle Arbeit spielten eine<br />

entscheidende Rolle bei der Entscheidung für<br />

Investitionen wie den Bau der PAT-Werkstatt.<br />

Ralf Müller (Geschäftsleitung<br />

Vorsitzender), Thomas Saß (Leiter<br />

Anlagenservice), Thomas<br />

Happich (Leiter Anlagenservice<br />

und -technik), Hubert Stüsser<br />

(Teamleiter Prozessanalysentechnik),<br />

Dr. Clemens Mittelviefhaus<br />

(Geschäftsleitung)<br />

Führungswechsel bei Axflow<br />

Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat Georg Niebch<br />

die Position des Geschäftsführers der Axflow<br />

GmbH übernommen. Er tritt die Nachfolge von<br />

Klaus Scholten an, der sich Ende April 2016 in den<br />

Ruhestand verabschiedet hat. Klaus Scholten war<br />

zehn Jahre als Geschäftsführer der Axflow GmbH<br />

tätig. Georg Niebch verfügt über langjährige Führungserfahrung<br />

im internationalen Umfeld und<br />

arbeitete zuletzt als Leiter<br />

der Unternehmensentwicklung<br />

beim Remscheider Alexanderwerk,<br />

einem Hersteller<br />

von Sondermaschinen<br />

und Anlagen für die chemische<br />

und pharmazeutische<br />

Industrie.<br />

vorbeugend handeln zu können. Auf diese<br />

Weise lassen sich Produktionsflüsse optimieren<br />

und Fehlerquoten senken. InfraServ Knapsack<br />

setzt in der neuen PAT-Werkstatt auf ein<br />

Team aus hoch qualifiziertem prozessanalytischem<br />

Fachpersonal. Bei Bedarf kann zudem<br />

auf Expertenwissen aus unterschiedlichen<br />

Kompetenzbereichen des Unternehmens zurückgegriffen<br />

werden.<br />

„Die Unternehmen hier am Standort Knapsack<br />

sowie in der Region sollen vom kontinu-<br />

Mit der zusätzlichen lokalen Präsenz bietet InfraServ<br />

Knapsack Kunden einen nochmals optimierten<br />

Instandhaltungsservice, so Dr. Mittelviefhaus:<br />

„Es ist kein Geheimnis, dass insbesondere<br />

der Zeitfaktor heute häufig entscheidend<br />

ist, um maximal kosteneffizient arbeiten<br />

zu können. Die neue PAT-Werkstatt hier<br />

auf dem Gelände ist vor diesem Hintergrund<br />

ein weiteres positives Signal für den Standort<br />

Chemiepark Knapsack.“<br />

Rommel verlässt LMT Group<br />

Matthias Rommel, Geschäftsführer der LMT Group<br />

und Division President der LMT Tools Group, scheidet<br />

zum 30. September 2016 aus persönlichen<br />

Gründen aus der LMT Group aus. Bis zur Regelung<br />

der Nachfolge übernimmt Olaf J. Müller, Sprecher<br />

der Geschäftsführung der LMT Group, die Verantwortungsbereiche<br />

von Matthias Rommel kommissarisch.<br />

Ein in der LMT Tools Group neu eingerichteter<br />

Corporate Council steht Müller dabei zur Seite.<br />

Diesem Council gehören neben Joachim Peter, in<br />

seiner Funktion als CFO der Division LMT Tools, Führungskräfte<br />

aus den Schlüsselbereichen des Unternehmens<br />

an.<br />

FACHTAGUNG FÜR SICHERHEITSINGENIEURE UND BERATER<br />

Tag der persönlichen Schutzausrüstung<br />

Am 27. September 2016 findet der 1. „Tag der PSA“ in Heidelberg statt. Der vom Dr.<br />

Curt Haefner Verlag konzipierte Kongress mit Begleitausstellung richtet sich an<br />

Sicherheits ingenieure, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte, Betriebsräte,<br />

Unternehmer und Führungskräfte. Für den „Tag der PSA“ 2016 wurden<br />

namhafte Referenten aus Handel, Industrie, Verbänden und der Normung gewonnen.<br />

Nach einleitenden Vorträgen zu Auswirkungen der neuen PSA-Verordnung<br />

und aktuellen Entwicklungen im Hand- und Hautschutz folgen Referate zu diesen<br />

Themenblöcken:<br />

• Auswahlkriterien, Einkaufsstrategien und Bestellung (Vorträge zu: Einkaufsstrategien,<br />

Tragetests, IT-gestützte Bestellsysteme)<br />

• PSA und der Wandel in der Arbeitswelt (Vorträge zu: PSA in der Industrie 4.0, PSA<br />

und Corporate Social Responsibility, PSA im klassischen Arbeitsschutz)<br />

• PSA in der betrieblichen Praxis (Vorträge zu: Unterweisung, Sicherheitskultur).<br />

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular sind unter www.tag-der-psa.de<br />

abrufbar. Der Kongress beginnt um 9:30 Uhr und endet um 17:15 Uhr. Veranstaltungsort<br />

ist das Hotel Chester Heidelberg.<br />

Neuer Geschäftsführer bei Beko<br />

Seit 1. Juli 2016 ist Norbert Strack neuer technischer<br />

Geschäftsführer der Beko Technologies<br />

GmbH. Er übernimmt die Aufgaben von Werner<br />

Koslowski, der zum Jahresende in den Ruhestand<br />

geht. Für seine neue Tätigkeit bringt er nicht nur<br />

ein umfassendes technisches Verständnis mit, sondern<br />

auch langjährige, internationale Erfahrung in<br />

verschiedenen Industriezweigen. In den ersten<br />

Monaten seiner Einarbeitung wird Strack von den<br />

Geschäftsführern Werner Koslowski und Manfred<br />

Lehner begleitet.<br />

6 <strong>cav</strong> 8-2016


NEUER NAME, KLARE AUSRICHTUNG<br />

Vom Industriepark Werk Gendorf zum Chemiepark Gendorf<br />

Ab sofort tritt Bayerns größter Chemiepark mit einem<br />

neuen Erscheinungsbild auf. An die Stelle des historisch<br />

gewachsenen Namens „Industriepark Werk Gendorf“ tritt<br />

„Chemiepark Gendorf“. Mit der Umbenennung einher<br />

geht ein neues Layout und Design. Es ist farblich angelehnt<br />

an den Standortbetreiber Infraserv Gendorf. „Mit der<br />

Umbenennung wollen wir vor allem mehr Klarheit schaffen“,<br />

erklärt Dr. Bernhard Langhammer, der Geschäftsleiter<br />

von Infraserv Gendorf. „Der Begriff Werk im alten Namen<br />

hat immer wieder verwirrt, denn Industriepark und Werk<br />

wurden oft als Gegensatz verstanden.“<br />

Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Industriepark ist<br />

im Chemiepark Gendorf die gesamte Infrastruktur auf<br />

Chemieunternehmen ausgerichtet. Sie versorgt angesiedelte<br />

Produktionsunternehmen mit zahlreichen Roh- und<br />

Hilfsstoffen. Auch die Abwässer werden zentral in eigenen<br />

Klär<strong>anlagen</strong> umweltgerecht aufbereitet. Ein weiterer Unterschied<br />

ist der Stoffverbund: Die Unternehmen im Chemiepark<br />

Gendorf sind eng miteinander vernetzt. Was die<br />

eine Firma herstellt, das dient einer anderen als Ausgangsprodukt.<br />

Abfallstoffe werden so zu Rohstoffen und Millionen<br />

Kilometer an Transporten vermieden. Zusätzlich bietet<br />

der Chemieparkbetreiber Infraserv Gendorf allen<br />

Standortunternehmen auf die chemische Industrie zugeschnittene<br />

Services an, zum Beispiel in der Logistik und<br />

der Instandhaltung.<br />

Insgesamt floss in den letzten<br />

fünfzehn Jahren knapp<br />

1 Mrd. Euro in den Chemiepark<br />

– sowohl in die Infrastruktur<br />

als auch in den<br />

Ausbau der Produktions<strong>anlagen</strong><br />

der Standortunternehmen.<br />

Neue Unternehmen<br />

wie Gore haben sich<br />

niedergelassen und mehrere<br />

Unternehmen siedelten<br />

auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte<br />

in Gendorf<br />

an.<br />

Der Industriestandort<br />

Gendorf ist heute<br />

Bayerns größter<br />

Chemiepark<br />

PERFORMANCE 3 .<br />

BEREIT FÜR EINE NEUE PROZESSLUFT-EFFIZIENZ?<br />

Schüttgüter pneumatisch transportieren, von Staubkorn- bis Tennisballgröße, schnell, schonend und<br />

mit geringstmöglichem Energieaufwand – eine Aufgabe für Könner, Performer und echte Spezialisten.<br />

Ölfrei verdichtende Drehkolbengebläse, Drehkolbenverdichter und Schraubenverdichter von AERZEN<br />

lösen Ihr Transportproblem. Erwarten Sie mehr – Prozessluft jetzt in neuer Effizienz.<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 7


<strong>cav</strong>news August<br />

ticker<br />

ZUM VIERTEN MAL IN DÜSSELDORF<br />

Weltleitmesse für Industriearmaturen<br />

Vom 29. November bis 1. Dezember 2016<br />

zeigt die Valve World Expo die ganze Bandbreite<br />

der Industriearmaturen in drei Messehallen.<br />

Das Angebot umfasst Armaturen, Armaturenkomponenten<br />

und -teile, Stellantriebe<br />

und Stellungsregler, Kompressoren, Ingenieurdienstleistungen<br />

und Software,<br />

Verbände<br />

und Verlage. Für<br />

drei Tage werden<br />

die Messehallen<br />

3, 4 und 5 dann<br />

zum internationalen<br />

Nr. 1 Branchentreff<br />

für Armaturenspezialisten<br />

und Experten<br />

aus den Anwenderindustrien.<br />

Bereits<br />

jetzt sind über 19 600 m 2 netto belegt.<br />

638 Aussteller aus 39 Ländern haben sich angemeldet.<br />

Die meisten europäischen Unternehmen<br />

kommen aus Italien, Großbritannien,<br />

Deutschland, Spanien, Frankreich, der Türkei<br />

und den Niederlanden. Aus Übersee werden<br />

viele Aussteller aus den USA, Indien, Taiwan,<br />

Südkorea und China anreisen. Die begleitende<br />

Fachkonferenz Valve World Conference Düsseldorf<br />

2016 wird in der Halle 4 erneut von<br />

KCI durchgeführt. Neben Zukunftsthemen<br />

wie Materialauswahl, neue Technologien und<br />

Verfahren in der Herstellung und Anwendung<br />

von Ventilen, neue Energien sowie Analysen<br />

neuer Services, steht eine intensive Auseinandersetzung<br />

mit der Branchenstruktur im Vordergrund.<br />

Vorträge, Workshops und Seminare<br />

vertiefen die Konferenzinhalte. Der Pump<br />

Summit, Internationale Fachausstellung mit<br />

Konferenz für Pumpentechnologie, findet am<br />

29. und 30. November in der Halle 7.0 (Erdgeschoss)<br />

statt. Hier treffen Netzwerker und<br />

Pumpenspezialisten aufeinander, Hersteller,<br />

Händler und Anwender von Pumpen, Dichtungen<br />

und Kompressoren präsentieren ihre<br />

Produkte und tauschen Fachwissen aus. Eine<br />

Konferenz begleitet den Pumpengipfel. Vorträge<br />

und ausgesuchte Workshops über die<br />

Anwendung von Pumpen und Dichtungen in<br />

ganz unterschiedlichen Industrien stehen auf<br />

dem Programm.<br />

THYSSENKRUPP INDUSTRIAL SOLUTIONS<br />

Neuausrichtung rückt Kunden in den Mittelpunkt<br />

Der Geschäftsbereich Industrial Solutions, der<br />

den Spezial- und Groß<strong>anlagen</strong>bau des Thyssenkrupp-Konzerns<br />

umfasst, richtet sich im<br />

Rahmen des Transformationsprogramms „planets“<br />

neu aus. Ziel ist die Sicherstellung der<br />

Wachstums- und Leistungsfähigkeit, die noch<br />

stärkere Ausrichtung auf Kunden, Märkte und<br />

das margenstarke Servicegeschäft sowie das<br />

Vorantreiben des Kulturwandels innerhalb<br />

des Geschäftsbereichs. Dazu wird die Position<br />

des Chief Operating Officer im Bereichsvorstand<br />

neu geschaffen. Darüber hinaus wird<br />

der Niederländer Johan P. Cnossen das Führungsteam<br />

von Industrial Solutions verstärken<br />

und Leiter des sogenannten Transforma -<br />

tionsbüros für die Umsetzung von „planets“<br />

sein. Jens Michael Wegmann, seit Oktober<br />

2015 CEO des Geschäftsbereichs Industrial<br />

Solutions von Thyssenkrupp: „Wir bewegen<br />

uns in einem schwierigen Umfeld und wollen<br />

unsere Organisation schneller, flexibler und<br />

effizienter machen. Mit unserer neuen Netzwerkstruktur<br />

und der Neuordnung unserer<br />

Geschäftseinheiten stellen wir den Kunden in<br />

den Mittelpunkt unseres Handelns.“<br />

Künftig entfällt im Bereich des Groß<strong>anlagen</strong>baus<br />

eine Managementebene. Die bisherigen<br />

Business Units Resource Technologies und<br />

Process Technologies werden aufgelöst. Die<br />

zuvor organisatorisch nachgeordneten sogenannten<br />

Operating Units im Groß<strong>anlagen</strong>bau<br />

werden teils neu strukturiert und zu Business<br />

Units aufgewertet. Diese Einheiten tragen<br />

künftig die weltweite Verantwortung für die<br />

Weiterentwicklung ihres Geschäfts, die Abwicklung<br />

von Projekten und das Ergebnis. Mit<br />

Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 1. Oktober<br />

2016 wird die neue Struktur umgesetzt.<br />

Industrial Solutions wird sein Geschäft dann<br />

in insgesamt acht Geschäftseinheiten (Business<br />

Units) führen: Industrial Specialties,<br />

Mining Technologies, Cement Technologies,<br />

Electrolysis & Polymers Technologies, Fertilizer<br />

Technologies, Services sowie Marine Systems<br />

und System Engineering.<br />

ABB-Testlabor für Antriebstechnik<br />

ABB hat ein Testlabor für Frequenzumrichter in ihrer<br />

Fabrik in Helsinki, Finnland, eröffnet. Kunden<br />

können darin eigene Motoren mit Frequenzumrichtern<br />

von ABB testen und die Leistung und den<br />

Energieverbrauch des Antriebspakets verifizieren.<br />

Das Frequenzumrichter-Testlabor von ABB ist ein<br />

völlig neues Konzept, das sich vornehmlich an Kunden<br />

mit einem großen Bedarf an Umrichtern, an<br />

Maschinenbauer und Systemintegratoren richtet.<br />

Diese können darin die Leistungsfähigkeit ihrer<br />

Motoren in Kombination mit ABB-Frequenzumrichtern<br />

der neuen Generation testen. Mit den Laborgeräten<br />

kann die dynamische Leistung von Motor<br />

und Antrieb, ihre Belastbarkeit und Effizienz<br />

präzise gemessen werden. Kunden können so das<br />

optimale Antriebssystem für ihre Anwendung finden<br />

und Kosten, Platz und Energie sparen.<br />

Großauftrag für MPT<br />

MPT Mess- und Prozesstechnik ist von Siemens<br />

beauftragt worden, Chemikalien-Dosier<strong>anlagen</strong><br />

für drei Großprojekte in Ägypten zu liefern. Die<br />

Anlagen kommen zur Wasseraufbereitung in<br />

Kraftwerken zum Einsatz. Zum Leistungsumfang<br />

gehören Planung, Engineering, Projektierung,<br />

Entwicklung und Herstellung der Anlagen. Um<br />

das Kesselwasser zu konditionieren, werden<br />

Inhibitor, Ammoniumhydroxid und Sauerstoff<br />

bzw. Trinatriumphosphat dosiert. Bei den Ägypten-<br />

Projekten handelt es sich um den größten Einzelauftrag<br />

in der Geschichte von Siemens, mit dem<br />

die Stromerzeugung des Landes um 50 % erhöht<br />

werden soll.<br />

8 <strong>cav</strong> 8-2016


Ihr <strong>cav</strong>-Titelstar!<br />

Werden Sie Titelstar der <strong>cav</strong> – das war auch auf der Powtech 2016<br />

das Motto unserer Fotoaktion. Entstanden sind in den drei Messetagen<br />

fast 120 lustige bis schräge Fotos, mit und ohne Ente. 89 von<br />

ihnen haben wir zur Abstimmung auf unserer Homepage veröffentlicht.<br />

Platz 3 belegte Matthias mit seinem Enten-Moonwalk. Wer<br />

auf Platz 2 gelandet ist, erfahren Sie in der nächsten <strong>cav</strong>.<br />

3. PLATZ<br />

Matthias<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 9


<strong>cav</strong>news August<br />

Kapselfüllmaschine vom Tablettenpressenhersteller<br />

SUV statt Sportwagen<br />

Fette Compacting ist für seine Tablettenpressen bekannt, Porsche für<br />

seine Sportwagen. Mit der FEC40 präsentiert Fette seine erste Kapselfüllmaschine<br />

– sozusagen den ersten Fette-SUV. Olaf J. Müller, CEO LMT<br />

Group und Division President Fette Compacting, und Jan-Eric Kruse,<br />

Managing Director bei Fette Engineering, erläutern die Analogie zum<br />

Automobilhersteller und geben im Gespräch mit <strong>cav</strong> Einblicke in die<br />

Entwicklung der FEC40, die Technik und die ambitionierten Ziele.<br />

Müller: Wir haben in den letzten Jahren gute<br />

Erfahrungen damit gemacht, eine Neuentwicklung<br />

erst dann zu kommunizieren und zu<br />

zeigen, wenn diese auch fertiggestellt ist. Diese<br />

Vorgehensweise hat sich bereits 2011 bei<br />

der Einführung der FE-Serie bewährt.<br />

<strong>cav</strong>: Wie hält man so ein Projekt vor der Belegschaft<br />

geheim?<br />

Kruse: Wir sind mit unserem Entwicklerteam<br />

aus allen Bereichen in eine separate Halle auf<br />

der anderen Straßenseite gezogen. Das hat<br />

einerseits die Wege im Team sehr kurz gemacht,<br />

andererseits konnten wir das Projekt<br />

vom Alltagsbetrieb in der Firma separieren<br />

und uns ganz auf die Entwicklung der Kapselfüllmaschine<br />

konzentrieren.<br />

<strong>cav</strong>: Herr Müller, ein deutsche Sprichwort sagt<br />

„Schuster bleib bei deinen Leisten“. Mit der Kapselfüllmaschine<br />

FEC40 machen Sie genau das<br />

Gegenteil und betreten neues Territorium. Wie<br />

gewagt ist dieser Schritt?<br />

Olaf J. Müller: Der Schritt auf den Kapselmarkt<br />

ist nicht gewagt, sondern wohl überlegt.<br />

Das Territorium ist nicht völlig neu für<br />

uns, weil sowohl Tablettierung als auch Kapselfüllung<br />

für unsere Kunden zur Produktion<br />

von Solida gehören. Häufig sind in den Unternehmen<br />

die gleichen Menschen für Tablettierung<br />

und Kapselfüllung verantwortlich. Wir<br />

kennen also die Akteure und ihre Anforderungen.<br />

Sie können das in etwa vergleichen mit<br />

dem Schritt von Porsche, neben den klassischen<br />

Sportwagen auch SUVs zu produzieren.<br />

Die Technik ist verwandt, aber es werden<br />

neue Käuferschichten erschlossen. So gesehen,<br />

bleiben wir schon ein bisschen bei unseren<br />

Leisten.<br />

<strong>cav</strong>: Herr Kruse, wie fühlt es sich an, wenn man<br />

den Auftrag bekommt, eine komplett neue<br />

Maschine zu entwickeln?<br />

Jan-Eric Kruse: Es ist der Traum eines jeden<br />

Entwicklerteams, eine Maschine von Grund<br />

auf neu zu denken. Dafür war das Umfeld bei<br />

Fette Compacting ideal. Innovationen zu entwickeln<br />

ist Teil der Kultur des Unternehmens.<br />

Diesen Erfindergeist spürte man auch in unserem<br />

Team.<br />

<strong>cav</strong>: Erfindergeist ist ein gutes Stichwort. Wie<br />

sah denn der Entwicklungsprozess aus? Welche<br />

Herausforderungen mussten Sie überwinden<br />

beziehungsweise lösen?<br />

Kruse: Wir bekamen 2013 die Freigabe für die<br />

Entwicklung. Die Grundkenntnisse des Kapselfüllprozesses<br />

gewannen wir mithilfe unseres<br />

Partners Harro Höfliger. Basierend auf unseren<br />

Marktstudien haben wir Konzepte erarbeitet,<br />

bewertet und, wo nötig, detailliert. Für<br />

die aus unserer Sicht technisch anspruchsvollsten<br />

Prozesse haben wir Teststände gebaut.<br />

Erst nach erfolgreichen Tests begannen<br />

dann die Auskonstruktion und der Proto -<br />

typenbau.<br />

<strong>cav</strong>: Herr Müller, die Entwicklung der FEC40<br />

war ein großes Geheimnis in Ihrer Firma. Warum<br />

diese Geheimniskrämerei?<br />

<strong>cav</strong>: Die FEC40 zeichnet sich durch einen enormen<br />

Leistungssprung gegenüber bisherigen<br />

Kapselfüllmaschinen aus. Wie kommt das?<br />

Kruse: Die Kapselfüllung ist ein Prozess, bei<br />

dem die Baugruppen bislang durch mechanische<br />

Kopplung gesteuert wurden. Durch den<br />

Einsatz von insgesamt 29 Servomotoren<br />

konnten wir die einzelnen Prozessschritte<br />

voneinander entkoppeln, flexibilisieren und<br />

optimieren. Weil wir konsequent auf Kurvenscheiben<br />

verzichten, konnten wir auch die<br />

Schaltschränke in den Antriebsraum integrieren.<br />

Die FEC40 ist somit die erste Kapselfüllmaschine,<br />

die ausschließlich durch Servo- und<br />

Torquemotoren angetrieben wird.<br />

Autor<br />

Dr. Bernd Rademacher<br />

Redakteur,<br />

<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />

Olaf J. Müller, CEO LMT<br />

Group und Division President<br />

Fette Compacting,<br />

gibt Einblicke in die Entwicklung<br />

der FEC40<br />

10 <strong>cav</strong> 8-2016


Jan-Eric Kruse, Managing Director bei Fette Engineering,<br />

erläutert das Fette Compacting Duplex<br />

Concept, das auf die FEC40 übertragen wurde<br />

<strong>cav</strong>: Aber die neue Antriebstechnik allein ist<br />

doch nicht die Erklärung für die hohe Produktionsleistung<br />

der FEC40, oder doch?<br />

Teamwork: Die Entwicklung der FEC40 war ein interdisziplinäres Großprojekt, an dem rund 25 Personen<br />

beteiligt waren<br />

Kruse: Das nicht, aber durch unser intelligentes<br />

Antriebs- und Steuerungskonzept konnten<br />

wir Prozesszeiten unabhängig voneinander<br />

steuern und dadurch letztlich die Gesamtdurchlaufzeit<br />

optimieren. Zusätzlich haben<br />

wir einzelne Prozessschritte zusammengelegt.<br />

Damit konnten wir die frei gewordenen<br />

Stationen nutzen, um den Kapselfüllprozess<br />

zweifach in der Maschine anzulegen.<br />

Enorm geholfen hat uns dabei das Wissen<br />

über Doppelrundläufer aus der Tablettierung.<br />

Die FEC40 ist die erste Kapselfüllmaschine,<br />

die nach diesem Prinzip (Fette Compacting<br />

Duplex Concept) aufgebaut ist. Außerdem haben<br />

wir zahlreiche bewährte Details der Tablettenpressen<br />

übernommen, die dem Anwender<br />

die Bedienung erleichtern. Ein Highlight<br />

ist sicher der patentierte Wechsel der Stopfstempelstationen.<br />

<strong>cav</strong>: Ein Großteil der Entwicklung verlief ja unter<br />

Ausschluss der Öffentlichkeit. Dennoch haben<br />

Sie zu Beginn des Projekts Kundenerwartungen<br />

eingefangen. Welche waren hier für die<br />

Entwicklung einer neuen Leistungsklasse ausschlaggebend?<br />

Kruse: Durch den steigenden Kostendruck in<br />

der Pharmaindustrie rückt die Effizienz immer<br />

stärker in den Brennpunkt. Aufgrund ihres höheren<br />

Outputs verringert die FEC40 die Stückkosten<br />

bei der Kapselproduktion um bis zu<br />

30 %. Und das bei gleichem Footprint. Raumkosten<br />

in der Pharmaindustrie sind signifikant.<br />

Wenn Sie sich durch die Verwendung<br />

Durch die kompakte Bauweise<br />

der FEC40 können<br />

Anwender die Kapazität<br />

ihrer Hartkapsel-Produktion<br />

in den bereits vorhandenen<br />

Produktionsräumen<br />

mehr als verdoppeln.<br />

Die Produktionskosten pro<br />

1000 Kapseln sinken dabei<br />

um bis zu 30 %.<br />

der FEC40 einen Reinraum sparen, senkt das<br />

die Produktionskosten erheblich.<br />

<strong>cav</strong>: Seit der Präsentation der FEC40 auf der Interphex<br />

sind jetzt einige Monate vergangen.<br />

Wie war das Feedback auf die Präsentation?<br />

Müller: Das Feedback war großartig. Wir<br />

könnten sicherlich gleich einige Maschinen<br />

verkaufen, doch wir wollen bewusst langsam<br />

starten und Erfahrungen sammeln. Auch<br />

wenn die FEC40 aus unserer Sicht technologisch<br />

konkurrenzlos ist, sind wir im Bereich<br />

der Kapselfüllung doch der Anfänger und<br />

nicht der Marktführer. Deshalb wollen wir zunächst<br />

Prozesserfahrung aufbauen. Derzeit<br />

läuft ein Prototyp bei einem Nahrungsergänzungsmittelhersteller<br />

in den USA. Hiervon erhoffen<br />

wir uns weitere Einblicke. Langfristig<br />

ist unser Ziel, 20 bis 25 Maschinen im Jahr zu<br />

produzieren.<br />

<strong>cav</strong>: Herr Kruse, kann man die FEC testen?<br />

Kruse: Aber natürlich. Die FEC40 steht hier in<br />

Schwarzenbek für Tests bereit. Ab September<br />

2016 können die Kunden dann auch in unserem<br />

Competence Center in Rockaway in New<br />

Jersey mit den ersten Testläufen beginnen.<br />

<strong>cav</strong>: Abschließende Frage. Herr Müller, ist die<br />

FEC40 der Start einer Serie? Was können wir<br />

noch erwarten?<br />

Müller: Wir sehen die Kapselfüllung als ein<br />

Geschäftsfeld, in dem wir uns langfristig engagieren<br />

und unsere Position ausbauen wollen.<br />

Wir haben bewusst mit der Entwicklung<br />

der leistungsstärksten Maschine angefangen.<br />

Kleinere Maschinen werden in Zukunft folgen.<br />

So ähnlich hat Porsche auch seine SUVs mit<br />

Erfolg in den Markt gebracht.<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 11


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Bild: anko - Fotolia.com<br />

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Wir schreiben das Jahr 1240. Tief atmet Bruder<br />

Erasmus, auch das Kalb genannt, aus; entspannt<br />

lehnt er sich zurück und betrachtet<br />

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Schatz gehoben. Seine Mitbrüder in Westeuropa<br />

erkennen den Wert dieses Schatzes und<br />

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Gesprächen vor Ort<br />

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Unternehmen zu unterhalten. In der Videothek<br />

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diese Expertentalks aus dem Bereich Prozesstechnik<br />

zusammengestellt.<br />

Aktuell finden Sie dort einige Expertengespräche<br />

zum Thema Serialisierung und Rückverfolgbarkeit<br />

des stellvertretenden Chefredakteurs<br />

Lukas Lehmann mit verschiedenen Serialisierungsexperten.<br />

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Ob ein Schlauch an der Kuppelstation<br />

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12 <strong>cav</strong> 8-2016


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Biotechnologie, Verfahrenstechnik<br />

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China und der Slowakei waren an<br />

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Mit diesen Worten eröffnete Bernd Hansen, Vorstandsvorsitzender des<br />

Packaging Valley Germany e. V., die Packaging Valley Days 2016 in Schwäbisch<br />

Hall. Über 200 Besucher aus der ganzen<br />

Welt kamen zu der zweitägigen<br />

Veranstaltung, die unter dem Motto<br />

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Deutschland, machten sich für kollaborative<br />

Konzepte über organisatorische<br />

Grenzen hinweg stark. Unter<br />

dem Motto „Die neue Offenheit?“ hatte<br />

Infraserv Höchst in den Squaire am<br />

Frankfurter Flughafen eingeladen.<br />

Angst verhindert Innovationen<br />

Das größte deutsche Zukunftsforschungsinstitut „2b Ahead ThinkTank“ hat am<br />

Rande des 15. Zukunftskongresses in Wolfsburg die neusten Ergebnisse der<br />

Dauerstudie „Deutscher Trendindex“ zum Trendklima in der deutschen Wirtschaft<br />

vorgestellt. Die Dauerstudie hat im vergangenen Halbjahr erstmals auch<br />

die Innovationsverhinderer in der deutschen Wirtschaft untersucht. 52 % der<br />

Befragten halten Angst für den stärksten Innovationsverhinderer.<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 13


TRENDTHEMA: OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />

Chemieunternehmen lagern Sekundärprozesse aus<br />

Einsparpotenziale durch<br />

Outsourcing<br />

Outsourcing liegt im Trend – in manchen Branchen werden bis zu 70 %<br />

der Prozesse ausgelagert. Damit wollen die Unternehmen vor allem den<br />

hohen Kostendruck mindern. Auch in der chemischen Industrie gewinnt<br />

das Thema daher an Bedeutung, allerdings lagern die Firmen in diesem<br />

Bereich eher Sekundärprozesse wie Logistik, Facility-Management sowie<br />

den Betrieb der IT-Infrastruktur aus. Outsourcing ist aber kein Allheilmittel<br />

– wichtig ist es, die richtigen Prozesse zu vergeben.<br />

Wichtiger Trend beim Outsourcing ist das Auslagern der Sekundärprozesse<br />

Die chemische Industrie ist geprägt von<br />

starkem Kostendruck, weltweit steigenden<br />

Rohstoffpreisen und einem intensiven Wettbewerb.<br />

Um weiterhin kostengünstig produzieren<br />

zu können, verfolgen viele Unternehmen<br />

der Branche eine Outsourcing-Strategie.<br />

Dadurch gewinnen Managed Services automatisch<br />

an Bedeutung. Denn die Einsparpotenziale<br />

der Pharma- und Chemieindustrie<br />

durch Outsourcing werden von Experten als<br />

hoch eingeschätzt – so gehen die Auguren davon<br />

aus, dass beispielsweise im Bereich Logistik<br />

Kostenreduzierungen von 10 bis 15 % realistisch<br />

sind. Und im Facility-Management<br />

könnten gar 20 bis 30 % der Kosten eingespart<br />

werden. Auch Chemieunternehmen, die Teile<br />

ihrer IT an externe Dienstleister wie IDS<br />

Scheer oder All for One Steeb auslagern, können<br />

immense Kosten sparen und flexibler reagieren.<br />

Insbesondere Softwarelösungen zur Integration<br />

und Koordination der branchenspezifischen<br />

Unternehmensprozesse sowie zunehmend<br />

Cloud-Services stehen hierbei im<br />

Vordergrund.<br />

(Bild: Siemens AG)<br />

Outsourcing von Cloud-Services<br />

So kommen zwei Studien von Experton (Cloud<br />

Vendor Benchmark 2016) und Crisp Research<br />

(Crisp Vendor Universe Managed Public Cloud<br />

Provider) zu dem Ergebnis, dass „über 85 % der<br />

deutschen Unternehmen sich mittlerweile aktiv<br />

mit dem Thema Cloud Computing auseinander<br />

setzen und sich in der Planung und Implementierung<br />

befinden, oder bereits Cloud-<br />

Services und -Technologien im produktiven Betrieb<br />

einsetzen.“ Solche Zahlen mögen in ihrer<br />

absoluten Höhe von Branche zu Branche unterschiedlich<br />

ausfallen. Die Tendenz ist jedoch<br />

eindeutig: der externe Bezug von IT-Leistungen<br />

aus der Cloud ist auf dem Vormarsch. Das<br />

gilt auch für die chemische Industrie. Der generelle<br />

Trend in Richtung Cloud – egal ob Public<br />

Cloud, hybride Cloud, Multi Cloud oder Private<br />

Cloud – kommt nicht von ungefähr. Vielmehr<br />

verbergen sich dahinter handfeste strategische<br />

Überlegungen. Crisp Research hat dazu<br />

folgendes herausgefunden: Die Cloud gilt<br />

als „Rückgrat der Digitalisierung“. Selbst gestandene<br />

Unternehmen mit großen komplexen<br />

IT-Landschaften können sich so die notwendige<br />

Geschwindigkeit sichern, um auf<br />

Kundenanforderungen gezielter zu reagieren.<br />

Das gilt etwa für Applikationen wie ein Cloud<br />

CRM, eine HR-Suite aus der Cloud oder eine<br />

Cloud-Lieferantenplattform. Solche Lösungen<br />

können also – anders als herkömmliche Anwendungen<br />

– ohne lange Projektlaufzeit eingeführt<br />

und angewendet werden.<br />

„Oft kommen dabei Mischformen aus eigener<br />

IT, der Infrastruktur eines Managed Private<br />

Cloud-Dienstleisters und der Public Cloud in<br />

der Praxis zum Einsatz, etwa bei mittelständischen<br />

Unternehmen der chemischen Industrie“,<br />

erklärt Michael Scherf, der in der Geschäftsleitung<br />

der All for One Steeb AG die<br />

Managed-Services-Aktivitäten zur Orchestrierung<br />

von Private- und Public-Cloud-Ressourcen<br />

verantwortet. Die Frage, die sich stellt, ist,<br />

welches Szenario ist hier für wen am besten<br />

geeignet, und welcher Weg führt dorthin?<br />

„Nicht selten“, so Scherf, „wird in der chemischen<br />

Industrie die Maschinensteuerung vom<br />

Unternehmen selbst lokal betrieben. Die SAP-<br />

Anwendungslandschaft hingegen wird vom<br />

Service Provider im Rechenzentrum (Private<br />

Cloud) betreut, die SAP-Trainings- und Demosysteme<br />

werden neuerdings aus der Public<br />

Cloud, etwa AWS oder Azure, bedarfsweise dazu<br />

gebucht.“ Software-Lösungen aus der<br />

Cloud bieten eindeutige Kosten- und Nutzenvorteile:<br />

flexibel, skalierbar, weltweit verfügbar,<br />

geringe Investitionskosten, keine zusätzlichen<br />

Wartungskosten und zur Miete.<br />

14 <strong>cav</strong> 8-2016


Outsourcing ist kein Allheilmittel<br />

Gerade in wettbewerbsintensiven Branchen<br />

kann das Outsourcing der IT-Infrastruktur, der<br />

Logistik oder des Betriebs von Immobilien und<br />

Produktions<strong>anlagen</strong> also den Kostendruck<br />

mindern. Outsourcing ist allerdings kein Allheilmittel<br />

– wichtig ist es, die richtigen Geschäfts-<br />

beziehungsweise Kernprozesse zu<br />

vergeben. Denn nicht immer erfüllt sich die<br />

Hoffnung eines Betriebs durch die Verlagerung<br />

bestimmter Tätigkeiten auf externe Spezialisten<br />

die Kosten zu reduzieren. Denn bei<br />

extern vergebenen Fertigungsleistungen<br />

schlägt sich der Koordinierungsaufwand häufig<br />

in höheren Fertigungsdurchlaufzeiten nieder,<br />

was die Kosteneinsparung zunichtemachen<br />

kann. Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik<br />

und Innovationsforschung ISI in<br />

Karlsruhe fand in einer Studie aus dem Jahr<br />

2001 heraus, dass sich bei der Produktentwicklung<br />

höhere Eigenanteile auszuzahlen scheinen,<br />

insbesondere in F&E-intensiven Betrieben.<br />

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht<br />

das die forschungsintensive Chemieindustrie<br />

mit 85 % Fertigungstiefe beim Outsourcing<br />

eher zurückhaltend ist, während die Hersteller<br />

von Metallerzeugnissen mit Fertigungstiefen<br />

von immerhin noch 56 % oder die Automobilindustrie<br />

mit Fertigungstiefen von 30 % und<br />

weniger diesbezüglich stärker outsourcen.<br />

Auch die Studie „Chemielogistik“ der Bundesvereinigung<br />

Logistik e.V. (BVL) kommt zu dem<br />

Ergebnis, dass der Outsourcing-Grad in der<br />

Chemie mit 44 % knapp fünf Prozentpunkte<br />

unter dem der Gesamtwirtschaft liegt. Doch<br />

gerade in der Logistik sieht der BVL noch signifikante<br />

Einsparpotenziale. Denn für den erfolgreichen<br />

Eintritt der Chemieindustrie in<br />

neue Märkte und deren strukturelle Beherrschung<br />

spielt die Logistik eine wichtige Rolle.<br />

Hoch ist laut BVL der Outsourcing-Anteil bereits<br />

im Bereich Transport. So sind 95 % des<br />

Transportvolumens in der Chemie bereits outgesourced.<br />

Hier, so die Autoren der Studie, haben<br />

die Logistikdienstleister kaum Wachstum<br />

zu erwarten. Wenn es nicht um Transporte,<br />

sondern um das Outsourcing ganzer Prozesse<br />

geht, ist die Chemie-Branche bisher zurückhaltender,<br />

besonders im Bereich Gefahrgut- und<br />

Gefahrstofflogistik. Denn insbesondere die<br />

Prozesssteuerung in der Gefahrgut- und Gefahrstofflogistik<br />

betrachtet die Industrie als eigene<br />

Kernkompetenz. Das sich die Unternehmen<br />

in der chemischen Industrie tendenziell<br />

auf ihre Kernprozesse bei der Herstellung ihrer<br />

Produkte fokussieren und der Industrieservice<br />

dadurch automatisch an Bedeutung gewinnt“,<br />

bestätigt auch Arno Rockmann, von der Celanese<br />

Production in Frankfurt am Main, in seinem<br />

Vortrag „Anforderungen an den Industrieservice<br />

aus Sicht eines Chemieunternehmens“,<br />

den er während eines Kongresses im<br />

Rahmen der Messe INservFM 2016 hielt.<br />

Logistik-Outsourcing reduziert Kosten<br />

Logistikdienstleistungen gehören also zu den<br />

Prozessen die gerade in der chemischen Industrie<br />

häufig nach außen vergeben werden. Die<br />

Gründe, warum sich Unternehmen der Chemie<br />

und <strong>chemie</strong>nahen Industrie für das Outsourcing<br />

entscheiden sind dabei immer die<br />

gleichen: Kosten zu reduzieren, Qualität der<br />

Ein weiteres großes Feld für Outsourcing sind<br />

Immobilien – etwa Chemieparks. Denn sie stellen<br />

große Kostenfaktoren für die Chemieindustrie<br />

dar.<br />

(Bild: Bayer AG)<br />

Vakuumfördertechnik und innovative<br />

Lösungen für das Schüttguthandling<br />

Leistung zu verbessern, Fixkosten zu variabilisieren,<br />

Prozesse zu optimieren, Leistungen gemäß<br />

den Richtlinien sicher abwickeln zu lassen,<br />

sich auf das Kerngeschäft fokussieren zu<br />

können sowie die Komplexität zu reduzieren.<br />

Gerade letztere wird vor allem durch die Globalisierung<br />

und steigende Kundenanforderungen<br />

getrieben. Nachdem die Märkte in Europa<br />

nur noch begrenzt wachsen, standen die Supply-Chain-Manager<br />

in den letzten Jahren vor<br />

der Aufgabe, die Lieferketten in neuen Märkten<br />

aufzubauen und effizient zu gestalten. Geschwindigkeit,<br />

hoher Servicegrad und Transparenz<br />

sind dabei die Herausforderungen. Komplexität<br />

entsteht durch diese neuen Kundenanforderungen,<br />

aber auch die Globalisierung<br />

der Lieferkette und staatliche Regulierung.<br />

Chemielogistik setzt auf zentrale Steuersyste-<br />

Produktaufgabestationen<br />

Systeme<br />

zum staubfreien Entleeren von<br />

Säcken, Fässern, Big-Bags;<br />

Produktabsendestationen;<br />

Lösungen für das Containment<br />

Lösungen<br />

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und Zuführen von Schüttgütern<br />

aller Art aus einer Hand:<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 15<br />

Starke Ideen fürs Schüttguthandling


TRENDTHEMA: OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />

Michael Scherf: „Oft werden Mischformen aus<br />

Private, Hybrid oder Public Cloud genutzt“<br />

(Bild: All for One Steeb AG)<br />

hend von diesen kritischen Erfolgsfaktoren ist<br />

ein zunehmender Bedarf an Integration und<br />

Koordination aller Unternehmensprozesse erkennbar.<br />

Neben der Harmonisierung dieser<br />

Prozesse ist eine IT-Infrastruktur erforderlich,<br />

die sich an den Prozessen orientiert und diese<br />

optimal unterstützt. Nur integrierte, standardisierte<br />

Szenarien liefern letztlich das Potenzial,<br />

um Kosten zu senken und gleichzeitig die<br />

Effizienz zu erhöhen. Eine Lösung dafür bietet<br />

das Systemhaus IDS Scheer Consulting mit der<br />

Software Chemical.Performance Ready. Dabei<br />

handelt es sich um eine prozessorientierte<br />

Komplettlösung auf Basis von voreingestellten<br />

SAP-Best-Practice-Prozessen, die Kunden aus<br />

der chemischen Industrie eine schnelle und<br />

kostengünstige SAP-Implementierung und<br />

kontinuierliche Optimierung ermöglicht. Mit<br />

der Branchenlösung können Unternehmen<br />

durch vorkonfigurierte Best-Practice-Prozesse<br />

schnell und kostengünstig alle wertschöpfenden<br />

Geschäftsprozesse der chemischen Industrie<br />

entlang der logistischen Kette sowie deren<br />

Support-Prozesse abbilden. So werden für die<br />

Auftragsabwicklung sowohl die Produktion an<br />

Lager, die kundenspezifische Produktion als<br />

auch Handelsabwicklungen berücksichtigt.<br />

Hierbei fließen produktspezifische Anforderungen<br />

für feste und flüssige Produkte in die<br />

vorkonfigurierten Prozesse mit ein. Darüber<br />

hinaus sind die Prozesslösungen für Kernprozesse<br />

der Kundengewinnung und -bindung als<br />

auch der Produktentwicklung verfügbar. So<br />

deckt die Software nahezu alle Branchenprozesse<br />

ab aus den Bereichen Planung (z. B. Vertikale<br />

Integration (MES-Systeme), Auftrags-/<br />

Lohnproduktion), Produktion (u. a. Rezepturmanagement,<br />

Wirkstoffherstellung, Streckengeschäft),<br />

Qualitätsmanagement (Integrierte<br />

Qualitätssicherung, vereinfachte Prüfzeugnisgenerierung),<br />

Reporting (Kostenkontrolle/Pla-<br />

me und standardisierte, automatisierte Prozesse,<br />

um diese Komplexität effizient zu beherrschen.<br />

Komplexitätsreduktion ist allerdings<br />

nur soweit möglich, wie sie nicht den<br />

Anforderungen des Kunden widerspricht. Aus<br />

der Zusammenarbeit zwischen den Supply-<br />

Chain-Managern bei den Herstellern und den<br />

Logistikdienstleistern ergeben sich laut BVL<br />

Prozessoptimierungen. Die Dienstleister müssen<br />

allerdings zwingend integrierte Wertschöpfungsketten<br />

abbilden können. Beim<br />

Outsourcing werden die Prozesse neu durchdacht<br />

und die Komplexität reduziert. Die Industrie<br />

fordert von den Logistikdienstleistern<br />

nicht nur einen hohen Servicegrad, sondern<br />

auch mehr Transparenz. Die Dienstleister stellen<br />

sich auf die neuen Anforderungen ein. Sie<br />

liefern immer mehr KPI aus der Lieferkette an<br />

die Hersteller: Neben Daten zur Liefertreue erhalten<br />

die Kunden dabei Einblick zum Beispiel<br />

zur Lagerverfügbarkeit.<br />

Stichwort Globalisierung der Lieferkette und<br />

staatliche Regulierung: Durch Akquisitionen<br />

und Fusionen entstehen neue Großunternehmen,<br />

die globale Netzwerke von Produktionsund<br />

Logistikstrukturen bilden. Diese gilt es erfolgreich<br />

zu managen. Daneben müssen gesetzliche<br />

Dokumentations- und Nachweispflichten<br />

stringent eingehalten werden – wie<br />

z. B. im europäischen Raum REACH (Registration,<br />

Evaluation, Authorisation and Restriction<br />

of Chemicals). Die damit verbundene Registrierung<br />

jeder auf den Markt gebrachten<br />

Grundsubstanz stellt besonders für den Mittelstand<br />

eine große Herausforderung dar. Umso<br />

wichtiger ist es, Daten und Dokumente aus<br />

unterschiedlichsten Quellen über den kompletten<br />

Lebenszyklus eines Produkts und damit<br />

über die gesamte Wertschöpfungskette<br />

konsistent und intelligent zu managen. Ausgenungsoptimierung<br />

in der Produktion) sowie<br />

gesetzliche Bestimmungen (Gefahrstoff- und<br />

Gefahrgutmanagement, Chargenmanagement<br />

und -rückverfolgung).<br />

Dienstleister betreiben Infrastruktur<br />

Ein weiteres großes Feld für Outsourcing sind<br />

Immobilien und Produktions<strong>anlagen</strong> – etwa<br />

Chemieparks. Denn sie stellen aufgrund der<br />

hochsensiblen Fertigungsbedingungen große<br />

Kostenfaktoren für die Chemieindustrie dar.<br />

Entsprechend bieten sie laut Experten der<br />

GEFMA German Facility Management Association<br />

auch große Einsparpotenziale. Diese können<br />

durch das Outsourcing immobilienbezogener<br />

Aufgaben an Facility-Management-<br />

Dienstleister realisiert werden. Hierfür kommen<br />

technische und infrastrukturelle Services<br />

wie Energieversorgung, Instandhaltung, Reinigung<br />

und Wachdienste ebenso infrage wie<br />

kaufmännische Dienstleistungen.<br />

Outsourcing und Managed Services gewinnen<br />

also auch in der chemischen Industrie an Bedeutung.<br />

Wichtiger Trend hierbei ist die Konzentration<br />

auf das Kerngeschäft und das Auslagern<br />

der sogenannten Sekundärprozesse.<br />

Aber nicht immer ist die Vergabe von Aufgaben<br />

an Dienstleister der Stein des Weisen: Es<br />

gilt Kostenreduzierung und Koordinierungsaufwand<br />

miteinander in Beziehung zu setzen.<br />

Nur wenn die Rechnung unter dem Strich<br />

stimmt, lohnt sich Outsourcing.<br />

Autor<br />

Johannes Gillar<br />

Freier Journalist,<br />

Leinfelden-Echterdingen<br />

Die Einsparpotenziale<br />

der Chemieindustrie<br />

durch Outsourcing<br />

werden von Experten<br />

als hoch eingeschätzt<br />

(Bild: Siemens)<br />

16 <strong>cav</strong> 8-2016


UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />

Membranfiltersystem mit Laminattechnologie<br />

Rotierendes Meisterstück<br />

Bereits seit 2003 kooperieren Microdyn-Nadir und Huber erfolgreich. Nun haben<br />

beide Unternehmen gemeinsam auf der Ifat 2016 in München einen Meilenstein<br />

in der MBR-Technik vorgestellt: ein getauchtes, rotierend betriebenes Membranfiltermodul,<br />

das mit Laminattechnologie ausgestattet ist. Diese Kombination<br />

führt in der Praxis zu geringeren Betriebs-und Investitionskosten bei einer Steigerung<br />

der Betriebssicherheit und Packungsdichte.<br />

Die Microdyn-Nadir-Membranlaminattechnologie<br />

ist im Grunde eine smarte Kombination<br />

der Vorteile von Hohlfaser- und Flachmembran-/Plattenkonstruktionen.<br />

Anders als bei<br />

einer Flachmembran-/Plattenkonstruktion ist<br />

das Bio-Cel-Membranlaminat rückspülbar wie<br />

ein Hohlfasermodul, allerdings treten Probleme<br />

wie die Verzopfung, mit denen Hohlfasermodule<br />

zu kämpfen haben, nicht auf. Die<br />

selbsttragende Membrantasche ist nur 2 mm<br />

dünn, was eine hohe Packungsdichte bei<br />

gleichzeitig geringem Energiebedarf ermöglicht.<br />

Darüber hinaus besitzt das Bio-Cel-<br />

Modul einen Selbstheilungsmechanismus.<br />

Kommt es zu einer Beschädigung der Membran,<br />

so ermöglicht das Abstandsgewirk im<br />

Kern des Membranlaminats, dass die im System<br />

befindliche Biomasse die Beschädigung<br />

verschließt. Bakterien und Feststoffe können<br />

auch nach Auftreten einer Beschädigung<br />

durch das Membranmodul zurückgehalten<br />

werden. Dies ermöglicht, selbst bei Beschädigung<br />

des Membranlaminats, eine konstant<br />

hohe Ablaufqualität. Die begrenzungsfreien<br />

Kanäle der Module verhindern während des<br />

kontinuierlichen Querstrombetriebs wirkungsvoll<br />

die Ansammlung von Schlamm und<br />

Fasern. Die selbsttragende Struktur des Membranmoduls<br />

erlaubt eine rahmenfreie Installation,<br />

wodurch Verblockungen in den Randbereichen<br />

der Taschen vermieden werden.<br />

Autorin<br />

Daniela Held<br />

Redakteurin,<br />

<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />

Mit einer Membranfläche von über 9200 m² ist die Membranfiltration VRM 50, die auf der Ifat 2016<br />

ausgestellt wurde, die größte auf dem Markt verfügbare Filtrationseinheit<br />

Getauchte Membranmodule<br />

Bei der VRM-Membranfiltration von Huber<br />

handelt es sich um ein rotierendes System. Die<br />

Membranmodule sind in den belebten<br />

Schlamm getaucht und segmentweise um<br />

mittig montierte Spülluftlanzen angeordnet.<br />

Ein Filterantrieb dreht die trapezförmigen<br />

Membransegmente durch einen von Luft erzeugten<br />

Spülstrahl. Die aufsteigenden Luftblasen<br />

transportieren den aufkonzentrierten<br />

Schlamm kontinuierlich in den Membranzwischenräumen<br />

nach oben. Effektiv und zuverlässig<br />

werden Deckschichten und Partikel von<br />

der Membranoberfläche abgetragen und damit<br />

das Fouling reduziert. Dies erfolgt bei einem<br />

stark reduziertem Energieverbrauch, da<br />

durch die Rotation die Einbringtiefe der Luft<br />

halbiert wird. Außerdem wird rotationsbedingt<br />

nur immer ein Bereich der installierten<br />

Membranfläche durch die Spülluft gereinigt.<br />

Bei niedrigen Zulaufmengen geht die Anlage<br />

zudem in einen Energiesparmodus, bei dem<br />

die Luft intermittierend betrieben wird.<br />

In Zusammenarbeit mit Microdyn-Nadir wurde<br />

die Huber-Membranfiltration einem grundlegenden<br />

Redesign unterzogen. Gemeinsames<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 17


UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />

NACHGEFRAGT<br />

Mit neuer Technologie Membranfläche mehr als verdoppelt<br />

<strong>cav</strong>: Was war der Auslöser für die Überarbeitung<br />

der Huber Membranfiltration VRM?<br />

Rong: Huber und Microdyn-Nadir arbeiten<br />

seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Huber<br />

verwendet seit eh und je die Membranen<br />

von Microdyn-Nadir für die Membranfiltration<br />

VRM. Daher war es Huber auch nicht entgangen,<br />

dass sich die Bio-Cel-Module im<br />

Markt erfolgreich bewährt haben und dass<br />

diese Technologie Vorteile gegenüber dem<br />

bisherigen System von Huber aufweist. Da<br />

wir alle unsere Produkte permanent weiterentwickeln<br />

und optimieren, entstand dabei<br />

die Idee für eine neue Membranfiltration.<br />

<strong>cav</strong>: Wer kam auf die Idee, die VRM-Technologie<br />

mit den Bio-Cel-Modulen zu kombinieren?<br />

Lamparter: Diese Idee entstand tatsächlich<br />

direkt auf der Ifat 2014! Huber sah das neue<br />

Bio-Cel-XL-Modul und äußerte den Wunsch<br />

die Stärken von Microdyn-Nadir für die Entwicklung<br />

einer neuen Membranfiltration<br />

VRM zu nutzen. Ziel war eine Kombination<br />

der Vorteile des Bio-Cel-Moduls mit den Vorteilen<br />

der VRM-Technologie.<br />

Rong: Wir haben genau zwei Jahre benötigt,<br />

um diese komplett neue Membranfiltration<br />

VRM 50 zu entwickeln. Ein Zeitplan der nur<br />

dank eines sehr engagierten Teams aus beiden<br />

Firmen realisiert werden konnte. Man<br />

darf dabei denke ich auch erwähnen, dass<br />

diese Zusammenarbeit viel Spaß gemacht<br />

hat und von einer besonders offenen und<br />

vertraulichen Kooperation geprägt war. Das<br />

Ergebnis konnten wir pünktlich zur Ifat 2016<br />

präsentieren.<br />

<strong>cav</strong>: Welche Vorteile hat das neue System im<br />

Vergleich zum Vorgängermodell?<br />

Rong: Die Vorteile der neuen Technik sind erheblich!<br />

So konnte die in der bisherigen Maschine<br />

VRM 30 verbaute Membranfläche von<br />

3840 auf 9200 m² mehr als verdoppelt werden,<br />

womit die VRM 50 wohl die größte<br />

Membraneinheit am Membranmarkt darstellt.<br />

Zusätzlich hat sich auch die Transportfähigkeit<br />

deutlich verbessert, da die neue<br />

Dr. Oliver Rong, Vorstand der Huber SE (li.) und<br />

Walter Lamparter, CEO von Microdyn-Nadir,<br />

freuen sich über den Kooperationsvertrag<br />

VRM in sinnvollen Baugruppen direkt von<br />

Huber und Microdyn-Nadir auf die Baustelle<br />

geliefert und erst dort endmontiert wird. Die<br />

eigentlichen Vorteile der neuen VRM liegen<br />

aber darin, dass sie nun auch die Vorteile des<br />

Bio-Cel-Moduls beinhaltet. So konnte z. B. die<br />

Packungsdichte (m²/m³) um ca. 30 % erhöht<br />

werden. Darüber hinaus kann die VRM nun<br />

auch permeatseitig rückgespült werden<br />

und verfügt über den berühmten „Selfhealing“-Effekt.<br />

Lamparter: Beim Lieferumfang konzentriert<br />

sich jeder auf seine Kompetenzen, d. h. Huber<br />

als Spezialist für die Edelstahlproduktion fertigt<br />

den rotierenden Grundkörper, wohingegen<br />

die Membranpakete von Microdyn-Nadir<br />

in Wiesbaden auf der voll automatischen<br />

Bio-Cel-Fertigungslinie hergestellt werden.<br />

<strong>cav</strong>: Wie werden die Membranfilter gewartet,<br />

wenn eines der Bio-Cel-Module defekt sein<br />

sollte?<br />

Lamparter: Wie jede biologische Kläranlage<br />

oder auch jede Membranbiologie muss auch<br />

diese Anlage durch geschultes Personal be-<br />

trieben und entsprechend gewartet werden.<br />

Damit ist über einen sehr langen Zeitraum<br />

ein problemloser Betrieb gewährleistet. Sollte<br />

trotzdem einmal ein Schaden in einem<br />

Membransheet auftreten, wird dies über den<br />

Self-healing-Effekt nicht zu einer Verschlechterung<br />

der Ablaufqualität führen. Am Ende<br />

der Lebenszeit lassen sich die Membranpakete<br />

einzeln aus der Anlage demontieren und<br />

ersetzen, d. h. der Grundkörper aus Edelstahl<br />

muss beim Membranersatz nicht ausgetauscht<br />

werden.<br />

<strong>cav</strong>: Wo werden die neuen Membransysteme<br />

zum Einsatz kommen?<br />

Rong: Huber ist mit einem weltweiten Vertriebsnetz<br />

in über 60 Ländern vertreten und<br />

Anlagen mit der Membranfiltration VRM gibt<br />

es bereits in vielen Ländern, sowohl in der<br />

kommunalen als auch der industriellen Abwasserreinigung.<br />

Auch für die neue VRM 50<br />

gehen wir davon aus, dass es grundsätzlich<br />

Einsatzmöglichkeiten in jedem Land gibt. Erfahrungsgemäß<br />

sind aber Länder mit Wasserknappheit<br />

der interessantere Markt, da<br />

dort die Notwendigkeit nach Wiederverwendung<br />

von Wasser gegeben ist und somit die<br />

hohe Reinigungsleistung des MBR-Verfahrens<br />

voll zum Tragen kommt.<br />

<strong>cav</strong>: Lassen sich mit der neuen Technologie<br />

zusätzliche Einsatzgebiete erschließen?<br />

Rong: Die VRM 50 ist entwickelt für den<br />

Einsatz in MBR-Anlagen. Einsatzgebiete<br />

außerhalb der MBR-Technologie sind nicht<br />

angedacht.<br />

<strong>cav</strong>: Gibt es nun nach der Ifat 2016 schon<br />

einen Ausblick auf weitere gemeinsame<br />

Entwicklungsaktivitäten zwischen Microdyn-<br />

Nadir und Huber?<br />

Lamparter: Nach den sehr guten Erfahrungen<br />

wird es Sie nicht wundern, dass wir auch<br />

über weitere gemeinsame Projekte nachdenken,<br />

Sie werden aber auch verstehen, dass<br />

wir darüber derzeit nicht reden wollen!<br />

18 <strong>cav</strong> 8-2016


Die Membranmodule der rotierenden VRM-Filtration sind in den belebten<br />

Schlamm getaucht und segmentweise um mittig montierte Spülluftlanzen<br />

angeordnet<br />

Ein Filterantrieb dreht die trapezförmigen Membransegmente durch den<br />

energieoptimierten Spülluftstrahl. Dadurch entsteht eine intensive Teil -<br />

flächenreinigung. Gleichzeitig wird die Einbringtiefe der Spülluft halbiert.<br />

Ziel war es, die größte getauchte Filtrationseinheit<br />

zu entwickeln, die die zahlreichen Vorteile<br />

des rotierenden Membransystems mit<br />

denen der Bio-Cel-Modultechnologie vereint.<br />

Für die Bestückung der trapezförmigen Membransegmente<br />

wird nun, anstatt der ursprünglichen,<br />

auf einer Platte aufgeschweißten<br />

Nadir-Flachmembran, auf die smarte Laminattechnologie<br />

gesetzt.<br />

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durchsatzleistungen<br />

bis zu 300 m³/h und eine energieeffiziente,<br />

aber hochwirksame Rotationsreinigung<br />

der Membranen, die mit weniger als<br />

150 l/m²h Spülluft auskommt. Gleichzeitig<br />

zeichnen sich die Bio-Cel-Module durch eine<br />

lange Lebensdauer aus, sind kostengünstig zu<br />

reinigen und gewährleisten als Ultrafiltrationsmembrane<br />

eine hervorragende Ablaufqualität.<br />

Mit einer Membranfläche von über<br />

9200 m² ist die Membranfiltration VRM 50, die<br />

auf der Ifat 2016 ausgestellt wurde, aktuell die<br />

größte auf dem Markt verfügbare Filtrationseinheit.<br />

Die Membransegmente sind mit Bio-Cel-Membranlaminat<br />

ausgestattet, das sich durch lange Lebensdauer<br />

und hohe Packungsdichte auszeichnet<br />

Gesteigerte Reinigungsleistung<br />

Die rotierende Membranfiltration VRM wird<br />

seit vielen Jahren erfolgreich bei kommunalen<br />

und industriellen Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />

eingesetzt. Mit einem Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />

können die für den Klärprozess<br />

notwendigen Bauwerke kleiner gestaltet<br />

und die Reinigungsleistung der Kläranlage gesteigert<br />

werden. Das VRM-Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />

ist eine Kombination aus biologischer<br />

Abwasserreinigung und Fest-Flüssig-<br />

Trennung. Das mechanisch vorgereinigte Abwasser<br />

wird belüftet, biologisch gereinigt und<br />

nach dem Niederdruckprinzip durch die Ultrafiltrationsmembran<br />

gesaugt und so von allen<br />

Feststoffen, Bakterien und nahezu allen Viren<br />

befreit. Probleme wie Schwimmschlamm oder<br />

Schlammabtrieb sind bei dieser Technik aufgrund<br />

der Abkehr von der klassischen Sedimentation<br />

zur Filtration direkt aus dem belebten<br />

Schlamm kein Problem mehr. Durch Erhö-<br />

hung der Konzentration der aktiven Biomasse<br />

auf 12 bis 15 g/l kann die Leistungsfähigkeit<br />

bestehender konventioneller Abwasser<strong>anlagen</strong><br />

gesteigert werden, ohne größere Beckenvolumina<br />

zu benötigen.<br />

Auch bestehende Bauwerke lassen sich durch<br />

ein Membranbelebungs<strong>verfahren</strong> einfach ertüchtigen.<br />

Vorhandene Vor- und Nachklärbecken<br />

können nach Umbau als Puffer- und Reservebecken<br />

dienen. Weiterhin ist die Ablaufqualität<br />

solcher Anlagen durch Bakterien- und<br />

Keimfreiheit in Einklang mit allen aktuellen<br />

Richtlinien und ermöglicht sogar die direkte<br />

Wiederverwendung als Brauchwasser (z. B. zur<br />

Bewässerung).<br />

Huber verwendet für alle Membran<strong>verfahren</strong><br />

hydrophile Membranen mit sehr guten Filtrationseigenschaften<br />

und einer geringen Affinität<br />

für zum Fouling neigendende und Belag<br />

bildende Abwasserinhaltsstoffe. Auf die Porengröße<br />

bezogen liegen die Membranen im<br />

Bereich der Ultrafiltration (die Porengröße beträgt<br />

ca. 38 nm). Neben der wässrigen Phase<br />

gelangen lediglich Ionen und niedermolekular<br />

gelöste Substanzen durch die Membran. Typische<br />

flächenbezogene Durchsatzraten sind bis<br />

zu 35 l/m²h.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816microdynnadir<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 19


UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />

Explosionsschutz in Abwasser<strong>anlagen</strong><br />

Spielend die Zone wechseln<br />

Diverse Regularien und Rahmenbedingungen machen den Bau und Betrieb<br />

einer abwassertechnischen Anlage zu einem Unterfangen, das alles andere als<br />

trivial ist. Mit der Wahl eines intelligenten Steuerungssystems, das Standard- wie<br />

Sonderapplikationen gleichermaßen bedient, können Planer und Betreiber ihre<br />

Aufwendungen allerdings deutlich schmälern.<br />

Eines ist sicher: Es ist nahezu unmöglich die<br />

Zusammensetzung der Fracht in abwassertechnischen<br />

Anlagen von vornherein zu bestimmen.<br />

Durch Unfälle oder unbefugtes Einleiten<br />

kann es jederzeit zu Verunreinigungen,<br />

brennbaren Zusammensetzungen oder chemischen<br />

Reaktionen kommen, die zu Ausgasungen<br />

führen, die dann als gefährliche Atmosphären<br />

zu klassifizieren sind. Gelangen leicht<br />

oder hochentzündliche Flüssigkeiten wie beispielsweise<br />

Benzin in die Kanalisation,<br />

schwimmen diese aufgrund ihrer geringeren<br />

Dichte auf der Oberfläche. Als sogenannte<br />

leicht flüchtige Stoffe verdunsten sie dort<br />

schnell und bilden je nach Konzentration ein<br />

gesundheitsschädliches oder sogar explosionsfähiges<br />

Gemisch. Da die Dämpfe, die dabei<br />

entstehen, häufig schwerer sind als Luft, sammeln<br />

sie sich zwangsläufig an der tiefsten<br />

Stelle des Kanalnetzes. Eben aus diesem<br />

Grund wird das Kanalnetz selbst, ebenso wie<br />

seine Bauwerke, wie umschlossene Speicherbecken<br />

für Abwasser, Stauraumkanäle, Pumpen-<br />

oder Dükerbauwerke, bauartbedingt als<br />

Zone 1 oder Zone 2 klassifiziert.<br />

Zonen richtig klassifizieren<br />

Was für das Kanalnetz gilt, gilt ebenso für Abwasserreinigungs<strong>anlagen</strong>.<br />

Sie bestehen häufig<br />

aus Abwasserpumpwerk und Einlaufbauwerk,<br />

die dazu dienen, die Fracht direkt in die<br />

Autor<br />

Kay Miller<br />

Market Management Energy &<br />

Process Automation Water,<br />

Wago<br />

Ob eine Explosionsgefährdung in einer abwassertechnischen Anlage gegeben ist, lässt sich nicht<br />

grundsätzlich ausschließen. Durch Unfälle können jederzeit brennbare organische Stoffe in das<br />

Abwasser gelangen.<br />

Bild: tuastockphoto - Fotolia.com<br />

Kläranlage zu führen. Sind diese Bauwerke<br />

umschlossen, müssen sie als Zone 1 klassifiziert<br />

werden. Diese Notwendigkeit kann sich<br />

ebenso für offene Bauwerke ergeben, wenn<br />

diese konstruktiv über keine ausreichende Belüftung<br />

verfügen. In ihrem Inneren können<br />

leicht explosionsfähige Gemische entstehen;<br />

beispielsweise durch die völlig üblichen Ausgasungen<br />

der Fracht: Denn durch Fäkalien, die<br />

einen wesentlichen Bestandteil des Abwassers<br />

ausmachen, bilden sich zwangsläufig<br />

Faulgase. Weil Faulgas allerdings nur geringfügig<br />

leichter ist als Luft, sammelt es sich nicht<br />

zwingend in den oberen Bereichen von Räumen<br />

und Bauwerken an, sondern mischt sich<br />

mit der Luft. Die exakte Zusammensetzung<br />

des dadurch entstehenden Luft-Gasgemisches<br />

lässt sich nicht bestimmen – auch, weil die<br />

ständige Bewegung des Abwassers zu immer<br />

neuen Verwirbelungen der Luft führen und damit<br />

auch zu einer schwankenden Gas-Konzentration<br />

innerhalb des Luft-Gasgemisches.<br />

Zu einer sehr hohen Konzentration von Faulgasen<br />

kann es funktionsbedingt im Rechenbauwerk<br />

kommen, da hier Grobstoffe und Feinstoffe<br />

wie Äste, Textilien aber auch Hygieneartikel<br />

zurückgehalten werden. Entsprechend<br />

wird dieser Bereich in der Gefährdungsbeurteilung<br />

als Zone 1 und angrenzende Bereiche<br />

als Zone 2 klassifiziert. Diese Einteilung gilt<br />

ebenfalls für Schlammwasserspeicher wie<br />

Schächte und Bauwerke der Entschlammung.<br />

20 <strong>cav</strong> 8-2016


ermöglicht das I/O-System von Wago Störmeldungen<br />

oder Füllstände von Regenüberlaufbecken<br />

aus der Ferne zu erfassen und so den Zulauf<br />

zur Kläranlage gezielt zu steuern. Neben<br />

der generellen Feldbusunabhängigkeit und<br />

der serienmäßigen Verfügbarkeit offener<br />

Schnittstellen für die Messtechnik sowie die<br />

Integration ganzer Anlagenteile, zählt die<br />

Hart-Kommunikation bei Wago ebenfalls zum<br />

Standard. Schlussendlich erlaubt diese Kommunikationsfreudigkeit,<br />

auch Anlagenerweiterungen<br />

in der Zukunft vergleichsweise einfach<br />

zu integrieren.<br />

Das Topjob-S-Reihenklemmenprogramm von Wago verfügt über eine Atex-/IECEx-Zulassung. So kann<br />

der Anwender mit den Reihenklemmen von Wago entsprechend in allen Bereichen für sichere Verbindungen<br />

sorgen.<br />

Weniger Aufwand für Planer<br />

Planern ermöglicht das Baukastenprinzip von<br />

Wago Applikationen in Ex- und Nicht-Ex-Bereichen<br />

funktional passend ausrüsten zu können,<br />

ohne bei der Programmierung von<br />

Schnittstellen zeitliche Einbußen in Kauf nehmen<br />

zu müssen. Betreiber können auch Sonderlösungen,<br />

wie beispielsweise eine partielle<br />

Im Faulturm der Kläranlage werden die anaeroben,<br />

bakteriellen Prozesse, die bei der<br />

Schlammfaulung im Abwasser ablaufen, aktiv<br />

zur Gewinnung von Faulgasen genutzt. Diese<br />

Faulgase werden durch ein nachgeschaltetes<br />

Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt<br />

und wirken sich somit positiv auf<br />

die Energiebilanz der Abwasserreinigungsanlage<br />

aus. Die Prozessbereiche vom Schlammeindicken<br />

bis hin zur Schlammfaulung werden<br />

darum im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung<br />

ebenfalls in Zone 1 und Zone 2 eingeteilt;<br />

gleiches gilt für die Außenbereiche um den<br />

Faul- und Gasbehälter.<br />

Normengerecht automatisieren<br />

Wegen dieser herausfordernden Rahmenbedingungen<br />

sind bei der Planung und dem Betrieb<br />

von abwassertechnischen Bauwerken<br />

neben den konstruktiven Maßnahmen zur<br />

Minderung der Explosionsgefahr auch die einschlägigen<br />

Normen und Vorschriften wie Atex<br />

oder IECEx zu beachten, sowie die Betriebssicherheitsverordnung<br />

(BetrSichV). Ihnen zufolge<br />

sind die Betreiber von Abwasser<strong>anlagen</strong> dazu<br />

verpflichtet, für die explosionsgefährdeten<br />

Bereiche ihrer Anlage, ein Explosionsschutzdokument<br />

zu erstellen. In diesem Dokument<br />

werden die Explosionsgefahren konkret beurteilt<br />

und detaillierte Schutzkonzepte festgelegt.<br />

In Deutschland liefert das DWA-Merkblatt<br />

217 (DWA-M 217) „Explosionsschutz für<br />

abwassertechnische Anlagen“ (Juli 2014) gute<br />

Hinweise für die praktische Umsetzung dieser<br />

Vorgaben. Diese einschlägigen Normen und Zulassung<br />

sind ebenfalls bei der Auslegung der<br />

elektrischen Ausrüstung einer abwassertechnischen<br />

Anlage zugrunde zu legen. Dies gilt auch<br />

für die Ausrüstung von Schaltschränken.<br />

Zwei Zonen – ein System<br />

In der Regel sind Planer wie Betreiber bestrebt,<br />

die Anzahl der Komponenten und Systeme, die<br />

dabei eingesetzt werden, so gering wie möglich<br />

zu halten. Aus gutem Grund: Die vielschichtigen<br />

Anforderungen die abwassertechnische<br />

Anlagen an die Steuerungstechnik stellen,<br />

wirken sich auch auf die Aufwendungen<br />

aus, die Planer wie Betreiber im Rahmen des<br />

Engineerings und der späteren Wartung antizipieren<br />

müssen. Entsprechend nutzen sie bevorzugt<br />

Produkte, die nicht nur in Standardanwendungen<br />

eingesetzt werden können, sondern<br />

gleichermaßen in Sonderapplikationen,<br />

wie beispielsweise explosionsgefährdeten Bereichen<br />

oder Umgebungsbedingungen, die für<br />

Klär<strong>anlagen</strong> typisch sind: höchst aggressive<br />

beziehungsweise korrosive Atmosphären.<br />

Wago hat sein I/O-System 750 so gestaltet,<br />

dass in Ex- wie Nicht-Ex-Bereichen keine unterschiedlichen<br />

Systemwelten zum Einsatz kommen<br />

müssen: Das System ist auf Basis konstruktiver<br />

Feinheiten besonders vielseitig, ohne<br />

dabei seinen übergeordneten Standard zu<br />

verlassen. Auf Basis von über 500 Funktionsmodulen<br />

bietet es die Möglichkeit, verschiedenste<br />

Sensoren im Feld direkt anzubinden<br />

und unterschiedlichste Formen von Analogoder<br />

Digitalsignalen über TCP/IP gebündelt an<br />

die Leitwarte zu übertragen. Darüber hinaus<br />

Das Wago-I/O-System 750 verfügt über<br />

500 I/O-Module, 60 Steuerungen und<br />

40 Feldbusankopplungen<br />

Energiemessung inklusive der Speicherung<br />

sämtlicher Prozessdaten, mit den Komponenten<br />

eines Automatisierungssystems umsetzen.<br />

Dadurch kann sowohl ein gezieltes Monitoring<br />

aufgebaut werden als auch ein Managementsystem,<br />

das historische Werte darstellt.<br />

Die funktionalen Vorteile, die das Wago-<br />

System für Verfahrenstechniker bereithält,<br />

werden für den Programmierer durch das Angebot<br />

kostenloser Funktionsbibliotheken für<br />

die Wasser- und Prozesstechnik abgerundet.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816wago<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 21


UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />

Industrie 4.0 bei der Gefahrstofflagerung und -abfüllung<br />

Prototypen sorgen für<br />

mehr Sicherheit<br />

Wie können Industrie-4.0-Lösungsansätze bei der Lagerung und Handhabung<br />

von Gefahrstoffen integriert werden? Dieser Frage ist Denios gemeinsam mit<br />

mehreren wissenschaftlichen Partnern in einem Innovationsprojekt im Rahmen<br />

des Spitzenclusters it’s OWL nachgegangen. Zwei Prototypen zeigen, wie die<br />

Gefahrstofflagerung und -abfüllung der Zukunft ausgestattet sein könnte.<br />

Autor<br />

Udo Roth<br />

Projektmanager,<br />

Denios<br />

Ob Säuren, Laugen, Farben, Lacke, Schmieröle,<br />

Pflanzenschutzmittel oder Reinigungsund<br />

Desinfektionsmittel, Gefahrstoffe begegnen<br />

uns im Alltag immer wieder und fast<br />

überall. In Unternehmen werden Gefahrstoffe<br />

in großen Mengen als Betriebsmittel, Rohstoffe<br />

oder werthaltige Produkte gehandhabt, gelagert<br />

und transportiert. Dabei unterliegen Lagerung<br />

und Handhabung inklusive Transport<br />

einer umfangreichen Gesetzgebung, die geeignete<br />

organisatorische Maßnahmen, Prozesse<br />

und technische Ausstattungen erforderlich<br />

machen. Denios liefert heute bereits Gefahrstofflager<br />

und Abfüllstationen, die die gesetzeskonforme<br />

und sichere Lagerung und<br />

Handhabung gewährleisten. Als Teil der Wertschöpfungskette<br />

sollen Gefahrstofflager und<br />

Abfüllstationen in produzierenden Unternehmen<br />

Gefahrstoffe zur richtigen Zeit, in benötigter<br />

Menge und Qualität sowie unter kontrollierten<br />

und sicheren Bedingungen lagern<br />

und bereitstellen.<br />

Trotz all der beschriebenen passiven Schutzmechanismen<br />

können sich in der praktischen<br />

Anwendung Schadensereignisse einstellen,<br />

die derzeit nur unzureichend oder gar nicht<br />

detektiert werden können und somit nicht zu<br />

einem Auslösen von Gegenmaßnahmen führen.<br />

Kommt es zur Freisetzung von Gefahrstoffen,<br />

sind neben den unmittelbaren Gefährdungen<br />

von Mitarbeitern und der Umwelt oft<br />

auch kostenintensive Folgeschäden für die<br />

Produktion und Produktions<strong>anlagen</strong> zu befürchten.<br />

Für einen echten Innovationssprung war deshalb<br />

das Ziel des Projekts, ein intelligentes Gefahrstofflager<br />

zu entwickeln, das Gefahrensituationen<br />

erkennt und aktiv darauf reagiert.<br />

Die rein passive, intelligente Gefahrstofflagerung<br />

sollte zudem um eine Entnahmestelle<br />

für Gefahrstoffe erweitert werden, die ohne<br />

Zugriff auf den Lagerraum eine sichere, teilautomatisierte<br />

Entnahme von Gefahrstoffen<br />

unter Beachtung des Schutzes der Mitarbeiter<br />

ermöglicht.<br />

Der Prototyp des<br />

Gefahrstofflagers<br />

interpretiert Zustandsveränderungen<br />

und<br />

alarmiert den Nutzer<br />

bei kritischen Situationen<br />

Frühwarnsystem für Gefahrstofflager<br />

Als Anwendungsfall für das intelligente Frühwarnsystem<br />

wurde die Lagerung von lösemittelhaltigen<br />

und korrosiven, flüssigen Gefahrstoffen<br />

in einem nicht begehbaren Brandschutz-Regallager<br />

von Denios definiert. Gemeinsam<br />

mit dem Institut für industrielle Informationstechnik<br />

der Hochschule OWL entwickelte<br />

Denios den Demonstrator des intelligenten<br />

Gefahrstofflagers mit permanenter<br />

Zustandsüberwachung (Condition-Monitoring),<br />

Frühwarnsystem für Gefahren, selbstständiger<br />

Einleitung von Gegenmaßnahmen<br />

zur Schadensbegrenzung und Schadensverhinderung<br />

sowie einer Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />

zur Anzeige und Bedienung. Als Ergebnis<br />

einer FMEA zur Lagerung brennbarer und korrosiver,<br />

flüssiger Gefahrstoffe in einem Brandschutz-Regallager<br />

wurden Temperatur, Gaszusammensetzung<br />

bzw. Gasfreisetzung, Flüssigkeitspegel<br />

in der Auffangwanne, Brand/Rauch<br />

und die Leistungsaufnahme des Gefahrstofflagers<br />

als zu detektierende physikalische Parameter<br />

identifiziert.<br />

Zur umfassenden besseren und frühzeitigen<br />

Erfassung der Bedingungen im Gefahrstoffla-<br />

22 <strong>cav</strong> 8-2016


ger ist eine größere Anzahl von spezifischen<br />

Sensoren vorgesehen, darunter Temperatursensoren<br />

im Innenraum und im Außenbereich,<br />

Leckagesensoren in der Auffangwanne, Brandund<br />

Rauchmelder im Innenraum, Rohrrauchsensoren<br />

in Zu- und Abluft, Gassensoren in der<br />

Abluft, Abluftüberwachung und Strommessbausteine<br />

zur Leistungserfassung.<br />

Dabei kommen ausschließlich verfügbare, praxiserprobte,<br />

zugelassene und Ex-geschützte<br />

Sensoren zum Einsatz, die intelligent miteinander<br />

kombiniert werden. Die Sensoren werden<br />

so platziert, dass auch unterschieden werden<br />

kann, ob sich etwas im Innenraum ereignet<br />

oder ein Eintrag z. B. von Wärme, Rauch,<br />

explosionsfähiger Atmosphäre von außen<br />

stattfindet. Darüber hinaus kann durch die<br />

Platzierung der Sensoren im Innenraum der<br />

Entstehungsort von Gefahrensituationen lokal<br />

eingeschränkt werden. Alle Sensoren sind mit<br />

einer intelligenten Elektronik verbunden, die<br />

das Monitoring und die Auswertung der gemessenen<br />

Parameter übernimmt. Ein handelsüblicher<br />

Industrie-PC dient als Herz des<br />

neu entwickelten Frühwarnsystems. Hier werden<br />

mehrere Softwaremodule ausgeführt, die<br />

für die Datenerfassung und -speicherung, Datenauswertung<br />

und automatische Aktorsteuerung<br />

verantwortlich sind.<br />

Erfassen des Betriebszustandes<br />

Für die Auswertung wurde erstmalig in einem<br />

Gefahrstofflager die Analyse aller Sensordaten<br />

auf der Grundlage der sogenannten Sensorfusion<br />

implementiert. Dabei werden die Sensordaten<br />

so ausgewertet, dass in einem automatisierten<br />

Vorgang der Betriebszustand des Gefahrstofflagers<br />

berechnet wird. Um beispielsweise<br />

ein Feuer im Inneren des Gefahrstofflagers<br />

zu erkennen, werden die Signale unterschiedlicher<br />

Temperatur- und Gassensoren zusammengefasst.<br />

Ein sicherer Betriebszustand<br />

ist dann erreicht, wenn die aktuellen Betriebsparameter<br />

den konfigurierten Soll-Betriebsparametern<br />

entsprechen, die einen Normalzustand<br />

definieren. Durch einen permanenten<br />

Vergleich der Ist- mit den Soll-Bedingungen<br />

des Gefahrstofflagers können nun Situationen,<br />

die vom sicheren Betriebszustand abweichen,<br />

frühzeitig erkannt werden. Die intelligente<br />

Auswertung steuert in Abhängigkeit<br />

des Betriebszustandes automatisch mehrere<br />

Aktoren wie Brandschutzklappen, Belüftung,<br />

Türschließanlage, Feuerlöschanlage und optische<br />

sowie akustische Signalgeber, um rechtzeitig<br />

zielgerichtete Gegenmaßnahmen einzuleiten<br />

und Anwender zu informieren. Zusätzlich<br />

zu der automatischen Erkennung von<br />

Gefahrensituationen ermöglicht der entwickelte<br />

Algorithmus auch die Erkennung defekter<br />

Sensoren, um Fehlalarme zu vermeiden.<br />

Ein weiteres Modul des intelligenten Frühwarnsystems<br />

ist eine Mensch-Maschine-<br />

Schnittstelle, die dem Anwender den Betriebszustand,<br />

Auswertungsdaten, einzelne Sensordaten<br />

im Zeitverlauf sowie Meldungen und<br />

Alarme übersichtlich anzeigt. Diese grafische<br />

Benutzeroberfläche kann im Leitstand oder<br />

per WLAN über einen Tablet-PC vor Ort genutzt<br />

werden und ermöglicht neben der Anzeige<br />

von Daten auch die manuelle Steuerung<br />

der Aktoren. Alarme werden zusätzlich per<br />

SMS automatisch an den Verantwortlichen<br />

weitergeleitet.<br />

Projektmanager Udo Roth und Bastian Bröhenhorst<br />

demonstrieren den Prototypen zur sicheren<br />

Abfüllung von Gefahrstoffen<br />

Teilautomatisierte Abfüllung<br />

Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPT (Projektgruppe<br />

Entwurfstechnik Mechatronik) wurde<br />

der Prototyp des teilautomatischen Gefahrstoffautomaten<br />

entwickelt und umgesetzt.<br />

Als Anwendungsfall nach Markterhebungen<br />

und Kundenbefragungen wurde definiert,<br />

dass in einem produktionsnahen Bereich lösemittelhaltige<br />

Reinigungschemikalien aus einem<br />

200-l-Vorratsfass in geeignete Verkaufsgebinde<br />

von 1, 2, 5 und 10 l abgefüllt werden<br />

sollen. Die Abfüllung erfolgt teilautomatisch<br />

und spritzfrei, sodass der Bedienkomfort hoch,<br />

aber die mögliche Gefährdung der Anwender<br />

gering ist. Wenn die Abfüllung in Verkaufsgebinde<br />

stattfindet, erfolgt diese zudem mithilfe<br />

einer Waage mengenüberwacht und sogar geeicht.<br />

Die Abfüllung darf nur durch geschultes<br />

und autorisiertes Personal erfolgen. Als Basis<br />

für diesen zweiten Prototypen dient ein handelsüblicher<br />

lufttechnischer Arbeitstisch von<br />

Denios, der durch spezifizierte Funktionen erweitert<br />

wurde. Somit erfolgt mithilfe eines<br />

Barcodescanners im ersten Schritt die Identifizierung<br />

des Benutzers und damit gleichzeitig<br />

eine Berechtigungsüberprüfung. Im nächsten<br />

Schritt wählt der Benutzer den Gefahrstoff<br />

und die Menge aus, indem ein Barcode auf<br />

dem Abfüllbehälter gescannt wird. Danach<br />

wird der gewählte Abfüllbehälter auf der Waage<br />

im Abfüllbereich positioniert. Die Waage<br />

prüft das Leergewicht des Behälters und stellt<br />

damit sicher, dass der richtige Gefäß verwendet<br />

wird und leer ist. Zum Starten des Dosiervorgangs<br />

müssen aus Sicherheitsgründen<br />

zwei Totmannschalter gedrückt werden. Der<br />

pneumatisch höhenverstellbare Abfüllstutzen<br />

fährt in den genau positionierten Behälter<br />

und die Unterspiegelabfüllung wird gestartet.<br />

Zu jedem Gefahrstoff ist eine individuelle Förderkennlinie<br />

hinterlegt, die an die abzufüllenden<br />

Mengen und stoffspezifischen Eigenschaften<br />

angepasst werden kann. Die Förderung<br />

erfolgt über eine leistungsfähige Atex-<br />

Pneumatikfasspumpe, deren Förderleistung<br />

über ein elektropneumatisches Ventil geregelt<br />

wird. Nachdem das vorgewählte Volumen erreicht<br />

ist, wird die Pumpe abgeschaltet und<br />

der Abfüllstutzen fährt in die Ausgangsposition<br />

zurück. Der Behälter wird noch im Arbeitsbereich<br />

verschlossen und dann erst entnommen.<br />

Fazit<br />

Mit der Konzeption und dem Aufbau der beiden<br />

Demonstratoren konnte ein intelligentes<br />

Gefahrstofflager und eine intelligente Gefahrstoffentnahme<br />

und -dosierung aufgebaut<br />

werden. Durch praktische Test<strong>verfahren</strong> konnte<br />

die Funktionalität der eingebauten Technologien<br />

nachgewiesen und mögliche Zusatznutzen<br />

gegenüber herkömmlichen Systemen<br />

demonstriert werden. Dabei können intelligente<br />

Gefahrstofflagerung und -abfüllung separat,<br />

aber auch gekoppelt betrieben werden.<br />

Der verstärkte Einsatz von Informations- und<br />

Kommunikationstechnologie sowie die verstärkte<br />

Vernetzung der Gefahrstofflager mit<br />

verschiedenen anderen Systemen wie auch<br />

dem Internet bieten zweifelsohne für die Zukunft<br />

große Chancen. Die steigende Komplexität<br />

der Produkte ist dabei genauso zu bewältigen<br />

wie die Sicherheit der Daten vor Diebstahl<br />

oder Manipulation. Es wäre im Interesse aller,<br />

wenn sowohl Gesetzgeber als auch Versicherer<br />

den Einsatz intelligenter Gefahrstofflagersysteme<br />

in der Zukunft honorieren und finanziell<br />

attraktiv machen würden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816denios<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 23


PRODUKTE<br />

Selbstschmierende Bronzegleitlager<br />

Die Bronze-Gleitlager der Produktfamilie<br />

Oiles 500 werden<br />

nicht nur in sehr vielen verschiedenen<br />

Geometrien und Größen<br />

als Buchsen, Flanschbuchsen,<br />

Platten und Scheiben angeboten,<br />

sondern überzeugen auch durch<br />

ihre große Anwendungsbreite. Je<br />

nach Variante eignen sie sich beispielsweise<br />

für statische Druckbelastungen<br />

von bis zu 150 N/mm 2<br />

und Anwendungen mit Bewegungsgeschwindigkeiten<br />

von bis<br />

zu 0,5 m/s. Hohe Chemikalienresistenz<br />

sowie Korrosions- und<br />

Temperaturbeständigkeit sind<br />

weitere Qualitäsmerkmale. Im<br />

Hinblick auf die<br />

Temperaturfestigkeit<br />

nehmen die<br />

Aluminium-Bronze-Gleitlager<br />

Oiles<br />

500AB eine besondere<br />

Stellung ein.<br />

Diese High-End-<br />

Gleitlager sind im<br />

Temperaturbereich<br />

von -250 bis<br />

+400 °C einsetzbar<br />

und daher sowohl eine passende<br />

Lösung für Tief- und Dauerfrostbedingungen<br />

(z. B. Pipelinetechnik)<br />

als auch für Hochtemperaturanwendungen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816oiles<br />

Skalierbares Mess- und Automatisierungssystem<br />

Das skalierbare Mess-, Regel- und<br />

Automatisierungssystem Jumo<br />

mTron T wird seit seiner Markteinführung<br />

permanent erweitert<br />

und an die Anwenderbedürfnisse<br />

angepasst. Die jetzt vorgestellte<br />

Systemversion 4.0 überzeugt<br />

durch eine Reihe von anwenderfreundlichen<br />

Verbesserungen. So<br />

wird beispielsweise der Speicher<br />

der Zentraleinheit auf 128 MB<br />

ausgebaut. Darüber hinaus lassen<br />

sich nun über einen Systembus<br />

Thyristor-Leistungssteller der<br />

Serie Jumo TYA 200 anbinden.<br />

Über den Systembus kann auf<br />

verschiedene Prozesswerte des<br />

Leistungsstellers zugegriffen werden.<br />

Auch die Integration des<br />

Digiline-Systems, eines intelligenten<br />

Sensornetzwerks für die Flüssigkeitsanalyse,<br />

ist via Modbus<br />

möglich. In Abhängigkeit von<br />

der Bustopologie und der Spannungsversorgung<br />

lassen sich bis<br />

zu 62 Sensoren an das Mess-,<br />

Regel- und Automatisierungssystem<br />

anschließen.<br />

Mithilfe einer automatischen Benutzerabmeldung<br />

kann das System<br />

vor unberechtigtem Zugriff<br />

geschützt werden. Ist ein Benutzer<br />

angemeldet und die Funktion<br />

aktiv, muss innerhalb einer einstellbaren<br />

Zeitspanne eine Bedienung<br />

am Gerät erfolgen, damit<br />

dieser angemeldet bleibt.<br />

Weitere nützliche Features in der<br />

Systemversion 4.0 sind die Verbesserung<br />

des Prozessbildeditors<br />

und die Möglichkeit der Fernwartung<br />

von Codesys via TCP.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816jumo<br />

Patronenfilter zur Entstaubung<br />

Bei der Entwicklung der Downflo-<br />

Evolution-Entstaubungs<strong>anlagen</strong><br />

(DFO) hat Donaldson statt der<br />

runden Filterpatrone eine andere<br />

Form gewählt. Ihr Vorteil besteht<br />

darin, dass bei der Pulsabreinigung<br />

mehr Filterfläche an der<br />

Optimale Ausleuchtung von Schaltschränken<br />

Unterseite der Patrone zur Verfügung<br />

steht. Der Staub kann somit<br />

ungehindert in den Sammelbehälter<br />

fallen. Dadurch ergibt sich<br />

eine verbesserte Abreinigung und<br />

eine geringere Druckdifferenz.<br />

Das Filterdesign führt überdies zu<br />

kompakteren Abmessungen der<br />

Entstaubungsanlage: je nach Anwendung<br />

kann die Zahl der Patronen<br />

um bis zu 30 % reduziert werden.<br />

Ein weiteres, für die Leistungsdichte<br />

wesentliches Element<br />

der Entstaubungsanlage ist<br />

das Filtermedium mit nanobeschichteten<br />

Feinstfasern, das<br />

bereits Partikel im Submikronbereich<br />

zuverlässig zurückhält. Der<br />

so entstehende Filterkuchen lässt<br />

sich durch die automatische,<br />

druckluftsparende Pulsabreinigung<br />

mit hoher Effizienz entfernen.<br />

Darüber hinaus trägt die optimierte<br />

Strömungsführung der<br />

staubhaltigen Luft durch das Filtergehäuse<br />

zur Leistungsdichte<br />

bei. Die Filteranlage ist einfach zu<br />

warten, denn mit einem Handgriff<br />

lassen sich die Schnellverschlüsse<br />

der Patronenfilter ohne<br />

Werkzeug öffnen und schließen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816donaldson<br />

Rittal bringt eine Leuchtengeneration<br />

speziell für Schaltschränke<br />

auf den Markt. Sie verfügen über<br />

energieeffiziente und leistungsstarke<br />

LED-Technik mit einer<br />

Lichtstärke von 900 bis 1200 Lumen.<br />

So lassen sich die Farben<br />

von Leitungen für Installationsund<br />

Wartungsarbeiten leichter<br />

erkennen. Fehler bei Installations-,<br />

Wartungs- oder Reparaturarbeiten<br />

können vermieden werden.<br />

Zur Ausleuchtung<br />

auch des unteren<br />

Schrankbereichs<br />

dient eine Optik aus<br />

transparentem<br />

Kunststoff, in den<br />

Fresnel-Linsen integriert<br />

sind. Die mit<br />

einer Steckdose ausgestatteten<br />

Leuchten können<br />

über einen integrierten Schalter,<br />

einen Türschalter oder einen Bewegungsmelder<br />

geschaltet werden.<br />

Der Anschluss kann über vorkonfektionierte<br />

Leitungen mit<br />

Steckverbindern erfolgen. Mit einem<br />

um 90° drehbaren Anschluss<br />

wird die Montage in schmalen<br />

Schränken erleichtert.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816rittal<br />

24 <strong>cav</strong> 8-2016


Reinigungssystem für Kleinstfilter<strong>anlagen</strong><br />

Edelstahl-Panel-PC mit IP-65-Rundumschutz<br />

IMI Precision Engineering bietet<br />

jetzt auch die kleinere und kompaktere<br />

Variante 85880 seines<br />

Flex-on-Filterreinigungssystems<br />

an. Anwender erhalten alle Teile<br />

des Systems aus einer Hand, so<br />

entfällt der oftmals teure und<br />

aufwendige Behälterbau in Eigenregie.<br />

Das Filterreinigungssystem<br />

85880 wird modular an individuelle<br />

Anforderungen angepasst<br />

und lässt sich schnell und<br />

einfach in Filter<strong>anlagen</strong> integrieren.<br />

Die Basis des Filterreinigungssystems<br />

85880 ist ein maximal<br />

2 000 mm langer und<br />

75 mm breiter Tank aus Aluminiumprofil.<br />

Die glatte Oberfläche<br />

macht ihn besonders unempfindlich<br />

gegenüber Schmutz- und<br />

Staubablagerungen, sodass das<br />

System auch in Lebensmittelanwendungen<br />

eingesetzt werden<br />

kann. Integrierte Filterbelüftungsventile<br />

sorgen für kurze Reaktionszeiten,<br />

hohe Druckspitzen<br />

und eine sehr gute Durchströmung.<br />

Das Filterreinigungssystem<br />

85880 besitzt Abnahmezertifikate<br />

nach Kategorie 1 der Druckgeräterichtlinie<br />

und ist für Ventilgrößen<br />

bis zu einer Nennweite<br />

von DN 25 ausgelegt. Es kann sowohl<br />

für die Impulsreinigung als<br />

auch für die Spülreinigung mittels<br />

Druckluft eingesetzt werden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816imi<br />

Der Panel-PC Slimline IB32-ES von TL Electronic ist gemäß IP 65 vollständig<br />

gegen Staub oder Wasser geschützt und leicht zu reinigen. Der<br />

Rechner ist mit Core i5 Prozessor der fünften Generation erhältlich. Der<br />

Prozessor basiert auf der Broadwell-Architektur und verfügt über eine<br />

Taktrate von 2 × 2,2 GHz.<br />

Mit der CPU-Verlustleistung<br />

von höchstens 15 W<br />

benötigt der Rechner keine<br />

externen Lüfter. Somit ist<br />

das Gesamtsystem rundum<br />

dicht und wartungsfrei.<br />

Unterstützt wird die<br />

Prozessorleistung durch<br />

das integrierte System on<br />

Chip mit 64-Bit-Verarbeitung,<br />

8 GB DDR3L-RAM sowie<br />

mindestens 500 GB Festplattenspeicher. Die Kommunikationsschnittstellen<br />

für USB, RJ45 für Gigabit Ethernet und RS232 sowie<br />

für die externe 12 V DC<br />

Spannungsversorgung sind vollständig IP 65-<br />

geschützt. Die ES-Serie ist erhältlich mit Bildschirmdiagonalen von<br />

15 bis 22 Zoll.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816tlelectronic<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 25


PRODUKTE<br />

Schüttguttechnik<br />

GmbH & Co. KG<br />

Wir sind Optimierer für:<br />

<br />

<br />

<br />

Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit<br />

Verwiegung, Verdichtung<br />

und integriertem Vakuumfördergerät<br />

Unsere Kompetenzen:<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

AGS-Schüttguttechnik<br />

GmbH & Co. KG<br />

Großer Kamp 10 –12 · 32791 Lage<br />

Telefon: 0 52 32 - 6 91 90 - 200<br />

Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10<br />

info@ags-st.de<br />

www.ags-schuettguttechnik.de<br />

26 <strong>cav</strong> 8-2016<br />

TOP-PRODUKT DES MONATS JUNI<br />

Tauchmotorpumpen mit großem<br />

Einsatzspektrum<br />

Die jüngste Generation der<br />

Amarex-KRT-Tauchmotorpumpen<br />

ist für die Förderung von<br />

Abwässern aller Art in kommunalen,<br />

industriellen und gewerblichen<br />

Anwendungen konzipiert.<br />

Ihre maximale Förderleistung<br />

liegt bei 10 080 m³/h<br />

und die größte Förderhöhe beträgt<br />

120 m. Die stärkste serienmäßig<br />

lieferbare Motorleistung<br />

TOP-<br />

PRODUKT<br />

DES MONATS<br />

beträgt 850 kW. Gegenüber den<br />

Vorgängermodellen wurde die<br />

Betriebssicherheit der Abwasserhydrauliken<br />

verbessert bei<br />

gleichzeitiger Erhöhung des hydraulischen<br />

Wirkungsgrades.<br />

Vier verschiedene Laufradtypen<br />

ermöglichen ein weites Anwendungsspektrum.<br />

Die Pumpen<br />

sind unter anderem mit einer<br />

Motorvariante wählbar, die der<br />

IE3-Klasse bei Normmotoren<br />

nach der IEC-60034-30-Norm<br />

entspricht. Zwei drehrichtungsunabhängige<br />

Gleitringdichtungen<br />

(GLRD) schützen den Motorraum<br />

zuverlässig vor eindringendem<br />

Wasser.<br />

Vor- und Feinzerkleinerung in einer Mühle<br />

Mit der Pulverisette 14 premium<br />

line bietet Fritsch eine Rotorschnellmühle,<br />

in der Prall-, Scherund<br />

Schneidzerkleinerung in einem<br />

Gerät möglich sind. Der starke<br />

Motor der Mühle, der eine Umdrehungszahl<br />

von 22 000 min -1<br />

erreicht, ist ideal für die schnelle<br />

Zerkleinerung von weichen bis<br />

mittelharten, spröden sowie faserigen<br />

Stoffen oder temperaturempfindlichen<br />

Proben. Der Probendurchsatz<br />

kann 15 l/h und<br />

mehr betragen. Aufgrund konstruktiver<br />

Maßnahmen und des<br />

mitgelieferten Trichterdeckels sowie<br />

des Trichtereinsatzes arbeitet<br />

dieses Mühle leiser als vergleichbare<br />

Geräte. Je nach Zerkleinerungsaufgabe<br />

werden in das Gerät<br />

entweder Schlagrotor und<br />

Siebring eingesetzt oder ein<br />

Schneidrotor mit Siebring zur Vorzerkleinerung<br />

von faserigen Materialien<br />

oder Kunststoffen. In<br />

beiden Fällen wird die gewünschte<br />

Endfeinheit durch die<br />

Maschenform und -weite<br />

des Siebrings bestimmt.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816fritsch<br />

Effizientes<br />

Tauchmotorrührwerk<br />

Mit dem EMU TRE 312 hat Wilo<br />

ein effizientes Tauchmotorrührwerk<br />

entwickelt, das das Produktportfolio<br />

im langsam laufenden<br />

Bereich mit einem Propellerdurchmesser<br />

von 1,2 m abrundet.<br />

Das Rührwerk wird hauptsächlich<br />

bei schwankenden Wasserständen<br />

(SBR), in MBBR-Verfahren<br />

und in kleineren Belebungsbecken<br />

eingesetzt. Zudem ist die<br />

Baureihe für den uneingeschränkten<br />

Dauerbetrieb geeignet. Dank<br />

bester Schubleistungsziffer durch<br />

den standardmäßig verbauten,<br />

energieeffizienten IE3-Motor und<br />

die innovative Flügelgeometrie<br />

zeigt sich das Rührwerk als besonders<br />

sparsam. Der Propeller ist<br />

aus Polyamid in Vollmaterial hergestellt.<br />

Dieses Material gilt als<br />

sehr verschleißarm und sorgt für<br />

die Langlebigkeit des Produkts.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816wilo


Multitalent der Verbindungstechnik<br />

Der Polytetrafluorethylenschlauch<br />

PTFEN von Festo dient<br />

als ideales Bindeglied in der Prozessautomation.<br />

Der Schlauch ist<br />

FDA-konform, druck-, temperatur-<br />

und chemikalienbeständig,<br />

TSE-frei, beständig gegen Hydrolyse<br />

und Witterungseinflüsse.<br />

Die glatte Oberfläche des<br />

Schlauchs verhindert das Anhaften<br />

von Mikroben und sonstigen<br />

Wirk- und Schadstoffen. Diese<br />

Materialeigenschaften ermöglichen<br />

den Ersatz kostenintensiver<br />

Edelstahlrohrleitungen für<br />

Druckluft in der chemischen Industrie.<br />

Der Schlauch arbeitet<br />

mit Drücken von bis zu 6 bar und<br />

Medientemperaturen<br />

von 130 beziehungsweise<br />

Umgebungstemperaturen<br />

von bis zu 150 °C. In<br />

Verbindung mit aufeinander abgestimmten<br />

Kombinationen aus<br />

Schlauch und Verschraubung<br />

wird der Einsatz in einer Vielzahl<br />

von Prozessanwendungen<br />

möglich.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816festo<br />

Membran mit Spülbohrung<br />

für Filterventile<br />

IMI Buschjost setzt in Filterventilen<br />

TPE-Membranen ein, mit denen<br />

sich schnelle Öffnungs- und<br />

Ventilzeiten von Ventilen ohne<br />

den Einsatz von Druckfedern erreichen<br />

lassen. Für den Fall, dass<br />

DOSIEREN MESSEN & REGELN AUFBEREITEN DESINFIZIEREN REALISIEREN<br />

Große Klappe, viel dahinter:<br />

Präziser Magnetantrieb, vorausschauende<br />

Regeltechnik und intuitives Bedienkonzept.<br />

X-tremely clever: Die neue gamma/ X<br />

aggressive Gase oder Säuren im<br />

Rohgasstrom enthalten sind, die<br />

starke Verschleißerscheinungen<br />

an den Ventilausgängen verursachen<br />

können, wird eine modifizierte<br />

Variante der Membran mit<br />

integrierter Spülbohrung angeboten.<br />

Durch diese Bohrung kann<br />

ein geringer Teil der Druckluft<br />

entweichen. Es entsteht ein Luftwirbel,<br />

der als Barriere fungiert<br />

und aggressive Medien wie extreme<br />

Temperaturen vom Ventilsitz<br />

fernhält. Als Konsequenz werden<br />

Standzeiten und Wartungsintervalle<br />

der Ventile verlängert und<br />

Betriebskosten gesenkt. Die patentierte<br />

Membran kann auch in<br />

Standardfilterventilen nachgerüstet<br />

werden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816imi<br />

ProMinent hat die Dosierpumpe<br />

neu erfunden:<br />

Mit einer Vielzahl richtungsweisender<br />

Technologien ist die neue gamma/ X<br />

prädestiniert für komplexe<br />

Dosieraufgaben.<br />

www.prominent.com/gammaX<br />

X Membrandosierpumpe für 2 bis 45 l/h<br />

bei einem Gegendruck von 25 bis 2 bar<br />

X Intelligente Steuerungselektronik<br />

X Ohne störanfälligen Drucksensor<br />

X Integrierter Timer für zeitgesteuertes<br />

Dosieren<br />

X Kavitationserkennung<br />

X Entlüftungsautomatik<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 27


PRODUKTE<br />

TBC-Überwachung in Styrol<br />

ONH-Analysatoren für anorganische Materialien<br />

Höhere Präzision und Reproduzierbarkeit<br />

der Messergebnisse<br />

sowie ein sparsamerer Verbrauch<br />

an Trägergas zeichnen die Elementrac-ONH-p-Analysatoren<br />

von Eltra aus. Sie sind für die Analyse<br />

einer großen Bandbreite an<br />

Probenmaterialien wie Stahl,<br />

Kupfer, Titan oder Silizium geeignet,<br />

vom Granulat bis hin zu mas-<br />

Zentrifuge mit Inertisierung<br />

Flexibel in Nutzung und Einsetzbarkeit zeigt sich die<br />

Obenentleerzentrifuge V 400 TP von Heinkel. Sie<br />

ist mobil und mit Inertisierung sowie einer adaptierten<br />

Steuerung für den Einsatz in Atex-Zone 1<br />

geeignet. Bei der Konzeption der Zentrifuge<br />

legte der Hersteller besonderen<br />

Wert auf Wartungsfreundlichkeit<br />

sowie einfache Demontage und<br />

Lagerung. Erzielt wird dies durch<br />

die austauschbare Kartusche, die<br />

für verschiedene Trommelgrößen eingesetzt<br />

werden kann.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816heinkel<br />

on oberhalb von 10 bis 15 mg/l sichergestellt<br />

werden. Die Analytik<br />

beruht auf der colorimetrischen<br />

Bestimmung<br />

der TBC-<br />

Konzentration. Die<br />

Konzentrationswerte<br />

werden aufgrund<br />

der photometrischen<br />

Analyse (bei 490 nm) am Einlass<br />

des Styrollagertanks berechnet.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816metrohm<br />

Zur Überwachung der<br />

Konzentration<br />

des Polymerisationshemmers<br />

TBC (4-tert-Butylbrenzcatechin)<br />

in Styrol<br />

bietet Metrohm eine<br />

schlüsselfertige Lösung nach<br />

ASTM 4590. Um eine vorzeitige<br />

Polymerisation des Monomers<br />

durch Luftsauerstoff zu verhindern,<br />

muss eine TBC-Konzentratisiven<br />

Partikeln. Die Analysatoren<br />

verfügen über ein präzise abgestimmtes<br />

IR-Messsystem, bestehend<br />

aus Ofen, Katalysator und<br />

IR-Detektor für die Sauerstoffbestimmung.<br />

Das Herzstück ist der<br />

leistungsstarke Impulsofen mit<br />

optimierter Probenschleuse. Die<br />

Stickstoff- und Wasserstoffmessungen<br />

erfolgen durch hochsensitive<br />

Wärmeleitfähigkeitszellen,<br />

die hohe Genauigkeiten in sehr<br />

niedrigen Messbereichen ermöglichen.<br />

Erstmalig kann optional<br />

für ausgesuchte Messbereiche Argon<br />

als Trägergas eingesetzt werden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816eltra<br />

Bluetooth für Vakuum-Transmitter<br />

Mit dem Bluebridge-Adapter<br />

SLKBT von Thyracont können bis<br />

zu 16 Vakuumtransmitter der<br />

Produktfamilie Smartline kabellos<br />

kommunizieren. Die Reichweite<br />

der drahtlosen Verbindung beträgt<br />

bis zu 100 m (Klasse 1). Dazu<br />

wird das Bluetoothmodul auf<br />

einen Transmitter gesteckt und<br />

Retrofit für Tablettenpressen<br />

dieser gegebenenfalls per Kabel<br />

mit weiteren Transmittern zu einem<br />

RS485-Bus verbunden. Anschließend<br />

stehen die Transmitter<br />

mit der passenden Software<br />

auf einem PC mit Bluetoothempfänger<br />

zur Auswahl und können<br />

dort konfiguriert, überwacht und<br />

ferngesteuert werden. Ebenso<br />

können Messwerte gespeichert<br />

werden. Alternativ kann man<br />

auch eine SPS als Master verwenden.<br />

Mit einer kostenlosen App<br />

lassen sich Messwerte mobil<br />

empfangen und anzeigen, die auf<br />

einen bestehenden Bus übertragen<br />

werden. Die RS485-Kommunikation<br />

wird von einem PC, einer<br />

SPS oder einem Anzeige- und Regelgerät<br />

des Herstellers gesteuert.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816thyracont<br />

Romaco Kilian bietet für ausgewählte Tablettenpressen älterer<br />

Generation ein Retrofitkonzept für die Steuerungsund<br />

Regelungskomponenten. Das elektronische Upgrade<br />

ist für die Baureihen<br />

E 150 (Plus), LX, RTS,<br />

RX, S 250 (Plus), T 100,<br />

T 300, T 400 und TX<br />

erhältlich. Zum Retrofitpaket<br />

für diese Maschinen<br />

gehören ein<br />

externer Schaltschrank<br />

sowie die Integration<br />

eines benutzerfreundlichen<br />

HMI-<br />

Bedienpanels. Die Installation<br />

samt Validierung<br />

kann direkt<br />

beim Anwender erfolgen.<br />

Parallel ist eine<br />

Überholung der mechanischen<br />

Komponenten der Maschinen möglich. Durch<br />

die Aufrüstung besteht die Möglichkeit, das Fernwartungssystem<br />

des Unternehmens zu nutzen. Remote-Service-Einsätze<br />

werden per Knopfdruck direkt an der Maschine<br />

ausgelöst, die Verbindung zu einem Experten wird<br />

unmittelbar hergestellt.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816romacokilian<br />

28 <strong>cav</strong> 8-2016


Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

IM FOKUS<br />

Maschinensteuerung steigert Effizienz von Gebläsen<br />

Gesamtwirkungsgrad<br />

nah am Optimum<br />

Durchschnittlich mehr als 70 % der Betriebskosten einer Kläranlage<br />

entfallen auf Energiekosten, die bei der Luftversorgung der Belebungsbecken<br />

entstehen. Der Mix aus Blower-, Turbo- und Hybridtechnologie<br />

von Aerzen bietet hierbei eine effiziente Lösung. Mit der Verbundsteuerung<br />

Aersmart lässt sich die Performance dieser drei Technologien<br />

nochmal steigern.<br />

Starke Schwankungen kennzeichnen den<br />

Lastbetrieb in biologischen Klär<strong>anlagen</strong>. Je<br />

nach Region, Tages- und Jahreszeit oder Niederschlägen<br />

wechseln Abwassermenge und<br />

Verschmutzungsgrade teilweise sprunghaft.<br />

Für diesen Einsatzbereich bietet Aerzen mit<br />

drei seiner Hochleistungskompressoren Delta<br />

Blower, Delta Hybrid und Aerzen Turbo ein<br />

sehr gutes Lösungsportfolio für die ölfreie Einleitung<br />

von Sauerstoff in die Belebungsbecken.<br />

Mit ihrer breiten Typenvielfalt sind diese<br />

drei Aggregate auf die unterschiedlichsten <strong>anlagen</strong>spezifischen<br />

Anforderungen zugeschnitten.<br />

Im Verbund garantieren sie eine Performance,<br />

die punktgenau auf den Bedarf der<br />

wechselnden Lastprofile ausgelegt ist – von<br />

der Grundlast bis zu Versorgungsspitzen.<br />

Denn jede Technologie, ob Verdränger- oder<br />

Strömungsmaschine, hat Stärken aber auch<br />

Schwächen. Das Turbogebläse ist im Nennpunkt<br />

ideal bezogen auf die Energieeffizienz.<br />

Der Regelbereich umfasst ca. 40 bis 100 %. Im<br />

Teillastbetrieb sind Strömungsmaschinen<br />

aber weniger effizient. Das wiederum ist die<br />

Stärke von Verdrängermaschinen wie Delta<br />

Blower und Delta Hybrid. Sie zeichnen sich<br />

durch einen hohen Regelbereich von 25 bis<br />

100 % und gute Wirkungsgrade auch im Teillastbetrieb<br />

aus. Im Verbundsystem addieren<br />

sich die Vorteile der drei Hochleistungstechnologien<br />

zu einer sehr guten Energieeffizienz im<br />

Gesamtbetrieb.<br />

Maschinensteuerung steigert Effizienz<br />

Mithilfe der auf der Ifat erstmals vorgestellten<br />

Maschinensteuerung Aersmart ist es jetzt<br />

Mit der Verbundsteuerung Aersmart sind zusätz -<br />

liche Einsparungen von bis zu 15 % möglich<br />

möglich, die angeforderten Volumenströme<br />

derart auf den Maschinenpark zu verteilen,<br />

dass Schwach-, Mittel- und Starklasten so effizient<br />

abgearbeitet werden, wie es die bestehende<br />

Konfiguration jeweils zulässt. Dabei<br />

sind die Kennfelder und Wirkungsgrade im Algorithmus<br />

der Steuerung eingebunden. So<br />

wird der installierte Maschinenpark ganz nahe<br />

dem theoretisch höchsten Wirkungsgrad<br />

betrieben. Auch Fremdfabrikate sind durch die<br />

übergeordnete Steuerung regelbar. Bis zu 12<br />

Maschinen kann Aersmart auf diese Weise zu<br />

höchster Effizienz zusammenführen.<br />

Und so funktioniert Aersmart: die geforderte<br />

Sauerstoffmenge wird als Sollwert, z. B. als<br />

4...20-mA-Signal oder über Busanbindung an<br />

die Aerzen-Maschinensteuerung übertragen.<br />

Aersmart führt daraus die bestehende Maschinenkonfiguration<br />

so zusammen, dass die<br />

Sauerstoffversorgung der Klärbecken effizient<br />

und nah am Optimum an der geforderten<br />

Lastkurve entlang fährt. Zudem werden auch<br />

die Anlagendaten wie Druck, Volumenstrom,<br />

Temperaturen, Energieverbrauch und damit<br />

die schwankenden Lastgänge sowie die einzelnen<br />

Maschinendaten inkl. Serviceintervalle<br />

aufgezeichnet und an die Leitstelle übertragen<br />

bzw. von anderen Systemen weiterverarbeitet.<br />

Veränderte Bedarfe sowie mögliche Alterungseffekte<br />

des Belebungssystems lassen<br />

sich so jederzeit nachvollziehen. Dies schafft<br />

eine hohe Transparenz über den gesamten Lebenszyklus<br />

und die Möglichkeit zu zielgerichteten<br />

Maßnahmen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816aerzener<br />

Aersmart kann bis zu 12 Maschinen zu höchster<br />

Effizienz zusammenführen<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 29


TITEL<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Grundfos setzt auf strukturierten Service<br />

Dienstleistungspaket für<br />

Pumpen<br />

Der Pumpenhersteller Grundfos bietet nicht nur Services zur Wartung<br />

und Reparatur an, sondern erarbeitet darüber hinaus zusammen mit<br />

dem Betreiber Lösungen zur Anlagen- und Prozessoptimierung.<br />

<strong>cav</strong> sprach mit Stefan Klinger, Leiter der Service-Organisation D-A-CH<br />

von Grundfos, über moderne Strukturen und neue Konzepte.<br />

<strong>cav</strong>: Herr Klinger, Sie werden mit der Aussage<br />

zitiert, dass die Services ein entscheidender<br />

Wettbewerbsfaktor für Grundfos seien. Worauf<br />

gründet diese Überzeugung?<br />

Klinger: Da spielen mehrere Aspekte eine Rolle.<br />

Unser Anspruch als Weltmarktführer ist,<br />

mehr als nur gute Produkte anzubieten. Überzeugende<br />

Services sind aus meiner Sicht die<br />

Basis einer stabilen Partnerschaft zum Kunden.<br />

Und zufriedene Kunden sind eher für einen<br />

Neukauf zu gewinnen. Deshalb bin ich<br />

zutiefst davon überzeugt, dass unser Service<br />

den Verkauf nachhaltig unterstützt. Das<br />

schließt natürlich nicht aus, dass wir mit unseren<br />

Serviceleistungen selbst einen nennenswerten<br />

Beitrag zum Umsatz und Ertrag<br />

des Unternehmens leisten wollen: Im August<br />

2015 hat eine Bain-Studie – ein Benchmarking<br />

von 45 europäischen Industrieunternehmen<br />

– einmal mehr gezeigt, dass Unternehmen<br />

durch die Services ihr Gesamtergebnis<br />

spürbar steigern. Firmen mit hohem Serviceanteil<br />

erreichen demnach auch eine überdurchschnittliche<br />

Marge für das Gesamtunternehmen.<br />

Das liegt nach meiner Überzeugung<br />

nicht zuletzt daran, dass Serviceprozesse<br />

im Gegensatz zur reinen Pumpentechnik<br />

deutlich schwerer zu kopieren sind. Hinzu<br />

kommt: Niemand ist so nah beim Kunden wie<br />

unser Service. Hier hören wir die Stimme des<br />

Kunden besonders eindringlich – und können<br />

unseren Entwicklungsabteilungen ungefiltertes<br />

Feedback geben.<br />

<strong>cav</strong>: Was sagt Ihnen die „Stimme des Kunden“<br />

konkret?<br />

Stefan Klinger, Leiter der Service-Organisation<br />

D-A-CH, Grundfos GmbH, Erkrath<br />

Klinger: In der chemischen bzw. pharmazeutischen<br />

Produktion sind derzeit zwei Entwicklungen<br />

zu beobachten, die auch unsere Services<br />

beeinflussen: Kontinuierliche Verfahren<br />

und die Modularisierung – beides mit dem<br />

Ziel, die Produktion zu beschleunigen, die<br />

Qualität zu verbessern und Nebenprodukte zu<br />

verringern. Mit Blick auf die hier einzusetzenden<br />

Pumpen bedeutet das die Forderung nach<br />

einer hohen Flexibilität. Die Möglichkeit zu einer<br />

Drehzahlanpassung per Frequenzumrichter<br />

ist ein Must-have, ebenso die Einbindung<br />

des Pumpensystems per Bus & Co. Die jeweils<br />

geeignete Konfiguration zu finden, ist nicht<br />

trivial, es gibt nahezu immer mehrere Wege<br />

zur Lösung einer Aufgabenstellung. Deshalb<br />

ist es so wichtig, dass der Hersteller dem Kunden<br />

einen Berater mit Branchen-Stallgeruch<br />

zur Seite stellen kann.<br />

<strong>cav</strong>: Sie sprechen von grundsätzlich neuartigen<br />

Service-Strukturen. Wie sehen die aus?<br />

Klinger: Es klingt banal, ist aber essenziell:<br />

Der Kundendienst muss telefonisch gut erreichbar<br />

sein. Da benötigt ein Anlagenbauer<br />

Hilfestellung bei der Anlagenkonfiguration,<br />

möchte ein Planer rasch eine Verständnisfrage<br />

klären. Jeden Tag wird das D-A-CH-Service-<br />

Center von eingehenden Anrufen aus allen<br />

Kundensegmenten – industrielle Endkunden,<br />

Wassermeister, Großhändler, Techniker und<br />

Servicepartner – mit vielfach einfach zu lösenden<br />

und immer wiederkehrenden Fragestellungen<br />

konfrontiert. Diese Flut in die richtigen<br />

Bahnen zu lenken, das übernehmen mittlerweile<br />

Mitarbeiter des sogenannten 1. Level<br />

Helpdesk. Sie beantworten wiederkehrende<br />

einfache technische Routinefragen, bestellen<br />

Ersatzteile und kennen auch deren Preis und<br />

Lieferzeit. Darüber hinaus registrieren sie Service-<br />

oder Reparaturanfragen, sammeln Wünsche<br />

zu Serviceangeboten und nehmen auch<br />

allgemeine Serviceanfragen zu Beschädigungen<br />

oder Ausfällen auf. Können die Mitarbeiter<br />

des 1. Level Support dem Kunden nicht direkt<br />

helfen, leiten sie den Anruf an einen Service-Experten<br />

weiter – das ist der sogenannte<br />

2. Level Support. Die Vorteile liegen auf der<br />

Hand: Die Pumpenspezialisten haben mehr<br />

Zeit für die Fokussierung auf Expertenfragen<br />

und müssen sich weniger um grundlegende<br />

Rückfragen und einfach zu lösende Anfragen<br />

kümmern.<br />

<strong>cav</strong>: Grundfos thematisiert die sogenannte<br />

User Experience – die Anwendererfahrung oder<br />

das Markenerlebnis. Wie sehr beeinflusst der<br />

Service diese User Experience?<br />

Klinger: Der Kunde soll Grundfos als Unternehmen<br />

wahrnehmen, das nicht nur Premium-Produkte<br />

offeriert, sondern dem Betreiber<br />

in allen Aspekten des Produkteinsatzes Nutzen<br />

bietet. Dienstleistungen und Services<br />

spielen beim Thema Anwendererfahrung aus<br />

naheliegenden Gründen eine hervorgehobene<br />

Rolle. Wir sehen hier gute Chancen, die Bin-<br />

30 <strong>cav</strong> 8-2016


Grundfos setzt mit<br />

kundenspezifischen<br />

System- und Integrationslösungen<br />

darauf,<br />

dass die damit positiv<br />

erlebte User Experience<br />

zu langfristig stabilen<br />

Kundenbeziehungen<br />

führt<br />

Bei einem Pump Audit<br />

kann der Grundfos-<br />

Service auf Basis der<br />

Analyse relevanter<br />

Systemparameter<br />

genaue Aussagen über<br />

die Wirtschaftlichkeit<br />

der Anlage treffen<br />

„Wir optimieren die<br />

Kommunikationskette zum<br />

Kunden“<br />

dung zum Kunden zu stärken, dessen User Experience<br />

zu Grundfos breiter aufzustellen.<br />

Deshalb sind wir sehr daran interessiert, die<br />

Kommunikationskette zum Kunden zu optimieren.<br />

Wir wollen für den Auftraggeber<br />

transparenter werden, wollen ihm ein ständiges<br />

Update geben – darüber, was wir tun und<br />

wann wir kommen, wann der Auftrag erledigt<br />

wird und natürlich auch darüber, was wir konkret<br />

getan haben. Am Ende des Tages soll der<br />

Kunde schon bei der ersten Anfrage konkret<br />

erfahren, was der Service ihn kosten wird –<br />

und das nicht herausgelesen aus einer Tabelle<br />

mit Pauschalpreisen, sondern auf der Basis<br />

seiner Anfrage. Konkret: Wir wollen für den<br />

Kunden im Wortsinne berechenbarer werden.<br />

Das bedeutet auch, dass er von uns Alternativen<br />

aufgezeigt bekommt – und er selbst<br />

wählt dann die aus seiner Sicht optimale Lösung<br />

aus. Wir haben zudem eine mobile Datenlösung<br />

mit direkter Anbindung an SAP geschaffen,<br />

die es unseren Servicetechnikern ermöglicht,<br />

auf alle für einen Arbeitstag erforderlichen<br />

Daten papierlos zuzugreifen. Gleichzeitig<br />

können beim Einsatz vor Ort Fotos zur<br />

Belegsicherung erstellt, Serviceberichte erfasst,<br />

Ersatzteilverbräuche dokumentiert und<br />

Fahrt- und Arbeitszeiten beim Kunden hinterlegt<br />

werden. Die mobile Lösung sieht vor, dass<br />

der Techniker die Daten nur einmal erfasst.<br />

Bei der nächsten automatischen Synchronisierung<br />

werden alle Daten an SAP zurückgegeben.<br />

So erhält der Auftraggeber noch am<br />

Abend des Serviceeinsatzes per E-Mail den<br />

elektronisch erstellten Bericht.<br />

<strong>cav</strong>: Wie schaut es aus mit den Pump Audits –<br />

nimmt das Interesse zu oder ab?<br />

Klinger: Bei einem Pump Audit können wir<br />

auf Basis der Analyse relevanter Systemparameter<br />

wie Fördermenge, Förderhöhe und<br />

Energieverbrauch (bei Heiz- bzw. Kühl<strong>anlagen</strong><br />

zusätzlich noch die Differenztemperatur zwischen<br />

Vor- und Rücklauf) genaue Aussagen<br />

über die Wirtschaftlichkeit der Anlagen treffen.<br />

Damit ist ein Vergleich mit einem neuen<br />

Pumpensystem möglich – und entsprechend<br />

der individuellen Systemanforderungen kann<br />

dann das für den Betreiber effizienteste System<br />

ausgewählt werden. Die vielen Pump Audits,<br />

die von unseren Service-Spezialisten in<br />

den letzten Jahren durchgeführt wurden, zeigen,<br />

dass durch den Einsatz effizienter und<br />

neuer Technologien ein Einsparpotenzial von<br />

oft 50 %, in der Spitze bis 80 % realisierbar ist.<br />

Das Interesse an Pump Audits ist grundsätzlich<br />

da, allerdings führen sinkende Energiepreise<br />

für industrielle bzw. kommunale Großabnehmer<br />

zu einer verlängerten Amortisation,<br />

weshalb die ökologisch sinnvolle und<br />

trotzdem wirtschaftlich rechenbare Neuinvestition<br />

oft in den Hintergrund gedrängt wird.<br />

Viele Kunden sagen auch schlicht und ergreifend,<br />

dass sie ein funktionierendes System<br />

niemals stören würden (Never change a running<br />

system). Beim Pump Audit geht es als<br />

grundsätzliche Philosophie im Übrigen nicht<br />

allein darum, betagte Aggregate durch Hocheffizienzpumpen<br />

zu ersetzen. Bei komplexeren<br />

Anlagen spielen weitere Aspekte und<br />

Komponenten eine entscheidende Rolle, beispielsweise<br />

extern montierte Frequenzumrichter,<br />

moderne Überwachungstechnik (Sensorik)<br />

und Integration in die Leitsysteme. Interessant<br />

ist ein Pump Audit auch hinsichtlich<br />

der Anlagenoptimierung: Eine veränderte Verschaltung<br />

und Steuerung von Pumpen kann –<br />

bei gleicher Leistungserfüllung – den Energiebedarf<br />

deutlich senken, in manchen Fällen<br />

reduziert sich sogar die Zahl der benötigten<br />

Pumpen. Sie sehen: Effizienz ist mehr als<br />

Stromsparen.<br />

<strong>cav</strong>: Wagen Sie einen Ausblick – wo sehen Sie<br />

weiteres Potenzial für den Grundfos-Service?<br />

Klinger: Derzeit liegt der Umsatzanteil der<br />

Services am Gesamtumsatz von Grundfos<br />

Deutschland bei rund 8 % – das wird sich meiner<br />

Überzeugung nach in den kommenden<br />

Jahren auf 15 % erhöhen. Dabei geht es nicht<br />

nur um die klassische Wartung, um Ausfällen<br />

vorzubeugen. Den zusätzlich erwarteten Umsatz<br />

sehe ich beispielsweise mit dem Angebot,<br />

die Programmierung installierter Pumpensysteme<br />

auf möglicherweise andere Anlagenverhältnisse<br />

und/oder die veränderte Nutzung<br />

zu adaptieren.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816grundfos<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 31


IM FOKUS<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Hydropower statt Stromkosten<br />

Stromlose Dosierpumpe<br />

Der Proportionaldosierer von Dosatron ist eine Dosierpumpe, die statt eines<br />

Elektromotors einen volumetrischen Hydraulikmotor besitzt. Der Vorteil:<br />

Die Anwender müssen sich keine Gedanken bezüglich der Energieeffizienz ihrer<br />

Dosiereinrichtung machen, denn das Gerät arbeitet stromlos und ist auch für<br />

den Ex-Bereich einsetzbar.<br />

Ein Proportionaldosierer arbeitet mit einem<br />

volumetrischen Hydraulikmotor und ermöglicht<br />

eine kontinuierliche Einspritzung des<br />

flüssigen oder lösbaren Konzentrats. Am Wassernetz<br />

angeschlossen, nutzt der Proportionaldosierer<br />

ausschließlich den Wasserdruck<br />

als Antriebskraft. Das Konzentrat wird selbstständig<br />

angesaugt und vermischt sich mit<br />

dem Antriebswasser. Die so hergestellte Lösung<br />

fließt durch den Dosatron. Dabei verhält<br />

sich die Dosiermenge immer proportional<br />

zum Wasserdurchsatz, entsprechend der manuell<br />

eingestellten Dosierrate – auch bei eventuell<br />

auftretenden Durchsatz- und Druckschwankungen<br />

im Wassernetz. Auch Leitungslängen<br />

haben keinen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit<br />

und erlauben eine Installation des<br />

Gerätes am gewünschten Platz.<br />

Der Proportionaldosierer<br />

verbraucht keinen<br />

Strom, dosiert reproduzierbar<br />

und stoppt<br />

die Zudosierung automatisch<br />

bei abreißendem<br />

Wasserstrom<br />

Funktionsprinzip<br />

Der Proportionaldosierer von Dosatron vereint<br />

in einem Gerät die Funktionen eines Wassermessers,<br />

eines Dosierers und eines Mischers.<br />

Besonders das kontinuierliche und sofortige<br />

Mischen in der Mischkammer des Dosierers<br />

sorgt für eine homogene und betriebsfertige<br />

Lösung, die sofort verwendet werden kann,<br />

z. B. bei Ansetzen einer Desinfektionslösung.<br />

Im Vergleich dazu dosiert eine elektrisch betriebene<br />

Kolben- bzw. Membrandosierpumpe,<br />

je nach eingestellter Hubzahl oder Impulsen,<br />

die gewünschte Dosiermenge in den Prozessstrom.<br />

Doch erst in einem nachgeschalteten<br />

Autor<br />

Jens Voigt<br />

Sales & Marketing,<br />

LDT Dosiertechnik<br />

Mischer oder beim Verrühren in einem Behälter,<br />

entsteht eine homogene und brauchbare<br />

Lösung. Doch das bedeutet zusätzliche Kosten<br />

für Ausrüstung und Installation sowie eine<br />

unsichere Qualität der angesetzten Konzentratlösung.<br />

Der Leistungsbereich der Dosatron-Proportionaldosierer<br />

reicht je nach Gerät von max. 0,7<br />

bis 20 m 3 /h, bei Betriebsdrücken von 0,12 bis<br />

10 bar und einer Dosierrate im Bereich von<br />

0,03 bis 25 %. Die hohe Dosiergenauigkeit und<br />

Reproduzierbarkeit von ±3 % (nach API 675-<br />

Standard) bedeutet für den Betreiber einen<br />

wirtschaftlichen Vorteil, da Medien in höheren<br />

Konzentrationen eingesetzt werden können.<br />

Eine Überdosierung ist konstruktionsbedingt<br />

ausgeschlossen.<br />

Robuste Materialien<br />

Neben den wirtschaftlichen Argumenten und<br />

Vorteilen spielen auch die eingesetzten Materialien<br />

eine entscheidende Rolle. Um eine hohe<br />

Beständigkeit gegenüber den Dosierflüssigkeiten<br />

zu gewährleisten, besteht das Gehäuse<br />

des Dosierers aus einem speziellen Polypropylen<br />

(Polyacetal, HT). Für hochkonzentrierte,<br />

aggressive Säuren und Laugen ist optional<br />

ein Gehäuse aus PVDF einsetzbar.<br />

Als Dichtungsmaterialien stehen einerseits<br />

die Ausführung AF (eine Werkstoffkombination<br />

aus EPDM/Aflas) für alkalische Konzentrate<br />

und andererseits das Material VF (ein Viton-<br />

Werkstoff) für Säuren und Öle zur Verfügung.<br />

Für hochkonzentrierte Säuren werden Dichtungen<br />

aus Kalrez eingesetzt.<br />

32 <strong>cav</strong> 8-2016


Dosatron mit PVDF-<br />

Gehäuse und Außeneinspritzung<br />

IE<br />

Zusätzlich zu den verschiedenen Dichtungsmaterialien,<br />

die entsprechend der Dosiermedien<br />

ausgewählt werden, sind weitere Optionen<br />

erhältlich. Dazu gehört u. a. eine Außeneinspritzung<br />

(IE) des Dosiermediums in den<br />

Wasserstrom, die bei bestimmten korrosiven<br />

Konzentraten und Polymeren empfohlen wird.<br />

Für höher viskose Konzentrate >400 cPs wird<br />

ein spezielles Kit (Typ V) verwendet, die max.<br />

Konzentratsviskosität beträgt 800 cPs. Des<br />

Weiteren kann ein By-Pass-Schalter (BP) ausgewählt<br />

werden, um das Ansaugsystem nach<br />

Wunsch an- oder auszuschalten.<br />

Aufgrund der einfachen Bauweise des Proportionaldosierers<br />

mit nur wenigen Bauteilen ist<br />

das Gerät sehr wartungsfreundlich und leicht<br />

zu handhaben. Im Lieferumfang enthalten<br />

sind eine Wandhalterung zur einfachen Montage<br />

sowie ein Saugschlauch und ein Saugfilter.<br />

Weiteres Zubehör wie z. B. Fußventile,<br />

Schläuche, Systemtrenner, Wasserfilter, Druckminderer,<br />

Wasserschlagdämpfer etc. sind ab<br />

Lager bei der LDT Dosiertechnik verfügbar.<br />

Für die Dosierung von<br />

Polymeren hat Dosatron<br />

die Polymereinheit<br />

PU1 entwickelt<br />

üblicherweise Filterpressen, Bandfilter, Filtersäcke<br />

oder ein Trockenbett.<br />

In der Abwasserbehandlung werden neben<br />

Emulsionsspalter und Koagulierungsmittel,<br />

die im Abwasser Mikroflocken bilden, anschließend<br />

Flockungsmittel/Polymere eingesetzt,<br />

die die Mikroflocken zu größeren Flocken<br />

zusammenbinden. Weitere flüssige oder<br />

pulverförmige Zusätze können je nach Anwendung<br />

der Abwasserbehandlung folgen.<br />

Bei der Dosierung von Polymeren werden noch<br />

häufig Dosiersysteme zusammen mit elektrisch<br />

betriebenen Dosierpumpen verwendet.<br />

Mit den stromlosen proportionalen Dosierpumpen<br />

von Dosatron wird unabhängig von<br />

Schwankungen des Volumenstroms oder<br />

Drucks im Wasserleitungsnetz mithilfe der effizienten<br />

und kompakten Technologie eine in<br />

der Leitung eingebaute Dosierung oder Zumischung<br />

erreicht.<br />

Spezieller Polymerdosierer<br />

Dosatron hat speziell für die Polymerdosierung<br />

die Polymereinheit PU1 entwickelt, die<br />

aus einem Proportionaldosierer D25RE2IEPO<br />

und einem dynamischen Mischer<br />

DMIX25 besteht. Der Dosierer arbeitet<br />

in der üblichen Weise mittels<br />

Wasserdruck als Antriebskraft<br />

und saugt so das flüssige<br />

Polymer selbstständig an. Dieses<br />

wird jedoch nicht durch den<br />

Dosatron geführt, sondern gelangt<br />

durch eine externe Einspritzung<br />

(IE) direkt in den Wasserstrom.<br />

Damit wird eine Verstopfungsgefahr in der<br />

Mischkammer sowie die Häufigkeit der Pumpenreinigungen<br />

reduziert.<br />

Die externe Einspritzung ist mit einem selbstreinigenden<br />

Klappenventil ausgerüstet, um<br />

ein Zurückfließen in den Konzentratbehälter<br />

zu verhindern. Der dynamische Mischer, der<br />

ebenfalls mit einem Hydrokolben ausgestattet<br />

ist, wird dem Proportionaldosierer nachgeschaltet<br />

und verbessert so aktiv die Mischung<br />

der Polymerlösung. Der Leistungsbereich der<br />

Polymer Unit PU1 beträgt 10 l/h bis 2,5 m 3 /h,<br />

bei einem Betriebsdruck von 0,3 bis 5 bar und<br />

einer Dosierungsrate von 0,2 bis 2 %.<br />

Die Verwendung dieser Polymereinheit ist abhängig<br />

von der Art und Viskosität des einzusetzenden<br />

Polymers. Sie kann als feste Station<br />

direkt vor einem Reifebecken, einem Vorlagebehälter<br />

oder auf einer mobilen Einheit installiert<br />

werden. Eine weitere Möglichkeit ist der<br />

Einsatz direkt beim Erzeuger durch eine Vorbehandlung<br />

des Abwassers, bevor es in die Kanalisation<br />

gegeben wird.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816LDT<br />

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten<br />

Da Wasser die Antriebskraft des Proportionaldosierers<br />

darstellt, sind nahezu alle Applikationen<br />

für den Einsatz des Gerätes vorstellbar,<br />

in denen ein Konzentrat einem Wasserstrom<br />

zudosiert werden soll. Als ein Beispiel soll die<br />

Zugabe flüssiger Polymere bei der Schlammentwässerung<br />

dienen.<br />

Für die Schlammentwässerung ist es notwendig,<br />

die auftretenden Schlämme vor der Entwässerung<br />

mithilfe von Polymeren chemisch<br />

zu konditionieren, damit die Flocken schneller<br />

sedimentieren. Das geschieht unabhängig<br />

vom nachgeschalteten Entwässerungsgerät,<br />

Proportionaldosierer<br />

mit IBC-Vorlage -<br />

behälter für die<br />

Gebrauchslösung<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 33


IM FOKUS<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Zustandsüberwachung von Motoren<br />

Pumpe erzeugt Ultrahochvakuum<br />

Mit smarten Sensoren von ABB<br />

können Stillstandzeiten von Niederspannungsmotoren<br />

um bis zu<br />

70 % gesenkt werden, während<br />

sich ihre Lebensdauer um 30 % erhöhen<br />

kann. Diese Sensoren werden<br />

außen am Motor angebracht<br />

und liefern Informationen zu Betriebs-<br />

und Zustandsparametern<br />

wie Vibrationen, Temperatur oder<br />

Überlastung. Außerdem wird der<br />

Energieverbrauch ermittelt. Alle<br />

diese Daten werden mit einer<br />

speziellen Software analysiert<br />

und dienen dem Anlagenbetreiber<br />

zur Wartungsplanung. Neben<br />

der Erhöhung von Verfügbarkeit<br />

und Lebensdauer profitiert der<br />

Anwender von einem etwa 10 %<br />

geringeren Energieverbrauch. Die<br />

Sensoren, die nicht elektrisch mit<br />

den Motoren verbunden sind,<br />

machen die Motoren auch zugänglich<br />

für die internetbasierte<br />

Motorenüberwachung. Sie können<br />

auch bei bereits installierten<br />

Niederspannungsmotoren nachgerüstet<br />

werden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816abb<br />

Pfeiffer Vacuum hat mit der Turbopumpe Hipace 300 H die<br />

derzeit kompressionsstärkste Turbopumpe in der Saugvermögensklasse<br />

von 300 l/s auf den Markt gebracht. Mit einem<br />

Kompressionsverhältnis von 107 für Wasserstoff ist<br />

sie für die Erzeugung von Hoch- und Ultrahochvakuum geeignet.<br />

Durch das hohe Kompressionsverhältnis entsteht<br />

in der Kammer ein niedriges Restgasspektrum, wie es zum<br />

Beispiel für massenspektrometrische Applikationen wünschenswert<br />

ist.<br />

Dank des ausgereiften Rotordesigns verfügt die Hipace<br />

300 H über eine sehr hohe Vorvakuumverträglichkeit von<br />

30 hPa. Damit erreicht die Pumpe auch bei Betrieb<br />

mit hohen Vorvakuumdrücken, wie sie in der<br />

Kombination mit Membranpumpen auftreten,<br />

Ultrahochvakuum. Durch die integrierte<br />

Funktion „Intervallbetrieb“ schaltet die Hipace<br />

300 H eine angeschlossene Vorpumpe<br />

nur dann ein, wenn der Vorvakuumdruck<br />

nicht mehr ausreicht. So wird der<br />

Energieverbrauch des gesamten Vakuumsystems<br />

um bis zu 90 % gesenkt. Die Hipace<br />

300 H besitzt eine sogenannte Hybridlagerung.<br />

Diese Kombination aus Keramik-Kugellager<br />

auf der Vorvakuumseite und permanentmagnetischem<br />

Radiallager auf der Hochvakuumseite stellt ein besonders<br />

robustes Lagerkonzept dar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816pfeiffervacuum<br />

Kaltregenerierender Druckluftadsorptionstrockner<br />

Die Baureihe Drypoint AC von Beko umfasst zehn Baugrößen für Volumenströme<br />

von 100 bis 1000 m 3 /h bei einem Betriebsdruck von 4 bis<br />

16 bar. Der Trockner arbeitet mit aktiviertem Alumina als Trocknungsmittel<br />

und entzieht der Druckluft Feuchtigkeit bis zu einem Drucktaupunkt<br />

von -40 °C. Das System ist standardmäßig mit einer energiesparenden<br />

Kompressorgleichlaufsteuerung ausgestattet. Das Wechselventil<br />

mit Spülluftleitung ermöglicht<br />

die Durchströmung<br />

des Trockners auch bei Spannungsabfall,<br />

sodass der Anwendung<br />

immer Druckluft zur<br />

Verfügung steht. Die Regenerationsluftmenge<br />

ist fest auf<br />

den Betriebsdruck abgestimmt.<br />

Mit je einem bereits<br />

montierten Vor- und Nachfilter<br />

werden flüssige und feste<br />

Verunreinigungen am Eingang<br />

sowie Trocknungsmittelabrieb<br />

am Ausgang zurück gehalten.<br />

Das System wird vervollständigt<br />

durch Integration eines<br />

Kondensatableiters.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816beko<br />

Vielseitiger Antrieb für die Prozessautomation<br />

Der Schwenkantrieb DFPD von<br />

Festo ist eine Zahlstange-Ritzel-<br />

Kombination, modular aufgebaut,<br />

kompakt und flexibel einsetzbar.<br />

Mithilfe neun verschiedener<br />

Federpaketkombinationen<br />

lässt sich der Betriebsdruck in<br />

Schritten zu 0,5 bar im Bereich<br />

von 2 bis 6 bar genau einstellen.<br />

Je nach Antriebsgröße beträgt der<br />

Drehwinkel 90° beziehungsweise<br />

180°. Der Antrieb ist in einer<br />

Standardversion für den Temperaturbereich<br />

von -20 bis +80 °C,<br />

als Tieftemperaturausführung<br />

von -50 bis +60 °C und als Hochtemperaturvariante<br />

von 0 bis<br />

+150 °C verfügbar. Mit vielseitigen<br />

und korrosionsbeständigen<br />

Oberflächenbeschichtungen, der<br />

beliebigen Einbaulage und einer<br />

beidseitigen Endlageneinstellung<br />

von ±5° wird eine hohe Einsatzflexibilität<br />

bewirkt. Der Antrieb<br />

ist für Kugelhähne, Absperr- und<br />

Luftklappen in der Chemie-, Pharma-<br />

und Getränkeindustrie sowie<br />

in der Wasseraufbereitung einsetzbar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816festo<br />

34 <strong>cav</strong> 8-2016


Schlüsselfertige Abwasserpumpstation<br />

Mit Flygt TOP 3D bietet Xylem eine<br />

Abwasserpumpstation mit<br />

den Durchmessern 2400 und<br />

2800 mm sowie der Steuerungstechnik<br />

Smartrun. Das TOP-<br />

3D-Komplettpumpwerk ist<br />

schlüsselfertig und besteht aus<br />

standardisierten, vorgefertigten<br />

Modulen. Es ist in unterschiedlichen<br />

Größen bis zu 10 m Einbautiefe<br />

erhältlich. Der Schacht besteht<br />

aus glasfaserverstärktem<br />

Kunststoff (GFK), einem stabilen<br />

Material, das besonders korrosionsbeständig<br />

ist und Abwasser<br />

mit einem pH-Wert von 1 bis 10<br />

stand hält. Die Pumpensumpfgeometrie<br />

in Verbindung mit speziell<br />

abgestimmtem Einbauzubehör<br />

gewährleistet einen hohen<br />

Selbstreinigungseffekt. Darüber<br />

hinaus erfüllt die Abwasserstation<br />

alle Anforderungen<br />

der Atex sowie an Statik und<br />

Auftriebssicherheit.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816xylem<br />

Effizienzoptimierter<br />

Schraubenkompressor<br />

Die neue Thermalölpumpe<br />

NKX – selbstentlüftend!<br />

Der 123-kW-Schraubenkompressor<br />

L140 von Compair ergänzt die<br />

L-Serie des Unternehmens. Der<br />

Kompressor verfügt im Vergleich<br />

zu anderen Verdichtern der gleichen<br />

Leistungsstufe über eine<br />

größere Verdichterstufe mit geringerer<br />

Drehzahl, die eine höhere<br />

Lieferleistung bewirkt. Er ist als<br />

luft- oder wassergekühlte Ausführung<br />

mit 7,5 und 10 bar am<br />

Ausgang erhältlich. Durch seine<br />

kompakten Abmessungen benötigt<br />

er wenig Platz. Die luftgekühlte<br />

Ausführung verwendet<br />

energiesparende und hocheffiziente<br />

Radiallüfter, um den Luftnachkühler<br />

und Ölkühler zu kühlen.<br />

Die ruhig laufenden Lüfter erlauben<br />

eine längere Kanallänge<br />

verglichen mit herkömmlichen<br />

Lüftern. Die Kompressorkühlung<br />

ist standardmäßig auf eine Umgebungstemperatur<br />

von bis zu<br />

45 °C ausgelegt. Zur Wärmerückgewinnung<br />

sind Systeme für<br />

Heizluft oder Öl/Wassertauscher<br />

einsetzbar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816compair<br />

• luftgekühlt, selbstentlüftend<br />

• nach DIN EN 733<br />

• für Drücke bis 16 bar<br />

• für Betriebstemperaturen bis 350 °C<br />

www.dickow.de<br />

DICKOW PUMPEN KG<br />

Siemensstraße 22<br />

84478 Waldkraiburg<br />

Telefon: +49 8638 602-0<br />

Telefax: +49 8638 602-200<br />

E-Mail: verkauf@dickow.de<br />

Qualität<br />

Made in<br />

Germany!<br />

MONAT <strong>cav</strong> 8-2016 35


IM FOKUS<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Drehzahlvariable Drehantriebe<br />

Lagerbockpumpe im modularen Baukastensystem<br />

Mit den Drehantrieben SAV/<br />

SARV.2 im Zusammenspiel mit<br />

der Steuerung ACV 01.2 erfährt<br />

die Auma-Baureihe SA/SAR eine<br />

Erweiterung um drehzahlregelbare<br />

Varianten. Bei Regelvorgängen<br />

wird der angestrebte Sollwert mit<br />

sich stetig reduzierender Geschwindigkeit<br />

angefahren. Dadurch<br />

erhöht sich die Positioniergenauigkeit.<br />

Profilfahrten mit bis<br />

zu acht Stützpunkten pro Fahrtrichtung<br />

erlauben positionsab-<br />

hängig die optimale Stellgeschwindigkeit<br />

einzustellen, um<br />

beispielsweise Kavitation zu verhindern<br />

oder Druckstöße bei<br />

Schließvorgängen zu reduzieren.<br />

Die Antriebe gibt es in sechs Baugrößen<br />

mit Drehmomenten bis<br />

1000 Nm. Für Antriebe mit Steuerbetrieb<br />

gibt es die Drehzahl -<br />

bereiche 6 bis 60 und 12 bis<br />

120 min -1 , innerhalb derer die<br />

Drehzahl dynamisch veränderbar<br />

ist. Bei Antrieben für Regelbetrieb<br />

ist bei den meisten Baugrößen<br />

zusätzlich der Bereich von 24 bis<br />

240 min -1 . Konstruktiv wird die<br />

Drehzahlvariabilität durch die Integration<br />

eines Frequenzumrichters<br />

in die intelligente Stellantriebssteuerung<br />

AC 01.2 erreicht,<br />

die dadurch zur ACV 01.2 wird.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816auma<br />

Die Herborner Pumpentechnik<br />

hat das modulare Baukastenkonzept<br />

der 100 % beschichteten<br />

Pumpen um eine Lagerbockpumpe,<br />

die Herborner.F-L, erweitert.<br />

Sie eignet sich zur Wasserförderung<br />

sowie zur Förderung korrosiver<br />

Medien. Grundlage hierfür ist<br />

eine Dickbeschichtung (Schichtstärken<br />

im Durchschnitt von ca.<br />

0,6 mm), die vor Korrosion und<br />

unerwünschtem Rosteintrag in<br />

das Medium schützt und höchste<br />

Pumpenwirkungsgrade ermöglicht.<br />

Die glatte Oberfläche der<br />

Hydraulik verhindert dabei Anhaftungen<br />

wesentlich besser als<br />

raue Gussoberflächen dies ermöglichen<br />

können.<br />

Inzwischen ist die Anzahl der<br />

Pumpenhydrauliken des Baukas-<br />

tens auf über 50 angewachsen.<br />

Sie zeichnen sich durch einen zumeist<br />

sehr hohen Pumpenwirkungsgrad<br />

mit MEI-Werten von<br />

>0,7 aus. Durch das Vermeiden<br />

von Anhaftungen wird dieser Wirkungsgrad<br />

auch langfristig gehalten.<br />

Die Pumpen gibt es standardmäßig<br />

mit IE2- bzw. IE3-Motoren<br />

sowie mit hocheffizienten<br />

Permanentmagnetmotoren.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816herborner<br />

Membranpumpen für Hochdruckanwendungen<br />

Pumpenmotoren mit hohen Schubkräften<br />

Die vertikalen Vollwellenmotoren der Reihe LP100 in der<br />

Effizienzklasse Nema Premium von Siemens wurden speziell<br />

für Pumpenapplikationen mit hohem Schub entwickelt.<br />

Sie können um 175 % höhere<br />

Schubkräfte aufnehmen als konventionelle<br />

Niederspannungsmotoren.<br />

Die Motoren haben ein vollständiges,<br />

korrosionsfestes Gusseisengehäuse<br />

und weisen geringe<br />

Schwingwerte auf. Damit sind sie<br />

prädestiniert für den Einsatz in<br />

rauer Umgebung, beispielsweise<br />

in den Branchen Öl und Gas, Chemie,<br />

Papier und Zellstoff, Wasser<br />

und Abwasser. Mit verschiedenen<br />

Baugrößen werden Leistungen<br />

von 2,2 bis 187 kW bei Nenndrehzahlen<br />

von 1200, 1800 und<br />

3600 min -1 bei 60 Hz erreicht. Mit<br />

verschiedenen Optionen von Thermistoren über Stillstandsheizungen<br />

bis hin zu Hybridkeramiklagern ist eine<br />

Vielzahl von Pumpenapplikationen realisierbar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816siemens<br />

Almatec hat zwei Druckluftmembranpumpenbaureihen<br />

für sichere<br />

Hochdruckanwendungen bis<br />

15 bar vorgestellt: AHD mit interner<br />

Druckübersetzung und AHS<br />

ohne interne Druckerhöhung.<br />

Das „D“ in AHD steht für Duplex,<br />

also die Verstärkung des Antriebsdrucks<br />

über die interne<br />

Druckerhöhung im Verhältnis von<br />

mehr als 2:1. Entsprechend steht<br />

das „S“ in AHS für Simplex, denn<br />

hier wird der Antriebsdruck 1:1<br />

an das Medium übertragen. Die<br />

Pumpen der Baureihe AHD sind<br />

in drei Baugrößen mit maximalen<br />

Fördermengen von 4, 10 und<br />

20 m³/h erhältlich. Sie erzielen bei<br />

einem Antriebsdruck von max.<br />

7 bar durch die innere Druckübersetzung<br />

einen Förderdruck von<br />

15 bar.<br />

Die zwei Baugrößen der Schwerlastpumpenbaureihe<br />

AHS verfügen<br />

über ein extrem robustes Gehäuse,<br />

das ebenfalls für erhöhte<br />

Förderdrücke geeignet ist. Der<br />

maximale Antriebsdruck und Förderdruck<br />

beträgt 15 bar. Grundsätzlich<br />

bietet sich die Baureihe<br />

AHS für alle Einsatzfälle unter<br />

Schwerlastbedingungen an.<br />

Durch die 1:1 Übersetzung muss<br />

hierfür der jeweils passende Versorgungsluftdruck<br />

bereitgestellt<br />

werden. Das korrosions- und abrasionsfeste<br />

Gehäuse in überschwerer<br />

Massivbauweise besteht<br />

aus PE UHMW. Speziell entwickelte<br />

Schwerlastmembranen<br />

gewährleisten eine hohe Lebensdauer.<br />

Wartungsfreies Luftsteuersystem<br />

Perswing P, Kugelventilsystem<br />

und variierbare Anschlussstutzen<br />

mit Flanschanschlüssen<br />

(DIN oder ANSI) stellen<br />

weitere Merkmale dar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816almatec<br />

36 <strong>cav</strong> 8-2016


Magnetdosierpumpe mit Bluetooth-Steuerung<br />

Mit einer App-Fernbedienung ist<br />

die Prominent-Magnetdosierpumpe<br />

Gamma/X noch benutzerfreundlicher.<br />

Über das Bluetooth-<br />

Modul kann die Dosierpumpe gesteuert<br />

werden. Die App ist hierfür<br />

mit nützlichen Funktionen<br />

ausgestattet worden. So ist es<br />

möglich, Parameter und Optionen<br />

zum Pumpenbetrieb anzuzeigen,<br />

zu wählen und zu konfigurieren.<br />

Ebenso lassen sich Gerätedaten<br />

oder, im Falle einer Störung,<br />

auch Diagnosedaten abrufen.<br />

Und wenn einmal eine Pumpe<br />

ausgetauscht werden muss,<br />

liest man die Parameter bequem<br />

von der alten Pumpe aus und<br />

spielt sie kabellos auf die neue<br />

auf. Wird eine Bluetooth-Verbindung<br />

zu einer Pumpe hergestellt,<br />

meldet sich die angewählte Pumpe<br />

optisch durch blaue LEDs. Zugriff<br />

auf die Pumpenparameter<br />

erhält man zur Sicherheit erst<br />

nach Eingabe der vierstelligen<br />

PIN. Die Android-App zur Fernbedienung<br />

der Gamma/X über das<br />

optionale Bluetooth-Modul ist<br />

unter dem Namen Prominent<br />

Gamma/X im Google Play Store<br />

zu finden, läuft auf Android-<br />

Smartphones und -Tablets ab Android-Version<br />

4.4 und ist kostenlos<br />

erhältlich.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816prominent<br />

Pumpe für abrasive Fördergüter<br />

Bei der Pumpenserie WRX von<br />

Düchting handelt es sich um die<br />

Optimierung der einstufigen<br />

KBPL-Kreiselpumpen von Habermann.<br />

Dieser Pumpentyp ist widerstandsfähig<br />

sowohl gegenüber<br />

Gleitverschleiß durch feinkörnige<br />

Feststoffe als auch bei<br />

Schlagbeanspruchungen durch<br />

Grobkorn oder Festkörper. Zu den<br />

konstruktiven Kennzeichen der<br />

Pumpen gehören großzügig dimensionierte<br />

Wandstärken sowie<br />

Schleißwände auf der Saug- und<br />

Antriebsseite. Auch das geschlossene,<br />

wahlweise zwei- oder<br />

dreischaufelige Laufrad ist für<br />

raue Beanspruchungen konzipiert.<br />

Die Wellenabdichtung erfolgt<br />

wahlweise über eine hydraulisch<br />

entlastete Stopfbuchse<br />

oder eine Gleitringdichtung. Zur<br />

Wellenlagerung kommen öl- oder<br />

fettgeschmierte Hochleistungslager<br />

zum Einsatz, die lange Standzeiten<br />

gewährleisten und außerdem<br />

Vibrationen und Geräuschentwicklung<br />

reduzieren. Der<br />

Pumpentyp wird für Volumenströme<br />

bis 5000 m 3 /h und Drücke<br />

bis 16 bar gefertigt.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816düchting<br />

SORTIMENT<br />

ERWEITERT!<br />

Jetzt mit Qdos 120<br />

DIE präzisen und<br />

vielseitigen Dosierpumpen<br />

• Weniger Chemikalienkosten<br />

durch hochpräzise Dosierung<br />

• Direkter Einbau in die Anlage<br />

ohne zusätzliches Zubehör<br />

• Die neue Qdos 120 erweitert das<br />

Sortiment: Fördermengen von 0,1<br />

bis 2.000 ml/min bei bis zu 7 bar<br />

Gekapselte Einzelkomponente,<br />

werkzeugfreie Wartung<br />

unter einer Minute<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 37


IM FOKUS<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Effizienter Schraubenverdichter<br />

Direkter Antrieb spart<br />

bis zu 30 % Energie<br />

Die Robuschi-Robox-energy-Schraubenverdichter für den Niederdruckbereich<br />

ermöglichen erhebliche Energieeinsparungen im Vergleich zu<br />

den in Klär<strong>anlagen</strong> weit verbreiteten Drehkolbengebläsen. Der Direktantrieb<br />

mit Permanentmagnetmotor reduziert den Energieverbrauch<br />

um bis zu 30 %. Weitere 30 % Einsparpotenzial können durch den<br />

Einsatz der Smart-Process-Control-Steuerung erschlossen werden.<br />

Den Entwicklungsingenieuren von Gardner<br />

Denver ist es gelungen, den Energieaufwand<br />

für die Belüftung der Belebungsbecken von<br />

Klär<strong>anlagen</strong> deutlich zu reduzieren. Auf der<br />

Umwelttechnikmesse Ifat in München wurden<br />

die neuen energiesparenden Schrauben-<br />

verdichter für die Luftversorgung der biologischen<br />

Reinigungsstufen vorgestellt. Die Robox-energy-Baureihe<br />

nutzt konsequent die<br />

Möglichkeiten der getriebelosen, direkten Antriebstechnik<br />

mit Permanentmagnetmotoren.<br />

Der Vorteil dieser Synchronmotoren ist ihre<br />

sehr gute Regelbarkeit innerhalb eines großen<br />

Drehzahlbereiches bei gleichbleibend hohem<br />

Wirkungsgrad.<br />

Reduzierter Stromverbrauch<br />

Der geringere Stromverbrauch dieser Elektromotoren<br />

– besser als IE4 – und die steuerungstechnische<br />

Einbindung in das Gesamtsystem<br />

Kläranlage führt zu energetischen Vorteilen,<br />

im Vergleich zu den in diesem Bereich bisher<br />

eingesetzten Gebläsen mit herkömmlichen<br />

Drehstromasynchronmotoren, die über Getriebe<br />

die Verdichterschrauben antreiben.<br />

Mit den neuen Verdichtern ist es möglich, den<br />

hohen Energieaufwand zur Erzeugung der<br />

Blasluft für die biologische Reinigungsstufe, in<br />

der Bakterien die organischen Bestandteile<br />

des Abwassers abbauen, um rund 30% im Vergleich<br />

zu den üblicherweise eingesetzten<br />

Drehkolbengebläsen zu reduzieren. Das lässt<br />

die Klär<strong>anlagen</strong>betreiber in Kommunen und<br />

Industrie durchatmen, denn sie gehören mit<br />

zu den größten Energieverbrauchern und<br />

mehr als 40% ihres Gesamtenergiebedarfs<br />

Mit den Robox-energy-Schraubenverdichtern<br />

kann der Energiebedarf für die Belüftung der<br />

Belebungsbecken von Klär<strong>anlagen</strong> erheblich<br />

reduziert werden<br />

entfallen auf die Belüftungsbecken. Hier gibt<br />

es also großes Potenzial für Kostensenkung<br />

und Effizienzsteigerung, das sich mit der<br />

Robox-energy-Technik erschließen lässt.<br />

Dass der Antrieb des ölfrei arbeitenden bewährten<br />

Robuschi-Schraubenverdichterblocks<br />

mit den patentierten Rotoren jetzt direkt, d. h.<br />

riemen- und getriebelos, durch die Permanentmagnetmotor-Technologie<br />

erfolgt, hat einen<br />

doppelt positiven Effekt: Das optimale<br />

Verhältnis zwischen Fördermenge und Druck,<br />

das die Rotoren erzeugen, erlaubt einen<br />

gleichbleibend hohen Wirkungsgrad von niedrigen<br />

bis hohen Drehzahlen. Den großen Drehzahlbereich<br />

deckt der Antrieb mit hoher Effizienz<br />

ab, und der schwankende Luftmengenbedarf<br />

in den Klärbecken – auch und gerade<br />

bei geringen Volumenströmen – kann so entsprechend<br />

präzise gesteuert werden. Die Regeleinheit<br />

des Antriebs, ein Frequenzumrichter,<br />

ist dezentral im integrierten und klimatisierten<br />

Elektroschaltschrank untergebracht.<br />

Weitere Energiesparpotenziale<br />

Die Steuerung Smart Process Control senkt<br />

den Energiebedarf in der Praxis nochmals um<br />

rund 20 bis 30 %, indem sie sicherstellt, dass<br />

stets nur so viel Druckluft bzw. Blasluft zur Verfügung<br />

gestellt wird, wie erforderlich. Erreicht<br />

wird dies durch die Analyse der im Aufbereitungsprozess<br />

gewonnenen Sauerstoffdaten,<br />

d. h. durch die intelligente Verbindung mit der<br />

Prozesssteuerung der Kläranlage.<br />

Ein weiterer Vorteil ist die kompakte Bauform.<br />

Im Vergleich zur Baureihe Robox Screw mit<br />

herkömmlichem Antrieb wurde der Platzbedarf<br />

um ca. 1/3 reduziert. Das ist ein wichtiger<br />

Faktor bei der Ausrüstung vorhandener Klärwerke<br />

und anderer Anlagen mit energiesparender<br />

Kompressoren- und Gebläsetechnik.<br />

Die Robox-energy-Schraubenverdichter werden<br />

über eine Bedieneinheit mit Touchscreen<br />

gesteuert. Die intuitive Menüführung ist bedienerfreundlich,<br />

die Parametrierung erfolgt<br />

komfortabel über Ethernet oder Internet. Damit<br />

sind auch die Voraussetzungen für Online-<br />

Ferndiagnose und kontinuierliche Anlagenüberwachung<br />

gegeben.<br />

Die Baureihe startet mit vier Baugrößen. Die<br />

Anlagen mit Motorleistungen von 34, 50, 84<br />

und 135 kW erreichen ein Fördervolumen von<br />

1030 bis 4250 m 3 /h in einem Druckbereich<br />

von 250 bis 1000 mbar (g).<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816gardnerdenver<br />

38 <strong>cav</strong> 8-2016


WWW.ZWICK-ARMATUREN.DE<br />

TRI-SHARK<br />

100 % REGELKLAPPE<br />

100 % DICHT


IM FOKUS<br />

Pumpen, Kompressoren,<br />

Antriebe<br />

Energiesparpotenziale in der Anlage heben<br />

Augenmerk auf die Pumpe<br />

Bis zu einem Viertel des gesamten Stromverbrauchs in der EU entfallen<br />

auf Pumpenantriebe. Dennoch spielen Energiesparen und Energieeffizienz<br />

bei Pumpen in vielen Bereichen der Industrie immer noch eine<br />

eher untergeordnete Rolle. So kann man mit Sicherheit sagen, dass immer<br />

noch viele Pumpensysteme Energie verschwenden. Dabei reichen<br />

einfache Optimierungen aus, um bis zu einem Drittel Strom zu sparen<br />

und die Standzeiten zu erhöhen. Angenehmer Nebeneffekt: Diese Maßnahmen<br />

helfen auch noch dabei, höhere Renditen zu erwirtschaften.<br />

die Komponenten müssen an den jeweils unterschiedlichen<br />

Bedarf durch automatische<br />

Regelungen angepasst werden. Beinahe<br />

selbstverständlich, dass bei der Optimierung<br />

das Gesamtsystem mit all seinen Komponenten<br />

wie Motor, Antrieb, Leitungen, Regel- und<br />

Drosselventile und Pumpen ins Visier genommen<br />

werden muss. Noch immer sind viele<br />

Pumpen zu großzügig ausgelegt, weil Konstrukteure<br />

mit überdimensionierten Sicherheitszuschlägen<br />

arbeiten. Im schlimmsten<br />

Fall arbeiten diese Module dann außerhalb<br />

der Kennlinie. Eine Leistungsanpassung erfolgt<br />

hier mithilfe von Drosselventilen oder<br />

Bypassleitungen, was weitere hohe Energieverluste<br />

mit sich bringt.<br />

Eine Tücke bei der Planung der Anlagen ist<br />

häufig, dass Anschaffungskosten und Life-<br />

Cycle-Kosten in unterschiedliche Geschäfts -<br />

bereiche und Zuständigkeiten fallen. Da kann<br />

Der Stadtkämmerer von Kiel kann sich freuen.<br />

Vor sieben Jahren wurden im Klärwerk in<br />

Kiel-Bülk neue Pumpen installiert. Seither<br />

spart die Stadt dort jährlich Stromkosten von<br />

20 000 Euro. Eine Investition, die sich binnen<br />

weniger Monate amortisiert hat. Manche Anlagenbetreiber<br />

berichten von Ersparnissen in<br />

Höhe von 200 000 Euro und mehr. Derlei Erfolgsgeschichten<br />

kann die Edur-Pumpenfabrik<br />

in Kiel reihenweise berichten. Dort hat man<br />

schon vor über 20 Jahren das Augenmerk auf<br />

die effiziente Auslegung von Pumpen gelegt.<br />

Das Erfolgsrezept aus Norddeutschland: Keine<br />

Massenware, sondern individuell ausgelegte<br />

Pumpenlösungen, die exakt für den Bedarf des<br />

Kunden mit seiner Anlage konstruiert und gefertigt<br />

werden.<br />

Geregelte Pumpenleistung<br />

In vielen Betrieben sind diese Einsparpotenziale<br />

aber immer noch nicht bekannt, weil<br />

niemand das Augenmerk auf die Komponente<br />

Pumpe legt. Dabei reichen oft schon vergleichsweise<br />

unspektakuläre Maßnahmen<br />

aus, um zum Ziel zu kommen. Allein die op -<br />

timale Regelung der Pumpenleistung bringt<br />

20 % Stromersparnis. Wenn jetzt noch eine<br />

angepasste, also kleinere Auslegung der Anlagen<br />

dazukommt, sind weitere 10 % weniger<br />

Autor<br />

Rainer Pregla<br />

Leiter Marketing und Kommunikation,<br />

Edur Pumpenfabrik<br />

Das Klärwerk in Kiel-Bülk. Hier laufen Edur-Pumpen und bringen der Stadt Kiel jährlich Kostenvorteile<br />

gegenüber dem alten System.<br />

Strom verbrauch drin. 2009 wurden die unterschiedlichen,<br />

weltweit bestehenden Effizienzklassenstandards<br />

für Elektromotoren<br />

durch die Einführung der IEC 60034–30 harmonisiert.<br />

Seit Anfang 2015 ist im Leistungsbereich<br />

von 7,5 bis 275 kW der ungeregelten<br />

Motoren die Effizienzklasse IE3 vorgeschrieben.<br />

Die Prinzipien für energieeffiziente Pumpen<br />

sind simpel: Automatisierte Anlagen bedingen<br />

variable Drücke und Fördermengen und<br />

es passieren, dass sich das vermeintlich günstigste<br />

Angebot im Laufe des Betriebs als<br />

echter Stromfresser entpuppt und zur Kostenexplosion<br />

führt. Die Investition in die<br />

Komponenten macht über die Lebensdauer<br />

einer Pumpe gerade mal 10 % aus, 15 % sind<br />

für die Inbetriebnahme zu veranschlagen,<br />

weitere 30 % verschlingen Wartung und Service.<br />

Die Energiekosten machen mit 45 % also<br />

fast die Hälfte der Gesamtkosten aus. Hier<br />

lohnt also ein Blick auf die Einsparpotenziale.<br />

40 <strong>cav</strong> 8-2016


Quasiintelligente Pumpen<br />

Industrie 4.0 bietet nun mit der quasi-intelligenten<br />

Pumpe ganz neue Möglichkeiten, über<br />

Sensorik und Aktorik das Modul effizient und<br />

bedarfsgerecht zu steuern. Edur arbeitet an<br />

Pumpenentwicklungen, bei denen Sensorik<br />

zum Einsatz kommt, die über komplexe Algorithmen<br />

beispielsweise anhand der Analyse<br />

von Schwingungen ermitteln kann, ob Verschleißteile<br />

wie Gleitringdichtungen ausgetauscht<br />

werden müssen oder andere Reparaturen<br />

notwendig werden. Dazu müssen die<br />

Aggregate vernetzt werden, damit sie Betriebszustände<br />

und weitere Daten an den<br />

Kunden oder an den Hersteller vermelden können.<br />

Die Elektronik, für die vor Jahren noch<br />

Großrechner nötig gewesen wären, passt heute<br />

längst auf winzige Chips und kann im einfachsten<br />

Fall einen Alarm weitergeben, wird<br />

aber im Zuge der Weiterentwicklung in Zukunft<br />

komplexe Bestellvorgänge für Wartung,<br />

Teilefertigung oder die komplette Produktion<br />

automatisiert abwickeln.<br />

Momentan ist der Gebrauch von Frequenzumformern,<br />

mit denen die Drehzahl bedarfsgerecht<br />

geregelt wird, eine wirkungsvolle Maßnahme.<br />

Edur geht bei der Planung energieeffizienter<br />

Anlagen aber noch einen Schritt weiter:<br />

„Indem man die Prozesse verändert, lässt<br />

sich noch viel mehr Energie sparen“, erklärt<br />

Geschäftsführer Dr. Jürgen Holdhof. Die Norddeutschen<br />

haben eine Mehrphasenpumpe für<br />

die Wasser- und Abwasseraufbereitung entwickelt,<br />

die in der Anlage bis zu 70 % weniger<br />

Energie verbraucht als konventionelle Geräte.<br />

Der Clou: Mit dieser Modellreihe werden die<br />

bei der Flotation bisher verwendeten Komponenten<br />

wie Kompressoren und Druckkessel<br />

überflüssig gemacht. Dadurch spart der Anwender<br />

auch noch bei den Anschaffungs-,<br />

Wartungs- und Betriebskosten.<br />

Es bedarf noch reichlich Überzeugungsarbeit,<br />

damit Energieeffizienz von Pumpen überall<br />

ein Thema wird. Der Edur-Vertrieb nutzt da<br />

gerne einen kleinen Trick: „Wir schlagen dem<br />

Kunden vor, dass er die Pumpe geschenkt bekommt,<br />

wenn er uns im Gegenzug die jährlich<br />

eingesparten Stromkosten überweist“, erklärt-<br />

Holdhof. „Nach einer kurzen rechnerischen<br />

Überprüfung wird die Kieler Pumpe dann gekauft<br />

...“<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816edur<br />

Lumiglas<br />

Kamera-Systeme<br />

Licht und Sicht<br />

Klettern ist<br />

nicht nötig.<br />

DATEN & FAKTEN<br />

Energieeffiziente Förderung von Flüssigkeits-Gas-Gemischen<br />

Explosionsgefährdete<br />

oder ferngesteuerte<br />

Prozesse überwachen.<br />

Die Mehrphasenpumpen der Baureihen<br />

LBU/PBU im Bloc- oder Grundplattendesign<br />

sind horizontale Kreiselpumpen zur Förderung<br />

von Flüssigkeits-Gas-Gemischen und<br />

zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen.<br />

Sie erzeugen sehr feinblasige Dispersionen.<br />

Damit eignen sich die Mehrphasenpumpen<br />

auch als dynamische Mischer. Die<br />

Hauptanwendungsgebiete dieser Pumpen<br />

sind Biokraftstoff<strong>anlagen</strong>, Druckentspannungsflotation,<br />

Neutralisation, Trinkwasseraufbereitung,<br />

Bioreaktoren, Rohölwasserseparation<br />

auf Bohrinseln und Ölfeldern sowie<br />

die allgemeine Verfahrenstechnik.<br />

Die energieeffizienten Pumpen erreichen eine<br />

optimale Anreicherung und Vermischung<br />

von Flüssigkeiten mit Gasen und einen hohen<br />

Dispersionsgrad. Die Gasmitförderfähigkeit<br />

beträgt bis zu 30 %. Sie sind mit<br />

achsschubfreien, offenen Laufrädern ausgestattet,<br />

wobei die Kompensation der Radialkräfte<br />

durch Leiteinrichtungen im Ring -<br />

gehäuse erfolgt. Mit dem Baukastensystem<br />

lassen sich kundenindividuelle Lösungen erstellen.<br />

Die Mehrphasenpumpen können<br />

einem Betriebsdruck bis 40 bar und Temperaturen<br />

von -40 bis +140 °C standhalten.<br />

Die Viskosität der Fördermdien kann bis<br />

115 mPas reichen.<br />

Horizontale Mehrphasenkreiselpumpe PBU zur<br />

Förderung von Flüssigkeits-Gas-Gemischen und<br />

zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen<br />

www.lumiglas.de<br />

info @lumiglas.de<br />

F.H.Papenmeier GmbH & Co.KG<br />

Telefon 023 04-205-0<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 41


MECHANISCHE VERFAHREN<br />

Verschiedene Mischvorgänge im Überblick<br />

Für jede Applikation den<br />

richtigen Mischer finden<br />

In der Prozesstechnik müssen verschiedenste Mischaufgaben erledigt<br />

werden. Dabei haben Betriebsingenieure zumeist die klassischen<br />

mechanischen Rührwerke vor Augen. Doch es gibt eine ganze Palette<br />

weiterer Misch<strong>verfahren</strong> wie den dynamischen Inline mischer oder die<br />

pneumatische Impulsmischung. Welches Misch <strong>verfahren</strong> sich für<br />

welche Applikation eignet, beschreibt der Beitrag.<br />

Dynamischer Inline-Mischer, wie er in eine Rohrleitung<br />

geflanscht wird: A: Drehzahlregelbarer<br />

Antriebsmotor ; B: Mediendurchfluss zwischen<br />

den Flanschen ; C: Injektionsmischwelle – deutlich<br />

erkennbar sind die Bohrungen zwischen den<br />

Flügeln ; D: Anschluss, in den die Polymerlösung<br />

dosiert wird .<br />

Bei den mechanischen Rührwerken sind<br />

Standard- und Prozessrührwerke voneinander<br />

zu unterscheiden. Standardrührwerke werden<br />

vor allem für Anwendungen in der Wassertechnik<br />

verwendet. Prozessrührwerke finden<br />

vornehmlich Verwendung, um in Raffinerien<br />

Medien wie Rohöl, Kerosin oder Benzin hinsichtlich<br />

Konsistenz und Temperatur bei der<br />

Autor<br />

Thomas Uhl<br />

Mischtechnik,<br />

MPT Meß- und Prozeßtechnik<br />

Standard- und Prozessrührwerke<br />

gibt es in verschiedensten<br />

Ausführungen.<br />

Im Bild: Prozessrührwerke<br />

der Marke Robin<br />

von Milton Roy Mixing.<br />

Lagerung homogen zu halten. Für Gaswäscher<br />

mit Amin werden Prozessrührwerke für das<br />

Vermischen von CaCO 3<br />

mit Wasser eingesetzt.<br />

Im Umweltbereich werden sowohl Standardals<br />

auch Prozessrührwerke zum Waschen von<br />

ölverschmiertem Sand mit Tensiden oder Bakterien<br />

eingesetzt.<br />

Es stehen alle Typen von Antriebsmotoren mit<br />

konstanter oder variabler Drehzahl zur Verfügung.<br />

Als Untersetzungsgetriebe dienen oft<br />

reichlich dimensionierte Standardgetriebe. Einfach-<br />

und doppeltwirkende, wechselbare Gleitringdichtungen<br />

werden als Wellenabdichtungen<br />

verwendet. Alle mechanisch bearbeitbaren<br />

Materialen und nahezu jede Oberflächenbeschichtungsmethode<br />

kommen für die Fertigung<br />

der Prozessrührwerke zum Einsatz.<br />

Dynamische Inlinemischer<br />

Im Gegensatz zu einem statischen Mischer,<br />

der nichts anderes ist als ein Rohr mit unbeweglichen<br />

Flügelelementen, hat ein dynamischer<br />

Inlinemischer von MPT eine drehzahlvariable<br />

Antriebskombination, die die erforderliche<br />

Mischkraft einbringt. Dynamische Inlinemischer<br />

werden hauptsächlich eingesetzt in<br />

der intensiven und einstellbaren Vermischung<br />

von polymeren Flockungsmitteln mit dem zu<br />

entwässernden Schlamm an Entwässerungsmaschinen<br />

wie Filter- und Siebbandpressen.<br />

Die Funktionsweise dieses Mischertyps ist<br />

recht einfach: Nach der Dosierung in den Anschluss<br />

(D) strömt die Polymerlösung an den<br />

Bohrungen zwischen den Flügeln der Injektionsmischwelle<br />

(C) heraus. Die Rotation der<br />

Mischwelle sorgt für eine optimale Verteilung<br />

des injizierten Flockungshilfsmittels ins Medium<br />

(B). Durch die Drehung wird eine Schichtbildung<br />

verhindert. Dadurch wird die Polymerlösung<br />

an jedes Mediumpartikel gebracht, wobei<br />

gleichzeitig Wassereinschlüsse aufgebrochen<br />

werden.<br />

Ein statischer Mischer, wie er traditionellerweise<br />

eingesetzt wird, verteilt das Polymer<br />

nicht optimal im Medium, sodass mehr Polymerlösung<br />

als Ausgleich eingesetzt werden<br />

muss. Oft wird dafür vorher die Lösung stärker<br />

42 <strong>cav</strong> 8-2016


verdünnt, damit sie besser mischbar ist. Das<br />

bedeutet allerdings, dass in größerer Menge<br />

Wasser hinzugefügt wird. Ein Paradoxon, da ja<br />

durch die Polymerlösung dem Medium eigentlich<br />

Wasser entnommen werden soll.<br />

Im Vergleich dazu bringt ein dynamischer Inlinemischer<br />

das Polymer in sehr kurzer Zeit ins<br />

Medium ein, was die benötigte Menge Polymerlösung<br />

beträchtlich reduziert – 10 bis 40 %<br />

weniger sind möglich. Und der Wirkungsgrad<br />

ist umso höher, je schlechter die Qualität des<br />

zu entwässernden Mediums ist. Es können also<br />

höhere Konzentrationen in kleinerer Menge<br />

eingemischt werden. Die Flocken, die so entstehen,<br />

sind außerordentlich gut zu entwässern.<br />

Hinzu kommt, dass höher konzentrierte<br />

Polymerlösungen haltbarer sind als weniger<br />

hoch konzentrierte.<br />

Pneumatische Impulsmischung<br />

Für Behälter jedweder Größenordnung kommt<br />

eine pneumatische Impulsmischung besonders<br />

in Betracht. Denn wenn Flüssigkeiten regelmäßig<br />

oder dauerhaft durchmischt werden<br />

müssen, ist die Zuverlässigkeit einer Mischvorrichtung<br />

von entscheidender Bedeutung. Dieser<br />

Anforderung kommt das Impulsmisch<strong>verfahren</strong><br />

von Pulsair besonders nach, da es im<br />

Gegensatz zu mechanischen Rührwerken keine<br />

drehenden Teile im Behälter aufweist. Wir<br />

berichteten darüber in <strong>cav</strong> 10/14.<br />

Im Tank befinden sich Druckluftleitungen und<br />

an deren Ende sogenannte Akkumulatorplatten,<br />

die am Behälterboden angebracht sind.<br />

Dadurch, dass die im Tank verbauten Teile<br />

nicht beweglich, sondern statisch sind, bieten<br />

sie absolute Wartungsfreiheit und können per<br />

se in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt<br />

werden. Nur außerhalb des Behälters befinden<br />

sich bewegliche Teile. Dazu gehören die<br />

Innenteile der Logikrelais im Steuergerät für<br />

die Luftimpulse und die Stößel der Ventile, die<br />

die Impulse in den Tank impfen. Sowohl Relais<br />

als auch Ventile sind auf 25 Millionen Zyklen<br />

ausgelegt. Dies entspricht einem Dauerbetrieb<br />

rund um die Uhr, und das nahezu zehn<br />

Jahre lang. Die Betriebskosten sind derart gering,<br />

dass sich eine Buchführung dafür oftmals<br />

gar nicht lohnt.<br />

Der Kernpunkt der Anlage sind die Akkumulatorplatten,<br />

unter deren jeweiliger Mitte die<br />

Druckluftpulse stattfinden, wobei etwaige Ablagerungen<br />

aufgewirbelt werden (Bild 3 A).<br />

Unmittelbar danach strömt die Luft um die<br />

Kante der Platte herum und formt sich darüber<br />

zu einer großen Blase (Bild 3 B). Beim Aufsteigen<br />

(Bild 3 C) treibt die Blase das darüber<br />

und darunter befindliche Medium nach oben<br />

(Bild 3 D). Danach wird das Medium an der<br />

Oberfläche nach außen und anschließend entlang<br />

der Behälterwand nach unten bewegt<br />

(Bild 3 E). Es gibt keinen Mindestfüllstand,<br />

weshalb der Mischprozess direkt mit Behälterbefüllung<br />

beginnen kann.<br />

Vor der Markteinführung von Pulsair war das<br />

Vermischen durch Einblasen von Luft nichts<br />

Neues. Doch die bis dahin gängige Vorgehensweise,<br />

das Einbringen vieler kleiner Blasen, ist<br />

sehr energieaufwendig und hat die Tendenz,<br />

Sauerstoff in der Flüssigkeit zu lösen. Pulsair<br />

erhöht den Sauerstoffeintrag in der Flüssigkeit<br />

nicht, denn eine einzige große Blase weist eine<br />

viel kleinere Oberfläche auf als viele kleine Blasen.<br />

Pulsair kann aber auch mit anderen Gasen<br />

wie Stickstoff betrieben werden. Mit warmem<br />

Gas oder Dampf für die Impulse kann der Behälterinhalt<br />

sogar zeit- und kostensparend beheizt<br />

werden.<br />

Die Mischparameter Häufigkeit und Dauer der<br />

Pulse sowie Druck und Menge des Gases können<br />

variiert werden – auch für einzelne Chargen.<br />

Mischergebnisse können angepasst oder<br />

wiederholt werden. Die Touchscreenregler<br />

können nicht nur einen Tank, sondern ganze<br />

Behälterfarmen parametrieren, wobei jeder<br />

Tank einzeln angesteuert werden kann. Durch<br />

die Modulbauweise können die Controller mit<br />

nur einem Behälter beginnen, dem nach und<br />

nach weitere Tanks hinzugefügt werden. Eine<br />

Integration in das Anlagenmanagementsystem<br />

der Warte ist auch möglich. Funktionsrückmeldungen<br />

der Injektionsventile ermöglichen<br />

Betriebssicherheit und Kontrolle. Wenn<br />

sich außerhalb des Tanks eine Ex-Zone befindet,<br />

kann auch das Steuergerät rein pneumatisch<br />

ausgelegt sein.<br />

Das System ist an jede Behältergröße und<br />

-form anpassbar: Großbehälter sind genauso<br />

mischbar wie 150-l-Fässer, wobei die kleineren<br />

Mischsysteme tragbar sind, während die<br />

Groß<strong>anlagen</strong> fest installiert werden.<br />

Fazit<br />

Bei mechanischen Rührwerken weiß man<br />

zwar, was man hat, sie sind jedoch nicht immer<br />

die beste Option. Für eine möglichst effiziente<br />

Vermischung polymerer Flockungsmittel<br />

mit zu entwässerndem Schlamm amortisiert<br />

sich ein dynamischer Inline-Mischer<br />

recht schnell. Wenn Wartungsfreiheit, niedrige<br />

laufende Kosten, Skalierbarkeit und schnelle<br />

Durchmischung im Mittelpunkt stehen, ist<br />

der Betrieb eines Impulsmischsystems zu<br />

überlegen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816mpt<br />

So funktioniert ein pneumatischer Impuls -<br />

mischer: A: Der Luftimpuls unter der Akkumulatorplatte<br />

wirbelt Ablagerungen auf; B: Die Luft<br />

bildet über der Akkumulatorplatte eine große<br />

Blase; C: Die Blase steigt nach oben; D: Die Blase<br />

treibt das darüber und darunter befindliche Medium<br />

mit hoch; E: Oben angekommen, treibt die<br />

Blase das Medium zur Behälterwand, wo es sich<br />

wieder nach unten bewegt.<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 43


MECHANISCHE VERFAHREN<br />

Steuerung für Zentrifugen, Trockner und Mischer<br />

Intuitive Bedienung und<br />

Fernwartung inklusive<br />

Heinkel hat die Anlagen- und Maschinensteuerung optimiert. Die zugehörigen<br />

HMI-Panels arbeiten mit der Steuerungstechnik S7-TIA von Siemens und erleichtern<br />

damit das Bedienen von Zentrifugen, (Filter-)Trocknern und Mischern der<br />

Unternehmensmarken Heinkel, Bolz-Summix und Comber sowie von Fremd -<br />

fabrikaten. Mit fortschrittlichen Funktionalitäten und einer Fernwartungseinheit<br />

steigert die Steuerung zudem die Produktivität, Sicherheit und Lebensdauer der<br />

Maschinen und Anlagen.<br />

Das aktualisierte<br />

Steuerungssystem für<br />

Zentrifugen, Trockner<br />

und Mischer bietet<br />

mehr Komfort und<br />

Flexibilität, weltweite<br />

Fernwartung und eine<br />

nutzerfreundliche<br />

Bedienoberfläche<br />

Das von Heinkel aktualisierte Steuerungssystem<br />

für Zentrifugen, (Filter-)Trockner und<br />

Mischer nutzt HMI-Bedienpanels mit der<br />

Steuerungstechnik S7-TIA von Siemens als<br />

Basis. Eine moderne Bedienoberfläche und<br />

einfache Systemerweiterung sorgen für mehr<br />

Komfort und Flexibilität. Geringe Umrüstzeiten<br />

erhöhen die Produktivität. Das Steuerungssystem<br />

erfüllt darüber hinaus die neusten<br />

Vorschriften von FDA und GMP. Mit integrierter<br />

Sicherheitstechnik gewährleistet es<br />

die Einhaltung der Normen IEC 61508 und<br />

EN ISO 13849. Durch die Möglichkeit der weltweiten<br />

Fernwartung mit schneller Fehlerdiagnose<br />

und Ersatzteillieferung reduzieren sich<br />

Störungen, Stillstandzeiten und Kosten. Zudem<br />

kann die Steuerung über eine Ethernetoder<br />

Profibus-Verbindung an ein vorhandenes<br />

übergeordnetes Prozessleitsystem gekoppelt<br />

werden. So lassen sich die Prozesse optimal<br />

steuern sowie Prozess- und Produktdaten<br />

speichern. Insgesamt steigt dadurch die Produktqualität.<br />

Das HMI-Panel sowie die Steuerungstechnik<br />

S7-TIA sind auch für Fremdfabrikate<br />

einsetzbar und können individuell angepasst<br />

werden.<br />

Die HMI-Panels mit intuitiv bedienbarem Touch -<br />

display arbeiten mit der Steuerungstechnik S7-TIA<br />

von Siemens<br />

Durchdachte Funktionsweise<br />

Mit der Steuerung werden die für den Betrieb<br />

der Zentrifuge, des (Filter-)Trockners oder Mischers<br />

erforderlichen Funktionen und alle sicherheitsrelevanten<br />

Überwachungen realisiert.<br />

Über das HMI-Panel erfolgt der Zugriff<br />

auf Anlagendaten und die Visualisierung der<br />

44 <strong>cav</strong> 8-2016


unterschiedlichen Anlagenteile sowie Bedienungs-<br />

und Wartungsschnittstellen. Die integrierte<br />

Rezepturverwaltung ermöglicht eine<br />

flexible und individuell anpassbare Eingabe<br />

und Zusammenstellung der Rezepturabfolge.<br />

Die Steuerung verfügt über vier Betriebsarten.<br />

Der Handbetrieb erlaubt das manuelle Einund<br />

Ausschalten der Funktionen der Anlage.<br />

Dies bietet dem Betreiber maximale Flexibilität<br />

zur Anpassung der Maschine an wechselnde<br />

Produkteigenschaften, beispielsweise in<br />

der Versuchsphase oder im Multi-Purpose-Betrieb.<br />

Im Semi-Automatikbetrieb können die<br />

Schritte aus der Rezeptur einzeln angewählt<br />

und gestartet werden. So wird die optimale<br />

Fahrweise des Automatikbetriebs entsprechend<br />

der jeweiligen Produkteigenschaften<br />

mit den Parametern aus der Rezepturverwaltung<br />

ermittelt. Nach Ablauf jedes einzelnen<br />

Arbeitsschritts verbleibt die Steuerung in<br />

Warteposition für die nächste Bedieneingabe.<br />

Der Automatikbetrieb arbeitet die in der<br />

Steuerung oder auf einem Leitsystem gespeicherte<br />

Rezeptur völlig autark ab und wiederholt<br />

sie zyklisch. Ein Eingriff durch den Nutzer<br />

ist nicht notwendig, sodass ein maximaler<br />

Produktertrag erzielt werden kann. Im Wartungsbetrieb<br />

können Instandhaltungs- und<br />

Reinigungsarbeiten erfolgen. Aus Sicherheitsgründen<br />

wird er über ein lokales Bedienteil gesteuert.<br />

Die Maschinenfunktionen lassen sich<br />

problemlos an Kundenwünsche anpassen und<br />

individuell erweitern.<br />

Sichere Fernwartung<br />

Das Steuerungssystem von Heinkel verfügt<br />

über eine Fernwartungseinheit, über die<br />

Service-Techniker vom Unternehmenssitz in<br />

Besigheim bei Stuttgart aus jederzeit weltweit<br />

Prozessoptimierungen und Fehleranalysen<br />

vornehmen können. Das sichert den Betrieb<br />

der Anlage, vermeidet Stillstände und spart<br />

somit Zeit und Kosten: Die Behebung von<br />

Fehlern erfolgt aus der Ferne per Knopfdruck.<br />

Die Verbindung erfolgt über das Internet mittels<br />

einer gesicherten und verschlüsselten<br />

VPN-Verbindung, die für den Kunden kontrollierbar<br />

ist.<br />

Das Simatic-TIA-Portal ermöglicht die effiziente<br />

Nutzung der modernen Steuerungstechnik.<br />

Auf Marktveränderungen und damit verbundene<br />

immer kürzer werdende Produktlebenszyklen<br />

kann mit diesem Steuerungssystem<br />

schnell reagiert werden. Damit Betreiber die<br />

neusten Funktionen der Prozessleittechnik<br />

nutzen können, bietet Heinkel zusätzlichen<br />

Service für das Upgrade von älteren Steuerungssystemen<br />

zu Simatic S7-TIA an und unterstützt<br />

Kunden bei der Planung und Abwicklung<br />

der Systemmigration. Mit dem Upgrade<br />

sichern Betreiber den Fortbestand ihrer bisherigen<br />

Steuerungsinvestition. Die moderne<br />

Technik senkt das Risiko von Anlagenstillständen<br />

und deckt Optimierungspotenziale auf.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816heinkel<br />

Autor<br />

Tobias Hänle<br />

Manager After Sales Automation,<br />

Heinkel Process Technology<br />

Vier gute Gründe, warum Sie Ventilen mit geringer<br />

Leistungsaufnahme von ASCO vertrauen können.<br />

Der Einsatz von Magnetventilen mit<br />

geringer Leistungsaufnahme bringt viele<br />

finanzielle Vorteile. So können Sie<br />

mehr Ventile an Ihre Steuerung<br />

anschließen, die Anzahl der<br />

Stromversorgungen reduzieren, die Anforderungen<br />

für die Kühlung in Schaltschränken herabsetzen oder<br />

Kosten für die Verkabelung senken.<br />

Was auch immer Ihre Überlegungen sind, ASCO bietet<br />

Ihnen die Lösung. Die Leistungsaufnahme der<br />

Low-Power-Ventile von ASCO beginnt bei lediglich<br />

0,003 Watt. Das macht ASCO zum bevorzugten<br />

Ventillieferanten für Prozess<strong>anlagen</strong> rund um den Globus.<br />

Um weitere Informationen zu erhalten, rufen Sie uns an<br />

unter +49 (0)72 379 996-0 oder senden Sie eine E-Mail an<br />

asconumatics-de@emerson.com. Besuchen Sie uns auch<br />

auf unserer Webseite www.asconumatics.de<br />

John Brent,<br />

Engineering Manager<br />

Das Emerson-Logo ist eine Waren- und Dienstleistungsmarke von Emerson Electric Co. Das ASCO-Logo ist eine eingetragene Warenmarke von ASCO Valve Inc. © 2016 ASCO. Alle Rechte vorbehalten.<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 45


PRODUKTREPORT<br />

Coriolis-<br />

Durchflussmessgeräte<br />

Die Durchflussmessung schafft die<br />

Voraussetzungen für die Optimierung<br />

von Produktionsabläufen in unterschiedlichen<br />

Bereichen in der chemischen<br />

Industrie. Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />

zeichnen sich hierbei in vielen<br />

Anwendungen durch hohe Genauigkeit<br />

und Zuverlässigkeit aus, was angesichts<br />

steigender Rohstoffpreise von<br />

großer Bedeutung ist. Sie liefern präzise<br />

Werte zu Massen- und Volumendurchfluss,<br />

Temperatur, Dichte und Konzentration.<br />

Nachteile sind der relativ hohe<br />

Anschaffungspreis und Einsatzgrenzen<br />

bei mehrphasigen Medien oder hohem<br />

Durchflussmessung mit<br />

Köpfchen<br />

Die Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />

der FCB400-Serie verfügen<br />

über eine neue Standard-Elektronikplattform.<br />

Sie bietet dem Anwender<br />

u. a. die freie Wahl von bis<br />

zu fünf unabhängigen, frei konfigurierbaren<br />

Kommunikationsausgängen.<br />

Die komplett digitale<br />

interne Kommunikation gewährleistet<br />

höchste Genauigkeit bei<br />

Kompakt- sowie Remote-Geräten.<br />

Mithilfe des sogenannten Sensorapplikationmemory<br />

speichert der<br />

FCB400 nicht nur alle Kalibrierdaten,<br />

sondern auch alle Messstellenparameter<br />

und Zählerstände,<br />

Kompakt, leicht und<br />

genau<br />

Mit Sitrans FC410 präsentiert Siemens<br />

ein äußerst kompaktes und<br />

leichtes Coriolis-Durchflussmessgerät<br />

mit einer hohen Messgenauigkeit<br />

von 0,1 %. Das Gerät ist<br />

mit Abmessungen von 265 (L) x<br />

280 (H) x 90 (B) mm und einem<br />

Gewicht von 4,6 kg in der kleinsten<br />

Ausführung (DN 15) vor allem<br />

für den Anlagen- und Maschinenbau<br />

oder für Rahmengestell montierte<br />

Anlagen geeignet. Mit der<br />

Kombination aus kompakter Bauform,<br />

hoher Genauigkeit, Schutzart<br />

IP67 und Funktionsvielfalt ist<br />

Sitrans FC410 auf den Einsatz in<br />

Gasanteil. Die Angebotspalette bei<br />

Coriolis-Durchflussmessgeräten ist aufgrund<br />

der vielfältigen Anforderungen<br />

enorm. In unserem Produktreport<br />

haben wir für Sie eine Auswahl unterschiedlicher<br />

Systeme zusammengestellt.<br />

Sie finden den Produktreport<br />

auch online unter www.prozesstechnikonline.de/produktreport/<br />

coriolisdurchflussmessgeraete.<br />

Das einheitliche und intuitive<br />

Bedienkonzept der Coriolis-Familie<br />

FCB400 ermöglicht eine einfache<br />

Handhabung und Inbetriebnahme<br />

die unverlierbar mit dem Sensor<br />

verbunden sind. Dazu gehört<br />

auch eine automatische Selbstkonfiguration,<br />

die nach Beginn<br />

der Stromzufuhr alle relevanten<br />

Konfigurationsdaten zwischen<br />

dem Sensor und dem Transmitter<br />

abgleicht. Das Sensorapplikationmemory<br />

dupliziert die Konfigurationsdaten<br />

in einem Permanentspeicher<br />

und ermöglicht einen<br />

sicheren Datenabgleich im<br />

Wartungsfall.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816abb<br />

Sitrans FC410 ist ein sehr kompaktes<br />

und leichtes Coriolis-Durchflussmessgerät<br />

mit einer Messgenauigkeit<br />

von 0,1 %<br />

möglichst kompakten und zugleich<br />

leistungsfähigen Anlagen<br />

ausgerichtet. Mit dem Mini Flow<br />

Link(MFL)-Konzept ist es Siemens<br />

gelungen, die Funktionalitäten<br />

des Messumformers im Gehäuse<br />

des Messaufnehmers unterzubringen.<br />

Der digitalbasierte Mini<br />

Flow Link (MFL) erlaubt eine deutlich<br />

kompaktere Bauform ohne<br />

zusätzlichen Aufbau.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816siemens<br />

46 <strong>cav</strong> 8-2016


Für wechselnde<br />

Prozessbedingungen<br />

Lifecycle-Management<br />

integriert<br />

Der neue<br />

Maßstab<br />

FLUXUS ® F/G721<br />

Hohe Genauigkeit und Langzeitstabilität<br />

sowie die Immunität<br />

gegenüber Prozesseinflüssen<br />

zeichnen das Coriolis-Massedurchflussmessgerät<br />

Promass<br />

aus. Selbst schlagartige Prozessdruck-<br />

oder Temperaturänderungen<br />

sowie Rohrverspannungen<br />

oder Vibrationen haben kaum<br />

Einfluss auf die Messperformance.<br />

Bedeutende Entwicklungen<br />

bei Promass in den vergangenen<br />

Jahren waren u. a. die Einrohrtechnik<br />

mit vollem Durchgang<br />

und die Inline-Viskositätsmessung,<br />

Geräte in Tantal für<br />

Die Coriolis-Massedurchflussmesserplattform<br />

Rotamass Total<br />

Insight (TI) von Yokogawa bietet<br />

optimierte Spezifikationen unter<br />

Prozessbedingungen. Das Produktportfolio<br />

von Rotamass TI<br />

umfasst sechs Sensor-Produktlinien<br />

und zwei neue Messumformer,<br />

die sich gemäß den spezifischen<br />

Anforderungen individuell<br />

konfigurieren lassen. Das Herzstück<br />

des Designs ist das Konzept:<br />

Es gewährt den lückenlosen<br />

Einblick in Prozesse und Anlagenabläufe<br />

(Total Insight). Die Sensor-Produktlinien<br />

wurden sowohl<br />

Fortschrittlichste eingriffsfreie<br />

Ultraschall-Durchflussmessung<br />

In Kürze werden mit dem<br />

Promass 300 weitere Innovationen<br />

mit hohem Nutzen für die Anwender<br />

verfügbar werden<br />

hochkorrosive Anwendungen<br />

oder mit Superduplexstählen für<br />

hohe Drücke bis 250 bar sowie<br />

ein Vierrohrgerät für Durchflüsse<br />

bis 4100 t/h in DN 400. Außerdem<br />

war es nach Angaben von<br />

Endress+Hauser das erste Coriolis-Gerät<br />

in Zweileitertechnik für<br />

Nennweiten bis DN 80 im einheitlichen<br />

Zweileitergerätekonzept<br />

zusammen mit Füllstandmessgeräten.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816endress<br />

Das Portfolio von Rotamass TI umfasst<br />

sechs Sensor-Produktlinien und<br />

zwei neue Messumformer, die sich<br />

individuell konfigurieren lassen<br />

für Hochdruck- und Hochtemperaturanwendungen<br />

als auch für<br />

anspruchsvolle, komplexe Prozesse,<br />

die unter besonderen Hygiene-<br />

bzw. Tieftemperaturbedingungen<br />

stattfinden, entwickelt.<br />

Die Universal-Messumformer<br />

(Essential) und High-End-Messumformer<br />

(Ultimate) sind mit<br />

einem Universalnetzteil AC/DC<br />

ausgestattet. Sie sind somit noch<br />

flexibler für verschiedenste Funktionen<br />

konfigurierbar.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816yokogawa<br />

Hochgenaue und zuverlässige<br />

bidirektionale Durchflussmessung<br />

von Flüssigkeiten und Gasen über<br />

einen sehr weiten Messbereich<br />

Bidirektionale Kommunikation<br />

über alle gebräuchlichen Feldbussysteme,<br />

Remote-Parametrierung<br />

und Ferndiagnose<br />

Konzipiert und zertifiziert für<br />

den Einsatz in Gefahrenbereichen<br />

(ATEX, IECEx Zone 2) und bei<br />

extremen Rohrtemperaturen<br />

(-190 °C bis 600 °C)<br />

Höchste Kosteneffizienz:<br />

- Keine Rohrarbeiten<br />

- Kein Prozessstillstand<br />

- Praktisch wartungsfrei<br />

Nullpunktstabil, driftfrei und<br />

unabhängig von Rohrgröße und<br />

-material, Druck, Rohrschall und<br />

dem innen strömenden Medium<br />

(auf nationale Standards<br />

rückführbar kalibriert)<br />

www.flexim.de<br />

info@flexim.de<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 47


PRODUKTREPORT<br />

Coriolis-<br />

Durchflussmessgeräte<br />

Diagnoseinformationen<br />

schneller zugänglich<br />

Bis zu 100 % Gasanteil<br />

im Medium möglich<br />

Für sehr geringe<br />

Durchflüsse<br />

Multifunktionale<br />

Auswerteelektronik<br />

Emerson Process Manangement<br />

hat das Micro Motion Model<br />

5700 mit neuen Optionen ausgestattet.<br />

Mit dem direkt integrierten<br />

Ethernetanschluss können<br />

Nutzer einfacher die Funktionalität<br />

des Transmitters nutzen und<br />

einen schnelleren Zugang zu den<br />

Mess- und Diagnoseinformationen<br />

erlangen, ohne zusätzliche<br />

Konverter zu benötigen. Durch<br />

die Dual-Port-Architektur können<br />

Geräte auf verschiedenen Arten<br />

miteinander verbunden werden.<br />

Dies minimiert den Aufwand und<br />

senkt die Kosten. Als Protokolle<br />

Die Coriolis-Massedurchflussmessgeräte<br />

Optimass 1400 und<br />

Optimass 2400 von Krohne wurden<br />

vor einiger Zeit mit dem<br />

Messumformer MFC 400 vorgestellt.<br />

Damit steht die Entrained<br />

Gas Management (EGM)-Funktion<br />

jetzt für Doppelgeradrohrmesswertaufnehmer<br />

zur Verfügung<br />

und stellt sicher, dass bis zu<br />

100 % Gasanteil im Medium kein<br />

Verlust des Messsignals auftritt.<br />

Bislang stellten Gasanteile oder<br />

Lufteinschlüsse in flüssigen Medien<br />

eine enorme Herausforderung<br />

dar, da die Relativbewegung<br />

Die kompakten Coriolis-Massedurchflussmesser<br />

und -regler<br />

Mini-Cori-Flow von Bronkhorst<br />

wurden für niedrige Durchflüsse<br />

von 0,1 g/h bis 600 kg/h für den<br />

Einsatz mit Gas oder Flüssigkeit<br />

entwickelt. Jedes Instrument hat<br />

eine Multi-Range-Funktion, die es<br />

dem Benutzer ermöglicht, die kalibrierten<br />

Messbereiche in einem<br />

großen Bereich ohne Genauigkeitsverlust<br />

selbst einzustellen.<br />

Die Messgeräte sind mit einem<br />

robusten IP65-Gehäuse ausgestattet<br />

und optional mit Atex-Zulassung<br />

erhältlich.<br />

Der kompakte, multifunktionale<br />

Coriolistransmitter RHE16 kann<br />

direkt vorinstalliert im Anschlusskasten<br />

eines RHM-Durchflusssensors<br />

geliefert werden. Die kompakte<br />

Bauweise stellt eine kostengünstige<br />

und platzsparende<br />

Alternative zur herkömmlichen<br />

Einbauweise dar. Für extreme<br />

Temperaturbereiche lässt sich der<br />

Anschlusskasten vom Sensorkörper<br />

absetzen. Dadurch ist eine<br />

völlige Isolierung des Sensors<br />

möglich und der Schutz der Auswerteeinheit<br />

vor extremen Temperaturbereichen<br />

gesichert.<br />

Die neuen Messumformer der<br />

Micro-Motion-Coriolissensoren<br />

5700 erleichtern den Zugang zu<br />

Diagnoseinformationen<br />

Für die Massedurchflussmessgeräte<br />

Optimass 1400 und Optimass 2400<br />

stellen Gaseinschlüsse kein Problem<br />

dar<br />

Die Coriolis-Massedurchflussmesser<br />

Mini-Cori-Flow wurden für niedrige<br />

Durchflüsse von 0,1 g/h bis<br />

600 kg/h entwickelt<br />

Der multifunktionale Coriolis-Transmitter<br />

RHE16 kann direkt vorinstalliert<br />

im Anschlusskasten eines RHM-<br />

Durchflusssensors geliefert werden<br />

sind Ethernet/IP, Modbus/TCP<br />

und Profinet wählbar.<br />

Mit der Option „Advanced Phase<br />

Measurement“ (APM) werden<br />

Einflüsse auf die Coriolismesstechnik<br />

erzeugt und durch Mehrphasensituationen<br />

weiter minimiert<br />

und sichtbarer gemacht.<br />

APM liefert neben einer erhöhten<br />

Genauigkeit auch kontinuierliche<br />

Echtzeitdaten über Öl-, Wasserund<br />

Gasanteile.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816emerson<br />

von Gas und Flüssigkeit eine<br />

Dämpfung der Schwingung des<br />

Messrohrs verursacht. Dies führt<br />

zu inkonsistenten Schwingungsamplituden<br />

des Messrohrs, die<br />

die Geräteelektronik bei der Suche<br />

nach der Eigenresonanzfrequenz<br />

des Messrohrs stören.<br />

Dank EGM können Optimass-<br />

Durchflussmessgeräte der tatsächlichen<br />

Schwingung des<br />

Messrohrs folgen und die Störungen<br />

herausfiltern.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816krohne<br />

Die Massedurchflussregler beinhalten<br />

einen intelligenten PID-<br />

Regler zum schnellen und einfachen<br />

Integrieren von Regelventilen<br />

oder Pumpen. Damit sind sehr<br />

schnelle und präzise Dosiervorgänge<br />

realisierbar. Als Messwerte<br />

stehen Durchfluss, Dichte und<br />

Temperatur zur Verfügung.<br />

Die Messbereiche haben eine<br />

Messspanne von bis zu 1:2000.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816bronkhorst<br />

Zu den typischen Anwendungen<br />

des Coriolis-Transmitters RHE 16<br />

gehören Pumpensteuerung und<br />

-regelung für Misch- und Aufbereitungsanwendungen,<br />

schnelle<br />

Abfüllprozesse für Flüssigkeiten<br />

und Gase, das Dosieren von Additiven,<br />

normale Durchflussanwendungen<br />

sowie das Herstellen von<br />

Verdünnungen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816schwing<br />

48 <strong>cav</strong> 8-2016


01. Dezember 2016, Dorint Kongresshotel Mannheim<br />

Die Themen:<br />

Pumpen, Kompressoren, Antriebe/Anlagen und Verfahren/<br />

Messen & Automatisieren/Energie-Services & Solutions<br />

• Wie lassen sich Wirkungs- und Nutzungsgrad von Prozess<strong>anlagen</strong> erhöhen<br />

und der spezifische Energieverbrauch reduzieren?<br />

• Wie können Sie Energieverluste bei der Erzeugung von Prozesswärme und<br />

-kälte sowie Prozessluft zuverlässig stoppen?<br />

• Wie müssen die Prozesse automatisieren, damit die Energieeffizienz steigt?<br />

• Lohnt sich auch für kleine und mittlere Unternehmen die Einführung eines<br />

zertifizierten Energiemanagementsystems?<br />

Jetzt anmelden unter<br />

www.prozesstechnik-online.de/praxistag-energieeffizienz<br />

Fragen? – Ihr Kontakt<br />

Beate Günther-Hühn<br />

Phone +49 711 7594 545<br />

beate.guenther-huehn@konradin.de<br />

Unsere Partner:<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 49


BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />

Energiesparende LED-Beleuchtung zum Mieten<br />

Umrüsten lohnt sich<br />

Die diffizilen Arbeitsprozesse der Chemiebranche benötigen höchste<br />

Lichtqualität. Besonders die Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der<br />

Beleuchtungsanlage stehen dabei im Vordergrund. Die Deutsche Lichtmiete<br />

macht es Unternehmen mit ihrem Mietmodell einfach, auf hochmoderne LED-<br />

Technik umzusteigen – und das ganz ohne Investitionen. Dabei verwendet das<br />

Unternehmen nur LED-Leuchtmittel, die den besonderen Anforderungen der<br />

Chemiebranche gerecht werden.<br />

Egal ob Laborräume, Produktionsräume, explosionsgeschützte<br />

Räume oder Lagerräume:<br />

die Anforderungen an die Beleuchtung im<br />

chemischen Bereich sind extrem unterschiedlich.<br />

Um Unfälle im Betrieb zu vermeiden<br />

und den Beschäftigten eine optimale<br />

Lichtqualität zu garantieren, müssen die in<br />

den Arbeitsstättenrichtlinien festgehaltenen<br />

Bestimmungen unbedingt eingehalten werden.<br />

Der Gesetzgeber empfiehlt eine Kombination<br />

aus Tageslicht und hochwertigem<br />

Kunstlicht. Konventionelle Leuchtstoffröhren<br />

sind für eine optimale Beleuchtung nicht geeignet:<br />

Sie flackern durch die 50-Hertz-Frequenz<br />

der Netzspannung rund 50 Mal pro Sekunde.<br />

Das Auge nimmt dieses Flackern zwar<br />

normalerweise nicht bewusst wahr, empfindet<br />

es mit der Zeit aber dennoch als unangenehm.<br />

Menschen, die sich lange Zeit in Räumen<br />

aufhalten, die arm an Tageslicht sind<br />

und überwiegend mit Leuchtstoffröhren erhellt<br />

werden, klagen häufiger über Kopfschmerzen.<br />

Doch das Flackern lässt sich vermeiden.<br />

Anbieter wie die Deutsche Lichtmiete<br />

verwenden einen speziellen Industrietreiber,<br />

der die Taktung vermeidet und dadurch<br />

auch die Lichtqualität und die Effizienz der<br />

Leuchten deutlich verbessert. Die in den<br />

hochwertigen LED-Lampen verbaute Technologie<br />

erreicht eine Glättung im Stromfluss –<br />

im Fachjargon eine kontinuierliche Konstantstromregelung.<br />

Für die Nutzer heißt das: Die<br />

LED-Leuchten emittieren ein gleichmäßiges<br />

und ruhiges Licht und das Auge kann sich<br />

entspannen. Zudem ist das Licht sofort nach<br />

dem Einschalten zu 100 % verfügbar, was die<br />

Sicherheit im Betrieb erhöht.<br />

Das Lichtspektrum von modernen LED-<br />

Leuchten bietet dabei Lichtfarben zwischen<br />

Warmweiß (3000 K), das die Entspannung<br />

fördert, bis hin zu Tageslichtweiß (über<br />

6000 K), das aktivierend und anregend wirkt.<br />

Durch den richtigen Lichteinsatz eines LED-<br />

Beleuchtungssystems kann ermüdungsarmes<br />

Arbeiten gefördert werden.<br />

Gegen einen monatlich<br />

fixen Mietbetrag<br />

stellt die Deutsche<br />

Lichtmiete in Unternehmen<br />

eine moderne,<br />

hochwertige LED-<br />

Beleuchtungsanlage<br />

zur Verfügung<br />

50 <strong>cav</strong> 8-2016


Ein Vorher-/Nachher-Vergleich: links ohne, rechts mit LED-Beleuchtung<br />

Einen risikolosen Umstieg auf LED-Technik bieten die<br />

Mietmodelle der Deutschen Lichtmiete<br />

Sensible Bereiche<br />

In Chemieunternehmen verrichtet die Beleuchtung<br />

auch in besonderen, sehr anspruchsvollen<br />

Umgebungssituationen ihren<br />

Dienst: Größere Temperaturunterschiede, anfallendes<br />

Spritzwasser, Stäube, Gase und<br />

Dämpfe sind in vielen Bereichen an der Tagesordnung.<br />

Diese Einflüsse dürfen allerdings<br />

weder die Arbeitssicherheit noch die Leistung<br />

der Beleuchtungsanlage beeinflussen. Leuchten,<br />

die hier zum Einsatz kommen, müssen besondere<br />

Sicherheitsanforderungen erfüllen.<br />

Miet-LED-Leuchten der Deutschen Lichtmiete<br />

sind für unterschiedliche Schutzklassen zugelassen.<br />

Die in der Produktion häufig eingesetzten,<br />

leistungsstarken Hallendeckenstrahler erfüllen<br />

die Schutzart IP 64, während die modernen<br />

LED-Lichtbänder über die Schutzart IP 54<br />

verfügen. Der Explosionsschutz ist in der chemischen<br />

Produktion besonders relevant. Speziell<br />

bei LED-Beleuchtungen im explosionsgeschützten<br />

Bereich setzt die Deutsche Lichtmiete<br />

daher auf den Experten, ihre Partnerfirma R.<br />

Stahl. Mit 80 Jahren Erfahrung zählt diese zu<br />

den führenden Anbietern für Produkte, die Explosionen<br />

bei gefährlichen Gas-Luft-Gemischen<br />

verhindern. Unter anderem kommen dabei<br />

spezifische Zündschutzarten zum Einsatz.<br />

Sparpotenziale<br />

Sicherheit ist Pflicht bei der Beleuchtung, doch<br />

auch die Effizienz ist heute mehr als nur Kür.<br />

Hohe Energiekosten in Deutschland verlangen<br />

von der Industrie ein Umdenken: Die Hebung<br />

von Effizienzpotenzialen in Unternehmen<br />

wird unumgänglich. LED-Leuchten bieten für<br />

die Chemiebranche gleich zweierlei Einsparpotenziale:<br />

Zum einen eine deutliche Reduzierung<br />

der Stromkosten. Bei der Deutschen<br />

Lichtmiete sparen die Nutzer nach Abzug der<br />

monatlichen Mietzahlung noch immer 15 bis<br />

35 % ihrer Gesamtkosten für die Beleuchtung.<br />

Darüber hinaus lässt sich auch die CO 2<br />

-Emission<br />

durch einen Umstieg um über 65 % reduzieren.<br />

Davon profitiert dann auch<br />

die Umwelt: Durch eine flächendeckende<br />

Umrüstung auf<br />

LED-Leuchten ließe sich der<br />

CO 2<br />

-Ausstoß in Deutschland um<br />

13 Mio. t jährlich reduzieren und so innerhalb<br />

kürzester Zeit die Produktionskapazität von<br />

drei Kernkraftwerken einsparen.<br />

Lichtmiete als Option<br />

Der LED-Markt wird derzeit von Produkten aus<br />

Fernost regelrecht überschwemmt. Unternehmen<br />

sollten sich vom günstigen Preis jedoch<br />

nicht blenden lassen. Denn häufig halten diese<br />

Lampen in puncto Langlebigkeit nicht, was<br />

sich der Nutzer davon verspricht. Viele verlieren<br />

zudem mit der Zeit an Leuchtkraft. Gute<br />

LED-Leuchten können problemlos sehr lange<br />

ein gleichbleibend intensives Licht ohne<br />

Leuchtkraftverlust abstrahlen – und zwar in<br />

voller Intensität sofort nach dem Einschalten.<br />

Im derzeit sehr unübersichtlichen Markt für<br />

LED-Produkte ist es jedoch nicht so einfach,<br />

Qualitätsprodukte von Massenprodukten zu<br />

unterscheiden. Neben dem schwierigen und<br />

zeitintensiven Auswahlprozess stellt aber<br />

auch die Finanzierung für viele Unternehmen<br />

eine Hürde dar, denn wirklich gute LED-Produkte<br />

sind nicht billig. Die einfachste Lösung<br />

für einen Wechsel auf eine LED-Beleuchtung<br />

in hoher Qualität ist die Miete. Die Umrüstung<br />

im Mietmodell erfolgt dabei ohne Kapitaleinsatz<br />

und Produktrisiken. Über die gesamte Vertragslaufzeit<br />

bleiben die Kosten kalkulierbar<br />

und damit planbar. Im Mietkonzept der Deutschen<br />

Lichtmiete werden Kunden von allen<br />

Hochwertige LED-Beleuchtung verbreitet ein<br />

gleichmäßiges, komplett flackerfreies Licht<br />

Produkt-, Projekt- und Versicherungsrisiken<br />

entlastet. Im Vertrag enthalten sind zudem die<br />

Lichtplanung, die Installation sowie die Bereitstellung<br />

von Ersatzleuchten. Die LED-Produkte<br />

für die Vermietung stellt die Deutsche Lichtmiete<br />

im eigenen Werk in Oldenburg her.<br />

Dabei werden Qualitäts-LEDs aus Japan sowie<br />

hochwertige Leuchten-Komponenten aus<br />

deutscher Produktion verbaut. Für ihr Mietmodell<br />

wurde die Deutsche Lichtmiete in<br />

diesem Jahr mit dem Perpetuum Energieeffizienzpreis<br />

der Deutschen Unternehmensinitiative<br />

Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ausgezeichnet.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816deutschelichtmiete<br />

Autor<br />

Marco Hahn<br />

Leiter Marketing & Online-Strategie<br />

Deutsche Lichtmiete<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 51


BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />

Kontaktwinkelmessung mit hochauflösender USB-3.0-Industriekamera<br />

Der Tropfenkontur auf<br />

der Spur<br />

Industriekameras mit USB-3.0-Schnittstelle sind auf dem Vormarsch.<br />

Das Interface baut die Brücke zu den aktuellen CMOS-Hochleistungssensoren,<br />

da das Nadelöhr der Schnittstelle entfällt. Damit ergeben<br />

sich für viele Vision-Anwendungen neue Möglichkeiten, vor allem,<br />

wenn hohe Auflösung, schnelle Frameraten und maximale Lichtempfindlichkeit<br />

gefordert sind. So setzt beispielsweise der Messinstrumentehersteller<br />

Krüss USB-3.0-Kameras von IDS in seinen videogestützten<br />

Tropfenkonturanalysesystemen (Drop Shape Analyser) ein.<br />

Mit bis zu 200 Bildern pro Sekunde bei<br />

1200 x 800 Pixel Auflösung lassen sich damit<br />

Benetzungsvorgänge lückenlos erfassen und<br />

anschließend präzise auswerten. Die Tropfenkonturanalyse<br />

bzw. Drop Shape Analysis ist eine<br />

Bildanalysemethode zur Bestimmung des<br />

Kontaktwinkels aus dem Schattenbild eines<br />

liegenden Tropfens und der Oberflächenspannung<br />

oder Grenzflächenspannung aus dem<br />

Schattenbild eines hängenden Tropfens. Dieses<br />

Verfahren ermöglicht das Messen und<br />

Auswerten des Benetzungs- oder Haftungsverhaltens<br />

von Flüssigkeiten auf Oberflächen<br />

und wird sowohl in der industriellen Qualitätssicherung<br />

als auch in der Forschung und<br />

Entwicklung in der chemischen und pharmazeutischen<br />

Industrie angewendet. Die Oberflächenspannung<br />

von Flüssigkeiten ist z. B. bei<br />

Reinigungsvorgängen oder beim Drucken, Lackieren<br />

oder Beschichten interessant; solche<br />

Prozesse lassen sich optimieren, indem eben<br />

diese Oberflächenspannung gezielt beeinflusst<br />

wird. Die Kontaktwinkelmessung wiederum<br />

ist ein Maß für die Benetzbarkeit eines<br />

Festkörpers, der auf den Kontakt mit einer<br />

Flüssigkeit vorbereitet wird. Auch diese Benetzbarkeit<br />

kann gezielt beeinflusst werden;<br />

je nach Anforderung lässt sie sich verbessern<br />

(z. B. für die Vorbereitung einer Lackierung)<br />

oder aber verringern (z. B. wenn Flüssigkeiten<br />

besser abperlen sollen).<br />

Tropfenkonturanalyse<br />

Die Krüss GmbH zählt zu den führenden<br />

Anbietern von Messtechnologien für die Benetzungs-<br />

und Beschichtungsanalyse. Mit<br />

ihren Messinstrumenten DSA25, DSA30 und<br />

DSA100 entwickelt und baut das Hamburger<br />

Unternehmen universelle Drop Shape Analyser<br />

für die videogestützte Kontaktwinkelmesstechnik<br />

und Tropfenkonturanalyse.<br />

Die grundlegende Funktionsweise dieser Systeme<br />

ist einfach erklärt: Ein Tropfen wird auf<br />

eine feste Oberfläche dosiert (Sessile Drop)<br />

oder befindet sich an der Spitze einer Nadel<br />

(Pendant Drop). Mithilfe einer Kamera wird ein<br />

Bild des Tropfens aufgenommen und in eine<br />

Bildanalysesoftware übertragen. Anhand einer<br />

Graustufenanalyse des Bildes wird zunächst<br />

eine Konturerkennung durchgeführt.<br />

Im zweiten Schritt wird ein die Tropfenkontur<br />

beschreibendes, geometrisches Modell an die<br />

Kontur gefittet. Daraus lässt sich der Kontaktwinkel<br />

ableiten, der sich aus dem Winkel zwischen<br />

der ermittelten Tropfenkonturfunktion<br />

und der Kontaktoberfläche, deren Projektion<br />

im Tropfenbild als Basislinie bezeichnet wird,<br />

ergibt. „Bei der Kontaktwinkelmessung muss<br />

meist auch die Dynamik der Benetzung erfasst<br />

werden, sodass eine Kombination aus hoher<br />

Auflösung und hoher Bildrate erforderlich ist.<br />

Die nötige Übertragungsperformance erfor-<br />

Drop Shape Analyser<br />

DSA100 für die videogestützte<br />

Kontaktwinkelmesstechnik<br />

und<br />

Tropfenkonturanalyse<br />

Autor<br />

Jan Jordan<br />

Kommunikation/PR,<br />

IDS<br />

52 <strong>cav</strong> 8-2016


Tropfenbildanalyse live während eines Dosiervorgangs<br />

Die USB 3 uEye CP ist eine klein gebaute USB-3.0-Industriekamera mit<br />

verschraubbaren Anschlüssen<br />

dert außerdem eine Schnittstelle mit ausreichend<br />

großer Bandbreite“, beschreibt Carsten<br />

Scheithauer, R&D Manager bei Krüss, die<br />

Anforderungen an die eingesetzte Kamera.<br />

USB-3.0-Industriekamera<br />

Krüss integriert deshalb in seine Drop Shape<br />

Analyser USB-3.0-Industriekameras der Serie<br />

USB 3 uEye CP von IDS, u. a. die UI-3060CP<br />

Rev. 2 mit dem IMX174 Sensor von Sony. Diese<br />

Allround-Industriekamera ist mit 29 x 29 x<br />

29 mm sehr kompakt gebaut und kann entsprechend<br />

platzsparend in die Messinstrumente<br />

integriert werden. Jeweils ein verschraubbarer<br />

Micro-USB-3.0 und Hirose-Anschluss<br />

machen die Kamera für professionelle<br />

Einsätze sowohl im industriellen als auch<br />

nichtindustriellen Umfeld interessant.<br />

Sie verfügt über einen integrierten Bildspeicher<br />

und ist konsequent auf die leistungsstarken<br />

CMOS-Sensoren der neuesten Generation<br />

ausgelegt. Dazu zählt z. B. auch der 2,3 MPixel<br />

Sensor IMX174 von Sony, der selbst bei hohen<br />

Frameraten gestochen scharfe Aufnahmen liefert.<br />

Ein Sensorelement mit Analogspeicher<br />

verhindert sogenannte Focal-Plane-Verzerrungen<br />

durch gleichzeitiges Auslesen aller Pixelsignale<br />

effektiv. Außerdem wird ein Dual-<br />

Frame-Ausgabemodus mit verschiedenen Belichtungszeiten<br />

unterstützt. Die Kombination<br />

der beiden Bilder steigert den Dynamikbereich<br />

bis 73 dB (12 Bit), dazu kommen eine hohe<br />

Empfindlichkeit und ein besonders niedriges<br />

Ausleserauschen. „Für ein spezielles Verfahren<br />

der Kontaktwinkelmessung sind geringes Rauschen<br />

und maximale Lichtausbeute besonders<br />

wichtig“, so Carsten Scheithauer. Dank der hohen<br />

Lichtempfindlichkeit des IMX174-CMOS-<br />

Sensors kann die eingesetzte Kamera schon<br />

wenige Photonen detektieren.<br />

In den Drop Shape Analysern von Krüss erfassen<br />

die Kameras die Benetzungsvorgänge in<br />

der Regel mit bis zu 200 Bildern pro Sekunde<br />

bei 1200 x 800 Pixel Auflösung. Je nach Messaufgabe<br />

können die Videos dabei zwischen einer<br />

Millisekunde oder mehreren Stunden lang<br />

sein. „Für die Untersuchung besonders schneller<br />

Vorgänge, wie beispielsweise die Benetzung<br />

absorbierender Materialien, lässt sich<br />

durch eine Reduktion der Bildgröße auf 90 x 60<br />

Pixel eine Framerate von bis zu 2000 Bildern<br />

pro Sekunde erzielen, wobei die Datenbasis<br />

immer noch zu verlässlichen Analysen führt“,<br />

schildert Carsten Scheithauer die Möglichkeiten<br />

der Kamera USB 3 uEye CP von IDS. „Dabei<br />

werden alle Bilder der Videos verwendet, da<br />

bei unserem Verfahren der Kontaktwinkel permanent<br />

ermittelt wird.“<br />

Leistungsstark<br />

Die enorme Menge an Bildinformationen wird<br />

verlustfrei und schnell über die USB-3.0-<br />

Schnittstelle in die Krüss-Software Advance<br />

übertragen, die die Tropfenkonturanalyse vollautomatisch<br />

übernimmt. Somit sind objektive,<br />

von Benutzereingriffen unabhängige<br />

Messdaten gewährleistet. Die Software ordnet<br />

bei der Ergebnisdarstellung jedem Messwert<br />

das entsprechende Tropfenbild zu und<br />

stellt es dar. Das Bild kann jederzeit nachträglich<br />

mit anderen Parametern oder Methoden<br />

neu ausgewertet werden. Aufwendiges Speichern,<br />

Laden und Verwalten von Bilddateien<br />

entfällt. Ein besonderes Feature ist die ständige<br />

Hintergrundaufzeichnung des Kamerabildes.<br />

Diese findet auch dann statt, wenn keine<br />

Messung läuft. Das Livebild kann somit jederzeit<br />

angehalten werden, um den zurückliegenden<br />

Zeitraum zu analysieren oder diesen als<br />

Videodatei zu speichern. Dadurch gehen wertvolle<br />

Informationen nicht verloren – etwa<br />

wenn zum Benetzungszeitpunkt keine Messung<br />

gestartet wurde.<br />

Die Integration der Kamera in die Krüss-Bildanalysesoftware<br />

erfolgt über das uEye API, das<br />

Teil des IDS Software Development Kits (SDK)<br />

ist und alle Sensorfeatures moderner CMOS-<br />

Sensoren, wie z. B. des IMX174 von Sony, unterstützt.<br />

Das SDK für Windows und Linux (32<br />

und 64 Bit) ist im Lieferumfang der Kameras<br />

von IDS enthalten und für alle Modelle – egal<br />

ob mit USB-3.0-, USB-2.0- oder GigE-Anschluss<br />

– identisch. OEM-Kunden wie Krüss profitieren<br />

davon doppelt. Zum einen gestaltet sich die<br />

Einbindung der Kameras in die eigene Anwendung<br />

besonders einfach und zeitsparend, zum<br />

anderen ist sie auch modell- und schnittstellenunabhängig.<br />

So ist z. B. ein problemloser<br />

Modellwechsel jederzeit möglich. Die Applikation<br />

muss dann nicht neu programmiert werden,<br />

lediglich die kameraspezifischen Parameter<br />

gilt es anzupassen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816ids<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 53


HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />

EHEDG- und FDA-konforme Schlauchverschraubung<br />

Edelstahlanschluss für<br />

Druckluft und Gase<br />

Um die wachsende Nachfrage nach hygienischen und leicht zu reinigenden<br />

Anschlusskomponenten zu bedienen, entwickelte Eisele einen komplett nach<br />

Hygienic-Design-Kriterien konstruierten Schlauchanschluss für die Lebensmittelund<br />

Pharmaindustrie, der insbesondere für Druckluft, Vakuum und Gase genutzt<br />

werden kann. Die Entwicklung ist für den US-amerikanischen Markt ebenso<br />

geeignet wie für den europäischen.<br />

Überblick der möglichen<br />

Zertifizierungen,<br />

Richtlinien, Normen<br />

und Standards<br />

Zwar gibt es auf dem Markt bereits eine Reihe<br />

hygienegerechter Lösungen für die Durchführung<br />

von Kabeln durch Schaltschrankwände<br />

und Maschineneinhausungen, sucht man<br />

allerdings nach einem Schlauchanschluss für<br />

die Druckluftversorgung und der dazu passenden<br />

Verteilerlösung in konsequentem Hygienic<br />

Design, so ist das Angebot gering. Eisele<br />

widmete sich daher der Aufgabe, einen entsprechenden<br />

Schlauchanschluss zu entwickeln,<br />

der aus Haltbarkeits- und Hygienegründen<br />

bis auf die Dichtungen komplett aus Metall<br />

gestaltet werden sollte. Da der Anschluss<br />

insbesondere auch auf dem US-Markt etabliert<br />

werden soll, legten die Eisele-Konstrukteure<br />

Wert darauf, dass er die Kriterien der<br />

EHEDG und der amerikanischen FDA gleichermaßen<br />

erfüllt. Aus diesem Grund wurden die<br />

Schnittmengen der geltenden Vorschriften<br />

und die zu erfüllenden Bedingungen evaluiert.<br />

Anforderungen<br />

Die Vielfalt an möglichen und obligatorischen<br />

Zertifizierungen sowie umzusetzenden Richtlinien,<br />

Verordnungen, Normen und Standards<br />

für Produktionsmaschinen in der Lebensmittel-<br />

und Pharmaindustrie ist groß. Jede einzelne<br />

davon wirkt sich unmittelbar auf die Produktionsmaschine<br />

aus. Eine wichtige Rolle im<br />

Hinblick auf Hygiene und Produktsicherheit<br />

spielen dabei die werkstofflichen und geometrischen<br />

Anforderungen.<br />

Da der vorrangige Zielmarkt für die neu zu entwickelnden<br />

Anschlusskomponenten für<br />

Druckluft die amerikanische Lebensmittelund<br />

Pharmaindustrie ist, lagen die FDA-Konformität<br />

und die ihr zugrundeliegenden GMP-<br />

Regeln (Good Manufacturing Practice) im Fokus<br />

der Untersuchung. Vorgaben zur Gestaltung<br />

der Zubehörteile, Anlagen und Maschinen<br />

sind über Richtlinien wie die GMP oder<br />

den Abschnitt „Building and Equipment“ des<br />

54 <strong>cav</strong> 8-2016


Code of Federal Regulations (CFR) gegeben.<br />

Darüber hinaus beinhaltet der CFR eine Zusammenstellung<br />

von Stoffen, die die FDA als<br />

unbedenklich anerkannt hat.<br />

Innerhalb der USA gibt es eine Vielzahl an Normen<br />

und Standards, die für ein Produkt angestrebt<br />

werden können. Die beiden im Markt<br />

bekanntesten und vermutlich auch bedeutendsten<br />

Regelwerke sind die cGMP und die<br />

Anforderungen der FDA. Darüber hinaus gibt<br />

es die Standards der National Sanitation Foundation<br />

(NSF), der 3-A Sanitary Standards, Inc.<br />

(3-A SSI) und der USP – U.S. Pharmacopeial<br />

Convention.<br />

Auch innerhalb der EU und in Deutschland<br />

gelten folgende spezielle Voraussetzungen für<br />

den Einsatz von Produkten in der Nahrungsmittel-<br />

und Pharmaindustrie:<br />

• EHEDG – European Hygienic Engineering &<br />

Design Group<br />

• VO (EG) Nr. 1935/2004<br />

• VO (EG) Nr. 2023/2006<br />

• VO (EU) Nr. 10/2011<br />

•DIN 10528<br />

• BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung<br />

Hinzu kommen weitere erwähnenswerte, spezialisierte<br />

Standards, z. B. für den Trinkwasserbereich<br />

nach DVGW (Deutscher Verein des<br />

Gas- und Wasserfaches).<br />

In rechtlicher Hinsicht bestehen zwischen den<br />

USA und der EU erhebliche Unterschiede bei<br />

der Umsetzung der technischen Anforderungen<br />

für ein hygienegerechtes Produkt. Für Hersteller<br />

von Anlagenkomponenten für die Lebensmittel-<br />

und Pharmaindustrie ergibt sich<br />

der größte Nutzen, wenn alle Standards abgedeckt<br />

werden, da das Produkt dann global und<br />

für alle Anwendungsfelder vermarktet werden<br />

kann.<br />

Lösung berücksichtigt alle Regularien<br />

Bisherige Edelstahl-Pneumatikanschlüsse der<br />

Eisele-Produktpalette waren zwar leicht zu reinigen<br />

und haltbar gegenüber Wasser, Reinigungsmitteln<br />

und Chemikalien ausgeführt,<br />

boten aufgrund der Konstruktion aber keine<br />

absolute Sicherheit gegen Flüssigkeiten oder<br />

Verunreinigungen, die von außen in den Anschluss<br />

eindringen und dort Schmutznester<br />

und mikrobiologische Kontaminationen bilden<br />

könnten. Die Folge wären mögliche Verunreinigungen<br />

der Produktionsumgebung mit<br />

der Gefahr einer Produktkontamination.<br />

Der neu konstruierte Edelstahlanschluss der<br />

Cleanline-Baureihe ist komplett nach den Regeln<br />

der European Hygienic Engineering & Design<br />

Group (EHEDG) konstruiert und erfüllt alle<br />

Kriterien, die für den Einsatz in der Lebensmittel-<br />

und Pharmaindustrie wichtig sind. Außerdem<br />

befolgt er die Regeln der Good Manufacturing<br />

Practice (GMP) und ist FDA-konform.<br />

Ebenso wurden die Richtlinien der 3-A SSl, die<br />

Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung<br />

(BfR) und die europäische Verordnung<br />

Nr. 1935/2004 berücksichtigt.<br />

Hygienisch und hermetisch dicht<br />

Für die Förderung von Druckluft und Gasen ist<br />

vor allem durch entsprechende Gestaltung sicherzustellen,<br />

dass von außen absolut keine<br />

Flüssigkeiten in das Innere des Anschlusses<br />

eindringen und das geförderte gasförmige<br />

Medium kontaminieren können. Hierzu wurde<br />

die Außenkontur entsprechend abgerundet,<br />

spalt- und riefenfrei ausgeführt und auf minimale<br />

Rauigkeitswerte von Ra


HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />

Hygiene-Design in der Wirbelschichttechnologie<br />

Die reinste Farbenpracht<br />

Um die Investitions- und Betriebskosten in der Pigmentherstellung und<br />

-veredelung überschaubar zu halten, ist ein gutes Anlagenkonzept bereits bei<br />

der Anlagenplanung essenziell. Von den Endprodukten hängt es ab, ob die<br />

Produktionsanlage innen und außen nach einfachem Chemiestandard oder<br />

hygienekonform ausgeführt werden muss. Am Beispiel von Wirbelschichtund<br />

Strahlschichtapparaten zeigt sich, wie das Zusammenspiel von Hygienekomponenten<br />

und Reinigungskonzept die Produktreinheit sicherstellt.<br />

Pigmente bringen nicht nur Farbe ins Leben,<br />

ihre Leuchtkraft, ihr Schimmern und Scheinen<br />

sind auch knallharte Wirtschaftsfaktoren: Anorganisches<br />

Titandioxid macht British Racing<br />

Green seit 1929 zur heute noch gefragten<br />

Kultlackfarbe. Ohne Make-up und Selbstbräuner<br />

mit leicht dispergierbaren Alkylsilanen sähen<br />

Models und Schauspieler ziemlich blass<br />

aus. Und auch die Geldwertstabilität profitiert<br />

von fälschungssicheren Banknoten mit Pigmentmustern<br />

mit unterschiedlicher Koerzitivität.<br />

Hochleistungspigmente mit bislang ungekannten<br />

Eigenschaften und Partikelgrößen<br />

im Nanobereich eröffnen Pulverlieferanten,<br />

Kunststoff- und Lackproduzenten sowie der<br />

Automobilindustrie neue Perspektiven. Je<br />

nach gewünschter Qualität des Endprodukts<br />

bietet der Anlagenbauer Glatt Ingenieurtechnik<br />

aus Weimar drei Verfahren zur Veredelung<br />

von Pigmenten an: die Wirbelschichttechnologie,<br />

das Strahlschicht<strong>verfahren</strong> und seit 2015<br />

die thermische Pulversynthese für Hochleistungspulver,<br />

zum Beispiel Effektpigmente.<br />

Wirbelschicht- und Strahlschichttechnologie<br />

eignen sich, um Pigmentsuspensionen zu Partikeln<br />

mit einer exakt definierten Struktur zu<br />

trocknen. Ist die Agglomerationsneigung erst<br />

einmal beseitigt, können die Pigmentteilchen<br />

mittels Coating auf ihre eigentliche Bestimmung<br />

vorbereitet werden.<br />

Werden Pigmentsuspensionen<br />

in die<br />

Wirbelschicht gesprüht,<br />

verdampft<br />

die Flüssigkeit, kleine<br />

Feststoffpartikel entstehen.<br />

Sie werden<br />

mit Flüssigkeit benetzt,<br />

bis sie ihre gewünschte<br />

Korngröße (Spektrum<br />

50 μm bis 1 mm)<br />

erreicht haben.<br />

Plattenfilter werden<br />

seitlich ein- und ausgebaut.<br />

Schließt der<br />

Waschraum direkt an<br />

das Filtergehäuse der<br />

Wirbelschicht- oder<br />

Strahlschichtanlage<br />

an, können die Filterelemente<br />

direkt vor<br />

Ort gereinigt werden.<br />

Autor<br />

Frank Ohlendorf,<br />

Planung und Konstruktion,<br />

Process Technology Food,<br />

Feed & Fine Chemicals,<br />

Glatt Ingenieurtechnik<br />

Bunt und sicher dank Hygieneregeln<br />

Wer eine eigene Anlage zur Pigmentverarbeitung<br />

etablieren will, wird sich zunächst im<br />

Rahmen seines Qualitätsmanagementsystems<br />

mit der Analyse und Bewertung der Risiken<br />

zur Sicherstellung der Produktqualität<br />

und -reinheit auseinandersetzen. Aus der Anforderungsliste<br />

des Betreibers wird am Anfang<br />

der Anlagenplanung eine Konzeption erstellt,<br />

die beispielsweise Vorgaben der Good Manufacturing<br />

Practice (GMP) und der European Hygienic<br />

Engineering & Design Group (EHEDG)<br />

56 <strong>cav</strong> 8-2016


einhalten kann. Das gilt insbesondere dann,<br />

wenn es um die Verarbeitung von Lebensmittelzusatzstoffen<br />

oder wechselnden Produkten<br />

geht und Kreuzkontamination ausgeschlossen<br />

werden muss. Sollen Pigmente also Lebensmittel<br />

süß und lecker aussehen lassen oder<br />

Arzneimittel vertrauenserweckend färben, liefern<br />

EHEDG-Leitlinien und GMP-Richtlinien<br />

passende Vorgaben. Auch spezielle Anforderungen<br />

zu Messstellen, Inspektions- und Kontrollmöglichkeiten<br />

oder zu Zusatzausrüstungen<br />

wie Sicherheitseinrichtungen oder Metallabscheider<br />

fließen idealerweise bereits im Anfangsstadium<br />

in die Risikobetrachtung mit<br />

ein. Werden besonders toxische Substanzen<br />

verarbeitet, müssen sowohl für die Produktion<br />

wie auch die Reinigungsprozeduren Schutzmaßnahmen<br />

und Containment-Konzepte erarbeitet<br />

werden. Ein Efficient Containtment<br />

Concept, das den FDA- und ICH-Guidelines<br />

und der seit 1. Juni 2015 gültigen aktuellen<br />

EMA-Richtlinie entspricht, beinhaltet neben<br />

technischen Schutzlösungen und persönlicher<br />

Sicherheitsausrüstung (PSA) für das Bedienpersonal<br />

auch eine optimale Wartungs- und<br />

Instandhaltungsstrategie.<br />

Einflussfaktoren auf die Reinigung<br />

Das Reinigungskonzept ist von Anfang an ein<br />

wesentlicher Teil der Anlagenkonzeption. Ob<br />

Wirbelschicht- oder Strahlschicht ist für das<br />

Reinigungskonzept zunächst zweitrangig. Von<br />

grundsätzlicher Bedeutung ist vielmehr, ob Risiken<br />

zur Kreuzkontamination bestehen, etwa<br />

durch häufige Produktwechsel, und auf welchem<br />

Wege die Reinigung sichergestellt werden<br />

kann. Welche Reinigungsmedien eignen<br />

sich? Welche mechanischen Kräfte sind notwendig,<br />

um die unlöslichen Bestandteile von<br />

Pigmenten auszuwaschen? Betreiber, vor allem<br />

aber das Bedienpersonal sollten deshalb<br />

mit den sechs Einflussfaktoren des Reinigungsprozesses<br />

vertraut sein: Erstens Einflüsse,<br />

die sich aus den Bauteilen der Anlage ergeben,<br />

dem Design von Anschlüssen, dem Material<br />

oder der Rauigkeit von produktberührenden<br />

Komponenten. Zweitens machen Zustand,<br />

Art und Menge der Verunreinigung den Unterschied.<br />

Die Prozedur wird dann von den vier<br />

Faktoren Zeit, Temperatur, Mechanik und Konzentration<br />

bestimmt, was mit den Reinigungsmedien<br />

wie Wasser, Dampf, Laugen, Säuren<br />

oder Industriereiniger zusammenhängt.<br />

Washing in Place – die Tür bleibt zu<br />

In der Fein<strong>chemie</strong> geht der Trend hin zu Wirbelschicht<strong>anlagen</strong>,<br />

die im kontinuierlichen Betrieb<br />

Partikel in der immer gleichen Qualität<br />

und Größe erzeugen. Sprühtrocknung und<br />

Oberflächenmodifikation der Pigmente mittels<br />

Coating können im gleichen Prozess erfolgen.<br />

Bei Monoprodukt<strong>anlagen</strong> ohne besonderes<br />

Gefährdungspotenzial kann eine trockene<br />

Anlagenreinigung oder eine Nassreinigung<br />

von Hand ausreichen. Ob Saisonfarbe, Marketing-<br />

oder Sonderedition, klar ist, dass häufige<br />

Produktwechsel den Reinigungsaufwand erhöhen.<br />

Bei öfter wechselnden Produkten oder<br />

Produkten mit Gefährdungspotenzial ist deshalb<br />

eine automatisierte Inline-Nassreinigung<br />

im geschlossenen Prozess (Washing in Place,<br />

WIP) anzuraten.<br />

Schlüsselrolle der Filter<br />

Die Summe aller Filterelemente macht die<br />

größte zu reinigende Oberfläche in der Anlage<br />

aus. Die Filterelemente werden in der Produktion<br />

mit Druckluft abgereinigt und der Staub<br />

landet verlustfrei erneut direkt im Prozess. Ein<br />

einfacher Staubaustrag durch Ausblasen ist<br />

jedoch für die vollständige Reinigung nicht<br />

ausreichend. Multipurpose-Anlagen für unlösliche<br />

Produkte werden oft mit bis zu 5 m langen<br />

Schlauchfiltern aus Geweben oder Nadelfilzen<br />

ausgerüstet. Sie stellen die günstigste<br />

Filterart dar und können in der Anlage selbst<br />

oder in Waschmaschinen gewaschen werden.<br />

Für kleinere Anlagen bieten sich bis zu 1 m lange<br />

Filterpatronen mit Filterflächen zwischen 3<br />

und 5 qm an.<br />

Kleiner und leistungsstärker<br />

Für die kontinuierliche Pigmentverarbeitung<br />

empfehlen sich Plattenfilter. Bereits seit einigen<br />

Jahren können Plattenfilter raumsparend<br />

seitlich aus den Wirbelschicht- und Strahlschicht-Apparaten<br />

ausgebaut werden. Die Filterelemente<br />

für Wirbelschicht- und Strahlschichtapparate<br />

von Glatt sind neuerdings<br />

noch kleiner, leistungsfähiger und langlebiger.<br />

Die Patronenfilter<br />

werden zum Reinigen<br />

ausgebaut. Für die<br />

sichere Reinigung<br />

der Anlage sorgt<br />

ein integriertes<br />

Waschdüsensystem.<br />

Mit einer geringeren Anzahl an Filterelementen<br />

– eines ist nur 800 mm lang und passt auf<br />

einen normal dimensionierten Schreibtisch –<br />

kann die gleiche oder sogar eine bessere Filterleistung<br />

erzielt werden. Plattenfilter und Filterpatronen<br />

müssen zum Reinigen reingasseitig<br />

ausgebaut werden. Der Vorteil der externen<br />

Reinigung liegt darin, dass eine Kreuzkontamination<br />

vom Filter her sicher ausgeschlossen<br />

werden kann. Das ist speziell im Pigment-<br />

Design interessant, denn nur so können unlösliche,<br />

klebrige Partikel oder gelartige Beläge<br />

vollständig beseitigt werden. Um hundertprozentig<br />

sicher zu gehen, ordnet man auch einzelnen<br />

Produkten oder Produktfamilien separate<br />

Filtersätze zu. Ein integriertes Raum- und<br />

Zonenkonzept regelt, auf welchem Weg die<br />

Filter zur Waschstation gelangen, wie sie getrocknet<br />

und gelagert werden und ob Schleusen<br />

für Material oder Mensch erforderlich<br />

sind.<br />

Wirbelschicht- und Strahlschichttechnologie<br />

zählen zu den wegweisenden Verfahren, wenn<br />

es darum geht, Produkteigenschaften gezielt<br />

zu beeinflussen und optimal einzustellen. Ein<br />

gründlich durchdachtes Anlagenkonzept hilft,<br />

das Investitionsbudget zu schonen. Mit einem<br />

ausgeklügelten Reinigungs-Design, einem intelligenten<br />

Raum- und Zonenkonzept für<br />

Nassreinigung und Trockenlagerung von Filterelementen,<br />

einem erprobten Inspektionskonzept<br />

und dem optimalen Filtersystem kann die<br />

Produktreinheit in der Pigmentproduktion im<br />

Chemiestandard genauso sichergestellt werden<br />

wie in einer hundertprozentig hygienegerechten<br />

Ausführung – die Kosten sind aber<br />

niedriger. Eine konsequente Wartungs- und Instandhaltungsstrategie<br />

sorgt für jahrelange<br />

Betriebssicherheit.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816glatt<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 57


HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />

Zuverlässige Detektion transparenter Verpackungen<br />

Hygienesensoren ohne<br />

Reflektoren<br />

Anlagen zum Abfüllen und Dosieren flüssiger und pastöser Stoffe für die<br />

Chemie-, Pharma- oder auch Kosmetikindustrie müssen höchsten Anforderungen<br />

an Hygiene, Präzision und Durchsatz genügen. Dabei stellt die prozesssichere<br />

und performante Erkennung der häufig transparenten Verpackungen in diesen<br />

Maschinen und Anlagen Automatisierungstechniker noch immer vor große<br />

Herausforderungen. Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren im<br />

EHEDG- und FDA-konformen Edelstahlgehäuse sind hier eine effiziente Lösung.<br />

Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-<br />

Sensoren von Baumer genügen schärfsten Hygieneanforderungen<br />

und ermöglichen höchste<br />

Flexibilität in der Produktion. Die zuverlässige<br />

Detektion unterschiedlichster, sich z. B. bei<br />

Chargenwechsel ändernden Arten von transparenten<br />

Objekten funktioniert ganz ohne Reflektor.<br />

Dies ist gleich zweimal hygienisch: Der<br />

verschmutzungsanfällige Reflektor entfällt<br />

und der Sensor selbst ist durch spezielles Hygienedesign<br />

optimiert. Mit diesen Sensoren<br />

können dabei Objekte bis zu einem Abstand<br />

von 1 m vom Sensor erkannt werden. Dies ermöglicht<br />

mehr Flexibilität bei der Platzierung<br />

der Sensorik in der Anlage. Dank der extrem<br />

kurzen Ansprechzeit von 0,25 ms ist er selbst<br />

für sehr schnelle Applikationen geeignet. Ein<br />

besonderes Highlight bietet die Einstellung<br />

der Sensoren. Die kann sowohl manuell über<br />

das magnetische und somit 100 % hygienische<br />

Teach<strong>verfahren</strong> oder automatisiert über IO-<br />

Link erfolgen.<br />

Objekterkennung ohne Reflektor in hygienischen Umgebungen<br />

Autoren<br />

Alexander Gerstner<br />

Head of Product Marketing SE,<br />

Baumer<br />

Andrea Memminger-Wäsch<br />

Senior Marketing Manager,<br />

Baumer<br />

Markus Imbach<br />

Senior Product Manager,<br />

Sensor Solutions<br />

Noch mehr Leistung<br />

Wenn es um die schnelle und punktgenaue Erkennung<br />

selbst hochtransparenter Objekte<br />

geht, sind optoelektronische Sensoren meist<br />

die optimale Wahl. In der Vergangenheit kamen<br />

hier meist Reflexionslichtschranken zum<br />

Einsatz. Sie sind dank ihrem Funktionsprinzip<br />

sehr zuverlässig. Allerdings verfügen sie über<br />

einen großen Nachteil, denn sie benötigen einen<br />

Reflektor, um Objekte sicher zu erkennen.<br />

Dies schränkt nicht nur die Designfreiheit ein,<br />

sondern erhöht auch die Kosten, da hier spezielle<br />

Reflektoren mit hygienischen Eigenschaften<br />

verwendet werden müssen. Zudem<br />

muss der Reflektor auch regelmäßig gereinigt<br />

oder auch einmal ausgetauscht werden und<br />

führt somit zu ungewollten Stillstandszeiten.<br />

Die Lösung hierfür sind Lichtschranken ohne<br />

Reflektoren. Der Nachteil dieser Sensoren bestand<br />

bisher in der geringen Reichweite von<br />

58 <strong>cav</strong> 8-2016


etwas mehr als 50 cm (Objektentfernung) und<br />

dem eingeschränkten Erfassungsbereich.<br />

Mit den O300- und O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren<br />

im hygienischen Edelstahldesign<br />

bietet Baumer jetzt eine überzeugende<br />

Lösung. Mit einer Reichweite bis zu 1 m und einer<br />

Ansprechzeit von 0,25 ms ermöglichen sie<br />

zuverlässig die hoch performante Erkennung<br />

transparenter Objekte ohne einen wartungsintensiven<br />

Reflektor. Zudem ist es möglich,<br />

durch intelligente automatische Konfiguration<br />

die verschiedensten Objektarten wie Flaschen,<br />

Trays und auch Folien mit nur einem<br />

Sensortyp sicher zu erkennen.<br />

Die Gehäuse aus glattem, nutenfreien<br />

V4A-Edelstahl bieten keinerlei Haftungspunkte<br />

für Bakterien und Schmutz und fügen sich<br />

problemlos in das Hygienedesign der Anlage<br />

ein. Darüber hinaus sind sie überaus beständig<br />

sowie korrosionsfrei und widerstehen<br />

selbst den aggressivsten Reinigungsmitteln<br />

und -prozessen. Aber Hygiene endet nicht am<br />

Sensor. Die Edelstahlsensoren bieten auch die<br />

komplette Palette an Montagekomponenten<br />

im Hygienedesign. So ist höchste Sicherheit<br />

gewährleistet.<br />

Effizient auf der ganzen Linie<br />

Große Reichweiten und ein möglichst kleiner<br />

Blindbereich sind für Automatisierungstechniker<br />

im Pharmabereich und in der Fein<strong>chemie</strong><br />

ein wichtiges Auswahlkriterium. Bei optischen<br />

Sensoren mit Winkelmessung (Triangulationsprinzip)<br />

wird die maximale Reichweite stark<br />

von der Baugröße (Abstand zwischen dem in<br />

einem Gehäuse integrierten Sender und dem<br />

Empfänger) bestimmt. Dank dem neu entwickelten<br />

Algorithmus von Baumer sind die<br />

O300- und O500-Smartreflect-Transparent-<br />

Edelstahlsensoren in der Lage, Reflektionswinkel<br />

und -intensität des empfangenen Lichts intelligent<br />

zu verknüpfen und somit trotz der<br />

kompakten Gehäusehöhe von nur 45 mm eine<br />

Reichweite von 1 m zu erzielen.<br />

Für hohe Maschinengeschwindigkeiten wie<br />

z. B. bei der Abfüllung von flüssigen Medien<br />

sind performante und zuverlässige Sensorlösungen<br />

die entscheidende Voraussetzung.<br />

Durch den optimierten Smartreflect-Transparent-Detektions-Algorithmus<br />

wurde die Auslesegeschwindigkeit<br />

des optischen Empfängers<br />

stark verbessert. Das Resultat ist eine Ansprechzeit<br />

von unter 0,25 ms.<br />

Dabei gilt es, bei hohen Geschwindigkeiten<br />

und minimalen Abständen neben der Ansprechzeit<br />

noch den Strahlverlauf der Lichtquelle<br />

zu berücksichtigen. Mit der Baumer-<br />

PinPoint-LED wird ein fokussierter Strahlverlauf<br />

erreicht, der in vertikaler Ausrichtung des<br />

Sensors die zuverlässige Detektion von Objekten<br />

mit sehr kleinen Abständen ermöglicht.<br />

Dank der intelligenten Auswertung im Sensor<br />

bieten die Sensoren selbst bei starken Vibrationen,<br />

wie sie häufig in Anlagen vorkommen,<br />

höchste Zuverlässigkeit.<br />

Transparente Objekte sind in einer Vielzahl im<br />

Einsatz. Die verschiedenen Strukturebenen<br />

von Kunststoffen und deren Herstellung weisen<br />

sehr unterschiedliche Eigenschaften auf,<br />

die sich für die optische Erkennung in Depolarisationseffekten<br />

oder Transmissionsdifferenzen<br />

niederschlagen. Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren<br />

von Baumer bieten<br />

deshalb drei Standard-Sensitivitätslevels, die<br />

eine zuverlässige Detektion der unterschiedlichen<br />

transparenten Objekte ermöglichen. Die<br />

manuelle Parametrierung der Sensoren erfolgt<br />

bequem und absolut hygienisch über das<br />

einfache, sichere und verschleißfreie magnetische<br />

Einlern<strong>verfahren</strong> qTeach von Baumer.<br />

Nach dem Einlernen verriegelt sich der Sensor<br />

automatisch und bietet so höchste Prozesssicherheit.<br />

Ready for Industry 4.0<br />

Noch mehr Flexibilität und Hygiene z. B. für<br />

schnelle Formatwechsel bietet die Parametrierung<br />

über die integrierte IO-Link-Schnittstelle.<br />

Darüber lassen sich zusätzlich noch Parameter<br />

wie z. B. Ansprech- und Abfallverzögerung, minimale<br />

Pulsdauer, exakte Schaltpunkte für unterschiedliche<br />

Objekte automatisiert einstellen.<br />

Zusätzlich lassen sich die qTeach-Methoden<br />

und die Verriegelungszeit individuell parametrieren.<br />

Die Signalqualität der Sensoren<br />

kann über IO-Link überwacht werden und somit<br />

lässt sich der Wartungszyklus optimal planen.<br />

Durch diese umfangreichen Möglichkeiten<br />

der Parametrierung kann ein einziger Sensortyp<br />

schnell und einfach auf ganz unterschiedliche<br />

Applikationen und transparente<br />

Materialien konfiguriert werden. Die Schnittstelle<br />

liefert auch qualifizierte Prozess- und Diagnosedaten<br />

für optimale und kostensparende<br />

Wartungsprozesse.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816baumer<br />

Nutenfreie Oberfläche vermeidet Anhaftungen<br />

jeglicher Art für 100 % Hygiene<br />

Erkennung transparenter Objekte ohne Reflektor<br />

in hygienischen Umgebungen bis zu 1 m<br />

Schnelle Formatwechsel und kurze Umrüstzeiten<br />

dank IO-Link<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 59


PRODUKTE<br />

Software für maximierte Anlagenleistung<br />

Einfach anzubringende Rohrmarkierer<br />

Die Klick-Rohrmarkierer von Brady<br />

zeigen den Inhalt und die Flussrichtung<br />

von Rohrleitungen an.<br />

Die Rohrmarkierer werden an<br />

Glasfaserträgern befestigt, die an<br />

zwei Laschen angeklickt werden.<br />

Das Anbringen und Auswechseln<br />

wird dadurch erleichtert. Da auf<br />

Klebstoffe verzichtet wird, lassen<br />

sich die Elemente gut an kalten,<br />

heißen, lackierten oder öligen<br />

Rohren anbringen. Das Befestigungssystem<br />

eignet sich für<br />

Rohrdurchmesser ab 20 mm. Die<br />

Komponenten sind aus Edelstahl<br />

und Glasfasermaterial gefertigt<br />

und lösen sich nicht ab. Einige<br />

Rohrmarkierer können auch vor<br />

Ort mit einem Thermotransferdrucker<br />

bedruckt werden.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816brady<br />

Die Version 9 der Aspenone<br />

Engineering-Manufacturing-and<br />

-Supply-Chain-Software ist verfügbar.<br />

Mit dieser Software wird<br />

Herstellern eine ganzheitliche Basis<br />

zur Optimierung von Betriebsabläufen<br />

geboten. Im Detail bestehen<br />

verbesserte Analysemöglichkeiten<br />

von Schlüsselprozessen<br />

wie beispielsweise Destillationsprozessen.<br />

Hier kann man die hydraulische<br />

Leistung leichter analysieren<br />

und Betriebsparameter<br />

überprüfen. Der Energieverbrauch<br />

wird optimiert und Einbußen<br />

hinsichtlich Durchsatz oder<br />

Reversible Temperaturmessfolien<br />

Produktqualität verringert. Das<br />

Softwarepaket enthält außerdem<br />

modellgestützte Entscheidungshilfen,<br />

z. B. ein überarbeitetes Planungsmodell<br />

für Raffinerien. Benutzerdefinierte<br />

Modelle lassen<br />

sich einfacher integrieren. Mit der<br />

Softwarekomponente DMC3 Builder<br />

können sämtliche APC-Controller<br />

über ein Tool erstellt werden.<br />

Mit erweiterten Planungstools<br />

wird die Optimierung von<br />

Abläufen innerhalb der Lieferungskette<br />

für Rohstoffe erreicht.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816aspentech<br />

Für die kostengünstige und unkomplizierte Dokumentation<br />

der Wärmeentwicklung an Oberflächen, Bauteilen, Maschinengehäusen<br />

und in Prozesskammern bietet Kager<br />

nun auch die beiden reversiblen<br />

Flüssigkristallindikatoren Therm -<br />

index. Sie sind für die Temperaturbereiche<br />

0 bis 50 °C bzw.<br />

50 bis 100 °C geeignet. Im Detail<br />

handelt es sich um selbstklebende<br />

11-Felder-Messstreifen von<br />

51 x 18 mm Größe, deren Indikatorbereich<br />

sich bei steigender<br />

Temperatur dunkelrot färbt. Die<br />

Flüssigkristallschicht, die sich im<br />

Inneren der Multilayerfolie zwischen<br />

Trägermaterial und Schutzschicht<br />

befindet, ändert ihre Farbe<br />

reaktionsschnell und reversibel<br />

in Schritten zu je 5 °C. Der jeweilige Wert wird an der<br />

als Messsäule dargestellten Anzeigeskala abgelesen.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816kager<br />

Z-Förderer für hohe Kapazitäten<br />

Als Alternative zu Bechertransportsystemen bietet Poeth<br />

einen kostensparenden Z-Förderer, um Schüttgüter mit einer<br />

hohen Kapazität in große Höhen zu transportieren. Im<br />

Gegensatz zu Becherförderern sind für dieses Fördersystem<br />

keine Investitionen in Atex-Schutzmaßnahmen erforderlich,<br />

weil die Fördergeschwindigkeit 1 m/s nicht überschreitet.<br />

Aufgrund seines Designs besitzt<br />

der Z-Förderer einen hohen Beladungsgrad,<br />

der eine Kapazität von 45 bis<br />

220 m 3 /h ermöglicht. Er kann ohne<br />

Dachaufbau, Keller oder Schächte gebaut<br />

werden. Er bewirkt den schonenden<br />

Transport von Pulvern, Körnern<br />

und Granulaten und ist besonders geeignet<br />

für bruchempfindliche Rohstoffe.<br />

Im Vergleich zum pneumatischen<br />

Transport werden etwa 90 % Energie<br />

eingespart. Das System eignet sich für<br />

Förderhöhen von mehr als 10 m.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816poeth<br />

Webbasiertes Gefahrstoffmanagement<br />

Mit Web Sara bietet Qumsult eine<br />

Saas-Anwendung, die vor allem<br />

Umweltschutzbeauftragte<br />

und Fachkräfte für Arbeitssicherheit<br />

bei der Erfassung und dem<br />

Management von Gefahrstoffdaten<br />

unterstützt. Einmal erfasst,<br />

stehen erforderliche Stoffdaten<br />

allen Mitarbeitern eines Unternehmens<br />

an jedem Standort zur<br />

Verfügung und können auch mobil<br />

via Tablet-PC oder Smartphone<br />

abgerufen werden. Die Plattform<br />

ermöglicht das Erstellen von Be-<br />

triebsanweisungen. Sie beinhaltet<br />

auch das GHS-Spaltenmodell<br />

und unterstützt so bei der Suche<br />

nach dem richtigen Ersatzstoff.<br />

Einsatzorte, Stoffeigenschaften,<br />

Zusammensetzungen sowie das<br />

Freigabe<strong>verfahren</strong> für verwendete<br />

Stoffe können ebenfalls dokumentiert<br />

werden. Auch Nachweise<br />

gegenüber Zertifizierern oder<br />

Behörden werden mit dem System<br />

vereinfacht.<br />

» www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: <strong>cav</strong>0816qumsult<br />

60 <strong>cav</strong> 8-2016


LITERATUR, BROSCHÜREN, E-MEDIEN<br />

Katalolg Gefahrstofflagerung- und -handling<br />

Der Gefahrstofflagerung- und<br />

-handling-Katalog 2016/2017<br />

von Asecos beinhaltet auf über<br />

650 Seiten mehr als 3000 Artikel<br />

für den professionellen Umgang<br />

und die sichere Lagerung von Ge-<br />

fahrstoffen. Die praxisorientierte<br />

Kombination aus Katalog und<br />

Nachschlagewerk gibt in mehr<br />

als zehn Kapiteln einen Überblick<br />

über das umfangreiche Spezialsortiment<br />

des Herstellers. Jedes<br />

Kapitel beinhaltet Informationsblöcke<br />

mit detaillierten Artikelerläuterungen,<br />

technischen Hinweisen<br />

und Zeichnungen<br />

sowie Tipps bezüglich<br />

des Zubehörs.<br />

Der Katalog ist kostenlos<br />

erhältlich. Auf<br />

der Homepage von Asecos<br />

finden Sie eine blätterbare<br />

Onlineversion.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816asecos<br />

1619225-3.indd 1 07.06.16 09:11<br />

Dechema-Werkstofftabelle online verfügbar<br />

Wie hoch ist die Lebenserwartung<br />

eines Reaktors, in dem eine<br />

chemische Umsetzung stattfindet?<br />

Wie kann ich die Oberfläche<br />

meines Kesselwagens vor aggressiven<br />

Medien schützen und wie<br />

hoch ist die zu erwartende Korrosionsrate?<br />

Antworten auf diese<br />

und wortwörtlich hunderttausend<br />

weitere Fragen liefert die<br />

Dechema-Werkstofftabelle.<br />

Das bewährte, ab sofort auch online<br />

zugängliche Nachschlagewerk<br />

für Ingenieure, Verfahrenstechniker<br />

und Anlagenbauer bietet<br />

rund um die Uhr Zugriff auf<br />

120 000 Werkstoff-Medium-Kombinationen.<br />

Dank Volltextsuche<br />

und umfangreichem Index sind<br />

alle Informationen schnell und<br />

einfach zugänglich. Die Tabelle ist<br />

über Einzel- und Mehrplatzlizenzen<br />

ohne zusätzliche Software-Installation<br />

nutzbar.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816dechema<br />

Mehrsprachige<br />

Katalogproduktion<br />

Grundlagen zu Profibus und Profinet<br />

Gerade für Einsteiger erscheint die Welt der industriellen Kommunikation<br />

als vielschichtige, multidimensionale und bisweilen verwirrende<br />

Mischung aus Feldbussen, Softwarepaketen und Medien. Das Buch<br />

„Unterwegs mit dem Process Fieldbus“ soll nun Abhilfe schaffen. Die<br />

Autoren geben ihren Lesern die notwendigen<br />

Grundlagen für Profibus und Profinet<br />

an die Hand und behandeln Themen wie<br />

Bus-Betrieb, physikalische Schichten und<br />

Netzwerke, Netzwerkdesigns, Tipps und<br />

Tricks zu Installation, Inbetriebnahme, Wartung<br />

und Plant Asset Management.<br />

James Powell und Henry Vandelinde, Unterwegs mit<br />

dem Process Fieldbus, 2. Auflage, 18 Euro Mitglieder,<br />

36 Euro Nichtmitglieder.<br />

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Suchwort: <strong>cav</strong>0816profibus<br />

Für die Produktion Ihrer mehrsprachigen oder versionierten<br />

Kataloge sind wir bestens gerüstet – speziell wenn es<br />

um das Know-how beim Projektmanagement Ihrer hochkomplexen<br />

Aufträge geht.<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 61


TERMINE/INSERENTENVERZEICHNIS<br />

SEPTEMBER BIS OKTOBER<br />

Rembe<br />

• Tagung: Druckentlastungssysteme in der<br />

Prozessindustrie – Regelwerke, Auslegung<br />

und praktische Anwendung,<br />

28. bis 29. September 2016, Brilon<br />

• Tagung: Entwicklungen und Trends im<br />

(konstruktiven) Explosionsschutz,<br />

28. bis 29. September 2016, Brilon<br />

Auskünfte: Rembe GmbH Safety + Control,<br />

Tel.: (02961) 50 71 4,<br />

E-Mail: anmeldung@rembe.de<br />

Retsch Technology<br />

• Seminar: Moderne Methoden der<br />

Partikelmesstechnik im Vergleich,<br />

15. September 2016, Berlin<br />

Auskünfte: Retsch Technology GmbH,<br />

Tel.: (02104) 23 33-300,<br />

E-Mail: technology@retsch.com<br />

HDT<br />

• Seminar: Das Explosionsschutzdokument,<br />

4. Oktober 2016, Essen<br />

• Seminar: Funktionale Sicherheit (SIL) –<br />

mit Übungen, 5. bis 6. Oktober 2016,<br />

Essen<br />

• Tagung: 10. Essener Explosionsschutz tage,<br />

5. bis 6. Oktober 2016, Essen<br />

Auskünfte: HDT – Haus der Technik e. V.,<br />

Tel.: (0201) 18 03 1,<br />

E-Mail: information@hdt-essen.de<br />

Profibus<br />

• Seminar: IO-Link Anwender-Workshop,<br />

29. September 2016, Leipzig<br />

Auskünfte: Profibus Nutzerorganisation<br />

e. V., Tel.: (0721) 96 58 590,<br />

E-Mail: info@io-link.com<br />

C.O.G.<br />

• Seminar: Sicheres Abdichten mit<br />

O-Ringen inkl. Prüfung und Schadens -<br />

analyse, 28. bis 29. September 2016,<br />

Pinneberg<br />

Auskünfte: C. Otto Gehrckens GmbH & Co.<br />

KG Dichtungstechnik, Tel.: (04101) 50 02-0,<br />

E-Mail: info@cog.de<br />

Weitere Seminare und Veranstaltungen finden Sie unter www.prozesstechnik-online.de<br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

• Aerzener Maschinenfabrik GmbH,<br />

Aerzen 7<br />

• AGS Schüttguttechnik GmbH & Co.KG,<br />

Lage 26<br />

• Alfa Laval Mid Europe GmbH, Glinde 63<br />

• Asco Numatics GmbH, Ölbronn-Dürrn 45<br />

• haspa GmbH Biegsame Wellen,<br />

Ittlingen 65<br />

• Hirschmann Laborgeräte<br />

GmbH & Co.KG, Eberstadt 65<br />

• Alwin Höfert Fabrikation von<br />

Spezial-Dichtungen, Ammersbek 64<br />

• Schwer Fittings GmbH, Denkingen 63<br />

• SPX Flow Technology Norderstedt<br />

GmbH, Norderstedt 65<br />

• Stäubli Tec-Systems GmbH Connectors,<br />

Bayreuth 5<br />

• system-technik GmbH, Landsberg 3<br />

• Bronkhorst High-Tech B.V., NL-Ruurlo 64<br />

• Dickow Pumpen KG, Waldkraiburg 35<br />

• Druckflex Kuchenbrod GmbH, Sulzbach 64<br />

• Ebbecke Verfahrenstechnik AG,<br />

Bruchköbel 64<br />

• Enviro-Chemie GmbH<br />

Wasser- und Abwassertechnik, Roßdorf 65<br />

• IEP Technologies GmbH, Ratingen 65<br />

• Kelvion Holding GmbH, Bochum 2<br />

• L & R Kältetechnik GmbH & Co. KG,<br />

Sundern 64<br />

• Norgren GmbH, Alpen 25<br />

• Vega Grieshaber KG, Schiltach 68<br />

• Volkmann GmbH, Soest 15<br />

• Watson Marlow GmbH,<br />

Rommerskirchen 37<br />

• Will & Hahnenstein GmbH, Herdorf 64<br />

• Zwick Armaturen GmbH, Ennepetal 39<br />

• Flexim Flexible Industriemesstechnik<br />

GmbH, Berlin 47<br />

• Flowtech Industries AG, CH-Winterthur 65<br />

• Fluitec mixing + reaction solutions AG,<br />

CH-Neftenbach 64<br />

• Gather Industrie GmbH, Wülfrath 13<br />

• F.H. Papenmeier GmbH & Co.KG,<br />

Schwerte 41<br />

• ProMinent GmbH, Heidelberg 27<br />

• Reichelt Chemietechnik GmbH & Co.,<br />

Heidelberg 63, 64, 65<br />

• Rembe GmbH Saftety + Control, Brilon 61<br />

Beilagenhinweis<br />

Dieser Ausgabe liegt ein Prospekt<br />

folgender Firma bei:<br />

MT-Messe & Event GmbH, Osterwieck<br />

Wir bitten unsere Leser um freundliche<br />

Beachtung.<br />

62 <strong>cav</strong> 8-2016


INSERENTENVERZEICHNIS<br />

ARMATUREN + FITTINGS<br />

ARMATUREN + FITTINGS<br />

KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />

RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

www.rct-online.de<br />

Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />

„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />

mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />

und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />

Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />

ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />

Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />

Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />

Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />

Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />

Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />

Schwer Fittings GmbH<br />

www.schwer.com<br />

Focus in details®<br />

Edelstahl Rohrverbindungen und Armaturen:<br />

- u2-Lok® Klemm-Keilringverschraubungen<br />

- Clino® Klemmverbindungen nach DIN 32676<br />

- Aseptik Verbindungen nach DIN 11864<br />

- Aseptik Orbitalschweiss Fittings nach DIN 11865<br />

- Aseptik Rohre nach DIN 11850 und DIN 11866<br />

- Milchrohrverschraubungen nach DIN 11851<br />

- Kleinflansch-Verbindungen (Vakuum) DIN 28403<br />

- Orbitalschweiss-, VC- und VO Flat-Face-Fittings<br />

Alle Produkte finden Sie im Internet in unserem<br />

Online-Shop: informieren, anfragen und bestellen!<br />

Alfa Laval<br />

www.alfalaval.de<br />

Alfa Laval (www.alfalaval.de) ist ein weltweit führender<br />

Anbieter von Produkten und kundenspezifischen Verfahrenslösungen,<br />

die auf den Schlüsseltechnologien des<br />

Unternehmens in den Bereichen Wärmeübertragung,<br />

mechanische Separation oder Fluid Handling basieren.<br />

Alfa Laval ist an der Nasdaq OMX gelistet und beschäftigt<br />

rund 18.000 Mitarbeiter.<br />

Alfa Laval Produkte, Systeme und der Service sind speziell<br />

entwickelt, um den Kunden bei der Optimierung der<br />

Prozesse zu unterstützen. Die Lösungen unterstützen sie<br />

beim Erhitzen, Kühlen, Separieren und Transportieren<br />

von Produkten in Branchen, in denen Lebensmittel und<br />

Getränke, Chemie und Petro<strong>chemie</strong>, Pharmaartikel,<br />

Stärke, Zucker und Ethanol produziert werden.<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 63


PARTNER FÜR DIE CHEMISCHE INDUSTRIE<br />

KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />

KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />

KOMPONENTEN<br />

L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG<br />

www.lr-kaelte.de<br />

Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen mit herausragender<br />

Expertise in der Kältetechnik. L&R Kälte<strong>anlagen</strong><br />

sind auf einen umweltschonenden Betrieb bei<br />

gleichzeitig höchstmöglicher Energieeffizienz ausgelegt.<br />

Wir arbeiten für Kunden in den Disziplinen:<br />

Kunststoff- und Kautschukindustrie<br />

Oberflächen- und Galvanotechnik<br />

Lebensmittelindustrie<br />

Chemie- und Pharmaindustrie<br />

Medizintechnik<br />

Metallverarbeitung<br />

Spezialtiefbau/Bergbau<br />

Will & Hahnenstein GmbH<br />

www.will-hahnenstein.de<br />

•Wärmekammern und Wärmeschränke, •Schmelz<strong>anlagen</strong><br />

für Wachse, Fette, etc., •Temperöfen, •Paternoster-<br />

Öfen, •Umlufttrockner, Kammer- und Durchlauftrockner,<br />

•Klimaprüfschränke, •Vakuumtrocknungs<strong>anlagen</strong>,<br />

•Schmelzbehälter, Rührwerksbehälter mit Doppelmantel,<br />

•Hochleistungsschmelztrichter, •Prüfstande für<br />

Druck und Temperaturbelastung, •Fassheizer (Elektro,<br />

Heisswasser/Dampf oder Thermalöl) für stehende,<br />

liegende Fässer aller Größen, •Industrietauchsieder und<br />

Heizregister, •Fasshebe- und Kippgeräte insb. Sonderausführungen<br />

(alle Größen, gem. ATEX, für Sonderbehälter<br />

und Bauteile), •Kipptraversen und Staplervorbaugeräte,<br />

•Horden- und Ofenbeschickungswagen,<br />

•Fasshähne, -schlüssel und Zubehör, •Fass-Rollböcke<br />

Druckflex-Kuchenbrod GmbH<br />

www.druckflex.de<br />

Unsere besonderen Stärken des Leistungsangebots<br />

liegen In den Schwerpunkt-Bereichen:<br />

• Schlauch-Kupplungen, PP-Fittings<br />

• Rohrverbinder, Rohrkupplungen, Rohrspanner,<br />

Rohrbauteile<br />

• Armaturen und Schlauchleitungen<br />

für alle Anwendungen<br />

• PTFE-Schläuche, FDA-Qualität<br />

Das Sortiment an technisch hochwertigen Produkten<br />

wird ständig auf die vielfältigen Anforderungen der<br />

Kunden abgestimmt. Ein gut geschultes, kompetentes<br />

Team steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.<br />

KOMPONENTEN<br />

LOHNHERSTELLUNG<br />

Alwin Höfert<br />

www.hoefert.de<br />

· O-Ringe<br />

· PTFE-Dichtungen & Halbzeuge<br />

· Ummantelte O-Ringe<br />

· FFKM-Dichtungen<br />

· Hydraulikdichtungen<br />

· Kolben-/Stangendichtungen<br />

· Formteile<br />

Alwin Höfert KG<br />

Fabrikation von Spezialdichtungen<br />

Ferdinand-Harten-Straße 15, 22949 Ammersbek<br />

Phone +49 40 6044770, Fax +49 40 6046523<br />

service@hoefert.de, www.hoefert.de<br />

Ebbecke Verfahrenstechnik AG<br />

www.ebbecke-<strong>verfahren</strong>stechnik.de<br />

Als klassischer Lohnfertiger und Partner der schüttgutverarbeitenden<br />

Industrie decken wir ein breites Spektrum<br />

der mechanischen Verfahrenstechnik ab, so unter<br />

anderem Lohnaufbereitung, Lohnvermahlung, Lohnsiebung,<br />

Lohntrocknung, Lohnmischung, Lohnpastillierung,<br />

Lohnkompaktierung, Lohnabfüllung und Musterabfüllung.<br />

Wir sind sowohl der richtige Partner bei komplexen,<br />

langfristig angelegten Verarbeitungsprojekten als auch<br />

bei kleinvolumigen, einmaligen Aufträgen.<br />

Fakten zu Unternehmen, Details zu<br />

Angebot- und Leistungsspektrum finden<br />

Sie auch Online unter „Partner für die<br />

chemische Industrie“<br />

Scannen Sie hier und gelangen Sie zur<br />

Online Anbietersicht!<br />

Bookmark!<br />

www.prozesstechnik-online.de/partner-fuer-diechemische-industrie<br />

MESS- UND ANALYSETECHNIK<br />

MESS- + ANALYSETECHNIK<br />

MISCHTECHNIK<br />

Bronkhorst<br />

www.bronkhorst.com<br />

• Durchflussmessgeräte Massedurchflussmesser und<br />

-reg ler für Labor, Industrie und Ex-Bereich<br />

Das breite Anwendungsfeld erstreckt sich von Forschungseinrichtungen<br />

und Labors über Technikums<strong>anlagen</strong><br />

bis hin zu Industrie<strong>anlagen</strong> und das auch in Zonen,<br />

in denen die ATEX-Vorschriften Anwendung finden.<br />

RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

www.rct-online.de<br />

Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />

„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />

mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />

und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />

Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />

ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />

Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />

Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />

Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />

Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />

Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />

Fluitec mixing + reaction solutions AG<br />

www.fluitec.ch<br />

· Statisches Mischen<br />

Mischtechnik auf dem neuesten Stand<br />

· Mischen-Wärmetauschen<br />

Die einzigartigen Mischer-Wärmetauscher<br />

· In-line Reaktionstechnik<br />

Modulare Reaktionssysteme<br />

· Systeme<br />

DeNOx-Systeme, Misch- u. Dosier<strong>anlagen</strong><br />

CH-8413 Neftenbach, Seuzachstrasse 40<br />

Phone +41 52 305 00 40<br />

Fax +41 52 305 00 44<br />

64 <strong>cav</strong> 8-2016


PARTNER FÜR DIE CHEMISCHE INDUSTRIE<br />

MISCHTECHNIK<br />

PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />

PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />

Stamixco AG<br />

www.stamixco.com<br />

Statische Mischsysteme<br />

Stamixco AG<br />

Samstagernstrasse 57<br />

8832 Wollerau<br />

Schweiz<br />

Phone +41 52 338 17 11<br />

info@stamixco.com<br />

Hirschmann Laborgeräte GmbH & Co. KG<br />

www.hirschmannlab.com<br />

Liquid Handling<br />

Schlauch-Pumpen<br />

Dosier-Pumpen<br />

Dosier-, Titrations- und Pipettiergeräte<br />

Produkte von Hirschmann sind seit über 50 Jahren in<br />

den Laboren der Erde zuhause. Die Laborgeräte zum<br />

Pipettieren, Dosieren und Titrieren, Pumpen,<br />

maßanalytische Glasgeräte und Präzisionskapillaren<br />

sind durchdachtes und hochwertiges Werkzeug für die<br />

Spezialisten im Labor. Sie können individuell auf die<br />

Anwenderbedürfnisse angepasst werden.Hirschmann<br />

entwickelt für seine Kunden innovative Problemlösungen<br />

für die tägliche Arbeit im medizinischen Labor, in<br />

der Forschung und in der Industrie.<br />

RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

www.rct-online.de<br />

Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />

„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />

mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />

und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />

Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />

ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />

Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />

Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />

Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />

Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />

Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />

Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />

PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />

REINIGUNGSTECHNIK<br />

SICHERHEITSTECHNIK<br />

SPX Flow Technology Norderstedt GmbH<br />

www.bran-luebbe.de<br />

Die SPX FLOW Marke Bran+Luebbe stellt seit mehr als<br />

80 Jahren Dosier- und Prozesspumpen, Prozesssysteme,<br />

Mischer und Analysengeräte zum Einsatz in folgenden<br />

Märkten her:<br />

• Power & Energy<br />

• Öl & Gas<br />

• Chemische- und petrochemische Industrie<br />

• Pharma Industrie & Biotechnologie<br />

• Wasseraufbereitung<br />

• Körperpflege<br />

• Textilindustrie<br />

• Nahrungsmittel & Getränke<br />

haspa GmbH<br />

www.haspa-gmbh.de<br />

Reinigungssysteme mit Biegsamer Welle<br />

• Biegsame Wellen und Antriebe für Biegsame Wellen<br />

300 Watt – 4 kW<br />

Antriebswellen alle Typen<br />

• Reinigungswellen z. B. für Wärmetauscher,<br />

Luftschächte, Kamine usw.<br />

Reparaturservice für alle Typen und Fabrikate<br />

Neuentwicklungen Musterbau<br />

haspa GmbH<br />

Sägmühlstr. 39<br />

74930 Ittlingen<br />

Phone +49 72 66 9 14 80<br />

Fax +49 72 66 91 48 30<br />

info@haspa-gmbh.de<br />

IEP Technologies GmbH<br />

www.ieptechnologies.com/de/<br />

IEP Technologies, die HOERBIGER Safety Solutions Company,<br />

ist ein weltweit führender Anbieter von Explosionsschutzsystemen<br />

und -Serviceleistungen.<br />

Das Unternehmen mit Sitz in Marlborough, Massachusetts,<br />

USA, ist weltweit in über 50 Ländern vertreten.<br />

Ansprechpartner für die Kunden im deutschen Markt ist<br />

die IEP Technologies GmbH, Ratingen. Ein kompetentes<br />

Team aus Anwendungstechnikern, Vertriebsingenieuren<br />

und Servicetechnikern entwirft und wartet hochentwickelte<br />

Sicherheits-Systeme, die zuverlässig und<br />

effizient die Mitarbeiter und Anlagen der Kunden von<br />

IEP Technologies sowie die Umwelt vor den verheerenden<br />

Folgen von Explosionen in industriellen Anwendungen<br />

schützen.<br />

STRÖMUNGSSIMULATION<br />

UMWELTTECHNIK<br />

WISSEN<br />

Flowtech Industries AG<br />

www.flowte.ch<br />

Strömungsmodelle/CFD<br />

Flowtech Industries AG<br />

Kronaustrasse 10<br />

CH-8404 Winterthur<br />

Switzerland<br />

Phone +41-52-233 96 07<br />

Fax +41-52-233 96 08<br />

hug@flowte.ch<br />

EnviroChemie GmbH<br />

www.enviro<strong>chemie</strong>.com<br />

Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung für die<br />

Industrie<br />

Wir sind Ihr Partner für die Wasserbehandlung. Von uns<br />

bekommen Sie alles aus einer Hand. Wir planen, bauen<br />

und betreiben Ihre Anlagen und liefern die passenden<br />

Betriebsmittel aus eigener Produktion.<br />

Sprechen Sie uns an. Von uns bekommen Sie Anlagen, die:<br />

• Wasser oder Prozesswasser aufbereiten<br />

• Wasser im Kreislauf führen<br />

• Kühlwasser sicher behandeln<br />

• Abwasser behandeln<br />

• Zero Liquid Discharge Anforderungen erfüllen<br />

• Wertstoffe und Energie zurückgewinnen<br />

• wiederverwendbares Wasser herstellen<br />

<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />

www.prozesstechnik-online.de/<strong>chemie</strong><br />

<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong> berichtet in Form von<br />

anwendungs- und praxisorientierten Fachbeiträgen,<br />

Reportagen, Interviews und Produktinformationen über<br />

Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die<br />

chemische und pharmazeutische Industrie.<br />

Direkt bestellen unter ute.kraemer@konradin.de oder<br />

über www.direktabo.de<br />

<strong>cav</strong> 8-2016 65


VORSCHAU<br />

Ausgabe September 2016<br />

Hängefördertechnik für Abfüllprozesse<br />

Zur Stützung seines weiteren Wachstums<br />

baut der belgische Bau<strong>chemie</strong>spezialist<br />

Soudal seine Fertigung am belgischen<br />

Stammsitz Turnhout aus. Dabei kommt<br />

hocheffiziente Skyfall-Hängefördertechnik<br />

zum Einsatz. Das System integriert unterschiedlich<br />

getaktete Linien und steigert<br />

so im hohen Maß die Produktion. Die<br />

Skyfall-Technology nutzt gezielt die<br />

Schwerkraft und kommt daher mit nur<br />

wenigen Antrieben aus.<br />

Prozessanalytik von morgen<br />

Welche Messtechnik benötigen Chemieunternehmen,<br />

um Industrie 4.0 realisieren<br />

zu können? Werden traditionelle Durchflussmessgeräte<br />

in Zukunft auch chemische<br />

Analysen durchführen? Und welche Möglichkeiten<br />

eröffnen tomografische Verfahren in<br />

der Prozessanalytik? Antworten hierzu gibt<br />

Dr. Attila M. Bilgic, Managing Director Krohne<br />

Messtechnik GmbH, im Gespräch mit <strong>cav</strong>.<br />

Die Zeitschrift für Chemie- und Pharmatechnik<br />

ISSN 0009–2800<br />

Herausgeberin:<br />

Katja Kohlhammer<br />

Verlag:<br />

Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH<br />

Ernst-Mey-Straße 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen<br />

Germany<br />

Geschäftsführer:<br />

Peter Dilger<br />

Verlagsleiter:<br />

Peter Dilger<br />

Chefredakteur:<br />

Günter Eckhardt (ec), Phone +49 711 7594-291<br />

Stellv. Chefredakteur:<br />

Lukas Lehmann (le), Phone +49 711 7594-290<br />

Redaktion:<br />

Ursula Fisely-Bustorff (fi), Phone +49 711 7594-373<br />

Dipl.-Ing. Daniela Held (dh), Phone +49 711 7594-284<br />

B. Eng. Janosch Menger (jm), Volontär,<br />

Phone +49 711 7594-287<br />

Dr. Bernd Rademacher (br), Phone +49 711 7594-263<br />

Angelika Stoll (st), Phone +49 711 7594-300<br />

Redaktionsassistenz:<br />

Barbara Diviggiano, Phone +49 711 7594-415, Fax -1415<br />

E-Mail: <strong>cav</strong>.redaktion@konradin.de<br />

Layout:<br />

Barbara Geisel, Phone +49 711 7594-258<br />

Gesamtanzeigenleiter:<br />

Andreas Hugel, Phone +49 711 7594-472<br />

E-Mail: <strong>cav</strong>.anzeigen@konradin.de<br />

Auftragsmanagement:<br />

Andrea Haab, Phone +49 711 7594-320<br />

E-Mail: andrea.haab@konradin.de<br />

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 49 vom 1.10.2015.<br />

Leserservice:<br />

Ute Krämer, Phone +49 711 7594-5850<br />

Fax +49 711 7594-15850<br />

E-Mail: ute.kraemer@konradin.de<br />

<strong>cav</strong> erscheint monatlich – ergänzt durch Sonderausgaben<br />

– und wird kostenlos nur an qualifizierte<br />

Empfänger geliefert.<br />

Rundumpaket für die PAT-Messstelle<br />

Wie bei allen Investitionsentscheidungen<br />

muss auch bei einer PAT-Messstelle von vorne<br />

herein deren Nutzen klar sein und der Aufwand<br />

in einem vernünftigen Verhältnis dazu<br />

stehen. Bilfinger Maintenance verfügt über<br />

die geeigneten Patentrezepte, mit denen der<br />

Erfolg der Prozessanalysentechnik sichergestellt<br />

wird.<br />

• Ventil für aseptische Probenahme<br />

Proben sicher aus Behältern und Rohrleitungen entnehmen<br />

•Hart im Nehmen<br />

Ex-geschützte Operator Interfaces<br />

• Gut vernetzt liegt voll im Trend<br />

So funktionieren Energieeffizienz-Netzwerke<br />

Bezugspreise: Inland 82,80 € inkl. Versandkosten und<br />

MwSt.; Ausland 83,40 € inkl. Versandkosten, Einzel -<br />

verkaufspreis 7,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.<br />

Auslandsvertretungen: Großbritannien: Jens Smith<br />

Partnership, The Court, Long Sutton, GB-Hook,<br />

Hampshire RG29 1TA, Phone 01256 862589,<br />

Fax 01256 862182, E-Mail: media@jens.demon.co.uk;<br />

Schweiz: IFF Media AG, Frank Stoll, Technoparkstr. 3,<br />

CH-8406 Winterthur, Phone 052 6330888,<br />

Fax 052 6330899, E-Mail: f.stoll@iff-media.ch;<br />

Japan: Mediahouse Inc., Kudankita 2-Chome<br />

Building, 2–3–6, Kudankita, Chiyoda-ku. Tokyo 102,<br />

Phone 03 32342161, Fax 03 32341140;<br />

USA, Kanada: D.A. Fox Advertising Sales, Inc.,<br />

Detlef Fox, 5 Penn Plaza, 19th Floor, New York,<br />

NY 10001, Phone 212 8963881, Fax 212 6293988,<br />

E-Mail: detleffox@comcast.net<br />

Gekennzeichnete Artikel stellen die Meinung des<br />

Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Für<br />

unverlangt eingesandte Berichte keine Gewähr. Alle in<br />

<strong>cav</strong> erscheinenden Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />

Alle Rechte, auch Übersetzungen, vorbehalten.<br />

Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schrift -<br />

licher Genehmigung des Verlages.<br />

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.<br />

Druck: Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen<br />

Printed in Germany<br />

© 2016 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer<br />

GmbH, Leinfelden-Echterdingen<br />

66 <strong>cav</strong> 8-2016


Das Stellen-Portal für Ihren Erfolg!<br />

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<strong>cav</strong> 8-2016 67


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Die große Stärke des VEGAPULS 64 ist seine einzigartige<br />

Fokussierung. Dadurch lässt sich der Radarstrahl fast<br />

punktgenau auf die Flüssigkeit ausrichten, vorbei an<br />

Behältereinbauten wie Heizschlangen und Rührwerken.<br />

Diese neue Generation von Füllstandsensoren ist<br />

unempfindlich gegen Kondensat und Anhaftungen<br />

und ausgestattet mit der kleinsten Antenne<br />

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