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Angela Merkels Wunschkandidatin

Annegret Kramp-Karrenbauer ist die neue

Vorsitzende der CDU. In einer knappen

Stichwahl besiegt sie Friedrich Merz –und

beschwört danach die Einheit der Partei

AP/MARKUS SCHREIBER

VonSteven Geyer

Für die CDU beginnt eine

neue Zeit: In einer Stichwahl

um den Parteivorsitz setzte

sich die bisherige Generalsekretärin

Annegret Kramp-Karrenbauer

knapp gegen den einstigen

Unionsfraktionschef Friedrich Merz

durch. 51,75 Prozent der 999 Delegierten

auf dem Hamburger CDU-

Bundesparteitag wählten sie zur

Nachfolgerin von Angela Merkel, die

nach 18 Jahren die Spitze der Union

verlässt. Merz hatte mit 48,25 Prozent

der Stimmen nur knapp hinter der

Merkel-Vertrauten gelegen.

Nach ihrerWahl beschwor Kramp-

Karrenbauer vor allem die Geschlossenheit

der Union. Dabei sollten auch

ihreKonkurrenten eine Rolle spielen:

„Ich würde mich sehr freuen, wenn

sowohl Jens Spahn als auch Friedrich

Merz an dieser Aufgabe mitarbeiten“,

sagte die neue Parteichefin.

In ihrer Bewerbungsrede hatte die

ehemalige Ministerpräsidentin des

Saarlands die CDU zu mehr Mutund

Selbstbewusstsein aufgerufen. Die

Partei dürfe nicht Schwarzmalern

hinterherlaufen, sondernmüsse mutig

auch gegen den Zeitgeist Kurs halten,

so Kramp-Karrenbauer.

Friedrich Merz hatte in seiner

Rede vor den Wahlen betont, dass er

der CDU als Volkspartei der Mitte

wieder Wahlergebnisse um die 40

Prozent zutraue.Dafür sei jedoch ein

schärferes Profil nötig: „Ohne klare

Positionen bekommen wir keine besseren

Wahlergebnisse.“ Für seine Bemerkung,

dass sich viele bemühten,

AfD-Wähler zur CDU zurückzuholen,

es aber leider nicht gelinge,erhielt er

viel Beifall.

Bereits im ersten Wahlgang hatten

die meisten der 999 Delegierten auf

dem Parteitag in Hamburg für Annegret

Kramp-Karrenbauer gestimmt:

Die amtierende Generalsekretärin

hatte mit 45 Prozent vorn gelegen, gefolgt

vom einstigen Unionsfraktionschef

Friedrich Merz mit 39,2 Prozent

und Bundesgesundheitsminister

Jens Spahn, dem mit 15,7 Prozent der

Stimmen ein Achtungserfolg gelang.

Für einen Sieg im ersten Wahlgang

wäreeine absolute Mehrheit von500

Stimmen nötig gewesen.

Für die CDU war es ein historischer

Tag: Es war das erste Malinder

CDU-Geschichte, dass es zu einer

Stichwahl um denVorsitz kommt und

das erste Malseit 1971, dass die Delegierten

zwischen mehreren Kandidaten

entscheiden konnten.

Zudem war amVormittag Bundeskanzlerin

Angela Merkel verabschiedet

worden, die nicht erneut für den

Vorsitz angetreten war. Nach ihrer

Abschiedsrede wurde sie vomParteitag

mit einem knapp zehnminütigen,

stehenden Applaus bedacht und in

etlichen Reden mit Dank bedacht.

Angela Merkel,die nach wachsender

Kritik und den Wahlschlappen

Ende Oktober ihren Rückzug erklärt

hatte, hatte sich mit einer selbstbewussten,

gar humorvollen Rede nach

18 Jahren an der Spitze von der CDU

verabschiedet. Sie hoffe, dass die

CDU trotz des Wettbewerbs umdie

Parteispitze mit Geschlossenheit und

Kompromissfähigkeit in die nächsten

Wahlkämpfe gehen wird. „Wohin uns

nicht enden wollender Streit führt,

dass haben CDU und CSU in den

letzten Jahren bitter erfahren“, sagte

Merkel in Anspielung auf den

Asylstreit von diesem Sommer und

auf die Abstürze der Union bei den

„Sie treten in große Fußstapfen.

Ich biete Ihnen gute Zusammenarbeit an.

Jetzt heißt es Probleme lösen.“

Andrea Nahles,

SPD-Bundesvorsitzende in ihrer ersten Reaktion

auf die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer

Landtagswahlen in Bayern und Hessen.

In ihrer Rede betonte Merkel aber

auch ihre Erfolge und wies zugleich

den Eindruck zurück, sie und ihre

Partei hätten sich über die Jahre entfremdet.

Zwar habe man einander

viel zugemutet, sagte sie und erwähnte

etwa die Auseinandersetzung

um Wehrpflicht, die am Ende abgeschafft

wurde: „Der Schritt war richtig,

auch wenn er manchem schwer

gefallen ist.“ Zumspärlichen Applaus

an dieser Stelle sagte sie: „Das Klatschen

ist schmaler als die Mehrheit

damals war, als es entschieden

wurde“ –auch als Appell, die Dinge

im Rückblick nicht zu verdrehen.

Für die Zukunft wünsche sie sich

eine CDU, die sich für den Zusammenhalt

in der Gesellschaft einsetzt,

sagte Merkel. Es wurde zu einer Art

Vermächtnis. „Wir Christdemokraten

grenzen uns ab, aber niemals

aus.“Christdemokraten würden niemals

hetzen oder andere Menschen

niedermachen. Es gebe für sie keine

Unterschiede bei der Würde der

Menschen. Die Zukunft gestalten

könneman nicht mit Missgunst und

Zwietracht, sondern nur mit Zuversicht

und Freude: „Es ist diese Fröhlichkeit

im Herzen, die ich meiner

Partei auch für die Zukunft wünsche.“

Der CDU werde sie verbundenbleiben.

„Ich bin voneinem einzigen

Gefühl erfüllt –von dem Gefühl

der Dankbarkeit“, sagte Merkel.

„Für meine Verbundenheit mit der

Partei brauche ich keinen Parteivorsitz–und

Bundeskanzlerin binich ja

auch noch.“

Berlins Landesvorsitzende und

Kulturstaatsministerin Monika Grütters

freute sich „sehr für Annegret

Kramp-Karrenbauer“, wie sie sagte.

Mit ihr an der Spitze der CDU

beginne „eine neue Zeit nach denso

wichtigen Jahren derÄra vonAngela

Merkel“. Sie freue sich auf die weitere

Arbeit an einem Grundsatzprogramm

unter ihrer Führung, sagte

Grütters der Berliner Zeitung.

Kramp-Karrenbauer sei nah anden

Menschen und habe den Mitgliedern

an der Basis auf ihrer Tour

durch Deutschland aufmerksam zugehört.

Der Berliner Fraktionsvorsitzende

Burkard Dregger –selbst kein Delegierter

–zeigte sich geradezu begeistertvon

demParteitag und freute sich

„über das knappe Ergebnis“.Diessei

ein Grund zum Feiern, sagte er und

kündigte an, mit der Berliner Delegation

am Abend noch „ein Bierchen“

zu trinken.

Die Wähler reagierten bislang

positiv auf die Wechselstimmung bei

der Union: Im neuen Deutschlandtrend

der ARD gewannen CDU und

CSU vier Prozentpunkte hinzu und

kamen somit auf 30 Prozent.

(mit elm.)

Seiten 2, 3und 8

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2** Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Die Entscheidung in der CDU

IN KÜRZE

Das ZDF hat sich mit einer Programmankündigung

Spott in den

sozialen Netzwerken eingehandelt.

In der Nacht zu Freitag war auf der

Website des Senders ein Hinweis auf

eine Sendung mit dem Titel „Was

nun, Herr Merz?“ angekündigt, der

zugehörige Text beginnt mit den

Worten „Friedrich Merz ist neuer

Parteichef der CDU.“ MehrereTwitter-Nutzer

amüsierten sich daraufhin

über den Informationsvorsprung

beim ZDF.Inzwischen hat

der Sender den Eintrag wieder gelöscht

und sich für die Panne entschuldigt.

Auch für die anderen

möglichen Wahlausgänge seien

selbstverständlich bereits Sendungen

vorbereitet worden.

Horst Seehofer bedauertnach eigenen

Worten, dass sich Bundeskanzlerin

Angela Merkel vonder CDU-

Spitzezurückzieht. „Sie ist die

Beste“, sagte der CSU-Chef dem

Spiegel. „Wir alle werden sie noch

sehr vermissen.“ Er versicherte,dass

er trotz vieler Differenzen in den vergangenen

Jahren eine tiefe Sympathie

für Merkel hege: „Wenn man so

viel durchgestanden hat wie Angela

Merkel und ich, dann bildet sich Verbundenheit,

streckenweise sogar

Zuneigung. Daskettet aneinander.“

Seehofer seinerseits gibt den CSU-

Vorsitz Anfang 2019 ab.

Annegret Kramp-Karrenbauer liegt in

der sogenannten Kanzlerfrage mit 50

zu 14 Prozent weit vorSPD-Chefin

Andrea Nahles und mit 43 zu 21 Prozent

auch deutlich vorVizekanzler

Olaf Scholz (SPD). Merz würde Nahles

demnach ebenfalls schlagen, allerdings

nur mit dem geringerenVorsprung

von33zu24Prozent. Gegen

Scholz hätte Merz dagegen mit 29 zu

35 Prozent das Nachsehen. DasInstitut

Forsa befragte zur Kanzlerfrage

vonMontag bis Donnerstag 2006

Wahlberechtigte.

Angela Merkel wirdimMai eine Rede

an der HarvardUniversity in den

USA halten, einer der angesehensten

Hochschulen der Welt. Wiedie Universität

im Ostküstenstaat Massachusetts

am Freitag mitteilte,ist die

Bundeskanzlerin als Hauptrednerin

bei der akademischen Abschlussfeier

am 30. Maivorgesehen. Harvard-Präsident

LarryBacowbezeichnete

Merkel als eine der „am

stärksten bewunderten und einflussreichsten“

politischen Führungspersönlichkeiten

unserer Zeit.

Die Delegierten des Hamburger

CDU-Parteitages konnten ihreStimmen

für Annegret Kramp-Karrenbauer,Friedrich

Merz und Jens Spahn

hinter einem kleinen Sichtschutz auf

den Tischen abgeben. Dieser voneinigen

Rednernals„Tischwahlkabine“

bezeichnete Papp-Gegenstand löste

rasch Belustigung im Netz aus.

„Kannste dir nicht ausdenken“, kommentierte

etwa ZDF-Moderatorin

Dunja Hayali auf Twitter dieWortneuschöpfung.

Staatsministerin

Dorothee Bär (CSU) bat die Delegierten

scherzhaft, ihr eine der Mini-

Wahlkabinen mitzubringen. Auch

der Dudenverlag versicherte schnell,

dasWort„Tischwahlkabine“ existiere

in seinem Nachschlagewerknicht –

und versah den Post mit einem zwinkernden

Smiley.

Volker Bouffier konnte sich bei der

Würdigung der Verdienste der scheidenden

CDU-Chefin Angela Merkel

einen Seitenhieb auf den örtlichen

Fußballbundesligisten HSV nicht

verkneifen. In der mehr als 18-jährigen

Amtszeit Merkels habe der Club

„24 Trainer verbraucht“, witzelte der

Parteivize.

Bei der Wahl um den CDU-Vorsitz müssen sich die Männer Annegret Kramp-Karrenbauer geschlagen geben. Jens Spahn (Mitte) und Friedrich Merz verlassen die Bühne.

„Koalitionsvertrag gilt ohne Wenn und Aber“

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kündigt an, seine Partei werde die Entwicklung der Union genau beobachten

Herr Klingbeil, was schätzen Sie an

der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret

Kramp-Karrenbauer?

Erst einmal möchte ich meiner

bisherigen Generalsekretärs-Kollegin

Annegret Kramp-Karrenbauer

herzlich zu ihrer Wahl gratulieren.

Ich habe mit ihr als Generalsekretärin

der CDU gut zusammengearbeitet

und habe sie immer als konstruktive

und vertrauensvolle Gesprächspartnerin

erlebt und kennenlernen

dürfen.

In der Union gibt es jetzt eine Trennung

zwischen Kanzlerschaft und

Parteivorsitz. Wird die Zusammenarbeit

in der Koalition damit schwieriger?

Die CDU hat eine Personalentscheidung

getroffen. Wir werden als

SPD genau hinschauen, in welche

Richtung sich die Union jetzt inhaltlich

entwickelt. Das wird sich in den

kommenden Monaten zeigen. Es

gibt eine klareGrundlage für die Zusammenarbeit

in der Regierung: Das

ist der Koalitionsvertrag, auf den sich

CDU, CSU und SPD verständigt

haben. Auf dieser Basis bieten wir

Frau Kramp-Karrenbauer eine konstruktiveZusammenarbeit

an.

Dieneue CDU-Vorsitzende steht jetzt

unter Druck, auch das konservative

Profil der Partei zu stärken. Lässt das

der SPD mehr Raum, Wähler in der

Mitte zu gewinnen?

Angela Merkel hat in ihrer Zeit als Vorsitzende die CDU inhaltlich

stark verändert. Allgemein wird der Prozess als Öffnung

zur politischen Mitte hin beschrieben. Dazu zählen

Themen, die langeZeit in der Union als unveränderbar galten.

Hier die wichtigsten Wegmarken der vergangenen 18

Jahren der Vorsitzenden Merkel:

Atomausstieg: Gegen erbitterte rot-grüne Proteste setzt

Merkel im Bündnis mit der FDP 2010 zunächst eine Verlängerung

der Laufzeiten vonAtomkraftwerken durch. Die waren

zuvor vonder früheren rot-grünen Bundesregierung mit

den Betreibernausgehandelt worden. Doch 2011 –nach

der Tsunami-Katastrophe im Atomkraftwerk vonFukushima

mit einem GAU–verkündet sie abrupt die Kehrtwende zum

Atomausstieg.

„Das Schicksal der SPD hängt nicht vom CDU-Vorsitzenden ab“: LarsKlingbeil.

Lars Klingbeil kam 1978 in Soltau zur Welt

und wuchs in Munster auf. Er studierte Politik,

Soziologie und Geschichte in Hannover.

Seit 2002 ist er Mitglied der SPD.Ergehört

dem Seeheimer Kreis an.

ZUR PERSON

BLZ/WÄCHTER

Er arbeitete u.a. im Wahlkreisbüro vonGerhard

Schröder und als Jugendbildungsreferent

im Landesverband Nordrhein-Westfalen.

2017 wurde Klingbeil zum Generalsekretär

der SPD gewählt.

Bundeswehr: Mit der Aussetzung derWehrpflicht 2011

greift die UnioneineForderung auf, die SPDund Grüne

schonlangeerhoben,inihrerRegierungszeit aber nicht

mehrdurchgesetzt hatten.Zuletzt lehnte Merkel im Zusammenhang

mit derDiskussion über eine allgemeine Dienstpflicht

eine Wiedereinführung der Wehrpflicht klarab.

Frauenquote: Das eher traditionelle, konservativeGesellschaftsbild

der CDU hat Merkel auf breiter Front modernisiert,

etwa bei der Rolle vonFrauen. 2016 tritt die im Koalitionsvertrag

mit der SPD verabredete, gesetzlich festgelegte

Frauenquote von30Prozent für die Aufsichtsräte der größten

Börsen-Unternehmen in Deutschland in Kraft. Im CDU-

Wirtschaftsrat gibt es bis zur Abstimmung im Bundestag Unmut

über die Regelung.

WEGMARKEN

Frau Kramp-Karrenbauer ist mit

einem sehr knappen Ergebnis zur

CDU-Vorsitzenden gewählt worden.

Das zeigt, wie unterschiedlich die

Stimmungslagen in der Union sind.

Das hat sich ja schon in den letzten

Monaten bemerkbar gemacht. Klar

ist: Dasist eine große Aufgabe,die sie

als CDU-Vorsitzende antritt.

Gilt der vereinbarte Koalitionsvertrag

bedingungslos –oder ist jetzt der Zeitpunkt,

an dem beide Seiten neue

Wünsche vorbringen können?

Wir haben mit der Union im Koalitionsvertrag

vereinbart, dass wir

gemeinsam das Leben der Menschen

im Land besser machen wollen.

Diese Aufgabe ist sehr groß: Wir

wollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt

stärken, wir wollen

Deutschland modernisieren, und –

das ist ein ganz wichtiger Punkt –wir

wollen Europa voranbringen. Jetzt

geht es darum, das alles kraftvoll

umzusetzen. Diese Vereinbarung gilt

ohne Wenn und Aber.

Die SPD will Hartz IVüberwinden.

Glauben Sie, Siekönnen Kramp-Karrenbauer

überreden, da mitzumachen?

Die SPD wird im kommenden

Jahr ein umfassendes Konzept für

den Sozialstaat der Zukunft vorlegen.

Danach werden wir zügig mit

der Union sprechen und schauen,

wie weit wir gemeinsam kommen.

Homosexuellen-Ehe: Im Sommer 2017 rückt Merkel vom

klaren Nein der CDU zur Öffnung der Ehe ab.Sie überlässt,

etwas überraschend, den Unions-Abgeordneten in der Sache

eine freie „Gewissensentscheidung“. Der Bundestag

beschließt daraufhin, dass Schwule und Lesben heiraten

und gemeinsam Kinder adoptieren dürfen. Merkel selbst votiertallerdings

dagegen.

Flüchtlinge: Im Sommer 2015 entscheidet Merkel, die

deutschen Grenzen nicht für die Flüchtlingezuschließen,

die in Budapest auf dem Bahnhof gestrandet sind. Sie setzt

sich für deren Integration ein. Verteidigen muss sie ihren

Kurs gegenKonservativeinder Union, die Deutschland stärkerabschirmen

wollen. Mittlerweile sind Regeln für Flüchtlingeunter

Schwarz-Rot verschärft worden.

SEBASTIAN WELLS

Also wollen Siedoch über den Koalitionsvertrag

hinausgehen?

DerSPD geht es bei der Modernisierung

des Sozialstaats darum, den

Zusammenhalt im Land zu stärken,

Deutschland für den digitalen Wandel

fit zu machen und Menschen Abstiegsängste

zu nehmen. Ich bin mir

sehr sicher, die Union wird sich diesem

Wegnicht vollkommen verweigern.

Vieles setzen wir in der Koalition

ja bereits um, zum Beispiel den

sozialen Arbeitsmarkt.

Kramp-Karrenbauer ist Merkel vom

Politikstil her ähnlich. Sind Sie mit

ihrer Wahl zuversichtlicher, was den

Fortbestand der großen Koalition angeht,

als Sieesbei einem CDU-Vorsitzenden

Merz gewesen wären?

Das Schicksal der SPD und die

Weichenstellungen, die wir in unserer

Partei zu klären haben, hängen

nicht davon ab,wer Vorsitzender der

Union ist. Jede der Parteien muss

sich für sich selbst ordnen.

Die CDU hat sich personell erneuert.

Wächst der Druck auf die SPD, esgenauso

zu tun?

Wir haben erst vor wenigen

Monaten mit Andrea Nahles eine

neue Vorsitzende gewählt. Deshalb

gibt es bei der SPD keinen Bedarf,

über personelle Veränderungen zu

reden.

DasGespräch führte Tobias Peter.

Mindestlohn: In der vergangenen Legislaturperiode wird ein

linkes Herzensprojekt der SPD wahr:der gesetzliche Mindestlohn.

Bildung: Nach langem Ringen löst sich die CDU 2011 von

der Tradition des dreigliedrigen Schulsystems. Neben dem

Gymnasium sollen unter dem Dach einer „Oberschule“

Haupt- und Realschulen vereint werden. Als Grund werden

sinkende Schülerzahlen genannt.

Doppelpass: Merkel hält 2016, gegendasVotum eines CDU-

Parteitags, an der doppelten Staatsbürgerschaft fest. Diese war

2014 mit der SPD vereinbartworden. In Deutschland geborene

Kinder ausländischer Elternkönnen neben der deutschen auch

die Staatsbürgerschaftihrer Elternbehalten.


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 3 *

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Die Entscheidung in der CDU

Dokumentiert

„Wir haben

uns nicht irre

machen lassen“

Angela Merkel und ihre

letzte Rede als Vorsitzende

Mit einer für ihre Verhältnisse

emotionalen Rede hat sich

Bundeskanzlerin Angela Merkel

nach 18 Jahren als Parteivorsitzende

der CDU verabschiedet. Nachfolgend

die wichtigsten Zitate aus der

gut halbstündigen Rede:

Zweimal mussten die ehemalige CDU-Vorsitzende Angela Merkelund der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus ihr Votum in die fliegende Wahlurne werfen.

Das Wir-Gefühl

Auf dem Parteitag in Hamburg wählen die Delegierten Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Vorsitzenden.

VonMarina Kormbaki

und Daniela Vates, Hamburg

Der erste Schrei kommt

bei der Zahl 482. „Auf

Friedrich Merz entfielen

482 Stimmen“, sagt der

Tagungsleiter Daniel Günther auf

dem Podium. Vorne links springen

die Delegierten des Saarlands auf

und jubeln. 482 Stimmen. Dasreicht

nicht für einen CDU-Vorsitzenden.

517 für Annegret Kramp-Karrenbauer,

die bisherige CDU-Generalsekretärin

und früheresaarländische

Ministerpräsidentin, ergänzt Günther.

Es ist ein knappes Ergebnis,

aber es ist klar: Kramp-Karrenbauer

ist die neue CDU-Chefin. Wieder

eine Frau. Wieder jemand aus einem

kleinen Landesverband. Kramp-Karrenbauer

lacht und wischt sich ein

paar Tränen aus dem Gesicht. Die

Anspannung ist wegund gleichzeitig

wächst eine neue.

Und spannend ist es gewesen in

der CDU: Sechs Wochen Wettbewerb

ohne klareTendenz, ein ausgeglichen

klatschender Parteitag. Und dann

noch ein zweiter Wahlgang. DieCDU

hat einen Krimi gemacht aus dieser

Vorsitzendenwahl. Und eskann gut

sein, dass der nicht zu Ende ist mit

diesem Parteitag. Die Überschrift

passt dazu. Merkel hat sie sich ausgesucht,

sie hat das Motto ihres letzten

Parteitags als CDU-Chefin bestimmt.

„Zusammenführen. Und zusammen

führen.“ In großen Lettern steht das

wie eine Mahnung über der Bühne,

schwarzauf weiß und mit den Farben

der Deutschlandfahne im Hintergrund.

Es ist das, was als Erstes ins

Auge fällt in der Halle.Esist das,worauf

alle blicken. Es ist das, was klappen

muss, aber schiefgehen kann.

Unversöhnlicher sind die Lager geworden,

und manch unfreundliches

Wort ist gefallen hinter den Kulissen.

Angela Merkel ist die, die diese

Spannung am Vormittag bricht, zumindest

vorübergehend. Eine gute

Stunde läuft der Parteitag da. Dann

ist der Tagesordnungspunkt 8ander

Reihe: der Bericht der Vorsitzenden.

Es ist nicht irgendein Bericht. Ein

paar Stunden später wirdMerkel von

Ihre Vorgängerin Angela Merkel verabschiedet sich –und wird mit minutenlangem Applaus gefeiert

ihrem Platz auf der linken auf die

rechte Seite des Rednerpults wechseln.

Siewirdnicht mehrVorsitzende

sein, nach 18 Jahren. Es bleibt ihr ein

Platz im Präsidium, als „kooptiertes

Mitglied“. Achja, und sie bleibt Bundeskanzlerin.

Das erwähnt Merkel

auch, nebenbei und wie zur Sicherheit.

Bedeutungsschwere hängt also

über diesem Augenblick. Angela

Merkel fährterst mal das Rednerpult

nach oben. „Ich bin klein, aber nicht

so klein“, sagt sie.Die Delegierten lachen

befreit.

Aber es geht ja um etwas auf diesem

Parteitag, auch um ihr Erbe.Merkel

hat sich nicht festgelegt auf einen

Nachfolger.Sie tut es auch jetzt nicht.

Sie versucht, eine zuversichtliche

Stimmung zu schaffen, sie tut es mit

einer eindringlichen Rede.„Die Konservativen

sind von Ihnen ihrer Heimat

beraubt worden“, kritisiert der

baden-württembergische Delegierte

Eugen Adler. Hat Merkel irgendwie

kommen sehen. „Konservativ kommt

nicht vonKonserve“, sagt sie.

Undals Vermächtnis wählt sie ein

besonderes Motiv: „Nicht mit Missmut,

Missgunst und Pessimismus,

sondern immer mit Fröhlichkeit im

Herzen“ müsse man Politik machen.

DieDelegierten feiernsie,Merkel bekommt

einen Taktstock des Star-Dirigenten

Kent Nagano geschenkt und

einen Fresskorb aus Rheinland-Pfalz.

Ein Filmchen gibt es noch über Merkel.

„Thank you for the dance“ –

Danke für denTanz, haben sie als Musik

darübergelegt. Geschafft, die 18

Jahre. Aber es geht ja um die Neuen.

Drei sind es geblieben. 20 Minuten

Redezeit hat jeder vonihnen. Siehalten

sie mehr oder weniger ein.

„Heute,indieser Stunde,indiesem Moment bin ich voneinem einzigen,

alles überragenden Gefühl erfüllt: von dem Gefühl der Dankbarkeit. Es

war mir eine große Freude. Eswar mir eine Ehre!“

Angela Merkel in ihrer letzten Rede als Vorsitzende der CDU

Die Reden könnten viel entscheiden,

hat es im Vorfeld in allen Lagern

geheißen. Eine gute Rede macht einen

Parteivorsitzenden. Eine

schlechte kann die entscheidenden

Stimmen kosten. Die Rednerreihenfolge

bestimmt das Alphabet.

Glück für Kramp-Karrenbauer,

sagen manche.Die Erste habe einen

Aufmerksamkeitsvorteil. Glück für

Merz, der als Zweiter spricht, sagen

andere. Der Zweite könne Leute

wachrütteln. Glück für Spahn, den

Dritten, das finden auch manche.

Der letzte Redner bleibe schließlich

am besten im Gedächtnis.

Unddann ist es so: Kramp-Karrenbauer

probiert esmit dem Wir-Gefühl.

„Ich will, ich kann, ich werde“,

das war das gefeierte Motto ihrer Bewerbungsrede

als Generalsekretärin

im Februar: Nun will sie Parteichefin

werden und ruft: „Wir können das,

wir wollen das,und wir werden das.“

Einweiteres Bild hat sie sich überlegt.

DieCDU sei als Volkspartei „so etwas

wie das letzte Einhorn in Europa“,

sagt sie. Manchmal gibt es auch auf

einem Parteitag in einer riesigen Messehalle

einen Hauch vonRomantik.

Aber es steht noch etwas anderes

im Raum: „Ich habe gelesen, was ich

bin: Mini, eine Kopie, ein einfaches

‚Weiter so‘“, sagt Kramp-Karrenbauer.„Ichstehe

hier als das,was ich

bin“, sagt sie. In 18 Jahren Regierungserfahrung

im Saarland habe sie

„gelernt, was es heißt zu führen“. Dabei

komme es „mehr auf die innere

Stärke als auf die äußere Lautstärke

an“, sagt sie. Esist ein Haken gegen

Merz. Dessen Unterstützer haben

lautstark getrommelt in den letzten

Tagen. Sogar Bundestagspräsident

Wolfgang Schäuble hat sich eingeschaltet

für Merz.ImKramp-Karrenbauer-Lager

wich die Gelassenheit

der offenen Empörung. Peter Altmaier,

der sonst so emsig fröhliche

Wirtschaftsminister, warf Schäuble

einen Dammbruch vor. Andere berichteten,

das Merz-Lager arbeite

mit Drohungen, um Delegierte umzustimmen.

In jedem Fall haben beide Lager

emsig gezählt: Merz’ Leute führten

die großen Landesverbände an: Baden-Württemberg,

die Hälfte von

Nordrhein-Westfalen, ein guter Teil

von Hessen und Niedersachsen sei

für Merz. Die AKK-Leute versuchten,

diese Rechnung zu zerlöchern: Die

Frauen-Union. Der Sozialflügel. Die

andereHälfte vonNRW.Baden-Württemberg

–Merz-Land? Sogar der als

konservativ geltende Innenexperte

der Unionsfraktion Armin Schuster

habe sich doch zu Kramp-Karrenbauer

bekannt. Im Übrigen könne

auch Spahn kein Interesse an einem

Parteichef Merz haben: „Der hat ja

dasselbe Geschäftsmodell wie er.“

Merz bedient in seiner Rede seinen

Rufals Mann klarerWorte.„Ohne

klare Positionen bekommen wir

keine besseren Wahlergebnisse“, sagt

er. Merz gibt sich als Kämpfer gegen

die AfD, erkritisiert Grüne, SPD und

FDP gleich mit. Ein Grundsatzprogramm

reiche nicht aus,umdiese Positionierung

darzustellen, verkündet

er auch – es ist das Rückspiel an

Kramp-Karrenbauer. Merz beteuert,

sowohl Kramp-Karrenbauer als auch

Spahn würden mit ihm als Vorsitzenden

eine führende Rolle in der CDU

behalten. „Ich will der Vorsitzende eines

Teams sein“, beteuertMerz. Es ist

DPA/RAINER JENSEN

das Bedenken, das es in der CDU gibt

beim Namen Merz –dass er auf einem

Egotrip ist, auf einem Rachefeldzug

gegen Merkel, die ihn einst aus

dem Amt des Unions-Fraktionschefs

gekippt hat. Kann er mit Merkel zusammenarbeiten?

„Natürlich geht

das gut“, sagt Merz.

Es könnte sein, dass an dieser

Stelle des Parteitags schon alles klar

ist, weil es Begeisterungsstürme gibt

für den einen oder die andere. Aber

die CDU bleibt geheimnisvoll. Bei

Merz klatschen sie sechs Sekunden

länger, dafür bei Kramp-Karrenbauer

etwas lauter. Ein Plädoyer für

eine Doppelspitze, das könnte man

daraus ableiten. Aber das fordert

nun wirklich keiner in der CDU.

Es ist dann auch noch Spahn an

der Reihe, der tapfer sagt, er wolle

Parteichef werden, weil er weder für

das „Weiter so“ stehe noch für die

Vergangenheit. Er bekommt höflichen

Applaus.

Am Nachmittag verschwinden

dann die Delegierten an ihren Tischen

zwei Mal hinter schwarz-rotgelben

Pappkartons, den sogenannten

Tischwahlkabinen.

Im ersten Wahlgang liegt Kramp-

Karrenbauer vorne mit 450 Stimmen,

Merz an zweiter Stelle mit 392

Stimmen. Für Spahn votieren 157

Delegierte und damit so viele, dass

alles offen bleibt. Ein zweites Mal

Pappkarton aufstellen also.

Und dann kommt das Ergebnis,

der Schrei aus dem Saarland. UndAnnegret

Kramp-Karrenbauer marschiertals

Siegerin nach oben auf die

Bühne,wosie vonder Kanzlerin umarmt

wird. Kramp-Karrenbauer bittet

ihre Konkurrenten, weiter mitzuarbeiten

in der CDU. Sieholt sie auf die

Bühne. Man sei in den letzten Wochen

zusammen durch die Republik

gezogen „wie eine Rockband“, sagt

sie.Und so sollte man doch irgendwie

weiter auftreten.

Friedrich Merz sagt: „Herzlichen

Glückwunsch.“ Und erbittet seine

Fans um Unterstützung für Kramp-

Karrenbauer. Er tut es mit einem

sehr freundlichen Lächeln. Zumindest

für diesen Augenblick sieht es

nach HappyEnd aus.

„Mein erstes Parteitags-Motto

nach der Spendenaffäre als neu gewählte

Vorsitzende der CDU

Deutschlands in Essen im Jahr 2000

lautete: ‚Zur Sache‘. Daswar für viele

gewöhnungsbedürftig. Wo steht hier

Deutschland? Nirgends. Wo steht

hier Zukunft? Nirgends.Wosteht hier

etwas vongestalten, vonWerten, von

Sicherheit? Nirgends. Nur: ‚Zur Sache‘.

Damit fing es an. Typisch Merkel.“

„Eine Schicksalsstunde der

Christlich Demokratischen Union

Deutschlands –die haben wir vor18

Jahren erlebt. Das war die Bewältigung

der Spendenaffäre, als die CDU

politisch, moralisch und nicht zu

vergessen finanziell vor dem Aus

stand, als nicht wenige ihr ein

Schicksal wie das der italienischen

Democrazia Cristiana vorhergesagt

hatten. Doch wir haben nicht klein

beigegeben. Wirhaben uns nicht irre

machen lassen. Wir haben einen

kühlen Kopf bewahrt. Wirhaben uns

auf unsere eigenen Stärken besonnen.

Wir haben unseren eigenen

Stärken vertraut und wir haben es allen

gezeigt.“

„Was hat Sie und mich als CDU-

Vorsitzende vor über 18 Jahren eigentlich

zusammengeführt? Damals

nach der uns so sehr zusetzenden

Spendenaffäre war es sicher –vorsichtig

gesprochen – ein kleines

Wagnis. Vor allem aber ein unerschütterlicher

Glaube an die Zukunft,

mit dem wir uns aufeinander

eingelassen haben.“

Zu 50 Jahren Regierungsbeteiligung

von CDU/CSU im Bund: „Gelungen

ist das, weil wir immer auf

beides geachtet haben: Politik zu gestalten

auf der Grundlage unserer

Werte – aber auch mit der Bereitschaft

wahrzunehmen, was um uns

herum geschieht. [...] Weil wir immer

wussten, dass konservativ nicht von

Konserve kommt, sonderndavon, zu

bewahren, was uns starkmacht, und

zu verändern, was uns hindert.“

„Bei all dem haben wir uns gegenseitig

nicht geschont. Wirhaben

uns gefordert. Wir haben uns auch

gegenseitig etwas zugemutet. Ich

Euch. Aber ich erlaube mir zu sagen,

dass es auch –ganz, ganz selten natürlich

–auch mal umgekehrt war.

(…) Was haben wir uns vorenthalten?

Sie haben mir gar nichts vorenthalten.

Ich habe intensiv darüber

nachgedacht –mir ist nichts

eingefallen. Ichhabe umgekehrtIhnen

und Euch manchen richtig deftigen,

scharfen Angriff auf den politischen

Gegner –obvon links oder

rechts –vorenthalten und stattdessen

das Florett gewählt oder es vorgezogen,

zu schweigen und gar

nicht erst über das Stöckchen zu

springen, das man mir hin hielt. Ich

weiß sehr wohl, dass ich Eure Nervendamit

sehr auf die Probe gestellt

habe.“


4** Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Politik

NACHRICHTEN

Verfassungsschutz-Chef will

AfD beobachten lassen

Derneue Präsident des Bundesamts

fürVerfassungsschutz (BfV), Thomas

Haldenwang, will einem Focus-Bericht

zufolge den Einsatz seiner Behörde

gegen die rechte Szene in

Deutschland verstärken. Haldenwang

setzt sich für eine nachrichtendienstliche

Beobachtung der AfD

ein, wie das Magazin in seiner neuen

Ausgabe berichtet. (AFP)

Ermittler sollen leichteren

Zugriff auf Mails bekommen

Ermittler sollen zurVerfolgung

schwerer Straftaten einfacher Zugriff

auf E-Mails und Chat-Mitteilungen

aus anderen EU-Ländernerhalten.

DieJustizminister der EU-Staaten

sprachen sich am Freitag in Brüssel

mehrheitlich dafür aus,neue Regeln

für die länderübergreifende Datenfreigabe

zu schaffen. Siesehen vor,

dass Dienstanbieter wie die Telekom

künftig innerhalb vonzehn Tagen auf

Auskunftsanträge aus dem EU-Ausland

antworten müssen. In Notfällen

soll sogar verlangt werden können,

Informationen binnen sechs Stunden

herauszugegeben. (dpa)

Aus für Rettungsschiff

„Aquarius“

Panama hatte dem Flüchtlingsrettungsschiff

„Aquarius“ die Flagge entzogen. DPA

Nach massivem Druck aus der Politik

stellt das Flüchtlingsrettungsschiff

„Aquarius“ seine Mission im

Mittelmeer endgültig ein. DieEntscheidung

sei „äußerst schwierig“

gewesen und die Folge „dauernder

Attacken“ auf die Einsätze, erklärte

am Donnerstag der Geschäftsführerder

Hilfsorganisation SOS

Méditerranée,Frédéric Penard. Die

Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen,

der zweite Betreiber der

„Aquarius“, sprach voneinem

„finsteren Tag“. Panama hatte der

„Aquarius“ Ende September auf

Betreiben Italiens die Flagge entzogen.

(AFP)

Resolution zur Verurteilung

der Hamas vor UN gescheitert

In der UN-Vollversammlung ist ein

Resolutionsentwurfzur Verurteilung

der radikalislamischen Hamas gescheitert.

Zwar unterstützte eine

Mehrheit von87Staaten am Donnerstag

den vonden USA eingebrachten

Entwurf, die erforderliche

Zwei-Drittel-Mehrheit wurde aber

verfehlt. Israels Ministerpräsident

Benjamin Netanjahu lobte am Freitag

dennoch, dass sich eine „große

Mehrheit“ hinter den Entwurfgestellt

habe. (AFP)

Neue Verhaftungswelle in

der Türkei

Dietürkischen Behörden haben erneut

Dutzende Haftbefehle gegen

mutmaßliche Anhänger der Gülen-

Bewegung im Militär ausgestellt.Wie

die amtliche Nachrichtenagentur

Anadolu am Freitag berichtete,wurden

41 der 87 Haftbefehle der Staatsanwaltschaft

in AnkaraamVormittag

vollstreckt. Beiden Verdächtigen

handelte es sich zumeist um frühere

UnteroffiziereimKommando der

Luftwaffe,die eine führende Rolle

beim Putschversuch im Juli 2016 gespielt

hatte. (AFP)

Dem System den Schrecken nehmen

VonRasmus Buchsteiner

Wir werden HartzIVhinter

uns lassen“, hatte

Andrea Nahles Anfang

November bei einem

Debattencamp ihrer Partei angekündigt.

Doch wie? Die SPD-Chefin

blieb vage. Nebulös kündigte sie ein

„Bürgergeld“ als neue Grundsicherung

an, Zuschüsse zu Sozialabgaben

und den weitgehenden Wegfall

von Sanktionen. Ein Detailkonzept

blieb sie schuldig.

Wenn der Parteivorstand der SPD

am nächsten Freitag zu seiner Klausurtagung

zusammenkommt, wird

die Zukunft von Hartz IV ein zentrales

Thema sein. Auf der Gästeliste

steht der Name eines Mannes, der

dagegen kämpft, das System völlig

infrage zu stellen: Detlef Scheele,der

Chef der Bundesagentur für Arbeit

(BA).

Der Mann ist Sozialdemokrat,

war früher Sozialsenator in Hamburg.

Als Chef der Bundesagentur für

Arbeit trägt er Verantwortung für

Zehntausende Jobcenter-Mitarbeiter

und registriertderen Verunsicherung

angesichts der nicht nur von

der SPD,sondernauch vonden Grünen

befeuerten Debatte über die Abschaffung

vonHartz IV.

Druck aus den Landesverbänden

Liebe Yael,

pünktlich zum ersten Advent bin ich

wieder in TelAviv gelandet, es war

auch der erste Tagvon Chanukkah.

Im Flugzeug saßen viele Israelis, die

Stimmung war gut. Kaum hatte das

Flugzeug aufgesetzt, riss eine Frau

die Arme in die Luft, klatschte,trampelte,

juchzte. Andere stimmten in

ihren Freudengesang ein. Das Flugzeug

bebte. Als wären wir auf dem

Mond gelandet.

Die Frau sah aus wie ein in die

Jahre gekommenes Hippie-Mädchen.

Keine Ahnung, was mit ihr los

war, was sie genommen hatte, wie

lange sie in Indien gewesen war.

Aber ehrlich gesagt, glaube ich, der

Grund für ihre überschwängliche

Reaktion war ganz banal: Sie war

froh, zu Hause zu sein.

Fast jedes Mal, wenn ich nach Tel

Aviv fliege, gibt es Beifall bei der

Landung, können Fluggäste es

kaum erwarten, von Bord zugehen

und ihre Koffer abzuholen. Neulich

stand ich neben einer Frau am Gepäckband,

die kaum, dass sie ihren

Koffer bekommen hatte, mehrere

Outfits ausprobierte.Wie vor einem

Date.

Der schönste Moment aber ist

der, wenn man den geschlossenen

Teil des Ankunftsbereichs verlässt

und die Flughafenhalle betritt. Hinter

der Absperrung warten Scharen

von Frauen, Männern, Kindern,

Großfamilien. Siehaben sich schick

gemacht, halten Luftballons in

Herzform und Willkommens-Schilder

in die Höhe. Man hat das Gefühl,

mitten in eine Überraschungsparty

geplatzt zu sein.

Statt Hartz IV komplett abzuschaffen, setzen die Gewerkschaften auf eine Reform

Mehr Geld für Kinder –auch das sieht der Entwurf des Gewerkschaftsbundes vor.

Für den Auftritt bei der SPD-Klausur

hat BA-Chef Scheele extraeinen

TagUrlaub genommen –wohl vor

allem, um seinen Genossen ins Gewissen

zu reden. „Drangsalieren,

das findet in den Jobcentern nicht

statt“, hatte sich Scheele kürzlich

erst zu Wort gemeldet und einer völligen

Abschaffung der Sanktionen

bei Hartz IV eine Absage erteilt.

Nicht ohne Wirkung. Mancher in

der SPD-Führung zweifelt bereits,

ob es tatsächlich klug wäre, die

Schröder'schen Arbeitsmarktreformen

komplett abzuwickeln. Doch

der Druck aus den Landesverbänden

ist erheblich.

In diese laufende Debatte hinein

platzieren die Gewerkschaften nun

ein neues Reformkonzept. Das Bemerkenswerte

daran: Das Elf-Seiten-Papier

des Deutschen Gewerkschaftsbundes

(DGB), das der Berliner

Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland) vorliegt, sieht keinesfalls

die völlige Abschaffung von

Hartz IV vor, 1,6 Millionen Menschen

sollen jedoch dauerhaft aus

dem System herausgeholt werden.

Zu den möglichen Kosten der Reformgibt

es in dem Papier keine Angaben.

IMAGO

Der Winter beginnt

TelAviv –Berlin

Anja Reich

Eine Kollegin findet die israelischen

Flughafenbegrüßungsszenen

kitschig und übertrieben, hat sie mir

gesagt. Mich dagegen fasziniert es

immer wieder aufs Neue, wie sich

supercoole Israelis in aufgeregte Kinder

verwandeln, nur weil sie wieder

zu Hausegelandet sind.

Nurein einziges Malhabe ich etwas

Vergleichbares erlebt, auf einem

Flug von Miami nach Havanna.

An Bord waren Exilkubaner,

beladen mit Geschenken für die Familien.

Als das Flugzeug in Havanna

landete, war die Hölle los. Jubel,

Schreien, Lachen, Weinen. Auch mir

schossen Tränen in die Augen. Ich

kannte die Leute um mich herum

nicht, ich wusste nicht, was sie erlebt

hatten, wie schwer der Abschied

von ihren Familien gewesen

war, die Flucht, der Anfang in der

neuen Welt. Aber ich konnte ihre

Freude spüren, wieder in der Heimat

gelandet zu sein –und die Wehmut,

zu wissen, dass die Heimat

nicht mehr das Zuhause ist.

Als ich am Sonntag in Israel landete,

konnte ich es kaum erwarten,

in mein Viertel zu fahren, die Tür

zum Haus aufzuschließen, wo mein

Bett und mein Schreibtisch stehen

und meine Bücher im Regal. Heimatgefühl

würde ich es nicht nennen,

aber es war ein neues Gefühl.

Schon in Delhi auf dem Flughafen

habe ich es gespürt, als ich das erste

Mal seit Tagen wieder Hebräisch

hörte. Und sogar ein paar Brocken

verstand. Wieduweißt, lerne ich seit

Zentrales Ziel des DGB ist es, Abstiegsängste

zu nehmen. Unter anderem

wirdeine deutlich verlängerte

Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld

Igefordert –auf bis zu 34 Monate.

„Das Hartz-IV-System würde seinen

Schrecken verlieren und die sozialstaatlichen

Auffangversprechen sowie

die Verbesserungen bei den vorgelagerten

Sicherungssystemen

würden die Ängste vieler Menschen

vor sozialem Abstieg deutlich minimieren“,

argumentieren die Gewerkschaften.

Arbeitnehmer mit mindestens

zehn Beschäftigungsjahren sollen

laut dem Reformvorschlag länger

Arbeitslosengeld Ibeziehen –für je

zwei Jahre imJob würde demnach

ein zusätzlicher Leistungsmonat

gewährt. „Wer beispielsweise insgesamt

20 Jahre sozialversicherungspflichtig

gearbeitet hat, bekäme bis

zu zehn Monate länger Arbeitslosengeld“,

heißt es in dem Papier.

Unter 50-Jährige erhalten nach jetziger

Rechtslage Arbeitslosengeld I

höchstens für ein Jahr, über 50-Jährige

gestaffelt nach dem Alter bis zu

zwei Jahre. Experten warnen jedoch,

eine verlängerte Bezugsdauer

könne ein Anreiz sein, früher aus

dem aktiven Berufsleben auszusteigen.

Rechtauf Weiterbildung

Geht es nach dem Gewerkschaftsbund,

soll künftig kein Vollzeit-Beschäftigter

mehr auf die Grundsicherung

angewiesen sein, nur weil

er oder sie Kinder hat. Dazu wird

eine massive Aufstockung von

Wohngeld und Kinderzuschlag vorgeschlagen.

Zudem soll der Regelsatz

von aktuell monatlich bis zu

416 Euro neu berechnet und ein

Recht auf Weiterbildung sowie einen

geförderten Arbeitsplatz eingeführt

werden. Das bestehende

„Sanktionsregime“ bei Hartz IV

müsseüberwunden werden.

DerVorstoß des DGB ist insofern

bemerkenswert, weil dessen Positionen

zuletzt immer wieder mehr oder

weniger direkt zu SPD-Politik geworden

waren –etwainder Rentenpolitik.

Folgt Nahles nun den DGB-Überlegungen

und erklärtsie kurzerhand

zur Blaupause für eine Hartz-IV-Reform?

Bundesagentur-Chef Scheele

dürfte bei dem Gedanken schwindelig

werden.

Rasmus Buchsteiner findet:

Die SPD ist in der Hartz-

IV-Debatte unter Zugzwang.

ein paar Monaten Hebräisch. Einmal

in der Woche kommt eine freundliche

ältereDame namens Zipi zu uns

nach Hause, und Alex und ich werden

für eine Stunde zu Erstklässlern

und lernen, was: „Ich wohne in Tel

Aviv.“ –„Ichtrinke Kaffee mit Milch.“

– „Das Fenster ist groß“, heißt.

Manchmal frage ich mich, wozu ich

mir solche Mühe gebe, wenn man

sich in Israel doch so gut mit Englisch

durchschlagen kann und hier in

Jaffa sowieso fast alle Arabisch sprechen.

Aber wenigstens kann ich jetzt

im Gemüseladen fragen, was die Tomaten

kosten.

Die letzte Stunde mit Zipi hatten

wir vor drei Tagen, wir haben die

Zahlen gelernt, Misrapim, und was

Regen heißt: „Geschem“ und viel Regen:

„harbä Geschem“. Es war der

Tag, an dem es zu stürmen begann,

es hat bis jetzt nicht wieder aufgehört.

Unser Hof ist überschwemmt.

Im Haus ist es kühl. Ich habe meine

Hausschuhe in Berlin vergessen und

trage Flipflops wie im Hochsommer.

Mit Socken. Nicht mal der Kater hat

Lust rauszugehen. Nachts ist der Regen

stärker geworden. Ichwurde von

einem fremden Geräusch geweckt.

Es klang wie der Sekundenzeiger einer

Uhr. Wirhaben keine Uhrmit Sekundenzeiger.Ich

standauf und sah,

wie der Regen durch die Decke ins

Wohnzimmer tropfte.Tick, tick.

DerHandwerker,der das Dach reparieren

soll, begrüßt Alex mit Handschlag.

Als ich ihm meine Hand hinhalte,dreht

er sich weg.

Ich glaube, in Tel Aviv hat der

Winter begonnen.

Deine Anja

Verkaufen

statt

verhandeln

Ex-Moderatorin von Fox wird

UN-Botschafterin der USA

VonKarlDoemens, Washington

Präsident Bill Clinton schickte die

Ex-Sicherheitsberaterin und

Georgetown-Professorin Madeleine

Albright. Barack Obama beauftragte

seine außenpolitische Beraterin Susan

Rice.Die deutsche Kanzlerin Angela

Merkel beförderte ihren langjährigen

außenpolitischen Vordenker

Christoph Heusgen: Der Botschafterposten

bei den Vereinten

Nationen gilt als äußerst anspruchsvoll

–die Materie ist extrem komplex,

das diplomatische Parkett vermint.

Insofern überrascht es zunächst,

dass US-Präsident Donald Trump

nach übereinstimmenden Medienberichten

eine Frau namens Heather

Nauertausgewählt hat, um sein Land

künftig in NewYork zuvertreten. Die

48-Jährige arbeitet erst seit anderthalb

Jahren im State Department und

verfügt über eine sehr begrenzte außenpolitische

Erfahrung. Doch die

zweifache Mutter bringt etwas mit,

das für Trump von entscheidender

Bedeutung ist: Sie ist ihm gegenüber

unbedingt loyal. Und sie hat in der

Vergangenheitals Moderatorinseiner

Lieblings-Fernsehsendung „Fox &

Friends“ eine gute Figur gemacht.

Nauerts Vorgängerin Nikki Haley,

die im Oktober ihren Abschied vom

Botschafteramt angekündigt hatte,

war zwar auch keine außenpolitische

Expertin gewesen, als sie den

Posten im Frühjahr 2017 übernahm.

Als ehemalige Gouverneurin von

South Carolina brachte sie aber politisches

Gewicht mit und entwickelte

sich schnell zu einer internationalen

Heather Nauerthat als Moderatorin bei

„Fox &Friends“ Karriere gemacht.

Ansprechpartnerin, die den blassen

Außenminister Rex Tillerson in den

Schatten stellte. Mehrfach –vor allem

in der Russlandpolitik –vertrat

sie eigene, vom Präsidenten abweichende

Positionen.

Unbedingte Treue

Beides ist vonNauertnicht zu erwarten.

Siedurfte als Sprecherin des State

Departments erst unter dem neuen

Amtschef Mike Pompeo in Erscheinung

treten und dankt dies mit unbedingter

politischerTreue.Weder muss

Trump künftig mitWiderworten noch

Pompeo mit Konkurrenz rechnen.

Offenbar wolle Trump bei den UN lieber

„eine hochkarätige Verkäuferin“

haben als „jemanden, der eine wichtige

Rolle bei der Festlegung vonPolitik

hat“, urteilt dieNewYork Times.

Tatsächlich waren inder Vergangenheit

eine Reihe von Namen für

den Posten gehandelt worden –

darunter auch der des amerikanischen

Botschafters in Deutschland,

Richard Grenell, dessen Bestätigung

im Kongress aber mutmaßlich auf

zähenWiderstand gestoßenwäre. Im

Sommer hatte Trump sogarkurzfristigventiliert,

seine Tochter Ivanka in

ihre Heimatstadt New York zuschicken.

Doch diewinkte ab.

Dass Trump nun die weitgehend

unbekannte Außenamts-Sprecherin

Nauert schickt, die ervor allem lobt,

weil sie„seit langem eine Unterstützerin

ist“, enthält als Subtext auch

eine klare Botschaft an dieVereinten

Nationen. Eine respektvolle Verbeugung

istesnicht.

AFP


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 5

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Politik

Ein Klima der Gewalt

Am Wochenende werden erneut Ausschreitungen in Frankreich erwartet. Zahlreiche kulturelle Einrichtungen und Läden bleiben geschlossen

VonBirgit Holzer,Paris

Welche Szenen der Gewalt

werden sich an

diesem Sonnabend in

Paris abspielen? Mit

großer Sorgeblicken viele Bürger und

die französische Regierung auf den

„Vierten Akt“, den die Protestbewegung

der „Gelbwesten“ angekündigt

hat. Erneut drohen gewaltsame Unruhen

durch Schläger, die teils vom

ultrarechten wie -linken Rand kommen.

„Die drei letzten Wochen haben

ein Monster hervorgebracht, das seinen

Erschaffern entkommen ist“,

sagte Innenminister Christophe Castaner

mit Blick auf die „Gelbwesten“,

die Mitte November mit Straßenblockaden

im Protest gegen steigende

Spritpreise und hohe Lebenshaltungskosten

begannen –und deren

Aktionen seither stellenweise in Straßenschlachten

ausgeartet sind. In Paris

würden nur ein paar Tausend Demonstranten

erwartet, so Castaner,

aber eine Minderheit sei „extrem gewaltbereit“.

Man reagiere mit einem

außerordentlichen Aufgebot an Polizisten

und Gendarmen.

Landesweit kommen 89 000 Sicherheitskräfte

zum Einsatz, davon

8000 in der Hauptstadt. Erstmals

werden auch gepanzerte Gendarmerie-Fahrzeuge

bereitgestellt, die Barrikaden

zerstören können. Diesozialen

Netzwerken quellen vorAufrufen

zur Gewalt über.Einer der ursprünglichen

Initiatoren der „Gelbwesten“,

der Lastwagenfahrer Eric Drouet,

rief erst zum „Putsch“ und zum

Bereits am Freitag gab es in Paris erneut Demonstrationen. Am Wochenende sind in der Hauptstadt 8000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Sturm auf den Élysée-Palast auf, bis

er nun angab,auf der Ringautobahn

um Paris zudemonstrieren: „Wenn

eine Institution, ein Monument, ein

Geschäft angegriffen wird, waren es

nicht die Gelbwesten!“

Läden im Umfeld der Champs-

Élysées sollen am Sonnabend nicht

öffnen. Auch der Eiffelturm, mehrere

Opern- und Theaterhäuser sowie

rund ein Dutzend Pariser Museen

vom Louvre bis zum Grand Palais

bleiben geschlossen. Einige Fußballspiele

der Ligue 1werden verschoben,

doch ein „Marsch für das Klima“

Die Bewegung der „Gelbwesten“ wird aus

höchst unterschiedlichen politischen Lagern

gespeist. Laut einer Umfragesind besonders

viele Unterstützer Anhänger der Rechtspopulistin

Marine Le Pen. Auch bei Wählerndes

Linksaußenpolitikers Jean-Luc Mélenchon ist

der Anteil hoch. Beide Politiker gehören zu

den erbittertsten Widersachernvon Macron.

AUFSTAND IN GELB

In densozialen Netzwerken im Internet werden

kommendeAktionengeplant.Esversammeln

sich dabei häufig Menschen, die sichnie

zuvorpolitisch engagiert haben. IhreForderungensind

unterschiedlich und reichen von

„mehrKaufkraft für die Franzosen“ biszueinemSturz

Macrons. Der kleinste gemeinsame

Nenner ist die Wutüber steigende Spritpreise.

AP/THIBAULT CAMUS

soll stattfinden – gerade weil auf

Druck der „Gelbwesten“ die für Januar

geplante Erhöhung der Ökosteuer

auf Benzin und Diesel abgesagt

wurde.

Dies gehört zuden Zugeständnissen,

die Premierminister Édouard

Philippe in dieserWoche machte.Obwohl

er damit einer Ausgangsforderung

der„Gelbwesten“ entgegenkam,

halten diese das Einlenken jedoch für

zu spät. Eine deutliche Mehrheit der

Franzosen unterstützt die Widerstandsbewegung,

die eine große Wut

auf Präsident Emmanuel Macron

ausdrückt. Er wird sich erst Anfang

nächster Woche äußern, um „nicht

noch Öl ins Feuer zu gießen“, hieß es.

Inzwischen veröffentlichten die

größten Gewerkschaften einen Appell

für Gewaltlosigkeit. Auch die Oppositionsparteien

riefen zur Ruhe

auf, abgesehen vom radikalen Linkspolitiker

François Ruffin. Am Montag

wollen seine Partei „Widerspenstiges

Frankreich“, Sozialisten und Kommunisten

einen Misstrauensantrag

gegen die Regierung stellen. Da Macrons

LREM-Partei die Mehrheit in der

Nationalversammlung besitzt, hat er

wenig Aussicht auf Erfolg.

Die schwere Krise, der der Präsident

gegenübersteht, droht sich

trotzdem auszuweiten. Nächste Woche

demonstrieren die Transportunternehmen

und die Landwirte, während

sich die Situation in vielen Schulen

zuspitzt. Hunderte Einrichtungen

wurden in den vergangenen Tagen

blockiert und in einem Gymnasium

westlich vonParis rund 150 Jugendliche

festgenommen. Nachdem die

Schüler Steine auf Polizisten geworfen

hatten, ließen diese sie in Reihen

niederknien. Bildungsminister Jean-

Michel Blanquer räumte ein, dass es

sich um „schockierende Bilder“ handele,

rechtfertigte das Vorgehen aber

mit dem „Klima außergewöhnlicher

Gewalt“ im Land.

Birgit Holzer hat in zehn

Jahren in Paris keine so

schweren Krawalle erlebt.

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6* Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Wirtschaft

NACHRICHTEN

MÄRKTE

XXXLutz-Gruppe übernimmt

Möbeldiscounter Poco

DieÜbernahme des deutschen Möbeldiscounters

Poco durch die österreichische

XXXLutz-Gruppe steht

fest. Nach der Einigung mit dem krisengebeutelten

Möbelkonzern

Steinhoff Ende Aprilseien nun alle

Details geklärtund die Verträge

unterschrieben, teilte XXXLutz mit.

Auch die Zustimmung des Kartellamts

liege inzwischen vor. Poco werde

künftig weiterhin als eine selbstständige

Einheit innerhalb der

Gruppe mit eigenem Management

geführt. Auch die Zentralen in Bergkamen

und Hardegsen bleiben unverändert,

so das Unternehmen. Die

Umsätzevon XXXLutzsteigen durch

die Übernahme auf 5,8 Milliarden

Euro. (dpa)

Opec einigt sich auf

Öl-Förderkürzung

DasÖlkartell Opec hat sich mit den

verbündeten Nicht-Opec-Ländern

einschließlich Russland („Opec+“)

auf eine Drosselung der Ölproduktion

geeinigt. Für Autofahrer und

Verbraucher weiterer Öl-Endprodukte

könnte es aufgrund der geringeren

Menge daher künftig teurer

werden. Wieder iranische Ölminister

Bidschan Namdar Sanganeh am

Freitag in Wien dem iranischen

Staatsfernsehen sagte,wollen die 25

kooperierenden Staaten künftig

1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl

proTag weniger fördern. Dabei entfallen

800 000 Barrel auf die Opec-

Staaten, die restlichen 400 000 auf

die Verbündeten. (dpa)

Stabile Preise für

Weihnachtsbäume

Ein Meter Nordmanntanne kostet 18 bis

23 Euro. FOTO: KÄSTLE/DPA

Diediesjährigen Preise für Weihnachtsbäume

sind stabil: Für einen

Meter Nordmanntanne müssen

Kunden zwischen 18 und 23 Euro

zahlen, sagte Martin Rometsch vom

Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger.Die

lange Trockenheit

hat laut Rometsch bundesweit

etwa 30 Prozent des jüngsten Weihnachtsbaumjahrgangs

vernichtet.

Regional sei das aber sehr unterschiedlich

ausgefallen und müsse

nicht zwangsläufig zu Knappheit

und hohen Preisen führen. Bundesweit

werden jedes Jahr 23 bis 25 Millionen

Bäume verkauft. (dpa)

Käufer für Lieferdienst

Eismann gesucht

DerTiefkühlkostlieferdienst Eismann

steht zum Verkauf. Es gebe

bereits drei ernsthafte Interessenten,

berichtete ein Firmensprecher

am Freitag. Spätestens bis zum Sommer

soll der Verkaufsprozess abgeschlossen

sein. Zuvorhatten die

„Wirtschaftswoche“ und die „Lebensmittel

Zeitung“ über die Pläne

des Eismann-Mehrheitseigentümers,des

niederländischen Finanzinvestors

Gilde,berichtet. Eismann

gilt als Nummer zwei hinter Bofrost

im hartumkämpften deutschen

Marktfür Tiefkühlkostlieferungen.

Onlineanbieter wie Rewe und Amazonsichernsich

immer größereStücke

des Markts und setzen die etablierten

Dienste unter Druck. (dpa)

Bei der Bahn steigen die Fahrgastzahlen–und die Preise.

Mieter können auf Entlastung hoffen

Nach der Reformkönnte die Grundsteuer die Mieten hochtreiben–deshalb soll sie nicht mehr umgelegt werden

Von Timot Szent-Ivanyi

Die Bahn fährt auf Verschleiß

Bundesrechnungshof rügt Finanzpolitik –Tickets im Fernverkehr 1,9 Prozent teurer

Von Frank-Thomas Wenzel

Die Bahn baut zum Fahrplanwechsel

am Sonntag

ihrAngebotaus.Dochzugleich

wird die Kritik am

Staatskonzern und am zuständigen

Verkehrsministerium massiver. Es

geht nicht nur um Ticketpreise,sondernumGrundsätzliches.

Positiv für die Fahrgäste sind die

Änderungen auf der neuen ICE-Strecke

von Berlin nach München. Dort

sollen künftig in jede Richtung täglich

fünf statt bisher drei Sprinterzüge

unterwegs sein. Zudem soll auf der

Strecke die neueste Version des Intercity-Express

auf die Schiene kommen.

Die Verbindung zwischen den

beiden Metropolen ist eine Erfolgsgeschichte

geworden: Mit4,4 Millionen

Fahrgästen seit der Eröffnung

vor knapp einem Jahr sind deutlich

mehr Passagiere eingestiegen als erwartet.

An derNachfrage fehlt es nicht

Auch der Frankfurter Flughafen wird

mit dem Fahrplanwechsel häufiger

angefahren, nämlich täglich von 14

statt elf Zügen in beide Richtungen.

Mitdem ICE gibt es eine neue Direktverbindung

von Berlin nach Wien.

Hinzu kommt eine Ausweitung des

Angebots für langsamere Intercity-

Verbindungen –etwa von NRW in

Richtung Osten.

Im Regionalverkehr in mehreren

Metropolregionen fahren S-Bahnen

sehr bald in einer höheren Frequenz.

tion eine Position zur Umlagefähigkeit

dieser neuen Grundsteuer auf

die Miete erarbeiten", fügte er hinzu.

Auch ein Sprecher des für den Baubereich

zuständigen Bundesinnenministeriums

vonHorst Seehofer (CSU)

erklärte,man werdedie Frage prüfen.

Bislang hat die Höhe der Grundsteuer

nur deshalb eine Bedeutung

für die Mieter,weildie Steuer wie andere

Betriebskosten auf die Miete

aufgeschlagen werden kann. Das ist

in der Betriebskostenverordnung geregelt,

die aber durch die große Koalition

geändert werden könnte. „An

mir wird das bestimmt nicht scheitern",

hatte Scholz gesagt. Er sei aber

nur für das Steuer-, nicht für das

Mietrecht zuständig.

Die Debatte über die Umlagefähigkeit

war aufgekommen, nachdem

DieBahn reagiertmit all dem auf steigende

Fahrgastzahlen. An Nachfrage

nach Beförderung auf der Schiene

hapertesalso offenbar nicht.

Jedenfalls scheut sich der Staatskonzern

auch nicht, höhere Preise

vonseinen Kunden zu verlangen. Im

Fernverkehr werden die regulären Tickets

im Durchschnitt 1,9 Prozent

teurer, wie die Bahn mitteilt. Wegen

Sonderangeboten und Rabatten gebe

es aber nur einen Aufschlag von

0,9 Prozent. Im Regionalverkehr werden

1,5 Prozent aufgeschlagen –das

gilt für Fahrten über die Verkehrsverbünde

hinweg. Vielfahrer werden

deutlich stärker zur Kasse gebeten.

Die Bahncard 100 verteuert sich um

fast 3Prozent. DiePreise für Platzreservierungen

sowie für die Bahncard

25 und Bahncard 50verändern sich

nicht. Weraber sein Tickets im Zug

kauft, muss künftig 19 Euro stattbislang

12,50 Euro zahlen – ein Aufschlagumsageundschreibemehrals

50 Prozent.

DasBündnis „Bahn für Alle“ kritisiert,

dass die Preise grundsätzlich zu

hoch seien, besonders in Anbetracht

der vielen Verspätungen und Zugausfälle.Zudem

wirdbemängelt, das

Nebeneinander von Normal-, Sparund

Supersparpreisen und sonstigen

Vergünstigungen mache die Bahn

nicht attraktiver, sondern wirke abschreckend.

Die Bahn brauche ein

einfacheres und preiswerteres Tarifsystem.

Das Bündnis, zudem Fahrgastverbände

und Umweltschützer gehören,

macht darauf aufmerksam,

dass das Bahnfahren sich in den vergangenen

15 Jahren doppelt so stark

wie die allgemeine Inflation verteuert

habe. Besonders heftig fällt der

Zuschlag bei der beliebten Bahncard

50 aus, für die ein Aufschlag von 85

Prozent errechnet wurde.

Scholz sein Modell für eine Reform

der Grundsteuer vorgelegt hatte. Es

läuft darauf hinaus, dass die Steuer

vorallem in den ohnehin schon teuren

Wohnlagen weiter steigen wird.

DaswürdedieMietendortnachoben

treiben, wenn die Steuer weiter abgewälzt

werden kann. Die Opposition

warf dem Minister daher einen

„staatlichen Mietenturbo“ vor.

Scholz weist das zurück.

Die Reform der Grundsteuer ist

nötig, weil das Bundesverfassungsgericht

im Aprildie bisherige Berechnungsmethode

mit den sogenannten

Einheitswerten für verfassungswidrigerklärthat.Siesindhoffnungslos

veraltet: In den westdeutschen

Bundesländernwurden die Einheitswerte1964

festgelegt, in den ostdeutschen

Bundesländernreichen sie so-

FOTO: CHRISTOPH SOEDER/DPA

Dass da was grundsätzlich faul ist,

ist Beobachtern seit Längerem klar.

Der Bundesrechnungshof hat dafür

nun viele Argumente geliefert. Obwohl

der Bund seit 2009 rund 30 Milliarden

Euro zur Verbesserung der

Bahn-Infrastruktur zur Verfügung

gestellt habe, sei das „krasse Gegenteil“

eingetreten, so KayScheller,Präsident

des Bundesrechnungshofs.

Das System der Finanzierung durch

denStaatseigescheitert.Eswerdeauf

Verschleiß gefahren.

Falsche Anreizefür die Bahn

Scheller greift Verkehrsminister

Scheuer (CSU) direkt an: Dessen

Haus wisse nicht, wie die Bahn die

Mittel einsetze, undwolle daran auch

nichts ändern. Eingravierendes Beispiel

für Missmanagement ist laut

Scheller die Unterscheidung in Instandhaltungsinvestitionen,

die die

Bahn mit eigenem Geld bezahlen

muss,und in Ersatzinvestitionen, die

der Staat übernimmt. Das bedeute

nichts anderes als die Aufforderung,

die Instandhaltung von Gleisen und

Brücken so lange hinauszuzögern,

bis sie ersetzt werden müssen. Denn

damit spart die Bahn viel Geld. Dies

ist aber auch ein Grund für zunehmende

Verspätungen und Ausfälle.

Der Ruf nach einem grundlegenden

Umbau der Bahn wirdlauter.Die

Deutsche Bahn sei ein riesiger Moloch,

der nicht gesteuertwerdenkönne,

sagt Sven-Christian Kindler,

Haushaltsexperte der Grünen-Bundestagsfraktion.

Für Mieter besteht die Hoffnung,

dass die Wohnkosten durch die

geplante Reform der Grundsteuer

doch nicht steigen. Nachdem sich

Bundesfinanzminister Olaf Scholz

(SPD) dafür ausgesprochen hat, dass

künftig die Grundsteuer nicht mehr

auf die Mieter umgelegt werden

kann, zeigt sich nun auch die Union

offen für eine Debatte darüber.

Er habe „viele Argumente gehört,

warum man die aktuelle Rechtslage

anpassen könnte“, sagte der wohnungspolitische

Sprecher der

Unions-Bundestagsfraktion, Kai

Wegner, dem RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND). „Sobald die

Neuregelung der Grundsteuer feststeht,

wird sich die CDU/CSU-Frakgar

bis 1935 zurück. Nach dem Urteil

muss es bis Ende 2019 eine Neuregelung

geben, sonst kann die Steuer

nicht mehr erhoben werden. Daswäre

fatal, denn mit den Einnahmen

von14Milliarden Euro ist die Grundsteuer

diedrittwichtigste Einnahmequelle

für die Gemeinden.

Scholz strebt ein sogenanntes

wertabhängiges Modell an. Dabei

bestimmen die Nettokaltmiete, die

Wohnfläche,das Baujahr,die Grundstücksfläche

und der aktuelle Bodenwert

die Basis für die Grundsteuer.

Mehrere Bundesländer haben die

Pläne aber bereits als zu kompliziert

abgelehnt. Sie plädieren für das Flächenmodell,

bei dem die Grundsteuer

nur von der Boden-, Wohnund

Nutzfläche abhängt. Ein Kompromiss

ist völlig offen.

DAX-30 in Punkten

10.9.18

10.9.18

▼ 10788,09 (–0,21 %)

Rohöl je Barrel Brent inUS-Dollar

Euro in US-Dollar

10.9.18

Stand der Daten: 07.12.2018 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

Gewinner

7.12.18

▲ 61,60 (+2,14 %)

7.12.18

▲ 1,1371 (+0,18 %)

Quelle

aus DAXund MDAX vom07.12.zum Vortag

MorphoSys 98,25 +2,99 WWW

Metro St. 13,30 +2,86 WWW

Wirecard 133,10 +2,78 WWW

Uniper NA 23,08 +2,40 WW

Symrise Inh. 71,32 +2,03 WW

Dt. Wohnen Inh. 42,22 +1,98 WW

Verlierer

7.12.18

aus DAX und MDAX vom 07.12. zum Vortag

Fresenius 38,99 WWWWWWWWWWW –17,71

FreseniusM.C.St. 62,24 WWWWWW –8,47

Wacker Chemie 72,84 WWW –4,33

Evotec 17,85 WWW –2,94

Gerresheimer 58,85 WW –2,57

Telefonica Deutschl. 3,53 WW –2,08

Leitbörsen im Überblick

52-Wochen Hoch/Tief 07.12. ±%z.06.12.

Euro Stoxx 50 (EU) +0,41

3687/3034 3058,53

CAC 40(FR) +0,68

5657/4761 4813,13

S&P UK(UK) +1,09

1590/1350 1371,01

RTS (RU) +2,10

1339/1039 1157,94

IBEX (ES) +0,58

10643/8628 8815,50

Dow Jones (US) –2,18

26952/23345 24403,64

Bovespa (BR) +0,49

91242/69069 89278,63

Nikkei (JP) +0,82

24448/20347 21678,68

Hang Seng (HK) –0,38

33484/24541 26055,90

Stx Singap. 20 (SG) –0,19

1583/1350 1437,80

Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro

Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%)

Effektivzinsen in %für

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089/76774188 0,87 1,19 1,44

MKIB Online

030/6408810 1,04 1,31 1,59

BBBank

0721/1410 0,85 1,20 1,65

Commerzbank

069/98660966 1,07 1,33 1,71

ING

069/50500109 1,26 1,52 1,99

Deutsche Bank

069/91010000 1,30 1,57 2,15

Postbank

0228/55002010 1,45 1,67 1,99

Mittelbrandenburgische Sparkasse

0331/898989 0,93 1,46 1,96

Sparda-Bank Berlin

030/42080420 1,29 1,58 2,14

PSD Berlin-Brandenburg

psd-bb.de 1,21 1,62 2,07

Berliner Sparkasse

030/86986969 1,33 1,69 2,15

Berliner Volksbank

030/30363300 1,58 1,90 2,08

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8* Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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·

Meinung

Fall Kirchner

AUSLESE

Alle haben

verloren

Berlin war nie

und wurde immer

Elmar Schütze

blickt in eine klassische politische

Zwickmühle.

Daentlässt die parteilose Verkehrssenatorin

Regine Günther ihren grünen

Staatssekretär Jens Kirchner, der sich

gerade von einer Krebserkrankung erholt

und im Begriff ist, sich zum Dienst zurückzumelden.

DasEcho fällt verheerend

aus: Formal mag die Abberufung korrekt

sein, emotional-moralisch –und deswegen

auch politisch-taktisch –ist sie eine

Katastrophe. Zudem bietet der Fall der

Opposition Gelegenheit, einen Keil in die

ohnehin belastete rot-rot-grüne Koalition

zu treiben. Nicht anders ist die Forderung

des CDU-Fraktionsvorsitzenden Burkard

Dregger an den Regierenden Bürgermeister

zu verstehen, Kirchner nicht zu feuern.

Das ist zwar ein durchsichtiges Manöver,

doch die Angelegenheit bietet ja gerade

deswegen so viel politischen Sprengstoff,

weil Kirchners Parteifreunde vonder Entscheidung

entsetzt sind.

Mit großer Wahrscheinlichkeit winkt

der Regierende Bürgermeister Michael

Müller am Dienstag im Senat die Entlassung

durch. So ist es üblich. Senatorin

Günther hätte ihren Willen durchgesetzt.

Dennoch gingen sie und Jens Kirchner

beide beschädigt daraus hervor, selbst

wenn sie ihm danach einen untergeordneten

Posten in ihrer Verwaltung organisiert.

Die Senatorin stünde als herzlose

Person da, die einen Kranken gegen dessen

Willen aus dem Amt entfernt. Kirchner

würde sich –vollkommen zu Recht –

zurückgesetzt fühlen.

Einechte Alternativegibt es aber auch

nicht. Nach der Vorgeschichte kann Jens

Kirchner nicht Staatssekretär bleiben. Andernfalls

wäre die Senatorin blamiert,

und auch der bereits als Kirchner-Nachfolger

benannte Ingmar Streese wäre düpiert.

Eines ist jedenfalls sicher:Eswirdin

jedem Fall nur Verlierer geben.

UN-Generalversammlung

Wieder eine Chance

verpasst

Damir Fras

meint, dass sich das Gremium

stärker für Israel einsetzen sollte.

Manche mögen sich freuen, dass es

den USA nicht gelungen ist, in der

UN-Generalversammlung in New York

eine Zweidrittel-Mehrheit für eine Resolution

zu erhalten, die die Raketenangriffe

der Hamas auf Israel verurteilt hätte. Geschieht

den Amerikanern ganz recht, sagen

sie vielleicht, was poltern sie auch so

egoistisch durch die Weltpolitik.

Wer sich aber über die Abstimmungsniederlage

freut, der verkennt,

dass die UN-Generalversammlung hier

auf die Chance verzichtet hat, die Position

eines Vermittlers im Konflikt zwischen

Israel und den Palästinensern

einzunehmen.

Es mag völlig unerheblich sein, ob

die Generalversammlung für oder gegen

eine Verurteilung der Hamas

stimmt. Die Umstände auf dem Boden

im Nahen Osten wird das nicht verändern.

Und natürlich werden die USA

unter Präsident Donald Trump auch

bei ihrer einseitigen Unterstützung Israels

bleiben –UN-Votum hin oder her.

Doch gerade weil das so ist, wäre

eine Verurteilung der Hamas so wichtig

gewesen. Die USA, die EU und Israel

stufen die Hamas als Terrororganisation

ein, und es gibt gute Gründe, das

zu tun. Solange die Hamas die Zerstörung

Israels als eines ihrer Ziele angibt

und Israel mit Raketen beschießt, so

lange wird auch der Friedensprozess

im Nahen Osten nicht wiederbelebt

werden können.

Die von den USA vorgelegte Resolution

hätte nur symbolischen Charakter

gehabt. Doch Symbolik wäre indiesem

Fall wichtiger gewesen als eine Ablehnung

der Resolution, nur um den USA

eins auszuwischen.

In zweifacher Hinsicht Nachfolgerin

Wer eine Partei übernimmt, die

große konservative Partei in

Deutschland, sollte sich

Grundsätzliches überlegt haben.

Zumal dann, wenn es immer schwieriger

wird,Wähler zu finden für den einst so glorreichen

Verein. Da schaden große Worte nicht:

„Ich will eine CDU, die die Ethik der Sozialen

Marktwirtschaft unter globalisierten Bedingungen

weiterentwickelt, die es schafft, auch

unter diesen neuen Bedingungen Markt und

Menschlichkeit miteinander zu versöhnen.“

Dassagt die neue CDU-Vorsitzende.

Nein, nicht Annegret Kramp-Karrenbauer.

Es waren Angela MerkelsWorteimApril 2000.

So sozial konnte schon damals konservativ

sein. Underfolgreich, denn Merkels Anspruch

mündete in einem langen, langen Parteivorsitz

und in einer langen, langen Kanzlerschaft.

Werdie CDU führen will, muss sich überlegen,

wohin. „Wir sind die Partei der Mitte,die

Partei der Partnerschaft. Wir erheben auch

nicht den Anspruch, für alles eine endgültige

Antwort zuwissen, weil für uns die Zukunft

nicht festschreibbar ist, sondernoffen und zu

gestalten, weil wir immer neu bereit sind, Kritik

zu ertragen und besserer Einsicht zu folgen:

darum, meine Freunde, sind wir Volkspartei.“

Das sagte einst ein neuer CDU-Vorsitzender.

Eswaren die Worte Helmut Kohls

am 12. Juni 1973. So modern konnte schon

damals konservativ sein. Es war ein Aufbruch

für die CDU. Undnicht der letzte.

Immer wieder sind dieser CDU erstaunliche

Häutungen und Neuerungen gelungen.

Und der Weg, der nun dazu führte, dass die

Partei eine neue Vorsitzende hat, der gehört

auch dazu. Dass diese alte Partei es geschafft

hat, mit ihrer Debattenbereitschaft und einem

konstruktiven Streit nicht nur die SPD

uralt aussehen zu lassen, sondern auch die

Inder vergangenen Woche las ich in der

Zeit, dass wir zu den„verkehrten Familien“

gehören. Verkehrt heißt, bei uns läuft was

nicht, wie es soll, die natürliche Ordnung, die

Glück und Stabilität verspricht, ist offenbar

gestört. Wiedie Ordnung in Deutschland ist,

das sieht man auf jeder Steuererklärung, an

erster Stelle steht der Mann, an zweiter die

Frau, auch wenn sie mehr als der Partner verdient.

Verkehrte Familien, so nennt eine Soziologin

aus Düsseldorf Paare, bei denen

Frauen mehr verdienen als ihreMänner.

Wir gehören zu jenen 13 Prozent der Familien,

bei denen das so ist. Im Osten

Deutschlands ernährtsogar jede fünfte Frau

die Familie,erfahreich aus der Zeit. Daswäre

für fortschrittliche Geister eine gute Nachricht,

doch die Zeitung aus Hamburg ist besorgt.

„Neue Geschlechterrollen stellen die

Liebe junger Paare auf die Probe.Wie ist sie

zu retten?“, fragt sie.

Ichbin fest angestellt, mein Mann ist freiberuflich,

ich verdiene mehr als er, dass unser

Arrangement der Liebe schaden würde,

war mir noch nicht aufgefallen. Mir fallen

aber sofort ein Dutzend andere Dinge ein,

die die Liebe auf die Probe stellen könnten:

Kinder,iPhones,Besuche bei den Schwiegereltern,

junge Assistentinnen. Gibt es dazu

auch soziologische Forschungen? Und ist

Liebe nicht sowieso etwas sehr Widersprüchliches,bei

dem die Enttäuschung und

der Schmerz immer schon mitgedacht werden?

Man merkt das besonders mit eigenen

Kindern: Man liebt sie so sehr, dass man es

CDU-Vorsitz

Wasist noch

konservativ?

Jochen Arntz denkt, dass die CDU unter Annegret Kramp-

Karrenbauer sich wieder mehr um die Wähler kümmernsollte –

nachdem sie sich langemit sich selbst beschäftigt hat.

KOLUMNE

Eine Probe

für die

Liebe

Sabine Rennefanz

manchmal kaum aushält. Man will sie beschützen

vor allem Schlechten und weiß

schon, dass man zum Scheiternverurteilt ist.

Undwas ist mit den 87 Prozent, bei denen

der Mann mehr verdient? Wie schlecht das

für die Liebe ist, weiß man spätestens, seit

der damalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein,

Torsten Albig, kurz vor der

Wahl erklärte, dass er sich von seiner langjährigen

Gattin trennen würde, weil er sich

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

Grünen nicht ganz so modern–das ist schon

erstaunlich. Aber was folgt daraus? Wird die

CDU auch im Normalbetrieb wieder mehr auf

die Basis hören? Wird sie weiterhin der Versuchung

widerstehen, sich als die intelligentere

AfD zu geben? Dasist sehr wahrscheinlich mit

der neuenVorsitzenden.

Bleibt die große Frage, die sich nach Merkels

Abschied stellt: Wasist eine konservative

und erfolgversprechende Politik in dieser

Zeit? Ist estatsächlich das Erbe Merkels, das

bei Kramp-Karrenbauer gut aufgehoben ist?

Oder ist es nicht auch einWirtschaftsliberalismus,den

Friedrich Merz für die Grundlage alles

Bewahrenswerten hält? DasErgebniszwischen

Merz und Kramp-Karrenbauer war so

knapp, dass es schwer sein wird, Merz’ Gedankenwelt

in der Partei nicht auch ernsthaft

zur Kenntnis zu nehmen. Wahrscheinlich gehören

beide Welten zur CDU, beide sind konservativ.

Aber am Ende wirddas allesnicht reichen,

um die Mitte dieses Landes davon zu

überzeugen, dass ihreInteressen bei der CDU

vertreten werden. Dabei sind die Voraussetzungen

der Partei nicht schlecht, betrachtet

man die atemberaubende Schwäche der SPD

–und den erfolgversprechenden Markenkern

der Grünen, von dem sich manches bei den

klassischen Konservativenwiederfindet.

Wahrscheinlich wird die CDU nur dann

überzeugen, wenn siesich tatsächlich wieder

als Volkspartei versteht. Das bedeutet: Sie

muss diejenigen halten, die Merkels Politik

der Grenzöffnung richtig finden –sie muss

aber auch diejenigen anziehen, die denken,

dass man die Flüchtlingspolitik dann nicht

einfach sich selbst überlassen darf. Sie muss

die begeistern, die glauben, dass Leistung

wichtig ist, darfaber nicht vergessen, dass gerade

die CDU für die soziale Marktwirtschaft

stand. Siemusszeigen, dass sieauch die Partei

der Großstädte sein kann, was sie im Moment

nicht ist, weil sie der süße Hauch der

Provinzialität umweht, gerade in Berlin.

Undeins ist auch wahr:Soschön die innerparteiliche

Demokratie der CDU ist, die innerkonservativen

Chaostage zwischen Merkel

und Seehofer waren ebenso bizarr.Wähler

holt man so nicht. Das hat Angela Merkel

noch einmal klar gesagt:„Wohin uns nicht enden

wollender Streit führt, dass haben CDU

und CSU in den letzten Jahren bitter erfahren.“

Zu nichts. Was man besser tut, wusste

schon ein anderer CDU-Chef in seiner Rede,

Helmut Kohl im Juni 1973: „Meine Freunde,

ich finde,esist Zeit, dass wir uns wieder mehr

mit den Problemen unseres Landes und weniger

mit uns selbst beschäftigen.“

nicht mehr mit ihr auf Augenhöhe unterhalten

könne. Seine Frau war Hausfrau und

hatte die gemeinsamen Kinder großgezogen.

Frauen wollen Männer mit höherem Status,

heißt es oft.

In der Zeit kommt eine weitereSoziologin

zu Wort, die seit über 20 Jahren über die Zufriedenheit

vonPaaren forscht. Siesagt, dass

Frauen Hausmänner insgeheim verachten

und Männer sich in ihrer Männlichkeit bedroht

fühlen. EineVerlagsmanagerin, die mit

einem Supermarkt-Kassierer liiert ist, berichtet,

dass sie ihrem Mann unterm Tisch

die Geldbörse hinschiebt, damit er im Lokal

bezahlen kann. Es ist von Frauen die Rede,

die nach einem langen Arbeitstag auch noch

zu Hause alles erledigen, Wäsche, Einkauf,

Putzen, weil sie ihren Mann mit einem dreckigen

Klo nicht weiter erniedrigen wollen.

Es ist nicht so,dass ich diese Forschungen

infrage stelle. Und klar: Eine Ehe mit einem

richtigen Mann konnte einst dem Berufsweg

mehr helfen als jeder Gleichstellungsplan.

Siehe Friede Springer.Aber ich sage: Dassind

Geschichten vongestern. Neue Generationen

von Frauen wachsen heran, super ausgebildet,

ehrgeizig und klug. Sie werden langsam

aus den Fehlernihrer Mütter und Großmütter

lernen. Sie werden sich nicht ihre Wünsche

ausreden lassen und das als selbstbewussten

Schritt verkaufen. SiewerdenumbessereGehälter

und Parität kämpfen, in allen Bereichen.

Sie werden mit ihrem Partner verhandeln,

wer wann wie lange pausiert. Und die

Liebe wirddas womöglich stärker machen.

Der Fotograf Leopold Ahrendts

(1825–1870) hielt die Wandlung Berlins

in den Jahren 1854–1870 in zahlreichen

Aufnahmen fest. Knapp zweihundert davon

haben Eberhard Mayer-Wegelin und

Sigrid Schulze ausgewählt und in einem

prächtigen Band vorgelegt. Ahrendts interessierte

sich vor allem

für Architektur.Wir haben

es hier also mit ei-

E. Mayer-Wegelin,

S. Schulze (Hg.):

Berlin als Residenzstadt,

Schirmer/

Mosel, 240 Seiten,

49,80 Euro

ner Dokumentation

Berliner Prachtbauten

zu tun.Vieles erkennen

wir sofort wieder: das

Brandenburger Tor, die

Humboldt-Universität,

die Hedwigskirche,

die Schlossbrücke, das

Reiterstandbild Friedrich

des Großen unter

den Linden. Bei anderen

Aufnahmen müssen

wir uns anstrengen, um uns darüber

klar zu werden, wo wir stehen.

In den Ahrendts-Jahren verdoppelte

sich fast die Bevölkerung Berlins.1871 gab

es dann 826 341 Berliner. Damals entstand

die neue Börse. Inschwindelnder

Höhe zwei Arbeiter auf einem Gerüst. Sie

gehören zu den wenigen Menschen, die

Ahrendts Berlin bevölkern.

Eine Aufnahme zeigt die Holzbrücke,

die bis 1894 Kreuzberg und Friedrichshain

verband. Sie wurde damals, Ahrendts

war schon lange tot, durch die

Oberbaumbrücke, eine der bekanntesten

Attraktionen der Stadt, ersetzt.

Die Theaterenthusiasten werden einen

Blick auf die Aufnahme der Singakademie

aus dem Jahr 1858 werfen. Heute

ist indem Bau das Maxim Gorki Theater.

Dort hatte Goethe-Freund Carl Friedrich

Zelter gewirkt. 1827/28 hielt dort Alexander

von Humboldt seine epochalen Kosmos-Vorlesungen,

und1829 leitete im selbenBau

der20-jährige FelixMendelssohn

Bartholdy mit seiner Aufführungder Matthäus-Passion

die bis heute anhaltende

Bach-Renaissance ein.

Einige Aufnahmen,essind vielleicht die

interessantesten, zeigen nicht die Pracht,

sondern den Zerfall. Vor dem alten aus

dem frühen 13. Jahrhundertstammenden

Rathaus steht 1859 eine Litfaßsäule. Das

Rathaus wurde nicht mehr instand gehalten,

weil man das neue, das Rote Rathaus

bereits plante.Die Litfaßsäule weist schon

hinüber aus der Residenzstadt ins Konsumzeitalter.

ArnoWidmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 – S eite 9 *

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Berlin

VorGericht: Hubertus

Knabe kämpft weiter

um sein Amt

Seite 17

Kirche bietet Berlin Friedhöfe als Bauland an Seiten 10 und 11

Antisemitismus an Schulen –wie eine Initiative aufklären soll Seite 12

Senatorin in der Sackgasse

Nach der Abberufung des Verkehrs-Staatssekretärs Jens-Holger Kirchner gerät Regine Günther immer

mehr unter Druck. Teile der Grünen drängen sie zum Einlenken. Krisengespräch am Wochenende

VonStefan Strauß und Elmar Schütze

Verkehrssenatorin Regine Günther muss für ihre Entscheidung viel Kritik einstecken.

IMAGO

Freitagmorgen 8 Uhr. Der

einzige Termin an diesem

Tag, den die Führungsspitze

der Pankower Grünen

noch gefunden hat. Eineilig einberufenes

Krisentreffen in der Geschäftsstelle

des Kreisverbandes in

der Pappelallee. Einziges Thema:

Der organisierter Protest gegen die

Abberufung von Jens-Holger Kirchner,

dem Grünen-Verkehrsexperten

und Staatssekretär in der Verwaltung

von Senatorin Regine Günther. Die

Causa Kirchner –längst ist sie auch

eine Causa Günther,denn es geht inzwischen

auch um die politische Zukunft

der Senatorin selbst.

Vorein paar Tagen hat Günther

angekündigt, den krebskranken

Kirchner in den einstweiligen Ruhestand

zu schicken – gegen seinen

ausdrücklichen Willen und kurz vor

der geplanten und ärztlich empfohlenen

schrittweisen Rückkehr in den

Beruf imneuen Jahr. Seitdem wird

Günther heftig kritisiert, vor allem

von den Grünen, die die parteilose

frühereKlimaschützerin zu ihrer Senatorin

für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

gemacht hat. „Den besten

Verkehrsfachmann rauszuschmeißen,

weil er krebskrank ist und vielleicht

noch ein paar Wochen bis zur

Genesung braucht, das macht man

nicht“, schrieb der Abgeordnete

Andreas Otto.

Zweieinhalb Stunden dauert das

Krisentreffen. Der Pankower Kreisvorsitzende

Jens Haustein ist mit dabei,

Andreas Otto und Bettina Jarrasch,

die Fraktionsvorsitzende Cordelia

Koch und der Bundestagsabgeordnete

Stefan Gelbhaar.Kirchner ist

der Liebling der Pankower Grünen.

Nilson nennen ihn seine Freunde.Er

war jahrelang Stadtrat. Der gelernte

Tischler engagierte sich schon in den

80er Jahren Zeiten in der oppositionellen

Prenzlauer-Berg-Szene.

Die interne Runde der Politiker in

der Pappelallee berät, wie es weitergeht

mit Kirchner. Und, so ist später

aus dem Kreis der Teilnehmer zu hören,

alle waren sich einig, dass er auf

10%

seinen Posten zurückkehren muss.

Nach demTreffenredet niemand offiziell.

EinBeteiligter sagt im Gespräch

mit der Berliner Zeitung: „Wir sind

alle frustriert über die Entscheidung

derSenatorin –und wir verstehen sie

überhaupt nicht.“ Es gebe viele Anrufe

und E-Mails vonMitgliedern, denen

es genauso gehe. Manche fordernjetzt

den Rücktritt der Senatorin.

Fachlich und menschlich schade sie

mit ihrer Entscheidung dem Ansehen

der Partei,heißt es.

Am Ende fordern die Pankower

Grünen, dass die Senatorin Kirchner

zurückholt ins Amt. „Man kann Entscheidungen

immer rückgängig machen“,

heißt es nach dem Treffen. Es

gehe jetzt um eine Wiedereingliederung

Kirchners nach langer Krankheit,

anfangs in Teilzeit nach dem

Hamburger Modell.

Darüber wollen die Grünen in

PankowamWochenende im Landesverband

reden. DieLandeschefs Nina

Stahr und Werner Graf haben Günthers

Entscheidung offiziell mitgetragen.

Es sei notwendig gewesen, die

Stelle des seit dem Sommer abwesenden

Politikers neu zu besetzen. Nun

wird sich der Verbraucherschützer

Ingmar Streese um die wichtigsten

Verkehrsthemen der Stadt kümmern.

Am Dienstag wird der Senat über

die Abberufung Kirchners entscheiden.

Wie der Tagesspiegel berichtet,

will Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin

Ramona Pop

(Grüne) dann vorschlagen, Kirchner

doch nicht in den einstweiligen Ruhestand

zu versetzen. Für den designierten

Nachfolger Ingmar Streese

soll demnach eine neue Stelle geschaffen

werden

Ein Kompromiss wäre vielleicht

der Opposition recht. Der CDU-

Fraktionsvorsitzende Burkard Dregger

schreibt, er sei über die Entlassung

„zutiefst befremdet“. Der Regierende

Bürgermeister solle Kirchner

nicht entlassen, schließlich

müssten sich Beschäftigte im öffentlichen

Dienst auf die Fürsorgepflicht

des Dienstherren verlassen können.

Verkaufsoffener

Sonntag

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Morgen, 09.12.18•Geöffnet von 13 –18Uhr

*ausgenommen sind: Pfand, Tabakwaren, Eduscho/Tchibo, Buch- und Presseerzeugnisse, Gutschein- und Guthabenkarten, Pre- und Anfangsmilchnahrung. Bereits reduzierte Artikel sind nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.

KW 49 /Be


10 * Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Berlin

Harmsens Berlin

Das große

Wummern

Torsten Harmsen

spürtder Herkunft von

Begriffen nach.

Heute mache ich einen Test. Ich

frage: Was ist bemerkenswert

an folgender Geschichte? Los geht’s:

„Jestern ahmt konnt ick lange

nich einschlafen. Okay, ick lag bei

meene Freundin, da schlaf ick eh

nich so jut. Hinzu kam ditWummern

von die Bässe nehman. Also bin ick

uffjestanden und hab ma jesacht:

Los, runter, ’ne Runde loofen! Hab

ma den ollen Trenchcoat von meen

Opa anjezoren, den ick imma trare,

und ’n Schirmjegriffen, Modell Nullachtfuffzehn.

Weil, die Wetterfrösche

ham nämlich Rejen anjesacht.

Undwie ick runta komme,seh ick

uff de andre Seite meene Frau. Au

Backe, denk ick, gleich jibs dicke

Luft. Die gloobt nämlich, det ick uff

Nachtschicht bin. Bloß weg, schnell

uff Tauchstation! Doch die hatte ma

schon jesehn und is hinta mir herjedüst.

Ick also ’n Zahn zujelecht und

ab durch de Kleinjartenanlare bis in

Wald. Dorthab ick se abjehängt, mir

aber ooch voll verfranzt. Und allet

nur wejen die blöden Latrinenparolen,

det ick wat mit ’ne andrehabe!“

Also, was ist bemerkenswert an

der Geschichte? Okay,esgeht um einen

Fremdgänger,der zufällig seiner

Frau begegnet. Aber darüber hinaus?

Ich sag’s: Die Geschichte enthält

neun Worte, die wir heute noch nutzen,

ohne zu wissen, dass sie aus

dem Ersten Weltkrieg stammen.

Glaubt man, was Autor Matthias

Heine in seinem Buch „Letzter

Schultag in Kaiser-Wilhelmsland“

schildert, haben Soldaten das Wort

„wummern“ im Schützengraben erfunden,

um das Geräusch fernen Geschützdonners

zu beschreiben. Der

„Trenchcoat“ war ein Grabenmantel,

getragen von britischen Offizieren.

„Nullachtfuffzehn“ stammt vom

Maschinengewehr 08 aus dem Jahre

1915. „Wetterfrosch“ ist Fliegerjargon

für einen mit der Wetterbeobachtung

betrauten Offizier. „Dicke

Luft“ hieß es, wenn Geschosse und

Granatsplitter so dicht flogen, dass

man lieber nicht den Kopf heraussteckte.„AufTauchstation“

ging man

mit dem U-Boot. „Einen Zahn zulegen“

stammt aus der Fliegerei. Die

Geschwindigkeit der frühen Flugzeuge

wurde per Zahnrad reguliert.

Und„verfranzen“ hieß es,wenn man

sich verirrte, denn der Navigator im

Flugzeug wurde Franz genannt, der

Pilot Emil. „Latrinenparolen“ muss

man nicht extraerklären.

Während an der Front neueWorte

entstanden, entledigte man sich im

Hinterland unzähliger Begriffe, vor

allem französischer. Mit der Eindeutschung

hatten eifrige preußische

Beamte schon lange vor dem

Weltkrieg begonnen. Man konnte ja

nicht zulassen, dass in Eisenbahn,

Wirtschaft, Militär und Post weiter

die Sprache des„Erbfeindes“ genutzt

wurde.Soentstanden per Erlass jene

Begriffe, die wir heute noch nutzen:

„Briefumschlag“ statt „Couvert“,

„durch Eilboten“ statt „per express“,

„per Einschreiben“ statt „recommandiert“,

„postlagernd“ statt

„poste restante“, „Rückfahrkarte“

statt „Retourbillet“, „Schranke“ statt

„Barriere“, „Bahnsteig“ statt „Perron“,

„Abteil“ statt „Coupé“.

Besonders eifrig agierte ein preußischer

Oberbaurat und führender

Vertreter des Allgemeinen Deutschen

Sprachvereins. Unter seinem

Druck wurden fast 1300 Termini verdeutscht.

Er hieß Otto Sarrazin und

war –soheißt es –ein Urgroßonkel

Thilo Sarrazins,der mit Büchernwie

„Deutschland schafft sich ab“ und

„Feindliche Übernahme“ für Furore

sorgte. Manchmal glaubt man, dass

irgendwer mit unbändigem Humor

an den Fäden der Geschichte zieht.

Die Bauarbeiter denken

nicht an die Totenruhe.

Sie haben gute Laune,

mögen es laut und rufen

sich Kommandos zu. Aus dem Fundament

ragen Stahl- und Betonteile

für einen Neubau. Längst wirddieser

Teil des St.-Thomas-Friedhofs an der

Hermannstraße nicht mehr gebraucht.

Der Friedhof ist zwar immer

noch ein Ort der Stille, aber

längst nicht mehr in allen Bereichen.

DieBaustelle am Rand des Friedhofs

schafft eine ungewöhnliche Atmosphäre:

Auf der einen Seite Gräber

mit Kränzen und Kerzen und gleich

daneben Baustellenlärm.

Bestatten und bauen –die Berliner

Friedhöfe sind im Wandel. Heute

werden weniger Flächen für Bestattungen

gebraucht. In den vergangenen

Jahren sind 38 Friedhöfe geschlossen

worden, auf 22 weiteren

gibt es Bereiche,auf denen keine Bestattungen

mehr stattfinden. Die

überflüssigen Flächen bleiben meist

als Grünanlagen erhalten, ein geringer

Teil darfbebaut werden.

An der Neuköllner Hermannstraße

sieht man diesenWandel ganz

deutlich. An der Straße,direkt am U-

Bahnhof Leinestraße,baut der evangelische

Friedhofsverband Stadtmitte

ein neues Verwaltungsgebäude

mit Läden und Büros. Ende

2019 wirdesfertig sein. Aufder anderen

Seite wurde der ehemalige St.-

Thomas-II-Kirchhof zu einer Grünanlage.

Sie heißt jetzt Anita-Berber-

Park. Ein Stückchen weiter pflanzen

Hobbygärtner der Kreuzberger Prinzessinnengärten

Gemüse an. Und

daneben nutzt das Jugendkulturprojekt

Schlesische Straße 27 einen Teil

des Jerusalem-Friedhofs für seinen

Landschaftsgarten mit Insektenhotel

und Gewächshaus.

Schon 70 Hektar geschlossen

Jürgen Quandt hat noch viel mehr

Ideen, was man mit den ungenutzten

Flächen der Friedhöfe alles machen

könnte.Der 74-Jährige ist Pfarrerund

Geschäftsführer des evangelischen

Friedhofsverbandes Stadtmitte.

Erverwaltet 45 Friedhöfe in

Bezirken wie Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg

und Tempelhof-Schöneberg.

250 Hektar gehören

dem Verband, 70 Hektar sind geschlossen,

ein Teil ist entwidmet.

Pfarrer Quandt würde einige dieser

Flächen gern andas Land Berlin

verkaufen. Dann könnte der Senat

dortdringend benötigteWohnungen

errichten. Bis zum Jahr 2030 fehlen

etwa 194 000 Wohnungen, hat der

Senat errechnet. Doch Bauland ist

teuer, die Stadt hat kaum noch eigene

Flächen, Investoren spekulierenmit

ihren Grundstücken. Undso

bietet Quandt dem Senat schon seit

einigen Jahren einige Randflächen

auf Friedhöfen zur Bebauung an.

„Der Senat könnte diese Flächen im

Sinne der Bewohner für den sozialen

Wohnungsbau nutzen“, sagt

63

30 000

25 000

20 000

15 000

10 000

5000

103

0

32 591

Friedhöfe in Berlin

Anzahl nach Trägerschaft, 2016

9

Einäscherungen in Berliner Krematorien

1991 1995 2000 2005 2010 2016

Bauplatz auf

dem Friedhof

Berlin braucht weniger Begräbnisflächen und mehr

Wohnungen. Die Kirche würde der Stadt gern Randflächen

von Gräberfeldern für den Wohnungsbau anbieten.

Doch der Senat zögert und beruft sich auf einen alten Plan

VonStefan Strauß

Nah am Grab gebaut: Die evangelische Kirche baut ein neues Verwaltungsgebäude an der

Hermannstraße in Neukölln.

BERND FRIEDEL

7

Quandt. „Im Senat fehlt die Bereitschaft,

über die Bebauung dieser

Flächen zu diskutieren.“

Quandt kritisiert, der Senat wolle

keine Bauflächen kaufen, es fehlten

Konzepte, es gebe kein Interesse,

sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

„Dabei müsste der Senat dankbar

sein über unsere Bereitschaft,

Friedhofsflächen für den sozialen

Wohnungsbau zurVerfügung zu stellen“,

sagt der Pfarrer.Erspürejedoch

keine Unterstützung, erkenne keine

einheitliche Linie. Angaben aus der

Verwaltung seien sehr widersprüchlich.

„Da gibt es Bauland inbester

Lage,und Berlin nutzt es nicht.“

Auf den 179 landeseigenen und

kirchlichen Friedhöfen mit über tausend

Hektar Fläche finden heute bereits

auf 143 Hektar keine Beerdigungen

mehr statt. Etwa 57 Hektar sind

Begräbnisse

in Berlin, 2016

2543

11 533

Erdbestattungen

Jürgen Quandt,

Pfarrer und

Geschäftsführer des

evangelischen

Friedhofsverbands

Stadtmitte

als Grabflächen entwidmet. Künftig,

so Prognosen, wirdesnoch mehr ungenutzte

Friedhöfe geben.

Doch wie kann das sein? Es ziehen

doch immer mehr Menschen

nach Berlin, die Zahl der Einwohner

wächst. Warum sinkt dann der Bedarf

anGrabstellen? Für den „dramatischen

Rückgang“, wie Pfarrer

Quandt es nennt, gibt es viele Ursachen.

Vorallem hat sich die Bestat-

10 147

2236 3398

573

PRIVAT

Urnenbeisetzungen

15 504

tungskultur geändert. Traditionelle

Beisetzungen mit Sarg und Grabstein,

die mehr Platz in Anspruch

nehmen, sind selten geworden, ein

Großteil der Verstorbenen wird inzwischen

in einem Gemeinschaftsurnengrab

beigesetzt. Auch insgesamt

sinkt die Zahl der Begräbnisse:

So gab es im Jahr 1991 nach Angaben

des Statistischen Jahrbuchs noch

11 672 Erdbestattungen, 2016 waren

es nur noch 5599. Auch die Urnenbeisetzungen

gingen zurück: Von

29 626 im Jahr 1991 auf 25 097 im

Jahr 2016. Auffällig: In diesem Zeitraum

stiegdie Anzahl der anonymen

Begräbnisse von8777 auf 14 592.

Den Wandel in der Bestattungskultur

spürtdie Kirche in zweifacher

Hinsicht. Siebraucht immer weniger

Fläche für Bestattungen und sie bekommt

dafür weniger Geld. Für Erdbestattungen

werden etwa zwölf

Quadratmeter Fläche benötigt, ein

Urnengrab braucht knapp drei Quadratmeter,

in einer Urnengemeinschaft

sind es nur noch 0,5 Quadratmeter.

Gründe für die sinkende Zahl an

Begräbnissen in diesem Zeitraum in

Berlin sind unter anderem die wachsende

Lebenserwartung, der

Wunsch vonimmer mehr Menschen

nach einer Seebestattung oder einer

Grabstelle in einem Friedwald außerhalb

Berlins. Verstorbene, die

nicht aus Berlin stammen, lassen

sich in ihren Heimatstädten oder ihren

Herkunftsländern beerdigen.

„Diese Entwicklung führt zueinem

stetigen Einnahmeverlust“, sagt

Pfarrer Quandt. Eine Erdbestattung

kostet im Durchschnitt etwa 1500

Euro, ein Urnenplatz 500 Euro, ein

Gemeinschaftsurnengrab ist noch

günstiger zu haben.

Und soversucht Pfarrer Quandt,

die überflüssig gewordenen Flächen

zu verkaufen. DieNachfrage ist groß,

private Investoren erkennen lukrativesBauland

für neue Wohnungen in

bester Lage: meist Innenstadt und

ruhiggelegen, viel Grün undein weiter

Blick auf Bäume und alte Gräber.

Doch Quandt verkauft nicht an

die meistbietenden Investoren.Baugruppen

und soziale Projekte werden

bevorzugt. Kürzlich hat er zwei

Grundstücke auf Friedhöfen an Baugruppen

verkauft. An der Hermannstraße

baut der Bund Deutscher Gartenfreunde

seine Hauptgeschäftsstelle,

daneben errichtet die Schöpflin

Stiftung ein Haus des

gemeinnützigen Journalismus. Dort

werden ausländische Reporter arbeiten,

in deren Ländernkeine Pressefreiheit

herrscht.

An der Heinrich-Roller-Straße in

Prenzlauer Berg entstand schon vor

siebenJahreneine öffentliche Grünanlage

mit Spielgeräten und Bänken

auf einem Teil des Friedhofs. Viele

historische Grabanlagen blieben stehen,

mit dem Einverständnis der

Hinterbliebenen. Nun spielen dort

Kinder.Leiseparkhaben die Anwoh-

247 19

Signierstunde: Torsten Harmsen: NeulichinBerlin

–Kuriosesaus dem Hauptstadt-Kaff, 12. Dezember,17Uhr,ThaliaimForum

Köpenick.

Städtisch

Evangelisch

Katholisch

Sonstige

Städtisch

14 076

Evangelisch

12 383

Katholisch

3971

Sonstige

266


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 11 *

·························································································································································································································································································

Berlin

40 000

41 298

Begräbnisse in Berlin davon Erdbestattungen Urnenbeisetzungen

35 000

30 000

30 696

25 000

20 000

15 000

10 000

5000

0

1991 1995 2000 2005 2010 2016

ner diesen friedlichen Ort genannt,

eine Bitte an Besucher, sich pietätvoll

zu verhalten.

Jürgen Quandt engagiertsich seit

den 80er-Jahren imVerein Asyl in der

Kirche. 2014 verteilte er im Rahmen

dieser Tätigkeit 85 Männer und

Frauen auf Kircheneinrichtungen

der Stadt, die zuvor auf dem Oranienplatz

in Kreuzberg gegen ihre Lebensbedingungen

und die deutsche

Asylpolitik protestierthatten.

Jetzt will Quandt auf Friedhöfen

in Neukölln und Kreuzberg Wohnungen

für Flüchtlinge bauen. Er

verhandelt mit kommunalen Wohnungsbaugesellschaften,

bespricht

die Bauvorhaben mit dem Senat.

Bisher ohne Erfolg. „Ich würde mir

mehr Unterstützung vom Senat

wünschen“, sagt er.

Friedhofsplan von2006

Vorzwölf Jahren hat der Senat prognostiziert,

dass es in der Stadt langfristig

nur noch 93 Friedhöfe für Bestattungen

geben wird. Im Jahr 2006

legte er die künftige Nutzung im

Friedhofsentwicklungsplan fest.

Darinsteht, dass der Großteil der ungenutzten

Flächen als Grünfläche erhalten

bleiben muss.Eswar die Zeit,

als im Senat noch niemand davon

sprach, dass die Stadt dringend neue

Wohnungen braucht. Die frühere

Stadtentwicklungssenatorin IngeborgJunge-Reyer

(SPD) warb für den

„individuellen Wohnungsneubau“:

Einfamilienhäuser und Townhouses

in der Innenstadt.

Dieser Friedhofsentwicklungsplan

aus dem Jahr 2006 gilt bis heute.

Undsobetont die Senatsumweltverwaltung

auf Anfrage der Berliner Zeitung,

dass Friedhofsflächen nach

Ablauf vonRuhe- und Pietätsflächen

„grundsätzlich als Grünfläche“ genutzt

werden. Nur unter bestimmten

Voraussetzungen sei eine andere

Nutzung möglich, das sei jedoch ein

„langfristiger und schrittweiser Prozess,

der sich über mehrere Jahrzehnte

hinziehe“.

Aus der Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung heißt es zögerlich,

entwidmete innerstädtische Friedhofsflächen

seien „eine Option“ für

neue Wohnungen, anteilig sei eine

Bebauung denkbar, angesichts des

dringenden Wohnungsbedarfes

würden ehemalige Friedhofsflächen

im Stadtentwicklungsplan 2030 berücksichtigt.

Pfarrer Quandt sagt, der Friedhofsentwicklungsplan

sei in Fragen

der Bebauung noch „viel zu rückhaltend“.

Er entspreche längst nicht

dem aktuellen Stand. Quandt glaubt,

etwa ein Drittel aller Flächen sei für

eine Bebauung geeignet. Die anderen

zwei Drittel, vor allem historische

Grabanlagen, sollten erhalten

bleiben. „Friedhöfe sind entstanden,

weil der Todzum Leben gehört. Es

werden immer Orte sein, um vongeliebten

Menschen Abschied zu nehmen.“

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12 * Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Berlin

Krank durch

Scham und

Angst

HIV-Infizierte wissen nichts

von Virus

VonMelanie Reinsch

Etwa 89,3 Prozent der HIV-infizierten

Menschen in Berlin wissen,

dass sie das Virusinsich tragen,

das zu einem Ausbruch vonAids führenkann.

Damit hat die Berliner Regierung

ihr Ziel, dass 90 Prozent der

Menschen vonihrer Infizierung wissen,

fast erreicht. Weltweit haben

sich fast 100 Städte dieses Ziel bis

zum Jahr 2020 gesetzt.

DieVorgaben gehen noch weiter:

90 Prozent der HIV-Infizierten sollen

bis zum Jahr 2020 in Behandlung

sein und eine nachhaltige Unterdrückung

der Viruslast erreichen. Die

gute Nachricht: Da ist Berlin schon

weiter: 92 Prozent der infizierten

Menschen sind in Behandlung und

bei 95 Prozent der Behandelten ist

die Viruslast unter der Nachweisgrenze.

Das geht aus den Antworten

der Gesundheitsverwaltung auf eine

Anfrage der Grünen-Fraktion in Berlin

hervor.

Insgesamt sind 14 900 Menschen

in Berlin mit HIV-infiziert (Stand

Ende 2017). Die Zahlen basieren auf

Schätzungen des Robert-Koch-Instituts.Demnach

wissen allerdings immer

noch etwa 1600 Menschen

nichts vonihrer Infizierung. Obwohl

die Bereitschaft wächst, sich testen

zu lassen, sind HIV und Aids noch

immer ein Tabu-Thema.

Ein HIV-Test müsse so selbstverständlich

wie das Blutdruckmessen

sein, betont Sebastian Walter, Sprecher

für Antidiskriminierung und

Queerpolitik bei den Berliner Grünen.

Er fordert: „Null Prozent Diskriminierung.“

Um dieses Ziel zu erreichen,

müsse der Senat eine Antidiskriminierungsstrategie

entwickeln

und Aufklärungsarbeit nachhaltig

stärken. Angst, Scham und Stigmatisierung

führten dazu, dass Menschen

sich scheuten, einen HIV-Test

durchzuführen.

Warnung vor Judenfeindlichkeit

Eine Initiative türkischstämmiger Berliner soll gegen den Antisemitismus an Schulen vorgehen

VonMartin Klesmann

An einer Weddinger Sekundarschule

lobt ein Mädchen

im Streit um den

Nahost-Konflikt gegenüber

einem jüdischen Mitschüler

Adolf Hitler, aneiner Zehlendorfer

Eliteschule traktieren Mitschüler einen

jüdischen Jugendlichen mit Hakenkreuz-Aufklebern,

und schon

Grundschüler übernehmen antisemitische

Ansichten ihrer Eltern.

Alarmiert durch Vorfälle dieser

Art hat der Senat nun eine zentrale

Stelle geschaffen, um antisemitischen

Einstellungen unter Schülern

zu begegnen. Eine von türkischstämmigen

Berlinerngegründete Initiative

soll künftig Lehrer fortbilden

und vor Ort auf Schüler einwirken.

Der Befund ist deutlich: „Wir stoßen

an den Schulen meist auf Erinnerungs-

und Schuldabwehr sowie auf

israelbezogenen Antisemitismus“,

sagt Dervis Hizarci von der Kreuzberger

Initiative gegen Antisemitismus

(Kiga). Zunehmend wollten

Schüler nichts mehr von der deutschen

Schuld am Holocaust wissen,

zudem würden viele muslimische

Kinder und Jugendliche Israel für

den Nahost-Konflikt verantwortlich

machen. DieKiga, eine seit mehr als

15 Jahren aktive Initiative, wird nun

mit 120 000 Euro jährlich vom Land

gefördert. Sie soll auch junge Leute

qualifizieren, die vor Ort in den

Schulen tätig werden.

„Wir haben eingewanderten und

eingeborenen Antisemitismus“, sagt

Dirk Behrendt (Grüne), Senator für

Antidiskriminierung. Und Bildungssenatorin

Sandra Scheeres (SPD)

macht klar,dass die Einrichtung dieser

Praxisstelle ausgelöst worden sei

durch religiöse Mobbingvorfälle an

einer Tempelhofer Grundschule und

den Übergriff auf einen Kippa tragenden

jungen Mann in Prenzlauer

Berg.„UnsereSchulen sind ein Spiegelbild

der Gesellschaft –imguten

wie im schlechten.“

Dervis Hizarki, in Neukölln aufgewachsen,

ist selbst Lehrer für Politik

Aycan Demirel (l.) und Dervis Hizarci von der Kreuzberger Initiative

und Geschichte an der Kreuzberger

Ossietzky-Gemeinschaftsschule,

aber für sein Kiga-Engagement abgestellt.

Er sagt, viele Lehrer seien

beim Thema Antisemitismus verunsichert.

„Sie wollen sich nicht die

Finger verbrennen.“ Oft spielten sich

die Vorfälle auch in einer Grauzone

ab. Er nennt ein Beispiel: Als der

Fußballnationalspieler Mesut Özil

massiv in die Kritik geriet, weil er

VOLKMAR OTTO

sich mit dem türkischen Präsidenten

Recep Erdogan fotografieren ließ,

machten an einer Neuköllner Schule

bald andere Bilder die Runde: Vom

Fußballstar Lionel Messi, der sich

mit dem israelischen Premier voreiner

Israel-Fahne hatte fotografieren

lassen. Über jenes Bild mit Messi

habe sich niemand empört, meinten

einige Schüler aufgebracht. Diese

Haltung sei nicht unbedingt antisemitisch,

aber man sollte darüber reden,

sagte der 35-jährige Hizarci. „Es

kann dabei sehr hilfreich sein, auf

die Familiengeschichte der Schüler

einzugehen.“VorOrt an den Schulen

setzen die Mitarbeiter auch aufklärerische

Filme über den Nahost-Konflikt

ein, informieren über den Holocaust,

widerlegen die gängigen Verschwörungstheorien

oder betonen

die gemeinsamen Grundlagen von

Judentum und Islam. Kiga sieht sich

keineswegs nur für migrantische

Schüler zuständig, sondern macht

ein Angebot für alle Schüler und

Lehrkräfte. Kiga-Mitarbeiter diskutieren

mit Schülernzum Beispiel die

Frage„Darfman das?“, indem sie Fotos

vonlachenden Jugendlichen zeigen,

die Selfies vor dem Eingangstor

vonAuschwitz machen.

Die Initiative Kiga gründete sich

bereits vor über 15 Jahren. Auslöser

seien die Anschläge vom11. September

2001, die zweite Intifada in den

Palästinensergebieten, aber auch

Anschläge auf Synagogen in

Deutschland gewesen, erinnert sich

Kiga-Direktor Aycan Demirel, 50

Jahrealt. DieInitiativeist bereits seit

vielen Jahren in Berliner Schulen aktiv.Immer

wieder kämpften Demirel

und seine Mitstreiter durchaus geschickt

um öffentliche Förderung.

Inzwischen gibt es auch eine Kiga-

Projektgruppe in Bielefeld, auch in

Rostock ist etwas geplant.

Viel weiß der Senat allerdings

nicht über das Ausmaß des Antisemitismus.

InBerlin registrierte man

im ersten Halbjahr 2018 gut 80 antisemitisch

motivierte Straftaten, ein

SpitzenwertinDeutschland. Künftig

werden antisemitische Vorfälle von

der Bildungsverwaltung als Notfall-

Meldung eigens erfasst. Die Antidiskriminierungsbeauftragte

Saraya

Gomis berichtete zuletzt vonfast 200

Diskriminierungsfällen an Schulen,

die ihr zugetragen wurden. Meist

ging es gegen muslimische oder

schwarze Schüler, antisemitische

Vorfälle gab es demnach nur neun,

von einer hohen Dunkelziffer ist

aber auszugehen.

Ex-BER-Chef

staunt über

Verzögerungen

Manfred Körtgen weist aber

alle Verantwortung von sich

Die jahrelangen Verzögerungen

am neuen Hauptstadtflughafen

BER erstaunen auch den früheren

Technikchef Manfred Körtgen. „Das

war für uns damals nicht vorstellbar“,

sagte Körtgen, der nach der geplatzten

Eröffnung 2012 entlassen

worden war, am Freitag. Zugleich

verteidigte er im Untersuchungsausschuss

des Abgeordnetenhauses die

zahlreichen Planänderungen während

der Bauphase.Sie gelten als ein

Grund für das Debakel. Auch der frühere

Flughafenchef Rainer Schwarz

wies im Ausschuss jede Verantwortung

für die geplatzte Eröffnung 2012

vonsich.

„Jede Änderung stört den Bauablauf“,

gestand Körtgen zu. Deshalb

habe er ein Änderungs-Management

eingeführt, sodass immer alle

relevanten Abteilungen der Flughafengesellschaft

einbezogen worden

seien. Alles sei transparent gelaufen.

„Dagab es keinen Ansatz, dass da irgendwas

gefährdet wäre. Daswar für

mich nicht erkennbar“, sagte der 65-

Jährige. „Jetzt wissen wir natürlich

mehr als vorsechs Jahren.“

DasProjekt mit bis zu 7000 Arbeitern

auf der Baustelle sei 2012 aus

dem Vollspurt von hundert auf null

abgebremst worden, sagte Schwarz.

„Der Aufsichtsrat hat jeden, der so

halbwegs etwas von Technik verstand,

rausgeworfen.“ Neben

Körtgen musste auch die Planungsgemeinschaft

BBI gehen, zu der das

Büro des Flughafen-Architekten

Meinhardvon Gerkan gehörte.

Ursprünglich sollte der Flughafen

2011 in Betrieb gehen, jetzt ist der

Start für 2020 geplant. Körtgen erinnerte

daran, dass der BER ursprünglich

für 20 Millionen Passagiere geplant

worden sei, was Kritiker damals

für übertrieben hielten. „Ich

habe so oft gehört: 20 Millionen, wo

sollen die denn aus der Brandenburger

Gegend herkommen?“ (dpa)

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Am 19. Dezember 2016 starben beim Anschlag auf dem Breitscheidplatz zwölf Menschen.

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Ex-Innensenator sagt als Zeuge im Amri-Untersuchungsausschuss aus

VonMelanie Reinsch

22 SITZUNGEN

Anschlag: Am 19. Dezember 2016 fuhr

der Terrorist Anis Amri mit einem Sattelschlepper

auf den Weihnachtsmarkt am

Breitscheidplatz und tötete zwölf Menschen.

Mehr als 70 wurden zum Teil

schwer verletzt. Später wurde bekannt,

dass die Sicherheitsbehörden den Gefährder

trotz zahlreicher Hinweise ignorierthatten.

Ausschuss: Das Abgeordnetenhaus hat

am 6. Juli 2017 einen Untersuchungsausschuss

eingesetzt. Der Ausschuss ist

eine Woche später zu einer ersten Sitzung

zusammen gekommen und soll das Ermittlungsvorgehen

im Zusammenhang

mit dem Terroranschlag untersuchen. Am

Freitag fand die 22. Sitzung statt.

Es ist ein trauriger Jahrestag,

der sich in zweiWochen am

19. Dezember zum zweiten

Mal jährt. An diesem

Abend vorzweiJahren rast der Tunesier

Anis Amrimit einem Lkw in eine

Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt

am Breitscheidplatz

und tötet zwölf Menschen, verletzt

werden mehr als 70.

Bis heute gibt es viele ungeklärte

Fragen. Diese beschäftigen seit dem

Sommer 2017 den Untersuchungsausschuss

„Terroranschlag Breitscheidplatz“.

Warum hatten die Polizeibehörden

Anis Amri nicht im Blick? Hätte

man das Attentat verhindern, Anis

Amri rechtzeitig aus dem Verkehr

ziehen können? Antworten auf diese

Fragen sollte am Freitag ein besonderer

Zeuge geben: Ex-Innensenator

Frank Henkel (CDU), der seit dem

Anschlag in der Kritik steht.

Doch neue Erkenntnisse bringt

dieser Morgen im Saal 113 des Abgeordnetenhauses

nicht. Henkel dementiert,

den Namen des Attentäters

vor Dezember 2016 schon mal

gehört zuhaben. „Der Name ist mir

nicht begegnet. Der Fall Anis Amri

ging nicht über meinen Tisch“, sagt

Henkel mehrmals. Auch an andere

Gefährdernamen könne er sich nicht

erinnern.

Schon im Vorfeld der Befragung

durch den Untersuchungsausschuss

betont Henkel in seinem Eingangsstatement,

dass er „zu seinem Bedauern“

nichts zu neuen Erkenntnissen

beitragen könne. Ein wenig

angespannt klingen seine ersten

Worte da. Er bittet die Angehörigen

um Verzeihung, dass man das Attentat

nicht hätte verhindern können.

„Wir haben gehofft, dass Berlin verschont

bleiben würde. Das

Schlimmste ist eingetreten“, sagt der

CDU-Abgeordnete.

Henkel betont, dass es zwar eine

abstrakte Gefährdung in der Stadt

vorterroristischen Anschlägen gegeben

habe, aber keine konkrete.

„Weihnachtsmärkte waren genauso

starkgefährdet wie alle anderen Orte

mit viel Publikumsverkehr“, so Henkel.

Erst im Sommer 2016 hatte ein

Terrorist im französischen Nizza einen

Lkw in eine Menschenmenge

gesteuertund 86 Menschen getötet.

Zur damaligen Zeit habe es in

Berlin Gefährder „in einem hohen

zweistelligen Bereich“ gegeben, sagt

der ehemalige Innensenator, der im

Laufe der vier Stunden Befragung

selbstsicherer wird. Eine 24-Stunden-Vollüberwachung

dieser Gefährder

sei nicht möglich gewesen.

Dazu hätte es rund 25 bis 30 Beamte

gebraucht, sagt Henkel, „das ist eine

Menge Personal“. Aktuell spricht

man in Berlin von mehr als hundert

sogenannten Gefährdern.

Amrihabe aber beim Staatsschutz

nicht ganz oben auf der Liste der Gefährder

gestanden und sei nicht erste

Priorität für Observationen gewesen.

„Die Priorisierungsentscheidungen

trifft nicht der Innensenator,sondern

der Dezernatsleiter“, sagt der frühere

Innensenator. Henkel erklärt weiter,

dass er in seiner Amtszeit von2011 bis

2016 das Personal aufgestockt habe.

„Es war eine schwierige Situation, als

ich angefangen habe. Die damaligen

Sparmaßnahmen waren an vielen

Ecken spürbar.“ Er habe 1000 Beamte

eingestellt. „Eine Trendwende“,

so Henkel, aber es sei nicht genug gewesen.

„Die Belastung bei der Polizei

war enorm hoch –durch die wachsende

Stadt und auch durch die

Flüchtlingskrise.“

Henkel will sich an diesem Tag

nicht auf Spekulationen einlassen,

ob der Anschlag durch mehr Personal

hätte verhindertwerden können.

„Es ist nicht immer so,dass viel auch

viel hilft“, sagt er auf die Frage von

Frank Zimmermann (SPD), Mitglied

im Berliner Untersuchungsausschuss.

Personal sei entscheidend,

aber nicht nur.

In diesem Jahr schützen schwere

Metallpoller, Stahlgitterkörbe mit

Sandsäcken sowie Stahl- und Betonsockel

den Weihnachtsmarkt. Sie

sollen den Menschen ein Sicherheitsgefühl

vermitteln.

Straftäter als Umzugshelfer bei der Polizei

VonAndreas Kopietz

Bei der Polizei gab es erneut einen

sicherheitsrelevanten Vorfall:

Nach Informationen der Berliner

Zeitung konnte sich ein zu einer

Haftstrafe verurteilter Linksextremist

in zwei Objekten der Kriminalpolizei

frei bewegen. Er betätigte

sich als Umzugshelfer.

Die Dienststelle, die für die zentrale

Bearbeitung von Kripo-Sachen

zuständig ist, zieht in diesen Tagen

um, vom Abschnitt 31 in der Brunnenstraße

auf das Gelände an der Invalidenstraße

57. Während die Angestellten

einer Umzugsfirma ausTempelhof-Schöneberg

Kisten ins Haus

schleppten, wurden Beamte der Bereitschaftspolizei

auf einen Mann

aufmerksam, den sie kannten: Es

war ein polizeibekannter 35-Jähriger

Wieder gab es in der Behörde eine Sicherheitslücke

aus der linksextremen Szene. Alexander

S. ist wegen politisch motivierter

Gewalttaten registriert. Er

verbüßt derzeit eine Haftstrafe im offenen

Vollzug.

Daraufhin fragten die Polizisten

alle anwesenden Mitarbeiter der

Umzugsfirma nach ihren Hausausweisen,

die ihnen zuvor hätten ausgestellt

werden müssen. DieMänner

hatten keine. Daraufhin wurden sie

des Geländes verwiesen.

Alexander S. sagte den Beamten,

dass er sich im Abschnitt 31 frei bewegen

konnte. An der Invalidenstraße

habe er im Keller, imErdgeschoss,im1.und

5. Stock gearbeitet.

Auf Anfrage teilte die Polizei mit,

dass sie den Vorfall sehr ernst nehme.

Er sei intern aufgeklärt und mit der

betroffenen Firma ausgewertet worden.

„Es handelt sich um ein Abstimmungsproblem

aufgrund der kurzfristigen

Inanspruchnahme von externen

Firmen“, sagte ein Sprecher.

Die Polizei prüfe notwendige Anpassungen

an das Sicherheitskonzept.

Es ist nicht das erste Mal, dass es

bei der Polizei eine Sicherheitslücke

gab. Sowurde im vergangenen Jahr

mehrmals in ein Sicherstellungsgelände

in Biesdorf eingebrochen. Die

Täter, die nur eine Kette zu durchtrennen

brauchten, stahlen beschlagnahmte

Autos. Einen Einbruch

gab es auch in der Polizeihistorischen

Sammlung im Polizeipräsidium

am Platz der Luftbrücke. Auf

dem Gelände an der Belziger Straße

in Schöneberg versuchten Einbrecher,

Beweise in einem Auto zu zerstören,

das im Zusammenhang mit

dem Einbruch ins Bode-Museum sichergestellt

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14 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Berlin

Der Schock vor dem Fest

Bayer will Berliner Forschungsbereich offenbar massiv zusammenstreichen. 650 Jobs sollen in der Pharma-Zentrale des Chemiekonzerns in Wedding wegfallen

VonJochen Knoblach

Für die Beschäftigten der

Bayer AG in Berlin ist die

Vorweihnachtszeit alles andereals

besinnlich. „Die Belegschaft

ist komplett geschockt“,

sagt Betriebsratschef Robert Gundlach.

Denn nachdem der Leverkusener

Chemie- und Pharmakonzern

erst vor gut einer Woche die Streichung

vonweltweit 12 000 Stellen angekündigt

hatte, wurden jetzt auch

die Auswirkungen eines bereits im

Sommer angekündigten Umbaus der

Konzern-Forschung bekannt. „Super

Bowl“ heißt das Programm, hinter

dem viele Mitarbeiter schon lange einen

Super-Gau vermuten. Jetzt ist es

offenbar konkret: 650 Stellen sollen in

Berlin wegfallen.

Diese Zahl hatte der Leiter Forschung

und Entwicklung des in Berlin

angesiedelten Pharma-Bereichs

des Konzerns am Donnerstag in einer

Videokonferenz genannt. VonUnternehmensseite

wollte das am Freitag

niemand offiziell bestätigen. Laut

Unternehmenssprecher Oliver Renner

sei es zwar tatsächlich geplant,

weltweit 900 Stellen im Bereich Forschung

zu streichen. „Eine konkrete

Zahl für Berlin gibt es aber nicht“, so

Renner.

Dort, an der Müller Straße inWedding,

von wo aus die gesamte

Pharma-Division des Leverkusener

Konzerns geführt wird und wo rund

5200 Menschen arbeiten, ist man

dennoch alarmiert und beunruhigt.

„Berlin ist vonden Streichungen massiv

betroffen“, sagt Betriebsratschef

Robert Gundlach. Aber darüber

werde noch zu verhandeln sein. Er

will für die Kollegen rausholen, was

rauszuholen ist. Schließlich seien laut

interner Zukunftsvereinbarung betriebsbedingte

Kündigungen bis 2025

ausgeschlossen.

Kommt es tatsächlich zu Stellenstreichungen

in genanntem Umfang,

wäreetwa jede dritte Stelle im Bereich

Forschung und Entwicklung in Berlin

betroffen. Im Gegenzug will Bayerof-

Bayer beschäftigt in Berlin insgesamt

rund 5200 Mitarbeiter.

BAYER

fenbar vermehrt Forschungsaufträge

nach außen vergeben, was intern für

das Unternehmen als äußerst risikoreich

bewertet wird.

Wenngleich man sich bei Bayer

bemüht, Bezüge des Sparprogramms

zur 63 Milliarden teuren Übernahme

des US-Unternehmens und Glyphosat-Herstellers

Monsanto zu vermeiden,

so sind diese doch offensichtlich.

Denn der Deal kostet mehr als

den Kaufpreis.Immerhin sind in den

USA noch über 8000 Glyphosat-Klagen

anhängig, die Anleger beunruhigen.

So kostet eine Bayer-Aktie heute

nur noch halb so viel wie im Juni vergangenen

Jahres. Der Börsenwert

schrumpfte um 50 Milliarden Euro.

Vor diesem Hintergrund sorgt

man sich auch in Berlin, dass die

Pharmasparte wegen der Monsanto-

Übernahme zu kurz kommen

könnte. Zumal in dieser Bayer-Division

gerade vonder Forschung viel erwartet

wird. Zwar hat der Konzernim

Pharma-Bereich einige Kassenschlager

im Programm, doch fehlte laut Expertenmeinung

ausreichend Nachschub,

umdie Umsätze oben halten,

wenn für die Bestseller die Patente

ablaufen. Unternehmenssprecher

Oliver Renner versucht es indes mit

Zuversicht. DerBerliner Standortvon

Bayer sei in keiner Weise gefährdet.

„Das gilt auch für den Forschungsstandort.“

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Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 15 *

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Berlin

Bundesanwaltschaft soll in Neukölln Neonazis jagen

Nach den rechtsextremen Brandanschlägen fordert der Bezirksbürgermeister,dass die oberste Ermittlungsbehörde die Fälle übernimmt

Nach zahlreichen vermutlich

rechtsextremen

Brandanschlägen und

Angriffen in Neukölln

fordern der Bezirksbürgermeister

und Betroffene, dass der Generalbundesanwalt

in Karlsruhe die Ermittlungen

übernimmt.

„Wir erleben seit über zwei Jahren

eineTerrorserie im Süden unseres Bezirkes,

die nicht hinnehmbar ist“,

teilte der SPD-Politiker Martin Hikel

am Freitag mit.„Wenn Rechtsextreme

mit terroristischen Mitteln versuchen,

Menschen und ihreFamilien zu

verängstigen, dann muss der Staat alles

aufbieten, was möglich ist.“

Die bisherigen Ermittlungen

durch die Berliner Polizei hätten leider

keine Erfolge erzielt. „Eine Unterstützung

durch den Generalbundesanwalt

würde die Ermittlungsmöglichkeiten

erweitern“, erklärte

Hikel.

Seit 2016 wurden nach seinen Angaben

51 rechtsextreme Angriffe in

Neukölln verübt, darunter 16 Brandanschläge.Schon

im Frühjahr hatten

Bezirkspolitiker die Polizei aufgefordert,

die Taten als Terror einzustufen.

Unbekannte Täter verübten in

Neukölln immer wieder Brandanschläge

auf Büros vonPolitikernund

Häuser von Menschen, die sich gegen

Rechtsextremismus positioniert

hatten. So gab es am 1. Februar einen

Brandanschlag auf das Auto eines

Buchhändlers, der schon früher Ziel

September 2018: Brandanschlag auf einen türkischen Bildungsverein in der Neuköllner

Reuterstraße.

DPA/PAUL ZINKEN

von Angriffen und Drohungen aus

der rechtsextremen Szene war. Der

Buchhändler selbst berichtet, dass

schon im Dezember 2016 und im Januar

2017 eine Schaufensterscheibe

und sein damaliges Auto zerstört

wurden.

Kurz nach dem Anschlag auf den

Buchhändler brannte der unter einem

Carport stehende Wagen eines

Bezirkspolitikers der Linkspartei.

Die Polizei hatte eine eigene Ermittlungsgruppe

zu den Fällen aufgestellt.

Siekündigte auch an, es werde

weiter geprüft, ob die Voraussetzungen

für den Tatbestand der Bildung

einer kriminellen beziehungsweise

terroristischen Vereinigung vorliegen.

Schon vor 2016 gab es bereits

Brandanschläge auf Autos und

mehrfach auch auf eine Jugendeinrichtung

der sozialistischen Jugendorganisation

„Die Falken“.

Um Täter zu überführen, richtete

das Landeskriminalamt die Ermittlungsgruppe

RESIN (Rechtsextremistische

Straftaten in Neukölln)

ein. Sie begann im Januar 2017 mit

ihrer Arbeit. Fahndungserfolge blieben

bisher aus.

Der Generalbundesanwalt ist die

oberste Strafverfolgungsbehörde

Deutschlands und immer dann für

die Ermittlungen zuständig, wenn es

um terroristische Straftaten geht. Mit

Ermittlungen in Sachen Terrorismus

kann das Bundeskriminalamt beauftragt

werden. (BLZ)

POLIZEIREPORT

Schwer verletzt.

Zwei Radfahrer –darunter ein Kind –

sind vonAutos erfasst und schwer

verletzt worden. Einzehnjähriger

Junge war am Freitagmorgen in Alt-

Hohenschönhausen auf einem Gehwegander

Darßer Straße unterwegs

und wurde vomAuto einer 20-Jährigen

erfasst, als er auf die Straße fuhr.

DerJunge stürzte und erlitt schwere

Beinverletzung. Wenig später stieß

eine 24-Jährige Radfahrerin beim

Linksabbiegen in die Landsberger

Allee mit dem Auto eines 44-Jährigen

zusammen. DieRadfahrerin trug

schwereKopfverletzungen davon. In

Spandau ist ein 78-Jähriger Fußgänger

an der Kreuzung Altstädter

Ring/Seegefelder Straße voneinem

Lastwagen erfasst worden.

Jugendliche ertappt.

Polizisten haben in Neukölln vier

junge Einbrecher auf frischer Tatertappt.

DieBeamten hatten am Donnerstagnachmittag

gegen 14.40 Uhr

drei junge Männer in der Schinkestraße

beobachtet, wie sie mit Handschuhen

bekleidet ein Wohnhaus

betraten. EinVierter wartete draußen.

Als das auffällige Trio wieder

aus dem Haus kamen, trugen die

Männer Plattenspieler,Hi-Fi- und

Kamerazubehör.Die Polizisten nahmen

die zwei 15-Jährigen, einen 17-

Jährigen und einen 18-Jährigen vorläufig

fest. Wiesich herausstellte,

hatten sie eine Wohnungstür aufgebrochen

und die Sachen gestohlen.

Messerattacke: Zeugen gesucht.

Nach einer Messerattacke in Marzahn

sucht die Bundespolizei nach

Zeugen, die den Vorfall beobachtet

haben. Wiedie Bundespolizei erst

am Freitag mitteilte,griffen zwei Unbekannte

den 37-Jährigen in den frühen

Morgenstunden des 15. September

am S-Bahnhof Ahrensfelde an

und stachen auf ihn ein. DerAngegriffene

erlitt dabei mehrereStichverletzungen

am Oberkörper und

musste notoperiertwerden. Zum

Zeitpunkt des Angriffs war er mit

zwei Begleiternunterwegs.Die Gesuchten

sollen zwischen 20 und 25

Jahrealt sein. Einer der Männer trug

den Angaben zufolge ein Basecap in

Camouflage-Muster.

Prostituierte ausgeraubt.

MehrereMänner haben in Schönebergeine

Frau in ihrer Wohnung

überfallen und schwer verletzt. Das

Opfer,eine 38-jährige Prostituierte,

gab an, dass sie am Donnerstag zu 16

Uhreinen Termin mit einem Kunden

in ihrer Wohnung an der Martin-Luther-Straße

vereinbarthatte.Der

Unbekannte erschien mit zwei weiteren

Männernund verschaffte sich

gewaltsam Zugang zur Wohnung.

DieFrauversuchte,sich mit Tierabwehrspray

zu wehren. Siewurde

aber voneinem der Täter mit Schlägen

und Stichen an Kopf, Oberkörper

und Beinen verletzt. DieTäter

entwendeten hochwertige Handtaschen.

Anschließend flüchteten die

Männer aus der Wohnung. (lex.)


16 Berliner Zeitung, 8./9. Dezember 2018

TRAUERANZEIGEN

Senat und Abgeordnetenhaus von Berlin trauern um

George Herbert Walker Bush

Ehrenbürger von Berlin

41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

1. uni 14

. ovember 1

George H. W. Bush hat sich unschätzbare Verdienste um Berlin, Deutschland und Europa

erworben. Die Berlinerinnen und Berliner werden nie den Anteil vergessen, den er an der

friedlichen Wiedervereinigung und damit letztlich auch an der Einheit Berlins hatte.

Die Menschen in Berlin trauern aus diesem Grund mit dem Gefühl eines außerordentlichen

Respekts um einen Staatsmann, dem Deutschland und seine Hauptstadt in ganz entscheidender

Weise die Freiheit in Einheit verdankt.

George Herbert Walker Bush hatte bereits in seiner historischen Mainzer Rede im Mai 1989

das Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes betont. In den dramatischen Wochen

und Monaten nach dem Fall der Mauer stand er uns fest zur Seite. Er verkörperte die besten

amerikanischen Traditionen der Freiheit in Verantwortung für diese Welt. Berlin wird das

Wirken seines Ehrenbürgers nie vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Michael Müller

Regierender Bürgermeister von Berlin

Ralf Wieland

Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin

Günter Dreßler

*18. September 1938 †12. November 2018

Unvergessen sind seine Paraden als Feldhandballtorwart.

Ob im Einsatz als Schiedsrichter,Spielkommissionsplaner

und Staffelleiter beim KFAHandball Treptow,

als Betreuer vonHandballmannschaften aller Altersklassen

oder in verschiedenen anderen Funktionen

im Stadtbezirk Treptowoder in seinem Verein,

der VSG Altglienicke:

alle, die ihn kannten und erlebten,

schätzten an ihm seine nimmermüde Einsatzbereitschaft

und seine stete Zuverlässigkeit.

In Dankbarkeit für viele ehemalige Sportfreunde

und langjährige Wegbegleiter

Dr.Thomas Hauthal

Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, dem 12. Dezember 2018,

um 13.00 Uhr auf dem Friedhof Baumschulenweg,

Kiefholzstraße 222 in 12437 Berlin, statt.

Nur der Irrtum ist das Leben,

und das Wissen ist der Tod.

Prof. Dr.

Hans-Günther Thalheim

*5.5.1924 †3.12.2018

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied

Beatrice, Evelyn, Torsten

Gudrun, Jürgen und Stefan

Enkel und Urenkel

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung

findet im engsten Familienkreis statt.

Angela Möbius

WerimGedächtnis seiner Lieben lebt,

der ist nicht tot, der ist nurfern;

totist nur, wervergessen wird.

Immanuel Kant

Ein langer gemeinsamer Lebensweg ging zu Ende.

Wir müssen Abschied nehmen von meinem geliebten,

fürsorglichen Mann, Vater, besten Opa und Uropa

Harry Horst Potratz

*12.3.1931 †23.11.2018

In tiefer Trauer

Deine Ehefrau Waltraud

Edgar, Angela &Robert

Jörg, Antje &Hanno

Johannes, Karolin &Luise

Laura, Nathaniel &Yolanda

Eleonora &Christoph

Marianus &Franziska

Mit großer Betroffenheit trauern wir um unsere langjährige

Mitarbeiterin und Kollegin.

verstarb plötzlich und unerwartet am 15.November 2018

im Altervon 47 Jahren.

Wir haben Angela Möbius als fachkundige,engagierte

und herzliche Persönlichkeit kennen und schätzen gelernt.

Wir werden sie in unserer Mitte sehr vermissen.

UnserMitgefühl in dieser schwerenZeit gilt ihrer Familie

und ihren Angehörigen.

Geschäftsführung, Betriebsrat sowie Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Vattenfall GmbH

Berlin/Hamburg, im Dezember 2018

Wirtrauernumunsereliebe Mama, Schwiegermama

und Oma

Aniela Heidi Schuhknecht

geb.Braune

8. Oktober 1950 † 20. November 2018

die nach schwererKrankheit vonuns gegangen ist.

Ihre Nähe,Herzlichkeit und Liebe werden uns fehlen.

In liebevollem Gedenken und stiller Trauer

Thomas Schuhknecht

Daniel und Christine Höpfner geb.Schuhknecht

mit Jenny, Sophie und Marie

Die Beerdigung findet am Dienstag,dem 11. Dezember 2018

um 11 Uhr auf dem Friedhof Weissensee,

Eingang Roelckestr.51, 13086 Berlin, statt.

Noch einpaarJahre wolltich leben,

wolltnochein wenigbei euch sein,

denn es istsoschön gewesen,

docheshat nichtsollensein.

Josefvon Eichendorff

In Liebeund Dankbarkeitnehmen wirAbschiedvon meinem lieben Mann,unserem

gutenVater undSchwiegervater,Opi undUropi

Herbert Roloff

16.2.1936 –28.11.2018

Wirsindtraurig undvermissen ihn sehr!

Renate Roloff

Berndund HeikeRommel

Birgit Roloff

Jens Rommel undEva Brunner mitJonathanund Tom

Jana Rommel undHeiko Schultzmit Mila,Julika undLuisa

AufWunschdes Verstorbenen findetdie Trauerfeierimengsten Familienkreisstatt.

Nach einem langen und erfüllten Leben verstarb die Journalistin

Inge Albrecht

geb. Möller

*03.05.1924 Berlin †02.12.2018 Berlin

In Dankbarkeit und Trauer

im Namen aller Verwandten

Gabriele Schamal

Die Urnenbeisetzung findet in aller Stille auf

dem Südwestfriedhof Stahnsdorf statt.

Das Wasserstraßen- und

Schifffahrtsamt Berlin trauert umseinen

langjährigen Mitarbeiter

Ralf Deppner

*27. 05.1955 † 04.11. 2018

Wir werden ihm stets ein ehrendes

Andenken bewahren.

Amtsleitung

Wir gingen zusammen in Sonnenschein.

Wir gingen in Sturm und Regen.

Doch niemals gingeiner vonuns allein

auf unseren Lebenswegen.

Voller Liebeund Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

Michaela Herzberg

geb. Woitenas

. uli

. ovember

Du warstunsereSonne.

Stetsging herrliches Strahlen und wohligeWärmevon Dir aus.

un mssen wir uns in der Welt ohne Dein Licht zurechinden.

rimmer in unseren Herzen.

Dein Dich liebender Ehemann Wolfgang

Deine Dir in alle Zeiten verbundene TochterMaria

Dein Dich bewundernder Schwiegersohn Maik

Die Trauerfeier ndetimengstenamilienkreis sta.

*28.03.1937 †03.12.2018

Der Personalrat

Mit tiefer Betroffenheit

haben wir die Mitteilung erhalten, dass unsere

langjährige Beschäftigte

Frau

Annette Krahn

am 15.11.2018 nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Die Nachricht von ihrem Toderfüllt uns mit tiefer Trauer.

Wirverlieren in ihr eine engagierte, einsatzbereite

und zuverlässige Mitarbeiterin und Kollegin.

Die Leitung

Wasserstraßen- und

Schifffahrtsverwaltung

des Bundes

Unsere Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma ist

nach langer und schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen

In stiller Trauer

Claudia, Frank-Michael und Ulrich mitihren Familien

DB Netz AG

Regionalbereich Ost

Der Vorsitz des Betriebsrates

Nach langer und schwerer Krankheit ist meine Ehefrau,

unsere Mutter, Schwiegermutter und Oma verstorben.

Karin Jacob

geb. Schelze

*14.09.1953 †01.12.2018

In Liebe

Volker Jacob, Henning Muhs, Katrin und Jason Steighner,

Essia und Alexander Schubart sowie die Enkelkinder.

Die Beisetzung findet am 13.12.2018 um 10:30 Uhr

auf dem Friedrichswerderschen Friedhof,

Eingang Bergmannstraße 42–44, 10961 Berlin, statt.

Wir sind mitten im Leben zum Sterben bestimmt.

Erna Liebeskind

geb. Gadomski

*6.November 1931 †16. November 2018

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet statt am

Dienstag, dem 18. Dezember 2018 um 12.00 Uhr auf dem Waldfriedhof

Adlershof, Friedlander Str. 156 in 12489 Berlin.

Kondolenzanschrift: Bestattungshaus Kußerow, Silbersteinstr. 73, 12051 Berlin

IN MEMORIAM

Regina Scholz

geb. Drechsler

*1.1.1948 †3.12. 2008

In Liebe und Dankbarkeit

Wo du warst, da war Eden.

R.I.P.

Sven

Dana

John und Lisa

mit Elina und Jonas

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IN MEMORIAM

Dr. Ekkehart Neef

12. 3.1944 –10. 12.2008

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26. Mai 1929 22. Nov. 2018

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Berlin

Wir werden ihn sehr vermissen.

Im Namen der Familie

Hannelore Lahrtz

Die Beisetzung findet in aller Stille statt.

Diefeierliche UrnenbeisetzungindetamDonnerstag,

dem20. Dezember2018, um 10.30 Uhr auf demFriedhof

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Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 17 *

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Berlin

Maffays Handwerkertermin

PETER MAFFAY

hatte am Freitagabend einen Handwerkertermin.

Undseit die Bauwirtschaft

boomt und gleichzeitig Handwerker

knapp geworden sind, gilt besonders:

Handwerker lässt man

nicht warten. Maffay war unter den

prominenten Gästen bei der Verleihungsgala„Der

Goldene Bulli“ in der

Landesvertretung von Niedersachsen.

Beider gab es,wie schon im vorigen

Jahr, wieder das vergoldete

Modell des legendären VW Bulli für

die Vitrine des Gewinners. Und ein

heutiges VW-Transporter-Modell für

seinen Fuhrpark. Mitdem Goldenen

Bulli wird nämlich ein Handwerksbetrieb

ausgezeichnet, der sich

durch besonderes gesellschaftliches

Engagement hervorgetan hat. Gewonnen

hat diesmal die Konditorei

Junge aus Lübeck, die in Brotretter-

Filialen Backwaren vom Vortag

günstiger verkauft und damit ein

Beispiel für einen nachhaltigen Umgang

mit Lebensmitteln gibt. Peter

Maffay mag diesen noch jungen

Preis, der zum dritten Mal verliehen

wurde: „Der Goldene Bulli ist eine

großartige Aktion!“ Noch dazu verbindet

er damit sentimentale Erinnerungen:

„Der Ur-Bulli war unser

erster Tourbus. Dahat alles reingepasst

–unsereTechnik und die Band.

Heute sind wir mit 15 oder 16 38-

Tonnern unterwegs.“ Und Maffay

selbst absolviert die Tournee im T6,

dem aktuellen Bulli-Nachfolger. Er

scherzt: „Bei meiner Körpergröße

kann ich da quer drin liegen.“

BryanAdams ist zurück in Berlin.

MATTHIAS FREIHOF

haben Fernsehzuschauer („Siska“)

und Kinogänger („Coming Out“,

„Weiber. Schwestern teilen alles“) als

Schauspieler auf dem Schirm. Womit

von Andreas Kurtz

ak@andreaskurtz.net

Bryan Adams feiert seine Berliner

Fotoausstellung. Peter Maffay freut sich

bei der Verleihung „Der Goldene Bulli“

über soziales Engagement

Peter Maffayist ein Freund der Nachhaltigkeit. CHRISTIAN SCHULZ (2)

er allerdings nicht umfassend umschrieben

ist. Freihof singt nämlich

auch. Schon immer. Ergehörte als

Sänger und Gitarrist zu den Gründungsmitgliedern

der Folk-Band

Landluper,war mit der Band„L’Artde

Passage“ auf Tournee und gastierte

mit Soloprogrammen in Polen, der

Schweiz, Asien, Arabien und Südamerika.

Freihof war Meisterschüler

bei der Diseuse Gisela May, die mit

großer Sympathie verfolgte, wie der

Matthias Freihof spielt und singt.

IMAGO

sein Talent als Sänger regelmäßig

pflegte. Wer diese Seite von Freihof

mal erleben möchte,der hatdazu am

21. Dezember bei seinem Konzert

„Weihnachtsreise“ mit dem Pianisten

Stefan Kling im Theater im Palais die

Möglichkeit. Bei dieser Gelegenheit

singt Freihof Lieder aus dem 13. bis

zum 20. Jahrhundert, die aus Frankreich,

Deutschland, Böhmen, England,

Polen und Spanien stammen:

„Stefan Kling und ich haben die CD

1994 produziertund seitdem sind wir

fast jedes Jahr mit diesem Abend unterwegs.

„Saisonarbeit, die uns aber

noch immer Spaß macht und wir haben

treue Fans,für die der Konzertbesuch

über die Jahre zum Adventsund

Weihnachtsritual geworden ist.“

Weihnachtsmärkte meidet Freihof:

„Hauptsächlich wegen des Gedränges.Inder

sogenannten besinnlichen

Zeit kommt ja leider kaum jemand

zur Besinnung. Außerdem mag ich

leider überhaupt keinen Glühwein.

Mirwirdvom Geruch übel.“

BRYANADAMS

hat seit Freitagabend wieder eine Fotoausstellung

in Berlin. Der Musiker

zeigt noch bis zum 9. Februar seine

Bilder unter dem Titel „Exposed“ in

der Galerie CameraWorkinder Kantstraße.

Zu sehen sind Porträts von

Menschen wie Queen Elizabeth II.

und dem Sänger TomKaulitz vonder

Pop-Band Tokio Hotel. Gezeigt werden

aber auch Bilder aus der Serie

„Wounded –The Legacy of War“, in

deren Fokus junge britische Soldaten

stehen, die in den Kriegen in Afghanistan

und im Irak schwer verletzt

wurden. Die Vernissage feierte ein

sichtlich nervöser Bryan Adams am

Freitagabend.

Knabe kämpft weiter

um sein Amt

Landgericht will in zehn Tagen entscheiden

VonElmar Schütze

Die juristische Auseinandersetzung

um die Rechtmäßigkeit

der Entlassung des langjährigen

Chefs der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen,

Hubertus Knabe,

geht weiter.Weil erst am Donnerstag

noch umfangreiche Unterlagen eingegangen

seien, könne das Landgericht

Berlin erst am 18. Dezember

eine Entscheidung verkünden. Die

Stiftung der Gedenkstätte hatte den

Vorstand und Direktor Knabe am

26. November wegen Fehlern inder

Mitarbeiterführung und daraus resultierendem

fehlenden Vertrauen

abberufen. Knabe hatte dagegen Widerspruch

eingelegt.

Das Gericht muss

auch die Frage klären,

ob Knabe als

Direktor unter dem

neuen Direktor

Jörg Arndt arbeiten

kann. Könnte der

ihm Arbeitsaufträge

erteilen?

Am Freitag musste die Zivilkammer

des Landgerichts zunächst klären,

ob sie in dieser Frage überhaupt

formal zuständig ist. Parallel geht

Knabe am Arbeitsgericht gegen seinen

Rauswurf vor. Inhaltlich ging es

um die Frage, obKnabe einen Anspruch

darauf habe, bis zum Ende

der Kündigungsfrist – je nach

Rechtsauffassung am 31. März oder

am 30. April2019 –von der Gedenkstätte

weiterbeschäftigt zu werden.

Also ob er noch einmal an seinen Arbeitsplatz

in dem ehemaligen Stasi-

Gefängnis zurückkehren kann. Dabei

steht das Recht auf Arbeit des Ar-

beitnehmers gegen ein mögliches

Interesse des Arbeitgebers.

Am 26. November war es an der

Genslerstraße zu einem Eklat gekommen,

als Knabe,ausgestattet mit

einer einstweiligen Verfügung, nach

zweimonatiger Zwangspause wieder

an seinem Arbeitsplatz erschien.

Wenige Stunden später musste er

wieder gehen, weil inzwischen eine

widerstreitende Gerichtsentscheidung

vorlag. Zu diesem Zeitpunkt

war bereits Jörg Arndt als Interims-

Vorstand und -Direktor im Amt.

Hintergrund des Rauswurfs sind

Vorwürfe des Stiftungsrats um dessen

Vorsitzenden, Berlins Kultursenator

Klaus Lederer (Linke), gegen

Knabe, ersei jahrelang nicht energisch

genug gegen sexistische Verhaltensweisen

seines Stellvertreters

gegenüber Frauen in der Gedenkstätte

vorgegangen. Die Rede war

von„diversen Rechtsverstößen“ und

mehreren Pflichtverletzungen Knabes.Mittlerweile

sei dasVertrauen zu

Knabe unwiderruflich zerstört, viele

Frauen hätten sogar Angst, wie es

hieß, dass Knabe zurückkehre.

Die Entlassung Knabes schlägt

seit Monaten hohe Wellen. Unterstützer

sehen ihn als Opfer einer politischen

Kampagne. Sie behaupten,

vor allem Linke-Politiker Lederer

habe den wegen seiner unerbittlich

antikommunistischen Haltung seit

Jahren umstrittenen Historiker

Knabe loswerden wollen.

In dem Zusammenhang wurde

auch die Haltung von Monika Grütters

(CDU), als Kulturstaatsministerin

automatisch Mitglied im Stiftungsrat

der Gedenkstätte, kritisiert.

Die Berliner CDU-Vorsitzende hatte

der Entlassung Knabes zugestimmt.

Arnold Vaatz, stellvertretender Unionsfraktionschef

im Bundestag,

spricht weiterhin von einem „Enthauptungsschlag“

gegen die Gedenkstätte.

Selbst mit einer Entscheidung des

Landgerichts zur Sache in zehn Tagen

dürfte der Rechtsstreit noch

längst nicht entschieden sein. Ein

Einspruch ist auch danach möglich.

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18 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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ist es uns leider nicht möglich, alle Briefe zu

beantworten oder abzudrucken.

Die Redaktion behält sich das Recht

sinnwahrender Kürzungen vor.

Senatorin mutiertzu

einer herzlosen Chefin

Berlin: „Neuer Staatssekretär für Verkehr“

von Peter Neumann

(6. Dezember)

Sollte es zutreffen, dass Frau Senatorin

Günther Staatssekretär Kirchner

in den einstweiligen Ruhestand versetzt,

weil ihr Haus wieder voll leistungsfähig

sein müsse,muss sie sich

fragen lassen, welche menschlichethischen

Grundsätze sie als Behördenleiterin

hat. Pfui.

Ein krebskranker Staatssekretär,

der sukzessive wieder seine Arbeit

aufnehmen will, wird daran gehindert.

Die insgesamt glücklose Senatorin

mutiert zu einer herzlosen

Chefin. Ist sie noch zu retten? Nun

entlässt sie den einzigen wirklichen

Kenner der Berliner Verkehrspolitik.

Ich bin sprachlos und empört zugleich.

Frau Günther ist eine grandiose

Fehlbesetzung. Fachlich und

menschlich. Warumstoppt niemand

eine solche Senatorin?

Dr.med. Michael Peglau, Berlin-Mitte

Anwohner werden

durch Lärmbelästigt

Facebook: „Radspur statt Parkplätze:

Lichtenberger Anwohner wütend auf

Bezirkund Senat“

(5. Dezember)

Es werden in der Nebenstraße Ersatzstellplätzegeschaffen.

Eigentlich

überflüssig, denn wer sich ein Auto

anschafft, sollte sich auch vorher

überlegen, wie er es abstellt, ohne

anderedamit zu belasten.

Gundula Krüger

Viele Anwohner zahlen zu Steuern

noch die Anwohnerplakette. Zum

Dank darf man jetzt noch weit entfernt

parken und ewig um den Block

fahren? Da freut sich die Umwelt und

die Anwohner werden ebenfalls

durch zusätzlichen Lärmbelästigt.

Marcel Heller

Leider verursacht ein Auto sehr viel

mehr Kosten für die Gesellschaft als

die paar Euro Kfz- und Mineralölsteuer

ausmachen.

Michael Schulte

Volle Züge, viele Wartende –die Fahrgäste sind genervt.

Keine Hilfe zu erwarten

Berlin: „Trotz überfüllten Zügen: BVGsetzt neue U-Bahnen nicht für Fahrgäste

ein“ und „Massive Ausfälle und Verspätungen: U-Bahn-Krise erreicht

ihren Höhepunkt“ von Peter Neumann

(21. und 29. November)

Die Situation bei der BVG stinkt zum Himmel. Diese ist ein elender

Haufen, insbesondere ihre ebenso unfähige wie ignorante Führung.

Ich benutze jeden Tagdie U2 und U6 für die Fahrten zur und von der

Arbeit. In den letzten Monaten verging so gut wie kein Tag, an dem die

Berlin könnte besser regiertund gemanagt werden

Berlin: „Hauptstadt ist, wenn man’s

trotzdem mag“ von Philippe Debionne

und Melanie Reinsch

(6. Dezember)

Ich lebe seit 1963 in Berlin und liebe

die Stadt in ihrer Unfertigkeit, mit ihrem

Spektrum an kulturellen Möglichkeiten,

mit ihren Menschen.

Trotzdem kommt man ja nicht umhin

festzustellen, dass sie besser regiert

und gemanagt werden könnte.

Es müsste viel intensiver um die Beseitigung

offensichtlicher Mängel

gekämpft werden. Nicht jammern

und den Kritiker bekämpfen, sondernbesser

machen und zeigen, wie

es geht!

Berndt Schubel, per E-Mail

An vielen Stellen

funktioniertesnicht

Leider kann ich Boris Palmer nur

recht geben. An vielen Stellen funktioniert

Berlin nicht. Ich wohne in

Friedrichshain. Wenn ich am Bahnhof

Warschauer Straße aussteige,

geht in der Regel die Rolltreppe

nicht. Ein Aufzug ist auf dem hochfrequentierten

Bahnhof nicht vorhanden.

Dann muss ich durch ein Spalier

von Drogendealern, vor dem Supermarkt

lagern Gruppen osteuropäischer

Obdachloser auf dem Boden.

DieStraße an der Partymeile entlang

ist unglaublich vermüllt.

Vor meiner Wohnung urinieren

Menschen öffentlich. Die grüne Bezirksregierung

bewertet dies offenbar

als „urbanes Leben“ und tut so

gut wie nichts gegen die extremeVerwahrlosung

des öffentlichen Raumes.

Sie wird sicher auch auf Boris

Palmer als provinziellen Spießer zeigen.

HerbertWeber

Palmer ist wohl eher

ein heimlicher Berlin-Fan

Kinda, det is Balin, sagte einst Henry

Hübchen in derVolksbühnenversion

von Pension Schöller in den frühen

Züge morgens und abends nach Fahrplan fuhren. Daseinzige,was die

BVGfür mich als Kunden übrig hat, ist Nichtinformation und eine Zumutung

in Form einer empathielosen, blechernen Automatenstimme.

Siebezeichnet in Endlosschleife und sachlich falsch den Zugverkehr als

„zur Zeit“ unregelmäßig und bittet scheinheilig um Entschuldigung.

Vonder derzeitigen BVG-Führung und der Politik ist keine Hilfe zu erwarten.

Eberhard Bauer,per E-Mail

90ern, klatschte den Kartoffelsalat

eimerweise auf die Bühne. Und jenau

so isset. Boris Palmer hat sich

mit seinen recht diplomatischen

Einlassungen doch wohl eher als

heimlicher Berlin-Fan zu erkennen

gegeben. Für die Beschreibung der

Wirklichkeit braucht es jedenfalls

noch andereVokabeln. Sicher, wenn

ich am Rand oder in den entsprechenden

„besseren“ Stadtvierteln

lebe und täglich im klimatisierten

Auto zur klimatisierten Arbeit ins

Zentrum fahre, dann kann Berlin

sehr angenehm sein.

Sicher. Auch das ist dann eine

Sicht auf die Stadt.

Gerhard Mühlhausen

Nach vier Tagen zieht es

mich zurück nach Schwaben

Ich bin in Berlin geboren, nach 40

Jahren weggezogen. In die Nähe von

Stuttgart. Na so was. Aber wenn ich

jedes Jahr nach Berlin komme,dann

zieht es mich nach vier Tagen wieder

IMAGO

zurück zu den Schwaben. Undjedes

Jahr merkt man, wie Berlin immer

weiter auf die Hunde kommt. Früher

war ich gerne in Kreuzberg, heute

schüttelt es mich dort nur noch. Ich

war froh, als Berlin wieder zur

Hauptstadt wurde, heute sind die

Stadt und viele ihrer Bewohner nur

noch eine Schande für das Land.

Weltstadt? Ha, ha, ha. New York,

London, Paris, das sind Weltstädte.

Aber nicht Berlin, wo nur noch Säufer

hinkommen, um sich dort billig

zu betrinken.

Peter Koch,Kernen

Da kommt ein Provinzling

und erzählt solchen Stuss

Ist esnicht schon schlimm genug?

Da kommt ein schwäbischer Provinzling

und erzählt einen solchen

Stuss. Ich komme aus Krefeld (auch

Provinz) und seit etwa 30 Jahren immer

gerne nach Berlin. Ihr seid

Hauptstadt und immer gut.

Arno Überall

Wie verbringen unsere Leserinnen

und Leser dieWeihnachtszeit,

darüber habe ich dieser Tage

nachgedacht. Da fiel mir Sarita

Paege aus Spandau ein. Sie ist eine

sehr nette Abonnentin, also habe ich

sie einfach angerufen und gefragt:

Wiegeht es Ihnen denn so?

„So wie vielen Menschen im Dezember“,

erzählte sie mir gleich lachend.

„Als Mama von drei Kindern

(8, 11, 13) sind es stressige Wochen

für mich. Musik ist das große Hobby

unserer Kinder. Daist jetzt die Zeit

der Auftritte.“ Erschwerdend kommt

hinzu, dass die kleine Tochter in diesem

Jahr die Hauptrolle als „Schneewittchen“

bekommen hat. „Eigentlich

alles total schön, aber es ist auch

immer sehr viel. Wir haben kaum

Muße, umzuentspannen. An den

Adventskranz hat mein Mann erst in

letzter Minute denken können“, erzählt

Frau Paege mit leicht bedauernder

Stimme. Hinzu komme, dass

die Kinder in den Wochen vor den

Winterferien sehr intensiv lernen

müssen. In der Schule werden viele

Arbeiten und Tests geschrieben,

schließlich gibt es im Januar Zeugnisse.„Dasist

eine Härteprüfung für

sie“, fühlt die Mutter mit. Deshalb

hat sie fest im Blick, dass die Familie

an diesem Wochenende nach dem

großen Schneewittchen-Auftritt

endlich zur Ruhe kommen soll.„Kaffeetrinken

mit meinem Mann, Plätzchen

backen alle zusammen.“ Sie

hören ihr Lieblingslied „Inder Weihnachtsbäckerei“.

„Eben die besinnliche

Stimmung, die ich gerne habe.“

Gemeinsamkeiten, die alle besonders

genießen, denn am Heiligabend

ist der Vater aus beruflichen Gründen

oft nicht da. DenBaum kauft die

Familie aber zu fünft.„Indiesem Jahr

wirderetwas kleiner,weil wir ihn im

Bus transportieren werden.“ Ihr

Auto haben Paeges abgeschafft. „500

Euro kostete es im Monat, viel zu

teuer! In Berlin kann man sich auch

prima mit öffentlichen Verkehrsmitteln

fortbewegen. Es ist ein sehr

freies Gefühl so ohne Auto.“ Für Sarita

Paege ist die Zeit in Bahn und

Bus Teil ihrer persönlichen Lebensqualität.

Mal für zehn Minuten, mal

für eine halbe Stunde liest sie

ihreBerliner Zeitung.„Das ist

mir total wichtig, denn sie informiertmich

stets über alles

Wichtige, was in der Welt geschieht.“

Besonders Sabine

Rennefanz’ Artikel mag sie.

„Sie beschreibt sehr gut das

zugleich so schwierige und

schöne Thema Familie.“

FroheWeihnachten, liebe Familie

Paege, wünscht Ihnen

die Redaktion.

BLZ/REEG

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute entwickeln sich Quellwolken, die teilweise Schauer bringen. Die

Höchsttemperaturen erreichen 10Grad, und der Wind weht mit starken

bis stürmischen Böen aus Südwest. In der Nacht herrscht gebietsweise

nasses Wetter. Dabei erreichen die Temperaturen 7bis 5Grad.

Biowetter: Die aktuelle Witterung

verursacht beschleunigten Stoffwechsel

und erhöhten Blutdruck.

Rheumatische Beschwerden, Gelenk-,

Glieder-, Muskel- und Narben-

6°/9°

Wittenberge

schmerzen treten verstärkt auf.

Berliner Luft: gestrige Höchstwerte

um 13 Uhr: Ozon: 26 µg/m 3 ;

Stickstoffdioxid: 37 µg/m 3 ;

Schwebstaub: 9µg/m 3 ;

Luftfeuchtigkeit: 86%

Gefühlte Temperatur: maximal 10Grad.

Wind: frisch aus Südwest.

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

5°/10° 5°/10°

Luckenwalde

4°/9°

Cottbus

4°/10°

Sonntag

Montag

Dienstag

Regenschauer Regenschauer wolkig

6°/10° 4°/7° 3°/6°

Prenzlau

5°/9°

Frankfurt

(Oder)

5°/10°

Die Regengüsse und Sturmböen des Sturmtiefs Marielou über Südskandinavien

überqueren Mitteleuropa ostwärts und leiten damit schrittweise eine Abkühlung

ein. Regenwolken und milde Luftmassen sind vom Baltikum bis zum Balkan zu

finden. Westlich der Britischen Inseln formiert sich unterdessen ein neues Regentief.

Sylt

5°/9°

Hannover

6°/10°

Köln

7°/12°

Saarbrücken

5°/8°

Konstanz

5°/6°

Hamburg

5°/9°

Erfurt

4°/8°

Frankfurt/Main

5°/10°

Stuttgart

6°/8°

Rostock

6°/9°

Magdeburg

5°/10°

Nürnberg

4°/7°

München

4°/8°

Rügen

4°/7°

Dresden

5°/10°

Deutschland: Heute zeigt sich kaum

die Sonne. Wolken mit schauerartigen

Regenfällen ziehen vorüber, und

die Temperaturen klettern amTage

auf 6bis 12 Grad. Nachts gehen die

Wertedann auf 8bis 4Grad zurück.

Der Wind weht mit Sturmböen aus

südwestlichen Richtungen. Morgen

erwärmt sich die Luft auf 7bis

12 Grad. Dazu ist es vielerorts stark

bewölkt bis bedeckt. Häufig treten

Schauer auf. Der Wind weht mit

Sturmböen aus westlichen Richtungen.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 5°-9°

Nordsee: 7°-10°

Mittelmeer: 15°-22°

Ost-Atlantik: 11°-16°

Mondphasen: 15.12. 22.12. 29.12. 06.01.

Sonnenaufgang: 08:03 Uhr Sonnenuntergang: 15:52 Uhr Mondaufgang: 08:49 Uhr Monduntergang: 17:03 Uhr

Lissabon

17°

Las Palmas

24°

Madrid

16°

Reykjavik


Dublin

12°

London

14°

Paris

13°

Bordeaux

15°

Palma

16°

Algier

19°

Nizza

17°

Trondheim


Oslo


Stockholm


Kopenhagen


Berlin

10°

Mailand

12°

Tunis

17°

Rom

17°

Warschau


Wien

9° Budapest


Palermo

16°

Kiruna

-7°

Oulu


Dubrovnik

16°

Athen

15°

St. Petersburg


Wilna


Kiew


Odessa


Varna


Istanbul

10°

Iraklio

18°

Archangelsk

-2°

Moskau

-5°

Ankara


Antalya

17°

Acapulco 34° heiter

Bali 35° wolkig

Bangkok 31° Regen

Barbados 28° heiter

Buenos Aires 27° sonnig

Casablanca 22° sonnig

Chicago -2° wolkig

Dakar 33° sonnig

Dubai 28° sonnig

Hongkong 20° bedeckt

Jerusalem 13° wolkig

Johannesburg 29° heiter

Kairo 18° heiter

Kapstadt 24° heiter

Los Angeles 20° sonnig

Manila 32° heiter

Miami 27° wolkig

Nairobi 29° wolkig

Neu Delhi 24° sonnig

New York 4° wolkig

Peking -3° wolkig

Perth 31° sonnig

Phuket 33° Gewitter

Rio de Janeiro 22° Schauer

San Francisco 15° wolkig

Santo Domingo 29° heiter

Seychellen 28° heiter

Singapur 31° Gewitter

Sydney 30° sonnig

Tokio 12° wolkig

Toronto 2° wolkig


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 – S eite 19

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Berlin

AM WOCHENENDE

Voller Erfolg: Die Märchenhütte

im Monbijoupark

Schönes Wochenende Seite 21

Völlig losgelöst: Tanzen

bis zur Ekstase

Berlin bewegt sich Seite 22

Die Nahrung

der Liebe

SABINE GUDATH

Kürzlich fragte mich ein

sehr netter Radiokollege

vom RBB, obich mit ihm

einen kulinarischen Trip

machen möchte,erwürde mir gerne

seine Lieblingsanlaufstelle vorstellen.

Sie heißt Walid Speisemeisterei,

das Schnitzel, die Crème brûlée und

der lauwarme Schokoladenkuchen

seien dortsensationell.

Nichts lieber als das, dachte ich.

Auch ich brauche in der kalten Jahreszeit

ein paar Kalorien extra, und

über ein gutes Schnitzel freue ich

mich immer. Außerdem wollte ich

Ihnen Johannes Paetzold schon

lange mal vorstellen. Wenn SieRadio

Eins hören, kennen

Sie vielleicht die

wunderbare Sendung

„Paetzolds Pop

Cuisine“, außerdem

schreibt er regelmäßig

auch für diese

Zeitung. Seine Lieblingsthemen

sind

Essen und Musik, für

ihn gehören sie unbedingt

zusammen.

Denn: „Musik ist die

Nahrung der Liebe“,

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warinder Walid Speisemeisterei.

zitiert Paetzold

gerne Shakespeare. Zeitgeistiger

ausgedrückt: „Essen ist die neue

Popkultur,und Köche sind die neuen

Popstars.“ Das sehe ich genauso.

Themen finden wir also mühelos an

diesem Abend.

Als mein Kollege mit seinem Auto

vorfährt, ist er voll verkabelt mit

Kopfhörern, Aufnahmegerät und

Mikrofon. Nicht nur ich will über ihn

und die Walid Speisemeisterei

schreiben –erhat beschlossen, unser

Gespräch aufzuzeichnen und einen

Podcast daraus zu machen. Das

ist nämlich sein neues Hobby.

Während der Fahrt erzählt Paetzold,

wie er mal ein paar Tage schwitzend

in der Küche eines Sternekochs

stand. DieKonzentration und Fertigkeit,

die das erfordert, bringe er einfach

nicht auf. Aber er könne jetzt einen

Barsch ordentlich entgräten.

Und er habe Demut vor dem Gewerbe

gelernt.

Als wir in der Walid Speisemeistereiaufschlagen,

wirdmir wieder mal

bewusst, wie leidenschaftlich man

als Gastronom sein muss. Walid

Abawi, der Chef und Inhaber,kämpft

seit eineinhalb Jahren auf der nicht

unbedingt einladenden mehrspurigen

Wichertstraße um Gäste. Dabei

ist das Lokal wunderschön: altes

Holz und unverputztes Mauerwerk,

indirekt ausgeleuchtet mit schlicht,

aber stilvoll eingedeckten Tischen.

Auch die deutschen Klassiker wie

die Kaninchenterrine oder die Ente

mit Rotkraut, die wir hier bekommen,

sind eine Bereicherung für diesen

kulinarisch eher schwierigen

Kiez.

Die daumendicke Scheibe von

der Kaninchenterrine hat ein zitroniges

Fleischaroma, ist fest und doch

luftig wie ein Mousse.Sie ähnelt dem

Geschmack vonimeigenen Saft und

Fett zubereiteten Rilettes. Dazu

kombiniert der Koch sehr krosse

Scheibchen Weißbrot als Knabberelement

und eine Marmelade aus

bissfesten, süß-sauer eingelegten

Zwiebeln, die bestens dazu passt.

Paetzold und Abawi, der zuvor als

Gastgeber in der Sternegastronomie

gearbeitet hat, kennen sich inzwischen

gut. Paetzold wohnt ums Eck

und kommt ein- bis

zweimal im Monat

mit seinem Sohn

zum Schnitzelessen.

„Immer wenn er es

verdient hat“, sagt

Paetzold und lacht.

DasWalid als Belohnung

–ich kann das

gut verstehen.

Das Schnitzel

wurde bei unserem

Besuch gerade von

der Karte genommen

und passend

zur Adventszeit durch eine goldbraun

gebratene Ente ersetzt. Dieist

bis auf einen Hauch zu viel Salz in

Soße und Fleisch sehr zu empfehlen.

Der Rotkohl ist sogar das Beste, das

sich seit langem gegessen habe,weil

er genau richtig zwischen Säureund

Süße ausbalanciert ist und nicht zu

weihnachtlich gewürzt ist.

Meine Crème brûlée ist, wie von

Paetzold versprochen, ein Genuss.

Sein Lieblingsdessert, den lauwarmen

Schokokuchen, den er unbedingt

mit mir teilen will, schaffe ich

aber beim besten Willen nicht mehr.

Die Portionen sind hier sehr gut bemessen.

Paetzold lässt ihn einpacken.

Sein Sohn wartet zu Hause, er

hat ihn sich bestimmt verdient.

Walid Speisemeisterei, Wichertstraße55,

PrenzlauerBerg,geöffnetDi–Sa, 18–0 Uhr, Tel.

40045755.

Vorspeisen kosten hier 6,90–12,90 Euro,

Hauptgänge13,50–22,90Euro, Desserts

5,90–8,50 Euro.

Schönhauser Allee

SchönhauserAllee

Eberswalder Str.

Wichertstr.

Walid Speisemeisterei

Prenzlauer Allee

50 m

BLZ/REEG

Der Radiomoderator Johannes Paetzold

hat Tina Hüttl sein Lieblingsrestaurant

gezeigt. Es heißt Walid Speisemeisterei

und ist eine echte Entdeckung

Familienausflug

Rasant in

106 Jahren

zum Mond

VonBarbaraWeitzel

Vor fast genau 106 Jahren, am

7. Dezember 1912, wurde im Alten

Theater Leipzig ein Stück uraufgeführt,

das so prall gefüllt ist mit

wahr werdenden Kinderträumen

und wunderschönen Bildern, wie es

kein Nikolaus-Sack je sein könnte.

Da unterrichtet das Sandmännchen

die Schüler auf der Sternenkinderwiese.Ein

Maikäfer spielt nachts auf

einer winzigen silbernen Geige. Im

Schloss der Nachtfee treffen sich der

Donnermann, die Windliese, die

Wolkenfrau, der Regenfritz und die

Blitzhexe nebst etlichen Märchenheldinnen

und -helden zum Kaffeeklatsch.

Zunächst mit dem Mondlichtschlitten

des Sandmännchens,

dann auf dem Rücken des Großen

Bären geht es auf einer rasanten

Fahrt über die Milchstraße und weiter

durch den Sternenhimmel. Und

wo findet die Zwischenlandung statt,

bevor das Abenteuer mit der Mondkanone

beginnt? Auf der Weihnachtswiese,

dort, wo all die Spielzeugeund

Süßigkeiten wachsen, die

am Heiligabend unter den geschmückten

Bäumen liegen. Gerdt

vonBassewitz’Märchen„Peterchens

Mondfahrt“ hat über das Jahrhundert

nichts von seiner Zauberkraft

verloren. Und wopasste diese glitzernde

Reise besser hin als in eine

Sternwarte? Eben.

Peterchens Mondfahrt Planetariumam

Insulaner,Munsterdamm 90 (Schöneberg).

Sa 14 Uhr,Eintritt 8, ermäßigt 6Euro. Ab 3Jahre


20 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

von Silvia Perdoni

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

FONDETTE

THECASTLE BERLIN

Mehr als ein

Party-Prickler

Wer sich mit dem Marktfür Schaumwein beschäftigt, stellt

fest: Hier geht es anders zu als im Rest der Weinbranche.

Dasmag auch daran liegen, dass kein anderes Produkt der

Weinwelt so durch Menschenhand manipuliertwerden kann.

Schließlich entsteht Schaumwein in der Regel durch zwei Gärungen.

DieGrundweine können kellertechnisch auf bestimmte

Eigenschaften getrimmt werden, es wirdverschnitten,

Hefelager sowie Zuckerzugabe vordem Versand tun das

Übrige.Soist es auch großen Betrieben möglich, über Jahre

hinweg ein gleich schmeckendes Produkt auf den Marktzu

bringen. Hinzu kommt die Einstellung der Verbraucher.Während

diese bei Stillweinen kritisch hinterfragen und genauer

definieren können, was ihnen schmeckt, gilt bei Schaumwein

das Motto: Hauptsache,esprickelt. Schaumwein wirdals Lifestyleprodukt

zum Feiernund nicht unbedingt als Wein mit

Herkunft wahrgenommen. Marken, Image und Preis sind daher

für die Kaufentscheidung wichtiger als der Geschmack.

In dieser Hinsicht gibt es viele Parallelen zwischen Cava,

Sekt und anderen Schaumweinen. DieWahrnehmung wird

durch große Marken geprägt, die zudem das Preisgefüge strapazieren.

Werkennt nicht die ständigen Sonderangebote für

diese Prickler,mit denen Supermärkte versuchen, Kunden in

ihreLäden zu locken. Joseph und Jaume Gramona aus Katalonien

gehen einen anderenWeg.„Wir wollen unsereBöden verstehen

und interpretieren“, erklären sie dem Besucher.Sie haben

ihren Familienbetrieb auf biologisch-dynamisches Wirtschaften

umgestellt. Dasist im Penedès mindestens ungewöhnlich.

Schließlich geht es im Kernland des Cavaseher

darum, maximale Erträge aus den Weingärten zu holen. Was

mit biologischer Bewirtschaftung schwierig ist. In der Region

gibt es drei heimische Rebsorten, die für Cava wichtig sind. Bei

Gramona konzentriertman sich auf Xarel-lo,die langlebige

Weine hervorbringt. „Wir wollen mit einem langen Hefelager

alle Facetten der Flaschenreife zum Vorschein bringen“, erklärtJaume

Gramona. „Damuss der Wein standhalten.“

Besonders zu empfehlen ist der „La Cuvée“ Gran Reserva,

der über drei Jahreauf der Hefe lagert. Viel Zeit, um dem

Schaumwein eine feine Perlage,Schmelz und raffinierte Aromen

mitzugeben. Solche Schaumweine sollte man aus einem

größeren Glas und nicht aus einer schmalen Flutetrinken. So

zeigt sich der Cava fein schäumend im Glas und entwickelt

sein volles Bukett mit Aromen vonkandierten Zitronen, Orangen,

Brioche,Buttertoast, weißen Blüten undMandelmus.Die

saftig frische Säuremacht Lust aufden zweiten Schluck. Cremige

Textur undFülle sowie ein langer Nachhall empfehlen

diesen Cava nicht nur zum Aperitif.

Gramona Cava „La Cuvée“ GranReserva2013, 19,90Euro, www.la-tienda.de

Raclette und Fondue

Zusammensein

mit viel Käse

Esgibt Essen, das nicht bloß gegessen, sondern zelebriert

werden will. Mahlzeiten wie ein Fest, deren Name reicht,

um Familien oder alte Freunde um einen Tisch zu versammeln.

Fondue und Raclette sind solche Gerichte, gesellig und

abendfüllend. Es geht um das Zusammensein. Na gut, ein

bisschen auch um den leckeren Käse,der am besten schmeckt,

wenn die Kälte vondraußen die Fenster beschlagen lässt.

Der Wetterbericht macht das ab der kommenden Woche

möglich, das passende Restaurant hat gerade wiedereröffnet.

DasFondette,ein kleiner Laden nur für den Winter,der in seiner

dritten Saison in diesem Jahr in den Rosenhöfen am Hackeschen

Markt gastiert. Unter Gruyère aus der Schweiz, wahlweise

versetzt mit Champagner oder Trüffeln, begraben Hungrige

hier Kartoffeln, Cornichons, Champignons, Spargel und

Birnen. Werrechtzeitig reserviert, sitzt um den Tisch in einer

echten Gondel aus dem Berner Oberland.

Fondette,Rosenthaler Straße36, Mitte, Mo–Soab12Uhr

MUXMÄUSCHENWILD

Schluss mit dem Konsumstress

Jenäher Weihnachten rückt, desto mehr artet das Geschenkebesorgen

zu Kaufstress aus. Mit heraufziehendem Bescherungstermin

werden die Einkäufe wahlloser und das Shoppen mutiertzum Spießrutenlauf

durch die Läden. Zwei Pop-up-Verkäufe wollen das jetzt ändern.

Sie bieten Gebrauchtes und Selbstgemachtes, wollen ein Zeichen

gegen Konsumwahn und Wegwerfkultur setzen.

Seit einer Woche bekommen gut erhaltene Waren imNorden

Neuköllns eine zweite Chance. ImCRCLR-Haus, einer alten Lagerhalle

neben der Kindl-Brauerei, finden Schenker Hausrat, Spielzeug,

Elektrogeräte,CDs,Bücher und Kleidung. DerVerkauf ist ein Projekt

des Berliner Senats und seiner InitiativeRe-Use,die fürs Wiederverwenden

wirbt. Mit Lastenrädern haben Vertreter der Initiative auf

Bestellung Ausgedientes aus Haushalten abgeholt, auch Wochenmärkte

und die BSR haben sich beteiligt. Alles ist gut in Schuss,versprechen

die Organisatoren des Verkaufs.Noch bis zum 16. Dezember

finden Berliner im CRCLR-Haus echte Schätze, die so garantiert

niemand anderes geschenkt bekommt. Nebenbei lauschen Kinder

Faire Weihnachtsgeschenke

Craft Beer

Raritäten

aus aller Welt

Selbstgebrautes statt Fast Food: VieleJahreresidierte am U-

Bahnhof Frankfurter Torein McDonald’s,nun werden hier

aus 50 Hähnen handwerklich gebraute Biere gezapft. Vorein

paar Wochen eröffnete hier The Castle, ein Irish Pub, dessen

Betreiber bereits eine Filiale am Nordbahnhof haben. Dieüblichen

Verdächtigen aus Irland fehlen natürlich nicht: Neben

Kilkenny, Newcastle Brown Ale und Guinness schenken die

Männer und Frauen hinter der Bar aber auch echte Raritäten

aus aller Welt aus. Das Barmagazin Mixology lobte einst, der

Pubhabe sich„vom irischen Fußballwohnzimmer zu einer der

besten Berliner Bieradressen“ gemausert.

Wervon den vielen Sorten überfordert ist, nimmt ein paar

Probierschlucke.Mit 500 Quadratmeternauf zwei Etagen und

250 Sitzplätzen bietet das neue The Castle auch reichlich Platz.

Kaffee vonBerliner Röstereien und Gratis-WLAN machen den

Laden tagsüber zu einem beliebten Co-Working-Space.

TheCastle, Frankfurter Tor7,Friedrichshain, Mo–Fr ab 9Uhr,Sa–So ab 10 Uhr

und Erwachsene Vorträgen, Diskussionen und Workshops rund um

Wiederverwertung und Müllvermeidung.

Auch auf dem Holzmarkt-Areal verkauft ein Onlineshop für gebrauchte

Kleidung Ausgefallenes. Das Mainzer Unternehmen Vinokilo

bezieht weltweit Secondhand-Mode, bereitet sie von Hand auf

und lässt sie bei besonderen Pop-up-Veranstaltungen wieder in den

Konsumkreislauf fließen. So soll das Leben von Textilien verlängert

werden. VonTaschen und Schuhen über Pullover bis hin zu Gürteln

und Bauchtaschen: Hochwertigen Marken wie Burberry, Armani und

Versace finden in der Veranstaltungshalle Säälchen neue Besitzer.Gezahlt

wird immer nach Gewicht, ein Kilo Kleidung kostet 25 Euro.

Dazu gibt es Wein, Musik und kleine Leckereien, der Eintritt liegt bei

2Euro. Werdas Säälchen wieder verlässt und noch nicht insolvent ist,

kann auf demWeihnachtsmarkt vorder Tür einen Glühwein nehmen.

ShopimCRCLR-Haus,Rollbergstraße 26, Neukölln, Fr 10–16Uhr,Saund So 12–20Uhr

Verkauf auf dem Holzmarkt,Holzmarktstraße25, Friedrichshain, 8. 12., 12–22 Uhr

WOHIN AM WOCHENENDE?

Kunst

und

Geschichte

Werdas besondere

Geschenk sucht, findet es

vielleicht auf der

Zeughausmesse im

Deutschen Historischen

Museum

VonIda Luise Krenzlin

Egal, wie Kaufhäuser heute in Berlin

genannt werden: Boulevard, Mall,

Arkaden oder Passagen, es sind und

bleiben schnöde Einkaufscenter.

Ohne Tageslicht, dafür mit Weihnachtshits

in Dauerschleife, immergleiche

Shops, die man sowohl im

Wedding, in Mitte als auch in Neukölln

findet. Kurzum: Es gibt schönereOrte,

um Geschenke zu kaufen, sofernman

sich dem Geschenkewahnsinn nicht

sowieso verweigert. Der Zeughaushof

im Deutschen Historischen Museum

(DHM) ist so ein Ort. Im lichten glasüberdachten

Hof findet an diesem

Wochenende zum 22. Mal die Zeughausmesse

statt. Viel Tageslicht lässt

die Farben des Hofes südländisch

strahlen: Rosa, Sand, Himmelblau,

Weiß. Große Kanonen scheinen die

ausgestellten Objekte zu bewachen,

sehr zur Freude vonKindern, die fasziniertsind

vonden altenWaffen.

90 in Berlin ansässige Künstler,

Kunsthandwerker und Designer

Der Zeughaushof erstrahlt im südländischen Glanz.

REINBERGER; PONIZAK

kommen zur Zeughausmesse zusammen

und stellen ihre Kunstobjekte

aus. Ein Potpourri aus edlen

Alltagsgegenständen, Kleidung,

Lampen, Schmuck, Handpuppen.

Alles schön, alles besonders,alles individuell.

Pause von der Massenware.

Auch die Keramikerin Anna Sykora

hat in den letzten Tagen viele

Porzellangefäße in Kartons verpackt.

Becher,Tassen, Schalen. Seit 15 Jahren

arbeitet sie in ihrer Werkstatt in

der Kreuzberger Fichtestraße mit

Porzellan. Anna Sykora formt die

Porzellanmasse auf einer Töpferscheibe.Normalerweise

wirdPorzellan

gegossen. Das Drehen von Porzellan

auf einer Scheibe erfordertviel

Geschick, Erfahrung und handwerkliches

Können. Jedes Gefäß einer Serie

unterscheidet sich ein wenig von

den anderen. Mit Farbpigmenten

mischt Anna Sykora eine „Engobe“,

eine Farbmasse, die sie mit Pinseln

aufträgt. So entstehen schöne Farben

mit ungewöhnlichen Mustern.

Auf der Innenseite erhalten die Gefäße

eine Glasur.Glatt wie Glas kommen

die Becher dann aus dem

Brennofen, dem Herz des Ateliers.

Zwei Mal werden die Gefäße gebrannt.

Für ihre Serie „Seashell“

wurde Anna Sykora 2016 mit dem

Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Die Technik für die Oberfläche,

die an Muscheln erinnert, hat sie

selbst entwickelt. Die aus dem Kyffhäuser

stammende Künstlerin hat

bereits mit 14 Jahren beschlossen,

Keramikerin zu werden. Nach einem

Besuch derWerkstatt der bekannten

Keramikern Hedwig Bollhagen

wusste sie: Daswill ich auch.

Im Zeughaushof werden ihre filigranen

Porzellangefäße in Schwarz

oder zartem Blau mit eingeritzten Linien

neben vielen anderen Objekten

stehen. Stilvolle Hüte, Mosaike, außergewöhnlicher

Schmuck. Eine

faltbare Kette der Schmuckdesigne-


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 21

· ·

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Die Suche

nach dem

Glück

Warum gehört dem Wolf das

Bodemuseum, obwohl der

Isegrim nicht mal mit dem

kleinen Rotkäppchen fertig

wird? Und warum sitzen in

den Vorstellungen im

Monbijoupark fast nur

Erwachsene?

Märchenhüttenchef

Christian Schulz gibt die

Antworten

VonMargarethe Gallersdörfer

Christian Schulz gründete vor 21 Jahren das Ensemble der Märchenhütte. BERND FRIEDEL (2)

Das Kinderkreischen

dringt bis nach draußen:

In „Der Wolf und die sieben

Geißlein“ gibt es nur

einen Schauspieler –Florian Kleine,

den Wolf. Und die Geißlein, die er

fressen will? Sitzen alle im Zuschauerraum,

und kichern auch nach der

Vorstellung noch ganz aufgeregt „Da

ist der böse Wolf!“, als Florian Kleine

über die Brücke geht, die Jacobhütte

und Wilhelmhütte miteinander verbindet.

Die Märchenhütte im Monbijoupark

ist ein großer Erfolg: Mit 80000

Zuschauern bei 1600 Vorstellungen

in nur drei Monaten Laufzeit rechnet

der Ensembleleiter Christian Schulz.

„Was Siehier sehen, ist aber die Ausnahme“,

sagt Schulz und zeigt auf

die aufgeregte Kinderschar vor der

Hütte. „90 Prozent unserer Zuschauer

sind Erwachsene.“ Im Ernst?

Im Ernst. Märchen sind etwas für alle

Generationen, glaubt Christian

Schulz. „Wir spielen das Kind im Erwachsenen

an.“

Schulz ist 48 Jahrealt und hat eine

jugendliche Ausstrahlung. Er sitzt in

einem mit Theaterutensilien vollgestopften

Raum auf dem Dachboden

der Jacobhütte und redet sehr

schnell. Egal, ob Rotkäppchen,

Schneewittchen, oder eben die sieben

Geißlein, glaubt er, esgeht immer

um die gleichen Fragen: Wie

kann man sich trotz widriger Umstände

weiterentwickeln, wie kann

man Erfolg haben? Wie kann man

seine Ängste überwinden? Große

Herausforderungen bezwingen und

am Ende glücklich werden?

Fragen, die auch Christian Schulz

immer wieder beschäftigen. Nach

Berlin ist er kurz vor der Wende gekommen,

um Psychologie zu studieren.

„Ich wollte unbedingt diesen

Abschluss“, sagt Schulz, „und dann

habe ich ihn nie wieder benutzt.“

Wäreder 48-Jährige eine Märchenfigur,dann

wohl „Hans im Glück“. Vor

21 Jahren hat er sein Ensemble gegründet

hat und es klappt alles –irgendwie.

Sie spielten Freilufttheater

im Monbijoupark, und vier Jahre

später eröffnete Schulz dortauch die

Strandbar gegenüber vom Bodemuseum

–„die erste in Europa“, wie er

nicht ohne Stolz betont. Sie wurde

ein Riesenerfolg und sicherte die Finanzierung

des Theaters. Die Idee

zur Märchenhütte entstand, weil

Schulz irgendwann keine Lust mehr

hatte,jeden Herbst alle seine Schauspieler

zu entlassen. „Also haben wir

uns 2006 überlegt: Waserzählt man

sich im Winter? Und dann sind wir

schnell auf Märchen gekommen.“

Beiden Zuschauernsollte das Gefühl

entstehen, dass es wirklich die

gleichen Geschichten sind, die seit

Streng und gut: In nur drei Monaten kamen 80 000 Besucher in die Märchenhütte.

Jahrhunderten „von Großmuttermund

zu Enkelkindohr“ weitergegeben

werden. Auch wenn der Wolf

dem Rotkäppchen gegenüber in einem

vonzehn klassischen Märchen,

die diese Saison aufgeführt werden,

zwischendrin mal behauptet, das

Bodemuseum gehöreihm.

Und so fuhr Christian Schulz

nach Polen und importierte vondort

die beiden Holzhütten, die heute auf

dem Bunker im Monbijoupark stehen

und nach den Gebrüdern

Grimm benannt sind. ZumKomplex

gehört heute auch ein Glühweinstand,

eine kleine Pizzeria und ein

Hüttchen, in dem eine neapolitanische

Weihnachtskrippe aufgebaut

ist. In der Mitte steht eine Feuerschale,

drum herum ein Stuhlkreis.

„Diese archaische, gemütliche Atmosphäre

ist der größte Teil unseres

Erfolgs“, glaubt Christian Schulz.

„Die Leute sind einfach gerne hier.“

Märchenhütte, Monbijoustraße3B, bis 24.Februar.Spielplan

undTickets unterwww.maerchenhuette.de.

Restkarten auf Anfrageander

Abendkasse.Tickets: 5/14Euro

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Geschmorter Lauch

Wie koche ich Gemüse, von dem jeder Nachschlag

möchte?“, war die Frage,die der Zwei-Sterne-Koch Andree

Köthe vom Restaurant Essigbrätlein in Nürnberg mit diesem

Lauch-Rezept beantwortete.Sehr einfache Fragen an sehr

gute Köche sind die pfiffige Idee von„Nachgefragt. 30 Spitzenköche

verraten ihre Küchengeheimnisse“ (Stefanie Hiekmann,

EMF, 26Euro). Wie gelingt das perfekte Steak? Waskochen

Siefür Ihre Kinder? Wasist das Geheimnis guter Schmorgerichte?

Als Antwort –zum Beispiel von Tim Raue, Alfons

Schubeck, Julia Komp –gibt es jeweils nicht nur ein Rezept,

sondernauch Erhellendes zum jeweiligen Thema. (pa.)

Zutaten

4–6 Stangen Lauch

fürdie Vinaigrette

5ELOlivenöl

Saft von1/2 Orange oder Blutorange

abgeriebene Schale von1/4 Bio-Orange

1/2 TL Ahornsirup oder Honig

1/2 TL Weißweinessig, Salz, Pfeffer

zumAnrichten

1Handvoll Cashewkerne,grobgehackt

Zubereitung

Den Backofen auf 250 Grad (Umluft) vorheizen. Den Lauch

gründlich waschen und gut abtrocknen. Alle Stangen nebeneinander

auf ein Backblech legen und den oberen, dunkelgrünen

Teil abtrennen. DenLauch nun im heißen Ofen 45–55 Minuten

backen, bis die äußere Haut der Lauchstangen nahezu

schwarzverbrannt ist. In der Zwischenzeit aus Olivenöl, Orangensaft

und -schale, Ahornsirup, Essig, Salz und Pfeffer eine

Marinade mixen. Denverbrannten Lauch aus dem Ofen nehmen,

kurz abkühlen lassen und die verbrannten Schichten

vorsichtig abziehen. Sie lassen sich leicht trennen –und zurück

bleibt hellgrüner,weich geschmorter Lauch. DieStangen

auf einem Teller anrichten und noch warmmit der Vinaigrette

beträufelt servieren. Dazu passen einige gehackte Cashew-

Kerne, die für etwas Biss sorgen.

EMF; ISTOCKPHOTO (2)

rinFriedrike Maltz sieht aus wie aneinandergereihte

kleine Bauklötze in

Rosa und Weiß. Die neuesten Trends

und Entwicklungen zeigen sich hier.

Wer auf der Suche nach erlesenen

Weihnachtsgeschenken ist, wird auf

der Zeughausmesse fündig.

Egal, ob Sie auf der Messe etwas

kaufen oder nur schauen wollen, mit

Ihrer Eintrittskarte können Sie alle

Ausstellungen des DHM besuchen.

Neben der immer besuchenswerten

Dauerausstellung zur „Deutschen

Geschichte vom Mittelalter bis zum

Mauerfall“ widmet sich eine Ausstellung

im Pei-Bau der Bedeutung des

Meeres für Europa, als Kriegsschauplatz,

Handelsraum und Sehnsuchtsort.

Im Fokus einer weiteren Ausstellung

steht Christbaumschmuck von

den Anfängen bis heute. Denn, egal,

ob Kugeln, Strohsterne, Kerzen oder

Lametta, der Schmuck des deutschen

Weihnachtsbaums ist auf der ganzen

Welt verbreitet.

ADRESSEN

Deutsches Historisches Museum,

Unter den Linden 2, Berlin-Mitte.

Informationen zu Ausstellungen und

Öffnungszeiten unter:

www.dhm.de

Zeughausmesse im Deutschen Historischen

Museum, Sonnabend von10Uhr

bis 21 Uhr,Sonntag 10 Uhr bis 18 Uhr.

Eintritt zur Messe inklusivealler Ausstellungen

8Euro, ermäßigt 4Euro, freier

Eintritt für alle bis 18 Jahren.

Anna Sykora, Werkstattladen, Fichtestraße

1a in Berlin-Kreuzberg,Öffnungszeiten

wochentags 14 Uhr bis 18 Uhr.

weitere Informationen unter:

www.anna-sykora.de

Außergewöhnlicher Schmuck: ein faltbare Kette von FriedrikeMaltz.

MALTZ

Anna Sykora wurde für ihre Arbeiten mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.


22 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Berlin bewegt sich

Tanz dich glücklich

Ist Ecstatic Dance das neue Yoga?

Zumindest ist es ein richtig gutes Gefühl,

sich hemmungslos zu Musik zu bewegen

VonAnne Lena Mösken

Ekstatisch tanzen –kenn ich, kann ich. Oder doch nicht? Die Autorin mit den Veranstalternvon Ecstatic Dance, Pascal de Lacaze (rechts) und Marius Beyer vor dem Tanz, währenddessen herrscht striktes Fotoverbot.

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

Zwei Dinge kann ich an dieser

Stelle schon verraten:

DerKörper,das Tanzen, die

Bewegung also, werden

nicht das Problem sein. DasProblem

ist der Kopf. Und: Ohne Schweiß

kommt hier keiner raus, auch nicht

ohne ein Lächeln im Gesicht, bei

manchen ist es sogar ein Grinsen.

Es ist ein Donnerstagabend, kurz

vor sieben. Der Hochhausriegel am

Franz-Mehring-Platz in Friedrichshain

liegt im Dunkeln, nur aus dem

Foyer fällt Licht. Kurz frage ich mich,

ob ich hier richtig bin. Ich will zum

Ecstatic Dance,worüber ich nicht viel

mehr weiß, als der Name verrät: ekstatisches

Tanzen. Kenne ich, habe

ich mir gedacht, kann ich. Habe ich

doch schon oft gemacht. Dann aber

hundert Meter Luftlinie weiter, im

Berghain.Tanzekstase,dazu gehörtin

Berlin die Nacht, der Rausch.

VomKopf in den Körper kommen

Wobei ich, seit ich ein Kind habe,das

Berghain nicht mehr voninnen gesehen

habe, dafür Clubs, in denen

sonntags und tagsüber getanzt wird,

durchwachte Nächte habe ich als

Mutter genug. Und immer fühle ich

mich nach diesen Stunden, in denen

jeder Gedanke von der Musik verdrängt,

jeder verspannte Muskel

durchgeschüttelt wird, wie nach einem

dreitägigen Spa-Aufenthalt. Als

ich also davon hörte,dass man dieses

Gefühl in Berlin auch ohne Türsteher

bekommen kann, ohne Alkohol und

Zigarettenrauch und den Kater danach,

war ich begeistert.

Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.

Der Tagwar lang, das Einzige,

was ich gerade verlockend fände, ist

mein Sofa und Netflix. Nicht aber,mit

einem Haufen Fremder hemmungslos

zu tanzen. Undeswirdnicht besser,

als ich aus dem neonbeleuchteten

Flur ins sanfte Licht des Saals

trete, indem Ecstatic Dance einmal

dieWoche gastiert. DerRaum, in dem

es vor ein paar Jahren anfing, ist

längst zu klein für die vielen, die tanzen

wollen. Marius Beyer, der das

Ganze mit Pascal de Lacaze, dem

Gründer des Berliner Ecstatic Dance,

veranstaltet, ignoriert meine ausgestreckte

Hand und umarmt mich zur

Begrüßung –nett, aber für jemanden,

der wie ich norddeutsche Wurzeln

hat, definitiv zu viel Körperkontakt

für eine erste Begegnung. Das hier

wird kein Abend, der sich in meiner

Komfortzone abspielt, so viel ist sicher.

Eine Frau läuft vorbei, rote Kriegsbemalung

im Gesicht, Knieschoner

an den Beinen. Ansonsten sehen hier

alle nicht anders aus als im Yogakurs,

mit bunten Leggins und weiten

Shirts, barfuß oder auf Socken;

Schuhe sind nicht erlaubt.

Das ist eine der Regeln, die hier

gelten. Eine andere: keine Handys,

nicht filmen, nicht fotografieren,

nicht sprechen. Dashellt meine Stimmung

auf, ich rede den ganzen Tag,

Schweigen klingt nach einer Wohltat.

„Wenn man spricht, ist man sofortim

Kopf“, erklärtmir Marius,„wir wollen

aber vom Kopf in den Körper kommen.“

Ichahne,dass es beim Ecstatic

Dance um mehr gehen soll als ein gepflegtesWork-out.

Ichkenne das vom

Yoga: Sicher, die Übungen stärken

Arme,Bauch, Rücken, das ist ja schon

Pascal de Lacaze veranstaltet

Ecstatic Dance seit acht

Jahren in Berlin. VorzweiJahren

kam Marius Beyerdazu,

seitdem hat sich die Zahl der

Teilnehmer verdoppelt. Ablegergibt

es unter anderem in

Hamburg.

viel wert. Aber wenn man sich drauf

einlässt, kann dabei auch etwas mit

einem passieren, was man psychisch,

geistig, seelisch nennen könnte.

„Manche von euch werden vielleicht

eine transformative Erfahrung

machen“, sagt Pascal, als es losgeht,

„für anderewirdeseinfach eine richtig

gute Party.“Umihn herum stehen

jetzt sechzig, siebzig Menschen, von

Mitte zwanzig bis jenseits der sechzig,

sie halten sich an den Händen –

meine sind kalt, genau wie meine

Füße.Pascal erklärtnoch, dass plumpes

Antanzen nicht erlaubt ist, jeder

bleibt für sich, es sei denn, man ist

sich unmissverständlich einig, ein

Vielleicht soll hier schon als Nein verstanden

werden. Auch das gefällt mir,

macht mich lockerer, die Tanzfläche

verspricht beim Ecstatic Dance ein sicherer

Raum zu sein, den es im Club

niemals geben kann.

An einem Tisch, der mit rotem

Samt verhängt ist, dreht der DJ die

Musik auf, ruhige Klänge erfüllen den

VÖLLIG LOSGELÖST

Jeden Donnerstag findet

Ecstatic Dance im FMP1 am

Franz-Mehring-Platz in Friedrichshain

statt. Einlass ist

um 18.30 Uhr,der Eintritt

kostet 15 Euro, ermäßigt

12 Euro, Ende ist gegen

22.30 Uhr.

Sonntags findet Ecstatic

Dance auch in der Tanzschule

bebop (Pfuelstr.5,

Kreuzberg) statt. Beginn

11 Uhr,Ende 14.30 Uhr.

Kinder dürfen mitgebracht

werden. Alle Termine unter

www.ecstaticdance.berlin

Saal. Ich setze mich auf den Boden,

und weil ich nicht so richtig weiß, was

ich sonst tun soll, dehne ich meine

Beine. Neben mir presst ein Mann

den Rücken an eine Säule, ich bin

nicht die Einzige, die hier Halt sucht.

Andere sind schon voll dabei, eine

Frau schwebt wie eineWaldelfe durch

den Raum, ein dünner Mann bewegt

sich roboterhaft, hinter mir entdecke

ich einen bekannten Modedesigner,

der tapsig auf der Stelle spaziert.

Alle Hemmungen fallen lassen

Unddass ich das alles so wahrnehme,

ist schon Teil meines Problems: Ich

bin ein Kopfmensch. Ich beobachte,

ich fälle ständig Urteile, über meine

Mitmenschen, über mich selbst, wir

alle tun das. Das ist nicht böse gemeint,

ich kann einfach nicht anders.

Dasist wie bei diesem Spiel, bei dem

man nicht an einen rosafarbenen Elefanten

denken soll. Sehen Sie?

Vielleicht liegt es an meinem Beruf,

vielleicht ist es etwas Zeittypisches

–weil wir uns im Alltag so gut

wie immer in Bewertungszusammenhängen

bewegen. Und damit

meine ich nicht nur die sozialen Netzwerke.

DasganzeLeben ist ein Schaulaufen,

irgendwas verkörpernwir fast

immer, außer vielleicht auf der

Couch, vorNetflix.

Jetzt versuche ich also,ein lockerer

Mensch zu sein, einer, der genau so

tanzt, wie er Lust hat. WasPascal und

Marius als einen der Gründe aufzählen,

warum die Leute hierherkommen,

warum Ecstatic Dance gerade

so erfolgreich ist. Niemand soll hier

schräg angeguckt werden, wenn er

alle Hemmungen fallen lässt.

Beimir sorgt das zunächst einmal

dafür, dass ich innerlich komplett

steif werde. Als wäre Entspannung

einfach nur eine weitereLeistung, die

ich hier bringen soll. Also trickse ich

mich selbst aus. Forscher haben herausgefunden,

dass Lachen glücklich

macht, und dabei kommt es nicht

darauf an, dass das Lachen echt ist –

die Muskelbewegung allein führt

über kurz oder lang dazu, dass

Glückshormone ausgeschüttet werden.

So ähnlich funktioniertdas beim

Tanzen. Ichbewege mich also einfach

zur Musik, das kann ich, kann ja jeder,

ich wedele mit den Armen, wiege

meine Hüften, stampfe mit den Füßen.

Das fühlt sich irgendwie befreiend

an.

Es hilft, dass die Musik wirklich gut

ist, elektronisch, aber mit erdigen

Rhythmen und eingängigen Melodien,

zwischendurch ein bisschen

Flamenco. Ecstatic-Dance-DJs wissen,

was sie tun, wirdmir Pascal später

erzählen, der selbst einer ist und

um die Welt tourt. In ihren Sets formen

sie die Musik zu Wellen, die die

Tänzer mitnehmen, sie mitreißen, bis

sie einen Peak erreichen, den Höhepunkt,

an dem die Ekstase beginnt.

Ich habe die Augen geschlossen,

ich habe jegliches Zeitgefühl verloren,

meine Hände sind ganz warm,

der Trick, einfach zu tanzen, hat funktioniert,

mein Kopf ist leer,nein, er ist

voll mit Musik, der DJ lässt die Beats

immer treibender werden.

Die Nackenschmerzensind weg

Als der Peak kommt, öffne ich die Augen,

vor mir sehe ich ein hüpfendes

Knäuel aus Armen, Beinen, Haaren.

Einlanger Mann springt wie Flummi

durch die Menge, neben mir

schmeißt ein anderer seinen langen

Bart aus Dreadlocks hin und her, er

trägt nur noch einen Slip aus Netzstoff,

zwei Frauen umschlingen sich

wie Schlangen, hinter mir tanzt ein

Mann in Jeans und Karohemd, ein

ungläubiges Lächeln im Gesicht.

Am Ende liegen alle auf dem Boden,

manche halten sich im Arm, vor

dem DJ-Pult spielt ein Mann im

Schneidersitz Flöte. Inmeinem Kopf

arbeitet es immer noch. Habe ich

mich jetzt irgendwie transformiert?

Oder war das einfach nur peinlich?

„Im Club verdrängen die Leute

häufig den Alltag“, sagt Marius hinterher.„Hier

kannst du in dich hineinspüren

und freisetzen, was dich bewegt.“

Ichweiß nicht, ob mir das gelungen

ist. Zumindest sind meine Nackenschmerzen

weg, dafür spüre

meine Waden. Ich bin hungrig und

müde. Indieser Nacht schlafe ich so

gut wie lange nicht mehr.

Gegen den Stress

Abgedreht: Derwische nutzen Tanz

in ihrer religiösen Praxis. IMAGO

Tanzekstase

Dass Menschen bis zur Ekstase

tanzen, ist ein Phänomen, das

sich durch die Weltgeschichte und

viele Kulturen zieht: Anhänger des

Dyonisus-Kultes tanzten bis zum

Umfallen, im Schamanismus ist

Tanz Teil von spirituellen Ritualen,

im Sufismus gehört erzur religiösen

Praxis der Derwische, afro-amerikanische

Religionen wie Candomblé

oder Voodoo integrieren ekstatischen

Tanz in ihreGottesdienste.

Das Wort Ekstase stammt aus

dem Griechischen, lässt sich übersetzen

mit„Verzückung“ oder„außer

sich sein“ und beschreibt einen psychischen

Ausnahmezustand ähnlich

der Trance. Tanz gilt als eine Methode,sich

in einen solchen Zustand

zu versetzen.

In westlichen Kulturen wirdTanzekstase

seit den 60er-Jahren neu entdeckt,

als Selbsterfahrung, zur Entspannung

und als Ausdruck von

Kreativität. (alm.)

Verbunden: Der Kontakt zur Gruppe

ist oft Teil spiritueller Tänze.GETTY

5Rhythms

Der moderne ekstatische Tanz

hat seinen Ursprung in den

70er-Jahren. Gabrielle Roth, eine

Tänzerin und Musikerin aus San

Francisco, stellte eine Abfolge von

Rhythmen zusammen, die Tänzer

dabei helfen sollte, ineinen meditativen

Zustand zu gelangen.

Die Idee dahinter ist, dass durch

die Bewegung des Körpers Ruhe in

den Geist einkehrt. Als Vehikel fungiert

dabei die Musik, jeden Rhythmus

hat Roth einer Lebensphase zugeordnet

vonGeburtbis zum Tod, die

Tänzer begeben sich auf eine Suche

nach der Seele, inder die Quelle für

das eigene Potenzial liege –ganz ohne

esoterischen Überbau ist die Sache

also nicht zu haben. Dafür heißt es,

die 5Rhythms-Methode helfe dabei,

Stress abzubauen und psychische

Leiden zu lindern. Mittlerweile gibt es

eine Dachorganisation, in der sich

um die 400 Lehrer weltweit zusammengeschlossen

haben. (alm.)

Gehypt: Ectstatic Dances wie hier

in Oakland haben viele Fans. BEN CHUN

Ecstatic Dance

Ecstatic Dance ist freier als

5Rhythms, Biodanza und andere

Tänze, denen eine therapeutische

Wirkung nachgesagt werden. Entwickelt

wurde er Anfang der 2000er-

Jahre von Max Fathom auf Hawaii.

Vondortgelangte die Tanzformunter

anderem nach Kalifornien. In Europa

finden die meisten Ecstatic Dances in

den Niederlanden statt, in Berlin veranstalten

Pascal de Lacaze und

Bhavya Theissen die ersten Tänze.

Die Abläufe sind immer ähnlich:

Nach einem Warm-up beginnt das

Tanzen, dabei wird nicht gesprochen,

es gibt keinen Alkohol und

keine Drogen, dieTänzer sind barfuß

und bewegen sich frei zur Musik, die

ihnen dabei helfen soll, in einen ekstatischen

Zustand zu gleiten. In den

vergangenen Jahren hat sich ein

Hype um Ecstatic Dance formiert,

auch weil er Trends wie Achtsamkeit

und Spiritualität mit hipper Clubkultur

verbindet. (alm.)


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 23 *

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Lokalsport

Rückblick auf die glamouröse Seite des Sports mit der Leichtathletik-EM und Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler an der Wand: An diesem Sonnabend werden erneut Berlins Champions des Jahres in Neukölln gekürt.

SEBASTIAN WELLS

„Olympia? Ich habe da eine Stadt im Kopf“

Staatssekretär Dzembritzki und LSB-Präsident Härtel über Sport als Brücke, den gesamtdeutschen Ansatz für eine Bewerbung und Berlins Hallenproblematik

Es ist ein Stück bis zu Aleksander

Dzembritzki. Vom

Foyer der Senatsinnenverwaltung

in den vierten

Stock, vorbei an Porträts früherer Senatoren,

rechts, rechts, wieder

rechts: Dzembritzki wartet im Büro

mit Thomas Härtel, dem Präsidenten

des Landessportbundes (LSB).

Es wirdgleich um die Sportstadt Berlin

gehen, um Mangel, an Turnhallen

etwa. Um Chancen auch, um Olympia.

Dzembritzki und Härtel nehmen

vor einer Stadtansicht in Öl

Platz. An einem Kleiderständer hängen

ein Sakko und ein T-Shirt, das für

die Leichtathletik-EM 2020 in Paris

wirbt. Es sieht so aus,als wollten sich

die zwei gleich auf den Wegmachen.

Herr Dzembritzki, Siewaren Direktor

der Rütli-Schule, die als Problemschule

galt und jetzt Vorzeigeprojekt

ist. Warum ist Schulsportwichtig?

Dzembritzki: Wichtig ist, Erfolge

zu vermitteln. Das kann Sport. Ich

fand es auch wichtig, darüber eine

Disziplinierung zu erreichen.

Nennen Siemal ein Beispiel.

Dzembritzki: Wir haben einem

Torwart der Fußballmannschaft gesagt:

„Du hast dich jetzt mehrfach

derartdanebenbenommen, dass wir

dich nicht zum Spiel mitschicken.“

Die Mannschaft hat verloren, und

siehe da: Die Mitspieler waren nicht

sauer auf mich, sondernauf den Torwart.

Dasspricht sich rum.

Keine Disziplin, kein Sport?

Dzembritzki: Nein, nicht generell.

Sport ist ja eine wichtige Brücke zu

denVereinen. Dieerste Sport-AG, die

wir an der Rütli-Schule hatten, war

eine Box-AG mit dem Polizei-Sportverein.

Beim Boxen gibt es Regeln,

man muss sich anstrengen, an seine

Grenzen gehen. Diese Erfahrungen

helfen im schulischen und später beruflichen

Alltag.

Sind Schulen und Klubs bei fehlenden

Hallen nicht Konkurrenten?

Härtel: Bis 16 Uhr nutzen die

Schulen die Hallen. Es gibt aber auch

schon vor 16Uhr Möglichkeiten für

den organisierten Sport, wenn beide

Seiten gut zusammenarbeiten. Wir

müssen genauer hinschauen, wo Kapazitäten

brachliegen, und die Verteilung

von Hallenzeiten transparenter

machen.

Wasmeinen Siedamit?

Härtel: Etwa die Schwimmhallen:

Manche Schulen buchen ihreZeiten

für den Schwimmunterricht. Wenn

die Kinder Schwimmen gelernt haben,

nutzen Schulen die eine oder

andere Halle nicht mehr, belegen

aber Zeiten.

Berlin wächst rasant, Flächen werden

bebaut, wo bleibt da der Sport?

Härtel: Es werden rund 60 neue

Schulen gebaut, und dabei entstehen

rund 350 Hallenteile für den Sport.

Das ist ein Fortschritt. Es fehlen aber

stadtweit auch rund 100 ungedeckte

Großspielfelder.Die Flächen sind begrenzt.

Da müssen wir kreative Lösungen

finden. Etwa zwei Sporthallen

übereinander oder Sportflächen auf

dem Dach ermöglichen.

Dzembritzki: Es muss zum Nutzendes

gesamten Kiezes sein. Schulen

können zum Beispiel vormittags

Senioren Zeiten für Sport einräumen.

Die Senioren könnten sich

dann in einer Art Buddy-Programm

mit um die Schüler kümmern.

Dazu braucht man Geld.

Dzembritzki: Wir haben fünf Bezirke

mit je 100 000 Euro für einen

Sportentwicklungsplan ausgestattet,

um zu sehen, wie sich Sport indem

Bezirkentwickeln lässt. Im nächsten

Jahr kommen weitereBezirke dazu.

Härtel: Wir vermissen die Stadtentwicklungsverwaltung.

Die spielt

toter Käfer,wenn es darum geht, den

Sportfrühzeitig einzubeziehen. Etwa

bei Wohnungsbauvorhaben oder bei

der Entwicklung von Grünanlagen

im Sinne einer bewegten Stadt.

Dzembritzki: Wir brauchen beides:

den organisierten Sportund den

nicht-organisierten Sport. Deshalb

wollen wir gucken: Wie können wir

die Frei- und Sportflächen sinnvoll

nutzen? Stichwort: SportimPark, unser

kostenloses Bewegungsprogramm

für alle Berlinerinnen und

Berliner. 83Prozent der Berliner bewegen

sich. Dasist eine extrem hohe

Zahl. Auch das ist ein Grund, warum

wir die Sportmetropole Nummer eins

sind.Weil wir selber so sportlich sind.

Die Sportmetropole definiert sich

aber eher über große Events, oder?

Dzembritzki: Ohne Breite keine

Spitze, heißt es. Wir brauchen Breitensport,

bestens organisiert mit gut

ausgebildeten Übungsleitern. Wir

hatten diesen wunderbaren Leichtathletik-Sommer,

2017 das wunderbareTurnfest.

Es macht keinen Sinn,

die Sportler hier eine Woche einfliegen

zu lassen –und wenn sie wieder

wegsind, spricht keiner mehr davon.

Sport ohne Spuren zu hinterlassen,

finde ich sinnlos. Wir brauchen deshalb

die Einbindung der gesamten

Stadt, ein Rahmenprogramm für alle.

Am Ende müssen wir uns immer fragen:

Welche Rendite bringt der Sport

für die Stadt und die Menschen hier?

Stadtrendite? Wasbedeutet das?

Dzembritzki: Wir hatten dieses

Jahr das Programm „Laufen.Springen.Werfen.“

Damit sind wir durch

alle Bezirke gewandert. Immer wieder

ist ein Verein aus dem jeweiligen

Bezirkdortpräsent gewesen. Da war

auch der Parasportmit dabei.

Härtel: An der Schoolatics-Woche

haben 28 000 Schüler teilgenommen.

In dieser Woche konnten sie alles

Mögliche kostenlos ausprobieren.

Wir haben 450 000 Euro reingesteckt.

Wir haben Teilhabe-Pakete

mit 700 000 Euro ausgestattet. Zum

Beispiel für Sport mit Geflüchteten

Aleksander Dzembritzki löste im Mai 2018

SPD-KollegeChristian Gaebler,der Chef der

Senatskanzlei wurde, als Sport-Staatssekretär

ab.Dzembritzki, 50, zuvor Bezirkspolitiker

in Reinickendorf, Lehrer-Ausbilder und von

2006 bis 2009 Direktor der Rütli-Schule in

Neukölln, hat zwei Kinder.Erfährtgerne Ski,

liebt Nordic Walking und das Paddeln.

oder Menschen mit Behinderung.

Im Januar steht die Handball-WM in

Berlin an. Wieprofitiertdie Stadt?

Dzembritzki: Handball wird zum

Motor für alle anderen Sportarten.

Wiretablieren eine neue Kultur:Veranstaltungen

haben einen Rahmen,

der andereSportarten mitnimmt.

Klingt gut, aber was bedeutet das?

Härtel: Nächsten August haben

wir hier gebündelt an einem Wochenende

zehn deutsche Meisterschaften.

Wir werden im Olympiapark

anzwei Tagen unser Familiensportfest

anbieten: Menschen gehen

zu den Finals und erfahren dabei

selbst die Vielfalt der Sportarten.

ZUR PERSON

DasfunktioniertinBerlin?

Härtel: Zumletzten Familiensportfest

kamen rund 80 000 Menschen.

Bewegung generationsübergreifend!

Aber die Mehrheit ist gegen Olympia.

Dzembritzki: Jede sportliche

Großveranstaltung dient dem Sport.

Wenn sie gut gemacht wird. Wirsind

ganz stolz, dass wir für 2023 die Special

Olympics World Summer Games

bekommen haben, es ist die größte

Sportveranstaltung weltweit von

Menschen mit geistiger und mehrfacher

Behinderung. Es kommen 7000

Sportlerinnen und Sportler, 12000

Familienmitglieder, genauso viele

Volunteers.

Die perfekte Vorbereitung für eine

neue Olympiabewerbung?

Dzembritzki: Wenn man über

Olympia nachdenkt, muss man

Thomas Härtel wurde vorzweiWochen als

Nachfolger vonKlaus Böger zum Präsidenten

des Berliner Landessportbundes gewählt.

Der SPD-Politiker aus Steglitz war von1999

bis 2011 als Staatssekretär tätig,zuletzt in

der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Härtel, 67, ist seit 2013 Vizepräsident des

Deutschen Behindertensportverbandes.

überlegen: Wo kann das stattfinden?

Da habe ich eine Stadt im Kopf. Aber

das muss eine gesamtdeutsche Veranstaltung

sein. Deutschland muss

Olympia wollen. Dann überlegt man

gemeinsam: Wieund wo können wir

es am besten gestalten? Die European

Championships im Sommer

haben ja gezeigt, dass so etwas auch

in zwei Städten funktioniert. Ob das

Berlin und Glasgow sind oder Berlin

und Hamburg…

Werbezahlt das am Ende?

Dzembritzki: Der finanzielle Ballast

darf nicht bei der Stadt liegenbleiben.

Dasist ja immer ein Riesenproblem.

Wenn wir Großveranstaltungen

machen, war die Beteiligung

des Bundes bisher nicht besonders

hoch. Bei den Special Olympics ist

das zum ersten Malanders,dateilen

sich Land und Bund die Kosten mit je

rund 35 Millionen Euro.Etwa 12 Millionen

finanzieren die Special Olympics

Organisatoren.

Washat der Normalbürger davon?

Dzembritzki: Sportgroßveranstaltungen

wirken als Motor für die

Stadtentwicklung. Für die European

Championships im Olympiastadion

haben wir eine zweistellige Millionensumme

mitfinanziert. Wirhaben

das Mommsenstadion nachhaltig

qualifiziert. Wir haben in der Laufbahn

eine Zeitmessanlage installiert,

die wird heute täglich genutzt, auch

vom Schulsport. Die Geräte, die wir

angeschafft haben für die EM, haben

wir bei der Para-EM eingesetzt, die

werden auch heute weiter genutzt.

Härtel: Eine Olympiabewerbung

oder der Zuschlag setzt viel frei für

den Sport. Schmelinghalle, Velodrom

oder SSE-Schwimmhalle wären

nicht denkbar, ohne dass Berlin

sich beworben hätte. Essind neue

Hallen dazukommen, auch private.

Wir müssten hier nicht so viel mehr

dafür tun. Allerdings müssen wir

Vorbehalte abbauen. Da hoffen wir

auf das IOC.

Dasbedeutet?

Härtel:Wirwollen umweltfreundliche

Spiele. Aber wir wollen vor allem

auch: fairen Wettbewerb und

dopingfreie Wettkämpfe.

Dasüberzeugt Olympiamuffel?

Härtel: Wir reden immer über

Teamgeist, Solidarität, Internationalität

und Integration. Wo kommen

Menschen unterschiedlicher Herkunft

zusammen? Bei Olympia, bei

den Paralympics. Das müssen wir

überzeugend rüberbringen.

Wieso wurden die 83 Prozent Sport

treibenden Berliner nicht einbezogen?

Dzembritzki: Die Bürgerinnen

und Bürger machen nicht mehr mit,

dass man 80 Millionen für eine Woche

ausgibt, und danach ist davon

nichts mehr zu erleben. Mit einem

langen Vorlauf und Rahmenprogramm

haben wir künftig die

Chance, mehr als die 83 Prozent

Sportbegeisterten mitzunehmen.

Siewerben kräftig für Olympia, oder?

Dzembritzki: Ich spreche über

Sportentwicklung. Unsere Sportentwicklungsstudie

hat erbracht: 180 Bewegungsformen

haben wir in Berlin.

Wir haben das Sportpotenzial, Leute,

die als Vorbilder gesehen werden.

Olympia würde der Stadt Arbeitsplätze

bringen, den Tourismus fördern,

Investitionen in die Sportstätten

ermöglichen, neue Sportstätten könnten

eröffnen. All das entwickelt sich.

EinPuzzleteilchen nach dem anderen

führtzuAkzeptanz für Olympia.

Wiepasst das zur Hallenmisere?

Härtel: Wirhaben viele Sportstätten,

die geschlossen sind, weil sie sanierungsbedürftig

sind. Mich hat

heute ein Handballverein aus Steglitz

angerufen. Wir haben in Steglitz

etwa 60 Sportstätten, davon sind 16

geschlossen wegen Sanierungsnotwendigkeit.

Das heißt, es muss natürlich

in diese Infrastruktur insgesamt

mehr investiert werden, nicht

nur in große Sporthallen, die wir

dann für Olympia benötigen.

Unddann sind alle für Olympia?

Härtel: DerSportmuss erkennen,

dass er profitiert. Insofern ist es gerade

bei einer wachsenden Stadt

wichtig, dass die Hallen dem Sport

zur Verfügung stehen. Solange das

nicht so ist, ist Olympia schwierig zu

vermitteln. Es gilt also, über den

Sport zuvermitteln, dass man etwas

in Gang bringt für die Gesellschaft.

Dzembritzki: Ich sage ja: Die

Menschen mitnehmen. Da sind wir

auf einer sehr guten Reise.Uns ist ein

Projekt in diesem Sommer herausragend

gut gelungen. Daswar die Idee,

auf dem Breitscheidplatz bei der EM

Kugelstoßen zu veranstalten. In einem

Stadion mit 3000 Plätzen. Alle

Sportler waren am Ende begeistert.

Die Bürgerinnen und Bürger waren

es auch. Diese Emotionen setzen

sich auch fest in unserer Stadt.

Hilft es beim Thema Olympia, dass

neuerdings mehr Berliner im Präsidium

des DOSB sitzen?

Härtel: Die Berlinfreundlichkeit

hat zugenommen. MitKaweh Niroomand

und mit Gudrun Doll-Tepper

haben wir da Leute mit Gewicht.

Dzembritzki: Es war auch klug,

dass Senator Geisel einen ganz klaren

Schlussstrich unter die Diskussion um

die inzwischen weltbekannte blaue

Laufbahn im Olympiastadion gezogen

hat. Unser Fünf-Sterne-Olympiastadion

hat sich im Sommer herausragend

präsentiert. Andere Bundesländer

sagen: Oh,dahaben wir vielleicht

doch einen Fehler gemacht, als wir unser

Multifunktionsstadion zugunsten

einer reinen Fußballarena aufgelöst

haben. Für bestimmte Wettkämpfe

kommt jetzt nämlich nur noch Berlin

allein in Betracht.

Das Gespräch führten Karin Bühler

und Christian Schwager.


24 * Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Sport

ZAHLEN

Basketball

Bundesliga, 9. Spieltag

Alba−Frankfurt 87:74

1 Bayern 9 806: 657 18

2 Alba 9 842: 670 16

3 Old'burg 8 709: 632 12

4 Bamberg 8 720: 684 12

5 Gießen 9 815: 816 12

6 Bayreuth 8 686: 645 10

Eishockey

DEL, 25. Spieltag

Köln−Schwenningen 3:1

Wolfsburg −Krefeld 2:3

Mannheim −Düsseldorf 2:5

Ingolstadt −Augsburg 3:2

Bre'haven−Straubing 1:3

Iserlohn−Eisbären 3:2

Nürnberg−München 4:1

1 Mannheim 25 86: 61 52

2 München 25 78: 60 49

3 Düsseldorf 25 85: 62 48

4 Augsburg 26 75: 61 48

5 Köln 26 71: 61 45

6 Ingolstadt 25 80: 68 42

7 Eisbären 25 69: 65 41

8 Bre'haven 25 73: 72 40

9 Straubing 26 70: 72 39

10 Krefeld 25 68: 76 35

11 Iserlohn 25 84: 96 30

12 Nürnberg 26 72: 79 25

13 Wolfsburg 25 56: 100 20

14 Schwen'gen 25 47: 81 17

Nächste Spiele:

u.a. Eisbären −Wolfsburg So., 14 Uhr

Lächeln in den Gesichtern

Beim Comeback von Saibou und Siva gelingt Albas Basketballern ein souveräner Sieg gegen Frankfurt

VonChristian Kattner

Dieser Wurf machte das

Comeback perfekt. Hatten

alle anderen eingesetzten

Alba-Spieler bereits

gepunktet, traf auch Joshiko

Saibou 83 Sekunden vor dem Ende

seinen ersten und einzigen Wurf am

Freitagabend. Der Aufbauspieler

hatte damit also auch einen kleinen

Anteil am verdienten 87:74-Sieg gegen

die Frankfurt Skyliners.„Ich bin

sehr froh, dass ich wieder auf dem

Feld stehen kann, ich bin gesegnet“,

sagte Saibou nach dem Spiel.

Werdachte,dass er und die anderen

Berliner nach fast zweiwöchiger

Länderspielpause erst einmal ihren

Rhythmus suchen müssen, sah sich

getäuscht. Denn diese Pause war

Alba nicht anzumerken. Das Team

von Trainer Aito Garcia Reneses

sprühte förmlich vor Spielfreude

und konnte mit schnellem Spiel

nach nicht einmal fünf Minuten mit

14:4 in Führung gehen. Dennis Clifford

hatte dabei erstmals in dieser

Saison zur Starting Five gehört und

Zähne zeigen: Albas LukeSikma (r.) behauptet sich gegen Freudenberg.

steuerte gleich sechs Punkte bei,

blieb bei seinen drei Würfen ohne

Fehlversuch. Coach Aito konnte es

sich deshalb auch leisten, bereits in

der sechsten Minute Peyton Siva und

Joshiko Saibou zu ihrem Comeback

nach auskurierten Verletzungen zu

verhelfen. Dass sich die Gäste aus

CITY-PRESS/LEIPOLD

Frankfurt zwischenzeitlich wieder

auf 16:18 heranarbeiten konnten, lag

allerdings nicht an ihrer fehlenden

Spielpraxis, sondern der Frankfurter

Qualität von der Dreierlinie. Fünf

von acht Versuchen landeten im

Alba-Korb, die Gastgeber trafen ihrerseits

nur einen ihrer fünf Würfe.

Alba entgegnete Frankfurts Wurfstärke

eine aggressive Verteidigung,

attackierte in der gegnerischen

Hälfte, doppelte den ballführenden

Aufbauspieler. Frankfurts Dreierquote

sollte im zweiten Viertel sinken,

lag aber zur Pause dennoch bei

50 Prozent. Offensiv blieb Alba seiner

Linie treu, hatte mit Stefan Peno

(7) und Peyton Siva (4) zwei Regisseure,

die zusammen elf Vorlagen für

ihre Mitspieler lieferten. Bei soviel

Spielfreude war sogar das eine oder

andere Lächeln in den Gesichtern

der Spieler zu sehen. Erst recht, als es

nach einem erfolgreichen Wurf mit

Ablauf der Spielzeit mit einem 49:39-

Vorsprung in die Kabinen ging.

So gut anzuschauen die Partie in

der ersten Hälfte auch war,sozerfahren

wirkte sie teilweise nach dem

Seitenwechsel. Die Zahl der Fehlwürfe

stieg bei beiden Teams, mehr

Foulpfiffe waren zu hören. Was

gleich blieb, war die Alba-Führung.

Lediglich 1:3 hatten die Gastgeber zu

Beginn hinten gelegen, die restliche

Zeit lag Berlin in Front und brachte

den Sieg souverän über die Zeit.

Mit

unerlaubtem

Turbo

Skifahrer Stefan Luitz droht

Aberkennung seines Sieges

Dem Deutschen Skiverband

(DSV) und Rennläufer Stefan

Luitz, 25, droht nach dem Triumph

von Beaver Creek ein böses Erwachen.

Im schlimmsten Fall könnte

dem Allgäuer sein erster Weltcupsieg

aberkannt werden. Die DSV-Athleten

um Luitz waren vordem Riesenslalom

am Sonntag auf 3000 Metern

Höhe mit Sauerstoff versorgt worden,

das gilt laut dem Code des Welt-

Antidoping-Agentur (Wada) seit 1.

Januar 2018 nicht als Doping. Alpin-

Chef Wolfgang Maier räumte einen

Fehler ein. „Wir wussten nicht, dass

die Fis ihre Regularien nicht dem

Wada-Code angepasst hat“, sagte

Maier,fügte aber an:„Wir haben kein

Doping betrieben. Dagegen wehren

wir uns mit Händen und Füßen.“

Die Fis prüft den Fall. Im Riesenslalom

diesen Sonnabend (10/13

Uhr) in Vald’Isere dürfen die deutschen

Fahrer erst mal starten. (sid)

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Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 25 *

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Sport

Hausaufgaben

machen,

weitersehen

Unions Ken Reichel sieht

noch Verbesserungsbedarf

VonMathias Bunkus

Erhat noch immer einen Koffer in

Braunschweig. Magdeburg ist

davon nicht weit. Auch was Aufstiegskampf

und Relegation angeht,

kennt Ken Reichel sich aus. Für

Unions Linksverteidiger wird der

Auswärtstrip am Sonntag (13.30

Uhr) an die Börde fast eine Reise in

die eigene Vergangenheit.

Gut, Magdeburg und Braunschweig

– seinen langjährigen Arbeitgeber

–trennen knapp 80 Kilometer.

„Aber es bestehen ja Verbindungen

zwischen den Fans. Wir haben

auch mal gegen sie getestet. Das

letzte Spiel ging 7:1 aus für uns.Aber

mir würde jetzt am Sonntag auch ein

1:0 reichen“, sagte Reichel, 31, der

immer noch sein Haus hat in der

Stadt Heinrich des Löwen. Dort hält

sich derzeit seine Frau Sina auf, weil

die Geburt des zweiten Sprösslings

bevorsteht und Reichels Schwiegereltern

nur eine Autominute entfernt

leben. Nach Lian soll auch Sohn

Nummer zwei ein Braunschweiger

werden. Positiver Nebeneffekt für

den Familienfrieden: „Dann streiten

sich die Kinder nicht, werdie coolere

Geburtsstadt hat.“

Anders als sein Sportdirektor Oliver

Ruhnert guckt er als früherer

Braunschweiger aber nicht ungetrübten

Auges auf seinen vormaligen

Arbeitgeber, der in der Dritten Liga

vor sich hinsiecht und vor dem Absturz

in die Viertklassigkeit steht.

„Das tut schon weh. Elf Jahre gehen

ja nicht spurlos an einem vorbei. Vor

eineinhalb Jahren stehst du noch in

der Relegation zur Bundesliga gegen

Wolfsburg, nun das“, sagte Reichel.

Unions Manager hingegen

könnte bei einem Absturz der Eintracht

bezüglich der Leihpersonalie

Suleiman Abdullahi profitieren. Im

Abräumer:Abwehrspieler KenReichel gegen

Darmstadts Marcel Heller. BERND KÖNIG

Abstiegsfalle hätte der Nigerianer

keinen gültigen Kontakt mehr bei

den Niedersachsen, könnte ablösefrei

endgültig verpflichtet werden.

Zukunftsmusik. Das Hier und

Jetzt treibt Reichel mehr um. Da

warnt der Abwehrrecke davor, Magdeburg

zu unterschätzen. „Die Tabelle

spiegelt nicht immer das Leistungsvermögen

wieder. Inder Zweiten

Liga darf man keinen unterschätzen.

Aber das haben wir ja

Woche fürWoche bewiesen. Diewollen

jetzt die ersten sein, die unsere

Serie beenden und daraus Extramotivation

ziehen“, sagte Reichel.

Es könnte –sodie Eisernen ihre

Hausaufgaben machen –ein gutes

Wochenende für sie werden. Am

Montag treffen mit Bochum und

St. Pauli dieVerfolger der Köpenicker

aufeinander. Das Polster auf Rang

vier könnte also wachsen.

Grundsätzlich ist Reichel mit der

Saison zufrieden. „Wenn es Rang

drei am Ende hinter Köln und dem

HSV wird, wäre das auch eine Auszeichnung“,

erklärte der 31-Jährige

und gab sich zuversichtlich: „Ein

paar Remis zu viel sind dabei, aber

wir spielen eine gute Hinserie. Mit

Luft nach oben.“ Er meinte das spielerische

Vermögen des Teams. Aber

es würde ja auch auf die Tabelle zutreffen.

Copa Conquistadores

Das Finale der Südamerika-Meisterschaft zwischen Boca Juniors und River Plate birgt Gewaltpotenzial

VonMatti Lieske

Mauricio Macri ist ein

Mann nach dem Geschmack

von Gianni

Infantino.Viel schlimmer

als die Attacke auf die Mannschaft

der Boca Juniors vor dem abgesagten

Finalrückspiel der Copa Libertadores

beim Lokalrivalen River

Plate sei es gewesen, dass Infantino

auf dem Weg ins Stadion bespuckt

worden sei, erklärte Argentiniens

Präsident. Was sind schon ein zerstörter

Teambus und verletzte Spieler

gegen einen Angriff auf die Ehre

des hochheiligen Fifa-Chefs? Zur

Wiedergutmachung arrangierte

Macri dann eine Pressekonferenz

am Rande des G20-Treffens in Buenos

Aires,woInfantino dieVerlegung

des brisanten Spiels nach Madrid

präsentieren durfte.AmSonntag um

20.30 Uhr treffen sich Argentiniens

traditionellste Traditionsklubs nun

im Bernabéu-Stadion.

Vom„Spiel des Jahrhunderts“ war

in Argentinien die Rede gewesen, als

sich erstmals die beiden Erzrivalen

für das Finale der Copa qualifiziert

hatten, mancherorts gar vom„Duell

des Jahrtausends“. Eine Zeitung

sprach vom„Match, auf das die Welt

gewartet hat“, ohne zu ahnen, dass

es mit dem Umzug nach Madrid globaler

werden würde als gedacht. In

Argentinien und bei den Teams traf

die Entscheidung des südamerikanischen

Verbandes Conmebol auf wenig

Gegenliebe. „Es wäre besser gewesen,

im Stadion vonRiver Plate zu

spielen“, sagt Bocas Mittelfeldspieler

Fernando Gago.„Istdas die Copa Libertadores

oder die Copa Conquistadores?“,

fragt Boca-Veteran Carlos

Tévez,das Ganzesei„eine Tatvon

drei Verrückten hinter einem

Schreibtisch“.

Busunter Beschuss

Friedlicher Rummel: Fans der Boca Juniors.

FINALE DER MAJOR LEAGUE SOCCER

Julian Gressel: Der Frankelebt seinen ganz

persönlichen amerikanischen Traum. Der 24-

jährigeFußballprofi steht mit Atlanta United

im Finale der nordamerikanischen Major

League Soccer (MLS). Als erster Deutscher

könnte er mit einem Sieg am Sonnabend

(Ortszeit) gegendie Portland Timbers den

MLS-Titel gewinnen.

AFP/BRUSCO

Kevin Kratz: Mit dem 31 Jahre alten früheren

Bundesligaprofi hat Atlanta einen weiteren

Deutschen in seinem Kader.Erstand allerdings

nur zweimal in der Anfangsformation.

Gressel kommt als Mittelfeldspieler dagegen

auf fünf Tore und neun Vorlagen in 32 Einsätzen.

Als Würdigung dessen wurde der Neuling

zum Rookie of the Year gewählt.

Keine Geschenke mehr

Ganz so einfach war die Sache nicht.

Nach dem Angriff der berüchtigten

Barras bravas vonRiver mit Flaschen

und anderen Wurfgeschossen auf

den Busdes Gegners,der trotz eines

Aufgebots von 2000 Polizisten nahezu

ungeschützt durch eine enge

Straße rollte, wurde das Spiel zunächst

verschoben. Die Conmebol

wollte es unbedingt durchziehen,

obwohl viele Boca-Spieler durch

Glassplitter oder vomTränengaseinsatz

der Polizei verletzt waren und

zwei von ihnen, darunter Kapitän

Pablo Pérez, sogar ins Krankenhaus

mussten. Einpaar Ärzte wurden losgeschickt,

die meinten, aus medizinischen

Gründen spräche nichts gegen

den Anpfiff, das seien doch nur

ein paar Schnittwunden und Kratzer.

Erst als sich beide Teams weigerten,

wurde das Match um einen Tagverschoben,

dann auf Antrag von Boca

erneut abgesagt. Der Klub forderte,

den Titel nach dem 2:2 vom Heimspiel

in der Bombonera ohne Rückspiel

zu erhalten. River Plate hielt dagegen,

nicht der Klub, sondern die

Polizei hätte versagt.

Eine Austragung in Buenos Aires

am folgenden Wochenende kam wegen

der G20 nicht in Frage, die Conmebol

entschied sich für einen Austragungsort

außerhalb des Landes.

Kein leichtes Unterfangen angesichts

der massiven Feindseligkeit

auf dem Kontinent gegen argentinische

Teams.Paraguay wurde verworfen,

Miami scheiterte wohl am Widerspruch

des US-Verbandes, der

am Sonnabend das MLS-Finale Atlanta

United gegen Portland Timbers

veranstaltet und die unerwünschte

Konkurrenz scheute, schließlich

wurde Madrid erwählt.

Herausforderung für Madrid

Keine leichte Aufgabe für Spaniens

Hauptstadt, die sich zwar auf rund

55 Millionen an Einnahmen freut,

aber Fans von zwei Vereinen erwartet,

bei denen die Intensität der

Feindschaft jede Derbyrivalität in

Europa weit übertrifft. 5000 Tickets

gingen an jedes der beiden Teams,

im Stadion erwartet werden 25 000

Anhänger pro Mannschaft. Eine ungewöhnliche

Situation, da in Argentinien

Auswärtsfans grundsätzlich

nicht zugelassen sind. Vorallem die

Angehörigen der Barras bravas bereiten

den Behörden Sorgen. Es handelt

sich um gewaltaffine und mächtige

Gruppen, die oft mit den Klubs

und ihren Funktionären verbunden

sind, vondenen viele politische Karrieren

verfolgen. Mauricio Macri

etwa war zwölf Jahre lang Präsident

der Boca Juniors. Die argentinische

Polizei hat eine Liste mit 800 einschlägigen

Namen„extrem gewalttätiger“

Fans geliefert, ein Anführer der

Barras von Boca wurde am Flughafen

umgehend zurückgeschickt.

In jedem Fall ist die Verlegung ein

teures Vergnügen für die Anhänger

der Klubs, zumal die des Siegers

wohl gleich nach Abu Dhabi weiterreisen,

wo die Klub-WM stattfindet,

die in Südamerika einen hohen Stellenwert

hat. Carlos Tévez übrigens

glaubt, dass die Auslagerung einVorteil

für River Plate ist: „Im eigenen

Stadion ist der Druck viel höher.“

Seit drei Spielen wartet Hertha auf einen Heimsieg. Stellungsfehler und Ballverluste –damit soll jetzt Schluss sein

VonPaul Linke

Wer sich eine „limitierte Weihnachtsüberraschung“

sichern

wollte,musste schnell sein am Nikolaustag.

Die meisten waren aber zu

langsam. Nach wenigen Stunden

stand auf der Homepage vonHertha

BSC: „Dieser Artikel ist leider nicht

mehr verfügbar!“ Etwa das Heimtrikot

„mit persönlicher Widmung des

Lieblingsspielers aus dem aktuellen

Kader“. Für alle,die sich jetzt ärgern,

hier ein Auszug aus den Teilnahmebedingungen:

„Weder die Funktion

noch die Verfügbarkeit des Gewinnspiels

können gewährleistet werden.“

Weil: „Aufgrund von Zwängen

oder äußeren Umständen kann das

Gewinnspiel beendet werden.“

Werimmer noch keine Idee hat,

was er den Liebsten zum Fest schenken

soll, kann sich Pal Dardai zum

Vorbild nehmen. „Nach dem Sieg in

Hannover war ich auch noch woanders

erfolgreich –ich habe schon 99

Prozent der Weihnachtsgeschenke

gekauft.“ Anfang der Woche war das,

über das fehlende Prozent wollte

Herthas Trainer nichts verraten.

Ja is’ denn heut schon Weihnachten? Nö.

Am Sonnabend um halb sieben (!)

spielt Hertha gegen Eintracht Frankfurt,

und Dardai hat diesmal nicht

vor, über Geschenke zu sprechen wie

nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim,

das 3:3 endete. Seine Mannschaft

habe Nikolaus vorgezogen,

sagte Dardai. Er spricht oft von Gegentorgeschenken.

Das letzte Mal,

dass er das Olympiastadion verließ,

ohne sich über schlimme Stellungs-

IMAGO/THONFELD

fehler und brutale Ballverluste zu beschweren,

war Ende September,

nach dem Sieg gegen die Bayern.

Seitdem –1:1 gegen Freiburg, 0:3 gegen

Leipzig plus das Nikolausspiel

gegen Hoffenheim –wartet Hertha

auf einen Heimsieg. Dasist die halbe

Wahrheit. Über die andere sagt Dardai:

„Wir sind heimstark und wollen

gewinnen.“ Aber: „Wir werden kein

Harakiri machen und mit allen

Mann stürmen.“ Denn: „Frankfurt

ist der Favorit.“ Zumletzten Malwarendas

die Bayern in Berlin.

Es sind noch vier Spiele bis Weihnachten,

und da man aus der Vergangenheit

ja weiß, dass Dardai es

sich dann gerngemütlich macht mit

einer ausgedruckten Tabelle in der

Hand, ist seine Mannschaft gefordert.

Aber auch der Trainer selbst.

Lösen muss er zum Beispiel das Abwehrproblem.

Wobei es sich zumindest

teilweise vonselbst löst, weil die

Auswahl an Innenverteidigern sich

bis zum Jahresende auf Jordan Torunarigha

und Fabian Lustenberger

beschränkt. Aktuell befinden sich

acht Spieler im Krankenstand.

Lösungsorientiertes Handeln ist

vor allem in der Offensive gefragt.

Wichtigste Frage: Doppelspitze oder

ein Spielmacher? Dardai will nach

dem gelungenen Experiment in

Hannover auch mal „gegen einen

starken Gegner“ mit Davie Selke und

Vedad Ibisevic beginnen. Daswürde

den formschwächeren Ondrej Duda

betreffen. Der müsste auf die Bank.

Undkönnte nebenbei an limitierten

Weihnachtsgeschenken arbeiten.

NACHRICHTEN

Berliner Bobpilotin Jamanka

feiertersten Weltcupsieg

BOB. Olympiasiegerin Mariama Jamanka

hat beim Weltcupauftakt in

Sigulda, Lettland, ihren ersten Weltcupsieg

geholt. Im FES-Zweierbob

mit Anschieberin Annika Drazek

stellte die für den BRCThüringen

startende Berlinerin einen Bahnrekord(51,28

Sekunden) auf und holte

auch den Startrekord(5,30 Sek.).

BR Volleys verpflichten

französischen Libero

VOLLEYBALL. Derfranzösische Nationalspieler

Nicolas Rossard, 28,

verstärkt die BR Volleys.Der Libero

kommt vonStocznia Stettin nach

Berlin. Da sein polnischer Klub finanzielle

Schwierigkeiten hat,

wurde der Transfer möglich. Rossard

erhielt einen Vertragbis Saisonende.

Hagen Stamm verlängert

Vertrag als Bundestrainer

WASSERBALL. Hagen Stamm, 58,

aus Berlin, als Spieler Olympiadritter

und zweimal Europameister,bleibt

bis zu den Olympischen Spielen

2020 Bundestrainer.

Erik Zabel wird bei Katusha

Performance-Direktor

RADSPORT. DerfrühereTopsprinter

Erik Zabel, 48 übernimmt die neu geschaffene

Position des Performance-

Direktors beim Profiteam Katusha-

Alpecin. BeiKatusha stehen unter

anderem Zabels Sohn Rick, 24, sowie

in Marcel Kittel und Nils Politt zwei

weitereDeutsche unter Vertrag.

ZAHLEN

Fußball

Bundesliga, 14. Spieltag

SV Werder Bremen−Düsseldorf 3:1 (1:1)

München−Nürnberg Sa., 15.30

FC Schalke04−Bor.Dortmund Sa., 15.30

Leverkusen−FCAugsburg Sa., 15.30

SC Freiburg−RBLeipzig Sa., 15.30

VfL Wolfsburg −Hoffenheim Sa., 15.30

Hertha BSC−Eintr.Frankfurt Sa., 18.30

Mainz 05Hannover96 So., 15.30

M'gladbach −VfB Stuttgart So., 18.00

1 Bor.Dortmund 13 37: 13 33

2 M'gladbach 13 30: 16 26

3 RB Leipzig 13 24: 10 25

4 München 13 25: 18 24

5 Eintr.Frankfurt 13 30: 16 23

6 Hoffenheim 13 28: 19 21

7 Werder Bremen 14 24: 23 21

8 Hertha BSC 13 21: 20 20

9 VfL Wolfsburg 13 18: 18 18

10 Mainz 05 13 12: 14 18

11 Leverkusen 13 19: 25 15

12 FC Schalke04 13 14: 18 14

13 SC Freiburg 13 16: 22 14

14 FC Augsburg 13 20: 22 13

15 Nürnberg 13 14: 30 11

16 VfB Stuttgart 13 9: 26 11

17 Hannover96 13 15: 28 9

18 Düsseldorf 14 14: 32 9

Zweite Bundesliga, 16. Spieltag

Hamburger SV −SCPaderborn 1:0 (1:0)

Regensburg −1.FCKöln 1:3 (0:2)

Darmstadt 98 −Ingolstadt Sa., 13.00

Heidenheim −Duisburg Sa., 13.00

Gr.Fürth −Erzg.Aue Sa., 13.00

Arm. Bielefeld −Sandhausen So., 13.30

Dyn. Dresden −Kiel So., 13.30

Magdeburg −Union Berlin So., 13.30

VfL BochumFC St. Pauli Mo., 20.30

1 Hamburger SV 16 22: 15 34

2 1. FC Köln 16 42: 19 33

3 Union Berlin 15 24: 11 27

4 FC St. Pauli 15 21: 20 25

5 VfL Bochum 15 24: 16 24

6 Kiel 15 28: 22 24

7 Heidenheim 15 23: 20 23

8 Gr.Fürth 15 21: 24 23

9 SC Paderborn 16 33: 28 22

10 Regensburg 16 27: 25 22

11 Dyn. Dresden 15 20: 21 22

12 Darmstadt 98 15 18: 24 17

13 Erzg.Aue 15 15: 21 15

14 Arm. Bielefeld 15 18: 24 14

15 Duisburg 15 13: 24 13

16 Magdeburg 15 18: 27 10

17 Sandhausen 15 15: 24 10

18 Ingolstadt 15 14: 31 8


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 – S eite 26 *

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Sport

Landstrich der Launen

Im Revierderby gilt Borussia Dortmund als Favorit. Dabei hat der FC Schalke 04 ideale

Voraussetzungen, einenMachtwechsel im Ruhrpott zu schaffen. Die Geschichte eines Fußballrätsels

VonDaniel Theweleit

Im falschen Film? Im falschen Fanblock steht dieser schwarz-gelbe Anhänger von Borussia Dortmund auf jeden Fall, im Fanblock des FC Schalke04nämlich.

IMAGO

Der Schock aus dem vergangenen

Jahr sitzt noch

tief bei Michael Zorc,der

seit mehr als vierzig Jahren

Borussia Dortmund angehört.

1978 kam er als Jugendspieler voneinem

kleinen Klub aus dem Norden

der Stadt zur großen Borussia, wurde

Profi und Sportdirektor,zahllose Duelle

mit dem Erzfeind aus Gelsenkirchen

hat er seither erlebt. Überstrahlt

werden sie alle von diesem

Trauma aus dem Vorjahr.

Jenseits vieler schöner und einiger

weniger erfreulicher Erinnerungen

sei nun vorallem das 4:4 nach einer

4:0-Führung aus dem Herbst

2017 „sehr präsent“, sagt Michael

Zorc. Denn diese Begegnung wurde

zur Allegorie der Dortmunder Problemsaison,

zum strahlenden Sinnbild

des Schalker Erfolges, sogar zu

einem möglichen Szenario für die

Zukunft. Für einige Monate war es

danach durchaus vorstellbar, dass

der in den vergangenen Jahren so

deutlich gewachsene Vorsprung der

Dortmunder vor dem großen Rivalen

aus der Nachbarstadt merklich

schrumpfen könnte.

Siesprechen sich Mutzu

Nunsteht das insgesamt 173. Pflichtspielderby

zwischen den Ruhrgebietsrivalen

bevor, und die Situation

hat sich gewandelt. Die Schalker

kämpfen wieder einmal gegen das

Gefühl an, auf einen übermächtigen

Gegner zu treffen.

„Wir sind gut drauf“, versichert

Trainer Domenico Tedesco.„Wir haben

das Achtelfinale der Champions

DERBYGESCHICHTE IN ZAHLEN

1925

In diesem Jahr fand das erste Derbystatt, Ruhrgaumeisterschaft der Kreisligen.

Schalkegewann4:2. Ernst Kuzorra, damals 19 Jahre alt, traf doppelt.

173

Mal gabesdieses Spiel bereits. Am klarsten ging es 1940 aus, GauligaWestfalen.

Vier Tore durch Kuzorra in der ersten Halbzeit. Schalkegewann10:0.

14

Minuten brauchte Schalkeimersten Bundesligaderby1963 für drei Tore, Endstand 3:1.

Das erste Derbytor gelang immerhin dem Dortmunder Reinhold Wosab.

44

Minuten waren gespielt, als Dortmund im Mai 2007 die Führung gelang.Esfolgte das 2:0 und

das Ausaller Schalker Titelträume. Motto der Partyverderber:„Nur gucken, nicht anfassen!“

1966

fand das Nebelderbystatt. Lothar Emmerich: „Wenn wir etwas gesehen hätten, hätten wir

noch höher gewonnen.“ Dortmund gewann 6:2. Und Emmerich? Sah und schoss drei Tore.

0:4

lag SchalkeimNovember 2017 in Dortmund zurück, zur Halbzeit.

Es folgte das größte Comeback der Derbygeschichte. Naldo traf in der Nachspielzeit zum 4:4.

League erreicht, sind noch im DFB-

Pokal vertreten und haben vorige

Woche in Hoffenheim gut gespielt.

Das sind Erfolgserlebnisse, die uns

pushen, die uns Selbstvertrauen geben.“

Sie müssen sich Mut zusprechen,

denn die Kräfteverhältnisse

des vergangenen Jahrzehnts sind

wiederhergestellt.

Erstaunlich ist, wie schnell und

klar sich diese Entwicklung vollzogen

hat. Denn im vorigen Sommer

stand der BVB vor einem Umbruch,

von dem die Verantwortlichen sagten,

es werdenoch„ein bis zwei Jahre

dauern“, bis die gewünschtenVeränderungen

tatsächlich bewirkt sein

würden.

Das Team sollte mehr Widerstandskraft

in schwierigen Situationen

entwickeln, der neue Trainer

sollte Zeit bekommen, seine Ideen

zu verwirklichen. Man wollte Teenagernwie

Dan-Axel Zagadou, Achraf

Hakimi oder Jadon Sancho Zeit zum

Reifen geben, und bis kurz vor dem

Ende derTransferperiode klaffte eine

große Lücke im Kader:Esgab keinen

Zentrumsstürmer.

Die Gelsenkirchener gingen hingegen

als sehr stabiles Gebilde in den

Sommer, als Vorjahreszweiter immerhin,

der nur den Ergänzungsspieler

Max Meyer sowie den in der

ausgesprochen erfolgreichen Rückrunde

zwar soliden aber keinesfalls

überragenden Leon Goretzka abgegeben

hatte. Und die Transferarbeit

vonManager Christian Heidel wirkte

schlüssig.

Mit Salif Sané verpflichteten die

Schalker einen begehrten Verteidiger,

der tatsächlich eine recht ordentliche

Saison spielt. Zugang Mark

Uth trug imvergangenen Jahr mit

hervorragenden Leistungen und 14

Toren dazu bei, dass sich 1899 Hoffenheim

für die Champions League

qualifizierte. Auch der Transfer von

Sebastian Rudy erschien überzeugend,

der ehemalige Münchner ist

deutscher Nationalspieler und hat

als versierter Passgeber und Aufbauspieler

die Fähigkeit, das mitunter

etwas dürftige fußballerische Niveau

der Schalker anzuheben.

Spuren im Gemüt

MitSuat Serdar,Hamza Mendyl und

Omar Mascarell kamen drei weitere

Profis, denen nicht nur Manager

Heidel zutraut, sich auf Champions-

League-Niveau zu etablieren. Dass

das Konstrukt trotzdem nicht so

funktioniert, wie erhofft, hat etwas

Unerklärliches. Fußball hat nun mal

auch viel mit Spielglück zu tun, mit

Zufällen, dem Spielplan oder wie zuletzt:

mit den Launen der Videoschiedsrichter.

Immer noch steckt den Schalkern

die Serie von fünf Niederlagen zu

Saisonbeginn in den Knochen. Seitdem

sei die Punktausbeute okay,betonen

Trainer und Manager einvernehmlich.

Aber die Phase der Rückschläge

hat Spuren hinterlassen.Wochenlang

sei das Auftreten der

Mannschaft „nicht einmal mehr im

Training mutvoll“ gewesen, erinnert

sich Tedesco. Das große Projekt, einen

dominanteren Fußball zu entwickeln,

eine Spielweise zu etablieren,

die zum Selbstverständnis einer

Spitzenmannschaft passt, wurde

aufgeschoben.

Erst mitdem 5:2-Erfolg gegen den

1. FC Nürnberg und dem starken

Auftritt beim 1:1 in Hoffenheim am

vergangenen Wochenende spielt das

Team mutiger und offensiver. Der

Unterschied zu Borussia Dortmund

aber bleibt, denn der BVB schwebt

längst in anderen Sphären.

Die Dortmunder sind nicht nur

Favorit auf die Meisterschaft, Sportdirektor

Michael Zorc und seine

Scoutingabteilung haben zudem einen

Kader zusammengestellt, der

womöglich tatsächlich so stark ist

wie kein anderer in der Bundesliga.

Auch die Bayern schauen bewundernd

auf dieses Ensemble, indem

Axel Witsel die Fäden zieht wie ein

moderner,weil gänzlich uneitler Stefan

Effenberg.

Unddann ist da noch Jadon Sancho,

der die Gegner schwindelig

spielt, ein junger Franck Ribéry; da

ist der von Real Madrid ausgeliehenen

Achraf Hakimi, der zu einem der

aufregendsten Außenverteidigertalente

Europas avanciert. Ganz zu

schweigen vom Wunderstürmer

Paco Alcacer. Warum derzeit alles,

was die Dortmunder angehen, funktioniert

und die Umsetzung der

Schalker Pläne ständig von neuen

Widrigkeiten gebremst wird, gehört

zu denRätseln dieser Fußballsaison.

Daniel Theweleit

sieht im Ruhrpott ein großes

Projekt aufgeschoben.


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 – S eite 27

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Feuilleton

Claus Löser empfiehlt,

die Vorweihnachtszeit

im Kino zu verbringen

Seite 31

„Ich will aber nicht auf den Mars.“

Und deswegen denkt der Architekt VanBoLe-Mentzel das Wohnen auf der Erde kleiner Seiten 28 und 29

Vögel, Chimären, bizarre Landschaften ziehen sich durch die frühe bis späte Bildwelt Max Ernsts: „Die Erwählte des Bösen“ von 1928, Öl/Leinwand. SMB/NATIONALGALERIE BERLIN/VG BILDKUNST BONN 2018

Mondgestalten? Planetarisches Zeichen?

Max Ernst lithografierte die Szene oben 1971,

gab ihr aber keinen Titel. Unten „Capricorn“,

mystischer Steinbock-Herrscher,1948, getönter

Gips ERNST MUS.BRÜHL//H.BLONDAU/SMB/VG BILDKUNST 2018

Der Oberste aller Vögel

Dada-Max und Surrealist: Max Ernst als „Zeichendieb“ im Charlottenburger Nationalgalerie-Haus der Sammlung Scharf-Gerstenberg

VonIngeborg Ruthe

Die Hieroglyphen auf dem

Kalabscha-Tor am Eingang

der Sammlung

Scharf-Gerstenberg im

östlichen Stülerbau sind schuld an

dieser Ausstellung. Sie überführen

Max Ernst, diese Berühmtheit der

Moderne, witzig als „Zeichendieb“.

Ein dadaistischer Anwurf, der es

wert ist, ihn zu untersuchen. Unddabei

lässt sich das Werk des deutschen

Surrealisten, dessen Schaffen und

wechselhaftes Leben völlig ausgeleuchtet

und aus-interpretiertschien,

aus neuem Blickwinkel betrachten.

1964 taucht im Spätwerk des damals

noch in US-amerikanischer

Emigration lebenden, vonden Nazis

als „entartet“ verfemten und aus Paris

vor der Internierung geflohenen

Künstlers eine Geheimschrift auf.

Diehatte er auf eine ganzeSerie grafischer

Blätter gesetzt, die dem Amateur-Astronomen

Ernst Wilhelm Leberecht

Tempel (1821–1889) gewidmet

sind. Die Zeichen erinnern an

frühe Experimente der Pariser Surrealisten,

genannt „écritureautomatique“

(automatisches Schreiben).

Und die Ähnlichkeit mit den Hieroglyphen

auf dem uralten Tempeltor,

das vor dem Mauerfall das Ägyptische

Museum in der Charlottenburger

Schloßstraße zierte und nun bald

auf die Museumsinsel umziehen

soll, ist frappierend.

Was man auf den nachtblau gestrichenen

Wänden des Museums

sieht, ist die so poetische wie auch

ironische, sinnliche wie vertrackte

Bildsprache der Zeichen. Max Ernst

hat sie sich für seine Ölbilder,Grattagen,

Frottagen, Collagen und Reliefs

aus der Kulturgeschichte „geborgt“.

Er hat sie sich bewusst oder unbekümmert

einfach genommen. Aber

zugleich alles neu erfunden und

dem Vorhandenem mit „diebischer

Freude“ (so Ausstellungskuratorin

Kyllikki Zacharias) neue, surreale

Botschaften untergeschoben. Auf

Schritt und Tritt ist in Max Ernsts

Bildwelt –aufgetan aus Sammlungen

der Staatlichen Museen und teils

selten ausgestellter Leihgaben aus

Brühl und Paris –zulesen, wie der

Künstler mit dem Erhabenen und

mit einer visionären Kosmologie

spielt. Undimmer auch mit einer jähen

Perspektive.

Die poetischen Titel holte sich

Ernst schon in frühen Arbeiten aus

der Mythologie. Ihm lag unübersehbar

an den Elementen des Unerklärlichen:

Da sind rätselhafte Bildkombinationen

bizarrer Wesen, die häufig

Vögel darstellen, Chimären und

fantastischen Landschaften. Sichtbar

ist seine Lust am Überraschenden

schon seit seiner ironischen

Phase als Dada-Max um 1920

Der Surrealistenkreis um André

Breton hatte den Maler, der 1922

nach Parisgezogen war,tief geprägt –

diese kryptische bis absurdwirkende

Literatur der wie auf einer Nadelspitze

ekstatisch tanzenden Wortakrobaten.

In Ernsts kosmologischen

Lichtdruckserien der „Maximiliana“

etwa oder den monochromen

Blättern „Im Stall der Sphinx“

(1926), auch in einer späten Farblithografie,

inder zwei herrlich groteske

Liniengestalten auf dem Mond

spazierengehen, hallt das Echo der

surrealistischen Poesie wider. Und

Migration der Zeichen: Max Ernst arbeitet im Sommer 1952 am großen „ägyptischen“

Fries seines Atelierhauses in Sedona, Arizona.

SMB/BOB TOWERS

NEUE BILDWELTEN AUS ALTÄGYPTISCHEM ZEICHENRESERVOIR

Max Ernst, geboren 1891 in Brühl, gestorben 1976 in Paris, zählte zur künstlerischen Avantgarde

des 20. Jahrhunderts. Sein Werk besteht aus rätselhaften Bildkombinationen bizarrer

Wesen, die häufig Vögel darstellen, und fantastischen Landschaften. Nach dem Militärdienst

im Ersten Weltkrieg gründete er 1919 mit Johannes Baargeld und Hans Arp die Kölner Dada-

Gruppe. 1922 zog er nach Paris und gehörte dortzum Kreis der Surrealisten um André Breton.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er ab 1939 mehrfach interniert, konnte zusammen

mit der Kunstmäzenin PeggyGuggenheim, seiner späteren dritten Ehefrau, fliehen und wählte,

wie viele andere europäische Künstler,1941 als Exil die USA. 1953 kehrte er mit seiner vierten

Ehefrau, der Malerin Dorothea Tanning,nachFrankreich zurück.

Die Nationalgalerie zeigt in der Sammlung Scharf-Gerstenberg: „Max Ernst, Zeichendieb“.

Bis 28. April, Di–Fr 10–18/Sa+So 11–18 Uhr,Schloßstr.70.

dann ist da auch immer dieses seltsame

Spiel mit der Luftperspektive

und mit einer exzentrischen Natur:

Wald, Wasser.Himmel, Gestirne.Die

Szenerien wirken planetarisch und

zugleich im nietzscheanischen

Sinne düster oder wie in Brand gesteckt,

einsam, fremd, fragwürdig.

Die Hintergründe scheinen unerreichbar.Die

Szenen imVordergrund

schieben sich uns entgegen. Das Erscheinungshafte

wirkt eingefroren.

Bildteile, zerschnitten, aus Skizzenblättern

zusammengeklebt, erscheinen

hintergründig. Da sind

klaustrophobische Situationen,

auch Fesselungen, Amputationen,

Attacken mit spitzen Gegenständen:

Ernst probte die Zerschneidung der

Welt. ManassoziiertZwangssituationen,

aber die Bildfindung dafür ist

nachgerade genussvoll ikonisch verballhornt.

In seinen Fotografiken

wirddieVerwirrung auf die Spitzegetrieben:

Er manipuliertdas objektive

Medium, macht es zum Vexierspiel.

Und er monumentalisiert. Gerade

in Reliefs, wodie Formen der

Totenstarre der Dingwelt verpflichtet

scheinen. Oder mit der altarhaften

Gips-Plastik „Capricorn“ (1948).

Der Steinbock stammt aus der Zeit,

als Ernst wegen den Nazi-Invasoren

aus Paris indie USA emigriert war

und sich auf das mythologische Tierkreiszeichen

Steinbock und die

wüste Landschaft Arizonas bezog,

als animalisches Sinnbild der Wiedergeburtund

der Fruchtbarkeit.

Die kultische Gruppe besteht aus

zwei grotesken, sitzenden Figuren.

Der Herrscher mit dem Bockskopf

thront mit Zepterstock und Reichsapfel,

in der Linken ein fischartiges

Baby.Daneben sitzt eine ziegenhafte

Meerfrau. Darüber hängt „Die Erwählte

des Bösen“ von 1928. Ernst,

der sich als „Loplop“ selbstironisch

mit dem „Obersten aller Vögel“ verglich,

macht die unzähmbare Lust

am Bösen bildhaft: Eindoppelköpfiger

grüner Vogel mit Metallbrüsten

und greller Kopfmarkierung vor

nachtblauem Himmel über einer

rotsandigen Wüste. Der winzige

Mond leuchtet dämonisch.

Als Welt in der Welt sind die Blätter

auch durch astronomische Themen

bestimmt. Mit der aktuellen

Zeitgeschichte, Politik, Sozialtehemen

scheint es bei Max Ernst indessen

keine direkte Auseinandersetzung

zu geben, allenfalls emblematische

Chiffrierungen. Seine Zeitkritik

fiel umfassender,zugleich verschlüsselter

aus: Aus Bildtiteln wie „Rechtzeitig

erkannte Angriffspläne“, Collage,Feder,Tusche

von1920, können

wir eine Kunst-Festung herauslesen,

die sich gängigen Normen verweigert.

Darum wird sie von dicken,

schwarzen Pfeilen attackiert. Max

Ernst sprach über seine Kunst gern

als die „Versenkung der Welt tief unter

den Meeresspiegel“, ins Reich des

Unbekannten, Unbewussten. Under

trieb seine Bildsprache übers Bizarr-

Poetische auch ins Blasphemische.

Es ging ihm nicht ums Böse,sondern

um die Umwertung, ja die Bestrafung

alles Kanonisierten, Erstarrten,

Heiliggesprochenen in der Kunst.

Ingeborg Ruthe hatte als

15-Jährigedas Foto einer

Ernst-CollageübermBett.


28 * Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Feuilleton

Esbegann mit einer SMS: Ob

man sich mal zu einem Gespräch

treffen könne, über

den Wohnungsmangel in

Berlin und die Zukunft der Stadt, fragten

wir den Architekten, Designer

und Wohnraum-Visionär VanBoLe-

Mentzel. Binnen Minuten rief er zurück:

Er halte zu diesem Thema in

den nächsten Tagen einen Vortragan

der Uni, da könnten wir doch vorbeischauen.

Und als wir gerade freudig

zusagten, fügte er noch hinzu: Er erwarte

mich am Montag um drei in der

Akademie für Illustration und Design

in der Ritterstraße –allerdings nicht

als Gasthörer, sondern vor den Studenten:

Das Interview sei dann der

Vortrag. Die Studenten der AID, die

die Aufgabe hatten, das Gespräch als

„Graphic Recording“ live zuvisualisieren,

mögen entschuldigen, dass es

hier etwas verkürzt dokumentiertist.

Herr Le-Menzel, Ihre Losung lautet

„Konstruieren statt Konsumieren“. Ist

diese Losung auch die Lösung für die

wachsendeWohnungsnot?

Beim Wohnen würden wahrscheinlich

die wenigsten von Konsum

spreche. Für mich ist das aber

eine Form des Konsums –soähnlich

wie man Burger in sich hineinfrisst,

so fressen viele Wohnraum in sich

hinein. Siewissen gar nicht, wie man

mit Wohnraum umgeht, sie wollen

aber alles haben: Möbel, Waschmaschinen,

Tiefkühlschränke und den

größten Fernseher, den es gibt, Fließen

aus Italien, Lampen aus Skandinavien

–sie wollen die ganzeWelt in

ihren vierWänden haben …

Mein Heim ist meine Welt: Wer will

dies jemandem verdenken?

Genau. Es ist eine ideologische Sache,

die wir „wohnen“ nennen. Vielleicht

braucht man aber,gerade in der

jetzigen Zeit, eine andereIdee davon.

Eine,inder es nicht darum geht, dass

jemand möglichst viel Glück anhäuft,

sondern dass wir uns viel mehr aufeinander

beziehen, Dinge teilen,

Raum und Ressourcen miteinander

neu verhandeln.

Raum neu verhandeln? Wo soll man

da anfangen?

Zum Beispiel mit der Erkenntnis,

dass immer weiter steigender Wohnraumkonsum

unsereLebensgrundlagen

zerstört. Zuallererst die der Ärmsten,

derjenigen, denen zwar der Zugang

nach Europa verwehrtwird, die

aber für unsereMöbel und unser Parkett

die Bäume in den Regenwäldern

fällen und die Erze aus den Stollen

kratzen, damit unserer Hardware ein

technisches Innenleben eingehaucht

werden kann. So einWahnsinn für ein

bisschen Wohnsinn. Und weil wir

nicht die Fantasie haben, mit dem

kostbarenWohnraum vernünftig umzugehen.

Aufdiese Erkenntnis hat Sieangeblich

Ihr kleiner Sohn gebracht.

Es gab einen Streit zwischen meiner

Frau und mir,als sich mein Sohn

ankündigte. Die Frage war, müssen

wir umziehen? Wirwohnen in Kreuzberg

ineiner Zweizimmerwohnung,

56 Quadratmeter für unter 400 Euro

warm. Der Reflex meiner Frau war:

Wir müssen uns vergrößern. Das

hieße aber: 1000 Euro aufwärts, ich

müsste mehr arbeiten, noch mehr

Zeit fremdbestimmt verbringen. Das

wollte ich nicht. Daswar der Konflikt.

Wieging er aus?

Wir einigten uns – gegen einen

Auszug und für Fantasie. Ich baute

ein raumhohes Wandregal mit integriertem

Wickeltisch. Später tauschten

wir die Couch gegen ein Bettsofa

aus.Noch später,als ich dieTiny Houses

entwickelt habe, hat meine Frau

gesehen, dass es möglich ist, auf noch

viel kleinerem Raum zu wohnen –indem

man auch den Raum oben nutzt

und sogenannte Split Levels einzieht,

da wirddann zum Beispiel unten gekocht

und oben geschlafen. So werden

wir jetzt auch in der Küche für

uns ein Hochbett bauen und unser

Schlafzimmer in die Küche verlagern.

Eine Schlafküche?

Ichverwehre mich sowieso gegen

Begriffe wie „Schlafzimmer“ und

„Wohnzimmer“, weil es einen einschränkt.

Viele können sich gar nicht

vorstellen, dass die Küche auch

gleichzeitig zum Beispiel eine Praxis

sein kann, ein Restaurant, ein Friseurladen,

ein Nachbarschaftsbegegnungsraum.

Küche ist immer Küche

und Schlafzimmer ist immer Schlafzimmer.Aber

das ist eineVergeudung

vonRessourcen.

Wiewollen Siedas dem deutschen Michel

beibringen? Der will seinen Balkon,

sein Berliner Zimmer, seine

Wohnwand.

Dasist ja nicht genetisch angelegt.

Grundsätzlich haben wir verlernt,

Raum so zu nutzen, dass es unserem

Lebensentwurf entspricht. Wir sind

Wohnlegastheniker. Wir können

nicht mit dem Vokabular von Raum

und seinen Funktionen umgehen.

Natürlich kannst du überall kochen.

Wirkochen in den Tiny Houses auch,

ohne auch nur eine Wasserleitung zu

haben. Aber diese Fantasie haben die

wenigsten Menschen.

Sind die Menschen denn früher mit

wenigerWohnraum ausgekommen?

Da gibt es verschiedene Erhebungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg betrug

die durchschnittliche Wohnfläche

eines Deutschen nur 20 Quadratmeter,

das war aber auch der besonderen

Situation geschuldet.

Inzwischen hat sich das aber verdoppelt.

So wie eben alles größer wird: die

Autos,die Fernseher,das iPhone.

Berlin steuert auf vier Millionen Einwohner

zu. Wenn man von 40Quadratmetern

proKopf ausgeht, wirddas

ein echtes Problem.

Es ist schon jetzt eines.Denken Sie

an die alten Leute,und unsereGesellschaft

wirdjaimmer älter.Fragt man

sie nach dem Wunsch für den Lebensabend,

sagen alle das gleiche: 65

Quadratmeter, anderthalb bis zwei

Zimmer mit Balkon, ruhig, aber mitten

in der Stadt. Wo soll es diese Wohnungen

geben?

Müssen alle ihreAnsprüche herunterfahren?

Nein.Wirmüssen dasWohnen nur

neu denken. Meine Frau und ich

dachten auch, zu dritt auf 56 Quadratmetern,

das geht nicht. Aber wir

haben gesagt, wir bleiben hier, und

wir verlegen den fehlenden Raum in

der Wohnung einfach in die Öffent-

„Wir sind

Raumfresser“

Der Architekt VanBoLe-Mentzel über das Problem

des steigenden Platzkonsums beim Wohnen –und darüber,

wie wir es in den Griff bekommen

VanBoLe-Mentzel in einem seiner „TinyHouses“.

VAN BO LE-MENTZEL ...

SABINE GUDATH

...kam 1977 in Laos zur Welt und 1979mit seinenElternnachDeutschland. Er wuchsinBerlin-Wedding

auf und studierte Architektur an der Beuth-Hochschule für Technik. 2015 war er Gastprofessor an der

Hochschule für bildende Künste in Hamburg.Seit 2017 dozierterander Akademie für Illustration und

Design Berlin. Er lebt mit seiner Frau und zwei KinderninKreuzberg.

... profiliert sich seit Jahren als radikaler Denker in der Wohnraumdebatte. Sei es mit seinen kostenlosen

Bauanleitungen sogenannter „Hartz-IV-Möbel“, oder mit seinen „100-Euro-Wohnungen“, die in 6,4

Quadratmeter großen „TinyHouses“ Schlafen, Bad und Küche vereinen. 2015 wurde Le-Mentzel mit

dem Zeitwissen-Preis für Mut zur Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

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VonTorsten Wahl

Auch wenn der himmlische Titel

Besinnliches assoziiertund rings

um Ludwigshafen und Mannheim

schon etwas Schnee liegt, so soll er

natürlich in die Irre führen. „Vom

Himmel hoch“ kommt hier nicht der

Weihnachtsmann mit Geschenken

her, sondern eskommen Drohnen,

die den Todbringen. Zuerst im fernen

Irak, dann mitten in Deutschland.

EinPsychiater hatte sowohl die

Lenker militärischer US-Drohnen

als auch die Opfer des Drohnenkriegs

betreut –nun liegt er erschlagen

unter seinem Schreibtisch.

Während die Kommissarinnen

Lena Odenthal (Ulrike Folkerts im

68. Fall) und Johanna Stern(Lisa Bitter)

noch die Spuren sichten, begleitet

TomBohn (Buch und Regie) mit

seinem Film parallel schon die Verdächtigen.

Zwei kurdische Brüder

(Cuco und Diego Wallraff), die im

Irak nahe Angehörige verloren haben,

trainieren mit Drohnen für einen

Anschlag auf ranghohe US-Militärs

und Politiker, die sich mit dem

deutschen Verteidigungsminister

treffen wollen. Eine traumatisierte

Drohnenlenkerin der US-Army

(stark: Lena Drieschner), die zur Ordonnanz

degradiert wurde, plagt

sich mit ihren Psychosen und Alpträumen.

Die Spannung um die Täterfrage

ist also von vornherein begrenzt.

DieDualität derVerdächtigen

betont Tom Bohns politische Botschaft:

Der Drohnenkrieg ist genauso

schmutzig und brutal wie jeder

andere, auch er tötet unschuldige

Kinder –und wer aus der Ferne

auf den Abschussknopf drückt, muss

sich damit genauso auseinandersetzen

wie ein Soldat, der im Gefecht

den Abzug einer MPi betätigt.

DerKrieg ist also der Täter,wie es

der Titel schon erklärt. Um diesem

Statement mehr Nachdruck zu verleihen,

hätte TomBohn in seinem

Film aber nicht nur verzweifelte und

mahnende Videobotschaften aufsagen

lassen sollen, sondern hätte seinem

Film wesentlich mehr Tempo

geben müssen. Doch dieser „Tatort“,

vom Ansatz her ja ein Polit-Thriller,

kommt nur schwer in Gang, und wie

er schließlich aufgelöst wird, ist auch

nicht besonders originell. Wenigstens

müssen sich die Kommissarinnen

Odenthal und Sternglücklicherweise

nicht mehr anzicken, sondern

dürfen sich annähernund sogar mal

drücken. Die eigensinnige, lange arrogant

wirkende Profilerin Stern gerät

hier erstmals starkinBedrängnis.

Doch dem ausgeschiedenen Kollegen

Mario Kopper trauert nicht nur

Lena Odenthal hinterher –die Figur

von Andreas Hoppe hätte dem Ludwigshafener

Krimi weiterhin mehr

Perspektiven gegeben, auch und gerade

bei diesem Thema.

Tatort–VomHimmel hoch So, 20.15 Uhr, ARD


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 29 *

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Feuilleton

„Wir haben nicht die Fantasie, mit dem kostbaren Wohnraum vernünftig umzugehen“: VanBoLe-Mentzel.

PAULUS PONIZAK

lichkeit. DasCafé unten haben wir zu

unserem Wohnzimmer erklärt, gegenüber

gibt es ein Restaurant, das ist

unsere Küche. Wir kochen fast nicht

mehr, und wenn man nur 400 Euro

Miete zahlt, kann man sich das auch

leisten.Wirbunkernsoauch nichts in

einem Riesenkühlschrank, und wir

waschen im Waschsalon. Der Gleisdreieck-Park

ist unser Garten. Wieso

brauche ich einen eigenen?

Deröffentliche Raum alsWohnraum?

Wir alle müssen in den öffentlichen

Raum. Anders geht es nicht. Das

tut auch der Wirtschaft gut, dem Miteinander

in den Kiezen, allem.

Waswollen eigentlich alle in Berlin?

Es gibt einen Grund, warum die

Leute in die Stadt ziehen. Weil sie einen

Ort suchen, an dem sie sich verwirklichen

können. Weil sie die Möglichkeit

suchen, auch anonym zu

sein.Wenn du eine Idee hast und etwa

einen Friseurladen eröffnen willst,

dann machst du es einfach mal, und

wenn es nicht funktioniert, bist du

nicht gleich untendurch in der gesamten

Dorfgemeinschaft.

Ziehen die Leute nicht primär in die

Stadt, weil sie dortarbeiten wollen?

Nein. Sonst würden ja alle nach

Wolfsburg ziehen oder nach Sindelfingen,

da gibt es viel Arbeit. Aber wer

will da hin? Die Leute wollen nach

Berlin. Und zwar, weil sie sich verwirklichen

wollen. Du kannst dich

aber nur in einer Nachbarschaft verwirklichen,

die divers ist. Mit verschiedenen

Menschen, die verschiedene

Rhythmen haben, die verschiedene

Sachen machen, verschiedene

Sachen träumen. In diesem bunten

Schwarmkannst du mitschwimmen,

ohne dich entscheiden zu müssen,

was genau du wirst –esgeht da auch

um Identität und das Ausprobieren

verschiedener Identitäten.

In einem Essay, den Sie auf Facebook

veröffentlicht haben, fordern Sie

„Lebenssiedlungen“ statt Wohnsiedlungen.Wieist

das zu verstehen?

Du musst dir das vorstellen wie

verschiedene Bühnen, damit du verschiedene

Theaterstücke spielen

kannst: So eine Umgebung kann

nicht in einer reinen Wohnsiedlung

entstehen. Eine Siedlung sollte möglichst

alles beinhalten, was auch eine

Stadt ausmacht. Mit all der Reibung,

die das ergibt: Wir müssen das Krankenhaus

neben die Kfz-Werkstatt

bauen, die Kita gleich neben dem

Rotlichtbezirk und die Wohnungen

direkt über die Clubs.Wir müssen das

mischen. Dasist Stadt.

Wiesoll dann so eine„Lebenssiedlung“

aussehen?

Ich habe ein Konzept entwickelt,

das ich „Circular City“ nenne. Das

sind Blöcke, 100 mal 100 Meter. Das

erste Geschoss geht durchgängig

durch den gesamten Block und ist

ideal für alles, was hohe Decken

braucht und nicht zwingend Fenster:

Supermärkte,Gastro,Werkstätten, Industrie,

Kinos, Museen, Theater, Diskotheken.

Undauf fünf Meternist ein

Deckel drauf. Darüber sind die von

mir entworfenen„Wonderhomes“.

Wonderhomes?

DasWonderhome ist ganz schmal,

du kannst es in der Halle vorbauen,

das spartKosten –die kleinste Einheit

wird350 Euro warmkosten. Zwei Meter

zwanzig breit, aber wahnsinnig

tief, sieben Meter. Du hast Fenster

nach innen, du hast auch Fenster

nach außen, aber die zeigen nicht auf

die laute Straße,sondernauf das,was

ich Co-Being-Space nenne,Architekten

sagen Laubengang. Derist drei bis

vier Meter breit, da ist viel Platz. Du

musst es dir vorstellen wie einenWintergarten.

Aber er ist auch Verkehrsfläche.Dakannst

du auch einmal um

den ganzen Block laufen.

UndimInneren des Blocks?

Drinnen hast du einen Park. Und

diese Gärten sind miteinander verbunden,

über sogenannte High Lines

Dassind so Stege,dakannst du in den

anderen Garten rüberjoggen. Die

sind auf fünf MeternHöhe.Dukönntest

jedem Garten auch ein Thema

geben: Hier hast du einen Tiny-

House-Garten, dort hast du Urban

Gardening, ein anderer Garten gehört

den staatlichen Museen, da stehen

Skulpturen drin.

Wie viele Leute sollen in einem Block

wohnen?

Das ist eine wichtige Frage, weil

das bei den üblichenWohnsilos überhaupt

nicht berücksichtigt wird: Damit

so etwas wie Nachbarschaft entsteht,

soziales Miteinander, brauchst

du, das sagen Forscher, sozwischen

370 und 740 Personen. Jedenfalls

würden in so einem Circular-Block

370 Wonderhomes auf vier Obergeschossen

Platz finden. Das wären 23

Wonderhomes proEtage.

Dasist eine radikale Idee.

Sehr sozialistisch gedacht. Und

noch nicht bis zum Ende durchgedacht.

Aber so ähnlich könnte es sein.

Es sollten eben keine toten Wohnsiedlungen

entstehen, sondern

kleine,lebendige Stadtzentren.

Wasmuss jetzt sofort unternommen

werden, damit wir das Wohnraumproblem

in den Griff bekommen?

Man muss Experimente mutiger

zulassen. So wie die Behörden mutig

waren, Turnhallen zu öffnen, um vor

Not flüchtende Menschen unterzubringen

–sosollten wir neue Räume

erobern und möglich machen. Nicht

alles verbieten. Wir brauchen ein

neuesVerständnis vonStadtnutzung.

Wersoll das umsetzen?

Als Politiker kannst du Ideen, die ja

darauf basieren, dass man Wohnraum

reduziert, nicht gutheißen, weil

du so nicht wählbar bist. Aber bei einer

Welt, die auf zehn Milliarden

Menschen zugeht, ist es alternativlos.

Gibt es wirklich gar keine Alternative?

Nein. Denn nicht anders ist zu verstehen,

dass Unternehmer wie Elon

Musk oder Richard Branson nachdenken,

auf den Mars zu fliegen.

Wenn wir das Wohnraumproblem

nicht in den Griff bekommen, müssen

wir bald den Mars bevölkern. Ich

will aber nicht auf den Mars weggentrifiziertwerden.

DasGespräch führte Christian Seidl.

Kurze Stücke

voll Trotz und Euphorie

Zum Toddes britischen Punkrockers Pete Shelley

VonAndré Boße

Nach einem Konzert saßen die

Jungs vonden Buzzcocks einmal

vor der Glotze, es lief die Verfilmung

des Musicals „Guys And Dolls“ und

eine der Figuren sagte: „Hast du dich

schon mal in jemanden verliebt, in

den du dich nicht verlieben solltest?“

Pete Shelley, Songwriter der Band

wusste sofort: das ist Refrainmaterial.

Der Song „Ever Fallen In

Love (With Someone You

Shouldn’t’ve)“ wurde 1978

zum größten Hit der

Gruppe – auf dem Papier

ein Punksong, aber wenn

Shelley ihn sang, wurde

daraus großer Pop.

Pete Shelley stammte

aus Manchester. Zwar

wurde der Punk in London

erfunden, doch zogen die

Kerle aus dem Nordwesten Englands

die richtigen Schlüsse daraus.Shelley

war es, der 1976 die Sex Pistols in

seine Stadt holte, und als sie zum

zweiten Malkamen, spielte er mit seiner

Band im Vorprogramm. Die frühen

Buzzcocks spielten Songs über

die Langeweile oder die Freuden der

Masturbation –doch anders als die

anderen Punks hatte die Gruppe wenig

Zerstörerisches an sich. Siehatten

Bock auf Melodien, als „Bubblegum

Punk“ bezeichnete man sie,was Shelley

als Lokalpatriot gar nicht schlimm

Pete Shelley

(1955–2018)

AP

fand, schließlich standen auch die

Hollies aus Manchester für Bubblegum

–und solche Popsongs wollte er

spielen, nur schneller. Zum Vorbild

nahmt er sich die Northern-Soul-Stücke,

kurze Verliererdramen voll Trotz

und Euphorie. „Shelley schrieb perfekte

Drei-Minuten-Popsongs, der

Soundtrack des Daseins als Teenager“,

notierte Tim Burgess von den

Charlatans nach Shelleys Tod.

Auf der Schwelle zu den

Achtzigern beendete Shelley

die Buzzcocks mitten in

Aufnahmen zum vierten

Album und veröffentlichte

mit „Homosapien“ ein Soloalbum,

das mehr nach

Club-Kultur als nach Punkrock-Schuppen

klang. Es

floppte damals, gilt heute

aber als richtungsweisender

Electro-Klassiker. Ende

der Achtziger gründete Shelley die

Buzzcocks neu, die Platten waren

nicht mehr der Rede wert, aber die

Gigs weiterhin Belege für die unendliche

Energie perfekter Popsongs.2012

zog Shelly nach Estland, dem Geburtsland

seiner Frau. Dortstarb er in

der Nacht auf den 6. Dezember vermutlich

an einem Herzinfarkt. Ihr

letztes Konzert spielten die Buzzcocks

Ende August in Belfast, der

letzte Song hieß „Harmony In My

Head“: Kein anderer Titel wird dem

Wirken vonPete Shelley gerechter.

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30 * Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Feuilleton

Vom

Puppenhaus zu

Fall gebracht

Kevin Hart moderiert doch

nicht die Oscar-Verleihung

Oscar-Drama in Hollywood: Nur

zwei Tage nach der groß gefeierten

Ernennung hat US-Komiker

Kevin Hart (39)seineOscar-Moderation

abgesagt. „Ich möchte

keine Ablenkung in einer Nacht

sein, die von sovielen großartigen,

talentierten Künstlern gefeiert werden

sollte“, schrieb Hart am Donnerstagabend

(Ortszeit) auf Twitter.

DerHintergrund: Kritik an Hartsals

schwulenfeindlich empfundenen

Tweets und Witzen aus den Jahren

2009 bis 2011.

Mehrere Nutzer machten nach

der Oscar-Ankündigung auf Hart-

Tweets aufmerksam, die danach

laut Hollywood Reporter gelöscht

wurden. 2011 schrieb der dreifache

Familienvater demnach: „Wenn

mein Sohn nach Hause kommt und

mitdem Puppenhaus meinerTochter

spielt, werde ich esüber seinem

Kopf kaputtmachen und sagen:

’Stop, das ist

schwul‘“.Außerdem

habe er Medienberichten

zufolge immer

wieder die in

den USA häufig

benutzten

Schimpfwörter

Der Comedian

Kevin Hart(39)

AFP

„homo“ oder

„fag“benutzt.

„Es tut mir

leid, dass ich Menschen verletzt

habe.Ich entwicklemich weiter und

werde das weiter tun. Ich möchte

Menschen zusammenführen und

nicht trennen“, erklärte Hart nun.

Stunden zuvor hatte der 39-Jährige

noch mitgeteilt, er werde sich nicht

für seine früheren Äußerungen entschuldigen.

Der Stand-up-Comedian ist aus

Filmen wie „Jumanji: Willkommen

im Dschungel“, „Ride Along“, „Der

Knastcoach“ oder „Central Intelligence“

bekannt. Er hätte erstmals

dieVerleihungder wichtigsten Filmpreise

der Welt moderiert. Der Job

gilt als einer der begehrtesten und

schwierigsten in der Filmbranche.

Bei den beiden vergangenen Galas

hatte Late-Night-TalkerJimmy Kimmel

(51) die Moderation übernommen,der

dieWahl Hartsnoch gelobt

hatte. Die Akademie muss nun

schnelleinenErsatz finden. DieAnkündigung

des Moderators kam US-

Medien zufolge in diesem Jahr ohnehin

recht spät. DieOscars werden

in der Nachtzum 25. Februar in Los

Angeles verliehen. (dpa)

Wo die Durchfahrenden gar nicht erst bremsen müssen –und wo oft geschwiegen wird, wenn man besser geredet hätte.

Zurück in Brinkebüll

In ihrem neuen Roman erzählt Dörte Hansen wiederum von altem Land und vom Untergang des Dörflichen

VonSabine Rohlf

Sie ist eine Spezialistin für die

norddeutsche Provinz, viele

nennen ihre Bücher Heimatromane:

Dörte Hansens

enorm erfolgreiches Debüt „Altes

Land“ erzählt vonzweiFrauen in der

Elbmarsch. Ihr zweiter Roman, derzeit

auf Platz drei der Spiegel-Bestsellerliste,

stellt uns Ingwer Feddersen

vor, einen Kieler Archäologieprofessor,

der im Dorf seiner Kindheit

ein Sabbatical verbringt. Es

heißt Brinkebüll, liegt in Nordfriesland

und ist weder hübsch noch idyllisch.

„DeWelt geiht ünner“ lesen wir

schon auf der ersten Seite, und tatsächlich

ist der Roman ein Abgesang

auf eine bäuerliche Kultur, in der

Höfe, Schmiede, Schule, Bäcker, Lebensmittelladen

und Gasthaus ein

Dorf bildeten und halbwegs im Einklang

mit der Natur wirtschafteten.

Wasmit der Landreform begann

und mit Höfesterben endet, ließ

pflegeleichte, pestizidgetränkte Riesenfelder,ein,

zwei Großbauernund

ein Dorf zurück, in dem geschlafen,

aber kaum noch gearbeitet wird.

Daran kann auch Ingwer Feddersen

nichts ändern, aber er denkt ohnehin

mehr über seine persönliche,

durchaus exemplarische Geschichte

nach –als Dorfkind, erster Akademiker

seiner Familie, Sohn einer Außenseiterin.

Vorallem aber kümmert

er sich um seine pflegebedürftigen

Großeltern und ihren abgewrackten

BUCH

Dörte Hansen: Mittagsstunde,Roman,

Penguin Verlag,München 2018,

320 Seiten, 22 Euro.

IMAGO

Dorfgasthof. „DeWelt geiht ünner“ –

allein beim Plattdeutschen, das der

Roman in vielen Szenen wiederbelebt,

wird norddeutschen Lesern

warmums Herz.Zumindest solchen,

die es noch im Ohr haben, wurde es

doch ab den 60er-Jahren energisch

bekämpft. Es galt als genauso rückständig

wie die eiszeitlichen Feldsteine

und Tümpel, die vonden Baggern

der Flurbereinigung weggeräumt

wurden. Oder die Hecken und

Knicks, die Kastanien an der Dorfstraße,

die man fällte, um eine

schöne glatte breite Straße zu haben,

auf der die Durchfahrenden dann

auch nicht mehr bremsen.

Dörte Hansen beschreibt all diese

Veränderungen genau. Sie tut es in

Rückblenden und aus Ingwers Gegenwartssicht,

in einem leisen,

nüchternen Ton. Siezeigt aber auch,

dass die alte Dorfwelt ihrerseits

Furchtbares zu bieten hatte, als Mikrokosmos,dem

schwer zu entkommen

war. Wo jeder sah, wenn ein

Kind dem Nachbarn mehr ähnelte

als dem eigenen Vater. Woniemand

einschritt, wenn Kinder, Frauen und

Tiere misshandelt wurden, wo es

schwer war, an Bildung heranzukommen,

wo geschwiegen wurde,

wo man besser geredet hätte.

Wie imersten Roman reicht die

Vergangenheit bis zum Zweiten

Weltkrieg, in dem Ingwers Opa als

Wehrmachtssoldat Zivilisten exekutierte

und in russische Kriegsgefangenschaft

geriet. Allein die Genauigkeit

und Empathie, mit der Hansen

seine zerbröckelte, schuldbeladene,

unglückliche, sture Männlichkeit

entwickelt, lohnt das ganze Buch.

Aber auch andere Figuren sind ganz

große Literatur, Dorfmenschen, die

vonihrem Unglück nicht viel Aufhebens

machen. Von ihren tristen

Ehen, Liebestragödien, totgefahrenen

Kindern, Gewalt und Selbstmord

auf dem Heuboden. Es gab

viele Gründe, das Dorf zuverlassen

oder eben die wunderschönen Kastanien

abzuhacken, weil das ein

bisschen frischen Wind versprach.

Anders als im Erstling, der zwei

sehr spezielle Frauen zusammenbrachte,fächertHansen

hier Schicksale

auf, die es überall gegeben haben

kann. Ingwers unentschlossenes

Leben als altlinker Dauer-WG-Bewohner

wirddabei eher nebenbei erzählt.

Das Dorf spielt die Hauptrolle

und das liest sich interessanter als

die ausgiebigen Rekurse auf Hamburger

Latte-Macchiato-Muttis in

Hansens erstem Roman. Kurz, ihr

zweiter ist sogar noch besser als „Altes

Land“, das bestverkaufte Buch

des Jahres 2015.

Wassoll man zu einem Buch sagen,

das alle loben und lieben und es

zweifellos verdient? Lieben und loben

auf jeden Fall. Aber gerade, weil

Hansen so ausgezeichnet schreiben

kann und, selbst Dorfkind, das Landleben

so gut kennt, keimt der

Wunsch nach mehr. Nach Figuren

zum Beispiel, die sich der Verödung

entgegenstellen. Das gibt es ja auch,

echte Landwirte,nicht irgendwelche

Hobbybauern und Wochenend-

Landlustler.InteressiertHansen sich

dafür nicht oder hält sie es für aussichtslos?

Das zuerfahren wäre sehr

interessant, vor allem aber, wie sie

darüber erzählen würde. Es geht

nicht darum, einen ökologischen

Agit-Prop zufordern oder mehr Optimismus

in der Literatur. Sehr viele

Dörfer sind ja genauso wie Brinkebüll.

Es fällt nur auf, dass das, was

unter der Überschrift „Agrarwende“

läuft und jede Menge handfeste Konflikte

birgt, gerade auf dem Dorf,

noch nicht in die Literatur gefunden

hat. Beieiner Autorin wie Dörte Hansen

wäre essicher gut aufgehoben.

NACHRICHTEN

10,4 Millionen Euro für die

Schlösser und Gärten

Mitdem Doppelhaushalt 2019/2020,

den der Brandenburger Landtag

nächste Woche beschließen will,

kann die Stiftung Preußische Schlösser

und Gärten weitereVorhaben

realisieren. Für das zweite Sonderinvestitionsprogramm

sind im Regierungsentwurfpro

Jahr 10,4 Millionen

Euro vorgesehen. Berlin, Brandenburgund

der Bund wollen bis

2030 400 Millionen Euro für die

Schlösserlandschaft ausgeben. (dpa)

Privatleute spenden für Oper

in Lübeck und Frankfurt

DasTheater Lübeck erhält vonder

2016 gegründeten Lübecker Theater

Stiftung (LTS)eine Spende in Höhe

von50000 Euro.Das Geld ist für die

Inszenierung der Mussorgski-Oper

„Boris Godunow“ durch Peter Konwitschny

bestimmt. In Frankfurtam

Main indessen planen elf Bürger,

eine Stiftung zu gründen und 50 Millionen

Euro Eigenkapital beizusteuern,

um den Baueiner neuen Oper

zu beflügeln. (BLZ/dpa)

Radikale Künstlerinnen des

Sozialismus in Dresden

„Medea muckt auf“ heißt eine Ausstellung

mit Werken radikaler Künstlerinnen

des Sozialismus im Dresdner

Albertinum. Siewürdigt Autorinnen

und Malerinnen, die vor1989

nicht auf antike Schauplätzeauswichen,

um Unbehagen am Regime

und Unfreiheit darzustellen, sagte

Direktorin Hilke Wagner am Freitag.

Es gehe auch darum,„Sichtbarkeit in

der Kunstgeschichte herzustellen“,

sagte Kuratorin Susanne Altmann.

„Ingroßen Strecken fehlt uns gut die

Hälfte.“ (dpa)

TOP 10

Donnerstag,6.Dezember

1 Die Bergretter ZDF 5,49 18 %

2 Wasserleiche ARD 4,85 16 %

3 heute journal ZDF 4,57 16 %

4 Tagesschau ARD 4,43 15 %

5 heute ZDF 4,04 17 %

6 SOKOStuttgart ZDF 3,71 18 %

7 Notruf Hafenkante ZDF 3,66 13 %

8 RTL Aktuell RTL 3,36 15 %

9 GZSZ 6653 RTK 3,14 11 %

10 Werweiß denn ... ARD 3,09 16 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %

Heinz „Heino“ Georg Kramm

Ich war immer

Opfer der Weltpolitik

Vor 80 Jahren:

Die Tragödie einer Flucht

gerne eine

Reizfigur

Letztes Album, letzte Tournee, 80. Geburtstag:

Ein Interview über besondere Lebensmomente

Foto: Imago/KPA/United Archives

Reports

Hintergründe

Interviews

Gewinnspiele

A M

Morgen

lesen!

S O N N T A G

Der von hier


Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018 31

· ·

·······················································································································································································································································································

Tagestipp

KINO

SONNABEND

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 883 85 51) Der Vorname 14.45,

20.15; AStar Is Born 17.00; Tschitti Tschitti Bäng Bäng So

11.00

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Cold War: Der Breitengrad der

Liebe 15.50, 18.10, 20.30; Matinee: Le Grand Bal (OmU)

So 11.00; Maria by Callas So 13.15

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Astrid 14.50, 17.40,

20.30; Matinee: Jota (OmU) So 12.45

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Climax 19.20; Climax (OmU)

21.30; Matinee: Familie Brasch So 11.30; Under the Silver

Lake(OmU) 16.20, 20.45; Astrid (OmU) 18.00; Matinee: An

den Rändern der Welt So 11.00; Matinee: Leto (OmU) So

13.00; Werk ohne Autor 15.00; Cold War: Der Breitengrad

der Liebe (OmU) 15.50, 18.50; The House That Jack Built

(OmU) 21.00; Loro So 11.40; Charles Dickens 14.00; Der

Trafikant 16.20, 19.00; Matinee: #Female Pleasure So

11.30; The Cakemaker (OmU) 14.00, 20.20; Sauvage

(OmU) 15.30, 21.30; Das krumme Haus (OmU) 17.45;

Juliet, Naked (OmU) So 11.00; Girl So13.10; Jota (OmU)

15.10; Bohemian Rhapsody(OmU) 17.30, 20.30; Matinee:

Ex Libris (OmU) So 11.00; Was uns nicht umbringt 13.45;

Alexander McQueen (OmU) 16.30, 21.30; Der Affront

19.00; Matinee: Sorry Angel (OmU) So 11.00

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Die Erbinnen 18.15; Das

krumme Haus 20.15, Sa a. 22.30; Jota (OmU) Sa 18.00;

Was uns nicht umbringt Sa 20.00; Leto Sa 22.30; Hans

Blumenberg So 18.00; DerDolmetscher So 20.00

Kant Kino (✆ 319 98 66)Tabaluga13.45, 15.45; Widows

17.50, 20.40; AStar Is Born So11.00; Der Grinch 14.00,

16.00; 25 km/h 18.00, 20.40; Ballon So 11.15; Elliot, das

kleinste Rentier 13.50; Mackie Messer 16.15; The Guilty

19.00; Aufbruch zum Mond 21.00; BlacKkKlansman So

11.00; Bohemian Rhapsody 14.45, 20.15; Das krumme

Haus 17.40; Book Club So 11.00; Geister der Weihnacht So

13.10; Der Nussknacker und die vier Reiche 13.20, 15.30;

Der Vorname 17.45, 20.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) 3D: Der Grinch 11.00,

13.00, 15.00; 3D: Phantastische Tierwesen II 17.20, 20.30;

3D: Phantastische Tierwesen II 12.30; 3D: Der Grinch

15.20; 100 Dinge17.30, 20.10, 22.00; 100 Dinge12.10,

14.45; Astrid 17.20; Widows 20.10, 23.05; Der Nussknakkerund

die vier Reiche 12.00; 3D: Der Nussknacker und die

vier Reiche 14.20; Bohemian Rhapsody 16.50, 19.50,

22.50; Phantastische Tierwesen II 11.30; 3D: Phantastische

Tierwesen II 14.40; 3D: Der Grinch 17.45; Nur ein kleiner

Gefallen 20.00; Verschwörung 22.45; 25 km/h 11.45,

21.10; Johnny English 14.30; Die unglaubliche Reise des

Fakirs, ... 16.45; Der Grinch 19.00; Astrid 11.30, 14.15,

20.00; Phantastische Tierwesen II (OF) 17.00; Phantastische

Tierwesen II 22.50

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Loro (OmU) Sa 11.00;

Pettersson und Findus: Findus zieht um Sa 13.30; Gundermann

(DFmenglU) Sa15.00; Suspiria (OmU) Sa 17.15;

Phantastische Tierwesen II (OmU) 19.45; BlacKkKlansman

(OmU) 22.00; Loro So 11.00; Smallfoot So 13.30; 25 km/h

So 15.15; Suspiria So 17.15; Hotel Transsilvanien 311.00;

Ballon 12.40; Mein Bruder heißt Robertund ist ein Idiot Sa

14.40; 25 km/h Sa 17.50; Climax (OmenglU) 20.00; Anna

und die Apokalypse (OmU) 21.30; November (OmU) 23.10;

Hamburger Gitter (DFmenglU) So 14.40; Operation: Overlord

So 16.00; Leto (OmU) So 17.50; Elliot, das kleinste

Rentier 11.00; Geister der Weihnacht 12.25; Werk ohne

Autor 13.30; Die Unglaublichen II 16.30; Der Vorname

18.30; Bohemian Rhapsody(OmU) 20.15; Under the Silver

Lake(OmU) 22.30

Intimes (✆ 29 77 76 40) Ronja Räubertochter 13.00; Elliot,

das kleinste Rentier 15.00; Juliet, Naked 16.45; Bohemian

Rhapsody 19.00; Aufbruch zum Mond 21.15; Berlin

Calling (OmenglU) Sa 23.30; Oh Boy(OmenglU) So 23.30

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Gundermann 12.45;

Mackie Messer 15.15; Die Erbinnen (OmU) 17.45; Loro

(OmU) 19.45; Der Vorname 22.45; Pink Elephants (OmU)

12.30; Der marktgerechte Patient 14.15; Aggregat 16.00;

Elternschule 17.45; Familie Brasch 20.00; Wo bist du, Joao

Gilberto? –Where Are You, Joao Gilberto? (OmU) Sa 22.00;

WhyAre We Creative? (OmU) So 22.00

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Tabaluga 11.00, 13.30,

15.35; IMAX 3D: Phantastische Tierwesen II 11.00, 14.00,

17.00, 20.00, 23.15; Elliot, das kleinste Rentier 11.00,

14.15; Ballon 11.00, 14.00; Der Grinch 11.15, 14.00,

17.30, 20.00; Die unglaubliche Reise des Fakirs, ... 11.20;

Bohemian Rhapsody11.20, 14.20, 16.45, 19.45; 100 Dinge

11.20, 14.15, 17.00, 20.00, 22.30; Phantastische Tierwesen

II 11.30, 13.50, 16.30, 19.40, Saa.22.20; Die

Unglaublichen II 11.30, 14.20; Smallfoot 11.45; Der Nussknacker

und die vier Reiche 11.45, 14.30; 3D: Der Grinch

11.45, 14.30, 17.00; Johnny English 11.50, 14.15; 3D:

Phantastische Tierwesen II 14.30, 17.30, 19.30, 22.45;

Bohemian Rhapsody(OF) Sa 14.30; Widows 16.30, 19.50,

22.50; Das krumme Haus 17.00; Unknown User 217.10,

19.30, 22.50; 25 km/h 17.10; Der Grinch (OF) 17.30; Aufbruch

zum Mond 17.30, 20.45, 22.45; 3D: Tabaluga17.45;

Nur ein kleiner Gefallen 19.45, 22.25; Widows (OF) 19.50;

Verschwörung 19.50; Anna und die Apokalypse 19.55, Sa a.

22.55; Der Vorname 20.30; Abgeschnitten Sa 22.30; 3D:

Venom Sa 22.50; Operation: Overlord Sa 22.50; Peppermint:

Angel of Vengeance 23.00; Geister der Weihnacht So

15.00

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Girl (OmU) 16.00; Alexander

McQueen (OmU) 18.00; Under the Silver Lake(OmU)

20.00; AStar Is Born(OmU) 22.30; Murer –Anatomie eines

Prozesses 16.00; Mein Bruder heißt Robertund ist ein Idiot

18.30; November (OmU) 21.45; Mandy(OmU) Sa 23.55

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00)3D: Phantastische Tierwesen

II 11.00, 13.45, 16.30, Sa a. 19.30, 22.40, So a.

20.15; Elliot, das kleinste Rentier Sa 11.00, So 14.15; Der

Grinch 11.00, 14.30, 20.15, Sa a. 17.10, So a. 17.00; 3D:

Der Nussknacker und die vier Reiche Sa 11.15; 100 Dinge

14.00, 17.00,19.45, Sa a. 11.15, 22.45, So a. 11.00; 3D:

Der Grinch 11.30, Sa a. 14.00, 16.40, So a. 15.15, 17.30;

Tabaluga14.30, 17.00, Sa a. 11.45, So a. 11.15; Der Nussknacker

und die vier Reiche 13.45; Der Vorname Sa 14.15;

Unknown User 216.40, 20.15, Sa a. 23.00; Phantastische

Tierwesen II 16.50, 19.50; Bohemian Rhapsody 19.40;

Widows 20.00, Sa a. 22.50; Halloween Sa 22.40; Nur ein

kleiner Gefallen Sa 22.50; Verschwörung Sa 23.00; Geister

der Weihnacht So 12.00, 13.30; BurnThe Stage: The Movie

(OmU) So 12.00

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Die unglaubliche Reise des Fakirs,

... Sa 13.30, So 20.00; Charles Dickens Sa 15.10; Wuff

Sa 17.00, So 13.55; Bohemian Rhapsody Sa19.00, So

17.20; PlötzlichSanta So 16.00

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 03871/2114109) Phantastische Tierwesen

II 11.50, 14.15, 16.45, 20.10, Sa a. 22.00; Tabaluga

12.00, 14.50, 17.05, So a. 10.30; Das krumme Haus

12.00; Elliot, das kleinste Rentier 12.10, 15.00, Soa.

10.45; 3D: Der Grinch 12.10, 14.30, 17.15; Der Nussknakker

und die vier Reiche 12.20, 14.40; Pettersson und Findus:

Findus zieht um 12.45; Der Grinch 12.45, 15.10,

17.40, 19.30, So a. 10.30;Geisterder Weihnacht 12.50, So

a. 10.40; 100 Dinge 14.15, 17.30, 20.15, Sa a. 22.50;

Smallfoot 14.40; Die Unglaublichen II 14.45; Widows

16.50, 19.50, Sa a. 22.10; Unknown User 217.00, 19.40,

Sa a. 23.00; 3D: Der Nussknacker und die vier Reiche

17.10; 3D: Phantastische Tierwesen II 17.15, 19.50; Night

School 19.30; Under the Silver Lake 19.40, Sa a. 22.15;

Bohemian Rhapsody 20.00; Verschwörung Sa 22.45; Nur

ein kleiner Gefallen Sa 22.50; Peppermint: Angel of Vengeance

Sa 23.00

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Climax (OmU) 16.50, 20.00,

22.10; BlacKkKlansman (OmU) So 14.00; B Bohemian

Rhapsody(OmU) 17.00, 19.00, 21.50, So a. 14.00

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Reise nach Jerusalem

13.45; Ex Libris (OmU) Sa 14.15; Leto (OmU) 16.00; Yours

in Sisterhood (OmU) 18.00; Die Erbinnen (OmU) 18.30;

Cold War: Der Breitengrad der Liebe (OmU) 20.00, So a.

12.00; Widows (OmU) 20.30, 21.45; Matangi /Maya /

M.I.A. (OmU) So 11.45; An Elephant Sitting Still –Daxiang

xidierzuo (OmU) So 13.45

Moviemento (✆ 692 47 85) Spatzenkino: Schöne Bescherung

Sa 11.00; Geister der Weihnacht Sa 13.45, 15.15, So

10.00; #Female Pleasure (OmU) Sa 16.45, 21.00, So

15.45, 20.00; Cold War: Der Breitengrad der Liebe (OmU)

Sa 19.00, So 18.00; Cold War: Der Breitengrad der Liebe

(OmenglU) Sa 23.15, So 22.15; Wildhexe So 11.30; Pettersson

und Findus So 13.45; The House That Jack Built

(OmU) Sa10.00; Climax (OmU) Sa 13.15; Ake Dikhea? –

Festival of Romani Film: Kurzfilmprogramm (From Orient to

Occident: Roma in Turkey,Bulgaria and U.K.) Sa 15.30; Ake

Dikhea? –Festival of Romani Film: Kurzfilmprogramm (Roma

Heroes in Activism,Art and Society) Sa 18.00; Lajko: Cigany

az ürben –Lajko: Gypsy in Space (OmenglU) Sa 20.30; #Female

Pleasure (OmU) Sa 23.00; Elternschule So 11.00; Ake

Dikhea? –Festival of Romani Film: Mein Leben: Ein Tanz

(OmenglU)So13.30; Geister der Weihnacht So 16.00; Ake

Dikhea? –Festival of Romani Film: Kurzfilmprogramm (Romani

Women in Film) So 17.45; Ake Dikhea? –Festival of

Romani Film: Taikon (OmenglU) So 20.15; Der kleine Spirou

10.15; Liliane Susewind Sa 12.15; Kinderfilm des Monats:

Plötzlich Santa 14.30; Elliot, das kleinste Rentier 16.15; The

House That Jack Built (OmU) 18.15; Climax (OmU) 21.30,

Sa a. 23.45, So a. 12.15

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Dance Fight Love Die

–With Mikis Theodorakis On theRoad Sa 19.30, So 20.00

Sputnik (✆ 694 11 47) Augsburger Puppenkiste: Als der

Weihnachtsmann vomHimmel fiel Sa 14.00; 10 Jahre Filmclub:

Neukölln Aktiv (m. Gespräch) Sa 15.30; 10Jahre

Filmclub: Das Glück meiner Schwester (m. Gespräch) Sa

18.00; Bohemian Rhapsody(OmU) Sa 20.30; David Bowie:

Der Mann, der vom Himmel fiel (OmU) Sa 23.00; Berlin

Lesbian Non-Binary Filmfest: FtWTF: Female toWhat the

Fuck (OmenglU) So 11.30; Berlin Lesbian Non-BinaryFilmfest:

Kurzfilmprogramm (OmU) So14.00; Berlin Lesbian

Non-BinaryFilmfest:Einfach Charlie (OmU) So 16.00;

Türen öffnen sich

Claus Löser bestückt eine Art

filmischen Adventskalender und führt dabei

Kurz vor Weihnachten fährt die Berliner

Kinokultur noch einmal zu Höchstform

auf. Gerade jetzt, da unter dem Vorwand

der kommenden Feiertage der allgemeine

Warenkonsum angefeuert wird, sollten die

dunklen Kinosäle wichtiger denn je werden. Sie

können Schutz, Einkehr und Kontemplation bieten.

Jeden Tagließe sich von Leinwand zu Leinwand

flanieren, um dort Ungewöhnliches zu entdecken

oder auch einst Geliebtes wiederzufinden.

Die Reise beginnt am heutigen Samstag in der

Kulturbrauerei. DasZebra-Poesiefilmfestival bietet

zu seinem Abschluss ein

Programm mit auf Gedichten

basierenden Avantgarde-Kurzfilmen

der 20er-

Jahre. Mein Favorit ist

„L’Etoile De Mer“ von Man

Ray, 1928 nach einem Text

vonRobertDesnos entstanden:

eine surreale Liebesgeschichte

als Chargieren

zwischen Innen- und Außenwelten.

„Du träumst

nicht“, heißt es doppelbödig

auf einer der Texttafeln,

auf die Durchdringung von

Realität und Imagination

verweisend. Desnos spielt

neben der berühmten Pariser

Muse „Kiki“ alias Alice

Prin auch selbst mit.

Am Sonntag wird im

Krokodil-Kino mit „Der

Fall Gleiwitz“ (1961) ein

außergewöhnlicher Defa-

Film gezeigt, der an die

Entfesselung des Zweiten

Weltkriegs im Herbst 1939

erinnert. Regisseur Gerhard Klein und Autor

Wolfgang Kohlhaase verwirrten die Kulturbürokraten

mit kühnen, weil äußerlich kühlen szenischen

und visuellen Lösungen. Prompt wurden

massive Eingriffe vorgenommen. Die heute verfügbare

Fassung stellt mit 63 Minuten einen

Torso dar, lässt aber die Verve des einstigen Entwurfs

noch deutlich spüren.

Anfang 1945 inszenierte Helmut Käutner mit

seiner berückenden Binnenschiffer-Romanze

„Unter den Brücken“ ein Werk, das so tut, als gäbe

es den Krieg gar nicht. Diemit den Publikumslieblingen

Hannelore Schroth, Carl Raddatz und Gustav

Knuth besetzte Ménage àTrois greift auf Traditionen

des Weimarer Kinos („Menschen am Sonntag“)

zurück, kam aber erst 1950 zur Premiere. Jetzt

kann er im Rahmen des„Berliner Filmmontags“ im

Weißenseer Toni bestaunt werden.

Am Dienstag gibt es im Kreuzberger Moviemento

eine Wiederbegegnung mit Angel Wagenstein.

Die Regisseurin Andrea Simon porträtiert in

„Art isaWeapon“ den bulgarischen Schriftsteller

und Drehbuchautor,der heute noch immer in seiner

Geburtsstadt Plovdiv lebt und arbeitet. Er hatte

als junger Mann als Partisan gekämpft, war den

deutschen Todesmühlen knapp entronnen. Mit

Konrad Wolf verband ihn eine lange Zusammenarbeit.

Den beiden sind so wichtige Filme wie

„Sterne“ (1959) oder „Goya“ (1971) zu verdanken.

mit sieben Filmen durch Berlin

DAS FLIEGENDE AUGE

Kesselhut (Günther Lüders, l.) und Schlüter (Paul

Dahlke) in „Drei Männer im Schnee“

IMAGO

Berlin Lesbian Non-BinaryFilmfest:Preview: Rafiki (OmenglU)

So 18.30; Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest: Preview:

My Days of Mercy (OmU) So 20.30; 3D: Phantastische Tierwesen

II Sa 14.00; Piripkura –Die Suche nach den Letzten

ihres Volkes (OmU) Sa 16.30; Die Erbinnen (OmU) Sa

18.00; Juliet, Naked (OmU) Sa 20.00; Mandy (OmU) Sa

22.00; Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest: Die Erbinnen

(OF) So 11.30; Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest: Rara /

Meine Elternsind irgendwie anders (OmU) So 14.00; Berlin

Lesbian Non-BinaryFilmfest: Silvana (OmenglU) So 16.00;

Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest: Silvana (OmU) So

16.30; Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest: Embrasse-moi!

–Verrückt nach Cecile (OmU) So 18.30; Berlin Lesbian Non-

BinaryFilmfest:Gute Manieren –Asboas maneiras (OmenglU)

So 20.30

Yorck (✆ 78 91 32 40) Der Nussknacker und die vier Reiche

15.00; Astrid 17.15, 20.00; Elliot, das kleinste Rentier

So 13.00; New Smallfoot 14.40; 25 km/h 16.50, 19.30,

Sa a. 22.00; Geister der Weihnacht So 13.00

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 5389590) Tabaluga14.30, 16.00, Sa

a. 13.00, So a. 10.15, 12.30; Der Grinch 13.30, 15.45,

18.00, So a. 11.15; Elliot, das kleinste Rentier 14.00, So a.

10.00; Phantastische Tierwesen II 20.15, Sa a. 14.45, So a.

12.15; Der Nussknacker und die vier Reiche 15.00, So a.

12.45; 3D: Phantastische Tierwesen II 16.45, 19.45; Astrid

17.15, 20.00; 100 Dinge 17.45, 20.30, So a. 15.15; Der

Vorname 18.00; Bohemian Rhapsody 20.15; 3D: Der

Grinch So 10.00; Smallfoot So 10.30; Geister der Weihnacht

So 12.15

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Charles Dickens Sa

11.00, 15.30, So 13.15, 17.30; Alexander McQueen Sa

11.00;Der Grinch Sa 13.15, 17.45, So 15.15,20.45;Juliet,

NakedSa13.30, 20.00, So 15.30;

Meine Lieblingsszene in Andrea Simons Film: Wagenstein

besucht in Moskau seinen alten Freund,

den Eisenstein-Forscher Naum Klejman. Die alten

Herren sind beide in mehrfacher Hinsicht Überlebende,sie

verstehen sich wortlos.

Erich Kästners Probleme während der Jahrevon

1933 bis 1945 waren hingegen eher Luxusprobleme.

Sein Name durfte nicht in der Öffentlichkeit

erscheinen. Er galt als politisch unzuverlässig,

doch verdiente er sehr gut (etwa mit „Münchhausen“).

Seine Millionärs-Verwechslungskomödie

„Drei Männer im Schnee“ erschien zuerst 1934 als

Roman in der Schweiz,

wurde danach mehrfach

verfilmt. Die 1955 von Kurt

Hoffmann eingerichtete

Fassung läuft am Mittwoch

im Wilmersdorfer Eva-

Kino. Dem Werk ließe sich

vielleicht eine gewisse Sozialromantik

vorwerfen. Figurenzeichnung,

Witz und

Pointiertheit sind jedoch

kaum zu überbieten –ein

großartiger vorweihnachtlicher

Spaß!

Der Donnerstag führt

uns ins Zeughauskino, wo

noch bis März 2019 die Retrospektive

„Weimar International

–Stummfilm ohne

Grenzen“ auf dem Spielplan

steht. „Das Schiff der

verlorenen Menschen“

wurde 1929 vom französischen

Erfolgsregisseur

Maurice Tourneur inszeniert

und bietet turbulente

Hochseeabenteuer mit

Star-Besetzung auf engstem Raum. Diedamals 28-

jährige Marlene Dietrich spielt dort eine amerikanische

Pilotin, die auf dem Atlantik notlanden

muss. Ihre Rettung durch einen Dampfsegler und

dessen vierschrötigen Kapitän (Fritz Kortner) erweist

sich als zwiespältig, denn es gibt nur zwei anständige

Menschen an Bord.

Ebenfalls um Erfahrungen auf weitschweifigen

Umwegen geht es am Freitag in „Silent City“, dem

Beitrag einer Reihe mit niederländischen Filmen.

Regisseurin Threes Anna erzählt auf wunderbar

schwebende, zwischen Komödie und Drama balancierende

Weise vonder Reise einer jungen Frau

nach Tokio. Sie ist von der japanischen Kultur und

Küche begeistert, möchte mehr vonihrem Traumland

erfahren und bei einem berühmten Fischkoch

in die Lehregehen. Allmählich begreift sie,dass sie

hier nur alles falsch machen kann: Niemand versteht

sie, imwörtlichen wie übertragenen Sinne.

Doch die Fremdheit führtsie zurück zu sich selbst.

Reisen können den Blick erweitern. Und auch

Filme befreien den Kopf (wie Fassbinder meinte).

Denn sie vermögen, Fenster und Türen zu öffnen.

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

Der marktgerechte Patient Sa13.30; 3D: Der Grinch Sa

15.15, 20.00, So 13.15, 17.45; Cold War: Der Breitengrad

der Liebe Sa15.45, So 15.30; Verschwörung Sa 17.30,

22.15, So 20.00; Johnny English Sa 17.45, 22.15, So

13.00; Ballon So 20.00

MARZAHN

UCIKinowelt am Eastgate (✆ 93 03 02 60) Phantastische

Tierwesen II 11.30, 14.00,17.10, 20.15; Der Nussknacker

und die vier Reiche 11.30, 12.00, 14.30, 17.15; Smallfoot

11.45; Der Grinch 12.00, 14.30, 17.30, So a. 9.30, 9.45,

10.00, 20.00; 100 Dinge 12.00, 14.30, 17.15, 20.00, Sa

a. 22.45; 3D: Tabaluga12.30; 3D: Der Grinch 12.30, 15.00,

17.00, Sa a. 20.00; Die Unglaublichen II Sa 14.00; Tabaluga

14.45, 17.00; JohnnyEnglish 14.45; Bohemian Rhapsody

16.45, 19.50; Unknown User 217.30, 20.15, Saa.

23.00; Widows 19.45, Sa a. 23.00; Venom Sa 19.45; 3D:

Phantastische Tierwesen II 19.50, Sa a. 23.00; Abgeschnitten

Sa 22.45; Verschwörung Sa 23.00; Peppermint: Angel

of Vengeance Sa 23.00; Geister der Weihnacht So 15.00;

3D: Der Grinch (OF) So 20.00

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98) Liliane Susewind –Ein tierisches

Abenteuer 15.00; Elliot, das kleinste Rentier Sa16.45;

Charles Dickens Sa 18.30, So 17.00; Gundermann Sa

20.45; Der Dolmetscher So 19.00; Wasuns nicht umbringt

So 21.00; Nanouk Sa 15.45, So 19.30; Climate Warriors

(OmU) Sa 17.30; Die defekte Katze Sa 19.30; Isle of Dogs

–Ataris Reise (OmU) Sa 21.30; Elliot, das kleinste Rentier

So 16.00; An den Rändern der Welt (OmU) So 17.45; Wo

bist du, Joao Gilberto? –Where Are You, Joao Gilberto?

(OmU) So 21.30

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Die Verdammten

20.00: Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.30: Les Contes d’Hoffmann

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.30: Hunger.PeerGynt

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

20.00: Eisler on the Beach

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

20.00: Körper (Sasha Waltz &Guests)

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Bis16. Dezember2018

AUCH

DAS IST NICHT UNSERE BAUSTELLE!

176 KINDER EROBERN DAS

HUMBOLDT FORUM

Ausstellung in der Humboldt-Box

Schlossplatz 5, 10178 Berlin

täglich 9–18 Uhr

Heimathafen Neukölln (& 56 82 13 33)

19.30 Studio: Beziehungskiste –Ein Bett in Berlin

20.00: Keine Angst vorNiemand! (Die Rixdorfer

Perlen)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.30: Die Liebe zu drei Orangen

Komödie am Kurfürstendamm im SchillerTheater

(& 88 59 11 88) 20.00: Komplexe Väter

Schaubühne (& 89 00 23)

18.00 Saal B: Im Herzen der Gewalt

20.00 Saal C: Shakespeare’sLast Play

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Foto: Marco Borggreve

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

19.00: Hippolyte et Aricie

StageTheater am Potsdamer Platz

(& 018 05 44 44) 20.00: Der größte Schwanensee

der Welt (Shanghai Ballet Company)

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humboldtforum.com

#humboldtforum

IVÁN

Dirigent

FISCHER

14.12.18 · 19.00 UHR

16.12.18 · 16.00 UHR

KONZERTHAUS BERLIN

GROSSER SAAL

TICKET-HOTLINE

030 · 20 30 9 2101

8.+9.12.-20°°

LISA FITZ

9.12.-16°°

FRANKLÜDECKE

11.12. -20°°

JESS JOCHIMSEN

12.12. -20°°

KAYRAY

030-30673011 www.wuehlmaeuse.de

Vaganten Bühne (& 312 45 29)

20.00: Shakespeares sämtliche Werke(in 90

Minuten!)

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.30: Das 1. Evangelium frei nach dem Matthäus-

Evangelium

KABARETT/VARIETÉ

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00: Best of: Unsere Greates Hitst (Muttis Kinder)

Distel (& 204 47 04)

17.00, 20.00: 2018: Odyssee im Hohlraum

19.30Studio:Der Weihnachtscoach (Haupt, Leibold

&Kuhn)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

20.30: Stars in Concert

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

19.00, 22.00: Die LiveShow(Masud, Berhane

Berhane, Lena Kupke, David Leukert, Mod.: Ingmar

Stadelmann)

Illustration ©Jens Bonnke

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30, 19.30: Tanz der Vampire –Das Musical

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: Die große Ass-Dur Weihnachtsshow(Ass-Dur)

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SIR ANDRÁS SCHIFF Klavier

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN

THEATER DES WESTENS

BERLIN

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

15.30, 20.00: Staunen –Circus of Stars

Werke von Richard Strauss,

Johannes Brahms, Franz Schubert

PROGRAMM

konzerthaus.de

KLASSIK

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

15.00 Gr. Saal: Kammerphilharmonie Berlin-Brandenburg,Ltg.Justus

Frantz, Adventskonzert

20.00 Gr.Saal: Konzerthausorchester Berlin, Thomanerchor

Leipzig,Ltg.Gotthold Schwarz, Solist*innen:

Julia Sophie Wagner,Annekathrin Laabs, Henryk Böhm

u. a., J.S. Bach: Weihnachtsoratorium, Teile I-III undVI

Philharmonie (& 25 48 83 01)

18.00: Einführung (Berliner Philharmoniker)

19.00: Berliner Philharmoniker,Ltg.ValeryGergiev,

Claude Debussy: Prélude àl’après-midi d’un faune;

Nikolaj Rimsky-Korsakow:„Der goldene Hahn“, Suite;

Sergej Prokofjew: „Cinderella“, Ballettmusik op. 87,

Auszüge; Igor Strawinsky: „DerFeuervogel“, Suite

KINDER

Atze Musiktheater (& 81 79 91 88)

11.00 Zeltbühne im oberen Foyer: Weihnachtsgans

Auguste, Eine musikalische Erzählung (ab 3J.)

15.00 Studio: Alle da! (ab 10 J.)

16.00: Emil und die Detektive(ab 6bis 12 J.)

Juxirkus Schöneberg (& 215 58 21)

17.30: Unentwegt Unterwegs (ab 4J.)

LITERATUR/VORTRAG

Literaturhaus Berlin (& 88 72 86 -0)

19.30: Berlin als Schaffensort, Tomas Rózycki und

Marina Stepanova im Gespräch mit Daniel Medin

Theater Adlershof (& 23 93 45 79)

18.00: Zwischen Frühstück,Gänsebraten und Gastritis,

Franziska Troegner

KONZERT

Columbiahalle (& 69 81 28 14)

20.00: Within Temptation, Beyond the Black

Quasimodo (& 318 04 56 70)

22.30: AndyFrasco &The U.N.

VertiMusic Hall (& 20 60 70 88 11)

20.00: John Cale and Orchestra

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17. Dez. 2018

07. Jan. 2019

Berlin.de, (030) 47 99 74 15, www.eventim.de

(01806) 57 00 70 und bei allen VVK-Stellen

(0,20 €/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Anruf)

WWW.ZEUGHAUSMESSE.DE

06. – 09.

DEZ.

CLUB

AstraKulturhaus (& 69 56 68 40)

23.00: Star FM Club –Maximum Rock Party, Stan, Eric

Jr (Rock, Indie, Alternative, Classics)

BALLROOM

Treptower Hafen

19.00 Sternund Kreisschiffahrt: Weihnachtsdinner

&Dance


32 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

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Tagestipp

SONNTAG

KINO

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Eine Familie

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

18.00: Tosca

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.30: CryBaby

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

20.00: Körper (Sasha Waltz &Guests)

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Großes Adventswochenende.

Musik und Tanz für Groß und Klein am 9.12.:

11.00 Uhr Brunchkonzert mit den Bläsern der

Berliner Philharmoniker,

16.00 Uhr „Der Nussknacker”, aufgeführt von

der Kinder Ballett Kompanie Berlin.

Der Eintritt ist frei!

Mercedes-Welt am Salzufer

Telefon +49 30 3901 00,

www.mercedes-benz-berlin.de, Salzufer 1

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: Anatevka

Komödie am Kurfürstendamm im SchillerTheater

(& 88 59 11 88) 12.00: Lasst uns froh und munter

sein! (Berlin Comedian Harmonists)

16.00: Komplexe Väter

Schaubühne (& 89 00 23)

19.30: Hamlet

20.00 Saal B: Im Herzen der Gewalt

Staatsoper Unter denLinden (& 20 35 45 55)

16.00: Fidelio

StageTheater am Potsdamer Platz

(& 018 05 44 44) 15.00: Der größte Schwanensee

der Welt (Shanghai Ballet Company)

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Das 1. Evangelium frei nach dem Matthäus-

Evangelium

Anzeige

KABARETT/VARIETÉ

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Circa’sPeepshow(CircaContemporaryCircus)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

17.00: Stars in Concert

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HEUTE + 10.–15.12.

Großes Jubiläumsprogramm:

2018–Odyssee im Hohlraum

Kabarett-Theater DISTEL

www.distel-berlin.de | 030 204 47 04

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

(& 88 59 11 88) 20.00: Very Christmas (Gayle Tufts)

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30, 19.30: Tanz der Vampire –Das Musical

Wintergarten Varieté (& 58 84 33)

18.00: Staunen –Circus of Stars

Anzeige

KLASSIK

Philharmonie (& 25 48 83 01)

20.00: Berliner Philharmoniker,Ltg.ValeryGergiev,

Claude Debussy: Prélude àl’après-midid’un faune;

Nikolaj Rimsky-Korsakow:„Der goldene Hahn“, Suite;

Sergej Prokofjew: „Cinderella“, Ballettmusik op. 87,

Auszüge; Igor Strawinsky: „Der Feuervogel“, Suite

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WINTERRUNDGANG

KÜNSTLERHOF FROHNAU

Offene Ateliers am 9.12.18 von 11 bis 17 Uhr

Hubertusweg 60 −Berlin www.kuenstlerhof-frohnau.de

Philharmonie/Kammermusiksaal

(& 254 88 -1 32) 16.00: Berliner KonzertChor

mit Kinder- und Jugendchor,Händelkinderchor,

Löwenkinder-Chor,Berliner KonzertOrchester,Ltg.Jan

Olberg,Johann SebastianBach: Weihnachtsoratorium,

Kantaten 1-3 und 6

20.00: JungeKammerphilharmonie Berlin, Ltg.Aurélien

Bello, Johannes Brahms: Symphonie Nr.3F-Dur

op. 90, Symphonie Nr.4e-Moll op. 98

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TheWorld on Paper

Robert Lippok im Gespräch

mit Sebastian Frenzel

13.12., 19Uhr

KINDER

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

11.30: Spiel mit der Zeit(ab 5J.)

AL AYR E E S PAÑOL

¡Vaya pastores de fiesta! –

Eine barocke spanische Weihnacht

Unter den Linden 5,Berlin

Täglich außer Dienstag 10 –19Uhr

Donnerstag 10 –21Uhr

db-palaispoulaire.de

Werke von Puente, Vivaldi, Torres, San Juan, Facco,

Durón, Cabanilles, Iribarren u. a.

KAMMERMUSIKSAAL

10.12.18

MONTAG 20 UHR

KA

RTEN: 030/254 88-999, www.berliner-philharmoniker.de

Foto: Marco Borggreve

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

11.00: Der Zauberer vonOz, Märchenoper

LITERATUR/VORTRAG

Georg Büchner Buchladen (& 442 13 01)

11.30: Advents-Matinee: Brechts Berlin, Michael

Bienert. Anm. erf.

Lettrétage (& 692 45 38)

20.00: Istdas eine Linie?, Sara Hauser,Andrea

Mittag,Elisa Weinkötz

KONZERT

Columbiahalle (& 69 81 28 14)

20.00: MGMT,MatthewDear

Kulturbrauerei/Maschinenhaus (& 44 31 51 00)

20.00: JoeBowie &Defunkt

Tempodrom (& 69 53 38 85)

18.00: Dieter „Maschine“ Birr+special guest, Alle

Winter wieder

Yorckschlösschen (& 215 80 70)

11.00: Lenard Streicher Trio, Swing Brunch

BALLROOM

Clärchens Ballhaus (& 282 92 95)

15.00: Tanztee, Evan, Josefina, Ingmar,Sascha

Babylon (✆ 242 59 69) Reise nach Jerusalem Sa 16.30,

So 16.00; IndoGerman Film: Was werden die Leute sagen

(OmU) Sa 16.30, So 14.00; Cinema! Italia!: Im Gleichgewicht

(OmU) Sa17.00, So14.15; Climate Warriors Sa

18.45, So 18.30; Gaspar Noe: Enter the Void (OmU) Sa

19.00, So 20.15; Cinema! Italia!: Preisverleihung Alles was

Du willst (OmU; m. Gast) Sa19.30; Gaspar Noe: Love

(OmU) Sa 20.30, So 20.15; 2001: Odyssee im Weltraum

(OmU) Sa 22.00; Stummfilm um Mitternacht: Sunrise (m.

Live-Musikbegleitung) Sa 0.00; CinemAperitivo: Ammore e

malavita (OmU; m. Gespräch) So 16.00; Rest in Peace (m.

Gast u.Gespräch) So 18.00; Cinema! Italia!: Fortunata

(OmU) So 18.15

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Geister der

Weihnacht 14.45, Sa a. 10.30; Under the Silver Lake(OmU)

21.00, Saa.12.00; Wildhexe 16.15; Das krumme Haus

(OmU)18.30; Spatzenkino: Schöne Bescherung So 11.00;

The Cakemaker (OmU) So 12.30; Der Dolmetscher (OmU)

Sa 11.00; Elliot, das kleinste Rentier 13.15; Under the Silver

Lake (OmU) 15.00, So a. 10.30; Suspiria (OmU) 18.00; A

Star Is Born(OmU) 21.15

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) Johnny English Sa

11.00; Der Grinch 11.10, 13.40, 17.15; 100 Dinge 11.20,

14.20, 17.30, 19.50, 22.50; Tabaluga Sa11.30, 14.10,

16.40, So 11.00, 14.15, 16.45; 3D: Phantastische Tierwesen

II 11.40, 14.30, 17.00,20.30, 22.50; Der Nussknacker und

die vier Reiche 11.50; Elliot, das kleinste Rentier 12.00; 3D:

Der Grinch 12.15, 14.50, 17.45, 20.15; AStar Is Born Sa

12.30; Phantastische Tierwesen II 13.30, 16.10, 19.30,

22.20; 3D: Venom Sa 14.20; 3D: Der Nussknacker 15.00;

Bohemian Rhapsody 15.40, Sa a. 19.20; Night School

17.10, 23.00; Unknown User 217.40, 20.20, 23.10; Aufbruch

zum Mond 19.00; Widows 20.00, Sa a. 22.40, So a.

22.45; Nur ein kleiner Gefallen 20.10; Peppermint 23.15;

Anna und die Apokalypse 23.15; Geister der Weihnacht So

12.00, 13.30; BurnThe Stage: The Movie So 12.00; Der Vorname

So 14.20; Die Seuchen Breslaus (OmenglU) So 20.00

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Was uns nicht umbringt

Sa 14.45; #Female Pleasure (OmU) 17.30, So a. 10.30;

Widows (OmU) 19.30, 22.15, So a. 12.15; Films 4Transparency:

StrikeaRock (OmenglU) So 14.30; Berlin Babylon

(Omdt+englU) 15.00, So a. 11.00; Bohemian Rhapsody

(OmU) 17.00, 21.45; Climax (OmU) 19.45, So a. 13.00;

Reise nach Jerusalem (DFmenglU) Sa 14.30; Astrid (OmU)

19.30, Saa.17.00, Soa.10.45; Juliet, Naked (OmU)

22.00; Films 4Transparency: To End aWar (OmenglU) So

14.30; Films 4Transparency: The Silence of Others (OmenglU)

So 17.00; Alexander McQueen (OmU) 14.30, 19.00, So

a. 10.30; Jota (OmU) 17.00, So a. 12.45; Climax (OmU)

21.30; Cold War: Der Breitengrad der Liebe (OmU) 15.00,

17.00, 19.00, So a. 13.00; The House That Jack Built (OmU)

21.00; Matinee: Mackie MesserSo10.30

International (✆ 24 75 60 11) Alexander McQueen (OmU)

13.40; Bohemian Rhapsody 16.00; Bohemian Rhapsody

(OmU) 19.00; Climax (OmU) 22.00; Matinee: Gundermann

So 11.00

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Kurzfilm Sa 18.30; Kopfstand,

Madam! Sa 21.00; AlaCarte So 14.30; Seine Frau,

die Unbekannte So 18.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) Tabaluga

12.00, 15.00, 17.45; Meine teuflisch gute Freundin Sa

12.00, So 12.30; Gänsehaut 212.00; Elliot, das kleinste

Rentier 12.00; Das Haus der geheimnisvollen Uhren 12.00;

Pettersson und Findus 12.30; Der Grinch 12.30, 14.15,

14.45, 17.10; Phantastische Tierwesen II12.45, 16.00,

19.30, Sa a. 22.45; 100 Dinge14.00, 16.50, 19.45, Sa a.

22.30; Müslüm (OmU) 14.10, 19.55,Saa.16.45, 22.20,

So a. 17.15; 3D: Der Grinch 14.20, 19.30; Der Nussknacker

Sa 14.30, 17.00, So 14.45; Unknown User 220.15, Sa a.

17.00, Soa.17.10; Hedefim Sensin (OmU) Sa 17.00,

19.45, 22.45, So 16.45, 20.15; Night School Sa 17.15,

19.30, So 19.45; Phantastische Tierwesen II (OF) 19.30;

Widows 20.00; Unknown User 2(OF) Sa22.30; Kafalar

Karisik (OmU) Sa 22.30; Peppermint Sa22.40; Widows

(OF) Sa 23.00; Deliler Sa 23.00, So 17.00; Benjamin Blümchen

So 11.00; Johnny English So 12.00, 14.15

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Morgen, Findus, wird‘s was geben

Sa 14.00, So 12.30; Filmprogramm (OmenglU) Sa 16.00;

The March of Hope (OmU) Sa 18.00; Reise nach Jerusalem

(OmenglU) Sa 20.00; Loro (OmU) Sa 22.30; Finding Vivian

Maier (OF) So 14.00; Bernardo Bertolucci: Ich und du

(OmU) So 16.00; Zentralflughafen THF (OmenglU) So

18.15; Die Erbinnen (OmU) So 20.15; Bernardo Bertolucci::

Die Träumer (OmU) So 22.00

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Suspiria (OF) 17.15; Suspiria

(OmU) 20.30

Passage (✆ 68 23 70 18) Der Trafikant 15.00; Bohemian

Rhapsody (OmU) 17.30, 20.30; BlacKkKlansman (OmU)

17.30, 20.30; Loro (OmU) So 14.15; Cold War: Der Breitengrad

der Liebe 15.40, 17.50, 20.00; Jota (OmU) 14.45,

19.00; Alexander McQueen (OmU) 16.40; Bad Times at the

El Royale (OmU) 21.00

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Phantastische Tierwesen II

(OmU) 14.00, 17.00, 20.00; AStar Is Born (OmU) 14.30;

Under the Silver Lake(OmU) 17.30, 20.30, 22.30;LeGrand

Bal (OmU) 14.30; Widows (OmU) 16.40, 19.30, So a.

22.30; Verschwörung (OmU) 14.00; The House That Jack

Built (OmU) 17.30,20.50; Bohemian Rhapsody(OF) 14.30,

19.40; Aufbruch zum Mond (OmU) 16.40; Creepy Crypt:

Lizzie (OmU) Sa 22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Hotel Transsilvanien

311.40; Smallfoot 11.45; Der Grinch 12.30,

15.00, 20.10; Phantastische Tierwesen II 14.00, 17.05, Sa

a. 22.30; 100 Dinge14.10, 16.50, 20.00, Sa a. 22.45; 3D:

Der Grinch 17.25; 3D: Phantastische Tierwesen II 19.45;

Halloween Sa 23.00

Wolf (✆ 921 03 93 33) Matangi /Maya /M.I.A. (OmU)

12.00, Sa a. 23.40; An Elephant Sitting Still –Daxiang xi di

er zuo (OmenglU) Sa 12.10; November (OmU) 14.00, Sa a.

23.10; Pettersson und Findus Sa 16.20; Climax (OmU)

17.00; Touch Me Not (OmU) Sa 18.40; Die Erbinnen (OmU)

19.00; Studio 6Screening: Glücklich wie Lazzaro (OmU) Sa

20.00; Under the Silver Lake(OmU) 21.00; Climax (OmenglU)

21.10; An Elephant Sitting Still (OmU) So 12.10; Ernest

&Celestine So 16.20; Suspiria (OmU) So 18.20

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) Der Grinch 14.00,

16.00; Der Nussknacker und die vier Reiche 15.15; Bohemian

Rhapsody 17.30; Astrid 18.00, Saa.20.40, So a.

20.20; 25 km/h Sa 20.20, So 20.40; Das krumme Haus So

11.30; Geister der Weihnacht So 11.30; Elliot, das kleinste

RentierSo13.15

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Astrid 14.45,

17.30, 20.15; Geister der Weihnacht So 13.00; Tabaluga

13.45, 15.45; Widows (OmU) 17.50, 20.40; AStar Is Born

So 11.00; Phantastische Tierwesen II 14.00, 17.00, 20.00;

Das krumme Haus So 11.30; Jota (OmU) So 12.00; Der

Nussknacker und die vier Reiche 15.00; Cold War 17.00;

Climax (OmU) 19.00; Under the Silver Lake (OmU) 21.10;

Matinee: Werk ohne Autor So 11.00; Der Grinch 14.00,

16.00, So a. 11.00; Gundermann 18.00; 25 km/h 20.45

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Tabaluga

11.15, 13.45, Sa a. 17.15, So a. 16.30; Die Unglaublichen

II Sa 11.15; 3D: Der Nussknacker Sa 11.15; Pettersson und

Findus Sa 11.30; Der Grinch 11.30, 14.20, 16.45; #Female

Pleasure Sa 11.30; Kuddelmuddel bei Pettersson und

Findus Sa 11.45; Bohemian RhapsodySa12.30, 19.15, So

19.45; 3D: Der Grinch 13.50, Sa a. 16.30, So a. 17.20,

19.40; Phantastische Tierwesen II Sa 14.00, So 13.45; Der

Trafikant Sa 14.00; Der Nussknacker Sa 14.00, So 13.45;

Cold War: Der Breitengrad der Liebe 19.10, Sa a. 14.00;

ZEBRA Poetry Film Festival: Neue Talente Sa 16.00; Astrid

16.15, 19.30; 3D: PhantastischeTierwesen II 19.30, Sa a.

16.20, So a. 16.15; ZEBRA Poetry Film Festival: Die Avantgarden

des Poesiefilms Sa 16.30; Der Vorname Sa 16.40,

So 15.00; ZEBRA Poetry Film Festival: Internationaler Wettbewerb

(Programm III) Sa18.30; Under the Silver Lake

19.00; 25 km/h Sa 19.00, So 19.15; Widows Sa 19.45, So

20.15; ZEBRA Poetry Film Festival: Fokus Berlin Sa 21.00;

Climax (OmU) 21.30; Bohemian Rhapsody (OmU) 22.30,

Sa a. 21.45; Under the Silver Lake(OmU) 22.15; The House

That Jack Built (OmU) Sa 22.20, So 22.00; Widows (OmU)

22.45; Phantastische Tierwesen II (OmU) 22.45; Das krumme

Haus (OmU) Sa 22.50; Smallfoot So 11.15; Elliot, das

kleinste Rentier So 11.30; Wildhexe So 11.45; Geister der

Weihnacht So 12.00, 13.30; Roma (OmU) So 17.00; Loro

(OmU) So 22.00; Cold War(OmU) So 23.15

Die Wanne ist voll: Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) WARNER

100 Dinge

Was braucht man eigentlich

wirklich im Leben? Gerade vor

Weihnachten eine gern gestellte

Frage. Für Paul (Florian

David Fitz) geht ohne Handy

nichts,Toni (Matthias Schweighöfer)

könnte niemals ohne Espressomaschine

sein. Die beiden

sind süchtig nach Besitz.

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Donbass (OmU) Sa 14.00; Die

andere Seite von allem (OmU) Sa 16.00; Der Dolmetscher

–The Interpreter (OmU) Sa 17.45, So 20.00; Leto (OmU) Sa

19.45, So 15.15; November (OmU) Sa 22.00; Matinee:

Gundermann So 13.00; Der Fall Gleiwitz So 18.00

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Emil und die DetektiveSa

14.00; Yours in Sisterhood (OmU) Sa 15.15, So16.15;

Flüchtlingsgespräche (OmU) Sa 17.05; Hans Blumenberg

Sa 18.00; Cold War: Der Breitengrad der Liebe (OmU) Sa

20.30, So 21.45; Das Entschwinden –Verdwijnen (OmU) Sa

22.15, So 18.00; Casablanca (OmU) Sa 23.59; Pünktchen

und Anton So 14.30; Sneak PreviewSo19.30

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) Phantastische

Tierwesen II 12.00, 14.20, 16.50, 19.45, 22.30; Der Nussknacker

und die vier Reiche 12.00, 15.00; Die unglaubliche

Reise des Fakirs, ... 12.05; 100 Dinge 12.05, 14.30,

17.15, 20.00, 22.50; Elliot, das kleinste Rentier 12.10, Sa

a. 14.35; Der Grinch 12.10, 14.20,17.00; Tabaluga12.15,

14.50; Smallfoot 12.15; Die Unglaublichen II 14.15; Johnny

English 14.25; 3D: Der Grinch 14.25, 19.55; Les affames

–Die Ausgehungerten 14.30; Bohemian Rhapsody 16.40,

20.00; Widows 16.45, 19.40, 22.30; 3D: Phantastische

Tierwesen II 16.45, Sa a. 19.30; Nur ein kleiner Gefallen

17.05, 20.00; 3D: Tabaluga17.10; Unknown User 217.30,

20.00, 22.45; 3D: Der Nussknacker und die vier Reiche

17.30; Under the Silver Lake19.40, 22.30; 25 km/h 19.50,

23.00; Operation: Overlord 22.40; Bad Times at the El

Royale 22.45; Peppermint: Angel of Vengeance 23.00; Geister

der Weihnacht So 15.00; AStar Is BornSo19.30

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) Tabaluga 11.00,

15.00, 17.30; Phantastische Tierwesen II 11.00, 14.00,

17.15, 20.30, Sa a. 22.40; 3D: Der Grinch 11.00, Sa a.

14.50, 17.30, So a. 15.10, 17.50; Smallfoot Sa 11.15;

Johnny English 11.20; Der Grinch 11.30, 14.15, 16.50,

20.15; 3D: Phantastische Tierwesen II 11.40, 13.40, 16.30,

19.30, Sa a. 22.50; Die Unglaublichen II Sa 11.50; Elliot,

das kleinste Rentier Sa 12.00, So 11.15; Das krumme Haus

13.30; Der Nussknacker und die vier Reiche 13.50; Der

Vorname Sa 14.30, So 14.20; 100 Dinge17.10, 20.00, Sa

a. 14.30, 23.00, So a. 14.00; Abgeschnitten 16.20; 3D: Der

Nussknacker und die vier Reiche 17.00; Unknown User 2

17.20, Sa a. 20.20, 22.50, So a. 20.30; Night School Sa

19.40; Nur ein kleiner Gefallen 19.45; Bohemian Rhapsody

19.50; Widows 20.10, Sa a. 23.00; Operation: Overlord Sa

22.45; Halloween Sa 23.10; Peppermint: Angel of Vengeance

Sa 23.15; Geister der Weihnacht So 12.00, 13.30;

Burn The Stage: The Movie (OmU) So 12.00; 25 km/h So

19.40

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) Pettersson

undFindus:Findus zieht um 13.00; 25 km/h 15.00;

AStar Is Born17.25, 20.30

Cosima (✆ 85 07 58 02) Gundermann 15.30; Der Trafikant

18.00; AStar Is Born20.15

Odeon (✆ 78 70 40 19) Widows (OmU) 14.40, 20.30;

Bohemian Rhapsody(OmU) 17.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) Alexander McQueen (OmU) 18.00;

Sauvage(OmU) 20.30; The Cakemaker (OmU) So 15.30

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) Tabaluga10.00,

12.20, 15.00, 17.25; Phantastische Tierwesen II 10.00,

12.50, 16.10, 19.30, Sa a. 22.45; Elliot, das kleinste Rentier

10.00; Die Unglaublichen II Sa 10.00; Der Grinch

10.00, 12.15, 14.40, 17.15; JohnnyEnglish 12.00; Smallfoot

Sa12.40, So 12.45; Der Nussknacker und die vier

Reiche 14.15; 100 Dinge 16.50, 19.40, Sa a. 14.50,

22.30, So a. 14.55; 3D: Der Grinch Sa 17.30, So 17.35;

3D: Phantastische Tierwesen II 19.50; Bohemian Rhapsody

Sa 19.50, So 19.55; Unknown User 220.00, Sa a. 22.30;

Verschwörung Sa 23.00; Halloween Sa 23.00; Benjamin

Blümchen –Seine schönsten Abenteuer So 11.00

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Das Prinzip

Montessori: Die Lust am Selber-Lernen Sa 11.00; Ballon

13.15; 25 km/h Sa 15.45, 20.15,So17.45; Der Vorname

Sa 18.15, So 15.45; Mackie Messer So 10.45; Gundermann

So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11) Der Vorname 12.00, 14.20,

Sa a. 23.00; Bohemian Rhapsody16.45, 20.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) Tabaluga

10.00, 12.20, 14.40, 17.00; Smallfoot 10.00; Phantastische

Tierwesen II 10.00, 12.50, 14.20, 16.00, 19.30,

22.20; Johnny English 12.05, Sa a. 10.00; Gänsehaut 2:

Gruseliges Halloween 10.00; Elliot, das kleinste Rentier

10.00, 12.10; Der Grinch 10.00, 12.10, 14.35, 17.05; Die

Unglaublichen II 12.00; Der Nussknacker und die vier Reiche

12.10, 14.40, 16.45; 3D: Der Grinch 14.10, 17.30,

20.00; 100 Dinge 14.25, 17.10, 19.30, 22.40; Unknown

User 217.15, 19.45, 23.00; 3D: Phantastische Tierwesen II

19.30, 22.45; Widows 19.45, 22.40; Aufbruch zum Mond

19.50; Verschwörung 22.45; The Nun 22.55; Benjamin

Blümchen –Seine schönsten Abenteuer So 11.00

Undwie alle,die viel haben, behaupten

sie vonsich, sie könnten

gut auf den ganzen Kram

verzichten. Auf einer Firmenfeier

schließen Paul und Toni

eine Wette: 100 Tage ohne alles.

Nur ein Ding pro Tag bekommen

sie zurück. Konsumkritik

mit Schleifchen drum. BLZ

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) Der Nussknacker und

die vier Reiche 13.30; Tabaluga13.45, 18.15, So a. 11.45;

Elliot, das kleinste Rentier 13.45, So a. 11.30; Der Grinch

13.45, 15.45, So a. 11.45; 3D: Tabaluga15.45; Phantastische

Tierwesen II 15.45; 100 Dinge 15.45, 18.00, 20.30;

3D: Phantastische Tierwesen II 17.45, 20.30; 3D: Der

Grinch 18.30; Bohemian Rhapsody 20.30; Abgeschnitten

Sa 20.30; Die Unglaublichen II So 11.15; 25km/h So

20.30

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Leo McCarey: Die Schöne der

neunziger Jahre –Belle of the Nineties (OF) Sa 19.30; Leo

McCarey: Die Marx Brothers im Krieg –Duck Soup (OmU; m.

Vorfilm) Sa 21.00; Leo McCarey: Der falsche Torero –The Kid

from Spain (OF) So 20.00; Magical History Tour: Dogville

(OmU) Sa 20.00; Magical HistoryTour: Die Schauspielerin

So 19.00

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) Der

Grinch 12.30, 15.15, Sa a. 17.15, So a. 17.20; Tabaluga

14.00, Sa a. 12.40, 17.00, So a. 12.30, 16.45; Aufbruch

zum Mond Sa 12.40, 15.50, 16.50, So 16.40, 19.30; 100

Dinge 12.45, 14.00, 17.10, 19.40, 22.50; Wuff Sa 12.50;

25 km/h Sa 12.50, 19.30, So 20.00; Venom Sa 13.00,

22.30, So 23.05; 3D: Phantastische Tierwesen II 13.00,

18.00, 20.30, Sa a. 17.00, So a. 16.30; Unknown User 2

20.00, 23.00, Sa a. 13.10, 17.10, So a. 13.40, 17.50; A

Star Is Born19.20, Sa a. 13.20, So a. 12.35; JohnnyEnglish

Sa 13.35, 13.40, 17.10, So 15.10; Phantastische Tierwesen

II 16.00, 19.30, Sa a. 13.50, 22.30, So a. 14.00,

22.20; Elliot, das kleinste Rentier 13.50; Bohemian Rhapsody16.00,

Sa a. 13.50, 19.45, 22.50, So a. 13.40, 19.50;

3D: Der Grinch 14.10, Sa a. 16.50, 19.50, 23.00, So a.

16.40, 20.35, 23.10; Der Nussknacker und die vier Reiche

19.50, Sa a. 14.20, So a. 14.00, 17.15;Verschwörung Sa

16.00, 22.50, So 23.00; Astrid Sa 16.00, 19.20, So 13.30,

16.40, 19.50; Die Unglaublichen II 16.10; Widows 20.20,

22.50, Sa a. 16.15, So a. 16.40;NightSchool 22.30, Sa a.

16.15, 19.15, So a. 16.30, 19.30; Under the Silver Lake

19.30, Sa a. 16.20, 22.50, So a. 23.00; Das krumme Haus

16.30; The House That Jack Built 22.10, Sa a. 19.10; Nur

ein kleiner Gefallen 19.20; Der Vorname 19.30, So a.

16.30; Hedefim Sensin (OmU) 20.00, Sa a. 22.50, So a.

23.00; Anna und die Apokalypse 23.00, Sa a. 20.20, So a.

21.15; Peppermint: Angel of Vengeance Sa 21.15, So

23.00; Deliler (OmU) Sa 22.30, So 22.40; Bad Times at the

El Royale 22.30; Halloween 22.40; Werk ohne Autor So

12.25; Pettersson und Findus: Findus zieht um So 13.40;

Ballon So 13.40; Sarah Brightman in Concert: Hymn (OmU)

So 20.00

CineStar im Sony Center (✆ 04 51/703 02 00) Phantastische

Tierwesen II (OF) 11.00, 13.30, 20.00, 23.15, Sa a.

16.20, So a. 16.40; Der Grinch (OF) 19.30, Sa a. 11.00,

15.00, 17.30, So a. 11.15, 14.10, 16.30; AStar Is Born

(OF) 11.15,19.20; 3D: Der Nussknackerund die vier Reiche

(OF) 11.30, Sa a. 13.50, So a. 14.15; 3D: Der Grinch (OF)

17.00, Sa a. 11.30, 14.20, So a. 11.50, 14.30; 3D: Phantastische

Tierwesen II (OF) 14.30, 17.00,20.30, 23.00, Sa

a. 11.50, So a. 11.15; Johnny English (OF) 11.50, 13.30;

Charles Dickens (OF) Sa 14.00; Nur ein kleiner Gefallen

(OF) 14.10; Das krumme Haus (OF) 16.00; Bohemian

Rhapsody (OF) 16.40, 19.50; Peppermint: Angel ofVengeance

(OF) Sa 16.50; Unknown User 2–Unfriended: Dark

Web(OF) 17.45, 23.15, Sa a. 19.45, So a. 19.20; Aufbruch

zum Mond –First Man (OF) Sa 19.30, So 19.45; Widows

(OF) 20.15, 22.30; The House That Jack Built (OF) 22.00;

Under the Silver Lake (OF) Sa 22.15, So 22.00; Climax

(OmenglU)Sa22.45, So 23.00; BurnThe Stage: The Movie

(OmenglU) So 14.00; Roma (OmenglU) So 17.00

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) 3D: ABeautiful Planet

Sa 11.00; 3D: Phantastische Tierwesen II (OF) 19.15,

22.45, Sa a. 12.30, So a. 15.50; 3D: Phantastische Tierwesen

II Sa 15.50, So 12.30; 3D: Pandas So 11.00

Filmrauschpalast (✆ 394 4344) November (OmU) Sa

19.30

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) Tabaluga 10.00, 12.00, 14.00,

16.00; Phantastische Tierwesen II 14.00, 17.00, Sa a.

10.00; Der Nussknacker und die vier Reiche 16.00, 18.00,

Sa a. 10.00, 12.30; Der Grinch 10.00, 12.00, 14.00,

16.00, 18.00; Elliot, das kleinste Rentier 14.00, So a.

10.00; 100 Dinge 15.00, 17.30, 20.00, 22.30; Unknown

User 218.00, 20.15, 22.45; 3D: Phantastische Tierwesen II

20.00, 22.00; 3D: Der Grinch 20.00; Bohemian Rhapsody

20.15; Peppermint: Angel of Vengeance 22.30; Geister der

Weihnacht So 12.00

Casablanca (✆ 677 57 52) Elliot, das kleinste Rentier Sa

14.30, So13.45; Der Vorname Sa 16.15; 25 km/h Sa

18.15, So 15.30; Aufbruch zum Mond Sa 20.30; Bohemian

RhapsodySo17.45; Der Trafikant So 20.30

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) Charles

Dickens 11.20; Smallfoot Sa 11.30; Pettersson und Findus:

Findus zieht um Sa 11.30, So 11.35; Elliot, das kleinste

Rentier 11.30; Der Grinch 11.30, 14.00, 17.10, 20.00;

Phantastische Tierwesen II 11.45, 14.30, 20.10, Sa a.

17.00, 22.30, So a. 17.10; Die Unglaublichen II Sa 11.45;

Tabaluga 14.40, 17.00, Sa a. 12.00, So a. 11.30; 3D: Der

Grinch 12.00, 17.40, Sa a. 14.30, So a. 14.45; 3D: Phantastische

Tierwesen II 14.00, 16.35, 19.30, Sa a. 23.00; Der

Nussknacker und die vier Reiche 14.00; 25 km/h 14.00;

100 Dinge 14.15, 16.45, 19.45, Sa a. 22.45; Johnny English

Sa 14.45, So 14.55; Bohemian Rhapsody 16.50,

20.00; Night School 17.10; Unknown User 217.30, 20.15,

Sa a. 23.15; Nur ein kleiner Gefallen 19.30; AStar Is Born

19.40; Widows 20.00, Sa a. 23.15; Suspiria Sa 22.35;

Peppermint: Angel of Vengeance Sa 22.45; Verschwörung Sa

23.00; Halloween Sa 23.00; Geister der Weihnacht So

12.00, 13.30; BurnThe Stage: The Movie (OmU) So 12.00

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) Tabaluga12.00,

14.30, 17.30; Smallfoot 12.00; Phantastische Tierwesen II

12.00, 14.10, 16.30, 19.45; Pettersson und Findus: Findus

zieht um Sa 12.00, So 12.50; Elliot, das kleinste Rentier

12.00; Die Unglaublichen II 12.00; Der Grinch 12.00,

14.30, 15.00, 17.00; Der Nussknacker und die vier Reiche

14.20; 100 Dinge 14.40, 17.30, 20.00, Sa a. 22.45; 3D:

Der Grinch 15.10, 20.00; Müslüm (OmU) 17.00, 19.30,Sa

a. 22.40; Hedefim Sensin (OmU) 17.10, 20.00, Sa a.

22.45; Unknown User 217.25, 20.15, Sa a. 22.35; Phantastische

Tierwesen II (OF) 19.35; 3D: Phantastische Tierwesen

II Sa 22.30; Deliler Sa 22.45; Kafalar Karisik (OmU) Sa

23.00

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) Kurzfilmprogramm

Sa 18.00, 22.00; Baronesa Sa 20.00; Bohemian

Rhapsody So14.00; Die unendliche Geschichte So 16.30;

GirlSo18.30

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 4714001) Piripkura –Die Suche nach

den Letzten ihres Volkes (OmU) 18.00; Die Erbinnen (OmU)

20.00; Mandy(OmU) Sa 22.00

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Astrid 10.15, Sa a. 20.30,

So a. 16.45, 19.30; Elliot, das kleinste Rentier 13.00; Kinderfilm

des Monats: Plötzlich Santa 15.00; Geister der Weihnacht

Sa 16.45; Cold War: Der Breitengrad der Liebe Sa

18.30; Pettersson und Findus: Findus zieht um Sa 10.00;

Wuff Sa 12.00; Astrid Sa 14.30, 17.15, So 13.15; Das

krumme Haus Sa20.00, So17.45; Wildhexe So 11.00;

Geister der Weihnacht So 16.00;Gundermann So 20.15

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Aischa, der Tanz und

wir: Dokumentarfilm (m. Gästen) Sa13.00; Offenes Geheimnis

Sa 15.30; Juliet, Naked Sa 18.00; 25 km/h Sa

20.30, So 18.00; Matinee: Hans Blumenberg So 11.00;

Geister der Weihnacht So 13.30; Der Duft des Westpaketes

(m. Gästen) So 15.30; Loro (OmU) So 20.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Der Dolmetscher Sa

11.00; Elliot, das kleinste Rentier 13.30; Das krumme Haus

15.15; Was uns nicht umbringt Sa 17.45; Cold War: Der

Breitengrad der Liebe 20.30; Matinee: Der Vorname So

11.00; Charles Dickens So 17.45

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 4678) Die Legende vom Weihnachtsstern

16.00; Der Klang der Stimme 18.00; Cinema! Italia!: Tutto

quello che vuoi –Alles was Du willst (OmU) Sa 20.30; Cinema!

Italia!: Fortunata (OmU) So 20.30

Capitol (✆ 831 64 17) Astrid 15.30, 20.30; Cold War: Der

Breitengrad der Liebe 18.10; An den Rändern der Welt So

11.00; Das krumme Haus So 13.00

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Drei Haselnüsse

für Aschenbrödel 15.00; Gundermann Sa 17.00;

Seestück Sa 19.15; Mackie Messer Sa 21.45, So 19.00;

Die Olsenbande ergibt sich nie So 17.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Pettersson und

Findus: Findus zieht um 13.30; Cold War: Der Breitengrad

der Liebe Sa 13.30, So 11.45; Elliot, das kleinste Rentier

13.45; Phantastische Tierwesen II 17.45, 20.30, Sa a.

14.30, So a. 11.30; Ronja Räubertochter 15.30; Das krumme

Haus Sa 15.30, So 11.30; Der Vorname 15.45; Bohemian

Rhapsody(OmU) Sa 18.00, So 15.45; 50 Jahre Philip

K. Dicks ‚Träumen Roboter von elektrischen Schafen?‘: Blade

Runner /Blade Runner 2049 (m. Gast u. Vortrag) Sa

18.00; Astrid 18.00, 20.45; Under the Silver LakeSa20.45,

So 20.30; Geister der Weihnacht So 14.00; Märchenweihnacht:

Die Nachtigall So 14.00; Cinematograph –Der russische

Salon: Der Dieb –Bop (OmU; m. Gespräch) So 17.00;

Preview: Die Schneiderin der Träume So 18.30; 25 km/h So

20.30

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 72 33) Smallfoot

11.00, Sa a. 14.00; Johnny English 11.00; 3D: Der

Nussknacker und die vier Reiche 11.00, 17.10; Der Grinch

11.00, 13.30, 16.45; 3D: Der Grinch 11.15, 14.00, 20.00,

Sa a. 23.00; 100 Dinge11.15, 14.15, 17.20, 20.15, Sa a.

23.00; Tabaluga 11.20, 14.15; Hotel Transsilvanien 3

11.20; Phantastische Tierwesen II 13.30, 16.50,19.20, Sa

a. 22.45; 3D: Phantastische Tierwesen II 13.45, 16.20,

19.45; Der Nussknacker und die vier Reiche 13.45; Widows

16.30, 19.45, Sa a. 23.00; Bohemian Rhapsody 16.30,

19.50; 3D: Tabaluga 17.00; Nur ein kleiner Gefallen Sa

19.30, 22.45; 25 km/h 20.20, Saa.23.00; Venom Sa

23.00; Halloween Sa 23.00; Geister der Weihnacht So

15.00; 3D: Der Grinch (OF) So 20.00

UMLAND

ALAFalkensee (✆ 03322/279 88 77) Elliot, das kleinste

Rentier Sa 10.30; Tabaluga 17.30, Sa a. 12.30, 15.00, So

a. 13.00, 15.15; Der Nussknacker und die vier Reiche

20.00; Benjamin Blümchen –Seine schönsten Abenteuer

So 11.00

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

So viel Zeit Sa 17.15, So 20.00; Juliet, Naked Sa 20.00, So

17.15

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) Phantastische

Tierwesen II 11.30, 14.30, 17.30, 20.00; 3D: Der Grinch

11.30, 14.20, 16.50; Smallfoot 11.40; Tabaluga 11.45,

14.15, 16.40; Hotel Transsilvanien 311.45; Gänsehaut 2:

Gruseliges Halloween Sa 11.50; Pettersson und Findus:

Findus zieht um Sa 12.00; Der Grinch 12.00, 14.45, 17.20,

19.50; JohnnyEnglish Sa 12.30; Elliot, das kleinste Rentier

12.40, 15.00; 3D: Phantastische Tierwesen II 14.00, 17.00,

19.30, Sa a. 22.50; 100 Dinge14.00, 17.00, 19.50, Sa a.

22.30; AStar Is Born 14.10; Der Nussknacker und die vier

Reiche 14.20; Das Haus der geheimnisvollen Uhren 15.00;

NightSchool 17.15; 3D: Der Nussknacker und die vier Reiche

17.15; Nur ein kleiner Gefallen Sa 17.40, So 20.00;

Unknown User 217.45, 19.45, Sa a. 23.20; Klassentreffen

1.0 –Die unglaubliche Reise der Silberrücken 20.10; 25

km/h 20.10; Bohemian Rhapsody 20.15; Widows 20.30,

Sa a. 22.40; Der Vorname Sa 20.30, So 17.40; Abgeschnitten

Sa 22.30; Peppermint: Angel of Vengeance Sa 22.45;

Verschwörung Sa 23.00; Operation: Overlord Sa 23.00;

Halloween Sa 23.15; Hunter Killer Sa 23.20; Die Unglaublichen

II So 11.30; Geister der Weihnacht So 12.00, 13.30;

BurnThe Stage: The Movie (OmU) So 12.00

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Der Nussknakkerund

die vier Reiche Sa 13.15; Der Grinch 13.30, 15.45;

Tabaluga 13.30, 15.45; 100 Dinge 15.45, 18.00, 20.30;

3D: Tabaluga 18.15; 3D: Der Grinch 18.15; Bohemian

RhapsodySa20.30; 3D: Phantastische Tierwesen II 20.30;

Elliot, das kleinste Rentier So 13.30; 25 km/h So 20.30

Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28) Tabaluga

12.45, 17.40, Sa a. 15.15, So a. 10.45, 15.30; Der Nussknacker

und die vier Reiche 12.50; Elliot, das kleinste

Rentier 13.00, So a. 11.00; 3D: Der Grinch 13.30; Phantastische

Tierwesen II 14.45, Sa a. 22.35; 100 Dinge 15.00,

17.15, 20.15, Sa a. 23.00; Der Grinch 17.30, Sa a. 15.30,

So a. 10.50,15.15; 3D: Phantastische Tierwesen II 17.45,

20.00; Bohemian Rhapsody 19.45; 25 km/h 20.30; Klassentreffen

1.0 –Die unglaubliche Reise der Silberrücken Sa

22.45; Verschwörung Sa 22.50; Mackie Messer So 10.30

Kammerspiele Kleinmachnow (✆ 03 32 03/84 75 84)

Geister der Weihnacht So 16.00; Der Vorname So 20.00

Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93) Der

Grinch 15.00; 3D: Phantastische Tierwesen II 17.00; 3D:

Der Grinch 19.30

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Elliot, das kleinste

Rentier Sa 14.45, So 11.30; Der Grinch 15.45; Phantastische

Tierwesen II 16.45; 3D: Der Grinch 18.00; 25 km/h

19.30; Bohemian Rhapsody 20.15; Ballett aus dem Royal

Opera House London: La Bayadere So10.30; Der Nussknacker

und die vier Reiche So 14.30


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NUMMER 287 •8./9. DEZEMBER 2018 SEITE 33

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34 Berliner Zeitung · N ummer 287 · 8 ./9. Dezember 2018

·························································································································································································································································································

TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

14.00 Tagesschau-Nachrichten 14.15 Der Beamtenreport

15.00 Tagesschau-Nachrichten 15.30

Plusminus 16.00 Tagesschau-Nachrichten 16.30

Weltbilder 17.00 Tagesschau-Nachrichten 17.30

Monitor 18.00 Tagesschau-Nachrichten 18.30

Zapp 19.00 Tagesschau-Nachrichten 19.30 Weltspiegel-Reportage

20.00 Tagesschau 20.15 Luxus

auf demMeer –Die Geschichte der Kreuzfahrt

21.02 Luxus auf dem Meer –Die Geschichte der

Kreuzfahrt 21.45 DerFluch der Arkona 22.15 betrifft

23.45 MDR Kultur 0.00 Tagesthemen 0.20

Berichtvom Parteitag der CDU 0.35 Weltspiegel-

Reportage 1.05 Extra 1.15 Luxus auf demMeer–

Die Geschichte derKreuzfahrt 2.00 Tagesschau

ONE

12.50 extra 3 13.20 Die Montagsmaler 14.05

Agatha ChristiesPoirot. DasAbenteuer des italienischen

Edelmannes. TV-Kriminalfilm, GB 1993

14.55 Mord mit Aussicht 15.45 Lindenstraße

16.15 Lindenstraße 16.45 Lindenstraße 17.15

Lindenstraße 17.45 Lindenstraße 18.15 Lindenstraße

18.45 Das Bernstein-Amulett. TV-Drama,D

2004 20.15 DerPrag-Krimi:Wasserleiche. TV-Kriminalfilm,

D2018 21.45 kinokino 22.00

Monster's Ball. Drama, USA/CDN 2001 23.50

Agatha Christies Poirot. DasAbenteuer des italienischen

Edelmannes. TV-Kriminalfilm, GB 1993 0.40

Agatha Christies Poirot. Die Pralinenschachtel.

TV-Kriminalfilm, GB 1993 1.30 Doctor Who

ZDF NEO

7.35 TerraX8.20 TerraX9.05 TerraX10.50 Terra

X 11.35 TerraX12.15 TerraX13.00 TerraX

13.45 Frauen, dieGeschichte machten 14.30

Frauen, die Geschichte machten 15.15 Frauen, die

Geschichte machten 16.00 Die Deutschen 16.45

Sketch History 17.10 Vera –Ein ganz spezieller

Fall. Gebrochenes Versprechen. TV-Kriminalfilm,

GB 2017 18.40 Father Brown 20.15 Unterwegs

nach Cold Mountain. Drama, USA/GB/RUM/I

2003 22.35 Trigger Effect –Eine Stadt im Ausnahmezustand.

Thriller,USA 1996 0.10 (für HG)Hard

Sun. TV-Kriminalfilm, GB 2018 1.55 (für HG)Hard

Sun. TV-Kriminalfilm, GB 2018 3.35 (für HG)Hard

Sun. TV-Kriminalfilm, GB 2018

ZDF INFO

6.15 (für HG) Nirgendwo willkommen 6.45 (für

HG) Türken und Deutsche 7.30 Erdogans Türkei

8.15 (für HG) plan b 8.45 (für HG) Ausländer

rein? –Der Streit ums Einwanderungsgesetz 9.15

ZDF-History 11.15 Hitler privat –Das Leben des

Diktators 14.20 ZDF-History 15.00 Helden der

Propaganda 15.45 (für HG) Die Suche nach Hitlers

„Atombombe” 16.30 Das unterirdische Reich

18.05 (für HG) Geheimnisse des ZweitenWeltkriegs

18.45 (für HG) DieVerbrechen der Befreier

19.30 Die Geheimprojekte der Nazis 20.15

Countdown zum Zweiten Weltkrieg 21.00 Verschleppt

–die Kinder des 20.Juli 21.40 Hitlers

Tod 0.40 (für HG) Die Suche nach Hitlers Volk

Radio

KLASSIK

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Edvard Griegs Streichquartett

g-Moll., ca. 56 Minuten

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Leoš Janácek: „Katja Kabanova” Oper in drei

Akten, ca. 175 Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Konzert amSamstagabend Mit Deutsches

Sinfonie-Orchester Berlin, Sir Roger Norrington

(Leitung) mit Werken von J.Haydn,

W.A. Mozart, Guillemain, Vaughan Williams,

Britten, ca. 176 Minuten

22.00 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Die besondere Aufnahme Mit Werken von Hugo

Alfven, ca. 60 Minuten

HÖRSPIEL

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

„Menschen im Hotel” Hörspiel nach dem

gleichnamigen Roman vonVicki Baum., ca.

115 Minuten

MAGAZIN

16.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Echtzeit Das Magazin für Lebensart. U.a. Klassik

drastisch. Von Devid Striesow, Axel Ranisch,

ca. 55 Minuten

16.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Forschung aktuell Computer und Kommunikation.

U.a. mit DETOX –Vier Kurzgeschichten

über die digitale Entgiftung.Idyll., ca. 30 Min.

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Feature Niemand kann es weiter bringen als

zu sich selbst. Einblicke inLiteratur hinter Gittern.,

ca. 55 Minuten

19.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kulturtermin Zimmer mit Schreibtisch. Literaten

in Hotels und Hotels in der Literatur.,

ca. 26 Minuten

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht „Ich bin Sehnsucht verkleidet als

Frau”. Eine Lange Nacht über die Schriftstellerin

Gioconda Belli., ca. 175 Minuten

JAZZ /BLUES

1.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Deutschlandfunk Radionacht Rock. Aktuelles

aus Pop und Rock, neue elektronische

(Dance-)Musik, Independent, Hip-Hop /

Schwerpunkt: Vor 50Jahren veröffentlichte die

Künstlerin Nico ihr Avantgarde-Album „The

Marble Index”, ca. 235 Minuten

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Astrud Gilberto, ca. 30 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Jazz Units 2017 –Sun Dew.

Mit Ulf Drechsel, ca. 56 Minuten

ARD

9.00 (für HG) Sportschau. Skeleton /ca. 9.25

Rodeln /ca. 09.55 Ski alpin: Riesenslalom

Herren /ca. 10.50 Skeleton: Herren /ca.

11.10 Ski alpin: Super-G Damen /ca. 12.30

Langlauf: 15 km Damen /ca. 12.40 Ski Freestyle:

Skicross /ca. 13.05 Ski alpin: Riesenslalom

Herren /ca. 14.05 Biathlon /ca.

15.35 Bob: Zweierbob Herren /ca. 15.50 Skispringen:

Team /ca. 16.55 Eisschnelllauf: 500

mHerren /ca. 17.10 Skispringen: Team /ca.

17.50 Langlauf: 30 km Herren 16.30 (für HG)

Der Kotzbrocken. TV-Tragikomödie, D2015

18.00 (für HG) Sportschau. Fußball: 3. Liga

18.30 (für HG) Sportschau. Fußball: Bundesliga

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Verstehen Sie Spaß?

Gäste: Otto Waalkes, Beatrice Egli,

Mark Forster,Isabell Varell, Kamilla

Senjo, DJ Bobo,Farid, Francine Jordi,

Marco Rima

Moderation: Guido Cantz

23.30 (für HG) Tagesthemen

23.50 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.55 (für HG) Bericht vom Parteitag der

CDU

0.10 (für HG) The Iceman Thriller,USA ’12

1.45 (für HG)Tagesschau

1.50 (für HG) Platoon Antikriegsfilm, USA ’86

RTL

9.45 Der Blaulicht-Report. Aufregende Geschichten

aus dem Berufsalltag von Polizisten,

Sanitätern und Notärzten 12.45 Der Blaulicht-

Report. Aufregende Geschichten aus dem Berufsalltag

von Polizisten, Sanitätern und Notärzten

13.45 Der Blaulicht-Report. Aufregende

Geschichten aus dem Berufsalltag von Polizisten,

Sanitätern und Notärzten 14.45 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 15.40 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 16.45 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal. Moderation:

Sükrü Pehlivan 17.45 Best of ...! Moderation:

Angela Finger-Erben 18.45 aktuell 19.05

Life –Menschen, Momente, Geschichten. Moderation:

Annika Begiebing

20.15 (für HG) Das Supertalent

Jury: Sylvie Meis, Bruce Darnell, Dieter

Bohlen. Moderation: Daniel Hartwich

Große Emotionen, spannendes

Entertainment und packende

Gänsehautmomente!!

22.30 Hotel Verschmitzt –Auf die Ohren,

fertig,los!

Mit Frank 'Buschi' Buschmann

23.30 Ralf Schmitz live!

Schmitzenklasse

1.20 Das Supertalent

Moderation: Daniel Hartwich

TV-Tipps

ZDF

Sat.1

Anzeige

MDR WDR Arte

13.15 Ostwärts –durch Montenegro 14.00

(für HG) Fußball: 3. Liga. 18. Spieltag 16.00

MDR vor Ort 16.25 (für HG) Aktuell 16.30 (für

HG) Sport imOsten 18.00 Heute im Osten

18.15 (für HG) Unterwegs in Sachsen-Anhalt

18.45 (für HG) Glaubwürdig 18.54 (für HG)

Sandmann 19.00 (für HG) MDR Regional

19.30 (für HG) Aktuell 19.50 (für HG) Adventsgeflüster

(2) 20.15 (für HG) Weihnachten bei

uns 22.45 (für HG) Aktuell 22.50 Das Konzert:

Ben Zucker 23.50 (für HG) Make Love 0.30

(für HG) Make Love

Bayern

16.15 (für HG) Chinas letzte Elefanten 17.00

Gernstl –Siebenmal Bayern 17.15 Blickpunkt

Sport 17.45 (für HG) Zwischen Spessart und

Karwendel 18.30 (für HG) Rundschau 19.00

(für HG) Gut zuwissen 19.30 (für HG) Kunst &

Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Paradies 505. Ein Niederbayernkrimi. TV-

Kriminalfilm, D2013 21.45 (für HG) Rundschau

Magazin 22.00 (für HG) Föhnlage. Ein

Alpenkrimi. TV-Kriminalfilm, D2011 23.30 (für

HG) Harter Brocken. TV-Thriller,D2015 1.05

(für HG) Opa wird Papa. TV-Komödie, D2018

Vox

9.00 Criminal Intent –Verbrechen im Visier

9.55 Rizzoli &Isles 10.50 Einfach Sally 11.20

Einfach Sally 11.50 Shopping Queen 12.50

Shopping Queen 13.50 Shopping Queen

14.50 Shopping Queen 15.50 Shopping

Queen 16.50 Tierbabys –süß und wild! 17.55

hundkatzemaus 19.05 Der Hundeprofi unterwegs

20.15 (für HG) Arlo &Spot. Animationsfilm,

USA 2015 22.00 (für HG) Stirb langsam.

Actionthriller,USA 1988 0.40 (für HG) Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin.

Tödliche Beziehung

Super RTL

14.10 Trolls –Die Party geht weiter! 14.20

Sally Bollywood 14.50 Weihnachtsmann &Co.

KG 15.20 Weihnachtsmann &Co. KG 15.45

Weihnachtsmann &Co. KG 16.15 Weihnachtsmann

&Co. KG 16.45 Weihnachtsmann &Co.

KG 17.15 Zak Storm –Super Pirat 17.45 Sally

Bollywood 18.15 Weihnachtsmann &Co. KG

18.45 Woozle Goozle und die Weltentdecker

19.15 Tomund Jerry 19.40 Super ToyClub

20.15 Mr.Magoriums Wunderladen. Fantasyfilm,

USA/CDN 2007 22.00 (für HG) Peter &

Wendy. TV-Familienfilm, GB 2015

Sport1

11.00 Sport-Quiz 14.00 Poker 15.00 Storage

Wars –Geschäfte in Miami. Kopfschutzjäger

16.00 StorageWars –Geschäfte in Miami.

Ausgespielt 17.00 StorageWars –Geschäfte in

Miami. Schutzgeld 17.30 StorageWars –Geschäfte

in Miami. Funde und Pfunde 18.00

Wasserball: Champions League 18.30 Die PS-

Profis Schule. Baby-Bomber 19.00 Timbersports:

Weltmeisterschaften 19.30 Timbersports:

Weltmeisterschaften 20.00 Sport-Quiz

23.30 Sun Stroke. TV-Erotikfilm,E/GB 2016

VOX, 20.15 UHR ANIMATIONSFILM

Arlo &Spot

Was,wenn jener verhängnisvolle Meteorit vor65Millionen Jahren die Erde

verfehlthätte und die Dinosaurier nie ausgestorbenwären? Wärensie,wie

beiden Flintstones,zuZeitgenossender erstenMenschengeworden? In der alternativen

Weltgeschichte diesesFilmsfür die ganzeFamilie ist genau das der

Fall. Allerdings gestaltet sichdas Zusammenlebenals nichtganz einfach: Seinen

ersten Kontaktmit Menschen hat der kleine Apatosaurus Arlo (l.), als einer von

ihnen sich an den Maisvorräten der Dino-Familie bedient. Beider Verfolgung des

ÜbeltäterskommtArlos Vater ums Leben. Arlos Verhältnis zum Homo Sapiens

ist alsovorbelastet,als er eines Tagesvon einem Flussmitgerissen wird und sich

urplötzlich allein in der Wildnis wiederfindet.Dortbegegnet ihm ein ebenfalls

verlorengegangener Menschenjuge, und nach erstem Misstrauen wirdder Junge,den

Arlo„Spot“tauft,zum einzigenFreund in einer bedrohlichenUmgebung.

Aufder gemeinsamen Suche nach ihremZuhause lerntArlo,sich seinen Ängsten

zu stellen. VOXzeigt die Pixar-Produktion als Free-TV-Premiere.

(USA/2015)

ZDF NEO, 20.15 UHR DRAMA

Unterwegs nach

prisma

Cold Mountain

FürTV-Magazin

den jugenHandwerkerInman wird ein Traumwahr, als er die schöne Pfarrerstochter

Adaheiratet.Dochder Ausbruch des Bürgerkriegs reißtdasjunge

Glück auseinander:Ingmanziehtauf der Seite derKonföderierten in den Krieg.

In der grausamen Kraterschalcht beiPetersburg, wird er schwer verwundet.Ein

Brief Adas bringt ihn schließlichdazuzudesrrtieren und sich aufden Wegzurück

ins heimische Cold Mountain zu machen.Dochder Wegist weit,das vom

KriegverwüsteteLand voller Gefahren, und als Deserteur ist Inmanpraktisch

vogelfrei. GleichzeitigversuchtAda,die Farm durch die harten Kriegszeiten zu

bringen, wobei ihrdie raubeinigeHerumtreiberin Ruby zur unentbehrlichen

Hilfe wird.Der Film vonRegiisseur AnthonyMinghella(„Der englische Patient“)

findet gewaltige Bilder für das Grauen des Krieges, während er drei Menschen

durch eine Zeit der Prüfungenfolgt.Neben Jude Lawund Nicole Kidman überzeugte

vorallem RenéeZellweger, die für die Darstellungder Ruby mit einem

AcademyAward fürdie besteNebenrolle belohntwurde.

(USA/Gbr./Rum./Ital./2003)

PHOENIX, 21.45 UHR DOKUMENTARFILM

Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen

ARD, 0.10 UHR THRILLER

The Iceman

Foto: VOX

Dienstag

neu!

Ineiner Studie der Zeitschrift„Nature“

lasen die Filmemacher Mélanie Laurent

und CyrilDion, dassdie Ausbeutung des

Planeten, der Klimawandel und das Bevölkerungswachstumin40Jahren

zum Zusammenbruch

unserer Zivilisation führen

können. Alarmiert, aber nichtentmutigt,

begaben sie sich aufdie Suche nach Projekten,die

schonjetzt an der Vision einer nachhaltigenZukunft

arbeiten. Siestießen auf

Aktivisten und Experten, die Alternativen für

Landwirtschaft, Städtebau, Verkehr,Bildung

und neue Technologien entwickeln. KreativeProblemlösungenund

Projekte wieder

Gemeinschaftsgarten von NickGreen (Foto)

weckenHoffnungen aufeine bessereWelt.

(Frk./2015)

Foto: Phoenix

ImNew Jersey der 1960er Jahren führen RichardKuklinski und seine Frau Deborahmit

ihren zwei Töchternein Musterdasein in der Vorstadt.Weder Deborahnochdie

beiden Kinder ahnen, dassder hochgewachsene Richard eine

Vergangenheit als Profikiller hat.Und die ist noch nicht abgeschlossen: Als der

lokale Mafiaboss RoyDemeoauf ihn aufmerksam wird,lässt sich Richardvon

ihm als Mann fürsGrobe anheuern. Während er nach Außenhin das Imageeines

seriösen Geschäftsmannes vortäuscht,begeht er in Demeos Auftrag und mit

roboterhafter Kaltblütigkeit Morde. Doch auch Kuklinskihat Prinzipien: Er tötet

keine Frauen und Kinder.Als er eines Tageseine jungeAugenzeugin mit dem Lebendavonkommen

lässt,wendet sichder wütende Demeovon ihmab. Richard

verbündet sich mit einem Killer-Kollegen,umseine Karrierefortzusetzen. Doch

alsdas FBIauf sein Treiben aufmerksam wird,ziehtsichdie Schlinge um seinen

Hals zusammen. DerFilm basiertauf dem Lebendes 1986 verhafteten Profikillers

RichardKuklinski, aufdessen Kontowohl mehr als 100 Mordegehen, und

der im FIlm vonMichael Shannon („Boardwalk Empire“)gespielt wird.

(USA/2012)

8.20 (für HG) Lassie 8.45 heute Xpress 8.50

(für HG) Bibi Blocksberg 9.15 (für HG) Bibi

und Tina 9.40 (für HG) Bibi und Tina 10.05

(für HG) Eine lausige Hexe 10.25 heute Xpress

10.30 (für HG) Notruf Hafenkante 11.15 (für

HG) SOKO Stuttgart 12.00 heute Xpress 12.05

(für HG) Menschen –das Magazin 12.15 (für

HG) Dornröschen. Märchenfilm, CS/F/I/E/

SK/D 1990 13.45 (für HG) König Drosselbart.

Märchenfilm, CS/D 1984 15.20 (für HG) heute

Xpress 15.25 (für HG) Bares für Rares –

Lieblingsstücke 17.00 (für HG) heute Xpress

17.05 (für HG) Länderspiegel 17.35 (für HG)

plan b 18.05 (für HG) SOKO Kitzbühel 19.00

(für HG) heute 19.25 (für HG) Die Bergretter

20.15 (für HG) Ein Herz für Kinder

Die große Spenden-Gala aus Berlin

Moderation: Johannes B.Kerner

Auch in diesem Jahr machen sich wieder

deutsche und internationale Prominente

für den guten Zweck stark.

23.15 (für HG) heute-journal

23.30 (für HG) Das aktuelle Sportstudio

Fußball: Bundesliga, 14. Spieltag; 2.

Liga, 16. Spieltag

0.55 heute Xpress

1.00 Bericht vom Parteitag der CDU in

Hamburg

5.05 Sechserpack 5.30 Die dreisten drei –Die

Comedy-WG 5.55 Weibsbilder 6.20 Weibsbilder

6.50 Genial daneben –Das Quiz 7.50 Genial

daneben –Das Quiz 8.55 Genial daneben

–Das Quiz 9.55 CATCH! 12.55 The Voice

of Germany. Sing-Off. Moderation: Moderation:

Lena Gercke, Thore Schölermann 16.00 Auf

Streife –Die Spezialisten. Reportagereihe

17.00 Auf Streife –Die Spezialisten. Reportagereihe

18.00 Auf Streife –Die Spezialisten.

Reportagereihe 19.00 Grenzenlos –Die Welt

entdecken. Vancouver Island –Ruf der Wildnis.

Vancouver Island ist mit 450 km Länge die

größte Pazifikinsel Nordamerikas. Hier herrscht

ein mildes Klima. 19.55 Nachrichten

20.15 Harry Potter und die Heiligtümer des

Todes (2)

Fantasyfilm, USA/GB 2011

Mit Daniel Radcliffe,Rupert Grint,

Emma Watson u.a.

Regie: David Yates

22.50 Die Familie Stone –Verloben

verboten!

Romantikkomödie,USA 2005

Mit Claire Danes, Diane Keaton,Rachel

McAdams,Dermot Mulroney u.a.

0.55 Der Ghostwriter

Mysterythriller,GB/F/D 2010

17.00 (für HG) Beste Heimathäppchen 17.15

(für HG) Land und lecker (2) 17.45 (für HG)

Kochen mit Martina und Moritz 18.15 (für HG)

Einfach und köstlich –Kochen mit Björn Freitag

18.45 (für HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für

HG) Lokalzeit 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Immer lustig! Typisch Ruhrpott

21.45 (für HG) Schicht im Schacht –aber

nicht Schluss mit lustig! 23.15 (für HG) Sträters

Männerhaushalt 0.15 (für HG) Immer lustig!

Typisch Ruhrpott 1.45 (für HG) Schicht im

Schacht –aber nicht Schluss mit lustig!

NDR

16.00 (für HG) Morden imNorden. Ausgeblutet

16.45 (für HG) Rentnercops. Das Würfelspiel

17.35 (für HG) Tim Mälzer kocht! 18.00 (für

HG) Nordtour 18.45 (für HG) DAS! 19.30 Ländermagazine

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15

(für HG) Nord bei Nordwest –Waidmannsheil.

TV-Kriminalfilm, D2017 21.45 (für HG) Tatort.

Altlasten.TV-Kriminalfilm, D2009 23.15 (für

HG) Mord mitAussicht. Der Carport 0.00 (für

HG) Mord mit Aussicht. Gulasch für den Geiselnehmer

0.50 (für HG) Rate mal,wie alt ich bin

1.40 (für HG) Rate mal, wie alt ich bin

Kabel eins

10.00 Blue Bloods –Crime Scene NewYork

10.55 Blue Bloods –Crime Scene NewYork

11.50 Castle 12.45 Castle 13.40 Castle

14.35 Castle 15.30 Castle 16.25 News 16.35

Forever 17.30 Forever 18.25 Forever 19.15

Forever 20.15 Lethal Weapon. Maria und das

Kind 21.15 Hawaii Five-0. Seemannsgarn

22.15 Scorpion. Schwimmen oder ertrinken

23.15 Criminal Minds: Team Red. Drei Züge

voraus 0.10 Lethal Weapon. Maria und das

Kind 1.05 Hawaii Five-0. Seemannsgarn 1.55

Scorpion. Schwimmen oder ertrinken

RTL 2

8.25 Dick und Jane –Zuallem bereit, zu nichts

zu gebrauchen. Krimikomödie, USA 2005 10.10

The Dome 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Der

Traum vom Eigenheim 13.15 Die Schnäppchenhäuser

–Jeder Cent zählt 14.15 Der Trödeltrupp

–Das Geld liegt im Keller Spezial 16.15

Zuhause im Glück –Unser Einzug inein neues

Leben 18.15 Zuhause im Glück –Unser Einzug

in ein neues Leben 20.15 Die Bourne Verschwörung.

Actionfilm, USA/D 2004 22.25 Das

Bourne-Ultimatum. Actionfilm, USA/D 2007

0.35 Road House. Actionthriller,USA 1989

Eurosport 1

8.30 Wintersport 9.45 Ski alpin: Weltcup. Riesenslalom

Herren 11.00 Ski alpin: Weltcup.

Super-G Damen 12.45 Ski alpin: Weltcup. Riesenslalom

Herren 14.00 Biathlon: Weltcup. 7,5

km Sprint Damen 15.30 Snooker:World Main

Tour. UK Championship: Halbfinale 17.30 Rodeln:

Weltcup. Damen, 1. Lauf 18.45 Eurosport

News 18.50 Rodeln: Weltcup. Damen, 2. Lauf

20.00 Snooker:World Main Tour. UK Championship:

Halbfinale 23.25 Eurosport News

23.35 Fußball 0.45 Fußball

RBB

9.45 Die Prinzessin mit dem goldenen Stern.

Märchenfilm, CS 1959 11.00 Sechse kommen

durch die ganze Welt. TV-Märchenfilm, D2014

12.00 Sechse kommen durch dieganzeWelt

12.25 Der Hirsch mit dem goldenen Geweih.

Märchenfilm, SU 1973 13.30 Der Prinz hinter

den sieben Meeren. Märchenfilm, DDR 1982

14.55 Hans im Glück. Märchenfilm, D1999

16.05 Schneeweißchen und Rosenrot. Märchenfilm,

DDR 1979 17.15 Die drei Holzfäller. Zeichentrickfilm,

SU 1959 17.25 Kowalski &

Schmidt 17.55 Sandmann 18.00 rbb UM6 –

Das Ländermagazin 18.30 rbb Kultur–Das Magazin

19.00 Heimatjournal 19.30 Brandenburg

aktuell /Abendschau 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Berlin –Schicksalsjahre einer Stadt

Das Jahr 1966

Im Jahr 1966 herrschte Aufbruchstimmung

in der Stadt. Studenten demonstrieren

gegen den Krieg in Vietnam.

21.45 rbb24

22.00 Nuhr im Ersten

Gäste: IngoAppelt, Tobias Mann,

Michael Mittermeier,Andreas Rebers,

Torsten Sträter

22.45 Meine Frau, unsere Kinder und ich

Komödie,USA 2010

0.15 U-571 Actionthriller,F/USA 2000

ProSieben

8.50 Last Man Standing 10.15 Baby Daddy

11.10 Family Guy. Der minderjährige Peter.

Zeichentrickserie 11.35 Die Simpsons. Alles

Schwindel/Die Saxophon-Geschichte/Neutronenkrieg

und Halloween/Homer und der Revolver/Bart

ist mein Superstar/Hochzeit auf indisch/Der

Tagder Abrechnung/Todesfalle zu

verkaufen. Zeichentrickserie 15.35 Twoand a

Half Men. Von der Hüfte abwärts tot/Der Mann

ohne Freunde/Stinktier,Ketchup und Hundekacke.

Comedyserie 17.00 taff weekend 18.00

Newstime 18.10 The Big Bang Theory. Die Nowitzki-Provokation/Das

Doktor-Ramona-Dankeschön.

Comedyserie 19.05 Galileo. Moderation:

Funda Vanroy

20.15 Schlag den Star

Kandidaten: Sarah Lombardi, Eko Fresh

Moderation: Elton

Das Duell der Geschlechter: Popsängerin

Sarah Lombardi kämpft gegen Rapper

Eko Fresh.

0.20 The Voice of Germany

Sing-Off

Jury: Yvonne Catterfeld, Mark Forster,

Michi Beck, Smudo, Michael Patrick

Kelly

Moderation: Lena Gercke,Thore

Schölermann

14.55 „HMS Erebus”: Das arktische Totenschiff

taucht auf. Dokumentarfilm, GB 2015 16.35

Stadt Land Kunst Spezial 17.15 Arte Reportage

18.10 Mit offenen Karten 18.25 (für HG)

360° Geo Reportage 19.10 Arte Journal

19.30 (für HG)Argentinien –Die Kämpferinnen

des Hochlands 20.15 Die Vermessung der

Erde. Dokumentarfilm,D2018 21.40 Die Eloquenz

der Tiere 22.35 Die heilende Sprache

der Pferde 23.30 Streetphilosophy 0.00 (für

HG) Square für Künstler 0.25 KurzSchluss

1.20 Cross. Drama, F2018

3Sat

14.30 Ländermagazin 15.00 Natur im Garten

15.30 Kalabrien –Italiens vergessene Region

15.50 (für HG) Sehnsuchtsland Italien 16.35

(für HG) Sehnsuchtsland Italien 17.20 (für

HG) Hochzeit auf Italienisch. Liebeskomödie,

I/F 1964 19.00 (für HG) heute+ 19.20 Theater:

Ein Fest! 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Hollywood in Vienna 22.05 The Bernstein

Centennial Celebration at Tanglewood

2018 23.40 (für HG) Maischberger 0.40 lebens.art

1.40 Das aktuelle Sportstudio. Fußball:

Bundesliga, 14. Spieltag

Phoenix

6.45 Beijing: Metropole der Macht 7.30 Beijing:

Metropole der Macht 8.15 Beijing: Metropole

der Macht 9.00 phoenix vor ort 15.45

Straße derAchttausender 17.15 Beijing: Metropole

der Macht 19.30 Hungriger Drache

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 Magie der

Moore –Das Nebelreich 21.00 Magie der

Moore –Bedrohtes Paradies 21.45 Tomorrow:

Die Welt ist voller Lösungen. Dokumentarfilm,F

2015 23.45 Brasilien –Der geflutete Wald

0.00 Napoleon –Die wahre Geschichte 2.15

ZDF-History 3.45 Wie tickt Europa?

Kika

10.45 (für HG) Tigerenten-Club 11.45 (für HG)

Schmatzo –Kochen mit WOW 12.00 Garfield

13.00 Der kleine Nick 14.00 (für HG) Der kleine

Wichtel. Familienfilm, DK 2014 15.25 KiKA

LiveAdventsshow 16.55 Checkpoint 17.20

Leider lustig 17.45 (für HG) Timster 18.00 (für

HG) Beutolomäus und der wahre Weihnachtsmann

18.15 Der kleine Eisbär 18.40 Tilda

Apfelkern 18.50 Sandmann 19.00 (für HG)

SimsalaGrimm 19.25 (für HG) Checker Tobi

19.50 (für HG) logo! 20.00 (für HG) Erde an

Zukunft 20.10 (für HG) Dein großer Tag

Dmax

14.15 History inthe Making 14.45 History in

the Making –Geschichte handgemacht 15.15

Die längste Modelleisenbahn der Welt 16.15

Rail Restorations –Profis amZug 17.15 Combat

Dealers –Ausrangiert und aufpoliert 18.15

Die Aquarium-Profis 19.15 Die Aquarium-Profis