Lückenschluss_I_2019

infoprgu5

In der neuen Ausgabe des Lückenschluss Newsletters geht es diesmal um das Thema Gleisbau. Es gibt ein Interview mit Markus Osterwald, dem Teilprojektleiter Gleisbau. Außerdem wird auf die Veranstaltung BAU X KUNST zurückgeblickt.

LÜCKENSCHLUSS

2019 / I

Liebe Nachbarn, liebe Berlinerinnen und Berliner,

liebe Interessierte an dem Projekt „Lückenschluss U5“,

schon wieder ist ein sehr spannendes und ereignisreiches Jahr vergangen. Wir sind mit den Leistungen der

vergangenen Monate sehr zufrieden: Erfolgreich abgeschlossen wurde beispielsweise der Gleisbau zwischen

Hauptbahnhof und U-Bahnhof Museumsinsel. Die Sperrpause der U55 wurde plangemäß genutzt

– ein schöner Teilerfolg, zu dem sie auf den nächsten Seiten mehr erfahren können.

Beim U-Bahnhof Unter den Linden konnten sich rund 13.500 Besucher bei BAU X KUNST selbst ein Bild

davon machen, dass der Ausbau gut vorankommt.

Auch am geotechnisch herausfordernden U-Bahnhof Museumsinsel gelangen die Vereisung des Bodens,

der bergmännische Vortrieb und der Rohbau des Mittelstollens planmäßig. Ende November hat

nun schon das Abbrechen der Tübbingröhren und der damit verbundene bergmännische Vortrieb

der Seitenstollen begonnen. Auch den nördlichen Ausgang vor dem Deutschen Historischen Museum

haben wir so weit, dass wir die Oberfläche wiederherstellen und im Januar die Baueinrichtungs- Die Geschäftsführung der PRG U5:

O. Lang, 2016.

Ute Bonde und Jörg Seegers.

fläche hier nahezu vollständig zurückbauen können. Am U-Bahnhof Rotes Rathaus geht es an der

Oberfläche ebenfalls gut voran, wieder können Flächen an den Bezirk zurückgegeben werden. Unter

dem Deckel jedoch stellten uns die Architektenvorgaben hinsichtlich der Terrazzoplatten vor große

Herausforderungen. Die technischen Schwierigkeiten sind nun überwunden, und Wandabschnitt für Wandabschnitt wird fertiggestellt. Im Neuen Jahr haben

wir also viel vor: Im Idealfall die Fertigstellung von zwei U-Bahnhöfen und den Abschluss des Rohbaus am U-Bahnhof Museumsinsel. Um dies zu meistern,

wünschen wir uns und allen Projektbeteiligten weiterhin viel Erfolg bei den Bauarbeiten und Ihnen frohe Feiertage und alles Gute für das Neue Jahr!

Ihre Ute Bonde

Geschäftsführerin Finanzen | PRG U5

Ihr Jörg Seegers

Geschäftsführer Technik | PRG U5

Zugfertig: Während der sechsmonatigen Sperrpause der U55 wurde der Gleisbau zwischen Brandenburger Tor und U-Bahnhof Museumsinsel fertiggestellt.

A. Reetz-Graudenz, 2018

“Der Gleisbau kommt planmäSSig voran.“

Ein Interview mit Markus Osterwald, Teilprojektleiter Gleisbau der Projektrealisierungs GmbH U5

Herr Osterwald, Sie sind seit 2016 Teilprojektleiter

Gleisbau bei der Projektgesellschaft U5. Was haben

Sie vorher gemacht?

Seit 17 Jahren bin ich als Bauingenieur tätig. Meine

Sporen habe ich mir in der freien Wirtschaft im

Tief- und Rohrleitungsbau als Bauleiter verdient.

Danach habe ich diverse komplexe Neubaumaßnahmen

für die Dresdner Straßenbahn geleitet.

Im Jahre 2016 stand dann nach fast 10 Jahren bei

der Dresdner Verkehrsbetriebe AG eine neue Herausforderung

an: U-Bahnbau in Berlin.

Sie kommen vom Straßenbahnbau. Sind Gleisbau

ober- und untertage vergleichbar?

Ob über oder unter der Erde macht schon einen

großen Unterschied. Beim U-Bahnbau muss z.B. aktiv

für Frischluft gesorgt werden. Die Beschickung

von Material, also die Planung und Koordinierung,

wie, wo und wann Schwellen und Schienen an die

Markus Osterwald, Teilprojektleiter Gleisbau

A. Reetz-Graudenz, 2018.


Ein Interview mit Markus Osterwald

2019 / I

richtige Stelle gelangen, ist der wichtigste Faktor

überhaupt. Gleichzeitig können beispielsweise

Witterungseinflüsse, verkehrsrechtliche Anordnungen

und Leitungsträger weitgehend vernachlässigt

werden.

Welche besonderen Herausforderungen gibt es in

diesem Teilprojekt?

Die Gleisbauarbeiten laufen nunmehr seit Mai

2017 und beinhalten im Projekt nicht nur den

eigentlichen Oberbau aus Schotter, Schiene und

Schwelle, sondern hauptsächlich auch den Ingenieurbau.

Die besondere Herausforderung im Projekt

war die für alle Beteiligten neue Bauform mit

den schweren Masse-Feder-Trögen. Im runden

Tübbingtunnel werden 70m lange, schwer bewehrte

Stahlbetontröge eingebaut, angehoben

und zur Minimierung der Schwingungsübertragung

auf Gummilagern abgesetzt. Die Schalung

und die verbleibende Trennschicht war eine Eigenentwicklung

der Firma Implenia Construction

GmbH. Auch die Pressen zum Anheben der Tröge

sind Spezialanfertigungen.

Besonders wichtig beim Lückenschluss U5 ist zudem

die Koordination aller Arbeiten im Tunnel,

gerade zwischen den Gewerken der BVG und dem

Baubetrieb – hier sehe ich mich als Bindeglied.

Wie weit sind Sie denn mittlerweile beim Gleisbau?

Der Gleisbau kommt planmäßig voran. Ein großer

Teil ist bereits geschafft – schienengebunden

könnte man bereits vom Roten Rathaus bis hinter

das Berliner Stadtschloss und vom Bahnhof Brandenburger

Tor bis zum Deutschen Historischen

Museum fahren. Was noch fehlt, ist die Durchverbindung

im Bereich des im Bau befindlichen

Bahnhofs Museumsinsel. Die Arbeiten sind bisher

dank der Erfahrung und Kompetenz der Firmen

Implenia Construction GmbH und TRAPP Tief- und

Gleisbau GmbH alle planmäßig und ohne größere

Schwierigkeiten verlaufen. Bis zum Start im Bereich

des Bahnhofes Museumsinsel werden wir noch die

Stromschienenanlage und das Regenrückhaltebecken

in der Gleiswechselanlage vervollständigen.

Neben den Sanierungs- und Umbauarbeiten der BVG

hatte auch die Projektgesellschaft U5 in der sechsmonatigen

Sperrpause der U55 bis zum 11.12.2018

Einiges vor. Was haben Sie in der Zeit geschafft?

Alle geplanten Gleisbauarbeiten, auch der Aufbau

eines Aufstellgleises mit zugehöriger Weiche im

Bereich des Hauptbahnhofes sind planmäßig abgeschlossen.

Im Einzelnen heißt das, dass wir über

die U55 mehr als 222 Tonnen Stahl, 2.500 Bigpacks

Schotter und Schwellen, die aneinandergereiht

eine Strecke von 7,9 Kilometern bedeuten, transportiert

und verbaut haben. Der Transport und

die parallel durchgeführten Kabelverlegearbeiten

durch die Gewerke der BVG waren nicht nur sehr

aufwändig, sondern auch gefährlich. Dank einer

eingesetzten eigenen Betriebskoordination ist es

zum Glück zu keinem Unfall gekommen. Mit dem

Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

A. Reetz-Graudenz, 2018.

Nach bestehendem Zeitplan wird der Gleisbau Mitte

2020 abgeschlossen. Heißt das für Sie Abschied von

Berlin?

Wir hoffen als Team Gleisbau – bestehend aus Bauoberleitung,

Bauüberwachung und Projektleitung

– unser vielschichtiges Know-How, die vorhandenen

und neu gesammelten Erfahrungen

auch in die Planung und Ausführung zukünftiger

Projekte einfließen lassen zu können.

Auch diese Weiche am Hauptbahnhof wurde unter der Leitung von Herrn Osterwald gebaut. A. Reetz-Graudenz, 2018.

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Der Gleisbau beim „Lückenschluss U5“

2019 / I

Am 13. Juli 2017 war es soweit: Die ersten Schienen

kamen an der Gleiswechselanlage, also dem

ehemaligen Startschacht der Tunnelvortriebsmaschine

„Bärlinde“, am Marx-Engels-Forum an. Doch

bereits seit Mai 2017 schreiben die Gleisbauer im

Projekt eine echte Erfolgsgeschichte: Schon jetzt

sind fast alle Schienen verlegt. Allein am U-Bahnhof

Museumsinsel können die Schienen erst im

kommenden Jahr installiert werden, wenn der Bau

des U-Bahnhofs entsprechend fortgeschritten ist.

Im Alex-Tunnel haben die Arbeiten im Dezember

2018 begonnen; sie sind voraussichtlich Mitte des

kommenden Jahres abgeschlossen.

Masse-Feder-System zum Lärmschutz

Neue Weiche an der Gleiswechselanlage. A. Reetz-Graudenz, 2018.

Dabei umfasst der Gleisbau weit mehr als das alleinige

Einbringen von Schotter, Schwellen und

Schienen. Zunächst mussten in die runden Tübbingröhren

die Gleiströge eingebaut werden. Auf

der gesamten Strecke wurde dabei ein Masse-Feder-System

installiert, das die Schwingungen der

Züge, also den Körperschall, auffängt und damit

die Lärmbelastung minimiert – schließlich fährt

die neue U5 unter anderem unter dem Humboldtforum,

der Staatsoper und dem Kronprinzenpalais

durch. Dank dieses Systems können dort auch nach

Ende 2020 Veranstaltungen aller Art durchgeführt

werden, ohne dass man die Nähe zur U-Bahn bemerkt.

Hergestellt wird es über 70 Meter lange,

schwer bewehrte Stahlbetontröge, die in die Tunnelröhre

eingesetzt werden. Für die Schallisolierung

werden die Betontröge mit einer eigens entwickelten

Technik angehoben und danach auf sieben

Zentimeter dicken Gummilagern abgesetzt.

Materialandienung über den Hauptbahnhof

Eine weitere Herausforderung beim innerstädtischen

Gleisbau ist die Andienung von Material.

Die einzelnen Schienenabschnitte für den Gleisbau

zwischen Hauptbahnhof und Gleiswechselanlage

sind 15 Meter lang. Für die Strecke zwischen

den U-Bahnhöfen Brandenburger Tor und

Museumsinsel – beide Gleise – sowie ein neues

U-Bahn-Aufstellgleis samt Weiche am Hauptbahnhof

wurden mehr als 300 Schienen, aber auch

über 3.100 Schwellen und rund 2.500 Kubikmeter

Schottersteine eingehoben und transportiert.

Hinzu kommen noch die Fahrzeuge wie Zweiwegebagger

und Stopfmaschine, die für den Gleisbau

notwendig sind. Um all dies auf die neue U5-Strekke

zu bringen, wurde die Andienöffnung über

der U-Bahn-Werkstatt am Hauptbahnhof genutzt

– natürlich während der Sperrpause der U55 zwischen

dem 4. Juni bis zum 11. Dezember 2018.

Da uns ansonsten nur die Andienöffnungen an

der Gleiswechselanlage östlich des U-Bahnhofs

Museumsinsel und im Alex-Tunnel, ebenfalls weit den Zeitplan des Gesamtprojekts, die Gleisarbeiten

westlich des U-Bahnhofs Museumsinsel in die-

östlich des U-Bahnhofs Museumsinsel, zur Verfügung

stehen, war es von immenser Bedeutung für sen sechs Monaten beendet zu haben.

Damit die U-Bahnen zukünftig sicher fahren können,

sind aber nicht nur durchgängige Schienen-

abgeschlossen. Hierfür greifen wir direkt auf das

schiene und die Arbeitsstromsteckdosen ebenfalls

stränge vonnöten, sondern selbstverständlich auch Know-How aus dem Mutterhaus zurück: Auf die

die entsprechende Sicherheitstechnik. Die Installation

derselben, also z.B. Signale, Niederspannungs- gen der U- und Straßenbahn. Besonders wichtig ist

Abteilung der BVG für die elektrotechnischen Anla-

und Fernmeldeanlagen, sind bis auf die Strom-

hierbei natürlich die Sicherheit für die zukünftigen

Fahrgäste, aber auch die U-Bahn-Fahrer der BVG.

Denn im Notfall können Menschenleben davon

Zweiwegebagger, der gleichzeitig Schienen und Kabel installiert. A. Reetz-Graudenz, 2018.

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technik am Gleis

2019 / I

Damit die U-Bahnen zukünftig sicher fahren können,

sind aber nicht nur durchgängige Schienenstränge

vonnöten, sondern selbstverständlich

auch die entsprechende Technik. Dazu gehören

Fernmelde-, Zugsicherungs- und Niederspannungsanlagen

sowie natürlich der Bahnstrom

für die Schiene. Die Installationen sind bis auf die

Stromschiene und die Arbeitsstromsteckdosen

ebenfalls abgeschlossen. Hierfür greifen wir direkt

auf das Know-How aus dem Mutterhaus

zurück: Auf die Abteilung der BVG für die elektrotechnischen

Anlagen der U- und Straßenbahn.

Besonders wichtig ist hierbei natürlich die Sicherheit

für die zukünftigen Fahrgäste, aber auch

die U-Bahn-Fahrer der BVG. Denn im Notfall

können Menschenleben davon abhängen, dass

die Bremsmagneten funktionieren oder im Tunnel

z.B. die Notausgänge richtig beleuchtet sind.

Auch die Sicherheitstechnik ist im Tunnel zwischen Brandenburger Tor und Unter den Linden bereits installiert. A. Reetz-Graudenz, 2018.

Gleisbau im Alex-Tunnel

Auch im 100-jährigen Tunnel zwischen den

U-Bahnhöfen Rotes Rathaus und Alexanderplatz

hat der Gleisbau im Dezember 2018 begonnen.

Die Grundinstandsetzung und der Umbau des

Tunnels für die Durchfahrt der neuen U5 wurden

im November 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Da die Andienöffnung aufgrund der Lage an der

Rathausstraße nur 10 Meter lang ist, können

hier auch nur 10 Meter lange Schienenstränge

zum Einsatz kommen. Doch ansonsten funktioniert

der Gleisbau nach dem bewährten Holzschwellenoberbau.

Im Alex-Tunnel sind die Unterschottermatten ausgelegt. A. Reetz-Graudenz, 2018.

TRADITIONELLE HOLZSCHWELLEN

Die traditionellen Holzschwellen verströmen den

typischen „U-Bahn-Geruch“. Allerdings muten sie

in Zeiten von modernsten Masse-Feder-Syste-

men fast anachronistisch an. Denn bei vielen anderen

Bahnprojekten setzt man mittlerweile auf

die feste Fahrbahn. Das heißt, anstelle der Holz-

schwellen werden Betongleisbetten eingebaut.

Doch die Holzschwellen bieten den Vorteil, dass

sie recht einfach zu warten und zu unterhalten

sind: Die Auswechslung von Schwellen, Schienen

oder Schotter aufgrund von Abnutzung,

Schäden oder auch nur zum Freilegen des Bauwerkes

kann punktuell und händisch erfolgen.

Auch wird Staub und Schmutz im Schotter gebunden.

Jedoch sprechen sich Einige aus Umwelt-

und Gesundheitsschutzgründen gegen die

gegen Fäulnis und Schädlinge behandelten

Schwellen aus. Ob die Betongleisbetten tatsächlich

so langlebig sind wie die Holzschwellen, und

der Gleisbau damit auch effizienter wird, wird die

Zukunft zeigen.

Ganz neu: Traditioneller Holzschwellenoberbau zwischen den U-Bahnhöfen Unter den Linden und Brandenburger Tor.

A. Reetz-Graudenz, 2018.

Im Projekt „Lückenschluss U5“ jedenfalls wird

voraussichtlich Mitte 2020 auch am U-Bahnhof

Museumsinsel der Gleisbau beendet. Mit Schotter

und Schwellen. Wie in ganz Berlin.

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WIE WAR BAU X KUNST?

2019 / I

In besonderes Licht getaucht: Die Baustelle des U-Bahnhofs Unter den Linden bei BAU X KUNST.

A. Reetz-Graudenz, 2018.

13.500 begeisterte Besucher auf der Baustelle „Unter den Linden“

Am letzten Oktoberwochenende 2018 war es

endlich so weit: Unter dem Motto BAU X KUNST

öffneten wir die Baustelle „Unter den Linden“ für

die Öffentlichkeit. Obwohl der Umsteigebahnhof

im Ausbau an sich schon ein absoluter Hingucker

ist – der Entwurf des Architekten Prof.

Axel Oestreich nimmt mehr und mehr Gestalt

an – legten wir in Kooperation mit Bertelsmann

noch eine Schippe drauf. An den Hintergleiswänden

des U5-Bahnsteigs wurde Kunst gezeigt:

zum einen die großformatigen Ölgemälde des

Berliner Malers Christopher Lehmpfuhl, zum anderen

ausgewählte Fotografien von Antonio

Reetz-Graudenz.

Herr Reetz-Graudenz ist bereits seit 2012 im Projekt

Lückenschluss U5“ als Bauüberwacher und

Bauoberleiter tätig; an allen drei neuen U-Bahnhöfen

war er beteiligt. Dass er gleichzeitig ein ausgezeichneter

Fotograf ist, sieht man auch z.B. unseren

Newslettern und der Website an. Eine Auswahl

von 35 Fotografien, die den Baufortschritt

von 2012 bis 2018 dokumentierten, kam nun im

Format 200x130 Zentimeter zur Geltung. So wirk-

te der erste Schlitzwandgriff auf der Friedrichstraße

genauso imposant wie die neue Weiche

an der Gleiswechselanlage.

Diese „Innensicht“ des U5-Projekts wurde der

„Außensicht“ auf die Schlossbaustelle gegenübergestellt.

Der Berliner Maler Christopher

Lehmpfuhl hat in seinem „Schlossplatz-Zyklus“

das Baugeschehen rund um das Humboldforum

im neuen Schloss von 2008 bis 2018 künstlerisch

begleitet: Vom Abriss des Palasts der Republik

bis hin zum Kuppelbau des Schlosses.

Diese besondere Untergrund-Galerie besuchten

in 1,5 Tagen fast 13.500 Menschen. Der Aufwand

im Vorfeld hatte sich also gelohnt.

Es ist nämlich eine besondere Herausforderung,

eine laufende Baustelle zu einer Veranstaltungsfläche

umzufunktionieren. Für BAU X KUNST waren

zahlreiche Maßnahmen erforderlich, um insbesondere

den strengen Brandschutz- und Sicherheitsauflagen

zu genügen. So mussten beispielsweise

die ansonsten freien Blicke von der Treppe

in Richtung Westen mit Rigips-Wänden verschlossen,

das hölzerne Baustellengeländer gegen

Metalleinheiten getauscht und zusätzliche

Handläufe installiert werden. Erst aufgrund dieser

Maßnahmen wurde die Veranstaltung für maximal

700 Besucherinnen und Besucher zeitgleich

freigegeben. Da der U-Bahnhof für eine Zahl von

über 50.000 Fahrgästen pro Tag gebaut wird,

wirkte die Baustelle aber zu keiner Zeit voll, eher

im Gegenteil. Gleichzeitig standen an der Oberfläche

Interessierte bis über die Kreuzung Unter

den Linden hinweg. Eine echte Herausforderung,

hier den Überblick zu bewahren und leider auch

Menschen abzuweisen. Doch Tausende Menschen

konnten so die Veranstaltung besuchen –

und dies sicher und unfallfrei!

Ein wunderbarer Erfolg für alle, die bei der Konzeption,

Organisation und Durchführung dieses

einmaligen Events beteiligt waren. Deshalb auch

an dieser Stelle: Vielen Dank an unseren Kooperationspartner

Bertelsmann, die beiden Künstler

sowie die zahlreichen engagierten Helferinnen

und Helfer.

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DER AKTUELLE BAUSTAND

2019 / I

Im Alex-Tunnel liegen die ersten Gleise. Nach unten in die neue Aufstell- und Kehranlage.

Nach oben in den U-Bahnhof Rotes Rathaus…

…, in dem flächendeckend schwarze Terrazzoplatten an die Wände gebracht werden.

Am U-Bahnhof Museumsinsel, östliche Hauptbaugrube, hat der bergmännische

Vortrieb der Seitenstollen und Abbruch der Tübbingröhren begonnen…

…, während der nordwestliche Eingang dort so weit abgeschlossen ist, dass die Oberfläche bereits

wieder hergestellt wird. Die ersten Kandelaber stehen schon wieder.

Fotos: A. Reetz-Graudenz, 2018.

Das kleine U5-Rätsel

In der letzten Ausgabe haben, wir Sie gefragt, was

auf diesem Bild dargestellt wird. Richtig war: Bewehrungskappen.

Sie werden zur Minimierung der

Verletzungsgefahr auf die geschnittenen Enden der

Was ist das? – heißt es auch in dieser Ausgabe:

A) Temperaturfühler zur Überwachung des Frostkörpers am U-Bahnhof Museumsinsel

B) Bogenschmieranlage zur Einfettung des Gleises hinter dem Brandenburger Tor

C) Klistierdreher für die Feinjustierung der Stahlstützen im Alextunnel

A. Reetz-Graudenz, 2018.

Stahlbewehrung gesetzt, da diese messerscharf

und entsprechend gefährlich sind.

Herzliche Glückwünsche an alle, die die richtige

Antwort wussten und eine von unseren Bauzaun-

Taschen gewonnen haben!

A. Reetz-Graudenz, 2018.

Senden Sie uns Ihre Antwort unter dem Stichwort Projektrealisierungs GmbH U5

„Kleines Rätsel“ bis zum 15.02.2019 per E-Mail: Kommunikation

info@projekt-u5.de

Friedrichstraße 95

oder postalisch an die

10117 Berlin

Unter den richtigen Antworten verlosen wir wieder kleine Gewinne.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Projektrealisierungs GmbH U5

Kommunikation

Friedrichstraße 95

10117 Berlin

info@projekt-u5.de

www.projekt-u5.de

Text: Dr. Stephanie Niehoff

Grafische Bearbeitung / Satz:

Sandwichpicker GmbH

Fotos:

Antonio Reetz-Graudenz,

Oliver Lang

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