DAV Nord Protokoll vom 05-05-2018 Wilhelmshaven

luebeckerweg

Protokoll

der Mitgliederversammlung

des Landesverbandes Nord für Bergsport des DAV e. V.

am 05.05.2018

Ort:

Beginn:

Ende:

Teilnehmer:

Wilhelmshaven, Wattenmeer-Besucherzentrum

09: Uhr

16:35 Uhr

siehe Teilnehmerliste im Anhang

TOP 1:

Eröffnung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und

Genehmigung der Tagesordnung

Die Vorsitzende, Barbara Ernst, begrüßt die Anwesenden, insbesondere Hanspeter Mair als Vertreter

der Bundesgeschäftsstelle, Beate Lippert, Vorsitzende der Sektion Lippe-Detmold, Wiebke Fleck, Landesjugendleiterin,

sowie Hans-Jürgen Marcus, neuer 1. Vorsitzender der Sektion Hildesheim.

Von 17 Sektionen ist Kattowitz und von den drei Mitgliedsvereinen sind Climbing up und TSV Föhrste

nicht anwesend. Die ordnungsgemäße Einladung ist am 27.03.2018 erfolgt.

Stellvertretend für alle verstorbenen Mitglieder wird Dirk Freye, Ehrenvorsitzender der Sektion

Hildesheim, erwähnt. Zu Ehren aller Verstorbenen erheben sich die Anwesenden zu einer Gedenkminute.

Der Vorsitzende der Sektion Wilhelmshaven, Dr. Rainer Pinnow, wird herzlich begrüßt. Er dankt

Barbara Ernst, begrüßt Hanspeter Mair und alle Anwesenden, erwähnt die Besonderheiten der Stadt

Wilhelmshaven und berichtet, dass sich der Sitz der Sektion Wilhelmshaven sowie der Klettertum in

Sande befinden. Nach Erläuterung des geplanten Tagesablaufs überreicht Rainer Pinnow an Richard

Goedeke ein Album über die Zeltplatzeröffnung am 16.07.1976 und die Jugendarbeit im Ith. Richard

Goedeke berichtet, dass er im Jahr 1976 als Landesjugendleiter und Gerd Pinnow, der Vater von

Rainer, mit einem Zuschuss in Höhe von 3.000 DM maßgeblich an der Einrichtung des Jugendzeltplatzes

beteiligt waren. Die aktuelle Landesjugendleiterin Wiebke Fleck bedankt sich ebenfalls für ein

noch immer pralles Leben an Pfingsten im Ith.

Die inzwischen erschienene Vize-Präsidentin Melanie Grimm wird von Barbara Ernst mit einem Dank

für die Vize-Präsidentschaft und die heutige Anwesenheit begrüßt.

Die vorgelegte Tagesordnung wird leicht verändert: TOP 10 a) „Betreuung der Klettergebiete“ wird

verschoben zu TOP 3 d) und TOP 10 b) „Antrag zur Anpassung des Budgets Ausbildung in der

Mehrjahresplanung 2019 - 2022“ wird verschoben zu TOP 3 c). Diese Tagesordnung wird einstimmig

angenommen.

TOP 2:

Genehmigung der Protokolle der Mitgliederversammlung am

10.06.2017 in Lübeck und am 21.10.2017 in Hannover

Zum Protokoll vom 10.06.2017 ergeht von Lars Aschenbrenner der Hinweis zu TOP 4 über den

Boulder-Club e. V. Braunschweig, dass das Grundstück, auf dem der Kletterturm steht, in privatem

Besitz ist und nicht die Stadt Braunschweig Grundeigentümer ist (Seite 4, letzter Absatz).

Beide Protokolle werden sodann einstimmig angenommen.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 2

TOP 3:

Bericht des Vorstands mit Aussprache

a) der Vorsitzenden und Stellvertreterin

Barbara Ernst weist darauf hin, dass alle Berichte am 18.04.2018 vorab versandt wurden und in der

Versammlung jeweils nur auf Schwerpunkte bzw. neueste Entwicklungen eingegangen wird. Deshalb

geht sie auch nur auf zwei wichtige Punkte ein:

Nach den zurückliegenden Problemen mit dem Landessportbund hat der DAV Nord inzwischen

wegen Olympia ein besseres Standing. Das gegenseitige Vertrauen ist gewachsen, die Zusammenarbeit

u. a. positiv. So erkennt der LSB neben unserem Sport auch unsere Aktivitäten in den Alpen an,

die nicht direkt sportlicher Natur sind. Die angestrebten Ausnahmeregelungen für den DAV und auch

den DLRG stehen kurz vor dem Abschluss, als Unterschriftstermin ist der 16.05.2018 anberaumt.

Auszug aus der Präambel:

„Der LSB und der DAV-Nord sind insbesondere an einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sportes

interessiert. Durch die Anerkennung der unterschiedlichen Interessenlagen wird der herausragenden

Stellung des LSB und den über den Sport hinaus reichenden Aufgaben des DAV-Nord, hier die starke

Ausrichtung auf den Natur- und Umweltschutz und insbesondere der Erhalt der Hütten und Wege in

den Alpen und in den Mittelgebirgen, Rechnung getragen.

Diese Vereinbarung soll Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit, ein vertrauensvolles Miteinander

und der Förderung des Sportes, insbesondere des Klettersportes in Niedersachsen sein.“

Weitere Regelungen:

Sämtliche Mitgliedsvereine/DAV-Sektionen des DAV-Nord, welche bis zum 18.11.2017 Mitglied des

LSB waren, bleiben dies.

Für die niedersächsischen DAV-Sektionen des DAV-Nord gilt eine modifizierte Mitgliederregelung, die

lediglich diejenigen Einzelpersonen berücksichtigt, die dem Sportbereich der jeweiligen Sektion zuzurechnen

sind.

Dem Sportbereich einer DAV-Sektion werden die folgenden Mitgliedergruppen zugerechnet:

die Abteilungen (Gruppen) der Sektion gemäß der Sektionssatzung

die Trainer/innen (Fachübungsleiter/innen)

der Sektionsvorstand

die Kletterer und Boulderer

In der anschließenden Diskussion plädiert Richard Goedeke für die Mitgliedschaft im LSB, da dieser

sich für den Erhalt von Klettergebieten einsetzt. Barbara Ernst erläutert, nur für die dem Sportbereich

zuzuordnenden Mitglieder, den meldepflichtigen Mitgliedern, ist von der Sektion der jeweilige

Mitgliedsbeitrag an den Sportbund zu entrichten. Danach können dann Förderungen oder andere

Leistungen des Sportbundes in Anspruch genommen werden. Für Sektionen besteht kein Zwang zum

Eintritt, außerdem gilt die Regelung nur für Sektionen in Niedersachsen. Jugendliche im Kader sollten

im LSB Mitglied sein. Axel Hake betont die sehr gute Zusammenarbeit mit dem LSB. Aus der Versammlung

ergehen mehrere Wortmeldungen, die sich für einen Eintritt in den LSB aussprechen. Die

Frage von Barbara Ernst an die Sektionsvertreter bezüglich der weiteren Zusammenarbeit mit dem

LSB wird einstimmig bejaht. Claudia Carl begrüßt die angestrebte Regelung, dass nur für die 20 % der

Mitglieder, die tatsächlich sportlich aktiv sind, Beiträge gezahlt werden sollen.

Als zweiten wichtigen Punkt informiert die Vorsitzende über den gegenwärtigen Stand bezüglich des

Klageverfahrens Bodensteiner Klippen. Das Gericht hat zwei Tage vor einem anberaumten Verhandlungstermin

festgestellt, dass der DAV Nord als Vertreter im Bereich Berg- bzw. Klettersport nicht

klagebefugt sei. Gleichwohl hat das Gericht eine Möglichkeit aufgezeigt, das Klageverfahren fortzusetzen.

Gemeinsam mit Klaus-Jürgen Gran, der sich bereits für eine Fortsetzung des Verfahrens ausgesprochen

hat, und der Kommission Recht des DAV wird geprüft, wie weiter verfahren werden soll.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 3

Axel Hake informiert, dass der Grundeigentümer das Kletterverbot wegen Waldbrandgefahr und

Zerstörung der Natur erwirken will; diese Argumente sind jedoch mit dem Betretensrecht nicht vereinbar.

Ein vertiefendes Gutachten zu den Auswirkungen des Kletterns in diesem Gebiet ist in Auftrag

gegeben. Die Vorsitzende äußert sich zum Fortgang optimistisch, nach weiteren Beratungen durch

die Rechtsabteilung wird der Vorstand eine Entscheidung fällen.

Die stellvertretende Vorsitzende, Verena Dylla, berichtet von einem positiven Gespräch mit dem

Hamburger Sportbund. Statt unserer angestrebten Mitgliedschaft als reguläres Mitglied, die aus formalen

Gründen abgelehnt wurde (u. a. kein Vereinssitz in Hamburg), brachte der Vorstandsvorsitzende

des HSB, Ralph Lehnert, unsere angestrebte Mitgliedschaft mit besonderer Aufgabenstellung

ins Spiel. Damit sind keine Zuschüsse und Stimmrecht möglich, aber immerhin ein Mitwirken in den

Gremien. Barbara Ernst sieht auch dieser Entwicklung positiv entgegen.

Weiter informiert Verena Dylla, dass auf der Homepage im Bereich Ausbildung nun Kurse eingestellt

sind, allerdings das Familienbergsteigen noch um detailliertere Informationen ergänzt werden

könnte. Generell bittet sie um Kommentare und Anregungen zur Verbesserung der Webseite. Diese

sollten an sie oder an Axel Hake gesandt werden. Axel Hake ergänzt, dass im Bereich Breitensport

eine Tabelle mit den Aktivitäten der Sektionen eingefügt ist. Er bittet die Sektionen um Überprüfung

der Richtigkeit und Feedback.

b) Referat für Leistungssport

In Vertretung für Klaus Prenner berichtet Thomas Wehmeyer von den Aktivitäten des vergangenen

Jahres und verweist insbesondere auf die sportlichen Erfolge, die Handlungsfelder des Referats und

den Beirat. Da Leistungssport zum DAV gehört, sollen langfristig in mehreren großen Städten

Leistungsstützpunkte eingerichtet werden, damit mehr Jugendliche in den Landeskader aufgenommen

werden können. Bei der Jugend ist ein großer Zulauf festzustellen, insbesondere bei den

norddeutschen Meisterschaften, an denen elf Sektionen beteiligt waren.

c) Referat für Ausbildung

Claudia Carl verweist auf ihren vorab versandten Bericht und auch auf die Informationen auf der

Homepage und gibt dazu einige Erläuterungen. Bei der Ausbildung ist ein leichter Rückgang bei den

alpinen Ausbildungsgängen zu verzeichnen. Ein Grund könnte die fehlende Anerkennung als Bildungsurlaub

sein, da diese Ausbildungen sehr zeitaufwändig sind. Bisher ist die Trainerausbildung

nur in Baden-Württemberg uneingeschränkt als Bildungsurlaub anerkannt. Für Niedersachsen hat

Claudia Carl die Anerkennung für die gängigsten Ausbildungskurse beantragt, diese wird vorläufig für

drei Jahre gelten.

Neben den im Bericht genannten Terminen wird auf die Sitzung der Bundesausbildungskommission

am 24.11.2018 verwiesen sowie auf die Veranstaltung „Halls und Walls“ am 23. und 24.11.2018 in

Nürnberg.

In der anschließenden Diskussion wird bemängelt, dass Tourenbücher von Aspiranten für die alpinen

Ausbildungslehrgänge oft nicht anerkannt werden. Das Anmeldeverfahren zu Kursen wird ebenfalls

kritisiert. Ferner wird angeregt, die Ausbildungsinhalte zu straffen, da drei Kurse zeitlich kaum

leistbar sind. Außerdem wird angemerkt, dass für leichte Klettersteige eine so hohe Qualifikation, wie

die Ausbildung als Trainer C Bergsteigen momentan beinhaltet, nicht erforderlich sei.

Der Antrag der Landesausbildungsreferentin an den Bundesverband zur Anpassung des Ausbildungsbudgets

in der Mehrjahresplanung 2019 – 2022 wird erörtert. Der Antrag wird damit begründet, dass

in den letzten drei Jahren das Budget für die Ausbildung nicht mehr erhöht wurde. Es wird jetzt eine

deutliche Steigerung auch angesichts der Steigerung der Mitgliederzahlen gefordert. Eine weitere

Erhöhung der Teilnehmergebühr, um die steigenden Kosten für die Ausbildung aufzufangen (wie

momentan praktiziert), ist nicht mehr möglich. Es wird noch angemerkt, dass das Budget in anderen

Bereichen in den letzten Jahren immer erhöht wurde, jedoch nicht für die Ausbildung. Die Befragung

nach Unterstützung des Antrags ergibt etliche Zustimmungen. Da die Antragsfrist noch nicht abgelaufen

ist (bis zum 15.05.), regt Barbara Ernst an, dass die betroffenen Sektionen einen gemeinsamen

Antrag formulieren. Den Austausch via E-Mail wird Claudia Carl organisieren.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 4

Da in der Mehrjahresplanung jeweils drei bis vier Schwerpunkte gesetzt werden, sei eine Rückmeldung

aus den Sektionen sehr wichtig, ergänzt Barbara Ernst. Melanie Grimm erläutert, dass die

Vorarbeit zur Mehrjahresplanung immens sei und im Frühjahr beginnt, mit den Sektionenvertretern

diskutiert und auf der Hauptversammlung 2019 verabschiedet wird.

d) Referat für Bergsport und Naturschutz

Axel Hake verweist ebenfalls auf seinen Bericht und geht kurz auf die aktuellen Entwicklungen ein.

Besonders hebt er die Ziele für 2018 hervor, vor allem eine Kooperationserklärung mit dem Dachverband

der privaten Waldbesitzer in Niedersachsen und die Anerkennung des DAV Nord als Naturschutzverband,

ferner betont er die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und

strebt auch eine Zusammenarbeit mit lokalen Tourismusverbänden an.

Der Bereich Naturschutz wird derzeit ehrenamtlich durch Richard Goedeke mitbetreut. Er betont,

dass die Kontakte zu anderen Naturschutzverbänden ausgebaut werden müssen. Seine Begleitung sei

aus Altersgründen begrenzt, deshalb bittet er die Versammlung um Unterstützung.

Barbara Ernst ergänzt, dass zur Unterstützung von Axel Hake ein/e ehrenamtliche/r Mitarbeiter/in

gesucht wird. Sie appelliert an die Sektionsvorsitzenden, in ihren Sektionen Ausschau nach einer

geeigneten Person zu halten. Eine Aufgabenbeschreibung wird an die Sektionen versandt.

Axel Hake verweist nun auf den Antrag zur Gebietsbetreuung und bittet die Delegierten um ihr

Stimmungsbild. Aus zeitlichen Gründen soll der Vorschlag zur Beschlussfassung in der Pause umformuliert

und später der Versammlung vorgetragen werden. Axel Hake bekräftigt die gute Zusammenarbeit

mit der IG Klettern und hält einen Kooperationsvertrag für sinnvoll, bisher habe es nur

unverbindliche Absprachen gegeben.

e) Jugend

Die Landesjugendleiterin Wiebke Fleck verweist auf ihren Bericht und informiert über Termine:

18.05. – 21.05.2018 Ith – Pfingstcamp: Klettern und Wegebau

29.07. – 04.08.2018 Bad Hindelang: Jugendgruppenwoche in der Jugendbildungsstätte JuBi – noch

freie Plätze

21.09. – 23.09.2018 Würzburg: Jugendreferenttagung

- Umsetzung Mustersektionsjugendordnung MSJO („zum Thema Heft“ MSJO

neu erschienen

- Umsetzung Gemeine Erziehungs- und Bildungsziele (GEBZ)

- Zuschüsse und Finanzen

28.09. – 30.09.2018 Bad Hindelang: JDAV Standplatz – Jugendbildungsstätte JuBi

- Neues Format zum Austausch auch für Gruppenleiter*innen ohne Jugendleitermarke

23.02.2019 Hamburg: Landesjugendleitertagung

07.06. – 10.06.2019 Ith – Pfingstcamp: Klettern und Wegebau

Axel Hake berichtet auf Nachfrage, dass die Struktur der Zeltplatzbetreuung des Jugendzeltplatzes Ith

funktioniert, allerdings werden Personen für die Betreuung gesucht. Wiebke Fleck ergänzt, dass ein

Flyer für Werbung in Arbeit ist. Ferner bittet Axel Hake darum, dass sich Gruppen vorab anmelden

sollen.

Wiebe Fleck informiert, dass Jugendreferent*innen an den Dachverband gemeldet werden müssen.

Die E-Mail-Verteilerliste der Jugendreferent*innen im JDAV Nord ist dann automatisch aktuell.

TOP 4: Weitere Berichte mit Aussprache

a) Vortragswesen

Der Vorstand des DAV Nord hat auf seiner letzten Sitzung im Februar Thomas Schmidt von der

Sektion Braunschweig als Projektleiter für das Vortragswesen für zwei Jahre bestellt. Der Vorstand

hat gemäß Satzung die Möglichkeit, Personen mit besonderen Aufgaben zu betrauen.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 5

Thomas Schmidt berichtet von seinen Aktivitäten und stellt das Ergebnis vor, siehe Anhang TOP 4a.

Melanie Grimm hat Bedenken, dass sich mit dem derzeitigen Programm junge Menschen nicht

angesprochen fühlen. Sie schlägt daher die Kontaktaufnahme zum Landesverband NRW vor, zum

Beispiel mit Kalle Kubatschka von der Sektion Köln.

b) Familiengruppen

Im Nachtrag wird hier der kurze schriftliche Bericht von Peter Annuth, Beauftragter für Familien,

eingefügt:

Die geplante Fortbildung für Familiengruppenleiter der Sektionen Nord und Ost am 14. – 16. September

2018 zum Thema „Outdoor-Erlebnis mit Familien“ musste leider absagt werden. Vorbereitet

war eine Veranstaltung mit Jens und Christiane Werchau vom Bundeslehrteam in/an einer Hütte in

Oderbrück/Harz. Bei einer Ortsbegehung stellte sich heraus, dass die Umgebung für diese Veranstaltung

nicht geeignet sei. Ein anderer Veranstaltungsort konnte kurzfritstig nicht mehr gefunden

werden. Für 2019 wird ein neuer Termin abgestimmt und ein anderer Veranstaltungsort reserviert.

Bei der letzten Kommissionssitzung wurde das anstehende Jubiläum der Kommission Familienbergsteigen

2019 thematisiert:

- Wie ist die Kommission entstanden?

- Wo stehen wir heute?

- Wie sieht die weitere Entwicklung und die Unterstützung der Familiengruppenleiter in den Sektionen

aus?

c) Naturschutz Alpen & Sprecher ArGe THW

Karl-Heinz Hesse verweist auf seinen vorab versandten Bericht und betont die vorerst positive Entwicklung

am Riedberger Horn. Die bayrische Landesregierung hat auf die Erschließungspläne verzichtet

und bietet den umliegenden Gemeinden stattdessen 20 Mio. Euro für die Entwicklung des

naturnahen Tourismus an. Er bittet um Teilnahme an der am 30.06.2018 in Malta stattfindenden

Tagung zum Tauern Höhenweg und berichtet, dass in diesem Jahr drei neue Bergsteigerdörfer

ernannt werden.

TOP 5:

Bericht aus München

DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm von der Sektion Osnabrück freut sich, das erste Mal seit ihrem

Amtsantritt vor dreieinhalb Jahren auf der eigenen Tagung ihres Landesverbandes zu sein.

Hanspeter Mair überbringt Grüße von der Geschäftsleitung und informiert vom EuG-Verfahren, das

das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin bestätigt, dass die Förderung von DAV-Kletterhallen

zulässig ist.

Melanie Grimm geht auf die Digitalisierungsoffensive ein. Sollte auf der HV in Bielefeld ein Beschluss

hierzu ergehen, startet das Großprojekt, das in 2020 abgeschlossen werden soll.

Ferner informiert sie über das neue DAVintern (DAVi), das ab Oktober 2018 den bisherigen Zugang zu

Vereinsintern und das Handbuch sowie andere Informationen zu einem Portal zusammenführt, das

nur noch über personalisierte Zugänge erreicht werden kann.

Hanspeter Mair verweist auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die am 25.05.2018 in Kraft

tritt.

Am 02.03.2018 fand ein Forum zum Thema Mountainbike und Umwelt statt. Ab Mitte Juni soll ein

Sachbearbeiter mit halber Stelle diese Belange koordinieren.

Die im Zusammenhang mit den Bauplänen am Riedberger Horn geplante Änderung des Alpenplans

ist zunächst ausgesetzt, dies auf massiven Druck der Umweltverbände. Die betroffenen Gemeinden

wurden mit finanziellen Mitteln für die Weiterentwicklung ihrer touristischen Infrastruktur ruhig

gestellt.

Die Kampagne „natürlich Klettern“ ist letzte Woche in Nürnberg gestartet.

Das Online-Reservierungssystem auf Hütten erfuhr ein positives Feedback, die Bezahlung mit

Kreditkarte ist in der Testphase und soll Mitte Mai an den Start gehen.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 6

Für unkundige Gäste auf Hütten wurden neue Schilder entwickelt, die mit einem Augenzwingern auf

ein richtiges Verhalten hinweisen. Diese können als Karten bei Miriam Roth in der BGS angefordert

werden.

Melanie Grimm gibt die neue Ausstellung im Alpinen Museum „gerade wild. Alpenflüsse“ mit

umfangreichem Begleitprogramm bekannt.

Weiter informiert sie über die Gründung eines Fördervereins für das Museum am 19.09.2018. Hierfür

wurde eine Arbeitsgemeinschaft mit Ludwig Wucherpfenning, Friederike Kaiser und ihr selbst

gebildet. Mitglieder können sowohl einzelne Personen als auch Sektionen werden. Ziele sind eine

bessere Bindung der Mitglieder, das Einwerben von Finanzmitteln und politische Argumente für

Fördermaßnahmen.

Ferner berichtet Melanie Grimm über das 150-Jahr-Jubiläum. Hierzu wurde der bisherige Slogan

ergänzt: „Wir lieben die Berge. Seit 1869“. Das neu kreierte Logo wird auf Alpenverein intern zur

Verfügung gestellt, soll aber erst ab dem vierten Quartal benutzt werden. Ab Januar 2019 startet eine

Jubiläums-Filmtour, am 15. und 16.02.2019 gibt es in Leipzig eine Werkstatt, am 11. und 12.05.2019

wird auf der Prater-Insel die Jubiläums-Ausstellung eröffnet und am 05.06.2019 findet in Berlin ein

Parlamentarischer Abend statt. Die Hauptversammlung in München wird im Jubiläumsjahr einen

anderen Charakter haben. Am Freitag findet im Löwenbräukeller ein Festakt mit Festreden statt, die

Arbeitstagung wird nur am Samstag in der kleinen Olympiahalle in gekürzter Form durchgeführt.

Wegen der zeitintensiven Mehrjahresplanung bittet sie die Sektionen, sich mit Anträgen zurückzuhalten.

Zum Bericht aus München wird auf Anlage TOP 5 verwiesen.

TOP 6: Bericht des Schatzmeisters zum Haushalt 2017

Jürgen Müller erläutert den Kassenbericht des vergangenen Jahres, siehe hierzu die Dateien im

Anhang zu TOP 6.

TOP 7:

Bericht des Rechnungsprüfers

Gerhard Meurer von der Sektion Wilhelmshaven hat am 04.05.2018 die Kasse geprüft. Hierbei

wurden alle Belege mit den Kontoauszügen und dem Journal verglichen und keine Unstimmigkeiten

festgestellt. Er bestätigt eine einwandfreie Kassenführung.

TOP 8:

Entlastung des Vorstands

Gerhard Meurer beantragt die Entlastung des Schatzmeisters sowie des gesamten Vorstands. Der

Antrag wird von der Versammlung einstimmig angenommen.

Nachtrag zu TOP 3d)

Barbara Ernst verweist auf die Aufteilung und auf die neue Formulierung zur Betreuung der niedersächsischen

Klettergebiete.

Bisherige Aufteilung der Betreuungsgebiete (Stand Dezember 2017):

Gebiet Betreuungsverein Betreuer

Nördlicher Ith

Sektion Hameln

IG Klettern

Reinhardt Arndt

Karsten Graf

Mittlerer Ith

IG Klettern

Sektion DAV ?

Markus Hutter

Oliver Hartmann

Südlicher Ith

IG Klettern

Daniel Dammeier

Sektion DAV ?

Kanstein

Sektion Hannover

IG Klettern

Claudia Carl

Roswitha Walde-Johannes


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 7

Wesergebirge und Süntel

Nördlicher Selter

Westharz und Hainberg

Sektion Hamburg und Niederelbe

IG Klettern

Alpinclub Hannover

IG Klettern

Sektionen Braunschweig, Goslar

IG Klettern

Reinhardt Arndt

Wilfried Haaks

Christian Asholt

Arne Grage

Richard Goedeke, Johannes

Schlatow, Axel Hake, Stephan

Reinecke, Stefan Bernert

vakant

Südharz

Sektion Göttingen

IG Klettern

Göttinger Wald Sektion Göttingen Ingo Simon

Ansgar Weingarten

Die Betreuung von Brunkenser Klippen, Dögeroder Klippen und Solling wird derzeit fallweise von IG

Klettern und DAV Landesverband übernommen.

„Empfehlung des Landesverbandes

Die Versammlung empfiehlt die o. g. Aufteilung der Betreuung der niedersächsischen Klettergebiete.

Die Sektionen mögen die Betreuung der entsprechenden Gebiete in ihren Vorständen beschließen.

Weitere Sektionen können sich in Absprache mit der betreuenden Sektion an der Betreuung bestehender

oder neu erschlossener Gebiete beteiligen. Dies geschieht durch formlose Absichtserklärung

an den LV Nord nach Beschluss im jeweiligen Sektionsvorstand.

Die Übernahme oder das Ausscheiden aus der Betreuungsverantwortung bzw. andere Änderungen

werden in den Medien des LV Nord veröffentlicht und den Sektionen und der IG Klettern Niedersachsen

mitgeteilt.“

Die Anwesenden sprechen sich einstimmig für diese Formulierung aus.

TOP 9:

Wahl des Vertreters der Landesjugendleitung in den Vorstand des

Landesverbandes

Gemäß § 9 unserer Satzung gehört ein Vertreter der Landesjugendleitung Nord zum Vorstand und ist

auf Vorschlag der Landesjugendleitung von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren

zu wählen. Vorgeschlagen ist Wiebke Fleck, die Wahl erfolgt einstimmig.

TOP 10: Anträge der Sektion Bremen zur Erhöhung der Hüttenumlage,

Einführung einer Abgabe für die Arbeitsgebiete Alpen und Erhöhung

des Mindestmitgliedsbeitrags

Manfred Gangkofer, 1. Vorsitzender der Sektion Bremen, erläutert die Anträge (Anlage TOP 10).

Insbesondere die beiden ersten Anträge werden lebhaft diskutiert. Die Einführung der Hüttenumlage

wurde 1985 beschlossen und 2006 auf derzeit 4,00 Euro für A-Mitglieder bzw. 2,00 Euro für B- und D-

Mitglieder erhöht. Die hüttenbesitzenden Sektionen schließen sich zum großen Teil den Argumenten

von Bremen an. Allerdings wird auch angeregt, statt höherer Beiträge den Standard und somit die

Kosten zu senken. Ferner wird die Trennung der drei Anträge angeregt. Die Erhöhung des Mindestmitgliedsbeitrags

findet kaum Anklang.

Barbara Ernst plädiert für eine vertrauensvolle Diskussion. Die guten Argumente und Anregungen will

sie in die kommende Verbandsratsitzung nach München mitnehmen. So sind z. B. durch den Rückgang

des Permafrostes erheblich mehr Anstrengungen für die Sicherung der Wege und der Hütten

erforderlich; auch die Anfahrt der Ehrenamtlichen für vemehrt erforderliche Arbeitseinsätze ist

kostenintensiv. Das Thema wird im Rahmen der Vorbereitung der Hauptversammlung in Bielefeld mit

Sicherheit erneut in unserer Herbsttagung auf der Tagesordnung stehen und diskutiert werden.


Protokoll vom 05.05.2018 Seite 8

TOP 11: Haushaltsvoranschlag für 2018

Jürgen Müller weist zunächst darauf hin, dass bei den Sektionen statt 1,75 Euro bisher nur 1,25 Euro

abgebucht wurden. Sodann stellt er den Haushaltsvoranschlag für 2018 vor und erläutert einzelne

Positionen. Den Einnahmen in Höhe von ca. 130.000 Euro stehen Ausgaben in Höhe von ca. 127.500

Euro entgegen, so dass mit einem Überschuss in Höhe von ca. 2.500 Euro gerechnet werden kann.

Siehe hierzu Anhang TOP 11.

Aus der Versammlung wird die Frage nach Außerordentlichen Mitgliedern gestellt. Barbara Ernst

informiert, dass es sich hierbei um die Vereine Boulder e.V., Climbing up e.V. und TSV Föhrste e.V.

handelt, die Mitglieder unseres Verbandes sind und die jeweils eine Pauschale in Höhe von 100 Euro

bezahlen.

Der Haushaltsvoranschlag wird von der Versammlung einstimmig beschlossen.

TOP 12: Termine

Barbara Ernst informiert über folgende Termine, die auch auf der Homepage einsehbar sind:

09.06.2018 Junior Jam-Finale in Braunschweig im Greifhaus

30.06.2018 Tauern Höhenweg in Malta

17.08.2018 IFSC Climbing World Cup Bouldern im Olympiastadion München

28./29.09.2018 Bundesfachtagung Ausbildungsreferent(inn)en in Frankfurt

28./29.09.2018 Naturschutztagung in Dresden

20.10.2018 Kleiner Verbandstag in Hannover

02./03.11.2018 Hauptversammlung in Bielefeld

04.11.2018 Vortragswartetreffen in Hildesheim

10.11.2018 Treffen der Ausbildungsreferent(inn)en LV Nord in Hannover

23./24.11.2018 Halls und Walls in Nürnberg

24.11.2018 Sitzung der Bundesausbildungskommission

15./19.02.2019 Zukunftswerkstatt in Leipzig

23.02.2019 Landesjugendleiter-Tagung

27./28.04.2019 Großer Verbandstag in Göttingen

21.09.2019 Kleiner Verbandstag n Hannover

25./26.10.2019 Hauptversammlung in München, 150 Jahre DAV

Das Treffen der am Naturschutz Interssierten findet in 2018 nicht statt.

TOP 13: Verschiedenes

Aus der Versammlung wird kritisch angemerkt, dass aus München zu viel Papier versandt wird.

Melanie Grimm verweist auf das Jahrbuch 2019 mit dem Schwerpunkt „Ankogel und Hochalmspitze“

– Arbeitsgebiete und Hütten norddeutscher Sektionen, das im Oktober 2018 erscheint.

Barbara Ernst bittet eindringlich darum, dass sich die Sektionen künftig zeitnäher zu den

Tagungen oder anderen Veranstaltungen anmelden und auch auf Anfragen kurzfristiger

reagieren.

Zum Abschluss richtet sie einen herzlichen Dank an die Damen der Sektion Wilhelmshaven für die

Organisation der Tagung, wünscht allen eine gute Heimfahrt und beendet die Versammlung um

16:35 Uhr.

Wilhelmshaven, 05.05.2018 ____________________ ____________________

Rosi Gerlich

Barbara Ernst

(Schriftführerin)

(1. Vorsitzende)

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