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Nr. 20 - Gesamtplanungslösungen im Tiefbau - Gruner AG

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<strong>20</strong><br />

mailing. Die Kundenzeitschrift der <strong>Gruner</strong>-Gruppe > Berchtold+Eicher<br />

Bauingenieure <strong>AG</strong>>Böhringer <strong>AG</strong>>Gruneko Schweiz <strong>AG</strong> > <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong><br />

> <strong>Gruner</strong> GmbH > <strong>Gruner</strong> Ingenieure <strong>AG</strong> > <strong>Gruner</strong> International Ltd<br />

> <strong>Gruner</strong> +Partner GmbH > <strong>Gruner</strong> +Wepf Ingenieure <strong>AG</strong>, St. Gallen<br />

> <strong>Gruner</strong> +Wepf Ingenieure <strong>AG</strong>, Zürich > Lüem <strong>AG</strong> > Roschi+Partner <strong>AG</strong><br />

> <strong>Gesamtplanungslösungen</strong> <strong>im</strong> <strong>Tiefbau</strong>


Inhalt<br />

4 Gotthard-Basistunnel<br />

6 AlpTransit Uri Berg lang –Axen<br />

8 Tram Zürich West/Umbau Pfingstweidstrasse<br />

10 Escher-Wyss-Platz, Zürich<br />

12 Tramlinie auf der Hardbrücke, Zürich<br />

15 Glattalbahn<br />

18 Bahnhof Oerlikon<br />

<strong>20</strong> Gesamtplanung Verkehr L<strong>im</strong>mattal<br />

22 Zollfreistrasse Deutschland–Schweiz<br />

24 A1-Anschluss Schlieren –Europabrücke, Zürich<br />

26 N4 Rütihof–Blegi<br />

28 A2-Anschluss Lugano Nord<br />

30 H18-Umfahrung Laufen–Zwingen<br />

32 Zweckmässigkeit von Verkehrsinfrastrukturen<br />

34 Microtunnelbau <strong>im</strong> Zentrum von Leipzig<br />

36 Wasserbau und Wasserversorgung<br />

38 Last Minute<br />

41 Autoren<br />

43 Adressen<br />

Impressum<br />

mailing. der<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Ausgabe<strong>20</strong>, 02/10<br />

erscheint zwe<strong>im</strong>aljährlich<br />

>Adresse<br />

Gellertstrasse 55<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

>Autoren<br />

Mitarbeitendeder<br />

<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

>Redaktion<br />

Eliane Mattenberger<br />

Leiterin Marketing<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Telefon+41 61 3176161<br />

>Gestaltung<br />

Brenneisen<br />

Communications,<br />

Basel<br />

>Fotos<br />

FriedelAmmann, Basel,Ralph<br />

Bensberg, Zürich,Peter Hauck,<br />

Basel,Lilli Kehl,Basel,Manfred<br />

Richter, Reinach


Alex Veigl<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

Spartenleiter<strong>Tiefbau</strong>,<br />

Mitglied der Geschäftsleitung<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel<br />

Editorial_<strong>Gesamtplanungslösungen</strong> <strong>im</strong> <strong>Tiefbau</strong>.<br />

Ingenieur –quo vadis? Eine Frage, die sich<br />

eine der ältesten Berufsgattungen <strong>im</strong>mer<br />

wieder selber stellt. Antworten gibt es<br />

viele. So kann man sich zum Beispiel die<br />

Lehrpläne der Hochschulen anschauen<br />

oder Artikel der Fachverbände zum Berufsbild<br />

des Ingenieurs nachlesen. Man kann<br />

Stellenausschreibungen analysieren oder<br />

Interviews mit Führungsverantwortlichen<br />

führen. Die Angaben, die man erhält, sind<br />

vielfältig und mögen zum Teil widersprüchlich<br />

erscheinen. Und doch können bei<br />

genauerer Betrachtung zwei klare Tendenzen<br />

erkannt werden.<br />

Der technologische Fortschritt entwickelt<br />

sich mit rasender Geschwindigkeit. Forschung<br />

und Erfahrung ermöglichen esauf<br />

breiter Front, die Qualität der <strong>Tiefbau</strong>ten<br />

nachhaltig zu erhöhen. Ausgewiesene Spezialisten<br />

der verschiedensten Fachrichtungen,<br />

sei esBau- und Betriebstechnik,<br />

aber auch Umweltplanung, Architektur und<br />

Gestaltung und viele andere mehr, entwickeln<br />

projektspezifische Lösungen, die die<br />

<strong>im</strong>mer höher werdenden Anforderungen<br />

erfüllen können. Doch damit alleine ist es<br />

nicht getan. Nur durch eine konsequente<br />

und ausgewogene Integration aller Einflussfaktoren<br />

und am Projekt Beteiligten<br />

kann es schliesslich gelingen, ein gesamthaft<br />

opt<strong>im</strong>ales Ergebnis zuerreichen. Hierfür<br />

braucht es wiederum Generalisten, die<br />

mit ihrer Erfahrung, ihrem breiten Fachwissen<br />

und nicht zuletzt ihrer Persönlichkeit<br />

die Projekte umsichtig und vorausschauend<br />

zum Erfolg führen.<br />

Die vorliegende mailing.-Ausgabe stellt<br />

Ihnen eine ganze Reihe von aktuellen <strong>Tiefbau</strong>projekten<br />

der <strong>Gruner</strong>-Gruppe vor. Es<br />

sindProjekte, beidenen die<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

in unterschiedlicher Konstellation Gesamtplanerleistungen<br />

für <strong>Tiefbau</strong>ten erbringt.<br />

Diese unterscheiden sich zum Teil erheblich<br />

in ihrer angedachten Funktion, den<br />

Rahmenbedingungenund Hauptrisiken.<br />

Doch sie zeigen alle ineindrücklicher Art<br />

und Weise auf, wie sich die Spezialisten<br />

und Generalisten der <strong>Gruner</strong>-Gruppe opt<strong>im</strong>al<br />

ergänzen und zukunftsorientierte Bauwerkeplanenund<br />

realisieren. DieIngenieure<br />

von <strong>Gruner</strong> stehen damit für höchste fachspezifische<br />

Kompetenz, aber auch für die<br />

Fähigkeit, interdisziplinäre, komplexe Bauvorhaben<br />

zielgerichtet umzusetzen.<br />

In derHoffnung, Ihre Neugier gewecktzu<br />

haben, wünscheich eineanregende Lektüre.<br />

Alex Veigl<br />

|3


Gotthard-Basistunnel_InterdisziplinäreAufgaben.<br />

Be<strong>im</strong> Bau des längsten Bahntunnels der Welt<br />

sind fachübergreifende Ingenieurkunst und Kreativität gefragt.<br />

Es istsoweit: DerHauptdurchschlagdes mit57kmlängstenTunnels<br />

der Welt isterfolgt 1 .Die Tunnelanlage umfasst<strong>im</strong>Wesentlichen<br />

je zwei Einspurröhren, Multifunktionsstollenmit Spurwechseln,Zugangsstollen<br />

sowie vertikaleZugangsschächte.Das Projekt<br />

istinfünfTeilabschnitte unterteilt,wobei die<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>als Partner<br />

der IG GBTN mitder Projektierungund der Bauleitung der beiden<br />

nördlichen Abschnitte Erstfeld undAmsteg beauftragt ist. Dazu<br />

gehören die je rund 19 Kilometerlange Ost- undWeströhre sowie<br />

die beiden zwei Kilometerlangen Stollen, dieals Zugang zum<br />

Haupttunnelbeziehungsweiseals Kabelstollen in Amsteg dienen.<br />

Beieinem derart grossenund komplexenBauvorhaben istesfolgerichtig,<br />

wenn die einzelnen Teilprojekte jeweilseinen unterschiedlichen<br />

Arbeitsstand aufweisen.Soist es möglich, dass in einem<br />

Tunnelbereichdie Mineurenochdie letzten Meter ausbrechen,<br />

währendauf der anderen Seitedes Tunnelsbei gewissen Bauwerksteilenbereits<br />

der Rohbauabgenommen wird oder mitdem<br />

Einbau der Bahntechnik begonnen wird.<br />

VomUntertagebau…<br />

Zu lösenwaren Aufgaben ausden verschiedenstenFachbereichen.<br />

Währenddie Ingenieureeinerseits<strong>im</strong>Untertagebau Vortriebsarbeiten,Ausbau-und<br />

Verkleidungselemente planten, konzipierten und<br />

realisierten sie andererseits<strong>im</strong>Aussenbereich diefür dieAusführung<br />

notwendigen Installationen undLogistikanlagen, deren Betriebsie<br />

auch überwachten. Dazu gehörtendie Planungdes Bahnanschlusses,<br />

die Materialbewirtschaftung,die Umlegung der Gotthardstrassemit<br />

provisorischem Autobahnzubringer,die Trink- undBrauchwasserversorgung,<br />

die Abwasserbehandlung und-ableitung undvielesanderes<br />

mehr.<br />

Die Partnerder IG GBTN<br />

Gähler undPartner <strong>AG</strong><br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> Ingenieureund Planer<br />

RothpletzLienhard +Cie <strong>AG</strong><br />

CES Bauingenieure<strong>AG</strong><br />

4|mailing.<strong>20</strong><br />

…über die Bahntechnik…<br />

Die Bauarbeitenwurden vonUmwelt-und Erschütterungsspezialisten<br />

begleitet, die auch fürdie Umsetzung der vorgesehenen<br />

Umweltmassnahmen sorgten 2 .ImBereich derBahntechnik<br />

unterstützte<strong>Gruner</strong>die Bauherrschaftund dasVermessungsteam,<br />

führte Arbeiten <strong>im</strong> Aussenbereichdurch undüberwachte gewisse<br />

Abschnitte der bestehenden SBB-Stammlinie währendder Aufschüttungdes<br />

Ausbruchmaterials in der unmittelbarenUmgebung<br />

der starkbefahrenen Gleise. Schliesslich gehört<strong>Gruner</strong>der<br />

Geschäftsleitungder Ingenieurgemeinschaftan, wodurch die<br />

übergeordnete Führungund Begleitung allerProjektierungs- und<br />

Bauleitungsarbeitensichergestellt ist.<br />

…bis zumBeulnachweis<br />

Ausden aussergewöhnlichen Projektd<strong>im</strong>ensionen undkomplexen<br />

Rahmenbedingungen ergebensichoftmals neuartigeFragestellungen.Sohatte<br />

<strong>Gruner</strong> zumBeispiel die Aufgabe, sogenannteBeulnachweisefür<br />

Entwässerungsrohre ausKunststoffzuerbringen,die<br />

unterbest<strong>im</strong>mtenUmständen einem hohen Aussenwasserdruck<br />

standhaltenmüssen 3.Unterfachlicher<br />

Begleitung eines internationalanerkannten<br />

Experten wurden verschiedeneAnalysenund<br />

Untersuchungen durchgeführt; miträumlichen FE-Berechnungen<br />

konnte schliesslich dereigentliche Nachweis der Beulsicherheit<br />

erbrachtwerden.


Gotthardbasetunnel_Leadinginterdisciplinaryassignments. Interdisciplinaryengineering skills<br />

andcreativity arethe orderofthe day in theconstructionofthe world’slongestrailtunnel.<br />

Weltweit längster Bahntunnel<br />

Biszum Betriebdes TunnelsdauertesnocheineWeile.Das<br />

Terminprogramm sieht vor, dass ab <strong>20</strong>13 in der Weströhrebe<strong>im</strong><br />

Südportalauf einem rund 16 Kilometerlangen TeilstückersteTestfahrtenmit<br />

Geschwindigkeiten biszu230 km/h stattfinden. Im<br />

Jahr <strong>20</strong>17 wird es dann so weit sein:Der Gotthard-Basistunnel als<br />

längster Tunnel der Welt wird seinen Betriebaufnehmen. VoraussichtlichzweiJahrespäter–sobaldauchder<br />

Ceneri-Basistunnel<br />

fertiggestellt ist–wird die Gotthard-Achsedie erstedurchgehende<br />

Flachbahn sein, aufwelcher derGüter-und Personenverkehr<br />

durch die AlpenohneSteigungen undKehrtunnels abgewickelt<br />

werden kann.<br />

DasProjektteamder <strong>Gruner</strong>-Gruppefreut sich,bei diesemeinmaligen<br />

Grossprojekt mitfachübergreifenden Leistungen weiterhin<br />

einen wichtigen Beitragzur Erreichungder ambitiösenZiele leistenzukönnen.<br />

1<br />

Alex Veigl<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

Spartenleiter<strong>Tiefbau</strong>,<br />

Mitglied der Geschäftsleitung<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

PeterKirchhofer<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

Projektleiter,<br />

Abteilungsleiter Untertagebau,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

2<br />

3<br />

|5


AlpTransit Uri Berg lang –Axen_Grundlagen für Zukunftsinvestition.<br />

Im Rahmen eines Vorprojektes erarbeitet eine Ingenieurgemeinschaft mit<br />

Beteiligung von <strong>Gruner</strong> umfassende Entscheidungsgrundlagen zur Weiterführung<br />

der nördlichen NEAT-Zufahrt.<br />

Mitdem ersten Hauptdurchschlagder Oströhre <strong>im</strong> Gotthard-Basistunnel<br />

istder mit57kmlängste Eisenbahntunnelder Welt der Verwirklichungein<br />

Stück nähergekommen. Diese verbindetErstfeld<br />

(Nordportal) mitBodio (Südportal). Im Sinneeiner Vorinvestition und<br />

zurVermeidungungünstiger bau- undbahnbetrieblicher Randbedingungen<br />

beieiner späteren Realisationwerdenaberbereits heute<br />

Verzweigungen <strong>im</strong> Berg ausgebrochen,welche später der unterirdischen<br />

Fortsetzung desTunnels in RichtungAxendienen.<br />

DasVorprojekt UBLA<br />

DasVorprojektUri Berg lang –Axen(UBLA)beinhaltet die Weiterführungder<br />

neuenschweizerischenEisenbahn-Alpentransversale<br />

(NEAT) nördlichdes Gotthard-Basistunnels(GBT) bisinden Raum<br />

Felderboden (Gemeinde Ingenbohl). Es soll sowohlAufschlussgeben<br />

über Verknüpfungen,vorzusehende Sicherheitsmassnahmen, die<br />

Lage derZwischenangriffe,Entwässerungsstollen, Aussenanlagen<br />

undInstallationsplätze alsauchdie technische Machbarkeitder<br />

Weiterführungder NEAT nachweisen.Zieldes Vorprojektes istes<br />

ferner,die wichtigen umweltrelevanten Auswirkungen aufzuzeigen<br />

sowie deren Gesamtkosten stufengerecht zu ermitteln.<br />

Vier Teilabschnitte<br />

Die umfangreichen Aufgaben desinvierTeilabschnitte (vgl.Kasten)<br />

aufgeteilten UBLA-Projektes wurden <strong>im</strong> Rahmen der IngenieurgemeinschaftGGRC(Gähler<br />

undPartner <strong>AG</strong>;<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>; Rothpletz<br />

Lienhard +Cie.<strong>AG</strong>; CES Bauingenieure<strong>AG</strong>) <strong>im</strong> Zeitraum <strong>20</strong>06 bis<br />

<strong>20</strong>10 ausgeführt. Die Leistungen der<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>beinhalteten federführenddiverseVariantenvergleiche<br />

fürden Teilabschnitt<br />

Anschluss/UmfahrungFlüelensowie die Erarbeitungder UmweltundRaumplanungsberichtefür<br />

den Gesamtabschnitt. AlsVertreter<br />

derBauherrschaftnahm<strong>Gruner</strong>aberauchspezialisierteFunktionen<br />

<strong>im</strong> Bereichder Bahntechnik wahr.<br />

Die vier UBLA-Teilabschnitte<br />

1. Felderboden (Gemeinde Ingenbohl,KantonSchwyz)<br />

2. Axentunnel<br />

3. Anschluss/UmfahrungFlüelen<br />

4. Berg lang geschlossen<br />

6|mailing.<strong>20</strong><br />

Zwei Variantenfür TeilabschnittFlüelen<br />

Fürden TeilabschnittAnschluss/UmfahrungFlüelenerarbeitete die<br />

IngenieurgemeinschaftGGRCzweiVarianten:<br />

> Hafnerriedtief(HAT) und<br />

> Reider ebenerdigschnell (RES).<br />

DerAnschluss umfasstzweiEinspurtunnels–vom Abzweiger Uri<br />

Nord biszum Anschlussandie SBB-Stammlinie zwischen Flüelen<br />

undAltdorf. Die UmfahrungFlüelenführtvom Anschlussandie<br />

Stammlinie nördlichvon FlüeleninzweiEinspurtunnelszum unterirdischen<br />

Abzweiger Flüelen(Variante HAT) bzw. in einem Doppelspurtunnel<br />

biszum Anschlussandie SBB-Stammlinie zwischen<br />

Flüelenund Altdorf(Variante RES).<br />

Fundierter Variantenvergleich<br />

Die Studienzur Variantenfindung fürden TeilabschnittAnschluss/<br />

UmfahrungFlüelenwurden durch die ArbeitsgruppeSchwyz/Uri<br />

begleitet, welche vomBundesamt fürVerkehr (BAV)geleitet wurde.<br />

Dieses Gremiumsetzt sich zusammen ausVertreter derBehörden<br />

(Bundund Kantone), der Schweizerischen Bundesbahnen SBB, der<br />

AlptransitGotthard<strong>AG</strong>sowie der Ingenieurgemeinschaft. Im<br />

Rahmen desVariantenvergleichs wurden in Zusammenarbeit mitder<br />

Arbeitsgruppedurch die <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> Kenngrössen zu ausgewählten<br />

Indikatorenaufgelistet,welche die folgenden Hauptbereiche betreffen:<br />

> Raum undUmwelt (Betriebsphase ohne Etappierung)<br />

> Verkehr(BetriebsphaseohneEtappierung)<br />

> Bauphase (ohneEtappierung)<br />

> Etappierungder gewähltenVarianten<br />

Diese Bereiche wurden durch weitereThemenkreiseergänzt.<br />

Zeitgerecht abgeschlossen<br />

Die Arbeiten am Vorprojekt UriBerglang–Axensindzwischenzeitlich<br />

abgeschlossen. Die definitivenProjektunterlagender Vorprojekte<br />

fürdie VariantenHafnerriedtief(HAT) undReider ebenerdigschnell<br />

(RES)wurden demBAV Ende Juli <strong>20</strong>10 abgegeben. Siedienen den<br />

Behörden alsGrundlage fürdie nachfolgenden Verfahren wieProjektgenehmigungoder<br />

Festlegung der Linienführung<strong>im</strong>Sachplan «Verkehr,TeilInfrastruktur<br />

Schiene».


AlpTransitUri Berg lang –Axenproject_Foundationfor future investment. As part of aprel<strong>im</strong>inaryproject,anengineering consortium<br />

under theparticipation of <strong>Gruner</strong> is preparingacomprehensive set of support tools fordecisions on an extended northernapproach to the<br />

Gotthard base tunnel.<br />

RäumlicheAbgrenzung TA Anschluss/Umfahrung Flüelen<br />

Stammlinie SBB<br />

UriBerglang–Axen: Variante Hafnerriedtief(HAT)<br />

Gesamts<strong>im</strong>ulation<br />

TA Felderboden<br />

Portale Felderboden<br />

TA Urmiberg<br />

TA Axentunnel<br />

Morschacher-/Sisikonertunnel<br />

Portale Felderboden<br />

TA Anschluss/Umfahrung Flüelen<br />

UBLA-Teilabschnitte:Felderboden,Axentunnel, Berg lang geschlossen, Anschluss/UmfahrungFlüelen<br />

Abzweiger Uri Nord<br />

Stammlinie SBB<br />

TA Berg lang geschlossen<br />

Portale Axen Süd<br />

Haltestelle Flüelen<br />

BahnhofAltdorf<br />

Portale Axen Süd<br />

TA Anschluss/Umfahrung Flüelen<br />

MFS Erstfeld<br />

Überholgleisanlage Rynächt<br />

Bahnhof Altdorf<br />

Abzweiger Uri Süd<br />

Variante HAT<br />

Variante RES<br />

Tunnel Erstfeld<br />

Markus Dettwiler<br />

dipl.Bauing. FH<br />

Stv. Abteilungsleiter Untertagebau,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

|7


Tramlinie Zürich West/Umbau Pfingstweidstrasse_Gesamtplanung für<br />

ein Grossprojekt. Die fachübergreifende Projektierung einer neuen Tramlinie<br />

und die gleichzeitige Umgestaltung einer wichtigen Verkehrsachse <strong>im</strong> Westen<br />

vonZürichstellen hohe Ansprücheandie federführenden Ingenieure von<strong>Gruner</strong>+<br />

Wepf und bedingen eine starke Integration aller Projektpartner.<br />

Die bestehende Tramlinie <strong>im</strong> StadtteilZürichWestwirdmit einer<br />

Neubaustrecke ergänzt, welche vomEscher-Wyss-Platzbis zum<br />

Bahnhof AltstettenNordführt. Die geplanteStrecke erschliesstmit<br />

sieben Haltestellen die «Kulturmeile»Schiffbauund Cinemaxund<br />

dieumliegenden Hotels, die Areale entlangder Pfingstweid- undder<br />

Aargauerstrassesowie daszukünftigeStadionHardturm biszur<br />

Endstation be<strong>im</strong> Bahnhof AltstettenNord.<br />

Gleichzeitigmit dem Strassenbahnneubau wird auch die Pfingstweidstrasse,<br />

daswestliche Eingangstor derStadt,zueiner übersichtlichen<br />

Hauptverkehrsstrasse mitjezweiFahrspuren proRichtung<br />

umgestaltet. Die kombinierten Rad- undFusswegebeidseits<br />

der Strasse werden dem LangsamverkehrmehrSicherheit bieten<br />

undzum Flaniereneinladen. DieserVerkehrsraumwirdbeidseits der<br />

Strasse mitzusätzlichen Baumreihen bepflanzt, wasdiesereinen<br />

freundlichen,urbanen Charakterverleiht.<br />

Interdisziplinäres Grossprojekt<br />

Die <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>erhielt <strong>im</strong> Jahre<strong>20</strong>04als federführendesBüroder<br />

IngenieurgemeinschaftWWI/B&H den Auftrag,<br />

die StrassenbahnZürichWestund den Umbauder Pfingstweidstrassezuprojektieren.<br />

DasinterdisziplinäreGrossprojektvon 300<br />

MillionenFrankenstellthoheAnsprüche an die Projektleitung und<br />

an dasKernteam, welchesein genehmigungsfähigesBauprojekt<br />

8|mailing.<strong>20</strong><br />

ManuelIasiello<br />

dipl.Bauing. HTL<br />

Projektleiter, Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich,StandortFlawil<br />

erarbeitete. Dabeiwurde dieguteQualitätder erbrachtenLeistung<br />

durch nur wenige Einsprachenbelegt.<br />

Die Gesamtplanungslösungumfasst Themenbereiche wieUmwelt,<br />

Altlasten, Städtebau, Architektur, landschaftspflegerische Begleitung<br />

sowie die klassischen Bauingenieurbereiche wieTief-,HochundBrückenbau.<br />

ZumPlanungsmandat gehören aber auch Aktivitätenwie<br />

Unterstützung oder Begleitung desBauträgers beziehungsweiseMitarbeit<br />

<strong>im</strong> Zusammenhang mitdem komplexen<br />

Plangenehmigungsverfahren be<strong>im</strong> UVEK.<br />

Viele Bedürfnisse<br />

DasProjekt Tram Zürich West/Umbau Pfingstweidstrasse weist<br />

viele Interessenpartnerauf.Nebst den Anliegen derBauherrschaft<br />

Projektpartner<br />

Bauherrschaft<br />

–Bund(ASTRA/BAV)<br />

–KantonZürich(AFV/ZVV)<br />

–Stadt Zürich (TAZ/VBZ)<br />

Gesamtprojektleitung<br />

–IngenieurgemeinschaftWWI/B&H unterFederführungvon<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong><br />

Weitere Projektpartner<br />

–Dienstabteilung Verkehr(DAV),Zürich<br />

–WasserversorgungZürich(WVZ)<br />

–Entsorgung+Recycling Zürich (ERZ)<br />

–Elektrizitätswerk Zürich (ewz)<br />

–Grünstadt Zürich (GSZ)<br />

–PrivateUnternehmen(Telekommunikationund<br />

Energieversorgung)


Zurich West tramline/Pfingstweidstrasseroadscheme_Overallplanningfor amajor project. Theinterdisciplinaryengineering<br />

design of anew tram line ands<strong>im</strong>ultaneousremodeling of amajor trafficarteryinwestern Zurich<br />

areplacing majordemands on theleadengineers from <strong>Gruner</strong> +Wepf. This requires close integration of allproject partners.<br />

beziehungsweiseder Gesamtprojektleitung galt es zudem auch,alle<br />

Bedürfnisse,Forderungenund Nachfragenauf ZürcherStadt-und<br />

Kantonsebenesowie vonprivaten Unternehmen zu koordinierenund<br />

mitden übergeordnetenRahmenbedingungen ausdem GestaltungskonzeptinEinklangzubringen.<br />

EigenständigeIdentität<br />

DasGestaltungskonzeptwurde durch ein 21-köpfigesGremium in<br />

verschiedenen Arbeitssitzungen erarbeitet.Die gestalterische Bearbeitunghatte<br />

zumZiel, den Hauptverkehrsachsen entlangdem rund<br />

drei Kilometerlangen Projektper<strong>im</strong>eter eineeigenständigeIdentität<br />

zu verleihen.Dabei wurden alle sich <strong>im</strong> Strassenraumbefindenden<br />

DasGrossprojekt <strong>im</strong> Überblick<br />

Baubeginn 9.September <strong>20</strong>08<br />

Bauende Dezember<strong>20</strong>11<br />

InbetriebnahmeTram 11. Dezember<strong>20</strong>11<br />

Bau/Vorbereitungen/Landerwerb 23500 m 2<br />

Abbrüche 7Gebäude<br />

Altlastensanierung 36100m 3<br />

<strong>Tiefbau</strong>/Strassenbau Fundationsschicht (Kies) 61400m 3<br />

Strassenfläche neu 78300 m 2<br />

Trottoirfläche/Veloweg 56100m 2<br />

Bäume 390 Stück<br />

Kabel-Rohrblöcke 37100m<br />

Wasserleitungen 4800 m<br />

Gasleitungen 1400 m<br />

Neue Tramlinie 3070 mneueDoppelspur<br />

7neueHaltestellen<br />

33 Weichen<br />

18 Gleiskreuze<br />

Investition (CHF) Strassenprojekt SN1.4.1 149 Mio.<br />

Tramprojekt/Stadtstrassen 150Mio.<br />

Total 299 Mio.<br />

Elemente in dasGestaltungskonzeptintegriert(Baumstandorte und<br />

Baugrubenabdeckungen,Beleuchtungselemente/Leuchtfamilien,<br />

Leitelemente,Greenwall, Oberflächenetc.).Spezielle Beachtung<br />

wurdeauchden Haltestellen <strong>im</strong> Strassenraumgeschenkt, welche<br />

fürdie Tramlinie als charakteristische undunverwechselbare<br />

«Punkte»erscheinen werden.Die Abgrenzung der Perronsbesteht<br />

aushellenGranitelementen.Diese wurden zumStrassenverkehrhin<br />

jeweilsauf Sitzhöhe angepasst;damit bieten sie nichtnur Schutz<br />

vordem Verkehr, sondernerhöhen auch den Aufenthaltskomfort.<br />

BehindertengerechteLösungen<br />

Alle Haltestellen sindbehindertengerecht undbarrierefreigestaltet.<br />

Mitden Behindertenorganisationen wurdejedochnicht nur beiden<br />

Haltestellen,sondernüberden gesamtenProjektper<strong>im</strong>eterhinweg<br />

nachbehindertengerechten Lösungen gesucht. Dabeiwurde festgestellt,dassein<br />

neuerRandabschluss<strong>im</strong>Bereich derRandübergänge<br />

notwendigwar.Zukünftig wird dieserRandstein neuauchindie<br />

Normalien derStadt Zürich aufgenommen.<br />

EhrgeizigesBauprogramm<br />

Die Bauarbeitenfür dieneueStrassenbahnstrecke undden Umbau<br />

der Pfingstweidstrasse begannen <strong>im</strong> September<strong>20</strong>08und dauern<br />

bisDezember<strong>20</strong>11. Um dasehrgeizige Programm in dieserZeitrealisierenzukönnen,<br />

wird gleichzeitiganmehrerenOrten gearbeitet.<br />

Hierfürwurde dasProjekt in fünf Lose unterteilt,die separatausgeschriebenund<br />

heuteunabhängig voneinander realisiert werden.Die<br />

Schnittstellenzwischen den Losenwerdendurch die örtliche Bauleitung<br />

koordiniert undgeregelt(<strong>Gruner</strong> +Wepfzeichnetfür 4von 5<br />

Bauabschnittenverantwortlich).Zeitgleichmit den Strassen- und<br />

Gleisbauarbeitenwerden<strong>im</strong>gesamtenProjektper<strong>im</strong>eterund in Teilendes<br />

angrenzenden Strassenraums die sanierungsbedürftigen<br />

Werkleitungen ersetzt undandie zukünftigenVerhältnisse <strong>im</strong> westlichen<br />

Entwicklungsgebiet der Stadtangepasst.<br />

AufZielkurs<br />

Mitgrosser Zuversicht kann heutedavon ausgegangen werden,<br />

dass alle Projektziele dank Fachkompetenz, Innovationskraftund<br />

grossemEngagement allerBeteiligten termingerecht erreicht werden.<br />

Beider Inbetriebnahmeper Jahresende<strong>20</strong>11der neuenTramlinie<br />

werden seit Aufnahme der Planungsarbeiten <strong>im</strong> Jahre<strong>20</strong>04<br />

durch die Ingenieurgemeinschaftsiebenintensive undinteressante<br />

Planungs-und Realisierungsjahrevergangen sein.<br />

|9


Umbau Escher-Wyss-Platz, Zürich_Teilprojekte als Herausforderung.<br />

Bei der Neugestaltung eines wichtigen Verkehrsknotens in Zürich sind auf der<br />

Grossbaustelle auch viele parallel zurealisierende Teilprojekte zu koordinieren.<br />

Provisorische Stahlpasserelle<br />

AbbruchPersonenunterführungEscher-Wyss-Platz InbetriebnahmeIndustriegleis<br />

DerEscher-Wyss-Platzist fürZürichWestsowohlder wichtigste<br />

Ankunfts-und Umsteigeort alsauchdas Eingangstor zumQuartier.<br />

Im Zuge desProjektsTramZürichWest/Umbau Pfingstweidstrasse<br />

wird er neugestaltet.Die Gründe hierfür liegen einerseitsin<br />

den neuenAnforderungen desTramknotens an die Nutzflächenzuweisungauf<br />

dem Platzund andererseits<strong>im</strong>Bestreben,die einzelnen<br />

Verkehrsträgerbesserzuentflechten unddem Publikum<br />

möglichstvielGehwegbereichund multifunktional nutzbare<br />

Flächenzur Verfügungzustellen.AmEscher-Wyss-Platztrennten<br />

sich bisher die Tramlinien4und 13 –neu istnun auch die Linie<br />

Tram Zürich West angeschlossen. Ebensoneu gestaltetwirddie<br />

Depotausfahrt. Zukünftigkannalsoaus dem DepotHarddirektin<br />

alle Richtungen weggefahren werden.<br />

Die Bauherrschaften–das <strong>Tiefbau</strong>amt der StadtZürich, dieVerkehrsbetriebeZürichund<br />

dieVolkswirtschaftdirektion desKantons<br />

Zürich –vertrautendie Projektierungdes neuzugestaltenden<br />

Escher-Wyss-Platzesder IngenieurgemeinschaftWWI/B&H<br />

(<strong>Gruner</strong>+Wepf<strong>AG</strong>/Basler&Hofmann)an, wobeidas Los5<br />

(Hardstrasse/Escher-Wyss-Platz) vonden Ingenieuren der<strong>Gruner</strong>+<br />

Wepf Ingenieure<strong>AG</strong>bearbeitetwurde.<br />

10 | mailing.<strong>20</strong><br />

Die Fahrwegefür den motorisierten Individualverkehrüberden<br />

Knoten wurden möglichstkompakt gehalten. Die Knotenkapazitäten<br />

fürden individuellenVerkehr wurden <strong>im</strong> Auftragder Dienstabteilung<br />

Verkehr(DAV) untersucht undnachgewiesen.Die Bevorzugung<br />

desöffentlichen Verkehrs istdabei berücksichtigt.Die kompakte<br />

Ausbildung der beiden Knoten wirktsichpositivauf deren Kapazitätenaus.<br />

Die Fussgängerstreifen werden über max<strong>im</strong>alzwei<br />

Fahrspuren geführt.<br />

Integrationvon Parallelprojekten<br />

Bereitsder Grundauftrag umfasste zahlreiche Teilprojekte wie<br />

Strassen-und Gleisbau, Stahlpasserellen,Werkleitungen allerArt<br />

unddie Anpassungder Wipkingerbrücke. Hinzukamen Zusatzprojekte,die<br />

nebenden Umbauarbeitengleichzeitigausgeführt<br />

wurden undfür deren Projektierungebenfalls die Ingenieurevon<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepfverantwortlichzeichneten. Dazu gehörteneine<br />

Kanalinnensanierung,die Realisationvon Strassenabwasser-<br />

Behandlungsanlagenoder auch derRückbau der Personenunterführung.<br />

Zusätzlich galt es,weitere <strong>im</strong> gleichen Raum parallel laufende<br />

Bauprojektezukoordinieren, nämlichdie Gesamtsanierung der<br />

Hardbrücke,mehrere neue Treppenaufgänge zurBrückeund das<br />

«Nagelhaus». Bereitsinder Projektierungsphase wurdeklar, dass<br />

die zahllosenDetailprojekteein äusserst kompliziertesGesamtes<br />

ergeben. Diesveranlasste dieBauherrschaft, die Begleitung der<br />

entsprechenden Ausführungsarbeiten ebenfallsder IngenieurgemeinschaftWWI/B&H<br />

zu übertragen. Selbstverständlichhatte die<br />

Bauausführungbei laufendem Strassenverkehrund Betriebvon


Escher-Wyss-Platzalterationscheme, Zurich_Thechallenge of project streams. Theredesign<br />

of amajor roadjunctioninZurichinvolves coordinatingalarge number of parallel projectstreams on the<br />

largemainsite.<br />

AbbruchGleiseWipkingerbrücke<br />

Gleisknoten Escher-Wyss-Platz Strassenabwasser-Behandlungsanlage (SABA) Nord<br />

zwei Tramlinienzuerfolgen.Ebensogaltes, gleichzeitigalleFussgängerunterführungen<br />

undLiegenschaftszufahrtenoffen zu halten.<br />

Diesführte zu ausserordentlichdetailliertenBauprogrammen<br />

undvielenVerkehrsumstellungen,welche <strong>im</strong>merinZusammenarbeit<br />

mitder DAVausgearbeitet wurden.<br />

Koordinationvieler Teilprojekte<br />

DasGesamtmandat«Tram Zürich West»umfasst mehrere Projekte,<br />

die Bestandteilder umfassenden Massnahmen sind; sie sinddeshalb<br />

auch koordiniert zu realisieren. Wichtige Teilprojekte,die sich<br />

aufden Escher-Wyss-Platz, aufdie Hardbrücke undauf das<br />

Umfeld der Brücke verteilen, sind dabeidie folgenden:<br />

> PasserellenEscher-Wyss-Platz<br />

2Stahlpasserellenmit einer Spannweitevon je 25 m, die Höhe<br />

der Treppen-/Lifttürme beträgt11m<br />

>Kanalinnensanierung Escher-Wyss-Platz<br />

Neubau NW 1<strong>20</strong>0 mm ca.25mlang, Kanalinnensanierung<br />

ca.90mvom best.Ortsbetonkanal<br />

> AbbruchPersonenunterführung Escher-Wyss-Platz<br />

Altlastensanierung,Abbruch- undAuffüllvolumenca. 5000m 3<br />

>SABA-Brückenbau<br />

Pilotanlage mitPartikelabscheider wird erstmalsinder Schweiz<br />

eingesetzt,Aussenmasse 4.0×6.0 m, Tiefe 9.0 m, wovon6.0 m<br />

<strong>im</strong> Grundwasser<br />

> Gleichrichterstation DepotHard<br />

Unterirdische Trafostationfür Stromversorgung der Trams,<br />

6.5 × 19.5 × 3.5 m<br />

> Werkleitungsbauten<br />

Zusatzprojekte vonnahezu allenbetroffenen Werken<br />

Ars<strong>im</strong> Murtezani<br />

dipl.Bauing. FH<br />

Projektingenieur,<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

Ausserdemerhielt die IngenieurgemeinschaftWWI/B&H bzw.<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepf<strong>AG</strong>den Auftragfür dieKoordinationder nachfolgenden<br />

Projekte:<br />

> Treppentürme Escher-Wyss-Platz<br />

> Treppentürme Schiffbau<br />

> Nagelhaus<br />

> Sanierung Hardbrücke<br />

Grossbaustelle <strong>im</strong> Sommer<strong>20</strong>10<br />

Um den geplantenEndzustandzuerreichen, durften die Hauptverkehrsachsen<br />

nie unterbrochen werden,und auch derBetrieb der<br />

beiden Tramliniengestattetenur einen l<strong>im</strong>itiertenUnterbruchvon<br />

wenigen Wochen währendder Sommermonate: Fürdie zentrale<br />

Gleisbauetappewurden am ersten Wochenende 18 Bagger,<br />

40 Lastwagen undrund160 Arbeiter eingesetzt.Diese wechselten<br />

600Meter Gleiseaus undverlegten 11 neue Weichen,sodassam<br />

Montagmorgendas Industriegleis wieder in Betriebgenommen<br />

werden konnte.Insgesamt wurden währendder fünf äusserst<br />

intensivenWochen alle Fahrleitungen erneuert sowie 23 Weichen,<br />

über 10 Gleiskreuzungen und1100Meter Gleiseeingebaut. Gleichzeitigerfolgtedie<br />

Verkehrsumstellung vomursprünglichen Kreisel<br />

aufdie beiden neuen lichtsignalgesteuerten Knoten.Pünktlich, mit<br />

dem Schulanfang, konntendie Tramlinien4und 13 wieder dem<br />

Verkehrübergeben werden.Dank grossemEinsatz allerBeteiligten<br />

undintensiverKoordinationzwischen den ZürcherBehörden,den<br />

Verkehrsbetrieben, Unternehmernund Planernwar es möglich,<br />

diese logistisch anspruchsvollen Bau- undVerkehrsabläufe termingerecht<br />

underfolgreich umzusetzen.<br />

|11


Neue Tramlinie aufder Hardbrücke, Zürich_Leistungen auseiner Hand.<br />

Wichtige Erfolgsvoraussetzungfür eineProjektierung ohne Schnittstellenverluste<br />

bildet ein koordiniertes, fachübergreifendes Vorgehen <strong>im</strong> Rahmen eines<br />

Gesamtmandates.<br />

12 | mailing.<strong>20</strong><br />

Übersichtsplan<br />

Studie füreineUmsteigeplattform vonder Tramhaltestellezum darunterliegenden Bahnhof Hardbrücke (Architektur undModell: KaiFlender,Generalplaner)<br />

DasTerminprogramm<br />

UrsNater<br />

Bauing. HTL<br />

Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

–Auftragserteilung Januar<strong>20</strong>10<br />

–AbgabeVorprojekt Oktober <strong>20</strong>10<br />

–AbgabeAuflageprojekt Oktober <strong>20</strong>11<br />

–AbgabeBauprojekt März<strong>20</strong>12<br />

–Auflage,Bewilligung<br />

Bundesamtfür Verkehr Nov.<strong>20</strong>11bis max. April<strong>20</strong>13


NewtramlineonZurich’sHardbrücke bridge_Single-source services. Acoordinated interdisciplinaryprocedurethatforms part of<br />

theoverall mandateisessential forsuccessfulengineering design with no losses at interfaces.<br />

Anfang <strong>20</strong>10 erhielt die Ingenieurgemeinschaft<strong>Gruner</strong>+Wepf/B+S<br />

den Auftrag, unterFederführungvon <strong>Gruner</strong> +Wepf, Zürich,das<br />

Vorprojekt,das Auflageprojektund dasBauprojektfür dieneue<br />

Tramlinie zu erstellen.<br />

Gesamtmandatmit vielenTeilprojekten<br />

DerAuftrag miteiner mutmasslichen Bausumme von150 Millionen<br />

Frankenumfasst verschiedenste Bereiche desIngenieurwesens.Um<br />

Schnittstellen zu vereinfachen unddie Koordinationzwischen den<br />

Fachbereichen zu opt<strong>im</strong>ieren, entschloss sich die Bauherrschaft, den<br />

Projektierungsauftragineinem Gesamtmandat zu vergeben.Somit<br />

umfasstder Auftragfür <strong>Gruner</strong> nebendem Strassen- undWerkleitungsbauauchdie<br />

Spezialgebiete Gleis-, Fahrleitungs-und<br />

Brückenbausowie Stromversorgung,Gestaltung, Umweltverträglichkeit,Verkehrstechnik<br />

undUnterstützung der Bauherrschaft. Auf<br />

diese Fachbereiche bzw. Teilprojekte wird <strong>im</strong> vorliegenden Artikel<br />

etwasnäher eingegangen.<br />

UmfangreicherStrassen-und Werkleitungsbau<br />

Die konventionellen <strong>Tiefbau</strong>arbeitenliegen schwergewichtigbei<br />

den nord- undsüdseitigenAnschlussbereichen an die Tramlinien<br />

<strong>Nr</strong>.8und Tram Zürich West:<br />

Aufder Südseite wird die bestehende Wendeschlaufe der Linie 8<br />

geometrisch so angepasst,dassein Abzweiger aufdie Hardbrücke<br />

möglichist. Die hierzuerforderlichen umfangreichen Veränderungen<br />

am Hardplatzhat dieStadt Zürich zumAnlassgenommen,den ganzen<br />

Platzneu zu überdenken undeinevollständigeErneuerungin<br />

Angriffzunehmen. DieserUmbau wird voll insProjekt Tramverbin-<br />

dung Hardbrücke integriert, wobeiden gestalterischen undstädtebaulichen<br />

Aspekten einehohe Prioritätzukommt.<br />

Aufder Nordseite mündetdie neue Tramlinie in diesich<strong>im</strong>Bau<br />

befindende Linie Zürich West.Diesbedingt eineNeugestaltung des<br />

Strassenknotens undder Knotensteuerung.<br />

AnspruchsvollerGleisbau<br />

Die Gleisgeometrie bildet eineGrundlage füralleweiterenTeilprojekte.<br />

Deshalb wurden die Gleisachsenbereits <strong>im</strong> Vorprojekt exakt<br />

berechnet,das heisst mitdefinitiverWeichengeometrie,Übergangsbögen<br />

undLängenprofil.Ebensogaltes, zahlreiche Randbedingungen<br />

derbestehenden Hardbrücke zu berücksichtigen.SomüssenneueGleisbau-Normalprofile<br />

miteiner max<strong>im</strong>alenAufbauhöhe<br />

vonnur 16 Zent<strong>im</strong>eternentwickeltwerden. Vorallem fürWeichen,<br />

Schienenauszügeund Entwässerungen stellt dieseineerhebliche<br />

Erschwerungdar.<br />

Wichtiger Bahnstrom<br />

Wegen schlechter Erfahrungen beifrüherenProjekten legt die<br />

BauherrschaftWertauf einesorgfältige Planungder elektrischen<br />

Anlagen.Der Bahnstrom umfasstein breitesGebietmit Fahrleitung,<br />

Einspeisungen,Gleichrichterstation, Streustrom,Erdungen,Kommunikationsanlagen<br />

etc.<br />

Herausforderung Hardbrücke<br />

Die Sanierung der Hardbrücke wird zumZeitpunktder Projektauflage<br />

fürdie neue Tramlinie abgeschlossensein.Mit der Brückensanierung<br />

konntennur min<strong>im</strong>aleVorinvestitionen fürdas Tram<br />

|13


Neue Tramlinie aufder Hardbrücke, Zürich<br />

TramverzweigungPfingstweidstrasse-Hardstrasse<br />

gemachtwerden, da fürdieses Investitionsvorhabennochkeine<br />

Baukreditezur Verfügungstehen. Unsere Brückenbauer sindinvier<br />

Teilobjekten gefordert:<br />

> Statische Nachrechnungder Hardbrücke unterBerücksichtigung<br />

desEinflusses der neuenBelastungen durch die Tramssowie der<br />

Krafteinleitung der zusätzlichen Fahrleitungsmasten.<br />

> Zwei neue Fuss- undRadwegbrückenbe<strong>im</strong> Hardplatzmit einer<br />

Gesamtlängevon 150Metern, vorgespannt.<br />

> Erweiterungoder Neubau der nordseitigenAuffahrt, Brückenlänge<br />

150m.<br />

>Fürden neuauf der Geroldrampezufahrenden Verkehrmuss<br />

zwischen den beiden Brückender Zu-und Wegfahrteineneue<br />

zweispurige Brücke von40MeternLänge fürdie Linksabbieger<br />

eingesetzt werden.<br />

Hoher Gestaltungsanspruch<br />

Die Hardbrücke stehtanpopulärer Lage in der StadtZürich. An alle<br />

Bauteile werden deshalb hohe Gestaltungsansprüche gestellt.<br />

Anpassung Verkehrstechnik<br />

Nachdem sich Kantonund StadtinspeziellenArbeitsgruppenüber<br />

die anzustrebenden Kapazitätengeeinigthaben,liegt es an der<br />

Ingenieurgemeinschaft, die durch die neue Tramverbindung anzupassenden<br />

Knoten neuzuberechnen unddie gefordertenKapazitätennachzuweisen.Neben<br />

derAnpassung desKnotens Pfingstweidstrasse/Hardstrassewerdenauf<br />

der Hardbrücke drei neue<br />

Lichtsignalknotenerstellt.<br />

14 | mailing.<strong>20</strong><br />

Etablierte Arbeitsprozesse<br />

Grundlage einer erfolgreichen Projektierungsphase isteineklare<br />

Organisationsstruktur innerhalb desTeams,inwelcher Zuständigkeiten<br />

undVerantwortungen geregeltsind. Unter<strong>Gruner</strong>-Federführungfinden<br />

<strong>im</strong> Monatsrhythmus Sitzungen derIngenieurgemeinschaftstatt,bei<br />

welchen auch die zahlreichen Schnittstellen<br />

zwischen den verschiedenen Fachgebieten bilateralgeklärt werden.<br />

DergrössereTeilder Fachbereiche wird durch Abteilungen von<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepfbearbeitet. Dabeizeigtessich, dass es ein grosser<br />

Vorteilist, wenn sich die Mitarbeitergut kennen. So lassen sich die<br />

Fachkompetenzen opt<strong>im</strong>alnutzen unddie Kapazitätenaustauschen.<br />

Die einzelnen Teilprojekte werden in Arbeitsteams bearbeitet. Die<br />

Vertreterder Bauherrschaftsindebenfalls nachTeilprojekten organisiert,was<br />

es erlaubt, den Projektfortschritt in regelmässigen<br />

Sitzungen derArbeitsgruppenzupräsentierenund zu diskutieren.


Glattalbahn_Tangentialverbindung in ein neues Mobilitätszeitalter <strong>im</strong><br />

mittleren Glattal. Das auf Gesamtplanungsbasis demnächst fertiggestellte<br />

moderne Tramsystem leistet einen nachhaltigen Beitrag, umden mit der<br />

Siedlungsentwicklung verbundenen Mobilitätsbedürfnissen zu entsprechen.<br />

HaltestelleNeugut, Überbauung Zwicky-Areal<br />

Im Dezember<strong>20</strong>10ist die Infrastrukturder drittenEtappeder<br />

Glattalbahnbereit: Die neue Glattalbahn-Linie <strong>Nr</strong>.12n<strong>im</strong>mt am<br />

12.12.<strong>20</strong>10 ihrenBetrieb zwischen dem Flughafen Zürich unddem<br />

S-Bahnhof Stettbach auf. Zusammen mitder Glattalbahn-Linie<br />

<strong>Nr</strong>.10und der VBZ-Linie <strong>Nr</strong>.11ist damitein namhafterTeildes<br />

Gesamtkonzepteszur Entwicklungeiner Stadtlandschaftvon hoher<br />

urbanerQualität<strong>im</strong>Agglomerationsgebiet Zürich Nordund mittleres<br />

Glattalumgesetzt.EineVisionder Glattalgemeinden wird damit<br />

Wirklichkeit.<br />

DieterWepf<br />

Dr.sc. techn.,dipl. Bauing. ETH/SIA<br />

Mitglied der Gruppenleitung,<br />

Vorsitzenderder Geschäftsleitung<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

Bedürfnisgerechtes Bahnkonzept<br />

Wiedie Auswertungen derGlattalbahn-Linie <strong>Nr</strong>.10(Hauptbahnhof<br />

Zürich bisFlughafen Zürich), welche seit guteineinhalb Jahren in<br />

Betriebsteht,zeigen,hat dieBevölkerungdie ersten Streckender<br />

neuenVerbindungen überdurchschnittlichgut aufgenommen.Das<br />

moderne,leistungsfähigeSystementspricht<strong>im</strong>Bereich derFahrtenübermittlereDistanzen<br />

mitHaltestellenabständen von400 bis<br />

650Meterneinem grossenBedürfnis undliefert dadurch einen<br />

nachhaltigenBeitrag zurBefriedigungder mitder angestrebten<br />

Siedlungsentwicklung einhergehenden Mobilität. Nichtnur das–<br />

dieentstehende Infrastrukturder Glattalbahnsteht nachgerade<br />

fürdas Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung<strong>im</strong>Glattal,die<br />

sich anhand der innert kurzer Zeit entstandenen Gebietsentwicklungen<br />

wiedem GlattparkinOpfikon,der Bahnhofüberbauung MitteninWallisellen<br />

oder der Überbauung desZwicky- Areals in Wallisellen/Dübendorfeindrücklichablesenlässt.Die<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepf<br />

Ingenieure<strong>AG</strong>hat alsTeileiner interdiziplinär aufgestelltenProjektorganisationder<br />

Glattalbahnmit ihrenGesamtplanerlösungen<br />

seit nunmehr 12 Jahren entscheidendzum Gelingen dieses schweizweit<br />

einzigartigen Vorzeigeprojektes beigetragen.<br />

Fachübergreifende Projektentwicklung<br />

Nach intensivenVorarbeiten derStandortgemeinden konnte 1995<br />

mitder Festsetzung der Glattalbahn-Linie <strong>im</strong> kantonalenRichtplan<br />

der ersteMeilenstein erreicht werden.Mit dem in der Folge<br />

getroffenen Systementscheid «meterspurige, mischflächenverträgliche<br />

Stadtbahn» wurdedanach der Wegfreifür diePlanersubmissionund<br />

dieAufnahmeder eigentlichen Projektierungsarbeiten.<br />

Die Ingenieurevon <strong>Gruner</strong> +Wepfhaben aufgrund der Ausgangs-<br />

|15


Glattalbahn_Tangentialverbindung<br />

lage undder Aufgabenanalyse1998 der Glattalbahn<strong>AG</strong>als Auftraggeber<br />

vonBeginnaneineintegrierte Gesamtleistung angeboten.<br />

In dem durch <strong>Gruner</strong> +WepfgeführtenTeamARGEG4+ wurden<br />

die Kompetenzen Tief-, Bahn-, Brücken- undWerkleitungsbau,<br />

Architektur, Städtebau, landschaftspflegerische Begleitplanung,<br />

Grünraum- undBeleuchtungsplanungsowie Umwelt,Altlasten,<br />

Fauna, Flora, Lärm,Erschütterungen, Geotechnik,Verkehrsplanung<br />

undletztlich auch Gebäudetechnik HLKS vereintund auseiner<br />

Hand angeboten. DasTeamermöglichte es auch,den ausserordentlichengen<br />

Terminrahmen der vielfältigen Infrastrukturbauaufgabeneinzuhalten<br />

undletztlich in der Umsetzung die Meilensteine<br />

weit zu unterschreiten.<br />

VielseitigeKoordinationsaufgaben<br />

Visionäre Lösungsansätzemit unteranderem einem 400Meter<br />

langen Tagbautunnel Margarethen –eingezwängt zwischen Autobahn<br />

A1 Stelzentunnel,SBB-Gleisdreieck Stelzen,kantonaler<br />

AchseSchaffhauserstrasseund Bahnhof Glattbrugg –halfen,<br />

durch VariantenstudienüberVor-, Bau- undAuflageprojekte die<br />

Plangenehmigungdes Bundesamtesfür Verkehr<strong>im</strong>Januar <strong>20</strong>04 zu<br />

erlangen.Das Planerteamvon <strong>Gruner</strong> +Wepfübernahmdabei laufend<br />

weitere, wesentliche Aufgaben.Einerseitswurden in intensivenProzessen<br />

undregelmässigen Sitzungen diverseBegleitgruppender<br />

Städte undGemeinden koordiniert unddie Öffentlichkeitsarbeit<br />

desAuftraggebersmit Vorträgen,Präsentationen und<br />

Standaktionen unterstützt.Anderseitswurde dasLanderwerbsverfahren<br />

massgeblich mitgestaltet;dabei wurden fürdie<br />

betroffenen GrundeigentümerIndividuallösungen erarbeitet,<br />

Beweissicherungsmassnahmen durchgeführtoder auch Sicher-<br />

16 | mailing.<strong>20</strong><br />

ViaduktGiessen<br />

LuftaufnahmeBaustelle Tagbautunnel Margarethen Ringstrasse<br />

heitskonzepte mitden SBB, den Notfallorganisationen oder der<br />

Polizeierarbeitetund fürdie Umsetzung vorbereitet. Mitdem<br />

Erreichen der Projektgenehmigungund der Kreditbewilligung<br />

wurden mit<strong>im</strong>mer wieder <strong>im</strong> Submissionswettbewerb erfolgten<br />

Neubeauftragungen die Detailplanungen fürdie drei Etappen1A1<br />

Messe Zürich–Ambassador,1A2 Lindberghplatz–Flughofstrasse<br />

und1BWallisellen–Dübendorfaufgenommen.<br />

Letzte Etappe zügig fertiggestellt<br />

Die Etappe 1B,als letzteder Glattalbahn, stehtkurzvor Bauabschluss,<br />

unddie werkvertraglichen Abnahmen erfolgen <strong>im</strong> Herbst<br />

<strong>20</strong>10.Das LosDübendorf, AbschnittWallisellen Neugut–Bahnhof<br />

Stettbach mitrundzweiKilometern Länge, dem 230 Meter langen<br />

BahnviaduktGiessen,den Haltestellen Neugut Giessenund Ringwiesen,<br />

dem GleichrichterRingwiesen, den diversen rückwärtigen<br />

Erschliessungen undden fürDrittegleichzeitigausgeführtenProjekten<br />

–beispielsweiseein 600Meter langer,<strong>im</strong>Microtunneling-<br />

Verfahren erstellter Entwässerungsstollen in der separatenBusspur<br />

Zürichstrasse oder auch derkantonale Geh-/Radweg Neugutstrasse–,wurde<br />

in einer Rekordbauzeitvon nur eineinhalb Jahren<br />

erstellt undzur Installation der bahntechnischen Anlagen dem TU<br />

Bahntechnik übergeben. Mittelseines übergeordnetenVerkehrskonzeptes,<br />

dasden ganzen Raum Zürich Nordost umfasste,sowie<br />

teilweisetagesscharfdetailliertenBauphasen und-abläufenwurden<br />

der zweispurige Verkehrinder Ringstrassesowie die Kapazitätender<br />

dasSystemdominierenden Knoten Überland-/Ringstrasse<br />

respektive Ring-/Zürichstrasse währendder gesamtenBauzeit<br />

aufrechterhalten.Ein permanenterKontakt mitden Exponenten<br />

desIndustrie-und DienstleistungsgebietesHochbordsowie allen


HaltestelleRingwiesen UntersichtViaduktGiessen<br />

Zürichstrasse Margarethentunnel <strong>im</strong> Bau<br />

Anrainernerlaubtedem Generalplanerteameinetermingerechte<br />

Projektdetaillierungund den Bauausführenden eineverzugslose<br />

Umsetzung.Ebensoermöglichte dieauf allenEbenen desinterdisziplinären<br />

Projektesvorausschauende Zusammenarbeit eine<br />

unfallfreie Bauarbeitunter Verkehr.<br />

UnkonventionelleLösung <strong>im</strong> urbanen Umfeld<br />

Die Glattalbahnquert dasEntwicklungsgebietGiessen.Die<br />

Erschliessungdes westlichenTeils dieses Gebietes istnur mittels<br />

einerBahnunterquerungmöglich.Zurzeit stehtein Quartiergestaltungsplan<br />

<strong>im</strong> Genehmigungsverfahren,der unteranderem<br />

dashöchste Hochhaus in der Schweizund einen neuen städtischen<br />

Platzumdie HaltestelleGiessen vorsieht.Vorausschauendhat das<br />

Planerteamvon <strong>Gruner</strong> +Wepfbereits voreinigen Jahren nach<br />

einer Lösungmit dem aufeiner schw<strong>im</strong>menden Pfahlfundation<br />

gelagerten ViaduktGiessen gesucht. Diese erlaubt nichtnur eine<br />

Unterbauungder Glattalbahnmit lastwagengängigen Tiefgaragen<br />

undAnlieferungen,sie regeltauchden Brandschutz, die Platzebene<br />

unddie Möblierungen;fernergestattet siees, unabhängigeund<br />

nachträglicherstellteBautenohne Beeinträchtigungdes Bahnbetriebeseinzubeziehen.<br />

EinVorzeigeprojekt fürdie Ingenieure<br />

Nichtnur <strong>im</strong> Feld der Grossüberbauungen konnte dasKnow-how<br />

desPlanerteams lösungsorientiert eingesetzt werden,sondern<br />

auch <strong>im</strong> kleinen Detail.Sobeispielsweise, alsesdarum ging, ein<br />

unverzichtbaresFamilienandenken,einegrosseSequoia, durch<br />

Neuzüchtungen ausÄsten desbestehenden Baumes am Lebenzu<br />

erhalten undaneinem geeignetenOrt neuzusetzen.Die unkonventionellen<br />

Lösungen zeigen,dassdie unterder Generalplanung<br />

der <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>mit Kompetenz, Innovationskraft<br />

undEngagement realisierten Projekte Vorzeigecharakter aufweisen<br />

undeinen vorzüglichen Leistungsausweis darstellen.<br />

Glattalbahn_Rapid transit link ushers in newage of mobility in thecentralpartofZurich’sGlattal region. Thesoon-to-be-completed<br />

project involvingthe overall design foramodernlight rail system will make asustainablecontributiontomeeting themobility needs<br />

associated with urbangrowth.<br />

|17


ErweiterungBahnhofOerlikon_IntegralerPlanungsansatz. Die fachübergreifende<br />

Projektierung des SBB-Bahnhofausbaus inOerlikon stellt hohe<br />

Ansprüche analle Beteiligten und bedingt eine starke Integration der involvierten<br />

Fachbereiche.<br />

Blickvom Nordkopf desBahnhofsOerlikonRichtungAbschnitt4der Durchmesserlinie<br />

Blickauf den Nordkopfdes BahnhofsOerlikon<br />

Zürich stellt mitseiner Agglomeration den bedeutendstenWirtschaftsraum<br />

in der Schweizdar.Aus seiner Entwicklungresultiert<br />

unteranderem der Bedarf,<strong>im</strong>Herzen derStadt dieBahninfrastrukturrundumden<br />

ZürcherHauptbahnhof auszubauen.Ergebnis der<br />

Studie vomJanuar <strong>20</strong>00,«Bahnperspektivenfür den Wirtschaftsraum<br />

Zürich» desAmtes füröffentlichen Verkehrdes Kantons<br />

Zürich,war unteranderem die Erfordernis einer sowohldem Fernalsauchdem<br />

S-Bahn-Verkehr zugutekommenden Durchmesserlinie<br />

18 | mailing.<strong>20</strong><br />

Zürich Altstetten–Hauptbahnhof–ZürichOerlikon. Weitergehende<br />

Untersuchungen kamenzum Schluss, dass miteiner zusätzlichen<br />

Ergänzungder Bahninfrastrukturder Nutzen derDurchmesserlinie<br />

max<strong>im</strong>iert werden kann. AlsMassnahme mithoherPriorität bedingt<br />

diesjedocheinen Ausbau desBahnhofsOerlikon. Deshalb beschlossendie<br />

Behörden,dieses Projektfortangleichzeitigmit demjenigen<br />

derDurchmesserlinie zu planen.<br />

Schwerpunkte desAusbaus<br />

DerAusbau desBahnhofsOerlikonumfasst folgende Bereiche:<br />

> Erweiterungder Gleisanlage um zwei zusätzliche Perrongleise<br />

(Gleise7und 8),<br />

> Baueines neuenAussenperrons sowie<br />

> Anpassungder zugehörigen Erschliessungdurch Personenunterführungen.Dadurch<br />

wird es notwendig, die bestehende Gleisanlage<br />

sowie <strong>im</strong> Anschlussbereich desBahnhofsauchstädtische<br />

Infrastrukturenanzupassen.<br />

Baubei laufendemBahnbetrieb<br />

DasProjekt weistaufgrundseiner innerstädtischen Lage undseiner<br />

spezifischen Rahmenbedingungen einen hohen Komplexitätsgrad<br />

auf; diesnicht zuletzt deshalb, weil die Realisierung beilaufendem<br />

Bahnbetriebzuerfolgen hat–mit täglichbis zu 900 Zügen istdie<br />

Strecke Zürich–Oerlikoneineder meistbefahrenen in der Schweiz.<br />

Daraus resultieren komplexe Bauabläufe,die mehrereHaupt-und<br />

Unterphasensowie umfassende Sicherheitsvorkehrungen während<br />

derAusführungzur Folgehaben.Zuberücksichtigen sindzudem<br />

Nachbarprojekteder SBB, wieder benachbarte 4. Abschnittder<br />

Durchmesserlinie oder auch die geplante, den Bahnhof unterqueren-


Oerlikon stationextension_Integral approach to planning. Theinterdisciplinaryengineering design of theextensiontothe SBBstation<br />

at Oerlikon is placingmajor demandsonall stakeholdersand requires close integration of thespecialist unitsinvolved.<br />

Perrondächer Bahnhof Oerlikon (Architekturbüro atelier10:8, Zürich)<br />

de Verbindung zu den angrenzenden Quartieren.Schliesslichgiltes,<br />

dieverschiedenen Ströme desprivaten unddes öffentlichen Verkehrsmöglichstwenig<br />

zu beeinträchtigen.<br />

Hohegestalterische Ansprüche<br />

Durchdie OerlikonerZentrumslage desBahngebäudeskommt der<br />

Architekturund Gestaltung der Bauwerksteile, vorallem derPerrondächer,<br />

einebesondereBedeutung zu.ImZusammenhang mitdem<br />

Stadtprojekt Quartierverbindung Oerlikon wurdeein neuesDach<br />

definiert,dessenKonstruktionsartdie Ausgangslage fürdie AusformulierungderneuenPerronüberdeckungbildete:Quartierverbindung<br />

undRandperronvon Gleis 8sollengestalterisch undfunktional<br />

alsEinheit erscheinen.Dabei bestehtder Grundgedanke darin, durch<br />

einegesamthafthomogene undkompakteDachlandschaftdie<br />

Bedeutungdes Bahnhofsgegenüber den angrenzenden Stadträumen<br />

hervorzuheben. Die Planungder Perrondächer erfolgte in enger<br />

Zusammenarbeit mitden separatmandatiertenArchitekten des<br />

Büros«atelier10:8» ausZürichund der Bauherrschaft.<br />

Jürg Ottiker<br />

dipl. Bauing. FH/SIA<br />

Stab Geschäftsbereich<strong>Tiefbau</strong>,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Integrationder Fachbereiche<br />

Die <strong>Gruner</strong>-Gruppewurde <strong>im</strong> Rahmen einer Ingenieurgemeinschaft<br />

mitden Projektierungsarbeiten –Auflageprojektbis zurInbetriebnahme–beauftragt.<br />

AlsfederführenderPartner stellt <strong>Gruner</strong> den<br />

Projektleiterund den Chefbauleiterfür dieRealisierung.Unter deren<br />

Führungwirddas technisch wieorganisatorischhöchstanspruchsvolleProjekt<br />

geplant undausgeführt. Eine besondereHerausforderung<br />

ergibtsichdabei ausder zeitlichund inhaltlichopt<strong>im</strong>alen<br />

Integration allerFachbereiche,die zumgrösstenTeildurch die<br />

Ingenieurgemeinschaftabgedeckt werden.Eserweistsichals<br />

Vorteil, dass in der <strong>Gruner</strong>-GruppeverschiedeneFachspezialisten<br />

tätigsind, dieineingespielten Teamszielgerichteteund kundenorientierteLösungen<br />

erarbeiten.<br />

Stephan Rottländer<br />

dipl.Bauing. FH<br />

ProjektleiterVerkehrsinfrastruktur,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

|19


Gesamtplanung<strong>im</strong>Verkehrswesen am Beispiel L<strong>im</strong>mattal_Neue Wege für<br />

denMIV vonmorgen. Einberechenbares Strassenverkehrskonzeptist geprägt<br />

durchein ausgewogenes Massnahmensystem, dessen Einzelelemente jeweils<br />

aus einer gesamtheitlichen Planungssicht opt<strong>im</strong>iert wurden.<br />

SektoraleGesamtplanungen <strong>im</strong> Verkehrswesenbefassensichmit<br />

Verkehrsträgern aufden unterschiedlichstenhierarchischen Ebenen.<br />

Im motorisierten Individualverkehr(MIV) betrifft diessowohldie<br />

technische StrassenklassifizierungnachHochleistungsstrassen<br />

(HLS), Hauptverkehrsstrassen(HVS) undSammelstrassen(SS)als<br />

auch derenTrägerschaftdurch Bund,Kantone undGemeinden. Die<br />

vielfältigen Verflechtungen undÜbertragungen eventueller Störungen<br />

zwischen diesenEbenen bedingen einen gesamtheitlichen Planungsansatzmit<br />

gemeinsamenZielenund Vorgehensstrategien.<br />

Dadurch lassen sich wirksame,nachhaltige undallseitsakzeptierte<br />

Lösungen erreichen.<br />

Neue Planungsphilosophie<br />

In einem weitgehendgesättigten System, wieesder heutige<br />

StrassenverkehrinvielenRegionen darstellt,sindMax<strong>im</strong>allösungen<br />

nichtmehrdurchführbar. Verkehrstechnisch gehtesbei solchen<br />

Max<strong>im</strong>alansätzen darum, nachfrageorientierteLösungen mithohen<br />

Leistungsfähigkeiten zu erreichen,die es den Verkehrsteilnehmern<br />

gestatten, möglichstohneZeitverlust an ihrReisezielzugelangen.<br />

Neue Planungsphilosophienbasierenjedochauf Ansätzen,bei<br />

denen Begriffenwie Opt<strong>im</strong>ierung,Zuverlässigkeit oder Berechenbarkeitdes<br />

Verkehrsablaufesein gegenüber früher weit höherer<br />

Stellenwert beigemessenwird.<br />

Opt<strong>im</strong>ierte Strassensysteme<br />

Die Opt<strong>im</strong>ierung vonStrassensystemenbedeutet, innerhalb eines<br />

Systems aufallen ElementenkonsistenteKapazitätsketten anzubieten.<br />

Es gilt also,best<strong>im</strong>mte Verkehrsmengen proZeiteinheit entlang<br />

definierter Routen undübernormalerweiseleistungsbest<strong>im</strong>mende<br />

Knoten zu transportieren.Der physikalische Leistungsbegriff lässt<br />

sich dabeidurch die vomVerkehrsingenieur verwendete Einheit für<br />

dieGüteeines solchen Systems herauslesen. Diese istwie folgt<br />

best<strong>im</strong>mt:Fahrzeugemal Kilometerpro Zeiteinheit<br />

L<strong>im</strong>mattalintegrated transportstrategy_Newroutesfor theprivatetransportoftomorrow. If aroadtraffic system is to be<br />

transparent, it mustfeature abalancedsystemofmeasureswhose individual componentshaveeach been opt<strong>im</strong>izedbyapplyingaholistic<br />

planningperspective.<br />

<strong>20</strong> | mailing.<strong>20</strong><br />

Istzustand<br />

MehrerePlanungsschwerpunkte<br />

Modelltechnische Prognose der Verkehrsbelastungen<br />

BUS


BUS<br />

Beispiel füreineKnotenopt<strong>im</strong>ierung<br />

BUS<br />

Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit<br />

Fürden Benutzer eines Strassensystems istwesentlich, dass er<br />

seineAnkunftszeitverlässlich einhalten kann. Je nach Tages- oder<br />

Wochenzeit istdabei dieexakteReisedauer aber miteiner gewissen<br />

Ungenauigkeit behaftet. Definiert mandie Zuverlässigkeit alsdie<br />

Wahrscheinlichkeit,mit der eineerwartete Reisezeiteingehalten<br />

werden kann,solassensichauchdie verkehrstechnischen Grössen<br />

berechnen. Oder andersausgedrückt:Der Verkehrsteilnehmer sollte<br />

füreinebekannteRoute entsprechend der Tageszeitdie mittlere<br />

Reisedauer kennen undauchakzeptieren.Dabei mussdas Verkehrssystem<br />

in der Lage sein, die Reisezeitmit einer hohen Wahrscheinlichkeit<br />

zu gewährleisten. Neue Netzelementemit grossenKapazitätensindnicht<br />

umsetzbar.<br />

Verkehrsstudie L<strong>im</strong>mattal<br />

Im Auftragder Kantone Zürich undAargausowie desBundesamtes<br />

fürStrassen(ASTRA) erarbeiteten die Verkehrspezialistender <strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>als<br />

Stabs- undFachplaner dasKonzeptfür einen Teilbereich<br />

deszukünftigen Gesamtsystems desmotorisierten Individualverkehrs.<br />

Fürdiese Studie wurdedas L<strong>im</strong>mattalgewählt,das fürsolche<br />

Untersuchungen besondersprädestiniert ist. Denn zumeinen wird die<br />

Verkehrsnachfrage in diesemEntwicklungsschwerpunktweiterhin<br />

erheblichansteigen,und zumandernist dasAngebot an Strassenkapazitätenauf<br />

allendreiEbenen –Hochleistungs-,HauptverkehrsundSammelstrassen–bereitsheute<br />

eingeschränkt. Neue Netzelementemit<br />

grossenKapazitäten sind nichtumsetzbar.<br />

Ausgewogenes Massnahmenpaket<br />

Dasbestehende Systemzuopt<strong>im</strong>ieren sowie dessen Zuverlässigkeit<br />

zu verbessern,erwiessichdeshalb sehr schnellals massgebende<br />

Handlungsmax<strong>im</strong>e. AlsErgebnis entwickelten die Verkehrsplaner<br />

ein Massnahmenset,das nurinseiner Gesamtheit die gewünschten<br />

Ziele zu erreichen vermag.<br />

BUS<br />

ThomasWinzer<br />

Dr.Ing.TH<br />

ExperteVerkehr,<br />

Verkehrsplanung, Verkehrstechnik,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

BUS<br />

BUS<br />

JanBautz<br />

dipl.-Ing. TH<br />

ProjektleiterVerkehrsplanung,<br />

Verkehrstechnik,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

BUS<br />

Es umfasstdie folgenden wesentlichen Merkmale:<br />

> Verbesserung undmax<strong>im</strong>aleAusnutzungder Kapazitätenauf den<br />

Hochleistungsstrassenmit Massnahmen wieLinienbeeinflussungen<br />

undZufahrtsdosierungen.Diesgewährleisteteinen flüssigen<br />

Verkehrsablauf, der vorallem aufden HLSzuverlässig undberechenbarwirdund<br />

somitdie Ausnutzung der grossen«Leistung»<br />

garantiert.<br />

> Entwicklungvon Massnahmen aufdem nachgeordneten Strassennetz<br />

zumErhaltder Zuverlässigkeit undzur Unterstützung desvorrangigen<br />

Leistungsziels,sobeispielsweisedurch Anordnungvon<br />

Pufferräumen,auf diebedarfsweisezurückgegriffen werden kann,<br />

oder auch durch einefunktionaleUmgestaltung einzelner Knotenpunkte.<br />

> Opt<strong>im</strong>ierung desVerkehrsablaufs aufder Mutschellenstrasse.<br />

Festlegung der Organisation, um aufdieserwichtigsten HVS<br />

sowohldie Erschliessungder angrenzenden Verkehrserzeuger zu<br />

gewährleistenals auch dasHochleistungsnetzmit den Autobahnen<br />

A1 undA3funktionsfähigzuerhalten.<br />

Paradigmenwechselnotwendig<br />

Die Verkehrsplaner werden sich in Zukunftverstärkt mitdem<br />

Verkehrsablaufingesättigten Systemen zu befassen haben. Zur<br />

Erfassungder gegenseitigenEinflüsse vonAngebot undNachfrage<br />

sinddabei insbesondereGesamtplanungsansätzenötig,die nicht<br />

zuletzt einen gewissen Paradigmenwechsel bedingen:Weg von<br />

einer Leistungs- undQualitätsplanung–hin zu einer Planungder<br />

Zuverlässigkeit undder Berechenbarkeitder Strassensysteme.<br />

Fürdas L<strong>im</strong>mattalwurde ein Massnahmenpaketentwickelt, das<br />

diesemgesamtheitlichen Ansatz entsprichtund mitdem diese Ziele<br />

in den nächstenJahren erreicht werden sollen.<br />

DerSyntheseberichtist unterwww.afv.zh.chabrufbar.<br />

BUS<br />

|21


Zollfreistrasse Deutschland–Schweiz_Eine nicht alltägliche Ingenieuraufgabe.<br />

Konstruktiv anspruchsvolle Bauwerke und grenzüberschreitende<br />

Schnittstellen charakterisieren die neue Zollfreistrasse <strong>im</strong> Raum Weil, Lörrach<br />

und Basel.<br />

Wiesebrücke <strong>im</strong> Bau<br />

Seit Jahren befürwortendie Nachbarstädtevon Basel, Weil am<br />

Rhein undLörrach,eineZollfreistrasse entlangdes Flusses Wiese.<br />

DasProjekt bildet Bestandteilder BundesstrasseB317 undsolldie<br />

Verbindung zwischen den beiden StädtenohneGrenzübertritt<br />

ermöglichen.Dadie beiden Orte bisheute über keinedirekte Strassenverbindungindie<br />

Schweizverfügen,wurde <strong>im</strong> Staatsvertrag<br />

vom25. April1977als Rechtsgrundlage die Strassentrasseinvertikalerund<br />

horizontaler Lage genau festgelegt.Des Weiternwurden<br />

Bau, Unterhaltund Betriebder Bundesrepublik Deutschlandübertragen.Grundsätzlich<br />

siehtdas Vertragswerk auch vor, dass die Verbindungsstrasse<br />

deutschem Rechtunterstehtund dieBau-und GrunderwerbskostenzulastenDeutschlandsgehen.<br />

Eigentümerder Strasse<br />

istder KantonBasel-Stadt–Verkehrseinrichtungen und-zeichen<br />

gehören wiederum denDeutschen.<br />

AnfänglicheBauverzögerungen<br />

Währenddem Ende der 90er-Jahredie neue Verbindung bisandie<br />

SchweizerGrenzefertiggestellt werden konnte,verzögertesich<br />

wegen diverser Einsprachender Baudes letzten Abschnitts auf<br />

SchweizerBoden. Anfang <strong>20</strong>06 wies dasSchweizer Bundesgericht<br />

jedoch die letzteOpposition gegeneineRodungsbewilligung zurück,<br />

sodass danach mitdem Bauder ausstehenden Strassenstrecke<br />

begonnen werden konnte.Dabei erbrachte <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> fürdie<br />

Abschnitte «Wiesebrücke»und «offeneStrecke»verschiedene<br />

Planungs-und Bauleistungen.<br />

22 | mailing.<strong>20</strong><br />

Grenzüberschreitende Bautätigkeit<br />

Die Strasse führtübereineLänge vonrund738 Meternüber<br />

schweizerischesGebiet. Die Landesgrenzewird<strong>im</strong>Westenbei etwa<br />

km 2+882überquert,<strong>im</strong>Osten beietwakm3+6<strong>20</strong>.Die gesamte<br />

Baumassnahme, die in zwei Etappenaufgeteiltist,erstreckt sich<br />

vonder LosgrenzeWestbei km 2+640bis zurLosgrenzeOst bei<br />

km 3+6<strong>20</strong>.<br />

DemProjekt liegteineEntwurfsgeschwindigkeit von60km/h<br />

zugrunde; dieFahrbahn weisteinekonstante Breite von7.50Metern<br />

auf. Die Bemessungder Bauwerke erfolgtgrundsätzlich nachdeutschen<br />

Normen;inbesonderen Fällen jedoch,beispielsweisebe<strong>im</strong> Grundwasserschutz,kommt<br />

diejeweilsrestriktivere Auslegungder<br />

schweizerischen Normzur Anwendung.<br />

Die Wieseüberquerungerfolgt über einedreifeldrige Spannbetonbrücke<br />

mitinternerund externer Vorspannung. Die Tunnel undTröge<br />

werden in einer offenen,wasserundurchlässigen Baugrube<br />

abschnittsweiseerstellt,wobei deren Dichtigkeit durch einen<br />

wasserundurchlässigen Spundwandverbaumit Spriessunggewährleistetist.<br />

Beietwa148 Meternder Tunnelstrecke werden die bergseitigen<br />

Spundwände aufgrund ihrerLage in der Nähe des«Schlipf»<br />

(schwierigegeologische Verhältnisse am Fuss desTüllinger Hügels)<br />

zusätzlich mitAnkern gesichert.


Customs-freeroadbetween Germanyand Switzerland_An out-of-theordinaryengineering<br />

assignment. Challengingstructuresand cross-border<br />

interfaces arecharacteristics of theengineering design and<strong>im</strong>plementation of thenew<br />

customs-freeroadinthe Weil/Lörrach/Basel region.<br />

Setzungder Bohrpfähle alsBrückengründung<br />

Wichtige Sicherheitsvorkehrungen<br />

DasEntwässerungssystem istsogestaltet,dassplanmässigkeinerlei<br />

Flüssigkeiten in die Umgebung gelangen können. Die Abwässer<br />

(inklusive Havariefall)werdenineinem Regenrückhaltebecken<br />

gefasstund in den Wiese-Verbandssammler entlastet. DaskombinierteHavarie-/Regenrückhaltebeckenbefindetsichauf<br />

deutschem<br />

Staatsgebiet in der Nähe der AnschlussstelleWeilOst.<br />

An beiden Tunnelportalen werden Löschwasserbeckenmit jeweils<br />

72 m 3 Fassungsvermögen angeordnet.<br />

Spezielle Rahmenbedingungen<br />

FüralleBeteiligten isteseinespannende,nicht alltägliche Aufgabe,<br />

<strong>im</strong> Rahmen eines sensiblenpolitischen undökologischen Umfelds<br />

diePlanungder Zollfreistrasse zu realisieren. Die enge Koordination<br />

allerTätigkeiten mitden Behörden ausDeutschland undder<br />

Schweizsowie eineklare Schnittstellendefinition bilden dabeidie<br />

Voraussetzung fürden Erfolg dieses <strong>Tiefbau</strong>projektes undder dazugehörenden<br />

Infrastruktur.<br />

ThomasHuesmann<br />

dipl.Bauingenieur<br />

Abteilungsleiter Tief-, Wasserbau,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Die Bauabschnitte <strong>im</strong> Überblick<br />

Merkmal 1.Abschnitt: Wiesenbrücke 2.Abschnitt: Tunnelund Tröge<br />

Länge 139Meter –Offene Strecke 102Meter<br />

–Trog Ost 71Meter<br />

–Tunnel 388 Meter<br />

–Trog West 108Meter<br />

Bauzeit <strong>20</strong>06 bis<strong>20</strong>07 <strong>20</strong>10bis ca.<strong>20</strong>12<br />

Kosten 3MillionenEuro 14MillionenEuro<br />

Leistungen <strong>Gruner</strong><strong>AG</strong> Ausschreibung, Bauleitung Objektplanung, Ausschreibung, Bauleitung<br />

Wasist eineZollfreistrasse?<br />

Zollstrassen oder Zollfreistrassensindein Mittel,den StrassenverkehrinGrenzregionen<br />

ohne Zollkontrolleabzuwickeln.Die<br />

rechtlich exterritorialenStrassenverbinden zwei durch fremdes<br />

Gebiet getrennte Orte eines Staates. Die Strassensindnormalerweiseeingezäuntund<br />

werden aufder Basis vonspeziellen<br />

Abkommen durch die beteiligten Staatenüberwacht.<br />

|23


A1-Anschluss Schlieren–EuropabrückeinZürich_Instandstellung und<br />

Gestaltung in Einklang. Das fachübergreifende Erneuerungsprojekt eines<br />

Abschnittes der A1 mit gleichzeitiger städtebaulicher Aufwertung eines Zürcher<br />

Wohnquartiers stellt hohe Ansprüche andie federführenden Ingenieure von<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepf.<br />

Dervor rund 30 Jahren erstellteAbschnittder Autobahn A1 <strong>im</strong><br />

Gebiet Zürich Grünau/Altstettenmussumfassend instandgestellt<br />

werden.Die Bauherrschaftnutzt die Chance,mit der Autobahnerneuerung<br />

auch dasQuartierGrünaustädtebaulich aufzuwertenund<br />

besser vorVerkehrslärmzuschützen.<br />

Derbetroffene Strassenabschnitterstreckt sich vonder Europabrücke<br />

<strong>im</strong> Ostenbis zurQuerung der Nationalstrassemit der Bändlistrasse<strong>im</strong>Westen.<br />

ZumPer<strong>im</strong>eter gehören die Nationalstrasse<br />

sowie die BernerstrasseNordund Süd. Östlichder Europabrücke ist<br />

zusätzlich derAutobahnanschluss viaWürzgrabenstrasse betroffen.<br />

Fachübergreifende Gesamtplanung<br />

Die <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>erhielt <strong>im</strong> Jahre<strong>20</strong>03 als<br />

federführendesBüroder IngenieurgemeinschaftWWI ∙WKP den<br />

Auftrag, den 1.5Kilometerlangen Strassenper<strong>im</strong>eter zu bearbeiten.<br />

DasinterdisziplinäreProjekt unterder vormaligen Gesamtprojektleitungder<br />

Baudirektion desKantons Zürich undder StadtZürich<br />

stellt hoheAnsprüche an die Projektierung. Mitder Neugestaltung<br />

desFinanzausgleiches<strong>im</strong>Jahr <strong>20</strong>08 wechselte die Bauherrschaftzum<br />

ASTRA–dem Bundesamtfür Strassen.<br />

24 | mailing.<strong>20</strong><br />

Wichtige Koordinationsfunktion<br />

<strong>Gruner</strong> +Wepferbringen beidiesemkomplexen Bauvorhabeneine<br />

Gesamtplanerlösung, welche auch die Koordinationder verschiedenstenPartner<br />

undInteressenbeinhaltet.Das Projektumfasst dieErneuerungder<br />

Strassenbeläge,die Anpassungdes Entwässerungssystems<br />

inklusive Baueiner Strassenabwasser-Behandlungsanlage,die Erneuerungder<br />

Betriebs- undSicherheitsausrüstung,die Installation von<br />

Lärmschutzwänden sowie die Opt<strong>im</strong>ierung der Verkehrsführung.<br />

Kernstückder Neugestaltung der Autobahn bildet dasGestaltungskonzeptmit<br />

dem zentralenThema eines 3.5 Meter breiten, grünen<br />

Mittelstreifensmit Baumallee<strong>im</strong>Autobahnabschnitt. Nebstdiesen<br />

Aufgaben sindebenfalls die Belangeauf ZürcherStadt-und Kantonsebenesowie<br />

der privaten Unternehmen zu koordinierenund mitden<br />

oben erwähnten, übergeordnetenRahmenbedingungen abzugleichen.<br />

Gleichzeitigzum ASTRA-Hauptprojekt sindweitere städtische tangierendeProjekte,<br />

wiedas Autobahnprojekt,zubetreuen.<br />

Hoher Gestaltungsanspruch<br />

Diese mannigfaltigen Anliegen erforderndas straffeund koordinierte<br />

Führen verschiedener Spezialisten ausden Bereichen Lärm,Verkehr,Entwässerung,<br />

Elektromechanik,Beleuchtung, Architekturetc.<br />

Speziell hervorzuhebensinddie gestalterischen Erfordernisse,<br />

denen beidiesemProjekt einegrosseBedeutung zukommt. Hierbei<br />

gilt es,Aspekte des<strong>Tiefbau</strong>s unddiejenigen einer städtebaulichen<br />

A1 motorway in Zurich:Schlieren junction to Europabrücke_Renewaland remodeling in harmony. Theinterdisciplinaryproject<br />

set up to renewasection of theA1motorwaywhile s<strong>im</strong>ultaneously enhancingthe urbanenvironment in aresidential districtofZurichisa<br />

challengingtask forthe lead engineers from <strong>Gruner</strong> +Wepf.


Aufwertung (Hochbau)miteinander in Einklang zu bringen,sowie<br />

mitdem Gestaltungskonzeptdes ProjektesTramZürichWest,<br />

welchesandas östliche Per<strong>im</strong>eterendeangrenzt, zu verknüpfen.<br />

Mehr Lebensqualität<br />

Beider geplantenErneuerungund Umgestaltung desA1-Autobahnabschnitts<br />

vonSchlieren biszur Europabrücke wird die Chance<br />

genutzt,nebst den Unterhaltsarbeiten dasGrünau-Quartier städtebaulichaufzuwerten<br />

undbesservor Verkehrslärm zu schützen.Hierzu<br />

hatdie IngenieurgemeinschaftWWI ∙WKP ein umfassendes<br />

Gesamtpaketerarbeitet, welchessowohlbauliche Veränderungen<br />

an den Strassen, alsauchflankierendeMassnahmeninden Bereichen<br />

Sicherheit,Lärmschutz, Autobahnabwasser-und Verkehrsführung<br />

sowie Umweltgestaltung vorsieht.Die Bauarbeitenwerdenbei<br />

fliessendem Verkehrausgeführt. Siebeginnen voraussichtlich<strong>20</strong>13<br />

unddauernrunddreiJahre.<br />

Die <strong>im</strong> Rahmen der Ingenieurgemeinschaftfür diefachübergreifende<br />

Planungaller Erneuerungs- undOpt<strong>im</strong>ierungsmassnahmenfederführenden<br />

Ingenieurevon <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>ziehen eine<br />

positive Zwischenbilanz über den bisherigen Projektfortschritt.<br />

Zahlenund Fakten<br />

–Auflage <strong>20</strong>10<br />

–Bauzeit 3Jahre<br />

–Trasseelänge 1.5 km<br />

–AnzahlKunstbauten 6<br />

–Strassenabwasser-Behandlungsanlage 1Anlage<br />

–Gesamtkosten zirka 110Mio.CHF<br />

ChristianEpper<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

Niederlassungsleiter <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>,<br />

Zürich,StandortFlawil<br />

Beteiligte<br />

Bauherrschaft<br />

–Bundesamt fürStrassen(ASTRA),FilialeWinterthur<br />

Begleitkommission<br />

–KantonZürich<br />

–Stadt Zürich<br />

Projektleitung<br />

–IngenieurgemeinschaftWWI ∙WKP,<br />

Federführung<strong>Gruner</strong>+WepfIngenieure<strong>AG</strong><br />

Projektpartner<br />

–VerkehrsbetriebeZürich(VBZ)<br />

–Dienstabteilung Verkehr(DAV)<br />

–Kantonspolizei Zürich (KAPO)<br />

–WasserversorgungZürich(WVZ)<br />

–Entsorgung+Recycling Zürich (ERZ)<br />

–Elektrizitätswerk Zürich (ewz)<br />

–Grünstadt Zürich (GSZ)<br />

–PrivateUnternehmen<br />

(Telekommunikationund Energieversorgung)<br />

|25


6-Streifen-AusbauN4_Verzweigung Rütihof–Verzweigung Blegi.<br />

Eingesamtheitlich konzipiertes Erweiterungs- und Umbaukonzept soll Staus auf<br />

der N4verhindern und das lokale Strassennetz entlasten.<br />

VerzweigungBlegi –Ansicht neue Verbindungsrampe«Sihlbrugg–Luzern»<br />

Ende <strong>20</strong>09 wurdedie Autobahn «N4Knonaueramt»inBetrieb<br />

genommen unddem Verkehrübergeben.Mit der Schliessungdieser<br />

Lücke<strong>im</strong>schweizerischenNationalstrassennetz verbunden war<br />

aufeiner Teilstrecke auch dasZusammenführen vonzweivierspurigen<br />

Nationalstrassenauf nur einevierspurige Autobahn. Um<br />

diesenEngpass zwischen den Verzweigungen Blegiund Rütihof zu<br />

beheben, wird die N4 in diesemAbschnittauf sechs Fahrspuren<br />

ausgebaut.<br />

Lokalstrassen entlasten<br />

Durchdie erhöhte Kapazitätdes Systems werden die Voraussetzungen<br />

geschaffen,möglichstvielVerkehr aufdem Autobahnnetz<br />

desKantons Zugzukanalisierenund dasLokalstrassennetz zugunstender<br />

angrenzenden Siedlungsgebiete,des Langsamverkehrsund<br />

desstrassengebundenen öffentlichen Verkehrs zu entlasten.<br />

Gesamtheitliches Massnahmenpaket<br />

DerProjektper<strong>im</strong>eterbeinhaltet sowohl den AbschnittN4VerzweigungRütihof<br />

bisVerzweigungBlegi,inkl. Verbindungsrampen,<br />

alsauchden AnschlussChammit den nachfolgenden Projektbestandteilen:<br />

> AutobahntrasseeN4, inkl.Verbreiterung desAutobahntrassees<br />

auf6Fahrstreifen.<br />

26 | mailing.<strong>20</strong><br />

VerzweigungBlegi –Ansicht neue Verbindungsrampe«Sihlbrugg–Chur»<br />

AnschlussCham–EinbauBetonplatte 1. Etappe be<strong>im</strong> Kreisel «Sins» Mittelstreifen –Rodungund Aushub des«grünen» Mittelstreifens<br />

DerMittelstreifenwirdneu «schwarz» ausgebildet. Mitdem Einbaueines<br />

lärmarmenDeckbelags aufeiner Teilstrecke werden<br />

zudem die Lärm<strong>im</strong>missionen reduziert.<br />

> Neubau VerbindungsrampenVerzweigungBlegi,Anpassungen<br />

an AnschlussZug<br />

> UmbauAnschluss Cham.<br />

Die Verknüpfung der bestehenden Ein- undAusfahrtsrampen mit<br />

der Kantonsstrassewerdenmit zwei Grosskreiselnneu erstellt.<br />

Neuwirdauchein separater, strassenbegleitender Rad- undFusswegerrichtet.<br />

> Neubau Strassenentwässerung <strong>im</strong> AbschnittVerzweigungRütihof<br />

(Ausbaugrenze)bis undmit VerzweigungBlegi (Neubau der<br />

Verbindungsrampen).<br />

> Anpassungen undVerbreiterungenanbestehende Kunstbauten<br />

aufder Stammstrecke der N4.<br />

> Erstellung neuerKunstbauten(Unter- bzw. Überführungen)infolge<br />

flankierender Massnahmen.<br />

> Neubau der Strassenabwasser-Behandlungsanlage «SABA<br />

Lorze».<br />

> Neubau Kabelrohranlagen, Elektrotrassee undelektromechanische<br />

Anlagen.<br />

> Versetzen undErweitern der bestehenden Lärmschutzanlagen.<br />

> Erneuerung der Sicherheitseinrichtungen (Leitschranken,Wildschutzzäune).<br />

> Ausserdemwerdenvorgezogene Bauten fürdie Umfahrung<br />

Cham–Hünenberg realisiert (Unterführungbzw.Rühlwände).<br />

Bauherr<br />

Bundesamtfür Strassen<br />

(ASTRA),FilialeZofingen<br />

Planer<br />

Ingenieurgemeinschaft<br />

BLEGI<br />

–Berchtold +Eicher<br />

Bauingenieure<strong>AG</strong>, Zug<br />

–Emch+Berger WSB,<br />

Cham<br />

–<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel


Widening of theRütihof-Blegi sectionofN4motorway_Transfer of trafficflows on theN4. An integrated expansionand rebuildsystemispreventing<br />

trafficjamsonthe N4 andrelieving localroads.<br />

Mittelstreifen –Aushub-und Pfählungsarbeitenfür UnterführungNeubösch<br />

Ausführung in vier Phasen<br />

Baubeginnwar Anfang <strong>20</strong>10.Die Massnahmen werden in vier<br />

Phasen ausgeführt. Ziel istes, dieArbeitenbis Ende <strong>20</strong>12 abzuschliessen<br />

unddie erweiterte undumfassend instandgestellte<br />

Nationalstrasse dem Verkehrzuübergeben.<br />

Phase0:Ausführungder Erdarbeitender neuenVerbindungsrampenVerzweigungBlegi,eventuell<br />

bisAnschluss Zug.<br />

Phase1:UmbauAnschluss Cham,inkl. Kreisel «Sins» und<br />

«Cham».<br />

Verkehrstechnische Anpassungen Mittelstreifen<br />

VerzweigungRütihof bisAnschluss Cham.<br />

Verkehrsführungauf beiden Fahrbahnen mitreduzierten<br />

Fahrstreifenbreiten<strong>im</strong>2/2 ohne Standstreifen.<br />

Phase2:Ausführungder Arbeiten «Trassee Nord»<br />

(Fahrbahn LU,VerzweigungBlegi bisVerzweigung<br />

Rütihof).<br />

Verkehrsführungauf der Fahrbahn LU–ZHmit 4/0ohne<br />

Standstreifen.<br />

Phase3:Ausführungder Arbeiten «Trassee Süd» (Fahrbahn ZH,<br />

VerzweigungBlegi bisVerzweigungRütihof).<br />

Verkehrsführungauf der Fahrbahn ZH–LUmit 4/0ohne<br />

Standstreifen.<br />

Mittelstreifen –EinbauEntwässerungsrinnen <strong>im</strong> neuen«schwarzen»Mittelstreifen<br />

Mittelstreifen –Belagseinbau Anschluss Cham –Neubau Brücke Hammer<br />

Juri Schuler<br />

dipl.Bauing. ETH<br />

Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

Berchtold +EicherBauingenieure<strong>AG</strong>, Zug<br />

|27


Instandsetzung A2, Anschluss Lugano Nord_Eine werterhaltende<br />

Investition. Der stark befahrene Autobahnanschluss Lugano Nord wird bei<br />

laufendem Betrieb umfassend erneuert und auf ein zukünftig erhöhtes Verkehrsvolumen<br />

ausgerichtet.<br />

Die IngenieurgemeinschaftPini Associati/ITECSA/<strong>Gruner</strong> erhielt<br />

<strong>20</strong>09 vomUfficio federaledelle strade (USTRA), der Tessiner Filiale<br />

desBundesamtes fürStrassen(ASTRA),den Auftragfür die<br />

Projektierungund dieAusführungdes Erhaltungsabschnitts 28 der<br />

Autobahn A2.Die <strong>im</strong> Jahre1968eröffnete sechs Kilometerlange<br />

Strecke liegtzwischen dem AnschlussLugano Nord unddem<br />

Tunnel Collina d’Oro. AlsTeilder viel befahrenen Nord-Süd-Route<br />

weistsie ein durchschnittlichestäglichesVerkehrsaufkommenvon<br />

50000Fahrzeugen miteinem Schwerverkehrsanteil von6.5 Prozentauf.Damit<br />

verbunden sindauchBelastungen,welche der<br />

Fahrbahn über die Jahrehinweg zugesetzt haben.<br />

28 | mailing.<strong>20</strong><br />

Erneuerung in zwei Etappen<br />

DasErhaltungsprojekt lässtsichinzweiBereiche aufteilen, welchesichhinsichtlichArbeitenund<br />

Terminvorgaben unterscheiden:<br />

> Hauptstrecke mitRastplatz Muzzano: Instandsetzung<br />

<strong>20</strong>14–<strong>20</strong>16<br />

> AutobahnanschlussLugano Nord:Instandsetzung <strong>20</strong>11<br />

Dernachfolgende Berichtbeschreibtden AnschlussLugano Nord,<br />

welchernochvor derEröffnungdes TunnelsCassarate–Vedeggio –<br />

einem Zubringertunnelvon Lugano Cassaratezur Autobahn N2 –<br />

bis<strong>im</strong>Dezember<strong>20</strong>11instand gestellt werden muss. Einmal in<br />

Betrieb, wird der Streckenabschnitttäglich vonca. 8000 Fahrzeugen<br />

mehr befahren.<br />

Wichtige Projektvorbereitung<br />

DerAnschluss Lugano Nordliegt in der Grundwasserschutzzone 2,<br />

welche erhöhte Schutzmassnahmen erfordert. Diesbedeutet,<br />

dass nichtnur Leitplanken, sondernLeitmauernzuerstellensind.<br />

Auchist es notwendig, bereitsfür dieBauarbeitsphase umfangreiche<br />

Sicherungen vorzusehen. Alldie entsprechenden Vorarbeiten<br />

undErkenntnisse konntendank engerZusammenarbeitmit dem<br />

Bauherrn,mit den Spezialisten undweiterenBeteiligten erfolgreicheingeleitet<br />

undumgesetzt werden.<br />

Ohne Verkehrsunterbruch<br />

Vorgabedes USTRAwar,währendder BauarbeitenalleEin-und<br />

Ausfahrtsrampen jederzeit fürden Verkehroffen zu halten.Deshalb<br />

prüftendie IngenieureverschiedeneVarianten derVerkehrsführung,<br />

wieden Einsatzvon Hilfsbrücken,grossräumigeUmfahrungen,den<br />

Bauzusätzlicher neuerBrücken undExpressbaustellen<br />

an Wochenenden.SchliesslichkonnteinZusammenarbeitmit dem<br />

USTRAeineLösung–teilweiseExpressbaustellen währendder<br />

Wochenenden oder einstreifig befahrene Rampen –gefunden<br />

werden.Der gewählte Bauvorgang wird allerdings beiden AutofahrernEinschränkungen<br />

zurFolge haben. Deshalb wird es sehr<br />

wichtigsein,die Bevölkerungfrühzeitigzuinformierenund Verständnis<br />

fürdie anstehenden Unannehmlichkeiten zu erwirken.<br />

Derdadurch geschaffeneGoodwillsolltesichpositivauf dieProjektarbeiten<br />

auswirken.<br />

StraffesTerminprogramm<br />

> Mai<strong>20</strong>09 Auftragserteilungandie<br />

Ingenieurgemeinschaft<br />

> Oktober<strong>20</strong>10 AbgabeMassnahmenprojekt<br />

AnschlussLugano Nord an USTRA<br />

> August–Oktober <strong>20</strong>10 Erarbeiten derSubmissionsunterlagen<br />

> November <strong>20</strong>10 bis Unternehmersubmission,<br />

ca.März<strong>20</strong>11 inkl. Auswertung<br />

> April<strong>20</strong>11 Baubeginn<br />

> Oktober<strong>20</strong>11 Bau-EndeHauptarbeiten<br />

> Oktober–November <strong>20</strong>11 Schlussarbeiten<br />

> Dezember<strong>20</strong>11 Inbetriebnahme<br />

PositiveZwischenbilanz<br />

Dieses hinsichtlichUmweltschutz,Verkehrsführungund Terminen<br />

sehr anspruchsvolleProjekt konnte bisanhin <strong>im</strong> Rahmen der Zielvorgaben<br />

realisiert werden.Allebisherigen Leistungen wurden<br />

speditivund in engerZusammenarbeitmit allenBeteiligten –Bauherrschaft,<br />

Behörden undWerke,Projektingenieure–erfolgreich<br />

undinkurzerZeitspanneerbracht. Zusammen mitder Ingenieurgemeinschaftist<br />

<strong>Gruner</strong> überzeugt, dass die Instandsetzung des<br />

Autobahnanschlusses Lugano Nordzeitgerecht undmit möglichst<br />

geringen Unannehmlichkeiten fürdie Verkehrsteilnehmer realisiert<br />

werden kann.<br />

< Bellinzo


na<br />

Repairsatthe Lugano Northfeeder of theA2motorway_Value-retaininginvestment. Theheavily used Lugano North motorwayfeeder is undergoing<br />

acomprehensive renewalprogrammeand beingreadiedfor afuture increase in trafficvolume. Theworkisbeingcarried outwiththe feeder open to traffic.<br />

Anschluss Lugano Nord<br />

Anschluss Lugano Nord<br />

< Bellinzona<br />

Tunnel Cassarate<br />

Rastplatz Muzzano<br />

Tunnel Gentilino<br />

> Chiasso<br />

Rolf Banz<br />

dipl.Bauing. FH<br />

Sen. Ingenieur,<br />

ProjektleiterVerkehrsinfrastruktur,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Chiasso ><br />

|29


Ortsumfahrung H18<strong>im</strong>Laufental_Gesamtplanungsmandat als Herausforderung.<br />

Wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Projektierung der<br />

Umfahrungsstrasse zwischen Laufen und Zwingen bildet ein koordiniertes,<br />

fachübergreifendes Vorgehen mit übergeordnetem Fokus.<br />

��������� Umfahrung������ Laufen��� und������� Zwingen<br />

ÜbersichtH18 (Basel–Delémont), UmfahrungLaufen–Zwingen<br />

Die Ingenieurgemeinschaft<strong>Gruner</strong>/Rothpletzhat <strong>im</strong> Jahr <strong>20</strong>04 einen<br />

vom<strong>Tiefbau</strong>amt Basel-LandschaftdurchgeführtenWettbewerb für<br />

dieUmfahrungvon Laufen undZwingen gewonnen. AufdieserBasis<br />

undaufgrundder anschliessenddurchgeführtenZweckmässigkeitsbeurteilungwurde<br />

dieIngenieurgemeinschaftunter Federführungder<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> mitder PlanungdieserUmfahrungsstrassebeauftragt.<br />

Gemeinsammit Subplanern fürGeologie undArchitektur erarbeitete<br />

diese dasVorprojekt, welcheseineneueUmfahrungsstrecke von<br />

7.4Kilometern mitdreiAnschlüssen,dreiTunnels undfünfBrücken<br />

umfasst. Diese Projektphase wird <strong>im</strong> 3. Quartalabgeschlossen.<br />

VielseitigeVoruntersuchungen<br />

Vonzentraler Bedeutungfür dieerfolgreiche Projektabwicklung<br />

wareinekoordiniertePlanung, die mitden verkehrstechnischen<br />

Voruntersuchungen startete.Zieldabei wares, aufGrundlage des<br />

«Verkehrsmodells Nordwestschweiz»<br />

> die Auswirkungen derGesamtanlage fürdie verschiedenen<br />

Bauetappen undden Endzustand aufzuzeigen,<br />

> entsprechendeAnschlüssezukonzipieren,<br />

> dieLinienführungvertikalund horizontal zu definierensowie<br />

> flankierendeMassnahmeninden Gemeinden festzulegen.<br />

Nebst den verkehrstechnischen Aspekten warenhierbei auch bauliche,gestalterische<br />

undumweltbezogene Themenkreisezuberücksichtigen.SomusstebeispielsweisejenachHöhenlage<br />

damit<br />

gerechnet werden,dassdas Trasseestellenweiseunter demGrundwasserspiegelliegen<br />

wird.Deshalb erarbeitetedie Ingenieurgemeinschaftgemeinsammit<br />

den Geologen ein Erkundungskonzept.<br />

30 | mailing.<strong>20</strong><br />

�������� 1:25000<br />

��������� Anschluss������ Laufen��� Süd<br />

Birshollentunnel<br />

����������������<br />

L=<strong>20</strong>33 ��������m<br />

Pfaffenbergtunnel<br />

L=1418 m<br />

�����������������<br />

� �������<br />

��������� Anschluss������ Laufen��� Ost<br />

Brislachertunnel<br />

L=2344m<br />

����������������<br />

� � ������<br />

Provisorischer ��������������Anschluss ���������Zwingen �������Süd ���<br />

��������� �� ����� ������������<br />

��������� Anschluss Zwingen ������� Ost ���<br />

Geologischanspruchsvoll<br />

Nach Vorliegen dergeologischen Grundlagenwar klar,dasseine<br />

besondereHerausforderung die<strong>im</strong>Projektper<strong>im</strong>eterzuerwartende<br />

Geologie darstellt:GrosseTeile der drei Tunnelsliegen in karstgefährdetenGebieten,<br />

waswegen derzuerwartenden Bergwasserspiegel<br />

über Tunnelniveau zusätzliche Sicherheitsmassnahmenbedingt.<br />

InnovativeKostenermittlung<br />

Da sowohldie zu erwartende Geologie unddie Wasserverhältnisse <strong>im</strong><br />

Berg alsauchder Umfang der erforderlichen Massnahmen Unsicherheiten<br />

in der Eintretenswahrscheinlichkeit aufwiesen, musstefür die<br />

Kostenermittlung ein spezieller Ansatz gefunden werden.Dabei<br />

wurden zusätzlich zumerwartetenAufwand –basierend aufdessen<br />

Eintretenswahrscheinlichkeit –Risiko- undChancenkostenfür unterschiedliche<br />

Szenarienausgewiesen.<br />

Fachübergreifende Teamarbeit<br />

Nebstden schwierigen geologischen Verhältnissengaltesauch, die<br />

Herausforderungen hinsichtlichder komplexenAnschlüsseandas<br />

bestehende Verkehrsnetz zu bewältigen.Die <strong>im</strong> Bauumfeld liegenden<br />

Brückenwurden deshalb interdisziplinär durch Verkehrs-und<br />

<strong>Tiefbau</strong>-Ingenieureunter Einbezug desArchitekten geplant.Letztererwar<br />

fürdas gestalterische Gesamtkonzeptzuständig,das auch<br />

die Tunnelportaleund dieüberirdischen Zentralenumfasst.<br />

Schliesslich hatten die Landschaftsplaner unddas Umweltteam<br />

projektübergreifend füreineverträgliche Einbindung der neuen<br />

Umfahrungindie Umgebung undfür dieEinhaltungder Umweltvorschriften<br />

zu sorgen.


Modell1:500,Anschluss Zwingen Ostmit Brücke Baselstrasse,Steinrisel- undVelobrücke<br />

Gesamtheitliches Sicherheitskonzept<br />

Anschliessendandie Definition der Linienführungerfolgtedie<br />

eigentliche Projektbearbeitung.Dabei stelltedas Lüftungs- und<br />

Sicherheitsteamden Tunnelbauern die Grundlagenfür dasKonzept<br />

derGesamtanlage zurVerfügung.Ausserdem wurden die Platzverhältnisse<br />

fürdie Lüftungseinrichtungen festgelegt unddie sicherheitsrelevanten<br />

Massnahmen,wie beispielsweiseFluchtwegeoder<br />

Zugriffsmöglichkeiten fürEinsatzkräfte,definiert. Die Konzeption<br />

der elektromechanischen Ausrüstung bildete<strong>im</strong>Zusammenspiel mit<br />

Sicherheitsaspektendie Basis fürdie Beantwortung der Frage<br />

über die Notwendigkeit eines Leitungstunnelsunter derFahrbahn.<br />

AufBasis der Konzepte fürdie Gesamtanlage wurden die daraus<br />

resultierenden Bestvariantenfür diejeweiligen Themengebieteausgewähltund<br />

in dasProjekt eingearbeitet.<br />

Martin Bühler<br />

dipl.Bauing. TH<br />

ProjektleiterUntertagebau,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Projektfädenineiner Hand<br />

Da die <strong>Gruner</strong>-Gruppesämtliche in dasUmfahrungsprojekteinzubeziehende<br />

Disziplinen abdeckt, gewährleistetdieseineeffiziente<br />

Zusammenarbeit mitnur wenigen Schnittstellen. DerGrundstein für<br />

eineintegrierte,erfolgreiche Projektabwicklungwar damitalso<br />

gelegt.Nebst den Beiträgen dereinzelnen Bereiche der <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong><br />

bzw. der Ingenieurgemeinschaft, inklusive deren Subplaner, mussten<strong>im</strong>Rahmender<br />

Erarbeitungder Konzepte fürdie Gesamtanlage<br />

auch die Inputs diverser Prüfingenieureund Experten zu den unterschiedlichstenThemen<br />

koordiniert werden.Zudem warenineiner<br />

zweitenPhase nebstden vielfältigen Inputs aufgrund verschiedener<br />

Aussprachenzum Umweltverträglichkeitsbericht auch die Stellungnahmen<br />

vonnahezu 30 Gemeinden,Ämtern undBehörden zu<br />

berücksichtigen.<br />

H18bypassinthe Laufen valley_Thechallenge of overall planningmandates. Forthe bypass between Laufen andZwingen,<br />

acoordinated interdisciplinaryprocedurewithanoverarchingfocus is essentialfor successfulengineering design.<br />

|31


Zweckmässigkeit vonVerkehrsinfrastrukturen_GesamtheitlicheOptik.<br />

Bei erweiterten Kosten-Nutzen-Analysen bewertet <strong>Gruner</strong> sowohl ökologische<br />

als auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren.<br />

Die Planungund Konzeption vonMassnahmenfür dieStrassen- und<br />

Schieneninfrastrukturhat aufunseren Lebensraum einen grossen<br />

Einfluss. Es gilt deshalb, deren Zweckmässigkeit sowohlunter<br />

ökologischer,gesellschaftlicherals auch ökonomischer Sichtzu<br />

betrachten. Unterdem Aspekt der knapperwerdenden Ressourcen<br />

gewinnteinesolche Beurteilungder Zweckmässigkeit (ZMB)zunehmend<br />

an Bedeutung. Die von<strong>Gruner</strong>gewählteVorgehensmethodik<br />

zurErstellung einer «klassischen»ZMB beinhaltet drei Stufen,<br />

nämlicherstens die Variantenbildung unddie Grobbewertung, zweitens<br />

die Beurteilungder technischen Machbarkeitund schliesslich<br />

die Variantenbewertung.<br />

Stufe1:Variantenbildung und Grobbewertung<br />

Zu Beginnwerdensinnvolleund grundsätzlichals machbareingestufte<br />

Variantengebildet. Um unterschiedliche Alternativenzuerhalten,<br />

wird dabeidas Spektrum sowohlhinsichtlichdes Lösungsansatzes<br />

alsauchder räumlichen Ausprägung möglichstweitgeöffnet.Damit<br />

wird sichergestellt,dassallfällige neue oder bisdahin nichtberücksichtigteAnsätze<br />

miteinbezogen werden.Die Varianten–«Planfälle»<br />

genannt –werdendannmittels einerGrobbewertungmit einem<br />

sogenannten «Referenzfall» (infrastruktureller Istzustand zu einem<br />

Prognosezeitpunkt) verglichen. Dieserfolgt meistens mittelseiner<br />

Nutzwertanalyseoder alternativ dazu aufgrund einer Vergleichswertanalyse.<br />

Stufe2:Technische Machbarkeit<br />

In der zweitenStufe erfolgtder Nachweis der technischen Machbarkeit,<br />

beidem die einzelnen in der Grobbewertungausgewählten<br />

Variantenvertieftauf ihre trassierungs-,verkehrs- undbautechnische<br />

Machbarkeithin untersucht werden.IndieserPhase muss<br />

sichergestellt werden,dassdie Variantentechnisch machbarsind;<br />

hierbei gilt es,allfällige technische oder räumliche «no goes»zu<br />

identifizieren.Diesist unabdingbar,dürfeninder drittenStufe doch<br />

nur Variantenbewertet werden,die auch alsmachbareingestuft<br />

wurden.<br />

32 | mailing.<strong>20</strong><br />

Stufe3:Variantenbewertung<br />

Schliesslich werden die Varianteninder drittenStufe einer vertieftenund<br />

umfassenden Bewertungunterzogen.Dabei werden sowohl<br />

gesellschaftliche,ökonomische alsauchökologische Aspekteuntersucht.<br />

Auchhierwird–wie in der Grobbewertung–jedenochzur<br />

Diskussionstehende Variante miteinem «Referenzfall» verglichen.<br />

AusdieserDeltabetrachtung resultieren beispielsweiseauf der Nutzenseite<br />

Fahrzeitgewinne, Reduktion der Unfallzahlen oder Lärm<strong>im</strong>missionen<br />

bzw. aufder Kostenseite Investitions-, Betriebs- und<br />

Unterhaltskosten.Für dieBewertungvon Indikatorenkommendabei<br />

Toolswie eNISTRA(fürStrassenprojekte) oder eNIBA(fürSchienenprojekte)zum<br />

Einsatz. Dabeihandelt es sich um erweiterte Kosten-<br />

Nutzen-Analysen, beiwelchennebst rein monetärenIndikatoren<br />

(Ergebnis sind volkswirtschaftliche Geldbeträge)auchNutzwertindikatoren(Ergebnis<br />

sind Nutzenwertpunkte)und deskriptive Indikatorenberücksichtigtwerden.<br />

Um möglichstaussagekräftigeErgebnisse<br />

zu erhalten,wirddabei dasIndikatorenset jeweilsden lokalen<br />

Gegebenheitenund Fragestellungen angepasst beziehungsweise<br />

allenfalls ergänzt.<br />

LangjährigeErfahrung bei<strong>Gruner</strong><br />

Bisanhin hat<strong>Gruner</strong>viele Zweckmässigkeitsbeurteilungen für<br />

Strassen- undSchienen-Infrastrukturprojekte durchgeführt. Das<br />

Erfahrungsspektrum umfasstdabei sowohlNetzergänzungen als<br />

auch Netzausbauten<strong>im</strong>Rahmenvon Engpassbeseitigungen.Im<br />

Strassenbereich beinhalten sie nebstHochleistungsstrassenauch<br />

Hauptverkehrsstrassenund <strong>im</strong> Schienenverkehr sowohlTram- und<br />

Regionalbahnlinienals auch die Beurteilungvon Hochgeschwindigkeitstrassen<br />

wieetwa<strong>im</strong>Rahmender NEAT-Planung. So wurden <strong>im</strong><br />

Strassenbereich beispielsweiseamHirzelder Netzschlusszwischen<br />

derA3und der A4aoder in Baseldie Strukturverbesserungder Osttangente<br />

mittelseiner umfassenden ZMBgeprüft,und auch <strong>im</strong><br />

Bahnbereichuntersuchte undbewertete<strong>Gruner</strong>für dieAppenzellerbahnen<br />

unterschiedliche Linienführungen.


CHF<br />

CHF<br />

160 160'000'000 000 000<br />

140 140'000'000 000 000<br />

1<strong>20</strong> 1<strong>20</strong>'000'000 000 000<br />

100 100'000'000 000 000<br />

8080'000'000 000 000<br />

6060'000'000 000 000<br />

4040'000'000 000 000<br />

<strong>20</strong><strong>20</strong>'000'000 000 000<br />

<strong>20</strong>xx<br />

Etappe 1<br />

Etappe 2<br />

Etappe 3<br />

00<br />

Variante<br />

3a<br />

Variante<br />

4<br />

MarcoRichner<br />

Dipl.-Ing. (Univ./FH),SVI<br />

Abteilungsleiter Verkehrsplanung, Verkehrstechnik,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Investitionsverteilung (Planungs- und Bauphase)<br />

Planung/Projektierung<br />

Referenz<br />

Variante<br />

3<br />

Strategie HVS<br />

Variante<br />

5b<br />

Strategie HLS<br />

Variante<br />

5c<br />

Bau und Planung/Projektierung<br />

Variante<br />

5d<br />

ThomasWinzer<br />

Dr.Ing.TH<br />

ExperteVerkehr,<br />

Verkehrsplanung, Verkehrstechnik,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

<strong>20</strong>10 <strong>20</strong>11 <strong>20</strong>12 <strong>20</strong>13 <strong>20</strong>14 <strong>20</strong>14 <strong>20</strong>15 <strong>20</strong>16 <strong>20</strong>17 <strong>20</strong>18<br />

<strong>20</strong>19 <strong>20</strong><strong>20</strong> <strong>20</strong>21 <strong>20</strong>22<br />

Aufteilung der Investitionskosten beieinem Grossprojekt<br />

Investitionsjahr<br />

Übersichtmöglicher Variantenund Etappen<br />

fürden Netzanschlussandie Hochleistungsstrasse <strong>im</strong> Raum Hirzel<br />

Fitnessfor purpose of trafficinfrastructures_Holistic view. <strong>Gruner</strong> includes environmentalaswellassocialand economic factorsin<br />

itscost-benefitanalyses.<br />

|33


Grabenlos unterder Eisenbahn_Microtunnelbau <strong>im</strong>Zentrum von Leipzig.<br />

Be<strong>im</strong> Bau einer Gashochdruckleitung unter einem vielgleisigen Schienensystem<br />

ohne Beeinträchtigung des Bahnverkehrs sind innovative Ingenieurlösungen<br />

gefragt.<br />

Die Arbeiten am Citytunnel in Leipzig, der dasStadtzentrum vom<br />

Bayerischen Bahnhof biszum Hauptbahnhof unterquert,sindbald<br />

abgeschlossen. Im Umland werden nachund nachdie Haltestellen<br />

fürden S-Bahn-und Regionalschienenverkehr errichtet. Mitdiesen<br />

Arbeiten verbunden sindbedeutendeÄnderungen am städtischen<br />

Infrastrukturnetz, wiebeispielsweisedie Verlegungum150 Meter<br />

einer Gashochdruckleitung am neuenHaltepunktTheresienstrasse.<br />

Die Druckleitung hatdie wichtige Aufgabe, ein Gas- undDampfturbinenkraftwerkenergetischzuversorgen.Inder<br />

Folgehaben die<br />

Stadtwerke LeipzigGmbHdie Ingenieureder <strong>Gruner</strong> +Partner GmbH<br />

mitder Projektierungder Leitungsverlegungmandatiert.<br />

34 | mailing.<strong>20</strong><br />

BlickinStartbaugrube mitVortriebsrohr<br />

Unterwasseraushub der Startbaugrube<br />

Bohrkopf Microtunnelbaugerätefür eineNennweite von610 mm Querungsbereich derEisenbahnstrecken<br />

Anspruchsvolle Planungsaufgabe<br />

Die schwierige Aufgabefür die<strong>Gruner</strong>-Ingenieurebestand darin,<br />

eineLösungzuerarbeitenfür die<strong>im</strong>Zugeder Verlegungnotwendige<br />

Erneuerung der Gashochdruckleitung (DN600,Prüfnenndruck 25 bar)<br />

<strong>im</strong> Querungsbereich einer Gleisanlage derDeutschenBahn<strong>AG</strong><br />

(DB<strong>AG</strong>).Bei der Projektierunggaltes, dasUnterquerungskonzept<br />

unterBerücksichtigungder «Richtlinie <strong>20</strong>00»der DB <strong>AG</strong>/BGW («Bau<br />

vonGasversorgungsanlagenunter Bahngleisen»)sowie desmehrgleisigen<br />

Schienensystems mitICE-Gleis undRampe Berliner-<br />

Brücke/MockauerStrasse aufrund80Meter in einer geschlossenen<br />

Bauweisezuerarbeiten.


Beneath therailway withoutexcavation_Constructionofamicrotunnelin<br />

thecentre of Leipzig. Theconstructionofahigh-pressure gaspipelinebeneatha<br />

four-track railwaywithout disrupting traintraffic callsfor innovative engineering<br />

solutions.<br />

PlanausschnittQuerungsbereich derBahn<br />

Microtunnelverfahren alsLösung<br />

Nach der Erstellung desBaugrundgutachtens zeigte es sich,dass<br />

der Einsatzeines gesteuertenVortriebs mitSpülförderung den<br />

Anforderungen am besten entsprach,damit diesemauchschweres<br />

Baugrundmaterial mühelosdurchfahren werden konnte.InAbsprache<br />

mitden Stadtwerken schlug <strong>Gruner</strong> schliesslich die Anwendung<br />

eines Microtunnelverfahrens mitSpülförderung vor. Entscheidend<br />

warhierbei,auf ein Schutzrohr fürdie Querungzuverzichtenund<br />

eineGlasfaserkunststoff-Verschleissschicht alsSchutzgegen die<br />

Beschädigung der PE-Ummantelung*des Stahlrohreseinzusetzen.<br />

Nach erfolgreicherPrüfung der Genehmigungsunterlagendurch die<br />

Deutsche Bahn konntenmit dieserLösungKostenfür den Bauder<br />

Gashochdruckleitung gespartwerden.<br />

Erfolgreiche Bauausführung<br />

Fürdie Vortriebsarbeitenwurde einespezialisierte<strong>Tiefbau</strong>-Unternehmungbeauftragt,<br />

die ihre Aufgabemit hoherPräzision–die<br />

Abweichungdes Bohrschildszur Zielvorgabebetrugnur wenige<br />

Zent<strong>im</strong>eter –erfüllte. Nach Verlegungder verbleibenden Meter und<br />

einer Wasserdruckprüfung konnte <strong>im</strong> Frühjahr <strong>20</strong>10 die 150Meter<br />

langeGashochdruckleitung eingebunden werden.Dank minutiöser<br />

Vorbereitung waresdabei möglich, diebestehende Gashochdruckleitungnur<br />

fürkurze Zeit ausser Betriebzusetzen.<br />

*PE=Polyethylen<br />

Jens Becker<br />

dipl.-Ing. Maschinenbau/Konstruktion<br />

Projektleiter, <strong>Gruner</strong> +Partner GmbH,Leipzig<br />

Verlegeverfahren hatsichbewährt<br />

Auch<strong>im</strong>vorliegenden Fall konnte dasvor rund zehn Jahren eingeführte<br />

Microtunnelingverfahren erfolgreicheingesetzt werden:Die<br />

Aufgabestellte fürdie Ingenieurevon <strong>Gruner</strong> einebedeutendeHerausforderung<br />

dar. Generell kann festgestellt werden,dasssichdas<br />

aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen gewählte moderne<br />

Vortriebsverfahren bestens bewährthat:Eswar richtig, einen grabenlosenLeitungsbau<br />

beider Projektierungslösungvorzuschlagen<br />

unddamit nichtzuletzt auch die Baugrundrisiken zu mindern.<br />

Erfolg dank koordinierter Zusammenarbeit<br />

Mitzum Erfolg beigetragen habenaberauchdie gesamtheitliche<br />

Koordinationund dieunabhängigeÜberwachungder Arbeiten sowie<br />

die gemeinsame Abst<strong>im</strong>mungaller Planungs-und Bauschrittemit<br />

den Verantwortungsträgernder Stadtwerke LeipzigGmbH, mitder<br />

Deutschen Bahn,dem TÜVSüd undweiterenPrüfingenieuren.<br />

|35


Wasserbauund Wasserversorgung_Aufdas Kundenbedürfnisausgerichtet.<br />

<strong>Gruner</strong> bietet massgeschneiderte Lösungen rund ums Wasser –sowohl bei<br />

Investitionen für Grossversorger als auch bei spezifischen Anliegen individueller<br />

Nutzer.<br />

Aufbereitung Ultrafiltration, ReservoirGrist, Wasserversorgung<br />

Die Ingenieureder <strong>Gruner</strong>-Gruppebetreuen viele unterschiedlich<br />

strukturierteund organisierteWasserversorgungen.Die Mandate<br />

erstreckensichdabei sowohlauf grosse,mittlereund kleinereVersorgungen<br />

alsauchauf solche vonVerbandsbetrieben oder einzelnerLiegenschaften.<br />

Die Nutzerbedürfnisse sindvielfältig–die steigenden Anforderungen<br />

setzen beiallen Beteiligten ein hohesMassanWissenund Engagementvoraus.<br />

Zudem stellenInvestitionen in die Wasserversorgung<br />

meistens ein langfristigesEngagement dar. Entsprechend sindauch<br />

die zu treffenden Entscheideingrösseren Zeiträumen zu sehen –<br />

noch heutelassensichWasseranlagennutzen,die frühereGenerationen<br />

mitWeitblick planten.<br />

Im Sinneeines Überblicks werden nachfolgendausgewählte Themenkreisemit<br />

den damitverbundenen <strong>Gruner</strong>-Leistungen <strong>im</strong> Bereich<br />

der Wasserversorgung aufgeführt.<br />

Quell- und Grundwasserfassungen<br />

Die Weichen fürdie saubereNutzung desNaturproduktesWasser<br />

werden schon durch die richtige Artder Quell- undGrundwasserfassungsowie<br />

der dazugehörenden Schutzzonenausscheidunggestellt.<br />

Fassungen können in unterschiedlichen Gesteinsformationen undin<br />

allenHöhenlagen dervoralpinen undalpinen Gebieteliegen.Die<br />

Quellschüttungen undGrundwasserergiebigkeiten schwankenvon<br />

wenigen Litern biszumehrerenhundertLiternpro Sekunde. Sanierungen<br />

undNeubautenvon Quellfassungen oder vonVertikal- und<br />

Horizontalfilterbrunnen gehören seit Langem zu den Kernleistungen<br />

36 | mailing.<strong>20</strong><br />

der Wasserbau-Ingenieurevon <strong>Gruner</strong>,die ihrWisseninKombination<br />

mitbewährtenund neustenTechniken beigrösseren undkleineren<br />

Projekteneinbringen.<br />

Ableitungen und Druckleitungen<br />

Freispiegel-und Druckleitungen in jedem Gelände, mitkleinen und<br />

grossenDurchmessern, sind in unterschiedlichen Materialien. Eingesetzt<br />

werden dabeiauchmoderne Methoden wiedas Einziehen<br />

oder Bersten bestehenderLeitungen sowie Spülbohrverfahren.<br />

Nutzung derTrinkwasserkraft<br />

Aufgrund der grossenBedeutung regenerativerEnergienist es oft<br />

wirtschaftlich, Trinkwasserturbinen fürdie Stromproduktion zu<br />

betreiben.Hierbei wird der Höhenunterschiedzwischen den Quellgebieten<br />

zu den Reservoirenfür dieStromerzeugung genutzt.Das<br />

Leistungsspektrumder Anlagen,die dasPotenzial der Wasserkraft<br />

nutzen,reichtvon wenigen Kilowatt biszugrösseren Trinkwasserwerken.<br />

Qualitätsüberwachung<br />

Die gestiegenen Ansprüche undVorgabenbei der Produktion einwandfreienTrinkwasserszwingen<br />

die Wasserversorgungen <strong>im</strong>mer<br />

mehrzuInvestitionen in neuste Aufbereitungstechnologien. Die<br />

Evaluationder richtigen Anlage hinsichtlichGrösseund Technik<br />

gehörthierbei zu den wichtigstenThemenstellungen.ImEinsatz stehen<br />

heutesowohldie üblichen Trübungsmessungen undUV-Anlagen<br />

alsauchweiterführende Aufbereitungsanlagenmit Sandfilter,<br />

Aktivkohlefilter undMembrananlagen.


Waterengineering andsupply_Geared to customerneeds. <strong>Gruner</strong> offers customizedsolutions<br />

foreverythingtodowithwater –bothfor majorsuppliers’investmentsand<br />

individual users’ specific needs.<br />

Kleinwasserkraftwerk, ReservoirGrist, WasserversorgungGrabs<br />

Grundwasserfassung, Grundwasserpumpwerk Schachen, Technische Betriebe Weinfelden<br />

Speicherung<br />

Eine zentraleBedeutung kommtder Sanierung,der Erweiterungund<br />

dem Neubau vonReservoirs in verschiedenen Grössenzu, stellt<br />

doch die Reservoirkapazität einen derPfeiler zurSicherstellung der<br />

Wasserversorgung dar. Die Frage der richtigen Best<strong>im</strong>mungder<br />

Speichervoluminamuss<strong>im</strong>Zusammenhang mitder Gewinnung<br />

beantwortet werden.Immer häufiger werden zudem die Bauwerke<br />

in Kombinationmit Stromproduktions- oder Aufbereitungsanlagen<br />

realisiert.<br />

Druckerhöhungsanlagenund Stufenpumpwerke<br />

Insbesonderebei Verbandsversorgungen wird der Wasseraustausch<br />

mitStufenpumpwerken undDruckerhöhungsanlagen umgesetzt.<br />

Dabeisinddie richtige Auslegungder Installationen sowie eineeffiziente<br />

undunterhaltsfreundliche Anordnungzubeachten.<br />

Verteilung<br />

Hierzu gehören die Projektierungund dieBauleitungfür Transport-,<br />

Verteil- undHauszuleitungen sowie Druckzonentrennungen oder<br />

Abgabestationen an Nachbarversorgungen.<br />

Steuerungseinrichtungen und Leitsysteme<br />

Damitdie Wasserversorgungsanlageneinwandfrei undzeitgemäss<br />

automatisiert funktionieren, müssendie entsprechenden Rahmenbedingungen<br />

geschaffen werden.Neben dereingesetzten Technik<br />

sind insbesonderedie Vorgaben fürdie Regelung unddie Bewirtschaftung,beispielsweiseder<br />

Aufbereitungsanlagenund desReservoirs,<br />

vongrosser Bedeutung.<br />

MatthiasEnsinger<br />

dipl.Bauing. TU<br />

Mitglied der Geschäftsleitung<br />

Niederlassungsleiter <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>,<br />

St.Gallen, StandortBuchs<br />

Stufenpumpwerk GrabsBuchs,WasserversorgungGrabs<br />

ReservoirGrist, WasserversorgungGrabs<br />

NachhaltigeInvestitionen<br />

<strong>Gruner</strong> befasstsichseitvielenJahrzehntenmit den Fragestellungen<br />

einer gesichertenund zukunftsorientierten Wasserversorgung.Die<br />

dabeirealisierten Bauwerke sindlanglebig und–dem verarbeiteten<br />

MediumTrinkwasser entsprechend –von hoherQualität: Sie bieten<br />

ein hohesMassanVersorgungssicherheit undGewähr füreinegesicherte,nachhaltige<br />

Investition.Infolgeder langjährigen Erfahrung<br />

der <strong>Gruner</strong>-Fachspezialistenkönnendiese sowohl fürdie Lösungvon<br />

Einzelfragenals auch fürdie Projektierungvon Gesamtanlagen beigezogen<br />

werden.<br />

Aufgrund der Erfahrungund desWeitblickesder <strong>Gruner</strong>-Ingenieure<br />

können wirfür Einzelfragen, aber auch fürGesamtanlagenLösungen<br />

anbieten. Die Erfahrungder <strong>Gruner</strong>-Ingenieurebietetein hohes<br />

Mass an Versorgungssicherheitund Gewähr fürgesicherte Investitionen<br />

einer langlebigen Wasserversorgung.<br />

SebastianGeisler<br />

Bauing. FH<br />

Projektingenieur <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>,<br />

St.Gallen, StandortBuchs<br />

|37


38 | mailing.<strong>20</strong><br />

Last Minute<br />

Pr<strong>im</strong>eTower_Die Max<strong>im</strong>alhöhe<br />

ist erreicht!<br />

Diemit dem Brandschutzdes Pr<strong>im</strong>eTowers mandatierten Ingenieureder<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> nahmen <strong>im</strong> Juli <strong>20</strong>10 an derAufrichte des<br />

höchstenGebäudesder Schweiz teil.Die Aussenhülleist<br />

bereitszugut zwei Dritteln fertiggestellt und<strong>im</strong>Innernlaufen<br />

die Installationen aufHochtouren, damitder Tower<strong>im</strong>nächstenFrühjahr<br />

termingerecht bezogen werden kann. AufBrandschutzseitestehen<br />

zurzeitKontrollen zu diversen brandschutztechnischen<br />

Abtrennungen,wie Wände,Deckenund<br />

Schottungen sowieerste Arbeiten zurBrandfallsteuerungan.<br />

Gerade Letzterer kommt<strong>im</strong>Hochhausdurch die Ansteuerung<br />

derÜberdruckbelüftunginden drei Sicherheitstreppenhäusern<br />

ein sehr hoherStellenwert zu.Schliesslich müsseninnert<br />

3Minuten stockwerkgenau 12 Fensterflügelgeöffnetund alle<br />

offen stehenden Flügel (über1000 Stück <strong>im</strong> Extremfall)<br />

geschlossenwerden können.Wir freuen unsauf einspannendesWinterhalbjahr<br />

in luftiger Höhe!<br />

DieBiodiversität istunsereLebensgrundlage.Ihr ökonomischer,<br />

ökologischer, sozialer undästhetischerWertkannnicht hoch<br />

genug eingeschätzt werden.Deshalb beschlossendie europäischen<br />

Umweltminister<strong>im</strong>Jahr <strong>20</strong>03,den Verlustder Biodiversität<br />

bis<strong>20</strong>10zustoppen.ImRahmeneines Forschungsprojekteshaben<br />

über 80 Wissenschafter gezeigt, dass die<br />

biologische Vielfalt nach wievor bedrohtist. Diedetaillierten<br />

Ergebnisse wurden neulichals Buch mitdem Titel«Wandel<br />

derBiodiversität in derSchweiz seit 1900»veröffentlicht.<br />

Mitautoren sinddabei EricWiedmer, JodokGuntern und<br />

MonikaBurri, AbteilungUmwelt,welchedas Kapitel<br />

«Naturschutz» verfasst undeinen Beitragzur Synthese geleistethaben.Die<br />

breitangelegteStudie basiert aufallen verfügbarenDaten,aufgrundderen<br />

die biologische Vielfalt nach<br />

unterschiedlichen Bereichendifferenziert analysiert wurde.<br />

Dabeiuntersuchtendie Experten auch,wie sich in der<br />

Schweizdie Biodiversitätseit1900 entwickelt hat. DieResul-<br />

Pr<strong>im</strong>eTower, Zürich (126 m)<br />

Immer weniger Biodiversität.<br />

Umweltexperten von <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>als Mitautoren des Buchs «Wandel der Biodiversität<br />

in der Schweiz seit 1990».<br />

tate zeigen,dassdiese in unserem Landeweiterhin abgenommenhat<br />

undgrosser Handlungsbedarffür die Bewahrungund<br />

die nachhaltige Nutzungder Biodiversität–Artenvielfalt,<br />

genetische Vielfalt undvielfältige Lebensräume–besteht.<br />

Wasist Biodiversität?<br />

Biodiversität istdie Vielfalt desLebens.Man unterscheidet<br />

folgende hierarchische Stufen:<br />

–Vielfaltder Ökosysteme,z.B.Acker,Wald, Boden,Moor<br />

–Vielfaltder Arten: z.B. Tiere, Pflanzen,Pilze<br />

–Vielfaltder Gene:z.B.genetische Unterschiede zwischen<br />

Artenund Rassen<br />

Gernegeben Ihnendie <strong>Gruner</strong>-Autoren (info@gruner.ch)<br />

Auskunft zumBuchoderüberweitere Aspekteder Biodiversität.<br />

ISBN:978-3-258-07569-3


Abteilung Geotechnik_Leistungen mit neusten Stanford-Modellen<br />

erweitert.<br />

Der Studienaufenthalt von Dr. Jörg Meier inSan Francisco bringt konkrete Ergebnisse bei<br />

der Anwendung realitätsnaher FE-S<strong>im</strong>ulationen.<br />

Häuser <strong>im</strong> viktorianischen Stil, die Golden Gate<br />

Bridge oder die Transamerica Pyramidsindnur<br />

einigeder vielenSehenswürdigkeiten vonSan<br />

Francisco. Die«BayArea» hatabernochviel<br />

mehr zu bieten: Dr.JörgMeier,Abteilung<br />

Geotechnik der<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, hattedie Möglichkeit,<br />

alsGastwissenschafterander Stanford University<br />

währendeines einmonatigen Studienaufenthaltes<br />

einen Einblick in diese traditionsreiche<br />

Forschungsstätte zu erhalten.<br />

Forschungsschwerpunkte desGastgebers,<br />

Professor RonaldoI.Borja,DepartmentofCivil<br />

andEnvironmental Engineering,bilden die<br />

theoretische unddie numerische Mechanik von<br />

Festkörpern, die Geomechanik sowie gekoppelte<br />

Modelle(Multiphysics-S<strong>im</strong>ulationen). Ausdieser<br />

sehr interessantenMischungzulernen,ist aus<br />

Sichtder <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong> sehr spannend, bietet sich<br />

so doch die Möglichkeit,das Produkt- und<br />

Wissensportfolioder Gruppe weiter auszubauen.<br />

So hatsichdie FEM(Finite-Elemente-Methode)in<br />

derZwischenzeit zwar alseineStandardmethode<br />

fürIngenieureetabliert;mit dieserwerden oft<br />

jedoch nur wenige Aspekteder Realität modelliert.<br />

DeshalbmachtesSinn, auch zusätzliche<br />

Zusammenhängeder Naturnachzubilden,umso–<br />

wo erforderlich –nochhochwertigere Modelle<br />

anbietenzukönnen. Insbesondere <strong>im</strong> Bereichder<br />

Geotechnik kann diesdurchaus nützlich sein,daes<br />

dabeiinder Regelumdas komplexe undhochgradig<br />

nichtlineare Dreiphasensystem«Boden-Wasser-<br />

Luft» geht.<br />

Zustande gekommen istder Aufenthalt vonJörg<br />

Meiernicht zuletzt durch die freundliche Unterstützung<br />

derbeiden Professoren T. Schanz vonder<br />

UniversitätBochumund A. Puzrinvon derETH<br />

Zürich.<br />

Blickauf dasZentrum desCampusder Stanford Universitymit der Memorial Church<br />

|39


40 | mailing.<strong>20</strong><br />

Last Minute<br />

Hochwasserkatastrophe in Pakistan_Alle Helfer sind gefordert.<br />

Im Einsatz steht auch Peter Hilty von <strong>Gruner</strong>, der die Betroffenen bei der Versorgung mit<br />

sauberem Trinkwasser unterstützt.<br />

Wochenlanger Monsunregen in denMonatenJuliund August<br />

<strong>20</strong>10 führte in Pakistan zurschl<strong>im</strong>mstenHochwasserkatastropheseit80Jahren.ImAuftrag<br />

derHumanitären Hilfe(HH)des<br />

Bundes unterstützt PeterHilty (Abteilung Tief-und Wasser-<br />

Sie erreichen uns neu inBuchs SG.<br />

bau) dasPublicHealthEngineering Department (PHED) der<br />

ProvinzPunjabund hilft<strong>im</strong>Katastrophengebiet,die Wasserversorgung<br />

zu sichern.Schlechte hygienische Verhältnisse<br />

undunbehandeltes TrinkwasserkönneneineCholeraepidemie<br />

auslösen. Eine solche zu verhindern,gehörtzuden Aufgaben<br />

vonPeter Hilty, welche die folgenden Schwerpunkte umfassen:<br />

> Überwachungder Chlorierungder Wassertransporte in die<br />

Zeltlager<br />

> Sicherstellung vonchloriertem Trinkwasserfür die in die<br />

Dörfer zurückkehrendeBevölkerung<br />

> Reinigungder Brunnen undWasserreservoirs<br />

Einwichtiger Teil derUnterstützung beinhaltet die Sensibilisierung<br />

unddie Weiterbildungder lokalenChemiker,welche die<br />

Chlorierungausführen oder überwachen.Die tägliche Arbeit<br />

erfolgtinengem Kontaktzum Personaldes PHED.Dennalleine<br />

zu arbeiten,wäreindiesemschwierigen Umfeld kaum möglich:Das<br />

Wissen unddie Kontakte derLokalbevölkerungbilden<br />

die Voraussetzung füreineerfolgreiche Arbeit.<br />

Infolgedes stetigen Wachstums undder Verstärkung derMarktpräsenz<strong>im</strong>St. Galler Rheintalvollziehtdie <strong>Gruner</strong> +Wepf<br />

Ingenieure<strong>AG</strong>, St. Gallen, den Umzug der NiederlassungGrabs in eines dergrösstenstädtischen Zentrenzwischen<br />

Bodensee undChur –nach Buchs.<br />

Wirfreuen uns, SieabOktober vonunserem neuen Standortaus,ander Industriestrasse 8, beilaufenden wieauchkünftigen<br />

Projektvorhabenals Ihrkompetenter PartnerinBauingenieurfragen unterstützen zu dürfen, unddanken Ihnenbei dieser<br />

Gelegenheit fürdie gute Zusammenarbeit.<br />

Region Bern, Mittelland mit neuer Leitung.<br />

Seit dem1.Augustwirddie Gruppenleitung der<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

durch Dr.sc. nat.,dipl. GeologeETH Stefan Mützenberg<br />

verstärkt. Stefan Mützenberg,der an derETH Zürich Erdwissenschaftenund<br />

Geologie studiert hatund fürseine Doktorarbeit<br />

mitder Silbermedaille derETH ausgezeichnetwurde,<br />

wird als Leiter der RegionBern, Mittelland tätigsein. Durch<br />

sein breites Fachwissen,das er sich in den vergangenen zwei<br />

Jahrzehnteninden Bereichen Wasserkraftwerke und-anlagen<br />

<strong>im</strong> In-und Ausland angeeignethat,wirderzusätzlich<br />

denAufbauder internationalenTätigkeiten der<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

<strong>im</strong> Infrastrukturbauverantwortlichunterstützen.


Autoren dieser Ausgabe<br />

04/05<br />

04/05<br />

06/07<br />

08/09<br />

10/11<br />

Alex Veigl, 1967<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

FaszinationamBeruf<br />

Verbindungvon Menschen undTechnik<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Spartenleiter<strong>Tiefbau</strong>, Mitglied der Geschäftsleitung<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>,<br />

Basel<br />

Hobbys<br />

Jazz,Kochen,Sport <strong>im</strong> Freien<br />

PeterKirchhofer, 1972<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

FaszinationamBeruf<br />

Verwirklichungvon komplexenAufgaben<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Projektleiter, Abteilungsleiter Untertagebau,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Hobbys<br />

Fasnacht, Bergsteigen,Reisen,Fotografieren<br />

Markus Dettwiler, 1956<br />

dipl.Bauing. FH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Die Möglichkeit,komplexe Planungs-und Bauaufgabenmit<br />

einem interdisziplinären Team zielgerichtetzulösen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Stv. Abteilungsleiter Untertagebau,<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel<br />

Hobbys<br />

Mountainbiken, Reisen,Fotografieren<br />

ManuelIasiello, 1973<br />

dipl.Bauing. HTL<br />

FaszinationamBeruf<br />

Aktivnachguten Lösungen suchen zu können unddamit die<br />

Möglichkeit haben, dieUmwelt nachhaltigmit zu verändernbzw.<br />

zu gestalten. Mein «Produkt» wird/solltemichüberleben<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Projektleiter, Mitglied der Geschäftsleitung, <strong>Gruner</strong> +Wepf<br />

Ingenieure<strong>AG</strong>, Zürich,StandortFlawil<br />

Hobbys<br />

Familie, Fussball<br />

Ars<strong>im</strong> Murtezani, 1983<br />

dipl.Bauing. FH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Zusammenarbeit mitMenschen ausverschiedenen<br />

Berufsgattungen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Projektingenieur,<strong>Gruner</strong>+WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

Hobbys<br />

Familie, Fussball,allg. Sport, Reisen<br />

12–14<br />

15–17<br />

18/19<br />

18/19<br />

<strong>20</strong>/21 32/33<br />

UrsNater, 1962<br />

Bauing. HTL<br />

FaszinationamBeruf<br />

Wirbauen undgestalten die urbane Umgebung<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Mitglied der Geschäftsleitung, <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>,<br />

Zürich<br />

Hobbys<br />

Alte Autos undalteHäuser<br />

DieterWepf, 1953<br />

Dr.sc. techn.,dipl. Bauing. ETH/SIA<br />

FaszinationamBeruf<br />

Visionen undkreative Lösungsansätzemit besonderer<br />

Beachtung der gestaltbaren Umwelt,basierend auf<br />

Erkenntnissenaus Technik,Natur undGeisteswissenschaften<br />

umsetzen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Mitglied der Gruppenleitung,Vorsitzenderder Geschäftsleitung<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

Hobbys<br />

Skifahren,Reisen,Literatur,Natur<br />

Jürg Ottiker, 1947<br />

dipl.Bauing. FH/SIA<br />

FaszinationamBeruf<br />

Entwickeln undUmsetzen vonIdeen sowie der Kontaktmit<br />

Menschen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Stab Geschäftsbereich<strong>Tiefbau</strong>, <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Hobbys<br />

Familie, Laufsport,Musik,Natur,Skandinavien, Fotografie<br />

Stephan Rottländer, 1965<br />

dipl.Bauing. FH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Projektierte Bauwerke entstehen zu sehen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

ProjektleiterVerkehrsinfrastruktur,<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel<br />

Hobbys<br />

Berge, Sport, Freunde<br />

ThomasWinzer, 1952<br />

Dr.Ing.TH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Suchenachneuen Lösungen,Kombination wissenschaftliches<br />

undpragmatischesDenken<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

ExperteVerkehr,Verkehrsplanung, Verkehrstechnik,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Hobbys<br />

Literatur, Physik<br />

|41


Autoren dieser Ausgabe<br />

<strong>20</strong>/21<br />

22/23<br />

24/25<br />

26/27<br />

28/29<br />

42 | mailing.<strong>20</strong><br />

JanBautz, 1972<br />

dipl.-Ing. TH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Die Vielfalt der Aufgabenstellungen unddie Zusammenarbeit<br />

mitPlanern anderer Fachbereiche,was <strong>im</strong>merwieder neue Blickwinkeleröffnet<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

ProjektleiterVerkehrsplanung, Verkehrstechnik,<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel<br />

Hobbys<br />

Velofahren,Skifahren,Volleyball<br />

ThomasHuesmann, 1963<br />

dipl.Bauingenieur<br />

FaszinationamBeruf<br />

JedesBauwerk istvon der Problemstellungher unterschiedlich,<br />

wasdas Erarbeiten vonLösungen reizvoll macht. Zudem stellt<br />

sich auch <strong>im</strong>merhäufigerdie Frage,welche Lösungen<br />

nachhaltigersind. Eine gute Zusammenarbeit mitallen am Bau<br />

Beteiligten istmir sehr wichtig<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Abteilungsleiter Tief-, Wasserbau, <strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Hobbys<br />

Jagd,Badminton, Kunst, Lyrik<br />

ChristianEpper, 1966<br />

dipl.Bauing. ETH/SIA<br />

FaszinationamBeruf<br />

Vielfältigkeit,Verantwortung mitständig wechselnden<br />

Herausforderungen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

Niederlassungsleiter <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich,Flawil<br />

Hobbys<br />

Sport<br />

Juri Schuler, 1978<br />

dipl.Bauing. ETH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Kreatives mitTechnischem verbinden,die Suchenachder<br />

«opt<strong>im</strong>alen»Lösung<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Mitglied der Geschäftsleitung, Berchtold +Eicher<br />

Bauingenieure<strong>AG</strong>, Zug<br />

Hobbys<br />

Schnee-, Wasser- undLaufsport,Sport allgemein, Reisen<br />

Rolf Banz, 1957<br />

dipl.Bauing. FH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Innovative Lösungen vonder Idee biszur Ausführungerarbeiten<br />

undbegleiten<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Sen. Ingenieur,Projektleiter Verkehrsinfrastruktur,<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong>,Basel<br />

Hobbys<br />

Tischtennis,Alphorn<br />

30/31<br />

32/33<br />

34/35<br />

36/37<br />

36/37<br />

Martin Bühler, 1973<br />

dipl.Bauing. TH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Jeder Tagbringtetwas Neues. Am Ende vonmonate-,manchmal<br />

jahrelanger Arbeit wird etwasBleibendeserschaffen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

ProjektleiterUntertagebau,<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>, Basel<br />

Hobbys<br />

Landhockey,Bergwandern, Skifahren<br />

MarcoRichner, 1974<br />

Dipl.-Ing. (Univ./FH),SVI<br />

FaszinationamBeruf<br />

Lösungssuche <strong>im</strong> Spannungsfeld zwischen Technik,Ökonomie<br />

undPolitik<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Abteilungsleiter Verkehrsplanung, Verkehrstechnik,<strong>Gruner</strong><strong>AG</strong>,<br />

Basel<br />

Hobbys<br />

Skifahren/Snowboarden,Fitness,Städtereisen,Lesen<br />

Jens Becker, 1970<br />

dipl.-Ing. Maschinenbau/Konstruktion<br />

FaszinationamBeruf<br />

Technisch anspruchsvolleVorhabenzurealisieren<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Projektleiter, <strong>Gruner</strong> +Partner GmbH,Leipzig<br />

Hobbys<br />

Snowboarden,Radfahren,Surfen<br />

MatthiasEnsinger, 1962<br />

dipl.Bauing. TU<br />

FaszinationamBeruf<br />

Die Vielfältigkeit sowie die Ausarbeitung vontechnischen<br />

Lösungen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Mitglied der Geschäftsleitung,<br />

Niederlassungsleiter <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>,<br />

St.Gallen, StandortBuchs<br />

Hobbys<br />

Familie, Wandern, Skifahren<br />

SebastianGeisler, 1977<br />

Bauing. FH<br />

FaszinationamBeruf<br />

Die unterschiedlichen Herausforderungen,die sich beijedem<br />

Projektergeben.Das Ergebnis kann mangreifen<br />

Funktion in der <strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Projektingenieur <strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, St.Gallen,<br />

StandortBuchs<br />

Hobbys<br />

Familie, Radfahren,Wandern, Fotografieren


Ihr direkter Draht zu Ingenieur- und Planerleistungen.<br />

Wählen Sie 0848GRUNER<br />

Nordwestschweiz<br />

<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong><br />

Ingenieureund Planer<br />

Hauptsitz<strong>Gruner</strong>-Gruppe<br />

Gellertstrasse 55<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

Telefon +4161317 61 61<br />

Fax +4161312 40 09<br />

mail@gruner.ch<br />

Niederlassungen<br />

Sternenhofstrasse 15<br />

CH-4153 Reinach<br />

Telefon +4161717 92 00<br />

Fax +4161711 57 68<br />

mail-reinach@gruner.ch<br />

Langackerstrasse12<br />

CH-4332 Stein<br />

Telefon +4162873 34 63<br />

Fax +4162873 13 31<br />

mail-stein@gruner.ch<br />

Böhringer <strong>AG</strong><br />

Ingenieureund Planer<br />

Mühlegasse 10<br />

CH-4104 Oberwil<br />

Telefon +4161406 13 13<br />

Fax +4161406 13 14<br />

mail@boe-ag.ch<br />

Niederlassungen<br />

Sternenhofstrasse 15<br />

CH-4153 Reinach<br />

Telefon +4161406 13 13<br />

Le<strong>im</strong>enstrasse 2<br />

CH-4118 Rodersdorf<br />

Telefon +4161406 13 13<br />

GrunekoSchweiz <strong>AG</strong><br />

Ingenieurefür Energiewirtschaft<br />

St.Jakobs-Strasse 199<br />

Postfach<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

Telefon +4161367 95 95<br />

Fax +4161367 95 85<br />

mail@gruneko.ch<br />

Lüem <strong>AG</strong><br />

Ingenieurbüro<br />

St.Jakobs-Strasse 199<br />

Postfach<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

Telefon +4161<strong>20</strong>5 00 70<br />

Fax +4161271 56 41<br />

mail@luem.ch<br />

Bern/Mittelland<br />

<strong>Gruner</strong> Ingenieure<strong>AG</strong><br />

Altenburgerstrasse49<br />

CH-5<strong>20</strong>0 Brugg<br />

Telefon +4156460 69 69<br />

Fax +4156441 15 75<br />

mail@gruner.ch<br />

Niederlassungen<br />

Rohrerstrasse<strong>20</strong><br />

CH-5000 Aarau<br />

Telefon +4162822 58 68<br />

Fax +4162823 13 45<br />

mail@gruner.ch<br />

Grundstrasse 33<br />

CH-4600 Olten<br />

Telefon +4162212 10 58<br />

Fax +4162212 34 08<br />

mail@gruner.ch<br />

Roschi +Partner <strong>AG</strong><br />

Energie GebäudeTechnik<br />

Schermenwaldstrasse10<br />

CH-3063 Ittigen<br />

Telefon +4131917 <strong>20</strong> <strong>20</strong><br />

Fax +4131917 <strong>20</strong> 21<br />

bern@roschipartner.ch<br />

Niederlassung<br />

Unt. Steingrubenstrasse 19<br />

CH-4500 Solothurn<br />

Telefon +4132622 34 51<br />

Fax +4132623 72 94<br />

solothurn@roschipartner.ch<br />

Zürich/Ost-/Innerschweiz<br />

Berchtold+Eicher<br />

Bauingenieure<strong>AG</strong><br />

Chamerstrasse170<br />

CH-6300 Zug<br />

Telefon +4141748 <strong>20</strong> 80<br />

Fax +4141748 <strong>20</strong> 81<br />

email@berchtold-eicher.ch<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, St. Gallen<br />

Oberstrasse153<br />

CH-9000 St. Gallen<br />

Telefon +4171245 17 17<br />

Fax +4171245 49 44<br />

mail-st.gallen@grunerwepf.ch<br />

Niederlassungen<br />

Industriestrasse 8<br />

CH-9471 Buchs<br />

Telefon +4181750 18 18<br />

Fax +4181750 18 19<br />

mail-buchs@grunerwepf.ch<br />

Hauptstrasse 84<br />

CH-9113 Degershe<strong>im</strong><br />

Telefon +4171371 12 66<br />

Fax +4171371 12 62<br />

mail-degershe<strong>im</strong>@grunerwepf.ch<br />

Blattenstrasse 11d<br />

CH-9052 Niederteufen<br />

Telefon +4171335 09 22<br />

Fax +4171335 09 <strong>20</strong><br />

mail-teufen@grunerwepf.ch<br />

Blattenrain7<br />

CH-9050 Appenzell<br />

Telefon +4171787 10 10<br />

Fax +4171335 09 <strong>20</strong><br />

appenzell@grunerwepf.ch<br />

Drosselweg1<br />

CH-93<strong>20</strong> Arbon<br />

Telefon +4171446 21 21<br />

Fax +4171272 25 45<br />

arbon@grunerwepf.ch<br />

<strong>Gruner</strong> +WepfIngenieure<strong>AG</strong>, Zürich<br />

Thurgauerstrasse56<br />

CH-8050 Zürich<br />

Telefon +4143299 70 30<br />

Fax +4143299 70 40<br />

mail-zh@grunerwepf.ch<br />

Niederlassung<br />

Wilerstrasse1<br />

CH-9230 Flawil<br />

Telefon +4171393 <strong>20</strong> 10<br />

Fax +4171393 51 67<br />

mail-flawil@grunerwepf.ch<br />

International<br />

<strong>Gruner</strong> InternationalLtd<br />

Consulting andEngineering<br />

St.Jakobs-Strasse 199<br />

Postfach<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

Telefon +4161317 69 00<br />

Fax +4161317 69 90<br />

international@gruner.ch<br />

<strong>Gruner</strong> GmbH<br />

Ingenieureund Planer<br />

Brückengasse 11/28<br />

A-1060 Wien<br />

Telefon +431595 22 11<br />

Fax +431595 22 75 11<br />

info@gruner.at<br />

<strong>Gruner</strong> +Partner GmbH<br />

Ingenieureund Planer<br />

Dufourstrasse28<br />

D-04107 Leipzig<br />

Telefon +49341 21 72 660<br />

Fax +49341 21 72 689<br />

mail@gruner-partner.de<br />

www.gruner.ch<br />

|43


<strong>Gruner</strong> <strong>AG</strong><br />

Ingenieure und Planer<br />

Gellertstrasse 55<br />

CH-40<strong>20</strong> Basel<br />

Telefon 0848GRUNER<br />

oder +4161317 61 61<br />

Fax +4161312 40 09<br />

mail@gruner.ch<br />

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