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Society 362 / 2012

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society<br />

editorial<br />

Asian dragons meet diplomats<br />

•<br />

Ostasien zwischen Tradition und<br />

Innovation<br />

China, Japan und die DVR Korea haben wir<br />

diesmal als Themenschwerpunkt gewählt, um einen<br />

Einblick in die heutige Identität Ostasiens am<br />

Beispiel dieser drei Länder zu gewinnen. Dabei<br />

stießen wir auf die Einzigartigkeit der wiedererwachenden<br />

Bedeutung des Kampfkunstsports für<br />

Asiens Selbstbild. Die Arbeit an diesem Thema<br />

brachte uns zu den Vorbereitungen für eine ganz<br />

große Martial Arts Show in Kooperation mit den<br />

Botschaften dieser drei Länder Anfang 2013 und kommen so<br />

einem aufstrebenden Trend nach, über diese Kunstart bei uns<br />

mehr über das Verständnis zwischen den Kulturen beizutragen.<br />

Es soll eine spannende Veranstaltung mit traditionsreicher Darstellung<br />

von Künstlern dieser Länder werden.<br />

•<br />

Events<br />

Ein Rückblick auf die bisherigen Veranstaltungen von uns:<br />

Unsere Veranstaltungen krönte der traditionelle Botschafterbegrüßungsempfang<br />

im Hotel Imperial, der den neuen Botschafterreigen<br />

mit Fanfaren feierlich ehrte und bei dem die chinesische<br />

Opernsängerin Yuanming Song stilvoll die Veranstaltung<br />

umrahmte. Auch mit dem Botschafterausflug zur traditionellen<br />

Wirtschaftswanderung nach Tirol und Salzburg konnten wir<br />

in Anwesenheit von Staatssekretär Sebastian Kurz und Landeshauptfrau<br />

Gabi Burgstaller mehr als fünfzig Diplomaten Land,<br />

Leute und österreichisches Brauchtum näher bringen. Der beliebte<br />

Junior Diplomats Empfang lief diesmal unter dem Motto<br />

„1. Diplomatenoktoberfest“. In Landestrachten, Dirndl, Lederhose,<br />

Sari und Co. bei Weißbier, Würstel und Brezel ging es sehr<br />

international und bodenständig zu.<br />

Der aus den USA gemeinsam mit Generalkonsul Ernst Peter<br />

Brezovszky angereiste Nobelpreisträger Eric Kandel brachte sein<br />

jüngstes Buch und internationales Flair zu unserem „Bristol‘s<br />

Ambassadors Breakfast“ und unsere Veranstaltung mit Dr. Hannes<br />

Androsch und seinem Team vom Zentrum für Moderne Mayr<br />

Ernährung aus Maria Wörth vertiefte das Wissen über die dort<br />

praktizierte VIVA Mayr Ernährung. Insgesamt ein beachtlicher<br />

Veranstaltungsreigen im Dienste unseres gelebten Netzwerkes.<br />

(Dank an eyepin® eMarketing Software!)<br />

•<br />

<strong>Society</strong> for diversity<br />

widmet sich der Charta der Vielfalt, dem zehnjährigen Jubiläum<br />

des Diakoniewerks und Mike Galeli, der im Rahmen der Aktion<br />

„Zusammen: Österreich“ von Staatssekretär<br />

Sebastian Kurz ernannte Integrationsbotschafter<br />

spricht über seine Erfahrung als Ausländer in Österreich.<br />

•<br />

Green society<br />

finden wir als Thema in den Interviews von<br />

BM Niki Berlakovich und LH Hans Niessl sowie in<br />

unserer Recherche über Elektromobilität der Zukunft.<br />

•<br />

Kunst und Kultur<br />

Die Japanausstellung im Leopoldmuseum ist diesmal die Titelblattstory,<br />

weshalb sich das Interview mit Diethard Leopold<br />

eingehend damit beschäftigt.<br />

Die Galerie OSTEN und der Staatspräsident von Mazedonien.<br />

Dr. Gjorgje Ivanov übergaben unserem Meister Prof. Ernst<br />

Fuchs einen Preis für sein Lebenswerk, und ich bekam bei diesem<br />

Anlass für meine Vermittlungstätigkeit eine Schatulle mit<br />

den berühmten Ohridperlen überreicht. So konnte ich mit meinem<br />

Nachbarn Ernst Fuchs wieder einmal die Wiener Schule des<br />

Phantastischen Realismus unterstützen. Der Besuch bei einem<br />

weiteren großen Wiener Phantasten, Arik Brauer, in dessen Privatmuseum<br />

bei Punsch und Maroni mit unseren Partnern aus<br />

Wirtschaft und Diplomatie rundete unser hier redaktionell dargestelltes<br />

Engagement auch in gelebter Diplomatie ab.<br />

Besuchen Sie uns auf Facebook, wo Sie stets aktuell unsere Fotos<br />

finden können, laden sie unsere von Apple unter den Top Ten<br />

nominierte App gratis herunter, um unterwegs unsere Magazine<br />

durchblättern zu können.<br />

Der Rückblick auf die vielen Aktivitäten der letzten Monate<br />

und die Vorschau auf die schon geplante Martial Arts Show sowie<br />

viele Überraschungen, die wir geplant haben, soll Sie neugierig<br />

auf den Inhalt des vorliegenden Magazins und unsere weitere Aktivitäten<br />

machen: VIVE DIEM!<br />

Herzlich Ihre<br />

Gerti Tauchhammer<br />

Cover: Katsushika Hokusai (1760-1849), Die grosse Welle vor Kanagawa, aus der Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“, ca. 1830,<br />

Farbholzschnitt auf Japanpapier, © Privatbesitz, Wien<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 5


Inhalt<br />

Winter<br />

Frühling 28<br />

SOCIETY Eigenevents<br />

22 Botschafterempfang Hotel<br />

Imperial<br />

24 Botschafterausflug Salzburg<br />

und Tirol<br />

28 Frühstück mit Nobelpreisträger<br />

Eric Kandell<br />

30 Erstes Junior Diplomats‘<br />

Oktoberfest<br />

32 Moderne Mayr Ernährung<br />

Länderschwerpunkt:<br />

Ostasien<br />

34 Länderporträt China<br />

36 Interview mit S.E. ZHAO Bin<br />

38 Porträt der chinesischen<br />

Residenz<br />

40 Wirtschaftsüberblick China<br />

42 Länderporträt Japan<br />

44 Interview mit S.E. Shigeo<br />

Iwatani<br />

46 Porträt der japanischen<br />

Residenz<br />

50 Das moderne Karate<br />

52 Länderporträt DVR Korea<br />

54 „Zeitenwandel in Ostasien“<br />

von Hermann Kroiher<br />

56 Kommentar von Hermine<br />

Schreiberhuber<br />

Diplomatie<br />

58 Interview S.E. Paata<br />

Gaprindashvili<br />

60 Interview S.E. Sabri Kiqmari<br />

62 Internationales Stiftungsfest der<br />

Europäischen Weinritterschaft<br />

64 „Ein Teepee im Garten“<br />

65 Welcome to Austria<br />

67 Internationales Humanitäres<br />

Forum<br />

68 Internationale Projekte der<br />

Bundesländer<br />

72 Events der Diplomatie<br />

Wirtschaft<br />

80 Interview HK Karl Hans<br />

Polzhofer<br />

83 IT5 Augmented Reality App<br />

84 Kommentar von Georg Zanger<br />

85 „Zusammen sind wir stärker“<br />

32<br />

88<br />

95<br />

97<br />

110<br />

Green SOCIETY<br />

87 ANDRITZ HYDRO in Afrika<br />

88 Interview mit Umweltminister<br />

Niki Berlakovich<br />

90 Interview mit Landeshauptmann<br />

Hans Niessl<br />

92 Elektroautos – Mobilität der<br />

Zukunft<br />

Diversität<br />

94 DiversCity Preis <strong>2012</strong><br />

95 Charta der Vielfalt<br />

96 10 Jahre Diakoniewerk<br />

97 „Zusammen Österreich“<br />

Interview mit Mike Galeli und<br />

Aleksandra Izdebska<br />

98 Events der Wirtschaft<br />

Life & Style<br />

101 Parkhotel Igls<br />

102 Martial Arts<br />

104 Abama Golf Spa & Resort<br />

106 Villa Giustinian<br />

108 Kinderhotels Europa<br />

110 Sole – Restaurant der<br />

Musikstars<br />

112 Martinhal Beach Resort & Hotel<br />

113 Restaurant TIAN<br />

114 Exklusive Wasserobjekte<br />

116 Doris Kofler Schmuckdesign<br />

117 Spätauf Möbel & Design<br />

118 Dress for Success<br />

119 Alpenhotel Gösing<br />

121 Maßschneider Zoltan Röszler<br />

122 Lilo Almog Mode & Design<br />

124 Gritti Palace zu Gast im Bristol<br />

125 Zepter Awards<br />

126 Lifestyle-Events<br />

Kunst & Kultur<br />

128 Die Pekingoper<br />

129 Porträt Yuanming Song<br />

130 Architektur-Streiflichter aus<br />

Salzburg<br />

136 Coverstory: Leopold Museum<br />

139 Interview mit Diethard Leopold<br />

140 Trumpets in Concert<br />

142 Ausstellung: Sisi auf Korfu<br />

143 Galerie OSTEN bei Ernst Fuchs<br />

144 Events der Kultur<br />

154 SOCIETY Testimonials<br />

Standards<br />

5 Editorial<br />

8 Gastautoren<br />

10 Ambassadors‘ Caleidoscope<br />

16 Neue Botschafter<br />

146 Neuheiten & Stylingtipps<br />

148 Horoskop<br />

150 Ex Libris<br />

152 Impressum<br />

153 Veranstaltungstipps<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, BMLFUW, Weinkirn, Pflügl, Still A Life<br />

6 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


BMW<br />

Diplomatic Sales<br />

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which impresses with an exhilarating 120 kW (160 hp) and torque of 380 Nm – and asks for a mere 4.5 l/100 km.<br />

To keep emissions low, we left no stone unturned: from a new generation of BMW TwinPower Turbo engines to<br />

the latest EfficientDynamics technologies. And due to its flexible interior concept, the BMW X1 is geared up for all<br />

kinds of urban and outdoor activities. Explore its endless possibilities at www.bmw.at/diplomat.<br />

BMW DIPlOMATIC SAlES.


Gastautoren<br />

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Partner von SOCIETY<br />

Wir präsentieren in jeder Ausgabe von SOCIETY zahlreiche Gastautoren,<br />

die sich mit den unterschiedlichsten Themen aus Politik,<br />

Life-Style, Wirtschaft und Wissenschaft befassen.<br />

HERBERT PIETSCHMANN HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK HERMANN KROIHER GERHARD VON LENTNER MONIKA TÜRK<br />

HERBERT PIETSCHMANN ist Emeritus<br />

am Institut für theoretische Physik<br />

der Universität Wien und Buchautor. Er<br />

verbrachte viele Jahre als Forscher im<br />

Ausland. Seit sechs Jahren schreibt er für<br />

SOCIETY über Themen der Wissenschaft,<br />

Philosophie und Gesellschaft. In dieser<br />

Ausgabe befasst er sich mit dem Kirchenprozess<br />

um Galileo Galilei.<br />

HERMINE SCHREIBERHUBER war<br />

stellvertretende Ressortleiterin der Außenpolitik<br />

bei der APA. Für die<br />

SOCIETY-Länderschwerpunkte verfasst sie<br />

regelmäßig politische Analysen und Hintergrundberichte.<br />

Dieses Mal blickt sie<br />

für den Länderschwerpunkt nach China,<br />

Japan und Nordkorea.<br />

INGRID CHLADEK ist Gesellschafterin der<br />

Dresscode Company und Head von Dressforsuccess.<br />

Sie berät in Fragen Business-Outfit,<br />

Image, Stil und Styling. Ihr Wissen präsentiert<br />

sie u. a. anhand von Prominenten-Styling-<br />

Checks. In dieser Ausgabe verrät sie,<br />

was eine Frau zur Diva macht.<br />

HERMANN KROIHER war den Großteil<br />

seines Berufslebens für die „Österreich<br />

Werbung“ tätig. Er ist Tourismus-Consulter,<br />

Projektentwickler, Verfasser von Me-<br />

dienartikeln und Vortragender zum Thema<br />

Tourismus. Für den Schwerpunkt über<br />

Ostasien reflektiert er über Besonderheiten<br />

Chinas, Japans und Nordkoreas, die er<br />

aus eigener Anschauung kennt.<br />

GERHARD VON LENTNER blickt für<br />

SOCIETY in die Sterne. Der mediale Berater,<br />

Kartenleger, Heiler und Buchautor<br />

beschäftigt sich intensiv mit Lebensberatung<br />

und verrät den SOCIETY-Lesern in<br />

jeder Ausgabe, wohin Österreich und die<br />

Welt steuern und was die Sterne in Beruf,<br />

Liebe, Finanzen und Gesundheit für uns<br />

alle bereithalten.<br />

MONIKA TÜRK lebte jahrelang mit ihrem<br />

Ehemann, Botschafter i.R. Helmut<br />

Türk, in Ländern wie den USA, Deutschland<br />

und dem Vatikan. In dieser Ausgabe<br />

berichtet sie über die Aufstellung<br />

eines original indianischen Teepees im<br />

Garten der österreichischen Residenz in<br />

Washington.<br />

STEFAN TAUCHHAMMER ist Geschäftsinhaber<br />

von SoftwareReuse und Betreiber<br />

des Blogs „Fit für China“. Er testete für<br />

diese Ausgabe von SOCIETY das Abama<br />

Golf & Spa Resort auf Teneriffa mit seiner<br />

einzigartigen Drei-Sterne-Küche.<br />

GEORG ZANGER ist als Rechtsanwalt<br />

u. a. auf Wettbewerbs-, Urheber- und Medienrecht<br />

spezialisiert. Er ist außerdem<br />

Präsident der Austrian Chinese Business<br />

Association. Diesmal erklärt er die Eigenheiten<br />

der komplexen chinesischen Guanxi-Beziehungen.<br />

MONIKA KALISTA ist Leiterin der Abteilung<br />

Kultur Gesellschaft und Generationen<br />

beim Land Salzburg. Zuvor war sie<br />

Leiterin der kulturpolitischen Sektion im<br />

Außenministerium. Sie präsentiert Architektur-Streiflichter<br />

aus Salzburg und gibt<br />

einen Überblick über sehenswerte Salzburger<br />

Museen.<br />

Meinhard Rüdenauer ist als<br />

Vizepräsident von ECS/European Cultural<br />

Services um internationalen Kulturaustausch<br />

bemüht. Kultur- und Reisejournalismus<br />

zählen ebenfalls zu seinem<br />

Wirkungsbereich. Als Komponist in der<br />

Nachfolge der Zweiten Wiener Schule ist<br />

er mit der UNO-Symphonie „Mit den Seelen<br />

über Hiroshima“, dem Kirchenballett<br />

„Salome im Elend“ oder der Kinderoper<br />

„Zauberbär und Wünschelstimme“ erfolgreich<br />

hervorgetreten. In SOCIETY porträtiert<br />

er das Restaurant der Musikstars – Il<br />

Sole von Aki Nuredini.<br />

www.society.at<br />

STEFAN TAUCHHAMMER GEORG ZANGER MONIKA KALISTA MEINHARD RÜDENAUER<br />

8 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


Abverkauf<br />

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Tel. 533 34 51<br />

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Ambassadors<br />

a to z<br />

Ambassadors<br />

a to z<br />

Ambassadors' Caleidoscope<br />

Embassies resident in Vienna<br />

Bulgaria<br />

H.E. Elena Radkova<br />

Shekerletova<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

Côte d’Ivoire<br />

H.E. Largaton<br />

Gilbert Ouattara<br />

since 09.11.2011<br />

Ecuador<br />

H.E. Juan Diego Stacey<br />

Moreno<br />

since 17.09.2008<br />

119 bilateral ambassadors are currently<br />

representing their countries in Austria.<br />

SOCIETY presents them with their names,<br />

pictures and day of accreditation alphabetically<br />

arranged according to countries.<br />

amboffice@embassybulgaria.at<br />

Burkina Faso<br />

H.E. Paul Robert<br />

Tiendrebeogo<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

s.r@abfvienne.at<br />

www.abfvienne.at<br />

Croatia<br />

office@ambaciaut.org<br />

H.E. Gordan Bakota<br />

since 09.03.2011<br />

croemb.bec@mvpei.hr<br />

http://at.mfa.hr<br />

Egypt<br />

mecaustria@chello.at<br />

H.E. Khaled Abdelrahman<br />

Abdellatif<br />

Shamaa<br />

since 09.11.2011<br />

egyptembassyvienna@egyptembassyvienna.at<br />

www.egyptembassyvienna.at<br />

Afghanistan<br />

H.E. Dr. Abdul<br />

Mohammad<br />

Shoogufan<br />

since 08.01.2009<br />

Argentina<br />

H.E. Eugenio Maria<br />

Curia<br />

since 09.02.2006<br />

Belgium<br />

H.E. Frank Recker<br />

since 30.06.2010<br />

Canada<br />

H.E. John Barrett<br />

since 14.09.2009<br />

Cuba<br />

H.E. Juan Carlos<br />

Marsan Aguilera<br />

since 17.05.2011<br />

El Salvador<br />

H.E. Mario Antonio<br />

Rivera Mora<br />

since 09.03.2011<br />

afg.emb.vie@chello.at<br />

www.embassyofafghanistan.com<br />

embargviena@embargviena.at<br />

vienna@diplobel.fed.be<br />

www.diplomatie.be/vienna<br />

vienn@international.gc.ca<br />

www.kanada.at<br />

secembajador@ecuaustria.at<br />

www.cubadiplomatica.cu/austria<br />

elsalvador@embasal.at<br />

www.rree.gob.sv<br />

Albania<br />

H.E. Dr. Vili<br />

Minarolli<br />

since 30.06.2010<br />

Armenia<br />

H.E. Arman<br />

Kirakossian<br />

since 09.11.2011<br />

Belize<br />

H.E. Alexander Piletsky<br />

since 01.10.1999<br />

Chile<br />

H.E. Alfredo Alejandro<br />

Labbe Villa<br />

since 30.06.2010<br />

Cyprus<br />

H.E. Costas<br />

Papademas<br />

since 19.04.<strong>2012</strong><br />

Estonia<br />

H.E. Eve-Külli Kala<br />

since 11.01.2010<br />

albemb.vie@chello.at<br />

armenia@armembassy.at<br />

belizeembassy@utanet.at<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

office@cyprusembassy.at<br />

embassy@estwien.at<br />

www.estemb.at<br />

Algeria<br />

H.E. Mohamed<br />

Benhocine<br />

since 02.07.<strong>2012</strong><br />

Australia<br />

H.E. David Gordon<br />

Stuart<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Bolivia<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Ricardo Javier<br />

Martinez Covarrubias<br />

since 11.02.2009<br />

China<br />

H.E. Zhao Bin<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Czech Republic<br />

H.E. Dr. Jan Koukal<br />

since 28.11.2006<br />

Finland<br />

H.E. Satu Marjatta Rasi<br />

since 14.10.2009<br />

office@algerische-botschaft.at<br />

www.algerische-botschaft.at<br />

austemb@aon.at<br />

www.austria.embassy.gov.au<br />

*)<br />

embolaustria@of-viena.at<br />

www.bolivia.at<br />

chinaemb_at@mfa.gov.cn<br />

www.chinaembassy.at<br />

vienna@embassy.mzv.cz<br />

www.mzv.cz/vienna<br />

sanomat.wie@formin.fi<br />

www.finnland.at<br />

Andorra<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Gemma Cano Berne<br />

since 11.01.<strong>2012</strong><br />

Azerbaijan<br />

H.E. Galib Israfilov<br />

since 28.09.2011<br />

Bosnia and Herzegovina<br />

H.E. Tanja Milasinovic<br />

Martinovic<br />

since 19.04.<strong>2012</strong><br />

Colombia<br />

H.E. Freddy Jose<br />

Padilla de Leon<br />

since 18.10.2010<br />

Denmark<br />

H.E. Torben Brylle<br />

since 27.09.2010<br />

France<br />

H.E. Stéphane<br />

Gompertz<br />

since 19.04.<strong>2012</strong><br />

*)<br />

office@ambaixada-andorra.at<br />

vienna@mission.mfa.gov.az<br />

www.azembassy.at<br />

bhbotschaft@bhbotschaft.at<br />

www.bhbotschaft.at<br />

embcolviena@aon.at<br />

www.embcol.or.at<br />

vieamb@um.dk<br />

www.oestrig.um.dk<br />

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr<br />

www.ambafrance-at.org<br />

Angola<br />

H.E. Maria De Jesus<br />

Dos Reis Ferreira<br />

since 09.11.2011<br />

embangola-viena@embangola.at<br />

www.embangola.at<br />

Belarus<br />

H.E. Valery<br />

Voronetsky<br />

since 09.11.2011<br />

mail@byembassy.at<br />

www.austria.belembassy.org<br />

Brazil<br />

H.E. Evandro Didonet<br />

since 17.10.<strong>2012</strong><br />

mail@brasilemb.at<br />

Foto: © YuI - Fotolia.com<br />

Costa Rica<br />

H.E. Ana Teresa Dengo<br />

Benavides<br />

since 26.09.2006<br />

embajadaaustria_costa.rica@chello.at<br />

Dominican Republic<br />

H.E. Ramon Andres<br />

Quinones Rodriguez<br />

since 04.06.2007<br />

mprdoiv@yahoo.com<br />

Georgia<br />

H.E. Paata<br />

Gaprindashvili<br />

since 22.06.2009<br />

vienna@geomission.at<br />

10 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 11


Ambassadors<br />

a to z<br />

Ambassadors<br />

a to z<br />

Germany<br />

H.E. Detlev Rünger<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Indonesia<br />

H.E. Rachmat Budiman<br />

since 17.10.<strong>2012</strong><br />

Jordan<br />

H.E. Makram<br />

Mustafa A. Queisi<br />

since 11.12.2007<br />

Latvia<br />

H.E. Indulis Berzins<br />

since 14.09.2009<br />

Malaysia<br />

H.E. Muhammad Shahrul<br />

Ikram bin Yaakob<br />

since 30.06.2010<br />

Namibia<br />

H.E. Raphael<br />

Nakare Dinyando<br />

since 09.12.2010<br />

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www.kbriwina.at<br />

info@jordanembassy.at<br />

www.jordanembassy.at<br />

embassy.austria@mfa.gov.lu<br />

embassy@embassymalaysia.at<br />

nam.emb.vienna@speed.at<br />

www.embnamibia.at<br />

Greece<br />

H.E. Themistoklis<br />

Dimidis<br />

since 12.01.<strong>2012</strong><br />

Iran<br />

H.E. Hassan Tajik<br />

since 02.07.<strong>2012</strong><br />

Kazakhstan<br />

H.E. Kairat<br />

Abdrakhmanov<br />

since 17.05.2011<br />

Lebanon<br />

H.E. Ishaya El Khoury<br />

since 10.09.2008<br />

Malta<br />

H.E. Colin Scicluna<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

Netherlands<br />

H.E. Peter Paul van<br />

Wulfften Palthe<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

gremb@griechischebotschaft.at<br />

www.griechische-botschaft.at<br />

public@iranembassy-wien.at<br />

www.iran.embassy.at<br />

embassy@kazakhstan.at<br />

www.kazakhstan.at<br />

embassy.lebanon@inode.at<br />

maltaembassy.vienna@gov.mt<br />

wen@minbuza.nl<br />

www.mfa.nl/wen<br />

Guatemala<br />

H.E. Antonio Roberto<br />

Castellanos Lopez<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Iraq<br />

H.E. Dr. Surood R. Najib<br />

Najib<br />

since 09.12.2010<br />

Kenya<br />

Chargé d’Affaires<br />

Consolata Wambuku<br />

Kiragu<br />

since 12.03.2008<br />

Libya<br />

Chargé d’Affaires<br />

Saleh Alfituri<br />

since 14.08.<strong>2012</strong><br />

Marocco<br />

H.E. Dr. Ali El Mhamdi<br />

since 12.01.<strong>2012</strong><br />

New Zealand<br />

Chargé d’Affaires<br />

Jennifer Macmillan<br />

since 09.07.<strong>2012</strong><br />

embajada@embaguate.co.at<br />

www.embaguate.co.at<br />

office@iraqembassy.at<br />

www.iraqembassy.at<br />

kenyarep-vienna@aon.at<br />

*) www.kenyaembassyvienna.at/de/<br />

*)<br />

*) *)<br />

office@libyanembassyvienna.at<br />

emb-pmissionvienna@morocco.at<br />

nzemb@aon.at<br />

www.nzembassy.com/austria<br />

Holy See<br />

H.E. Archbishop Dr.<br />

Peter Stephan<br />

Zurbriggen<br />

since 17.04.2009<br />

Ireland<br />

H.E. James Brennan<br />

since 09.12.2010<br />

Kosovo<br />

H.E. Dr.<br />

Sabri Kiqmari<br />

since 14.10.2009<br />

Liechtenstein<br />

H.H. Maria-Pia<br />

Kothbauer Prinzessin<br />

v.u.z. Liechtenstein,<br />

since 11.12.1997<br />

Mexico<br />

H.E. Alejandro Diaz y<br />

Perez Duarte<br />

since 02.10.2007<br />

Nicaragua<br />

Chargé d’Affaires Isolda<br />

Alicia De La Paz Frixione<br />

Miranda de Flores<br />

since 26.08.2004<br />

nuntius@nuntiatur.at<br />

www.nuntiatur.at<br />

vienna@dfa.ie<br />

www.dfa.ie<br />

embassy.austria@ks-gov.net<br />

www.ambasada-ks.net/at/<br />

info@vie.llv.li<br />

embamex@embamex.or.at<br />

embanicviena@chello.at<br />

Hungary<br />

H.E. Vince Szalay-<br />

Bobrovniczky<br />

since 09.12.2010<br />

Israel<br />

H.E. Aviv Aharon Shir-<br />

On<br />

since 14.10.2009<br />

Kuwait<br />

H.E. Mohammad Saad<br />

Oudah Al-Sallal<br />

since 14.10.2009<br />

Lithuania<br />

Chargé d’Affaires<br />

Edvilas Raudonikis<br />

since 07.08.<strong>2012</strong><br />

Moldova<br />

H.E. Valeriu Chiveri<br />

since 27.09.2010<br />

Nigeria<br />

H.E. Maria Oyeyinka<br />

Laose<br />

since 28.09.2011<br />

mission.vie@mfa.gov.hu<br />

info-sec@vienna.mfa.gov.il<br />

www.vienna.mfa.gov.il<br />

kuwait.embassy.vienna@speed.at<br />

amb.at@urm.lt<br />

vienna@moldmission.at<br />

www.austria.mfa.md<br />

info@nigeriaembassyvienna.com<br />

www.nigeriaembassyvienna.com<br />

Iceland<br />

H.E. Stefán<br />

Skjaldarson<br />

since 14.10.2009<br />

Italy<br />

H.E. Eugenio d’Auria<br />

since 27.09.2010<br />

Kyrgyzstan<br />

H.E. Lidia<br />

Imanalieva<br />

since 14.09.2009<br />

Luxembourg<br />

H.E. Hubert Wurth<br />

since 09.11.2011<br />

Mongolia<br />

H.E. Dr. Enkhsaikhan<br />

Jargalsaikhan<br />

since 10.09.2008<br />

North Korea<br />

H.E. Kwang Sop Kim<br />

since 18.03.1993<br />

emb.vienna@mfa.is<br />

www.iceland.is/at<br />

ambasciata.vienna@esteri.it<br />

www.ambvienna.esteri.it<br />

kyremb@inode.at<br />

www.kyremb.at<br />

vienne.amb@mae.etat.lu<br />

www.vienne.mae.lu/ge<br />

office@embassymon.at<br />

www.embassymon.at<br />

d.v.r.korea.botschaft@chello.at<br />

India<br />

H.E. Ramachandran<br />

Swaminathan<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Japan<br />

H.E. Shigeo Iwatani<br />

since 18.10.2010<br />

Laos<br />

H.E. Khamkheuang<br />

Bounteum<br />

since 18.10.2010<br />

Macedonia<br />

H.E. Prof. Dr.<br />

Gjorgji Filipov<br />

since 18.10.2010<br />

Montenegro<br />

H.E. Dragana<br />

Radulovic<br />

since 12.01.2009<br />

Norway<br />

H.E. Jan Petersen<br />

since 14.10.2009<br />

indemb@eoivien.vienna.at<br />

www.indianembassy.at<br />

info@wi.mofa.go.jp<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

laoembassyvienna@hotmail.com<br />

botschaft@makedonien.co.at<br />

diplomat-mn@me-austria.eu<br />

emb.vienna@mfa.no<br />

www.norwegen.or.at<br />

12 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 13


Ambassadors<br />

a to z<br />

Ambassadors<br />

a to z<br />

Oman<br />

H.E. Dr. Badr Mohamed<br />

Zaher Al Hinai<br />

since 11.12.2007<br />

Philippines<br />

H.E. Lourdes O.<br />

Yparraguirre<br />

since 30.06.2010<br />

Saudi Arabia<br />

H.E. Mohammed Al<br />

Salloum<br />

since 02.07.<strong>2012</strong><br />

Sri Lanka<br />

H.E. Aliyar Lebbe<br />

Abdul Azeez<br />

since 28.09.2011<br />

Tunisia<br />

H.E. Mohamed Samir<br />

Koubaa<br />

since 28.09.2011<br />

Uruguay<br />

H.E. Carlos Alejandro<br />

Barros Oreiro<br />

since 17.04.2009<br />

embassy.oman@chello.at<br />

office@philippine-embassy.at<br />

www.philippine-embassy.at<br />

saudiembassy@saudiembassy.at<br />

embassy@srilankaembassy.at<br />

www.srilankaembassy.at<br />

at.vienne@aon.at<br />

www.atunisie-at.org<br />

uruvien@embuy.at<br />

Order of Malta<br />

H.E. Dr. Alessandro<br />

Quaroni<br />

since 15.03.2006<br />

Poland<br />

H.E. Jerzy Marganski<br />

since 10.09.2008<br />

Serbia<br />

H.E. Milovan Bozinovic<br />

since 18.11.2009<br />

Sudan<br />

H.E. Mahmoud Hassan<br />

Elamin<br />

since 17.04.2009<br />

Turkey<br />

H.E. Ayse Sezgin<br />

since 09.11.2011<br />

Uzbekistan<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Ravshanbek<br />

Duschanov<br />

since 16.09.2009<br />

botschaft@malteser.at<br />

www.orderofmalta.int<br />

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl<br />

www.wien.polemb.net<br />

embassy.vienna@mfa.rs<br />

www.vienna.mfa.rs<br />

sudanivienna@prioritytelecom.biz<br />

www.sudanivienna.at<br />

botschaft.wien@mfa.gov.tr<br />

www.vienna.emb.mfa.gov.tr<br />

embassy@usbekistan.at<br />

www.usbekistan.at<br />

Pakistan<br />

H.E. Khurshid Anwar<br />

since 18.11.2009<br />

Portugal<br />

H.E. Ana Martinho<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

Slovakia<br />

H.E. Juraj Machac<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

Sweden<br />

H.E. Nils Gustav Daag<br />

since 28.09.2011<br />

Turkmenistan<br />

H.E. Silapberdi<br />

Nurberdiev<br />

since 28.09.2011<br />

Venezuela<br />

H.E. Alí De Jesús<br />

Uzcategui Duque<br />

since 06.05.2008<br />

parepvienna@gmail.com<br />

www.mofa.gov.pk/austria<br />

viena@mne.pt<br />

emb.vieden@mzv.sk<br />

www.vienna.mfa.sk<br />

ambassaden.wien@foreign.ministry.se<br />

www.swedenabroad.com<br />

info@botschaft-turkmenistan.at<br />

www.botschaft-turkmenistan.at<br />

embajada@austria.gob.ve<br />

www.austria.gob.ve<br />

Palestinian Territories<br />

H.E. Dr. Zuheir Elwazer<br />

since 28.04.2005<br />

Qatar<br />

H.E. Mohammed Ali<br />

M.H. Al-Malki<br />

since 19.04.<strong>2012</strong><br />

Slovenia<br />

H.E. Aleksander<br />

Gerzina<br />

since 22.06.2009<br />

Switzerland<br />

H.E. Urs Breiter<br />

since 27.09.2010<br />

Ukraine<br />

H.E. Andrii Bereznyi<br />

since 30.06.2010<br />

Vietnam<br />

H.E. Thiep Nguyen<br />

since 17.05.2011<br />

palestine.mission@chello.at<br />

botschaft@katarbotschaft.at<br />

vdu@gov.si<br />

vie.vertretung@eda.admin.ch<br />

www.schweizerbotschaft.at<br />

info@ukremb.at<br />

www.ukremb.at<br />

office@vietnamembassy.at<br />

www.vietnamembassy-austria.org/vi/<br />

Panama<br />

H.E. Ricardo Vallarino<br />

Perez<br />

since 28.03.<strong>2012</strong><br />

Romania<br />

H.E. Silvia Davidoiu<br />

since 12.01.2009<br />

South Africa<br />

H.E. Xolisa Mfundiso<br />

Mabhongo<br />

since 29.04.2010<br />

Syria<br />

H.E. Bassam Sabbagh<br />

since 29.04.2010<br />

United Arab Emirates<br />

H.E. Mohamad Hamad<br />

Omran Alshamsi<br />

since 08.01.2009<br />

Yemen<br />

H.E. Abdulhakim<br />

Abdulrahman Al-<br />

Eryani<br />

since 27.09.2010<br />

mail@empanvienna.co.at<br />

ambromviena@ambrom.at<br />

www.viena.mae.ro<br />

vienna.bilateral@dirco.gov.za<br />

www.dirco.gov.za/vienna/<br />

vienna_embassy@syrianembassy.<br />

jet2web.at<br />

emirates@aon.at<br />

yemenembassy.vienna@aon.at<br />

Paraguay<br />

H.E. Dr. Horacio<br />

Nogues Zubizarreta<br />

since 15.02.2008<br />

Russian Federation<br />

H.E. Sergey Nechaev<br />

since 29.04.2010<br />

South Korea<br />

H.E. Hyun Cho<br />

since 17.05.2011<br />

Tajikistan<br />

Chargé d’Affaires<br />

Shahlo Samandarova<br />

since 19.10.2011<br />

United Kingdom<br />

H.E. Susan Le Jeune<br />

d’Allegeershecque<br />

since 12.09.<strong>2012</strong><br />

Zimbabwe<br />

H.E. Tsitsi Grace<br />

Mutandiro<br />

since 17.01.2005<br />

embaparviena@chello.at<br />

info@rusemb.at<br />

www.rusemb.at<br />

mail@koreaemb.at<br />

http://aut.mofat.go.kr<br />

tajikembassy@chello.at<br />

www.tajikembassy.org<br />

press@britishembassy.at<br />

www.ukinaustria.fco.gov.uk<br />

z.vien@chello.at<br />

www.zimbabweembassyvienna.at<br />

Peru<br />

H.E. Antonio Javier<br />

Alejandro Garcia<br />

Revilla<br />

since 14.07.2009<br />

San Marino<br />

H.E. Dr. Elena<br />

Molaroni Berguido<br />

since 17.09.2008<br />

Spain<br />

H.E. Yago Pico de<br />

Coana y de Valicourt<br />

since 09.12.2010<br />

Thailand<br />

H.R.H. Princess<br />

Bajrakitiyabha<br />

Mahidol<br />

since 17.10.<strong>2012</strong><br />

United States<br />

H.E. William Carlton<br />

Eacho III<br />

since 14.09.2009<br />

embajada@embaperuaustria.at<br />

rsmvienna@gmail.com<br />

emb.viena@maec.es<br />

embassy@thaivienna.at<br />

www.thaiembassy.at<br />

embassy@usembassy.at<br />

www.usembassy.at<br />

*) Nota bene: Some pictures were not<br />

available at the time of going to press.<br />

14 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 15


Diplomatie<br />

neue Botschafter<br />

Diplomatie<br />

neue Botschafter<br />

Diplomatenkarussell | Juni bis Dezember <strong>2012</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.<br />

Algerien<br />

Australien<br />

Brasilien<br />

China<br />

Deutschland<br />

Guatemala<br />

H.E. Mohamed<br />

Benhocine<br />

Born on October 31 st ,<br />

1945. Married.<br />

H.E. David<br />

Gordon Stuart<br />

Born on October 7 th ,<br />

1956. Married. Three<br />

Children.<br />

H.E. Evandro<br />

Didonet<br />

Born in 1958. Married.<br />

One son.<br />

S.E. Bin Zhao<br />

Geboren im Februar<br />

1956. Verheiratet.<br />

Ein Sohn.<br />

S.E. Detlev<br />

Rünger<br />

Geboren am 29. April<br />

1955. Verheiratet.<br />

Zwei Kinder.<br />

H.E. Antonio<br />

Roberto<br />

Castellanos<br />

Born on May 22 nd ,<br />

1947. Married.<br />

Three Children.<br />

Education<br />

• Diploma of the National School for<br />

Administration (ENA)<br />

Professional Career<br />

• 1974-1980: Counsellor then Minister<br />

Plenipotentiary at the Permanent<br />

Mission of Algeria in New York<br />

• 1980-1984: Deputy Director, then<br />

Director for international, economic<br />

and financial affairs<br />

• 1984-1985: Deputy Head of Mission<br />

at the Embassy of Algeria in Spain<br />

• 1986-1989: Deputy Head of Mission<br />

at the Embassy of Algeria in France<br />

• 1990: Director at the International<br />

Fund for Agricultural Development<br />

(Roma)<br />

• 1990-1994: Executive Director to the<br />

World Bank, representing Algeria,<br />

Tunisia, Morocco, Libya, Ghana,<br />

Iran, Pakistan and Afghanistan<br />

• 1995-1997: Special adviser for the<br />

foreign Minister<br />

• 1997-2001: Ambassador of Algeria in<br />

Denmark<br />

• 2001-2003: Ambassador, Adviser to<br />

the Minister of foreign affairs<br />

• 2003-2008: Ambassador of Algeria<br />

in Chile<br />

• 2008-2010: Ambassador, Adviser to<br />

the Minister of foreign affairs<br />

• 2010-<strong>2012</strong>: Ambassador of Algeria in<br />

Tunisia<br />

Education<br />

• 1993: Bachelor of Economics, Australian<br />

National University<br />

• 1995: Graduate Diploma in Strategic<br />

Studies, Australian Defence Force,<br />

Joint Service Staff College<br />

Professional Experience<br />

• 1987-1988: Executive Officer, Human<br />

Rights Section, DFAT<br />

• 1988-1992: First Secretary, Australian<br />

Permanent Mission to the UN,<br />

New York<br />

• 1992-1993: Director, Organisation<br />

for Economic Co-Operation & Development<br />

& G7 Section, DFAT<br />

• 1993-1995: Director, UN Commonwealth<br />

and Political Section, DFAT<br />

• 1997-1999: Counsellor, Australian<br />

Embassy, Indonesia<br />

• 1999-2002: Deputy Permanent Representative,<br />

Australian Permanent<br />

Mission to the United Nations, New<br />

York<br />

• 2002-2004: Assistant Secretary, DFAT<br />

• 2004-2007: First Assistant Secretary,<br />

International Security Division,<br />

DFAT<br />

• 2007-2010: Deputy Chief of Mission,<br />

Australian Embassy, United States of<br />

America<br />

• 2011-<strong>2012</strong>: First Assistant Secretary,<br />

South and West Asia and Middle<br />

East Division, DFAT<br />

Education<br />

• 1980: Diplomatic Academy, “Instituto<br />

Rio Branco” - Ministry of External<br />

Relations.<br />

• 1986: M.A. in Business Administration<br />

at Webster University, Saint<br />

Louis, Vienna Campus<br />

• 2008: Promotion to the rank of<br />

ambassador<br />

Professional Career<br />

• 1984-1986: Embassy Vienna<br />

• 1987-1989: Embassy Beijing<br />

• 1989-1992: Embassy Bonn<br />

• 1992-1993: Latin American Integration<br />

Department<br />

• 1993-1994: Assistant for economic<br />

affairs in the office of the Secretary-<br />

General for External Relations<br />

• 1995-1998: Embassy Rome<br />

• 1998-2001: Assistant for economic<br />

affairs in the office of the Secretary-<br />

General for External Relations<br />

• 2001-2003: Deputy Chief of Mission,<br />

Ottawa<br />

• 2003-2005: Embassy Washington<br />

• 2005-2007: Deputy Chief of Mission,<br />

Washington<br />

• 2007-<strong>2012</strong>: Head of the Department<br />

of International Negotiations in<br />

the Ministry of External Relations.<br />

Head of Brazilian and/or MERCOSUR<br />

delegations.<br />

Ausbildung<br />

• Hochschulabsolvent<br />

Beruflicher Werdegang<br />

• 1983-1985: Attaché an der Botschaft<br />

der Volksrepublik China im<br />

Großherzogtum Luxemburg<br />

• 1985-1988: Attaché und Dritter<br />

Sekretär der Westeuropa-Sektion des<br />

Außenministeriums der Volksrepublik<br />

China<br />

• 1988-1992: Dritter und Zweiter<br />

Sekretär an der Botschaft der<br />

Volksrepublik China in der Republik<br />

Österreich<br />

• 1992-1995: Zweiter Sekretär, stellvertretender<br />

Referatsleiter und Erster<br />

Sekretär der Westeuropa-Sektion des<br />

Außenministeriums der Volksrepublik<br />

China<br />

• 1995-1999: Konsul (Erster Sekretär)<br />

des Generalkonsulats der Volksrepublik<br />

China in Zürich<br />

• 1999-2000: Stellvertretender Referatsleiter<br />

der Westeuropa-Sektion des<br />

Außenministeriums der Volksrepublik<br />

China<br />

• 2000-2010: Botschaftsrat und<br />

Gesandter-Botschaftsrat an der<br />

Botschaft der Volksrepublik China<br />

in der Bundesrepublik Deutschland<br />

• 2010-<strong>2012</strong>: Stellvertretender Generaldirektor<br />

des Amts für Auswärtige<br />

Angelegenheiten der Stadt Shanghai<br />

ausbildung<br />

• 1974-1981: Studium der Rechtswissenschaften<br />

• 1978–1981: Juristischer Vorbereitungsdienst<br />

• 1981: Zweite Juristische Staatsprüfung<br />

• 1981-1983: Vorbereitungsdienst für<br />

den höheren Auswärtigen Dienst<br />

• 1983: Laufbahnprüfung für den<br />

höheren Auswärtigen Dienst<br />

beruflicher werdegang<br />

• 1983-1985: Auswärtiges Amt<br />

• 1985-1988: Botschaft Quito<br />

• 1988-1992: Botschaft Prag<br />

• 1992-1995: Ständiger Vertreter der<br />

Botschaft in Daressalam<br />

• 1995-1999: stellvertretender Referatsleiter<br />

im Auswärtigen Amt<br />

• 1999-2002: Ständiger Vertreter der<br />

Botschaft in Canberra<br />

• 2002-2006: Referatsleiter im Auswärtigen<br />

Amt<br />

• 2006-2009: Krisenbeauftragter und<br />

Leiter des Krisenreaktionszentrums<br />

im Auswärtigen Amt<br />

• 2009-<strong>2012</strong>: Leiter der Botschaft in<br />

Oslo<br />

Education<br />

• International Relations Diploma,<br />

Academia Diplomatica del Peru in<br />

Lima<br />

• B.A. in visual arts, Ryerson Polytechnical<br />

Institute in Toronto<br />

• Several courses and seminaries in<br />

Guatemala and abroad related with<br />

Foreign Affairs, Diplomacy, Negotiations<br />

and International Trade.<br />

Professional Career<br />

• First Secretary and Consul, Embassy<br />

of Guatemala to Peru<br />

• First Secretary, Embassy of Guatemala<br />

to Colombia<br />

• Counselor, Embassy of Guatemala to<br />

Colombia<br />

• Director Consular Affairs<br />

• Minister Counselor, Embassy of<br />

Guatemala to Canada<br />

• Ambassador of Guatemala to Belize<br />

then Israel<br />

• Advisor to the Minister of Foreign<br />

Affairs and member of the Guatemalan<br />

Commission for Belize<br />

• Deputy Minister of Foreign Affairs,<br />

Guatemala<br />

• Ambassador of Guatemala to Japan,<br />

Belize and China<br />

• Consul General of Guatemala in San<br />

Francisco, USA<br />

• Ambassador of Guatemala to Nicaragua<br />

16 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 17


Diplomatie<br />

neue Botschafter<br />

Diplomatie<br />

neue Botschafter<br />

Diplomatenkarussell | Juni bis Dezember <strong>2012</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.<br />

Indien<br />

Indonesien<br />

Iran<br />

Niederlande<br />

Saudi Arabien<br />

Thailand<br />

H.E. Ramachandran<br />

Swaminathan<br />

Born in 1955. Married.<br />

Two children (daughter<br />

and son).<br />

H.E. Rachmat<br />

Budiman<br />

Born on December<br />

23 rd , 1959. Married.<br />

One child.<br />

H.E. Hassan<br />

Tajik<br />

Born on September<br />

20 th , 1957. Married.<br />

Two children.<br />

H.E. Peter Paul<br />

van Wulfften<br />

Palthe<br />

Born on April 3 rd , 1950.<br />

Married. Five Children.<br />

H.E. Mohammed<br />

A. Al Salloum<br />

Born on July 6 th , 1951.<br />

Married. Three Children<br />

(one Daughter and<br />

two Sons).<br />

H.R.H. Princess<br />

Bajrakitiyabha<br />

Mahidol<br />

Born on December 7 th ,<br />

1978.<br />

Education<br />

• 1972-1977: Civil Engineering at the<br />

Madras University<br />

• 1977-1979: Master’s degree in Industrial<br />

Engineering<br />

Professional Career<br />

• 1980: Joining India’s Diplomatic<br />

Service<br />

• 1980-2009: various Posts in Delhi<br />

and in Indian Embassies in Cairo,<br />

Doha, Paris, Thimphu and Colombo,<br />

interspersed with assignments in<br />

India in the Ministry of External Affairs<br />

and the Department of Atomic<br />

Energy.<br />

• 2001-2006: IAEA Secretariat in Vienna,<br />

recipient of the Distinguished<br />

Services Award of the Agency<br />

• 2007-2009: Chief Passport Officer of<br />

India<br />

• 2009-<strong>2012</strong>: Ambassador of India in<br />

Egypt<br />

Education<br />

• 1985: Graduation: University of<br />

Indonesia<br />

Professional Experience<br />

• 1989-1991: Caretaker Head of Section<br />

of Facilitation Service for Social<br />

Cultural Events, Ministry of Foreign<br />

Affairs.<br />

• 1991-1994: Press Division of the Embassy<br />

of the Republic of Indonesia in<br />

Den Haag<br />

• 1994-1995: Head of Press Subdivision<br />

of the Embassy of the Republic of<br />

Indonesia in Den Haag.<br />

• 1995-1997: Head of Section of Air<br />

Law, Ministry of Foreign Affairs.<br />

• 1997-2001: Head of Press Subdivision,<br />

Social and Cultural Affairs<br />

Function of the Consulate of the<br />

Republic Indonesia in Perth.<br />

• 2002-2005: Deputy Director for Treaties<br />

on Maritime Affairs, Ministry of<br />

Foreign Affairs.<br />

• 2005-2006: Head of Press Division,<br />

Embassy/Permanent Mission of the<br />

Republic of Indonesia in Vienna.<br />

• 2007-2008: Secretary, Directorate<br />

General of Information and Public<br />

Diplomacy, Ministry of Foreign<br />

Affairs.<br />

• 2008-<strong>2012</strong>: Director for Treaties on<br />

Political, Security and Territorial<br />

Affairs<br />

Education<br />

• 1982: Bachelor for Political Sciences,<br />

University of Tehran<br />

Professional Experience<br />

• 1982-1984: National Services<br />

• 1985: Ministry of Foreign Affairs<br />

• 1985-1987: Political expert of the<br />

Department for Asia-Pacific and<br />

Training<br />

• 1988-1989: Deputy Head of the Department<br />

for International Special<br />

Organizations in Foreign Ministry<br />

• 1989-1992: Minister Counsellor of<br />

the Islamic Republic of Iran in Brussels<br />

(Kingdom of Belgium)<br />

• 1992-1996: Deputy Head of the First<br />

Department for West European<br />

Affairs<br />

• 1996-2000: Ambassador of the Islamic<br />

Republic of Iran to the Republic<br />

of Portugal<br />

• 2001-2007: Head of the Department<br />

for International Economy<br />

• 2007-2009: Deputy Director General<br />

of the Department for Special and<br />

International Organizations<br />

• 2009-<strong>2012</strong>: Director General of the<br />

West European Affairs<br />

• Since July <strong>2012</strong>: Ambassador of the<br />

Islamic Republic of Iran to the Republic<br />

of Austria and accredited to the<br />

Slovak Republic<br />

Education<br />

• 1968–1971: Political Sciences (licencié),<br />

Lausanne University<br />

• 1973–1977: Master’s Degree in International<br />

Public Law from Leiden<br />

University<br />

Professional Experience<br />

• 1986-1990: First Secretary Permanent<br />

Representation of the Netherlands<br />

to the United Nations in New<br />

York<br />

• 1988: Chargé d’affaires, The Netherlands<br />

Embassy in Havana<br />

• 1988-1994: Head of Delegation for<br />

preliminary meetings of the UN<br />

Maritime Law agreement<br />

• 1990-1994: Head of Legal Affairs International<br />

Organisations Division<br />

Ministry of Foreign Affairs<br />

• 1994-1998: Deputy Head of Mission,<br />

Permanent Representation of the<br />

Netherlands to the United Nations<br />

and other International Organisations<br />

in Geneva<br />

• 1998-2001: Director Movement of<br />

Persons, Migration and Consular<br />

Division, Ministry of Foreign Affairs<br />

• 2001-2005: Director-General for<br />

Regional Policy and Consular Affairs<br />

Ministry of Foreign Affairs<br />

• 2005-2009: Ambassador in Berlin<br />

• 2009-<strong>2012</strong>: Ambassador in Madrid<br />

Education<br />

• Masters Degree in Management and<br />

leadership from University of San<br />

Francisco in 1981<br />

Professional Experience<br />

• 1975: Supervisor at the Ministry<br />

of Defense and Aviation/ Cultural<br />

Department of scholarships<br />

• 1982: Started work with the Ministry<br />

of foreign Affairs in Riyadh,<br />

Saudi Arabia<br />

• 1983: Assistant to the Director of<br />

Management and Supervisor for the<br />

Relocation of the Ministry and the<br />

Foreign Diplomatic Missions from<br />

Jeddah to Riyadh<br />

• 1984: Transferred to the Office of<br />

H.R.H. Minister of Foreign Affairs in<br />

Riyadh<br />

• 1990: Appointed as the Secretary<br />

of the Executive Committee in the<br />

Ministry, in addition to his Existing<br />

position (Minister’s Office)<br />

• 1995-1996: Assigned Consul general<br />

of Saudi Arabia in Italy<br />

• 1996: Appointed Consul general of<br />

Saudi Arabia in Los Angeles<br />

• 1998: Promoted to the Ambassadorial<br />

rank<br />

• 2004: Appointed Assist. Deputy Minister<br />

for Cons. Affairs<br />

• 2008: Appointed as Deputy Minister<br />

for Cons. Affairs in the Ministry of<br />

Foreign Affairs<br />

Education<br />

• 2002: LLM, Cornell University, USA<br />

• 2004: The Degree of Barrister-at-Law,<br />

The Institute of Legal Education<br />

Thai Bar Association<br />

• 2005: Doctor of Science of Law<br />

(J.S.D.), Cornell University, USA<br />

Professional Experience<br />

• 2005: First Secretary, Permanent<br />

Mission of Thailand to the United<br />

Nations, New York<br />

• 2006: First Secretary, Legal Affairs<br />

Division, Department of Treaties<br />

and Legal Affairs<br />

• 2008: Assistant Provincial Public<br />

Prosecutor, Office of Provincial Public<br />

Prosecution Udonthani<br />

• 2009: Deputy Provincial Chief Public<br />

Prosecutor, Office of Provincial Public<br />

Prosecution Udonthani<br />

• 2010: Deputy Provincial Chief Public<br />

Prosecutor, Office of Provincial Public<br />

Prosecution Pattaya<br />

• 2011: Deputy Provincial Chief Public<br />

Prosecutor, Office of Provincial Public<br />

Prosecution Nongbualamphu<br />

• <strong>2012</strong>: Rejoined the Ministry of Foreign<br />

Affairs as Ambassador attached<br />

to the Commission on Crime Prevention<br />

and Criminal Justice, Vienna<br />

18 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 19


Diplomatie<br />

neue Botschafter<br />

Diplomatenkarussell | Juni bis Dezember <strong>2012</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.<br />

Vereinigtes<br />

Königreich<br />

H.E. Susan le<br />

Jeune d‘Allegeershecque<br />

Married. Two Sons.<br />

Professional Experience<br />

• 1985: Joined HM Diplomatic Service<br />

• 1987-1990: Non-Proliferation Department,<br />

Foreign & Commonwealth<br />

Office; UK Permanent Representation<br />

to the European Community<br />

(Private Secretary to the Permanent<br />

Representative)<br />

• 1990-1992: Soviet Department, Foreign<br />

& Commonwealth Office (Baltic<br />

Desk Officer)<br />

• 1992–1995: Economic, Commercial<br />

and Press Officer, British High Commission,<br />

Singapore<br />

• 1995–1999: Head, Personnel Management<br />

Department, Foreign & Commonwealth<br />

Office<br />

• 1999–2002: Deputy Head of Mission,<br />

British Embassy, Caracas, Venezuela<br />

• 2002–2005: Deputy Head of Mission,<br />

British Embassy, Bogota, Colombia<br />

• 2005–2007: British Embassy, Washington<br />

D.C, Consul General and<br />

Counsellor, Change Management<br />

• 2007–<strong>2012</strong>: Director, Human<br />

Resources and Member of Board<br />

Foreign & Commonwealth Office<br />

Mosambik<br />

S.E. Amadeu<br />

Paulo Samuel da<br />

Conceicao<br />

(residiert in Berlin)<br />

Uganda<br />

S.E. Francis K.<br />

Butagira<br />

(residiert in Berlin)<br />

Rangfolge der Chefs<br />

diplomatischer Missionen<br />

mit Sitz in Wien<br />

n Der Apostolische Nuntius – Heiliger Stuhl<br />

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN<br />

n Korea - Demokratische Volksrepublik<br />

S.E. Herr Kwang Sop KIM, (18.03.1993)<br />

n Liechtenstein I.D. Frau Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin<br />

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)<br />

n Belize S.E. Herr Alexander PILETSKY, (01.10.1999)<br />

n Simbabwe I.E. Frau Tsitsi Grace MUTANDIRO, (17.01.2005)<br />

n Palästinensische Gebiete<br />

S.E. Herr Dr. Zuheir ELWAZER, (28.04.2005)<br />

n Argentinien S.E. Herr Eugenio Maria CURIA, (09.02.2006)<br />

n Malteser Ritterorden<br />

S.E. Herr Dr.iur. Alessandro QUARONI, (15.03.2006)<br />

n Costa Rica I.E. Frau Ana Teresa DENGO BENAVIDES, (26.09.2006)<br />

n Tschechische Republik<br />

S.E. Herr Dr. Jan KOUKAL, (28.11.2006)<br />

n Dominikanische Republik S.E. Herr Ramon Andres<br />

QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)<br />

n Mexiko S.E. Herr Alejandro DIAZ Y PEREZ DUARTE, (02.10.2007)<br />

n Jordanien S.E. Herr Makram Mustafa A. QUEISI, (11.12.2007)<br />

n Oman S.E. Herr Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)<br />

n Paraguay<br />

S.E. Herr Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)<br />

n Venezuela S.E. Herr Alí De Jesús UZCATEGUI DUQUE, (06.05.2008)<br />

n Mongolei S.E. Herr Dr. Enkhsaikhan JARGALSAIKHAN,<br />

(10.09.2008)<br />

n Libanon S.E. Herr Ishaya EL KHOURY, (10.09.2008)<br />

n Polen S.E. Herr Jerzy MARGANSKI, (10.09.2008)<br />

n Ecuador S.E. Herr Juan Diego STACEY MORENO, (17.09.2008)<br />

n San Marino I.E. Frau Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO,(17.09.2008)<br />

n Vereinigte Arabische Emirate<br />

S.E. Herr Mohamad Hamad OMRAN ALSHAMSI, (08.01.2009)<br />

n Afghanistan S.E. Herr Dr. Abdul Mohammad SHOOGUFAN,<br />

(08.01.2009)<br />

n Rumänien I.E. Frau Silvia DAVIDOIU,(12.01.2009)<br />

n Montenegro I.E. Frau Dragana RADULOVIC,(12.01.2009)<br />

n Sudan S.E. Herr Mahmoud Hassan ELAMIN, (17.04.2009)<br />

n Uruguay S.E. Herr Carlos Alejandro BARROS OREIRO,<br />

(17.04.2009)<br />

n Slowenien S.E. Herr Aleksander GERZINA, (22.06.2009)<br />

n Georgien S.E. Herr Paata GAPRINDASHVILI, (22.06.2009)<br />

n Peru S.E. Herr Antonio Javier Alejandro GARCIA REVILLA,<br />

(14.07.2009)<br />

n Kirgisistan I.E. Frau Lidia IMANALIEVA,(14.09.2009)<br />

n Lettland S.E. Herr Indulis BERZINS, (14.09.2009)<br />

n Kanada S.E. Herr John BARRETT, (14.09.2009)<br />

n Vereinigte Staaten S.E. Herr William Carlton EACHO III,<br />

(14.09.2009)<br />

n Finnland I.E. Frau Satu Marjatta RASI,(14.10.2009)<br />

n Norwegen S.E. Herr Jan PETERSEN, (14.10.2009)<br />

n Kuwait S.E. Herr Mohammad Saad Oudah AL-SALLAL, (14.10.2009)<br />

n Kosovo S.E. Herr Dr. Phil Sabri KIQMARI, (14.10.2009)<br />

n Israel S.E. Herr Aviv Aharon SHIR-ON, (14.10.2009)<br />

n Island S.E. Herr Stefán SKJALDARSON, (14.10.2009)<br />

n Pakistan S.E. Herr Khurshid ANWAR, (18.11.2009)<br />

n Serbien S.E. Herr Milovan BOZINOVIC, (18.11.2009)<br />

n Estland I.E. Frau Eve-Külli KALA,(11.01.2010)<br />

n Südafrika S.E. Herr Xolisa Mfundiso MABHONGO, (29.04.2010)<br />

n Syrien - Arabische Republik S.E. Herr Bassam SABBAGH,<br />

(29.04.2010)<br />

n Russische Föderation S.E. Herr Sergey NECHAEV, (29.04.2010)<br />

n Malaysia S.E. Herr Muhammad Shahrul IKRAM BIN YAAKOB,<br />

(30.06.2010)<br />

n Belgien S.E. Herr Frank RECKER, (30.06.2010)<br />

n Philippinen I. E. Frau Lourdes O. YPARRAGUIRRE,(30.06.2010)<br />

n Albanien S.E. Herr Dr. Vili MINAROLLI, (30.06.2010)<br />

n Chile S.E. Herr Alfredo Alejandro LABBE VILLA, (30.06.2010)<br />

n Ukraine S.E. Herr Andrii BEREZNYI, (30.06.2010)<br />

n Moldau - Republik S.E. Herr Valeriu CHIVERI, (27.09.2010)<br />

n Italien S.E. Herr Eugenio D‘AURIA, (27.09.2010)<br />

n Schweiz S.E. Herr Urs BREITER, (27.09.2010)<br />

n Jemen S.E. Herr Abdulhakim Abdulrahman AL-ERYANI,<br />

(27.09.2010)<br />

n Dänemark S.E. Herr Torben BRYLLE, (27.09.2010)<br />

n Mazedonien S.E. Herr Prof.Dr. Gjorgji FILIPOV, (18.10.2010)<br />

n Japan S.E. Herr Shigeo IWATANI, (18.10.2010)<br />

Fortsetzung auf Seite 57<br />

20 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


1,3 Mrd. 1,2 Mrd. 312 Mio. 8 Mio.<br />

Europa muss sich in einem harten, globalen Wettbewerb behaupten. Kein europäisches Land hat auch nur<br />

annähernd eine mit China (1,3 Mrd. Menschen), Indien (1,2 Mrd.) oder den USA (312 Mio.) vergleichbare Größe und<br />

Einwohnerzahl. Mit über 500 Mio. Menschen ist die Europäische Union jedoch eine Wirtschaftsgröße, die ihre<br />

– und damit unsere – Interessen weltweit durchsetzt. Europa, das steht auch für soziale Standards und ein<br />

Wertesystem, auf das wir zu Recht stolz sind. Dazu gehören faire Löhne, Mutterschutz und ein funktionierendes<br />

Gesundheitssystem. Seit mehr als sechs Jahrzehnten leistet die Europäische Union zudem einen unschätzbaren<br />

Beitrag für Frieden und Versöhnung in Europa. Dafür erhält sie nun den Friedensnobelpreis. Wir sind dadurch<br />

also 500 Millionen Friedensnobelpreisträger – nicht schlecht!<br />

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society eigenevent<br />

Botschafterempfang<br />

society eigenevent<br />

Botschafterempfang<br />

2 3<br />

Die neuen Botschafter im Hotel Imperial (v.l.n.r.<br />

hintere Reihe): Guatemala, Bulgarien, Brasilien,<br />

Slowakei, Saudi Arabien, Deutschland, Malta,<br />

Portugal, Thailand, Großbritannien, Marokko,<br />

China, Iran, Burkina Faso, (vorne v.l.n.r.) Bosnien<br />

und Herzegowina, Australien, Algerien<br />

Auszug<br />

aus der<br />

Gästeliste<br />

S.E. Dr. Abdulhakim Abdulrahman<br />

Al-Eryani (Jemen)<br />

· Anzelm Barany (Ungarn)<br />

· Dr. Manuel da Silva Alexandre<br />

· H.E. Zoran Dabik<br />

(UN-Ständige Vertretung<br />

von Mazedonien) · S.E. Eugenio<br />

d‘Auria (Italien) · S.E.<br />

Raphael Nakare Dinyando<br />

(Namibia) · Dr. Martin<br />

Eichtinger (BMeiA) · S.E.<br />

Mahmoud Elamin (Sudan) ·<br />

S.E. Prof. Dr. Gjorgji Filipov<br />

(Mazedonien) · Secretary<br />

General Fred Fruth (Austro-<br />

British <strong>Society</strong> ABS) · Botschafter<br />

Philip Griffiths<br />

(Wassenaar Arrangement)<br />

· Dr. Ernst Huber (WKO) ·<br />

Alexander Khaelss-Khaelssberg<br />

(leisure communication)<br />

· S.E. Dr. Sabri Kiqmari<br />

(Kosovo) · Dr. Gabriel<br />

Lansky (Lansky, Ganzger +<br />

Partner) · Mag. Konstanze<br />

Mantsch (BmeiA) · S.E.<br />

Thiep Nguyen (Vietnam)<br />

· Andreas Nothelle (OSZE<br />

Parlamentarische Versammlung)<br />

· S.E. Largaton<br />

Ouattara (Côte d‘Ivoire) ·<br />

Ing. Karl Hans Polzhofer<br />

(Honorarkonsulat von Mosambik)<br />

· Shahlo Samandarova<br />

(Botschaft von<br />

Tadschikistan) · S.E. Aviv<br />

Shir-On (Israel) · Mag. Liu<br />

Xiuming (China Austria Art<br />

Promotion Club) · Dr. Georg<br />

Zanger (Austrian Chinese<br />

Business Association)<br />

Fanfarenklänge für<br />

neue Botschafter<br />

Beim traditionellen Botschafterempfang im Hotel<br />

Imperial begrüßte SOCIETY die neuen Botschafter,<br />

die <strong>2012</strong> ihren Dienst in Wien angetreten haben.<br />

Text: SOCIETY<br />

Gleich siebzehn neu in Österreich<br />

akkreditierte Botschafter hieß<br />

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud<br />

Tauchhammer beim traditionellen<br />

Empfang im Hotel Imperial<br />

willkommen. Die Neuankömmlinge<br />

wurden unter Fanfarenklängen der „Trumpets<br />

in Concert“ von Leonhard Leeb feierlich begrüßt.<br />

Gemeinsam mit Imperial-Generaldirektor Klaus<br />

Christandl wurde auch der neue Staatssekretär<br />

im Außenministerium Dr. Reinhold Lopatka als<br />

Gast empfangen und den Botschaftern vorgestellt.<br />

Nach der Überreichung der Gastgeschenke gab<br />

die chinesische Starsopranistin Yuan-Ming Song<br />

zur Freude der Anwesenden ein Ständchen zum<br />

Besten. Unter den Gästen waren zahlreiche weitere<br />

Botschafter, Diplomaten, Wirtschaftsleute und<br />

Kulturschaffende.<br />

•<br />

Die neuen Botschafter<br />

Anwesend waren die neuen Botschafter<br />

S.E. Mohamed Benhocine (Algerien), S.E. David<br />

Gordon Stuart (Australien), I.E. Tanja Milasinovic<br />

Martinovic (Bosnien und Herzegowina ), S.E. Evandro<br />

Didonet (Brasilien), I.E. Elena Shekerletova (Bulgarien),<br />

S.E. Paul Robert Tiendrebeogo (Burkina Faso),<br />

S.E. Zhao Bin (China), S.E. Detlev Rünger (Deutschland),<br />

I.E. Susan Le Jeune d‘Allegeershecque (Großbritannien),<br />

S.E. Antonio Roberto Castellanos<br />

Lopez (Guatemala), S.E. Hassan Tajik (Iran), S.E.<br />

Colin Scicluna (Malta), S.E. Ali El Mhamdi (Marokko),<br />

I.E. Ana Martinho (Portugal), S.E. Md. bin<br />

Abdurrahman Al-Salloum (Saudi Arabien), S.E.<br />

Juraj Machac (Slowakei) und I.K.H. Prinzessin<br />

Bajrakitiyabha Mahidol (Thailand). SOCIETY heißt<br />

sie in Österreich herzlich willkommen! •<br />

Fotos: Schiffl/<strong>Society</strong><br />

1<br />

1 Die neuen Botschafter 2 S.E. Eugenio d‘Auria<br />

(Italien) 3 Mag. Tanja Tauchhammer 4 I.E. Susan<br />

Le Jeune d‘Allegeershecque mit Gatten Stéphane (GB)<br />

5 S.E. Detlev Rünger (Dtl.) 6 S.E. Largaton Ouattara<br />

(Côte d‘Ivoire) 7 Mag. Konstanze Mantsch (Dtl.) 8<br />

S.E. Nuntius Zurbriggen 9 Dr. Gabriel Lansky 10 Senator<br />

Walter Gerbautz 11 I.K.H. Prinzessin Bajrakitiyabha<br />

Mahidol (Thailand) 12 Dr. Martin Eichtinger (BMeiA)<br />

13 Dr. Reinhold Lopatka 14 Dr. Georg Zanger mit dem<br />

chinesischen Botschafter 15 Dr. Reinhart Waneck 16<br />

Li Winkler-Zhang 17 S.E. Mahmoud Elamin und neue<br />

A-Klasse von Mercedes Wiesenthal 18 Trumpets in<br />

Concert 19 Schlagersängerin Bambie<br />

7 8 9 10<br />

13 14<br />

17 18<br />

19<br />

4<br />

5 6<br />

11 12<br />

15 16<br />

22 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 23


society eigenevent<br />

Botschafterausflug<br />

society eigenevent<br />

botschafterausflug<br />

1<br />

Aussicht auf die Luferer Steinberge<br />

Die versammelte Schar der<br />

wanderlustigen Botschafter<br />

3<br />

1 Die Hausara Weisenbläser begleiteten die Wanderer 2 S.E. Gjorgji Filipov<br />

(Mazedonien) mit Frau Liljana und Ljiljana Bozinovic (Serbien) bei der Rast 3<br />

S.E. Khamkheuang Bounteum (Laos) 4 Café+co CEO Gerald Steger und Staatssekretär<br />

Sebastian Kurz 5 Landeshauptfrau Gabi Burgstaller im Keltenmuseum in<br />

Hallein 6 Gerald Steger (CEO café+co), S.E. Jan Koukal (Tschech. Rep.), Landesrätin<br />

Beate Palfrader, Bürgermeister Herbert Grander, Landesrat Franz Berger 7<br />

S.E. Valery Voronetsky mit Gattin und SOCIETY-Mitarbeiterin Alexandra Koller 8<br />

Macchiavalley-GF Thomas Siedler, Organisator Herbert Rieser und Mitarbeiterin<br />

9 Wanderung nach St. Jakob in Haus 10 Einmarsch der Knappenmusikkapelle<br />

Fieberbrunn 11 Aussicht auf den berühmten Wilden Kaiser<br />

2<br />

Botschafterausflug in<br />

die Tiroler Alpen<br />

Durch eine gemeinsame<br />

Initiative der café+co<br />

International Holding,<br />

der Wirtschaftskammer<br />

Tirol, dem Tourismusverband<br />

Pillerseetal und<br />

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer<br />

wurden wichtige Wirtschaftsgespräche<br />

aus den Büros in die Tiroler<br />

Alpen verlegt. Das Thema Integration unterstrichen,<br />

neben Staatssekretär Sebastian<br />

Kurz, die zahlreichen Diplomaten aus<br />

Serbien, Georgien, Kuba, Belarus, Israel,<br />

den Vereinigten Staaten und vielen mehr.<br />

Der Einladung folgten unter anderem<br />

auch Bundesrats-Präsident Georg Keuschnigg,<br />

Landesrätin Beate Palfrader, NEWS<br />

Boss Axel Bogocz, Wirtschaftskammer<br />

Tirol-Präsident Jürgen Bodenseer und<br />

European Trade Company-CEO Thomas<br />

Gürtler.<br />

Bevor es nach Tirol ging, nahm die<br />

Diplomaten- und Wirtschaftsgruppe mit<br />

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller an einer<br />

Führung im Keltenmuseum in Hallein<br />

teil. Das Museum ist eines der größ-<br />

Im Frühherbst fand die dritte Wirtschaftswanderung<br />

im Pillerseetal in Tirol statt.<br />

Das Zusammenkommen von Diplomaten,<br />

Politikern und Wirtschaftsbossen stand<br />

dieses Mal ganz im Zeichen der Integration.<br />

Text: SOCIETY<br />

ten Museen für keltische Geschichte in<br />

Europa und beeindruckte die Gäste mit<br />

seiner großen Sammlung an Jahrtausende<br />

alten Funden.<br />

In Tirol angekommen, durften am<br />

folgenden Morgen endlich die Wanderschuhe<br />

ausgepackt werden. Nach einer<br />

imposanten Begrüßung durch die Knappenmusikkapelle<br />

Fieberbrunn am Hauptplatz<br />

und wärmenden Kaffeespezialitäten<br />

von café+co wagten sich Diplomaten, Poltiker<br />

und Wirtschafter auf die Wanderwege<br />

des Pillerseetals. Nach der eigentlichen<br />

Wanderung konnten sich die Gäste bei<br />

einer Feuerwehrübung in Hochfilzen von<br />

der ausgezeichneten Leistung der Freiwilligen<br />

Feuerwehr und des Roten Kreuzes<br />

überzeugen. Zum Abschluss des zweitägigen<br />

Zusammenkommens nutzten die Gäste<br />

die Gelegenheit, sich bei einer Diskussion<br />

mit anschließendem Abendessen mit<br />

Staatssekretär Sebastian Kurz über die<br />

Situation der Integration in Österreich<br />

auszutauschen.<br />

•<br />

Auszug<br />

aus der<br />

Gästeliste<br />

S.E. Khamkheuang BOUN-<br />

TEUM (Laos) · S.E. Milovan<br />

BOZINOVIC (Serbien) •<br />

Minister Counselor Lee<br />

BRUDVIG (USA) • I.E. Silvia<br />

DAVIDOIU (Rumänien) •<br />

Chargé d’ Affaires Isolda •<br />

DE FLORES (Nicaragua) •<br />

S.E. Prof. Dr. Gjorgji FILI-<br />

POV (Mazedonien) • S.E.<br />

Paata GAPRINDASHVILI<br />

(Georgien) • S.E. Arman<br />

KIRAKOSSIAN (Armenien)<br />

• S.E. Dr. Jan KOUKAL<br />

(Tschechien) • Nigora<br />

MAKHMUDOVA (Usbekistan)<br />

• S.E. Juan Carlos<br />

MARSAN AGUILERA (Kuba)<br />

• S.E. Dr. Vili MINAROLLI<br />

(Albanien) • S.E. Largaton<br />

OUTTARA (Côte d’Ivoire) •<br />

S.E. Aviv SHIR-ON (Israel)<br />

• S.E. Valery VORONETS-<br />

KY (Belarus) • S.E. Ali EL<br />

MHAMDI (Marokko) • I.E.<br />

Eve-Külli KALA (Estland)<br />

• Theodor C. KALMBACH<br />

(USA) • Georg KEUSCH-<br />

NIGG (Bundesrats-Präsident<br />

• Vorarlberg) • Beate<br />

PALFRADER (Landesrätin<br />

• Vorarlberg) • Axel<br />

BOGOCZ (NEWS-Boss) •<br />

Balthasar EXENBERGER<br />

(Wirtschaftskammer Kitzbühel)<br />

• Jürgen BODEN-<br />

SEER (Wirtschaftskammer<br />

Tirol-Präsident) • Thomas<br />

GÜRTLER (European Trade<br />

Company-CEO)<br />

6 7<br />

10<br />

9<br />

4<br />

11<br />

8<br />

5<br />

24 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 25


society eigenevent<br />

Hallein Ausflug<br />

Die Botschafter vor dem<br />

Keltenmuseum in Hallein<br />

Landeshauptfrau Gabi<br />

Burgstaller, Kulturstadträtin<br />

Eveline Sampl-Schiestl<br />

(Hallein)<br />

Florian Knopp<br />

(Leiter des Keltenmuseums)<br />

Begrüßung im Keltenmuseum<br />

Bruno Ölsböck (Obmann des<br />

Keltenmuseums)<br />

Führung durch das<br />

Keltenmuseum<br />

Österreichs exklusivster Fitnessclub<br />

AM SCHILLERPLATZ Nibelungengasse 5, 1010 Wien, Tel: 01/587 37 10<br />

AM MARGARETENPLATZ Strobachgasse 7-9, 1050 Wien, Tel: 01/544 12 12<br />

UNIQA TOWER Untere Donaustraße 21, 1020 Wien, Tel: 01/218 47 47<br />

EXECUTIVE CLUB LE MÉRIDIEN Opernring 13-15, 1010 Wien, Tel: 01/588 90 71 75<br />

RADISSON BLU PALAIS HOTEL Parkring 14, 1010 Wien, Tel: 01/515 17 38 80<br />

MEDICAL SPA Getreidemarkt 8, 1010 Wien, Tel: 01/907 69 79<br />

ATRIUM CITY CENTER LINZ Mozartstraße 7-11, 4020 Linz, Tel: 0732/99 70 03<br />

DONAUPARK LINZ Untere Donaulände 21-25, 4020 Linz, Tel: 0732/77 17 70<br />

CITY POINT STEYR Leopold-Werndl-Straße 2, 4400 Steyr, Tel: 07252/213 12<br />

www.johnharris.at


society eigenevent<br />

Botschafterfrühstück<br />

society eigenevent<br />

Botschafterfrühstück<br />

1<br />

2<br />

3<br />

Die Botschafter mit Eric<br />

Kandel in der Mitte<br />

Nobelpreisträger Kandel<br />

kam, sprach und signierte<br />

Unter dem neu ins Leben gerufenen Motto „SOCIETY & Bristol’s<br />

Ambassadors Breakfast“ begrüßte SOCIETY-Herausgeberin<br />

Gerti Tauchhammer den Nobelpreisträger und Buchautor Eric<br />

Kandel und geladene Gäste zu einem Frühstücksempfang in die<br />

frisch renovierten Bankett-Räumlichkeiten im Hotel Bristol.<br />

Text: SOCIETY<br />

In den frisch renovierten Bankett-<br />

Räumlichkeiten des Hotel Bristol<br />

kamen zahlreiche Persönlichkeiten<br />

aus Diplomatie, Wirtschaft<br />

und Kultur zum ersten „SOCIETY<br />

& Bristol‘s Ambassadors Breakfast“<br />

zusammen, um die Möglichkeit wahrzunehmen,<br />

den Medizin-Nobelpreisträger<br />

aus dem Jahr 2000, Eric Kandel, persönlich<br />

kennen zu lernen.<br />

Die Veranstaltung wurde durch Begrüßungsworte<br />

von Generaldirektor Gerald<br />

Krischek und kurzen Ansprachen von<br />

Dr. Peter Brezovszky (Österreichischer<br />

Generalkonsul in New York) und S.E.<br />

William Carlton Eacho III (Botschafter der<br />

USA in Österreich), eingeleitet.<br />

In seiner Rede stellte Eric Kandel sein<br />

neuestes Buch mit dem Titel „Das Zeitalter<br />

der Erkenntnis – Die Erforschung des<br />

Unbewussten in Kunst, Geist und Gehirn<br />

von der Wiener Moderne bis heute“ vor,<br />

das vor kurzem auf Deutsch erschienen<br />

ist, und er berichtete über prägende Episoden<br />

aus seiner Lebensgeschichte.<br />

Der Nobelpreisträger machte einen<br />

sehr entspannten Eindruck und nahm<br />

sich auch ausreichend Zeit, um mit den<br />

Gästen zu sprechen und die Signierwünsche<br />

zu erfüllen.<br />

•<br />

Fotos: Schiffl/<strong>Society</strong><br />

1 S.E. Freddy Padilla de Leon (Kolumbien) und Eric Kandel 2 Dr. Hans Burkard<br />

(AUVA), Prof. Dr. Christoph Reisser (Facharzt für HNO), Eric Kandel, Dr. Rolf Thaler<br />

(CSC Austria) 3 S.E. William Eacho III (USA), Eric Kandel, Gertrud Tauchhammer, Gerald<br />

Krischek 4 S.E. Mohamed Koubaa (Tunesien) 5 Michaela Frigo, Christine Lugner,<br />

6 Eric Kandel, Dr. Andrea Kdolsky (PwC Österreich) 7 S.E. Largaton Ouattara<br />

(Côte d‘Ivoire) 8 S.E. Dr. Jan Koukal (Tschech. Rep.), S.E. John Barrett (Kanada) 9<br />

Gerald Krischek, I.E. Susan le Jeune d‘Allegeershecque (Großbritannien), I.E. Ayse<br />

Sezgin (Türkei), Dr. Peter Brezovszky 10 Frau Brezovszky, Denise Kandel<br />

Auszug<br />

aus der<br />

Gästeliste<br />

S.E. John Barrett (Kanada)<br />

∙ S.E. Eugenio Maria<br />

Curia (Argentinien) ∙ S.E.<br />

William Carlton Eacho<br />

III (USA) ∙ S.E. Zuheir<br />

Elwazer (Palästinensische<br />

Gebiete) ∙ S.E. Mohamed<br />

Samir Koubaa (Tunesien) ∙<br />

S.E. Jan Koukal (Tschechien)<br />

∙ I.E. Susan le<br />

Jeune d‘Allegeershecque<br />

(Großbritannien) ∙ S.E.<br />

Xolisa Mfundiso Mabhongo<br />

(Südafrika) ∙ I.E. Tanja<br />

Milasinovic Martinovic<br />

(Bosnien und Herzegowina)<br />

∙ S.E. Vili Minarolli<br />

(Albanien) ∙ S.E. Largaton<br />

Gilbert Outtara (Côte<br />

d‘Ivoire) ∙ S.E. Toshiro<br />

Ozawa (UN Japan) ∙ S.E.<br />

Ramon Andres Quinones<br />

Rodriguez (Dominikanische<br />

Republik) ∙ I.E. Ayse<br />

Sezgin (Türkei) ∙ Eugen<br />

Freund (Journalist) ∙ Dr.<br />

Andrea Kdolsky (PWC<br />

Österreich) ∙ Dr. Tobias<br />

Natter (Leopold Museum)<br />

9<br />

4 5<br />

6 7 8<br />

10<br />

28 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 29


society eigenevent<br />

junior diplomats<br />

society eigenevent<br />

junior diplomats<br />

1 Ian Stafford (GB) mit Begleitung 2<br />

Nate Adams (USA), Mohamed Rafed<br />

Hassan (Tunesien) 3 Wendell Sanchez<br />

und Lourdes Victoria-Kruse (Dominikanische<br />

Republik) 4 Mit Hut und<br />

Lederhose 5 Elvira und Claus Keller<br />

(Deutschland) 6 Emanuel Fuchs, Euna<br />

Lee (USA) 7 Gertrud Tauchhammer,<br />

Mubarak Al Ajmi (Saudi-Arabien) 8<br />

Abdelhak Atiq mit Familie (Marokko)<br />

9 Mohamed Doweidar (Ägypten), Erik<br />

Colombeau (Frankreich) 10 Christina<br />

Martin (Deutschland), Birgit Indra<br />

(Gössl Wien) 11 Naoyoshi Yoneyama<br />

(Japan), Gertrud Tauchhammerr 12<br />

Viktorija Budreckaite (Litauen) gewann<br />

ein Kaschmirtuch von Schneiders 13<br />

Valentina-Liliana Soare (Rumänien) mit<br />

dem Gans-Preis<br />

1<br />

2 3<br />

4<br />

5 6<br />

Die neu in Wien akkreditierten<br />

Diplomaten beim Junior<br />

Diplomats‘ Oktoberfest.<br />

Auszug<br />

aus der<br />

Gästeliste<br />

Erstes Junior Diplomats‘<br />

Oktoberfest<br />

Mehr als hundert neu<br />

in Wien akkreditierte<br />

Diplomaten aus mehr<br />

als dreißig Ländern,<br />

Diplomaten des Außenministeriums<br />

und<br />

Absolventen und Studenten der Diplomatischen<br />

Akademie nahmen an dem Empfang<br />

in der k47-VIP Business Lounge teil.<br />

Zu diesem Event kamen, dem Anlass entsprechend,<br />

viele in Dirndl, Trachtenanzug<br />

oder Lederhose. Bei Weißwurst, Weißbier<br />

und volkstümlicher Musik wurde ausgelassen<br />

gefeiert. Höhepunkt des Abends war<br />

eine Tombola, bei der wertvolle Preise vergeben<br />

wurden. Den Hauptpreis, ein iPad<br />

3 der neuesten Generation, gewann der<br />

kirgisische Botschaftsrat Ulanbek Dyikanbaev,<br />

den zweiten Preis, einen wertvollen<br />

Bierkrug der Wiener Porzellanmanufaktur<br />

Augarten, der saudische Attaché Mubarak<br />

Al Ajmi, den dritten Preis, ein Kristallbiergläserset<br />

von Lobmeyr, die kenianische<br />

Zum ersten Junior Diplomats‘ Oktoberfest<br />

mit Dirndl und Tracht und einer Tombola,<br />

bei der wertvolle Preise verlost wurden, lud<br />

SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer.<br />

Text: SOCIETY<br />

Diplomatin Selina Akello Masira. Als weitere<br />

Preise wurden verlost: ein Seidentuch<br />

von Gössl, gesponsert von der Designerin<br />

Birgit Indra, ein hochwertiges Kaschmirtuch<br />

und ein Brillenetui mit Hirschdesign<br />

von Schneiders, Handtuchsets in limitierter<br />

Auflage von Gans, Geschenkkörbe von<br />

café+co und der Bäckerei Felber, sowie Kosmetik<br />

von Estée Lauder und Bücher von<br />

Heide Schulte von Bäuminghaus Cumes<br />

und James Cumes, dem früheren australischen<br />

Botschafter in Wien. •<br />

Fotos: Schiffl/<strong>Society</strong><br />

Paeankumar Tulshidas Badhe<br />

(Indien) ∙ Glenn Barry<br />

(Australien) ∙ Dmitry Belabrodski<br />

(Belarus) ∙ Leila<br />

Borazjani (USA) ∙ Christoph<br />

August Brun (Schweiz)<br />

∙ Viktoija Budreckaite<br />

(Litauen) ∙ Erik Colombeau<br />

(Frankreich) ∙ Estela Diaz<br />

Barbazan (Kuba) ∙ Mohamed<br />

Mahmoud Mohamed<br />

Doweidar (Ägypten) ∙ Ulanbek<br />

Dyikanbaev (Kirgistan)<br />

∙ Mohamed Rafed Hassan<br />

(Tunesien) ∙ Nawodh Samira<br />

Hennayake (Sri Lanka)<br />

∙ Annavell Herrera Diaz<br />

(Kuba) ∙ Jochem Kaesmacher<br />

(Deutschland) ∙ Güclü<br />

Kalafat (Türkei) ∙ Elvira<br />

Keller (Deutschland) ∙ Jong<br />

Sok Kim (Dem. VR Korea)<br />

∙ Silvio Kus (Kroatien) ∙<br />

Thanh Hai Le (Thailand)<br />

∙ Selina Akello Masira<br />

(Kenia) ∙ Edgar Daniel Leal<br />

Matta (Guatemala) ∙ Jurate<br />

Losiene (Litauen) ∙ Georg<br />

Oberreiter (BMEIA) ∙ Yong<br />

Jin Ri (Dem. VR Korea) ∙<br />

Mariana Roibu (Moldau) ∙<br />

Mohammad Farouq Shams<br />

(Afghanistan) ∙ Lee R.<br />

Smith (USA) ∙ Iulian Soare<br />

(Rumänien) ∙ Ian William<br />

Hay Stafford (Großbritannien)<br />

∙ Plamena Todorova<br />

(Bulgarien) ∙ Lourdes Gisela<br />

Antonia Victoria-Kruse<br />

(Dominikanische Republik)<br />

∙ Monika Dilrukshi<br />

Welisarage (Sri Lanka) ∙<br />

Edi Jean-Paul Yao (Côte<br />

d‘Ivoire) ∙ Naoyoshi Yoneyama<br />

(Japan) ∙ Shunjie Zhou<br />

(China)<br />

7 8 9<br />

10 11 12 13<br />

Die Damen kamen im Dirndl<br />

oder in traditioneller Tracht.<br />

30 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 31


society eigenevent<br />

viva mayr<br />

society eigenevent<br />

viva mayr<br />

2<br />

1<br />

Moderne Mayr<br />

Ernährung<br />

Gertrud Tauchhammer, Dr. Hannes<br />

Androsch, VIVA Direktor Serhan Güven<br />

Amel Nefoussi Koubaa, Christa Troger<br />

Kontakt<br />

VIVA<br />

Das Zentrum für Moderne<br />

Mayr Medizin<br />

Seepromenade 11, A-9082<br />

Maria Wörth<br />

Rezeption Tel. +43 (0)4273<br />

311 17 0<br />

office@viva-mayr.com<br />

www.viva-mayr.com<br />

Auszug<br />

aus der<br />

Gästeliste<br />

1 Küchenchefin Emanuela Fischer, Dr. Harald Stossier (Ärztlicher Leiter-VIVA<br />

Mayr) 2 Herbert Richter, Dipl. Ing. Herlinde Toth (KAV), Dr. Rolf Thaler (CSC<br />

Austria) 3 Dr. Georg. Riedl, Ingrid Sauer (AIC), Mag. Gerhard Pichler 4 Mag.<br />

Brigitte Androsch, Aglaja Kyrle 5 DI Andreas Lenz, Mag. Rita Davidson (Österr.<br />

Sporthilfe) 6 Dr. Karl Diem, S.E. Mohamed Samir Koubaa (Tunesien), Dr.<br />

Heinrich Birnleitner 7 Felix und Topsy Thun-Hohenstein 8 Alla Hostniker,<br />

Raimond Andersen (Vienna <strong>Society</strong>) 9 Dr. Harald Stossier (Ärztlicher Leiter-VIVA<br />

Mayr), Ernst Engelen 10 S.E. Prof. Dr. Gjorgji Filipov (Mazedonien), Dr. Hannes<br />

Androsch 11 Lee R. Smith (USA), Sybille Wojslaw (Team 7), Michael A. Davis<br />

(Botschaft der USA) 12 Gerty Neuwirth (HP), Rebecca Neuwirth 13 Harald E.<br />

Meyer (BÖG) mit Begleitung 14 Dr. Reinald Brezovsky (Gesundheitszentrum<br />

Döbling), Dr. Renate Osterode (AIC), Meinhard Rüdenauer (Komponist)<br />

6 7<br />

3<br />

4<br />

8<br />

5<br />

Am Welternährungstag lud SOCIETY gemeinsam mit VIVA, dem<br />

Zentrum für Moderne Mayr Medizin in Maria Wörth in Kärnten,<br />

zum Themenabend „Moderne Mayr Ernährung“ in die k47-VIP<br />

Business Lounge ein.<br />

Text: SOCIETY<br />

Gäste aus Diplomatie, Wirtschaft<br />

und dem Gesundheitswesen<br />

kamen zum<br />

Themenabend „Moderne<br />

Mayr Ernährung“ in der<br />

k47-VIP Business Lounge,<br />

um sich über die Vorzüge der VIVA-Mayr<br />

Kur in Maria Wörth zu informieren. VIVA-<br />

Haupteigentümer Dr. Hannes Androsch<br />

warb in seiner Begrüßungsrede für die<br />

„Insel der Gesundheit“ am Wörthersee<br />

sowie die VIVA-Kur, die ganz im Dienste<br />

der Wiedergewinnung und Erhaltung der<br />

Gesundheit steht. Der ärztliche Leiter Dr.<br />

Harald Stossier sprach daraufhin über gesunde<br />

Ernährung nach dem weiterentwickelten<br />

Grundprinzip der F.X. Mayr Kur,<br />

wie sie bei VIVA zur Anwendung kommt.<br />

Ziel ist es, gesunde Ernährung und Genuss<br />

zu einem harmonischen Ganzen zu<br />

verbinden, um den eigenen biologischen<br />

Rhythmus wieder zu finden. VIVA-Küchenchefin<br />

Emanuela Fischer servierte schließlich<br />

Köstlichkeiten aus dem hauseigenen<br />

Grüne Haubenrestaurant und überzeugte<br />

so die Gäste vom kulinarischen Hochgenuss<br />

der VIVA-Küche.<br />

•<br />

Raimond Andersen (Vienna<br />

<strong>Society</strong>) ∙ Mag. Brigitte<br />

Androsch ∙ Mag. Rosi Blecha<br />

(Graphik Design) ∙ Dr. Ljubo<br />

Brajkovic (Österreichisch-<br />

Serbische Gesellschaft) ∙ Dr.<br />

Reinald Brezovsky (Gesundheitszentrum<br />

Döbling)<br />

∙ DI Georg Daurer (Bonus<br />

Pensionskassen AG) ∙ Mag.<br />

Rita Davidson (Österreichische<br />

Sporthilfe) ∙ Ernst<br />

Engelen (Prof. Birkmayer<br />

VET-Produkte) · Dr. Thomas<br />

Paul Egger (Pflegewohnhaus<br />

Simmering) · S.E. Prof. Gjorgji<br />

Filipov (Mazedonien) · Hans<br />

Harrer (Senat der Wirtschaft)<br />

· Jürgen Hinke (Team 7) ·<br />

Ing. Raimund Höfinger (SAP<br />

Österreich) · S.E. Mohamed<br />

Samir Koubaa (Tunesien)<br />

∙ Harald Meyer (Beste Österreichische<br />

Gastlichkeit) ·<br />

Felix Thun-Hohenstein (3M<br />

Österreich) · DI Herlinde Toth<br />

(Wiener Krankenanstaltenverbund)<br />

9 10<br />

11<br />

12<br />

13<br />

14<br />

32 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 33


china<br />

Länderporträt<br />

china<br />

Länderporträt<br />

Facts in<br />

Brief<br />

Ländername: Volksrepublik<br />

China<br />

Einwohner: 1,4 Mrd.<br />

Fläche: 9,6 Mio. km 2<br />

Klima: im Norden kontinental,<br />

im Süden subtropisch<br />

Lage: China liegt im Osten<br />

Asiens und ist das viertgrößte<br />

Land der Welt. Es<br />

hat die längste Landgrenze<br />

der Erde und grenzt an 14<br />

Staaten.<br />

Hauptstadt: Beijing (Peking),<br />

20 Mio. Einwohner<br />

Bevölkerung: 92% Han-<br />

Chinesen, 1,4% Zhuang,<br />

0,8% Mandschu, 0,8% Hui,<br />

0,7% Miao, 4,3% Sonstige<br />

(Mongolen, Koreaner, Turkvölker,<br />

Tibeter)<br />

Sprache: Chinesisch<br />

(Putonghua)<br />

Währung: Renminbi (Yuan),<br />

1 EUR = 7,8 CNY<br />

Religion: 100 Mio. Buddhisten,<br />

30 Mio. Daoisten, 20<br />

Mio. Muslime, 15 Mio. Protestanten,<br />

4 Mio. Katholiken<br />

Nationalfeiertag: 1. Oktober,<br />

Staatsfeiertag<br />

Staatsform: Sozialistische<br />

Volksrepublik<br />

Staatsoberhaupt und<br />

Regierung: Staatspräsident:<br />

Hu Jintao (2003),<br />

Regierungschef: Wen<br />

Jiabao (2003), Außenminister:<br />

Yang Jiechi (2007),<br />

Parlament: Kommunistische<br />

Partei KPCh (alle Sitze)<br />

Mitglied in internationalen<br />

Organisationen: Weltbank,<br />

IWF, WTO, Vereinte Nationen,<br />

SCO, APEC, UNO<br />

China – Land<br />

der Vielfalt<br />

Man könnte das ganze Leben in China verbringen<br />

und würde doch nicht alles sehen können. Zu<br />

groß ist das Land und zu reich seine Vielfalt.<br />

Text: SOCIETY<br />

sein 3000 Köpfe zählender Hofstaat Zutritt besaß.<br />

Neben dem Kaiserpalast erzählen Himmelstempel,<br />

Nationalmuseum und der Tian’anmen-Platz<br />

von der Geschichte Chinas.<br />

Bewundernswert sind auch die Gebiete rund<br />

um den Perlfluss im Süden Chinas. Im Perlfluss-<br />

Delta, mit Hongkong als einer der größten Städte<br />

des Landes, leben die Bewohner nicht nur mit<br />

ihrem eigenen Dialekt, dem Kantonesischen,<br />

sondern auch mit ihrer eigenen Identität. Neben<br />

Wirtschaftssonderzonen, wie Shenzhen und<br />

Zhuhai, findet man rund um den Perlfluss auch<br />

Regionen wie Kaiping, die mit ihrer Natur und<br />

den im 20. Jahrhundert entstandenen Wach-,<br />

Wohn- und Fluchttürmen beeindrucken. Die als<br />

„Diaolou“ bezeichneten Bauwerke sind größtenteils<br />

unter Denkmalschutz gestellt und können<br />

besichtigt werden.<br />

•<br />

Was man erlebt haben muss<br />

Die „Wasserdörfer“: Wer vor hat, Shanghai zu<br />

besuchen, sollte unbedingt Wuzhen mit einplanen.<br />

Das größte unter den Wasserdörfern ist berühmt<br />

für seinen Charme und den altertümlichen<br />

Lebensstil am Ufer der Flüsse. Neben Schnapsbrennereien<br />

und alten Handwerkstraditionen, wie der<br />

Holzschnitzerei, findet man in Wuzhen auch die<br />

uralte Technik der Blaudruckerei, bei dem Stoffe<br />

mit verschiedensten Mustern bedruckt werden.<br />

Ein weiteres Highlight bieten die Kampfkunstvorstellungen,<br />

die unter freiem Himmel stattfinden.<br />

Vor allem aber reizt Wuzhen mit seinem faszinierenden<br />

Ambiente, den alten Häusern und den<br />

Steinbrücken.<br />

•<br />

Was man probiert haben muss<br />

Hund, Katz und Meerschweinchen – tatsächlich<br />

landen unsere Haustiere in manchen Regionen<br />

Chinas auf dem Teller und gelten dabei noch als<br />

Delikatesse. Doch nicht überall muss man fürchten<br />

zweifelhafte Zutaten serviert zu bekommen,<br />

denn die Meinungen und Geschmäcker der chinesischen<br />

Küche unterscheiden sich von Region zu<br />

Region. Während in der südlichen Kanton-Küche<br />

Kleintiere genauso in den Topf gehören, wie Obst<br />

und Blattgemüse, werden beispielsweise im Osten<br />

der Region hauptsächlich Meeresfrüchte serviert.<br />

Nicht zuletzt aufgrund seiner Landesgröße bietet<br />

China eine Vielfalt an Kulturen, Lebensarten,<br />

Religionen und vielem mehr, so dass man nicht<br />

nur für jeden Geschmack etwas finden, sondern<br />

den ein oder anderen auch mit Sicherheit für etwas<br />

Neues begeistern kann.<br />

Wussten Sie, dass...?<br />

…Mandarin bzw. Hochchinesisch die meistgesprochene<br />

Sprache der Welt ist? Damit liegt die Sprache vor<br />

Spanisch und Englisch.<br />

…der gesamte Handel zwischen China und der EU im<br />

Jahr 2011 428,3 Milliarden Euro ausgemacht hat? Das<br />

ist der zweitgrößte Handelsaustausch der Welt.<br />

…in China nur eine Zeitzone gilt, obwohl sich das Land<br />

über fünf Zeitzonen erstreckt?<br />

…am 25. September <strong>2012</strong> der erste Flugzeugträger<br />

der chinesischen Marine in Dienst gestellt wurde? Das<br />

Schiff trägt den Namen Liaoning und ist in der Marinebasis<br />

Dalian stationiert.<br />

•<br />

Buchtipp<br />

Dr. Hans-Wilm Schütte<br />

CHINA<br />

traveldiary.de<br />

Reiseliteratur-Verlag<br />

Ein ganzes Leben würde<br />

nicht reichen, um alles in<br />

China gesehen zu haben.<br />

Mit diesem Reiseführer kann<br />

man jedoch zumindest ein<br />

bisschen von allem kennenlernen<br />

und erkunden. Mit<br />

hilfreichen Reiserouten zeigt<br />

der Autor, dass man auch in<br />

wenigen Wochen unglaublich<br />

viel an Eindrücken<br />

und Erfahrungen in China<br />

sammeln kann. Ein kleines<br />

Chinalexikon, Tipps und<br />

praktische Hinweise machen<br />

Vorfreude auf eine mit<br />

Sicherheit unvergessliche<br />

Reise nach China.<br />

China im<br />

Internet<br />

Chinesische Botschaft in<br />

Wien<br />

www.chinaembassy.at<br />

Regierung von China<br />

www.gov.cn<br />

Presse<br />

www.china.org.cn<br />

Chinesisches Außenministerium<br />

www.fmprc.gov.cn<br />

Konfuzius-Institut Wien<br />

www.konfuzius-institut.at<br />

Aus der<br />

Geschichte<br />

1911: Sturz des Kaisers und<br />

Ausrufung der Republik<br />

1921: Gründung der Kommunistischen<br />

Partei Chinas<br />

(KPCh)<br />

1949: Mao Zedong ruft die<br />

Volksrepublik China aus<br />

1971: Beitritt zur UNO<br />

1976: Tod von Mao Zedong<br />

1997: Hongkong kehrt zu<br />

China zurück<br />

1999: Portugal gibt Macau<br />

zurück<br />

2001: Beitritt zur WTO<br />

2008: Olympische Spiele in<br />

Peking<br />

2010: Weltausstellung in<br />

Shanghai<br />

Hongkong<br />

Von alten Traditionen geprägt,<br />

hat sich China zu einem modernen<br />

Land entwickelt. Manch<br />

einer sieht in China ein Land der<br />

Megametropolen, wie Hongkong<br />

und Peking, ein anderer sieht<br />

darin ein Land voller Traditionen und alter Sitten.<br />

Tatsächlich ist China eines der wenigen Länder,<br />

die Tradition und moderne Entwicklung vereinen,<br />

ohne dass dabei eines von beiden überwiegt. Dabei<br />

sind die Unterschiede in den verschiedenen Regionen<br />

dieses riesigen Landes so groß, dass man als<br />

Besucher immer wieder neue Facetten der chinesischen<br />

Kultur entdecken kann.<br />

•<br />

Was man gesehen haben muss<br />

Peking: Mit 10,5 Millionen Einwohnern beeindruckt<br />

die Hauptstadt Peking nicht nur mit einer<br />

Fülle an unterschiedlichen Volksgruppen, sondern<br />

auch an Attraktionen und Ausflugszielen.<br />

Mit ihrer Vielfalt an alten und neuen Sehenswürdigkeiten<br />

bietet sie die perfekte Möglichkeit,<br />

einen guten Einblick in die Geschichte Chinas zu<br />

bekommen.<br />

Von der einst „verbotenen Stadt“ kann man<br />

heute nicht mehr sprechen. Tagtäglich schreiten<br />

Touristen aus aller Welt die Wege des Kaiserpalastes<br />

entlang, zu denen einst nur der Kaiser und<br />

Fotos: Chinesisches Fremdenverkehrsamt, Pixelio, Geo Reisen<br />

Bergdorf im<br />

Südosten Chinas<br />

Verbotene Stadt<br />

Bekannte<br />

Persönlichkeiten<br />

• Mo Yan (* 17. Februar<br />

1955 in der Provinz<br />

Shandong), Schriftsteller,<br />

erhielt <strong>2012</strong> den Nobelpreis<br />

für Literatur.<br />

• konfuzius (551-479 v.<br />

Chr.), Philosoph, zentrales<br />

Thema seines Denkens ist<br />

die menschliche Ordnung.<br />

• Laotse (ca. 600-500 v.<br />

Chr.), Philosoph, Begründer<br />

des Daoismus.<br />

• Mao Zedong (1893-<br />

1976), Mitbegründer der<br />

KP Chinas und erster Vorsitzender<br />

der VR China.<br />

34 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 35


china<br />

Interview<br />

china<br />

Interview<br />

Welche Pläne<br />

als neuer Botschafter<br />

haben<br />

Sie, um<br />

die Beziehung<br />

zwischen Österreich<br />

und China in den Bereichen<br />

Wirtschaft, Bildung und Kultur weiter<br />

auszubauen?<br />

Von 1988 bis 1992 habe ich die Ehre<br />

gehabt, als Botschaftsmitglied die Entwicklung<br />

der chinesisch-österreichischen<br />

Beziehungen mit eigenen Augen zu verfolgen.<br />

In den letzten Jahren hat sich<br />

die Zusammenarbeit zwischen beiden<br />

Ländern auf allen Gebieten stets vertieft.<br />

Die Wirtschaften beider Länder ergänzen<br />

sich sehr gut und der Handel entwickelt<br />

sich sehr schnell, auch bei der schwachen<br />

Weltwirtschaft und der anhaltenden<br />

Euro-Krise. Als neuer chinesischer<br />

Botschafter in Österreich werde ich mein<br />

Bestes tun, die substanzielle Zusammenarbeit<br />

zwischen beiden Ländern weiter<br />

zu fördern und das Verständnis zwischen<br />

beiden Völkern zu vertiefen. Neben den<br />

traditionellen Bereichen wie Stahl- und<br />

Metallindustrie, Automobil, Maschinenbau,<br />

Lebensmittel und Chemie werden<br />

wir neue Prioritäten zukünftiger Zusammenarbeit<br />

auf Energiespar- und Umwelttechnologien,<br />

erneuerbare Energien<br />

setzen. In den letzten Jahren haben chinesische<br />

Unternehmen ihre Investitionen in<br />

Österreich vergrößert, wobei sie stets die<br />

Gesetze hier im Lande einhalten und eine<br />

Win-Win-Situation zum beiderseitigen<br />

Nutzen erzielt wird. China und Österreich<br />

sind beide große Kulturnationen, der Austausch<br />

und die Zusammenarbeit im Kulturbereich<br />

haben noch großes Potenzial,<br />

es gilt das auszuschöpfen. In Bezug auf<br />

die Zusammenarbeit im Bildungswesen<br />

wird es Schwerpunkt meiner Arbeit sein,<br />

den erfolgreichen Austausch zwischen<br />

Universitäten und die Zusammenarbeit<br />

im Bereich von Sprachunterricht und Berufsbildung<br />

weiter zu intensivieren.<br />

Welche Möglichkeiten sehen Sie,<br />

den Austausch der Kulturen zu erleichtern<br />

und das gegenseitige Verständnis<br />

der Kulturen zu verbessern?<br />

Kulturaustausch stellt einen wichtigen<br />

Bestandteil der bilateralen Beziehungen<br />

dar und trägt viel zur Vertiefung<br />

des Verständnisses und der Freundschaft<br />

zwischen beiden Völkern bei. Kurz nach<br />

meinem Amtsantritt habe ich Herrn Botschafter<br />

Dr. Eichtinger, Chef der Kulturpolitischen<br />

Sektion des österreichischen<br />

Außenministeriums, besucht und Meinungen<br />

über Förderung des Kulturaus-<br />

Austausch und<br />

Freundschaft<br />

Interview mit dem neuen chinesischen<br />

Botschafter in Wien, S.E. ZHAO Bin, über<br />

den lebendigen Kulturaustausch, die ehrgeizigen<br />

Ziele für den Umweltschutz, die<br />

Armutsverringerung und die friedliche<br />

Einstellung Chinas.<br />

Interview: SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer<br />

tausches ausgetauscht. Ich werde in Kürze<br />

noch einige österreichische Kulturinstitutionen<br />

besuchen, um deren Meinungen<br />

und Anregungen zur Verstärkung der<br />

Zusammenarbeit zu hören. Anhand meiner<br />

bisherigen Gespräche habe ich den<br />

Eindruck gewonnen, dass beide Seiten<br />

sich über die Förderung des Austausches<br />

zwischen Regierungsbehörden, akademischen<br />

Organisationen, Kulturunternehmen<br />

und-Institutionen einig sind. Meiner<br />

Ansicht nach ist Folgendes ganz wichtig:<br />

Erstens, gute Voraussetzung für den Kulturaustausch<br />

auf allen Ebenen und Gebieten<br />

zu schaffen. Zweitens, Kulturdialog<br />

und Zusammenarbeit zwischen Akademien,<br />

Museen und Kulturfesten zu fördern,<br />

damit beide Völker insbesondere die Jugendlichen<br />

vom Kulturaustausch profitieren<br />

können, denn Kennenlernen ist die<br />

Voraussetzung fürs Verstehen. Drittens,<br />

von der Essenz und den fortschrittlichen<br />

Erfahrungen der jeweils anderen Kultur<br />

zu lernen. Im Kulturbereich haben China<br />

und Österreich beide etwas zu bieten.<br />

Es macht Sinn, dass wir Personenverkehr<br />

und Ausbildung in der kulturellen öffentlichen<br />

Dienstleistung und Verwaltung intensivieren.<br />

Das aktuelle zwölfte Fünfjahresprogramm<br />

ist das „grünste“ seit Gründung<br />

der Volksrepublik. Wie wichtig ist für<br />

das Land China der Umstieg in eine „Green<br />

Economy“?<br />

China ernährt heute zwanzig Prozent der Weltbevölkerung<br />

mit nur 7,9 Prozent Ackerlandfläche<br />

und 6,5 Prozent Süßwasserressourcen der Welt.<br />

Als das größte Entwicklungsland hat Chinas Umwelt<br />

auch einen großen Preis für die Entwicklung<br />

gezahlt. In der 12. Fünfjahresplanung wird festgeschrieben,<br />

dass die grüne Ökonomie tatkräftig<br />

entwickelt werden soll. Dies ist das Gebot nicht<br />

nur der wirtschaftlichen Umstrukturierung und<br />

der Umwandlung des wirtschaftlichen Entwicklungsmodells,<br />

aber auch der Modernisierung Chinas<br />

mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden.<br />

China setzt auf die nachhaltige Entwicklung<br />

und bemüht sich, eine ressourcensparende und<br />

umweltfreundliche Gesellschaft aufzubauen.<br />

Jahrelang hält China an der Aufforstung fest,<br />

künstliche Wälder von 620.000 Quadratkilometern<br />

sind dadurch zustande gekommen. China<br />

hat sich auch für die Entwicklung der sauberen<br />

und CO2-armen Energien eingesetzt und verfügt<br />

über die weltgrößten Wasser- und Windstromkapazitäten.<br />

Ich möchte hiermit noch auf eine Zahl<br />

aufmerksam machen: Trotz rasanter wirtschaftlicher<br />

Entwicklung wird Chinas Energieverbrauch<br />

pro Produkteinheit seit 2005 um 21 Prozent gedrosselt.<br />

Die Emissionen des Schwefeldioxids und<br />

des chemischen Sauerstoffbedarfs sind jeweils um<br />

16 und 14 Prozent gesunken. Laut der 12. Fünfjahresplanung<br />

sollen Chinas Energieverbrauch pro<br />

Produkteinheit und CO2-Emission um 16 und 17<br />

Prozent reduziert werden, und die Hauptschadstoffemission<br />

um acht bis zehn Prozent. All das<br />

hat Chinas Entschlossenheit zur Entwicklung der<br />

grünen Ökonomie deutlich gemacht.<br />

Gibt es für österreichische Unternehmen<br />

Chancen in China bei Umwelttechnologien?<br />

Im Juni dieses Jahres hat die chinesische Regierung<br />

die Entwicklungsplanung für energiesparende<br />

und Umweltindustrien bis 2015 ausgearbeitet.<br />

Auf dem 18. Parteitag wurde der Umweltschutz<br />

besonders hervorgehoben und in die Parteistatuten<br />

geschrieben: Das durchschnittliche Jahreswachstum<br />

des Produktionswerts der Industrie für<br />

Energiesparen und Umweltschutz soll 15 Prozent<br />

erreichen und bis 2015 4,5 Billionen Yuan betragen.<br />

Der Plan hat auch folgende Schwerpunkte<br />

festgelegt: Energiesparende Autos und Baustoffe,<br />

Bio-Diesel, Recycling von Abwasser-, Schmutzund<br />

Regenwasser sowie Abwrackautos, Müll- und<br />

Schmutzwasserentsorgung und Luftverschmutzungskontrolle.<br />

Gerade in diesen Bereichen hat<br />

Österreich weltführende Technologien und Knowhow,<br />

die man in China gut gebrauchen kann.<br />

Beim Besuch des chinesischen Staatspräsidenten<br />

HU Jintao im letzten Jahr in Österreich wurden<br />

mehrere Verträge im Bereich von Energiesparen<br />

und Umweltschutz unterzeichnet. Im Moment<br />

läuft das Projekt Low-Carbon-Technologiepark in<br />

Nanchang (Jiangxi Provinz) erfolgreich. Und das<br />

»China ernährt<br />

heute zwanzig<br />

Prozent der<br />

Weltbevölkerung<br />

mit nur<br />

7,9 Prozent<br />

Ackerlandfläche<br />

und 6,5 Prozent<br />

Süßwasserressourcen.<br />

«<br />

Zhao Bin<br />

curriculum<br />

vitae<br />

B<br />

Zhao Bin<br />

otschafter ZHAO Bin<br />

ist im Februar 1956 geboren.<br />

Er war bereits<br />

in den frühen 1990er Jahren<br />

an der Botschaft in Österreich<br />

tätig. Weitere Posten<br />

führten ihn nach Luxemburg,<br />

die Schweiz und nach<br />

Deutschland. Wiederholt<br />

war er im Außenministerium<br />

der Volksrepublik China in<br />

der Westeuropa-Sektion<br />

tätig, zuletzt als stellvertretender<br />

Referatsleiter. Er war<br />

außerdem stellvertretender<br />

Generaldirektor des Amts<br />

für auswärtige Angelegenheiten<br />

in der Stadt Shanghai.<br />

Er ist verheiratet und<br />

hat einen Sohn.<br />

Projekt Öko-Technologiepark in Nantong (Jiangsu<br />

Provinz) wird auch umgesetzt. Ich bin davon überzeugt,<br />

dass durch diese Projekte die Zusammenarbeit<br />

der Öko-Unternehmen beider Länder weiter<br />

verstärkt wird.<br />

Ein weiteres Ziel des Fünfjahresplanes ist<br />

es, die Kluft zwischen Arm und Reich zu minimieren.<br />

Welche Maßnahmen muss China<br />

setzen, um dieses Ziel zu erreichen?<br />

Dies ist ein weltweites Thema. Ein rationales<br />

Einkommensverteilungssystem ist ein wichtiges<br />

Merkmal der sozialen Gerechtigkeit. Die chinesische<br />

Regierung legt stets großen Wert auf die<br />

Gerechtigkeit und hat sich für die Erhöhung des<br />

Lebensstandards der Bevölkerung eingesetzt. Der<br />

aktuellen Statistik zufolge beträgt das Netto-Einkommen<br />

der ländlichen Bevölkerung Chinas im<br />

Jahr 2011 6977 Yuan, was einem Jahreswachstum<br />

von 17,9 Prozent und 1058 Yuan entspricht. Das<br />

verfügbare Einkommen der städtischen Bevölkerung<br />

ist um 2701 Yuan auf 21810 Yuan gestiegen,<br />

was ein Jahreswachstum von 14,1 Prozent bedeutet.<br />

Das Zahlenverhältnis des verfügbaren Einkommens<br />

der städtischen und ländlichen Bevölkerung<br />

beträgt damit 3,13: 1 – das heißt, Tendenz<br />

absteigend.<br />

Um den Einkommensunterschied weiter zu<br />

verringern, wird China Folgendes tun: Erstens, das<br />

Einkommen der Bevölkerung und den Mindestlohn<br />

zu erhöhen. Zweitens, die Einkommensverteilung<br />

besser einzustellen, z.B. das Einkommen<br />

der Gutverdienenden zu beschränken, den Mittelstand<br />

zu vergrößern und das Leben der Armen<br />

schwerpünktlich zu verbessern. Drittens, das Sozialnetz<br />

auszubauen. Dies ist auch ein Schlüsselpunkt<br />

der 12. Fünfjahresplanung.<br />

Die so genannten Martial Arts haben in asiatischen<br />

Kulturen eine lange Tradition. Welche<br />

Tradition gibt es in China?<br />

Kampfkunst ist ein wertvolles Kulturerbe Chinas,<br />

sehr populär nicht nur in China aber auch<br />

weltweit. In China treibt man Kampfkunst hauptsächlich,<br />

um den Körper zu stärken und gesund<br />

zu bleiben. Eine andere wichtige Funktion ist der<br />

Austausch und die Freundschaftsverknüpfung mit<br />

anderen Übenden. Seit tausend Jahren treiben viele<br />

Chinesen Kampfkunst, aber die Chinesen sind<br />

niemals martialisch. China hatte nie eine Kolonie<br />

in Übersee und betrieb selten einen Krieg gegen<br />

fremde Länder, auch als China in der Geschichte<br />

eine überwiegende regionale Macht war. Vor 600<br />

Jahren ist der große chinesische Voyager ZHENG<br />

He sieben Mal über See nach Westen gereist. Er<br />

hat sogar Kenia erreicht. Was er der lokalen Bevölkerung<br />

mitgebracht hat, waren kein Krieg oder<br />

Kolonialismus, sondern Seide und Tee. China tritt<br />

heute für die friedliche Entwicklung ein und verfolgt<br />

eine defensive Verteidigungspolitik. China<br />

wird nicht den Fußspuren von manchen Staaten<br />

folgen, die hegemonial werden, nachdem sie stark<br />

wurden.<br />

•<br />

36 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 37


china<br />

residenz<br />

china<br />

residenz<br />

Eine Villa als Zeugin<br />

der Zeitgeschichte<br />

»Die Villa XAIPE soll vor allem ein<br />

Ort der Gastlichkeit, Freude und<br />

Kultur sein.<br />

«<br />

S.E.<br />

ZHAO Bin<br />

Die bekannte Villa XAIPE beim Meidlinger Tor von Schloss Schönbrunn<br />

ist seit bald zwei Jahren im Besitz der chinesischen Botschaft.<br />

Text: SOCIETY<br />

Seit 2011 befindet sich die alte<br />

Villa Chaire, am Ost-Eingang<br />

direkt an der Gartenmauer vom<br />

Wiener Schloss Schönbrunn,<br />

im Besitz der chinesischen<br />

Botschaft. Das historisch wertvolle<br />

Gebäude, in dem sogar einst Franz<br />

Schubert einige seiner Meisterwerke komponierte,<br />

erstrahlt nach seiner Renovierung<br />

in einer Mischung aus chinesischem<br />

und klassischem Schönbrunner Stil. Ihrem<br />

Namen soll die Villa XAIPE (altgriech. „Sei<br />

gegrüßt!“) nicht nur im Sinne der zukünftigen<br />

diplomatischen Beziehungen gerecht<br />

werden, sondern sie soll vor allem ein Ort<br />

der Gastlichkeit, Freude und Kultur sein.<br />

1793 wurde die Villa als „Wächterin“<br />

des Osteinganges von Schloss Schönbrunn<br />

erbaut. Jahrhunderte durchgehend war<br />

sie Treffpunkt für heimische und internationale<br />

Größen wie Ludwig van Beethoven,<br />

Richard Strauss, Arthur Schnitzler<br />

und viele mehr. 1927 war sie das erste Objekt<br />

in Wien, dass unter Denkmalschutz<br />

gestellt wurde und zählt bis heute „zu den<br />

reizvollsten und kunsthistorisch belangreichsten<br />

Wiener Bauwerken des 18. Jahrhunderts“,<br />

so Dipl.-Ing. Oliver Schreiber<br />

vom Bundesdenkmalamt, die ursprüngliche<br />

Begründung für die Inschutzstellung<br />

zitierend. Zwischen 1927 und 1939<br />

befand sich in der Villa das, von der Bevölkerung<br />

sehr geschätzte, Café Schlössl.<br />

Bis zur Übernahme durch die chinesische<br />

Botschaft wurde die Villa vor allem als Firmensitz<br />

und Privathaus genutzt. •<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, Botschaft von China<br />

S.E. ZHAO Bin auf dem Flügel<br />

S.E. ZHAO Bin im Musikzimmer<br />

38 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 39


china<br />

wirtschaft<br />

Facts<br />

Wirtschaftsdaten<br />

China (2011)<br />

Bedeutende<br />

Wirtschaftssektoren<br />

Maschinen- und Anlagebau,<br />

Infrastruktur, Umweltschutz,<br />

Bauwirtschaft sowie Automobilindustrie<br />

Wirtschaftswachstum<br />

9,2 %<br />

BIP pro Kopf<br />

Ca. 5.500 USD<br />

BIP<br />

7.484 Mrd. USD<br />

Inflation<br />

5,4 %<br />

Arbeitslosigkeit<br />

4,1 %<br />

Auslandsverschuldung<br />

695 Mrd. USD<br />

Währung<br />

Renmimbi (RMB)<br />

Exporte<br />

1.899 Mrd. USD<br />

Wichtigste Exportziele<br />

EU, USA, Hongkong,<br />

ASEAN, Japan<br />

Importe<br />

1.743 Mrd. USD<br />

Wichtigste Herkunftsgebiete<br />

EU, Japan, ASEAN,<br />

Südkorea, Taiwan<br />

Die Dreischluchten-Talsperre<br />

am Jangtsekiang<br />

Chinesische Importe<br />

aus Österreich<br />

2,9 Mrd. EUR<br />

Importprodukte<br />

Maschinen und Maschinenteile,<br />

elektrische Geräte,<br />

Kraftfahrzeuge, Schienenfahrzeuge-<br />

und teile, Kunststofferzeugnisse,<br />

Mess- und<br />

Prüfgeräte, synthetische<br />

Fasern, medizintechnische<br />

Geräte<br />

Chinesische Exporte<br />

nach Österreich<br />

6,4 Mrd. EUR<br />

Exportprodukte<br />

Nachrichtengeräte, Bekleidung,<br />

Produkte und Teile<br />

zur digitalen Datenverarbeitung,<br />

Druckmaschinen,<br />

Spielwaren, Sportartikel, Beleuchtungsartikel,<br />

Schuhe,<br />

Taschnerwaren<br />

Quelle: WKO/AWO (2011)<br />

Chinas Weg zur<br />

„Öko-Zivilisation“<br />

Die vergangenen drei Jahrzehnte haben einen gewaltigen<br />

wirtschaftlichen Aufschwung für China<br />

gebracht, mit negativen Begleiterscheinungen wie<br />

sozialen Spannungen und Umweltverschmutzung.<br />

Dagegen werden nun Maßnahmen ergriffen.<br />

Text: SOCIETY<br />

Seit dem Beitritt Chinas zur WTO im<br />

Jahr 2001 erreichte die chinesische<br />

Wirtschaft durchschnittliche Wachstumsraten<br />

von rund zehn Prozent<br />

pro Jahr. Heute ist China bereits die<br />

zweitgrößte Volkswirtschaft hinter<br />

den USA, gemessen am Bruttoinlandsprodukt,<br />

bzw. seit 2009 „Exportweltmeister“ vor Deutschland<br />

mit einem Zehntelanteil am weltweiten Export.<br />

Zunehmend entwickelt sich China weg von<br />

der „Werkbank der Welt“ hin zu einem Hersteller<br />

von High-Tech-Waren wie zum Beispiel Solaranlagen.<br />

Das BIP-pro-Kopf ist mit rund 5.500 US-Dollar<br />

aber nach wie vor recht bescheiden. Die erheblichen<br />

sozialen Unterschiede stellen China vor ein<br />

großes Problem. Besonders zwischen den Städten,<br />

vor allem jenen in den Küstenregionen, und den<br />

strukturschwachen Binnenprovinzen besteht ein<br />

enormes Wachstumsgefälle. Die Einkommen sind<br />

ungleich verteilt. Arbeitslosigkeit in den ländlichen<br />

Regionen und Landflucht sind die Folge.<br />

Auch eine Überhitzung der Wirtschaft mit der<br />

Entstehung von Preisblasen stellt eine Gefahr dar.<br />

Zunehmend hat sich ebenfalls die Abhängigkeit<br />

vom Export bemerkbar gemacht aufgrund der<br />

nachlassenden Nachfrage aus Europa und den<br />

USA wegen der Finanzkrise.<br />

•<br />

Priorität für Umweltschutz<br />

Der aktuelle Zwölfte Fünfjahresplan (2011-<br />

2015), der im Mai 2011 beschlossen wurde, fokussiert<br />

auf die Minimierung der Kluft zwischen Arm<br />

und Reich und einem Wandel zu mehr nachhaltigem<br />

Wachstum. Das Wirtschaftswachstum soll<br />

auf sieben Prozent jährlich gedrosselt werden und<br />

der Schwerpunkt soll vom Export hin zu mehr<br />

einheimischem Konsum verschoben werden bei<br />

gleichzeitiger besserer Verteilung des Wohlstandes<br />

im Land. Außerdem wird das ehrgeizige Ziel<br />

des Aufbaus einer „ökologischen Zivilisation“<br />

angestrebt. Der Energieverbrauch soll gedrosselt<br />

werden, die Energieeffizienz gehoben und der<br />

Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben<br />

werden. Beim jüngsten 18. Parteitag der Kommunistischen<br />

Partei, bei dem die neue Führung<br />

Chinas mit Generalsekretär Xi Jingping gewählt<br />

wurde, wurde das Thema Umweltschutz ebenfalls<br />

deutlich hervorgehoben.<br />

•<br />

China und Österreich<br />

Im Jahr 2011 feierten China und Österreich das<br />

40-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen.<br />

Seit dem ersten offiziellen Kontakt hat<br />

sich China zu einem der wichtigsten Außenhandelspartner<br />

Österreichs entwickelt. 2011 gab es<br />

ein bilaterales Außenhandelshoch von über neun<br />

Milliarden Euro. Gleichzeitig hat sich auch das österreichische<br />

Handelsbilanzdefizit mit China auf<br />

einen Rekordwert von 3,5 Milliarden Euro gesteigert.<br />

Dennoch ist China ein wichtiger Absatzmarkt<br />

für österreichische Unternehmen: Besonders was<br />

spezialisierte Hochtechnologie mit hohen Qualitätserwartungen<br />

betrifft, gibt es in China große<br />

Chancen für die österreichische Wirtschaft, z. B.<br />

im Bereich Umweltschutz, technische Dienstleistungen,<br />

Maschinen- und Anlagenbau. Aufgrund<br />

des steigenden Wohlstandes in einigen Gebieten<br />

Chinas wird auch der Vertrieb oder die Produktion<br />

von Konsumgütern immer interessanter.<br />

Fotos: Pixelio/Dieter Schütz; Botschaft der Volksrepublik China<br />

40 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


Japan<br />

Länderporträt<br />

japan<br />

Länderporträt<br />

Facts in<br />

Brief<br />

Ländername: Japan<br />

Einwohner: 128,0 Mio.<br />

Fläche: 377 950 km 2<br />

Klima: Hokkaido: kalter Winter,<br />

warmer Sommer; Honshu,<br />

Shikoku und Kyushu:<br />

gemäßigt bis subtropisch;<br />

Okinawa: subtropisch.<br />

Lage: Inselgruppe vor der<br />

ostasiatischen Pazifikküste,<br />

vier Hauptinseln (Hokkaido,<br />

Honshu, Shikoku und<br />

Kyushu)<br />

Hauptstadt: Tokio (8,5 Mio.)<br />

Bevölkerung: Japaner (über<br />

99%), Ainu (Ureinwohner)<br />

Sprache: Japanisch, Englisch<br />

Währung: Japanischer Yen<br />

(JPY), 1 EUR = ca. 105 JPY<br />

Religion: Schintoismus,<br />

Buddhismus, Mischreligionen,<br />

christliche Minderheiten<br />

Nationalfeiertag: 23.<br />

Dezember (Geburtstag des<br />

Kaisers)<br />

Staatsform: konstitutionelle<br />

Monarchie<br />

Staatsoberhaupt und<br />

Regierung: Staatsoberhaupt:<br />

Kaiser Akihito (1989),<br />

Regierungschef: Yoshihiko<br />

Noda (2011), Außenminister:<br />

Gemba Koichiro (2011)<br />

Mitglied in internationalen<br />

Organisationen: UNO, IWF,<br />

WTO, APEC, ASEAN, WHO<br />

Aus der<br />

Geschichte<br />

1919: Japan tritt dem Völkerbund<br />

bei<br />

1940: Dreimächtepakt zwischen<br />

Japan, Deutschland<br />

und Italien<br />

1941: Angriff Japans auf den<br />

amerikanischen Stützpunkt<br />

Pearl Harbour<br />

1945: Atombombenabwürfe<br />

der USA auf Hiroshima und<br />

Nagasaki<br />

1952: Friedensvertrag von<br />

San Francisco<br />

1964: Olympische Spiele in<br />

Tokyo<br />

1972: Japan erhält die Provinz<br />

Okinawa von den USA<br />

zurück<br />

1975: Japan wird Mitglied<br />

der G8-Staaten<br />

1990: Platzen der Immobilienblase<br />

2011: Das Dreifachunglück<br />

(Erdbeben, Tsunamiwelle,<br />

Reaktorunfall in Fukushima)<br />

Kirschblüte<br />

Japan – Land<br />

der Gegensätze<br />

So vielseitig und gegensätzlich wie Japan sind<br />

nur wenige Länder der Welt. Gesellschaft, Kultur<br />

und Landschaft sind eine Entdeckung wert.<br />

Text: SOCIETY<br />

N<br />

ur wenige Länder der Welt sind<br />

so vielfältig und von Gegensätzen<br />

geprägt wie Japan, und das bei<br />

einer Fläche, die nur wenig größer<br />

als Deutschland ist. Moderne<br />

Wolkenkratzer stehen neben alten<br />

Tempeln und Schreinen. Alte Traditionen bestehen<br />

neben Hightech. Auch geografisch ist Japan<br />

vielfältig: Die japanische Inselkette erstreckt sich<br />

über mehrere Klimazonen von Hokkaido im Norden<br />

bis Okinawa im Süden mit unterschiedlicher<br />

Fauna und Flora. Egal wie oft man Japan bereist,<br />

man entdeckt immer wieder eine neue Seite an<br />

diesem faszinierenden Land.<br />

•<br />

Was man erlebt haben muss<br />

Wer Japan im Frühling bereist, wird das Land<br />

von einer seiner schönsten Seiten kennenlernen.<br />

Die Kirschblütenzeit wird und wurde nicht umsonst<br />

von Dichtern besungen und Künstlern verewigt.<br />

Die Blüte selbst ist für die Japaner das Symbol<br />

für die Schönheit des Vergänglichen und für<br />

die Vergänglichkeit des Lebens überhaupt. Sobald<br />

sich die ersten Kirschblüten öffnen, versammeln<br />

sich Freunde, Verwandte und Kollegen zum Hanami<br />

(„Blumen-Sehen“) und Picknick. Jedes Dorf in<br />

Japan hat seinen Kirschbaum und jede Stadt mindestens<br />

einen Park mit einem Kirschbaumhain.<br />

Fotos: (c) JNTO, (c) JNTO, Sanuki, (c) Y.Shimizu/ (c) JNTO, Yasufumi Nishi/JNTO<br />

Sommerzeit wiederum ist in Japan Matsuri-<br />

Zeit. Die traditionellen Feste, meist mit shintoistischem<br />

Hintergrund, beinhalten einen festlichen<br />

Umzug mit Trageschrein und Festwagen. Mitfeiernde<br />

kommen in traditioneller Kleidung und<br />

verführen mit Trommelvorführungen und traditionellen<br />

Kreistänzen zum Tanzen. Immer dabei<br />

sind Stände mit traditionellen Speisen und Vergnügungen.<br />

Die berühmtesten Matsuri sind das<br />

Gion Matsuri in Kyoto, das Sanja Matsuri in Tokyo<br />

und das Tanabata Matsuri in Sendai.<br />

•<br />

Was man gesehen haben muss<br />

Ein architektonisches Highlight bietet der<br />

Tokyo Skytree in Tokyo. Der am 22. Mai <strong>2012</strong> eröffnete<br />

Sendemast ist mit 634 Metern der höchste<br />

freistehende Sendemast der Welt bzw. nach dem<br />

Burj Dubai das zweithöchste Gebäude der Welt.<br />

Im „Tokyo Skytree Tembo Deck“ (in 350 Metern<br />

Höhe) eröffnet sich eine 360 Grad-Sicht über ganz<br />

Tokyo. Wer schwindelfrei ist, kann sich in 450 Metern<br />

Höhe über die „Tokyo Skytree Tembo Gallery“<br />

wagen, um einmal „auf Wolken zu gehen“.<br />

Tokyo Skytree<br />

•<br />

Was man probiert haben muss<br />

Nicht umsonst ist Japan auch für seine kulinarische<br />

Seite berühmt und beliebt. Die japanische<br />

Küche ist einfach: Fisch, Meeresfrüchte und die<br />

„Segnungen der Berge“, also Pilze und Berggemüse,<br />

dominieren die Speisekarten. Doch genau diese<br />

Einfachheit macht sie so besonders.<br />

Das angeblich „beste Sushi in Tokyo“ bekommt<br />

man, nicht wie erwartet, in einem großen Luxusrestaurant,<br />

sondern in einem kleinen Laden,<br />

in dem lediglich der alte Sushi Meister Mizutani<br />

und seine zwei jungen Gehilfen tagtäglich den<br />

frischen Fisch zubereiten. Das „Sushi-Mizutani“<br />

wurde bereits mit 3 Sternen von Michelin ausgezeichnet<br />

und bietet jedem Sushi-Liebhaber ein unvergessliches<br />

Geschmackserlebnis.<br />

So besonders wie das Essen selbst sind auch die<br />

Tischsitten in Japan. Da zwei Gesten mit Bestattungsriten<br />

und Totenopfern assoziiert werden,<br />

sollten die Stäbchen unter keinen Umständen<br />

senkrecht in den Reis gesteckt werden und es sollte<br />

nichts mit den Stäbchen in der Luft überreicht<br />

werden. Die Suppe jedoch darf laut geschlürft<br />

werden. Dies erleichtert das Essen aus der Schale<br />

und zeigt, dass einem das Gericht schmeckt. Hält<br />

man sich als Anfänger der japanischen Küche an<br />

diese kleinen Regeln, kann man bei Tisch nichts<br />

falsch machen.<br />

Wussten Sie, dass...?<br />

…die japanische Schrift aus drei Schriftarten besteht?<br />

Die drei Schriftarten heißen Kanji, Hiragana und Katakana.<br />

… „Karaoke“ wörtlich übersetzt „leeres Orchester“<br />

bedeutet? Die ersten Karaoke-Bars kamen in Japan in<br />

den 1970er Jahren auf.<br />

…die ersten Geishas Männer waren? Der Beruf des<br />

Unterhalters wurde erst ab dem 17. Jh. von Frauen<br />

ausgeübt.<br />

…die Ausbildung eines Fugu-Meisters (Kugelfisch-<br />

Meisterkochs) zwei Jahre dauert? Teile des Fugu sind<br />

hochgiftig und die Zubereitung erfordert daher eine<br />

Lizenz.<br />

Sanja Fest in Tokyo<br />

•<br />

Buchtipp<br />

Jessika Zollickhofer<br />

u. a.<br />

JAPAN<br />

Stefan Loose Travel<br />

Handbücher<br />

Neben Hintergrundinfos zur<br />

japanischen Geografie, Geschichte,<br />

Politik, Wirtschaft,<br />

Religion, Kunst und Kultur<br />

bietet das Stefan Loose<br />

Travel Handbuch alles, was<br />

man über Japan wissen<br />

muss. Wertvolle Tipps zu<br />

Unterkünften, Restaurants,<br />

Thermalbädern, Transportmitteln<br />

und ausführliche<br />

Beschreibungen aller Sehenswürdigkeiten<br />

ersparen<br />

einem schon fast den Reiseführer<br />

vor Ort. Wer sich<br />

dieses Handbuch für seine<br />

Japanreise besorgt, kann in<br />

Japan nicht verloren gehen.<br />

Japan im<br />

Internet<br />

Japanische Botschaft in<br />

Wien<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

Japanische Regierung<br />

www.kantei.go.jp<br />

Tourismus<br />

www.jnto.go.jp<br />

Akademischer Arbeitskreis<br />

Japan<br />

www.aaj.at<br />

Außenministerium Japan<br />

www.mofa.go.jp<br />

Bekannte<br />

Persönlichkeiten<br />

• Yoko Ono (* 18. Feb.<br />

1933 in Tokio), Künstlerin,<br />

Filmemacherin, Komponistin<br />

• torakusu yamaha<br />

(1851-1916) Gründer der<br />

Yamaha Corporation<br />

• kenzo takada (* 27.<br />

Feb. 1939) Modedesigner,<br />

Gründer der Marke Kenzo<br />

• shinya yamanaka<br />

(* 4. Sep. 1962), Arzt und<br />

Stammzellenforscher,<br />

erhielt den Nobelpreis für<br />

Medizin <strong>2012</strong><br />

42 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 43


japan<br />

Interview<br />

N<br />

japan<br />

Interview<br />

early two years have<br />

passed since the immense<br />

earthquake and<br />

its huge impact on the<br />

nuclear power plant in<br />

Fukushima. What is<br />

the overall situation now?<br />

It was an unprecedented and big disaster.<br />

We recovered a lot, but we cannot<br />

fully recover from that disaster because it<br />

was such a big incident, so that for example<br />

many of the survivors still live in temporary<br />

shelter. The government is trying<br />

to create new living communities so that<br />

they can move into permanent housing<br />

with a better, greener, and tsunami-safe<br />

infrastructure. We invite foreign entrepreneurs’<br />

wisdom and technology to join<br />

in this effort to create ideal future cities.<br />

What is the situation in the power<br />

plant and the area around it?<br />

There are some areas where evacuation<br />

is still in effect, so people cannot come<br />

back to their original homes. The process<br />

of decontaminating the area is going on,<br />

but this will also take time. And it will<br />

take a lot more of time before they can remove<br />

the fuel from inside the reactor. At<br />

the same time I want to emphasize that<br />

outside these clearly defined restrictive<br />

areas there is no danger of radioactivity<br />

What are the effects on the economy<br />

like tourism and the food industry?<br />

As to the tourism exchange with foreign<br />

countries it is getting back to normal<br />

now. Visitors from abroad are almost the<br />

same as before the incident. We are happy<br />

about it. As to the export of Japanese<br />

food products, some countries like the EU<br />

still apply restrictive measures. We do not<br />

think it necessary, so we appeal to them to<br />

lift these restrictions. We are also inviting<br />

foreign investors to share the job of building<br />

a new infrastructure in the damaged<br />

areas, which can be very profitable for<br />

them because of the favourable tax treatment<br />

and other incentives.<br />

Many people ask themselves: Could<br />

the catastrophe have been prevented<br />

in any way?<br />

There are three major reports investigating<br />

what actually had happened in<br />

the power plant, what was wrong, how<br />

the disaster could have been prevented<br />

etc. It is still rather difficult to find out<br />

what really had happened, because we do<br />

not have access to the reactor itself. But<br />

still we have found rather useful facts as<br />

to what happened there and what could<br />

have been done to control the situation<br />

Japan Facing<br />

Hard Times<br />

H.E. Ambassador Shigeo Iwatani about<br />

the tragic consequences of the immense<br />

earthquake, the new energy policy and<br />

the way out of national debt.<br />

Interview: SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer<br />

better. We will share the lesson learned in the international<br />

conference in December. Actually almost<br />

all the nuclear power plants in Japan have<br />

suspended its operation. We just started the operation<br />

of two reactors recently. What we have to do<br />

now is to decide whether we are going to continue<br />

to utilize the nuclear power or not.<br />

What is the opinion of the public and of the<br />

politicians?<br />

The Japanese public opinion is divided. One<br />

extreme says we should abolish nuclear power,<br />

the other extreme says we should continue to<br />

use it as we do now. Most people are somewhere<br />

in between these two extremes. Under such circumstances<br />

the Government has had a lot of difficulty<br />

in making the decision on this but finally<br />

on the 18th of September the cabinet decided on<br />

the new energy policy. In this policy there is an<br />

indication that the nuclear power should be abolished<br />

hopefully in the 2030’s but it also says that<br />

the Government will continue to have discussions<br />

with related local governments, the international<br />

community and others and will constantly review<br />

and reexamine the policy. This is such a difficult<br />

issue but at least I can say that there is a consensus<br />

among Japanese people and Government that<br />

reliance on nuclear power should be decreased<br />

as soon as possible and alternative energy source<br />

should be more aggressively cultivated.<br />

Thirty per cent of Japan’s electricity is derived<br />

from nuclear power. What are the possibilities<br />

of alternative energy supply?<br />

WWind and solar energy are good candidates,<br />

but everybody knows that these are not really reliable<br />

sources of energy. We cannot depend too<br />

much on it. Maybe only one rather promising<br />

source of energy in Japan is geothermal power.<br />

Japan has a lot of volcanoes and hot springs; there<br />

is a high potential for geothermal power which<br />

is a rather stable source of energy. It is an environmentally<br />

very friendly except that most of the<br />

sources exist within our national parks, so we<br />

would have to build power plants and pipes inside<br />

of them and that doesn’t look nice. In the new energy<br />

policy of the Government there is a reference<br />

»There is a consensus<br />

among<br />

Japanese people<br />

and Government<br />

that reliance<br />

on nuclear<br />

power should<br />

be decreased.<br />

«<br />

Shigeo<br />

Iwatani<br />

curriculum<br />

vitae<br />

H<br />

Shigeo Iwatani<br />

.E. Shigeo Iwatani was<br />

born on September<br />

8, 1950. He graduated<br />

from Hitotsubashi University,<br />

Faculty of Law, in 1973.<br />

In the same year he entered<br />

the Ministry of Foreign Affairs<br />

where he was – among<br />

other things – Director of<br />

the Science Division and<br />

Director of the Chemical<br />

Weapons Office. His posts<br />

abroad included Germany,<br />

the People’s Republic of<br />

China and Honolulu. From<br />

2007 to 2010 he was Ambassador<br />

of Japan to Kenya.<br />

Since 2010 he has been<br />

Ambassador of Japan to<br />

Austria. H.E. Iwatani is married<br />

and has two grown-up<br />

children.<br />

to geothermal energy together with other sources<br />

and many other measures to save energy but it<br />

does not particularly emphasize its importance. I<br />

guess that more detailed plan will be formulated<br />

in the future where the experts will indicate how<br />

much efforts should be devoted to which energy<br />

sourcey.<br />

Japan has been named the world’s most<br />

debt-ridden industrial country. What is Japan’s<br />

strategy to defeat the mountain of debt?<br />

This is a timely topic, because the Japanese<br />

parliament has just passed a law to increase the<br />

consumption tax. It was the most important bill<br />

for the current government under Prime Minister<br />

Yoshihiko Noda. He said he would risk his political<br />

life for this bill. We know the seriousness of the<br />

debt-problem and have to get rid of it, as we cannot<br />

leave this kind of problem and ask our next<br />

generation to cope with it. Of course we try hard<br />

to decrease the public expenditure but it is the<br />

view of this Government that savings alone cannot<br />

solve the problem. Value added tax is now five<br />

per cent, after this bill is passed it will be eight per<br />

cent and later ten per cent. But even ten per cent<br />

might not be enough. There is a discussion process<br />

already incorporated in this law to talk about<br />

a further increase.<br />

2500 Japanese are living in Austria, and<br />

there are 200,000 tourists coming to Austria<br />

each year. What do Japanese like about<br />

Austria?<br />

The image of Austria among the Japanese is<br />

excellent. The Japanese are attracted to Austria’s<br />

natural beauty, its classical music, fine arts, and<br />

many other good things. Probably the most wellknown<br />

are the Vienna Philharmonic Orchestra<br />

and Vienna Boys Choir, which often visit Japan.<br />

For Japanese classical music fans Austria and Germany<br />

are the two major countries to travel.<br />

What do you personally like about Austria<br />

and the Austrians?<br />

Myself? I like the people. My impression is that<br />

they have a very similar mentality like the Japanese.<br />

They work hard but at the same time try to<br />

enjoy life. Japanese people give the impression<br />

of a workaholic people but in reality they enjoy<br />

cultural things. They work rather long hours but<br />

at the same time try to find time to enjoy their<br />

hobby. It is called a hobby, but for many Japanese<br />

a ‘hobby’ is a serious enjoyment and they study<br />

very hard for it.<br />

Do you also have a ‘serious hobby’?<br />

Yes, singing. I have always belonged to a choir.<br />

Now I sing with two choirs in Vienna, one belongs<br />

to a Catholic Church where we sing classical music;<br />

the other belongs to a Japanese community where<br />

we sing Japanese music. We have already had two<br />

concerts, where we sang Japanese spring songs, and<br />

Japanese summer songs.<br />

•<br />

44 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 45


japan<br />

residenz<br />

Die japanische Residenz<br />

befindet sich in<br />

einer typischen Villa<br />

des Döblinger Cottage-Viertels.<br />

japan<br />

residenz<br />

Text: SOCIETY<br />

Yuko und Shigeo Iwatani<br />

vor der Residenz<br />

Glücksbringer in<br />

der Residenz<br />

Der Botschafter von Japan<br />

residiert in einer im Jahr<br />

1924 im neoklassizistischen<br />

Stil fertiggestellten<br />

Villa im Cottage-Viertel<br />

in Wien-Döbling. Gebaut<br />

wurde die Villa von dem bekannten Wiener<br />

Baumeister und Architekten Ing. Ernst<br />

Epstein (1881-1938), der in Wien bis zu<br />

seinem Freitod rund hundert Miet- und<br />

Geschäftshäuser sowie Villen für reiche<br />

Auftraggeber errichtete. Er baute vor allem<br />

im sezessionistischen, klassizistischen und<br />

Biedermeierstil. Ein Höhepunkt seiner Laufbahn<br />

war es, als er die Bauleitung für das berühmte<br />

Loos-Haus am Michaelerplatz übernahm<br />

(1910/11). Nach dem Ersten Weltkrieg<br />

spezialisierte er sich auf den Villenbau. Aus<br />

jener Zeit stammt auch die Villa, in der sich<br />

heute die Residenz des japanischen Botschafters<br />

befindet.<br />

Die japanische Botschaft benützt die<br />

Villa Epstein seit dem Jahr 1971 als Residenz<br />

des Botschafters. Äußerlich gibt es<br />

keinen Hinweis auf die Nutzung Japans,<br />

in der Innenausstattung werden jedoch<br />

viele japanische Dekorationen verwendet.<br />

Japanische Stiche und Aquarelle zieren<br />

die Wände. Auch Besonderheiten der japanischen<br />

Kultur sind in der Residenz zu<br />

finden, wie etwa die kleinen roten Figuren,<br />

die so genannten Daruma. Die Figur<br />

ist in Japan ein beliebter Glücksbringer<br />

und hilft bei der Erfüllung von Wünschen.<br />

Sie trägt das japanische Zeichen für Glück<br />

oder Erfolg auf dem Bauch und hat anstelle<br />

der Augen zwei weiße Flächen. Zunächst<br />

wird ein Auge ausgemalt. Der Glücksbringer<br />

sollte dann an einen Ort gestellt<br />

werden, an dem man jeden Tag vorbeikommt.<br />

Ist der Wunsch in Erfüllung gegangen,<br />

wird das andere Auge ausgemalt.<br />

Dann kann die Figur in einem Tempel<br />

verbrannt werden. Die historische Vorlage<br />

für die Figur ist der buddhistische Mönch<br />

Boddhidharma. Die vielen Daruma in der<br />

Residenz haben ihre Glückswirkung hoffentlich<br />

schon getan und dienen in erster<br />

Linie als dekorativer Schmuck. •<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl<br />

46 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 47


JAPAN<br />

Wirtschaft<br />

Hohe Ziele für die<br />

Wirtschaft<br />

Japan und Österreich blicken auf langjährige<br />

Handelsbeziehungen zurück. Die zukünftige Zusammenarbeit<br />

konzentriert sich vor allem auf<br />

den Bereich der erneuerbaren Energie. Die Kooperation<br />

der beiden Länder in diesem Bereich gewinnt<br />

durch die Energiewende an Bedeutung.<br />

Facts<br />

Wirtschaftsdaten<br />

JAPAN<br />

Bedeutende<br />

Wirtschaftssektoren<br />

Automobil-, Elektronik-, Maschinen-<br />

und Stahlindustrie<br />

Wirtschaftswachstum<br />

-0,8% (2011)<br />

BIP pro Kopf<br />

45.870 USD (2011)<br />

BIP<br />

5.867 Mrd. USD (2011)<br />

Inflation<br />

-0,3% (2011)<br />

Arbeitslosigkeit<br />

4,6% (2011)<br />

Auslandsverschuldung<br />

3.133 Mrd. USD (2011)<br />

Währung<br />

Japanischer Yen (JPY)<br />

Exporte<br />

820,8 Mrd. USD (2011)<br />

Wichtigste Exportländer<br />

China, USA, EU, Südkorea,<br />

Taiwan<br />

Importe<br />

853,1 Mrd. USD (2011)<br />

Wichtigste Herkunftsländer<br />

China, USA, EU, Australien,<br />

Saudi Arabien<br />

Japanische Importe<br />

aus Österreich<br />

1294,4 Mio. EUR (2011)<br />

Importprodukte<br />

Maschinen und Fahrzeuge,<br />

Holz- und Holzwaren<br />

Japanische Exporte<br />

nach Österreich<br />

1955,9 Mio. EUR (2011)<br />

Exportprodukte<br />

Maschinen und Fahrzeuge<br />

Quellen: AWO, Jap. Botschaft<br />

Text: SOCIETY<br />

Tohoku Daishinsai – so nennen die<br />

Japaner das dreifache Unglück,<br />

welches das Land im März 2011<br />

heimsuchte. Nach Erdbeben, Tsunamiwelle<br />

und anschließendem Reaktorunfall<br />

erlebte der im Jahr 2010<br />

erhoffte Aufschwung der japanischen Wirtschaft<br />

einen herben Rückschlag. Dabei steht Japan schon<br />

lange unter einem wirtschaftlichen Belastungstest,<br />

bei dem es neben der globalen Finanz- und<br />

Wirtschaftskrise auch dem wachsenden Wettbewerb<br />

mit seinen asiatischen Nachbarländern<br />

standhalten muss.<br />

Doch trotz aller wirtschaftlichen Rückschläge<br />

in den vergangenen Jahren bleibt Japan nicht nur<br />

ein hochentwickelter Dienstleistungs- und Industriestaat,<br />

sondern führt den Export von High-Tech<br />

Equipment und schwerindustriellen Gütern an<br />

vorderster Spitze an.<br />

•<br />

Handelsbeziehungen Japans<br />

mit Österreich<br />

Nach China ist Japan Österreichs zweitwichtigster<br />

Wirtschaftspartner in Asien. Durch Waren<br />

wie Maschinen, Fahrzeuge und Holzwaren erreichte<br />

der Export nach Japan einen Anstieg von<br />

26,5 Prozent. Im Vergleich dazu ist der Import<br />

nach Österreich im Jahr 2011 deutlich weniger gestiegen<br />

(nämlich um 10,1 Prozent).<br />

Für japanische Unternehmen gilt Österreich<br />

nicht zuletzt auf Grund seiner EU-Mitgliedschaft,<br />

der zentralen geografischen Lage, der politischen,<br />

rechtlichen und sozialen Sicherheit sowie des<br />

Ausbildungsgrads der Arbeitskräfte als interessanter<br />

Investitionsstandort. Von den rund sechzig<br />

japanischen Niederlassungen sind neun – wie beispielsweise<br />

Sony DADC, Panasonic oder Amada –<br />

hundertprozentige Produktionsniederlassungen.<br />

Japan ist somit Asiens größter direkter Investor<br />

in Österreich. Im Gegenzug haben österreichische<br />

Firmen siebzig Vertriebsniederlassungen in Japan.<br />

•<br />

Erneuerbare Energie und Umwelttechnik<br />

ist gefragt<br />

Weltweit ist Japan einer der wichtigsten Märkte<br />

für die Entwicklung und Anwendung von Umwelttechnik<br />

und Alternativenergie. Vor allem<br />

nach der Atomkatastrophe 2011 stieg das Interesse<br />

an alternativen Energiequellen. Die Stilllegung<br />

der Reaktoren verursachte eine Stromknappheit<br />

und zwang die Regierung nach Alternativen für<br />

die Energiegewinnung zu suchen. Vor allem aber<br />

sieht das japanische Wirtschaftsministerium signifikante<br />

Wachstumschancen in technologischen<br />

Sektoren, die hauptsächlich alternative Energien,<br />

Biotechnologie, hochwertiges Recycling und Umweltschultz<br />

betreffen. Daher ist insbesondere in<br />

diesen Bereichen österreichisches Know-how gefragt.<br />

•<br />

Fotos: © Yasufumi Nishi / © JNTO; Odakyu Electric Railway /JNTO<br />

48 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


Für Bogen-,<br />

Rollenoffset- und Digitaldruck!<br />

„Wenn ein Unternehmen seit mehr als 140 Jahren in Familienbesitz<br />

ist und heute von der 5. Generation geführt<br />

wird, dann gibt mir das ein Gefühl von Beständigkeit.“<br />

Ausdruck von<br />

Zufriedenheit.<br />

Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Wien | Niederösterreich | Steiermark | Tirol<br />

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JAPAN<br />

Karate<br />

Das moderne<br />

Karate<br />

Über die Wurzeln des Shotokan Karate und<br />

weshalb diese auch in Wien zu finden sind.<br />

Text: SOCIETY<br />

info<br />

Karate im internet<br />

ÖKB - Österreichischer<br />

Karatebund<br />

www.karate-austria.at<br />

Shotokan Karate of<br />

America (SKA)<br />

www.ska.org<br />

World Karate Federation<br />

(WKF)<br />

www.wkf.net<br />

Okinawa Seito Karatedo<br />

Shudokan<br />

www.shudokan.at<br />

Wado Karate<br />

wadokarate.sportunion.at<br />

Shito Ryu Shukokai<br />

Austria<br />

www.shukokai-austria.org<br />

Okinawa Goju Ryu Karate<br />

www.iogkf-austria.at<br />

Symbol für den Meistergrad<br />

im Karate:<br />

Der schwarze Gürtel<br />

Heutzutage zeichnet sich in den<br />

meisten Kampfsportarten und<br />

diesbezüglich auch im Karate<br />

weltweit ein Trend aus, über<br />

die sportlichen Aspekte hinaus<br />

die Wurzeln zu erforschen. Jahrhunderte<br />

lang wurde Karate im Geheimen auf der<br />

Insel Okinawa unterrichtet. Ein wichtiger Schritt<br />

im beginnenden 20. Jahrhundert und der vorausgegangenen<br />

Veröffentlichung des Karate war zweifellos<br />

die Vorstellung des Karate für die japanische<br />

Öffentlichkeit. Zu diesem Zweck reisten Vertreter<br />

des Karate zur Hauptinsel Honshu sowie ins Herz<br />

der Nation, um dort Karate bekannt zu machen.<br />

Unter ihnen befand sich Master Gichin Funakoshi<br />

(1868-1957). Funakoshi ist der Begründer des<br />

bekannten Karate im Shotokan Stil und gilt heute<br />

als einer der bedeutendsten Akteure in der<br />

Geschichte des Karate im vergangenen Jahrhundert.<br />

Benannt ist der Stil nach Shotokan („Haus<br />

des Shoto“), welche eine der großen japanischen<br />

Schulen und weltweit eine der mitgliederstärksten<br />

Richtungen des Karate ist. Master Funakoshi<br />

verbrachte den größten Teil seines Lebens damit,<br />

Karate zu popularisieren und in das öffentliche<br />

Schulsystem zu integrieren. Nachdem sich dann<br />

auch weltweit Mythen und Legenden über die geheime<br />

Kampfsportart in Japan verbreiteten, wurden<br />

1919 im Auftrag des japanischen Kronprinzen<br />

Repräsentanten entsandt, um Karate der Weltöffentlichkeit<br />

erstmals zu präsentieren. Auch einen<br />

Weg nach Österreich hat die Geschichte des Karate<br />

gefunden. Als einer der letzten Studenten Funakoshis<br />

lebt Tsutomu Ohshima (*1930) heute in<br />

Wien. Er ist Vorsitzender des Shotokan Karate of<br />

America (SKA) und entwickelte 1952 das weltweite<br />

Wettkampfsystem für Karate. Unter Funakoshi<br />

selbst trainierte Ohshima von 1948 bis 1957,<br />

und trägt heute den Grad des Godan (5. Grad des<br />

schwarzen Gurtes).<br />

•<br />

Foto: © Tran-Photography - Fotolia.com<br />

50 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


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DVR Korea<br />

Länderporträt<br />

DVR Korea<br />

Länderporträt<br />

Die Politik<br />

zur Vereinigung<br />

des<br />

Vaterlandes<br />

Die drei Chartas für die Vereinigung<br />

des Vaterlandes<br />

lauten wie folgt:<br />

1. Die drei Prinzipien – Souveränität,<br />

friedliche Vereinigung<br />

und großer nationaler<br />

Zusammenschluss<br />

2. Das Zehn-Punkte-<br />

Programm zum großen<br />

Zusammenschluss der<br />

ganzen Nation<br />

3. Der Vorschlag zur Schaffung<br />

der Demokratischen<br />

Konföderativen Republik<br />

Koryo<br />

Die drei Prinzipien zur Vereinigung<br />

des Vaterlandes:<br />

Die drei Prinzipien – ohne<br />

Einmischung fremder Kräfte,<br />

d. h., selbstständig die Vereinigung<br />

zu verwirklichen,<br />

ungeachtet der unterschiedlichen<br />

Ideen, Ideale und<br />

Ordnungen den großen nationalen<br />

Zusammenschluss zu<br />

erreichen und das geteilte<br />

Land nicht durch Waffengewalt,<br />

sondern auf friedlichem<br />

Wege zu vereinigen<br />

– sind ein Ausgangspunkt<br />

und eine Grundlage für die<br />

Lösung der Frage der Vereinigung<br />

unseres Vaterlandes.<br />

Der Vorschlag zur Gründung<br />

der Demokratischen Konföderativen<br />

Republik Koryo:<br />

Darin besteht, basierend auf<br />

der gegenseitigen Anerkennung<br />

und Duldung der<br />

im Norden und im Süden<br />

existierenden Anschauungen<br />

und Systeme eine konföderative<br />

Republik zu errichten,<br />

die eine einheitliche<br />

nationale Regierung bildet,<br />

an der sich beide Landesteile<br />

in gleicher Zahl beteiligen<br />

und unter der Nord und Süd<br />

jeweils eine regionale Autonomie<br />

mit gleichen Rechten<br />

und Pflichten realisieren.<br />

Im einheitlichen Staat in<br />

Form einer Konföderation<br />

sollte die oberste nationale<br />

konföderative Versammlung<br />

aus der gleichen Anzahl<br />

von Vertretern des Nordens<br />

und des Südens sowie einer<br />

angemessenen Zahl von<br />

Vertretern der Auslandskoreaner<br />

formiert werden. Diese<br />

wiederum sollte ein konföderatives<br />

Präsidium bilden, das<br />

die regionalen Regierungen<br />

des Nordens und des Südens<br />

anleitet und alle Angelegenheiten<br />

des konföderativen<br />

Staates erledigt.<br />

Die DKRK sollte ein neutraler<br />

Staat sein, der keinem<br />

politischen und militärischen<br />

Bündnis oder Block angehört,<br />

und als ein einheitlicher<br />

Staat, der das gesamte<br />

Territorium der koreani- ➤<br />

DVR Korea<br />

Übersicht über Geografie, Staatsordnung und Politik<br />

der Demokratischen Volksrepublik Korea.<br />

Text: Botschaft der DVR Korea<br />

Neue Wohnhäuser in<br />

Pyongyang<br />

•<br />

Die geografische Lage und Klima<br />

Korea als eine Halbinsel befindet sich in der<br />

Mitte des Ostens des asiatischen Kontinents. Im<br />

Norden bilden die Flüsse Amnok und Tuman die<br />

Grenze zu den Nachbarstaaten, China und Russland,<br />

und auf den drei Seiten – dem Osten, Westen<br />

und Süden – ist es vom Meer umgeben. Seine Fläche<br />

beträgt 223 370 km 2 , und die koreanische Nation<br />

ist homogen, und die Sprache ist koreanisch.<br />

Das Bergland macht etwa achtzig Prozent des Gesamtterritoriums<br />

aus, und die höchste Erhebung<br />

ist das Gebirge Paektu (2.750 m); des Weiteren<br />

sind auch berühmte Gebirge Myohyang, Kumgang,<br />

Chilbo, Kuwol und Jiri usw. Korea hat viele<br />

Gewässer und eine lange Küste, und das Koreanische<br />

Ost-, West- und Südmeer sind mit dem Pazifik<br />

verbunden. In Korea sind die vier Jahreszeiten –<br />

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – deutlich<br />

ausgeprägt, weshalb es in jeder Saison eine schöne<br />

Landschaft anbietet, und überall ragen monumentale<br />

Bauwerke empor. Die Jahresmitteltemperatur<br />

beträgt 8 o C–12 o C, und die durchschnittliche<br />

Niederschlagsmenge im Jahr beläuft sich auf<br />

1.000–1.200 mm.<br />

•<br />

Leitideologie<br />

Die Demokratische Volksrepublik Korea lässt<br />

sich in ihrer Tätigkeit von der Juche-Ideologie, ja<br />

der Songun-Idee des Präsidenten Kim Il Sung leiten.<br />

Kurz gesagt beinhaltet diese Ideologie, dass<br />

die Volksmassen die Herren der Revolution und<br />

des Aufbaus sind und auch die Kraft besitzen,<br />

Revolution und Aufbau voranzutreiben. Die Juche-Ideologie<br />

beruht auf dem philosophischen<br />

Grundsatz, dass der Mensch Herr über alles ist<br />

und alles entscheidet.<br />

•<br />

Songun-Politik<br />

Die Songun-Politik ist ein Politikstil, der darin<br />

Foto: Botschaft der DVR Korea<br />

besteht, das Militärwesen als primäre Staatsangelegenheit<br />

zu betrachten, gestützt auf den revolutionären<br />

Geist und die Kampfkraft der Volksarmee,<br />

das Vaterland, die Revolution und den Sozialismus<br />

zu verteidigen und den gesamten sozialistischen<br />

Aufbau dynamisch zu beschleunigen. Kurz gesagt<br />

bedeutet die Songun-Idee, das Militärwesen in<br />

den Vordergrund zu stellen und mit der revolutionären<br />

Armee als Hauptformation die Revolution<br />

und den Aufbau voranzubringen.<br />

•<br />

Politische Staatsordnung<br />

Die Demokratische Volksrepublik Korea ist ein<br />

souveräner sozialistischer Staat, der die Interessen<br />

des ganzen koreanischen Volkes vertritt. Die<br />

Machtorgane aller Ebenen, von der Kreisvolksversammlung<br />

bis zur Obersten Volksversammlung,<br />

werden nach dem allgemeinen, gleichen, direkten<br />

Prinzip in geheimer Abstimmung gewählt.<br />

Die Gesellschaftsordnung der Demokratischen<br />

Volksrepublik Korea ist eine Gesellschaftsordnung,<br />

in der der Mensch im Mittelpunkt steht,<br />

die werktätigen Volksmassen Herr über alles sind<br />

und alles ihnen dient. Der Staat verficht die Interessen<br />

des gesamten arbeitenden Volkes – der<br />

Arbeiter, Bauern, Armeeangehörigen und werktätigen<br />

Intellektuellen –, das von Ausbeutung und<br />

Unterdrückung befreit und zu Herren des Staates<br />

und der Gesellschaft geworden ist, und achtet und<br />

schützt ihre Menschenrechte.<br />

Nach den Prinzipien der völligen Gleichheit<br />

und der Souveränität, der gegenseitigen Achtung,<br />

der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten<br />

und des gegenseitigen Vorteils unterhält<br />

der Staat diplomatische, politische, wirtschaftliche<br />

und kulturelle Beziehungen zu allen Ländern,<br />

die sich unserem Land gegenüber wohlwollend<br />

verhalten.<br />

•<br />

Das gesellschaftliche und<br />

ökonomische System<br />

Das Staatseigentum und das Eigentum der<br />

genossenschaftlichen Organisationen an Produktionsmitteln<br />

bilden die ökonomische Grundlage<br />

der Republik. Das Staatseigentum ist eben Eigentum<br />

des ganzen Volkes. In der DVRK kommen die<br />

wachsenden materiellen Reichtümer der Gesellschaft<br />

voll und ganz der Erhöhung des Wohlstandes<br />

der Werktätigen zugute.<br />

In der sozialistischen Ordnung, in der das Volk<br />

Herr der Macht und der Produktionsmittel ist, ist<br />

die ständige Erhöhung des materiellen und kulturellen<br />

Lebensniveaus des Volkes das oberste Prinzip<br />

der staatlichen Tätigkeit.<br />

•<br />

Volksverbundenes Gesundheitssystem<br />

Das Gesundheitssystem Koreas wird von der<br />

Sozialistischen Verfassung und dem Volksgesundheitsgesetz<br />

wie auch anderen Gesetzen garantiert<br />

und durch das allgemeine kostenlose und<br />

prophylaktische medizinische Betreuungssystem<br />

realisiert. Unabhängig vom Geschlecht, Alter, Beruf,<br />

Wohnort, Qualität und Quantität der geleisteten<br />

Arbeit gewährt heute Korea jedem Bürger<br />

kostenlos Medikamente, Diagnose, experimentelle<br />

Untersuchungen, stationäre Behandlung und<br />

Operation. Außerdem sind unentgeltlich Aufenthalt<br />

in Sanatorien mit Reisegeld, ärztliche Untersuchungen<br />

und Sprechstunden, prophylaktische<br />

Einimpfungen und vorbeugende medizinische<br />

Betreuung und sogar Prothesen. Dafür setzt der<br />

Staat seine Kraft für die Vorbeugung von Krankheiten,<br />

hygienische Prophylaxe, Umweltschutz<br />

und hygienische Propaganda ein. Durch den voll<br />

bezahlten Schwangerschafts- und Wochenurlaub<br />

und andere Maßnahmen schützt der Staat besonders<br />

die Gesundheit der Frauen und Kinder.<br />

•<br />

Die Aussenpolitik<br />

Die Grundgedanken der Außenpolitik der<br />

DVRK sind Souveränität, Frieden und Freundschaft.<br />

Nach diesem Ideal verstärkt die Regierung<br />

der DVRK weiter die Freundschaft und<br />

Geschlossenheit mit den Völkern der Welt und<br />

trägt dadurch aktiv zur gemeinsamen Sache der<br />

Menschheit bei, nämlich dazu in der internationalen<br />

Gesellschaft Souveränität und Demokratie<br />

zu verwirklichen sowie eine neue, freie, friedliche<br />

und freundschaftliche Welt ohne Herrschaft und<br />

Unterjochung aufzubauen.<br />

Die Regierung der DVRK entwickelt, ausgehend<br />

vom Prinzip der Souveränität, die Freundschaft<br />

und Zusammenarbeit mit den Völkern vieler Länder<br />

auf der Erde und bemüht sich nach Kräften,<br />

die alte internationale Ordnung der Herrschaft<br />

und Unterjochung abzuschaffen und auf der<br />

Grundlage der Gleichberechtigung, der Gerechtigkeit<br />

und Unparteilichkeit eine neue internationale<br />

Ordnung herzustellen sowie nach dem<br />

Prinzip der kollektiven Selbsthilfe die Süd-Süd-<br />

Zusammenarbeit zu entwickeln.<br />

Wichtige Feiertage<br />

1. Januar: Neujahrstag<br />

1. Januar nach dem Mondkalender: Neujahrstag nach<br />

dem 15. Januar nach dem Mondkalender: Volksfest<br />

16. Februar (Tag des leuchtenden Sterns): Kim Jong Ils<br />

Geburtstag (1942)<br />

8. März: Frauentag<br />

15. April (Tag der Sonne): Geburtstag des Präsidenten<br />

Kim Il Sung (1912)<br />

25. April: Gründungstag der Koreanischen Volksarmee<br />

(1932)<br />

1. Mai: Feiertag der Werktätigen der Welt<br />

6. Juni: Gründungstag der Kinderorganisation Koreas<br />

27. Juli: Tag des Sieges im Vaterländischen Befreiungskrieg<br />

(1953)<br />

15. August: Tag der Wiedergeburt des Vaterlandes (1945)<br />

15. August nach dem Mondkalender: Volksfest<br />

Hangawi<br />

9. September: Gründungstag der DVRK (1948)<br />

10. Oktober: Gründungstag der Partei der Arbeit<br />

Koreas (1945)<br />

16. November: Muttertag<br />

27. Dezember: Tag der Sozialistischen Verfassung der<br />

DVRK<br />

•<br />

➤ schen Halbinsel sowie<br />

die ganze Nation umfasst,<br />

eine Politik verfolgen, die<br />

den grundlegenden Interessen<br />

und den Wünschen<br />

des gesamten koreanischen<br />

Volkes entspricht.<br />

Das Zehn-Punkte-Programm<br />

zum großen Zusammenschluss<br />

der ganzen<br />

Nation für die Vereinigung<br />

des Vaterlandes:<br />

Sein Inhalt lautet:<br />

1. Durch den großen<br />

Zusammenschluss der<br />

ganzen Nation muss ein<br />

souveräner, friedlicher<br />

und neutraler Einheitsstaat<br />

gegründet werden.<br />

2. Der Zusammenschluss<br />

muss auf der Liebe zur<br />

Nation und ihrem souveränen<br />

Geist basieren.<br />

3. Der Zusammenschluss<br />

muss nach dem Prinzip<br />

erfolgen, die Koexistenz,<br />

das gemeinsame Gedeihen<br />

und die gemeinsamen<br />

Interessen anzustreben<br />

und alles der Sache<br />

der Vereinigung der<br />

Heimat unterzuordnen.<br />

4. Alle politischen Streitigkeiten,<br />

die Spaltung und<br />

Konfrontation innerhalb<br />

der Nation fördern, sind<br />

einzustellen, wobei der<br />

Zusammenschluss anzustreben<br />

ist.<br />

5. Es gilt, die Gefahr eines<br />

Überfalls auf den Norden<br />

bzw. auf den Süden, die<br />

eines Sieges über den<br />

Kommunismus und die<br />

der kommunistischen<br />

Umwandlung gleichzeitig<br />

zu bannen und das gegenseitige<br />

Vertrauen und<br />

den Zusammenschluss zu<br />

fördern.<br />

6. Nord und Süd müssen die<br />

Demokratie wertschätzen<br />

und auf dem Weg zur<br />

Vereinigung der Heimat<br />

Hand in Hand gehen,<br />

anstatt aufgrund der Unterschiede<br />

in der Doktrin<br />

und den Grundprinzipien<br />

einander abzulehnen.<br />

7. Es gilt, das materielle<br />

und geistige Eigentum<br />

einzelner Personen und<br />

der Organisationen<br />

zu schützen und seine<br />

günstige Nutzung für den<br />

großen Zusammenschluss<br />

der Nation zu fördern.<br />

8. Die ganze Nation muss<br />

durch Kontakte, Besuche<br />

und Dialoge gegenseitiges<br />

Verständnis und<br />

Vertrauen sowie den Zusammenschluss<br />

erreichen.<br />

9. Auf dem Weg zur<br />

Vereinigung der Heimat<br />

muss die ganze Nation<br />

im Norden, Süden und im<br />

Ausland die Solidarität<br />

miteinander verstärken.<br />

10. Hohe Anerkennung muss<br />

jenen gelten, die zum<br />

großen nationalen Zusammenschluss<br />

und zur<br />

Vereinigung der Heimat<br />

beitrugen.<br />

52 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 53


länderschwerpunkt<br />

ostasien<br />

Zeitenwandel in Ostasien<br />

Ostasien – drei Länder: China, Japan und Nordkorea<br />

zwischen Mythos der Vergangenheit und<br />

einer ungewissen Zukunft. Die drei Nachbarländer<br />

könnten unterschiedlicher nicht sein.<br />

Gastbeitrag von Hermann Kroiher<br />

Über den<br />

Autor<br />

H<br />

Hermann Kroiher<br />

ermann Kroiher,<br />

geboren am 8. Dezember<br />

1953, war einen<br />

Großteil seines Berufslebens<br />

im In- und Ausland für<br />

die „Österreich Werbung“<br />

tätig, u. a. in Mexiko, Saudi<br />

Arabien und Skandinavien.<br />

Er ist Tourismus-Consulter<br />

und Projektentwickler, sowie<br />

Verfasser von Medienartikeln<br />

und Vortragender zum<br />

Thema Tourismus. Er hat<br />

unzählige Male die Länder<br />

Ostasiens besucht und<br />

kennt sie daher aus eigener<br />

Erfahrung.<br />

Die „Volksrepublik China“ ist von<br />

einem armen unterentwickelten<br />

Agrarland zu einer Wirtschaftsmacht<br />

und einem Schwergewicht<br />

in der Weltpolitik aufgestiegen.<br />

Japan, jahrelang die führende<br />

Industrienation im Fernen Osten, musste in den<br />

letzten Jahren schwere Rückschläge, auch durch<br />

Naturkatastrophen, hinnehmen und in Nordkorea<br />

mit seiner selbstgewählten Isolation ist die<br />

weitere Entwicklung schwer abschätzbar.<br />

•<br />

Der Aufstieg Chinas<br />

Aber der Reihe nach: China ist in jeder Hinsicht<br />

ein Land der Superlative, allein schon die Fakten<br />

sprechen eine klare Sprache: Ein Konglomerat<br />

unterschiedlichster Völkerschaften wird durch<br />

eine straffe Verwaltung zusammengehalten, alle<br />

glauben an das große Glück, es werde einmal alles<br />

noch viel besser werden als bisher. Die Chinesen<br />

genießen den wirtschaftlichen Aufschwung und<br />

sind sicher, dass es so weiter geht: Heute schon<br />

gibt es rund 400 Millionen Mittelstandschinesen,<br />

die sich bereits einen gewissen Komfort wie Auslandsreisen<br />

leisten können. China ist mit rund 1,4<br />

Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste<br />

Land der Erde. Auf einer Fläche von 9,6 Millionen<br />

Quadratkilometern leben mehr Menschen als in<br />

Nordamerika und Europa zusammen.<br />

China in Kurzform zu beschreiben ist ein<br />

Ding der Unmöglichkeit. Die Geschichte Chinas<br />

umfasst dem Mythos nach bereits 5000 Jahre, in<br />

denen sich Sprache, Kultur, Philosophie und Wissenschaft,<br />

die Küche, der Volksglaube und die traditionelle<br />

chinesische Medizin entwickelt haben.<br />

Stiltypische chinesische Assoziationen sind auch<br />

die chinesische Kampfkunst Kung Fu, Shaolin-<br />

Mönche feiern Welterfolge mit ihren Vorführungen<br />

und die Tai Chi-Bewegungen sind nicht nur<br />

mehr Bestandteil bei großen Show-Programmen.<br />

Und in Österreich ist man stolz auf den Umstand,<br />

dass Wien der Geburtsort von „zwei besonders süßen<br />

Panda-Bären“ ist.<br />

•<br />

Nordkoreas ständige Begleiter<br />

In Nordkorea – oder die offizielle Eigenbezeichnung<br />

„Demokratische Volksrepublik Korea“<br />

– mehren sich nach der Machtübernahme durch<br />

Kim Jong Un die Anzeichen eines Zeitenwandels.<br />

Die Bevölkerung kämpft aber noch immer gegen<br />

den Hunger und es mangelt an vielem. Reisende<br />

bekommen davon eher wenig mit. Massentourismus<br />

wird es auf absehbare Zeit zumindest auch<br />

nicht geben. Nordkorea ist ohne ständige Begleitung<br />

– so genannte Aufpasser – nicht zu bereisen.<br />

•<br />

Platznot in Japan<br />

Japans Aufstieg zum Wirtschaftsmotor im Fernen<br />

Osten war nach der Kapitulation im II. Weltkrieg<br />

lange Zeit eine einzige Erfolgsstory. Mittlerweile<br />

kämpft das Land genauso wie viele andere<br />

auch mit Budgetdefizit, rückgängigen Exporten<br />

und steigenden Arbeitslosenzahlen. Schwer zu<br />

schaffen machten Japan in jüngster Zeit auch<br />

immer wieder Naturkatastrophen, Erdbeben und<br />

Tsunamis, die die Bevölkerung und die Wirtschaft<br />

schwer in Mitleidenschaft gezogen haben.<br />

Japan ist aber auf jeden Fall ein Land der Besonderheiten,<br />

Gegensätze, Widersprüche und<br />

Unerwartetes gibt es an allen Ecken und Enden.<br />

Ein Land des Lächelns voll Aberglauben zwischen<br />

Tempeln und Wolkenkratzern. Für einen Europäer<br />

scheint vieles sehr verwirrend: die Orientierung<br />

in den Städten wird dadurch erschwert, dass die<br />

Häuser nach der Reihenfolge der Erbauung und<br />

nicht wie bei uns aufwärts nummeriert werden.<br />

Platz ist in Japan überall Mangelware, Baugrund<br />

sehr knapp und teuer. Im Vergleich zu<br />

Europa sind die Wohnverhältnisse beengt und<br />

die meisten Unterkünfte nicht nur klein sondern<br />

winzig.<br />

Tankstellen ganz ohne Zapfsäulen. Stattdessen<br />

hängen die Benzinschläuche von der Decke und<br />

genau dort ist auch die Digitalanzeige platziert.<br />

Auch Nottreppen brauchen in der Regel viel Platz,<br />

aber in Japan gibt es bereits faltbare Varianten.<br />

Japan ist ein Land mit vielen Gesichtern. Einerseits<br />

beeindruckt uns in die Vielschichtigkeit,<br />

aber andererseits verunsichert sie uns Europäer<br />

auch. Die Japaner selbst schätzen bei der Verbesserung<br />

ihres Gemeinwesens Behutsamkeit und<br />

Kontinuität mehr als einen radikalen Kurswechsel<br />

– Evolution, nicht Revolution, das ist das Gebot<br />

der Erfahrung.<br />

•<br />

Foto: Privat<br />

54 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


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Länderschwerpunkt<br />

Kommentar<br />

länderschwerpunkt<br />

Kommentar<br />

Nach den Vereinigten<br />

Staaten,<br />

die in<br />

der Region<br />

traditionell<br />

wirtschaftspolitische<br />

und geostrategische<br />

Interessen verteidigen, pflegen<br />

auch Staaten der Europäischen<br />

Union zunehmend<br />

privilegierte Wirtschaftsbeziehungen<br />

mit den pazifischen<br />

Akteuren.<br />

Die enge Verflechtung der<br />

Weltwirtschaft schlägt sich<br />

unweigerlich in der ökonomischen<br />

Entwicklung der Handelspartner<br />

nieder, wenn es<br />

in einem Teil des Globus zu<br />

einer krisenhaften Situation<br />

kommt. Seit geraumer Zeit<br />

ringt der europäische Kontinent<br />

um eine Bewältigung<br />

der tief greifenden Finanzkrise.<br />

Und schon zeigen sich die<br />

Auswirkungen im asiatischen<br />

Raum. Die schwache Konjunktur<br />

in den Hauptexportmärkten<br />

macht sich bemerkbar.<br />

•<br />

Europäische Krise<br />

wirkte sich in Asien<br />

aus<br />

Die Schuldenkrise in Europa<br />

und die schwache US-Konjunktur<br />

ließen in den letzten<br />

Monaten die exportabhängige<br />

Industrie der Volksrepublik<br />

China schrumpfen. Experten<br />

rechnen für dieses Jahr mit<br />

einem Wachstum von unter<br />

acht Prozent für China, dem<br />

niedrigsten Niveau seit 1999.<br />

In Japan wiederum schließen<br />

die Unternehmen nicht aus,<br />

dass die Wirtschaft bis zum<br />

Frühjahr 2013 stagnieren werde.<br />

Südkorea, Indonesien und<br />

Taiwan verzeichneten gleichermaßen<br />

sinkende Exporte.<br />

Die Asiatische Entwicklungsbank<br />

korrigierte angesichts<br />

dieser Tendenzen ihre<br />

Prognosen nach unten. Ökonomen<br />

raten zu einer Verringerung<br />

der Exportabhängigkeit.<br />

Es gelte, mehr Produktivität<br />

und mehr Effizienz zu entwickeln<br />

und den Dienstleistungssektor<br />

zu fördern, um<br />

zusätzliche Arbeitsplätze zu<br />

schaffen. Ein großer Teil der<br />

Mächtiges Dreigestirn<br />

in Südostasien<br />

China, Japan, Südkorea. Die drei dynamischen<br />

Wirtschaftsmächte im Pazifik spielen in unserer<br />

globalisierten Welt eine tragende Rolle –<br />

ökonomisch wie auch sicherheitspolitisch.<br />

Analyse von Hermine Schreiberhuber<br />

Exporte geht in die Euro- und<br />

Dollarzone. Doch auch der<br />

regionale Handel spürte die<br />

Folgen des Abschwungs; das<br />

schleppende Wachstum Chinas<br />

drückte auf die Exporte<br />

Japans, seines wichtigsten<br />

Auslandsmarktes.<br />

•<br />

Inselstreit schlug<br />

hohe Wellen<br />

Dazu kam der jüngst wieder<br />

aufgebrochene Konflikt<br />

um strittige Inseln im Pazifik.<br />

Territoriale Streitigkeiten zwischen<br />

den asiatischen Nachbarn<br />

gibt es im Pazifik viele;<br />

man denke nur an die Kurilen,<br />

wo auch Russland involviert<br />

ist. Hintergrund sind meist<br />

unaufgearbeitete Dispute aus<br />

der Kriegszeit, fallweise auch<br />

vermutete Bodenschätze. Der<br />

jüngste Streit zwischen China,<br />

Japan und Taiwan war aber folgenreich:<br />

Japans Exporte nach<br />

China sanken, japanische Firmen<br />

in China unterbrachen<br />

die Produktion in ihren chinesischen<br />

Werken.<br />

Bis hin zum EU-China-Gipfel<br />

in Brüssel schlug der Inselstreit<br />

hohe Wellen. Europa<br />

hat naturgemäß großes Interesse<br />

an einer für alle Seiten<br />

akzeptablen diplomatischen<br />

Lösung. Denn schließlich ist<br />

China nach den USA der zweitgrößte<br />

Handelspartner der EU.<br />

Und die EU ist nach Japan Chinas<br />

wichtigster Exportmarkt.<br />

Auch Weltbank und Weltwährungsfonds<br />

appellierten vor<br />

zur person<br />

ag. Hermine Schreiberhuber<br />

war stellver-<br />

Ressortleiterin Mtretende<br />

für Außenpolitik bei der Austria<br />

Presse Agentur (APA). Ferner<br />

verfasst sie Reportagen für Wochenzeitungen<br />

wie „Die Furche“<br />

und wirkt an politischen Büchern<br />

mit.<br />

ihrer Jahrestagung in Tokio an<br />

die asiatischen Kontrahenten.<br />

Die Lage der Weltwirtschaft<br />

erfordere volles Engagement,<br />

mahnte IWF-Chefin Christine<br />

Lagarde.<br />

•<br />

Asiens Volkswirtschaften<br />

agieren<br />

global<br />

Wenn auch bisweilen zu<br />

Hause um kleine Inseln gestritten<br />

wird – die großen<br />

asiatischen Volkswirtschaften<br />

denken und handeln in globalen<br />

Maßstäben, wenn es um<br />

Ressourcen zur Sicherung der<br />

Zukunft geht. China ist in rohstoffreichen<br />

Regionen Afrikas<br />

ebenso im Vormarsch wie in<br />

Ländern Lateinamerikas, die<br />

über Bodenschätze verfügen.<br />

Zugleich investiert die Volksrepublik<br />

in profitable Industrien,<br />

auch in Europa. Und Südkoreas<br />

Präsident begab sich<br />

im September nach Grönland,<br />

mit dem Ziel, dort in die Gewinnung<br />

polarer Rohstoffe zu<br />

investieren.<br />

Und wenn auch die europäische<br />

Finanzkrise bei den<br />

asiatischen Handelspartnern<br />

Spuren hinterlässt – das „Asiatische<br />

Jahrhundert“ ist doch<br />

keine leere Floskel. Asien erlebte<br />

schon in den 90er Jahren<br />

eine Finanzkrise. 2001<br />

trat China der WTO bei. Für<br />

2050 sagte eine Studie der Asiatischen<br />

Entwicklungsbank<br />

voraus, dass in diesem Raum<br />

50 Prozent, im schlechtesten<br />

Fall 30 Prozent des globalen<br />

Einkommens erwirtschaftet<br />

werden.<br />

•<br />

Europa und Asien: Gegenseitiges<br />

Interesse<br />

Europa muss ein vitales Interesse<br />

daran haben, sein Wirtschaftsnetz<br />

in Asien dichter zu<br />

knüpfen. Gerade jetzt, wo sein<br />

Image unter der Finanzkrise<br />

gelitten hat. Der Anteil Europas<br />

am globalen Handel ist<br />

stabil geblieben, ungeachtet<br />

des Aufschwungs der BRICS-<br />

Staaten, unterstrich kürzlich<br />

ein EU-Diplomat in Wien. Die<br />

Union verfüge im asiatischpazifischen<br />

Raum über ein<br />

Foto: Nelson<br />

Netz an Freihandelsabkommen und strategischen<br />

Partnerschaften. Es gebe keinen<br />

Zweifel daran, dass der Fortbestand eines<br />

stabilen Europa und einer Stärkung des<br />

Euro im Interesse Japans und Chinas liege.<br />

Die Europäische Union war für Asien<br />

bisher ein Symbol für wirtschaftlichen Erfolg,<br />

stellte ein anderer Asien-Experte fest.<br />

Infolge der Finanzkrise hätten Entscheidungsfähigkeit<br />

und Krisenlösungskapazi-<br />

Rangfolge der Chefs<br />

diplomatischer Missionen<br />

mit Sitz in Wien<br />

Fortsetzung von Seite 20<br />

n Kolumbien<br />

S.E. Herr Freddy Jose PADILLA DE LEON, (18.10.2010)<br />

n Laos - Demokratische Volksrepublik<br />

S.E. Herr Khamkheuang BOUNTEUM, (18.10.2010)<br />

n Namibia S.E. Herr Raphael Nakare DINYANDO, (09.12.2010)<br />

n Irland S.E. Herr James BRENNAN, (09.12.2010)<br />

n Spanien S.E. Herr Yago PICO DE COANA Y DE VALICOURT,<br />

(09.12.2010)<br />

n Ungarn S.E. Herr Vince SZALAY-BOBROVNICZKY, (09.12.2010)<br />

n Irak S.E. Herr Dr. Surood R.Najib NAJIB, (09.12.2010)<br />

n El Salvador S.E. Herr Mario Antonio RIVERA MORA,<br />

(09.03.2011)<br />

n Kroatien S.E. Herr Gordan BAKOTA, (09.03.2011)<br />

n Kasachstan S.E. Herr Kairat ABDRAKHMANOV, (17.05.2011)<br />

n Korea - Republik S.E. Herr Hyun CHO, (17.05.2011)<br />

n Kuba S.E. Herr Juan Carlos MARSAN AGUILERA, (17.05.2011)<br />

n Vietnam S.E. Herr Thiep NGUYEN, (17.05.2011)<br />

n Nigeria I.E. Frau Maria Oyeyinka LAOSE,(28.09.2011)<br />

n Schweden S.E. Herr Nils Gustav DAAG, (28.09.2011)<br />

n Sri Lanka S.E. Herr Aliyar Lebbe ABDUL AZEEZ, (28.09.2011)<br />

n Turkmenistan<br />

S.E. Herr Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)<br />

n Aserbaidschan S.E. Herr Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)<br />

n Tunesien S.E. Herr Mohamed Samir KOUBAA, (28.09.2011)<br />

n Ägypten S.E. Herr Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,<br />

(09.11.2011)<br />

tät der Europäer zwar gelitten. Dennoch<br />

bleibe Europa die stärkste Handelsmacht<br />

der Welt. Der Euro als Handelswährung<br />

habe nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.<br />

Die asiatisch-europäischen Beziehungen<br />

bieten auch in Zukunft ein weites<br />

Betätigungsfeld. Wissenschaft, Bildung,<br />

Kultur sind ausbaufähig. Zug um Zug werden<br />

auch diese Kooperationsnetze enger<br />

n Luxemburg S.E. Herr Hubert WURTH, (09.11.2011)<br />

n Côte d‘Ivoire S.E. Herr Largaton Gilbert OUATTARA,<br />

(09.11.2011)<br />

n Angola I.E. Frau Maria De Jesus Dos Reis<br />

FERREIRA, (09.11.2011)<br />

n Belarus S.E. Herr Valery VORONETSKY, (09.11.2011)<br />

n Armenien S.E. Herr Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)<br />

n Türkei I.E. Frau Ayse SEZGIN, (09.11.2011)<br />

n Griechenland S.E. Herr Themistoklis DIMIDIS, (12.01.<strong>2012</strong>)<br />

n Marokko S.E. Herr Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.<strong>2012</strong>)<br />

n Burkina Faso S.E. Herr Paul Robert TIENDREBEOGO,<br />

(28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Malta S.E. Herr Colin SCICLUNA, (28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Panama S.E. Herr Ricardo VALLARINO PEREZ, (28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Slowakei S.E. Herr Juraj MACHAC, (28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Portugal I.E. Frau Ana MARTINHO, (28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Bulgarien<br />

I.E. Frau Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.<strong>2012</strong>)<br />

n Bosnien und Herzegowina<br />

I.E. Frau Tanja MILASINOVIC MARTINOVIC, (19.04.<strong>2012</strong>)<br />

n Zypern S.E. Herr Costas A. PAPADEMAS, (19.04.<strong>2012</strong>)<br />

n Frankreich S.E. Herr Stephane Laurent GOMPERTZ,<br />

(19.04.<strong>2012</strong>)<br />

n Katar<br />

S.E. Herr Mohammed Ali M.H. AL-MALKI, (19.04.<strong>2012</strong>)<br />

n Algerien S.E. Herr Mohamed BENHOCINE, (02.07.<strong>2012</strong>)<br />

n Saudi-Arabien S.E. Herr Mohammed AL SALLOUM,<br />

(02.07.<strong>2012</strong>)<br />

n Iran - Islamische Republik<br />

S.E. Herr Hassan TAJIK, (02.07.<strong>2012</strong>)<br />

n Guatemala S.E. Herr Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ,<br />

(12.09.<strong>2012</strong>)<br />

geknüpft. In den letzten Jahrzehnten ist<br />

zum Glück viel geschehen. Denn wie sagte<br />

der damalige Botschafter Japans 1987 bei<br />

einem Vortrag in Wien: Die Bedeutung<br />

Südostasiens und des Pazifischen Raums<br />

werde von Europa unterschätzt. „Ein<br />

starkes Europa, inklusive der vollen Integration<br />

Europas, hat für Japan und ganz<br />

Ostasien einen positiven Stellenwert.“ Das<br />

gilt auch 25 Jahre später noch. •<br />

n Niederlande<br />

S.E. Herr Peter Paul VAN WULFFTEN PALTHE, (12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n Indien S.E. Herr Swaminathan RAMACHANDRAN,<br />

(12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n China S.E. Herr Bin ZHAO, (12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n Vereinigtes Königreich I.E. Frau Susan Jane LE JEUNE<br />

D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n Deutschland S.E. Herr Detlev RÜNGER, (12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n Australien S.E. Herr David Gordon STUART, (12.09.<strong>2012</strong>)<br />

n Brasilien S.E. Herr Evandro DE SAMPAIO DIDONET,<br />

(17.10.<strong>2012</strong>)<br />

n Indonesien S.E. Herr Rachmat BUDIMAN, (17.10.<strong>2012</strong>)<br />

n Thailand<br />

I.K.H. Prinzessin Bajrakitiyabha MAHIDOL, (17.10.<strong>2012</strong>)<br />

n Nicaragua Frau Isolda Alicia De La Paz FRIXIONE DE FLORES,<br />

Gesandte (26.08.2004), und Geschäftsträgerin a.i.<br />

n Libyen Herr Abdulla M.M. HEBRARA, Gesandter<br />

(02.02.2007), und Geschäftsträger a.i.<br />

n Kenia Frau Consolata Wambuku KIRAGU, Erste Botschaftsrätin<br />

(12.03.2008)<br />

n Bolivien Herr Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS,<br />

Gesandter - Botschaftsrat (11.02.2009), Geschäftsträger a.i.<br />

n Usbekistan Herr Ravshanbek DUSCHANOV,<br />

Geschäftsträger a.i. (16.09.2009)<br />

n Tadschikistan Frau Shahlo SAMANDAROVA, Attachée<br />

(19.10.2011), und Geschäftsträgerin a.i.<br />

n Andorra Frau Gemma CANO BERNE, Botschaftsrätin<br />

(11.01.<strong>2012</strong>) und Geschäftsträgerin a.i.<br />

n Neuseeland Frau Jennifer Glorija Margaret MACMILLAN,<br />

Geschäftsträgerin a.i. (09.07.<strong>2012</strong>)<br />

n Litauen Herr Edvilas RAUDONIKIS, Gesandter - Botschaftsrat<br />

(07.08.<strong>2012</strong>), und Geschäftsträger a.i.<br />

56 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 57


diplomatie<br />

Interview<br />

diplomatie<br />

Interview<br />

Georgia is celebrating<br />

twenty years of diplomatic<br />

relations with<br />

Austria. How would you<br />

describe them?<br />

Austria was one of the first countries<br />

which recognized Georgia’s independence<br />

after the break-up of the Soviet Union.<br />

There were no really substantial relations<br />

between Georgia and Austria during<br />

the Soviet Union, but that has changed<br />

since. Nowadays, we talk about twenty<br />

years of co-operation in every field of life:<br />

economy, politics, social life and culture.<br />

The Black Sea region has become one of<br />

the foreign policy priorities for Austria, as<br />

has been stated by Austria’s Foreign Minister<br />

Michael Spindelegger.<br />

Could you highlight some of the recent<br />

projects between Georgia and Austria?<br />

Trade between the two countries has<br />

increased by five times since the year<br />

2000. Georgia is an attractive destination<br />

for direct investment: New projects from<br />

Austria include a recently opened cheese<br />

factory, joint ventures in hydro energy, a<br />

transmission line between Georgia and<br />

Turkey built by Austrian companies, and<br />

co-operations in the field of tourism, the<br />

insurance and hospital sector. We have<br />

co-operations with the tourism schools in<br />

Salzburg and Vienna to support our own<br />

tourism sector for example. Austria is also<br />

implementing five so-called EU twinning<br />

projects aimed at institution building in<br />

the fields of agriculture, civil aviation,<br />

tourism and e-government. We have also<br />

launched the international wine institute<br />

in Georgia with support from Austria.<br />

What kind of reforms has Georgia undergone<br />

since its independence?<br />

The World Bank has recognized Georgia<br />

as one of the top reformers of the<br />

world. These are the impressive figures:<br />

the economy is growing by about seven<br />

per cent each year, investment in infrastructure<br />

has increased by eleven times<br />

and the GDP per capita increased almost<br />

by three times compared to 2003. Georgia<br />

has been hailed for its reform process and<br />

is now an attractive destination for direct<br />

investment. By the way, none of the<br />

Georgian banks have collapsed during the<br />

financial crisis due to our fiscal discipline.<br />

The World Bank has even published a<br />

book in which it explains that corruption<br />

is not part of a culture of any country and<br />

therefore can be defeated – based on the<br />

example of Georgia.<br />

A Top Reformer Of<br />

the World<br />

Interview with Georgia’s Ambassador<br />

in Austria, H.E. Paata Gaprindashvili,<br />

about his country’s economic dynamics,<br />

the eradication of corruption and Red<br />

Tape, and the difficult relations with the<br />

Russian Federation.<br />

Interview: SOCIETY<br />

What are Georgia’s aims concerning the<br />

European Union?<br />

It is about values and democracy. More than seventy<br />

percent of the population are in favour of the<br />

idea of Georgia eventually becoming a member of<br />

the EU. We are successfully pursuing negotiations<br />

on the association agreement – eighty percent<br />

have been agreed so far. The free trade agreement<br />

is expected to finalise next year. Moreover, the visa<br />

free travel regime will eventually become reality.<br />

Georgia has good relations with all neighbouring<br />

countries, why not Russia?<br />

This can be explained by the so-called ‘common<br />

values phenomenon’. Georgia has always<br />

been striving towards a come-back to the European<br />

family where we surely believe we belong to.<br />

Russia has always been opposing Georgia’s strive<br />

for its European and Euro-Atlantic aspirations.<br />

It is about reforms, values and democratisation<br />

building: Georgia has successfully eradicated corruption<br />

in the police, has reduced Red Tape and<br />

got rid of its massive bureaucracy. The government<br />

has become efficient. All that concerns the<br />

current Russian political establishment, because<br />

ordinary Russian citizens ask themselves now,<br />

if Georgia can be free of corruption, then what<br />

makes these reforms so difficult if not impossible<br />

in Russia?<br />

Around 700,000 Georgians have left the country.<br />

How long will it take until people can benefit<br />

from the reforms?<br />

People benefit already, the dynamics are there,<br />

and thousands have already returned to Georgia.<br />

Recent statistics show that Georgia has dropped<br />

out of the list of the first ten countries with the<br />

»Georgia has<br />

successfully<br />

eradicated corruption<br />

in the<br />

police, has reduced<br />

Red Tape<br />

and got rid of<br />

its massive<br />

bureaucracy.<br />

«<br />

Paata Gaprindashvili<br />

Facts<br />

elections in<br />

october <strong>2012</strong><br />

Georgia’s parliamentary<br />

elections marked an important<br />

step in consolidating<br />

the conduct of democratic<br />

elections. Georgia can become<br />

a model country for<br />

the region, said Eric Rubin,<br />

U.S. Deputy Assistant Secretary<br />

of State<br />

curriculum<br />

vitae<br />

H<br />

E. Paata Gaprindashvili<br />

was born<br />

on July 2, 1972. He<br />

studied at the International<br />

Law and International Relations<br />

Faculty at Tbilisi State<br />

University and took training<br />

courses at the George C.<br />

Marshall European Center<br />

for Security Studies in<br />

Germany and the Royal<br />

College of Defence Studies<br />

in London. From 1994<br />

onwards he has been working<br />

for the Foreign Service<br />

as well as the Ministry of<br />

Defence. His posts abroad<br />

included Greece, Romania<br />

and Ukraine. In 2004 he was<br />

Deputy Defence Minister,<br />

in 2005 Deputy Director of<br />

the Defence Development<br />

Department of the National<br />

Security Council. In 2005 he<br />

was posted in Vienna. Since<br />

2009 he has been Ambassador.<br />

He is married and has<br />

two daughters.<br />

highest number of illegal immigrants in Austria.<br />

It is true that our average income is still low, but<br />

it has increased by ten times compared to the year<br />

2000. Unemployment and poverty are still there.<br />

But if a person qualifies now, he or she will find<br />

work. We have a shortage of labour force for more<br />

educated personnel in banks, the tourism sector<br />

etc. We have to focus now on training more people<br />

in that field. Investment in infrastructure has<br />

increased by eleven times, but the qualified staff<br />

still lacks behind the infrastructure.<br />

Talking about the conflict with South Ossetia<br />

and Abkhazia, why do these two provinces not<br />

want to belong to Georgia?<br />

There is a conflict with Russia over these regions.<br />

During the Soviet Union both regions were<br />

autonomous provinces of Georgia and there was<br />

no conflict. After the break-up there were armed<br />

conflicts inspired and backed by Russia. The report<br />

by Ambassador Heidi Tagliavini from 2009<br />

from the Independent International Fact-Finding<br />

Mission on the Conflict in Georgia explains the<br />

roots of the conflict. I would like to mention only<br />

a few examples: 500,000 people have been forcefully<br />

driven out of the regions by Russian military<br />

forces and local militia; the governments of the regions<br />

were staffed by at least eighty per cent with<br />

Russians from different regions of Russia, in some<br />

cases even from Siberia; massive passportization<br />

took place meaning that Russian passports were<br />

given to the citizens living in these regions. All<br />

these facts are recognized by international evaluations,<br />

and they explain the situation. We had some<br />

political differences with the establishments in<br />

both South Ossetia and Abkhazia, but we always<br />

wanted a genuine and candid dialogue with the<br />

representatives of the regions. This had nothing<br />

to do with ethnic hatred. We wanted to negotiate<br />

the status of autonomy and offer them formulas<br />

to guarantee the widest possible autonomy within<br />

the borders of Georgia. But Russia has always set<br />

a big wall between the communities in Georgia,<br />

which means the negotiations never yielded any<br />

results, and which eventually led to the unfortunate<br />

war in 2008 with Russia.<br />

But there are good relations with the neighbouring<br />

countries...<br />

Georgia has strategic relations with Armenia,<br />

Azerbaijan and Turkey. This proves that the foreign<br />

policy priority of Georgia is to have good relations<br />

with all other countries.<br />

Georgia is member of GUAM. Is the organisation<br />

still functional?<br />

GUAM has proved to be functional and successful<br />

and will still do. There are several extremely<br />

practical projects concerning fighting organized<br />

crime, terrorism, and project in the economic<br />

field, increasing the economic co-operation between<br />

the member states. GUAM is not only still<br />

alive but even developing.<br />

•<br />

58 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 59


diplomatie<br />

Interview<br />

diplomatie<br />

Interview<br />

Mit welchem Ziel<br />

sind Sie 2008 als<br />

Botschafter des unabhängigen<br />

Kosovo<br />

nach Wien gekommen?<br />

Meine Aufgabe bestand aus dreierlei,<br />

erstens die diplomatischen Beziehungen<br />

zur Republik Österreich zu knüpfen,<br />

zweitens mit dem diplomatischen Corps<br />

Kontakte aufzunehmen, sowohl mit den<br />

Kollegen der Staaten, die die Republik<br />

Kosovo anerkannte hatten, als auch jener<br />

Staaten, die den Kosovo nicht anerkannt<br />

hatten, und sie über die neue Republik<br />

Kosovo zu informieren und über die Möglichkeiten<br />

der Anerkennung zu sprechen.<br />

Die dritte Aufgabe war es, die Botschaft<br />

zu eröffnen, also den technischen Rahmen,<br />

ein Gebäude zu finden und mit dem<br />

Dienst zu beginnen.<br />

Hatten Sie zu Beginn nur ein kleines<br />

Büro?<br />

In der Anfangszeit waren wir in einem<br />

Hotel untergebracht. Seit Februar 2009 ist<br />

die Botschaft in der Goldeggasse im vierten<br />

Bezirk gegenüber dem Schloss Belvedere<br />

angesiedelt.<br />

Fünf EU-Staaten haben den Kosovo<br />

noch nicht anerkannt. Welche Gründe<br />

gibt es dafür?<br />

Das Gute dabei ist, dass diese Staaten<br />

den Kosovo trotz Nichtanerkennung nicht<br />

in seinem Integrationsweg in die EU blockieren.<br />

Es gibt Indizien von einigen Staaten,<br />

dass es nicht mehr lange dauern wird,<br />

bis sie die Republik Kosovo anerkennen.<br />

Was die Gründe für die Nichtanerkennung<br />

betrifft, so ziehen manche Länder<br />

einen Vergleich mit eigenen innenpolitischen<br />

Themen. Aber ich betone, dass die<br />

Situation in der Republik Kosovo eine Situation<br />

sui generis ist. Wir waren Teil einer<br />

Föderation, die nicht mehr existiert.<br />

Die Unabhängigkeit ist der Abschluss eines<br />

Prozesses der Desintegration der ehemaligen<br />

Jugoslawischen Republik, und<br />

diese Situation ist mit denen in den fünf<br />

Staaten nicht vergleichbar.<br />

Was wurde in den vergangenen vier<br />

Jahren in Österreich erreicht?<br />

Die Beziehungen mit der Republik Österreich<br />

waren traditionell sehr gut und<br />

sind noch intensiviert worden. Acht zwischenstaatliche<br />

Abkommen wurden unterzeichnet,<br />

vier Abkommen sind noch im<br />

Verhandlungsprozess. Die bilaterale Kommunikation<br />

auf Regierungsebene ist sehr<br />

intensiv. Vergangenes Jahr war Premier-<br />

Eine friedliche<br />

Zukunft aufbauen<br />

Interview mit dem Botschafter des Kosovo,<br />

S.E. Sabri Kiqmari, über die Errichtung<br />

einer Botschaft in Wien, die Aufhebung<br />

der Überwachung der Unabhängigkeit<br />

und die steigende Akzeptanz der kosovarischen<br />

Serben des Staates Kosovo.<br />

Interview: SOCIETY<br />

minister Hashim Thaçi in Wien und hatte<br />

ein sehr gutes Gespräch mit Bundeskanzler<br />

Faymann. Vizekanzler Spindelegger<br />

war im September dieses Jahres in Prishtina.<br />

Er hat eine sehr gute Rede vor unserem<br />

Parlament anlässlich der Aufhebung<br />

der Überwachung über die Unabhängigkeit<br />

der Republik Kosovo gehalten. Die<br />

Präsidentin der Republik überreichte ihm<br />

die Medaille für Frieden, Demokratie und<br />

Humanismus „Ibrahim Rugova“. Wien<br />

ist für uns ein wichtiger Standort. Hier<br />

haben die Verhandlungen, die zur Unabhängigkeit<br />

geführt haben, stattgefunden.<br />

Am 2. Juli <strong>2012</strong> gab es eine sehr wichtige<br />

Sitzung der Internationalen Lenkungsrat<br />

(International Steering Group/ISG), der<br />

über die Aufhebung der Überwachung<br />

der Unabhängigkeit entschieden hat.<br />

»Die Mehrheit<br />

der kosovarischen<br />

Serben<br />

hat sich innerhalb<br />

der<br />

kosovarischen<br />

Institutionen<br />

integriert.<br />

«<br />

Sabri<br />

Kiqmari<br />

Wie sehen die wirtschaftlichen Beziehungen<br />

zu Österreich aus?<br />

Im Kosovo hat Österreich einige Investitionen<br />

getätigt, etwa die Raiffeisenbank,<br />

Uniqa Versicherung, die im Land gut arbeiten.<br />

Der Kärntner Energieversorger<br />

Kelag hat geplant, bis 2015 rund sechzig<br />

Millionen Euro im Energiebereich zu investieren.<br />

Unsere Reisepässe werden von der österreichischen<br />

Staatsdruckerei gedruckt. Es gibt<br />

aber noch andere interessante Bereiche, z. B. in<br />

der Landwirtschaft, wo investiert werden kann.<br />

Darüber sind die Bundesländer Steiermark und<br />

Tirol informiert worden und wir hoffen, dass einiges<br />

in diese Richtung geschehen wird. Gute Möglichkeiten<br />

finden sich auch im Industriebereich,<br />

im Bereich der Minen und der erneuerbaren Energie<br />

wie Windenergie und Wasserkraft. Wir haben<br />

sehr gute Konditionen für ausländische Unternehmen,<br />

sprich die Steuerabgaben sind sehr niedrig<br />

im Vergleich zu anderen Ländern unserer Region.<br />

Wir bieten gut ausgebildete Menschen an, eine<br />

junge dynamische Gesellschaft, die sprachenorientiert<br />

ist.<br />

Gibt es in Wien Gespräche mit Serbien und<br />

Russland über den Kosovo?<br />

Die offiziellen Gespräche laufen über Prishtina.<br />

Die technischen Verhandlungen mit Serbien<br />

haben in Brüssel stattgefunden. Hier in Wien gibt<br />

es zurzeit keine offiziellen Gespräche, aber es gibt<br />

Kontakte mit den Vertretern beider Staaten bei<br />

den diversen Empfängen. Wir sind verschiedener<br />

Meinung, was die Beziehungen zwischen unseren<br />

Staaten angeht, aber wir gehen miteinander respektvoll<br />

um. Der serbische Kollege weiß genauso<br />

wie ich, dass wir Nachbarn waren, Nachbarn sind<br />

und Nachbarn bleiben werden. Es ist daher im<br />

Interesse von beiden Staaten und Gesellschaften,<br />

eine friedliche und gute nachbarschaftliche Zukunft<br />

aufzubauen.<br />

Es leben ungefähr 100.000 kosovarische Serben<br />

im Kosovo. Wie groß ist mittlerweile deren<br />

Akzeptanz für die Republik Kosovo?<br />

Direkt nach dem Kosovokrieg war die Skepsis<br />

der kosovarischen Serben sehr hoch bedingt<br />

durch die politischen Entwicklungen im Lande.<br />

Das kann man psychologisch so erklären, dass<br />

eine achtprozentige Minderheit, die zwanzig Jahre<br />

lang die 92-prozentige Mehrheit regiert hat,<br />

eine geänderte Situation vorgefunden hat. Die<br />

achtprozentige serbische Minderheit konnte einen<br />

gleichberechtigten Status haben, aber nicht<br />

mehr herrschen. Das war für viele kosovarische<br />

Serben psychologisch nicht vorstellbar. Das hat<br />

sich aber jetzt geändert. Die Mehrheit der Serben<br />

hat sich innerhalb der kosovarischen Institutionen<br />

integriert.<br />

Wie sehr sind die kosovarischen Serben in der<br />

Verwaltung und den Institutionen integriert?<br />

Wir haben per Verfassung von den 120 Sitzen<br />

im Parlament zehn Sitze für die Serben garantiert,<br />

plus die Sitze, die sie bei der Wahl gewinnen, das<br />

sind derzeit 13 Sitze im Parlament. Von 18 Ministerien<br />

werden drei von Serben geführt. Es gibt einige<br />

Gemeinden, die von Serben geführt werden.<br />

Besonders im Süden des Landes haben sie sich gut<br />

integriert. Bei den letzten Gemeindewahlen war<br />

die Beteiligung der Serben an den Wahlen in den<br />

serbisch dominierten Gemeinden im Süden des<br />

Landes höher als in den Gemeinden mit albanischer<br />

Mehrheit. Bei der Polizei ist die Teilnahme<br />

der Serben höher als ihr Bevölkerungsanteil. Im<br />

Verwaltungsbereich gibt es eine ähnliche Situation.<br />

Die ständigen Angebote unserer Regierung für<br />

die Integration der Serben in den staatlichen und<br />

gesellschaftlichen Institutionen werden immer<br />

mehr wahrgenommen.<br />

Wo liegen dann die Probleme, wie sie z. B. im<br />

Norden des Landes auftreten?<br />

Es gibt drei Gemeinden im Norden, die einer<br />

starken Instrumentalisierung durch die serbische<br />

Regierung unterliegen. Worunter das Land leidet,<br />

ist die Einmischung von außen. Serbische Kräfte,<br />

die im Bosnien-, Kroatien- und Kosovokrieg involviert<br />

waren, versuchen das Land zu destabilisieren.<br />

Aber wir werden den Serben in diesen drei<br />

Gemeinden klare Integrationsangebote machen,<br />

und hoffen, dass sie sich in die staatlichen Institutionen<br />

integrieren werden.<br />

Rechnen Sie mit einer Änderung der serbischen<br />

Politik unter dem neuen Präsidenten Nikolic?<br />

Wir werden das beobachten. Im Oktober und<br />

November dieses Jahres gab es zwei Treffen zwischen<br />

dem Premierminister Thaçi und dem serbischen<br />

Premierminister Dacic unter Vermittlung<br />

der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik<br />

der EU, Catherine Ashton. Besonders wichtig<br />

ist die Implementierung des IBM (Integrated<br />

Border Management). Ziel ist die Normalisierung<br />

der Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten.<br />

Unsere Position gegenüber der neuen serbischen<br />

Regierung wird von deren Handlungen abhängen<br />

bezüglich der bilateralen Beziehungen, unserer Integration<br />

in die EU und der Integration und dem<br />

Frieden in unserer Region. Jetzt ist es noch zu früh,<br />

eine Prognose abzugeben.<br />

•<br />

Facts<br />

Unabhängigkeit<br />

Kosovos<br />

Der Kosovo stand seit<br />

1999 unter einer UN-<br />

Übergangsverwaltung. Im<br />

Februar 2006 begannen<br />

Verhandlungen zwischen<br />

dem Kosovo und Serbien<br />

über die staatsrechtliche<br />

Zukunft Kosovos unter<br />

Vermittlung des finnischen<br />

UN-Diplomaten Martti<br />

Ahtisaari. Dieser schlug<br />

einen Stufenplan zur<br />

Erlangung der Souveränität<br />

vor, was Serbien<br />

zurückgewiesen hat. Im<br />

Februar 2008 verkündete<br />

Ministerpräsident Hashim<br />

Thaçi die Unabhängigkeit<br />

des Kosovo. Die Verfassung<br />

trat im Juni 2008 in<br />

Kraft. Eine Internationale<br />

Zivilverwaltung (ICO)<br />

wurde eingerichtet, die die<br />

Unabhängigkeit beaufsichtigen<br />

sollte. Mittlerweile<br />

haben 92 Staaten den<br />

Kosovo anerkannt, darunter<br />

alle EU-Staaten bis auf<br />

Griechenland, Rumänien,<br />

der Slowakei, Spanien und<br />

Zypern. Am 10. September<br />

entschied der Internationale<br />

Lenkungsrat offiziell die<br />

Überwachung zu beenden,<br />

da alle Anforderungen<br />

des Ahtisari-Pakets erfüllt<br />

worden sind.<br />

curriculum<br />

vitae<br />

S<br />

E. Dr. Sabri Kiqmari<br />

ist der erste Botschafter<br />

der Republik<br />

Kosovo in Österreich. Er<br />

studierte an der Ruhr-<br />

Universität Bochum und an<br />

der Rheinischen-Friedrich-<br />

Wilhelm Universität in Bonn<br />

Politikwissenschaft und<br />

Soziologie. Neben seinem<br />

Studium war Kiqmari auch<br />

als Journalist tätig. Von<br />

1989 bis 1999 berichtete<br />

er als Korrespondent der<br />

Zeitschrift Zeri i Kosovës<br />

aus Deutschland. Von September<br />

2001 bis September<br />

2005 war er Medienanalyst<br />

beim Media-Institut in Bonn.<br />

Im März 2006 wurde er Dozent<br />

für „Soziales und Europäische<br />

Integration“ an der<br />

Philosophischen Fakultät an<br />

der Universität Prishtina.<br />

Nach der Aufnahme<br />

diplomatischer Beziehungen<br />

zwischen Österreich und der<br />

Republik Kosovo wurde er<br />

im Oktober 2008 Geschäftsträger<br />

a.i. der kosovarischen<br />

Botschaft in Wien. Im Oktober<br />

2009 erfolgte seine Aufwertung<br />

zum Botschafter.<br />

Kiqmari ist verheiratet<br />

und hat zwei Kinder.<br />

60 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 61


diplomatie<br />

weinritter<br />

diplomatie<br />

weinritter<br />

2<br />

1<br />

Nobilitierung zum Eques de Vino<br />

An der Spitze des Festzuges: Consul Primus<br />

Senatus Alfred Tombor-Tintera, Karl<br />

Habsburg-Lothringen, Vizeconsul Anton II.<br />

Esterhàzy Galantha mit Begleitung (v.l.),<br />

dahinter: Consul II Senatus Hofrat Helmut<br />

Skala, Österr. Weinkönigin Elisabeth II,<br />

Mag. Thomas Steiner, Bürgermeister der<br />

Freistadt Eisenstadt<br />

Die nobilitierten Eques de Vino ziehen am<br />

Schloss Esterhazy vorbei.<br />

Europa zu Gast<br />

Das Internationale Stiftungsfest der Europäischen<br />

Weinritterschaft in Eisenstadt ging mit<br />

einem Empfang der Ritterordensdelegationen aus<br />

ganz Europa über die Bühne.<br />

Text: SOCIETY<br />

Über 1000 Delegierte und Gäste aus<br />

fünfzehn europäischen Staaten und<br />

allen österreichischen Bundesländern,<br />

eine beherzte Rede für ein friedliches<br />

Europa von Ordensprotektor Karl Habsburg-Lothringen<br />

und ein imposanter, einmaliger Festzug<br />

durch die Fußgängerzone der Landeshauptstadt<br />

kennzeichneten das Internationale Stiftungsfest<br />

des Europäischen Weinritterordens (Ordo Equestris<br />

Vini Europae).<br />

Gemäß dem Motto „Europa zu Gast im Burgenland“<br />

bot sich den Besuchern ein einzigartiges<br />

Bild aus geistlichen und weltlichen Amts- und<br />

Würdenträgern, farbenprächtigen Bannern, und<br />

verschiedenen Darbietungen namhafter Vereine.<br />

Im Rahmen der Ordensmesse in der berühmten<br />

Haydnkirche wurde 25 verdienstvollen Kandidaten<br />

die besondere Ehre zuteil vom Ordensprotektor<br />

und dem Consul Primus Senatus Alfred Tombor-Tintera<br />

persönlich zum Eques de Vino, also<br />

zum Ritter nobilitiert zu werden.<br />

Der Europäische Weinritterorden pflegt derzeit<br />

in 28 Staaten Europas ein internationales Freundschafts-<br />

und Friedenswerk, wo neben der umfassenden<br />

Pflege ideeller Werte der Genuss und die<br />

Weinkultur nicht zu kurz kommen. Daher sorgte<br />

das Hotel Burgenland zum Abschluss dieses einzigartigen<br />

Festtages mit einem pannonischen<br />

Schmankerlbuffet und edlen Weinen für kulinarische<br />

Gaumenfreuden.<br />

•<br />

3<br />

6<br />

8<br />

9<br />

1 Flaggenparade 2 Eques de Vino Dipl.Ing.<br />

Aleksandar Kojic, Proconsul von Serbien und Präsident<br />

des Organisationskomitees für den 1.Europä.OEVE<br />

Kongress (Mai 2013 in Serbien) im Gespräch mit der<br />

Österreichischen Weinkönigin Elisabeth II. 3 Die<br />

Ordensmesse in der ehrwürdigen Haydnkirche wurde<br />

von Ritterpriester Protonotarius Dr. Gaàl Endre aus<br />

Esztergom (Bildmitte) und Senatspresbytern zelebriert.<br />

4 Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt Mag. Thomas<br />

Steiner (rechts) und Consiliarius Dir. Alfred Diewald<br />

(Hotel Burgenland) freuen sich über das elitäre Ritterfest<br />

in der Landeshauptstadt. 5 Beim Weltkongress<br />

der Honorarkonsuln der Slowakischen Republik in<br />

Bratislava empfing Staatspräsident Ivan Gasparovic<br />

(rechts) auch erstmals den slowakischen Honorarkonsul<br />

des Burgenlandes Prof. Alfred Tombor-Tintera. 6<br />

Vorführung der Neckenmarkter Fahnenschwinger vor<br />

dem Schloss Esterhazy 7 Der Festzug, beginnend bei<br />

der Haydnkirche am Oberberg, wurde von verschiedenen<br />

Traditionskörpern, wie den Fürstlich Esterhàzyschen<br />

Husaren (vorne) begleitet. 8 Festzug durch<br />

die Fußgängerzone der Freistadt Eisenstadt 9 Der<br />

Sieger des OEVE Blaufränkischturniers, Judex de Vino<br />

Georg Wieder (2.v.r.) aus Neckenmarkt präsentiert<br />

stolz den Turnierteller, verliehen für den eleganten<br />

Blaufränkisch Bodigraben 2009 Mittelburgenland DAC<br />

Reserve. Im Bild mit Senator Senatsönologe Dr. Walter<br />

Flak (rechts) und weiteren Eidgenossen.<br />

4<br />

5<br />

7<br />

Unter den Gästen auch Weindame Opernsängerin Dr. Christine<br />

Esterhàzy, im Bild mit Consul II. Senatus Hofrat Prof. Helmut Scala,<br />

Österr. Weinkönigin Elisabeth II., Consul Primus Senatus Prof.<br />

Alfred Tombor-Tintera, Ordensprotektor Karl Habsburg-Lothringen<br />

und Vizeconsul Anton II. Esterhàzy Galantha (v.r.n.l.)<br />

62 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 63


Diplomatie<br />

Bericht<br />

Wie bereits in meinem<br />

letzten Artikel<br />

erwähnt,<br />

kauften wir in<br />

einem indianischen<br />

„trading<br />

post“ am Rande des „Waterton Glacier<br />

International Peace Park“ ein Teepee, ein<br />

indianisches Zelt. Wir ersuchten den Verkäufer,<br />

den wir erst von der Lauterkeit unserer<br />

Absichten überzeugen mussten, es<br />

– in Teilen natürlich – an die österreichische<br />

Botschaft in Washington zu senden.<br />

Um das Zelt aufstellen zu lassen, kein<br />

ganz einfaches Unterfangen, kontaktierte<br />

mein Mann den Vertreter der in<br />

Oklahoma beheimateten indianischen<br />

„Chickasaw Nation“ in Washington, „Botschafter“<br />

Charles W. Blackwell. Nach einigen<br />

Tagen kam dieser mit zwei weiteren<br />

Indianern zum Frühstück in die österreichische<br />

Residenz und befragte uns über<br />

unsere Einstellung zu den amerikanischen<br />

Ureinwohnern, den „native Americans“.<br />

Nachdem wir diese Art von „Prüfung“ erfolgreich<br />

bestanden hatten, erklärte er,<br />

dass er nun einen geeigneten Termin für<br />

die Zeremonie der Aufstellung des Teepees<br />

suchen werde.<br />

•<br />

Indianische Tänze in<br />

der Residenz<br />

Zum vereinbarten Zeitpunkt erschien<br />

eine Gruppe von Indianern, Mitglieder<br />

verschiedener Stämme in Tracht mit indianischen<br />

Musikinstrumenten. Mit Begleitmusik<br />

wurde nun das Teepee im Garten<br />

der österreichischen Residenz aufgestellt.<br />

Zunächst wurden drei besonders kräftige<br />

Stangen im Boden verankert, die oben<br />

mit Riemen zusammengebunden wurden.<br />

Die restlichen Stangen wurden dagegen<br />

gelehnt und ebenfalls festgebunden. Der<br />

Überzug aus Kanvas wurde in Position gebracht<br />

und über das Gerüst gezogen, eine<br />

Türklappe und ein Rauchabzug wurden<br />

angepasst. Unser Teepee hatte eine Größe<br />

für eine vierköpfige indianische Familie.<br />

Zu dieser Zeremonie hatten wir eine<br />

größere Gruppe von österreichischen<br />

und amerikanischen Freunden eingeladen.<br />

Nachdem das Teepee stand, durften<br />

alle an indianischen Tänzen rund um das<br />

Schwimmbecken im Garten teilnehmen.<br />

Danach gab es eine Erfrischung mit Kaffee,<br />

Tee und österreichischen Mehlspeisen<br />

im Haus. Das Teepee im Garten der Residenz<br />

wurde in der Folge von allen Besuchern,<br />

insbesondere jenen aus Österreich,<br />

darunter der damalige Bundeskanzler Dr.<br />

Franz Vranitzky, mit dem größten Interesse<br />

begutachtet.<br />

Ein Teepee<br />

im Garten<br />

Von einer Reise in den „Wilden Westen“<br />

brachten mein Mann und ich ein Teepee<br />

mit, das wir im Garten der österreichischen<br />

Residenz in Washington aufstellen ließen.<br />

Text von Monika Türk<br />

•<br />

Zu Besuch bei den Chickasaw<br />

und Sioux<br />

Mein Mann stand danach bei den Indianern<br />

in hohen Ehren. „Botschafter“<br />

Blackwell hatte eine Mitteilung an andere<br />

Stämme versandt, in der berichtet<br />

wurde, welch hohe Wertschätzung der<br />

österreichischen Botschafter den „native<br />

Americans“ entgegenbringt. Anlässlich<br />

eines Besuches in Oklahoma wurde mein<br />

Mann von einem Stammesflugzeug in<br />

Oklahoma City abgeholt, in das Reservat<br />

der Chickasaw Nation gebracht und dort<br />

vom Stammesrat zu einem offiziellen Meinungsaustausch<br />

empfangen.<br />

Als mein Mann und ich später Norddakota<br />

besuchten, versammelten sich<br />

Vertreter des dort ansässigen Sioux Stammes<br />

gemeinsam mit den Schülern in der<br />

Das Teepee im Garten der<br />

österreichischen Residenz<br />

Halle einer indianischen Schule in der<br />

Nähe des „Devil‘s Lake“ und gestalteten<br />

eine Zeremonie zu unseren Ehren. Mein<br />

Mann wurde auf die Bühne gerufen und<br />

in einen „Quilt“ eingewickelt, der von<br />

den Symbolen her das Rad des Lebens von<br />

der Wiege bis zur Bahre darstellt. Danach<br />

wurde auch ich nach vorne gebeten und<br />

es wurde mir eine indianische Puppe<br />

überreicht, die die Familie des Häuptlings<br />

für mich angefertigt hatte. Es wurde mir<br />

gesagt, dass jedes indianische Mädchen<br />

eine solche Puppe erhält, die sie ihr Leben<br />

lang behält und die zu Meditationszwecken<br />

dient. Deshalb sei auch das Gesicht<br />

nicht ausgefertigt, sondern einfärbig und<br />

glatt. Die Begegnung in dieser Schule<br />

zählte zu den ergreifendsten Momenten<br />

der Botschaftertätigkeit meines Mannes<br />

in den USA.<br />

•<br />

64 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


Diplomatie<br />

Welcome to Austria<br />

Fotos: Schiffl<br />

Highlights of WA<br />

WA offers an amazing array of programmes, ranging<br />

from arts and cuisine to history and music, as<br />

well as German conversation.<br />

Text: SOCIETY<br />

The board of „WA“ during the General Assembly<br />

Welcome to Austria” is<br />

an international platform<br />

with the purpose<br />

of introducing foreign<br />

diplomats and international<br />

civil servants to<br />

Austrian history and culture past and present.<br />

•<br />

Castle Tour in Lower Austria<br />

One of the highlights of the recent trimester<br />

was a day trip to Lower Austria with visits of interesting<br />

houses, castles and religious buildings.<br />

In Süssenbrunn, a restored Renaissance house<br />

was visited which is now used by the artistic shoemanufacturer<br />

Ludwig Reiter. In Ulrichskirchen,<br />

WA was received by Count and Countess Alceo<br />

and Maya Bulgarini. Their castle dates back to the<br />

16/17th centuries and has an important Gothic<br />

chapel serving as a parish church. After lunch, in<br />

the afternoon, the next visit was to Bockfliess Castle,<br />

a Renaissance building from the 15th century<br />

owned by Count and Countess Ulrich and Gitta<br />

Goess.<br />

•<br />

Cross-cultural Events and Art<br />

Welcome to Austria always tries to show links<br />

between Austrian and foreign cultures in Austria.<br />

In this respect, H.E. Ayse Sezgin, Ambassador of<br />

the Turkish Republic, invited WA members to a<br />

cross-cultural programme in the Embassy.<br />

The autumn programme of “Art in Austria” was<br />

dedicated to “Hapsburg rulers and their passion<br />

for art”. Several visits in the Art History Museum<br />

were arranged to view the famous collections of<br />

Emperor Rudolf II, Archduke Leopold Wilhelm,<br />

and the Emperors from the 18 th and 19 th centuries.<br />

•<br />

General Assembly and New Board<br />

In its 15th General Assembly, the new Board of<br />

“Welcome to Austria” was presented. Long lasting<br />

founding member Gabrielle Schallenberg announced<br />

her withdrawal from her duties as 1st Vice<br />

President after fifteen years of devoted work. As her<br />

successor Ambassador Dr. Angelika Saupe was presented<br />

who was former Ambassador of Austria to Estonia.<br />

Ms Schallenberg thanked all persons involved<br />

in making WA a successful association over the years<br />

and gave a short report of the highlights of the past<br />

fifteen years. She was given a warm farewell with<br />

standing ovations by the club members.<br />

After the General Assembly, which took place<br />

in the “Marmorsaal” of the Austrian Foreign Ministry,<br />

WA invited all members to a cocktail together<br />

with Secretary General Dr. Johannes Kyrle. •<br />

Gabrielle Schallenberg,<br />

Dr. Johannes<br />

Kyrle, Dr. Monika Türk<br />

Farewell for<br />

Gabrielle Schallenberg<br />

Welcome<br />

to Austria<br />

WA “Welcome to Austria”<br />

was founded in 1997<br />

by Dr. Benita Ferrero-<br />

Waldner, who was then<br />

State Secretary for Foreign<br />

Affairs, with the<br />

overriding objective<br />

of introducing foreign<br />

diplomats and international<br />

civil servants<br />

assigned to Vienna and<br />

their spouses to the Austrian<br />

way of life. The aims of WA<br />

are to promote the awareness<br />

and understanding of<br />

Austria’s rich heritage of<br />

culture and history past and<br />

present. WA would welcome<br />

newly accredited diplomats<br />

and their spouses to join the<br />

club.<br />

•<br />

WA invites you to join:<br />

■ You will meet many<br />

interesting Austrians in a<br />

relaxed atmosphere and<br />

make new friends.<br />

■ You will be offered a<br />

wide choice of excellent<br />

programmes and learn<br />

a great deal about your<br />

host country.<br />

■ You will be invited to private<br />

homes and through<br />

WA events you will enjoy<br />

many things which you<br />

would not have access to<br />

outside our Association.<br />

•<br />

THE BOARD OF<br />

“WELCOME TO AUSTRIA”<br />

• Dr. Benita Ferrero-Waldner<br />

Founding President<br />

• Foreign Minister Dr.<br />

Michael Spindelegger –<br />

President<br />

• Ambassador Dr. Angelika<br />

Saupe – 1 st Vice President<br />

• Dr. Monika Türk – 2 nd Vice<br />

President<br />

• Gabrielle Schallenberg –<br />

Honorary Vice President<br />

• Mag. Stephan Hofstätter –<br />

Treasurer<br />

• Mag. Gertrud Tauchhammer<br />

– Publicity, “Schriftführerin”<br />

• Dr. Elisabeth Wolff – Music<br />

• Dr. Heidelore Almoslechner<br />

– German<br />

• Anne Thun-Hohenstein –<br />

History, Art<br />

• Dr. Stefanie Winkelbauer –<br />

Applied Arts, Cuisine<br />

• Mag. Adelaida Calligaris –<br />

Liaison Officer<br />

• Ellen Spallinger – Liaison<br />

Officer<br />

•<br />

OFFICE HOURS<br />

Mo-Tue-Wed: 2 a.m.–5 p.m.<br />

Thurs-Fri: 9 p.m.–12 p.m.<br />

Gabriela Znidaric, Secretary<br />

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse<br />

2, 1010 Vienna<br />

Phone: +43-(0)1-535 88 36,<br />

Fax: +43-(0)1-535 88 37<br />

office@welcome-to-austria.org<br />

www.welcome-to-austria.org<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 65


diplomatie<br />

forum<br />

In acht Diskussionsrunden wurden<br />

aktuelle gesellschaftspolitische,<br />

wirtschaftliche und kulturelle<br />

Themenbereiche behandelt,<br />

und neue Schwerpunkte für<br />

künftige Foren festgelegt.<br />

Humanität im<br />

Fokus<br />

In Baku fand kürzlich das zweite „Internationale<br />

Humanitäre Forum“ statt. Hervorgegangen 2008<br />

aus dem „Bakuer Prozess“, einer Konferenz der Kulturminister<br />

des Europarats und Repräsentanten der<br />

Organisation für Islamische Kooperation soll es fortan<br />

zur permanenten Einrichtung werden.<br />

Text: Elgün Niftaliyev<br />

Fotos: AzerTAC<br />

Sinn des „Internationalen Humanitären<br />

Forums“ ist es, Vertreter der<br />

politischen, wissenschaftlichen und<br />

kulturellen Eliten zu alljährlichem Gedanken-<br />

und Erfahrungsaustausch zu<br />

versammeln – also hochrangige Politiker,<br />

Nobelpreisträger aus diversen wissenschaftlichen<br />

Disziplinen, Repräsentanten maßgeblicher<br />

internationaler Organisationen oder Gründer<br />

multinationaler Kooperationen. Es geht dabei um<br />

den Versuch, überlebenswichtige Problemlösungen<br />

im Zeitalter der Globalisierung zu finden und<br />

zu kommunizieren.<br />

•<br />

Am Kreuzweg zweier Kontinente<br />

Warum ein solches Forum in dem Probleme,<br />

die die ganze Welt betreffen, angesprochen werden<br />

– gerade in Baku? Die Antwort darauf gab<br />

der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham<br />

Aliyev – er und Mitinitiator Dmitri Medvedev sind<br />

die Initiatoren des Forums – in seiner Eröffnungsansprache:<br />

Aserbaidschan – am Kreuzweg zweier<br />

Kontinente gelegen – ist schon durch seine Geschichte<br />

prädestiniert, als Vorbild für multikulturelles<br />

Zusammenleben zu wirken. Über Hunderte<br />

von Jahren hat sich Aserbaidschan seine nationale<br />

Identität und sein kulturelles Erbe bewahrt. Eingekreist<br />

von Russland im Norden und vom Iran im<br />

Süden war Aserbaidschan stets bemüht, einen goldenen<br />

Mittelweg der friedlichen Nachbarschaft<br />

zwischen beiden Großmächten zu finden.<br />

•<br />

Humanitäre Ideen<br />

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 steht<br />

das an Naturschätzen so reiche Land im Mittelpunkt<br />

geopolitischer Betrachtungen, die durch<br />

die weltweite Energiekrise immer dringlicher<br />

Lösungen bedürfen. Die Transkaukasus-Pipeline<br />

könnte in absehbarer Zeit zu einer Lebensader für<br />

Europa werden und die vor der Realisierung stehende<br />

Gas-Pipeline „Nabucco“ soll Westeuropa seiner<br />

Abhängigkeit den russischen Gaslieferanten<br />

befreien. Damit soll auch einer Destabilisierung<br />

der Kaukasus-Region vorgebeugt werden. Neben<br />

diesen wirtschaftlichen Erfolgen will sich Aserbaidschan<br />

auch auf besseres Völkerverständnis, Multikulturalismus<br />

und internationale Zusammenarbeit<br />

konzentrieren.<br />

Am 2. Internationalen Humanitären Forum<br />

nahmen insgesamt 700 Personen teil. Kernaussage<br />

des Forums war, Politiker, Wirtschaftselite und<br />

weitere Entscheidungsträger noch mehr auf ihre<br />

Verantwortung zu sensibilisieren, für humanitäre<br />

Ideen einzutreten, um lokale und globale Konflikte<br />

in der Zeit einer finanziellen und wirtschaftlichen<br />

Krise zu verhindern zu versuchen. •<br />

Baku entwickelt sich zu einer modernen<br />

europäischen Stadt am Kaspischen Meer.<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 67


ssssd<br />

sadsdsdsds<br />

diplomatie<br />

bundesländer<br />

der nächsten Förderperiode von 2014 bis<br />

2020 zu kämpfen.<br />

Heuer war Niederösterreich zudem<br />

Gastgeber beim traditionellen Empfang<br />

der Österreichischen Botschaft in Berlin<br />

am Vorabend des Österreichischen Nationalfeiertags.<br />

LH Pröll nutzte die Gelegenheit,<br />

um die Werbetrommel für das Tourismus-<br />

und Genussland Niederösterreich<br />

zu rühren.<br />

OÖ und die sieben<br />

Power-Regionen<br />

Regionen als<br />

Zukunftsmotor<br />

Österreichs Bundesländer sind in einer Reihe von internationalen<br />

Kooperationen und regionalen Zusammenschlüssen aktiv,<br />

um Wirtschaft, Gesellschaft und Umweltschutz zu fördern.<br />

Text: SOCIETY<br />

Regierungskonferenztreffen in Sao Paulo:<br />

(v.l.n.r.) Lieutnant-Governor Casey Cagle (Georgia/USA), LH Dr. Josef Pühringer (Oberösterreich), Ministerpräsident Horst Seehofer (Bayern),<br />

Gouverneur Geraldo Alckmin (São Paulo), Premier Jean Charest (Québec), Premier Helen Zille (Westkap), Vizegouverneur Cai Limin (Shandong)<br />

Zukunfts-Drehscheibe<br />

Kärnten<br />

Kärnten ist das Herz in der Alpen-<br />

Adria-Region und zusammen mit<br />

Friaul-Julisch Venetien und dem<br />

Veneto Teil der Euregio „Senza Confini“.<br />

Durch die gute Zusammenarbeit konnten<br />

schon einige Projekte umgesetzt werden,<br />

unter anderem das Projekt „Micotra“ (ein<br />

Zug von Villach über Tarvis nach Udine).<br />

Ein wichtiges Projekt der Zusammen-<br />

arbeit gibt es zwischen Kärnten und dem<br />

Kanton Sarajewo. Es ist geplant, einen<br />

Partnerschaftsvertrag abzuschließen, um<br />

auf vielen Gebieten, von der Infrastruktur<br />

über die Umwelt bis zur Verwaltung zu<br />

kooperieren. Insbesondere will Kärnten<br />

mithelfen, Bosnien-Herzegowina an die<br />

EU heranzuführen.<br />

Im Bereich Saubere Energien und<br />

Nachhaltigkeit ist Kärnten mit der Initiative<br />

„Lebensland Kärnten“ ein Vorreiter<br />

bei Elektromobilität und erneuerbaren<br />

Energien. Kärnten ist Testregion von Mercedes<br />

für das E-Modell „A-Klasse E-Cell“<br />

und bietet mit seinen New Mobility Foren<br />

eine Ideenwerkstätte für die neuesten<br />

Trends zur alternativen Mobilität. Als<br />

größtes Photovoltaikkraftwerk produziert<br />

die „Sonnenstadt St. Veit“ den Strom, der<br />

für die E-Mobilität gebraucht wird.<br />

Landeshauptmann von Kärnten<br />

Gerhard Dörfler<br />

Fotos: Land OÖ/Strasser, © fritzpress , Bundesregierung/Guido Bergmann, LMZ Franz Neumayr/SB<br />

EU-Kommissionspräsident Jose<br />

Manuel Barroso, Landeshauptfrau<br />

Gabi Burgstaller in Salzburg<br />

NÖ zu Besuch in Berlin<br />

Die künftige EU-Regionalförderung<br />

war bestimmendes Thema mehrerer<br />

politischer Treffen von Landeshauptmann<br />

Dr. Erwin Pröll bei seinem<br />

zweitägigen Besuch in der deutschen<br />

Hauptstadt Berlin. Pröll wurde dabei –<br />

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll<br />

zu Besuch bei Bundeskanzlerin Dr.<br />

Angela Merkel in Berlin<br />

als erster Landeshauptmann Österreichs<br />

überhaupt – von Bundeskanzlerin Dr. Angela<br />

Merkel empfangen. Weitere Arbeitsgespräche<br />

gab es mit Finanzminister Dr.<br />

Wolfgang Schäuble, Bundestags-Präsident<br />

Dr. Norbert Lammert und Kanzleramtsminister<br />

Dr. Ronald Pofalla.<br />

Der Landeshauptmann überreichte an<br />

Merkel, Schäuble und Lammert die „St.<br />

Pöltner Erklärung“. In diesem Memorandum<br />

haben sich auf Initiative Niederösterreichs<br />

insgesamt 208 Regionen und<br />

114 Städte aus insgesamt 20 EU-Staaten<br />

zusammengetan, um gemeinsam für eine<br />

Weiterführung der Kohäsionsmittel in<br />

Die 6. Konferenz der Regierungschefs<br />

der sieben „Power-Regionen“<br />

Bayern, Georgia/USA, Oberösterreich,<br />

Québec, São Paulo, Shandong und<br />

Westkap fand in São Paulo, Brasilien, statt.<br />

In diesem Forum mit Regionen aus vier<br />

Kontinenten wird unter anderem über<br />

Perspektiven und Strategien für eine nachhaltige<br />

Welt unter dem Leitthema „Politik<br />

für Generationen“ beraten. In den Regionen<br />

wohnen insgesamt 170 Millionen<br />

Menschen, die ein Bruttoinlandsprodukt<br />

von mehr als 3.000 Milliarden US-Dollar<br />

repräsentieren. Es geht um einen schöpferischen<br />

Dialog und Antworten auf die Herausforderungen<br />

der globalisierten Welt in<br />

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.<br />

68 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 69


diplomatie<br />

bundesländer<br />

diplomatie<br />

bundesländer<br />

Tirols LH Günther Platter begrüßt<br />

die TeilnehmerInnen zur Konferenz<br />

„Makroregion Alpenraum“.<br />

Eine Wirtschaftsdelegation unter OÖ<br />

Schirmherrschaft mit OÖ WK-Präsident<br />

Dr. Rudolf Trauner reiste zur Feier des Österreichischen<br />

Nationalfeiertages mit den<br />

St. Florianer Sängerknaben im Oktober<br />

nach Moskau. Es gab ein Treffen mit der<br />

österreichischen Botschafterin Dr. Margot<br />

Klestil-Löffler beim heimischen Backwarenproduzenten<br />

Backaldrin mit Chef<br />

Peter Augendopler und seiner Generaldirektorin<br />

in Moskau Galina Pravdina.<br />

Salzburgs Stimme in<br />

der Alpenregion<br />

Mit den Salzburger Festspielen<br />

wird Salzburg alljährlich im Sommer<br />

zur internationalen Bühne<br />

für Kunst und Kultur von Weltformat.<br />

„Längst hat aber Salzburg neben seiner<br />

Rolle als Kulturstadt von Weltruf die Position<br />

der Begegnungsstätte für Politik,<br />

Wirtschaft und internationalen Beziehungen<br />

erlangt“, wie Landeshauptfrau<br />

Gabi Burgstaller festhält.<br />

Beispiele dafür waren in jüngerer Vergangenheit<br />

offizielle Besuche des chinesischen<br />

Staatspräsidenten Hu Jintao und<br />

der indischen Präsidentin Pratibha Devisingh<br />

Patil Ende des vergangenen Jahres.<br />

Ende August wurden auf höchster Ebene<br />

Bildungs- und Finanzfragen behandelt,<br />

als EU-Kommissionspräsident Jose Manuel<br />

Barroso mit Bundeskanzler Werner<br />

Faymann und Landeshauptfrau Burgstaller<br />

über Fragen der Studentenmobilität<br />

und Bestrebungen zu einer EU-weiten<br />

Finanztransaktionssteuer sprach. Bei Zukunftsthemen<br />

wie Umweltschutz und<br />

Nachhaltigkeit nimmt Salzburg eine<br />

wichtige Rolle bei der politischen und<br />

organisatorischen Vernetzung der Alpenregionen<br />

ein. „In einem Europa der<br />

Regionen braucht es die Zusammenarbeit<br />

starker, regionaler Einheiten. Auch<br />

in diesem ‚Konzert‘ hat Salzburg sich in<br />

den vergangenen Jahren eine wichtige<br />

Stimme erarbeitet“, sagt Landeshauptfrau<br />

Gabi Burgstaller.<br />

Internationale Bodensee Konferenz<br />

Steiermark zwischen<br />

Ostsee und Adria<br />

Wie eng die Steiermark mit ihren<br />

europäischen Nachbarn<br />

kooperiert, zeigt sich an einer<br />

Reihe fruchtbarer Projekte. „So ist unser<br />

Bundesland auf einem guten Weg, an einer<br />

europäischen Schienentransversale,<br />

die künftig von der Ostsee bis zur Adria<br />

Fotos: Land Tirol/Berger, centrope.com<br />

rund vierzig Millionen Menschen miteinander<br />

verbinden wird, als Wirtschaftsund<br />

Lebensstandort zu partizipieren“,<br />

blickt LH Mag. Franz Voves einem engeren<br />

Zusammenrücken auf dem Kontinent positiv<br />

entgegen.<br />

Jeder zweite Arbeitsplatz in der Steiermark<br />

ist direkt vom Export abhängig. Das<br />

Wirtschaftsressort des Landes Steiermark<br />

unterstützt die steirischen Unternehmen<br />

daher gemeinsam mit dem Internationalisierungscenter<br />

Steiermark (ICS) dabei,<br />

neue Märkte zu erobern. „Wir wollen Unternehmen<br />

motivieren, in den Export zu<br />

investieren, weil dadurch Wertschöpfung<br />

und Beschäftigung in der Steiermark entstehen“,<br />

betont Dr. Christian Buchmann,<br />

Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur.<br />

Im Bereich der erneuerbaren Energien<br />

und Klimaschutz wird durch das<br />

Projekt „Klima schützen – Chancen nützen“<br />

versucht, die Bewusstseinsbildung<br />

zu forcieren. Als erfolgreich haben sich<br />

auch die Bürgerbeteiligungsmodelle für<br />

Photovoltaik-Anlagen erwiesen, betont<br />

der für erneuerbare Energie und Wohnhaussanierung<br />

zuständige LH-Stv. Siegfried<br />

Schrittwieser.<br />

Tirol forciert starke<br />

Alpenachse<br />

Auf Einladung von Tirols Landeshauptmann<br />

Günther Platter trafen<br />

sich hochrangige VertreterInnen<br />

der Alpenstaaten und Alpenregionen<br />

sowie der Europäischen Kommission in<br />

Innsbruck. Bei der Konferenz wurde die<br />

Umsetzung einer gemeinsamen Strategie<br />

für die „Makroregion Alpenraum“ vereinbart.<br />

Geplant sind eine enge Vernetzung<br />

und die gemeinsame Interessensvertretung<br />

der Alpenregionen auf nationaler<br />

und auf EU-Ebene sowie die Realisierung<br />

konkreter Projekte. Der Makroregion werden<br />

insgesamt vierzig Alpenregionen und<br />

sieben Staaten mit rund fünfzig Millionen<br />

EinwohnerInnen angehören. „Aufgrund<br />

unserer besonderen geografischen Lage<br />

verbinden uns zahlreiche Anliegen und<br />

diese wollen wir auch gemeinsam angehen“,<br />

unterstreicht LH Platter. So sollen<br />

zur Weiterentwicklung des Alpenraums<br />

Synergien gebildet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit<br />

zu steigern oder Verbesserungen<br />

für Land- und Forstwirtschaft<br />

sowie den Tourismus zu erzielen. Weiters<br />

sollen neue Maßstäbe in den Bereichen<br />

Umwelt, Wasser, Energie und Klima sowie<br />

Kommunikation und Transport gesetzt<br />

werden.<br />

Vorarlberg in der<br />

Vorreiterrolle<br />

Das Ziel von Vorarlbergs Landeshauptmann<br />

Markus Wallner ist<br />

eine Stärkung des Alpenraums in<br />

der EU. Bei der Regierungschefkonferenz<br />

der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer<br />

(ARGE ALP) in Bad Ragaz wurde ein Initiativpapier<br />

beschlossen, das die Handlungsbereiche<br />

Energie, hochwertige Bildung,<br />

Stärkung des landwirtschaftlichen<br />

Raums und Erhaltung der Landwirtschaft<br />

beinhaltet. Das ambitionierte Projekt soll<br />

den Alpenraum in der EU in den gleichen<br />

Status bringen wie den Donau- und Ostseeraum.<br />

Eine bessere energiepolitische Kooperation<br />

wurde im Rahmen der Internationalen<br />

Bodensee Konferenz (IBK) vereinbart.<br />

Bei einem Strategiegespräch im<br />

schweizerischen Schwägalp haben Regierungschefs<br />

und Regierungsvertreter der<br />

IBK eine intensivere grenzüberschreitende<br />

Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbarer<br />

Energien in der Bodenseeregion<br />

beschlossen. Vorarlberg wird dabei eine<br />

federführende Rolle übernehmen. Das<br />

ehrgeizige Ziel ist die Energieautonomie<br />

bis zum Jahr 2050.<br />

CENTROPE Gipfeltreffen in Pamhagen<br />

mit LH Michael Häupl.<br />

Wiens urbane<br />

Technologien<br />

Die Landeshauptleute, Präsidenten<br />

und Bürgermeister der CENTRO-<br />

PE Partnerregionen und –städte<br />

haben sich beim Gipfel von Pamhagen/<br />

Burgenland zu einer Weiterführung ihrer<br />

umfassenden Zusammenarbeit in der<br />

Vierländerregion bekannt. Die CENTROPE<br />

Strategy 2013+ verkörpert dabei den konkreten<br />

Businessplan für die kommenden<br />

Jahre. Die verbesserte innere und äußere<br />

Erreichbarkeit stellt den wichtigsten Aspekt<br />

der CENTROPE Kooperationsagenda<br />

dar. Dazu kommen neben der Verkehrsstrategie<br />

ein Monitoring der Wirtschaftsentwicklung<br />

und ein grenzüberschreitendes<br />

Tourismusportal.<br />

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums<br />

des Städte-Kooperationsabkommens zwischen<br />

Wien und Kiew besuchte Bürgermeister<br />

Michael Häupl zusammen mit<br />

einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation<br />

die ukrainische Metropole. Im Mittelpunkt<br />

stand ein Wirtschaftsforum mit<br />

dem Thema „Urbane Technologien“ und<br />

den Bereichen Energieeffizienz, Verkehr,<br />

Abfallmanagement, Stadtentwicklung<br />

und Immobilienmanagement. Speziell im<br />

Bereich der urbanen Technologien sieht<br />

Wien großes Potenzial, die Zusammenarbeit<br />

mit Kiew zu vertiefen.<br />

Für Neuigkeiten über internationale<br />

Projekte aus dem Burgenland siehe<br />

das SOCIETY-Interview mit Landeshauptmann<br />

Hans Niessl auf Seite 90.<br />

70 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong><br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 71


Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Event-highlights der Diplomatie<br />

USA: Independence Day<br />

Feier in der amerikanischen<br />

Residenz, traditionell in blauweiß-rot<br />

mit Feuerwerk und musikalischer<br />

Unterstützung der<br />

U.S. Air Forces in Europe Band.<br />

Adscharien: Delegation aus<br />

Adscharien zu Gast in Salzburg<br />

Der frühere Landeshauptmann von Salzburg, Prof. Dr. Franz<br />

Schausberger, lud zum Treffen mit dem Regierungschef<br />

der Autonomen Republik Adscharien, Levan Varshalomidze.<br />

Botschafter William und<br />

Gattin Donna Eacho<br />

Botschafter Simon Smith griff für die<br />

Queen selbst zur Trompete.<br />

S.E. Botschafter<br />

SHI Mingde<br />

Großbritannien: Diamond Jubilee<br />

and Queen‘s Birthday Party<br />

Celebrations<br />

Zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. veranstaltete<br />

die britische Botschaft eine „Garden Party“.<br />

Höhepunkt der Feier:<br />

die Flaggenparade<br />

Levan Varshalomidze, Franz Schausberger,<br />

S.E. Botschafter Paata Gaprindashvili<br />

China: 85. Jahrestag der Gründung<br />

der Volksbefreiungsarmee<br />

Chinas<br />

S<br />

.E. SHI Mingde wurde bei diesem Empfang gleichzeitig verabschiedet,<br />

da er in Deutschland zum Botschafter ernannt<br />

wurde.<br />

Kurdistan-Irak: Eröffnung der Vertretung<br />

in Wien<br />

Die Regionalregierung Kurdistan-Irak eröffnete unter Dr.<br />

Mustafa Ramazan eine Repräsentanz in Österreich.<br />

S.E. Dr. Surood Najib<br />

(Irak), Minister Falah<br />

Mustafa (Regionalregierung<br />

Kurdistan),<br />

Dr. Mustafa Ramazan,<br />

Botschafter Dr. Friedrich<br />

Stift (BMeiA)<br />

Luxemburg: Nationalfeiertag<br />

Am heißesten Tag<br />

des Jahres lud<br />

der Botschafter zum<br />

Gartenfest anlässlich<br />

des Nationalfeiertages<br />

von Luxemburg.<br />

S.E. Hubert Würth mit Gattin<br />

Deutschland: Verabschiedung<br />

Christiane Hörbiger zu<br />

Gast in der Botschaft.<br />

Seinen Abschied von<br />

Österreich feierte<br />

Botschafter S.E. Hans-<br />

Henning Blomeyer-<br />

Bartenstein mit einer<br />

eleganten Gartenfeier in<br />

der deutschen Residenz.<br />

Ex-Staatssekretär Dr. Wolfgang<br />

Waldner und Ex-Botschafter<br />

Hans-Henning Blomeyer-<br />

Bartenstein<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, British Embassy Vienna, SOCIETY/Tobias, Ambassade de France en Autriche<br />

S.E. Khaled Shamaa<br />

mit Gattin<br />

Ägypten: Nationalfeiertag<br />

Traditionelle Livemusik, orientalische Spezialitäten und Dekorationen<br />

aus dem antiken Ägypten schufen das besondere<br />

Ambiente dieses Empfangs auf der Hohen Warte.<br />

Montenegro: Nationalfeiertag<br />

Beim Empfang in<br />

der Diplomatischen<br />

Akademie präsentierte<br />

Ivan Petrovic<br />

Fotografien aus Montenegro.<br />

I.E. Dragana Radulovic (l.)<br />

in der Receiving Line<br />

Frankreich: Nationalfeiertag<br />

Gastgeber beim diesjährigen Empfang zum französischen<br />

Nationalfeiertag waren der bilaterale Botschafter, die Ständige<br />

Vertreterin bei den VN und der Ständige Vertreter bei der<br />

OSZE.<br />

S.E. Stéphane Gompertz,<br />

Florence Mangin<br />

(UNO), François<br />

Alabrune (OSZE)<br />

72 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 73


Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Marokko: La Fête du Trône<br />

Den Jahrestag der<br />

Thronbesteigung<br />

von Mohammed VI.<br />

feierte die Botschaft<br />

von Marokko im Grand<br />

Hotel.<br />

S.E. Ali El Mhamdi<br />

mit Gattin<br />

Tunesien: Empfang für den Präsidenten<br />

S.E. Md Samir Koubaa, S.E.<br />

Mustafa Ben Jaafar<br />

Zum offiziellen Staatsbesuch<br />

von S.E. Mustafa Ben Jaafar,<br />

Präsident der Verfassungsgebenden<br />

Versammlung von Tunesien,<br />

lud S.E. Mohamed Samir Koubaa<br />

zu einem Empfang in die Residenz.<br />

Traditionelle ukrainische<br />

Tänze im Garten der Botschaft<br />

Ukraine: Tag der Unabhängigkeit<br />

Mit traditionellen Tänzen<br />

und Gesängen brachte S.E.<br />

Botschafter Andrii Bereznyi ein<br />

Stück Ukraine nach Wien.<br />

Henny Aris Munandar bekommt<br />

einen Teighut geschenkt<br />

Indonesien: Unabhängigkeitstag<br />

Der Chargé d‘Affaires<br />

Henny Aris Munandar<br />

lud in den liebevoll dekorierten<br />

Garten der Residenz.<br />

Receiving Line mit S.E.<br />

Ali El Mhamdi<br />

S.E. Andrii Bereznyi<br />

Die Botschaftsangehörigen mit<br />

Präsident Mustafa Ben Jaafar<br />

Die Receiving Line mit<br />

einem Hut aus Teig<br />

Mexiko: Unabhängigkeitstag<br />

Zum Jahrestag der Unabhängigkeit Mexikos lud S.E. Alejandro<br />

Díaz y Perez Duarte ins Austria Center Wien.<br />

Oberst i. G. Ahmet Simsek,<br />

I.E. Ayse Sezgin<br />

S.E. William Eacho III (USA), Gastgeber HK<br />

Wolfgang Meixner und Tochter Constanze<br />

Kap Verde: Nationalfeiertag<br />

Honorarkonsul Dipl. Ing. Wolfgang Meixner lud zum Nationalfeiertagsempfang<br />

in seine Hernalser Villa.<br />

Türkei: Tag des Sieges<br />

Zum 90. Jahrestag des Sieges luden die Botschafterin I.E. Ayse<br />

Sezgin und der Militärattaché Oberst i.G. Ahmet Simsek zu<br />

einem Empfang in die Botschaft ein.<br />

Apostolische Nuntiatur: Verabschiedung<br />

Der viele Jahre in Wien tätige<br />

Nuntiaturrat Prälat Dr.<br />

Christoph Kühn verabschiedete<br />

sich bei einem kleinen Empfang<br />

in der Apostolischen Nuntiatur<br />

von seinem Posten, um sich neuen<br />

Aufgaben zu widmen.<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Klemm<br />

Zoran Dabik mit Gattin, S.E.<br />

Gjorgji Filipov mit Gattin<br />

Mazedonien: Nationalfeiertag<br />

S<br />

.E. Botschafter<br />

Prof. Dr. Gjorgji<br />

Filipov und der Ständige<br />

Vertreter bei<br />

den Internationalen<br />

Organisationen Botschafter<br />

Mag. Zoran<br />

Dabik luden ins traditionsreiche<br />

Hotel De<br />

France.<br />

Belgien: Nukleartechnologie<br />

Lydia Gil und S.E.<br />

Alejandro Díaz<br />

Hochrangig besuchter Vortragsabend über die belgische<br />

internationale Kooperation im Bereich nukleare Technologie:<br />

mit dem belgischen Staatssekretär für Umwelt, Energie<br />

und Mobilität, Melchior Wathelet, sowie IAEO-Generaldirektor<br />

Yukiya Amano, EURATOM-<br />

Generaldirektor Jean-Pol<br />

Poncelet, und vielen anderen<br />

Experten.<br />

S.E. Frank Recker (Belgien)<br />

S.E. Nuntius Peter Stephan Zurbriggen<br />

und Prälat Christoph Kühn<br />

74 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 75


Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Diplomatie<br />

EVENTs<br />

BMEIA: Diplomatensommerausflug<br />

Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger lud zum diesjährigen Diplomatensommerausflug<br />

für die Leiter der diplomatischen Missionen und Internationalen<br />

Organisationen in Wien ins Stift Heiligenkreuz, nach Wiener Neustadt und ins<br />

Schloss Esterházy in Eisenstadt.<br />

I.E. Maria Oyeyinka Laose<br />

(Mitte)<br />

Nigeria: Nationalfeiertag<br />

I<br />

.E. Botschafterin Maria Oyeyinka Laose lud zu einem Fest in<br />

die Wiener Galerie Benedict.<br />

Usbekistan: Unabhängigkeitstag<br />

Mongolei: Cocktailempfang<br />

S<br />

.E. Dr. Enkhsaikhan Jargalsaikhan<br />

lud zu einem Cocktailempfang in<br />

die prächtigen Räume des Wiener Innenstadtpalais‘<br />

Pallavicini.<br />

Saudi Arabien: Nationalfeiertag<br />

Polen: Ordensverleihung<br />

Überreichung des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der<br />

Republik Polen an die Journalisten Burkhard Bischof (Die<br />

Presse), Otmar Lahodynsky (Profil), Kurt Seinitz (Kronen Zeitung)<br />

und Erhard Stackl (Der Standard). Die Laudatio hielt der<br />

Autor und Journalist Dr. Martin Pollack.<br />

Kurt Seinitz, Erhard Stackl, S.E.<br />

Dr. Jerzy Marganski, Otmar<br />

Lahodynsky, Burkhard Bischof<br />

Deutschland in Form einer Torte<br />

Deutschland: Tag der Deutschen<br />

Einheit<br />

Winfried Kretschmann,<br />

S.E. Detlev Rünger<br />

Der neue Botschafter<br />

der Bundesrepublik<br />

Deutschland, S.E. Detlev<br />

Rünger, und der Ministerpräsident<br />

des Landes<br />

Baden-Württemberg,<br />

Winfried Kretschmann<br />

empfingen zahlreiche<br />

Gäste in der Deutschen<br />

Botschaft.<br />

Im Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien wurde nicht<br />

nur gefeiert, sondern auch zu traditioneller Musik getanzt.<br />

Chargé d’Affaires Ravshanbek<br />

Duschanov mit Gattin<br />

Der neue Botschafter des Königreichs Saudi Arabien, S.E.<br />

Mohammed A. Al Salloum lud zu einem Empfang ins Palais<br />

Liechtenstein.<br />

S.E. Sergej Netschajew (Russ. Föd.), S.E.<br />

Valery Voronetsky (Belarus)<br />

S.E. Md Al Salloum<br />

Malaysia: Nationalfeiertag<br />

Umrahmt von Dekorationen und stimmungsvoller Musik<br />

wurde der Nationalfeiertag von Malaysia im Garten der Residenz<br />

gefeiert.<br />

S.E. Md. Shahrul<br />

Ikram bin Yaakob<br />

mit Gattin<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, BMEIA, SOCIETY/Klemm, SOCIETY/Fellner, SOCIETY/Fally<br />

Türkei: Nationalfeiertag<br />

Beim Empfang in der Botschaft<br />

wurden türkische<br />

Häppchen von Do & Co serviert.<br />

Die Receiving Line<br />

I.E. Ayse Sezgin<br />

Hugo Wagner, Cecilia Witzany, Hans-Dieter Fuchshuber, Klaus Schmied<br />

Oberösterreich: Herbstausflug des<br />

Konsularischen Corps<br />

Traditioneller Herbstausflug des konsularischen Korps OÖ<br />

im barocken Benediktinerstift Seitenstetten – auch „Vierkanter<br />

Gottes“ genannt.<br />

76 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 77


Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Diplomatie<br />

EVENTs<br />

Algerien: Nationalfeiertag<br />

Der neue Botschafter von Algerien S.E. Mohamed Benhocine<br />

lud zum Empfang ins Radisson Blu Palais Hotel.<br />

Libanon: Nationalfeiertag<br />

S<br />

.E. Ishaya El<br />

Khoury und<br />

Gattin luden zu einem<br />

Empfang in die<br />

prachtvolle Villa Reinheimer.<br />

S.E. Ishaya El Khoury<br />

mit Gattin<br />

S.E. Makram Queisi mit<br />

Gattin (Jordanien)<br />

Metropolit Arsenios Kardamakis, Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, S.E. Costas<br />

Papademas<br />

Zypern: Abendessen<br />

Angola: Nationalfeiertag<br />

Ansprache von Peter Fichtenbauer für Marco Mercuri (hinten)<br />

S.E. Mario Rivera Mora (El Salvador), I.E.<br />

Maria Ferreira, S.E. Diego Stacey (Ecuador)<br />

I<br />

.E. Maria de Jesus Ferreira lud zum Nationalfeiertagsempfang<br />

von Angola in den Ballsaal des Grand Hotel in Wien.<br />

Parlament: Empfang zu Ehren<br />

von Marco Mercuri<br />

Der Obmann des Landesverteidigungsausschusses, NAbg.<br />

Bgdr Dr. Peter Fichtenbauer lud aus Anlass des Geburtstages<br />

von Cav. Marco Mercuri, langjährigem Mitarbeiter im freiheitlichen<br />

Parlamentsklub und zuständig für diplomatische<br />

Dienste und Protokoll, zum Jahresempfang in das Parlament.<br />

Gala: Ambassadors in Concert<br />

Benefiz Gala zugunsten von SOS Kinderdorf Projekten im<br />

Wiener Musikverein mit anschließendem Empfang in der<br />

französischen Botschaft.<br />

S.E. Stephane Gompertz, Botschafter a.D.<br />

Dr. Konstantin Prevedourakis<br />

Belgien: Königstag<br />

Royale Stunden feierten Gastgeber S.E. Botschafter Frank<br />

Recker und Gattin am Königstag in der belgischen Residenz.<br />

S.E. Frank Recker mit Gattin<br />

Fotos: SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Klemm, Internationales King Abdullah bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und interkulturellen Dialog/APA Fotoservice/Rastegar<br />

Andorra: Expertenrunde zur globalen<br />

Krise<br />

Außenminister von Andorra, Gilbert Saboya i Sunyé, und die<br />

Diplomatische Akademie Wien luden zu einem Gespräch<br />

über die Öffnung von Andorra im Kontext der globalen Krise.<br />

Als Experte war Werner Neudeck, Professor für internationale<br />

Wirtschaft eingeladen.<br />

Werner Neudeck, Gilbert Saboya<br />

i Sunyé, Helmar Dumbs<br />

Außenminister Gilbert<br />

Saboya i Sunyé<br />

Zu einem Abendessen im Schick Hotel Stefanie mit zypriotischen<br />

Delikatessen, gefolgt von zypriotischer Musik und<br />

Tanzdarbietungen lud S.E. Botschafter Costas A. Papademas. Anlass<br />

war die EU-Ratspräsidentschaft Zyperns.<br />

Vertreter der Konfessionen<br />

Österreich: Eröffnung des Dialogzentrums<br />

Das „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen<br />

Dialog“ wurde feierlich in Wien eröffnet.<br />

UNO-Generalsekretär<br />

Ban Ki Moon<br />

78 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 79


Wirtschaft<br />

Interview<br />

Wirtschaft<br />

Interview<br />

Kar Hans, Karin, Karl Polzhofer<br />

III., Stefan Polzhofer<br />

Die Firma Kapo existiert<br />

bereits erfolgreich in<br />

vierter Generation. Sie<br />

selbst sind gelernter<br />

Tischler. Was verbinden<br />

Sie mit dem Werkstoff<br />

Holz?<br />

Ich war immer sehr hautnah dran am<br />

Werkstoff Holz, habe meine Freizeit nach<br />

der Schule zwischen den Holzstapeln in<br />

unserer Firma verlebt. Holz ist ein warmer<br />

Werkstoff, der gute Schwingungen<br />

aussendet. Es ist sehr schön, damit zu<br />

arbeiten, und ein täglicher Begleiter bei<br />

allem, was ich mache.<br />

Die Marke „Neue Wiener Werkstätte“<br />

geht auf die Wiener Werkstätte um<br />

Koloman Moser zurück. Welche Vorzüge<br />

hat diese Marke?<br />

Die Wiener Werkstätte ist 1932 in Konkurs<br />

gegangen. Erst 1969 hat sich der Wiener<br />

Polstermöbelerzeuger Harry Jodlbauer<br />

die Markenrechte neu schützen lassen.<br />

1986 haben wir die Firma gekauft und<br />

unsere Produktion um Polstermöbel und<br />

Stühle erweitert. Das war ein Glücksgriff,<br />

denn damit haben wir eine Marke an der<br />

Hand, die immer schon versucht hat, Design<br />

in alle Lebensbereiche zu bringen.<br />

Das Hauptcredo der Wiener Werkstätte<br />

war ja: Nichts ist so unwichtig, dass es<br />

nicht wert wäre darüber nachzudenken,<br />

ob man es nicht schöner machen kann.<br />

Mit der „Neuen Wiener Werkstätte“ können<br />

wir diese Tradition und unsere wertvolle<br />

Arbeit optimal vermarkten.<br />

Dennoch ist die Marke nicht rückwärtsgewandt,<br />

wie der „Neue Wiener<br />

Werkstätte Design Award“ beweist. Was<br />

möchten Sie mit dem Award erreichen?<br />

Wir sind gar nicht rückwärtsgewandt,<br />

deshalb haben wir uns vor zehn Jahren<br />

entschlossen, das Wort „NEUE“ zur Marke<br />

hinzuzufügen, um dem Konsumenten<br />

Zeitlose<br />

Innovationen<br />

Interview mit dem Honorarkonsul von<br />

Mosambik Karl Hans Polzhofer, Gesellschafter<br />

der Neuen Wiener Werkstätte,<br />

über Design als Lebensmotto, Einrichtungsprojekte<br />

in aller Welt und seine Erfahrungen<br />

in Mosambik.<br />

Interview: SOCIETY<br />

Die schönsten Fenster und Türen, Möbel und<br />

Polstermöbel für Botschaften und Residenzen,<br />

mit Liebe hergestellt in der Steiermark.<br />

zu zeigen, dass wir – was übrigens auch<br />

ein Ziel der historischen Wiener Werkstätte<br />

war – nicht stehen bleiben möchten.<br />

Künstler wie Koloman Moser waren<br />

damals schon Avantgardisten, die innovative<br />

Produkte gemacht haben. Auch wir<br />

wollen das forcieren. Wir haben den<br />

NWW Design Award ausgeschrieben und<br />

haben Nachwuchsdesigner aber auch bestehende<br />

Designer eingeladen, einer angesehenen<br />

Jury ihre Entwürfe vorzulegen.<br />

Aus diesen Entwürfen bauen wir ein Programm,<br />

das für den Konsumenten nachvollziehbar<br />

und rund ist.<br />

Wie würden Sie die Designlinie von<br />

KAPO charakterisieren?<br />

Wir vereinen Klassik und Moderne,<br />

wobei die Moderne bei uns ein bisschen<br />

klassischer ist als bei den italienischen<br />

Fotos: KAPO<br />

Herstellern, und die Klassik ein<br />

bisschen moderner als bei den<br />

Stilmöbelherstellern, sprich:<br />

ein guter, zeitloser Mittelweg.<br />

Zu uns kommen auch Designer<br />

aus anderen Bereichen – Wolfgang<br />

Joop hat vergangenes Jahr<br />

für uns eine kleine Polstermöbelkollektion<br />

entworfen, die<br />

bei den Kunden gut ankommt.<br />

Sie sind drei Geschwister<br />

in der Geschäftsführung<br />

und noch relativ jung. Wie<br />

schafft man es, sich als junge<br />

Geschäftsführung durchzusetzen?<br />

Unser Vater hat wegen eines<br />

Motorradunfalls das Unternehmen<br />

im Jahr 2006 an uns<br />

übergeben müssen und widmet<br />

sich seitdem seinen privaten<br />

Projekten. In den vergangenen<br />

zehn Jahren gab es einen Generationswechsel<br />

aber auch in<br />

den anderen Bereichen unserer<br />

Firma und bei unseren Kunden.<br />

D. h. wir begegnen uns alle auf<br />

Augenhöhe, Kunden, Medien<br />

etc. Wichtig ist, dass einem die<br />

Arbeit Spaß macht, weil die<br />

Kunden es merken, wenn man<br />

ihnen nur etwas vorspielt.<br />

Was sind Ihre prestigeträchtigsten<br />

Projekte bis<br />

jetzt?<br />

Grundsätzlich ist uns jeder<br />

zufriedene Kunde wichtig, denn<br />

wir leben davon, dass unsere Arbeit<br />

weiterempfohlen wird. Deshalb<br />

sind wir mittlerweile auf<br />

der ganzen Welt tätig, von Peking<br />

bis Kalifornien, von Russland bis<br />

Venezuela. Um nur ein paar Beispiele<br />

zu nennen: Wir haben den<br />

Reichstag und das Auswärtige<br />

Amt in Berlin eingerichtet, die<br />

Fenster der Residenz von Präsident<br />

Wladimir Putin, auch der<br />

türkische Präsident Abdullah Gül<br />

schaut durch Kapo-Fenster. Elton<br />

John hat Möbel von uns.<br />

»Nichts ist so<br />

unwichtig, dass<br />

es nicht wert<br />

wäre darüber<br />

nachzudenken,<br />

ob man es nicht<br />

schöner machen<br />

kann.<br />

«<br />

Karl Hans<br />

Polzhofer<br />

über die Wiener<br />

Werkstätte<br />

Sie sind Honorarkonsul<br />

von Mosambik. Hat das spezielle<br />

Gründe? Was können<br />

Sie für das Land tun?<br />

Ich habe fünf Jahre in Berlin<br />

gelebt, in der Zeit, wo wir den<br />

Reichstag eingerichtet haben.<br />

Damals sind viele Botschaften<br />

von Bonn nach Berlin übersiedelt.<br />

So haben wir auch viele<br />

Botschaften ausgestattet und<br />

mit Diplomaten ständig Kontakt<br />

gehabt. Es hat mir gefallen,<br />

wie Diplomaten miteinander<br />

umgehen. Man unterhält sich<br />

auf Augenhöhe, egal von welcher<br />

Herkunft man ist. Dann<br />

habe ich erfahren, dass der<br />

Staat Mosambik in Österreich<br />

ein Konsulat eröffnen möchte.<br />

Ich habe mich beworben,<br />

beim Botschafter in Berlin vorgesprochen,<br />

habe ihm Österreich<br />

gezeigt, und bin dann<br />

zum Honorarkonsul ernannt<br />

worden. Meine Aufgabe als Honorarkonsul<br />

sehe ich vor allem<br />

darin, Menschen aus Mosambik<br />

aus Politik, Wirtschaft etc. die<br />

Wege in Österreich zu bereiten<br />

und umgekehrt. Ich betrachte<br />

es als ein sinnvolles Hobby. Beide<br />

Länder sollen etwas davon<br />

haben: ich helfe österreichischen<br />

und mosambikanischen<br />

Unternehmen gleichermaßen.<br />

Waren Sie schon in Mosambik?<br />

Wie haben Sie das<br />

Land erlebt?<br />

Nach der Ernennung vor<br />

zwei Jahren bin ich zum ersten<br />

Mal nach Mosambik gereist<br />

und habe es als ein Land<br />

der Gegensätze erlebt. In der<br />

Hauptstadt gibt es wunderbare<br />

Villen mit Meerblick, dann gibt<br />

es aber viele Menschen, die von<br />

der Hand in den Mund leben,<br />

vor allem am Land, wo die Menschen<br />

z. B. im Fluss ihre Kleider<br />

waschen, wo es keinen elektrischen<br />

Strom gibt, das Essen<br />

am Feuer gekocht wird und die<br />

Leute in Strohhütten wohnen.<br />

Gleichzeitig kann man im Reisebus<br />

über das 3G-Netz österreichisches<br />

Fernsehen in perfekter<br />

Qualität am iPad ansehen: Der<br />

Gegensatz könnte nicht stärker<br />

sein! Ich sehe für das Land<br />

neben Rohstoffen und Immobilien<br />

aber großes Potential im<br />

Tourismus: Die unberührten<br />

weißen Strände, das weite Land<br />

und das glasklare Wasser sind<br />

für mich als leidenschaftlichen<br />

Taucher die Hauptgründe für<br />

meine Liebe zu diesem Land.<br />

Jeden, den ich nach Mosambik<br />

mitnehme, kommt voller Begeisterung<br />

zurück.<br />

•<br />

Facts<br />

KAPO<br />

KAPO wurde 1927 von Karl<br />

Polzhofer I. als kleine Tischlerei<br />

in Pöllau/Steiermark<br />

gegründet. Heute wird das<br />

Unternehmen in vierter<br />

Generation geführt und ist<br />

mit über 250 Beschäftigten<br />

international erfolgreich.<br />

2005 wurde es zum „besten<br />

Familienbetrieb der<br />

Steiermark“ gekürt. 1986<br />

wurde das Polstermöbelwerk<br />

Jodlbauer einschließlich<br />

der Marke „Wiener<br />

Werkstätte“ übernommen<br />

und 1989 das eigene Möbelwerk<br />

errichtet.<br />

KAPO bietet eine breite Palette<br />

hochwertiger Erzeugnisse:<br />

Fenster aus Holz und<br />

Holz-Alu, Eingangstüren,<br />

Innentüren, Wintergärten,<br />

Hotel-, Spital- und Geschäftseinrichtungen.<br />

Unter<br />

der Marke „Neue Wiener<br />

Werkstätte“ erzeugt die<br />

Firma hochwertige Möbel,<br />

Polstermöbel und Wohnaccessoires.<br />

www.kapo.co.at<br />

Karl Hans Polzhofer bei<br />

Bundespräsident Heinz Fischer<br />

NWW Design<br />

Award<br />

D<br />

er Neue Wiener Werkstätte<br />

Design Award<br />

wurde von der Firma<br />

KAPO und Medienpartnern<br />

<strong>2012</strong> ins Leben gerufen. Er<br />

soll als Ideenwerkstatt für<br />

innovative Gestaltungsentwürfe<br />

im Bereich des<br />

Interieur Designs fungieren.<br />

Eine hochkarätige Jury<br />

hat aus 297 Einreichungen<br />

aus zwanzig Ländern drei<br />

Sieger erkoren: „Mobile<br />

Gastfreundschaft“ von<br />

Maciej Chmara, „Donald“<br />

von Philipp Hermes & Dustin<br />

Jessen, sowie „Hockerbank“<br />

von Johanna Dehio.<br />

www.nwwdesignaward.org<br />

80 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 81


Wissenschaft<br />

geschichte<br />

Kolumne<br />

Lux in Arcana: Geheime<br />

Dokumente über Galilei<br />

Die Meinung, Galileo Galilei sei für sein Werk<br />

über die Bewegung der Himmelskörper wegen<br />

Ketzerei angeklagt worden, ist weit verbreitet<br />

aber falsch.<br />

Text von Herbert Pietschmann<br />

Leider ist in der überaus interessanten<br />

Ausstellung „Lux<br />

in Arcana“ des Vatikanischen<br />

Geheimarchivs in Rom der<br />

Prozess Galilei missverständlich<br />

dargestellt. Die Meinung,<br />

Galilei sei wegen Häresie angeklagt und<br />

verurteilt worden, ist allgemein verbreitet,<br />

aber falsch.<br />

Was damals wirklich geschah, kann<br />

man aus den Studien von Physikern und<br />

Physik-Historikern lernen. Die kopernikanische<br />

Lehre von der Bewegung der<br />

Erde um die Sonne war nicht zur Häresie<br />

erklärt worden, weil sie eine wichtige<br />

Grundlage für die Kalenderreform des<br />

Papstes Gregor XIII. im Jahre 1582 war.<br />

Schon im 15. Jahrhundert hatte sich Nikolaus<br />

von Kues, Kardinal von Brixen, Sorgen<br />

über den Kalender gemacht. Wenn<br />

der Kalender falsch war, wurden die beweglichen<br />

Feste nicht mehr zur rechten<br />

Zeit gefeiert. 1436 schlug er dem Konzil<br />

von Basel vor, zum Zwecke der einfacheren<br />

Neuberechnung des Kalenders anzunehmen,<br />

dass die Sonne im Mittelpunkt<br />

stehe und die Erde sich gemeinsam mit<br />

den anderen Planeten um sie bewege. Da<br />

dies aber einigen Bibelstellen aus dem<br />

Alten Testament widersprach, konnte es<br />

nicht ohne weitere Erklärungen akzeptiert<br />

werden: Die Kirche unterschied daher<br />

zwischen Wahrheit und Hypothese!<br />

•<br />

Galilei „erfindet“<br />

das Experiment<br />

Wer öffentlich gegen die Wahrheit<br />

sprach, musste mit der Strafe der Inquisition<br />

rechnen. Hypothesen dagegen durfte<br />

jeder beliebig aufstellen, weil sie lediglich<br />

nach praktischen Kriterien zu beurteilen<br />

waren. Verständlich, dass solche Feinheiten<br />

nicht von jedermann verstanden wurden<br />

und Galilei in den unteren Rängen der<br />

Xerum Hierarchie simporerem viele hil expe Feinde est, odis sima hatte. plaborro<br />

schon dolupit, 1616 solecerum zu einer ipsusdae ersten quiducimi, Begegnung mit<br />

So kam es<br />

corestibus der Inquisition; eicipitibus et eos das Werk des Kopernikus<br />

wurde noch einmal von der Inquisition geprüft.<br />

Kardinal Bonifacio Caetani, verantwortlich<br />

für die Prüfung, schrieb: „Wenn<br />

es bei Kopernikus Passagen über die Bewegung<br />

der Erde gibt, die keinen hypothetischen<br />

Charakter haben, so sind diese als<br />

Hypothesen zu formulieren. Dann werden<br />

sie weder gegen die Wahrheit noch gegen<br />

die Heilige Schrift verstoßen.“<br />

Galilei konnte das Entweder-Oder von<br />

Hypothese und Wahrheit nicht akzeptieren.<br />

Er wollte nicht, dass große Männer<br />

von ihm dächten, er akzeptiere die kopernikanische<br />

Lehre als bloße Hypothese,<br />

die nicht wirklich wahr sei. Also war er in<br />

einer Klemme, denn er wollte auch seine<br />

Freunde in der Kirche nicht verlieren. In<br />

dieser Situation fand er eine dialektische<br />

Lösung: Er erfand ein drittes Argument,<br />

um zwischen falsch und richtig zu unterscheiden:<br />

Das Experiment.<br />

•<br />

Anklage wegen Ungehorsams,<br />

nicht wegen Häresie<br />

Mit seinem Fernrohr hatte er die Phasen<br />

der Venus entdeckt und konnte nun<br />

deren Verlauf sowohl aus dem kopernikanischen,<br />

als auch aus dem älteren ptolemäischen<br />

System vorhersagen. Ein Vergleich<br />

mit den Beobachtungen zeigte, dass<br />

die Vorhersagen des Kopernikus richtig,<br />

die des Ptolemäus hingegen falsch waren.<br />

Damit war das ptolemäische System experimentell<br />

widerlegt. Das war die Geburt<br />

der naturwissenschaftlichen Methode!<br />

Im Jahre 1624 wurde Galileis Verehrer,<br />

Kardinal Maffeo Barberini, zum Papst<br />

Urban VIII. gewählt. Barberini wollte als<br />

Förderer der Wissenschaften in die Geschichte<br />

eingehen. Als Papst stiftete er seinem<br />

Freund Galilei zwei Gedenkmünzen,<br />

ein Gemälde und viele Agnus Dei, dazu<br />

eine Pfründe von sechzig Scudi jährlich<br />

für den Sohn Vincenzio. Galilei fasste daher<br />

den Mut, seine Überlegungen zu den<br />

„beiden hauptsächlichen Weltsystemen“<br />

in einem großen Buch darzustellen. 1630<br />

war er fertig, 1632 wurde ihm die Druckerlaubnis<br />

erteilt. Warum der Papst noch<br />

im selben Jahr den berühmten Prozess<br />

forderte, ist bis heute nicht geklärt. Die<br />

Forderung stieß aber auf Schwierigkeiten,<br />

weil Galilei ja die Druckerlaubnis der Inquisition<br />

eingeholt hatte. Also konnte Häresie<br />

nicht als Anklage dienen; sie lautete<br />

auf Ungehorsam.<br />

Nicht alle Kardinäle des Richterkollegiums<br />

unterzeichneten 1633 das Urteil.<br />

Galilei erhielt Hausarrest und durfte in<br />

seine eigene Villa in Arcetri bei Florenz<br />

zurückkehren. Dort verfasste er sein zweites<br />

Hauptwerk über die Fallgesetze und<br />

die Mechanik. Während Galilei in seinem<br />

Werk über Kopernikus und Ptolemäus<br />

noch mit Gott argumentierte, kommt in<br />

seinem zweiten Hauptwerk Gott nicht<br />

mehr vor – wohl aus Gründen der Vorsicht.<br />

Wahrscheinlich war das eine der<br />

schwerwiegenderen Folgen des Prozesses<br />

Galilei: Die Trennung von Naturwissenschaft<br />

und Religion.<br />

•<br />

Dr. Herbert Pietschmann<br />

ist Emeritus der<br />

Fakultät für Physik der<br />

Universität Wien und<br />

Buch-Autor (z.B.: Die<br />

Atomisierung der<br />

Gesellschaft. Ibera<br />

Verlag Wien 2009).<br />

www.cfvw.at<br />

82 | SocietY 2_<strong>2012</strong>


Projizierte Realität für<br />

Planung und Kunst<br />

wirtschaft<br />

design<br />

Das Wiener Unternehmen IT5 revolutioniert die Produktdarstellung<br />

auf Smartphones und Tablets. Mit Augmented Reality<br />

Apps lassen sich Objekte im eigenen Wohnraum visualisieren.<br />

Mithilfe der von dem Wiener IT-<br />

Unternehmen IT5 entwickelten<br />

Augmented Reality Apps<br />

können Produkte realitätsgetreu<br />

aus allen Perspektiven an<br />

jeglicher gewünschter Stelle<br />

angesehen werden. Unter Augmented Reality (erweiterte<br />

Realität) versteht man, dass sich Kunden<br />

mittels einer Smartphone- oder Tablet App diverse<br />

Objekte wie z. B. Möbelstücke in ihren eigenen<br />

Raum projizieren und diese aus allen Blickrichtungen<br />

und in Originalgröße betrachten können.<br />

•<br />

Eigene Software-Entwicklung<br />

„Für die Darstellungen von Handelsprodukten<br />

bedeuten unsere Apps somit einen revolutionären<br />

Schritt im Bereich Verkaufsunterstützung und<br />

Kundenservice, da die ‚Ich weiß nicht wie es aussehen<br />

würde‘-Lücke geschlossen wird. Weiters sind<br />

die Einsatzbereiche für unsere Technologie nahezu<br />

unlimitiert. Wir haben sogar die Möglichkeit, individuelle<br />

auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene<br />

Produkte, wie beispielsweise Maßküchen und Maßmöbel<br />

mit dem System darzustellen. An diesem<br />

Punkt scheitern herkömmliche Augmented Reality<br />

Anwendungen meist, da dies eine langjährige Systementwicklung<br />

mit komplexen und automatisierten<br />

Konvertierungsverfahren voraussetzt“, meint<br />

Geschäftsführer DI Markus Meixner. Als großen<br />

Trumpf von IT5 sieht Meixner die Unabhängigkeit<br />

von Dritt-Software. 3D-Engine und Upload-System<br />

wurden innerhalb von zwei Jahren selbst entwickelt.<br />

Der Zugriff auf den kompletten Source-Code<br />

bringt hohe Flexibilität.<br />

Im Möbelbereich hat IT5 u. a. bereits Apps für<br />

die Möbelhersteller BUTLERS Handel GmbH; KARE<br />

Design GmbH und den deutschen Gartenmöbelhersteller<br />

Artelia erstellt. Im Kunstbereich zählen die<br />

DI Markus Meixner<br />

Info<br />

IT5<br />

Das Unternehmen wird von<br />

den beiden Geschwistern<br />

DI Markus Meixner und<br />

MMag. Christina Meixner<br />

geführt. Der Absolvent des<br />

Studiums der Informatik<br />

an der TU-Wien gründete<br />

das Unternehmen bereits<br />

im Alter von 18 Jahren und<br />

startete mit der Programmierung<br />

von Webportalen<br />

und Datenbanksystemen.<br />

Seine Schwester Christina<br />

Meixner stieg 2011 in<br />

die Geschäftsführung des<br />

Unternehmens ein. Christina<br />

Meixner verfügt über ein<br />

über 4,5-jähriges Know-how<br />

im Bereich Marketing und<br />

Digitale Kommunikation.<br />

Durch die Kombination der<br />

Kompetenzen der beiden<br />

Geschäftsführer im Bereich<br />

Entwicklung innovativer<br />

Technologien und digitale<br />

Kommunikationsberatung,<br />

bietet IT5 neuartige Kommunikationslösungen.<br />

Kontakt<br />

IT5 – eine Unit der Meixner<br />

IT-Solutions GmbH<br />

Porzellangasse 41/7<br />

1090 Wien<br />

E-Mail: office@it5.at<br />

Mob +43-(0)676- 510 35 32<br />

DI Markus Meixner<br />

www.viewar.com<br />

www.it5.at<br />

Augmented Reality App<br />

Apps von NicArt und Solikiani zu den Referenzen<br />

des Unternehmens. Auch im Baubereich hat das Unternehmen<br />

u. a. für die HI Wohnbau GmbH eine App<br />

für das Projekt Wohntraum in München realisiert.<br />

In den nächsten Wochen werden einige weitere IT5-<br />

Apps namhafter Unternehmen im Einrichtungs- sowie<br />

im Kunstbereich im Appstore zu finden sein.<br />

•<br />

ViewAR für 3D-Modelle<br />

Gleichzeitig hat das Unternehmen ein Augmented<br />

Reality System namens ViewAR (www.viewar.<br />

com) entwickelt, in dem User die Möglichkeit haben,<br />

ihre individuellen 3D-Modelle hochzuladen und somit<br />

zu visualisieren. Mit dem System sollen auf der<br />

einen Seite 3D-Grafiker angesprochen werden, durch<br />

die aktuell noch kostenlose Nutzung können sich<br />

diese von der Qualität der Anwendung überzeugen.<br />

Weiters ist die Anwendung für Unternehmen hochinteressant,<br />

die ihre Produkte ihren Endkunden<br />

darstellen möchten. Die Anzahl der ViewAR User ist<br />

stark wachsend. Das System ist weltweit revolutionär<br />

und wurde sogar für die Shortliste des Augmented<br />

Reality Awards <strong>2012</strong> in London für den besten AR<br />

Browser nominiert. Dies spricht für die sensationelle<br />

Qualität des Systems und die Kreativität von IT5.<br />

„Unser Wunschgedanke wäre es, dass viel mehr Unternehmen<br />

die Vorteile von Augmented Reality nützen<br />

würden, das Potenzial ist endlos groß. Meist sind<br />

die umfangreichen Möglichkeiten der Technologie<br />

den Unternehmen noch nicht bekannt“, meint Geschäftsführerin<br />

MMag. Christina Meixner. •<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 83


wirtschaft<br />

Recht<br />

Kolumne<br />

Guanxi – ein Geflecht<br />

von Beziehungen<br />

Die Austrian Chinese Business Association (ACBA)<br />

hat sich zur Aufgabe gemacht, einen Brückenschlag<br />

zwischen Wirtschaftstreibenden aus der<br />

VR China und Österreich herzustellen.<br />

Text von Georg Zanger<br />

Zur Aufgabe der Austrian Chinese<br />

Business Association<br />

(ACBA) gehört auch die Vermittlung<br />

des Bewusstseins<br />

über das zu uns verschiedene<br />

Kulturverständnis in der<br />

VR China.<br />

Guanxi ist ein komplexes Geflecht von<br />

Beziehungen, das seit Jahrtausenden fest<br />

mit der chinesischen Geschichte verbunden<br />

ist und in Zeiten der Unruhe und<br />

unzureichender Rechtsdurchsetzung<br />

für Absicherungen gesorgt hat. Unser<br />

Vorstandsmitglied Elisabeth Zhang hat<br />

in unserem letzten Vierteljahresbericht<br />

ausgeführt, dass jeder einzelne Chinese<br />

Mitglied eines Guanxi-Netzwerkes ist. Der<br />

Einfluss dieser Netzwerke erstreckt sich<br />

auf nahezu alle Lebensbereiche. Um einen<br />

wirtschaftlichen Erfolg bei Projekten<br />

mit chinesischen Geschäftspartnern zu<br />

erzielen, ist es für westliche Unternehmer<br />

unerlässlich, die grundlegenden „Spielregeln“<br />

der Guanxi-Netzwerke zu verstehen.<br />

Unter Guanxi versteht man die Verbindung<br />

zwischen einzelnen Personen,<br />

die einander wiederum dazu verhelfen<br />

können, mit anderen Personen Kontakte<br />

zu knüpfen. Zum Unterschied von dem<br />

Begriff „Lobbying“, wie er in den letzten<br />

Jahren bei uns in Misskritik gekommen<br />

ist, werden Leistungen im Rahmen der<br />

Guanxi nicht finanziell belohnt. Vielmehr<br />

erwarten sich alle Beteiligten eine<br />

Unterstützung in jeder Hinsicht, sodass<br />

sich sogenannte Guanxi-Freundschaften<br />

entwickeln, die ein unbezahlbares Gut<br />

darstellen.<br />

Guanxibeziehungen sind von langlebiger<br />

Beschaffenheit, jedoch bedürfen sie einer<br />

ständigen Pflege. Für die erfolgreiche<br />

Herstellung von Guanxi ist die durch das<br />

Geschenk aufgebrachte Wertschätzung<br />

des Gegenübers maßgebend. Geschenke,<br />

die von Herzen kommen und durchdacht<br />

Xerum sind, simporerem bleiben hil expe Chinesen est, odis sima lange plaborrrung.<br />

dolupit, solecerum ipsusdae quiducimi,<br />

in Erinne-<br />

corestibus eicipitibus et eos •<br />

Persönliche Beziehung wichtig<br />

Bei Guanxi handelt es sich um ein<br />

Beziehungsgeflecht, das zum eigenen<br />

Vorteil dient, jedoch innerhalb der legalen<br />

Rahmenbedingungen bleibt. So kann<br />

Guanxi jene Möglichkeit und Effizienz erschließen,<br />

die ohne ein solches Netzwerk<br />

völlig ausgeschlossen wäre<br />

Guanxi basiert im Gegensatz zur Korruption<br />

auf Gemeinsamkeiten, auf persönliche<br />

Harmonie. „Fubai“, wie die Chinesen<br />

Korruption bezeichnen, bedeutet<br />

hingegen einen moralischen und sittlichen<br />

Verfall. Kommt dann auch noch die<br />

persönliche Bereicherung dazu, spricht<br />

man von „tanwu“<br />

Chinesische Unternehmen bevorzugen,<br />

mit Freunden aus ihrem Guanxi-<br />

Netzwerk zusammenzuarbeiten und<br />

bestehende Freundschaften weiter zu<br />

erhalten. Oft ist der Erhalt persönlicher<br />

Beziehungen wichtiger als kurzfristige<br />

geschäftliche Erfolge. Gegenüber dem<br />

westlichen Konzept des Kontakteknüpfens<br />

(„networking“) beschränken sich die<br />

ausgetauschten Gefälligkeiten nicht nur<br />

auf den geschäftlichen Bereich, sondern<br />

erschließen auch den privaten Bereich.<br />

Networking stützt sich auf den Individua-<br />

Dr. Georg Zanger,<br />

ist seit 1975 selbstständiger<br />

Rechtsanwalt in<br />

Wien mit Spezialgebiet<br />

Wettbewerbsrecht. Er<br />

ist außerdem Präsident<br />

der Austrian Chinese<br />

Business Association.<br />

www.zanger-bewegt.at<br />

lismus und dient lediglich dazu, die eigenen<br />

Interessen durchzusetzen. Das Prinzip<br />

der Guanxi dient dem harmonischen<br />

Zusammenleben aller und dem gemeinsamen<br />

Erfolg aller Beteiligten.<br />

Das Ausmaß des Erfolges hängt hiebei<br />

von drei wesentlichen Variablen ab: vom<br />

richtigen Zeitpunkt (tian shi), dem richtigen<br />

Ort (tili) und der interpersoneller Harmonie<br />

(ren he). In jedem Fall muss Guanxi<br />

stets persönlich sein. Ändern sich die Personen,<br />

gehen auch die Guanxi zu diesem<br />

Unternehmen verloren.<br />

Das musste erst unlängst das „Wirtschaftsblatt“<br />

zur Kenntnis nehmen, als<br />

nach Austausch der Führungskräfte durch<br />

den Styriaverlag die in den wesentlichen<br />

Punkten bereits fixierte Zusammenarbeit<br />

zwischen der größten chinesischen Wirtschaftszeitung,<br />

dem „Economic Daily“,<br />

und dem Wirtschaftsblatt, platzte.<br />

•<br />

Chinesische Schamkultur<br />

Da es sich bei der chinesischen Kultur<br />

um eine sogenannte Schamkultur handelt,<br />

gilt es sich stets so zu verhalten, dass<br />

alle Beteiligten ihr Gesicht wahren können.<br />

Faux-Pas im sozialen Umgang sollten<br />

vermieden werden, was wiederum eine<br />

gute Kenntnis der chinesischen Kultur<br />

abverlangt. Es empfiehlt sich daher, sich<br />

mit den chinesischen Gewohnheiten, die<br />

auf eine jahrtausendalte Kultur beruhen,<br />

vertraut zu machen, will man mit chinesischen<br />

Unternehmen erfolgreiche Geschäfte<br />

betreiben.<br />

Ein kleiner Tipp für die erste Begegnung:<br />

Lassen Sie Ihren Geschäftspartner<br />

bei einem Besuch in Ihrem Unternehmen<br />

stets auf der rechten Seite von Ihnen Platz<br />

nehmen. Er wird es als Geste des Respekts<br />

empfinden.<br />

84 | SocietY 2_<strong>2012</strong>


wirtschaft<br />

recht<br />

Zusammen<br />

sind wir stärker<br />

Vom Zukunftsprojekt zur gelebten<br />

Philosophie: Die Bedeutung der regionalen<br />

Zusammenarbeit am Westbalkan<br />

am Beispiel von LGP Legal<br />

Solutions, die bei der Bildung einer<br />

Allianz unabhängiger Anwaltskanzleien<br />

eine Vorreiterrolle spielt.<br />

Text: Daniel Gros<br />

ner im Dezember 2009 LGP Legal Solutions – die<br />

Allianz unabhängiger Anwaltskanzleien am Westbalkan<br />

– gründete, war es ein Zukunftsprojekt. In<br />

kürzester Zeit entwickelte es sich jedoch zu einer<br />

gelebten Philosophie. Die besten Kanzleien am<br />

Westbalkan schlossen sich zusammen mit dem<br />

ausgewiesenen Ziel, einerseits mit lokalem Knowhow<br />

und andererseits mit internationaler Expertise,<br />

maßgeschneiderte juristische Lösungen zur<br />

Realisierung regionaler Projekte zu entwickeln.<br />

Dennoch ist LGP Legal Solutions nicht nur eine juristische<br />

Plattform, sondern vielmehr ein führendes<br />

Netzwerk zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit<br />

in den Ländern des Westbalkans.<br />

LGP Legal Solutions versucht juristische Standards<br />

zu setzen und das durchaus komplexe Justizsystem<br />

in den Westbalkanländern zu harmonisieren.<br />

Juristische Schwerpunkte bestehen unter<br />

anderem im Strafrecht, Medienrecht, Infrastrukturrecht<br />

und Energierecht - vor allem im Hinblick<br />

auf Justizreformen.<br />

•<br />

EWIV – Europäischer<br />

Wirtschaftsverein<br />

Die Schaffung eines einheitlichen Rechtssystems<br />

am Westbalkan ist extrem wichtig für die<br />

Weiterentwicklung der Region: Investoren kön-<br />

Foto: Lansky, Ganzger + Partner<br />

Die regionale Zusammenarbeit am<br />

Westbalkan wird von führenden<br />

Entscheidungsträgern und Wirtschaftsleuten<br />

als wichtigstes Ziel<br />

angeführt, denn nur so kann soziale<br />

und wirtschaftliche Entwicklung<br />

in dieser Region stattfinden. Doch wie soll<br />

dieses Vorhaben realisiert werden?<br />

Oberste Priorität der Europäischen Union am<br />

Westbalkan ist die regionale Zusammenarbeit, jedoch<br />

lassen hier die Erfolge noch auf sich warten.<br />

Es bedarf eines intensiveren Einsatzes der Politik,<br />

um konkretere Initiativen ins Leben zu rufen und<br />

regionale Kooperationen und Joint Ventures zu<br />

ermöglichen oder sogar zu fördern. Nur so kann<br />

die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und der Export<br />

in den Vordergrund gestellt werden. Eine ausschließliche<br />

Fokussierung auf ausländische Investitionen<br />

in den einzelnen Ländern hat sich als falsche<br />

Strategie herausgestellt, da auf diese Art nur<br />

vorhandene, systematische Probleme kaschiert<br />

werden.<br />

„Zusammen sind wir stärker“ – dieser Leitsatz<br />

sollte verfolgt werden. Bestehendes Konfliktpotential<br />

und politische Unüberbrückbarkeiten müssen<br />

zugunsten der gemeinsamen Prosperität langsam<br />

aber sicher in den Hintergrund rücken.<br />

•<br />

Juristische Plattform und Netzwerk<br />

Genau dieses Ziel hat sich LGP Legal Solutions<br />

gesetzt und sieht sich als Vorreiter dieser Philosophie,<br />

die auch im Kanzleialltag gelebt wird: Als<br />

die Rechtsanwaltskanzlei Lansky, Ganzger + Part-<br />

»LGP ist ein<br />

führendes<br />

Netzwerk zur<br />

Förderung der<br />

regionalen Zusammenarbeit<br />

in den Ländern<br />

des Westbalkans.<br />

«<br />

Über den<br />

Autor<br />

Daniel Gros ist juristischer<br />

Mitarbeiter bei<br />

LANSKY, GANZGER + Partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

(Wien) und Geschäftsführer<br />

der Anwaltsallianz „LGP<br />

Legal Solutions“.<br />

LANSKY, GANZGER +<br />

Partner<br />

Biberstraße 5<br />

1010 Wien<br />

Tel: +43-(0)1-533 33 30-0<br />

E-Mail:<br />

office@lgp-legal<br />

solutions.com<br />

www.lansky.at<br />

nen so den Westbalkan als einheitlichen Markt<br />

wahrnehmen. LGP Legal Solutions entwickelt<br />

als One-Stop-Shop ganzheitliche und effiziente<br />

Lösungen für den gesamten Raum und behält<br />

dabei als eingetragener europäischer Wirtschaftsverein<br />

(juristische Person des EU Rechts, „EWIV“<br />

genannt) den europäischen Gedanken immer im<br />

Vordergrund. Die EWIV stellt eine flexible unbürokratische<br />

Rechtsform dar, durch welche ähnliche<br />

Rechtsfragen unterschiedlicher Jurisdiktionen gemeinsam<br />

analysiert werden können.<br />

Politisch setzt die EWIV ebenfalls ein wichtiges<br />

Zeichen für ein starkes, gemeinsames Europa. Besonders<br />

am Westbalkan muss dieser Gedanke in<br />

jedem Fall noch weiter ausgebaut werden. •<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 85


Porsche empfiehlt<br />

Hier erfahren Sie mehr: www.porsche.at<br />

112 Jahre Erfahrung mit alternativen Antrieben.<br />

Hybrid-Technologie von Porsche.<br />

Bereits 1900 konstruierte Ferdinand Porsche den ersten serienmäßigen<br />

Hybridantrieb: für den Lohner-Porsche. 1948 entstand der erste<br />

Sportwagen unter dem Namen Porsche. Unser Hybrid-Antrieb liefert<br />

schon jetzt bei den Modellen 911 GT3 R Hybrid, Cayenne S Hybrid und<br />

Panamera S Hybrid hohe Effizienz und sportliche Leistung. Und in<br />

Zukunft auch beim 918 Spyder. Sportlichkeit und Umweltfreundlichkeit.<br />

Kein Widerspruch. Sondern Porsche Intelligent Performance.<br />

Kraftstoffverbrauch: Cayenne S Hybrid 8,2 l/100 km, Panamera S Hybrid 7,1 l/100 km, 918 Spyder voraussichtlich 3 l/100km.<br />

CO 2<br />

-Emission: Cayenne S Hybrid 193 g/km, Panamera S Hybrid 167g/km, 918 Spyder voraussichtlich 70g/km. Nach EU 5 im NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus).


green society<br />

energie<br />

Wasserkraft für Afrika<br />

Bei der Neuorientierung Afrikas für einen zukunftssicheren<br />

Energiemix ist ANDRITZ HYDRO als Lieferant<br />

von Wasserkraftwerken maßgeblich beteiligt.<br />

Text: SOCIETY<br />

Afrika ist dank seiner großen<br />

Flüsse mit einem großen Wasserkraftpotenzial<br />

gesegnet. In den<br />

vergangenen Jahrzehnten wurde<br />

die Bedeutung der afrikanischen<br />

Flüsse durch die verstärkte Nutzung<br />

der Wasserkraft zwar weiter erhöht, allerdings<br />

wird das gesamte Potenzial des Kontinents<br />

bislang nur zu einem sehr geringen Teil genutzt.<br />

Ein erklärtes Ziel von ANDRITZ HYDRO ist es,<br />

Afrika bei der maximalen Nutzung seines Wasserkraftpotenzials<br />

zu unterstützen. Bei einer Marktpräsenz<br />

von über hundert Jahren lieferte oder modernisierte<br />

ANDRITZ HYDRO etwa fünfzig Prozent<br />

der installierten Wasserkraftkapazität in Afrika.<br />

Dabei wird von großen Wasserkraftwerken über<br />

Service und Modernisierung bis zu Kleinwasserkraftlösungen<br />

alles abgedeckt.<br />

Zwei der jüngsten Wasserkraft-Großaufträge<br />

für ANDRITZ HYDRO sind die Lieferung und Inbetriebnahme<br />

der elektromechanischen Ausrüstung<br />

für das Wasserkraftwerk Assiut in Ägypten<br />

und die Modernisierung von Inga 2 in der Demokratischen<br />

Republik Kongo. Erst kürzlich ist die<br />

erneuerte Einheit 4 des Wasserkraftwerkes von<br />

Ruacana in Namibia offiziell eingeweiht worden.<br />

Und in Kamerun wurde die Sanierung eines Teils<br />

des zweitgrößten Wasserkraftwerks des Landes<br />

in Edéa erfolgreich abgeschlossen. Auch in Ostafrika<br />

ist ANDRITZ HYDRO traditionell präsent, wo<br />

derzeit Modernisierungsarbeiten am Wasserkraftwerk<br />

Kindaruma (Kenia) vorgenommen werden.<br />

Assiut ist ein neues Rohrturbinenkraftwerk in<br />

Ägypten, mit dem ANDRITZ HYDRO seine Erfolgsgeschichte<br />

in Ägypten fortsetzt. Es ist bereits der<br />

vierte Großauftrag in diesem Land. Mit mehr als<br />

hundert Jahren ist Assiut der älteste Damm in Mittelägypten,<br />

und der Wiederaufbau der Staustufe<br />

wird die Bewässerungs- und Transportbedingungen<br />

signifikant verbessern. Das Projekt umfasst<br />

die Lieferung und Montage von vier 8-MW-Rohrturbinen,<br />

Generatoren, elektrischer und hydromechanischer<br />

Ausrüstung einschließlich der<br />

Schleusen. Die feierliche Vertragsunterzeichnung<br />

fand im Dezember 2011 in Kairo statt.<br />

Das Kraftwerk Inga 2 wurde in den 1970ern am<br />

Kongo Fluss gebaut. ANDRITZ HYDRO erhielt den<br />

Auftrag für die Rehabilitierung von zwei 178-MW-<br />

Einheiten und wird dabei auch die Reparatur und<br />

Wartung der Druckrohrleitungen, der hydraulischen<br />

Stahlarbeiten und der großen Francis-Turbinen<br />

durchführen. Die Sanierung der zwei Turbinen,<br />

die jahrelang außer Betrieb waren, wird die<br />

Stromversorgung im Kongo erheblich verbessern.<br />

Auch im Kleinwasserkraftmarkt hat ANDRITZ<br />

HYDRO den afrikanischen Kontinent mit bisher<br />

ca. zweihundert Maschinensätzen ausgerüstet.<br />

Derzeit wird in Nigeria die Montage eines 40-MW-<br />

Wasserkraftwerkes durchgeführt und mit den<br />

Schulungen des Personals begonnen. In Südafrika<br />

liefert ANDRITZ HYDRO die Schalttechnik für das<br />

Pumpspeicherkraftwerk Palmiet.<br />

Welche Vision hat ANDRITZ HYDRO für den<br />

afrikanischen Kontinent?<br />

Afrika ist der Kontinent der Zukunft. Zahlreiche<br />

Aspekte, wie zum Beispiel der starke Bevölkerungsanstieg,<br />

die extrem junge Bevölkerung<br />

und das im globalen Vergleich hohe Wirtschaftswachstum<br />

belegen, dass Afrika ein ausgesprochen<br />

großes Potenzial hat, eine Erfolgsgeschichte der<br />

Zukunft zu schreiben. Um dies zu ermöglichen,<br />

benötigt der Kontinent Energie, welche im Idealfall<br />

vor Ort produziert werden kann, kostenmäßig<br />

wettbewerbsfähig ist und obendrein erneuerbar,<br />

nachhaltig und sauber sein soll. Die<br />

Wasserkraft erfüllt alle diese Kriterien und gilt<br />

somit als einer der wichtigsten Motoren von wirtschaftlicher<br />

Entwicklung und sozialer Wohlfahrt.<br />

ANDRITZ HYDRO steht bereit, Afrika auch in Zukunft<br />

dabei zu unterstützen, sein eigenes Energiepotenzial<br />

zu heben und dadurch seine politischen,<br />

wirtschaftlichen und gesellschaftlichen<br />

Ziele zu erreichen.<br />

•<br />

Christoph Mayer<br />

Kurzbiografie<br />

ag. Dr. Christoph<br />

Mayer, geb. am<br />

M21.5.1979 in Salzburg,<br />

studierte in Innsbruck,<br />

Paris, Sydney und Moskau.<br />

Er war im österreichischen<br />

Wirtschaftsministerium in<br />

der Abteilung für Internationale<br />

Energiepolitik<br />

beschäftigt und arbeitet<br />

derzeit bei ANDRITZ HY-<br />

DRO als Regionaldirektor<br />

für Westeuropa und Afrika,<br />

zuständig für alle Sparten.<br />

Kontakt<br />

christoph.mayer@andritz.com<br />

www.andritz.com<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 87


green society<br />

Interview<br />

green society<br />

Interview<br />

Worin sehen Sie<br />

als österreichischer<br />

Umweltminister<br />

Ihre<br />

Hauptaufgabe?<br />

Österreich hat sich zu Recht einen Ruf<br />

als Umweltmusterland erarbeitet, und<br />

den gilt es zu festigen. Wir zählen zu den<br />

besten Ländern, was erneuerbare Energie,<br />

biologische Landwirtschaft, Abfallverwertung,<br />

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung<br />

betrifft. Die hohe Qualität in<br />

diesen Sektoren wollen wir auf jeden Fall<br />

halten. Die größte Herausforderung sehe<br />

ich im Klimaschutz und in der dauerhaften<br />

Senkung der Treibhausgasemissionen.<br />

Mit dem neuen Klimaschutzgesetz sind<br />

die rechtlichen Weichen gestellt. Nun<br />

geht es darum, gemeinsam mit den anderen<br />

Ministerien, den Bundesländern und<br />

»Mit aktuell<br />

210.000 green<br />

jobs hat Österreich<br />

international<br />

einen<br />

Wettbewerbsvorteil.<br />

«<br />

Niki<br />

Berlakovich<br />

der Wirtschaft wirksame Maßnahmen zu<br />

setzen. Mein Ziel ist die Energieautarkie<br />

Österreichs.<br />

In der Landwirtschaft will ich den österreichischen<br />

Weg der nachhaltigen,<br />

bäuerlichen und klein strukturierten<br />

Landwirtschaft konsequent weitergehen.<br />

Nur wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit<br />

unserer Betriebe sicherstellen, erhalten<br />

wir die Lebensfähigkeit des ländlichen<br />

Raums als Ganzem. Wir wollen nicht<br />

nur die Nahrungsversorgung unserer Be-<br />

Aktiver Klimaschutz<br />

ist machbar<br />

Landwirtschafts- und Umweltminister<br />

Niki Berlakovich spricht im SOCIETY-<br />

Interview über die Schaffung von „green<br />

jobs“, das Ziel Energieautarkie und Maßnahmen<br />

gegen den Klimawandel.<br />

Interview: SOCIETY<br />

völkerung sicherstellen, sondern auch neue Einkommenschancen<br />

in der Energieversorgung und<br />

Dienstleistung nutzen und die Zusammenarbeit<br />

mit anderen Sektoren im ländlichen Raum weiter<br />

ausbauen.<br />

In einem Ihrer Ziele setzen Sie sich dafür ein,<br />

dass es bis 2020 rund 300.000 „green jobs“ in Österreich<br />

geben soll. Wie soll dieses Ziel erreicht<br />

werden?<br />

Mit aktuell 210.000 green jobs hat Österreich<br />

international nicht nur eine Vorreiterstellung, sondern<br />

auch einen Wettbewerbsvorteil. Die Branche<br />

ist viel besser und stabiler durch die Wirtschaftskrise<br />

gekommen als die meisten anderen Sektoren.<br />

Damit wir weitere green jobs schaffen, müssen wir<br />

unsere Stärken noch weiter ausbauen. Zum einen,<br />

indem wir den Umwelttechniksektor stärken, das<br />

Bildungs- und Qualifizierungsangebot erweitern,<br />

neue Berufsbilder entwickeln und klassische<br />

Berufsbilder mit umweltrelevanten Zusatzqualifikationen<br />

kombinieren. Zum anderen geht es<br />

darum, den umweltspezifischen Arbeitsmarkt zu<br />

unterstützen. Beispielsweise haben wir das Jobportal<br />

www.green-jobs.at initiiert, auf dem Unternehmen<br />

und Arbeitssuchende zusammenkommen.<br />

Mit drei Klicks findet man dort die Wunschbranchen<br />

in der jeweiligen Wunschregion. Daneben<br />

forcieren wir das Thema auf Fachmessen, in Publikationen<br />

und durch Wettbewerbe.<br />

Welche Maßnahmen werden in nächster Zeit<br />

gesetzt, damit Österreich so bald wie möglich<br />

energieautark wird?<br />

Wir haben bereits einen Anteil von 30,8 Prozent<br />

erneuerbarer Energie. Ziel sind per saldo<br />

100 Prozent bis zum Jahr 2050. Dabei verfolge ich<br />

eine Triple-E-Strategie: mehr erneuerbare Energie,<br />

weniger Energieverbrauch und mehr Energieeffizienz.<br />

Mit unseren Förderungen für thermische<br />

Gebäudesanierung, Photovoltaik, Solaranlagen<br />

und Heizkesseltausch, mit den klima:aktiv-Beratungen<br />

und vielen anderen Maßnahmen gehen<br />

wir diesen Weg Schritt für Schritt.<br />

„Damit der ländliche Raum auch weiterhin<br />

ein Wachstumsmotor bleibt, muss dieser mit<br />

ausreichend finanziellen Mitteln ausgestaltet<br />

werden – dafür kämpfe ich, besonders auf EU-<br />

Ebene.“ Woher sollen die finanziellen Mittel für<br />

die Förderungen im ländlichen Raum kommen?<br />

Genau darum geht es bei den Verhandlungen<br />

über die gemeinsame EU-Agrarpolitik, denn sie ist<br />

der Dreh- und Angelpunkt für unsere Landwirtschaft.<br />

Ich will sichere, klare Bedingungen für die<br />

österreichischen Bäuerinnen und Bauern, und<br />

zwar so rasch wie möglich. Ganz wichtig ist mir<br />

der Erhalt unseres Agrar-Umweltprogramms und<br />

der Ausgleichszahlungen. Dafür setze ich mich<br />

mit aller Kraft ein. Der ländliche Raum ist ja nicht<br />

nur ein Wirtschaftsraum für die Bauern, sondern<br />

Erholungs- und Lebensraum für Millionen von<br />

Menschen. Das setzt man nicht einfach aufs Spiel.<br />

»Mein Ziel ist<br />

die Energieautarkie<br />

Österreichs.<br />

«<br />

Niki<br />

Berlakovich<br />

curriculum<br />

vitae<br />

iki Berlakovich<br />

wurde am 4. Juni 1961<br />

Nin Eisenstadt geboren<br />

und wuchs am elterlichen<br />

Bauernhof in Nebersdorf/<br />

Burgenland auf. Nach dem<br />

Gymnasium in Oberpullendorf<br />

studierte er an der<br />

Universität für Bodenkultur<br />

in Wien die Fachrichtung<br />

Landwirtschaft. Außerdem<br />

war er politisch im Gemeinderat<br />

und als Vizebürgermeister<br />

von Großwarasdorf<br />

tätig. 1991 zog er<br />

als jüngster Abgeordneter<br />

in den burgenländischen<br />

Landtag ein. 1998-2000<br />

war er ÖVP-Landesgeschäftsführer<br />

und von 2002<br />

bis 2005 Klubobmann im<br />

Landtagsclub. 2005 zog er<br />

als Landesrat für Land- und<br />

Forstwirtschaft sowie Naturund<br />

Umweltschutz in die<br />

Landesregierung ein. 2008<br />

wurde er als Bundesminister<br />

für Land- und Forstwirtschaft,<br />

Umwelt und Wasserwirtschaft<br />

angelobt. Seit<br />

<strong>2012</strong> ist er stellvertretender<br />

Bundesparteiobmann der<br />

ÖVP. Niki Berlakovich ist<br />

als Burgenland-Kroate<br />

zweisprachig aufgewachsen.<br />

Er ist verheiratet, hat<br />

zwei Kinder und wohnt in<br />

Nebersdorf.<br />

Um unsere heimischen Ressourcen nachhaltig<br />

zu schützen, bedarf es Ihrer Meinung nach<br />

„optimaler politischer Rahmenbedingungen“.<br />

Wollen Sie damit sagen, dass unsere jetzigen<br />

politischen Bedingungen nicht ausreichen bzw.<br />

nicht optimal genug sind um ein umweltfreundliches<br />

Österreich aufzubauen?<br />

Politische Rahmenbedingungen müssen permanent<br />

hinterfragt und bei Bedarf angepasst<br />

werden. Das liegt in der Natur der Sache. Neue<br />

Herausforderungen brauchen auch immer wieder<br />

neue Strategien. Außerdem berührt die Umweltpolitik<br />

zahlreiche andere Politikfelder: Steuerpolitik,<br />

Raumordnung, Wirtschaftspolitik, Verkehrswesen.<br />

Nicht alle diese Rahmenbedingungen sind<br />

von vornherein auf den Umweltschutz konzentriert.<br />

Daher braucht man immer wieder den Mut<br />

zur Veränderung und den Willen zum Interessenausgleich.<br />

Aktuell laufen heiße Debatten rund um den<br />

Treibstoff E 10. Warum ist die Einführung dieses<br />

Bio-Sprits so wichtig für die Klimaschutzziele in<br />

Österreich?<br />

Weil der Verkehr zu den größten Klimasündern<br />

zählt. Die CO2-Emissionen sind seit 1990 um<br />

sechzig Prozent gewachsen. Der Straßenverkehr<br />

verursacht nicht nur 32 Prozent des Energieverbrauchs,<br />

er macht uns auch extrem abhängig. 95<br />

Prozent der Treibstoffe müssen wir in Form von<br />

fossilen Energieträgern importieren, zum großen<br />

Teil aus politisch instabilen Weltregionen.<br />

Biotreibstoff – sei es als Beimischung oder in<br />

Reinform – ist eine jener Maßnahmen, die die<br />

CO2-Emissionen rasch und unmittelbar senken.<br />

Allein 2011 wurden durch Biosprit rund 1,7 Millionen<br />

Tonnen Treibhausgase eingespart.<br />

Zwei Ihrer wichtigsten Ziele sind die „Maßnahmen<br />

zur Bekämpfung des Klimawandels“<br />

und die „Anpassung an den Klimawandel“. Sind<br />

diese beiden Ziele nicht widersprüchlich?<br />

Überhaupt nicht. Wir müssen unterscheiden<br />

zwischen dem Machbaren und dem Unausweichlichen.<br />

Der Klimawandel ist das Unausweichliche.<br />

Er passiert nicht irgendwann, sondern wir<br />

sind mitten drin. Was wir aber tun können: Wir<br />

können versuchen, die zu erwartenden Auswirkungen<br />

zu mildern und uns rechtzeitig darauf<br />

vorzubereiten. Das gilt für alle Sektoren: Landwirtschaft,<br />

Tourismus, Bauwesen, Wirtschaft,<br />

Wasserversorgung, Katastrophenvorsorge.<br />

Das Machbare ist der aktive Klimaschutz. Die<br />

Anpassung an den Klimawandel entbindet uns davon<br />

in keiner Weise. Wir sind so wie alle anderen<br />

Staaten dazu verpflichtet, unsere Treibhausgasemissionen<br />

zu verringern. Das heißt: auf erneuerbare<br />

Energieträger umsteigen, die Energieeffizienz<br />

steigern, die Verkehrspolitik ökologisieren,<br />

Alternativen nützen, das Energiesparen forcieren.<br />

Je mehr wir in den Klimaschutz investieren, umso<br />

mehr profitieren wir. Je weniger wir vorbeugen,<br />

umso teurer kommt uns der Klimawandel. •<br />

88 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong><br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 89


green society<br />

Interview<br />

green society<br />

Interview<br />

DI Hildebrandt,<br />

LH Niessl, Walter<br />

Gerbautz<br />

Sie sind der neue Präsident<br />

der Emirate-Gesellschaft.<br />

Welche Motive hatten Sie,<br />

dieses Amt zu übernehmen?<br />

Mein Motiv war vor allem<br />

die Überzeugung, dass die Emirate und Österreich<br />

ihre Beziehungen untereinander<br />

weiter verstärken sollten, da sowohl Österreich<br />

für die Emirate als auch andererseits<br />

die Emirate für die Österreicher und Österreicherinnen<br />

einiges zu bieten haben. Es ist<br />

der gesamte Wirtschaftsbereich, in dem Österreich<br />

in den Emiraten einen tollen Markt<br />

vorfindet, es kann aber auch wiederum für<br />

die Emirate unser Markt interessant sein,<br />

ob im Bereich des Tourismus, Gesundheit<br />

oder der Kultur. Vor allem im Kulturbereich<br />

sollte es noch einen intensiveren Austausch<br />

geben. Dies war hauptsächlich einer meiner<br />

Gründe, mich für dieses Amt zu engagieren.<br />

Gibt es bereits Projekte bilateraler Natur<br />

zwischen dem Burgenland und den<br />

Emiraten?<br />

Ich war vor einigen Jahren in den Emiraten,<br />

wo ich während meines Aufenthal-<br />

Mit der Natur zu<br />

neuen Erfolgen<br />

Interview mit dem Landeshauptmann des<br />

Burgenlands Hans Niessl über seine neue<br />

Rolle als Präsident der Österreich-Vereinigte<br />

Arabische Emirate Gesellschaft, über die<br />

Energiewende und den Wirtschaftsstandort<br />

Burgenland.<br />

Interview von <strong>Society</strong> Chefredakteurin Gerti Tauchhammer<br />

tes den Wirtschaftspark in Schardscha<br />

besucht habe. Dort ist die burgenländische<br />

Firma Stahlbau Unger tätig, die in den<br />

Emiraten sehr aktiv ist. Solche Art von Beziehungen<br />

halte ich für sehr sinnvoll, um<br />

gemeinsam weiter zu arbeiten und neue<br />

Kontakte zu knüpfen.<br />

Welche Motive kann ein Land, das<br />

nicht in Europa liegt, haben, um im Burgenland<br />

zu investieren?<br />

Ich glaube einen großen Vorteil stellt<br />

der Standort dar. Das Burgenland war<br />

früher der östlichste Teil des Westens und<br />

liegt heute im Herzen des neuen Europas.<br />

Ein weiterer Vorteil ist die Lage der beiden<br />

Hauptstädte Wien und Bratislava. Nirgends<br />

sonst in Europa liegen zwei Hauptstädte<br />

so nah beieinander. Dazwischen<br />

profitiert das Burgenland mit der guten<br />

Infrastruktur, den Zugverbindungen, den<br />

Flughäfen und den Autobahnen. Damit ist<br />

das Burgenland als Wirtschaftsstandort<br />

sehr interessant.<br />

Welche Firmen haben sich zuletzt im<br />

Burgenland angesiedelt?<br />

Einerseits die Firma Coca Cola, die ca.<br />

Foto: Energie Burgenland AG (1)<br />

»Energiewende<br />

ist für uns nicht<br />

nur ein Schlagwort,<br />

sondern<br />

wir setzen es<br />

auch um.<br />

«<br />

Hans Niessl<br />

150 bis 200 Arbeitsplätze schaffen wird. Des Weiteren<br />

die Firma ENERCON, die eine der weltweit führenden<br />

Unternehmen im Bereich Windenergie ist.<br />

Mit ihr werden auch nochmal um die 200 Arbeitsplätze<br />

geschaffen. Es wird auch viel in den Bereich<br />

Tourismus investiert. Vor allem die Einkaufszentren<br />

boomen im Burgenland. Mit den umfassenden<br />

Verkehrsmöglichkeiten ist die Lage zwischen Wien<br />

und Bratislava als Wirtschaftsstandort natürlich<br />

sehr interessant. Deshalb erfreut sich dieser Bereich<br />

jährlich an steigenden Zuwachsraten.<br />

Der Vorstand der Österreich-Vereinigte<br />

Arabische Emirate Gesellschaft beim<br />

Treffen am Neusiedlersee<br />

Zu einem Ihrer Lieblingsthemen zählen alternative<br />

Energien. Wollen Sie das Burgenland zum<br />

„grünsten“ Bundesland Österreichs machen?<br />

Unser Leitbild im Burgenland lautet „Mit der<br />

Natur zu neuen Erfolgen“. Das soll nicht nur ein<br />

Motto sein, sondern das wollen wir auch wortwörtlich<br />

leben. Dazu gehört zum Beispiel, dass<br />

wir hundert Prozent unseres Strombedarfes schon<br />

nächstes Jahr mit erneuerbarer Energie abdecken,<br />

dass wir dreißig Prozent unserer Landfläche unter<br />

Naturschutz gestellt haben und dass unsere Tourismusbetriebe<br />

diese Natur mit anbieten und mit<br />

vermarkten. Daher ist unser Leitbild auch Teil des<br />

Tourismuskonzeptes. Erfolg heißt somit, dass neue<br />

Betriebsansiedlungen und die Spange zwischen Natur<br />

und wirtschaftlicher Entwicklung ermöglicht<br />

werden. Dies ist eine spannende Herausforderung,<br />

der wir uns stellen und wo wir eine sehr gute Brücke<br />

schaffen können.<br />

Welche Projekte liegen Ihnen seit Beginn Ihrer<br />

Amtszeit im Bereich Energie persönlich am<br />

Herzen?<br />

Schwerpunktmäßig wollen wir bis zum Jahr<br />

2014 unser Konzept zur Nutzung der Windenergie<br />

umsetzen. Damit schaffen wir es stromautark<br />

zu werden. Nach dem Jahr 2014 werden wir mehr<br />

Strom produzieren, als wir verbrauchen können,<br />

und mit Wien in unmittelbarer Nähe können wir<br />

eine Millionenstadt mit Energie beliefern. Weitere<br />

Projekte sind beispielsweise die Erzeugung von<br />

Strom aus Biomasse oder aus Photovoltaik. Da sind<br />

wir auch auf einem sehr guten Weg. Aber natürlich<br />

hat die Windenergie einen ganz großen und<br />

wichtigen Stellenwert, da die Parndorfer Platte im<br />

Norden des Burgenlandes eine der windreichsten<br />

Gegenden Europas, ist und diese Ressource möchten<br />

wir natürlich nutzen.<br />

Wie stehen die Burgenländer und Burgenländerinnen<br />

hinter diesen Projekten?<br />

Von Seiten der Bevölkerung gibt es eine sehr<br />

große Zustimmung. Die Menschen wissen, dass<br />

wir eine Alternative zu Atomstrom brauchen. Daher<br />

sagen wir auch „Windstrom statt Atomstrom“.<br />

Energiewende ist für uns nicht nur ein Schlagwort,<br />

sondern wir setzen es auch um.<br />

Auf welche erbrachte Leistung sind Sie am<br />

meisten stolz?<br />

Also alleine erreicht man solche Leistungen<br />

natürlich nicht. Gemeinsam mit meinem Team<br />

bin ich sehr stolz und freue mich, dass wir im Burgenland<br />

die höchste Maturantenquote aller österreichischen<br />

Bundesländer erreicht haben. Über<br />

46 Prozent unserer jungen Menschen machen die<br />

Matura und das freut mich deswegen, weil das Burgenland<br />

gerade im Bereich der Bildung in den vergangenen<br />

Jahrzehnten sehr rückständig war. Wir<br />

haben auch die höchste Kinderbetreuungsquote<br />

aller Österreicher. Bei uns besuchen praktisch alle<br />

Drei- bis Fünfjährigen den Kindergarten. Also beginnt<br />

Bildung bei uns ab dem Kindergarten, sprich<br />

„Bildungsgarten“. Gerade der Bildungsbereich, der<br />

sich so gut entwickelt hat, ist natürlich die Grundlage<br />

für eine weitere erfolgreiche wirtschaftliche<br />

Entwicklung.<br />

Sie sind seit zwölf Jahren Landeshauptmann,<br />

wie sieht Ihre weitere Lebensplanung aus?<br />

Es macht mir großen Spaß Landeshauptmann<br />

zu sein und solange mir auch Politik Spaß und<br />

Freude macht, werde ich weiter als Landeshauptmann<br />

tätig sein.<br />

Zum Abschluss: Haben Sie ein persönliches<br />

Lebensmotto?<br />

Carpe diem.<br />

•<br />

Facts<br />

Stromautarkie<br />

im<br />

Burgenland<br />

Bis zum Jahr 2013 möchte<br />

das Burgenland stromautark<br />

werden, d.h. genug Strom<br />

aus erneuerbaren Ressourcen<br />

für den eigenen Verbrauch<br />

erzeugen. Maßgeblich<br />

für diese Zielerreichung<br />

ist die Erzeugung von Strom<br />

aus Windenergieanlagen.<br />

Das Burgenland besitzt<br />

zehn Windparks mit 206<br />

Anlagen und einer Leistung<br />

von 450 Megawatt jährlich<br />

bzw. rund 500 Millionen<br />

Kilowattstunden Ökostrom<br />

pro Jahr, die jedoch ständig<br />

ausgebaut werden. Als<br />

Ziel für die Stromautarkie<br />

werden tausend Megawatt<br />

aus Windenergie angegeben.<br />

Federführend ist die<br />

Firma Austrian Wind Power<br />

(AWP), eine Tochterfirma<br />

des burgenländischen<br />

Stromerzeugers BEWAG.<br />

In Potzneusiedl stehen die<br />

beiden größten Windkraftanlagen<br />

Österreichs<br />

des Typs E 126 der Firma<br />

ENERCON, die sogar zu den<br />

größten weltweit gehören.<br />

Ein einziges Windrad dieser<br />

Größenordnung kann eine<br />

Kleinstadt von 5.000 Haushalten<br />

mit Strom versorgen.<br />

curriculum<br />

vitae<br />

ans Niesslwurde<br />

am 12. Juni 1951 in<br />

HZurndorf geboren. Er<br />

studierte an der Pädagogischen<br />

Akademie und<br />

begann seine Karriere als<br />

Volksschul-, später Hauptschullehrer<br />

und Hauptschuldirektor.<br />

1987 wurde er zum<br />

Bürgermeister von Frauenkirchen<br />

gewählt und 1996<br />

war er Abgeordneter zum<br />

Burgenländischen Landtag.<br />

Drei Jahre später akkreditierte<br />

Hans Niessl zum SPÖ<br />

Klubobmann und übernahm<br />

am 28. Dezember 2000<br />

das Amt des Landeshauptmannes<br />

von Burgenland.<br />

Er lebt mit seiner Frau und<br />

dem gemeinsamen Sohn in<br />

Frauenkirchen.<br />

90 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 91


green society<br />

mobilität<br />

green society<br />

mobilität<br />

Der Chevrolet Volt wurde zum<br />

Auto des Jahres <strong>2012</strong> gewählt.<br />

O-Bussen fahren auch Eisenbahnen mit Strom. Vor<br />

allem aber deckt Österreich, laut Umweltministerium,<br />

derzeit schon siebzig Prozent des Strombedarfs<br />

aus erneuerbarer Energie und soll bis 2050<br />

sogar zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energieträgern<br />

versorgt werden. Mit diesem hohen Potential<br />

an wieder verwertbarer Stromproduktion<br />

bietet Österreich die besten Voraussetzungen zur<br />

umweltfreundlichen Herstellung des benötigten<br />

Strombedarfs für die Elektromobilität.<br />

Der kleine Stadtflitzer<br />

Renault Twizy.<br />

leuchtung am Display verrät, dass der Motor an<br />

ist, ein leichtes Antippen des Gaspedals und das<br />

Fahrzeug ist auch schon in Bewegung gesetzt“,<br />

schwärmt Thomas Koller. Während längerer Aufenthalte<br />

in den USA konnte sich der Jungunternehmer<br />

aus Wien einen Überblick über eine beachtlich<br />

fortgeschrittene E-Infrastruktur machen.<br />

„Der Verbreitungsgrad der Elektromobilität ist vor<br />

allem im Westen der USA schon sehr hoch“, erklärt<br />

Koller. Neben einer fortgeschrittenen Infrastruktur<br />

findet man in den Staaten auch unzählige<br />

Förderprogramme, wie finanzielle Zuschüsse und<br />

Steuernachlässe, die den Kauf eines E-Fahrzeuges<br />

attraktiv machen sollen. Eine zentralisierte Stadt<br />

wie Portland zum Beispiel setzt vor allem auf den<br />

geförderten Ausbau von öffentlichen Stromtankstellen<br />

und spendet dort sogar den Strom für alle<br />

ladenden Autos.<br />

Der Opel Ampera arbeitet mit<br />

einem Range Extender.<br />

»E«-Volution<br />

•<br />

Warum die Elektromobilität unsere Zukunft<br />

ist, wie sie unser Leben verändern ca 1.300 reine Elektroautos und ca 7.000<br />

Ein Blick nach Österreich<br />

Aktuelle Daten besagen, dass derzeit<br />

Hybridfahrzeuge in Österreich zugelassen<br />

sind. Im öffentlichen Verkehrssektor<br />

wird und über Rädchen, an denen noch<br />

steckt schon vergleichsweise viel Elektromobilität.<br />

Neben Straßenbahnen geschraubt und gedreht werden muss.<br />

und<br />

Text: SOCIETY<br />

Vorgaben der europäischen<br />

Kommission und<br />

Messungen von Klimaforschern<br />

haben ergeben,<br />

dass bis 2050 rund<br />

achtzig Prozent der CO2<br />

Emissionen eingespart werden müssen.<br />

Elektrofahrzeuge sollen zu diesem Zweck<br />

das gesamte Verkehrssystem revolutionieren.<br />

Der Umstieg auf Elektromobilität<br />

bringt entscheidende Umweltvorteile:<br />

lokale Emissionsfreiheit, Verringerung<br />

der Treibhausgasemissionen, geringere<br />

Lärmemissionen und eine mindestens<br />

dreimal höhere Energieeffizienz als die<br />

eines Verbrennungsmotors. Warum gab<br />

es diese Idee nicht schon früher? Dazu<br />

Günther Lichtblau, Verkehrsexperte im<br />

Umweltministerium: „Dadurch, dass die<br />

Fahrzeugtechnologie und die Speichertechnologie<br />

nicht so weit waren und am<br />

Markt für den Konsumenten nur schwer<br />

leistbare Produkte vorzufinden waren, hat<br />

das immer so einen Exoten-Status gehabt,<br />

wodurch sich dann auch die Fahrzeugverkäufer<br />

nicht groß damit beschäftigt<br />

haben.“ Nachdem diese Probleme größtenteils<br />

beseitigt wurden, sind die Preise<br />

der Fahrzeuge allmählich konkurrenzfähig<br />

und die Reichweite der Akkus wird<br />

immer größer. Die gleichzeitige Verwendung<br />

von Strom aus erneuerbarer Energie<br />

führt dann über die gesamte Prozesskette<br />

hinweg zu einer beachtlich geringeren<br />

Umweltbelastung.<br />

Der Ladevorgang beim<br />

Mitsubishi iMIEV.<br />

Fotos: GM Company, Mitsubishi, D.R./ Renault Marketing - 3D Commerce, Tesla Motors, Fisker Automotive<br />

•<br />

Im Internationalen Vergleich<br />

Äußerlich ist ein E-Fahrzeug von einem Verbrennungsfahrzeug<br />

nicht zu unterscheiden. Den<br />

Unterschied merkt man erst, wenn man damit<br />

fährt. „Reines Fahrvergnügen! Statt Zündung und<br />

ratterndem Motorgehäuse ist es ein Gefühl, als<br />

würde man ein iPhone einschalten. Einzig die Be-<br />

Das Cockpit des Tesla Model S<br />

•<br />

E-Mobilität sichtbar machen<br />

Nachdem Ladestationen oft sehr kleine unscheinbare<br />

Einrichtungen sind, ist es dem Normalverbraucher<br />

oft gar nicht bewusst, wie viele<br />

Ladestandorte es eigentlich schon gibt. In den<br />

USA werden öffentliche Ladestationen aufwendig<br />

gekennzeichnet, um nicht nur dem Elektrofahrer<br />

Energie anzubieten, sondern auch diversen Firmen<br />

und Institutionen die Möglichkeit zu geben,<br />

sich als nachhaltiges Mitglied der Gesellschaft zu<br />

positionieren. „Das ist sicherlich auch ein wichtiger<br />

Punkt für die Einführung in Österreich. Man<br />

muss die Technologie in den Vordergrund rücken,<br />

damit die Leute anfangen zu erkennen, welche<br />

Strecken sie schon komplett ohne den Einsatz von<br />

Benzin zurücklegen können“, so Koller.<br />

An der Elektromobilität führt in Zukunft<br />

kein Weg vorbei. Das ist eine Technologie, die sicher<br />

kommen wird. Vor allem gilt aber für eine<br />

effiziente Implementierung der Elektromobilität<br />

schlicht, diese auch „sichtbar zu machen“.<br />

•<br />

Sportliche E-Mobilität mit<br />

dem Fisker Karma.<br />

Purer Luxus mit dem<br />

neuen Tesla Model S.<br />

Info<br />

E-Mobilität<br />

in österreich<br />

Wussten Sie dass, es in<br />

Österreich bereits über<br />

1.000 registrierte E-Tankstellen<br />

gibt?<br />

E-Tankstellen Verzeichnis<br />

www.e-tankstellen-finder.<br />

com<br />

Initiative für Elektromobilität<br />

www.e-connected.at<br />

Klima- und Energiefonds<br />

Österreich<br />

www.klimafonds.gv.at<br />

Konferenz für Elektromobilität<br />

in Graz, 30.-31.1.2013<br />

www.emobility-austria.at<br />

92 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong><br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 93


diversität<br />

preis<br />

WKW Präsidentin KR Brigitte Jank, Ursula<br />

Simacek, Roman Leydolf (Systemlogistik<br />

Distribution), Waltraud Schinko-Neuroth<br />

Alle Preisträger auf einem Bild<br />

Gelebte Vielfalt in Wien<br />

Mit dem DiversCity Preis werden jährlich vorbildliche<br />

Leistungen Wiener Unternehmen im Bereich<br />

Diversität ausgezeichnet.<br />

Text: SOCIETY<br />

WKW Präsidentin KR Brigitte Jank<br />

mit Waltraud Schinko-Neuroth<br />

Wissen<br />

Seit dem Jahr 2010 vergibt<br />

die Wirtschaftskammer<br />

Wien den DiversCity Preis<br />

und fördert damit die<br />

Vielfalt in der Wiener Wirtschaft.<br />

Mitten im Herzen<br />

Europas ist Wien ein Wirtschaftsstandort,<br />

der durch<br />

vielfältige Unternehmen<br />

und Menschen gekennzeichnet<br />

ist. Der Preis soll<br />

diese Vielfalt zusätzlich<br />

sichtbar machen.<br />

Diversity Management ist längst<br />

zu einem echten Managementtool<br />

geworden. Vielfalt wird<br />

gezielt gefördert und die damit<br />

verbundenen unterschiedlichen<br />

Erfahrungen, Talente und<br />

Perspektiven als strategische Ressource genutzt.<br />

Mit dem DiversCity Preis <strong>2012</strong> der Wirtschaftskammer<br />

Wien wurden Unternehmen für ihre<br />

außergewöhnlichen Leistungen im Bereich gelebte<br />

Vielfalt ausgezeichnet.<br />

Für die Prämierungs-Gala hat man sich etwas<br />

Besonderes einfallen lassen: Die Überreichung<br />

der Auszeichnungen fand bei „Dialog im Dunkeln“<br />

tatsächlich im Dunkeln statt! Die Vorstellung<br />

der prämierten Projekte erfolgt rein über<br />

Audioeinspielungen. Dieses Setting sollte auf<br />

die Lebenswelt der Betroffenen einmal mehr<br />

deutlich aufmerksam machen.<br />

•<br />

Preise in drei Kategorien<br />

Mit dem DiversCity Preis werden Unternehmen<br />

ausgezeichnet, die im Bereich Diversity und Diversity<br />

Management herausragende Initiativen setzen.<br />

Es geht um Wertschätzung und Nutzung von personeller<br />

Vielfalt, Enttabuisierung von Personen und<br />

Gruppen, die wirtschaftlich und gesellschaftlich<br />

benachteiligt sind und die Steigerung von Respekt,<br />

Toleranz und Wertschätzung im Unternehmen.<br />

Die Preise wurden in den Kategorien „Kleinund<br />

Mittelbetriebe“ (KMU), „Großunternehmen“<br />

und erstmals auch „Frau in der Wirtschaft“ vergeben.<br />

Sieger in der Kategorie KMU wurde die Firma<br />

Systemlogistik Distribution GmbH für die vorbildliche<br />

Förderung der Aus- und Weiterbildung der<br />

Mitarbeiter. In der Kategorie Großunternehmen<br />

wurde die Firma Simacek Facility Management<br />

Group GmbH ausgezeichnet. Neben dem Diversity-Aspekt<br />

Ethnien und der Stärkung interkultureller<br />

Kompetenzen setzt Simacek auch auf die<br />

Arbeitsplatzinklusion von Menschen mit Behinderungen<br />

und Beeinträchtigungen.<br />

•<br />

„Frau in der Wirtschaft“<br />

Der Preis in der Kategorie „Frau in der Wirtschaft“<br />

ging an Waltraud Schinko-Neuroth. Vor 105<br />

Jahren, 1907, gründete Paula Neuroth, die selbst<br />

von einer Hörminderung betroffen war, das „Spezialhaus<br />

für Schwerhörigenapparate“, den Vorgänger<br />

der Neuroth AG. Den Preis erhielt Neuroth, da<br />

die Gründerin eine Frau war, welche Betroffenen<br />

mit körperlichen Beeinträchtigungen helfen wollte,<br />

und die Firma von einer Frau aufgebaut wurde.<br />

Die Jury setzte sich zusammen aus Clara Akinyosoye<br />

(Chefredakteurin von M-Media), Dr.in Katarzyna<br />

Greco (Unternehmerin und aktives Mitglied der<br />

„Frau in der Wirtschaft“), Mag.a Aleksandra Izdebska<br />

(Gründerin von DiTech), Reinhard Rodlauer (GF<br />

Rodlauer Consulting), Günter Spittersberger (Amberon<br />

Consulting), Ingrid Turkovic-Wendl (Hilfswerk<br />

Österreich) und Markus Knopp (Präsident der<br />

AGPRO – Austrian Gay Professionals). •<br />

Fotos: © Copyright Foto Weinkirn<br />

94 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


diversität<br />

charta<br />

KR Renate Römer (Vizepräsidentin<br />

der WKO), Staatssekretär<br />

Sebastian Kurz, Joanna Serdynska<br />

(EU Kommission), Maria Hegarty<br />

(Moderation)<br />

Zeichen setzen –<br />

Vielfalt nutzen!<br />

Die EU-Austauschplattform<br />

der Diversity-<br />

Chartas fand erstmals<br />

in Österreich statt. UnterzeichnerInnen<br />

der<br />

„Charta der Vielfalt“<br />

aus ganz Europa trafen<br />

sich zum Gedanken- und<br />

Erfahrungsaustausch.<br />

Text: SOCIETY<br />

•<br />

Eröffnung der Tagung<br />

Bei der Tagung, die in der Wirtschaftskammer<br />

Österreich durchgeführt wurde, trafen sich Vertreter<br />

aus elf Ländern, die jeweils in ihrem Land<br />

eine „Charta der Vielfalt“ umgesetzt haben, zum<br />

länderübergreifenden Austausch von Erfahrungen.<br />

Es wurden neben Diskussionen acht Workshops<br />

zu breit gefächerten Themen angeboten,<br />

wie etwa Diversität im öffentlichen Sektor, im<br />

kulturellen Bereich, in Unternehmen, Diversität<br />

und demografischer Wandel etc. Eröffnet wurde<br />

die EU-Diversity Charta Tagung durch Staatssekretär<br />

Sebastian Kurz, welcher am Ende seiner Worte<br />

die „Charta der Vielfalt“ für das Staatssekretariat<br />

für Integration unterzeichnete. Danach sprach<br />

Joanna Serdynska, Vertreterin der Generaldirektion<br />

für Justiz der EU-Kommission, über die aktuelle<br />

Situation und laufende Projekte im Diversitätsbereich<br />

auf EU-Ebene. Sie lobte die erfolgreiche<br />

Umsetzung und Vorreiterrolle der „Charta der<br />

Vielfalt“ in Österreich.<br />

Staatssekretär kurz unterzeichnet<br />

die Charta der Vielfalt für das Staatssekretariat<br />

Podiumstalk mit Alessandra<br />

Servidori (Ministerium für Arbeit<br />

und Sozialpolitik, Italien), Annemie<br />

Macqil (Stadt Luxemburg), Eleonora<br />

Pessina (Pirelli), Tamás Kádár<br />

(Equinet), Helen Cooke (Business<br />

Disability Forum UK)<br />

Foto: Weinkirn, Pflügl<br />

Erstmals fand die Diversity-Charta-Tagung<br />

der Europäischen Union nicht<br />

in Brüssel sondern in Wien statt, bei<br />

der exklusiv UnterzeichnerInnen der<br />

„Charta der Vielfalt“ aus Österreich<br />

und Europa eingeladen wurden.<br />

Diese „Charta der Vielfalt“ ist eine Initiative zur<br />

Förderung der Wertschätzung gegenüber allen<br />

Mitgliedern der Gesellschaft – unabhängig von<br />

Geschlecht, Lebensalter, Herkunft und Hautfarbe,<br />

sexueller Orientierung, Religion und Weltanschauung<br />

sowie körperlicher oder geistiger Behinderung.<br />

Sie ist eine freiwillige Selbstverpflichtung<br />

von Unternehmen und Organisationen. In Österreich<br />

wurde sie im Jahr 2010 von der Wirtschaftskammer<br />

Österreich gestartet.<br />

•<br />

EU-weiter Austausch<br />

Die Vizepräsidentin der WKO, Renate Römer,<br />

führte aus, dass „Vielfalt in Österreich seit Jahren<br />

gelebt wird“ und „Österreich viel aus seinen<br />

Wurzeln in der Donaumonarchie mitgenommen<br />

hat“. In einer Gesprächsrunde, geleitet und moderiert<br />

von Maria Hegarty, einer Expertin im Bereich<br />

Diversität, wurden anschließend verschiedene<br />

Aspekte des Begriffes Diversität angesprochen<br />

und beleuchtet.<br />

Die EU-Austauschplattform der Diversity-Chartas<br />

in Wien brachte Personen aus Politik, Verwaltung<br />

und Wirtschaft aus Europa zusammen und förderte<br />

über den direkten Austausch engere Kooperationen<br />

und die Gewinnung neuer Sichtweisen. •<br />

Wissen<br />

D<br />

ie „Charta der Vielfalt“<br />

ist eine französische<br />

Initiative aus<br />

dem Jahr 2005, die 2010<br />

von der Wirtschaftskammer<br />

Österreich aufgegriffen<br />

wurde. Über fünfzig Unternehmen<br />

und Organisationen<br />

in Österreich haben sie<br />

mittlerweile unterzeichnet.<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 95


diversität<br />

event<br />

(v.l.n.r.): Andreas Achrainer<br />

(Geschäftsführer Diakoniewerk Wien),<br />

Christa Schrauf (Vorstand Diakoniewerk),<br />

Michael Chalupka (Direktor des<br />

Dachverbandes der Diakonie) und Heinz<br />

Thaler (Vorstand Diakoniewerk) stoßen<br />

auf 10 Jahre Diakoniewerk Wien an<br />

Franz Carda (Klavier), Eva Maria Riedl (Mezzosopran,<br />

Volksoper Wien) und Martin Achrainer (Bassbariton,<br />

Landestheater Linz / Bregenzer Festspiele) gestalteten die<br />

Geburtstagsfeier des Diakoniewerks Wien künstlerisch<br />

Fest der Humanität<br />

Seit zehn Jahren stellt sich das Diakoniewerk<br />

in Wien in den Dienst am Nächsten. Aus Anlass<br />

des runden Geburtstages wurde nun im Albert<br />

Schweitzer Haus im Alsergrund gefeiert.<br />

Text: SOCIETY<br />

Andreas Achrainer (Geschäftsführer<br />

des Diakoniewerks Wien)<br />

begrüßt die Anwesenden<br />

Behindertenanwalt Erwin Buchinger<br />

kam mit seinem kleinen Sohn<br />

96 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong><br />

Diakonie ist Nächstenliebe in unserer<br />

Zeit – das ist das Motto des<br />

Diakoniewerks. „Vor zehn Jahren<br />

hat hier in Wien alles mit<br />

einem kleinen Team begonnen.<br />

Heute haben wir vier Einrichtungen<br />

mit rund neunzig Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeitern, die sich in verschiedensten Gesellschaftbereichen<br />

für andere einsetzen und die gesellschaftliche<br />

Teilhabe verschiedener Gruppen<br />

fördern. Eigentlich haben wir viel mehr als nur einen<br />

Grund, um zu feiern“, freut sich Andreas Achrainer,<br />

Geschäftsführer des Diakoniewerks Wien,<br />

anlässlich des zehnjährigen Bestehens seiner<br />

Einrichtung. Den anwesenden PartnerInnen und<br />

Freunden des Diakoniewerks wurde mit einem<br />

unterhaltsamen Konzertabend gedankt, der von<br />

den Künstlern Eva Maria Riedl (Volksoper Wien)<br />

und Martin Achrainer (Landestheater Linz/Bregenzer<br />

Festspiele) gestaltet wurde.<br />

•<br />

Konzertabend der Nächstenliebe<br />

Zu den Gratulanten bei der Jubiläumsfeier zählten<br />

namhafte Gäste wie der Direktor des Dachverbands<br />

der Diakonie Michael Chalupka, Behindertenanwalt<br />

Erwin Buchinger, die stellvertretende<br />

Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien Anita<br />

Bauer sowie VertreterInnen der Stadt Wien (MAG<br />

ELF), der evangelischen Kirche, befreundeter sozialer<br />

Organisationen sowie BewohnerInnen und<br />

KlientInnen der Einrichtungen des Diakoniewerks<br />

Wien. Neben dem Konzertabend wurde auch ein<br />

neues Kurzvideo präsentiert, welches die Arbeit<br />

des Diakoniewerks Wien an seinen vier Standorten<br />

anhand der zentralen Werte Eigenständigkeit, Lebensqualität,<br />

Wertschätzung und Partnersein auf<br />

berührende und offene Art thematisiert.<br />

•<br />

Engagement seit zehn Jahren<br />

Die Erfolgsgeschichte des Diakoniewerks Wien<br />

begann vor zehn Jahren mit der Beratungsstelle<br />

LIFETool. LIFETool hilft Menschen mit geistigen<br />

und/oder körperlichen Behinderungen dabei,<br />

durch technische Hilfsmittel und Spezialsoftware<br />

das Leben besser zu meistern und ihre Lebensqualität<br />

zu erhöhen. In den Jahren danach wurden mit<br />

einem Wohnprojekt für Kinder und Jugendliche<br />

mit geistigen und mehrfachen Behinderungen,<br />

dem Studentenheim und Veranstaltungszentrum<br />

im Albert Schweitzer Haus im neunten Bezirk sowie<br />

den Hausgemeinschaften für pflegebedürfte<br />

Menschen im Alter eine Reihe weiterer Standbeine<br />

geschaffen. „Unser Tätigkeitsfeld in Wien ist<br />

sehr breit gefächert. Eben weil wir uns im Dienst<br />

verschiedener Bevölkerungsgruppen engagieren,<br />

sind zehn Jahre Diakoniewerk Wien auf vielen Ebenen<br />

etwas ganz Besonderes“, resümierte Andreas<br />

Achrainer.<br />

•<br />

Das Programm der Künstler Eva Maria<br />

Riedl und Martin Achrainer war ein<br />

Dankeschön an die PartnerInnen und<br />

Freunde des Diakoniewerks Wien<br />

Foto: Diakoniewerk Wien


diversität<br />

Interview<br />

Zusammen Österreich<br />

„Zusammen Österreich“ ist eine Aktion des Staatssekretariats<br />

für Integration. Mehr als hundert IntegrationsbotschafterInnen<br />

besuchen Schulen und motivieren<br />

die SchülerInnen, einen erfolgreichen Weg<br />

in Österreich zu gehen.<br />

Interview mit dem Schauspieler Mike Galeli und der Unternehmerin Aleksandra Izdebska<br />

W<br />

as bedeutet „erfolgreiche<br />

Integration<br />

durch Leistung“?<br />

Galeli: Für mich bedeutet<br />

das, dass man<br />

die Sprache lernt, um<br />

sich verständigen zu können. Dass man die Werte<br />

eines Landes akzeptiert, dass manches eben anders<br />

ist, als in dem Land, aus dem man kommt.<br />

Erfolgreiche Integration bedeutet aber auch, dass<br />

man sich wohl fühlt in einem Land.<br />

Izdebska: Für mich ist es sehr relevant, dass<br />

Menschen, die nach Österreich kommen, an der<br />

Gesellschaft mitpartizipieren. Sie sollten die Motivation<br />

und den Willen haben, erwerbstätig zu<br />

sein, sich an die gesellschaftlichen Regeln zu halten<br />

und die Sprache zu erlernen. Wir müssen aber<br />

auch Rahmenbedingungen schaffen, damit sie erwerbstätig<br />

sein dürfen!<br />

Was hat Sie dazu bewogen, bei „Zusammen:<br />

Österreich“ mitzumachen?<br />

Galeli: In meiner Jugend habe ich mich benachteiligt<br />

gefühlt, man hat mir nicht geholfen,<br />

an meine Ziele zu kommen. Ich wäre sehr froh gewesen,<br />

wenn ich Vorbilder gehabt hätte, die eine<br />

ähnliche Geschichte haben wie ich. Ich möchte es<br />

den Kindern und Jugendlichen erleichtern, ihre<br />

Ziele zu erreichen.<br />

Izdebska: Ich wollte als positives Beispiel fungieren.<br />

Ich motiviere Menschen auch sehr gerne. Bei<br />

meinem ersten Schulbesuch im 20. Bezirk habe ich<br />

gesehen, wie die Augen der Kinder leuchten, als ich<br />

meine Geschichte erzählt habe. Ich möchte ihnen<br />

Hoffnung geben, dass die Zukunft auch toll sein<br />

kann. Gerade ich bin ohne finanzielle und sprachliche<br />

Möglichkeiten nach Österreich gekommen, aber<br />

ich habe es trotzdem geschafft. Trotz aller Hürden<br />

und Hindernisse darf man seine Träume und Visionen<br />

nicht aufgeben.<br />

Welche Erfahrungen als Integrationsbotschafter<br />

haben Sie gemacht?<br />

Galeli: Die Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen<br />

sind sehr positiv. Mir ist erst durch das<br />

Projekt bewusst geworden, wie viele Kinder mit Mig-<br />

rationshintergrund der Ansporn fehlt, im Leben etwas<br />

erreichen zu wollen. Wie vielen Kindern ein Vorbild<br />

fehlt. Dieser Ansporn, diese Motivation möchte<br />

ich durch meine Lebensgeschichte sein.<br />

Izdebska: Während meines ersten Schulbesuches<br />

wurde die Frage gestellt, was die Kinder später<br />

werden wollen. Alle haben die Berufe ihrer Eltern erwähnt,<br />

keiner wollte sich trauen, mehr im Leben zu<br />

erreichen. Aber nachdem wir über unseren Berufsweg<br />

erzählt haben, hab ich das Interesse gesehen,<br />

mehr aus sich zu machen.<br />

Was muss in Österreich geschehen, um das<br />

Zusammenleben der Menschen zu verbessern?<br />

Galeli: Wir müssen uns gegenseitig akzeptieren,<br />

respektieren, so nehmen wie wir sind. Es<br />

muss ein Nehmen UND Geben sein.<br />

Izdebska: Vor allem müssen sich meiner Ansicht<br />

nach die Rahmenbedingungen in der Berufswelt<br />

ändern. Wir brauchen viel mehr motivierte<br />

Arbeitskräfte. Wir müssen Anreize schaffen, um<br />

Menschen, die sehr qualifiziert sind, den Weg<br />

nach Österreich zu zeigen und nach Österreich<br />

zu locken. Und wir brauchen mehr Menschen mit<br />

Unternehmergeist, die bereit sind, etwas Eigenes,<br />

Neues auf die Beine zu stellen und anderen Menschen<br />

Beschäftigung zu geben.<br />

Was war Ihr persönlicher Grund, in Österreich<br />

ihren Lebensmittelpunkt zu nehmen?<br />

Galeli: Ich bin ja in Österreich geboren, habe<br />

dann hier meine bessere Hälfte gefunden und bin<br />

glücklich hier. Österreich ist ein Land der Möglichkeiten,<br />

jeder kann sich hier wohl fühlen. Es bietet<br />

auch für meine Kinder alles. Meine Wurzeln sind in<br />

der Türkei, meine Heimat ist hier in Österreich.<br />

Izdebska: Ich war 16 Jahre alt, als ich nach Österreich<br />

gekommen bin und habe es nicht wirklich<br />

selbstständig entschieden. Geblieben bin ich<br />

aber, weil ich eine sehr, sehr positive Stimmung<br />

erlebt habe. Ich hatte tolle Menschen um mich<br />

herum. Das hat mich bewogen, hier tätig sein<br />

zu wollen. Ich möchte mich durch mein Tun bedanken<br />

und meine Wertschätzung zeigen für die<br />

Möglichkeiten, die ich bekommen habe. •<br />

»Trotz aller<br />

Hürden und<br />

Hindernisse<br />

darf man seine<br />

Träume und<br />

Visionen nicht<br />

aufgeben.<br />

«<br />

Aleksandra<br />

Izdebska<br />

»Wir müssen<br />

uns gegenseitig<br />

akzeptieren,<br />

respektieren, so<br />

nehmen wie wir<br />

sind. Es muss<br />

ein Nehmen<br />

UND Geben<br />

sein.<br />

«<br />

Mike Galeli<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 97


wirtschaft<br />

EVENTs<br />

wirtschaft<br />

EVENTs<br />

Event-highlights der wirtschaft<br />

Club der Handelsräte:<br />

40 Jahre<br />

Hoch über den Dächern Wiens, in<br />

der Sky Lounge im 12. Stock der<br />

Wirtschaftskammer, beging der Club<br />

der Handelsräte (CdH) seinen 40. Geburtstag,<br />

zusammen mit seinen Mitgliedern<br />

und hochrangigen Vertretern<br />

aus Wirtschaft und Politik. Ron Willis,<br />

Präsident des Clubs der Handelsräte,<br />

konnte mehr als hundert Gäste willkommen<br />

heißen. Die Festreden hielten<br />

WKO-Präsident Dr. Christoph Leitl, Nationalbank-Gouverneur<br />

Univ. Prof. Dr.<br />

Ewald Nowotny, Botschafter Dr. Hubertus<br />

Heiss vom Außenministerium und<br />

Friedrich Schmidl von der Austrian<br />

Business Agency. Die aktive Rolle des<br />

CdH bei der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen<br />

zwischen Österreich<br />

und dem Ausland wurde positiv<br />

hervorgehoben.<br />

Die Festredner beim Empfang anlässlich<br />

40 Jahre Club der Handelsräte<br />

Graz: European Youth<br />

Award Gala<br />

In Graz wurden die von den Vereinten<br />

Nationen unterstützten European Youth<br />

Awards an junge Menschen aus der IT-<br />

Branche vergeben, die mit Internet und<br />

Neuen Medien zur Erreichung der UN<br />

Millenniums-Entwicklungsziele beitragen.<br />

<strong>2012</strong> wurden über 1200 Projekte aus<br />

122 UNO Mitgliedsländern für die diesjährigen<br />

Youth Awards eingereicht. Unter<br />

den Gewinnern sind dieses Jahr zwei Beiträge<br />

aus Österreich: Die Jugendprojekte<br />

„Findia - Find more about India“ und<br />

„Wissen-Teilen-Können“. Als EYA Gesamtsieger<br />

wurde „The Wonders“ aus Italien<br />

ausgezeichnet. Eine Familie aus drei interaktiven<br />

Puppen, die Kinder bei Klinikaufenthalten<br />

den Umgang mit Krankheiten<br />

erleichtern. Den „Special Award Graz“ für<br />

das vielversprechendste Geschäftsprojekt<br />

erhielt das Team von „Mladiinfo“ – eine<br />

Studentenorganisation aus Mazedonien<br />

für freien Informationsaustausch und<br />

freie Weiterbildung.<br />

Die Hauptgewinner<br />

Die Projektgewinner des EYA <strong>2012</strong><br />

EYA Chairman Peter A.<br />

Bruck, Bürgermeister von<br />

Graz Siegfried Nagl<br />

Kasachstan: Wirtschaftsforum<br />

Anlässlich des offiziellen Besuches von Nursultan Nazarbayev,<br />

Präsident der Republik Kasachstan, in Österreich<br />

fand im Haus der Wirtschaft ein Wirtschaftsforum mit mehr<br />

als zweihundert österreichischen Unternehmern statt. WKO-<br />

Präsident Christoph Leitl betonte in seiner Eröffnungsrede die<br />

gute wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern.<br />

Bundespräsident Heinz Fischer wies die kasachischen Vertreter<br />

darauf hin, dass kasachische Unternehmen in Österreich willkommen<br />

seien. Der Grund für Nazarbayevs Besuch lag in der<br />

Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um Kasachstan<br />

von Energieexporten unabhängiger zu machen.<br />

Präsident Nursultan Nazarbayev, BP Heinz Fischer, Christoph Leitl<br />

Martin Bachlechner<br />

Corps Touristique: Gala-Abend<br />

Beim alljährlichen Gala-Abend des Corps Touristique wurden<br />

wieder Anerkennungspreise vergeben: für das touristische<br />

Lebenswerk (DI Hans Dieter Toth), ein Städte-Sonderpreis<br />

(Norbert Kettner von Wien Tourismus), ein touristischer<br />

Ehrenpreis (Martin<br />

Bachlechner), Auszeichnungen<br />

für besondere<br />

Menschen<br />

(Karl Heinz Sengwein<br />

und Werner Treml)<br />

sowie für Medienund<br />

Tradepartner<br />

(Salzburger Nachrichten<br />

und<br />

Norbert Kettner<br />

Rewe).<br />

Fotos: SOCIETY/Prokofieff, Philipp Enders, B.V.Ederer Photos and more<br />

Anna Taineka, S.E. Valery Voronetsky,<br />

Grigorij Rapota, Christoph<br />

Leitl, S.E. Sergej Netschajew<br />

Russland-Belarus: Besuch in Wien<br />

Der Staatssekretär des „Unionsstaates Russland und Belarus“<br />

Grigorij Rapota traf während seines Österreichbesuchs<br />

mit WKO-Präsident Dr. Christoph Leitl zusammen. Bei<br />

dem Gesprächstermin waren auch der russische Botschafter<br />

S.E. Sergej Netschajew, der belarussische Botschafter S.E. Valery<br />

Voronetsky, sowie WKO-Vizepräsident Richard Schenz anwesend.<br />

Der Unionsstaat zwischen Russland und Belarus ist ein<br />

Staatenbund bestehend aus einer Wirtschaftsgemeinschaft, einer<br />

Verteidigungsgemeinschaft und gemeinsamen politischen<br />

Konsultationen.<br />

Martin Puaschitz und<br />

WKW-Chefin Brigitte Jank<br />

„Stärke Deine Stärken“: 22. Jungunternehmertag<br />

Mehr als 2.000 TeilnehmerInnen nutzten die Möglichkeit,<br />

sich am 22. Jungunternehmertag bei Fachvorträgen, Networking<br />

und zahlreichen Fachleuten wichtiges Know-how für<br />

den Schritt ins Unternehmertum oder die nächsten Schritte<br />

als<br />

ddf<br />

erfolgreicher<br />

sgd dfgs dgjd<br />

Jungunternehmer zu holen. Der Leitsatz war<br />

gsgdfsgdsfgdfsgjd<br />

Veronika Klimaschewski,<br />

Martin Puaschitz<br />

„Stärke Deine Stärken“,<br />

erklärte der Vorsitzende<br />

der Jungen Wirtschaft<br />

Wien, Martin Puaschitz.<br />

Die gleichnamige Keynote<br />

hielt der renommierte<br />

Forscher und Bestsellerautor<br />

Markus Hengstschläger.<br />

98 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 99


EIN WOCHENENDE WIE EIN URLAUB IM GRANDHOTEL PANHANS ****<br />

<br />

12.00 – 14.00 Uhr<br />

Besondere Geschenksideen für Weihnachten!<br />

Nur eine Stunde von Wien entfernt, finden Sie im Grandhotel Panhans am Zauberberg Semmering individuelle<br />

Wohnqualität in 113 Zimmern. Kulinarische Genüsse werden in stilvollen Restaurants, „Café Wien“, Vinothek und<br />

der American Bar präsentiert. Der Vital Club mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool, u.v.m. lädt zum Entspannen ein.<br />

Zahlreiche Massage- und Kosmetikangebote! PANHANS AKTIE: Sonderpreis für ein Wochenende (von<br />

Freitag bis Sonntag oder Samstag bis Montag) inklusive Buffetfrühstück, Halbpension und Nutzung des Vital Clubs<br />

zum Preis von € 364,-- für 2 Personen im Doppelzimmer mit Blick auf den Sonnwendstein bei Bestellung bis<br />

23.12.<strong>2012</strong>. Der Gutschein ist 1 Jahr gültig!<br />

THEATERABENDE IM FESTSAAL<br />

Eine ideale Geschenksidee!<br />

Genießen Sie Unterhaltung, Crime, Comedy und<br />

in exquisites 4-Gang-Dinner.<br />

Samstag, 19. Jänner 2013 Dinner & Crime<br />

Samstag, 16. Februar 2013 Dinner & Crime<br />

Samstag, 13. März 2013 Chaos Kellner Show<br />

Beginn: jeweils 19.00 Uhr. Der Theaterabend inkludiert Aperitif und<br />

exquisites 4-Gang Menü im Festsaal. Preis: ab Euro 69,-- pro<br />

Person. Nächtigungsarrangements und Gutscheine<br />

in edler Geschenksmappe sind erhältlich.<br />

Sonntag, 9. Dezember <strong>2012</strong> – Adventbrunch<br />

Sonntag, 25. Dezember <strong>2012</strong> – Christmasbrunch


Life & style<br />

Gesundheit<br />

Alles unter einem Dach<br />

Zur Philosophie des Parkhotel Igls gehört es, sich<br />

mit individuell zugeschnittenen Angeboten auf<br />

die Bedürfnisse seiner Gäste optimal einzustellen.<br />

Text: SOCIETY<br />

Das Haus bietet jeglichen Komfort,<br />

daher sind auch keine langen<br />

Wege von einem Arzt zum nächsten<br />

nötig, wenn man sich durchchecken<br />

lassen möchte.<br />

Wer hat sich nicht schon einmal<br />

darüber geärgert, dass man für eine Untersuchung<br />

von einem Arzt zum nächsten geschickt<br />

wurde, dann fehlte noch das Blutbild und zuletzt<br />

war ein Lungenröntgen nötig – man läuft von Institut<br />

zu Institut, bis man endlich Gewissheit hat:<br />

Höchste Zeit für eine Notbremsung – oder man<br />

kann in Gelassenheit durchatmen, es ist alles in<br />

Ordnung!<br />

„Wir haben alles hier, um die wesentlichen Risikofaktoren<br />

zu identifizieren, um Gewissheit zu<br />

haben, welche Therapie nötig ist, um den Körper<br />

wieder ins Gleichgewicht zu bringen“, erklärt Dr.<br />

Peter Gartner, der medizinische Leiter im Parkhotel<br />

Igls. „Fast jede Untersuchung kann hier gemacht<br />

werden. Das fängt bei der ausführlichen<br />

Erstuntersuchung an und hört beim Alzheimer-<br />

Screening auf. Dies ist eine ganz neue Technik, bei<br />

der bestimmte Werte via Magnetresonanz-Tomographie<br />

ermittelt, digital nach Hamburg gesendet<br />

und dort mit aufwändiger Software analysiert<br />

werden.“<br />

•<br />

Deluxe Medical Check – eine Woche<br />

Body Screening<br />

Was gehört alles zum Deluxe Medical Check,<br />

dem neuesten Diagnose-Paket im Parkhotel Igls?<br />

Mit dem Anamnesegespräch, der körperlichen<br />

Untersuchung und der Bewegungskontrolle erfolgen<br />

die ersten wichtigen Klärungen über den<br />

körperlichen Zustand. Schritt für Schritt werden<br />

Risikofaktoren lokalisiert oder ausgeschlossen –<br />

was auch für die Psyche sehr wichtig ist, weil es<br />

den Kopf frei macht von diffusen Befürchtungen<br />

oder Ängsten. Der nächste Weg führt ins Labor<br />

zur Untersuchung der Blutwerte und des Vitamin-<br />

D-Haushaltes. Dann folgt die Ultraschalluntersuchung<br />

der Bauchorgane und -gefäße, der hirnversorgenden<br />

Gefäße (Carotis), der Schilddrüse, der<br />

Prostata bzw. der weiblichen Brust einschließlich<br />

der Elastographie zur Krebs-Früherkennung. Je<br />

nach Anamnese und Alter wird man auch eine<br />

Gastroskopie (Magenspiegelung) oder Coloskopie<br />

(Darmspiegelung) machen, außerdem gehört<br />

eine Lungenfunktionsmessung dazu. Schließlich<br />

wird das Herz in einem Ruhe- und Belastungs-EKG<br />

untersucht und eine spezielle Computertomographie<br />

kann optional Auskunft darüber geben, in<br />

welchem Zustand sich die Herzkranzgefäße befinden.<br />

Ergänzt wird dieser Medical Check durch eine<br />

Funktionskontrolle des Bewegungs- und Stützapparats.<br />

Natürlich stehen hoch qualifizierte Physiotherapeuten<br />

bereit, um die Beweglichkeit der<br />

Muskeln und Sehnen zu erhöhen. Zum Paket gehören<br />

auch persönliche Fitnesstrainings und fünf<br />

Vollmassagen.<br />

•<br />

Deluxe Medical Check<br />

Das Parkhotel Igls liegt in<br />

einer Grünoase<br />

Kontakt<br />

Parkhotel<br />

Igls<br />

Gesundheit im Zentrum<br />

Iglerstraße 51, A-6080<br />

Innsbruck-Igls<br />

Tel. +43 (0)512 377 305<br />

info@parkhotel-igls.at<br />

www.parkhotel-igls.at<br />

<strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 101


life & style<br />

martial arts<br />

life & style<br />

martial arts<br />

Der menschliche Körper<br />

kann mit fast jedem seiner<br />

Teile auch eine Waffe sein<br />

— ein Werkzeug quasi, mit<br />

dem man andere angreifen<br />

kann. Spätestens seitdem<br />

unzählige Kung-Fu Filme und Anime-<br />

Serien die heimischen Bildschirme erobert<br />

haben, weiß man, dass es nicht unbedingt<br />

eine mechanische Waffe braucht, um seinen<br />

Gegner zu Fall zu bringen. Martial Arts,<br />

oder Kampfkunst- bzw. Kampfsportarten,<br />

wie man sie im deutschsprachigen Raum<br />

nennt, sind uralte Formen der Selbstverteidigung.<br />

Was im Fernsehen hauptsächlich<br />

auf Grund der Unterhaltungsindustrie mit<br />

Karatetraining<br />

einem Hauch an Übertreibung vermittelt<br />

wird, basiert in Wahrheit auf tausendjährigen<br />

Überlieferungen asiatischer Traditionen<br />

und Geschichten. Jedes Land hat seine<br />

eigenen Kampfsportarten – sei es das japanische<br />

Karate, das koreanische Taekwondo,<br />

oder die alten chinesischen Kampfkünste<br />

der Shaolin-Mönche, um nur einige zu erwähnen.<br />

Heutzutage begrenzt sich die Ausübung<br />

diverser Kampfkünste jedoch nicht<br />

mehr nur auf ihr Ursprungsland. Tatsächlich<br />

stehen heute Martial Arts in Ländern<br />

Martial Arts<br />

Über die Ursprünge der asiatischen<br />

Kampfsportarten bzw. Kampfkünste,<br />

warum man diese Begriffe unterscheiden<br />

sollte und wie sie das Leben bereichern.<br />

Text: SOCIETY<br />

wie den Niederlanden, Frankreich, Kanada,<br />

Finnland, Australien und Belgien unter den<br />

Top Ten der meistpraktizierten Sportarten<br />

bei Kindern und Jugendlichen.<br />

•<br />

Zurück zu den Wurzeln<br />

Obwohl der Ursprung der kriegerischen<br />

Künste nicht genau zu bestimmen<br />

ist, ist es eine Tatsache, dass Menschen immer<br />

ihre Hände und Füße zur Selbstverteidigung<br />

gegen Feinde und wilde Tiere<br />

verwendet haben. Aus einigen der ältesten<br />

Aufzeichnungen, auf Pyramidenhieroglyphen<br />

in Ägypten, lässt sich zum Beispiel<br />

ableiten, dass die Menschen ihre Verteidigungstechniken<br />

den Gegebenheiten ihrer<br />

Umwelt anpassten und mit den Jahrhunderten<br />

weiter entwickelten. Kampfkunst,<br />

oder Kampftechniken, gab es also in allen<br />

Epochen und in allen Kulturen der<br />

Menschheitsgeschichte. Obwohl sie sich<br />

alle mit der Zeit unterschiedlich weiter<br />

entwickelt haben, sind die gegenseitigen<br />

Fotos: Privat, Pixelio<br />

Einflüsse heute noch sichtbar. Beispielsweise liegt<br />

der Ursprung des Karate auf der Insel Okinawa,<br />

die während dem siebten und achten Jahrhundert<br />

von Chinesen und Japanern besetzt war. In<br />

der Entwicklung des Karate spielte vor allem der<br />

chinesische Einfluss eine große Rolle. Heute kann<br />

man sagen, dass Karate aus einer Mischung von<br />

alten okinawischen und chinesischen Kampfkünsten<br />

entstanden ist. Vor allem der Einfluss<br />

von Religion und Philosophie aus China ist im<br />

japanischen Karate unübersehbar. Einen weiteren<br />

Schritt in der Entwicklung zeigt das koreanische<br />

Taekwondo, das seinerseits ursprünglich aus dem<br />

japanischen Karate abstammt, sich jedoch im Laufe<br />

der Zeit zu einer eigenen Sportart entwickelt<br />

hat. Mit der Kolonisierung Koreas 1910 durch Japan<br />

wurden jegliche Nationalsportarten in Korea<br />

verboten und hauptsächlich nur mehr japanisches<br />

Karate praktiziert. Angetrieben durch seine<br />

nationale Gesinnung verschrieb General Choi<br />

Hong Hi, Gründer des Taekwon-Do, als einer der<br />

wenigen sein Leben den koreanisch-kriegerischen<br />

Künsten. „General Choi erlernte sein Wissen und<br />

seine Kampfsportfähigkeiten von den älteren Generationen.<br />

Auch das japanische Karate erlernte<br />

er“, erzählt Master Kim, vom Internationalen Taekwondo<br />

Verband. „Irgendwann hat er sich dazu<br />

entschlossen, eine neue, moderne koreanische<br />

Kampfsportart zu kreieren.“<br />

•<br />

Selbstverteidigung vs. Kampf<br />

„Kampfkünste“ legen ihren Schwerpunkt auf<br />

die Technik. Vor allem aber sind sie Charakterschulungen<br />

und werden auch häufig aus Zwecken<br />

der Selbstverteidigung praktiziert. Einen Hauptbestandteil<br />

der meisten Kampfkünste stellt die<br />

Kata dar. Die Kata, oder „der Kampf gegen einen<br />

imaginären Gegner“ wie man sie auch bezeichnen<br />

könnte, ist eine Sammlung von Möglichkeiten<br />

und Taktiken um auf eine Bedrohung reagieren<br />

zu können. Sie besteht aus überlieferten Bewegungsabläufen,<br />

die ganz klar definiert sind. Aus<br />

der Notwendigkeit heraus, sich zu verteidigen,<br />

übte man zuerst Schläge, Blöcke und Tritte, sowohl<br />

bewaffnet als auch unbewaffnet. Vor allem<br />

in den japanischen Kampfkünsten ist die Kata ein<br />

wichtiger Bestandteil des Trainings - ein Werkzeug<br />

gewissermaßen, welches die eigene Fähigkeit aufzeigt<br />

und in der Folge kultiviert. „Jede Kata hat<br />

ihr eigenes Motiv“, erklärt Alexander Richter,<br />

Trainer im Karate Club Budocenter Wien. „So gibt<br />

es Grundkata, die dazu dienen, die notwendigen<br />

koordinativen sowie konditionellen Fähigkeiten<br />

zu praktizieren, aber auch höhere Kata, die viel<br />

komplexere Bewegungen beinhalten.“<br />

Hinter dem ähnlichen Begriff „Kampfsport“<br />

verbergen sich eine Reihe verschiedener Kampfstile.<br />

Die Kämpfer messen sich in diesem Fall in<br />

einem sportlichen Wettkampf. Dieser kann unbewaffnet,<br />

bewaffnet oder in einer Mischung aus<br />

beidem ausgetragen werden.<br />

In unterschiedlichen Zeitabständen müssen<br />

»Man schult in<br />

gewisser Weise<br />

seinen Charakter,<br />

weil man<br />

zur Selbstdisziplin<br />

gezwungen<br />

wird.<br />

«<br />

Alexander<br />

Richter<br />

Karate Club Budocenter<br />

Wien<br />

»Früher gab es<br />

keine Waffen,<br />

so wie wir sie<br />

heute haben.<br />

Die Menschen<br />

mussten also<br />

lernen, sich<br />

anders zu verteidigen.<br />

«<br />

Kim<br />

Hyongrak<br />

Internationaler<br />

Taekwondo Verband<br />

sich die Schüler auch Prüfungen unterstellen. Im<br />

Gegensatz zu den Wettkämpfen, sollen diese den<br />

eigenen Fortschritt repräsentieren. Das bekannte<br />

Gürtelsystem, das die meisten Kampfsportarten<br />

gemein haben, unterscheidet sich hauptsächlich<br />

durch die verschiedene Grade, die man durch das<br />

Ablegen von Prüfungen erreichen kann. Während<br />

es im Taekwondo beispielsweise sechs verschiedene<br />

Gurte gibt, unterscheidet man im Karate zwischen<br />

neun Schülergraden und zehn Dan-Graden.<br />

•<br />

Zwischen Körper und Geist<br />

Was früher hauptsächlich auf Grund der Verteidigung<br />

praktiziert wurde, ist heute für die meisten<br />

aus philosophischer und geistiger Sicht viel bedeutender.<br />

Für viele zeichnet sich die Ausübung von<br />

Martial Arts nicht nur durch die sportliche bzw. körperliche<br />

Betätigung aus, sondern vor allem durch<br />

die „Charakterschulung“, die sie mit sich bringen.<br />

Der Charakter wird geschult, indem man zur Selbstdisziplin<br />

gezwungen wird. Zusätzlich lernt man<br />

viel über die eigene Geisteshaltung. Viel Wert legen<br />

die asiatischen Kampfkünste auch auf Respekt, vor<br />

allem in Bezug auf sein Gegenüber. Daher wird beispielsweise<br />

jedes Training mit einer Verbeugung begonnen.<br />

„Zuerst erfolgt die Begrüßung - das gehört<br />

zur Etikette. Das heißt, entweder ganz schlicht mit<br />

einer Verbeugung im Stehen, oder mit Abknien, einer<br />

kurzen Meditationsphase und Verbeugung im<br />

Sitzen“, erklärt Richter. Während einer Einheit lernt<br />

man also, wie man sich selbst kontrollieren kann,<br />

wie man die anderen respektiert und vor allem die<br />

Lebensphilosophie die hinter jeder Kampfkunst<br />

steckt.<br />

Laut einem, im Journal of Sports Science & Medicine<br />

erschienenen Artikel im Jahr 2006 bringt<br />

das Praktizieren diverser Martial Arts eine Palette<br />

an körperlichen und geistigen Vorteilen mit sich.<br />

Unter anderem Ausdauer, Flexibilität, Balance und<br />

eine ausgeprägte Eigenwahrnehmung des Körpers.<br />

Die Fähigkeit Energie freizusetzen, wird durch das<br />

Lernen, den Atem zu regulieren und das Synchronisieren<br />

unserer körperlichen Aktivität verbessert. Das<br />

Üben der Kata stärkt die Knochen und Muskeln. Des<br />

Weiteren beweisen Studien, dass die Ausübung von<br />

Martial Arts, vor allem im anfänglichen Schulalter<br />

positive Lernerfolge fördert. Die einen werden disziplinierter,<br />

andere überwinden ihre Schüchternheit<br />

und andere wiederum kämpfen gegen ihre Konzentrationsschwächen.<br />

Martial Arts verschaffen einem also nicht übernatürliche<br />

Kräfte, wie sie die Helden aus dem<br />

Fernsehen besitzen. Sie sollten auch vor allem<br />

nicht alleine zum Zwecke des Kampfes praktiziert<br />

werden. Vielmehr kombinieren Martial Arts Disziplin,<br />

Technik und Respekt und vereinen gleichzeitig<br />

Körper und Geist miteinander. Es sei jedem<br />

selbst überlassen, seinen eigenen Weg in die Welt<br />

der Kampfsportarten zu finden. Doch was Kampfkünste<br />

bzw. die Kampfsportarten letztendlich ausmacht,<br />

ist der Lebensweg den sie vorgeben und das<br />

Leben, so General Choi, soll man genießen. •<br />

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life & style<br />

reise<br />

life & style<br />

reise<br />

Ein besonderes Highlight des<br />

Abama Golf und Spa Resort<br />

stellen seine zwei Sterne-restaurants,<br />

der Gourmettempel<br />

M.B und das „Abama<br />

Kabuki“, dar. Benannt nach<br />

den Initialen seines Direktors Martín<br />

Berasategui kann sich das M.B Restaurant<br />

seit 2009 mit drei Michelin Sternen<br />

zieren. Der baskische Küchenchef kreiert<br />

dabei lukullische Höhepunkte wie etwa<br />

„Gebratene Seezunge an Reis Creme und<br />

geräucherter norwegischer Hummersauce“.<br />

Um die Qualität der Speisen zu garantieren,<br />

beziehen das M.B und alle anderen<br />

Restaurants des Abama Obst und Gemüse<br />

von der eigenen biologisch-organischen<br />

Farm „Acevedo“.<br />

Die acht restlichen Restaurants des<br />

Abama bieten einen kulinarischen Streifzug<br />

durch die Welt. Von argentinischer<br />

Küche im „La Pampa“ über Fischspezialitäten<br />

vor balinesischem Hintergrund im<br />

Golfplatz des Abama Resort<br />

„El Mirador“ zu den exotischen Kreationen<br />

des japanisch-mediterranen „Abama<br />

Kabuki“, welches soeben einen Michelin<br />

Stern erhielt, mit seiner Spezialität „Wagyu<br />

Kobe Beef“ kommt jeder Gaumen auf<br />

seine Kosten. Somit ist das Abama das<br />

einzige Hotel Spaniens mit zwei Sternerestaurants.<br />

•<br />

Stilvoll Entspannen<br />

Nicht nur Gourmets erfreut das<br />

Abama, auch Ästheten werden von der<br />

reizvollen Anlage bezaubert. Die Luxusoase<br />

thront wie eine marokkanische Kasbah<br />

über dem Atlantik und bietet einen majestätischen<br />

Blick auf die Nachbarinsel La<br />

Gomera. Kunstvolle Architektur und subtropische<br />

Landschaft verbinden sich in<br />

perfekter Symbiose. Das weitläufige Areal<br />

bietet Platz für tropische Gärten, die nach<br />

Feng Shui Prinzipien angelegt wurden<br />

Sterneküche auf den<br />

Kanaren<br />

Auf der „Insel des ewigen Frühlings“,<br />

Teneriffa, findet man nicht nur Erholung<br />

vom Alltag, sondern auch eine Vielzahl an<br />

lukullischen Gaumenfreuden. Das Abama<br />

Golf & Spa Resort beheimatet insgesamt<br />

neun Restaurants für ein buntes Kaleidoskop<br />

an kulinarischen Variationen.<br />

Text: Stefan Tauchhammer<br />

Blick von Teneriffa auf die<br />

Nachbarinsel La Gomera<br />

»Seit 35 Jahren widme ich<br />

Körper und Seele dem, was<br />

ich am meisten liebe:<br />

Kochen.<br />

«<br />

Martín Berasategui<br />

Fotos: Abama Golf & Spa Resort<br />

Info<br />

Teneriffa<br />

Länderinfo: Teneriffa (span.<br />

Tenerife) ist die größte der<br />

Kanarischen Inseln und gehört<br />

zu Spanien. Die Insel ist<br />

etwa 80 Kilometer lang, bis<br />

zu 50 Kilometer breit und<br />

hat eine Fläche von 2057<br />

Quadratkilometern. Sie ist<br />

mit 906.854 Einwohnern die<br />

bevölkerungsreichste Insel<br />

Spaniens. Die Hauptstadt<br />

ist Santa Cruz de Tenerife.<br />

Die Einheimischen werden<br />

Tinerfeños genannt.<br />

Klima: Das, was Teneriffa<br />

zu einem idealen Ganzjahresreiseziel<br />

macht, ist<br />

das ausgeglichene Klima.<br />

Temperaturen zwischen 17<br />

und 26 Grad Celsius, bis zu<br />

10 Sonnenstunden am Tag<br />

und Wassertemperaturen<br />

zwischen 18 und 23 Grad<br />

sind verantwortlich für das<br />

Wohlfühlklima.<br />

Geografie: Teneriffa ist eine<br />

Vulkaninsel. Sie gehört – wie<br />

alle Kanarischen Inseln –<br />

topographisch zu Afrika,<br />

liegt rund 250 Kilometer vor<br />

der Küste Marokkos und der<br />

Westsahara, ist aber rund<br />

1300 Kilometer von der<br />

Südküste des spanischen<br />

Mutterlandes entfernt.<br />

Abama: Der Name Abama<br />

hat seinen Ursprung in einer<br />

Pflanze, die zu den Liliengewächsen<br />

gehört und auf<br />

dem Areal des Abama Golf<br />

& Spa Resorts vorkommt.<br />

Kontakt<br />

Abama<br />

Golf &<br />

Spa Resort<br />

Guía de Isora,<br />

Teneriffa, Spanien<br />

Tel: (+34) 922 126 000<br />

Reservierungen:<br />

(+34) 902 105 600<br />

E-mail:<br />

reservations.abama@ritz<br />

carlton.com<br />

www.abamahotelresort.com<br />

und von einem Bach durchzogen werden. Ideal,<br />

um bei einem Spaziergang die Sinne schweifen zu<br />

lassen und sich an Hibiskus, roten Aloe-Verablüten<br />

und dem frischen Duft von Zitrusfrüchten zu<br />

erfreuen.<br />

Zu sich selbst finden kann man am besten bei<br />

einer der unzähligen Wellnessbehandlungen des<br />

Spa Bereichs. Hier kann man aus Behandlungen<br />

wie z.B. „Bamboo Legends“, einer Ganzkörpermassage<br />

mit Bambusstäben, natürlichen Pflanzenextrakten<br />

und Körperölen wählen.<br />

Nicht zuletzt bietet das Resort die Möglichkeit<br />

sich auf dem Grün zu bewegen Der hoteleigene<br />

Golfplatz bietet mit seinen 18 Löchern und abwechslungsreichem<br />

Terrain ambitionierten Spielern<br />

die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis<br />

zu stellen, und bei all dem Schlemmen und Entspannen<br />

nicht auf die Fitness zu vergessen. •<br />

104 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 105


life & Style<br />

reise<br />

life & Style<br />

reise<br />

»Die Ruhe der Seele ist ein<br />

herrliches Ding.<br />

«<br />

Johann Wolfgang<br />

von Goethe<br />

•<br />

Liebe geht durch den Magen<br />

Beim Blick in die Menükarte des Restaurants<br />

„Ai Campanili“ läuft einem das Wasser im Mund<br />

zusammen: Risotto mit Jakobsmuscheln und<br />

Steinpilzen, hausgemachte Nudeln, Kartoffel-<br />

Kürbis-Gnocchi mit Taschenkrebssauce und zum<br />

Nachtisch Schokoladenmousse mit Pistazien.<br />

Ausgezeichnete Köche lassen mit Geschick und<br />

großem Können die traditionelle lokale Küche<br />

wieder aufleben. Mit einer großen Auswahl der<br />

besten italienischen Weine wird das Dinner<br />

schnell zu einem Gaumenerlebnis für alle Sinne.<br />

Nicht umsonst wird „Ai Campanili“ von vielen<br />

Gourmetführern als das beste Fischlokal Norditaliens<br />

gehandelt. Qualität muss nicht teuer sein, so<br />

bietet das Restaurant günstige Mittagsmenüs für<br />

Businessleute an.<br />

•<br />

Stilvolle Lebensart<br />

Das heutige „Romantik Hotel“ verfügt über 35<br />

gemütliche Zimmer, ausgestattet mit jedem Komfort.<br />

Die acht Suiten sind historisch besonders<br />

wertvoll, reich an Fresken, Stuckwerk und Dekorationen.<br />

Die Villa mit ihren eleganten Räumlichkeiten<br />

und die Barchessa dienen auch als stimmungsvoller<br />

Rahmen für Kunstausstellungen, Feiern,<br />

Club-Meetings, Kongresse, Firmenpräsentationen<br />

und festliche Diners. Sie ist vor allem auch ein<br />

wundervoll romantischer Ort, um unvergessliche<br />

Hochzeitsfeiern zu erleben.<br />

Die im siebzehnten Jahrhundert<br />

im malerischen<br />

und mittelalterlichen<br />

Städtchen Portobuffolé<br />

erbaute Villa hatte<br />

schon damals als einer<br />

der prachtvollsten und größten Landsitze<br />

zwischen dem Friaul und dem Veneto<br />

einen klangvollen Namen und war der<br />

Sommersitz der Familie des Dogen Giustinian.<br />

Inmitten des zauberhaften Ortes<br />

voll Poesie und Charme konnte das Haus<br />

mit seiner jahrhundertealten romantischen<br />

Architektur bis heute unverändert<br />

bewahrt werden.<br />

Villa Giustinian –<br />

Märchenhafte Villa<br />

Zwischen Udine und Venedig liegt das<br />

verschlafene Städtchen Portobuffolé versteckt.<br />

Dort befindet sich, inmitten eines<br />

weitläufigen Parks, die romantische Villa<br />

Giustinian. 1988 entdeckte die Hoteliersfamilie<br />

Berto den alten Ansitz und verliebte<br />

sich spontan.<br />

Text: SOCIETY<br />

Fotos: Villa Giustinian<br />

•<br />

Venezianische Villenkultur<br />

Dank einer aufwendigen Restaurierung wurde<br />

die Villa zu einem Hotel und Restaurant mit der<br />

typisch warmen, romantischen Atmosphäre des<br />

venezianischen Stils adaptiert. Seither ist die Villa<br />

Giustinian für die einheimische Bevölkerung und<br />

für Besucher aus aller Welt, im Sinne herzlicher<br />

Gastlichkeit, zu neuem Leben erblüht. Die Villa<br />

ist von einem großen Park im italienischen Stil<br />

umgeben, einer Oase des Friedens für Gäste, die<br />

die Ruhe des Landlebens lieben. Im Sommer ist er<br />

der ideale Ort, um nach einem Venedigbesuch in<br />

den großzügigen Outdoorpool abzutauchen und<br />

sich entspannt der Lektüre des Lieblingsbuchs zu<br />

widmen.<br />

Info<br />

Der historische Garten der<br />

Villa Giustinian<br />

Albergo Ristorante<br />

Villa Giustinian<br />

I-31019 Portobuffolé Treviso<br />

Via Giustiniani 11<br />

Tel +39 (0) 0422 / 85 02 44<br />

Fax +39 (0) 0422 / 85 02 60<br />

info@villagiustinian.it<br />

www.villagiustinian.it<br />

•<br />

Portobuffolé – Italiens kleinste<br />

Stadt<br />

Wohl in keinem anderen Ort der Provinz Treviso<br />

scheinen Gegenwart und ferne Vergangenheit<br />

so märchenhaft zu verschmelzen, wie in Portobuffolé.<br />

Ein antiker Ort, fernab der großen Verbindungsstraßen,<br />

dessen stille Gassen mit ihren<br />

alten, durch Wappen und Malereien geschmückte<br />

Häuser den Besucher unwillkürlich in eine längst<br />

versunkene Zeit zurückversetzen. Einst ein wichtiger<br />

Handelsplatz ist es heute ein fast verlassenes<br />

Städtchen, das nur beim renommierten Antiquitätenmarkt<br />

und bei sehenswerten Ausstellungen<br />

und künstlerischen Aufführungen zu buntem Leben<br />

erwacht.<br />

•<br />

106 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 107


life & style<br />

kinderhotel<br />

life & style<br />

kinderhotel<br />

Damit ein Urlaub mit Kindern<br />

zu einem erholsamen<br />

Erlebnis wird, ist<br />

es wichtig, dass es einerseits<br />

altersgerechte Freizeitangebote<br />

gibt und<br />

dass andererseits die Eltern auch einmal<br />

Gelegenheit haben, sich zu entspannen.<br />

Vor über zwanzig Jahren wurde daher die<br />

Idee der Kinderhotels geboren, bei der die<br />

Familie als Ganzes im Mittelpunkt steht.<br />

Dabei sind gemeinsame Erlebnisse genauso<br />

wichtig wie auch die Möglichkeit, Zeit<br />

für sich oder zu zweit zu genießen. Und<br />

nur wer seine Kinder gut betreut und aufgehoben<br />

weiß, ist im Urlaub entspannt<br />

und kann sich erholen.<br />

•<br />

Freizeitangebot für jedes Kind<br />

Hotels der Marke „Kinderhotels“ bieten<br />

für Kinder aller Altersgruppen vom Baby<br />

ab der zweiten Lebenswoche bis zum Teenager<br />

passende Freizeitangebote und professionelle<br />

Betreuung durch ausgebildete<br />

Mitarbeiter an. Für die ganz Kleinen gibt<br />

es großzügige Spielbereiche, Kinderpools,<br />

Hokus-Pokus-Zauberschulen, Kindertheater<br />

und vieles mehr. Größere Kinder können<br />

die Natur rund um das Hotel erkunden<br />

und Wissenswertes über Wald und<br />

Wiese lernen. Aber auch echte Action wie<br />

Mountainbiken, Klettern oder Reiten und<br />

vieles mehr steht auf dem Programm.<br />

Im Hotelangebot finden die Kinder<br />

auch die Möglichkeit, altersgerecht das<br />

Schwimmen oder Skifahren zu erlernen.<br />

In den Schwimmkursen nach der Methode<br />

der „Fred Swim Academy“ planschen<br />

Babys schon ab vier Monaten unter professioneller<br />

Anleitung im Schwimmbecken<br />

und bekommen ein Gefühl für die<br />

Bewegung im Wasser. Jedes Kind, egal in<br />

welchem Alter und in welcher Entwicklungsphase,<br />

erfährt durch einen speziell<br />

ausgebildeten Schwimmlehrer professionelle<br />

Unterstützung beim Erlernen der<br />

richtigen Schwimmtechnik.<br />

Im Winter ist Skifahren angesagt.<br />

„Windelwedeln“ ist der ultimative Spaß,<br />

bei dem die Kids schon ab zwei Jahren<br />

ganz spielerisch lernen, wie man auf Skiern<br />

einen Hügel hinab rutscht. Geprüfte<br />

Skilehrer achten auf die Sicherheit der<br />

Kinder, die Gruppen bestehen aus maximal<br />

fünf Kindern und das Übungsgelände<br />

ist kindergerecht gestaltet. „Zauberteppiche“<br />

befördern die kleinen Windel-Wedler<br />

sicher an das obere Ende der Übungspiste.<br />

Die nur sanft abfallenden Skihänge sind<br />

mit Smileys, Röhren, kleinen Buckeln und<br />

anderen lustigen Herausforderungen gestaltet.<br />

Eine Marke<br />

für Kinder<br />

Wie gehen im Familienurlaub Freizeitspaß<br />

und Entspannung zusammen? Die<br />

„Kinderhotels Europa“ machen es möglich<br />

mit Freizeitangeboten für die Kinder,<br />

kompetenter Betreuung und eigenen<br />

Erholungsoasen für die Eltern.<br />

Text: SOCIETY<br />

»In den Kinderhotels<br />

steht<br />

die Familie als<br />

Ganzes im Mittelpunkt.<br />

«<br />

Siggi Neuschitzer<br />

Kinderhotels Europa<br />

•<br />

Erholung für die<br />

Eltern<br />

In den Kinderhotels sind gemeinsame<br />

Erlebnisse zwischen<br />

Eltern und Kinder genauso wichtig<br />

wie die Möglichkeit, sich Zeit<br />

für Erholung oder eigene Aktivitäten<br />

zu nehmen. Während<br />

die Kinder betreut sind, können<br />

die Eltern entweder eigenen<br />

Aktivitäten frönen – Wandern,<br />

Klettern, Bergsteigen, Reiten, Skifahren<br />

etc. – oder sich im Wellness-Bereich<br />

verschönern lassen<br />

und wieder in Schwung bringen.<br />

Massagen, Schönheitsbehandlungen,<br />

Sauna und Ruhebereich<br />

sind ausschließlich für Erwachsene<br />

reserviert. Abends wissen<br />

die Eltern ein romantisches Dinner<br />

auch ohne Kinder zu schätzen,<br />

die derweil im Spielzimmer<br />

betreut werden. Wer spät abends<br />

noch auf einen Drink gehen<br />

möchte, nimmt einfach das zimmereigene<br />

Babyphon mit und<br />

kann so ganz beruhigt die Zeit<br />

genießen.<br />

•<br />

Grosse Auswahl an<br />

Hotels<br />

Alle 48 Hotels der Marke Kinderhotels<br />

liegen in den schönsten<br />

Feriengegenden Österreichs,<br />

Deutschlands, Südtirols<br />

und Kroatiens. Ob inmitten alpiner<br />

Kulisse, an Seen oder am<br />

Meer – alle Mitgliedsbetriebe<br />

befinden sich in paradiesischer<br />

Lage in verkehrsberuhigten<br />

Gegenden oder mitten in der<br />

Natur. Alle Hotels haben Spezielles<br />

für jeden Geschmack zu<br />

bieten: zum Beispiel liegt das<br />

„Heidi-Hotel“ auf 1.900 Metern<br />

Seehöhe in den romantischen<br />

Kärntner Nockbergen; „Dorf<br />

Kleinwild“ ist ein kindergerechtes<br />

Feriendorf mit Biotopteich,<br />

Streichelzoo und Wasserspielplatz;<br />

„Hotel Vespera“ auf der<br />

kroatischen Insel Mali Losinj<br />

lädt zum kindergerechten<br />

Meeresurlaub ein; „Hotel Alpenrose“<br />

in Tirol ist ein luxuriöses<br />

Vier-Sterne-Hotel; „Gina’s<br />

Kinderhotel“ in Drobollach in<br />

Kärnten hat die Form eines<br />

Schiffes; „Europas 1. Baby- &<br />

Kinderhotel“ in Trebesing/Kärnten<br />

bietet Betreuung schon ab<br />

dem siebten Lebenstag des Babys<br />

an; vom „Ballonhotel“ in<br />

der Steiermark starten regelmäßig<br />

Heißluftballonfahrten und<br />

im „Kinderhotel Alpina“ warten<br />

ein Geisterzug und Geisterberg<br />

mit Luft-, Feuer-, Erd- und Wassergeistern<br />

auf die Kinder.<br />

•<br />

Facts<br />

Kinderhotels<br />

Europa GmbH<br />

Unter der Marke „Kinderhotels<br />

Europa GmbH“ firmieren<br />

48 Hotels in Österreich,<br />

Italien, Deutschland und<br />

Kroatien. Die Marke steht<br />

für höchste Sicherheitsstandards<br />

(TÜV-geprüft),<br />

besitzt ein eigenes Smiley-<br />

Bewertungssystem (drei,<br />

vier oder fünf Smileys) und<br />

schult seine Mitarbeiter in<br />

eigenen Kinderhotel-Akademien<br />

für den Umgang<br />

mit Kindern. Ausstattung,<br />

Verpflegung, Spielbereiche<br />

und Serviceleistungen der<br />

Hotels müssen bestimmten<br />

auf Familien mit Kindern<br />

zugeschnittenen Kriterien<br />

gerecht werden.<br />

Kontakt<br />

Kinderhotels Europa<br />

Seeblickstraße 49a<br />

A-9580 Villach-Drobollach<br />

Tel.: +43-(0)4254-4411<br />

Fax: +43-(0)4254-4555<br />

office@kinderhotels.com<br />

www.kinderhotels.com<br />

108 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong> | 109


life & Style<br />

kulinarik<br />

SOLE – Restaurant<br />

der Musikstars<br />

Dirigent Christian Thielemann,<br />

Staatsopern-Chef Dominique Meyer<br />

und Aki Nuredini vor dem SOLE in der<br />

Annagasse<br />

Künstler, Musiker und Schauspieler zieht es nach<br />

Premieren und Auftritten an einen besonderen<br />

Ort in der Wiener Innenstadt: das Restaurant<br />

SOLE ist ein beliebter Treffpunkt der österreichischen<br />

Prominenz geworden.<br />

Text: Meinhard Rüdenauer<br />

Großes Triumvirat im SOLE: Die<br />

Dirigierstars Seiji Ozawa und Daniel Barenboim<br />

und über ihnen Peter Gelber,<br />

der Direktor der New Yorker „Met“<br />

So wurde im SOLE Daniel Barenboims<br />

Geburtstag gefeiert<br />

Stammgast Plácido Domingo verewigt<br />

sich zum x-ten Mal im Gästebuch<br />

Kontakt<br />

Ristorante<br />

Sole<br />

Annagasse 8-10, 1010 Wien<br />

Mo. bis So. 11.00-23.30 Uhr<br />

Tel. +43 (0)1 / 513 40 77<br />

E-Mail: office@trattoria-sole.at<br />

www.ristorante-sole.at<br />

Plácido Domingo und Aki Nuredini<br />

In unmittelbarer Nähe zu Wiener Staatsoper,<br />

Musikverein und Konzerthaus Wien,<br />

gelegen, zieht es viele Künstler, Musiker,<br />

Stars und deren Verehrer nach ihren Premieren<br />

in das Lokal von Aki Nuredini.<br />

Sein altes, historisches Gemäuer und die<br />

Fassade aus dem frühen 18. Jahrhundert erzeugen<br />

zusammen mit dem barocken Gewölbe eine behagliche,<br />

dezent-elegante Stimmung. .<br />

•<br />

30 Jahre SOLE<br />

Aki Nuredini ist seit drei Jahrzehnten der souveräne<br />

Padrone des SOLE. Und das Jubiläum seiner<br />

dreißigjährigen Regentschaft wurde mit feinem<br />

Essen und höchst nobler Kultur gefeiert.<br />

Viele der immer wieder in Wien gastierenden<br />

Künstler sind hier Stammgäste. Gesangsstar Ferruccio<br />

Furlanetto etwa, Anna Netrebko, Zubin<br />

Mehta, Christian Thielmann ... um nur einige zu<br />

nennen. Der große Daniel Barenboim lud Mitglieder<br />

der Wiener Philharmoniker nach einer<br />

gemeinsamen sonntäglichen Matinee zu einem<br />

festlichen Menü anlässlich seines 70. Geburtstages<br />

ein. Mitten unter ihnen befand sich auch<br />

Plácido Domingo. Und mit seinem Dirigierkollegen<br />

Georges Prêtre kam es zum freundschaftlichen<br />

Händeschütteln.<br />

•<br />

Förderer der Kultur<br />

Padrone Nuredini zeigt besonderen Einsatz für<br />

seine Getreuen. Für Renato Bruson arrangierte<br />

er im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek<br />

ein Buchpatenschaft-Festkonzert. Ein<br />

Ballettpreis-Sponsorship gab es für Prisca Zeisel,<br />

das Nachwuchstalent des Wiener Staatsballetts.<br />

Musikevents im Palais Schwarzenberg wie im Marmorsaal<br />

der Staatsoper entstanden ebenfalls auf<br />

Nuredinis Initiative.<br />

•<br />

St. Anna<br />

Die schmucke Barockkirche St. Anna mit ihren<br />

Kunstschätzen, genau vis-à-vis vom Restaurant gelegen,<br />

begrüßt zur rechten abendlichen Stunde mit<br />

Glockengeläute die Gäste des SOLE. So manche Musik-Koryphäe<br />

unter diesen tritt auch gern zum Musizieren<br />

in St. Anna an. Dirigent Frederic Chaslin<br />

setzt sich immer wieder an die Orgel, Philharmoniker-Flötist<br />

Günter Federsel gibt sich barocker Spielfreude<br />

hin oder wagt sich gar auch an eine Uraufführung.<br />

Schließlich ist ein ganzes Orchester hier<br />

zuletzt angetreten: Maestro Pasquale Menchise ist<br />

mit dem von ihm geleiteten Orchstra Sinfonica<br />

Lucana aus Potenza angereist gekommen, um für<br />

die südliche Region Basilicata mit echtester Italianità<br />

Werbung zu machen und Italiens Botschafter<br />

mit Verdi- und Mascagni-Melodien zu erfreuen.<br />

Lächelnd fügt uns Plácido Domingo schließlich<br />

noch ergänzend hinzu: „Der Magen geht dort hin,<br />

wo es ihm gut gefällt.“ Also, Maestro Domingo folgt<br />

gehorsam seinem guten Bauchgefühl und spaziert<br />

bei seinen häufigen Wien-Besuchen mit Gattin<br />

Marta und Sohn Plácido jr. locker und gut gelaunt<br />

als treuer Stammgast in Aki Nuredinis SOLE. •<br />

Fotos: Nuredini, Still A Life<br />

110 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


EIN WOCHENENDE WIE EIN URLAUB IM GRANDHOTEL PANHANS ****<br />

<br />

12.00 – 14.00 Uhr<br />

Besondere Geschenksideen für Weihnachten!<br />

Nur eine Stunde von Wien entfernt, finden Sie im Grandhotel Panhans am Zauberberg Semmering individuelle<br />

Wohnqualität in 113 Zimmern. Kulinarische Genüsse werden in stilvollen Restaurants, „Café Wien“, Vinothek und<br />

der American Bar präsentiert. Der Vital Club mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool, u.v.m. lädt zum Entspannen ein.<br />

Zahlreiche Massage- und Kosmetikangebote! PANHANS AKTIE: Sonderpreis für ein Wochenende (von<br />

Freitag bis Sonntag oder Samstag bis Montag) inklusive Buffetfrühstück, Halbpension und Nutzung des Vital Clubs<br />

zum Preis von € 364,-- für 2 Personen im Doppelzimmer mit Blick auf den Sonnwendstein bei Bestellung bis<br />

23.12.<strong>2012</strong>. Der Gutschein ist 1 Jahr gültig!<br />

THEATERABENDE IM FESTSAAL<br />

Eine ideale Geschenksidee!<br />

Genießen Sie Unterhaltung, Crime, Comedy und<br />

in exquisites 4-Gang-Dinner.<br />

Samstag, 19. Jänner 2013 Dinner & Crime<br />

Samstag, 16. Februar 2013 Dinner & Crime<br />

Samstag, 13. März 2013 Chaos Kellner Show<br />

Beginn: jeweils 19.00 Uhr. Der Theaterabend inkludiert Aperitif und<br />

exquisites 4-Gang Menü im Festsaal. Preis: ab Euro 69,-- pro<br />

Person. Nächtigungsarrangements und Gutscheine<br />

in edler Geschenksmappe sind erhältlich.<br />

Sonntag, 9. Dezember <strong>2012</strong> – Adventbrunch<br />

Sonntag, 25. Dezember <strong>2012</strong> – Christmasbrunch


life & style<br />

reise<br />

Naturnah und elegant<br />

Das Martinhal Beach Resort & Hotel überzeugt<br />

mit architektonischer Brillanz und der Schönheit<br />

der Westalgarve.<br />

Text: SOCIETY<br />

Blick auf die Anlage<br />

Kap St. Vincent<br />

Rezeption<br />

Kontakt<br />

Martinhal<br />

Beach Resort<br />

& Hotel<br />

Apartado 54<br />

8650-908 Sagres<br />

Telefon: +351 282 240 200<br />

Fax: +351 282 240 260<br />

info@martinhal.com<br />

www.martinhal.com<br />

Inmitten des Costa Vicentina Nationalparks,<br />

in der westlichen Algarve, liegt<br />

das luxuriöse Fünfsterne-Luxushotel<br />

Martinhal Beach Resort & Hotel. Mit einem<br />

fantastischen Blick auf den Atlantischen<br />

Ozean und das nahegelegene, verträumte<br />

Fischerdorf Sagres ist es der ideale Ort,<br />

um dem Alltag zu entfliehen.<br />

Seit zwei Jahren sind Besucher und Gäste<br />

unverändert begeistert von der hohen Qualität<br />

der Ausstattung und der architektonischen<br />

Brillanz der Anlage, die von dem Ehepaar<br />

Roman und Chitra Stern eröffnet wurde. Damit<br />

ihr ambitioniertes Vorhaben Realität werden<br />

konnte, zogen sie den „König der britischen Architekten“,<br />

Sir Terence Conran, zu Rate. Das Resultat<br />

ist das exklusivste Familienresort in Südeuropa,<br />

das selbst höchste Erwartungen übertrifft.<br />

•<br />

Ökologie im Fokus<br />

Neben der Familienfreundlichkeit standen vor<br />

allem ökologische Aspekte im Fokus des Bauvorhabens.<br />

Umweltbewusstsein nimmt in der Philosophie<br />

der Martinhal-Betreiber einen hohen<br />

Stellenwert ein. Bei den renommierten Homes<br />

Overseas Awards wurde das Martinhal mit dem<br />

Gold Award für den weltweit besten Entwurf im<br />

Landschaftsbau ausgezeichnet. Umgeben von<br />

75 Millionen Quadratmetern Naturpark und 22<br />

atemberaubenden Stränden könnte die Lage des<br />

Familien-Beachresorts nicht schöner sein. Drei<br />

familienfreundliche Restaurants, diverse Kinderclubs,<br />

das Finisterra Spa, fünf Pools und jede<br />

Menge Freizeitspaß wie Surfen, Tauchen, Tennis,<br />

Biken u. v. m. erfüllen Familien in der wilden<br />

Schönheit der Westalgarve Urlaubsträume.<br />

•<br />

Wildromantischer Finis Terrae<br />

Sagres ist ein mystischer Ort voller Geschichte.<br />

Er liegt am südwestlichsten Punkt Europas und<br />

wurde lange als „Ende der Welt“ angesehen – so<br />

lange, bis von dort aus portugiesische Seefahrer die<br />

Welt erkundeten. Die Strände rund um das Martinhal<br />

haben ihre Ursprünglichkeit und Schönheit<br />

bewahrt und sind bei Surfern sehr beliebt. Dabei ist<br />

das Resort der erste Fünfsterne-Surfspot in Portugal<br />

(Familiensurfwochen 22.03. – 08.04.13). Lange Sandstrände<br />

wechseln sich mit kleinen Buchten ab, die<br />

traumhafte, abgeschiedene Strände bieten. Sportliche<br />

und Erholungsuchende finden in dem mediterranen<br />

Resort das ganze Jahr über ein mildes Klima,<br />

um aktive Urlaubstage zu verbringen. •<br />

Fotos: Martinhal Beach Resort & Hotel<br />

112 | <strong>Society</strong> 2_<strong>2012</strong>


life & style<br />

kulinarik<br />

Himmlisch schön<br />

Das TIAN lotet die Vielfältigkeit der vegetarischen<br />

Küche aus und reizt die Geschmacksknospen immer<br />

wieder aufs Neue. Den Hauben-Tempel des<br />

bewussten Genusses findet man direkt vis-à-vis<br />

des Theater Ronacher.<br />

Text: SOCIETY<br />

Fotos: Michael Stelzhammer, Jürgen Hammerschmid<br />

Für die kulinarische Raffinesse steht<br />

Küchenchef Paul Ivic, der eine besondere<br />

Liebe und Begeisterung für ungewöhnliche<br />

und nachhaltige Zutaten<br />

mitbringt. So findet man auf der<br />

Speisekarte Gerichte wie „Marchfelder<br />

Artischocke mit Bourbon-Vanille und Mais“ oder<br />

„Spinatmarubini mit Trüffel“. Das brachte dem<br />

TIAN nun auch 14 Punkte – eine Haube im aktuellen<br />

Gault Millau Österreich.<br />

Mit Alexander Adlgasser ist einer der hochkarätigsten<br />

Sommeliers mit an Bord. Die Gäste erwartet<br />

eine von Adlgasser persönlich verfasste Weinkarte<br />

mit 315 Positionen aus aller Welt. Selbstverständlich<br />

handschriftlich und mit Veltlinertinte aus<br />

einer seiner edlen Füllfedern geschrieben.<br />

•<br />

Heavenly Food<br />

TIAN explores the rich variety of vegetarian cuisine<br />

and tickles your taste buds with an array of<br />

new taste sensations. You can find the temple of<br />

indulgence with a conscience across the street of<br />

the Ronacher theatre, on the corner of Himmelpfortgasse-Seilerstätte.<br />

Chef de cuisine Paul Ivic is famous for his culinary<br />

refinement. He has a special affinity and<br />

ardour for extraordinary and sustainable ingredients.<br />

The menu features dishes like “Marchfeld<br />

artichoke with bourbon vanilla and corn” or<br />

“spinach marubini (pasta from the Lombardy region)<br />

with truffle”. As a result, TIAN was rewarded<br />

with 14 points, or one “toque” in the current<br />

Gault Millau Austria.<br />

TIAN also took Alexander Adlgasser on board,<br />

one of the finest sommeliers in this country.<br />

Guests can expect a very personal wine menu<br />

with 315 items from all over the world. Of course,<br />

his menu is handwritten with Veltliner ink and<br />

of one of his precious fountain-pens. Experience<br />

the taste of TIAN in Himmelpfortgasse 23, 1010<br />

Vienna.<br />

•<br />

Kontakt<br />

TIAN<br />

Öffnungszeiten<br />