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VN_Ratgeber_Vegan

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für die Tiere . für die Menschen . für den Planeten<br />

<strong>Vegan</strong> genießen<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

<strong>Vegan</strong> genießen<br />

Die vegane Ernährung hat in den letzten zehn Jahren einen starken<br />

Image-Wechsel mitgemacht. Von einer belächelten Nischen-<br />

Ernährung bis hin zum Gesundheits- und Lifestyle-Trend und<br />

als Konsequenz jeder ethisch-moralisch motivierten vegetarischen<br />

Ernährung. <strong>Vegan</strong> ist salonfähig. Wer dazu auf einige Stoffe in seiner<br />

Ernährung acht gibt, der bleibt gut versorgt und darf sich über positive<br />

Auswirkungen auf seine Gesundheit freuen.<br />

<strong>Vegan</strong> und ausgewogen:<br />

So geht‘s<br />

Lebensmittel, auf die kein<br />

<strong>Vegan</strong>er verzichten sollte<br />

<strong>Vegan</strong>-Genuss: Tipps für<br />

die private Spitzenküche<br />

Überzeugungstäter: <strong>Vegan</strong><br />

fürs gute Gewissen


<strong>Vegan</strong>es Tellerchen<br />

V<br />

ielen Vorurteilen zum Trotz gelingt es immer mehr Menschen, ihre Teller mit einer rein pflanzlichen Kost sehr<br />

abwechslungsreich und appetitlich zu füllen. Die deutschen Ernährungsgesellschaften bleiben kritisch. Sie<br />

halten sich mit Empfehlungen noch zurück und das, obwohl sich die Studienlage verdichtet und die positiven<br />

Auswirkungen auf die Gesundheit deutlicher werden. Die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics<br />

fühlt sich hingegen frei, für den modernen Lebensstil Partei zu ergreifen: „Eine gut geplante vegane Ernährung<br />

ist für alle Lebensphasen geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Jugend.“ An die<br />

Ernährungspyramide des Vegetarierbunds (VEBU) angelehnt, zeigen wir, wie sich ein veganer Speiseplan<br />

gesund und ausgewogen zusammensetzt. Denn nur mit einer abwechslungsreichen, frischen<br />

Kost kann jeder von den positiven Wirkungen einer veganen Ernährung profitieren.<br />

gesund und ausgewogen<br />

30 bis 60 g Nüsse und Saaten am Tag. Im Ganzen oder als Mus.<br />

1 bis 2 mal pro Woche Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen, Linsen und Sojaprodukte.<br />

2-4 Esslöffel Öl am Tag, z. B. Raps-, Lein- oder Hanföl.<br />

Akohol, Süßigkeiten, salzige Snacks<br />

und Kuchen in Maßen<br />

Gesundes Gewicht<br />

Wer sich vegan ernährt hat weniger<br />

Übergewicht. Im Durchschnitt fünf BMI-<br />

Punkte weniger als Fleischesser.<br />

Ohne viel Druck<br />

Kalium und Magnesium aus Obst und<br />

Gemüse regulieren den Widerstand gegen<br />

den das Blut durch die Adern rauschen<br />

muss und senken den Blutdruck von<br />

<strong>Vegan</strong>ern.<br />

Starker Zellschutz<br />

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe<br />

schützen die Zellen. So wird bei Vegetariern<br />

und <strong>Vegan</strong>ern 16 Prozent weniger Krebs<br />

festgestellt.<br />

2 bis 3 Portionen Kartoffeln<br />

und Getreide am Tag.<br />

Vollkornprodukte bevorzugen.<br />

Wasser<br />

Wasser<br />

Täglich 1-2 Liter Wasser,<br />

kalorienarme und<br />

alkoholfreie Getränke.<br />

Schmerz lass nach<br />

Rheuma und Arthritis verbessern sich oft<br />

durch eine pflanzliche Ernährung. Die entzündungsfördernde<br />

Arachidonsäure aus<br />

Fleisch wird nicht aufgenommen, dafür mehr<br />

entzündungshemmende Stoffe über Obst und<br />

Gemüse.<br />

Zuckerwerte in Balance<br />

<strong>Vegan</strong>er erkranken nur selten an Diabetes.<br />

Gründe: der höhere Ballaststoffanteil und<br />

ein gesünderes Körpergewicht beeinflussen<br />

Glucose- und Insulinstoffwechsel positiv.<br />

300 g oder 2 Portionen Obst am Tag.<br />

Frisch, getrocknet oder als Saft.<br />

400 g oder 3 Portionen Gemüse und Salat am Tag.<br />

Gegart, als Saft oder als Rohkost.


Versorgungsmangel?<br />

So haben Sie wichtige Nährstoffe im Griff<br />

Eisen<br />

Eiweiß<br />

Jod<br />

Kalzium<br />

Aufgabe im Körper<br />

Eisen übernimmt als Bestandteil des Hämoglobins<br />

im Blut den Sauerstofftransport und ist für dessen<br />

Speicherung zuständig. Es unterstützt das Immunsystem.<br />

Vorkommen<br />

Während aus Fleisch und Fisch bis zu 35 % Eisen<br />

aufgenommen werden, kann der Körper nur mit<br />

2 bis 20 % aus pflanzlichen Quellen etwas anfangen.<br />

Grund: Inhaltstoffe wie Phytate aus Getreide<br />

und Phenole aus Kaffee behindern die Resorption.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Eisenmangel entwickeln Frauen mit starken Blutungen,<br />

Schwangere und Stillende. Hier gilt: Eisenhaltiges<br />

Getreide (Amaranth, Quinoa, Hirse, Hafer), Hülsenfrüchte,<br />

Nüsse und Saaten einweichen; gekeimt<br />

oder fermentiert kaufen. Diese Prozesse reduzieren<br />

Phytate, die die Eisenaufnahme hemmen. Gemüse,<br />

wie Topinambur und Spinat mit Vitamin C-haltigen<br />

Gemüsesorten oder Getränken kombinieren.<br />

Lebensmittel<br />

Amaranth, Topinambur, Erbsen, Brennessel, Sesam,<br />

getrocknete Aprikosen<br />

Produkte<br />

• Eisen Vital F von HÜBNER<br />

• Sesamprotein von RAAB VITALFOOD<br />

• Mama+Eisen von RABENHORST<br />

• Bio Grüner Smoothie Basispulver Wildkräuter<br />

von NATURA<br />

<strong>Vegan</strong> leben bedeutet, auf nichts<br />

verzichten zu müssen! Die meisten<br />

Lebensmittel in Ihrem Lieblingsrezept<br />

können problemlos durch vegane Alternativen<br />

ausgetauscht werden. Fragen Sie das Fachpersonal<br />

in Ihrem Vita Nova Reformhaus.<br />

Aufgabe im Körper<br />

Eiweiß liefert unentbehrliche Aminosäuren als Bausubstanz,<br />

zum Erhalt und zur Erneuerung verschiedener<br />

Gewebe. Als Bestandteil von Enzymen und<br />

Hormonen reguliert es den Stoffwechsel.<br />

Vorkommen<br />

Je ähnlicher die Zusammensetzung des Eiweißes<br />

dem unseres Körpers ist, desto besser kann er es verwerten.<br />

Von einem hochwertigen Eiweiß (wie zum<br />

Beispiel in Fleisch) reicht eine geringe Menge, um<br />

den Bedarf zu decken. Bei einer pflanzlichen Ernährung<br />

muss mehr aufgenommen werden.<br />

In der veganen Ernährung<br />

<strong>Vegan</strong>er decken ihren Eiweißbedarf mit Getreide,<br />

Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten. Trotzdem erreichen<br />

31 % der <strong>Vegan</strong>er und 41 % der <strong>Vegan</strong>erinnen<br />

die empfohlene Zufuhr nicht. Grund: einige <strong>Vegan</strong>er<br />

essen schlichtweg zu wenig. Tipp: Unterschiedliche<br />

Proteinquellen schlau kombinieren, z.B. Getreide mit<br />

Hülsenfrüchten, Hülsenfrüchte mit Nüssen. Mehr Infos<br />

im <strong>Ratgeber</strong> Pflanzliches Eiweiß.<br />

Lebensmittel<br />

Sojabohnen, Süßlupinen, Erbsen, Leinsamen, Erdnüsse,<br />

Chia-Samen, Hanfsamen, Mandeln, Hafer,<br />

Dinkel, Seitan, Tempeh<br />

Produkte<br />

• Erbsenprotein von RAAB VITALFOOD<br />

• Chia-Samen vom SACHIA<br />

• Mandelmus von LIHN<br />

• Eiweiß 80 von ALSIROYAL<br />

Land ohne Milch und Honig<br />

Milch kann in Müsli, Kaffee oder Kuchen durch pflanzliche<br />

Drinks aus Soja, Reis, Hafer, Mandel oder Cashew<br />

ersetzt werden. Statt Honig schmeckt die streichfähige<br />

Agavencreme von LIHN als süßer Aufstrich oder<br />

Agavendicksaft von ALLOS in Tee und Dessert.<br />

Aufgabe im Körper<br />

Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin<br />

und Trijodthyronin bestimmt Jod verschiedene Stoffwechselprozesse.<br />

Es beeinflusst den Grundumsatz,<br />

sowie die Gehirn- und Knochenbildung.<br />

Vorkommen<br />

Ein natürlich hoher Jodgehalt ist nur in Seefisch und<br />

Algen zu finden. In Gemüse und Milchprodukten<br />

unterliegt er starken regionalen Schwankungen und<br />

hängt vom Jodgehalt im Boden und den verwendeten<br />

Düngern ab.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Die Versorgung mit Jod ist in Deutschland zu niedrig,<br />

hat sich aber verbessert, seitdem Viehfutter mit Jod<br />

angereichert wird und so auch Milch und Milchprodukte<br />

zur Versorgung beitragen können. <strong>Vegan</strong>er<br />

gelten als Risikogruppe. Für sie gilt: jodiertes Speisesalz<br />

ist Pflicht. Dazu sollten Nori-Algen (wie beim Sushi<br />

verwendet) auf dem Speiseplan stehen. Vorsicht<br />

bei Wakame, Kombu oder Arame. Diese Algen übersteigen<br />

schon in kleinen Mengen die Empfehlungen<br />

und können der Gesundheit schaden.<br />

Lebensmittel<br />

Jodiertes Speisesalz, Nori Algen, mit Jod angereichertes<br />

Wasser<br />

Produkte<br />

• Bio-Jod-Kapseln von ALSIROYAL<br />

• Kräuter-Meersalz Plus+ von BRECHT<br />

Aufgabe im Körper<br />

Kalzium stärkt Knochen und Zähne. Diese dienen als<br />

Speicherort und werden angegriffen, sobald mehr<br />

verbraucht wird, als im Blut verfügbar ist. Kalzium<br />

spielt eine entscheidende Rolle bei der Weiterleitung<br />

von Reizen und der Muskelkontraktion.<br />

Vorkommen<br />

Milch und Käse sind klassische Kalziumlieferanten.<br />

Kalzium ist auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten,<br />

wird aus ihnen nur weniger gut resorbiert.<br />

Hierfür sind Begleitstoffe pflanzlicher Lebensmittel<br />

verantwortlich, die die Aufnahme von Kalzium einschränken:<br />

Oxalsäure in Spinat und Rhabarber, Phytat<br />

in Getreide, Hülsenfrüchten und Nüssen.<br />

In der veganen Ernährung<br />

<strong>Vegan</strong>er ernähren sich durch einen hohen Anteil<br />

an Gemüse sehr basisch. Die starke Säurelast, die<br />

durch tierisches Protein entsteht, muss nicht aus den<br />

körpereigenen Kalzium-Vorräten gepuffert werden.<br />

Kalzium wird dadurch weniger stark verbraucht.<br />

Trotzdem wichtig: Grünes Gemüse, wie Chinakohl,<br />

Brokkoli und Grünkohl sowie Mandeln und Sesam<br />

essen. Hier ist die Verfügbarkeit des Kalzium relativ<br />

hoch. Dazu Pflanzendrinks mit Kalzium und kalziumreiches<br />

Mineralwasser (ab 150 mg/l) trinken.<br />

Lebensmittel<br />

Amaranth, Grünkohl, Löwenzahn, getrocknete Feigen,<br />

Mohn, Sesam, Mandeln, Chia-Samen, Tofu<br />

Produkte<br />

• Grandelat Calcium 800 von Dr. GRANDEL<br />

• Feige-Pflaume Fruchtwürfel von SANATURA<br />

Alles Käse - ohne Käse?<br />

• Knochen-Aktiv von SALUS<br />

Wer herzhaft überbackene Gerichte<br />

liebt, der rührt Hefeflocken von DR. RITTER in<br />

Cashewmus von LIHN, gibt die Masse über Gemüse oder Kartoffeln –<br />

und ab in den Ofen. Fürs Brot gibt es leckere Alternativen in Scheibenform:<br />

wie Salami, wie Lyoner oder wie Frischkäse, alles von HEIRLER. Auch<br />

Brotzeit von TARTEX macht als herzhafter Aufstrich eine gute Figur. Tipp: mit<br />

etwas Wasser in die Gemüsepfanne geben und fertig ist die Sauce.


Versorgungsmangel?<br />

So haben Sie wichtige Nährstoffe im Griff<br />

Omega 3<br />

Selen<br />

Vitamin B12<br />

Vitamin D<br />

Aufgabe im Körper<br />

Omega-3-Fettsäuren beeinflussen das Immunsystem,<br />

die Gehirnentwicklung, versorgen Gelenke mit<br />

Schmierstoffen, wirken entzündungshemmend und<br />

positiv auf die Blutfettwerte.<br />

Vorkommen<br />

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-3<br />

und Omega-6-Fettsäuren sind essenziell und müssen<br />

dem Körper zugeführt werden. Wichtig hierbei: das<br />

Verhältnis der Linolsäure zur Alpha Linolensäure. Nur<br />

wenn dieses mit 5:1 in der Nahrung vorhanden ist,<br />

kann der Körper die Fettsäuren weiter zu den Fettsäuren<br />

DHA und EPA umbauen. Ein falsches Verhältnis<br />

erzeugt hingegen entzündungsfördernde Stoffe.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Gerade eine vegane Ernährung weist durch den<br />

hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren (Olivenöl,<br />

Sonnenblumenöl) ein Verhältnis von bis zu 20:1 auf.<br />

Deshalb ist es wichtig, die Aufnahme von Omega-3<br />

Fettsäuren zu erhöhen. So werden 2–4 g Alpha-Linolensäure<br />

pro Tag empfohlen (etwa in 30 g Walnüssen<br />

oder 1 EL Leinöl). Leinöl, das mit der Fettsäure DHA<br />

aus Algen angereichert ist, kann bei Schwangeren<br />

und Stillenden zusätzlich sinnvoll sein.<br />

Lebensmittel<br />

Leinöl, Hanfsamen, Chia-Samen, Leinsaat, Avocado<br />

Produkte<br />

• Leinöl von FAUSER VITAQUELL<br />

• Omega-3-DHA Öl von FAUSER VITAQUELL<br />

• Chia-Öl von HÜBNER<br />

• Hanfsamen von HOLO<br />

Aufgabe im Körper<br />

Selen ist als Bestandteil verschiedener Enzyme wichtig<br />

für den Zellschutz und die Zellteilung. Es unterstützt<br />

das Immunsystem, hilft bei der Entgiftung und<br />

schützt die Leber.<br />

Vorkommen<br />

Der Selengehalt in Getreide und Gemüse schwankt<br />

stark je nach dem Vorkommen im Boden und ist in<br />

Deutschland relativ gering. Fleisch, Fisch und Eier liefern<br />

in einer Mischkost ausreichend Selen, denn das<br />

Futter der Tiere wird oft angereichert.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Bevor Gemüse und Obst aus den USA verzehrt<br />

wird (dort sind die Böden viel reicher an Selen),<br />

bieten sich für <strong>Vegan</strong>er Paranüsse an. Sie stammen<br />

aus tropischen Regionen mit selenreichen<br />

Böden. Zehn Paranüsse pro Woche decken bereits<br />

den Bedarf. Sie sind ein toller Snack für zwischendurch<br />

oder schmecken gehackt ins Müsli<br />

gestreut. Wer sie nicht essen will oder kann, sollte<br />

auf jeden Fall ein Nahrungsergänzungsmittel<br />

einnehmen.<br />

Lebensmittel<br />

Paranüsse, in geringen Mengen in Hülsenfrüchten,<br />

Steinpilzen, Rosenkohl<br />

Produkte<br />

• Paranüsse von HOLO<br />

• Viel Vitamin A-Z von ALSIROYAL<br />

• Selen plus Vitamin A und E<br />

von BAKANASAN<br />

Aufgabe im Körper<br />

Vitamin B12 spielt eine zentrale Rolle für die Zellteilung,<br />

die Bildung von DNA und die Bildung des roten<br />

Blutfarbstoffes Hämoglobin.<br />

Vorkommen<br />

Pflanzen bilden kein B12. Fleisch, Fisch, Innereien<br />

und Milchprodukte enthalten es reichlich. Für<br />

das B12 aus Algen gilt: es ist nicht belegt, dass<br />

der Körper diese Form verwerten kann. B12 aus<br />

Spirulina-Algen kann gar nicht verwertet werden.<br />

Milchsäurebakterien produzieren B12, deshalb werden<br />

vergorene Produkte, wie Sauerkraut und Most<br />

als günstige Lebensmittel angegeben. Die Mengen<br />

reichen allerdings nicht, um den Bedarf zu decken.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Vitamin B12 ist der klassische Mangelnährstoff eines<br />

<strong>Vegan</strong>ers. Aber keine Angst: Es wird in Leber und<br />

Muskulatur gespeichert und der Körper kann Durststrecken<br />

überbrücken. Nahrungsergänzungsmittel<br />

werden empfohlen! Buchweizenkeimpulver enthält<br />

über das Nährmedium auf dem der Weizen keimt,<br />

nachweislich eine Form B12, die vom Körper aufgenommen<br />

wird. Eine Messerspitze am Tag reicht.<br />

Alternativ Zahnpasta oder Mundwasser mit Vitamin<br />

B12 Zusatz verwenden. Die Wirksamkeit ist belegt.<br />

Lebensmittel<br />

Auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen!<br />

Produkte<br />

• Buchweizenkeimpulver von RAAB VITALFOOD<br />

• Dental Med Zahncreme B12 von SANTE<br />

• Dental Med Mundspülung Bio Minze & B12 mit<br />

Fluorid von SANTE<br />

Aufgabe im Körper<br />

Vitamin D ist für die Verwertung von Kalzium entscheidend.<br />

Zudem regt Vitamin D Zellen an, Knochen<br />

aufzubauen und unterstützt das Immunsystem. Es<br />

bestimmt den Blutdruck und reguliert die Insulinausschüttung.<br />

Vorkommen<br />

Vitamin D wird hauptsächlich in der Haut unter Einfluss<br />

von UVB-Strahlung aus Sonnenlicht gebildet.<br />

In Deutschland reicht die Sonnenstrahlung zwischen<br />

Oktober und März nicht für eine ausreichende Eigensynthese<br />

aus. Jedoch finden wir in einigen Lebensmitteln<br />

geringe Dosen: Lebertran, fettreicher Fisch,<br />

Eier, Avocado oder Wildpilze. 2–4 Mikrogramm können<br />

so täglich aufgenommen werden. Empfohlen<br />

werden allerdings 20 Mikrogramm am Tag.<br />

In der veganen Ernährung<br />

Studien zeigen einen geringeren Versorgungsstand<br />

bei veganer Ernährung, als bei Menschen, die sich<br />

gemischt ernähren. Egal, welche Ernährungsform, es<br />

gilt: So oft, wie möglich in die Sonne. Gesicht, Arme,<br />

Beine zwei bis dreimal pro Woche zwischen 10 und 15<br />

Uhr 5 bis 15 Minuten in die Sonne halten. Gerade in<br />

den Wintermonaten gehören Nahrungsergänzungen<br />

mit veganem Vitamin D2 aus Hefe oder angereicherte<br />

Lebensmittel wie Säfte auf den Speiseplan.<br />

Lebensmittel<br />

Sonne, Pilze, Avocado<br />

Produkte<br />

• <strong>Vegan</strong> Extra von RABENHORST<br />

• Vitamin D2 1000 vegan von Salus<br />

• Veggie Plus von ALSIROYAL<br />

<strong>Vegan</strong> braten<br />

Auch herzhafte Speisen sind vegan ein wahrer Hochgenuss. In Sojasauce eingelegten<br />

Tofu, Seitanstreifen oder Tempeh-Scheiben mit Zwiebeln scharf anbraten. Aus dem Sud<br />

wird mit Soja Dream von FAUSER VITAQUELL eine helle Sauce. Zum Abbinden eignet<br />

sich Bindobin von TARTEX, Guarkernmehl oder Pfeilwurzelstärke von NATURA. Alternativ<br />

Saucen mit Cashewmus oder Mandelmus von LIHN cremig rühren.<br />

<strong>Vegan</strong> backen<br />

Kuchen und Gebäck werden auch ohne Butter und Ei fluffig. Statt 100 g Butter einfach vegane<br />

Margarine, wie Vitasieg von FAUSER VITAQUELL oder 80 ml Pflanzenöl verwenden. Ein Ei im Kuchen<br />

kann durch zwei gehäufte Teelöffel Ei-Ersatz von NATURA und 30 ml Wasser ersetzt werden.<br />

Plätzchen oder Brot werden durch Leinsamen oder Chiasamen zusammen gehalten.


Das Karma-Meter<br />

Für Tier, mensch und Umwelt – Sechs Karma-Punkte, die Sie sich mit einer<br />

veganen Ernährung sichern:<br />

Emissionen minimieren<br />

Wer sich rein pflanzlich ernährt, trägt dazu bei,<br />

dass weniger CO 2 produziert wird. So werden<br />

Umwelt und Natur geschützt. Ein <strong>Vegan</strong>er verursacht<br />

durch seine Ernährung 825 kg CO 2-<br />

Emissionen pro Jahr. Ein „Alles-Esser“ mit dem<br />

Genuss von Fleisch, Milch und Eiern hingegen<br />

ganze 1.314 kg. Grund: Die Produktion pflanzlicher<br />

Lebensmittel verbraucht weniger Energie<br />

als die Herstellung von Milch, Butter oder einem<br />

Stück Fleisch. Waldrodung für Futtermittelanbau<br />

und Weideflächen, Transport und Emissionen der<br />

Tiere fallen weg.<br />

Ethisch korrekt handeln<br />

Wer vegan lebt, hat keine Lebewesen auf dem<br />

Gewissen. Pro Jahr werden in Deutschland 750<br />

Millionen Tiere getötet, um die Fleisch-Esser mit<br />

Steak, Schnitzel und Co. zu versorgen.<br />

Vegetarische<br />

Unternehmen unterstützen<br />

Wer beim Kauf von veganem Aufschnitt oder<br />

Salaten auf vegetarische Bio-Unternehmen<br />

setzt, unterstützt ausschließlich tierfreundliche<br />

Produktionswege. Dabei werden keine Kälber<br />

oder Schweine gemästet und getötet. Durch<br />

den Kauf konventioneller Produkte von<br />

großen Fleischproduzenten wird hingegen<br />

indirekt die Massentierhaltung<br />

unterstützt.<br />

Go vegan<br />

Vita Nova – Entdecken, was gut tut<br />

Tierisches Leben<br />

Kälbchen auf der grünen Wiese und die Sau,<br />

die sich im Matsch in der Sonne suhlt. So<br />

ein Leben wünscht sich der ethisch motivierte<br />

<strong>Vegan</strong>er für unsere Mitlebewesen. Die<br />

Realität sieht anders aus: Die meisten Tiere<br />

leben in sogenannter Intensiv-Tierhaltung.<br />

Aus ihr stammen 98 Prozent der deutschen<br />

Fleischprodukte. Dabei werden tausende<br />

von Tieren auf engstem Raum eingesperrt,<br />

gequält und letztendlich getötet.<br />

Essen für alle<br />

Weltweit hungern 800 Millionen Menschen,<br />

obwohl die gesamte Weltbevölkerung mit<br />

den jetzigen Ernten mit 2700 kcal täglich<br />

versorgt werden könnte, wenn sich alle<br />

Menschen rein pflanzlich ernähren würden.<br />

Hintergrund: 36 Prozent der erzeugten<br />

Kalorien werden derzeit an Nutztiere<br />

verfüttert. Davon bleiben für den Menschen<br />

durch Fleisch, Milch und Eier aber nur noch<br />

12 Prozent der Kalorien über. Bei einer rein<br />

pflanzlichen Produktionskette wäre also<br />

theoretisch mehr Energie für alle da...<br />

Küken picken lassen<br />

Mit gutem Gewissen aufs Frühstücksei verzichten<br />

und tausenden Küken das Leben<br />

schenken: Jedes Jahr tötet die Eierindustrie<br />

50 Millionen Küken, weil sie männlich<br />

geschlüpft und in der falschen Zuchtlinie<br />

geboren worden sind. Nämlich nicht in<br />

der, in der Legehühner erwünscht sind, die<br />

viele Eier legen. Da männliche<br />

Küken dies nicht können,<br />

werden sie vergast<br />

oder geschreddert.<br />

© VITA NOVA Reformhäuser GmbH, Oberhausen, 1. Auflage 2016. Redaktion: Juliane Marks, Sven Bürgel; Grafik: Katrin Thalheim.<br />

Fotos: © fotolia.com – dizolator, dvoriankin, Guz Anna, JungleOutThere, lenkaserbina, Lukas Gojda, maconga, Marco Mayer, nataliahubbert,<br />

Neyro, Olga Serova, Ruth Black, sarsmis, Scisetti Alfio, tulpahn, vikeriya, wakatdesign, Xavier, yurumi, Zerbor.<br />

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