Tassilo, Ausgabe Januar/Februar 2019 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

tassilo2

Ausgabe 22

Januar / Februar 2019

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Rockafox, fotolia

Dampfersteg Starnberg

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Skitouren-Trend

Durch unberührten Schnee

Auf der Roten Couch

Die Landrätin im Interview


POLIER SEPP

Hinter den Kulissen von M.Haseitl „Aufmaß“

Mit dem Aufmaß ermitteln wir unsere Bauleistung. Gemeinsam mit dem Bauherren schreiben wir alles auf. So erhalten wir

die Basis für unsere Abrechnung. Unsere Spezialisten auf der Baustelle und im Büro stellen sicher, dass alles exakt stimmt.

Wir eröffnen Freiräume

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M. HASEITL

M.Haseitl

Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG

Dießener Straße 12

86956 Schongau

Tel. 08861-2351-0


Rasant ins neue Jahr

Wissen Sie, liebe

Leser, was 36000

Kilometer vom Tassiloland

entfernt

passiert? Die Weltraumfunker

aus der

Lichtenau sind mit

Satelliten und Sonden

verbunden, die

tatsächlich tsäc

so unvorstell-

bar weit von der Erde stationiert

iert

sind – und mit Geschwindigkeiten von bis

zu 30000 Kilometern pro Sekunde um uns kreisen.

Martin Häusler erklärt das breite Aufgabenspektrum

der Satellitenbodenstation des Deutschen Zentrums

für Luft- und Raumfahrt – von Krisenintervention bis

„auf eine andere Bahn“ lenken. Um hohe Geschwindigkeiten

dreht sich auch das Leben von Jan Kasperlik

aus Huglfing. Der Elektroingenieur gründete

vor rund sechs Jahren ein eigenes Motorsport-Team.

Inzwischen ist „Allied-Racing“ derart erfolgreich und

professionell aufgestellt, dass Kasperlik und sein

Team eine deutschlandweit einzigartige Sonderstellung

bei Porsche genießen. Wir berichten ausführlich

über Gründung, Entwicklung und Ziele des umtriebigen

Mannes neben der Tankstelle. Sein eigenes

Ding macht seit Kurzem auch Martin Goldhofer aus

Dürnhausen. Der junge Musikant hat das seltene

Handwerk des Metallblasinstrumentenbauers gelernt.

Und weil er aus dem engeren Freundes- und

Bekanntenkreis immer mehr Anfragen bekam, nahm

er all seinen Mut zusammen und wagte den Schritt in

die Selbstständigkeit. Sein Können hat sich in kurzer

Zeit weit über seinen Bekanntenkreis hinaus herumgesprochen.

Inzwischen baut er sogar Trompeten und

Flügelhörner für Profimusiker aus dem Weinviertel.

Ein Profi in Sachen Bergsport ist Robert Mayer aus

Antdorf. Der Bildungsreferent des Deutschen Alpenvereins

hat uns verraten, warum Skitouren seit Jahren

immer beliebter werden bei Jung und Alt. Vor

zehn Jahrzehnten setzte sich mit dieser boomenden

Trendsportart definitiv niemand auseinander. Auch

nicht die Bürger aus Peißenberg, die heuer allen

Grund zum Feiern haben: 100 Jahre Markterhebung.

Wir haben für Sie, liebe Leser, in die Chronik des vom

Bergbau geprägten Ortes östlich des Hohen Peißenbergs

geblickt und einige interessante Anekdoten in

Erfahrung gebracht. Nicht weniger aufregend war

die Führung durchs Innovationsquartier in Murnau –

ein Ort zum Austoben für kreative Köpfe, die sich mit

einem Start-up selbstständig machen möchten. Sich

körperlich austoben müssen sich bei wirklich jedem

Wetter die fleißigen Männer der Müllabfuhr. Wir

haben ein eingespieltes Team auf einem Teil ihrer

1 200-Tonnen-Tour begleitet. Unter anderem an diesem

Tag gesammelt wurde in Wilzhofen, dem Wohnort

von Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Wir haben

die CSU-Politikerin diesmal auf die Rote Couch gebeten

und mit ihr über Großprojekte, Ziele sowie

Wünsche für den Weilheim-Schongauer Landkreis

gesprochen. Außerdem verriet uns die Powerfrau,

ob sie bei der Kommunalwahl 2020 wieder antreten

wird, und warum sie ihren Ehemann in Namibia

geheiratet hat. Apropos: Neben Gewinnspielen,

großem Veranstaltungskalender und vielen weiteren

interessanten Themen haben wir einen kleinen

Hochzeits-Sonderteil verpackt. Viel Glück in der Ehe,

viel Spaß beim Lesen und einen guten Start ins neue

Jahr wünscht Ihnen

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Pures Glück und große

Dankbarkeit — die Faszination

des Skibergsteigens

Seite 6

„Allied-Racing“ aus

Huglfing: Motorsport-Profis

im 385-PS-Porsche

Seite 9

Nehmen Sie Platz: Die

Landrätin Andrea Jochner-

Weiß auf der Roten Couch

Seite 14

Weltraumfunker aus der

Lichtenau — Deutsches Zentrum

für Luft- und Raumfahrt

Seite 16

Handgemachte Flügelhörner

aus Kupfer, Messing und Silber

bei Martin Goldhofer

Seite 18

Akrobatik an der

Edelstahlstange — Poledance

im Murnauer Kemmelpark

Seite 28

Wie Phoenix aus der Asche?

Softballsport soll in Peißenberg

reanimiert werden

Seite 34

Kreativ und ein Ort

zum Netzwerken: das

Innovationsquartier

Seite 36

1 200 Tonnen an nur

einem Tag — die fleißigen

Männer der Müllabfuhr

Seite 42

Exzellente Musik mit Blick

auf die Osterseen bei den

Iffeldorfer Meisterkonzerten

Seite 50

Gemeinde Peißenberg feiert

100 Jahre Markterhebung mit

Festwoche im Juni

Seite 56

Wie gründe ich einen

Verein? Mit sieben

Mitgliedern zum Notar

Seite 58

Eheversprechen auf den

Malediven: Frank Bärwaldt

ist freier Trauredner

Seite 63

Guten Rutsch ins neue Jahr!

Unsere Veranstaltungstipps für

Januar und Februar

januar / februar 2019 | 3


Die Faszination des Skibergsteigens

„Pures Glück

und große Dankbarkeit“

Antdorf | Schnee dämpft den

Schall. Und die Natur schläft über

die kälteste Zeit des Jahres ohnehin.

Deshalb faszinieren Robert

Mayer Winterlandschaften seit jeher

in besonderem Maße. Vor allem

dann, wenn er der erste ist am

Berg, die Skitour mit Anbruch der

Dämmerung beginnt und er seine

ganz eigene Linie in den unberührten

Hang spuren kann. „Diese

Stille, die der Schnee ausstrahlt,

diese Nähe zur Natur, diese Nähe

zur Schöpfung, das alles hast du

im Sommer in dieser Form nicht

und ist schlichtweg unbeschreiblich.“

Und sicherlich einer der

Hauptgründe, warum seit vielen

Jahren immer mehr Menschen sich

eine Skitourenausrüstung kaufen,

um sich auch abseits gesicherter

Pisten bewegen zu können. Statistische

Zahlen unterstreichen

den anhaltenden Boom des Skibergsteigens.

Allein von Seiten

Hinweistafeln zeigen auf, welche Fleckerl am Berg aus

Tier- und Naturschutzgründen für Menschen tabu sind.

des Alpenvereins waren im Winter

2016/2017 ein Viertel aller Mitglieder

deutschlandweit auf Skitouren

im freien Gelände unterwegs. „Bei

1,3 Millionen Mitgliedern ist das

eine enorm hohe Zahl“, sagt Robert

Mayer. Tendenz steigend. Wer

die richtige Gehtechnik beherrscht

und in eine flüssige Bewegung

kommt, erreicht einen schier meditativen

Zustand. „Auch das habe

ich in dieser Intensität beim Sommerbergsteigen

nicht.“ Allerdings

machen insbesondere Anfänger

häufig den Fehler, den Ski unnötig

hoch und nach vorne zu heben.

„Richtig ist, den Ski so plan wie

möglich auf der Schneeoberfläche

gleiten zu lassen.“ Ziehen, schieben,

ziehen, schieben. Außerdem

sollte die Steighilfe erst dann zum

Einsatz kommen, wenn sie auch

wirklich gebraucht wird – ab rund

30 Grad Hangneigung, aber nicht

im Flachen.

Immer den

Lawinenlagebericht lesen

Robert Mayer, 64, stammt aus

Penzberg und wohnt in Antdorf. Als

Ausbildungsleiter beim Deutschen

Alpenverein sitzt er im Büro der

DAV-Zentrale in München und ist

Kopf eines Lehrteams, das jährlich

4 500 aktive DAV-Mitglieder in 500

Kursen zu Trainern aus- und weiterbildet.

Darüber hinaus arbeitete

er viele Jahre als Berg- und Skiführer,

kennt somit die Bandbreite

des Skibergsteigens aus dem Effeff,

sagt aber nach wie vor: „In diesem

Sport lernst du nie aus.“ Stichwort

Restrisiko, Stichwort Lawinengefahr.

„Je älter und erfahrener, desto

vorsichtiger bin ich geworden.“

Robert Mayer hatte zwei, drei Mal

mehrere Schutzengel auf seiner

Seite, als sich vor ihm der komplette

Hang gelöst hatte, die Lawine

bis ins Tal gerauscht ist. „Das A

und O einer Skitour ist deshalb die

Planung, die immer nach dem aktuellen

Lawinenlagebericht erfolgen

muss.“ Der ist täglich ab 7.30

Uhr unter beispielsweise www.

alpenverein.de abrufbar – auch

für Österreich, Frankreich, Südtirol

und die Schweiz. Darüber hinaus

muss eine Skitour dem Können des

Protagonisten angemessen sein.

Mayers Tipp an dieser Stelle: „Gemütlich

losgehen.“ Und sich von

fitteren Sportlern nicht unter Druck

setzen lassen, sondern seinem

Tempo treu bleiben. „Auspowern

kann ich mich die letzten 200 Meter

immer noch.“ Durchgeschwitzt am

Gipfel angekommen, sind trockene

Wechselklamotten ein Muss –

Merinowolle wärmt, transportiert

den Schweiß nach außen und

fängt nicht an zu müffeln. „Dieses

Naturprodukt hat sich mittlerweile

durchgesetzt.“ Ansonsten ist das

klassische Zwiebelprinzip zu empfehlen.

Und in Sachen Material?

„Der Schuh

muss passen“

Die Auswahl an Skiern ist mittlerweile

riesig. Einsteigern sei

ein Allrounder mit rund 85 bis 90

Millimeter Mittelbreite und einer

Länge bis zur Nasenspitze ans Herz

4 | tassilo


Diese Tourengeher beherrschen h die Gehtechnik h lehrbuchreif, h indem sie

die Skier plan auf der Schneeoberfläche ziehen und schieben.

gelegt. Pin-Bindungen sind inzwischen

der Standard, funktionieren

in Sachen Halt und Auslösung immer

besser. „Am wichtigsten ist der

Schuh, der zu 100 Prozent passen

muss“, sagt Robert Mayer. Für Skier,

Felle, Schuhe, Stöcke und Harscheisen

sind mindestens mehr als

1 000 Euro notwendig – nach oben

sind kaum Grenzen gesetzt. Hinzu

kommt die für Abseits-Tourer

unerlässliche Lawinen-Grundausrüstung

mit LVS-Gerät, Schaufel

und Sonde. „Im Falle eines Unfalls

kann es ohne Lawinen-Ausrüstung

zu rechtlichen Problemen kommen.“

Empfehlenswert ist für die

Abfahrt auch ein Helm, den Robert

Mayer insbesondere bei schneearmen

Wintern und im felsgeprägten

Hochgebirge aufsetzt. Was beim

Sturz gegen einen Fels passieren

kann, hat der schreckliche Skiunfall

von Michael Schumacher gezeigt.

Grundsätzlich aber ist die Abfahrt

im Rahmen einer Skitour nicht nur

die Krönung, sondern auch der

verdiente Lohn für körperliche Anstrengung

und frühes Aufstehen.

Robert Mayer spricht beim Hineinfahren

in einen unberührten Hang

von „purem Glücksgefühl und großer

Dankbarkeit, so etwas Geniales

erleben zu dürfen“. Eines seiner

Lieblingsgebiete zum Skibergsteigen

seien die Gipfel rund um die

Franz-Senn-Hütte bei Neustift im

Stubaital. Sein Lieblingsberg ist das

Finsteraarhorn, mit 4 274 Metern

höchster Berg in den Berner Alpen,

Schweiz. „Der ist hoch, sportlich

anspruchsvoll und wahnsinnig abwechslungsreich.“

Geführte Touren für

Einsteiger

Anfänger sollten sich zum Gewöhnen

an Ausrüstung und Gehtechnik

zunächst in sicherem Gelände

aufhalten. Pistentouren auf

Kolbensattel und Hörnle eignen

sich hierfür ideal. Erste sanftere

Abseits-Touren eigenen sich auf

Herzogstand, Pürschling oder Tegelberg,

wo zum Teil alte Skipisten

gute Abfahrtsmöglichkeiten vorgeben.

Weitere Steigerungen sind

Scheinbergspitze oder Hochplatte

in den Ammergauer Alpen. Unabhängig

davon rät Robert Mayer

jedem Einsteiger, sich Menschen

mit Erfahrung anzuschließen. Das

können Männer und Frauen aus

dem Freundes- und Bekanntenkreis

sein. Das können geführte

Einsteiger-Skitouren über Alpenvereins-Sektionen

sein. Oder Touren

mit professionellen Skiführern

aus anerkannten Schulen – die

teuerste Variante. Darüber hinaus

existiert inzwischen sehr viel gutes

Wissen zum Thema Skibergsteigen

und Lawinengefahr, gut

aufbereitet verpackt in Büchern

und Videos. Auch hierfür ist die

Internetseite des Deutschen Alpenvereins

eine gute Adresse. „Genau

das ist nämlich unsere Aufgabe –

bergsportbegeisterten Menschen

gutes Rüstzeug an die Hand zu

geben.“ Denn nur wer weiß, was

er in welchem Gelände bei welcher

Schneelage zu tun hat, kann

die Stille unberührter Hänge auch

wirklich in vollen Zügen genießen.

Dazu gehört übrigens auch die

richtige Technik beim Abfahren

im Tiefschnee – nicht zu langsam

und stets in zentraler Position über

dem Ski.

js

Die Krönung Kö beim Skitouren ist itdefinitiv iti die Abfhtd Abfahrt durch unberührten

üht

Pulverschnee — Rücklage verboten!

MINIMAL INVASIVE

ENDOSKOPISCHE UND

MIKROCHIRURGISCHE

VERFAHREN AN DER

WIRBELSÄULE

Mittwoch, 16. Januar 2019,

um 19.00 Uhr

REFERENTEN

Dr. Dominik Bengel, Ltd. Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie

Dr. Barbara Kulmer, Oberärztin Wirbelsäulenchirurgie

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bahnhofstraße 5

82327 Tutzing

104.

Tutzinger

Patientenforum

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-280.

januar / februar 2019 | 5


„Allied-Racing“ – Rennstall aus Huglfing

Motorsport-Profis im 385-PS-Porsche

Huglfing | Mai 2016 im französischen

Pau, Rennwochenende in

der europaweiten Klasse GT4: Jan

Kasperlik sitzt in seinem knapp

400 PS starken BMW und zeigt

der Konkurrenz sprichwörtlich, wo

der Hammer hängt. Mit reichlich

Vorsprung gewinnt er nicht nur das

Rennen am Samstag, sondern fährt

auch am Sonntag mit Abstand auf

die Verfolger als Erster über die

Ziellinie. „Obwohl unsere Achse

gebrochen war, der Stoßdämpfer

gebrochen war und ich reichlich

Öl verloren habe.“ Spätestens an

diesem Tag war nicht nur Kapserlik

selbst, sondern auch der Konkurrenz

sowie Experten klar: Dieser

aus Tauting bei Huglfing stammende

Elektro-Ingenieur zählt zu den

besten und willensstärksten GT4-

Rennfahrern Europas. Heute ist Jan

Kasperlik 39 Jahre alt, frischgebackener

Vater, Inhaber seines Ingenieur-Büros

AudioCoustic, Inhaber

eines professionellen Motorsport-

Teams und Inhaber der Huglfinger

Kfz-Werkstätte – die dazugehörende

Tankstelle betreibt seine

Ehefrau. Auf die Frage, wie er das

alles unter einen Hut bringt, winkt

er grinsend ab und sagt: „Eigentlich

war mein Ziel immer nur, mein

Hobby, das Rennen fahren, kostendeckend

betreiben zu können.“ Das

sich sein Rennstall namens „Allied-

Racing“ in weniger als sechs Jahren

derart professionell entwickelt,

mittlerweile mehrere Fachkräfte

hierfür Vollzeit arbeiten, „ist natürlich

der absolute Wahnsinn“.

Doppelsieg in veraltetem

Unfallwagen

Gegründet wurde „Allied-Racing“

(www.allied-racing.com) Ende

Dezember 2012 von Jan Kasperlik,

Dietmar Lackinger aus Österreich

und Marco Hürbin aus der Schweiz.

Drei Motorsport-Verrückte, die zunächst

alles selber machen: Fahren,

Tunen, Reparieren. Sie starten

in der 325er BMW-Challenge, eine

in der Szene angesehene Motorsportklasse

für Amateur-Rennfahrer.

Ganz vorne in jedem Rennen:

Mindestens einer von den Dreien,

die tatsächlich in jedem Rennen

entweder gewinnen, auf dem Podium

stehen oder zumindest in den

Top10 landen – und das bei rund 40

Startern. Sowohl die Meisterschaft

2012 als auch 2013 geht an „Allied-

Racing“. Dann steigt Marco Hürbin

aus, weil ihm die Sache zu professionell

und damit zu viel wird. Jan

Kasperlik und Dietmar Lackinger

bleiben dabei, fahren 2014 alles in

Grund und Boden, gewinnen die

Rennen reihenweise mit mehr als

einer Minute Vorsprung und werden

aufgrund dieser Überlegenheit –

kein Witz – aus dieser Rennserie

mitten in der Saison ausgeschlossen.

Was tun? „Dann haben wir

einen BMW-Unfallwagen aus dem

GT4 Reglement gekauft und so akribisch

auf Vordermann gebracht,

damit er in der GT4-Serie konkurrenzfähig

ist.“ GT4 ist die vierthöchste

Klasse in der Gran-Turismo-Kategorie,

die Amateurfahrern

einen vergleichsweise günstigen

Einstieg in den semiprofessionellen

Motorsport ermöglicht. Besonders

hervorzuheben: Vergleichstests

sorgen dafür, dass alle am Start

stehenden Autos technisch auf

ähnlichem Niveau sind, sodass für

die Fahrer absolute Chancengleichheit

besteht, es wirklich auf fahrerisches

Können ankommt.

Beim GT4-Debüt aufs

Stockerl

Gleich beim GT4-Debüt in Monza

rast Jan Kasperlik mit Dietmar Lackinger

auf Rang drei, was letztlich

erneut den Auftakt in eine erfolgreiche

Saison bedeutet. Die darauffolgende

Rennsaison 2015 entpuppt

sich allerdings als „brutales Lernjahr

für uns, in dem wir aufgrund

vieler technischer Probleme nix

gerissen und einen Punkt erreicht

haben, an dem unser Wissenskreis

ausgeschöpft war, wir professionelle

Hilfe brauchten“. Thomas

Schiemann, selbst ein ehemaliger

Tourenwagen-Fahrer, nimmt auf

Kasperliks Wunsch „Allied-Racing“

unter die Lupe und stellt fest: Jan

Kasperlik und Dietmar Lackinger

funktionieren als Fahrer ganz hervorragend,

nur an diesem BMW

müsse man in Sachen Fahrwerks-

Tuning jede Menge in Angriff nehmen.

Mit Profi Schiemann schließlich

fest an Bord, stellt Jan Kasperlik

Denke und Arbeitsweise komplett

um, bereitet sich und das Team –

inzwischen auch ohne Dietmar

Lackinger – intensiv auf die neue

Saison 2016 vor. Resultat: Während

alle anderen Starter mit maximal

drei Jahre alten Autos und Wipp-

Schaltung (Paddle-Shift-Schaltung

am Lenkrad) in die Saison gehen,

In Action: Die Mechaniker von „Allied-Racing“ beim Boxenstop, der ähnlich

wie bei Formel 1-Rennen blitzschnell vonstatten geht.

6 | tassilo


Schon aufgefallen? Diese monströsen 40-Tonner stehen an rennfreien Tagen

neben der Tankstelle an der Hauptstraße in Huglfing.

fahren Kasperlik und Teammitglieder

nach wie vor mit ihrem neun

Jahre alten Handschalter, dem

Langstrecken-GT4-Unfallwagen von

BMW. Und feiern unter anderem

trotzdem diesen phänomenalen

Doppelsieg im französischen Pau –

der Erfolgs-Wahnsinn mit gebrochener

Achse und gebrochenem

Stoßdämpfer.

Problemauto zum

Siegfahrzeug gemacht

Wenige Wochen nach diesem Fingerzeig

ruft Porsche an, möchte

„Allied-Racing“ als Team gewinnen.

Jan Kasperlik zögert nicht

lange, sagt zu und steigt noch

während der Saison von BMW auf

Porsche um. Zwei Rennen vor Saisonende

kämpft Kasperlik gegen

einen Franzosen sogar um den

Gesamtsieg in der Europameisterschaft

– alle anderen sind bereits

abgeschlagen. Im allerletzten Rennen

dieser Saison müsste Kasperlik

nur einen Platz vor dem Franzosen

landen. Resultat: Nach 20 Fahrsekunden

wird der Huglfinger –

ausgerechnet von einem anderen

Porschefahrer, der noch dazu mit

Ersatzteilen von „Allied-Racing“

an den Start geht – abgeräumt und

in die Bande zwischen Strecke und

Boxengasse gedrückt. Kasperlik

übersteht den Unfall unverletzt –

mit 180 Stundenkilometern in die

Mauer – und ist auch nur kurze

Zeit stinksauer. Denn Porsche ist

begeistert vom Wissen, Können

und Ehrgeiz des Huglfingers. So

geht „Allied-Racing“ 2017 mit zwei

Rennautos von Porsche, einem 40

Tonnen Sattelschlepper für Autotransport,

Ersatzteile, Zelten und

vielem mehr sowie einem 17-köpfigen

Team – vier Fahrer, sechs

Mechaniker, ein Renn-Ingenieur

und mehrere Freelancer – in die

Saison. Gestartet wird in der GT4

Europameisterschaft mit insgesamt

zwölf Rennen an sechs Orten sowie

parallel im Porsche Sports Cup mit

insgesamt 14 Rennen an sieben

Orten. Interessante Hintergrundgeschichte

aus diesem erneut sportlich

erfolgreichen Jahr: Das Rennauto

von Porsche, das auch von

fünf weiteren Renn-Teams in dieser

EM-Klasse gefahren wird, entpuppt

sich als Problemauto, „weil die

Bremse nicht richtig funktioniert

hat“. Während alle anderen Teams

auf Hilfe von Porsche lange warten,

beheben Kasperlik und Co.

das Problem in wenigen Wochen

selbst, behalten dies aber schön

für sich und werden erst „ertappt“,

als Porsche zum großen Problem-

Test aufruft. „Seither reden die mit

uns“, sagt Kasperlik, der mit seinen

Mechanikern diesen „Problem-

Porsche“ zum mit stärksten Auto

der GT4 – natürlich im Rahmen

der erlaubten Möglichkeiten – tunt

und damit schnellere Zeiten fährt

als beispielsweise ehemalige DTM-

Profis.

Sonderstellung bei

Porsche

Seit 2017 hat „Allied-Racing“ als

eines der wenigen Privat-Teams

weltweit eine Sonderstellung bei

Porsche. Zwar bezahlen die Huglfinger

für den Fahrzeugkauf weiterhin

180 000 Euro, dafür kommt

Porsche dem privaten Rennstall

in anderen Punkten entgegen.

Auf der Überholspur: Jan Kasperlik (im blauen Porsche) zählt zu den

stärksten Rennfahrern in der GT4-Klasse.

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januar / februar 2019 | 7


Das Auto kannst du abschreiben,

Ersatzteile nicht“, verrät an dieser

Stelle Kasperlik, der mit seinem

Team – inzwischen mit zehn exzellenten

Mechanikern besetzt – in der

Saison 2018 unter anderem 110 (!)

Sätze Reifen abfährt. Gefahren

wird 2018 übrigens mit zwei Autos,

vier Fahrern und in zwei verschiedenen

GT4-Klassen, einem

12-Stunden-Rennen und einem

GT-Sprint über zwei Mal 40 Minuten.

Die Rennstrecken in ganz

Europa wie beispielsweise „Brands

Hatch“ südöstlich von London,

„Circuit Park“ im niederländischen

Zandvoort, „Red Bull Ring“ im

österreichischen Spielberg sowie

„Autodromo Nazionale“ im italienischen

Monza werden mittlerweile

mit zwei 40-Tonnern bereist.

Und die Saison in den GT4-Klassen

am Ende als Gesamtdritter (von 36)

und Gesamtfünfter (von 24) erneut

erfolgreich abgeschlossen, obwohl

Jan Kasperlik aufgrund der Geburt

seines Sohnes nur wenige Male

selbst als Fahrer am Start war.

Junge Fahrer

zum Profi ausbilden

8 | tassilo

Siege und Podestplätze haben Jan Kasperlik und Co. die vergangenen

Jahre immer wieder eingefahren.

Das wird sich 2019 wieder ändern“,

sagt er und erwähnt an dieser

Stelle Nicolas Schöll, 17 Jahre

jung, extrem talentiert, motiviert

und ehrgeizig. „Wer in diesem

Alter täglich Biken geht um sich

fit zu halten, keinen Alkohol trinkt

und trotzdem fleißig die Schule

besucht, weiß genau, wohin der

Weg gehen soll.“ Kasperlik bildet

mit Schöll 2019 ein Fahrer-Team,

möchte seinen Rookie so schnell

wie möglich nach ganz oben bringen.

Deshalb wird kommendes

Jahr nicht nur in der GT4-Klasse

mit zwei 420 PS starken Porsche

Cayman GT4 Competition gefahren,

sondern auch mit zwei 485 PS

starken Porsche 911 GT3 im Porsche

Carrera Cup. „Das ist die Sprungbrett-Klasse

schlechthin“, sagt Kasperlik,

dessen mittelfristiges Ziel

es ist, junge Fahrer aus dem Amateur-

in den Profibereich zu führen.

Hierfür hat er extra die Motorsport-

Sparte Academy gegründet. Eine

weitere Sparte von „Allied-Racing“

ist das Performance Center. Weil

sich das Können des Teams herumgesprochen

hat, bringen immer

mehr finanzstarke Privatleute ihre

Luxusschlitten nach Huglfing, um

sie dort reparieren und tunen zu

lassen. Vor allem in Sachen Fahrwerks-Verbesserung

bekommen

Jan Kasperlik und Mitarbeiter jede

Menge Schulterklopfer. Unter anderem

erneut von Porsche, die ihr

brandneues Rennauto für die kommende

Saison – der Cayman GT4

Clubsport Competition 2019 mit 420

PS, 1 300 Kilogramm Gewicht (ohne

Fahrer) und 18-Zoll-Slick-Reifen –

dem Team von „Allied-Racing“

zum Test überlassen wird. Erst mit

der Beurteilung und Analyse von

Jan Kasperlik und Mitarbeitern

geht dieser Flitzer, der bis zu 270

Stundenkilometer auf die Gerade

bringt, an die einzelnen, anderen

Rennteams. „Für uns ein riesen

Privileg und der Beweis dafür, dass

wir auf dem richtigen Weg sind.“

Für Jan Kasperlik heißt das: Die

Entwicklung von „Allied Racing“

Erster in der Teamwertung: Auch 2019 wollen die Fahrer von „Allied-

Racing“ wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen.

geht weiterhin steil nach oben,

wird längst professionell betrieben

und ist aktuell rund drei Millionen

Euro wert. Und wird wie

finanziert? „Durch Fahrer, die sich

ins Renn-Team einzukaufen haben,

durch Performance-Kunden

und von motorsportbegeisterten

Sponsoren, meist erfolgreiche Unternehmer,

die die Unternehmensplattform

,Motorsport connects

Business‘ nutzen.“ Dazu gehört,

um in der Region zu bleiben, seit

Kurzem auch Michael Walk, Inhaber

der Metzgerei Boneberger, der

mit seinem Firmenlogo ab 2019

häufig im Fernsehen zu sehen sein

wird – alle GT4- und Porsche-Carrera-Cup-Rennen

werden 2019 von

Sport1 live übertragen.

Rasantes Wachstum

erfordert neue Halle

Überhaupt plant Jan Kasperlik trotz

dieses rasanten Wachstums, dem

beschaulichen Ort Huglfing treu

zu bleiben. „Ob wir zum Trainieren

180 Kilometer nach beispielsweise

Salzburg fahren müssen, oder nur

20 Kilometer, spielt für uns keine

allzugroße Rolle“, sagt Kasperlik,

dessen Rennsportmitarbeiter zum

Teil ohnehin weitere Anreisen haben,

unter anderem aus München

kommen. „Der Motorsport hier in

unserer Region ist eben für viele

noch Neuland.“ Doch dank interner

Schulungen, „und weil mir

die Heimat wichtig ist“, kommen

einige Mitarbeiter eben auch aus

unmittelbarer Region. In Planung

ist bereits eine Umbaumaßnahme

am aktuellen Standort sowie

ab voraussichtlich 2020 ein Neubau:

eine nagelneue, rund 500

Quadratmeter große Halle, die

ebenfalls in oder um Huglfing entstehen

soll. Denn flächenmäßig

platzt das aktuelle Firmenareal

an der Haupstraße mit Tankstelle,

Kfz-Werkstätte für „Normalsterbliche“,

Renn-Werkstätte, Lagerräumen

und Stellplatz für diese zwei

40-Tonner aus allen Nähten. js


Auf der Roten Couch

Die Landkreisflagge,

die Europaflagge

und diese bunte

Kuh beschreiben

das facettenreiche

Privat- und Berufsleben

von Landrätin

Andrea Jochner-Weiß

ziemlich gut. Das Foto

entstand im Büro in

Weilheim.

Mutter,

Landrätin,

Powerfrau

Foto: Johann Jilka

januar / februar 2019 | 9


Wilzhofen | Arbeiten während der

Autofahrt, Termine über Termine

und so viele Großprojekte wie

nie: Mit der Wahl zur Landrätin

hat sich das Leben von Andrea

Jochner-Weiß, gelernte Groß- und

Einzelhandelskauffrau, ehemalige

Vize-Bürgermeisterin und Vize-

Landrätin, schlagartig verändert.

Im großen Interview auf der Roten

Couch haben wir ausführlich

über den gewaltigen Sprung „von

der Hausfrau zur Landrätin“ gesprochen.

Außerdem erzählt sie

von der Wichtigkeit ihres Teams,

WhatsApp-Kontakt zu Markus

Söder und dem größten Haushalt

in der Weilheim-Schongauer Geschichte.

Darüber hinaus verriet

die 57-jährige CSU-Politikerin aus

Wilzhofen Aufregendes aus ihrem

Privatleben. Und ob sie bei der

nächsten Kommunalwahl im Jahre

2020 wieder antreten wird.

Frau Jochner-Weiß, warum ACDC

und nicht die Wielenbacher Musikanten?

(lacht laut) Das stimmt so nicht

ganz. ACDC und die Wielenbacher

Musikanten muss es natürlich

heißen. Ich bin tatsächlich großer

ACDC-Fan und würde viel geben,

sie ein zweites Mal live zu sehen.

Allein der Auftritt von Angus Young

vor knapp vier Jahren im Münchner

Olympiastadion war der absolute

Hammer. Aber: Ich bin ein ebenso

großer Fan der Blasmusik. Gerade

in den Sommermonaten mit den

vielen Umzügen und Festen ist sie

aus meinem Leben nicht wegzudenken.

Tradition und Blasmusik

sind letztendlich auch ein starkes

Markenzeichen unserer Heimat. Ich

bin unheimlich stolz auf die vielen

Blaskapellen in unserer Region.

Viel Zeit für private Konzertbesuche

haben Sie ohnehin nicht. Ihr Terminkalender

ist prall gefüllt.

Fünf Vor-Ort-Termine an einem

Tag sind für mich als Landrätin

keine Seltenheit. Darüber hinaus

habe ich sehr viele Sitzungen und

10 | tassilo

Bei so vielen nervenaufreibenden Terminen muss auch mal gelacht werden: Andrea Jochner-Weiß im Gespräch

mit „tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.

anderweitige Besprechungen, was

zugleich bedeutet, dass ich sehr

viel im Auto unterwegs bin. Mit

dem Laptop auf dem Schoß oder

dem Handy am Ohr, nutze ich das

Auto auch als Büro.

Ist es wahr, dass sie bereits um

6.30 Uhr im Büro sitzen?

Nicht ganz. Um halb sieben fahre

ich von Zuhause weg, hole mir einen

Kaffee, dann geht’s ins Büro,

wo ich um kurz vor sieben anfange

zu arbeiten. Die erste Stunde im

Büro, zwischen sieben und acht, ist

mir ganz wichtig. Die brauche ich

für mich allein, um ungestört unter

anderem die neuesten E-Mails

lesen zu können.

Dann kommt was?

Um acht Uhr gehe ich mit meiner

Sekretärin Frau Daiser nochmals

den Tagesablauf durch. Punkt 8.15

Uhr kommen Pressesprecher Hans

Rehbehn, Geschäftsleiter Georg

Leis und Kämmerer Norbert Merk

zur Frühbesprechung. Hier wird

unter anderem darüber gesprochen,

was aktuell ansteht, was zu

erledigen ist, es werden Prioritäten

gesetzt und die Inhalte bevorstehender

Termine besprochen.

Nach dieser Besprechung geht’s

meistens auf einen langen, zeitlich

eng getakteten Termin-Marathon.

Oft ist die Zeit so knapp begrenzt,

dass wir uns für weitere Team-Besprechungen

nochmals am Abend,

auch mal außerhalb des Landratsamtes

treffen, um durch ein anderes

als das alltägliche Büroambiente

die Gedanken zu beflügeln.

Zur Landrätin gewählt wurden Sie

im März 2014, setzten sich mit satten

68 Prozent in der Stichwahl gegen

Vorgänger Dr. Friedrich Zeller

durch. Hatten Sie damit gerechnet?

Dass ich mit Herrn Zeller in die

Stichwahl komme, war im Vorfeld

durchaus abzusehen. Allerdings

hatte ich am Tag der Stichwahl

kein gutes Gefühl und war mir fast

sicher, dass es nicht reichen wird.

Ich weiß noch ganz genau, dass

ich mich an diesem Wahlabend vor

Bekanntgabe des Ergebnisses am

liebsten verkrochen hätte. Als dann

das überwältigende Resultat abzusehen

war, sind die Emotionen in

Form von Tränen mit mir durchgegangen

– aus Freude, Glück und

Überwältigung.

Inzwischen sind Sie knapp fünf Jahre

als Landrätin für den Landkreis

Weilheim-Schongau im Amt. Die

größten Projekte während Ihrer

bisherigen Laufzeit?

In diesen fünf Jahren konnten bereits

viele Projekte realisiert oder

zumindest angegangen werden,

wobei mit den Planungen der

meisten Vorhaben bereits vor Beginn

meiner Amtszeit begonnen

wurde. Dazu zählen die Erweiterung

und Sanierung der Pfaffenwinkel-Realschule

in Schongau

und der Zentralbau am Weilheimer

Gymnasium. Ein großes und wichtiges

Vorhaben ist die derzeit laufende

Sanierung des Weilheimer

Krankenhauses. Wir versuchen

auch jährlich für rund zwei Millionen

Euro Kreisstraßen zu sanieren.

Großprojekte, die aktuell am Laufen

sind?

Das ist vor allem der Neubau der

gewerblich-technischen Berufsschule

in Weilheim, das mit Abstand

größte Projekt, das der Landkreis

jemals gestemmt hat und uns

voraussichtlich 70 Millionen Euro

kosten wird. Die erste große Ausschreibung,

die der Baumeisterarbeiten,

ist leider nicht so gelaufen,

wie wir es uns vorgestellt haben.

Sie lag mehr als 30 Prozent über

der Kostenberechnung!

Warum so viel?

Weil die Baubranche aufgrund der

Niedrigzinspolitik boomt, die Baufirmen

voll ausgelastet sind und

entsprechend die Baukosten nach

oben gehen. Im Frühjahr wissen

wir konkret, wie es hier weitergeht.

Weitere aktuelle Großprojekte?

In Schongau sanieren wir momentan

das Welfen-Gymnasium,

in Penzberg werden in beiden

Schulen dringend nötige naturwissenschaftliche

ume ergänzt

und Schönheitsreparaturen werden

an allen unseren Schulen

durchgeführt. Nicht zu vergessen

ist eben das Weilheimer Krankenhaus,

das wir momentan auf den

modernsten Stand bringen, unter

anderem mit einem neuen Bettentrakt,

neuer Notaufnahme, neuem

Eingangsbereich und drei neuen,

bereits fertigen OP-Sälen, die heute

auf dem allerneuesten Stand

der Technik sind. Letztlich kostet

uns die Krankenhaussanierung in

Weilheim rund 50 Millionen Euro,

wovon 20 bis 25 Millionen Euro Eigenmittel

des Landkreises sind.

In Summe sehr viel Geld.

Das stimmt. Wir können solche

Projekte auch nur stemmen, weil

uns der Freistaat Bayern mit Fördermitteln

unterstützt. In der Regel

belaufen sich die auf mindestens

50 Prozent der Gesamtkosten.

Um das Thema Großprojekte abzuschließen.

Was braucht der Landkreis

mittel- und langfristig?

Ganz wichtig ist, die medizinische

Versorgung vor Ort aufrecht zu erhalten,

sie weiter auszubauen und


zu stärken. Mindestens so wichtig

sind gute Schulen für unsere Kinder

und Jugendlichen. Im Landkreis

haben wir ein großes Spektrum

an weiterführenden Schulen,

das wir auf alle Fälle so beibehalten,

eher noch weiter ausbauen

möchten. Da hier in den vergangenen

Jahren und Jahrzehnten nicht

alles Notwendige geleistet werden

konnte, im Grunde in allen unserer

Schulen Sanierungsbedarf besteht,

haben wir hier noch viel zu tun.

Bald in Angriff genommen wird

beispielsweise auch die Realschule

in Peißenberg sowie die Sanierung

des A- und B-Traktes am Gymnasium

in Penzberg.

Viele weiterführende Schulen

gibt’s, aber keine Hochschule.

15 weiterführende Schulen sind

es in der Trägerschaft des Landkreises.

Bedauerlicherweise keine

Hochschule. Allerdings lassen

wir hier nichts unversucht, einen

Hochschulzweig auch im Landkreis

Weilheim-Schongau zu etablieren.

Da schaue ich auch neidisch auf

unsere Nachbarn in Garmisch-

Partenkirchen, die ein neues Forschungszentrum

für Robotic erhalten

haben – ein großer Baustein

für die Zukunft. Ich hoffe nach wie

vor, dass wir als Hochschulstandort

für künstliche Intelligenz in Betracht

gezogen werden.

Bei derart vielen Großprojekten

liegt eine hohe Verschuldung nahe.

Wie ist der Landkreis momentan fi -

nanziell aufgestellt?

Wir haben einen Gesamthaushalt

mit 210 bis 220 Millionen Euro,

der so hoch ist wie noch nie. Davon

werden regelmäßig 50 bis 60

Millionen Euro in Projekte investiert.

Das geht nur mit einer hohen

Kreisumlage. Heißt: Unsere Kommunen

finanzieren die Projekte

mit, was für die Gemeinden nicht

immer leicht ist. Uns ist bewusst,

dass wir ihnen hier immer wieder

viel abverlangen. Aber damit

schaffen wir gemeinsam Verbesserungen

der Infrastruktur für unseren

ganzen Landkreis. Da gilt es

immer wieder Gespräche zu führen,

damit die Bürgermeister das

alles mittragen.

Und der Schuldenstand?

Ende 2013, also vor meiner Amtszeit,

lag dieser bei 30 Millionen.

Jetzt liegt er bei 43 Millionen. Obwohl

wir so viel gebaut haben, ist

der Schuldenstand im Vergleich

zu den geschaffenen Werten und

Verbesserungen verhältnismäßig

gering gestiegen, was eben nur

mit dieser starken finanziellen Unterstützung

der Gemeinden funktioniert.

Auf Ihrer Internetseite sind einige

Standpunkte aufgelistet, für die Sie

als Landrätin und CSU-Politikerin

stehen. Unter anderem für eine

offene, für jedermann zugängliche

und verständliche Politik. Gelingt

dies?

Ich habe Bürgersprechstunden

eingeführt, für die ich zugegeben

nur wenig Zeit habe. Trotzdem

bin ich jemand, der hinschaut,

der nicht mit Scheuklappen durch

den Landkreis fährt. Natürlich

kann man nicht jedem helfen, das

ist nicht möglich. Aber die Leute

ernst nehmen, deren Sorgen und

Probleme wahrnehmen, das ist

wichtig und das funktioniert auch.

Es schmerzt mich allerdings ein

wenig, dass wir noch keine Landkreiszeitung

haben, mit der wir

die Bürger über unsere Arbeiten,

Projekte und Planungen informieren

können. Letztlich sind wir ein

Dienstleistungs-Unternehmen für

den Bürger, weshalb wir aktuell

auch dabei sind, für uns weitere

eigene Standards zu setzen, um

noch bürgernäher und bürgerfreundlicher

zu sein. Zum Beispiel,

indem wir Anfragen möglichst

schnell und informativ beantworten.

Ein anderer Standpunkt von Ihnen:

„Ein sozialer, familiengerechter

Landkreis für alle“. Eines der wichtigsten

Themen überhaupt ist an

dieser Stelle der Pflegenotstand.

Wie sieht’s hier momentan aus?

Im Krankenhaus können wir derzeit

noch Pflegepersonal akquirieren,

vor allem, weil wir viele

Schülerinnen und Schüler unserer

eigenen Krankenpflegeschule

übernehmen. In diesem Jahr haben

wir 15 Nachwuchskräfte aus

unserer Schule übernommen. Wo

es wirklich bereits große Schwierigkeiten

gibt, ist in unseren Seniorenheimen.

Hier mussten wegen

fehlendem Pflegepersonal auch

schon Zimmer geschlossen werden.

Zimmer, die man andererseits

wieder dringend brauchen

würde. Die Agentur für Arbeit

januar / februar 2019 | 11


versucht aus anderen Ländern

Pflegekräfte zu holen. Das ist natürlich

eine Hilfe, aber auch nicht das

Gelbe vom Ei – allein deshalb nicht,

weil diese Menschen letztlich in ihren

eigenen Ländern dann als Pflegekräfte

fehlen. Heißt: Wir müssen

unbedingt selbst Anreize für Pflegekräfte

schaffen, damit sich dieser

ehrenwerte, enorm wichtige und

sicherlich auch nicht für jedermann

geeignete Beruf wesentlich

mehr lohnt. Ein großes Manko

bei Pflegeberufen generell ist die

Bürokratie – es muss alles bis ins

Detail dokumentiert werden, wofür

mindestens die Hälfte der Pflegezeit

drauf geht. Da erwarte ich

von unserer Regierung eine klare

Regelung, um den Pflegenotstand

schnellstmöglich zu beheben.

Gibt es trotzdem ein funktionierendes

Beispiel?

Ja, von Seeshaupt kann man beispielsweise

viel lernen. Ob Seniorenwohnungen

oder Tagesbetreuung,

hier steckt ein tolles Konzept

und eine engagierte Führung dahinter.

Das könnte für viele unserer

Landkreisgemeinden als Vorzeigemodell

dienen. Im Übrigen stellt

der Landkreis aktuell ein seniorenpolitisches

Gesamtkonzept auf. Ein

Konzept, das zusammen mit unseren

Landkreisgemeinden erstellt

wird, um eben für jede einzelne

Gemeinde ein mögliches Konzept

für das Wohnen und die Betreuung

unserer älteren Mitbürgerinnen

und Mitbürger zu finden.

Sie selbst haben auch Familie.

Meine Familie ist mir extrem wichtig

und ich sage ganz ehrlich: Früher

hätte ich das Amt der Landrätin

nicht ausüben können, weil mir

meine Kinder noch zu klein gewesen

wären. Jetzt gibt es halt kein

warmes, von mir selbstgekochtes

Mittagessen mehr. Aber: Mittlerweile

haben alle, sowohl mein

Mann als auch meine Tochter und

meine beiden Söhne, in unseren

neuen Alltag hineingefunden.

12 | tassilo

Einer Ihrer Söhne ist Pflegekind?

Ein Pflegekind hat zum damaligen

Zeitpunkt schlichtweg in unser Leben

gepasst. Ich war im Jugendhilfeausschuss

tätig und habe die

Problematik mit Pflegekindern

hautnah miterlebt und das Gefühl

gehabt, helfen zu wollen. Als meine

Kinder in der Schule waren, war

der richtige Zeitpunkt, um mich

dieser neuen Aufgabe zu widmen,

die auch von meinem Mann voll

unterstützt wurde. Schon nach kurzer

Zeit ist unsere Familie dann um

ein weiteres Mitglied angewachsen

– ein Schritt, den wir niemals

bereut haben.

Zurück zum Beruflichen: Als Landrätin

sind Sie der Kopf der Landkreispolitik,

aber letztlich auch

„nur“ Teil eines Teams. Wer sind

Ihre engsten Vertrauten?

Ohne mein Team hätte ich wahrscheinlich

nach dem ersten halben

Jahr aufgegeben. Anfangs bin ich

sehr häufig an meine Grenzen gestoßen,

musste mich vor allem in

die Krankenhaus-Thematik extrem

intensiv einarbeiten. Pressesprecher

Hans Rehbehn ist immer an

meiner Seite, Geschäftsleiter Georg

Leis und Kämmerer Norbert

Merk treffe ich – wie eingangs

schon erwähnt – täglich. In größeren,

auch regelmäßigen Runden

stehen mir darüber hinaus Abteilungs-

und Stabsstellenleiter eng

zur Seite. Zudem rede ich sehr viel

mit Leuten außerhalb des Hauses,

zum Beispiel mit Krankenhaus-

Geschäftsführer Thomas Lippmann

oder Fritz Raab von der EVA.

Ist für Sie ein gut funktionierendes

Team in besonderem Maße wichtig?

Wenn jemand direkt aus der Verwaltung

kommt, tut der sich wesentlich

leichter. Ich bin im Grunde

von der Hausfrau zur Landrätin gewählt

worden. Inzwischen aber bin

ich gut eingearbeitet und gehe mit

großer Freude täglich ins Amt – mit

einem super Team ist alles machbar.

Außerdem begleiten mich die

gut kooperierenden Kreisgremien.

Mit wenigen Ausnahmen sind

wir auch dort ein super Team und

haben zusammen schon sehr viel

Positives für unseren Landkreis umgesetzt.

Grundsätzlich ist mein Credo:

Viel mit den Leuten reden und

niemanden als Feind betrachten –

auch nicht die Gegner und Kritiker.

Wer koordiniert Ihre Termine, wer

schreibt Ihre Reden und wer chauffi

ert Sie zu den Terminen?

Die Termine verwaltet alle Frau

Daiser, meine Sekretärin. Die Grußwörter

werden bei Pressesprecher

Hans Rehbehn und seinem Team

angefordert. Und seit Herbst 2014

habe ich in Herrn Kräuter wieder

einen Fahrer. Mein Vorgänger, Dr.

Friedrich Zeller, ist selbst gefahren,

was mir viel zu stressig und zeitraubend

wäre. Jetzt setze ich mich

ins Auto, kann mich auf meine Termine

vorbereiten und arbeiten.

Sind Fahrdienste für Landräte bayernweiter

Standard?

Ja. Andere Landräte haben sogar

zwei oder drei Fahrer. Bislang

hatte nur der Landkreis Garmisch-

Partenkirchen keinen Fahrdienst,

doch mittlerweile wird auch mein

Kollege Toni Speer meistens gefahren.

Frau Merkel reichen vier Stunden

Schlaf.

Also fünf bis sechs Stunden sollten

es bei mir schon sein.

Immer wieder ist von einer politischen

Landkreis-Spaltung in drei

Bereiche zu hören. Was sagen Sie

dazu?

Es sind mit Penzberg, Weilheim

und Schongau ganz klar drei für

sich eigene Regionen. Das beginnt

ja schon mit drei verschiedenen

Zeitungen – man bekommt

relativ wenig vom Nachbarn mit.

Mir ist wichtig, trotzdem keinen

Unterschied zu machen. Wird in

Weilheim eine Schule saniert, gilt


es natürlich auch die Schulen in

Penzberg und Schongau unter die

Lupe zu nehmen. Außerdem darf,

soll und muss sich jeder mit dem

kompletten Landkreis identifizieren

können – egal ob aus Penzberg,

Weilheim oder Schongau

kommend.

Sie haben sogar ein Büro in Schongau.

Das ist im Moment eine Sache,

die mich tatsächlich sehr belastet.

Ich wollte es ganz konsequent

durchziehen, regelmäßig auch in

Schongau zu sein. Zurzeit ist dies

aus terminlichen Gründen nicht

möglich. Aber klar: Das ist ein

Punkt, da muss ich mich an die

eigene Nase fassen. Grundsätzlich

fahre ich nämlich sehr gerne nach

Schongau. Allein das Gebäude,

das Schloss, das wirkt so ehrfürchtig

und geschichtsträchtig und in

meinem Büro steht sogar noch der

originale Bürostuhl von Franz-Josef

Strauß aus seiner Zeit als Landrat

des Landkreises Schongau. Das

macht mich stolz und glücklich.

Auf welche Einrichtung oder Organisation

im Landkreis sind Sie ganz

besonders stolz?

Besonders stolz bin ich auf das

große ehrenamtliche Engagement

in unserem Landkreis. Ob Vereine,

Verbände, die Tafel, das Hospiz in

Polling, ob organisiert oder einfach

die Hilfe am Nächsten. Dass

es im Landkreis so viele Menschen

gibt, die sich ehrenamtlich engagieren

und damit für eine intakte

Gesellschaft in unserem Landkreis

sorgen, ist wahrlich ein Segen für

uns alle. Das Ehrenamtssterben,

von dem immer wieder zu hören

ist, trifft nach meinem Empfinden

in unserer Region nicht zu.

Was ist Ihnen ein lästiger Dorn im

Auge?

Dass unser System im öffentlichen

Dienst zu langsam und schwerfällig

ist. Man hat eine Idee, möchte

sie umsetzen, und es zieht sich

fürchterlich in die Länge. Allen

voran aufgrund des Bürokratie-

Wahnsinns.

Hilft an dieser Stelle der persönliche

Rat von Herrn Söder?

Unseren Ministerpräsidenten belästige

ich natürlich nicht mit Kleinigkeiten.

Den nehme ich nur zur

Hilfe, wenn es um große und vor

allem wichtige Anliegen geht. Zum

Beispiel beim Thema Oberzentrum

und aktuell zur künstlichen Intelligenz.

Wie oft „WhatsAppn“ Sie?

WhatsAppn mit dem Ministerpräsidenten

gehört natürlich nicht

zu meinen alltäglichen Aufgaben.

Allerdings genieße ich es schon,

einen direkten Draht zu Herrn Dr.

Söder zu haben. Bei jeder Anfrage

bekomme ich unverzüglich eine

Antwort, manchmal WhatsAppn

wir bis tief in die Nacht. Das war

bei seinem Vorgänger Horst Seehofer

schwieriger.

Was Herr Söder sicherlich nicht

weiß: Sie haben in Namibia geheiratet.

Warum?

Zwei gute Freundinnen von mir,

eine stammt aus Haunshofen, die

andere aus Maising, sind vor vielen

Jahren nach Namibia ausgewandert

und haben dort geheiratet. Ich

war bei beiden auf der Hochzeit

dabei. Als ich ein paar Jahre später

mit meinem Freund Ritschie wieder

einen Urlaub zu den Mädels

in Afrika plante, war für sie beide

sofort klar, dass auch wir in Namibia

heiraten müssten. (Jetzt bist du

dran …) Als ich von dieser Ansage

aus Afrika Ritschie erzählte und vor

allem die Tatsache schilderte, dass

wir zum Heiraten nur jeweils eine

gültige Geburtsurkunde bräuchten,

antwortete er mir ohne große

Emotionen: „Ja, mach ma.“ Ich bin

mir letztendlich nicht ganz sicher,

wer hier wem den Heiratsantrag

gemacht hat – romantisch war er

auf keinen Fall. Aber wir haben

uns dann tatsächlich klammheimlich

auf dem Standesamt in Windhoek

das Ja-Wort gegeben.

Ohne Familie?

Das haben wir tatsächlich gemacht,

ohne den Eltern Bescheid

zu geben, was natürlich nicht ganz

unkritisch war, weil sich unsere Familien

immer eine schöne, große

Hochzeit vorgestellt haben. Diese

Hochzeit haben sie selbstverständlich

noch bekommen, da wir dann

zuhause noch kirchlich geheiratet

haben – mit Familie und Freunden,

so wie es sich gehört.

Sind sie eigentlich bekannt für derartige

Spontan-Aktionen wie diese

standesamtliche Hochzeit?

Ehrlich gesagt schon. Das hilft mir

auch ungemein, wenigstens kurzzeitig

abschalten zu können. Zeit

für Hobbys habe ich kaum noch.

Zwar nimmt man sich viel vor,

aber es kommt meistens was dazwischen.

Meine liebste und wichtigste

Freizeitbeschäftigung seit ich

Landrätin bin, ist einfach daheim

bei der Familie zu sein. Für sie da

zu sein genieße ich mehr als je zuvor.

Zu den Gepflogenheiten in unserer

Familie gehört unter anderem,

dass ich die Trachtenstrümpfe

für meine drei Männer stricke.

Hier bin ich allerdings ganz schön

in Verzug geraten, habe aber

das Strickzeug immer mit dabei.

Ganz wichtig sind mir auch meine

Freundinnen, eine Mädelsgruppe,

zu der auch unsere Mamas dazugehören.

Bei uns steht Spontanität

auf der Tagesordnung. Und mindestens

einmal im Jahr ein Urlaub.

Gerne unterwegs sind Sie auch im

Fasching.

Au ja ... maskiert mit den Mädels

losziehen, zum Beispiel nach Hohenfurch,

Schwabsoien, Birkland

oder Haunshofen, gibt meistens

eine riesen Gaudi.

Spaß haben gehört zum Leben

dazu. Was wünschen Sie sich für

den Landkreis und seine Bürger

noch?

Die letzten zwei Jahre haben wir

in der Focus-Money-Statistik einen

Platz unter den ersten 20

der wirtschaftsstärksten und erfolgreichsten

Landkreise in ganz

Deutschland belegt. Deshalb ist

mein großer Wunsch, dass s

wir

dieses Niveau halten können

n

und somit auch in Zukunft

ein starker Wirtschaftsstandort

bleiben. Und: Wir

sind ein wunderschöner, r,

attraktiver Landkreis. Allein

die Aussicht vom Auerberg

oder vom Hohen Peißenberg

ist unbezahlbar, weshalb

auch viele Tagestouristen

ste

en

zu uns in den Landkreis kommen.

men

Übernachtungsgäste haben es in

einigen Gegenden unseres Landkreises

jedoch sehr schwer, weil

wir nicht genug adäquate Übernachtungsmöglichkeiten

anbieten

können. Wir haben zwar keine Königsschlösser,

aber viele attraktive

Sehenswürdigkeiten wie die Wieskirche,

unsere zahlreichen Klöster,

das Radom und vieles mehr.

Ein paar Hotels an den richtigen

Stellen würden den Tourismus im

Landkreis sehr beleben. Und zu

guter Letzt habe ich noch einen

persönlichen Wunsch in Richtung

Weilheim.

Der wäre?

Das Verkehrschaos in Weilheim,

vor allem zur Rush Hour, nimmt

immer mehr zu. Weilheim braucht

deshalb dringend eine Entlastung.

Es würde mich sehr freuen, wenn

sich endlich mehr Menschen für

eine Entlastung aussprechen anstatt

nur Bedenken zu äußern. Die

Zukunft Weilheims hängt unmittelbar

mit der zukünftigen Verkehrsanbindung

zusammen.

Die Bürger zu etwas animieren ist

ein guter Hinweis: 2020 sind wieder

Kommunalwahlen. Lassen Sie

sich erneut aufstellen als Landrätin

für Weilheim-Schongau?

Ja, ich lasse mich wieder aufstellen.

Erstens, weil sechs Jahre

schlichtweg zu wenig sind, um

wirklich viel umsetzen zu können.

Und zweitens, weil mir die Zukunft

unseres Landkreises mit seinen

Bürgerinnen und Bürgern sehr

wichtig ist.

js

januar/februar

ar 2019 | 13


Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Die Weltraumfunker

aus der Lichtenau

Weilheim-Lichtenau | Das Deutsche

Zentrum für Luft- und

Raumfahrt, kurz DLR, betreibt

deutschlandweit

mehr als 20 Standorte

mit rund 40 Institutionen.

Ein wichtiger

Baustein der bundes-,

europa- und welt-

Die Arbeitsplätze der DLR-Ingenieure sind geprägt von zahlreichen Bildschirmen,

die über Antennen mit Satelliten verbunden sind.

weiten Forschungsarbeiten

ist die Satellitenbodenstation

in der Lichtenau bei

Weilheim. Auf einem

knapp 36 Hektar großen

Areal, komplett umzäunt und

von einem Pförtner bewacht, stehen

neben einem Bürokomplex

mittlerweile 20 Antennen aus Stahl

(Antennenfuß) und Aluminium

(Schüssel) in unterschiedlichen

Größen. Die größte Schüssel misst

einen Durchmesser von 30 Metern

und ist rund 15 Millionen Euro

wert, die kleinste einen von 2,70

Metern, rund 100000 Euro wert.

Wozu sie gebraucht werden? „Zur

Datenübertragung zwischen Erde

und Satelliten“, sagt Martin Häusler,

54, seit Mai 2009 Leiter der Bodenstation

in Lichtenau-Weilheim.

Unterschieden werden „House-

Keeping-Daten“ von „Telekommando-Daten“.

House-Keeping: Daten,

die vom Satellit aufgenommen

und zur Erde übertragen werden.

Telekommandos: Informationen,

die von der Erde zum Satelliten

hochgeschickt werden. Um beides

kümmern sich Elektroingenieure in

Lichtenau, die Häusler ganz gerne

auch als „Funker“ in den Weltraum

bezeichnet. Aktuell sind die dortigen

Antennen mit 40 Satelliten und

zwei Sonden rund um die Uhr Mittels

Funk verbunden. Während die

Satelliten entweder auf niedrigen

„wissenschaftlichen“ Umlaufbahnen

300 bis 1000 Kilometer von

der Erde entfernt kreisen, oder auf

Geo-Umlaufbahnen, schier unvorstellbare

36000 Kilometer von der

Erdoberfläche entfernt, befinden

sich diese zwei Sonden an ebenfalls

extrem weit entfernten Orten –

zum Beispiel auf Asteroiden oder

Planeten.

Hochwasserkarten bei

Naturkatastrophen

Einige Satelliten sind mit einem

Radarsystem ausgestattet und machen

Bilder von der Erdoberfläche.

„Damit können wir sogar unter die

Erdoberfläche schauen, zum Beispiel

unterirdische Städte in der

Wüste entdecken.“ Ganz wichtig

sind auch ständig neue Daten der

Biomasse, die Aufschluss über die

Geschwindigkeit des Klimawandels

geben. Andere Satelliten vermessen

das erdmagnetische Feld, das

sich ständig verändert. Ebenso die

Gravitationskraft, die aufgrund unterschiedlicher

Massen nicht überall

gleich hoch ist. „Dadurch erkennt

man beispielsweise, dass die

Meeresoberflächen dieser Welt aufgrund

unterschiedlicher Gravitationskräfte

Dullen beziehungsweise

Täler aufweisen.“ Erwähnenswert

ist auch der „Technologieerprobungsträger“,

kurz TET, der neue

Kommunikationsmöglichkeiten erproben

soll. Am mit wichtigsten

aber sind brandaktuelle Luftaufnahmen,

die als Kartenmaterial

gedruckt werden können. Die Rede

ist von Krisenintervention. Beim

verheerenden Hochwasser 2013 in

Niederbayern beispielsweise lieferte

die DLR Hochwasserkarten,

die ganz aktuell aufgezeigt haben,

wo genau die Region in und um

Passau wie stark überschwemmt

war. Darüber hinaus sorgte die DLR

mit ihren Antennen und Satelliten

für eine störungsfreie Kommunikation

unter den 20 000 Soldaten der

Deutschen Bundeswehr, die dort

als Helfer im Einsatz waren.

Nur alle

90 Minuten?

Zum Satellit hochgeschickt – diese

Telekommandos – werden

verschiedene Anweisungen. „Wir

14 | tassilo


So sieht die

Satellitenkontrollstation

in Lichtenau von oben aus.

müssen den Satellit durch Datenübertragung

betreiben, ihn einschalten,

ihn kommandieren, bei

Gefahren oder Problemen seine

Lage verändern und ihn auf eine

andere Bahn lenken.“ Mit Gefahren

meint Martin Häusler unter

anderem im Weltall herumfliegende

Teile, die nicht größer als eine

geballte Faust sein müssen, aber

aufgrund einer Geschwindigkeit

von 30 000 Kilometern pro Sekunde

(!) durch den in ähnlichem

Tempo entgegenkommenden Satelliten

„schießen“ wie ein heißes

Messer durch Butter. „Und deshalb

rechtzeitig von uns erkannt werden

müssen.“ Die DLR sorgt also

auch dafür, dass die mit Lichtenau

funkverbundenen Satelliten unfallund

störungsfrei im Weltall kreisen

können. Das Problem hierbei: „Zu

den Satelliten im niedrigen Orbit,

also die nur zwischen 300 bis 1 000

Kilometer von uns entfernt sind,

haben wir nur alle 90 Minuten,

so lange braucht ein Satellit zur

Umkreisung der Erde, für zehn Minuten

Kontakt.“ Optimal wäre laut

Häusler, in ständigem Kontakt mit

den Satelliten zu sein, was dank

eines Tricks zumindest bei wenigen

inzwischen auch funktioniert:

Spezialsatelliten auf der niedrigen

Umflaufbahn liefern hier ihre Signale

über einen Geo-Satelliten,

der diese 36 000 Kilometer von der

Erde entfernt liegt und aufgrund

dieser monströsen Distanz in ständigem

Kontakt mit Lichtenau und

Niedrig-Satelliten stehen kann.

Störungsfreie

Stromversorgung

Grundsätzlich müssen die Antennen

für eine reibungslose Datenübertragung,

die dank bis zu 1,8

Diese Riesen-Antenne misst im

Durchmesser 30 Meter und

ist in etwa 15 Millionen

Euro wert.

Gigabit pro Sekunde extrem viele

Informationen in blitzartiger Geschwindigkeit

ermöglicht, extrem

genau ausgerichtet sein. „Die

Parabolform unserer Ka-Band-

Antennen-Schüssel ist auf 0,4 Millimeter

genau gefertigt, weshalb

wir Teile der Antennen punktuell

beheizen müssen, damit das

Material zu jeder Jahreszeit eine

konstante Temperatur aufweist

und sich nicht verzieht.“ Darüber

hinaus sind die Schüsseln der Antennen

beweglich, drehen sich mit

den vorbeifliegenden Satelliten

bis zu 15 Grad pro Sekunde mit.

Heißt: Damit technisch alles reibungslos

funktioniert, sind unter

den insgesamt 28 DLR-Mitarbeitern

in Lichtenau nicht nur Ingenieure,

sondern auch Elektromeister

und Techniker im Drei-Schicht-

Betrieb angestellt, die sich somit

rund um die Uhr unter anderem

um Wartung, Instandhaltung und

Notfallreparatur kümmern.

Fast noch wichtiger an dieser

Stelle: Eine absolut störungsfreie

Stromversorgung, die dank leistungsstarken

Batterien für Zwischenspeicherung

sowie einem

1250000-Watt-starken Dieselaggregat

absolut gewährleistet ist.

„Sobald wir im Rahmen unseres

Kontaktfensters für nur wenige

Sekunden Stromausfall haben,

sind die Satellitenverbindungen

verloren. Hätte man für mehrere

Tage oder Wochen keinen Kontakt,

bestünde die Gefahr, dass die Satelliten

irgendwann unkontrolliert

auf unsere Erde stürzen.“ Apropos

Absturzgefahr: Die DLR beobachtet

auch Asteroiden, wohl verantwortlich

für das Aussterben der Dinosaurier.

„Irgendwann wird wieder

einer auf die Erde zusteuern“, sagt

Martin Häusler, der jedoch für die

kommenden 200 Jahre momentan

keine Gefahr erkennt. Aber dann?

„Werden wir versuchen, das Problem

rechtzeitig zu erkennen und

den Asteroiden durch geeignete

Maßnahmen um die Erde herumzulenken.“

js

januar / februar 2019 | 15


Metallblasinstrumentenbauer Martin Goldhofer

Handgemachte Flügelhörner

aus Kupfer, Messing und Silber

Dürnhausen | Ein Stück Heimatparadies

offenbart sich beim Öffnen

der Ladentüre von Martin Goldhofer:

Eine urgemütliche Stube mit

Tisch und Eckbank aus Echtholz,

daneben eine Altholzwand, an

der drei handgemachte Flügelhörner

und zwei Trompeten hängen.

„Verschiedene Modelle zum

Probespielen für meine Kunden“,

sagt der erst 25-jährige Metallblasinstrumentenbauer,

der im

August 2017 all seinen Mut zusammennahm

und sich selbstständig

machte. Schon vorher hat er

Kundenstube, Büro und die direkt

angrenzende Werkstätte komplett

selbst her- und eingerichtet. Boden

legen, verputzen, die Decke

aus Holz machen. Martin Goldhofer

ist eine handwerkliche Allzweckwaffe,

die den Schritt in die

Selbstständigkeit nach gut einem

Jahr keine Sekunde bereut. „Ich

habe wirklich keinen Grund zu

klagen“, sagt er, fügt aber an, dass

ein eigenes Geschäft eigentlich

nicht der Plan war. „Aber immer

mehr Leute haben bei mir angefragt.“

Außerdem sei er am Standort

in Dürnhausen weit und breit

der einzige Metallblasinstrumentenbauer.

Garmisch-Partenkirchen

und Bad Tölz sind die nächstgelegenen,

die mit Goldhofers Können

und Angebot vergleichbar sind.

Heißt: Das Kundenbuch ist gut gefüllt,

die Lieferzeit für ein neues Instrument

beträgt derzeit rund vier

Monate. „Ich baue ausschließlich

auf Kundenwunsch, nichts auf Serie“,

weshalb alle Werke von Martin

Goldhofer als Unikat die Werkstätte

verlassen. Für engere Spezl

fertigt er derzeit Tenorhörner, die

aufgrund ihrer stattlichen Größe

In Ausnahmefällen fertigt und repariert der Instrumentenbauer auch

Tenorhörner, deren Blech er mittels Bunsenbrenner erwärmt.

noch schwieriger zu machen sind.

Sein absolutes Steckenpferd aber

sind Trompeten und Flügelhörner,

die er selbst als leidenschaftlicher

Musiker aus dem Effeff beherrscht.

Musikkapelle Habach, Hubavenka,

Blechböhmischen und Aushilfsbläser

bei diversen Nachbarskapellen

sind seine aktiven Stationen.

Kurz um: Jedes von Goldhofer

gemachte Instrument wird selbstverständlich

auch von ihm persönlich

angespielt.

Schneiden, verzahnen,

löten und treiben

Zwischen 80 und 100 Arbeitsstunden

braucht Martin Goldhofer für

den Bau eines Flügelhorns oder

einer Trompete. „Grob gesagt liegt

am Anfang nur ein blanker Fetzen

Blech vor dir“, sagt der Experte

und grinst. Dies schneidet er aus,

verzahnt und verlötet die einzelnen

Teile, ehe er mittels Holzhammer

das Blech zu Rundungen

treibt und somit ein Rohr formt,

dieses schließlich mittels Reibeisen

an der Oberfläche glättet.

Nun gießt Goldhofer das geformte

Rohr mit Blei aus, womit mehr

Stabilität und Schutz für weitere

Arbeitsschritte erlangt wird. Diese

lauten Biegen, Nachbiegen

und Biegefalten aushämmern.

Erst, wenn optisch und formell

alles passt, wird das Blei wieder

ausgeschmolzen – Blei hat einen

niedrigeren Siedepunkt als Blech.

Nun wird erneut die Oberfläche

bearbeitet. Reiben, feilen, schleifen

und auf Spiegelglanz polieren.

Diese zahlreichen Arbeitsschritte

treffen letztlich auf mehrere Bauteile

zu. Sowohl Trompeten als

auch Flügelhörner bestehen grob

betrachtet aus vier Teilen: Dem

Schallbecher, der übrigens je nach

Biegung, Größe und Material ganz

entscheidend ist für den Klang.

Dem sogenannten Anstoß, der direkt

an den Schallbecher gesteckt

wird. Der Maschine, dem Herz des

Instrumentes, das aus Büchsenstock,

Zügen sowie CNC-gefrästen

Ventilen besteht. Und zu guter

Letzt das wohl einfachste Bauteil,

weil lediglich ein gerades Rohr:

Das Mundrohr. Nur das Mundstück

kaufen Goldhofers Kunden separat

in einem Musikfachgeschäft. „Und

die CNC-gefrästen Ventile kaufe

ich zu.“ Ansonsten aber fertigt

Martin Goldhofer wirklich alles

von Hand – selbstverständlich mithilfe

zahlreicher Spezial-Werkzeuge,

bekannterer Werkzeuge wie

Blechscheren, Reibeisen, Feilen

und Holzhammer sowie Maschinen

wie Drehbänke, Bandschleifer

und Schleifböcke.

Zusammenarbeit mit

Profimusikern

Handwerkliches Geschick, ein

Auge und Gespür fürs Material,

viel Geduld, Kraft, Kondition,

im Optimalfall ein ausgeprägtes

musikalisches Gehör und das

Beherrschen der handeigenen

Instrumente sowie räumliches

Vorstellungsvermögen sind nur

wenige Eigenschaften, die ein guter

Instrumentenbauer braucht.

Martin Goldhofer mit Gehör- und

Mundschutz am Schleifbock in seiner

Werkstätte.

Martin Goldhofer, der diesen Beruf

in der Wenzel Meinl GmbH

in Geretsried drei Jahre lang mit

Berufsschule in Mittenwald von

der Pike auf gelernt hat, die Ausbildung

sogar als bayernweit

Bester abgeschlossen hatte, besitzt

diese Fähigkeiten wie kaum

ein Zweiter. Inzwischen hat sich

sein seltenes Handwerk bis ins

entfernteste Österreich herumgesprochen.

Profimusiker aus dem

Weinviertel – nördlich von Wien

an der Grenze zu Tschechien –

16 | tassilo


Als begnadeter Trompeter und

Flügelhornist spielt Martin Goldhofer

seine eigens gefertigten

Blechblasinstrumente selbst an.

arbeiten derzeit mit ihm zusammen.

Der Stamm seiner Kunden

aber besteht aus Blechbläsern,

die in Kapellen, kleineren Besetzungen

und Volksmusikgruppen

rund um Dürnhausen sowie in

den benachbarten Landkreisen im

Umkreis von rund 30 Kilometern

aktiv sind. Eben die, die Martin

Goldhofer von seinen eigenen

Auftritten persönlich kennt, „was

natürlich ein riesen Vorteil ist für

mich“. Insgesamt 25 Instrumente

aus Kupfer, Messing, Goldmessing

oder Neusilber hat Martin Goldhofer

seit Gründung seines Geschäftes

bislang hergestellt. Die meisten

davon waren Flügelhörner, die

etwas sanfter klingen als Trompeten

und somit noch besser in

unsere Region und zu unserem

Brauchtum passen“. Wobei auch

Trompeten sehr gefragt sind. „Vor

allem dann, wenn jemand mit Begeisterung

über längere Zeit dabei

ist bei der Musik und sich entschließt,

ein qualitativ hochwertiges

Instrument zu kaufen“.

Eine Investition

fürs Leben

300-Euro-Billigware aus Asien

gibt es heutzutage natürlich auch,

diese kann mit den Goldhofer-Instrumenten,

vor allem was Langlebigkeit

und Klangqualität betrifft,

jedoch nicht ansatzweise mithalten.

Rund 2300 bis 2800 Euro

verlangt Martin Goldhofer derzeit

für eine Trompete, 2900 bis 3200

Euro für ein Flügelhorn. Für Kenner

und Liebhaber ein gängiger

Preis, für Laien im ersten Moment

sicherlich erschlagend. Aber, ähnlich

wie bei einer handgemachten

Hirschlederhose: Goldhofer-Instrumente

sind eine Investition fürs

Leben. Vor allem bei sorgfältigem

Umgang und regelmäßiger Pflege:

Nicht vom Biertisch werfen,

alle zwei bis drei Monate durchspülen,

und alle ein bis zwei Jahre

professionell reinigen lassen.

„Hierfür werden zum Beispiel die

Ventile ausgebaut und in Säure

gelegt, damit sie nach dem Reinigungsvorgang

wieder wie neu

sind“. Auch das Reinigen sowie

die Reparatur alter oder kaputter

Blechblasinstrumente bietet Martin

Goldhofer natürlich an. „Weshalb

bei mir im Detail betrachtet

kein Tag ist wie der andere, mir

deshalb auch nicht langweilig

wird.“ Vor allem dann nicht, wenn

er seine handeigenen, komplett

fertigen Instrumente gefühlvoll

anspielt und hört, dass jeder Ton,

ob hoch oder tief, ob lang oder

kurz und knackig, sitzt. Spätestens

dann ist der auch sehr akribische

junge Mann zufrieden mit seiner

Arbeit – und gibt Tenorhorn,

Trompete und Flügelhorn frei. Wo

Probespielen, Bezahlung und Abholung

stattfinden? Natürlich in

dieser urgemütlichen Stube direkt

neben der Werkstätte.

js

januar / februar 2019 | 17


Poledance im Murnauer Kemmelpark

Akrobatik an der

Edelstahlstange

Murnau | Poledance ist ein immer

beliebter werdender Sport, der

mittlerweile auch in ländlicheren

Regionen großen Zuspruch findet.

„Es beansprucht den ganzen Körper

und macht unglaublich viel

Spaß“, sagt Elodie von Poschinger,

die seit 2013 im Kemmelpark

in Murnau das einzige Poledance-

Studio im kompletten Tassiloland

betreibt. Fünf Mal die Woche lädt

die staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin

zu einstündigen Kursen in

vier verschiedenen Schwierigkeitsklassen

und alle sind gut besucht.

Teilnehmerinnen aus allen Gesellschafts-

und Altersschichten – zwischen

14 und über 60 Jahre – sind

am Start. Einzig die Männer sind

bei aktuell einem Teilnehmer deutlich

in der Unterzahl. „Grundsätzlich

ist Poledance für wirklich jeden

geeignet.“ Alt oder jung, dick oder

dünn, sportlich oder unsportlich –

die Anfänge sind für alle gleich und

für alle machbar. „Ich vergleiche

das Ganze gerne mit Skifahren, das

ich ja auch nicht auf der schwarzen

Piste beginne.“ Trainiert und geübt

wird in einem 56 Quadratmeter

großen Tanzraum mit großen Spiegeln

an der Wand.

Steigerung bis zu

Über-Kopf-Übungen

In diesem Trainingsraum toben sich die Poledancerinnen aus.

Die flexibel auf- und abbaubaren

Stangen bestehen aus verchromtem

Edelstahl, sind extrem stabil

und können entweder mittels Teller

an die Decke geklemmt, oder

direkt in installierte Verankerungen

geschraubt werden. „Diese

sind so massiv und fest fixiert, dass

sogar drei Teilnehmer gleichzeitig

daran tanzen können“, sagt Elodie

von Poschinger, die von qualitativ

hochwertigen Stangen für

rund 300 Euro pro Stück spricht –

nicht zu vergleichen mit günstiger

Bau- oder Supermarktware.

Ganz wichtig beim Poledance: Intensives

Aufwärmen über rund

15 Minuten. Vor allem Hand- und

Schultergelenke müssen gezielt

aktiviert, weil sie am meisten beansprucht

werden. Aber auch

die anderen Gelenke, Muskeln

und Sehnen sollten vor der ersten

Übung an der Stange bereit

sein, da Poledance den kompletten

Körper beansprucht, letztlich

die ideale Kombination aus Kraft

und Flexibilität ist. Bestens aufgewärmt

gehen Anfänger erst

mal locker um die Stange herum,

greifen und fühlen sie. „Material

kennenlernen und Vertrauen zum

stählernen Tanzpartner aufbauen“,

sagt Elodie von Poschinger. Fortan

wird das Niveau schrittweise gesteigert:

„Posen“ im Stand. Erste

Drehungen um die Stange. Dann

Übungen ohne Bodenkontakt, unter

anderem Climbs (Klettern), die

mithilfe der Arme und Beine auch

unsportlichere Anfänger gut schaffen,

„weil es hier sehr stark auf die

Technik ankommt“. Und schließlich

die ersten Spins – Drehungen ohne

Bodenkontakt, die je nach Fitnesszustand

und technischem Können

mit zig verschiedenen Variationen

kombiniert werden können. Das

nächsthöhere Level beginnt mit

ersten Über-Kopf-Übungen, genannt

„Inverts“. Hierbei halten sich

die Tänzerinnen mit den Händen

oder Beinen an der Stange und

veredeln diese Position mit ver-

18 | tassilo


schiedenen Moves und Tricks, die

übrigens alle einen eigenen Namen

haben.

Wie bei der

Feuerwehr

Elodie von Poschinger zählt an dieser

Stelle ein paar gängige Figuren

in unterschiedlichen Schwierigkeitsklassen

auf: Der „Fireman-

Spin“, bei dem die Akteure wie

Feuerwehrmänner die Stange

herunterrutschen. Der „Butterfly“

(Schmetterling), wonach die Tänzer

ihre Beine hochschwingen, ein Bein

an der Stange einhaken und das

zweite elegant nach hinten hängen

lassen – eine Übung für Fortgeschrittene,

die allerdings sehr

ehrgeizige Teilnehmer nach rund

einem dreiviertel Jahr durchaus

hinbekommen. Der „Jade-Split“,

ein kopfüberhängender Spagat, bei

dem die Beine exakt 180 Grad weit

auseinander sind und dadurch eine

makellose Gerade waagrecht zur

Stange bilden – eine schwierige

Übung, die Elodie von Poschinger

beherrscht. Und dann gibt es noch

die absoluten Königsfiguren wie

den „Poledance-Eagle“, „Spatchcock“

oder „Rainbow Marchenko“,

die nur die absolute Elite elegant

und in einem Fluss hinbekommt.

Apropos Elite: Im Poledance gibt es

auch deutschlandweite Wettkämpfe

in unterschiedlichen Kategorien sowie

die Klassiker: DM, EM und WM.

Vom Leistungssport hält sich Elodie

von Poschinger jedoch bewusst

fern. „Unser Hauptaugenmerk liegt

auf außergewöhnlichem, aber gesundheits-

und fitnessförderndem

Dance-Unterricht, bei dem Spaß

und Ästhetik an oberster Stelle

stehen.“

„Pole-Kisses“

gehören dazu

Dass der Lernerfolg trotzdem sehr

hoch ist, liegt schlichtweg an den

überschaubaren Gruppen von

maximal acht Teilnehmerinnen,

Trainerin inklusive. „Klasse statt

Masse.“ Heißt: An jeder Stange

eine Tänzerin. Und falls mal Probleme

auftreten, „kann ich natürlich

individuell Hilfestellung

geben, während die anderen die

Choreografie oder Übung für sich

tanzen“. Damit ist nicht nur der

Tanzsport an sich ein begeisternder

Mix aus Kraft und Beweglichkeit,

sondern auch die Kurskonzepte

(siehe www.studio-elodie.

de) eine gesunde Mischung aus

Gruppen- und Einzeltraining. „Das

übrigens absolut nichts mit Erotik,

Striptease sowie anderweitigen

Rotlichtmilieu-Aktivitäten zu tun

hat.“ Dass Poledance lediglich in

Sport-Top und Panty betrieben

wird, liegt schlichtweg daran, dass

nackte Haut für den Halt an der

Stange unbedingt gebraucht wird.

„Pole-Kisses“ werden die blauen

Flecken in der Szene genannt,

die nun mal zu diesem effektiven

Training dazugehören“. Elodie

von Poschinger kann sich trotz der

blauen Flecken und reichlich Muskelkater

an keine Teilnehmerin

erinnern, die nach einem Schnupperkurs

nicht positiv überrascht

war. Wohl auch, weil Poledance im

Murnauer Kemmelpark nicht nur

zu mehr Gesundheit, Körpergefühl

und Traumfiguren führt. Auch

die Kursatmosphäre ist heiter und

entspannt. Hier kann Frau einfach

mal Frau sein, ohne gleich Objekt

der Begierde zu werden. An dieser

Stelle besonders hervorzuheben

sind spontan vereinbarte Exotic-

Kurse – Poledance auf Highheels. js

januar / februar 2019 | 19


Der „Salbeyer“ von Familie Fischer

Stark, aber nicht

zu schnapsig

Thema Erbschaft

Übergeben Sie Ihre Werte an

wen Sie wollen.

Nur nicht an den Staat.

Das Erbrecht ist kompliziert. Unkenntnis kann hier zu

negativen wirtschaftlichen Folgen für Sie oder Ihre

Angehörigen führen.

Als kompetente Fachleute beraten wir Sie individuell

u. a. darüber, wen Sie begünstigen können, wessen

Pflichtteilsrechte Sie berücksichtigen müssen, wie Sie

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Wolf-Ekkehard Klix

Fachanwalt für Erbrecht

Angelika Klennert

Fachanwältin für Familienrecht

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Peißenberg | Er schmeckt weder zu

süß noch zu bitter. Er enthält 34 Volumenprozent

Alkohol, ist dennoch

nicht zu schnapsig. Er ist gleichermaßen

pur, als Cocktail, Longdrink

oder Heißgetränk zu genießen. Er

desinfiziert, befreit die Atemwege

und ist neuesten Erkenntnissen zufolge

auch stresslindernd. Die Rede

ist vom „Salbeyer“, dem biozertifizierten

Salbeilikör von Marion und

Christoph Fischer. Das Ehepaar aus

Peißenberg war vor gut vier Jahren

auf einem Polterabend eingeladen.

Als eine enge Freundin sich

über Unwohlsein beklagte, zog

der Gastgeber einen alten, selbstgemachten

Salbeilikör aus dem

Schrank. Der verhalf nicht nur der

aus Berlin kommenden Frau zu

altbewährter Gesundheit, sondern

brachte zugleich die Fischers auf

die Idee, selbst einen Salbeilikör

herzustellen. Auf die Frage nach

dem „Geheim-Rezept“ hieß es allerdings

nur: Salbei, Alkohol und

Zucker. „Was uns nicht wirklich

Schwiegermutter ter auf

den Namen „Salbeyer“ kam, son-

dern

einer der Gäste auch gesagt

hatte: „Wenn die damit kein Geld

verdienen, sind sie selber schuld.“

weitergeholfen hat, weil

wir

immer

schon diverse Obstliköre für

den Eigenbedarf kredenzt enzt

haben,

diese Angabe nicht wirklich ic

neu für

uns war und wir deshalb einfach

angefangen haben, selbst auszuprobieren“,

sagt Marion Fischer,

deren großer Garten bepflanzt ist

mit zahlreichem Obst, Gemüse und

Kräutern aller Art, selbstverständlich

auch mit Salbei. „Außerdem

wohnen wir direkt am bewaldeten

Hang des Hohen Peißenbergs,

sind quasi mit der Natur, mit den

Kräutern am und im Wald großgeworden.“

Gleich beim erstmaligen

Probieren ihres hausgemachten

Salbeilikörs „waren wir selbst

überrascht, weil er wirklich gut

war“. Auch Freunde und Bekannte

schwärmten beim Probieren von

diesem handgemachten Likör der

Fischers. Das Schlüsselerlebnis für

den Schritt zur Selbstständigkeit

passierte letztlich an Weihnachten

2016 bei Christoph Fischers Bruder

in München, als nicht nur dessen

Bio-Gärtnerei

baut Salbei an

Fortan investieren Marion und

Christoph Fischer jede freie Minute

in ihre Vision, einen Salbeilikör von

allerhöchster Bio-Qualität auf den

Markt zu bringen. Bei zwei Kindern,

inzwischen fünf und sieben Jahre,

sowie hauptberuflichen Tätigkeiten

– Christoph ist stellvertretender Leiter

der Integrierten Leitstelle Oberland,

Marion medizinische Fachangestellte

in der Endoskopie – sind

die Tage lang. Allerdings ist das

Glück voll auf Seiten der Fischers,

„weil wir oft durch Zufall zur richtigen

Zeit die richtigen Leute kennengelernt

haben“. Erste Anekdote:

Weil jemand krankheitsbedingt

ausfällt, fährt Christoph Fischer

nach Schwabmünchen, um dort

Notfallsanitäter über die Arbeit in

Integrierten Leitstellen zu schulen.

Übernachtungsgelegenheit findet

er bei seiner Schwiegeroma, die

im nicht allzu entfernten Ettringen

wohnt. Und wie es der Zufall will,

befindet sich auf dem Weg dorthin

eine Bio-Gärtnerei. Christoph Fischer

biegt kurzerhand ein, klopft

an und kommt mit der Inhaberin

| 82362 Weilheim | (0881)

E-Mail: rechtsanwalt@klix.de | www.klix.de

Der frisch geerntete Salbei wird

sofort in die Münchner Destillerie

gefahren und in Tanks eingelagert.

So bleibt er aromatisch.

20 | tassilo


Auf gute Zusammenarbeit: Marion und Christoph h Fischer (re.) mit den

Inhabern der Münchner Destillerie „THE DUKE“.

sofort gut ins Gespräch. „Es hat

sich herausgestellt, dass die Inhaberin

mit meiner Schwiegermutter

in der Klasse war – der perfekte

Eisbrecher.“ Und mit Kräutern

hätte diese Gärtnerei ohnehin mal

wieder etwas machen wollen. Dass

bei diesem ersten Vorbeischauen

draußen vor der Ladentüre auch

noch ein großer Steingarten mit

Salbei steht, „war letztlich das i-

Tüpfelchen dieser Geschichte“. Per

Handschlag bekommt Christoph Fischer

nach genauerer Vorstellung

seiner Vision die Zusage, dass diese

Bio-Gärtnerei künftig den Salbei

für sein Likör-Projekt anbaut. „Dass

die dann gleich ein drei Mal so großes

Feld angelegt haben wie von

uns grob verlangt, war der nächste

Knaller“, sagt Fischer, der seither

bestens versorgt ist mit Bio-Salbei

aus Ettringen-Siebnach, Unterallgäu.

Salbei eigenhändig

geerntet

Zu diesem Zeitpunkt bereits gefunden

ist eine hochwertige Destillerie,

die das Rezept der Fischers

eins zu eins umsetzt. An dieser

Stelle die zweite Anekdote: Einmal

im Jahr zeltet Christoph Fischer im

Winter mit engsten Spezln in freier

Natur. „Seit einigen Jahren an

einem Weiher bei Söchering.“ Mit

dabei ist Andreas Groll, Inhaber

der Firma Hydraulik- und Lufttechnik

Groll in Peißenberg, der plötzlich

sagt: „Christoph, ich kenn da

jemanden.“ Gemeint ist Maximilian

Pückler, Inhaber der renommierten

Münchner Destillerie „THE

DUKE“, die mit Komponenten der

Firma Groll ausgestattet ist. Fischer

und Groll fahren mit einer Flasche

„Salbeyer“ hin, lassen probieren

und bekommen sofort das erfreuliche

Fazit: „Der lässt sich verkaufen.“

Heißt: Die Fischers stellen

„THE DUKE“ Salbei und Rezept zur

Verfügung, lassen ihren Likör in

München herstellen und abfüllen,

um ihn dann wieder eigenhändig

auszuliefern und zu verkaufen.

Dazu gehört auch das

Ernten

des Salbeis von

Hand.

„Wir legen uns gemeinsam

eins

mit Erntehelfern auf

den

Flieger.“ Salbeibüschel mit

der linken Hand greifen, mit

einer Sichel in der rechten

Hand durchschneiden,

de

en,

in eine Erntekiste legen

und anschließend

kühl bei rund

acht Grad Celsius s

lagern, „damit

keine Aromen verloren

gehen“. Das

halbe Hektar große

Salbeifeld der

Bio-Gärtnerei ist

in sechs bis acht

Stunden abgeerntet,

die Ware noch am selben

Tag in die Münchner Destillerie

gefahren und dort in großen Tanks

eingelagert worden. Als weitere

Zutaten kommen ein in Deutschland

hergestellter Bio-Zucker und

eben Rein-Alkohol hinzu. „Mehr

wollen wir nicht verraten.“

Verköstigung in der

Villa Utzschneider

Inzwischen ist der Schritt zur

Selbstständigkeit geschafft, die ersten

Glasflaschen „Salbeyer“ sind

verkauft. Und zwar ausschließlich

über ausgewählte Läden. „Lieber

100 kleine als ein geldgieriger

Großer“, sagt Christoph über die

Verkaufs-Philosophie. Bio-Michl

und Instinsky in Weilheim, Hofladen

in Habach, Naturkostladen in

Peiting, Bäckerei Andrä in Peißenberg,

Eberfing und Huglfing oder

Bio-Markt in Penzberg sind wenige

Beispiele, in denen der handgemachte

Bio-Salbei-Likör für aktuell

rund 24 Euro pro halber Liter

zu kaufen ist – Nachfrage hiesiger

Geschäfte stark steigend. „Deshalb

wissen wir nicht, wohin die Reise

mit unserem Salbeyer führen

wird“, sagt Christoph Fischer, der

mit dem Verkaufsstart des professionell

hergestellten und vermarkteten

ten Produkts hochzufrieden

ist. Und fortan alle Interessier-

ten recht herzlich in die Villa

Utzschneider, Hauptstraße 37 in

Peißenberg, en

e einlädt – ein wunderbarer

r Altbau mit großer

Akademiker-Geschichte. Die

Fischers haben dort ein

Büro mit Verkostungsnische

im ersten Stock

eingerichtet – geräumiger

Südseiten-Balkon

inklusive, wo der

handgemachte „Salbeyer“

(Infos unter

www.salbeyer.de) jederzeit

probiert werden

kann. Pur, als

Cocktail, Longdrink

oder Heißgetränk. js

Wurzelstockfräsen

Baumfällungen

Manfred

Merkl

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januar / februar 2019 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Kunst, Kultur, Kino und Kalender

Jäger spendieren 200 Kilogramm Wildsalami

Weilheim | Mit einem Weihnachtsgeschenk

der ganz besonderen Art wartete der Kreisjagdverband

Weilheim bei der Tafel in Weilheim

auf. Die Jäger ließen 200 Kilogramm

Wildkochsalami produzieren und spendierten

diese für die Weilheimer Tafel. Laut Kreisvorsitzendem

Florian Pfütze gilt ein ganz

besonderer Dank dem Böbinger Metzger Michael

Haslacher, der die Herstellung für den

Kreisjagdverband kostenlos durchgeführt hat.

Freilich ist er auch selbst Jäger und Mitglied

im Verband. Die Weilheimer Tafel besteht

aktuell aus rund 75 Menschen, die es sich

zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit

einem geringen Einkommen durch Lebensmittel

aus Überschussproduktion zu unterstützen.

Schon seit 15 Jahren wird dieser

Tafel-Gedanke in Weilheim gelebt und ehrenamtlich

Lebensmittel organisiert. Spenden

wie die des Kreisjagdverbandes sind da

natürlich gerade zu besonderen Anlässen wie

Weihnachten immer sehr willkommen. Nähere

Infos erhalten Sie unter www.

weilheimer-tafel.de und unter

www.jagd-weilheim.de

op

Der „tassilo“-Wandplaner 2019

kostenlos abholen

Tassiloland | Er war der Renner auf der letzten Oberland-Ausstellung

in Weilheim: der „tassilo“-Wandkalender

für 2018. 70 Zentimeter hoch, 100 Zentimeter

breit, bietet er ausreichend Platz, um wirklich jeden Termin zu notieren. Die

ansprechenden Motive ringsum taten ihr Übriges in Sachen attraktiver Wanddekoration.

Kurzum: Der „tassilo“-Wandkalender war ein treuer Begleiter für

das ganze Jahr, egal ob im Büro, Hausflur oder in der Küche. Ursprünglich war

geplant, den Kalender nur alle zwei Jahre im Rahmen der Oberland-Ausstellung

zu produzieren. Nachdem uns allerdings derart viele Anrufe von „Fans“

unsers Wandkalenders erreichten, haben wir uns entschieden, auch diesmal

einen Wandplaner zu gestalten. Selbstverständlich erneut mit den beeindruckendsten

Bildern aus der Region rund um Weilheim und die Seen. Sie können

sich ab sofort den exklusiven „tassilo“-Wandplaner kostenlos abholen: Im

Murnauer Kultur- und Tagungszentrum, in der Tourist-Info Starnberg, im Rathaus

Penzberg, im Veranstaltungsbüro der Stadt Weilheim sowie in

der Tourist-Info Dießen – solange der Vorrat reicht. Wir wünschen

viel Vergnügen mit Ihrem „tassilo“-Wandplaner für 2019.

tis

Sprach der Hai zur Kuh: „Alles Haiku?“

Kinoprogrammpreis für Kurtheater Tutzing

Peiting | Buchautor, Kreisrat und Ex-Mittelschullehrer

Hans Schütz hat wieder ein Buch

geschrieben. Der Titel lautet diesmal „Alles

Haiku“ und ist nach „Ich nehm’ das Tagesgedicht“

und „Lyrisches Menü“ der bereits dritte

Gedichtband des Peitingers. Dabei handelt es

sich um ein Buch, das ausschließlich Texte in

der japanischen Literaturform „Haiku“ enthält.

Eine zusätzliche, ganz besondere Note

bekommt dieses Buch dank beeindruckender

Illustrationen von Lore Kienzl verliehen. Mit

feinem Strich führt sie in die einzelnen Monate

ein, füllt kleine Textlücken mit passenden

Miniaturen und überzeugt mit einem hintersinnigen

Cover. „Die Leserinnen und Leser

werden in diesem lyrischen Werk sicher Texte

finden, die sie ansprechen und vielleicht sogar

zum selber Schreiben anregen“, verspricht

Hans Schütz. Erhältlich ist sein neues Buch mit

dem witzigen Titelseiten-Reim „Sprach der Hai

zur Kuh: Wenn wir zusammen dichten, heißt

das dann Haiku?“ für 18 Euro in allen örtlichen

Buchhandlungen.

js

>>> BÜCHER ZU GEWINNEN

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost drei Gedichtbände

„Alles Haiku“ von Hans Schütz.

Schicken Sie uns bis 15. Januar eine Postkarte

mit dem Stichwort „Haiku“ an „tassilo“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an

info@tassilo.de. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

Tutzing | Das Kurtheater in Tutzing ist vom Film-Fernseh-

Fonds (FFF) Bayern mit dem Kinoprogrammpreis 2018

ausgezeichnet worden. Ausschlaggebend für den Preis

ist das seit Jahren „qualitativ herausragende Filmprogramm“

sowie der „Erhalt des Traditionshauses“ im Stil

der 1950er Jahre. Samtvorhang, Gong, reichlich Beinfreiheit

zwischen den Sitzreihen und zu jedem Film passende

Einlassmusik machen das Tutzinger Kino so nostalgisch li wertvoll wie

einzigartig. Überreicht wurde der Preis an die Kinobetreiber Michael und

Eva-Maria Teubig im Schweinfurther Rathaus von Judith Gerlach, neue Bayerische

Staatsministerin für Digitales. „Es ist gut zu wissen, dass die Bayerische

Staatsregierung in besonderem Maße die kleinen Kinos auf dem Lande

prämiert. Die bemühen sich Tag für Tag, ein kulturell wertvolles Programm

abseits des Mainstreams zu zeigen, was in Anbetracht des stark veränderten

Freizeitverhaltens und der immer größer werdenden Konkurrenz durch

Netflix, Amazon und Co. sehr schwer geworden ist“, so Michael Teubig, der

auch in Zukunft auf ein anspruchsvolles Programm setzen möchte und hofft,

dass „unser Publikum südlich des Starnberger Sees das weiterhin

würdigt“. Bayernweit wurden aus 160 Bewerbern 60 Kinos vom

FFF Bayern ausgezeichnet.

js

222 | tassilo


Pinocchios fantastische Reise als Musical für die ganze Familie

Starnberg | Am Freitag, 11. Januar 2019, um 16 Uhr

nimmt die berühmte Holzpuppe Pinocchio die Besucher

der Starnberger Schlossberghalle mit auf

ein großes Abenteuer. Das Theater Liberi inszeniert

die Geschichte von Carlo Collodi als modernes

Musical für die ganze Familie. Auf einander

abgestimmte Eigenkompositionen und temporeiche

Choreografien

versprechen ein unterhaltsames

Live-

Erlebnis für Kinder

ab vier Jahren sowie

Eltern und Großeltern.

Das italienische

Märchen handelt

bekanntlich von

der Marionette mit

der Lügennase, die

Geppetto in seiner

Werkstatt geschnitzt

hat. Der hölzerne

Junge ist zwar lebendig, weiß sonst aber wenig

über die Welt und den Unterschied zwischen Gut

und Böse. Und so stolpert die neugierige Holzpuppe

von einem Abenteuer ins nächste: Auf ihrer

Reise wird sie zum Hauptdarsteller eines Puppentheaters,

trifft auf die hinterlistigen Gauner Fuchs

und Kater und landet beim Versuch, seinen Vater

zu retten, sogar im Bauch eines Seeungeheuers.

In der Adaption des Liberi-Autors und Regisseurs

Helge Fedder lernt Pinocchio, dass Eigensinn dort

seine Grenzen hat, wo geliebte Menschen in Gefahr

gebracht werden. Begleitet wird seine Reise

von den eigens komponierten Titeln der Musiker

Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker.

Karten gibt es im Vorverkauf zwischen 17 und 22

Euro, je nach Kategorie. Kinder bis 14 Jahren erhalten

zwei Euro Ermäßigung, der Preis an der

Tageskasse beträgt zuzüglich zwei Euro. Tickets

für das Musical gibt es online unter

www.theater-liberi.de oder über die

Hotline 0180 / 5600311.

tis

21 glückliche Gewinner in Ausgabe 21

Tassiloland | Zahlreiche Personen durften wir im

Zuge unserer Gewinnspiele in der letzten Ausgabe

mit diversen Dingen überraschen – passend

zur Vorweihnachtszeit. Etwa Edith Pinsberger aus

Weilheim sowie Helmut Guggenmos und Pauline

Kuhn, beide aus Peißenberg. Alle drei erhielten

den Bildband „Im Atelier“. Je ein Exemplar von

„Rednecks radeln nicht“ bekamen Falko Bolze aus

Isernhagen, Hildegard Weiß aus Weilheim und Katrin

Roth aus Peiting zugeschickt. Die je drei CDs

der „New Orleans Dixie Stompers“ räumten indes

Herta-Maria Schuch aus Polling, Manfred Schönbeck

aus Pöcking und Max Bernhard aus Seefeld

ab. Beim Lawinen-Vortrag dabei waren Heribert

Müller aus Wielenbach, Michael Pantele aus

Oberhausen und Sigrun Frank aus Weilheim. Die

Akrobatik-Show von Vaganti bewunderten Brigitte

Schweitzer aus Bad Bayersoien und Celina Schneider

aus Peißenberg mit je einer Begleitperson,

während sich Brigit Knoch aus Penzberg, Gertraud

Schäfer aus Tutzing und Mechthild Grünewald aus

Huglfing – ebenfalls mit Begleitung – von den

Klängen der Bundeswehr-Big-Band überzeugen

durften. „George Dandin“ im Zuge der Weilheimer

Festspiele sahen Astrid Grosse-Lackmann aus

Weilheim, Christa Meyer aus Herrsching und Monika

Tafertshofer aus Weilheim. Auf die Austropop-

Show „I am from Austria“ im Januar dürfen sich

freuen: Birgit Hochstaffl

aus Sindesldorf und Irene

Allgaier aus Penz-

berg. tis

januar / februar 2019 | 23


Das Bauchzentrum der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

Weilheim/Schongau | Jeder kennt

sie, jeder hatte sie bereits: Bauchschmerzen.

Häufig ist es schwer,

schnell und zielgerichtet eine

Ursache für die Beschwerden zu

finden. Dabei müssen gerade im

Notfall die Patienten mit Bauchschmerzen

mit besonderer Sorgfalt

von Fachärzten verschiedener

Disziplinen untersucht werden.

Dies ist der Grundgedanke des

interdisziplinären Bauchzentrums

Weilheim-Schongau unter der Leitung

von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold

Lang, Chefarzt für Allgemein- und

Viszeralchirurgie Krankenhaus

Weilheim und Dr. Jochen Dresel,

Chefarzt für Innere Medizin Krankenhaus

Schongau. Im „tassilo“-

Interview erklären die beiden

Chefärzte, welche Vorteile Patienten

durch das neue Bauchzentrum

haben, wie es hinsichtlich der

Ausstattung aussieht und sprechen

darüber hinaus über Ziele und

Wünsche.

gibt aber auch den Notfall, der

sofort versorgt oder operiert werden

muss, weil der Patient diesen

Notfall sonst nicht überleben würde.

Für dieses komplette Spektrum

ist dieses Bauchzentrum – mit den

gebündelten Kompetenzen aus der

Inneren Medizin und der Chirurgie.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang:

Das möchte ich unterstreichen. Bei

unklaren Bauchschmerzen gibt es

eben mehrere Behandlungsmöglichkeiten:

internistische und chirurgische.

Also entweder über die

Endoskopie oder über das Skalpell

beziehungsweise viel mehr die

Schlüssellochtechnik beim Chirurgen.

Umso erfahrener und länger

man in diesem Job ist, umso leichter

tut man sich mit der Entscheidung,

weil man sie schon öfter

getroffen hat. Genau diesen Vorteil

haben die Patienten von diesem

Konglomerat.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

also.

Dresel: Das Ganze ist historisch

gewachsen, weil sich die Arbeitsweise

von Chirurgen und Internisten

in der Vergangenheit erheblich

unterschieden haben. Das hat sich

heutzutage angeglichen und die

Grenzen verwischen, weil sich

auch neue technische Möglichkeiten

ergeben. Heute hat man

derart filigrane und hochtechnisierte

Möglichkeiten, dass wir uns

mit schlüssellochartiger Technik,

sowohl von außen als auch über

die natürlichen Körperöffnungen

treffen, um dort das Problem gemeinsam

zu beheben. Das Ganze

ist auch durch die veränderten Arbeitsweisen

deutlich mehr zusammengewachsen

und verschwimmt

in bestimmten Bereichen.

Lang: Die Reibung zwischen Gastroenterologe

und Bauchchirurg

ist sehr gering. Das ist ein wahnsinniger

Synergismus. Wenig Reibungspunkte,

wenig Konkurrenz,

kurze Wege.

Wie besonders ist die Spezifi kation

„Bauchzentrum“?

Lang: Gerade für das kleine Krankenhaus

ist es etwas Besonderes.

Wir zeigen so, dass wir die fachspezifischen

Spezialisten haben

und die das sogar noch miteinander

machen. Der Patient wird nicht

zu früh operiert und nicht zu spät.

Sonderveröffentlichung der

Was können wir uns konkret

unter einem Bauchzentrum

vorstellen?

Dr. Jochen Dresel: Bauchzentrum

bedeutet letztlich, dass

jeder Patient, der mit unklarem

Bauchschmerz ins Krankenhaus

kommt, von zwei

Fachdisziplinen, die sich

beide auf ihre Art um den

Bauch kümmern und Spezialitäten

haben, gesehen

wird, um so sehr schnell

zur richtigen Diagnose

und Behandlung zu kommen.

Es gibt relativ banale

Erkrankungen, die mit Medikamenten

behandelt werden

können aber dennoch ordentlich

Bauchschmerzen verursachen. Es

Auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit (v.l.): Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus

GmbH, Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang, Dr. Jochen Dresel und Landrätin Andrea Jochner Weiß.


Dr. Jochen Dresel, Chefarzt Innere Medizin am Krankenhaus Schongau.

Es wird nicht zu viel und nicht zu

wenig gemacht. Vor allem alles in

einem kurzen Zeitraum.

Ein weiterer Beweis für die Qualität

der Krankenhaus GmbH.

Dresel: Das Thema Qualität in der

Medizin ist ja eines, was sich die

letzten Jahre auch die Bundespolitik

auf die Fahnen geschrieben hat.

Natürlich ist das ein wenig geprägt

von den Beratern, die in der Regel

an den großen Unis, in großen

Zentren sitzen. Häuser wie unsere

fallen dann gerne mal hinten runter

und diese fehlende Achtung ist

meiner Meinung nach ein Fehler.

Wir haben das ja auch alles an den

Unis gelernt, was wir hier machen.

Und wir brauchen diese Medizin

bei den Menschen und nicht 50 Kilometer

entfernt. Denn: Der Patient

mit dem durchgebrochenen Magengeschwür

wird diese 50 Kilometer

unter Umständen nicht mehr

schaffen, bis er in einem großen

Zentrum ist. Deshalb sind wir auch

der Meinung, dass es gleichwertig

gute, kleine Zentren geben kann,

die die Anforderungen erfüllen

und die Kompetenz haben – und

das wollen wir zeigen.

Was war der Anstoß für das Bauchzentrum?

Lang: Wir wollen die Schnelligkeit

und die Genauigkeit der Diagnostik

für die Patienten verbessern.

Tagsüber war schon immer ein

Chirurg und ein Gastroenterologe

anwesend, um einen Patienten

mit Bauchschmerzen anzuschauen.

Kamen Patienten in den Dienst

von 17 bis 7 Uhr morgens, sind

diese immer in eine Fachrichtung

geströmt. Heißt: Kommen sie zum

Chirurgen, werden sie womöglich

zu schnell operiert, kommen sie

zum Gastroenterologen, eventuell

zu spät — natürlich überspitzt ausgedrückt.

Jetzt werden sie auch in

dieser Zeit von einem Bauchchirurg

und einem Gastroenterologen

betrachtet und anschließend einer

Fachdisziplin zugeordnet, was aus

organisatorischen Gründen nötig

ist. Die Entscheidung, was gemacht

wird, treffen also beide Disziplinen

zusammen, was schon ein klarer

Vorteil für die Patienten ist.

Gibt es Gründe für die gut funktionierende

Zusammenarbeit im

Bauchzentrum?

Dresel: Das liegt natürlich unter

anderem an den handelnden Protagonisten.

Wir kennen uns schon

eine Weile, die Teams auch. Die

fachliche Qualifikation ist vorhanden.

Die Frage ist halt, wie man

es lebt. Aufgrund der Größe der

Häuser, aufgrund der Unterstützung

durch Geschäftsführung und

Landrätin, aber auch wegen unserer

guten persönlichen Beziehung,

haben wir bessere Voraussetzungen

als manch anderer.

Wie sieht es hinsichtlich der Ausstattung

im Bauchzentrum aus?

Lang: Was es an Geräten in der

Medizin gibt, ist vorhanden, das

kann man wirklich mit breiter

Brust sagen. Sowohl an modernster

Endoskopietechnik, modernster

operativer Ausstattung, als auch

beim Röntgen. Wir haben wirklich

alles. Außer vielleicht einen

Roboter, der in der Versuchsphase

steckt. Die Ausstattung ist extrem

gut, da brauchen wir uns vor niemanden

verstecken.

Dresel: Betrachte ich, was ich in

meinem Bereich zu verantworten

habe, dann liegen wir im Jahr bei

fast 5 000 endoskopischen Untersuchungen,

aufgeteilt auf beide Häuser.

Das ist nicht wenig und vom

Spektrum ist auch fast alles dabei,

was ich in Großhadern gemacht

und gesehen habe. Man muss die

Zahlen eben skalieren, aber dem

Vergleich halten wir Stand. Da

habe ich keine Bedenken.

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

Telefon: Weilheim 0881 / 188-0, Schongau 08861 / 215-0

Bauchschmerzen hatte sicherlich jeder

schon mal in seinem Leben, das

Schmerzempfi nden ist allerdings

bei jedem unterschiedlich. Wann

sollte ich sofort ins Krankenhaus?

Lang: Bei Bauchschmerzen in Verbindung

mit Fieber oder Schüttelfrost

gibt es überhaupt nichts zu

diskutieren. Da müssen Laborwerte

genommen werden und der Patient

gehört fachärztlich untersucht.

Das kann etwas ganz Schlimmes

sein wie eine Infektion, was von einem

Loch in einem Organ herrührt.

Oder auch mal eine schwere Magen-Darm-Grippe,

wo der Patient

aber eventuell auch eine Infusion

braucht. Auch eine Bauchfellentzündung

ist gefährlich und schwierig

für Patienten zu entscheiden.

Dresel: Die Frage ist schwer zu beantworten,

gerade deswegen gibt

es ja das Bauchzentrum. Tut es

rechts oben weh, oder links unten?

Das hat völlig unterschiedliche Ursachen.

Und das kann beides darin

gipfeln, dass Patienten am Ende

mit einer Tablette nach Hause gehen

oder eben auch in einer OP.

Weil es so variabel und so schwierig

ist rauszufinden, deswegen haben

wir das Bauchzentrum.

Heimgeschickt wird also

niemand?

Lang: Als Botschaft an

die Patienten: Lieber einmal

zu oft, als zu wenig!

Im Bauch kann es relativ

schnell sehr gefährlich

werden. Wir haben noch

nie einen Patienten böse

oder schlecht behandelt,

weil einer einmal zu viel

gekommen ist. Ganz im

Gegenteil.

Haben Sie einen Wunsch

für das Bauchzentrum?

Lang: Wir wünschen uns

mehr Patienten. Nicht,

weil wir nicht genug bekommen

von der Arbeit,

sondern weil das einer

der wenigen Parameter

der Patientenzufriedenheit für

uns ist. An der Patientenzahl sieht

man, wie es draußen ankommt. Es

spricht sich rum, Nachbarn reden

am Zaun miteinander: „Du, zum

Dresel oder zum Lang, da kannst‘

gehen, die sind kompetent.“ Das

ist das, was uns zufriedenstellt und

weil wir so sehen, dass wir es richtig

machen.

Eine Vision über das Bauchzentrum

hinaus?

Lang: Darmkrebs ist die häufigste

Krebserkrankung bei Männern

und Frauen. Etwa 60000 Menschen

erkranken in Deutschland

pro Jahr neu. Wir versorgen unsere

Patienten mit großer Expertise

wohnortnah. Unser gemeinsames

Ziel ist ein Darmzentrum. Die Vorbereitungen

für die Zertifizierung

laufen.

Dresel: Darmzentrum bedeutet,

dass es von der Deutschen Krebsgesellschaft

zertifiziert ist. Wir erhalten

ein offiziell bestätigtes Siegel

für unsere Kompetenz in der

Behandlung von in diesem Fall Patienten

mit Darm- oder Enddarmkrebs.

Das Darmzentrum wäre

dann Teil des Bauchzentrums. tis

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang, Chefarzt

für Allgemein- und Viszeralchirurgie in

Weilheim.

januar / februar 2019 | 25


Familiäre Atmosphäre, die weiterhin überzeugt

Geburtshilfe Schongau –

eine gute Wahl für werdende Eltern

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Es war wahrlich eine

der schönsten Nachrichten des

Jahres, welche Ende November die

regionalen Pressestellen erreichte:

„Familienglück kommt über

Nacht“, so die Überschrift. Hintergrund

der Mitteilung: Die Krankenhaus

GmbH begrüßte in der Nacht

von 29. auf 30. November das 500.

und zugleich 501. Baby, welches im

Jahr 2018 in Schongau das Licht der

Welt erblickte. Die Zahlen aus dem

vorherigen Jahr wurden demnach

bereits im November übertroffen.

Wie viele Babys es letztlich im gesamten

Jahr 2018 waren, stand bei

Redaktionsschluss noch nicht fest.

Eines ist jedoch gewiss: Werdende

Eltern vertrauen weiterhin den

Hebammen, Ärzten und Kinderkrankenschwestern

der Geburtshilfe

Schongau. Fruchtbare Zeiten

also und viel Arbeit für das Schongauer

Team, welches seit langem

einen exzellenten Ruf genießt. Im

Regionalmagazin „tassilo“ haben

nun stellvertretend zwei Frauen,

die erst kürzlich entbunden haben,

darüber gesprochen, warum

sie sich für das Schongauer Krankenhaus

entschieden haben und

wie es ihnen während der Geburt

erging. Darüber hinaus haben sie

verraten, ob sie auch ein weiteres

Kind in Schongau zur Welt bringen

würden.

Carolin aus Peiting mit

Sohn Samuel:

„Unser Sohn Samuel kam am 21.

August 2018 auf die Welt. Es war

die erste von weiteren sechs Geburten

an diesem Tag – Samuel

war der einzige Junge. Schon

bei unserer älteren Tochter vor

gut drei Jahren haben wir uns

für die Geburtsstation Schongau

entschieden. Im Rahmen des Geburtsvorbereitungskurses

haben

wir die Kreißsäle im Vorfeld besichtigt

und waren von der gemütlichen

Atmosphäre begeistert.

Da wir in Peiting wohnen, ist das

Schongauer das nächstgelegene

Krankenhaus, zudem sind die

Hebammen einfach toll und geben

einem ein gutes Gefühl. Wir haben

uns schon bei der Geburt unserer

Tochter gut aufgehoben gefühlt.

Überzeugt hat mich vor allem,

dass ich die meisten – eigentlich

alle – Hebammen schon von den

Arztbesuchen kannte, da diese

die Vorsorgeuntersuchungen in

den Praxen übernehmen. Mir war

wichtig, dass ich jemanden kenne,

wenn es soweit ist, was letztlich

ein großer Vorteil war und mich

sehr beruhigt hat.

Samuels Geburt hat lange gedauert:

Wir waren ab dem Blasensprung

fast drei Tage im Kreißsaal.

Fünf Mal wurde die Geburt eingeleitet,

da die Wehen immer wieder

nachließen. Vom Wehen-Tropf

über Wehen-Katheter war alles

dabei. Ärzte und Hebammen versuchten

— trotz vorangegangenen

Kaiserschnitt bei der ersten Entbindung

— meinen Wunsch nach

einer normalen Geburt zu erfüllen,

natürlich immer das Wohl des Kindes

und auch meines im Blick. Wir

hatten eine anstrengende, dennoch

zeitweise auch sehr lustige

Mama Carolin Bölt mit

Papa Paul Fürst,

Tochter Emilia und

dem kleinen

Samuel.

Zeit im Kreißsaal, schließlich darf

man seinen Humor nie verlieren.

Es hat sich sehr lange hingezogen

und am Ende war ich nur erschöpft.

Samuel konnte doch noch

spontan geboren werden, obwohl

aufgrund der langen Zeit schon

mit einem Kaiserschnitt gerechnet

wurde. Dafür bin ich sehr dankbar,

es war ein unglaubliches Erlebnis.

Den Kreißsaal in Schongau finde

ich sehr schön und man kann sich


wirklich wohlfühlen.

Die Hebammen sind

wie Familie und geben

sich alle Mühe,

die Zeit dort möglichst

angenehm zu

gestalten. Außerdem

machen die

Krankenschwestern

auf Station 5 einen

tollen Job. Die Zimmer

sind freundlich

und liebevoll eingerichtet,

der Blick auf

die Stadt und Berge

im Hintergrund ist

ein „Zuckerl“, obwohl

man meist nur

Augen für sein Kind

hat. Selbstverständlich

würden wir ein

weiteres Kind ebenfalls in Schongau

zur Welt bringen.“

Elena aus Weilheim mit

Tochter Emilia:

Elena Rudolf mit ihrem Lebensgefährten Patrik Köpke

und der gemeinsamen Tochter Emilia.

„Unsere Tochter Emilia erblickte

am 13. November 2018 im Krankenhaus

Schongau das Licht der

Welt. Aufmerksam auf das Krankenhaus

wurden wir durch Bekannte,

die ebenfalls in Schongau

entbunden haben. Die Lage des

Kindes ließ uns leider keine Wahl

und wir mussten den Geburtsvorgang

durch Kaiserschnitt wählen.

Die Vorbereitung von mir selbst

und meinem Partner, der bei der

Geburt mit im OP war, empfand ich

ziemlich entspannt, was der Professionalität

des gesamten Pflege-

und Ärzteteams zuzuschreiben

ist. Meine Tochter und mein

Lebensgefährte wurden nach dem

operativen Eingriff in den Kreißsaal

gebracht, wo sie gemeinsam

kuscheln konnten, bis ich 20 Minuten

später mein größtes Glück

in den Armen halten durfte. Die

Betreuung der diensthabenden

Hebamme war, auch im Kreißsaal,

äußerst bemerkenswert. Ebenso

war die tägliche Nachsorge auf der

Station von Hebammen, Schwestern,

Kinder- und Frauenärzten

hervorragend. Nachdem ich selbst

als Krankenschwester arbeite,

weiß ich, wie wichtig die richtige

Betreuung für Patienten ist. Hier

in Schongau hatten wir niemals

das Gefühl nur eine Nummer auf

einem Zimmer zu sein, sondern

fühlten uns stets gut aufgehoben

und liebevoll betreut. Auch

die Unterbringung im

Familienzimmer war

eine tolle Sache, unsere

kleine Familie konnte

so gleich von Anfang

an zusammenwachsen.

Generell sind die

umlichkeiten, welche

das Krankenhaus

bietet, wirklich schön

und verbreiten eine

heimische Atmosphäre.

Nachdem wir uns

für das Schongauer

Krankenhaus entschieden

haben, nahm ich

Kontakt zu einer der

Hebammen dort auf.

Sie gab mir Tipps und

Tricks, um gut durch

die Schwangerschaft

zu kommen. Ebenfalls besuchte

ich im Schongauer Krankenhaus

den Geburtsvorbereitungskurs,

welcher mir sehr gut gefallen

hat. Durch die Umgehungsstraße

ist das Schongauer Krankenhaus,

auch von Weilheim aus, super zu

erreichen. Wenn es möglich ist,

werde ich auch mein nächstes

Kind definitiv in Schongau zur Welt

bringen.“

tis

Das Team der Geburtshilfe —

mittlerweile auch auf

Facebook aktiv.

Informationsabend

für werdende Eltern

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Informationen für werdende Eltern

An jedem 1. Mittwoch im Monat, 19 Uhr

2. Januar – 6. Februar – 6. März – 3. April – 8. Mai – 5. Juni

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Chefarzt Dr. Gerhard Schmidberger

Oberärztin Dr. Kira Essiger

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> > > KONTAKT SCHONGAU

Gynäkologie und Geburtshilfe Schongau

Sekretariat: 08861 / 215-291

Station: 08861 / 215-164

Kreißsaal: 08861 / 215-130

Telefax: 08861 / 215-279

E-Mail: sog-frauenklinik@kh-gmbh-ws.de

januar / februar 2019 | 27


Softballsport soll in Peißenberg reanimiert werden

Wie Phoenix aus

der Asche?

Peißenberg | Dass Baseball eine

der beliebtesten Sportarten in den

Vereinigten Staaten ist, dürfte hinreichend

bekannt sein. Auch Softball,

eine Variante vom Baseball,

zählt in Übersee zu den populärsten

Breitensportarten. Im professionellen

Spielbetrieb wird Softball,

im Gegensatz zum männerdominierten

Baseball, überwiegend

von Frauen gespielt. Dabei sind

die Unterschiede für Profis zwar

erheblich, für den Laien allerdings

marginal: Während beim Baseball

der Ball in einer natürlichen

Wurfbewegung (Pitchbewegung)

geworfen wird, wirft der Softball-

Werfer den Ball durch einen Unterhandwurf

von unterhalb der

Hüfte, wobei das Handgelenk nicht

weiter vom Körper entfernt sein

darf als der Ellenbogen. Zudem

beträgt die Größe eines Softballspielfeldes

etwa zwei Drittel des

Baseballfeldes – auch der Abstand

zwischen Werfer (Pitcher)

und Schläger (Batter) ist mit rund

13 Metern etwa fünf Meter kürzer

als beim Baseball. Ein Softball hat

einen Durchmesser von circa 11,5

Zentimetern, während der Baseball

etwa 7 Zentimeter dick ist.

Darüber hinaus sind Softballschläger

für gewöhnlich etwas dünner

und leichter als Baseballschläger.

Knapp 5 000 Frauen und Männer

sind derzeit in 68 Baseball- und

Softballvereinen in Bayern organisiert,

wie die Internetseite des

Bayerischen Baseball und Softball

Verbands (BBSV) verrät. Tendenz

leicht steigend, nachdem Anfang

der 2010er-Jahre laut Statistik ein

Einbruch der Zahlen zu verzeichnen

war.

Seit 2014

unter neuem Namen

Teamgeist: Solche Bilder wollen Fans auch in Zukunft wieder von den

Phoenix Peißenberg-Softballerinnen sehen.

Früher wurde im Tassiloland in

Murnau, Pöcking oder Weilheim

Baseball und Softball gespielt, mit

Phoenix Peißenberg hat jedoch nur

eine regionale Mannschaft „überlebt“.

2014 wurde die Baseballabteilung

in Peißenberg unter neuem

Namen reanimiert, nachdem der

Spielbetrieb bei den „Dukes“ – so

der frühere Name – 2012 eingeschlafen

war. In den Neunzigerjahren

erlebte der Base- und Softball

in Deutschland generell einen

Aufschwung, woran umfangreiche

Fernsehberichterstattungen von

Partien aus der MLB, der höchsten

Spielklasse in den USA, nicht ganz

unschuldig waren. Anfang 1993

fand das erste Baseballspiel der

neu gegründeten Peißenberger

Abteilung statt. 1999 wurde eine

Damenmannschaft integriert, 2000

zogen die „Dukes“ von der Alten

Berghalde auf das von der Gemeinde

neu angelegte Trainingsgelände

„Neue Berghalde“ um. Die Männer

spielten lange Zeit in der Landesliga.

„Ein großer Erfolg“, wie Günter

Schilcher, viele Jahre Spieler, anschließend

Trainer und auch Sportdirektor

bei der Baseballabteilung

des TSV Peißenberg, rückblickend

verrät. Einmal wäre man sogar in

die Bayernliga aufgestiegen, verzichtete

aber bewusst darauf, weil

Volle Konzentration:

Tanja Schilcher fokussiert

den Ball, der gleich auf

sie zufliegen wird.

28 | tassilo


für den Mehraufwand in der höheren

Spielklasse neue Spieler nötig

gewesen wären. Es war also schon

damals eine Gratwanderung zwischen

Breiten- und Leistungssport.

„In der Bayernliga hätten wir uns

sicherlich professioneller aufstellen

müssen“, erinnert sich Schilcher.

Knapp 100 Mitglieder waren

sie Ende der 1990er-, Anfang der

2000er-Jahre, wovon rund zwei

Drittel in Damen-, Herren- und bis

zu drei Jugendmannschaften aktiv

waren. Seine „goldenen Zeiten“

hat der Baseball- und Softballsport

in Peißenberg längst hinter sich,

wobei sie sich derzeit anschicken,

die Basis für eine erfolgreichere

Zukunft zu legen.

Die Pitchbewegung: Beim Softball wird der Ball durch einen Unterhandwurf

von unterhalb der Hüfte geworfen.

Vererbte Leidenschaft

von den Eltern

„Wir haben einen so schönen

Platz, das ganze Equipment, es

wäre einfach schade“, sagt Günter

Schilchers Tochter Tanja, die

die Leidenschaft für den Sport gewissermaßen

von Papa und auch

Mama in die Wiege gelegt bekam.

Das Softball-Einmaleins lernte sie

in Peißenberg, spielte dann zwei

Jahre in Gröbenzell und ist mittlerweile

in Augsburg aktiv. Mit den

„Dirty Slugs“ ist sie kürzlich von der

höchsten deutschen Spielklasse,

der Bundesliga, in die Bayernliga

abgestiegen – kein Beinbruch. Über

kurz oder lang sieht die 29-Jährige

ihre sportlich Zukunft ohnehin

wieder in Peißenberg, auch wegen

der zeitlichen Belastung angesichts

von derzeitigen Auswärtsfahrten

nach

Stuttgart ttga

oder Karlsruhe. Ge-

rade

deshalb setzt sie im Moment

alles les daran, wieder eine Damenmannschaft

in Peißenberg zu

etablieren. e Für den Winter

versuchen sie zumindest

unregelmäßige Hallenzeiten

zum Trainieren

zu bekommen.

Regelmäßige Zeiten

sind aufgrund

knapper Hallen-

Kapazitäten verständlicherweise

nicht drin, da haben andere Abteilungen

mit regulärem Spielbetrieb

Vorrang. „Es ist einfach eine

Randsportart“, sagt Tanja Schilcher

über die Personal-Schwierigkeiten

in Peißenberg und ergänzt:

„Noch dazu ist es viel Organisationsaufwand.

Häufig werden in

den unteren Klassen zwei Partien

an einem Tag gespielt, was ganz

schnell einen kompletten Samstag

in Anspruch nimmt.“ Dabei

ist genau dies das Charmante am

Base- und Softball-Spieltag: der

Event-Charakter. „Häufig gibt es

ein Pre-Game, Warmmachen, vielleicht

etwas Show. Grillen, Burger,

große Boxen, Musik, Moderation“,

zählt Tanja Schilcher auf. Und so

soll es auch in Peißenberg wieder

werden – zumindest ansatzweise,

nachdem es nun zwei Jahre recht

still um die Softballer wurde. „Der

Softballsport in Peißenberg ist relativ

eng mit der Familie Schilcher

verbunden“, erklärt Tanja Schilcher,

dass neben Hausbau und anderweitiger

Verpflichtungen wenig

Zeit übrig blieb. „Jetzt fassen wir

uns wieder ein Herz“, verspricht

sie. Der Plan sieht unter anderem

gezielte Aktionen in Kooperation

mit Schulen vor, um so viele junge

Menschen von der Faszination der

Sportart zu begeistern. „Es ist ein

Sport, der alles bietet, körperliche

und mentale Anforderungen voraussetzt.

Es wird nie langweilig,

insbesondere wenn man Strategie

und Taktik dahinter versteht“, umreißt

Tanja Schilcher mit wenigen

Worten die Gründe für ihre Leidenschaft.

Wer sich angesprochen

fühlt und Lust hat, Softball einfach

mal auszuprobieren, darf sich gerne

melden. Facebook- und Internetseite

sollen im Zuge der Neuausrichtung

zeitnah aktualisiert

werden – dann natürlich auch mit

den Kontaktdaten der Ansprechpartner.

tis

Softball soll wieder „in“ werden.

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januar / februar 2019 | 29


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Stadtwerke organisieren Zipflbobrennen

Rodelgaudi am

Weilheimer Gögerl

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Weilheim | Schlittenfahren ist

Volkssport. Zipflbob-Fahren eine

spezielle Form davon, die jede

Menge Gaudi für Alt und Jung

verspricht. Das dachten sich auch

die Mitglieder des Weilheimer

Organisationsteams namens

FUBSI, bekannt für Freizeit- und

Breitensportinitiativen. Ihr Vorhaben

diesmal: Ein Zipflbobrennen

am Gögerl, an dem wirklich

jeder kostenlos teilnehmen darf.

Es soll stattfinden an Dreikönigstag,

also am Sonntag, 6. Januar,

um 13 Uhr. Aufgeteilt werden

die Starter, Männlein und Weiblein

getrennt, in folgende drei

Klassen: Kinder im Alter zwischen

vier und zwölf Jahren, Jugendliche

zwischen 13 und 17 Jahren sowie

Erwachsene ab 18 Jahren. Für das

Rennen selbst sind ausschließlich

Zipflbobs zugelassen. Wer einen

solchen Bob nicht besitzt? Kein

Problem. Für günstige 25 Euro

können Zipflbobs vor Ort und direkt

vor dem Start gekauft werden.

Zumindest so lange der Vorrat

reicht. Verkauft werden die insgesamt

50 Bobs von Mitarbeitern

der mitorganisierenden Stadtwerke

Weilheim, die den Gesamterlös

aus den Bobs von bis zu 1 250 Euro

an eine soziale Einrichtung spenden

werden. Bei den Bobs handelt

es sich übrigens um den originalen

Zipflbob, auch mini-Bob

genannt, der 48 Zentimeter lang,

30 Zentimeter breit und 1,6 Kilogramm

schwer ist. Und dessen Firmensitz

sich in Tutzing am Starnberger

See befindet. Dort lebt mit

Siegmund Loeger

nämlich auch

der aus Österreich

stammende Erfinder und Hersteller

des kultigen Bobs („tassilo“ berichtete

darüber vor exakt einem

Jahr ausführlich – online nachzulesen

in Ausgabe 16).

Kunstschnee mittels

Schneilanze?

Doch kann dieses Rennen überhaupt

stattfinden? Weilheim ist

ohnehin nicht als Schneeloch bekannt,

obendrein waren die vergangenen

Winter bis Ende Dezember

und Anfang Januar ziemlich

mild. Sollte kein Schnee liegen,

das Thermometer trotzdem null

Grad oder gar Minusgrade anzeigen,

produzieren die Weilheimer

Stadtwerke einfach eigenhändig

Schnee. Hintergrund: Stadtwer-

30 | tassilo


ke-Leiter Peter Müller war zuvor

beruflich in Oberstdorf aktiv und

hatte zu dieser Zeit viel mit Beschneiungsanlagen

zu tun. Sein

Interesse an solchen Anlagen hat

er bis heute nicht verloren und

vor

rund einem Jahr bei einem

günstigen

Gebraucht-Angebot

privat zugeschlagen. „Man weiß

ja nie, für was die mal gut sein

soll“, dachte er sich damals. Nun

könnte seine Schneilanze, so die

offizielle Bezeichnung, bald zum

Einsatz kommen. „Auf dem Gögerl

befindet sich der Hochbehälter der

Weilheimer Wasserversorgung“,

sagt Peter Müller. Heißt: Sowohl

reichlich Wasser als auch ausreichend

Strom ist auf dem Gögerl

vorhanden. Verteilt werden würde

der Kunstschnee dann manuell,

ehe er final von fleißigen Helfern

mittels an die Füße geschnallter

Skiern zu einer vernünftigen Piste

festgetreten wird – so wurden Pisten

vor der Erfindung der Pistenraupen

auch in großen Skigebieten

präpariert.

An den Berg eingeladen sind

selbstverständlich auch Nicht-

Zipflbob-Fahrer. Denn nach dem

offiziellen Rennen ist der westseitige

Hang frei für Rodelgaudi aller

Art, und zwar bis in die Abendstunden

hinein. „Da dürfen gerne

auch Ski- und Snowboardfahrer

ihr Können zeigen“, sagt Peter

Müller, der mit seinen Mitarbeitern

nicht nur Zifplbobs verkauft

und eventuell Kunstschnee produziert,

sondern am Tag der Veranstaltung

auch literweise Tee für

Teilnehmer und Besucher kocht.

„Damit definitiv keiner friert.“

Helmpflicht für

Rennfahrer

Apropos Kälteschutz: Den bietet

auch ein Helm, der für alle

Teilnehmer am Zipflbob-Rennen

Pflicht ist. Anmeldungen fürs

Rennen werden ab sofort online

unter www.sog-events.de, direkt

bei den Stadtwerken (Stadtwerkestraße

1), in der Oberen Stadt 6

oder – für Kurzentschlossene – im

Zielbereich des Gögerls zwischen

10 und 12 am Tag des Gaudiwettkampfes

entgegengenommen. js

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Tassiloland | Allen voran Nichtraucher,

die sich zum allerersten

Mal einen starken Snus zwischen

Oberlippe und Zahnfleisch schieben,

werden nach wenigen Minuten

folgenden Zustand verspüren:

Schwindel, Übelkeit, Schweißausbruch

– im schlimmsten Falle

kommt es zum Erbrechen. Von

dieser Erfahrung berichten beinahe

alle Snuser auf die Frage, wie

ihr „erstes Mal“ so war. Warum sie

trotz dieser Unannehmlichkeiten

damit weitermachen? „Es beruhigt

und kann die Konzentrationsfähigkeit

steigern“, sagt Stefan Müller

(Name v. d. Redaktion geändert),

33 Jahre alt und seit 15 Jahren Snuser

aus Leidenschaft. Eine Dose am

Tag sind bei ihm Standard. Familie,

Freunde und Arbeitskollegen wissen

von diesem Intensiv-Konsum,

„haben aber nicht wirklich was

dagegen“. Zwar gibt es immer

wieder „Rüffel“ von der Lebensgefährtin.

Und auch der eine oder

andere Spezl rät zum Aufhören.

Doch die Sucht ist groß, woraus

Stefan Müller auch kein Geheimnis

macht: „Snus hat meiner Meinung

nach extrem hohes Suchtpotential.“

Ans Aufhören möchte er momentan

nicht denken, obwohl er

nicht zu 100 Prozent ausschließen

kann, dass ab und an auftretende

Schwindelanfälle nicht doch

ausgelöst werden von dieser Modedroge,

die mittlerweile auch

im Tassiloland in zahlreichen

Mündern zu finden ist. „Vor zehn,

15 Jahren, wurde eigentlich nur

in Kreisen der Eishockeyspieler

gesnust. Inzwischen machen es

fast alle.“ Gemeint mit „alle“ sind

überwiegend jugendliche, junge

und junggebliebene Männer, völlig

gleich ob Werkzeugmacher, Maurer,

Bankkaufmann oder Polizist.

Wasser, Salz

und Tabak

Snus wird im deutschsprachigen

Raum auch als Oraltabak bezeichnet.

Er besteht überwiegend aus

Wasser, Salz, Aromen und Tabak,

enthält also Nikotin. Die Inhaltsstoffe

sind ummantelt, weshalb

hierzulande vom „Backerl-Snus“

die Rede ist. In Deutschland erhältlich

ist Snus in Tankstellen, Kiosks

sowie online. Darüber hinaus in

Snus-Automaten, wie er beispielsweise

in Burggen steht – ein umgebauter

Zigarettenautomat. Eine

Dose kostet durchschnittlich rund

fünf Euro, die je nach Größe der

„Backerl“ 12 bis 24 Stück beinhaltet.

Inzwischen darf Snus also verkauft

werden in Deutschland? „Eigentlich

nicht“, sagt Stefan Müller. Der

in Deutschland erhältliche Tankstellen-

und Kiosksnus ist offiziell

als Kautabak deklariert, nur deshalb

legal von Gewerbetreibenden

zu verkaufen – und für Kunden legal

einzukaufen. Der Original-Snus

darf nämlich in nur einem einzigen

EU-Land legal verkauft werden: In

Schweden, dem Mutterland des

Snuses, wo bis heute am meisten

entwickelt, produziert, und logischerweise

auch verkauft wird.

Heißt: Wer den originalen „Stoff“

will, muss ihn direkt in Schweden

kaufen. Stefan Müller erinnert

sich an dieser Stelle gerne zurück

an die Zeiten vor zehn, 15 Jahren,

„als nur die guten, original Schwedischen

in Umlauf waren“. Die

durften zwar nicht in Deutschland

verkauft, aber – solange die Menge

den Eigenbedarf nicht überschritt –

zumindest konsumiert werden.

Ettan, Göteborg, Röda Lacket, General

und Skruf lauten gängige

Markennamen, die früher auch in

loser Form erhältlich waren. „Das

32 | tassilo


sah aus wie dunkelbraune Erde,

die man von Hand oder mit einem

Prismaster selbst pressen musste,

und dann ohne Ummantelung zwischen

Oberlippe und Zahnfleisch

geschoben hat.“

Wie drei

Zigaretten?

Ob das Original in Schweden oder

hierzulande als Kautabak deklariert:

Snus, dessen Inhaltsstoffe

rauchfrei und über das Zahnfleisch

direkt ins Blut gelangen, ist erhältlich

in vier verschiedenen Stärken:

Normal, stark, extra stark und extrem.

Ein „Backerl“ ist ein Gramm

schwer und enthält je nach Sorte

zwischen 9 und 22 Gramm Nikotin,

wobei neuerdings ein Oraltabak

namens „Sibiria“ in Umlauf ist, der

sogar 43 Milligramm Nikotin pro

Backerl enthält – das entspricht

dem Nikotingehalt von mehr als

drei Zigaretten! Neben kurzzeitigen

Negativ-Wirkungen wie Schwindel,

Übelkeit und Schweißausbrüchen

stellt sich natürlich die Frage: Wie

gesundheitgefährdend ist Snus?

Unter anderem testete das Korlinska-Institut

bei Stockholm, das zu

den angesehensten medizinischen

Universitäten Europas zählt, mehr

als 125 000 Snus-Konsumenten,

die nie Tabak geraucht haben. Das

Ergebnis der Wissenschaftler: Erhöhtes

Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko,

was vor allem dann eintritt,

sobald das „Backerl“ zu lange im

Mund bleibt, sich mit Speichel vermischt,

zu „laufen“ beginnt und die

„braune Soße“ letztlich geschluckt

wird. Ansonsten aber belegen

zahlreiche Studien, dass Snusen

wesentlich weniger krebserregend

sei als Rauchen, ja sogar bis zu

95 Prozent weniger gesundheitsschädlich

sei als Rauchen.

Profisportler mit

Snus erwischt

Ratsam ist Konsum von Snus dennoch

nicht. Bei intensivem Snusen

kann sich eine Kuhle im Zahnfleisch

bilden. Das Zahnfleisch

brennt während des Konsums

unangenehm. Der Geschmack im

Mund ist trotz Aromen eher ekelhaft

als lecker. Und ein gewisses

erhöhtes Krebsrisiko ist eben doch

gegeben. „Mein Zahnarzt hat mich

noch nicht geschimpft“, sagt Stefan

Müller scherzhaft. Trotzdem habe

er schon mehrfach überlegt, damit

aufzuhören. Doch von einer Dose

am Tag, was übrigens hochgerechnet

rund 1800 Euro Kosten im Jahr

verursacht, komme er so leicht

nicht weg. Ob es BVB-Star Marco

Reus ähnlich ergeht? Auf diversen

Nachrichtenportalen kursiert

ein Foto des Fußballers. Darauf

zu sehen: Er mit einer Dose „Thunder“

– ein gängiger „Tankstellen-

Snus“. Bundesliga-Insider schätzen

sogar, dass bis zu 40 Prozent aller

Bundesliga-Profis dem schwedischen

Oraltabak verfallen sein

könnten. Unter Wintersportlern wie

Langläufern und Skifahrern ist Snus

ohnehin seit vielen Jahren stark

verbreitet. Die Sucht nach dicker

Lippe – Snuser erkennt man an

einer nach außen gewölbten Oberlippe

– ist groß.

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januar / februar 2019 | 33


Innovationsquartier Murnau sorgt für Aufsehen

Kreativ, innovativ und

ein Ort zum Netzwerken

Nicht einfach,

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durchzublicken.

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begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Murnau | Es ist eine typische Szene

im ehemaliger Murnauer Gemeindekrankenhaus,

dem James-Loeb-

Haus: Jan-Ulrich Bittlinger, Wirtschaftsförder

vom Markt Murnau,

trifft im Aufzug bei der Fahrt ins

oberste Geschoss auf einen jungen

Mann. Sie sprechen kurz, tauschen

sich über die Familien aus und lenken

sogleich das Thema auf das Gewerbe

des Mannes. Bittlinger frägt

nach Fortschritt, konkreten Aufträgen

und beide verabreden ein

kurzes Treffen für den Nachmittag.

Im nächsten Stockwerk steigt eine

junge Frau zu, Ende 20, Anfang 30,

mit ihrem Sohn im Kinderwagen.

„Unser erster Gast in der Kinderbetreuung“,

sagt Bittlinger gut gelaunt.

Ein kurzer Austausch, auch

hier scheint er detailliert im Bilde

zu sein, wie es bei der Dame gewerblich

aussieht. Recht unscheinbar,

und doch beschreibt dieses

Szenario das Prinzip des Murnauer

Innovationsquartiers (IQ), seit 2017

im James-Loeb-Haus angesiedelt,

ganz gut. „Das Innovationsquartier

ist kein einfaches Bürogebäude,

sondern ein Konzept. Wir vermieten

nicht Büros – wir vermieten

ume zum Netzwerken“, so Jan-

Ulrich Bittlinger.

Hilfe beim Start in die

Selbstständigkeit

Das Innovationsquartier ist eine

Einrichtung des Marktes Murnau

zur Förderung der Kultur- und

Kreativwirtschaft, von Start-ups,

Gründern und innovativen Firmen.

Es unterstützt beim Weg in die

Selbstständigkeit durch flexible

Mietverträge und bietet Beratungsleistungen

vom Businessplan über

Marketing bis hin zum Vertrieb.

Die Raummieten werden bewusst

gering gehalten – 10,60 Euro kostet

der Quadratmeter. „Nicht billig,

aber völlig in Ordnung“, findet Jan-

Ulrich Bittlinger, seit 2015 in Murnau

als Wirtschafsförderer tätig.

Die Büros sind allesamt zwischen

sieben und 35 Quadratmeter groß,

jedes hat seinen eigenen Stil. Wie

es letztlich gestaltet wird, bleibt

dem Mieter überlassen. Vinylböden,

Parkett, Teppich oder ein

jugendlich-frischer Anstrich, um

die Kreativität anzuregen. Kreativität

ist generell ein ganz gutes

Stichwort beim Blick ins Innovationsquartier,

schließlich sind im

Bereich der vermieteten Büros fast

ausschließlich Mieter aus der Kultur-

und Kreativbranche untergebracht:

Software-IT, sämtliches aus

der Filmbranche wie Tonmischer

oder Cutter, Modedesign, Grafik,

Schmuck, Online-Portale, eine PR-

Agentur, Illustratoren, ein Verlag

oder auch „tangible waves“, ein

modularer Synthesizer. Seit Dezember

sind alle Büroräume belegt,

zwei bis drei Unternehmen stehen

zudem auf der Warteliste. „Wir

wollen Fluktuation – und das passiert

auch.“ Und zwar aus unterschiedlichsten

Gründen. Erst kürzlich

zog ein Textil-Unternehmen

Das Murnauer Innovationsquartier ist im ehemaligen

Gemeindekrankenhaus, dem James-Loeb-Haus, untergebracht.

34 | tassilo


Tagungsräume können von externen Personen angemietet werden. Viele

der Räume im Innovationsquartier sind wahrlich kein „Standard“.

aus, weil mitten in der Innenstadt

passende Verkaufsräume frei wurden.

Wichtig sei, dass die Mieter

flexibel bleiben können, weswegen

auch keine Fünfjahresverträge

geschlossen werden. Das Innovationsquartier

wurde mittlerweile per

Gemeinderatsbeschluss zur Dauereinrichtung

erklärt, nachdem zunächst

nur eine Zwischennutzung

bis Ende 2018 vereinbart war. Auch

deshalb deutet noch manches auf

diesen „Vorübergehend-Charakter“

hin, wie etwa Steckdosen, die nicht

als Unterputz verbaut sind. Gerade

das macht unter anderem den

Charme des ehemaligen Gemeindekrankenhauses,

das von James

Loeb und seiner Frau 1932 gestiftet

wurde, aus. Im Erdgeschoss des Innovationsquartiers

befindet sich im

Übrigen eine Dauerausstellung, die

an den Murnauer Ehrenbürger und

großen Gönner erinnert.

Co-Working statt

Homeoffice

Neben den längerfristig vermieteten

Büros wurde der sogenannte

Co-Working-Bereich ins Leben

gerufen. Hier können Freiberufler

oder Selbstständige Arbeitsplätze

in Gemeinschaftsbüros oder eigene

Büros tage-, wochen- oder

monatsweise buchen. Warum? „In

Murnau und der Region arbeiten

viele Menschen im Homeoffice. Wir

wollen auch die Heimarbeiter kennenlernen“,

sagt Bittlinger. Derzeit

entstehen im Nordflügel des Innovationsquartiers

mehrere kleinteilige

Büros, so dass der Co-Working-Bereich

von 200 auf rund 600

Quadratmeter anwachsen wird.

Jeden Freitagnachmittag trifft sich

die IQ-Familie zum Pasta-Essen

in der hauseigenen, verpachteten

Kantine „IQ-Cantina“, die mit täglich

wechselnden Mittagsmenüs zu

humanen Preisen für ausreichend

Energienachschub sorgt. Regelmäßige

Netzwerkveranstaltungen sind

ebenso selbstverständlich wie die

Vermietung der Gemeinschaftsräume,

die flexibel genutzt werden. Für

Geburtstage, Firmen-Events, Bandproben

oder Salsa-Kurse. Das Haus

ist täglich bis 22 Uhr geöffnet, gerade

nachmittags tummeln sich viele

Jugendliche im Gemeinschaftsbereich

des Erdgeschosses und auf

dem Vorplatz. Einfacher Grund: Das

W-Lan ist kostenfrei. Stören tut das

Jan-Ulrich Bittlinger gar nicht – im

Gegenteil: „Wir freuen uns, wenn

die jungen Menschen bei uns sind.

Vielleicht bekommen sie so Lust auf

unser MakerLab.“ Das MakerLab ist

ganz eng mit dem Namen Innovationsquartier

verbunden. Interessierte

Kinder oder auch größere

Kinder – „unser ältestes Mitglied

ist 88“ – tüfteln, forschen, entdecken

in neun verschiedenen Fachbereichen:

3D-Druck, Laser-Cutter,

Elektronik/Programmieren, Holzwerkstatt,

Mechanikwerkstatt, Textil-

und Kreativwerkstatt, Siebdruck

und Medienwerkstatt. Das Schöne

dabei: Viele der Mieter leiten einen

der Fachbereiche ehrenamtlich

oder schieben neue Projekt an.

Ein Vorbild für

andere Regionen

Das Murnauer Innovationsquartier

hat bundesweit längst für Aufmerksamkeit

gesorgt, mitunter

gar Vorbildcharakter für manche

Regionen mit strukturellen Problemen.

Zwei- bis dreimal im Monat

überzeugen sich Besuchergruppen

aus anderen Städten vor Ort vom

Konzept. Drei- bis viermal im Jahr

ist Bittlinger zudem in anderen Gemeinden

unterwegs, referiert dabei

über das Innovationsquartier.

„Wir sind noch lange nicht fertig“,

verspricht Bittlinger und ergänzt:

Das dürfen wir auch nie sein.“

Flexibilität heißt das Zauberwort.

Dazu passt auch die Kinderbetreuung,

die derzeit in den IQ-Räumlichkeiten

aufgebaut wird. Zehn

Betreuungsplätze sollen dann zur

Verfügung stehen, um so vielleicht

den einen oder anderen Kreativen

von morgen gleich mal an das

Haus zu gewöhnen.

tis

Untrennbar mit dem Innovationsquartier verbunden: das „MakerLab“.

januar / februar 2019 | 35

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Tassiloland | Im Hochsommer

sammeln Lkw-Fahrer Hermann

Abenthum und Beifahrer Rico

Neumann besonders schnell,

„damit wir in der Mittagspause

etwas mehr Zeit haben und kurz

in den Starnberger See springen

können“. Gemeint ist die Stelle

am Strandbad in Bernried, wo

das eingespielte Duo unter anderem

den Hausmüll dortiger

Privathaushalte und Betriebe entsorgt.

Hermann Abenthum, 61,

aus Hohenpeißenberg, fährt seit

neun Jahren für die Müllabfuhr

der Firma Oberland Recycling.

Mit seinem wesentlich jüngeren

Kollegen Rico Neumann, 36 Jahre,

kommt er besonders gut aus.

„Wenn du als Team nicht funktionierst,

ist es äußerst schwierig

mit der Müllabfuhr“, sagt der

ehemalige Fernfahrer, der über

Seitenspiegel, ensp

iege

Videoaufzeichnung

eich

ng

und

Signaltöne ne in ständigem

Sicht- und

Hörkontakt ist mit sei-

nem fleißigen e g n „Tonnen-Sammler“.

nenn-

An diesem Montagmorgen rollt

lt

Neumann eine

braune Bio-Tonne

nach

der

anderen en

vom

Straßenrand

an das Heck des Mülllasters,

hängt sie an die Tonnenaufnahme

am Heck des Lkw, wartet, bis sie

vollautomatisch nach oben gezogen,

in die Ladefläche gekippt

und wieder abgesetzt wird. Dann

wirft Neumann einen kurzen Blick

in die Tonne, ob diese auch wirklich

vollständig leer ist. Wenn ja,

rollt er sie wieder zurück an den

Straßenrand, springt rechts oder

links hinten auf eines der beiden

Trittbretter, hält sich an den beiden

Griffen aus Stahl gut fest und

gibt seinem Fahrer das Signal, den

360 PS starken Lkw mit Spezialaufbau

– Trägerplatte, Pressplatte sowie

automatische Tonnenaufnahme

und -leerung – bis zur nächsten

vollen Tonne zu fahren.

„Mein Körper musste sich

daran gewöhnen“

Dieser er immer ähnliche Prozess s –

800 bis 1 200 0 Tonnen am Tag,

Bio-

und

Restmülltonne lton

ne

pro

Tour

im wöchentlichen Wechsel el

– muss

trainiert werden und ist definitiv

nicht für jedermann geeignet. Es

kommt weniger auf Kraft, sondern

vielmehr auf Kondition, Technik

und konstanten Rhythmus an.

„Die mit Rollen versehene Tonne

am Griff nehmen, ziehen und

nicht unnötig aufheben, nicht

trödeln, sich körperlich aber auch

nicht zu sehr verausgaben“, sagt

der erfahrene Abenthum, der bei

Mehrparteienhäusern oder Blöcken

vom Führerhaus hinabsteigt

und seinem Kollegen, der noch

nicht lange dabei ist, beim Tonnensammeln

hilft.

Rico Neumann hat vor rund drei

Jahren bei der Müllabfuhr angefangen,

es zu Beginn übertrieben

und nach wenigen Monaten

starke Probleme an der Hüfte bekommen.

„Er war zu motiviert“,

sagt Abenthum. Neumann selbst

spricht von einer ungewohnten

n

Belastung, auf

die

sich sein Kör-

per erst

einstellen el

len musste. Und er

spricht auch

von

einer er gewissen

sen

Disziplin, ipli

die

dieser Beruf voraussetzt:

t: Rechtzeitig ig ins

Bett gehen

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36 | tassilo


Lässig mit Sonnenbrille: Fahrer Hermann Abenthum

beobachtet Kollege Rico Neumann via Dislplay (re.).

und sich nicht täglich mit Chips

und Bier vollstopfen. Außerdem

müsse man gerne draußen sein,

und zwar zu jeder Jahreszeit bei

wirklich jedem Wetter. „Und man

sollte seine Tour nach spätestens

drei Monaten in- und auswendig

im Kopf haben.“ Kaum jemand

kennt sich in den hiesigen Dörfern

so gut aus wie die Männer der

Müllabfuhr. Allen voran die „alten

Hasen“ wie Abenthum, der inzwischen

ganz genau weiß, wie er

welche Straße anzufahren hat, um

so effektiv wie möglich die Zeit zu

nutzen. Dutzende Straßen, allen

voran Sackgassen, fährt er rückwärts

an. „Bin ich mittlerweile so

gewohnt, dass es für mich von der

Schwierigkeit her nichts anderes

ist als Vorwärtsfahren.“

Rücksichtslose

Wegwerfgesellschaft

Ob vorwärts, rückwärts, ob Fahrer

oder Beifahrer – das Allerwichtigste

bei der Müllabfuhr sind

Körperliche Fitness ist für Rico Neumann Grundvoraussetzung, um täglich

und bei jedem Wetter über 1 000 Tonnen leeren zu können.

gewisse Sicherheitsvorkehrungen,

die es einzuhalten gilt. „Ich fahre

erst, wenn ich Ricos Ellbogen im

Spiegel sehe und somit weiß, dass

er sicher auf dem Trittbrett steht.

Beim Rückwärtsfahren, stets verbunden

mit lautpiependem Signalton

und auffälligem Rückscheinwerfer,

darf der Beifahrer

ohnehin nicht hinten draufstehen.

Und vor jedem Abspringen gilt es

zunächst um die Ecke des Lkw zu

schauen, um nicht überhastet in

möglichen Gegenverkehr zu laufen.

An dieser Stelle hilft wieder

Fahrer Hermann Abendtum aktiv

mit, indem er bewusst den Lkw

querstellt, damit Autofahrer gar

nicht erst durchkommen. „Obwohl

wir die Signalleuchten anhaben

und wirklich jeder sieht, dass hier

gearbeitet wird, gibt es immer

wieder ungeduldige Autofahrer,

die mit bis zu 70 Stundenkilometer

haarscharf am Müllauto vorbeirasen.“

Hermann Abenthum hat in

den vergangenen Jahren viel Unschönes

erlebt. „Erst kürzlich wäre

es beinahe zu einer Handgreiflichkeit

gekommen, weil ich einen

Raser zur Rede gestellt habe.“

Hermann Abenthum spricht von

einer generell sehr hektischen,

ungeduldigen und rücksichtslosen

Wegwerfgesellschaft, die der

Müllabfuhr das Arbeiten immer

wieder mal erschwert, „obwohl

die Straße nach nicht einmal einer

Minute wieder frei ist“. Er erzählt

aber auch von Bewohnern, „die

uns seit Jahren kennen und schätzen

und manchmal sogar Trinkgeld

oder ein Getränk reichen –

vor allem an heißen Sommertagen.“

Mit Sturmhaube und

Gummihandschuhen

Die heißen Tage sind natürlich vorbei.

Stattdessen steht die aufgrund

Schnee und Glatteis gefährlichste

Jahreszeit bevor. „Umso wichtiger

ist richtige Ausrüstung“, sagt Rico

Neumann, der an diesem sonnigen,

aber schon sehr frischen

Montag Sturmhaube, Unterhandschuhe,

darüber Arbeitshandschuhe

aus Gummi, Sicherheitsschuhe,

lange Schutzhose und

Jacke im Warnwestenstil trägt. Vier

verschieden warme und wasserdichte

Arbeitshandschuhe braucht

er das ganze Jahr über. Im tiefen

Winter kommen dicke Thermohose

und gefütterte Gummistiefel

zum Einsatz. „Letztlich haben

wir für jede Jahreszeit drei Sätze

Kleidung zur Verfügung.“ Ein Satz

wird getragen, einer gewaschen

und der dritte dient als Ersatz, falls

etwas kaputtgeht. Aufbewahrt

wird die Kleidung in Spints auf

dem Firmengelände von Oberland

Recycling, Paradeisstraße 68,

in Weilheim, wo auch Sperrmüll,

Plastik, Glasflaschen und Altpapier

abgeliefert und zwischengelagert

werden kann. Dort angestellt sind

samt Teilzeitkräften aktuell 85 Mitarbeiter,

davon überwiegend Lkw-

Fahrer, Beifahrer der Müllabfuhr,

aber auch Bagger-, Radlader- und

Kipperfahrer sowie Bürokräfte. Der

Fuhrpark besteht aus insgesamt 35

Fahrzeugen. Die dem Bürger bekanntesten

Lkw sind sicherlich die

Müllpressfahrzeuge, rund 200 000

Euro wert, entweder Dreiachser

mit 26 Tonnen Gesamtlast oder

Vierachser mit 32 Tonnen Gesamtlast.

Hiermit sammeln Abenthum,

Neumann und ihre Kollegen den

Hausmüll im kompletten Landkreis

Weilheim-Schongau. Lagern

diesen allerdings nicht in Weilheim

zwischen. Der Bio-Müll wird

direkt zur Kompostieranlage nach

Quarzbichl (Eurasburg) gefahren,

Landkreis Tölz-Wolfratshausen,

rund 27 Kilometer von Weilheim

entfernt. Der Restmüll kommt direkt

nach Erbenschwang in die

„mechanisch-biologische Behandlungsanlage

(MBA) der EVA im

Landkreis Weilheim-Schongau. js

Auf dem Areal von Oberland Recycling wird i Müll aller l Art gesammelt.

Hier zu sehen ist unter anderem jede Menge Sperrmüll.

januar / februar 2019 | 37


Die Pollinger „Schneida-Weiba“

„Wir hängen

alle an der Nadel“

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Pollilng | Mit Aussagen wie „wir

hängen alle an der Nadel“ witzeln

die Pollinger Hobby-Schneiderinnen

ganz gerne mal über

sich selbst. Als „Schneida-Weiba“

sind die Damen weitum bekannt,

haben in ihrem kleinen Häusl

neben dem Pollinger Friedhof

ein riesiges Lager an Stoffen und

treffen sich dort jeden Dienstag

zum gemeinsamen Handarbeiten.

Dabei entstehen Taschen, Kissen,

Tischwäsche, Weihnachts-Sackerl

und vieles mehr. Zum Verkauf angeboten

wird das Selbstgenähte

schließlich beim alljährlichen Pollinger

Adventsmarkt. Darüber hinaus

haben die Damen auch schon

Alben (eine Art Kleid) für Kommunionkinder,

zwei aufwändige

Bischofsgewänder für St. Nikolaus

oder die königlichen Roben für die

Sternsinger genäht. Und wenn der

Pfarrgemeinderat eine Überraschung

für den Seniorenfasching

benötigt, lassen sich die Näherinnen

auch was einfallen.

180 Kostüme fürs

Festspiel

Angefangen hat aber alles ganz

anders: im Jahr 2001 wurde in

Polling ein Festausschuss zur Feier

des Ortsjubiläums gegründet

und ein Festspiel mit dem Titel

„Der wundersame Tassilo“ geplant.

Rita Gastager saß damals

im Gemeinderat und als versierte

Theaterspielerin übernahm sie im

Festausschuss die Kostümbeschaffung.

„Zuerst war nur von einem

kleinen Festspiel die Rede, bis es

2003 dann so weit war, haben wir

180 Kostüme genäht“, erinnert sich

Gastager zurück. Gespielt wurde

Rita Gastager war 2001 Initiatorin der Schneidergruppe zum Nähen der

Kostüme für das Jubiläums-Festspiel.

die Zeit um 1750, als Kurfürst Maximilian

zu Gast in Polling war.

Also suchte Rita Gastager in verschiedensten

Museen nach der

Mode dieser Zeit, schaute sich die

Kleiderordnung der Stände und

Zünfte an oder machte einen Aufruf

zu Stoff-Spenden. Daraufhin

wurden zahlreiche Leintücher und

Vorhänge abgegeben, sodass bald

ein Team von 15 Schneiderinnen zu

nähen anfangen konnten. So entstanden

innerhalb von zwei Jahren

180 unterschiedlichste Kostüme

aus dem 18. Jahrhundert. Einige

der Näherinnen spielten beim

Festspiel mit, der Rest sorgte in der

Garderobe für das richtige Einkleiden

der Akteure. Nach dem großartigen

Erfolg der 1250-Jahr-Feier

initiierten die Pollinger 2010 wieder

ein großes Festspiel mit dem

Titel „Das kleine Welttheater“ und

abermals 180 Mitwirkenden. Diesmal

konnten die Schneider-Weiber

auf ihren Fundus von 2003 zurückgreifen,

trotzdem wurden weitere

70 Kostüme genäht. Nach diesen

arbeitsintensiven Ereignissen resümiert

Rita Gastager: „Gott sei Dank

haben sie bis heute kein weiteres

Festspiel angefangen.“

Den Adventsmarkt

bereichert

Trotzdem waren die Schneiderinnen

auch die vergangenen Jahre

alles andere als untätig. Ihr Hauptaugenmerk

liegt auf dem alljährlichen

Adventsmarkt in Polling, den

sie mit einem besonderen Stand

bereichern. Denn bei ihnen gibt


Die Schneiderinnen entwickeln immer wieder neue Ideen, die sie mit

ihrer Stoffauswahl umsetzen können.

es handbedruckte Tischdecken,

Nikolaus-Sackerl, Puppenkleider,

Klammerbeutel, Einkaufsbeutel

und viele weitere Raritäten, die es

sonst nirgendwo gibt. Den Erlös,

der alljährlich zwischen 1500 und

2000 Euro ausmacht, spenden sie

für soziale Zwecke, die Jugendarbeit

in den Ortsvereinen, an Hospize

oder Behindertenheime.

Mittlerweile bestehen die Schneida-Weiba

aus einem festen

Stamm von neun Frauen, die sich

jeden Dienstag ab 14 Uhr zum

Nähen treffen. Eine Kaffeepause

darf an diesem Tag natürlich nicht

fehlen, doch dann arbeiten Rita

Gastager, Gertrud Kremer, Gitta

Kraus, Georgine Loth, Gabi Spindler,

Maria Mayr, Annelies Kölbl,

Christa Ostler und Irmgard Schuster

wieder schnell weiter. „Nach

dem Weihnachtsmarkt ist vor dem

Weihnachtsmarkt“, lautet das derzeitige

Motto der Damen. Derzeit

werden neue Ideen kreiert, Prototypen

genäht oder auch eine nette

Oster-Deko für den Seniorennachmittag

im Frühjahr ausprobiert. In

ihrem kleinen Häuserl fühlen sie

sich jedenfalls pudelwohl.

Angefangen haben sie allerdings

im Jahre 2001 in der Turnhalle.

Nach einiger Zeit im ehemaligen

Sitzungsraum des Rathauses

mussten sie dann ins Dachgeschoss

des Kindergartens umziehen.

Doch die Feuerwehr stellte

irgendwann fest, dass bei so viel

brennbarem Material der Brandschutz

nicht gewährleistet ist,

weshalb die Damen letztlich in das

leerstehende Friedhofsanwesen

ausgewichen sind. „Die Fußballer

haben bei den Umzügen unsere

vielen Kisten geschleppt und

damit Fitness-Training gemacht“,

findet Gertrud Kermer lobende

Worte für die Unterstützung aus

dem ganzen Dorf.

Ein Magazin

voller Stoffe

Obwohl sie das ganze Jahr verschiedenste

Stoffe verarbeiten,

wird ihr Magazin im Obergeschoss

nicht weniger. Sie konnten

schon mehrmals bei Auflösungen

von Näh-Fachgeschäften die

Reste übernehmen, haben von

den Klosterschwestern über zehn

Zentner Leinenstoff erhalten oder

bekommen immer wieder von

Privatpersonen verschiedenstes

Material geschenkt. „Wenn ich

neue Stoffe sehe, habe ich meistens

auch gleich eine Idee, was

man daraus machen kann“, verrät

Christa Ostler, wie sie und ihre

Mitstreiterinnen zu immer neuen

Näh-Kreationen kommen. Das

Team ist dann gleich begeistert

und greift zu Nadel und Faden.

Maria Mayr spricht sogar vom

„Dienstag, der uns heilig ist“.

Allein aufgrund dieser Aussage

sei versichert, dass die Pollinger

Schneida-Weiba noch viele kreative

Näh-Kreationen zaubern

werden.

rg

Bei derart vielen Stoffen in ihrem Magazin haben Rita Gastager und ihre

Freundinnen noch viel zu tun.

januar / februar 2019 | 39


Werbeplattform für Vereins-Veranstaltungen

Ein Schlachtfeld aus Holz,

Papier und Reißnägeln

Tassiloland | Landjugendjubiläum,

Trachten-, Schützen- und Musikfeste,

hier eine Beachparty, da

eine Poolparty, Französische Woche,

Street-Food- und Grüne-Sonne-Festival,

Bürgerfest, Freilichttheater,

Schmankerltage, Märkte

zu jeder Jahreszeit, Kabarettauftritte

und Konzerte in der Volks-,

Blas- und Rockmusik, Lesungen in

Büchereien: Die Veranstaltungsliste

im Tassiloland ist schier unendlich

lang. Ein beträchtlicher Teil

dieser Festivitäten wird von Vereinen

organisiert und umgesetzt. Im

Grunde eine Win-Win-Situation:

Einerseits ist für Jung und Alt etwas

geboten, andererseits können

Vereine so ihre Kassen füllen. Eine

günstige und von nahezu allen genutzte

Möglichkeit, Veranstaltungen

zu bewerben? Anschlagtafeln.

Diese im Boden verankerten Holzplatten

sind speziell in den größten

Orten der Region wie Weilheim,

Penzberg und Peißenberg

stets reichlich bedeckt mit Plakaten

in unterschiedlichen Größen. Zu

bestimmten Zeiten im Jahr ist die

Veranstaltungsdichte so hoch, dass

der Platz auf Anschlagtafeln kaum

oder gar nicht ausreicht. Vor allem

dann, wenn Plakate bereits vergangener

Veranstaltungen nicht

rechtzeitig abgehängt werden. Die

Plakatschlacht an Anschlagtafeln

kann allerdings vermieden werden,

in dem sich die „Plakatierer“

an gewisse Regeln halten, die von

den einzelnen Gemeinden individuell

im Rahmen einer öffentlichen

Gemeinderatssitzung mehrheitlich

festgelegt wurden. Oder

auch nicht?

In Peißenberg

dürfen alle aufhängen

In Peißenberg beispielsweise

dienen klassische Anschlagtafeln

aus Holz, von denen die Marktgemeinde

fünf Stück besitzt, zwar

ausschließlich zur Ankündigung

von Vereinsveranstaltungen. Allerdings

nicht nur für Vereine

aus dem eigenen Ort. „Theoretisch

darf bei uns dort jeder eine

Veranstaltung bewerben“, sagt

Andreas Fischer vom Peißenberger

Ordnungsamt. Plakate über

Events aus Murnau, Penzberg

oder gar München werden nicht

abgehängt. Was nicht erlaubt ist

an diesen Anschlagtafeln: Werbung

gewerblicher Veranstaltungen,

Stellenausschreibungen für

die Suche von Fachkräften oder

Plakate mit anzüglichem Inhalt.

Dass trotzdem immer wieder mal

Plakate von „Erotikmesse“ oder

Partys mit zweideutigen Motiven

zu sehen sind, wird gerade

noch geduldet. „Es sei denn, es

echauffiert sich daran jemand und

meldet dies bei uns, dann hängen

wir solche Plakate sofort ab“,

sagt Fischer, der auch bei privaten

Meldungen wie „Katze vermisst“

oder „Putzfrau gesucht“, gespickt

mit angeschnittenen Zettelchen,

auf denen die Telefonnummer

des Suchenden steht, ein Auge

zudrückt. Interessant aus Sicht der

Peißenberger ist auch, dass es für

diese fünf Tafeln ansonsten keine

wirkliche Regelung gilt. Die Veranstalter

müssen nämlich die Plakate

nicht unmittelbar nach Veranstaltungsende

wieder abhängen.

„Alte Plakate werden bei uns

einfach überhängt“, sagt Fischer.

Sollten sich „Überhängungen“ zu

sehr anhäufen, kommen Bauhofmitarbeiter,

die unsere Tafeln in

etwa alle drei Monate bereinigen“.

Während also in Peißenberg keine

Abhängefrist gilt, haben beispielsweise

Gemeinden wie Wessobrunn

klarere Regelungen: Frühestens

vier Wochen im Voraus dürfen

dortige Vereine ihre Veranstaltungswerbung

aufhängen. Spätestens

drei Tage nach der Veranstaltung

müssen sie vom Veranstalter

selbst wieder abgehängt werden.

Außerdem dürfen dortige Plakate

nicht größer als DinA3 sein. Auch

interessant: Die Wessobrunner

Anschlagtafeln sind zweigeteilt.

Die linke Hälfte dient Vereinen

und Privatpersonen, die rechte gemeindlichen

Ankündigungen. Insgesamt

stehen in Wessobrunn acht

Anschlagtafeln, verteilt im kompletten

Ort. Für deren Aufbau und

Instandhaltung sorgen Mitarbeiter

des Bauhofs. Falls der Veranstalter

drei Tage nach der Party das Plakat

nicht abgehängt hat, droht ihm

trotzdem kein Bußgeld. Auch hier

übernehmen Gemeindemitarbeiter

die Abhängearbeit.

Wetterresistentes

Plakatpapier

In vielen Orten sind einzelne Anschlagtafeln

in Bushäuschen untergebracht.

Nachteil: Von außen

nicht gleich ersichtlich. Vorteil:

Wettergeschützt. Die meisten Anschlagtafeln

nämlich stehen im

Freien, haben kein Dach und sind

dadurch Wetterkapriolen vollends

ausgesetzt. Meldungen auf einfachem

Papier gehen deshalb bei

Wind und Regen sofort kaputt.

Empfohlen wird von Druckereien

und Werbeagenturen sogenanntes

Blaurücken- oder Affichenpapier –

glattes, weißes, holzfreies, nassfestes

und vollgeleimtes Druckpapier.

Entscheidend ist auch die

korrekte Fixierung der Plakate,

nämlich mit Reißnägeln. Die halten

gut in Holz und können aufgrund

ihres großen flachen Kopfes

relativ einfach wieder abgemacht

werden. Apropos: Um eine Spur

der Verwüstung zu vermeiden,

sind Veranstalter – von wenigen

Ausnahmen wie Peißenberg abgesehen

– dazu verpflichtet, auch

die (kaputten) Reißnägel wieder

abzumachen. Im schlimmsten

Falle ist die Tafel derart zugemüllt

von halb verbogenen, alten und

verrosteten Reißnägeln, dass das

Anbringen neuer Plakate kompliziert

wird. Die Tafeln selbst sind

meistens 1,50 auf 2 Meter groß.

Und das Wichtigste: Vereine dürfen

diese Tafeln kosten- und genehmigungsfrei

nutzen.

js

40 | tassilo


Kulturverein Peißenberg startet 2019er-Programmreihe

Auftakt in der

Tiefstollenhalle

Peißenberg | Der Kulturverein Peißenberg

startet mit einer bunten

Programm-Mischung ins neue Jahr

2019: Genau genommen mit Werner

Schmidbauer, dem es ein großes

Bedürfnis ist, nach 35 Jahren

Liedermacherei und nach 22 Jahren

im Duo mit Martin Kälberer, mit

seinen Liedern auch mal alleine auf

der Bühne zu stehen. Die Ruhe und

die Erlebnisse auf den langen Reisen

während seines „freien Jahres“

haben ihn nach eigener Aussage

wieder zu sich selbst gebracht.

Der passende Name seines neuen

Programms daher: „bei mir“.

Schmidbauer scheint angekommen

zu sein und zeigt das am Samstag,

5. Januar, ab 20 Uhr in der Tiefstollenhalle.

Gemeinsam mit dem

Publikum will er „den Süden in

unserem Herzen genießen“. Einzelkarten

gibt es ab 27. Dezember

im Vorverkauf. Zwei Wochen später,

am 19. Januar, gastiert Schmidbauers

kongenialer Partner, Martin

Kälberer, unter anderem bekannt

aus zahlreichen Aufzeichnungen

für das Bayerische Fernsehen, in

der Marktgemeinde. „Baltasound“,

so der Name des neuen vielsagenden

Projekts vom musikalischen

Multitalent. Passend zum Titel, der

eine Bucht im äußeren Norden der

Shetland-Inseln beschreibt, malt

Kälberer beeindruckende Klangbilder,

inspiriert von der Weite und

Einsamkeit des Nordens. Zwischen

die Auftritte der beiden bekannten

Musiker gesellt sich terminlich

die „Rowan Tree Hill Band“ mit

ihrem traditionellen irischen Frühschoppen,

diesmal am Sonntag, 6.

Januar, um 10.30 Uhr. Wie immer

stammt die Musik von der Grünen

Insel, intoniert von jungen Musikern

unter der Leitung von Robert

Helgert. Selbstverständlich wird

auch bei Speisen und Getränken

die irische Note nicht fehlen.

Kabarett, Kasperl und

1960er-Sound

Am Mittwoch, 6. Februar, dürfen

sich alle Tiefstollenhallen-Besucher

indes auf die „Mama Bavaria“

höchstpersönlich freuen. Luise Kinseher

kommt mit ihrem Programm

„Mama Mia Bavaria“ und stellt sich

dabei die Frage: Welche Bedeutung

hat Bayern vom Weltraum aus betrachtet?

Längst Stammgast in der

Tiefstollenhalle ist Dr. Döblinger

mit seinem geschmackvollen Kasperltheater.

Beim Heidelbeerpflücken

wird Kasperl und Seppl der

Korb gestohlen. Es gelingt ihnen,

den Räuber Wilderich zu fangen.

Dabei stellen sie fest, dass es sich

bei ihm um keinen gefährlichen

Verbrecher handelt. „Kasperl & der

Räuber oder Polizisten küsst man

nicht“ beginnt am Samstag, 9. Februar,

um 15 Uhr und nochmal um

16.30 Uhr. Samstag, 23. Februar,

lassen ab 20 Uhr „Tom & Flo“ den

Sound der 1960er-Jahre zu neuem

Leben erwachen. Mit Gitarre, Kontrabass,

zwei klasse Stimmen und

einer gehörigen Portion Charme.

Sämtliche Details zu allen Veranstaltungen

inklusive Ticketpreise

und Vorverkaufs-Möglichkeiten hält

die Internetseite des Kulturvereins

Peißenberg bereit (www.tiefstollenhalle.de).

tis

> > > KARTEN FÜRS KASPERLTHEATER GEWINNEN

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost für die 16.30-Uhr-Vorstellung

von „Dr. Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“ am Samstag,

9. Februar, in der Tiefstollenhalle 3 x 2 Karten. Wer diese gewinnen

möchte, schickt bis 15. Januar eine Postkarte mit dem Stichwort

„Kulturverein“ an tassilo, Birkland 40, 86971 Peiting. Alternativ eine

E-Mail an info@tassilo.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das

Los entscheidet. Viel Erfolg.

105.

Tutzinger

Patientenforum

MINIMAL / INVASIV –

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Mittwoch, 06. Februar 2019,

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Benedictus Krankenhaus Tutzing

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januar / februar 2019 | 41


Iffeldorfer Meisterkonzerte 2019 starten im Februar

Exzellente Musik mit

Blick auf die Osterseen



Iffeldorf | Die 2019er Spielzeit der

überregional bekannten Iffeldorfer

Meisterkonzerte steht längst in

den Startlöchern. Das Programm

ist ausgearbeitet, die Details geklärt.

Fans der Reihe dürfen sich

2019 auf große Namen wie Ton

Koopmann, das Jerusalem Quartet

oder Christian Tetzlaff freuen. Auch

alte Bekannte wie etwa Felix Klieser,

Klaus Mertens oder Thomas

Stimmel werden wieder – mitunter

in neuen Besetzungen – an den

Osterseen zu Gast sein. Die kommende

Spielzeit wird von einem

ganz besonderen Konzert eröffnet.

Eines, das geprägt sein wird von

der Musik der Renaissancezeit,

vor allem aber von den Klängen

der Renaissanceinstrumente. Am

Samstag, 16. Februar, um 19 Uhr

wird das spanische Ensemble „La

Danserye“ auf Originalinstrumenten

jener Zeit wie beispielswiese

einem Krummhorn, Zink oder Dulcian

spielen. Die Musiker von „La

Danserye“ sind sowohl im Instrumentenbau

als auch als Interpreten

tätig und musizieren auf zahlreichen

Festivals unter anderem in

Spanien, Frankreich, Niederlande

und Mexiko. Den Abend komplettieren

wird Héctor Eliel Márquez

an der Orgel. Márquez studierte

Klavier und Komposition am Königlichen

Musikkonservatorium

„Victoria Eugenia“ in Granada und

arbeitet dort heute als Korrepetitor,

neben erfolgreichen Engagements

als Komponist, Kammermusiker

und Dirigent.

Ein Duo, zwei Quartetts

und Ton Koopman

Nummer zwei in der Reihe der Iffeldorfer

Meisterkonzerte wird am

Samstag, 16. März, das Konzert des

„Jerusalem Quartet“ sein um Alexander

Pavlosky und Sergei Bresler

an Violinen, Ori Kam an Viola und

Kyril Zlotnikov an Violoncello. „Leidenschaft,

Präzision, Wärme, eine

Gold-Mischung: Das sind die Markenzeichen

dieses exzellenten israelischen

Streichquartetts“, so die

durchaus imposante Einschätzung

der New York Times.

Samstag, 11. Mai, füllen Thomas

Stimmel und Philipp Vogler das

Iffeldorfer Gemeindezentrum mit

Stimmgewalt und Klavier. Während

Stimmel als hervorragender Sänger

seiner Generation gilt, ist Vogler

ein enorm vielseitiger Musiker:

Pianist, Liedbegleiter, Komponist

und Dirigent, um genau zu sein.

Gemeinsam haben sie zuletzt mit

„Roots/Wurzeln“ eine vielbeachtete

CD vorgelegt.

Ton Koopman gemeinsam mit Gattin

Tini Mathot, beide am Cembalo,

sowie Klaus Mertens (Bassbariton),

das Barockorchester „Munich Baroque“

und der kleine Kammerchor

„Capella di Lasso“ stehen am

Samstag, 29. Juni, auf dem Programm

– der Abend steht ganz

im Zeichen von Johann Sebastian

Bach. Koopman ist ein alter Bekannter

in Iffeldorf, stand er doch

42 | tassilo


Auftakt der Iffeldorfer Meisterkonzerte Mitee Februar: „La Danserye“

vor einigen Jahren bereits auf der

Bühne des Gemeindezentrums.

Mit dem Wunsch, gemeinsam zu

muszieren und eigene musikalische

Wege zu beschreiten, gründete

sich 1996 das Reinhold Quartett

Leipzig mit Dietrich Reinhold, Tobias

Haupt (beide Violine), Norbert

Tunze (Viola) und Dorothée

Erbiner (Violoncello). Nach Iffeldorf

kommen die Musiker am Samstag,

28. September, mit einem speziellen

Programm: Musik von Anton

Rubinstein, der zu Lebzeiten als

höchst virtuoser Pianist und Komponist

galt, aber heutzutage nur

selten zu hören ist. Kombiniert wird

dessen Musik in diesem Konzert mit

dem op. 13 von Felix Mendelsohn

Bartholdy, mit dem Rubinstein in

seinen Berliner Jahren in engem

Kontakt stand. Am Samstag, 9. November,

spielt mit Christian Tetzlaff

ein seit Jahren äußerst gefragter

Geiger und spannender Musiker

der Klassikwelt, im Gemeindezentrum.

Was ihn so einzigartig macht?

Er nimmt den Notentext wörtlich,

versteht Musik als Sprache und liest

die großen Werke als Erzählungen.

Thomas Stimmel (rechts ) und Philipp Vogler sind am 11. Mai zu Gast.

Kongenialer Partner des Violinisten

ist der renommierte Pianist Lars

Vogt, mit dem Tetzlaff seit Jahren

erfolgreich zusammen musiziert.

Den Abschluss der 2019er Meisterkonzerte

bildet am Samstag, 7. Dezember,

das Konzert des Trios um

Hornist Felix Klieser, Andrej Bielow

(Violine) und Martina Filijak am

Klavier mit Werken von Koechlin,

Brahms, Schumann und Duvernoy.

Namhafte Musiker,

überregional bekannt

Die Organisatoren rund um Intendantin

Andrea Fessmann haben

also wieder ein vielfältiges und

namhaftes Programm zusammengestellt

für die Iffeldorfer Meisterkonzerte,

die es mittlerweile seit

1990 gibt und längst eine Institution

mit überregionaler Bedeutung

sind. Auch diesmal ist ein Abonnement

möglich, natürlich vergünstigt

gegenüber dem Einzelkartenkauf.

Das Abonnement ist zudem

übertragbar, schließlich erhält

man für jedes Konzert gesonderte

Eintrittskarten. Tickets gibt es im

Vorverkauf beim Kartenservice der

Meisterkonzerte (08856/ 3695 oder

karten@iffeldorfer-meisterkonzerte.de),

bei der Buchhandlung Rolles

und dem Rundschau Verlag in

Penzberg, der Buchhandlung Winzerer

Bad Tölz, bei München Ticket

oder an der Abendkasse – soweit

noch vorhanden – rund eine Stunde

vor dem jeweiligen Konzertbeginn.

Darüber hinaus gibt es erneut

die Aktion „Junges Publikum“ mit

dreierlei vergünstigten Angeboten

für die jüngere Generation, um

diese für die klassische Musik zu

begeistern. Detaillierte Informationen

hält die Internetseite www.

iffeldorfer-meisterkonzerte.de bereit.

Schauplatz der Konzerte ist

traditionell das Iffeldorfer Gemeindezentrum,

welches nicht nur eine

perfekte Akustik liefert, sondern

ebenso einen herrlichen Blick auf

die Osterseen im Hintergrund der

Bühne zulässt.

tis

januar / februar 2019 | 43

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I L

2018

I E N S C O U T 2 4


Sporttaucher im Starnberger See

„Die Steilwand an sich ist keine Gefahr“

Allmannshausen | Jahr für Jahr

kommen Taucher im Starnberger

See ums Leben. Genaugenommen

an und im Bereich der Allmannshauser

Steilwand. „Aus den Presseberichten

über diese tragischen

Unfälle entsteht immer der Eindruck,

dass die Wand selbst der

Grund für den Tod vieler Taucher

ist, dabei ist sie in der Regel überhaupt

keine Gefahr“, sagt Jürgen

Börroth, 65, Inhaber der Tauchakademie

Bayern, der selbst weit über

100 Mal pro Jahr im Starnberger

See taucht – meistens an der Allmannshauser

Steilwand, die sich

in der Osthälfte des Sees befindet.

Warum? „In erster Linie, weil es

die einzige Stelle des Sees ist, wo

man schon nach wenigen Metern

vom Ufer entfernt sehr tief tauchen

kann.“ Insgesamt ist die Stelle 90

Meter tief, „wobei mit normaler Luft

nicht tiefer als 40 Meter getaucht

werden darf“. Jedenfalls müsste

man vom Westufer zunächst sehr

viel Strecke zurücklegen, ehe es in

die Tiefe geht, „was unnötig viel

Kraft, Zeit und vor allem Luft kostet“.

Darüber hinaus bietet die felsige

Steilwand ein – zumindest für

einen größeren Süßwassersee –

einzigartiges Ambiente. „Wenn du

an der Wand entlang abtauchst,

nach einigen Metern nach oben

blickst und siehst, wie die Sonne

durch die Wasseroberfläche auf

die Kante der Steilwand scheint, ist

das schlichtweg ein beeindruckendes

Bild.“ Auch interessant sind

zahlreiche Aalrutten, die sich in

den Löchern der Wand verstecken.

Oder ein riesiger Schwarm Renken,

plötzlich vertrieben von einem 1,30

Meter großen Hecht, „der sich einmal

über vier Monate hinweg an

der immer gleichen Stelle gezeigt

hat“. Gute Gründe, weshalb das

ganze Jahr über sehr viele Sporttaucher

(Hobbytaucher) aus ganz

Deutschland nach Allmannshausen

fahren.

Ausrüstung bedeutet

Sicherheit

Auch die, die wenig Erfahrung

haben und ihren Tauchschein womöglich

im heißen Tropen-Urlaub

bei viel höherer Wassertemperatur

An der Seeburg in Allmannshausen.

in nur drei Tagen gemacht haben.

„Oder bislang nur in Süßwasserseen

mit maximal zehn Metern

Tiefe getaucht sind“, sagt Jürgen

Börroth, der selbst im Starnberger

See sehr häufig und auch sehr

gerne die maximal zulässigen 40

Meter tief taucht. Dort unten misst

das Wasser selbst im Hochsommer

nur 4 Grad Celsius, die Sicht ist

trotz Lampe auf wenige Meter begrenzt,

„vor allem nach starken Regenfällen

oder im Frühjahr, wenn

das Schmelzwasser in den See

fließt, den Boden aufwirbelt und

das Wasser trübt“. Außerdem kann

eine leichte Strömung vorhanden

sein, die Taucher von der Felswand

treiben – die Orientierung erfolgt

bei nicht vorhandenem Sichtkontakt

zur Steilwand dann einzig und

allein über einen Kompass. „Wenn

das einem unerfahrenen Taucher

passiert, kann er ganz schnell

Panik bekommen.“ Ein weiterer

Grund, der häufig zu Tauchunfällen

führt, ist diese extrem niedrige

Wassertemperatur, die man

schlichtweg gewöhnt sein müsse.

„Vor allem bei schlechter Tagesform,

wenn man beispielsweise in

der Nacht zuvor wenig Schlaf oder

eine anstrengende Anfahrt hinter

sich hatte und nicht voll bei Kräften

ist.“ So oder so ist der Starnberger

See nur mit richtiger Ausrüstung

tauchbar. „Generell wird beim Tauchen

zwischen Nass- und Trockentauchen

unterschieden.“ Da im

Starnberger See die Wassertemperatur

Sommer wie Winter ab einer

gewissen Tiefe – im Hochsommer

ab rund 40 Metern, im Winter je

nach Witterung oft schon ab der

Wasseroberfläche – immer diese

kalten 4 Grad plus misst, darf hier

ausschließlich „trocken“ getaucht

werden. Jürgen Börroth sagt an

dieser Stelle: „Ausrüstung ist Sicherheit.“

Skiunterwäsche und

Trockentauchanzug

Trockentauchanzug mit zwei Millimeter

dickem Neopren, der auch

Hände, Hals und Füße komplett

von kaltem Wasser schützt. Sieben

Millimeter dicke Kopfhaube, „weil

der Kopf unter Wasser besonders

schnell auskühlt“. Skiunterwäsche

und Unterziehanzug unter dem

Trockentauchanzug bilden zwei zusätzliche

Schichten, die einerseits

An dieser Stelle fällt der Grund des

Starnberger Sees nach wenigen Metern

tief ab, ist deshalb besonders reizvoll

für Sporttaucher.

44 | tassilo


Tauchen am Fels — ein Highlight.

wärmen, andererseits den Schweiß

vom Körper transportieren. Außerdem

rät Jürgen Börroth von Haus

aus kälteempfindlichen Tauchern

einen Anzug mit Heizsystem. Nun

fehlen noch Tauchmaske (Brille),

Flossen, eine 200- oder 300-

Bar-Doppel-Pressluftflasche (ganz

„normale“ Luft) mit zwei Ventilen

und zwei Atemreglern, „mit denen

man länger tauchen kann und aufgrund

zweier Kammern auch mehr

Sicherheit hat“.

Mindestens so wichtig wie die richtige

Ausrüstung ist das Beachten

der goldenen Regel: Tauchen ist ein

Partnersport! „Weshalb man nie

alleine ins Wasser gehen soll.“ Daran

halten sich laut Jürgen Börroth

viel zu wenige. „Speziell unerfahrenere

Taucher sollten immer mit

einem Erfahrenen in die Tiefe gehen.“

Oft reiche schon ein Zeichen

oder Schulterklopfer des „Profis“,

um die Nervosität des „Anfängers“

auch bei Kälte und Dunkelheit in

40 Metern Tiefe zu nehmen. Die

letztendliche Todesursache beim

Tauchen ist meistens Panik, die

wiederum zu viel zu schnellem

Auftauchen und schließlich zum

Dekompressionsunfall, bekannter

als Taucherkrankheit, führt.

Hier bilden sich wegen Überdruck

oder zu schneller Druckentlastung

Gasblasen im Körperinneren, die

letztlich lokale Unterbrechungen

der Blutversorgung verursachen.

Retten kann in solchen Fällen nur

noch eine Druckkammer, welche

unter anderem im Unfallklinikum

Murnau steht – sofern die Rettung

nicht zu spät kommt, was vor allem

bei Solotauchern oft der Fall ist.

Auch im Jahre 2018 sind im Starnberger

See, Walchensee und Attersee

(beliebter Tauch-Spot in Österreich)

Taucher tödlich verunglückt,

die alleine unterwegs waren.

Tauchverbot

bis 15. März

Wer sich für Tauchsport interessiert,

ob im Starnberger See oder

generell, darf sich jederzeit bei

Jürgen Börroth (0171 / 8753353)

melden. Sowohl in Sachen Ausbildung,

„für die man sich unbedingt

viel Zeit nehmen soll“, als auch bei

Fragen aller Art, zum Beispiel zur

richtigen Ausrüstung. Denn wenn

sich jemand auskennt, dann der in

Pähl lebende, im wahrsten Sinne

rüstige Rentner. Neben unzähligen

Tauchgängen im Starnberger-,

Walchen- und Attersee fliegt Jürgen

Börroth auch liebend gerne

an die Meere dieser Welt. Mitte

November war er mal eben für fünf

Tage zum Tauchen in Ägypten. „Obwohl

ich das Warmwassertauchen

gar nicht so gerne mag“, sagt er.

Aalrutten verstecken

sich an der Steilwand.

In Island und Norwegen mit Walen

und Seelöwen tauchen „ist schon

eher mein Ding“, auch wenn sein

absolutes Taucher-Highlight ihm

noch bevorsteht: Eisbergtauchen

in der Antarktis. Da kann selbst die

sonnendurchflutete Allmannshauser

Steilwandkante nicht mithalten,

die übrigens seit 1. November

und noch bis 15. März für Taucher

gesperrt ist. Nicht aufgrund Todesgefahr,

sondern aus Tier- und Naturschutzgründen,

weil dort unter

anderem Saiblinge laichen und

ungestört bleiben sollen. Getaucht

werden darf über die kälteste Jahreszeit,

in der die Unterwassersicht

übrigens am mit Abstand besten

ist, trotzdem. Der Wintertauchplatz

im Starnberger See erstreckt sich

vom Kiesstrand in Allmannshausen

in Richtung Norden. Langweilig?

„Nein“, sagt Jürgen Börroth,

der das Tauchen an sich als eine

der effektivsten Methoden zum

Stressabbau bezeichnet. „Es geht

darum, sich schwerelos im Wasser

treiben zu lassen, ganz ruhig und

entspannt.“ Vor allem wegen diesem

meditativen Gefühl ist Jürgen

Börroth regelrecht verrückt nach

Tauchen.

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januar / februar 2019 | 45


Save the Date: Freitag, 1. Februar 2019, 12.30 bis 17 Uhr

Drittes Hochschulforum

in der Weilheimer Stadthalle

Weilheim | „Wir sind sehr zufrieden“,

so der einstimmige Tenor

der Haupt-Organisatoren von der

Wirtschaftsförderung des Landkreises

Weilheim-Schongau und des

Arbeitskreises Schule-Wirtschaft

nach dem letztjährigen Hochschulforum.

Besucherzahlen sowie

Rückmeldungen von Ausstellern,

Referenten, Schülern, Schulleitungen

und Unternehmen haben dies

eindrucksvoll bestätigt. Mittlerweile

ist die Veranstaltung – diesmal

am Freitag, 1. Februar 2019 – kaum

mehr wegzudenken aus dem Terminkalender

der Region. Die Zusagen

lassen erahnen, dass auch das

kommende Hochschulforum wieder

ein voller Erfolg werden wird.

Ende Oktober wurden zahlreiche

Universitäten, Hochschulen und

regionale Unternehmen, die die

Möglichkeit eines dualen Studiums

Interessierte Schüler

sind erneut herzlich willkommen.

anbieten, kontaktiert – viele haben

ihr Kommen zugesagt. Insgesamt

dürfen sich Besucher auf 28 Hochschulen,

Universitäten und Organisationen

sowie 14 Unternehmen in

der Weilheimer Stadthalle freuen.

Wichtig sei der ausgewogene Mix,

die Bandbreite der Aussteller wurde

bereits in den vergangenen Jahren

von allen Seiten ausdrücklich

gelobt.

Einzige Hochschul-Messe

im Oberland

Ein Vortragsprogramm rundet

erneut das Angebot ab. Es werden

Impulsvorträge von maximal

20 Minuten angeboten. Themen

wie Studienfinanzierung, Auslandsjahr

oder soziales Jahr stehen

hierbei auf dem Programm.

Der Eintritt fürs Hochschulforum

ist selbstverständlich frei.

Das Hochschulforum ist in der Region

die einzige Messe ihrer Art,

gerade deshalb kooperiert die

Wirtschaftsförderung Weilheim-

Schongau mit den Nachbarlandkreisen

Bad Tölz-Wolfratshausen,

Landsberg, Starnberg und

Garmisch-Partenkirchen. Diese

Kooperation soll heuer – auch

wenn sie letztes Jahr schon äußerst

positiv verlief – noch intensiviert

werden, schließlich macht

es für die Region und die teilnehmenden

Hochschulen durchaus

Sinn, die Veranstaltung regional

zu zentrieren. Der Landkreis

Weilheim-Schongau hat in Sachen

Hochschul-Messe vor zwei Jahren

die Initiative für das gesamte

Oberland ergriffen, wird seitdem

von den Nachbarlandkreisen

unterstützt. Die Zielgruppe fürs

Hochschulforum ist klar definiert:

Allen voran Abiturienten,

aber auch alle anderen,

die sich nach Berufsausbildung

oder weiterführender Schule

Teilnehmende Universitäten,

Hochschulen und Organisationen (In der Stadthalle)

• Campus M21

• EF Education Deutschland

• Fachhochschule Kufstein Tirol

• FOM Hochschule für Ökonomie & Management München

• hochschule dual

• Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern

• Hochschule für angewandtes Management

• Hochschule für angewandte Sprachen des SDI München

• Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

• Hochschule für angewandte Wissenschaften München

• Hochschule München, Institut für Verfahrenstechnik Papier IVP

• Hochschule Weihenstephan – Triesdorf

• ISM — International School of Management

• Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern

• Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

• MCI Management Center Innsbruck

• Munich Business School

• Studentenwerk Augsburg

• Technische Hochschule Deggendorf

• Technische Hochschule Rosenheim

• Technische Universität München (TU)

• Universität Augsburg

• Universität Innsbruck

• Universität Passau

• Universität Salzburg

• Universität Ulm

• Vereine zur Förderung der Bildung in der digitalen Welt e.V.

• Weltfreiwilligendienst Augsburg, Bistum Augsburg


Teilnehmende Unternehmen (Im Foyer)

• Agentur für Arbeit

• Amtsgericht Weilheim

• BFS für Krankenpflege- und Krankenpflegehilfe

• Bundespolizeiakademie

• Bundeswehr Karriereberatung

• Deutsche Post AG

• ept GmbH

• Finanzamt Weilheim

• Georg Jos. Kaes GmbH / V-Markt

• Herzogsägmühle

• HOERBIGER Deutschland Holding GmbH

• K&L GmbH & Co. Handels-KG

• Landespolizei Bayern

• Landratsamt Weilheim-Schongau

für ein Studium interessieren.

Besonders glücklich sind die Organisatoren

auch diesmal über

den „Marktplatz“ im Foyer der

Stadthalle, wofür sich 14 regionale

Unternehmen angekündigt

haben, bei denen ein duales Studium

absolviert werden kann.

Diese Kombination aus praktischer

und akademischer Ausbildung ist

eine Option, die immer mehr gefragt

ist. Und darüber hinaus die

beste Möglichkeit ist, damit junge

Menschen in der Heimat bleiben

und trotzdem studieren können.

Die teilnehmenden Hochschulen

und Universitäten wiederum legen

ihre Schwerpunkte bewusst

auf verschiedenste Bereiche, sei es

Sprache, Technik oder Naturwissenschaften,

um den gut 1 000 Besuchern,

die es auch heuer werden

sollen, eine bunte Mischung an Informationen

bieten zu können.

Damit die Schüler rechtzeitig in der

Stadthalle ankommen, spendiert

der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft

erneut die Busse für einen reibungslosen

Transfer. Gerade deshalb

ist Robert Christian Mayer,

Geschäftsführer des Arbeitskreises

Schule-Wirtschaft und Marketing-

Leiter der Sparkasse Oberland,

derzeit im intensiven Austausch mit

den Schulen, damit diese die Messe

mit ihrer Präsenz unterstützen.

Der kostenlose Bus-Transfer ist aber

nicht das einzige Schnäppchen,

Voll soll die Stadthalle auch beim

diesjährigen Hochschulforum

werden.

welches die Organisatoren im Zuge

des Hochschulforums bereithalten.

Erneut verlangen sie von Ausstellern

keine Standgebühren, die Teilnahme

an der Messe ist dementsprechend

kostenfrei, lediglich die

Zeit muss investiert werden.

Adäquates Angebot

für Abiturienten

Das Projekt Hochschulforum gehört

zur Initiative „Bildungsstandort

Weilheim-Schongau – Lernen

mit Perspektive“. Wichtig sei,

dass diesbezüglich alle Bildungsniveaus

angesprochen werden.

Heißt: Auch ein adäquates Angebot

für Abiturienten schaffen.

Gibt es mit der Schongauer Ausbildungsmesse

„SAM2019“ am

10. April in der Lechsporthalle,

sowie der Weilheimer Ausbildungsmesse

„Mein Job – meine

Zukunft“ am 22. Mai in der Stadthalle,

doch bereits zwei umfangreiche

Angebote, welche auch

die duale Ausbildung im Fokus

haben. Bereits 2012 wurde die Initiative

Bildungsstandort von der

Wirtschaftsförderung Weilheim-

Schongau ins Leben gerufen und

in zahlreichen Workshops mit Leben

gefüllt. Da der Landkreis keinen

eigenen Hochschul-Standort

bieten kann, müssen hier bewusst

eigene Wege gegangen werden,

um jungen Menschen die regionalen

Möglichkeiten aufzuzeigen.

Eine bunte Mischung an Informationen wartet auf die Besucher.

Letztendlich lud man Hochschulen

und Universitäten direkt in

den Bildungsstandort Weilheim-

Schongau ein, um diesen eine

Vernetzung im ländlichen Bereich

zu ermöglichen. Denn: auch für

Bildungseinrichtungen ist es zumeist

ein erster Kontakt mit Schülern

aus der Region. Stolz ist man

seitens der Wirtschaftsförderung

vor allem darauf, dass mittlerweile

den meisten der Bildungsstandort

durchaus ein Begriff ist. Als

Beispiel wird das Bildungsportal

Fachvorträge (Im Foyer)

Oberland angeführt, welches auf

übersichtliche Weise Bildungsangebote

aus der Region auf einer

Internetseite zusammenfasst. Auch

sogenannte „Webinare“, Seminare

über das Internet, sollen bald über

den Landkreis Weilheim-Schongau

möglich gemacht werden. Zu dieser

Entwicklung zählt eben auch

das Hochschulforum, welches Anfang

Februar die Hochschulen und

Universitäten direkt ins Oberland,

genau genommen in die Weilheimer

Stadthalle, lockt.

tis

13.00 Uhr Vorteile eines Gap-Years — Ein Sprunbrett fürs Leben

13.35 Uhr Studieren an der LMU München

14.10 Uhr Weltfreiwilligendienst

14.45 Uhr Das duale Studium in Bayern

15.20 Uhr Studieren an der TU München

15.55 Uhr Wie finanziere ich mein Studium?

Fotos: Maira Falconi Fotografie

Veranstaltungsort:

Stadthalle Weilheim

Wessobrunner Straße 8

Veranstalter:

Landkreis Weilheim-Schongau

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft

Sparkasse Oberland

Ansprechpartner:

Landratsamt Weilheim-Schongau

Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung

Telefon: 0881 / 681-1340

E-Mail: wirtschaftsfoerderung@lra-wm.de

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft:

Geschäftsführer Robert Christian Mayer

Sparkasse Oberland, Telefon: 0881 / 641-770

E-Mail: robert.mayer@sparkasse-oberland.de


Kopftücher für Chemopatienten

Ein kleines Stück

Lebensweg

MOTORSÄGE MS 170

wenig Gedanken en

hatte

te

sie sich

im Übrigen

bis zum dem Zeitpunkt

über

das

199,-

Raisting / Böbing | Ihr Projekt Lefraja

„war einst aus der Not geboren“,

wie Stefanie Arnold verrät.

Wie groß diese Not wirklich

war zeigt die Geschichte dahinter,

welche die gesamte Bandbreite

menschlicher Emotionen aufweist.

Von verzweifelter Ohnmacht, unbändiger

Geschwisterliebe, über

leise Hoffnung bis hin zur puren

Erleichterung. Aber der Reihe

nach: Im Mai 2014 bekam Steffis

Schwester Karo die niederschmetternde

Diagnose Hirntumor. r Ein

Schlag für

die

gesamte

Familie,

wie Steffi rückblickend sichtlich

ergriffen berichtet: „Das hat uns

schon aus den Latschen gehauen.“

Bis dato war Krebs in der Familie

eigentlich zu keiner Zeit Thema.

Noch nie war ein Familienmitglied

betroffen, es schien unendlich weit

weg zu sein – und war urplötzlich

da. Karo war bei der Diagnose 38

Jahre alt, hatte zwei kleine Kinder

daheim. „Krebs unter 40? Daran

hatten wir nie einen Gedanken

verschwendet“, sagt Steffi. Ähnlich

Nähen gemacht. Noch dazu, weil

das Kreative eigentlich Karos Metier

ist.

Nichts Alltagstaugliches

gefunden

„Hat man keine Haare auf dem

Kopf, ist man da oben sehr empfindlich“,

erklärt eine erfrischend

erholte Karo heute. Infolge der

Chemotherapie war ihr wie vielen

anderen Krebspatienten auch das

Haupthaar ausgefallen. Obwohl

unter anderem das Internet eine

Flut an Möglichkeiten parat hält,

fand Karo zunächst nicht den richtigen

Kopfschmuck.

Perücken

passten

sten

nicht

MOTORSÄGEN LEHRGANG

DER GARTENGERÄTE-FACHMARKT MIT WERKSTATT

Holzhofstr.1,

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Termin: 27./28. Nov., es sind noch Plätze frei!

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Die Lefraja-Tücher können wie hier ansprechend auf

den Kopf drapiert, oder auch lang getragen werden.

48 | tassilo


Steffi Arnold (links) an ihrem Lefraja-Arbeitsplatz mit ihrer Schwester

Karo, für die sie die ersten Tücher genäht hatte.

wirklich, bei vielen Tüchern war

die Stoffqualität mangelhaft. Chemomützen

waren zu kratzig und

häufig zu klein. Spezielle Tücher

zum Wickeln hielten nicht richtig,

wurden durch Körperwärme oder

Bewegung locker. „Dabei hat man

das Ding ja nahezu den ganzen Tag

auf dem Kopf, auch beim Einkaufen

oder Putzen“, berichtet Karo.

Es benötigte eine etwas ausgereiftere

Technik, welche schließlich

Schwester Steffi entwickeln sollte.

Die Lösung war eine Art „Nonnentracht“.

Steffi kreierte also ein

Kopftuch, welches – vereinfacht

gesagt – aus einem Stirnband mit

angenähtem Tuch besteht. Während

das Stirnband für den entsprechenden

Halt sorgt, kann das

Tuch elegant auf den Kopf drapiert

werden und dient so optisch als

Haarersatz. Die Lefraja-Tücher sind

eine Kopfbedeckung, die zum einen

vor Sonne und Kälte schützt

und zudem den haarlosen Kopf

ohne drückende Naht oder unangenehmen

Gummizug schmückt.

Ein Clou ist, dass die Tücher zweiseitig

tragbar, zwei Stile somit in

einem vereint sind. Außerdem

kann es lang oder kurz getragen

werden, um so die ursprüngliche

Haarlänge zu imitiert. Vor allem

aber geht es schnell und ist einfach

zu binden. Denn was viele vergessen:

Auch bei einer Krebserkrankung

dreht sich das „normale“

Leben weiter. Arbeiten, einkaufen,

Kinder versorgen. Planung und

Erstellung der allerersten Tücher

waren äußerst zeitintensiv, Steffi

bezeichnet die Arbeit für sie als

Therapie: „So konnte auch ich etwas

Sinnvolles für Karo tun.“

Die Tücher werden

bunter

Nachdem Karo die kräftezehrenden

insgesamt fünf Chemotherapien

innerhalb eines Dreivierteljahres

mit positivem Ausgang überstanden

hatte, wollte Steffi das Thema

Nähen eigentlich wieder ad acta

> > > KONTAKT

Wer sich für ein Lefraja-Tuch

interessiert, kann sich direkt

bei Steffi Arnold per WhatsApp

unter 0151 / 59866471 oder

per E-Mail unter Lefraja@web.de

melden.

legen. Hatte die Rechnung jedoch

ohne ihre Mutter gemacht, die

nicht locker ließ, ihre Tochter bisweilen

zum Weitermachen überredete

– mit Erfolg. Steffi arbeitete

mit Unterstützung einer Freundin

einen Flyer aus und marschierte

schnurstracks zu potentiellen Multiplikatoren,

etwa Friseurläden. Die

Resonanz war hervorragend. Den

Vorschlag „etwas Buntes zu machen“,

griff sie trotz anfänglicher

Skepsis, auch weil Karo zunächst

Naturtöne bevorzugte, auf. Sie besorgte

sich bunte Stoffe, wodurch

noch besser zum Tragen kommt,

dass man die Tücher wenden

kann. Seit Steffi ihren Kopfschmuck

für „Andere“ näht, hat für sie auch

die Dramatik abgenommen. Noch

dazu, weil ihre allererste Kundin

trotz Schicksalsschlag eine derart

große Lebensfreude ausstrahlte.

Das war extrem heilsam.“

Um eines ihrer Tücher anzufertigen,

benötigt Steffi anderthalb

bis zwei Stunden. Mittlerweile hat

sie einige vorrätig, den Rest näht

sie nach Bedarf und individuellen

Wünschen ihrer Kunden. Ein besonderes

Qualitätsmerkmal dabei

ist der Stoff, der relativ leicht sein

muss um nicht zu schwitzen. Für

rund 45 Euro ist ein Lefraja-Tuch

zu haben. Heute spricht Steffi von

einem „leidenschaftlichen Hobby“,

noch dazu „freue ich mich

natürlich, wenn die Frauen meine

Tücher nicht mehr brauchen“. Bis

dahin können ihre Tücher jedoch

treue Begleiter auf einem kleinen

Stück Lebensweg sein. Inspiriert

von einer ganz großen Schwesternliebe.

tis

januar / februar 2019 | 49


Gemeinde feiert Jubiläum mit Festwoche im Juni

Peißenberg –

ein Jahrhundert Markt

Peißenberg | „Hier geh‘ ich nicht

mehr weg“, soll Christine Marksteiner

vor knapp zehn Jahren

gesagt haben, als ihr zuvor Peißenbergs

Marktarchivar Max Biller

erstmals das Marktarchiv, damals

noch im zweiten Stock des Rathauses,

gezeigt hatte. Stöbern in der

Heimatgeschichte, alte Dokumente

aufbereiten und dadurch neue,

spannende Dinge entdecken – das

ist die Leidenschaft von Christine

Marksteiner. Seit April ist sie neue

Marktarchivarin in Peißenberg,

nachdem Max Biller am 24. April

2018 verstorben ist. Unvergessen,

wie dieser sich mit Leidenschaft

und Hingabe dem Aufbau und

der stetigen Erweiterung des Archivs

widmete und so seine Heimatverbundenheit

zum Ausdruck

brachte. Ihm zu Ehren wurde im

September in einem Festakt das

Gebäude, in welchem das Marktarchiv

mittlerweile untergebracht

ist, in „Max-Biller-Haus“ umbenannt.

Rund anderthalb Jahre

war Marksteiner bereits Billers

Stellvertreterin und versucht nun,

das Archiv im Sinne ihres Vorgängers

weiterzuführen.

Jetzt, passend

zum

100-jährigen

Marktjubiläum Peißenbergs,

häufen

sich auch Anfragen

an Christine Marksteiner

zur Historie

der Gemeinde.

Und sie hat einiges

zu erzählen, kann

schier undendlich

viele Passagen der

Peißenberger Geschichte zum

Besten geben – ohne auch nur

einen Satz nachzulesen. Etwa wie

die Schweden während des Dreißigjährigen

Krieges auch in Peißenberg

wüteten, „und gleich mal

den Pfarrer und weitere Geiseln

einkassiert haben“. Dem Pfarrer

zu Ehren gibt es im Übrigen heute

den Faberweg im Peißenberger

Ortsgebiet. Der industrielle Aufschwung

begann in der Region

bekanntlich mit dem Bergbau, am

8. März 1837 wurde das hiesige

Bergwerk in Betrieb genommen,

im März 1971 geschlossen. Während

dieser 134 Jahre prägte der

Bergbau das Leben in Peißenberg

und auch in vielen Dörfern außenherum.

Schlägel, Eisen und

drei Bienen

Nach dem Ersten Weltkrieg, 1919,

wurde Peißenberg als Markt mit

städtischer Verfassung anerkannt,

bekam zudem sein Wappen ver-

Der Markt Peißenberg in alten Ansichten.

50 | tassilo


liehen. Es besteht aus gekreuztem

Schlägel und Eisen mit goldenem

Stiel, Werkzeuge, die früher im

Bergbau verwendet wurden und

die Bergwerkstradition repräsentieren.

Außerdem zeigt es drei

goldene Bienen, die auf die einst

im Gemeindegebiet sehr verbreitete

Bienenzucht hinweisen. Außerdem

sollen sie den Fleiß der

Bergmänner und der Bevölkerung

symbolisieren. Das Wappen hat

einen schwarzen

Hintergrund, er

steht für die Pechkohle

und ihre

hohe Bedeutung

für die Entwicklung

der Gemeinde

in der Vergangenheit.

Damals

war – wie bei vielen

anderen Gemeinden

auch –

das

Peißenberger

Wappen mit

einer Mauerkrone geschmückt.

Diese musste allerdings gelöscht

werden, weil das fortan nur noch

Gemeinden mit eigener Burg gestattet

war. „Unsere zwei Burgen

wurden 1388 von den Weilheimern

weggeputzt“, sagt Christine Marksteiner.

Heute zeugt nur mehr die

Kapelle St. Georg, die besichtigt

werden kann, von der Stelle der

Burg „Bisenperc der Grafen von

Seefeld“. „Auch heute noch werden

an Ort und Stelle alte Scherben

von der Burg gefunden“,

berichtet Marksteiner von so manchem

Hobby-Paläontologen. „Es

ist schön, wenn sich die Leute für

Geschichte interessieren.“

Allerhand Prominenz in

Peißenberg

Laut Christine Marksteiner haben

des Öfteren berühmte Persönlichkeiten

in Peißenberg Station

gemacht. Allen voran in Bad Sulz,

eine damalige Heilquelle mit Kurbetrieb.

Verschiedene Adelige, unter

anderem aus dem Hause der

Wittelsbacher, sollen dort gewesen

sein, ebenso wie eine russische

Zarin. Auch Kaiserin Sissi, die

ja bekanntermaßen aus Possenhofen

stammte, war Gast in Bad

Sulz. Zudem soll die Karriere des

berühmten Malers Carl Spitzweg

in Bad Sulz ihren Ursprung haben.

Er war eigentlich Apotheker, brach

1833 diese Laufbahn

allerdings

ab. Während eines

Kuraufenthalts

in Bad Sulz nach

einer Typhuserkrankung

fasste

er den Entschluss,

sich hauptberuflich

der Malerei zu

widmen. Darüber

hinaus ist Matthäus Günther, Maler

der Barock- und Rokoko-Zeit,

in Peißenberg geboren. In der

kleinen Kapelle in Tritschenkreut

befindet sich noch heute die Kopie

eines Marienbildes, welches ihm

zugeschrieben wird.

Nachdem der Bergbau in Peißenberg

Anfang der 1970er-Jahre

endete, „war es für die Bergleute

natürlich nicht einfach“, blickt

Christine Marksteiner zurück. Einige

verließen die Region, zogen

in Gegenden, wo weiterhin aktive

Bergwerke waren oder schlossen

sich den mittlerweile in Peißenberg

angesiedelten Unternehmen

an.

„Für die schlechten

Zeiten gut genug“

1920 begann Fritz Beyerlein mit

der Erstellung einer Chronik.

Während des Zweiten Weltkrieges

hatte er gar ein Kriegstagebuch

geführt, notierte darin jeden einzelnen

Alarm inklusive Uhrzeit

und Dauer. Darin enthalten: Ein

Bombenabwurf im Gebiet der

januar / februar 2019 | 51


Marktgemeinde im Februar 1945,

bei dem vier Menschen ums Leben

kamen. Bis zu seinem Tod im Jahr

1954 hatte Bayerlein nahezu alles,

was in der Gemeinde stattfand, zu

Papier gebracht. Nach dem Zweiten

Weltkrieg wurde er von den

Amerikanern sogar als kommissarischer

Bürgermeister eingesetzt.

Bei der ersten demokratischen

Wahl nach dem Krieg rund ein

Jahr später, wurde er jedoch nicht

mehr wiedergewählt, nachdem

sich langsam die Parteien gebildet

hatten. „Für die schlechten Zeiten

war ich gut genug“, hat er diesbezüglich

aufgeschrieben. Beyerlein

war enttäuscht und überlegte,

in seine fränkische Heimat nach

Ansbach zurückzukehren, konnte

allerdings überredet werden, in

Peißenberg zu bleiben und wieder

die Geschäftsstelle zu leiten.

Das Heimatlexikon, von Max Biller

später federführend verfasst, baut

im Wesentlichen auf den Zeilen

Beyerleins auf.

„Jede Gemeinde ist verpflichtet,

ein Ortsarchiv zu führen“, erklärt

Christine Marksteiner und ergänzt:

„Wie dieses im Detail aussieht,

ist jedem Ort selbst überlassen.“

Wichtig ist es in jedem Fall,

Glück Auf: Der Bergabau hat die Peißenberger Historie geprägt.

schließlich „werden die Zeitzeugen

immer weniger“. Als Beispiel

führt Marksteiner die Flüchtlingsthematik

an. „Damals, nach

dem Zweiten Weltkrieg, herrschten

Zustände, die man sich heute

gar nicht mehr vorstellen kann.

Erst hinterher fragten sich die Leute,

wie sie das eigentlich geschafft

hatten“, spricht die Marktarchivarin

davon, dass Geflüchtete und

Vertriebene einfach in Unterkünfte

einquartiert wurden. „Da wurde

nicht lange gefragt.“ 2019 feiert

Peißenberg also sein 100-jähriges

Markt-Jubiläum, worauf sich

Christine Marksteiner besonders

freut, schließlich berichtet sie

immer noch begeistert von der

75-Jahr-Feier.

Anderthalb Wochen

im Juni

Ähnlich schön – und sogar noch

ein wenig größer – soll es im Juni

werden, wenn rund anderthalb

Wochen „ein Jahrhundert Peißenberg“

zelebriert wird. Los gehen

die Festivitäten am Mittwoch, 19.

Juni, um 19 Uhr mit Blasmusik von

den „Musikatzen“ im Festzelt auf

dem Festplatz an der Moosleite.

„Wir haben die Aktionen rund

um das Gaufest der Oberländer

Trachtenvereinigung, das dieses

Jahr in Peißenberg stattfindet, geplant“,

berichtet Michael Schnitzer,

Mitarbeiter im Peißenberger

Ordnungsamt und maßgeblich in

die Planungen rund ums Jubiläum

involviert. Anfang 2017 begannen

erste Gespräche, ehe die Organisatoren

auf die Vereine zugingen,

wer, wie und wann bei den

letztlich elf Festtagen dabei sein

will. Entstanden ist ein vielfältiges

Programm, bei dem für jeden

etwas dabei sein dürfte: Etwa für

alle Boxfans am Donnerstag, 20.

Juni, wenn ab 11 Uhr Athleten der

Boxabteilung des TSV Peißenberg

in den Ring steigen. Am gleichen

Abend erfolgt der Sternmarsch

zum Rathaus gegen 17.30 Uhr

mit anschließendem Standkonzert

und Massenchor sowie offizieller,

festlicher Eröffnung der

Festwoche. Familiennachmittag,

Oldtimertreffen, Bayerischer Bergmannstag,

Politischer Abend, Se-

Der Knappenverein Peißenberg. Die Peißenberger Schäffler bei ihrem Tanz im Jahr 2014.

52 | tassilo


Ein Haus – benannt zu Ehren des ehemaligen Marktarchivars Max Biller.

niorennachmittag, „Da Huawa, Da

Meier und I“, Tag der Betriebe und

Vereine sowie eine Zeltparty mit

den „Lederrebellen“ folgen. Eines

der Highlights wird sicherlich

das Radio Oberland Heimathitkonzert

mit „De scho wieda“ am

Freitag, 21. Juni, ab 20 Uhr. Fast

3000 Besucher erwarten die Organisatoren,

„das Zelt wird sicher

ausverkauft sein“, prognostiziert

Michael Schnitzer. Karten gibt es

mittlerweile im Vorverkauf direkt

im Peißenberger Rathaus. Einige

Schausteller rund um das Festzelt

runden das Juni-Programm ab.

Die Planungen für die einzelnen

Veranstaltungen übernahmen

überwiegend die Vereine, allen

voran der Trachtenverein mit

Anton Höck an der Spitze, den

Schnitzer in diesem Zusammenhang

ausdrücklich lobt.

Gaufest der Oberländer

Trachtenvereinigung

Der Trachtenverein ist auch verantwortlich

für das 74. Gaufest der

Oberländer Trachtenvereinigung

am Wochenende, 29. und 30.

Juni. Am Samstag ab 19 Uhr mit

Totengedenken am Kriegerdenkmal

sowie Festabend mit feierlicher

Übergabe der Gaustandarte

und anschließendem Tanz mit

der Knappschaftskapelle. Sonntag

folgt um 10 Uhr der Festgottesdienst,

um 14 Uhr der Festzug und

ab 19 Uhr der Festausklang mit

Tanz und Musik von „BLECHpfiff“.

Das große Abschluss-Feuerwerk

ab 22.30 Uhr beschließt nicht

nur das Gaufest, sondern auch

die Festlichkeiten anlässlich der

100-Jahr-Feier. Allerdings: Auch

wenn die Planungen für das Festjahr

weitestgehend abgeschlossen

sind, „kann schon sein, dass

noch etwas kommt“, wie Michael

Schnitzer verrät. Mit dem eigens

für das Jubiläum gebraute Festbier,

Ende 2018 vorgestellt, setzt

das Kloster Reutberg eine sicherlich

genussvolle Geschmacksnote,

das eine oder andere Peißenberger

Unternehmen dürfte Schnitzers

Meinung nach gerne noch

dem Beispiel folgen: „Wir werden

bewusst mit dem Gewerbe sprechen,

ob sie noch etwas anbieten

können. Es soll ein schönes Gesamtbild

werden.“ Das erhofft sich

auch Marktarchivarin Christine

Marksteiner, die dann bestimmt

für so manch einzigartige Anekdote

aus der Peißenberger Geschichte

zu haben ist. „Ich könnte

mir nicht vorstellen, woanders

zu sein“, so ihre abschließende

Liebeserklärung an ihren fast

100-jährigen Markt.

tis

januar / februar 2019 | 53


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

A

Kapelle am

Wegesrand

Unter dem Dach der Xylem Analytics Germany hat sich die

Marke WTW als führend Anbieter von Mess- und

Analysengeräten im Bereich der Wasseranalytik etabliert. An

vier deutschen Standorten entwickeln, produzieren und vermarkten

wir innovative Lösungen z.B. für die Lebensmittel-,

Medizin- und Pharmaindustrie.

Wir bilden aus:

Ausbildung 2020

(Ausbildungsstart am 01.09.2020)

• Feinwerkmechaniker/in

• Elektroniker/in für Geräte

und Systeme

• Industriekaufmann/frau

• Fachkraft für Lagerlogistik

Tassiloland | Die Gegend rund um

Weilheim und die Seen bietet eine

Menge Gelegenheiten zum ausgiebigen

Wandern. Bei den vielen

Wegen ist es nicht verwunderlich,

bei so manchem Gang durch die

Natur das eine oder andere zu

entdecken, was einem zuvor nicht

wirklich aufgefallen war. Wie etwa

die kleine Kapelle auf unserem

Bild, die unser Redakteur während

eines morgendlichen Wochenend-

Spaziergangs im Spätherbst am

Wegesrand erblickte. Zugegebenermaßen,

unser Autor ist nicht allzu

oft in besagtem Gebiet unterwegs,

Ortskundigen dürfte die Kapelle

natürlich eher bekannt sein. Noch

dazu – ein kleiner Tipp von uns –

weil sie Fixpunkt einer bekannten

Pilger-Etappe in der Region ist. Wir

möchten im aktuellen Heimaträtsel

also von Ihnen wissen, auf welchem

Gemeindegebiet die abgebildete

Kapelle steht. Notieren Sie den

Ort auf eine Postkarte und schicken

diese bis 15. Januar mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@tassilo.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

wie immer entscheidet das Los.

Zu gewinnen gibt es diesmal das

„Beschwipste Käsekörbchen“ der

Schönegger Käse-Alm mit je rund

250 Gramm Pfefferkäse, Heumilch-

Alpkäse und Wäldertraum, zwei

Paar Landjäger sowie einem halben

Liter Hausschnaps. Abgeholt

werden kann das Körbchen entweder

bei der Schönegger er Käse-Alm

Murnau oder in

der Schönegger

Käse-Alm in

Weilheim. Wir

wünschen viel

Erfolg und guten

Appetit! tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Seit wann der Ort Peißenberg durch die südseitige Umgehungsstraße

vom Verkehr entlastet wird? Dies wollten wir von Ihnen in

der letzten Ausgabe im Jahr 2018 wissen. Die Lösung: Seit 2008.

Gewusst haben das unter anderem Albert Leuner aus München,

Bettina Pscheidl aus Weilheim, Marlen Rechenmacher aus Hohenpeißenberg

sowie Gabriel Rudat und Renate Hoyer aus Peißenberg.

Sie alle durften sich über je eine Familienkarte für Badespaß

im Plantsch in Schongau freuen.

Bitte sende deine vollständige Bewerbung bis zum

30.09.2019 an unsere Personalabteilung.

Gerne direkt per E-Mail an:

recruiting.analytics.germany@xyleminc.com

Xylem Analytics Germany GmbH

WTW.com

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Dezember 2018 – Auflage: 64000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe März/April 2019:

Freitag, 22. Februar 2019 (Anzeigenschluss: 4. Februar 2019)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Fotos: Rockafox/fotolia, Johann Jilka, Daniel Hug/DAV, Johannes Schelle, Tim Schmid, Rosi Geiger, Allied-Racing, Jan Kasperlik, Deutsches Zentrum für

Luft- und Raumfahrt, Studio ELODIE Tanzbewegung, Salbeyer GmbH & Co. KG, Kreisjagdverband Weilheim, Maren Martell, DAV Sektion Peißenberg, Heiner

Welchert, Theater Liberi/Klaus Lefebvre, Duggi Binder Maizucker, FFF Bayern, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Fotoart Sandra Müller, Elena Rudolf,

Phoenix Peißenberg/Tanja Schilcher, Loeger GmbH, Jürgen Börroth, Tauchakademie Bayern, Innovationsquartier Murnau/Jan-Ulrich Bittlinger, Martina Bogdahn,

Werner Schmidbauer Pressefotos/privat, Hans Hoche, David Pruchiewski, Thomas Stimmel, Maira Falconi Fotografie, volyk-fotolia.com, so-eine-marke.

de, Markt Peißenberg, Marktarchiv Peißenberg, Frank Bärwaldt, Event D/Thomas Dormeyer, Blutspendedienst BRK, Autohaus ISI, WambaaBrassClub, fotolia

54 | tassilo


2019er Jahrbuch des Heimatverbandes Lech-Isar-Land

Neugier wecken –

Wissensdurst stillen

Tassiloland | Im Jahr

1924 wurde der Heimatverband

Lech-Isar--

Land als gemeinnütziger

er

Verein gegründet. Nachdem

dieser eigentlich als

regionaler Dachverband für

die örtlichen Heimatvereine

ereine

tätig war, regte er in der Folgezeit

die Gründung von Ortsvereinen

an und übernahm dem die Erforschung von Kunst,

Kultur, Tradition, Geschichte hte und

zu-

Volkskunde aus dem Gebiet zwischen

Lech und Isar. Bereits eits

seit

dem Gründungsjahr veröffentlicht

entl

der Verband alljährlich das Jahrbuch

Lech-Isar-Land – die ersten

beiden Jahre noch unter dem

Namen Ammersee Heimatblätter.

1943 wurde das Erscheinen infolge

der Kriegswirren eingestellt. Erst

1954 fanden sich erneut engagierte

Heimatforscher zusammen,

um den Heimatverband und zwei

Jahre später auch das Jahrbuch zu

reanimieren.

Königshaus am Schachen

auf dem Cover

Erst kürzlich erschien das aktuelle

2019er Jahrbuch. Den Umschlag

des 320-Seiten-starken Buches

ziert diesmal die vom Weilheimer

Künstler Jos Huber gestaltete

Ansicht des Königshauses am

Schachen. Ebenso ist dieses außergewöhnliche

Gebäude Thema

des ersten Aufsatzes im Jahrbuch,

verfasst von Johanna Franziska

Gast. Es folgen unter anderem

Themen wie der demokratische

Neuanfang ang im Landkreis

Weilheim im

ab 1945, die Hochlandhalle,

eine Typhusinfektion

in Haunshofen und die Sage des

„Gögerlfräuleins“. Seit Jahrhunderten

ist das Gögerl Weilheims

ein beliebtes und kostbares Naherholungsgebiet.

Im Bereich der

Kunstgeschichte sind das Bild

Martin Knollers in Weilheims

Stadtpfarrkirche, ein aus Weilheim

stammender Kokosnusspokal, der

nun in Murnau steht und der neue

Petel-Altar im Augsburger Dom

Themen im Lech-Isar-Land 2019.

> > > BÜCHERVERLOSUNG

Musikalische Aufsätze

gibt es über

die Lebensgeschichte

des Weilheimer Organisten

und Komponisten

Franz Daffner

ebenso wie über zwei

neu

vorgestellte bairische

Lieder. In literarischen

Beiträgen wird

auf Ödön von Horváths

Beziehungen e zu Murnau

und auf eine Ballade

von einer Vertreibung der

Römer vom Auerberg eingegangen.

ga

Ein Text nimmt

sich

das Naturschutzgebiet

„Magnetsrieder Hardt“ als

Thema, ein anderer die Aeronautiker

Ernst Udet und Gustav Otta,

wie sie „den Flugverkehr in die Alpen

brachten“. Das bunt gemischte

Werk ist für 18 Euro in den regionalen

Buchhandlungen erhältlich. Es

wurde unter der Schriftleitung von

Klaus Gast von allen mitwirkenden

Autoren kostenlos erstellt. Weitere

Informationen hält die Internetseite

des Heimatverbandes bereit

(www.lech-isar-land-heimatverband.de).

tis

„tassilo“ verlost drei Exemplare des Lech-Isar-Land-Jahrbuchs 2019.

Wer eines davon gewinnen möchte, schickt bis 15. Januar eine

Postkarte mit dem Stichwort „Lech-Isar-Land“ an tassilo, Birkland

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hier die Absenderadresse nicht vergessen, da die Bücher per Post

verschickt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.

Viel Erfolg.

januar / februar 2019 | 55


Wie gründe ich einen eingetragenen Verein?

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Tassiloland | Das Tassiloland ist

stark geprägt von einem facettenreichen

Vereinsleben. Umso

erstaunlicher, dass hier in der

Region keine offizielle Anlaufstelle

in Sachen „Vereinsgründung“

aufzufinden ist. Es gibt zwar seit

gut einem Jahr die KOBE, eine

Anlaufstelle zum Thema Ehrenamt

(0881 / 681-1519 oder ehrenamt@

lra-wm.bayern.de). Aber auf die

Frage „Wie gründe ich einen Verein?“,

verweist das Ordnungsamt

des Landratsamtes Weilheim-

Schongau ans Amtsgericht Weilheim,

und das wiederum weiter

ans Amtsgericht

München. Letzteres hat Zugriff

und Einblick in ein riesengroßes

Vereinsregister, in dem unter

anderem auch die hiesigen

eingetragenen Vereine, die mit

dem „e.V.“, gelistet sind. Doch in

einfachen Worten die wichtigsten

Punkte für eine Vereinsgründung

aufzählen, konnte in der dortigen

Pressestelle auch keiner. Licht ins

Dunkel brachte erst der Hinweis

auf ein 59 Seiten starkes Buch

mit dem Titel „Vereinsrecht“, in

dem ein Richter alle wichtigen

Punkte für die Gründung eines

Vereins relativ einfach verständlich

niedergeschrieben hat. Schritt

eins: Die drei Grundsäulen eines

jeden Vereins festlegen. Den Vereinszweck,

der aussagt, wofür ein

Verein steht und wofür er aktiv

sein möchte. Wichtig an dieser

Stelle: Mit diesem Zweck dürfen

keine regelmäßigen, wirtschaftlich-gewerblichen

Absichten verfolgt

werden. Wobei „wirtschaftliche

Nebentätigkeiten“ wie das

Veranstalten von Festen oder das

Bewirten einer beispielsweise

Alpenvereinshütte sehr wohl geduldet

werden – schließlich kann

sich ein Verein nicht nur mittels

Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern

über Wasser halten.

Regeln stehen in

einer Satzung

Die zweite Säule eines Vereins

besteht aus den Mitgliedern, von

denen es zur Gründung eines eingetragenen

Vereins mindestens

sieben geben muss. Und Säule

56 | tassilo


Nummer drei ist schließlich eine

Satzung, die hand- oder maschinengeschrieben

folgende Punkte

enthalten muss: Vereinsname sowie

ein Hinweis darauf, dass der

Verein ins Register eingetragen

werden soll. Sitz des Vereins, womit

die Angabe der jeweiligen Gemeinde

oder deren Ortsteil, jedoch

keine genaue Adresse gemeint

ist. Regelungen für den Bei- und

Austritt von Mitgliedern, der zwar

mündlich erlaubt, aber schriftlich

mit Unterschrift und Angabe der

vollständigen Adresse empfohlen

wird. Ein Musterbeispiel hierfür

beginnt so: „Sehr geehrte Damen

und Herren, hiermit erkläre ich

mit Wirkung zum 1. Januar 2019

meinen Beitritt als Mitglied zum

Verein TSV Weilheim.“

Festlegung der

Mitgliedsbeiträge

Weitere wichtige Punkte in der

Satzung: Bestimmungen, ob und

welche Beiträge von Mitgliedern

zu leisten sind, wobei hier die

exakte Höhe und Regelmäßigkeit

geforderter Zahlungen nicht präzisiert

werden muss. Warum? Weil

bei Änderungen wie zum Beispiel

Beitragserhöhungen für Mitglieder

die komplette Satzung neu verfasst

werden müsste, was mit stets unnötig

großem Aufwand verbunden

wäre. Die Bildung des Vorstandes,

der aus einer oder mehreren

Personen bestehen kann. Die

Einberufung der Mitgliederversammlung,

die übrigens nicht

vom Vorstand vollzogen werden

darf, weshalb in der Satzung geschrieben

steht, wer außerhalb

der Vorstandschaft sich um die

Organisation der Versammlung

kümmert. Dazu gehört vor allem,

alle Vereinsmitglieder rechtzeitig

über Ort und Uhrzeit der großen

Sitzung zu informieren, zum Beispiel

per Rundschreiben, E-Mail

oder öffentlich über einen Kurzbeitrag

in der Tages- oder Wochenzeitung.

Und schließlich die

Beurkundung getroffener Vereinsbeschlüsse

– also alles in einer

Sitzung beschlossene schriftlich

festhalten, damit das Gesagte und

Vorgenommene auch schwarz auf

weiß bewiesen werden kann.

Registrierung im

Amtsgericht München

> > > INFORMATION

Damit wäre Schritt eins – Festlegung

von Vereinszweck, Mitgliederanzahl

und Satzung – schon

mal geschafft. Im zweiten Schritt

gilt es nun den Verein im Vereinsregister

einzutragen – auch

hierfür ist das Münchner Amtsgericht

die richtige Anlaufstelle.

Unterschrieben wird die Anmeldung

vom kompletten Vorstand

des jeweiligen Vereins. Da die Registrierung

zusätzlich beglaubigt

werden muss, wird unbedingt ein

Notar gebraucht. Der verfasst in

der Regel auch gleich den rechtmäßigen

Text der Anmeldung und

reicht diesen beim zuständigen

Amtsgericht ein. Neben den Kosten

des Notars, der im Zusammenhang

mit Vereinsgründungen

oft Rechtsberatungen gibt, fallen

für die Eintragung des Vereins

auch 75 Euro Gerichtsgebühr an.

Dann allerdings ist die Hürde endlich

geschafft, der offiziell eingetragene

Verein (e.V.) gegründet.

Gemäß dem Deutschen Grundgesetz

darf übrigens jeder deutsche

Staatsbürger einen Verein gründen

und zwar auch ohne Eintragung

ins Register. Die entscheidenden

Unterschiede zwischen

einem eingetragenen und einem

nicht eingetragenen Verein, dessen

Gründung lediglich Schritt eins

(siehe oben) erfordert: Während

beim e.V. grundsätzlich nur der

Verein als solcher haftet, trifft die

Haftung beim nicht eingetragenen

Verein den Vorstand persönlich.

Bei einem Grundstückserwerb

muss beim nicht eingetragenen

Verein nicht nur der Vereinsname,

sondern auch jedes einzelne Mitglied

ins Grundbuch eingetragen

werden. Sollte ein Verein – aus

welchen Gründen auch immer –

vor Gericht zur Rechenschaft gezogen

werden, kommen bei nicht

eingetragenen Vereinen auf alle

Mitglieder zeit- und nervenaufreibende

Detailfragen zu. Und der

wohl wesentlichste Unterschied:

Eingetragene Vereine sind offiziell

und rechtmäßig registriert, womit

deren Existenz und Daseinsberechtigung

jederzeit glaubwürdig

nachgewiesen werden kann. Apropos:

Allein im Amtsgericht München

sind aktuell 23 000 Vereine

registriert, deutschlandweit sogar

mehr als 600000. Wie viele davon

im Tassiloland zuhause sind? „Das

ist unter verhältnismäßigem Zeitaufwand

faktisch nicht auswertbar,

da Vereinsstatistiken nicht

nach Ortschaften, Landkreise oder

Bezirke geführt werden“, heißt

es von Seiten der Pressestelle des

Münchner Amtsgerichts.

js

Literatur zur Vereinsgründung

Alles Weitere rund ums Thema „Verein“ liefern die Bücher „Vereinsrecht

– Rund um den eingetragenen Verein (e. V.)“ sowie

„Rund um den Verein“. Und zwar auf der Internetseite www.bestellen.bayern.de.

Klicken Sie, liebe Leser, auf der Startseite dieser

Homepage den Reiter „Justiz“ an, geben dann in die oben angezeigte

Suchleiste das Wort „Verein“ ein und drücken auf Enter.

Das Ergebnis: Drei Bücher, die als PDF zum kostenlosen Download

freigegeben sind.

106.

Tutzinger

Patientenforum

DIVERTIKEL –

DIE RICHTIGE THERAPIE

Mittwoch, 20. Februar 2019,

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REFERENT

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Oberarzt Viszeralchirurgie

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januar / februar 2019 | 57


Frank Bärwaldt ist freier Trauredner

Eheversprechen

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Weilheim | Die erste Anfrage für

2020 ist bereits eingegangen, 13

Termine für 2019 sind fix und 2018

war er ganze 35 Mal auf Hochzeiten

unterwegs: Frank Bärwaldt,

56, ist freier Theologe und Seelsorger.

Sein Kerngeschäft (www.

frank-baerwaldt.de) besteht aus

herzergreifenden Trauerreden auf

Beerdigungen – 255 waren es

im vergangenen Jahr. Im Sterben

liegende Menschen und deren

Angehörige begleitet er auch.

„Wenn auch nur selten, weil sich

hierfür kaum jemand bei mir meldet.“

Dafür immer gefragter ist er

als Redner auf Hochzeiten. Seine

Kunden kommen aus ganz Bayern,

manchmal sogar aus ganz

Deutschland. „Viele finden mich

übers Internet.“ Andere kommen

auf Empfehlung, über Mundpropaganda

zu ihm. Wieder andere

treffen ihn auf Hochzeitsmessen,

zum Beispiel in Benediktbeuern.

Das können junge Pärchen aus

der klassischen Mittelschicht sein,

das können Rocker sein und das

können erfolgreiche Manager und

Unternehmer sein, bei denen Geld

keine große Rolle spielt. „Hochzeiten

sind ein Markt, der nach oben

keine Grenzen kennt.“ Das habe

Frank Bärwaldt spätestens beim

ersten Besuch der Hochzeitsmesse

in München feststellen müssen.

Auf die Frage nach Hochzeits-

Highlights muss der ehemalige

Pastor der Freien Evangelischen

Gemeinde in Starnberg erst mal

innehalten und überlegen. „Da

gibt es wirklich so viele.“ Der Höhepunkt

2018 war sicherlich eine

58 | tassilo

Frank kBärwaldt während einer Traurede am Forggensee.

Hochzeit auf der Gardasee-Insel

„Isola del Garda“, eigentlich in

Privatbesitz, aber seit wenigen

Jahren von März bis Oktober für

Führungen und andere Anlässe

auch öffentlich zugänglich. Ein

erfolgreicher Unternehmer aus

Frankfurt wollte seiner Traumfrau

unbedingt in diesem Schloss auf

dieser traumhaft gelegenen Insel

das Ja-Wort geben. Für drei Stunden

konnte er das Schloss mieten.

Und die Traurede? Die hielt Frank

Bärwaldt. „Bei 34 Grad im Schatten,

eingepackt in Anzug und Krawatte.“

Das war gleichermaßen

anstrengend wie atemberaubend.

Und am Ende des Tages mal wieder

ein voller Erfolg, weil Bärwaldts

Worte mitten in die Herzen

des Brautpaares, der Angehörigen

und Gäste getroffen haben.

„Mein Mundwerk

verstehe ich“

Die Vorbereitungen für Hochzeiten

beginnen bei Frank Bärwaldt

bis zu einem Jahr im Voraus.

Nach dem Erstkontakt trifft sich

der Trauredner mit dem zukünftigen

Ehepaar persönlich. „Im

Optimalfall bei denen Zuhause“,

wo sich Bärwaldts Kunden in der


Reden im Freien unterscheiden freie von kirchlichen Trauungen.

Regel am Wohlsten fühlen und

sich entsprechend authentisch zeigen,

„was mir das Kennenlernen

erleichtert“. Bei diesem ersten

Treffen aus Sicht des Paares ganz

entscheidend: Ist der Typ (Frank

Bärwaldt) sympathisch? Gefällt

es, wie er spricht, schaut und gestikuliert?

Und vor allem: Stimmt

die Chemie zwischen den Dreien?

„Mein Mundwerk, das Reden aus

technischer Sicht, verstehe ich.“

Aber ist Bärwaldt auch der Typ,

der den beiden zum sprichwörtlich

schönsten Tag des Lebens verhelfen

kann? Das sei für Bärwaldt

allesentscheidend – und meistens

auch zu 100 Prozent der Fall. Am

Ende des Kennenlernens legt

Frank Bärwaldt Vertrag, Muster-

Ablaufplan und Visitenkarte auf

den Tisch. „Beim Preis erschrecken

die meisten erst mal.“ Die

Rede ist von zwei Pauschalangeboten,

einmal über 1 000 Euro,

welches ein intensives Kennenlernen

beinhaltet. Und eines über

1 300 Euro, „wofür ich das Paar

mehrmals besuchen komme“. In

der Tat handelt es sich in dieser

Kategorie um „Münchner Preise“.

Aber beim genaueren Blick auf die

Ausgaben einer Hochzeit generell,

ist Frank Bärwaldt nach Location,

Catering, Eheringe, Brautkleid

und Band meistens trotzdem am

untersten Ende der Preis-

Kette angesiedelt. Abgesehen

davon bereitet er

sich wirklich intensiv und

total individuell auf das

jeweilige Paar vor. Hierfür

schickt er den Paaren

auch Fragenkataloge zu,

um alle wichtigen Details

aus deren Leben in Erfahrung

zu bringen.

„Walt Disney“ auf

dem Tegernsee

Am Hochzeitstag selbst?

„Läuft es ganz grob betrachtet

schon ein wenig ab wie

in der Kirche.“ Lied, Lesung, Ansprache.

Nur die Inhalte, der Ort

und gewisse Extras dazwischen

sind so gar nicht vergleichbar mit

dem relativ strikt vorgegebenen

Hochzeits-Procedere der evangelischen,

vor allem der katholischen

Kirche. Insbesondere mit letzterer

können und wollen sich immer

weniger junge Menschen identifizieren

– zu viele Skandale, zu

altbackene Strukturen. Und damit

das Gegenteil freier Trauungen?

Nur ein Beispiel: Ein Paar wollte

das Ehe-Treueversprechen so persönlich

wie nur möglich. Die Idee:

Für kurze Zeit sich von der Hochzeitsgesellschaft

entfernen. Weil

beide das Wasser lieben, dieses

Element gleichzeitig essentiell ist

für Leben und damit auch Liebe,

ging Bärwaldt mit den Beiden

für rund drei Minuten direkt ans

Wasser. Dort setzte das Pärchen

symbolisch ein kleines Schifflein

auf die Wasseroberfläche. „Das

sind so Kleinigkeiten, die in der

Kirche allein aufgrund der Örtlichkeit

gar nicht möglich wären.“

Und Momente, die Frank Bärwaldt

für immer in schöner Erinnerung

behalten wird. „Man erlebt schon

sehr viel“, sagt er an dieser Stelle

nochmals. Eine Traurede beispielsweise

hielt er auf einem vom

Hochzeitspaar gemieteten Schiff

auf dem Tegernsee. Das Motto der

Feier: Walt Disney. „Da habe ich

im Vorfeld erst mal geschluckt,

weil ich definitiv kein Komiker bin

und auch keiner sein möchte, sondern

schon gehaltvoll und ernsthaft

spreche, nur eben nicht steif.“

Letztlich war die Leidenschaft des

Paares zu Walt Disney angetrieben

von purer Liebe – und die Feier

am Ende des Tages wunderschön

gewesen. Ein ähnliches Positiv-Erlebnis

erhofft sich Frank Bärwaldt

Mitte 2019. Dann fliegt er als freier

Trauredner mit einem zukünftigen

Ehepaar auf die Malediven. js

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DIe Chemie zwischen Brautpaar und Trauredner muss stimmen.

januar / februar 2019 | 59


Penzberger Standesbeamtin klärt auf

Trachtenstoffe

für Schalk Wir und freuen Mieder uns – auch auf für Ihren Vereine –

Besuch auf Dirndlstoffe der Hochzeitsmesse

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in Baumwolle, Halbseide,

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Penzberg | Mehr als 80 Paare haben

2018 in Penzberg standesamtlich

geheiratet. „Das waren vergleichsweise

sehr viele“, sagt Martina

Wieczorek, gelernte Verwaltungsfachangestellte

und seit 1997 im

Standesamt der Stadt Penzberg tätig.

An derart viele Trauungen kann

sie sich nicht erinnern. „Meistens

sind es bei uns um die 60 standesamtliche

Hochzeiten im Jahr.“ Unabhängig

davon haben die Paare

gewisse bürokratische Hürden zu

überschreiten, die je nach Staatsangehörigkeit

unterschiedlich sind.

Am gängigsten Beispiel, beide

Partner mit Deutscher Staatsangehörigkeit,

läuft das Procedere wie

folgt ab: Mann und Frau müssen

mit gültigem Ausweis und einer

beglaubigten Abschrift aus dem

Geburtenbuch die standesamtliche

Hochzeit anmelden. Und zwar

immer in dem Standesamt des

Haupt- oder Nebenwohnsitzes des

künftigen Brautpaares. Der Geburtenbuchauszug

dagegen ist immer

im Standesamt des Geburtsortes

abzuholen. Beispiel: Ein Huglfinger,

der im seit 2016 geschlossenen

Krankenhaus in Peißenberg

geboren ist, muss demnach seinen

Geburtenbuchauszug auch im Peißenberger

Standesamt abholen.

Doch zurück zur Anmeldung der

standesamtlichen Hochzeit, zu der

immer beide Partner vor Ort erscheinen

müssen. Nur in Ausnahmefällen

kann die Anmeldung nur

einer der Partner vollziehen – dann

mit Vollmacht der fehlenden Person.

Ein weiterer wichtiger Punkt

ist die Festlegung des Namens. In

über 90 Prozent der Fälle nimmt

nach wie vor die Frau den Familiennamen

des Mannes an. Möglich

sind aber auch alle anderen Konstellationen:

Er nimmt ihren Familiennamen

an. Beide behalten ohne

Zusatz ihren Geburtsnamen. Oder

einer der Ehepartner nimmt einen

Doppelnamen an – Müller-Meier

oder Meier-Müller.

Ausländer brauchen

Ledigkeitsbescheinigung

Sobald die Anmeldung vollzogen

ist, gilt sie für sechs Monate. „Deshalb

sollte sie erst dann gemacht

werden, wenn der Hochzeitstermin

bereits feststeht“, sagt Martina

Wieczorek, die gemeinsam mit

ihren Kollegen Carola Büttel und

Peter Holzmann die Trauungen

im Penzberger Rathaus durchführt.

Auch Bürgermeisterin Elke

Zehetner sowie ihre Stellvertreter

Dr. Johannes Bauer und Ludwig

Schmuck dürfen Trauungen abhalten.

Der „schönste Tag“ an sich

läuft im Penzberger Standesamt

immer ähnlich ab: Auf die persönlich

zugeschnittene Traurede von

Wieczorek oder Kollegen sagen die

schick gekleideten Partner – hoffentlich

und aus voller Überzeugung

–„Ja“ zueinander. Manchmal

wird der Ablauf mit Live-Musik

oder Musik aus der im Trauungszimmer

vorhandenen Anlage umrahmt.

Der Sektempfang, den die

Stadt Penzberg mit anbietet, gehört

für die meisten dazu. Das betrifft

auch einige Münchner, die keine

Lust auf „Fließband-Hochzeiten“ in

der Landeshauptstadt haben, deshalb

lieber aufs Land hinausfahren.

Aber auch in Penzberg Aufgewachsene,

die am „schönsten Tag“ bei

ihrer Familie sein wollen, kommen

zur Heirat oft in ihre Heimatstadt

zurück. Einfach so? „Grundsätzlich

darf in Deutschland überall standesamtlich

geheiratet werden“,

sagt Martina Wieczorek. Wichtig

sei eben nur, die Formalitäten an

der richtigen Stelle zu beantragen

und zu unterschreiben. Das Penzberger

Standesamt kümmert sich

übrigens auch um Anmeldungen

der kleinen Nachbargemeinden

Iffeldorf und Seeshaupt. Und natürlich

auch um Menschen aus

dem Ausland. Die müssen aus

ihrem Heimatland entweder ein

Ehefähigkeitszeugnis (EU-weit)

oder eine Ledigkeitsbescheinigung

(weltweit) vorlegen. Letzteres wird

sogar über das Oberlandesgericht

auf Richtigkeit überprüft. „Hier

geht es letztlich darum, eindeutig

sicher zu gehen, dass der Mann

oder die Frau tatsächlich noch

unverheiratet sind.“ Ist dies der

Fall, dürfen sie – unerheblich ihrer

Herkunft – ebenfalls im Penzberger

Standesamt heiraten. 2018 waren

83 Prozent aller Paare rein deutscher

Herkunft, bei 14 Prozent ein

Partner aus dem Ausland, bei drei

Prozent beide aus dem Ausland. js

60 | tassilo


27. Hochzeits- und Eventmesse in Weilheim

Mit Fotobox, Modenschau und

kostenloser Kinderbetreuung

Verliebt

Verlobt

Verheiratet

Weilheim | Lokal, Einladungskarten,

Musik, Brautkleid oder Fotograf

– für eine gelungene Hochzeit

muss man frühzeitig mit der Organisation

anfangen. „Der schnellste

Weg, die richtigen Ansprechpartner

für das Fest zu finden, ist der

Besuch der Weilheimer Hochzeitsmesse“,

sagt Eventmanager Thomas

Dormeyer. Am Wochenende

des 19. und 20. Januars 2019 kommen

55 Aussteller in die Weilheimer

Stadthalle, die nicht nur tolle

Tipps für „den schönsten Tag im

Leben“ bieten, sondern auch Familienfeiern

oder Firmenjubiläen

zu einem ganz besonderen Erlebnis

werden lassen können.

Besondere Besuchermagnete sind

auf der Weilheimer Hochzeitsmesse

die Modenschauen, wo so mancher

Traum in Weiß über einen

Laufsteg huscht und auch festliche

Anzüge, Abendkleider oder Erstkommunionkleider

gezeigt werden.

Hierbei sehen die Besucher

die aktuellsten Brautmodentrends

und können sich auch tolle Anregungen

für das passende Outfit der

Herren holen. Im Anschluss an die

Modenschauen findet jeweils eine

Verlosung statt, wo Preise im Wert

von mehr als 3 000 Euro winken.

Ergänzt mit einer schönen Frisur,

besonderen Schmuckstücken oder

den richtigen Styling-Trends ist

das zukünftige Brautpaar auf der

Hochzeitsmesse schon mal bestens

versorgt. Neu dabei ist heuer

eine sehr edle Fotobox. „So eine

haben sie noch nicht gesehen“,

sagt Thomas Dormeyer, der damit

einen Partyknüller aufbietet, der

zu einem riesen Spaß für alle Gäste

wird und zugleich unvergessliche

Erinnerungen hervorrufen

wird.

Attraktive Rabatt-

Angebote der Aussteller

Zu einem schönen Fest gehört

auch eine ansprechende Location,

passende Musik und gutes Essen.

Hier halten die Aussteller einige

Überraschungen bereit, die – wie

eingangs schon erwähnt – man

auch bei Geburtstagsfeiern, Firmenjubiläen

oder beispielsweise

einer Erstkommunion einsetzen

kann. „Viele der Aussteller bieten

zudem attraktive Rabatte an, sodass

der Messebesuch neben der

eingesparten Lauferei auch geldwerte

Vorteile bringt“, verspricht

Die Weilheimer i Stadthalle — Location der Hochzeits- und dEventmesse.

Eventmanager Dormeyer. Vor Ort

sind außerdem Aussteller, die sich

auf ungewöhnliche Geschenk-

Artikel spezialisiert haben. Heißt:

Wer Ausschau nach einem ganz

besonderen Geschenk sucht, kann

sich auf der Weilheimer Hochzeits-

und Eventmesse auch inspirieren

lassen.

In der Organisation von Ausstellungen

hat Thomas Dormeyer

wirklich Erfahrung, schließlich ist

> > > INFORMATIONEN

Hochzeits- und Eventmessese

in der Weilheimer Stadthalle

Samstag, 19. Januar von 13 bis 17 Uhr

mit Modenschauen um 14 und 16 Uhr

Sonntag, 20. Januar von 10 bis 17 Uhr

mit Modenschauen um 11, 14 und 16 Uhr

es schon die sechste Hochzeitsund

Eventmesse, die er in der

Weilheimer Stadthalle aufzieht.

Als die größte dieser Art ist sie

mittlerweile im ganzen Oberland

bekannt. Und auch einen Besuch

wert, wenn man eigentlich keinen

Anlass hat – für jeden Besucher

gibt es eine Tasse Kaffee umsonst.

Und auch die Kinderbetreuung für

Jungs und Mädels ab drei Jahren

ist kostenlos.

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januar / februar 2019 | 61

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Sa. 9.30 - 14.00 Uhr


JANUAR /


Veranstaltungskalender

1. Januar bis 28. Februar 2019

DI 01.01.

Neujahr

DIESSEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen auf dem

Stadtplatz. Neujahrskonzert ab 14

Uhr mit der Stadt- und Bergknappenkapelle

MI 02.01.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

STARNBERG

19.30 Uhr

Musikferien 2019: Eröffnungskonzert

in der Schlossberghalle.

Karten: 25 — 49 €

PENZBERG

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen auf dem

Stadtplatz. Schlittschuhkurs von

8.30 bis 10 Uhr

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

HUGLFING

FEBRUAR 2019

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Zweifach-

Sporthalle

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug — Informationen für

werdende Eltern“ mit Chefarzt Dr.

Gerhard Schmidberger, Oberärztin

Dr. Kira Essiger, Hebammen und

Schwestern im Krankenhaus.

Infos auf Seite 26 / 27

DO 03.01.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

10.00 bis 21.00 Uhr

Hannis Eismärchen auf dem

Stadtplatz. Ladies Night ab 19 Uhr

HABACH

18.30 Uhr

Irish Folk Session im Bistro zum

Trödler. Eintritt frei

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FR 04.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Hannis Eismärchen auf dem

Stadtplatz. Teens on Ice ab 19 Uhr

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €.

VVK unter 08841 / 4857980

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 05.01.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Abendmusik mit „The Chambers“,

virtuose Streichermusik, acht

Musiker der Jungen Philharmonie

Köln spielen Werke von Barock bis

Romantik in der evangelischen

Apostelkirche

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „bei mir“ von Werner

Schmidbauer in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos auf Seite 41

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 und 17.30 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

PENZBERG

10.00 bis 21.30 Uhr

Hannis Eismärchen auf dem

Stadtplatz. Ab 16 Uhr Hannis

Alpenzauber mit Hits aus der

Alpenregion und typischen bayerischen

Schmankerln

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €.

VVK unter 08841 / 4857980

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Mi, 2. Jan. 17.00 bis 20.00 Uhr Huglfing, Sporthalle

Do, 10. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 11. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Do, 17. Jan. 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

Mo, 11. Feb. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

20.30 Uhr

Jazz@Westtor „But is it Art?“ in

der Westtorhalle. Eintritt: 14 €

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von „Mad Kitchen“ im

Village

SO 06.01.

Heilige Drei Könige

WEILHEIM

11.00 Uhr

Italienische Weihnacht „Die gute

Hexe Befana kommt!“ auf dem

Stadtplatz

13.00 Uhr

FUBSI-Zipflbobrennen am Gögerl.

Weitere Infos auf Seite 30 / 31

PEISSENBERG

10.30 Uhr

Irischer Frühschoppen mit der

„Rowan Tree Hill-Band“ in der

Tiefstollenhalle. Siehe Seite 41

DIESSEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

11.00 und 14.00 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der VHS. Für Kinder ab 6

Jahren. Karten: 8 € / 4 € (ermäßigt).

VVK beim Kulturamt und Tourist-Info

januar / februar 2019 | 63


PENZBERG

10.00 bis 18.00

Hannis Eismärchen mit Finalshow

der Solidarität Penzberg auf dem

Stadtplatz

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

18.00 Uhr

Theater „A ganz normale Familie“

von der Volksbühne im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €.

VVK unter 08841 / 4857980

POLLING

16.00 Uhr

Neujahrskonzert mit dem Opernstudio

der Bayerischen Staatsoper

im Bibliotheksaal. Karten bei

Konzertdirektion Hörtnagel (www.

muenchen.hoertnagel.de), Reisebüro

Simader in Weilheim und

Pollinger G'schenkladerl Schöttl

TUTZING

17.00 Uhr

Mitsingkonzert „Singend ins neue

Jahr“ mit Susanne Mössinger und

Klaus Nagel in der evangelischen

Christuskirche. Eintritt frei

MO 07.01.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DI 08.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle. Eintritt

frei, Gäste willkommen

MI 09.01.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

20.00 Uhr

Bayerisches Wirtshauskabarett

mit „Knedl + Kraut“ in der Stadthalle.

Eintritt: 26 €. Einlass ab 18.30

Uhr. Infos unter www.stroblwirt.de

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

des Klosters

DO 10.01.

WEILHEIM

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem

Thema „Das Jahr 2019 liegt vor

uns wie ein offenes Buch“ im

Pfarrheim St. Barbara. Eintritt frei

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FR 11.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

J

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Trekking und Bergsteigen

in den Anden“ im DAV-

Heim. Eintritt frei

STARNBERG

16.00 Uhr

Musical „Pinocchio“ für Kinder ab

4 Jahren in der Schlossberghalle.

Karten: 15 — 22 €. Siehe Seite 23

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Williams Wetsox im

Village

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

UFFING

20.00 Uhr

Eine Lesung rund ums Skifahren

„Für welche Bindung schwärmen

Sie?“ im Zimmertheater. Siehe

Anzeige Seite 48

SA 12.01.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

20.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

20.00 Uhr

Fetzige Soul-Hits von einer

extra großen Soul-Band in der

Stadthalle

20.30 Uhr

Live-Band „Groovers Combo“ im

Bistro Hänsel's

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 und 17.30 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

PENZBERG

20.00 Uhr

Krönungsball 2019 in der Stadthalle.

Einlass: 19 Uhr. Eintritt: 15 €.

VVK am 5.1. im Café Freudenberg

ab 10 Uhr

MURNAU

20.00 Uhr

Trachtenball vom Gebirgstrachtenerhaltungsverein

im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt: 6 €

SEESHAUPT

15.00 Uhr

Watt-Turnier der Freiwilligen Feuerwehr

im Trachtenheim. Einlass

ab 14 Uhr

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond, bei erstem Viertel

sind die Einzelheiten besonders

gut zu beobachten. Infos unter

www.sternwarte-eberfing,de oder

08802 / 8389

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Dennis Jones Blues

im Village

OBERHAUSEN

20.00 Uhr

Ampelparty des Oberhauser Fußballfördervereins

Schwarz-Weiß

im Gasthof Zur Post

64 | tassilo


WEILHEIM

SO 13.01.

WEILHEIM

MI 16.01.

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

WEILHEIM

SA 19.01.

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

15.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

DIESSEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

11.00 und 14.00 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

19.00 Uhr

BrotZeit&Spiele: Werner Schmidbauer

„bei mir“ in der Schlossberghalle.

Einzelkarten zu 29 €

über www.kartenengl.de oder das

Kulturamt

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

TUTZING

18.00 Uhr

Weihnachtsoratorium mit den

Kantanten IV-VI in der Pfarrkirche

St. Joseph. Karten: 23 € / 18 € (ermäßigt).

Info unter 08158 / 993333

DI 15.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

16.00 Uhr

Märchenzeit „Es klopft bei Wanja

in der Nacht“ in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Geselliger Nachmittag mit Kaffee,

Kuchen und musikalischer Unterhaltung

im Seniorenzentrum St.

Ulrich

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Patientenforum mit

dem Thema „Minimal invasive

endoskopische und mikrochirurgische

Verfahren an der Wirbelsäule“

mit Dr. Dominik Bengel (Ltd.

Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie)

und Dr. Barbara Kulmer (Oberärztin

Wirbelsäulenchirurgie) im

Benedictus Krankenhaus. Siehe

Anzeige Seite 5

DO 17.01.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Infoabend im Kindernest

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FR 18.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PENZBERG

19.00 Uhr

Vortrag „Als die Eisenbahn nach

Penzberg und die Isartalbahn

nach Bichl kam“ im evangelischen

Gemeindesaal. Eintritt: 3 €

MURNAU

19.30 Uhr

Multivisionsshow „Im Reich der

Mayas: Fairer Handel — Mystik —

Abenteuer“ im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 12 €. VVK

beim Weltladen

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Ludwig Seuss & Band

im Village

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

13.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 61

20.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Baltasound“ von Martin

Kälberer in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos auf Seite 41

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 18.00 Uhr

Einbruchschutzmesse in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

15.00 und 17.30 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Andy Susemihl &

Superfriends im Village

TUTZING

16.00 bis 18.3 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

januar / februar 2019 | 65


Das Magazin

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SO 20.01.

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Hochzeits- und Eventmesse in der

Stadthalle. Siehe Seite 61

15.00 Uhr

Theater „QuadratRatschnSchlamassl“

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

DIESSEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

10.00 bis 18.00 Uhr

Einbruchschutzmesse in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

11.00 und 14.00 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

PENZBERG

13.30 bis 18.00 Uhr

Kinderball 1 in der Stadthalle.

Eintritt: 2,50 €

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

11.00 Uhr

Figurentheater „Der kleine Rabe

Socke“ im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 7 €. Karten direkt

an der Tageskasse, ab 30 Minuten

vor Beginn

J

66 | tassilo

14.30 bis 17.30 Uhr

Tanztee mit den „Swinging Reds“

im Kultur- und Tagunsgzentrum.

Eintitt frei

OBERHAUSEN

15.00 Uhr

Feier 70 Jahre VDK-Oberhausen

beim Stroblwirt

BENEDIKTBEUERN

18.00 Uhr

Konzert „Michael Langer & Sabine

Ramusch — Guitar & Passion“ im

Barocksaal des Klosters. VVK unter

anderem im Klosterladen, Buchhandlung

Rolles und Rundschau in

Penzberg, Buchhandlung Gattner

Murnau, Kreisbote Weilheim sowie

München Ticket

MO 21.01.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Sportheim

DI 22.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Vortrag „Munch, Gaugin, Van

Gogh und Cèzanne“ von Wolfgang

Urbanczik im evangelischen

Gemeindehaus

STARNBERG

18.00 Uhr

Multivisionsshow „Lanzarote und

Gomera“ in der Schlossberghalle.

Karten: 12 € / 10 € (ermäßigt)

20.00 Uhr

Multivisionsshow „Teneriffa und

Fuerteventura“ in der Schlossberghalle.

Karten: 12 € / 10 €

(ermäßigt). Personengebundenes

Kombiticket für beide Multivisionen

19 € / 15 € (ermäßigt)

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ in der Schule

MI 23.01.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

20.00 Uhr

BrotZeit&Spiele: Luise Kinseher in

der Schlossberghalle. Einzelkarten

zu 29 € über www.kartenengl.de

oder beim Kulturamt

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

OBERHAUSEN

19.30 Uhr

Homöpathie-Vortrag in der Jurte

des Naturkindergartens

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Pfarrheim


DO 24.01.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

UFFING

20.00 Uhr

Szenische Lesung „Frankenstein“

nach Mary Shelley im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

FR 25.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im AWO-Haus

HABACH

21.00 Uhr

Konzert der Jakarta Blues Band

im Village

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

UFFING

20.00 Uhr

Lesung „Klein Zaches, genannt

Zinnober“ nach E.T.A. Hoffmann

im Zimmertheater. Letztes Mal.

Infos siehe Anzeige Seite 48

SA 26.01.

WEILHEIM

16.00 Uhr

Theater „Die kleine Hexe“ für Kinder

ab 6 Jahren im Stadttheater

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Nachthemdenball im Gasthof Zur

Post

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 und 17.30 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

19.00 Uhr

13. Starnberger Redoute — Venezianische

Ballnacht mit dem Salonorchester

Karl Edelmann in der

Schlossberghalle. Karten: 25 € / 17 €

(ermäßigt). VVK im Kulturamt und

in der Tourist-Info

PENZBERG

20.00 Uhr

Konzert „I am from Austria“ in

der Stadthalle. Einlass ab 18 Uhr.

Karten: 36 € (VVK)/ 39 € (AK).

Infos und VVK-Stellen unter

www.i-am-from-austria.com und

www.event-agentour.de

MURNAU

9.30 bis 14.00 Uhr

Schulranzenmesse im Kultur- und

Tagungszentrum

21.00 Uhr

Ü30-Party im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 10 €

SEESHAUPT

13.00 bis 22.00 Uhr

Spieletag im NBH-Heim

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Jörg Danielsen im

Village

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: offene Sternhaufen, der

Kindergarten der Sterne. Infos

unter www.sternwarte-eberfing,de

oder 08802 / 8389

ODERDING

20.00 Uhr

Schützenball im Dorfgemeinschaftshaus

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Feuerwehrhaus

UFFING

20.00 Uhr

Live-Hörspiel nach Herman Melvilles

„Moby Dick“ im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

SO 27.01.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Kabarett „Fingerspitzenlösung“

von Christine Eixenberger in der

Stadthalle. Infos und Tickets unter

www.brotzeitundspiele.de

19.30 Uhr

Liederabend mit Klaus Steppberger

(Tenor) und Gundula Kretschmar

(Klavier) in der evangelischen

Apostelkirche

DIESSEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Pfarrmuseum geöffnet

STARNBERG

11.00 und 14.00 Uhr

Marionettentheater „Rumpelstilzchen“

in der Volkshochschule.

Für Kinder ab 6 Jahren. Karten:

8 € / 4 € (ermäßigt). VVK beim

Kulturamt und Tourist-Info

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

POLLING

16.00 Uhr

Liederabend mit Ilker Arcayürek

im Bibliotheksaal. Karten bei

Konzertdirektion Hörtnagel (www.

muenchen.hoertnagel.de) und

Reisebüro Simader in Weilheim

MO 28.01.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Live-Multivision in 3D „Süd-Afrika

— von Kapstadt zum Kilimanjaro“

von Stephan Schulz im Stadttheater

EGLFING

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Sportheim

DI 29.01.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PÄHL

15.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Gemeindezentrum

MI 30.01.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

DIESSEN

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung der Krankenhaus

GmbH „Erkrankungen

und Verletzungen des Bewegungsapparats

im Alter“ mit Dr.

Thomas Löffler (Chefarzt Klinik für

Unfallchirurgie und Orthopädie)

im Augustinum Seniorenresidenz

Ammersee

STARNBERG

19.00 Uhr

Live-Dia-Show „Das andere

Äthiopien — Vom Erta Ale zu den

Tellerlippen“ von Harald Mielke in

der Volkshochschule

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

20.00 Uhr

Konzert „Der Berg groovt“ mit

Toni Bartl's Alpin Drums im Kuljanuar

/ februar 2019 | 67


tur- und Tagungszentrum. Eintritt:

25 €. Einlass ab 18.30 Uhr. Infos

und Tickets unter www.stroblwirt.de

DO 31.01.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

11. Bayerisches Imkergespräch in

der Schlossberghalle. Eintritt frei

HABACH

19.00 Uhr

Saitnhupfa-Hoagascht-Musikantentreffen

im Bistro zum Trödler.

Eintritt frei

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähne“ in der Grundschule

FR 01.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

12.30 bis 17.00 Uhr

Hochschulforum in der Stadthalle.

Weitere Infos auf Seite 46 / 47

HUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Schmitterhof

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

UFFING

20.00 Uhr

Premiere des Theaters „Rest im

Glas“ von Karl-Friedrich Reinhardt

im Zimmertheater. Siehe Anzeige

Seite 48

SA 02.02.

WEILHEIM

11.00 Uhr

Vernissage zur Fotografie-Ausstellung

„Die Luft zum Atmen“ von

Christoph Franke im Stadtmuseum.

Bis 03.03.19 jeweils Di. bis Sa.

von 10 – 17 Uhr, So. von 14 – 17 Uhr.

Siehe Anzeige Seite 56

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ in der Bücherei

14.00 Uhr

Kinderfaschingsball im Pfarrheim

St. Barbara

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Mama Muh und die

Krähe“ im Mehrzweckraum des

Rathauses

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

BAD TÖLZ

13.00 bis 18.00 Uhr

Tölzer Hochzeitstraum — Hochzeitsmesse

im Kurhaus. Eintritt: 7 €

(inkl. 1 Glas Prosecco)

SO 03.02.

STARNBERG

14.00 Uhr

1. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Karten:

4 € (Erwachsene)/ 2 (Kinder).

Reservierung unter kartenbestellung@perchalla.de

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

BAD TÖLZ

10.00 bis 17.00 Uhr

Tölzer Hochzeitstraum — Hochzeitsmesse

im Kurhaus. Eintritt: 7 €

(inkl. 1 Glas Prosecco)

MO 04.02.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DI 05.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

J

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

MI 06.02.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Frau Holle“ für

Kinder ab 4 Jahren in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Mama Mia Bavaria“ mit

Luise Kinseher in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos auf Seite 41

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag „Kronprinz Rupprecht —

König von Bayern?“ mit Eberhard

von Lochner in der Schlossberghalle.

Eintritt: 8 € / 5 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee im NBH-Heim

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Patientenforum mit

dem Thema „Minimal/ Invasiv —

maximal erfolgreich: Moderne

Gelenkchirurgie“ mit Dr. Martin

Huber-Stentrup (Chefarzt Schulterchirurgie

und Sportorthopädie)

im Benedictus Krankenhaus. Infos

siehe Anzeige Seite 41

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug — Informationen für

werdende Eltern“ mit Chefarzt Dr.

Gerhard Schmidberger, Oberärztin

Dr. Kira Essiger, Hebammen und

Schwestern im Krankenhaus.

Infos siehe Seite 26 / 27

DO 07.02.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

UFFING

20.00 Uhr

Theater „Rest im Glas“ von Karl-

Friedrich Reinhardt im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

FR 08.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

68 | tassilo


PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Bergwandertouren

2018“ im DAV-Heim. Eintritt frei

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

UFFING

20.00 Uhr

Theater „Rest im Glas“ von Karl-

Friedrich Reinhardt im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

SA 09.02.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

20.15 Uhr

Bayerisches Musik-Kabarett

„Über'n Zaun g'schaut“ mit Lisa

Schamberger und Markus Nau im

Bistro Hänsel's

PEISSENBERG

15.00 und 16.30 Uhr

Dr. Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater „Kasperl und der

Räuber oder Polizisten küsst man

nicht“ in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos auf Seite 41

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

9.30 Uhr

Internationale Deutsche Meisterschaft

„30 Minuten Ergometer-

Rudern“ in der Schlossberghalle.

Infos unter www.ergoregatta.de

SEESHAUPT

11.00 bis 14.00 Uhr

Mini-Wohlfühl-Workshop im Gymnastikraum

des Sportzentrums.

Kosten: 60 €. Infos und Anmeldung

unter www.christinkuhnert.de

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond mit seinen Meeren,

Kratern und Bergen. Verdeutlichung

der Entstehung. Infos unter

www.sternwarte-eberfing,de

IFFELDORF

20.20 Uhr

Dorffasching der Vereine in der

Mehrzweckhalle

UFFING

20.00 Uhr

Black Reading — eine völlig

unvorbereitete Lesung aus

Ihrem Lieblingsbuch im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

SO 10.02.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

18.00 Uhr

Lesung aus „Judith“ von Friedrich

Hebbel mit August Zirner und

Katalin Zirner-Zsigmondy im

Stadttheater

PENZBERG

13.30 bis 18.00 Uhr

Kinderball 2 in der Stadthalle.

Eintritt: 2,50 €

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

MO 11.02.

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

DI 12.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.30 bis 17.30 Uhr

Digitale Trickfilmwerkstatt in

der Stadtbücherei. Ab 12 Jahren.

Eintritt: 2 €. VVK ab 14.01.

BERNRIED

18.00 Uhr

VdK-Stammtisch im Gasthaus Drei

Rosen

POLLING

19.30 Uhr

Konzert „Pavel HaasQuartet &

Pavel Nikl“ im Bibliotheksaal. Karten

bei Konzertdirektion Hörtnagel

(www.muenchen.hoertnagel.de)

und Reisebüro Simader in Weilheim

MI 13.02.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Infoabend für die ökum. Exerzitien

im Alltag

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

DO 14.02.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem Thema

„Wir sind wieder fröhlich und

lustig im Fasching! Und zugleich

ist Valentinstag!“ im Pfarrheim St.

Barbara. Eintritt frei

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FR 15.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

19.00 bis 21.00 Uhr

Frühjahrs- und Sommerbasar,

Verkauf von Kinderbekleidung,

Spielsachen, Kinderwagen in der

Stadthalle

20.00 Uhr

Improtheater mit den „ImproSanten“

in der Stadtbücherei. Eintritt:

6 €

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Harriet Lewis (Philadelphia)

& Gregor Hilden Organ

Trio im Village

IFFELDORF

15.00 bis 17.30 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

UFFING

20.00 Uhr

Premiere des Theaters „Leutnant

Gustl“ von Arthur Schnitzler im

Zimmertheater. Siehe Anzeige

Seite 48

SA 16.02.

WEILHEIM

9.00 bis 12.00 Uhr

Frühjahrs- und Sommerbasar,

Verkauf von Kinderbekleidung,

Spielsachen, Kinderwagen in der

Stadthalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

14.30 bis 17.30 Uhr

Kinderfasching der Pfarreigemeinschaft

im Pfarrzentrum St.

Maria. Eintritt: 4 €

RAISTING

20.00 Uhr

22. Raistinger Redoute im Gasthof

Zur Post. Infos unter www.hutraisting.de

IFFELDORF

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzert —

Ensemble „La danserye“ im

Gemeindezentrum. Siehe Seite

42 / 43

januar / februar 2019 | 69


UFFING

20.00 Uhr

Theater „Leutnant Gustl“ von Arthur

Schnitzler im Zimmertheater.

Infos siehe Anzeige Seite 48

TUTZING

16.00 bis 18.3 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

SO 17.02.

PEISSENBERG

16.00 Uhr

Offenes Singen „Auf a Stund“ im

Pfarrheim St. Barbara

STARNBERG

14.00 Uhr

2. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Karten:

4 € (Erwachsene)/ 2 (Kinder).

Reservierung unter kartenbestellung@perchalla.de

PENZBERG

14.00 Uhr

Kinderfaschingsball der Stadt

Penzberg in der Stadthalle.

Eintritt: 3 €

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

UFFING

20.00 Uhr

Theater „Rest im Glas“ von Karl-

Friedrich Reinhardt im Zimmertheater.

Siehe Anzeige Seite 48

MO 18.02.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Sportheim

DI 19.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ in der Schule

MI 20.02.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Pfarrheim

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Patientenforum zum

Thema „Divertikel — die richtige

Therapie“ mit Dr. Alexander Fieger

(Oberarzt Viszeralchirurgie) im

Benedictus Krankenhaus. Siehe

Anzeige Seite 57

DO 21.02.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Info-Veranstaltung „Nicht mit mir

— Souverän bleiben bei Menschen,

die einen immer wieder

aus der Fassung bringen“ im

evangelischen Gemeindehaus

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

HABACH

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

UFFING

20.00 Uhr

Theater „Leutnant Gustl“ von Arthur

Schnitzler im Zimmertheater.

Infos siehe Anzeige Seite 48

FR 22.02.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

8.00 bis 13.30 JUhr

Wochenmarkt am Marienplatz

WEILHEIM

I

STARNBERG

20.00 Uhr

Schwarzlichttheater „Liebe &

Paare“ von Laterna Obscura in der

Schlossberghalle. Karten: 10 € / 6 €

PENZBERG

18.00 bis 20.00 Uhr

Faschingskonzert der Musikschule

in der Stadthalle. Eintritt frei

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im AWO-Haus

SEESHAUPT

18.00 bis 22.00 Uhr

Teenie-Fasching in der Mehrzweckhalle

HABACH

21.00 Uhr

Konzert der Ro Clausman Band

im Village

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 23.02.

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Der Sound der 60er

Jahre“ von Tom & Flo in der Tiefstollenhalle.

Siehe Seite 41

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

20.00 Uhr

Gardetrefffen in der Turnhalle am

Wellenbad. Eintritt: 8 € (Erwachsene)

/ 6 € (Kinder). Einlass: 19 Uhr

SEESHAUPT

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderfasching in der Mehrzweckhalle

19.00 Uhr

Sportlerball in der Mehrzweckhalle

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Galaxien, die größten

Sterneninseln in den Weiten

des Weltalls. Infos unter www.

sternwarte-eberfing,de oder

08802 / 8389

HABACH

21.00 Uhr

Konzert von Grainne Duffy (Irland)

im Village

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Feuerwehrhaus

SO 24.02.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Musik-Kabarett „Mehr Fleisch“

von die 3 Haxn im Stadttheater.

Infos und Tickets unter www.brotzeitundspiele.de

19.30 Uhr

Abendkonzert mit dem Posaunenchor

der Apostelkirche unter der

Leitung von Gundula Kretschmar

in der evangelischen Apostelkirche

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Kabarett mit Direktor Knorr

(Herzogsägmühle) und Musik im

Gemeindesaal der evangelischen

Kirche

70 | tassilo


PENZBERG

11.00 Uhr

Jugendgardetrefffen in der

Turnhalle am Wellenbad. Eintritt:

4 € (Erwachsene)/ 2,50 € (Kinder).

Einlass: 10 Uhr

19.30 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg —

Klavierkonzert mit Aglaya Zinchenko

in der Aula der Grundschule

Südstraße. Karten: 7 — 20 €.

VVK bei der Buchhandlung Rolles

und beim Gelben Blatt

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

MO 25.02.

EGLFING

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Sportheim

DI 26.02.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PÄHL

15.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Gemeindezentrum

im Mehrgenerationenhaus.

0881 / 909590-14

15.00 bis 15.45 Uhr

Puppentheater „Prinzessin

Piparella und die vierundzwanzig

Ritter“ in der Stadtbücherei. Für

Kinder ab 4 Jahren. Eintritt: 4 €.

VVK ab 28.01.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

19.00 Uhr

Autorenlesung von Abbas Khider

in der Ödön-von-Horváth-Aula

des Staffelsee-Gymnasiums.

Eintritt: 7,50 € / 3 € (ermäßigt)

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

DO 28.02.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.00 Uhr

Weiberfaschingsparty der Faschingsgesellschaft

Perchalla e.V.

in der Schlossberghalle. Eintritt frei

PENZBERG

18.30 Uhr

Gemeinschaftskonzert Gymnasium-Musikschule

im Gymnasium

20.00 Uhr

Weiberball in der Stadthalle.

Eintritt: 8 €

HABACH

19.00 Uhr

Saitnhupfa-Hoagascht-Musikantentreffen

im Bistro zum Trödler.

Eintritt frei

20.00 Uhr

Jam Session — Offene Bühne im

Village. Eintritt frei

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ in der Grundschule

POLLING

19.30 Uhr

Konzert mit Julian Steckel (Violoncello)

& Denis Kozhukhin (Klavier)

im Bibliotheksaal. Karten bei

Konzertdirektion Hörtnagel (www.

muenchen.hoertnagel.de) und

Reisebüro Simader in Weilheim

Änderungen und Fehler vorbehalten

IFFELDORF

15.00 bis 17.00 Uhr

Zwergerlfasching im Haus für

Kinder

MI 27.02.

WEILHEIM

14.00 bis 15.00 Uhr

Sprechstunde Analphabetismus

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„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

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Das Impressum finden Sie auf Seite 54.

januar / februar 2019 | 71


72 | tassilo

JANUAR /

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