SPENGLER CUP DAVOS - Programm 2018

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Daniel Stricker, Schiedsrichter 61

«Der Spengler Cup ist für mich ein riesiger Genuss»

Daniel Stricker (43) gehört zu den profiliertesten

Schweizer Schiedsrichtern und wird

auch ab und zu als Mann für die heiklen

Spiele bezeichnet. Solche gibt es am Spengler

Cup selten, denn da steht das Zelebrieren

des Eishockeys im Zentrum – was auch für

die Referees faszinierend ist.

Sie haben WM-Finals gepfiffen und waren

an den Olympischen Spielen im Einsatz. Wo

kann man da den Spengler Cup hierarchisch

ansiedeln?

Das wäre ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Der Spengler Cup ist für mich aus zwischenmenschlicher

Sicht gesehen ein sehr wichtiger

und wertvoller Event. Man hat viel mehr Zeit

mit seinem Umfeld, seinen Schiedsrichter-

Kollegen und auch mit den Spielern, die man

am nächsten Tag vielleicht wieder sieht und

mit denen man in einer relaxten Stimmung

über Hockey oder gewisse Situationen sprechen

kann. Das ist ganz anders als sonst.

Das heisst?

An einer WM oder an Olympischen Spielen ist

für alle ein ganz anderer Druck vorhanden,

da steht man immer unter Beobachtung. Das

Eishockey ist am Spengler Cup hochstehend,

aber es verfügt auch über eine Portion Entertainment.

Klar will jeder Spieler gewinnen,

doch ich habe den Eindruck, dass ein Schiedsrichter-Entscheid

anders gewichtet wird.

Spürt man mehr Akzeptanz?

Wir spüren auf jeden Fall mehr Goodwill.

Das Klima ist lockerer, es wird Eishockey zelebriert,

was mir sehr gut gefällt. Seit ich am

Spengler Cup dabei bin – zuerst als Linesman,

dann als Head –, konnte ich das Turnier immer

sehr geniessen.

Daniel Stricker hat die Spieler

und den Puck stets im Visier.

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