Society 365 / 2014

Villaflora23aa

WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE

Seit 1945 | 69. Erscheinungsjahr | Nr. 365 | Nr. 1 | 2014 | www.society.at | Preis e 10,-

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GROSSBRITANNIEN

„Win-win“ Modell für

eine bessere Zukunft

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urbanen Tierreich

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Franz Ferdinand im

Weltmuseum Wien


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SOCIETY

EDITORIAL

Der Duft der englischen

Rosen •


In Zeiten, wo es am Rande der EU ein Ringen

um Vormacht gibt und die Wirtschaftskrise

Mensch und Wirtschaft beutelt, ist es doppelt

wichtig, die möglichen Kommunikationskanäle

zu stärken, um gemeinsam an

positiven Lösungen zu arbeiten.

Die internationale Diplomatie hat mehr denn

je als friedensstiftendes Instrument an Bedeutung

gewonnen. Mit unserem SOCIETY Magazin bilden

wir eine traditionelle Plattform, die diese unterstützen

soll und ein gut aufbereitetes redaktionell

recherchiertes Umfeld anbietet.


Grossbritannien

Der Themenschwerpunkt umfasst Interviews der Botschafterin

Susan Le Jeune d’Allegeershecque in Wien sowie des österreichischen

Botschafters Emil Brix in London. 450 Jahre Shakespeare,

das Vienna English Theatre, High-tech made in UK sowie

die royale Charity sind Highlights dieses Themenschwerpunkts.

Die Präsentation dieser Ausgabe im Rahmen einer Gartenparty

in unserer Villa Flora gemeinsam mit der Botschafterin, die auch

anlassgerecht im Garten unserer Villa Flora englische Rosen pflanzen

wird, ist ein weiterer Höhepunkt unserer hochkarätigen Events.


Diplomatie

Über den Stand des Social Media Engagements des österreichischen

Außenministeriums gibt Gesandter Martin Weiss ausführlichen

Einblick. Malaysias Botschafter Selwyn Das spricht

über die Entwicklung seines Landes zur Industrienation, Kasachstan

stellt seinen Standpunkt zur Eurasischen Union dar, und

Ranko Vujacic schreibt über die Energiediplomatie. Aserbaidschan

lud uns zum International Humanitarian Forum ein, Hermine

Schreiberhuber lässt mit ihrem Kommentar zum Thema

Iran aufhorchen. Erhard Busek meint: „Europa muss sich positionieren.“

Mehr dazu können Sie im Inhalt lesen.


Wirtschaft

Georg Zanger frägt: Wirtschaftskrieg durch Sanktionen? Über

einen Startup der Firma „Presup“ führen wir zu einem dynamischen

Jungunternehmen im Bereich der Rundumbetreuung der

neu angekommenen internationalen Community in Wien. Mit

dem Interview von CEO Martin Winkler von Oracle und Wirtschaftsevents

runden wir diesen Bereich ab.


Diversität und Green Society

Schon immer unser Anliegen. Unsere Gastautoren

Simon Inou und Beatrice Achaleke sind

schon ein fixer Bestandteil unseres Teams geworden.

Weiters über: Nomaden auf Zeit, Green

Jobs, Permakultur und Elektroautos, ein buntes

Spektrum an Themen.


Life & Style

Medizinische Themen diesmal von Bob

Djavan und Professor Erich Salomonowitz, die

Dentalklinik Sievering, die ihr 20-jähriges Jubiläum mit Dr. Ernst

Weinmann feiert, neueste Entwicklungen der traditionellen

europäischen Medizin (TEM), Musikmedizin MUSIMED® von Dr.

Reinald Brezovsky, ein Wochenende in der Sahara und ein Bericht

über Gailtaler Biogenüsse, und nicht zuletzt mit „pimp up

your dirndl“ gehen wir gesund, fesch und aufgepimpt auch auf

diese Themen ein.


Kunst und Kultur

Ein Interview mit Karl Habsburg und seinem Ordensbesuch

in Venedig, den wir initiiert haben, die Franz Ferdinand Ausstellung

im Weltmuseum, Montenegros Schätze, das Astana Ballett

aus Kasachstan sowie ein Porträt der Künstlerin Rose Gabriel

de la Lyre und des Malers Ernst Bruzek führen uns durch die

Kulturlandschaft in und um Österreich.

Mögen die Rosen von unserem Cover Sie mit ihrem Duft auf

der Reise durch die redaktionelle „Fauna und Flora“ dieser Ausgabe

wohlwollend und inspirierend begleiten.

Wir freuen uns, dass Sie unser Lesegast sind!

Im Namen der Rosen

Herzlich Ihre

Gerti Tauchhammer

Cover: Tomasz Metlewicz, „Pfingstrosen am Dach“, Öl auf Leinwand, 81x72 cm

SOCIETY 1_2014 | 5


Inhalt

Heft

Nr. 365

SOCIETY Eigenevents

10 Tunesische Gala-Nacht

14 Russischer Empfang auf

Schloss Igls

18 Botschafterlunch mit

Russlandfokus

20 Russisches Neujahrsfest

22 Public Viewing im Palais Palffy

24 Neue Botschafter in Österreich

26 Junior Diplomats’ Reception

28 Das Jahr des Pferdes

29 Couleurs de la Tunisie

Fokus: Großbritannien

32 Länderporträt Großbritannien

38 Interview mit I.E. Susan Le Jeune

d’Allegeershecque

42 Die britische Residenz in Wien

44 Interview mit Botschafter

Emil Brix

46 Interview mit Martin Gilbert,

British Council

48 450 Jahre Shakespeare

50 Vienna’s English Theatre

52 High-Tech Made in UK

54 Wirtschaftsporträt GB

55 Royale Charity

Diplomatie

56 BMeiA: Martin Weiss über Social

Media

58 Interview Malaysia: S.E.

Selwyn Das

60 Kasachstan: Eurasische Union

62 Energy Diplomacy

64 Baku International

Humanitarian Forum

65 Walter Koren (AWO)

über Iran

66 Iran: Hermine Schreiberhuber

68 Erhard Busek: „Europa muss

sich positionieren“

72 ÖGAVN

73 Welcome to Austria

94 Events der Diplomatie

101 PaN-EU-Tisch in Eisenstadt

Wirtschaft

102 Georg Zanger: Wirtschaftkrieg

durch Sanktionen?

103 Partner für Ihren Erfolg: PKF

Robin Saban

55

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer im Gespräch

mit Prinz Charles bei den Salzburger Festspielen 2003

68

SOCIETY-Interview mit Erhard Busek über Europa im

globalen Kontext

150

Karl Habsburg über das Gedenkjahr 2014 und das Lernen

aus der Geschichte

104 Presup: Perfect Start in Vienna

105 Türkei: Lansky, Ganzger + Partner

107 Interview: Martin Winkler

(Oracle Austria)

108 Profiling: Der Handschlag

Diversität & Green Society

110 Simon Inou: Afrikas Haute

Couture

111 Beatrice Achaleke: Die Ü40

112 Porträt: KAMA

114 Nomade auf Zeit

116 Natur: Bella Bayer

118 Green Jobs

120 Permakultur

122 Elektroautos

Life & Style

124 Interview Prof. Bob Djavan

126 Interview Prof. Erich

Salomonowitz

128 Dentalklinik Sievering

130 Traditionelle Europäische

Medizin

131 MUSIMED Award

132 Hotel Therme Larimar

133 Golf @ Mayr: Parkhotel Igls

134 Gailtaler (Bio) Genüsse

136 Ein Wochenende in der Sahara

138 Wiener Wildnis

142 Pimp up your dirndl

144 Mode: Dirndlherz

147 Vienna Fabrics & Design

148 Lifestyle-Events

Kunst & Kultur

150 Interview: Karl Habsburg

153 Ordensbesuch in Venedig

154 Weltmuseum: Franz

Ferdinand

157 Moya: Kolja Kramer im

Interview

158 Montenegros Schätze

160 Porträt: Ernst Bruzek

162 BravDa: Rose Gabriel De La Lyre

164 Astana Ballett

166 Kultur-Events

Standards

5 Editorial

8 Gastautoren

74 Ambassadors‘ Caleidoscope

80 Neue Botschafter

88 Österreichische Dienststellenleiter

168 Neuheiten & Stylingtipps

170 Horoskop

172 Ex Libris

174 Veranstaltungstipps

176 Impressum

178 Karikatur

Fotos: SOCIETY/, Manca Juvan

6 | SOCIETY 1_2014


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GASTAUTOREN

SOCIETY

Partner von SOCIETY

Wir präsentieren in jeder Ausgabe von SOCIETY Gastautoren,

die sich mit den unterschiedlichsten Themen aus Politik,

Wirtschaft, Wissenschaft und Lifestyle befassen.

SIMON INOU HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK RANKO VUJACIC GEORG ZANGER PATRICIA STANIEK

BEATRICE ACHALEKE ist Inhaberin

und CEO von Diversity Leadership, Gründerin

des European Diversity & Inclusion

Congress, Präsidentin des Black European

Women's Council und Buchautorin. Sie

engagiert sich in den Bereichen Vielfalt,

Gleichstellung und interkulturelle Kommunikation.

In ihrem SOCIETY-Beitrag

macht sie den „Lebenskoffer von Frauen

über Vierzig fit für die nächste Reise“.

HERMINE SCHREIBERHUBER war

stellvertretende Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Sie ist außerdem

Übersetzerin und freie Journalistin und

wirkt an politischen Reisebüchern mit.

Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte verfasst

sie regelmäßig politische Analysen

und Hintergrundberichte. In dieser Ausgabe

analysiert sie die politische Situation

im Iran und die Wiener Verhandlungen

über das iranische Atomprogramm.

INGRID CHLADEK ist Gesellschafterin

der Dresscode Company und Head von

Dressforsuccess. Sie berät in Fragen Business-Outfit,

Image, Stil und Styling. Ihr

Wissen präsentiert sie u. a. anhand von

Prominenten-Styling-Checks. Dieses Mal

geht sie für SOCIETY dem Trachtenboom

und wiederbelebten Trend zum Dirndl

auf den Grund.

PATRICIA STANIEK ist Unternehmensberaterin

und Profilerin. Als solche

erstellt sie Performance-Analysen,

z. B. für Fernsehauftritte. Sie begleitet als

Unternehmensberaterin Mittelbetriebe

und Konzerne auf strategischen Pfaden,

coacht und performt Teams. Sie gründete

das „Institut für Menschen lesen

und Emotionsforschung“ und benutzt

das Facial Action Coding System F.A.C.S.,

um die Körpersprache zu deuten. Für

SOCIETY erklärt sie, was die Körpersprache

bei Begrüßungen – konkret beim

Handschlag – am internationalen Businessparkett

verrät.

GEORG ZANGER ist als selbstständiger

Rechtsanwalt seit 1975 u. a. auf Wettbewerbs-,

Urheber- und Medienrecht spezialisiert.

Er ist Autor verschiedenster Fachbücher

und Fachartikel. Er ist außerdem

Präsident der Austrian Chinese Business

Association. In seiner Kolumne beleuchtet

er die Wirtschaftssanktionen der USA

und EU gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise

und beurteilt sie als einen Verstoß

gegen die WTO-Verpflichtungen.

SEZEN ERGEN ist bei der Anwaltskanzlei

Lansky, Ganzger + partner für den Turkish-Desk

verantwortlich und widmet sich

den wichtigen Beziehungen zwischen der

Türkei und Österreich. In ihrem Beitrag für

SOCIETY berichtet sie über die Jubiläen

bedeutender bilateraler Verträge wie dem

Freundschaftsvertrag von 1924, dem fünfzigjährigen

Abkommen über die Anwerbung

türkischer Arbeitskräfte aus dem

Jahr 1964 und dem Abkommen über die

soziale Sicherheit aus dem Jahr 1999.

SIMON INOU

ist Soziologe und

Journalist, z. B.

bei Radio Africa

International. Er

engagiert sich

außerdem beim

Verein M-Media,

der journalistische

Talente mit

BEATRICE ACHALEKE

Migrationshintergrund sucht und fördert.

Für seine Arbeit hat er zahlreiche

Auszeichnungen bekommen, u. a.

vom Land Steiermark und der EU. Im

SOCIETY-Kommentar befasst er sich mit

der neuen Kreativität in Afrikas Modeschaffen

– eine Renaissance, die durch

das Verbot von Second-Hand Bekleidung

aus Europa und den USA ausgelöst wurde.

RANKO VUJACIC studierte an der TU in

Graz und Berlin Elektrotechnik. Danach

absolvierte er Post-Graduate-Studien an

der Diplomatischen Akademie in Wien.

Er arbeitete viele Jahre als Direktor bei der

UNIDO in Wien. Zwischen 2011 und 2013

war er Direktor der neu geschaffenen Diplomatischen

Akademie in Montenegro. Er

weist in seinem SOCIETY-Artikel auf die

große Bedeutung der Diplomatie in Fragen

der Energieunabhängigkeit hin.

GERHARD VON LENTNER blickt für

SOCIETY in die Sterne. Der mediale Berater,

Kartenleger, Heiler und Buchautor

beschäftigt sich intensiv mit Lebensberatung

und verrät den SOCIETY-Lesern in

jeder Ausgabe, was die Sterne in Beruf,

Liebe, Finanzen, Gesundheit – und auch

im Weltgeschehen – für das nächste halbe

Jahr bereithalten.


GERHARD VON LENTNER

SEZEN ERGEN

8 | SOCIETY 1_2014


316 Museen in Wien ...

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Wien.

Die Stadt

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Welche Öffis Sie hinbringen, sagt Ihnen

der Stadtplan genauso wie den Taxistand in der

Nähe. So geht Mobilität in der Stadt fürs Leben.


SOCIETY EIGENEVENT

GALANACHT TUNESIEN

Musiker, Marcus Paar, Gertrud Tauchhammer,

S.E. Samir Koubaa und Maestro Zied Gharsa

Tunesische Gala-Nacht

Anlässlich der Tunesischen Freundschaftstage lud die Botschaft

von Tunesien gemeinsam mit SOCIETY zu einem Konzert ins

Palais Palffy.

Kalligraf beim

Anfertigen von

Namenskarten

B

ereits zum dritten Mal luden

SOCIETY Herausgeberin Gerti

Tauchhammer und der Botschafter

von Tunesien S.E.

Samir Koubaa im Rahmen der

Tunesischen Freundschaftstage zu einer

Gala-Nacht mit original tunesischer Musik.

Die Räumlichkeiten des Palais Pallfy

waren dieses Mal der stimmungsvolle

Hintergrund der Feier. Nach der Darbietung

der Nationalhymnen von Tunesien

und Österreich durch die junge Sopranistin

Elisabeth Pratscher verbreitete die

Gruppe um den bekannten tunesischen

Maestro Zied Gharsa authentisches orientalisches

Flair. Das Publikum reagierte

mit Begeisterungsstürmen auf die mitreißende

Performance des Ensembles.

Fotos: SOCIETY/Prochnow

10 | SOCIETY 1 _2014


S.E. Abdulhakim Al-Eryani

(Jemen) mit Gattin

S.E. Ishaya El

Khoury mit Gattin

(Libanon)

Dr. Heinz Wimpissinger,

Adolf Tiller

Stephane Le Jeune

d’Allegersheque (GB)

Freimut Dobretsberger

Xuecheng FAN (Botschaft

von China)

Batmunkh Mungunchimeg

(Mongolian

National Broadcasting)

Elisabeth Pratscher

sang die Hymnen

SOCIETY 1_2014 | 11


SOCIETY EIGENEVENTEVENT

GALANACHT TUNESIEN

Blick ins Publikum

HK Walter und

Uta Kristof

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI

(Palästina) • S.E. Hussam AL

HUSSEINI (Jordanien) • S.E.

Mohammed AL SALLOUM

(Saudi Arabien) • S.E. Abdulhakim

AL-ERYANI (Jemen)

• S.E. Andrij BEREZNJI

(Ukraine) • S.E. Ishaya EL

KHOURY (Libanon) • Xuecheng

FAN (Botschaft von

China) • Cornelia FISCHER

(UNOV) • Franz FREY (FREY-

LIT) • Botschafterin Blanka

JAMNISEK (UN Slowenien) •

Mouddar KHOUJA (Austro-

Arab Chamber of Commerce)

• Stephane LE JEUNE

D‘ALLEGEERSHECQUE

(Botschaft von Großbritannien)

• Konstanze MANTSCH

(BmeiA) • S.E. Sadiq MARAFI

(Kuwait) • Casandra-Maria

MARINESCU (Botschaft

von Rumänien) • Andreas

NOTHELLE (OSZE Parlamentarische

Versammlung)

• S.E. Michael Adipo Okoth

OYUGI (Kenia) • Botschafter

Toshiro OZAWA (UN Japan)

• Botschafter i.R. Konstantin

PREVEDOURAKIS • S.E.

Andrej RAHTEN (Slowenien)

• Valentin SAMSAROV (Botschaft

von Bulgarien) • S.E.

Khaled SHAMAA (Ägypten)

• S.E. Elena SHEKERLETOVA

(Bulgarien) • Heinz Peter

SLATIN (Österreichisches

Rotes Kreuz) • Matthias

SOUCEK (Komponist) • Botschafter

Helmut TÜRK (Int.

Seegerichtshof) • Günter

WALDMAYER (Ö-Indonesien

Ges.)

S.E. Samir Koubaa

und Elisabeth

Pratscher

Das Ensemble von

Maestro Zied Gharsa

Tanja Tauchhammer

(SOCIETY),

Martina van Holst

(Tun. Botschaft)

Maria Lahr mit Begleitung

S.E. Andrij Bereznji

(Ukraine)

12 | SOCIETY 1_2014


FOCUS

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FLAGSHIPSTORE

AUSTRIA WIEN

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SOCIETY EIGENEVENT

EMPFANG

Landtagspräsident Herwig van Staa,

Schloss Igls-Eigentümerin Pia van

Eenennaam-Beck, Generalkonsul Sergej

Smirnov, SOCIETY-Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer, HK Hans Unterdorfer

Russischer Empfang

auf Schloss Igls

SOCIETY lud gemeinsam mit Schloss Igls und Marketing deluxe

zu einem russisch-österreichischen Empfang.

Auf Schloss Igls wurde gefeiert

– und zwar mit österreichischem

Charme und russischer

Herzlichkeit! Gründe dafür

gab es gleich mehrere: Die Eröffnung des

ersten Honorarkonsulats der Russischen

Föderation in Innsbruck, neunzig Jahre

diplomatische Beziehungen zwischen

Russland und Österreich und die Wiedereröffnung

von Schloss Igls, das seit

kurzem als Hideaway über den Dächern

der Landeshauptstadt Innsbruck exklusiv

buchbar ist. Dies nahm Mag. Gertrud

Tauchhammer, Herausgeberin des Magazins

SOCIETY und Honorargeneralkonsulin

von Tunesien für Tirol, zum Anlass,

um im exklusiven Rahmen von Schloss

Igls zum festlichen Empfang zu laden.


Erster Honorarkonsul der

Russischen Föderation

Kürzlich wurde Dr. Hans Unterdorfer

vom russischen Botschafter Sergej

Netschajew im Beisein der Tiroler

Landesregierung offiziell zum Honorarkonsul

für Tirol bestellt. Die Bestellung

des Vorstandsvorsitzenden der Tiroler

Sparkasse Bank AG Innsbruck ist der vorläufige

Höhepunkt der seit insgesamt

neunzig Jahren andauernden diplomatischen

Beziehungen zwischen Österreich

und der Russischen Föderation.


Russland-Schwerpunkt im

Magazin SOCIETY

Rund 120 Gäste waren gekommen,

um das freundschaftliche Verhältnis

14 | SOCIETY 1_2014


SOCIETY EIGENEVENT

EMPFANG

Marco Stettler (Neue Zürcher

Zeitung) mit Begleitung

Isabella Wyniger Granlund

KR Hans Pöll, Pia

Eenennaam-Beck

Schloss Igls Hausherr Hans

van Eenennam-Beck

Dr. Carlo Hasenöhrl

mit Gattin

zwischen den beiden Ländern zu feiern.

Die Eigentümer von Schloss Igls, Pia und

Hans van Eenennaam-Beck, begrüßten

die Gäste und der Generalkonsul der Russischen

Föderation, Sergej Smirnov, hielt

die Eröffnungsrede. Exklusiv wurde im

Rahmen der Veranstaltung die neue Ausgabe

des Diplomatie-Magazins SOCIETY

präsentiert, die in einem Russland-Schwerpunkt

das 90-jährige Jubiläum würdigt.

Für kulinarische Grüße aus Österreich

und Russland zeichnete Meisterkoch

Dietmar E. Fröhlich mit seinem Austrian

Culinary Institute verantwortlich.

Er sorgte beim Stehdinner für erlesene

Gourmet-Erlebnisse.

HK Armand Hausmann, Generalmajor

Herbert Bauer, K. Bauer

Fotos: SOCIETY/Prokofieff


Präsentation russischer

Trachten

Als modisches Highlight präsentierte

die russische Designern Alla Denissova

eine Auswahl original russischer Trachten

aus ihrem Projekt „The Mobile Natural

Museum of Russian National Costume“ –

eine Art mobiles Museum russischer Nationaltrachten,

das bisher unter anderem

in der Wiener Hofburg und in der UNO in

Wien zu sehen war.


Harald Wickhoff, Gertrud Tauchhammer,

Pia van Eenennaam,

Claudia Reichenberger, Thomas

Hausmann, Margit Wickhoff

SOCIETY 1_2014 | 15


SOCIETY EIGENEVENT

EMPFANG

Die versammelten Tiroler

Honorarkonsuln

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Dr. Stephan BECK (Sporthotel

IGLS) • Dir. Christian

BLASCHKE (Alpenbank

Innsbruck)• Dr. Karl

GOSTNER (Innsbruck Tourismus)•

Honorarkonsul KR

Christof Jörg GRASSMAYR

(HK von Südafrika) • Dr. Ivo

GREITER (Greiter, Pegger,

Kofler & Partner) • Dr. Carlo

HASENÖHRL (Zentrum für

Schönheit und Wohlbefinden

) • Vorstandsdirektor Martin

HAßLWANTER (Sparkasse

Imst AG) • Honorarkonsul

Univ. Prof. Dr. Armand HAUS-

MANN (HK von Luxemburg)

• Honorarkonsul KR Josef

HÖGER (Interchim Austria,

HK von Slowenien) • Gloria

HUNDSBERGER (Swarovski

Group) • KR Mag. Christian

J. KOIDL (Swarovski Daniel

Ges.m.b.H) • Karl LAMP-

RECHT (Wirtschaftskammer

Tirol) • Mag. Gregor LEITNER

(Wirtschaftskammer Tirol)

• Annamaria PARAVICINI-

CASANOI (Frey Wille) •

Honorarkonsul Mag. Dr.

Franz PEGGER (HK von

Frankreich) • Vorstandsvorsitzender

Meinhard

REICH (Sparkasse Imst AG)

• Karin SEILER-LALL (Tirol

Werbung) • Marco STETTLER

(Neue Zürcher Zeitung) •

Graf Gaudenz TRAPP (TIS

Vermögensverwaltung)

• DDr. Herwig VAN STAA

(Tiroler Landtagspräsident) •

Guido VIANELLO (Tourismusverband

Innsbruck) •

Honorarkonsul Senator KR

Dr. Ernst WUNDERBALDIN-

GER (Honorarkonsulat von

Deutschland)

Andrea Kuefstein (Publicitas),

Gloria Hundsberger

mit Begleitung

(r.) Claudia Reichenberger

(GF Marketing deluxe)

HK Ernst Wunderbaldinger,

HK Christof Grassmayr

Andrea Gnägi (Gesundheitszentrum

Igls), Hans

van Eenennaam-Beck,

Elisabeth Grassmayr

16 | SOCIETY 1_2014

Mag. Hubert Reindl

mit Begleitung

Designerin Alla Denissova,

Generalkonsul Sergej Smirnov

und Gattin Ludmila


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Im Herzen der Alpen, nur 5 km von Innsbruck entfernt, liegt das pittoreske Schlösschen Igls auf einem

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Nordkette sowie dem Olympiaberg Patscherkofel öffnet das private Hideaway ausschließlich auf Exklusivität

seine Pforten. Auf Schloss Igls betritt man seine eigene Welt. In einem völlig ungestörten Rahmen können

Sie Ihrem Anlass entsprechend das traditionsreiche Haus mit seinem wunderbaren Garten und traumhaften

Ausblicken erleben. Individualität und Charme verleihen dem Schloss seinen unvergleichlichen Stil. Wertvolle

Antiquitäten, historische Möbel und einmalige Kunstobjekte prägen das Ambiente, die Atmosphäre ist privat

und diskret. Wer wünscht sich nicht, einmal Gastgeber auf einem Schloss zu sein?

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SOCIETY EIGENEVENT

BOTSCHAFTERLUNCH

Die Gäste aus Diplomatie und

Wirtschaft beim Botschafterlunch im

Hotel Hilton Vienna Am Stadtpark

Botschafterlunch

mit Russlandfokus

Gerti Tauchhammer präsentierte das neue SOCIETY-Magazin

über Russland beim Botschafterlunch im Hotel Hilton Vienna

Am Stadtpark.

Anlässlich des Jubiläums von

neunzig Jahren Diplomatischer

Beziehungen zwischen Russland

und Österreich und der

Präsentation der neuen SOCIETY-Ausgabe

mit dem Themenschwerpunkt Russland

lud Herausgeberin Gerti Tauchhammer

zum exklusiven Botschafterlunch ins Hotel

Hilton Vienna Am Stadtpark. In seiner Ansprache

reflektierte S.E. Sergej Netschajew,

Botschafter der Russischen Föderation, die

gemeinsame Geschichte der beiden Länder,

die bereits im 14. Jahrhundert Beziehungen

zueinander unterhielten. Bei russischen

Spezialitäten wie Kaviarblinis und Austern

feierten die Exzellenzen diese „wolkenlose

Beziehung“.

S.E. Ismatullo Nasredinov (Tadschikistan),

Ravshanbek Duschanov

(Usbekistan), Valeri Sidorov (Russ.

Föd.) mit Begleitung

18 | SOCIETY 1_2014


SOCIETY EIGENEVENT

BOTSCHAFTERLUNCH

I.E. Ana Dengo (Costa Rica),

S.E. Salah Abdalshafi

(Palästina),

I.E. Anu Laamanen (Finnland)

Alla Denissova (Russian

Traditional Costumes)

S.E. Prof. Gjorgji Filipov

(Mazedonien)

S.E. Mohamed

Benhocine (Algerien)

S.E. Detlev Rünger

(Deutschland)

S.E. Sergej Netschajew,

S.E. Pero Jankovic (Serbien)

S.E. Makoto Taketoshi (Japan)

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

S.E. Salahaldin ABDAL-

SHAFI (Palästinensische

Gebiete) • S.E. Mohamed

BENHOCINE (Algerien) •

S.E. Blerim CANAJ (Kosovo)

• I.E. Ana Teresa DENGO

BENAVIDES (Costa Rica) •

Alla DENISSOVA (Russian

Traditional Costumes) • Chargé

d‘Affaires Ravshanbek

DUSCHANOV (Botschaft von

Usbekistan) • S.E. Prof. Gjorgji

FILIPOV (Mazedonien)

• Botschafterin Heidemaria

GÜRER (BMEIA) • Chargé

d‘Affaires Arten HANKU (Botschaft

von Albanien) • S.E.

Galib ISRAFILOV (Aserbaidschan)

• S.E. Pero JANKO-

VIC (Serbien) • S.E. Arman

KIRAKOSSIAN (Armenien) •

I.E. Anu LAAMANEN (Finnland)

• Angelika LE BRUN

(Botschaft von Frankreich) •

S.E. Ismatullo NASREDINOV

(Tadschikistan) • S.E. Andrei

POPOV (Moldau) • S.E. Detlev

RÜNGER (Deutschland)

• I.E. Elena SHEKERLETOVA

(Bulgarien) • S.E. Makoto

TAKETOSHI (Japan) • Heinz

WALTER (WKO ) • Ernst

WEINMANN (Weinmann)

S.E. Sergej

Netschajew, S.E.

Arman Kirakossian

(Armenien)

Gerti Tauchhammer und

S.E. Sergej Netschajew

Kulturrat Valeri Sidorov,

Heinz Walter (WKO)

S.E. Galib Israfilov

(Aserbaidschan)

SOCIETY 1_2014 | 19


SOCIETY EIGENEVENT

RUSSISCHES NEUJAHR

Begrüßung durch S.E. Sergej

Netschajew, Gertrud Tauchhammer

und Gabriel Lansky

Russisches Neujahrsfest

Die Kanzlei LANSKY, GANZGER + partner und SOCIETY feierten im

neuen Gebäude der Kanzlei das russische Neujahr.

SOCIETY und Lansky, Ganzger + partner

Rechtsanwälte luden anlässlich

des Russischen Neujahrs und der

Olympischen Winterspiele in Sotschi

zu einem hochkarätigen Empfang.

Ehrengast war S.E. Sergej Netschajew, Botschafter

der Russischen Föderation in Österreich,

der einen Kurzvortrag zum Thema

hielt. Die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft,

Politik, Diplomatie und Kultur wurden mit

russischen Spezialitäten verwöhnt und genossen

das Ambiente in den neuen Räumlichkeiten

von Lansky, Ganzger + partner.

S.E. Samir Koubaa

(Tunesien), S.E. Salahaldin

Abdalshafi (Palästina)

Elizaveta Dubrovskaya

(Lansky), Dr. Yury

Stetsenko (Russ. Handelsvertretung)

20 | SOCIETY 1_2014


SOCIETY EIGENEVENT

RUSSISCHES NEUJAHR

Gertrud Tauchhammer

und Gottfried Rieck von

Majestic Imperator

Dr. Ljubo Brajkovic (Ö-

Serbische Gesellschaft)

Dr. Cornelia Mensdorff-

Pouilly mit Begleitung,

Prof. Ernst Fuchs

Heide Proksch, HK Wilhelm Rieder

(Mazedonien), Olga Pelinka

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Fotos: SOCIETY/Prochnow

S.E. Salahaldin ABDALS-

HAFI (Palästinensischen

Gebiete) · S.E. Hussam AL

HUSSEINI (Jordanien) • S.E.

Andrij BEREZNJI (Ukraine)

• Vizekanzler a.D. Dr. Erhard

BUSEK • S.E. Ali EL MHAMDI

(Marokko) • Prof. Ernst

FUCHS • Dr. Leyla GASIMO-

VA (Aserbaidschanisches

Kulturzentrum) • S.E. Mehmet

Hasan GÖGÜS (Türkei)

• Generaldirektor Anatoly

KACHAN (AEROFLOT) • S.E.

Dr. Arman KIRAKOSSIAN

(Armenien) • S.E. Mohamed

Samir KOUBAA (Tunesien) •

Dr. Michael KRAUS (Donau

Finanz) • Mag. Maria LAHR

• S.E. Juraj MACHAC (Slowakei)

• Staatssekretär a. D.

Dr. Christoph MATZNETTER

(WKO) • S.E. Pedro Luis Baptista

MOITINHO DE ALMEIDA

(Portugal) • Generaldirektor

Alexander MOJ (Hotel Sofitel)

• S.E. Ramon QUINONES

RODRIGUEZ (Dominikanischen

Republik) • Bundesministerin

a.D. Maria RAUCH-

KALLAT (mrk diversity

management gmbh) • S.E.

Khaled SHAMAA (Ägypten)

• Handelsrat Dr. Yury STET-

SENKO (Handelsvertretung

der Russischen Föderation) •

Senator KR Heinz STIASTNY

• Botschaftsrat Tauboldy

UMBETBAYEV (Botschaft

von Kasachstan) • S.E. Valery

VORONETSKY (Belarus) •

Honorarkonsul Senator KR

Dr. Ernst WUNDERBAL-

DINGER (Honorarkonsulat

von Deutschland) • S.E.

Erzbischof Nuntius Dr. Peter

Stephan ZURBRIGGEN (Apostolische

Nuntiatur)

S.E. Mehmet

Gögüs (Türkei)

Franz Frey (Freylit),

Haimo Fritsch

Tauboldy Umbetbayev

(Kasachstan)

S.E. Andrij Bereznji

(Ukraine)

Anatoly Kachan (Aeroflot)

Adil Besim, Herta Hawelka

Andrea Veronese, Mag.

Reinhard Himmer

(Publicitas)

Dr. Gerald Ganzger

S.E. Audunn Atlason mit

Familie (Island)

Ingried Brugger,

Stéphane Le Jeune

d’Allegeershecque

Dr. Alan Tuaev (Russ.

Föd.), Marco Mercuri

Max Habsburg-

Lothringen

Gabriel Lansky,

S.E. Juraj Machac

(Slowakei)

Patricia Staniek und

Begleitung

SOCIETY 1_2014 | 21


SOCIETY EIGENEVENT

PUBLIC VIEWING

(l.) Helga Welser-

Lagler (SOCIETY)

bei der Begrüßung

der Gäste

Pater Théodore Mbarga (r.)

Gottfried Rieck

(Majestic Imperator)

Public Viewing im Palais Palffy

Tolle Stimmung herrschte bei der SOCIETY-Public

Viewing Party mit dem Champions League Spiel

Austria Wien gegen Zenit St. Petersburg.

SOCIETY-Ladys Johanna

Hahn und Tanja

Tauchhammer

Anlässlich 90 Jahre diplomatischer Beziehungen

zwischen Russland und Österreich

lud SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer zu einer Public

Viewing Party ins Palais Palffy. Dort kamen die

internationalen Gäste in den Genuss, das Champions

League Spiel Austria-Wien gegen Zenit St.-

Petersburg live zu sehen. Bei leckeren Getränken

und kulinarischen Häppchen waren die fußballbegeisterten

Fans hell begeistert über den 4:1-Sieg

der Wiener Mannschaft gegen St. Petersburg. Ein

außergewöhnliches Event mit Jubelstimmung und

tollen Gästen!

Maria Lahr, Olivier

Boulenguez

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Karin BURGER (Bundeskanzleramt)

• Max GANGL (Bildhauer)

• Herta HAWELKA •

Peder JOHANSSON (CTBTO)

• Gerhard KRAUSE (Kurier) •

Hermann KROIHER (Verband

Österreich-Nordische Länder)

• Maria LAHR • Detlef

LUGER (IAEA) • Julia MENDE

(Presup) • Gottfried RIECK

(Majestic Train de Luxe) •

Otto SCHWETZ (TINA Transport

Strategies) • Matthias

SOUCEK • Ernst STEINER

(Bundesrechenzentrum)

• Monika TÜRK • Reinhart

WANECK (Verband der

Leitenden Krankenhausärzte

Österreich)

Monika Türk, Stefaan

Missine

Max Gangl, Doris Maria

Kofler

Liza Nikitina

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

22 | SOCIETY 1_2014

Matthias Soucek mit

Begleitung

Meinhard Rüdenauer,

Herta Hawelka


ГРУППА КОМПАНИЙ EYBL

К группе компаний Eybl относится богатая традициями,

торгующая в розницу и оптом компания

по оформлению интерьеров франшизная сеть KA

International (с более чем 12 магазинами в Австрии,

вся информация на сайте www.ka-international.at),

оптовая торговля с более чем 50 представителями

международных брендов и флагманский дизайнерский

магазин – новый интерьерный бутик на

углу Фихтегассе 5 и Гегельгассе в первом районе, где

на площади более 700 кв. м. ценители интерьерного

дизайна смогут найти богатый выбор: 10.000 видов

тканей для декорирования, 15.000 видов обоев, покрытия

для полов, ковры, мягкая мебель и кровати

– с учетом требований рынка и новых тенденций.

Предложение завершают светильники и аксессуары

для любых предпочтений и любого

стиля – современного или пуристического, для загородного

дома или классически элегантные.

Основа успеха в том, что покупателю предлагается

целостная концепция декорирования помещения и

профессиональный совет консультантов по мебели,

декораторов, портных, драпировщиков и сборщиков

мебели. Команда профессионалов сделает все

возможное для того, чтобы найти нужные решения

для исполнения любого желания клиента и организовать

все связанные с этим услуги.


SOCIETY EIGENEVENT

BOTSCHAFTERBEGRÜSSUNG

Die neuen Botschafter beim

Willkommensempfang von SOCIETY

Neue Botschafter

in Österreich

Der SOCIETY lud zum traditionellen Willkommensempfang für

die neuen Botschafter in Österreich ins Hotel Bristol.

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer lud zu Frühlingsbeginn

gemeinsam mit

Generaldirektor Gerald Krischek

zum traditionellen Willkommensempfang

der neu in Österreich

akkreditierten Botschafter. Im Salon

Schönbrunn des Hotel Bristol am Kärntner

Ring fanden sich mehr als dreißig

Botschafterinnen und Botschafter ein,

um die ‚Neuen‘ zu begrüßen und kennen

zu lernen.

In alphabetischer Reihenfolge nach

Ländern kamen die neuen Botschafter

S.E. Roland Bimo (Albanien), S.E. Kairat

Sarybay (Kasachstan), S.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente (Kolumbien), S.E. Ali

Khalfan Al-Mansouri (Katar), I.E. Ayesha

Riyaz (Pakistan), S.E. Mehmet Hasan

Gögüs (Türkei) und I.E. Alexa Wesner

(USA). Der Primus inter pares S.E. Nuntius

Peter Stephan Zurbriggen stieß bei

dieser Gelegenheit auf sein fünfjähriges

Jubiläum als Nuntius in Wien an.

24 | SOCIETY 1 _2014


S.E. Arman

Kirakossian

(Armenien),

Mag. Hermine

Schreiberhuber

Ing. Robert Krempel

(Wiesenthal)

S.E. Gordan Bakota (Kroatien),

I.E. Elena Shekerletova

(Bulgarien), S.E. Andrej

Rahten (Slowenien)

S.E. Jaime Cabal

Sanclemente

(Kolumbien),

Adriana Arias

Castiblanco

Generaldirektor

Anatoly Kachan

(Aeroflot)

S.E. Mehmet Hasan Gögüs (Türkei),

S.E. Nuntius Peter Stephan Zurbriggen,

S.E. Kairat Sarybay (Kasachstan)

Fotos: SOCIETY/Prochnow

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

S.E. Hussam AL HUSSEINI

(Jordanien) • Ing. Herbert

BACKHAUSEN (Vienna

Fabrics & Design) • S.E.

Gordan BAKOTA (Kroatien) •

S.E. Khamkheuang BOUN-

TEUM (Laos) • Dr. Ljubo

BRAJKOVIC (Österreichisch-

Serbische Gesellschaft) • S.E.

Ali DUQUE (Venezuela) • S.E.

Dr. Ali EL MHAMDI (Marokko)

• Chargé d‘Affaires Yousif

ELKORDOFANI (Botschaft

von Sudan) • S.E. Ayoob

M. ERFANI (Afghanistan) •

S.E. Prof. Dr. Gjorgji FILIPOV

(Mazedonien) • Generaldirektor

Anatoly KACHAN

(AEROFLOT - Int. Airlines) •

S.E. Dr. Arman KIRAKOSSIAN

(Armenien) • S.E. Mohamed

Samir KOUBAA (Tunesien)

• Ing. Robert KREMPEL

(Wiesenthal & Co GmbH) •

Botschafter em. Dr. Gerald

KRIECHBAUM • I.E. Anu

LAAMANEN (Finnland) • S.E.

Juraj MACHAC (Slowakei) •

S.E. Simon MARUTA (Namibia)

• S.E. Ramon QUINONES

RODRIGUEZ (Dominikanische

Republik) • S.E. Dr.

Andrej RAHTEN (Slowenien)

• Olena RIEDEL (Mystetska

Zbirka) • S.E. Khaled

SHAMAA (Ägypten) • I.E.

Mag. Elena SHEKERLETOVA

(Bulgarien) • S.E. Edgars

SKUJA (Lettland) • S.E. Vince

SZALAY-BOBROVNICZKY

(Ungarn) • Staatssekretär

a.D. Prim. Univ.-Prof. Dr.

Reinhart WANECK (Verband

der Leitenden Krankenhausärzte

Österreich) •

Bereichsdirektor Dr. Oskar

WAWRA (Magistratsdirektion-Auslandsbeziehungen)

• S.E. Erzbischof Nuntius Dr.

Peter Stephan ZURBRIGGEN

(Apostolische Nuntiatur)

Prim.

Reinhart

Waneck

S.E. Simon Maruta (Namibia), S.E.

Khaled Shamaa (Ägypten), S.E. Ali

Al-Mansouri (Katar), Yousif Elkordofani

(Sudan), I.E. Ayesha Riyaz (Pakistan)

Thomas Weinhappel

(Bariton), I.E. Alexa Wesner

(USA), Peter Horak

S.E. Mohamed

Samir Koubaa

(Tunesien)

Martin Gross

(Emirates), Oskar

Wawra (Stadt Wien),

Botschafter Gerald

Kriechbaum


SOCIETY EIGENEVENT

JUNIOR DIPLOMATS

Die neuen Diplomaten im

Mozarthaus Vienna

Junior Diplomats

Reception

SOCIETY lud die neuen Diplomaten in Wien zu einer Präsentation

von Karikaturen von Christian Gschöpf in das Mozarthaus Vienna.

Gerti Tauchhammer lud zur Junior

Diplomats‘ Reception für die

neu akkreditierten Diplomaten

in Wien in das Mozarthaus Vienna.

Unter dem Motto „Mozart und andere

nationale und internationale Zelebritäten“

präsentierte SOCIETY-Karikaturist Christian

Gschöpf eine Auswahl seiner feinsinnigen

Karikaturen. Höhepunkt war die Verlosung

einer dem Thema des Abends gewidmeten

Karikatur mit Mozart als Kind. Über den

schönen Preis freuen durfte sich Adi-Cristina

Mitea von der rumänischen Botschaft.

Den Abend moderierte Schauspieler Peter

Horak. Die Gäste aus der internationalen

Diplomatie, Kultur und Wirtschaft wurden

kulinarisch von „LOB“ Catering verwöhnt.

Adi-Cristina Mitea mit

dem Hauptpreis

26 | SOCIETY 1_2014


SOCIETY EIGENEVENT

JUNIOR DIPLOMATS

Künstlerin Michelle Nze

Birgit Mayerhofer und Michael Roth (lob Essen

& Trinken), Tanja Tauchhammer, Christian

Gschöpf, Stephan Hofstätter (SOCIETY)

Birgit Mayerhofer und

Michael Roth (lob)

Prof. Erich

Salomonowitz (PSL)

Clemens Neukomm

(Wiesenthal)

Christa Troger,

Hermann Kroiher

Peter Horak mit

Begleitung

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Fotos: SOCIETY/Prochnow

Ifeanyi Obumneme CHUK-

WUENYEM (Nigeria) • Simay

ERENOGLU (Türkei) • Bintu

Ajimi KACHALLA (Nigeria)

• David Jonathon LEWIS

(Australien) • Casandra-Maria

MARINESCU (Rumänien) •

Leonel MATEO HERNANDEZ

(Dominikanische Republik) •

Anadel MATOS TEJEDA (Dominikanische

Republik) • Adi-

Cristina MITEA (Rumänien)

• Hector H. MONTENEGRO

MONTENEGRO (Kolumbien)

• Janet Kanaga MWERA

(Kenia) • Kaston OJOMO

(Nigeria) • Abimbola Sherifat

RAJI (Nigeria) • Eva VELJA-

NOVSKA (Mazedonien) • Engin

ALKAN (ilTorso) • Ljubo

BRAJKOVIC (Österreichisch-

Serbische Gesellschaft) •

Timna BRAUER-MEIRI •

Michael Habel (Denzel) •

Hermann KROIHER (Verband

Österreich-Nordische

Länder) • Marco MERCURI

(Büro Dr. Peter Fichtenbauer)

• Clemens Neukomm (Wiesenthal)

• Meinhard

RÜDENAUER • Christine

TRUBERT •Gerald Schedy

(Kunstreproduktionen) •

Maria SCHUSTER (Styria)

Diplomaten aus Rumänien

Gemütliches Beisammensein

im Kellergewölbe des

Mozarthaus Vienna

Engin Alkan, Thomas B.

Schrempf, Janet Mwera,

Meinhard Rüdenauer

Timna Brauer und

Christian Gschöpf

mit einer Karikatur

von Arik Brauer

SOCIETY 1_2014 | 27


SOCIETY EIGENEVENT

CHINESISCHES NEUJAHR

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Herbert BACKHAUSEN

(Vienna Fabrics & Design)

• Friedrich BAUER (Austrian

Hongkong Society) •

Botschafter i.R. Dr. Heinrich

BIRNLEITNER • Ing. Josef

BITZINGER (Wirtschaftskammer

Wien) • Peter

BRANDL (Wolfgang Denzel

Auto AG) • S.E. Hyun CHO

(Botschaft von Korea) • S.E.

Dato‘ Selwyn DAS (Botschaft

von Malaysia) • S.E. Ayoob

M. ERFANI (Botschaft von

Afghanistan) • Dr. William

FRISCHLER (Ski-Fit HandelsgmbH)

• Walter GERBAUTZ

(AES- Austrian Emirates

Society) • Dr. H.C. Wolfgang

GLASER (Pawelka) • Michael

HABEL (Wolfgang Denzel

Auto AG) • o.Univ.-Prof. Dr.

Günter HARING (Universität

Wien Fakultät für Informatik)

• Dipl.Ing. Wolfgang KLEIN

(Handelsagentur DI Klein) •

Hermann KROIHER (Verband

Österreich-Nordische Länder)

• Dagmar LOWENTHAL

(Artemis) • S.E. Ismatullo

NASREDINOV (Botschaft

von Tadschikistan) • Dipl.

Ing. KommRat.Hon.Kons.

Gottfried Johann PARIZEK

(Honorarkonsulat von Laos

für Österreich) • Rebecca

PATTERSON (Botschaft

der USA) • Ing. Karl Hans

POLZHOFER (Honorarkonsulat

von Mosambik)

• Dr. Wolf-Georg SCHÄRF

(Rechtsanwaltskanzlei) •

Lee R SMITH (Botschaft der

USA) • Friedrun WEST (P&F

West GmbH&CoKG) • Dr. rer.

com. Heinz WIMPISSINGER

(European Society Coudenhove-Kalergi)

• Prof. Mag. Liu

XIUMING

28 | SOCIETY 1_2014

Das Jahr des Pferdes

SOCIETY lud zum Chinesischen Neujahrsfest mit

dem Botschafter der Volksrepublik China S.E.

Zhao Bin als Ehrengast.

Den Beginn des chinesischen Neujahres

unter dem Zeichen des Pferdes nahm

sich SOCIETY-Herausgeberin Gerti

Tauchhammer zum Anlass, zu einem

Lunch in das China Restaurant Sichuan nahe der

Alten Donau einzuladen. Unter dem Ehrenschutz

des chinesischen Botschafters S.E. Zhao Bin wurde

das neue Jahr bei chinesischen Spezialitäten gebührend

eingeleitet. In seiner Ansprache erwähnte

der Botschafter S.E. Zhao Bin die Bedeutung des

Pferdes, das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel.

Liu Xiuming, S.E. Zhao

Bin, Peter Horak

Herbert Backhausen,

KR Karl Hans Polzhofer

Hermann Kroiher, Chunah Urban-Chao (Restaurant

Sichuan), Senator h.c. Walter Gerbautz

S.E. Selwyn Das

(Malaysia), S.E. Ismatullo

Nasredinov (Tadschikistan),

S.E. Ayoob Erfani

(Afghanistan)

Jiang Bo vor

dem neuen

Mercedes GL

350 BlueTec

von Wiesenthal


SOCIETY EIGENEVENT

VERNISSAGE

S.E. Samir Koubaa und S.E. Pedro

Moitinho (Portugal)

Fotos: SOCIETY/Prochnow, Pobaschnig

Tunesische Malerei und Fotografie standen im

Mittelpunkt einer Vernissage im Palais Palffy.

In der Reihe der Tunesisch-Österreichischen

Freundschaftstage luden S.E. Botschafter Samir

Koubaa und Honorargeneralkonsulin Gertrud

Tauchhammer zur Vernissage der tunesischen

Künstler Sonja Mahfoudh und Aziz Zguem,

die ihre Werke im Wiener Palais Palffy ausstellten.

Die abstrakten Gemälde von Sonja Mahfoudh und

die Fotografien ihres Vaters Aziz Zguem entführten

in die farbenfrohe Welt Tunesiens.

S.E. Keith Azzopardi (Malta), S.E. Salahaldin

Abdalshafi (Palästina), S.E. Samir Koubaa

(Tunesien), Sonja Mahfoudh, Aziz Zguem

Couleurs de la Tunisie

S.E. Mohamed Benhocine (Algerien), Gertrud Tauchhammer,

S.E. Samir Koubaa mit Gattin Amel, S.E. Salahaldin Abdalshafi

(Palästina), S.E. Khaled Shamaa (Ägypten), Aziz Zguem

Sonja Mahfoudh und Aziz

Zguem mit Familie

Botschaftersgattinnen

Hermine

Schreiberhuber

S.E. Dr. Ibrahim Albesbas mit Gattin (Libyen)

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

S.E. Salahaldin ABDAL-

SHAFI (Palästinensische

Gebiete) • S.E. Mohammed

AL SALLOUM (Saudi

Arabien) • S.E. Dr. Ibrahim

ALBESBAS (Libyen) • S.E. Dr.

Abdulhakim Abdulrahman

AL-ERYANI (Jemen) • S.E.

Keith AZZOPARDI (Malta)

• S.E. Mohamed BENHO-

CINE (Algerien) • Mag. Dr.

Josef HÖCHTL (Öst. Ges.

f. Völkerverständigung) •

Hermann KROIHER (Verband

Österreich-Nordische Länder)

• Dipl.-Ing. Dr. Harald

MEIXNER (Honorarkonsulat

von Botsuana) • S.E. Pedro

Luis Baptista MOITINHO DE

ALMEIDA (Portugal) • HK

Wilhelm RIEDER (Honorarkonsulat

von Mazedonien)

• Meinhard RÜDENAUER

(Komponist) • S.E. Khaled

SHAMAA (Ägypten)

SOCIETY 1_2014 | 29


Facettenreiches

Großbritannien

Großbritannien ist die größte

europäische Insel und ein Land

mit viel Geschichte, Tradition

und Vielfalt. Hier findet der

Reisende den Gegensatz von

Mystik und Moderne.

Text: SOCIETY

Abendstimmung mit einem

der vielen Wahrzeichen von

London, der Tower Bridge.

32 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

LÄNDERPORTRÄT

SOCIETY 1_2014 | 33


GROSSBRITANNIEN

LÄNDERPORTRÄT

AUS DER

GESCHICHTE

• 3. Jh. v. Chr.: Britannien steht unter

römischer Herrschaft

• 5. Jh.: Angeln, Sachsen und Friesen

besiedeln die Insel

• 927: Gründungsjahr des Königreiches

England

• 1066: Normannische Eroberung durch

Wilhelm den Eroberer

• 1588: England besiegt die spanische

Armada

• Ab 17.Jh.: Besiedlung und Kolonisierung

in Amerika; Kolonien in Asien

(Britisch-Indien bis 1948)

• 1707: Act of Union: Zusammenschluss

der Königreiche von England und

Schottland (‚Königreich Großbritannien‘)

• Ab 18.Jh.: Britische Besiedlung in Australien

und Ozeanien

• 1801:Vereinigtes Königreich Großbritannien

und Irland

• 1805: Schlacht von Trafalgar

• 1815: Sieg gegen Napoleon (Schlacht

bei Waterloo)

• Ab 19. Jh.: Kolonien und Protektorate

in Afrika (u.a. Ägypten, Gambia,

Ghana, Nigeria, Sierra Leone, Kamerun,

Sansibar, Uganda)

• 1908: Olympische Sommerspiele in

London

• 1914: Eintritt in den Ersten Weltkrieg

• 1919: Beginn des Irischen Unabhängigkeitskriegs

• 1921: Anglo-Irischer Vertrag: 26 Irische

Counties werden unabhängig

• 1922-1923: Irischer Bürgerkrieg; sechs

nördliche Counties bilden Nordirland

• Seit 1927: Vereinigtes Königreich

Großbritannien und Nordirland

• 1928: Einführung des Wahlrechts für

Frauen ab dem 21. Lebensjahr

• 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs

• 1941: Vereinbarung der Atlantik-Charta

zwischen Churchill und Franklin D.

Roosevelt

• 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs

• 1952: Elizabeth II. wird Staatsoberhaupt

• 1953: Krönung von Elizabeth II.

• 1973: Beitritt zur EU

• 1979: Margaret Thatcher von der Konservativen

Partei wird erste weibliche

Premierministerin

• 1997: Rückgabe der britischen Kronkolonie

Hongkong an China

• 1998: Friedensabkommen für Nordirland

• 2012: Olympische Spiele in London

Der London Tower

34 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

LÄNDERPORTRÄT

Fotos: VisitBritain/ Historic Royal Palaces, VisitBritain/Joe Cornish

Foto seite 32-33: TTstudio - Fotolia

Mit dem Namen Großbritannien

verbinden die meisten

wohl sofort Königin Elizabeth,

William und Kate, Fußball,

Pubs, Bier und schwarzen

Humor. Großbritannien hat

aber weitaus mehr zu bieten. Nicht zuletzt wegen

seines vielfältigen Kulturangebots und den eindrucksvollen

Sehenswürdigkeiten ist dieses Land

auf jeden Fall eine Reise wert.


Londoner Highlights

Großbritanniens Hauptstadt London zählt zu

den wichtigsten Kultur-, Handels- und Finanzzentren

der Welt. Herzstück der Metropole und der

gesamten Monarchie ist der Buckingham Palast,

Residenz der Königsfamilie und Austragungsort

für offizielle Anlässe des Staates. Ein nicht weniger

bekanntes Wahrzeichen ist der „Tower of

London“, eine mittelalterliche Festungsanlage am

nördlichen Ufer der Themse. Sie beherbergt seit

700 Jahren die königlichen Kronjuwelen. Unbedingt

einen Besuch wert ist die Westminster Abbey,

in der Prinz William und Herzogin Kate den

Bund fürs Leben schlossen und wo traditionell die

britischen Könige gekrönt und beigesetzt werden.

Zu den weiteren bedeutenden Besichtigungsorten

zählen Trafalgar Square, ein großer Platz in

der Mitte Londons, auf dem die berühmte Nelson-

Säule steht und der einen beliebten Treffpunkt

für Menschen und Tauben darstellt, sowie der

legendäre Hyde Park im Zentrum der Stadt, der

als Freizeitparadies gilt und als Austragungsort

von Konzerten populärer Künstler. Auf keinen Fall

vergessen sollten Reisende außerdem Madame

Tussauds, das als erstes gegründete Wachsfigurenkabinett,

in dem berühmte Persönlichkeiten

aus der Geschichte und bekannte Stars ausgestellt

werden.


Mystische Naturlandschaften

Obwohl Großbritannien als Bahnbrecher der

industriellen Revolution eine lange Industriegeschichte

hat, ist es heute immer noch ein Land

WUSSTEN SIE, DASS...?

… jeder Brite durchschnittlich 1,9 Kilogramm Tee im

Jahr konsumiert? Die Weltmeister im Teetrinken sind

jedoch die Türken mit 3,1 kg pro Jahr und Kopf.

… dass am Wasch- oder Spülbecken zwei Wasserhähne

(einer mit sehr heißem und einer mit sehr kaltem Wasser)

vorhanden sind. Das liegt am geringen Druck des

heißen Wassers.

… dass das Vereinigte Königreich Europas Vorreiter im

Fracking ist? Fracking, auch Hydraulic Fracturing, ist

eine Form der Erdöl- und Erdgasförderung.

… dass der antike Name für Großbritannien ‚Albion‘

war? Die Bezeichnung ist wahrscheinlich keltischen

Ursprungs. Die keltische Wurzel ‚albio‘ bedeutet so

viel wie ‚Welt‘/‘Land‘. Auch die Alpen sollen von dem

keltischen Wort abzuleiten sein.

BUCHTIPPS

THOMAS KIELINGER

Elizabeth II.: Das Leben

der Queen

C. H. Beck

Das Werk erzählt die

Lebensgeschichte der

Queen: von ihrem Leben als

Prinzessin, ihrer Tätigkeit als

Königin und den Herausforderungen,

die sie seit

ihrem 25. Lebensjahr als

Staatsoberhaupt erfolgreich

bewältigt hat.

PATRICK

TAYLOR

Englische

Gärten

Dorling

Kindersley

Verlag

Ein Reiseführer mit Schwerpunkt

auf Gärten und Parks

im Vereinigten Königreich

mit wunderschönen Fotografien,

Wissenswertem

über die Landschaftsgestalter

und die verschiedenen

Stile. Zudem gibt es einen

praktischen Überblick zu

den Öffnungszeiten und

Anfahrtswegen.

STAATS-

SYMBOLE

Flagge

Die britische Nationalflagge

wird traditionell ‚Union Jack‘

genannt. In der Flagge sind

die englische, die schottische

und die irische Flagge

miteinander vereint.

Wappen

Das britische Königswappen

ist gleichzeitig auch das

Staatswappen. Es wurde

1837 bei der Thronbesteigung

von Königin Victoria

eingeführt.

Hymne

Die Nationalhymne des Vereinigten

Königreichs ist ‚God

Save the Queen‘. Sie wurde

Anfang des 19. Jahrhunderts

eingeführt. Schottland,

Wales und Nordirland haben

eigene Landeshymnen.

Impression aus den

schottischen Highlands

bei Loch Shiel

SOCIETY 1_2014 | 35


GROSSBRITANNIEN

LÄNDERPORTRÄT

der unzähligen Naturschönheiten und bekannt

für seine entlegenen, oft mystischen

Orte. Eines der beliebtesten Ausflugsziele

ist etwa der magische Ort Stonehenge,

ein steinzeitliches Monumentalbauwerk

bestehend aus mehreren konzentrischen

Steinkreisen. Er liegt im mittleren Süden

Englands in der Grafschaft Wiltshire nahe

der Stadt Salisbury und versetzt bis heute

die Menschen in Staunen über seinen rätselhaften

Ursprung.

Die zerklüfteten Küstenlandschaften,

die Moore und zahlreichen Naturparks

Großbritanniens ziehen jedes Jahr Touristen

aus aller Welt an. Zu den bekanntesten

Naturgebieten zählt etwa der Lake

District, ein riesiger Nationalpark in der

Grafschaft Cumbria im Nordwesten Englands.

Die atemberaubend schöne Landschaft

wurde nicht umsonst von dem

bekannten Dichter William Wordsworth

als „schönster Fleck, den der Mensch je

fand“ beschrieben. In Wales findet man

beispielsweise den drittgrößten Nationalpark

des Landes, den Snowdonia National

Park, mit seinen Seen, Berggipfeln und

vierzig Kilometern ursprünglicher Küsten

und Strände.

Die schottischen Highlands sind eine

gebirgige Region ganz im Norden Großbritanniens.

Raue Natur, Seenlandschaften,

Schafe und Heidekraut sind charakteristisch

für dieses Gebiet. Hier befindet

sich auch der Ben Nevis, der mit 1344

Metern höchste Berg Großbritanniens.

Die Highlands sind bei Wanderern besonders

beliebt, aber auch bei jenen, die die

delikaten Whiskys der vielen kleinen und

großen Whisky-Brennereien Schottlands

zu schätzen wissen. Single Malts mit sehr

Blick auf den Ben Nevis in

den schottischen Highlands

JUBILÄEN BERÜHMTER

PERSÖNLICHKEITEN

• RUNDE GEBURTSTAGE 2014

• SIR WINSTON CHURCHILL (1874-1965),

britischer Staatsmann, von 1940-1945 und

von 1951-1955 Premierminister, Nobelpreis

für Literatur 1953

• SIR ALEC GUINNESS (1914-2000), britischer

Schauspieler, u.a. „Die Brücke am Kwai“

1957, „Lawrence von Arabien“ 1962, „Doktor

Schiwago“ 1965

• DYLAN THOMAS (1914-1953), walisischer

Schriftsteller; Hauptwerk: Under Milk Wood

• JANE GOODALL (1934), Verhaltensforscherin;

u.a. von Schimpansen in Tansania,

Gründerin des Artenschutzinstituts „Jane-

Goodall-Institut“

• JOHN CLEESE (1939), englischer Komiker,

Schauspieler, Drehbuchautor und Synchronsprecher,

u.a. „Monty Python’s Flying Circus“

1969-74, „Life of Brian“ 1979

• PRINCE EDWARD (1964), jüngster Sohn von

Queen Elizabeth II. und Prinz Philip

charaktervollem Geschmack werden hier

gebrannt.

Wer die Schönheit Nordirlands bewundern

möchte, sollte die berühmten Marble

Arch Caves besuchen, die 2004 von der

UNESCO zum Global Geopark ausgezeichnet

wurden. Zum UNESCO-Weltnaturerbe

zählt hingegen der Giant’s Causeway, an

der Küste Nordirlands gelegen, eine Ansammlung

von etwa 40.000 gleichmäßig geformten

Basaltsäulen, die der Sage nach ein

Riese gebaut hat. Sie sind vermutlich durch

die Abkühlung von heißer Lava entstanden.

Naturfreunde sollten sich die Sehenswürdigkeit

Eden Project auf keinen Fall

entgehen lassen. Der rund fünfzig Hektar

große botanische Garten liegt im schönen

Cornwall, im Süden von England und ist

das Zuhause des weltgrößten überdachten

Regenwaldes. Das Eden Project wird

von Vielen als das achte Weltwunder bezeichnet,

da es Kunst, Kultur und Wissenschaft

kombiniert.


Grossbritannien als

Sportnation

Fußball zählt zweifelsfrei zu den beliebtesten

Sportarten in Großbritannien. Als

Mutterland des Fußballs wartet das Land

gleich mit vier britischen Nationalmannschaften

auf. Weitere Top-Disziplinen sind

Cricket, DER Nationalsport im Sommer,

welcher in England entwickelt wurde, sowie

die populäre Sportart Rugby, aus der

später der American Football entstanden

ist. Das Land ist außerdem als eine der

wichtigsten Golfnationen bekannt.

36 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

LÄNDERPORTRÄT

GROSS-

BRITANNIEN

IM INTERNET

Rugby-Spiel

Botschaft des Vereinigten

Königreichs in Wien

www.gov.uk/government/

world/organisations/

british-embassy-vienna

Die offizielle Website der

Monarchie

www.royal.gov.uk

WISSEN

Großbritannien (engl. Great

Britain) ist die größte Insel

Europas, die politisch die

Territorien England, Schottland

und Wales umfasst.

Nordirland auf der irischen

Insel gehört geografisch

betrachtet nicht dazu.

Das Vereinigte Königreich

Großbritannien und Nordirland

(engl. United Kingdom)

ist der offizielle Name des

Staates, der der Kürze wegen

oft nur als Großbritannien

bezeichnet wird.

Fotos: VisitBritain / Joe Cornish, VisitBritain/ Steve Bardens


Kulinarik auf hohem Niveau

Lange Zeit war Großbritannien für sein

schlechtes Essen bekannt, doch das hat sich zum

Glück geändert. Die britische Küche wurde in den

letzten Jahren revolutioniert. Mittlerweile gibt es

eine Reihe von Top-Restaurants, die sich nicht zu

verstecken brauchen. Alleine in London kann man

zwischen 8000 Lokalen wählen. Dabei hat das

Land weit mehr zu bieten als blutige Steaks und

fettiges Fast Food. Die britische Küche von heute

versteht es, Tradition und Moderne zu verbinden,

wobei viele ausländische Einflüsse wie z.B. aus Italien

und Asien aufgenommen werden. Berühmte

britische Sterne-Köche wie Jamie Oliver beweisen,

dass sich das Land in puncto Kulinarik stark gewandelt

hat.

Typisch für Großbritannien ist aber nach wie

vor das „full breakfast“, das mindestens aus ge-

FACTS IN

BRIEF

Ländername: Vereinigtes

Königreich Großbritannien

und Nordirland; United

Kingdom of Great Britain

and Northern Ireland

Einwohner: 63,2 Mio.

Fläche: 242.910 km 2

Klima: gemäßigte Klimazone,

vom Golfstrom

beeinflusst

Lage: Inselstaat in Westeuropa;

im Atlantischen Ozean

Hauptstadt: London

Bevölkerung: 80 % Engländer,

10% Schotten, Nordiren

4%, Waliser 2%, Ausländeranteil

7,6%

Sprache: Englisch, anerkannte

Minderheitensprachen:

Walisisch, Irisch,

Schottisch-Gälisch, Schottisch,

Ulster-Schottisch,

Manx-Gälisch, Kornisch

Währung: 1 Pfund Sterling =

100 Pence,

1 Euro= Circa 0,8 GBP

Nationalfeiertag: 2.

Samstag im Juni (Queen’s

Birthday)

Staatsform: keine geschriebene

Verfassung, Gesetze

mit Verfassungscharakter —

Konstitutionelle Monarchie

— Parlament

Staatsoberhaupt und Regierung:

Königin Elizabeth

II., seit 1952, gekrönt 1953;

Regierungschef David

Cameron (2010), Außenminister

William Hague (2010)

Organisationen: UN, UNO,

EU, NATO, OECD, OSZE,

Weltbank, IWF, G8

bratenem Speck, kleinen Würstchen, Spiegeleiern

und warmen Bohnen in Tomatensoße besteht.

Eine weitere landestypische Spezialität ist das

englische Nationalgericht Fish and Chips, ein im

Backteig fritiertes Fischfilet, das zusammen mit

Pommes frites serviert wird. Die englische Küche

ist außerdem legendär für ihre köstlichen Desserts

wie z. B. Yorkshire Pudding, Crumbles (verschiedene

Früchte, die mit Streuseln belegt im

Ofen gebacken werden) und Trifle (ein mit Sherry

getränkter Auflauf aus mehreren Schichten

Früchten und Schlagobers). Zum traditionellen

Sonntagsessen werden Schweine-, Rinder- oder

Lammbraten serviert.

In Schottland findet man kulinarische Besonderheiten

wie Haggis (Schafsmagen, der mit Herz,

Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und

Hafermehl gefüllt wird), Black Pudding (Blutwurst

mit Hafer) und Porridge (süßsalziger Haferbrei).


Britische Traditionen

Neben dem oft derben, schwarzen Humor sind

Pubs in der britischen Kultur nicht wegzudenken.

Typisch dafür ist die heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre,

in der Menschen aus allen Schichten

zusammensitzen, trinken und plaudern. Neben

Bier werden hier gerne deftige und bodenständige

Speisen serviert. Ein wenig im Schwinden begriffen

ist die britische Teekultur, die schon längst

nicht mehr so zelebriert wird wie in früheren Zeiten,

als feines Porzellan dabei ebenso wenig fehlen

durfte wie das Wissen um die Etikette, welche mit

dem Teetrinken verbunden ist. Mittlerweile sind

Früchte- und Kräutertees stark im Kommen, und

die allgemeine Begeisterung für alle möglichen

Arten von Espresso hat auch vor dem Vereinigten

Königreich nicht halt gemacht.


SOCIETY 1_2014 | 37


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

H.E. Susan le Jeune

d‘Allegeershecque and

her husband Stéphane

enjoy a cup of tea

“Win-win” policies

for a better future

H.E. Ambassador Susan le Jeune d’Allegeershecque talks

about the reform of the EU, the role of social media in

diplomacy and the importance of low carbon economy.

Interview: Gertrud Tauchhammer

38 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

el to Austria get the support they need

when they are in trouble. Thirdly, I work

with the Trade and Investment team to

strengthen business links between Great

Britain and Austria and to encourage Austrian

investment in the UK.

The second part of my job is multilateral.

As the UK Permanent Representative to

the United Nations in Vienna, I represent

the UK at the various agencies here, most

importantly the IAEA and the UNODC.

This area of my work is very different from

the bilateral side. Recent positive developments

on the Iran nuclear dossier and the

talks here in Vienna mean that my schedule

has been very busy in recent months.

Concerning the EU, how likely is the

withdrawal of Britain from the EU and

what would it mean for both Britain and

Europe?

Our focus is to work with European

partners on reforming the European Un-

»The UK is better off in the

EU and the EU is better

off with the UK in it.

«

Susan le Jeune

d’Allegeershecque

Fotos: SOCIETY/Prochnow

You have been Ambassador

to Austria for nearly

two years. What were the

highlights so far?

I have very much enjoyed

my time in Austria

so far. We have been made to feel very welcome.

We love walking in the countryside

and in the city and we are always happy to

stop for a drink at one of Vienna’s beautiful

cafés. It’s a great country to work in

even though there are some obvious differences

to the UK.

The most recent highlight was obviously

Conchita Wurst’s impressive Eurovision

win. We had a viewing party at the Embassy

and were celebrating with our Austrian

friends. Trips to Bregenz, Innsbruck

and Graz have shown us another side of

the country.

Two things I don’t like are the rather

liberal attitude to smoking in public places,

and Mozartkugeln.

What are your main tasks as Ambassador

to Austria? How are the bilateral

relations between the two states?

I actually have two jobs here in Vienna.

As Ambassador to Austria my focus is on

developing a strong network of contacts

and seeking opportunities for our two

countries to work together on a broad

range of current issues, for example energy

security or the Western Balkans.

Besides that, we make sure that British

nationals who live in Austria or trav-

ion. In January last year, the Prime Minister

gave a speech making a powerful case

for a more competitive, flexible, open and

democratically accountable EU – for the

benefit of the whole of Europe, not just

the UK. Across the whole EU, polls show

that a growing number of citizens feel disconnected

from the EU. This is a fact that

we cannot and should not ignore. The

surge of support for Anti-EU and far right

parties in the recent European elections is

a warning sign that something is clearly

out of balance and that we have to work

together to get that balance right. We

need to build understanding and work together

with countries who share many of

the same concerns and priorities. Austria

is one of those countries. It is true


SOCIETY 1_2014 | 39


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

H.E. Susan le Jeune

d‘Allegeershecque and her

husband Stéphane in the

living room of the residence


that in his capacity as leader of the Conservative

Party, David Cameron has promised to hold

a referendum on the UK’s EU membership if his

party wins a majority in the next general election.

But he has also said that, should there be a Referendum,

he would campaign for the UK to stay in.

As an Embassy we are committed to working on a

successful future for the EU. It is very clear to me

that the UK is better off in the EU and that the EU

is better off with the UK in it.

Having been a member of HM Diplomatic Service

for almost thirty years, what would you say

are your most important experiences? In which

way has diplomacy changed?

I would say that being a diplomat has certainly

become more demanding. For us, economic and

commercial diplomacy are now at the heart of

what we do. New technologies and the rise of social

media mean that our work is more transparent

than it used to be. While this is a magnificent opportunity

to reach new audiences, engage younger

people and to influence stakeholders in all corners

of the world, it also means that we are under much

more scrutiny and diplomatic slip ups are just a

couple of retweets away from global attention.

This is why, somewhat paradoxically, being a

successful diplomat still comes down to the key

diplomatic skills of mastering languages, effective

networking, getting under the skin of your host

country and being good at negotiating. The Foreign

Office has recognized this and has recently reopened

CURRICULUM

VITAE

.E. Susan le Jeune

d’Allegeershecque

Hjoined HM Diplomatic

Service in 1985. During her

career she was appointed

Economic, Commercial and

Press Officer of the British

High Commission in Singapore

(1992-95), Head of

the Personnel Management

Department at the Foreign

& Commonwealth Office

(1995-99), Deputy Head of

Mission at the British Embassy

in Caracas (1999-2002)

and in Bogota (2002-05),

Consul General at the British

Embassy in Washington D.C.

(2005-07) and Director of

Human Resources at the

Foreign & Commonwealth

Office. Since September

2012 she has been Ambassador

to Austria and UK Permanent

Representative to

UN and other International

Organisations in Vienna. She

is married to Stéphane, and

they have two sons.

its language school and soon will open a new Diplomatic

Academy to build the skills of all our staff.

One thing that I think is very positive is that

we have witnessed a steady rise of women in diplomacy.

At diplomatic functions in Vienna, there

are still only a handful of female Ambassadors

but I do notice that it’s getting better. The Foreign

Office has been successful in promoting women

in senior positions although there still is a lot of

work to be done. I spend a lot of time encouraging

younger female colleagues to be ambitious.

We will only know in late September, but what

would be the consequences of Scotland choosing

independence from Britain?

The UK is one of the most successful and longstanding

political, social and economic unions

in history, with a record of shared achievements

across all the regions and countries that make

up the UK. These close ties and shared history

mean the UK can project significant influence in

the world and face global challenges and risk by

pooling our talents and resources. But we are also

committed to the values of democracy and rule

by consent, and to handling debates over governance

and national identity through open debate

and the free expression of popular will, even if

that involves difficult choices and uncomfortable

debate. This September there will be a clear

choice in Scotland: partnership within the UK or

separation from it. I believe there is a very positive

case for the United Kingdom to stay together. The

Fotos: SOCIETY/Prochnow

40 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

Government’s message is very clear: We are better

together than we would ever be apart.

Britain and Austria have very strong business

relations. What can be improved?

Britain is the sixth largest economy in the world

and its open and business-orientated attitude is a

magnet for overseas companies. The UK attracts

more inward investment than anywhere else in Europe.

Our economic outreach in Austria is focussed

on generating direct investment to the UK and

stimulating exports by UK companies to Austria. We

have seen good growth in the sectors of medical and

photo equipment, and optics. One particular area

of strength for the UK is high precision engineering

where we are working on even closer ties with Austria.

But there is still much more to be done in driving

a true export-led recovery in the UK.

We are also active in promoting the role of the

City of London as a global financial Hub and catalyst

for growth not only in the UK but in the whole

of Europe.

One of the keywords of future economics is

“low carbon economy”. What does Britain want

to achieve?

As we emerge from the economic crisis people

look to political leaders to build resilient economies,

in which future risks are properly managed.

A return to a high-carbon growth path will not

meet this need. If we do not take action urgently,

climate change could have far greater economic

impacts than the financial crisis. This is something

where the whole international community must

take urgent action. A real economic recovery must

therefore be a low carbon recovery. We want to be

less vulnerable to fossil fuel price shocks and energy

imports and to have greater energy security.

We believe that the growth of the low carbon economy

will be a source of employment and innovation.

We want to work with our partners in Austria

and elsewhere to seek “win-win” policies that both

stimulate short-term demand and set us on a path

to cleaner, safer and more sustainable growth in

future. We owe it to future generations to act now.

»Diplomatic

slip ups are

just a couple of

retweets away

from global

attention.

«

We have also been very active on the cultural

side. Last autumn, the Kunsthistorisches Museum

hosted the first ever Lucian Freud exhibition in Vienna

which was a tremendous success with more

than 250,000 visitors. Freud was not only one of

our most famous contemporary British artists

but also the grandson of Sigmund Freud. We also

celebrated Benjamin Britten’s 100th birthday last

year with a concert by the BBC Philharmonic Orchestra

and this year, the English speaking theatre

celebrates Shakespeare’s 450th birthday with

a fantastic production of “Much Ado About Nothing”.

Finally, you can see a wonderful exhibition

by ceramic artist Edmund de Waal in the Theseus

Temple in Volksgarten.

I think this really shows that Britain, just like

Austria, is home to one of the most exciting and

thriving cultural scenes in the world. •

Could you name a few current activities between

the UK and Austria in the cultural and

economic spheres?

EOur trade and investment team has had a very

successful year. We are very proud of the commercial

successes that UK companies enjoy in Austria,

for example luxury car manufacturers Jaguar

Land Rover and Bentley, or Rexam who manufacture

all the cans for Red Bull. Overall British companies

employ around 10,000 Austrians.

We hosted a “Taste of Britain” trade fair at the

Residence and as a result many exciting new British

food products are now available in Austrian shops.

We are pleased that British airline Jet 2 recently

launched a new direct link to Manchester from Vienna

which will not only boost tourism but we hope

also serve to create new business opportunities.

SOCIETY 1_2014 | 41


GROSSBRITANNIEN

BOTSCHAFT

Britische

Residenz

in Wien

1875 eröffnet und

– mit Ausnahme

kriegsbedingter

Unterbrechungen –

durchgehend als Residenz

des Botschafters

genutzt, ist die

Britische Residenz

ein Juwel unter den

Wiener Botschaftsgebäuden.

Das Stiegenhaus der Britischen

Residenz

Die Britische Residenz ist

die offizielle Residenz

des Botschafters der

Queen in Österreich. Sie

wurde 1875 in Wien als

Britische Botschaft eröffnet

und ist das früheste speziell als Britische

Botschaft errichtete Gebäude, das

heute noch immer als Britische Residenz

genutzt wird. Heute ist sie nicht nur die

Wohnung des Botschafters, sondern wird

auch für offizielle Empfänge, Seminare

und Ausstellungen verwendet.


Architektur

Das Gebäude wurde vom Architekten

Viktor Rumpelmayer entworfen, der später

die neogotische Anglikanische Kirche

Christ Church in der Jauresgasse baute. Die

Fassade der Residenz ist im klassischen Stil

gehalten, wenn auch viel zurückhaltender

als die der meisten zeitgenössischen

Wiener Bauten. Das Interieur ist ähnlich

schlicht gehalten, auch wenn es oftmals als

Wiener Rokoko beschrieben wird. Durch

Fotos: SOCIETY/Prochnow

42 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

BOTSCHAFT

die seitlich angelegten Eingangstüren gelangte

man ursprünglich in den Hof und

zu den Stallungen – heute in den Garten.


Geschichte

Die britische Residenz geht auf die

Bemühungen von Sir Andrew Buchanan

zurück, der 1871 als Botschafter am österreichischen

Hof akkreditiert wurde. Nachdem

die damals bestehende Residenz

verkauft werden sollte, konnte er das

britische Außenministerium dazu überreden,

Baugrund auf dem Anwesen des

Palais Metternich, der heutigen Botschaft

von Italien, zu erstehen. Dort wurde um

275 000 Florin ein neues Haus erbaut.

Nach Auflösung der Österreich-Ungarischen

Monarchie wurde die Botschaft zu

einer Gesandtschaft degradiert. Das Tafelsilber

wurde 1921 in die britische Botschaft

in Brüssel transferiert und erst in den

1950er Jahren wieder nach Wien gebracht.

Die Originaleinrichtung ist leider nicht

erhalten. Nach dem Anschluss 1938 wurde

das Haus an den Nationalsozialistischen

Fliegerbund verkauft und nach dem Krieg

wurde es von der britischen Regierung für

den Preis aus dem Jahr 1938 zurückerstanden.

Es war durch Bombenangriffe und

Vernachlässigung schwer beschädigt und

wurde mit viel Liebe als Botschaftsresidenz

wiederhergestellt. Das Büro des Botschafters

wurde bis 1989 ausgelagert, bis ein

eigenes Gebäude dafür auf dem Grund der

Residenz erbaut wurde.

Blick vom Garten auf die

Residenz


Kunstsammlung

Die meisten Bilder in der britischen Residenz

gehören der Government Art Collection

in London. Einige sind von besonderem

historischem Wert in Zusammenhang

mit den Britisch-Österreichischen Beziehungen

wie etwa Jonathan Richardsons

Porträt des dritten Earl Hyndford,

Botschafter in Wien von 1752-64 und das

Portrait von Kaiser Franz Joseph von Kazimierz

Pochwalski. Dieses wurde Sir Horace

Rumbold anlässlich seiner Pensionierung

als Botschafter im Jahr 1900 vom Kaiser

selbst geschenkt. Es ist das einzige Bildnis

Franz Josephs, auf dem er die Schärpe des

Hosenbandordens trägt, die ihm von Königin

Viktoria verliehen worden war. •

Ein Bild von Queen Elizabeth II.

SOCIETY 1_2014 | 43


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

Stichwort EU-Austritt: Woran

macht sich die EU-Skepsis

Großbritanniens vor allem

fest? Wie wahrscheinlich ist

ein EU-Austritt in einigen

Jahren?

Die Vorstellung der Souveränität des

britischen Parlaments spielt in Großbritannien

eine vorrangige Rolle. Eine Mehrheit

der Bevölkerung spricht sich gegen

eine „ever closer political union“ aus.

Die EU solle sich auf die Vollendung des

Binnenmarktes zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit,

auf eine vernünftige

Neuregelung der Kompetenzverteilung

zwischen europäischen und nationalen

Institutionen und auf mehr demokratische

Legitimität konzentrieren. Für den

Fall eines Wahlsieges der Konservativen

bei den Parlamentswahlen im Mai 2015

verspricht Premierminister David Cameron

eine Neuverhandlung des britischen

Verhältnisses zur EU, über dessen Ergebnis

er dann spätestens 2017 eine Volksabstimmung

durchführen lassen werde.

Mit der Tatsache, dass EU-Fragen fast ausschließlich

nach innenpolitischen Überlegungen

behandelt werden, stellt Großbritannien

heute keine Ausnahme dar. Und

selbst die konstant starke Europaskepsis

einer Mehrheit der Bevölkerung und der

Boulevardmedien ist auch in manchen

anderen EU-Staaten festzustellen. Was

Großbritannien zum Sonderfall macht,

ist die britische Überzeugung, dass man

auf Grund seiner ehemaligen Weltmachtstellung

und der Stärke des Londoner Finanzplatzes

über potentielle Alternativen

zur verstärkten Integration in Europa

verfügt – „special relationship“ mit den

Vereinigten Staaten. Allerdings denken

und handeln Briten in erster Linie pragmatisch

und das macht einen EU-Austritt

sehr unwahrscheinlich.

Stichwort Schottland: Was steckt hinter

dem Wunsch nach Unabhängigkeit?

Schottland ist seit mehr als dreihundert

Jahren ein Bestandteil Großbritanniens,

verfügt aber über eine noch weit längere

Tradition kultureller und politischer Eigenständigkeit.

In den letzten Jahrzehnten

hat die schottische Kritik an der Tatsache,

von London aus zentralistisch regiert zu

werden, dazu geführt, dass die schottische

Nationalpartei SNP zur stärksten Partei

in Schottland wurde und dass Schottland

eine Regionalautonomie mit eigenem Parlament

in Edinburgh erhielt. Im September

wird die schottische Bevölkerung in

einer Volksabstimmung über die volle Unabhängigkeit

abstimmen. Laut Meinungs-

Sonderfall

Großbritannien

Der österreichische Botschafter in London,

Emil Brix, im SOCIETY-Interview über die

EU-Skepsis der Briten, die politische Eigenständigkeit

der Schotten und die ehrgeizigen

Klimaschutzziele Großbritanniens.

Interview: SOCIETY

Fotos: Privat, BMEIA

44 | SOCIET 1_2014


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

umfragen gibt es zumindest derzeit keine Mehrheit

für die Unabhängigkeit, aber erst die nächsten

Monate eines zunehmend intensiver werdenden

Wahlkampfes werden über den Ausgang des Referendums

entscheiden. Es kann nicht ausgeschlossen

werden, dass derzeit vor unseren Augen auf direktdemokratische

Weise ein neuer Staat entsteht.

Welche Ziele hat sich Großbritannien mit der

so genannten „Low Carbon Economy“ gesteckt?

Die britische Politik und Wirtschaft beschäftigen

sich intensiv mit den Gefahren eines Klimawandels.

Die Energie- und Wirtschaftspolitik arbeitet

ambitioniert an der Erreichung der internationalen

Klimaschutzziele und verbindet dies mit Anreizen

für innovative Methoden, um den Kohlenstoffausstoß

der Industrie zu reduzieren. Großbritannien

möchte im Bereich der „low carbon economy“ zu

einem Innovationsführer werden. Energiepolitisch

gibt es Unterschiede zu einigen zentralen österreichischen

Positionen. Großbritannien überlegt den

Ausbau der Kernkraftnutzung und spricht sich

in den Verhandlungen um gemeinsame EU-Ziele

gegen national verbindliche Ziele für den Anteil

erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieproduktion

aus.

Wie verlaufen die bilateralen Beziehungen

zwischen Österreich und Großbritannien?

Die bilateralen Beziehungen sind auf allen

Gebieten freundschaftlich und eng. Schon auf

Grund der Mitgliedschaft in der EU besteht in

allen wesentlichen Politikfeldern sowohl auf

politischer als auch auf Arbeitsebene ein guter

Kontakt. Ein erster Arbeitsbesuch in London des

neuen österreichischen Außenministers Sebastian

Kurz wird derzeit vorbereitet. Wirtschaftlich

zählt Großbritannien zu den größten österreichischen

Exportmärkten und die Tendenz ist weiter

steigend. Dies gilt besonders im Bereich der Umwelttechnologien.

Britische Urlauber schätzen

Österreich als familienfreundliche Urlaubsdestination

und als Land mit reicher Kultur. Kulturell

bestehen seit langem die engsten Beziehungen. So

wird das Edinburgh Festival in diesem Sommer

im Hauptprogramm Thomas Bernhards „Minetti“

zeigen. Einen Nachholbedarf sehe ich eigentlich

nur im Bereich der Wissenschaftskooperation

und der Studentenmobilität. Es gibt hier noch viel

Potential für gezielte Aktivitäten österreichischer

Universitäten.


Das Botschaftsgebäude

Das prachtvolle Haus in 18, Belgrave Square

London ist das einzige Botschaftsgebäude, welches

der österreichischen Diplomatie im Ausland aus

k. u. k. Zeiten erhalten geblieben ist. Das Palais war

vom Architekten George Basevi in der Zeit von 1814

bis 1825 errichtet worden. Von 1866 bis 1892 wurde

das Haus von der k. u. k. Diplomatie jeweils auf wenige

Jahre gemietet, im Jahr 1892 wurde die lease

abgekauft.

»Es gibt die

britische Überzeugung,

dass

man über

Alternativen

zur Integration

in Europa verfügt.

«

Emil Brix

CURRICULUM

VITAE

r. Emil Brix ist 1956 in

Wien geboren. Er stu-

Geschichte und Ddierte

Anglistik an der Universität

Wien. Seit 1982 ist er im

Österreichischen Diplomatischen

Dienst tätig. Er war

in den 1980er Jahren u. a.

Klubsekretär im Parlamentsklub

der Österreichischen

Volkspartei und Leiter des

Ministerbüros im Bundesministerium

für Wissenschaft

und Forschung. Von 1990

bis 1995 war er Generalkonsul

in Krakau/Polen, danach

vier Jahre Direktor des

Österreichischen Kulturinstitutes

in London. Von

2000 bis 2002 leitete er

die Abteilung „Allgemeine

Programmplanung Auslandskultur“

im Außenministerium.

Die folgenden acht

Jahre war er als Botschafter

Leiter der Kulturpolitischen

Sektion. Seit April 2010 ist

er Botschafter im Vereinigten

Königreich Großbritannien

und Nordirland. Emil Brix

ist Autor zahlreicher Bücher

und Artikel zur österreichischen

und europäischen

Geschichte des 19. und 20.

Jahrhunderts. Er ist stellvertretender

Vorsitzender des

Instituts für den Donauraum

und Mitteleuropa und

Mitglied des Präsidiums der

Österreichischen Forschungsgemeinschaft.

Botschafter Emil Brix ist auf

Twitter aktiv unter

twitter.com/Amb_EmilBrix

Im Ersten Weltkrieg übernahmen zuerst die USA

und ab 1917 Schweden den Schutz der k. u. k. Interessen.

Die Gesandtschaft der Republik Österreich

nahm am 18. August 1920 ihren Dienstbetrieb auf,

erster Gesandter wurde Georg Franckenstein. Die

ungarischen Ansprüche auf den Anteil der Mietrechte

am Palais wurden erst 1934 geregelt.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche

Reich 1938 wurde das Gesandtschaftspalais

von der Botschaft des Deutschen Reiches übernommen,

die darin die Konsularabteilung errichtete.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges

übernahm die Schweizer Gesandtschaft die Schutzmachtfunktion

über das Gebäude. In der Nacht

vom 30. September auf den 1. Oktober 1940 wurde

das Gebäude von zwei Bomben getroffen.

Erst am 29. September 1948 kehrte das schwer

beschädigte Gebäude, das zu der Zeit unter der Verwaltung

des britischen Ministry of Works stand, in

österreichische Hände zurück. Am 29. November

1948 wurde eine neue lease für 86 Jahre bis zum

Jahr 2034 abgeschlossen. Am 30. Januar 1952 wurde

Lothar Wimmer als erster Botschafter seit 37

Jahren angelobt. Vor Übernahme des EU-Vorsitzes

durch Österreich im Jahr 1998 wurde die dringend

notwendig gewordene Renovierung des Bürotraktes

zu einem hellen, modernen Bürogebäude unternommen.

Aus: Rudolf Agstner, Von Chandos House zum

Belgrave Square; Österreichs Botschaft in London 1815-

1997; Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs

(Sonderdruck)


Das österreichische Botschaftsgebäude am

Belgrave Square in London

SOCIETY 1_2014 | 45


GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

Connecting

People

The British Council

has a long tradition

of bringing the

culture of the UK

to the world. In the

interview for

SOCIETY director

Martin Gilbert

spoke about the

British Council’s

involvement in

Austria.

Interview: Tanja Tauchhammer

For how long have you been

director of the British Council

in Austria?

I have been Director of

the British Council in Austria

since 2011. I took up this

position from David Alderdice who transferred

to another British Council appointment.

What is the main focus of your work

as director?

We are a cultural relations organization

and in Austria our focus is primarily on

English, English language examinations

(Aptis, Cambridge and IELTS) and Study in

the UK. Our role is to support the promotion

of UK English, Education and the Arts

in Austria. We work closely with the British

Embassy and UKTI. We support selected

projects in the Arts such as the Contemporary

Talks series at the Kunsthistorisches

Museum Wien. Two recent highlights have

been the talk by Edmund de Waal – well

known for his book The Hare with Amber

46 | SOCIET 1_2014


»We work in

partnership with

Austrian organizations

to ensure

there is significant

benefit to the UK

and to Austria.

«

Martin Gilbert

Eyes – and a talk on stolen art by the Director of the

National Portrait Gallery Sandy Nairne.

How do you encourage Austrians to engage

with the British Council?

It really depends on the local context as to how

we operate. In Austria we carry out our cultural relations

work in two ways – face to face and digitally.

Many readers of Society Magazine will be familiar

with our work in other countries they have been

posted to. We work globally and are present in over

100 countries throughout the world. Every day we

connect with thousands of people and connect

them with the UK. Our office in Austria is relatively

small with 12 staff working on local and regional

programmes.

We generally work in partnership with Austrian

organizations to ensure there is significant benefit

to the UK and to Austria. An example of this is a

current project we have with the Austrian Public

Employment Service, the AMS, to deliver 12,000 Aptis

English language examinations to Austrians in

reemployment programmes in Vienna.

The face to face element of our work is carried

out at education fairs, in workshops and through

our very successful language examinations programme

as well as at events we are involved in.

1500 people visited our stand at the BEST fair and

about 200 attended a talk on studying in the UK.

It is unusual for customers to come to our office

as most of our information and services are online.

Now we come to the digital side – this is how

we regularly engage with thousands of young

Austrians. Information on our services and activities

is regularly posted on our website and on our

very well visited Facebook page.We reach English

teachers and pupils at over 3000 schools through a

strong partnership with “Lernen mit System”, one

of the main educational digital portals in Austria

LMS.at. Our contract with them allows them to

access and use the extensive, high quality British

Council English and Study UK materials.

CURRICULUM

VITAE

artin Gilbert was

appointed Director

Mof the British Council

in Austria in June 2011,

replacing David Alderdice

who transferred to another

British Council appointment.

Martin Gilbert joined

the British Council in 1993.

He has worked in a wide

range of roles in the British

Council in Austria and has a

special interest in all aspects

of the English language –

teaching, testing and translation.

He has completed a

Masters in Education and

English Language Teaching

from the University of Manchester,

a Bachelor of Arts

in German and English Literature

from the University

of Canterbury, a Diploma in

Tourism from the Economics

University of Vienna and

a Certificate in Marketing

from the UK Chartered Institute

of Marketing.

Martin worked in finance

and tourism before joining

the British Council.

INFO

British Council

Austria

Siebensterngasse 21,

1070 Vienna

Tel: +43-(0)1-533 26 16 77

exams@britishcouncil.at

www.britishcouncil.at

www.facebook.com/British-

CouncilAustria

GROSSBRITANNIEN

INTERVIEW

Do you also have guests from the field of

diplomacy visiting your events?

Guests from the field of diplomacy are regularly

at Arts events we are involved in. In addition

their children often take our Cambridge or IELTS

language exams. So we support the young and the

less young through our programmes!

Are there any plans or special events celebrating

450 years of William Shakespeare?

We will certainly be celebrating Shakespeare’s

450th birthday both here and of course hugely in

the UK. We are currently working on these events

and they will be posted on our Facebook and website

in due course.


History of the British Council

Discussions in the 1920s and the early 1930s

led to the setting up of a British Committee for

Relations with Other Countries in 1934, renamed

‚British Council‘ in 1935. Working at first through

British Embassies and High Commissions, the

British Council set up its first overseas operations

in Egypt and Portugal in 1938. In the same year,

the organisation took over the responsibility for

the British Pavilion at the Venice Biennale.

The founding Royal Charter outlined its mission

as ‘promoting abroad a wider appreciation of

British culture and civilisation [by] encouraging

cultural, educational and other interchanges between

the United Kingdom and elsewhere’.

This mission is the same today, and it is as relevant

now it was back in 1934. Communication has

never been easier, yet understanding between people

and cultures is as fragile as ever. The British

Council welcomes the fact that many other countries

also engage in this type of work these days.

The British Council has expanded to run over

200 offices in more than 100 countries around the

world and played its part in some of the challenges

and innovations of the 21st century with the

introduction on various programmes. •

»We support

the young and

the less young

through our

programmes.

«

Martin Gilbert

SOCIETY 1_2014 | 47


GROSSBRITANNIEN

SHAKESPEARE

450 Jahre Willia

Der berühmteste Theaterschriftsteller Englands feiert dieses Jahr

seinen 450. Geburtstag. William Shakespeare, der Schöpfer von

unsterblichen Stücken wie „Romeo und Julia“ oder „Hamlet“,

wurde am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon geboren. Dieser

Jahrestag wird mit Veranstaltungen auf der ganzen Welt gefeiert.

Text: SOCIETY

Den Auftakt macht Shakespeares

Heimatort Stratford-upon-Avon

mit einer

Parade am 26. April.

Bereits seit 200 Jahren

werden im Geburtsort

des Dramatikers Feiern anlässlich seines

Jahrestages veranstaltet. Mehr als 1000

Teilnehmer werden bei der Parade erwartet,

darunter internationale Diplomaten

und Staatsträger. Straßenkünstler werden

die Elisabethanische Stadt beleben und

in einer feierlichen Prozession werden

Blumen auf das Grab des Künstlers in der

Holy Trinity Church gelegt. Beim traditionellen

Shakespeare Birthday Luncheon

werden prominente Gäste den Barden in

Ansprachen ehren. Für Unterhaltung sorgen

die Mitglieder der Royal Shakespeare

Company mit Musik und Staßenkunst, Geschichtenerzähler

und Führungen durch

die Häuser des Künstlers.


The Royal Shakespeare

Company

Die traditionsreiche Royal Shakespeare

Company ehrt den Schriftsteller von 23.

April 2014 bis zum 400. Jahrestag seines Todes

am 23. April 2016. In diesem Zeitraum

zeigt die Company Theaterstücke im Royal

Shakespeare Theatre in Stratford-upon-

Avon, dem Barbican in London, im Theatre

Royal in Newcastle upon Tyne. Im Rahmen

48 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

SHAKESPEARE

»Es gibt noch keine Kunst,

die innerste Gestalt

des Herzens im Gesicht zu

lesen.

«

William

Shakespeare

aus „Macbeth“, in der Übersetzung von

Friedrich Schiller

m Shakespeare

Fotos: ©VisitBritain / Britain on View; Fotolia/csakistiphoto

Schutz vor Sandstürmen in den

Wüstenschlössern der Berber

einer nationalen und internationalen Tournee werden

unter anderem „The Two Gentlemen of Verona“

sowie drei weitere Jakobinische Thriller aus der

Zeit aufgeführt. Das Projekt Dream 16 führt „Ein

Mittsommernachtstraum“ in ganz Großbritannien

auf. Bei jeder Aufführung werden lokale Amateurschauspieler

und Kinder eingeladen mitzuwirken.

Für Shakespeare-Liebhaber aus aller Welt werden

Aufführungen der Royal Shakespeare Company in

Theater auf der ganzen Welt übertragen.


Sam Wanamaker Playhouse

Mit der Eröffnung einer neuen Indoor-Spielstätte

im Jänner 2014 feiert das neue Sam Wanamaker

Theatre den 450.Geburtstag des Schriftstellers.

Das Gebäude wurde nach wiederentdeckten

Originalplänen aus der Zeit Shakespeares erbaut.

Diese wurden in den 1960er Jahren zufällig in

einer Bibliothek in Oxford gefunden, wo sie aus

einem alten Buch herausfielen. Die Entwürfe werden

John Webb, einem Schüler von Inigo Jones

zugesprochen. Das Haus neben dem Globe Theatre

ist aus Eiche gebaut und bietet mit seinen

450 Sitzplätzen und Kerzenscheinbeleuchtung

INFO

WILLIAM

SHAKESPEARE

www.stratford-upon-avon.

co.uk/

www.shakespearesglobe.

com

sonnetprojectnyc.com

einen intimen Rahmen für die Aufführung Shakespeares‘

Werke. Sofort wird der Zuschauer in das

Jakobinische Zeitalter transportiert.


The Sonnet Project

Von der kerzenbeleucheter Vergangenheit in

digitale Zukunft transportiert „The Sonnet Project“.

Die Künstlerinitiative aus New York sucht

einen neuen Zugang zum Schaffen des britischen

Dramatikers. Das ambitionierte Projekt nahm

sich zum Ziel Shakespeare in die unsere Zeit zu

übersetzen und so für ein jüngeres Publikum aktuell

zu machen. Hierfür werden alle 154 Sonette

von Shakespeare in 154 Orten in New York von

unterschiedlichen Schauspielern und Regisseuren

verfilmt. Deadline des ehrgeizigen Unternehmens

war der Geburtstag des Barden, zu diesem Zeitpunkt

sollten alle 154 Filme auf der Website sonnetprojectnyc.com

und auf youtube veröffentlicht

sein. Es hat sich aber herausgestellt, dass dieses

Ziel nicht eingehalten wird sondern das Projekt

noch viel weiter gehen wird. Mit eigener Handy-

App sind Shakespeares Sonette eindeutig im digitalen

Zeitalter angekommen.


SOCIETY 1_2014 | 49


Europas erste

englischsprachige Bühne

In der Josefstadt befindet sich die älteste englischsprachige

Bühne Europas, das Vienna’s English Theatre. Seit 51 Jahren

unterhält das Haus mit Klassikern und Uraufführungen sein

Publikum. SOCIETY hat mit der charmanten Theaterdirektorin

Julia Schafranek gesprochen.

Interview: Tanja Tauchhammer

Wie waren die

Anfänge des

Vienna’s English

Theatre?

Anfänglich

wollten meine

Eltern englischsprachiges Theater für Touristen

machen. Im Sommer haben sie in

kleinen gemieteten Räumen gespielt und

im Herbst den Schulen ihre Vorstellungen

in Englisch angeboten. Die große Überraschung

für sie war, dass so viele Wiener

an englischsprachigem Theater interessiert

waren. Neunzig Prozent unseres Publikums

sind Österreicher.

Wie kam es dazu, dass Sie das Theater

übernommen haben?

Ich wollte bereits als Teenager das Theater

übernehmen, doch mein Vater warnte

mich davor. Er meinte, es sei egal, wie

gut du bist, du bist immer abhängig von

Subventionen und der Willkür anderer.

Ich hab mich fast davon abbringen lassen,

seine Nachfolge anzutreten, doch dann

ist er unerwartet verstorben und meine

Mutter war mit Krebs im Krankenhaus.

Ich hatte gerade mit 23 Jahren meine erste

Tochter bekommen und doch musste

ich nicht lange überlegen. Ich bin schließlich

im Theater aufgewachsen und diese

Umgebung war nicht neu für mich. Am

schwierigsten fiel mir am Anfang die Personalführung,

von den Mitarbeitern ernst

genommen zu werden. Sich den Respekt

zu erarbeiten in dem Alter war schon

schwierig. Meine Mutter hat noch sechs

Jahre gelebt und ich konnte mich langsam

an die Position herantasten. Sie war

noch als Galionsfigur nach außen tätig.

Als sie verstarb, haben viele gezweifelt,

dass ich das kann. Auch ich war meiner

Sache nicht so sicher. Doch eines Morgens

bin ich aufgewacht und dachte: „Ich kann

es nicht so machen wie meine Mutter,

sondern ich muss es so machen, wie ich

es für richtig halte. Ich muss auf meine

eigenen Instinkte hören.“ Ab dem Zeitpunkt

habe ich sukzessive begonnen, die

richtigen Entscheidungen zu treffen. Die

Struktur ist sehr linear bei uns mit mir

als Chefin. Einerseits denken viele, dass

das toll ist, andererseits ist man auch mit

vielen Entscheidungen alleine.

Mittlerweile leite ich seit 17 Jahren das

Theater und durfte vor drei Wochen das

Silberne Ehrenzeichen für Verdienste der

Stadt Wien entgegennehmen. Es ist schon

erfreulich, wenn man auch eine offizielle

Anerkennung für seine Leistungen bekommt.

Trotzdem ist es nicht leicht als

kleines eigenständiges Unternehmen. Das

Theater hat eine sehr gute Eigendeckung

von 46 Prozent, unsere Auslastung liegt

durchschnittlich bei achtzig Prozent und

wir haben durchwegs gute Kritiken. Wir

können wirklich nicht mehr machen und

trotzdem sind unsere Subventionen seit

15 Jahren gleich.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein Stück

produzieren?

Die meisten unserer Inszenierungen

sind Eigenproduktionen. Ich wähle im

Frühjahr die Stücke fürs kommende Jahr

aus, danach die Regisseure. Dann fahre

ich nach London, um mit den Regisseuren

zusammen die Schauspieler auszusuchen.

Fotos: Vienna‘s English Theatre

50 | SOCIET 1_2014


GROSSBRITANNIEN

THEATER

Die meisten unserer Stücke sind britischen Ursprungs.

Wir haben kein fixes Ensemble sondern

casten die Schauspieler für jedes Stück neu. Meistens

kommen sie aus London, manchmal auch aus

New York. Bei amerikanischen Klassikern nehme

ich Schauspieler aus New York, auch wenn das etwas

teurer ist.

Woher kommen Ihre Schauspieler?

Wir haben nur native speaker, außer wenn die

Rolle es erlaubt, dass ein deutscher Akzent vorkommt.

Wir haben zum Beispiel die österreichische

Schauspielerin Julia Stemberger als Marlene

Dietrich gecastet, wo sie auch in die Rolle passt,

und es hat wunderbar funktioniert.

Haben Sie einen Lieblingsdramatiker?

Das würde ich nicht sagen, ich kann vielen etwas

abgewinnen. Ich bin auf kein Genre fixiert. Es

wird in der Branche oft belächelt, wenn man unterhaltsames

Theater macht. Es wird oft als nicht

künstlerisch hochwertig angesehen, wenn man

lustige Stücke zeigt. Ich bin der Meinung, dass

man das Publikum unterhalten soll. Diese Unterhaltung

kann sehr wohl mit lustigen Stücken passieren.

Aber auch mit nachdenklichen Stücken.

Eine gute Komödie oder Farce zu machen, verlangt

der Produktion mindestens so viel Fertigkeit

ab wie ein ernstes Stück. Meine Mutter hat immer

gesagt „Es ist viel schwieriger, eine Farce gut zu

spielen als eine Tragödie.“

Hatten Sie jemals Ambitionen selbst auf der

Bühne zu stehen?

Es war für mich immer der größte Albtraum

auf der Bühne zu stehen. Ich habe mich in den

letzten zwanzig Jahren daran gewöhnt vor Publikum

zu sprechen. Aber ich habe das Bad im Rampenlicht

nicht so genossen wie meine Mutter, ich

bin eher schüchtern.

»Man soll das

Publikum unterhalten

– mit

lustigen oder

nachdenklichen

Stücken.

«

Julia

Schafranek

INFO

VIENNA’S ENGLISH

THEATRE

Josefsgasse 12

1080 Wien

Tel. +43-(0)1-402 12 60-0

office@englishtheatre.at

www.englishtheatre.at

www.schooltours.at

www.showtime.co.at

Sie haben 5000 Abonnenten, wie erklären Sie

sich diesen Erfolg?

Es ist wirklich viel für so ein kleines Theater.

Die Abonnenten können sich bei uns immer darauf

verlassen, dass die Produktion gut ist. Die

Schauspieler und die Ausstattung sind immer auf

höchstem Niveau. Zusätzlich bekommen wir viel

Lob für unser Abonnementsystem: Bei uns können

die Abonnenten den Termin wählen und sie werden

an die Buchung erinnert oder können noch

umbuchen. Es zahlt sich schon aus, eine gute Serviceleistung

anzubieten, um sich abzuheben. Alle

Menschen sind heutzutage so gestresst und schätzen

es, wenn man Ihnen entgegenkommt.

Welche neuen Inszenierungen kommen?

Als nächstes zeigen wir „Moonlight and Magnolias“.

Das Stück beruht auf wahren Tatsachen und

ist wirklich köstlich. Es ist kontemporär und wurde

vor zehn Jahren in New York uraufgeführt. Ich habe

es dort gesehen und dachte, dass es perfekt für das

Vienna’s English Theatre ist. Seitdem versuchte ich

die Rechte zu bekommen, wir haben jedes Jahr nachgefragt.

Bei manchen Stücken weiß ich einfach, dass

es passt. Nächste Saison zeigen wir „39 Steps“ – wo

ich ebenfalls 15 Jahre versuchte, die Rechte zu bekommen,

denn es ist perfekt für unsere Bühne.

Was sind die School Tours?

Wir haben drei englische und ein französisches

Stück, mit denen wir durch Österreich touren. Wir

versuchen bei der Unter- und Mittelstufe Themen

aufzugreifen, für die sich die Kinder begeistern

und es in eine Geschichte zu verpacken, ohne belehrend

zu wirken. Die Schüler sollen durch den

Besuch der Aufführung motiviert werden. Wir

stellen den Lehrern ein Work Sheet mit Übungen

in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung,

damit sie die Schüler auf die Aufführung

vorbereiten können. Die vier Schauspieler sind

durchgehend native speaker, die mit ihrem VW-

Bus durch Österreich fahren und die professionelle

Inszenierung machen. Gespielt wird in Turnsälen,

Rathäusern und dergleichen. Die Tourneen

sind sehr gut geplant und organisiert.

Was ist Ihr jüngstes Projekt?

Vor vier Jahren habe ich eine Schauspielschule

für Kinder gegründet, das Showtime. Meine Tochter

war zu einem Ferienworkshop für Schauspiel,

Tanz und Gesang in England und wir waren beide

so begeistert, dass wir das Konzept auch hier verwirklicht

haben. Showtime ermöglicht den Kindern

und Jugendlichen ihrer Fantasie Ausdruck zu

verleihen und ihre Talente zu entfalten. Der Kurs

findet pro Gruppe einmal wöchentlich für drei

Stunden statt. Wir nehmen alle Kinder auf, die

teilnehmen wollen, egal wie groß ihr Talent ist. Begonnen

wird mit vier Jahren.Wir haben eine Richtung

für native speaker und eine für nicht native

speaker. Für die native speaker ist alles auf Englisch

und für die nicht native speaker ist der Unterricht

auf Deutsch. Durch Gedichte und kleine Szenen

werden sie dann langsam an das Englisch herangeführt.

Am Ende des Kurses hat jeder Kurstag seine

eigene Aufführung. Dieses Jahr haben wir als Stück,

ganz im Sinne von 450 Jahre William Shakespeare,

„A Midsummernight’s Dream“ für unsere 200 Teilnehmer

geschrieben. Was mir so Freude macht, ist

zu sehen, wie sich die Kinder entwickelt haben.

Wir legen Wert darauf, dass sich jeder Teilnehmer

individuell entwickelt. Die Eltern sind begeistert,

weil ihre Kinder selbstbewusster werden und ihr

Englisch sich verbessert.


SOCIETY 1_2014 | 51


GROSSBRITANNIEN

TECHNIK

High-Tech Made in

Als Dietrich Mateschitz

im Jahr 2004 das wenig

erfolgreiche Formel Eins

Team Jaguar Racing um

den symbolischen Preis

von einem Dollar vom

Autohersteller Ford kaufte und daraus Red

Bull Racing machte, war man noch etliche

Jahre vom großen Triumph entfernt. Weshalb

man schließlich das Team auf siegreiche

Bahnen lenken und zwischen 2010

und 2013 vier Konstrukteursweltmeistertitel

und vier Fahrertitel für Sebastian Vettel

hintereinander gewinnen konnte, hat

auch damit zu tun, dass Red Bull Racing

seinen Hauptsitz in Großbritannien hat.

Das Entwicklungscenter von Red Bull

Racing befindet sich nämlich in dem kleinen

Städtchen Milton Keynes südlich von

Northampton in Mittelengland. Was wenig

spektakulär klingt, ist Teil einer weltweit

einzigartigen Häufung von Entwicklungsfirmen

im Motorsport, die in Anlehnung an

das kalifornische „Silicon Valley“ das „Motorsport

Valley“ genannt wird. Es ist dies ein

relativ eng abgegrenztes Gebiet zwischen

Nordwest-London und Coventry. Von den

Das „Motorsport Valley“ in Großbritannien

ist ein auf der Welt einzigartiges Cluster

hochtechnisierter Entwicklungsfirmen, die

den weltweiten Motorsport dominieren.

Viele Erfindungen kommen später in den

Alltagsgebrauch.

Text: SOCIETY

gegenwärtig elf Formel Eins Teams haben

nicht weniger als acht hier ihren Hauptsitz,

auch wenn die Besitzer keine Briten sind,

wie im Fall von Red Bull Racing.


Ingenieure aus aller Welt

Laut Angaben der britischen Motorsport

Industry Association (MIA) sind im

„Motorsport Valley“ insgesamt 4.500 Firmen

im Motorsportsektor angesiedelt, die

40.000 Menschen beschäftigen und neun

Milliarden Pfund Umsatz machen. Hier

kommen die besten Ingenieure aus aller

Welt zusammen, die nichts anderes tun,

als für den Motorsport zu forschen und

zu entwickeln – nicht nur für die Formel

Eins sondern auch für andere Rennserien

wie etwa die Indy Car Serie in den USA.

Jedes Rennteam, das erfolgreich sein will,

ist daher auf die Ressourcen, die im „Motorsport

Valley“ in geballter Form gesam-

Fotos: Getty Images, Fotolia, University of Warwick

52 | SOCIET 1_2014


GROSSBRITANNIEN

TECHNIK

UK

Die Formel Eins

Technologie ist fest in

britischer Hand

melt sind, angewiesen. Selbst Mercedes ist mit

seinem Formel Eins Team vor Ort angesiedelt. Die

einzige prominente Ausnahme ist derzeit Ferrari,

das aber ebenfalls vor einigen Jahren ein Entwicklungsteam

im „Motorsport Valley“ beschäftigte.

Daher ist es auch kein Wunder, dass die Formel

Eins fest in britischer Hand ist: 2013 waren

17 von 19 Formel Eins Siege britischen Teams zuzuordnen.

Und die britischen Konstrukteure sind

auch jene mit den meisten Weltmeistertiteln in

der Formel Eins. Weltberühmte Teamnamen wie

Williams, McLaren, Lotus und Brabham sind alle

fest mit dem „Motorsport Valley“ verknüpft.


Technik-Tradition seit

Zweitem Weltkrieg

Die Ursprünge dieser einmaligen Dichte von Motorsportfirmen

können bis zum Zweiten Weltkrieg

zurückverfolgt werden. Es gab damals in Mittelengland

viele Luftfahrtunternehmen, die Flugzeuge

oder Flugzeugteile für das Militär konstruierten.

Nach dem Krieg wurden zahlreiche ehemalige Flugfelder

für Motorsportrennen genutzt, und damit

kamen auch die Firmen, die sich im Motorsport engagierten.

Diese zogen wiederum die Ingenieure an,

von denen viele auch ehemalige Flugzeugtechniker

waren. Im Mittelpunkt des „Motorsport Valley“ liegt

bis heute die Rennstrecke in Silverstone – ebenfalls

ein alter Flugplatz –, in deren Umkreis von einer

Stunde sich alle bedeutenden Formel Eins Teams

und Motorsportfirmen befinden.

Die technologischen Entwicklungen im Motorsport

wirken auch auf andere Branchen wie die Luftund

Raumfahrt, die Rüstungsindustrie, und die

elektrotechnischen und digitalen Industrien weiter.

Sogar die Medizin profitiert von dem Entwicklungscluster.

Das McLaren GSK Centre for Applied Performance

ist beispielsweise eine Entwicklungskooperation

mit dem Pharmariesen GlaxoSmithKline

eingegangen.


Entwicklungen für die Zukunft

Die High-Tech Branche forscht nicht nur für beste

Rennergebnisse in der Formel Eins, sondern viele

Entwicklungen werden später auch für alltägliche

Anwendungen interessant. Die Firma Williams Hybrid

Power, die die Motoren für das Williams-Team

baut, hat etwa ein elektrisches Schwungradspeichersystem

entwickelt, mit dem Energie zwischengespeichert

werden kann. Dieses System hat einige

Vorteile gegenüber der Speicherung von Energie in

Batterien. Den ersten Rennsieg eines mit Schwungradspeicherung

hybridangetriebenen Autos konnte

ein Audi R18 e-tron Quattro beim 24-Stunden-Rennen

in Le Mans erringen. Mittlerweile wird die Technologie

für Schienenfahrzeuge wie Eisen- und Straßenbahnen

und Busse übernommen und adaptiert.

Großbritannien hat sich im Sinne des Klimaschutzes

selbst zu einer Verminderung des CO2-

Ausstoßes verpflichtet und fördert gezielt die so genannte

„Low Carbon Economy“. Laut Gesetz soll der

CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2050 um achtzig Prozent

gesenkt werden. Daher sind alle Schritte zur Entwicklung

einer CO2-armen Mobilität willkommen.

Und hier spielt auch die Forschung für den Motorsport

eine wichtige Rolle.


Britische Autoindustrie vorne dabei

Die britische Autoindustrie ist zwar von der Eigentümerstruktur

her nur noch zu einem sehr geringen

Teil in britischer Hand, aber viele wichtige

Innovationen kommen nach wie vor aus Großbritannien.

Die erfolgreichsten Autos mit innovativer

Antriebstechnik wie Hybridantrieb oder Elektroantrieb

werden in Großbritannien gebaut, z. B. der Nissan

Leaf mit Elektromotor, und der Toyota Auris mit

Hybridmotor.

Bis 2016 soll in Warwick der National Automotive

Innovation Centre (NAIC) entstehen, wo tausend

Ingenieure, Forscher und Entwickler an den

Zukunftssystemen der Mobilität arbeiten werden.

Schon längst geht es in der Entwicklung nicht nur

um Fragen des Antriebs und Energieverbrauchs, sondern

um völlig neue Konzepte der Mobilität. Etwa

um futuristisch klingende Projekte wie selbstgesteuerte

oder fahrerlose PKWs, wo Großbritannien an

vorderster Stelle in der Forschung mitwirkt. •

An der Universität Warwick

entsteht das National Automotive

Innovation Centre (NAIC)

Die Werkhalle von Red Bull Racing

in Großbritannien

Red Bull Racing mit Hauptsitz

in Milton Keynes profitiert vom

„Motorsport Valley“

SOCIETY 1_2014 | 53


GROSSBRITANNIEN

WIRTSCHAFT

Blick von der Gondel am

London Eye, dem größten

Riesenrad Europas, auf

London

FACTS

WIRTSCHAFTSDATEN

GROSSBRITANNIEN

Bedeutende

Wirtschaftssektoren

Finanz-, Versicherungs- und

Geschäftsdienstleistungen,

Produktion, Handel, Transport

und Kommunikation,

Bau

Wirtschaftswachstum

1,5 %

BIP pro Kopf

27.900 EUR

BIP

1.892 Mrd. EUR

Inflation

2,6 %

Arbeitslosigkeit

8%

Staatsverschuldung

90 % des BIP

Währung

Pfund Sterling, GBP;

1 EUR = ca. 0,83 GPB

Exporte

358 Mrd. EUR

Wichtigste Exportländer

Deutschland, Niederlande,

Frankreich, Irland, Belgien,

Luxemburg

Importe

500 Mrd. EUR

Wichtigste Importländer

Deutschland, Belgien, Luxemburg,

Frankreich, China

AUSSENHANDEL

MIT ÖSTERREICH

Importe aus Österreich

3,39 Mrd. EUR

Importprodukte

Pharmazeutika, PKW, Getränke,

Papier, Scharniere,

Aluminiumkonstruktionen

Britische Exporte nach

Österreich

2,18 Mrd. EUR

Exportprodukte

PKW, EDV-Geräte, Maschinen,

chemische Erzeugnisse,

Farbmittel, Kunststoffe

INFO

UK Trade & Investment

British Embassy Vienna

Jaurèsgasse 12

1030 Vienna, Austria

Tel: +43-(0)1-716 13 6161

E-Mail:

commerce@

britishembassy.at

„Economic

Rebalancing“

Mit einem „Plan for Growth“ und einem Fokus

auf „Green Economy“ will Großbritannien die

Wirtschaft langfristig im globalen Spitzenfeld

positionieren.

Text: SOCIETY

Die britische Wirtschaft ist die

sechstgrößte Volkswirtschaft der

Welt nach nominellem BIP. Die

Londoner City hat im Vergleich das

höchste BIP in Europa. London ist

der wichtigste Finanzplatz in Europa und weltweit

führend im Derivate- und Devisenhandel.

Dementsprechend groß ist auch der Anteil des Finanzsektors

mit 14,5 Prozent am BIP.

Generell ist die britische Wirtschaft eine

Dienstleistungswirtschaft mit einem Anteil von

fast 78 Prozent am BIP, während die Industrie

vergleichsweise klein ist (knapp 22 Prozent) und

die Landwirtschaft einen minimalen Anteil von

nur 0,7 Prozent hat. Besonders starke Wirtschaftssektoren

neben der Finanzwirtschaft sind Life

Sciences, Automotive, IKT und die Kreativindustrie.

2012 war UK der drittgrößte Empfänger von

ausländischen Direktinvestitionen und der zweitgrößte

Direktinvestor.

Diese Spitzenposition wird durch den „Plan

for Growth“ der Koalitionsregierung unterstützt.

Erklärtes Ziel ist es, das wettbewerbsfähigste Steuersystem

aller G20 Nationen zu etablieren. Unternehmenssteuern

werden bis 2015 von 28 auf 20

Prozent gesenkt.

Dazu kommt die Sicherung des Staatshaushaltes

durch ein striktes Sparprogramm. Derzeit liegt

das Budgetdefizit bei ca. sieben Prozent und die

Staatsverschuldung wird spätestens 2015 hundert

Prozent des BIP ausmachen. Die Bank of England

hat den Leitzinssatz auf den historischen Tiefstand

von 0,5 Prozent gesenkt, um Investitionsanreize

zu schaffen. Gleichzeitig werden riesige

Mengen britischer Staatsanleihen aufgekauft.

Diese Geldmittel fließen wieder in die Wirtschaft.

Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 wird für 2014

erstmals wieder ein stärkeres Wirtschaftswachstum

von 2,5 Prozent erwartet.

Ein weiteres großes Projekt der Regierung ist

das so genannte „economic rebalancing“, mit dem

Industrie und Gewerbe angestoßen werden sollen.

Es geht darum, die Abhängigkeit vom Finanzsektor

zu verringern und die Exportrate zu erhöhen.

Zielbranchen sind „grüne“ Wirtschaftsbereiche

und digitale Technologien. Damit verknüpft ist

die Absicht der CO2-Reduktion – Stichwort „Low

Carbon Economy“. Aber auch im Finanzsektor ist

wegen umweltpolitischer Erwägungen die Errichtung

einer „Green Investment Bank“ in Vorbereitung.

Der gegenseitige Handel zwischen Großbritannien

und Österreich ist durch eine starke Fokussierung

auf Maschinen und Fahrzeuge geprägt,

die die Hälfte des Warenaustausches ausmachen.

Stark gewachsen sind die Dienstleistungsexporte.

Die gegenseitigen Direktinvestitionen beider Staaten

sind auf einem hohen Niveau und machen bereits

zwischen vier und fünf Milliarden Euro aus.

„Als klassische Handelsnation hat der Wirtschaftsstandort

Großbritannien ein sehr businessfreundliches

Umfeld zu bieten“, sagt Bronwen

Moore, Head of UK Trade and Investment Austria.

Sie verweist darauf, dass eine Unternehmensgründung

könne schon innerhalb eines Tages erfolgen

kann.


Foto: Visit Britain/Pawel Libera

54 | SOCIETY 1_2014


GROSSBRITANNIEN

PRINZ CHARLES

Royale Charity

Seit mehr als 35 Jahren setzt sich der Prinz von

Wales für verschiedenste wohltätige Zwecke ein,

betätigt sich politisch und sozial. Ein Überblick

über seine aktuellsten Engagements.

Text: SOCIETY

Foto: SOCIETY

SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer

im Gespräch mit Prinz

Charles bei den Salzburger

Festspielen 2003

Die Erlöse aus Prinz Charles‘

Charity-Aktivitäten lassen sich

sehen und werden vielfältig verwendet:

Mehr als hundert Millionen

Pfund jährlich bringen die

voneinander unabhängigen Organisationen

in Bereichen wie verantwortungsvolle

Wirtschaft und Unternehmen, Jugendliche und

Bildung oder Nachhaltigkeit auf.


Aufruf gegen Wildtierhandel

Zusammen mit seinem Sohn William setzt sich

Prinz Charles vehement gegen den Wildtierhandel

ein. In einer neunminütigen Videobotschaft

rufen die beiden zum Kampf gegen Jagdwilderei

und illegalen Handel mit Tieren auf. Darin wird

auf die ernste Bedrohung für Tierarten wie Elefanten,

Nashörner und Tiger hingewiesen. Außerdem

gefährde der illegale Handel auch die wirtschaftliche

und politische Stabilität in vielen Regionen

der Welt. Heuer fand die Londoner Konferenz im

Lancaster House statt, zu der sich die internationale

Staatengemeinschaft traf, um über die Wildereikrise

zu diskutieren. Auch der Prinz von Wales

und sein Sohn William nahmen an dem Event teil.


Hilfe für Flutwasseropfer

Der Prinz von Wales zeigte seine soziale Ader

auch für Flutopfer. Anfang des Jahres besuchte

Charles die Hochwassergebiete im englischen

Somerset. Der starke Dauerregen hatte tausende

Hektar Agrarland überflutet. Einzelne Ortschaften

waren komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Prinz Charles traf die Bewohner der überfluteten

Gebiete und bot effiziente Hilfeleistung. Finanzielle

Spenden wurden u.a. durch den Prince´s Countryside

Fund getätigt. Der Fond wurde ins Leben

gerufen, um Menschen in ländlichen Gebieten zu

unterstützen.


The Prince´s Trust

Die Hilfsorganisation The Prince‘s Trust unterstützt

benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene,

setzt sich für deren Ausbildung ein und

hilft beim Schritt in die Selbständigkeit. Anfang Februar

kam Prinz Charles erneut in den benachteiligten

Stadtteil Tottenham, wo 2011 die schlimmsten

Krawalle in Englands jüngster Geschichte

ausgebrochen waren. Nach mehrmaligen Besuchen

des Stadtteils überzeugte sich der Prinz persönlich

von den Fortschritten im Problemviertel. •

»Man kann

sehen, wie es

möglich ist, das

Leben junger

Leute zu verändern

und ihnen

Selbstbewusstsein,

Selbstwertgefühl

und

Selbstachtung

zu geben.

«

Prinz

Charles

über den Erfolg von

The Prince’s Trust

INFO

www.princeofwales.gov.uk

SOCIETY 1_2014 | 55


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Gibt es eine Social Media

Strategie des BMEIA?

Ja, wir haben eine Social

Media Strategie, unsere

Philosophie ist dabei

die folgende: Die sozialen

Medien spielen auch in der Außenpolitik

eine wachsende Rolle. Einerseits, um die eigene

Arbeit darzustellen und Inhalte rasch

zu transportieren, andererseits, um immer

weitere Bevölkerungskreise durch die Eröffnung

neuer Dialogkanäle zu erreichen.

Es ist für eine moderne und professionelle

Öffentlichkeitsarbeit unverzichtbar, die

sozialen Medien aktiv miteinzubeziehen.

Das Engagement des BMEIA im Web 2.0 ist

somit eine logische und notwendige Fortsetzung

unseres Selbstverständnisses, dass

der Service am österreichischen Bürger zu

den zentralen Aufgaben des Außenministeriums

zählt – ganz nach unserem Motto:

„Weltweit für Sie da“. Das Außenministerium

verfügt über einen Twitter-Kanal, eine

Facebook Seite, einen Youtube-Kanal und

einen Flickr-Account, eine Auslandsservice

App – die schon über 100.000 mal heruntergeladen

wurde! – und eine Plattform für

online Reiseregistrierung. Seit neuestem

»Social Media ist für eine

moderne Öffentlichkeitsarbeit

unverzichtbar.

«

Martin Weiss

sind wir auch auf Storify – sollten Sie sich

einmal ansehen!

Wie aktiv sind die österreichischen

Vertretungen im Bereich Social Media?

Die österreichischen Vertretungen im

Ausland sind sehr aktiv, sowohl auf Facebook

als auch auf Twitter. Während sich

auf Facebook die Vertretungsbehörden

wiederfinden, sind es auf Twitter vor allem

Einzelpersonen wie z. B. BotschafterInnen

und BotschaftsmitarbeiterInnen.

Auf der Homepage des österreichischen

Außenministeriums finden Sie eine Auflistung

aller Facebook-Seiten und Twitter-Kanäle.

Diese Seite wird laufend aktualisiert.

www.bmeia.gv.at/aussenministerium/presse

news/social-media-angebot.html

Politik im Social

Media Kontext

Der Sprecher des österreichischen

Außenministeriums Martin Weiss über die

Bedeutung von Social Media in Politik und

Diplomatie der heutigen Zeit.

Interview: SOCIETY

Foto: Dragan Tatic

56 | SOCIET 1_2014


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Laut der Twitter-Studie von Twiplomacy sind

mehr als zwei Drittel der Staatsführer auf Twitter.

Vom Präsidenten bis zum Premierminister haben

153 Länder einen Twitter-Auftritt. Auch Österreich

ist unter diesen Ländern, unsere Politiker

sind allerdings nicht sehr aktiv. Welche Chancen

stecken in der aktiven Nutzung von Twitter?

Es gibt keine andere Plattform, auf der sich

Nachrichten so rasch verbreiten lassen. Außenminister

@sebastiankurz ist ein aktiver Twitter-User.

Mit rund 117.000 Twitter-Usern in Österreich, unter

denen sich viele Journalisten und Meinungsbildner

befinden, ist es naheliegend, dass Tweets zu

aktuellen Themen oft viel Aufsehen erregen und

mit großem Interesse verfolgt werden. Ein Tweet

– kurz, prägnant, aussagekräftig – kann als Kommunikationsmittel

effizienter sein als eine ganze

Pressekonferenz!

LINKS

Außenministerium

www.bmeia.gv.at

Facebook-Auftritt des

BMEIA

www.facebook.com/

Aussenministerium

BMEIA auf Twitter

@MFA_Austria

Youtube-Kanal des BMEIA

www.youtube.com/

Minoritenplatz8

Flickr Fotostream

www.flickr.com/

minoritenplatz8

BMEIA auf Storify

storify.com/MFA_Austria

CURRICULUM

VITAE

esandter Mag.

Martin Weiss ist am

G31.12.1962 geboren,

verheiratet und hat

zwei Kinder. Er studierte

Rechtswissenschaften in

Graz und Wien und erhielt

einen Master of Laws

LL.M. an der University of

Virginia, USA. Seit 1990

ist er im österreichischen

Außenministerium tätig. Er

war u. a. Generalkonsul in

Los Angeles, von 2001 bis

2004 Leiter der Presse- und

Informationsabteilung und

Botschafter in der Republik

Zypern (2009-2012). Er

gehörte zum Unterstützungsteam

für die Kandidatur

Thomas Klestils für das

Bundespräsidentenamt 1992

und bereitete 1994 für die

Industriellenvereinigung die

EU-Volksabstimmung vor.

Seit 2012 ist er erneut Leiter

der Presse- und Informationsabteilung

und Sprecher

des Außenministeriums.

Sie sind selbst aktiver Twitter-User. Nach

welcher Strategie oder unter welchem Gesichtspunkt

verfassen Sie Ihre Beiträge?

Ja, ich bin ein aktiver Twitter-User, auf

@martinoweiss kann man mir folgen. Meine Devise

(Strategie wäre zu viel gesagt): ein Bild sagt oft

mehr als tausend Worte (oder im Fall von Twitter

mehr als 140 Zeichen); wenn möglich eine Prise

von Humor; Speed: wer zuerst tweetet, der hat zumindest

zuerst getweetet.

Haben Sie mehrere Twitter-Accounts? Also

privat und beruflich?

Nein, ich habe nur einen Twitter-Account – für

den Sprecher eines Ministeriums gibt es keinen

‚privaten Account‘, auch wenn man tausendmal

beteuert: hundert Prozent privat.

Das Außenministerium besitzt zwei Accounts,

wobei nur einer aktiv ist. Warum? Wer betreut

MFA_Austria?

Das Außenministerium hat einen aktiven Twitter-Account:

@MFA_Austria. Wir haben 2011 unter

dem Namen @Minoritenplatz8 mit Twitter begonnen,

mussten aber bald feststellen, dass zu wenige

Menschen mit dem Namen „Minoritenplatz 8“

– also unserer Adresse – etwas anfangen können.

Daraufhin haben wir den BMEIA Twitter-Account

in MFA_Austria umbenannt. Der Vergleich mit

anderen Außenministerien auf Twitter zeigt, dass

dies die gängigste Bezeichnung ist und dazu beiträgt,

dass wir auch vermehrt internationale Follower

ansprechen.

Prinzipiell sind sieben Personen im Social Media

Kernteam des BMEIA. Das umfasst Personen

aus unterschiedlichen Abteilungen wie z. B. Presseabteilung,

Bürgerservice etc. Die meisten Personen

im Kernteam betreiben ‚lediglich‘ aktives Monitoring.

Das Team, das täglich MFA_Austria sowie

die Facebook-Seite betreut (auch am Wochenende

und nach Feierabend), besteht aus zwei MitarbeiterInnen

der Presseabteilung.

Die Facebook-Seite des Außenministeriums

ist sehr aktiv. Auch auf Fragen von Usern wird

eingegangen. Wie gehen Sie mit kritischen Meinungsäußerungen

der Fans um, Stichwort Shitstorm?

Zum Glück ist uns bisher ein Shitstorm erspart

geblieben, aber wir erhalten natürlich auch negative

Rückmeldungen. Wenn die Kritik sachlich

und gerechtfertigt ist, dann sind wir immer bemüht,

so rasch als möglich zu antworten. Auf unsachliche

bzw. völlig überzogene, extreme Kritik

gehen wir nicht ein. Man muss auch erkennen: in

manchen Fällen ist ein Dialog einfach unmöglich.

Wir arbeiten auf Facebook mit einer Netiquette

(Verhaltensregel) und bitten unsere Fans, sich daran

zu halten. Wir vermeiden es aber so weit als

möglich, negative Kommentare zu löschen. Kritik

muss möglich sein. Bei groben Verstößen gegen

die Netiquette, bei Rassismus etc. hört sich aber

der Spaß auf.


SOCIETY 1_2014 | 57


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Malaysia has become a

successful emerging

market since its independence

in 1957.

What are the main

reasons for this positive

situation?

The reason for the success is that we

have had good visionary leadership right

from the beginning. There has been political

stability, we have maintained sound

economic fundamentals and we have

good investment policies in place. As an

open economy we need to trade with the

rest of the world to ensure our growth

rate is maintained.

Malaysia has developed the Economic

Transformation Plan in order to become

an industrialized nation by 2020.

What are the main measures in order to

achieve that goal?

Our Prime Minister, Dato’ Seri Najib

has introduced the Government Transformation

Plan (GTP) and Economic Transformation

Plan (ETP). Our vision 2020 is to

become a highly developed nation with a

per capita income of about 15,000 US-dollars.

In order to achieve that goal we have

identified twelve national key economic

areas (NKEAs). These are oil, gas and energy;

financial services; palm oil and rubber;

tourism; wholesale and retail; electronics

and electrical; business services;

education; agriculture; healthcare; communications,

content and infrastructure;

and Greater Kuala Lumpur/Klang Valley.

The government has also identified six

strategic reform initiatives (SRIs) to increase

competition standards, to liberalize

the economic sector, to strengthen

human capital development, reduce the

government’s role in business, see public

service as delivery, introduce public

finance reforms, narrowing the disparity

in the economic standards of the people.

To implement this, a unit has set up

under the Prime Minister’s Department

which is called the Performance Management

Delivery Unit (PEMANDU). The

government had also introduced key performance

indicators (KPIs) to measure

performance. The KPIs are applied to all

ministries and the civil service as a whole.

Everyone has got to achieve a standard.

Once or twice a year the prime minister

will review the performance of each ministry

to ensure whether the goals are met.

At the same time there is a programme

to have a balanced growth around the

country. The government has created five

economic corridors. Sometimes there is

only development in the capital area and

“One Malaysia”

SOCIETY interview with the Malaysian

Ambassador H.E. Ambassador Selwyn DAS

about the transformation of Malaysia into

an industrialized nation.

Interview: SOCIETY

the rest of the country is not developed.

People will then become unhappy. These

growth corridors are created in order to

have a fair balanced growth development

all over the country.

What is the economic situation with

the neighbouring countries like?

All our neighbouring countries are becoming

open economies. We are part of

ASEAN and we are going to achieve the

ASEAN Economic Community in 2015 under

Malaysia’s chairmanship so that we

can work together to prosper economically.

ASEAN will also be signing a Free Trade

Agreement with the European Union.

Fotos: Embassy of Malaysia

58 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

INTERVIEW

INFO

MALAYSIA

GDP growth: 5.6 %

Inflation: 1.2 %

Per capita income:

10,134 USD

Unemployment: 3.3 %

Exports to Austria:

135 mio USD

Imports from Austria:

463 mio USD

Top 5 exports to Austria:

Electrical & electronic

products, optical & scientific

equipment, machinery,

chemicals, manufactures of

metal

Top 5 imports from Austria:

Electrical & electronic products,

machinery, chemicals,

paper & pulp products, optical

& scientific equipment

Malaysia ranked 12 th as most

business-friendly country

Malaysia is fourth in the

world for protecting investors

Malaysia is among the top

10 economic reformers in

the APEC region

CURRICULUM

VITAE

.E. Dato’ Selwyn

Vijayarajan Das was

Hborn on December,

26, 1954. From the late

1970s to the early 1990s he

worked in the Implementation

and Coordination Unit

in the Prime Minister’s Department.

He then worked

in the Budget Division of the

Ministry of Finance during

the 1990s. From 2000 onwards

he served as Principal

Assistant Secretary in the

Finance Development Division

in the MFA, as Under

Secretary in the Secretariat

of the Non-Align Movement,

then as a Minister and Deputy

Head of Mission at the

Embassy in Bangkok, High

Commissioner to Kenya and

Canada and from 2010-13 as

Deputy Secretary General

in the MFA’s Department of

Multilateral Affairs.

In order to enhance trade and investment, the

government has followed the Prosper-Thy-Neighbour

policy. To ensure our neighbours around the

region in Southeast Asia will also do economically

well. When the countries around us are doing well

we are also able to trade with them.

Malaysia is an important economic partner of

Austria. What are the economic relations like?

What are the most important businesses?

The economic relations with Austria are good.

The overall trade balance is in favour of Austria at

the moment, therefore we are hoping to increase

the trade and make it more balanced. When President

Fischer visited Malaysia in 2010 there were

45 Austrian companies that went with him to look

for businesses. Currently, there are approximately

sixty companies from Austria that are operating

in Malaysia.

Malaysia is a multi-ethnic country: Could you

give an overview of the society?

Malaysia is basically a multicultural, multiethnic

and multi-religious society. The main religions

found in Malaysia are Islam, Christianity, Buddhism,

Hinduism, Taoism and many other religions.

Islam is the official religion of the country

but there is freedom of religion and anyone can

worship the religion as they like. We are very multicultural

and therefore the Malaysian culture involves

the Malay culture, Indian culture, Chinese

culture, and also elements of Portuguese culture.

We are a very inclusive society. Everybody is made

to feel part of the country. We have the slogan

called “One Malaysia” and the concept is “People

first, performance now” which means everybody,

no matter which ethnic group they belong to, are

part of Malaysia and the interest of the people

comes first.

What are your main tasks or aims as Ambassador

to Austria?

Our role is to continuously improve the bilateral

relations. Politically, we are cooperating very

well in international forums. Our focus is more

in economics, education and tourism. Austria is

rich in history and culture. In Malaysia we have

also a rich cultural history. An exchange of cultural

knowledge will widen the minds of people,

especially the young people to visit each other.

We would like to see universities cooperating

with each other, like international exchange of

students, teachers etc. Malaysia is a very popular

country as far as tourism is concerned – the

tourism arrival rate is 24 mio people. This year we

hope to increase the tourism arrival rate to 28 mio

people.

There are about 200 - 300 Malaysians spread out

throughout Austria. Recently I was in Salzburg

and I found there was a Malaysian there who is a

ski instructor although we have no snow in Malaysia.

It shows the diversity of Malaysians, and how

they assimilate in any new environment. •

SOCIETY 1_2014 | 59


Equality and

independence

Integration for Kazakhstan is not an end

in itself, but a tool for development.

Text: SOCIETY

With the creation

of the Customs

Union, its Member

States have

enjoyed the benefits

of a mechanism

for the free movement of capital,

goods, services and labor force. Integration

for Kazakhstan, which aims to join

the ranks of the world’s leading countries,

is not an end in itself, but an instrument

of development. Astana‘s participation in

the Customs Union (CU) and the Eurasian

Economic Union (EEU) should therefore

be assessed from this position.


Three major aspects

Because the ultimate aim of all reforms

is to improve the living standards of a

population,

Bayterek Tower in

it

Astana

is necessary to clearly and

openly explain the proposed changes to

the people. There are three main aspects

of the integration process: first, it only concerns

the economy – the Union is purely

pragmatic, and a return to the days of the

Soviet Union is out of the question. This

principle is legally enshrined in the draft

treaty on the establishment of the EEU.

A second but equally important aspect

is equality: integration will be equal and

mutually beneficial in all spheres, from

the management of the Union to the conditions

for entrepreneurs and populations

of the Member States.

In essence, the benefits of the CU for its

Member States are manifold: it is a mechanism

for the free movement of capital,

goods, services and labor force. The CU

will lead to economic growth, above all in

the manufacturing industry. In terms of

numbers and facts: in 2013 Kazakhstan‘s

volume of trade with Russia and Belarus

increased by 87.6 percent to 24.2 billion

US-Dollars, compared with 2009 figures.

Moreover, our exports during the integration

period grew by 64 percent to nearly six

billion US-Dollars. Perhaps most important

of all, manufactured goods accounted for

almost 55 percent of the share of Kazakhstan’s

exports.

Both business and government will benefit

from the CU, taking into consideration

the growth of tax and other deductions.

For the population, the CU will create new

jobs, create conditions for the rise in real

earnings, and provide consumer markets

with cheaper higher-quality goods. This

will happen because imports will be substituted

by goods from the CU Troika. To

a greater extent this applies to Russia and

Kazakhstan, which still have a high import

component to their economies.

The third aspect is independence: Kazakhstan

continues to adhere to a multivector

policy, including with respect to its

economy, and the new alliance will not be

entitled to limit our relations with other

countries and organizations.


Finished products for the

rest of the world

The positions of “ideological” and

other opponents of the CU integration

process are understandable – most people

instinctively fear change. It is for this

reason that populist horror stories often

produce their desired effect, culminating

in tall tales of markets being captured by

Russians and Belarussians, losing sovereignty,

and other yarns.

To reiterate, what is the main benefit

to be gained from integration within the

Fotos: Embassy of Kazakhstan

60 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

KASACHSTAN

View of Bayterek Tower in Astana

President Nursultan Nazarbayev, Alexander Lukashenko and Vladimir Putin

CU? With the West we are forced to almost exclusively

trade in raw materials and intermediate

goods; but with the CU, we produce finished products

with high added value and sell it both within

the Union and to the rest of the world. On this

note, last year’s trade turnover between CU Member

States and third countries totaled 931 billion

US-Dollars, of which exports accounted for 584.4

billion US-Dollars.

INFO

EURASIAN

ECONOMIC

UNION

The EAU is an economic

union based on the idea of

the European Union which

will initially comprise three

states: the Russian Federation,

Belarus and Kazakhstan.

The concept was first

proposed by President of

Kazakhstan, Nursultan

Nazarbayev, in 1994.

An agreement was signed

in 2011 setting the target

of establishing the EAU by

2015. Other former states of

the Soviet Union, Armenia,

Uzbekistan, Kyrgyzstan and

Tajikistan are planning to

join the EAU in the future.

With regard to concerns over the alleged dominance

of Russian and Belarusian goods on the

Kazakhstan market: they do not displace Kazakh

goods, which, quite frankly, still occupy a small

market share. On the contrary, Russian and Belarusian

goods serve as a substitute for the cheap

but not always high quality goods from China and

Turkey.

In general, it is quite easy to promote the idea

of the Customs Union and the Eurasian Economic

Union. One simply has to state the truth in an accessible

manner and provide arguments for their

benefits using reliable facts.

On 29 May 2014 the leaders of Kazakhstan, Russia

and Belarus signed the Treaty on the Eurasian

Economic Union, which will enter into force on 1

January 2015.

According to the Treaty, the three States undertake

obligations to ensure the free movement of

goods, services, capital and labor, as well as to implement

coordinated policies in key economic sectors,

such as energy, industry, agriculture, and transport.

During negotiations, the Member States discussed

the practical aspects of the functioning of

the Customs Union and the Common Economic

Space, and discussed the issue of potentially expanding

the Eurasian economic integration process

to Armenia and the Kyrgyz Republic. •

SOCIETY 1_2014 | 61


DIPLOMATIE

ENERGIE

The Importance

of Energy

Energy diplomacy is a necessary

component of national

security. It is a duty of every

country to try to ensure for

its citizens that access to

energy is secure, reliable,

affordable and sustainable. If a country

is overly dependent on another for its energy,

then it can have influence on its political

and economic independence and it

can make the country vulnerable.

A definition of energy diplomacy could

be stated as the use of foreign policy to

secure access to energy supplies abroad

and to promote cooperation in the energy

sector. It is very often a combination of

strategic government goals and corporate

business interests.

Energy Diplomacy has emerged as a

powerful concept in public discourse. Energy

resources have been either the cause

of or a proxy for foreign policy or even

military actions. There is a strong link between

energy and diplomacy.

There is a strong link between energy and

diplomacy. The so called energy diplomacy

accounts for the fact that dependency of

a country on foreign energy supplies can

have serious effects.

Text: Dr. Ranko Vujacic


Demography factor and energy

Today 1.3 billion people on the earth

have no access to electricity – it is one out

of every five persons. More than twice that

number – some 2.8 billion people worldwide

rely on wood, charcoal, crop waste

or other solid fuels to cook their food and

heat their homes. These figures should

make us think about the future energy

requirements of our planet.

An initiative launched by the UN Secretary

General Ban Ki-Moon in 2011 called

“Sustainable Energy for All” sets itself the

following three objectives to be achieved

by 2030: universal access to sustainable

energy; doubling the increase of energy

efficiency; and, doubling the share of re-

62 | SOCIET 1_2014


DIPLOMATIE

ENERGIE

newable energies in the international energy mix.

Energy demand worldwide is growing rapidly

as is the population. From the current seven billion

people it is forecasted that by 2050 there

will be some ten billion people, mainly due to

demographic developments in China, India and

Africa. In addition, increasing industrialization of

countries like India and China has as a result that

global consumption of energy is accelerating at an

exponential rate.

Fotos: Pixelio/Kurt Michel, Marianne J.


Pipeline diplomacy

Russia is a geopolitical and economic force

with vast energy resources. It remains a crucial

power on the international scene due to its energy

resources. It is one of the world’s largest oil and

gas producers and exporters. In the last decade

it has been redefining its political and economic

relations with its neighbouring countries and the

rest of the world.

Russia is the largest holder of world gas reserves,

totalling to 26 percent of global reserves.

Russia is also establishing new and expanding old

bilateral business relations in the gas sector with

countries in the Caspian region, Central and Eastern

Europe and North Africa.

Russia’s agenda contains large scale pipeline

projects such as South Stream (supplying Italy

and Hungary through Greece, Bulgaria and Serbia)

and North Stream (a direct Russian-German

connection under the Baltic Sea). This so-called

pipeline diplomacy results in neutralizing West

European efforts to diversify supply routes.

Russia’s supply to Europe has been stable and

there is mutual dependency – they both need

each other from different perspectives. It should

be noted that Ukraine is a very important transit

country for around eighty percent of Russian gas

exports. The relations between the two countries

have been often tense in the past due to gas business.

ABOUT THE

AUTHOR

Ambassador Ranko Vujacic

studied electrical engineering

in Graz and Berlin

and post-graduated at the

Diplomatic Academy in Vienna.

He worked for many

years as Director at UNIDO

(United Nations Industrial

Development Organization)

at the UNO-City in Vienna.

In 2011 he re-established

the Diplomatic Academy

in Montenegro and served

as its Director until 2013.

Ambassador Dr. Vujacic is

the Special Envoy of the

Minister of Foreign Affairs

and European Integration

of Montenegro to UNIDO in

Vienna.


Shale gas revolution

Energy predictions are difficult and not always

possible: Recent discoveries of the shale gas and

its abundant reserves have changed the picture of

the world energy landscape. In the USA recently

shale gas is being extracted and is, as being relatively

cheap, used instead of coal, whereas coal is

being exported to Europe, mainly for electricity

generation. Currently the gas price in the USA is

one third of that in Europe and one fifth of that

in Japan.

Big changes taking place in the global energy

shift have as a result geopolitical consequences –

political priorities change. The energy sector in

the USA looks now very different from that one

of ten years ago – from an energy importer USA

might shift to energy exporter (e.g. liquefied natural

gas). With the emerging of shale gas and shale

oil world energy picture is changing – some traditional

oil exporting countries such as Nigeria and

Saudi Arabia might be soon faced with reduced

traditional exports.


China as a global player

China is an emerging superpower with the

growing set of interests throughout the world.

It has made a remarkable economic growth. The

population of the country is over 1.3 billion people

being the largest in the world. According to IEA (International

Energy Agency) China will account for

a quarter of world energy requirements by 2030.

China is in the process of decoupling economic

growth from energy consumption. However, it still

needs reliable supply of energy to continue its economic

growth in order to maintain its social and

political stability. This calls for enhanced external

relation efforts of the country and its increased

involvement in energy sectors abroad.

Beijing is actively encouraging overseas investments

to suit its economic interests. China’s

relation with Africa is based on aid, trade and

investment. A large amount of funding is being

channeled to Africa. China is one of Africa’s most

important donor countries. It is also very active

in construction of Africa’s infrastructure and is

very much engaged in humanitarian activities in

that continent. China, although a latecomer to

the international oil business, is also increasingly

becoming active in the oil sector of Latin America.


Diplomacy and energy

The importance of energy in the overall context

cannot be overemphasized. Many Ministries of Foreign

Affairs recognizing the importance of energy

to the national security are establishing also in

their structures special units to deal with their

diplomatic efforts on energy. It is a known fact

that future successful diplomats are those with

specialization and that is why also Diplomatic

Academies are integrating in their curricula subjects

related to energy.

In conclusion, it looks as if our 21st century will

be the struggle and fight for resources, including

water resources but in particular energy resources.

Therefore, energy diplomacy is characterizing

our era and will continue to play an increasingly

important role in the world. The slogan “Energy

is Power” becomes more and more relevant. •

SOCIETY 1_2014 | 63


DIPLOMATIE

ASERBAIDSCHAN

A New Humanitarian

Agenda

The third Baku International Humanitarian

Forum brought together world-famous public

and political figures including seven former

Presidents and 13 Nobel Prize Laureates.

Text: SOCIETY

President Ilham Aliyev in

conversation with SOCIETY

publisher Gertrud

Tauchhammer

their Transfer into Education; Multiculturalism

and Originality: in Search of Value Consensus in

Society; National Identity in the Postmodern Era;

Sustainable Development and Ecological Civilization;

Achievements in Molecular Biology and Biotechnology:

from Theory to Practice; The Topical

Issues of Mass Media in the Globalizing Information

Network.

Heydar Aliyev Center by architect

Zaha Hadid

The Baku International Humanitarian

Forum is an annual event of famous

representatives of the political, scientific

and cultural elite of the world

community including famous statesmen,

Nobel Prize winners in the various fields of

science and leaders of influential international organizations

whose aim is holding dialogues, discussions

and exchange of views on a wide range of

global issues in the interest of all humanity. The

initiators of the Forum in 2010 were the President

of the Republic of Azerbaijan Ilham Aliyev and

his colleague the President of Russian Federation

Dmitriy Medvedev.


Seven Presidents and 13 Nobel

Prize Laureates

The third Forum was held from 31 October to 1

November, 2013. The participants included seven

former Presidents, 13 Nobel Prize laureates, seven

Emeritus Professors, 107 world-famous public and

political figures. Overall, eight hundred participants,

representing seventy countries and five international

organizations, took part in the Forum.


Topics from Culture to Technology

The Forum featured roundtable meetings on

the following topics: Converging Technologies

and Outlines of the Future: Landmark Challenges

of the 21st Century; Humanitarian Aspects of Economic

Development; Scientific Innovations and


The role of mass media

In his opening speech, President Ilham Aliyev,

outlined the most important political, economic,

energy and humanitarian issues of Azerbaijan. He

emphasized the importance of the internet and the

responsibility of the media in a globalized world.

But “unfortunately” – in his opinion – “the world

media focus more on negative reports. Preference is

given to sensationalism, disasters, acts of terrorism,

etc.” He regrets that the positive developments usually

stay in the background. “Of course, the positive

developments taking place in the world should be

the main topics of the media because otherwise information

will be lop-sided. Of course, politicians

can’t interfere in this”, said President Ilham Aliyev.


Famous Heydar Aliyev Center

in Baku

The venue of the Baku International Humanitarian

Forum was the famous Heydar Aliyev Center, an

architectural landmark of modern Baku, designed

by architect Zaha Hadid, a worldwide recognized

architect and the (first female) winner of the prestigious

Pritzker Architecture Prize. The Heydar

Aliyev Center is a building of extraordinary design:

Not a single straight line was used in the center’s

shape. The overall shape of the building resembles

a wave-like ascension from the ground towards the

sky followed by gradual descent down to the earth:

portrayal of the eternal cycle. Zaha Hadid has also

completed the Spittelau Viaducts Housing Project

in Vienna, and the new Vienna University of Economics

and Business was also designed by her. •

Fotos: Baku International Forum

64 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

IRAN

„Enormer

Investitionsbedarf“

Walter Koren, Leiter der AWO, über Investitionspotenziale

im Iran, die Sanktionen und die Vielschichtigkeit

des Landes.

Interview: SOCIETY

»Bis vor zehn

Jahren war der

Iran einer der

wichtigsten Märkte

in der Region.

«

Walter

Koren

Foto: AWO

Welche Bedeutung hat

der Iran für Österreich

als Wirtschaftspartner?

Bis vor ca. zehn Jahren

war der Iran einer

der wichtigsten Märkte für österreichische Unternehmen

in der Region. Der Iran verfügt über eine

Bevölkerung von 77 Millionen Menschen und über

eine im regionalen Vergleich starke – wenn auch

veraltete – industrielle Basis. Die Energie und Verkehrsinfrastruktur

ist stark modernisierungsbedürftig,

die Industrie veraltet. Hier besteht enormer

Investitionsbedarf. Das Kapital dazu wäre

theoretisch vorhanden, der Iran verfügt über

geschätzte hundert Milliarden US-Dollar an Devisenreserven

im Ausland. Diese sind allerdings

aufgrund der Sanktionen eingefroren und nicht

zugänglich.

Gleichzeitig existiert eine große und finanzstarke

Mittelschicht in den Städten mit westlichen

Konsumgewohnheiten, die auch für Hersteller

von Konsumgütern hochinteressant ist. Auch für

Unternehmen im Medizintechnik- und Pharmabereich

ist der Iran aufgrund seiner Bevölkerungsgröße

von großem Interesse. Durch seine zentrale

geographische Lage bietet er sich zudem als Hub in

zentralasiatische Nachbarländer bzw. nach Afghanistan

und in den Irak an. Die österreichischen Exporte

betrugen 2013 lediglich 187 Millionen Euro,

ausschlaggebend für das geringe Exportvolumen

waren hauptsächlich die Wirtschaftssanktionen

und die durch die US-sanktionsbedingten Probleme

beim Zahlungsverkehr.

Welche Verbesserung ergibt sich aus der

Lockerung der Sanktionen anlässlich der Verhandlungen

in Wien?

In der Praxis sehen wir durch die bisherigen Lockerungen

der Sanktionen keine nennenswerten

Verbesserungen der Situation für österreichische

Unternehmen im Iran. Insbesondere die Zahlungsabwicklung

gestaltet sich weiterhin als schwierig

und kostspielig.

Wie kann die WKO im bilateralen Handel

mit dem Iran unterstützend wirken?

Dem AußenwirtschaftsCenter Teheran der

WKO kommt eine wichtige Funktion bei der Implementierung

des EU Sanktionsregimes zu, da

nur vor Ort akkurate Informationen über Geschäftspartner

und Kunden gewonnen werden

können. Zusätzlich berät das Außenwirtschafts-

Center laufend österreichische Unternehmen hinsichtlich

der Sanktionslage aber auch bezüglich

rechtlicher Angelegenheiten oder zu Fragen des

Investitionsschutzes.

Welche Erfahrungen haben Sie persönlich

im und mit dem Iran gemacht?

Der Iran ist kulturgeschichtlich ein äußerst

spannendes Land mit einer vielschichtigen politischen

und wirtschaftlichen Landschaft und

keineswegs ein monolithischer Block, wie es in

manchen westlichen Medien gerne stark vereinfacht

dargestellt wird. Es gilt hinter die Kulissen

zu blicken: In Teheran gibt es zum Beispiel eine

Kunstszene, die in vielen europäischen Hauptstädten

Ihresgleichen sucht. Es gibt erstklassige

Restaurants, schicke Boutiquen und eine lebhafte

Studentenszene. Gleichzeitig existieren aber

immer noch soziale Restriktionen, wenngleich

längst nicht mehr in dem Ausmaß wie noch vor

einem Jahrzehnt. Gerade diese Vielschichtigkeit

ist es, die den Iran so faszinierend macht, im Ausland

aber oft missverstanden wird. Da wird sehr

schnell die Stimme einer Minderheit zu einer

Stimme des Gesamten hochstilisiert. •

CURRICULUM

VITAE

Dr. Walter Koren ist am 14.

August 1955 in Graz geboren.

Nach dem Studium der

Handelswissenschaften und

der Rechtswissenschaften

begann er seine Karriere

bei der Außenwirtschaftsorganisation

der Österreichischen

Wirtschaftskammer.

Er war in Guatemala, Iran,

Korea, Japan und Mexiko

eingesetzt. Von 1992 bis

1996 war er Sekretär und

später Leiter des Büros des

WKO-Präsidenten Leopold

Maderthaner. Seit 2002 ist

Walter Koren Leiter der Außenwirtschaft

Österreich.

SOCIETY 1_2014 | 65


DIPLOMATIE

KOMMENTAR

Als die bisher

letzte Verhandlungsrunde

bei

den Wiener

Atomgesprächen

mit dem Iran im Mai zu

Ende ging, machte sich zunächst

Ernüchterung breit. Keine

Fortschritte wurden erzielt,

kein neuer Gesprächstermin

wurde vereinbart, lauteten die

ersten News. Doch kaum hatten

die Verhandler durchgeatmet,

drangen doch positive

Signale an die Öffentlichkeit.

Experten rechnen damit, dass

die ersehnte Einigung über

eine friedliche Nutzung der

iranischen Atomkraft bis Juli

erzielt wird.

EU-Außenbeauftragte

Catherine Ashton und der

iranische Außenminister

Mohammad Javad Zarif hatten

sich in Wien mit Spitzendiplomaten

der Gruppe 5+1

(Vetomächte USA, Russland,

China, Großbritannien, Frankreich

sowie Deutschland) an

den Tisch gesetzt, um in ihrer

bisher längsten Gesprächsrunde

einen Fahrplan zur Beilegung

des seit Jahren dauernden

Konflikts um die Atomanlagen

des Iran auszuarbeiten. Der

Westen erwartet Garantien,

dass das Nuklearprogramm

ausschließlich für friedliche

Zwecke genutzt wird.


Atomgespräche unter

hohem Druck

Das bisherige Zwischenabkommen

vom November 2013

ist mit dem 20. Juli befristet.

Die Vereinbarung zielt auf einen

Stopp der Urananreicherung

auf zwanzig Prozent und

schärfere Kontrollen der iranischen

Atomanlagen ab; im Gegenzug

soll eine Lockerung der

geltenden Wirtschaftssanktionen

erfolgen. Dieses Szenario

setzte die internationalen

Verhandler in Wien unter

Zeitdruck. Bei dem komplexen

Thema ist allerdings die sprichwörtliche

Politik der kleinen

Schritte wieder einmal gefragt.

Unter hohem Druck stehen

die Delegierten sowohl

Iran auf dem Weg zur

regionalen Großmacht

Der Iran war zuletzt oft in den Schlagzeilen. Die

Wiener Verhandlungen um das Atomprogramm

Teherans waren das Top-Thema.

Analyse von Hermine Schreiberhuber

der iranischen Seite als auch

westlicher Staaten nicht nur

aus Zeitgründen, sondern weil

der Atomdialog innenpolitisch

nicht auf ungeteilte Zustimmung

stößt. Konservative Kreise

im Iran werfen Staatspräsident

Hassan Rohani vor, dem

Westen zu viele Zugeständnisse

zu machen. In den USA sind

Teile der republikanischen Opposition

der Ansicht, Präsident

Barack Obama bewege sich

zu weit auf Teheran zu. Dazu

kommt die Position Israels, das

ein iranisches Atomprogramm

a priori ablehnt.


Positive Signale aus

Teheran und Brüssel

Der Iran sei weiter entschlossen,

den Atomstreit mit dem

Westen auf dem Verhandlungsweg

beizulegen, verlautete

kurz nach der Wien-Runde offiziell

aus Teheran. Von einem

Scheitern könne keine Rede

sein. Zudem traf umgehend

ein neues Inspektorenteam

der Internationalen Atomenergiebehörde

(IAEA) aus Wien in

Teheran ein. Präsident Rohani

sandte beruhigende Signale;

für einen fristgerechten Abschluss

der Atomgespräche

mit den „5+1“ bleibe genügend

Zeit. Zudem könnte das Zwischenabkommen

um sechs Monate

verlängert werden.

Auch in Brüssel wurden

Berichte über ausbleibende

Fortschritte zurückgewiesen.

Man habe eine Menge Arbeit

geschafft, so der Sprecher der

EU-Außenbeauftragten unter

Hinweis auf die komplexe Materie.

Ein hochrangiger US-Vertreter

definierte die Gespräche

als sehr schwierig. Von großen

Diskrepanzen zwischen den

Positionen beider Seiten war

in Washington die Rede. Israels

Regierungschef Benjamin

Netanyahu warnte erneut vor

einem atomar bewaffneten

Iran. Russland nannte die Gespräche

„nützlich“.


Experten glauben an

politischen Willen

Experten in Wien rechnen

trotz aller Schwierigkeiten

damit, dass ein Abkommen

erzielt wird. „Letztlich zählt

ZUR PERSON

ag. HERMINE

SCHREIBERHUBER war

Mstellvertretende Ressortleiterin

für Außenpolitik bei der

Austria Presse Agentur (APA).

Ferner verfasst sie Reportagen

für Wochenzeitungen wie „Die

Furche“ und wirkt an politischen

Büchern mit.

der politische Wille“, bringt es

der Politologe Heinz Gärtner,

Direktor des Österreichischen

Instituts für Internationale Politik

(OIIP), auf den Punkt. Die

Journalistin und Autorin Gudrun

Harrer meint, die USA und

die Briten wollen einen Deal,

aus wirtschaftlichen und strategischen

Gründen. Zugleich

warnt Harrer, die soeben ein

Buch über IAEA-Inspektionen

im Irak 1991-98 (Dismantling

the Iraqi Nuclear Programme)

veröffentlicht hat, vor einer

Überfrachtung des Abkommens,

das sich auf nukleare

Abrüstung beschränken solle.

Nahost-Diplomaten weisen

darauf hin, dass die iranische

Bevölkerung schon aus Nationalstolz

weitgehend hinter dem

Atomprogramm der Regierung

steht. Der Regierung gehe es

generell darum, als regionale

Großmacht anerkannt zu werden.

Hierbei steht der Iran im

Wettbewerb zu Saudi-Arabien.

2013 rückte die Verhandlergruppe

5+1 von der Forderung

ab, dass der Iran gar keine atomaren

Fähigkeiten haben dürfe,

sondern sie fordert Einschränkungen

des Atomprogramms.

OIIP-Direktor Gärtner plädiert

für größtmögliche Transparenz

auf iranischer Seite.

In Richtung Transparenz

geht die Vereinbarung weiterer

Maßnahmen zur Kontrolle des

iranischen Atomprogramms

zwischen der IAEA und dem

Iran. Laut IAEA sollen diese

praktischen Maßnahmen, die

bis zum 25. August umzusetzen

sind, Klarheit über eine

Fotos: Nelson, Dragan Tatic

66 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

KOMMENTAR

mögliche Atomwaffenforschung bringen.

Es geht hier unter anderem um Tests mit

Hochexplosivstoffen und die Überwachung

des Schwerwasserreaktors in Arak.


Sanktionen belasten

Wirtschaft

Bei einem Atomdeal winkt dem Iran eine

Lockerung des Sanktionsregimes, das der

iranischen Wirtschaft zu schaffen macht.

Die Sanktionen gehen auf UNO, USA und

EU zurück; nicht immer wurden sie wegen

des strittigen Atomprogramms verhängt,

sondern teils auch als Reaktion auf die

Menschenrechtslage. Präsident Rohani, seit

August des Vorjahres im Amt, verfolgt eine

kooperative Linie und will das Land auch gegenüber

dem Westen wieder öffnen.

Die Sanktionen drücken auf die wirtschaftliche

Lage im Iran. Schmerzhaft

spürt das an Ressourcen reiche Land das

Öl- und Gasembargo der EU. Die Abwicklung

von Auslandsgeschäften wird wegen

der Sanktionen erschwert, da der Iran

nicht an die internationalen Finanzmechanismen

der Banken angeschlossen ist. Im

Alltag der Bürger wirkt sich die schwierige

ökonomische Situation in Form von Inflation

sowie hohen Preisen bei Bedarfsgütern

und Immobilien aus.


Strategischer Partner China

In diesem Kontext kam das jüngste Treffen

mit den Regionalmächten Russland

Außenminister Sebastian Kurz

traf Präsident Hassan Rohani

und China für Teheran gerade recht. Beim

Asien-Gipfel für Interaktion und Vertrauensbildung

(CICA) in Shanghai bot Gastgeber

China Moskau und Teheran eine strategische

Partnerschaft an. Die anvisierte

asiatische Sicherheitsstruktur (ohne USA)

sieht neben einem gemeinsamen Vorgehen

gegen Kriminalität und Terrorismus

auch Kooperation bei Energiesicherheit

vor. Moskau stellte Peking bereits große

Gaslieferungen in Aussicht.

Erste Früchte der neuen Ära kann der

Iran schon ernten. Der Fremdenverkehr

bringt wieder mehr Geld. Westliche Touristen

kommen vermehrt, um auf den Spuren

der alten persischen Hochkulturen zu

wandeln und das heutige Land kennen zu

lernen, seine Metropolen, sein Volk. Europäische

Airlines nehmen den Iran wieder

in ihre Flugpläne auf, internationale Hotelkonzerne

fassen wieder Investitionen ins

Auge. Der Anteil ausländischer Gäste hat

sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Politisch arbeitet Teheran daran, seine

Stellung als regionaler Akteur zu festigen.

Mit Saudi-Arabien, seinem Rivalen um die

regionale Vormachtstellung, führt der Iran

in Syrien quasi einen Stellvertreterkrieg.

Die Saudis unterstützen im Konflikt die

Rebellen, die Iraner stehen hinter Machthaber

Bashir al-Assad. Seit der Islamischen

Revolution im Iran 1979 wurde die Achse

Damaskus-Teheran zwischen dem größten

sunnitischen und dem größten schiitischen

Land der Region immer enger geknüpft.


Österreich will Iran-Bonus

nutzen

Der Iran hat viel Potenzial. Österreich

will nicht abseits stehen. Eine Lockerung

der Sanktionen bietet für Großkonzerne

wie OMV, AUA oder voestalpine Anreize

zur Ausweitung ihrer bisherigen Geschäfte.

Mit seinen traditionell guten ökonomischen

und kulturellen, aber auch hochrangigen

diplomatischen Beziehungen hat

Österreich, verglichen mit anderen EU-

Staaten, einen Bonus. Die Alpenrepublik

hat denn auch außenpolitisch eine durchaus

heikle Besuchsdiplomatie in die Wege

geleitet.

Gleich nach einem Israel-Aufenthalt

reiste Außenminister Sebastian Kurz im

April nach Teheran, nicht zuletzt um einen

Iran-Besuch von Bundespräsident Heinz

Fischer vorzubereiten. Die Botschaft, Israels

Sicherheit anzusprechen, nahm Kurz

von Tel Aviv mit. Ein Atomdeal wäre die

beste Voraussetzung für eine erfolgreiche

Top-Visite, wie sie 2004 stattfand – als

Fischers Vorgänger Thomas Klestil Rohanis

Vorvorgänger Seyad Mohammed Khatami

einen Besuch abstattete.


Gespräche mit Außenminister

Javad Zarif

SOCIETY 1_2014 | 67


POLITIK

INTERVIEW

Europa muss sich

positionieren

Erhard Busek spricht im SOCIETY-Interview

über Europa im globalen Kontext, schlechtes

Krisenmanagement, den Islam und die

schwierige Situation von Politik und Medien.

Interview: Gertrud Tauchhammer

Wie stellt sich die

heutige Situation

zwischen

der EU und den

USA dar?

Die Amerikaner haben zunehmend das

Gefühl, die Europäer sollen sich um ihre

Angelegenheiten selbst kümmern, was

irgendwo die EU auch eingefordert hat.

Die Obama-Zeit ist gekennzeichnet – und

das war auch schon bei Bush II der Fall –

von einem Rückzug aus Europa, jedoch

verbunden mit dem Verlangen, dass die

Europäer mehr Beiträge leisten sollen in

der globalen Situation, was wir etwa in Beziehung

auf die Verteidigung bislang nicht

gemacht haben. Die Europäer müssen erst

ihre Rolle im globalen Kontext definieren.

Den Amerikanern wäre wiederum zu empfehlen,

die Europäer besser zu verstehen.

Sie vermissen ein Verständnis der

europäischen Situation?

Es ist ein wenig die Grundeinstellung

vorhanden, die etwa Botschafterin

Victoria Nuland mit ihrer oft zitierten

Bemerkung auf abgehörten Handys dokumentiert

hat. Grundsätzlich gibt es ein

mangelndes Interesse an einer gemeinsamen

Strategie. Da müssen die Amerikaner

und Europäer erneute Anstrengungen unternehmen.

War das früher anders?

Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs

war Europa bzw. die Europäische Gemeinschaft

eigentlich eine Art Vorfeld der USA.

Die USA waren interessiert am Prozess der

Integration, weil darin eine Abschirmung

gegenüber der Herausforderung des Warschauer

Paktes und des Comecon gesehen

haben.

Wie beurteilen Sie die Politik

Präsident Obamas?

Eigentlich bin ich enttäuscht. Ich habe

mir eine stärkere Regierung erwartet.

Obama hat es nicht leicht infolge der

»Für die Russen ist die

Ukraine noch immer das

‚kleine Russland‘.

«

Erhard Busek

Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus.

Trotzdem wäre eine akzentuiertere

und deutlichere Politik möglich.

Obamacare hätte er besser publik machen

können. Guantanamo hat er versprochen

aufzulösen – hat er aber nicht.

Sie sagten, Europa muss erst seine

Rolle im globalen Kontext definieren.

Was soll die EU angesichts der Krisenherde

rund um Europa tun?

In der Entwicklung zum „global village“,

zum Weltdorf, muss sich Europa

positionieren. Die EU hat es noch immer

nicht geschafft, eine geeignete Methodik

zum Krisenmanagement zu entwickeln.

Wir können mit Sicherheit damit rechnen,

dass wir jede Menge Krisen bekommen.

Da haben wir immer noch nicht das

Talent, die richtigen Krisenmanager auszusuchen,

die dort, wo sie Krisenmanagement

machen sollen, auch die Situation

genau kennen. Es ist nach wie vor – ich

sage das sehr kritisch – mehrheitlich eine

Postenbesetzung mit Leuten, die dringend

eine besser bezahlte Position brauchen.

Sie kritisieren die fehlende Strategie

und das mangelnde Konfliktmanagement…

Dazu sind die Regierungen nicht in

der Lage, weil sie zu stark auf das Tagesgeschäft

ausgerichtet sind – mit Blick auf

kommende Wahlen etc. Dass hier mittelfristige

Strategien erforderlich sind, wird

verkannt. Hier braucht es eine gewisse

Schicht an Wissenschaftern und Kulturleuten,

die die Gespräche über die mittelfristigen

Strategien führen.

Der aktuelle Konflikt in der Ukraine

ist so ein Krisenfall – ist das ein Stellvertreterkrieg

für die Spannungen zwischen

der EU und Russland?

Nein, es ist eine Auseinandersetzung

innerhalb der Ukraine. Die Ukraine ist bis

zu einem gewissen Grad rein historisch gesehen,

so wie sie jetzt komponiert ist, künstlich.

Ich glaube aber nicht, dass die Ukraine

auseinander brechen muss, denn vor allem

die russischen Oligarchen im Osten sind

überhaupt nicht daran interessiert, nach

Russland zu kommen, weil die russischen

Oligarchen in Russland besser sind als sie.

Foto: Manca Juvan

68 | SOCIETY 1_2014


POLITIK

INTERVIEW

»Die EU hat keine geeignete

Methodik zum Krisenmanagement

entwickelt.

«

Erhard Busek

Es geht von Russland eine gewisse

Drohung in Richtung Ukraine aus…

Für die Russen ist die Ukraine noch

immer das „kleine Russland“, die Wiege

Russlands, beginnend mit der Taufe von

Großfürst Wladimir in Kiew im Jahr 987.

Aus russischer Sicht ist die Ukraine quasi

gar nicht selbstständig. Die russische Führung

muss sich überlegen, ob sie für viele

andere in Europa als Bedrohung verstanden

werden will. Es ist ein Unsinn, das

Rad der Geschichte zurückzudrehen und

im imperialen Denken verhaftet zu sein.

Da geht es nicht nur darum, die Selbständigkeit

der Ukraine zu akzeptieren, sondern

auch die anderen Staaten, die zwar

einmal zur Sowjetunion gehört haben,

heute aber selbständig sind und ihren

Weg auch selbständig bestimmen wollen.

Was ist die Rolle Russlands?

Besonders meine Generation hat die

Sowjetunion als die große Herausforderung

und Gefahr gesehen. Das gilt aber

auch für Russland, das sich zu stark von

der NATO bedroht fühlt. Die NATO hat

gar nicht die Kapazität, die ihr die Russen

zumuten. Im Hintergrund des russischen

Denkens gibt es die Sehnsucht, geopolitisch

wieder die Rolle der Sowjetunion zu

spielen. Das ist aber vorüber.

Wie soll man sich Russland gegenüber

verhalten?

Ich bin mir nicht sicher, ob die permanente

Forderung nach Menschenrechten

und Demokratie sehr gescheit ist. Hier muss

man einkalkulieren, dass Russland bis 1917

ein absolutistisches Regime des Zaren gewesen

ist, und von 1917 an ein absolutistisches

Regime einer Partei. Das ist ein Lernprozess.

Hier haben wir noch zu wenige Instrumente

entwickelt, um die zivile Gesellschaft, um

Bildungsvorgänge zu unterstützen. ➤

SOCIETY 1_2014 | 69


POLITIK

INTERVIEW


Ist es nicht eine Ironie, dass

Edward Snowden nach Russland geflüchtet ist

und die Pussy Riots in den USA Interviews geben?

Es ist ein normaler Vorgang. Protestaktionen gegen

bestimmte Fehlentwicklungen finden immer

auf die Weise statt, dass man zur Gegenseite geht.

Was halten Sie von den Enthüllungen?

Ich habe die Snowden-Aktivität für ganz wichtig

gehalten, denn angesichts der Möglichkeiten

der Telekommunikation ist das sicher die akute

Freiheitsgefährdung in unserer technischen Welt,

wo wir noch überhaupt keine Antworten haben.

Permanent ausspioniert zu werden, da muss man

nicht George Orwell lesen, das war schon immer

eine der beängstigenden Sorgen, die es gibt.

Ein anderes Thema: Wie sehen Sie die Herausforderung

durch den Islam?

Die Präsenz des Islam ist selbst im kleinen Österreich

heute eine dominante. Er ist die zweitstärkste

Religion, und es gibt bestimmte geistigwertorientierte

Bewegungen, die hier eine Rolle

spielen. Wir müssen uns damit auseinander setzen.

Es gibt hier Spannungselement zu jenen

Muslimen, die sich in unserer säkularen Welt sehr

schwer tun. Da haben wir es bislang versäumt,

einen europäischen Islam zu unterstützen.

Was verstehen Sie unter einem europäischen

Islam?

Das ist ein Islam mit europäischem Hintergrund,

mit dem Verständnis, dass bestimmte Attribute,

die zunehmend eine große Rolle spielen,

wie z.B. der Heilige Krieg, die Rolle der Frau etc.,

nicht jene Bedeutung haben. Die Notwendigkeit

ist die, dass man die Muslime bestärkt, sich nicht

von außen manipulieren zu lassen. Wir wissen,

dass es Religionslehrer gibt, die extra ausgebildet

werden, dann zu uns kommen und eine radikale

Schiene fahren. Aber da gibt es auch Gruppen innerhalb

des Islam, die sich dagegen wehren.

Wie sollte sich die EU dazu verhalten?

Das ist eine Verantwortung vor allem jener, die

für Bildung zuständig sind. Das ist nach wie vor der

Nationalstaat. Die EU selbst braucht eher eine Strategie

gegenüber den verschiedenen Teilen der islamischen

Welt, die sie derzeit nicht hat.

Kann Österreich hier eine Rolle spielen?

Bislang sind wir gut mit dem Islam zurechtgekommen.

Das verdanken wir der alten Monarchie,

die 1912 ein Gesetz über die Rechtsverhältnisse der

Muslime erlassen hat, das heute noch gilt, und das

dazu führt, dass die Artikulation und die inneren

Kontrollsysteme der Muslime weitaus besser gestaltet

sind als in anderen europäischen Ländern.

BUCHTIPP

Unsere Zeit: Vorwärts

gedacht. Rückwärts

verstanden

Erhard Busek und Anton

Pelinka analysieren das

politische Geschehen mit

Ironie und gnadenloser

Offenheit. Sie beeindrucken

mit detaillierten

Geschichtskenntnissen und

tiefgehenden Analysen des

Weltgeschehens. Busek und

Pelinka kennen einander

persönlich seit fast einem

halben Jahrhundert. So

entsteht ein vertrauliches

Gespräch zwischen Partnern,

die einander in ihren

Gedanken beflügeln.

CURRICULUM

VITAE

D

r. Erhard Busek ist am

25. März 1941 in Wien

geboren. Er promovierte

an der Juridischen

Fakultät der Universität

Wien. Bereits seit den späten

1950er Jahren ist er politisch

aktiv, in den 1960er Jahren

zog er in den Nationalrat ein.

Seine wichtigsten politischen

Funktionen waren

Stadtrat in Wien, Landeshauptmann-Stellvertreter

und Vizebürgermeister von

Wien (1978-87), Minister für

Wissenschaft und Forschung

(1989-94), Bundesminister

für Unterricht und Kunst

(1994-95), Vizekanzler von

Österreich und Bundesparteiobmann

der ÖVP

(1991-95). Er ist seit Mitte der

1990er Jahre Vorsitzender

des Instituts für den Donauraum

und Mitteleuropa

(IDM) und Koordinator der

„Southeast European Cooperative

Initiative“ (SECI). Er

ist Träger zahlreicher in- und

ausländischer Auszeichnungen,

Autor und Herausgeber

zahlreicher Bücher.

Man beklagt einen Verfall der Politik. Wie sehen

Sie das?

Der Beruf des Politikers wird verteufelt. Die

Bereitschaft der Gebildeten, in die Politik zu gehen,

nimmt leider ab. Viele denken sich, ich gehe

besser in ein Unternehmen, da kann ich auch

etwas bewirken. Und die Bereitschaft der Politik,

Leute zu akzeptieren mit einer gewissen Bildung,

nimmt auch ab, weil diese Leute unangenehm

sind, Fragen stellen, andere Meinungen haben,

differenzieren… Die Vereinfachung in der Politik

nimmt zu. Das hat auch mit den Medien zu tun.

Inwiefern hat das mit den Medien zu tun?

Ich erlebe Fernseh- und Rundfunkleute, die zu

mir sagen: Sie haben fünfzig Sekunden – sagen

Sie das in einem Satz! Meine Antwort ist immer,

es gibt Dinge, die kann man nicht in einem Satz

sagen. Die ökonomische Situation vor allem der

Printmedien ist die, dass sie kein Geld mehr haben

für gute Journalisten.

Wie sehen Sie die Entwicklung bezüglich der

elektronischen Medien?

Wir müssen in den elektronischen Medien erst

lernen, wie man normal miteinander redet und

diskutiert. Es gibt einen Aristoteles-Satz, den ich

sehr liebe: Die Demokratie reicht nur so weit wie

die Stimme ihres Herolds. Wenn ich den anderen

nicht verstehe, gibt es keine Demokratie. Das

muss in den neuen Medien, die erst sehr kurz existieren,

überhaupt erst entstehen.

Abschließend: Wenn Sie Berater von Obama

wären – was würden Sie ihm raten?

Er hat es in der ersten Wahlkampagne sehr gut

verstanden, in die Öffentlichkeit zu gehen. Das

macht er jetzt zu wenig. Ich würde daher raten,

stärker mit den eigenen Vorstellungen in die Öffentlichkeit

zu gehen.

Was würden Sie Putin raten?

Er muss nachdenken, wer nach ihm kommt

und welche politischen Strukturen tragfähig sind.

Die ständig wechselnden Parteien, die Putin gründet,

tragen nicht dazu bei. Hier muss man die zivile

Gesellschaft stärken. Schritt für Schritt dem

näher zu kommen, wäre schon gut.

Wie sehen Sie die EU in zehn, zwanzig Jahren?

Das hängt davon ab, ob sich die politischen Führungen

der Mitgliedstaaten entschließen, die EU

auch wirklich zu wollen und ihre Egoismen hintanzustellen,

die ihnen ohnehin nichts bringen. An sich

bin ich gegenüber dem europäischen Projekt sehr

positiv, weil das für meine Generation ein ungeheurer

Fortschritt ist. Wenn Sie im Krieg geboren sind,

ist das, was bislang daraus geworden ist, einfach

großartig. Wir haben für die Zukunft alle Chancen

aber auch Herausforderungen und jede Menge offene

geografische Bereiche vom Balkan über Türkei,

Ukraine, Russland, Zentralasien und den arabischen

Frühling. Wir haben keine Bodenschätze, daher werden

wir schauen, dass wir im Bereich Forschung und

Technologie eine gewisse Kraft behalten. Und die Art

des Umgangs mit den anderen Teilen der Welt wird

die große Herausforderung.


70 | SOCIETY 1_2014


Eybl Gmbh & Co KG

Zentrale: Fichtegasse 5/Ecke Hegelgasse, 1010 Wien

Tel.: 01/5875690

Email: office@eyblhome.com

eybl@ka-international.at

office@designflagship.com

EYBL HOME &

DESIGNFLAGSHIP &

KA INTERNATIONAL

STELLEN SICH VOR

Zur Firmengruppe Eybl zählen das Franchise-System KA International

(mit über 12 Geschäften in Österreich - Infos unter

www.ka-international.at), der Raumausstattungs- Groß- und

Einzelhandel mit über 50 Vertretungen von internationalen

Brands, das designflagship – der neue Einrichtungstempel

Wiens – in der Fichtegasse 5/Ecke Hegelgasse im 1. Bezirk,

wo auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 700 m 2 Interiordesign-Liebhabern

eine Auswahl von über 10.000 Stoff-

Designs, ein Tapetenprogramm von rund 15.000 Tapeten,

Bodenbelägen, Teppichen, Polstermöbeln und Betten marktund

trendorientiert geboten wird.

Lampen und viele Accessoires runden das Angebot ab – passend

für jeden Stil und jede Vorliebe – modern oder puristisch,

Landhausstil oder klassisch elegant.

Der Grund für den Erfolg ist, dass ein Gesamtkonzept für

die Raumgestaltung geboten wird und natürlich das fachliche

Know-how der Einrichtungsberater, Dekorateure, Näherinnen,

Tapezierer und Monteure. Das professionelle Team

ist immer bestrebt, entsprechend den Kundenwünschen die

richtigen Lösungen zu finden und organisiert alle Service-

Leistungen.


DIPLOMATIE

ÖGAVN

Österreich, Europa und

die Vereinten Nationen

In der ersten Jahreshälfte lud die ÖGAVN zu

Veranstaltungen mit Spitzenrepräsentanten

Österreichs, Europas und der Vereinten Nationen.

Text: ÖGAVN

MITGLIED-

SCHAFT

Seit 1945

Alle Personen, die am

internationalen Geschehen

interessiert sind und zur

Stärkung der Vereinten

Nationen beitragen wollen,

können ordentliche Mitglieder

der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) werden.

Daneben sind Unternehmen

und andere Institutionen

eingeladen, als unterstützende

Mitglieder beizutreten.

Wenn Sie Interesse an

einer Mitgliedschaft haben,

wenden Sie sich bitte an:

Österreichische Gesellschaft

für Außenpolitik und

die Vereinten Nationen

(ÖGAVN)

Hofburg/Stallburg, Reitschulgasse

2/2. OG, A-1010

Wien

Tel. +43-(0)1-535 46 27

E-Mail: office@oegavn.org,

www.oegavn.org

MAGAZIN SOCIETY

Mag. Gertrud Tauchhammer

hat mit dem Magazin

SOCIETY als offizielles

Organ schon seit 1995

fungiert und übt seitdem

mit verschiedensten Aktivitäten

den Brückenschlag

zwischen Österreich und

den Vereinten Nationen aus.

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler

Dr. Wolfgang

Schüssel wird die Kooperation

zwischen dem Magazin

SOCIETY und der ÖGAVN

fortgesetzt. SOCIETY ist zu

hundert Prozent im Eigentum

der Tauchhammer KG/

Mag. Gertrud Tauchhammer.

Den Beginn machte im Februar der

frühere UNO-Generalsekretär Kofi A.

Annan, der ein langjähriges Versprechen

an ÖGAVN-Präsident Altbundeskanzler

Wolfgang Schüssel einlöste,

im Zuge seines nächsten Österreich-Besuchs einen

Vortrag für die Österreichische Öffentlichkeit zu

halten. Kofi A. Annan sprach in seiner beeindruckenden

Rede im historischen Sitzungssaal des

Österreichischen Parlaments zu rund 600 Gästen

zum Thema „Elections and Democracy“ und zog

einen weiten Bogen um die aktuellen Themen der

Welt. Die Friedensnobelpreisträger hielt ein Plädoyer

für Menschenrechte, Demokratie und freie

Wahlen. Ein besonderer Schwerpunkt war auch

der Themenbereich Jugend. Annan gab den zahlreich

vertretenen Jugendlichen, die auf Einladung

von AFA-Präsident Michael F. Pfeifer teilnehmen

konnten, darüber hinaus einen kleinen Einblick

in den Beginn seiner diplomatischen Karriere

und gab ihnen den Tipp, nicht nur „den kleinen

schwarzen Punkt auf einem Blatt Papier zu sehen,

sondern die viel größere weiße Fläche“.

Anfang April sprach EU-Ratspräsident Herman

Van Rompuy im Sitzungssaal des Österreichischen

Nationalrates und berichtete: Dass die EU

die Herausforderungen annimmt und ihre Rolle

als Global Player wahrnimmt, versuchte Van Rompuy

anhand der zahlreichen Gipfel und Gespräche

der letzten Wochen, unter anderem mit den

USA, mit China, mit afrikanischen Ländern etc.

zu untermauern. Die EU arbeite auch eng mit der

Bundespräsident Heinz Fischer zu

Gast bei der ÖGAVN

UNO zusammen, führe internationale Missionen

an, leite mit der EU-Außenbeauftragten Catherine

Ashton die Atomverhandlungen mit dem Iran und

kämpfe weltweit gegen die Armut. Vor allem die

krisenhaften Entwicklungen in der Ukraine und

die gemeinsame Antwort der EU-Mitgliedstaaten

hätten die Funktionsfähigkeit der Union unter

Beweis gestellt. Es sei zwar schwierig, einen Staat

mit zwei starken Volksgruppen zu führen, aber

nicht unmöglich, meinte der Belgier.

Ende April hielt Bundespräsident Heinz Fischer

anlässlich der EU-Wahlen eine Grundsatzrede für

die ÖGAVN in der Aula der Wissenschaften zum Thema

„Wo steht Österreich in Europa?“. Er gab nicht

nur einen Überblick zur Geschichte unseres Landes

und seiner Meilensteine bis hin zum EU-Beitritt sondern

sprach offen viele anstehende Fragen an, vom

Wahlrecht in Ungarn, über die Krise in der Ukraine,

die Lage im Nahen Osten und im Iran. Im Hinblick

auf die fast 60-jährige Mitgliedschaft Österreichs in

den Vereinten Nationen und dem 35-Jahr-Jubiläum

der Wiener UNO-City hob der Bundespräsident auch

die aktive Beteiligung Österreichs an internationalen

Friedensmissionen hervor. Derzeit befinden

sich rund 800 österreichischen Soldatinnen und

Soldaten im Auslandseinsatz, womit Österreich der

achtgrößte Truppensteller aller EU-Staaten bei Friedensmissionen

ist. Ab September 2014 wird Österreich

sein Kontingent bei EUFOR/ALTHEA in Bosnien

verstärken und dadurch werden ab Herbst des heurigen

Jahres rund 1070 österreichische Soldaten im

Friedenseinsatz im Ausland stehen. •

Der frühere UNO Generalsekretär

Kofi Annan

72 | SOCIETY 1_204


DIPLOMATIE

WELCOME TO AUSTRIA

Fotos: Dragan Tatic, SOCIETY/Pobaschnig

Highlights of WA

“WA” offers an amazing list of events and programmes

with the purpose of introducing foreign

diplomats to the Austrian history and culture.

“WA” visit of the Vienna Boy’s

Choir at Palais Augarten


Special tours

Highlights of this Spring were behind-the scenevisits

to the Vienna State Opera and the Wiener

Sängerknaben (Vienna Boy’s Choir). The former was

a very special guided tour through the “bowels” of

the magnificent opera house, with glimpses into

the prompter’s box and the brand-new electronic

live-stream system. At Mahler-Saal “WA” was greeted

by director Dominique Meyer. The visit to the

Vienna Boy’s Choir at their home in the Augarten

Palace was no less fascinating. “WA” was allowed to

see how the boys live and study, and could attend a

rehearsal for their next programme.


Exhibitions and talks

Welcome to Austria offers its members special

invitations to art exhibitions even before they are

open to the public. As a part of the Russian-Austrian

Cultural Season “WA” was invited to a preview

of the Fabergé Exhibition at the Art History

Museum. The exhibition presented the works of

Russia’s most influential jeweller and goldsmith

Carl Fabergé who created his art, including the

magnificent Imperial Easter eggs, at the turn of

the 20 th century.

Interesting talks organized by “WA” tried to

establish links between the past and the present.

Professor Manfried Rauchensteiner, famous Aus-

trian historian, gave a lecture on the “Causes for

the Outbreak of the First World War”. Tina Walzer

presented “600 Years of Jewish settlement in Vienna,

pogroms, persecution and restitution”.


Cuisine

Apart from art and culture, cuisine is an eminent

part of “WA” programmes. During Carnival

season, “WA” members were treated to an afternoon

with Austrian “Krapfen”, a typical Carnival

sweet, and an interesting neighbourhood walking

tour in the lower parts of the 4 th Viennese district

was rounded out by a lunch at “Zur Herknerin”.

Stefanie Herkner, one of Vienna’s recent culinary

shooting stars, opened her restaurant especially

for “WA” to offer a meal of typical Viennese home

style cooking.


Rehearsal of the

Vienna Boy’s Choir

WELCOME

TO AUSTRIA

WA “Welcome to Austria”

was founded in 1997 by Dr.

Benita Ferrero-Waldner, who

was then State

Secretary for Foreign

Affairs, with

the overriding

objective of introducing

foreign

diplomats and

international civil

servants assigned

to Vienna and

their spouses to

the Austrian way

of life. The aims of WA are to

promote the awareness and

understanding of Austria’s

rich heritage of culture and

history past and present. WA

would welcome newly accredited

diplomats and their

spouses to join the club.


WA invites you to join:

■ You will meet many

interesting Austrians in a

relaxed atmosphere and

make new friends.

■ You will be offered a

wide choice of excellent

programmes and learn

a great deal about your

host country.

■ You will be invited to private

homes and through

WA events you will enjoy

many things which you

would not have access to

outside our Association.


THE BOARD OF

“WELCOME TO AUSTRIA”

• Dr. Benita Ferrero-Waldner

Founding President

• Foreign Minister

Sebastian Kurz – President

• Gabrielle Schallenberg –

Honorary Vice President

• Ambassador Dr. Angelika

Saupe – 1 st Vice President

• Mag. Agnes Stillfried – 2 nd

Vice President

• Robert Thum – Treasurer

• Mag. Gertrud

Tauchhammer – Public

Affairs, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Dr. Heidelore

Almoslechner – German

• Anne Thun-Hohenstein –

History, Art

• Dr. Stefanie Winkelbauer –

Applied Arts, Cuisine

• Mag. Adelaida Calligaris –

Liaison Officer

• Ellen Spallinger – Liaison

Officer


OFFICE HOURS

Mo-Tue-Wed: 2 a.m.–5 p.m.

Thurs-Fri: 9 p.m.–12 p.m.

Gabriela Znidaric, Secretary

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse

2, 1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36,

Fax: +43-(0)1-535 88 37

office@welcome-to-austria.org

www.welcome-to-austria.org

SOCIETY 1_2014 | 73


AMBASSADORS

A TO Z

Ambassadors' Caleidoscope

Embassies resident in Vienna

119 bilateral ambassadors are currently

representing their countries in Austria.

SOCIETY presents them with their names,

pictures and day of accreditation alphabetically

arranged according to countries.

AFGHANISTAN

H.E. Ayoob M. Erfani

since 05.04.2013

ARGENTINA

H.E. Rafael Mariano

Grossi

since 17.09.2013

BELGIUM

H.E. Frank Recker

since 30.06.2010

afg.emb.vie@chello.at

www.embassyofafghanistan.com

embargviena@embargviena.at

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

ALBANIA

H.E. Roland Bimo

since 14.03.2014

ARMENIA

H.E. Arman

Kirakossian

since 09.11.2011

BELIZE

H.E. Alexander Piletsky

since 01.10.1999

albemb.vie@chello.at

armenia@armembassy.at

belizeembassy@utanet.at

ALGERIA

H.E. Mohamed

Benhocine

since 02.07.2012

AUSTRALIA

H.E. David Gordon

Stuart

since 12.09.2012

BOLIVIA

Chargé d’Affaires a.i.

Ricardo Javier

Martinez Covarrubias

since 11.02.2009

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

embolaustria@of-viena.at

ANDORRA

Chargé d’Affaires a.i.

Gemma Cano Berne

AZERBAIJAN

H.E. Galib Israfilov

since 28.09.2011

BOSNIA AND HERZEGOVINA

H.E. Tanja Milasinovic

Martinovic

since 19.04.2012

office@ambaixada-andorra.at

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

ANGOLA

H.E. Maria De Jesus

Dos Reis Ferreira

since 09.11.2011

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

BELARUS

H.E. Valery

Voronetsky

since 09.11.2011

mail@byembassy.at

www.austria.belembassy.org

BRAZIL

H.E. Evandro Didonet

since 17.10.2012

mail@brasilemb.at

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF

74 | SOCIETY 1_2014


AMBASSADORS

A TO Z

BULGARIA

H.E. Elena Radkova

Shekerletova

since 28.03.2012

CÔTE D’IVOIRE

H.E. Largaton

Gilbert Ouattara

since 09.11.2011

ECUADOR

H.E. Wilson Pastor

Morris

since 22.10.2013

amboffice@embassybulgaria.at

office@ambaciaut.org

mecaustria@chello.at

BURKINA FASO

H.E. Paul Robert

Tiendrebeogo

since 28.03.2012

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

CROATIA

H.E. Gordan Bakota

since 09.03.2011

croemb.bec@mvpei.hr

http://at.mfa.hr

EGYPT

H.E. Khaled Abdelrahman

Abdellatif

Shamaa

since 09.11.2011

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at

www.egyptembassyvienna.at

CANADA

H.E. Mark Bailey

since 14.09.2009

CUBA

H.E. Juan Carlos

Marsan Aguilera

since 17.05.2011

EL SALVADOR

H.E. Mario Antonio

Rivera Mora

since 09.03.2011

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

CHILE

H.E. Mario Adolfo

Fernandez Baeza

designated

CYPRUS

H.E. Marios

Ieronymides

since 13.05.2014

ESTONIA

H.E. Eve-Külli Kala

since 11.01.2010

echile.austria@minrel.gov.cl

office@cyprusembassy.at

embassy@estwien.at

www.estemb.at

CHINA

H.E. Zhao Bin

since 12.09.2012

CZECH REPUBLIC

H.E. Jan Sechter

since 11.11.2013

FINLAND

H.E. Anu Irene

Laamanen

since 17.10.2013

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

COLOMBIA

H.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente

since 13.05.2014

DENMARK

H.E. Liselotte K.

Plesner

since 17.09.2013

FRANCE

H.E. Stéphane

Gompertz

since 19.04.2012

eaustria@cancilleria.gov.co

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

COSTA RICA

H.E. Ana Teresa Dengo

Benavides

since 26.09.2006

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez

since 04.06.2007

GEORGIA

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

since 18.06.2013

embajadaaustria_costa.rica@chello.at

mprdoiv@yahoo.com

vienna@geomission.at

SOCIETY 1_2014 | 75


AMBASSADORS

A TO Z

GERMANY

H.E. Detlev Rünger

since 12.09.2012

INDONESIA

H.E. Rachmat Budiman

since 17.10.2012

JORDAN

H.E. Hussam

Al Husseini

since 22.10.2013

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

GREECE

H.E. Chryssoula Aliferi

since 13.05.2014

IRAN

H.E. Hassan Tajik

since 02.07.2012

KAZAKHSTAN

H.E. Kairat Sarybay

since 14.03.2014

gremb@griechischebotschaft.at

www.griechische-botschaft.at

public@iranembassy-wien.at

www.iran.embassy.at

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

GUATEMALA

H.E. Antonio Roberto

Castellanos Lopez

since 12.09.2012

IRAQ

H.E. Dr. Surood R. Najib

Najib

since 09.12.2010

KENYA

H.E. Michael Adipo

Okoth Oyugi

since 05.04.2013

embajada@embaguate.co.at

www.embaguate.co.at

office@iraqembassy.at

*)

kenyarep-vienna@aon.at

www.kenyaembassyvienna.at/de/

HOLY SEE

H.E. Archbishop Dr.

Peter Stephan

Zurbriggen

since 17.04.2009

IRELAND

H.E. James Brennan

since 09.12.2010

KOSOVO

Chargé d'Affaires a.i.

Blerim Canaj

nuntius@nuntiatur.at

www.nuntiatur.at

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie

embassy.austria@ks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

HUNGARY

H.E. Vince Szalay-

Bobrovniczky

since 09.12.2010

ISRAEL

H.E. Zvi Heifetz

since 11.11.2013

KUWAIT

H.E. Sadiq M. Marafi

since 17.10.2013

mission.vie@mfa.gov.hu

info-sec@vienna.mfa.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

kuwait.embassy.vienna@speed.at

ICELAND

H.E. Audunn Atlason

since 17.09.2013

ITALY

H.E. Giorgio Marrapodi

since 17.09.2013

KYRGYZSTAN

H.E. Ermek Ibraimov

since 13.05.2014

emb.vienna@mfa.is

www.iceland.is/at

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

INDIA

H.E. Rajiva Misra

since 14.03.2014

JAPAN

H.E. Makoto Taketoshi

since 17.10.2013

LAOS

Chargé d'Affaires

Soukhasavanh Sanaphay

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

laoembassyvienna@hotmail.com

Fotos: HBF

76 | SOCIETY 1_2014


AMBASSADORS

A TO Z

LATVIA

H.E. Edgars Skuja

since 17.10.2013

MALAYSIA

H.E. Dato' Selwyn

Vijayarajan Das

since 22.10.2013

NAMIBIA

H.E. Simon Madjuma

Maruta

since 11.11.2013

embassy.austria@mfa.gov.lv

embassy@embassymalaysia.at

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

LEBANON

H.E. Ishaya El Khoury

since 10.09.2008

MALTA

H.E. Keith Azzopardi

since 17.10.2013

NETHERLANDS

H.E. Peter Paul van

Wulfften Palthe

since 12.09.2012

embassy.lebanon@inode.at

maltaembassy.vienna@gov.mt

wen@minbuza.nl

www.mfa.nl/wen

LIBYA

H.E. Dr. Ibrahim Ali

Albesbas

since 11.11.2013

MAROCCO

H.E. Dr. Ali El Mhamdi

since 12.01.2012

NEW ZEALAND

H.E.

Deborah Geels

since 05.04.2013

office@libyanembassyvienna.at

emb-pmissionvienna@morocco.at

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

LIECHTENSTEIN

H.H. Maria-Pia

Kothbauer Prinzessin

v.u.z. Liechtenstein,

since 11.12.1997

MEXICO

H.E. Luis Alfonso De

Alba

since 17.09.2013

NICARAGUA

H.E. Alvaro José

Robelo Gonzáles

since 11.01.2013

info@vie.llv.li

embamex@embamex.or.at

embanicviena@chello.at

LITHUANIA

Chargé d’Affaires a.i.

Edvilas Raudonikis

since 07.08.2012

MOLDOVA

H.E. Andrei Popov

since 22.10.2013

NIGERIA

H.E. Abel Adelakun

Ayoko

since 16.12.2013

amb.at@urm.lt

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

LUXEMBOURG

H.E. Hubert Wurth

since 09.11.2011

MONGOLIA

H.E. Gunaajav

Batjargal

since 05.04.2013

NORTH KOREA

H.E. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

office@embassymon.at

www.embassymon.at

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

MACEDONIA

H.E. Prof. Dr.

Gjorgji Filipov

since 18.10.2010

MONTENEGRO

H.E. Slavica Milacic

since 05.04.2013

NORWAY

H.E. Jan Petersen

since 14.10.2009

botschaft@makedonien.co.at

diplomat-mn@me-austria.eu

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

SOCIETY 1_2014 | 77


AMBASSADORS

A TO Z

OMAN

H.E. Dr. Badr Mohamed

Zaher Al Hinai

since 11.12.2007

PHILIPPINES

H.E. Lourdes O.

Yparraguirre

since 30.06.2010

SAUDI ARABIA

H.E. Mohammed Al

Salloum

since 02.07.2012

embassy.oman@chello.at

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

saudiembassy@saudiembassy.at

ORDER OF MALTA

H.E. Christof Maria

Fritzen

since 11.01.2013

POLAND

S.E. Artur Lorkowski

since 18.06.2013

SERBIA

H.E. Pero Jankovic

since 22.10.2013

botschaft@malteser.at

www.orderofmalta.int

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

www.wien.polemb.net

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

PAKISTAN

H.E. Ayesha Riyaz

since 16.12.2013

PORTUGAL

H.E. Pedro Luís

Baptista Moitinho

de Almeida

since 05.04.2013

SLOVAKIA

H.E. Juraj Machac

since 28.03.2012

parepvienna@gmail.com

www.mofa.gov.pk/austria

viena@mne.pt

emb.vieden@mzv.sk

www.vienna.mfa.sk

PALESTINIAN TERRITORIES

H.E. Salahaldin

Abdalshafi

since 22.10.2013

QATAR

H.E. Ali Khalfan Al-

Mansouri

since 11.11.2013

SLOVENIA

H.E. Andrej Rahten

since 17.10.2013

palestine.mission@chello.at

botschaft@katarbotschaft.at

vdu@gov.si

PANAMA

Chargé d'Affaires a.i.

Elisabeth Gisela Kelso

de Gonzalez

ROMANIA

H.E. Silvia Davidoiu

since 12.01.2009

SOUTH AFRICA

H.E. Tebogo Joseph

Seokolo

since 16.01.2014

mail@empanvienna.co.at

ambromviena@ambrom.at

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.dirco.gov.za/vienna/

PARAGUAY

H.E. Dr. Horacio

Nogues Zubizarreta

since 15.02.2008

RUSSIAN FEDERATION

H.E. Sergey Nechaev

since 29.04.2010

SOUTH KOREA

H.E. Young Wan Song

since 13.05.2014

embaparviena@chello.at

info@rusemb.at

www.rusemb.at

mail@koreaemb.at

http://aut.mofat.go.kr

PERU

Chargé d'Affaires a.i.

Edgard Arturo Perez Alvan

SAN MARINO

H.E. Dr. Elena

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

SPAIN

H.E. Alberto Carnero

Fernández

since 18.06.2013

embajada@embaperuaustria.at

rsmvienna@gmail.com

emb.viena@maec.es

Fotos: HBF

78 | SOCIETY 1_2014


AMBASSADORS

A TO Z

SRI LANKA

H.E. Aliyar Lebbe

Abdul Azeez

since 28.09.2011

TUNISIA

H.E. Mohamed Samir

Koubaa

since 28.09.2011

URUGUAY

H.E. Bruno Javier

Faraone Machado

since 13.05.2014

embassy@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

at.vienne@aon.at

uruvien@embuy.at

SUDAN

Chargé d'Affaires a.i.

Yousif Elkordofani

TURKEY

H.E. Mehmet Hasan

Gögüs

since 16.12.2013

UZBEKISTAN

Chargé d’Affaires a.i.

Azam Toshpulatov

sudanivienna@prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

SWEDEN

H.E. Nils Gustav Daag

since 28.09.2011

TURKMENISTAN

H.E. Silapberdi

Nurberdiev

since 28.09.2011

VENEZUELA

H.E. Alí De Jesús

Uzcategui Duque

since 06.05.2008

ambassaden.wien@foreign.ministry.se

www.swedenabroad.com

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

SWITZERLAND

H.E. Urs Breiter

since 27.09.2010

UKRAINE

Chargé d'Affaires a.i.

Kateryna Terek-

Medveczky

VIETNAM

H.E. Thiep Nguyen

since 17.05.2011

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

info@ukremb.at

www.ukremb.at

office@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.org/vi/

SYRIA

H.E. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

UNITED ARAB EMIRATES

H.E. Abdelhadi A.

Alkhajah

since 14.03.2014

YEMEN

H.E. Abdulhakim Abdulrahman

Al-Eryani

since 27.09.2010

vienna_embassy@syrianembassy.

jet2web.at

emirates@aon.at

yemenembassy.vienna@aon.at

TAJIKISTAN

H.E. Ismatullo

Nasredinov

since 17.09.2013

UNITED KINGDOM

H.E. Susan Le Jeune

d’Allegeershecque

since 12.09.2012

ZIMBABWE

H.E. Tsitsi Grace

Mutandiro

since 17.01.2005

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.org

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

z.vien@chello.at

THAILAND

H.R.H. Princess

Bajrakitiyabha

Mahidol

since 17.10.2012

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

UNITED STATES

H.E. Alexa Wesner

since 22.10.2013

embassy@usembassy.at

www.usembassy.at

SOCIETY 1_2014 | 79


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2013 bis Mai 2014

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

ALBANIEN

GRIECHENLAND

INDIEN

H.E. Roland

Bimo

H.E. Chryssoula

Aliferi

H.E. Rajiva Misra

Born on March 31, 1954

in Tirana. Married. Two

sons.

Born in 1958 in Athens.

Married. Two sons.

Born on 04 November,

1956. Married, two

daughters.

EDUCATION

• “Qing Hua” University, Beijing,

China. Faculty of Electronic Engineering.

• Tirana University, Department of

History. Master Degree.

• Doctorate thesis “Albania and new

security architecture”

PROFESSIONAL CAREER

• 1982-86: Joined Foreign Service of

Albania

• 1986-90: Second Secretary, Embassy

of Albania in Warsaw, Poland

• 1990-92: Desk officer for East Asia,

Far East and Pacific. Director of

the Department in charge of Asia,

Pacific and USA

• 1992-94: Ambassador to the USA

• 1994-97: Ambassador to Hungary

• 1997-2002: Ambassador, Perm. Rep.

of Albania to UN, OSCE and Int.

Organisations in Vienna

• 2002-06: General Secretary of the

Albanian Ministry of Foreign Affairs

• 2006-09: Ambassador of Albania to

the Kingdom of the Netherlands

• 2009-10: Head of newly opened Embassy

of Albania in Brasilia, Brazil

• 2010-12: Director of the Albanian

National Institute of Diaspora at the

Ministry of Foreign Affairs

• 2012-13: Diplomatic Adviser to the

Chairman of the Socialist Party of

Albania

EDUCATION

• 1979: Graduated from School of Philosophy

(Classical Studies), University

of Athens, Greeces

PROFESSIONAL CAREER

• 1984-87: Directorate for Middle East

and Africa, MFA

• 1986: Member of the Greek Delegation

to the U.N., USA

• 1987-91: Embassy of Greece in

Damascus

• 1991-94: Embassy of Greece in Sofia

• 1994-98: Deputy Director at the ST1

Personnel Directorate and then

Head of Cabinet of the Secretary

General for Administration and

Organization

• 1998-2003: Deputy Head of Mission

at the Embassy of Greece in Vienna

and at the Perm. Mission of Greece

to the United Nations in Vienna

• 2003-06: Consul General in Johannesburg,

South Africa

• 2006-07: Deputy Director of C2 Directorate

for European Integration

and Economic & Monetary Policy

• 2007: Alternate Director of C4 Directorate

for Justice, Home Affairs and

Schengen, MFA

• 2007-08: Director of C4 European

Directorate for Justice, Home Affairs

and Schengen, MFA

• 2008-14: Director of A7 Directorate

for North America, MFA

EDUCATION

• Studied English literature and

History, Banaras Hindu University,

Varanasi; Jawaharlal Nehru University,

New Delhi

PROFESSIONAL CAREER

• 1980: Joined the Indian Foreign

Service; Ambassador Misra served

in different capacities at India’s

Embassies and Consulates in Paris,

San Francisco, Thimphu

• 1993-95: Director at the Afghanistan-

Iran desk in the Ministry of External

Affairs

• 1995-98: Director to the Ministry of

Finance

• 2001-03: Head of the Division of

Multilateral Economic Relations,

MEA

• 2003-06: India’s Deputy Chief of Mission

to the World Trade Organization

(WTO), Geneva

• 2006-09: Ambassador to Croatia

• 2009-10: Head of the United Nations

Division, MEA

• 2010-14: Ambassador to Slovakia

FOTOS: HBF

80 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

KASACHSTAN

KIRGISISTAN

KOLUMBIEN

H.E. Kairat

Sarybay

Born on 08 June, 1966,

in Almaty. Married,

two children.

H.E. Ermek

Ibraimov

Married. Two children.

H.E. Jaime

Alberto Cabal

Sanclemente

Born on May 25, 1959.

Married, one son.

EDUCATION

• 1988: Leningrad State University,

USSR

PROFESSIONAL CAREER

• 1988-1991: Senior Research Fellow of

the Oriental Studies Institute of the

Academy of Sciences of the Kazakh

SSR and Institute of Linguistics of

the Academy of Sciences, USSR

• 1991-1996: Service at the headquarters

of the MFA, as well as at the

Kazakhstan Embassy in Ankara

• 1996-1997: Head of the Presidential

Protocol Service

• 1997-1998: Press Secretary to the

President of the Republic of Kazakhstan

- Head of the Presidential Press

Office

• 1998-1999: Vice-Minister of Foreign

Affairs

• 1999-2003: Ambassador to the Republic

of Turkey

• 2003-2007: Ambassador to the Federal

Republic of Germany

• 2007-2008: Deputy Minister of Foreign

Affairs, National Coordinator

for interaction with the European

Union

• 2008-2010: Assistant to the President

of the Republic of Kazakhstan

• 2010-2014: Deputy Minister of Foreign

Affairs

EDUCATION

• 1995: Graduated from the Diplomatic

Academy under the Ministry

of Foreign Affairs of the Russian

Federation, major „International

relations“

PROFESSIONAL CAREER

• 1995-1996: Second secretary, Department

of economic cooperation, MFA

• 1996-1998: Counsellor, Embassy of

the Kyrgyz Republic to Turkey

• 1998-1999: Head of Consular agency,

Frankfurt am Main, Germany

• 1999-2001: Deputy Head of the Department

of foreign policy – Head of

the Protocol Service, Presidency of

the Kyrgyz Republic

• 2001-2005: Director on economic research,

Secretariat of the Economic

Cooperation Organization (ECO),

Tehran, Islamic Republic of Iran

• 2005: Assistant to the President of

the Kyrgyz Republic, Head of the

Protocol Service of the President of

the Kyrgyz Republic

• 2005-2007: Deputy Chief of Staff –

Head of the Department of foreign

policy, Presidency of the Kyrgyz

Republic

• 2007-2009: Deputy Minister of Foreign

Affairs of the Kyrgyz Republic

• 2011-2014: Ambassador of the Kyrgyz

Republic to the Republic of Turkey

EDUCATION

• Industrial Engineer from the

Javeriana University, Bogota

• English Language and Economy,

Georgetown University

• Masters in Economy, American University,

Washington, D.C.

• Postgraduate studies from the Los

Andes University, Bogota and Inalde

• Management of social companies,

University of South Carolina

• Instituto de Empresa, Madrid

PROFESSIONAL CAREER

• 1982-94: Grupo 80 Foundation,

Foundation for Superior Education,

FES Institute for Leadership, Funda

Empresa, Carvajal Foundation

• 1992-94: Senior consultant of the EU

• 1994-99: President of ACOPI (Colombian

Small and Medium Enterprises

Business Association Council)

• 1999-2000: Minister of Economic

Development

• 2001-02: President of Danaranjo S.A.

Company

• 2002-11: President of COTELCO,

Hotel and Tourism Association of

Colombia, Chairman of the Colombian

Chamber of Tourism

• 2011-14: Ambassador in the Republic

of Korea

SOCIETY 1_2014 | 81


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2013 bis Mai 2014

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

KOREA –

REPUBLIK

H.E. Young Wan

Song

NIGERIA

H.E. Abel

Adelakun Ayoko

PAKISTAN

H.E. Ayesha

Riyaz

Born on November

8, 1957. Married. One

daughter.

Born on 14 February,

1957. Married, with

children.

Born on 12 June, 1958,

in Lahore.

EDUCATION

• 1980: B.A. in Linguistics, Seoul National

University

• 1985: M.A. in International Relations,

International Institute of

Public Administration, Paris

PROFESSIONAL CAREER

• 1986: Second Secretary, Korean

Permanent Observer Mission, United

Nations

• 1992: Counsellor, Korean Embassy,

Bulgaria

• 1995: First Secretary, Korean Perm.

Miss. to the EU, Brussels

• 1998: Director, United Nations

Economic Affairs Division, Office of

Policy Planning, MOFAT

• 1999: Director, United Nations Division,

Office of Policy Planning and

Int. Org., MOFAT

• 2000: Minister-Counsellor, Korean

Embassy, Egypt

• 2005: Minister, Korean Perm. Miss.

to the UN, New York

• 2006: Director-General, International

Organizations Bureau, MOFAT

• 2008: Secondment to the Institute of

Foreign Affairs, Georgetown University,

Washington D.C.

• 2009: Panel of Experts, Security

Council Committee established

Pursuant to Resolution 1718

• 2011: Consul-General, Korean Consulate

General in Seattle, USA

EDUCATION

• 1981: Bachelor of Science, University

of Lagos, Nigeria

• 1996: Masters in International Law

& Diplomacy, University of Lagos,

Nigeria

PROFESSIONAL CAREER

• 1984-86: Third Secretary, American

Affairs Department, MFA

• 1987-88: Third Secretary, Nigeria

High Commission, Lusaka, Zambia

• 1988-90: Second Secretary/Head

of Chancery, Embassy of Nigeria,

Luanda, Angola

• 1991-98: First Secretary, Discipline

Section, Administration Department,

MFA

• 1998-2002: Senior Counsellor, Embassy/Permanent

Mission of Nigeria,

Vienna, Austria

• 2002-06: Assistant Director/Special

Assistant to Under Secretary, African

Affairs Directorate, MFA

• 2006-10: Minister/Deputy Head of

Mission, Embassy of Nigeria, Stockholm,

Sweden, with concurrent

accreditation to Denmark, Norway

and Finland

• 2010-12: Director, Third United Nations

Division, International Organizations

Department, MFA

• 2012-13: Ambassador/Deputy Permanent

Representative of Nigeria to

the United Nations in Geneva

EDUCATION

• 1977-1980: M.A. (Cantab), Girton College,

Cambridge University, United

Kingdom

PROFESSIONAL CAREER

• 1982: Joined the Foreign Service of

Pakistan

• 1984-1985: Assistant Director Iran-

Iraq, Assistant Director International

Conferences, MFA, Islamabad

• 1986-1989: Third Secretary/Second

Secretary, Embassy of Pakistan,

Washington D.C.

• 1989-1993: Deputy Director Administration,

Deputy Director Policy

Planning, MFA, Islamabad

• 1993-1996: First Secretary, High

Commission for Pakistan, Pretoria,

South Africa

• 1996-2001: Director Foreign Service

Academy, Islamabad

• 2001-2002: Director Arab Affairs,

MFA, Islamabad

• 2002-2006: Minister & Deputy Head

of Mission in Paris, and Alternate

Permanent Delegate to UNESCO

• 2006-2011: Ambassador to Switzerland,

Liechtenstein and the Holy See

• 2012-2013: Additional Foreign Secretary

(Europe)

FOTOS: HBF

82 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

SÜDAFRIKA

TÜRKEI

URUGUAY

H.E. Tebogo

Joseph Seokolo

Born on 5 December,

1970, in South Africa.

Married, two children.

H.E. Mehmet

Hasan Gögüs

Born on 23 October

1953, in Gaziantep.

Married, one daughter.

H.E. Bruno

Javier Faraone

Machado

Born on 20th October,

1953. Married. Five

children.

EDUCATION

• Bachelor of Arts, majoring in

English and History

• Post-graduate law programme with

the University of South Africa

PROFESSIONAL CAREER

• He served at South Africa’s Mission

in The Hague, Netherlands, and as

South Africa’s Ambassador to Turkey,

Azerbaijan and Uzbekistan.

• Prior to his appointment as Ambassador

to Austria and Permanent

Representative to the International

Organisations in Vienna, he served

as Chief Director: Western Europe

in the Department of International

Relations and Cooperation of the

Republic of South Africa.

EDUCATION

• 1972-76: B.A. in International Relations,

Faculty of Political Sciences,

Ankara University

• 1976-77: M.A. on International Relations,

Faculty of Political Sciences,

Ankara University

PROFESSIONAL CAREER

• 1977-80: Department of International

Security Affairs, MFA

• 1980-82: Turkish Embassy, New

Delhi

• 1982-85: Turkish Permanent Mission

to the UN, Geneva

• 1985-87: Chief of Cabinet of the

Under Secretary of the MFA

• 1987-91: Turkish Embassy, London;

Rep. of Turkey to the Int. Maritime

Organization

• 1991-93: Director of Department for

Eastern Europe and Central Asia

• 1993-97: Minister, Deputy Perm. Rep.

of the Turkish Mission to the OSCE

• 1997-2001: Deputy Director General

for Arms Control, Disarmament and

OSCE, MFA; Rep. of Turkey to the

High level Task Force in NATO

• 2002-05: Ambassador to India

• 2006-09: Director General for Multilateral

Political Affairs, MFA

• 2009-11: Ambassador of Turkey to

Greece

• 2011-13: Deputy Undersecretary for

European and EU Affairs, MFA

EDUCATION

• Doctor in Law and Social Science,

Universidad de la República

(Udelar), Montevideo

• Postgraduate degree in International

Law, Universidad de la República

• Specialization in International Law,

Organization of American States

(OEA)

PROFESSIONAL CAREER

• 1986: Joined the Foreign Service

• 1991-96: Consul of Uruguay in

Colombia

• 1998-2003: Consul of Uruguay in

Panamá

• 2005-06: Director General of Political

Affairs

• 2006-11: General Consul of Uruguay

in Curitiba, Brazil

• 2012-14: Director for America, Foreign

Ministry

• Professor, Universidad de la República,

Montevideo

• Professor, Universidad ORT, Montevideo

• Professor, Universidad Nacional de

Colombia

SOCIETY 1_2014 | 83


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2013 bis Mai 2014

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

VEREINIGTE

ARABISCHE

EMIRATE

H.E. Abdelhadi

Abdelwahid

Alkhajah

Born in Sharjah in

1949. Married, three

children.

ZYPERN

H.E. Marios

Ieronymides

Born on 20 January

1954, Athens. Married.

Two children.

BANGLADESCH

H.E. Muhammad

Ali Sorcar

(Residiert in Berlin.)

EDUCATION

• 1974: Bachelor in Economic and Political

Science, University of Cairoy

PROFESSIONAL CAREER

• 1975: Joined the Ministry of Foreign

Affairs of the UAE

• 1976: UAE Embassy in Cairo

• 1979-1987: Section Head of the

Temporary Protection of Interests of

UAE in Cairo

• 1989-1992: Ambassador to the Democratic

Republic of Somalia

• 1988-1989: Deputy Director of the

Administration Department

• 1992-1997: Ambassador to the

Republic of Tunisia

• 1992-1997: Permanent Representative

to the Arab Educational, Scientific

and Cultural Organization

• 1997: Ambassador the Kingdom of

Belgium

• 1998: Non-Resident Ambassador to

the Grand Duchy of Luxemburg

• 1999: Ambassador to the European

Union and European Commission

• 1999-2003: Non-Resident Ambassador

to the Kingdom of the Netherlands

• 2004-2005: Director of the Administration

Department

• 2006: Transferred to the office of the

State Minister for Foreign Affairs

• 2008-2013: Ambassador to the

Hellenic Republic of Greece

EDUCATION

• 1973-78: LLB in Law (with Honours),

National and Kapodistrian University

of Athens

• 1978-80: Postgraduate diploma in

law, University of Buckingham, UK

PROFESSIONAL CAREER

• 1985-90: First Secretary, Embassy of

Cyprus, Belgrade

• 1990-92: Counsellor, Political Department,

MFA

• 1992-94: Head of Mission, Chargé

d’Affaires a.i., Embassy of Cyprus,

Budapest

• 1994-99: Head of Mission, Chargé

d’Affaires a.i., Embassy of Cyprus,

Tripoli

• 1999-2001: Ambassador of Cyprus to

the Islamic Republic of Iran

• 2001-02: Political Director, MFA

• 2002-05: Ambassador of Cyprus to

the Syrian Arab Republic

• 2005-06: Director, Service for Overseas

Cypriots

• 2006-07: Chief of the State Protocol

• 2007-11: Ambassador of Cyprus to

China

• 2012: Ambassador/Director of the

Diplomatic Office of the President

of the Republic of Cyprus

• 2012-14: Ambassador/Director, Division

for the Overseas Cypriots,MFA

BURUNDI

H.E. Dr. Edouard

Bizimana

(Residiert in Berlin.)

GHANA

H.E. Sammie

Pesky Eddico

(Residiert in Bern.)

FOTOS: HBF

84 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

MYANMAR

MALI

H.E. U Soe Nwe

H.E. Ba Hawa

Keita

(Residiert in Berlin.)

(Residiert in Berlin.)

SAMBIA

H.E. Bwalya

Stanley Kasonde

Chiti

(Residiert in Berlin.)

SEYCHELLEN

H.E. Bernard

Francis

Shamlaye

(Residiert in Paris.)

Order of precedence of the Chiefs of the

diplomatic missions resident in Vienna

n Apostolic Nuncio – Holy See

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN

n Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

n Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)

n Belize

H.E. Mr. Alexander PILETSKY, (01.10.1999)

n Zimbabwe

H.E. Ms. Tsitsi Grace MUTANDIRO, (17.01.2005)

n Costa Rica

H.E. Ms. Ana Teresa DENGO BENAVIDES, (26.09.2006)

n Dominican Republic

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)

n Oman

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)

n Paraguay

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)

n Venezuela

H.E. Mr. Alí De Jesús UZCATEGUI DUQUE, (06.05.2008)

n Lebanon

H.E. Mr. Ishaya EL KHOURY, (10.09.2008)

n San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)

n Romania

H.E. Ms. Silvia DAVIDOIU, (12.01.2009)

n Norway

H.E. Mr. Jan PETERSEN, (14.10.2009)

n Estonia

H.E. Ms. Eve-Külli KALA, (11.01.2010)

n Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

n Russian Federation

H.E. Mr. Sergey NECHAEV, (29.04.2010)

n Belgium

H.E. Mr. Frank RECKER, (30.06.2010)

n Philippines

H.E. Ms. Lourdes O. YPARRAGUIRRE, (30.06.2010)

n Switzerland

H.E. Mr. Urs BREITER, (27.09.2010)

n Yemen

H.E. Mr. Abdulhakim Abdulrahman AL-ERYANI, (27.09.2010)

n Macedonia

H.E. Mr. Prof. Dr. Gjorgji FILIPOV, (18.10.2010)

n Ireland

H.E. Mr. James BRENNAN, (09.12.2010)

n Hungary

H.E. Mr. Vince SZALAY-BOBROVNICZKY, (09.12.2010)

n Iraq

H.E. Mr. Dr. Surood R. Najib NAJIB, (09.12.2010)

n El Salvador

H.E. Mr. Mario Antonio RIVERA MORA, (09.03.2011)

n Croatia

H.E. Mr. Gordan BAKOTA, (09.03.2011)

n Cuba

H.E. Mr. Juan Carlos MARSAN AGUILERA, (17.05.2011)

n Vietnam

H.E. Mr. Thiep NGUYEN, (17.05.2011)

n Sweden

H.E. Mr. Nils Gustav DAAG, (28.09.2011)

n Sri Lanka

H.E. Mr. Abdul Azeez ALIYAR LEEBE, (28.09.2011)

n Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

n Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

SOCIETY 1_2014 | 85


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Tunisia

H.E. Mr. Mohamed Samir KOUBAA, (28.09.2011)

n Egypt

H.E. Mr. Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,

(09.11.2011)

n Luxemburg

H.E. Mr. Hubert WURTH, (09.11.2011)

n Côte d‘Ivoire

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)

n Angola

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA, (09.11.2011)

n Belarus

H.E. Mr. Valery VORONETSKY, (09.11.2011)

n Armenia

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)

n Morocco

H.E. Mr. Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.2012)

n Burkina Faso

H.E. Mr. Paul Robert TIENDREBEOGO, (28.03.2012)

n Slovakia

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)

n Bulgaria

H.E. Ms. Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.2012)

n Bosnia und Herzegovina

H.E. Ms. Tanja MILASINOVIC MARTINOVIC, (19.04.2012)

n France

H.E. Mr. Stephane Laurent GOMPERTZ, (19.04.2012)

n Algeria

H.E. Mr. Mohamed BENHOCINE, (02.07.2012)

n Saudi Arabia

H.E. Mr. Mohammed AL SALLOUM, (02.07.2012)

n Iran

H.E. Mr. Hassan TAJIK, (02.07.2012)

n Guatemala

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)

n Netherlands

H.E. Mr. Peter Paul VAN WULFFTEN PALTHE, (12.09.2012)

n China

H.E. Mr. Bin ZHAO, (12.09.2012)

n United Kingdom

H.E. Ms. Susan Jane LE JEUNE D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.2012)

n Germany

H.E. Mr. Detlev RÜNGER, (12.09.2012)

n Australia

H.E. Mr. David Gordon STUART, (12.09.2012)

n Brazil

H.E. Mr. Evandro DE SAMPAIO DIDONET, (17.10.2012)

n Indonesia

H.E. Mr. Rachmat BUDIMAN, (17.10.2012)

n Thailand

H.R.H. Princess Bajrakitiyabha MAHIDOL, (17.10.2012)

n Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)

n Order of Malta

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)

n New Zealand

H.E. Ms. Deborah Mary GEELS, (05.04.2013)

n Kenya

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)

n Mongolia

H.E. Mr. Batjargal GUNAAJAV, (05.04.2013)

n Afghanistan

H.E. Mr. Ayoob M. ERFANI, (05.04.2013)

n Montenegro

H.E. Ms. Slavica MILACIC, (05.04.2013)

n Portugal

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,

(05.04.2013)

n Spain

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)

n Georgia

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)

n Poland

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)

n Mexico

H.E. Mr. Luis Alfonso DE ALBA, (17.09.2013)

n Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

n Iceland

H.E. Mr. Audunn ATLASON, (17.09.2013)

n Denmark

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)

n Italy

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)

n Tajikistan

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)

n Latvia

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)

n Finland

H.E. Ms. Anu Irene LAAMANEN, (17.10.2013)

n Malta

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)

n Japan

H.E. Mr. Makoto TAKETOSHI, (17.10.2013)

n Slovenia

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)

n Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

n United States

H.E. Ms. Alexa WESNER, (22.10.2013)

n Jordan

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)

n Malaysia

H.E. Mr. Selwyn Vijayarajan DAS, (22.10.2013)

n Ecuador

H.E. Mr. Wilson Marcelo PASTOR MORRIS, (22.10.2013)

n Serbia

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)

n Moldova

H.E. Mr. Andrei POPOV, (22.10.2013)

n Palestinian Territories

H.E. Mr. Salahaldin ABDALSHAFI, (22.10.2013)

n Libya

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)

n Namibia

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)

n Qatar

H.E. Mr. Ali Khalfan AL-MANSOURI (11.11.2013)

n Canada

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)

n Czech Republic

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)

n Israel

H.E. Mr. Zvi HEIFETZ, (11.11.2013)

n Pakistan

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)

n Nigeria

H.E. Mr. Adelakun Abel AYOKO, (16.12.2013)

n Turkey

H.E. Mr. Mehmet Hasan GÖGÜS, (16.12.2013)

n South Africa

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)

n Albania

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)

n Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)

n United Arab Emirates

H.E. Mr. Abdelhadi Abdelwahid ALKHAJAH, (14.03.2014)

n India

H.E. Mr. Rajiva MISRA, (14.03.2014)

n Colombia

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)

n Greece

H.E. Ms. Chryssoula ALIFERI, (13.05.2014)

n Korea - Republic

H.E. Mr. Young Wan SONG, (13.05.2014)

n Cyprus

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)

n Uruguay

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)

n Kirgizstan

H.E. Mr. Ermek IBRAIMOV, (13.05.2014)

n Chile

H.E. Mr. Mario Adolfo FERNANDEZ BAEZA, designated

n Sudan

Mr. Yousif ELKORDOFANI, Minister, (10.07.2010),

Chargé d'Affaires

n Bolivia

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires

n Ukraine

Ms. Kateryna TEREK-MEDVECZKY, First Secretary,

(30.08.2011), Chargé d'Affaires

n Andorra

Ms. Gemma CANO BERNE, Counsellor (11.01.2012),

Chargé d’Affaires

n Lithuania

Mr. Edvilas RAUDONIKIS, Minister Counsellor (07.08.2012),

Chargé d’Affaires

n Kosovo

Mr. Blerim CANAJ, Counsellor, (21.12.2012), Chargé d’Affaires

n Laos

Mr. Soukhasavanh SANAPHAY, First Secretary, (24.06.2013),

Chargé d‘Affaires

n Panama

Ms. Elisabeth KELSO DE GONZALEZ, Minister Counsellor,

(24.01.2014), Chargé d‘Affaires

n Peru

Mr. Edgard Arturo PEREZ ALVAN, Minister Counsellor,

(01.03.2014), Chargé d‘Affaires

n Uzbekistan

Mr. Azam TOSHPULATOV, Consul, Chargé d‘Affaires

Embassies not

resident in Austria

in alphabetical

order

n Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

n Bahamas

no diplomatic mission to Austria

n Bahrain

N.N.

(Geneva)

n Bangladesh

H.E. Mr. Mh Ali SORCAR, (14.03.2014)

(Berlin)

n Barbados

Chargé d’Affaires Ms. Yvette GODDARD, (17.07.2002)

(Brussels)

n Benin

H.E. Mr. Séraphin LISSASSI, (29.04.2010)

(Geneva)

n Bhutan

H.E. Mr. Daw PENJO, (11.01.2013)

(Geneva)

86 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Botswana

H.E. Mr. Mothusi Bruce Rabasha PALAI, (11.01.2013)

(Geneva)

n Brunei Darussalam

Chargé d’Affaires Mr. AK Asnawi Arbi PG DP HJ

SHARIFUDDIN, (18.10.2011)

(Berlin)

n Burundi

H.E. Dr. Edouard BIZIMANA, (16.01.2014)

(Berlin)

n Cambodia

H.E. Mr. Saem HEM, (22.06.2009)

(Brussels)

n Cameroon

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY

(Berlin)

n Cape Verde

N.N.

(Geneva)

n Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

n Chad

Chargé d’Affaires Ms. Solalta NGARMBATINAN, (28.01.2013)

(Berlin)

n Comoros

no diplomatic mission to Austria

n Congo (Republic)

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (18.11.2013)

(Berlin)

n Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

n Dominica

no diplomatic mission to Austria

n Djibouti

no diplomatic mission to Austria

n Equatorial Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Eritrea

H.E. Mr. Petros TSEGGAI ASGHEDOM, (10.11.2005)

(Berlin)

n Ethiopia

H.E. Mr. Minelik Alemu GETAHUN, (12.01.2012)

(Geneva)

n Fiji

no diplomatic mission to Austria

n Gabun

H.E. Mr. Jean Claude BOUYOBART, (14.01.2008)

(Berlin)

n Gambia

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)

(London)

n Ghana

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)

(Bern, CH)

n Grenada

Counsellor Ms. Kasandra Roxie HUTCHINSON, (07.09.2012)

(Brussels)

n Guinea

H.E. Mr. Ibrahima Sory SOW, (11.01.2013)

(Berlin)

n Guinea-Bissau

N.N.

(Berlin)

n Guyana

H.E. Mr. Dr. Patrick I. GOMES, (31.05.2006)

(Brussels)

n Haiti

N.N.

(Geneva)

n Honduras

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)

(Berlin)

n Jamaica

H.E. Mr. Wayne McCOOK, (11.01.2013)

(Geneva)

n Kiribati

no diplomatic mission to Austria

n Lesotho

N.N.

(Berlin)

n Liberia

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)

(Berlin)

n Madagascar

Chargé d’Affaires Ms. Lea RAHOLINIRINA

(Falkensee, D)

n Malawi

Chargé d’Affaires Mr. Oliver KUMBAMBE, (26.04.2009)

(Berlin)

n Maldives

no diplomatic mission to Austria

n Mali

H.E. Ms. Ba Hawa KEITA, (16.01.2014)

(Berlin)

n Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

n Mauretania

Chargé d‘Affaires Mr. Hamed SIDI MOHAMED

(Berlin)

n Mauritius

H.E. Ms. Sarojini SEENEEVASSEN-FRERS, (18.06.2013)

(Berlin)

n Micronesia

no diplomatic mission to Austria

n Monaco

H.E. Mr. Claude GIORDAN, (16.04.2007)

(Berlin)

n Mozambique

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO, (02.07.2012)

(Berlin)

n Myanmar

H.E. Mr. Soe NWE, (16.12.2013)

(Berlin)

n Nauru

no diplomatic mission to Austria

n Nepal

Chargé d’Affaires Mr. Prakash Mani PAUDEL, (16.01.2012)

(Berlin)

n Niger

N.N.

(Geneva)

n Palau

no diplomatic mission to Austria

n Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Ruanda

H.E. Ms. Christine NKULIKIYINKA, (12.01.2012)

(Berlin)

n Samoa

no diplomatic mission to Austria

n São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

n Senegal

Chargé d‘Affaires Ibrahima CISSE

(Berlin)

n Seychelles

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)

(Paris)

n Sierra Leone

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)

(Berlin)

n Singapore

H.E. Mr. Kok Leng SOO, (16.04.2007)

(Singapore)

n Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

n Somalia

no diplomatic mission to Austria

n St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

n St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

n St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)

(London)

n South Sudan

no diplomatic mission to Austria

n Suriname

no diplomatic mission to Austria

n Swaziland

Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA

(Geneva)

n Tanzania

Chargé d’Affaires Mr. Christopher MVULA

(Berlin)

n Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

n Togo

Chargé d‘Affaires Mr. Galley Kanyi LOGOSU-TEKO

(Berlin)

n Tonga

no diplomatic mission to Austria

n Trinidad and Tobago

First Secretary Ms. Simone YOUNG, (15.02.2008)

(Geneva)

n Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

n Uganda

Chargé d’Affaires Mr. Julius Joshua KIVUNA, (13.12.2008)

(Berlin)

n Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

n Zambia

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)

(Berlin)

SOCIETY 1_2014 | 87


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten

und hat Botschaften und Generalkonsulate in 80 Ländern.

SOCIETY präsentiert exklusiv alle LeiterInnen der im Ausland

befindlichen bilateralen österreichischen Vertretungen.

ÄGYPTEN

Ferdinand Maultaschl

Amtsbereich: Ägypten,

Sudan, Eritrea

ASERBAIDSCHAN

Sylvia Meier-Kajbic

Aserbaidschan, Georgien

BRASILIEN

Marianne Feldmann

Brasilien, Suriname

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/brasilia

ALBANIEN

Thomas Schnöll

Albanien

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

ÄTHIOPIEN

Andreas Melan

Äthiopien, Dschibuti,

Kongo, Uganda,

Südsudan

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

addisabeba

BULGARIEN

Gerhard Reiweger

Bulgarien

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

ALGERIEN

Aloisia Wörgetter

Algerien, Niger

AUSTRALIEN

Helmut Böck

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshall-

CHILE

Dorothea Auer

Chile

inseln, Mikronesien, Nauru, Neusee-

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

ARGENTINIEN

Karin Proidl

Argentinien, Paraguay,

Uruguay

ARMENIEN

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

buenosaires

Alois Kraut

Armenien (mit Sitz in

Wien)

www.aussenministerium.at/armenien

BELGIEN

land, Papua-Neuguinea, Salomonen,

Samoa, Tuvalu, Tonga, Vanuatu

canberra-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/canberra

Karl Schramek

Belgien

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bruessel

BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Martin Pammer

Bosnien und

Herzegowina

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sarajewo

CHINA

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

santiagodechile

Irene Giner-Reichl

China, Mongolei

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/peking

CHINA – GENERALKONSULAT

HONGKONG

Claudia Reinprecht

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hongkong

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)

88 | SOCIETY 1_2014


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

CHINA – GENERALKONSULAT

SHANGHAI

Silvia Neureiter

DÄNEMARK

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

shanghaigk

Ernst-Peter Brezovszky

Dänemark, Island

FRANKREICH – GENERAL-

KONSULAT STRASSBURG

Wolfgang Strohmayer

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/strassburggk

GRIECHENLAND

Melitta Schubert

Griechenland

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/athen

ITALIEN

René Pollizer Italien

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

ITALIEN – GENERALKONSULAT

MAILAND

Sigrid Berka

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandgk

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kopenhagen

DEUTSCHLAND

Ralph Scheide

Deutschland

HEILIGER STUHL

Alfons Kloss

Heiliger Stuhl, Malteser

Ritterorden, San Marino

vatikan-ob@bmeia.gv.at

JAPAN

Bernhard Zimburg

Japan

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.de

DEUTSCHLAND – GENERAL-

KONSULAT MÜNCHEN

Helmut Koller

INDIEN

Bernhard Wrabetz

Indien, Bangladesch,

Bhutan, Malediven,

Nepal, Sri Lanka

new-delhi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newdelhi

JORDANIEN

Astrid Harz

Jordanien, Irak

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/amman

ESTLAND

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

muenchen

Renate Kobler

Estland

INDONESIEN

Andreas Karabaczek

Indonesien, Singapur,

Timor-Leste

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta

KANADA

Arno Riedel

Kanada, Jamaika

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ottawa

FINNLAND

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tallinn

Elisabeth Kehrer

Finnland

IRAN

Friedrich Stift

Iran

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran

KASACHSTAN

Wolfgang Banyai

Kasachstan, Kirgisistan,

Tadschikistan,

Turkmenistan

astana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/astana

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/helsinki

FRANKREICH

Ursula Plassnik

Frankreich, Monaco

paris-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/paris

IRLAND

Thomas Nader Irland

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dublin

ISRAEL

Franz Kuglitsch

Israel

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telaviv

KATAR

Roland Hauser

Katar (residiert in Wien)

doha-ob@bmeia.gv.at

KENIA

Christian Ebner

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo - Demokratische Republik,

Ruanda, Seychellen, Tansania - Vereinigte Republik, Somalia,

Sambia, Malawi

nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nairobi

SOCIETY 1_2014 | 89


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

KOREA - REPUBLIK

Elisabeth Bertagnoli

Korea - Republik, Korea -

Demokratische Volksrepublik

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

KOSOVO

KROATIEN

KUBA

Johann Brieger

Kosovo

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pristina

Andrea Ikic-Böhm

Kroatien

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/agram

Andreas Rendl

Kuba

LIBYEN

Franz Hörlberger

Libyen

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tripolis

LIECHTENSTEIN

Arthur Winkler-

Hermaden

Liechtenstein

LITAUEN

Johann Spitzer Litauen

wilna-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/wilna

LUXEMBURG

Thomas Oberreiter

Luxemburg

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

luxemburg

MAZEDONIEN

Thomas Michael Baier

Mazedonien

MEXIKO

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/skopje

Eva Hager

Mexiko, Belize,

Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras,

Nicaragua, Panama

mexiko-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mexiko

MONTENEGRO

Johann Fröhlich

Montenegro

podgorica-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

podgorica

NIEDERLANDE

Werner Druml

Niederlande

KUWAIT

LETTLAND

LIBANON

havanna-ob@bmeia.gv.at

Ulrich Frank

Kuwait, Bahrain

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwait

Stefan Pehringer

Lettland

riga-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riga

Ursula Fahringer

Libanon

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/beirut

MALAYSIA

MALTA

MAROKKO

Christophe Ceska

Malaysia, Brunei Darussalam

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kualalumpur

Petra Schneebauer

Malta

valletta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/valletta

Wolfgang Angerholzer

Marokko, Mauretanien

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

NIGERIA

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/denhaag

Joachim Öppinger

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische

Republik, São Tomé und Príncipe,

Benin, Togo, Ghana

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

NORWEGEN

Thomas

Wunderbaldinger

Norwegen

PAKISTAN

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Axel Wech

Pakistan, Afghanistan

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

islamabadd

90 | SOCIETY 1_2014


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

PERU

Andreas Rendl Peru, Bolivien,

Kolumbien, Ecuador

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

PHILIPPINEN

Josef Müllner

Philippinen, Palau

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/manila

SCHWEDEN

SCHWEIZ

Arthur Winkler-

Hermaden

Schweden

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

stockholm

Jürgen Meindl

Schweiz

SÜDAFRIKA

SYRIEN

Brigitte Öppinger-

Walchshofer

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho,

Madagaskar, Mauritius, Mosambik,

Namibia, Simbabwe, Swasiland

pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pretoria

Isabel Rauscher

Syrien

POLEN

PORTUGAL

Thomas Buchsbaum

Polen

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau

Thomas Stelzer

Portugal, Kap Verde

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon

SENEGAL

SERBIEN

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Gerhard Deiss

Senegal, Gambia, Guinea,

Guinea-Bissau, Mali, Burkina

Faso, Côte d'Ivoire,

Liberia, Sierra Leone

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Johannes Eigner

Serbien

THAILAND

damaskus-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/damaskus

Enno Drofenik

Thailand, Kambodscha,

Laos, Myanmar

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bangkok

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Ferdinand

Trauttmansdorff

Tschechische Republik

RUMÄNIEN

Michael Schwarzinger

Rumänien, Moldau

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bukarest

SLOWAKEI

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/belgrad

Markus Wuketich

Slowakei

TUNESIEN

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

Gerhard Weinberger

Tunesien

RUSSISCHE FÖDERATION

Margot Klestil-Löffler

Russische Föderation,

Belarus

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/moskau

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pressburg

SLOWENIEN

Clemens Koja

Slowenien

TÜRKEI

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

Klaus Wölfer

Türkei

Fotos: Privat, BMEIA

SAUDI ARABIEN

Gregor Kössler

Saudi Arabien, Oman,

Jemen

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riyadh

SPANIEN

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/laibach

Peter Huber

Spanien, Andorra

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/madrid

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ankara

TÜRKEI – GENERALKONSULAT

ISTANBUL

Christine Wendl

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulgk

SOCIETY 1_2014 | 91


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

UKRAINE

Wolf-Dietrich Heim

Ukraine

VEREINIGTE ARABISCHE

EMIRATE

Peter Elsner-Mackay

Vereinigte Arabische

Emirate

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA – GENERAL-

KONSULAT LOS ANGELES

Ulrike Ritzinger

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abudhabi

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

losangeles

UNGARN

(derzeit unbesetzt) Ungarn

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/budapest

USBEKISTAN

Alois Kraut

(mit Sitz in Wien)

VEREINIGTE STAATEN

VON AMERIKA

Hans Peter Manz

Vereinigte Staaten,

Bahamas

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

VEREINIGTES KÖNIGREICH

Emil Brix

Großbritannien und

Nordirland, Kanalinseln,

Isle of Man

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/londons

zentralasien-suedkaukasien@

bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

usbekistan

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA – GENERAL-

KONSULAT NEW YORK

Georg Heindl

New York, Bermudas

VIETNAM

Thomas Loidl

Vietnam

VENEZUELA

Gerhard Mayer

Venezuela, Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica, Dom.

Republik, Grenada, Guyana, Haiti, St. Kitts und Nevis, St. Lucia,

St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago

caracas-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/caracas

new-york-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

newyorkgk

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hanoi

ZYPERN

Karl Müller Zypern nicosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nikosia

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Fotos: Privat, BMEIA

92 | SOCIETY 1_2014


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DIPLOMATIE

EVENTS

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE

Kosovo: Unabhängigkeitstag

Der Geschäftsträger der Republik Kosovo Mag. Blerim Canaj

lud zum Empfang im Palais Auersperg anlässlich des Unabhängigkeitstages.

S.E. Makoto Taketoshi mit

Gattin, UN-Botschafter

Toshiro Ozawa mit Gattin

Kaiser von Japan: Geburtstagsfeier

Anlässlich des Geburtstags S.M. des Kaisers von Japan luden

S.E. Botschafter Makoto Taketoshi und seine Gattin Hitomi

Taketoshi zu einem Empfang in die Residenz.

Kuba: Jahrestag der Revolution

Der Botschafter der Republik Kuba, S.E. Juan Carlos Marsán,

lud zum kubanischen Fest anlässlich des 55. Jahrestages

des Sieges der Revolution.

(r.) Geschäftsträger

Mag. Blerim Canaj

S.E. Juan Carlos

Marsán mit Gattin

Maiky Díaz Pérez

Botschafter Cristian

Istrate, I.E. Silvia

Davidoiu

Apostolische Nuntiatur: 100 Jahre

Zum Empfang anlässlich

„100 Jahre

Apostolische Nuntiatur

auf der Wieden“ lud der

Apostolische Nuntius

S.E. Erzbischof Peter

Stephan Zurbriggen.

Prälat Dr. Gàbor Pintèr und

S.E. Nuntius Stephan Peter

Zurbriggen vor einem

Bildnis Papst Franziskus‘.

Stefan Popa-Popas karikierte die Gäste

Rumänien: Nationalfeiertag

I

.E. Silvia Davidoiu und UN-

Botschafter Cristian Istrate

luden zu einem Empfang

mit Special Guest Stefan

Popa-Popas, dem rumänischen

„King of Cartoon“.

94 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

EVENTS

Bulgarien: Dinner-Buffet

Zu einem Dinner-Buffet mit muskalischer Untermalung lud

I.E. Botschafterin Elena Shekerletova in die Residenz in

Hietzing.

S.E. Abdul Azeez mit Gattin

Mahira in der Receiving Line

Sri Lanka: Nationalfeiertag

I.E. Elena

Shekerletova mit

Gatten

S

.E. Abdul Azeez und Gattin Mahira luden zum Empfang

mit einer traditionellen Tanzvorführung.

Fotos: SOCIETY/Prochnow, SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Svirak

S.E. Pero Jankovic, Vuk Zugic,

Lt. Colonel Goran Jeremic, Colonel

Predrag Kraljevic

Serbien: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Pero Jankovic und Verteidigungsattaché Lt.

Colonel Goran Jeremic, sowie der Ständige Vertreter bei den

Internationalen Organisationen Botschafter Vuk Zugic und der

Senior Military Adviser Colonel Predrag Kraljevic luden zum

Nationalfeiertag und „Tag der Serbischen Armee“ in die Diplomatische

Akademie.

S.E. Sergej Netschajew (Russ.

Föd.), I.E. Alexa Wesner (USA)

Kasachstan: Nationalfeiertag

Im Crystal Room des The Ritz Carlton Vienna feierte S.E. Botschafter

Kairat Abdrakhmanov den Nationalfeiertag von

Kasachstan. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Starsängerin

Sandra Pires, die die Gäste verzauberte.

S.E. Kairat

Abdrakhmanov

Sandra Pires

SOCIETY 1_2014 | 95


DIPLOMATIE

EVENTS

„Prima la Musica“ unterhielt

die zahlreichen Gäste

Senator h.c. Walter Gerbautz,

S.E. Rafael Grossi, ÖAG-

Präsident KR Christian Koidl

ÖAG: Einladung in SWAROVSKI-

Kristallwelt Wien

Die Österreichisch-Argentinische Gesellschaft lud zum Empfang

mit dem argentinischen Botschafter S.E. Rafael Grossi

in die Swarovski-Zauberwelt in der Wiener Kärntner Straße. Die

musikalische Einlage stammte von Gitarrenspielern der „Prima

la Musica“ unter der Leitung von Angelika Persterer.

S.E. Hassan Tajik (r.) in der Receiving Line

Iran: Nationalfeiertag

er Botschafter des Iran, S.E. Hassan Tajik, und der Ständige

D Vertreter bei den Internationalen Organisationen in Wien,

Botschafter Reza Najafi, luden zum Nationalfeiertagsempfang

in die Residenz.

Die Receiving Line mit dem

Botschafter (rechts im Bild)

Russland: Tag des

Vaterlandsverteidigers

Den traditionellen Kranzniederlegungen auf dem Wiener

Zentralfriedhof und am Schwarzenbergplatz folgte ein

Empfang in der Russischen Botschaft.

S.E. Ibrahim Albesbas (2. v. r.)

Libyen: 3. Jahrestag der Revolution

S

.E. Dr. Ibrahim Albesbas und Frau Kharima Benomran luden

zum Empfang anlässlich des dritten Jahrestages der Revolution

vom 17. Februar in das Hotel Hilton Vienna Am Stadtpark.

Kranzniederlegung vor dem

Denkmal der gefallenen Soldaten

Fotos: SSOCIETY/Pobaschnig, F. Wieser

96 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

EVENTS

Kuwait: Nationalfeiertag

Den 53. Jahrestag der Unabhängigkeit und 23. Jahrestag der

Befreiung feierten der Botschafter von Kuwait S.E. Sadiq

Marafi mit Gattin mit zahlreichen Gästen im Palais Liechtenstein.

S.E. Sadiq Marafi mit Gattin

simon INOU mit Begleitung, Gertrud

Tauchhammer, Beatrice Achaleke, S.E.

Salahaldin Abdalshafi (Palästina)

Nelson Mandela: Memorial

Die Initiatoren Beatrice Achaleke (Diversity Leadership) und

simon INOU (M-MEDIA) veranstalteten gemeinsam mit

Gastgeber Georg Kraft-Kinz (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien)

und Medienpartner SOCIETY das „Nelson Mandela Memorial in

Austria“ im Raiffeisenhaus in Wien.

Bulgarien: Nationalfeiertag

Die Receiving Line

Botschafterin I.E. Elena Shekerletova lud zum Nationalfeiertagsempfang

von Bulgarien in die Residenz.

ÖAG: Generalversammlung

Anlässlich der jährlichen Generalversammlung lud ÖAG-

PaN-Mitglied Jutta Unkart-Seifert zu einem musikalischen

Abend. Anna Gutowska (Violine) spielte im ersten Teil des Violinabends

Werke von Mozart, Beethoven und Chopin, der zweite

Teil des Abends war argentinischer Musik, hier vor allem dem

Tango gewidmet.

Kasachstan: Frühlingsfest

Der neu akkreditierte

Botschafter

S.E. Kairat Sarybay

lud zum

Frühlingsfest

„Nauryz“ in das

The Ritz Carlton

Vienna.

S.E. Kairat Sarybay (r.)

in der Receiving Line

Der Vorstand der Österreich-

Argentinischen Gesellschaft

Traditionelle

kasachische Musik

SOCIETY 1_2014 | 97


DIPLOMATIE

EVENTS

Deutschland:

Buffet-Dinner

Der deutsche Botschafter S.E. Detlev Rünger

und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde

Oskar Deutsch luden zu einem

Buffet-Dinner mit Israels Starkoch und Master-

Chef 2013 Tom Franz in die deutsche Residenz.

I.E. Ayesha Riyaz

Pakistan:

Nationalfeiertag

Oskar Deutsch, S.E. Detlev

Rünger, Tom Franz

I

.E. Botschafterin Ayesha Riyaz lud anlässlich

des „Pakistan Day“ zum Empfang in

das Hotel Intercontinental in Wien.

Tunesien: Buchpräsentation

Die Österreichisch-Tunesische Gesellschaft

lud zur Buchpräsentation

in der tunesischen Botschaft. Dr.

Karin Schreiner stellte ihr Buch „Würde,

Respekt, Ehre“, erschienen im Hans

Huber Verlag, vor. Die langjährige

interkulturelle Trainerin und Universitätslektorin

für interkulturelle

Kommunikation referierte über die

Herausforderungen einer kulturell vielfältigen

Gesellschaft. In ihrem Buch erklärt sie die Werte und

soziokulturellen Hintergründe verschiedener Kulturen auf der

ganzen Welt und wie die Menschen kulturelle Kompetenz erwerben

können, um Alltag und Beruf zu bewältigen.

Dr. Karin Schreiner, S.E.

Samir Koubaa und Gattin

Amel Koubaa

Ukraine: Abschiedsempfang

Wegen der Beendigung

seiner diplomatischen

Mission lud

S.E. Botschafter Andrii

Bereznyi zu einem Abschiedsempfang

in die

Botschaft.

S.E. Andrii Bereznyi

Russland: 90 Jahre diplomatische

Beziehungen

In der Diplomatischen Akademie Wien fand eine große Festveranstaltung

anlässlich des 90. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer

Beziehungen zwischen der UdSSR und Österreich

und anlässlich des 525. Jahrestages der ersten offiziellen diplomatischen

Kontakte zwischen Moskau und Wien statt.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Prochnow, SOCIETY/Plach

98 | SOCIETY 1_2014

S.E. Sergej Netschajew, BP Heinz

Fischer, Botschafter Hans Winkler


DIPLOMATIE

EVENTS

Weltmusik der kurdischen

Band „Roja“

Irak-Kurdistan: Newroz

Der Repräsentant der Regionalregierung Kurdistan-Irak in

Österreich Dr. Mustafa Ramazan und der Botschafter der

Republik Irak S.E. Dr. Surood Najib baten zum Kurdischen Neujahrsfest

Newroz im Grand Hotel in Wien.

Jean-Claude Juncker (l.)

mit der Ehrenmedaille

Europapreis: Coudenhove-Kalergi

Im Stadtpalais Liechtenstein fand die feierliche Verleihung des

Europapreises Coudenhove-Kalergi 2014 an den ehemaligen

Premierminister von Luxemburg und Kandidaten für das Amt

des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker statt.

Dr. Mustafa Ramazan,

S.E. Dr. Surood Najib

Irland:

St. Patrick’s Day

Alles Grün hieß es beim traditionellen

irischen Nationalfeiertag

am St. Patrick‘s Day.

Botschafter S.E. James Brennan

lud mit Gattin Jean zur Feier

mit Dudelsackklängen und echtem

irischen Bier.

S.E. Hyun CHO (l.) wurde ein Erinnerungsalbum überreicht

Südkorea: Abschiedsempfang

S.E. James Brennan

mit Gattin (Mitte)

S

.E. Botschafter Hyun CHO lud in das Weltmuseum Wien in

der Neuen Burg am Heldenplatz zu seinem Abschiedsempfang.

SOCIETY 1_2014 | 99


DIPLOMATIE

EVENTS

S.E. Samir Koubaa mit Gattin

Amel Koubaa

Tunesien: Nationalfeiertag

Anlässlich des 58. Jahrestages der Unabhängigkeit luden Botschafter

S.E. M. Samir Koubaa und Gattin Amel zu einem

Empfang in die tunesische Botschaft in Sievering.

Südafrika: Nationalfeiertag

Unter dem Motto „20 Years of Freedom“ lud der südafrikanische

Botschafter S.E. Tebogo Seokolo mit Gattin Moipone

Seokolo zum Empfang in das Grand Hotel Wien.

Merav Zafary-Odiz mit Gatten,

Verteidigungsattaché Oberst Erez

Katz, S.E. Zvi Heifetz mit Gattin

Russland: 69. Jahrestag des Sieges

Die Botschaften der Nachfolgestaaten der UdSSR luden aus

Anlass des 69. Jahrestages des Sieges im „Großen Vaterländischen

Krieg“ zur den traditionellen Kranzniederlegungen

auf dem Zentralfriedhof und am Schwarzenbergplatz – mit anschließendem

Empfang in der russischen Botschaft.

Israel: Unabhängigkeitstag

Der Botschafter des Staates Israel S.E. Zvi Heifetz und Botschafterin

Merav Zafary-Odiz, Ständige Vertreterin zur IAEO

und CTBTO, luden zum Empfang in das Liechtenstein Museum

in Wien.

Lotte Tobisch

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Plach, SOCIETY/

Prokofieff

100 | SOCIETY 1_2014


DIPLOMATIE

PAN

Landeshauptmann Hans Niessl,

S.E. Gordan Bakota (Kroatien) und

PaN-Präsident Oskar Wawra enthüllen

den neu hinzugekommenen PaN-Stuhl

für Kroatien.

Neuer „Tischnachbar“

Die Erweiterung des PaN-EU-Tisches in Eisenstadt

um das Land Kroatien stand ganz im Zeichen der

Völkerverständigung.

Text: SOCIETY

Am EU-Tag 2014 luden der Landeshauptmann

von Burgenland

Hans Niessl und der Präsident

des Dachverbandes Österreichisch-Ausländische

Gesellschaften

„PaN“ Dr. Oskar Wawra zur

feierlichen Enthüllung des adaptierten „PaN-

Europatisches“ zu einem Festakt vor dem alten

Landhaus in Eisenstadt ein. Der Einladung folgten

zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentlichen

Leben, der Diplomatie, der Wirtschaft und der

großen völkerverbindenden Gemeinschaft der bilateralen

Freundschaftsgesellschaften-PaN.

Der „PaN-EU-Tisch“ wurde bereits 1998, anlässlich

der ersten Präsidentschaft Österreichs in der

EU seiner Bestimmung übergeben. Gleichzeitig

wurde der Platz, auf dem der „PaN-EU-Tisch“ vor

dem burgenländischen Landhaus steht, von Freiheitsplatz

in Europaplatz umbenannt. Der Tisch

wurde 2004 im Zuge der EU-Erweiterung um zehn

Granitstühle ergänzt, die die damaligen EU-Beitrittsländer

repräsentierten und gleichzeitig diese

Länder symbolisch näher an Europa rückten.

In der Zwischenzeit hat sich die Europäische

Union um Kroatien als neues Mitglied erweitert.

Bei diesem festlichen Anlass kam Kroatien als

neues Mitglied symbolisch zu dem gemeinsamen

„PaN-EU-Tisch“ dazu.


Völkerverbindendes Burgenland

In seiner Begrüßungsansprache hob PaN-Präsident

Wawra die völkerverbindende Funktion des

Dachverbandes über Grenzen, Kulturen und Regionen

hinweg und auch die starke Verbindung gerade

mit dem Burgenland hervor. Derzeit sind im

Dachverband 115 bilaterale Gesellschaften zuhause

und „PaN“ bildet somit ein weltumspannendes

Netz der Völkerverständigung.

Im Zusammenhang mit der EU-Tischerweiterung

verwies Dr. Wawra darauf, dass die Österreich-Kroatische

Freundschaftsgesellschaft–PaN

am 06.10.1990 bereits zwei Tage vor der Gründung

des unabhängigen Staates Kroatien entstanden

ist. Im damaligen Gründungskomitee

der Freundschaftsgesellschaft waren Vizekanzler

Dr. Erhard Busek, hochrangige Politiker wie

auch auf kroatischer Seite der Bischoff von Banja

Luka oder der Rektor der Universität Zagreb. Im

Burgenland wird das Miteinander verschiedener

Volksgruppen innerhalb aber auch über die

Grenzen hinweg besonders gelebt. Der „PaN-EU-

Tisch“ in Eisenstadt ist ein sichtbares Zeichen

dieser Verbundenheit Burgenlands mit seinen

Nachbarn, damit schloss Präsident Wawra seine

Rede.

Landeshauptmann Niessl spannte in seiner

Begrüßung einen geschichtlichen Bogen von der

Gründung der Montanunion 1950 durch die Erklärung

des damaligen französischen Außenministers

Robert Schumann bis zur heutigen EU. Er

schloss mit den Worte: „Das Burgenland wird weiterhin

einen aktiven Beitrag zu einem Europa des

dauerhaften Friedens und des Miteinanders leisten.

Gemeinsam für die Zukunft des Burgenlandes,

gemeinsam für die Zukunft Europas!“ •

Senator h.c. Walter J. Gerbautz,

Bundesratspräsident Michael Lampel,

Landtagspräsident Gerhard Steier, LH

Hans Niessl und S.E. Gordan Bakota

vor dem „PaN-Botschafter-Smart“

PaN-Vorstand Walter J. Gerbautz, LH

Hans Niessl, Landesamtsdirektor WHR

Dr. Robert Tauber, Landtagspräsident

Gerhard Steier, PaN-Präsident Dr.

Oskar Wawra

Die PaN-Familie der Freundschaftsgesellschaften

mit den Festgästen vor

dem Landhaus in Eisenstadt

SOCIETY 1_2014 | 101


WIRTSCHAFT

RECHT

Kolumne

Wirtschaftskrieg durch

Sanktionen?

Die Wirtschaftssanktionen der USA und EU gegen

Russland im Zuge der Ukraine-Krise stellen einen

Verstoß gegen die WTO-Verpflichtungen dar. Sie

sind daher als Kriegshandlungen anzusehen.

Text von Georg Zanger

Kein Tag vergeht, ohne dass

neue Sanktionsdrohungen

von Washington gegen

Russland angekündigt werden.

Obama setzt auf einen

„spürbaren Schlag gegen die

russische Wirtschaft“. Das US-Vermögen der

Rossija Bank wurde eingefroren, die Kreditkartenfirmen

Visa und Mastercard haben

ihre Zahlungsdienste für Kunden russischer

Banken (vorübergehend) eingestellt. Die US

Ratingagenturen Standard & Poor’s und

Fitch haben Russland schlechter eingestuft

und damit die Kreditbeschaffung erschwert.

Es herrscht bereits Krieg.


Wirtschaftspolitisches Kalkül

Die Medien jubeln, dass nun schon bald

vierzig Milliarden Euro Investitionskapital

aus Russland abgezogen wurde und spekulieren

mit der Überlebensfähigkeit der

russischen Wirtschaft.

Offenbar steckt hinter der US-Drohung

aber nicht bloß „Empörung“ sondern kalkulierte

Wirtschaftspolitik im internationalen

Wettbewerb: Mit einem Schlag sollen

nicht nur Russland sondern auch die

EU wirtschaftlich geschädigt werden.

In der US-Exportstatistik liegt der Handel

mit Russland gerade einmal auf Platz 31.

Güter im Wert von weniger als zehn Milliarden

Dollar wurden 2013 nach Russland ausgeführt.

Die EU hatte hingegen 2013 einen

Anteil von 49,7 Prozent an Russlands Außenhandelsumsatz

und war damit der mit

Abstand stärkste Handelsblock. Die Handelsbilanz

zwischen Russland und Deutschland

ist im Jahr 2012 um 6,9 Prozent auf mehr als

80,51 Milliarden Euro gestiegen. Russland

ist weiterhin einer der Märkte mit den größten

Perspektiven für deutsche Exporteure.

Österreich ist die Drehscheibe für den europäischen

Osthandel und in Russland besonders

stark engagiert.

Xerum Die simporerem Wirtschaft hil expe est, der odis USA sima spürt plaborrkungen

dolupit, des solecerum Russlandhandels ipsusdae quiducimi, kaum, die EU

Einschrän-

corestibus hingegen eicipitibus muss et eos sich neue Märkte suchen.

US-Unternehmen stehen bereits in den

Startpositionen, in der Hoffnung das entstehende

Vakuum durch ihre Exporte zu

schließen: „Die turbulenten Ereignisse in

der Ukraine könnten auch zu einem Kurswechsel

bei der US-Energiepolitik führen“,

meinte der republikanische Sprecher des

Repräsentantenhauses im Kongress, John

Boehner, und forderte die Abschaffung des

Exportverbots für US-Gas, um „der Aggression

Russlands zu widerstehen“.


Globalisierung

Die Wirtschaft ist weltweit globalisiert.

Um den Missbrauch einer Machtposition

zu verhindern, wurden Organisationen

wie die UNO und die WTO geschaffen,

denen die USA, die EU und Russland angehören.

Jede unnötige Schädigung der Handels-

und Geschäftsinteressen anderer Vertragsparteien

ist zu vermeiden. Ohne dem

vorgesehenen Streitbeilegungsverfahren

darf es keine Sanktionen, keine Ausnutzung

von Machtpositionen geben.

Das gilt auch und insbesondere für die

USA, die infolge der Beherrschung des internationalen

Bankwesens über die exklusive

Möglichkeit verfügen, Zahlungsströme

Dr. GEORG ZANGER,

ist seit 1975 selbstständiger

Rechtsanwalt in

Wien mit Spezialgebiet

Wettbewerbsrecht. Er

ist außerdem Präsident

der Austrian Chinese

Business Association.

www.zanger-bewegt.at

zu blockieren. Die Diktatur des Welthandels

durch eine einzige Wirtschaftsmacht

widerspricht dem Globalisierungswesen.

Wird russischen Banken und damit

ihren Kunden, darunter wichtigen Unternehmen,

der Zugang zum internationalen

Bankmarkt verwehrt, und dadurch

die Handlungsfähigkeit der russischen

Wirtschaftsbetriebe eingeschränkt und

werden weitere gleichartige Maßnahmen

angedroht, liegt ein klarer Verstoß gegen

die WTO-Verpflichtungen vor. „Sanktionen

sind Kriegshandlungen. Sie verbieten

nämlich einer Nation den Handel“. (Gerald

Celente, US-Wirtschaftsexperte, format.at)


Nachteil für Europa

Die Annexion der Krim war eindeutig

rechtswidrig – aber sie war unblutig und

von der Mehrheit der Bevölkerung getragen.

Anders als die über dreißig Militärinterventionen

der USA nach 1945. Die kosteten

Millionen Menschen das Leben. Hat ein

Europäischer Staat oder gar die EU jemals

Sanktionen gegen die USA angedacht?

Die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen

im permanenten Wettbewerb zu China,

Russland und den USA. Dass der Gleichschritt

bei Wirtschaftssanktionen vor allem

Europa – im Verhältnis zu den USA

– schadet, wird von vielen EU-Ministern

offenbar nicht bedacht. Einige europäische

Politiker, darunter der deutsche Bundesaußenminister

Frank-Walter Steinmeier und

Tschechiens Regierungschef Bohuslav

Sobotka, warnen nachdrücklich vor den

Folgen des Wirtschaftskrieges für die europäische

Wirtschaft.

Wir sind von Basel II bis Basel III immer

zum Nachteil unserer Wirtschaft dem Diktat

der USA gefolgt. Es wird Zeit für ein eigenständiges

Handeln im europäischen Interesse!

102 | SOCIETY 1_2014


WIRTSCHAFT

RECHT

Partner für Ihren Erfolg

PKF entwickelt zukunftsorientierte Lösungen und unterstützt

ihre Mandanten bei der effektiven Umsetzung.

Die Geschäftsführung des

Wiener Büros.

Ein sich ständig veränderndes Umfeld

stellt besondere Anforderungen an Wirtschaftsprüfungs-

und Steuerberatungskanzleien

dar. PKF in Österreich entwickelt

deshalb seine Leistungen laufend

fort, um seine Mandanten bei der Verwirklichung

ihrer unternehmerischen Ziele zu unterstützen.


Über Grenzen hinweg

Ein wichtiges Aufgabenfeld ist die Überwindung

von fachlichen, räumlichen und sprachlichen

Grenzen. PKF nützt dafür die Kompetenzen und

Leistungsfähigkeit eines österreich- und weltweit

agierenden Prüfungs- und Beratungsnetzwerkes in

125 Ländern.

Im Zentrum Wiens gelegen, bietet PKF alle Leistungen

für Abschluss – und sonstige betriebswirtschaftliche

Prüfungen sowie Unternehmens- und

Steuerberatung aus einer Hand. Es werden auch

Fach- und Branchenspezialisten dabei integriert.

Persönliche Beratung und umfassenden Know-how

stehen im Vordergrund.


Umfassende Leistungen

Die Leistungen umfassen u. a. Wirtschaftsprüfung,

Steuerberatung, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft,

Gutachten, Luftfahrtconsulting, Hotelconsulting

und IT-Dienstleistungen. PKF hat eine

ausgeprägte Expertise und ist anerkannter Berater

und Gutachter bei Mediationsfällen und Schlichtungssituationen

sowie bei Schiedsgerichten. Im

Bereich Hotelconsulting ist PKF ein international

anerkannter Marktführer. Im IT-Bereich prüft und

berät PKF im Umfeld von ERP-Systemen und bei der

Auswahl und Implementierung von IT-gestützten

Geschäftsprozessen.


INFO

PKF ÖSTERREICHER-

STARIBACHER

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGS

GMBH & CO KG

Hegelgasse 8

1010 Wien

E-Mail: office@pkf.at

www.pkf.at

Professional Experience

in Media

American Businessman, Robin Saban, appointed as

Business Development Director of Unique Image Inc.

Unique Image Inc. appointed Robin

Saban as Business Development Director

for Europe, the Middle-East

and Africa. By combining Mr. Saban’s

experience with Unique Image’s

portfolio Unique Image will be offering an excellent

service that includes marketing, branding and

international public relations to their world-wide

clients.


About Robin Saban

Founder and President of the International

Student Film Festival Hollywood, Robin Saban, be-

gan his career in the entertainment industry as a

writer and director in Montreal, Canada. He took

his talents to Hollywood as a film editor and project

developer, while co-writing the film “29 Palms”. Inspired

by colleagues who wanted their big break,

he founded the International Student Film Festival

Hollywood in 2003, a festival geared solely to students

offering them a unique opportunity to showcase

their work. Then in 2006, Saban created the

Cross Cultural Film Festival Los Angeles, an avenue

to celebrate diversity and cultures through film.

Mr. Saban studied at Concordia University in Montreal,

Canada; along with business and marketing

In Los Angeles, CA. UCLA Extension. •

Robin Saban

INFO

UNIQUE IMAGE INC.

Vienna Contact:

Robin Saban

Mobile +43-(0)699-172-76-

649

Email: robins@uniqueimageinc.com

Skype: robin.saban

www.uniqueimageinc.com

SOCIETY 1_2014 | 103


WIRTSCHAFT

SERVICE

The Perfect Start

in Vienna

Moving to a new country is always a challenge,

but with the right support it can be a rewarding

and positive experience.


Preparing for a new life

The Intercultural Training offered by PRESUP

is designed to address these challenges. Its aim is

to prepare expats for their new life in Vienna and

make the cultural differences a subject of interest

rather than an issue. PRESUP encourages every expat

to make an effort to understand local customs

and attend a German course.

Julia Mende was born and raised in Austria yet

comes from a family of expats with a very international

background. This heritage inspired her

to explore the world at a very young age and her

stays abroad ranged from several months to years

in places like Madrid, Paris, Milan, New York,

Mexico, Costa Rica and Beijing. As exciting as it

is to move to a new place, it is also a great challenge

to organize everything anew. Often, without

speaking the local language, certain doors remain

closed.

Jelena Milenovic and Julia

Mende (PRESUP)

INFO

PRESUP

www.presup.at

The needs of an expat on an international

assignment range from home-finding

and area orientation, to spousal

support and educational consultancy.

Bureaucratic procedures, such as obtaining

a residence or work permit, registration

with the authorities, organizing a bank account

or even getting a mobile phone contract can leave

expats overwhelmed. These aspects of life are already

cumbersome to organize for a local let alone

for someone who just arrived. Jelena Milenovic and

Julia Mende know first-hand what it feels like to be

new in town; both originate from expat families

and have changed their residence several times.

Jelena Milenovic came to Vienna at age nine

with her mother – a Serbian business woman who

managed the subsidiary of a Serbian petrol company

in Vienna – and knows exactly how the children

of an expat feel in a totally new environment.


PRESUP helps focus on work

Both founders’ travel experience led them to

think of how expatriates can be better integrated

in Vienna. Drawing upon their year-long experience

supporting expats within their social environment,

the idea to found PRESUP Professional

Expat Support was conceived and realized in early

2013. PRESUP offers traditional relocation services

as well as more personalized services such as

accompanying a customer to a doctor’s appointment

or helping them build a social network. The

requests and needs are as diverse as PRESUP’s customers.

Clients who have already trusted PRESUP

to settle into their new life range from employees

of international organizations to well-known artists

and even international students.

PRESUP’s support is greatly appreciated also by

human resources departments. An international

assignment which fails is like a bad investment

for a company. The most common reason for a failure

is the inability of the expat’s family to settle

in. PRESUP’s services can often help an organization

save on expenses and ensure that its staff can

focus on their work tasks, while their personal

lives are taken care of.


Foto: Clemens Fabry

104 | SOCIETY 1_2014


Turkish-Austrian

Agreements

2014 is a special year in the bilateral relations between

Turkey and Austria with the celebration of important

anniversaries.

WIRTSCHAFT

RECHT

Text: Sezen Ergen

Fotos: LGP, SOCIETY

Austria and Turkey have strong ties

by means of bilateral agreements.

Ever since the establishment of its republic,

Turkey has enjoyed a very stable and

fruitful economic and social relationship

with Austria. Over fifty agreements have

been signed between the two countries

to date that set forth their bilateral relations. 2014 is

a special year in this bilateral history, marking the

celebration of a few important anniversaries:

In 1924, the newly founded Republic of Turkey

signed its first trade agreement with Austria.

It was aimed at re-establishing the relations that

had Turkey been and Austria lost throughout have the First World War. This

very good business

agreement shows the importance of Austria to Turkey

as a trade partner. The two countries not only

relations

established commercial relations, but also signed a

very important immigration agreement fifty years

ago. In 1964, Turkish migrants came to Austria for

the first time to support the Austrian economy in

an effort to recover from the recession of the Second

World War. Since then, more than 180.000

Turkish immigrants have come to live in Austria.

This situation pushed both countries to regulate

their respective tax and social situations.

Turkish-Austrian bilateral relations are governed

by many more agreements, such as the double taxation

agreement, which allows businesses to be active

in both countries but to pay taxes in only one of

them. The double taxation agreement applies in particular

to income tax and corporation tax. Taxation

of commercial income in this context is set forth in

Article 7: „The profits of an enterprise of a Contracting

State shall be taxable only in that State, unless the

enterprise carries on business in the other Contracting

State through a permanent establishment situated

therein. If the enterprise carries on business as

aforesaid, the profits of the enterprise may be taxed

in the other State, but only so much of them as is

attributable to that permanent establishment.“ This

means that income taxation is limited in the other

country. Which activities shall be considered as permanent

workplace or permanent representation has

been dealt with in detail in Article 5 of the double

taxation agreement. For example, if an individual located

in Turkey is carrying out business in Austria by

means of workplace or permanent representation, as

mentioned above, any related income shall be taxed

by Austria and according to Austrian regulations.

Another important agreement that regulates

Austro-Turkish relations is the social security agreement,

which allows nationals of both countries to

enjoy social security rights in whichever country

they work in. The agreement ensures equal treatment,

with the working period for a national of one

country in the other being added up to calculate retirement

periods. Nationals of both countries also

enjoy insurance rights.


Supporting the migration process

Migration has pushed both countries to regulate

their relationship according to the needs of

their people. Nowadays, there is increased qualified

immigration towards Austria from Turkey.

Austria’s safe hub position and Schengen visa

possibilities attract wealthier and highly qualified

immigrants. However, the migration system

of Austria is still very complicated. Here, Lansky,

Ganzger + partner can provide support in all steps

and aspects of the migration process. The LGP migration

team is the first point of contact for residence

and employment permit applications, visa

applications and asylum seekers, as well as measures

for terminating residence. Our team also offers

competent support in all matters relating to

Austrian citizenship. In addition to supporting

private individuals, we also provide legal representation

for companies when it comes to obtaining

residence and employment permits for their non-

Austrian employees.


THE AUTHOR

SEZEN ERGEN, LL.M., is

Legal Counsel and Regional

Manager for Turkey at

Lansky, Ganzger + partner

Attorneys at Law

INFO

LANSKY,

GANZGER +

PARTNER

With its 140 attorneys and

employees from more than

20 countries, Vienna-based

law firm Lansky, Ganzger

+ partner has established

itself as one of the leading

law firms in Austria and

the Slovak Republic. The

firm, with offices in Vienna

(Austria), Bratislava (Slovak

Republic), Baku (Azerbaijan)

and Astana (Kazakhstan),

has longstanding and

profound experience that

enables it to deliver an allencompassing,

interdisciplinary

and cross-regional

service of the highest level.

CONTACT

Lansky, Ganzger

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Biberstraße 5

1010 Wien

Tel.: +43-(0)1-533 3330

E-mail: office@lansky.at

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SOCIETY 1_2014 | 105


Denken Sie beim

Klima schlau !

Damit wir unser Klima schützen,

druckt Berger CO 2

-neutral und trägt stolz

das Österreichische Umweltzeichen

und das EU-Ecolabel. Senden Sie uns

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Horn | 02982 4161

Wien | 01 31335

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WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Zukunftsweisend

und krisenfest

Oracle Austria Country Leader Martin Winkler im

SOCIETY-Interview über das Wachstum von Cloud

Services, Datensicherheit und den IT-Standort

Österreich. Interview: SOCIETY

Foto: Oracle Austria

Wie entwickelt sich

das Geschäft für

Oracle in Österreich

und Mittel-Osteuropa?

Ich kann Ihnen dazu

keine detaillierten Angaben machen, da wir unsere

Ergebnisse prinzipiell auf weltweiter Basis

veröffentlichen. Oracle ist im dritten Quartal des

laufenden Geschäftsjahres sowohl bei Hardware

als auch bei Software Lizenzen um vier Prozent gewachsen.

Bemerkenswert ist, dass unser Ergebnis

bei Hardware mit acht Prozent Wachstum gegenüber

dem Vorjahr über dem Software-Wachstum

gelegen ist. In den Bereichen Engineered Systems

mit über dreißig Prozent sowie Cloud Services mit

plus 25 Prozent ist Oracle nochmals deutlich stärker

gewachsen. Ich bin mit dem Geschäftserfolg

in Österreich sehr zufrieden, auch wir wachsen

gegenüber dem Vorjahr und tragen damit positiv

zum Gesamterfolg von Oracle bei.

Welche bedeutenden Neuerungen kann

Oracle seinen Kunden anbieten?

Die Fülle an Neuerungen in unserem Produktportfolio

ist enorm, Oracle investiert jährlich

rund 4,5 Milliarden US-Dollar in Forschung und

Entwicklung. Das Ergebnis dieser Investitionen ist

eine Vielzahl neuer Produkte sowie Produktweiterentwicklungen,

die laufend verfügbar gemacht

werden. Stellvertretend möchte ich zwei Neuerungen

nennen – die Oracle Datenbank 12c mit voller

Multimandantenfähigkeit und In-Memory-Technologie

sowie unsere neuen Cloud Services, die über

das gesamte Produktportfolio mittlerweile ihre Anwendung

finden.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung von

Cloud-Diensten? Sind sie die große Zukunft

oder nur Ergänzung zu stationärer Software?

Cloud Services stellen ein neues, ergänzendes

Modell für die Erbringung von IT Leistungen

bei Unternehmen dar. Durch die rasante technologische

Weiterentwicklung von Hardware als

auch Software sowie die weite Verbreitung von

High-Speed-Telekommunikationsverbindungen

erfahren diese Modelle derzeit großen Zuspruch.

Ich glaube an ein starkes weiteres Wachstum

von Cloud Services im internationalen Umfeld.

Oracle richtet sein Leistungsportfolio umfassend

in Richtung „as a Service“ aus. Unsere Cloud Services

verstehen sich als Ergänzung und Alternative

zu den herkömmlichen Produktangeboten. Unsere

Kunden haben die Wahl zwischen den verschiedenen

Modellen und können somit flexibel auf

die eigene Situation angepasst entscheiden.

Wie reagiert Oracle auf die Debatte um die

Datensicherheit?

Oracle stellt umfassende Lösungen zur verstärkten

Datensicherheit bei den eigenen Produkten

zur Verfügung. Wir beraten unsere Kunden

sehr detailliert über die technischen Möglichkeiten,

ihre Assets – in diesem Fall Unternehmensdaten

bzw. Daten ihrer Kunden – zu schützen. Dieses

Thema ist allerdings kein rein technologisches

Problem sondern muss auch den menschlichen

Faktor berücksichtigen. Aufklärung im Umgang

mit sensiblen Daten, den eigenen als auch fremden

Daten, ist hier verstärkt notwendig, ebenso

wie gezielte Prozesse und deren Kontrolle für den

Umgang mit kritischen Daten in einem Unternehmen.

Derzeit erfolgt die Aufklärung leider verstärkt

durch negative Schlagzeilen in den Medien.

Wie beurteilen Sie den IT-Standort

Österreich?

Unser Ausbildungsstandard an den Universitäten

und Fachhochschulen im Bereich IT ist

ausgezeichnet, nur leider zu wenig. Oracle selbst

unterhält in Österreich seit Jahren ein eigenes

Forschungslabor in Kooperation mit der Johannes

Kepler Universität in Linz. Die Basis für diese Entscheidung

waren die hervorragend ausgebildeten

Studenten und Absolventen dieser Universität.

Im Bereich von E-Government ist Österreich seit

Jahren in Europa führend und die Qualität sowie

die Verbreitung der Telekommunikationsinfrastruktur

empfinde ich als sehr gut. Wichtig ist

hier ständig weiter zu investieren. Die Branche ist

zukunftsweisend, krisenfest und bietet hervorragende

Jobmöglichkeiten.


»Oracle investiert

jährlich rund

4,5 Milliarden

US-Dollar in

Forschung und

Entwicklung.

«

Martin

Winkler

CURRICULUM

VITAE

DI Martin Winkler absolvierte

die Montan-Universität

Leoben. Seine berufliche

Karriere begann er bei IBM,

wo er in einem Zeitraum von

15 Jahren verschiedene Positionen

innehatte. Danach

arbeitete er zwei Jahre bei

Xerox Austria. 2007 kam er

zu Oracle Österreich, wo er

als Sales Director im Bereich

Technology Solutions und

Mitglied des Managementteams

tätig war. Er hat 2009

die Geschäftsführung bei

Oracle Austria von Helmut

Eichert übernommen. Der

zweifache Familienvater ist

leidenschaftlicher Tennisspieler.

SOCIETY 1_2014 | 107


WIRTSCHAFT

COACHING

Der Handschlag

Was die Körpersprache bei Begrüßungen am

internationalen Businessparkett verrät.

Text: Patricia Staniek

Patricia Staniek gründete das

„Institut für Menschen lesen und

Emotionsforschung“ und ist Senatorin

der Hanse SvF International Society

BUCHTIPP

DAS SANDWICH

PROFILING

Ein Blick genügt und ich weiß,

wer du bist

Patricia Staniek

Echomedia

INFO

WORKSHOPS

PATRICIA STANIEK

Patricia Staniek Group

Profiling & Unternehmensberatung

www.managementpilots.com

Patricia Staniek ist Expertin

für das Verhalten von

Menschen als Individuum

und in Gruppen. Sie

arbeitet als Coach und

Profilerin auf internationaler

Ebene im Bereich der

Wirtschaft und Sicherheit.

Umgangsformen und soziale Fähigkeiten

sind ein wichtiger Aspekt in

der erfolgreichen und kooperativen

Kommunikation zwischen den Keyplayern

im Topbusiness. Wir leben

in einer Zeit, in der die Technik immer schneller

wird, die Märkte sich mehr und mehr öffnen – die

Globalisierung hat ihre Vorteile. Die kooperative

und lösungsfokussierte Kommunikation rückt in

den Vordergrund und verlangt ein Bewusstsein

über die Signale, die verdeckt und maskiert oder

sogar offen kommuniziert werden. Unser Körper

spricht! Und wir sollten wissen, was er erzählt.

Der Handschlag ist der erste körperliche Kontakt,

den wir zu uns unbekannten Menschen aufnehmen.

Ein Eindruck entsteht. Der Ursprung des

Händeschüttelns liegt lange Zeit zurück. Seine

Ursprünge werden in der Steinzeit vermutet: Dort

wurden beide Hände gezeigt, um sichtbar zu machen,

dass man keine Waffe trägt. In einem Brief

von Paulus an die Galater, der ca. fünfzig Jahre

nach Christus verfasst wurde, wird erwähnt, dass

Paulus beim Abschied in Jerusalem die „rechte

Hand der Freundschaft“ gereicht wurde. Auf römischen

Münzen findet man das Händeschütteln als

Zeichen der Eintracht. Heute ist der Handschlag

in unseren Breiten ein Zeichen der Höflichkeit,

des „Willkommen heißen“ oder aber auch eine

Besiegelung eines Vertrages. Beim Handschlag

vermitteln wir Botschaften wie Selbstbewusstsein,

Dominanz, Unsicherheit, Unterwerfung, Gleichstellung,

Kontrolle oder Nachgiebigkeit.

Respektvoller Umgang mit Menschen führt zu

besseren und gleichberechtigteren Kooperationen.

Und diese tragen zur motivierten Freiwilligkeit

und Nachhaltigkeit in den Ergebnissen bei.


Machen Sie mit mir nun einen

kleinen Exkurs zum Thema

Begrüssungsrituale

Der Präsident der internationalen Hanse,

Thomas B. Schrempf, trifft auf Robin Saban, Founder

und Präsident des internationalen Student

Film Festivals in Los Angeles, Experte für PR/Branding

und Unique Image.

Fotos: SOCIETY/Plach

108 | SOCIETY 1_2014


WIRTSCHAFT

COACHING

DER NASSE FETZEN

Eine unangenehme Sache! Die Hand

greift nicht zu, ist schlapp wie ein Fetzen,

feucht bis nass und kalt. Dieser Handschlag

repräsentiert oft eine unsichere,

wenig selbstbewusste Person.

DER FINGERSPITZENGREIFER

Die Hand ergreift nur die Fingerspitzen.

Dies soll den Begrüßer auf Distanz halten.

DER SCHULTERKLOPFER

Schulterklopfen ist meist eine sehr väterliche

Geste – also eine autoritäre Geste. Oft

setzen Menschen, die sich machtvoll präsentieren

wollen, dies als bewusste Geste

in der Gesellschaft ein. Auch diese Interpretation

hängt vom Gesamtverhalten der

Person ab. Schulterklopfen kann aber auch

durchaus freundlich gemeint sein.

DER DAUER-SHAKER

Zweimal die Hand schütteln ist vollkommen

ausreichend. Vielleicht ist es Ihnen

schon passiert, dass Sie von einem Dauershaker

begrüßt wurden. Er schüttelt

und schüttelt und schüttelt und hört

nicht auf. Vielen Menschen ist dieses

„Zwangsvergattern“ unangenehm und sie

ziehen sich danach oft zurück. Erwischt

man allerdings Menschen, die dies mögen,

kann dies für solche Menschen ein

Freundschaftsangebot darstellen. Manchmal

kann es sich bei einem Dauershaker

um einen freundlichen und Gesellschaft

liebenden Menschen handeln.

DAS SANDWICH

Thomas B. Schrempf (rechts) ist in dieser

Situation machtvoller bzw. dominanter

positioniert. Seine Hand legt er über die

Hand von Robin Saban, seine „Armlänge“

gerät somit in den Vordergrund. Für ein

politisches Spiel, bzw. für eine bewusste

„Inszenierung“, z.B. bei einer Pressekonferenz

– Position gut gewählt von Herrn

Schrempf.

Falls es sich um eine professionelle Begegnung

zwischen fremden Menschen

handelt, kann es als übergriffig aufgefasst

werden. Ein Don‘t! Bei einer Begegnung

mit einem guten Freund ist es erlaubt

und in Ordnung.

DER PULSSEITENNACHOBENDREHER

Das Spiel mit der Macht geht weiter. Robin

Saban begrüßt mit seiner Hand von

schräg oben kommend, fasst die Hand

von Thomas B. Schrempf und drückt diese

nach unten, wobei er dessen Pulsseite

gleichzeitig nach oben dreht. Sein Kopf

ist gerade. Ein gerader Kopf wirkt immer

mächtiger als ein schräggelegter. Die Reaktion

von Herrn Schrempf – er senkt den

Kopf und macht einen Schritt zurück.

Eine Machtdemonstration. Dort, wo kooperative

und verbindende Kommunikation

stattfinden soll – ein absolutes No-Go!

DER HERANZIEHER

Robin Saban geht sehr forsch auf sein Gegenüber

zu. Der rechte Fuß steht vor dem

linken Fuß in die Richtung von Herrn

Schrempf. Die unterbewusste Reaktion

von Herrn Schrempf: sein linker Fuß

macht einen Schritt zurück. Herr Saban

zieht nun die Hand von Herrn Schrempf

in seinen „Raum“. Eine Anmaßung höchsten

Grades, dominant und besitzergreifend.

Auch dieses Begrüßungsritual wird

letztendlich keinen angenehmen oder

positiven Eindruck bei Herrn Schrempf

hinterlassen. Dies zeigt uns sein leicht zurückgebeugter

Oberkörper und der ernste

Blick. Ebenfalls ein No-Go!

BEGEGNUNG DES RESPEKTS

Die Fußspitzen zeigen zueinander. Beide

Herren sind einander zugewendet. Die

halbe Armlänge Distanzabstand zeigt

Respekt und Wertschätzung. Ein leicht

geneigter Kopf und ein freundliches Lächeln

wirken sympathisch und öffnen

die Tür zum Gesprächspartner. 2 – max. 3

Handschüttler sind ausreichend. Danach

löst man sich von der Hand des anderen.

DER HERANZIEHER

DER PULSSEITEN-

NACHOBENDREHER

BEGEGNUNG

DES RESPEKTS

SOCIETY 1_2014 | 109


DIVERSITÄT

KOMMENTAR

Kolumne

Afrikas Haute

Couture

Afrikas Stoffe sind das gegenwärtig sichtbarste

Zeichen der Modekreativität des Kontinents. Die

großen Modekonzerne Louis Vuitton, Burberry

und H&M lassen sich davon inspirieren .

Text von simon INOU

Anfang der 1980er Jahre

in Kamerun hatten wir

eine Tradition in der Familie:

Wir waren daran

gewöhnt, von unseren Eltern

zwei bis drei Mal im

Jahr zum Familien-Maßschneider gebracht

zu werden, um unsere Kleidung schneidern

zu lassen. Die Eltern hatten vorher Stoffe

gekauft, die vor Ort aus lokaler Baumwolle

von einer Textilfirma produziert worden

waren. Im Regelfall erhielten wir vom

Schneider nach 14 Tagen unsere Kleidung

und im Gegenzug bekam er für seine Arbeit

eine Bezahlung. Davon konnte er gut leben

und wir Kinder waren sehr stolz auf unsere

neue Kleidung. Und wenn die Kleidung später

Löcher bekam, schmissen wir sie nicht

weg. Wir brachten die Kleidung erneut zum

Schneider, und er besserte die Löcher aus.

Entgegen der Klischees, wonach AfrikanerInnen

seit Jahrhunderten nackt

bis halbnackt herumlaufen, erzählt die

Geschichte Afrikas eine andere Realität:

Archäologen haben in altafrikanischen

Gräbern in Ägypten Zeichnungen von

Webstühlen aus dem Jahr 3000 vor unserer

Zeit gefunden. Weiter südlich wurden

fünf Jahrhunderte alte Baumwolltuchreste

in Meroe, im aktuellen Nordsudan, gefunden.

In West-, Zentral- und Südafrika ist

die Geschichte von Stoffproduktionen eine

sehr alte, die nachweislich seit dem achten

bis neunten Jahrhundert existiert. Bis

heute werden diese alt bewährten Traditionstechniken

in der Herstellung von hochwertigen

Stoffen ausgeübt: u. a. Bogolan,

Kente und Adinkra in West- und Zentralafrika;

Kitenge, Shuka Massai, Sisal, Raffia

in Ost- und Südafrika.

Die Second-Hand Bekleidung, die bis

heute im Vergleich zur lokalen Kleidungsproduktion

wenig kostet, hat in dreißig

Jahren Millionen von Arbeitsplätzen vernichtet:

achtzig Prozent der Arbeitsplätze

Xerum von simporerem 1975 bis hil 2000 expe est, in odis Ghana, sima plaborrzent

dolupit, zwischen solecerum 1980 ipsusdae und quiducimi, 2002 in Sambia. In

sechzig Pro-

corestibus Nigeria, eicipitibus dem et bevölkerungsreichsten eos

Land

Afrikas, verloren von den 1970er bis Ende

der 1990er Jahre mehr als achtzig Prozent

der vormalig 200.000 Beschäftigten ihren

Arbeitsplatz in der Textilindustrie. Eine Realität,

die nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Immer mehr Länder verbieten den Import

von Second Hand Kleidung, die eigentlich

von EU und US-amerikanischen NGOs organisiert

werden. Ende 2012 beschloss Kenia,

eines der kreativen Modezentren des gegenwärtigen

Afrika, gesetzlich den Import von

Second-Hand Kleidung – vor Ort „Mitumbas“

genannt – zu verbieten.


Eine Renaissance der Kreativen

In Nigeria ist der Import von Second-

Hand Kleidung seit 2001 verboten. Das führte

zu einem sichtbaren Boom des kreativen

Modezweigs. Ein externes Zeichen dieser

Kreativität ist die Gründung von ARISE,

dem führenden Modemagazin der afrikanischen

Diaspora im Jahre 2009. Das Magazin

ist selbstbewusst, afropolitisch, bissig und

trendy. Das Magazin wird in 26 Ländern auf

drei Kontinenten verkauft und berichtet

über Trends in der afrikanischen Modebranche

sowie aus der Schwarzen Diaspora. Ziel

ist es, ein internationales Publikum und

simon INOU hat in Douala

(Kamerun) Soziologie

und in Wien Publizistik

studiert. Der Journalist

hat 2008 das Bundes-

Ehrenzeichen im Bereich

des interkulturellen

Dialogs erhalten.

www.m-media.or.at

eine Plattform für die besten afrikanischen

Modetalente zu schaffen.

Auf der Suche nach anderen Maßstäben

in anderen Erdteilen als nur in der westlichen

Welt haben mehrere JournalistInnen

und ModeautorInnen über die zahlreichen

Moderichtungen am afrikanischen Kontinent

berichtet und mehrere Bücher zu

diesem Thema herausgegeben. Ein wiederkehrendes

Phänomen ist das der „Sape“

(Societé des Ambianceurs et des Personnes

élégantes) aus der Republik Kongo. Diese

„Gesellschaft für Unterhalter und elegante

Menschen“, „Sapeurs“ genannt, erinnert an

die erquicklichen Seiten der Kolonialzeit,

als die ersten Studenten aus Paris oder Brüssel

zurückkamen und die Daheimgebliebenen

mit Dreiteilern und Zweireihern beeindruckten.

Die modebewussten Rückkehrer

verweigerten sich schon vor Jahrzehnten

der dogmatisch antikolonialen Kleidung,

wie sie Präsident Mobutu im benachbarten

Zaïre (der heutigen Demokratischen Republik

Kongo) vorschrieb. Die gegenwärtigen

„Sapeurs“ betreiben westlichen Fashion-Eskapismus

und Fetischismus, leben in prekären

Verhältnissen und kleiden sich extrem

teuer: Gaultier, Dior, Armani, Versace, Dolce

& Gabbana, Yves Saint Laurent... und tragen

Schuhe der Marke Budapester, die in Wien

nicht unter 350 Euro/Paar zu kaufen sind.

Mode und Kreativität sind in ganz Afrika

im Umbruch. Und die großen, schwerreichen,

global agierenden Modekonzerne haben

es längst verstanden und vereinnahmen

dieses Phänomen, um ihre Kollektion mit

etwas Neuem, Lebendigem und Fröhlichem

zu erweitern: Louis Vuitton hat die Stoffart

„Shuka Massai“ in seiner Kollektion 2012

eingebunden, Burberry hat für seine Linie

Prorsum, wie die Marni Kollektion von H&M

in der Modesaison 2012, die ostafrikanische

Stoffart „Kitenge“ verarbeitet. •

110 | SOCIETY 1_2014


Foto: Thomas Traub

Angebot für furchtlos

ambitionierte Frauen

Gehören auch Sie bereits zum Verein der „Über

40-Jährigen“? Ich gratuliere herzlich und heiße

Sie willkommen im Klub und zum spannendsten

und schönsten Lebensabschnitt überhaupt.

Text von Beatrice Achaleke

Woher ich weiß, dass der Lebensabschnitt

Ü40 spannend

ist? Aus eigener Erfahrung

natürlich. Mit Vierzig haben

wir vieles erlebt, gesehen,

durchstanden, erreicht, aber auch auf vieles verzichtet

oder gar verdrängt.

Emotional haben wir Beziehungen und/oder

Trennungen gehabt, vielleicht Kinder bekommen,

die noch im Hotel Mama wohnen oder schon ausgezogen

sind. Was Freundschaft angeht, haben

wir viele kommen und gehen gesehen.

Beruflich haben wir einiges erreicht, als Selbständige

oder als Mitarbeiterin und haben dadurch

einige Unternehmen, ArbeitskollegInnen

und Vorgesetzte erlebt und überstanden. Wir

stehen bereits mit beiden Beinen im Leben oder

arbeiten daran.

Finanziell geht es uns gut, oder mal so mal so.

Spirituell sitzen wir sattelfest oder sind noch auf

der Suche. Jedenfalls haben wir mit vierzig Jahren

so viel erlebt, sind gewachsen, sind davon geprägt,

sind um vieles klüger, erfahrener und gewissenhafter

geworden.

Körperlich wird uns langsam klar, dass wir

nicht mehr achtzehn sind, auch wenn wir dies optisch

sehr gut retouchieren können.

Mental fühlen wir uns noch ganz fit. Vom Gefühl

her wollen wir noch etwas, uns fehlt noch

etwas, brauchen wir und oder suchen nach neuen

Herausforderungen. Wenn wir nur wissen würden

was? Wie? Wann? Und Wo?

Mit 40+ sind wir erwachsen und sitzen sattelfest

in unserem Leben, sind glücklich, sind auf

der Suche und deshalb bereit neu durchzustarten

oder Sie haben sich mit ihrem unbefriedigendem

Leben abgefunden und trösten sich mit, „Na, kann

man nichts machen“ oder „So ist es eben, ich soll

froh sein, andere haben es schlimmer“.

Mit Vierzig steht Frau das erste Mal in der

glücklichen Lage mit hoher Wahrscheinlichkeit

sagen zu können, was für sie nicht mehr auf den

Verhandlungstisch gehört. Zeit wird als wertvollste

Ressource verstanden, dessen Gestaltung bewusster

behandelt werden muss. Es bleibt nicht

mehr viel Zeit bis zur Pensionierung, doch hat

man noch genug Zeitraum, manche Lebensträume

zu verwirklichen.

Als Ü40ziger empfinde ich die Zeit als genau

richtig, um sich dem Lebenskoffer furchtlos zu

stellen und sich neue und ambitionierte Ziele für

mehr Erfüllung im schönsten Lebensabschnitt zu

setzen. Fühlen auch Sie sich angesprochen? Dann

willkommen auf meiner Welle!

Mit dem GloBuntu Ambitious – U40 Lebenskoffer©

begleite ich Sie gerne in diesem spannenden

Prozess.


Unsere ambitionierten Ziele

Mit dem „GloBuntu Ambitious – U40 Lebenskoffer©

Workshop” haben wir uns ein ehrgeiziges

Ziel gesteckt. Im Mittelpunkt steht eine Reise mit

furchtlos ambitionierten Frauen. Dieser Workshop

lässt sich so vorstellen: Wir halten die Zeit an,

dann stellen wir sie zwanzig Jahre zurück, holen

ihre Lebenskoffer ab, reisen wieder zwanzig Jahre

zurück in die Gegenwart, misten ihn aus und machen

ihn fit für ihre nächste Reise.

Der GloBuntu U40 Lebenskoffer Ambitious

Workshop ist mehr als nur ein Workshop, es ist

eine Reise, eine Erfahrungsreise, die die Kraft hat,

Ihr Leben zu transformieren.


Was Sie davon haben

• Einblick über sich selbst, Ihre Träume und dessen

Erfüllung.

• Erfrischend neue Möglichkeiten und Handlungsoptionen.

• Anregungen, Tipps, Werkzeuge: Werden Sie

topfit für einen erfüllenden Lebensabschnitt.

Unerschrocken und motiviert.

• Sie lernen loszulassen, um Neues zuzulassen.

• Dabei erlauben wir uns jede Menge Spaß und

Freude am Werken.

• Momente, die Sie nicht so schnell vergessen

werden.

• Wir machen Sie zur Chefin Ihrer eigenen Transformation.


DIVERSITÄT

ERFOLG

ZUR PERSON

Beatrice Achaleke ist

Inhaberin und CEO der

Beatrice Achaleke Diversity

in Leadership & Consulting

e.U. und Initiatorin und Kongressmanagerin

des

European Diversity &

Business Congress

www.diversityleadership.eu

»Wir machen

den Lebenskoffer

fit für die

nächste Reise.

«

Beatrice

Achaleke

BUCHTIPP

Beatrice Achaleke

Beatrice Achaleke

Erfolgsfaktor

kulturelle Vielfalt

Andere Menschen. Bessere Teams. Neue Kunden.

Diversity Management in Österreich und Europa.

Erfolgsfaktor kulturelle

Vielfalt. Andere Menschen.

Bessere Teams. Neue

Kunden.

diaspora edition

ISBN: 978-3-9502957-6-4

19,50 Euro

Onlinebestellung:

www.beatrice-achaleke.at/

publications/

SOCIETY 1_2014 | 111


DIVERSITÄT

INTEGRATION

Kennen-Lernen bei

KAMA

Der Verein KAMA schafft Austausch- und Begegnungsräume.

Die Vereinsobfrau, Kursleitende, Kursbegleitende sowie Kursteilnehmende

berichten von ihrem persönlichen Zugang und ihren

Erfahrungen mit der Initiative.

Text: SOCIETY

KAMA steht für „Kursangebote

von Asylwerber_innen,

Migrant_innen und

Asylberechtigten“. Das

heißt, dass Menschen unabhängig

von ihrer Herkunft

bzw. einer Arbeitserlaubnis dank

KAMA die Möglichkeit haben, Kurse gemäß

ihrer Kompetenzen anzubieten.

Das Kursangebot reicht mittlerweile von

Koch-, Musik-, Tanz-, Sport- bis hin zu

Kreativ- und Sprachkursen und wird kontinuierlich

ergänzt.

Personen, die mit dem Verein involviert

sind, erleben, dass Merkmale wie

Geschlecht, Alter, Herkunft oder Religion

irrelevante Faktoren sein können. Bei

KAMA zählen ausschließlich Eigenschaften

wie Engagement.


Kursleitung

Personen, die einen Kurs anbieten wollen,

können dies anonym tun und werden

mit keinerlei formalen Schwierigkeiten

konfrontiert. Die Entscheidung darüber,

ob oder inwieweit das Kursangebot inhaltlich

auf die persönliche Herkunft abgestimmt

wird, steht jeder und jedem zur

Gänze frei. Niemand wird auf den Migrationshintergrund

‚reduziert’ oder hat sich

darüber zu definieren.


Kursbegleitung

Jede und jeder kann ehrenamtlich

Kurse begleiten. Primäre Aufgabe ist die

organisatorische Abwicklung. Kursbegleitende

Personen stellen eine Art Schnittstelle

zwischen Kursteilnehmenden und

Kursanbietenden dar.

Christine, Victoria und Marlene haben

bei KAMA ursprünglich ein Praktikum im

Zuge ihres Studiums absolviert, sind aber

darüber hinaus weiterhin als ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen tätig geblieben.


Kursteilnahme

Wer den passenden Kurs für sich auf

der Website von KAMA gefunden hat,

kann sich ganz unkompliziert registrieren,

einloggen und per Mausklick anmelden.

Es entstehen keine Fixkosten für die

Kursteilnehmenden, da die Kurse gegen

eine freie Spende besucht werden. Indem

jede kursleitende Person eine eigene

Spendenbox hat, gelangt das Geld ohne

Umwege an die Lehrkraft.


KAMA ohne Grenzen

Mittlerweile gibt es KAMA nicht mehr

nur in Wien. Da der Verein neben den

österreichischen Städten Linz und Graz

auch europaweit Fuß fasst, wie in Dresden

und Brünn, befindet sich die Vereinsobfrau

Sonja Pargfrieder mit ihrem

Team in der Ausbauphase eines Dachvereins.

Die Aufgabe des Dachvereines wird

es sein, die Zweigstellen insbesondere in

der Gründungsphase zu unterstützen.

Beteiligte Personen

bei KAMA

SONJA | Vereinsobfrau

Sozialarbeiterin; derzeit in

Elternkarenz

„Im Rahmen meines Studiums an der FH

für Soziale Arbeit in Wien habe ich Anfang

2007 mit drei Studienkolleginnen

das Projekt KAMA gegründet. Ich habe zu

der Zeit ehrenamtlich beim Verein Ute

Bock gearbeitet und festgestellt, dass es

den Menschen wegen ihres de facto Arbeitsverbotes

nicht nur an Geld sondern

vor allem an Beschäftigung und Begegnungsräumen

fehlt. KAMA soll genau

das sein: ein Ort der Begegnung, an dem

Wissen wertgeschätzt und vermittelt wird

und an dem soziale Kontakte entstehen

und wachsen können. Von der Isolation

werden die Asylwerbenden bei uns mit all

ihren Erfahrungen und Wissen ins Zent-

Sonja Gayane Victoria Christine Marlene Daniel

112 | SOCIETY 1_2014


DIVERSITÄT

INTEGRATION

Fotos: Pixelio/Stephanie Hofschläger,privat

rum gestellt. Nach der Projektphase habe ich mit

meiner Kollegin Melanie Hösch (die mittlerweile

aus familiären und vor allem Zeitgründen ausgestiegen

ist) den Verein KAMA gegründet.“


GAYANE | Bürofachfrau

Armenisch-Kochkurs-Leiterin

„Ich bin dankbar für all die wunderbaren Menschen,

die ich durch KAMA kennengelernt habe und es

macht mir große Freude, gemeinsam mit ihnen traditionell

zu kochen, zu backen und zu essen.“


VICTORIA | Kultur- und

Sozialanthropologin

Seit 2011 bei KAMA als

Kochkurs-Begleiterin

„Mich fasziniert, dass jeder Kurs eine wunderbare

Eigendynamik entwickelt. Und es ist schön zu

spüren, wie Menschen aus ganz vielen verschiedenen

Richtungen etwas gemeinsam haben können,

Neues kennenlernen und dabei miteinander Spaß

haben können. Dass Asylwerbende in der Rolle

des Lehrenden sein können und auf diese Art ihre

Fähigkeiten zeigen und weitergeben können, ist

außerdem ganz wesentlich für mich.“


CHRISTINE | Kultur- und

Sozialanthropologin

Seit 2008 bei KAMA als Kochkurs-

Begleiterin

„Ich bin zu Kama gekommen, weil ich eine sinnvolle

Betätigung für mich gesucht habe. Ich finde

KAMA toll, weil jede und jeder willkommen ist

– ob an Kursleitenden, Kursteilnehmenden oder

auch an Mitarbeitenden. Ich kann nur jede und

jeden dazu einladen das zu erleben.“


MARLENE | Master der

Internationalen Entwicklung

Seit 2010 bei KAMA als Sprachkurs-

Begleiterin; Teilnehmerin beim Gemeinschaftsgarten-Projekt

Macondo

INFO

KAMA

Schottengasse 3a/1/59,

1010 Wien

E-Mail: info@kama.or.at

www.kama.or.at

Facebook

www.facebook.com/KAMA.

KURSE

www.facebook.com/KAMA.

LINZ

www.facebook.com/KAMA.

GRAZ

Gewann den 3. Preis beim

Erste Foundation Award for

Social Integration; nominiert

für den MigAward 2014

„Momentan koordiniere ich den Persisch-Sprachkurs,

ich besuche ihn aber zugleich als Teilnehmerin.

Mich begeistert an KAMA, dass hier gesellschaftliche

Positionen und Machtverhältnisse auf

den Kopf gestellt werden. Die kulturelle Vielfalt

der Kursangebote von KAMA ist mit keinen Angeboten

anderer Einrichtungen zu vergleichen.“


DANIEL | Wassergeologe

KAMA-Kursteilnehmer beim Armenisch-

Kochkurs und Spanisch-Sprachkurs

„Ich schnuppre gerne in multikulturelle Projekte.

Ich komme gerne hierher, um andere Menschen

zu unterstützen und dabei auch noch etwas zu

lernen. Da die Kurse auch am Wochenende sowie

unter der Woche abends angeboten werden,

können auch berufstätige Menschen das Angebot

wahrnehmen.“ Über das Sprachenlernen bei

KAMA: „Die Sprachkurse werden in kleinen Gruppen

angeboten und deshalb kann jeder zu Wort

kommen.“


MISCHA | Radiotrainer und Universitätslektor

am Institut für

Afrikawissenschaften

KAMA-Kursteilnehmer beim Portugiesischund

Persisch-Sprachkurs

„Bei KAMA wird die viel zitierte Integration gelebt.

Menschen, die keine reguläre Möglichkeit

haben, am Arbeitsmarkt unterzukommen, werden

hier unterstützt und übernehmen verantwortungs-

und sinnvolle Tätigkeiten. Durch die Kurse

ist es für die Beteiligten einfacher, sich in einem

Alltag zu begegnen, in dem gegenseitige Vorurteile

abgebaut und ein Miteinander aufgebaut

werden.“ Über das Sprachenlernen bei KAMA:

„Sprachen sind eine der vielen Brücken der Kommunikation.“


ÖZGÜR | Umwelt- und Bio-Ressource

Management-Student

KAMA-Kursteilnehmer beim Persisch-

Sprachkurs

„Der Kurs macht mir großen Spaß. Ich lerne hier

nicht nur eine Sprache, sondern habe auch schon

gute Freundschaften geschlossen. Und nebenbei

hat es einen guten Zweck, hier einen Kurs zu besuchen.

Das gefällt mir sehr.“


THOMAS | Biologie- und

Skandinavistik-Student; Obmann von

SCI (Service Civil International)

KAMA-Kursteilnehmer beim Armenisch-

Kochkurs

Mischa

Özgür

Thomas

„Ich mag Sprachen und Kochen sehr gerne und interessiere

mich für andere Kulturen. Deswegen ist

KAMA super für mich.“

SOCIETY 1_2014 | 113


DIVERSITÄT

INTERVIEW

Woher kommt

eigentlich Ihre

Leidenschaft für

Wüsten?

Ich war bereits

in meiner

Jugend intensiv bergsteigen. Mit meinem

Beruf als Gärtner wurde es jedoch schwierig,

im Sommer längere Urlaubszeiten

zu bekommen. Wüsten stellten daher die

ideale Möglichkeit für mich dar, im Winter

weg zu sein und auf sonnenwarmen

Felsen klettern zu können. So bin ich in

die Sahara gekommen. Durch einen Bergunfall

musste ich mit dem Klettern aufhören.

Die Wüste ist mir aber geblieben.

Ich entschloss mich, auf Karawanen umzusteigen

und das Geländeauto nur mehr

für die Anreise zu nutzen. Mir wurde klar:

Wenn ich stärker Teil der Wüste und der

Einheimischen werden will, dann muss

ich das Auto stehen lassen.

Was fasziniert Sie am Nomaden-

Dasein?

Die Lebensweise der Nomaden ist die

einzige Lebensform, die ohne Verbrauch

zusätzlicher Ressourcen auskommt.

Das ist einmal das absolut Faszinierende

für mich. Das kann für die Zukunft

sehr wichtig werden. Daher gilt es, diese

Weisheit, diesen Schatz an Wissen zu erhalten.

Es soll außerdem nicht nur ums

Überleben gehen, sondern auch darum,

kulturell leben zu können. Mein anderer

Zugang ist symbolisch, nämlich in Bezug

auf Kain und Abel: Kain wird in der Bibel

als der Gute, der sesshafte Ackerbauer

dargestellt und Abel als der Ungestüme,

der freiheitsdränglerische Nomade. Und

das sind Brüder. Dass Gegensätze nicht

verfeindet sein müssen, zeigen nomadische

Kulturen wie die Fulbe. Diese ziehen

während der Regenzeit nach Norden in

die Sahara hinein, wo sie Futter für ihre

Rinderherden finden. Wenn die Trockenzeit

kommt und es in der Wüste kein

Gras mehr gibt, wandern sie wieder nach

Süden. Bis sie dort mit ihren Rinderherden

ankommen, ist auf den Äckern die

Hirse abgeerntet, das Stroh liegt zum

Fressen bereit. Anschließend werden die

Felder mit dem Kot der Rinder gedüngt.

Das ist natürlich ein sehr sensibler Prozess,

weil sich klimatisch nichts verändern

darf, aber wenn es funktioniert, ist

es faszinierend. Für Regierungen sind

Nomaden wegen ihrer Mobilität eher unbequem.

Nomaden sind Freigeister, unsteten

Aufenthaltes, respektieren keine

unlogischen Staatsgrenzen, sind nicht

zählbar, nicht kontrollierbar, aber immer

wehrhaft.

Kain und Abel in

Karl Lueger ist einerseits bodenständiger

Gärtner und andererseits ein reisender

Freigeist. Er erzählt von seinem Werden

zum Nomaden auf Zeit, von der Begegnung

mit anderen Kulturen und seiner besonderen

Verbindung zum Sinai.

Interview: SOCIETY

Gibt es eine Wüste, die für Sie von

besonders großer Bedeutung ist?

Ja, der Sinai ist ein bisschen zu meiner

Heimat geworden, wo ich auch meine Frau

kennen gelernt habe. Die Gegend ist energetisch

unheimlich stark. Es wundert mich

nicht, dass von dort die drei großen monotheistischen

Religionen herkommen.

Ich habe dort auch mit drogensüchtigen

Jugendlichen gearbeitet, da ich als Sondererzieher

und Erlebnispädagoge eine Art

Wüstentherapie erfunden habe. In Österreich

sind diese Projekte vor allem aus politischen

Belangen eingestellt worden.

Fotos: Privat

114 | SOCIETY 1_2014


DIVERSITÄT

INTERVIEW

Eintracht

An welches Erlebnis Ihrer Wüstenaufenthalte

denken Sie besonders oft und gerne zurück?

Besonders bleibend ist ein frühes Erlebnis für

mich: Ich war in Algerien bergsteigen und bin Nomaden

- um genau zu sein einer Tuareg-Familie

- begegnet. Sie haben mir sofort Tee gemacht und

Essen angeboten. Dazu kam das Erlebnis, dass

die Sprache als Kommunikationsmittel vollkommen

ausgeschieden ist, und trotzdem war ein

gegenseitiges Verständnis da. Das Zusammensitzen,

einander Anschauen und so Empfindungen

austauschen, das habe ich mitgenommen. Dieses

Nonverbale. Außerdem höre ich sehr gerne Sprachen,

die ich nicht verstehe. Manchmal reicht es,

ganz einfach die Melodie wahrzunehmen.

Wie geht es Ihnen damit, nach einem

längeren Wüstenaufenthalt wieder in Österreich

zu sein?

Das ist nicht schwierig für mich. Wo ich bin, da

bin ich. Alles andere wäre viel zu anstrengend. Vielleicht

stumpft man mit der Zeit auch ab. Ich will

INFO

Karl Lueger –

Nomade auf Zeit

Ring 111, 8230 Hartberg

Tel.: +43-(0)676-9387067

nomadeaufzeit@htb.at

www.nomadeaufzeit.at

CURRICULUM

VITAE

Karl Lueger wurde am 29.

Februar 1956 in Wenigzell

geboren. Heute bietet er

Trekkings mit Eseln und

Kamelen an. Das war nicht

immer so: Bis vor fünfzehn

Jahren wechselte er alle

sieben Jahre aktiv seinen

Beruf, um Neues zu

erfahren. Bis zur Meisterprüfung

als Gärtner war

er in einem Betrieb und

anschließend sieben Jahre

in einer Baumschule tätig.

Danach entschied er sich für

eine Sondererzieher- und

Erlebnispädagogik-Ausbildung

und machte weitere

sieben Jahre Projekte mit

Jugendlichen. Später fing

er an, in den Sommermonaten

Gärtner zu sein und im

Winter Reisen beziehungsweise

Trekkings zu machen

und diese auch beruflich zu

realisieren. Diese Situation

hält seither an und zwar

ganz ohne Bedürfnis nach

Veränderung.

jedenfalls meine Geschichte beim Ankommen nicht

weiterzelebrieren, denn bis ich dann wieder anfange

richtig zu ticken, bin ich unter Umständen schon

wieder weg. Insofern kann ich einem Umstieg nicht

so viel Raum und Aufmerksamkeit geben.

Sie reisen nicht nur privat sondern bieten

auch Einzelpersonen die Möglichkeit, bei einem

Trekking dabei zu sein. Welche Erfahrungen

haben Sie bezüglich Gruppenkonstellationen

machen können?

Generell ist jede und jeder eingeladen. Mir ist

wichtig, dass alle Menschen mitkommen können.

Deshalb setze ich kein Alterslimit. Die älteste,

die bisher auf einem längeren Trekking mit dabei

war, war zum damaligen Zeitpunkt 83 Jahre

alt. Und da gab es keinerlei Schwierigkeiten. Die

Menschen kennen sich selbst ohnehin und können

sich ganz gut einschätzen. Ältere Leute sind

da eigentlich ohnehin sehr vorsichtig und deshalb

bin ich der Meinung: wer sich etwas zutraut,

dem kann man es auch zutrauen. Ansonsten reise

ich am liebsten mit Gruppen, die aus Menschen

unterschiedlichen Alters, Herkunft und Beruf bestehen.

Was für mich weniger spannend ist, sind

homogene Gruppen - das Exportieren „fertiger

Systeme“. Diese verändern sich dort auch nicht.

Gemeinsam als Bekannte oder Gleichgesinnte etwas

zu unternehmen hat natürlich seinen Wert,

aber trotzdem sind zusammengewürfelte Gruppen

weitaus spannender für mich. Was ich aber

schon sehr angenehm finde, sind Familien. Vor

allem weil sich die einzelnen Rollen auflösen können.

Da ist es nicht unbedingt die Mama, die alles

weiß und kann, sondern es können auch kleine

Kinder sein, die ganz gut in einer für sie fremden

Umgebung zurechtkommen.


SOCIETY 1_2014 | 115


GREEN SOCIETY

INTERVIEW

Ein Paradies im

grünen Herzen

Österreichs

Isabell Bayer-Lueger betreibt

einen Schaugarten im

steirischen Hartberg

Wie ist Ihr persönlicher

Zugang

zur Natur?

Ich habe die

Liebe zum Garten

von meinen

Eltern gelernt. Von klein auf bin ich in

meiner Freizeit in den Buchenwäldern am

Hartberger Ringkogel spazieren gegangen

und habe auch meine Ferien ständig im

elterlichen Baumschulbetrieb verbracht.

Auch als Studentin zog es mich immer in

meine Heimat, um mit der Erde und den

Pflanzen einen echten Kontakt zu haben.

Ihr Haus ist aus Holz gebaut und

sogar das Dach ist bepflanzt. Drückt das

auch Ihre Naturverbundenheit aus?

Wir wollten der Natur die Grundfläche

unseres Hauses eins zu eins zurückgeben.

Dafür bietet sich kein besserer Ort als das

Dach. Abgesehen davon sind Gründächer

einfach sehr praktisch: Sie sind nicht teurer

als ein Kies-, Blech- oder ein geteertes

Dach und regulieren außerdem das Hausklima

im Sommer und Winter ideal.

Isabell Bayer-Lueger ist gleich in zwei

Bereichen Pionierin: Bereits vor 15 Jahren

eröffnete sie einen Schaugarten und entwickelte

mit ihrem Team das Hartberger

Hochbeet. Die Gartenarchitektin spricht

im Interview über ihr Leben im Einklang

mit der Natur.

Interview: SOCIETY

Sie betreiben neben Ihrer Tätigkeit

als Gartenarchitektin und Landschaftsplanerin

auch einen Schaugarten. Wie

ist die Idee dazu entstanden?

Die Größe und das Potential von unserem

Garten waren meinem Mann und

mir sehr rasch bewusst. Daher wollten wir

ihn nicht ausschließlich für uns ganz alleine

haben, sondern unsere Freude mit

unserem Garten auch mit anderen teilen.

Zumindest ab und zu. Es ist natürlich

wichtig, dass er als unser Wohnort auch

privat bleibt. Deshalb fixieren wir unsere

offenen Gartentage zeitlich genau. Eine

weniger geplante aber wundervolle Entwicklung

des Schaugartens ist, dass er sich

als Ort für Wissensvermittlung bewährt.

Durch die Gartenführungen kann ich

Fotos: Privat; Simone Andress

116 | SOCIETY 1_2014


GREEN SOCIETY

INTERVIEW

Pflanzen- und gärtnerisches Wissen sehr unkompliziert,

direkt und praktisch weitergeben.

Ihr Garten ist nicht nur für das Auge schön.

Sie bauen auch Gemüse und Obst an. Was steckt

hinter Ihrer ‚slowgarden’-Philosophie?

Gemüse und Obst selbst anzubauen ist in einer

Zeit der Globalisierung ganz wichtig. Ich meine

mit ‚slowgarden’ die Freude am Kochen mit den

Lebensmitteln aus dem eigenen Garten. Um Essen

bewusst genießen und wertschätzen zu können,

kochen wir gerne selbst und nehmen uns daher

auch täglich die entsprechende Zeit dafür. Ich bin

überzeugt, dass das immer wichtiger wird – die

Lust und Freude, das Radieschen aus der Erde zu

ziehen und hineinzubeißen. Hat man das einmal

erlebt, möchte man nicht mehr darauf verzichten.

Dieses Gefühl kenne ich nicht nur von mir selbst,

sondern merke es auch bei meinen Nachbarn und

bei meinen Kunden.

Sie ermöglichen mit dem Hartberger Hochbeet

jedem die Freude am ‚Gemüsegarteln‘. Was

sind Hochbeete und welche Vorteile haben sie?

Hochbeete sind moderne Gemüsegärten. Unser

Hartberger Hochbeet ist aus der Überzeugung

heraus entstanden, dass das eigene ‚Gemüsegartel‘

überall Platz haben sollte. Und so haben sich

vier kreative Köpfe zusammengetan und sind zu

folgenden Ergebnissen gekommen: Ein Hochbeet

muss praktisch, leicht aufzustellen, zugleich aber

stabil und billig sein. Und natürlich: biologisch!

Mit diesen Kriterien haben wir das Hartberger

Hochbeet aus steirischer Lärche gezimmert. Es hat

in jedem kleinsten Garten Platz, auch auf einem

Balkon. Insofern sollte der privaten Selbstversorgung

nichts mehr im Wege stehen.

Welche der vielen Gemüsesorten liegt Ihnen

besonders am Herzen?

Die Taglilien liegen uns besonders am Herzen.

Man kann sie frisch aus dem Garten naschen, obwohl

es eine gewisse Überwindung erfordert, diese

schönen Blüten abzuzupfen. Eine wahre Spezialität

sind die Knospen der Taglilien, eingelegt

in einer süß-säuerlichen Marinade wie Essiggurkerln.

Ansonsten eignen sich Taglilien für Salate

sehr gut – geschmacklich und optisch.

Wie stehen Sie zu der Handhabung der EU bezüglich

des Genmais?

Ich hoffe sehr, dass Österreich eine Vorbildfunktion

erfüllen kann. Entscheidungen gegen

die Vielfalt haben eine enorme, nachhaltige Wirkung

auf die Umwelt, die meistens doch irreversibel

sind. Österreich sollte vehementer für ein

gentechnikfreies Europa eintreten. Ich würde sehr

stolz darauf sein. Dasselbe gilt übrigens auch für

die Saatgutverordnung.

Welche natürlichen Methoden empfehlen

Sie beim Düngen und der Schädlingsbekämpfung?

CURRICULUM

VITAE

ipl. Ing.in Isabell

Bayer-Lueger wurde

Dam 29.10.1959 in Hartberg

geboren. Sie studierte

Biologie in Salzburg und

Gartengestaltung in Wien.

Nach Umwegen über Afrika

und das Burgenland kam sie

wieder nach Hartberg, wo sie

ihr Büro für Gartenarchitektur

gründete. Als freischaffende

Garten-architektin hilft

sie Menschen, ihre Gärten

zu planen, zu gestalten oder

einfach nur zu verändern.

Auf einer Reise in die Wüste

Sinai lernte sie ihren Mann

kennen. Für die Beduinen

haben sie einen Lehrgarten

in der Wüste angelegt. Ihre

Eltern vererbten ihr das

‚Schaugarten-Grundstück’,

auf dem sie heute gemeinsam

mit ihrem Mann lebt und

im Leben angekommen ist.

Isabell Bayer-Lueger mit

dem Hartberger Hochbeet

KONTAKT

BELLABAYER – DAS

GARTENATELIER

Ring 111

8230 Hartberg

Tel. +43-(0)3332-66164

Mobil +43-(0)676-608 30 89

bellabayer@htb.at

www.bellabayer.at

Krähe Michl

mit Isabell

Bayer-Lueger

Wenn der Garten naturnahe bewirtschaftet ist

und z. B. Blattläuse einziehen, dann braucht man

meistens nur ein bisschen Geduld. Es ist nur eine

Frage der Zeit, bis die Marienkäferlarven kommen

und die Blattläuse auffressen. Eine Larve verspeist

150 Läuse pro Tag. Die Natur regelt sich da tendenziell

von selbst. Bei Pilzbefall gibt es mittlerweile

viele biologische Mittel. Wenn Sie bei Mehltau

zum Beispiel Urgesteinsmehl in einen Strumpf

füllen und das Pulver über die betroffenen Blätter

rieseln lassen, wirkt das desinfizierend. Also

generell lässt sich vieles biologisch regeln, oder

man lässt die Natur diese Ausgleiche ganz einfach

selbst schaffen. Wer naturnahe gärtnert erspart

sich viel Zeit, Arbeit und Geld. Gedüngt wird bei

uns ausschließlich mit Biodünger, allen voran mit

unserem Kompost. Jeder Garten ist schließlich ein

Ökosystem und es sollte nicht darum gehen, ihn

wie ein Wohnzimmer zu putzen.

Ihr Garten ist auch ein Ort der Kunst. Wie passen

Natur und Kunst zusammen?

Wir sammeln Kunst, weil wir finden, dass die

Natur per se schon Künstlerin ist. Und wenn Kunststücke

von Menschen in einem Garten hinzufügt

werden, wird ein Gesamtkunstwerk daraus. Seit

13 Jahren kaufen wir jährlich eine Skulptur dazu,

so entwickelt sich unser Garten schön langsam

wirklich zu einer einzigartigen Outdoor Galerie.

Dazu gibt es jedes Jahr im Sommer während der

Taglilienhochblüte gemeinsam mit Künstlern und

Künstlerinnen eine Ausstellung unter dem Titel

‚Garten und Kunst‘. Diese wird heuer vom 28. Juni

bis zum 20. Juli stattfinden. Zu den Skulpturen

aus Stein, Keramik, Bronze und Holz wird es auch

Lesungen, Konzerte und natürlich kulinarische

Highlights aus dem Garten geben. Unser Garten

ist ein Ort, in dem sich jeder Mensch wohlfühlt

und entschleunigt. Wir merken das, wenn unsere

Gäste den Garten betreten und sichtlich die Seele

beginnen baumeln zu lassen.


SOCIETY 1_2014 | 117


Green Jobs –

Berufe mit Zukunft

Grüne Jobs liegen im Trend. Erneuerbare Energien sind

im Aufwind und schaffen vielfältige Berufsmöglichkeiten.

Text: SOCIETY

Fotos: BMLFUW/Rita Newman

Servicetechnikerin Johanna

Scharinger bei Wartungsarbeiten

an der Flugbefeuerung einer Windkraftanlage

am Dach der Gondel in

105 Metern Höhe.

Unter Green Jobs versteht

man Arbeitsplätze in der

Entwicklung, Herstellung

und Umsetzung von Produkten,

Technologien

und Dienstleistungen, die

Umweltschäden vermeiden und natürliche

Ressourcen erhalten. Solche Arbeitsplätze

lassen sich in den unterschiedlichsten Sparten

wie z.B. Wasser- und Abwassermanagement,

erneuerbare Energien und nachhaltiges

Bauen und Sanieren finden. Um grüne

Jobs eindeutig zu definieren, müssen spezielle

Kriterien erfüllt sein. Laut Experten

sind nur jene Arbeitsplätze grün, die einen

Beitrag zum Wandel hin zu einer nachhaltigen

Wirtschaftsweise leisten, die biologische

Vielfalt erhalten und das Ökosystem

schonen.

Etwa 193.000 Menschen sind heute

in der österreichischen Umweltbranche

beschäftigt. Oberösterreich ist in punkto

grüne Jobs schon heute die Nummer eins,

da bereits 36.000 Arbeitsplätze geschaffen

wurden. Jeder 20. Arbeitsplatz in Österreich

ist bereits ein „green job“. Bis 2020

sollen sogar 115.000 Stellen in diesem Bereich

möglich sein, da die Nachfrage nach

qualifizierten Mitarbeitern in diesen Sparten

sehr stark ist und noch weiter steigen

wird. Fünf Millionen Menschen weltweit

sind derzeit im Sektor erneuerbare Energien

tätig.


Masterplan „Green Jobs“

Das Lebensministerium unterstützt mit

dem Masterplan „green jobs“ den österreichischen

Umweltsektor, damit bis 2020

rund 100.000 neue green jobs geschaffen

werden. Der Masterplan schafft die nötigen

Rahmenbedingungen wie die Sicherstellung

eines hohen Qualitätsniveaus, die

Forcierung von Vernetzung und Kooperation

sowie eine Bewusstseinsbildung in der

Gesellschaft. Immer mehr Unternehmen

erkennen den wichtigen Faktor Nachhaltigkeit,

wodurch die Karrierechancen für MitarbeiterInnen

am grünen Arbeitsmarkt in

Zukunft weiter steigen. Dabei werden verstärkt

ExpertInnen mit grünen Zusatzqualifikationen

gesucht. Unter Green Skills ver-

Gewässerökologie: Doris

Eberstaller-Fleischanderl bei

der Fischbestandserhebung und

Vermessung der Fische.

118 | SOCIETY 1_2014


GREEN SOCIETY

JOBS

ermöglichen. Rund 300 SchülerInnen werden an

drei Erlebnisstationen zu den Themen Abfall, Erneuerbare

Energien und Wasserkraft „grüne“ Berufsbilder

sowie die vielen Vorteile einer Beschäftigung

in der Umweltbranche nähergebracht. Auf

der Plattform www.frag-jimmy.at sind zahlreiche

Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich green jobs

zu finden. Die New Design University St. Pölten

(NDU), welche von der WKNÖ und ihrem WIFi 2004

gegründet wurde, bietet z.B. ein berufsbegleitendes

Masterstudium in Richtung „Energie-Autarkie &

Elektromobilität.“ Im Rahmen der greenExPO, die

jährlich stattfindet, können sich Schüler, Studenten

und Lehrlinge über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten

im grünen Sektor informieren.


Der „grüne“ Arbeitsmarkt

Im Bereich Green Jobs gibt es vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten

mit Zukunft. Neben

bekannten Sparten wie Floristik, Gärtnerei und

Landwirtschaft sind Berufe wie Solartechniker,

Wasserbauingenieur, Öko-Auditor, Entsorgungsund

Recyclingfachmann oder Mikrobiologe chancenreich.

Unternehmen, die zahlreiche grüne Jobs

offerieren sind z.B. Binderholz (Holzindustriebranche),

TISUN GmbH (Vertrieb thermischer Solaranlagen)

und Austropapier (Zellstoff- und Papier).

Noch sind die Grenzen zwischen grünen und

nicht-grünen Arbeitsplätzen unscharf, weswegen

die richtige Positionierung von green jobs am Arbeitsplatz

von großer Bedeutung ist. Im grünen

Sektor könnten weltweit in nur zwei Jahrzehnten

zusätzlich 15 bis sechzig Millionen neue Jobs entstehen.


steht man vor allem umweltbezogenes Fachwissen,

Teamfähigkeit und Flexibilität. Dynamik und Bewegung

sind Kennzeichen für Jobs im grünen Sektor.

Abfalltrennung ist ein wichtiger

Bestandteil der Ressourcenschonung.

(Tasan Sahin, Firma Saubermacher)


Jobplattformen mit grünen Berufen

Die Seite green-jobs.at wurde vom Lebensministerium,

karriere.at und green-jobs Austria

geschaffen. Darauf finden sich tagesaktuelle Jobangebote

aus der Umweltbranche sowie aktuelle

Neuigkeiten und Hintergrundwissen rund um die

Umweltbranche. Zukünftigen ArbeitnehmerIN-

Nen soll durch die Plattform die Berufswelt im

Umweltsektor eröffnet werden. Unterstützung bei

der Sicherung und Schaffung grüner Jobs erhalten

Unternehmen und Stakeholder der Umweltwirtschaft

von der Plattform green jobs Austria.

300 Stelleninserate sowie 300 Qualifizierungsangebote

zeigen die Vielfalt an Karrieremöglichkeiten

in dieser Wachstumsbranche.


„Grüne“ Ausbildungsmöglichkeiten

Gemeinsam mit dem Lebensministerium veranstaltet

green jobs Austria den speziellen green

jobs day, um Kindern und Jugendlichen einen Einblick

in die grüne Bildungs- und Berufszukunft zu

Photovoltaikanlage am Francisco

Josephinum

INFO

KARRIEREPORTAL

www.green-jobs.at

PLATTFORM GREEN

JOBS AUSTRIA

www.greenjobsaustria.at

SOCIETY 1_2014 | 119


Permakultur:

Idylle

pur

Permakultur steht für Nachhaltigkeit,

Artenreichtum und

Naturnähe. Es handelt sich hierbei

um ein Planungskonzept, das einen

naturnahen Kreislauf anspricht.

Text: SOCIETY

Die Beziehung zwischen

Natur und Landwirtschaft

kann ein Nehmen

und Geben sein. Man

denke an kleine Landwirtschaften

im Gebirge,

wo der Bauer sich den Naturgewalten unterwirft,

auf die Natur eingeht, mit ihr

lebt. Nur so viele Kühe hält, wie es Gras

gibt. Auf den ersten Blick ist diese Art von

Landwirtschaft verklärt-romantisch. Für

den Moment betrachtet ist der Ertrag gering.

Aber diese Form der Natur-Landwirtschaft-Beziehung

ist dauerhaft. Und hat

seit rund fünfzig Jahren einen Namen:

Permakultur. Permanente Kultur.


Die Entwicklung

Die Australier Bill Mollison und David

Holmgren formten die Idee eines Land-

Für Kinder gibt es regelmäßige Angebote

in der City Farm Schönbrunn


GREEN SOCIETY

NACHHALTIGKEIT

INFO

CITY FARM

SCHÖNBRUNN

der City Farm in Schönbrunn, wachsen unzählige

Gemüsearten, die es bisweilen in keinem österreichischen

Lebensmittelgeschäft zu kaufen gibt,

wie etwa chinesische Schwammgurken.

Fotos: City Farm Schönbrunn

Lisa Reck und Wolfgang Palme leiten

die City Farm Schönbrunn

wirtschaftsdenkens fernab der industriellen Agrarpolitik

und entwickelten ein weitreichendes

Konzept, das jegliche Interaktion mit der Natur

kritisch beleuchtet und auf eine Symbiose zwischen

Natur und menschlichem Schaffen zielt,

um insbesondere Monokulturen und Pestiziden

entgegenzuwirken. Möglichst große Eigenverantwortung

in puncto Ernährung gegenüber der Umwelt

und gegenüber Konzernen zu übernehmen

wurde ein zentraler Gedanke des Permakultur-

Konzepts. Heutzutage bezieht Permakultur neben

Flora auch Fauna auch Energieversorgung, Architektur

und Infrastruktur mit ein.


City Farming

Die Idee, der Natur etwas zurückzugeben, sie

intakt zu lassen, sie möglichst wenig zu stören,

rückt auch immer mehr in die Stadt. Das City Farming

ist hier ein Versuch, der Natur auch in der

Stadt Platz zu geben. Beispielsweise in Wien, auf

www.cityfarm.at

»Die City Farm

Schönbrunn ist

ein einzigartiges

Gartenparadies

mitten in Wien.

«

Lisa Reck,

Leiterin der City Farm

Schönbrunn


Der Waldgarten

Waldgärten gibt es in verschiedenen Ländern

auf der ganzen Welt, so etwa in Nicaragua, Kerala,

Sri Lanka, Vietnam, Nigeria, Kongo und Tansania.

Was sie gemein haben, ist das Bereitstellen von Lebensmittel,

Viehfutter, Medizin, Energie- und Bauholz.

Der tropische Regenwald gilt dabei stets als

Vorbild. Auch in Wels (Oberösterreich) läuft nun

schon seit mehr als fünf Jahren ein Permakultur-

Waldgarten-Projekt. Zwar ist die Sonneneinstrahlung

in unseren Breiten niedriger als im tropischen

Regenwald, aber diese Herausforderung lässt sich

durch eine zeitliche Einnischung nahezu wett machen.


Gänse im Garten

Ungebetene Gäste wie Schnecken im Gemüsegarten

kennen die meisten Gartenbesitzer. Diverse

Mittel gegen Schnecken können jedoch kostspielig

sein, zudem wenig Erfolg bringend sein, der

Umwelt aber enorm schaden. Eine Möglichkeit

wäre es, produktive Gartenhelfer wie Enten oder

Gänse zu halten. Die Kooperation von Mensch und

Tier ist eine wesentliche permakulturelle Strategie.

Abgesehen von der Funktion tragen Tiere

ebenso wie die Natur zu einem wohltuenden Lebensgefühl

bei.

Auch Menschen, die in Wohnungen ohne Garten

leben, ist es möglich, wenn auch nur in kleinerem

Ausmaß, anzupflanzen. So lassen sich beispielsweise

am Fensterbrett in einem kleinen Topf

Kräuter einsetzen. Neben der Nahrungsmittelfunktion,

haben diese natürlich auch eine dekorative

Wirkung. Die Selbstversorgung (auch wenn

sie nur partiell ist) bringt einen weiteren entscheidenden

Vorteil mit sich: Wer selbst anbaut, kann

sich sicher sein, ein Hundertprozent biologisches

Produkt zu erhalten.


SOCIETY 1_2014 | 121


GREEN SOCIETY

AUTOMOBIL

Die Welt der Elektroautos –

Der Nissan Leaf ist das

Elektroauto, das weltweit am

meisten verkauft wird.

Als Elektroauto wird ein

Automobil bezeichnet,

das von einem Elektromotor

angetrieben wird.

Die Antriebsenergie wird

zumeist in Form von aufladbaren

Akkumulatoren im Fahrzeug

mitgeführt. Im Gegensatz zu herkömmlichen

Antrieben mit Verbrennungsmotoren

weisen Elektromotoren einen

höheren Wirkungsgrad auf und haben

damit geringere Energieverluste. Zu den

weiteren Vorzügen zählen die gute Drehmoment-

und Leistungscharakteristik des

Elektromotors sowie die fast vollständige

lokale Emissionsfreiheit in Bezug auf

Schadstoffe und Lärm. Als Nachteile gelten

nach wie vor die vergleichsweise geringe

Reichweite sowie die hohen Kosten

für Batterien.


Geschichte

Das erste batteriebetriebene Fahrzeug

wurde 1834 von Thomas Davenport vorgestellt.

Bereits 1898 konstruierte Ferdinand

Porsche das Elektromobil Egger-Lohner

C.2. Als Kennzeichen für sein erstes Auto

schlug Porsche die Bezeichnung „P1“ in

wichtige Bauteile wie die Radnaben. Die

Leistung des Fahrzeugs betrug 3 PS bei

Elektroautos bekommen immer größere

Aufmerksamkeit. In den vergangenen

Jahren ist das Angebot gestiegen und mehr

und mehr Konsumenten zeigen Interesse

an den umweltfreundlichen Autos.

Text: SOCIETY

Der Smart For Two in der

Elektroversion wird einfach an

der Elektrotankstelle aufgeladen.

122 | SOCIETY 1_2014


GREEN SOCIETY

AUTOMOBIL

Neuheiten und Trends

Aktuelle

Modelle

am Markt

NISSAN LEAF

Es ist das meistverkaufte

Elektroauto der Welt und

verfügt über einen 80

kW/109 PS starken Antrieb.

Eine Akkuladung reicht

bis zu 160 Kilometer. Das

Fahrzeug ist dank neuer

Ausstattungsstaffelung

leistbar. Ab EUR 23.000,–

ist man dabei.

SMART ED

Der elektrobetriebene

Kleinstwagen schafft es

auf 135 km/h, als Normverbrauch

gelten 15,1 kWh

je hundert Kilometer. Der

Akku ist innerhalb von

sieben Stunden an einer

Steckdose aufgeladen.

Mit einem Preis von EUR

23.680,– zählt dieses Fahrzeug

zu den günstigeren im

Bereich elektrobetriebener

Autos.

Bei der Silvretta e-Auto Rallye

gewinnt der e-up den ersten und

zweiten Platz in der Gesamtwertung.

TESLA MODEL S

Die erste rein elektrische

Edellimousine ist in den

USA sehr beliebt. Viel Platz

und eine außerordentliche

Reichweite von 500

Kilometern zeichnen diesen

Elektrowagen aus. Das

Elektromobil verfügt außerdem

über einen 17-Zoll-

Touchscreen. Je nach Model

bezahlt man zwischen EUR

68.000 und 92.000,–.

Fotos: Francesc Montero Desembre, Daimler AG - Global Communications, Volkswagen AG, Uwe Fischer

Mit dem BMW i3 ist urbane

Mobilität kein Problem.

einer Reichweite von rund achtzig Kilometern und

einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Kilometern

pro Stunde. In Berlin gewann Porsche mit

seinem P1 im September 1899 eine Wettfahrt für

Elektromobile. Das Jahr 1900 gilt als Geburtsstunde

des Hybridantriebs, da Porsche seinen Radnabenantrieb

mit einem Benzinmotor kombinierte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten Elektroautos

dann ihre eigentliche Blütezeit. In den

USA gab es zu diesem Zeitpunkt mehr als 15.000

elektrobetriebene Autos, die jedoch allmählich

von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren

verdrängt wurden, da diese deutlich höhere

Reichweiten erzielten. Erst in den 1990er Jahren

wurde dem Thema Elektromobilität auf Grund

steigender Ölpreise und einem wachsenden Umweltbewusstsein

wieder mehr Aufmerksamkeit

geschenkt. In den vergangenen Jahren ist es zu einem

neuen Aufschwung gekommen, immer neue

Konzepte und Anbieter sind mittlerweile auf dem

Markt.


Neuerscheinungen 2014

Im Laufe des Jahres 2014 werden weitere Modelle

auf den Markt kommen wie der Nissan E-NV200,

der Audi A3 e-tron und der Cadillac ELR. Laut Statistik

Austria sind auf Österreichs Straßen derzeit

rund 2.500 Elektroautos unterwegs, bis Jahresende

rechnet man mit einer Verdoppelung auf 5.000

Fahrzeuge. Das Ziel, bis zum Jahr 2020 250.000

Elektroautos in den österreichischen Verkehr zu

bringen, wird sich aus heutiger Sicht jedoch wahrscheinlich

nicht realisieren lassen. •

VW E-UP

Ein Kleinstwagen mit

60 kW (82 PS) starkem

Elektromotor, mit dem Geschwindigkeiten

von maximal

130 km/h zu erreichen

sind. Die Reichweite pro

Akkuladung beträgt 160

Kilometer. Aufgeladen ist

der E-Up binnen zwanzig

Minuten an einer Schnellladestation,

an der Steckdose

in mehreren Stunden. Preis:

EUR 25.350,–

CHEVROLET VOLT /

OPEL AMPERA

Der Opel Ampera ist ein 111

kW/150 PS starkes Auto.

Da der Akku mittels eines

kleinen Benzinmotors

nachgeladen wird, steigt

die Reichweite um 400 Kilometer.

Das elektrobetriebene

Fahrzeug kommt auf

ca. EUR 38.000,– und bietet

viel Alltagsnutzen.

BMW I3

Neue Elektromaßstäbe hat

BMW mit dem auffälligen

i3 gesetzt. Das Fahrzeug ist

170 PS stark, verfügt über

250 Newtonmeter Drehmoment

und eine Reichweite

von 190 Kilometern. Preis:

EUR 35.700,–

SOCIETY 1_2014 | 123


LIFE & STYLE

INTERVIEW

Achievement and Recognition

Award an Prof. Bob Djavan

durch den Präsidenten der

Saudischen Urologischen

Gesellschaft und dem saudischen

Gesundheitsminister

Sie sind Vorstand des Regionalbüros

der European Association

of Urology (EAU). Was

ist das Ziel der EAU?

Wir fördern die Ausbildung

der Ärzte, die Standardisierung,

den wissenschaftlichen

Austausch und die technische Weiterentwicklung.

Es geht vor allem darum, Neuerungen

der westlichen Urologie in den

Osten zu transportieren, um das Ost-West-

Gefälle auszugleichen. Wir organisieren

Kongresse in Osteuropa, dem Nahen und

Mittleren Osten, wo Experten aus dem

Westen mit eingebunden werden.

Gibt es einen großen Unterschied zwischen

den verschiedenen Ländern?

Es gibt große Unterschiede in den Ländern

selbst. Viele Kliniken arbeiten enorm

fortschrittlich, manche aber nicht. Die

Standardisierung ist wichtig, weil man sich

dadurch auf Behandlungsmethoden einigt,

die man dem Patienten anbieten muss oder

soll. Auch die Technik soll trotz aller Widrigkeiten

auf einen einheitlichen Stand gebracht

werden. Dazu erarbeiten wir Guidelines,

um die Standards in den verschiedenen

Ländern zu implementieren.

Wie beurteilen Sie den österreichischen

Standard in der Medizin?

Österreich, speziell Wien, bietet eine

hochqualitative Spitzenmedizin. Das liegt

Neuer medizinischer

Hotspot

Der Urologe Bob Djavan über die Früherkennung

von Risikopatienten, das Ost-

West-Gefälle in der Urologie und Projekte,

die ausländische Patienten zur Behandlung

nach Österreich bringen.

Interview: SOCIETY

zum Teil in der Geschichte begründet, in

der Wien eine lange medizinische Tradition

hat mit der Wiener Medizinischen

Schule. Ich setze mich unter anderem dafür

ein, Österreich als medizinische Hochburg

international ins Spiel zu bringen.

Welche Rolle kann Österreich in der

internationalen Medizin spielen?

Man kann die österreichische Medizin

als Werbeträger für ausländische Kontakte

nutzen. Wir haben hier einen großen

Zufluss von Patienten aus dem Osten und

dem arabischen Raum. Da konkurrieren

wir mit Dienstleistungsanbietern aus den

USA, der Schweiz, Deutschland, Frankreich

und Großbritannien. Ich denke, dass

nicht nur die Wiener Philharmoniker, die

Sängerknaben, Mozartkugeln und Schönbrunn

Werbeträger für Österreich sein

sollen, sondern auch die Medizin. Das ist

ein nobler Weg, für Österreich zu werben.

Bei den Patienten entsteht eine Dankbarkeit,

die zu einer Verbundenheit mit dem

Land führt, und wo der Patient als Tourist

wiederkommt oder uns weiterempfiehlt.

Fotos: Privat

124 | SOCIETY 1_2014


LIFE & STYLE

INTERVIEW

Sie sind selbst international tätig. Können Sie

Ihre Kontakte im Sinne Österreichs nutzen?

Wir Österreicher können unseren guten Ruf

und Namen dazu verwenden, Patienten nach Österreich

zu führen. Es kommt oft vor, dass ausländische

Kollegen ihre Patienten zu uns schicken.

Viele Patienten im Ausland fragen auch an, wo

sie am besten behandelt werden können. Da kann

man Kollegen in Österreich weiterempfehlen. Österreich

als kleinem, neutralem Land kommt viel

Sympathie entgegen. Die Politik hat aber auch die

Verpflichtung, die Leistung unserer Medizin mitzutragen.

Gibt es auch konkrete Projekte, um Patienten

nach Österreich zu führen?

Ich kann zwei Beispiele nennen: In Sarajewo

entsteht gerade eine Poliklinik mit Unterstützung

der bosnischen Regierung und österreichischer

Mitfinanzierung. Ziel ist es, dass Patienten, wenn

es notwendig ist, nach Österreich gebracht werden.

Dasselbe Projekt läuft in der Hauptstadt von

Aserbaidschan, Baku, und deckt somit den gesamten

Kaukasus-Bereich ab. Ähnliche Projekte laufen

in Moskau, Dubai und Bukarest. Auch hier sollen

Patienten, die es möchten, nach Österreich zur Behandlung

gebracht werden.

Welche Fortschritte macht die Urologie?

In der Diagnostik und der Technik hat sich

enorm viel getan. Dazu ist auch zu sagen, dass die

Urologie ihren Ursprung in Europa hat und viele

Neuerungen, auch wenn sie dann in den USA weiterentwickelt

wurden, hier in Europa ihren Ursprung

haben, z. B. die Roboterchirurgie aber auch

vieles zum Thema Bildgebung und Biomarker.

Wie wichtig ist die Technik in der Urologie?

Da die Urologie ein chirurgisches Fach ist, ist

Technik ein wesentlicher Aspekt. Viele der jüngsten

Neuerungen gibt es rein auf dem Gebiet der

Instrumente. Vor fünfzig, sechzig Jahren hat man

Operationstechniken erfunden, die heute noch so

durchgeführt werden, während es heute darum

geht, neue Instrumente für diese Operationstechniken

zu entwickeln.

Was raten Sie jedem Mann im Hinblick auf

die Voruntersuchung?

Es ist heute Standard, mit 45 Jahren zum Checkup

zu gehen. Anhand dieser Erstuntersuchung

kann man feststellen, ob man ein Risikopatient ist

oder nicht. Davon hängt dann ab, ob man häufiger

zu weiteren Untersuchungen kommen muss oder

nur alle fünf bis sechs Jahre.

»Österreich

bietet eine

hochqualitative

Spitzenmedizin.

«

Dr. Bob

Djavan

INFO

EUROPEAN

ASSOCIATION OF

UROLOGY (EAU)

Die EAU ist die den führende

Fachgesellschaft

für Urologie welweit. Ihre