Zweifel – Performative Stadtplanung in 13 Vorträgen

JovisVerlag

ISBN 978-3-86859-553-6
https://www.jovis.de/de/buecher/details/product/zweifel.html

TON MATTON

ZWEIFEL

ZWEIFEL

PERFORMATIVE

STADTPLANUNG

IN 13 VORTRÄGEN


6

DIE DNA DER UNIVERSITÄT

10

ZWEIFEL

12

DIAPROJEKTOR UND POST MODERNISMUS

16

ZWEIFEL

ODER: WENN DIE KÖNIGIN KEIN

GUTMENSCH IST, WER DANN?

30

ENGAGEMENT

36

WINKEN FÜR SPÄTER

52

PRODUKTION VON WOHLBEFINDEN EIN

TRÄGER ENTWICKLUNGSPLAN FÜR DIE CÔTE

D’AZUR

62

OCCUPY

68

95 THESEN DES PROTESTS

4


100

MEHR ZWEIFEL

102

ÜBERLEBEN IN DER SIEDLUNG

112

KLIMAMASCHINEN

118

ÜBERLEBENSJACKEN-

MODENSCHAU

130

GROSSE POTEMKINSCHE

STRASSE, WITTENBURG

140

DAS POTEMKINSCHE DORF

GOTTSBÜREN

150

PERFORMATIVER URBANISMUS

156

ORTE

5


DIE DNA DER UNIVERSITÄT

Das Format dieses Buches ist natürlich kein Zufall. Das

gesprochene Wort zieht sich wie ein tragendes Gewinde

durch die Projekte von Ton Matton. Sein kommunikatives

Talent hat nicht zuletzt auch bei seiner Berufung auf die

Professur für die Studienrichtung raum&designstrategien

an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung

Linz die Kommission überzeugt und seither bei vielen

Unternehmungen des bekennenden Postmodernisten und

Moralisten wertvolle Hilfe geleistet.

Was hat jemand, der sich grosso modo eher in der Tradition

der europäischen Aufklärung sieht wie ich, mit einem, der

ständig daran arbeitet, die Moderne hinter sich zu lassen,

wie Ton, gemeinsam? Da wir beide ein eher entspanntes

Verhältnis zur jeweils eigenen Geschichte haben dürften,

doch einiges. Unter anderem die Überzeugung, dass das

Prinzip (!?) des Zweifels ein wertvolles Instrument für Operationen

an der (Schein-)Wirklichkeit ist. Mag sein Ausgangspunkt

auch ein anderer sein als meiner, der stark

durch Karl Poppers Falsifikationstheorie beeinflusst wurde,

6


so ist die Verbindung von Zweifel und hoffentlich auch

gelebtem moralischem Verantwortungsbewusstsein doch so

etwas wie ein Handlungsaxiom für uns.

Oder auch der unverbesserliche Optimismus, der Glaube

daran, dass die Welt besser sein könnte, als sie es derzeit ist

und wahrscheinlich immer war. Viele seiner Projekte, die

er in den letzten Jahren im Rahmen seiner universitären

Tätigkeit initiierte und durchführte, dienten dem Anstoß,

aus Schlechtem Besseres, aus Entwürdigtem Würdiges zu

machen. Auch dabei gibt es meines Wissens nach ein konstantes

Begleitritual, wenn auch auf anderer Ebene angesiedelt,

nämlich das gemeinschaftliche Kochen und Essen.

Wir hatten ja wirklich ernsthaft daran gedacht, einen eigenen

Lehrstuhl dafür einzurichten.

Es klingt wie ein Paradoxon, aber vielleicht erklärt sich sein

Faible für EW58 nicht zuletzt daraus. Ich meine jetzt nicht

das Essen und auch nicht die Standardisierung des Eigenheim-Wohnens,

die mit diesem legendären DDR-Projekt

zwangsläufig verbunden war. Die Entwürfe für die Einfamilienwohnungen

wurden 1958 von Wilfried Stallknecht

vorgestellt und bedeuteten ohne Zweifel (!?) Verbesserungen

mit einfachen Mitteln, wie sie auch Ton liebt. Im

niederländischen Almere sorgte er deshalb 2008 für ein

unerwartetes, wenn auch ein wenig abweichendes, dafür

aber ökologisch verbessertes Revival von EW58.

Zweifel an der Beständigkeit des Bestehenden ist dafür Voraussetzung.

Deshalb sollte er auch Bestandteil der DNA

7


DIAPROJEKTOR UND POST-

MODERNISMUS

Meine Damen und Herren,

als die Bilder während eines Vortrags noch von einem Diaprojektor

projiziert wurden, entdeckte ich den Wert von

Improvisation. Während eines Vortrags brannte die Dialampe

durch Dunkelheit auf der Leinwand. Und was nun?

Beim Publikum entstand eine aufgeregte Stimmung, so wie

bei einer Zugverspätung, ein Mix aus Selbstmitleid und der

Entschlossenheit, das Beste aus der Situation zu machen.

Es wurde einer meiner besten Vorträge. Seitdem fasste ich

manchmal kurz vor dem Vortrag schnell die Dialampe an.

Wegen des Fetts der Finger auf der Birne brannte sie dann

irgendwann während des Vortrags durch und es entstand

wieder dieser Moment von Improvisation. Jahre später traf

ich Christopher Dell, Jazzmusiker und Philosoph, der genau

dieses Phänomen als Improvisation im Modus 2 beschrieb

(siehe „Das potemkinsche Dorf Gottsbüren“, S. 140149).

Leider sind heute die Beamer an der Decke angebracht und

ich komme an die Lampen nicht mehr heran.

12


Postmodernismus

Ich wurde unterrichtet in Postmodernismus. Ich erinnere

mich an einen Vortrag an der Uni in Utrecht, bei dem der

Sprecher uns das postmoderne Denken nahebrachte und

erst einmal den Wahrheitsbegriff infrage stellte. Ein Satz ist

mir bis heute in Erinnerung geblieben: „Genauso wichtig

wie das, was der Vortragende erzählt, ist, was der Zuhörer

daraus versteht.“ Ein Vortrag muss also nicht wahr sein

die Wahrheit gibt es ja nicht , und was der Zuhörer von

dem Vortrag mitnimmt, muss noch nicht einmal etwas mit

dem zu tun haben, was der Vortragende erzählt. So wie bei

den Nachrichten im Fernsehen oder wie früher in der Kirche;

man genießt die Predigt des Pfarrers als meditatives

Moment, versinkt in den eigenen Gedanken und kann am

Ende nicht sagen, wovon der Prediger gesprochen hat. Aber

dafür hatte man selbst einige gute Gedanken. Seitdem bin

ich auch nicht mehr irritiert, wenn Leute im Publikum

während eines Vortrags nicht zuhören, einschlafen oder mit

dem Handy herumspielen. Wer weiß, welche brillanten

Gedanken sich da gerade in ihren Köpfen entwickeln.

Nie zu Ende gesprochen

Auch wenn ein Vortrag vorbereitet ist und oft wiederholt

wird, läuft er immer unterschiedlich ab. Im Laufe

der Zeit verändert sich der Vortrag, entwickelt sich in eine

13


Bewusstsein ist also nicht länger das Thema wie in den

Siebzigern. Wir wissen, wir wissen alles! Jetzt wäre die

Zeit gekommen, zu den Konsequenzen zu stehen und

als verantwortlicher Mensch zu handeln. Die schönsten

Objekte, die coolsten Installationen werden verdächtig,

wenn sie nicht die Welt betrachten, in der sie produziert

und genutzt werden.

Moral Balance Sheet

Ich wurde 2015 von Königin Beatrix nach Berlin eingeladen.

Vorher gab es eine Klamottenvorschrift, Krawattenpflicht,

keine Turnschuhe et cetera. Ich war gerade in

meiner Moral-Balance-Sheet-Phase drei Jahre lang habe

ich versucht, wie ein Gutmensch zu leben und trug also

zum Empfang einen Secondhand-DDR-Fortschritt-Anzug

mit der alten Hochzeitskrawatte meines Vaters (die

hatte ich in den Achtzigern schon als Punk getragen und

aufbewahrt), ein repariertes weißes Hemd, sogar Secondhand-Schuhe.

Ein Lakai in Blau kam und fragte mich, ob

ich ein Glas Wein haben wolle. Ich nahm gerne an. Der

persönliche Empfang der Königin, wie man ihn kennt aus

dem Film, wo der eigene Name laut vorgelesen wird, bevor

man eintreten darf, hatte mich durstig gemacht, und ich

fragte den Lakai, ob es sich denn um Bio-Wein handle.

Schließlich war es die Königin, die mich eingeladen hatte,

wenn sie kein Gutmensch ist, wer dann? Der Lakai konnte

26


es nicht sagen, jedoch erklärte er, dass Essen und Trinken

von Sarah Wieners Restaurant kämen; und die würden sich

wie wir alle wissen sehr um ihr Öko-Image bemühen.

Ich habe es also in meiner moralischen Bilanz notiert und

nicht auf den Wein verzichtet. Immerhin wurde er in einem

echten Glas und nicht im Plastikbecher ausgeschenkt.

Gibt es dazu Fragen?

PS: Von wegen moralische Bilanz: Für das Vorgespräch und

den Empfang bin ich zweimal von Wendorf nach Berlin

gefahren, einmal mit dem Zug, einmal mit dem Pkw (da

ich sonst dort hätte übernachten müssen, weil der letzte

Zug nicht so spät fuhr). Insgesamt verursachte ich 454

Kilometer à 149 Gramm Kohlenstoffdioxid bei der Autofahrt

und 450 Kilometer à 52 Gramm Kohlenstoffdioxid

bei der Zugfahrt plus 70 Kilometer à 149 Gramm Kohlenstoffdioxid

(Autofahrt zum Bahnhof). Insgesamt also 101

Kilogramm Kohlenstoffdioxid, während allerdings auf meinem

Hof 500 Birken in diesen 16 Stunden, die beide Besuche

dauerten, 570 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Stunde,

also 9 Kilogramm produzierten.

Mein Elektrizitätsverbrauch war sehr gering, ich benötigte

keinen Rechner oder Licht, ich war eben unterwegs. Auf

meinem Dach lieferten meine Solarzellen in diesen 16

Stun den 2850 Watt pro Stunde, ich war also 45,6 Kilowatt

im Plus.

27


WINKEN FÜR SPÄTER

Sehr geehrte Minister, meine Damen und Herren,

die Probleme, die auf die Niederlande und die Welt zukommen,

werden in den Medien breit geschildert. Oft mit

einem gewissen dramatischen Unterton: der Klimawandel,

das Altern der Bevölkerung, Immigration, Energieversorgung,

Armut, Hunger und exzessiver Konsum, um nur

einige davon zu benennen.

Die Reaktion der Politik ist genauso beruhigend, wie die

Nachrichten alarmierend. Die Regierung beruhigt ihre Einwohner

durch Kalamitäten wie einem safety record im Flugzeug

Sie wissen doch auch, dass ein Flugzeug auf dem

Meer nicht landen kann und dass eine Flugbegleiterin nicht

erst ihre Stöckel auszieht, um Sie danach in ein Schlauchboot

zu retten. Die Broschüre hat allerdings eine beruhigende

Wirkung. Genau dieser Strategie folgt die Regierung,

damit die Bevölkerung das Gefühl bekommt, dass sie versorgt

ist. Aber immer mehr wird klar, dass die Verantwortung

beim Individuum liegt. Um seine Rente muss man

36


sich schon selber kümmern, das war mal eine riesige Leistung

des Staates.

Was, wenn dieser Selbstverantwortungstrend sich durchsetzt

und zum Ausgangspunkt der Raumplanung wird?

Ich habe fünfundzwanzig Künstler aus unterschiedlichen

Bereichen darum gebeten, dem Minister für Raumplanung

einen Brief zur Zukunft der Niederlande zu schreiben.

Selbstverantwortung

Die westliche Gesellschaft ist verstrickt in ihren eigenen

kapitalistischen Traum. Das global village ist ein Gefängnis

und bindet alle Bürger an eine knallharte Weltwirtschaft.

Dass die Verteilung zwischen Reich und Arm nicht gerecht

ist, weiß heute jeder. Unsere Handelsbarrieren verhindern

eine gerechtere Verteilung. Mittlerweile sterben ebenso viele

Leute an Hunger wie an Überernährung. Die Nachrichten

werden immer schneller und berichten aus immer mehr

vergessenen Winkeln der Erde. Also ist ein „Ich wusste es

nicht“ nicht länger ein gültiges Argument. Es passt nicht

mehr in unsere Zeit. Heute wissen wir alles!

Kein Konsument verlangt nach „schmutzigen“, moralisch

nicht vertretbaren Produkten. Keiner möchte Klamotten kaufen,

die von modernen Sklaven hergestellt sind, keiner möchte

ernährt werden von einer giftigen Industrie, keiner möchte

Gammelfleisch, keiner möchte umweltverschmutzende Produkte,

keiner möchte Kopien, die sofort kaputt gehen.

37


OCCUPY

Sehr geehrte Okkupanten, meine Damen und Herren,

in allen Großstädten der Welt wird demonstriert gegen die

Konsequenzen der Finanzkrise. Dank des Internets wissen

wir darum, können wir diesen Demonstrationen folgen.

Viele von uns sind Architekten oder Urbanisten, die Stadt

ist unsere Arbeitsfläche. Wir sind verantwortlich dafür, wie

wir unsere Städte bauen, wie wir sie nutzen, wie wir dort

leben. Wir können von allen Problemen der Welt wissen,

wirklich allen. Reines Bewusstsein ist längst nicht mehr das

Ziel wir müssen partizipieren, wir sind die Stadt, wir sind

die Demokratie, wir sollten etwas tun!

Vor mehr als hundert Jahren waren Städte schmutzige Orte

dreckiges Wasser auf den Straßen, stinkender Rauch aus

den Schornsteinen. Einige aufgeklärte Industrielle entdeckten,

dass gesunde Arbeiter in den Fabriken mehr Leistung

bringen, also introduzierten sie hygienische Standards. Sie

bauten Häuser für die Arbeiter, in die frische Luft und Tageslicht

hereinströmte. Sie bauten Schulen und Krankenhäuser.

62


Eine moderne Bewegung entstand. Sie entwickelten einen

sozialen Kapitalismus und versuchten, ihre sozialen Utopien

in stadtplanerische Zukunftsvisionen umzusetzen.

In den Krisenjahren der 1930er Jahre wurde die Sozialarbeit

erfunden, um den Arbeitslosen zu einem Einkommen zu

verhelfen, um ihr Überleben zu sichern. Nach dem Zweiten

Weltkrieg bekam der moderne Kapitalismus wieder eine

soziale Agenda: Verbesserung sozialer Lebensbedingungen,

Sozialversicherungen, Gesundheitsversorgung, Wohnungen

für ältere Menschen und so weiter. Sozialer Wohnungsbau

wurde eine politische Selbstverständlichkeit.

In den Achtzigern, als das neoliberale Denken die Politik

übernahm und das Marktdenken führend wurde, brauchten

wir große Büroviertel mit großen Versicherungsgebäuden

und Banken. Nicht länger waren Sozialagenda oder eine

kohärente Gesellschaft Grundlagen für die Stadtplanung,

sondern Profit durch Privatisierung. Die Nachfrage nach

individueller Kontrolle führte zu geschlossenen, halböffentlichen

Distrikten, geschlossenen Kondominien für Wohnen,

Einkaufen und sogenannte brainparks zum Arbeiten. Die

Sozialagenda wurde ersetzt vom Ablass. McDonalds wandelte

sein Logo in ein grünes M und gab sich plötzlich ökologisch,

British Petrol (BP) nannte sich Beyond Petrol, und

jeder Energiekonzern mit Atomkraft eröffnete eine Sparte für

„Grüne Energie“, um Engagement zu bekunden. Verantwortungen

waren nicht mehr eindeutig zugewiesen sie wurden

outgesourct an verschiedenste Spezialisten, ein jeder von

63


95 THESEN DES PROTESTS

… zum Ausschneiden und

An-die-Supermarkttür-Nageln

Als Luther aus Protest gegen die katholische Kirche seine 95

Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte,

war er selbst Mitglied der katholischen Gemeinschaft. So

möchte auch ich, als Mitglied der Konsumgesellschaft, mit

diesen an die Tür des Supermarkts zu nagelnden Thesen

meinen Protest gegen unser neoliberales Konsumverhalten

sichtbar machen.

68


1

Wenn die herrschenden Neoliberalen

fordern, dass der Konsument entscheidet,

was er kaufen möchte, dann soll der

Konsument aufgeklärt werden, damit

er überhaupt bewusst entscheiden

kann, was er kaufen möchte,

2

oder was er nicht kaufen möchte.

3

Diese Entscheidung soll sich nicht nur

auf Werbeprospekte gründen müssen

4

die bestehen aus Schnäppchen und

69


37

schlechten Kühlschränken gesprochen.

(Apropos Kühlschrank: Mein General

Electric aus den Fünzigern funktioniert

noch immer und verbraucht so viel

Strom wie ein A-Plus-Gerät.)

38

Damals in den Fünfzigern wurde

ein Kühlschrank gebaut, damit

er gut und lang funktioniert. Der

Hersteller hatte keine Lobby, war

einfach stolz auf sein Produkt.

39

Heutzutage wird ein Kühlschrank gebaut,

damit man nach drei Jahren einen

neuen kaufen muss. Und es braucht

Werbung, um dieses schlechte Zeug

78


zu verkaufen. Nicht die Kühlleistung

ist dabei das führende Argument,

sondern die Identität der Eigentümer.

40

Wir kaufen einen neuen

Kühlschrank, weil der alte nicht

mehr zu unserer Identität und

unserer Idee vom Wohnen passt.

41

Identität scheint wichtiger zu sein als

ein gut funktionierender Kühlschrank.

42

Aber was hat unsere Identität mit

einem Kühlschrank zu tun?

43

Oder mit Erdnussbutter?

79


61

Der Konsument, in diesem Fall ich,

möchte keine stinkenden Füße, aber auch

nicht, dass die Nanopartikel in seinen

Socken, die die gestankerzeugenden

Bakterien vernichten, beim

Waschen in die Wasserwerke der

Stadt gelangen und dort ihr Unheil

anrichten. Nicht stinkende Socken

verursachen stinkende Städte?

62

Der Kleckernde möchte etwas

abwischen, nicht aber, dass die

Abwasserkanäle verstopft werden

durch unauflösliche Hygienetücher.

86


63

Puh, 63, ich brauche noch mal

einen coffee to go, aber nicht die

Plastikschicht, die den Pappbecher, aus

dem ich trinke, wasserdicht macht.

64

Die Wählerin möchte nicht für jede

politische Nicht-Entscheidung zum

Referendum gebeten werden. (Die

Politiker sollen halt ihren Job machen.)

65

Der Apfelesser möchte gerne

mal einen Apfel essen, nicht aber

das Gift auf der Apfelschale.

66

Die Wandernde möchte Lederschuhe

tragen, nicht die Gärungsmittel,

die Arbeiter krank machen.

87


67

Die Telefonierende möchte ein

iPhone besitzen und nicht, dass

chinesische Arbeiterinnen bei der

Herstellung krank werden.

68

Der Durstige möchte Wasser trinken,

nicht die Plastikpartikel wie Bisphenol

A, aus denen Plastikflaschen bestehen.

69

Der Rentner möchte nicht in

Mülleimern nach Pfandflaschen

suchen (und muss es dennoch).

70

Der Milchtrinkende möchte Milch

und nicht, dass der Bauer aufgrund

der niedrigen Preise pleitegeht.

88


71

Der Konsument möchte „grünen“

Strom, aber nicht vom Anbieter, der

auch Atomstrom vertreibt und damit

viel Geld verdient. Das geht doch

nicht in ein und demselben Betrieb!

72

Der Hungrige möchte manchmal einen

Burger, aber nicht, dass die Wälder im

Amazonas dafür umgehackt werden.

(Auch nicht, wenn auf dem Lkw

steht, dass McDonalds recycelt.)

73

Die Konsumentin möchte im Supermarkt

Verpacktes einkaufen, nicht, dass die

Verpackungen im Ozean enden.

89


MEHR


ZWEIFEL


Klaufix

Das Bauen eines Hauses ist nämlich nicht ganz so schwer.

Es verlangt Zeit, Freunde und ein bisschen Geschick. Viele

Materialien sind in unserer Überflussgesellschaft reichlich

vorhanden. Alles, was Sie finden, tauschen oder zweiter

Hand kaufen, passt zu der höchsten Stufe des Nachhaltigkeitsmodells:

dem Verhindern, dass etwas zu Müll wird. Ein

Klaufix ist deswegen die wichtigste Investition, damit sind

sie immer vorbereitet für spontane Geschäfte. Ein anderes

Thema ist die Technik. Klar, viel handwerkliche Arbeit

muss geleistet werden, körperlich schwer. Die Alternative

ist der Einsatz von Maschinen, Kränen, Betonmischern,

Lkw und so weiter dies ist oft sehr teuer und verlangt viel

Zeit: warten, aufbauen, reparieren von kaputt gefahrenen

Grundstücken und so weiter. Es ist sehr wohl möglich, ein

Haus zu bauen aus kleineren Teilen, die man mit Muskelkraft

verarbeiten kann, Jan Frederik Groot hat es in seinen

Filmen gezeigt.

Versicherung

Ein potenzieller Stolperstein in diesem Alternativmodell

ist die Versicherung. Sobald ein Haus nicht als reguläres

Wohnhaus anerkannt wird, bekommen Sie keine Versicherung.

Auch hier können Sie noch etwas deichseln, die

Versicherungswelt ist letztendlich hauptsächlich Papier-

108


kram. Oder Sie ziehen auch diesbezüglich Ihren alternativen

Lebensstil durch. Der Großteil der Weltbevölkerung

ist nicht versichert, sondern abhängig von Freunden und

Verwandten. Eine alternative Versicherung wäre da eine

Option. Schließlich ist eine Versicherung nicht mehr als

eine Abmachung zwischen zwei Parteien, die gegenseitig

ein Risiko übernehmen und teilen.

Produktion

Die Innenarchitektur des Type EW58/08 ist schlicht und

effektiv: eine Küche, ein Esszimmer, ein Wohnzimmer und

drei Schlafzimmer. Sehr funktional ist die Diele, ein überdimensionierter

Eingangsbereich mit informellem Charakter.

Hier können zum Beispiel Gartenwerkzeuge, Kisten

oder dreckige Stiefel abgestellt werden. Und hier können

Sie Gäste empfangen, die direkt in Ihrem Haus Ware kaufen

oder tauschen. Auch der Keller ist sehr praktisch für

die Lagerung von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.

Wenn er gut durchlüftet ist, herrscht hier das perfekte

Klima für saisonale Lagerung, trocken und kühl. Das Interieur

des Hauses kann als Produktionsraum eingesetzt werden.

Ein Beispiel ist der Hühnerschrank in der Küche, in

dem, gemäß europäischer Norm, drei Freilandhühner Platz

finden. (Sie legen jeden Tag ein Ei. Am liebsten im Dunkeln,

deswegen hängt vor dem Schrank eine Gardine, die

morgens geschlossen ist und am Nachmittag, wenn das Ei

109


ÜBERLEBENSJACKEN-

MODENSCHAU

Wenn die Versorgungsgesellschaft nicht länger

in der Lage ist, uns zu versorgen

Meine Damen und Herren,

guten Tag und herzlich willkommen zur Modenschau „Surviving

the Suburb Überleben in der Siedlung“. 16 Sie sehen

eine Kleiderserie, die für die informelle Wirtschaft geschaffen

ist. Eine Reihe von Jacken, die dafür ausgestattet ist, das

global village zu überleben. Sie können die Jacken kaufen

und versuchen, damit Ihre Brötchen zu verdienen. Aber es

wäre klüger, sich inspirieren zu lassen, sich leiten zu lassen

von dem Gedanken, wie Sie für sich ein sinnvolles Dasein

in einem Versorgungsstaat aufbauen können, der nicht länger

in der Lage ist, Sie zu versorgen.

Die formelle Wirtschaft hat ein soziales Ziel (viele Menschen

haben es inzwischen vergessen): Sie bietet Sicherheit.

Die Sicherheit eines Einkommens oder die Sicherheit der

Versorgung. Wenn Menschen freiwillig einen Teil ihres

16

Drehbuch in der Version Rieselfeld, Freiburg i. Br.

118


monatlichen Einkommens in einem Sparschwein zusammenlegen,

dann sind sie versichert, wenn sie krank sind,

einen Unfall haben oder gerade keine Arbeit finden.

Musik

Auftritt erste Jacke, die Friseurjacke.

Ein cooles, zwielichtig wirkendes

Modell präsentiert sie schwarze

Sonnenbrille, Kaugummi im Mund,

herumlungernd. Dramatisches Licht.

Die Jacke ist geschlossen.

Als Erstes sehen Sie unser Modell Greta. Sie trägt eine

schwarze Kunststoffjacke aus der VEB Schwammgummikonfektion

Leipzig, umgeformt von Iris Knabenschuh und

Hanna Charlotte Müller in eine Überlebensjacke für den

Handel auf der Straße. Straßenverkauf ist hier in der Siedlung

vielleicht jetzt noch nicht üblich. Aber das wird sich in

den kommenden Jahrzehnten ändern. Im global village der

Zukunft wird sich der Straßenverkauf entwickeln, wenn

Menschen aus den entlegensten Ecken in den wenigen, aber

großen Metropolen versuchen, ihre Brötchen zu verdienen.

In Südamerika zum Beispiel arbeiten durchschnittlich 50

Prozent der Bevölkerung im informellen Handel. In Asien

sind es 70 bis 80 Prozent. Auf dem afrikanischen Kontinent

gibt es Länder, in denen bis zu 90 Prozent der Bevölkerung

119


die die Kuchen und Torten im Futterschaufenster der Jacke

ausstrahlen, der Duft von frischen Keksen und die Intimität

einer aufgehaltenen Jacke erinnern an diese soziale

Komponente. Die Kekse, unser Modell zeigt sie im linken

Futter, und die Kuchen, Sie sehen sie auf der rechten Seite,

sind verpackt in einfachen, gefalteten Kartons, speziell für

diese Jacke entwickelt.

Das Modell verlässt den Catwalk und

verteilt Kekse an das Publikum.

Die formelle Wirtschaft hat, wie gesagt, ein soziales Ziel

(viele Menschen haben es inzwischen vergessen); es bietet

Sicherheit. Sicherheit eines Einkommens oder Sicherheit

von Versorgung. Wenn Menschen freiwillig einen Teil

ihres monatlichen Einkommens zusammenlegen in einem

Sparschwein, dann ist man versichert, wenn man krank

wird oder einen Unfall erlebt, oder gerade keine Arbeit

findet.

Steuersystem und Versicherungen fehlen in der informellen

Wirtschaft. Dort hat man einfach Pech, wenn man krank

wird oder einen Unfall hat, es sei denn, es gibt ein soziales

Netzwerk, das die Verpflegung übernimmt, Freunde oder

Familie. Und es sieht danach aus, als ob gerade dieses soziale

Netzwerk in der informellen Wirtschaft viel stärker ist,

als in der formellen. Im formellen Sektor hat man weder die

126


Zeit, noch besteht die Notwendigkeit, ein soziales Auffangnetz

zu bauen, dafür bezahlt man schließlich die Versicherungsprämien.

In der formellen Wirtschaft ist das soziale

Gefüge deckungsgleich mit dem geschäftlichen. Freunde

sind Freunde, weil man Geschäfte mit ihnen macht, aber

wenn sie mal krank oder arbeitsunfähig sind, oder gar weniger

erfolgreich, lässt man sie fallen.

In der informellen Wirtschaft hingegen werden keine Prämien

bezahlt, aber man investiert in ein zuverlässiges Netzwerk

des Vertrauens. Die Bäckerjacke ist geeignet für den

Typ Mensch, der die Gemütlichkeit und Wärme eines

sozialen Netzwerks ausstrahlt. Tausch ist hier deswegen als

Bezahlung zugelassen.

Musik

Auftritt Obst- und Gemüsejacke.

Diese Obst- und Gemüsejacke der VEB Schwammgummikonfektion

Tekerau Raschau aus der ehemaligen Deutschen

Demokratischen Republik wurde ebenfalls von Hanna und

Iris neugestaltet. Sie sehen unser Modell Kevin. Mit dieser

Jacke wird die Ernte des Schrebergartens, ein viel gelobtes

Hobby, zum Verkauf angeboten. Die Naht an der Außenseite

zeigt die Kontur eines Apfels. Die Innenseite des Futters

wurde zum Schaufenster für frisches Obst und Gemüse

aufbereitet. Es wird mit Klettband fixiert, sodass die Waren

127


DAS POTEMKINSCHE DORF

GOTTSBÜREN

Sehr geehrter Landrat, sehr geehrter Bürgermeister, meine

Damen und Herren,

das Jahresthema „Kuh“ haben wir breit vermittelt, alle

Aspekte unserer Gesellschaft mit Bezug zur Kuh sind Ziel

der Forschung. Man denke zum Beispiel an Ernährung,

Fleisch, Schlachthöfe, Jagd, artgerechte Tierhaltung, den

globalen Fußabdruck, Kohlenstoffdioxid, Mais-Monokulturen,

aber auch an Handelsabkommen, die Verteilung

von Wohlstand und Armut, die Abholzung des Amazonas

oder das Einzäunen der Serengeti. Wie in den 1970er Jahren

vom Club of Rome gefordert, werden wir uns mit der

globalen Problematik auseinandersetzen und mit lokalen,

konkreten Installationen, Interventionen und Aktionen

reagieren.

Als Input bietet die Kunstuniversität Linz ein Programm,

bei dem der Unterricht im Zentralfach mit Vorträgen, den

Küchenkonversatorien, Debatten während des Philosophenfrühstücks,

Exkursionen und Arbeitsbesuchen ange-

140


eichert wird. Welche Themen genau erarbeitet werden,

hängt von den Studierenden ab und von deren Interessen

und Kapazitäten. Es wird also keine alles umfassende

Enzyklopädie erarbeitet, sondern eine freie, inspirierende

Forschung zum Thema „Kuh“ betrieben. Studenten besuchen

während ihrer Forschungen in kleineren Gruppen die

unterschiedlichsten Orte: eine Fleischfabrik, einen Bauernhof,

einen „Rucksack-Besamer“, einen Joghurthersteller,

eine Schuhmanufaktur et cetera. Sie berichten den anderen

Studierenden von ihren Erfahrungen und dokumentieren

diese in Wort und Bild. Am Ende des Semesters führt eine

gemeinsame Exkursion nach Gottsbüren, ein kleines Dorf

mitten in Deutschland, wo die Bachelorstudierenden in

einer Ausstellung ihre Arbeiten zeigen und Masterstudierende

vor Ort ihre Ideen umsetzen.

In Gottsbüren, einem 900 Einwohner zählenden Teil der

Kleinstadt Trendelburg, steht ungefähr ein Viertel der

Häuser leer oder wird von Senioren bewohnt. Die Häuser

sind alt, teilweise sind die Fenster kaputt und die Rinnen

tropfen eine traurige Umgebung, die von jedem Investor

so schnell wie möglich verlassen wird. Viele Bewohner

schwärmen von einer Zeit, als Gottsbüren belebt war, als

Läden sich aneinanderreihten und Nachbarn einander auf

der Straße trafen. Eine Sehnsucht nach dem früheren Dorfleben

ist spürbar. Manchmal in Form einer konservativen

Nostalgie, einer Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“.

Aber die Geschichte eröffnet auch Möglichkeiten: Was war

141


PERFORMATIVER URBANISMUS

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor fünfzehn Jahren habe ich die Niederlande als

vinex-vluchteling (Vorstadtflüchtling) verlassen. Ich bin

in die leere Dorfschule eines kleinen Dorfes gezogen und

gründete da die Werkstatt Wendorf. Hier experimentiere

ich mit Nachhaltigkeit und Off-the-grid-Urbanismus. In

meinem Garten stehen einige Birken. Sie wurden beim Bau

der Schule gepflanzt, vor sechzig Jahren. Für eine Birke,

einen Pionier, sind sechzig Jahre ziemlich alt. Eines Tages

kam der Dorf-Gärtner vorbei und sagte mir, ich solle die

Birken umsägen, weil sie gefährlich seien, sie könnten

plötzlich fallen. Und, führte er fort, ich solle mir darüber

bewusst sein, dass es meine Verantwortung sei, wenn dies

geschehe. Einige Wochen später traf ich ihn wieder, als er

gerade mit der Motorsäge zugange war. Er bot an, meine

Birken mit umzulegen, weil sie doch plötzlich fallen könnten.

Ich lehnte ab und sagte, dass ich meine Bäume möge,

also warnte er mich noch einmal, dass es meine Verantwor-

150


tung sei, wenn jemand von meinem Baum getroffen werde.

Also habe ich die Verantwortung übernommen und ein

Warnschild in meinen Garten gesetzt. „Pass auf, Unfallgefahr,

plötzlich fallende Birken!“ und klein darunter: „Eltern

haften für ihre Kinder“.

Von diesem kleinen Wendorf aus (250 Einwohner), in dem

ich es gerade geschafft hatte, die Gesetze zu bekämpfen

nicht wie in einem meiner Lieblingssongs von The Clash

„I fought the law, but the law won“ wurde ich nach São

Paulo eingeladen. Die Organisation Arte/Cidade rief ein

Kunstprojekt in Brás, São Paulo, ins Leben, einem ersten

Ring der Stadterweiterung aus dem frühen 20. Jahrhundert,

der langsam verkümmerte. Zwanzig Künstler und

Architekten wurden eingeladen, dieses Gebiet upzugraden.

Also bin ich direkt hingefahren und habe mit vielen Menschen

vor Ort geredet. Ich habe mich auf die Avenida Raul

Pompéia konzentriert, wo der öffentliche Raum besetzt

wurde und mehr oder weniger privatisiert, beschlagnahmt

von Läden, die ihre Waren auf den Gehweg stellten zwischen

herumstehenden Autos. Einige Straßenkinder wohnten

unter dem Viadukt, aber auf der Straße hatten sie kaum

Platz. Und selbstverständlich, wie es sich für einen „Gutmenschen“

aus dem reichen Europa gehört, wählte ich

diese Kinder als Zielgruppe. Ich malte einen Sporthallenboden

auf die Straße. Jeder kennt das von früher aus der

Schule: Wenn der Lehrer sagte, „Heute spielen wir Basketball“,

wusste jeder, dass er auf die roten Linien achten

151


ORTE

Die Vorträge wurden unter anderem an den im Folgenden genannten Orten gehalten

(sie wurden nie abgelesen und sind deshalb immer mit den nötigen Abweichungen,

Kürzungen und Improvisationen zu denken):

DIAPROJEKTOR UND POSTMODERNISMUS (S. 1215)

Vortrag, Buchpräsentation, Kunstuniversität Linz, 2019

ZWEIFEL ODER: WENN DIE KÖNIGIN KEIN GUTMENSCH IST, WER

DANN? (S. 1629)

Vortrag, Summer School, Park Lingezegen, Elst, 2011

Vortrag, Kongress „What Design Can Do“, Amsterdam, 2011

ENGAGEMENT (S. 3035)

Beitrag, de Architect, Den Haag, 2010

Vortrag, Ausstellung „Green Architecture for the Future“, Louisiana Museum of

Modern Art, 2009

Vortrag, „Biennale Architettura“, Venedig, 2010

WINKEN FÜR SPÄTER (S. 3651)

Vortrag, Ministerium für Raumplanung, Den Haag, 2007

PRODUKTION VON WOHLBEFINDEN EIN TRÄGER ENTWICKLUNGS-

PLAN FÜR DIE CÔTE D’AZUR (S. 5261)

Vortrag für das Office for Metropolitan Architecture (OMA/AMO), Département

Var, Nizza, 2010

OCCUPY (S. 6267)

Spontan-Vortrag auf dem Flur der Universität Wismar, mit Human Microphone,

2011

Vortrag für Occupy Rotterdam vor den Beursgebouw in Rotterdam mit Human

Microphone, 2012

95 THESEN DES PROTESTS (S. 6899)

Vortrag, Wendorf Academy, 2017

Vortrag, Kunstuniversität Linz, 2018

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ÜBERLEBEN IN DER SIEDLUNG (S. 102110)

Vortrag, RIBA Royal Institute of Britisch Architects, London, 2008

Vortrag, Botschaft der Niederlande, Berlin 2015

KLIMAMASCHINEN (S. 112117)

Vortrag, Aedes Architecture Forum, Berlin, 2007

Vortrag, Rotterdam Designprijs, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam,

2007

Vortrag, RIBA Royal Institute of Britisch Architects Londen, 2008

Vortrag, Kunstuniversität Linz, 2010

Vortrag, Ausstellung „Ja natuurlijk“, Gemeentemuseum Den Haag, 2013

Vortrag, Festival „Mode d’emploi“, Lyon, 2015

Vortrag mit Christopher Dell, Internationale Bauausstellung Hamburg, 2008

ÜBERLEBENSJACKEN-MODENSCHAU (S. 118129)

Vortrag, Wimby, „Welcome in My Backyard“, mit Kindern der Grundschulen

Hoogvliet, Rotterdam, 2006

Vortrag, Theater Freiburg mit Kindern und Jugendlichen aus Rieselfeld, Orbit

Raumlabor, 2007

Vortrag, Theater Veenfabriek mit Schauspielern der Veenfabriek, Veenproeven

„Licht is de Machine“, Leiden, 2010

Vortrag, Ministerium Raumplanung mit Mitarbeitern des Ministeriums,

Den Haag, 2008

GROSSE POTEMKINSCHE STRASSE, WITTENBURG (S. 130138)

Vortrag, Internationale Grüne Woche, Berlin, 2013

Beitrag in: Sophie Wolfrum/Nikolai Freiherr von Brandis (Hg.): Performative Urbanism.

Generating and Designing Urban Space, Berlin 2014

Vortrag, verschiedene Tagungen zu schrumpfenden Städten und Dörfern in Europa,

20132017

Vortrag, Technische Universität München, 2015

Vortrag, Kunstuniversität Linz, 2015

DAS POTEMKINSCHE DORF GOTTSBÜREN (S. 140149)

Vortrag, verschiedene Tagungen zu schrumpfenden Städten und Dörfern in Europa,

20132017

Vortrag, Guangzhou University, 2017

PERFORMATIVER URBANISMUS (S. 150154)

Beitrag in: Sophie Wolfrum/Nikolai Freiherr von Brandis (Hg.): Performative Urbanism.

Generating and Designing Urban Space, Berlin 2014

Vortrag, Kunstuniversität Linz, 2015

Vortrag, Technische Universität München, 2015

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