Z_kompakt-01

pischka

Z-kompakt bringt Kommentare zum aktuellen Gesellschaftsentwicklungen aus christlicher Perspektive. Ein Denkvorschlag als Möglichkeit neben dem Mainstream. Impuls für Christen, die wissen, das Gebet Wirkung hat.

D i e U m d e n k I m p u l s Z u k u n f t s G e s t a l t u n g s M e l d u n g e n

www.ZfürZukunft.de • Einzelpreis: 2,50 • CH: 3,70 CHF

f ü r Z u k u n f t

kompakt

N r. 1 2 / 1 8

X Zukunft Europa? X Aktuelle Hintergrund-Info

durch Z-kompakt X Altlasten: Statt 6 gab es

500 Mio. Tote X Der Chemnitz-Skandal X

X Macron will Kulturraub zurückgeben X Sexueller

Missbrauch durch Priester nicht verwunderlich

X T6-Gipfel in Macao (China) X Sexualpäda gogik

der Vielfalt ‒ Kampf der Ideologien X

X Kirchen-TÜV: Welche ist die beste? X

Zukunft Europa?

Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung

wirft Fragen auf. Unterschiede

zu südlichen Nachbarländern

erzeugen Spannungen. Die Entwicklung

der Migration verlangt nach

Lösungen. Wohin steuert Europa?

Folgen wir den Gedanken Robert

Schumans, des geistigen Vaters eines

geeinten Europas.

1945 war die große Frage:

Auf welchen Fundamenten kann

Europa wiederaufgebaut werden?

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem

Holocaust hatten viele ihren Glauben an

Gott verloren. Schuman erkannte, dass den

Wurzeln der Demokratie die Lehre

Jesu zugrunde liegt: Gleichheit,

brüderliche Liebe, Respekt für

die Rechte des Einzelnen im Sinne

von Toleranz – und Barmherzig keit!

Europa verdankt seine Identität

dem Christentum. Nachdem Europa

besiedelt worden war, kamen große, wegweisende

Christen wie Paulus, Anskar,

Kolumban und Gallus. Ihre Botschaft war

so anders als die Maximen der Götter der

Slawen, der nordischen Völker oder der

Kelten; sie wurde gerne angenommen!

Die Offenbarung eines Gottes durch seinen

Sohn transformierte das Leben der

europäischen Völker, die als Heiden nicht

an einen gütigen Gott glaubten, sondern

an viele Götter, die oft gegeneinander im

Streit lagen.

Auch wenn die Kirchengeschichte

wahrlich finstere Kapitel aufweist, darf

nicht vergessen werden: Viele Errungenschaften

wie Familienwerte, Menschenrechte,

Bildungswesen, medizinische und

soziale Dienste verdankt Europa dem

Christentum. Sie sind keine Erfindung des

Sozialismus und schon gar nicht des Kommunismus;

beide haben höchstens Ersatzformen

davon

zuwege

gebracht.

Das christliche Liebesangebot war

das genaue Gegenteil von Stammesdenken,

Nationalismus und Rassismus. Sogar der

Atheist Jürgen Habermas, einer der einflussreichsten

säkularen Philosophen unserer

Zeit, meinte einmal, zur jüdisch-christlichen

Ethik als Grundlage für Frieden, Solidarität,

Moral, Menschenrechte und Demokratie

gebe es keine Alternative; alles andere sei

postmodernes Geschwätz! Das gilt sicher

auch für die Zukunft Europas.

Schuman: „Die europäische Demokratie

wird eine christliche sein – oder

nicht bestehen bleiben.“

1951 wurden erste Verträge zur Gründung der Europäischen

Gemeinschaft unterzeichnet. Da nach dem Krieg

eine rasche Verbrüderung nicht möglich war, richtete

Schuman sein Augenmerk auf die europäische Integration.

Daher gibt es nur eine Lösung: Richtungskorrektur!

„Wer seine Hand an den

Pflug legt und dann nicht nach vorne blickt,

ist für die Zukunft untauglich“ (konkret: für

Gott). Solch ein Mensch ist leider nur

Spielball eines gottlosen oder höchstens

religiösen Mainstreams.

Nach vorne blicken hat

etwas Visionäres; es hat nichts zu tun mit

„Ich bin dagegen“-Parteien oder der passiven

Mitgliedschaft in einer christlichen

Kirche. Menschen, die nach vorne blicken,

sind Leute, die den Willen Gottes erkennen

und konkret umsetzen, zunächst im eigenen

Umfeld, dann im ganzen Land. „Dein Wille

geschehe!“, das ist eine Art Befehl; aussprechen

darf ihn jeder, der ihn auch selber lebt.

Das ist ein Christentum, das nach vorne

schaut; diese Art Christentum liegt vor uns.

Das ist die Zukunft Europas. X

(Das zu fördern, dazu gibt es die »Z«.

Helfen Sie mit, dass wir dieser Aufgabe

gerecht werden können, stärker denn je.)

Foto: © cvce.eu

A u s g a b e 1 2 / 1 8

Z-kompakt 1

w w w . Z f ü r Z u k u n f t . d e


kompakt

Z-kompakt:

Hintergrund-Infos

zum aktuellen

Zeitgeschehen

Täglich prasseln Nachrichten auf uns ein.

Aber hinter so mancher Meldung steckt

nicht der Wille, zu informieren, sondern

eher die Absicht, zu manipulieren. Es

ist erwünscht, dass Sie eine kompatible

Meinung haben. Dass Sie mit dem Strom

schwimmen – im Mainstream.

Das wollen Sie zwar nicht, aber steter

Tropfen höhlt den Stein, und wenn

wir dem nichts entgegenzusetzen haben,

reißt der Strom uns mit.

Wir nehmen eine christliche Perspektive

ein – aber was genau ist das? Ist doch

sogar die EKD dem Mainstream hingegeben

und wirft ständig weiter fundamentale

Werte über Bord.

Wofür Z-kompakt gut ist:

• Wir greifen aktuelle Meldungen auf

und bieten einen Gesichtspunkt, der

möglicherweise gegen den Strich

gebürstet ist. Wir hinterfragen Ansichten

und Dogmen oder liefern Kom-

mentare als Vorschlag, wie man einen

Sachverhalt auch noch sehen kann.

• Wir fordern heraus zum Christsein und

nicht nur zur christlichen Anhauchung.

„Was nicht rot ist, das ist rötlich“ … Sie

wissen schon. Wir wollen Zusammenhänge

herstellen, die so vielleicht nicht

populär sind, die aber helfen, Begrenzungen

zu überwinden.

• Wir gehen davon aus, dass es auch

für die unmöglichsten Dinge Lösungen

gibt. Nur muss man immer eine

höhere Technologie einsetzen als die,

in der das Problem sich befindet. Es

gilt, aus den Ressourcen Gottes zu

schöpfen, dann haben wir die höchstmögliche

Effektivität.

• Für Christen, die Gebet strategisch einsetzen,

kann die Z-kompakt Leitfaden

sein für aktuelle brandwichtige Anliegen

– mit praktischen Anleitungen.

• Für regelmäßigeren Kontakt zu unseren

Lesern. Die umfassenden Themenausgaben

erscheinen in so großen Abständen,

dass so mancher sein Z-Abo vergisst.

• »Z« steht für Zukunft. Im Gebet wollen

wir nach vorne blicken und, wenn

möglich, einzelne Entwicklungen

schon früh erkennen, bevor es zum

Handeln zu spät ist.

Helfen Sie uns, damit

Z-kompakt erfolgreich sein

kann

In kürzeren Abständen aktuelle Informationen

zu sammeln, zu analysieren und in zielführender

Weise zu kommentieren, das ist

viel Arbeit, das kostet Zeit und Geld. Helfen

Sie uns, damit wir von beidem genügend

haben. Wenn Sie es noch nicht sind,

werden Sie Abonnent. Machen Sie andere

mit der »Z« bekannt und spenden Sie bitte

großzügig, damit wir uns verstärkt Mitarbeit

leisten und die größten Brocken unentgeltlicher

Mitarbeit honorieren können.

Es ist eine Investition in die Zukunft

und die kommt Ihnen zugute. Z-kompakt

stärkt den Glauben und nimmt die Angst,

schafft Hoffnung inmitten der Turbulenzen

und stärkt ein Christus-bezogenes

Selbstbewusstsein. Z-kompakt zeigt, dass

Christen dem Mainstream nicht ohnmächtig

ausgeliefert sind. Sie können kraftvoll

gegenhalten: „Der konkrete Wille Gottes

geschehe in dieser oder jener Situation,

wie im Himmel, so auf Erden!“ Sie haben

sozusagen die himmlische Technologie,

und die übersteigt die Möglichkeiten der

Welt bei Weitem. Man muss sie nur kennen

und anwenden! Dazu wird die Z-kompakt

Beiträge liefern. X

Liebe Leser

beider Geschlechter,

in Ihrer Hand halten Sie

die erste Ausgabe der Z-

kompakt. Immer wieder

haben Leser der umfassenden

Themen-Ausgaben

gefragt, ob es nicht auch eine Z-Version

geben könnte, die zeitnah zu aktuellem

Geschehen Stellung nimmt.

Jetzt haben wir es gewagt. Es ist ein wirtschaftliches

Risiko. Wenn man eine der letz-

ten Ausgaben in der Hand hat und fragt,

wie groß das »Z«-Team wohl ist – wie viele

Leute habt ihr in der Redaktion, wie viele

in der Grafik und wie viele im Vertrieb? –,

dann schockiert die Antwort: Wir sind ein

Ein-Mann-Betrieb mit einer Teilzeitkraft;

dazu kommen unsere Autoren, die honorarfrei

schreiben.

Die Z-kompakt erfordert natürlich einen

deutlichen Mehraufwand. Wird das honoriert

werden? Man freut sich über jeden Mehrwert,

aber was, wenn der etwas kostet?

Aus diesem Grund lade ich Sie ein, ein

Zeichen zu setzen. Es gibt verschiedene

Möglichkeiten, wie Sie helfen können, dass

wir uns wirtschaftlich besserstellen können:

SPENDEN

ABONNIEREN

ABOS VERSCHENKEN

Ich freue mich, wenn wir durch die

Z-kompakt in engeren Kontakt kommen.

Ihr

Peter Ischka

Herausgeber: Zukunft-Europa e.V.

Vorstand: Peter Ischka, Dr. Martin Fontanari,

Christa Meves, Sr. Dogan Hatune

Redaktion: Peter Ischka

Anschrift: Zukunft-Europa e.V.

Postfach 1409 • 73014 Göppingen

www.ZwieZukunft.de • info@ZwieZukunft.de

Lektorat: Gabriele Pässler, www.g-paessler.de

Produktion: Agentur PJI UG, Adelberg

Druck: Primus GmbH, Dernbach

Erscheinungsweise:

ca. 6 bis 12 x jährlich

Dezember 2018

Einzel-Abo: € 29,– inkl. Versand in D.

Einzelexpl.: Z-kompakt € 2,95

Die Ausgaben sind auch in digitaler Version

zu beziehen. Abo-digital: € 19,-

Themen-Z € 4,95, Doppel-Nr. € 7,95

Copyright: Wenn nichts anderes vermerkt

ist, liegen alle Rechte bei Zukunft-Europa

e.V., Nachdruck und weitere Veröffentlichung

nur auf Anfrage bei der Redaktion.

Ihre Mithilfe:

Zukunft-Europa e.V. ist auf Spenden

angewiesen, die Sie steuerlich geltend

machen können.

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2 Z-kompakt


kompakt

Altlasten: Statt 6

500 Mio. Tote

Geschichte und linke Tagespolitik

besser verstehen

Seien wir doch ehrlich: Wir Christen

haben uns ganz schön in die Defensive und

zur Wirkungsschwäche

verführen lassen. „Seid

eifrig zur Buße!“, würde

Johannes in einem seiner

legendären Sendschreiben

heute den

deutschsprachigen Ländern

ans Herz legen.

Es gibt viel Imitation,

um, wenn möglich, auch

die Auserwählten zu verführen,

wie es in Matthäus 24,24 heißt. Je

stärker das Wirkungspotenzial einer Persönlichkeit

(z. B. in der Politik), umso stärker

rückt diese ins Fadenkreuz der Verführung.

Zum Beispiel Karl Marx: Eine „Frucht“

seines Wirkens könnte man beziffern mit

über 500 Mio. Ermordeten (bis jetzt) –

nicht nur im klassischen Marxismus, sondern

auch hier und heute durch die neomarxistische

Spielart „Feminismus und

Genderismus“ mit millionenfachem vorgeburtlichem

Mord.

Als 19-Jähriger schrieb Marx: „So

besteht die Vereinigung mit Christo aus

der innigsten, lebendigsten Gemeinschaft

mit ihm darin, dass wir so von Christi

Liebe durchdrungen sind, dass wir unser

Der Chemnitz-

Skandal

Wie einfach sich eine Staatskrise

inszenieren lässt

Man sprach von Hetzjagden, aber wer

da nicht mithielt, der wurde selber gehetzt.

Was war los in Chemnitz, nachdem ein

35-jähriger Deutscher mit kubanischen

Wurzeln durch sechs Messerstiche von

drei syrisch/irakischen Migranten zu Tode

gekommen war?

Herz zugleich den Brüdern zuwenden,

die er inniger mit uns verbunden und für

die er sich auch geopfert hat.“ So spricht

doch nur jemand, der selber solch eine

innige Beziehung zu Christus hat. Würden

Sie diese Worte dem Karl Marx zuschreiben,

den wir heute kennen?

Doch dann kam Marx unter den Einfluss

von Mose Hess; der erkannte die

Begabung und das Potenzial des jungen

Mannes: „Marx, so heißt mein Abgott,

ist noch ein jugendlicher Mann, der der

mittelalterlichen Religion und Politik den

letzten Stoß versetzen wird.“

Ein weiterer Mentor war der Russe

Michail A. Bakunin; er war der Ansicht:

„Der Teufel ist der erste Freidenker und

Heiland der Welt. Er befreit Adam und

drückt ihm das Siegel der Menschlichkeit

[Humanismus] und Freiheit auf die Stirn,

indem er ihn ungehorsam macht. In dieser

[der kommunistischen] Revolution werden

wir den Teufel im Volk erwecken müssen,

um die Leidenschaften zu entfesseln.“

Ein 19-Sekunden-Video tauchte auf.

„Wir haben Video-Aufnahmen, die belegen,

dass es Hetzjagden gab, Hass auf der

Straße …“ Medien und Politiker, die nicht

vor Ort waren, griffen diese Meldung auf;

so geriet Chemnitz weltweit in die Schlagzeilen

– bis hin zur New York Times wurde

das ungeprüft vervielfältigt.

Hans-Georg Maaßen, damals noch Präsident

des Verfassungsschutzes, erklärte

gegenüber der BILD-Zeitung, über Hetzjagden

in Chemnitz lägen dem Verfassungs-

In einem Gedicht schrieb Marx dann:

„Ich will mich an dem Einen rächen, der

dort oben herrscht.“ Radikaler Atheismus

ist der Begleiter alles Marxistischen.

Wo waren die Christen, die Marx auf

seinem Weg begleitet hätten, damit er

in dieser innigen Beziehung zu Christus

gewachsen wäre? Wo waren die, die mit

ihrer Fürbitte daran

mitgewirkt hätten,

dass sein Potenzial

zum Segen der

Menschheit würde?

Darüber schweigt

die Geschichte. Marx

wurde dem Versucher

überlassen, und

der konnte ihn missbrauchen

für seine

tödliche, mörderische Agenda, die bis

heute in allen Linksströmungen aufs Grausamste

weiterwirkt.

Wo sind heute die Fürbitter, die eintreten

für Menschen mit einem Potenzial,

wie Marx es hatte, um sie vor derartigen

Versuchungen zu bewahren? Gefallen wir

uns als Kritiker: „Der oder jener Politiker

muss weg!“, oder beten wir unsere Politiker

in ein gutes Wirken hinein?

Dazu ist der sogenannte Leib Christi

eigentlich vorgesehen; wenn er nur nicht zu

sehr mit sich selbst beschäftigt wäre oder

aber spekulierte, wer wohl der einzig wahre

Club sei und wann endlich die Entrückung

aus der bösen Welt stattfinde (und bis dahin

sich hinter Kirchenmauern versteckte). X

Screenshot vom

ominösen Handy-Video

Z-kompakt 3


kompakt

schutz keine belastbaren Informationen vor.

[Man sollte ja annehmen, dass der Verfassungsschutz

das beurteilen kann.] Keine

Hinweise hätten sich laut Maaßen dafür

gefunden, dass das 19-Sekunden-Video

authentisch die „polit-mediale Hetzjagd-

Darstellung“ belegen würde. Maaßens vorsichtige

Schlussfolgerung: Es spreche einiges

dafür, dass es sich um eine gezielte

Falschinformation handele, möglicherweise,

um von dem Mord in Chemnitz abzulenken.

Eine Staatskrise baut sich auf

Die SPD bringt die GroKo in Gefahr, Maaßen

muss gehen.

Torsten Kleditzsch, Chefredakteur der

Freien Presse Chemnitz: „Eine ‚Hetzjagd‘

in dem Sinne, dass Menschen andere

Menschen über längere Zeit und Distanz

vor sich hertreiben, haben wir aber nicht

beobachtet. Wir kennen auch kein Video,

das solch eine Szene dokumentiert.“

Anfang November trafen Journalisten

die Urheberin des 19-Sekunden-Videos –

und erfahren: Der Clip entstand auf der

letzten Etappe eines Trauerzugs für den

Getöteten. „Es gab keine ausländerfeindlichen

Rufe. Nichts Rechtsradikales. Nur

aus der Ferne war zu hören ‚Wir sind das

Volk‘.“ Sie hatte das Handy zu spät eingeschaltet;

so ist nicht zu sehen, dass direkt

vorher zwei junge Migranten die Trauernden

aggressiv provoziert hatten. „Man

hatte die beiden verscheuchen wollen. Als

auch mein Mann sich beteiligte und loslief

– ich rief ihm nach: ‚Hase, du bleibst hier!‘,

wie auf dem Video zu hören ist. Eine Hetzjagd

hat es nicht gegeben, das können wir

auch eidesstattlich bezeugen.“

Foto © YouTube Screenshot

Über WhatsApp hatte sie dieses Video

Freunden zugänglich gemacht; dabei

geriet es wohl in andere Hände, und die

nutzten es in ihrem Sinne.

So machen Falschmeldungen Staatsaffären

– und unliebsame Köpfe rollen.

Aus der Abschiedsrede

von Hans-Georg Maaßen

Manche Abschiede sind geplant, andere

kommen überraschend, wie bei mir. Die

Vorsitzenden der drei Parteien, die die

Bundesregierung in Deutschland bilden,

hatten am 23. September beschlossen,

dass ich als Präsident des Bundesverfassungsschutzes

abgelöst werden soll. Damit

ist eine Regierungskrise in Deutschland

beendet worden. Die SPD hatte mit einem

Bruch der Koalition gedroht, wenn ich weiter

im Amt bleiben würde.

Hintergrund der Regierungskrise war

die Tatsache, dass ich am 7. September

gegenüber der BILD-Zeitung die Richtigkeit

der von Medien und Politikern

verbreiteten Berichte über rechtsextremistische

„Hetzjagden“ bzw. Pogrome in

Chemnitz in Zweifel gezogen hatte.

Am 26. August 2018 war ein Deutscher

von Asylbewerbern in Chemnitz getötet

worden. Am gleichen Tage gab es Demonstrationen

gegen die Flüchtlingspolitik der

Bundesregierung von normalen Bürgern,

aber auch von Rechtsextremisten. Dabei

kam es vereinzelt zu Straftaten.

An den darauffolgenden Tagen stand

nicht das Tötungsdelikt im politischen

und medialen Interesse, sondern rechtsextremistische

„Hetzjagden gegen Ausländer“.

Diese „Hetzjagden“ hatten nach

Erkenntnissen der lokalen Polizei, der

Staatsanwaltschaft, der Lokalpresse, des

Ministerpräsidenten des Landes und meiner

Mitarbeiter nicht stattgefunden. Sie

waren frei erfunden.

Ich hatte mich gegenüber der BILD-

Zeitung in nur vier Sätzen dazu geäußert,

indem ich klarstellte, dass es nach Erkenntnissen

aller zuständigen Sicherheitsbehörden

keine derartigen rechtsextremistischen

„Hetzjagden“ gab. Gegenüber zuständigen

Parlamentsausschüssen stellte ich klar,

dass ein Kampf gegen Rechtsextremismus

es nicht rechtfertigt, rechtsextremistische

Straftaten zu erfinden.

Die Medien sowie grüne und linke Politiker,

die sich durch mich bei ihrer Falschberichterstattung

ertappt fühlten, forderten

daraufhin meine Entlassung. Da ich

in Deutschland als Kritiker einer idealistischen,

naiven und linken Ausländerund

Sicherheitspolitik bekannt bin, war

dies für meine politischen Gegner und für

einige Medien auch ein Anlass, mich aus

meinem Amt zu drängen.

Ich hätte nie gedacht, dass die Angst vor

mir und vor der Wahrheit Teile der Politik

und Medien in solche Panik und Hysterie

versetzt, dass vier Sätze von mir ausreichen,

um eine Regierungskrise auszulösen. X

ERGREIFEN SIE IHREN AUFTRAG

Christen haben eine Mission. Ihr Auftrag

lautet, die Gesellschaft zu verändern.

„Seid Licht!“ Denn dort kann keine

Finsternis bestehen. Nichts kann sich im

Verborgen verstecken. „Seid Salz!“ Da

kommt Würze ins Leben.

Jeder ist gemeint, der Christ ist. Dabei

geht es nicht um Spezialisten für Afrika oder

so. Es geht um Ihren Auftrag in Ihrer Stadt.

Viele kennen ihren Auftrag nicht und es

fehlen oft Strategien. Mission is possible e.V.

kann Ihnen dabei helfen, wenn Sie wollen.

Nicht Politiker verändern die Gesellschaft,

sondern Christen, die ihren Auftrag annehmen.

Sie haben eine höhere Technologie

für die Lösung als jene, die die Probleme

machen. Darum geht’s! Wären Sie bereit?

Impulse: www.mission-is-possible.de/impuls

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kompakt

Macron will Kulturraub

zurückgeben

Keine schlechte Idee – das könnte uns

allen in Europa sehr zugutekommen.

Der französische Präsident Emmanuel

Macron hat die Kunsthistorikerin Bénédicte

Savoy und den Wirtschaftsprofessor

Felwine Sarr (Senegal) mit einer Studie

beauftragt – sie sollten die Artefakte aus

früheren Kolonien in den Museen Frankreichs

erfassen. In dem „Bericht zur Restitution“

heißt es u. a.:

„Dieser Begriff der Restitution erinnert

daran, dass die Aneignung des Werks, das

man zurückgibt, auf einer moralisch zu verurteilenden

Tat beruht, z. B. Raub, Plünderung,

erzwungenes Einverständnis und so weiter.“

Hier geht es also um viel mehr als um bloße

Kunst-Gegenstände. In den Herkunfts-Kulturen

waren viele davon weit mehr als bloße

Dekoration. Den „aufgeklärten“ Europäern

war kaum bewusst, dass es Gegenstände der

Anbetung waren, gewissermaßen materialisierte

Dämonen-Götter, die sie da exilierten

und in Europas Museen aufstellten. Nun wurden

sie hier verehrt, ja angebetet von Schulkindern

und den gebildeten Weißen.

Die Studie enthält eine genaue Auflistung

solcher Exponate in französischen Museen

und deren Depots – insgesamt etwa 90 000

Werke aus Afrika, davon um die 70 000 allein

im Musée du quai Branly in Paris.

Sexueller Missbrauch

durch Priester – nicht

verwunderlich

Foto © Wikipedia

Rakshasa: Demon Bois, Quai-Branly-Museum, Paris.

Rakshasa (m., „Beschädiger”) sind Dämonen aus der indischen

Mythologie. Mit der Verbreitung des Buddhismus

fanden sie Eingang in viele ostasiatische Kulturen. Sie gelten

als Feinde des Menschen. Sie sind Nachtgeister und

treten häufig als Tier auf, als Geier, Eule oder Hund zum

Beispiel, aber auch in Gestalt furchterregender Menschen.

Auch als unsichtbare Geister drangsalieren sie Menschen.

Ihnen wird nachgesagt, dass sie Blut trinken und Menschenfleisch

verzehren. Nach gängiger Vorstellung halten

sie sich häufig in der Nähe von Leichenverbrennungsplätzen

auf. Auch können sie als Menschen unter Menschen

wohnen. (Wikipedia; redaktionell bearbeitet.)

Für die Ursprsprungskultur sind diese Dämonen Realität;

aufgeklärte Westeuropäer lachen erhaben darüber: Dämonen

gibt es ja nicht. Aber an deren Kraftwirkungen leiden

sie sehr wohl; man konsultiert dann Psychiater, doch der

kann das Leiden meist nicht lindern. Die Rückführung

eines solchen Gegenstandes und damit des Dämons, der

ihn durchaus kontaminiert haben kann, würde sich durchaus

heilsam auswirken.

Foto © Montage, Agentur PJI

„Haben wir nicht in deinem Namen das

Zölibat eingeführt?” 1 – Hat Gott dazu den

Auftrag erteilt? Gott hat vielmehr gesagt: „Es

ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.” 2

Ein missbrauchtes Kind ist in der Regel für

sein ganzes Leben in der Seele geschädigt, in

der Persönlichkeit extrem verunsichert und

total anfällig für jede Manipulation. Paulus

empfiehlt: „Gebt dem Teufel keinen Raum.” 3

Aber der Zwangszölibat gibt ihm viel Raum,

ja ganze Paläste. Es ist nachvollziehbar, dass

auf diesem Wege der Homosexualität und der

Pädophilie unter Priestern Tür und Tor geöffnet

wurde; auch Priester sind nur Menschen

und auf Zweisamkeit ausgelegt (ausgenommen

die wenigen, die Gott ausdrücklich zur

Ehelosigkeit berufen 4 hat).

Vor tausend Jahren kamen in der Diözese

Konstanz 3600 Geistliche aufgebracht zu

einer Synode – Grund: das neue Zölibatgesetz.

Bischof Ulrich von Augsburg damals:

Der erzwungene Zölibat sei schriftwidrig

und die Sittenlosigkeit der Geistlichen könne

nur durch kirchliche Heirat beendet werden.

Einer der Gründe für den Zwangszölibat:

In Berlin werden 2019 Teile des Stadtschlosses

eingeweiht. Darin untergebracht

ist ein Museum, das die Kulturen der außereuropäischen

Welt zeigen soll, ähnlich dem

Musée du quai Branly, namens Humboldt-

Forum; zu dessen wissenschaftlichem

Beirat gehört auch Frau Savoy. Genauer

gesagt: gehörte – nach einigen Sitzungen

sprach sie von einem kulturellen Tschernobyl,

bei dem viel Geschichte unter den

Teppich gekehrt wird: „An diesen Objekten

klebt Blut!“ Ihr Rückzug aus dem Vorstand

sorgte für Aufsehen und könnte Macrons

Initiative angeregt haben.

Dass auch Deutschland Kolonialmacht

war, ist uns weniger geläufig; doch auch

wir haben fremdes Kulturgut angesammelt.

Natürlich nicht alles davon ist Raub; auch

Forscher haben ihren Beitrag geleistet und

z. B. aus der Türkei „Schätze“ mitgebracht.

So befindet sich (mit Zustimmung der damaligen

türkischen Regierung) seit 1930 der

Pergamonaltar auf der Museumsinsel in Berlin

– eine Nachbildung mit originalen Wandfriesen.

Die Bibel bezeichnet diesen Altar als

Thron Satans: „Ich weiß, wo du wohnst: wo

der Thron des Satans ist …“ (Offenb.2,13) Bei

solchen Objekten ist nicht nur Holz und Stein

im Spiel; ohne es zu wissen, rief man damit

auch die mit ihm verbundenen Geister herbei

– und wie Goethes Zauberlehrling sind wir

sie nicht mehr losgeworden.

Wie wäre es, wenn wir diesen „Schatz“

auch zurückgäben? X

Bis dahin vererbten verheiratete Kleriker

ihren Besitz an ihre Kinder (nicht selten

auch ihr Amt); der Nachlass der zölibatären

Kleriker hingegen geht an die Kirche.

Martin Luther hat ja das von Jesus

eingeführte allgemeinen Priestertum

wiederentdeckt. „Christus, der uns von

unseren Sünden erlöst hat ... und uns zu

königlichen Priestern gemacht hat …“ 5

Um weiteren sexuellen Missbrauch in

der Kirche zu verhindern, wäre es sinnvoll,

die Einfallstore zu schließen: Wer die

Ehelosigkeit nicht erträgt, weil er nicht

dafür geschaffen ist, der sollte auch als

Priester nicht dazu gezwungen werden. X

1 Frei nach Matthäus 7,22.

2 1. Mose 2,18. 3 Epheser 4,27.

4 1. Korinther 7,17. 5 Offenbarung 1,5–6.

Z-kompakt 5


kompakt

T6-Gipfel

in Macao (China)

Der Teufel lädt alle Unterteufel zum globalen

T6-Gipfel ins Venetian in Macao,

das größte Spielcasino der Welt. Auszug

aus seiner Eröffnungsrede.

Ob die Christen in die Kirche

gehen oder nicht, ist kaum

relevant. Wichtig ist, dass wir

sie mit sich selber beschäftigen:

Von sonntäglichen Programmzuschauern

haben wir

nichts zu befürchten. Konsumieren,

Schuldenmachen,

dichte Arbeitszeit, unnötige

Aufgaben in ihren Kirchen –

das alles ist gut, Hauptsache,

sie haben keine Zeit für ihre

Kinder und die Familien gehen kaputt. Da

haben wir schon gewonnen.

Solange die Theologen ihre Weisheit

aus ihrem humanistischen Denken

beziehen, brauchen wir uns nicht zu sorgen,

dass irgendjemand durchblickt und

unsere Tricks entlarvt.

An dieser Stelle möchte ich eine

Ehrung vornehmen: Den Gebietsfürsten,

die als Rektoren in die wichtigsten theologischen

Fakultäten eingeschleust wurden

– besonders in Deutschland –, verleihe ich

hiermit die luziferische Ehrenmedaille.

Ihre besondere Leistung: Sie haben uns

Teufel völlig wegrationalisiert – unsere

beste Tarnung! – und aus Gott dem Allmächtigen

eine mythologische Fantasiefigur

gemacht. Wirklich gute Arbeit!

[Tosender Applaus.]

Auch der Horde der einfachen „Groll-

Indikatoren“ sei gedankt [Groll steht für

Nachtragen und Nicht-vergeben-Wollen].

Die Saat des „Schlecht übereinander

Redens“ geht auf. Groll und Tratsch greifen

wie Zahnräder ineinander. Wer nicht

vergibt, dem kann nicht vergeben werden

– so machen sie sich selber kaputt, sparen

uns die Arbeit. Wir brauchen nur noch als

natürliche Folge körperliche und psychische

Erkrankungen nachzuschieben, und

schon ist die Lähmung perfekt. Solche

Christen findet ohnedies jeder abschreckend:

Keiner will so werden wie die!

Das neue Modell der Gnaden-Imitations-

Kampagne ist gut angelaufen, Zigtausende

fallen auf diesen Trick herein. Es ist gelungen,

sie zu täuschen und ihnen weiszumachen,

Buße wäre von gestern und gesetzlich.

Sie häufen sich weiter neue Sünden

auf, und das ist unsere Legitimation, um

sie weiterhin in Gefangenschaft zu halten.

Fantastisch! Sie sind völlig ausgeschaltet

und bringen absolut nichts zustande, außer

jeder Menge weiterer Sünden.

Ein Problem haben wir allerdings,

und das müssen wir schnellstmöglich in

den Griff bekommen: Bisher waren selbst

Die essenzielle Frage

Ohne Einheit

keine Wirkung

Imitationen besetzen den

Platz des Echten. Über

Einheit wird viel geredet,

nur darf man das

nicht mit kirchenpolitischen

Übereinkommen

oder konfessionsübergreifenden

Projekten verwechseln. Gut,

nach langer Entzweiung freut man sich

auch über kleine Annäherungen, aber das

ist noch nicht Einheit.

Der Kerl vom T6-Gipfel tut alles, um Einheit

zu verhindern und mit Ersatzformen eine

Schein-Zufriedenheit zu erzeugen.

Dieses Buch weist auf die Einheit, die Jesus

vorgesehen hat. Die ist ganz auf ihn fokussiert

und hat mit Kirchenzugehörigkeit und Dogmen

wenig zu tun.

Ehepaare kaum in der Lage, gemeinsam

zu beten, nun aber rotten sich kleine

Teams zusammen, die Gott den Allmächtigen

im Geist und Wahrheit anbeten, und

das in Einheit! Das zieht massive himmlische

Heere an, und wo die sind, haben wir

absolut keinen Spielraum mehr. Sie plappern

nicht die üblichen frommen Jammergebete,

vielmehr sprechen sie den Willen

des lebendigen Gottes aus

– und genau der passiert

dann auch! Täglich verlieren

wir Terrain. Sie sprechen:

„Dein Reich komme!“, und es

kommt wirklich.

Aber zu unserer Beruhigung:

Das ist nur ein kleiner

Überrest. Die große Mehrheit

der Christen ist weiterhin

mit sich selber beschäftigt,

sie reden schlecht

übereinander, vergeben einander nicht,

drücken sich vor Buße. Diesen Koma-

Zustand gilt es aufrechtzuerhalten, dann

bleiben die Machtverhältnisse auf dieser

Welt noch lange stabil. –

Soweit unser Auszug aus der Ansprache

des Fürsten dieser Welt.

Die teuflische Delegation hielt den T6

für ein gelungenes Gipfeltreffen. Mit einer

hochprozentigen Alkohol- und Sex-Orgie

kam man zum ekstatischen Höhepunkt;

anschließend verteilten sich die Prinzipalitäten

wieder in die Herrschaftsgebiete,

die ihnen zugeteilt sind. Überall waren

Christen gefangen in der Normalität ihres

frommen Unglaubens, und ihr voller Terminkalender

ließ ihnen keine Zeit zu fragen,

ob das denn schon alles sei? X

Wenn zwei oder drei in diese Einheit

kommen, bringt das einige Zusagen

in Erfüllung – das hat unvorstellbare Kraft.

Die Anleitung zum persönlichen „Einheits-

Entwicklungs-Labor“ bringt Lösungen für

etliche Probleme einer durchschnittlichen

Kirchgemeinde. Ein Schlüssel-Buch für

jeden, der Durchbrüche sehen will.

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Sehen Sie das Video „Höhere Mathematik für

einfache Christen“: youtu.be/FigVB1p-2-0

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6 Z-kompakt


kompakt

Sexualpädagogik

der Vielfalt – Kampf

der Ideologien

Was steckt hinter Vorwürfen gegen „Teenstar“,

eine christliche Organisation, die

wie andere Vereine an Schulen sexualpäda

gogische Programme anbietet? Teenstar

sei gegen Homosexualität, gegen Sex

vor der Ehe und generell religiös-fundamentalistisch

und homophob; das habe an

Schulen nichts verloren – so der

mediale Aufschrei im Juli 2018.

Wer steckt hinter den

Vorwürfen?

Ein Verein HOSI, er engagiert sich für

Akzeptanz, Rechte und Interessen Homosexueller,

Bisexueller, Transsexueller etc.

Die LSBTTI-Lobby hat einiges erreicht:

Die „Ehe für alle“ wurde legalisiert und

das „3. Geschlecht“ eingeführt. Sie vertreten

die Gender-Ideologie; dabei geht es

um weit mehr als um die bloße Gleichberechtigung

zwischen Mann und Frau: Ziel

ist die Dekonstruktion der Bipolarität

der Geschlechter, im Klartext: Keiner

soll mehr wissen, ist er Männlein oder

Weiblein. Gender-Mainstreaming (GM),

mit EU-Milliarden gefördert, will in Sachen

„Ehe und Familie“ die Richtung angeben,

von den Meisten kaum bemerkt. GM treibt

die Abwertung von Ehe und Mutterschaft

und stabilen heterosexuellen Beziehungen

voran und fördert abweichende sexuelle

Praktiken, getarnt mit dem gutklingenden

Namen „Sexualpädagogik der Vielfalt“.

Am Anfang: ein Pädophiler

Galionsfiguren dieser Entwicklung sind

Prof. Dr. Helmut Kentler, Pädophilenaktivist

und Begründer der „emanzipatorischen

Sexualpädagogik“, sowie sein

Schüler Prof. Dr. Uwe Sielert. Seit 1984

führte Sielert die Ideen Kentlers an der

Uni Dortmund weiter im Rahmen einer

von der damaligen Familienministerin

Rita Süssmuth eingesetzten Forscher-

Foto © YouTube Screenshot

gruppe. Daraus entstand das „Institut

für Sexualpädagogik“ (ISP) in Dortmund,

im deutschsprachigen Raum führend

in Sachen Sexualpädagogik. Auf seine

„Standards für Sexualaufklärung in Europa“

stützt sich die Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung; der Einfluss

reicht bis in die Weltgesundheitsorganisation

(WHO). Von dort wirkt das ISP richtunggebend

und unhinterfragt auf Sexualpädagogik

und Ministererlässe.

Prof. Dr. Helmut Kentler

Nicht länger schweigen

In einem Vortrag der „Kinderschutz-Initiative

Vorarlberg“ warnte der Psychiater

Dr. Christian Spaemann vor der völlig

veralteten und unbewiesenen Vorstellung

der Sexualpädagogen „der Vielfalt“,

Sexualität beim Kind sei eine förderliche

Lebensenergie und deshalb frühzeitig zu

aktivieren (was schon im Kindergarten

per Sexkoffer und Poposchnüffeln eingeübt

wird). In Wirklichkeit ist das aber

ein für Kinder irritierendes und schamverletzendes

Vorgehen und ganz und gar

nicht dazu geeignet, sie vor sexuellem

Missbrauch zu schützen (wie behauptet

wird). Ziele dieser Sexualpädagogik sind

lt. Dr. Spaemann die Implementierung der

Genderideologie bei Kindern sowie deren

Frühsexualisierung.

Die Bindung an die Mutter als Grundlage

emotionaler Sicherheit, wichtige Voraussetzung

für gelingende Sexualität im

Erwachsenenalter, wird durch „Krippe von

Anfang an“ unterbunden; dafür soll die

Genderideologie möglichst schon den Kleinen

im Kindergarten eingeimpft werden.

Begründet wird das mit dem weit hergeholten

Argument „Nichtdiskriminierung“.

Ein ideologischer Graben

Der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ und

„Teenstar“ oder anderen Konzepten, die

sich für Ehe und Familie einsetzen, liegen

zwei konträre Weltanschauungen

zugrunde. Teenstar mit seinem christlichen

Hintergrund ist den Sexualpädagogen „der

Vielfalt“ offensichtlich ein Dorn im Auge

und wird deshalb als „religiös-fundamentalistisch

und homophob“ diffamiert. Passt

genau zum Gender-Fahrplan von der UNO-

Weltfrauenkonferenz 1995: „Religionen,

die die Agenda nicht mittragen, müssen der

Lächerlichkeit preisgegeben werden.“ X

Mag. Maria Neuberger-Schmidt, Wien

Noch ein Hinweis!

Für jene, die Botschafter von Jesus

sind, also Diplomaten, die seine Interessen

in der Dunkelheit dieser Welt

vertreten: Sprechen Sie Gottes Willen

über Europa aus. Verkündigen Sie Wahrheit,

wo Lüge Raum bekommen hat. Sagen

Sie: Es werde Licht!, wo in atheistischhumanistischer

Finsternis herumgetappt

wird. Bitten Sie um Vergebung, dass

wir den marxistischen Geist bis hinein in

die linken Ambitionen der Kirche haben

gewähren lassen. Die Nazi-Vergangenheit

haben wir aufgearbeitet, die marxistische

aber bisher außen vor gelassen, doch der

fallen noch mehr Menschen zum Opfer.

Vergib uns! Segnen Sie Chemnitz, dort

hat sich diese linke Kraft etwas demaskiert.

Nehmen Sie die Kulturraub-Rückführung

als Anregung, alle Götzen, auch

die christlich-religiösen aus Ihrem Leben

zu verbannen. Umkehr ist gefragt. Segnen

Sie die Priester, die im sexuellen Missbrauch

gefangen sind. Treten Sie dafür

ein, dass sie Raum zur Umkehr finden

und Vergebung und Wiedergutmachung

stattfinden kann. Reflektieren Sie die T6-

Ansprache und gestehen Sie ein, wo es

Sie selbst betrifft, und bitten Sie um Vergebung.

Segnen Sie den „Überrest“ und werden

Sie selbst Teil davon. Segnen Sie die

„Kirche“, damit sie Ekklesia werden kann.

Wenn die Z-kompakt solche und ähnliche

Gebete initiiert, ist ihr Zweck erfüllt.

Z-kompakt 7


kompakt

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Kirchen-TÜV

Welche ist die beste?

Sechs ACK-ler

vor der Himmelspforte

Nach einer gelungenen Sitzung bringt ein

Bruder die anderen im Minibus zum Bahnhof.

Leider gibt es einen tödlichen Unfall

– und so finden sich alle sechs vor der Himmelspforte

wieder: der von der Pfingstkirche,

der von den Methodisten, der Syrischorthodoxe,

der Lutheraner, der Katholik

und der Baptist. Der Pförtner-Engel fragt,

was sie hier wollen. Jeder erklärt seine

Kirchenmitgliedschaft und dass sie nun

im Himmel den für sie reservierten Platz

einnehmen wollen. Der Pfingstler verweist

auf charismatische Vorzüge, der Lutheraner

unterstreicht den reformatorischen

Aspekt, der Syrisch-orthodoxe bemerkt,

dass sie wohl die älteste Tradition hätten,

und so weiter. Der Engel an der Pforte geht

seine Checkliste durch, findet aber unter

den Einlass-Kriterien weder „Pfingstler“

noch „Methodist“ und auch keinen der

anderen Begriffe. Der Katholik tritt vor

und sagt energisch: „Hör mal, unser Papst

ist der Stellvertreter Christi auf Erden!“

Der Pförtner: „Meine Checkliste ist

sehr übersichtlich. Nur wer gerechtfertigt

ist durch den Glauben an Jesus Christus

und somit durch Umkehr Vergebung seiner

Sünden erfahren hat, weil Jesus am Kreuz

dafür gestorben ist, nur der kann hier rein

und genießt ewiges Leben. Ich muss Sie

enttäuschen, hier steht weder Katholik

noch Lutheraner oder dergleichen.“

Testergebnis: Die beste Kirche

Die besten Kirchen sind die, in denen

Menschen zu einer persönlichen Beziehung

zu Jesus Christus kommen: „Wer an

den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer

aber nicht, der eben nicht.“ (Joh 3,36)

Jesus hat nicht von vielen, sondern von

„meiner Kirche“ gesprochen. Um seinen

Freunden das zu erklären, machte er mit

ihnen einen Ausflug nach Cäsarea Philippi

zum Augustustempel an der Felswand.

Der Fels dort wurde petra genannt – und

das große Loch, man kann es heute noch

sehen, hieß „Höllenpforte“. Lesen wir,

was in Matthäus 16,18 wirklich steht:

„Du bist Petrus (petros = herausgebrochener

Stein), und auf den Felsen (petra)

werde ich meine ekklesia bauen.“ Wir

haben aus der ekklesia „Kirche“ gemacht.

Aber ekklesia, das war zur Zeit Jesu der

Stadtrat, also eine politische Institution.

Hätte Jesus eine religiöse Versammlung

gewollt, hätte er „meine Synagoge“ gesagt;

aber er wollte ein regierungsfähiges Organ,

das so stark ist, dass die Pforten der Hölle

ihm nicht standhalten können. Dazu wurden

der ekklesia die Schlüssel von Gottes

Königsherrschaft übergeben: „Was immer

ihr auf der Erde binden werdet, wird in den

Himmeln gebunden sein, und was immer

ihr auf der Erde lösen werdet, wird in den

Himmeln gelöst sein.“ Wir kennen das vom

Vaterunser: „Dein Wille geschehe – wie im

Himmel, so auf Erden!“

Ausflug nach Cäsarea Philippi

Die beste Kirche ist wohl die, die

nach dem Muster „seiner ekklesia“

gestrickt ist, die Kirche, die ihre Autorität

gebraucht, um durch zielgerichtetes

Gebet die Gesellschaft zu verändern und

Entwicklungen zu steuern. Zum Beispiel

so: Abtreibung wird zurückgedrängt, die

Medien geben der Wahrheit Vorrang vor

der Lüge. Die ekklesia-Leute segnen ihre

Mitmenschen, sodass sie es erstrebenswert

finden, einander zu vergeben. Und

es wird geschehen: „Wenn zwei oder

drei etwas nach Gottes Willen erbitten,

dann wird der Vater im Himmel es ihnen

geben.“ (Mt 18,19; Joh 14,14–15)

Es braucht also nicht viele, es reicht

schon, wenn zwei, drei mit Jesus „online“

sind … Da beginnt Kirche. X

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