cav chemie anlagen verfahren 08.2016
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8 2016<br />
TITELTHEMA<br />
TRENDTHEMA<br />
ABWASSERANLAGEN<br />
NAH AM OPTIMUM<br />
Dienstleistungspaket<br />
für Pumpen<br />
Einsparpotenziale<br />
durch Outsourcing<br />
Kein Problem bei<br />
Zonenwechsel<br />
Effizienz von<br />
Gebläsen optimiert<br />
Seite 30<br />
Seite 14<br />
Seite 20<br />
Seite 29
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die dritte seite<br />
<br />
<br />
<br />
Günter Eckhardt, Chefredakteur<br />
Outsourcing ist kein<br />
Allheilmittel<br />
Die chemische Industrie ist geprägt von starkem Kostendruck,<br />
weltweit steigenden Rohstoffpreisen und einem intensiven<br />
Wettbewerb. Um weiterhin kostengünstig produzieren<br />
zu können, verfolgen viele Unternehmen der Branche eine<br />
Outsourcing-Strategie. Dadurch gewinnen Managed Services<br />
automatisch an Bedeutung. Denn die Einsparpotenziale der<br />
Pharma- und Chemieindustrie durch Outsourcing werden<br />
von Experten als hoch eingeschätzt. So gehen die Auguren<br />
davon aus, dass beispielsweise im Bereich Logistik Kostenreduzierungen<br />
von 10 bis 15 % realistisch sind. Und im Facility-<br />
Management könnten gar 20 bis 30 % der Kosten eingespart<br />
werden. Auch Chemieunternehmen, die Teile ihrer IT an externe<br />
Dienstleister auslagern, können immense Kosten sparen<br />
und flexibler reagieren. Insbesondere Softwarelösungen<br />
zur Integration und Koordination der branchenspezifischen<br />
Unternehmensprozesse sowie zunehmend Cloud-Services<br />
stehen hierbei im Vordergrund. Gerade in wettbewerbsintensiven<br />
Branchen kann das Outsourcing der IT-Infrastruktur, der<br />
Logistik oder des Betriebs von Immobilien und Produktions<strong>anlagen</strong><br />
also den Kostendruck mindern. Outsourcing ist<br />
allerdings kein Allheilmittel – wichtig ist es, die richtigen<br />
Geschäfts- beziehungsweise Kernprozesse zu vergeben, wie<br />
der Beitrag auf Seite 14 zeigt.<br />
Ein Bereich, der sich sehr gut und ohne große Risiken outsourcen<br />
lässt, ist das Thema Licht und das Umrüsten auf eine<br />
energiesparende LED-Beleuchtung. Die Deutsche Lichtmiete<br />
beispielsweise macht es Unternehmen mit ihrem Mietmodell<br />
einfach, ohne Investitionen auf moderne LED-Technik<br />
umzusteigen. Dabei verwendet das Unternehmen nur<br />
LED-Leuchtmittel, die den Anforderungen der Chemiebranche<br />
gerecht werden. Lesen Sie hierzu den Beitrag auf Seite 50.<br />
<br />
Minimaler<br />
Reinigungsaufwand<br />
bei maximaler<br />
Produktionshygiene<br />
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<br />
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<strong>cav</strong>inhalt<br />
CAV NEWS<br />
6 Unternehmen, Märkte, Hintergründe<br />
10 SUV statt Sportwagen<br />
Kapselfüllmaschine vom Tablettenpressenhersteller<br />
38 Direkter Antrieb spart bis zu 30 % Energie<br />
Effizienter Schraubenverdichter<br />
40 Augenmerk auf die Pumpe<br />
Energiesparpotenziale in der Anlage heben<br />
TRENDTHEMA:<br />
OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />
14 Einsparpotenziale durch Outsourcing<br />
Chemieunternehmen lagern Sekundärprozesse aus<br />
MECHANISCHE VERFAHREN<br />
42 Für jede Applikation den richtigen Mischer finden<br />
Verschiedene Mischvorgänge im Überblick<br />
44 Intuitive Bedienung und Fernwartung inklusive<br />
Steuerung für Zentrifugen, Trockner und Mischer<br />
UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />
17 Rotierendes Meisterstück<br />
Membranfiltersystem mit Laminattechnologie<br />
20 Spielend die Zone wechseln<br />
Explosionsschutz in Abwasser<strong>anlagen</strong><br />
22 Prototypen sorgen für mehr Sicherheit<br />
Industrie 4.0 bei der Gefahrstofflagerung<br />
und -abfüllung<br />
IM FOKUS<br />
PUMPEN, KOMPRESSOREN, ANTRIEBE<br />
29 Gesamtwirkungsgrad nah am Optimum<br />
Maschinensteuerung steigert Effizienz von Gebläsen<br />
30 Dienstleistungspaket für Pumpen<br />
Grundfos setzt auf strukturierten Service<br />
32 Stromlose Dosierpumpe<br />
Hydropower statt Stromkosten<br />
34 PRODUKTE<br />
PRODUKTREPORT<br />
46 Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />
Genau, zuverlässig, langzeitstabil<br />
BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />
50 Umrüsten lohnt sich<br />
Energiesparende LED-Beleuchtung zum Mieten<br />
52 Der Tropfenkontur auf der Spur<br />
Kontaktwinkelmessung mit hochauflösender<br />
USB-3.0-Industriekamera<br />
HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />
54 Edelstahlanschluss für Druckluft und Gase<br />
EHEDG- und FDA-konforme Schlauchverschraubung<br />
56 Die reinste Farbenpracht<br />
Hygiene-Design in der Wirbelschichttechnologie<br />
58 Hygienesensoren ohne Reflektoren<br />
Zuverlässige Detektion transparenter Verpackungen<br />
Titel: Der Pumpenhersteller Grundfos<br />
bietet nicht nur Services zur Wartung<br />
und Reparatur an, sondern erarbeitet<br />
zusammen mit dem Betreiber Lösungen<br />
zur Anlagen- und Prozessoptimierung.<br />
30<br />
Fette Compacting hat mit der FEC40<br />
seine erste Kapselfüllmaschine präsentiert.<br />
Olaf J. Müller, CEO LMT Group und<br />
Division President Fette Compacting,<br />
gibt Einblicke in diese Entwicklung.<br />
10<br />
In der chemischen Industrie gewinnt<br />
das Thema Outsourcing an Bedeutung.<br />
Allerdings lagern die Firmen eher<br />
Sekundärprozesse wie Logistik, Facility-<br />
Management sowie IT-Infrastruktur aus.<br />
14<br />
Wago hat sein I/O-System 750 so gestaltet,<br />
dass in Ex- wie Nicht-Ex-Bereichen<br />
keine unterschiedlichen Systemwelten<br />
zum Einsatz kommen müssen. Auch<br />
Sonderapplikationen sind möglich.<br />
20<br />
4 <strong>cav</strong> 8-2016
AUGUST 2016<br />
49. JAHRGANG<br />
RUBRIKEN<br />
3 Die dritte Seite<br />
4 Inhalt<br />
12 Exklusiv auf prozesstechnik-online.de<br />
24 PRODUKTE<br />
26 Gewinner Top-Produkt des Monats Juni<br />
60 PRODUKTE<br />
61 Literatur, Broschüren, E-Medien<br />
62 Termine<br />
62 Inserentenverzeichnis<br />
63 Partner für die chemische Industrie<br />
66 Vorschau<br />
66 Impressum<br />
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um die Prozesstechnik in der chemischen Industrie<br />
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Universitäten:<br />
Die Deutsche Lichtmiete macht es<br />
Chemieunternehmen mit ihrem<br />
Mietmodell einfach, auf hochmoderne<br />
LED-Technik umzusteigen – und das<br />
ganz ohne Investitionen.<br />
50<br />
Um die Nachfrage nach hygienischen<br />
Komponenten zu bedienen, entwickelte<br />
Eisele einen nach Hygienic-Design-Kriterien<br />
konstruierten Schlauch anschluss<br />
für Druckluft und Gase.<br />
54<br />
Perfekt geeignet für alle Medien:<br />
Edelgase, Druckluft, Vakuum, Stickstoff<br />
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<strong>cav</strong>news August<br />
ticker<br />
CHEMIEPARK KNAPSACK<br />
Werkstatt für Prozessanalysentechnik eröffnet<br />
Innovation bedeutet Zukunft: Unter diesem<br />
Motto hat die InfraServ GmbH & Co. Knapsack<br />
KG eine PAT-Werkstatt (PAT = Prozessanalysentechnik)<br />
im Hürther Chemiepark Knapsack<br />
eröffnet. Ziel der Prozessanalysentechnik<br />
ist es, Abweichungen innerhalb von Produktionsprozessen<br />
möglichst schnell und sicher zu<br />
erkennen und so unmittelbar präventiv und<br />
ierlichen Ausbau unserer Serviceleistungen<br />
profitieren“, unterstrich Dr. Clemens Mittelviefhaus,<br />
Geschäftsleitung InfraServ Knapsack,<br />
anlässlich der Eröffnungsfeier der PAT-<br />
Werkstatt. Kundennähe und die damit verbundene<br />
vertrauensvolle Arbeit spielten eine<br />
entscheidende Rolle bei der Entscheidung für<br />
Investitionen wie den Bau der PAT-Werkstatt.<br />
Ralf Müller (Geschäftsleitung<br />
Vorsitzender), Thomas Saß (Leiter<br />
Anlagenservice), Thomas<br />
Happich (Leiter Anlagenservice<br />
und -technik), Hubert Stüsser<br />
(Teamleiter Prozessanalysentechnik),<br />
Dr. Clemens Mittelviefhaus<br />
(Geschäftsleitung)<br />
Führungswechsel bei Axflow<br />
Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat Georg Niebch<br />
die Position des Geschäftsführers der Axflow<br />
GmbH übernommen. Er tritt die Nachfolge von<br />
Klaus Scholten an, der sich Ende April 2016 in den<br />
Ruhestand verabschiedet hat. Klaus Scholten war<br />
zehn Jahre als Geschäftsführer der Axflow GmbH<br />
tätig. Georg Niebch verfügt über langjährige Führungserfahrung<br />
im internationalen Umfeld und<br />
arbeitete zuletzt als Leiter<br />
der Unternehmensentwicklung<br />
beim Remscheider Alexanderwerk,<br />
einem Hersteller<br />
von Sondermaschinen<br />
und Anlagen für die chemische<br />
und pharmazeutische<br />
Industrie.<br />
vorbeugend handeln zu können. Auf diese<br />
Weise lassen sich Produktionsflüsse optimieren<br />
und Fehlerquoten senken. InfraServ Knapsack<br />
setzt in der neuen PAT-Werkstatt auf ein<br />
Team aus hoch qualifiziertem prozessanalytischem<br />
Fachpersonal. Bei Bedarf kann zudem<br />
auf Expertenwissen aus unterschiedlichen<br />
Kompetenzbereichen des Unternehmens zurückgegriffen<br />
werden.<br />
„Die Unternehmen hier am Standort Knapsack<br />
sowie in der Region sollen vom kontinu-<br />
Mit der zusätzlichen lokalen Präsenz bietet InfraServ<br />
Knapsack Kunden einen nochmals optimierten<br />
Instandhaltungsservice, so Dr. Mittelviefhaus:<br />
„Es ist kein Geheimnis, dass insbesondere<br />
der Zeitfaktor heute häufig entscheidend<br />
ist, um maximal kosteneffizient arbeiten<br />
zu können. Die neue PAT-Werkstatt hier<br />
auf dem Gelände ist vor diesem Hintergrund<br />
ein weiteres positives Signal für den Standort<br />
Chemiepark Knapsack.“<br />
Rommel verlässt LMT Group<br />
Matthias Rommel, Geschäftsführer der LMT Group<br />
und Division President der LMT Tools Group, scheidet<br />
zum 30. September 2016 aus persönlichen<br />
Gründen aus der LMT Group aus. Bis zur Regelung<br />
der Nachfolge übernimmt Olaf J. Müller, Sprecher<br />
der Geschäftsführung der LMT Group, die Verantwortungsbereiche<br />
von Matthias Rommel kommissarisch.<br />
Ein in der LMT Tools Group neu eingerichteter<br />
Corporate Council steht Müller dabei zur Seite.<br />
Diesem Council gehören neben Joachim Peter, in<br />
seiner Funktion als CFO der Division LMT Tools, Führungskräfte<br />
aus den Schlüsselbereichen des Unternehmens<br />
an.<br />
FACHTAGUNG FÜR SICHERHEITSINGENIEURE UND BERATER<br />
Tag der persönlichen Schutzausrüstung<br />
Am 27. September 2016 findet der 1. „Tag der PSA“ in Heidelberg statt. Der vom Dr.<br />
Curt Haefner Verlag konzipierte Kongress mit Begleitausstellung richtet sich an<br />
Sicherheits ingenieure, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte, Betriebsräte,<br />
Unternehmer und Führungskräfte. Für den „Tag der PSA“ 2016 wurden<br />
namhafte Referenten aus Handel, Industrie, Verbänden und der Normung gewonnen.<br />
Nach einleitenden Vorträgen zu Auswirkungen der neuen PSA-Verordnung<br />
und aktuellen Entwicklungen im Hand- und Hautschutz folgen Referate zu diesen<br />
Themenblöcken:<br />
• Auswahlkriterien, Einkaufsstrategien und Bestellung (Vorträge zu: Einkaufsstrategien,<br />
Tragetests, IT-gestützte Bestellsysteme)<br />
• PSA und der Wandel in der Arbeitswelt (Vorträge zu: PSA in der Industrie 4.0, PSA<br />
und Corporate Social Responsibility, PSA im klassischen Arbeitsschutz)<br />
• PSA in der betrieblichen Praxis (Vorträge zu: Unterweisung, Sicherheitskultur).<br />
Weitere Informationen und ein Anmeldeformular sind unter www.tag-der-psa.de<br />
abrufbar. Der Kongress beginnt um 9:30 Uhr und endet um 17:15 Uhr. Veranstaltungsort<br />
ist das Hotel Chester Heidelberg.<br />
Neuer Geschäftsführer bei Beko<br />
Seit 1. Juli 2016 ist Norbert Strack neuer technischer<br />
Geschäftsführer der Beko Technologies<br />
GmbH. Er übernimmt die Aufgaben von Werner<br />
Koslowski, der zum Jahresende in den Ruhestand<br />
geht. Für seine neue Tätigkeit bringt er nicht nur<br />
ein umfassendes technisches Verständnis mit, sondern<br />
auch langjährige, internationale Erfahrung in<br />
verschiedenen Industriezweigen. In den ersten<br />
Monaten seiner Einarbeitung wird Strack von den<br />
Geschäftsführern Werner Koslowski und Manfred<br />
Lehner begleitet.<br />
6 <strong>cav</strong> 8-2016
NEUER NAME, KLARE AUSRICHTUNG<br />
Vom Industriepark Werk Gendorf zum Chemiepark Gendorf<br />
Ab sofort tritt Bayerns größter Chemiepark mit einem<br />
neuen Erscheinungsbild auf. An die Stelle des historisch<br />
gewachsenen Namens „Industriepark Werk Gendorf“ tritt<br />
„Chemiepark Gendorf“. Mit der Umbenennung einher<br />
geht ein neues Layout und Design. Es ist farblich angelehnt<br />
an den Standortbetreiber Infraserv Gendorf. „Mit der<br />
Umbenennung wollen wir vor allem mehr Klarheit schaffen“,<br />
erklärt Dr. Bernhard Langhammer, der Geschäftsleiter<br />
von Infraserv Gendorf. „Der Begriff Werk im alten Namen<br />
hat immer wieder verwirrt, denn Industriepark und Werk<br />
wurden oft als Gegensatz verstanden.“<br />
Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Industriepark ist<br />
im Chemiepark Gendorf die gesamte Infrastruktur auf<br />
Chemieunternehmen ausgerichtet. Sie versorgt angesiedelte<br />
Produktionsunternehmen mit zahlreichen Roh- und<br />
Hilfsstoffen. Auch die Abwässer werden zentral in eigenen<br />
Klär<strong>anlagen</strong> umweltgerecht aufbereitet. Ein weiterer Unterschied<br />
ist der Stoffverbund: Die Unternehmen im Chemiepark<br />
Gendorf sind eng miteinander vernetzt. Was die<br />
eine Firma herstellt, das dient einer anderen als Ausgangsprodukt.<br />
Abfallstoffe werden so zu Rohstoffen und Millionen<br />
Kilometer an Transporten vermieden. Zusätzlich bietet<br />
der Chemieparkbetreiber Infraserv Gendorf allen<br />
Standortunternehmen auf die chemische Industrie zugeschnittene<br />
Services an, zum Beispiel in der Logistik und<br />
der Instandhaltung.<br />
Insgesamt floss in den letzten<br />
fünfzehn Jahren knapp<br />
1 Mrd. Euro in den Chemiepark<br />
– sowohl in die Infrastruktur<br />
als auch in den<br />
Ausbau der Produktions<strong>anlagen</strong><br />
der Standortunternehmen.<br />
Neue Unternehmen<br />
wie Gore haben sich<br />
niedergelassen und mehrere<br />
Unternehmen siedelten<br />
auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte<br />
in Gendorf<br />
an.<br />
Der Industriestandort<br />
Gendorf ist heute<br />
Bayerns größter<br />
Chemiepark<br />
PERFORMANCE 3 .<br />
BEREIT FÜR EINE NEUE PROZESSLUFT-EFFIZIENZ?<br />
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<strong>cav</strong> 8-2016 7
<strong>cav</strong>news August<br />
ticker<br />
ZUM VIERTEN MAL IN DÜSSELDORF<br />
Weltleitmesse für Industriearmaturen<br />
Vom 29. November bis 1. Dezember 2016<br />
zeigt die Valve World Expo die ganze Bandbreite<br />
der Industriearmaturen in drei Messehallen.<br />
Das Angebot umfasst Armaturen, Armaturenkomponenten<br />
und -teile, Stellantriebe<br />
und Stellungsregler, Kompressoren, Ingenieurdienstleistungen<br />
und Software,<br />
Verbände<br />
und Verlage. Für<br />
drei Tage werden<br />
die Messehallen<br />
3, 4 und 5 dann<br />
zum internationalen<br />
Nr. 1 Branchentreff<br />
für Armaturenspezialisten<br />
und Experten<br />
aus den Anwenderindustrien.<br />
Bereits<br />
jetzt sind über 19 600 m 2 netto belegt.<br />
638 Aussteller aus 39 Ländern haben sich angemeldet.<br />
Die meisten europäischen Unternehmen<br />
kommen aus Italien, Großbritannien,<br />
Deutschland, Spanien, Frankreich, der Türkei<br />
und den Niederlanden. Aus Übersee werden<br />
viele Aussteller aus den USA, Indien, Taiwan,<br />
Südkorea und China anreisen. Die begleitende<br />
Fachkonferenz Valve World Conference Düsseldorf<br />
2016 wird in der Halle 4 erneut von<br />
KCI durchgeführt. Neben Zukunftsthemen<br />
wie Materialauswahl, neue Technologien und<br />
Verfahren in der Herstellung und Anwendung<br />
von Ventilen, neue Energien sowie Analysen<br />
neuer Services, steht eine intensive Auseinandersetzung<br />
mit der Branchenstruktur im Vordergrund.<br />
Vorträge, Workshops und Seminare<br />
vertiefen die Konferenzinhalte. Der Pump<br />
Summit, Internationale Fachausstellung mit<br />
Konferenz für Pumpentechnologie, findet am<br />
29. und 30. November in der Halle 7.0 (Erdgeschoss)<br />
statt. Hier treffen Netzwerker und<br />
Pumpenspezialisten aufeinander, Hersteller,<br />
Händler und Anwender von Pumpen, Dichtungen<br />
und Kompressoren präsentieren ihre<br />
Produkte und tauschen Fachwissen aus. Eine<br />
Konferenz begleitet den Pumpengipfel. Vorträge<br />
und ausgesuchte Workshops über die<br />
Anwendung von Pumpen und Dichtungen in<br />
ganz unterschiedlichen Industrien stehen auf<br />
dem Programm.<br />
THYSSENKRUPP INDUSTRIAL SOLUTIONS<br />
Neuausrichtung rückt Kunden in den Mittelpunkt<br />
Der Geschäftsbereich Industrial Solutions, der<br />
den Spezial- und Groß<strong>anlagen</strong>bau des Thyssenkrupp-Konzerns<br />
umfasst, richtet sich im<br />
Rahmen des Transformationsprogramms „planets“<br />
neu aus. Ziel ist die Sicherstellung der<br />
Wachstums- und Leistungsfähigkeit, die noch<br />
stärkere Ausrichtung auf Kunden, Märkte und<br />
das margenstarke Servicegeschäft sowie das<br />
Vorantreiben des Kulturwandels innerhalb<br />
des Geschäftsbereichs. Dazu wird die Position<br />
des Chief Operating Officer im Bereichsvorstand<br />
neu geschaffen. Darüber hinaus wird<br />
der Niederländer Johan P. Cnossen das Führungsteam<br />
von Industrial Solutions verstärken<br />
und Leiter des sogenannten Transforma -<br />
tionsbüros für die Umsetzung von „planets“<br />
sein. Jens Michael Wegmann, seit Oktober<br />
2015 CEO des Geschäftsbereichs Industrial<br />
Solutions von Thyssenkrupp: „Wir bewegen<br />
uns in einem schwierigen Umfeld und wollen<br />
unsere Organisation schneller, flexibler und<br />
effizienter machen. Mit unserer neuen Netzwerkstruktur<br />
und der Neuordnung unserer<br />
Geschäftseinheiten stellen wir den Kunden in<br />
den Mittelpunkt unseres Handelns.“<br />
Künftig entfällt im Bereich des Groß<strong>anlagen</strong>baus<br />
eine Managementebene. Die bisherigen<br />
Business Units Resource Technologies und<br />
Process Technologies werden aufgelöst. Die<br />
zuvor organisatorisch nachgeordneten sogenannten<br />
Operating Units im Groß<strong>anlagen</strong>bau<br />
werden teils neu strukturiert und zu Business<br />
Units aufgewertet. Diese Einheiten tragen<br />
künftig die weltweite Verantwortung für die<br />
Weiterentwicklung ihres Geschäfts, die Abwicklung<br />
von Projekten und das Ergebnis. Mit<br />
Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 1. Oktober<br />
2016 wird die neue Struktur umgesetzt.<br />
Industrial Solutions wird sein Geschäft dann<br />
in insgesamt acht Geschäftseinheiten (Business<br />
Units) führen: Industrial Specialties,<br />
Mining Technologies, Cement Technologies,<br />
Electrolysis & Polymers Technologies, Fertilizer<br />
Technologies, Services sowie Marine Systems<br />
und System Engineering.<br />
ABB-Testlabor für Antriebstechnik<br />
ABB hat ein Testlabor für Frequenzumrichter in ihrer<br />
Fabrik in Helsinki, Finnland, eröffnet. Kunden<br />
können darin eigene Motoren mit Frequenzumrichtern<br />
von ABB testen und die Leistung und den<br />
Energieverbrauch des Antriebspakets verifizieren.<br />
Das Frequenzumrichter-Testlabor von ABB ist ein<br />
völlig neues Konzept, das sich vornehmlich an Kunden<br />
mit einem großen Bedarf an Umrichtern, an<br />
Maschinenbauer und Systemintegratoren richtet.<br />
Diese können darin die Leistungsfähigkeit ihrer<br />
Motoren in Kombination mit ABB-Frequenzumrichtern<br />
der neuen Generation testen. Mit den Laborgeräten<br />
kann die dynamische Leistung von Motor<br />
und Antrieb, ihre Belastbarkeit und Effizienz<br />
präzise gemessen werden. Kunden können so das<br />
optimale Antriebssystem für ihre Anwendung finden<br />
und Kosten, Platz und Energie sparen.<br />
Großauftrag für MPT<br />
MPT Mess- und Prozesstechnik ist von Siemens<br />
beauftragt worden, Chemikalien-Dosier<strong>anlagen</strong><br />
für drei Großprojekte in Ägypten zu liefern. Die<br />
Anlagen kommen zur Wasseraufbereitung in<br />
Kraftwerken zum Einsatz. Zum Leistungsumfang<br />
gehören Planung, Engineering, Projektierung,<br />
Entwicklung und Herstellung der Anlagen. Um<br />
das Kesselwasser zu konditionieren, werden<br />
Inhibitor, Ammoniumhydroxid und Sauerstoff<br />
bzw. Trinatriumphosphat dosiert. Bei den Ägypten-<br />
Projekten handelt es sich um den größten Einzelauftrag<br />
in der Geschichte von Siemens, mit dem<br />
die Stromerzeugung des Landes um 50 % erhöht<br />
werden soll.<br />
8 <strong>cav</strong> 8-2016
Ihr <strong>cav</strong>-Titelstar!<br />
Werden Sie Titelstar der <strong>cav</strong> – das war auch auf der Powtech 2016<br />
das Motto unserer Fotoaktion. Entstanden sind in den drei Messetagen<br />
fast 120 lustige bis schräge Fotos, mit und ohne Ente. 89 von<br />
ihnen haben wir zur Abstimmung auf unserer Homepage veröffentlicht.<br />
Platz 3 belegte Matthias mit seinem Enten-Moonwalk. Wer<br />
auf Platz 2 gelandet ist, erfahren Sie in der nächsten <strong>cav</strong>.<br />
3. PLATZ<br />
Matthias<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 9
<strong>cav</strong>news August<br />
Kapselfüllmaschine vom Tablettenpressenhersteller<br />
SUV statt Sportwagen<br />
Fette Compacting ist für seine Tablettenpressen bekannt, Porsche für<br />
seine Sportwagen. Mit der FEC40 präsentiert Fette seine erste Kapselfüllmaschine<br />
– sozusagen den ersten Fette-SUV. Olaf J. Müller, CEO LMT<br />
Group und Division President Fette Compacting, und Jan-Eric Kruse,<br />
Managing Director bei Fette Engineering, erläutern die Analogie zum<br />
Automobilhersteller und geben im Gespräch mit <strong>cav</strong> Einblicke in die<br />
Entwicklung der FEC40, die Technik und die ambitionierten Ziele.<br />
Müller: Wir haben in den letzten Jahren gute<br />
Erfahrungen damit gemacht, eine Neuentwicklung<br />
erst dann zu kommunizieren und zu<br />
zeigen, wenn diese auch fertiggestellt ist. Diese<br />
Vorgehensweise hat sich bereits 2011 bei<br />
der Einführung der FE-Serie bewährt.<br />
<strong>cav</strong>: Wie hält man so ein Projekt vor der Belegschaft<br />
geheim?<br />
Kruse: Wir sind mit unserem Entwicklerteam<br />
aus allen Bereichen in eine separate Halle auf<br />
der anderen Straßenseite gezogen. Das hat<br />
einerseits die Wege im Team sehr kurz gemacht,<br />
andererseits konnten wir das Projekt<br />
vom Alltagsbetrieb in der Firma separieren<br />
und uns ganz auf die Entwicklung der Kapselfüllmaschine<br />
konzentrieren.<br />
<strong>cav</strong>: Herr Müller, ein deutsche Sprichwort sagt<br />
„Schuster bleib bei deinen Leisten“. Mit der Kapselfüllmaschine<br />
FEC40 machen Sie genau das<br />
Gegenteil und betreten neues Territorium. Wie<br />
gewagt ist dieser Schritt?<br />
Olaf J. Müller: Der Schritt auf den Kapselmarkt<br />
ist nicht gewagt, sondern wohl überlegt.<br />
Das Territorium ist nicht völlig neu für<br />
uns, weil sowohl Tablettierung als auch Kapselfüllung<br />
für unsere Kunden zur Produktion<br />
von Solida gehören. Häufig sind in den Unternehmen<br />
die gleichen Menschen für Tablettierung<br />
und Kapselfüllung verantwortlich. Wir<br />
kennen also die Akteure und ihre Anforderungen.<br />
Sie können das in etwa vergleichen mit<br />
dem Schritt von Porsche, neben den klassischen<br />
Sportwagen auch SUVs zu produzieren.<br />
Die Technik ist verwandt, aber es werden<br />
neue Käuferschichten erschlossen. So gesehen,<br />
bleiben wir schon ein bisschen bei unseren<br />
Leisten.<br />
<strong>cav</strong>: Herr Kruse, wie fühlt es sich an, wenn man<br />
den Auftrag bekommt, eine komplett neue<br />
Maschine zu entwickeln?<br />
Jan-Eric Kruse: Es ist der Traum eines jeden<br />
Entwicklerteams, eine Maschine von Grund<br />
auf neu zu denken. Dafür war das Umfeld bei<br />
Fette Compacting ideal. Innovationen zu entwickeln<br />
ist Teil der Kultur des Unternehmens.<br />
Diesen Erfindergeist spürte man auch in unserem<br />
Team.<br />
<strong>cav</strong>: Erfindergeist ist ein gutes Stichwort. Wie<br />
sah denn der Entwicklungsprozess aus? Welche<br />
Herausforderungen mussten Sie überwinden<br />
beziehungsweise lösen?<br />
Kruse: Wir bekamen 2013 die Freigabe für die<br />
Entwicklung. Die Grundkenntnisse des Kapselfüllprozesses<br />
gewannen wir mithilfe unseres<br />
Partners Harro Höfliger. Basierend auf unseren<br />
Marktstudien haben wir Konzepte erarbeitet,<br />
bewertet und, wo nötig, detailliert. Für<br />
die aus unserer Sicht technisch anspruchsvollsten<br />
Prozesse haben wir Teststände gebaut.<br />
Erst nach erfolgreichen Tests begannen<br />
dann die Auskonstruktion und der Proto -<br />
typenbau.<br />
<strong>cav</strong>: Herr Müller, die Entwicklung der FEC40<br />
war ein großes Geheimnis in Ihrer Firma. Warum<br />
diese Geheimniskrämerei?<br />
<strong>cav</strong>: Die FEC40 zeichnet sich durch einen enormen<br />
Leistungssprung gegenüber bisherigen<br />
Kapselfüllmaschinen aus. Wie kommt das?<br />
Kruse: Die Kapselfüllung ist ein Prozess, bei<br />
dem die Baugruppen bislang durch mechanische<br />
Kopplung gesteuert wurden. Durch den<br />
Einsatz von insgesamt 29 Servomotoren<br />
konnten wir die einzelnen Prozessschritte<br />
voneinander entkoppeln, flexibilisieren und<br />
optimieren. Weil wir konsequent auf Kurvenscheiben<br />
verzichten, konnten wir auch die<br />
Schaltschränke in den Antriebsraum integrieren.<br />
Die FEC40 ist somit die erste Kapselfüllmaschine,<br />
die ausschließlich durch Servo- und<br />
Torquemotoren angetrieben wird.<br />
Autor<br />
Dr. Bernd Rademacher<br />
Redakteur,<br />
<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />
Olaf J. Müller, CEO LMT<br />
Group und Division President<br />
Fette Compacting,<br />
gibt Einblicke in die Entwicklung<br />
der FEC40<br />
10 <strong>cav</strong> 8-2016
Jan-Eric Kruse, Managing Director bei Fette Engineering,<br />
erläutert das Fette Compacting Duplex<br />
Concept, das auf die FEC40 übertragen wurde<br />
<strong>cav</strong>: Aber die neue Antriebstechnik allein ist<br />
doch nicht die Erklärung für die hohe Produktionsleistung<br />
der FEC40, oder doch?<br />
Teamwork: Die Entwicklung der FEC40 war ein interdisziplinäres Großprojekt, an dem rund 25 Personen<br />
beteiligt waren<br />
Kruse: Das nicht, aber durch unser intelligentes<br />
Antriebs- und Steuerungskonzept konnten<br />
wir Prozesszeiten unabhängig voneinander<br />
steuern und dadurch letztlich die Gesamtdurchlaufzeit<br />
optimieren. Zusätzlich haben<br />
wir einzelne Prozessschritte zusammengelegt.<br />
Damit konnten wir die frei gewordenen<br />
Stationen nutzen, um den Kapselfüllprozess<br />
zweifach in der Maschine anzulegen.<br />
Enorm geholfen hat uns dabei das Wissen<br />
über Doppelrundläufer aus der Tablettierung.<br />
Die FEC40 ist die erste Kapselfüllmaschine,<br />
die nach diesem Prinzip (Fette Compacting<br />
Duplex Concept) aufgebaut ist. Außerdem haben<br />
wir zahlreiche bewährte Details der Tablettenpressen<br />
übernommen, die dem Anwender<br />
die Bedienung erleichtern. Ein Highlight<br />
ist sicher der patentierte Wechsel der Stopfstempelstationen.<br />
<strong>cav</strong>: Ein Großteil der Entwicklung verlief ja unter<br />
Ausschluss der Öffentlichkeit. Dennoch haben<br />
Sie zu Beginn des Projekts Kundenerwartungen<br />
eingefangen. Welche waren hier für die<br />
Entwicklung einer neuen Leistungsklasse ausschlaggebend?<br />
Kruse: Durch den steigenden Kostendruck in<br />
der Pharmaindustrie rückt die Effizienz immer<br />
stärker in den Brennpunkt. Aufgrund ihres höheren<br />
Outputs verringert die FEC40 die Stückkosten<br />
bei der Kapselproduktion um bis zu<br />
30 %. Und das bei gleichem Footprint. Raumkosten<br />
in der Pharmaindustrie sind signifikant.<br />
Wenn Sie sich durch die Verwendung<br />
Durch die kompakte Bauweise<br />
der FEC40 können<br />
Anwender die Kapazität<br />
ihrer Hartkapsel-Produktion<br />
in den bereits vorhandenen<br />
Produktionsräumen<br />
mehr als verdoppeln.<br />
Die Produktionskosten pro<br />
1000 Kapseln sinken dabei<br />
um bis zu 30 %.<br />
der FEC40 einen Reinraum sparen, senkt das<br />
die Produktionskosten erheblich.<br />
<strong>cav</strong>: Seit der Präsentation der FEC40 auf der Interphex<br />
sind jetzt einige Monate vergangen.<br />
Wie war das Feedback auf die Präsentation?<br />
Müller: Das Feedback war großartig. Wir<br />
könnten sicherlich gleich einige Maschinen<br />
verkaufen, doch wir wollen bewusst langsam<br />
starten und Erfahrungen sammeln. Auch<br />
wenn die FEC40 aus unserer Sicht technologisch<br />
konkurrenzlos ist, sind wir im Bereich<br />
der Kapselfüllung doch der Anfänger und<br />
nicht der Marktführer. Deshalb wollen wir zunächst<br />
Prozesserfahrung aufbauen. Derzeit<br />
läuft ein Prototyp bei einem Nahrungsergänzungsmittelhersteller<br />
in den USA. Hiervon erhoffen<br />
wir uns weitere Einblicke. Langfristig<br />
ist unser Ziel, 20 bis 25 Maschinen im Jahr zu<br />
produzieren.<br />
<strong>cav</strong>: Herr Kruse, kann man die FEC testen?<br />
Kruse: Aber natürlich. Die FEC40 steht hier in<br />
Schwarzenbek für Tests bereit. Ab September<br />
2016 können die Kunden dann auch in unserem<br />
Competence Center in Rockaway in New<br />
Jersey mit den ersten Testläufen beginnen.<br />
<strong>cav</strong>: Abschließende Frage. Herr Müller, ist die<br />
FEC40 der Start einer Serie? Was können wir<br />
noch erwarten?<br />
Müller: Wir sehen die Kapselfüllung als ein<br />
Geschäftsfeld, in dem wir uns langfristig engagieren<br />
und unsere Position ausbauen wollen.<br />
Wir haben bewusst mit der Entwicklung<br />
der leistungsstärksten Maschine angefangen.<br />
Kleinere Maschinen werden in Zukunft folgen.<br />
So ähnlich hat Porsche auch seine SUVs mit<br />
Erfolg in den Markt gebracht.<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 11
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12 <strong>cav</strong> 8-2016
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Das größte deutsche Zukunftsforschungsinstitut „2b Ahead ThinkTank“ hat am<br />
Rande des 15. Zukunftskongresses in Wolfsburg die neusten Ergebnisse der<br />
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vorgestellt. Die Dauerstudie hat im vergangenen Halbjahr erstmals auch<br />
die Innovationsverhinderer in der deutschen Wirtschaft untersucht. 52 % der<br />
Befragten halten Angst für den stärksten Innovationsverhinderer.<br />
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<strong>cav</strong> 8-2016 13
TRENDTHEMA: OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />
Chemieunternehmen lagern Sekundärprozesse aus<br />
Einsparpotenziale durch<br />
Outsourcing<br />
Outsourcing liegt im Trend – in manchen Branchen werden bis zu 70 %<br />
der Prozesse ausgelagert. Damit wollen die Unternehmen vor allem den<br />
hohen Kostendruck mindern. Auch in der chemischen Industrie gewinnt<br />
das Thema daher an Bedeutung, allerdings lagern die Firmen in diesem<br />
Bereich eher Sekundärprozesse wie Logistik, Facility-Management sowie<br />
den Betrieb der IT-Infrastruktur aus. Outsourcing ist aber kein Allheilmittel<br />
– wichtig ist es, die richtigen Prozesse zu vergeben.<br />
Wichtiger Trend beim Outsourcing ist das Auslagern der Sekundärprozesse<br />
Die chemische Industrie ist geprägt von<br />
starkem Kostendruck, weltweit steigenden<br />
Rohstoffpreisen und einem intensiven Wettbewerb.<br />
Um weiterhin kostengünstig produzieren<br />
zu können, verfolgen viele Unternehmen<br />
der Branche eine Outsourcing-Strategie.<br />
Dadurch gewinnen Managed Services automatisch<br />
an Bedeutung. Denn die Einsparpotenziale<br />
der Pharma- und Chemieindustrie<br />
durch Outsourcing werden von Experten als<br />
hoch eingeschätzt – so gehen die Auguren davon<br />
aus, dass beispielsweise im Bereich Logistik<br />
Kostenreduzierungen von 10 bis 15 % realistisch<br />
sind. Und im Facility-Management<br />
könnten gar 20 bis 30 % der Kosten eingespart<br />
werden. Auch Chemieunternehmen, die Teile<br />
ihrer IT an externe Dienstleister wie IDS<br />
Scheer oder All for One Steeb auslagern, können<br />
immense Kosten sparen und flexibler reagieren.<br />
Insbesondere Softwarelösungen zur Integration<br />
und Koordination der branchenspezifischen<br />
Unternehmensprozesse sowie zunehmend<br />
Cloud-Services stehen hierbei im<br />
Vordergrund.<br />
(Bild: Siemens AG)<br />
Outsourcing von Cloud-Services<br />
So kommen zwei Studien von Experton (Cloud<br />
Vendor Benchmark 2016) und Crisp Research<br />
(Crisp Vendor Universe Managed Public Cloud<br />
Provider) zu dem Ergebnis, dass „über 85 % der<br />
deutschen Unternehmen sich mittlerweile aktiv<br />
mit dem Thema Cloud Computing auseinander<br />
setzen und sich in der Planung und Implementierung<br />
befinden, oder bereits Cloud-<br />
Services und -Technologien im produktiven Betrieb<br />
einsetzen.“ Solche Zahlen mögen in ihrer<br />
absoluten Höhe von Branche zu Branche unterschiedlich<br />
ausfallen. Die Tendenz ist jedoch<br />
eindeutig: der externe Bezug von IT-Leistungen<br />
aus der Cloud ist auf dem Vormarsch. Das<br />
gilt auch für die chemische Industrie. Der generelle<br />
Trend in Richtung Cloud – egal ob Public<br />
Cloud, hybride Cloud, Multi Cloud oder Private<br />
Cloud – kommt nicht von ungefähr. Vielmehr<br />
verbergen sich dahinter handfeste strategische<br />
Überlegungen. Crisp Research hat dazu<br />
folgendes herausgefunden: Die Cloud gilt<br />
als „Rückgrat der Digitalisierung“. Selbst gestandene<br />
Unternehmen mit großen komplexen<br />
IT-Landschaften können sich so die notwendige<br />
Geschwindigkeit sichern, um auf<br />
Kundenanforderungen gezielter zu reagieren.<br />
Das gilt etwa für Applikationen wie ein Cloud<br />
CRM, eine HR-Suite aus der Cloud oder eine<br />
Cloud-Lieferantenplattform. Solche Lösungen<br />
können also – anders als herkömmliche Anwendungen<br />
– ohne lange Projektlaufzeit eingeführt<br />
und angewendet werden.<br />
„Oft kommen dabei Mischformen aus eigener<br />
IT, der Infrastruktur eines Managed Private<br />
Cloud-Dienstleisters und der Public Cloud in<br />
der Praxis zum Einsatz, etwa bei mittelständischen<br />
Unternehmen der chemischen Industrie“,<br />
erklärt Michael Scherf, der in der Geschäftsleitung<br />
der All for One Steeb AG die<br />
Managed-Services-Aktivitäten zur Orchestrierung<br />
von Private- und Public-Cloud-Ressourcen<br />
verantwortet. Die Frage, die sich stellt, ist,<br />
welches Szenario ist hier für wen am besten<br />
geeignet, und welcher Weg führt dorthin?<br />
„Nicht selten“, so Scherf, „wird in der chemischen<br />
Industrie die Maschinensteuerung vom<br />
Unternehmen selbst lokal betrieben. Die SAP-<br />
Anwendungslandschaft hingegen wird vom<br />
Service Provider im Rechenzentrum (Private<br />
Cloud) betreut, die SAP-Trainings- und Demosysteme<br />
werden neuerdings aus der Public<br />
Cloud, etwa AWS oder Azure, bedarfsweise dazu<br />
gebucht.“ Software-Lösungen aus der<br />
Cloud bieten eindeutige Kosten- und Nutzenvorteile:<br />
flexibel, skalierbar, weltweit verfügbar,<br />
geringe Investitionskosten, keine zusätzlichen<br />
Wartungskosten und zur Miete.<br />
14 <strong>cav</strong> 8-2016
Outsourcing ist kein Allheilmittel<br />
Gerade in wettbewerbsintensiven Branchen<br />
kann das Outsourcing der IT-Infrastruktur, der<br />
Logistik oder des Betriebs von Immobilien und<br />
Produktions<strong>anlagen</strong> also den Kostendruck<br />
mindern. Outsourcing ist allerdings kein Allheilmittel<br />
– wichtig ist es, die richtigen Geschäfts-<br />
beziehungsweise Kernprozesse zu<br />
vergeben. Denn nicht immer erfüllt sich die<br />
Hoffnung eines Betriebs durch die Verlagerung<br />
bestimmter Tätigkeiten auf externe Spezialisten<br />
die Kosten zu reduzieren. Denn bei<br />
extern vergebenen Fertigungsleistungen<br />
schlägt sich der Koordinierungsaufwand häufig<br />
in höheren Fertigungsdurchlaufzeiten nieder,<br />
was die Kosteneinsparung zunichtemachen<br />
kann. Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik<br />
und Innovationsforschung ISI in<br />
Karlsruhe fand in einer Studie aus dem Jahr<br />
2001 heraus, dass sich bei der Produktentwicklung<br />
höhere Eigenanteile auszuzahlen scheinen,<br />
insbesondere in F&E-intensiven Betrieben.<br />
Vor diesem Hintergrund wundert es nicht<br />
das die forschungsintensive Chemieindustrie<br />
mit 85 % Fertigungstiefe beim Outsourcing<br />
eher zurückhaltend ist, während die Hersteller<br />
von Metallerzeugnissen mit Fertigungstiefen<br />
von immerhin noch 56 % oder die Automobilindustrie<br />
mit Fertigungstiefen von 30 % und<br />
weniger diesbezüglich stärker outsourcen.<br />
Auch die Studie „Chemielogistik“ der Bundesvereinigung<br />
Logistik e.V. (BVL) kommt zu dem<br />
Ergebnis, dass der Outsourcing-Grad in der<br />
Chemie mit 44 % knapp fünf Prozentpunkte<br />
unter dem der Gesamtwirtschaft liegt. Doch<br />
gerade in der Logistik sieht der BVL noch signifikante<br />
Einsparpotenziale. Denn für den erfolgreichen<br />
Eintritt der Chemieindustrie in<br />
neue Märkte und deren strukturelle Beherrschung<br />
spielt die Logistik eine wichtige Rolle.<br />
Hoch ist laut BVL der Outsourcing-Anteil bereits<br />
im Bereich Transport. So sind 95 % des<br />
Transportvolumens in der Chemie bereits outgesourced.<br />
Hier, so die Autoren der Studie, haben<br />
die Logistikdienstleister kaum Wachstum<br />
zu erwarten. Wenn es nicht um Transporte,<br />
sondern um das Outsourcing ganzer Prozesse<br />
geht, ist die Chemie-Branche bisher zurückhaltender,<br />
besonders im Bereich Gefahrgut- und<br />
Gefahrstofflogistik. Denn insbesondere die<br />
Prozesssteuerung in der Gefahrgut- und Gefahrstofflogistik<br />
betrachtet die Industrie als eigene<br />
Kernkompetenz. Das sich die Unternehmen<br />
in der chemischen Industrie tendenziell<br />
auf ihre Kernprozesse bei der Herstellung ihrer<br />
Produkte fokussieren und der Industrieservice<br />
dadurch automatisch an Bedeutung gewinnt“,<br />
bestätigt auch Arno Rockmann, von der Celanese<br />
Production in Frankfurt am Main, in seinem<br />
Vortrag „Anforderungen an den Industrieservice<br />
aus Sicht eines Chemieunternehmens“,<br />
den er während eines Kongresses im<br />
Rahmen der Messe INservFM 2016 hielt.<br />
Logistik-Outsourcing reduziert Kosten<br />
Logistikdienstleistungen gehören also zu den<br />
Prozessen die gerade in der chemischen Industrie<br />
häufig nach außen vergeben werden. Die<br />
Gründe, warum sich Unternehmen der Chemie<br />
und <strong>chemie</strong>nahen Industrie für das Outsourcing<br />
entscheiden sind dabei immer die<br />
gleichen: Kosten zu reduzieren, Qualität der<br />
Ein weiteres großes Feld für Outsourcing sind<br />
Immobilien – etwa Chemieparks. Denn sie stellen<br />
große Kostenfaktoren für die Chemieindustrie<br />
dar.<br />
(Bild: Bayer AG)<br />
Vakuumfördertechnik und innovative<br />
Lösungen für das Schüttguthandling<br />
Leistung zu verbessern, Fixkosten zu variabilisieren,<br />
Prozesse zu optimieren, Leistungen gemäß<br />
den Richtlinien sicher abwickeln zu lassen,<br />
sich auf das Kerngeschäft fokussieren zu<br />
können sowie die Komplexität zu reduzieren.<br />
Gerade letztere wird vor allem durch die Globalisierung<br />
und steigende Kundenanforderungen<br />
getrieben. Nachdem die Märkte in Europa<br />
nur noch begrenzt wachsen, standen die Supply-Chain-Manager<br />
in den letzten Jahren vor<br />
der Aufgabe, die Lieferketten in neuen Märkten<br />
aufzubauen und effizient zu gestalten. Geschwindigkeit,<br />
hoher Servicegrad und Transparenz<br />
sind dabei die Herausforderungen. Komplexität<br />
entsteht durch diese neuen Kundenanforderungen,<br />
aber auch die Globalisierung<br />
der Lieferkette und staatliche Regulierung.<br />
Chemielogistik setzt auf zentrale Steuersyste-<br />
Produktaufgabestationen<br />
Systeme<br />
zum staubfreien Entleeren von<br />
Säcken, Fässern, Big-Bags;<br />
Produktabsendestationen;<br />
Lösungen für das Containment<br />
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<strong>cav</strong> 8-2016 15<br />
Starke Ideen fürs Schüttguthandling
TRENDTHEMA: OUTSOURCING IN DER CHEMISCHEN INDUSTRIE<br />
Michael Scherf: „Oft werden Mischformen aus<br />
Private, Hybrid oder Public Cloud genutzt“<br />
(Bild: All for One Steeb AG)<br />
hend von diesen kritischen Erfolgsfaktoren ist<br />
ein zunehmender Bedarf an Integration und<br />
Koordination aller Unternehmensprozesse erkennbar.<br />
Neben der Harmonisierung dieser<br />
Prozesse ist eine IT-Infrastruktur erforderlich,<br />
die sich an den Prozessen orientiert und diese<br />
optimal unterstützt. Nur integrierte, standardisierte<br />
Szenarien liefern letztlich das Potenzial,<br />
um Kosten zu senken und gleichzeitig die<br />
Effizienz zu erhöhen. Eine Lösung dafür bietet<br />
das Systemhaus IDS Scheer Consulting mit der<br />
Software Chemical.Performance Ready. Dabei<br />
handelt es sich um eine prozessorientierte<br />
Komplettlösung auf Basis von voreingestellten<br />
SAP-Best-Practice-Prozessen, die Kunden aus<br />
der chemischen Industrie eine schnelle und<br />
kostengünstige SAP-Implementierung und<br />
kontinuierliche Optimierung ermöglicht. Mit<br />
der Branchenlösung können Unternehmen<br />
durch vorkonfigurierte Best-Practice-Prozesse<br />
schnell und kostengünstig alle wertschöpfenden<br />
Geschäftsprozesse der chemischen Industrie<br />
entlang der logistischen Kette sowie deren<br />
Support-Prozesse abbilden. So werden für die<br />
Auftragsabwicklung sowohl die Produktion an<br />
Lager, die kundenspezifische Produktion als<br />
auch Handelsabwicklungen berücksichtigt.<br />
Hierbei fließen produktspezifische Anforderungen<br />
für feste und flüssige Produkte in die<br />
vorkonfigurierten Prozesse mit ein. Darüber<br />
hinaus sind die Prozesslösungen für Kernprozesse<br />
der Kundengewinnung und -bindung als<br />
auch der Produktentwicklung verfügbar. So<br />
deckt die Software nahezu alle Branchenprozesse<br />
ab aus den Bereichen Planung (z. B. Vertikale<br />
Integration (MES-Systeme), Auftrags-/<br />
Lohnproduktion), Produktion (u. a. Rezepturmanagement,<br />
Wirkstoffherstellung, Streckengeschäft),<br />
Qualitätsmanagement (Integrierte<br />
Qualitätssicherung, vereinfachte Prüfzeugnisgenerierung),<br />
Reporting (Kostenkontrolle/Pla-<br />
me und standardisierte, automatisierte Prozesse,<br />
um diese Komplexität effizient zu beherrschen.<br />
Komplexitätsreduktion ist allerdings<br />
nur soweit möglich, wie sie nicht den<br />
Anforderungen des Kunden widerspricht. Aus<br />
der Zusammenarbeit zwischen den Supply-<br />
Chain-Managern bei den Herstellern und den<br />
Logistikdienstleistern ergeben sich laut BVL<br />
Prozessoptimierungen. Die Dienstleister müssen<br />
allerdings zwingend integrierte Wertschöpfungsketten<br />
abbilden können. Beim<br />
Outsourcing werden die Prozesse neu durchdacht<br />
und die Komplexität reduziert. Die Industrie<br />
fordert von den Logistikdienstleistern<br />
nicht nur einen hohen Servicegrad, sondern<br />
auch mehr Transparenz. Die Dienstleister stellen<br />
sich auf die neuen Anforderungen ein. Sie<br />
liefern immer mehr KPI aus der Lieferkette an<br />
die Hersteller: Neben Daten zur Liefertreue erhalten<br />
die Kunden dabei Einblick zum Beispiel<br />
zur Lagerverfügbarkeit.<br />
Stichwort Globalisierung der Lieferkette und<br />
staatliche Regulierung: Durch Akquisitionen<br />
und Fusionen entstehen neue Großunternehmen,<br />
die globale Netzwerke von Produktionsund<br />
Logistikstrukturen bilden. Diese gilt es erfolgreich<br />
zu managen. Daneben müssen gesetzliche<br />
Dokumentations- und Nachweispflichten<br />
stringent eingehalten werden – wie<br />
z. B. im europäischen Raum REACH (Registration,<br />
Evaluation, Authorisation and Restriction<br />
of Chemicals). Die damit verbundene Registrierung<br />
jeder auf den Markt gebrachten<br />
Grundsubstanz stellt besonders für den Mittelstand<br />
eine große Herausforderung dar. Umso<br />
wichtiger ist es, Daten und Dokumente aus<br />
unterschiedlichsten Quellen über den kompletten<br />
Lebenszyklus eines Produkts und damit<br />
über die gesamte Wertschöpfungskette<br />
konsistent und intelligent zu managen. Ausgenungsoptimierung<br />
in der Produktion) sowie<br />
gesetzliche Bestimmungen (Gefahrstoff- und<br />
Gefahrgutmanagement, Chargenmanagement<br />
und -rückverfolgung).<br />
Dienstleister betreiben Infrastruktur<br />
Ein weiteres großes Feld für Outsourcing sind<br />
Immobilien und Produktions<strong>anlagen</strong> – etwa<br />
Chemieparks. Denn sie stellen aufgrund der<br />
hochsensiblen Fertigungsbedingungen große<br />
Kostenfaktoren für die Chemieindustrie dar.<br />
Entsprechend bieten sie laut Experten der<br />
GEFMA German Facility Management Association<br />
auch große Einsparpotenziale. Diese können<br />
durch das Outsourcing immobilienbezogener<br />
Aufgaben an Facility-Management-<br />
Dienstleister realisiert werden. Hierfür kommen<br />
technische und infrastrukturelle Services<br />
wie Energieversorgung, Instandhaltung, Reinigung<br />
und Wachdienste ebenso infrage wie<br />
kaufmännische Dienstleistungen.<br />
Outsourcing und Managed Services gewinnen<br />
also auch in der chemischen Industrie an Bedeutung.<br />
Wichtiger Trend hierbei ist die Konzentration<br />
auf das Kerngeschäft und das Auslagern<br />
der sogenannten Sekundärprozesse.<br />
Aber nicht immer ist die Vergabe von Aufgaben<br />
an Dienstleister der Stein des Weisen: Es<br />
gilt Kostenreduzierung und Koordinierungsaufwand<br />
miteinander in Beziehung zu setzen.<br />
Nur wenn die Rechnung unter dem Strich<br />
stimmt, lohnt sich Outsourcing.<br />
Autor<br />
Johannes Gillar<br />
Freier Journalist,<br />
Leinfelden-Echterdingen<br />
Die Einsparpotenziale<br />
der Chemieindustrie<br />
durch Outsourcing<br />
werden von Experten<br />
als hoch eingeschätzt<br />
(Bild: Siemens)<br />
16 <strong>cav</strong> 8-2016
UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />
Membranfiltersystem mit Laminattechnologie<br />
Rotierendes Meisterstück<br />
Bereits seit 2003 kooperieren Microdyn-Nadir und Huber erfolgreich. Nun haben<br />
beide Unternehmen gemeinsam auf der Ifat 2016 in München einen Meilenstein<br />
in der MBR-Technik vorgestellt: ein getauchtes, rotierend betriebenes Membranfiltermodul,<br />
das mit Laminattechnologie ausgestattet ist. Diese Kombination<br />
führt in der Praxis zu geringeren Betriebs-und Investitionskosten bei einer Steigerung<br />
der Betriebssicherheit und Packungsdichte.<br />
Die Microdyn-Nadir-Membranlaminattechnologie<br />
ist im Grunde eine smarte Kombination<br />
der Vorteile von Hohlfaser- und Flachmembran-/Plattenkonstruktionen.<br />
Anders als bei<br />
einer Flachmembran-/Plattenkonstruktion ist<br />
das Bio-Cel-Membranlaminat rückspülbar wie<br />
ein Hohlfasermodul, allerdings treten Probleme<br />
wie die Verzopfung, mit denen Hohlfasermodule<br />
zu kämpfen haben, nicht auf. Die<br />
selbsttragende Membrantasche ist nur 2 mm<br />
dünn, was eine hohe Packungsdichte bei<br />
gleichzeitig geringem Energiebedarf ermöglicht.<br />
Darüber hinaus besitzt das Bio-Cel-<br />
Modul einen Selbstheilungsmechanismus.<br />
Kommt es zu einer Beschädigung der Membran,<br />
so ermöglicht das Abstandsgewirk im<br />
Kern des Membranlaminats, dass die im System<br />
befindliche Biomasse die Beschädigung<br />
verschließt. Bakterien und Feststoffe können<br />
auch nach Auftreten einer Beschädigung<br />
durch das Membranmodul zurückgehalten<br />
werden. Dies ermöglicht, selbst bei Beschädigung<br />
des Membranlaminats, eine konstant<br />
hohe Ablaufqualität. Die begrenzungsfreien<br />
Kanäle der Module verhindern während des<br />
kontinuierlichen Querstrombetriebs wirkungsvoll<br />
die Ansammlung von Schlamm und<br />
Fasern. Die selbsttragende Struktur des Membranmoduls<br />
erlaubt eine rahmenfreie Installation,<br />
wodurch Verblockungen in den Randbereichen<br />
der Taschen vermieden werden.<br />
Autorin<br />
Daniela Held<br />
Redakteurin,<br />
<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />
Mit einer Membranfläche von über 9200 m² ist die Membranfiltration VRM 50, die auf der Ifat 2016<br />
ausgestellt wurde, die größte auf dem Markt verfügbare Filtrationseinheit<br />
Getauchte Membranmodule<br />
Bei der VRM-Membranfiltration von Huber<br />
handelt es sich um ein rotierendes System. Die<br />
Membranmodule sind in den belebten<br />
Schlamm getaucht und segmentweise um<br />
mittig montierte Spülluftlanzen angeordnet.<br />
Ein Filterantrieb dreht die trapezförmigen<br />
Membransegmente durch einen von Luft erzeugten<br />
Spülstrahl. Die aufsteigenden Luftblasen<br />
transportieren den aufkonzentrierten<br />
Schlamm kontinuierlich in den Membranzwischenräumen<br />
nach oben. Effektiv und zuverlässig<br />
werden Deckschichten und Partikel von<br />
der Membranoberfläche abgetragen und damit<br />
das Fouling reduziert. Dies erfolgt bei einem<br />
stark reduziertem Energieverbrauch, da<br />
durch die Rotation die Einbringtiefe der Luft<br />
halbiert wird. Außerdem wird rotationsbedingt<br />
nur immer ein Bereich der installierten<br />
Membranfläche durch die Spülluft gereinigt.<br />
Bei niedrigen Zulaufmengen geht die Anlage<br />
zudem in einen Energiesparmodus, bei dem<br />
die Luft intermittierend betrieben wird.<br />
In Zusammenarbeit mit Microdyn-Nadir wurde<br />
die Huber-Membranfiltration einem grundlegenden<br />
Redesign unterzogen. Gemeinsames<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 17
UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />
NACHGEFRAGT<br />
Mit neuer Technologie Membranfläche mehr als verdoppelt<br />
<strong>cav</strong>: Was war der Auslöser für die Überarbeitung<br />
der Huber Membranfiltration VRM?<br />
Rong: Huber und Microdyn-Nadir arbeiten<br />
seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Huber<br />
verwendet seit eh und je die Membranen<br />
von Microdyn-Nadir für die Membranfiltration<br />
VRM. Daher war es Huber auch nicht entgangen,<br />
dass sich die Bio-Cel-Module im<br />
Markt erfolgreich bewährt haben und dass<br />
diese Technologie Vorteile gegenüber dem<br />
bisherigen System von Huber aufweist. Da<br />
wir alle unsere Produkte permanent weiterentwickeln<br />
und optimieren, entstand dabei<br />
die Idee für eine neue Membranfiltration.<br />
<strong>cav</strong>: Wer kam auf die Idee, die VRM-Technologie<br />
mit den Bio-Cel-Modulen zu kombinieren?<br />
Lamparter: Diese Idee entstand tatsächlich<br />
direkt auf der Ifat 2014! Huber sah das neue<br />
Bio-Cel-XL-Modul und äußerte den Wunsch<br />
die Stärken von Microdyn-Nadir für die Entwicklung<br />
einer neuen Membranfiltration<br />
VRM zu nutzen. Ziel war eine Kombination<br />
der Vorteile des Bio-Cel-Moduls mit den Vorteilen<br />
der VRM-Technologie.<br />
Rong: Wir haben genau zwei Jahre benötigt,<br />
um diese komplett neue Membranfiltration<br />
VRM 50 zu entwickeln. Ein Zeitplan der nur<br />
dank eines sehr engagierten Teams aus beiden<br />
Firmen realisiert werden konnte. Man<br />
darf dabei denke ich auch erwähnen, dass<br />
diese Zusammenarbeit viel Spaß gemacht<br />
hat und von einer besonders offenen und<br />
vertraulichen Kooperation geprägt war. Das<br />
Ergebnis konnten wir pünktlich zur Ifat 2016<br />
präsentieren.<br />
<strong>cav</strong>: Welche Vorteile hat das neue System im<br />
Vergleich zum Vorgängermodell?<br />
Rong: Die Vorteile der neuen Technik sind erheblich!<br />
So konnte die in der bisherigen Maschine<br />
VRM 30 verbaute Membranfläche von<br />
3840 auf 9200 m² mehr als verdoppelt werden,<br />
womit die VRM 50 wohl die größte<br />
Membraneinheit am Membranmarkt darstellt.<br />
Zusätzlich hat sich auch die Transportfähigkeit<br />
deutlich verbessert, da die neue<br />
Dr. Oliver Rong, Vorstand der Huber SE (li.) und<br />
Walter Lamparter, CEO von Microdyn-Nadir,<br />
freuen sich über den Kooperationsvertrag<br />
VRM in sinnvollen Baugruppen direkt von<br />
Huber und Microdyn-Nadir auf die Baustelle<br />
geliefert und erst dort endmontiert wird. Die<br />
eigentlichen Vorteile der neuen VRM liegen<br />
aber darin, dass sie nun auch die Vorteile des<br />
Bio-Cel-Moduls beinhaltet. So konnte z. B. die<br />
Packungsdichte (m²/m³) um ca. 30 % erhöht<br />
werden. Darüber hinaus kann die VRM nun<br />
auch permeatseitig rückgespült werden<br />
und verfügt über den berühmten „Selfhealing“-Effekt.<br />
Lamparter: Beim Lieferumfang konzentriert<br />
sich jeder auf seine Kompetenzen, d. h. Huber<br />
als Spezialist für die Edelstahlproduktion fertigt<br />
den rotierenden Grundkörper, wohingegen<br />
die Membranpakete von Microdyn-Nadir<br />
in Wiesbaden auf der voll automatischen<br />
Bio-Cel-Fertigungslinie hergestellt werden.<br />
<strong>cav</strong>: Wie werden die Membranfilter gewartet,<br />
wenn eines der Bio-Cel-Module defekt sein<br />
sollte?<br />
Lamparter: Wie jede biologische Kläranlage<br />
oder auch jede Membranbiologie muss auch<br />
diese Anlage durch geschultes Personal be-<br />
trieben und entsprechend gewartet werden.<br />
Damit ist über einen sehr langen Zeitraum<br />
ein problemloser Betrieb gewährleistet. Sollte<br />
trotzdem einmal ein Schaden in einem<br />
Membransheet auftreten, wird dies über den<br />
Self-healing-Effekt nicht zu einer Verschlechterung<br />
der Ablaufqualität führen. Am Ende<br />
der Lebenszeit lassen sich die Membranpakete<br />
einzeln aus der Anlage demontieren und<br />
ersetzen, d. h. der Grundkörper aus Edelstahl<br />
muss beim Membranersatz nicht ausgetauscht<br />
werden.<br />
<strong>cav</strong>: Wo werden die neuen Membransysteme<br />
zum Einsatz kommen?<br />
Rong: Huber ist mit einem weltweiten Vertriebsnetz<br />
in über 60 Ländern vertreten und<br />
Anlagen mit der Membranfiltration VRM gibt<br />
es bereits in vielen Ländern, sowohl in der<br />
kommunalen als auch der industriellen Abwasserreinigung.<br />
Auch für die neue VRM 50<br />
gehen wir davon aus, dass es grundsätzlich<br />
Einsatzmöglichkeiten in jedem Land gibt. Erfahrungsgemäß<br />
sind aber Länder mit Wasserknappheit<br />
der interessantere Markt, da<br />
dort die Notwendigkeit nach Wiederverwendung<br />
von Wasser gegeben ist und somit die<br />
hohe Reinigungsleistung des MBR-Verfahrens<br />
voll zum Tragen kommt.<br />
<strong>cav</strong>: Lassen sich mit der neuen Technologie<br />
zusätzliche Einsatzgebiete erschließen?<br />
Rong: Die VRM 50 ist entwickelt für den<br />
Einsatz in MBR-Anlagen. Einsatzgebiete<br />
außerhalb der MBR-Technologie sind nicht<br />
angedacht.<br />
<strong>cav</strong>: Gibt es nun nach der Ifat 2016 schon<br />
einen Ausblick auf weitere gemeinsame<br />
Entwicklungsaktivitäten zwischen Microdyn-<br />
Nadir und Huber?<br />
Lamparter: Nach den sehr guten Erfahrungen<br />
wird es Sie nicht wundern, dass wir auch<br />
über weitere gemeinsame Projekte nachdenken,<br />
Sie werden aber auch verstehen, dass<br />
wir darüber derzeit nicht reden wollen!<br />
18 <strong>cav</strong> 8-2016
Die Membranmodule der rotierenden VRM-Filtration sind in den belebten<br />
Schlamm getaucht und segmentweise um mittig montierte Spülluftlanzen<br />
angeordnet<br />
Ein Filterantrieb dreht die trapezförmigen Membransegmente durch den<br />
energieoptimierten Spülluftstrahl. Dadurch entsteht eine intensive Teil -<br />
flächenreinigung. Gleichzeitig wird die Einbringtiefe der Spülluft halbiert.<br />
Ziel war es, die größte getauchte Filtrationseinheit<br />
zu entwickeln, die die zahlreichen Vorteile<br />
des rotierenden Membransystems mit<br />
denen der Bio-Cel-Modultechnologie vereint.<br />
Für die Bestückung der trapezförmigen Membransegmente<br />
wird nun, anstatt der ursprünglichen,<br />
auf einer Platte aufgeschweißten<br />
Nadir-Flachmembran, auf die smarte Laminattechnologie<br />
gesetzt.<br />
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durchsatzleistungen<br />
bis zu 300 m³/h und eine energieeffiziente,<br />
aber hochwirksame Rotationsreinigung<br />
der Membranen, die mit weniger als<br />
150 l/m²h Spülluft auskommt. Gleichzeitig<br />
zeichnen sich die Bio-Cel-Module durch eine<br />
lange Lebensdauer aus, sind kostengünstig zu<br />
reinigen und gewährleisten als Ultrafiltrationsmembrane<br />
eine hervorragende Ablaufqualität.<br />
Mit einer Membranfläche von über<br />
9200 m² ist die Membranfiltration VRM 50, die<br />
auf der Ifat 2016 ausgestellt wurde, aktuell die<br />
größte auf dem Markt verfügbare Filtrationseinheit.<br />
Die Membransegmente sind mit Bio-Cel-Membranlaminat<br />
ausgestattet, das sich durch lange Lebensdauer<br />
und hohe Packungsdichte auszeichnet<br />
Gesteigerte Reinigungsleistung<br />
Die rotierende Membranfiltration VRM wird<br />
seit vielen Jahren erfolgreich bei kommunalen<br />
und industriellen Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />
eingesetzt. Mit einem Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />
können die für den Klärprozess<br />
notwendigen Bauwerke kleiner gestaltet<br />
und die Reinigungsleistung der Kläranlage gesteigert<br />
werden. Das VRM-Membranbelebungs<strong>verfahren</strong><br />
ist eine Kombination aus biologischer<br />
Abwasserreinigung und Fest-Flüssig-<br />
Trennung. Das mechanisch vorgereinigte Abwasser<br />
wird belüftet, biologisch gereinigt und<br />
nach dem Niederdruckprinzip durch die Ultrafiltrationsmembran<br />
gesaugt und so von allen<br />
Feststoffen, Bakterien und nahezu allen Viren<br />
befreit. Probleme wie Schwimmschlamm oder<br />
Schlammabtrieb sind bei dieser Technik aufgrund<br />
der Abkehr von der klassischen Sedimentation<br />
zur Filtration direkt aus dem belebten<br />
Schlamm kein Problem mehr. Durch Erhö-<br />
hung der Konzentration der aktiven Biomasse<br />
auf 12 bis 15 g/l kann die Leistungsfähigkeit<br />
bestehender konventioneller Abwasser<strong>anlagen</strong><br />
gesteigert werden, ohne größere Beckenvolumina<br />
zu benötigen.<br />
Auch bestehende Bauwerke lassen sich durch<br />
ein Membranbelebungs<strong>verfahren</strong> einfach ertüchtigen.<br />
Vorhandene Vor- und Nachklärbecken<br />
können nach Umbau als Puffer- und Reservebecken<br />
dienen. Weiterhin ist die Ablaufqualität<br />
solcher Anlagen durch Bakterien- und<br />
Keimfreiheit in Einklang mit allen aktuellen<br />
Richtlinien und ermöglicht sogar die direkte<br />
Wiederverwendung als Brauchwasser (z. B. zur<br />
Bewässerung).<br />
Huber verwendet für alle Membran<strong>verfahren</strong><br />
hydrophile Membranen mit sehr guten Filtrationseigenschaften<br />
und einer geringen Affinität<br />
für zum Fouling neigendende und Belag<br />
bildende Abwasserinhaltsstoffe. Auf die Porengröße<br />
bezogen liegen die Membranen im<br />
Bereich der Ultrafiltration (die Porengröße beträgt<br />
ca. 38 nm). Neben der wässrigen Phase<br />
gelangen lediglich Ionen und niedermolekular<br />
gelöste Substanzen durch die Membran. Typische<br />
flächenbezogene Durchsatzraten sind bis<br />
zu 35 l/m²h.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816microdynnadir<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 19
UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />
Explosionsschutz in Abwasser<strong>anlagen</strong><br />
Spielend die Zone wechseln<br />
Diverse Regularien und Rahmenbedingungen machen den Bau und Betrieb<br />
einer abwassertechnischen Anlage zu einem Unterfangen, das alles andere als<br />
trivial ist. Mit der Wahl eines intelligenten Steuerungssystems, das Standard- wie<br />
Sonderapplikationen gleichermaßen bedient, können Planer und Betreiber ihre<br />
Aufwendungen allerdings deutlich schmälern.<br />
Eines ist sicher: Es ist nahezu unmöglich die<br />
Zusammensetzung der Fracht in abwassertechnischen<br />
Anlagen von vornherein zu bestimmen.<br />
Durch Unfälle oder unbefugtes Einleiten<br />
kann es jederzeit zu Verunreinigungen,<br />
brennbaren Zusammensetzungen oder chemischen<br />
Reaktionen kommen, die zu Ausgasungen<br />
führen, die dann als gefährliche Atmosphären<br />
zu klassifizieren sind. Gelangen leicht<br />
oder hochentzündliche Flüssigkeiten wie beispielsweise<br />
Benzin in die Kanalisation,<br />
schwimmen diese aufgrund ihrer geringeren<br />
Dichte auf der Oberfläche. Als sogenannte<br />
leicht flüchtige Stoffe verdunsten sie dort<br />
schnell und bilden je nach Konzentration ein<br />
gesundheitsschädliches oder sogar explosionsfähiges<br />
Gemisch. Da die Dämpfe, die dabei<br />
entstehen, häufig schwerer sind als Luft, sammeln<br />
sie sich zwangsläufig an der tiefsten<br />
Stelle des Kanalnetzes. Eben aus diesem<br />
Grund wird das Kanalnetz selbst, ebenso wie<br />
seine Bauwerke, wie umschlossene Speicherbecken<br />
für Abwasser, Stauraumkanäle, Pumpen-<br />
oder Dükerbauwerke, bauartbedingt als<br />
Zone 1 oder Zone 2 klassifiziert.<br />
Zonen richtig klassifizieren<br />
Was für das Kanalnetz gilt, gilt ebenso für Abwasserreinigungs<strong>anlagen</strong>.<br />
Sie bestehen häufig<br />
aus Abwasserpumpwerk und Einlaufbauwerk,<br />
die dazu dienen, die Fracht direkt in die<br />
Autor<br />
Kay Miller<br />
Market Management Energy &<br />
Process Automation Water,<br />
Wago<br />
Ob eine Explosionsgefährdung in einer abwassertechnischen Anlage gegeben ist, lässt sich nicht<br />
grundsätzlich ausschließen. Durch Unfälle können jederzeit brennbare organische Stoffe in das<br />
Abwasser gelangen.<br />
Bild: tuastockphoto - Fotolia.com<br />
Kläranlage zu führen. Sind diese Bauwerke<br />
umschlossen, müssen sie als Zone 1 klassifiziert<br />
werden. Diese Notwendigkeit kann sich<br />
ebenso für offene Bauwerke ergeben, wenn<br />
diese konstruktiv über keine ausreichende Belüftung<br />
verfügen. In ihrem Inneren können<br />
leicht explosionsfähige Gemische entstehen;<br />
beispielsweise durch die völlig üblichen Ausgasungen<br />
der Fracht: Denn durch Fäkalien, die<br />
einen wesentlichen Bestandteil des Abwassers<br />
ausmachen, bilden sich zwangsläufig<br />
Faulgase. Weil Faulgas allerdings nur geringfügig<br />
leichter ist als Luft, sammelt es sich nicht<br />
zwingend in den oberen Bereichen von Räumen<br />
und Bauwerken an, sondern mischt sich<br />
mit der Luft. Die exakte Zusammensetzung<br />
des dadurch entstehenden Luft-Gasgemisches<br />
lässt sich nicht bestimmen – auch, weil die<br />
ständige Bewegung des Abwassers zu immer<br />
neuen Verwirbelungen der Luft führen und damit<br />
auch zu einer schwankenden Gas-Konzentration<br />
innerhalb des Luft-Gasgemisches.<br />
Zu einer sehr hohen Konzentration von Faulgasen<br />
kann es funktionsbedingt im Rechenbauwerk<br />
kommen, da hier Grobstoffe und Feinstoffe<br />
wie Äste, Textilien aber auch Hygieneartikel<br />
zurückgehalten werden. Entsprechend<br />
wird dieser Bereich in der Gefährdungsbeurteilung<br />
als Zone 1 und angrenzende Bereiche<br />
als Zone 2 klassifiziert. Diese Einteilung gilt<br />
ebenfalls für Schlammwasserspeicher wie<br />
Schächte und Bauwerke der Entschlammung.<br />
20 <strong>cav</strong> 8-2016
ermöglicht das I/O-System von Wago Störmeldungen<br />
oder Füllstände von Regenüberlaufbecken<br />
aus der Ferne zu erfassen und so den Zulauf<br />
zur Kläranlage gezielt zu steuern. Neben<br />
der generellen Feldbusunabhängigkeit und<br />
der serienmäßigen Verfügbarkeit offener<br />
Schnittstellen für die Messtechnik sowie die<br />
Integration ganzer Anlagenteile, zählt die<br />
Hart-Kommunikation bei Wago ebenfalls zum<br />
Standard. Schlussendlich erlaubt diese Kommunikationsfreudigkeit,<br />
auch Anlagenerweiterungen<br />
in der Zukunft vergleichsweise einfach<br />
zu integrieren.<br />
Das Topjob-S-Reihenklemmenprogramm von Wago verfügt über eine Atex-/IECEx-Zulassung. So kann<br />
der Anwender mit den Reihenklemmen von Wago entsprechend in allen Bereichen für sichere Verbindungen<br />
sorgen.<br />
Weniger Aufwand für Planer<br />
Planern ermöglicht das Baukastenprinzip von<br />
Wago Applikationen in Ex- und Nicht-Ex-Bereichen<br />
funktional passend ausrüsten zu können,<br />
ohne bei der Programmierung von<br />
Schnittstellen zeitliche Einbußen in Kauf nehmen<br />
zu müssen. Betreiber können auch Sonderlösungen,<br />
wie beispielsweise eine partielle<br />
Im Faulturm der Kläranlage werden die anaeroben,<br />
bakteriellen Prozesse, die bei der<br />
Schlammfaulung im Abwasser ablaufen, aktiv<br />
zur Gewinnung von Faulgasen genutzt. Diese<br />
Faulgase werden durch ein nachgeschaltetes<br />
Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt<br />
und wirken sich somit positiv auf<br />
die Energiebilanz der Abwasserreinigungsanlage<br />
aus. Die Prozessbereiche vom Schlammeindicken<br />
bis hin zur Schlammfaulung werden<br />
darum im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung<br />
ebenfalls in Zone 1 und Zone 2 eingeteilt;<br />
gleiches gilt für die Außenbereiche um den<br />
Faul- und Gasbehälter.<br />
Normengerecht automatisieren<br />
Wegen dieser herausfordernden Rahmenbedingungen<br />
sind bei der Planung und dem Betrieb<br />
von abwassertechnischen Bauwerken<br />
neben den konstruktiven Maßnahmen zur<br />
Minderung der Explosionsgefahr auch die einschlägigen<br />
Normen und Vorschriften wie Atex<br />
oder IECEx zu beachten, sowie die Betriebssicherheitsverordnung<br />
(BetrSichV). Ihnen zufolge<br />
sind die Betreiber von Abwasser<strong>anlagen</strong> dazu<br />
verpflichtet, für die explosionsgefährdeten<br />
Bereiche ihrer Anlage, ein Explosionsschutzdokument<br />
zu erstellen. In diesem Dokument<br />
werden die Explosionsgefahren konkret beurteilt<br />
und detaillierte Schutzkonzepte festgelegt.<br />
In Deutschland liefert das DWA-Merkblatt<br />
217 (DWA-M 217) „Explosionsschutz für<br />
abwassertechnische Anlagen“ (Juli 2014) gute<br />
Hinweise für die praktische Umsetzung dieser<br />
Vorgaben. Diese einschlägigen Normen und Zulassung<br />
sind ebenfalls bei der Auslegung der<br />
elektrischen Ausrüstung einer abwassertechnischen<br />
Anlage zugrunde zu legen. Dies gilt auch<br />
für die Ausrüstung von Schaltschränken.<br />
Zwei Zonen – ein System<br />
In der Regel sind Planer wie Betreiber bestrebt,<br />
die Anzahl der Komponenten und Systeme, die<br />
dabei eingesetzt werden, so gering wie möglich<br />
zu halten. Aus gutem Grund: Die vielschichtigen<br />
Anforderungen die abwassertechnische<br />
Anlagen an die Steuerungstechnik stellen,<br />
wirken sich auch auf die Aufwendungen<br />
aus, die Planer wie Betreiber im Rahmen des<br />
Engineerings und der späteren Wartung antizipieren<br />
müssen. Entsprechend nutzen sie bevorzugt<br />
Produkte, die nicht nur in Standardanwendungen<br />
eingesetzt werden können, sondern<br />
gleichermaßen in Sonderapplikationen,<br />
wie beispielsweise explosionsgefährdeten Bereichen<br />
oder Umgebungsbedingungen, die für<br />
Klär<strong>anlagen</strong> typisch sind: höchst aggressive<br />
beziehungsweise korrosive Atmosphären.<br />
Wago hat sein I/O-System 750 so gestaltet,<br />
dass in Ex- wie Nicht-Ex-Bereichen keine unterschiedlichen<br />
Systemwelten zum Einsatz kommen<br />
müssen: Das System ist auf Basis konstruktiver<br />
Feinheiten besonders vielseitig, ohne<br />
dabei seinen übergeordneten Standard zu<br />
verlassen. Auf Basis von über 500 Funktionsmodulen<br />
bietet es die Möglichkeit, verschiedenste<br />
Sensoren im Feld direkt anzubinden<br />
und unterschiedlichste Formen von Analogoder<br />
Digitalsignalen über TCP/IP gebündelt an<br />
die Leitwarte zu übertragen. Darüber hinaus<br />
Das Wago-I/O-System 750 verfügt über<br />
500 I/O-Module, 60 Steuerungen und<br />
40 Feldbusankopplungen<br />
Energiemessung inklusive der Speicherung<br />
sämtlicher Prozessdaten, mit den Komponenten<br />
eines Automatisierungssystems umsetzen.<br />
Dadurch kann sowohl ein gezieltes Monitoring<br />
aufgebaut werden als auch ein Managementsystem,<br />
das historische Werte darstellt.<br />
Die funktionalen Vorteile, die das Wago-<br />
System für Verfahrenstechniker bereithält,<br />
werden für den Programmierer durch das Angebot<br />
kostenloser Funktionsbibliotheken für<br />
die Wasser- und Prozesstechnik abgerundet.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816wago<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 21
UMWELTTECHNIK UND ENTSORGUNG<br />
Industrie 4.0 bei der Gefahrstofflagerung und -abfüllung<br />
Prototypen sorgen für<br />
mehr Sicherheit<br />
Wie können Industrie-4.0-Lösungsansätze bei der Lagerung und Handhabung<br />
von Gefahrstoffen integriert werden? Dieser Frage ist Denios gemeinsam mit<br />
mehreren wissenschaftlichen Partnern in einem Innovationsprojekt im Rahmen<br />
des Spitzenclusters it’s OWL nachgegangen. Zwei Prototypen zeigen, wie die<br />
Gefahrstofflagerung und -abfüllung der Zukunft ausgestattet sein könnte.<br />
Autor<br />
Udo Roth<br />
Projektmanager,<br />
Denios<br />
Ob Säuren, Laugen, Farben, Lacke, Schmieröle,<br />
Pflanzenschutzmittel oder Reinigungsund<br />
Desinfektionsmittel, Gefahrstoffe begegnen<br />
uns im Alltag immer wieder und fast<br />
überall. In Unternehmen werden Gefahrstoffe<br />
in großen Mengen als Betriebsmittel, Rohstoffe<br />
oder werthaltige Produkte gehandhabt, gelagert<br />
und transportiert. Dabei unterliegen Lagerung<br />
und Handhabung inklusive Transport<br />
einer umfangreichen Gesetzgebung, die geeignete<br />
organisatorische Maßnahmen, Prozesse<br />
und technische Ausstattungen erforderlich<br />
machen. Denios liefert heute bereits Gefahrstofflager<br />
und Abfüllstationen, die die gesetzeskonforme<br />
und sichere Lagerung und<br />
Handhabung gewährleisten. Als Teil der Wertschöpfungskette<br />
sollen Gefahrstofflager und<br />
Abfüllstationen in produzierenden Unternehmen<br />
Gefahrstoffe zur richtigen Zeit, in benötigter<br />
Menge und Qualität sowie unter kontrollierten<br />
und sicheren Bedingungen lagern<br />
und bereitstellen.<br />
Trotz all der beschriebenen passiven Schutzmechanismen<br />
können sich in der praktischen<br />
Anwendung Schadensereignisse einstellen,<br />
die derzeit nur unzureichend oder gar nicht<br />
detektiert werden können und somit nicht zu<br />
einem Auslösen von Gegenmaßnahmen führen.<br />
Kommt es zur Freisetzung von Gefahrstoffen,<br />
sind neben den unmittelbaren Gefährdungen<br />
von Mitarbeitern und der Umwelt oft<br />
auch kostenintensive Folgeschäden für die<br />
Produktion und Produktions<strong>anlagen</strong> zu befürchten.<br />
Für einen echten Innovationssprung war deshalb<br />
das Ziel des Projekts, ein intelligentes Gefahrstofflager<br />
zu entwickeln, das Gefahrensituationen<br />
erkennt und aktiv darauf reagiert.<br />
Die rein passive, intelligente Gefahrstofflagerung<br />
sollte zudem um eine Entnahmestelle<br />
für Gefahrstoffe erweitert werden, die ohne<br />
Zugriff auf den Lagerraum eine sichere, teilautomatisierte<br />
Entnahme von Gefahrstoffen<br />
unter Beachtung des Schutzes der Mitarbeiter<br />
ermöglicht.<br />
Der Prototyp des<br />
Gefahrstofflagers<br />
interpretiert Zustandsveränderungen<br />
und<br />
alarmiert den Nutzer<br />
bei kritischen Situationen<br />
Frühwarnsystem für Gefahrstofflager<br />
Als Anwendungsfall für das intelligente Frühwarnsystem<br />
wurde die Lagerung von lösemittelhaltigen<br />
und korrosiven, flüssigen Gefahrstoffen<br />
in einem nicht begehbaren Brandschutz-Regallager<br />
von Denios definiert. Gemeinsam<br />
mit dem Institut für industrielle Informationstechnik<br />
der Hochschule OWL entwickelte<br />
Denios den Demonstrator des intelligenten<br />
Gefahrstofflagers mit permanenter<br />
Zustandsüberwachung (Condition-Monitoring),<br />
Frühwarnsystem für Gefahren, selbstständiger<br />
Einleitung von Gegenmaßnahmen<br />
zur Schadensbegrenzung und Schadensverhinderung<br />
sowie einer Mensch-Maschine-Schnittstelle<br />
zur Anzeige und Bedienung. Als Ergebnis<br />
einer FMEA zur Lagerung brennbarer und korrosiver,<br />
flüssiger Gefahrstoffe in einem Brandschutz-Regallager<br />
wurden Temperatur, Gaszusammensetzung<br />
bzw. Gasfreisetzung, Flüssigkeitspegel<br />
in der Auffangwanne, Brand/Rauch<br />
und die Leistungsaufnahme des Gefahrstofflagers<br />
als zu detektierende physikalische Parameter<br />
identifiziert.<br />
Zur umfassenden besseren und frühzeitigen<br />
Erfassung der Bedingungen im Gefahrstoffla-<br />
22 <strong>cav</strong> 8-2016
ger ist eine größere Anzahl von spezifischen<br />
Sensoren vorgesehen, darunter Temperatursensoren<br />
im Innenraum und im Außenbereich,<br />
Leckagesensoren in der Auffangwanne, Brandund<br />
Rauchmelder im Innenraum, Rohrrauchsensoren<br />
in Zu- und Abluft, Gassensoren in der<br />
Abluft, Abluftüberwachung und Strommessbausteine<br />
zur Leistungserfassung.<br />
Dabei kommen ausschließlich verfügbare, praxiserprobte,<br />
zugelassene und Ex-geschützte<br />
Sensoren zum Einsatz, die intelligent miteinander<br />
kombiniert werden. Die Sensoren werden<br />
so platziert, dass auch unterschieden werden<br />
kann, ob sich etwas im Innenraum ereignet<br />
oder ein Eintrag z. B. von Wärme, Rauch,<br />
explosionsfähiger Atmosphäre von außen<br />
stattfindet. Darüber hinaus kann durch die<br />
Platzierung der Sensoren im Innenraum der<br />
Entstehungsort von Gefahrensituationen lokal<br />
eingeschränkt werden. Alle Sensoren sind mit<br />
einer intelligenten Elektronik verbunden, die<br />
das Monitoring und die Auswertung der gemessenen<br />
Parameter übernimmt. Ein handelsüblicher<br />
Industrie-PC dient als Herz des<br />
neu entwickelten Frühwarnsystems. Hier werden<br />
mehrere Softwaremodule ausgeführt, die<br />
für die Datenerfassung und -speicherung, Datenauswertung<br />
und automatische Aktorsteuerung<br />
verantwortlich sind.<br />
Erfassen des Betriebszustandes<br />
Für die Auswertung wurde erstmalig in einem<br />
Gefahrstofflager die Analyse aller Sensordaten<br />
auf der Grundlage der sogenannten Sensorfusion<br />
implementiert. Dabei werden die Sensordaten<br />
so ausgewertet, dass in einem automatisierten<br />
Vorgang der Betriebszustand des Gefahrstofflagers<br />
berechnet wird. Um beispielsweise<br />
ein Feuer im Inneren des Gefahrstofflagers<br />
zu erkennen, werden die Signale unterschiedlicher<br />
Temperatur- und Gassensoren zusammengefasst.<br />
Ein sicherer Betriebszustand<br />
ist dann erreicht, wenn die aktuellen Betriebsparameter<br />
den konfigurierten Soll-Betriebsparametern<br />
entsprechen, die einen Normalzustand<br />
definieren. Durch einen permanenten<br />
Vergleich der Ist- mit den Soll-Bedingungen<br />
des Gefahrstofflagers können nun Situationen,<br />
die vom sicheren Betriebszustand abweichen,<br />
frühzeitig erkannt werden. Die intelligente<br />
Auswertung steuert in Abhängigkeit<br />
des Betriebszustandes automatisch mehrere<br />
Aktoren wie Brandschutzklappen, Belüftung,<br />
Türschließanlage, Feuerlöschanlage und optische<br />
sowie akustische Signalgeber, um rechtzeitig<br />
zielgerichtete Gegenmaßnahmen einzuleiten<br />
und Anwender zu informieren. Zusätzlich<br />
zu der automatischen Erkennung von<br />
Gefahrensituationen ermöglicht der entwickelte<br />
Algorithmus auch die Erkennung defekter<br />
Sensoren, um Fehlalarme zu vermeiden.<br />
Ein weiteres Modul des intelligenten Frühwarnsystems<br />
ist eine Mensch-Maschine-<br />
Schnittstelle, die dem Anwender den Betriebszustand,<br />
Auswertungsdaten, einzelne Sensordaten<br />
im Zeitverlauf sowie Meldungen und<br />
Alarme übersichtlich anzeigt. Diese grafische<br />
Benutzeroberfläche kann im Leitstand oder<br />
per WLAN über einen Tablet-PC vor Ort genutzt<br />
werden und ermöglicht neben der Anzeige<br />
von Daten auch die manuelle Steuerung<br />
der Aktoren. Alarme werden zusätzlich per<br />
SMS automatisch an den Verantwortlichen<br />
weitergeleitet.<br />
Projektmanager Udo Roth und Bastian Bröhenhorst<br />
demonstrieren den Prototypen zur sicheren<br />
Abfüllung von Gefahrstoffen<br />
Teilautomatisierte Abfüllung<br />
Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPT (Projektgruppe<br />
Entwurfstechnik Mechatronik) wurde<br />
der Prototyp des teilautomatischen Gefahrstoffautomaten<br />
entwickelt und umgesetzt.<br />
Als Anwendungsfall nach Markterhebungen<br />
und Kundenbefragungen wurde definiert,<br />
dass in einem produktionsnahen Bereich lösemittelhaltige<br />
Reinigungschemikalien aus einem<br />
200-l-Vorratsfass in geeignete Verkaufsgebinde<br />
von 1, 2, 5 und 10 l abgefüllt werden<br />
sollen. Die Abfüllung erfolgt teilautomatisch<br />
und spritzfrei, sodass der Bedienkomfort hoch,<br />
aber die mögliche Gefährdung der Anwender<br />
gering ist. Wenn die Abfüllung in Verkaufsgebinde<br />
stattfindet, erfolgt diese zudem mithilfe<br />
einer Waage mengenüberwacht und sogar geeicht.<br />
Die Abfüllung darf nur durch geschultes<br />
und autorisiertes Personal erfolgen. Als Basis<br />
für diesen zweiten Prototypen dient ein handelsüblicher<br />
lufttechnischer Arbeitstisch von<br />
Denios, der durch spezifizierte Funktionen erweitert<br />
wurde. Somit erfolgt mithilfe eines<br />
Barcodescanners im ersten Schritt die Identifizierung<br />
des Benutzers und damit gleichzeitig<br />
eine Berechtigungsüberprüfung. Im nächsten<br />
Schritt wählt der Benutzer den Gefahrstoff<br />
und die Menge aus, indem ein Barcode auf<br />
dem Abfüllbehälter gescannt wird. Danach<br />
wird der gewählte Abfüllbehälter auf der Waage<br />
im Abfüllbereich positioniert. Die Waage<br />
prüft das Leergewicht des Behälters und stellt<br />
damit sicher, dass der richtige Gefäß verwendet<br />
wird und leer ist. Zum Starten des Dosiervorgangs<br />
müssen aus Sicherheitsgründen<br />
zwei Totmannschalter gedrückt werden. Der<br />
pneumatisch höhenverstellbare Abfüllstutzen<br />
fährt in den genau positionierten Behälter<br />
und die Unterspiegelabfüllung wird gestartet.<br />
Zu jedem Gefahrstoff ist eine individuelle Förderkennlinie<br />
hinterlegt, die an die abzufüllenden<br />
Mengen und stoffspezifischen Eigenschaften<br />
angepasst werden kann. Die Förderung<br />
erfolgt über eine leistungsfähige Atex-<br />
Pneumatikfasspumpe, deren Förderleistung<br />
über ein elektropneumatisches Ventil geregelt<br />
wird. Nachdem das vorgewählte Volumen erreicht<br />
ist, wird die Pumpe abgeschaltet und<br />
der Abfüllstutzen fährt in die Ausgangsposition<br />
zurück. Der Behälter wird noch im Arbeitsbereich<br />
verschlossen und dann erst entnommen.<br />
Fazit<br />
Mit der Konzeption und dem Aufbau der beiden<br />
Demonstratoren konnte ein intelligentes<br />
Gefahrstofflager und eine intelligente Gefahrstoffentnahme<br />
und -dosierung aufgebaut<br />
werden. Durch praktische Test<strong>verfahren</strong> konnte<br />
die Funktionalität der eingebauten Technologien<br />
nachgewiesen und mögliche Zusatznutzen<br />
gegenüber herkömmlichen Systemen<br />
demonstriert werden. Dabei können intelligente<br />
Gefahrstofflagerung und -abfüllung separat,<br />
aber auch gekoppelt betrieben werden.<br />
Der verstärkte Einsatz von Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie sowie die verstärkte<br />
Vernetzung der Gefahrstofflager mit<br />
verschiedenen anderen Systemen wie auch<br />
dem Internet bieten zweifelsohne für die Zukunft<br />
große Chancen. Die steigende Komplexität<br />
der Produkte ist dabei genauso zu bewältigen<br />
wie die Sicherheit der Daten vor Diebstahl<br />
oder Manipulation. Es wäre im Interesse aller,<br />
wenn sowohl Gesetzgeber als auch Versicherer<br />
den Einsatz intelligenter Gefahrstofflagersysteme<br />
in der Zukunft honorieren und finanziell<br />
attraktiv machen würden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816denios<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 23
PRODUKTE<br />
Selbstschmierende Bronzegleitlager<br />
Die Bronze-Gleitlager der Produktfamilie<br />
Oiles 500 werden<br />
nicht nur in sehr vielen verschiedenen<br />
Geometrien und Größen<br />
als Buchsen, Flanschbuchsen,<br />
Platten und Scheiben angeboten,<br />
sondern überzeugen auch durch<br />
ihre große Anwendungsbreite. Je<br />
nach Variante eignen sie sich beispielsweise<br />
für statische Druckbelastungen<br />
von bis zu 150 N/mm 2<br />
und Anwendungen mit Bewegungsgeschwindigkeiten<br />
von bis<br />
zu 0,5 m/s. Hohe Chemikalienresistenz<br />
sowie Korrosions- und<br />
Temperaturbeständigkeit sind<br />
weitere Qualitäsmerkmale. Im<br />
Hinblick auf die<br />
Temperaturfestigkeit<br />
nehmen die<br />
Aluminium-Bronze-Gleitlager<br />
Oiles<br />
500AB eine besondere<br />
Stellung ein.<br />
Diese High-End-<br />
Gleitlager sind im<br />
Temperaturbereich<br />
von -250 bis<br />
+400 °C einsetzbar<br />
und daher sowohl eine passende<br />
Lösung für Tief- und Dauerfrostbedingungen<br />
(z. B. Pipelinetechnik)<br />
als auch für Hochtemperaturanwendungen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816oiles<br />
Skalierbares Mess- und Automatisierungssystem<br />
Das skalierbare Mess-, Regel- und<br />
Automatisierungssystem Jumo<br />
mTron T wird seit seiner Markteinführung<br />
permanent erweitert<br />
und an die Anwenderbedürfnisse<br />
angepasst. Die jetzt vorgestellte<br />
Systemversion 4.0 überzeugt<br />
durch eine Reihe von anwenderfreundlichen<br />
Verbesserungen. So<br />
wird beispielsweise der Speicher<br />
der Zentraleinheit auf 128 MB<br />
ausgebaut. Darüber hinaus lassen<br />
sich nun über einen Systembus<br />
Thyristor-Leistungssteller der<br />
Serie Jumo TYA 200 anbinden.<br />
Über den Systembus kann auf<br />
verschiedene Prozesswerte des<br />
Leistungsstellers zugegriffen werden.<br />
Auch die Integration des<br />
Digiline-Systems, eines intelligenten<br />
Sensornetzwerks für die Flüssigkeitsanalyse,<br />
ist via Modbus<br />
möglich. In Abhängigkeit von<br />
der Bustopologie und der Spannungsversorgung<br />
lassen sich bis<br />
zu 62 Sensoren an das Mess-,<br />
Regel- und Automatisierungssystem<br />
anschließen.<br />
Mithilfe einer automatischen Benutzerabmeldung<br />
kann das System<br />
vor unberechtigtem Zugriff<br />
geschützt werden. Ist ein Benutzer<br />
angemeldet und die Funktion<br />
aktiv, muss innerhalb einer einstellbaren<br />
Zeitspanne eine Bedienung<br />
am Gerät erfolgen, damit<br />
dieser angemeldet bleibt.<br />
Weitere nützliche Features in der<br />
Systemversion 4.0 sind die Verbesserung<br />
des Prozessbildeditors<br />
und die Möglichkeit der Fernwartung<br />
von Codesys via TCP.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816jumo<br />
Patronenfilter zur Entstaubung<br />
Bei der Entwicklung der Downflo-<br />
Evolution-Entstaubungs<strong>anlagen</strong><br />
(DFO) hat Donaldson statt der<br />
runden Filterpatrone eine andere<br />
Form gewählt. Ihr Vorteil besteht<br />
darin, dass bei der Pulsabreinigung<br />
mehr Filterfläche an der<br />
Optimale Ausleuchtung von Schaltschränken<br />
Unterseite der Patrone zur Verfügung<br />
steht. Der Staub kann somit<br />
ungehindert in den Sammelbehälter<br />
fallen. Dadurch ergibt sich<br />
eine verbesserte Abreinigung und<br />
eine geringere Druckdifferenz.<br />
Das Filterdesign führt überdies zu<br />
kompakteren Abmessungen der<br />
Entstaubungsanlage: je nach Anwendung<br />
kann die Zahl der Patronen<br />
um bis zu 30 % reduziert werden.<br />
Ein weiteres, für die Leistungsdichte<br />
wesentliches Element<br />
der Entstaubungsanlage ist<br />
das Filtermedium mit nanobeschichteten<br />
Feinstfasern, das<br />
bereits Partikel im Submikronbereich<br />
zuverlässig zurückhält. Der<br />
so entstehende Filterkuchen lässt<br />
sich durch die automatische,<br />
druckluftsparende Pulsabreinigung<br />
mit hoher Effizienz entfernen.<br />
Darüber hinaus trägt die optimierte<br />
Strömungsführung der<br />
staubhaltigen Luft durch das Filtergehäuse<br />
zur Leistungsdichte<br />
bei. Die Filteranlage ist einfach zu<br />
warten, denn mit einem Handgriff<br />
lassen sich die Schnellverschlüsse<br />
der Patronenfilter ohne<br />
Werkzeug öffnen und schließen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816donaldson<br />
Rittal bringt eine Leuchtengeneration<br />
speziell für Schaltschränke<br />
auf den Markt. Sie verfügen über<br />
energieeffiziente und leistungsstarke<br />
LED-Technik mit einer<br />
Lichtstärke von 900 bis 1200 Lumen.<br />
So lassen sich die Farben<br />
von Leitungen für Installationsund<br />
Wartungsarbeiten leichter<br />
erkennen. Fehler bei Installations-,<br />
Wartungs- oder Reparaturarbeiten<br />
können vermieden werden.<br />
Zur Ausleuchtung<br />
auch des unteren<br />
Schrankbereichs<br />
dient eine Optik aus<br />
transparentem<br />
Kunststoff, in den<br />
Fresnel-Linsen integriert<br />
sind. Die mit<br />
einer Steckdose ausgestatteten<br />
Leuchten können<br />
über einen integrierten Schalter,<br />
einen Türschalter oder einen Bewegungsmelder<br />
geschaltet werden.<br />
Der Anschluss kann über vorkonfektionierte<br />
Leitungen mit<br />
Steckverbindern erfolgen. Mit einem<br />
um 90° drehbaren Anschluss<br />
wird die Montage in schmalen<br />
Schränken erleichtert.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816rittal<br />
24 <strong>cav</strong> 8-2016
Reinigungssystem für Kleinstfilter<strong>anlagen</strong><br />
Edelstahl-Panel-PC mit IP-65-Rundumschutz<br />
IMI Precision Engineering bietet<br />
jetzt auch die kleinere und kompaktere<br />
Variante 85880 seines<br />
Flex-on-Filterreinigungssystems<br />
an. Anwender erhalten alle Teile<br />
des Systems aus einer Hand, so<br />
entfällt der oftmals teure und<br />
aufwendige Behälterbau in Eigenregie.<br />
Das Filterreinigungssystem<br />
85880 wird modular an individuelle<br />
Anforderungen angepasst<br />
und lässt sich schnell und<br />
einfach in Filter<strong>anlagen</strong> integrieren.<br />
Die Basis des Filterreinigungssystems<br />
85880 ist ein maximal<br />
2 000 mm langer und<br />
75 mm breiter Tank aus Aluminiumprofil.<br />
Die glatte Oberfläche<br />
macht ihn besonders unempfindlich<br />
gegenüber Schmutz- und<br />
Staubablagerungen, sodass das<br />
System auch in Lebensmittelanwendungen<br />
eingesetzt werden<br />
kann. Integrierte Filterbelüftungsventile<br />
sorgen für kurze Reaktionszeiten,<br />
hohe Druckspitzen<br />
und eine sehr gute Durchströmung.<br />
Das Filterreinigungssystem<br />
85880 besitzt Abnahmezertifikate<br />
nach Kategorie 1 der Druckgeräterichtlinie<br />
und ist für Ventilgrößen<br />
bis zu einer Nennweite<br />
von DN 25 ausgelegt. Es kann sowohl<br />
für die Impulsreinigung als<br />
auch für die Spülreinigung mittels<br />
Druckluft eingesetzt werden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816imi<br />
Der Panel-PC Slimline IB32-ES von TL Electronic ist gemäß IP 65 vollständig<br />
gegen Staub oder Wasser geschützt und leicht zu reinigen. Der<br />
Rechner ist mit Core i5 Prozessor der fünften Generation erhältlich. Der<br />
Prozessor basiert auf der Broadwell-Architektur und verfügt über eine<br />
Taktrate von 2 × 2,2 GHz.<br />
Mit der CPU-Verlustleistung<br />
von höchstens 15 W<br />
benötigt der Rechner keine<br />
externen Lüfter. Somit ist<br />
das Gesamtsystem rundum<br />
dicht und wartungsfrei.<br />
Unterstützt wird die<br />
Prozessorleistung durch<br />
das integrierte System on<br />
Chip mit 64-Bit-Verarbeitung,<br />
8 GB DDR3L-RAM sowie<br />
mindestens 500 GB Festplattenspeicher. Die Kommunikationsschnittstellen<br />
für USB, RJ45 für Gigabit Ethernet und RS232 sowie<br />
für die externe 12 V DC<br />
Spannungsversorgung sind vollständig IP 65-<br />
geschützt. Die ES-Serie ist erhältlich mit Bildschirmdiagonalen von<br />
15 bis 22 Zoll.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816tlelectronic<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 25
PRODUKTE<br />
Schüttguttechnik<br />
GmbH & Co. KG<br />
Wir sind Optimierer für:<br />
<br />
<br />
<br />
Hier: BIG-BAG-Befüllstation mit<br />
Verwiegung, Verdichtung<br />
und integriertem Vakuumfördergerät<br />
Unsere Kompetenzen:<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
AGS-Schüttguttechnik<br />
GmbH & Co. KG<br />
Großer Kamp 10 –12 · 32791 Lage<br />
Telefon: 0 52 32 - 6 91 90 - 200<br />
Telefax: 0 52 32 - 6 91 90 - 10<br />
info@ags-st.de<br />
www.ags-schuettguttechnik.de<br />
26 <strong>cav</strong> 8-2016<br />
TOP-PRODUKT DES MONATS JUNI<br />
Tauchmotorpumpen mit großem<br />
Einsatzspektrum<br />
Die jüngste Generation der<br />
Amarex-KRT-Tauchmotorpumpen<br />
ist für die Förderung von<br />
Abwässern aller Art in kommunalen,<br />
industriellen und gewerblichen<br />
Anwendungen konzipiert.<br />
Ihre maximale Förderleistung<br />
liegt bei 10 080 m³/h<br />
und die größte Förderhöhe beträgt<br />
120 m. Die stärkste serienmäßig<br />
lieferbare Motorleistung<br />
TOP-<br />
PRODUKT<br />
DES MONATS<br />
beträgt 850 kW. Gegenüber den<br />
Vorgängermodellen wurde die<br />
Betriebssicherheit der Abwasserhydrauliken<br />
verbessert bei<br />
gleichzeitiger Erhöhung des hydraulischen<br />
Wirkungsgrades.<br />
Vier verschiedene Laufradtypen<br />
ermöglichen ein weites Anwendungsspektrum.<br />
Die Pumpen<br />
sind unter anderem mit einer<br />
Motorvariante wählbar, die der<br />
IE3-Klasse bei Normmotoren<br />
nach der IEC-60034-30-Norm<br />
entspricht. Zwei drehrichtungsunabhängige<br />
Gleitringdichtungen<br />
(GLRD) schützen den Motorraum<br />
zuverlässig vor eindringendem<br />
Wasser.<br />
Vor- und Feinzerkleinerung in einer Mühle<br />
Mit der Pulverisette 14 premium<br />
line bietet Fritsch eine Rotorschnellmühle,<br />
in der Prall-, Scherund<br />
Schneidzerkleinerung in einem<br />
Gerät möglich sind. Der starke<br />
Motor der Mühle, der eine Umdrehungszahl<br />
von 22 000 min -1<br />
erreicht, ist ideal für die schnelle<br />
Zerkleinerung von weichen bis<br />
mittelharten, spröden sowie faserigen<br />
Stoffen oder temperaturempfindlichen<br />
Proben. Der Probendurchsatz<br />
kann 15 l/h und<br />
mehr betragen. Aufgrund konstruktiver<br />
Maßnahmen und des<br />
mitgelieferten Trichterdeckels sowie<br />
des Trichtereinsatzes arbeitet<br />
dieses Mühle leiser als vergleichbare<br />
Geräte. Je nach Zerkleinerungsaufgabe<br />
werden in das Gerät<br />
entweder Schlagrotor und<br />
Siebring eingesetzt oder ein<br />
Schneidrotor mit Siebring zur Vorzerkleinerung<br />
von faserigen Materialien<br />
oder Kunststoffen. In<br />
beiden Fällen wird die gewünschte<br />
Endfeinheit durch die<br />
Maschenform und -weite<br />
des Siebrings bestimmt.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816fritsch<br />
Effizientes<br />
Tauchmotorrührwerk<br />
Mit dem EMU TRE 312 hat Wilo<br />
ein effizientes Tauchmotorrührwerk<br />
entwickelt, das das Produktportfolio<br />
im langsam laufenden<br />
Bereich mit einem Propellerdurchmesser<br />
von 1,2 m abrundet.<br />
Das Rührwerk wird hauptsächlich<br />
bei schwankenden Wasserständen<br />
(SBR), in MBBR-Verfahren<br />
und in kleineren Belebungsbecken<br />
eingesetzt. Zudem ist die<br />
Baureihe für den uneingeschränkten<br />
Dauerbetrieb geeignet. Dank<br />
bester Schubleistungsziffer durch<br />
den standardmäßig verbauten,<br />
energieeffizienten IE3-Motor und<br />
die innovative Flügelgeometrie<br />
zeigt sich das Rührwerk als besonders<br />
sparsam. Der Propeller ist<br />
aus Polyamid in Vollmaterial hergestellt.<br />
Dieses Material gilt als<br />
sehr verschleißarm und sorgt für<br />
die Langlebigkeit des Produkts.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816wilo
Multitalent der Verbindungstechnik<br />
Der Polytetrafluorethylenschlauch<br />
PTFEN von Festo dient<br />
als ideales Bindeglied in der Prozessautomation.<br />
Der Schlauch ist<br />
FDA-konform, druck-, temperatur-<br />
und chemikalienbeständig,<br />
TSE-frei, beständig gegen Hydrolyse<br />
und Witterungseinflüsse.<br />
Die glatte Oberfläche des<br />
Schlauchs verhindert das Anhaften<br />
von Mikroben und sonstigen<br />
Wirk- und Schadstoffen. Diese<br />
Materialeigenschaften ermöglichen<br />
den Ersatz kostenintensiver<br />
Edelstahlrohrleitungen für<br />
Druckluft in der chemischen Industrie.<br />
Der Schlauch arbeitet<br />
mit Drücken von bis zu 6 bar und<br />
Medientemperaturen<br />
von 130 beziehungsweise<br />
Umgebungstemperaturen<br />
von bis zu 150 °C. In<br />
Verbindung mit aufeinander abgestimmten<br />
Kombinationen aus<br />
Schlauch und Verschraubung<br />
wird der Einsatz in einer Vielzahl<br />
von Prozessanwendungen<br />
möglich.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816festo<br />
Membran mit Spülbohrung<br />
für Filterventile<br />
IMI Buschjost setzt in Filterventilen<br />
TPE-Membranen ein, mit denen<br />
sich schnelle Öffnungs- und<br />
Ventilzeiten von Ventilen ohne<br />
den Einsatz von Druckfedern erreichen<br />
lassen. Für den Fall, dass<br />
DOSIEREN MESSEN & REGELN AUFBEREITEN DESINFIZIEREN REALISIEREN<br />
Große Klappe, viel dahinter:<br />
Präziser Magnetantrieb, vorausschauende<br />
Regeltechnik und intuitives Bedienkonzept.<br />
X-tremely clever: Die neue gamma/ X<br />
aggressive Gase oder Säuren im<br />
Rohgasstrom enthalten sind, die<br />
starke Verschleißerscheinungen<br />
an den Ventilausgängen verursachen<br />
können, wird eine modifizierte<br />
Variante der Membran mit<br />
integrierter Spülbohrung angeboten.<br />
Durch diese Bohrung kann<br />
ein geringer Teil der Druckluft<br />
entweichen. Es entsteht ein Luftwirbel,<br />
der als Barriere fungiert<br />
und aggressive Medien wie extreme<br />
Temperaturen vom Ventilsitz<br />
fernhält. Als Konsequenz werden<br />
Standzeiten und Wartungsintervalle<br />
der Ventile verlängert und<br />
Betriebskosten gesenkt. Die patentierte<br />
Membran kann auch in<br />
Standardfilterventilen nachgerüstet<br />
werden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816imi<br />
ProMinent hat die Dosierpumpe<br />
neu erfunden:<br />
Mit einer Vielzahl richtungsweisender<br />
Technologien ist die neue gamma/ X<br />
prädestiniert für komplexe<br />
Dosieraufgaben.<br />
www.prominent.com/gammaX<br />
X Membrandosierpumpe für 2 bis 45 l/h<br />
bei einem Gegendruck von 25 bis 2 bar<br />
X Intelligente Steuerungselektronik<br />
X Ohne störanfälligen Drucksensor<br />
X Integrierter Timer für zeitgesteuertes<br />
Dosieren<br />
X Kavitationserkennung<br />
X Entlüftungsautomatik<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 27
PRODUKTE<br />
TBC-Überwachung in Styrol<br />
ONH-Analysatoren für anorganische Materialien<br />
Höhere Präzision und Reproduzierbarkeit<br />
der Messergebnisse<br />
sowie ein sparsamerer Verbrauch<br />
an Trägergas zeichnen die Elementrac-ONH-p-Analysatoren<br />
von Eltra aus. Sie sind für die Analyse<br />
einer großen Bandbreite an<br />
Probenmaterialien wie Stahl,<br />
Kupfer, Titan oder Silizium geeignet,<br />
vom Granulat bis hin zu mas-<br />
Zentrifuge mit Inertisierung<br />
Flexibel in Nutzung und Einsetzbarkeit zeigt sich die<br />
Obenentleerzentrifuge V 400 TP von Heinkel. Sie<br />
ist mobil und mit Inertisierung sowie einer adaptierten<br />
Steuerung für den Einsatz in Atex-Zone 1<br />
geeignet. Bei der Konzeption der Zentrifuge<br />
legte der Hersteller besonderen<br />
Wert auf Wartungsfreundlichkeit<br />
sowie einfache Demontage und<br />
Lagerung. Erzielt wird dies durch<br />
die austauschbare Kartusche, die<br />
für verschiedene Trommelgrößen eingesetzt<br />
werden kann.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816heinkel<br />
on oberhalb von 10 bis 15 mg/l sichergestellt<br />
werden. Die Analytik<br />
beruht auf der colorimetrischen<br />
Bestimmung<br />
der TBC-<br />
Konzentration. Die<br />
Konzentrationswerte<br />
werden aufgrund<br />
der photometrischen<br />
Analyse (bei 490 nm) am Einlass<br />
des Styrollagertanks berechnet.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816metrohm<br />
Zur Überwachung der<br />
Konzentration<br />
des Polymerisationshemmers<br />
TBC (4-tert-Butylbrenzcatechin)<br />
in Styrol<br />
bietet Metrohm eine<br />
schlüsselfertige Lösung nach<br />
ASTM 4590. Um eine vorzeitige<br />
Polymerisation des Monomers<br />
durch Luftsauerstoff zu verhindern,<br />
muss eine TBC-Konzentratisiven<br />
Partikeln. Die Analysatoren<br />
verfügen über ein präzise abgestimmtes<br />
IR-Messsystem, bestehend<br />
aus Ofen, Katalysator und<br />
IR-Detektor für die Sauerstoffbestimmung.<br />
Das Herzstück ist der<br />
leistungsstarke Impulsofen mit<br />
optimierter Probenschleuse. Die<br />
Stickstoff- und Wasserstoffmessungen<br />
erfolgen durch hochsensitive<br />
Wärmeleitfähigkeitszellen,<br />
die hohe Genauigkeiten in sehr<br />
niedrigen Messbereichen ermöglichen.<br />
Erstmalig kann optional<br />
für ausgesuchte Messbereiche Argon<br />
als Trägergas eingesetzt werden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816eltra<br />
Bluetooth für Vakuum-Transmitter<br />
Mit dem Bluebridge-Adapter<br />
SLKBT von Thyracont können bis<br />
zu 16 Vakuumtransmitter der<br />
Produktfamilie Smartline kabellos<br />
kommunizieren. Die Reichweite<br />
der drahtlosen Verbindung beträgt<br />
bis zu 100 m (Klasse 1). Dazu<br />
wird das Bluetoothmodul auf<br />
einen Transmitter gesteckt und<br />
Retrofit für Tablettenpressen<br />
dieser gegebenenfalls per Kabel<br />
mit weiteren Transmittern zu einem<br />
RS485-Bus verbunden. Anschließend<br />
stehen die Transmitter<br />
mit der passenden Software<br />
auf einem PC mit Bluetoothempfänger<br />
zur Auswahl und können<br />
dort konfiguriert, überwacht und<br />
ferngesteuert werden. Ebenso<br />
können Messwerte gespeichert<br />
werden. Alternativ kann man<br />
auch eine SPS als Master verwenden.<br />
Mit einer kostenlosen App<br />
lassen sich Messwerte mobil<br />
empfangen und anzeigen, die auf<br />
einen bestehenden Bus übertragen<br />
werden. Die RS485-Kommunikation<br />
wird von einem PC, einer<br />
SPS oder einem Anzeige- und Regelgerät<br />
des Herstellers gesteuert.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816thyracont<br />
Romaco Kilian bietet für ausgewählte Tablettenpressen älterer<br />
Generation ein Retrofitkonzept für die Steuerungsund<br />
Regelungskomponenten. Das elektronische Upgrade<br />
ist für die Baureihen<br />
E 150 (Plus), LX, RTS,<br />
RX, S 250 (Plus), T 100,<br />
T 300, T 400 und TX<br />
erhältlich. Zum Retrofitpaket<br />
für diese Maschinen<br />
gehören ein<br />
externer Schaltschrank<br />
sowie die Integration<br />
eines benutzerfreundlichen<br />
HMI-<br />
Bedienpanels. Die Installation<br />
samt Validierung<br />
kann direkt<br />
beim Anwender erfolgen.<br />
Parallel ist eine<br />
Überholung der mechanischen<br />
Komponenten der Maschinen möglich. Durch<br />
die Aufrüstung besteht die Möglichkeit, das Fernwartungssystem<br />
des Unternehmens zu nutzen. Remote-Service-Einsätze<br />
werden per Knopfdruck direkt an der Maschine<br />
ausgelöst, die Verbindung zu einem Experten wird<br />
unmittelbar hergestellt.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816romacokilian<br />
28 <strong>cav</strong> 8-2016
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
IM FOKUS<br />
Maschinensteuerung steigert Effizienz von Gebläsen<br />
Gesamtwirkungsgrad<br />
nah am Optimum<br />
Durchschnittlich mehr als 70 % der Betriebskosten einer Kläranlage<br />
entfallen auf Energiekosten, die bei der Luftversorgung der Belebungsbecken<br />
entstehen. Der Mix aus Blower-, Turbo- und Hybridtechnologie<br />
von Aerzen bietet hierbei eine effiziente Lösung. Mit der Verbundsteuerung<br />
Aersmart lässt sich die Performance dieser drei Technologien<br />
nochmal steigern.<br />
Starke Schwankungen kennzeichnen den<br />
Lastbetrieb in biologischen Klär<strong>anlagen</strong>. Je<br />
nach Region, Tages- und Jahreszeit oder Niederschlägen<br />
wechseln Abwassermenge und<br />
Verschmutzungsgrade teilweise sprunghaft.<br />
Für diesen Einsatzbereich bietet Aerzen mit<br />
drei seiner Hochleistungskompressoren Delta<br />
Blower, Delta Hybrid und Aerzen Turbo ein<br />
sehr gutes Lösungsportfolio für die ölfreie Einleitung<br />
von Sauerstoff in die Belebungsbecken.<br />
Mit ihrer breiten Typenvielfalt sind diese<br />
drei Aggregate auf die unterschiedlichsten <strong>anlagen</strong>spezifischen<br />
Anforderungen zugeschnitten.<br />
Im Verbund garantieren sie eine Performance,<br />
die punktgenau auf den Bedarf der<br />
wechselnden Lastprofile ausgelegt ist – von<br />
der Grundlast bis zu Versorgungsspitzen.<br />
Denn jede Technologie, ob Verdränger- oder<br />
Strömungsmaschine, hat Stärken aber auch<br />
Schwächen. Das Turbogebläse ist im Nennpunkt<br />
ideal bezogen auf die Energieeffizienz.<br />
Der Regelbereich umfasst ca. 40 bis 100 %. Im<br />
Teillastbetrieb sind Strömungsmaschinen<br />
aber weniger effizient. Das wiederum ist die<br />
Stärke von Verdrängermaschinen wie Delta<br />
Blower und Delta Hybrid. Sie zeichnen sich<br />
durch einen hohen Regelbereich von 25 bis<br />
100 % und gute Wirkungsgrade auch im Teillastbetrieb<br />
aus. Im Verbundsystem addieren<br />
sich die Vorteile der drei Hochleistungstechnologien<br />
zu einer sehr guten Energieeffizienz im<br />
Gesamtbetrieb.<br />
Maschinensteuerung steigert Effizienz<br />
Mithilfe der auf der Ifat erstmals vorgestellten<br />
Maschinensteuerung Aersmart ist es jetzt<br />
Mit der Verbundsteuerung Aersmart sind zusätz -<br />
liche Einsparungen von bis zu 15 % möglich<br />
möglich, die angeforderten Volumenströme<br />
derart auf den Maschinenpark zu verteilen,<br />
dass Schwach-, Mittel- und Starklasten so effizient<br />
abgearbeitet werden, wie es die bestehende<br />
Konfiguration jeweils zulässt. Dabei<br />
sind die Kennfelder und Wirkungsgrade im Algorithmus<br />
der Steuerung eingebunden. So<br />
wird der installierte Maschinenpark ganz nahe<br />
dem theoretisch höchsten Wirkungsgrad<br />
betrieben. Auch Fremdfabrikate sind durch die<br />
übergeordnete Steuerung regelbar. Bis zu 12<br />
Maschinen kann Aersmart auf diese Weise zu<br />
höchster Effizienz zusammenführen.<br />
Und so funktioniert Aersmart: die geforderte<br />
Sauerstoffmenge wird als Sollwert, z. B. als<br />
4...20-mA-Signal oder über Busanbindung an<br />
die Aerzen-Maschinensteuerung übertragen.<br />
Aersmart führt daraus die bestehende Maschinenkonfiguration<br />
so zusammen, dass die<br />
Sauerstoffversorgung der Klärbecken effizient<br />
und nah am Optimum an der geforderten<br />
Lastkurve entlang fährt. Zudem werden auch<br />
die Anlagendaten wie Druck, Volumenstrom,<br />
Temperaturen, Energieverbrauch und damit<br />
die schwankenden Lastgänge sowie die einzelnen<br />
Maschinendaten inkl. Serviceintervalle<br />
aufgezeichnet und an die Leitstelle übertragen<br />
bzw. von anderen Systemen weiterverarbeitet.<br />
Veränderte Bedarfe sowie mögliche Alterungseffekte<br />
des Belebungssystems lassen<br />
sich so jederzeit nachvollziehen. Dies schafft<br />
eine hohe Transparenz über den gesamten Lebenszyklus<br />
und die Möglichkeit zu zielgerichteten<br />
Maßnahmen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816aerzener<br />
Aersmart kann bis zu 12 Maschinen zu höchster<br />
Effizienz zusammenführen<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 29
TITEL<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Grundfos setzt auf strukturierten Service<br />
Dienstleistungspaket für<br />
Pumpen<br />
Der Pumpenhersteller Grundfos bietet nicht nur Services zur Wartung<br />
und Reparatur an, sondern erarbeitet darüber hinaus zusammen mit<br />
dem Betreiber Lösungen zur Anlagen- und Prozessoptimierung.<br />
<strong>cav</strong> sprach mit Stefan Klinger, Leiter der Service-Organisation D-A-CH<br />
von Grundfos, über moderne Strukturen und neue Konzepte.<br />
<strong>cav</strong>: Herr Klinger, Sie werden mit der Aussage<br />
zitiert, dass die Services ein entscheidender<br />
Wettbewerbsfaktor für Grundfos seien. Worauf<br />
gründet diese Überzeugung?<br />
Klinger: Da spielen mehrere Aspekte eine Rolle.<br />
Unser Anspruch als Weltmarktführer ist,<br />
mehr als nur gute Produkte anzubieten. Überzeugende<br />
Services sind aus meiner Sicht die<br />
Basis einer stabilen Partnerschaft zum Kunden.<br />
Und zufriedene Kunden sind eher für einen<br />
Neukauf zu gewinnen. Deshalb bin ich<br />
zutiefst davon überzeugt, dass unser Service<br />
den Verkauf nachhaltig unterstützt. Das<br />
schließt natürlich nicht aus, dass wir mit unseren<br />
Serviceleistungen selbst einen nennenswerten<br />
Beitrag zum Umsatz und Ertrag<br />
des Unternehmens leisten wollen: Im August<br />
2015 hat eine Bain-Studie – ein Benchmarking<br />
von 45 europäischen Industrieunternehmen<br />
– einmal mehr gezeigt, dass Unternehmen<br />
durch die Services ihr Gesamtergebnis<br />
spürbar steigern. Firmen mit hohem Serviceanteil<br />
erreichen demnach auch eine überdurchschnittliche<br />
Marge für das Gesamtunternehmen.<br />
Das liegt nach meiner Überzeugung<br />
nicht zuletzt daran, dass Serviceprozesse<br />
im Gegensatz zur reinen Pumpentechnik<br />
deutlich schwerer zu kopieren sind. Hinzu<br />
kommt: Niemand ist so nah beim Kunden wie<br />
unser Service. Hier hören wir die Stimme des<br />
Kunden besonders eindringlich – und können<br />
unseren Entwicklungsabteilungen ungefiltertes<br />
Feedback geben.<br />
<strong>cav</strong>: Was sagt Ihnen die „Stimme des Kunden“<br />
konkret?<br />
Stefan Klinger, Leiter der Service-Organisation<br />
D-A-CH, Grundfos GmbH, Erkrath<br />
Klinger: In der chemischen bzw. pharmazeutischen<br />
Produktion sind derzeit zwei Entwicklungen<br />
zu beobachten, die auch unsere Services<br />
beeinflussen: Kontinuierliche Verfahren<br />
und die Modularisierung – beides mit dem<br />
Ziel, die Produktion zu beschleunigen, die<br />
Qualität zu verbessern und Nebenprodukte zu<br />
verringern. Mit Blick auf die hier einzusetzenden<br />
Pumpen bedeutet das die Forderung nach<br />
einer hohen Flexibilität. Die Möglichkeit zu einer<br />
Drehzahlanpassung per Frequenzumrichter<br />
ist ein Must-have, ebenso die Einbindung<br />
des Pumpensystems per Bus & Co. Die jeweils<br />
geeignete Konfiguration zu finden, ist nicht<br />
trivial, es gibt nahezu immer mehrere Wege<br />
zur Lösung einer Aufgabenstellung. Deshalb<br />
ist es so wichtig, dass der Hersteller dem Kunden<br />
einen Berater mit Branchen-Stallgeruch<br />
zur Seite stellen kann.<br />
<strong>cav</strong>: Sie sprechen von grundsätzlich neuartigen<br />
Service-Strukturen. Wie sehen die aus?<br />
Klinger: Es klingt banal, ist aber essenziell:<br />
Der Kundendienst muss telefonisch gut erreichbar<br />
sein. Da benötigt ein Anlagenbauer<br />
Hilfestellung bei der Anlagenkonfiguration,<br />
möchte ein Planer rasch eine Verständnisfrage<br />
klären. Jeden Tag wird das D-A-CH-Service-<br />
Center von eingehenden Anrufen aus allen<br />
Kundensegmenten – industrielle Endkunden,<br />
Wassermeister, Großhändler, Techniker und<br />
Servicepartner – mit vielfach einfach zu lösenden<br />
und immer wiederkehrenden Fragestellungen<br />
konfrontiert. Diese Flut in die richtigen<br />
Bahnen zu lenken, das übernehmen mittlerweile<br />
Mitarbeiter des sogenannten 1. Level<br />
Helpdesk. Sie beantworten wiederkehrende<br />
einfache technische Routinefragen, bestellen<br />
Ersatzteile und kennen auch deren Preis und<br />
Lieferzeit. Darüber hinaus registrieren sie Service-<br />
oder Reparaturanfragen, sammeln Wünsche<br />
zu Serviceangeboten und nehmen auch<br />
allgemeine Serviceanfragen zu Beschädigungen<br />
oder Ausfällen auf. Können die Mitarbeiter<br />
des 1. Level Support dem Kunden nicht direkt<br />
helfen, leiten sie den Anruf an einen Service-Experten<br />
weiter – das ist der sogenannte<br />
2. Level Support. Die Vorteile liegen auf der<br />
Hand: Die Pumpenspezialisten haben mehr<br />
Zeit für die Fokussierung auf Expertenfragen<br />
und müssen sich weniger um grundlegende<br />
Rückfragen und einfach zu lösende Anfragen<br />
kümmern.<br />
<strong>cav</strong>: Grundfos thematisiert die sogenannte<br />
User Experience – die Anwendererfahrung oder<br />
das Markenerlebnis. Wie sehr beeinflusst der<br />
Service diese User Experience?<br />
Klinger: Der Kunde soll Grundfos als Unternehmen<br />
wahrnehmen, das nicht nur Premium-Produkte<br />
offeriert, sondern dem Betreiber<br />
in allen Aspekten des Produkteinsatzes Nutzen<br />
bietet. Dienstleistungen und Services<br />
spielen beim Thema Anwendererfahrung aus<br />
naheliegenden Gründen eine hervorgehobene<br />
Rolle. Wir sehen hier gute Chancen, die Bin-<br />
30 <strong>cav</strong> 8-2016
Grundfos setzt mit<br />
kundenspezifischen<br />
System- und Integrationslösungen<br />
darauf,<br />
dass die damit positiv<br />
erlebte User Experience<br />
zu langfristig stabilen<br />
Kundenbeziehungen<br />
führt<br />
Bei einem Pump Audit<br />
kann der Grundfos-<br />
Service auf Basis der<br />
Analyse relevanter<br />
Systemparameter<br />
genaue Aussagen über<br />
die Wirtschaftlichkeit<br />
der Anlage treffen<br />
„Wir optimieren die<br />
Kommunikationskette zum<br />
Kunden“<br />
dung zum Kunden zu stärken, dessen User Experience<br />
zu Grundfos breiter aufzustellen.<br />
Deshalb sind wir sehr daran interessiert, die<br />
Kommunikationskette zum Kunden zu optimieren.<br />
Wir wollen für den Auftraggeber<br />
transparenter werden, wollen ihm ein ständiges<br />
Update geben – darüber, was wir tun und<br />
wann wir kommen, wann der Auftrag erledigt<br />
wird und natürlich auch darüber, was wir konkret<br />
getan haben. Am Ende des Tages soll der<br />
Kunde schon bei der ersten Anfrage konkret<br />
erfahren, was der Service ihn kosten wird –<br />
und das nicht herausgelesen aus einer Tabelle<br />
mit Pauschalpreisen, sondern auf der Basis<br />
seiner Anfrage. Konkret: Wir wollen für den<br />
Kunden im Wortsinne berechenbarer werden.<br />
Das bedeutet auch, dass er von uns Alternativen<br />
aufgezeigt bekommt – und er selbst<br />
wählt dann die aus seiner Sicht optimale Lösung<br />
aus. Wir haben zudem eine mobile Datenlösung<br />
mit direkter Anbindung an SAP geschaffen,<br />
die es unseren Servicetechnikern ermöglicht,<br />
auf alle für einen Arbeitstag erforderlichen<br />
Daten papierlos zuzugreifen. Gleichzeitig<br />
können beim Einsatz vor Ort Fotos zur<br />
Belegsicherung erstellt, Serviceberichte erfasst,<br />
Ersatzteilverbräuche dokumentiert und<br />
Fahrt- und Arbeitszeiten beim Kunden hinterlegt<br />
werden. Die mobile Lösung sieht vor, dass<br />
der Techniker die Daten nur einmal erfasst.<br />
Bei der nächsten automatischen Synchronisierung<br />
werden alle Daten an SAP zurückgegeben.<br />
So erhält der Auftraggeber noch am<br />
Abend des Serviceeinsatzes per E-Mail den<br />
elektronisch erstellten Bericht.<br />
<strong>cav</strong>: Wie schaut es aus mit den Pump Audits –<br />
nimmt das Interesse zu oder ab?<br />
Klinger: Bei einem Pump Audit können wir<br />
auf Basis der Analyse relevanter Systemparameter<br />
wie Fördermenge, Förderhöhe und<br />
Energieverbrauch (bei Heiz- bzw. Kühl<strong>anlagen</strong><br />
zusätzlich noch die Differenztemperatur zwischen<br />
Vor- und Rücklauf) genaue Aussagen<br />
über die Wirtschaftlichkeit der Anlagen treffen.<br />
Damit ist ein Vergleich mit einem neuen<br />
Pumpensystem möglich – und entsprechend<br />
der individuellen Systemanforderungen kann<br />
dann das für den Betreiber effizienteste System<br />
ausgewählt werden. Die vielen Pump Audits,<br />
die von unseren Service-Spezialisten in<br />
den letzten Jahren durchgeführt wurden, zeigen,<br />
dass durch den Einsatz effizienter und<br />
neuer Technologien ein Einsparpotenzial von<br />
oft 50 %, in der Spitze bis 80 % realisierbar ist.<br />
Das Interesse an Pump Audits ist grundsätzlich<br />
da, allerdings führen sinkende Energiepreise<br />
für industrielle bzw. kommunale Großabnehmer<br />
zu einer verlängerten Amortisation,<br />
weshalb die ökologisch sinnvolle und<br />
trotzdem wirtschaftlich rechenbare Neuinvestition<br />
oft in den Hintergrund gedrängt wird.<br />
Viele Kunden sagen auch schlicht und ergreifend,<br />
dass sie ein funktionierendes System<br />
niemals stören würden (Never change a running<br />
system). Beim Pump Audit geht es als<br />
grundsätzliche Philosophie im Übrigen nicht<br />
allein darum, betagte Aggregate durch Hocheffizienzpumpen<br />
zu ersetzen. Bei komplexeren<br />
Anlagen spielen weitere Aspekte und<br />
Komponenten eine entscheidende Rolle, beispielsweise<br />
extern montierte Frequenzumrichter,<br />
moderne Überwachungstechnik (Sensorik)<br />
und Integration in die Leitsysteme. Interessant<br />
ist ein Pump Audit auch hinsichtlich<br />
der Anlagenoptimierung: Eine veränderte Verschaltung<br />
und Steuerung von Pumpen kann –<br />
bei gleicher Leistungserfüllung – den Energiebedarf<br />
deutlich senken, in manchen Fällen<br />
reduziert sich sogar die Zahl der benötigten<br />
Pumpen. Sie sehen: Effizienz ist mehr als<br />
Stromsparen.<br />
<strong>cav</strong>: Wagen Sie einen Ausblick – wo sehen Sie<br />
weiteres Potenzial für den Grundfos-Service?<br />
Klinger: Derzeit liegt der Umsatzanteil der<br />
Services am Gesamtumsatz von Grundfos<br />
Deutschland bei rund 8 % – das wird sich meiner<br />
Überzeugung nach in den kommenden<br />
Jahren auf 15 % erhöhen. Dabei geht es nicht<br />
nur um die klassische Wartung, um Ausfällen<br />
vorzubeugen. Den zusätzlich erwarteten Umsatz<br />
sehe ich beispielsweise mit dem Angebot,<br />
die Programmierung installierter Pumpensysteme<br />
auf möglicherweise andere Anlagenverhältnisse<br />
und/oder die veränderte Nutzung<br />
zu adaptieren.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816grundfos<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 31
IM FOKUS<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Hydropower statt Stromkosten<br />
Stromlose Dosierpumpe<br />
Der Proportionaldosierer von Dosatron ist eine Dosierpumpe, die statt eines<br />
Elektromotors einen volumetrischen Hydraulikmotor besitzt. Der Vorteil:<br />
Die Anwender müssen sich keine Gedanken bezüglich der Energieeffizienz ihrer<br />
Dosiereinrichtung machen, denn das Gerät arbeitet stromlos und ist auch für<br />
den Ex-Bereich einsetzbar.<br />
Ein Proportionaldosierer arbeitet mit einem<br />
volumetrischen Hydraulikmotor und ermöglicht<br />
eine kontinuierliche Einspritzung des<br />
flüssigen oder lösbaren Konzentrats. Am Wassernetz<br />
angeschlossen, nutzt der Proportionaldosierer<br />
ausschließlich den Wasserdruck<br />
als Antriebskraft. Das Konzentrat wird selbstständig<br />
angesaugt und vermischt sich mit<br />
dem Antriebswasser. Die so hergestellte Lösung<br />
fließt durch den Dosatron. Dabei verhält<br />
sich die Dosiermenge immer proportional<br />
zum Wasserdurchsatz, entsprechend der manuell<br />
eingestellten Dosierrate – auch bei eventuell<br />
auftretenden Durchsatz- und Druckschwankungen<br />
im Wassernetz. Auch Leitungslängen<br />
haben keinen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit<br />
und erlauben eine Installation des<br />
Gerätes am gewünschten Platz.<br />
Der Proportionaldosierer<br />
verbraucht keinen<br />
Strom, dosiert reproduzierbar<br />
und stoppt<br />
die Zudosierung automatisch<br />
bei abreißendem<br />
Wasserstrom<br />
Funktionsprinzip<br />
Der Proportionaldosierer von Dosatron vereint<br />
in einem Gerät die Funktionen eines Wassermessers,<br />
eines Dosierers und eines Mischers.<br />
Besonders das kontinuierliche und sofortige<br />
Mischen in der Mischkammer des Dosierers<br />
sorgt für eine homogene und betriebsfertige<br />
Lösung, die sofort verwendet werden kann,<br />
z. B. bei Ansetzen einer Desinfektionslösung.<br />
Im Vergleich dazu dosiert eine elektrisch betriebene<br />
Kolben- bzw. Membrandosierpumpe,<br />
je nach eingestellter Hubzahl oder Impulsen,<br />
die gewünschte Dosiermenge in den Prozessstrom.<br />
Doch erst in einem nachgeschalteten<br />
Autor<br />
Jens Voigt<br />
Sales & Marketing,<br />
LDT Dosiertechnik<br />
Mischer oder beim Verrühren in einem Behälter,<br />
entsteht eine homogene und brauchbare<br />
Lösung. Doch das bedeutet zusätzliche Kosten<br />
für Ausrüstung und Installation sowie eine<br />
unsichere Qualität der angesetzten Konzentratlösung.<br />
Der Leistungsbereich der Dosatron-Proportionaldosierer<br />
reicht je nach Gerät von max. 0,7<br />
bis 20 m 3 /h, bei Betriebsdrücken von 0,12 bis<br />
10 bar und einer Dosierrate im Bereich von<br />
0,03 bis 25 %. Die hohe Dosiergenauigkeit und<br />
Reproduzierbarkeit von ±3 % (nach API 675-<br />
Standard) bedeutet für den Betreiber einen<br />
wirtschaftlichen Vorteil, da Medien in höheren<br />
Konzentrationen eingesetzt werden können.<br />
Eine Überdosierung ist konstruktionsbedingt<br />
ausgeschlossen.<br />
Robuste Materialien<br />
Neben den wirtschaftlichen Argumenten und<br />
Vorteilen spielen auch die eingesetzten Materialien<br />
eine entscheidende Rolle. Um eine hohe<br />
Beständigkeit gegenüber den Dosierflüssigkeiten<br />
zu gewährleisten, besteht das Gehäuse<br />
des Dosierers aus einem speziellen Polypropylen<br />
(Polyacetal, HT). Für hochkonzentrierte,<br />
aggressive Säuren und Laugen ist optional<br />
ein Gehäuse aus PVDF einsetzbar.<br />
Als Dichtungsmaterialien stehen einerseits<br />
die Ausführung AF (eine Werkstoffkombination<br />
aus EPDM/Aflas) für alkalische Konzentrate<br />
und andererseits das Material VF (ein Viton-<br />
Werkstoff) für Säuren und Öle zur Verfügung.<br />
Für hochkonzentrierte Säuren werden Dichtungen<br />
aus Kalrez eingesetzt.<br />
32 <strong>cav</strong> 8-2016
Dosatron mit PVDF-<br />
Gehäuse und Außeneinspritzung<br />
IE<br />
Zusätzlich zu den verschiedenen Dichtungsmaterialien,<br />
die entsprechend der Dosiermedien<br />
ausgewählt werden, sind weitere Optionen<br />
erhältlich. Dazu gehört u. a. eine Außeneinspritzung<br />
(IE) des Dosiermediums in den<br />
Wasserstrom, die bei bestimmten korrosiven<br />
Konzentraten und Polymeren empfohlen wird.<br />
Für höher viskose Konzentrate >400 cPs wird<br />
ein spezielles Kit (Typ V) verwendet, die max.<br />
Konzentratsviskosität beträgt 800 cPs. Des<br />
Weiteren kann ein By-Pass-Schalter (BP) ausgewählt<br />
werden, um das Ansaugsystem nach<br />
Wunsch an- oder auszuschalten.<br />
Aufgrund der einfachen Bauweise des Proportionaldosierers<br />
mit nur wenigen Bauteilen ist<br />
das Gerät sehr wartungsfreundlich und leicht<br />
zu handhaben. Im Lieferumfang enthalten<br />
sind eine Wandhalterung zur einfachen Montage<br />
sowie ein Saugschlauch und ein Saugfilter.<br />
Weiteres Zubehör wie z. B. Fußventile,<br />
Schläuche, Systemtrenner, Wasserfilter, Druckminderer,<br />
Wasserschlagdämpfer etc. sind ab<br />
Lager bei der LDT Dosiertechnik verfügbar.<br />
Für die Dosierung von<br />
Polymeren hat Dosatron<br />
die Polymereinheit<br />
PU1 entwickelt<br />
üblicherweise Filterpressen, Bandfilter, Filtersäcke<br />
oder ein Trockenbett.<br />
In der Abwasserbehandlung werden neben<br />
Emulsionsspalter und Koagulierungsmittel,<br />
die im Abwasser Mikroflocken bilden, anschließend<br />
Flockungsmittel/Polymere eingesetzt,<br />
die die Mikroflocken zu größeren Flocken<br />
zusammenbinden. Weitere flüssige oder<br />
pulverförmige Zusätze können je nach Anwendung<br />
der Abwasserbehandlung folgen.<br />
Bei der Dosierung von Polymeren werden noch<br />
häufig Dosiersysteme zusammen mit elektrisch<br />
betriebenen Dosierpumpen verwendet.<br />
Mit den stromlosen proportionalen Dosierpumpen<br />
von Dosatron wird unabhängig von<br />
Schwankungen des Volumenstroms oder<br />
Drucks im Wasserleitungsnetz mithilfe der effizienten<br />
und kompakten Technologie eine in<br />
der Leitung eingebaute Dosierung oder Zumischung<br />
erreicht.<br />
Spezieller Polymerdosierer<br />
Dosatron hat speziell für die Polymerdosierung<br />
die Polymereinheit PU1 entwickelt, die<br />
aus einem Proportionaldosierer D25RE2IEPO<br />
und einem dynamischen Mischer<br />
DMIX25 besteht. Der Dosierer arbeitet<br />
in der üblichen Weise mittels<br />
Wasserdruck als Antriebskraft<br />
und saugt so das flüssige<br />
Polymer selbstständig an. Dieses<br />
wird jedoch nicht durch den<br />
Dosatron geführt, sondern gelangt<br />
durch eine externe Einspritzung<br />
(IE) direkt in den Wasserstrom.<br />
Damit wird eine Verstopfungsgefahr in der<br />
Mischkammer sowie die Häufigkeit der Pumpenreinigungen<br />
reduziert.<br />
Die externe Einspritzung ist mit einem selbstreinigenden<br />
Klappenventil ausgerüstet, um<br />
ein Zurückfließen in den Konzentratbehälter<br />
zu verhindern. Der dynamische Mischer, der<br />
ebenfalls mit einem Hydrokolben ausgestattet<br />
ist, wird dem Proportionaldosierer nachgeschaltet<br />
und verbessert so aktiv die Mischung<br />
der Polymerlösung. Der Leistungsbereich der<br />
Polymer Unit PU1 beträgt 10 l/h bis 2,5 m 3 /h,<br />
bei einem Betriebsdruck von 0,3 bis 5 bar und<br />
einer Dosierungsrate von 0,2 bis 2 %.<br />
Die Verwendung dieser Polymereinheit ist abhängig<br />
von der Art und Viskosität des einzusetzenden<br />
Polymers. Sie kann als feste Station<br />
direkt vor einem Reifebecken, einem Vorlagebehälter<br />
oder auf einer mobilen Einheit installiert<br />
werden. Eine weitere Möglichkeit ist der<br />
Einsatz direkt beim Erzeuger durch eine Vorbehandlung<br />
des Abwassers, bevor es in die Kanalisation<br />
gegeben wird.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816LDT<br />
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten<br />
Da Wasser die Antriebskraft des Proportionaldosierers<br />
darstellt, sind nahezu alle Applikationen<br />
für den Einsatz des Gerätes vorstellbar,<br />
in denen ein Konzentrat einem Wasserstrom<br />
zudosiert werden soll. Als ein Beispiel soll die<br />
Zugabe flüssiger Polymere bei der Schlammentwässerung<br />
dienen.<br />
Für die Schlammentwässerung ist es notwendig,<br />
die auftretenden Schlämme vor der Entwässerung<br />
mithilfe von Polymeren chemisch<br />
zu konditionieren, damit die Flocken schneller<br />
sedimentieren. Das geschieht unabhängig<br />
vom nachgeschalteten Entwässerungsgerät,<br />
Proportionaldosierer<br />
mit IBC-Vorlage -<br />
behälter für die<br />
Gebrauchslösung<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 33
IM FOKUS<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Zustandsüberwachung von Motoren<br />
Pumpe erzeugt Ultrahochvakuum<br />
Mit smarten Sensoren von ABB<br />
können Stillstandzeiten von Niederspannungsmotoren<br />
um bis zu<br />
70 % gesenkt werden, während<br />
sich ihre Lebensdauer um 30 % erhöhen<br />
kann. Diese Sensoren werden<br />
außen am Motor angebracht<br />
und liefern Informationen zu Betriebs-<br />
und Zustandsparametern<br />
wie Vibrationen, Temperatur oder<br />
Überlastung. Außerdem wird der<br />
Energieverbrauch ermittelt. Alle<br />
diese Daten werden mit einer<br />
speziellen Software analysiert<br />
und dienen dem Anlagenbetreiber<br />
zur Wartungsplanung. Neben<br />
der Erhöhung von Verfügbarkeit<br />
und Lebensdauer profitiert der<br />
Anwender von einem etwa 10 %<br />
geringeren Energieverbrauch. Die<br />
Sensoren, die nicht elektrisch mit<br />
den Motoren verbunden sind,<br />
machen die Motoren auch zugänglich<br />
für die internetbasierte<br />
Motorenüberwachung. Sie können<br />
auch bei bereits installierten<br />
Niederspannungsmotoren nachgerüstet<br />
werden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816abb<br />
Pfeiffer Vacuum hat mit der Turbopumpe Hipace 300 H die<br />
derzeit kompressionsstärkste Turbopumpe in der Saugvermögensklasse<br />
von 300 l/s auf den Markt gebracht. Mit einem<br />
Kompressionsverhältnis von 107 für Wasserstoff ist<br />
sie für die Erzeugung von Hoch- und Ultrahochvakuum geeignet.<br />
Durch das hohe Kompressionsverhältnis entsteht<br />
in der Kammer ein niedriges Restgasspektrum, wie es zum<br />
Beispiel für massenspektrometrische Applikationen wünschenswert<br />
ist.<br />
Dank des ausgereiften Rotordesigns verfügt die Hipace<br />
300 H über eine sehr hohe Vorvakuumverträglichkeit von<br />
30 hPa. Damit erreicht die Pumpe auch bei Betrieb<br />
mit hohen Vorvakuumdrücken, wie sie in der<br />
Kombination mit Membranpumpen auftreten,<br />
Ultrahochvakuum. Durch die integrierte<br />
Funktion „Intervallbetrieb“ schaltet die Hipace<br />
300 H eine angeschlossene Vorpumpe<br />
nur dann ein, wenn der Vorvakuumdruck<br />
nicht mehr ausreicht. So wird der<br />
Energieverbrauch des gesamten Vakuumsystems<br />
um bis zu 90 % gesenkt. Die Hipace<br />
300 H besitzt eine sogenannte Hybridlagerung.<br />
Diese Kombination aus Keramik-Kugellager<br />
auf der Vorvakuumseite und permanentmagnetischem<br />
Radiallager auf der Hochvakuumseite stellt ein besonders<br />
robustes Lagerkonzept dar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816pfeiffervacuum<br />
Kaltregenerierender Druckluftadsorptionstrockner<br />
Die Baureihe Drypoint AC von Beko umfasst zehn Baugrößen für Volumenströme<br />
von 100 bis 1000 m 3 /h bei einem Betriebsdruck von 4 bis<br />
16 bar. Der Trockner arbeitet mit aktiviertem Alumina als Trocknungsmittel<br />
und entzieht der Druckluft Feuchtigkeit bis zu einem Drucktaupunkt<br />
von -40 °C. Das System ist standardmäßig mit einer energiesparenden<br />
Kompressorgleichlaufsteuerung ausgestattet. Das Wechselventil<br />
mit Spülluftleitung ermöglicht<br />
die Durchströmung<br />
des Trockners auch bei Spannungsabfall,<br />
sodass der Anwendung<br />
immer Druckluft zur<br />
Verfügung steht. Die Regenerationsluftmenge<br />
ist fest auf<br />
den Betriebsdruck abgestimmt.<br />
Mit je einem bereits<br />
montierten Vor- und Nachfilter<br />
werden flüssige und feste<br />
Verunreinigungen am Eingang<br />
sowie Trocknungsmittelabrieb<br />
am Ausgang zurück gehalten.<br />
Das System wird vervollständigt<br />
durch Integration eines<br />
Kondensatableiters.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816beko<br />
Vielseitiger Antrieb für die Prozessautomation<br />
Der Schwenkantrieb DFPD von<br />
Festo ist eine Zahlstange-Ritzel-<br />
Kombination, modular aufgebaut,<br />
kompakt und flexibel einsetzbar.<br />
Mithilfe neun verschiedener<br />
Federpaketkombinationen<br />
lässt sich der Betriebsdruck in<br />
Schritten zu 0,5 bar im Bereich<br />
von 2 bis 6 bar genau einstellen.<br />
Je nach Antriebsgröße beträgt der<br />
Drehwinkel 90° beziehungsweise<br />
180°. Der Antrieb ist in einer<br />
Standardversion für den Temperaturbereich<br />
von -20 bis +80 °C,<br />
als Tieftemperaturausführung<br />
von -50 bis +60 °C und als Hochtemperaturvariante<br />
von 0 bis<br />
+150 °C verfügbar. Mit vielseitigen<br />
und korrosionsbeständigen<br />
Oberflächenbeschichtungen, der<br />
beliebigen Einbaulage und einer<br />
beidseitigen Endlageneinstellung<br />
von ±5° wird eine hohe Einsatzflexibilität<br />
bewirkt. Der Antrieb<br />
ist für Kugelhähne, Absperr- und<br />
Luftklappen in der Chemie-, Pharma-<br />
und Getränkeindustrie sowie<br />
in der Wasseraufbereitung einsetzbar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816festo<br />
34 <strong>cav</strong> 8-2016
Schlüsselfertige Abwasserpumpstation<br />
Mit Flygt TOP 3D bietet Xylem eine<br />
Abwasserpumpstation mit<br />
den Durchmessern 2400 und<br />
2800 mm sowie der Steuerungstechnik<br />
Smartrun. Das TOP-<br />
3D-Komplettpumpwerk ist<br />
schlüsselfertig und besteht aus<br />
standardisierten, vorgefertigten<br />
Modulen. Es ist in unterschiedlichen<br />
Größen bis zu 10 m Einbautiefe<br />
erhältlich. Der Schacht besteht<br />
aus glasfaserverstärktem<br />
Kunststoff (GFK), einem stabilen<br />
Material, das besonders korrosionsbeständig<br />
ist und Abwasser<br />
mit einem pH-Wert von 1 bis 10<br />
stand hält. Die Pumpensumpfgeometrie<br />
in Verbindung mit speziell<br />
abgestimmtem Einbauzubehör<br />
gewährleistet einen hohen<br />
Selbstreinigungseffekt. Darüber<br />
hinaus erfüllt die Abwasserstation<br />
alle Anforderungen<br />
der Atex sowie an Statik und<br />
Auftriebssicherheit.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816xylem<br />
Effizienzoptimierter<br />
Schraubenkompressor<br />
Die neue Thermalölpumpe<br />
NKX – selbstentlüftend!<br />
Der 123-kW-Schraubenkompressor<br />
L140 von Compair ergänzt die<br />
L-Serie des Unternehmens. Der<br />
Kompressor verfügt im Vergleich<br />
zu anderen Verdichtern der gleichen<br />
Leistungsstufe über eine<br />
größere Verdichterstufe mit geringerer<br />
Drehzahl, die eine höhere<br />
Lieferleistung bewirkt. Er ist als<br />
luft- oder wassergekühlte Ausführung<br />
mit 7,5 und 10 bar am<br />
Ausgang erhältlich. Durch seine<br />
kompakten Abmessungen benötigt<br />
er wenig Platz. Die luftgekühlte<br />
Ausführung verwendet<br />
energiesparende und hocheffiziente<br />
Radiallüfter, um den Luftnachkühler<br />
und Ölkühler zu kühlen.<br />
Die ruhig laufenden Lüfter erlauben<br />
eine längere Kanallänge<br />
verglichen mit herkömmlichen<br />
Lüftern. Die Kompressorkühlung<br />
ist standardmäßig auf eine Umgebungstemperatur<br />
von bis zu<br />
45 °C ausgelegt. Zur Wärmerückgewinnung<br />
sind Systeme für<br />
Heizluft oder Öl/Wassertauscher<br />
einsetzbar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816compair<br />
• luftgekühlt, selbstentlüftend<br />
• nach DIN EN 733<br />
• für Drücke bis 16 bar<br />
• für Betriebstemperaturen bis 350 °C<br />
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MONAT <strong>cav</strong> 8-2016 35
IM FOKUS<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Drehzahlvariable Drehantriebe<br />
Lagerbockpumpe im modularen Baukastensystem<br />
Mit den Drehantrieben SAV/<br />
SARV.2 im Zusammenspiel mit<br />
der Steuerung ACV 01.2 erfährt<br />
die Auma-Baureihe SA/SAR eine<br />
Erweiterung um drehzahlregelbare<br />
Varianten. Bei Regelvorgängen<br />
wird der angestrebte Sollwert mit<br />
sich stetig reduzierender Geschwindigkeit<br />
angefahren. Dadurch<br />
erhöht sich die Positioniergenauigkeit.<br />
Profilfahrten mit bis<br />
zu acht Stützpunkten pro Fahrtrichtung<br />
erlauben positionsab-<br />
hängig die optimale Stellgeschwindigkeit<br />
einzustellen, um<br />
beispielsweise Kavitation zu verhindern<br />
oder Druckstöße bei<br />
Schließvorgängen zu reduzieren.<br />
Die Antriebe gibt es in sechs Baugrößen<br />
mit Drehmomenten bis<br />
1000 Nm. Für Antriebe mit Steuerbetrieb<br />
gibt es die Drehzahl -<br />
bereiche 6 bis 60 und 12 bis<br />
120 min -1 , innerhalb derer die<br />
Drehzahl dynamisch veränderbar<br />
ist. Bei Antrieben für Regelbetrieb<br />
ist bei den meisten Baugrößen<br />
zusätzlich der Bereich von 24 bis<br />
240 min -1 . Konstruktiv wird die<br />
Drehzahlvariabilität durch die Integration<br />
eines Frequenzumrichters<br />
in die intelligente Stellantriebssteuerung<br />
AC 01.2 erreicht,<br />
die dadurch zur ACV 01.2 wird.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816auma<br />
Die Herborner Pumpentechnik<br />
hat das modulare Baukastenkonzept<br />
der 100 % beschichteten<br />
Pumpen um eine Lagerbockpumpe,<br />
die Herborner.F-L, erweitert.<br />
Sie eignet sich zur Wasserförderung<br />
sowie zur Förderung korrosiver<br />
Medien. Grundlage hierfür ist<br />
eine Dickbeschichtung (Schichtstärken<br />
im Durchschnitt von ca.<br />
0,6 mm), die vor Korrosion und<br />
unerwünschtem Rosteintrag in<br />
das Medium schützt und höchste<br />
Pumpenwirkungsgrade ermöglicht.<br />
Die glatte Oberfläche der<br />
Hydraulik verhindert dabei Anhaftungen<br />
wesentlich besser als<br />
raue Gussoberflächen dies ermöglichen<br />
können.<br />
Inzwischen ist die Anzahl der<br />
Pumpenhydrauliken des Baukas-<br />
tens auf über 50 angewachsen.<br />
Sie zeichnen sich durch einen zumeist<br />
sehr hohen Pumpenwirkungsgrad<br />
mit MEI-Werten von<br />
>0,7 aus. Durch das Vermeiden<br />
von Anhaftungen wird dieser Wirkungsgrad<br />
auch langfristig gehalten.<br />
Die Pumpen gibt es standardmäßig<br />
mit IE2- bzw. IE3-Motoren<br />
sowie mit hocheffizienten<br />
Permanentmagnetmotoren.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816herborner<br />
Membranpumpen für Hochdruckanwendungen<br />
Pumpenmotoren mit hohen Schubkräften<br />
Die vertikalen Vollwellenmotoren der Reihe LP100 in der<br />
Effizienzklasse Nema Premium von Siemens wurden speziell<br />
für Pumpenapplikationen mit hohem Schub entwickelt.<br />
Sie können um 175 % höhere<br />
Schubkräfte aufnehmen als konventionelle<br />
Niederspannungsmotoren.<br />
Die Motoren haben ein vollständiges,<br />
korrosionsfestes Gusseisengehäuse<br />
und weisen geringe<br />
Schwingwerte auf. Damit sind sie<br />
prädestiniert für den Einsatz in<br />
rauer Umgebung, beispielsweise<br />
in den Branchen Öl und Gas, Chemie,<br />
Papier und Zellstoff, Wasser<br />
und Abwasser. Mit verschiedenen<br />
Baugrößen werden Leistungen<br />
von 2,2 bis 187 kW bei Nenndrehzahlen<br />
von 1200, 1800 und<br />
3600 min -1 bei 60 Hz erreicht. Mit<br />
verschiedenen Optionen von Thermistoren über Stillstandsheizungen<br />
bis hin zu Hybridkeramiklagern ist eine<br />
Vielzahl von Pumpenapplikationen realisierbar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816siemens<br />
Almatec hat zwei Druckluftmembranpumpenbaureihen<br />
für sichere<br />
Hochdruckanwendungen bis<br />
15 bar vorgestellt: AHD mit interner<br />
Druckübersetzung und AHS<br />
ohne interne Druckerhöhung.<br />
Das „D“ in AHD steht für Duplex,<br />
also die Verstärkung des Antriebsdrucks<br />
über die interne<br />
Druckerhöhung im Verhältnis von<br />
mehr als 2:1. Entsprechend steht<br />
das „S“ in AHS für Simplex, denn<br />
hier wird der Antriebsdruck 1:1<br />
an das Medium übertragen. Die<br />
Pumpen der Baureihe AHD sind<br />
in drei Baugrößen mit maximalen<br />
Fördermengen von 4, 10 und<br />
20 m³/h erhältlich. Sie erzielen bei<br />
einem Antriebsdruck von max.<br />
7 bar durch die innere Druckübersetzung<br />
einen Förderdruck von<br />
15 bar.<br />
Die zwei Baugrößen der Schwerlastpumpenbaureihe<br />
AHS verfügen<br />
über ein extrem robustes Gehäuse,<br />
das ebenfalls für erhöhte<br />
Förderdrücke geeignet ist. Der<br />
maximale Antriebsdruck und Förderdruck<br />
beträgt 15 bar. Grundsätzlich<br />
bietet sich die Baureihe<br />
AHS für alle Einsatzfälle unter<br />
Schwerlastbedingungen an.<br />
Durch die 1:1 Übersetzung muss<br />
hierfür der jeweils passende Versorgungsluftdruck<br />
bereitgestellt<br />
werden. Das korrosions- und abrasionsfeste<br />
Gehäuse in überschwerer<br />
Massivbauweise besteht<br />
aus PE UHMW. Speziell entwickelte<br />
Schwerlastmembranen<br />
gewährleisten eine hohe Lebensdauer.<br />
Wartungsfreies Luftsteuersystem<br />
Perswing P, Kugelventilsystem<br />
und variierbare Anschlussstutzen<br />
mit Flanschanschlüssen<br />
(DIN oder ANSI) stellen<br />
weitere Merkmale dar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816almatec<br />
36 <strong>cav</strong> 8-2016
Magnetdosierpumpe mit Bluetooth-Steuerung<br />
Mit einer App-Fernbedienung ist<br />
die Prominent-Magnetdosierpumpe<br />
Gamma/X noch benutzerfreundlicher.<br />
Über das Bluetooth-<br />
Modul kann die Dosierpumpe gesteuert<br />
werden. Die App ist hierfür<br />
mit nützlichen Funktionen<br />
ausgestattet worden. So ist es<br />
möglich, Parameter und Optionen<br />
zum Pumpenbetrieb anzuzeigen,<br />
zu wählen und zu konfigurieren.<br />
Ebenso lassen sich Gerätedaten<br />
oder, im Falle einer Störung,<br />
auch Diagnosedaten abrufen.<br />
Und wenn einmal eine Pumpe<br />
ausgetauscht werden muss,<br />
liest man die Parameter bequem<br />
von der alten Pumpe aus und<br />
spielt sie kabellos auf die neue<br />
auf. Wird eine Bluetooth-Verbindung<br />
zu einer Pumpe hergestellt,<br />
meldet sich die angewählte Pumpe<br />
optisch durch blaue LEDs. Zugriff<br />
auf die Pumpenparameter<br />
erhält man zur Sicherheit erst<br />
nach Eingabe der vierstelligen<br />
PIN. Die Android-App zur Fernbedienung<br />
der Gamma/X über das<br />
optionale Bluetooth-Modul ist<br />
unter dem Namen Prominent<br />
Gamma/X im Google Play Store<br />
zu finden, läuft auf Android-<br />
Smartphones und -Tablets ab Android-Version<br />
4.4 und ist kostenlos<br />
erhältlich.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816prominent<br />
Pumpe für abrasive Fördergüter<br />
Bei der Pumpenserie WRX von<br />
Düchting handelt es sich um die<br />
Optimierung der einstufigen<br />
KBPL-Kreiselpumpen von Habermann.<br />
Dieser Pumpentyp ist widerstandsfähig<br />
sowohl gegenüber<br />
Gleitverschleiß durch feinkörnige<br />
Feststoffe als auch bei<br />
Schlagbeanspruchungen durch<br />
Grobkorn oder Festkörper. Zu den<br />
konstruktiven Kennzeichen der<br />
Pumpen gehören großzügig dimensionierte<br />
Wandstärken sowie<br />
Schleißwände auf der Saug- und<br />
Antriebsseite. Auch das geschlossene,<br />
wahlweise zwei- oder<br />
dreischaufelige Laufrad ist für<br />
raue Beanspruchungen konzipiert.<br />
Die Wellenabdichtung erfolgt<br />
wahlweise über eine hydraulisch<br />
entlastete Stopfbuchse<br />
oder eine Gleitringdichtung. Zur<br />
Wellenlagerung kommen öl- oder<br />
fettgeschmierte Hochleistungslager<br />
zum Einsatz, die lange Standzeiten<br />
gewährleisten und außerdem<br />
Vibrationen und Geräuschentwicklung<br />
reduzieren. Der<br />
Pumpentyp wird für Volumenströme<br />
bis 5000 m 3 /h und Drücke<br />
bis 16 bar gefertigt.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816düchting<br />
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<strong>cav</strong> 8-2016 37
IM FOKUS<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Effizienter Schraubenverdichter<br />
Direkter Antrieb spart<br />
bis zu 30 % Energie<br />
Die Robuschi-Robox-energy-Schraubenverdichter für den Niederdruckbereich<br />
ermöglichen erhebliche Energieeinsparungen im Vergleich zu<br />
den in Klär<strong>anlagen</strong> weit verbreiteten Drehkolbengebläsen. Der Direktantrieb<br />
mit Permanentmagnetmotor reduziert den Energieverbrauch<br />
um bis zu 30 %. Weitere 30 % Einsparpotenzial können durch den<br />
Einsatz der Smart-Process-Control-Steuerung erschlossen werden.<br />
Den Entwicklungsingenieuren von Gardner<br />
Denver ist es gelungen, den Energieaufwand<br />
für die Belüftung der Belebungsbecken von<br />
Klär<strong>anlagen</strong> deutlich zu reduzieren. Auf der<br />
Umwelttechnikmesse Ifat in München wurden<br />
die neuen energiesparenden Schrauben-<br />
verdichter für die Luftversorgung der biologischen<br />
Reinigungsstufen vorgestellt. Die Robox-energy-Baureihe<br />
nutzt konsequent die<br />
Möglichkeiten der getriebelosen, direkten Antriebstechnik<br />
mit Permanentmagnetmotoren.<br />
Der Vorteil dieser Synchronmotoren ist ihre<br />
sehr gute Regelbarkeit innerhalb eines großen<br />
Drehzahlbereiches bei gleichbleibend hohem<br />
Wirkungsgrad.<br />
Reduzierter Stromverbrauch<br />
Der geringere Stromverbrauch dieser Elektromotoren<br />
– besser als IE4 – und die steuerungstechnische<br />
Einbindung in das Gesamtsystem<br />
Kläranlage führt zu energetischen Vorteilen,<br />
im Vergleich zu den in diesem Bereich bisher<br />
eingesetzten Gebläsen mit herkömmlichen<br />
Drehstromasynchronmotoren, die über Getriebe<br />
die Verdichterschrauben antreiben.<br />
Mit den neuen Verdichtern ist es möglich, den<br />
hohen Energieaufwand zur Erzeugung der<br />
Blasluft für die biologische Reinigungsstufe, in<br />
der Bakterien die organischen Bestandteile<br />
des Abwassers abbauen, um rund 30% im Vergleich<br />
zu den üblicherweise eingesetzten<br />
Drehkolbengebläsen zu reduzieren. Das lässt<br />
die Klär<strong>anlagen</strong>betreiber in Kommunen und<br />
Industrie durchatmen, denn sie gehören mit<br />
zu den größten Energieverbrauchern und<br />
mehr als 40% ihres Gesamtenergiebedarfs<br />
Mit den Robox-energy-Schraubenverdichtern<br />
kann der Energiebedarf für die Belüftung der<br />
Belebungsbecken von Klär<strong>anlagen</strong> erheblich<br />
reduziert werden<br />
entfallen auf die Belüftungsbecken. Hier gibt<br />
es also großes Potenzial für Kostensenkung<br />
und Effizienzsteigerung, das sich mit der<br />
Robox-energy-Technik erschließen lässt.<br />
Dass der Antrieb des ölfrei arbeitenden bewährten<br />
Robuschi-Schraubenverdichterblocks<br />
mit den patentierten Rotoren jetzt direkt, d. h.<br />
riemen- und getriebelos, durch die Permanentmagnetmotor-Technologie<br />
erfolgt, hat einen<br />
doppelt positiven Effekt: Das optimale<br />
Verhältnis zwischen Fördermenge und Druck,<br />
das die Rotoren erzeugen, erlaubt einen<br />
gleichbleibend hohen Wirkungsgrad von niedrigen<br />
bis hohen Drehzahlen. Den großen Drehzahlbereich<br />
deckt der Antrieb mit hoher Effizienz<br />
ab, und der schwankende Luftmengenbedarf<br />
in den Klärbecken – auch und gerade<br />
bei geringen Volumenströmen – kann so entsprechend<br />
präzise gesteuert werden. Die Regeleinheit<br />
des Antriebs, ein Frequenzumrichter,<br />
ist dezentral im integrierten und klimatisierten<br />
Elektroschaltschrank untergebracht.<br />
Weitere Energiesparpotenziale<br />
Die Steuerung Smart Process Control senkt<br />
den Energiebedarf in der Praxis nochmals um<br />
rund 20 bis 30 %, indem sie sicherstellt, dass<br />
stets nur so viel Druckluft bzw. Blasluft zur Verfügung<br />
gestellt wird, wie erforderlich. Erreicht<br />
wird dies durch die Analyse der im Aufbereitungsprozess<br />
gewonnenen Sauerstoffdaten,<br />
d. h. durch die intelligente Verbindung mit der<br />
Prozesssteuerung der Kläranlage.<br />
Ein weiterer Vorteil ist die kompakte Bauform.<br />
Im Vergleich zur Baureihe Robox Screw mit<br />
herkömmlichem Antrieb wurde der Platzbedarf<br />
um ca. 1/3 reduziert. Das ist ein wichtiger<br />
Faktor bei der Ausrüstung vorhandener Klärwerke<br />
und anderer Anlagen mit energiesparender<br />
Kompressoren- und Gebläsetechnik.<br />
Die Robox-energy-Schraubenverdichter werden<br />
über eine Bedieneinheit mit Touchscreen<br />
gesteuert. Die intuitive Menüführung ist bedienerfreundlich,<br />
die Parametrierung erfolgt<br />
komfortabel über Ethernet oder Internet. Damit<br />
sind auch die Voraussetzungen für Online-<br />
Ferndiagnose und kontinuierliche Anlagenüberwachung<br />
gegeben.<br />
Die Baureihe startet mit vier Baugrößen. Die<br />
Anlagen mit Motorleistungen von 34, 50, 84<br />
und 135 kW erreichen ein Fördervolumen von<br />
1030 bis 4250 m 3 /h in einem Druckbereich<br />
von 250 bis 1000 mbar (g).<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816gardnerdenver<br />
38 <strong>cav</strong> 8-2016
WWW.ZWICK-ARMATUREN.DE<br />
TRI-SHARK<br />
100 % REGELKLAPPE<br />
100 % DICHT
IM FOKUS<br />
Pumpen, Kompressoren,<br />
Antriebe<br />
Energiesparpotenziale in der Anlage heben<br />
Augenmerk auf die Pumpe<br />
Bis zu einem Viertel des gesamten Stromverbrauchs in der EU entfallen<br />
auf Pumpenantriebe. Dennoch spielen Energiesparen und Energieeffizienz<br />
bei Pumpen in vielen Bereichen der Industrie immer noch eine<br />
eher untergeordnete Rolle. So kann man mit Sicherheit sagen, dass immer<br />
noch viele Pumpensysteme Energie verschwenden. Dabei reichen<br />
einfache Optimierungen aus, um bis zu einem Drittel Strom zu sparen<br />
und die Standzeiten zu erhöhen. Angenehmer Nebeneffekt: Diese Maßnahmen<br />
helfen auch noch dabei, höhere Renditen zu erwirtschaften.<br />
die Komponenten müssen an den jeweils unterschiedlichen<br />
Bedarf durch automatische<br />
Regelungen angepasst werden. Beinahe<br />
selbstverständlich, dass bei der Optimierung<br />
das Gesamtsystem mit all seinen Komponenten<br />
wie Motor, Antrieb, Leitungen, Regel- und<br />
Drosselventile und Pumpen ins Visier genommen<br />
werden muss. Noch immer sind viele<br />
Pumpen zu großzügig ausgelegt, weil Konstrukteure<br />
mit überdimensionierten Sicherheitszuschlägen<br />
arbeiten. Im schlimmsten<br />
Fall arbeiten diese Module dann außerhalb<br />
der Kennlinie. Eine Leistungsanpassung erfolgt<br />
hier mithilfe von Drosselventilen oder<br />
Bypassleitungen, was weitere hohe Energieverluste<br />
mit sich bringt.<br />
Eine Tücke bei der Planung der Anlagen ist<br />
häufig, dass Anschaffungskosten und Life-<br />
Cycle-Kosten in unterschiedliche Geschäfts -<br />
bereiche und Zuständigkeiten fallen. Da kann<br />
Der Stadtkämmerer von Kiel kann sich freuen.<br />
Vor sieben Jahren wurden im Klärwerk in<br />
Kiel-Bülk neue Pumpen installiert. Seither<br />
spart die Stadt dort jährlich Stromkosten von<br />
20 000 Euro. Eine Investition, die sich binnen<br />
weniger Monate amortisiert hat. Manche Anlagenbetreiber<br />
berichten von Ersparnissen in<br />
Höhe von 200 000 Euro und mehr. Derlei Erfolgsgeschichten<br />
kann die Edur-Pumpenfabrik<br />
in Kiel reihenweise berichten. Dort hat man<br />
schon vor über 20 Jahren das Augenmerk auf<br />
die effiziente Auslegung von Pumpen gelegt.<br />
Das Erfolgsrezept aus Norddeutschland: Keine<br />
Massenware, sondern individuell ausgelegte<br />
Pumpenlösungen, die exakt für den Bedarf des<br />
Kunden mit seiner Anlage konstruiert und gefertigt<br />
werden.<br />
Geregelte Pumpenleistung<br />
In vielen Betrieben sind diese Einsparpotenziale<br />
aber immer noch nicht bekannt, weil<br />
niemand das Augenmerk auf die Komponente<br />
Pumpe legt. Dabei reichen oft schon vergleichsweise<br />
unspektakuläre Maßnahmen<br />
aus, um zum Ziel zu kommen. Allein die op -<br />
timale Regelung der Pumpenleistung bringt<br />
20 % Stromersparnis. Wenn jetzt noch eine<br />
angepasste, also kleinere Auslegung der Anlagen<br />
dazukommt, sind weitere 10 % weniger<br />
Autor<br />
Rainer Pregla<br />
Leiter Marketing und Kommunikation,<br />
Edur Pumpenfabrik<br />
Das Klärwerk in Kiel-Bülk. Hier laufen Edur-Pumpen und bringen der Stadt Kiel jährlich Kostenvorteile<br />
gegenüber dem alten System.<br />
Strom verbrauch drin. 2009 wurden die unterschiedlichen,<br />
weltweit bestehenden Effizienzklassenstandards<br />
für Elektromotoren<br />
durch die Einführung der IEC 60034–30 harmonisiert.<br />
Seit Anfang 2015 ist im Leistungsbereich<br />
von 7,5 bis 275 kW der ungeregelten<br />
Motoren die Effizienzklasse IE3 vorgeschrieben.<br />
Die Prinzipien für energieeffiziente Pumpen<br />
sind simpel: Automatisierte Anlagen bedingen<br />
variable Drücke und Fördermengen und<br />
es passieren, dass sich das vermeintlich günstigste<br />
Angebot im Laufe des Betriebs als<br />
echter Stromfresser entpuppt und zur Kostenexplosion<br />
führt. Die Investition in die<br />
Komponenten macht über die Lebensdauer<br />
einer Pumpe gerade mal 10 % aus, 15 % sind<br />
für die Inbetriebnahme zu veranschlagen,<br />
weitere 30 % verschlingen Wartung und Service.<br />
Die Energiekosten machen mit 45 % also<br />
fast die Hälfte der Gesamtkosten aus. Hier<br />
lohnt also ein Blick auf die Einsparpotenziale.<br />
40 <strong>cav</strong> 8-2016
Quasiintelligente Pumpen<br />
Industrie 4.0 bietet nun mit der quasi-intelligenten<br />
Pumpe ganz neue Möglichkeiten, über<br />
Sensorik und Aktorik das Modul effizient und<br />
bedarfsgerecht zu steuern. Edur arbeitet an<br />
Pumpenentwicklungen, bei denen Sensorik<br />
zum Einsatz kommt, die über komplexe Algorithmen<br />
beispielsweise anhand der Analyse<br />
von Schwingungen ermitteln kann, ob Verschleißteile<br />
wie Gleitringdichtungen ausgetauscht<br />
werden müssen oder andere Reparaturen<br />
notwendig werden. Dazu müssen die<br />
Aggregate vernetzt werden, damit sie Betriebszustände<br />
und weitere Daten an den<br />
Kunden oder an den Hersteller vermelden können.<br />
Die Elektronik, für die vor Jahren noch<br />
Großrechner nötig gewesen wären, passt heute<br />
längst auf winzige Chips und kann im einfachsten<br />
Fall einen Alarm weitergeben, wird<br />
aber im Zuge der Weiterentwicklung in Zukunft<br />
komplexe Bestellvorgänge für Wartung,<br />
Teilefertigung oder die komplette Produktion<br />
automatisiert abwickeln.<br />
Momentan ist der Gebrauch von Frequenzumformern,<br />
mit denen die Drehzahl bedarfsgerecht<br />
geregelt wird, eine wirkungsvolle Maßnahme.<br />
Edur geht bei der Planung energieeffizienter<br />
Anlagen aber noch einen Schritt weiter:<br />
„Indem man die Prozesse verändert, lässt<br />
sich noch viel mehr Energie sparen“, erklärt<br />
Geschäftsführer Dr. Jürgen Holdhof. Die Norddeutschen<br />
haben eine Mehrphasenpumpe für<br />
die Wasser- und Abwasseraufbereitung entwickelt,<br />
die in der Anlage bis zu 70 % weniger<br />
Energie verbraucht als konventionelle Geräte.<br />
Der Clou: Mit dieser Modellreihe werden die<br />
bei der Flotation bisher verwendeten Komponenten<br />
wie Kompressoren und Druckkessel<br />
überflüssig gemacht. Dadurch spart der Anwender<br />
auch noch bei den Anschaffungs-,<br />
Wartungs- und Betriebskosten.<br />
Es bedarf noch reichlich Überzeugungsarbeit,<br />
damit Energieeffizienz von Pumpen überall<br />
ein Thema wird. Der Edur-Vertrieb nutzt da<br />
gerne einen kleinen Trick: „Wir schlagen dem<br />
Kunden vor, dass er die Pumpe geschenkt bekommt,<br />
wenn er uns im Gegenzug die jährlich<br />
eingesparten Stromkosten überweist“, erklärt-<br />
Holdhof. „Nach einer kurzen rechnerischen<br />
Überprüfung wird die Kieler Pumpe dann gekauft<br />
...“<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816edur<br />
Lumiglas<br />
Kamera-Systeme<br />
Licht und Sicht<br />
Klettern ist<br />
nicht nötig.<br />
DATEN & FAKTEN<br />
Energieeffiziente Förderung von Flüssigkeits-Gas-Gemischen<br />
Explosionsgefährdete<br />
oder ferngesteuerte<br />
Prozesse überwachen.<br />
Die Mehrphasenpumpen der Baureihen<br />
LBU/PBU im Bloc- oder Grundplattendesign<br />
sind horizontale Kreiselpumpen zur Förderung<br />
von Flüssigkeits-Gas-Gemischen und<br />
zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen.<br />
Sie erzeugen sehr feinblasige Dispersionen.<br />
Damit eignen sich die Mehrphasenpumpen<br />
auch als dynamische Mischer. Die<br />
Hauptanwendungsgebiete dieser Pumpen<br />
sind Biokraftstoff<strong>anlagen</strong>, Druckentspannungsflotation,<br />
Neutralisation, Trinkwasseraufbereitung,<br />
Bioreaktoren, Rohölwasserseparation<br />
auf Bohrinseln und Ölfeldern sowie<br />
die allgemeine Verfahrenstechnik.<br />
Die energieeffizienten Pumpen erreichen eine<br />
optimale Anreicherung und Vermischung<br />
von Flüssigkeiten mit Gasen und einen hohen<br />
Dispersionsgrad. Die Gasmitförderfähigkeit<br />
beträgt bis zu 30 %. Sie sind mit<br />
achsschubfreien, offenen Laufrädern ausgestattet,<br />
wobei die Kompensation der Radialkräfte<br />
durch Leiteinrichtungen im Ring -<br />
gehäuse erfolgt. Mit dem Baukastensystem<br />
lassen sich kundenindividuelle Lösungen erstellen.<br />
Die Mehrphasenpumpen können<br />
einem Betriebsdruck bis 40 bar und Temperaturen<br />
von -40 bis +140 °C standhalten.<br />
Die Viskosität der Fördermdien kann bis<br />
115 mPas reichen.<br />
Horizontale Mehrphasenkreiselpumpe PBU zur<br />
Förderung von Flüssigkeits-Gas-Gemischen und<br />
zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Gasen<br />
www.lumiglas.de<br />
info @lumiglas.de<br />
F.H.Papenmeier GmbH & Co.KG<br />
Telefon 023 04-205-0<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 41
MECHANISCHE VERFAHREN<br />
Verschiedene Mischvorgänge im Überblick<br />
Für jede Applikation den<br />
richtigen Mischer finden<br />
In der Prozesstechnik müssen verschiedenste Mischaufgaben erledigt<br />
werden. Dabei haben Betriebsingenieure zumeist die klassischen<br />
mechanischen Rührwerke vor Augen. Doch es gibt eine ganze Palette<br />
weiterer Misch<strong>verfahren</strong> wie den dynamischen Inline mischer oder die<br />
pneumatische Impulsmischung. Welches Misch <strong>verfahren</strong> sich für<br />
welche Applikation eignet, beschreibt der Beitrag.<br />
Dynamischer Inline-Mischer, wie er in eine Rohrleitung<br />
geflanscht wird: A: Drehzahlregelbarer<br />
Antriebsmotor ; B: Mediendurchfluss zwischen<br />
den Flanschen ; C: Injektionsmischwelle – deutlich<br />
erkennbar sind die Bohrungen zwischen den<br />
Flügeln ; D: Anschluss, in den die Polymerlösung<br />
dosiert wird .<br />
Bei den mechanischen Rührwerken sind<br />
Standard- und Prozessrührwerke voneinander<br />
zu unterscheiden. Standardrührwerke werden<br />
vor allem für Anwendungen in der Wassertechnik<br />
verwendet. Prozessrührwerke finden<br />
vornehmlich Verwendung, um in Raffinerien<br />
Medien wie Rohöl, Kerosin oder Benzin hinsichtlich<br />
Konsistenz und Temperatur bei der<br />
Autor<br />
Thomas Uhl<br />
Mischtechnik,<br />
MPT Meß- und Prozeßtechnik<br />
Standard- und Prozessrührwerke<br />
gibt es in verschiedensten<br />
Ausführungen.<br />
Im Bild: Prozessrührwerke<br />
der Marke Robin<br />
von Milton Roy Mixing.<br />
Lagerung homogen zu halten. Für Gaswäscher<br />
mit Amin werden Prozessrührwerke für das<br />
Vermischen von CaCO 3<br />
mit Wasser eingesetzt.<br />
Im Umweltbereich werden sowohl Standardals<br />
auch Prozessrührwerke zum Waschen von<br />
ölverschmiertem Sand mit Tensiden oder Bakterien<br />
eingesetzt.<br />
Es stehen alle Typen von Antriebsmotoren mit<br />
konstanter oder variabler Drehzahl zur Verfügung.<br />
Als Untersetzungsgetriebe dienen oft<br />
reichlich dimensionierte Standardgetriebe. Einfach-<br />
und doppeltwirkende, wechselbare Gleitringdichtungen<br />
werden als Wellenabdichtungen<br />
verwendet. Alle mechanisch bearbeitbaren<br />
Materialen und nahezu jede Oberflächenbeschichtungsmethode<br />
kommen für die Fertigung<br />
der Prozessrührwerke zum Einsatz.<br />
Dynamische Inlinemischer<br />
Im Gegensatz zu einem statischen Mischer,<br />
der nichts anderes ist als ein Rohr mit unbeweglichen<br />
Flügelelementen, hat ein dynamischer<br />
Inlinemischer von MPT eine drehzahlvariable<br />
Antriebskombination, die die erforderliche<br />
Mischkraft einbringt. Dynamische Inlinemischer<br />
werden hauptsächlich eingesetzt in<br />
der intensiven und einstellbaren Vermischung<br />
von polymeren Flockungsmitteln mit dem zu<br />
entwässernden Schlamm an Entwässerungsmaschinen<br />
wie Filter- und Siebbandpressen.<br />
Die Funktionsweise dieses Mischertyps ist<br />
recht einfach: Nach der Dosierung in den Anschluss<br />
(D) strömt die Polymerlösung an den<br />
Bohrungen zwischen den Flügeln der Injektionsmischwelle<br />
(C) heraus. Die Rotation der<br />
Mischwelle sorgt für eine optimale Verteilung<br />
des injizierten Flockungshilfsmittels ins Medium<br />
(B). Durch die Drehung wird eine Schichtbildung<br />
verhindert. Dadurch wird die Polymerlösung<br />
an jedes Mediumpartikel gebracht, wobei<br />
gleichzeitig Wassereinschlüsse aufgebrochen<br />
werden.<br />
Ein statischer Mischer, wie er traditionellerweise<br />
eingesetzt wird, verteilt das Polymer<br />
nicht optimal im Medium, sodass mehr Polymerlösung<br />
als Ausgleich eingesetzt werden<br />
muss. Oft wird dafür vorher die Lösung stärker<br />
42 <strong>cav</strong> 8-2016
verdünnt, damit sie besser mischbar ist. Das<br />
bedeutet allerdings, dass in größerer Menge<br />
Wasser hinzugefügt wird. Ein Paradoxon, da ja<br />
durch die Polymerlösung dem Medium eigentlich<br />
Wasser entnommen werden soll.<br />
Im Vergleich dazu bringt ein dynamischer Inlinemischer<br />
das Polymer in sehr kurzer Zeit ins<br />
Medium ein, was die benötigte Menge Polymerlösung<br />
beträchtlich reduziert – 10 bis 40 %<br />
weniger sind möglich. Und der Wirkungsgrad<br />
ist umso höher, je schlechter die Qualität des<br />
zu entwässernden Mediums ist. Es können also<br />
höhere Konzentrationen in kleinerer Menge<br />
eingemischt werden. Die Flocken, die so entstehen,<br />
sind außerordentlich gut zu entwässern.<br />
Hinzu kommt, dass höher konzentrierte<br />
Polymerlösungen haltbarer sind als weniger<br />
hoch konzentrierte.<br />
Pneumatische Impulsmischung<br />
Für Behälter jedweder Größenordnung kommt<br />
eine pneumatische Impulsmischung besonders<br />
in Betracht. Denn wenn Flüssigkeiten regelmäßig<br />
oder dauerhaft durchmischt werden<br />
müssen, ist die Zuverlässigkeit einer Mischvorrichtung<br />
von entscheidender Bedeutung. Dieser<br />
Anforderung kommt das Impulsmisch<strong>verfahren</strong><br />
von Pulsair besonders nach, da es im<br />
Gegensatz zu mechanischen Rührwerken keine<br />
drehenden Teile im Behälter aufweist. Wir<br />
berichteten darüber in <strong>cav</strong> 10/14.<br />
Im Tank befinden sich Druckluftleitungen und<br />
an deren Ende sogenannte Akkumulatorplatten,<br />
die am Behälterboden angebracht sind.<br />
Dadurch, dass die im Tank verbauten Teile<br />
nicht beweglich, sondern statisch sind, bieten<br />
sie absolute Wartungsfreiheit und können per<br />
se in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt<br />
werden. Nur außerhalb des Behälters befinden<br />
sich bewegliche Teile. Dazu gehören die<br />
Innenteile der Logikrelais im Steuergerät für<br />
die Luftimpulse und die Stößel der Ventile, die<br />
die Impulse in den Tank impfen. Sowohl Relais<br />
als auch Ventile sind auf 25 Millionen Zyklen<br />
ausgelegt. Dies entspricht einem Dauerbetrieb<br />
rund um die Uhr, und das nahezu zehn<br />
Jahre lang. Die Betriebskosten sind derart gering,<br />
dass sich eine Buchführung dafür oftmals<br />
gar nicht lohnt.<br />
Der Kernpunkt der Anlage sind die Akkumulatorplatten,<br />
unter deren jeweiliger Mitte die<br />
Druckluftpulse stattfinden, wobei etwaige Ablagerungen<br />
aufgewirbelt werden (Bild 3 A).<br />
Unmittelbar danach strömt die Luft um die<br />
Kante der Platte herum und formt sich darüber<br />
zu einer großen Blase (Bild 3 B). Beim Aufsteigen<br />
(Bild 3 C) treibt die Blase das darüber<br />
und darunter befindliche Medium nach oben<br />
(Bild 3 D). Danach wird das Medium an der<br />
Oberfläche nach außen und anschließend entlang<br />
der Behälterwand nach unten bewegt<br />
(Bild 3 E). Es gibt keinen Mindestfüllstand,<br />
weshalb der Mischprozess direkt mit Behälterbefüllung<br />
beginnen kann.<br />
Vor der Markteinführung von Pulsair war das<br />
Vermischen durch Einblasen von Luft nichts<br />
Neues. Doch die bis dahin gängige Vorgehensweise,<br />
das Einbringen vieler kleiner Blasen, ist<br />
sehr energieaufwendig und hat die Tendenz,<br />
Sauerstoff in der Flüssigkeit zu lösen. Pulsair<br />
erhöht den Sauerstoffeintrag in der Flüssigkeit<br />
nicht, denn eine einzige große Blase weist eine<br />
viel kleinere Oberfläche auf als viele kleine Blasen.<br />
Pulsair kann aber auch mit anderen Gasen<br />
wie Stickstoff betrieben werden. Mit warmem<br />
Gas oder Dampf für die Impulse kann der Behälterinhalt<br />
sogar zeit- und kostensparend beheizt<br />
werden.<br />
Die Mischparameter Häufigkeit und Dauer der<br />
Pulse sowie Druck und Menge des Gases können<br />
variiert werden – auch für einzelne Chargen.<br />
Mischergebnisse können angepasst oder<br />
wiederholt werden. Die Touchscreenregler<br />
können nicht nur einen Tank, sondern ganze<br />
Behälterfarmen parametrieren, wobei jeder<br />
Tank einzeln angesteuert werden kann. Durch<br />
die Modulbauweise können die Controller mit<br />
nur einem Behälter beginnen, dem nach und<br />
nach weitere Tanks hinzugefügt werden. Eine<br />
Integration in das Anlagenmanagementsystem<br />
der Warte ist auch möglich. Funktionsrückmeldungen<br />
der Injektionsventile ermöglichen<br />
Betriebssicherheit und Kontrolle. Wenn<br />
sich außerhalb des Tanks eine Ex-Zone befindet,<br />
kann auch das Steuergerät rein pneumatisch<br />
ausgelegt sein.<br />
Das System ist an jede Behältergröße und<br />
-form anpassbar: Großbehälter sind genauso<br />
mischbar wie 150-l-Fässer, wobei die kleineren<br />
Mischsysteme tragbar sind, während die<br />
Groß<strong>anlagen</strong> fest installiert werden.<br />
Fazit<br />
Bei mechanischen Rührwerken weiß man<br />
zwar, was man hat, sie sind jedoch nicht immer<br />
die beste Option. Für eine möglichst effiziente<br />
Vermischung polymerer Flockungsmittel<br />
mit zu entwässerndem Schlamm amortisiert<br />
sich ein dynamischer Inline-Mischer<br />
recht schnell. Wenn Wartungsfreiheit, niedrige<br />
laufende Kosten, Skalierbarkeit und schnelle<br />
Durchmischung im Mittelpunkt stehen, ist<br />
der Betrieb eines Impulsmischsystems zu<br />
überlegen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816mpt<br />
So funktioniert ein pneumatischer Impuls -<br />
mischer: A: Der Luftimpuls unter der Akkumulatorplatte<br />
wirbelt Ablagerungen auf; B: Die Luft<br />
bildet über der Akkumulatorplatte eine große<br />
Blase; C: Die Blase steigt nach oben; D: Die Blase<br />
treibt das darüber und darunter befindliche Medium<br />
mit hoch; E: Oben angekommen, treibt die<br />
Blase das Medium zur Behälterwand, wo es sich<br />
wieder nach unten bewegt.<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 43
MECHANISCHE VERFAHREN<br />
Steuerung für Zentrifugen, Trockner und Mischer<br />
Intuitive Bedienung und<br />
Fernwartung inklusive<br />
Heinkel hat die Anlagen- und Maschinensteuerung optimiert. Die zugehörigen<br />
HMI-Panels arbeiten mit der Steuerungstechnik S7-TIA von Siemens und erleichtern<br />
damit das Bedienen von Zentrifugen, (Filter-)Trocknern und Mischern der<br />
Unternehmensmarken Heinkel, Bolz-Summix und Comber sowie von Fremd -<br />
fabrikaten. Mit fortschrittlichen Funktionalitäten und einer Fernwartungseinheit<br />
steigert die Steuerung zudem die Produktivität, Sicherheit und Lebensdauer der<br />
Maschinen und Anlagen.<br />
Das aktualisierte<br />
Steuerungssystem für<br />
Zentrifugen, Trockner<br />
und Mischer bietet<br />
mehr Komfort und<br />
Flexibilität, weltweite<br />
Fernwartung und eine<br />
nutzerfreundliche<br />
Bedienoberfläche<br />
Das von Heinkel aktualisierte Steuerungssystem<br />
für Zentrifugen, (Filter-)Trockner und<br />
Mischer nutzt HMI-Bedienpanels mit der<br />
Steuerungstechnik S7-TIA von Siemens als<br />
Basis. Eine moderne Bedienoberfläche und<br />
einfache Systemerweiterung sorgen für mehr<br />
Komfort und Flexibilität. Geringe Umrüstzeiten<br />
erhöhen die Produktivität. Das Steuerungssystem<br />
erfüllt darüber hinaus die neusten<br />
Vorschriften von FDA und GMP. Mit integrierter<br />
Sicherheitstechnik gewährleistet es<br />
die Einhaltung der Normen IEC 61508 und<br />
EN ISO 13849. Durch die Möglichkeit der weltweiten<br />
Fernwartung mit schneller Fehlerdiagnose<br />
und Ersatzteillieferung reduzieren sich<br />
Störungen, Stillstandzeiten und Kosten. Zudem<br />
kann die Steuerung über eine Ethernetoder<br />
Profibus-Verbindung an ein vorhandenes<br />
übergeordnetes Prozessleitsystem gekoppelt<br />
werden. So lassen sich die Prozesse optimal<br />
steuern sowie Prozess- und Produktdaten<br />
speichern. Insgesamt steigt dadurch die Produktqualität.<br />
Das HMI-Panel sowie die Steuerungstechnik<br />
S7-TIA sind auch für Fremdfabrikate<br />
einsetzbar und können individuell angepasst<br />
werden.<br />
Die HMI-Panels mit intuitiv bedienbarem Touch -<br />
display arbeiten mit der Steuerungstechnik S7-TIA<br />
von Siemens<br />
Durchdachte Funktionsweise<br />
Mit der Steuerung werden die für den Betrieb<br />
der Zentrifuge, des (Filter-)Trockners oder Mischers<br />
erforderlichen Funktionen und alle sicherheitsrelevanten<br />
Überwachungen realisiert.<br />
Über das HMI-Panel erfolgt der Zugriff<br />
auf Anlagendaten und die Visualisierung der<br />
44 <strong>cav</strong> 8-2016
unterschiedlichen Anlagenteile sowie Bedienungs-<br />
und Wartungsschnittstellen. Die integrierte<br />
Rezepturverwaltung ermöglicht eine<br />
flexible und individuell anpassbare Eingabe<br />
und Zusammenstellung der Rezepturabfolge.<br />
Die Steuerung verfügt über vier Betriebsarten.<br />
Der Handbetrieb erlaubt das manuelle Einund<br />
Ausschalten der Funktionen der Anlage.<br />
Dies bietet dem Betreiber maximale Flexibilität<br />
zur Anpassung der Maschine an wechselnde<br />
Produkteigenschaften, beispielsweise in<br />
der Versuchsphase oder im Multi-Purpose-Betrieb.<br />
Im Semi-Automatikbetrieb können die<br />
Schritte aus der Rezeptur einzeln angewählt<br />
und gestartet werden. So wird die optimale<br />
Fahrweise des Automatikbetriebs entsprechend<br />
der jeweiligen Produkteigenschaften<br />
mit den Parametern aus der Rezepturverwaltung<br />
ermittelt. Nach Ablauf jedes einzelnen<br />
Arbeitsschritts verbleibt die Steuerung in<br />
Warteposition für die nächste Bedieneingabe.<br />
Der Automatikbetrieb arbeitet die in der<br />
Steuerung oder auf einem Leitsystem gespeicherte<br />
Rezeptur völlig autark ab und wiederholt<br />
sie zyklisch. Ein Eingriff durch den Nutzer<br />
ist nicht notwendig, sodass ein maximaler<br />
Produktertrag erzielt werden kann. Im Wartungsbetrieb<br />
können Instandhaltungs- und<br />
Reinigungsarbeiten erfolgen. Aus Sicherheitsgründen<br />
wird er über ein lokales Bedienteil gesteuert.<br />
Die Maschinenfunktionen lassen sich<br />
problemlos an Kundenwünsche anpassen und<br />
individuell erweitern.<br />
Sichere Fernwartung<br />
Das Steuerungssystem von Heinkel verfügt<br />
über eine Fernwartungseinheit, über die<br />
Service-Techniker vom Unternehmenssitz in<br />
Besigheim bei Stuttgart aus jederzeit weltweit<br />
Prozessoptimierungen und Fehleranalysen<br />
vornehmen können. Das sichert den Betrieb<br />
der Anlage, vermeidet Stillstände und spart<br />
somit Zeit und Kosten: Die Behebung von<br />
Fehlern erfolgt aus der Ferne per Knopfdruck.<br />
Die Verbindung erfolgt über das Internet mittels<br />
einer gesicherten und verschlüsselten<br />
VPN-Verbindung, die für den Kunden kontrollierbar<br />
ist.<br />
Das Simatic-TIA-Portal ermöglicht die effiziente<br />
Nutzung der modernen Steuerungstechnik.<br />
Auf Marktveränderungen und damit verbundene<br />
immer kürzer werdende Produktlebenszyklen<br />
kann mit diesem Steuerungssystem<br />
schnell reagiert werden. Damit Betreiber die<br />
neusten Funktionen der Prozessleittechnik<br />
nutzen können, bietet Heinkel zusätzlichen<br />
Service für das Upgrade von älteren Steuerungssystemen<br />
zu Simatic S7-TIA an und unterstützt<br />
Kunden bei der Planung und Abwicklung<br />
der Systemmigration. Mit dem Upgrade<br />
sichern Betreiber den Fortbestand ihrer bisherigen<br />
Steuerungsinvestition. Die moderne<br />
Technik senkt das Risiko von Anlagenstillständen<br />
und deckt Optimierungspotenziale auf.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816heinkel<br />
Autor<br />
Tobias Hänle<br />
Manager After Sales Automation,<br />
Heinkel Process Technology<br />
Vier gute Gründe, warum Sie Ventilen mit geringer<br />
Leistungsaufnahme von ASCO vertrauen können.<br />
Der Einsatz von Magnetventilen mit<br />
geringer Leistungsaufnahme bringt viele<br />
finanzielle Vorteile. So können Sie<br />
mehr Ventile an Ihre Steuerung<br />
anschließen, die Anzahl der<br />
Stromversorgungen reduzieren, die Anforderungen<br />
für die Kühlung in Schaltschränken herabsetzen oder<br />
Kosten für die Verkabelung senken.<br />
Was auch immer Ihre Überlegungen sind, ASCO bietet<br />
Ihnen die Lösung. Die Leistungsaufnahme der<br />
Low-Power-Ventile von ASCO beginnt bei lediglich<br />
0,003 Watt. Das macht ASCO zum bevorzugten<br />
Ventillieferanten für Prozess<strong>anlagen</strong> rund um den Globus.<br />
Um weitere Informationen zu erhalten, rufen Sie uns an<br />
unter +49 (0)72 379 996-0 oder senden Sie eine E-Mail an<br />
asconumatics-de@emerson.com. Besuchen Sie uns auch<br />
auf unserer Webseite www.asconumatics.de<br />
John Brent,<br />
Engineering Manager<br />
Das Emerson-Logo ist eine Waren- und Dienstleistungsmarke von Emerson Electric Co. Das ASCO-Logo ist eine eingetragene Warenmarke von ASCO Valve Inc. © 2016 ASCO. Alle Rechte vorbehalten.<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 45
PRODUKTREPORT<br />
Coriolis-<br />
Durchflussmessgeräte<br />
Die Durchflussmessung schafft die<br />
Voraussetzungen für die Optimierung<br />
von Produktionsabläufen in unterschiedlichen<br />
Bereichen in der chemischen<br />
Industrie. Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />
zeichnen sich hierbei in vielen<br />
Anwendungen durch hohe Genauigkeit<br />
und Zuverlässigkeit aus, was angesichts<br />
steigender Rohstoffpreise von<br />
großer Bedeutung ist. Sie liefern präzise<br />
Werte zu Massen- und Volumendurchfluss,<br />
Temperatur, Dichte und Konzentration.<br />
Nachteile sind der relativ hohe<br />
Anschaffungspreis und Einsatzgrenzen<br />
bei mehrphasigen Medien oder hohem<br />
Durchflussmessung mit<br />
Köpfchen<br />
Die Coriolis-Durchflussmessgeräte<br />
der FCB400-Serie verfügen<br />
über eine neue Standard-Elektronikplattform.<br />
Sie bietet dem Anwender<br />
u. a. die freie Wahl von bis<br />
zu fünf unabhängigen, frei konfigurierbaren<br />
Kommunikationsausgängen.<br />
Die komplett digitale<br />
interne Kommunikation gewährleistet<br />
höchste Genauigkeit bei<br />
Kompakt- sowie Remote-Geräten.<br />
Mithilfe des sogenannten Sensorapplikationmemory<br />
speichert der<br />
FCB400 nicht nur alle Kalibrierdaten,<br />
sondern auch alle Messstellenparameter<br />
und Zählerstände,<br />
Kompakt, leicht und<br />
genau<br />
Mit Sitrans FC410 präsentiert Siemens<br />
ein äußerst kompaktes und<br />
leichtes Coriolis-Durchflussmessgerät<br />
mit einer hohen Messgenauigkeit<br />
von 0,1 %. Das Gerät ist<br />
mit Abmessungen von 265 (L) x<br />
280 (H) x 90 (B) mm und einem<br />
Gewicht von 4,6 kg in der kleinsten<br />
Ausführung (DN 15) vor allem<br />
für den Anlagen- und Maschinenbau<br />
oder für Rahmengestell montierte<br />
Anlagen geeignet. Mit der<br />
Kombination aus kompakter Bauform,<br />
hoher Genauigkeit, Schutzart<br />
IP67 und Funktionsvielfalt ist<br />
Sitrans FC410 auf den Einsatz in<br />
Gasanteil. Die Angebotspalette bei<br />
Coriolis-Durchflussmessgeräten ist aufgrund<br />
der vielfältigen Anforderungen<br />
enorm. In unserem Produktreport<br />
haben wir für Sie eine Auswahl unterschiedlicher<br />
Systeme zusammengestellt.<br />
Sie finden den Produktreport<br />
auch online unter www.prozesstechnikonline.de/produktreport/<br />
coriolisdurchflussmessgeraete.<br />
Das einheitliche und intuitive<br />
Bedienkonzept der Coriolis-Familie<br />
FCB400 ermöglicht eine einfache<br />
Handhabung und Inbetriebnahme<br />
die unverlierbar mit dem Sensor<br />
verbunden sind. Dazu gehört<br />
auch eine automatische Selbstkonfiguration,<br />
die nach Beginn<br />
der Stromzufuhr alle relevanten<br />
Konfigurationsdaten zwischen<br />
dem Sensor und dem Transmitter<br />
abgleicht. Das Sensorapplikationmemory<br />
dupliziert die Konfigurationsdaten<br />
in einem Permanentspeicher<br />
und ermöglicht einen<br />
sicheren Datenabgleich im<br />
Wartungsfall.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816abb<br />
Sitrans FC410 ist ein sehr kompaktes<br />
und leichtes Coriolis-Durchflussmessgerät<br />
mit einer Messgenauigkeit<br />
von 0,1 %<br />
möglichst kompakten und zugleich<br />
leistungsfähigen Anlagen<br />
ausgerichtet. Mit dem Mini Flow<br />
Link(MFL)-Konzept ist es Siemens<br />
gelungen, die Funktionalitäten<br />
des Messumformers im Gehäuse<br />
des Messaufnehmers unterzubringen.<br />
Der digitalbasierte Mini<br />
Flow Link (MFL) erlaubt eine deutlich<br />
kompaktere Bauform ohne<br />
zusätzlichen Aufbau.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816siemens<br />
46 <strong>cav</strong> 8-2016
Für wechselnde<br />
Prozessbedingungen<br />
Lifecycle-Management<br />
integriert<br />
Der neue<br />
Maßstab<br />
FLUXUS ® F/G721<br />
Hohe Genauigkeit und Langzeitstabilität<br />
sowie die Immunität<br />
gegenüber Prozesseinflüssen<br />
zeichnen das Coriolis-Massedurchflussmessgerät<br />
Promass<br />
aus. Selbst schlagartige Prozessdruck-<br />
oder Temperaturänderungen<br />
sowie Rohrverspannungen<br />
oder Vibrationen haben kaum<br />
Einfluss auf die Messperformance.<br />
Bedeutende Entwicklungen<br />
bei Promass in den vergangenen<br />
Jahren waren u. a. die Einrohrtechnik<br />
mit vollem Durchgang<br />
und die Inline-Viskositätsmessung,<br />
Geräte in Tantal für<br />
Die Coriolis-Massedurchflussmesserplattform<br />
Rotamass Total<br />
Insight (TI) von Yokogawa bietet<br />
optimierte Spezifikationen unter<br />
Prozessbedingungen. Das Produktportfolio<br />
von Rotamass TI<br />
umfasst sechs Sensor-Produktlinien<br />
und zwei neue Messumformer,<br />
die sich gemäß den spezifischen<br />
Anforderungen individuell<br />
konfigurieren lassen. Das Herzstück<br />
des Designs ist das Konzept:<br />
Es gewährt den lückenlosen<br />
Einblick in Prozesse und Anlagenabläufe<br />
(Total Insight). Die Sensor-Produktlinien<br />
wurden sowohl<br />
Fortschrittlichste eingriffsfreie<br />
Ultraschall-Durchflussmessung<br />
In Kürze werden mit dem<br />
Promass 300 weitere Innovationen<br />
mit hohem Nutzen für die Anwender<br />
verfügbar werden<br />
hochkorrosive Anwendungen<br />
oder mit Superduplexstählen für<br />
hohe Drücke bis 250 bar sowie<br />
ein Vierrohrgerät für Durchflüsse<br />
bis 4100 t/h in DN 400. Außerdem<br />
war es nach Angaben von<br />
Endress+Hauser das erste Coriolis-Gerät<br />
in Zweileitertechnik für<br />
Nennweiten bis DN 80 im einheitlichen<br />
Zweileitergerätekonzept<br />
zusammen mit Füllstandmessgeräten.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816endress<br />
Das Portfolio von Rotamass TI umfasst<br />
sechs Sensor-Produktlinien und<br />
zwei neue Messumformer, die sich<br />
individuell konfigurieren lassen<br />
für Hochdruck- und Hochtemperaturanwendungen<br />
als auch für<br />
anspruchsvolle, komplexe Prozesse,<br />
die unter besonderen Hygiene-<br />
bzw. Tieftemperaturbedingungen<br />
stattfinden, entwickelt.<br />
Die Universal-Messumformer<br />
(Essential) und High-End-Messumformer<br />
(Ultimate) sind mit<br />
einem Universalnetzteil AC/DC<br />
ausgestattet. Sie sind somit noch<br />
flexibler für verschiedenste Funktionen<br />
konfigurierbar.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816yokogawa<br />
Hochgenaue und zuverlässige<br />
bidirektionale Durchflussmessung<br />
von Flüssigkeiten und Gasen über<br />
einen sehr weiten Messbereich<br />
Bidirektionale Kommunikation<br />
über alle gebräuchlichen Feldbussysteme,<br />
Remote-Parametrierung<br />
und Ferndiagnose<br />
Konzipiert und zertifiziert für<br />
den Einsatz in Gefahrenbereichen<br />
(ATEX, IECEx Zone 2) und bei<br />
extremen Rohrtemperaturen<br />
(-190 °C bis 600 °C)<br />
Höchste Kosteneffizienz:<br />
- Keine Rohrarbeiten<br />
- Kein Prozessstillstand<br />
- Praktisch wartungsfrei<br />
Nullpunktstabil, driftfrei und<br />
unabhängig von Rohrgröße und<br />
-material, Druck, Rohrschall und<br />
dem innen strömenden Medium<br />
(auf nationale Standards<br />
rückführbar kalibriert)<br />
www.flexim.de<br />
info@flexim.de<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 47
PRODUKTREPORT<br />
Coriolis-<br />
Durchflussmessgeräte<br />
Diagnoseinformationen<br />
schneller zugänglich<br />
Bis zu 100 % Gasanteil<br />
im Medium möglich<br />
Für sehr geringe<br />
Durchflüsse<br />
Multifunktionale<br />
Auswerteelektronik<br />
Emerson Process Manangement<br />
hat das Micro Motion Model<br />
5700 mit neuen Optionen ausgestattet.<br />
Mit dem direkt integrierten<br />
Ethernetanschluss können<br />
Nutzer einfacher die Funktionalität<br />
des Transmitters nutzen und<br />
einen schnelleren Zugang zu den<br />
Mess- und Diagnoseinformationen<br />
erlangen, ohne zusätzliche<br />
Konverter zu benötigen. Durch<br />
die Dual-Port-Architektur können<br />
Geräte auf verschiedenen Arten<br />
miteinander verbunden werden.<br />
Dies minimiert den Aufwand und<br />
senkt die Kosten. Als Protokolle<br />
Die Coriolis-Massedurchflussmessgeräte<br />
Optimass 1400 und<br />
Optimass 2400 von Krohne wurden<br />
vor einiger Zeit mit dem<br />
Messumformer MFC 400 vorgestellt.<br />
Damit steht die Entrained<br />
Gas Management (EGM)-Funktion<br />
jetzt für Doppelgeradrohrmesswertaufnehmer<br />
zur Verfügung<br />
und stellt sicher, dass bis zu<br />
100 % Gasanteil im Medium kein<br />
Verlust des Messsignals auftritt.<br />
Bislang stellten Gasanteile oder<br />
Lufteinschlüsse in flüssigen Medien<br />
eine enorme Herausforderung<br />
dar, da die Relativbewegung<br />
Die kompakten Coriolis-Massedurchflussmesser<br />
und -regler<br />
Mini-Cori-Flow von Bronkhorst<br />
wurden für niedrige Durchflüsse<br />
von 0,1 g/h bis 600 kg/h für den<br />
Einsatz mit Gas oder Flüssigkeit<br />
entwickelt. Jedes Instrument hat<br />
eine Multi-Range-Funktion, die es<br />
dem Benutzer ermöglicht, die kalibrierten<br />
Messbereiche in einem<br />
großen Bereich ohne Genauigkeitsverlust<br />
selbst einzustellen.<br />
Die Messgeräte sind mit einem<br />
robusten IP65-Gehäuse ausgestattet<br />
und optional mit Atex-Zulassung<br />
erhältlich.<br />
Der kompakte, multifunktionale<br />
Coriolistransmitter RHE16 kann<br />
direkt vorinstalliert im Anschlusskasten<br />
eines RHM-Durchflusssensors<br />
geliefert werden. Die kompakte<br />
Bauweise stellt eine kostengünstige<br />
und platzsparende<br />
Alternative zur herkömmlichen<br />
Einbauweise dar. Für extreme<br />
Temperaturbereiche lässt sich der<br />
Anschlusskasten vom Sensorkörper<br />
absetzen. Dadurch ist eine<br />
völlige Isolierung des Sensors<br />
möglich und der Schutz der Auswerteeinheit<br />
vor extremen Temperaturbereichen<br />
gesichert.<br />
Die neuen Messumformer der<br />
Micro-Motion-Coriolissensoren<br />
5700 erleichtern den Zugang zu<br />
Diagnoseinformationen<br />
Für die Massedurchflussmessgeräte<br />
Optimass 1400 und Optimass 2400<br />
stellen Gaseinschlüsse kein Problem<br />
dar<br />
Die Coriolis-Massedurchflussmesser<br />
Mini-Cori-Flow wurden für niedrige<br />
Durchflüsse von 0,1 g/h bis<br />
600 kg/h entwickelt<br />
Der multifunktionale Coriolis-Transmitter<br />
RHE16 kann direkt vorinstalliert<br />
im Anschlusskasten eines RHM-<br />
Durchflusssensors geliefert werden<br />
sind Ethernet/IP, Modbus/TCP<br />
und Profinet wählbar.<br />
Mit der Option „Advanced Phase<br />
Measurement“ (APM) werden<br />
Einflüsse auf die Coriolismesstechnik<br />
erzeugt und durch Mehrphasensituationen<br />
weiter minimiert<br />
und sichtbarer gemacht.<br />
APM liefert neben einer erhöhten<br />
Genauigkeit auch kontinuierliche<br />
Echtzeitdaten über Öl-, Wasserund<br />
Gasanteile.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816emerson<br />
von Gas und Flüssigkeit eine<br />
Dämpfung der Schwingung des<br />
Messrohrs verursacht. Dies führt<br />
zu inkonsistenten Schwingungsamplituden<br />
des Messrohrs, die<br />
die Geräteelektronik bei der Suche<br />
nach der Eigenresonanzfrequenz<br />
des Messrohrs stören.<br />
Dank EGM können Optimass-<br />
Durchflussmessgeräte der tatsächlichen<br />
Schwingung des<br />
Messrohrs folgen und die Störungen<br />
herausfiltern.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816krohne<br />
Die Massedurchflussregler beinhalten<br />
einen intelligenten PID-<br />
Regler zum schnellen und einfachen<br />
Integrieren von Regelventilen<br />
oder Pumpen. Damit sind sehr<br />
schnelle und präzise Dosiervorgänge<br />
realisierbar. Als Messwerte<br />
stehen Durchfluss, Dichte und<br />
Temperatur zur Verfügung.<br />
Die Messbereiche haben eine<br />
Messspanne von bis zu 1:2000.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816bronkhorst<br />
Zu den typischen Anwendungen<br />
des Coriolis-Transmitters RHE 16<br />
gehören Pumpensteuerung und<br />
-regelung für Misch- und Aufbereitungsanwendungen,<br />
schnelle<br />
Abfüllprozesse für Flüssigkeiten<br />
und Gase, das Dosieren von Additiven,<br />
normale Durchflussanwendungen<br />
sowie das Herstellen von<br />
Verdünnungen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816schwing<br />
48 <strong>cav</strong> 8-2016
01. Dezember 2016, Dorint Kongresshotel Mannheim<br />
Die Themen:<br />
Pumpen, Kompressoren, Antriebe/Anlagen und Verfahren/<br />
Messen & Automatisieren/Energie-Services & Solutions<br />
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Unsere Partner:<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 49
BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />
Energiesparende LED-Beleuchtung zum Mieten<br />
Umrüsten lohnt sich<br />
Die diffizilen Arbeitsprozesse der Chemiebranche benötigen höchste<br />
Lichtqualität. Besonders die Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der<br />
Beleuchtungsanlage stehen dabei im Vordergrund. Die Deutsche Lichtmiete<br />
macht es Unternehmen mit ihrem Mietmodell einfach, auf hochmoderne LED-<br />
Technik umzusteigen – und das ganz ohne Investitionen. Dabei verwendet das<br />
Unternehmen nur LED-Leuchtmittel, die den besonderen Anforderungen der<br />
Chemiebranche gerecht werden.<br />
Egal ob Laborräume, Produktionsräume, explosionsgeschützte<br />
Räume oder Lagerräume:<br />
die Anforderungen an die Beleuchtung im<br />
chemischen Bereich sind extrem unterschiedlich.<br />
Um Unfälle im Betrieb zu vermeiden<br />
und den Beschäftigten eine optimale<br />
Lichtqualität zu garantieren, müssen die in<br />
den Arbeitsstättenrichtlinien festgehaltenen<br />
Bestimmungen unbedingt eingehalten werden.<br />
Der Gesetzgeber empfiehlt eine Kombination<br />
aus Tageslicht und hochwertigem<br />
Kunstlicht. Konventionelle Leuchtstoffröhren<br />
sind für eine optimale Beleuchtung nicht geeignet:<br />
Sie flackern durch die 50-Hertz-Frequenz<br />
der Netzspannung rund 50 Mal pro Sekunde.<br />
Das Auge nimmt dieses Flackern zwar<br />
normalerweise nicht bewusst wahr, empfindet<br />
es mit der Zeit aber dennoch als unangenehm.<br />
Menschen, die sich lange Zeit in Räumen<br />
aufhalten, die arm an Tageslicht sind<br />
und überwiegend mit Leuchtstoffröhren erhellt<br />
werden, klagen häufiger über Kopfschmerzen.<br />
Doch das Flackern lässt sich vermeiden.<br />
Anbieter wie die Deutsche Lichtmiete<br />
verwenden einen speziellen Industrietreiber,<br />
der die Taktung vermeidet und dadurch<br />
auch die Lichtqualität und die Effizienz der<br />
Leuchten deutlich verbessert. Die in den<br />
hochwertigen LED-Lampen verbaute Technologie<br />
erreicht eine Glättung im Stromfluss –<br />
im Fachjargon eine kontinuierliche Konstantstromregelung.<br />
Für die Nutzer heißt das: Die<br />
LED-Leuchten emittieren ein gleichmäßiges<br />
und ruhiges Licht und das Auge kann sich<br />
entspannen. Zudem ist das Licht sofort nach<br />
dem Einschalten zu 100 % verfügbar, was die<br />
Sicherheit im Betrieb erhöht.<br />
Das Lichtspektrum von modernen LED-<br />
Leuchten bietet dabei Lichtfarben zwischen<br />
Warmweiß (3000 K), das die Entspannung<br />
fördert, bis hin zu Tageslichtweiß (über<br />
6000 K), das aktivierend und anregend wirkt.<br />
Durch den richtigen Lichteinsatz eines LED-<br />
Beleuchtungssystems kann ermüdungsarmes<br />
Arbeiten gefördert werden.<br />
Gegen einen monatlich<br />
fixen Mietbetrag<br />
stellt die Deutsche<br />
Lichtmiete in Unternehmen<br />
eine moderne,<br />
hochwertige LED-<br />
Beleuchtungsanlage<br />
zur Verfügung<br />
50 <strong>cav</strong> 8-2016
Ein Vorher-/Nachher-Vergleich: links ohne, rechts mit LED-Beleuchtung<br />
Einen risikolosen Umstieg auf LED-Technik bieten die<br />
Mietmodelle der Deutschen Lichtmiete<br />
Sensible Bereiche<br />
In Chemieunternehmen verrichtet die Beleuchtung<br />
auch in besonderen, sehr anspruchsvollen<br />
Umgebungssituationen ihren<br />
Dienst: Größere Temperaturunterschiede, anfallendes<br />
Spritzwasser, Stäube, Gase und<br />
Dämpfe sind in vielen Bereichen an der Tagesordnung.<br />
Diese Einflüsse dürfen allerdings<br />
weder die Arbeitssicherheit noch die Leistung<br />
der Beleuchtungsanlage beeinflussen. Leuchten,<br />
die hier zum Einsatz kommen, müssen besondere<br />
Sicherheitsanforderungen erfüllen.<br />
Miet-LED-Leuchten der Deutschen Lichtmiete<br />
sind für unterschiedliche Schutzklassen zugelassen.<br />
Die in der Produktion häufig eingesetzten,<br />
leistungsstarken Hallendeckenstrahler erfüllen<br />
die Schutzart IP 64, während die modernen<br />
LED-Lichtbänder über die Schutzart IP 54<br />
verfügen. Der Explosionsschutz ist in der chemischen<br />
Produktion besonders relevant. Speziell<br />
bei LED-Beleuchtungen im explosionsgeschützten<br />
Bereich setzt die Deutsche Lichtmiete<br />
daher auf den Experten, ihre Partnerfirma R.<br />
Stahl. Mit 80 Jahren Erfahrung zählt diese zu<br />
den führenden Anbietern für Produkte, die Explosionen<br />
bei gefährlichen Gas-Luft-Gemischen<br />
verhindern. Unter anderem kommen dabei<br />
spezifische Zündschutzarten zum Einsatz.<br />
Sparpotenziale<br />
Sicherheit ist Pflicht bei der Beleuchtung, doch<br />
auch die Effizienz ist heute mehr als nur Kür.<br />
Hohe Energiekosten in Deutschland verlangen<br />
von der Industrie ein Umdenken: Die Hebung<br />
von Effizienzpotenzialen in Unternehmen<br />
wird unumgänglich. LED-Leuchten bieten für<br />
die Chemiebranche gleich zweierlei Einsparpotenziale:<br />
Zum einen eine deutliche Reduzierung<br />
der Stromkosten. Bei der Deutschen<br />
Lichtmiete sparen die Nutzer nach Abzug der<br />
monatlichen Mietzahlung noch immer 15 bis<br />
35 % ihrer Gesamtkosten für die Beleuchtung.<br />
Darüber hinaus lässt sich auch die CO 2<br />
-Emission<br />
durch einen Umstieg um über 65 % reduzieren.<br />
Davon profitiert dann auch<br />
die Umwelt: Durch eine flächendeckende<br />
Umrüstung auf<br />
LED-Leuchten ließe sich der<br />
CO 2<br />
-Ausstoß in Deutschland um<br />
13 Mio. t jährlich reduzieren und so innerhalb<br />
kürzester Zeit die Produktionskapazität von<br />
drei Kernkraftwerken einsparen.<br />
Lichtmiete als Option<br />
Der LED-Markt wird derzeit von Produkten aus<br />
Fernost regelrecht überschwemmt. Unternehmen<br />
sollten sich vom günstigen Preis jedoch<br />
nicht blenden lassen. Denn häufig halten diese<br />
Lampen in puncto Langlebigkeit nicht, was<br />
sich der Nutzer davon verspricht. Viele verlieren<br />
zudem mit der Zeit an Leuchtkraft. Gute<br />
LED-Leuchten können problemlos sehr lange<br />
ein gleichbleibend intensives Licht ohne<br />
Leuchtkraftverlust abstrahlen – und zwar in<br />
voller Intensität sofort nach dem Einschalten.<br />
Im derzeit sehr unübersichtlichen Markt für<br />
LED-Produkte ist es jedoch nicht so einfach,<br />
Qualitätsprodukte von Massenprodukten zu<br />
unterscheiden. Neben dem schwierigen und<br />
zeitintensiven Auswahlprozess stellt aber<br />
auch die Finanzierung für viele Unternehmen<br />
eine Hürde dar, denn wirklich gute LED-Produkte<br />
sind nicht billig. Die einfachste Lösung<br />
für einen Wechsel auf eine LED-Beleuchtung<br />
in hoher Qualität ist die Miete. Die Umrüstung<br />
im Mietmodell erfolgt dabei ohne Kapitaleinsatz<br />
und Produktrisiken. Über die gesamte Vertragslaufzeit<br />
bleiben die Kosten kalkulierbar<br />
und damit planbar. Im Mietkonzept der Deutschen<br />
Lichtmiete werden Kunden von allen<br />
Hochwertige LED-Beleuchtung verbreitet ein<br />
gleichmäßiges, komplett flackerfreies Licht<br />
Produkt-, Projekt- und Versicherungsrisiken<br />
entlastet. Im Vertrag enthalten sind zudem die<br />
Lichtplanung, die Installation sowie die Bereitstellung<br />
von Ersatzleuchten. Die LED-Produkte<br />
für die Vermietung stellt die Deutsche Lichtmiete<br />
im eigenen Werk in Oldenburg her.<br />
Dabei werden Qualitäts-LEDs aus Japan sowie<br />
hochwertige Leuchten-Komponenten aus<br />
deutscher Produktion verbaut. Für ihr Mietmodell<br />
wurde die Deutsche Lichtmiete in<br />
diesem Jahr mit dem Perpetuum Energieeffizienzpreis<br />
der Deutschen Unternehmensinitiative<br />
Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ausgezeichnet.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816deutschelichtmiete<br />
Autor<br />
Marco Hahn<br />
Leiter Marketing & Online-Strategie<br />
Deutsche Lichtmiete<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 51
BETRIEBS- UND QUALITÄTSMANAGEMENT<br />
Kontaktwinkelmessung mit hochauflösender USB-3.0-Industriekamera<br />
Der Tropfenkontur auf<br />
der Spur<br />
Industriekameras mit USB-3.0-Schnittstelle sind auf dem Vormarsch.<br />
Das Interface baut die Brücke zu den aktuellen CMOS-Hochleistungssensoren,<br />
da das Nadelöhr der Schnittstelle entfällt. Damit ergeben<br />
sich für viele Vision-Anwendungen neue Möglichkeiten, vor allem,<br />
wenn hohe Auflösung, schnelle Frameraten und maximale Lichtempfindlichkeit<br />
gefordert sind. So setzt beispielsweise der Messinstrumentehersteller<br />
Krüss USB-3.0-Kameras von IDS in seinen videogestützten<br />
Tropfenkonturanalysesystemen (Drop Shape Analyser) ein.<br />
Mit bis zu 200 Bildern pro Sekunde bei<br />
1200 x 800 Pixel Auflösung lassen sich damit<br />
Benetzungsvorgänge lückenlos erfassen und<br />
anschließend präzise auswerten. Die Tropfenkonturanalyse<br />
bzw. Drop Shape Analysis ist eine<br />
Bildanalysemethode zur Bestimmung des<br />
Kontaktwinkels aus dem Schattenbild eines<br />
liegenden Tropfens und der Oberflächenspannung<br />
oder Grenzflächenspannung aus dem<br />
Schattenbild eines hängenden Tropfens. Dieses<br />
Verfahren ermöglicht das Messen und<br />
Auswerten des Benetzungs- oder Haftungsverhaltens<br />
von Flüssigkeiten auf Oberflächen<br />
und wird sowohl in der industriellen Qualitätssicherung<br />
als auch in der Forschung und<br />
Entwicklung in der chemischen und pharmazeutischen<br />
Industrie angewendet. Die Oberflächenspannung<br />
von Flüssigkeiten ist z. B. bei<br />
Reinigungsvorgängen oder beim Drucken, Lackieren<br />
oder Beschichten interessant; solche<br />
Prozesse lassen sich optimieren, indem eben<br />
diese Oberflächenspannung gezielt beeinflusst<br />
wird. Die Kontaktwinkelmessung wiederum<br />
ist ein Maß für die Benetzbarkeit eines<br />
Festkörpers, der auf den Kontakt mit einer<br />
Flüssigkeit vorbereitet wird. Auch diese Benetzbarkeit<br />
kann gezielt beeinflusst werden;<br />
je nach Anforderung lässt sie sich verbessern<br />
(z. B. für die Vorbereitung einer Lackierung)<br />
oder aber verringern (z. B. wenn Flüssigkeiten<br />
besser abperlen sollen).<br />
Tropfenkonturanalyse<br />
Die Krüss GmbH zählt zu den führenden<br />
Anbietern von Messtechnologien für die Benetzungs-<br />
und Beschichtungsanalyse. Mit<br />
ihren Messinstrumenten DSA25, DSA30 und<br />
DSA100 entwickelt und baut das Hamburger<br />
Unternehmen universelle Drop Shape Analyser<br />
für die videogestützte Kontaktwinkelmesstechnik<br />
und Tropfenkonturanalyse.<br />
Die grundlegende Funktionsweise dieser Systeme<br />
ist einfach erklärt: Ein Tropfen wird auf<br />
eine feste Oberfläche dosiert (Sessile Drop)<br />
oder befindet sich an der Spitze einer Nadel<br />
(Pendant Drop). Mithilfe einer Kamera wird ein<br />
Bild des Tropfens aufgenommen und in eine<br />
Bildanalysesoftware übertragen. Anhand einer<br />
Graustufenanalyse des Bildes wird zunächst<br />
eine Konturerkennung durchgeführt.<br />
Im zweiten Schritt wird ein die Tropfenkontur<br />
beschreibendes, geometrisches Modell an die<br />
Kontur gefittet. Daraus lässt sich der Kontaktwinkel<br />
ableiten, der sich aus dem Winkel zwischen<br />
der ermittelten Tropfenkonturfunktion<br />
und der Kontaktoberfläche, deren Projektion<br />
im Tropfenbild als Basislinie bezeichnet wird,<br />
ergibt. „Bei der Kontaktwinkelmessung muss<br />
meist auch die Dynamik der Benetzung erfasst<br />
werden, sodass eine Kombination aus hoher<br />
Auflösung und hoher Bildrate erforderlich ist.<br />
Die nötige Übertragungsperformance erfor-<br />
Drop Shape Analyser<br />
DSA100 für die videogestützte<br />
Kontaktwinkelmesstechnik<br />
und<br />
Tropfenkonturanalyse<br />
Autor<br />
Jan Jordan<br />
Kommunikation/PR,<br />
IDS<br />
52 <strong>cav</strong> 8-2016
Tropfenbildanalyse live während eines Dosiervorgangs<br />
Die USB 3 uEye CP ist eine klein gebaute USB-3.0-Industriekamera mit<br />
verschraubbaren Anschlüssen<br />
dert außerdem eine Schnittstelle mit ausreichend<br />
großer Bandbreite“, beschreibt Carsten<br />
Scheithauer, R&D Manager bei Krüss, die<br />
Anforderungen an die eingesetzte Kamera.<br />
USB-3.0-Industriekamera<br />
Krüss integriert deshalb in seine Drop Shape<br />
Analyser USB-3.0-Industriekameras der Serie<br />
USB 3 uEye CP von IDS, u. a. die UI-3060CP<br />
Rev. 2 mit dem IMX174 Sensor von Sony. Diese<br />
Allround-Industriekamera ist mit 29 x 29 x<br />
29 mm sehr kompakt gebaut und kann entsprechend<br />
platzsparend in die Messinstrumente<br />
integriert werden. Jeweils ein verschraubbarer<br />
Micro-USB-3.0 und Hirose-Anschluss<br />
machen die Kamera für professionelle<br />
Einsätze sowohl im industriellen als auch<br />
nichtindustriellen Umfeld interessant.<br />
Sie verfügt über einen integrierten Bildspeicher<br />
und ist konsequent auf die leistungsstarken<br />
CMOS-Sensoren der neuesten Generation<br />
ausgelegt. Dazu zählt z. B. auch der 2,3 MPixel<br />
Sensor IMX174 von Sony, der selbst bei hohen<br />
Frameraten gestochen scharfe Aufnahmen liefert.<br />
Ein Sensorelement mit Analogspeicher<br />
verhindert sogenannte Focal-Plane-Verzerrungen<br />
durch gleichzeitiges Auslesen aller Pixelsignale<br />
effektiv. Außerdem wird ein Dual-<br />
Frame-Ausgabemodus mit verschiedenen Belichtungszeiten<br />
unterstützt. Die Kombination<br />
der beiden Bilder steigert den Dynamikbereich<br />
bis 73 dB (12 Bit), dazu kommen eine hohe<br />
Empfindlichkeit und ein besonders niedriges<br />
Ausleserauschen. „Für ein spezielles Verfahren<br />
der Kontaktwinkelmessung sind geringes Rauschen<br />
und maximale Lichtausbeute besonders<br />
wichtig“, so Carsten Scheithauer. Dank der hohen<br />
Lichtempfindlichkeit des IMX174-CMOS-<br />
Sensors kann die eingesetzte Kamera schon<br />
wenige Photonen detektieren.<br />
In den Drop Shape Analysern von Krüss erfassen<br />
die Kameras die Benetzungsvorgänge in<br />
der Regel mit bis zu 200 Bildern pro Sekunde<br />
bei 1200 x 800 Pixel Auflösung. Je nach Messaufgabe<br />
können die Videos dabei zwischen einer<br />
Millisekunde oder mehreren Stunden lang<br />
sein. „Für die Untersuchung besonders schneller<br />
Vorgänge, wie beispielsweise die Benetzung<br />
absorbierender Materialien, lässt sich<br />
durch eine Reduktion der Bildgröße auf 90 x 60<br />
Pixel eine Framerate von bis zu 2000 Bildern<br />
pro Sekunde erzielen, wobei die Datenbasis<br />
immer noch zu verlässlichen Analysen führt“,<br />
schildert Carsten Scheithauer die Möglichkeiten<br />
der Kamera USB 3 uEye CP von IDS. „Dabei<br />
werden alle Bilder der Videos verwendet, da<br />
bei unserem Verfahren der Kontaktwinkel permanent<br />
ermittelt wird.“<br />
Leistungsstark<br />
Die enorme Menge an Bildinformationen wird<br />
verlustfrei und schnell über die USB-3.0-<br />
Schnittstelle in die Krüss-Software Advance<br />
übertragen, die die Tropfenkonturanalyse vollautomatisch<br />
übernimmt. Somit sind objektive,<br />
von Benutzereingriffen unabhängige<br />
Messdaten gewährleistet. Die Software ordnet<br />
bei der Ergebnisdarstellung jedem Messwert<br />
das entsprechende Tropfenbild zu und<br />
stellt es dar. Das Bild kann jederzeit nachträglich<br />
mit anderen Parametern oder Methoden<br />
neu ausgewertet werden. Aufwendiges Speichern,<br />
Laden und Verwalten von Bilddateien<br />
entfällt. Ein besonderes Feature ist die ständige<br />
Hintergrundaufzeichnung des Kamerabildes.<br />
Diese findet auch dann statt, wenn keine<br />
Messung läuft. Das Livebild kann somit jederzeit<br />
angehalten werden, um den zurückliegenden<br />
Zeitraum zu analysieren oder diesen als<br />
Videodatei zu speichern. Dadurch gehen wertvolle<br />
Informationen nicht verloren – etwa<br />
wenn zum Benetzungszeitpunkt keine Messung<br />
gestartet wurde.<br />
Die Integration der Kamera in die Krüss-Bildanalysesoftware<br />
erfolgt über das uEye API, das<br />
Teil des IDS Software Development Kits (SDK)<br />
ist und alle Sensorfeatures moderner CMOS-<br />
Sensoren, wie z. B. des IMX174 von Sony, unterstützt.<br />
Das SDK für Windows und Linux (32<br />
und 64 Bit) ist im Lieferumfang der Kameras<br />
von IDS enthalten und für alle Modelle – egal<br />
ob mit USB-3.0-, USB-2.0- oder GigE-Anschluss<br />
– identisch. OEM-Kunden wie Krüss profitieren<br />
davon doppelt. Zum einen gestaltet sich die<br />
Einbindung der Kameras in die eigene Anwendung<br />
besonders einfach und zeitsparend, zum<br />
anderen ist sie auch modell- und schnittstellenunabhängig.<br />
So ist z. B. ein problemloser<br />
Modellwechsel jederzeit möglich. Die Applikation<br />
muss dann nicht neu programmiert werden,<br />
lediglich die kameraspezifischen Parameter<br />
gilt es anzupassen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816ids<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 53
HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />
EHEDG- und FDA-konforme Schlauchverschraubung<br />
Edelstahlanschluss für<br />
Druckluft und Gase<br />
Um die wachsende Nachfrage nach hygienischen und leicht zu reinigenden<br />
Anschlusskomponenten zu bedienen, entwickelte Eisele einen komplett nach<br />
Hygienic-Design-Kriterien konstruierten Schlauchanschluss für die Lebensmittelund<br />
Pharmaindustrie, der insbesondere für Druckluft, Vakuum und Gase genutzt<br />
werden kann. Die Entwicklung ist für den US-amerikanischen Markt ebenso<br />
geeignet wie für den europäischen.<br />
Überblick der möglichen<br />
Zertifizierungen,<br />
Richtlinien, Normen<br />
und Standards<br />
Zwar gibt es auf dem Markt bereits eine Reihe<br />
hygienegerechter Lösungen für die Durchführung<br />
von Kabeln durch Schaltschrankwände<br />
und Maschineneinhausungen, sucht man<br />
allerdings nach einem Schlauchanschluss für<br />
die Druckluftversorgung und der dazu passenden<br />
Verteilerlösung in konsequentem Hygienic<br />
Design, so ist das Angebot gering. Eisele<br />
widmete sich daher der Aufgabe, einen entsprechenden<br />
Schlauchanschluss zu entwickeln,<br />
der aus Haltbarkeits- und Hygienegründen<br />
bis auf die Dichtungen komplett aus Metall<br />
gestaltet werden sollte. Da der Anschluss<br />
insbesondere auch auf dem US-Markt etabliert<br />
werden soll, legten die Eisele-Konstrukteure<br />
Wert darauf, dass er die Kriterien der<br />
EHEDG und der amerikanischen FDA gleichermaßen<br />
erfüllt. Aus diesem Grund wurden die<br />
Schnittmengen der geltenden Vorschriften<br />
und die zu erfüllenden Bedingungen evaluiert.<br />
Anforderungen<br />
Die Vielfalt an möglichen und obligatorischen<br />
Zertifizierungen sowie umzusetzenden Richtlinien,<br />
Verordnungen, Normen und Standards<br />
für Produktionsmaschinen in der Lebensmittel-<br />
und Pharmaindustrie ist groß. Jede einzelne<br />
davon wirkt sich unmittelbar auf die Produktionsmaschine<br />
aus. Eine wichtige Rolle im<br />
Hinblick auf Hygiene und Produktsicherheit<br />
spielen dabei die werkstofflichen und geometrischen<br />
Anforderungen.<br />
Da der vorrangige Zielmarkt für die neu zu entwickelnden<br />
Anschlusskomponenten für<br />
Druckluft die amerikanische Lebensmittelund<br />
Pharmaindustrie ist, lagen die FDA-Konformität<br />
und die ihr zugrundeliegenden GMP-<br />
Regeln (Good Manufacturing Practice) im Fokus<br />
der Untersuchung. Vorgaben zur Gestaltung<br />
der Zubehörteile, Anlagen und Maschinen<br />
sind über Richtlinien wie die GMP oder<br />
den Abschnitt „Building and Equipment“ des<br />
54 <strong>cav</strong> 8-2016
Code of Federal Regulations (CFR) gegeben.<br />
Darüber hinaus beinhaltet der CFR eine Zusammenstellung<br />
von Stoffen, die die FDA als<br />
unbedenklich anerkannt hat.<br />
Innerhalb der USA gibt es eine Vielzahl an Normen<br />
und Standards, die für ein Produkt angestrebt<br />
werden können. Die beiden im Markt<br />
bekanntesten und vermutlich auch bedeutendsten<br />
Regelwerke sind die cGMP und die<br />
Anforderungen der FDA. Darüber hinaus gibt<br />
es die Standards der National Sanitation Foundation<br />
(NSF), der 3-A Sanitary Standards, Inc.<br />
(3-A SSI) und der USP – U.S. Pharmacopeial<br />
Convention.<br />
Auch innerhalb der EU und in Deutschland<br />
gelten folgende spezielle Voraussetzungen für<br />
den Einsatz von Produkten in der Nahrungsmittel-<br />
und Pharmaindustrie:<br />
• EHEDG – European Hygienic Engineering &<br />
Design Group<br />
• VO (EG) Nr. 1935/2004<br />
• VO (EG) Nr. 2023/2006<br />
• VO (EU) Nr. 10/2011<br />
•DIN 10528<br />
• BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung<br />
Hinzu kommen weitere erwähnenswerte, spezialisierte<br />
Standards, z. B. für den Trinkwasserbereich<br />
nach DVGW (Deutscher Verein des<br />
Gas- und Wasserfaches).<br />
In rechtlicher Hinsicht bestehen zwischen den<br />
USA und der EU erhebliche Unterschiede bei<br />
der Umsetzung der technischen Anforderungen<br />
für ein hygienegerechtes Produkt. Für Hersteller<br />
von Anlagenkomponenten für die Lebensmittel-<br />
und Pharmaindustrie ergibt sich<br />
der größte Nutzen, wenn alle Standards abgedeckt<br />
werden, da das Produkt dann global und<br />
für alle Anwendungsfelder vermarktet werden<br />
kann.<br />
Lösung berücksichtigt alle Regularien<br />
Bisherige Edelstahl-Pneumatikanschlüsse der<br />
Eisele-Produktpalette waren zwar leicht zu reinigen<br />
und haltbar gegenüber Wasser, Reinigungsmitteln<br />
und Chemikalien ausgeführt,<br />
boten aufgrund der Konstruktion aber keine<br />
absolute Sicherheit gegen Flüssigkeiten oder<br />
Verunreinigungen, die von außen in den Anschluss<br />
eindringen und dort Schmutznester<br />
und mikrobiologische Kontaminationen bilden<br />
könnten. Die Folge wären mögliche Verunreinigungen<br />
der Produktionsumgebung mit<br />
der Gefahr einer Produktkontamination.<br />
Der neu konstruierte Edelstahlanschluss der<br />
Cleanline-Baureihe ist komplett nach den Regeln<br />
der European Hygienic Engineering & Design<br />
Group (EHEDG) konstruiert und erfüllt alle<br />
Kriterien, die für den Einsatz in der Lebensmittel-<br />
und Pharmaindustrie wichtig sind. Außerdem<br />
befolgt er die Regeln der Good Manufacturing<br />
Practice (GMP) und ist FDA-konform.<br />
Ebenso wurden die Richtlinien der 3-A SSl, die<br />
Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung<br />
(BfR) und die europäische Verordnung<br />
Nr. 1935/2004 berücksichtigt.<br />
Hygienisch und hermetisch dicht<br />
Für die Förderung von Druckluft und Gasen ist<br />
vor allem durch entsprechende Gestaltung sicherzustellen,<br />
dass von außen absolut keine<br />
Flüssigkeiten in das Innere des Anschlusses<br />
eindringen und das geförderte gasförmige<br />
Medium kontaminieren können. Hierzu wurde<br />
die Außenkontur entsprechend abgerundet,<br />
spalt- und riefenfrei ausgeführt und auf minimale<br />
Rauigkeitswerte von Ra
HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />
Hygiene-Design in der Wirbelschichttechnologie<br />
Die reinste Farbenpracht<br />
Um die Investitions- und Betriebskosten in der Pigmentherstellung und<br />
-veredelung überschaubar zu halten, ist ein gutes Anlagenkonzept bereits bei<br />
der Anlagenplanung essenziell. Von den Endprodukten hängt es ab, ob die<br />
Produktionsanlage innen und außen nach einfachem Chemiestandard oder<br />
hygienekonform ausgeführt werden muss. Am Beispiel von Wirbelschichtund<br />
Strahlschichtapparaten zeigt sich, wie das Zusammenspiel von Hygienekomponenten<br />
und Reinigungskonzept die Produktreinheit sicherstellt.<br />
Pigmente bringen nicht nur Farbe ins Leben,<br />
ihre Leuchtkraft, ihr Schimmern und Scheinen<br />
sind auch knallharte Wirtschaftsfaktoren: Anorganisches<br />
Titandioxid macht British Racing<br />
Green seit 1929 zur heute noch gefragten<br />
Kultlackfarbe. Ohne Make-up und Selbstbräuner<br />
mit leicht dispergierbaren Alkylsilanen sähen<br />
Models und Schauspieler ziemlich blass<br />
aus. Und auch die Geldwertstabilität profitiert<br />
von fälschungssicheren Banknoten mit Pigmentmustern<br />
mit unterschiedlicher Koerzitivität.<br />
Hochleistungspigmente mit bislang ungekannten<br />
Eigenschaften und Partikelgrößen<br />
im Nanobereich eröffnen Pulverlieferanten,<br />
Kunststoff- und Lackproduzenten sowie der<br />
Automobilindustrie neue Perspektiven. Je<br />
nach gewünschter Qualität des Endprodukts<br />
bietet der Anlagenbauer Glatt Ingenieurtechnik<br />
aus Weimar drei Verfahren zur Veredelung<br />
von Pigmenten an: die Wirbelschichttechnologie,<br />
das Strahlschicht<strong>verfahren</strong> und seit 2015<br />
die thermische Pulversynthese für Hochleistungspulver,<br />
zum Beispiel Effektpigmente.<br />
Wirbelschicht- und Strahlschichttechnologie<br />
eignen sich, um Pigmentsuspensionen zu Partikeln<br />
mit einer exakt definierten Struktur zu<br />
trocknen. Ist die Agglomerationsneigung erst<br />
einmal beseitigt, können die Pigmentteilchen<br />
mittels Coating auf ihre eigentliche Bestimmung<br />
vorbereitet werden.<br />
Werden Pigmentsuspensionen<br />
in die<br />
Wirbelschicht gesprüht,<br />
verdampft<br />
die Flüssigkeit, kleine<br />
Feststoffpartikel entstehen.<br />
Sie werden<br />
mit Flüssigkeit benetzt,<br />
bis sie ihre gewünschte<br />
Korngröße (Spektrum<br />
50 μm bis 1 mm)<br />
erreicht haben.<br />
Plattenfilter werden<br />
seitlich ein- und ausgebaut.<br />
Schließt der<br />
Waschraum direkt an<br />
das Filtergehäuse der<br />
Wirbelschicht- oder<br />
Strahlschichtanlage<br />
an, können die Filterelemente<br />
direkt vor<br />
Ort gereinigt werden.<br />
Autor<br />
Frank Ohlendorf,<br />
Planung und Konstruktion,<br />
Process Technology Food,<br />
Feed & Fine Chemicals,<br />
Glatt Ingenieurtechnik<br />
Bunt und sicher dank Hygieneregeln<br />
Wer eine eigene Anlage zur Pigmentverarbeitung<br />
etablieren will, wird sich zunächst im<br />
Rahmen seines Qualitätsmanagementsystems<br />
mit der Analyse und Bewertung der Risiken<br />
zur Sicherstellung der Produktqualität<br />
und -reinheit auseinandersetzen. Aus der Anforderungsliste<br />
des Betreibers wird am Anfang<br />
der Anlagenplanung eine Konzeption erstellt,<br />
die beispielsweise Vorgaben der Good Manufacturing<br />
Practice (GMP) und der European Hygienic<br />
Engineering & Design Group (EHEDG)<br />
56 <strong>cav</strong> 8-2016
einhalten kann. Das gilt insbesondere dann,<br />
wenn es um die Verarbeitung von Lebensmittelzusatzstoffen<br />
oder wechselnden Produkten<br />
geht und Kreuzkontamination ausgeschlossen<br />
werden muss. Sollen Pigmente also Lebensmittel<br />
süß und lecker aussehen lassen oder<br />
Arzneimittel vertrauenserweckend färben, liefern<br />
EHEDG-Leitlinien und GMP-Richtlinien<br />
passende Vorgaben. Auch spezielle Anforderungen<br />
zu Messstellen, Inspektions- und Kontrollmöglichkeiten<br />
oder zu Zusatzausrüstungen<br />
wie Sicherheitseinrichtungen oder Metallabscheider<br />
fließen idealerweise bereits im Anfangsstadium<br />
in die Risikobetrachtung mit<br />
ein. Werden besonders toxische Substanzen<br />
verarbeitet, müssen sowohl für die Produktion<br />
wie auch die Reinigungsprozeduren Schutzmaßnahmen<br />
und Containment-Konzepte erarbeitet<br />
werden. Ein Efficient Containtment<br />
Concept, das den FDA- und ICH-Guidelines<br />
und der seit 1. Juni 2015 gültigen aktuellen<br />
EMA-Richtlinie entspricht, beinhaltet neben<br />
technischen Schutzlösungen und persönlicher<br />
Sicherheitsausrüstung (PSA) für das Bedienpersonal<br />
auch eine optimale Wartungs- und<br />
Instandhaltungsstrategie.<br />
Einflussfaktoren auf die Reinigung<br />
Das Reinigungskonzept ist von Anfang an ein<br />
wesentlicher Teil der Anlagenkonzeption. Ob<br />
Wirbelschicht- oder Strahlschicht ist für das<br />
Reinigungskonzept zunächst zweitrangig. Von<br />
grundsätzlicher Bedeutung ist vielmehr, ob Risiken<br />
zur Kreuzkontamination bestehen, etwa<br />
durch häufige Produktwechsel, und auf welchem<br />
Wege die Reinigung sichergestellt werden<br />
kann. Welche Reinigungsmedien eignen<br />
sich? Welche mechanischen Kräfte sind notwendig,<br />
um die unlöslichen Bestandteile von<br />
Pigmenten auszuwaschen? Betreiber, vor allem<br />
aber das Bedienpersonal sollten deshalb<br />
mit den sechs Einflussfaktoren des Reinigungsprozesses<br />
vertraut sein: Erstens Einflüsse,<br />
die sich aus den Bauteilen der Anlage ergeben,<br />
dem Design von Anschlüssen, dem Material<br />
oder der Rauigkeit von produktberührenden<br />
Komponenten. Zweitens machen Zustand,<br />
Art und Menge der Verunreinigung den Unterschied.<br />
Die Prozedur wird dann von den vier<br />
Faktoren Zeit, Temperatur, Mechanik und Konzentration<br />
bestimmt, was mit den Reinigungsmedien<br />
wie Wasser, Dampf, Laugen, Säuren<br />
oder Industriereiniger zusammenhängt.<br />
Washing in Place – die Tür bleibt zu<br />
In der Fein<strong>chemie</strong> geht der Trend hin zu Wirbelschicht<strong>anlagen</strong>,<br />
die im kontinuierlichen Betrieb<br />
Partikel in der immer gleichen Qualität<br />
und Größe erzeugen. Sprühtrocknung und<br />
Oberflächenmodifikation der Pigmente mittels<br />
Coating können im gleichen Prozess erfolgen.<br />
Bei Monoprodukt<strong>anlagen</strong> ohne besonderes<br />
Gefährdungspotenzial kann eine trockene<br />
Anlagenreinigung oder eine Nassreinigung<br />
von Hand ausreichen. Ob Saisonfarbe, Marketing-<br />
oder Sonderedition, klar ist, dass häufige<br />
Produktwechsel den Reinigungsaufwand erhöhen.<br />
Bei öfter wechselnden Produkten oder<br />
Produkten mit Gefährdungspotenzial ist deshalb<br />
eine automatisierte Inline-Nassreinigung<br />
im geschlossenen Prozess (Washing in Place,<br />
WIP) anzuraten.<br />
Schlüsselrolle der Filter<br />
Die Summe aller Filterelemente macht die<br />
größte zu reinigende Oberfläche in der Anlage<br />
aus. Die Filterelemente werden in der Produktion<br />
mit Druckluft abgereinigt und der Staub<br />
landet verlustfrei erneut direkt im Prozess. Ein<br />
einfacher Staubaustrag durch Ausblasen ist<br />
jedoch für die vollständige Reinigung nicht<br />
ausreichend. Multipurpose-Anlagen für unlösliche<br />
Produkte werden oft mit bis zu 5 m langen<br />
Schlauchfiltern aus Geweben oder Nadelfilzen<br />
ausgerüstet. Sie stellen die günstigste<br />
Filterart dar und können in der Anlage selbst<br />
oder in Waschmaschinen gewaschen werden.<br />
Für kleinere Anlagen bieten sich bis zu 1 m lange<br />
Filterpatronen mit Filterflächen zwischen 3<br />
und 5 qm an.<br />
Kleiner und leistungsstärker<br />
Für die kontinuierliche Pigmentverarbeitung<br />
empfehlen sich Plattenfilter. Bereits seit einigen<br />
Jahren können Plattenfilter raumsparend<br />
seitlich aus den Wirbelschicht- und Strahlschicht-Apparaten<br />
ausgebaut werden. Die Filterelemente<br />
für Wirbelschicht- und Strahlschichtapparate<br />
von Glatt sind neuerdings<br />
noch kleiner, leistungsfähiger und langlebiger.<br />
Die Patronenfilter<br />
werden zum Reinigen<br />
ausgebaut. Für die<br />
sichere Reinigung<br />
der Anlage sorgt<br />
ein integriertes<br />
Waschdüsensystem.<br />
Mit einer geringeren Anzahl an Filterelementen<br />
– eines ist nur 800 mm lang und passt auf<br />
einen normal dimensionierten Schreibtisch –<br />
kann die gleiche oder sogar eine bessere Filterleistung<br />
erzielt werden. Plattenfilter und Filterpatronen<br />
müssen zum Reinigen reingasseitig<br />
ausgebaut werden. Der Vorteil der externen<br />
Reinigung liegt darin, dass eine Kreuzkontamination<br />
vom Filter her sicher ausgeschlossen<br />
werden kann. Das ist speziell im Pigment-<br />
Design interessant, denn nur so können unlösliche,<br />
klebrige Partikel oder gelartige Beläge<br />
vollständig beseitigt werden. Um hundertprozentig<br />
sicher zu gehen, ordnet man auch einzelnen<br />
Produkten oder Produktfamilien separate<br />
Filtersätze zu. Ein integriertes Raum- und<br />
Zonenkonzept regelt, auf welchem Weg die<br />
Filter zur Waschstation gelangen, wie sie getrocknet<br />
und gelagert werden und ob Schleusen<br />
für Material oder Mensch erforderlich<br />
sind.<br />
Wirbelschicht- und Strahlschichttechnologie<br />
zählen zu den wegweisenden Verfahren, wenn<br />
es darum geht, Produkteigenschaften gezielt<br />
zu beeinflussen und optimal einzustellen. Ein<br />
gründlich durchdachtes Anlagenkonzept hilft,<br />
das Investitionsbudget zu schonen. Mit einem<br />
ausgeklügelten Reinigungs-Design, einem intelligenten<br />
Raum- und Zonenkonzept für<br />
Nassreinigung und Trockenlagerung von Filterelementen,<br />
einem erprobten Inspektionskonzept<br />
und dem optimalen Filtersystem kann die<br />
Produktreinheit in der Pigmentproduktion im<br />
Chemiestandard genauso sichergestellt werden<br />
wie in einer hundertprozentig hygienegerechten<br />
Ausführung – die Kosten sind aber<br />
niedriger. Eine konsequente Wartungs- und Instandhaltungsstrategie<br />
sorgt für jahrelange<br />
Betriebssicherheit.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816glatt<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 57
HYGIENIC-DESIGN-KOMPONENTEN<br />
Zuverlässige Detektion transparenter Verpackungen<br />
Hygienesensoren ohne<br />
Reflektoren<br />
Anlagen zum Abfüllen und Dosieren flüssiger und pastöser Stoffe für die<br />
Chemie-, Pharma- oder auch Kosmetikindustrie müssen höchsten Anforderungen<br />
an Hygiene, Präzision und Durchsatz genügen. Dabei stellt die prozesssichere<br />
und performante Erkennung der häufig transparenten Verpackungen in diesen<br />
Maschinen und Anlagen Automatisierungstechniker noch immer vor große<br />
Herausforderungen. Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren im<br />
EHEDG- und FDA-konformen Edelstahlgehäuse sind hier eine effiziente Lösung.<br />
Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-<br />
Sensoren von Baumer genügen schärfsten Hygieneanforderungen<br />
und ermöglichen höchste<br />
Flexibilität in der Produktion. Die zuverlässige<br />
Detektion unterschiedlichster, sich z. B. bei<br />
Chargenwechsel ändernden Arten von transparenten<br />
Objekten funktioniert ganz ohne Reflektor.<br />
Dies ist gleich zweimal hygienisch: Der<br />
verschmutzungsanfällige Reflektor entfällt<br />
und der Sensor selbst ist durch spezielles Hygienedesign<br />
optimiert. Mit diesen Sensoren<br />
können dabei Objekte bis zu einem Abstand<br />
von 1 m vom Sensor erkannt werden. Dies ermöglicht<br />
mehr Flexibilität bei der Platzierung<br />
der Sensorik in der Anlage. Dank der extrem<br />
kurzen Ansprechzeit von 0,25 ms ist er selbst<br />
für sehr schnelle Applikationen geeignet. Ein<br />
besonderes Highlight bietet die Einstellung<br />
der Sensoren. Die kann sowohl manuell über<br />
das magnetische und somit 100 % hygienische<br />
Teach<strong>verfahren</strong> oder automatisiert über IO-<br />
Link erfolgen.<br />
Objekterkennung ohne Reflektor in hygienischen Umgebungen<br />
Autoren<br />
Alexander Gerstner<br />
Head of Product Marketing SE,<br />
Baumer<br />
Andrea Memminger-Wäsch<br />
Senior Marketing Manager,<br />
Baumer<br />
Markus Imbach<br />
Senior Product Manager,<br />
Sensor Solutions<br />
Noch mehr Leistung<br />
Wenn es um die schnelle und punktgenaue Erkennung<br />
selbst hochtransparenter Objekte<br />
geht, sind optoelektronische Sensoren meist<br />
die optimale Wahl. In der Vergangenheit kamen<br />
hier meist Reflexionslichtschranken zum<br />
Einsatz. Sie sind dank ihrem Funktionsprinzip<br />
sehr zuverlässig. Allerdings verfügen sie über<br />
einen großen Nachteil, denn sie benötigen einen<br />
Reflektor, um Objekte sicher zu erkennen.<br />
Dies schränkt nicht nur die Designfreiheit ein,<br />
sondern erhöht auch die Kosten, da hier spezielle<br />
Reflektoren mit hygienischen Eigenschaften<br />
verwendet werden müssen. Zudem<br />
muss der Reflektor auch regelmäßig gereinigt<br />
oder auch einmal ausgetauscht werden und<br />
führt somit zu ungewollten Stillstandszeiten.<br />
Die Lösung hierfür sind Lichtschranken ohne<br />
Reflektoren. Der Nachteil dieser Sensoren bestand<br />
bisher in der geringen Reichweite von<br />
58 <strong>cav</strong> 8-2016
etwas mehr als 50 cm (Objektentfernung) und<br />
dem eingeschränkten Erfassungsbereich.<br />
Mit den O300- und O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren<br />
im hygienischen Edelstahldesign<br />
bietet Baumer jetzt eine überzeugende<br />
Lösung. Mit einer Reichweite bis zu 1 m und einer<br />
Ansprechzeit von 0,25 ms ermöglichen sie<br />
zuverlässig die hoch performante Erkennung<br />
transparenter Objekte ohne einen wartungsintensiven<br />
Reflektor. Zudem ist es möglich,<br />
durch intelligente automatische Konfiguration<br />
die verschiedensten Objektarten wie Flaschen,<br />
Trays und auch Folien mit nur einem<br />
Sensortyp sicher zu erkennen.<br />
Die Gehäuse aus glattem, nutenfreien<br />
V4A-Edelstahl bieten keinerlei Haftungspunkte<br />
für Bakterien und Schmutz und fügen sich<br />
problemlos in das Hygienedesign der Anlage<br />
ein. Darüber hinaus sind sie überaus beständig<br />
sowie korrosionsfrei und widerstehen<br />
selbst den aggressivsten Reinigungsmitteln<br />
und -prozessen. Aber Hygiene endet nicht am<br />
Sensor. Die Edelstahlsensoren bieten auch die<br />
komplette Palette an Montagekomponenten<br />
im Hygienedesign. So ist höchste Sicherheit<br />
gewährleistet.<br />
Effizient auf der ganzen Linie<br />
Große Reichweiten und ein möglichst kleiner<br />
Blindbereich sind für Automatisierungstechniker<br />
im Pharmabereich und in der Fein<strong>chemie</strong><br />
ein wichtiges Auswahlkriterium. Bei optischen<br />
Sensoren mit Winkelmessung (Triangulationsprinzip)<br />
wird die maximale Reichweite stark<br />
von der Baugröße (Abstand zwischen dem in<br />
einem Gehäuse integrierten Sender und dem<br />
Empfänger) bestimmt. Dank dem neu entwickelten<br />
Algorithmus von Baumer sind die<br />
O300- und O500-Smartreflect-Transparent-<br />
Edelstahlsensoren in der Lage, Reflektionswinkel<br />
und -intensität des empfangenen Lichts intelligent<br />
zu verknüpfen und somit trotz der<br />
kompakten Gehäusehöhe von nur 45 mm eine<br />
Reichweite von 1 m zu erzielen.<br />
Für hohe Maschinengeschwindigkeiten wie<br />
z. B. bei der Abfüllung von flüssigen Medien<br />
sind performante und zuverlässige Sensorlösungen<br />
die entscheidende Voraussetzung.<br />
Durch den optimierten Smartreflect-Transparent-Detektions-Algorithmus<br />
wurde die Auslesegeschwindigkeit<br />
des optischen Empfängers<br />
stark verbessert. Das Resultat ist eine Ansprechzeit<br />
von unter 0,25 ms.<br />
Dabei gilt es, bei hohen Geschwindigkeiten<br />
und minimalen Abständen neben der Ansprechzeit<br />
noch den Strahlverlauf der Lichtquelle<br />
zu berücksichtigen. Mit der Baumer-<br />
PinPoint-LED wird ein fokussierter Strahlverlauf<br />
erreicht, der in vertikaler Ausrichtung des<br />
Sensors die zuverlässige Detektion von Objekten<br />
mit sehr kleinen Abständen ermöglicht.<br />
Dank der intelligenten Auswertung im Sensor<br />
bieten die Sensoren selbst bei starken Vibrationen,<br />
wie sie häufig in Anlagen vorkommen,<br />
höchste Zuverlässigkeit.<br />
Transparente Objekte sind in einer Vielzahl im<br />
Einsatz. Die verschiedenen Strukturebenen<br />
von Kunststoffen und deren Herstellung weisen<br />
sehr unterschiedliche Eigenschaften auf,<br />
die sich für die optische Erkennung in Depolarisationseffekten<br />
oder Transmissionsdifferenzen<br />
niederschlagen. Die O300/O500-Smartreflect-Transparent-Sensoren<br />
von Baumer bieten<br />
deshalb drei Standard-Sensitivitätslevels, die<br />
eine zuverlässige Detektion der unterschiedlichen<br />
transparenten Objekte ermöglichen. Die<br />
manuelle Parametrierung der Sensoren erfolgt<br />
bequem und absolut hygienisch über das<br />
einfache, sichere und verschleißfreie magnetische<br />
Einlern<strong>verfahren</strong> qTeach von Baumer.<br />
Nach dem Einlernen verriegelt sich der Sensor<br />
automatisch und bietet so höchste Prozesssicherheit.<br />
Ready for Industry 4.0<br />
Noch mehr Flexibilität und Hygiene z. B. für<br />
schnelle Formatwechsel bietet die Parametrierung<br />
über die integrierte IO-Link-Schnittstelle.<br />
Darüber lassen sich zusätzlich noch Parameter<br />
wie z. B. Ansprech- und Abfallverzögerung, minimale<br />
Pulsdauer, exakte Schaltpunkte für unterschiedliche<br />
Objekte automatisiert einstellen.<br />
Zusätzlich lassen sich die qTeach-Methoden<br />
und die Verriegelungszeit individuell parametrieren.<br />
Die Signalqualität der Sensoren<br />
kann über IO-Link überwacht werden und somit<br />
lässt sich der Wartungszyklus optimal planen.<br />
Durch diese umfangreichen Möglichkeiten<br />
der Parametrierung kann ein einziger Sensortyp<br />
schnell und einfach auf ganz unterschiedliche<br />
Applikationen und transparente<br />
Materialien konfiguriert werden. Die Schnittstelle<br />
liefert auch qualifizierte Prozess- und Diagnosedaten<br />
für optimale und kostensparende<br />
Wartungsprozesse.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816baumer<br />
Nutenfreie Oberfläche vermeidet Anhaftungen<br />
jeglicher Art für 100 % Hygiene<br />
Erkennung transparenter Objekte ohne Reflektor<br />
in hygienischen Umgebungen bis zu 1 m<br />
Schnelle Formatwechsel und kurze Umrüstzeiten<br />
dank IO-Link<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 59
PRODUKTE<br />
Software für maximierte Anlagenleistung<br />
Einfach anzubringende Rohrmarkierer<br />
Die Klick-Rohrmarkierer von Brady<br />
zeigen den Inhalt und die Flussrichtung<br />
von Rohrleitungen an.<br />
Die Rohrmarkierer werden an<br />
Glasfaserträgern befestigt, die an<br />
zwei Laschen angeklickt werden.<br />
Das Anbringen und Auswechseln<br />
wird dadurch erleichtert. Da auf<br />
Klebstoffe verzichtet wird, lassen<br />
sich die Elemente gut an kalten,<br />
heißen, lackierten oder öligen<br />
Rohren anbringen. Das Befestigungssystem<br />
eignet sich für<br />
Rohrdurchmesser ab 20 mm. Die<br />
Komponenten sind aus Edelstahl<br />
und Glasfasermaterial gefertigt<br />
und lösen sich nicht ab. Einige<br />
Rohrmarkierer können auch vor<br />
Ort mit einem Thermotransferdrucker<br />
bedruckt werden.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816brady<br />
Die Version 9 der Aspenone<br />
Engineering-Manufacturing-and<br />
-Supply-Chain-Software ist verfügbar.<br />
Mit dieser Software wird<br />
Herstellern eine ganzheitliche Basis<br />
zur Optimierung von Betriebsabläufen<br />
geboten. Im Detail bestehen<br />
verbesserte Analysemöglichkeiten<br />
von Schlüsselprozessen<br />
wie beispielsweise Destillationsprozessen.<br />
Hier kann man die hydraulische<br />
Leistung leichter analysieren<br />
und Betriebsparameter<br />
überprüfen. Der Energieverbrauch<br />
wird optimiert und Einbußen<br />
hinsichtlich Durchsatz oder<br />
Reversible Temperaturmessfolien<br />
Produktqualität verringert. Das<br />
Softwarepaket enthält außerdem<br />
modellgestützte Entscheidungshilfen,<br />
z. B. ein überarbeitetes Planungsmodell<br />
für Raffinerien. Benutzerdefinierte<br />
Modelle lassen<br />
sich einfacher integrieren. Mit der<br />
Softwarekomponente DMC3 Builder<br />
können sämtliche APC-Controller<br />
über ein Tool erstellt werden.<br />
Mit erweiterten Planungstools<br />
wird die Optimierung von<br />
Abläufen innerhalb der Lieferungskette<br />
für Rohstoffe erreicht.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816aspentech<br />
Für die kostengünstige und unkomplizierte Dokumentation<br />
der Wärmeentwicklung an Oberflächen, Bauteilen, Maschinengehäusen<br />
und in Prozesskammern bietet Kager<br />
nun auch die beiden reversiblen<br />
Flüssigkristallindikatoren Therm -<br />
index. Sie sind für die Temperaturbereiche<br />
0 bis 50 °C bzw.<br />
50 bis 100 °C geeignet. Im Detail<br />
handelt es sich um selbstklebende<br />
11-Felder-Messstreifen von<br />
51 x 18 mm Größe, deren Indikatorbereich<br />
sich bei steigender<br />
Temperatur dunkelrot färbt. Die<br />
Flüssigkristallschicht, die sich im<br />
Inneren der Multilayerfolie zwischen<br />
Trägermaterial und Schutzschicht<br />
befindet, ändert ihre Farbe<br />
reaktionsschnell und reversibel<br />
in Schritten zu je 5 °C. Der jeweilige Wert wird an der<br />
als Messsäule dargestellten Anzeigeskala abgelesen.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816kager<br />
Z-Förderer für hohe Kapazitäten<br />
Als Alternative zu Bechertransportsystemen bietet Poeth<br />
einen kostensparenden Z-Förderer, um Schüttgüter mit einer<br />
hohen Kapazität in große Höhen zu transportieren. Im<br />
Gegensatz zu Becherförderern sind für dieses Fördersystem<br />
keine Investitionen in Atex-Schutzmaßnahmen erforderlich,<br />
weil die Fördergeschwindigkeit 1 m/s nicht überschreitet.<br />
Aufgrund seines Designs besitzt<br />
der Z-Förderer einen hohen Beladungsgrad,<br />
der eine Kapazität von 45 bis<br />
220 m 3 /h ermöglicht. Er kann ohne<br />
Dachaufbau, Keller oder Schächte gebaut<br />
werden. Er bewirkt den schonenden<br />
Transport von Pulvern, Körnern<br />
und Granulaten und ist besonders geeignet<br />
für bruchempfindliche Rohstoffe.<br />
Im Vergleich zum pneumatischen<br />
Transport werden etwa 90 % Energie<br />
eingespart. Das System eignet sich für<br />
Förderhöhen von mehr als 10 m.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816poeth<br />
Webbasiertes Gefahrstoffmanagement<br />
Mit Web Sara bietet Qumsult eine<br />
Saas-Anwendung, die vor allem<br />
Umweltschutzbeauftragte<br />
und Fachkräfte für Arbeitssicherheit<br />
bei der Erfassung und dem<br />
Management von Gefahrstoffdaten<br />
unterstützt. Einmal erfasst,<br />
stehen erforderliche Stoffdaten<br />
allen Mitarbeitern eines Unternehmens<br />
an jedem Standort zur<br />
Verfügung und können auch mobil<br />
via Tablet-PC oder Smartphone<br />
abgerufen werden. Die Plattform<br />
ermöglicht das Erstellen von Be-<br />
triebsanweisungen. Sie beinhaltet<br />
auch das GHS-Spaltenmodell<br />
und unterstützt so bei der Suche<br />
nach dem richtigen Ersatzstoff.<br />
Einsatzorte, Stoffeigenschaften,<br />
Zusammensetzungen sowie das<br />
Freigabe<strong>verfahren</strong> für verwendete<br />
Stoffe können ebenfalls dokumentiert<br />
werden. Auch Nachweise<br />
gegenüber Zertifizierern oder<br />
Behörden werden mit dem System<br />
vereinfacht.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816qumsult<br />
60 <strong>cav</strong> 8-2016
LITERATUR, BROSCHÜREN, E-MEDIEN<br />
Katalolg Gefahrstofflagerung- und -handling<br />
Der Gefahrstofflagerung- und<br />
-handling-Katalog 2016/2017<br />
von Asecos beinhaltet auf über<br />
650 Seiten mehr als 3000 Artikel<br />
für den professionellen Umgang<br />
und die sichere Lagerung von Ge-<br />
fahrstoffen. Die praxisorientierte<br />
Kombination aus Katalog und<br />
Nachschlagewerk gibt in mehr<br />
als zehn Kapiteln einen Überblick<br />
über das umfangreiche Spezialsortiment<br />
des Herstellers. Jedes<br />
Kapitel beinhaltet Informationsblöcke<br />
mit detaillierten Artikelerläuterungen,<br />
technischen Hinweisen<br />
und Zeichnungen<br />
sowie Tipps bezüglich<br />
des Zubehörs.<br />
Der Katalog ist kostenlos<br />
erhältlich. Auf<br />
der Homepage von Asecos<br />
finden Sie eine blätterbare<br />
Onlineversion.<br />
» www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: <strong>cav</strong>0816asecos<br />
1619225-3.indd 1 07.06.16 09:11<br />
Dechema-Werkstofftabelle online verfügbar<br />
Wie hoch ist die Lebenserwartung<br />
eines Reaktors, in dem eine<br />
chemische Umsetzung stattfindet?<br />
Wie kann ich die Oberfläche<br />
meines Kesselwagens vor aggressiven<br />
Medien schützen und wie<br />
hoch ist die zu erwartende Korrosionsrate?<br />
Antworten auf diese<br />
und wortwörtlich hunderttausend<br />
weitere Fragen liefert die<br />
Dechema-Werkstofftabelle.<br />
Das bewährte, ab sofort auch online<br />
zugängliche Nachschlagewerk<br />
für Ingenieure, Verfahrenstechniker<br />
und Anlagenbauer bietet<br />
rund um die Uhr Zugriff auf<br />
120 000 Werkstoff-Medium-Kombinationen.<br />
Dank Volltextsuche<br />
und umfangreichem Index sind<br />
alle Informationen schnell und<br />
einfach zugänglich. Die Tabelle ist<br />
über Einzel- und Mehrplatzlizenzen<br />
ohne zusätzliche Software-Installation<br />
nutzbar.<br />
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Suchwort: <strong>cav</strong>0816dechema<br />
Mehrsprachige<br />
Katalogproduktion<br />
Grundlagen zu Profibus und Profinet<br />
Gerade für Einsteiger erscheint die Welt der industriellen Kommunikation<br />
als vielschichtige, multidimensionale und bisweilen verwirrende<br />
Mischung aus Feldbussen, Softwarepaketen und Medien. Das Buch<br />
„Unterwegs mit dem Process Fieldbus“ soll nun Abhilfe schaffen. Die<br />
Autoren geben ihren Lesern die notwendigen<br />
Grundlagen für Profibus und Profinet<br />
an die Hand und behandeln Themen wie<br />
Bus-Betrieb, physikalische Schichten und<br />
Netzwerke, Netzwerkdesigns, Tipps und<br />
Tricks zu Installation, Inbetriebnahme, Wartung<br />
und Plant Asset Management.<br />
James Powell und Henry Vandelinde, Unterwegs mit<br />
dem Process Fieldbus, 2. Auflage, 18 Euro Mitglieder,<br />
36 Euro Nichtmitglieder.<br />
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<strong>cav</strong> 8-2016 61
TERMINE/INSERENTENVERZEICHNIS<br />
SEPTEMBER BIS OKTOBER<br />
Rembe<br />
• Tagung: Druckentlastungssysteme in der<br />
Prozessindustrie – Regelwerke, Auslegung<br />
und praktische Anwendung,<br />
28. bis 29. September 2016, Brilon<br />
• Tagung: Entwicklungen und Trends im<br />
(konstruktiven) Explosionsschutz,<br />
28. bis 29. September 2016, Brilon<br />
Auskünfte: Rembe GmbH Safety + Control,<br />
Tel.: (02961) 50 71 4,<br />
E-Mail: anmeldung@rembe.de<br />
Retsch Technology<br />
• Seminar: Moderne Methoden der<br />
Partikelmesstechnik im Vergleich,<br />
15. September 2016, Berlin<br />
Auskünfte: Retsch Technology GmbH,<br />
Tel.: (02104) 23 33-300,<br />
E-Mail: technology@retsch.com<br />
HDT<br />
• Seminar: Das Explosionsschutzdokument,<br />
4. Oktober 2016, Essen<br />
• Seminar: Funktionale Sicherheit (SIL) –<br />
mit Übungen, 5. bis 6. Oktober 2016,<br />
Essen<br />
• Tagung: 10. Essener Explosionsschutz tage,<br />
5. bis 6. Oktober 2016, Essen<br />
Auskünfte: HDT – Haus der Technik e. V.,<br />
Tel.: (0201) 18 03 1,<br />
E-Mail: information@hdt-essen.de<br />
Profibus<br />
• Seminar: IO-Link Anwender-Workshop,<br />
29. September 2016, Leipzig<br />
Auskünfte: Profibus Nutzerorganisation<br />
e. V., Tel.: (0721) 96 58 590,<br />
E-Mail: info@io-link.com<br />
C.O.G.<br />
• Seminar: Sicheres Abdichten mit<br />
O-Ringen inkl. Prüfung und Schadens -<br />
analyse, 28. bis 29. September 2016,<br />
Pinneberg<br />
Auskünfte: C. Otto Gehrckens GmbH & Co.<br />
KG Dichtungstechnik, Tel.: (04101) 50 02-0,<br />
E-Mail: info@cog.de<br />
Weitere Seminare und Veranstaltungen finden Sie unter www.prozesstechnik-online.de<br />
INSERENTENVERZEICHNIS<br />
• Aerzener Maschinenfabrik GmbH,<br />
Aerzen 7<br />
• AGS Schüttguttechnik GmbH & Co.KG,<br />
Lage 26<br />
• Alfa Laval Mid Europe GmbH, Glinde 63<br />
• Asco Numatics GmbH, Ölbronn-Dürrn 45<br />
• haspa GmbH Biegsame Wellen,<br />
Ittlingen 65<br />
• Hirschmann Laborgeräte<br />
GmbH & Co.KG, Eberstadt 65<br />
• Alwin Höfert Fabrikation von<br />
Spezial-Dichtungen, Ammersbek 64<br />
• Schwer Fittings GmbH, Denkingen 63<br />
• SPX Flow Technology Norderstedt<br />
GmbH, Norderstedt 65<br />
• Stäubli Tec-Systems GmbH Connectors,<br />
Bayreuth 5<br />
• system-technik GmbH, Landsberg 3<br />
• Bronkhorst High-Tech B.V., NL-Ruurlo 64<br />
• Dickow Pumpen KG, Waldkraiburg 35<br />
• Druckflex Kuchenbrod GmbH, Sulzbach 64<br />
• Ebbecke Verfahrenstechnik AG,<br />
Bruchköbel 64<br />
• Enviro-Chemie GmbH<br />
Wasser- und Abwassertechnik, Roßdorf 65<br />
• IEP Technologies GmbH, Ratingen 65<br />
• Kelvion Holding GmbH, Bochum 2<br />
• L & R Kältetechnik GmbH & Co. KG,<br />
Sundern 64<br />
• Norgren GmbH, Alpen 25<br />
• Vega Grieshaber KG, Schiltach 68<br />
• Volkmann GmbH, Soest 15<br />
• Watson Marlow GmbH,<br />
Rommerskirchen 37<br />
• Will & Hahnenstein GmbH, Herdorf 64<br />
• Zwick Armaturen GmbH, Ennepetal 39<br />
• Flexim Flexible Industriemesstechnik<br />
GmbH, Berlin 47<br />
• Flowtech Industries AG, CH-Winterthur 65<br />
• Fluitec mixing + reaction solutions AG,<br />
CH-Neftenbach 64<br />
• Gather Industrie GmbH, Wülfrath 13<br />
• F.H. Papenmeier GmbH & Co.KG,<br />
Schwerte 41<br />
• ProMinent GmbH, Heidelberg 27<br />
• Reichelt Chemietechnik GmbH & Co.,<br />
Heidelberg 63, 64, 65<br />
• Rembe GmbH Saftety + Control, Brilon 61<br />
Beilagenhinweis<br />
Dieser Ausgabe liegt ein Prospekt<br />
folgender Firma bei:<br />
MT-Messe & Event GmbH, Osterwieck<br />
Wir bitten unsere Leser um freundliche<br />
Beachtung.<br />
62 <strong>cav</strong> 8-2016
INSERENTENVERZEICHNIS<br />
ARMATUREN + FITTINGS<br />
ARMATUREN + FITTINGS<br />
KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />
RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
www.rct-online.de<br />
Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />
„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />
mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />
und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />
Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />
ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />
Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />
Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />
Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />
Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />
Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />
Schwer Fittings GmbH<br />
www.schwer.com<br />
Focus in details®<br />
Edelstahl Rohrverbindungen und Armaturen:<br />
- u2-Lok® Klemm-Keilringverschraubungen<br />
- Clino® Klemmverbindungen nach DIN 32676<br />
- Aseptik Verbindungen nach DIN 11864<br />
- Aseptik Orbitalschweiss Fittings nach DIN 11865<br />
- Aseptik Rohre nach DIN 11850 und DIN 11866<br />
- Milchrohrverschraubungen nach DIN 11851<br />
- Kleinflansch-Verbindungen (Vakuum) DIN 28403<br />
- Orbitalschweiss-, VC- und VO Flat-Face-Fittings<br />
Alle Produkte finden Sie im Internet in unserem<br />
Online-Shop: informieren, anfragen und bestellen!<br />
Alfa Laval<br />
www.alfalaval.de<br />
Alfa Laval (www.alfalaval.de) ist ein weltweit führender<br />
Anbieter von Produkten und kundenspezifischen Verfahrenslösungen,<br />
die auf den Schlüsseltechnologien des<br />
Unternehmens in den Bereichen Wärmeübertragung,<br />
mechanische Separation oder Fluid Handling basieren.<br />
Alfa Laval ist an der Nasdaq OMX gelistet und beschäftigt<br />
rund 18.000 Mitarbeiter.<br />
Alfa Laval Produkte, Systeme und der Service sind speziell<br />
entwickelt, um den Kunden bei der Optimierung der<br />
Prozesse zu unterstützen. Die Lösungen unterstützen sie<br />
beim Erhitzen, Kühlen, Separieren und Transportieren<br />
von Produkten in Branchen, in denen Lebensmittel und<br />
Getränke, Chemie und Petro<strong>chemie</strong>, Pharmaartikel,<br />
Stärke, Zucker und Ethanol produziert werden.<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 63
PARTNER FÜR DIE CHEMISCHE INDUSTRIE<br />
KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />
KÄLTE- + WÄRMETECHNIK<br />
KOMPONENTEN<br />
L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG<br />
www.lr-kaelte.de<br />
Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen mit herausragender<br />
Expertise in der Kältetechnik. L&R Kälte<strong>anlagen</strong><br />
sind auf einen umweltschonenden Betrieb bei<br />
gleichzeitig höchstmöglicher Energieeffizienz ausgelegt.<br />
Wir arbeiten für Kunden in den Disziplinen:<br />
Kunststoff- und Kautschukindustrie<br />
Oberflächen- und Galvanotechnik<br />
Lebensmittelindustrie<br />
Chemie- und Pharmaindustrie<br />
Medizintechnik<br />
Metallverarbeitung<br />
Spezialtiefbau/Bergbau<br />
Will & Hahnenstein GmbH<br />
www.will-hahnenstein.de<br />
•Wärmekammern und Wärmeschränke, •Schmelz<strong>anlagen</strong><br />
für Wachse, Fette, etc., •Temperöfen, •Paternoster-<br />
Öfen, •Umlufttrockner, Kammer- und Durchlauftrockner,<br />
•Klimaprüfschränke, •Vakuumtrocknungs<strong>anlagen</strong>,<br />
•Schmelzbehälter, Rührwerksbehälter mit Doppelmantel,<br />
•Hochleistungsschmelztrichter, •Prüfstande für<br />
Druck und Temperaturbelastung, •Fassheizer (Elektro,<br />
Heisswasser/Dampf oder Thermalöl) für stehende,<br />
liegende Fässer aller Größen, •Industrietauchsieder und<br />
Heizregister, •Fasshebe- und Kippgeräte insb. Sonderausführungen<br />
(alle Größen, gem. ATEX, für Sonderbehälter<br />
und Bauteile), •Kipptraversen und Staplervorbaugeräte,<br />
•Horden- und Ofenbeschickungswagen,<br />
•Fasshähne, -schlüssel und Zubehör, •Fass-Rollböcke<br />
Druckflex-Kuchenbrod GmbH<br />
www.druckflex.de<br />
Unsere besonderen Stärken des Leistungsangebots<br />
liegen In den Schwerpunkt-Bereichen:<br />
• Schlauch-Kupplungen, PP-Fittings<br />
• Rohrverbinder, Rohrkupplungen, Rohrspanner,<br />
Rohrbauteile<br />
• Armaturen und Schlauchleitungen<br />
für alle Anwendungen<br />
• PTFE-Schläuche, FDA-Qualität<br />
Das Sortiment an technisch hochwertigen Produkten<br />
wird ständig auf die vielfältigen Anforderungen der<br />
Kunden abgestimmt. Ein gut geschultes, kompetentes<br />
Team steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.<br />
KOMPONENTEN<br />
LOHNHERSTELLUNG<br />
Alwin Höfert<br />
www.hoefert.de<br />
· O-Ringe<br />
· PTFE-Dichtungen & Halbzeuge<br />
· Ummantelte O-Ringe<br />
· FFKM-Dichtungen<br />
· Hydraulikdichtungen<br />
· Kolben-/Stangendichtungen<br />
· Formteile<br />
Alwin Höfert KG<br />
Fabrikation von Spezialdichtungen<br />
Ferdinand-Harten-Straße 15, 22949 Ammersbek<br />
Phone +49 40 6044770, Fax +49 40 6046523<br />
service@hoefert.de, www.hoefert.de<br />
Ebbecke Verfahrenstechnik AG<br />
www.ebbecke-<strong>verfahren</strong>stechnik.de<br />
Als klassischer Lohnfertiger und Partner der schüttgutverarbeitenden<br />
Industrie decken wir ein breites Spektrum<br />
der mechanischen Verfahrenstechnik ab, so unter<br />
anderem Lohnaufbereitung, Lohnvermahlung, Lohnsiebung,<br />
Lohntrocknung, Lohnmischung, Lohnpastillierung,<br />
Lohnkompaktierung, Lohnabfüllung und Musterabfüllung.<br />
Wir sind sowohl der richtige Partner bei komplexen,<br />
langfristig angelegten Verarbeitungsprojekten als auch<br />
bei kleinvolumigen, einmaligen Aufträgen.<br />
Fakten zu Unternehmen, Details zu<br />
Angebot- und Leistungsspektrum finden<br />
Sie auch Online unter „Partner für die<br />
chemische Industrie“<br />
Scannen Sie hier und gelangen Sie zur<br />
Online Anbietersicht!<br />
Bookmark!<br />
www.prozesstechnik-online.de/partner-fuer-diechemische-industrie<br />
MESS- UND ANALYSETECHNIK<br />
MESS- + ANALYSETECHNIK<br />
MISCHTECHNIK<br />
Bronkhorst<br />
www.bronkhorst.com<br />
• Durchflussmessgeräte Massedurchflussmesser und<br />
-reg ler für Labor, Industrie und Ex-Bereich<br />
Das breite Anwendungsfeld erstreckt sich von Forschungseinrichtungen<br />
und Labors über Technikums<strong>anlagen</strong><br />
bis hin zu Industrie<strong>anlagen</strong> und das auch in Zonen,<br />
in denen die ATEX-Vorschriften Anwendung finden.<br />
RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
www.rct-online.de<br />
Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />
„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />
mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />
und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />
Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />
ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />
Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />
Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />
Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />
Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />
Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />
Fluitec mixing + reaction solutions AG<br />
www.fluitec.ch<br />
· Statisches Mischen<br />
Mischtechnik auf dem neuesten Stand<br />
· Mischen-Wärmetauschen<br />
Die einzigartigen Mischer-Wärmetauscher<br />
· In-line Reaktionstechnik<br />
Modulare Reaktionssysteme<br />
· Systeme<br />
DeNOx-Systeme, Misch- u. Dosier<strong>anlagen</strong><br />
CH-8413 Neftenbach, Seuzachstrasse 40<br />
Phone +41 52 305 00 40<br />
Fax +41 52 305 00 44<br />
64 <strong>cav</strong> 8-2016
PARTNER FÜR DIE CHEMISCHE INDUSTRIE<br />
MISCHTECHNIK<br />
PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />
PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />
Stamixco AG<br />
www.stamixco.com<br />
Statische Mischsysteme<br />
Stamixco AG<br />
Samstagernstrasse 57<br />
8832 Wollerau<br />
Schweiz<br />
Phone +41 52 338 17 11<br />
info@stamixco.com<br />
Hirschmann Laborgeräte GmbH & Co. KG<br />
www.hirschmannlab.com<br />
Liquid Handling<br />
Schlauch-Pumpen<br />
Dosier-Pumpen<br />
Dosier-, Titrations- und Pipettiergeräte<br />
Produkte von Hirschmann sind seit über 50 Jahren in<br />
den Laboren der Erde zuhause. Die Laborgeräte zum<br />
Pipettieren, Dosieren und Titrieren, Pumpen,<br />
maßanalytische Glasgeräte und Präzisionskapillaren<br />
sind durchdachtes und hochwertiges Werkzeug für die<br />
Spezialisten im Labor. Sie können individuell auf die<br />
Anwenderbedürfnisse angepasst werden.Hirschmann<br />
entwickelt für seine Kunden innovative Problemlösungen<br />
für die tägliche Arbeit im medizinischen Labor, in<br />
der Forschung und in der Industrie.<br />
RCT® Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
www.rct-online.de<br />
Reichelt Chemietechnik steht für das Prinzip<br />
„Angebot und Vertrieb der kleinen Quantität“ gepaart<br />
mit einer viele Bereiche umfassenden Produktvielfalt<br />
und einem hohen technischen Beratungsservice.<br />
Das Angebot von Reichelt Chemietechnik umfasst<br />
ca. 80 000 Artikel, die aus den Bereichen Schlauchtechnik,<br />
Verbindungselemente, Durchflusstechnik,<br />
Labor technik, Halbzeuge, Befestigungselemente,<br />
Filtration und Antriebstechnik stammen.<br />
Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.<br />
Englerstraße 18, 69126 Heidelberg<br />
Tel. 0 62 21/3 12 50, info@rct-online.de<br />
PUMPEN + KOMPRESSOREN<br />
REINIGUNGSTECHNIK<br />
SICHERHEITSTECHNIK<br />
SPX Flow Technology Norderstedt GmbH<br />
www.bran-luebbe.de<br />
Die SPX FLOW Marke Bran+Luebbe stellt seit mehr als<br />
80 Jahren Dosier- und Prozesspumpen, Prozesssysteme,<br />
Mischer und Analysengeräte zum Einsatz in folgenden<br />
Märkten her:<br />
• Power & Energy<br />
• Öl & Gas<br />
• Chemische- und petrochemische Industrie<br />
• Pharma Industrie & Biotechnologie<br />
• Wasseraufbereitung<br />
• Körperpflege<br />
• Textilindustrie<br />
• Nahrungsmittel & Getränke<br />
haspa GmbH<br />
www.haspa-gmbh.de<br />
Reinigungssysteme mit Biegsamer Welle<br />
• Biegsame Wellen und Antriebe für Biegsame Wellen<br />
300 Watt – 4 kW<br />
Antriebswellen alle Typen<br />
• Reinigungswellen z. B. für Wärmetauscher,<br />
Luftschächte, Kamine usw.<br />
Reparaturservice für alle Typen und Fabrikate<br />
Neuentwicklungen Musterbau<br />
haspa GmbH<br />
Sägmühlstr. 39<br />
74930 Ittlingen<br />
Phone +49 72 66 9 14 80<br />
Fax +49 72 66 91 48 30<br />
info@haspa-gmbh.de<br />
IEP Technologies GmbH<br />
www.ieptechnologies.com/de/<br />
IEP Technologies, die HOERBIGER Safety Solutions Company,<br />
ist ein weltweit führender Anbieter von Explosionsschutzsystemen<br />
und -Serviceleistungen.<br />
Das Unternehmen mit Sitz in Marlborough, Massachusetts,<br />
USA, ist weltweit in über 50 Ländern vertreten.<br />
Ansprechpartner für die Kunden im deutschen Markt ist<br />
die IEP Technologies GmbH, Ratingen. Ein kompetentes<br />
Team aus Anwendungstechnikern, Vertriebsingenieuren<br />
und Servicetechnikern entwirft und wartet hochentwickelte<br />
Sicherheits-Systeme, die zuverlässig und<br />
effizient die Mitarbeiter und Anlagen der Kunden von<br />
IEP Technologies sowie die Umwelt vor den verheerenden<br />
Folgen von Explosionen in industriellen Anwendungen<br />
schützen.<br />
STRÖMUNGSSIMULATION<br />
UMWELTTECHNIK<br />
WISSEN<br />
Flowtech Industries AG<br />
www.flowte.ch<br />
Strömungsmodelle/CFD<br />
Flowtech Industries AG<br />
Kronaustrasse 10<br />
CH-8404 Winterthur<br />
Switzerland<br />
Phone +41-52-233 96 07<br />
Fax +41-52-233 96 08<br />
hug@flowte.ch<br />
EnviroChemie GmbH<br />
www.enviro<strong>chemie</strong>.com<br />
Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung für die<br />
Industrie<br />
Wir sind Ihr Partner für die Wasserbehandlung. Von uns<br />
bekommen Sie alles aus einer Hand. Wir planen, bauen<br />
und betreiben Ihre Anlagen und liefern die passenden<br />
Betriebsmittel aus eigener Produktion.<br />
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• Wasser oder Prozesswasser aufbereiten<br />
• Wasser im Kreislauf führen<br />
• Kühlwasser sicher behandeln<br />
• Abwasser behandeln<br />
• Zero Liquid Discharge Anforderungen erfüllen<br />
• Wertstoffe und Energie zurückgewinnen<br />
• wiederverwendbares Wasser herstellen<br />
<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong><br />
www.prozesstechnik-online.de/<strong>chemie</strong><br />
<strong>cav</strong> <strong>chemie</strong> <strong>anlagen</strong> <strong>verfahren</strong> berichtet in Form von<br />
anwendungs- und praxisorientierten Fachbeiträgen,<br />
Reportagen, Interviews und Produktinformationen über<br />
Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die<br />
chemische und pharmazeutische Industrie.<br />
Direkt bestellen unter ute.kraemer@konradin.de oder<br />
über www.direktabo.de<br />
<strong>cav</strong> 8-2016 65
VORSCHAU<br />
Ausgabe September 2016<br />
Hängefördertechnik für Abfüllprozesse<br />
Zur Stützung seines weiteren Wachstums<br />
baut der belgische Bau<strong>chemie</strong>spezialist<br />
Soudal seine Fertigung am belgischen<br />
Stammsitz Turnhout aus. Dabei kommt<br />
hocheffiziente Skyfall-Hängefördertechnik<br />
zum Einsatz. Das System integriert unterschiedlich<br />
getaktete Linien und steigert<br />
so im hohen Maß die Produktion. Die<br />
Skyfall-Technology nutzt gezielt die<br />
Schwerkraft und kommt daher mit nur<br />
wenigen Antrieben aus.<br />
Prozessanalytik von morgen<br />
Welche Messtechnik benötigen Chemieunternehmen,<br />
um Industrie 4.0 realisieren<br />
zu können? Werden traditionelle Durchflussmessgeräte<br />
in Zukunft auch chemische<br />
Analysen durchführen? Und welche Möglichkeiten<br />
eröffnen tomografische Verfahren in<br />
der Prozessanalytik? Antworten hierzu gibt<br />
Dr. Attila M. Bilgic, Managing Director Krohne<br />
Messtechnik GmbH, im Gespräch mit <strong>cav</strong>.<br />
Die Zeitschrift für Chemie- und Pharmatechnik<br />
ISSN 0009–2800<br />
Herausgeberin:<br />
Katja Kohlhammer<br />
Verlag:<br />
Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH<br />
Ernst-Mey-Straße 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen<br />
Germany<br />
Geschäftsführer:<br />
Peter Dilger<br />
Verlagsleiter:<br />
Peter Dilger<br />
Chefredakteur:<br />
Günter Eckhardt (ec), Phone +49 711 7594-291<br />
Stellv. Chefredakteur:<br />
Lukas Lehmann (le), Phone +49 711 7594-290<br />
Redaktion:<br />
Ursula Fisely-Bustorff (fi), Phone +49 711 7594-373<br />
Dipl.-Ing. Daniela Held (dh), Phone +49 711 7594-284<br />
B. Eng. Janosch Menger (jm), Volontär,<br />
Phone +49 711 7594-287<br />
Dr. Bernd Rademacher (br), Phone +49 711 7594-263<br />
Angelika Stoll (st), Phone +49 711 7594-300<br />
Redaktionsassistenz:<br />
Barbara Diviggiano, Phone +49 711 7594-415, Fax -1415<br />
E-Mail: <strong>cav</strong>.redaktion@konradin.de<br />
Layout:<br />
Barbara Geisel, Phone +49 711 7594-258<br />
Gesamtanzeigenleiter:<br />
Andreas Hugel, Phone +49 711 7594-472<br />
E-Mail: <strong>cav</strong>.anzeigen@konradin.de<br />
Auftragsmanagement:<br />
Andrea Haab, Phone +49 711 7594-320<br />
E-Mail: andrea.haab@konradin.de<br />
Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 49 vom 1.10.2015.<br />
Leserservice:<br />
Ute Krämer, Phone +49 711 7594-5850<br />
Fax +49 711 7594-15850<br />
E-Mail: ute.kraemer@konradin.de<br />
<strong>cav</strong> erscheint monatlich – ergänzt durch Sonderausgaben<br />
– und wird kostenlos nur an qualifizierte<br />
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Auslandsvertretungen: Großbritannien: Jens Smith<br />
Partnership, The Court, Long Sutton, GB-Hook,<br />
Hampshire RG29 1TA, Phone 01256 862589,<br />
Fax 01256 862182, E-Mail: media@jens.demon.co.uk;<br />
Schweiz: IFF Media AG, Frank Stoll, Technoparkstr. 3,<br />
CH-8406 Winterthur, Phone 052 6330888,<br />
Fax 052 6330899, E-Mail: f.stoll@iff-media.ch;<br />
Japan: Mediahouse Inc., Kudankita 2-Chome<br />
Building, 2–3–6, Kudankita, Chiyoda-ku. Tokyo 102,<br />
Phone 03 32342161, Fax 03 32341140;<br />
USA, Kanada: D.A. Fox Advertising Sales, Inc.,<br />
Detlef Fox, 5 Penn Plaza, 19th Floor, New York,<br />
NY 10001, Phone 212 8963881, Fax 212 6293988,<br />
E-Mail: detleffox@comcast.net<br />
Gekennzeichnete Artikel stellen die Meinung des<br />
Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Für<br />
unverlangt eingesandte Berichte keine Gewähr. Alle in<br />
<strong>cav</strong> erscheinenden Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />
Alle Rechte, auch Übersetzungen, vorbehalten.<br />
Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schrift -<br />
licher Genehmigung des Verlages.<br />
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.<br />
Druck: Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen<br />
Printed in Germany<br />
© 2016 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer<br />
GmbH, Leinfelden-Echterdingen<br />
66 <strong>cav</strong> 8-2016
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<strong>cav</strong> 8-2016 67
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Fokussierung. Dadurch lässt sich der Radarstrahl fast<br />
punktgenau auf die Flüssigkeit ausrichten, vorbei an<br />
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Diese neue Generation von Füllstandsensoren ist<br />
unempfindlich gegen Kondensat und Anhaftungen<br />
und ausgestattet mit der kleinsten Antenne<br />
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www.vega.com/radar