Taxi Times München - November 2018

taxitimes

NOVEMBER 2018 3,50 €

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MÜNCHEN

MÜNCHNER TAXI-DEMO

BITS UND BYTES

TRAGEN KEINE KOFFER

PRIVAT-

FAHRER & CO.

Illegal beim Oktoberfest

TAXI-UMZUG AM

FLUGHAFEN

Aufstellung in der Wartungsallee

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AUFKLÄRUNG BEI DEN KUNDEN

Aller guten Dinge sind drei, leider auch aller schlechten Dinge.

Seit Kurzem vermittelt Uber nach Berlin und München nun auch

in Düsseldorf – unter massiven Protesten der Taxikollegen, die

ohne lange Vorbereitung eine Spontan-Demo vor dem Düsseldorfer

Büro des US-Unternehmens organisierten. Die Demo wurde

medial viel beachtet, die Botschaften waren allerdings zu sehr im

Jammermodus. Das war bei der Münchner Taxidemo Mitte

September anders. Die Slogans stellten klar und deutlich die

Vorzüge des Taxigewerbes heraus: „Bits und Bytes tragen keine

Koffer“ und „Nur Taxi kann Rollstuhl, Kinderwagen, Krankentransport“.

Das Taxi ist – dank eines klar geregelten Ordnungsrahmens

– allzeit verlässlich und modern. Die wichtigen Politiker

haben das verstanden, das beweisen deren Reden während der

Schlusskundgebung. Wir berichten darüber ab Seite 13.

Die Kunden tun sich noch schwer, das zu verstehen. Symptomatisch

dafür die Frage einer Passantin, was denn an Uber so schlecht

sei. Erst nachdem sie von den Kollegen aufgeklärt wurde, kannte

sie die Wahrheit. „Das habe ich nicht gewusst, sagte sie fast entschuldigend.

Unsere Reportage „zwischen Desinteresse und Unverständnis“

zeigt, wo wir alle gemeinsam noch viel zu tun haben

(Seite 10).

Vor allen Dingen muss mit dem Irrglauben aufgeräumt werden,

dass Uber billiger als Taxi ist. Ein Taxikollege hat vor, während

und nach dem Oktoberfest regelmäßige Fahrpreisabfragen in der

Uber-App gemacht und den angezeigten Preis als Screenshot dokumentiert

(zu sehen über die gesamte Ausgabe verteilt ab Seite 4).

Selbst die billigste aller Uber-Varianten (UberX) war zu keinem

Zeitpunkt günstiger als das Taxi. Und wer jenen Fahrzeugkomfort

möchte, den nahezu alle Münchner Taxis als Standard haben,

zahlte zeitweise mehr als das Dreifache des Taxipreises.

Womit wir noch einmal nach Düsseldorf blicken. Dort hat Uber

seinen Algorithmus zunächst so eingestellt, dass die Fahrten

immer billiger als das Taxi sind. Prompt berichten nahezu alle

Medien in NRW über Uber als günstigere Alternative. Sollte

jemand Fahrgäste aus Düsseldorf in seinem Taxi haben, dann zeigt

ihnen, auf welche Preise sie sich in naher Zukunft einstellen

können.

INHALT

NEWS

4 Drei Jahre für vier Standplätze

TITELTHEMA TAXI-DEMO

5 Bits und Bytes tragen keine Koffer

8 „Wir sind Taxi“ galt nicht für alle

10 Die Reaktionen der Passanten

12 Auch in Nürnberg wurde demonstriert

13 Politiker haben uns verstanden

TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

16 Rückblick auf die Oktoberfest-Räuber

ISARFUNK TAXIZENTRALE

18 Taxispeicher zieht Anfang Dezember um

19 Verstärkung in der Kundenbetreuung

ERDGAS

20 CNG-Taxis werden wieder interessant

INKLUSIONSTAXI

22 Interview mit zwei Pionieren

SERVICE + QUERSCHAU

25 Wann ist Tanken am billigsten?

26 Weichensteller als Vorarbeiter

26 Impressum

Gute Aufklärung wünscht

– die Redaktion –

TITELFOTO: Taxi Times

Wir

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das wieder!

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TAXI NOVEMBER / 2018

3


NEWS

Taxifahrer Vojislav Djormic

an jenem Münchner Taxistand,

der nun endlich von vier auf

acht Plätze verlängert wurde.

DREI JAHRE FÜR

VIER STANDPLÄTZE

Ende September war es endlich so weit: Der Taxistandplatz am Oberwiesenfeld

wurde von bisher vier auf acht Plätze verlängert. Beantragt wurde dies im Juni.

Allerdings im Juni 2015!

Die Geschichte klingt wie ein böser Schildbürgerstreich.

Weil ein bereits existierender Taxistandplatz mit vier

Plätzen nicht ausreichte, um die gewachsene Zahl an

Taxibestellungen aus der Umgebung dieses Halteplatzes zu bedienen,

beantragte die Taxi München eG im Juni 2015 schriftlich

beim zuständigen Mitarbeiter der Genehmigungsbehörde KVR

die Verlängerung des Taxistandplatzes um weitere vier Taxis auf

damit insgesamt acht Taxistellplätze. 20 Tage später konnte man

sich bei einer Besichtigung vor Ort mit der Polizei, dem KVR

und der Gewerbevertretung auf die gewünschte Verlängerung

verständigen. „Dabei war vonnöten, dass durch das Baureferat

die Aufpflasterung entfernt und der Übergang planiert wird, um

ein ungehindertes Aufstellen der Taxis zu

ermöglichen“, berichtet Thomas Kroker von

MITTWOCH, 26.09.2018

OKTOBERFEST

SÜDSEITE

der Taxi München eG.

Doch der Antrag blieb unbearbeitet auf

dem Schreibtisch eines KVR-Mitarbeiters

liegen. Bei einer ersten Nachfrage im Juni

2016, also zwölf Monate später, stellt die

Taxi München eG fest, dass noch nicht einmal

die Anfrage an das Baureferat zum

Abtragen der Aufpflasterung erfolgt ist.

Eine weitere Anfraqe im September 2016

führte immerhin zu der Auskunft, dass „der zuständige Sachbearbeiter,

für den es keine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung gibt,

aufgrund Überlastung mit anderen Tätigkeiten noch keine Zeit

für die Bearbeitung dieses Antrags gefunden hätte“. In einem von

der Taxiseite eingeforderten persönlichen Gespräch entschuldigte

sich der Abteilungsleiter mit dem Hinweis auf die „dramatischen

Personalengpässe im KVR“, sicherte aber zu, „dass noch im Jahr

2016 die drei ältesten, also die am längsten unbearbeiteten Vorgänge,

zum Abschluss gebracht werden würden“.

Es blieb ein leeres Versprechen, sodass man schließlich die

Taktik änderte und sich direkt an den zuständigen Bezirksausschuss

(BA) wendete. Hier gilt die klare Bestimmung, dass Anträge

von Stadtrat oder Bezirksausschuss innerhalb von drei Monaten

zu erledigen sind.

Nun wendete sich die Sache endlich zum Guten. „Die BA-Mitglieder

zeigten großes Verständnis für diesen Skandal, setzten die

Verlängerung des Taxistandplatzes Oberwiesenfeld spontan auf

die Tagesordnung und beschlossen diese“, berichtet die Taxi München

eG. „Gut zwei Monate, nachdem der BA sich engagierte,

konnten wir den Vollzug feststellen und die neuen Plätze nutzen.

Hätte der Bezirksausschuss hier nicht so engagiert und vorbildlich

gehandelt, wäre in dieser Angelegenheit immer noch nichts vorwärtsgegangen.“

jh

UBER-WUCHER

Mit dem Taxi würde

diese Fahrt zwischen

75 und 80 Euro kosten.

Traditionell haben Münchner

Taxifahrer während dem Oktoberfest

ein gutes Geschäft.

Auch Kollege Günni war gut ausgelastet.

Trotzdem hat er sich die Zeit

genommen und auf seinen Smartphone

immer wieder die Preise bestimmter

Taxifahrten mit den Uber-Preisen

verglichen. Und ganz egal, ob vor,

während oder nach der Wiesn:

Uber war nie günstiger. Selbst mit UberX, der billigsten

Kategorie, bei der üblicherweise Fahrzeuge der Mittelklasse

zum Einsatz kommen, lag der Preis nie unter dem Taxipreis.

Und bei UberBlack waren die Fahrten manchmal um das Fünffache

teurer. „Korrekterweise müsste man die Taxipreise mit

UberBlack und nicht mit UberX vergleichen“, sagt dazu Kollege

Günni, „schließlich besteht die Münchner Taxiflotte größtenteils

aus E-Klassen oder Großraumtaxis.“ Wir zeigen zahlreiche

Beispiele für teure Uber-Preise auf den folgenden acht Doppelseiten.

jh

FOTO: Taxi Times

4 NOVEMBER / 2018 TAXI


TITELTHEMA

BITS UND

BYTES

TRAGEN

KEINE

KOFFER

Mit klaren Botschaften machten die Veranstalter deutlich, dass es

um den Kundenschutz und die Existenz des ÖPNV insgesamt geht.

In München hat das Taxigewerbe

am 18. September gegen Uber

und deren politische wie mediale

Lobbyarbeit demonstriert.

Der Kampf scheint ungleich –

und doch gibt es Verbündete.

Es war nicht der erste Protestzug

gegen den US-Konzern. Nach der

Demo im Oktober 2017 gab es nun

also die Version 2.0. Auch Vertreter von

CSU, SPD und Grünen bekundeten dazu

ihre Solidarität mit der Branche. Uber & Co.

stört das alles aber nicht.

Bei hellblauem Himmel und Temperaturen

von gefühlt weit über 30 Grad in der

Sonne startete am Dienstag, dem 18. September

2018, pünktlich um 12 Uhr die Protestfahrt

des vereinten Münchner

Taxigewerbes gegen Uber und andere, sich

nicht gesetzeskonform verhaltende Mobilitätsanbieter.

Ziel der über eine Nord- und

eine Südroute ins Zentrum strategisch einfallenden

Taxis war das Münchner Siegestor.

Rund 750 Taxis sollen an der

Protestveranstaltung teilgenommen haben.

Also etwas weniger als bei der ersten großen

Demonstration gegen Uber, damals am

Odeonsplatz.

Ob der Münchner Triumphbogen,

ursprünglich dem Bayerischen Heer gewidmet,

aber auch für einen glorreichen Sieg

des Heeres bayerischer Kraftdroschken über

das Heer der immer noch mit seinen in und

um München herumlungernden Pseudotaxis

des gesetzeswidrig agierenden US-Konzerns

stehen wird, bleibt weiter ungewiss.

Die Uber-Autos verstopfen jedenfalls noch

immer den Verkehr und besetzen weiterhin

den hartnäckig umkämpften Parkraum in

der bayerischen Landeshauptstadt.

Zwar gelang es dem Taxigewerbe mit

der Demo am Königsplatz, wieder die eigenen

Reihen zu schließen und eine schwer

zu überhörende und kaum zu übersehende

Einheitsfront rund um das Siegestor zu

bilden, den Kampf gegen den US-Konzern

hat man aber längst noch nicht für sich entschieden.

Und das, obwohl der Eindringling,

ob in Deutschland oder sonst wo in

Europa, jüngst in Wien etwa, vor Gericht

eine Niederlage nach der anderen kassiert.

Ubers Übernahmeplan für Deutschland,

Europa und die ganze Welt lautet ja

schließlich auch: Gesetze und Gerichtsurteile

gelten nur für die Anderen. Gemeint

sind damit die Taxis. Wer nun denkt, die

Politik würde schon dafür sorgen, dass u

FOTO: Taxi München eG

TAXI NOVEMBER / 2018

5


TITELTHEMA

Die komplette Münchner Gewerbevertretung war beim

Pressegespräch anwesend.

Frank Kuhle, Vorstand der Taxi München eG, spricht zu den rund

700 anwesenden Taxlerinnen und Taxlern.

hier ein fairer Wettbewerb stattfindet und

sich die Protagonisten gefälligst an die hiesigen

Regeln zu halten haben, der irrt –

und zwar seit nunmehr schon ein paar

Jahren!

Der US-Konzern hat eben viel Geld in

seiner Kasse. Sehr viel Geld, Lobbyisten

und Kontakte – zu den Medien etwa. Hierzulande

zur Springer-Presse. Die, das sollte

man nicht ganz vergessen, finanziell an

Uber beteiligt ist, wie Taxi Times bereits

berichtete. Es ist eben schlicht naiv, vom

Idealfall einer sogenannten unabhängigen

Presse zu schwadronieren. Uber ist

hier aber auch nur ein Beleg. Stattdessen

referieren Uber-Chefs gerne mal auf

diversen Einladungen – zum Beispiel bei

Burda-Media über Ubers nächstes Kapitel

im „Digital-Live-Design“. Dass von solchen

Medienanstalten also keine distanzierte,

gar kritische Berichterstattung, eben eine

Beschreibung der Realität zu erwarten ist,

man über das Treiben

und Dulden also

MITTWOCH, 26.09.2018

FAHRT INS ZENTRUM

Kollege Günni hat diese Fahrt

in einem Großraumtaxi für

68,90 Euro durchgeführt.

aufgeklärt wird,

versteht sich von

selbst.

Aber der Reihe

nach. Bevor die

Kolonne aus hellelfenbeinfarbenen

Fahrzeugen an

jenem Dienstag

die nahezu komplette

Ludwigstraße

bis hin zur

Leopoldstraße mit

geparkten Taxis

lahmlegen konnte,

veranstalteten

die Veranstalter

der Sternfahrt

zuvor noch ein

Pressegespräch

in den Räumen

der Münchner

Taxi Genossenschaft.

Der Einladung vom Landesverband

Bayerischer Taxi- und Mietwagen, des Taxiverbands

München und der beiden lokalen

Taxi-Zentralen folgten dann allerdings

auch nur ein Vertreter vom BR und noch

einer von der dpa. Bloß das Thema, besser

gesagt die Problematik mit Uber und Konsorten

– „Was ist denn der Unterschied zwischen

Taxi- und Mietwagen?“, „Wie läuft es

denn so in München?“ oder „Uber investiert

nicht nur in Autos, auch in Fahrräder“. –

war den beiden Gästen von der Presse noch

etwas unklar.

„BILD“ BERICHTETE NICHT

War der „Süddeutschen Zeitung“ vom anderen

Ende der Stadt womöglich noch der Weg

zum Pressegespräch zu weit, so hätte doch

wenigstens der nahe gelegene „Münchner

Merkur“ noch einen Vertreter zum Pressegespräch

schicken können. Dass niemand

vom bunten Kampforgan aus dem Hause

Springer, gemeint ist die „Bild“, kommt,

war ohnehin klar.

Die „Bild“, in München übrigens am

Isartor stationiert, wusste am Tag des

Protests dann auch gar nichts von einer

Demonstration des Münchner Taxigewerbes

gegen den Konzern aus San Francisco

zu berichten. Bei der Springer-Presse findet

man aber auch traditionell gut, was aus

den Staaten über den großen Teich geflogen

kommt, ob mit oder ohne Bomben.

Stattdessen brachte das Kampagnenblättchen

am selben Tag lieber einen Artikel

über fünf Selbstmorde von New Yorker Taxifahrern

in fünf Monaten wegen des „desaströsen“

Zustands des Gewerbes dort, an dem

Uber und dessen zweiter Lieblingsfeind Lyft

zwar nicht ganz unbeteiligt wären. Aber

hey: Der Uber-Chef schlägt laut „Bild“ doch

immerhin eine Gebühr auf alle appbasierten

Fahrdienste vor. Und die Einnahmen könnten

dann, also könnten, ohne zu müssen,

in einen Fonds fließen, um Taxifahrern in

Not zu helfen. Außerdem, so „Bild“, würden

über die Uber-Plattformen in Berlin

und München jetzt ja nur noch professionelle

Fahrer vermittelt. Und nachdem der

Ortskundeschein für Mietwagenfahrer hier

schon – ganz nach dem Gusto von Uber,

es muss Zufall gewesen sein – gefallen ist,

erfährt man leider nicht mehr, ob es sich bei

dem Hinweis in der „Bild“ um einen Witz,

ein Gerücht oder doch nur um Werbung à la

Bernays, also astreine Propaganda, handelt.

Dabei hätte man vom Siegestor doch so

einiges berichten können. Über Plakate,

wie „Nur Taxi kann: Rollstuhl, Kinderwagen,

Krankentransport“, „Taxi ist sexy! Bits

und Bytes tragen keine Koffer“ oder „Hände

weg vom Taxitarif“, um vor der preislichen

Willkür eines Uber-Monopols, etwa bei

plötzlich einsetzendem Platzregen, einem

S-Bahn-Ausfall, wenn man irgendwo in der

Pampa feststeckt, bei Großereignissen, an

Silvester und so weiter, zu warnen. Es geht

in der Sache eben auch um die Fahrgäste.

Um den Verbraucherschutz, also irgendwie

um jeden – „Bild“-Konsumenten eingeschlossen.

Zur Eröffnung der Reden schoss sich

dann zuerst Florian Post von der SPD auf

den Uber-Konzern ein. Deren Geschäftsmodell

sei schließlich „ein Paradebeispiel für

Rosinenpickerei“. Während Taxis Pflichten,

etwa die Betriebspflicht oder die Beförderungspflicht,

haben, suchen sich andere

willkürlich raus, wann, wo und wen sie fahren

wollen. Post hat schließlich noch nie

ein Uber-Fahrzeug genutzt, und das hat er

auch in Zukunft nicht mehr vor. Außerdem

traut er sich zu wetten, „dass der Uber-Tarif

jetzt nicht derselbe ist wie gestern zu dieser

Zeit“, als es eben keine Taxidemonstration

in der Stadt gab.

Auch Reinhold Babor von der CSU

warnte in leisen, aber deutlichen Worten

vor irgendwelchen Aufweichungen der

Vorschriften, denn das bedeute Chaos.

Und dann wären in München ja noch über

300.000 Menschen über 65 Jahre alt, die

bräuchten das Taxi doch. Eine Novellierung

des, theoretisch für alle, praktisch

6 NOVEMBER / 2018 TAXI

FOTOS: Taxi München eG


aber nur für Taxis, geltenden Personenbeförderungsgesetzes

dürfe also nicht zulasten

des Taxigewerbes gehen, so Babor mit

leicht angekratzter Stimme zu den schwitzenden

und allzeit kampfbereiten Taxlern

auf der Straße.

Markus Ganserer, der Gastredner von

den Grünen, glaubt an den technischen

Fortschritt, den Rechtsstaat und die Demokratie,

und zwar in dieser Reihenfolge, wie

er, der Stimmung sei Dank, schon fast ins

Mikrofon brüllte. Uber will, wie könnte man

ihm da widersprechen, den ganzen Markt,

„und zwar für sich alleine“.

SHARING ECONOMY HEISST

TEILEN – UBER WILL NICHT

TEILEN

„Und wenn sie ihn beherrschen, dann wird

abkassiert. Sharing heißt teilen, das wollen

die aber nicht“, so Ganserer energisch und

glasklar übersetzend. Schließlich dürfe

man sich Gesetze nicht von den Konzernen

diktieren lassen. Moderator Jürgen Hartmann

wies Ganserer noch kurz darauf hin,

die Botschaft doch bitte auch dem Parteikollegen

Cem Özdemir mitzuteilen. Er ist

Vorsitzender des Verkehrsausschusses im

Deutschen Bundestag und somit in vorderster

Front des Gremiums, das über mögliche

Änderungen des PBefG berät.

Nachdem sich die Vertreter von CSU,

SPD und Grünen, also jener Parteien, die

im Bund, im weiß-blauen Bayern und in

München seit Jahren gemeinschaftlich das

Sagen haben oder hatten, vor rund 1.000

Wählern und kurz vor dem Anstich zum

Oktoberfest wieder einmal ordentlich gegen

die Uberisierung und Privatisierung der

Mobilität in Stellung brachten, stellt sich

die Frage, wer denn dann, wenn nicht die

Politik, schuld daran ist, dass Uber noch

immer so illegal, wie gestern, heute und

morgen, etwa rund um die Wiesn, agieren

kann? Die Presse vielleicht?

Ach ja, wahrscheinlich der Fahrgast,

der im Bund alle (vier) Jahre wieder seine

Stimme in eine Urne werfen darf und sich

ansonsten ausgiebig um das Konsumieren

von allem Möglichen zu kümmern hat.

Und nach der Wiesn ist ja auch vor der

Wiesn, ob mit oder ohne Schwarzfahrern

in schwarzen Autos mit Kennzeichen aus

der halben Republik. fo

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines

Jahres formierten sich Münchner Taxis in der

Ludwigstraße zu einer Taxidemo.

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WIR SIND TAXI

Das Taxi ist das Original:

So machten die Fahrer auf

ihre Anliegen aufmerksam.

In München setzt sich das Taxigewerbe gegen unfairen Wettbewerb zur Wehr.

Trotz des gestiegenen Drucks durch zahlreiche Konkurrenten blieb die Beteiligung

an der Demo hinter den Erwartungen zurück.

Bei schönstem Sommerwetter setzte

sich der Tross in Hellelfenbein in

Bewegung und schob sich hupend

durch die Stadt. Passanten blieben verwundert

stehen, manche winkten den Taxifahrern

zu, andere ärgerten sich über den

Stau, denn die Polizei sperrte betroffene

Kreuzungen für den Querverkehr. So kam

der Protestzug zügig voran – fast zu zügig,

um nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Schon nach einer halben Stunde erreichten

die ersten Fahrzeuge die Ludwigstraße.

Zwischen Odeonsplatz und Siegestor

gehörte die Straße am 18. September

der Taxidemo.

Nach weiteren 30 Minuten waren die Fahrspuren

zwischen der Von-der-Tann-Straße

und dem Siegestor mit Taxis aufgefüllt. Vor

einem Jahr reichte die Blechschlange noch

fast bis zur Münchner Freiheit. Diesmal

kam die Demo mit der Hälfte des Platzes

aus.

KOLLEGEN KÖNNEN STOLZ SEIN

Dabei geht es für das Taxigewerbe um alles.

Immer neue Fahrdienste schießen wie Pilze

aus dem Boden und machen dem Taxi die

Kundschaft streitig. Die Kolleginnen und

Kollegen, die an der Demo teilnehmen, sind

sich des Ernstes der Lage bewusst: Geht

die Entwicklung so weiter, dann wird das

Taxigewerbe, wie wir es heute kennen, auf

lange Sicht nicht mehr existieren.

Während sich die Taxis noch in der Ludwigstraße

aufstellen, geht der Taxibetrieb

am Standplatz Siegestor weiter, als wenn

nichts wäre. Ein Fahrer hat einen Auftrag,

fährt über die Wendeschleife am Siegestor

und damit direkt an der Rednertribüne vorbei.

Komm, mach mit, rufen ihm Kollegen

zu. Er winkt ab, bringt eh nichts, meint er.

Dabei können die Taxikolleginnen und

-kollegen, die heute für ein paar Stunden

nicht für ihre Kundschaft zur Verfügung

stehen, stolz sein auf das, was sie täglich

leisten: Arztpraxen, Kliniken, Schulen,

Senioren und Behinderte verlassen sich

auf die konstante Dienstleistung Taxi. Ein

Geschäft, an dem die Wettbewerber nicht

interessiert sind. Sie schöpfen lieber den

Rahm ab. Gemeint sind die Geschäftskunden,

die Flughafenfahrten, das einfache

Geschäft – Umsatz, ohne den das Taxigewerbe

nicht mehr auf seine Kosten kommen

kann. Die knapp eintausend Fahrerinnen

und Fahrer, Unternehmerinnen und Unternehmer,

die sich heute vor dem Siegestor

eingefunden haben, haben das erkannt und

wollen sich nicht mehr alles gefallen lassen.

Sie wissen, dass die Tage des Taxis

gezählt sind, wenn nicht in der Politik und

bei den Kunden ein Umdenken einsetzt. So

mischt sich mit der kurzen Euphorie über

die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen

die Sorge um die berufliche Zukunft.

Die Redner der Kundgebung – unter

anderem Christian Ude, Frank Kuhle, Jürgen

Hartmann – bringen es auf den Punkt:

Nur gemeinsam ist das Taxigewerbe stark.

Während hier in München demonstriert

wird, bereiten die Kollegen in Nürnberg

ihre Demo vor, die am Abend stattfindet.

Das Ziel ist das gleiche: Kunden wie Politiker

auf die Gefährdung des Taxigewerbes

durch unfairen Wettbewerb aufmerksam

machen.

Die Worte der Redner sind verklungen,

die Taxis haben die Ludwigstraße geräumt

und dem bereits einsetzenden Feierabendverkehr

Platz gemacht. So ruhig sei

es hier sonst nie, meint eine Passantin

noch, dann gibt die Polizei den Verkehr

wieder frei. Ob die Demo ein Erfolg ist,

das entscheidet jetzt vor allem die Politik.

Nur wenn die Schutzwürdigkeit des Taxis

erkannt wird, dann hat das Gewerbe noch

eine Chance. Sonst besteht die Gefahr,

dass dieser rücksichtsvolle Protest ungehört

verhallt.

tb

FOTOS: Tom Buntrock

So ruhig ist es hier sonst nie! Statt

Durchgangsverkehr heute Abschlusskundgebung

vor dem Siegestor.

8 NOVEMBER / 2018 TAXI


TITELTHEMA

DAS SAGEN DIE FAHRER

SONNTAG, 30.09.2018

STARTPUNKT SCHWABING

»„Ich verstehe nicht, was hier in München passiert! Wir müssen

viele Aufgaben erfüllen: Taxischein, Ortskundeprüfung, Taxifarbe

und so weiter. Wir werden vom Finanzamt immer strenger

überwacht. Warum sollen andere das ausnutzen können und

«

absahnen? Die stauben unsere Kunden am Flughafen ab, zum

Teil ohne Konzession. Und wir zahlen brav unsere Steuern!“

Erich Blau, Taxi 634

»„Uber verhält sich unmöglich und hält sich nicht an

«

Gesetze. Die Kunden wissen ja gar nicht, dass Uber

nicht richtig versichert ist. Ich hoffe, der Streik hilft

dabei, auf unsere Situation aufmerksam zu machen!“

Erol Erdogan, Taxi 98

Kollege Günni hat diese Fahrt

in einem Großraumtaxi für

95,50 Euro durchgeführt.

»„Taxi gehört in unserer Gesellschaft zur

die von uns gewählten Politiker ihre Augen und

«

»„Ich weiß nicht, was die Behörden machen, außer Sonderspuren für Radfahrer und Grün für

«

Busse. Ich zahle hier meine Steuern, die vielen Uber-Fahrer aus dem Umland tanken nicht

einmal hier. Sie verstopfen hier nur die Straßen auf der Jagd nach unseren Fahrgästen. Dem

Taxigewerbe ginge es viel besser, wenn die wieder weg wären!“

Ahmadulla Ayugi, Taxi 2914

Grundversorgung. Die vielen neuen Fahrdienste

gefährden diese Versorgung. Davor verschließen

Ohren. Mir kommt das so vor, als würden die von

Uber dafür bezahlt werden!“

Jürgen Dinter, Serviceleiter bei IsarFunk

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TAXI NOVEMBER / 2018

9


TITELTHEMA

Ungläubige Blicke von unbeteiligten

Fußgängern: „Was ist eigentlich so

schlimm an Uber?“

ZWISCHEN

DESINTERESSE

UND

UNVERSTÄNDNIS

Die Münchner Taxidemo sollte auf die Anliegen des

Gewerbes aufmerksam machen. Doch wie viel davon

kommt bei den Passanten auf der Straße an?

An Botschaften hat es nicht gefehlt.

Viele Fahrer hatten Poster und

Transparente an ihren Fahrzeugen

angebracht. Die Aussage: Taxi bringt

Service und eine verlässliche Dienstleistung,

während neue Anbieter wie Uber kein

wirklicher Ersatz sind. Doch verstehen die

Passanten, die den Tross der Taxis beobachten,

worum es bei dieser Demo geht?

Am größten war der Zuspruch noch in

Bahnhofsnähe. Fußgänger winkten oder

zückten gleich ihre Smartphones, um das

Ereignis zu filmen und festzuhalten. Doch

mit der Solidarität

war es spätestens

DIENSTAG, 09.10.2018

2 TAGE NACH DEM

OKTOBERFEST

„Zuhause“ ist in diesem Fall

die Langbürgener Straße. Preis

einer Taxifahrt: ca. 70 Euro.

nach der Komplettsperre

der Ludwigstraße

nicht mehr

weit her. Einen

Gesprächspartner

für ein Kurzinterview

zu finden,

unmöglich: „Ach

du Fresse! Habt

ihr nichts Besseres

zu tun?“

„Was ist denn

so schlecht an

Uber?“, wollte

eine Frau wissen.

Geduldig

hörte sie sich

die Litanei eines

engagierten Kollegen

an. Uber

gefährdet das

Gewerbe. Uber

kostet Steuergelder.

Uber schadet der Gesellschaft. Die

Ausführungen quittierte sie mit einem

ehrlich klingendem „Ach, das wusste ich

ja alles gar nicht!“.

»Was ist denn so

schlecht an Uber?«

Passantin vor der Aufklärung

So dürfte es den meisten unfreiwilligen

Beobachtern der Taxi-Demo gegangen sein.

Ob man mit einem Taxi oder mit Uber fährt,

macht für viele keinen großen Unterschied.

Mit beiden kommt man von A nach B und

Uber ist angeblich billiger. Beide Anbieter

scheinen so auf den ersten Blick austauschbar.

Genauso, wie es letzten Endes unerheblich

ist, ob man seinen Hamburger dort

kauft, wo er Big Mac heißt, oder da, wo er

Whopper genannt wird.

Angebote wie Uber bestimmen mehr

und mehr unsere Einkaufsgewohnheiten.

Man bestellt bei Amazon, auch dann, wenn

man weiß, dass lokale Buchhändler darben.

Man kauft Schuhe bei Zalando, auch

wenn der Schuhladen im Viertel dabei

pleitegeht. Man mietet Wohnungen bei

AirBnB, auch wenn längst bekannt ist, dass

so dringend benötigter Wohnraum zweckentfremdet

wird. Man fährt Uber, weil die

eine komfortable App haben und billiger

sein sollen, auch wenn das Taxigewerbe

ums Überleben kämpft. Bequemer, billiger,

digital, modern – die Gründe, diese Angebote

in Anspruch zu nehmen, sind zahlreich.

Dass das schlechte Gewissen dabei

mitkauft, mitwohnt oder mitfährt, nimmt

man billigend in Kauf. Wenn es überhaupt

geweckt wurde. Es machen doch schließlich

alle so, oder?

Die Kolleginnen und Kollegen in Spanien

haben lange gebraucht, um dafür zu

sorgen, dass alle im Land die Probleme

erkennen, die Uber & Co. dem Gewerbe

bereiten. Da ist es nicht mit einer Demo

pro Jahr getan, bei der man sich auch

noch bemüht, für möglichst wenig Behinderung

zu sorgen, aus Angst, man könnte

die Kunden vergraulen. In Spanien waren

dazu zahlreiche Streiks und schließlich ein

Dauerstreik notwendig.

»Das wusste ich

gar nicht.«

Passantin nach der Aufklärung

An den Münchner Passanten ging diese

Taxi-Veranstaltung vorbei. Um die Bevölkerung

mit den Anliegen des Gewerbes zu

erreichen, müsste mehr passieren. Nur

wenige haben den Durchblick, um so komplexe

Zusammenhänge auf die Schnelle zu

begreifen. So bleibt für jede Taxikollegin und

jeden Taxikollegen kaum etwas anderes

übrig, als zur Botschafterin, zum Botschafter

des Taxigewerbes zu werden. Dabei muss

nicht zwingend mit jedem Fahrgast über

Uber gesprochen werden. Es würde schon

reichen, wenn jeder seine beste Leistung

bringt. Täglich. Bei jedem Kunden. tb

10 NOVEMBER / 2018 TAXI

FOTOS: Tom Buntrock


TITELTHEMA

Die meisten Bürger

ließen die Karawane

einfach an sich

vorüberziehen.

»SIE MACHEN DAS FANTASTISCH!«

Der Münchner Musikjournalist Christoph Schlüren war von der Taxi-Demo

begeistert und stellte sich mitten auf der Ludwigstraße spontan für ein kurzes

»

Statement zur Verfügung:

„Sie machen das fantastisch, diesen stillen Protest! Eigentlich müssten Sie die

Ludwigstraße für einen ganzen Tag sperren. Denn das Anliegen des Taxigewerbes

ist ein besonders wichtiges. Es geht nicht nur um Arbeitsplätze, es

geht um die systematische Aushöhlung unseres Staates. Vor 15 Jahren haben

die Konzerne festgestellt, dass die Kapitalerträge zurückgehen. Jetzt wird

versucht, mit allen Mitteln Gewinne zu erzielen und zu steigern. Dabei ergeht

«

es dem Taxigewerbe mit Uber nicht anders, als dem Buchhandel mit Amazon

oder den Hotels mit AirBnB. Ich jedenfalls wünsche Ihnen allen viel Erfolg!“

Erich Blau, Taxi 634

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TITELTHEMA

HÄNDE

WEG VOM

TAXITARIF

300 Taxis demonstrierten in Nürnberg.

Nur wenige Stunden nach der Münchner Taxi-Demo haben

rund 300 Taxis eine viel befahrene Straße in Nürnberg

blockiert. Unterstützung gab es dabei sogar aus Berlin.

Die ebenfalls vom Landesverband Bayerischer Taxi- und

Mietwagenunternehmer organisierte Demonstration

stand unter dem Motto „Hände weg vom Taxitarif – Uber

darf keine Gesetze diktieren“. Taxiunternehmer und -fahrer aus

Nürnberg, Erlangen, Fürth und anderen fränkischen Städten und

Gemeinden waren erschienen. Selbst Kolleginnen und Kollegen

aus Berlin waren mit vier Taxis angereist, und auch der eine oder

andere Taxifahrer aus München hatte sich nach der eigenen Demo

auch noch auf den Weg nach Nürnberg gemacht. Sie alle wurden

von Wolfgang Ziegler, Vorstandsmitglied der Taxizentrale Nürnberg

sowie des Landesverbands Bayern, begrüßt.

SONNTAG, 23.09.2018

OKTOBERFEST NACH

ZAMDORF

Euro-Taxi-2_01-2016.qxp_Layout 1 29.01.16 10:28 Seite 1

Natascha Kohnen, SPD

Sebastian Brehm (CSU),

Abgeordneter des

Deutschen Bundestags

TEXTBAUSTEINE DER LOBBYISTEN

Ziegler schilderte die Beweggründe für den öffentlichkeitswirksamen

Protest. Uber & Co. wollen durch eine Gesetzesänderung

des PBefG erreichen, dass Verkehre mit Laientaxis eine Freigabe

erhalten. Dafür liefere man Textbausteine, die sich leider bereits

im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung

wiederfinden, was von den handelnden

Akteuren in einer viel beachteten

Sendung der ARD bestätigt worden sei.

Dort hatte auch Steffen Bilger, Staatssekretär

beim Bundesverkehrsministerium, von

einer raschen Änderung nach der Sommerpause

gesprochen. Die Gesetzesänderung

stehe ganz oben auf der Tagesordnung. Die

Gespräche dazu laufen bereits, hatte auch

die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten

Lühmann, Sprecherin des Verkehrsausschusses,

während einer BZP-Veranstaltung

Mitte Oktober bestätigt. Lühmann

bestätigt das, was in Nürnberg während

der Demo auch ihre Parteigenossin Natascha

Kohnen versprochen hatte: „Städte

und Landkreise müssen die Taxis vor Ort

regulieren können, auch mit Begrenzung

der Konzessionen.“ Direkt an die Zuhörer

gewandt versprach Kohnen: „Wir werden

es nicht zulassen, dass internationale Konzerne

kommen, Milliarden auf dem Kapitalmarkt

einsammeln und Sie dann mit

Dumpingangeboten kaputtkonkurrieren.

Die SPD wird da nicht mitmachen.“ Mit

Uber-Vertretern hätte die bayerische SPD

kritische Diskussionen geführt.

„Die habe ich gleich wieder heimgeschickt,

als sie mit mir reden wollten“,

stellte Markus Ganserer klar. Der Landtagsabgeordnete

und verkehrspolitische Sprecher

der Grünen war schon wenige Stunden

vorher bei der Münchner Taxi-Demo aufgetreten

und sicherte auch den fränkischen

Kollegen seine uneingeschränkte Solidarität

zu. Sebastian Brehm, Bundestagsabgeordneter für die CSU,

sieht das Taxi als wichtigen Teil des Mittelstands und als Rückgrat

der Gesellschaft. „Wir werden nicht zulassen, dass internationale

Großkonzerne den Markt komplett übernehmen und den Mittelstand

kaputtmachen. Wir stehen zu den Taxiunternehmern und

Taxifahrern, weil sie Löhne und Gehälter und damit Steuern zahlen

und es somit alles nach Recht und Gesetz läuft.“

jh

Venczel_02-2016.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite

Kollege Günni hat diese

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FOTOS: Christian Liss, Simi

12 NOVEMBER / 2018 TAXI


TITELTHEMA

Taxi kann alles …

BEIFALL FÜR POLITIKER

Drei eingeladene politische Redner und ein Spontan-Gast sprachen

nach der Taxi-Demo auf der Schlusskundgebung. Ihre Botschaften waren klar:

Für ein verlässliches Taxigewerbe – gegen Uber.

Obwohl schon mitten im September,

war es am Tag der Taxi-Demo

knapp 30 Grad warm. Und da die

Rednerbühne am Münchner Siegestor in

Richtung Süden ausgelegt war, mussten die

vielen Hundert Kolleginnen und Kollegen

vor der Bühne wie auch die Politiker auf

der Bühne in der prallen Nachmittagssonne

stehen. Erhitzte Emotionen trafen also auf

heiße Temperaturen und trotz allem auf

besonnene Politiker, die deutlich zu erkennen

gaben, dass sie in Bezug auf eine

geplante Gesetzesänderung beim Personenbeförderungsrecht

PBefG keine Notwendigkeit

für eine Deregulierung sehen.

UBER IST MARKTRADIKALISMUS

Florian Post beispielsweise, Münchner

Bundestagsabgeordneter für die SPD, hatte

als erster Redner eine klare Botschaft:

„Uber ist Marktradikalismus in seiner

schärfsten Form.“ Post ist seit 2013 Abgeordneter

des Deutschen Bundestags und

verfügt daher über ausreichend Erfahrung

im Gesetzgebungsverfahren, weshalb er in

seiner Ansprache vor den Münchner Taxifahrerinnen

und Taxifahrern betonte, dass

Gesetze von den Abgeordneten beschlossen

werden und nicht im Vorfeld von

Ministerialbeamten oder gar von Uber-Lobbyisten.

Natürlich sei es erlaubt, dass Lobbyisten

auf Politiker zugehen, eine parlamentarische

Demokratie habe jedoch andere

Spielregeln. „Kein Gesetz verlässt das Parlament

so, wie es eingebracht wurde“,

verspricht Post. Zudem sei es bei Gesetzesvorhaben

vorgeschrieben, dass es vorher

im Ausschuss zu Anhörungen kommt.

„Selbstverständlich werden dort dann auch

Vertreter des Taxigewerbes als Sachverständige

gehört und nicht nur Lobbyisten,

die im Vorfeld mit Politikern Kaffee trinken

oder essen gehen.“

Das Geschäftsmodell von Uber bezeichnete

Post als Paradebeispiel für Rosinenpickerei.

Das Uber-Credo sei: „Pflichten

für die einen, Gewinne für die anderen.“

Das Taxigewerbe ist für Post ein Bestandteil

der Daseinsvorsorge. „Sie suchen sich

nicht aus, wann und wo sie fahren und wen

sie mitnehmen, sondern haben auch für

unwirtschaftliche Fahrten Beförderungspflicht

und Bereitstellungszwang“, wandte

sich der Abgeordnete direkt an die Zuhörer.

„Das haben die anderen alle nicht.“

Es sei politisch gewollt, dass ein Taxitarif

festgelegt werde – teurer als Bus und

Bahn des ÖPNV, aber eben nicht von einem

Algorithmus gesteuert, der Taxifahrten

bei starker Nachfrage teurer mache, wie

das bei Uber der Fall ist. „Silvesterpreise

von 400 Euro und mehr sind nicht aus der

Luft gegriffen, es sind reale Uber-Preise.“

Post, der vorgab, selbst noch nie ein Uber-

Gast und Redner bei der Taxi-Demo:

Florian Post (rechts) von der SPD.

Fahrzeug genutzt zu haben, traute sich zu

wetten, „dass der Uber-Tarif jetzt nicht derselbe

ist wie gestern zu dieser Zeit, als es

eben keine Taxi-Demonstration in der Stadt

gab. Das ist für mich das perfekte Beispiel

von Marktradikalismus in schärfster Form.

Das lehnen wir ganz klar ab“.

Das Taxigewerbe zahle den Mindestlohn

und Steuern und Abgaben, es u

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TAXI NOVEMBER / 2018

13


TITELTHEMA

SONNTAG, 07.10.2018,

LETZTER TAG VOM

OKTOBERFEST

Markus Ganserer

von den Grünen

Mit einem Großraumtaxi

würde diese Fahrt inklusive

Zuschlag zwischen 70 und

80 Euro kosten.

leiste keine Lizenzzahlungen

an im

Ausland gegründete

Dachfirmen,

machte Post den

Unterschied klar.

Man sei technisch

auf dem neuesten

Stand, und

speziell in München

würden

bereits 20 Prozent

aller Taxis

mit alternativen

Antrieben fahren.

Außerdem

sei ein Taxi im

Durchschnitt

nur 4,2 Jahre

alt. „Ich sage

Ihnen ganz

offen: Für den

Kunden ist es

angenehm zu wissen, dass man nicht in

irgendwelche windige Kisten einsteigt.“

Das Fazit von Post fällt daher eindeutig

pro Taxigewerbe aus: „Hände weg vom Taxitarif,

keine Rosinenpickerei. Es kann nicht

sein, dass sich die einen nur die lukrativen

Fahrten aussuchen, während die anderen

Kranke, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer

befördern. Hier können Sie sich auf mich

persönlich und auf die SPD verlassen.“

Nach Florian Post, der mit viel Applaus

verabschiedet wurde, betrat Markus Ganserer

von den Grünen die Bühne. Ganserer ist

Verkehrspolitischer Sprecher seiner Partei

im Bayerischen Landtag und war bereits

bei der letzten Taxi-Demo im Oktober 2017

dabei. Damals sprach er dem Taxigewerbe

seine uneingeschränkte Solidarität aus.

„Deshalb ist es mir eine besondere Freude,

vor Ihnen abermals reden zu dürfen“,

sagte der Grünen-Politiker.

GLAUBE AN DEN RECHTSSTAAT

Ganserer glaubt an den technischen Fortschritt,

den Rechtsstaat und die Demokratie.

Die Erfindung des Smartphones und des

mobilen Internets hält er für genial. Damit

könne man überall per Internet die Telefonnummer

oder Kontaktdaten zur Taxizentrale

herausfinden, dort anrufen und

bekomme immer ein Taxi. „Dazu braucht

man keine App und kein Uber“, sagte Ganserer.

Die würden auch niemals dort fahren,

wo es schon kaum ausreichend ÖPNV gibt,

weil sie dort nichts verdienen könnten.

„Uber will in den großen Städten fahren,

wo ein großes Angebot ist, und dort aber

nur, wenn es eine große Nachfrage gibt, bei

der sie dann die Sahne abschöpfen können.“

Deshalb ist Ganserer froh, dass ein Taxi

überall fährt, egal, ob der Fahrgast nur zwei

Kilometer ins Krankenhaus fahren will

oder zum Flughafen. „Es ist gut, dass es

eine Beförderungspflicht und eine Tarifpflicht

gibt, denn so weiß ich als Fahrgast

vorher schon, was mich der Spaß kostet –

nämlich immer gleich viel, egal ob an Silvester

oder in den frühen Morgenstunden,

wenn nichts los ist. Deswegen sage ich:

Hände weg vom Taxitarif.“

Wenn Uber-Fans diese Art der Beförderung

als Sharing Economy feiern, dann

haben diese, so Ganserer, irgendetwas

falsch verstanden: Sharing bedeute teilen,

und wenn jemand ohne Gewinnerzielungsabsicht

jemand anderen mitnehme, weil es

sowieso in die gleiche Richtung geht, dann

Dr. Reinhold Babor im Gespräch

mit Frank Kuhle

sei das okay. Uber sei allerdings keine Sharing

Economy. „Uber will ja nicht teilen.

Uber möchte den ganzen Markt für sich

alleine, dann den Preis diktieren und absahnen.

Das ist keine Sharing Economy, das ist

auf gut Bayerisch eine ,gscherte Economy‘,

und da machen wir nicht mit.“

Der Rechtsstaat gelte für alle, auch für

Unternehmen“, betonte Ganserer. „Er gilt

für Taxi Maier, für Taxi Huber und natürlich

auch für Uber. Mir platzt die Hutschnur,

wenn ein amerikanisches Unternehmen auf

den Markt kommt und meint, es könne sich

wie ein wild gewordener Cowboy im Wilden

Westen aufführen und sich an keinerlei

Gesetze halten. Und nachdem sie dann

völlig zu Recht von den Gerichten in die

Schranken gewiesen wurden, kamen sie

zur Politik und wollten, dass wir die Gesetze

ändern. Deshalb habe ich sie heimgeschickt.

Ich sage Ihnen: Uber runter von

der Straße!“

Für diese Worte bekam Ganserer sowohl

einen langen und lauten Applaus, bevor er

dann seine dritte These erläuterte, welche

Rolle das Taxi in einer Demokratie spiele.

Mobilität und damit die Möglichkeit für

Menschen, von A nach B zu kommen, ist

für die Menschen die Grundvoraussetzung

für die soziale Teilhabe am Leben. „Diese

Mobilität muss für alle ermöglicht werden,

auch für diejenigen, die kein Auto und keinen

Führerschein haben. Dazu braucht es

einen gut ausgebauten ÖPNV. Wenn man

das erzielen möchte, muss man nicht das

Personenbeförderungsgesetz ändern, sondern

im Parlament mehr Geld für den Ausbau

des ÖPNV bereitstellen.“

Ein besserer ÖPNV ist laut Ganserer

auch für den Umweltschutz ein wichtiger

Faktor. Die gute Zusammenarbeit zwischen

Taxi und kommunalen Verkehrsträgern

habe sich bewährt, daran gäbe es nichts zu

rütteln. Er glaube nicht, dass Car-Sharing

einen Beitrag zu weniger Individualverkehr

leiste, das haben im Fall von Uber die Beispiele

aus New York und San Francisco

bewiesen. „Wenn wir dem Taxigewerbe

einen Gefallen tun wollen, dann sorgen wir

für mehr ÖPNV und dafür, dass mehr Leute

den eigenen Pkw abschaffen. Davon haben

auch Sie als Taxifahrer etwas, denn diejenigen,

die kein Auto haben, fahren gelegentlich

auch Taxi. Da spreche ich aus

eigener Erfahrung“, sagte Ganserer, ehe er

sich auf den Weg nach Nürnberg machte,

wo er wenig später bei der dortigen Taxi-

Demo seine klaren Botschaften in Richtung

Uber wiederholte.

Nach Florian Post von der SPD und dem

Grünen Markus Ganserer, der übrigens bei

der Landtagswahl als Kandidat in Nürnberg

nur knapp das Direktmandat verpasste,

aber über die Landesliste wieder in den

Landtag einzog, sorgte Dr. Reinhold Babor

dafür, dass auch die CSU auf dem Rednerpult

vertreten war.

Babor begrüßte die zur Demo erschienenen

Kolleginnen und Kollegen als Taxifahrer,

„die dafür eintreten, dass Taxis ein

Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs

sind und auch bleiben. Eine Novellierung

des Personenbeförderungsgesetzes darf

nicht zulasten des Taxigewerbes gehen. Das

ist gleich vorneweg meine Meinung“.

FOTOS: Taxi München eG

14 NOVEMBER / 2018 TAXI


TITELTHEMA

Alt-OB Christian Ude

FOTO: Taxi München eG

Dr. Babor, Mitglied der Münchner Taxikommission

und seniorenpolitischer

Sprecher seiner Fraktion, warnte vehement

vor irgendwelchen Aufweichungen

der Vorschriften durch Wilderei und vor

einer beliebigen Freigabe des Taxitarifs.

Das führe zu einer Verunsicherung der

Fahrgäste. Darum sei der Taxitarif ebenso

verbindlich einzuhalten wie die Beförderungspflicht.

Letztere bedeute für Taxifahrer, „dass

auch weniger bequeme Fahrgäste“ befördert

werden. Wen er damit meinte, führte

Dr. Babor anschließend auf: „Rollstuhlfahrer,

Kinderwagen, Kranke – und die Senioren.“

Davon gebe es in München über

300.000, die über 65 Jahre alt sind und

für die „aufgrund mancher altersbedingter

Mobilitätseinschränkungen das Taxi

ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV ist und

durch eine Novellierung nicht aufgegeben

werden darf“.

Wenn das Taxi ein Teil des ÖPNV sei,

bedeute das Sicherheit für die Mobilität der

Fahrgäste, führte Dr. Babor weiter aus. Eine

Aufweichung der jetzigen strengen Regeln

würde dagegen Chaos bedeuten.

UDE KAM AUS SOLIDARITÄT

Eigentlich wäre nach der Ansprache des

CSU-Stadtrats der Rednerteil beendet

gewesen, doch zwischenzeitlich hatte

sich unter die Demo-Besucher „aus Solidarität“

der Alt-OB Christian Ude gemischt.

Er wurde mit großem Applaus begrüßt

und erklärte sich spontan bereit, ebenfalls

ein paar Worte zu sagen. „Es dürfen

keine funktionierenden Strukturen zerstört

werden“, meinte Ude. Daher gehe es

nicht nur um die legitimen ökonomischen

Motive der Taxibranche, sondern um das

gesamtstädtische Interesse, das Taxi als

funktionierende Ergänzung zum ÖPNV

nicht leichtsinnig zu gefährden und zu

verlieren.

„Machen Sie das Ihren Fahrgästen

klar“, appellierte Ude direkt an alle Kollegen.

„Lassen Sie nicht zu, dass lukrative

Geschäftsbereiche herausgebrochen werden,

um dann hinterher, wenn der Marktanteil

erobert ist, kräftig zuzulangen, wie

es ja jetzt schon während des Oktoberfestes,

während mancher Messen oder in der

Nachtzeit passiert.“

Fahrgäste dürften nicht in die Situation

gebracht werden, nicht mehr die Zuverlässigkeit

einer Tarifordnung zu haben, sondern

„der Willkür eines Algorithmus

ausgesetzt zu sein, der nichts mit sozialer

Verantwortung und nichts mit den Überlegungen

einer Taxikommission zu tun hat“.

Der Münchner Alt-OB wiederholte auf

Bitte des Moderators einen Satz, für den

er bereits letztes Jahr einen frenetischen

Applaus bekommen hatte: „Haut den Uber

in den Zuber!“

jh

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FREITAG, 21.09.2018

EIN TAG VOR DEM

OKTOBERFEST

DIE GANZ

PRIVATEN

WIESNFAHRER

Unter all den illegalen Fahrserviceangeboten zum

Oktoberfest fielen dieses Jahr die Privatanbieter

besonders auf – und Rikschafahrer, die mindestens

für drei Jahre den Führerschein verlieren müssten.

Kollege Günni hat diese

Fahrt mit sechs Personen

inklusive Gepäck für

85,70 Euro durchgeführt.

Oktoberfest – das ist auch tägliches

Verkehrschaos. Rund um die

Wiesn fahren Taxis – erkennbar

und nur echt mit dem Taxidachzeichen und

der Farbe Hellelfenbein –, bringen oder

holen die wenigen echten und ehrlichen

Mietwagen ihre Gäste, treiben die Ubers

ihr Unwesen und demonstrieren die vielen

Rikschafahrer, dass ihnen Verkehrsregeln

völlig egal sind. Und zum Oktoberfestende,

irgendwann so um 23 Uhr herum, egal an

welchem Tag, taucht dann noch eine weitere

motorisierte Spezies auf: die illegalen

„Privattaxis“.

TAXIVERBAND MÜNCHEN E. V. (TVM)

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. / Verband: +49 (0)89 / 45 05 41 13

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Presserechtlich verantwortlich für

die TVM-Seiten: Florian Bachmann

Redaktion: Tom Buntrock, Florian Osrainik

Die Schwanthaler Straße einwärts, die Bayerstraße

auswärts, in der Lindwurmstraße:

Rund um den Bereich der Festwiese konnte

man sie auch dieses Jahr wieder beobachten.

Kleine, manchmal sogar nur

zweitürige Fahrzeuge, die rechte Scheibe

heruntergedreht, drinnen Fahrer, die sich

hinüberlehnen und die heim wandernden

Fußgänger ansprechen und fragen, ob sie

ein Taxi benötigen. Sie versuchten sich

noch nicht einmal zu verstecken oder

unauffällig zu sein, obwohl sie wussten,

dass sie Unerlaubtes und Verbotenes tun.

Diese Fahrer brauchten sich ja auch nicht

zu verstecken, denn sie konnten wissen,

dass sie ohnehin nicht erwischt werden.

Die Polizei hat – leicht nachzuvollziehen –

in diesen Stunden um das Ende des Oktoberfestes

völlig andere Aufgaben,

aufmerksame Taxifahrer notieren vielleicht

mal ein Kennzeichen oder machen Fotos,

aber damit ist noch keine Anzeige geschrieben.

Und sie verlangten horrende Preise,

die von den angeworbenen Fahrgästen ohne

zu murren gezahlt wurden, das heimische

Sofa ist doch viel zu verlockend. So gingen

mal wieder Tausende von Euros täglich an

den Finanzämtern vorbei in die Taschen

dieser Privatpersonen.

Natürlich gab es wie in jedem Jahr auch

die Taxifahrer, die sich in Rosinenpickerei

versuchten und parkend am Straßenrand

auf die passende „Abholung“ warteten.

Aber dieses Jahr hatte das KVR täglich ein

sehr aktives und rege handelndes Kontrollteam

auf den Straßen, sodass sich diese

Fahrer schon eher in den kleinen, ruhigeren

Seitenstraßen verstecken mussten,

ihnen also das ganz große Geschäft versagt

blieb. Danke an die Mitarbeiter des KVR an

dieser Stelle für deren Einsatz.

Selbstverständlich waren auch wieder

die auswärtigen Kollegen unterwegs und

versuchten, sich vom Geschäft ein Stück

abzuschneiden. Ein Kollege mit seinem

Fahrzeug aus Augsburg ging dabei besonders

dreist vor. Er wartete sich einfach am

Taxistand mit all den anderen Kollegen

nach vorne und nahm die Kunden auf.

Dank der aufmerksamen Münchner Kollegen

war er nur sehr wenige Tage aktiv. Jetzt

wartet er wieder – allerdings in Augsburg

und dort nur noch auf seine Bußgelder.

UBER MIT VERDIENSTGARANTIE

Die Firma Uber wollte ganz offensichtlich

keine Bestellung verpassen und startete

unter den Fahrern und Teilnehmern vor

dem Oktoberfest noch eine Werbe aktion.

Darin versprach man jedem Fahrer, der zu

definierten Zeiten zwischen Donnerstag

und Sonntag über eine bestimmte Stundenzahl

hinweg angemeldet war und eine

bestimmte Zahl an Fahrten durchgeführt

hatte, den Umsatz auf 2.500 Euro aufzufüllen,

falls er diesen Umsatz nicht schaffen

sollte. Bei genauem Durchrechnen der

Bedingungen hätte ein Taxifahrer wohl vor

Frust ins Lenkrad gebissen. Bei diesen

Zeiten, bei dieser Zahl von Stunden wäre

er selbst mit einem Drittel mehr noch

höchst unzufrieden gewesen. Offensichtlich

hatte Uber kein Vertrauen in seine

16 NOVEMBER / 2018 TAXI


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

Fahrer, was auch immer man daraus lesen

mag.

Dennoch waren sie natürlich unübersehbar

und an allen Ecken und Enden der

Stadt unterwegs, die Preise stiegen und fielen

mit Angebot und Nachfrage, wie in dieser

Ausgabe auf jeder Seite zu lesen. Das

Problem ist nur: Während des Oktoberfestes

lassen sich unerlaubte Bereitstellung

und Verstöße gegen die Rückkehrpflicht

aufgrund der hohen Frequenzen kaum

nachweisen. Trotzdem haben Kollegen die

Meldungen an den Taxiverband München

weitergegeben, sodass wir über die Häufigkeit

der Meldungen mit den jeweiligen

Standorten auch während des Oktoberfestes

Bewegungsprofile erstellen konnten

und dadurch die Verstöße belegen können.

An dieser Stelle sei neben der tollen Mitarbeit

so vieler Kollegen auch noch einmal

das aktive Team des KVR dankend hervorgehoben,

denn auch die vielen schwarzen

und grauen Limousinen mit ihren Kennzeichen

aus LL, ED, FS, DGF etc. hatten es dieses

Jahr schon deutlich schwerer.

FARBENBLINDE RIKSCHAS

Seien sie aber zum Schluss doch auch noch

erwähnt, die Massen von Rikschafahrern,

die nachts zwischen zehn und zwei schlicht

keine Ahnung haben, was Verkehrszeichen

sind. Wir haben uns schon überlegt, einen

hoch dotierten Preis auszuloben für den

Menschen, der uns Beweise vorlegen kann

für einen Rikschafahrer, der in den oben

genannten Zeiten auf der Schwanthaler

Straße zwischen Sonnen straße und Bavariaring

freiwillig an einer roten Ampel angehalten

hat. Müssten diese Rikschafahrer

für jede überquerte rote Ampel ein Monat

Fahrverbot absitzen, gäbe es mindestens

in den nächsten 36 Monaten, also über drei

Jahre hinweg, in München keine Rikschafahrer

mehr. Wir jedenfalls haben kein Verständnis,

dass für diese Art der

entgeltlichen und geschäftsmäßigen Personenbeförderung

keine Regeln gelten und

keine Verkehrskontrollen stattfinden. Dafür

aber die Hoffnung, dass seitens des KVR

auch hier die Kontrollen ab nächstem Jahr

erheblich verstärkt werden. Finanziell lohnen

würde sich das allemal.

In diesem Sinne: Auf ein Neues im Jahr

2019, wenn München zwischen dem 21.

September und dem 6. Oktober wieder im

Ausnahmezustand versinkt und das Verkehrschaos

unvermeidlich ist.

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TAXI NOVEMBER / 2018

17


ISARFUNK TAXIZENTRALE

DAS

GROSSE

UMZUGS-

FINALE

Vor einem Jahr zog der Taxi -

vorspeicher ans GAT. Jetzt steht ein

noch umfassenderer Umzug an.

Die bisher getrennten Taxi-Vorspeicher von T1 und T2 werden

künftig zusammengelegt. Zufahrt ist über die Südallee, Ausfahrt

über die Wartungsallee.

In den nächsten Jahren stehen am

gesamten Flughafencampus umfangreiche

Baumaßnahmen an. Damit möchte

die Flughafen München GmbH (FMG) den

Airport zukunftstauglich machen. Zu den

umfangreichen Maßnahmen gehören ein

neuer Flugsteig am Terminal 1, ein neues

Bürogebäude-Areal namens LabCampus,

das im Norden des Flughafens realisiert

wird, sowie einige verkehrsspezifische Einrichtungen

wie der neue Groß-Taxispeicher.

Außerdem ein neuer Lkw-Speicher, eine

Tankstelle und Parkhäuser im Süden des

Flughafens. Da liegt es auf der Hand, dass

das Taxigewerbe zwar von den Verbesserungen

profitieren wird, aber erst mal mit

ISARFUNK TAXIZENTRALE

GMBH & CO KG

Rosenheimer Straße 139, 81671 München

Telefon / Taxiruf: 089 / 45 05 40

Telefon / Verwaltung: 089 / 45 054-100

E-Mail: verwaltung@isarfunk.de

www.isarfunk.de, www.facebook.com/

isarfunk450540

Presserechtlich verantwortlich

für diese Seiten: Christian Hess

Redaktion:

Karl-Heinz Mayer (khm), Essential Media

den Folgen des Großumbaus klarkommen

muss.

Für viele Taxikolleginnen und -kollegen

ging so vor einem Jahr eine Ära zu Ende:

Nach knapp einem Vierteljahrhundert verschwand

der Taxispeicher an der Agip-

Tankstelle, Flughafenfahrern kurz als „der

Agip“ bekannt. Dabei klappte der Umzug

reibungslos und pünktlich, sodass der Interims-Stand

auf der Baustelleneinrichtungsfläche

Ost neben dem General Aviation

Terminal (GAT) nach Plan bezogen werden

konnte.

GEPLANTER UMZUG: 01.12.2018

Die Maßnahmen, die jetzt anstehen, werden

die Bereitstellung für die Kolleginnen und

Kollegen „am Hafen“ noch einmal grundlegend

ändern. Vom finalen Umzug, der

vo raussichtlich am 1. Dezember 2018

ansteht, werden beide Taxivorspeicher

betroffen sein: Wie bereits angekündigt werden

die Speicher vom Terminal 1 und der

Interims-Speicher am GAT zusammengelegt

und an die Wartungsallee verschoben.

Die Arbeiten am neuen Groß-Speicher

neben der Autobahn laufen gerade auf

Hochtouren. Hier wird ein komfortabler

Taxispeicher für etwa 480 Fahrzeuge

errichtet. An der Wartungsallee wird auch

die dazugehörige Infrastruktur dauerhaft

geschaffen: Der neue Taxispeicher wird

künftig über genügend Aufenthaltsräume

und Gastronomie sowie über Freizeitmöglichkeiten

wie Schach oder Tischtennis verfügen,

um den Kolleginnen und Kollegen

die mitunter langen Wartezeiten so angenehm

wie möglich zu gestalten.

Damit die Zu- und Abfahrt vom geplanten

Taxispeicher so reibungslos wie möglich

erfolgen kann, wurde am Knoten West

eine Ampelanlage in Betrieb genommen.

So wird sichergestellt, dass der Taxiverkehr

sich mit anderen Verkehren nicht mehr als

nötig überschneidet. Die Anfahrt für Taxis

geht dann vom Knoten West über ein kurzes

Stück Südallee und dann ungefähr

einen Kilometer die Wartungsallee entlang

in Richtung Westen.

Während die große Aufstellfläche an der

Wartungsallee pünktlich bezogen werden

kann, wird es noch einige Zeit dauern, bis

die geplante Infrastruktur fertiggestellt ist.

Daher ziehen am 1. Dezember nicht nur die

Taxis vom GAT an den neuen Standort, sondern

auch die dortigen Container. Diese

werden die Aufgaben des Aufenthaltsgebäudes

bis zur endgültigen Fertigstellung

übernehmen. Beim Umzug wird darauf

geachtet, dass die Taxiversorgung nahtlos

gewährleistet wird. Die Anschlüsse für

Strom, Wasser und Informationstechnik

sind bereits fertig, sodass alles Benötigte

sofort angeschlossen und in Betrieb genommen

werden kann.

Damit sind die FMG und IsarFunk dem

Ziel eines zentralen und komfortablen Taxispeichers

an der Wartungsallee ein großes

Stück nähergekommen. Umzug und Ausbau

werden zwar noch einige Zeit in

Anspruch nehmen, doch das Licht am Ende

des Tunnels ist bereits zu sehen.

FOTO: FMG

18 NOVEMBER / 2018 TAXI


ISARFUNK TAXIZENTRALE

Mit dem neuen Großspeicher macht auch

das Taxigewerbe einen Schritt nach vorne.

Erstmals wird es direkt am Taxispeicher

Ladesäulen für Elektrotaxis geben. Ist die

Infrastruktur erst vollendet, dann hat das

Taxigewerbe hier eine dauerhafte Heimat

gefunden. Das ist zugleich auch ein Signal

an das Taxigewerbe. Der Flughafenbetreiber

FMG setzt auch in Zukunft auf das Taxi

als starken Partner, wenn es um die zuverlässige

und sichere Weiterbeförderung der

Fluggäste geht.

IsarFunk und FMG werden alles unternehmen,

um den anstehenden Umzug so

reibungslos wie möglich zu gestalten. Sollte

es auf technischer Seite zu kurzzeitigen

Engpässen kommen, dann sind genügend

Servicekräfte vor Ort, um die Taxiversorgung

am MUC zu gewährleisten. Ist das

Ziel – ein neuer und zeitgemäßer Taxi-

Großspeicher zwischen Südallee und Wartungsallee

– erst erreicht, dann ist nicht

nur der Flughafen München ein Stück

zukunfts fähiger geworden, sondern das

Taxi als moderner Dienstleister im digitalen

Zeitalter auch.

tb

FLUGHAFEN IM AUFWIND

Die Anzahl der Fluggäste stieg in den

ersten drei Quartalen um insgesamt

drei Prozent beziehungsweise fast

eine Million Reisende auf das neue

Rekordniveau von über 35 Millionen.

Die dynamische Verkehrsentwicklung

bescherte dem Airport allein im dritten

Quartal 2018 gleich mehrere neue

Höchstmarken: Mehr als 13 Millionen

Fluggäste sorgten für einen neuen

Quartalsrekord. Als neuer Spitzenmonat

geht der September 2018 mit

knapp 4,5 Millionen Fluggästen in die

Verkehrsstatistik ein. Zudem nutzten

am Freitag, 28. September, erstmals

über 170.000 Passagiere an einem

Tag Bayerns Luftverkehrsdrehscheibe.

Die Anzahl der Starts und Landungen

erhöhte sich in den ersten neun Monaten

um ein Prozent gegenüber dem

Vorjahr auf über 310.000.

Von den steigenden Passagierzahlen

profitiert auch das Taxigewerbe.

Schließlich bedeuten mehr Fluggäste

auch mehr potenzielle Fahrgäste. Ein

weiterer Grund für das Taxigewerbe,

eine professionelle und moderne

Dienstleistung verlässlich anzubieten.

SONNTAG, 23.09.2018

UBERS WUCHERPREIS

MIT GUTER LAUNE

KUNDEN GEWINNEN

Mit Silvia Sonnenstatter verstärkt seit diesem Frühjahr

ein typisches »Münchner Kindl« das Team von IsarFunk.

Mit dem Taxi würde diese

Fahrt zwischen 75 und

80 Euro kosten.

FOTOS: IsarFunk

Silvia kommt aus der Automobilbranche

und war bei Volkswagen in der

Handelsbetreuung im After-Sales-Bereich.

Silvia ist breit aufgestellt und

verfügt über viel Erfahrung im Bereich

Marktanalyse sowie in der Außendienststeuerung

und Verkaufsberatung.

Bei IsarFunk konzentriert sie

sich auf die Kundenbetreuung im Innen-

und Außendienst und natürlich

auf die Neukundengewinnung. Wir haben

sie ein wenig ausgefragt.

TAXI TIMES: Du bist ja in München

aufgewachsen. Was bedeutet für dich

München?

SILVIA: Ich verbinde München mit Tradition,

Wohlstand und Kultur. Ich bin

glücklich in München. München ist meine

Heimat und ich freue mich darüber, jetzt

zudem bei einem Münchner Unternehmen

zu arbeiten.

Was ist deine Aufgabe bei IsarFunk?

Ich mache Vertrieb, das heißt ich arbeite

mit Jürgen Dinter zusammen, betreue

bestehende Kunden und gewinne Neukunden.

Das sind Hotels, große Restaurants

und natürlich große Firmen in München.

Ich komme aus der Automobilbranche, wo

der Vertrieb recht anspruchsvoll ist. Das

kann ich gut aufs Taxigeschäft übertragen.

Aber hier ist es persönlicher.

Ist das etwas, was dich zu IsarFunk

hingezogen hat?

Ja, ein besonderes Stellenangebot mit

Raum für meine Persönlichkeit. Überhaupt

habe ich bei IsarFunk sehr engagierte Kollegen

mit hohem persönlichem Einsatz

kennengelernt. Es sind alles Kollegen, die

mich sehr herzlich und aufgeschlossen von

Anfang an aufgenommen haben. In der

Zentrale ist ein wirklich gutes Betriebsklima.

Ich freue mich auf jeden Tag dort.

Was hast du dir für IsarFunk vorgenommen?

Ich will vorhandene Geschäftsbeziehungen

festigen und weiter ausbauen. Das

Taxigeschäft steht unter Hochdruck, deshalb

will ich auch helfen, neue Geschäftsfelder

zu erarbeiten. Und natürlich

Firmenkunden gewinnen.

Magst du uns noch etwas über dich

privat verraten?

Ich bin 47 Jahre alt. Neben Taxi fahre

ich gern selbst mit dem Auto, Trambahn

und E-Bike. Mein Wohnviertel

ist München-Ramersdorf.

Bei schönem

Wetter fahre ich

am Wochenende

oft mit meinem

Cabrio in die

Berge oder

stöbere über

Trödel- und

Antikmärkte

in München

und Umgebung.

TAXI NOVEMBER / 2018

19


ERDGAS

Sieben plus vier: Trotz dritter Sitzbank

passt noch viel Gepäck in den Kofferraum.

Einige Münchner CNG-Tankstellen werden

von den Stadtwerken betrieben.

UMWELTSCHONEND

UND WIRTSCHAFTLICH

Der Volkswagen Caddy ist als Taxi in München nicht allzu präsent.

Dabei könnte er als Erdgas-Fahrzeug wirtschaftlich interessant sein.

Taxi Times hat deshalb einen Caddy

Maxi TGI BlueMotion mit CNG-Gasantrieb

getestet. Diese Antriebsvariante

hat beim Caddy schon eine lange

Tradition, denn bereits beim Vorgängermodell,

genauer seit 2006, gibt es den Caddy,

damals noch unter dem Label EcoFuel, als

Gasauto, mit dem man laut Volkswagen

Nutzfahrzeuge rund 50 Prozent der

Betriebskosten einsparen kann.

Die aktuellen Dieselpreise steuern

unaufhaltsam in Richtung 1,40 Euro pro

Liter Diesel, während der Kraftstoff CNG

steuerlich subventioniert bei ca. 1,15 Euro

pro Kilogramm steht. Hinzu kommt, dass

ein Kilo CNG im Vergleich zu einem Liter

Benzin die 1,5-fache Menge an Energie enthält.

Man muss nur eine Tankstelle finden,

die CNG, nicht zu verwechseln mit dem

Flüssiggas LPG, anbietet. In München stehen

inklusive Umland und Flughafen ein

gutes Dutzend Tankstellen mit Erdgaszapfsäulen.

Wo genau, dass lässt sich via Smartphone

, beispielsweise mit der „gibgas CNG

App“, jederzeit herausfinden.

CNG steht übrigens für Compressed

Natural Gas und war bislang immer als

Erdgas bekannt. Dieser Name soll aber

zunehmend in Vergessenheit geraten,

denn ein fossiler Brennstoff, welcher CNG

nun mal zum Teil auch ist, hat aus umwelttechnischer

Sicht keine gute Lobby. Aber

neben den günstigen Betriebskosten (siehe

oben) spricht eben genau die Umwelt für

den Kauf eines CNG-Caddy. Konkret sollen

rund ein Viertel des Kohlendioxids,

drei Viertel der Kohlenwasserstoffe, über

die Hälfte der Stickoxide und rund 35 %

weniger Ruß aus dem Auspuff des Caddys

kommen. Tankt man sogar nachhaltig hergestelltes

Biomethan, dann geht der CO2-

Ausstoß gegen null. Unterm Strich bietet

ein Gasauto also geringe Emissionen in Verbindung

mit geringeren Betriebskosten. Ein

Grund, den Caddy Maxi TGI BlueMotion

genauer anschauen.

FÄHRT SICH WIE EIN BENZINER

Interessanterweise sieht man auf den

ersten Blick nur einen Caddy Maxi mit

Taxipaket. Bis auf ein lautes Plopp beim

Anstellen der Zündung, was nach dem Öffnen

eines Ventils klingt, und einer zweiten

Tankanzeige im Armaturenbrett wird man

kaum Unterschiede finden. Das ändert sich

auch bei laufendem Motor nicht. Im Zweifel

fühlt sich der Caddy an wie ein klassischer

Benziner. Und gewissermaßen ist er

das ja auch, denn an der gewohnten Stelle

unter dem Tankdeckel sitzt, wie gehabt,

der Einfüllstutzen für Benzin, denn einen

Benzintank hat der Caddy weiterhin. Dieser

fasst ca. 13 Liter und soll für rund 200

zusätzliche Kilometer gut sein. Der Tank

ist notwendig, um bei schwierigen Witterungsverhältnissen

den Motor zu starten.

Gleichzeitig ist der Tank ein zusätzliches

Argument gegen die immer noch ganz

latent vorhandene Reichweitenangst. In der

Praxis merkt man davon allerdings nichts,

denn das Umschalten zwischen den beiden

Kraftstoffen geschieht vollautomatisch und

gänzlich unbemerkt.

Wenn auch der Caddy, oberflächlich

betrachtet, ein ganz normales Auto ist, so

hat Volkswagen doch viel dafür getan, damit

das Fahrerlebnis wie bei einem klassischen

Benziner ist. Unter dem eher funktionalen

Blechkleid steckt viel Entwicklungsarbeit.

Beispielsweise die Gastanks, aber auch

der Motor, genauer der Kurbeltrieb samt

Ventiltrieb und Zylinderkopf, wurden für

den Kraftstoff CNG modifiziert. Das ist notwendig,

weil CNG mit über 130 Oktan über

eine deutlich höhere Energiedichte im Vergleich

zu Benzin verfügt und deutlich heißer

verbrennt. Dies ist übrigens auch der

Grund, warum unser Testwagen doppelt

so oft zu einem Ölwechsel antreten muss

als ein Caddy ohne Gasantrieb. Durch die

hohen Verbrennungstemperaturen werden

die Additive im Motoröl vorzeitig in Mitleidenschaft

gezogen.

Im Testwagen werden dank Turboaufladung

aus 1,4 Litern Hubraum 110 PS Leistung

und 200 Nm Drehmoment geschöpft,

was zumindest auf dem Papier mehr als

ausreichend ist. Im realen Betrieb würde

man sich allerdings schon ein wenig mehr

FOTOS: Taxi Times

20 NOVEMBER / 2018 TAXI


ERDGAS

FOTO: MVG

Drehmoment wünschen. Zumal das sechsstufige

DSG-Getriebe kurze Beschleunigungen

mit Zurückschalten und einer hohen

Drehzahl quittiert.

TAXIPAKET AB WERK

Der Caddy Maxi kann mit einem Basis-Taxipaket

geordert werden. Darin ist die Vorbereitung

für einen Taxameter mit eine

Aufbaukonsole inklusive. Auf Wunsch ist

auch ein Spiegeltaxameter erhältlich. Alle

weiteren taxirelevanten Umbauten, wie der

Taxialarm, die Vorrüstung für das Taxischild

oder die Funkvorbereitung, können

oder besser müssen optional bestellt werden.

Die von uns getestete Langversion

unterscheidet sich vom klassischen Caddy

in erster Linie durch den um 470 Millimeter

gewachsenen Radstand. Der Längenzuwachs

kommt einer dritten Sitzreihe zugute,

die in unserem Testwagen zusätzlich

zwei Personen Platz bietet. Die wickelbare

Zusatzbank macht sich auf der Rechnung

mit 730 Euro netto zusätzlich bemerkbar,

ist aber eine sinnvolle Ergänzung.

Obwohl es bislang noch keine offiziellen

Zahlen für das Modelljahr 2019 gibt, soll

der Caddy Maxi TGI BlueMotion mit Taxipaket

und der fahrverbotssicheren Abgasnorm

Euro 6d-TEMP in der günstigsten

Conceptline Ausstattung bei 22.400 Euro

netto starten.

Bereits im Einstiegsmodell sind viele

Assistenzsysteme, wie beispielsweise die

City-Notbremsfunktion, eine Multikollisionsbremse

und die klassischen elektronischen

Stabilisierungsprograme, verbaut.

Interessant: Beim TGI BlueMotion gehört

die Müdigkeitserkennung bereits zur Standardausstattung.

Der Caddy Maxi TGI BlueMotion ist ein

Allrounder, der viel verspricht und viel halten

kann. Ein gutes Gefühl gibt auch die

inbegriffene Taxi-Garantie. Sie gilt bis zu

einer Laufleistung von 500.000 Kilometern,

verspricht im Schadensfall ein Ersatzfahrzeug

und versichert unter anderem

auch Komponenten der Gasanlage. Der vergleichsweise

geringe Anschaffungspreis in

Verbindung mit den günstigen Betriebskosten

und den guten Emissionswerten

machen den Caddy TGI Blue Motion zu

einem guten Gesamtpaket, welches ganz

individuell auf die Ansprüche jedes Taxiunternehmens

konfiguriert werden kann.


sg

ISARTIGER IN HELLELFENBEIN?

Eventuell eröffnet sich für Münchner Taxiunternehmer

ein weiteres Einsatzfeld für einen Caddy

Maxi CNG. Die MVG erprobt aktuell den Ride-

Sharing- Dienst Isartiger. Fahrgäste können am

Wochenende in den Abendstunden per App ein

Fahrzeug bestellen, das sie innerhalb eines definierten

Gebiets im Münchner Westen abholt oder

nach Hause bringt. Fahren mehrere Fahrgäste

zeit- und richtungsgleich, wird zusammengelegt.

Nach einer ersten Testphase soll der Betrieb

nun sowohl zeitlich als auch örtlich ausgeweitet

werden. Die MVG will dazu auch mit dem Taxigewerbe

zusammenarbeiten. Gespräche mit den

Taxizentralen laufen. Zum Einsatz kommt beim

Isartiger der Caddy Maxi CNG. Warum künftig

nicht auch in Hellelfenbein?

jh

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INKLUSIONSTAXI

INKLUSIONSTAXI:

EINSTIEG IN DIE

ROLLSTUHLBEFÖRDERUNG

»UNSER ZIEL IST DERSELBE

ROLLSTUHLFAHRER-

SERVICE WIE IN LONDON«

Horst Wiegand, 58 Jahre, und sein Geschäftspartner Max

Jung-Grundmann, 62 Jahre, sind Taxiunternehmer in München.

Kennengelernt haben sich die beiden vor rund drei

Jahren. Seitdem verfolgen sie die Vision, behindertengerechte

Taxis, sogenannte Inklusionstaxis oder auch barrierefreie

Taxis, zu betreiben. Der Start mit dem ersten Fahrzeug

ist geglückt. Über ihre bisherigen Erfahrungen und künftigen

Planungen sprechen die beiden in Taxi Times München.

TAXI TIMES MÜNCHEN: Herr Wiegand, Herr Jung-Grundmann,

Glückwunsch zu Ihrem ersten Inklusionstaxi. Wie kam es dazu?

HORST WIEGAND: Kennengelernt haben wir uns bei einer

Ausbildung zum Taxi-Guide. Ich wollte mein Geschäftsmodell

erweitern und auch Ausflugsfahrten mit dem Taxi anbieten.

Damals war ich noch Alleinunternehmer.

MAX JUNG-GRUNDMANN: Ich war zu dieser Zeit an einer

GmbH als gleichberechtigter Geschäftsführer

beteiligt. Wir haben bei den Kursen

zum zertifizierten Taxi-Guide der

Stadt München festgestellt, dass wir

beide Interesse an einem Konzept hatten,

um Menschen, die im Rollstuhl

sitzen, mit dem Taxi zu bedienen. So

kamen wir ins Gespräch.

WIEGAND: Die Idee ist uns wegen der Taxis in London, die alle

eine Rampe haben, um Rollstuhlfahrer mitnehmen zu können,

gekommen. Auch in New York gibt es das. Nur in München müssen

Rollstuhlfahrer meist zwei oder drei Tage vorab einen Fahrdienst

bestellen. Es besteht in München also ein akuter Mangel

für Rollstuhlfahrer, spontan ein Taxi zu bestellen.

Bleiben wir zunächst bei der Idee. Wie ging es weiter?

JUNG-GRUNDMANN: Wir wollten die Möglichkeit, Ausflugsfahrten

anzubieten, und die Idee, nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer

zu befördern, miteinander kombinieren.

WIEGAND: Da ich meinen Geschäftsbereich erweitern und das

Risiko teilen wollte, haben wir uns Ende letzten Jahres dann

zusammengetan und angefangen, alle nötigen Unbedenklichkeitsbescheinigungen

zu besorgen. Und im Juni 2018 haben

wir eine GbR gegründet.

»Der Umbau hat

fast 9.000 Euro

gekostet.«

Mit welchen Kosten muss man für so einen

Umbau rechnen?

WIEGAND: Eigentlich wollten wir uns anfangs

eines dieser neuen London-Taxis kaufen. Allerdings

haben die London-Taxis einen Elektroantrieb und einen

benzinbasierten „Range-Extender“ zur Verlängerung der

Reichweite, da der reine Elektroantrieb nur 110 Kilometer hergibt

und damit für ein Taxi im Schichtbetrieb nicht reicht. In

London werden diese Taxis übrigens gefördert. Das Umweltreferat

in München jedoch interessiert sich nicht für Inklusion und

London ist eine Weltstadt. Deshalb wird nur das reine Elektroauto

subventioniert. Mein Einwand, dass die Reichweite reiner

Elektrofahrzeuge, wie beim Nissan e-NV200, nicht ausreicht,

um Rollstuhlfahrten anzubieten, konnte nicht verfangen. Also

müssen wir jetzt, im Interesse des Umweltreferates, wieder Diesel

fahren. Wir haben uns einen Ford Tourneo Custom gekauft

und zum barrierefreien Taxi umbauen lassen. Das hat insgesamt

fast 9.000 Euro netto gekostet.

Das ist eine hohe Investition.

WIEGAND: Um ein Fahrzeug zum

Inklusionstaxi umbauen zu lassen,

braucht man aber mindestens einen

Hochdachkombi oder einen Bus.

JUNG-GRUNDMANN: Zudem haben

wir zu diesem Preis im hinteren Bereich

des Fahrzeugs auch noch zwei geräumige

Klappsitze einbauen lassen. Wir können unser Fahrzeug also

nicht nur zur Beförderung von Rollstuhlfahrern einsetzen, sondern

zusätzlich bis zu sechs Fahrgäste im regulären Taxibetrieb

befördern und stehen für Kombiaufträge bereit. Auch Senioren

können in dieses Taxi sehr bequem zusteigen.

Wie sieht es mit Zuschüssen aus?

WIEGAND: Rollstuhlfahrten sind von der Mehrwertsteuer

befreit. Im Dezember 2018 soll im Stadtrat über einen Entwurf

zur Förderung von Inklusionstaxis im Rahmen weiterer Maßnahmen

zur Umsetzung der UN-Menschrechtskonvention in

München entschieden werden. Der Entwurf wird aktuell von

einer Arbeitsgruppe unter der Federführung des Sozialreferats

ausgearbeitet. Was am Ende dabei herauskommen wird, ist

schwer zu sagen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich auch

erst in ein bis zwei Jahren realisiert, wenn die notwendigen

FOTO: Florian Osrainik

22 NOVEMBER / 2018 TAXI


INKLUSIONSTAXI

»Einen Zuschlag von

sechs Euro brauchen

wir unbedingt.«

Mittel im Haushalt

eingestellt sind.

Die Taxikommission steht

Inklusionstaxis positiv gegenüber.

Rückwirkend wird es allerdings keine Zuschüsse

mehr geben. Wir gehen also erst mal auf eigene Kosten voran.

JUNG-GRUNDMANN: Für uns war es ehrlich gesagt schon eine

Enttäuschung, dass sich in Sachen Förderung von Inklusionstaxis

in München bisher so wenig getan hat, denn eigentlich wird

das Thema schon länger verhandelt und wir haben auf eine frühere

Förderung gehofft. Wir sind aber trotzdem überzeugt von

unserem Modell.

Zuschüsse sind eine Sache, wie sieht es denn mit Zuschlägen

für die Beförderung von Rollstuhlfahrern aus?

WIEGAND: Dafür wäre eine Tariferweiterung dringend nötig.

Die Anfahrt muss entsprechend vergütet werden. Wir hoffen,

dass die Taxikommission im Dezember wenigstens einen

Zuschlag von sechs Euro für München genehmigt. Diesen

Zuschlag brauchen wir unbedingt; alleine das Rein- und Rausschieben

der Rampe und des Rollstuhlfahrers sowie das Angurten

dauert seine Zeit, und wenn man das ein paar Mal am Tag

macht, dann kann da leicht eine Arbeitsstunde zusammenkommen.

Fahrdienste nehmen übrigens eine Anfahrtspauschale von

16 Euro. Und wenn man bedenkt, dass wir viele Leerkilometer

zu erwarten haben, bis eine flächendeckende Bereitstellung

von Inklusionstaxis im Pflichtfahrgebiet hergestellt ist, dann

bräuchten wir diese 16 Euro auch.

Wer bedient die Mobilitätsbedürfnisse dieser Menschen bisher?

WIEGAND: Aktuell wird die Beförderung von Rollstuhlfahrern

hauptsächlich von Mietwagenunternehmern übernommen. Dieses

Geschäftsfeld hat unsere Branche bereits in den 90er-Jahren

verschlafen. So konnten sich Fahrdienste etablieren, um den

Bedürfnissen der Rollstuhlfahrer gerecht zu werden. Ein trauriges

Beispiel dafür, Wettbewerb aus Trägheit aus der Hand zu

geben.

Ein neuer Markt auch für Uber?

JUNG-GRUNDMANN: Durch Uber sind wir in der Entscheidung,

uns ein weiteres Geschäftsfeld zu suchen und ein Inklusionstaxi

zu betreiben, nur zusätzlich bestärkt worden.

WIEGAND: Der Markt mit Rollstuhlfahrten ist für Uber, alleine

wegen der Abrechnungsmodalitäten mit den verschiedenen

Kostenträgern, überhaupt nicht interessant. Uber bedeutet eine

Schwächung der Kommunen. Sogar in New York erkennt u

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TAXI NOVEMBER / 2018

23


INKLUSIONSTAXI

man mittlerweile, dass diese

Konzepte den öffentlichen Nahverkehr

nur kannibalisieren,

damit die kommunale Daseinsvorsorge

erschweren und zudem

die Straßen verstopfen. Nicht zu

vergessen die menschliche Not

und Verelendung von Taxi- und

Mietwagenfahrern und deren

Familien, auf welchen die ganze

Geschäftsidee angelegt ist.

Zurück zur Nachfrage. Was

tut die Stadt München, was

machen die Zentralen und

Verbände, um die Situation für

Der Umbau kostete knapp 9.000 Euro.

Rollstuhlfahrer in der Landeshauptstadt

zu verbessern?

WIEGAND: Es gibt eine Arbeitsgruppe Taxi des Behindertenbeirats.

Ich bin seit gut einem Jahr als Beauftragter von

IsarFunk für Inklusionstaxis und in Absprache mit dem Taxiverband

München TVM in dieser Gruppe vertreten. Unser Ziel

ist es, Rollstuhlfahrern in München denselben Service wie Rollstuhlfahrern

in London anzubieten. Ideal wäre dafür eine flächendeckende

Flotte von 80 bis 100 IsarFunk-Inklusionstaxis,

sodass auch für Rollstuhlfahrer eine übliche Anfahrtszeit von

zehn bis maximal 20 Minuten im ganzen Stadtgebiet realisiert

werden kann.

JUNG-GRUNDMANN: Über die Zentrale von IsarFunk können

die Kunden Konten zur Abrechnung der Fahrten eröffnen,

um den Prozess der Disposition

und Rechnungsstellung mit

den Kostenträgern auch für die

Unternehmer zu vereinfachen.

Insgesamt wollen wir der Branche

zeigen, dass in München

ein Bedarf an Inklusionstaxis

besteht und sich die Investition

auch rentiert. Außerdem hoffen

wir darauf, durch unser Beispiel

auch andere Unternehmer zu

motivieren, Inklusionstaxis in

die eigene Flotte aufzunehmen.

Euer Inklusionstaxi wird man

dann über IsarFunk bestellen

können?

JUNG-GRUNDMANN: Die Vermittlungskompetenz

und die administrativen Fähigkeiten von

IsarFunk würden wir gerne nutzen. Allerdings kann IsarFunk

wegen einem einzigen Inklusionstaxi diese Leistung nicht an

die große Glocke hängen. Wir würden eine Nachfrage hervorrufen,

die wir nicht befriedigen könnten, und womöglich Kunden

enttäuschen. Jedoch eines ist klar: Elektrofahrzeuge und Inklusionstaxis

sind ein Weg in die Zukunft, den wir gerne gemeinsam

gehen möchten.

Dann wünschen wir viel Erfolg.

Das Interview führte Florian Osrainik.

FOTO: Florian Osrainik

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SERVICE

Werbeslogan der Mr.-Wash-Tankstelle in der Landsberger Straße.

WANN IST TANKEN

IN MÜNCHEN BILLIG?

Kleinere Anbieter sind oft preiswerter

als große Marken, wie die Sprint-Tankstelle

in der Situlistraße es täglich vormacht.

An den Tankstellen gehen die Kraftstoffpreise rauf

und runter. Doch da steckt System dahinter. Wir

verraten, wann Tanken am günstigsten ist.

Noch vor einigen Monaten war es

einfacher: Gegen Ende der Tagschicht

ging der Dieselpreis runter.

Da konnte man zuschlagen und auf dem

Rückweg zur Firma oder nach Hause preisgünstig

tanken. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Wer jetzt an billigen Sprit rankommen

will, der muss sich früher auf den Weg an

die Zapfsäule machen.

ADAC-Experten haben die Preisschwankungen

im Tagesverlauf an 14.000 Tankstellen

in ganz Deutschland verfolgt. Dabei

wurde klar: „Die Zeiten, in denen die Autofahrer

sich darauf verlassen konnten, dass

die Kraftstoffpreise nachts am höchsten sind

und im Lauf des Tages bis zum Abend kontinuierlich

sinken, sind fürs Erste vorbei.“

Gleich geblieben ist der vergleichsweise

hohe Preis morgens zwischen 6 und 9 Uhr,

eben dann, wenn die meisten Berufstätigen

auf dem Weg zur Arbeit tanken. Hier liegt

der Preis im Schnitt sechs Cent über dem

Tagesmittel. Neu hinzugekommen sind

zwei Preisanstiege zwischen 12 und 15 Uhr

sowie 17 und 19 Uhr. Den billigsten Kraftstoff

hingegen gab es von 15 bis 17 Uhr und

noch einmal von 19 und 22 Uhr. Danach

ziehen die Preise wieder an.

Aus eigener Beobachtung der

Taxi Times- Redaktion München können

diese Beobachtungen bestätigt und ergänzt

werden. Schließlich sind die vom ADAC

genannten Billig-Zeiten Durchschnittswerte.

Manche Mineralöl-Konzerne erhöhen

auch zu anderen Zeiten ihre Preise. Am

meisten sparen konnten Autofahrer jedoch

regelmäßig gegen 11 Uhr. Zudem weisen

oft auch Tankstellen verschiedener Anbieter

in unmittelbarer Nähe zueinander Preisunterschiede

von mehreren Cent auf.

Deshalb lohnt es oft, nicht gleich beim ersten

Angebot zuzuschlagen.

Generell rät der ADAC dazu, Preise vor

dem Tanken zu vergleichen. Helfen kann

dabei eine App, die aktuelle Benzinpreise

anzeigt, wie zum Beispiel die vom ADAC.

Außerdem gibt es in München einige Tankstellen,

die bekannt dafür sind, den ganzen

Tag über günstig zu sein. Wer Preise vergleicht

und nur zu Niedrigpreiszeiten

tankt, kann so die eigenen Kraftstoffkosten

senken, also Geld sparen.

tb

DIE GÜNSTIGSTEN TANKSTELLEN

DER STADT (AUSWAHL)

V-Markt Balanstraße

Balanstr. 50 | 81541 München

Montag–Samstag 6–20 Uhr

Tankstelle Hamberger Großmarkt GmbH

Friedenstr. 16 | 81671 München

Täglich 24 Stunden (Tankautomat!)

HEM

Grünwalder Str. 112 | 81547 München

Montag–Samstag 6–23 Uhr

Sonntag und Feiertag 7–23 Uhr

Mr. Wash

Landsberger Str. 426 | 81241 München

Montag–Samstag 9–19 Uhr

Sonntag 12–18 Uhr

Sprint

Situlistr. 36 | 80939 München

Montag–Freitag 5–22, Samstag–Sonntag 7–22 Uhr

FOTOS: Tom Buntrock

DAS AUTOHAUS FÜR TAXIFAHRZEUGE

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TAXI NOVEMBER / 2018

25


QUERSCHAU

44

WEICHEN-

STELLER ALS

VORARBEITER

Wird das PBefG demnächst geändert? Und wenn ja,

wie viel Deregulierung wird eingebaut?

Die überregionale DACH-Ausgabe der Taxi Times

zeigt 44 Bundestagsabgeordnete, die maßgeblich

an der Vorbereitung beteiligt sind.

Sie kommen aus allen im Bundestag

vertretenen Parteien und sind

ordentliche Mitglieder im Ausschuss

für Verkehr und digitale Infrastruktur,

jenem Gremium, das sich mit

den Anpassungen des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) an die neuen digitalen

Möglichkeiten beschäftigen wird. Das

bekannteste Mitglied dürfte deren Vorsitzender

Cem Özdemir von den Grünen sein.

Seine Stellvertreterin Daniela Kluckert von

der FDP dagegen hat bisher wenig Kenntnis

und leider noch weniger Verständnis

für die Taxibranche geäußert. Als großer

PBefG-Experte aus den Reihen der CDU gilt

Michael Donth. Sein Wort dürfte unter den

15 Ausschuss-Mitgliedern der CDU/CSU-

Fraktion großes Gewicht haben. Donth hat

genau verstanden, wie wichtig auch für den

Kundenschutz und den ÖPNV ein PBefG

mit klaren Regeln ist.

Die Ausschuss-Sprecherin Kirsten Lühmann

von der SPD sieht das ganz ähnlich,

das machte sie erst kürzlich während einer

Veranstaltung des Taxi-Bundesverbands

BZP deutlich. Die SPD wolle in Sachen

Änderung des PBefG keine Deregulierung,

machte sie vor Vertretern des Taxigewerbes

klar. „Wir sind nicht diejenigen, die einer

Liberalisierung das Wort reden und soziale

Standards abschaffen wollen. Wir wollen

kein freies Spiel der freien Kräfte, wir stehen

für ein gesundes Geschäftsmodell, das

vernünftige Löhne und Arbeitsplätze

schafft.“ Bei diesem „Wir“ bezog Frau Lühmann

explizit auch die CDU/CSU-Fraktion

und die Grünen mit ein. Überzeugen müsse

man eher die Vertreter der anderen

Parteien, meinte Frau Lühmann.

An dieser Überzeugungsarbeit kann

sich jeder Taxiunternehmer und Taxifahrer

beteiligen. Am besten, indem man den

direkten Kontakt zu den Abgeordneten aus

dem eigenen Wahlkreis aufnimmt. Deshalb

sind in der aktuellen DACH-Ausgabe der

Taxi Times alle Namen der Verkehrsausschuss-Mitglieder

der demokratischen Parteien

mitsamt den Adressen und

Kontaktdaten des jeweiligen Wahlkreisbüros

numerisch nach dem Postleitzahlgebiet

aufgelistet, in dem sich der jeweilige

Wahlkreis des Politikers befindet.

Die schlechte Nachricht aus Münchner

Sicht: Kein Verkehrsausschuss-Mitglied der

koalitionsfähigen Parteien hat in der bayerischen

Landeshauptstadt seinen Wahlkreis.

Andreas Wagner von den Linken ist

in Geretsried erreichbar, Daniela Ludwig

und Florian Oßner, beide CSU, kommen aus

Rosenheim bzw. Landshut. Nur einer

kommt zumindest aus dem Münchner

Umland (Unterhaching). Er ist allerdings

ein Mitglied der AfD, jener Partei, die während

der Münchner Taxi-Demo in der Ludwigstraße

ungefragt Flyer mit Parolen an

an die Scheibenwischer jedes Taxis

klemmte und damit ausgerechnet bei jener

Zielgruppe um Stimmen warb, die wie

kaum eine andere Branche für gelungene

Inte gration und Multikulti steht. jh

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH,

Frankfurter Ring 193 a

80807 München, Deutschland

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 91

Fax: +49 (0)89 / 215 48 30 79

E-Mail: info@taxi-times.taxi

Internet: www.taxi-times.taxi

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann

Bankverbindung

Stadtsparkasse München

BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828

IBAN: DE 8970 1500 0010 0317 3828

BIC: SSKMDEMM

UST-ID: DE293535109

Handelsregister: Amtsgericht München

HRB 209524

Redaktion (tt)

V. i. S. d. P.: Jürgen Hartmann (jh),

Simon Günnewig (sg),

Philipp Rohde (prh)

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Tom Buntrock (tb), RA Daniel Herbst (dh),

Thomas Müller (tm), Florian Osrainik (fo)

Grafik & Produktion

Katja Stellert (Artdirektion),

Martina Jacob,

Iris Lutterjohann,

Raufeld Medien GmbH,

Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30 695 665 936

Anzeigenleitung, Online-Verkauf

und Vertrieb

Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.taxi

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 92

Fax: +49 (0)89 / 14 83 87 89

Druck

Druckteam, Maik Roller & Andreas Jordan

GbR,

Gustav-Holzmann-Str. 6, 10317 Berlin

Erscheinungsweise 6 x pro Jahr

Heftpreis 3,50 €, ISSN-Nr.: 2367-3850

Weitere Taximagazine aus dem Verlag:

Taxi Times DACH

Taxi Times Berlin

Die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co KG

und der Taxiverband München e. V. (TVM)

bekommen in Taxi Times München eigens

gekennzeichnete Mitteilungsseiten,

für deren Inhalte die beiden Genannten im

Sinne des Presserechtes selbst verantwortlich

sind.

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ermittelten Werte für die Fahrzeuge aber leider noch nicht mitteilen, sondern nur die aktuellen NEFZ-Werte. Sobald uns die offiziellen Verbrauchs- und CO2-Emissionswerte nach dem neuen Prüfzyklus WLTP für die

neuen Modelle vorliegen, werden wir Sie im Falle einer Bestellung unverzüglich unterrichten. Für den Fall, dass Sie die Lieferung eines Fahrzeugs des neuen Modells nicht wünschen, bieten wir Ihnen an, innerhalb

von 14 Tagen nach Mitteilung der Werte vom Vertrag zurückzutreten. Details erklärt Ihnen unser Verkaufsteam.

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- Start-Stopp-System

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