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MQ Winter 2018

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04

DEZ 2018 | JAN | FEB 2019

Das Artland-Magazin.

Schneezauber

Winterzeit

www.artland-magazin.tv

Themen:

MUTTERHAUS

BETHANIEN

Die letzte Quakenbrücker

Diakonisse

FRACKING-

FREIES ARTLAND

Beteiligung am Global

Frackdown Day

AUSSTELLUNG IM

STADTMUSEUM

Aus guten Stuben

im Artland

REHWILD

IN DER NATUR

Wer weiß schon

wie es lebt

ORGELSANIERUNG

ST. MARIEN

St. Marien wieder

zum Klingen bringen!


Die nächsten Spieltermine:

06. JANUAR VS. HEBEISEN WHITE WINGS HANAU

11. JANUAR VS. UNI BASKETS PADERBORN

02. FEBRUAR VS. NINERS CHEMNITZ

16. FEBRUAR VS. FC SCHALKE 04 BASKETBALL

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EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Genießen Sie die Advents- und Weihnachtszeit

und kommen Sie gesund ins neue Jahr 2019!

Alle 14 Tage neu!

©Fotolia/aletia2011

Nun beginnt für viele Menschen die

schönste Jahreszeit. Die Vorfreude auf

Weihnachten steigert sich von Tag zu

Tag. Die weihnachtlich geschmückte

Innenstadt erleuchtet im Lichterglanz

und lädt zum Bummeln und Verweilen

ein.

Auch in diesem Heft möchten wir Sie

wieder mit spannenden Beiträgen

unterhalten. Sicherlich ist die Zeit zwischen

den Feiertagen und dem Beginn

des Jahres 2019 eine gute Gelegenheit

sich in verschiedene Beiträge zu

vertiefen.

Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an

das Fiz Oblon in Bippen?

Wir beleuchten die Geschichte der

Kultdiskothek, die weit über Bippen,

und später dann in Nortrup hinaus

bekannt war, und bis heute bei vielen

„ihre Jugendzeit“ in Erinnerung ruft.

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Die Geschichte des Mutterhauses

Bethanien, die in der Quakenbrücker

Neustadt viele Spuren hinterlassen

hat, ist auch umfangreich recherschiert,

hier haben die Schwestern aus

Lötzen/Ostpreussen ihre neue Heimat

in Quakenbrück gefunden.

Termine, Veranstaltungen, Buchtipps

und viele weitere spannende Berichte

- das alles finden Sie auf den nächsten

Seiten.

An dieser Stelle möchten wir uns

auch bei den vielen Anzeigenkunden

bedanken, wodurch ein Magazin erst

realisiert werden kann.

Wir freuen uns auf ein neues MQ+-

Jahr 2019 und wünschen viel Spaß

beim Lesen!

Ihre MQ + -Redaktion

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Titelfoto: Detlef Bülow

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

einen (kleinen) Teil des Emslandes

Redaktion und Anzeigenannahme:

Kreuzstr. 1 · 49610 Quakenbrück · Tel. (05431) 90 48 51

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IN DIESEM MAGAZIN

4-7 30 Jahre Theaterwerkstatt

8-11 Traditionelles Brauchtum

12/13 Wilma Göhlinghorst

14-21 Fiz Oblon in Bippen

22-25 Aus guten Stuben

28-33 Mutterhaus Bethanien

34-35 Magic Impossible

37-42 Museen im Osnabrücker Land

44/45 Orgelsanierung St. Marien

48/49 Wanstraths Windmühle

51 Gobal Frackdown Day

52/53 Klimaschutz

54/55 Rehwild

56 Buchtipps

58/59 Kabarett in Restrup

60 Kochdiele

61 Rätselseite

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

66 Impressum


Das Artland-Magazin.

Vorhang auf

und ein Herzliches Willkommen

in der Theaterwerkstatt Quakenbrück

von Detlef Bülow

Das war in diesem Haus nicht

immer so, denn als das

Bahnhofs-Hotel in Quakenbrück

an der Bahnhofstr. 35

vor über 100 Jahren gebaut

wurde, gehörte die heutige

Theaterwerkstatt zu dem

Hotel und war ein Veranstaltungssaal.

Später wurde der Saal als solcher nicht

Von Bernd Middendorf

mehr benötigt, er wurde von dem Hotel

abgetrennt, und aus ihm wurde ein Kino.

Das Filmtheater „Bali“ war geboren. Es

konnte sich aber langfristig gegen die

größeren Kinos „Olympia“ und „Schauburg“

nicht durchsetzen und musste

schließen. Verschiedene Discotheken

hielten Einzug, aber auch diese konnten

sich hier nicht halten. Anfang der 90er

Jahre erfuhr das Team der Theaterwerkstatt,

dass die ehemalige Diskothek ‚Sir

Georg‘ neben dem Bahnhofshotel an die

Bahn vermietet werden soll. Gemeinsam

mit Vertretern der Stadt konnte man

die Besitzer Familie Niehoff überzeugen,

dass die Räumlichkeiten ideal für ein

kleines Theater wären. Besonders auch

deshalb, da es wegen der Vornutzung

als Diskothek schon Toiletten gab. Es

musste in Eigenarbeit renoviert werden,

es war Beleuchtung und Theatertechnik

zu besorgen und zu installieren. Auch

die Bestuhlung musste erst angeschafft

werden. 1991 war dann Eröffnung in

der neuen, nun dauerhaften Spielstätte

Bahnhofstraße 35. Zur Aufführung kam

„Spiel’s noch mal, Sam“ von Woody Allen.

Dem unermüdlichen Streben von Stefan

Heil ist es zu verdanken, dass in Zusammenarbeit

mit den

Verantwortlichen

von

Stadt und

Samtgemeinde

und mit

Unterstüt-

4 | mq Ausgabe Winter 2018


30 JAHRE THEATERWERKSTATT E.V.

zung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur

das Kleinod Theaterwerkstatt

in der Bahnhofstraße entstanden ist.

Er war es auch, der mit seinem Schulkollegen

Arnold Beuke die ganze Sache

ins Leben gerufen hat. Denn vor gut 30

Jahren wollten die zwei Abiturienten von

der Studiobühne des Artlandgymnasiums

unbedingt „Warten auf Godot“ von

Samuel Beckett spielen. Sie meldeten

sich deshalb bei dem in der Volkshochschule

angebotenen Theaterkurs an, der

von Jürgen Zimmermann geleitet wurde.

Mangels Beteiligung kam aber dieser

Kurs nicht zustande. Ursula Welker und

Olli Borg stießen dazu.

Der Kursleiter und die „Schauspielschüler“

einigten sich schließlich auf die Aufführung

von „Adam und Eva“, ein Stück,

das Peter Hacks schrieb. Nach Proben

im Franziskushaus der St. Mariengemeinde

kommt das Stück wenig später

im Obergeschoß des Hauses Markt 6,

damals noch Bibliothek, zur Aufführung.

Das Bühnenstück wird ein Erfolg. Die Gemeinschaft

beschließt weiterzumachen

und gründet die ‚Projektgruppe Theaterwerkstatt‘.

Dieser lockere Verbund

Gleichgesinnter bringt in den nächsten

Jahren Theaterstücke an unterschiedlichen

Spielorten zur Aufführung. Die

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Projektgruppe bleibt zusammen, und

weitere Spielbegeisterte kommen hinzu.

Das Stück „Warten auf Godot“ haben

sie übrigens bis heute nicht gespielt. Sie

haben aber nicht aufgegeben, und so

ging aus ihrer Initiative schließlich der

Verein „Theaterwerkstatt Quakenbrück

e.V.“ hervor. Als erste Produktion des

Vereins wurde „Diener zweier Herren“

von Carlo Goldoni 1989 in der ehemaligen

Handelsschule aufgeführt. Olliver

Franke stößt dazu, kümmert sich um alle

Belange der Technik, von Einkauf bis Installation,

sowie um Licht und Ton bei den

Aufführungen. Er ist übrigens der einzige

Direktor im Verein - der „technische

Direktor“. Mittlerweile ist er Herr einer

Licht-und Tonanlage, die auch professionellen

Theatern und Schauspielhäusern

mindestens ebenbürtig sind.

Ich habe die Theatergruppe eine Zeit

lang begleiten dürfen. So habe ich

bei den Proben neuer Stücke oder bei

Generalproben festgestellt, dass das

Team sehr gut zusammengewachsen

ist und im Laufe der Jahre auch etliche

Freundschaften entstanden sind. Es sind

Menschen wie Du und ich, Menschen

aus der Nachbarschaft, die mit Freude

bei der Sache sind und stellenweise an

die „Schauspielerei“ gelangt sind wie die

Jungfrau zum Kind. Hier sitzen Lehrer,

Verkäuferinnen, Angestellte, Hausfrauen,

Schüler oder eine Rechtsanwältin

zusammen und proben ein neues Stück.

Hier darf die Schülerin ihrem Lehrer frech

gegenübertreten, wenn das Stück es

verlangt. Es wird gelacht, das Bühnenbild

besprochen oder auch am Text gefeilt,

und ich merke, dass die Akteure auch

mit Spaß bei der Sache sind.

Nicht zu vergessen ist die Arbeit mit

Kindern und Jugendlichen, welche

hauptsächlich von der Diplom-Kulturpädagogin

Heidi Vollprecht geleitet

wird. Mit Kindern, Jugendlichen und

jungen Erwachsenen werden Stücke zu

Fotos: Detlef Bülow

Ausgabe Winter 2018 mq | 5


Das Artland-Magazin.

bestimmten Themengebieten auf die

Bühne gebracht, welche gemeinsam

in mehrmonatiger Arbeit erarbeitet

und entwickelt werden. Ein weiteres

Beispiel, in dem ein kleiner Verein

hochprofessionell und sehr erfolgreich

regional soziale Arbeit im Kinder-/

Jugendbereich mitgestalten kann und

letztendlich Darstellern und Zuschauern

sehr viel Freude bereitet.

Komödien sind beim Publikum besonders

beliebt. So hat die Theaterwerkstatt

die Komödie „Frau Müller muss

weg!“ zu ihrem 30-jährigen Bestehen

auf die Bühne gebracht. Nach sieben

ausverkauften Aufführungen hatte sich

der Verein entschieden, drei Zusatztermine

anzubieten, und auch diese

waren ausverkauft. Für mich wird der

Besuch dieses Stückes unvergesslich

bleiben.

Die Sprachmelodie, Textsicherheit,

gutes Timing, Licht und ein gutes Bühnenbild

hatten mich beeindruckt, doch

wirklich überrascht haben mich die

Darsteller durch ihr Spiel. Sie können

extrovertiert sein oder schüchtern,

narzistisch oder selbstzweiflerisch und

sind mit dem Kopf bei jeder Zeile dabei.

Sie haben mich davon überzeugen

können, dass sie das durchmachen,

was immer ihr Charakter gerade

durchmacht. Gut, real zu erscheinen

ist eine Notwendigkeit für einen guten

Schauspieler, aber es ist genauso

wichtig, dass ich seine Handlungen und

Reaktionen nicht jedes Mal vorhersehen

kann, bevor diese gezeigt werden.

Ich rede hier auch von psychologischen

Dingen wie „Sie hat wirklich Angst!“ oder

„Er ist wirklich verliebt!“, und es sind

dennoch Menschen, die dies alles nicht

hauptberuflich machen. Ich habe bei

meiner Recherche festgestellt, dass die

Darsteller Vertrauen haben. Vertrauen in

sich, in ihre Stärken und ihre Schwächen.

Sie sind fair gegenüber anderen und fair

gegenüber sich selbst.

Ein weiteres und sehr erfolgreiches

Standbein des Vereins sind ihre Gastspiele.

Während der Gastspielsaison zwischen

September und Februar, lädt der

Verein namhafte aber auch unbekanntere

Profis ein. Die Mitglieder der Veranstaltungsgruppe

haben über die Jahre

ein zielsicheres Gespür für Kunst und

Künstler entwickelt, sodass der Zuschau-

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6 | mq Ausgabe Winter 2018


30 JAHRE THEATERWERKSTATT E.V.

er sicher sein kann, mindestens handwerkliche

Qualität des Auftretenden

– gleich welcher Stilrichtung – genießen

zu können. Beispielhaft sei hier Christian

Ehring (heute u.a. Moderator von

Extra3 beim NDR) oder Timm Beckmann

genannt, Künstler, die ihre ersten Schritte

in Quakenbrück gemacht haben und sich

immer noch der Werkstatt verbunden

fühlen. Ein Beweis, für das Händchen

der Theatermacher aus Quakenbrück für

Kultur und Qualität.

Dass sich die Theaterwerkstatt nicht auf

eine Stilrichtung festlegen lässt, zeigte

auch das „Slamerfilet“, ein Poetry Slam

der Slamer-Elite Deutschlands sowie vielfältige

Veranstaltungen aus dem Bereich

Jazz oder Klassik.

Eine wichtige Erweiterung des Angebots

gibt es seit 2009 mit der Aufnahme des

„Musikerforums Artland“. Dieses Forum

ist eine Gemeinschaft der Musiker aus

dem Artland und Umgebung mit dem

Zweck, handgemachte Musik zu fördern

und gemeinsam zu erleben. Kern des

Musikerforums Artland sind die regelmäßigen

Treffen mit Session auf offener

Bühne und Kurzkonzerte. Hier kann jeder

kommen, mitspielen, schnacken oder zuhören.

So nutzt die Sambagruppe „Landaya“

die Räumlichkeiten der Theaterwerkstatt

für öffentliche Übungsabende,

kostenlose Konzerte und unentgeltliche

Sessions. Es gibt für Musiker, egal ob solo

oder als Band, auch die Möglichkeit für

einen festen Auftritt. Der Saal platzte aus

allen Nähten als Udo Klopke, ein regelmäßiger

Gast, mit seiner Band die Bühne

betrat. Oder bei der Autorenlesung, als

die Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis

keine Nachrichten, sondern Passagen aus

ihrem Buch „Königin der bunten Tüte“

las.

Die Theaterwerkstatt ist für vieles zu

haben und bietet ein umfangreiches

Programm. Sie ist eine Visitenkarte für

Kultur für die Stadt Quakenbrück. Das

Haus mit 120 Sitzplätzen ist zwar klein,

aber es wird mit viel Liebe betrieben. Wer

mal selber etwas Theaterluft erschnuppern

möchte, der ist hier gern gesehen,

denn wer sich in den Bereichen Veranstaltungen,

Bühnentechnik, Kostümfundus

oder natürlich auch im Ensemble

aktiv engagieren möchte ist hier herzlich

willkommen. Danke, dass es so etwas in

unserer Burgmannstadt gibt.

QUAKENBRÜCK

ST. ANNENSTRASSE 12

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Ausgabe Winter 2018 mq | 7


Das Artland-Magazin.

Der Adventskranz symbolisiert in evangelischen und katholischen Kirchen das Warten auf das Weihnachtsfest.

Keine andere Jahreszeit steckt so voller

Bräuche wie die Advents- und Weihnachtszeit.

Auch im Artland werden

der Adventskranz, das Wichteln, der

Nikolausbesuch, der Adventskalender

und andere regional unterschiedliche

Traditionen gehegt und gepflegt. Denn

inmitten der lärmenden vorweihnachtlichen

Hektik in den Städten verspüren

die Menschen eine Sehnsucht nach Stille,

nach dem Ankommen bei sich selbst

und nach heimatlicher Geborgenheit.

Aus christlicher Sicht beinhaltet die

Adventszeit das freudige Erwarten des

Heilandes, dessen Geburt alljährlich am

24. Dezember gefeiert wird. Es ist eine

dunkle, geheimnisvolle Jahreszeit, in

der vor allem die Kinder an Weihnachten

auf die Erfüllung ihrer Wunschzettel

hoffen.

In vielen Kirchengemeinden

verabreden sich Frauen zum

Adventskranzbinden und in

den meisten Familien steht

ein Adventskranz mit vier

roten, lila oder weißen Kerzen

auf dem Tisch. Sie werden an

den vier Adventssonntagen

angezündet und verkürzen die

Wartezeit auf das Christkind.

Auch die Badberger Landfrauen

treffen sich alljährlich bei Kaffee und

Plätzchen zum Adventsbasteln. Unter

Anleitung von Elke Freese, Ute Hilpert

und Katharina Berling lernten sie

beispielsweise Strohsterne zu wickeln

sowie Fröbel – und Bascetta- Sterne

zu falten. „Keine leichte Aufgabe“ wie

Birgit Ottolübker und rund 15 andere

Teilnehmerinnen während einer Bas-

Traditionelles

Brauchtum

im Advent

von Alexandra Lüders

telaktion schnell bemerkten. Sicher wäre

es viel einfacher, sich im Supermarkt mit

adventlichem, trendigem Dekomaterial

einzudecken und das ganze Haus damit

zu schmücken. Doch es geht ihnen in der

Adventszeit vor allem um das gemeinschaftliche

Miteinander, das kreative

Tun mit den Kindern und Enkeln. „Mir

macht es heute noch viel Spaß Säckchen

für meine studierenden Kinder mit

8 | mq Ausgabe Winter 2018


BRAUCHTUM

Geschenken zu füllen und als Adventskalender

zuzuschicken“, erzählt Dorothea

Dobbehaus. Jeden Sonntag wird eine

Adventskerze auf dem selbst gebundenen

Kranz angezündet und der begehrte

Stollen von Oma verzehrt. „Noch heute

binde ich den Adventskranz selbst. Früher

habe ich mit meinen Kindern am

Kranz Advents- und Weihnachtslieder

gesungen, Plätzchen gebacken und am

Abend vor Nikolaus die Wunschzettel

mit auf die Teller auf der Fensterbank

gelegt. In die Adventskalender meiner

fünf Kinder steckte ich selbstbemalte

und geschriebene Gedichte. Später habe

ich einen Tannenbaum gebatikt (gefärbt)

und Päckchen an die aufgenähten Ringe

gehängt“, erinnert sich Renate Schöne-

Warnefeld. Damit die Traditionen weitergegeben

werden, hat sie ihre Tochter

und ihre Enkelin zum Sternebasteln

der Landfrauen eingeladen. Wenn der

Nikolaus bei Elke Freese ins Haus kommt,

wird mit den Kindern und Enkeln ein

richtiges Fest gefeiert. Die Familie sitzt

gemütlich zusammen, isst und trinkt

in gemütlicher Runde. In diesem Jahr

erleuchteten bereits die selbstgefalteten

Sterne den Raum, eine Freude der besonderen

Art. Die verschiedenen Varianten

des Wichtelns (nordische Sagengestalt)

– Diakonische sie erinnern an Stiftung den schwedischen

Julklap – werden häufig im großen Kreis

praktiziert. Wie zum Beispiel bei der

Adventsfeier der Ehrenamtlichen des St.

Sylvester Stiftes in Quakenbrück, die sich

mit originellen Geschenken gegenseitig

st.Sylvesterstift

Während der Adventszeit werden in Kindergärten, Schulen und Familien Sterne für den Weihnachtsbaum gebastelt.

überraschten. Am Dienstag vor dem

ersten Advent stellt die Küsterin der St.

Petrus Kirche Irina Vorrat in Quakenbrück

den Adventskranz mit roten Kerzen und

Schleifen links vom Altar auf. Sie knüpft

damit an eine lange evangelische Tradition

an, die 1839 im Hamburger Rauhen

Haus begann. Ein Wagenrad war der

Vorläufer des gebundenen Kranzes aus

Tannengrün, der eigentlich ein Adventskalender

mit (18 – 24) kleinen und vier

großen Kerzen gewesen ist. Erst hundert

Jahre später (1925) hielt der Adventskranz

auch Einzug in katholische Kirchen

in Köln und München. Der größte echte

Adventskranz der Welt steht übrigens

heute in Kaufbeuren. Er symbolisiert

einerseits in Erwartung der Geburt Jesus

das „Licht der Welt“. Andererseits steht

die Kreisform des Kranzes für das ewige

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Ausgabe Winter 2018 mq | 9


Das Artland-Magazin.

Leben sowie das Tannengrün für die

Hoffnung. Die Kerzen versinnbildlichen

das Licht, das in der Weihnachtsnacht die

Welt erleuchten soll. Den Ursprung des

Adventskalenders begründete Anfang

des 20. Jahrhunderts eine sogenannte

Weihnachtsuhr in Hamburg, deren

Ziffern biblische Verse anzeigten. Erst 20

Jahre später kamen Modelle mit Fenstern

bzw. „Türchen“ hinzu, hinter denen

sich erst weihnachtliche Motive und

dann Schokolade verbargen. Seit den

1950-ziger Jahren avancierten die Kalender

wie auch viele andere Weihnachtsartikel

zu günstigen Massenprodukten, die

sich jeder leisten konnte.

Den Adventskranz

selbst stecken

oder binden

Trotz zunehmender Kommerzialisierung

von Advent und Weihnachten gibt es bis

heute Menschen, die Traditionen pflegen

und in liebevoller Handarbeit Dekorationen

und Geschenke selbst herstellen. So

wie Frauke Rothert aus Nortrup. „Früher

habe ich den Kranz auch gebunden,

aber vor einigen Jahren entdeckte ich

eine Alternative zum drahtgebundenen

Kranz“, verweist die leidenschaftliche

Gärtnerin auf einen großen Pflanzring,

den sie auf besondere Weise für einen

Adventskranz präpariert hat. Vor dem

Hineinstecken der Zweige , verteilt sie

darin gleichmäßig mit Wasser getränkte

Moosystücke als auch vier gleich große

Holzklötze, auf denen ein Ständer für

die dicken, roten Kerzen befestigt ist.

„Er muss schön dicht und füllig aussehen,

weil er den Mittelpunkt eines

knorrigen Weinstockes bildet, den ich

vorher zu einem Kranz geflochten habe.

Als in unserem Waldstück eine Pappel

gefällt wurde, holte ich mir eine große

Baumscheibe. Sie dient mir als Basis für

den gesteckten Adventskranz und den

Weinstock“, erklärt Rothert bei der Arbeit.

Wenige Tage vor dem ersten Advent

schneidet sie Eibe, Efeu, Buchs, Tanne,

Ilex und Hagebutten in ihrem Garten,

um sie dekorativ im Pflanzring zu befestigen.

Die ganze Pracht wird schließlich

im Haus auf der Pappelscheibe platziert.

Parallel dazu füllt Frauke Rothert

den selbst genähten und bestickten

10 | mq Ausgabe Winter 2018


WEIHNACHTSBRÄUCHE

Adventskalender mit Leckereien für die

Familie. Auf der alten Truhe bezaubert

ein Krug mit grünen Zweigen, darunter

eine adventliche Leinenstickerei. Der

Kamin lädt mit knisternder Wärme zum

Entspannen ein. Und die selbstgebackenen

Plätzchen verlocken zum Probieren.

Wer hier zu Hause oder zu Gast ist, spürt

den Advent hautnah. Er ist bei sich selbst

angekommen.

Dieser nostalgische Lichterbaum ist eine tolle Alternative

zum Adventskranz (in Naturholz bei Weltbild).

Fotos: Alexandra Lüders

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Ausgabe Winter 2018 mq | 11


Das Artland-Magazin.

in den ersten Jahren im Stuhlkreis

ihre plattdeutschen Geschichten

vorgelesen. Auch in der Hauspostille

„Blickpunkt“ seien ihre Erzählungen

abgedruckt worden. Denn sie hatte

im Laufe ihres Lebens sieben Bücher

in niederdeutscher Sprache veröffentlicht

und sich für den Erhalt dieses

Kulturgutes auf vielfache Weise

eingesetzt. Die Autorin engagierte

sich 30 Jahre lang im Vorstand des

Badberger Heimatvereins, beteiligte

sich an Lesungen in Vereinen und

Wilma

Göhlinghorst

Erfülltes Leben als Mutter, Geschäftsfrau und Autorin

von Alexandra Lüders

Die plattdeutsche Schriftstellerin

Wilma Göhlinghorst aus Badbergen

ist nach Vollendung ihres 90. Lebensjahres

am 16. Juli 2018 im Haus

Bethanien gestorben. Hier hatte die

Autorin ab Oktober 2014 gelebt und

Auch Werner Göhlinghorst trug niederdeutsche

Geschichten aus seinem Leben vor.

Foto: Alexandra Lüders

in der Gemeinschaft des diakonischen

Altenpflegeheimes nach

einer schweren Herzoperation ihre

Lebensfreude wiedergefunden. Und

nicht nur das, die gebürtige Lechterkerin

(04.04.1928) fühlte sich

sehr wohl in ihrem neuen zu Hause,

wo sie als hilfsbereite, humorvolle

Bewohnerin bei Mitarbeitern und

Senioren beliebt war. „Sie fehlt mir

sehr. Als ich aus dem Urlaub zurückkam,

war sie gerade verstorben.

Das war echt schlimm. Man konnte

mit ihr über alles reden und gute

Gespräche führen“, bedauerte die

Wohnbereichsleiterin Maike Möller

den Verlust von Wilma Göhlinghorst.

Wie die Heimleiterin Karin

Kuhnke ergänzte, hat Wilma zusammen

mit ihrem Mann Werner

Schulen. Regelmäßig versammelte

sie eine große Besucherschar an

den unter ihrer Regie gestalteten

plattdeutschen Heimatabenden

mit dem Titel „Dütt und datt“,

wusste auch immer wieder den

Nachwuchs für Vorträge und Sketche

auf Plattdütsch zu gewinnen.

Sie trat in der NDR-Fernsehsendung

„Talk op Platt“ (1982 -2006) auf,

begleitete Schülerwettbewerbe und

organisierte plattdeutsche Gottesdienste.

Auf diese Weise erzielte

Wilma Göhlinghorst überregionale

Bekanntheit, die am 03.03.2002

mit der Verleihung des Wilhelm-

Fredemann-Gedächtnispreises

gekrönt wurde. Dies erfüllte sie mit

sehr viel Stolz. In ihren Büchern gab

die Autorin (u.a.) Erlebtes aus der

Die Autorin (Mitte vorn) beim Badberger

Heimatabend mit ihrem Mann

Werner (links) und dem plattdeutschen

Nachwuchs.

Foto: Alexandra Lüders

Kinderzeit, amüsante Geschichten

aus dem Kirchspiel sowie die

liebenswerten Schwächen der

Mitmenschen zum Besten. Wilma

Göhlinghorst, geb. Hölscher, wuchs

gemeinsam mit ihrem Bruder in

Lechterke auf, heiratete 1950 ihren

Mann Werner und brachte ihre Söhne

Gerold und Eckhard zur Welt.

Als junges Mädchen hatte sie den

Wunsch Lehrerin zu werden, avancierte

dann aber zur Geschäftsfrau

im Textilladen ihrer Schwiegermutter

(heute Christoph Freese). „Ihr

Interesse galt den Menschen, ihrer

Heimat und der niederdeutschen

Sprache in Wort und Schrift. Sie

lehrte Schulkinder mit Begeisterung

die plattdeutsche Sprache,

deren Erhalt ihr sehr wichtig war“,

beschreibt Sohn Eckhard seine Mutter.

Neben ihrem Engagement im

Heimatverein sei sie auch Mitglied

in einer Theatergruppe und Mitbegründerin

der Werbegemeinschaft

Badbergen gewesen. Sie hatte sich

zusammen mit vielen anderen

Geschäftsleuten eine lebendige

Ortsmitte gewünscht.

VERÖFFENTLICHUNGEN

Kien Tied, kien Tied Plättdütske Vertellsel

Norderstedt: Audiobooks-on-Demand-Verl., 2005

Dat ohle Schaubäld Plattdütske Geschichten

4. Aufl.. Badbergen: Selbstverlag, 2002

De lütke Elefant Plattdütske Vertellsel

Badbergen: Selbstverlag, 2002

De ohle Melkbank vertellt Plättdütske Geschichten

5. Aufl.. Badbergen: Selbstverlag, 2002

Kien Tied, kien Tied Plattdütske Vertellsel

2. Aufl.. Badbergen: Selbstverlag, 2002

Dat Läwen gaht wüdder Plättdütske Geschichten

Quakenbrück: Edition Oelkers, 1991

De ohle Melkbank vertellt Plättdütske Geschichten

Quakenbrück: Edition Oelkers, 1988

12 | mq Ausgabe Winter 2018


PLÄTTDÜTSK

Vörwiehnachtstied

van Wilma Göhlinghorst

Nu is all wiär de Adventstied, dat gaht up Wiehnachten

tau. Dat schall joa nu woll ne ruhige, besinnlicke Tied

wäsen, mit brennende Kessen an denn Adventskranz,

Wiehnachtslieder singen mit de Kinner un Geschichten

vertellen. Oaber hütigen Doages häbt ahle Lüe dat joa

so drocke, dat sei ahles för de Fierdoage trechte krieget,

doar kummt goar kiene vörwiehnachtlicke Stimmung up.

Vör ahlen de Fraulüe habt vör de Fierdoage recht väle tau

dauhn, de Geschenke för de Familie, för lütk un groot,

möt kofft weerden, wat güwt doar doch väles tau bedenken.

Dann de väle Backereie, Plätzken un Kauken schallt

et gäwen un innen Huse schallt oak raane wäsen un

oawerall blitzen. Doar bliwt meist kien Tied för besinnlicke

Stunden.

Bollmes Marie häwt sück oaber nu düt Joahr vörnoahmen,

ahle Oarbaaten för de Wiehnachtsfierdoage ganz

frauh trechte tau moaken. Sei häw all denn ganzen

Sommer tüskenin handoarbaated un för Jann ne dicke

wärme Strickweste stricked un nen Poar Söcke doartau.

Nen Poar Puschken un ne Kissen Zigären stoaht oak all

in denn Schappe. För ähr Dochder häw sei ne moie groote

Diskdäken ut Linnen sticked mit ne bree Häkelspitze

drumtau. De Schweegersöhne krigg nen poar Beuker

hei less doch so geerne un nen Buddel besten Kognak

doarbie. De Enkelkinner, twei Junges van säben un fief

Joahre, krieget moie wat taun Spälen. De lüttkeste krigg

nen groot Füerwehraute, hei kann doarmit richtig mit

Woater rümmespütken. De groote Junge häw sück nen

Bastelkassen wünsket, doar kann hei sück all gaut mit

verwielen. Mit de Backereie is Marie oak all feddig, de

grooten Melkkannen is vull van Neijoahrskauken un twei

Deusen mit Plätzken stoaht oak all proat. Marie is richtig

froh, dat sei alles so frauh trechte haw, nu bruuket sei

sück doch de lezde Tied vör de Fieerdoage nich so offtehren.

Sei kann sogoar van Doage mit ruhigen Gewäten

noa ähre Freundin taun Geburtsdagskoffee un sück nen

moien Noamdag moaken.

Dat is nu doch wat löter woarden, äs Marie van ähr Koffeekränzchen

noan Huse kummt. Ahles is düster innen

Huse, blos in denn besten Stoabend brennt noch Lächt

un doar hört Marie wat kroamen. Ganz vörsichtlg moaket

sei de Stoabenddören oapen un verfehrt sück düchdig.

Wat sei doar sütt, verschlaat ahr denn Oarm. In de

Ecke in denn Sessel sitt Jan un rooked ne dicke Zigären,

de neie Strickweste un de Puschken häw hei anne, hei

less in de Beuker, de de Schweeger söhne häbben schall.

För üm staht de Kognakbuddel, is oak all nen heilen End

ruute. Kägen ümm staht de Melkkannen mit de Neijoahrs

kauken, de häw hei oak all gaut lichtet. Oaber in de

ännern Stoabendecke, doar gaht dat hoch her. De lütke

Enkel föhrt mit sien neie Feuerwehrauto, tatü tata, dörn

Stoabend un sprützed mit Woater, de Polstermöbeln un

de neien Tapeten häbt all gaut wat offkrägen. De groote

Junge häw sienen Bastelkassen utpacked un bemoaled de

neien stickenden Diskdäken mit roe un greune Färwe.

De baaden Plätzkendeusen sind ümmekipped, de Junges

kaued up baade Backen de seuten Plätzkes un dat meiste

kreumeld up denn Teppich. Marie will lossbölken un

schennen, man sei krigg nich ein Woard rut, dat sitt ähr

äs son Kloß innen Halse. Ach, denket sei, am besten wört

doch, du fahlest in Ohnmacht un weckest noa Wiehnachten

wär up!

Oaber nich moal doartau bliw ähr Tied, nu pingelt et

an de Husdören. Mein Zeit, well kummt dann noch so

loate up Visiten? Man blos nich oapenmoaken, bie son

Taustand. Oaber dat Klingeln hört nich up un so sachte

kummt Marie tau Vernüll. Dat is joa goar nich de Husdöre,

dat is de Wecker! Sei ligg joa innen Bedde, häw dat

ahles blos drömet! Marie staht ganz benoahmen up un

kick doch erst in denn Stoabend, off ahles in Odder is.

Bien Freuhstück kann Marie dann oawer ähren Droam

vertellen un droawer lachen. Wo hett dat doch: “Nen

Droam is nen Droag, oaber man fraaed sück doch!“ Un

Marie fraaed sück, dat ahles nich woahr!

Ausgabe Winter 2018 mq | 13


Das Artland-Magazin.

14 | mq Ausgabe Winter 2018


40 JAHRE FIZ OBLON

Am 22. Dezember 1978 öffnete im

Gasthof Joachim in Bippen das

Fiz Oblon. In dieser Diskothek mit

Kneipe und Teestube standen berühmte

Pop- und Rockmusikgrößen

auf der Bühne: Herman Brood, die

Kalifornier Nick Gravenites und John

Cipollina (Ex Quicksilver Messenger Service),

die holländischen Gruppo Sportivo und sogar

die britische Artrock-Band Caravan – um nur

einige bedeutende Künstler zu nennen. Das

anstehende Jubiläum macht nachdenklich:

Wem und wie gelang es eigentlich, einen solch

einflussreichen Club, an den sich viele heute

noch gerne erinnern, erfolgreich zu etablieren?

Manche Gäste hatten sich schon damals

gewundert, warum ein Flecken wie Bippen im

Osnabrücker Nordland einen so großen Musikclub

besaß. Und manche werden sich heute

fragen: Nach welchen Songs haben wir damals

eigentlich getanzt?

Wie ein kleiner

dicker Ritter

nach Bippen

kam

Vor vierzig Jahren entstand

das Fiz Oblon

Die Macher:

Dixie, Peter, Horst und Udo

Das Gründungsteam des Fiz bestand aus Udo

Bendig (Cloppenburg), Horst Hörig (Bippen/

später Nortrup), Peter Linse (Rüsfort), Franz

Joseph Thien genannt Dixie (ebenfalls aus

Cloppenburg). Diese mutigen Musikliebhaber

und HiFi-Freaks wurden bei ihren umfangreichen

Vorbereitungen u. a. unterstützt von

Ingeborg Scheier (Borg), Roswitha Gieschler,

Heinz Schulte, Ute Güdelhoff aus Menslage

und später auch Norbert und Änne Konrad.

Weitere gute, engagierte Seelen hinter den

Theken kamen dazu. Martin Wüst (Berge)

arbeitete in den Anfangsjahren des Fiz als fleißiger

und zuverlässiger Gläser- und Flaschensammler.

Martin übernahm später das Fiz und

führte den Club in Berge und Nortrup fort.

Fiz Oblon Bippen Hauptstraße 5

statt „Hyde Park“

Das Gründungsmitglied Peter Linse lebt heute

in Borg. Peter erinnert sich, wie und warum die

Entscheidung für den Standort Bippen fiel: „Dixie

hatte von der DAB das Angebot den ‚Hyde

Park‘ in Osnabrück zu übernehmen. Näheres

wusste er nicht. Mit Dixie war bereits Udo

Bendig im Team. Beide kamen zu uns in den

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Das Artland-Magazin.

Kotten in Rüsfort. Ingeborg Scheier und

ich lebten dort seit einiger Zeit und es

waren immer Bekannte und Freunde zu

Besuch. Zu dieser Zeit war auch Horst

Hörig ständiger Gast.“

Peter erinnert sich weiter: „Dixie

erzählte also von diesem Angebot und

dass er noch Ideen suchte. Wir boten

uns an, mitzumachen. Nach einigen

Tagen Beratung ergab sich langsam

eine gemeinsame Vorstellung, wie

die Disco aussehen sollte. Keine große

Tanzfläche, aber mit sehr guter HiFi-

Musikanlage. Gemütliche Sitzgruppen

mit guter Beleuchtung, in denen man

sich unterhalten konnte. Große Theke

mit vielen Sitzplätzen (Dixie). Live-

Konzerte. Gemütliche, ruhige Teestube.

Viele Palmen und Pflanzen. Ausladende

Treppen zu verschiedenen Ebenen.

In jenen Tagen fertigte Horst eine

Zeichnung an, die sich am Innenraum

vom Park orientierte. Sie sollte uns

später sehr helfen. Einige Wochen nach

dem ersten Zusammentreffen meldeten

wir uns bei der Brauerei. Im Laufe

der nächsten Wochen zeigten sich

immer mehr Hindernisse mit dem Hyde

Park. Der Standort war eventuell nicht

zu halten, weil dort eine Straße gebaut

werden sollte, hörten wir gerüchteweise.

Auch die Unterstützung der Brauerei

war nicht so stark, wie Dixie das

geschildert hatte. Schließlich verwarfen

wir die Idee und teilten der Brauerei

mit, dass wir ein eigenes neues Objekt

suchen würden.

Als Kontaktmann wurde uns ein

Vertreter aus Lingen genannt. Herr

Sur stellte uns schließlich eine Liste

mit nicht verpachteten Gaststätten

zur Verfügung. Mit Dixies altem Volvo

fuhren wir vier mehrere Objekte ab.

Nach mehreren Tagen zeigte sich, dass

es die übelsten Läden waren, die man

sich vorstellen konnte. Die DAB traute

uns offensichtlich nichts zu. Wir hatten

eigentlich schon jede Lust verloren,

weiter zu machen. Es war ein trüber

Tag und wir kamen gerade aus einem

Laden in der Nähe von Lingen zurück,

da beschlossen wir doch noch einmal in

Bippen vorbeizuschauen.

Wir hatten die Gaststätte bisher links

liegen gelassen, weil Horst und ich die

Kneipe von früher kannten. Horst hatte

in Bippen gewohnt und ich war irgendwann

beim örtlichen Schützenfest dort

gelandet. Wir beide wussten, dass die

Kneipe bereits sehr alt war.

16 | mq Ausgabe Winter 2018

Es war schon dunkel und von außen

war nicht viel zu sehen. Im Nebengebäude

war die Poststelle von Bippen

untergebracht. Dort klingelten wir.

Hedwig Mühlenbruch öffnete die Tür

und schaute uns misstrauisch an. Ich

fragte, ob wir die Gaststätte mal sehen

könnten. Sie fragte, was wir denn wollten.

Nach einer kurzen Erklärung zeigte

Sie uns die Räume.“ Die Entscheidung

für Bippen war gefallen.

Westcoast-Music

und Mitternachtskonzerte

Das Gründungsteam benannte seinen

Club nach einer sympathischen Figur

aus der Augsburger Puppenkiste. Es

war ein kleiner dicker Ritter, der in der

beliebten Kindersendung gegen das

Böse kämpfte: Fitz Oblong. Vermutlich

aus markenrechtlichen Gründen oder

weil es schlichtweg besser aussah und

einfacher zu gestalten war, wählte man

die Schreibweise Fiz Oblon. Für diesen

Namen entwickelte Horst u. a. einen

markanten Schriftzug. Dieser leuchtete

später in Neon an der Vorderseite und

später an der Rückwand der Bühne.

Außerdem zeichnete (!) Horst das

Eröffnungsplakat, das in allen Gemeinden

um Bippen herum, bereitwillig

aufgehängt und später auch gerne

aufbewahrt wurde.

Horst Hörig hatte sich in Bremen mit

Design beschäftigt. Vielleicht ist es

kein Zufall: In seiner Plakatzeichnung

für das Eröffnungsplakat kann man

gewisse Anleihen zum Jugendstil der

Künstlerkolonie Worpswede entdecken.

Auch Ähnlichkeiten zu einem LP Cover

der englischen Band Humble Pie sind

erkennbar.

Fiz Oblon bei Nacht

Ein großes Wohnzimmer

mit toller Anlage

Die Einrichtung des Fiz sollte zu anderen

Diskotheken wie dem Hyde Park in Osnabrück

oder dem Dorfkrug Varelbusch

einen Kontrapunkt setzen. So wollte das

erste Fiz-Team seinen Besuchern Räume

zum Relaxen mit guter Musik anbieten

und – wie in einem großen erweiterten

Wohnzimmer mit toller Anlage – vor

allen Dingen positive Emotionen bei seinen

Gästen wecken. Die Wände des Saales

gestaltete man mit Korktapeten, dazu

kamen Gummipalmen und Schwingsessel

eines Möbelhauses mit vier Buchstaben.

Hinzu beklebte das Team eine Rückwand

des Saales mit Spiegeln, durch die

man zur Kneipe und Teestube gelangte.

Das sah nicht unbedingt nach einer

Rockdiskothek mit Sesseln vom Sperrmüll

(wie damals üblich) aus, sondern

eher nach gehobenem Club-Niveau, eine

Art alternative Designer-Disco – und das

sollte beim Publikum ankommen.

Anfang Dezember rückte der Eröffnungstag

näher. Die Kunststoffpalmen mussten

in große Plastikfässer eingegipst

werden. Der Dielenboden des alten Saals

wurde zum Teil für eine Tanzfläche präpariert

und die große Saaldecke sollte im

Himmelblau erscheinen. Weitere Wände

mussten tapeziert und gestrichen

werden, die Tanzfläche mit Kunststoff

gefliest.

Pünktlich um 20:00 Uhr öffnete das Fiz

am 22. Dezember. Die Besucher strömten

hinein und alle Straßen rund um

das Fiz waren zugeparkt. Sogar einige

Autokennzeichen aus Bremen waren zu

sehen. Die Bippener waren perplex: Dixie,

Horst, Ingi, Peter, Udo und Ute hatten für

diesen Tag ihr Ziel erreicht und der Erfolg

ging noch lange weiter.


Gravenites Foto: Gisbert Wegener

Gäste im Fiz Foto: Gisbert Wegener

Ausgabe Winter 2018 mq | 17


Das Artland-Magazin.

Ein Gast erinnert sich

Reinhard Fanslau, damals 18 Jahre alt

und Gymnasiast am Artland Gymnasium,

arbeitet heute als Redakteur.

Reinhard erinnert sich: „Am zweiten

Weihnachtstag 1978 war ich das erste

Mal da. Das Weihnachtsessen bei meinen

Verwandten war mir egal. Ich hab

meinen Cousin und noch eine Bekannte

eingesackt und ab ging es zum Fiz.

Der erste Eindruck war überwältigend;

diese Sitzecken, diese riesig lange Theke,

die Teestube, diese coolen Leute und

alles andere waren genau nach unserem

Geschmack. Und vor allem die Musik.

Passend zur Eröffnung des Fiz hatten

wir gerade eine Jazzrock-Phase. Unsere

Helden waren Billy Cobham, Stanley

Clarke, Weather Report, Airto Moreira,

Spyro Gyra, etc. Und genau das spielten

sie im Fiz. Ich erinnere mich, dass sich die

Tanzfläche bei u. a. folgenden Stücken in

Sekundenschnelle füllte, „Stratus“ von

Billy Cobham, „School Days“ von Stanley

Clarke oder „Birdland“ von Weather

Report. Genau unsere Musik. Mit Grover

Washington und seinen endlosen

Saxophon-Jazz-Improvisationen konnten

wir nicht so viel anfangen. Da sind

wir meistens zu Änne in die Teestube

gegangen, haben einen Wildkirsch-Tee

getrunken und abgewartet, bis sich Grover

Washington ausgegroovt hatte.“

Zehn Songs, die Weihnachten vor 40 Jahren im Fiz liefen

ERIC GALE

GEORGE BENSON

DONNY HATHAWAY

STRETCH

TIM BUCKLEY

AL JARREAU

STEVIE WONDER

JOHNNY GUITAR )WATSON

GROVER WASHINGTON

POINTER SISTERS

Ginseng Woman https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=ot7U-h8ZScA

The Wind and I https://www.youtube.com/watch?v=aX_OP_bmRQ8

The Ghetto https://www.youtube.com/watch?v=OqZ2JBVXgpA

Why did you do it https://www.youtube.com/watch?v=X4UD1sK5a1U

Sweet Surrender https://www.youtube.com/watch?v=u-qNBxXjbI4

Want to be https://www.youtube.com/watch?v=3-bNbhCpMrQ

Sir Duke https://www.youtube.com/watch?v=s6fPN5aQVDI

A Real Mother For You https://www.youtube.com/watch?v=0z-hKprKdII

Mr. Magic https://www.youtube.com/watch?v=2Jvdy6khEmA

Yes we can can https://www.youtube.com/watch?v=FVxv6AFt7YM

18 | mq Ausgabe Winter 2018


40 JAHRE FIZ OBLON

Top-Sound mit Transrotor

und Electrovoice

Peter Linse und Horst Hörig hatten

gemeinsam die Tonanlage ausgewählt.

Sie setzten auf erstklassigen Klang und

hervorragende Musikwiedergabe. Beides

sollte die Gäste zum Staunen bringen

und vor allen Dingen auch dazu, weite

Anfahrtswege für einen Besuch des Fiz

Oblons in Kauf zu nehmen.

Udo Bendig war für die Eintrittskasse

und die Sicherheit zuständig. Dixie

brachte gastronomisches Wissen und

weitere gute Kontakte ein. Ingeborg

übernahm die Verantwortung für die

Teestube, Ute für die Kneipe.

Michael Kuhlmann, damals 18 Jahre und

Schüler am Gymnasium Bersenbrück, betreibt

heute die Kneipe OXMOX in Osnabrück.

Michael legte öfters in den Jahren

1981 bis 1983 im Fiz Oblon in Bippen auf.

Gemeinsam mit Horst Hörig fuhr er öfters

zum Plattenladen EAR nach Bremen.

Dort kauften sie das neuste Vinyl für das

Fiz ein. Michael erinnert sich an folgende

Songs auf den Plattentellern:

Hermann Brood Foto: Gisbert Wegener

CHARLES DE GOAL

MARTHA AND THE MUFFINS

SISTERS OF MERCY

THE POLICE

CLIMAX BLUES BAND

CRUSADERS

AVERAGE WHITE BAND

U2

IGGY POP

JOE FARRELL

LITTLE RIVER BAND

IDEAL

GREG KIHN BAND

THE CURE

RAUL DE SOUZA

Exposition https://www.youtube.com/watch?v=ppYx7QekWp8

Echo Beach https://www.youtube.com/watch?v=WNy8ePVkPVk

Temple of Love https://www.youtube.com/watch?v=EcXaIByiJJ0

So Lonely https://www.youtube.com/watch?v=fz0DFefft2E

Couldn’t get it right https://www.youtube.com/watch?v=iwnC_8_ZeYE

Street Life https://www.youtube.com/watch?v=-iVR7WLsvAg

Pick up The Pieces https://www.youtube.com/watch?v=FnH_zwVmiuE

Party Girl https://www.youtube.com/watch?v=Pq6jgy76Q3g&start_radio=1&list=RDPq6jgy76Q3g

Bang Bang https://www.youtube.com/watch?v=B5UuI9Nt-uM

Night Dancin https://www.youtube.com/watch?v=wT2pIp3VXOk

It’s A Long Way There https://www.youtube.com/watch?v=BDZyG0KJqik

Blaue Augen https://www.youtube.com/watch?v=-D52CqyYpHw

Remember https://www.youtube.com/watch?v=fisp_xuBtVg

Boys Don’t Cry https://www.youtube.com/watch?v=FqSkiGwm_10

Sweet Luzy https://www.youtube.com/watch?v=hO3upRBV1es

Donny Rec. Foto: Gisbert Wegener

RESPEKT

King Brownie, Jahrgang 1961, war ab 1979

einer der Plattenchefs beim Musikhaus

Rohlfing in Osnabrück und ab 1981 einer

der beliebtesten DJs im Osnabrücker

Hyde Park. Er arbeitet heute als Bereichsleiter

in einem großen Elektronikmarkt

in München. Brownie berichtet: „So oft

war ich nie im Fiz Oblon. Ich war zu dem

Zeitpunkt ja nicht motorisiert und außerdem

waren wir Hyde-Park-Typen immer

etwas zu arrogant und hatten nie Zeit,

um in andere Läden zu fahren. Wir sahen

da aber auch keinen Sinn drin. Daher war

ich nur 2 oder 3 x da. Auffallend war die

gute Anlage, die die hatten. … Dass das

auch mal Kult werden würde, hätte ich

damals nie gedacht … RESPEKT!“

Ausgabe Winter 2018 mq | 19


Das Artland-Magazin.

Surplus Stock Foto: Gisbert Wegener

Livemusik

Peter Linse war neben den vielen

kaufmännischen Aufgaben gemeinsam

mit Horst Hörig für die Livemusik

zuständig. Beide knüpften Kontakte

zu der Amsterdamer Konzertagentur

Tumasi und dem Hamburger Tourneeveranstalter

Blindfish. Über diese

Agenten gelang es ihnen, Bands wie

Vitesse, Herman Brood, Wolfgang

Schlüter, die Sunny Jim Band, Gruppo

Sportivo, Lake, die skandinavischen

Jukka Tolonen Band https://www.youtube.

com/watch?v=kCOqr7dTNqA und Janne

Schaffer für die so genannten Mitternachtskonzerte

zu verpflichten. Eintritt:

5 DM. Auch Newcomer wie Surplus

Stock standen im Fiz gerne auf der

Bühne, in wechselnder Besetzung mit

Bob Giddens (Voc, Guitars), Thomas

Zimmermann (Drums), Achim Färber

(Drums), Matthias Wissmann (Keyboards),

Christian Schnaak (Drums), Tex

Morton (Guitar) und Carsten Mohring

am Bass.

Wie Horst Hörig sein

Musikprogramm entwickelte

Horst hatte sich in der Szene unserer

Region bereits einen Namen gemacht.

Zum einen war er ein sehr geselliger,

gesprächiger und kontaktfreudiger

Mensch, zum anderen fiel er durch

seinen weißen VW Käfer Cabrio und

seine seltenen Lederjacken in der Szene

auf. Zur Höchstform gelangte Horst

allerdings als DJ mit der Fertigstellung

des Fiz Oblons. Dort konnte er erstmalig

am 22. Dezember sein musikalisches

Set den Besuchern präsentieren. Aber

dazu später mehr.

Ich erinnere mich, dass Horst immer

davon sprach, dass sogar Leute aus

seiner Lieblingsstadt Bremen ins Fiz

kommen sollten und alle Musikerinnen

und Musiker aus der nahen und

entfernten Region ebenso. Mit seinen

vielfältigen inneren Bildern und seiner

Vorstellungskraft war er – aus meiner

Sicht – die treibende kreative Kraft bei

der Gestaltung des Fiz. Und ich hoffe,

dass mir meine Erinnerung keinen

Streich spielt.

Gruppo Sportivo Foto: Gisbert Wegener

20 | mq Ausgabe Winter 2018


40 JAHRE FIZ OBLON

Gruppo Sportivo Foto: Gisbert Wegener

Überall Musik im Hause Kemper

Horst Hörig war in Bippen aufgewachsen.

Er hatte vier Geschwister und schon

früh seinen Vater verloren. Später lebte

er mit seiner Mutter in Nortrup. Dort

hatte sie eine Anstellung bei der Fleischwarenfabrik

Kemper gefunden. Sie

lebten in einer Villa mit großem Garten

an der Hauptstraße in Nortrup, und zwar

direkt über der Wohnung der Witwe von

Hermann Kemper, einer der Urväter der

Magnetschwebebahn. Dieses Haus, das

heute nicht mehr existiert, lag nicht weit

von meinem Elternhaus entfernt und

so kam es, dass ich Horst schnell näher

kennen lernte. Oft war es so, dass er vor

der Fiz-Zeit am Wochenende bei uns klingelte

und um eine Mitfahrgelegenheit

zur Diskothek Scala nach Lastrup fragte.

Zuerst war es meine Schwester, die uns

chauffierte, später waren wir gemeinsam

mit Kalle aus Alfhausen unterwegs.

Jahrzehnte später wollte es die Ironie des

Schicksals, dass das Nortruper Fiz Oblon

unter Martin Wüst schräg gegenüber

von Horst ursprünglicher Nortruper

Wohnung im ehemaligen Gasthof Rietbrock

aufmachte.

Wenn man Horst besuchte, saß er oft

in seinem Zimmer. Den Kopfhörer

übergestülpt, hörte er neue und ältere

Langspielplatten ab und machte sich

zu den einzelnen Songs beschreibende

Notizen wie „cool“, „sweet“, „relaxed“.

Von der unteren Wohnung drang klassische

Musik der schwerhörigen Witwe

Kemper nach oben. Aktuelle Musikzeitschriften

(„Sounds“) und viele Tonträger

füllten den Raum. Tonträger von Bands,

deren Namen mir damals noch nichts

sagten, standen überall herum: LPs von

Westcoast-Musikern und Jazzrockern

wie Steve Miller, George Benson, Johnny

Guitar Watson, Tim Buckley, Gabor Szabo,

Eric Gale, Brothers Johnson, Jackson

Brown, Al Jarreau, Raul de Souza oder

John Handy. Vieles war absolut neu und

unbekannt. Unsere Jugendszene rund

um Quakenbrück speziell im Quakenbrücker

Jugendzentrum war Mitte der

Siebzigerjahre eher von Birth Control,

Frumpy, Can, Deep Purple, Black Sabbath,

Led Zeppelin infiziert und vor allem auch

durch den Krautrock, Progressivrock,

englischen und holländischen Bluesrock

– alles Musik, die Wolfgang Schönenberg

in seiner Diskothek Scala mit aufregender

Lightshow in Perfektion bekannt

gemacht hatte.

Horst war einer der wenigen, die das

Musikprogramm von Wolfgang Schönenberg

(Scala Lastrup) kritisierten.

Nach seinem Geschmack müsse man

alles ganz anders machen. Viele seiner

Bekannten waren skeptisch, aber seine

Beharrlichkeit hatte in den ersten Jahren

des Fiz Oblons großen Erfolg. Das Fiz

Oblon war lange Zeit ein sehr beliebter

Treffpunkt für die Szene von Meppen,

Lingen, Haselünne, Cloppenburg und

Vechta. Lange dauerte es allerdings

nicht, bis weitere Clubs mit ähnlichen

Konzepten aufmachten und als Konkurrenten

auf den Markt drängten.

Text und Recherche:

Gisbert Wegener im Oktober 2018.

Einige Songs, die in diesem Artikel

erwähnt sind, werden auf der Freak

Out Party am 16. Februar 2019

im Kulturbahnhof Cloppenburg

bzw. auf der nächsten Musicland Party

am 25. Mai 2019 in Restrup zu hören sein.

Ausgabe Winter 2018 mq | 21


Das Artland-Magazin.

Aus guten Stuben

Foto: Silvan Stephan

von Micha Kranixfeld

Eine Ausstellung

im Stadtmuseum

Quakenbrück

widmet sich den

Wohnzimmern

im Artland

Wie würde eine Reisende aus

der Zukunft unsere Art zu

leben sehen? Worüber wäre

sie erstaunt? Welche Fragen

hätte sie an uns? Und

welche Gegenstände würde sie mitnehmen,

um ihren Zeitgenossinnen*

ein gutes Bild von uns zu vermitteln?

Vielleicht würde sie sich für nichts interessieren,

was wir ihr zeigen würden.

Achtlos würde sie am prächtigen Fachwerk

der Innenstadt von Quakenbrück

vorbei gehen und die Arena der Artland

Dragons links liegen lassen. Stattdessen

würde sie vielleicht plötzlich

stehen bleiben und fragen, was das für

eine Blume ist, die sie da überall in den

Fenstern und Supermärkten sieht. Eine

Orchidee, würden wir antworten, und

wenn wir es zufällig wüssten, könnten

wir ihr sagen, dass wöchentlich 2,3

Millionen dieser Pflanzen die Niederlande

verlassen, um in allen möglichen

dekorativen Ecken Europas platziert zu

werden.

Solche Gedankenspiele standen am

Anfang eines Ausstellungsprojekts, das

das Stadtmuseum Quakenbrück gemeinsam

mit meiner Künstlerinnengruppe

„Syndikat Gefährliche Liebschaften“

realisierte. Ausgehend von der Sammlung

des Museums im Bereich Wohnkultur

unternahmen wir den Versuch

die historische Sammlung um heutige

Gegenstände zu ergänzen. Wir beschlossen,

die Menschen im Artland um eine

Einladung in ihre Wohnräume zu bitten:

Gemeinsam wollten wir mit ihnen darüber

nachdenken, was das Wohnen heute

ausmacht. In der Zeitungswelt Henke

entstanden die ersten Kontakte, positive

Mundpropaganda brachte die weiteren

zu uns. Und so hatten wir am Ende

knapp 30 Menschen zuhause besucht.

Bei Kaffee, Kuchen und Gin Tonic lernten

wir einander kennen. Wir erzählten von

uns und erfuhren im Gegenzug viel

Vertrauliches.

Gemeinsam mit unseren Gastgeberinnen

blickten wir uns in ihren Wohnzimmern

um und fragten: Welcher

Gegenstand in diesem Zimmer ist am

weitesten gereist? Auf welchen Gegenstand

könnten Sie sofort verzichten?

Foto: Micha Kranixfeld

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text verallgemeinernd das generische Femininum verwendet.

Diese Formulierungen umfassen gleichermaßen männliche und weibliche Personen; alle sind damit

selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen.

22 | mq Ausgabe Winter 2018


STADTMUSEUM QUAKENBRÜCK

Und welchen haben Sie seit dem Einzug

noch nie verrückt? Unsere Gastgeberinnen

erzählten uns die Geschichte ihrer

Einrichtung, die oft eng mit ihrem Leben

verknüpft war. Diesen Tisch hat man sich

vom ersten Gehalt gekauft. Jene Schrankwand

würde man heute nicht nochmal

kaufen. Schnell lernten wir, dass es einen

großen Unterschied macht, ob es sich um

die erste eigene Wohnung handelt oder

um die letzte. Ob die ganze Familie unter

einem Dach lebt oder nur Vater, Mutter,

Kind in eine Mietswohnung gezogen sind.

Für manche bedeutete eine schlichte

Einrichtung Wohlstand, für andere Armut.

Manche liebten ihr altes Bauernhaus, andere

ihren Neubau mit Goldtapete.

Auf unserer Reise durchs Artland besuchten

wir Eigenheime aus dem Fertigbaukatalog,

Bungalows und Jugendstilvillen. Wir

betraten vollverflieste Eingangsbereiche

und Flure, deren Teppichboden mit einem

zweiten Teppich geschützt wurde. Manche

Räume rochen noch neu, andere waren es

einmal. Oft glaubten die Gastgebenden,

dass wir die Highlights sehen wollten. Ein

restauriertes Karussellpferd in Lebensgröße

aus der Fabrik der Familie, das neben

dem Esstisch steht. Die museal anmutende

Diele samt Zinntelleranrichte und

Ölgemälden der Bauernahnen. Der selbstgebaute

Couchtisch, der Buddha aus Sri

Lanka, die große Sammlung Sammeltassen.

Tatsächlich aber gerieten ganz andere

Dinge unvermutet in den Blick: Eine Dose,

die unbeachtet in der Ecke stand. Das Licht,

das in die Zimmer fiel. Ein Nachtlicht, das

Sicherheit gab.

Wenn unser Blick wanderte, fiel er oft auf

Spuren, die die Nutzung hinterlassen hat.

Bohrlöcher, gefüllt und überstrichen. Ein

Fleck auf dem Sofa. Schlieren um die Lichtschalter,

zurückgelassen von hunderten

Fingerspitzen, die den Schalter suchten.

Farbige Knetspuren auf der Raufasertapete.

Kleine Reste des Wohnens. Wenn man

danach fragte, lachte die Gastgeberin.

In dieser Wohnung hat ihr Kind immer

Vorrang. Die Oberflächen sind deshalb

abwischbar, die Möbel nicht zu teuer gewesen.

Hier darf man auf dem Sofa springen,

wenn das Wetter schlecht ist, und mit

Messern kleine Kerben in die Tischplatte

ritzen. Das Wohnzimmer als heiliger Ort,

den man am besten nur öffnet, wenn Gäste

kommen oder die Oma gestorben ist?

Undenkbar für die Gastgeberin. Die richtig

schönen Dinge wird sie sich kaufen, wenn

das Kind größer ist.

Danke für Ihr Vertrauen

Wir bedanken uns sehr für die angenehme

Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und

freuen uns auf das Neue.

Auf diesem Wege wünschen wir Ihnen und

Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und

viel Glück und Erfolg in 201.

49626 Berge

Am Tempelskamp 7

Telefon 05435/93 28

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Foto: Micha Kranixfeld

Ausgabe Winter 2018 mq | 23


Das Artland-Magazin.

Foto: Silvan Stephan

Die cremefarbene Couchgarnitur in der

Wohnung auf der anderen Seite der

Bahngleise ist garantiert nicht zum

Hüpfen freigegeben. Hier, inmitten von

hübschen Vorhängen und wertvollem

Mobiliar, befindet sich eine große

Sammlung von Geschirr. Die Gastgeberin

öffnete ein Türchen nach dem

anderen und enthüllte immer mehr

Tassen, Teller, Tellerchen, Tässchen,

Sammeltässchen, Sammelfigürchen,

bedruckt, bemalt, fragil. Wir mussten –

heimlich – an den Entrümpler denken,

der im selben Moment das Haus der

verstorbenen Mutter einer guten

Freundin durchsuchte – auf der Suche

nach dem, was nicht nur persönlichen

Wert hat.

Ein paar Häuser weiter wohnt das

frisch vermählte Paar und besitzt ausschließlich

Ikea-Geschirr. Wozu all diese

alten Teller aufheben, die man sich

nie traut zu benutzen, die von Hand

gespült werden müssen und auf ewig

die Laune verderben, wenn sie einmal

gesprungen sind und nun die Sammlung

unvollständig machen? Man ärgert

sich, obwohl einem das 24-teilige

Service doch vorher eigentlich gar nicht

so wichtig war. Wir Besucherinnen

blickten folglich auf eine Schrankwand

mit recht leeren Vitrinen und wunderten

sich, dass dieses Möbel trotzdem

gekauft wurde. Es sah nicht mehr so

mächtig aus, wie man es von früher

kennt, aber trotzdem dominierte es die

ganze Wand. Ja, sagte die Gastgeberin

fast entschuldigend, die würde sie auch

nicht noch einmal kaufen. Aber als sie

mit ihrem Freund zusammenzog, da

verließ sie ein Haus, in dem das Wohnzimmer

auch das Schlafzimmer der

Mutter gewesen war. Der Drang, endlich

ein richtiges, ordentliches, ja von

ihr aus eben spießiges, Wohnzimmer

zu haben, war stark. Der Schrankwand

steht ein gigantisches Sofa gegenüber.

Es sei Glück gewesen, dass es ins

Zimmer passte, sagte die Gastgeberin

lachend. Man habe im Laden gar nicht

darüber nachgedacht, wie groß es sei.

Nun nimmt das Sofa die ganze Breite

des Zimmers ein, lässt nur links einen

kleinen, sehr nutzlosen Spalt übrig,

den sich der Deckenfluter mit ein paar

Kartons noch nicht wegsortierter Hochzeitsdeko

teilt. Wenn Besuch kommt,

sitzt sie eigentlich lieber in der Küche –

so wie es auch bei ihrer Mutter war.

Ein paar Tage später erzählten wir in

einem anderen Wohnzimmer davon und

der Gastgeber, ein Psychiater, begann zu

sinnieren, ob es so etwas wie Archetypen

des Wohnens gibt. Also, ob es auch beim

Wohnen eine Prägung durch die Familie

gibt. In einer Siedlung, die vor ein paar

Jahrzehnten mal eine Neubausiedlung

war, erzählte die Gastgeberin aus ihrer

Kindheit. Damals seien Freundinnen und

Nachbarinnen ohne Zögern ganz spontan

vorbei gekommen. Die Mutter ließ

die Arbeit oder das gute Buch kurz liegen

und man zündete sich gemeinsam eine

Zigarette an. Heute scheinen die Verabredungen

zugenommen zu haben, befand

unsere Gastgeberin. Ohne Vorankündigung

zu einem längeren Besuch vorbei

schauen? Das geht nicht mehr bei allen.

Sind die Wohnräume heute privater als

noch vor ein paar Jahrzehnten?

Mit der Zeit lernten wir, dass beim Wohnen

Bräuche und Gepflogenheiten eine

große Rolle spielen: Zum Beispiel in der

Mittagspause im landwirtschaftlichen

Betrieb. Hier kam die Familie zusammen,

besprach sich, spielte mit der Kleinen,

beantwortete unsere Fragen und die

24 | mq Ausgabe Winter 2018


GESCHICHTE DES HASEPARKS

Fragen der Mitarbeiterinnen parallel. Auf

dem Drehteller rotierten Baumkuchen

und eine große Pumpkanne mit frischem

Kaffee. Jeden Tag ist das so. Für eine

Stunde Ruhezeit. Solche Rituale gehören

zum Zuhausegefühl genauso wie die

gemütliche Eckbank, auf der man dabei

sitzt.

Was würde unsere Besucherin aus der

Zukunft auf dieser bisherigen Reise

vermissen? Welche Wohnräume würde

sie vor ihrer Rückkehr noch sehen wollen,

um ein komplettes Bild zu zeichnen?

Vielleicht hätte sie die alte Metzgerei

im Stadtmuseum entdeckt und würde

sich fragen, wer das Fleisch heute auf

die Teller bringt. Wir würden ihr Häuser

zeigen, in denen Hilfsarbeiterinnen

leben: manche in der Neustadt, von der

man im Rest der Stadt oft keine hohe

Meinung hat, andere aber auch in der

Innenstadt. Oft teilen sich hier zwei und

mehr Menschen die Zimmer, alles ist darauf

ausgerichtet, dass diese Wohnungen

nur für eine gewisse Zeit gedacht sind.

Die guten Stuben, in denen sie sich wohl

fühlen würden, finden sich oft an weiter

entfernten Orten, die auf diese Weise mit

Quakenbrück verbunden sind.

Foto: Marie Katzer

Weil der Wohnungsmarkt für Ein- und

Zweiraumwohnungen in Quakenbrück

klein ist, treten diese Menschen zudem

unfreiwillig in Konkurrenz mit anderen,

die ebenfalls kleine Wohnungen benötigen:

Alleinerziehenden zum Beispiel oder

Menschen, die aufgrund einer psychischen

Erkrankung nicht mit anderen

zusammen leben können. Von ihnen

erzählt uns eine Sozialarbeiterin, aus deren

großzügigem Wohnzimmer man ins

Grüne blicken kann. Die Räume, die sie

täglich besucht, sehen anders aus: Abgewohnte

Möbel aus dem Sozialkaufhaus,

Zigaretten auf dem Couchtisch, Deko-

Artikel aus dem Euro-Shop. Billigware, die

nichtsdestotrotz liebevoll ausgewählt

wurde. Oft gibt es nur ein Zimmer, in

dem sich das ganze Leben abspielt. Da

lässt sich nichts verstecken. Man sitzt

auf dem Bett und sieht fern. Weil das

Wohngeld oft nicht für eine eigene Wohnung

reicht, zahlen die Bewohnerinnen

drauf – vom ohnehin knapp berechneten

Betrag für Essen, Kleidung und anderes

Notwendige. Kein Wunder, das wir ihnen

auf unserer Reise durch Quakenbrücker

Wohnräume nicht so leicht begegneten.

Ganz abgesehen davon, dass sie, wie

Studien zeigen, nicht ohne Weiteres zum

Kulturpublikum gehören, würden sie uns

wohl nicht selbstverständlich einladen,

um uns ihre Wohnräume zu zeigen.

Denn vielleicht ist es so: In vielen unserer

Wohnzimmer lebt die „gute Stube“

weiter, dieser aufgeräumte Schauplatz,

auf dem die Bewohnerinnen vor ihren

Freundinnen, Verwandten, Besucherinnen

(und vor sich selbst) Theater spielen,

statt diesen Raum wirklich zu bewohnen.

Die Wohnung gibt dem Menschen

Geborgenheit, aber sie erlaubt ihm auch,

sich darzustellen, sich als sein eigenes

Wunschbild zu präsentieren – und das

ist immer etwas höher, als man auf der

sozialen Leiter wirklich erklommen hat.

Wenn auf den Höfen früher Besuch

angekündigt war, dann betraten die

Männer das Haus durch den Stall und die

Frauen nahmen den Weg durch den Garten.

Dem Besuch haftete also durchaus

etwas von Kontrolle an. Hinterher bat

man ihn in ein Zimmer, das man im Alltag

nie nutzte, denn die gute Stube war

reserviert für große Festtage und Trauerfälle.

In manchen Gegenden Deutschlands

nennt man sie deshalb auch „kalte

Pracht“, weil der Raum den größten Teil

des Jahres nicht geheizt wurde.

Welches Bild würde die Besucherin aus

der Zukunft nun den Menschen ihrer Zeit

vermitteln? Vielleicht würde die Besucherin

auf unsere Nachfrage nur lächeln.

Sie würde ihr Raumschiff besteigen und

vor unseren Augen verschwinden. So

bliebe uns selbst überlassen nachzudenken,

was ein Stadtmuseum erhalten

müsste, um in der Zukunft ein realistisches

Bild unserer Zeit zu vermitteln.

Meine Künstlerinnengruppe „Syndikat

Gefährliche Liebschaften“ hat eine

Auswahl getroffen und sie als Ausstellung

im Stadtmuseum installiert. Damit

die Objekte jedoch wirklich zu sprechen

begannen, verwandelten wir das ganze

Museum für ein Wochenende in eine

Schule des Wohnens: Schülerinnen des

Artland-Gymnasiums gestalteten inszenierte

Führungen durch das Museum,

in denen sie ihre Sicht auf das Artland

erzählten und dafür zeitweise selbst zu

Artländer Drachen wurden, um von Ort

zu Ort zu fliegen. Viele der Menschen,

die wir trafen, gaben ihr Wissen in selbst

gestalteten „Schulstunden“ weiter. Hier

standen Themen wie „Wohnen in der

Neustadt“, „Sammeln und Loswerden“

oder „Feste & Gäste“ auf dem Stundenplan.

Zudem kamen Forscherinnen mit

skurrilen Themen zu Wort (z.B. „Der Fernseher

als Altar“), ein Film über lesbisches

Leben auf dem Land wurde gezeigt und

ein Shuttle brachte Gäste in echte Quakenbrücker

Wohnzimmer. So zeigten wir,

dass unser Projekt vor allem ein Anlass

sein sollte, um die Besucherinnen ins

Gespräch zu bringen. Das Stadtmuseum

ist für uns ein Ort, an dem die Menschen

aus der Region über ihre Geschichte

nachdenken können – um daraus die

Zukunft abzuleiten.

Die Ausstellung „Aus guten Stuben“ ist

noch bis zum 03. März 2019 im Stadtmuseum

Quakenbrück immer donnerstags

und am Wochenende von 14-17 Uhr zu

sehen.

Foto: Marie Katzer

Das Projekt wurde gefördert von der Landesarbeitsgemeinschaft

Soziokultur, dem Ministerium

für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen,

der Stiftung Niedersachsen, dem Landkreis

Osnabrück und der StadtStiftung Quakenbrück.

Ausgabe Winter 2018 mq | 25


Das Artland-Magazin.

Karmann-Ghia-Treffen 1987

Im Herzen von unserer Burgmannstadt

ist der Fachwerkbau mit seiner

500 Jahre alten Geschichte das

älteste zweigeschossige Gebäude

im Umkreis von ungefähr 40 Kilometern

und wurde in den vergangenen

Jahren von dem Eigentümer Michael

Abeln sowie der tatkräftigen Unterstützung

qualifizierter Handwerksbetriebe

aus der Region liebevoll restauriert. Mit

dem Innenausbau, sprich Theke, Tische,

Raumteiler und

sogar den Einfassungen

der Speisekarten

des Restaurants betraute

der Hausherr

die Tischlerei Funke

in Essen/Bevern, die

seit über 100 Jahren

Ideen und Konzepte für Wohnraum

und öffentliche Bereiche entwickelt.

Sie waren es, die Michaels Überlegungen

mit ihren Ideen kombinierten. Für

das Inventar wurden alte Balken und

Bohlen ausgesucht, aufgeschnitten,

ausgehobelt und geschliffen. Was vor

den geschulten Augen der Tischler und

Möbelbauer nicht bestand, das musste

weichen. Die natürliche Unbefangenheit

des Holzes stand im Vordergrund

wie auch moderne Gestaltungsmaßstäbe.

Die Möbel und die übrige Einrichtung

wurden daher ganz individuell

gefertigt. So ist das Anno 1510 wohl

das einzige Lokal in Quakenbrück, in

dem die rustikale Einrichtung aus dem

Jahrhunderte alten Holz des Fachwerkhauses

besteht.

Bei der Findung des Namens für das

Restaurant hatte Michael Freunde und

Bekannte mit einbezogen. Ihm schwebte

ein kurzer Name, der schnell über die

Lippen gehen sollte, aber auch zum Haus

passt, im Kopf herum. Im Endeffekt kam

er aber in Anlehnung an das Baujahr des

Gebäudes selbst auf den Namen. Nun

fehlte nur noch ein passender Pächter.

Nach der Fertigstellung des Hauses suchte

Michael in Tageszeitungen, sozialen

Netzwerken und mit anderen Anzeigen

schon länger nach einem passenden

Pächter. Er hatte zwischenzeitlich viele

Angebote, die er aber ausschlug, weil ihn

das Konzept nicht überzeugte. Er hatte

feste Vorstellungen und wollte einen

Pächter, der klassische deutsche Gerichte

auf der Speisekarte haben sollte.

26 | mq Ausgabe Winter 2018


GASTRONOMIE IN QUAKENBRÜCK

Anno 1510 - das neue Lokal

im Herzen der Burgmanstadt

Anfang Oktober eröffnete in dem historischen Fachwerkbau

an der Langen Straße 40 das Restaurant „Anno 1510“.

Koch und Inhaber ist Mirza Ceric. Er bekocht seine

Gäste mit klassischen deutschen Spezialitäten,

die er aber modern interpretiert.

Mirza Ceric stieß auf eine der Annoncen

von Michael Abeln und fuhr kurzer Hand

nach Quakenbrück. Der 29-Jährige absolvierte

eine Ausbildung zum Koch und

machte damit seine Passion zum Beruf.

In einem 3-Sterne-Hotel (verglichen mit

dt. Gastronomie) in Bosnien lernte er ihn

von der Pike auf, und weil er mit der nötigen

Leidenschaft zu Werke ging, stieg er

schnell zum Küchenchef auf und konnte

so reichlich Erfahrungen sammeln. Zuletzt

arbeitete Mirza in einem Restaurant

in Osnabrück, doch sein sehnlichster

Wunsch war es, ein eigenes Restaurant

zu eröffnen. Dazu kommt, dass er junger

Vater ist und er mit seiner Familie nach

einem ruhigeren Ort suchte. Mirza wollte

in eine Kleinstadt und möchte, dass der

zweijährige Sohn in einer ländlichen

Umgebung aufwächst. Da er in Quakenbrück

optimale Bedingungen vorfand,

erschien ihm das Angebot, sich im

Artland niederzulassen, geradezu verlockend.

Hier hat er, gemeinsam mit seiner

Familie einen Ort gefunden, an dem er in

Ruhe leben, arbeiten und wohnen kann,

denn die drei haben über dem „Anno

1510” eine Wohnung im ersten Obergeschoss

des Hauses bezogen.

In seinem Restaurant serviert er nun seit

Anfang Oktober typisch

deutsche Gerichte. Sein

Motto lautet: „Wie bei

Oma – nur 2018“. Einzelne

Gerichte werden neu

kombiniert, und er verbindet

klassische Gerichte mit

neuen Geschmacksrichtungen.

Die frischen Zutaten hierfür holt

sich der Koch aus der Region und jeden

Freitagmorgen direkt vor der Haustür

vom Wochenmarkt.

Mirza und seine Familie freuen sich in

Quakenbrück angekommen zu sein. Und

scheinbar freuen sich die Einwohner der

Burgmannstadt auf seine Kochkünste,

denn im Restaurant ist zur besten Essenszeit,

auch unter der Woche, manchmal

kein Platz mehr zu ergattern. Die

Tische sind mit

Reservierungsschildern

gespickt

wie ein Käse-Igel

mit Weintrauben.

Wer auf Nummer

sicher gehen will,

ruft vorher an.

Text, Fotos: Detlef Bülow

Ausgabe Winter 2018 mq | 27


Das Artland-Magazin.

„Eins aber ist not“

Die letzte Quakenbrücker Diakonisse

28 | mq Ausgabe Winter 2018


QUAKENBRÜCKER BEIM WERNER-RENNEN

Anlässlich ihres 95.Geburtstages

schwelgte Schwester

Waltraud in Erinnerungen

an ihre frühere masurische

Heimat im südlichen

Ostpreußen, die sie seit der

kriegsbedingten Vertreibung schon drei

Mal besucht hat. Die alten Stätten seien

jedoch ziemlich verfallen gewesen, bemerkt

die Hochbetagte wehmütig, und

auch die vielen Schwestern der Gemeinschaft

seien nach und nach verstorben,

so dass sie heute keine Erinnerungen

mehr austauschen kann. Doch wenn

die gebürtige Ostpreußin aus Suleiken

ins Schwärmen kommt, denkt sie mit

Freuden an die alte Gemeindeschwester

in dem Ort Treuburg, die für die damals

18-jährige ein großes Vorbild war. Die

junge Waltraud plante nach ihrer Ausbildung

zur Krankenschwester den Eintritt

ins Diakonissen-Mutterhaus in Lötzen,

wo sie zunächst im Garten tätig war. Bei

Kriegsende trat sie gemeinsam mit allen

Diakonissen am 24. Januar 1945 bei minus

20 Grad Celsius und hohem Schnee

die Flucht nach Lübeck/ Hamburg-

Altona an, wo sie im Haus Bethlehem

aufgenommen wurden. „Auf dem

Fluchtschiff spielte Schwester Christel

auf der Gitarre. Das hat die Mütter mit

ihren Kindern und die jungen Soldaten

aufgemuntert“, erinnert sich die Diakonisse,

die wie alle anderen Angst vor

den russischen Torpedos gehabt hatte.

Doch im Westen erwarteten sie schon die

lebensbedrohlichen Bombardierungen

der Alliierten. Besonders schlimm eingeprägt

hat sich Schwester Waltraut das

Schreckensszenario in Bad Oldesloe, wo

die junge Frau eigentlich ihre Ausbildung

beginnen wollte. Bei ihren Erzählungen

schwingt immer viel Empathie für die

leidende Kreatur und ihre Mitmenschen

mit. Das Mutterhaus Bethanien an der

Lötzener Straße 14 in Quakenbrück ist

ihr und ihren Mitschwestern ab 1950 zur

zweiten Heimat geworden, weil sie hier

soziale und geistige Gemeinschaft erlebt

und geschätzt haben. Schwester Waltraud

arbeitete im Krankenhaus Bethanien als

Leiterin der Inneren Station und im späteren

Christlichen Krankenhaus (ab 1972) als

Nachtwache. Die 95-jährige wird heute im

Altenpflegeheim Haus Bethanien gepflegt

und ist die letzte noch lebende Diakonisse

in Quakenbrück.

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In diesem prächtigen Lötzener Gebäude lebten einst 184 Schwestern. Foto: Jürgen Werner

Ausgabe Winter 2018 mq | 29


Geschichte des

Diakonissen-

Mutterhauses

Bethanien

Eine Rückschau verdeutlicht die bewegte

Geschichte des Mutterhauses, dessen

Schicksal seit fast 70 (2020) Jahren

untrennbar mit der Burgmannsstadt

verbunden ist (siehe Foto mit gekränzter

Tür). Das Lötzener Mutterhaus wurzelte

im Königsberger Diakonissen-Mutterhaus

der Barmherzigkeit (1850), wo um

die Jahrhundertwende 870 Schwestern

an 370 Arbeitsplätzen tätig waren. Doch

das umfangreiche Aufgabenspektrum

führte (3. Oktober 1910) zur Gründung

einer neuen Zentrale in Masuren - mit

Blick auf den Löwentin-See - des Mutterhauses

Bethanien. Es wurde zur Heimat

für seine Schwestern, eine Stätte der

Sammlung und Zurüstung, Erprobung

und Bewährung, des Rückhalts und der

Zuflucht. Die Schwesterngemeinschaft

bildete sowohl eine Glaubens- als auch

eine Dienst- und Lebensgemeinschaft.

Ihre Losung lautete: „ Eins aber ist not“.

Das wichtigste Aufgabenfeld der damaligen

Schwestern war das unmittelbar

angeschlossene Krankenhaus. Wie die

Quakenbrücker Verbandsschwester

Lieselotte Ulmer recherierte, avancierte

die Lötzener Klinik schon bald zum

Kreiskrankenhaus mit 260 Betten. Dazu

gehörten auch eine le sowie ein Kindergärtnerinnen- und

Krankenpflegeschu-

Hortnerinnenseminar. Nach dem ersten

Weltkrieg 1914/18) dauerte es mehrere

Jahre bis sich das Mutterhaus wirtschaftlich

wieder erholt hatte. Damals

schmückte ein Gotteswort den Fries der

Lötzener Kapelle, das Kraft und Aufgabe

der Schwestern zeichnete (Offenbarung

Johannes 21, 3–4): „Siehe da, eine Hütte

Gottes bei den Menschen, und er wird

bei ihnen wohnen, und sie werden

sein Volk sein.“ Als Oberin entsandte

die „Barmherzigkeit“ ihre Diakonisse

Elisabeth von Schrötter, die die Geschicke

des Hauses bis 1924 leitete. „Sie war

eine Diakonissenmutter im wahrsten

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30 | mq Ausgabe Winter 2018


DIAKONISSEN-MUTTERHAUS BETHANIEN

Sinne des Wortes, immer gütig, immer

freundlich, voll liebenden Verstehens in

allen unseren Nöten und Sorgen ... Gott

hatte ihr einen fröhlichen Sinn gegeben

... und sie konnte sich über alles Schöne,

Gute und Edle herzlich freuen und alle

mit dieser Freude mitreißen“, schilderte

ihre Nachfolgerin Schwester Berta

Bialluch Elisabeth von Schrötter, die die

ältere Schwesterngeneration geprägt

hatte. Dieser Geist ist auch heute noch

lebendig in den Einrichtungen der Diakonischen

Stiftung Quakenbrück (in der

Nachfolge des Mutterhauses). Der Tag

einer Diakonisse war streng geregelt und

wurde durch die Morgen- und Abendandacht

sowie das Mittagsgebet strukturiert.

In ihrer Freizeit wurde gehandarbeitet,

gelesen und gesungen. Sie trug die

Tracht einer damaligen, verheirateten

Bürgersfrau und war ebenso wie diese

äußerlich sichtbar „unter die Haube gekommen“,

so berichtet Lieselotte Ulmer.

Foto: Jürgen Werner

Eine neue Ära

Nach der kriegsbedingten Vertreibung

der Schwestern und mehreren Zwischenstationen

in Celle und Hamburg

fanden 150 von ihnen ab 1950 eine neue

Heimat in Quakenbrück an der Lötzener

Straße 14. Mit der Einweihung in der

St.-Sylvester-Kirche am 17.12. (3. Advent)

startete das diakonische Schaffen der

Lötzener Schwestern in Quakenbrück.

Bereits 1948 hatten schon einige Diakonissen

ihr segensreiches Wirken auf

Diakonissen und Mitarbeiter

des Mutterhauses Bethanien

feierten 2010 das 100-jährige

Jubiläum des Hauses (links

Schwester Waltraud)

Foto: Alexandra Lüders

dem ehemaligen Fliegerhorst begonnen.

Die Arbeit wurde im Haus 10 unter der

Bezeichnung Bethanien-Krankenhaus

(175 Betten) und im Altersheim der

Inneren Mission aufgenommen. In

Haus 19 wurden das Altersheim und ein

Jugendwohnheim eingerichtet. Später

folgten noch ein Kindergarten, ein

Feierabendhaus, eine Pflegevorschule

und ein Berufsförderungslehrgang. Ab

1980 bildeten drei Fachschulen junge

Menschen für den medizinischen und

sozialen Bereich aus. 1972 hatten sich

das katholische Borromäus-Krankenhaus

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Ausgabe Winter 2018 mq | 31


Das Artland-Magazin.

Die letzte, lebende Diakonisse feierte ihren 95-jährigen Geburtstag

unter anderem mit Lieselotte Ulmer (rechts) und Pflegerin Ulla Lindhorst

(links) im Altenheim Bethanien.

Foto: Alexandra Lüders

Wir sagen Danke für 2018

und wünschen...

frohe Weihnachten

Im November:

und einen guten Rutsch!

Foto: Jürgen Werner

und evangelische Bethanien-Krankenhaus

zum Christlichen Krankenhaus

zusammengeschlossen, wo die Diakonissen

und Verbandsschwestern dank ihres

Engagements viele Spuren hinterlassen

haben. Beim 50-jährigen Jubiläum im

Jahre 1960 zählte die Schwesternschaft

noch 230 Schwestern, inclusive 18 Probeschwestern,

66 Verbandsschwestern

und 26 Verbandsjungschwestern, die in

Altenheimen, Krankenhäusern, in der Gemeindepflege,

in Kindergärten, Heimen

und in sonstigen Bereichen tätig waren.

So konnte das Mutterhaus schließlich

am 10. Oktober 2010 sein 100-jähriges

Jubiläum feiern.


DIAKONISSEN-MUTTERHAUS BETHANIEN

Verbandsschwester

Lieselotte Ulmer

„Ich war die letzte Schwester mit Haube im Christlichen

Krankenhaus. Hier arbeitete ich 25 Jahre im Operationssaal.

Von 1989 bis 2004 hatte ich die Aufgabe als Oberin und

Pflegedienstleiterin inne. Mit meinem ruhestandbedingten

Ausscheiden ging die Zeit der Mutterhausschwestern im

Krankenhaus zu Ende“, erinnert sich Lieselotte Ulmer. Sie

war mit Bethanien schon in jungen Jahren eng verbunden,

denn ihre Mutter arbeitete in Lötzen in der Mutterhausküche

und auf der Säuglingsstation. Ihre Großtante Margarete

Uwiss war als Diakonisse die leitende Küchenschwester.

Ulmer selbst wurde in Johannisburg geboren und erlebte

die Flucht als Zweijährige hautnah. Sie ist mit ihrer Familie

(ohne ihren Vater) mit dem Schiff vorbei an dem Wrack der

havarierten Gustloff über die Ostsee in Richtung Westen

geflohen. Die Odyssee endete schließlich im Kreis Lüchow

Dannenberg. 1956 zog die Familie nach Belm bei Osnabrück.

„Nach der Schule habe ich zunächst eine Grundausbildung

in Hauswirtschaft gemacht. Ursprünglich wollte ich nach

Lemförde gehen, aber meine Mutter war mit den Lötzener

Diakonissen eng in Verbindung geblieben. So habe ich mich

für Quakenbrück entschieden und bin 1960 als Verbandsschwester

in den Kaiserswerther Verband eingetreten, um

mich im Bethanien-Krankenhaus in der Krankenpflege

ausbilden zu lassen. Heute leben noch sieben unserer

Verbandschwestern (heute Diakonische Schwestern) in

Quakenbrück und fünf außerhalb der Burgmannstadt“,

berichtet Lieselotte Ulmer, die sich seit Jahren auch in der St.

Petrus Gemeinde und in der Landsmannschaft Ostpreußen

engagiert. Am 3. Adventssonntag (17. Dezember) wird Jürgen

Werner hier einen Lichtbildervortrag über seine Radreise

durch Ostpreußen und Lötzen halten.

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und einen guten Rutsch

in‘s neue Jahr!

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Kaiserswerther

Verband

Die Mutterhaus-Diakonie

begann im 19. Jahrhundert

als Antwort auf die

napoleonisch geprägte

Zeit mit ihren Befreiungskriegen.

Durch die

Industrialisierung und die

Wanderbewegung kam es

zur sozialen Entwurzelung

und Verarmung der Bevölkerung.

In dieser Situation

forderte der evangelische

Pfarrer Theodor Fliedner

in Kaiserswerth evangelische

Frauen und Witwen

auf, sich dem Dienst am

Kranken um Jesu Willen zu

widmen. Zugleich wollte

er dem Bedürfnis der

unverheirateten Frau nach

einer sinnvollen Betätigung

entsprechen. Zusammen

mit seiner Frau Friederike

gründete er 1836 die erste

Diakonissen-Anstalt in

Kaiserswerth. Die damaligen

Schwestern gehörten zu

den ersten Frauen, die eine

Berufsausbildung erhielten.

Von 1861 bis 1925 gab es

bereits 27 Mutterhäuser mit

1200 Diakonissen. 25 Jahre

später wirkten 57 Mutterhäuser

mit 6366 Diakonissen

deutschlandweit auf

2000 Arbeitsplätzen. 1916

wurde der Kaiserswerther

Verband gegründet, dem

alle Mutterhäuser bis heute

angeschlossen sind. Er

vertritt die „Diakonie der

Gemeinschaft“ und ist

seit über 100 Jahren ein

Netzwerk der diakonischen

Kompetenz und Nächstenliebe.

Der KWV verbindet

über 70 diakonische Gemeinschaften

und Werke in

Deutschland. Die Verbandschwesternschaft

entwickelte

sich als zweite starke

Säule der Mutterhausdiakonie.

1987 beantragten die

westdeutschen Verbandschwestern

beim KWV

eine Umbenennung ihrer

Gemeinschaft in „Diakonische

Schwesternschaft“

- eine Gemeinschaft von

Frauen und Männern im

Kaiserswerther Verband.

(Infos

Lieselotte Ulmer)

Ausgabe Winter 2018 mq | 33


Das Artland-Magazin.

Silvesterparty mit Zaubershow in der Artland-Arena

MAGIC IMPOSS

weckt neue Illusionen und Faszination

Von Bernd Middendorf

34 | mq Ausgabe Winter 2018


(EXKLUSIVE)

(EXKLUSIVE)

(EXKLUSIVE)

Z

p

w

SILVESTER 2018

IBLE

Diesem Auftritt fiebern Freunde und Anhänger

der Magie schon lange entgegen: Nach

dreijähriger Pause präsentiert Ralph Hanheide

am Silvesterabend mit seinem Team

mit „Magic Impossible“ endlich wieder eine

große Zaubershow in der Artland Arena.

Nach einer mitreißenden Vorstellung wird

erneut die populäre Liveband„Rocktools“

den Besuchern einheizen. Das Jahr 2019 wird

mittendrin begrüßt mit einem spektakulären

Feuerwerk. Neues Angebot bei der Veranstaltung,

die zum vierten Mal steigt: Ein

delikates Silvesterdinner aus der Küche des

Hotels „Oldenburger-Hof“, hat Koch Marcus

Tepe ein

Dinner kreiert,

dass die Gäste

vor den teils

feurigen, teils

dämonischen

Tricks des Magiers

stärken

soll. Tischreservierungen sind online möglich

unter silvester@dysoevents.de.

„Ich wurde immer wieder gefragt, wann es

wieder losgeht. Seit November 2017 laufen

nun die Planungen für die neue Show“

schmunzelt Ralph Hanheide, der sich dank

der Hartnäckigkeit seiner Fans überzeugen

ließ. Schon der Auftakt im Jahr 2010 zum

Stadtjubiläum weckte Begeisterungsstürme.

Seitdem ging es in der Arena noch zweimal

magisch zur Sache – zuletzt 2015 mit

einer Vorstellung, an die viele noch lange

zurückdachten: „Die ersten drängten schon

Anfang 2017 zu einer Wiederholung, aber

man braucht schon einen Abstand von

mindestens drei Jahren um ein neue Show

zu entwickeln“.

Schließlich steckt ein Berg an Arbeit dahinter

– mit der Vorbereitung noch spannenderer

Zaubertricks, Konstruktion des

Equipments, einer ausgeklügelten Logistik

und nicht zuletzt umfangreicher Manpower.

„Auf meine eingespielten Teams und die vielen

Helfer kann ich mich 100%ig verlassen“,

betont Hanheide. „Es muss ja alles passen,

nicht erst auf der Bühne, sondern lange vorher.

Man hat inzwischen die Drähte; ein gutes

Netzwerk öffnet alle Türen.“ Da seien vor

allem die Assistentinnen Jennifer Ebenhardt,

Mara Weymann, Jessica Kaul, Valeria Gorban

und seine Frau Beate genannt. „Die sind alle

jedes Wochenende mit viel Spaß dabei. Das

ist nicht selbstverständlich, und es ist ja ein

anspruchsvolles Gesamtpaket.“

Jeder Handgriff sitzt auch beim Technikteam

mit der „Stage-Crew“ Alexander Bobe,

Magnus Theisling und Sebastian Bobe. Um

Licht und Sound kümmert sich professionell

die Firma „Musikus“ aus Nortrup. Auch der

Aufbau der Bühne verlangt viel Know-how:

180 Quadratmeter groß ist sie – inklusive der

Seitenbühnen. „Dort arbeitet die Mannschaft,

die mich gut aussehen lässt, damit

das Ganze auch rund wird“. Vorher schon

musste seine „Bauabteilung“, wie er sie

nennt, tätig werden. Insgesamt packen gut

20 Menschen an, um „Magic Impossible“

zum Erfolg werden zu lassen.

Erhöht werden Tempo und Schlagzahl

ab der Generalprobe. „Das ist immer eine

spannende Kiste. Die Adventszeit ist für uns

verdammt kurz. Wir sind ganz viel außer

Haus, um jede Illusion perfekt vorzubereiten.

Das ist nur durch die vielen Helfer möglich,

besonders Oliver Franke und Wolfgang

Bergfeld sind seit Monaten mit dem Setup

beschäftigt. Quakenbrücker Handwerker

und Geschäftsleute stehen mir mit Rat und

Tat zur Seite“, bedankt er sich für die großzügige

Unterstützung von allen Seiten.Kürzlich

erst wurde eine geheimnisvolle Metallkonstruktion

ins Depot gebracht - geradezu ein

Schwertransport. „Proben dürfen wir in einer

Halle bei REBOTEC. Da können wir schalten

und walten.“

Seit Monaten freuen sich Ralph Hanheide

und seine Teams auf den Moment, wenn

es losgeht. Angefangen hatte bei ihm alles

mit einem geschenkten Zauberkasten. Da

war er zehn. Es folgten kleine Vorstellungen

vor Freunden und Verwandten, später

auf Schulfesten. „Step by Step sozusagen“,

lacht Ralph. „Mein Vater war ja Tischler und

hat viele Requisiten selbst gebaut“. Später

halfen ihm Betriebe aus Quakenbrück und

Umgebung.

Auch bei der neuen Show warten große

Herausforderungen, betont der Magier.

„Es sieht alles leichter aus auf der Bühne,

als es ist. Aber das ist schon harte Arbeit.“

Arbeit, die sich für ihn und das Publikum

lohnt – spätestens in dem Moment, wenn er

im gleißenden Scheinwerferlicht seine Assistentinnen

verschwinden lässt und wieder

hervorzaubert, Jungfrauen zersägt oder in

die Schwerelosigkeit versetzt.

Als Moderator des Silvesterabends konnte

Hubert Schwertmann verpflichtet werden.

Karten

vorverkauf:

Geschäftsstelle des Bersenbrücker

Kreisblatts,

Uhren & Schmuck Braemer,

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Ausgabe Winter 2018

mq | 35

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Das Artland-Magazin.

Bereits Mitte September eröffnete Daniel de Oliveira

Prudêncio das „Portugiesisch-Artländer Olivenöl- &

Weinkontor“ an der Bahnhofstraße in Quakenbrück.

Mit großer Leidenschaft und Liebe zum Detail baute der

gebürtige Quakenbrücker, dessen Eltern in den 1970er Jahren

als Gastarbeiter ins Artland kamen, zu Beginn des Jahres

den renovierungsbedürftigen Raum in der Bahnhofstraße

40 um. Dabei herausgekommen ist ein gemütlicher

Feinkostladen, dessen Augenmerk neben den hochwertigen

Produkten aus Portugal auch die extra angeschafften

typischen blauweißen und handbemalten Fliesen

(„Azulejos“) an der Wand und der Holzbalken in der Mitte

des Raumes sind. All dies ist die perfekte Kombination,

die ebenso zum Verweilen auf ein Gläschen Wein einlädt.

Neben dem bereits überregional bekannten Olivenöl, dass

auf dem Olivenhain seines Vaters António in Portugal

gewonnen wird, bietet der sympathische junge Mann

eine große Auswahl an Essig, Honig, Meersalz, Gewürzen

sowie unterschiedliche Sorten an Wein, Portwein, Likören

und Kaffee. Aufgrund der hohen Nachfrage werden im

kommenden Jahr auch weitere Öle mit ins Sortiment

aufgenommen. Besonders jetzt kurz vor Weihnachten

eignen sich die Produkte ideal als Geschenk oder können

direkt im Laden vor Ort fertig vorgepackt als Präsentkorb

erworben werden. Mit seinem kleinen Geschäft bereichert

der 28-Jährige nicht nur die Bahnhofstraße, sondern auch

die Stadt sowie die gesamte Region.

Casa d‘Oliveira

Der kleine gemütliche Feinkostladen

www.artlandolivenoelweinkontor.de

fb@artlandolivenoelweinkontor

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mittwoch- Freitag: 10-13:30 Uhr & 15-19 Uhr

Samstag: 10-14 Uhr“

Weihnachten bei EDEKA

QUAKENBRÜCKER BEIM WERNER-RENNEN

36 | mq Ausgabe Winter 2018

Vorbestellen – dann klappt‘s garantiert!

Damit Sie nicht auf Ihren Weihnachtsbraten oder Lieblingskäse an

Weihnachten verzichten müssen, haben wir einen Vorbestellservice

eingerichtet. Bei Vorbestellungen für Käse, Wurst und Fleisch sind Ihnen

unsere Mitarbeiter gerne behilflich. Persönlich vor Ort oder telefonisch.

Gerne fertigen wir Ihnen auch Käse-/Wurstplatten

oder gefüllte Braten an.

Denken Sie bitte daran, ihre Vorbestellungen rechtzeitig abzugeben.

Danke Ihr E Center Team Quakenbrück

E Center Quakenbrück

Hasestraße 13 · 49610 Quakenbrück · Öffnungszeiten: MO-SA 08:00 bis 21:00 Uhr · Tel.: 05431 906850

– Weihnachten und Silvester gelten andere Öffnungszeiten –

Jetzt für Weihnachten und Silvester vorbestellen:

Canapés- und Schnittchenplatten

Berliner für‘s neue Jahr

Präsentkorb-

Bestellung

Wir stellen Ihnen individuelle

Präsentkörbe ganz nach Ihren

persönlichen Wünschen aus

unseren Produkten für die

verschiedensten Anlässe

zusammen!


KULTUR & GENUSS

Kunst mit Kaffee von Kira Krieger Kunst aus Tonbändern von Kira Krieger Tänzerin von Xenia Buchmiller, 11 J.

Sonderausstellung

im Quakenbrücker Stadtmuseum

„Kunst und Gestaltung aus Kinderhänden“

Pappmachéfiguren von Schülern der Kreativ- und

Sprachschule Lubinez

Eine Kunstausstellung, bei der sich mehr

Kinder als Erwachsene beteiligen ist außergewöhnlich.

So dürfen die Besucher auf die

neue Sonderausstellung „Kunst und Gestaltung

aus Kinderhänden“ gespannt sein.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen

die beeindruckende Werke und ausgefallene

Techniken der jungen Künstler, der Quakenbrücker

Kreativ- und Sprachschule Lubinez

die die Welt noch mit anderen Augen sehen

als Erwachsene.

Aus einer Idee heraus, interessierten und

aufgeschlossenen Köpfen die russische

Sprache näherzubringen, wurde die Kreativ-

und Sprachschule von der heutigen Leiterin

Ludmilla Lubinez ins Leben gerufen.

Aus ersten Anfängen mit einer

Handvoll Schüler entstand ein kleines

dynamisches Familienunternehmen mit umfangreichem

Bildungsprogramm für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene, das Sprache,

Kunst und Gestaltung, Vorschule und neuerdings

Modellflugzeugbau im Programm hat.

Die Schule ist in ihrer Art für eine Stadt wie

Quakenbrück nicht nur einmalig, sondern

auch außergewöhnlich. Sie leistet einen

besonderen Beitrag zur außerschulischen

Bildung der ihr anvertrauten Kinder und

Jugendlichen.

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Frank Höfener-Esch-Str. Kottmann 6, 49626 Berge

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Ausgabe Winter 2018 mq | 37


Wir wünschen allen

ein frohes Weihnachtsfest

und einen guten Rutsch

in‘s neue Jahr!

Auch in diesem Jahr:

Ab dem 10. Dezember

beginnt unser großer

Weihnachtsbaumverkauf

mit ständig über 200 Bäumen

ab 20,- zur Auswahl!

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Die Büste Sophie ist ein zauberhafter Blickfang am Ende der Rosenbögen.

Fotos: Alexandra Lüders

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38 | mq Ausgabe Winter 2018


Foto: Alexandra Lüders

DIE NÄCHSTEN HEIMSPIELE

08.12.18: NÜRNBERG FALCONS BC

17.12.18: TEAM EHINGEN URSPRING

06.01.19: HEBEISEN WHITE WINGS HANAU

11.01.19: UNI BASKETS PADERBORN

02.02.19: NINERS CHEMNITZ

16.02.19: FC SCHALKE 04 BASKETBALL

01.03.19: MLP ACADEMICS HEIDELBERG

09.03.19: TIGERS TÜBINGEN

23.03.19: VFL KIRCHHEIM KNIGHTS

Jetzt unsere neuen

Fanartikel und die Tickets

der kommenden Spiele in

der Geschäftsstelle sichern:

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Tickets auch online

erhältlich unter:

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Ausgabe Winter 2018 mq | 39


Das Artland-Magazin.

SERIE

MUSEEN

IM OSNABRÜCKER LAND

Museum MeyerHaus Berge

Berge ist ein Paradebeispiel dafür, dass Migration ein Erfolgsmodell sein kann.

Gerhard Lucas Meyer, ist unter anderem

als „Vater der Ilseder Hütte und Mitbegründer

des Peiner Walzwerks“ bekannt

geworden und ohne die Wiederentdeckung

seines Geburtshauses, gäbe

es heute in Berge kein Museum. Die

Nachkommen von Gerhard Lucas Meyer

haben wesentlich zur Realisierung des

Museums in Berge beigetragen. Dank

der Initiative von Anna Margret Janovicz,

geb. Meyer, Enkelin des berühmt

gewordenen Unternehmers die von St.

Wolfgang aus den Kontakt zum Heimatverein

in Berge gefunden hatte und den

Spuren des Großvaters vor Ort nachging,

wuchs die Idee zur Einrichtung eines

Museums im wiederentdeckten Haus der

Vorfahren.

Fotos: Inga Vianden, Scriptorium

Durch großzügige Spenden der weit verzweigten

Familie Meyer, der Mitglieder

des Heimatvereins und deren ehrenamtlicher

Mitarbeit sowie weiterer Finanzhilfen

konnten Umbau und Einrichtung

des Gebäudes verwirklicht werden. Mit

der Einweihung des MeyerHauses am

24.04.2009 wurde für das Dorf Berge der

Traum von einem eigenen Museum wahr.

Berge ist ein Paradebeispiel dafür, dass

Migration ein Erfolgsmodell sein kann:

Im goldenen Zeitalter der Niederlande

zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert

zog es viele arme Heuerleute aus

dem Osnabrücker Land über die Grenze,

um dort hart arbeitend ihre Existenz zu

sichern. 25 Berger Familien machten sich

den Reichtum der Holländer zu Nutze

und handelten dort mit in der Heimat

hergestellten, hochwertigen Textilwaren

und kehrten mit Wohlstand und Weltoffenheit

zurück.

Das Thema Arbeitsmigration ist ein

zentraler Bestandteil des Museums

MeyerHaus. Folgerichtig ist das Museum

im ehemaligen Wohnhaus des früheren

Unternehmers Gerhard Lucas Meyer

beheimatet, der selbst Sohn einer Hollandgängerfamilie

war. Es thematisiert

zudem viele weitere spannende Aspekte

der Ortgeschichte – auch die NS-Zeit in

und um Berge ist ausgestellt.

Museum MeyerHaus Berge

Bippener Straße 30, 49626 Berge

05435/955288 (Frau Simper)

museum@meyerhaus-berge.de

www.museum-berge.de

sonntags 14 Uhr bis 17 Uhr

40 | mq Ausgabe Winter 2018


MUSEEN IM OSNABRÜCKER LAND

Textilfachgeschäft mit Tradition feiert Jubiläum

Es war die Epoche, die man heute als die

Zeit des „Wirtschaftswunders” bezeichnet,

als Heinrich Welp 1958 die Idee hatte, in

Ankum den Handel mit gebrauchter Militärbekleidung

zu betreiben. Schnell stellte

sich der Erfolg ein, dass sich allerdings

ein bis heute florierendes Unternehmen

mit mehreren Filialen entwickeln würde,

war damals nicht abzusehen. In diesen

Tagen feiert die Textil Stock US-Stegwaren

GmbH & Co. KG ihr 60-jähriges Bestehen!

Von Anfang an gingen die Geschäfte gut

und bald wurden die Räumlichkeiten in

Ankum zu klein, zumal das Sortiment

ständig im Sinne der Kundschaft erweitert

wurde. Im Bersenbrücker Ortsteil Hertmann

wurde schließlich eine geeignete

Immobilie gefunden und dort auch das

erste Einzelhandelsgeschäft eröffnet.

Zu Beginn der 1970er Jahre wurde das Sortiment

abermals erheblich vergrößert, als

mit dem Selbstimport neuer Bekleidung

aus Fernost ein weiteres Geschäftsfeld

erschlossen wurde. Weil nun jedoch noch

mehr Fläche erforderlich war, wurde der

Hauptsitz erst nach Eggermühlen auf das

Rittergut der Familie von Boeselager und

später nach Alfhausen verlegt.

Alle US-Stegwaren-Filialen sind gut sortiert

und bieten ein breites Modeprogramm

für Damen und Herren. Das gilt für

Oberbekleidung wie für Nacht- und Unterwäsche

sowie Frottierwaren gleichermaßen.

Daneben gibt es Abteilungen mit

Bekleidung für die Jagd und den Beruf.

Allen Standorten gemein ist der gute Service

und die umfassende Beratung durch

die Mitarbeiter. Die Ware wird übersichtlich

präsentiert, so dass man schnell fündig

wird, wenn man etwas sucht.

Zum Jubiläum gibt es Sonderangebote in

allen Abteilungen, damit möchte sich das

Unternehmen bei allen Kunden für die

Jahrzehntelange Treue bedanken.

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Ausgabe Winter 2018 mq | 41


Das Artland-Magazin.

SERIE

MUSEEN

IM OSNABRÜCKER LAND

Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen

Im Museum der Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen geht es um‘s Erleben.

Die Ausstellungsobjekte sind keine stillen

Zeugen der Vergangenheit, sondern

alle voll im Einsatz:

Die Traktoren sind zumeist im Besitz der

Vereinsmitglieder, selbstverständlich

angemeldet und können unter Anleitung

von Besucherinnen und Besuchern auf

dem großen Gelände des Museums ausprobiert

werden. Wer möchte, kann sich

sogar mit einem Pflug oder einer Egge

auf dem anliegenden Probierfeld austoben.

Das historische Sägewerk fertigt

aus ganzen Baustämmen lange Holzbohlen.

Ein alter Bindemäher und andere

Geräte holen die Ernte wie zurzeit vor den

Mähdreschern ein. In der historischen

Schmiede wird das Eisen erhitzt und die

Holzschuhe werden mit alten Maschinen

geformt.

Besonders heiß her geht es alle zwei

Jahre beim Treckertreffen samt „Tag(e)

der offenen Tür“. Hunderte Trecker bevölkern

dann an einem Wochenende das

Vereinsgelände.

Traktoren- und

Raritätenfreunde Merzen

Hauptstraße 49, 49586 Merzen

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kuemmelgerhard@t-online.de

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Öffnungszeiten nach Absprache

Fotos: Inga Vianden, Scriptorium

42 | mq Ausgabe Winter 2018


Danke für

Ihr Vertrauen!

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Wir machen den Weg frei.

Wir wünschen Ihnen und

Ihren Lieben ein glänzendes

Weihnachtsfest und einen

guten Rutsch ins neue Jahr.

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Ausgabe Winter 2018 mq | 43


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Das Artland-Magazin.

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berührt die Herzen: mal zart wie eine Flöte, mal gewaltig

wie ein großes Orchester. Kein anderes Instrument

umfasst eine so große Klangvielfalt.

Worum geht es?

Für Die unsere Orgel in Gottesdienste St. Marien ist sie das tragende Instrument.

Die Orgel ist die Königin der Instrumente. Ihr Klang

berührt die Herzen: mal zart wie eine Flöte, mal gewaltig

Geschichte wie ein großes Orchester. Kein anderes Instru-

Die

1958 ment wurde umfasst von eine der so Firma große Kleuker Klangvielfalt. eine romantische

Orgel errichtet und im Jahre 1993 erweitert. Sie umfasst

Für unsere 34 Register Gottesdienste mit rund ist 2000 sie Pfeifen. das tragende Instrument.

Die Diagnose

Schon Die Geschichte seit einigen Jahren weist die Orgel nicht zu

behebende 1958 wurde Schäden von der Firma auf: Orgelgutachter Kleuker eine romantische

stellten

fest, Orgel dass errichtet die Windladen und im Jahre porös 1993 geworden erweitert. seien, Sie die umfasst

34 der Register Pfeifen mit nicht rund mehr 2000 einwandfrei Pfeifen. schließen

Ventile

und manche Töne ausfallen würden, der Spieltisch

nicht Die Diagnose mehr im vollen Umfang zu gebrauchen sei und

die Schon Elektronik seit einigen aus brandschutztechnischen Jahren weist die Orgel nicht Gründen zu

dringend behebende überarbeitet Schäden auf: werden Orgelgutachter müsse. stellten

fest, dass die Windladen porös geworden seien, die

Die Ventile Aufgabe der Pfeifen nicht mehr einwandfrei schließen

Um und auch manche künftig Töne eine ausfallen gute und würden, einsatzbereite der Spieltisch Orgel

für nicht die mehr Gottesdienste im vollen Umfang den Sonn- zu gebrauchen und Werktagen, sei und

für die Hochzeiten, Elektronik aus Beerdigungen brandschutztechnischen und Schulgottesdienste Gründen

nutzen dringend zu überarbeitet können, braucht werden es eine müsse. Grundsanierung:

Finanzierungsplan

Ein neuer Spieltisch, neue Windladen, die technische

Überholung Die Aufgabevon Traktur und Elektronik, die komplette

Zuschuss Reinigung Um auch des künftig sowie Bistums eine Neuintonation gute und einsatzbereite und Generalstimmung.

für die der Dazu Gottesdienste Kirchengemeinde muss Orgel an den ab Sonn- Januar und 2019 Werktagen, 187.200 für einige €

46.800 Orgel €

Anteil

Gesamtkosten Monate für Hochzeiten, komplett der Beerdigungen Orgelsanierung ausgebaut werden. und Schulgottesdienste 234.000 €

nutzen zu können, braucht es eine Grundsanierung:

Finanzierung Die Ein neuer Gelegenheit Spieltisch, des Gemeindeanteils

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Bereits Der Überholung Ausbau vorhandene der von Orgel Traktur Rücklagen wird und dazu Elektronik, genutzt, die den komplette 37.200 längst €

Aufzubringende fälligen Reinigung Innenanstrich sowie Spenden, eine Neuintonation der Kirche durchzuführen. und Generalstimmung.

Dazu Osnabrück Konzerte muss die stellt usw. Orgel dafür ab 50 Januar % der 2019 Mittel 150.000 für bereit. einige €

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Eigenanteil fälligen Innenanstrich der Kirchengemeinde der durchzuführen. Das

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Werden Sie

Orgelpfeifenpate!

Für weitere Informationen

können Sie unseren Flyer bei der

Kath. Kirchengemeinde St. Marien,

Burgstr. 2, 49610 Quakenbrück,

anfordern.

Machen Sie mit.

Geben Sie Ihren persönlichen Beitrag, damit die Kirchenmusik

in St. Marien weiterhin gut zum Klingen kommt,

zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen.

Ein Rechenbeispiel

Die Orgel hat rund 2000 Pfeifen. Würde es gelingen, pro

Pfeife eine Spende von 75 € einzuwerben, wäre das Ziel erreicht:

150.000 €

Sie können mithelfen, dieses Ziel zu erreichen:

• Übernehmen Sie die Spenden-Patenschaft für eine

oder mehrere Pfeifen im Wert von 75 €/150 €/225 € …

• Unterstützen Sie das Projekt durch eine gewinnbringende

Idee. Setzen Sie Ihr Talent/Ihre Begabungen

ein, vielleicht auch zusammen mit der Familie, mit

FreundInnen oder KollegInnen:

• Ein Benefiz-Turnier

• Erlös eines Geburtstages

• Zuwendung im Trauerfall

• Kochen für den guten Zweck

• Hauskonzert mit Gästen

• Kirchenkonzert mit dem eigenen Chor

• Unterstützen Sie die Sanierung mit einer einmaligen

Spende oder einem Dauerauftrag (monatlich/vierteljährlich/über

ein oder zwei Jahre)

Unsere qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte

bieten Ihnen die Hilfe, die Sie zu Hause brauchen.

SOZIALSTATION – AMBULANTE PFLEGE UND GESUNDHEIT

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Ansprechpartner: Herr Rolfes (Pflegedienstleitung/Prokurist) · Frau Hoffmann (Verwaltung)

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Ausgabe Winter 2018 mq | 45


Das Artland-Magazin.

46 | mq Ausgabe Winter 2018


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Herr Von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

ist wohl das bekannteste Gedicht,

dass Theodor Fontane im Jahre 1889 geschrieben

hat. Es ist schon seltsam, dass

mich diese Zeilen seit meiner Schulzeit

begleiten, ja fast verfolgen. Und das kam

so!

In Mönchengladbach geboren, verbrachte

ich dort die ersten zehn Jahre meines

Lebens und wurde auch dort eingeschult,

in die katholische Zeppelinschule im

Stadtteil Lürrip. Die ersten vier Schuljahre

unterrichteten mich Lehrerinnen. Dann,

im fünften Schuljahr, schlug das Schicksal

unbarmherzig zu, in Form von Herrn

Retzmann, dem Rektor der Schule.

Ein kleines, hageres Männlein, das stets

gebückt, mit auf dem Rücken verschränkten

Händen über den Schulhof schritt

und gnadenlos für Ordnung sorgte.

Mein späterer Lehrmeister gab mir

einmal folgende Lebensweisheit mit

auf den Weg: Vor kleinen Hunden und

kleinen Menschen nimm dich in acht. Ich

musste sofort an Herrn Retzmann denken,

an seine kleinen, strengen Augen,

die niemals mit den Lidern klimperten.

Noch heute denke ich mit Grausen an

dieses Schuljahr, in dem ich an jedem

Morgen angstvoll den Schulweg angetreten

habe. Seine Spezialität war bei

jedwedem Vergehen ein Schlag mit

der flachen Hand in den Nacken des

Übeltäters. Auch ich bekam das einmal

zu spüren. Für einen kurzen Augenblick

flimmerte es vor meinen Augen. Ein

Klassenkamerad, Monate zuvor am Kopf

operiert, erhielt einen solchen Hieb und

rannte sofort aus der Klasse nach Hause.

Kurze Zeit später klopfte es an der Tür

und als Herr Retzmann diese öffnete,

bekam er augenblicklich einen Schlag

mit einem Regenschirm versetzt. Die

Großmutter meines Klassenkameraden,

ein rheinisches Urgestein, jagte daraufhin

Herrn Retzmann mit ihrem Schirm

durch das Treppenhaus der Schule, wobei

sie es an Schimpfworten im schönsten

Gladbacher Platt nicht mangeln ließ.

Positiver Nebeneffekt des Ganzen, den

Rest des Tages hatten wir schulfrei.

Das Lieblingsgedicht von Herrn Retzmann

war das von besagtem Herrn

Ribbeck. Alle paar Tage musste ein

Schüler nach vorne kommen und dieses

vorlesen. Peinlich achtete Herr Retzmann

auf die gute Betonung und einen

fließenden Vortrag. Als ich an der Reihe

war tat ich meinem Lehrer kund, dass ich

das Gedicht auch auswendig vortragen

könne. Das tat ich dann auch. Am Ende

der Stunde musste ich dann mitkommen,

in den heiligsten Ort der

Schule, in das

Lehrerzimmer, und bekam

dort als besondere

Auszeichnung ein Blatt

Papier mit der Abbildung

der Jungfrau Maria und dem

Jesuskind. Es handelte sich

wahrscheinlich nur um ein

altes Kalenderblatt, aber ich

war stolz wie Oskar. Mit dem

Umzug 1963 nach Quakenbrück

wurde ich dann mit dem

norddeutschen Platt vertraut.

Seit frühester Kindheit bekam

ich die unterschiedlichsten

deutschen Mundarten zu hören.

Mütterlicherseits den Sudetendialekt,

ähnlich dem bayerischen

oder östereichischen. Mein Onkel

Gerhard kam aus Sachsen, ein

Nachbar aus Ostpreußen. Da ich

ein wenig über das Talent verfüge

(und das auch gerne gelegentlich

nutze) in verschiedenen Mundarten

zu reden, kam mir schon sehr

bald der Gedanke, den von Ribbeck

ins Plattdeutsche zu übersetzen.

Dies scheiterte jedoch kläglich. Auch

die Hilfe meines Großvaters war

wenig erfolgreich.

So lag dieses „ Projekt“ Jahrzehnte

lang auf Eis. Dann packte es mich vor

ein paar Jahren wieder und ich machte

mich an die Arbeit. Ich merkte sehr

bald, dass dies gar nicht so einfach

war. Wortwörtlich ließ es sich selbstverständlich

nicht übersetzen, obwohl

Platt ja auch deutsche Sprache ist. Der

Inhalt des Gedichtes sollte natürlich

erhalten bleiben. Wenn möglich auch

etwas lustig wiedergegeben, kann man

doch in einem Dialekt Dinge ausdrücken,

die auf Hochdeutsch unmöglich wären.

Meine Hochachtung

vor den Übersetzern, die in andere Sprachen

übersetzen, stieg gewaltig.

Nun denn! Es hat mir sehr viel Spaß

gemacht und herausgekommen ist

folgendes „ Werk“ !

Herr von Ribbeck ob Ribbeck int Havelland.

De von Ribbeck, he was ob Ribbeck geboarn,

de hadde n` Beernboom in sienen Goarn.

Un in n` Haafst häf he an den Stamm ankloppet

un de Beern sik in siene Tasken stoppet.

Un köm do en Junge in Hölzgen to lopen

röpe:„Hier häst n` poor Beern, brukst di kiene kopen.

Un köm en Wichtgen, so röpe: „ Lütt Deern!

Kumm mool röwwer. Ik gef di ne Beern.“

So güng dat veele Joahre, doch irgendwann

köm tau den von Ribbeck de Saßenmann.

Do sech he: „ Ik gef mienen Lääpel nu af.

Daut mi ne Beern mit in dat Graf.“

Un drei Doge löter, et was vertel no seeben.

Da ha de von Ribbeck den Moars taukneepen.

De Nower köm röwwer un traurich he sech:

„ Dat wör de von Ribbeck un nu isse wech!“

Un de Kinner sechten: „ Oh wat en Malleur!“

Weil de neie Ribbeck so en Knickerpott wör.

De hef de Kinner en Hopen schäten.

Siene Beern, de wull he alle sülms obäten.

Doch de Ohle, de wußte genau wat dat schull,

dat he ne Beern mit innet Graf hebben wull.

Denn wer drei Joahre löter öwwern Karkhoff gaht,

sütt, dat do en lütgen Beernboom staht.

Un de Joahre güngen wohl up un dohl,

do staht op n` Karkhoff en Beernboom mit mohl.

Un kümmpt öwwern Karkhoff en Junge doher,

do flüstert de Boom: „ Wilst ne Beer?“

Un kümmpt en Wichtgen do flüstert`s. „ Lütt Deern!

Kumm mol röwwer, ik heb ne Beern!“

So krieget de Kinner noch immer en Bätn

wat von üm, den al lang hebbt de Würmer obfrätn“.

Wolfgang Bergfeld

Ausgabe Winter 2018 mq | 47


Das Artland-Magazin.

SERIE!

Wer kennt noch

dieses gebäude?

Wanstraths Windmühle

in Grothe

Erbaut wurde Wanstraths

Mühle im Jahr 1850, sie

war damals die höchste

Mühle im Osnabrücker

Land, die als Öl-, Kornund

später Sägemühle

eingesetzt wurde. Es war

zunächst eine Holländer

Windmühle und dann

eine dampfbetriebene

Mühle. Die Mühle stand

zwischen Quakenbrück

und Badbergen und wurde

1953 abgerissen. Einzig

ein Backsteinhaus ist damals

von dem Anwesen

übrig geblieben. Dieses

Haus wurde in diesem

Jahr zu einem Wohnhaus

ausgebaut.

Quelle: H. Böning; Fotos: Stadtmuseum

Quakenbrück

48 | mq Ausgabe Winter 2018


MÜHLEN IM ARTLAND

Frohe Weihnachten

...und vielen Dank für das entgegengebrachte

Vertrauen im

vergangenen Jahr!

H. MENSLAGE

GmbH & Co. KG

49610 Quakenbrück

Lange Str. 84-86

Tel. (0 54 31) 94 44-0

Fax (0 54 31) 94 44-55

info@opel-menslage.de

49584 Fürstenau

Robert-Bosch-Ring 2

Tel. (0 59 01) 43 06

Fax (0 59 01) 4141

Im Giebel des neuen Fachwerkhauses erinnern

2 gemauerte Mühlen an die alte Sägemühle.

Ausgabe Winter 2018 mq | 49


Das Artland-Magazin.

50 | mq Ausgabe Winter 2018


INTERESSENGEMEINSCHAFT FRACKING-FREIES ARTLAND

GÜNSTIG

MODISCH

NAHEBEI

IHRE MODEHÄUSER

IN DER REGION

Fracking-freies Artland beteiligte sich am

Global Frackdown Day

Am 13. Oktober 2018 fand der diesjährige

Global Frackdown Day statt. Weltweit

fanden auf sechs Kontinenten an über 50

verschiedenen Orten über 70 verschiedene

Aktionen statt, sh. https://gasdownfrackdown.org

oder facebook: gastivists.

Auch die Interessengemeinschaft

Fracking-freies Artland e.V. leistete ihren

Beitrag, und zwar mit der Aktion „New

Big Anti-Fracking-Banners“.

Zum Hintergrund: Die vor mehr als

sechs Jahren im Artland platzierten

großen Banner waren im Laufe der Zeit

abgenutzt, beschädigt oder gar gestohlen

worden. Das machte es erforderlich,

neue Banner zu entwerfen und herstellen

zu lassen. Im Rahmen der o.a. Aktion wurden

jetzt einige der Banner ausgetauscht.

Der Global Frackdown Day findet einmal

jährlich im Herbst statt. Mit diesem

globalen Aktionstag soll den Regierungen

und der fossilen Brennstoffindustrie

gezeigt werden, dass die Menschen und

die Atmosphäre keine weiteren fossilen

Brennstoffe mehr bewältigen können.

Es ist an der Zeit, den Fracking- und

Gas-Boom zu stoppen und zu vermeiden,

dass wir uns in eine generationenlange

weitere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern

hineinmanövrieren. Vor allem

die Erschließung unkonventioneller Lagerstätten

im Schiefergestein mittels der

Risikotechnik Fracking mit all den Gefahrenpotentialen,

möglichen Folgeschäden

und Belastungen für Mensch, Tier und

Umwelt darf nicht weiter vorangetrieben

werden „weder hier noch anderswo“, wie

ein Slogan der vernetzten Bürgerinitiati-

ven lautet.

Dr. med. Maria

Entrup-Henemann,

Quakenbrück

15x

IN IHRER NÄHE!

ANKUM · ALFHAUSEN · BAWINKEL

BERGE · BERSENBRÜCK · DINKLAGE

FREREN · FÜRSTENAU · LÖNINGEN

NEUENKIRCHEN · QUAKENBRÜCK

Ausgabe Winter 2018 mq | 51


Das Artland-Magazin.

Klimaschutz

durch erneuerbare Energien

und Energieeffizienz

Seit langem mahnen die

Klimaforscher und Experten,

dass alle Industrienationen ihr

Engagement zur Reduktion der

Treibhausgase erheblich verstärken

müssen, um überhaupt

noch das 2°-Ziel der durchschnittlichen

Erderwärmung zu erreichen. Dem damaligen

Pariser Abkommen zufolge sollte

die Erwärmung bereits bei 1,5° begrenzt

werden. Nach neuesten Erkenntnissen

scheint dieser Wert in Anbetracht der

weltweit gestiegenen Treibhausgas-

Emissionen in weite Ferne gerückt zu

sein. Dabei sind die Folgen des Klimawandels,

z.B. lang anhaltende Dürreund

Hitzeperioden mit Wasserknappheit,

trockengefallene Seen und Flüsse mit

Fischsterben, Starkregenniederschläge

mit Überschwemmungen, verheerende

Stürme mit erheblichen Schäden und

schmelzende Gletscher mit unaufhaltsamen

Erdrutschen schon heute deutlich

REW Regenis GmbH

Finkenweg 3 · 49610 Quakenbrück

Fon 05431 907091

Fax 05431 906350

info@regenis.de

www.regenis.de

REGENIS IST ERZEUGUNG

VON DÜNGER, BIOKOHLE & ENERGIE

spürbar. Welche apokalyptischen Szenarien

eine sogar noch über das 2° Ziel

hinausgehende Erderwärmung haben

würde, ist kaum vorstellbar. Es wird

höchste Zeit den Klimaschutz ernst zu

nehmen und weltweit Maßnahmen zu

ergreifen, die den Treibhausgas-Ausstoss

in den erforderlichen Größenordnungen

reduzieren. Dies ist in allen drei

Sektoren des Jahresprimärenergieverbrauchs

nämlich der Stromversorgung,

der Mobilität und der Wärmeversorgung

dringend erforderlich.

STROMVERSORGUNG

Bei der Stromversorgung sind wir mit ca.

36 % aus erneuerbaren Energien zwar

auf einem guten Weg, können und müssen

hier aber wesentlich mehr tun. Neben

Maßnahmen zur Energieeinsparung

und Energieeffizienzsteigerung sollten

dezentrale Kombikraftwerke bestehend

aus Windkraftanlagen, Photovoltaikan-

GärrestTrockner Regenis GT

lagen und wo möglich auch Wasserkraftanlagen

gebaut werden. Diese sind in

der Lage Stromerzeugungsfluktuationen

zum größten Teil auszugleichen. Darüber

hinaus sollten dezentrale kleine, mittlere

und große Stromspeicher verbunden

mit einem Stromlastmanagement in

das Stromverteilnetz integriert werden.

Zeitgleich dazu können die vorhandenen

Atom- und Kohlekraftwerke vom Netz

genommen und die hieran anschließenden

Übertragungsnetze zum Transport

von Strom aus erneuerbaren Energiequellen

benutzt werden.

MOBILITÄT

Bei der Mobilität sind die Verbrennungsmotoren

das größte Problem, die für den

hohen Schadstoffausstoß verantwortlich

sind und zu den erheblichen Luftverschmutzungen

in Städten mit hohen

Verkehrsaufkommen führen. Leider hat

52 | mq Ausgabe Winter 2018


UMWELTSCHUTZ

die deutsche Automobilindustrie, die sich

in letzter Zeit durch den Dieselskandal

gerade nicht mit Ruhm bekleckert hat,

bislang die Chance verpasst, marktreife

preiswerte Elektromobile als Pkw

oder Lkw zu entwickeln. Der für den

Antrieb dieser Fahrzeuge erforderliche

Strom kann über Hochleistungsakkus

oder aber über wasserstoffbetriebene

Brennstoffzellen zur Verfügung gestellt

werden. Natürlich sollte der Wasserstoff

regenerativ, also auf Basis erneuerbarer

Energien, erzeugt werden. Wasserstoffbetriebene

Brennstoffzellen haben ein

breites Verwendungsspektrum und

können auch zum Antrieb von Schiffen,

Bussen und Bahnen eingesetzt werden.

WÄRMEVERSORGUNG

Bei der Wärmeversorgung, deren Anteil

ca. 52 % des Jahresendenergieverbrauchs

beträgt und zum größten Teil der Beheizung

unserer Gebäude dient, spielen die

erneuerbaren Energien bislang nur eine

kleine Rolle. Dies muss sich dringend

ändern; denn hier gibt es erhebliche

Energieeinsparpotentiale, die erschlossen

werden können, insbesondere im Altbaubestand.

Heizwärmeverbräuche von

150 bis 275 kWh/m²a und darüber hinaus

sind keine Seltenheit. Durch geeignete

energetische Sanierungen, vor allem der

Außenhülle eines Gebäudes, also des

Bodens, der Außenwände, der Fenster

und des Daches sowie zumindest einer

teilweise passiven und

aktiven Nutzung der Sonnenenergie

lassen sich respektable

Reduzierungen

der Energieverbräuche erreichen.

Solarenergetisch

geplante Neubauten,

sog. Plusenergiehäuser,

erzeugen im Jahresmittel

ausschließlich durch die

auf ihre Außenhüllen

treffende Sonnenstrahlung

sogar mehr Energie

als sie für den eigenen

Strom- und Wärmebedarf

inkl. Elektromobilladestation benötigen

und können noch zusätzlich Strom in

das öffentliche Netz einspeisen. All diese

Maßnahmen führen zu mehr Energieunabhängigkeit,

Versorgungs- und

Preissicherheit sowie zur klimagerechten

Weiterentwicklung.

Architekt Dipl.-Ing. Andreas Henemann,

49610 Quakenbrück

Frohe Weihnachten

und einen guten Rutsch!

Ausgabe Winter 2018 mq | 53


Das Artland-Magazin.

Rehwild

Wer weiß schon,

wie es wirklich lebt?

von Alexandra Lüders

In diesem Jahr sind Rehe und Hirsche

bei Advents- und Weihnachtsdekorationen

ganz besonders gefragt. Idyllische

Wildszenen schmücken verschneite

Wintermotive – so begeistern sie Alt

und Jung gleichermaßen. Auch als

Weihnachtsbraten ist der Rehrücken eine

beliebte Delikatesse. Doch wer weiß schon

so genau, wie diese vertrauten Vierbeiner

am Waldesrand wirklich leben? Zur Aufklärung

darüber haben auch die berühmten

Bambi-Filme (Walt Disney) nicht wirklich

beigetragen. Als besonders schützenswert

gelten die weiß gefleckten, süßen Rehkitze,

die ihre Mütter (Ricken) bei der Geburt ins

hohe Gras legen.

Rehe leben in ganz Europa und in Kleinasien,

wo sie überall gejagt und als Wildbret

gegessen werden. Sie haben sich in Tausenden

von Jahren der von Menschen geprägten

strukturreichen Landschaft optimal

angepasst. So ist die kleine und häufigste

Hirschart auch im Landkreis Osnabrück

heimisch geworden, denn sie findet in der

abwechslungsreichen Parklandschaft mit

Moorgebieten, Wäldern, Feldern, Wiesen

und Wallhecken gute Lebensbedingungen.

Wie der Kreisjägermeister Martin Meyer

Lührmann aus Merzen informierte, sind

die 60 bis 75 Zentimeter großen und etwa

30 Kilogramm schweren Tiere im ganzen

Landkreis präsent. Dank der diesjährigen,

warmen und trockenen Witterung sei die

Sterblichkeit der Rehkitzen (Nachwuchs)

sehr viel geringer als bei nasskaltem Wetter

gewesen. Und auch die daraus folgende

Eichelmast diene den Rehen in diesem

Herbst als hochkonzentriertes Kraftfutter.

Die 4500-köpfige Jägerschaft (LK OS) hätte

durch Anlage von Wildäckern die Biotope

der Rehe verbessert, so dass die Wiederkäuer

genug leicht verdauliche Nahrung

zum „Äsen“ haben. Studien zu Folge

stehen Rehen in den fünf verschiedenen

Äsungsperioden des Jahres zeitweise bis zu

134 Äsungspflanzen wie Gräser, Knospen,

Kräuter, Farne, Brombeeren und Laubtriebe

(usw.) zur Verfügung. Raps, Gerste, Weizenund

Hafersorten sind als Nutzpflanzen ein

ebenso beliebtes Futter für Rehe. Als standorttreue

Konzentratselektierer fressen Rehe

vor allem eiweißreiches Futter, das ihnen

Sommer wie Winter ein Überleben garantiert.

Im Bersenbrücker Land betreiben rund

2000 Jäger intensive Hegemaßnahmen,

um die Zahl der Verkehrsopfer unter den

Rehen zu reduzieren. In Kooperation mit

den Straßenmeistereien wurden beispielsweise

Warnleuchten für Wildwechsel

installiert. Auch erfolgte eine gezielte Bejagung

der Schmalrehe (Jungtiere) an den

Unfallschwerpunkten, damit Wildunfälle

vermieden werden. Im Jahr 2016/17 lag die

Jagdstrecke niedersachsenweit bei 139.942

Rehwild (7180 im OS-Land), 22 % davon

war Fallwild. Letztere sind durch Krankheit,

54 | mq Ausgabe Winter 2018


NATUR & UMWELT

Diese Rehgruppe (Sprung) trägt bereits das grau-braune Winterfell, wenn es

auf den offenen Feldern nach Nahrung sucht. (Es gibt auch schwarze Rehe)

Alter, Raubtiere oder Unfälle gestorben.

Das ist die höchste Zahl seit

Aufzeichnung der Streckenstatistik

1958. Je nach Lebensschwerpunkt

unterscheidet man Waldrehe und

Feldrehe. Letztere sind in sogenannten

„Sprüngen“ mit mehreren Tieren

unterwegs, um im offenen Gelände

besser gegen Raubtiere gesichert zu

sein. Einzelgänger bevorzugen den

Schutz (Deckung) durch Hecken und

Bäume. Dann können Rotfuchs, Wolf,

Luchs, Haushund, Steinadler oder

Wildschwein sie nicht so leicht entdecken

und sie können schneller die

Flucht ergreifen. Die kleinen Hirsche

haben ein feines Riechorgan, mit

dem sie Menschen schon in 300 bis

400 Meter Entfernung wahrnehmen

können. Sie verständigen sich durch

bellende oder fiepende Laute. In der

Zeit zwischen Anfang Juli und Mitte

August findet die Paarung von Ricke

(Weibchen) und Bock statt. Doch das

befruchtete Ei wird erst ab Dezember

weiterentwickelt (Keimruhe), so

dass die Geburt der Kitze (1-4 Junge)

im drauffolgenden Mai/Juni stattfinden

kann. Diese Jahreszeit ist wegen

des erhöhten Äsungsangebotes für

Ricken und Kitze sehr wertvoll. Aus

der einzigartigen Keimruhe unter

Huftieren ergeben sich also ideale

Aufzuchtbedingungen. Nach dem

Bundesjagdgesetz dürfen Ricken

vom 1. September bis 31. Januar

geschossen werden, in Österreich

endet ihre Jagdzeit schon am 31.

Dezember. In der Schweiz sind die

Schusszeiten auf den Spätsommer

und Herbst begrenzt. Die meisten

Rehe erreichen übrigens kein hohes

Lebensalter. Nur 15 % der scheuen

Tiere werden älter als drei oder vier

Jahre. „Durch den Wolf ist eine große

Verunsicherung eingetreten. Auch

in unserer Region sowie im Emsland

hat es bereits mehrere Reh-Risse

gegeben. Mit 250 Individuen leben

in Niedersachsen jetzt schon 100

Wölfe mehr als in ganz Schweden“,

verweist Martin Meyer Lührmann

auf das schnelle Wachstum der

Raubtier-Population.

Das Geweih eines ausgewachsenen Rehbocks kann bis zu 600 Gramm

wiegen. An den Kolbenenden sitzen die Duftdrüsen, mit denen der

Bock sein Revier markiert.

Die „Bambis“ werden von den Ricken an geschützten Plätzen im hohen Gras geboren.

Fotos: Michael Breuer

Ausgabe Winter 2018 mq | 55


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Lesen!




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DÖRTE HANSEN

Hiltrud

Leenders

Pfaffs

Hof ROMAN

WARTEN

OLIVIER BOUROEAUT

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ITTAGS

STUND

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56 | mq Ausgabe Winter 2018

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„Die sechziger Jahre

lebendig

wiedergegeben!"

1 träumt sie davon, eine Stu- Stunde ihrer Geburt zuteil

1 dentin zu sein, die alles weiß wurde ...

und Herrenarmbanduhren

1 trägt wie Astrid Lindgren.

*

1 Stattdessen bekam mt sie erst



1 einmal Perlonstrumpfhosen

1 und eine Barbiepuppe. Doch


die Zeichen der Zeit stehen


1 auf Umbruch und Annemarie

1


ist fest entsch lassen, sich

1 nicht unterkriegen zu lassen. •

Mittagsstunde

• Pfaffs Hof

Die Mondschwester/

Die sieben Schwestern 5

von Dörte Hansen

• von Hiltrud Leenders

von Lucinda Riley

Penguin Verlag , EUR 22,00 1 RowohltVerlag , EUR 10,99 Goldmann Verlag, EUR 19,99

Die Wolken hängen schwer • Die Sechziger sind gerade

über der Geest, als Ingwer I angebrochen, als Annemarie

Tiggy dÄpliese hat sich schon

als Kind mit Hingabe um

Feddersen,47, in sein Heimat- 1 mit ihren Eltern auf „Pfaffs kranke Tiere gekümmert.

dorf zurückkehrt. Er hat hier I Hof" zieht, gelegen in einem Auch jetzt, als junge Zoologin,

noch etwas gutzumachen. 1 kleinen katholisch geprägten ist die Beschäftigung mit

Großmutter Ella ist dabei, • Ort am Niederrhein. In den

ihren Verstand zu verlieren, 1 Ecken des dunklen, baufälli­

G roßvater Sönke hält in : gen Gebäudes sammeln sich

seinem alten Dorfkrug stur I Staub, Enttäuschung und

die Stellung. Er hat die besten I trotzige Stille. Die Stille heißt

Zeiten hinter sich, genau wie I Peter, wie Annemaries älterer

das ganze Dorf. Wann hat I Bruder, der gehen musste,

dieser Niedergang begon- : weil er zu viele Fragen über

nen? In den 197oern, als nach I den Krieg stellte. Das hat die

der Flurbereinigung erst die I Mutter dem Vater nicht ver­

Hecken und dann die Vögel I ziehen.Annemarie auch nicht

verschwanden? Als die I so richtig, deswegen sagt sie

großen Höfe wuchsen und die : dem Vater auch nichts von

kleinen starben? Als Ingwer I Mutter und den Männern

Tieren ihre Erfüllung. Als sie

das Angebot erhält,auf einem

weitläufigen Anwesen in den

schottischen Highlands Wildkatzen

zu betreuen, zögert sie

nicht lange.

Dort trifft sie auf Chilly, einen

weisen, alten Zigeuner aus

Andalusien. Es ist eine schicksalhafte

Begegnung, denn er

hilftTiggy,die ein Adoptivkind

ist, das Geheimnis ihrer

Herkunft zu lüften.

zum Studium nach Kiel ging I hinter derSpülküchentür.

und den Alten mit dem Sie reist nach Granada, wo sie

Gasthofsitzen ließ?

1 Während die Eltern die Fas- dem ebenso glamourösen

1

sade einer normalen Kindheit wie dramatischen Lebensweg

Mit großer Wärme erzählt 1 aufrechtzuerhalten ver­ ihrer Großmutter Lucia folgt,

Dörte Hansen vom Verschwinden

• suchen, flüchtet Annemarie in der berühmtesten Flamenco­

einer bäuerlichen

ihre Bücher und liest sich nach Tanzerin ihrer Zeit. Und Tiggy

Welt, von Verlust, Abschied 1 Bullerbü. Zwischen Mutters versteht endlich, welch

und von einem Neubeginn. : Klagen und Vaters Schweigen großes Geschenk ihr zur

Dann schlaf auch du

von Lei1a 5/imani

Lübbe Verlag, EUR 20,00

Sie wollen das perfekte Paar

sein, Kinder und Beruf unter

einen Hut bringen, alles

irgendwie richtig machen.

Und sie finden die ideale

Nanny, die ihnen das alles erst

möglich macht. Doch wie gut

kann man einen fremden

Menschen kennen? Und wie

sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt,

denken sich Myriam und Paul,

als sie Louise einstellen - eine

Nanny wie aus dem Bilderbuch,

die auf ihre beiden

kleinen Kinder aufpasst, in der

schönen Pariser Altbauwohnung

im 10. Arrondissement.

Sie ahnen nichts von den

Abgründen und von der

Verletzlichkeit der Frau, der

sie das Kostbarste anvertrauen.

Von der tiefen Einsamkeit,

in der sich Louise zu verlieren

droht. Bis eines Tages die

Tragödie über die kleine

Familie hereinbricht. Ebenso

unaufhaltsam wie schrecklich.

• •


·IPI ,4

r.

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:

r

. rili

r„Ein

„ .Ein

ei nendes wwei und

ein lachendes Auge"

Warten auf Bojangles

von O/ivier Bourdeaut

Pi per Verlag, EUR 18,00

Sie tanzen zu »Mr. Bojangles«,

mixen sich Cocktails, reisen in

ihr Schloss nach Spanien. Sie

ist charmant und charismatisch,

Georges liebt sie hingebungsvoll.

Die beiden

feiern das Leben, denn sie

kennen auch seine dunklen

Momente: Georges' schillernde

Frau ist manisch-depressiv.

Als diese bittere Wahrheit

alles zu zerstören droht, entführen

Vater und Sohn die

Frau, die sie lieben, aus der

Psychiatrie. Gemeinsam

nehmen sie Kurs auf Spanien,

in der Hoffnung, dort weiterleben

zu können wie bisher.

Eine originelle Liebesgeschichte,

traurig und schön,

leicht erzählt und mit Tiefgang.

• •



* •


Neujahrskuchen backen: So geht’s

Bei dem sogenannten Neujahrskuchen handelt es sich nicht um einen Kuchen im üblichen Sinn

des Worts: Krüllkoken, Rullerkes oder Neeijahrskook sind dünne Waffeln, die im deutschen

Sprachraum als Hippen bekannt sind.

Ungewöhnliche Gewürze: Kardamom und Anissamen

WEIHNACHTLICHE BRÄUCHE

In Norddeutschland, vor allem in Ostfriesland und Emsland, backen die Hausfrauen diese Waffeln, um das neue Jahr gebührend

zu begrüßen. Das Besondere an den Neujahrskuchen sind die Gewürze. Kardamom, Anissamen oder Zimt und Vanille verleihen

diesen Waffeln ihr außergewöhnliches Aroma.

Spezielles Waffeleisen erforderlich

Nicht nur Dein Gewürzschrank, auch Deine Küche muss gut ausgestattet sein, damit Du Neujahrskuchen zubereiten kannst.

Ein normales Waffeleisen eignet sich nicht für die dünnen Waffeln, die Du nach dem Backen über einem Kochlöffel zu einer Rolle

formst. Du brauchst ein spezielles Krüllkoken-Waffeleisen oder ein Waffeleisen für Eiswaffeln.

Teig am Vortag zubereiten

Traditionsgemäß backst Du die Neujahrskuchen erst am Neujahrstag, um den Start

in ein neues Jahr zu feiern. Den Teig bereitest Du am besten am Vortag vor, denn er sollte

über Nacht durchziehen. Das garantiert die Knusprigkeit der Waffeln.

Nach dem Backen rasch rollen und mit Schlagsahne füllen

Dieses Rezept reicht für ungefähr 20 Neujahrskuchen.

Der Teig sollte dünnflüssig sein, wie der Teig für französische Crêpes.

Du löst zunächst den Kandiszucker in einem Dreiviertel Liter heißen Wasser auf.

Lass die Butter in der heißen Mischung schmelzen. Wenn sie abgekühlt ist,

rührst Du die Eier unter, am besten mit einem Handmixer. Anschließend fügst Du nach

und nach das gesiebte Mehl und die Gewürze hinzu. Lasse den Teig über Nacht

im Kühlschrank ausquellen.

Falls der Teig etwas fest wird, gib mehr Wasser dazu. Für das Backen bepinsele Dein

Waffeleisen mit etwas Öl. Das Eisen sollte richtig heiß sein, damit die Waffeln schnell

backen und sich gut ablösen.

Nach dem Backen rolle sie sofort um den Stiel eines Kochlöffels und lasse sie gut

auskühlen. Serviere sie gefüllt mit Schlagsahne und – ganz traditionell – eingemachten Kirschen!

Mit diesem

Neujahrskuchen

schmeckt der Start

ins neue Jahr

köstlich!

Die Zutaten:

500 Gramm weißer Kandiszucker

250 Gramm Butter

500 Gramm Mehl

2 Eier

1 Päckchen Vanillezucker

10 Gramm gemahlene Anissamen

und/oder

10 Gramm gemahlene Kardamom oder

1 – 2 Teelöffel Zimtpulver

Öl zum Bestreichen des Waffeleisens

Schlagsahne

eingemachte Kirschen

Quelle: netmoms.de

Ausgabe Winter 2018 mq | 57

Foto: Wikipedia


Badberger Straße 31

49610 Quakenbrück

Fon: 0 54 31 / 90 04 56

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Kabarett im

Kulturverein Li.F.T.!

Inka Meyer

„Der Teufel trägt Parka“

Die Botschaft der Mode- und

Kosmetikbranche ist klar:

»Frauen, ihr lauft aus, werdet

alt, seid zu fett und habt zu viele

Haare.« Um diesem Makel zu

entgehen, klatschen sich schon

Grundschülerinnen so viel Wimperntusche

ins Gesicht, dass sie

an der Schulbank sitzend vornüberkippen.

Und der achtzigjährige

Senior führt seine kanariengelbe

Hippie-Jeans spazieren,

dass man sich fragt: »Hat der

Mann einen Schlag oder einen

Anfall?« Ist doch wahr. Vieles,

was wir tragen ist untragbar,

erschreckt nur die Katze und regt

die Nierenfunktion des Hundes

an.

Das alles wird von den Modekonzernen

gestickt eingefädelt,

damit sich ihre Gucci-Taschen

mit unserer Kohle füllen. Die

Chemie in den Schuhen macht

uns krank, durch die Ananas-Diät

sind wir ungenießbar. Aber mit

dem Weizengras-Smoothie in der

Hand hetzen wir weiter jedem

Beauty-Trend hinterher. Und am

Ende sind wir schön. Schön blöd.

Doch wenn wir an die neunjährige

Näherin in Bangladesch denken,

dann sollten wir eigentlich

gar nicht mehr in den Spiegel

schauen.

»Der Teufel trägt Parka« – das

neue Kabarettprogramm von

Inka Meyer: witzig, relevant

und brillant recherchiert. Und

dieses satirische Schmuckstück

begeistert natürlich auch die

Herren der Schöpfung. Denn

für die Männer gilt genauso:

»Schlägt der Arsch auch Falten,

wir bleiben stets die Alten.«

Außerdem wird hier endlich

Adams uralte Frage geklärt:

»Was treibt diese Frau eigentlich

so lange im Bad?«

Ein hochkomisches Plädoyer

gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie

und für eine entspannte

Weiblichkeit

Ihr Spezialist für Gartenpflanzen

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Frohe Weihnachten

und einen

guten Rutsch!



Nadine Brackmann

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Tel. 0 54 31 - 908 90 88

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28. Feb. + 1. März

Donnerstag + Freitag, 20 Uhr,

Theatersaal Restrup

58 | mq Ausgabe Winter 2018


Die Kabarettabende im

Saal der Compagnia Buffo

in Restrup bei Bippen sind immer Höhepunkte des

Veranstaltungskalenders des Kulturvereins Li.F.T.

Die Goldfarb-Zwillinge

„klein und gemein“

Alles hat immer zwei Seiten

– und entgegengesetzte Pole

ähneln sich oft in frappierender

Weise. Während in Politik und

Gesellschaft die Positionen

immer extremer, das Denken

immer schwarz-weißer und die

Bereitschaft, die andere Seite

einer Geschichte zu hören,

immer geringer werden, bleibt

die Wahrheit mit ihren differenzierten

Schattierungen oft auf

der Strecke. Höchste Zeit beide

Seiten einer Medaille zu beleuchten

und zu entlarven, wie oft

sich rechts und links, reich und

arm, progressiv und konservativ

ähneln wie ein Zwilling dem

anderen – und wer könnte das

besser als Zwillinge selbst?

Lisa und Laura Goldfarb folgen

dem Prinzip Kleinen ins Große

vom Privaten in Öffentliche, vom

Persönlichen ins Politische zu

gehen. Alltagserfahrungen, mit

Weitere Infos:

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denen jeder etwas anfangen

kann, werden so zum pars pro

toto für den Zustand der Gesellschaft.

Nach diesem Prinzip

können die Darstellerinnen in

einem Moment zwei Schwestern

im Streit um den Hausputz und

im nächsten Augenblick zwei

Gehirnzellen im Kopf von Donald

Trump sein, ohne ein stringentes

Narrativ zu verlassen.

Die Spielweise beruht auf Tempo,

überraschenden Wendungen,

abrupten Rollenwechseln und

hoher Dynamik. Die Themen

dieses Theaterabends folgen

der Spielweise: wie in einem

Joyce’schen stream of consciousness

oder den großstadtneurotischen

Dialogen des frühen

Woody Allen galoppieren die

Szenen hinter- und nebeneinander

her, verwirren und entflechten

sich, werden unterbrochen

und wieder aufgenommen.

Neueröffnung

in der Koppelstraße!

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Freitag, 20 Uhr,

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Ausgabe Winter 2018 mq | 59


60 | mq Ausgabe Winter 2018


Ausgabe Winter 2018 mq | 61


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS

Ab Donnerstag, 20. Dezember

BUMBLEBEE

in 3D

Im Jahr 1987 hält sich der Transformer

Bumblebee bereits auf der Erde auf und

findet schließlich ein Versteck auf dem

Schrottplatz einer kleinen kalifornischen

Küstenstadt. Dort stößt die 17-jährige

Schülerin Charlie (Hailee Steinfeld)

schließlich auf den Autobot, der sich als

gelber VW Käfer getarnt hat. Mit einer

Menge mechanischem Geschick repariert

sie Bumblebee und stellt dabei fest, dass

der Bot alles andere als eine alte, verrostete

Schrottmaschine ist. Es dauert nicht

lange und Charlie kommt hinter Bumblebees

Geheimnis und es entwickelt sich

eine enge Freundschaft zwischen Mädchen

und Maschine...

Spin-off zur „Transformers“-Reihe mit

der Figur Bumblebee. Wir erfahren, was

der schwarz-gelbe Roboter gemacht hat,

bevor er das erste Auto von Sam Witwicky

(Shia LaBeouf) wurde.

Ab Donnerstag, 03. Januar

DER JUNGE MUSS

AN DIE FRISCHE LUFT

Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige

Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein

wenig pummelig, lässt sich davon aber

nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig

an seiner großen Begabung, andere

zum Lachen zu bringen, was sowohl bei

den Kunden im Krämerladen seiner Oma

Änne (Hedi Kriegesgott) als auch bei

seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen

Verwandtschaft natürlich gerne

gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter

Margret (Luise Heyer) wegen einer

chronischen Kieferhöhlenentzündung

operiert und verliert ihren Geruchs- und

Geschmackssinn, wodurch sie in eine

tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz

(Sönke Möhring) ist ratlos, aber Hans-

Peter fühlt sich dadurch nur noch umso

mehr angetrieben, sein komödiantisches

Talent auszubauen...

Basierend auf Hape Kerkelings gleichnamigem

autobiographischem Bestseller.

NUR Mittwoch, 16. Januar

VERLEUGNUNG

Ökumenische Filmtage 2019

– Motto: „Mal ehrlich“

WORUM ES GEHT:

Wie läßt sich eine anscheinend unumstößliche

Wahrheit beweisen? Unerwartet

wird die amerikanische Universitätsprofessorin

Deborah E. Lipstadt (Rachel

Weisz) zur Verfechterin geschichtlicher

Fakten, als der britische Journalist und

Buchautor David Irving (Timothy Spall)

sie wegen Verleumdung anklagt. Zuvor

hatte nämlich Lipstadt ihm vorgeworfen,

dass er den Holocaust leugnen würde.

Durch das britische Justizsystem wird

Lipstadt kurzerhand in die Defensive

gedrängt und sie und ihre Verteidiger,

angeführt von Richard Rampton (Tom

Wilkinson), sehen sich auf einmal mit der

absurden Hürde konfrontiert, neben der

Unschuld Lipstadts auch noch beweisen

zu müssen, dass der Holocaust wirklich

stattgefunden hat. Doch von dieser Herausforderung

lässt sich Lipstadt nicht einschüchtern.

Einigungen lehnt sie ab - und

zieht stattdessen vor Gericht ...

Ab Donnerstag, 17. Januar

GLASS

Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) ist

noch immer auf freiem Fuß und hochgefährlich.

Der junge Mann, der mehrere

Persönlichkeiten in sich vereint, hat schon

einige Menschenleben auf dem Gewissen

und die Gefahr besteht, dass es schon

sehr bald mehr werden, denn die Bestie,

die gefährlichste seiner Persönlichkeiten,

hat komplett die Kontrolle übernommen.

Der unverwundbare David Dunn (Bruce

Willis) heftet sich deshalb an seine Fersen,

um ihm das Handwerk zu legen. Die

Zusammenstöße der beiden werden dabei

immer heftiger. Und was hat eigentlich

der im Rollstuhl sitzende Elijah Price

alias Mr. Glass (Samuel L. Jackson) mit der

ganzen Sache zu tun? Seine Anwesenheit

scheint zu jeder Zeit im Hintergrund spürbar

zu sein und womöglich zieht er im

Hintergrund nicht nur die Fäden, sondern

er scheint auch einige Geheimnisse zu

verbergen?

Fortsetzung zu M. Night Shyamalans Psychothriller

„Split“, das im gleichen Universum

spielt wie sein Werk „Unbreakable“.

Ab Donnerstag, 24. Januar

Disneys CHAOS IM NETZ

Randale-Ralph (Stimme im Original: John

C. Reilly) und Rennfahrerin Vanellope von

Schweetz (Sarah Silverman) müssen ihre

Arcade-Spiele verlassen, um in den Weiten

des Internets nach einem Ersatzteil

für das kaputte Kart-Rennspiel Sugar

Rush zu suchen. Doch wo sollen sie in den

Weiten des World Wide Webs überhaupt

mit ihrer Suche anfangen? Sie lernen

den Algorithmus Yesss (Taraji P. Henson)

kennen, der ihnen das Netz erklärt und

sie auf die Webseite OhMyDisney.com

bringt. Das ist der Ort, wo sich alle Figuren

tummeln, die Disney gehören, ob

nun Prinzessin, Marvel-Held oder „Star

Wars“-Droide. Die Hilfe von Yesss hilft

Ralph und Vanellope jedoch nicht viel,

denn die beiden sind so unerfahren mit

dem Surfen im Netz, dass sie innerhalb

kürzester Zeit das reinste Chaos im Internet

hinterlassen.

Fortsetzung zu Disneys Animationsabenteuer

„Ralph reichts“.

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

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62 | mq Ausgabe Winter 2018


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Ab Donnerstag, 14. Februar

CLUB DER ROTEN BÄNDER

Die Teenager Leo (Tim Oliver Schultz),

Jonas (Damian Hardung), Emma (Luise

Befort), Alex (Timur Bartels), Toni (Ivo

Kortlang) und Hugo (Nick Julius Schuck)

führen alle ein unbeschwertes Leben,

nichts unterscheidet sie von ihren Altersgenossen.

Leo spielt leidenschaftlich

gerne Fußball mit seinen Freunden,

aber genauso gerne verbringt er seine

Freizeit in Gesellschaft seiner Eltern und

seiner Schwester. Jonas hingegen plagt

sich viel zu oft mit seinem Bruder herum

und Emma will es nur ihren Eltern

recht machen, doch egal was sie tut, es

ist nicht gut genug. Alex hingegen steht

mit seiner Lehrerin auf Kriegsfuß und Toni

sagt immer frei heraus, was ihm auf der

Seele liegt, doch mit seinem Opa (Dieter

Schaad), hat er den perfekten Fels in

der Brandung. Das Leben von Leo wird

komplett auf den Kopf gestellt, als er

eine folgenschwere Diagnose erhält, die

zahlreiche Untersuchungen nach sich

zieht. Von Emma fühlt er sich von Anfang

an magisch angezogen...

NUR Mittwoch, 20. Februar

FLORENCE FOSTER JENKINS

Ökumenische Filmtage 2019

– Motto: „Mal ehrlich“

WORUM ES GEHT: Eine Gefälligkeitslüge,

die ein falsches Selbstbildnis stützt.

1944: Eigentlich könnte sich die Millionärin

Florence Foster Jenkins (Meryl Streep)

zurücklehnen, ihren Reichtum genießen

und in Saus und Braus leben, doch sie

fühlt sich zu Höherem berufen und strebt

deswegen eine Karriere als Opernsängerin

an. Zunächst tritt sie nur bei privaten

Konzerten an der Seite des talentierten

Pianisten Cosmé McMoon (Simon Helberg)

und fernab von unabhängigen

Kritikern auf. Das Publikum besteht

ausschließlich aus ihr wohlgeneigten

Menschen - und das aus gutem Grund:

Jenkins singt, obgleich sie das nicht so

sieht, furchtbar. Und sie hat einen Traum,

der ihrem Manager und Ehemann St. Clair

Bayfield (Hugh Grant) ob der zu befürchtenden

Blamage Kopfzerbrechen bereitet:

Florence Foster Jenkins möchte in der

berühmten Carnegie Hall beweisen, dass

sie die beste Opernsängerin der Welt ist...

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Ausgabe Winter 2018 mq | 63


Silvestershow von Ralph Hanheide 2015

Foto: Detlef Bülow

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12 DEZEMBER

16.12.2018, 11:00 - 21:00 Uhr

Weihnachtsmarkt Menslage

Einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Region -

von 11.00 bis 21.00 Uhr im festlich geschmückten

Menslage!

Veranstalter: Werbegemeinschaft Menslage,

Alter Mühlenweg 3, 49637 Menslage

Ort: Menslage

16.12.2018, 17:00 Uhr

Weihnachtskonzert Gospelgroup Artland

und Quakenbrücker Männerchor

Wie in jedem Jahr laden der Männerchor Quakenbrück

und die Gospelgroup Artland wieder zu

einem stimmungsvollen Konzert in die Arche des

Christlichen Krankenhauses ein.

Veranstalter: Christliches Krankenhaus Quakenbrück,

Danziger Straße 2, 49610 Quakenbrück

Ort: Christliches Krankenhaus Quakenbrück,

Danziger Straße 2, 49610 Quakenbrück

17.12.2018, 19:30 Uhr

Artland Dragons - TEAM

EHINGEN URSPRING

Veranstalter: Artland Dragons

Basketball GmbH,

Lange Str. 22,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

20.12.2018, 18:00 Uhr

Weihnachtlich-kulinarischer

Stadtrundgang

Veranstalter: Tourismus-Information Artland,

Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Weinhaus Köster, Lange Straße 68, 49610

Quakenbrück

22.12.2018, 19:00 Uhr

Mach Dein Ding und Sing - Weihnachts-

Mitsing-Konzert

Mit Wolfgang Koppelmann und den schönsten

Weihnachtsliedern, Weihnachts-Welt-Hits und

X-Mas-Rock-Songs.

Ort: Gut Vehr Feierscheune, Gut Vehr 6,

49610 Quakenbrück

22.12.2018, 19:00 Uhr

Weihnachtskonzert

in der Marienkirche Menslage

Weihnachtskonzert mit dem Kirchenchor, dem

MGV Menslage, der Orffgruppe und weiteren

Mitwirkenden.

Ort: St. Marienkirche (Menslage), Hauptstraße

11, 49637 Menslage

28.12.2018, 19:00 Uhr

Jahresabschlusskonzert

der Blaskapelle „Die Renslager“

Veranstalter: Blaskapelle ‚Die Renslager e. V.

1965‘, Am Hagen 5, 49637 Menslage

Ort: St. Marienkirche (Menslage),

Hauptstraße 11, 49637 Menslage

31.12.2018, 20:00 Uhr

Silvesterparty 2018/2019

Die Artland Arena ist am 31. Dezember

Schauplatz der zum vierten Mal stattfindenden

glamourösen Silvesterparty.

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

01 JANUAR

01.01.2019, 19:00 Uhr

Traditionelles Neujahrskonzert

Neujahr! Dirigent Volker Schmidt-Gertenbach

und die Slowakische Sinfonietta Zilina führen

uns von Spanien nach Ungarn, von England nach

Venedig, von Nordafrika nach Indien und selbst

ein Abstecher in die Unterwelt wird dabei sein.

Ort: Aula des Artland Gymnasiums,

Am Deich 20, 49610 Quakenbrück

05.01.2019, 11:00 Uhr

Neujahrsempfang

der Schützenvereine

Veranstalter: Schützenverein Hengelage-

Brokstreek e.V., Mohnstraße 23,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Hengelage, Rosenstraße 2,

49610 Quakenbrück

06.01.2019, 17:00 Uhr

Artland Dragons - HEBEISEN

WHITE WINGS Hanau

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Veranstalter: Artland Dragons Basketball GmbH,

Lange Str. 22, 49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

64 | mq Ausgabe Winter 2018


11.01.2019, 19:30 Uhr

Artland Dragons - Uni

Baskets Paderborn

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos

unter

www.artland-dragons.de

Veranstalter: Artland Dragons

Basketball GmbH, Lange Str. 22,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

KULTURRING

Artland Dragons -

QUAKENBRÜCK 02 FEBRUAR NINERS E.V.

Chemnitz

PROGRAMM 2018/19

02.02.2019, 19:30 Uhr

Änderungen sind stets

möglich! Tickets,

aktueller Spielplan

und Infos

unter www.artland-dragons.de

Veranstalter: Artland Dragons Basketball

GmbH, Lange Str. 22,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

03 MÄRZ

01.03.2019, 19:30 Uhr

Artland Dragons - MLP

Academics Heidelberg

Veranstalter: Dragons

Basketball GmbH,

Lange Str. 22,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

DIE GLASMENAGERIE

Eine Gemeinschaft

15. NOVEMBER 2018

BLACK OR

zum WHITE

Wohlfühlen.

12.01.2019, 20:00 Uhr

Uta Köbernick:

„GRUND FÜR LIEBE – politisch,

zärtlich, schön.“

Als scheinintegrierte Deutsche in der

Schweiz schlägt die gebürtige Europäerin

ihre Ostberliner Wurzeln tief in die Blumentöpfe

unsrer Vorurteile.

Veranstalter: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

01.02.2019, 20:00 Uhr

Özgür Cebe „BORN IN THE BRD“

Özgür Cebe ist ausgebildeter Schauspieler

und war in den verschiedensten TV-

Formaten zu sehen, bis er 2009 den

Sprung auf die „Bretter, die die Welt

bedeuten“ wagte.

Veranstalter: Theaterwerkstatt Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

24. OKTOBER 2018

TRIBUTE TO MICHAEL JACKSON

14. DEZEMBER 2018

DIE SCHNEEKÖNIGIN

25. JANUAR 2019

WUNSCHKINDER

16.02.2019, 19:30 Uhr

Artland Dragons - FC

Schalke 04 Basketball

Änderungen sind stets

möglich! Tickets,

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und Infos

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Veranstalter: Artland Dragons Basketball

GmbH, Lange Str. 22,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

22.02.2019, 20:00 Uhr

Liza Kos:

„Was glaub’ ich, wer ich bin?!“

Liza Kos kommt aus Moskau. Mit 15

Jahren zieht sie mit ihren Eltern aufs

Land – nach Deutschland. Hier will und

muss sie sich integrieren und lernt die

Landessprache, die sie auch bald perfekt

beherrscht: Türkisch!

Veranstalter: Theaterwerkstatt Quakenbrück

e.V., 49610 Quakenbrück

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

Unternehmen der

02.03.2019

Das letzte Mahl - Eine musikalische

Krimi-Dinner-Komödie

…gleich an der Eingangstür werden sie

von einer charmanten Dame samt Buttler

begrüßt. Die legendäre Krimiautorin Mimi

Durst hat eingeladen, sie feiert ihren 50.

Geburtstag.

Veranstalter: AEC Artland-Event-Center

GmbH, Bremer Straße 112,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Kotten, Bremer Straße 112,

49610 Quakenbrück

Foto: Björn Kommerell

www.kulturring-quakenbrueck.de

25.01.2019, 20:00 Uhr

Wunschkinder

Schauspiel von Lutz Hübner (Preisträger

des INTHEGA-Vorstands 2014) und Sarah

Nemitz | Regie: Volker Hesse | Mit Martin

Lindow, Claudia Wenzel u. a.

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück e.

V., Bahnhofstr. 14, 49610 Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

26.01.2019, 19:30 Uhr

Schützenverein Old Quokenbrügge

e.V. - Winterfest

Veranstalter: Schützenverein Old

Quokenbrügge e.V., Vossgarten 7,

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Ort: Schützenhalle Unter den Eichen,

Plückmannstraße 27,

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Ausgabe Winter 2018 mq | 65


KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

Frohe Weihnachten!

PROGRAMM 2018/19

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

Wir danken unseren Mitgliedern, Mietern, Bauherren

und Geschä sfreunden herzlich für das uns im Jahr 2018

entgegengebrachte Vertrauen. PROGRAMM 2018/19

Wir wünschen Ihnen zum Weihnachtsfest besinnliche

Tage und ein frohes neues Jahr!

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24. OKTOBER 2018

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15. NOVEMBER 2018

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25. JANUAR 2019

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Unternehmensgruppe

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Florian

Risch, Detlef Bülow, Heiko Bockstiegel,

Katharina Preuth, Bernd Middendorf,

sowie Vereine, Firmen, Personen,

Gruppen und Institutionen, die uns

freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen. Verantwortlich für

den Inhalt der redaktionellen Texte

sind die jeweiligen Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen und Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück im Artland und punktuell in den

angrenzenden Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.

66 | mq Ausgabe Winter 2018


Uta Köbernick:

„GRUND FÜR LIEBE – politisch, zärtlich, schön.“

Als scheinintegrierte Deutsche in der Schweiz schlägt die gebürtige Europäerin ihre Ostberliner

Wurzeln tief in die Blumentöpfe unsrer Vorurteile. Aus der Sicht des Merkurs lebt sie

hinterm Mond. Diese Einsicht stattet sie mit einer Demut aus, die sie gekonnt zu verbergen

weiß, denn dass die diplomierte Schauspielerin mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem

Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Förderpreis der Liederbestenliste und dem

Silbernen Stuttgarter Besen ausgezeichnet wurde, ist dem Merkur zwar egal, doch hinterm

Mond einleuchtend.

Mit bezaubernder Leichtigkeit, hinreißender Komik, virtuosem Gesang und einer herrlichen

Tiefe geht sie bis an den Rand des Erkennbaren und manchmal Erträglichen. Politisch hellwach,

bringt sie Standpunkte ins Stolpern, hilft ihnen schmunzelnd wieder auf und wenn die

glauben, wieder festen Boden gefunden zu haben, ist die Erde plötzlich eine Scheibe.

Eintritt: VVK: 15 / 13 €, AK 18 / 16 €

Sa,

12.1.

20 Uhr

Kabarett

Theaterwerkstatt Quakenbrück e.V.

Bahnhofstr. 35 · 49610 Quakenbrück · Tel. 0 54 31 / 26 44

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

PROGRAMM 2018/19

Musikalische Lesung

KARTENVORVERKAUF:

Buchhandlungen Thoben und Buchgalerie Artland

sowie über die Homepage der Theaterwerkstatt:

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Klangklör: Klang und Wort im Einklang

Kooperationsveranstaltung mit der Kolpingfamilie

Fr,

14.12.

19 Uhr

Bei den musikalischen Lesungen sind plattdeutsche Geschichten und Lieder

zu hören. Gertrud Herzog aus Barßel-Harkebrügge liest Nachdenkliches und Amüsantes aus

ihren plattdeutschen Büchern vor. Ihre Texte sind in Zeitungen, Jahrbüchern und Kalendern

zu finden. Auch im Rundfunk war sie einige Male zu hören.

Begleitet wird sie von Klangklör (Klangfarben). Die Gruppe besteht aus: Franz kl. Holthaus

aus Lohne mit Gitarre, Mundharmonika und Gesang. Andrea Kuper aus Leer mit Querflöte,

Gitarre und Gesang und Achim Bütow aus Badbergen mit Gitarre und Gesang. Diese

Folkmusiker pflegen altes Liedgut auf hoch- und plattdeutsch. Frischen Wind bringt Andrea

Kuper aus Leer mit den selbst komponierten Liedertexten ihrer Mutter auf die Bühne. Sie

ist Musikpädagogin, hat klassische Querflöte und Gitarre studiert und arbeitet bei der Kreismusikschule.

Der Erlös der Klangklör-Veranstaltungen ist für die Honduras-Hilfe, ein Projekt der KAB Weltnothilfe.

Eintritt: VVK und AK: 12 €, ermäßigt 8 €

A c h t u n g !

Kein Einlass nach Beginn

der Veranstaltung!

Fr,

1.2.

20 Uhr

Kabarett/Comedy/

Liza Kos: „Was glaub’ ich, wer ich bin?!“

Liza Kos kommt aus Moskau. Mit 15 Jahren zieht sie mit ihren Eltern aufs Land – 20 Uhr

nach Deutschland. Hier will und muss sie sich integrieren und lernt die Landessprache,

die sie auch bald perfekt beherrscht: Türkisch! Nach vier Jahren unterm Kopftuch,

hängt sie dieses an den Nagel und beschließt eine „richtige Deutsche“ zu werden. Um dies

zu erreichen, meldet sie sich in einem Karnevalsverein an und beginnt Öcher Platt zu lernen.

„Was glaub‘ ich, wer ich bin?!“ ist ein vielschichtiges Kabarett-Comedy Programm, das u.a.

Liza Kos‘ eigene und eigentümliche Integration erzählt. Sei es über ihr Herkunftsland Russland,

die Türkei oder ihre Wahlheimatland Deutschland.

Durch ihre „integrationsbedingte Persönlichkeitsspaltung“ schlüpft das Multi-Kulti-Talent

gekonnt in verschiedene Rollen und bietet einen unterhaltsamen Mix aus Persiflage, Parodie

und Liedern. Ein Programm voller Überraschungen und Kontraste.

Eintritt: VVK: 15 / 13 €, AK 18 / 16 €

Özgür Cebe „BORN IN THE BRD“

Özgür Cebe ist ausgebildeter Schauspieler und war in den verschiedensten TV-Formaten

zu sehen, bis er 2009 den Sprung auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“ wagte. Doch genauso

wie sich „Deutschland und die Welt“ verändert hat, verändern sich auch die Bretter

dieser Welt. Die Augen vieler Nationen richten sich vor allem auf Dresden, wo die einen auf

den Brettern dieser Welt stehen und die anderen sie vorm Kopf haben. Özgür Cebe sucht

die Kommunikation - auch mit Holzköpfen.

Sein erstes Soloprogramm „Der bewegte Muselmann“ feierte im Herbst 2011 Premiere.

2013 folgte sein zweites abendfüllendes Programm „Freigeist oder geistfrei... das ist hier

die Frage!“, mit dem er erfolgreich durch ganz Deutschland tourte. Inzwischen hat Özgür

Cebe sich von der reinen Comedy weg und hin zu kabarettistischen Themen bewegt.

„BORN IN THE BRD“ ist sein drittes Soloprogramm, welches im Herbst 2015 im Rahmen

des Köln Comedy Festivals Premiere feierte.

Fr,

22.2.

Eintritt: VVK: 15 / 13 €, AK 18 / 16 €

Kabarett/Comedy/


MO. 31.12.2018

E

20:30 UHR |

TISCHRESERVIERUNGEN UNTER: SILV

SHOWBEGINN 20:30 UHR | TISCHRESERVIERUNGEN UNTER: SILVESTER@DYSOEVENTS.DE

LV

L ESTER@D

SILVESTERDINNER AB 18:30 UHR

24

RW

RK

4:0 HR FEUERW

24:00 UHR

ERW

R ERK

EIGENE FEUERWERKSKÖRPER SIND NICHT GESTATTET

MAGIC

IMPOSSIBLE

DIE NEUE

ILLUSIONSSHOW

MIT

RALPH HANHEIDE

AB 22:30 UHR:

ANTIPASTI UND

FINGERFOOD

VOM OLDENBURGER HOF

(EXKLUSIVE)

ARTLAND-ARENA · QUAKENBRÜCK

KARTENVORVERKAUF:

UHREN-SCHMUCK BRAEMER, LANGE STRASSE

GESCHÄFTSSTELLE DES BERSENBRÜCKER KREISBLATTES, AM MARKT

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