Gesund in Mittelfranken - Patientenzeitschrift #6

Visioness

HEFT 6 | 2019

Herbst | Winter

GESUND IN

MITTELFRANKEN

„Schnelle

Titelthema

Genesung“

Zurück in ein

aktives Leben mit

künstlichem Gelenk

Ein normales Leben

mit Diabetes ist möglich

Seite 10

Beim Schlaganfall

zählt jede Sekunde

Seite 14

Mobil bleiben –

auch im Alter

Seite 16

GESUND IN MITTELFRANKEN

1


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

moderne Medizin lebt von Innovation. Im Titelthema der aktuellen Ausgabe

von Gesund in Mittelfranken möchten wir Ihnen gerne das neue Programm der

„schnellen Genesung“ des Endoprothetikzentrums an der Klinik Bad Windsheim

vorstellen. Unter Anderem zieht auch Chefarzt Dr. Mathias Bender eine

Bilanz, des seit Mitte 2018 angewendeten Programms.

Ein weiteres Thema von zentraler Bedeutung ist der Umgang mit einer Diabetes-Erkrankung.

Obwohl es sich um eine Volkskrankheit handelt, sind vielen

Menschen die Hintergründe nicht bewusst. Chefarzt der Medizinischen Klinik

3 der Klinik Neustadt an der Aisch, Dr. Bernhard Fischer, rät zu umfangreichen

Präventionsmaßnahmen. Mehr dazu erfahren Sie auf den Seiten 10-12 in diesem

Heft. Außerdem informieren wir Sie in dieser Ausgabe über die umfangreichen

Karrieremöglichkeiten an den Kliniken des Landkreises Neustadt

a.d. Aisch – Bad Windheim (Seite 28-29).

4

Neue Technologien, hochqualifiziertes Personal, aber auch der Erhalt von

Arztsitzen in der Region sind die Basis einer bestmöglichen medizinischen

Versorgung im Landkreis. Mit der Übernahme der orthopädischen Praxis unter

Leitung von Dr. Roland Brych in Bad Windsheim haben die Landkreiskliniken

die wohnortnahe Versorgung weiter ausgebaut. Für die Bürgerinnen und Bürger

in unserer schönen Region heißt das: Für ihre Gesundheit werden sie auch

in Zukunft keine langen Wege in Kauf nehmen müssen.

16

Ihr

Helmut Weiß Stefan Schilling Dr. Mathias Bender Dr. Gerald Wasmeier

Landrat Vorstand Ärztlicher Leiter Ärztlicher Leiter

2 GESUND IN MITTELFRANKEN


Inhalt

Titelthema:

Durch "schnelle Genesung" zurück in ein aktives Leben _____ 4

Scharfe Bilder in der Urologie _________________________ 8

Diabetes

Ein normales Leben mit Diabetes ist möglich _____________ 10

News __________________________________________ 13

Time is Brain – beim Schlaganfall zählt jede Sekunde _______ 14

10

Mobil bleiben – Auch im Alter ______________________ 16

Unser Team steht Tag und Nacht für Sie bereit ____________ 19

Alarmstufe Gelb: Erkrankungen der Gallenblase

und der Gallenwege rechtzeitig erkenen_________________ 20

Klinik Neustadt a. d. Aisch feiert 60 jähriges Jubiläum -

Stetiger Wandel für die moderne Medizin ________________ 22

Schmerzfreier Rücken durch Wirbelsäulenchirurgie ________ 24

Starke Regelblutung – Abteilung für Gynäkologie

setzt zukünftig auf die Goldnetz-Methode _______________ 26

Zuverlässigkeit, Innovation und persönliche Weiterbildung

– Arbeiten an den Kliniken des Landkreises ________ 28

Veranstaltungen __________________________________ 30

Klinikführer ______________________________________ 31

Impressum

Gesund in Mittelfranken Nr. 6

Herbst/Winter 2019

Herausgeber:

Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

Postanschrift:

Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim,

Erkenbrechtallee 45,

91438 Bad Windsheim

Telefon: 09841 99-912

Internet: www.kliniken-nea.de

Redaktionsleitung: Benjamin Maier,

Organisationsentwicklung | Marketing |

PR & Neue Medien

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisation:

Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: WIRmachenDRUCK GmbH,

Mühlbachstr. 7, 71522 Backnang

Bildquellen: Alle Fotos stammen aus

den Einrichtungen der Kliniken des

Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Winsheim, wenn nicht anders angegeben.

GESUND IN MITTELFRANKEN

3


Titelthema

Durch

„schnelle

Genesung“

zurück

in ein

aktives

Leben

„Wann werde ich wieder an meinem normalen

Alltag teilnehmen können?“ – für viele Patienten

ist dies eine der drängendsten Fragen vor

einer anstehenden Operation. Das Endoprothetikzentrum

an der Klinik Bad Windsheim

setzt deshalb auf ein innovatives Konzept der

„schnellen Genesung“. Chefarzt Dr. Mathias

Bender erklärt, warum er und sein Team dabei

auch auf die Mithilfe ihrer Patienten bauen.

4 GESUND IN MITTELFRANKEN


Rapid Recovery

Wir möchten unseren

Patienten die Angst vor der

Operation nehmen und

detailliert darüber

informieren, was vor,

während und nach dem

Eingriff passiert

Wer auch im Alter beweglich und fit sein

möchte, muss aktiv bleiben. Liegt jedoch

eine Verschleißerkrankung des Knie- oder

Hüftgelenks vor, ist dies nur noch stark eingeschränkt

oder gar nicht mehr möglich.

In vielen Fällen verspricht ein künstlicher

Gelenkersatz die besten Aussichten

auf eine schnelle Genesung sowie ein

selbstbestimmtes weiteres Leben. Damit

Betroffene nach einer Operation möglichst

schnell wieder aktiv am Leben teilnehmen

können, wurde das Konzept der „schnellen

Genesung“ (Rapid Recovery) eingeführt.

Einen raschen Heilungsprozess gewährleisten

„Wir sind die erste Klinik in Bayern, die

dieses innovative Konzept vollumfänglich

anwendet“, freut sich Dr. Mathias Bender,

Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie

und Orthopädie sowie des Endoprothetikzentrums

der Maximalversorgung an

der Klinik Bad Windsheim. Es stelle sicher,

dass während und nach dem Eingriff alle

Beteiligten perfekt zusammenarbeiten. „So

kann für den Patienten ein rascher und erfolgreicher

Heilungsprozess gewährleistet

werden“, berichtet der Mediziner. Wichtig

sei dabei ein Umgang mit den Patienten

auf Augenhöhe: „Wir wollen die Erfolge der

Wissenschaft gemeinsam nutzen, gemeinsam

an der Genesung arbeiten und dafür

sorgen, dass ein autonomes und schmerzfreies

Leben schnell wieder möglich ist.“

Patienten werden aktiv mit einbezogen

Das Konzept „der schnellen Genesung“ hat

in der Abteilung von Dr. Bender nicht zum

Ziel, Patienten möglichst schnell wieder

zu entlassen. „Hierdurch unterscheiden

wir uns wesentlich von anderen Häusern,

die Teile des Konzeptes anwenden“, so

der erfahrene Chefarzt. „Wir nutzen die

gemeinsame Aufenthalts-Zeit unserer

Patienten jetzt aber besser aus. Nie zuvor

haben unsere Patienten so viele Anwendungen

erhalten, wie jetzt. Die Eigenübungen

der Patienten tragen zusätzlich zum

Behandlungserfolg bei. Die Betroffenen

können meist bereits am Abend nach der

Operation aufstehen und bei voller Belastung

Gehen“, so der Chefarzt stolz. Die

wichtigste Grundlage für das Konzept sei

eine intensive Vorbereitung der Patienten.

Hierfür wurde eine spezielle Patientenschule

eingerichtet. „Wir möchten unseren

Patienten die Angst vor der Operation

nehmen und detailliert darüber informieren,

was vor, während und nach dem

Eingriff passiert“, legt Dr. Bender dar. Alle

eingebundenen Berufsgruppen, darunter

Orthopäden, Anästhesisten, Pflegekräfte

und Physiotherapeuten, bereiten die Patienten

umfassend vor.

GESUND IN MITTELFRANKEN

5


Rapid Recovery

Nie waren unsere

Patienten und

unsere Mitarbeiter

zufriedener

als jetzt

„Schnelle Genesung“ ist Team-Arbeit

Während der Patientenschulung sind

staunende Gesichter zu sehen. Konzepte,

die über Jahre hinweg, fester Bestandteil

des medizinischen Alltags waren gehören

der Vergangenheit an. „Nach dem

Gelenkaustausch rechnen viele noch mit

einer belastungsfreien Phase von ungefähr

sechs Wochen“, weiß der Chefarzt. „Kaum

jemand denkt daran, bereits eine Stunde

nach der OP im Aufwachraum aufstehen

zu können und am Tag des Eingriffs mit

einer optimierten Physiotherapie zu

beginnen.“ Auf übermäßige Medikation

werde verzichtet, ebenso wie auf Katheter,

Thrombosestrümpfe und Drainagen. Zu

den weiteren Säulen des Konzepts gehören

Eigenübungen, festgelegte Entlasskriterien

sowie ein Mentorensystem, das

Angehörige und Freunde mit einbezieht.

„Außerdem legen wir großen Wert auf die

soziale Teilhabe der Patienten, beispielsweise

durch Gruppenphysiotherapie und

einen gemeinsamen Speiseraum“, berichtet

Dr. Bender. Das Konzept kann bei der

großen Mehrheit der Patienten angewandt

werden. „Im besten Fall und zur Freude der

Betroffenen können sie bereits nach wenigen

Tagen die Klinik verlassen und die Reha

von zu Hause aus antreten“, so Dr. Bender.

Drei Monate nach der Einführung freut sich

das gesamte Team über mehr als dreihundert

nach dem neuen Konzept behandelte

Patienten. „Nie waren unsere Patienten und

unsere Mitarbeiter zufriedener als jetzt“, so

das Resümee von Dr Bender.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Unfallchirurgie,

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-101

Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

6 GESUND IN MITTELFRANKEN


Rapid Recovery

Chefarztbericht

Nachdem das Rapid Recovery Program im Juni 2018 etabliert wurde, zieht

Chefarzt Dr. Bender Bilanz über die Vorteile, die sich für die Patienten bieten:

Das Konzept ist unter anderem deshalb

so erstrebenswert, weil es die Betroffenen

und die ihnen nahestehenden

Personen intensiv mit einbezieht. Ziel

ist es, möglichst schnell wieder in ein

selbstbestimmtes, autonomes Leben

ohne Schmerzen zu finden. Entsprechend

motiviert sind unsere Patienten – und das

steckt unser ohnehin begeistertes und

gewissenhaftes Team natürlich an. Auf

dem Weg dahin ist es aber nicht notwendig,

die Zügel vollständig aus der Hand zu

geben. Vielmehr gehen wir den Weg mit

den Patienten gemeinsam, Hand in Hand,

und sind selbstverständlich stets für sie

da. Die Betroffenen fühlen sich aufgehobener,

können mitarbeiten und sehen

schneller Erfolge. Meist sind sie verwundert

darüber, was dank des medizinischen

Fortschritts bereits heute möglich ist.

Was passiert am Tag der Operation?

Patienten, die am Rapid Recovery Programm

teilnehmen, kommen hierfür erst

am Tag des Eingriffs ins Krankenhaus. Bis

zu 6 Stunden vor der Operation darf noch

gegessen werden. Die Aufnahme von

Flüssigkeit ist sogar bis zu zwei Stunden

vor dem Eingriff möglich. Eine individuell

angepasste Narkose sorgt dafür, dass bei

entsprechendem Wohlbefinden auch

direkt nach dem Eingriff wieder Nahrungsmittel

zu sich genommen werden

können. Am selben Tag werden sie außerdem

unter Aufsicht der Physiotherapie

bei voller Belastung mobilisiert. Während

des Aufenthaltes muss (außer am OP-Tag)

keine Krankenhaus-Kleidung getragen

werden. Moderne Operationsverfahren

sorgen außerdem dafür, dass Patienten in

der Regel über den OP-Tag hinaus nicht

an Gerätschaften gebunden sind. Bereits

ab dem 2. Tag nach der Operation kann

daher wie gewohnt der Körperhygiene

nachgegangen werden.

Was zeichnet ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung aus?

Die Fachabteilung für Orthopädie und

Unfallchirurgie mit dem zertifizierten

Endoprothetikzentrum bietet ein umfassendes

Leistungsspektrum. Einer der

Versorgungsschwerpunkte ist der künstliche

Gelenkersatz. Um die Qualität der Versorgung

zu erhalten und zu verbessern,

ist ein hohes Maß an Spezialisierung und

Kompetenz erforderlich. Die umfassende

Erfahrung der Abteilung spiegelt sich in

hohen Behandlungszahlen wieder. Seit

der ersten endoprothetischen Eingriffe

wurden mehr als 17.000 Erst- und Wechseloperationen

durchgeführt. Derzeit liegt

die Zahl der eingesetzten künstlichen

Gelenke bei jährlich ungefähr 900.

Anhand der Zertifizierung als Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung

durch die EndoCert-Initiative der

Deutschen Gesellschaft für Orthopädie

und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) –

gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft

Endoprothetik (AE) und dem Berufsverband

der Fachärzte für Orthopädie

und Unfallchirurgie (BVOU) – erfährt die

Abteilung zusätzlich ein hohes Maß an

Würdigung für ihre stete Bereitschaft zur

Verbesserung der Behandlung. Zu den

Zertifizierungs-Kriterien gehören neben

vielen weiteren Voraussetzungen ein interdisziplinär

organisierter Behandlungspfad

sowie ausführliche Kommunikation

mit dem Patienten. Auch die regelmäßige

Teilnahme an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen

ist Pflicht. Diese

Maßnahmen stellen sicher, dass jede

eingesetzte Prothese dem höchsten medizinischen

Anspruch entspricht.

GESUND IN MITTELFRANKEN

7


Urologie

Scharfe

in der

Neueste Medizintechnik ermöglicht

patientenorientiertere Diagnostik

Innovativer Zuwachs in der Urologie: Dank der Anschaffung

eines neuen Geräts steigen die Möglichkeiten der

Diagnostik und Behandlung auf ein ganz neues Niveau.

Bequemer, schneller, effizienter – was die revolutionäre

Technik kann und welche spezifischen Vorteile sie für

Patienten und Ärzte bietet, berichtet Dr. Joachim Schubert,

Facharzt für Urologie, medikamentöse Tumortherapie

und Palliativmedizin

Als einziger urologischer Versorgungsschwerpunkt

des Landkreises kommt der Abteilung

in der Klinik Neustadt a. d. Aisch eine besondere

Rolle zu. „Mit einigen Ausnahmen bieten

wir das gesamte Spektrum der klinischen

Urologie an“, berichtet Dr. Schubert, der die

Abteilung gemeinsam mit seinem Kollegen

Dr. Jörg Berfelde, Facharzt für Urologie, leitet.

„Dabei legen wir großen Wert auf fortschrittliche,

innovative Technik“, betont er – denn

in der Urologie könnten unzureichende

Bildqualität und falsches Bildmanagement

zu längeren Wartezeiten und aufwändigeren

Untersuchungen führen. Zum Wohle der Patienten

wird daher in neue Geräte investiert:

Neben einem hochfokussierten Ultraschall

8 GESUND IN MITTELFRANKEN


Urologie

ilder

Urologie

Bessere Bilder bei höherem

Strahlenschutz

Auch mit der Qualität der Röntgenbilder

kann das neue Gerät überzeugen:

„Die Ergebnisse entsprechen den neuen,

hochauflösenden Standards“, freut sich der

Urologe. Das erhöhe die diagnostische Sicherheit,

da feinste Details erfasst werden.

„Außerdem ist es möglich, das Bild der

Videokamera auf den Röntgenbildschirm

zu projizieren – wir können also direkt mit

dem Bewegtbild arbeiten.“ Mit nur einer

Aufnahme könne in der Klinik nun zudem

der gesamte Urogenitaltrakt in höchster

Bildqualität dargestellt werden. Einen weiteren

Vorteil biete die Möglichkeit, Bilder

und Durchleuchtungsparameter sofort

zu bearbeiten oder digital zu speichern.

„Das führen wir direkt nach der Untersuchung

durch. So stehen die Bilder sofort

und ohne Qualitätsverlust zur weiteren

Anwendung und Demonstration in der

Klinik zur Verfügung.“ Für die Patienten bedeutet

dies nicht nur eine Verkürzung der

Wartezeit, sondern gegebenenfalls sogar

weniger Untersuchungen.

Ebenso bietet das Gerät für die Behandelten

verbesserte Konditionen in Sachen

Strahlenschutz: „Wir können hier mit einer

viel geringeren Dosis arbeiten als zuvor“,

legt Dr. Schubert dar. Alles in allem gelinge

mit dem Uroskop rundum eine neue

digitale, patientenorientierte Diagnostik

auf höchstem Niveau. „Das bedeutet

Erleichterungen für uns, aber auch und vor

allem eine deutliche Verbesserung für alle

behandelten Patienten!“

sowie modernster Lastertechnik nennt

die Abteilung nun auch ein sogenanntes

„Uroskop-Omnia “ ihr Eigen.

Ständig einsatzbereit, stabil und flexibel

Der multifunktionale, röntgenbasierte

Urologie-Tisch mit dem Namen „Omnia“

kommt in verschiedenen Situationen zur

Anwendung, wie der Mediziner erklärt:

„Wir verwenden ihn bei allen röntgenologischen

Untersuchungen zur Diagnostik

der Nieren und ableitenden Harnwege

– außerdem bei allen therapeutischen

Interventionen.“ Dazu gehören beispielsweise

Eingriffe bei Steinerkrankungen

oder Tumoren. Da das Gerät sehr kompakt

und flexibel einsetzbar sei, böten sich so

zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten:

„Das Uroskop ermöglicht eine übersichtlichere

Anwendung – zum Beispiel

kann der Tisch, auf dem der Patient Platz

nimmt, stufenlos bewegt und weit abgesenkt

werden“, so Dr. Schubert. Da der Zugang

zum Behandelten von allen Seiten

möglich ist, kann dieser dauerhaft in einer

sicheren und bequemen Position bleiben.

„Das ist besonders dann nützlich, wenn

ein Patient ohne Narkose behandelt wird.“

Der Tisch sei zudem deutlich stabiler als

sein Vorgänger: Die Gewichtsgrenze liege

nun nicht mehr bei 120 Kilogramm Körpergewicht,

sondern bei 184 Kilogramm.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Belegabteilung für Urologie

Dr. Joachim Schubert

Ärztlicher Leiter

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-872790

Mail: uronea@t-online.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

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Diabetes

Ein normales

Leben mit Diabe

ist möglich

Etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland wissen nicht, dass sie an Diabetes

leiden – so der „Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018“. Obwohl

es sich um eine Volkskrankheit handelt, sind vielen Menschen die Hintergründe

nicht bewusst. Dr. Bernhard Fischer, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 an

der Klinik Neustadt a. d. Aisch, klärt über Ursachen und Konsequenzen auf.

10 GESUND IN MITTELFRANKEN


Diabetes

Wir geben unser Bestes,

um den Betroffenen zu

helfen, eine gute Lebensqualität

zu wahren

es

Auf die Konfrontation mit Diabetes folgt

häufig Verunsicherung. „Viele unserer

Patienten denken an mögliche Folgeerkrankungen,

harte Regeln und Verzicht“,

berichtet Dr. Fischer. Tatsächlich kann die

Krankheit mit weiteren Stoffwechselstörungen

wie Blutfetterhöhung oder Gicht auftreten,

ist jedoch gut behandelbar. „Unser

Diabetesteam bietet individuelle Schulung

und Betreuung an – wir geben unser

Bestes, um den Betroffenen zu helfen, eine

gute Lebensqualität zu wahren“, versichert

der Chefarzt.

Diabetes Typ 1 betrifft vor allem junge

Menschen

Hierzulande verorten der aktuelle Gesundheitsbericht

der Deutschen Diabetes Hilfe

e.V. und der Deutschen Diabetes Gesellschaft

rund sieben Millionen Erkrankte. Je

nach Typ liegt eine andere Ursache zugrunde.

„Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich um

eine Autoimmunerkrankung“, erklärt Dr.

Fischer. „Aufgrund einer gestörten Regulati-

on greift das Immunsystem dann körpereigenes,

gesundes Gewebe an.“ Betroffen

sind die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse,

die das blutzuckerregulierende Hormon

Insulin herstellen. Wegen der unbegründeten

Angriffe gehen die Zellen jedoch zugrunde.

Die Ursachen dieses Vorgangs sind

weitestgehend unbekannt. In Deutschland

leiden etwa 400.000 Menschen an dieser

Art von Diabetes, die sich häufig noch vor

dem 40. Lebensjahr manifestiert.

Alltag mit maximaler Lebensqualität

Weit häufiger ist der Diabetes Typ 2, der

meist bei Menschen über 60 Jahren auftritt.

Zwar kann die Bauchspeicheldrüse der

Betroffenen Insulin herstellen, die Körperzellen

reagieren jedoch nur unzureichend

auf das Hormon und können demzufolge

nicht genügend Zucker aus dem Blut aufnehmen.

Neben erblichen Faktoren spielen

hier auch Übergewicht, Bewegungsmangel

und übermäßiger Konsum von Industriezucker

eine große Rolle. Eine Heilung ist bei

GESUND IN MITTELFRANKEN

11


Diabetes-Prävention – das rät der Chefarzt

Umdenken lohnt sich nicht nur vor einer

Erkrankung: In einem frühen Stadium

kann sogar Diabetes Typ 2 durch eine Änderung

des Lebensstils zurückgedrängt

werden. Dr. Fischer rät:

• Ernähren Sie sich gesund und vermeiden

Sie Übergewicht, denn Adipositas zählt

zu den relevantesten Risikofaktoren.

• Achten Sie auf Ihren Blutdruck. Ist er zu

hoch, kann dies in Kombination mit

erhöhten Blutzuckerwerten und einer

Fettstoffwechselstörung zu einer

Schädigung der Gefäße führen.

• Bewegen Sie sich so oft wie möglich.

Jeder Schritt zählt!

• Vermeiden Sie Stress und achten Sie

auf Pausen und Auszeiten. Schlafen

Sie ausreichend.

• Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter

Wasser und verzichten Sie auf

Softdrinks, die mit Zucker gesüßt sind.

• Alkohol erhöht die Blutzuckerwerte,

schädigt die Nerven und kann zu

alkoholbedingter Fettleber führen.

Genießen Sie bewusst.

• Auch Nikotin ist ein bedeutender

Diabetes-Risikofaktor. Wer zum

Nichtraucher wird, senkt sein Risiko

um 30 bis 50 Prozent.

Foto: Privat

Fragen an Ulrich Eisenmann von

der Selbsthilfegruppe Diabetes in

Neustadt a. d. Aisch

Mit welchen Sorgen oder Wünschen

kommen die Betroffenen zu Ihnen?

Die Betroffenen haben nach der Diagnose

meist keine Ahnung, wie sie mit

der Krankheit umgehen sollen.

Zunächst ist es wichtig, zu wissen,

dass man nicht alleine betroffen ist. Es

ist eine Volkskrankheit, Millionen von

Menschen sind davon betroffen. Die

Gruppenmitglieder tauschen sich über

Ihre Erfahrungen mit Diabetes aus. z.B.

Möglichkeiten einer Diabetikerschulung,

Termine für Diabetiker Tage, z.B.

in Bad Windsheim oder Ansbach. Sie

informieren sich über neue Insuline,

Messgeräte, Pens, Nadeln und ganz

wichtig – das DMP Programm. Darüber

hinaus beschäftigen uns Themen

wie die regelmäßige Augenkontrolle,

Ultraschalluntersuchungen der Venen,

der Stimmgabeltest und vieles mehr.

keiner der beiden Erkrankungen möglich.

Betroffene müssen ihre Ernährung umstellen

sowie regelmäßig die Blutzuckerwerte

kontrollieren. Auch das Spritzen von Insulin

oder die Einnahme Blutzucker-senkender

Medikamente können notwendig sein.

Bei den speziellen Diabetikerschulungen

an der Medizinischen Klinik 3 lernen die Patienten,

mit ihrer Erkrankung umzugehen.

„Wir vermitteln umfassende Informationen

und erklären den Betroffenen, wie sie die

notwendigen Maßnahmen ganz einfach in

den Alltag integrieren können“, erläutert Dr.

Fischer. Auf seine Diabetesassistentinnen

und seine Oberärztin Frau Wich kann er sich

verlassen. Auch individuelle Ernährungspläne

und Einkaufslisten stehen auf dem Plan.

„Ein normales Leben mit Diabetes ist durchaus

möglich“, bekräftigt der Chefarzt. „Lernt

man alles über die richtige Ernährung,

die Signale des eigenen Körpers und die

Blutzuckerkontrolle, ermöglicht das einen

Alltag mit maximaler Lebensqualität.“

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Medizinische Klinik 3

Dr. Bernhard Fischer

Chefarzt

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2341

Mail: bernhard.fischer@kliniken-nea.de

Bietet Ihre Selbsthilfegruppe Aktivitäten,

über die regelmäßigen Treffen

hinaus, an?

In der Gruppe hielten beispielsweise

eine Diätassistentin sowie eine

Fußpflegerin einen Vortrag. Idealerweise

suchen Diabetiker aber einen

Podologen auf. Es gibt Treffen im

Biergarten, Grillen im Garten, und

Weihnachtsfeier.

Wie können sich die Betroffenen die

Treffen vorstellen und wann finden

diese statt?

Wir treffen uns jeden zweiten Mittwoch

im Monat um 19.00 Uhr, für ca.

eine gute Stunde im Caritas Haus in

Neustadt a. d. Aisch in der Ansbacher

Straße, zum Austausch, natürlich werden

auch private Dinge besprochen.

Es soll in der Gruppe auch Ablenkung

vom Alltag geben.

Kontakt

Ulrich Eisenmann

Tel: 0151 / 51337757

E-Mail: ug.e@gmx.de

12 GESUND IN MITTELFRANKEN


Diabetes

News

Neuer MVZ Standort in Bad Windsheim:

Die unfallchirurgische Praxis Dr. Brych

Die Medizinische

Versorgungszentrum

(MVZ) gGmbH der

Kliniken des Landkreises

übernimmt

zum 1. Juli 2018 die

orthopädisch-unfallchirurgische

Praxis

Dr. Roland Brych.

„Dr. Brych hat sich gemeinsam mit uns

Gedanken gemacht, wie wir die orthopädische

Versorgung in Bad Windsheim

weiter optimieren und langfristig

sicherstellen können. Bereits seit Jahren

arbeiten die Klinik und die Praxis sehr

gut zusammen. Durch die Übernahme

kann diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut

werden“, erklärt Stefan Schilling,

Vorstand der Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

und Geschäftsführer des MVZ.

Dr. Roland Brych

Dr. Brych, der die Praxis im Rahmen einer

Nachfolge vor einigen Jahren von Dr.

Gärtner übernommen hatte, freut sich

ebenfalls: „Ich werde künftig etwa zur

Hälfte weiterhin in der Praxis tätig sein,

zur anderen Hälfte werde ich als Oberarzt

in der Klinik Bad Windsheim unsere

stationären Patienten versorgen“.

Dr. Brych strebt zudem an, die Voraussetzungen

eines weiteren Hauptoperateurs

im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

zu erlangen.

Neue Fachärzte

Eine weitere Neuerung ist die Integration

zweier Fachärzte in das neue „MVZ Bad

Windsheim Orthopädie und Unfallchirurgie“:

Die beiden Fachärzte Dr. Nikolai

Vasak und Dr. Frank Wagner werden

regelmäßige Sprechstunden im MVZ

anbieten. Vasak ist Orthopädie und auf

spezielle orthopädische Chirurgie spezialisiert.

Bereits seit einigen Jahren ist er

als Oberarzt und Hauptoperateur an der

Klinik Bad Windsheim tätig.

Dr. Wagner ist seit vergangenem Jahr an

der Klinik Neustadt a. d. Aisch als stellvertretender

Chefarzt tätig. Neben der

Orthopädie und Unfallchirurgie ist Dr.

Wagner auf Sportmedizin und Erkrankungen

des Schultergelenks spezialisiert.

Fachärztliche

Versorgung sichern

„Die Einbindung der Praxis in das Medizinische

Versorgungszentrum ist für

die Bürgerinnen und Bürger in unserem

Landkreis eine gute Nachricht. Unsere

Patienten werden weiterhin umfassend

behandelt und profitieren außerdem

von der engen Zusammenarbeit mit

der Klinik“, erklärt Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender

Helmut Weiß. Mit

dem MVZ möchte das Kommunalunternehmen

einen Beitrag zur langfristigen

Sicherstellung der fachärztlich wohnortnahen

Versorgung der Bevölkerung im

Landkreises leisten.

GESUND IN MITTELFRANKEN

13


Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall geht es um

jede Sekunde. Deshalb werden

Patienten mit einem Schlaganfall

sofort in der Schlaganfalleinheit der

Medizinischen Klinik 3 an der Klinik

Neustadt a.d. Aisch akut behandelt.

Die Klinik ist Teil des Schlaganfallnetzwerks

STENO, was eine optimale

Behandlung ermöglicht: Erfahrene

Neurologen sind rund um die

Uhr verfügbar und können mithilfe

einer Fernuntersuchung via Videokonsil

Patienten beraten und die

unverzügliche Versorgung sichern.

„Time is Brain“ („Zeit ist Hirn“), weiß

auch Dr. Astrid Rascu, Fachärztin

für Innere Medizin, und erklärt, wie

bei Verdacht auf einen Schlaganfall

gehandelt werden muss.

Sprachstörungen, Taubheitsgefühle oder

Schwierigkeiten, sich zu bewegen: Die

Vorboten des Schlaganfalls treten plötzlich

auf. Fast 270.000 Menschen in Deutschland

erleiden jährlich einen Schlaganfall. Das

Risikosteigt mit zunehmendem Lebensalter

– mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind

über 60 Jahre alt. „Der Schlaganfall ist eine

plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn

und wird meist durch ein Blutgerinnsel

ausgelöst“, erklärt Dr. Rascu, „so kommt es

zu einem Sauerstoffmangel in wichtigen

Gehirnarealen, in Folge dessen Gehirnzellen

absterben können.“ Nach dem Leitsatz

„Time is Brain“ müssen Patienten schnellstmöglich

behandelt werden, damit sie keine

bleibenden Schäden wie Lähmungen oder

Sprachstörungen davontragen.

Expertenberatung dank Schlaganfallnetzwerk

Dank Mitgliedschaft im Schlaganfallnetzwerk

STENO und moderner Kommunikationstechnik

kann die Klinik Neustadt a.

d. Aisch Erfahrungen von überregionalen

Schlaganfallzentren nutzen. „Indem Bilder

per ferngesteuerter Videokamera in Echtzeit

übertragen werden, kann der Neurologe

den Patienten mit Unterstützung des Arztes

vor Ort genau untersuchen und beurteilen“,

so Dr. Rascu. Auf diese Weise kann ein

Therapieansatz erarbeitet und der Patient

direkt im Anschluss behandelt werden.

Erste Hilfe beim Schlaganfall

Mithilfe des Schlaganfall-Tests (FAST-Test)

kann überprüft werden, ob die betroffene

Person einen Schlaganfall erlitten hat. Bei

Bestätigung des Verdachts ist schnelles

Handeln von größter Bedeutung: Der

Notarzt muss alarmiert und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen

begonnen werden. Es ist

wichtig, mit dem Patienten zu sprechen

und ihn zu beruhigen. Beengende Kleidung

sollte gelockert und Zahnprothesen entfernt

werden. Die Person sollte nichts trinken oder

essen, da auch das Schlucken gestört sein

könnte. „Mithilfe eines Kissens im Rücken

kann der Betroffene in eine Position mit etwa

30 Grad erhöhtem Oberkörper gebracht

werden“, erklärt die Medizinerin, „sollte sie

nicht bei Bewusstsein sein oder erbrechen,

muss die Person stattdessen in die stabile

Seitenlage gebracht werden.“ Dabei müssen

Puls und Atmung immer wieder kontrolliert

werden. Ist kein Puls oder keine Atmung

festzustellen, sollte unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen

begonnen werden.

Dem Notarzt sollten die Symptome, auch

mit Zeitpunkt des Auftretens, genau geschildert

und ihm wenn möglich, eine Liste der

Medikamente, die der Betroffene einnimmt,

mitgegeben werden.

14 GESUND IN MITTELFRANKEN


Schlaganfall

Time is

Brain – Beim Schlaganfall

zählt jede Sekunde

FAST-Test

Mithilfe des FAST-Tests können typische Schlaganfallsymptome

innerhalb weniger Sekunden überprüft werden.

„Face – Arms – Speech – Time“ (Gesicht – Arme – Sprache – Zeit).

F

S

Bitten Sie die

Person zu

lächeln

(F wie face).

Zuletzt lassen Sie

die Person einen

einfachen Satz

nachsprechen

(S wie speech).

T

A

Im zweiten Schritt

bitten Sie die Person,

beide Arme nach

vorne zu strecken

und dabei die Handflächen

nach oben zu

drehen (A wie arms).

Sollte der Betroffene

eine dieser Übungen

nicht richtig ausführen,

wählen Sie unverzüglich

den Notruf

112 und schildern

Sie die Symptome

(T wie time).

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Medizinische Klinik 3

Dr. Astrid Rascu

Oberärztin

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2341

Mail: astrid.rascu@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

15


Geriatrie

Mit einer bewussten Lebensweise können wir auch im Alter gesund und

fit bleiben. Dazu gehört vor allem ausreichend Bewegung: Sport steigert

nicht nur das Wohlbefinden und damit die Lebensqualität, sondern

auch die geistige Leistungskraft. Wer Bewegung in seinen Alltag integriert,

senkt außerdem das Risiko von typischen Alterserkrankungen.

Mobil

ble

auch im

[ Sturzrisiko senken ]

Bewegung stärkt nicht nur das Immunsystem,

das Herz-Kreislauf-System und beugt

Erkrankungen wie Diabetes vor. „Sport

kräftigt auch die Muskeln, die Koordination

und das Reaktionsvermögen“, fügt Dr. Bender

hinzu. „Das senkt das Risiko für Stürze

und Unfälle.“ Er empfiehlt gelenkschonende

Sportarten wie Schwimmen, Radfahren,

Tanzen, Yoga und Wandern. Aber Achtung:

wer neu mit Sport beginnt oder chronisch

krank ist, sollte dies zuvor mit dem behandelnden

Arzt besprechen.

[ Trinken Sie sich fit ]

Ausreichend zu Trinken ist vor allem im

Alter wichtig. „Wasser ist Hauptbestandteil

des Blutes“, erklärt Dr. Anderer, „trinken wir

zu wenig, kann es nicht mehr richtig fließen

und der Körper wird schlechter versorgt.“

Die Gehirnleistung und die Konzentrationsfähigkeit

nehmen auf diese Weise ab.

Deshalb empfiehlt der Chefarzt, mindestens

zwei Liter Flüssigkeit pro Tag in Form von

Wasser, Fruchtschorle oder Kräutertee zu

sich zu nehmen. Wer beim Sport schwitzt,

sollte außerdem den Flüssigkeitsverlust

ausgleichen.

[ Sport mit Prothese? ]

„Mit einer Prothese kann der Patient alles

tun, was er auch mit dem gesunden Knie

oder der gesunden Hüfte möglich war“, so

Dr. Bender. „Es kann allerdings bis zu einem

Jahr dauern, bis die gewohnte Beweglichkeit

wieder vorhanden ist.“ Deshalb sei es

wichtig, auch nach der Reha genügend zu

trainieren.

[ Geistig aktiv bleiben ]

Nicht nur die Muskeln, auch der Geist

möchte angeregt werden. Wer sich im

Alter geistig auf Trab hält, senkt sogar

das Demenzrisiko. Regelmäßiges Lesen,

Kartenspielen, das Lösen von Kreuzworträtseln

oder das Lernen von neuen Tätigkeiten

können hierfür genutzt werden. „Den Kontakt

mit Freunden und Verwandten

pflegen, sich in einem Verein

oder ehrenamtlich zu

engagieren, regt die

geistige Fitness

ebenso an“, so

Dr. Anderer.

16 GESUND IN MITTELFRANKEN


Geriatrie

iben

Alter

Auch Neulinge können altersunabhängig jederzeit mit Sport beginnen,

denn wer auf seinen Körper hört und sich nicht überlastet,

kann nichts falsch machen, wie Dr. Wolfgang Anderer, Chefarzt der

Abteilung für Geriatrischen Rehabilitation und Dr. Mathias Bender

Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie sowie des

Endoprothetikzentrums an der Klinik Bad Windsheim erklären.

[ 6 Millionen ]

Menschen leiden in Deutschland unter

Osteoporose. Jede dritte Frau und jeder

fünfte Mann über 50 Jahren ist betroffen.

Osteoporose bedeutet, dass die Knochendichte

abnimmt: Die Knochen werden

porös und können leichter brechen. „Eine

ausreichende Versorgung mit Calcium und

Vitamin D ist sehr wichtig“, rät Dr. Bender,

„außerdem hilft regelmäßiges Krafttraining,

der Osteoporose entgegenzuwirken.“ Schlagen

sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Wer

sich an der frischen Luft bewegt, nimmt

Vitamin D über das Sonnenlicht auf und

stärkt die Knochen.

[ Freizeit aktiv gestalten ]

Damit keine Langeweile im Alltag aufkommt

ist es wichtig, diesen aktiv zu gestalten.

„Es gibt tolle Angebote für Aktivitäten –

auch mit anderen Senioren“, so Dr. Anderer.

Beispielsweise bieten Volkshochschulen

sowie Turn- und Sportvereine vielfältige

Kurse an. Menschen ab 55 Jahre können

sich über aktuelle Freizeitangebote auch im

Internet informieren (beispielsweise unter

https://www.kreis-nea.de/freizeit-tourismus.html

oder auf der Internetseite ihrer

Gemeinde).Reisen, Ausflüge und andere

Unternehmungen halten nicht nur geistig

und körperlich fit – sie machen glücklich

und steigern damit die Lebensqualität. Am

besten ist es, regelmäßig stattfindende

Aktivitäten in den Alltag zu integrieren. So

sind die Tage immer mit Leben gefüllt.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Geriatrische Rehabilitation

Dr. Wolfgang Anderer

Chefarzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-794

Mail: wolfgang.anderer@kliniken-nea.de

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Unfallchirurgie,

Orthopädie, Endoprothetikzentrum

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-101

Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

17


Geriatrie

Das sagt die Fachgesellschaft:

Gesundheit

Chefarzt Dr. Wolfgang

ist nichts Selbstverständliches

Anderer im

Patientengespräch

Ernährung unterstützt wird, ist schon viel

erreicht. Dies alles steigert die Lebensfreude

und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Prof. Dr. Giso Deussen,

Vorsitzender der Deutschen Seniorenliga e.V. Bonn

Seit Jahren tritt die Deutsche Seniorenliga

e.V. für die vielschichtigen Interessen

älterer Menschen ein. Welche weiteren

Aufgaben und Ziele haben Sie?

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht,

den Menschen ab fünfzig nicht nur Wege

zum gesunden Älterwerden aufzuzeigen.

Wir tragen auch ihrem Bedürfnis Rechnung,

in der modernen Gesellschaft am

Ball zu bleiben. Die Deutsche Seniorenliga

macht sich auch dafür stark, dass Menschen

ab 50 partnerschaftlich mit der

jüngeren Generation zusammenleben,

die Gesellschaft aktiv mitgestalten, ihre

Erfahrungen weitergeben und gemeinsam

etwas bewegen können.

Die Alterung eines Menschen wird nur

teilweise durch seine Gene bestimmt.

Viel wichtiger sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

und ein gesunder

Lebensstil. Auf Ihrer Website bieten Sie

diverse Broschüren zum Thema Alter &

Gesundheit an. Was sind aus Ihrer Sicht

die wichtigsten Punkte für eine gute

Gesundheit bis ins hohe Alter?

Gesundheit ist nichts Selbstverständliches.

Ein gesundes und langes Leben wünschen

sich alle. Dafür ist nicht nur die Medizin

zuständig. Man kann Gesundheit und

Wohlbefinden selbst auf vielfältige Weise

fördern und erhalten.

Wer beispielsweise regelmäßig einen

Spaziergang oder eine Radtour macht,

trainiert nicht nur den Körper, sondern

auch Geist und Seele. Die Bewegung an

der frischen Luft setzt neue Kräfte frei.

Wenn ein solcher aktiver Lebensstil dann

noch mit einer gesunden, ausgewogenen

Die älteren Generationen befinden sich

in einer Art Aufbruch. Sie sind aktiver,

pflegen einen gesünderen Lebensstil und

engagieren sich. Wie macht sich dies für

Sie bemerkbar?

Menschen ab 50 sind heutzutage in der Tat

aktiver denn je. Sie nutzen den technischen

Fortschritt, um sich das Leben so angenehm

wie möglich zu machen und tun

etwas für ihre Gesundheit. Reisen stehen

genauso auf dem Programm wie Investitionen

in Haus und Garten. Dies zeigt sich

auch an den Anfragen und Beiträgen, die

an die Deutsche Seniorenliga gerichtet

werden. Sie zeigen eine vielseitig interessierte,

ja sogar neugierige, Generation

50plus. Ältere Menschen stehen mitten im

Leben und wollen aktiv am gesellschaftlichen

Geschehen teilnehmen, soweit ihr

Gesundheitszustand dies erlaubt. Aber vor

allem wollen sie ernst genommen werden,

nach Ansicht der Deutschen Seniorenliga

mit Fug und Recht.

Kontakt

Deutsche Seniorenliga e.V.

Prof. Dr. Giso Deussen

Vorsitzender

Heilsbachstr. 32

53123 Bonn

Mail: info@deutsche-seniorenliga.de

Telefon: +49 228 36793-0

Fax: +49 228 36793-90

www.deutsche-seniorenliga.de

Foto: Deutsche Seniorenliga e.V.

18 GESUND IN MITTELFRANKEN


Unfallchirurgie

„Unser Team steht

Tag und Nacht für Sie

bereit“

Stürze, Kollisionen und andere

Unfälle – in der kalten

Jahreszeit gibt es vor allem

in der Unfallchirurgie viel

zu tun. Dr. Frank Wagner,

stellvertretender Chefarzt

der Fachklinik in Neustadt

a. d. Aisch, berichtet von der

umfassenden Versorgung,

die Betroffene hier rund um

die Uhr erwarten können.

Ob Prellungen, Knochenbrüche, Bänderdehnungen,

oder Platzwunden – die Zahl

derer, die auf vereisten oder schneebedeckten

Wegen ausrutschen und sich verletzen,

ist groß. „Stürze, bei denen der Kopf oder

die Hüfte in Mitleidenschaft gezogen

werden, können besonders problematisch

sein“, erklärt Dr. Wagner. „Dann kann es

beispielsweise zu einem Schädel-Hirn-Trauma

oder einem Oberschenkelhalsbruch

kommen.“ Gefährdet seien insbesondere

ältere Menschen, die sich unter Umständen

nicht mehr ausreichend abfangen könnten.

Modernste Versorgung, schnelle Diagnostik

Einer der Schwerpunkte der Unfallchirurgie

an der Klinik in Neustadt a. d. Aisch

unter der Leitung von Chefarzt Dr. Mathias

Bender ist die Versorgung von schwerverletzten

Unfallopfern. „Auch die intensivmedizinische

Betreuung übernehmen wir“,

berichtet Dr. Wagner und ergänzt: „Ob die

Probleme nach einem Unfall, Sturz, bei der

Arbeit oder beim Sport auftreten ist egal.

Unser Team steht Tag und Nacht für eine

rasche und zuverlässige Versorgung bereit.“

Den Patienten wird unter anderem eine

moderne Knochenbruchversorgung der

oberen und unteren Extremität inklusive

Implantation künstlicher Gelenke angeboten.

Auch Arthroskopie und offene Eingriffe

an Knie, Sprunggelenk, Ellenbogen,

Schulter, Schultereckgelenk einschließlich

Bandrekonstruktionen und Behebung von

Fehlstellungen sind möglich.

„Das Herzstück der Notfallbehandlung ist

unsere interdisziplinäre Ambulanz“, berichtet

Dr. Wagner: „Sie ist täglich das ganze

Jahr über 24 Stunden lang besetzt und mit

modernster Technik ausgestattet. So können

wir selbst komplexe Verletzungen rasch

und fachgerecht diagnostizieren.“ Auch der

Hubschrauberlandeplatz kann rund um

die Uhr genutzt werden, um gegebenenfalls

Patienten in entfernte Spezialkliniken

zu verlegen. Die Fachabteilung ist zum

stationären Durchgangsarztverfahren der

Berufsgenossenschaften zugelassen (D-Arzt

Verfahren). Weiterhin besteht eine Mitgliedschaft

als Traumazentrum im DGU-zertifizierten

Traumanetzwerk Mittelfranken.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Unfallchirurgie

Dr. Frank Wagner

Stellvertretender Chefarzt

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

Mail: frank.wagner@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

19


Gastroenterologie

Alarmstufe

Gelb:

Erkrankungen der Gallenblase und der

Gallenwege rechtzeitig erkennen

Zuerst verfärben sich die Augen gelb, später auch die Haut – ein eindeutiges Zeichen für die Gelbsucht.

Schuld ist eine erhöhte Konzentration des Stoffes Bilirubin im Blut, das beim Abbau alter Blutkörperchen

entsteht. Was viele nicht wissen: Die Gelbsucht ist keine eigenständige Krankheit, sondern

ein Symptom, das auf verschiedene Erkrankungen hinweisen kann. Oft wird die Gelbsucht außerdem

mit einer Leberentzündung, einer Hepatitis, gleichgesetzt. Ein weiterer Irrtum. Zwar kommt es infolge

von Erkrankungen der Leber häufig zu Störungen des Bilirubin-Stoffwechsels und damit zur Gelbsucht,

die Verfärbung der Haut und Schleimhäute kann aber auch andere Ursachen haben. „Sie kann

auch durch Erkrankungen der Gallenblase oder der Gallenwege, wie Gallensteine, ausgelöst werden“,

erklärt Dr. Bernhard Fischer, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 an der Klinik Neustadt a. d. Aisch.

Wer das Risiko für

Erkrankungen der Galle

vermindern möchte, sollte

sich gesund ernähren

(...) sowie Übergewicht

vermeiden

Rote Blutkörperchen, die funktionsuntüchtig

oder älter als 120 Tage sind, werden

in der Milz abgebaut. Bei diesem Prozess

entsteht Bilirubin, das eine charakteristische

gelbe Farbe hat, und schlecht im

Blut löslich ist. Bilirubin wird in der Leber

chemisch aufbereitet, damit es wasserlöslich

wird und mit der Gallenflüssigkeit

ausgeschieden werden kann. „Es kann

vorkommen, dass etwas den Abfluss der

Gallenflüssigkeit behindert“, so Dr. Fischer,

„oft sind dies Gallensteine, aber auch eine

Verengung in den Gallenwegen, zum

Beispiel durch einen Tumor.“ Die Gallenflüssigkeit

staut sich auf und gelangt zurück in

die Leber und von dort in den Blutkreislauf,

wo das erhöhte Vorkommen von Bilirubin

die typische Gelbfärbung der Augen und

Schleimhäute auslöst.

Gallensteine oder Tumore blockieren

den Weg

Sollte die Gelbsucht mit Schmerzen im

rechten Oberbauch und Übelkeit verlaufen,

ist dies ein Hinweis für Gallensteine. „Die

millimeter- bis hin zu zentimetergroßen

Gallensteine sind feste Ablagerungen in

der Gallenblase oder den Gallengängen“,

erläutert Dr. Fischer, „diese entstehen,

wenn Bestandteile wie Cholesterin oder

Eiweiß nicht im richtigen Verhältnis zueinander

stehen und deswegen miteinander

20 GESUND IN MITTELFRANKEN


Gastroenterologie

mit diesem Verfahren auch Steine entfernt

oder die Öffnung des Gallengangs

geweitet werden.“ Dazu führt der Arzt ein

Endoskop über den Mund durch die Speiseröhre

und den Magen bis zum Zwölffingerdarm

• Unregelmäßiger ein, wo der Gallengang Herzschlag, mündet.

Das Kontrastmittel unregelmäßiger wird in Puls die Gallenwege


eingespritzt, was diese auf dem

Röntgenbild Herzrasen, sichtbar Herzstolpern

macht. Ist ein Stein

sichtbar,


der den Gallengang verlegt, wird

die Öffnung Schwindel, des Gallengangs Schwitzen, mit Atemnot einem

Schnitt


erweitert und der Stein mit einem

Drahtkörbchen Innere Unruhe, eingefangen Angstgefühle und aus dem

Gallengang


gezogen. „Wir können auch

vorübergehend Abgeschlagenheit, ein Kunststoffröhrchen,

Müdigkeit,

Stent genannt, Erschöpfung einsetzen, um den Abfluss

der Gallenflüssigkeit sicherzustellen“, so

Dr. Fischer. • Brustschmerzen

„Wenn die Gallensteine in der

Gallenblase


gebildet wurden, muss man

eine operative Eingeschränkte Entfernung Leistungsfähigkeit

der Gallenblase

empfehlen. Wir können Patienten in diesem

Fall an die kompetenten Chirurgen in

unserer Klinik weiterleiten“. Als Prophylaxe

gibt Dr. Fischer mit auf den Weg: „Wer das

Risiko für Erkrankungen der Galle vermindern

möchte, sollte sich gesund ernähren,

also auf fettreiches Essen verzichten und

stattdessen viele Ballaststoffe zu sich

nehmen sowie Übergewicht vermeiden.“

Übrigens: Die Gelbsucht verschwindet

nach erfolgreicher Therapie nach einiger

Zeit, wenn die Gallenflüssigkeit wieder

abfließen kann.

verklumpen.“ Verschließt ein Gallenstein

den Ausgang der Gallenblase hat das

schwerwiegende Folgen, wie etwa eine

Entzündungen der Gallenblase. Außerdem

begünstigt der Aufstau der Gallenflüssigkeit

die Entstehung von Tumoren. Während

gutartige Tumore meistens schmerzlos

verlaufen, kann es bei bösartigen ebenfalls

zu Schmerzen im rechten Oberbauch kommen.

Laut dem Chefarzt können außerdem

ein entfärbter Stuhl und dunkler Urin ein

Hinweis auf Gallensteine oder Tumore sein.

Macht sich die Gelbsucht bemerkbar, sollte

ein Arzt aufgesucht werden. Sie kann nur

geheilt werden, wenn die zugrundeliegende

Grundkrankheit therapiert wird.

Gallensteine erfolgreich entfernen dank

Endoskop-Verfahren

Eine Ultraschalluntersuchung kann

Gewissheit geben. Die medikamentöse

Behandlung von Gallensteinen wurde

früher einige Zeit lang versucht, blieb

aber leider ohne dauerhaften Erfolg. Die

Gallensteine bildeten sich immer wieder

nach kurzer Zeit zurück. Gallensteine im

Gallengang werden besser endoskopisch

mit der sogenannten endoskopisch retrograden

Cholangiopankreatikographie,

kurz ERCP, entfernt. Dr. Fischer erklärt:

„Neben der Darstellung der Gallenwege,

der Gallenblase und des Pankreasgangs

mittels Röntgenkontrastmittel, können

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt an der Aisch

Medizinische Klinik 3

Dr. Bernhard Fischer

Chefarzt

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2341

Mail: bernhard.fischer@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

21


60-jähriges Jubiläum

Klinik Neustadt a. d. Aisch

feiert 60-jähriges

Jubiläum

22 GESUND IN MITTELFRANKEN

EN


60-jähriges Jubiläum

Stetiger Wandel

für die

moderne Medizin

Klinikgebäude,

1958

Umfassende

Sanierung, 1987

Blick von

Süden, 1958

Bau des

Schwesternheims,

1959

Auf dem Dach,

1983

Am 30. April 1958 wurde die Klinik Neustadt

a. d. Aisch offiziell eingeweiht. Mitte

der fünfziger Jahre gingen der offiziellen

Einweihung intensive politische Debatten

voraus. Nur eine einzige Stimme Mehrheit

war für den Kreistagsbeschluss zur

Planung des Krankenhauses entscheidend.

Landrat Heinrich Sperber trieb die Umsetzungen

maßgeblich mit voran, die mit der

Einweihung am 30. April 1958 zu ihrem

Abschluss kamen. 1961 wurde die Klinik

um ein Schwesternwohnheim ergänzt.

Mitte der siebziger Jahre folgten ein neues

Gebäude für die Krankenpflegeschule

sowie umfangreiche Modernisierungsarbeiten.

1987 kam die vollständige Umstrukturierung

des Pflege- und Funktionsbereichs

nach. Moderne Krankenzimmer,

eine Zentralisierung der Funktionen und

die Schwerpunktsetzung im Bereich der

Kardiologie waren das Ergebnis, um sich

den Herausforderungen des Gesundheitswesens

zu stellen.

Auch die jüngste Geschichte der Klinik

Neustadt a. d. Aisch ist geprägt durch

einen ständigen Wandel und eine kontinuierliche

Weiterentwicklung zu einem

Haus, mit heute hoch spezialisierten medizinischen

Leistungen, das auch für die

Herausforderungen der Zukunft bestens

aufgestellt ist. 2011 konnte beispielsweise

die Inbetriebnahme des ersten Gerätes für

die Magnetresonanztomografie (MRT) und

drei Jahre später der Neubau der Tagespsychiatrie

an der Klinik Neustadt a. d.

Aisch (betrieben durch die Bezirkskliniken

Mittelfranken) gefeiert werden. Seit 2016

steht Patienten zudem ein hochmodernes

Hybrid-Herzkatheterlabor zur Verfügung.

Aktuell entsteht auf dem Klinikgelände

eine neue Intensivstation sowie eine

Intermediate Care Station für überwachungspflichtige

und pflegebedürftige

Patienten, die keiner speziellen intensivmedizinischen

Versorgung bedürfen, aber

für eine Verlegung auf die Normalstation

noch nicht stabil genug sind. Das dreigeschossige

Gebäude mit Flachdach bietet

zudem Platz für Mietflächen, eine Mittelgarage

für Rettungsfahrzeuge, zugehörige

Technikräume sowie für die Erweiterung

der Notaufnahme, des Zentrallagers und

medizinischen Archivflächen. Die Fertigstellung

ist bis Anfang 2020 geplant.

GESUND IN MITTELFRANKEN

23


Wirbelsäulenchirurgie

Schmerzfreier

Rücken

durch

Wirbelsäulenchirurgie

Rückenschmerzen – fast jeder Mensch

leidet mindestens einmal im Leben

darunter. In Deutschland sind sie nach Infekten

der zweithäufigste Grund, warum

ein Arzt aufgesucht wird. In bestimmten

Fällen reichen Schmerzmittel, Physiotherapie

oder Sport nicht aus, um die

Rückenschmerzen zu heilen. Die erfahrenen

Neurochirurgen Privatdozent Dr.

Martin Engelhardt, Dr. Joachim Hart und

Professor Dr. Udo Schlot erklären, wie

Schmerzen in der Wirbelsäule entstehen

und welche Heilungsmöglichkeiten für

Betroffene bestehen.

Etwa jede fünfte Frau und jeder siebte Mann

in Deutschland ist von Rückenschmerzen

betroffen. Der „Faktencheck Gesundheit“

der Bertelsmann Stiftung hat eine Steigung

von 2007 noch 452.000 Rücken-Operationen

in Deutschland zu 2015 bereits 772.000

Eingriffen festgestellt. „Für Rückenschmerzen

gibt es viele Ursachen“, erklärt Prof. Dr.

Schlot, „häufig lösen zu wenig Bewegung

verbunden mit einer schwachen Rückenund

Bauchmuskulatur die Rückenschmerzen

aus.“ Einseitige Haltungen wie das Sitzen am

Arbeitsplatz können die Rückenschmerzen

verschlimmern. Es kommt zu Muskelverspannungen

im Rückenbereich, die dann

Schmerzen verursachen.

Bandscheibenvorfall ist häufigste Erkrankung

der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule hält nicht nur unseren

Körper aufrecht und trägt die Last von

Kopf, Rumpf und Armen, sie schützt auch

das Rückenmark, das im Wirbelkanal

verläuft. „Die Wirbelsäule selbst besteht

aus weichem Knorpel, den Bandscheiben,

sowie festen Knochen, den 26 Wirbelkörpern“,

erläutert PD Dr. Martin Engelhardt.

„Sieben Halswirbel und fünf Lendenwirbel

sind von der Seite betrachtet jeweils nach

vorne zu Brust und Bauch hin gekrümmt“,

zählt der Facharzt für Neurochirurgie auf,

„die restlichen 12 sind Brustwirbel, diese

sind nach hinten gekrümmt.“ So entsteht

die doppelte S-Krümmung der Wirbelsäule.

Sprechstunde Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie

Neurochirurgische Filialpraxis Würzburg

Dienstag und Donnerstag 14:00 – 17:00 Uhr

Filialpraxis Dr. Poimann / Dr. Türk

Mittwoch

08:00 – 10:00 Uhr

Praxis Prof. Dr. Schloth

Donnerstag

13:00 – 18:00 Uhr

Sowie nach Vereinbarung.

Zudem jeder erste Montag

im Monat nach Vereinbarung.

24 GESUND IN MITTELFRANKEN


Wirbelsäulenchirurgie

Zur Wirbelsäule gehören außerdem noch

zwei weitere Wirbel: das Kreuzbein und das

Steißbein. Der häufigste Grund für Rückenschmerzen

ist der Bandscheibenvorfall, bei

dem es sich um ein Austreten von Teilen der

Bandscheibe in den Wirbelkanal handelt.

In den meisten Fällen tritt er im Bereich der

Lendenwirbelsäule auf, er kann aber auch

an der Halswirbelsäule auftreten.

Wirbelsäulen-Operation als letzte Option

Für die Schmerzen können aber auch

andere Ursachen verantwortlich sein, etwa

rheumatische Erkrankungen und Infektionen

durch Bakterien oder Viren, ein Sportunfall

oder Sturz oder auch Tumore an der

Wirbelsäule. „Nur etwa 10 Prozent aller Erkrankungen

der Wirbelsäule erfordern eine

Operation“, so Dr. Joachim Hart, „bestehen

die Rückenschmerzen über einen längeren

Zeitraum und es lässt sich keine Besserung

durch konservative Maßnahmen erreichen,

müssen wir operieren.“ Das Team der

Neurochirurgie beherrscht alle gängigen

Verfahren der Wirbelsäulenchirurgie. Dazu

zählen Operationen von Bandscheibenvorfällen

an der Lenden- und Brustwirbelsäule

sowie an der Halswirbelsäule, das

Einsetzen einer künstlichen Bandscheibe,

die Behandlung von Einengungen des

Wirbelsäulenkanals und der Nervenkanäle.

Jährlich werden etwa 200 Operationen an

der Wirbelsäule durchgeführt.

Diagnose und Beratung

Mithilfe von körperlichen Untersuchungen

und Röntgenaufnahmen lässt sich das

Ausmaß der Erkrankungen an Wirbeln

und Bandscheiben darstellen. Das MVZ in

der Klinik Bad Windsheim bietet Patienten

eine Sprechstunde Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie

immer dienstags, mittwochs

und donnerstags sowie an jedem ersten

Montag im Monat nach Vereinbarung an.

Dort versorgen die Experten Patienten mit

Beschwerden an der Wirbelsäule ambulant

sowie bei Notwendigkeit auch stationär in

der Klinik Bad Windsheim. In der Sprechstunde

wird das weitere Vorgehen mit

dem Patienten besprochen und alle Fragen

zur Behandlung oder zu organisatorischen

Abläufen in Zusammenhang mit der

geplanten Operation geklärt. Verschiedene

Fachärzte, die ihre Erfahrung einbringen

sowie die enge Zusammenarbeit zwischen

der Neurochirurgischen Gemeinschaftspraxis

Würzburg, die im MVZ Bad

Windsheim eine Filialpraxis betreibt, und

der Klinik Bad Windsheim, gewährleisten

beste Versorgungsqualität. Für Patienten

bedeutete das vor allem kurze Wege, denn

die komplette Behandlung kann in Bad

Windsheim erfolgen.

Minimal-invasive Operationstechniken

schonen den Patienten

Eine Operation könne entweder vom

Bauch aus, ventral, oder vom Rücken aus,

dorsal, erfolgen. Heute werden für den

Patienten schonende minimal-invasive

Operationstechniken verwendet. „Hierbei

sind nur kleine Schnitte nötig, um die

Operationsinstrumente einzuführen“,

erklärt Prof. Dr. Schlot, „die Wunden heilen

somit schneller, verursachen weniger

Schmerzen und es entstehen keine großen

Narben.“ Häufig können Patienten dadurch

schneller in den gewohnten Alltag zurückkehren

und die neue Lebensqualität ohne

Schmerzen genießen.

Ihr MVZ vor Ort

MVZ Kliniken des Landkreises

Neustadt a.d. Aisch

- Bad Windsheim gGmbH

PD Dr. Martin Engelhardt

Dr. Joachim Harth

Dr. Horst Poimann

Prof. Dr. Udo Schlot

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-201

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Das sagt die Fachgesellschaft:

Foto: DWG e.V.

Fragen an Prof. Dr.

med. Marcus Richter,

Präsident der

Deutschen Wirbelsäulengesellschaft

Die DWG ist die größte, fachgebundene

Wirbelsäulengesellschaft Europas. Was

sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft

entstand aus dem Zusammenschluss der

Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie

und der Gesellschaft für Wirbelsäulenforschung.

Sie ist eine Vereinigung

von Unfallchirurgen, Orthopäden, Neurochirurgen,

Neurologen sowie Naturwissenschaftlern

und weiteren Personen. Die

Mitglieder tragen durch Austausch und

Vermittlung eigener Kenntnisse und Erfahrungen

zur Förderung der experimentellen

und praktischen Forschung auf diesen

Gebieten bei.

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit

ist die Qualitätsverbesserung der Behandlung.

Unsere Gesellschaft bietet verschiedene

Zertifizierungen an. Bei der Zertifizierung

als Wirbelsäulenzentrum legen

wir besonderen Fokus auf die Einhaltung

interdisziplinärer, struktureller Qualitätskriterien

und verpflichten die Zentren zur

Eingabe der Daten in unser Wirbelsäulenregister.

Ein besonderes Anliegen ist es uns

auch den interprofessionellen Austausch,

beispielsweise mit der Pflege und der Physiotherapie,

weiter zu intensivieren. Daher

veranstalten wir immer im Rahmen unseres

Jahreskongresses ein Pflegesymposium und

eine Physiotherapietagung. Besonders am

Herzen liegt uns die Förderung von Studenten.

Wir unterstützen diese in der Weiterbildung,

bieten Hospitationsmöglichkeiten

und vergeben Preise für junge Mediziner.

Ein Großteil der jährlich ausgestellten

Krankschreibungen erfolgt aufgrund von

Rückenschmerzen. Welche Tipps können

Sie Büroangestellten geben, die einer vorwiegend

sitzenden Tätigkeit nachgehen?

Bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit ist

es wichtig, die Wirbelsäulenmuskulatur zu

stärken und sich ausreichend zu bewegen.

30 Minuten Bewegung pro Tag sind ideal.

Diese sind schnell erreicht, indem beispielsweise

die Treppe, statt der Aufzug gewählt

wird, oder mit dem Fahrrad anstelle mit dem

Auto gefahren wird. Am Arbeitsplatz sind

kleine Pause in denen kurz gelaufen wird,

ein höhenverstellbarer Arbeitsplatz und die

Änderung der Haltung zu empfehlen.

Kontakt

Geschäftsstelle der DWG e. V.

Beate Scheler

Ltr. der Geschäftsstelle DWG e. V.

Innungsstraße 5

21244 Buchholz i. d. N.

Tel: +49 4181 92 89 555

E-Mail: b.scheler@dwg.org

GESUND IN MITTELFRANKEN

25


Gynäkologie

Starke

Binde um Binde, Tampon um

Tampon – fast stündlich erfolgt

für Paula Ottberger* der Gang

zur Toilette. Lange bestimmt

ihre starke Regelblutung einmal

im Monat ihren Alltag, bis sie

die Abteilung für Gynäkologie

an der Klinik des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch aufsucht.

Mit einer innovativen Therapiemethode

kann Chefärztin Dr.

Liane Humann-Scheuenstuhl

der jungen Mutter helfen.

Jede fünfte Frau in Deutschland zwischen

30 und 50 Jahren leidet unter starken Regelblutungen.

„Mir fiel es schwer, meinen

täglichen Aufgaben nachzukommen“,

berichtet Paula Ottberger – kein Wunder,

denn ihre Periode dauerte länger als

üblich und sie verlor deutlich mehr Blut.

Der hiermit in Zusammenhang stehende

Eisenmangel kann zu vermehrter Müdigkeit

führen. Auch Übelkeit, Krämpfe und

Schmerzen können auftreten. „Für viele

Frauen stellt eine so starke Blutung auch

psychisch eine Belastung dar“, weiß Dr.

Humann-Scheuenstuhl. Der Gedanke an

peinliche Situationen in der Öffentlichkeit

könne das tägliche Leben deutlich

erschweren.

Eingriff dauert 90 Sekunden

Die Ursachen für eine zu starke, zu lang

anhaltende Menstruation (Menorrhagie)

können vielfältig sein. „Denkbar sind

Hormonstörungen oder organische

Veränderungen der Gebärmutter, wie

zum Beispiel Muskelknoten“, erklärt die

Chefärztin der Gynäkologie. Eine häufig

gebrauchte Therapiemethode sei die Gabe

von Hormonen, die jedoch nicht immer

erfolgreich wirke. Da Frau Ottberger ihre

Familienplanung bereits abgeschlossen

26 GESUND IN MITTELFRANKEN

*Name von der Redaktion geändert


Gynäkologie

Regelblutung:

Abteilung für Gynäkologie setzt

auf die Goldnetz-Methode

Über die Scheide und

den Gebärmutterhals

wird ein dünner

Katheter eingeführt,

um Ihre Gebärmutter

zu vermessen.

Das Goldnetz wird

durch den Katheter

geschoben, entfaltet

sich in der Gebärmutter

und nimmt exakt

ihre Form an.

Über etwa 90 Sekunden

wird der Gebärmutter

über die

Goldnetz-Elektrode

elektrische Energie

zugeführt und das

Netz erhitzt sich.

hatte, kam ebenso eine Gebärmutterentfernung

in Frage. „Allerdings ist eine

Gebärmutterentfernung oftmals nicht

gewünscht“, sagt Dr. Humann-Scheuenstuhl.

„Dementsprechend können wir auch

auf andere Verfahren zurückgreifen.“ Sie

und ihr Team können seit diesem Jahr ein

neues, sanfteres und minimalinvasives Verfahren

namens NovaSure, die sogenannte

Goldnetz-Methode, anbieten.

Die innovative Therapie geht mit einem

minimal-invasiven Eingriff einher und erfolgt

meist unter Vollnarkose. „Ziel ist es, die

Gebärmutterschleimhaut, die die Blutung

verursacht, durch Hitze zu veröden“, legt die

Medizinerin dar. Hierzu wird ein Goldnetz in

die Gebärmutterhöhle eingeführt, entfaltet

sich und passt sich dem Organ passgenau

an. Mittels elektrischer Energie erfolgt die

Verödung in etwa 90 bis höchstens 120

Sekunden. Das Besondere: „Das Goldnetz

wird wieder herausgenommen – die Gebärmutter

selbst bleibt erhalten.“ Bei mehr

als 90 Prozent der Patientinnen sind die

Blutungen nach dem Eingriff stark reduziert

oder bleiben komplett aus. Letzteres war

auch bei Frau Ottberger der Fall: „Ich

konnte mein Glück kaum fassen“, berichtet

sie, „schon am nächsten Tag konnte ich das

Krankenhaus wieder verlassen und fühlte

mich sehr schnell wieder fit.“

Unkompliziert und jederzeit möglich

Das Verfahren selbst wurde zuvor bereits

manuell durchgeführt, jedoch lassen

sich Vorgehen und Ergebnis durch das

Goldnetz noch weiter verbessern. Wichtig

ist, dass kein weiterer Kinderwunsch mehr

besteht. Nicht geeignet ist die Methode für

Betroffene, die unter einer aktiven Genitaloder

Harnwegsinfektion leiden, wenn die

Gebärmutterhöhle zu kurz ist beziehungsweise

andere ausgeprägte Anomalien

vorliegen. Auch bei bösartigen Veränderungen

und Vorstufen solcher Veränderungen

ist diese OP nicht angebracht. „Liegt

keiner dieser Ausschlussgründe vor, ist die

Behandlung jedoch jederzeit möglich“,

so die Medizinerin. Auch bei gutartigen

Wucherungen, die in der Muskelschicht

der Gebärmutter auftreten, sogenannte

Myome, ist die Anwendung dieser

Methode in vielen Fällen möglich. In der

Klinik Neustadt a. d. Aisch werden Myome

zudem auch minimal-invasiv per Bauchspiegelung

entfernt. Im Jahr 2018 konnten

bereits 20 Patientinnen erfolgreich und

ohne Komplikationen mit der innovativen

Goldnetz-Methode behandelt werden. Für

eine Beratung, welcher Eingriff der bessere

ist, steht das Sekretariat zur Terminabsprache

jederzeit zur Verfügung.

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

Abteilung für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Chefärztin

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2201

Mail: liane.humann-scheuenstuhl

@kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

27


Arbeitgeber Landkreiskliniken

Zuverlässigkeit,

Innovation und

persönliche Weiterbildu

– Arbeiten an den Kliniken des Landkreises

Sie möchten einen sicheren

Beruf ausüben der mit Ihrer

Familie vereinbar ist und

dennoch attraktive Aufstiegsmöglichkeiten

bietet? Das ist

hier möglich! Ob Ausbildung,

Weiterbildung oder Quereinsteiger:

Wer sich an den Kliniken

des Landkreises Neustadt

a.d. Aisch – Bad Windheim

einbringt, genießt vielfältige

und individuelle Vorteile in

verschiedenen Tätigkeitsfeldern.

Hier arbeiten Sie nicht

nur mit hochqualifizierten

und freundlichen Kollegen an

ihrer Berufung, sondern auch

in einer leistungsstarken und

beliebten Region.

Konjunkturunabhängiges Arbeiten im

öffentlichen Dienst mit Tarifvertrag und

betrieblichem Gesundheitsmanagement

– das haben nicht viele Unternehmen

zu bieten. Die Kliniken des Landkreises

Neustadt a.d. Aisch – Bad Windheim sind

ein Kommunalunternehmen, das seinen

Beschäftigten neben individuellen Arbeitszeitmodellen

und einem familiären Betriebsklima

sogar Dienstfahrräder zur Seite

stellt. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter

wird hier hochgehalten. Hochspezialisierte

innovative Teams und berufsgruppenübergreifende

Zusammenarbeit zeichnen das

Schaffen innerhalb des Unternehmens aus.

Eine Vernetzung mit anderen Kliniken besteht

über die Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB).

Fortbildung und interdisziplinäre Vernetzung

Mit Chancen, Energie und Erlebnissen

bewirbt der Landkreis Neustadt a.d.Aisch

– Bad Windsheim seine Stärken. „Auch die

Mitarbeiter der des Kommunalunternehmens

mit der angegliederten Krankenpflegeschule

in Scheinfeld profitieren von den

reichhaltigen Vorzügen der Mehrregion“,

bestätigt Alexander Wülk, Assistent des

Vorstandes und Zuständiger für die Per-

sonalentwicklung. Mit 16.000 stationären

und 23.000 ambulanten Patienten pro Jahr

liegt die primäre Bestrebung stets darin,

der Bevölkerung im Landkreis und der

Region eine Versorgung auf höchstem Niveau

und modernstem Stand der Wissenschaft

und Technik zu bieten. Damit dies

möglich wird, legen die Landkreiskliniken

höchsten Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit,

Fort- und Weiterbildung sowie eine

interdisziplinäre Vernetzung inner- und

außerhalb der Klinikstrukturen.

Persönliche und fachliche Weiterbildung

steht im Mittelpunkt

In kaum einem Unternehmen gibt es

eine solch große Vielfalt an Berufsbildern

wie in einem Krankenhaus. „Vom Koch

über den Elektriker bis zum Pfleger und

Chirurgen haben wir in nahezu jedem

Bereich Beschäftigte“, berichtet Wülk „Für

alle Berufsgruppen stehen Fortbildungen,

Kurse und Seminare zur Verfügung.“ In vielen

Bereichen ist zudem eine Ausbildung

möglich, wie beispielsweise in der Krankenpflege,

als OTA, MTRA, MFA, Fachinformatiker,

Kaufmann oder Lagerist. Rund

900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt

das Unternehmen an beiden Standorten.

28 GESUND IN MITTELFRANKEN


Arbeitgeber Landkreiskliniken

g

„Auch externe Pflegedienste, Altenheime,

Ärzte und andere Interessierte sind stets

willkommen“, so der Assistent des Vorstandes.

Neben einem umfassenden Basisprogramm

wird auch auf aktuelle Themen

eingegangen – kurzfriste Veranstaltungen

ergänzen das Angebot. Für Ärzte steht ein

umfangreiches Weiterbildungskonzept in

verschiedenen Bereichen zur Verfügung.

Wer sich für eine Pflegeausbildung entscheidet,

profitiert von einem breiten Lernspektrum,

spezialisierten Mentoren und

spannenden Projekten. „Hier gestalten den

Unterricht neben den Pflegelehrkräften

auch Ärztinnen und Ärzte, eine Psychologin,

eine Rechtsanwälte sowie Experten,

die sich beispielsweise auf die Klinikhygiene,

die Diabetesberatung oder das

Wundmanagement spezialisiert haben“,

berichtet Schulleiterin Elisabeth Derrer.

Ein besonderes Highlight sind außerdem

gemeinsame Aktionen, Gruppenarbeiten

und Exkursionen. Außerdem haben die

Schüler praktische Einsätze bei Kooperationspartnern,

wie beispielsweise ambulanten

Pflegediensten, Kinderarztpraxen,

Einrichtungen der psychiatrischen Pflege

oder dem Dialysezentrum Bad Windsheim.

Berufe mit Sinn und Zukunft

Die Mitarbeiter aller Berufsbereiche

innerhalb der Landkreiskliniken arbeiten

rund um die Uhr daran, die beste Versorgung

für unsere Patienten sicherzustellen.

Hierfür erfahren sie selbst Wertschätzung

und Unterstützung. Wenn Sie selbst Teil

unseres Unternehmens werden oder

weitere Informationen erhalten möchten,

informieren Sie sich unter https://www.kliniken-nea.de/beruf-karriere/

oder werfen

Sie einen Blick auf unsere Stellenangebote

unter https://www.kliniken-nea.de/berufkarriere/stellenangebote/

Kontakt

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Alexander Wülk, M.Sc.

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-3762

Fax: 09161 70-2750

alexander.wuelk(a)kliniken-nea.de

GESUND IN MITTELFRANKEN

29


Veranstaltungen

Orthopädische Vorträge 2019

Arthrose –

Wer hilft mir?

Was ist Arthrose und wie kommt es dazu?

Welche Beschwerden treten auf? Wer hilft

mir und welche Therapiemöglichkeiten

gibt es? Was passiert in der Klinik und wie

muss ich mich nach der Implantation eines

künstlichen Gelenks verhalten?

Diese Fragen und alles Wissenswerte rund

um das Thema Arthrose und Gelenkersatz

werden in diesem Vortrag beantwortet.

Referent:

Dr. Mathias Bender,

Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Termine:

23.01.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

27.02.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Heiligenfeld-Klinik Uffenheim, Saal EG

11.09.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Bewährtes und Neues in der Knieendoprothetik

– Wenn der Schmerz

nicht mehr weggeht

Wenn der Schmerz im Kniegelenk nicht

mehr weggeht, liegt häufig eine Arthrose,

also eine Abnutzung des Knorpels vor.

Immer mehr Patienten möchten nicht lange

Zeit ihre Lebensqualität aufgrund von

Schmerzen und Immobilität einschränken

und wünschen sich eine Behandlung.

Durch knochensparende und schonende

Verfahren können den Patienten individuelle

Versorgungen frühzeitig angeboten

werden.

Der Vortrag informiert rund um das Thema

Arthrose im Kniegelenk, die notwendigen

Untersuchungen, Verhaltensempfehlungen

sowie über die unterschiedlichen

Behandlungsmethoden, darunter auch die

individuelle Knieendoprothetik.

Referent:

Dr. Mathias Bender,

Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Termine:

13.03.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Kreißsaalführungen

Regelmäßig haben Interessierte die Möglichkeit,

die Kreißsäle zu besichtigen und

Fragen zu stellen. Die Führungen durch die

Chefärztin beginnen immer um 17:00 Uhr,

Treffpunkt ist vor dem Kreißsaal.

Hebammensprechstunde

jeweils vor der Kreissaalführung,

16:00 - 17:00 Uhr, ohne Anmeldung

Weitere Informationen und aktuelle

Termine finden Sie unter:

www.hebammen-nea.de

16.10.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Heiligenfeld-Klinik Uffenheim, Saal EG

27.11.2019 (Mittwoch), 19:00 Uhr,

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Die Teilnahme an den Vorträgen ist gratis. Alle Referenten sind an den Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim tätig und stehen Ihnen telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung für Fragen,

Untersuchungen und Behandlungen gerne zur Verfügung. Weitere Informationen und eine vollständige

Übersicht über alle angebotenen Vorträge erhalten Sie im Internet unter www.kliniken-nea.de/vortraege

30 GESUND IN MITTELFRANKEN


Klinikführer

Klinikführer

Standort

Neustadt a. d. Aisch

Standort

Bad Windsheim

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 1 + 2

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2401

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Dr. Bernhard Fischer

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2341

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Chefarzt Dr. Daniel Ditterich

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2101

Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Stv. Chefarzt Dr. Frank Wagner

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2101

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161-70-0

Geburtshilfe und Gynäkologie

Chefärztin Dr. Liane Humann-

Scheuenstuhl

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-2201

HNO

Dr. Bernhard Buchta,

Dr. Sabine Schagerl

Bamberger Straße 23

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 874580

Dr. Sebastian Bucher

Hauptstraße 21

91074 Herzogenaurach

Tel: 09132 3276

Urologie (Belegabteilung)

Dr. Joachim Schubert

Dr. Jörg Berfelde

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 872790

Pflegedienst

Dieter Schütz

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel: 09161 70-3301

Klinik Bad Windsheim

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 4

Innere Medizin / Akutgeriatrie

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-501

Medizinische Klinik 5

Rheumatologie (Belegabteilung)

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 6859055

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 651365

Orthopädie, Unfallchirurgie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-101

Anästhesie

Chefärztin Ruth Gröger

Ltd. OÄ Frauke Wagner

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-901

Gynäkologie (Belegabteilung)

Dr. Michael Gampe

Thomas W. Schmidt

Dr. Dietmar Christmann

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-0

Geriatrische Rehabilitation

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-501

HNO (Belegabteilung)

Christian Schmölz

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 3136

Pflegedienst

Ilse Keller

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-701

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel: 09162 922389

MVZ in der Klinik Bad Windsheim

Leitung Dr. Matthias Krause

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 99-201

MVZ Innere Medizin

am Schüsselmarkt

Leitung Dr. Gerhard Sandig

Schüsselmarkt 1

91438 Bad Windsheim

Tel: 09841 3760

MVZ Bad Windsheim Orthopädie

und Unfallchirurgie

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 5015

GESUND IN MITTELFRANKEN

31


Würzburg

A3

A7

B8

B470

A73

Klinik

Neustadt a. d. Aisch

Erlangen

Klinik

Bad Windsheim

Nürnberg

Ihr Weg zu uns

Notfall

Der Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim liegt im nordwestlichen Teil

des Regierungsbezirks Mittelfranken.

Aus Würzburg kommend sind die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim mit dem Auto über die Autobahn 7 gut zu erreichen. Eine gute Orientierung

bietet die Beschilderung der Franken Therme Bad Windsheim, die sich in unmittelbarer

Nähe der Klinik Bad Windsheim befindet. Die Klinik Neustadt a. d. Aisch ist ca. 20

km von Bad Windsheim entfernt und über die B470 in wenigen Autominuten erreichbar.

Aus Richtung Nürnberg führt der Weg zu den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Windsheim über die Bundesstraße 8.

Zertifizierungen

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen.

www.kliniken-nea.de

www.facebook.com/klinikennea/

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