women&work-CAMPUSdirect

womenandwork

Das Semestermagazin für Studentinnen, publiziert von women&work, Europas Leitmesse für Frauen und Karriere. www.womenandwork.de

CAMPUSdirect

Das Semester-Magazin für Studentinnen

Titel-Story

Frauen in der

Automobilindustrie

Ausgabe 01 / 2019

Ausland

Mit dem Job im

Gepäck auf Weltreise

Karriere

Gehaltsverhandlung

Erfolgsrezepte

Lerntypen

Stressfrei studieren

Companies Live

Credit Suisse

Vodafone

Zitis

WEBINAR ®

WOMEN&WORK • 4. MAI 2019

FRANKFURT • www.womenandwork.de

WOMEN&WORK

Weiterbildung

Monatlich kostenfreie Webinare

Termine & Anmeldung unter:

webinar.womenandwork.de


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Trainee IT mit Ausrichtung Microservices

Das erwartet Dich:

Als Trainee hast Du die Chance, Einblicke bei der Überleitung

unserer Wertpapierabwicklungsplattform in eine moderne

eventgetriebene Microservice-Architektur zu sammeln und aktiv

mitzugestalten. Auf Basis von Spring Boot und Apache Kafka

werden leistungsstarke, skalierbare und cloudfähige Services für

unsere digitale Transformation entwickelt. Während des

18-monatigen Trainee-Programms mit Stationen in allen Abteilungen

des Bereiches Informationstechnologie erhältst Du die

Möglichkeit von Wissensaufbau und aktiver Mitarbeit in Software-

Projekten mit Microservices-Architektur über alle Phasen, von

der Konzeptionierung über die Entwicklung und den Test bis hin

zur Implementierung. Nutze hierbei die Gelegenheit agile

Entwicklungsteams zu begleiten, die nach der Methode Scrum

vorgehen. Du unterstützt bei der kontinuierlichen Modernisierung

unserer Systeme auf Java-Basis.

Das bieten wir:

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Einsatzmöglichkeiten an unterschiedlichen Standorten.

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Prozesse im IT-Betrieb sowie in der Softwareentwicklung. Du

kannst die modernen Projektmanagement-Methoden wie Scrum

und Domain-Driven Design theoretisch und in der Praxis kennenlernen.

Dein persönlicher Mentor unterstützt Dich in Deiner

stetigen persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung u. a.

durch die Teilnahme an Schulungen, die gezielt auf Deine

individuellen Bedürfnissen ausgewählt werden. Deine Fähigkeiten

kannst Du darüber hinaus in unseren Coding Dojos und

Communities verbessern.

Das bringst Du mit:

Zeige uns, was Du gemacht hast. Uns interessieren Projekte aus

Deiner bisherigen professionellen Tätigkeit, studentische

Arbeiten, aus Eigeninitiative entstandene Projekte, oder Dein

Code aus Github.

▪ Du hast Dein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik,

Wirtschaftswissenschaften oder Mathematik erfolgreich

beendet

▪ Du bringst erste Erfahrungen in der IT-Branche und/oder

Projektarbeit mit

▪ Du hast Spaß an Kommunikation, verfügst über eine hohe

soziale Kompetenz und bist offen für Veränderungen

▪ Zu Deinen Stärken gehören ein hohes Maß an Eigeninitiative,

Selbstständigkeit und Teamgeist

Über uns:

Die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank) ist Deutschlands

führender Dienstleister für Wertpapierservices.

Mit rund 400 direkten Kunden und insgesamt 1.345 angeschlossenen

Instituten nutzen drei Viertel aller Banken in Deutschland

die Prozess- und Systemdienstleistungen der dwpbank rund um

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Schwerbehinderte Bewerber (w/m) sowie ihnen Gleichgestellte werden

bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt behandelt.

Wir sind Wertpapierservice


women&workCAMPUSdirect

Kurz Vorgestellt

Name

Melanie Pilszek

Alter 25

Beruf

Irgendwas mit Medien & Verlag

Position Studentische Chefredakteurin

#iamwomenandwork

Lieblings-App

Goodreads

#Werdegang

Von der Studentin zur studentischen Chefredakteurin

bis hin zu....

Hallo ihr Lieben!

Webseite

www.womenandwork.de

Vor der Arbeit an diesem Magazin dachte ich immer, ich würde wissen, wie die Jobwelt da draußen aussieht

– hart und steinig eben. Und ich dachte auch, dass sich in den letzten Jahren einiges in Richtung

Gleichberechtigung getan hat. Heute weiß ich es besser.

Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass

Frauen das gleiche Gehalt bekommen wie ihre

männlichen Kollegen. Es ist auch immer noch

nicht selbstverständlich, dass Frauen genauso erfolgreich

sind wie ihre männlichen Kollegen. Und

was wohl das Schlimmste an der ganzen Sache ist:

Vielen Frauen, und zu diesen konnte ich mich am

Anfang auch zählen, ist diese Ungerechtigkeit nicht

bewusst.

Was ich in den vergangenen 3 Monaten lernen

durfte, ist, wie viele unglaublich tolle Karrierefrauen

es da draußen gibt, und wie froh ich am

Anfang meines Studiums gewesen wäre, auch nur

ansatzweise so viele weibliche Vorbilder zu kennen.

In diesem Magazin trefft Ihr auf starke, selbstbewusste

Frauen mit Leidenschaft für ihren Beruf. Ihr

werdet junge Frauen kennenlernen, die gerade ins

Berufsleben gestartet sind. Ihr werdet auf Karrierefrauen

treffen, die sich erfolgreich in männerdo-

minanten Branchen durchgesetzt haben. Ihr werdet

auf Führungsfrauen stoßen, die es bis ganz nach

oben geschafft haben. Ihr werdet aber auch auf

Frauen treffen, die in der Vergangenheit Großes

geleistet haben, aber in unserer Geschichte kaum

Erwähnung finden.

CAMPUSdirect geht mit dem Gedanken voraus,

dass jede Frau, wenn sie es nur will und die richtigen

Voraussetzungen vorfindet, erfolgreich sein

kann. Und deswegen ist dieses Magazin von uns

für Euch, damit Ihr von diesen erfolgreichen und

wundervollen Frauen erfahrt, und damit ihr weibliche

Vorbilder habt, denen Ihr nacheifern könnt.

In diesem Sinne: Seid mutig. Seid kreativ. Seid

selbstbewusst.

Eure Melanie

Studentische Chefredakteurin

3


women&workCAMPUSdirect

inhalt

STUdiUm

Welcher Lerntyp seid Ihr?

HerStory: Von Absolventin zu Studentin

Tipps & Tricks zum stressfreien Studieren

5 Must-Haves/Must-Dos im Winter

Wir werden keine Freundinnen

3

16-17

24

25

26

karriere

3D-Druck: The Next Big Thing

Erfolgsrezpet: Freude im Beruf

Aus Fehlern lernen: Gehaltsverhandlung

FiNUM: Eine Frau im Vorstand

Zeitreise: Ada Lovelace, Gründerin der IT

22

23

27

28-29

30

karriere

Frauen in der Automobilbranche

Welcher Arbeitgeber passt zu Dir?

Mit dem Job im Gepäck auf Weltreise

Wenn aus Träumen Erfindungen werden

8-9

6

11-12

18-19

ToP-arBeiTGeBer

Vodafone: Frauen & Technik – das geht!

CreditSuisse: Zwei Karrierefrauen berichten

ZITiS: Das Start-up unter den Behörden

12-13

14-15

20-21

Frauen-Fakten-Check

8 von 10

Beschäftigte in der Informationsund

Kommunikationstechnologie

(ITK) sind Männer. Die Frauenquote

im Bereich Digitalisierung

liegt gerade mal bei 7,2 %.

Quelle: IW Köln, Bisnode

€ 650,-

verdienen Professorinnen weniger

als ihre Kollegen. Insgesamt

liegt der „Gender-Pay-Gap“ in

Deutschland bei 21,5 % (vgl.

„Spitzenreiter“ Estland: 25,3 %)

Quelle: DHV, Eurostat

30,9 %

beträgt der Frauenanteil im

Deutschen Bundestag. Er ist damit

so niedrig wie seit 20 Jahren

nicht mehr. 219 Frauen und 490

Männer sind im Parlament.

Quelle: Deutscher Bundestag

4

IMPRESSUM: AGENTUR ohne NAMEN GmbH, Dürenstraße 3, 53173 Bonn, www.AGENTURohneNAMEN.de

Bildquellen: AGENTUR ohne NAMEN GmbH, istockphoto.com, fotolia.com


welcher Lerntyp seid ihr?

women&workCAMPUSdirect

Findet heraus welcher Lerntyp Ihr seid und wie Ihr am besten große Informationsmengen lernen könnt,

dann klappt es auch mit dem Studieren leichter. Testet einfach mal aus, mit welcher Technik es für Euch

persönlich am besten klappt.

studIum & KaRRIeRe • tIpp

Typ 1: die auswendiglernerin

Stumpfes Wiederholen ist für diesen Typ die beste

Methode, um große Mengen an Stoff zu behalten.

Am besten schreibt Ihr Euch die wichtigsten Informationen

auf Karteikarten und lernt sie für jedes

Fach auswendig. Klingt langweilig, ist aber für die

Auswendiglernerin die beste Methode zum Erfolg.

Typ 2: die abschreiberin

Der große Stapel Notizen und jede Menge leere

Blätter neben Euch – und es kann losgehen. Für

diesen Lerntyp gilt: Schreiben, schreiben, schreiben

und noch mehr schreiben, bis die Hand weh tut.

Nur so kann die Abschreiberin sich den Lernstoff

am besten behalten.

Typ 3: die Vorleserin

Texte oder Notizen bleiben ihr am besten im Gedächtnis,

wenn sie diese immer wieder laut vorliest.

Seid Ihr ein solcher Typ, dann ist es für Euch sogar

am besten, wenn Ihr tatsächlich in der Vorlesung

gesessen und dem Dozenten zugehört habt. Besorgt

Euch alternativ die Informationen im Audioformat

oder schaut bei Youtube nach sinnvollen

Lernvideos.

Typ 4: die Gruppenlernerin

Die Gruppenlernerin lernt zusammen mit ihren

Kommilitoninnen und Kommilitonen einfach am

besten. Fragen stellen und die Fragen anderer beantworten

sind hier das Erfolgsrezept und helfen,

den Überblick zu behalten und gleichzeitig den

Lernstoff wirklich zu verstehen. Seid Ihr dieser Lerntyp,

sucht Euch frühzeitig Gleichgesinnte und bildet

Lerngruppen.

Vielen Dank an die Künstlerin Carmine Jako (

@CarmineJakoDE) , die uns diese Zeichnungen schenkte.

5


women&workCAMPUSdirect

save the date

Wofür?

gibt es seit 2011

Kurzbeschreibung

Highlights

women&work

Europäische Leitmesse für

Frauen & Karriere

Wann? 4. Mai 2019

Wo?

Webseite

Welcher Arbeitgeber passt zu Euch?

250 Aussteller, über 100 Top-

Arbeitgeber, 50 Vorträge

FORUM der Messe Frankfurt

www.womenandwork.de

Wer viele Dinge unter einen Hut bringen möchte – Arbeit, Lifestyle, Sport, Familie, Freunde – braucht das

passende berufliche Umfeld. Auf der Karrieremesse women&work trefft Ihr auf über 100 TopArbeitgeber,

bei denen Ihr Euch teilweise schon im Vorfeld für vorterminierte Vier-Augen-Gespräche anmelden könnt

und die tolle Perspektiven für Studentinnen und Absolventinnen bieten.

Gegen Ende des Studiums fragt Ihr Euch bestimmt,

welcher Arbeitgeber zu Euch passt, denn nicht jeder

hält, was er verspricht. Darum ist es wichtig, in

persönlichen Gesprächen herauszufinden, wo Ihr

Euch langfristig am wohlsten fühlen werdet.

Auf der women&work am 4. Mai 2019 in Frankfurt

könnt Ihr genau das tun! Hier trefft Ihr auf über 100

Top-Arbeitgeber, bei denen Ihr Euch im Vorfeld für

vorterminierte Vier-Augen-Gespräche (Bewerbung

ab Januar 2019 bis zum 30. April 2019) bewerben

könnt. Außerdem erwarten Euch über 50 Vorträge

und ein umfangreiches Kongressprogramm, was

Euch zusätzlich beim persönlichen Networking und

bei der erfolgreichen Lebens- und Karriereplanung

hilft.

In der Karriere- und Leadership-Lounge können

zusätzlich Kontakte zu über 150 Netzwerken, Beratern,

Coaches und Experten geknüpft, berufliche

Chancen ausgelotet und Informationen darüber

ausgetauscht werden, wie Frauenkarrieren heute

und in Zukunft aussehen.

Die women&work bietet so viele unterschiedliche

Programmpunkte, dass ein Besuch bereits

für Studentinnen ab dem ersten Semester interessant

ist, um frühzeitig Anregungen für die eigene

Karriereplanung zu bekommen. Und auch die

COSMOPOLITAN-Lounge ist immer einen Besuch

wert!

Die women&work im Schnell-Check

Wo? FORUM der Messe Frankfurt

Wann? 4. Mai 2019, 9.30-17.00 Uhr

Für wen? Studentinnen & Absolventinnen aller

Fachbereiche und Semester.

Was noch? Speed-Mentoring, COMPANY-Slam,

Vier-Augen-Gespräche, CV-Check uvm

Eintritt? Der Besuch ist kostenfrei.

6


[

#iamwomenandwork

Bastel deine eigene Sprechblase: Schneide dazu

diese Sprechblase aus.

#iamwomenandwork: Zeig der Welt, wie stark

und selbstbewusst wir Frauen sind! Auch Du

bist women&work, wenn Dir Karriere UND

Familie / Freunde wichtig sind.

Social media: Poste das Selfie in Deinen Social Media-

Kanälen. Nutze dazu unbedingt immer den Hashtag

#iamwomenandwork und #womenandwork.

Selfie & Sprechblase: Mache ein Selfie mit Dir

und der Sprechblase.

Caring: Like die Posts anderer Frauen, die #iamwomenandwork

sind.

Sharing: Teile diese Aktion mit Deinen

Freundinnen und Kommilitoninnen.

Ja, auch

du bist

women&work

7


LEITARTIKEL

Frauen in der automobilbranche

Am 9. Oktober 2018 fand in Stuttgart die Automotive TopCareer statt, auf der über 40 Unternehmen der

Automobilindustrie, des Automobilhandels sowie Branchendienstleister vertreten waren, um Nachwuchskräfte

zu rekrutieren. Die perfekte Gelegenheit also um herauszufinden, wie es um die Gleichberechtigung

von Frauen in der Automobilindustrie bestellt ist. Melanie Pilszek, unsere studentische Chefredakteurin, war

vor Ort und suchte nach Antworten. Hier ist ihr Erfahrungs- und Erkenntnisbericht.

Eigentlich hatte ich das Gefühl, dass sich in den

letzten Jahren einiges geändert hat. Dass #Gleichberechtigung

und #Chancengleichheit für Frauen

und Männer gleichermaßen existieren, sei es im

Berufs- oder Familienleben. Und mein erster Rundgang

über die Messe stimmte mich auch zunächst

positiv. An jedem Stand waren meist männliche

und weibliche Ansprechpartner anzutreffen. Auch

auf den Werbeplakaten warb der Großteil der Unternehmen

mit Bildern von glücklichen Frauen und

Männern jeglicher Ethnizität. Der erste Dämpfer

ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Am ersten

Stand eines großen Unternehmens sprach ich

mit einer jungen Frau, die zunächst sehr souverän

und selbstbewusst auftrat. Meine Frage, die ich

auch später jeder anderen Unternehmensvertreterin

stellte, war:

Wie gelingt es Frauen, sich in Männerdomänen

durchzusetzen und in Führungspositionen

aufzusteigen?

Die Antwort der jungen Frau: „Ich glaube, viele

Frauen wollen es gar nicht.”

Moment mal! Soll das bedeuten, dass Frauen keine

Führungsposition haben möchten und keine Karriere

machen wollen? Wie kann das sein?

Dabei war doch eine Frau die #Pionierin in der

#Automobilindustrie! Bertha Benz sorgte im August

1888 mit der ersten erfolgreichen Überlandfahrt

für den Durchbruch des Automobils, weil ihr

Mann, der viel bekanntere Carl Benz, sich nicht

traute, sich hinter das Steuer zu setzen.

Und was ist mit Mary Barra? Seit 2014 ist sie CEO

bei General Motors. Die erste Frau an der Spitze

eines US-Autokonzerns gilt als eine der einfluss-

8

Bertha Benz

Bild: https://bit.ly/2PWFXV4

Mary Barra

Bild: https://bit.ly/2Pm2NX1

reichsten Frauen der Welt. Woher kommt also der

Gedanke, dass Frauen kein Interesse daran haben,

die #Karriereleiter zu erklimmen?

Zwei weitere jüngeren Damen bestätigten mir am

nächsten Stand, dass es für Frauen immer noch

schwieriger sei als für Männer, Karriere zu machen.

Und beim dritten Unternehmen bekam ich von einer

Mitarbeiterin eine deutliche Antwort, warum

das so ist:

„Starke Frauen wirken schnell bossy

und zickig. Bei Männern ist das anders.

Starke Männer strahlen Souveränität

und Selbstbewusstsein aus.”

Okay. Das war mal eine konkrete Aussage. In diesem

Moment kam mir eine Rede von Emma Watson

in den Sinn, die ich vor einiger Zeit gesehen

hatte. Darin sprach sie davon, dass man sie als

#bossy bezeichnet hatte, weil sie mit 8 Jahren ein

Theaterstück leiten wollte. Doch wie kann es sein,

dass Frauen überheblich wirken, Männer in derselben

Situation dagegen souverän?

Auch zwei weitere Vertreterinnen eines Automobilkonzerns,

die übrigens alle anonym bleiben wollten,

haben dieses Problem. Ihr #Erfolgsrezept für

eine potentielle Karrierefrau lautet darum so:


women&workCAMPUSdirect

„Frauen sollten mit viel Charme und

Fachwissen auftreten und sich selbst

in Szene setzen können. Aber auch

Durchsetzungsvermögen, Geduld, Ausdauer

und Ausstrahlung sind wichtige

Eigenschaften.”

Die getroffenen Aussagen der Unternehmensvertreterinnen

ließen mich grübeln. Um ehrlich zu

sein, bin ich selbst kein riesiger Autofan. Aber ich

liebe das Autofahren. Auf weiten Strecken ohne

Geschwindigkeitsbegrenzung mit laut dröhnender

Musik. Manchmal ist das besser als jede Therapie.

Aber für die Automobilindustrie habe ich mich nie

großartig interessiert.

Trotzdem saß ich nun da und war ziemlich unzufrieden.

Es ging mir nicht darum, dass wir Frauen

mehr leisten müssen, um eine Chance auf eine

Führungsposition zu bekommen. Dazu sind wir in

der Lage. Es ging mir auch nicht darum, dass wir

nicht den gleichen Weg gehen können wie unsere

männlichen Kollegen. Das versteht sich irgendwie

von selbst. Was mich in diesem Moment wirklich

ärgerte, war die Selbstverständlichkeit, mit der

immer wieder darauf hingewiesen wurde: „Ja, für

Frauen ist es immer noch schwieriger.”

Warum ärgert die Frauen, mit denen ich gesprochen

habe, dieser Zustand nicht? Warum nehmen

sie das so einfach hin?

Am Stand von women&work unterhielt ich mich mit

meiner Kollegin darüber. Sie berichtete mir, dass

eine Gesprächspartnerin – eine Frau wohlgemerkt

– ihr gegenüber unverholen die Meinung vertrat,

dass die offenen Stellen in ihrem Unternehmen

„nur etwas für Männer sind“.

Ich war fassungslos, denn kurz zuvor hatte ich mich

noch mit dem Mitarbeiter eines Automobilzulieferers

für Stahlteile unterhalten. Stahl bedeutet harte,

körperliche Arbeit. Verständlich, dass die #Frauenquote

hier geringer ausfällt. In der #Chefetage

eben dieses Unternehmens gibt es aber eine weibliche

Führung. Seine Empfehlung für Frauen lautet:

„Gesundes Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen.”

#Durchsetzungsvermögen ist also ein entscheidendes

Schlüsselwort. Das sieht die Mitarbeiterin eines

anderen Unternehmens auch so:

„Frauen müssen tough und hart im

Nehmen sein. Vor allem brauchen sie

aber auch das Konkurrenzdenken.”

#Konkurrenzdenken. Sind wir Frauen einfach

schneller zufrieden mit unserer Situation? Das würde

zumindest erklären, wieso wir statistisch gesehen

zwar erfolgreicher studieren als Männer aber dennoch

in unseren späteren Berufen oftmals weniger

erfolgreich sind. Geben wir Frauen unsere Karriere

und ein solides Einkommen zu schnell auf für Ehe

und Kind? Und sollte im 21. Jahrhundert nicht alles

besser vereinbar sein, für Männer und Frauen?

Am Ende des Tages brachte mich die Automobilmesse

tatsächlich dazu, über sehr viel mehr nachzudenken,

als lediglich über „Frauen in der Automobilindustrie“.

Ich frage mich nun selbst: Was

will ich eigentlich nach meinem Studium machen?

Bisher wollte ich immer nur „einen Job im Verlag“.

Doch ist das alles? Will ich wirklich nicht mehr?

Und wenn ja, woran liegt das? Was hält mich zurück?

Nach wie vor bin ich auf Entdeckungsreise,

um diese Fragen für mich beantworten zu können.

Mein Appell an Euch:

Traut Euch und gebt Euch nicht mit weniger als

dem Besten zufrieden, das Ihr erreichen könnt!

Lasst Euch nicht von der Gesellschaft einreden,

dass Ihr für irgendeinen Job nicht in Frage kommt,

bloß weil Ihr eine Frau seid. Lasst Euch nicht entmutigen!

Denn am Ende haben doch alle etwas

davon, wenn es überall so laufen würde wie bei

diesem Unternehmen:

„Bei uns setzen sich die Frauen durch.

Wenn man etwas drauf hat, dann kann

man es auch schaffen. Dabei kommt es

nicht auf das Geschlecht an.”

KaRRIeRe • IBRanChen-nsIght

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women&workCAMPUSdirect

Linda Kessler

Beruf Event-Managerin

Position Weltenbummlerin auf Zeit

Unternehmen AGENTUR ohne NAMEN GmbH

Lieblings-App WhatsApp & Spotify

Werdegang

#eventstudium #keuzfahrtscout #lehrkraft

#selbsständigkeit #projektmanagerin

#digitalnomadin

Webseite

www.AGENTURohneNAMEN.de

Mit dem Job im Gepäck auf Weltreise

Im November 2018 hat Linda ihre Koffer gepackt und eine Weltreise angetreten. Ihren Job hat sie mitgenommen.

Im Handgepäck – in Form von Notebook und Mobiltelefon. Mehr braucht sie in den kommenden

Monaten nicht, um als Event-Managerin die women&work vorzubereiten. Doch halt, einen Internetanschluss

benötigt sie. Den organisiert sie sich aber vor Ort. Auf dem women&work-Blog wird sie zukünftig

von ihrer Weltenbummelei berichten. Hier macht sie für Euch den Anfang.

Hallo Ihr Super-Brains, fleißigen Bienchen und

Weltverbesserinnen! Ich bin Linda. Ich bin Eventmanagerin,

und das aus Leidenschaft. *Achtung

Kitschalarm!*

Aber es stimmt! Ich liebe meinen Beruf und bin

dankbar, dass ich mein Studium (internationales

Messe- Kongress- und Eventmanagement) beendet

habe, das mir nun alle Möglichkeiten eröffnet.

Denn genau das mache ich jetzt! Ich nutze meine

Möglichkeiten! Ich packe meinen #Mut, meine

#Abenteuerlust und meinen #Entdeckergeist und

gehe auf #Weltreise.

Ich bin 32 Jahre alt und arbeite schon seit zwölf

Jahren in der #Eventbranche. In diesen Jahren

habe ich ziemlich viele Facetten dieser Branche

kennengelernt. Ich habe als Projektleiterin, als

Abendspielleiterin, als Kellnerin, als Thekenkraft,

als Hostess, als Reiseleiterin, als Kassiererin, als

Empfangsdame und als Promoterin gearbeitet.

Ja, sogar als Berufsschullehrerin und als Mitglied

des Prüfungsausschusses der Industrie- und Handelskammer.

Ich war für Theater, Agenturen, Bildungsträger,

Schulen, Messen, Organisationen,

Privatpersonen, Festivals, Partyveranstalter, Gastronomieunternehmen

und Kulturvereine tätig und

habe sogar sechs Monate auf einem Kreuzfahrtschiff

gearbeitet.

Um es kurz zu sagen: Ich habe eine ganze Menge

gelernt!

Seit einiger Zeit schon arbeite ich aus meinem

#Homeoffice in der Nähe von Koblenz.

Hauptsächlich bin ich für die AGENTUR ohne

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women&workCAMPUSdirect

NAMEN tätig. Wir beschäftigen uns mit dem Thema

„Female Recruiting“ und mein Schwerpunkt ist die

women&work, Europas Leitmesse für Frauen und

Karriere. Hier verhandele ich mit Kooperationspartnern

organisiere das gesamte Kongressprogramm

und akquiriere Aussteller. Natürlich habe ich noch

eine Menge anderer Aufgaben, aber dazu später

mehr auf dem women&work-Blog.

Company • neW WoRK

Als digitale Nomadin bin ich seit November 2018

in verschiedenen Ländern unterwegs. Ich möchte

meine Zeit im Ausland dafür nutzen, die Lebensund

Arbeitsgewohnheiten in den jeweiligen Ländern

kennenzulernen. Vor allem freue ich mich darauf

internationale #Karrierefrauen zu interviewen

und mich mit Studentinnen im Ausland über ihre

#Jobperspektiven zu unterhalten. Auch werde ich

versuchen, innovative Arbeitsplätze aufzuspüren,

um Euch diese dann in der women&work-Onlinekolumne

vorzustellen.

Meine Reise beginnt übrigens in Auckland. Danach

sind Island und Buenos Aires geplant. Und dann?

Dann schauen wir einfach mal, was kommt. Meine

Reiseziel-Wunschliste ist ziemlich lang...

Liebe Grüße,

Linda

PS: Ihr möchtet mir gern eine Nachricht hinterlassen?

Dann schreibt mir einfach an:

lk@AGENTURohneNAMEN.de

Verfolgt Lindas

abenteuer als

digitale nomadin

online:

women&work-Blog

blog.womenandwork.de

Lindas erfolgsrezept:

eine Prise mut &

eine Prise neugier schaden nie.

Lindas Lebensmotto:

Finde das Positive in allem!

women&work-newsLetter

newsletter.womenandwork.de

women&work-TV

womenandwork.tv

11


women&workCAMPUSdirect

Kurz Vorgestellt

Name

Britta Rudolphi

Alter 31

Beruf

Head of Technology Innovation

Position Abteilungsleiterin

Lieblings-App

Mentimeter

#Werdegang

#DiplomMedienwissenschaften #VodafoneTechnikTrainee

(2012) #Vodafone Innovation Park

Labs (Führungsposition, 2016)

Karriere-Webseite vodafone.de/Jobs

Frauen & Technik: Passt das? Das passt!

„Dass ich einmal einen so verantwortungsvollen Job nach so kurzer Zeit habe, hätte ich nie gedacht!“

Seit knapp sechs Jahren ist die 31-jährige Britta Rudolphi bei Vodafone angestellt und arbeitet als

Abteilungsleiterin gemeinsam mit ihrem Team an Innovationsthemen im Technikbereich.

Geweiteter Blickwinkel dank interdisziplinärem

Studium

2006 begann Rudolphi ihr Studium an der Universität

Köln im Studiengang Medienwissenschaften.

Ihr persönliches Schlüsselerlebnis hatte sie im Fach

Medienmanagement: Es ging um die Telekommunikationsbranche

und insbesondere um das Netz,

um Zugangstechnologien und Strategien im Netzausbau.

„Für mich waren das wirklich neue und

vor allem total interessante Fragestellungen. Hat

das Netz doch schon so viele Unternehmen hervorgebracht,

aber auch verändert. Hierauf habe

ich auch den Schwerpunkt meiner Diplomarbeit

gelegt“, sagt die junge Frau.

„Können Sie auch Technik?“

Nach dem Studium folgte dann 2012 der direkte

Einstieg in den Job als Trainee bei Vodafone. Im

Vorstellungsgespräch hakte das Telekommunika-

tionsunternehmen beim Thema der Diplomarbeit

über „Netztechnik“ noch einmal nach. Schnell

stand die Frage im Raum: „Könnten Sie sich auch

eine Trainee-Ausbildung in der Technik vorstellen?“

Sie sagte zu.

Eine gehörige Portion Respekt schwang aber mit,

weil sie „kein richtiger Techie“ war. Sie äußerte

ihre Sorge offen, doch diese war unbegründet: die

Technikmitarbeiter bei Vodafone schrauben längst

nicht alle an Mobilfunkmasten herum oder konfigurieren

Router. Ein gewisses technisches Grundverständnis

brachte sie mit. Alles andere wurde ihr

„on the job“ vermittelt.

Nach einigen anderen Stationen verbrachte

Rudolphi die meiste Zeit ihres Trainees in technischen

Abteilungen. Und genau dort hatte sie dann

das richtige Bauchgefühl: Die bodenständige Art

der Menschen und die Dynamik der Themen hatten

sie überzeugt.

12


women&workCAMPUSdirect

Und dann?

Nach der Traineezeit startete Britta Rudolphi als

Business Managerin des damaligen Netzchefs.

Nach zwei Jahren in dieser Funktion übernahm sie

zum ersten Mal Führungsverantwortung für ein kleines

Team, welches für die Vermarktung der hauseigenen

Labore verantwortlich war: dem Vodafone

Innovation Park. Hier traf vertrieblicher Anspruch

auf ein spezifisches, technisches Angebot. Vor allem

zeigte sich im Labor immer wieder die neueste

Technologie – das innovative Kernstück der Branche.

In diesem Jahr folgte dann die bisher größte Herausforderung

für Rudolphi: Das Vodafone 5G Lab;

ein Fachlabor für die fünfte Generation im Mobilfunk

sollte in Düsseldorf ins Leben gerufen werden.

Ein Auftrag, der Rudolphi aufgrund der Vielfältigkeit

sofort ansprach. Heute zieht dieser besondere

Raum Besucher aus allen Bereichen in seinen

Bann.

Seit Mai leitet Rudolphi nun den Innovationsbereich

im Lab, in dem hauptsächlich männliche Ingenieure

und Techniker arbeiten. Wie die junge Frankfurterin

mit der doch ungewöhnlichen Konstellation

umgeht?

Sie lässt sich nicht aus dem Konzept bringen und

fokussiert sich stattdessen gemeinsam mit ihren

Mitarbeitern auf die Dinge, die das Team verbindet

– die Begeisterung für Technik. „Gar nicht erst

verstellen und meinen, die beste Ingenieurin sein zu

müssen“, ist ihr Credo. Ihre Stärken liegen vor allem

im kommunikativen und vermittelnden Bereich.

Außerdem legt sie größten Wert darauf, dass jeder

im Team seine Stärken miteinbringt.

Gleichstellung von Männern und Frauen –

Rudolphis Meinung

„Auch wenn ich nicht für andere Firmen oder Fachbereiche

sprechen kann, da mir die Umstände dort

nicht geläufig sind, höre ich immer wieder Geschichten

von anderen Frauen, die mich doch zum

Nachdenken bringen. Insbesondere da ich in meiner

Rolle selbst einen guten, respektvollen Umgang

zwischen Männern und Frauen erlebe und mich

gleichbehandelt fühle. Daher finde ich es wichtig,

dass Frauen an sich selbst glauben und klar artikulieren,

was sie möchten und wofür sie stehen.“

Für Studierende und Berufsanfänger,

egal ob Mann oder Frau, hat sie folgenden

Ratschlag:

„Sucht Euch einen Mentor, das hilft ungemein. Ich

bin froh, dass mich immer wieder unterschiedliche

Menschen begleitet haben, die mir wichtiges

Feedback in vertrauter Atmosphäre gegeben haben.

Das hat meiner Entwicklung in Summe sehr

geholfen. Zudem erweitert man sein persönliches

Portfolio, zum Beispiel im Umgang mit Mitarbeitern

oder dem eigenen Chef, das ich wiederum anwenden

und weitergeben konnte.“

Und wo sieht sie sich in fünf Jahren?

„Ich bin gerade sehr glücklich mit meinem Job und

weiß, dass sich alles noch festigen und ich einiges

dazulernen muss. Wohin die Reise noch geht, wird

sich zeigen. Ich bin offen, solange es Spaß macht.“

Apropos Reise: Neben Kochen und Sport ist das

Reisen ihre große Leidenschaft. Soviel wie nur möglich

von der Welt zu sehen ist ihr größter Wunsch.

High 5

Karriere

Familie

Macht

Weiterbildung

SCheitern

Mein Lebens-Tipp

So lange es sich gut anfühlt,

machen.

Geschwister: Sie teilen die meiste

Lebenszeit mit einem.

Das „nötige Übel“, wenn man

gestalten möchte, sollte kein

Selbstzweck sein.

Der natürliche Gegenpol zum

Stillstand.

Tut weh, gibt dafür aber Tiefe

an Erfahrungen.

„Die Zukunft gehört denen, die

an die Schönheit ihrer Träume

glauben.“ (Eleanor Roosevelt)

Company • Role-Model

13


women&workCAMPUSdirect

Beate Lenertz

Petra SChmidt

Zwei Karrierefrauen im Gespräch

Beate Lenertz und Petra Schmidt sind heute erfolgreiche Frauen in der IT bei der Credit Suisse. Während

Frau Lenertz Vollzeit arbeitet, setzt Frau Schmidt auf Teilzeit um Kinder und Beruf zu vereinbaren. Dass

beides geht, erzählen sie hier.

14

Frau Schmidt, welche Faktoren haben für

Ihre Karriere eine wichtige Rolle gespielt?

Für mich waren Effizienz, Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit

von großer Bedeutung für meine

Arbeit. Ich wollte schließlich Karriere und Familie

unter einen Hut bringen und das bedeutet bis heute

sorgfältiges Zeitmanagement. Vor der Familienzeit

habe ich mich aber erst einmal auf meine Karriere

konzentriert. Das war mir wichtig und ich glaube,

dass mir diese Reife und das hohe Erfahrungswissen

später geholfen haben, den Wiedereinstieg und vor

allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gut

zu managen. Auch das Thema fachliche Führung

in Teilzeit ist dadurch kein Problem für mich.

Wie war es für Sie, Frau Lenertz?

Ich denke, meine kommunikativen Fähigkeiten und

mein Talent, Mitarbeitende zu motivieren, gehören

zu meinen stärksten Eigenschaften. Generell ist der

weibliche Anteil an Führungskräften im IT-Bereich

des europäischen Wealth Managements bei der

Credit Suisse ziemlich hoch. Grundsätzlich wird bei

uns sehr auf Diversität geachtet. Ich glaube, dass

die IT-Branche in internationalen Konzernen dazu

prädestiniert sein könnte, kontinuierlich Diversität

zu leben. Wir arbeiten mit den unterschiedlichsten

Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen

zusammen. Alle ticken anders. Hinzu kommt, dass

sich unser Fachgebiet ständig verändert, weil es so

zukunftsorientiert ist. Wir sind also sowieso daran

gewöhnt, uns ständig anzupassen.

Sie haben von dem großen Frauenanteil

in den Führungspositionen Ihres Unternehmensbereichs

gesprochen. Hatten

Sie mit Vorurteilen gegenüber Frauen zu

kämpfen?

Schmidt: Ich habe mich für einen Beruf entschieden,

der meinen Interessen und Talenten entspricht.

Von der Tatsache, dass Frauen in diesem Feld eher

in der Unterzahl sind, habe ich mich dabei nicht

abschrecken lassen. In meinem Informatik-Studium

gab es nur 5% weibliche Studierende. Vorurteile

gab es, wenn überhaupt, ganz früher in der Schule.

Später hat das keine Rolle mehr gespielt. Ich

denke, gute Leistung wird gesehen und honoriert,

unabhängig vom Geschlecht.

Lenertz: Ja, das stimmt. Wir wissen sehr genau über


women&workCAMPUSdirect

unsere Stärken, wie beispielsweise Diplomatie und

Verhandlungsgeschick, Bescheid und setzen diese

ganz gezielt im Beruf ein. Wenn zum Beispiel

zwei Männer in einer Besprechung mit ihren unterschiedlichen

Meinungen aufeinandertreffen, dann

habe ich mich schon mehr als einmal mit guter

Kommunikation, Einfühlungsvermögen und meiner

dritten Meinung durchgesetzt!

Hatten Sie Vorbilder, die Ihnen am Anfang

ihrer Karriere geholfen haben?

Lenertz: Meine Französischlehrerin aus der Schule

habe ich immer bewundert, weil sie so souverän

und ausgeglichen war. Und mein ehemaliger Chef.

Er konnte über fast jedes Thema problemlos sprechen.

Das hat mir imponiert.

Schmidt: Zum Anfang meiner Karriere habe ich

mir die damalige HR-Leiterin der Credit Suisse

Deutschland zum Vorbild genommen. Sie war immer

kompetent und konnte ihre fachliche Position

trotz Widerständen gut behaupten. Das fand ich

schon sehr bewundernswert.

Auf die Frage, ob sie sich hinsichtlich ihrer Führungskompetenzen

Tricks oder Kniffe abgeschaut

haben, antworten beide Frauen, dass der eigene

Führungsstil stark von den Vorgesetzten der früheren

Anstellungen und Aufgabenbereiche beeinflusst

war und ist. Eigenschaften, die sie selbst für gut befunden

hatten, haben sie übernommen und negative

Aspekte versucht, zu vermeiden. Beide konnten

sich zusätzlich im Rahmen von Führungsseminaren,

die von den Arbeitgebern angeboten wurden,

weiterbilden. Sowohl Frau Lenertz als auch Frau

Schmidt sind der Meinung, dass man gute Führung

erlernen muss. Mitarbeitermotivation oder Kommunikationsfähigkeiten

kann man teilweise abgucken,

vieles muss aber auch erlernt und trainiert werden.

Frau Schmidt, Sie führen in Teilzeit. Welche

Insidertipps können Sie weitergeben?

Fachlich führen in Teilzeit benötigt Flexibilität seitens

des Arbeitgebers und der Mitarbeitenden.

Organisation ist das A und O. Aber auch Zeitmanagement

ist ein wichtiger Faktor. Für mich hat

es sich bewährt, die Familienplanung erst einmal

hinten anzustellen und zunächst im Job anzukommen.

Mit einem größeren Erfahrungsschatz war es

hinterher sehr viel leichter, Familie und Beruf miteinander

zu verbinden.

Was würden Sie heute jungen Frauen

raten, die am Anfang ihres Berufslebens

stehen?

Schmidt: Glaub an dich! Trau dir was zu! Nimm

die Herausforderungen an! Bleib offen für Neues!

Lenertz: Geradlinige Karrieren sind nicht unbedingt

ausschlaggebend. Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft,

Networking und Beharrlichkeit sind meiner

Meinung nach dagegen viel wichtiger für eine erfolgreiche

Karriere.

FRauen bei der Credit Suisse

Die Credit Suisse ist einer

der weltweit führenden

Vermögensverwalter

mit ausgeprägten Kompetenzen im Investment

Banking. Das Unternehmen ist global tätig und in

rund 50 Ländern vertreten. Der Hauptsitz befindet

sich in Zürich.

Für Frauen bietet die Credit Suisse einiges! Neben

Praktikanten-, Trainee- und Mentoring- Programmen

hat das Unternehmen kürzlich erst die Aktion

#SheroesinIT gestartet. Beate Lenertz ist eine

dieser „Heldinnen in der IT“. Sie spricht sich

offen gegen Stereotype über Frauen in Technik

und IT aus, denn bei der Credit Suisse ist Vielfalt

angesagt. Das Unternehmen beschäftigt nämlich

mehr als 45.000 Mitarbeiter aus über 150 Nationen.

Mit dem Diversity Internship Program

sucht Credit Suisse auch 2019 neugierige Studentinnen

aus „bankfremden“ Studienrichtungen, die

mit einem Praktikum eine neue Welt entdecken

möchten. Außerdem bietet die Credit Suisse mit

dem mehrfach ausgezeichneten Programm Real

Returns talentierten Senior Professionals, die

eine längere Berufspause – zum Beispiel zur Betreuung

von Kindern – gemacht haben, einen reibungslosen

Übergang zurück in die Arbeitswelt.

Weitere Infos: credit-suisse.com/careers

Company • Insights

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women&workCAMPUSdirect

Her Story

16

Von Absolventin

zu Studentin

2018 begannen 437.737 Studierende

in Deutschland ihr erstes Semester

und den nicht immer einfachen Weg

des Studiums.

Drei Absolventinnen der Bereiche

BWL, Pharmazie und Informatik

erinnern sich an ihr Studium zurück.

Sie erzählen, was ihnen noch im

Gedächtnis geblieben ist, was ihnen

nicht so gut gefallen hat, und welche

Erfolgsrezepte ihnen durch ihr

Studium geholfen haben.

Sharing is Caring

Welche Story habt Ihr zu erzählen?

Welche Erfolgsrezepte wollt Ihr

weitergeben? Schreibt uns an:

CAMPUSdirect@womenandwork.de

Wir veröffentlichen Eure Story

in der nächsten Ausgabe!

Stephanie Becker

Beruf

Studium

Das #BWL-Studium ist ein typisches #Klischeestudium.

Studierende tragen Anzugshose, Bluse,

Hornbrille und haben iPhones. Doch das ist totaler

Käse! Wichtig ist, dass Ihr gemütliche Kleidung in

der Uni anhabt, egal ob schick, casual oder sportlich,

Ihr sollt Euch in der Uni wohl fühlen und Euch

nicht verstellen. #SeidEinfachIhrSelbst!

Für einen guten Start ins Studium oder Semester

sind die #Kneipentouren zu Semesterbeginn ein

absolutes Muss. So lernt Ihr schnell neue Leute kennen,

die Euch mindestens das komplette Studium

begleiten oder sogar Freunde fürs Leben werden.

So könnt Ihr das Studium auch gut aushalten :-).

#Kaffee zwischen den Vorlesungszeiten, gemütliche

Abende zusammen oder der gemeinsame

Sportbesuch machen das Studium erträglich. Ein

kleiner #Tipp von mir: Sucht Euch einen #Ausgleich

neben dem Studium. Ihr könnt nicht nur in

der Uni sitzen und lernen.

mein erfolgsrezept

Personalsachbearbeiterin

Betriebswirtschaftslehre

Fasst Eure Unterlagen lange vor

der Klausurphase zusammen

und besucht regelmäßig Übungen/Tutorien,

denn das sind die

wichtigsten Veranstaltungen.

Bleibt am Lernstoff dran, dann

habt Ihr auch genug Zeit für die

anderen Dinge im Leben.


women&workCAMPUSdirect

Studium • xperience

Mein ERfolgs-

Rezept

Nina Pusse

Beruf

Studium

Apothekerin

Pharmazie

Pharmazie besteht aus sehr vielen naturwissenschaftlichen

Bereichen. Dazu zählt vor allem

#Chemie, aber auch #Biologie, #Mathematik

und #Physik. Zu den Vorlesungen kommen noch

die vielen Praktika im #Labor, die nach den Vorlesungen

oder auch ganztägig in den Semesterferien

stattfinden. Die machen Spaß, weil es nicht einfach

nur Zuhören und Mitschreiben ist. Allerdings sind

sie auch anstrengend. Man steht unter Druck, die

gestellten Aufgaben so schnell und so gut wie möglich

zu bearbeiten und muss abends noch Berichte

dazu schreiben. Trotzdem waren sie für mich eine

sehr willkommene #Abwechslung vom normalen

Studienalltag.

Pharmazie zu studieren ist zeitaufwendig. Es war oft

herausfordernd sich nicht zu sehr davon einnehmen

zu lassen und das #Privatleben zu vernachlässigen.

Es ist daher sehr wichtig z.B. ein Hobby zu

haben, damit man einen #Ausgleich hat.

Um erfolgreich zu studieren ist

es sehr wichtig, neben dem Studium

einen Ausgleich zu haben.

Das können Sport oder auch

Freunde sein, die einen auf andere

Gedanken bringen, damit

man neben dem Studium unbedingt

auch mal auf andere Gedanken

kommt.

Dorothee Wegener

Mein ERfolgs-

Rezept

Beruf

Studium

UX Software Engineer

Digital Media Marketing

Bevor ich mein eigentliches Studium angefangen

habe, habe ich ein sogenanntes #Schnupperstudium

gemacht. Im Rahmen dessen konnte ich ein

Semester lang bestimmte vorausgewählte Vorlesungen

und Übungen aus verschiedenen Fächern

besuchen und mir ein Bild davon machen, was

mich eigentlich interessiert. Aber um ganz ehrlich

zu sein: Ein Studium ist nicht nur interessant.

Es kommen immer wieder Phasen in denen man

demotiviert ist, vieles unsinnig und langweilig wirkt

und man sich fragt, warum es wichtig ist, wie die

Geschwindigkeit verschiedener #Algorithmen zusammenhängt

oder warum man dieses oder jenes

#Lemma kennen muss. Heute denke ich, bis zu

einem gewissen Grad geht es im Studium genau

darum, dass man lernt, sich durchzubeißen. Das

hilft im späteren Job, denn auch da gibt es, gerade

zum Berufsbeginn, natürlich immer wieder Durststrecken.

Aber: Lasst Euch davon nicht unterkriegen!

Ich kann Euch nur ans Herz legen,

so oft wie möglich in die

Vorlesungen und Übungen zu

gehen. Das hat mir das Lernen

deutlich erleichtert, auch für Prüfungen.

Dadurch habe ich den

Stoff schon einmal gehört und er

blieb besser hängen.

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women&workCAMPUSdirect

ERFINDERINNENPREIS

Preisträgerinnen 2018

links

REchts

Webseite

Claudia Rougoor

Nachhaltige Inspektion von Bauwerken

durch Drohnentechnologie

Jeanette Spanier

„Scaffeye“, eine digitale Lösung zur

Verwaltung von Baugerüsten

www.Erfinderinnenpreis.de

WEnn aus Träumen Erfindungen werden

Am 1. November 2018 erhielten Jeanette Spanier (Unternehmerin, Gerüstbaumeisterin) und Claudia

Rougoor (Gründerin, Bauingenieurin) den women&work-Erfinderinnenpreis. Melanie Vogel, Initiatorin der

Karrieremesse women&work, sprach mit den beiden Erfinderinnen über ihre Träume und Ideen.

Claudia und Jeanette, was genau habt Ihr

erfunden?

Claudia Rougoor: Als Bauingenieurin beschäftige

ich mich naturgemäß mit Gebäuden und habe ein

Geschäftsmodell konzipiert, mit dem traditionelle,

historische Bauwerke nachhaltig und vorausschauend

mit Hilfe der Drohnen-Technologie inspiziert

werden können. Diese Technologie ermöglicht es

nun, in regelmäßigen Abständen Bildaufnahmen

von Bauwerken zu erstellen und diese dann algorithmisch

miteinander zu vergleichen. So erhalten

wir sehr schnell einen Eindruck vom Zustand der

Bauwerke und erfahren frühzeitig, wann ein Gebäude

saniert werden muss. Die Idee dahinter ist,

dass wir Bauwerke – ähnlich wie unsere Autos – regelmäßig

inspizieren, um nicht nur die nachhaltige

Instandhaltung zu gewährleisten, sondern auch die

Sicherheit der Menschen, die in diesen Gebäuden

leben oder sich in ihnen aufhalten.

Jeanette Spanier: Ich habe eine Software (SCAF-

FEYE) für die rechtssichere Verwaltung und Prüfung

von Gerüsten entwickelt. Ich arbeite seit 15

Jahren als Gerüstbaumeisterin und habe das Unternehmen

von meinem Vater übernommen. Gerüstersteller

haben durch die von mir entwickelte

Technologie nun die Möglichkeit, ihre Gerüste

cloudbasiert online zu stellen, so dass ihre Kunden

bereits im Vorfeld in 2D- oder 3D-Modellen sehen,

wie das Gerüst aussehen wird. Die Monteure haben

alle Daten auf dem Smartphone – Sicherheitsdaten

inklusive – und können basierend darauf das

Gerüst bauen. Gleichzeitig ermöglicht die Software

die digitale Freigabe von Gerüsten. Das wiederum

gibt allen am Prozess Beteiligten eine aktuelle Einsicht

in den Gerüststatus. Dadurch entsteht nicht

nur für den Kunden Planungssicherheit, sondern

auch für die Handwerker und Zulieferbetriebe, die

nur dann ihre Arbeit aufnehmen können, wenn die

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women&workCAMPUSdirect

Baugerüste nach aktuellem Sicherheitsstandard

freigegeben sind. Sämtliche Prüfprozesse werden

über QR-Codes abrufbar und auch wenn Mängel

am Gerüst festgestellt werden, werden alle per

Echtzeitbenachrichtigung informiert.

Wie geht es jetzt für Euch weiter? Habt ihr

weitere Ideen, die Ihr umsetzen wollt?

JS: SCAFFEYE ist offiziell seit dem 5. Oktober 2018

auf dem Markt und wir arbeiten natürlich am weiteren

Ausbau. Wir haben gerade ein Hackathon-

Projekt mit einer Fachhochschule durchgeführt, da

es mich als Handwerkerin gereizt hat zu lernen, wie

man programmiert. Dort konnte ich weitere Ideen

im Kleinen umsetzen. Mir wurde aber auch bestätigt,

dass diese Ideen im Großen funktionieren werden.

Ich denke, von diesen Ideen wird man in den

nächsten Monaten und Wochen noch hören.

CR: Für mich ist es jetzt erst einmal wichtig, mit

vielen Menschen zu sprechen, weil ich meine potenziellen

Kunden z.B. nicht über Social Selling

erreiche. Das heißt für mich: sichtbar sein, zu

Veranstaltungen gehen, auch spontane Möglichkeiten

für Gespräche nutzen, und dann wirkliche

Überzeugungsarbeit zu leisten. Natürlich denke ich

auch weiter, denn es gibt alte Bauwerke ja nicht

nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit.

Drohnen werden in vielen Bereichen sehr sinnvoll

eingesetzt. Da schlummert ein Riesenmarkt, und

man muss schauen, wie man den erobert.

Ihr habt beide eine digitale Marktnische

entdeckt und den Mut gehabt, diese

Nische zu besetzen. Wie ist Euch das gelungen?

CR: Das wichtigste war in der Tat Mut. Es ist wichtig,

sich klarzumachen, dass gar nichts Schlimmes

passieren kann. Was hindert einen daran, es zu

versuchen? Wichtig ist auch, sich Unterstützung

zu suchen, sei es in Form eines Coaches oder in

Form von Gründertreffs und Netzwerken. Ich habe

neulich ein Interview mit einer Dänin (Anne Kjær

Riechert, im Handelsblatt) gelesen, die es auf eine

einfache Formel gebracht hat. Sie sagte: „Sag

dir: Ich habe das noch nie gemacht – also bin ich

wahrscheinlich gut darin.“ Entscheidend sind aus

meiner Sicht immer eine positive Grundeinstellung,

Flexibilität und Unvoreingenommenheit.

JS: Dem stimme ich voll und ganz zu. Wenn man

eine Vision hat und an die eigene Idee glaubt,

dann soll man den Weg einfach gehen. Natürlich

gibt es auch Rückschläge, aber es hilft dann, an

dem, was man bislang erfolgreich geschafft hat,

festzuhalten. Es kann sein, dass man mal rechts

oder links abbiegen muss, aber man sollte sich

von außen, gerade auch in männerdominierten

Berufen, nicht unterkriegen lassen. Es ist wichtig,

einfach an sich zu glauben und das, was man liebt,

umzusetzen und den Weg weiterzuverfolgen.

Welche Tipps habt Ihr für Frauen, die sich

für den Erfinderinnenpreis bewerben

wollen?

JS: Es ist wichtig, dass auch Fachfremde verstehen,

was Ihr mit Eurer Idee bezweckt. Achtet bei Eurer

Bewerbung darauf, dass die Jury, die Euch und

Euren Hintergrund nicht kennt, die Tragweite Eurer

Idee versteht.

CR: Dem stimme ich zu. Benutzt wenige Worte und

untermalt mit Bildern, worum geht es bei Eurer Idee

geht. Das hilft, die eigene Idee auch noch einmal

klarer zu sehen. Als feststand, dass ich gewonnen

habe, spürte ich viel Anerkennung und Wertschätzung,

die meine Motivation noch einmal sehr gestärkt

haben. Nutzt daher die Chance, geht Euren

Weg und lasst Euch davon nicht abbringen.

Jetzt bewerben

Für den Erfinderinnenpreis können sich Frauen

ab 18 Jahren bewerben, die eine Erfindung

in Deutschland entwickelt und/oder beim

Deutschen Patent- und Markenamt oder beim

Europäischen Patentamt angemeldet haben.

Der Preis wird in vier Kategorien vergeben:

• Technologie

• Service & Sozial

• Geschäftsmodell & Organisation

• Sonderpreis: Humanismus 4.0

www.Erfinderinnenpreis.de

Karriere • Role-Models

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women&workCAMPUSdirect

Das Start-up unter den Behörden

Vom Smart Home über medizinische Implantate und industrielle Produktionsanlagen bis hin zu unternehmenskritischen,

softwaregestützten Geschäftsprozessen findet eine globale Vernetzung statt. Aber was,

wenn diese modernen Technologien für kriminelle Zwecke missbraucht werden?

In diesem Fall sorgt ZITiS dafür, dass Ermittlungsund

Sicherheitsbehörden auch in Zukunft den Kriminellen

voraus sind. Als jüngste Stelle des Bundesministerium

des Innern, für Bau und Heimat – als

Start-up unter den Behörden – gestalten wir die

Sicherheitsarchitektur Deutschlands aktiv mit. Und

dafür brauchen wir Verstärkung.

Bei uns könnt Ihr Cyber-Sicherheit „von der Pike

auf“ lernen – in einem Bachelor- oder Master-Studiengang.

Für die Dauer der Regelstudienzeit des

Bachelorstudiums Informatik bieten wir Euch:

• eine monatliche Studienförderung in Höhe

des BAföG-Höchstsatzes (ca. 950 € brutto)

• die Zahlung der anfallenden Studiengebühren

und Semesterbeiträge

• Praktika zur Kenntnis-Vertiefung

• Nach dem Studium: unbefrister Arbeitsvertrag

Für den Master Cyber-Sicherheit (Regelstudienzeit

20

ein Jahr und neun Monate) bieten wir Euch:

• eine unbefristete Einstellung bei ZITiS mit Einstiegsgehalt

je nach Berufserfahrung zwischen

38.000 € und 59.500 € jährlich

• die vollständige Zahlung der Studiengebühren

und Semesterbeiträge

• Praktika zur Kenntnis-Vertiefung

Doch wer sind „wir“ überhaupt?

Wir sind die Forschungs- und Entwicklungsinstanz

für technische Lösungen. Wir forschen, entwickeln

und beraten für unsere Kunden: das Bundeskriminalamt,

die Bundespolizei und das Bundesamt für

Verfassungsschutz.

Unsere Arbeit umfasst eine große Bandbreite von

digitaler Forensik, Telekommunikationsüberwachung,

Kryptoanalyse bis zu Big Data. Hinzu kommen

technische Fragen bei Kriminalitätsbekämpfung,

Gefahren- und Spionageabwehr. Durch

unsere Expertise schaffen wir Werkzeuge und Lö-


women&workCAMPUSdirect

sungen, die für die Aufgabenerfüllung der Sicherheitsbehörden

unverzichtbar sind. Dazu bündeln

wir bei ZITiS technisches Expertenwissen und bringen

erstklassige Forscher, Entwickler und Berater

zusammen, um so einen wesentlichen Beitrag zur

inneren Sicherheit zu leisten.

Querdenken statt Mitlaufen

Als junge Behörde im Aufbau bieten wir Euch Mitgestaltungsmöglichkeiten

und gleichzeitig die Verlässlichkeit

einer öffentlichen Institution. Fachleute

mit Innovationsgeist und Forschungsdrang sind für

uns unerlässlich. Wenn Ihr es liebt, Eure Freiräume

kreativ und produktiv zu nutzen und Euch mit

anderen über Fachgrenzen hinaus auszutauschen,

werdet Ihr Euch bei ZITiS zu Hause fühlen. Unsere

Community aus Könnern besteht vor allem aus

Querdenkern, die Innovationen vorantreiben und

so helfen, die Rechte und Freiheiten der Menschen

in Deutschland wirksam zu schützen. Voraus, quer

und gerne auch gegen den Strich zu denken, ist bei

uns ausdrücklich erwünscht. Ebenso die Ausdauer,

den Dingen auf den Grund zu gehen und sich nicht

mit halben Lösungen zufriedenzugeben.

Wollt Ihr mehr wissen?

Über studienfoerderung@zitis.bund.de könnt Ihr

gern mit uns Kontakt aufnehmen, um über den

weiteren Verlauf und die nächste Ausschreibung informiert

zu werden oder um uns Fragen zu stellen.

Karriere bei Zitis

Company • Start-Up

Wir investieren in Deine Zukunft

Um unseren hohen Ansprüchen gerecht zu werden,

investieren wir jetzt in Deine Zukunft mit einer kompletten

Studienförderung für das Bachelorstudium

Informatik und das Masterstudium Cyber-Sicherheit

an der Universität der Bundeswehr München.

Unsere Studiengänge vermitteln praxisrelevante

Fähigkeiten, etwa zur Identifizierung und Beseitigung

von sicherheitsrelevanten Schwachstellen, zur

Entwicklung und Implementierung von Sicherheitskonzepten

und zur Erkennung und Abwehr von Angriffen

auf IT-Systeme. Damit das neu gewonnene

Wissen auch direkt zum Einsatz kommt, sind Praktika

ein wichtiger Teil unseres Programms. Dabei

stehen Euch immer erfahrene Kolleginnen und Kollegen

von ZITiS als Mentoren zur Seite.

Nach dem Studienabschluss bieten wir Euch einen

unbefristeten Arbeitsvertrag bei ZITiS an mit der

Möglichkeit zur Verbeamtung. Eine mindestens

dreijährige Tätigkeit für uns setzen wir voraus.

ZITiS – Zentrale Stelle für Informationstechnik

im Sicherheitsbereich –

ist das Start-up unter den Behörden.

Wir sind eine junge Organisation

im Aufbau und pflegen eine Kultur, die so ganz

anders ist, als viele beim Stichwort „Behörde“

vermuten. Flexibel, pragmatisch und agil. Offen

für den Dialog auf Augenhöhe und die individuellen

Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter.

Als zentrale Forschungs- und Entwicklungsstelle

unterstützen wir die Sicherheitsbehörden bei

technischen Fragen – für die innere Sicherheit in

Deutschland.

Dazu brauchen wir Fachleute mit Innovationsgeist.

Wir suchen Spezialistinnen und Spezialisten

und kreative Köpfe, die ihr fundiertes

Wissen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger

einsetzen möchten und Lust auf die Arbeit in

einer jungen, etwas anderen Behörde haben.

Weitere Infos: zitis.bund.de/DE/Karriere

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women&workCAMPUSdirect

Eure Chance 2019 • Eure Chance 2020 • Eure Chance 2021 • Eure Chance 2022 • Eure Chance 2023 • Eure Chance 2024

Copyright Mesago/Mathias Kutt

3D-Druck: The next big thing

Hippe Sneakers performed nach Euren Wünschen? Und zwar nicht nur mit standardisierten Features.

Aarish Netarwala hat für den widerstandsfähigen Sportschuh „Adidas Grit“ den zweiten Preis bei der

purmundus challenge 2018 auf der Formnext in Frankfurt, der Weltleitmesse für Additive Manufacturing/

Industriellen 3D-Druck gewonnen. Der Grit kann von Sportlern getragen werden, um auf jeder Lauffläche

effizienter zu trainieren. Die Sohle des Schuhs imitiert Sand, sie absorbiert Energie und ermüdet daher die

Beinmuskulatur schneller. Additive Fertigung (auch 3D-Druck genannt) ist „The Next Big Thing“!

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Der Satz: „Gibt‘s nicht“, gilt nicht mehr!

Eine Muffe für den Daimler Benz Baujahr 1966

– kein Problem! Die Additive Fertigung macht‘s

möglich. Und sie ist überall zu finden – im medizinischen

Bereich, in der Automotive, der Luft- und

Raumfahrt, im Maschinenbau oder der Elektrotechnik.

Fast jede Branche kann von „Additive Manufacturing“,

dem industriellen 3D-Druck, profitieren.

Mit ihrer Hilfe lassen sich binnen kurzer Zeit

Bauteile herstellen, die exakt auf die Wünsche des

Bestellers zugeschnitten sind und dem Kunden in

kürzester Zeit zur Verfügung stehen. Für die metallverarbeitende

Industrie in Deutschland bietet das

ein riesiges Potenzial, die Wettbewerbsfähigkeit zu

verbessern und sogar Produktion nach Deutschland

zurückzuholen. Denn durch die zunehmende Individualisierung

der Nachfrage und die Beschleunigung

des Geschäfts durch Online-Plattformen er-

hält derjenige den Auftrag, der prompt liefert, weil

er schnell und in der Nähe fertigt.

Was muss man werden, um dabei zu sein?

Es gibt unterschiedliche Wege, z.B. Ingenieurin für

Werkstoffkunde, Maschinenbau, Medizintechnik,

Elektrotechnik, Fertigungstechnik u.v.m.

Die Branche sucht

Die Zahl der Stellenausschreibungen hat sich 2017

im Vergleich zum Vorjahr um 88 Prozent erhöht.

Tendenz steigend! Und Frauen sind in diesem

Bereich weit und breit kaum in Sicht...! Gesucht

werden vor allem KonstrukteurInnen und MaschinenbauerInnen,

gefolgt von ProgrammiererInnen,

Sales und Business Development ExpertInnen sowie

3D-Fachleuten für die Forschung und Entwicklung.

www.dgm.de • www.3dnetzwerk.com


women&workCAMPUSdirect

Freude & Erfolg im Beruf

Freude kann im beruflichen Kontext synonym

verwendet werden für Hingabe, Begeisterung,

Enthusiasmus für den Job, die Aufgabe oder

die Position. Es ist das sprichwörtliche #Feuer,

dass in Menschen brennt, die klare #Visionen

und #Ziele verfolgen.

Sobald also das Feuer brennt und die berufliche

Leidenschaft entfacht ist, ist die Grundlage

für den #Erfolg gelegt, denn Menschen sind

dann besonders erfolgreich, wenn sie Dinge

mit Leidenschaft und Freude tun.

KaRRIeRe • eRFolgsReZepte

erfolgsrezept

Werdet Euch klar darüber, was Euch Freude

macht, denn darin seid Ihr gut und langfristig

auch erfolgreich. Stellt fest, wo Ihr Eure Freude

beruflich verwirklichen könnt. Mögliche Orte

der Freude können sein:

• Ein #Arbeitgeber, der Eure Stärken und

Talente erkennt und fördert

• Einen #Beruf und eine #Aufgabe, die

erfüllend und sinnstiftend sind

• Nette und kooperative #Kolleginnen

und #Kollegen, mit denen das Arbeiten

richtig Spaß macht

• Ein oder mehrere #Netzwerke, in denen

Ihr Unterstützung bekommt und auf

Gleichgesinnte trefft

• Ein #Hobby, das Euch einen Ausgleich

zu Eurer Arbeit gibt

• Und natürlich: #Familie, #Freunde,

#Partnerschaft

Weitere Erfolgsrezepte zum glücklich machen gibt es in unseren

women&work-Webinaren: http://webinar.womenandwork.de

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women&workCAMPUSdirect

Tipps & Tricks für ein stressfreies Studium

Vernetzt Euch.

Von Paten- über Mentoring-Programme bis hin

zu Fachschaften: Überall findet Ihr Rat und könnt

Euch vernetzen. Auch wenn Ihr gerade in den

letzten Zügen einer Hausarbeit sitzt und nicht

weiter kommt, gibt es Gruppen, die sich genau

dafür treffen und in der entscheidenden Phase

Hilfestellung leisten.

Gebt immer 100 Prozent,

beim Lernen und beim Entspannen.

Zeitmanagement ist das erste und wohl

wichtigste was Ihr in Eurem Studium lernen

müsst. Es gibt die Zeit in der Ihr lernen müsst.

Da müssen dann leider auch mal der Freund oder

die Freundin, der Sportverein und die Hobbies

hinten anstehen. Aber, und das ist mindestens

genauso wichtig, plant Euch auch immer Zeit zum

Nichtstun ein. Irgendwann ist der Kopf voll mit

Informationen. Freie Zeit, in der Ihr wirklich

abschaltet und mal nicht an die Uni denkt, ist

daher essentiell wichtig, um hinterher noch einmal

voll durchstarten zu können.

Behaltet das Ziel vor Augen.

Mal einen Kurs geschoben, durch eine Prüfung

gefallen, ein Praktikum suchen, Nebenjob, Freunde,

Familie... und die Liste könnte endlos weiter

gehen. Es ist oft gar nicht so einfach

alles unter einen Hut zu kriegen.

Doch ganz ruhig! Einmal tief durchatmen! Es ist

nicht einfach, aber versucht Euch immer nur auf

das zu konzentrieren was gerade vor Euch liegt.

Schritt für Schritt. Lasst Euch nicht von der

Masse an Arbeit erdrücken. Macht Euch eine

Todo-Liste, denn so verliert Ihr das Ziel nicht

aus den Augen und der Berg an Arbeit wird

schneller kleiner als Ihr denkt.

Sharing is Caring

Welche Tipps und Tricks zum Studium habt Ihr?

Schreibt uns an: CAMPUSdirect@womenandwork.de

Wir veröffentlichen Eure Erfahrungen in der nächsten

Ausgabe!

Vergesst den Spass nicht.

Studieren, lernen, Hausarbeiten und Klausuren

schreiben ist nicht immer schön und stresst ganz

gewaltig. Von Referaten und Vorlesungen ganz zu

schweigen. Aber mal unter uns gesagt: Manchmal

sind die Sachen, die Dozenten von sich geben, doch

ganz schön interessant. Und das Studentenleben

an sich ist ja auch nicht langweilig! Also versucht,

bei dem ganzen Pflicht-Pensum, nicht den Spaß an

der Sache zu verlieren. Und wenn es schon nicht

das Studium selbst ist, so ist es doch die

Studienzeit generell, die man sein ganzes Leben

nicht vergessen wird. Oder was meint Ihr?

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women&workCAMPUSdirect

5 must-Haves/must-dos im wintersemester

Viele empfinden das Wintersemester anstrengender, und es fühlt sich auch einfach viel länger an, als das

Sommersemester. Doch wenn die Tage länger und dunkler werden, gibt es ein paar schöne Dinge, die ihr

tun könnt bzw. haben solltet, um Euch die dunkle Jahreszeit zu verschönern.

der eigene To-Go-Becher

Perfekt für kalte Wintertage! Kaffee, Tee oder Glühwein bleiben lange heiß, so dass Ihr

Euch, auch wenn Ihr mal wieder länger auf den Bus oder die Bahn warten müsst, aufwärmen

könnt. Zusätzlicher Pluspunkt zum Thema Nachhaltigkeit: Ihr verschwendet keine

Einweg-Plastik-Becher und in einigen Läden bekommt Ihr sogar eine Ermäßigung, wenn Ihr

Euren eigenen Becher mitbringt.

studIum • lIFestyle & tIpps

Handschuhe mit ‚touch‘

intelligente kleidung

Wer kennt das nicht? Man wartet in Eiseskälte erst auf den verspäteten Zug, dann auf den

Bus – und Ablenkung mit dem Handy? Fehlanzeige! Die behandschuhten Finger können

das Display nicht bedienen. Doch mittlerweile gibt es fast überall Handschuhe mit ‚Touch‘-

Funktion zu kaufen. Damit könnt Ihr Euer Smartphone weiter frei bedienen, ohne Eure

Finger dem Erfrierungstod auszusetzen. Clever, oder?

Denjenigen von Euch, die neben kalten Fingern auch unter Permafrost an den Füßen leiden,

kann geholfen werden. Intelligent beheizbare Einlegesohlen sind der letzte Schrei.

Die Sohlen halten bis zu sieben Stunden warm, sie werden am Laptop oder PC aufgeladen

und die Temperatur ist per Smartphone regulierbar. Kombiniert mit einer Mütze mit eingebauter

LED-Lampe – und der Winter kann kommen!

wintermüdigkeit adé

an apple a day...

Vor allem der November hat es in sich. Grauer Himmel, Regen und feuchte Kälte laden

nicht gerade zum Spaziergang ein. Und mit Beginn der Klausurzeit wird frische Luft zusätzlich

zur Mangelware. Doch damit heizt Ihr die Windermüdigkeit nur an. Anstatt den ganzen

Tag drinnen zu sitzen, solltet Ihr deshalb wenigstens mittags mal rausgehen und das wenige

verfügbare Licht nutzen und Vitamin D tanken.

... keeps the doctor away. Nehmt Euch ein Beispiel! Winterzeit heißt auch Grippe-Zeit und

wer ist schon scharf auf eine Erkältung? Vitaminreich kommt Ihr gesünder durch den

Winter. Richtwert: In jeder Vorlesung einen Apfel oder eine Mandarine und schon solltet Ihr

Eurem Immunsystem ein Stück weit geholfen haben, sich gegen die lästigen Krankheiten

zur Wehr zu setzen!

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women&workCAMPUSdirect

Elisa Baldeweg

Studentin BWL im 5. Semeter

Alter 20

Universität Bayreuth

Ehrenamt bdvb - Bundesverband Deutscher

Volks- und Betriebswirte e.V.

Mitmachen Werdet Teil einer Hochschulgruppe vor

Ort oder macht Eure Universität zum

bdvb-Standort.

Kontakt

bdvb.de, hg-bundesvorstand@bdvb.de

FAcebook

Wir werden keine Freundinnen

bdvb campus

#Teamarbeit. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Sowohl positive als auch negative Erfahrungen

hat wohl jede von Euch schon einmal gemacht. Innerhalb des letzten Jahres durfte ich in einem siebenköpfigen

Team, bestehend aus drei Frauen und vier Männern arbeiten. Ich freute mich auf die Zeit, besonders

auf die Arbeit mit dem weiblichen Kreativteam und auf die Arbeit unter Frauen. Doch mit der Zeit stellte

sich heraus, dass genau das gar nicht so leicht war, wie ich anfänglich dachte.

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Mit meinem Teamkollegen verschmolz ich über die

Zeit zu einer Person. Wir waren ehrlich zueinander

und zugleich unsere härtesten Kritiker. Kritik nahm

man nicht persönlich und wenn doch, blieben

#Freundschaft und #Arbeit immer getrennt. Eine

scheinbare Selbstverständlichkeit, die mir mit einer

Teamkollegin nie gelang.

Wir prallten immer wieder aneinander, gaben uns

zwar betont freundlich und versuchten uns so wenig

wie möglich zu kritisieren – doch irgendwann ging

es nicht mehr. Wir wurden persönlich, beschimpften

uns, sprachen schlecht übereinander und warteten

nur auf die nächste Möglichkeit, die andere zu kritisieren.

Wir mochten uns nicht, wir wurden keine

#Freundinnen und vor allem gelang es uns nie,

Persönliches von der Arbeit zu trennen. Wir legten

uns gegenseitig sehr viele Steine in den Weg,

konnten nicht miteinander umgehen – und genau

damit konnten wir nicht umgehen. Frauen müssen

schließlich zusammenhalten, sie müssen einander

verstehen und einer Meinung sein, um sich in einer

#Männerdomäne behaupten zu können, oder

etwa nicht? Doch genau diese #Glaubenssätze

wurden uns zum Verhängnis, denn sie sorgten dafür,

dass wir unsere Energie und Kraft für die falschen

Dinge einsetzten und viele Tränen flossen.

Heute habe ich gelernt: Frau ist nicht gleich Frau.

Es ist wichtig, dass wir – auch unter Frauen – objektiv

bleiben, Dinge deutlich aber sachlich ansprechen

und sie nicht auf unsere Weise interpretieren.

Es ist in Ordnung, mit manchen Kollegen besser

und lieber zu arbeiten, als mit Kolleginnen. Nehmt

das nicht persönlich und hinterfragt es nicht zu sehr.

Nur: Legt Euch keine Steine in den Weg, nur weil

Ihr nicht miteinander umgehen könnt. Wir müssen

im Job keine besten Freundinnen werden – aber

den gegenseitigen Respekt sollten wir nie verlieren.


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Aus Fehlern lernen

Die Gehaltsverhandlung

Karriere • Schöner Scheitern

mit

Verhandeln ohne Ziel: Eine Verhandlung ohne Ziel führt nie zum

Erfolg. Werdet Euch bewusst, welches Gehaltsziel Ihr im

besten Fall anstrebt und definiert auch Eure Schmerzgrenze,

unter die Ihr auf keinen Fall rutschen wollt.

Sachlichkeit ist angesagt!

Emotional werden: Frauen neigen dazu, Misserfolge persönlich zu

nehmen. Das ist hier nicht angebracht. Bleibt sachlich,

konzentriert Euch auf Euer Ziel und Eure Stärken. Eine

Gehaltsverhandlung ist ein Business-Gespräch. Hier geht es vor

allem um den Faktor „Preis-Leistung“. Stimmt der Faktor beim

ersten Mal noch nicht, versucht es ein weiteres Mal.

Ruhe bewahren!

Sich aus dem Konzept bringen lassen: Dass Euch in Gehaltsverhandlungen

Widerstand entgegen gebracht wird, ist normal und

gehört zum Macht-Spiel dazu. Auch hier gilt: Konzentration auf

Euer Ziel und auf das Sichtbarmachen Eurer Leistung.

Übrigens: Weitere Karriere- und Gehaltsverhandlungs-Tipps gibt es

in unseren women&work-Webinaren: http://webinar.womenandwork.de

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Kurz Vorgestellt

Name

Sabine Schmitz

Alter 55

Beruf

Mathematikerin

Position Vorständin für die Bereiche

Operations & Personal

Lieblings-App

Runtastic

#Werdegang

#Versicherungskauffrau #Mathematikstudium

#Vorstandsassistentin #Geschäftsführung

#Gründerin #Vorständin

Karriere-Webseite www.finum-karriere.de

Finanzbranche: FRauen im Top-Management

Deutschlands Banken sind Männerbastionen. In Deutschland lag der Frauenanteil bei den Vorständen im

Jahr 2017 nur bei knapp 9 %. Deutschland ist im internationalen Vergleich damit besonders rückständig,

denn tatsächlich ist nur ca. jedes zehnte Vorstandsmitglied eine Frau. Eine davon ist Sabine Schmitz, Vorständin

bei FiNUM.Finanzhaus. Unsere Chefredakteurin, Melanie Pilszek, hat mit ihr gesprochen.

28

Frau Schmitz, wie haben Sie es in diese

Top-Position geschafft? Was war Ihre Erfolgsstrategie?

Meine Erfolgsstrategie ist, neugierig, ehrgeizig und

begeisterungsfähig zu sein. Ich habe natürlich zunächst

Wert gelegt auf eine gute Grundlage durch

eine gute berufliche #Qualifikation, aber am Ende

wurde auch mein #Mut belohnt, einmal Risiken

einzugehen und eigene vermeintliche Grenzen zu

überschreiten. Wichtig waren dabei zwei Dinge:

zum einen viele Jahre ein eigenes Unternehmen

aufgebaut zu haben, das ich prägen konnte und in

dem ich wirtschaften musste. Zum anderen einige

wenige Mentoren, von denen ich gelernt habe, wie

man Menschen führt und sich gut organisiert. Ich

habe nie verbissen meinen Karriereweg betrieben,

habe aber immer #Chancen, die sich angeboten

haben, wahrgenommen. So konnte ich auf mich

aufmerksam machen und bin heute als Vorständin

in einem immer noch sehr männerdominierten Bereich

eine wirkliche Exotin.

Wie sieht Ihr Vorstands-Alltag aus?

Ganz wichtig: mein Tag beginnt mit #Kaffee! Ich

bin im Vorstand der FiNUM zuständig für Operations

und den Beratungs- und Verkaufsprozess.

Das scheint erst einmal ein Widerspruch zu sein,

hat aber beides sehr viel mit strukturierten Prozessen

zu tun. In meiner Tätigkeit bin ich sehr viel in

Deutschland unterwegs, um mit unseren Führungskräften,

Beratern und meinen Vorstandskollegen zu

diskutieren und die Zukunft zu gestalten. Darüber

hinaus bin ich viel mit unserem Abwicklungsteam

am Standort in Troisdorf zusammen, um Abläufe

rund um den Service zu begleiten. Mein Tag ist

geprägt von viel #Kommunikation mit allen MitarbeiterInnen,

da ich mein Team mit viel Transparenz

und Vertrauen führe. Ich versuche viele Gespräche


women&workCAMPUSdirect

Finanzbranche: Frauen-Fakten-Check

12 %

aller Trader in Deutschland sind

Frauen. Bei Hedgefonds sowie

im Bereich M&A im Investment

Banking liegt die Quote bei

15 % beziehungsweise 14 %.

Quelle: fondsfrauen.de

80 Jahre

würde es nach heutiger

Berechnung dauern, bis beide

Geschlechter in den Vorständen

der Banken gleich stark vertreten

sind.

Quelle: DIW Berlin, 2017

29 %

beträgt der Verdienstunterschied

(„Gender Pay Gap“) zwischen

Männern und Frauen in der

Finanzbranche (vgl. Schweden:

26,3 %; Norwegen: 29,5 %).

Quelle: DIW Berlin, 2018

Company • top-management

persönlich zu führen, aber es geht natürlich vieles

inzwischen auch über Telefon- und Videokonferenzen.

Welche Kompetenzen braucht man für einen

Vorstandsposten?

Natürlich sollte man an allererster Stelle etwas von

seinem Aufgabengebiet verstehen. Darüber hinaus

sind es für mich eher die persönlichen Faktoren,

die jemanden qualifizieren. Grundsätzlich bin ich

überzeugt, dass eine solche Aufgabe nur zu bewältigen

ist, wenn einem die Menschen, die man

führt, auch vertrauen. Daher sind #Glaubwürdigkeit

und #Authentizität wichtige Eigenschaften

einer Führungskraft. Ich habe einmal in einer vorhergehenden

Tätigkeit viele Entlassungsgespräche

führen müssen. Die Mitarbeiter haben wir aber früh

informiert und ihnen das Gefühl gegeben, dass wir

noch für sie kämpfen. Als die Entscheidung nachher

unumstößlich war, haben wir natürlich keine

schönen Gespräche geführt, aber wir sind fair auseinander

gegangen. Das meine ich mit Verlässlichkeit

in einer solche Position. Für sehr wichtig halte

ich aber auch die Fähigkeiten, den Menschen zuzuhören

und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

des Vertriebes ist es hilfreich, wenn man zumindest

einmal in den Vertrieb hineingeschnuppert hat.

Jede Bewerberin sollte verstehen, worauf es bei der

Unterstützung von Beratern/-innen ankommt. Ich

möchte Frauen raten, ihr Licht nicht unter den berühmten

„Scheffel zu stellen“. Frauen neigen dazu,

mehr im Hintergrund zu agieren. Ich möchte allen

Frauen Mut machen, sich aktiv zu zeigen und Führungsaufgaben

aktiv anzunehmen, sich selbst zuzutrauen.

Ich gebe zu, mit meiner Größe von 1,82 m

habe ich es schon immer etwas einfacher gehabt,

nicht übersehen zu werden ;-). Doch Spaß beiseite.

In der heutigen Arbeitswelt sind Eigenschaften wie

#Teamfähigkeit mehr denn je gefordert, trotzdem

gilt es, dass jeder einzelne viel #Kompetenz und

#Engagement einbringen muss,

Was raten Sie jungen Frauen, die ganz

am Anfang ihres Berufslebens stehen?

Die eigene Qualifikation ehrgeizig angehen und

Chancen wahrnehmen, Mut zum anders sein und

neugierig bleiben.

Welche Insidertipps haben Sie für Frauen,

die in der Finanzbranche Karriere machen

möchten?

Zum einen freue ich mich immer wieder, wenn ich

engagierte und erfolgreiche Frauen in dieser Branche

erlebe. Bei FiNUM.Finanzhaus haben wir sogar

unter dem Namen FiNUM Grace eine eigene Organisation,

mit dem Ziel, dass Beraterinnen Kundinnen

beraten. Für alle Aufgaben auch jenseits

women&work

FiNUM.Finanzhaus ist einer der über 100 Top-

Arbeitgeber auf der women&work am 4. Mai

2019 im FORUM der Messe Frankfurt. Informiert

Euch über FiNUM als Arbeitgeber auf der

women&work-Webseite:

womenandwork.de/messe/aussteller

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women&workworkCAMPUSdirect

women&work-Zeitreise

ada Lovelace

1815 –1852

Gründerin der informatik

Im Jahr 1842 schrieb Ada Lovelace das weltweit erste Computerprogramm. Sie wurde so – ungewollt und

ungeplant – zur Gründerin der Computerwissenschaften. Als erste #Programmiererin der Welt schuf sie

einen Berufszweig, in dem Frauen bis heute unterrepräsentiert sind.

Geburt und Kindheit von Ada Lovelace fielen in

den Beginn der industriellen Revolution. Sie erlebte

mit, wie sich die Arbeit veränderte, in Fabriken

verlagert und industrialisiert wurde. In ihrer Geburts-

und Heimatstadt #London befand sie sich

im Schmelztiegel alter und neuer Welten und im

Herzen des beginnenden #Industriezeitalters, das

die Welt unwiderruflich verändern sollte.

Ada war die Tochter von Lord Byron, einem britischen

Dichter. Weil ihre Mutter nicht wollte, dass

Ada in die beruflichen Fußstapfen ihres Vaters trat,

sorgte sie früh dafür, dass ihre Tochter fast ausschließlich

in #Mathe und #Naturwissenschaften

unterrichtet wurde. Mit Erfolg. Ada Lovelaces

Poesie war die Mathematik – allen gesellschaftlichen

Widrigkeiten zum Trotz, denen die meisten

Frauen in der Zeit ausgesetzt waren. Mit 17 Jahren

traf sie Charles Babbage, der ihr Pläne für eine

Maschine zeigte, von der er glaubte, sie könne

komplexe mathematische Berechnungen durchführen.

Ada übersetzte diese Pläne vom Französischen

ins Englische und fügte ihnen eigene Gedanken

und Ideen hinzu. Ihre Visionen gingen weit über

die Berechnungen und Ideen von Babbage hinaus.

Ihre Beiträge zu Rechnerarchitektur und Grundlagen

der Programmierung bis hin zu ersten Ideen

künstlicher Intelligenzen zeigten, dass Lovelace

den #Computer schon damals als ein universelles

Hilfsmittel ansah, der alles tun kann, was einem

logischen #Algorithmus entspringt.

Ada Lovelace starb 1852 mit nur 36 Jahren an

Krebs. 167 Jahre später, im Jahr 2019, sind Programmiererinnen

Mangelware. Gerade einmal

16,6 % Frauen sind in der IT beschäftigt und sie

verdienen rund 25 % weniger als ihre Kollegen.

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Ja, ich will...

• beruflich Erfolg haben und mich persönlich

weiterentwickeln.

• in einer Welt der Veränderung meine

Karriere pro-aktiv gestalten.

• selbstbewusst meine Zukunft planen.

• entspannt und zeitflexibel lernen –

wann es mir gefällt.

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