Gemeindezeitung-2018-FINAL-DRUCK

bluepuma

Amtliche Mitteilung Ausgabe 69 Dezember 2018

LaUENTNA

Dorfzeitung

FROHE WEIHNACHTEN

UND FÜR DAS NEUE JAHR 2019

VIEL GLÜCK, GESUNDHEIT UND ZUFRIEDENHEIT

wünscht

Bürgermeister 1 Oswald DIE GEMEINDE Kuenz mit INFORMIERT Gemeinderat DEZEMBER 2016


INHALTSVERZEICHNIS

DIE GEMEINDE INFORMIERT 3

BUNTE SEITEN 41

FREIWILLIGE FEUERWEHR 43

FORST 46

JAGDVEREIN 48

LANDJUGEND LAVANT 50

ORTSBAUERNSCHAFT 52

TIROLER BAUERNBUND 54

OBST- UND GARTENBAUVEREIN 56

NATUR IM GARTEN 57

JAGDHORNBLÄSER 58

LAUENTNA BLECH 60

MUSIK 62

PFARRE LAVANT 63

KINDERGARTEN 64

VOLKSSCHULE LAVANT 66

SPORTUNION 69

DOLOMITENGOLF 70

DIE GSELLIG´N 72

VERANSTALTUNGS- UND KULTURAUSSCHUSS 73

ORTSCHRONIK LAVANT 74

ROTES KREUZ 77

HILFE BEI DEMENZ 78

IMPRESSUM

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Bürgermeister Oswald Kuenz für „Die Gemeinde informiert“

und der jeweilige Berichterstatter der Vereine.

Layout und Grafik: BLUEPUMA Werbeagentur, Lienz Druck: Printings Auflage: 270 Stk.

Fotos: Archiv der Gemeinde, Oswald Kuenz, Philipp Pacher, Andrea Schett, Franz Brunner, Vereine und Private

2 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


DAS JAHR 2018 IM RÜCKBLICK UND VORSCHAU

AUF DAS JAHR 2019

LIEBE LAVANTERINNEN UND LAVANTER!

LIEBE LESERINNEN UND LESER DER LAUENTNA DORFZEITUNG!

Dieses Bauvorhaben wurde unter maximaler Ausnutzung

des kleinen und beengten Bauplatzes, großzügig

vom Altbestand aus in Richtung Gilger Brücke

verwirklicht.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Baulanderschließung

für die Bauplätze der Fam. Stefanie und Christof

Ganeider und der Fam. Maria und Florian Wieser,

sowie die Erschließung der neuen Hofstelle „Oberbacher“

östlich der Hofstelle „Gilger“ für die Fam. Johanna

und Florian Kuenz. Gesamtkosten rund

110.000,-- €.

Die Gemeinde hat den baufälligen „Mesner Stadel“

am Beginn des Kirchweges von den Pfarrpfründen erworben.

Aufgrund eines Sachverständigengutachtens

musste der desolate und einsturzgefährdete „Mesner

Stadel“ abgetragen werden.

Wieder geht ein Jahr zu Ende, und die meisten von

uns werden viele Ziele verfolgt und erreicht haben.

Manche werden Krisen überwunden haben, sei es im

Beruf, im Betrieb oder in der Familie. Der Blick zurück

lässt uns unsere wahren Stärken erkennen.

Wir erinnern uns gerne an Gelungenes, Erreichtes und

Erfreuliches. Leider werden auch Gedanken an die

trüben Seiten des Alltages wie Krankheit, Probleme

und Schicksalsschläge wieder wach. Vieles relativiert

sich damit im Laufe eines Jahres, die Begrenztheit von

all dem rückt mehr ins Bewusstsein.

Der Ausklang des Jahres verspricht Ruhe, um zu verschnaufen

und um Kraft zu tanken für neue Vorhaben

– die wir mit wiedererkannter und wiedererlangter

Stärke im neuen Jahr 2019 angehen können.

Liebe Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger,

liebe interessierte Leser unserer Dorfzeitung. Ein arbeitsreiches

und ereignisreiches Jahr 2018 geht nun

dem Ende zu. Ein Jahr, das uns wieder stark gefordert

hat. In der Familie, im Beruf, im Vereinsleben und in

der Gemeinde. Vieles konnte gemeinsam geschaffen

und erledigt werden.

Unter anderem war der Um- und Zubau des Gemeindebauhofes

mit Gesamtkosten i.d.H.v. rd. € 875.000

eine große Herausforderung.

Unser Kindergarten ist derzeit im Keller der Volksschule

untergebracht. Aufgrund des beengten Raumangebotes

ist es dringend notwendig den Kindergarten zu

vergrößern. Wegen der Dringlichkeit hat sich der Gemeinderat

bereits in mehreren Sitzungen einstimmig

für einen barrierefreien Neubau des Kindergartens

ausgesprochen. Diese Baumaßnahmen sind im Voranschlag

2019 und 2020 mit rund 798.000,-- € enthalten.

Zusätzlich wird das Bauwerk unterkellert. Im Keller

werden ein Heizraum, ein Pelletslager, ein Technikraum

für den Kindergarten und weitere Abstellräume

untergebracht. Die neue Pelletsheizung mit einer

Leistung von rd. 200 kW wird in der Zukunft den neuen

Kindergarten, das Mehrzweckhaus mit FF, Gemeindeamt,

Gemeindesaal und Römerstube, sowie die

Volksschule mit Turnsaal und Wohnungen mit Wärme

versorgen. Die Mehrkosten für die Unterkellerung des

Kindergartens belaufen sich voraussichtlich auf rd.

€ 100.000. Mit dem Neubau soll im Mai/Juni 2019 begonnen

werden.

Ich bedanke mich bei allen, die sich im Jahr 2018 für

unser Dorf engagiert haben. Ob im Ehrenamt, bei der

Feuerwehr, in den Vereinen, im kirchlichen Dienst,

in der Nachbarschaftshilfe oder sozialen Initiativen,

setzt ihr eure Freizeit, euer Können und eure Erfahrung

ein.

Vielen Dank euch allen! Ihr seid eine unentbehrliche

Bereicherung für unsere Dorfgemeinschaft. Euer

Engagement macht unsere Gemeinde erst lebendig,

eure Leistungen sind unbezahlbar.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

3


Bei meinem Stellvertreter Josef Kaplenig und beim Gemeinderat

bedanke ich mich für die ausgezeichnete

Unterstützung und für die konstruktive Zusammenarbeit.

Einen herzlichen Dank auch an die Gemeindeangestellten

für die umsichtige und selbstständige Arbeit.

Allen Familien, die 2018 mit Sorgen und Trauer leben

mussten, wünsche ich Trost, Kraft sowie Zuversicht

und neuen Mut für das kommende Jahr 2019.

Auch für die Gemeinde geht ein arbeitsreiches und

bewegtes Jahr mit vielen Herausforderungen und

Aufgaben zu Ende.

Eine Vielzahl von Projekten und Vorhaben, die für die

Gemeinde, sowie für die Bürgerinnen und Bürger von

Bedeutung sind, konnten begonnen und/oder fertiggestellt

werden.

In den folgenden Seiten möchte ich einige wesentliche

Projekte und Ereignisse des heurigen Jahres in Erinnerung

rufen und einen Ausblick auf die Vorhaben

im neuen Jahr 2019 geben.

Liebe Lavanterinnen und Lavanter,

geschätzte Leserinnen und Leser der Dorfzeitung,

ich wünsche euch ein fröhliches und friedvolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Familien, Verwandten und Bekannten.

Für den bevorstehenden Jahreswechsel wünsche ich euch viel Freude, sowie ein neues Jahr 2019 mit positiven

Erkenntnissen, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Euer Bürgermeister

Oswald Kuenz

4 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


BESCHLÜSSE AUS DEM

GEMEINDERAT

Nachstehend werden einige wichtige Gemeinderatsbeschlüsse in Kurzform zusammengefasst. Diese Beschlüsse

wurden in einer Gemeindevorstands- und zehn Gemeinderatssitzungen beschlossen :

Alle Beschlüsse findet ihr auch auf unserer Homepage www.lavant.at

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 19.12.2017

• Der Haushalts-Voranschlag für 2018 wird wie folgt festgesetzt:

ordentlicher Haushalt: € 2.036.100,-- in Einnahme und in Ausgabe

außerordentlicher Haushalt: € 625.100,-- in Einnahme und in Ausgabe

Summe OHH und AOHH: € 2.661.200,-- in Einnahme und in Ausgabe

• Beitritt zum Verein „Osttirol Kulturspur – Kulturnetzwerk“ als gemeinsame Vermarktungs-, Bildungs-, Veranstaltungs-

und Restaurierungsplattform aller Osttiroler Kultureinrichtungen.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 27.02.2018

• Beschlussfassung Finanzierungsplan Projekt „Erweiterung Gemeindebauhof“ (Gesamtsumme voraussicht

lich € 925.700,--); Auftragsvergabe Baumeisterarbeiten, Zimmermeisterarbeiten, Dachdecker/Spengler.

(Anmerkung: aktueller Stand November 2018 rd. € 875.000)

Erledigung der Jahresrechnung 2017 gem. § 108 TGO 2001:

OHH Einnahmen € 1.773.946,39

OHH Ausgaben € 1.913.641,91

Ergebnis OHH € - 139.695,22

AOHH Einnahmen € 214.750,68

AOHH Ausgaben € 210.348,94

Ergebnis AOHH € + 4.401,74

• Rauchverbot im gesamten Mehrzweckgebäude ab 20.03.2018.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 10.04.2018

• Projekt Erweiterung Gemeindebauhof: Auftragsvergabe Wasser-, Heizung und Lüftungsinstallationen und

Auftragsvergabe Elektroinstallationen.

• Erweiterung Gemeindestraße im Bereich der OSG-Wohnanlage Dorffelder.

• Unterstützung der Gemeinde für musikalische Früherziehung.

• Neuaufteilung und Grundverkauf Bauplätze Lindensiedlung (2 Einfamilienhäuser).

• Projekt Erweiterung Gemeindebauhof mit Zusatzleistungen: Änderung des Finanzierungsplanes (Gesamtsumme

voraussichtlich € 875.000,--).

• Austausch der alten Überflurhydranten.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 22.05.2018

• Beschlussfassung über die notwendigen Erschließungsarbeiten im Bereich Dorffelder und Hofstelle

Oberbacher.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

5


GEMEINDERATSSITZUNG VOM 04.07.2018

• Umsetzung der DSGVO und Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten (Vergabe an GemNova).

• Ankauf eines Elektroschockgerätes (Defibrillator) für die Gemeinde (zweckmäßiger Standort wird in Absprache

mit dem Roten Kreuz festgelegt).

• Entsendung eines Gemeinderates in den neu zu bildenden TV-Ortsausschuss (anstelle der bisherigen

Arbeitsausschüsse).

• Beschluss Abbruch „Mesner Stadel“.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 24.07.2018

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 25.09.2018

• Darlehensaufnahme € 110.000,-- zur Finanzierung der durchgeführten Straßenbau- und Erschließungsarbeiten.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 15.10.2018

• Neuvermietung der Gemeindewohnung III im VS-Gebäude an Josef Oberhammer

• Gewährung der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe gem. der neuen Richtlinie des Landes Tirol ab 01.01.2019

• Auslagerung Winterdienstarbeiten an die Fa. Gumpitsch

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 23.10.2018

• Ortsaugenschein betreffend Erweiterung bzw. Neubau Gemeindekindergarten.

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 04.12.2018

• Beschlussfassung einer neuen Friedhofsordnung.

• Festlegung der Steuern, Gebühren, Abgaben und Förderungen für das Jahr 2019

• Mietzinsanpassung für das Jahr 2019

• Vorbesprechung des Haushaltsplanes für das Jahr 2019

• Der Haushalts-Voranschlag für 2019 wird wie folgt festgesetzt:

ordentlicher Haushalt: € 1.854.900 in Einnahme und in Ausgabe

außerordentlicher Haushalt: € 922.600 in Einnahme und in Ausgabe

Summe OHH und AOHH: € 2.777.500 in Einnahme und in Ausgabe

• Weiterbehandlung Neubau Kindergarten

GEMEINDERATSSITZUNG VOM 18.12.2018

6 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


VORANSCHLAG FÜR DAS

HAUSHALTSJAHR 2019

DER VOM GEMEINDERAT IN SEINER SITZUNG AM 18.12.2018 BESCHLOSSENE

HAUSHALTSPLAN 2019 (BUDGET) SIEHT KONKRET WIE FOLGT AUS.

Summen ordentlicher und außerordentlicher Haushalt 2019 Beträge in €

Ordentlicher Haushalt Einnahmen 1.854.900

Ordentlicher Haushalt Ausgaben 1.854.900

Ergebnis (+/-) ordentlicher Haushalt 0

Außerordentlicher Haushalt Einnahmen 922.600

Außerordentlicher Haushalt Ausgaben 922.600

Ergebnis (+/-) außerordentlicher Haushalt 0

Gesamthaushalt Einnahmen 2.777.500

Gesamthaushalt Ausgaben 2.777.500

Ergebnis (+/-) ordentlicher Haushalt und außerordentlicher Haushalt 0

Bedeutende Einnahmen und Ausgaben - Auszug aus dem Voranschlag 2019 Beträge in €

Eigene Steuern gesamt 203.500

davon Kommunalsteuer 173.000

Abgaben nach der TBO (Erschließungskostenbeiträge) 49.300

Laufende Wassergebühren 20.200

Laufende Kanalgebühren 105.200

Abgaben-Ertragsanteile (Einnahmen aus Bundesabgaben) 344.100

Schottererlöse 170.000

Holzerlöse 80.000

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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Sonstige Mieten und Pachterlöse 244.800

davon Mülldeponie 155.600

davon Schießplatz 45.000

Einnahmen aus Förderungen, Zuschüssen und Beiträgen (z.B. BZW) 704.600

Ausgaben an Bund / Land / Gemeindeverbände (z.B. Krankenhaus, Altersheim, Soziales,

Bindertenhilfe, Schulen, Kinderbetreuung, etc.)

314.600

Rücklagen per 31.12.2019 28.600

Schuldenstand per 31.12.2019 1.642.400

Schuldendienst 145.400

Schuldendienstersätze 60.500

Bereinigter Schuldendienst 84.900

GEMEINDEFÖRDERUNGEN

Immer öfter wird in der Politik vom „leistbaren Wohnen“

gesprochen. Das Land Tirol spricht von sogenannten

„5-Euro-Wohnungen“ inkl. Betriebs- und

Heizkosten. Diese 5-Euro-Wohnungen sollen z.B.

durch Verzicht auf Kellergeschosse und Tiefgaragen,

kostengünstigen Materialien, einfacher Grundausstattung,

einfache Haustechnik und reduzierte Außenanlagen

realisierbar werden.

Diese Vorschläge seitens des Landes sind zwar gut

gemeint, beeinträchtigen aber ganz sicher die Wohnqualität.

Unsere OSG-Wohnungen wurden mit einem

hohen Standard gebaut. Mit der Gemeindeförderung

nähern wir uns den sogenannten 5-Euro-Wohnungen

und das trotz des hohen Standards, den die

OSG-Wohnungen bieten.

BAUKOSTENZUSCHÜSSE FÜR

a) Wohngebäude inkl. Nebengebäude und land

wirtschaftliche Gebäude privater „Häuslbauer“

70 % des Erschließungskostenbeitrages

b) Wohngebäude (Wohnanlagen)

Wohnbaugesellschaften (z.B. OSG)

50 % des Erschließungskostenbeitrages

c) Betriebsgebäude (touristische Objekte)

50 % des Erschließungskostenbeitrages

d) Betriebsgebäude (sonstige Betriebsobjekte)

30 % des Erschließungskostenbeitrages

Den Wohnungsmietern wird für ihre Hausstandsgründung

in der OSG-Wohnanlage „Dorffelder“ sowie in

der OSG-Wohnanlage „Lindensiedlung“ eine Familienförderung

in der Höhe von 50 % des Differenzbetrages

zwischen dem jeweiligen nicht indexgesicherten

Mietzins der Gemeindewohnungen (ab 01.01.2019

brutto € 4,40/m² WNF) und dem Mietzins der jeweiligen

OSG-Wohnungen gewährt (Lindensiedlung: €

5,48/m² WNF; Dorffelder: € 5,52€/m² WNF).

Familienförderung ab 01.01.2019 WA „Dorffelder“:

€ 0,56/Monat pro m² WNF.

Familienförderung ab 01.01.2019 WA „Lindensiedlung“:

€ 0,54/Monat pro m² WNF.

In unserer Gemeinde bemühen wir uns besonders,

die Familien bestmöglich zu unterstützen und zu fördern,

damit sie sich hier in Lavant ihren Lebensmittelpunkt

schaffen bzw. erhalten können.

SOLARFÖRDERUNG 2019

40 % der gewährten Landesbeihilfe

PHOTOVOLTAIK-FÖRDERUNG 2019

Die Förderungshöhe beträgt für alle Förderungswerber

(Private und Betriebe) gleichermaßen pauschal

€ 300,00/kWpeak Nennleistung des Solargenerators,

maximal € 1.500,-- je Anlage (Obergrenze 5 kWpeak).

8 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


SPORTFÖRDERUNGEN AN KINDER, SCHÜLER, LEHRLINGE,

STUDENTEN UND PRÄSENZDIENER

a) pro Saisonkarte Lienzer Bergbahnen

und andere Liftbetreiber ab Saisonbeginn ………………………………….. € 100,00

b) pro Sportpass der Stadt Lienz ………………………………….…………… € 100,00

c) Mitgliedsbeitrag an den Reitverein Pegasus pro Mitglied …………. € 40,00

d) Mitgliedsbeitrag an den Dolomiten-Golfverein pro Mitglied …...… € 80,00

E-BIKE FÖRDERUNG

Für den Ankauf von Elektrofahrrädern wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss in der Höhe von €

150,00 pro E-Bike gewährt.

Pro Förderwerber kann maximal ein E-Bike gefördert werden.

KINDERGARTEN

Für alle Kinder gratis – es wird kein Kindergartenbeitrag vorgeschrieben

Seit Sommer 2017 auch Sommerbetreuung im Kindergarten Lavant

SPORTANLAGEN INKL. TURNSAAL UND KLETTERWAND

für alle gratis

DIE QUALITÄT

UNSERES TRINKWASSERS

Gemäß Verordnung über die Qualität von Wasser für

den menschlichen Gebrauch wird unser Trinkwasser

einmal im Jahr von der hydrologischen Untersuchungsstelle

Salzburg überprüft. Die Befunde und

Gutachten werden stets der Abteilung Wasserwirtschaft

beim Amt der Tiroler Landesregierung übermittelt.

Die Trinkwasseranalysen über die physikalisch-chemischen

und die bakteriologischen Untersuchung bestätigen

eine ausgezeichnete Trinkwasserqualität. Die

Kontrollprobe am 02.10.2018 im Verteilungssystem

ergab bei einwandfreiem bakteriologischem Befund

ein weiches Wasser (Gesamthärte von 6,77 °dH, entspricht

Härtestufe 1).

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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Überwasser aus der Plattenbachquelle

Prüfbericht von der Probenahme am 02.11.2018 durch MSc Markus Lusser von der hydrologischen

Untersuchungsstelle Salzburg.

Ort der Probeentnahme: Golfhotel, Wäscherei Auslauf

Äußerliche Beschaffenheit:

Bakteriologische Untersuchung:

Aussehen (Farbe/Trübung) klar, farblos KBE 22°C/37°C n.n / n.n KBE/ml

Bodensatz ohne coliforme Keime nicht nachweisbar

Geruch/Geschmack ohne/neutral E. coli nicht nachweisbar

Enterkokken

nicht nachweisbar

Physikalisch-chemische Untersuchung (Labor-Daten):

elektrische Leitfähigkeit bei 20°C 185,5 µS/cm Kalium < 1 mg/l

pH-Wert 7,65 Eisen gesamt gelöst < 0,05 mg/l

Permanganat-Index 0,67 mg/l Mangan gesamt gelöst < 0,05 mg/l

Säurekapazität 2,24 mmol/l Ammonium < 0,02 mg/l

Gesamthärte 6,77 °dH Nitrit < 0,003 mg/l

Carbonathärte 6,27 °dH Nitrat 1,67 mg/l

Calcium 25 mg/l Chlorid < 1 mg/l

Magnesium 13,9 mg/l Sulfat 2,3 mg/l

Natrium < 1 mg/l Hydrogencarbonat 137 mg/l

Einteilung der Wässer nach Härte

Gesamthärte in °dH: Bezeichnung:

0 – 4 sehr weich

4 – 8 weich

8 – 12 mittelhart

12 – 18 hart

18 – 30 ziemlich hart

über 30

sehr hart

(°dH = deutsche Härtegrade)

GUTACHTEN

gemäß § 5 Abs. 2 TWV (Trinkwasserverordnung)

Gemäß den geltenden lebensmittelrechtlichen Bestimmungen

ist das Wasser der vorstehend bezeichneten

Trinkwasserversorgungsanlage zur Verwendung

als Trinkwasser geeignet.

Auf Grund der Vorgaben des Codex-Kapitels B1

„Trinkwasser“ des österreichischen Lebensmittelbuches

(ÖLMB) wird festgestellt:

Das Wasser entspricht im Rahmen des durchgeführten

Untersuchungsumfanges den geltenden

lebensmittelrechtlichen Vorschriften.

10 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


UNWETTEREREIGNISSE

ORKANARTIGER STURM UND EXTREME NIEDERSCHLÄGE

ENDE OKTOBER 2018

Ende Oktober 2018 hat es in ganz Osttirol extreme

Niederschläge und orkanartige Sturmböen gegeben.

In Lavant waren es ca. 350 l/m². Im gesamten Bezirk

gab es zahlreiche Überschwemmungen, Vermurungen

und Windwürfe. In unserer Gemeinde fegte der

Orkan in der Nacht vom Montag, 28.10.2018, auf

Dienstag, 29.10.2018, ca. 2.500 bis 3.000 efm gesundes

Nutzholz nieder. Im gesamten Bezirk sollten es

rund 400.000 efm sein. In einigen Gebieten Osttirols

wurde – gemessen an den Pegelständen der Flüsse –

ein 30-jähriges bzw. sogar ein 100-jähriges Hochwasserereignis

erreicht.

Aufsandungen der Felder angrenzend an die Lauen

Aufgrund der Sturmwarnungen und der bereits eingesetzten

Regenfälle war die Gemeindeeinsatzleitung

durch FF-Kommandant und Gemeindeamtsleiter von

Sonntagmittag, 28.10.2018, bis Dienstagnachmittag,

30.10.2018, im Einsatz und in ständiger Funkverbindung

mit der Bezirkseinsatzleitung in der BH Lienz.

Durch die extremen und ergiebigen Regenfälle stiegen

auch in Lavant die Pegel der Bäche stark an. Die

Wachter Straße, im Bereich der Bachfurt Tiefenbach,

musste aufgrund der starken Wasserführung am

Sonntag, 28.10.2018, für alle Fahrzeuge und Fußgänger

gesperrt werden. Gleichzeitig wurde von der

Feuerwehr auf der Westseite der Bachfurt ein Schutzdamm

mit Schalungselementen und Sandsäcken

errichtet und mit einem Traktor-Heckgewicht abgestützt.

Bereits am Nachmittag des 29.10.2018 musste die

FF Lavant einen Keller im Gewerbegebiet Lavanter

Forchach auspumpen. Am Abend des 29.10.2018

stand der gesamte Ortsteil Wacht bis in den Bereich

Forellenhof und Pegasus unter Wasser. Die Versickerungsanlagen

bzw. Oberflächenwasserkanäle konnten

die großen Wassermassen nicht mehr aufnehmen

und so wurden große Teile der landwirtschaftlichen

Flächen angrenzend der Gemeindestraße überflutet.

Die Zufahrtsbrücke zum Reitstall Pegasus musste

aufgrund der stark wasserführenden Laue gesperrt

werden. Auch das überflutete Abwasserpumpwerk

im Weiler Wacht musste abgeschaltet werden. Uneigennützig

hat Winkler Harald die Eigeninitiative ergriffen

und im überstauten Pumpwerk das Schmutz- und

Oberflächenwasser mit Traktor und Güllefass laufend

ausgepumpt und entsorgt.

Durch den raschen und professionellen Einsatz unserer

Feuerwehr und freiwilligen Helfer konnte die

Überschwemmung von Wohngebäuden verhindert

werden. Das Deponiegelände mit Betriebsgebäuden

stand am Morgen des 30.10.2018 noch immer bis zu

40 cm unter Wasser.

Deponiegelände unter Wasser

Enorme Schotterablagerung im Talbach

Sperre Zufahrtsbrücke Reitstall Pegasus

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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Am 29.10.2018 gegen 22.30 Uhr gab es in weiten Teilen

Osttirols, darunter auch in Lavant, keinen Strom

mehr. Erst nach ca. 14,5 Stunden, am 30.10.2018 um

13.00 Uhr, konnte die Stromversorgung in unserer

Gemeinde seitens der TINETZ GmbH wieder hergestellt

werden.

Holzablagerungen in den Feldern

Seitens der Freiwilligen Feuerwehr Lavant standen

vom 29.10. auf 30.10.2018 bis ca. 01.00 Uhr früh 8

Mann im Einsatz. Mit den weiteren Aufräumungsarbeiten

wurde bereits wieder um 06.30 Uhr begonnen.

Anschließend hat Patrick Oberhammer den „Haslerbach-Durchlass“

im Bereich der Landesstraße ausgebaggert

(Entfernung Schwemmholz und Schlamm).

Damit konnten weitere Verklausungen bzw. Überschwemmungen

verhindert werden.

Schäden nach Überschwemmung im Bereich Wacht

Durch die enormen Regenmengen wurden im Frauenbach,

Tiefenbach, Pernitzbach, Dorfbach, Haslerbach

und auch in den Lauen große Mengen an Geschiebematerial

abgelagert.

Nicht nur die Geschieberückhaltebecken sind übervoll,

sondern das Material hat sich auch in den Bachbetten

oberhalb dieser Becken abgelagert. Im Dorfbach

zum Beispiel, der in den vergangenen 10 Jahren

um rd. 2 Millionen Euro mit Sperren und Leitwerken

gesichert wurde, waren durch die abgelagerten Schottermengen

keine Sperren mehr sichtbar.

Die Räumung der Geschieberückhaltebecken wird

über den Winter von der WLV Gebietsbauleitung Osttirol

in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lavant organisiert

und durchgeführt.

Brauchbares Räummaterial wird in Absprache mit

der Bezirksforstinspektion für die Sanierung und Aufschüttung

der Waldwege verwendet. Unbrauchbares

Material muss endgelagert werden (Bodenaushubdeponie).

Überschwemmung Keller Golfhotel

Frauenbach

Erfreulich ist, dass unmittelbar nach der Katastrophe

Herber Hofer, gemeinsam mit Christoph Trutschnig

aus Nikolsdorf, mit der Aufarbeitung des Schadholzes

im Gemeindewald und in den Privatwäldern begonnen

hat. Im Agrarwald wird das Schadholz von Josef

Stabinger aufgearbeitet.

Ich bedanke mich bei allen, die zur erfolgreichen Bewältigung

des Unwetterereignisses beigetragen haben.

Vor allem bedanke ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr

Lavant mit Kommandant Hannes Oberhammer,

beim Gemeindeamtsleiter Philipp Pacher, bei

Andreas und Patrick Oberhammer, beim Gemeindewaldaufseher

Franz Brunner, sowie bei Herbert Hofer

und Winkler Harald.

Durch den freiwilligen und unermüdlichen Einsatz

konnten größere Schäden in unserem Gemeindegebiet

verhindert werden.

12 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


KUNSTSCHNEEERZEUGUNG

ERSTMALS MIT

ZWEI SCHNEEKANONEN

Für die Dolomitengolf-Langlaufloipe wurde der

Kunstschnee in den letzten Jahren immer nur mit einer

Schneekanone erzeugt. Im heurigen Winter wird

erstmals auch an einem zweiten Standort, im „Micheler

Angerle“, Kunstschnee erzeugt.

Durch die zu erwartende größere Kunstschneemenge

sollte es möglich sein, die bisher übliche 5,6 km

lange Golfplatzrunde auf insgesamt 7,8 km bis zur

OSG-Wohnanlage in den Dorffeldern zu erweitern.

Da die konstanten tiefen Temperaturen bis jetzt leider

ausgeblieben sind, konnte mit der bis jetzt erzeugten

Kunstschneemenge nur eine verkürzte Runde am

Golfplatz präpariert werden.

Wenn die Temperaturen es wieder erlauben, wird

noch genügend Schnee erzeugt, um die Loipe bis ins

Dorf zu erweitern.

Der Langlaufsport im Allgemeinen ist im Vergleich

zum Skifahren noch eine der günstigeren Wintersportarten.

Seit 20 Jahren wird auf Betreiben der

Gemeinde und in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband

Osttirol die Langlaufloipe angelegt und

präpariert. Mit der Kostenaufteilung zwischen Tourismusverband

Osttirol und der Gemeinde bewegt sich

der Aufwand für unsere Gemeinde im Rahmen einer

überschaubaren Langlauf-Sportförderung.

Ich bedanke mich herzlich bei den Grundeigentümern,

welche die Aufbringung von Kunstschnee auf

ihren Feldern erlauben, ohne Eure Zustimmung wäre

das nicht möglich.

Außerdem bedanke ich mich beim Greenkeeper

Bernhard Unterluggauer, welcher seit dem heurigen

Winter die beiden Schneekanonen betreut.

Scheekanone Driving Range

Schneekanone Micheler Angerle

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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NEUREGELUNG

WINTERDIENSTARBEITEN

Bis zum vergangenen Winter konnten die Winterdienstarbeiten

immer gemeindeintern durch Werksvertrag

mit Gemeindebürgern und durch unseren

Gemeindearbeiter erledigt werden. Der letzte Werksvertrag

für die Schneeräumung mit dem Gemeinde-Schneepflug

ist mit Winter 2017/2018 ausgelaufen.Unser

bisheriger Auftragnehmer hat sich trotz

angebotener Preisanpassung nicht mehr bereit erklärt,

den abgelaufenen Werksvertrag zu verlängern.

Nur mit der Anstellung als zweiter Gemeindearbeiter

von Dezember bis Feber hätte er die Schneeräumung

mit seinem Traktor und dem Gemeindeschneepflug

weiterhing bewerkstelligt.Auch eine Neuausschreibung

in der Gemeinde für die Schneeräumarbeiten

hätte aufgrund der geführten Vorgespräche mit allen

möglichen Auftragnehmern in unserer Gemeinde,

die alle kein Interesse bekundeten, keinen Erfolg gebracht.

Aus diesem Grund hat der Gemeinderat in seiner

Sitzung am 15.10.2018 einstimmig beschlossen, die

Arbeiten für die Schneeräumung und Splittstreuung

auf den Gemeindestraßen an die Firma Gumpitsch zu

vergeben.Es wurde lediglich ein 1-Jahres-Vertrag mit

der Firma abgeschlossen.

Der Gemeinderat hat sich auch hinsichtlich Salz- oder

Splittstreuung beraten und ist einhellig zum Entschluss

gekommen, dass im heurigen Winter auf allen

Gemeindestraßen nur mehr Splitt gestreut wird wie

bisher.

Lediglich bei Eisregen wird es erforderlich sein, eine

kombinierte Salz- und Splittstreuung vorzunehmen.

Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass die Qualität

der Schneeräumung durch eine Auslagerung bestimmt

nicht mehr dieselbe sein wird. Dennoch musste

diese Regelung getroffen werden, da kein möglicher

Auftragnehmer aus unserer Gemeinde bereit

war, die Schneeräumungsarbeiten zu übernehmen.

Sollten die Gemeindestraßen nicht immer sofort

schneefrei sein, bitten wir Euch um Verständnis. Auch

wird an die Eigenverantwortung appelliert, die Geschwindigkeiten

an die gegebenen Witterungs- und

Straßenverhältnisse anzupassen.

Bedanken möchte ich mich bei Andreas Oberhammer

für die gute Zusammenarbeit und die hervorragenden

Winterdienstleistungen in den vergangenen Jahren.

Die Schneeräumung und Splittstreuung der Gehwege

bzw. eine allfällige Salzstreuung wird nach wie vor

vom Gemeindearbeiter mit dem Kommunalfahrzeug

erledigt.

14 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


SANIERUNG DRAUBRÜCKE

Vom Juli bis in den Herbst wurde die im Jahr 1970/1971

errichtete Lavanter Draubrücke im Auftrag des Baubezirksamtes

Lienz durch die Firma Swietelsky generalsaniert.

Zuerst wurde die alte Asphaltdecke abgetragen,

anschließend der Brückenbeton saniert und

ein neuer Aufbeton aufgetragen. Die Isolierungen

und die Wasserableitungen wurden zur Gänze erneuert

und neue Randbalken gesetzt. Zur Sicherheit

der schwächsten Verkehrsteilnehmer, der Fußgänger,

wurde die Brücke auf der Westseite mit einem Gehweg

verbreitert und fahrbahnseitig durch Leitschienen

gesichert. Nach den Sanierungsarbeiten wurden

die Fahrbahn und der neue Gehweg mit einer neuen

Trag- und Deckschicht asphaltiert.

ERSCHLIESSUNGSARBEITEN

DORFFELDER UND HOFSTELLE „OBERBACHER“

Im Juli und August 2018 wurden im Bereich der Dorffelder

zwei weitere Bauplätze mit allen notwendigen

Ver- und Entsorgungsleitungen erschlossen (Kanal,

Wasser, Strom, Telekom, Leerverrohrung für Internet,

Straßenbeleuchtung). Auf den zwei erschlossenen

Baugründen wurden bereits die Einfamilien-Wohnhäuser

errichtet.

Auch die neue Hofstelle „Oberbacher“ wurde mit allen

notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen erschlossen.

Für die Abwasserentsorgung musste ein

eigenes Pumpwerk im Bereich der Holz- und Grassammelcontainer

errichtet werden.

Die isolierte Abwasserpumpleitung wurde auf der

Gehwegbrücke montiert und bis zum Sammelschacht

im Bereich südöstlich des Mehrzweckhauses verlegt.

Die Gesamtkosten für die Erschließungsarbeiten im

Bereich der Dorffelder und der Hofstelle belaufen

sich auf rd. € 110.000,--.

Durch die Regiearbeiten, sowie durch die Organisation

und Koordination durch die Gemeinde, konnten

im Vergleich zum eingeholten Angebot Einsparungen

i. d. H. v. rd. € 43.000 netto erreicht werden.

Finanziert wurden die Erschließungs- und Straßenbauarbeiten

durch ein Bankdarlehen i. d. H. v.

€ 90.000 und eine Bedarfszuweisung des Landes Tirol

i. d. H. v. € 20.000.

Die Asphaltierung der neu angelegten Straßenabschnitte

erfolgt im Jahr 2019.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

15


ERWEITERUNG

GEMEINDEBAUHOF

In der Dezemberausgabe 2017 haben wir über die Erweiterung

des Gemeindebauhofes ausführlich informiert.

Im heurigen Jahr wurde dieses Bauvorhaben

unter maximaler Ausnutzung des Bauplatzes großzügig

vom Bestand aus in Richtung Gilger Brücke verwirklicht.

Beginn Abbrucharbeiten

Vor Beginn der Bauarbeiten für die Erweiterung musste

allerdings der Altbestand des Bauhofes aufgrund

von Baumängeln saniert werden. Die Sanierungen

wurden zur Gänze auf Kosten der Firma, die 1995 den

Bauhof errichtet hatte, durchgeführt. Der Gemeinde

sind dadurch keine zusätzlichen Kosten entstanden.

Die alte Wertstoffsammelstelle sowie das Streusplitt-

Lager mussten abgetragen werden. Der Erweiterungsbau

umfasst einen KFZ-Waschraum inkl. Be- und Entlüftung

(33,89 m²), einen Heizraum und ein Pelletslager

(je 12,01 m² übereinander), eine Gerätewerkstätte

mit Montagegrube (51,70 m²), eine Gerätehalle (91,15

m²) sowie eine Wertstoffsammelstelle (53,28 m²).

Erweiterungsbau Gemeindebauhof

Die kleine Werkstätte im Altbestand wurde ausgeräumt,

eine Decke eingezogen, alle Wände isoliert,

Sanitär- und Heizungsleitungen verlegt. Dieser Raum

dient dem Gemeindearbeiter künftig als Büro.

Das Büro, der KFZ-Waschraum, die Gerätewerkstätte

und die Gerätehalle sind beheizbar. Durch die großzügige

Lagerhalle können nun alle gemeindeeigenen

Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge und Gerätschaften

im Bauhof untergebracht und gelagert werden.

Im Dachgeschoß, oberhalb des KFZ-Waschraumes

und der Gerätewerkstätte, wurde eine zusätzliche Lagerfläche

errichtet.

Bautätigkeiten

Das gesamte Bauwerk wurde in Massivbauweise

(Stahlbeton) ausgeführt. Die Dachkonstruktion wurde

in Brettschichtholz (BSH) in Sichtqualität errichtet.

Das Bauwerk (Bodenplatte, aufgehende Wände und

die Dachkonstruktion) wurde mit ca. 14 cm Dämmung

umhüllt.

Aufgrund des angrenzenden Dorfbaches musste eine

tiefe Fundierung vorgesehen und ausgeführt werden,

im Uferbereich des Dorfbaches bis zur Bachsohle (ca.

7 m). Teilweise musste auch der anstehende Mutterboden

ausgetauscht werden.

Erweiterungsbau Gemeindebauhof

Die Konstruktion in der Altstoffsammelstelle wurde

aufgrund der erforderlichen Höhe in Stahl-Holzkonstruktion

(BSH) ausgeführt.

16 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


Im Bereich des Dorfbaches wurde in Zusammenarbeit

mit der Wildbach- und Lawinenverbauung die

Ufermauer erhöht. Dadurch konnte ein teilüberdachter

zusätzlicher Lagerplatz von ca. 160 m² gewonnen

werden (zugänglich von der Südwest- und von der

Nordostseite).

Die drei automatischen Sektionaltore und ein separates

Eingangselement wurden in gedämmter Ausführung

eingebaut. Die Tore im Altbestand werden

im Frühjahr 2019 saniert und mit der gleichen Farbe

beschichtet.

Die Architektur des Erweiterungsbaues wurde in

Größe und Abstufung an den Altbestand angepasst.

Dadurch entstand ein im Nordosten und Südwesten

abgestufter, feingliedriger Baukörper, welcher sich

harmonisch ins Ortsbild einfügt.

Bedauerlicherweise wurden die unmittelbaren Nachbarn

durch die Bauarbeiten bedingten starken Belastungen

an Lärm, Staub und sonstigen Einflüssen

ausgesetzt. Ein herzlicher Dank gilt allen Anrainern,

die die lange Rohbauphase mit viel Geduld ertragen

haben, insbesondere der Familie Kaplenig mit den Ferienwohnungen

und Gästezimmern. Danke für euer

Verständnis

Während der Bauphase mussten die Postbushaltestelle

und auch die Altstoffsammelstelle verlegt werden.

Im November wurde der gesamte Vorplatz des Bauhofes

von der Gilger Brücke bis zur Bushaltestelle und

bis zur Dieseltankstelle neu asphaltiert, inklusive neuen

Unterbau. Die Arbeiten für den Erweiterungsbau

konnten noch im Dezember zum größten Teil abgeschlossen

werden. Die endgültige Fertigstellung erfolgt

im Frühjahr 2019.

Obwohl einzelne Rechnungen noch ausständig sind,

kann der vom Gemeinderat beschlossene Finanzierungsplan

mit Gesamtkosten i.d.H.v. ca. € 875.000 voraussichtlich

eingehalten werden.

Ich darf mich beim Ingenieurbüro Kuenz, Bmst; Akd.

Ing. (NL) Manfred Kuenz und bei allen ausführenden

Firmen für die ausgezeichnete geleistete Arbeit bedanken.

Vor allem bedanken möchte ich mich beim

Gemeinderat, welcher die Entscheidung mitgetragen

hat, dieses herausfordernde Generationenprojekt

umzusetzen.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

17


ABBRUCH„MESNER STADL“

Im heurigen Jahr wurde der sog. „Mesner Stadel“ am Beginn des Kirchweges von den röm.-kath. Pfarrpfründen

St. Ulrich an die Gemeinde Lavant verkauft. Ursprünglich war geplant, an diesem Standort ein neues Lager

für Streusplitt zu errichten. Nach ausführlichen Diskussionen im Gemeinderat ist man aber letztendlich zum

Entschluss gekommen, an diesem Standort kein Streusplitt-Lager zu errichten. Aufgrund eines Sachverständigengutachtens

musste der desolate und einsturzgefährdete Stadel abgetragen werden.

Im September 2018 wurden die Abbrucharbeiten durch die Fa. Gebrüder Dietrich GmbH in Zusammenarbeit

mit dem Gemeindearbeiter und Herbert Hofer durchgeführt.

NEUBAU KINDERGARTEN

Derzeit sind wir in der Entwicklungs- und Planungsphase

eines Kindergartens für ca. 20 Kinder, da im

bestehenden Kindergarten im Kellerraum der Volksschule

ein für das Kindeswohl ordnungsgemäßer Betrieb

in pädagogischer Hinsicht nicht mehr gewährleistet

werden kann.

Nach reiflicher Abwägung aller Varianten in sechs

Gemeinderatssitzungen, von der Erweiterung des bestehenden

Kindergartens im Keller über einen möglichen

Zubau zur Volksschule im Erdgeschoß bis hin zu

einem Neubau, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen,

dass ein separater Neubau die bestmögliche

Lösung ist. Als einzig möglicher Standort für den

Neubau wird der südöstliche Bereich des Festplatzes,

der mit einer Geländestufe an den Fußballplatz angrenzt,

festgelegt.

Der an der dieser Stelle von der Freiwilligen Feuerwehr

in den Jahren 1986/1987 errichtete Musikpavillon und

das Ausschankgebäude müssen leider abgetragen

werden. Der Schnapspavillon, von der Gemeinde im

Jahr 1999 errichtet, kann überstellt werden.

Im Sinne einer Gesamtbetrachtung soll auch der

Park- und Festplatz zwischen dem Gemeindeamt, der

Volksschule und dem neuen Kindergarten adaptiert

bzw. neugestaltet werden, wobei ein besonderes

Augenmerk auf die Grünflächen gelegt wird und die

Bäume gorßteils erhalten bleiben.

Wenn möglich sollte dieser Raum auch autofrei gestaltet

werden.

Der Kindergartenneubau wird als L-förmiger, oberirdischer

Baukörper so in das Gelände gesetzt, dass er

sich von den dominierenden Baukörpern der Volksschule/Turnsaal

und des Gemeindehauses abhebt

und trotzdem als alleinstehender Baukörper seine architektonische

Wirkung am neuen, grünen Festplatz

entfalten kann.

Das Erdgeschoß wird barrierefrei aus Massivholz mit

Walmdächern und Dachziegeleindeckung errichtet.

Durch die L-förmige Anordnung des oberirdischen

Geschoßes wird im Innenbereich ein windgeschützter

Bereich geschaffen, der zugleich auch als Außenspielplatz

Verwendung finden wird. Die Wohnnutzfläche

(WNF) beträgt ca. 256m² und ist durch das Raum- und

Funktionsprogramm des Tiroler Kinderbildungs- und

Kinderbetreuungsgesetzes vorgegeben. Voraussichtliche

Kosten für den Kindergarten: € 798.000.

Die gesamte Wohnnutzfläche wird unterteilt in:

Büroraum, Lager, Abstellraum, WC, Wickelraum,

Funktionsraum/Ruheraum, Gruppenraum, Küchen/

Essbereich, Garderobe, Wartebereich, Begegnungsbereich/

Gang und Windfang.

Große Vordächer und Belichtungsflächen runden die

architektonische Gestaltung des Neubaus nach außen

hin ab.

18 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


Durch die hohe Geländestufe zum Sportplatz hin ist

es zweckmäßig und wirtschaftlich vorteilhaft, den gesamten

Kindergarten zu unterkellern.

Im Kellergeschoß sind ein Heizraum mit Pelletslager,

ein Technikraum für den Kindergarten und weitere

Lagerräume, z.B. für unsere Vereine, vorgesehen.

Die neue Pelletsheizung mit einer Leistung von mindestens

200 kW, als Ersatz für die derzeit 20-Jahre-alte

Ölheizung, wird in der Zukunft den neuen Kindergarten,

das Mehrzweckhaus (soll in den nächsten Jahren

umgebaut und erweitert werden) mit Feuerwehr, Gemeindeamt,

Gemeindesaal und Römerstube, sowie

die Volksschule mit Turnsaal und Wohnungen mit

Wärme versorgen.

Die Mehrkosten für die Unterkellerung des Kindergartens

belaufen sich voraussichtlich auf rd. € 100.000.

Anschlüsse wie Wasser, Kanal, etc. werden vom Bestand

(Volksschule) ausgehend angeschlossen.

Die Errichtung der Kinderbetreuungseinrichtung wird

vom Bund und vom Land großzügig gefördert (bis zu

70%), wodurch die Finanzierung für die Gemeinde mit

Sicherheit zu bewältigen ist.

Die Finanzierung erfolgt durch Bedarfszuweisungen,

durch Landes- und Bundesförderungen, durch einschlägige

Förderprogramme, sowie durch Eigenmittel.

Geplant ist eine Umsetzung ab Mai/Juni bis zum Frühjahr

2020.

Voraussichtlich wird in den Jahren 2021/2022 mit dem

barrierefreien Um- und Ausbau des Mehrzweckhauses

begonnen.

Im Zuge dieser Um- und Ausbauarbeiten ist auch die

Errichtung eines in das Mehrzweckhaus integrierten

und zum Festplatz hin offenen Musikpavillons mit

Ausschank und Küche angedacht.

Über das gesamte Vorhaben „Neubau Kindergarten“

wird nach Vorliegen der Pläne im Zuge einer öffentlichen

Gemeindeversammlung im Jänner/Feber 2019

ausführlich informiert.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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REGE BAUTÄTIGKEITEN IN

UNSERER GEMEINDE

Die Fam. Karin und Attila Meyer

aus Lienz hat bereits im letzten Jahr mit der Errichtung

ihres Einfamilienwohnhauses im Bereich Lindensiedlung

begonnen. Bereits im Sommer 2018 konnte

das Wohnhaus fertiggestellt und bezogen werden.

Die Fam. Ganeider Stefanie und Christof

aus Lavant konnte sich im Bereich des neuen Siedlungsgebietes

„Dorffelder“ ein Eigenheim errichten.

Die endgültige Fertigstellung erfolgt voraussichtlich

im Frühjahr 2019.

Die Fam. Wieser Maria und Florian

aus Lienz konnte sich ebenso wie die Fam. Ganeider

im Bereich des neuen Siedlungsgebietes „Dorffelder“

ein Eigenheim errichten. Die endgültige Fertigstellung

erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Die Fam. Elisabeth Walder und

Christian Preßlaber

aus Lavant hat im Sommer ihr bestehendes Wohnhaus

im Dachgeschoß ausgebaut und erweitert.

20 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


Die Fam. Melanie und Helmut Unterwainig

hat im Herbst im Bereich der Wacht mit der Errichtung

eines Eigenheimes begonnen. Die Fertigstellung

erfolgt im Jahr 2019.

Die Fam. Florian und Johanna Kuenz

hat mit der Errichtung einer neuen Hofstelle begonnen.

Im heurigen Jahr wurden zwei Silos, sowie eine

Lagerhalle errichtet. Im Jahr 2019 folgen Wirtschaftsgebäude

und Wohnhaus.

Wir wünschen den jungen Familien viel Freude in ihrem neuen Eigenheim und dass sie sich in unserer

Dorfgemeinschaft wohlfühlen.

PRIESTERWECHSEL IN LAVANT

Bevor er nach Innsbruck-Kranebitten aufbrach zelebrierte

Dekan Mag. Bernhard Kranebitter am Sonntag,

2. September 2018, seinen letzten Gottesdienst in

der Pfarrkirche Maria Lavant.

Viele Gläubige der Pfarre Lavant, aber auch zahlreiche

Wallfahrer, nahmen an der feierlichen Messe, die vom

„Lauentna Blech“ und vom „Junior Blech“ musikalisch

umrahmt wurde, teil. Auch einige Volksschul- und

Kindergartenkinder feierten mit und verabschiedeten

sich vom Dekan mit Gedichten und einem gemeinsamen

Lied.

Nach 13 Jahren als Pfarrer der Hl. Familie Lienz und

als Dekan, nach 12 Jahren Pfarrer von Leisach, nach 8

Jahren als Leiter des SR Lienz-Süd, wo auch die Pfarre

Lavant dazugehört, wird Dekan Bernhard Kranebitter

von Osttirol in seine Heimat nach Nordtirol wechseln,

wo er auch näher bei seinen Eltern, Verwandten und

Freunden ist.

Pfarrkoordinator Hans Hanser und Bgm. Oswald Kuenz

dankten dem Dekan für die gute Betreuung von

Lavant, für sein Engagement, den Spaß, aber auch

den Ernst, der manchmal notwendig war.

In der Wirkungszeit von Dekan Bernhard Kranebitter

konnten am Lavanter Kirchbichl einige wichtige Projekte

vollendet werden, wie z.B. die Generalsanierung

der Gedächtniskapelle, die Neubeschaffung der fünf

gestohlenen Figuren der Filialkirche, die Sanierung

der Kreuzwegstationen und der Stationsbilder.

Bgm. Oswald Kuenz übergibt Dekan Mag. Bernhard Kranebitter

eine kleine Spende für sein unterstütztes Projekt in Afrika.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

21


Dekan Bernhard war auch Initiator für die Realisierung

des neuen Pilgerweges „Hoch und Heilig“, der

190 km über neun Etappen führt und bei uns Lavant

beginnt.

Als Dank übergab Bgm. Kuenz eine Spende zur Unterstützung

des Hilfsprojektes in Afrika. Auch die Obfrau

des Pfarrgemeinderates Mag. Elisabeth Kreuzer dankte

Dekan Bernhard für seinen Einsatz und überreichte

ihm im Namen der Pfarrgemeinde ein „Bauernkistl“.

Eine Woche später, am Sonntag, den 9. September

2018, feierten die Lavanter wieder eine festliche Messe.

Der Einstand von Pfarrprovisor Mag. Siegmund Bichler

wurde gefeiert. Auch zu dieser Feier kamen wieder

viele Gemeindebürger und Wallfahrer und füllten die

Wallfahrtskirche bis auf den letzten Platz aus.

Das „Lauentna Blech“ und das „Junior Blech“ umrahmten

das Feierliche Amt musikalisch und gaben auch

noch nach der Messe bei der Agape feierliche Weisen

zum Besten. Auch die Volksschul- und Kindergartenkinder

begrüßten den neuen Pfarrer mit Gedichten

und Gesang.

Pfarrer Siegmund Bichler, ein spätberufener Priester

mit Leib und Seele, hatte eigentlich den elterlichen

Bergbauernhof in Untertilliach übernommen.

In seiner Jugend war er in vielen örtlichen Vereinen

engagiert und schon immer auf das Wohl seiner Mitmenschen

bedacht. 2004, im Alter von 35 Jahren, entschloss

er sich zur Verpachtung seines Hofes und begann

mit dem Priesterstudium in Innsbruck.

Vor 2 Jahren wurde Siegmund vom Bischof zum Kooperator

im SR Lienz-Süd bestellt und ist den Lavantern

mit seiner fröhlichen Art schnell ans Herz

gewachsen. Dass er jetzt zum Leiter des Seelsorgeraumes

Süd und Pfarrer von Lavant ernannt wurde,

hat die Pfarrgemeinde besonders gefreut.

Lavant ist zwar eine der kleinsten Gemeinden in Tirol,

durch den historischen Kirchbichl aber weit bekannt

und so kommen das ganze Jahr über viele Wallfahrer

auf unseren „heiligen Berg“.

Die Pfarrgemeinde, viele Freiwillige und Ehrenamtliche,

sowie die Gemeinde werden den neuen Pfarrer

Siegmund bestmöglich unterstützen und freuen sich

auf eine gute Zusammenarbeit und ein harmonisches

Miteinander.

Die Obfrau des Pfarrgemeinderates überreichte Pfarrer

Bichler ein gut gefülltes „Bauernkistl“ und freut

sich auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Auch Bgm. Kuenz freut sich auf den „neuen Schwung“

in Lavant und überreicht Pfarrer Siegmund Bichler ein

hochwertiges Rotwein-Set und passenden Rotwein

aus dem Burgenland und heißt Siegmund im Namen

der gesamten Gemeinde in Lavant herzlich willkommen!

Nach den beiden Gottesdiensten luden Gemeinde

und Pfarrgemeinde zu einer besonders kulinarischen

Agape mit pikanten und süßen Köstlichkeiten und gutem

Wein. So konnte sich in gemütlicher Runde jeder

persönlich von Dekan Mag. Bernhard Kranebitter verabschieden

oder eine Woche später den neuen Pfarrer

Mag. Siegmund Bichler willkommen heißen!

Bgm. Oswald Kuenz übergibt Pfarrer Mag. Siegmund Bichler

ein kleines Einstands-Geschenk.

Die Gemeinde und die Pfarrgemeinde wünschen Mag.

Kranebitter und Mag. Bichler viel Schaffenskraft, Gesundheit

und Gottes Segen für ihre neuen Aufgaben!

Pfarrer Mag. Siegmund Bichler zelbriert seine Einstandsmesse.

Dekan Mag. Bernhard Kranebitter zelebriert seinen

Verabschiedungs-Gottesdienst

22 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


LAVANTER KIRCHTAG

MIT HOCHAMT, WIDDERSEGNUNG UND KIRCHTAGSKONZERT

Zur Erhaltung von Tradition und Brauchtum fühlen

sich die Lavanter seit jeher verpflichtet. Heuer hat die

Gemeinde Lavant und die Römerstube traditionell am

zweiten Sonntag nach Ostern zum Lavanter Kirchtag

geladen.

Am Sonntag, 15. April um 8.30 Uhr, trafen sich die

Wallfahrer, die über Nacht den 43 km langen Pilgerweg

von der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern

nach Lavant bewältigt haben und viele weitere

Wallfahrer und Kirchtagsgäste am „Wirtsplatzl“ zur

Prozession in die Wallfahrtskirche Maria Lavant.

Der Losverkauf und die Versteigerung brachten ein

Netto-Ergebnis von € 3.670,--, wovon ein großer Teil

der Wallfahrtskirche Maria Lavant zu Gute kommt.

Die Bewirtung während dem Kirchtagskonzert hat in

bewährter Weise unsere Römerstuben-Wirtin Karin

Fröhlich mit ihrem Team hervorragend und ausgezeichnet

bewältigt. Alle Kirchtagsgäste im Gemeindesaal

und in der Römerstube, sowie die vielen Besucher

im Freien waren begeistert von der Kirchtagsmusik,

der tollen Stimmung und der Verköstigung.

Angeführt wurde die Prozession vom schön geschmückten

Opferwidder, geführt von Markus Hanser,

der den Opferwidder gemeinsam mit seinem

Vater Hansi gespendet hat. In der Wallfahrtskirche

wurde der Widder von Kooperator Siegmund Bichler

gesegnet, der auch das Hochamt festlich und feierlich

zelebrierte.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von

der „Großglocknerkapelle Kals“ und von der Singgemeinschaft

„VoKals“. Für alle Wallfahrer und Gläubigen

war diese musikalische Messgestaltung ein besonderes

Erlebnis.

Nach dem feierlichen Gottesdienst ging es zum Kirchtags-Frühschoppen

in die Römerstube und in den Gemeindesaal.

Die Großglocknerkapelle Kals spielte bis

15.30 Uhr ein stimmungsvolles und mit viel Applaus

belohntes Kirchtagskonzert, das vom Vize-Bürgermeister

und Spargelbauer Josef Kaplenig in bewährter

Weise lustig und heiter moderiert wurde.

Die Tombola-Lose, angeboten durch Elisabeth Kaplenig

und Sohn Lukas, waren binnen kürzester Zeit verkauft.

Zu gewinnen gab es den schneeweißen, gesegneten

Opferwidder und 42 weitere Sachpreise und

Gutscheine im Gesamtwert von rd. € 5.000,--. Diese

wertvollen Tombola-Preise wurden insbesondere von

heimischen Firmen und weiteren Gönnern gespendet.

Bereits um 13.00 Uhr konnte mit der Verlosung der

Tombola-Preise begonnen werden. Das Glückslos für

den Widder hat Jonas Winkler für Frau Aloisia Staffler

gezogen.

Großzügig spendete die glückliche Gewinnerin

den Opferwidder zur weiteren Versteigerung. In

„50-€-Schritten“ wurde um das schön geschmückte

Tier interessant und spannend gesteigert. Der Schafzüchter

und Schafexperte Mag. Thomas Zwischenberger

war mit € 1.050,-- Bestbieter.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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WALLFAHRERMESSE

Traditionelle Wallfahrermesse am 1. Mai in Maria Lavant mit Eröffnung des neuen Bergpilgerweges

„Hoch und Heilig“ und Segnung des restaurierten Kriegerdenkmales

Traditionelle Wallfahrermesse am 1. Mai in Maria Lavant

mit Eröffnung des neuen Bergpilgerweges „Hoch

und Heilig“ und Segnung des restaurierten Kriegerdenkmales

Wie alle Jahre fand auch heuer wieder die Wallfahrt

der Gemeinden aus dem Bezirk Lienz nach Maria Lavant

statt. Heuer gab es jedoch einige Besonderheiten

- zum einen wurde die Messe vom neuen Bischof

Hermann Glettler zelebriert und zum Anderen eröffnete

der Bischof den neuen Bergpilgerweg „Hoch und

Heilig“ und auch das neu restaurierte Kriegerdenkmal

vor der Wallfahrtskirche wurde eingeweiht.

Bereits um 6 Uhr in der Früh starteten viele Pilger

in Assling bei der Kirche St. Korbinian zur Wallfahrt

nach Lavant. Mit dabei war Initiator des Projektes Dekan

Bernhard Kranebitter. Ab Amlach wanderte dann

auch Bischof Hermann mit. Eine Gruppe von rund

500 Personen peilte die Wallfahrtskirche vom Kreithof

kommend an und viele andere Teilnehmer kamen

den traditionellen Weg über den Kirchbichl hinauf.

Rund um den Altar versammelten sich schließlich

mehr als 2000 Gläubige um der Wallfahrermesse und

der Segnung beizuwohnen. Neben Bischof Hermann

Glettler und Dekan Bernhard Kranebitter waren auch

Dekan Anno Schulte-Herbrüggen und viele weitere

Geistliche des Bezirkes bei der Pilger-Messe vertreten.

In seiner Predigt rief der Bischof zur Besinnung auf

die wesentlichen Dinge im Leben auf und nahm Bezug

auf den Namen des neuen Weges: „Statt hoch

und heilig lautet das Motto heutzutage meist flach

und eilig“, mahnte er.

Der neue Pilgerweg führt über 200 Kilometer und

13000 Höhenmeter von Lavant über Maria Luggau,

Innichen, Kalkstein und Obermauern bis nach Heiligenblut.

Er ist in neuen Tagesetappen zu bewältigen

.Bechildert ist der WEg mit dem neuen Logo des

Bergpilgerweges. Dieses, nämlich ein blaues und eine

gelbes Dreieck mit einem (Gipfel)kreuz, symbolisiert

Pilgern über Berge und Grenzen, stellt die Begegnung

von Himmel und Erde dar und den Aufbruch in zu

Neuem.

Nach der Segnung des Pilgerweges weihte der Bischof

auch das neu restaurierte Kriegerdenkmal vor

der Wallfahrtskirche. Dieses wurde sowohl außen

als auch innen erneuert und erstrahlt nun in neuem

Glanz. Im Kriegerdenkmal haben ein neuer Weihwasserbrunnen,

ein Opferlichttisch und ein Lesepult mit

Gedenkbuch Platz gefunden und sind für Gläubige jederzeit

zugänglich!

24 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


RESTAURIERUNG

BISCHOFSKIRCHE

Im Zuge des vom Land Tirol, dem Bundesdenkmalamt

und der Universität Innsbruck durchgeführten Projektes

„Die Bischofskirche von Lavant. Erforschen-Restaurieren-Vermitteln“

wurden im Mai und Juni 2018

archäologische Ausgrabungen und Bauforschungen

an der Bischofskirche am Lavanter Kirchbichl durchgeführt.

Die erste Freilegung der Kirche erfolgte in den 1950er

Jahren durch Franz Miltner. Dieser kümmerte sich

auch um die Sicherung der antiken Mauerzüge. Als

bereits in den 1960er Jahren erste Schäden an der Kirche

zu beobachten waren, wurde die Errichtung eines

Schutzbaues über der Bischofskirche diskutiert. Dazu

ist es aber nie gekommen, stattdessen wurden beinahe

jährlich kleinere Ausbesserungsarbeiten durchgeführt,

um den freiliegenden Mauerbestand der Kirche

zu erhalten. In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt,

dass eine Generalsanierung dieser überregional

bedeutenden Kirchenanlage unbedingt nötig ist.

Im nun in Ausführung befindlichen Projekt stehen

Konservierung und Forschung gleichermaßen im Fokus,

was nicht nur eine nachhaltige Sanierung des

Bauwerks garantieren soll, sondern auch eine Klärung

noch offener Fragen zur Baugeschichte ermöglicht.

Nach ersten Probearbeiten bereits im Jahr 2017 konnte

im heurigen Jahr die erste groß angelegte Bauanalyse

durchgeführt werden. Es zeigte sich dabei, dass

unterhalb des mehrphasigen Kirchenbaus eisenzeitliche

Mauerstrukturen vorhanden sind. Diese sind mit

einer Terrassierung des Geländes in Zusammenhang

zu bringen, auf deren Ausrichtung auch die rund ein

halbes Jahrhundert später errichtete, spätantike Kirche

noch Bezug nimmt.

Direkt über diesen eisenzeitlichen Überresten wurde

die Bischofskirche angelegt. Das Aussehen der

ersten Bauphase des Gebäudes ist noch nicht eindeutig

geklärt, es dürfte sich aber um ein Gebäude

mit Apsis im Osten handeln. Der erste Bau verfügte

über eine deutlich kleinere Priesterbank als die heute

Sichtbare. Ob die Vergrößerung der Priesterbank

in der zweiten Bauphase mit wirklich mit der Verlegung

des Bischofssitzes von Aguntum nach Lavant in

Zusammenhang steht, lässt sich nicht entscheiden.

Jedenfalls wird in einer abschließenden Bauphase

die sogenannte Memorialkirche im Osten an die Bischofskirche

angebaut. In dieser findet sich unmittelbar

vor der Priesterbank eine Reliquiengrube, in der

die (vermeintlichen) Überreste des heute namentlich

unbekannten Märtyrers, dem die Kirchenanlage geweiht

war, aufbewahrt wurden.

Schnitt 1/18 in der Apsis der ältesten Kirchenanlage mit den

Überresten der eisenzeitlichen Geländemauer.

Überblick über die Kirchenanlage

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

25


Die Forschungskampagne 2018 hatte sich vor allem

die Dokumentation älterer Grabungen aus den

1960er und 1970er Jahren zum Ziel gesetzt.

Die heute von diesen Grabungen erhaltenen Unterlagen

sind leider unvollständig, was es nötig machte,

die damaligen Grabungsschnitte nochmals auszunehmen

um eine Dokumentation derselben nach modernen

wissenschaftlichen Standards anzufertigen. Nur

in den Fällen, in denen eine die Informationen aus

den Altgrabungen nicht ausreichend für eine Interpretation

sind, wird in die noch erhaltene antike Originalsubstanz

der Kirche eingegriffen.

Aus konservatorischen Gründen wurde ein solcher

Eingriff im Bereich der marmornen Umschrankung

des Presbyteriums in der Bischofskirche nötig. Die

hier antik verbauten Marmorplatten wurden zur Restaurierung

größtenteils bereits in diesem Jahr entfernt

und werden voraussichtlich bis Ende 2019 neu

versetzt.

Überblick über das Presbyterium der Bischofskirche mit den

beiden Priesterbänken.

Dementsprechend konzentrierten sich die heurigen

Arbeiten im Bereich des Presbyteriums. Die Grabungen

in diesem Bereich werden 2019 fortgeführt und

abgeschlossen.

In den folgenden Jahren sind archäologische Untersuchungen

im Baptisterium sowie im Narthex und in

der Memorialkirche geplant, wobei sich auch diese

Eingriffe stark an konservatorischen Notwendigkeiten

orientieren. Begleitend zu den archäologischen

Untersuchungen wurden die Mauern an der Süd- und

Westseite der Kirche von Tim Rekelhoff und Franz

Brunner hinsichtlich unterschiedlicher Restaurierungsphasen

von 1950 bis 1990 untersucht und in der

Folge restauriert.

Entfernung der Marmorplatten im Bereich des Presbyteriums

der Bischofskirche.

Die Mauerrestaurierung wird ebenso in den kommenden

Jahren fortgeführt, wobei im nächsten Jahr

das Baptisterium und die Nordseite der Kirche im Fokus

stehen werden.

Die Arbeiten an der Lavanter Bischofskirche werden

noch mindestens drei Jahre andauern und umfassen

neben den Feldarbeiten auch Recherchen zu den Grabungen

und Restaurierungen von 1950 bis 1990.

Armierung einer bereits verformten Mauer

In diesem Sinne möchte ich die Gelegenheit nutzen,

alle Interessierten herzlich zu einem Besuch der kommenden

Grabungskampagne (Mai-Juni 2019) einzuladen

und gleichzeitig auch darum zu bitten, eventuell

vorhandenes Bildmaterial (Fotos, Videoaufnahmen

etc.) zum Lavanter Kirchbichl, insbesondere aus der

Zeit vor 1980, mit uns zu teilen.

Mag. Dr. Martin Auer

Universität Innsbruck

Institut für Archäologien, FB Aguntum

Langer Weg 11

A-6020 Innsbruck

Martin.Auer@uibk.ac.at

Ausblasen des vergangenen Mörtels

26 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


MAUERRESTAURIERUNG BISCHOFSKIRCHE VON LAVANT 2018

Anhand der 2017 durchgeführten „Proberestaurierung“,

deren Ziel es war, ein Restaurierungskonzept

für die gesamte Anlage zu entwickeln, konnte 2018

mit einer umfassenden Restaurierung begonnen werden.

Die Südmauer der Kirchenanlage, welche besonders

große Schäden aufwies und teilweise einzustürzen

drohte, wurde in Angriff genommen. Der Mörtel des

Mauerkerns war teilweise aufgelöst und hat seine

Tragfähigkeit verloren.

Dadurch hat sich die Mauer verformt und war schon

teilweise ausgebrochen. Durch Ausblasen des lockeren,

vergangenen Mörtels und das anschließende

Verfüllen dieser Hohlräume mit neuem, dem Original

entsprechenden Kalkmörtel, wurden die Steine gefestigt

ohne dabei ihre ursprüngliche Lage zu verändern.

An jenen Stellen, die bereits Ausbrüche aufwiesen,

wurden die Originalmauern durch authentisches

Steinmaterial ergänzt. Bereits verformte Mauerabschnitte

wurden mit Edelstahlverankerungen stabilisiert.

Auf diese Art und Weise konnte der Großteil der

Südmauer gesichert werden.

In den nächsten drei Jahren sind weitere Restaurierungskampagnen

an der gesamten Anlage geplant,

um so die wohl wichtigste frühchristliche Kirchenruine

Tirols für die Zukunft zu erhalten. Neben dem

Auftraggeber - dem Amt der Tiroler Landesregierung,

den Fachleuten des Bundesdenkmalamts und den

zuständigen Archäologen der Universität Innsbruck,

möchte ich mich bei der Gemeinde Lavant für die

Bereitstellung der Infrastruktur und ganz besonders

beim Gemeindearbeiter für die engagierte Unterstützung

bedanken.

Franz Brunner

Wand H, Südostecke, Nordansicht - vor der Restaurierung

Nach den abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

27


GEBURTSTAGE, GEBURTEN, TODESFÄLLE,

EHESCHLIESSUNGEN UND AUSZEICHNUNGEN

IM JAHR 2018

GEBURTSTAGE

GEBURTEN

13. März 1924 Mathilde Kreuzer 94 Jahre

03. März 1925 Maria Ortner 93 Jahre

15. Sept.1927 Charlotte Großlercher 91 Jahre

09. Jän.1928 Anna Stanglechner 90 Jahre

24. Juni1928 Anna Brunner 90 Jahre

06. Sept.1928 Josef Hanser 90 Jahre

07. Nov.1929 Hedwig Dietrich 89 Jahre

01. Jul.1930 Anna Brunner 88 Jahre

18. Aug.1930 Berta Kofler 88 Jahre

05. Okt.1930 Hildegard Kreuzer 88 Jahre

18. März 1932 Hermann Kreuzer 86 Jahre

30. Jän.1938 Adolf Tscharnidling 80 Jahre

12. Sept.1943 Dr. Heinz Harress 75 Jahre

14. Okt.1943 HR DI Josef Schett 75 Jahre

07. Dez.1943 Christa Oberrader 75 Jahre

01. Mai1948 Friedrich Hofer 70 Jahre

13. Feb.1953 Bgm. Oswald Kuenz 65 Jahre

16. Aug.1953 Barbara Dassi-Gisser 65 Jahre

16. Aug.1953 Heinrich Gisser 65 Jahre

08. Nov.1958 Katharina Winkler 60 Jahre

03. Apr.1968 Elisabeth Leiter 50 Jahre

05. Mai1968 Karin Indrist 50 Jahre

15. Mai1968 Hubert Bacher 50 Jahre

21. Jun.1968 Gertrud Pacher 50 Jahre

30. Jun.1968 Ulrich Pacher 50 Jahre

26. Okt.1968 Wolfgang Wernisch 50 Jahre

01. Nov.1968 Elisabeth Kaplenig 50 Jahre

05. Nov.1968 Karl Brunner 50 Jahre

09. Nov.1968 Bernd Krautgasser 50 Jahre

12. Nov.1968 Lydia Tscharnidling 50 Jahre

22. Jän. Luisa Tabernig, Tochter von

Kathrin und des Philipp Tabernig

03. Mär. Mathilda Eisenbock, Tochter von

Brigitte Strauß und Ing. Norbert

Eisenbock

20. Mai Maximilian Brunner, Sohn von

Daniela Seewald und Lukas Brunner

17. Jul. Sophia Magdalena Brunner,

Tochter von Hildegard Gierl und

Florian Brunner

14. Aug. Frida Unterwainig, Tochter von

Melanie und Helmut Unterwainig

07. Sept. Samuel Josef Walder, Sohn von

Elisabeth Walder und Christian Preßlaber

STERBEFÄLLE

17. Feb. 2018 Anton Dietrich geb. am 01.03.1948

21. Nov. 2018 Herbert Brunner geb. am 08.03.1967

16. Dez. 2018 Ida Brunner geb. am 25.02.1951

EHESCHLIESSUNGEN

EHRUNGEN/AUSZEICHNUNGEN

23. Feb. 2018 Dominique Brunner und Carmen

Huber

30. Jun. 2018 Ulrich Pacher und Simone Tegischer

12. Sept. 2018 Karl Brunner und Mag. Karin Deutsch

Ehrenurkunde der Landwirtschaftskammer und Landarbeiterkammer

Tirol für langjäh-rige treue Dienstleistung

im selben Betrieb der heimischen Land- und

Forstwirtschaft:

Martin Pacher – 10 Jahre

Josef Pacher – 10 Jahre

Franz Brunner – 35 Jahre

28 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


GEBURTSTAGSJUBILÄEN

ANNA STANGLECHNER FEIERTE IHREN 90. GEBURTSTAG

Am 9. Jänner konnte Frau Anna Stanglechner im Kreise

ihrer Familie bei guter Gesundheit ihren 90. Geburtstag

feiern. Zu diesem Anlass stellte sich auch

die Gemeinde Lavant als Gratulantin ein und lud

die Jubilarin mit Tochter Maria und Sohn Sepp zum

Mittagessen in die Römerstube Lavant ein. Bgm. Oswald

Kuenz und Bgm.-Stellvertreter Sepp Kaplenig

überreichten einen Geschenkskorb und eine schöne

Orchidee. Seitens der Pfarre gratulierten Kooperator

Siegmund Bichler und Pfarrkoordinator Hans Hanser

mit einem Blumengruß.

Anna, von allen Nannele genannt, wurde beim Obersteiner

in Gwabl geboren, wo sie mit zwei Schwestern

und acht Brüdern aufwuchs. 1953 kauften ihre Eltern

den Rademair Hof in Lavant. Ihr Bruder Hans wurde

Bauer. Anna arbeitete als Köchin bei der Wildbach

und Lawinenverbauung und half auch am Hof ihres

Bruders immer fleißig mit.

Anna lernte Viktor Stanglechner kennen und lieben

und am 27. Oktober 1961 läuteten die Hochzeitsglocken.

Nannele schenkte vier Kindern das Leben – Maria,

Viktor, Anna und Josef. Die junge Familie lebte in

ihrem Eigenheim in St. Justina, als das Haus im Jahr

1966 bei der Hochwasserkatastrophe unterspült wurde

und die Familie evakuiert werden musste.

Sie konnten vorerst nach Lavant zum Bruder, Hof vlg.

Rademair ziehen. 1969 kaufte Viktor, der als Bauarbeiter

in München tätig war, einen Baugrund vom

Obermicheler und errichtete in seiner Freizeit mit viel

Fleiß ein neues Eigenheim für seine Familie. Als die

Kinder erwachsen waren half Nannele als Sennerin

zwei Sommer lang ihrem Bruder Peter in der Äußeren

Steiner Alm in Matrei. Danach war sie Sennerin auf

der Rabantalm in Nikolsdorf, gemeinsam mit ihrem

Mann Viktor als Hirte. Die heimische Bevölkerung und

viele Wanderer kehrten gerne beim Nannele ein, die

allen als freundliche, lustige und gesellige Sennerin in

Erinnerung ist.

2002 starb Ehemann Viktor. Im Jahr 2008 erlitt Anna

einen schweren Schlaganfall. Durch die liebevolle

Pflege durch ihre Kinder und Schwiegerkinder, die

mit ihr unermüdliche Sprach- und Motorikübungen

machten, fand sie aber wieder zurück ins Leben. Mit

ihrem starken Willen und ihrer positiven Lebenseinstellung

kann sie seit Jahren wieder alleine Spaziergänge

machen und so sieht man sie bei jedem Wetter

durchs Dorf gehen, wo sie gerne mit anderen Dorfbewohnern

plaudert – ihr besonderer Ausdruck ist einfach

„herrlich“.

Wir wünschen der Jubilarin noch schöne Jahre im

Kreise ihrer Familie und in unserer Dorfgemeinschaft!

v.l. Bgm.-Stellv. Josef Kaplenig, Amtsleiter Philipp Pacher, Kooperator Siegmund Bichler, Bgm. Oswald Kuenz, Jubilarin Anna

Stanglechner, Tochter Maria und Sohn Josef Stanglechner

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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ADOLF TSCHARNIDLING FEIERTE SEINEN 80ER

In Lavant feierte Adolf Tscharnidling, vlg. Kristemoar,

am 30. Jänner im Kreis von Familie und Freunden seinen

80. Geburtstag. Bgm. Oswald Kuenz, Vbgm. Josef

Kaplenig und Amtsleiter Philipp Pacher überbrachten

die Glückwünsche der Gemeinde und luden den Jubilar

gemeinsam mit seiner Frau Annemarie zum Mittagessen

in die Römerstube ein.

Als Geschenk überreichten sie dem rüstigen 80er

einen Geschenkskorb und seiner Frau eine schöne

Orchidee. Seitens der Pfarrgemeinde kamen Kooperator

Siegmund Bichler und Martin Pacher mit einem

netten Blumengruß. Gemeinsam verbrachte man ein

paar feine Stunden bei gutem Essen und netten Gesprächen.

Adolf wurde in Dölsach geboren und übersiedelte

im Jahr 1950, im Alter von 12 Jahren, mit seinen Eltern

nach Lavant auf den Kristemoarhof. Bereits

1959/1960 investierte der Hofübernehmer in den Bau

eines neuen Futterhauses, das er in den Folgejahren

mehrmals umgebaut und erweitert hat. Mit viel Fleiß

wurde nicht nur die Landwirtschaft sondern auch die

Gästezimmervermietung.

Im Laufe der Jahre wurde auch das Haus umgebaut

und der landwirtschaftliche Besitz durch Kauf von

Feldern und einer großen Alm nach und nach vergrößert.

Unterstützt wurde Adolf dabei von seiner Frau

Annemarie, die er im Jahr 1966 heiratete. Die drei

Kinder Alfred, Lydia und Klaus wohnen alle mit ihren

Familien in Lavant und so verbringt der Jubilar auch

gerne seine Zeit mit den vier Enkelkindern.

Adolf engagierte sich immer sehr in der Gemeinde

und so war er 27 Jahre Mitglied im Gemeinderat, davon

12 Jahre im Gemeindevorstand und im Überprüfungsausschuss,

16 Jahre im Agrar-Ausschuss und 25

Jahre Obmann der Mähdreschergemeinschaft Lavant.

Auch heute ist er nach wie vor sehr an der Dorfentwicklung

interessiert. Den Hof hat er schon vor vielen

Jahren an Sohn Alfred übergeben. Als bodenständiger

und leidenschaftlicher Bauer unterstützt er seinen

Sohn noch immer bei der Arbeit am Hof und auf den

Feldern.

Wir wünschen dem rüstigen 80er weiterhin viel Freude,

vor allem beste Gesundheit und Zufriedenheit,

damit er noch lange mit seiner Frau Annemarie auf

Reisen gehen und die Zeit im Kreise der Familie genießen

kann!

v.l. Martin Pacher, Hansi Hanser, Bgm. Oswald Kuenz, Annemarie Tscharnidling, Jubilar Adolf Tscharnidling, AL Philipp Pacher,

Kooperator Siegmund Bichler, Vbgm. Josef Kaplenig

30 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


90ER VON ANNA BRUNNER

Zum 90. Geburtstag von Anna Brunner, die seit

1 ½ Jahren bei ihrer Tochter Cilli in Oberleibnig wohnt,

statteten Bgm. Oswald Kuenz und Amtsleiter Philipp

Pacher gemeinsam mit Kooperator Siegmund Bichler

einen Besuch ab.

Die Vertreter der Gemeinde Lavant überbrachten der

rüstigen Jubilarin einen Geschenkskorb, sowie eine

schöne Orchidee. Auch seitens der Pfarrgemeinde

wurde ein Blumengruß überreicht.

Anna wurde am 24. Juni 1928 in Kärnten am Zwickenberg

auf 1.350 m Seehöhe beim „Hoßler“ geboren,

wo sie gemeinsam mit ihren 8 Geschwistern am elterlichen

Bauernhof aufwuchs. Nach dem Besuch der

Volksschule Zwickenberg arbeitete sie am elterlichen

Hof fleißig mit. Später arbeitete sie als Köchin in einem

Gasthof in Heiligenblut. Weitere Arbeitsstätten waren

noch die Lederfabrik Neuner in Lienz und Haushaltstätigkeiten

beim Kaufhaus Linder in Nikolsdorf.

Mit 25 Jahren im Jahr 1953 führte sie die Liebe schließlich

nach Lavant – sie heiratete Franz Brunner vom

Unterbacherhof. Der Ehe entstammten fünf Kinder

– zwei Buben und drei Mädchen. Leider verstarb ihr

Mann Franz nach kurzer schwerer Krankheit viel zu

früh im Jahr 1982. Der älteste Sohn Sepp übernahm

den Hof seines Vaters und Anni arbeitete als Bäuerin

bis ins hohe Alter fleißig mit. Die Töchter heirateten

ins Lesachtal und nach Oberleibnig nur Sohn Franz

blieb in Lavant, wo er als Waldaufseher arbeitet. Der

passionierte Feuerwehrmann ist auch Bezirksfeuerwehrinspektor.

Anni hat insgesamt 16 Enkelkinder

und 11 Urenkel.

Die Jubilarin wird von ihrer Tochter Cilli zu Hause in

Oberleibnig liebevoll gepflegt und erfreut sich guter

Gesundheit. Gerne hört sie Neuigkeiten aus Lavant

und ist immer noch an der Dorfentwicklung interessiert.

So freut sie sich immer besonders über Besuche

von Verwandten und Bekannten. Wir wünschen Anni

weiterhin viel Freude, besonders gute Gesundheit

und schöne Jahre im Kreise ihrer Familie!

v.l. Bgm. Oswald Kuenz, Anna Brunner, Kooperator Siegmund Bichler

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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ALTBÜRGERMEISTER JOSEF HANSER FEIERTE SEINEN 90. GEBURTSTAG

Am 6. September 2018 konnte Altbürgermeister Josef

Hanser, der sich noch guter Gesundheit erfreut,

seinen 90. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen

Fest lud die Gemeinde Lavant den Jubiular mit Sohn

Hansi, Schwiegertochter Hannelore und Enkel Markus

mit Partnerin Sandra zur Feier in die Römerstube

Lavant ein. Weitere Vertreter der Gemeinde und

Gemeindebedienstete, Vertreter von Feuerwehr und

Soldatenkameradschaft Schattseite, ehemalige Bürgermeisterkollegen,

Pfarrer Siegmund Bichler, Ronald

Pirker der Fa. Rossbacher und die Jagdhornbläsergruppe

Lavant ließen das „Geburtstagskind“ hoch leben.

Auch die Musikkapelle Tristach ließ es sich nicht

nehmen, dem Jubilar, welcher Ehrenmitglied der Musikkapelle

Tristach ist, persönlich mit einigen Ständchen

zu gratulieren.

Josef Hanser, allseits bekannt als „Schneider Sepp“,

kam als jüngstes von neun Kindern des Wachtschneider-Hofs

am 6. September 1928 zur Welt. Nach Abschluss

der Pflichtschule begann er eine Lehre als

Zimmermann in Lienz, wohin er täglich bei jedem

Wetter mit seinem Fahrrad fuhr. Im Feber 1945 musste

Sepp für kurze Zeit zum Reichsarbeitsdienst nach

Jenig im Gailtal. Am 17. April 1950 heiratete er seine

Frau Cäcilia in der Pfarrkirche St. Andrä in Lienz. Der

Ehe entstammten neun Kinder, vier davon sind leider

bereits verstorben. Im April 2000 feierte das Paar

gemeinsam ihre goldene Hochzeit. Nur vier Monate

später verstarb dann Ehefrau Cilli plötzlich. Sepp, der

schon in einer Großfamilie aufwuchs, kann auch seinen

Lebensabend im Kreise seiner Großfamilie verbringen

– 32 Enkel und 52 Urenkel sind in der heutigen

Zeit wohl eher eine Ausnahme.

Von 1965 bis 1968 gab es drei fürchterliche Hochwasser-Katastrophen,

wo der gesamte Talboden südlich

der Drau unter Wasser stand und enorme Schäden

in den Feldern entstanden. Besonders schwer traf es

den Lavanter Weiler Wacht, wo alle drei Bauernhöfe

bis zum ersten Stock unter Wasser standen.

Von 1962 bis 1992 war Sepp Mitglied im Gemeinderat

Lavant, davon von 1968 bis 1992 Bürgermeister.

Mit 24 Jahren ist er der bis heute längst dienende

Bürgermeister in Lavant. In seiner Amtstätigkeit wurden

viele Projekte zum Wohle der Dorfbevölkerung

verwirklicht, so z.B. der Neubau der Volksschule mit

Gemeindewohnungen, der Bau des Mehrzweckhauses

mit Römerstube und der Bau einer neuen Quellfassung

und Wasserversorgungsanlage für das ganze

Dorf.

1968 hat Josef gemeinsam mit Gabriel Ortner den Kirchenchor

in Lavant wieder neu aufgestellt. Sepp war

auch 47 Jahre lang Mitglied des Pfarrkirchenrates. In

dieser Zeit wurde das Widum renoviert und die beiden

Kirchen restauriert, der Kirchweg neu angelegt,

die 14 Kreuzwegstationen wurden neu gestaltet und

mit neuen Stationsbildern komplettiert. Außerdem

wurde die Aufbahrungskapelle und das archäologische

Museum gebaut.

Von 1983 bis 1998 war Sepp Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes

Osttirol. In dieser Zeit wurde die

Deponie im Forchach saniert und die neue Deponie

mit Betriebsgebäude, Lager und Garagengebäude,

Sickerwasserreinigungsanlage und die Deponieentgasungsanlage

gebaut. Seit 1977 bis heute funktioniert

die Zusammenarbeit mit dem Abfallverband

Westkärnten hervorragend.

Sepp war immer auf das Wohl der Gemeindebürger

bedacht und ist auch heute noch am Dorfleben sehr

interessiert. So verbringt er jeden Mittwochabend

mit seinen „Watter-kollegen“ in der Römerstube. Wir

wünschen ihm noch viele schöne Jahre in Gesundheit

und Zufriedenheit im Kreise seiner Familie!

v.l. Pfarrer Siegmund Bichler, Jubilar Alt-Bgm. Josef Hanser,

Bgm. Oswald Kuenz Altbürgermeister: Josef Pirker (Oberdrauburg),

Alois Mattersberger (Oberlienz), Franz Pedarnig

(Schlaiten), Franz Rainer (Nikolsdorf).

v.l. Pfarrer Siegmund Bichler, Obm. der MK Tristach Stefan

Klocker, Bgm. Markus Einhauer, Jubilar Alt-Bgm. Josef Hanser,

Kapellmeister MK Tristach Johann Klocker, Bgm. Oswald

Kuenz

32 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


HEINZ MICHAEL HARRESS FEIERTE SEINEN 75. GEBURTSTAG

Am 19. September feierte Dr. rer. nat. Heinz

Michael Harress aus Lavant seinen 75. Geburtstag.

An seinem Ehrentag überbrachten

Bgm. Oswald Kuenz und Amtsleiter Philipp

Pacher Glückwünsche und Geschenke.

CHRISTA OBERRADER - 75 JAHRE

Am 7. Dezember 2018 feierte Frau Christa Oberrader

bei sehr guter Gesundheit in Lavant ihren 75. Geburtstag.

An ihrem Ehrentag überbrachten Bgm. Oswald

Kuenz und Amtsleiter Philipp Pacher Glückwünsche

und einen gut gefüllten Geschenkkorb, sowie einen

schönen Blumengruß.

Die Jubilarin wurde 1943 in Wien geboren. Nach der

HAK-Matura arbeitete sie ein Jahr lang bei der Fa. Semperit

in Wien. 1963 begann sie die Arbeit als Sekretärin

am Gutsbetrieb „Pflüglhof“ im hintersten Maltatal,

wie sich Christa erinnert. 1964 war Josef Oberrader,

der „Moar Sepp“ aus Lavant mit der Holzbringung im

Maltatal beschäftigt. So lernten sich Christa und ihr

späterer Ehemann kennen und lieben. Das junge Paar

heiratete und Christa zog zu ihrem Mann Sepp auf

den „Moarhof“ in Lavant. Der Ehe entstammten drei

Kinder – Andreas, Angelika und Josef. Andreas erlitt

im Jahr 2008 einen tödlichen Unfall. Ihre drei Enkelkinder

- Joseph, Anna Lena und Melanie bereiten der

rüstigen Mitsiebzigerin besonders viel Freude.

Beruflich war Christa sehr erfolgreich und brachte

es zu leitenden Positionen im Bereich des gesamten

Rechnungswesen.

Im Jahr 2000 kehrte Christa von Nordtirol nach Lavant

zurück. Seither begleiten die heimischen Wild- und

Heilkräuter ihr Leben. Sie organisiert Ausbildungen,

Seminare und Vorträge mit Menschen, die alternatives

und ganzheitliches Wissen weitergeben. Christa

liebt vor allem den Gedankenaustausch und die Geselligkeit.

Menschen und fremde Kulturen waren ihr

immer wichtig und so reiste sie quer durch Europa

und unternahm auch Fernreisen nach Malaysien,

Brasilien und Indien. Heute tragen Kurzurlaube in

Österreich zu ihrer Zufrieden- und Gelassenheit im

Alter bei. Am wichtigsten ist ihr jedoch die örtliche

Nähe zu ihren Kindern und Enkelkindern, die leider

nicht immer gegeben war. Wir wünschen der Jubilarin

weiterhin viel Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und

glückliche Stunden im Kreise ihrer Familie!

Beim österreichischen Genossenschaftsverband war

sie als Revisorin in ganz Österreich tätig.

Vor 20 Jahre begann für Christa, wie sie sagt, ihr „zweites

Leben“ mit der zweijährigen Kräuterausbildung

des FNL. FNL bedeutet „Freunde naturgemäßer Lebensweise“

und Christa ist als FNL-Landesleiterin Osttirol

aktiv tätig.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

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75. GEBURTSTAG VON JOSEF SCHETT

Am 24. Oktober feierte HR DI Josef Schett aus Lavant

seinen 75. Geburtstag. An seinem Ehrentag lud

Bgm. Oswald Kuenz den Jubilar mit seiner Gattin Elfriede

zum Mittagessen in die Römerstube ein und

überbrachte mit Bgm.-Stellvertreter Josef Kaplenig

und Amtsleiter Philipp Pacher Glückwünsche und

Geschenke. Die Pfarrgemeinde wurde von Pfarrer

Siegmund Bichler, Pfarrkoordinator Hans Hanser und

Wortgottesdienstleiter Martin Pacher vertreten, die

dem Jubilar mit einem Blumengruß gratulierten.

Der rüstige Mitsiebziger Sepp wurde 1943 in Innervillgraten

geboren. Nach der Volksschule besuchte

Josef von 1954 bis 1962 das Gymnasium im Paulinum

in Schwaz. Von 1962 bis 1970 studierte er an der UNI

für Bodenkultur Forstwirtschaft.

Im Sommer 1971 heiratete Sepp seine Frau Elfriede.

Als Bediensteter der Wildbach- und Lawinenverbauung

war Josef von 1971 bis 1973 der Gebietsbauleitung

in Schwaz und von 1973 bis 1975 der Gebietsbauleitung

in Innsbruck zugeteilt. Der Lebensmittelpunkt

der Familie war in dieser Zeit in der Gemeinde Wörgl.

Im April 1975 übersiedelte die Familie nach Lienz. DI

Josef Schett wurde bei der Wildbach- und Lawinenverbauung

angestellt, wo er als Gebietsbauleiter von

1992 bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Das Paar hat 3 Kinder. Mag. Andrea Schett lebt mit

ihrem Partner in Lavant und ist in der Buchhaltung

im Bezirkskrankenhaus Lienz beschäftigt. Christian

wohnt auch in seiner Heimatgemeinde und arbeitet

als Hausmeister im Golfhotel. Thomas lebt in Wörgl

und arbeitet bei Interspar Wörgl als Abteilungsleiter.

Im Herbst 1982 übersiedelte die junge Familie ins neu

errichtete Eigenheim in Lavant. Sepp und Elfriede engagierten

sich sogleich in der Gemeinde. So organisierte

Elfriede den ersten Kindersporttag und Sepp

zeigte Bereitschaft im Gemeinderat aktiv mitzuarbeiten.

Drei Perioden lang, von 1998 bis 2016, war er im Gemeinderat

tätig, davon von 2004 bis 2010 als Bürgermeister-Stellvertreter.

Außerdem war er auch als Obmann

im Pfarrgemeinderat 15 Jahre tätig. 1998 wurde

Sepp zum Hofrat befördert und im Jahr 2000 bekam

er das große Ehrenzeichen für die Verdienste um die

Republik Österreich.

Seit 2008 genießt er nun seinen wohlverdienten Ruhestand.

Gerne unternimmt er mit seiner Frau Reisen

in die ganze Welt. Wir wünschen ihm weiterhin viel

Glück und Lebensfreude, vor allem aber Gesundheit

und Zufriedenheit im Kreise seiner Familie und in unserer

Dorfgemeinschaft.

Pfarrer Siegmund Bichler, Bgm. Oswald Kuenz, Jubilar HR DI Josef Schett, Mesner und Pfarrkoordinator Hans Hanser, Elfriede

Schett, Vbgm. Josef Kaplenig, Wortgottesdienstleiter Martin Pacher

34 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


WIR NEHMEN ABSCHIED

ANTON DIETRICH

Durch den Fleiß und der Weitsicht der Brüder Friedl,

Poidl, Heindl und Toni ging es stetig aufwärts.

Heute ist die Gebr. Dietrich GmbH ein regional sehr

stark verwurzeltes Unternehmen, das 50 Mitarbeiter

beschäftigt und in vielen Sektoren der Bauwirtschaft

tätig ist.

Tonis Aufgabe war hauptsächlich die Erdbewegung.

So wird es im Lienzer Talboden kaum Forstwege

geben, auf denen Toni nicht seine Handschrift hinterlassen

hat.Für viele Jahre galt er als kompetenter

Ansprechpartner für unsere Kunden. Die Ausübung

dieser Tätigkeiten erfüllte sein Arbeitsleben bis zur

Pensionierung im Jahre 2008.

Manche Dinge sind am Morgen anders, als sie es noch

am Abend waren … Selten wird uns diese Redewendung

so bewusst, als wenn uns ein geliebter Mensch

von der Seite, mitten aus dem Leben gerissen wird.

Ein schwerer Verlust vor allem für seine Familie, aber

auch unser Unternehmen verliert mit Toni einen engagierten,

pflichtbewussten und zuverlässigen Miteigentümer.

Dietrich Anton wurde am 1. März 1948 als 7. von 10

Kindern der Eheleute Roman und Maria Dietrich in Zirl

geboren.Sein Vater Roman war dort als Kaminkehrermeister

für den Bezirk Innsbruck Land, als Holzhändler

und als Landwirt tätig.Im Jahr 1954 erfolgte, nach

Ankauf der Landwirtschaft am heutigen Betriebsgelände

durch seinen Vater, die Übersiedlung der Familie

nach Lavant. Toni war damals 6 Jahre alt und besuchte

dann die Schule in Lavant.

Als man unter den Feldern und Auen am eigenen

Grund in Lavant Schotter vorfand, wurden im Herbst

1958 mühsame Erstversuche zur Schotter-gewinnung

vorgenommen. Im Frühjahr 1959 begannen die Brüder

bereits mit der händischen Absiebung und Verladung

von Schotter auf den eigenen LKW. Bei diesen

schweren Arbeiten unterstützte Toni seine älteren

Brüder wie es ihm neben der Schule und aufgrund

seines jungen Alters möglich war.

Nach seiner Schulzeit bediente er den Radlader und

nach Anschaffung der ersten Raupe entwickelte sich

Toni zu einem sehr begabten Raupenfahrer, der im

ganzen Bezirk bekannt war. Nach den äußerst mühsamen

Anfängen erfolgte Anfang der 80-iger Jahre ein

schrittweiser Aufschwung, der durch einen erhöhten

Bedarf an Qualitäts-Schotter-Materialien hervorgerufen

wurde und von den Brüdern Dietrich damals bereits

produziert werden konnte.

Seine Freizeit in jungen Jahren verbrachte Toni gerne

mit der Fliegerei, und holte sich die Qualifikation dafür

mit dem Flugschein für Motorflieger.

Im Jahr 1986 heiratete er Maria, geborene Wolf.

Das Ehepaar bezog das bereits fertiggestellte Eigenheim

in Lavant. Im Jahr 1986 wurde Tochter Eva geboren,

2 Jahre später erblickte Tochter Sarah das Licht

der Welt.

Toni wurde in seinem Leben nicht von Schicksalsschlägen

verschont, so musste er neben dem Tod der

Eltern auch den Verlust von 4 Brüdern verkraften.

Nach jahrelanger Dialysebehandlung wurde vor

5 Jahren eine Nieren-transplantation notwendig. Diesen

schweren Eingriff überstand Toni sehr gut und erlangte

dadurch wieder neue Lebensqualität und blickte

positiv in die Zukunft. Im Spätherbst letzten Jahres

beobachtete er noch die Anlieferung einer neuen

Raupe. Die technischen Entwicklungen an diesem Gerät

wurden von ihm mit großem Interesse begutachtet

und keiner von uns konnte die Weiter-entwicklungen

an der neuen Maschine besser einschätzen als er.

Leider ereilte ihn das Schicksal erneut. Am 6. Jänner

des heurigen Jahres erlitt er einen schweren Schlaganfall.

Toni verstarb kurz vor seinem 70. Geburtstag.

Lieber Toni!

Die Spuren, die du als Mensch in deiner Familie, in unserem

Unternehmen und in unseren Mitarbeitern hinterlassen

hast, sind unauslöschlich.

Vergelt’s Gott, Glück auf!

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

35


WIR NEHMEN ABSCHIED

HERBERT BRUNNER

IDA BRUNNER

Herbert Brunner wurde am 8. März 1967 als jüngstes

Kind von Erwin und Agnes Brunner geboren.

Zusammen mit seinen vier Geschwistern Maria,

Ewald, Robert und Waltraud ist er am „Unterhuberhof“

in Lavant aufgewachsen. Er besuchte die Volksschule

in Lavant und die Hauptschule in Debant.

Nach der Pflichtschule begann Herbert eine Lehre als

Rauchfangkehrer.

Im Alter von 16 Jahren verlor er den Vater. Das war

ein Schicksalsschlag, der auch das weitere Leben der

Familie und von Herbert prägte.

Nach seiner Zeit als Rauchfangkehrerlehrling war

Herbert dann mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten

beschäftigt. Im Jahr 2015 verstarb Mutter Agnes.

Herbert war viel und gerne in der Natur.

So machte er oft Wanderungen und bestieg die Berge

rund um sein Heimatdorf. Zusammen mit seinem

Bruder Robert lebte Herbert im Elternhaus in Lavant.

Am 21. Nov. 2018 ist Herbert im Alter von 51 Jahren

plötzlich verstorben. Möge er in Frieden ruhen!

Ida Brunner wurde am 25.02.1921 als siebentes von

12 Kindern beim Gilger in Lavant geboren. Sie wuchs

am elterlichen Hof im Kreise der Großfamilie auf.

Nach dem Besuch der Volksschule in Lavant und der

Handelsschule in Lienz musste sie während des

2. Weltkrieges zuerst in den Arbeitsdienst nach

Prägraten und dann als Hilfslehrerin nach Slowenien.

Nach Kriegsende arbeitete sie entsprechend ihrer

Ausbildung als Buchhalterin bei einer Molkerei in Vorarlberg.

Nach einigen Jahren zog es sie wieder in die

Heimat zurück und sie wechselte ebenfalls als Buchhalterin

zur Raiffeisengenossenschaft in Lienz. Dort

arbeitete sie mit viel Freude und großem Einsatz bis

zur Pensionierung im Jahr 1981.

Sie war bis 1989 beim Gilger wohnhaft und hat bei

Bedarf in Haus und Hof mitgeholfen. Im Jahr 1989

übersiedelte sie mit ihrer Schwester Cilli nach Lienz.

Die beiden Schwestern konnten viele schöne und aktive

Jahre in Lienz verbringen und haben den Kontakt

zu Lavant immer aufrecht gehalten und waren am

Dorfgeschehen nach wie vor interessiert. Die Gemeindezeitung

von Lavant war ebenfalls immer eine willkommene

Informationsbroschüre.

Schwer getroffen hat Ida der Tod ihrer Schwester

Cilli im Jahr 2008. Danach konnte sie noch einige Jahre

alleine in ihrer Wohnung verbringen, musste aber im

Jahr 2012 nach einem Sturz und einer schweren Verletzung

in das private Pflegeheim nach Leisach/Burgfrieden

übersiedeln. Sie hat sich in Leisach doch rasch

eingewöhnt, hat sich über die Besuche von Verwandten

und Freunden immer sehr gefreut und konnte so

noch einen schönen Lebensabend bei zufriedenstellender

Gesundheit verbringen.

Ida ist am 16.12.2018 nach kurzer Krankheit in Leisach

verstorben.

36 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


AUSZEICHNUNGEN

DURCH DIE LANDWIRTSCHAFTSKAMMER UND

DIE LANDARBEITERKAMMER TIROL

Am 13. Oktober 2018 wurden drei Lavanter Gemeindebürger

in die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt

Lienz eingeladen.

Wir gratulieren den Geehrten herzlich und wünschen

weiterhin alles Gute und viel Freude bei der Arbeit in

der heimischen Land- und Forstwirtschaft.

Der erfreuliche Grund der Einladung war die Überreichung

einer Ehrenurkunde der Landwirtschaftskammer

und der Landarbeiterkammer Tirol für die

langjährigen und treuen Dienstleistungen im selben

Betrieb der heimischen Land- und Forstwirtschaft.

Geehrt wurden:

Franz Brunner – 35 Jahre, Gemeinde Lavant

Josef Pacher – 10 Jahre, Dolomitengolf Osttirol GmbH

Martin Pacher – 10 Jahre, Dolomitengolf Osttirol GmbH

Brunner Franz

Pacher Josef

Pacher Martin

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

37


ERSTER 5-EDELWEISS-

PRIVATZIMMERVERMIETER

IN OSTTIROL

Für Hotels gibt es Sternekategorien, für Urlaub-am-Bauernhof-Anbieter

Blumenkategorien – Privatvermieter

können ihre Unterkünfte vom Verband

der Privatvermieter Tirols in Edelweiß-Stufen bewerten

lassen. Bisher gab es Zwei-, Drei-, Dreiplus- und

die Vier-Edelweiß-Kategorie. Ganz neu hinzugekommen

ist die Fünf-Edelweiß-Kategorie. Diese höchsten

Qualitätsanforderungen gelten in ganz Österreich.

Am 6. Dezember wurden auch zwei Betriebe in Osttirol

mit dieser höchsten Bewertungsstufe ausgezeichnet

– Stefanie und Martin Mattersberger aus Matrei (Freiraum

– spür die Natur) und Elisabeth und Josef Kaplenig

aus Lavant (Antonius Natur Apartments).

Dass die Familie Kaplenig zu den beiden ersten Osttiroler

Betrieben mit dieser Auszeichnung gehört,

freut mich ganz besonders.

Diese Auszeichnung erfordert einen exklusiven Gesamteindruck,

einen erstklassigen Innen- und Außenbereich,

hochwertige Möblierung in Tischlerqualität

und ein großzügiges Raumangebot.

Zusätzlich werden in den Antonius Natur Apartments

großzügige Räume mit Altholz-, Stein-, Loden- und Lederausstattung,

sowie ein Natur-Schwimmteich angeboten.

Die Statistiken verraten, dass Lavant – wenn es auch

einwohnermäßig zu den kleinsten Gemeinde Osttirols

gehört – hinsichtlich Tourismus weit vorne liegt. Zum

Beispiel hat die Gemeinde Matrei rd. 250.000 Nächtigungen

pro Jahr bei einer Einwohnerzahl von 4.677,

das sind pro Einwohner rd. 53 Nächtigungen. Wir in

Lavant haben rd. 55.000 Nächtigungen bei einer Einwohnerzahl

von 320, das sind rd. 172 Nächtigungen

pro Einwohner – das ist rund das Dreifache im Vergleich

zu Matrei.

Ich freue mich, dass die Gemeinde Lavant eine besondere

und bedeutende Rolle im Osttiroler Tourismus

spielt. Ganz besonders stolz bin ich aber auf unsere

Privatzimmervermieter und auf die Hotels, die alle in

der „Oberliga“ der Tourismusbetriebe mitspielen.

Ich wünsche allen Vermietern eine erfolgreiche Zukunft,

mit vielen zufriedenen Gästen.

38 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


DEFIBRILLATOR

LEBENSRETTUNG DURCH ELEKTROSCHOCKGERÄT –

DEFIBRILLATOR IN UNSERER GEMEINDE

In der Sitzung am 4. Juli 2018 hat der Gemeinderat einstimmig

beschlossen, für die Gemeinde Lavant einen

Defibrillator anzukaufen. Dieser „Lebensretter“ bei

plötzlichen Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt wurde

am Mehrzweckhaus zwischen der Amtstafel der

Gemeinde und dem Post-Briefkasten in kindersicherer

Höhe für alle zugänglich montiert. Aufbewahrt ist

der Defi in einem Außenwandschrank aus Edelstahl

(beheizt, belüftet, beleuchtet und Alarm). Durch die

Stromversorgung ist die ständige Einsatzbereitschaft

des Elektroschockgerätes zu jeder Zeit gewährleistet.

Ein so genannter Defibrillator hat – zum richtigen Zeitpunkt

eingesetzt – schon manchem Menschen das Leben

gerettet!

Fibrillation bedeutet zunächst Kammerflimmern, ein

Zustand, bei dem das Herz unkontrolliert arbeitet.

Ausgelöst wird dieses Kammerflimmern z. B. durch

einen Herzinfarkt. Ein Defibrillator wirkt mittels Abgabe

eines kurzen elektrischen Stromimpulses dieser

Störung entgegen, mit dem Ziel, das flimmernde Herz

wieder in den richtigen Rhythmus zu bringen.

Das komplizierteste an der Defibrillation ist das Wort

selbst, denn

• Laien-Defis sind Geräte, die – an den Patienten

mittels Elektroden angeschlossen – automatisch

ermitteln, ob ein Energieimpuls notwendig, ist

oder nicht.

• Wenn ja, kann jeder Laie durch Knopfdruck den

Impuls abgeben und damit Leben retten.

• Es ist somit unmögliche, einem Patienten Schaden

zuzufügen.

• Sollte eine Impulsabgabe nicht nötig sein, führt

Sie das Gerät trotzdem durch die weitere Erste

Hilfe.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

39


40 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


BUNTE SEITEN

Böschung Spielplatz

Dorf vom Kirchberg aus

Deponiegelände

Florianbrunnen

Suitenhotel

Flurreinigungsaktion

Dorffelder

Friedhof

DEZEMBER 2018 BUNTE SEITEN

41


BUNTE SEITEN

Gaba Kreuz

Lavant bei Nacht

HNR 12, Pacher Martin

Restaurierungsarbieten Bischofskirche

Informationsveranstaltung Bischofskirche

Spargelfeld

Kirche im Sommer

Weihnachtsbeleuchtung Dolomitengolf Hotel

42 BUNTE SEITEN

DEZEMBER 2018


FREIWILLIGE FEUERWEHR

LAVANT

GRÜSS GOTT BEIM JAHRESRÜCKBLICK DER FREIWILLIGEN

FEUERWEHR LAVANT

Begonnen hat das Feuerwehr-Jahr mit der Jahreshauptversammlung am 5. Jänner. Bei dieser Jahreshauptversammlung

stand auch die Neuwahl des Ausschusses auf der Tagesordnung.

Der neu gewählte Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen:

Kommandant: Hannes Oberhammer

Kommandant-Stv.: Christoph Tabernig

Kassier:

Christian Mattersberger

Schriftführer: Philipp Pacher

Weitere Mitglieder im Ausschuss sind Manfred Schorn (Zugs-Kdt.); Florian Brunner (Grp.-Kdt), Philipp Tabernig

(Grp.-Kdt.), Klaus Tscharnidling (Gerätewart) und Patrick Oberhammer (Obermaschinist).

RESERVISTENNACHMITTAG

Am 30. Mai 2018 wurde wieder ein kameradschaftlicher

Nachmittag mit den Reservisten der Feuerwehren

Nikolsdorf und Lavant in Nikolsdorf abgehalten.

In diesem Zuge konnte Josef Klocker die Ehrung für

70-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr

Lavant überreicht werden. Wir gratulieren Josef

herzlich zu diesem besonderen Jubiläum.

Wer Interesse hat, unserer Wehr beizutreten kann sich gerne beim Kommandant Hannes Oberhammer

informieren (0676 / 431 67 68)! - Wir freuen uns auf EUCH!

DEZEMBER 2018 FREIWILLIGE FEUERWEHR

43


Das Ausbildungsprogramm der FF Lavant wurde von

unserem Ausbildungsbeauftragten Manfred Schorn

in Anlehnung an das Heft 122 vom Österreichischen

Bundesfeuerwehrverband überarbeitet und entsprechend

angepasst.

Künftig wird die Ausbildung nach den Vorgaben des

Heft 122 aufgebaut und durchgeführt. Die Vorbereitung

und Übung diverser Einsatz-Szenarien ist das

Um und Auf für die erfolgreiche Abarbeitung von

Einsätzen. Die Ausbildung zielt darauf ab, im Notfall

professionell und so rasch wie möglich helfen zu können.

Dieses Ziel ist aber neben den diversen Vorbereitungen

nur mit der regelmäßigen Teilnahme an den

Übungen zu erreichen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Kameraden

für die Teilnahme an Übungen bedanken. Die Bereitschaft,

seine Freizeit für die FREIWILLIGE Feuerwehr

zu opfern, wird keineswegs als selbstverständlich angesehen.

Ein weiterer wichtiger Teil der Ausbildung ist die Teilnahme

an verschiedenen Feuerwehr-Bewerben. Im

heurigen Jahr konnte an vier verschiedenen Bewerben

teilgenommen werden:

Beim Bezirkskuppelcup am 14.04.2018 konnte die FF

Lavant in den Kategorien Bronze und Silber jeweils

den 16. Rang belegen.

Außerdem nahm eine junge Gruppe unserer Wehr

auch am heurigen Landesfeuerwehrbewerb in Polling

teil. Unsere Bewerbsgruppe zeigte zwei ausgezeichneten

Angriffe in der Sicherheitsklasse (Bronze: 63,58

fehlerfrei; Silber: 72,69 + 10 Fehlerpunkte).

Unsere drei Probefeuerwehrmänner Fabian Jesacher,

David Hanser und Florian Pacher konnten somit bei

ihrem ersten Landesbewerb das Feuerwehr-Leistungsabzeichen

in Bronze als auch in Silber erreichen.

Außerdem konnte Fabian Winkler das Feuerwehr-Leistungsabzeichen

in Silber erreichen.

Im Anschluss wurde dieses erfolgreiche Ergebnis im

Festzelt ausgiebig gefeiert. Auf der Heimfahrt wurden

wir von unserem Mitglied Markus Brunner zum Grillen

in Volders eingeladen – herzlichen Dank dafür.

Auch beim Bewerb um das Atemschutzleistungsabzeichen

in Bronze hat ein ATS-Trupp aus Lavant teilgenommen.

Stefan und Philipp Pacher konnten somit das Atemschutzleistungsabzeichen

in Bronze erreichen. Vielen

Dank an Anton Pacher, für die Bereitschaft, mit den

„neuen“ Atemschutzgeräteträgern am Bewerb teilzunehmen.

Bestens auf den Bewerb vorbereitet wurde

unser Trupp von unserem Atemschutzbeauftragten

Philipp Tabernig.

44 FREIWILLIGE FEUERWEHR

DEZEMBER 2018


Besonders erfreulich ist, dass sich Philipp Tabernig

dazu entschlossen hat, beim Bewerb um das Feuerwehr-Leistungsabzeichen

in Gold anzutreten. Nach

einer sehr aufwändigen und sehr zeitintensiven Vorbereitung

hat der Bewerb am 17.11.2018 an der Landesfeuerwehrschule

in Telfs stattgefunden. Wir gratulieren

Philipp Tabernig zur hervorragenden Leistung

bei diesem Bewerb und sind sehr stolz, einen weiteren

„Goldenen“ in den Reihen unserer Wehr begrüßen

zu dürfen.

Die Hochwassereinsätze am 29. und 30. Oktober

waren in unserem Einsatzgebiet überschaubar. Großteils

wurden Kontrollfahrten durchgeführt und nachdem

der Regenfall nachgelassen hat, mit den Aufräumungsarbeiten

begonnen.

Bei zwei Gebäuden musste der Kellerschacht bzw.

der Keller ausgepumpt werden. Außerdem wurde die

Reithalle der Reitschule Pegasus ausgepumpt.

Neben den diversen Übungen, Bewerben und kameradschaftlichen Veranstaltungen gab es im heurigen Jahr

auch einige Einsätze abzuarbeiten. Insgesamt wurde unsere Feuerwehr seit Jahresbeginn zu zehn Einsätzen

alarmiert – fünf technische Einsätze und fünf Brandeinsätze; davon ein Täuschungsalarm. Acht Einsätze betrafen

das eigene Einsatzgebiet.

Zur Waldbrandbekämpfung im Bereich der Folie war ein Hubschraubereinsatz erforderlich.

Erfreulich ist, dass bei allen zehn Einsätzen keine Personen zu Schaden gekommen sind.

VORINFORMATION:

Am 4. und 5. Mai 2019 findet wieder der „große“ Lavanter

Kirchtag statt! Die ersten organisatorischen

Vorbereitungen dafür sind bereits im Gange.

Die Freiwillige Feuerwehr Lavant freut sich schon jetzt

auf Euren Besuch beim Lavanter Kirchtag 2019!

Gut Heil!

Hannes Oberhammer, Kommandant

Zum Abschluss bedanke ich mich bei allen Kameraden

für die tatkräftige Unterstützung das gesamte Jahr über.

Vor allem bedanken möchte ich mich aber beim gesamten

Ausschuss für die ausgezeichnete und konstruktive

Zusammenarbeit und für das Engagement für unsere

Wehr.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine friedliche

Weihnachtszeit und ein gutes, unfallfreies Jahr 2019.

Ich darf alle Kameraden bitten, auch im kommenden Jahr

zahlreich an den Übungen teilzunehmen. Die Übungsbeteiligung

dient neben der Hilfeleistung im Notfall auch

der eigenen Sicherheit im Einsatz, was oberste Priorität

hat.

DEZEMBER 2018 FREIWILLIGE FEUERWEHR

45


FORST

WALDBEWIRTSCHAFTUNG SCHLAGARTIG VERÄNDERT!

Viele, vor allem kleinere Waldbesitzer, sehen Ihren

Wald als Sparkasse. Dabei spielt bei der „Sparkassenfunktion“

des Waldes die Dickungspflege und Durchforstung

eine wichtige Rolle.

Die Einstellung: „Mein Wald ist meine Sparkasse und

ich nutze den Wald, wenn ich Geld brauche“, ist zunächst

einleuchtend und kann unter bestimmten

Voraussetzungen eine sinnvolle Strategie sein. Doch

was, wenn die Sparkasse ein „Loch“ hat - wenn die

Zinsen bei „Null“ liegen, die Inflation aber bei 2 % -

dann schrumpft das Vermögen jeden Tag?! Und wenn

dabei das Risiko steigt, dass man bei dieser Anlage

auch noch viel Geld verlieren kann - wie es durch das

Sturmereignis Ende Oktober in unserer Region passiert

ist? Die Holzpreise gehen über Nacht um 25 Prozent

zurück, die Aufarbeitungskosten steigen um ein

Vielfaches an und der Anteil von verschnitt fähigen,

hochpreisigen Sortimenten geht deutlich zurück.

In Osttirol sind in der Nacht vom 29. auf 30. Oktober

– 2.100 Hektar Wald dem Erdboden gleich gemacht

worden. Diese Fläche entspricht einer Gesamtfläche

der Katastralgemeinde Lavant. Im Lienzer Talboden

gab es Niederschlagsmengen im Zeitraum vom 28.

bis 30. Oktober von ca. 350 Millimeter /m² - zum Vergleich

in den Katastrophenjahren 1965/66 ca. 200

Millimeter/m². Rund 500.000 efm Sturmhölzer sind

in der kommenden Zeit aufzuräumen und am Holzmarkt

unter vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnissen

unterzubringen. Zum Vergleich zur normalen

Nutzung in Osttirol pro Jahr, ist dies nahezu die dreifache

Jahresmenge. Die Sicherheit der Arbeitstrupps,

die Belastung der Forststraßen, die Unterbringung

der Holzmengen am Holzmarkt und die Wiederbegründung

der Sturmflächen werden den betroffenen

Waldbesitzer eine große Herausforderung abverlangen.

Auch kann der Wald in vielen Bereichen

die Schutzfunktion nicht mehr sicherstellen, deshalb

werden große Investitionen für Sicherheit an Infrastruktureinrichtungen

und Siedlungsräume notwendig

werden. Erholungssuchende im Wald müssen Einschränkungen

hinnehmen, da ein Betretungsverbot

in Schadensgebieten auf Grund von Lebensgefahr im

Zuge der Aufräumarbeiten besteht.

Eine positive Nebenerscheinung waren die äußerst

günstigen Witterungsverhältnisse im Frühjahr d.J, die

eine ausgezeichnete Waldblüte ermöglichten. Als Folge

waren im Herbst nahezu alle verschiedenen Baumarten

in allen Höhenlagen mit verschwenderischem

Samenbehang ausgestattet. Dieser Zufall Sturmereignis

– gutes Samenjahr ist der Garant für eine artenreiche

Veränderung und unterstützende natürliche

Verjüngung der betroffenen Schadensgebiete.

Nutzung mittels Langstreckenseilbahn im Talwald

Fleißige Ferialarbeiter (Gisser Andrea, Jesacher Fabian, Hanser

David) bei Sichelarbeiten im Talwald

Murenabbruch im Bacher-Primes – Waldbestand

46 FORSTWIRTSCHAFT

DEZEMBER 2018


Im Lavanter Wald sind vergleichsweise überschaubare

Schäden passiert - rund 3.500 efm Sturmhölzer

sind insgesamt zu verzeichnen. Der Holzeinschlag

2018 wird sich aus 3.000 efm geplanter Nutzung und

1.000 efm Schadhölzer bis Ende d.J. zusammensetzen.

Die Weganlagen sind ebenfalls im überschaubaren

Maß durch die Starkniederschläge in Mitleidenschaft

gezogen worden. Trotzdem stehen wir bei der Waldbewirtschaftung

in nächsten Jahren nicht gewohnten

Rahmenbedingungen gegenüber. Schlagwort Käferentwicklung

und veränderte Holzmarktbedingungen

werden auch „Unser Orts“ stark zu spüren sein.

Ich danke allen Waldeigentümern, Gemeindebürgern

und Arbeitern im Wald für die gute Zusammenarbeit

im abgelaufenen Jahr, wünsche allen Lesern besinnliche

Weihnachtsfeiertage und ein erfolgreiches Jahr 2019.

GWA Franz Brunner

Starke Beschädigung der Weganlage bei Hochwasserereignis

Ende Oktober

Terminankündigung und Einladung:

FORSTTAGSATZUNG 2019

Nichtöffentlicher Teil 29. Jänner 2019

09:00 Uhr

Gemeindeamt Lavant

Öffentlicher Teil 29. Jänner. 2019

10:00 Uhr

Römerstube

Schneelage am 22.Jänner 2018 im Alpl

Schneereicher Winter am 28.02.2018 Weganlage Plaike

Aufarbeitung von Schadholz in der Folie – Trutschnig Christoph und Hofer Herbert

DEZEMBER 2018 FORSTWIRTSCHAFT

47


DAS JAHR DES

JAGDVEREINS LAVANT

Trotz des starken und langen Winters

haben erstaunlich viele Rehe

und Rotwild überlebt.

Wie schon in den letzten Jahren

sind etliche Stück Gämsen der

Gamsräude zum Opfer gefallen.

Leider waren auch im vergangenen

Jahr wieder einige Risse durch

wildernde Hunde zu beklagen.

BITTE DIE

LEINENPFLICHT

ERNST NEHMEN!

Im Jahr 2018 konnten unsere Jäger

den Abschuss erfüllen, und einige

starke Rehböcke erlegen.

48 JAGDVEREIN

DEZEMBER 2018


Beim Rotwild konnten wir bis jetzt 8 Stück erlegen, davon einen Hirsch der Klasse 2

von Hansi Hanser und einen Hirsch der Klasse 3 von Lucas Brunner.

Auch im Jahr 2018 veranstalteten wir

mit unseren Nachbarjägern eine Gesellschaftsjagd

auf Enten und Raubwild.

Bei den Gämsen erfüllten wir auch den geforderten Abschuss und unsere Jäger erlegten einige alte Gamsböcke und Gaisen.

Eine Besonderheit dieses Jahres war der Fund eines überfahrenen

Fischotters beim Unterhuber Teich.

Unserem Jagdkollegen Bernd Krautgasser gratulierten wir zum

50. Geburtstag.

Die Lavanter Jäger und ich wünschen allen Lavantern ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Den Jagdkameraden

einen guten Anblick und ein kräftiges Waidmanns Heil!

Alfred Tscharnidling, Obm. Jagdverein Lavant

DEZEMBER 2018 JAGDVEREIN

49


LANDJUGEND LAVANT

RÜCKBLICK AUF EIN REGES

VEREINSJAHR

Gerne dürfen wir auf ein reges

Vereinsjahr, mit einer Vielzahl an

Veranstaltungen zurückblicken.

An dieser Stelle möchten wir uns

nochmals herzlich bei all unseren

fleißigen Helfern bedanken, ohne

deren tatkräftige Hilfe die vielen

Veranstaltungen nicht möglich gewesen

wären. Danke auch an die

Gemeinde Lavant für die großartige

Unterstützung das ganze Jahr

über.

Nikolaus und Krampus

02.12.2017

Wie jedes Jahr übernahm die

Landjugend die Organisation und

Durchführung der Hausbesuche

in Lavant. Im vergangenen Jahr besuchten

17 Krampusse und zwei

Hexen zusammen mit dem Nikolaus

und seinen Engeln insgesamt

12 Haushalte. Anschließend wurde

in der Römerstube bei dem alljährlichen

„Krampuskränzchen“ der

Abend gebührend gefeiert.

Weihnachtspfad

15.12.2017

Mittlerweile wurde der Weihnachtspfad

mit Christbaumausgabe

zum festen Bestandteil der

Aufgaben der Landjugend. Auch

dieses Jahr erfreuten sich wieder

zahlreiche Besucher über einen

weihnachtlichen Abend.

Seniorenweihnachtsfeier

17.12.2017

Gemeinsam mit der Gemeinde

Lavant luden wir die Senioren unseres

Dorfes zur Seniorenweihnachtsfeier

ein. Die Volksschule

Lavant umrahmte diesen Nachmittag.

Die Landjugend hatte für

diesen Anlass wieder ein kleines

Weihnachtsgeschenk vorbereitet.

Silvesterparty

31.12.2017

Unsere Silvesterparty im Landjugendraum

schloss auch dieses

Jahr wieder ein gelungenes Vereinsjahr

ab.

Kurz vor Mitternacht gingen wir

alle zusammen auf den Kirchberg,

um mit einem Glas Sekt auf das

neue Jahr anzustoßen.

Turnier der Vereine

21.01.2018

Vier unserer Mitglieder nahmen

dieses Jahr teil. Fabian Winkler,

Matthias Jesacher, Victoria Hanser

und Elisabeth Gisser konnten für

uns den 5. Platz herausholen. Danke

an die Sportunion für die Veranstaltung.

Funktionärsschulung

07.02.2018

Die Bildung ist auch in Vereinen

wichtig, so wurden wir vom Bezirksausschuss

der Landjugend zur

Funktionärsschulung in der LLA

eingeladen. Viele spannende Neuerungen

im Vereinswesen warteten

auf uns.

Kinderfasching

13.02.2018

Am Faschingsdienstag konnten

sich die großen und kleinen Faschingsnarren

wieder einmal so

richtig austoben. Unser traditioneller

Umzug führte dieses Jahr

durchs Unterdorf. Anschließend

trafen sich alle in der Römerstube,

wo schon jede Menge Krapfen und

Spiele warteten.

50 LANDJUGEND LAVANT

DEZEMBER 2018


Er & Sie Rodeln

10.03.2018

Aufgrund günstiger Wetterbedingungen brachten wir

heuer auch erstmals ein Er & Sie Rodeln unter. Über

20 Teams stellten sich den lustigen Bedingungen den

Kirchberg hinunter.

Grillpool – Challenge

31.03.2018

Kurz darauf wurden wir von der Landjugend Patriasdorf

zur sogenannten „Grillpool-Challenge“ herausgefordert.

Muttertagsfeier

09.05.2018

Viele Mütter folgten der Einladung der Gemeinde und

der Landjugend Lavant zur Muttertagsfeier. Die Mütter

konnten sich über die zahlreiche Unterhaltung der

Volksschüler und Kindergartenkinder erfreuen.

Dekanatswallfahrt

01.05.2018

Am 1. Mai verköstigten wir rund 2600 Wallfahrer, die

zuvor auf den Lavanter Kirchberg pilgerten.

Feld und Flur

27.05.2018

Diese neue Veranstaltung führten wir mit der Ortsbauernschaft

und den Lavanter Bäuerinnen durch. Dabei

bekamen die Interessenten Einblick in die Namen der

umliegenden Felder und einige bäuerliche Betriebe in

Lavant. Anschließend klang der Nachmittag bei Kaffee

und Kuchen in der Römerstube aus.

Jugendgottesdienst

08.06.2018

Der Pfarrgemeinderat Lavant und das Dekanat Lienz

veranstalteten eine Jugendwallfahrt am Lavanter

Kirchberg. Anschließend fand am Festplatz eine Jugenddisco

mit Verköstigung seitens der Landjugend

statt.

Dämmerschoppen

16.07.2018

Als neuer Ausschuss wollten wir etwas Neues wagen.

Das Resultat war ein Dämmerschoppen am Festplatz.

Musikalisch umrahmt wurde dieser von der MK Dölsach

und anschließen von der Dölsacher Tanzlmusik.

Ein unvergesslicher Abend mit großem Erfolg für die

Landjugend bleibt uns in Erinnerung.

Landjugend Grillen

27.07.2018

Als Dankeschön für den Zusammenhalt und die Hilfe

innerhalb der Landjugend grillten wir gemeinsam und

genossen einen lauen Sommerabend.

Erntedank

07.10.2018

Die von uns am Vorabend geschmückte Krone trugen

wir gemeinsam mit den Körben am 7. Oktober hinauf

zur Lavanter Kirche. Auf eine schöne Prozession können

wir auch dieses Jahr zurückblicken.

Zum Schluss wünschen wir der Lavanter Bevölkerung

ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins

Jahr 2019!

DEZEMBER 2018 LANDJUGEND LAVANT

51


BÄUERINNENORGANISATION

LAVANT 2018

In der Fastenzeit stand eine gemeinsame

Wanderung zur Fastenmesse

nach Chrysanthen am Programm.

10 LavanterInnen waren

zu Fuß bei strahlendem Sonnenschein

unterwegs, einige sind mit

dem Auto nachgekommen. Kaffee

und Kuchen gab´s anschließend

beim Multerer.

Die Bäuerinnenlehrfahrt war zum

ersten Mal 2-tägig und führte uns

in die Steiermark und Burgenland.

Viel Interessantes gab´s zum Sehen,

so z. B. Vulkano Schinkenwelt,

Zotter Schokolade, Gölles Essig,

Stekovitc Tomaten…

An mehreren Nachmittagen bzw.

Abenden im Frühling haben wir

Kirchtagskrapfen gebacken. Fast

30 Interessierte haben sich gemeldet

um diese sehr spezielle Zubereitung

zu lernen, bzw. wieder

aufzufrischen. Viele schöne und

gute Krapfen waren das Ergebnis!

Der nächste Kirchtag kommt bestimmt……

52 ORTSBAUERNSCHAFT

DEZEMBER 2018


Anlässlich des „Welternährungstages“ haben wir die

VS Lavant besucht und den Kindern viel Wissenswertes

über heimische Lebensmittel erzählt – natürlich

gab´s auch eine gute Jause!

Beim Erntedankfest durften wir nach der Heiligen

Messe die selbst gebackenen und gesegneten Agape

Brötchen verteilen.

Für viele LavanterInnen ist das jährliche Adventkranzbinden

und Törggelen eine lieb gewordene Tradition.

Am Ende des Jahres möchte ich mich bei euch allen für´s Kommen zu unseren Veranstaltungen bedanken. Vergelt´s

Gott dem Bürgermeister mit Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit! Besonders bedanken möchte ich mich bei

meinen Mitarbeiterinnen und allen Helferinnen für ihr stets offenes Ohr und die feine Gemeinschaft!

Schöne Feiertage und viel Gesundheit und Glück in Haus und Hof wünscht euch

Ortsbäuerin

Ingrid Tscharnidling

DEZEMBER 2018 ORTSBAUERNSCHAFT

53


TIROLER BAUERNBUND

ORTSGRUPPE LAVANT

Das Wirtschaftsjahr 2018 war auch für uns Lavanter

Bauern von zwei sehr unterschiedlichen Hälften

der Vegetationsperiode gekennzeichnet:

Ein ausgesprochen wuchsfreudiges Frühjahr bzw. ein

feuchter Frühsommer sicherten einen überdurchschnittlichen

Ertrag bei der Heumahd (1. Schnitt).

Auch die Ackerkulturen (Mais und Getreide) entwickelten

sich zu dieser Zeit absolut zufriedenstellend.

Der Hochsommer bzw. Herbst war dann, wie wir alle

miterlebt haben, extrem heiß und trocken.

Dadurch kam es beim zweiten und auch dritten

Schnitt, je nach Standort, doch zu beträchtlichen

Mengeneinbußen. Der Ertrag beim Silomais war auf

tieferen Böden zufriedenstellend; auf den flachgründigen

Böden am Schuttkegel blieb er trotz früherer

Ernte deutlich unter den Erwartungen.

Auf den Almen zeigte sich ein ähnliches Bild:

Durch die Trockenheit blieb der spätere Aufwuchs

aus und dadurch mußten insbesondere im Bereich

der Tauernalmen die Rinder bzw. Schafe bereits Anfang

September abgetrieben werden.

In der Lavanter Alm wurden 2018 rund 150 Schafe

gesömmert, die abwechselnd von den verschiedenen

Besitzern betreut und dabei „gesalzt“ wurden.

Die Zahl der viehhaltenden Betriebe (ges. 11) in unserer

Gemeinde ist gegenüber dem Vorjahr unverändert

geblieben.

Davon halten:

2 Betriebe x

RINDER SCHAFE PFERDE

2 Betriebe x x x

3 Betriebe x x

1 Betrieb x x

2 Betriebe x

1 Betrieb x

54 ORTSBAUERNSCHAFT

DEZEMBER 2018


Die Erzeugerpreise bei Milch, Rinder und Lämmer waren

im erst Halbjahr zufriedenstellend, kamen jedoch

im zweiten Halbjahr durch trockenheitsbedingte Verkäufe

zunehmend unter Druck.

Der Herbstabsatz für Schlachtlämmer kam im Oktober

nahezu zum Erliegen, hat sich aber in den letzten

Wochen wieder eingependelt.

Der Holzverkauf, welcher in Folge des Sturmereignisses

vom 28. / 29. Oktober stark unter Druck geraten

ist, wird im Beitrag über die Waldbewirtschaftung

ausführlich dargelegt.

Unter dem Titel „…durch Feld und Flur“ wurde am

Sonntag, 27. Mai eine gemeinschaftliche Wanderung

für interessierte Dorfbewohner ausgeschrieben.

Trotz einsetzendem Regen zeigten rd. 35 Teilnehmer

reges Interesse.

Bei der von Ortsbauernschaft, Bäuerinnen und Landjugend

organisierten Rundwanderung wurde an mehreren

Stationen Einblick in das bäuerliche Geschehen

gegeben:

• Die Bezeichnung der Feldfluren, die Namen

sowie deren hauptsächliche Bewirtschaftungsform.

• Das Geschehen auf der einzigen Haflin ger-

Hengststation in Osttirol bei Familie Winkler

vlg. Wachtbinter im Ortsteil Wacht; sowie deren

professionell betriebene Rindermast.

• Über Anbau, Bewirtschaftung und Verkauf

von Spargel informierte Osttirols einzige Spargelbauer

Seppl Kaplenig

• Den Abschluß bildete eine gemütliche Kaffeejause

im Gemeindesaal/Römerstube, wobei

die köstlichen Kuchen von den Bäuerinnen

gratis bereitgestellt wurden.

Konrad Kreuzer, Ortsbauernobmann

DEZEMBER 2018 ORTSBAUERNSCHAFT

55


OBST- UND GARTENBAUVEREIN

LAVANT

Seit diesem Jahr gibt es in Lavant einen neuen Verein.

Der Obst- und Gartenbauverein wurde am 02.02.2018

in der Römerstube gegründet. Der Vorstand mit Anita

Kerschbaumer als Obfrau startet bereits mit 12 Mitglieder

in das Vereinsjahr.

Bereits ein Monat nach der Gründung wurde der erste

Kurs für alle Mitglieder und solche, die es noch werden

möchten, veranstaltet. Der Obstbaum Schnittkurs

mit Thomas Schrotter wurde bereits von 15 TeilnehmerInnen

im Obstgarten von Bgm. Oswald Kuenz besucht.

Wetterbedingt war dieser Kurs sicherlich nur

für Harte Gartenarbeiter.

Am 06.04.2018 durften wir OGV Harald Fenz als Referent

in der Römerstube begrüßen. Er hielt vor 56

TeilnehmerInnen einen spannenden Vortrag mit dem

Thema „Schöner Rasen“.

Mit vielen Tipps und Tricks wurden die ZuhörerInnen

versorgt und testeten seine Ratschläge gleich im eigenen

Garten aus.

Weitere Ideen und Anregungen konnte man sich auch

am 17. Juni beim Tag der offenen Gartentüre im Garten

von Thomas Schrotter und Anita Kerschbaumer

holen.

Mit vielen Tipps und Tricks wurden die ZuhörerInnen

versorgt und testeten seine Ratschläge gleich im eigenen

Garten aus. Weitere Ideen und Anregungen

konnte man sich auch am 17. Juni beim Tag der offenen

Gartentüre im Garten von Thomas Schrotter und

Anita Kerschbaumer holen.

Mit tollen Ideen und Vorträgen starteten wir nach der

Sommerpause im Herbst wieder mit unserem Programm.

Am 25.10. 2018 konnten wir Deutsch Helmut

für einen Vortrag hier in Lavant gewinnen. „Orchideen

auf der Fensterbank“ – die 10 ZuhörerInnen wurden

mit etlichen Tipps und Tricks zur richtigen Pflege der

exotischen Pflanzen versorgt.

In der Zwischenzeit konnten wir schon wieder neue

Mitglieder für unseren Verein gewinnen und die Mitgliederanzahl

auf 35 erhöhen.

Räuchervortrag

Tag der offenen Gartentür

56 NATUR

DEZEMBER 2018


Passend zum Herbst haben wir uns für den November

das Thema „Räuchern mit heimischen Kräutern“

ausgesucht. Im Vortrag von Waldauf Rosmarie konnten

die 33 TeilnehmerInnen Informationen über das

Räuchern in den eigenen vier Wänden und mit den

Rohstoffen vor der Tür erfahren. Mit diesem Thema

endet auch unser Vereinsjahr, aber wir waren nicht

untätig und haben uns für alle Mitglieder schon ein

großartiges Programm für 2019 überlegt.

Die genauen Termine werden von uns noch rechtzeitig

für euch bekanntgegeben. Mitglieder besuchen die

Vorträge und Kurse kostenlos – also einfach schnell

anmelden und Mitglied werden.

• Vortrag Effektive Mikroorganismen mit

Prantner Siegfried

• Vortrag Buchsbaumzünsler mit

Putz Manfred ( 22.03.2019)

• Schnittkurs Sträucher mit

Putz Manfred ( 23.03.2019)

• Vortrag BEEBUDDY mit Bramböck Martin

• Vortag KRÄUTER mit Waldauf Rosmarie

Wir freuen uns auf ein tolles erlebnisreiches Gartenbaujahr

mit euch. Der Lavanter Obst- und Gartenbauverein

wünscht allen LavanterInnen besinnliche Weihnachten

und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

NATUR IM GARTEN

PLAKETTENVERLEIHUNG 2018

Zum 5. Mal wurden Tiroler Naturgärten mit der Natur im Garten Plakette ausgezeichnet. Auch aus der Gemeinde

Lavant waren bei der Verleihung am 10. November 2018 im Landhaus in Innsbruck Preisträger mit dabei.

Ing. Thomas Schrotter und Anita Kerschbaumer wurden im Rahmen der Feier von LH STv. Mag. Ingrid Felipe

und Dr. Bettina Ellinger, Obfrau des Tiroler Bildungsforums, die Natur im Garten Plakette überreicht.

Naturgärten schaffen nicht nur einen Ort zum Erholen sondern auch wertvollen Lebensraum für Pflanzen und

Tiere. Schmetterlinge, Wildbienen, Igel und Vögel sind hier keine Seltenheit, da sie durch ein vielfältiges Pflanzenangebot,

Nistplätze und Nützlingsunterkünfte gefördert werden.

Dabei wird auf den Einsatz von Pestiziden, Kunstdünger und Torf verzichtet. Auch zahlreiche Tiroler Gemeinden

sind Teil der Initiative Natur im Garten und gestalten ihren Grünraum ökologisch und naturnah. Mit der

Natur im Garten Plakette wird ein sichtbares Zeichen nach außen gesetzt.

Das Projekt Natur im Garten in Tirol ist eine Initiative des Tiroler Bildungsforums mit Unterstützung des Landes

Tirol.

Im Bild von links nach rechts: Matthias Karadar MSc., Projektkoordinator Natur im Garten, LH STv. Mag. Ingrid Felipe, Anita

Kerschbaumer, Ing Thomas Schrotter (Preisträger der Gemeinde Lavant), Dr. Bettina Ellinger, Obfrau des Tiroler Bildungsforums.

Bildnachweis: Victoria Hörtnagl

DEZEMBER 2018 NATUR

57


JAGHDORNBLÄSERGRUPPE

Zurückblickend auf das Jahr 2018 können wir feststellen, dass es ein gutes und erfolgreiches Vereinsjahr gewesen

ist.

Im Laufe des Jahres 2018 trafen wir uns zu 27 Proben und sieben Einspielproben. Zusätzlich zur intensiven

Probenarbeit absolvierten wir 19 musikalische Auftritte.

Der Jägerball in Kötschach und die Jahreshauptversammlung des Tiroler Jagdschutzvereins Bezirksgruppe Osttirol

im Jägerheim stellten die wichtigsten jagdlichen Anlässe dar.

Ein erster musikalischer Höhepunkt war die Teilnahme am 1. Tiroler Jagdhornkonzert am 19. Jänner im Kaiser-Leopold-Saal

der Theologischen Universität in Innsbruck, das zwölf Tiroler Jagdhornbläsergruppen zu einem

Fest der Jagdmusik erklingen ließen. Ebenfalls eine Ehre war für uns die Mitwirkung beim Konzert „Jagerisch

g´sungen und g´spielt“ am 17. März im Stadtsaal Kufstein im Rahmen der Unterinntaler Jagdtage.

Jagerisch gsungen und gspielt in Kufstein

1. Tiroler Jagdhornkonzert in Innsbruck

Eine besondere Herausforderung und unbestritten

auch der musikalische Höhepunkt stellte die Gestaltung

der Bühnenmusik für das Theater „Piefke Saga“

dar. Dieses berühmte und nicht unumstrittene Werk

von Felix Mitterer wurde vom Theaterverein Rabensteiner

Virgen gemeinsam mit uns Lavanter Bläsern

im Mehrzwecksaal Virgen neun Mal im Juli und August

aufgeführt, jeweils vor ausverkauftem Saal. Da wir

erst ca. zehn Tage vor der Premiere damit beauftragt

wurden, bedeutete dies zusätzliche Proben in Lavant

und Virgen in sehr kurzer Zeit mit teils neuen Musikstücken

und das alles mitten in der Urlaubszeit. Aber

auch diese große Aufgabe konnten wir gut bewältigen.

Der 90. Geburtstag des Lavanter Altbürgermeisters

Josef Hanser im Rahmen einer würdigen Gemeindefeier

in der Römerstube sowie der 88-er unseres

„Gründervaters“ Hans Steiner wurden ebenfalls mit

einem Ständchen gefeiert. Zusätzlich spielten wir

noch mehrere Ständchen zu verschiedenen Anlässen.

Piefke Saga in Virgen

Feier zum 90. Geburtstag Alt-Bürgermeister

Josef Hanser

Den musikalischen Abschluss des Bläserjahres 2018

bildete die Gestaltung der Cäcilienmesse am Christkönigsonntag

in der Wallfahrtskirche Lavant am 18.

November gemeinsam mit der Bläsergruppe „Lauentna

Blech“.

58 JAGDHORNBLÄSER

DEZEMBER 2018


Cäcilienfeier in der Römerstube

Cäcilienmesse in der Wallfahrtskirche Lavant

Anschließend lud die Gemeinde Lavant alle an der

musikalischen Gestaltung der Gottesdienste in Lavant

Beteiligten – Organist, Bläser und Jagdhornbläser

- zur Cäcilienfeier in die Römerstube. Der Pfarrer Siegmund

Bichler und der Bürgermeister Oswald Kuenz

nützten diesen Anlass, allen genannten Musikanten

zu danken. In guter alter Tradition wurden dann Josef

Pacher jun. für 10 Jahre, Martin Lassnig für 25 Jahre

und Viktor Stanglechner für 30 Jahre Mitgliedschaft

mit Swarowski-Engeln geehrt.

Ehrung bei der Cäcilienfeier

Abschließend möchten wir uns bei der Gemeinde Lavant, besonders dem Bürgermeister, für die vielseitige Unterstützung

bedanken. Ebenso wünschen wir der gesamten Bevölkerung von Lavant und allen unseren Freunden ein

schönes Weihnachtsfest und ein gutes, harmonisches Jahr 2019.

Für die Jagdhornbläsergruppe Lavant

Hornmeister Markus Bodner

Felix Mitterer und die Lavanter Jagdhornbläser

Ehrung bei Auf der Dolomitenhütte mit dem

deutschen Rad-Straßenmeister Marcus Burghardt

DEZEMBER 2018 JAGDHORNBLÄSER

59


JAHRESRÜCKLBICK VOM

„LAUENTNA BLECH“

Das Jahr 2018 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und es ist wieder an der Zeit einen kurzen Ein,- bzw.

Rückblick auf unsere Vereinstätigkeit zu geben:

Am 15. Dezember 2017 bot sich uns erstmals die Gelegenheit, neben dem „Iseltaler Saitenklang“, den „Tristacher

Sängern“ und dem Kinderensemble „Von Do bis Do“, am Adventkonzert der Selbsthilfe Osttirol in der

Klosterkirche mitzuwirken.

Weitere Ausrückungen im Advent bzw. zu Weihnachten waren die musikalische Umrahmung des „Weihnachtspfades“

in Lavant und die musikalische Gestaltung der „Kinderweihnacht“ am 24. Dezember jeweils durch das

„Junior Blech“, das „Weisn´blasen“ am Weihnachtsmarkt in Lienz, die Messgestaltung am Christtag in Lavant,

sowie das Mitwirken am traditionellen Weihnachtsabend am 25.Dezember in der Römerstube.

Mitwirkende beim Adventskonzert

in der Klosterkirche

Weihnachtliche Klänge in der Klosterkirche

Erstmals zogen heuer in Lavant zwei Sternsinger-Gruppen durch das

Dorf, wobei die „alte Gruppe“ aus den Reihen des „Lauentna Blech´s“

stammte und sowohl mit Gesang und weihnachtlichen Blechklängen für

einen caritativen Zweck von Haus zu Haus zog. Da wir das Dorf „ganz

gerecht“ auf beide Gruppen aufgeteilt haben, nahmen wir uns ruhigen

Gewissens die Zeit auf das ein oder andere „Pläuschchen“, wo vor allem

über alte Zeiten gesprochen und gelacht wurde. An dieser Stelle herzlichen

Dank an Kofler Peter für die Stimmbildung der „alten Krähen“.

Es zieh‘n aus weiter Ferne...

Wie die Jahre zuvor, waren wir auch 2018 größtenteils „im Namen des

Herrn“ musikalisch im Einsatz. 12 Mess-Gestaltungen in Lavant, Tristach,

Hopfgarten, Gaimberg und Thurn, sowie eine Nachtwallfahrt im August

in Lavant wurden vom „Lauentna Blech“ musikalisch umrahmt. Bei der

Dekanatswalfahrt am 1. Mai wurden die zahlreichen Pilger am „Törl“ vom

„Lauentna Blech“ mit Weisen und Marienlieder empfangen und auf das

gemeinsame Gebet eingestimmt. Im Anschluss an die Dekanatswalfahrt

wurde von den Musikanten noch die Einweihung der neuen Gedächtniskapelle

musikalisch gestaltet.

Bei drei Begräbnissen in Lavant und in Dölsach erwiesen wir Dietrich

Toni, Kofler Maria und Dorer Rosemarie musikalisch die letzte Ehre.

Das Junior Blech bei der Verabschiedung

von Dekan Bernhard

Kranebitter

60 LAUENTNA BLECH

DEZEMBER 2018


Ein Highlight und eine Premiere war für uns die Mitgestaltung

der Hochzeitsfeier von Ulli und Simone am

11. August. So konnten wir dem Brautpaar den einen

oder anderen Liederwunsch für ihre Feier erfüllen

und somit einen kleinen Beitrag zu ihrem „schönsten

Tag“ leisten.

Neben all den Ausrückungen trafen wir uns im heurigen

Jahr zu insgesamt 34 Proben. Dies stellt in Anbetracht

der Tatsache, dass alle Musikanten vom

„Lauentna Blech“ und vom „Junior Blech“ auch noch

Mitglieder bei der MK Dölsach bzw. der MK Gaimberg

und weiteren Musikgruppierungen sind, eine beachtliche

Anzahl an musikalischen Einsätzen dar. Für dieses

Engagement und die meist recht unterhaltsamen

gemeinsamen Stunden möchte ich mich beim „Blech“

recht herzlich bedanken!

Unser Erfolg liegt nicht alleine an den gemeinsamen

Proben. Die professionelle Ausbildung der Musikanten

in den Musikschulen ist das musikalische Fundament

unseres Vereins. Die einzelnen Ausbildungsabschnitte

werden mit der Ablegung der so genannten

Übertritts-Prüfung (Unter, Mittel,- und Oberstufe) abgeschlossen.

Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit,

sein Können bei verschiedenen Wettbewerben unter

Beweis zu stellen. Auch unsere Musikanten haben

sich bei Übertritts-Prüfungen und Wettbewerben einer

kritischen Jury gestellt.

An dieser Stelle bitten wir daher vor den Vorhang:

Hanser Markus am Tenorhorn, Winkler Jonas an

der Trompete und Halbfurter Lisa (angehende Nachwuchstrompeterin

beim Junior Blech) an der Querflöte,

absolvierten das Leistungsabzeichen in Bronze mit

ausgezeichnetem Erfolg.

Den Abschluss der Musikschulausbildung - den Erwerb

des Leistungsabzeichens in Gold - schaffte Reiter

Sandra mit ausgezeichnetem Erfolg. Sandra, eine

musikalische Tausendsasserin, ist immer eine verlässliche

Aushilfe und unser „Joker“ wenn Not an der

Trompete oder am Flügelhorn ist.

Tabernig Raphael, Posaunist beim Lauentna Blech,

errang im Frühjahr beim Musikwettbewerb „Prima

la Musica“ mit dem Ensemble „ Saxopiano“ einen 1.

Preis. Raphael begleitete dabei ein Saxophon Duo am

Klavier.

Dass man in Lavant als Musikant auch sein Geld verdienen

und somit sein Hobby zum Beruf machen

kann, beweist derzeit unser Flügelhornist Kaplenig

Lukas. Nach Tabernig Hans-Peter (1975) und Halbfurter

Erich (2000) ist Lukas der 3. Militärmusikant in

unserer Gemeinde. Lukas absolviert derzeit seinen

Präsenzdienst bei der Militärmusik Tirol und wird im

Anschluss daran bei diesem traditionsreichen Kulturträger

bis Sommer 2019 unter dem Motto „Schneidig

Voran“, mitmarschieren.

Mich freut es ganz besonders, dass wir in unseren

Reihen so talentierte und motivierte Burschen und

Mädls haben und ich bin mir sicher, dass noch viele

Nachwuchstalente in unserem Dorf diesen Beispielen

folgen werden.

2019 steht vor der Tür und so viel sei verraten: wir

haben uns für das neue Jahr wieder einiges vorgenommen.

Offizielle Begrüßung unseres Pfarrers Siegmund Bichler

Zum Abschluss noch „ a herzliches Vergelt´s Gott“ der

Gemeinde Lavant und Allen, die uns im heurigen Jahr

wieder finanziell und, vor allem durch den Besuch unserer

Veranstaltungen, ideell unterstützt haben!

Das „Lauentna Blech“ wünscht einen

besinnlichen Advent, frohe Weihnachten

und einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

Christoph Tabernig, Obmann

Cäcilia-Messe 2018

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

61


MUSIK

EINE WUNDERBARE WELT VOLLER ZAUBER UND HOFFNUNG

In Kooperation mit der Musikschule „Musikus Nikolsdorf“ ist es heuer gelungen, für unsere Kinder Musikunterricht

in unserer Gemeinde anzubieten.

8 Kinder von 0 - 3 Jahren genießen im Beisein einer erwachsenen Begleitperson jeweils am Mittwoch Vormittag

eine Einheit musikalischer Früherziehung im ehemaligen Chorproberaum im Untergeschoß des Mehrzweckhauses,

welche von Musikpädagogin Anne Huber aus Nikolsdorf geleitet wird.

Am Nachmittag gibt Anne Huber vier Sopranflötenunterrichtseinheiten, welche von insgesamt 9 Kindern besucht

werden. Zwei Einheiten musikalischer Früherziehung mit insgesamt 14 Kindern zwischen 3 und 6 Jahren

stehen am Mittwoch dann außerdem noch am Programm. Dabei dürfen die Kids gemeinsam mit Anne viele

spannende Ausflüge in die Welt der Musik unternehmen, wobei u. a. singen, spielen, reimen, verschiedene

Töne studieren und Instrumente und Klänge kennen lernen/ausprobieren zu den gemeinsamen Aktivitäten

zählen.

Es ist eine große Freude zu sehen,

wie begeistert die 31 Kinder in die

wunderbare Welt der Musik eintauchen

und wie offen und lernbegierig

sie sich dabei zeigen. Musik

ist ein wunderbares Geschenk,

Musik ist Kommunikation - eine

Sprache für jede/n gleichermaßen

verständlich. Umso mehr freut es

mich, dass dieses Geschenk in unserer

Gemeinde auflebt - schon

bei unseren Kleinsten, denen wir

auf diese Weise den Zugang in

eine Welt ermöglichen, die ihnen

im Leben noch sehr viel Freude

und Unterstützung bereiten wird.

Danke an dieser Stelle an unseren

Bürgermeister Oswald, der sofort

offen für die Idee von Musikunterricht

für unsere Kinder war, der

die Umsetzung des Unterrichts toll

unterstützt hat und den Unterricht

von Seiten der Gemeinde für

alle Lavanter TeilnehmerInnen zu

100% fördert.

Ebenso danke an Anne Huber für

die Bereitschaft, den Unterricht

in unserer Gemeinde abzuhalten

und an Alfons Ganeider, den organisatorischen

Leiter von „Musikus

Nikolsdorf“ für die Möglichkeit,

dass wir uns in die Organisation

von „Musikus Nikosldorf“ eingliedern

durften.

Danke auch allen Eltern/Großeltern,

die den Wert der musikalischen

Früherziehung für unsere

Kinder

erkennen und schätzen, die Kids

zum Unterricht begleiten und

beim Musizieren und Lernen super

unterstützen.

Ich wünsche euch allen eine besinnliche,

frohe Weihnachtszeit und ein gutes, neues

Jahr 2019 voller Gesundheit und Freude.

Bestimmt werden euch viele wunderschöne

Lieder und besinnliche Klänge

über die Feiertage begleiten. Genießt es!

Steffi Ganeider, organisatorische

Leitung für „Musikus in Lavant“

62 MUSIK

DEZEMBER 2018


PFARRE LAVANT

Voll Dankbarkeit dürfen wir zurückblicken auf ein bewegtes Jahr 2018. Euch, die ihr immer wieder durch eure

selbstlosen, freiwilligen Einsätze und euer großes Engagement das Leben in unserer Pfarre abwechslungsreich

und bunt gestaltet, sei an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt`s Gott“ ausgesprochen. Sonst möchte ich hier

keine großen Reden schwingen, sondern lieber die tollen Bilder sprechen lassen, die die Vielfältigkeit unseres

pfarrlichen Wirkens und Seins wunderbar beschreiben. Für sämtliche Vorankündigungen und Rückblicke verweise

ich auf die monatlich erscheinenden Pfarrbriefe, die quartalsweise erscheinenden Rundblicke und die

Terminankündigungen betreffend unsere Pfarre auf der Website der Gemeinde Lavant.

Die Wallfahrer

Die Helfer mit Bernhard

Kindergarten - Einstand von Siegmund

Florianisonntag

Geburtstagswanderung mit Bernhard

Fronleichnamsprozession

Wir von der Pfarre Lavant wünschen euch allen ein wundervolles, ruhiges Weihnachtsfest mit euren Lieben und

einen tollen Start ins neue Jahr 2019, welches für euch, begleitet von Gottes Segen, Gesundheit und Zufriedenheit

bereit halten möge.

Hansi Hanser, Pfarrkoordinator und Kirchenmesner

Segnung durch unseren Bischof

Elisabeth und Bernhard

PGR Mannschaft Turnier der Vereine

DEZEMBER 2018 PFARRE LAVANT

63


KINDERGARTEN LAVANT

Kürbiscremesuppe kochen

Werkraum

Fahne hissen mit Hannes

Blätterbad im Herbst

Tag des Apfels

Vorbereitung zum Martinsfest

Adventkranz binden

Adventkranz wird gesegnet

Lieber Hl. Nikolaus...

Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsfeier im Kindergarten

Unsere Flötenspieler

64 KINDERGARTEN LAVANT

DEZEMBER 2018


Gemütliches Beisammensein

Wildfütterung

Rodelpartie vom Kirchberg herab

Schlangenfahrt

Der Fasching ist da

Kindergarten-Gruppe 2017-2018

Osterjause

Therapiehund mit Sumerauer Stefan

Aufführung beim Familienfest

Spielefest

Abschlussgottesdienst

Abschlussfeier

DEZEMBER 2018 KINDERGARTEN LAVANT

65


VOLKSSCHULE LAVANT

ABSCHLUSSREISE

Die 4. Stufe war zum Abschluss ihrer Zeit an unserer

Schule in Innsbruck mit Übernachtung in einem kleinen

feinen Hotelchen. Es war eine intensive, fröhliche

und abenteuerliche Reise und wir hatten viel

Neues in der Landeshauptstadt entdeckt.

EIGENARTIGES

Vor vielen Zuschauern präsentierten unsere SchülerInnen

unter der Mitwirkung von Stefanie Stanglechner

das Kunstprojekt EigenARTiges (seit 1995).

UNSER SCHULGARTEN

Unser herrlicher Schulgarten ist unser dritter Klassenraum,

in dem wir viele Aktivitäten unter einem

blauen Himmel im freien machen können:

Hier beim Töpfern mit Unterstützung von TKS und

Gemeinde Lavant.

IM HAUS DES DIREKTORS

Am Ende der 4. Stufe lädt Schuldirektor Walter die

SchulabgängerInnen traditionellerweise zu sich nach

Hause ein, um dort einen Schultag lang gemeinsam

zu verbringen.

KIRCHE

Eröffnungsgottesdienst am Beginn

des Schuljahres

UNSER BÜRGERMEISTER

Bei Schulbeginn kommt Bgm.

Oswald zu uns in die Klasse um

sich bei den Kindern vorzustellen,

sie kennenzulernen und eine

gesunde Jause zu verteilen.

Danke.

GESUNDE ERNÄHRUNG

Auch dieses Jahr besuchte uns

Ingrid um die Kinder über gesunde

Ernährung vom Bauernhof

zu informieren und lud zu einer

feinen jause ein. Danke.

KREATIVE KÖPFE

Workshops und Referate der Kinder—jedes

Kind weiß etwas oder

hat etwas zu zeigen—dafür ist viel

Platz bei uns und die Kinder

können dies im Kreis präsentieren

66 VOLKSSCHULE LAVANT

DEZEMBER 2018


SCHLOSS BRUCK

Exkursionen lieben wir, denn Schule findet überall

statt: Museum Schloss Bruck zum Thema Albin Egger

(Formen und Farben)

TURNUNTERRICHT

Unser engagierter Lehrer Manuel Mascher (im 2.

Jahr bei uns an der Schule) bietet im Turnunterricht

vielseitige Bewegungsmöglichkeiten an

(VS in Bewegung): Klettern im Alpenvereinshaus

Lienz.

UNSER LERNSYSTEM

Offenes, spielerisches Lernen bildet seit 33 Jahren

einen Schwerpunkt an der VS Lavant. Jedes Kind hat

die Möglichkeit einen Teil des Unterrichts selbst zu

gestalten, dies erfordert Mitarbeit, Kreativität und

Motivation.

SCHNEE MACHT SPASS

Die Kinder der ersten Klasse (Benjamin, Farah, Lorena,

Luanne, Sonja) haben den ersten Schnee begeistert

in einen Schneemann verwandelt.

NATIONALPARK

Der Nationalpark Hohe Tauern ist jährlich zu Gast in

unserer Schule und RangerInnen arbeiten mit unseren

Kindern speziell am Thema Wasser (Versuch:

Entstehung von Nebel)

BASAR

Bgm. mit Walters Familie beim kleinsten Basar der

Welt.

FERNREISE

Indien—bei seiner selbstorganisierten Indienreise

kam der Lavanter VS- Direktor Walter auch nach

Varanasi, einen der wichtigsten Wallfahrtsorte der

Hindus am Ganges, wo es ihm möglich war , den

öffentlichen Verbrennungsritualen beizuwohnen

(im Bild mit einem Hindupriester).

DEZEMBER 2018 VOLKSSCHULE LAVANT

67


In der Wacht zu leben ist volle cool,

weil dort habe ich viel Platz zum Radfahren und zum

Spielen.

Hinter unserem Haus beginnt der Wald.

Beim Waldrand habe ich schon eine Schlange, einen

Fuchs und einen Marder gesehen.

Manuel Reisenzein

Gott ist sehr nett.

Gott passt auf uns Menschen auf.

Gott ist überall: in der Natur, in der Kirche, daheim, in

der Schule.

Gott ist auch in den Tieren.

Tiere liebe ich.

Sie sind wundervolle Wesen.

Jasmin Oberrader

LehrerInnen sind wie die Dirigenten eines Orchesters: sie müssen den Ton

angeben, das Tempo setzen und wissen, wohin sie mit dem Stück wollen.

Doch ab einem gewissen Punkt sollten sie den Musikern die Möglichkeit

geben, sich zu entfalten. (Hatti)

Natürlich muss man dem Kind zunächst die Werkzeuge an die Hand geben,

um selbständig lernen zu können.

Ein wesentlicher Teil dieses Orchesters sind die Eltern, die ihrem Kinde schon

im Vorfeld Empathie, Motivation, Lebensregeln, Arbeitseinstellung und soziale

Fähigkeiten mit auf den Weg geben.

Enjoy your children!

Lavant is a wonderful place

LOVEwalter

68 VOLKSSCHULE LAVANT

DEZEMBER 2018


SPORTUNION RAIKA LAVANT

VEREINSLEBEN - DABEISEIN IST ALLES!

Another year`s over ... Und wieder neigt sich ein ereignisreiches

Jahr dem Ende zu ...

Bei der Sportunion Raiffeisen Lavant standen auch

heuer wieder einige Events auf dem Programm:

• Turnier der vereine

• Vm rodeln

• Vm eis

• Vm schi

• Vm langlauf

• Grenztannentrophy

• Vm zimmergewehr

• 4-Brücken-Lauf

• Familiensporttag

Alle Events wurden begleitet von vielen Menschen - teilnehmend, anfeuernd, helfend und/oder unterstützend.

Auch Frau Holle meinte es im letzten Winter besonders gut mit uns, bestimmt wollte sie endlich mal wieder das

rodelnde Lavanter Volk vom Kirchberg flitzen sehen und bei der Grenztannentrophy die sich aufwärts kämpfenden

TourenschigeherInnen beobachten. Jedes Event für sich ist eine tolle Möglichkeit, um sich mit netten

Leuten zu treffen, um gemeinsam zu sporteln, zu lachen, zu fachsimpeln und Spannung pur in einzigartiger

Natur zu erleben. Bei der Jahreshauptversammlung im November fanden heuer Neuwahlen (Ausschuss) statt.

Die aktuellen Mitglieder des Ausschusses findet ihr auf unserer Website www.sportunion-lavant.at. Finden

könnt ihr dort auch genauere Infos zu unseren Veranstaltungen und Bekanntmachungen, sowie Fotos zu den

einzelnen Events.

Wir sagen DANKE an euch alle, die ihr immer wieder

mit euren unterschiedlichsten Einsätzen einen wertvollen

Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres Vereins

beitragt und so gleichzeitig den Wert unserer Gemeinschaft

schätzt. Durch euch lebt unser Verein! DANKE

auch an die Gemeinde Lavant mit Bürgermeister Oswald

Kuenz und unseren Sponsor, die Raiffeisen Landesbank

Tirol AG mit Direktor Karl Brunner für die

großzügige Unterstützung der Sportunion Raiffeisen

Lavant.

FRÖHLICHE WEIHNACHT 2019!!!

Für das neue Jahr 2019 wünschen wir euch allen und euren

Familien viel Gesundheit und das Allerbeste! Auf dass

wir uns 2019 bei den Veranstaltungen der Sportunion

Raiffeisen Lavant in Gesundheit, Happyness und mit viel

Sportsgeist begegnen!

Sportunion Raika

DEZEMBER 2018 SPORTUNION

69


DOLOMITENGOLF OSTTIROL

CLUBMEISTERSCHAFTEN 2018

Trotz regnerischen Wetteraussichten kämpften an

die 50 Mitglieder des GC Dolomitengolf Osttirol um

den begehrten Titel Clubmeister/Clubmeisterin des

Jahres 2018.

Das Turnier wurde über 2 Tage, am 25. und 26.08.2018,

auf allen 4 Plätzen des GC Dolomitengolf gespielt.

Am Samstag starteten die Golfer ab 08:00 Uhr aufsteigend

nach den aktuellen Handicaps.

Die Startliste für den Finaltag wurde nach den Ergebnissen

des 1. Tages erstellt. Bei den Damen haben Ingrid

Hörbiger und Ursula Wallensteiner nach 18 Loch

(= 1. Tag) gleichviel Schläge gebraucht, mit 1 Schlag

mehr war ihnen Martina Gander dicht auf den Fersen.

Somit war für Spannung am 2. Tag gesorgt. Gratzer

Stefan jun. hatte bei den Herren einen Vorsprung von

nur 1 Schlag vor Roman Idl.

Auch der Titel um die Master Seniors war heiß umkämpft.

Nach dem ersten Tag war Paris Friedrich, Idl Viktor

und Sperl Hansueli mit jeweils 185 Schlägen gleich

auf.

Auf Grund des Wettereinbruches, wurde der Start am

Sonntag um 2 Stunden nach hinten verschoben. Als

die letzten Flights vorm Clubhaus einlochten, hat sich

auch das Wetter wieder versöhnlicher gezeigt.

Ohne Stechen konnten die Clubmeister/innen gekürt

werden.

Clubmeisterin in der Klasse „Damen“ wurde Ingrid

Hörbiger

Vizemeisterin wurde Ursula Wallensteiner.

Clubmeister in der Klasse „Herren“ wurde Gratzer

Stefan jun.. Hier gab es am 2. Tag eine spannende

Wendung, denn Philipp Oberhauser konnte einige

Konkurrenten überholen und sich den Titel Vizemeister

erspielen.

In der Klasse „Jugend“ schlug sich Rene Wibmer mit

188 Schlägen tapfer.

Astrid Achterberg konnte Ihren Titel in der „Seniorinnen“

Klasse mit 187 Schlägen verteidigen. Vizemeisterin

wurde Ingrid Tegischer mit 191 Schlägen.

Gomig Josef konnte auch am 2. Tag seinen Vorsprung

ausbauen und sicherte sich den Titel Clubmeister „Senioren“

mit 159 Schlägen gefolgt von Robert Idl mit

168 Schlägen.

Die Masters Seniors wussten die Spannung zu halten.

Paris bewies einen kühlen Kopf und sicherte sich

den Titel Clubmeister Masters Seniors. Sperl Hansueli

freute sich über den Vizemeistertitel.

Monika Rohracher wurde der Pokal der Master Seniors

überreicht.

Nach der Siegerehrung ließen sich alle Beteiligten im

Clubrestaurant bei einer Küchenparty verwöhnen

und gebührend feiern. Wir gratulieren allen Gewinnern.

70 DOLOMITENGOLF

DEZEMBER 2018


OSTTIROLER HAT + HANDICAP

GOLFEN MIT HERZ

Am Sonntag, 24. Juni 2018, gab es am Dolomitengolf

erneut

(nach dem Hole in one) ein Highlight.

Philipp Oberhauser erspielte beim Dolomitengolf

Cup/Golf Stars Trophy sagenhafte 40 Bruttopunkte /

39 Nettopunkte. Der 22-jährige Lavanter verbesserte

sich dadurch sein bereits hervorragendes Handicap

von -0,1 auf +0,2.

Jeder, der sich in der Golfszene auskennt, weiß, dass

dies eine Besonderheit ist und nur sehr wenige Golfer

ein solches Handicap vorweisen können.

Eine Vorgabe im Plusbereich erreicht man nicht nur

ausschließlich mit Talent.

Dafür benötigt es jahrelanges hartes Training, Fleiß,

Ausdauer und Motivation. Er hat sicherlich schon Tausende

von Bälle auf der Drivingrange gespielt.

Herr Oberhauser ist bereits Ski-Golf-Weltmeister

2016. Seine Freude ist momentan sehr groß, da er

wieder eines seiner Ziele erreicht hat.

Er studiert Mathematik und Sport auf Lehramt und

im Sommer ist er als Ranger am Golfplatz beschäftigt.

Wir gratulieren herzlich und sind sehr stolz, dass Philipp

Mitglied im GC Dolomitengolf Osttirol ist.

Foto v.l.: „Golfen mit Herz“-Organisator Siegmund Birnstingl,

Dolomitengolf Vorstandsmitglied Herbert Berger, MBF-Geschäftsführer

Willy Schneider, Anni Kratzer von der Kinderkrebshilfe

Osttirol, Bürgermeister Andreas Köll, Primar Dr.

Peter Lechleitner, Dolomitengolf Geschäftsführer Hermann

Unterdünhofen

Am Samstag, den 22. September 2018, wurde wie jedes

Jahr das Charity-Turnier „Golfen mit Herz“ am Dolomitengolf

ausgetragen.

Nach einem ausgiebigen Brunch und mit Startgeschenken

gerüstet, schlugen 100 Teilnehmer/-innen

um 10 Uhr beim Kanonenstart für einen wohltätigen

Zweck ab. Jedes Loch hatte eine golf-untypische Sonderwertung,

die für großen Spaß sorgte.

Zwischendurch gab es zwei Halfway-Verpflegungen

mit Senfverkostung, Jause und Schlipfkrapfen. Am

Abend versammelten sich alle bei einem Gin-Aperitif

im Clubhaus zum gemeinsamen 4-Gänge-Galadiner.

Highlight des Tages war die Scheckübergabe in Höhe

von 59.500€ an die Kinderkrebshilfe in Osttirol. Der

Erlös geht ausschließlich an krebskranke Kinder und

Jugendliche in Osttirol, und unterstützt deren Familien

im Alltag.

Philipp Oberhauser

Foto: Martin Lugger | Photography

Die besten Spieler/-innen des Turniers durften bei der

Siegehrung ihre Pokale und Preise entgegen nehmen.

Alle anderen versuchten ihr Glück bei der Tombola,

wo es auch tolle Sachpreise zu gewinnen gab. Durch

die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten, konnte

auch heuer wieder ein gelungenes „Golfen mit Herz“-

Event stattfinden.

GOLFEN MIT HERZ - ERGEBNISSE

BRUTTOWERTUNG

BRUTTO/NETTO

NETTOWERTUNG

BRUTTO/NETTO

1. Idl Roman, Idl Bernhard 42/44

1. Ladner Gernot, Ladner Frieda 22/40

2. Kröll Christian, Fuchs Anton 36/37

2. Schneeweiss Kurt, Spannring Gerald 22/40

3. Gomig Josef, Moser Karin 31/37

3. Rainer Othmar, Gstrein Amelie 24/39

DEZEMBER 2018 DOLOMITENGOLF

71


DIE GSELLIG‘N

Der Lavanter Kirchtag, traditionell am 2. Sonntag nach

Ostern, hat eine lange Tradition. So beteten die Bewohner

des Virgentals während der Pestzeit darum,

dass sie von der Krankheit verschont bleiben sollten.

Dieser Brauch wurde von den Iseltalern bis vor 100

Jahren gelebt.

Dem Lavanter Verein „Di Gsellig’n“ war es wichtig,

diese jahrhundertealte Wallfahrt wieder zu beleben.

So gab es auch im letzten Jahr eine Pilgerung von der

Pfarrkirche Maria Schnee (Virgen) über rund 40 Kilometer

zur Wallfahrtskirche Maria Lavant.

Unterwegs stärkten sich die Pilger im Cafe Landerl

(Huben in Osttirol) und bei der Feuerwehr St. Johann

im Walde. Die Wallfahrt soll und wird auch heuer am

4. Mai 2019 wieder durchgeführt.

Die Pilgergruppe genießt bei Virgen die letzten Sonnenstunden

bevor es in die Nachtwallfahrt geht

Foto Stefan Behounek

Die Wallfahrer auf den letzten Metern zur Wallfahrtskirche Maria Lavant

Foto Gemeinde Lavant

72 DIE GSELLIG‘N

DEZEMBER 2018


VERANSTALTUNGS- UND

KULTURAUSSCHUSS

EIN „DANKESCHÖN“ FÜR DAS VERGANGENE JAHR!

Ein „Dankeschön“ für das vergangene Jahr!

Das Jahr 2018 geht dem Ende zu und es ist mir ein

großes Anliegen Euch allen Danke zu sagen. Angefangen

beim Gemeinderat, bei den Gemeindebediensteten

und vor allem bei Bürgermeister Oswald Kuenz.

Wenn man den Gemeindebericht liest, konnten neben

dem täglichen Arbeitsaufwand einige Projekte

positiv abgeschlossen werden (Erschließungen, Erweiterung

Bauhof etc.).

Unsere Vereine sind sehr bemüht, der Dorfbevölkerung

das ganze Jahr über ein reichhaltiges und abwechslungsreiches

Programm zu bieten. All denen,

die für unser Dorf etwas bewirken und für die Gemeinschaft

arbeiten, ein aufrichtiger Dank.

Besonders hervorheben möchte ich einige gelungene

Veranstaltungen:

Der Kirchtag

Er wurde am 15 April durchgeführt. Wie schon gewohnt

stand heuer wieder der „kleine“ Kirchtag am

Programm. Als Obmann des Kulturausschusses ist

es mir wichtig, den kirchlichen Teil herauszuheben.

Die Großglocknerkapelle Kals und der Chor Vokals

umrahmten das Hochamt. Es war für mich und die

Kirchgänger ein tiefsinniges und berührendes Erlebnis.

Das anschließende Kirchtagskonzert mit der Widderverlosung

fand in der Römerstube statt. Ein Dank

dem Team der Römerstube, vor allem Fröhlich Karin,

für die perfekte Bewirtung der zahlreichen Kirchtagsbesucher.

Ich freue mich schon auf den großen Kirchtag der

FF-Lavant im Jahr 2019 und bedanke mich für ihre unermüdliche

Arbeit über das ganze Jahr.

Euer Vize-Bürgermeister

Josef Kaplenig

Viel Zufriedenheit, Glück, Gesundheit

und die besten weihnachtlichen

Wünsche darf ich allen Lavanterinnen

und Lavantern überbringen.

Dämmerschoppen

Der Dämmerschoppen, organisiert

von der Landjugend Lavant,

fand am 16 Juli statt. Viele Gäste

und Einheimische besuchten dieses

gemütliche Beisammensein.

Ich bedanke mich für das perfekt

organisierte Fest und gratuliere zu

euren tollen Veranstaltungen.

4-Brückenlauf

Unter dem Motto „Wir bewegen

Menschen“ stand auch heuer wieder

der 4-Brückenlauf auf dem

Programm. Trotz Regen kamen

viele motivierte Läufer nach Lavant.

Der reibungslose Ablauf des

Laufes begeisterte die Teilnehmer.

Der alten und neuen Führung der

Sportunion Lavant ein aufrichtiger

Dank und viel Schaffenskraft für

eure weiteren Vorhaben.

Musik ist die schönste Form, Gefühle

und Empfindungen auszudrücken.

Dem Lauentna Blech, sowie

den Jagdhornbläsern ein Dank

für ihr kulturelles Wirken. Ich wünsche

euch bei euren Proben viel

kameradschaftliche Stunden und

einen guten Ansatz.

DEZEMBER 2018 KULTUR UND FREIZEIT

73


ORTSCHRONIK LAVANT

DIE PFARR- UND WALLFAHRTSKIRCHE ZUM

HL. ULRICH UND IHRE GESCHICHTE

Die Diözesane Zugehörigkeit

In römischer Zeit gehörte die Gegend um Lavant

zu dem frühchristlichen Bischofssitz von Aguntum,

welches wiederum Aquileia unterstellt war. Aquileia

war unter anderem neben Venedig ein bedeutender

Stützpunkt des Oströmischen Reiches in Oberitalien.

Die Wirren der Völkerwanderung und die Ausbreitung

der Slawen beendeten das Bestehen des Bistums von

Aguntum im 8. Jahrhundert.

Im Jahr 811 legte Karl der Große den Draufluss als

Grenze zwischen dem Patriarchat von Aquileia und

der Erzdiözese Salzburg fest. Dadurch blieben nur

mehr die Orte Lavant, Tristach und Amlach bzw. für

einige Zeit auch der Bereich um St. Andrä in Lienz

(„Patriarchesdorf“) bei Aquileia. In der ersten Hälfte

des 18. Jahrhunderts begann allmählich die Macht

des Patriarchats zu sinken.

1752 wurde es aufgelöst und der Landstrich südlich

der Drau kam nun zur Erzdiözese Görz. Durch die

Diözesanregulierung unter Kaiser Joseph II. gerieten

Lavant und Tristach für kurze Zeit unter Laibacher

Verwaltung. Im Jahr 1798 gingen beide an das tirolische

Bistum Brixen über. Der Erste Weltkrieg und die

dadurch bedingte Teilung Tirols hatte auch Auswirkungen

auf die diözesanischen Verhältnisse. Bereits

1918 wurde eine bischöfliche Kanzleifiliale in Innsbruck

eröffnet, die im Jahr 1921 zur apostolischen Administratur

Innsbruck erhoben wurde. Die Errichtung

einer eigenen Diözese für Nord- und Osttirol wurde

durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrochen.

Erst am 6. August 1964 wurde schließlich die

Diözese Innsbruck geschaffen, zu welcher von da an

auch Lavant gehörte. Seit dem 11. September 2010 ist

Lavant Teil des Seelsorgeraumes Lienz Süd, dem auch

die Pfarren Hl. Familie Lienz, Leisach und Amlach angehören.

Pfarrgeschichte

Ursprünglich bildeten Lavant, Tristach und Amlach

eine gemeinsame Pfarre. Auch Ötting gehörte bis zum

Ende des 14. Jahrhunderts dazu. Der Sitz des Pfarrers

wechselte ab 1230 zwischen Lavant und Tristach. Um

1500 wurden die pfarrlichen Rechte endgültig nach

Tristach übertragen.

Dies führte immer wieder zu Spannungen zwischen

dem Pfarrer und dem Ort Lavant. Der Pfarrer wollte

alle kirchlichen Angelegenheiten in Tristach abhalten,

während sich die Bewohner von Lavant auf ihre alten

Vorrechte beriefen, die besagten, dass der Pfarrer

seinen Sitz in Lavant hatte. Besonders in der ersten

Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Streitigkeiten

immer heftiger. Da in Lavant kein Pfarrwidum vorhanden

war, scheiterten vorerst auch alle Versuche einen

Pfarrer zu bekommen.

Erst durch eine großzügige Geldspende zur Errichtung

einer Pfarre durch Maria Antonia Baronin von

Paderskirchen, konnte ein Widum gebaut werden. Im

Jahr 1781 wurde Lavant schließlich wieder zu einer

selbständigen Pfarre. Im Jahr darauf war der Bau des

Pfarrhauses fertiggestellt, in welchem auch die Schule

untergebracht wurde.

Die Schutzherrschaft des Hl. Ulrich

Das Patrozinium der Pfarrkirche St. Ulrich ist relativ

jung. Ulrich war von 923 bis 973 Bischof von Augsburg

und wurde 993 heiliggesprochen. Er wurde für

sein asketisches Leben, seine Mildtätigkeit und Frömmigkeit

vom Volk verehrt. Sein römisch-katholischer

Gedenktag ist sein Todestag, der 4. Juli. Ulrich ist der

Heilige der Reisenden, Wanderer, Fischer, Weber,

Weinbauern sowie der Sterbenden. Er wird angerufen

sowohl bei schweren Geburten, gegen Fieber,

Körperschwäche, Tobsucht und Tollwut als auch bei

Ratten- und Mäuseplagen, bei Wassergefahren sowie

Überschwemmungen.

Pfarrkirche St. Ulrich, Foto von Andrea Schett

(Lavanter Chronik 2014)

74 AUS DER CHRONIK

DEZEMBER 2018


Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zum Hl. Ulrich

Archäologische Ausgrabungen des Instituts für Klassische

Archäologie der Universität Innsbruck im Zuge

der Generalsanierung der Pfarrkirche in den Jahren

1992 bis 1995 zeigten, dass sich unter der heutigen

Kirche eine frühchristliche Vorgängerkirche befand.

Diese konnte ins 5. Jahrhundert datiert werden und

war ein einschiffiges Gebäude mit einer nach Osten

hin ausgerichteten halbrunden Apsis.

Diese Kirche wurde im 5./6. Jahrhundert nach Westen

hin verlängert. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert

erfolgte ein weiterer Umbau, wobei die Kirche im

Westen wieder verkürzt und an diese Stelle ein Friedhof

angelegt wurde.

Diese mittelalterliche Kirche dürfte sehr lange in Verwendung

gewesen sein, denn ihr Mauerwerk und

Boden wurden erst um 1500 im spätgotischen Stil

vergrößert und erneuert. Im Jahr 1660 wurde der

Kirchturm in seinen Fundamenten errichtet bzw. erneuert,

aber erst nach rund dreißig Jahren fertiggestellt.

1665 führte Meister Matthias Amorth diverse

Bauarbeiten durch.

Ihr heutiges Aussehen verdankt die Kirche einer großzügigen

barocken Erneuerung um das Jahr 1770 unter

Thomas Mayr, vulgo Hatzer, vom Rindermarkt in

Lienz. Auch 1958 erfolgte bereits eine Außenrenovierung

der Ulrichskirche. Die oben erwähnte Generalsanierung

von 1992 bis 1995 wurde durch die Brüder

Pescoller aus Bruneck durchgeführt und ließ das Innere

der Pfarrkirche wieder im neuen Glanz erstrahlen.

Renovierung der Ulrichskirche

Foto von Joh. Weingartner

(Lavanter Chronik 1993)

Die Außenrenovierung der Kirche fand direkt im Anschluss

statt. Sie wurde wieder von der Firma Pescoller

sowie vom Turmdecker Sepp Mayerl aus Dölsach

durchgeführt und im August 1996 mit der Kreuzsetzung

abgeschlossen. Den Abschluss der Kirchenrenovierung

bildete ein Festgottesdienst mit der feierlichen

Weihe des Volksaltars sowie Firmung am

Pfingstmontag, den 19. Mai 1997, durch den Prälaten

Alois Stöger, Alt-Abt von Wilten.

Die Orgel

Das prächtige Gehäuse der Orgel in der Pfarrkirche

St. Ulrich stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das

Instrument verkauft.

Aus diesem Grund wurde das Gehäuse umgebaut.

Nach 1770 gelangte wieder eine Orgel nach Lavant.

1894 wurde ein neues Werk unter teilweiser Verwendung

älterer Pfeifen in das historische Gehäuse eingebaut

und die Fassung des Gehäuses mit brauner

Farbe überstrichen.

Im Laufe der Zeit verschlechterte sich der Zustand der

Pfeifen so sehr, dass das Instrument kaum noch zu

verwenden war.

Daher entschied sich die Pfarre und Gemeinde im

Dezember 2002 zu einem Neubau des Werkes unter

Verwendung des historischen Gehäuses.

Außenrenovierung – eingerüstete Nordseite,

Foto von Joh. Weingartner

(Lavanter Chronik 1996)

Am 25. September 2005 wurde die renovierte Orgel

mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

DEZEMBER 2018 AUS DER CHRONIK

75


Aus diesem Grund wurden die beiden Kirchen sicher

schon längere Zeit als Gnadenorte besucht. Von einem

Wallfahrtsort kann aber erst seit dem 17. Jahrhundert

die Rede sein.

„Lauentner Kirchtag“ – Widderversteigerung vor dem

Gemeindeamt

Foto von Joh. Weingartner (Lavanter Chronik 1995)

„Lauentner Kirchtag“ – Einzug in die Kirche mit Widder

Foto von Joh. Weingartner (Lavanter Chronik 1995)

Die Wallfahrt nach Maria Lavant

Gotteshäuser, in denen Ablässe gewährt wurden, übten

auf die gläubige Bevölkerung immer schon eine

große Anziehungskraft aus.

Nach der kirchlichen Tradition waren Ablässe der

Nachlass zeitlicher Sündenstrafen. Unter anderem

wurden in Lavant Ablässe vom Bischof Alexander von

Trient (1436), Bischof Pietro von Caorle (1485), Papst

Innozenz VIII. (1491) und Papst Alexander VI. (1501)

verliehen.

Wie in den meisten Wallfahrtsorten gibt es auch in

Lavant eine Legende, welche die Gründung erklärt:

Hirten, die ihre Schafe auf dem Lavanter Kirchbichl

weideten, fanden plötzlich ihre Herde nicht mehr. Sie

begannen diese zu suchen und entdeckten die Schafe

auf ihren Vorderbeinen niedergebeugt vor einem

Marienbild. Die Hirten berichteten den Bewohnern

im Dorf von diesem Vorfall. Man brachte das Bildnis

in den Ort. Am nächsten Tag war es allerdings verschwunden.

Bei der Suche entdeckte man es wieder

an derselben Stelle auf dem Kirchbichl. Die Lavanter

erkannten nun, dass die Gottesmutter dort oben verehrt

werden wollte.

Erste Wallfahrtsprozessionen nach Lavant sind aus

der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts überliefert. Zu

dieser Zeit herrschte in den Orten Virgen und Prägraten

eine verheerende Pestepidemie. 1635 gelobten

die Virgentaler eine jährliche Prozession am Sonntag

nach Ostern nach Lavant mit einem weißen Widder

als Opfer zu unternehmen, um von der Seuche erlöst

zu werden. Nach dem feierlichen Gottesdienst wurde

der Widder versteigert und der Erlös kam der Pfarrkirche

St. Ulrich zugute. Die Widderprozessionen fanden

bis 1919 statt. Seitdem wird der Virgener Widder

in der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Obermauern

geopfert. In den 1970er Jahren ließen die Lavanter

den Brauch der jährlichen Widderstiftung mit anschließender

Versteigerung wiederaufleben. Dieser

wird bis heute traditionell am zweiten Sonntag nach

Ostern gefeiert. Seit 2015 wird auch wieder die historische

Wallfahrt von Obermauern nach Lavant durchgeführt.

Sie wurde vom Lavanter Kultur- und Freizeitverein

„Di Gsellig´n“ neu belebt und erfreut sich jedes

Jahr größeren Andrangs.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts findet auch die Dekanatswallfahrt

am 1. Mai jeden Jahres statt, bei der

tausende Menschen auf den Lavanter Kirchbichl kommen.

Jeweils zum 13. des Monats finden im Sommer

seit einigen Jahren außerdem Wallfahrten statt, die

allerdings von anderen Pfarren organisiert werden.

Ortschronistin Andrea Schett

Dekantswallfahrt am 01. Mai 1982

Foto von Joh. Weingartner (Lavanter Chronik 1982)

76 AUS DER CHRONIK

DEZEMBER 2018


ROTES KREUZ

Der Bedarf an sozialer Beratung und Hilfestellung

steigt. Aus diesem Grund wurde mit 1. Juni 2018 die

„Soziale Servicestelle Osttirol“ beim Österreichischen

Roten Kreuz in der Bezirksstelle in Lienz, in Zusammenarbeit

mit dem Land Tirol/der Bezirkshauptmannschaft

Lienz eingerichtet. Diese Servicestelle

dient als Dreh- und Informationsscheibe für alle sozialen

Belange und der verbesserten psychosozialen

Versorgung der Bevölkerung.

Mitte Dezember übersiedelt das Team nun in barrierefreie

Räumlichkeiten des Erweiterungsbaus im

Rot-Kreuzzentrum

Einfach, rasch und unbürokratisch helfen – mit besonderem

Augenmerk auf die ERWACHSENENWOHL-

FAHRT:

Diese Beratungsstelle ist mit bestehenden Einrichtungen

vernetzt. Sie ist von Montag bis Sonntag in der

Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr durchgehend besetzt

und bietet Beratung, Information und Koordination

von verschiedensten Angeboten und Möglichkeiten.

Die Bündelung von Kompetenzen in Osttirol sorgt für

eine qualitativ noch bessere Sozialberatung im Bezirk.

Unser Angebot gilt bei Wohn- und Betreuungsbedarf

von Menschen ohne familiäre Absicherung. Dadurch

unterstützen wir die Erhaltung der Eigenständigkeit

und Selbstbestimmung der Kunden mittels vorteilhaftem

Wohnraum plus Dienstleistungen nach Bedarf.

Die Integration alleinstehender Menschen ist uns

wichtig und soll darüber hinaus Vereinsamung und

soziale Isolation verhindern.

Sie finden bei uns fundiert ausgebildete Mitarbeiter/

innen, die einerseits in sozialen Belangen und andererseits

auch im Bereich der Sanitätshilfe weiter

helfen. Die Sicherheit, dass nur ein Mindestmaß an

Leistungen pauschal für die Bewohner gestaltet ist,

macht den Unterschied zu herkömmlichen Heimeinrichtungen

und stationären Versorgungsformen. Wie

zu Hause auch, kann bis zu einem gewissen Grad der

Pflegebedürftigkeit die Versorgung, Betreuung und

Pflege organisiert und durchgeführt werden. Dazu

gibt es Ansprechpartner im Haus – die soziale Servicestelle

bzw. die Sozialbegleitung - die nötigenfalls

alles organisiert. Die Vermietung und Betreuung

der Appartements und der dazugehörige Entwicklungsprozess

obliegen dem Roten Kreuz Osttirol.

Gleichzeitig bieten wir zehn komplett eingerichtete und

barrierefreie „Wohnungen“ (Größe zwischen 40 und 51 m2) in

betreuter Form zur Vermietung an

Die rasche und unbürokratische Hilfe sieht die Begleitung

von Personen in schwierigen Lebenssituationen durch Beratungsgespräche

und Krisenintervention vor. Die Vermittlung,

Begleitung und Beratung erfolgt vertraulich und anonym.

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

77


„DER SOFORTHILFESHOP IM ROTEN

KREUZ OSTTIROL“

Die Idee ergab sich daraus, dass es immer wieder

Personen gibt, die wertvolle Gegenstände (Bilder,

Uhren, Schmuck, Figuren, Weihnachtskrippen usw.)

verschenken möchten. Dieser Personenkreis will auf

die alten Tage vorhandene Lieblingsstücke in guten

Händen wissen. Dafür sucht man nach einer vertrauenswürdigen

Organisation und findet diese nun beim

Roten Kreuz Osttirol! (Die gespendeten Gegenstände

werden auch gerne abgeholt)

Der Reinerlös kommt wiederum der

Osttiroler Bevölkerung zugute.

RÜCKFRAGEHINWEIS:

Alfons Klaunzer | Österreichisches Rotes Kreuz | Bezirksstelle Osttirol | Referatsleiter GSD

Tel: 04852/62321 | Mail: alfons.klaunzer@roteskreuz-osttirol.at | Web: www.roteskreuz-osttirol.at

HILFE BEI DEMENZ

Hilfe bei Demenz – neue Website präsentiert:

www.demenz-tirol.at

Gemeinsame Initiative bietet Hilfestellung für Betroffene

und Angehörige

Der Knoten im Taschentuch – die symbolische Annäherung

an das Erinnern und Vergessen ziert die

Startseite der neuen Website der Koordinationsstelle

Demenz. „Vergesslichkeit und Demenz sind zentrale

Themen, denen sich das Projekt des Tiroler Gesundheitsfonds‘

annehmen möchte“, so LR Bernhard Tilg

anlässlich der Präsentation der neuen Website www.

demenz-tirol.at.

Das bereits geschaffene TGKK-Angebot, bei dem Angehörige

eine Demenz-Beratung bei ihrem Hausarzt

in Anspruch nehmen können, wird gut angenommen.

Die Website ist eine wertvolle Ergänzung und bietet

Betroffenen und Angehörigen Information und Orientierung

in der täglichen Versorgung.“

„Tirolweit gibt es geschätzt derzeit über 11.000 an

Demenz erkrankte Menschen mit einer deutlichen

Steigerung nach oben. Deshalb gibt es nun die neue

Website www.demenz-tirol.at der Koordinationsstelle

Demenz am Landesinstitut für Integrierte Versorgung.

„Wir wollen damit zentrale Information und

Unterstützung für Betroffene, Angehörige aber auch

Fachpersonal bieten“, freut sich LR Bernhard Tilg über

den neuen Service. Die Koordinationsstelle Demenz

wurde auf Initiative von LR Tilg in Zusammenarbeit

mit Fachexperten und Fachexpertinnen und dem

Tiroler Gesundheitsfonds (TGF) eingerichtet.

Orientierung und Hilfe

TGKK-Direktor Arno Melitopulos bringt es auf den

Punkt: „Die Anzahl Demenz-Erkrankter wird bis 2030

um voraussichtlich 42% steigen. Der jährliche Aufwand

der TGKK für Demenz-Medikamente in Höhe

von rund 2. Mio. Euro zeigt, wie stark die Betroffenheit

ist. Umso wichtiger ist es, rasch und unkompliziert

Hilfe zu erhalten.

78 DIE GEMEINDE INFORMIERT

DEZEMBER 2018


Umfassende Information

„Im Zentrum der Website steht die Tirol-Landkarte, die

durch eine entsprechende Filterfunktion nach Bezirk

und Art der Hilfe das gewünschte Unterstützungsangebot

sichtbar macht. So können Betroffene, Angehörige

aber auch Fachpersonal das passende Angebot

in ihrer Region finden“, erklärt Dr. Angelika Faccinelli,

Projektleiterin Koordinationsstelle Demenz die Funktionsweise

der Website. „Tirolweit sind derzeit über

230 Angebote auf unserer Homepage vermerkt und

nach Bezirken gegliedert“, so Tilg: „Darunter finden

sich beispielsweise die Sozial- und Gesundheitssprengel,

die Wohn- und Pflegeheime und andere spezialisierte

Angebote. So sehen die Menschen aus Tirol auf

einen Blick, wo sie sich Hilfe suchen können“, freut

sich LR Bernhard Tilg über das umfassende Angebot.

Regionale Leistungsanbieter erfasst

„Im Zentrum der Website steht die Tirol-Landkarte, die

durch eine entsprechende Filterfunktion nach Bezirk

und Art der Hilfe das gewünschte Unterstützungsangebot

sichtbar macht. So können Betroffene, Angehörige

aber auch Fachpersonal das passende Angebot

in ihrer Region finden“, erklärt Dr. Angelika Faccinelli,

Projektleiterin Koordinationsstelle Demenz die Funktionsweise

der Website. „Tirolweit sind derzeit über

230 Angebote auf unserer Homepage vermerkt und

nach Bezirken gegliedert“, so Tilg: „Darunter finden

sich beispielsweise die Sozial- und Gesundheitssprengel,

die Wohn- und Pflegeheime und andere spezialisierte

Angebote. So sehen die Menschen aus Tirol auf

einen Blick, wo sie sich Hilfe suchen können“, freut

sich LR Bernhard Tilg über das umfassende Angebot.

„Durch die umfangreiche Information über Angebote

bis in die Täler hinein ist die Website auch eine zentrale

Hilfestellung für Gemeinden“, erklärt LR Tilg, und

weiter: „Gerade in kleinen Einheiten wie Gemeinden

ist das Thema Demenz immer wieder sehr präsent.

Mit der neuen Website schaffen wir Bürgernähe.

Diese gesellschaftliche Veränderung muss von den

Gemeinden mitgetragen werden – eine Bewusstseinsbildung

zum Thema Demenz ist der erste Schritt zur

Nachbarschaftshilfe und zum bewussten Hinschauen.“

Demenz – was nun?

„Neben den Tiroler Unterstützungsmöglichkeiten bei

Demenz bietet die Plattform auch umfassende Informationen

zur Erkrankung, von den ersten Anzeichen

bis zur Behandlung, aber auch hilfreiche Hinweise für

Angehörige und Betroffene zur Alltagsbewältigung.“

ergänzt Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Marksteiner, Leiter

der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie A im

LKH Hall.

Laufende Aktualisierung

Die Angebote werden laufend aktualisiert und erweitert.

Anbieterinnen und Anbieter können sich direkt

über die Website informieren und ebenso Teil

der Plattform werden. „Es wurde versucht das Aufnahmeprocedere

qualitativ gut, aber auch so einfach

wie möglich zu gestalten“ erklärt die Leiterin der Koordinationsstelle

Verena Bramböck, und weiter: „Es

ist mir ein besonderes Anliegen, die vielen Angebote

rasch zu sichten und zur Verfügung zu stellen.“

WWW.DEMENZ-TIROL.AT

DEZEMBER 2018 DIE GEMEINDE INFORMIERT

79


Kunstschneeerzeugung in Lavant

80 DIE GEMEINDE INFORMIERT DEZEMBER 2016

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