Weine für Freunde Winter 2019

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Wein-Genuss 2019 - Probieren Sie etwas Neues! Wenig bekannte Rebsorten: Auxerrois, Malbec, Mandó, Melon de Bourgogne, Negroamaro, Picpoul, Viognier
Weine aus handwerklicher Herstellung von Winzern, die umweltbewußt und nachhaltig arbeiten.

Aus handwerklicher Herstellung:

Winter 2019

Wein-Genuss 2019

Probieren Sie etwas Neues! Wenig bekannte Rebsorten:

Auxerrois, Malbec, Mandó, Melon de Bourgogne,

Negroamaro, Picpoul, Viognier

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Mysteriöser Ursprung

Der Ursprung der weißen Rebsorte Auxerrois ist mysteriös. Kürzlich

durchgeführte DNA-Fingerabdrücke legen nahe, dass es sich um eine

Kreuzung zwischen Gouais Blanc und Pinot Noir handelt, der gleichen

Herkunft wie beim Chardonnay. So wurde der Name Auxerrois auch

als Synonym für Chardonnay in der französischen Moselregion verwendet

und um das Ganze noch zu toppen in Cahors als Synonym

für den roten Malbec! Wer da nicht durcheinander kommt. Der Echte,

um den es sich hier handelt, ist der Auxerrois de Laquenexy. Diese

Rebsorte wurde urkundlich das erste Mal 1914 in den Arbeiten von

Monsieur Wanner, Direktor des Forschungsinstituts für Weinbau in

Laquenexy in der Nähe von Metz erwähnt. So liegt die Vermutung

nahe, dass der Auxerrois seine Wurzeln in Lothringen hatte und

nicht wie oft behauptet in Burgund.

Schattendasein im Elsass

Ohne Zweifel ist das Elsass das wichtigste und mit ca. 2.000 Hektar

Anbaufläche das größte Anbaugebiet für den Auxerrois de Laquenexy.

Dort kommt er in mehr Weinen und Schaumweinen vor, als die meisten

Weinliebhaber vermuten. Die Rebsorte eignet sich um finessenreiche

Cuvées zu erzeugen. So ist Auxerrois mit Pinot Blanc*

gemeinsamer Spielpartner des Edelzwickers und des Crémant d’Alsace.

Interessanterweise ist es unter den AOC Qualitätsbedingungen

im Elsass zulässig, einen 100-prozentigen Auxerrois-Wein als

Pinot Blanc zu kennzeichnen! Da stellt man sich die Frage, woher

kommt das Renommee des elsässischen Pinot Blanc? In den letzten

Jahren hat im Elsass ein Umdenken stattgefunden. Winzer erkennen

das Potenzial dieser Rebsorte und führen sie aus ihrem Schattendasein

ans Licht. Sie produzieren Top-Auxerrois, die immer mehr

Liebhaber finden. In Luxemburg und Deutschland gibt es ähnliche

Tendenzen, nur ist hier die Anbaufläche wesentlich kleiner und gute

Auxerrois-Weine sind seltene Kostbarkeiten.

Weißwein mit Potenzial

Bei sorgfältigem An- und Ausbau kann Auxerrois sehr elegante Weine

hervorbringen, die aromatisch an Aprikose, Quitte, Melone, Pfirsich,

Birne und Mirabelle, zudem an Limette, Haselnuss und Akazienblüten

erinnern. Der Geschmack ist eher zurückhaltend, mineralisch

mit einem niedrigen Säuregehalt.

*Pinot Blanc = Weißburgunder

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Auxerrois – unterbewertet

Auxerrois zum Essen

Auxerrois begleitet viele heimische Gerichte vortrefflich: Brotzeit

mit hausgemachter Wurst und Hartkäse, Lauchkartoffelsuppe, Hühnerfrikassee.

Außerdem passt er hervorragend zu kulinarischen Spezialitäten

aus dem Elsass wie Flammkuchen, Baeckeoffe, Bouchée à

la reine – Königinnenpastete. Erstaunlicherweise hält

er auch exotischen Gewürzen stand und ist unsere

Empfehlung zu dem Klassiker der Thai-Küche: Pad

Thai. Wenn Sie Buffets oder einen Empfang planen,

werden Sie mit einem guten Auxerrois Furore machen.

2018

Auxerrois

Baden QbA, Weingut Klenert

Winzer: David Klenert, Weingut Klenert

Region: Kraichgau, Baden

Rebsorten: 100 % Auxerrois

Alkohol: 12,5 % Vol.

Boden: Lößlehm

Genuss: Bei 12-14 °C, jetzt bis 2023

Ausbau: Handlese, sofortige Pressung und anschließende

Klärung, der Most gärt mit eigenen

Hefen langsam bei niedriger Temperatur,

Vollhefelager im Edelstahltank

Küche: Zu kräftigen Suppen, Huhn und Kalb,

elsässer Spezialitäten, Gerichten mit

exotischen Gewürzen

DE0093-2018 €9,95 (€ 13,27/L)

David Klenert

Topwinzer!


Ursprung

Es gibt keinen Zweifel, dass die Rebsorte ursprünglich aus Frankreich

stammt. Dort wurde sie zeitweise in bis zu dreißig Départments

angebaut. Durch die Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts

wurden die Malbec-Rebflächen in Frankreich immens dezimiert und

nicht wieder in vollem Umfang neu gepflanzt. Viele Jahrzehnte später

im Jahr 1956 zerstörte ein großen Frost die Mehrzahl der Malbec-

Weinberge Frankreichs ein weiteres Mal.

Auswanderung

Kein Scherz – den ‚Malbec World Day‘ gibt es wirklich. Er wird am

17. April gefeiert, als Erinnerung an den Tag an dem Präsident Faustino

Sarmiento entschied, die Weinproduktion in Argentinien zu transformieren.

An diesem Tag im Jahr 1853 stellte er Michel Aimé Pouget,

einem französischen Agraringenieur und Bodenspezialisten,

die Aufgabe neue Rebsorten nach Argentinien zu bringen. Pougets

Entscheidung fiel u.a. auf die Rebsorte Malbec. Eine Rebsorte, die bis

dahin nur in Frankreich und dort hauptsächlich im Südwesten im Wesentlichen

in der Region Cahors angebaut wurde. Dort hieß sie auch

nicht Malbec sondern Côt. Zu Malbec wurde sie erst, nachdem ein

gewisser Herr Malbeck Rebflächen in Bordeaux anlegte. Er verbreitete

die Sorte weitflächig und wurde so zum Namensgeber im Bordelais

und nach der Auswanderung der Rebsorte auch auf internationaler

Ebene. Das K nach dem C ging auf dem Weg dahin verloren.

Erfolg in Argentinien

Während die alte Welt mit ernsthaften Problemen konfrontiert war,

wurde Malbec in der neuen Welt zum Superstar unter den Rebsorten.

Allein die Anbaufläche Argentiniens mit gut 29.000 Hektar

nimmt heute weltweit über 70% ein, gefolgt von Frankreich mit 19,5%.

Rennaissance in Frankreich

Inspiriert durch den großen Erfolg der Malbec-Weine in Argentinien

und begünstigt durch den Klimawandel, hat die junge Winzergeneration

Frankreichs einen neuen Stil in der Weinbereitung dieser Rebsorte entwickelt.

Waren Malbec-Weine aus Frankreich früher erst nach ein paar

Jahren trinkreif, so brauchen Liebhaber dieser Rebsorte heute nicht

mehr so lange zu warten. Sie bezaubern gleich mit ihrer fruchtigen

Würze und ihren typischen Aromen, die oft Pflaumen- und Tabaknoten

aufweisen oder auch mit Anklängen an Blaubeeren, Lorbeer,

Wacholder, Gewürzen, Kirschen und Bitterschokolade aufwarten.

Malbec – einmal um die Welt

Malbec zum Essen

Ein Malbec ist der Steakwein schlechthin. Er passt grundsätzlich zu

Rindfleisch in jeder möglichen Form in Kombination mit Kartoffeln. Außerdem

begleitet er gut Lamm sowie dunkles Geflügel wie Truthahn oder

Ente. Der Tipp für alle Vegetarier: Paprika und Pilze. Probieren Sie mit

wildem Reis und Pilzen gefüllte rote Paprikaschoten

zu einem Malbec – einfach traumhaft. Salbei,

Rosmarin und Pfefferminze sind die Kräuter, die

immer zu Malbec passen, ebenso wie Katoffeln

und geröstete Paprika.

2017

Leval Malbec

Pays d’Oc IGP, Les Vignerons de Cébazan

Winzer: Marilyn Lasserre,

Les Vignerons de Cébazan

Region: Languedoc

Rebsorten: 100 % Malbec

Alkohol: 13 % Vol.

Boden: Kalkstein und Kieselsteine

Genuss: Bei 16-18 °C, jetzt bis Ende 2020

Ausbau: In Edelstahl

Küche: Zu Steak, Lamm, gefüllter Paprika,

Pilzen, Truthahn und Ente

FR0466-2017 €6,95 (€ 9,27/L)

Marilyn Lasserre

Unser Tipp –

aus Südfrankreich!

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Rarität aus Spanien

Unter den wenig bekannten Rebsorten darf Mandó nicht

fehlen: eine extreme Rarität aus Spanien. Noch nie

davon gehört? Vielleicht in seiner alternativen Form – Mandon

oder Garró? Nein? Spanien hat die Fähigkeit zu überraschen,

auch wir kannten diese Rebsorte nicht.

Herkunft nicht geklärt

Über eine verloren gegangene Rebsorte, die fast vom Aussterben

bedroht ist, findet man nicht viele Informationen.

Vermutlich soll sie aus Bierzo stammen. Dort heißt sie Mandon

oder Valencia Tinta, was ein Hinweis dafür sein könnte,

dass sie ursprünglich doch eher aus Valencia kommt. Trotz

DNA-Tests bleibt dieses Rätsel ungelöst. Graciano

scheint ein Elternteil zu sein, und der Finger zeigt auf

Heben, einer fast ausgestorbenen andalusischen Sorte, als

zweiten Elternteil. 'Wine Grapes', der renommierte Rebsortenführer

von Jancis Robinson informiert uns hilfreich, dass

Mandó/Mandon ein Halbgeschwister von Gorgollasa aus

Mallorca und Macabeo aus Katalonien sein soll.

Pflanzungen in Valencia

Wie dem auch sei: Hut ab vor Weinpionieren wie Pablo Calatayud

von Celler del Roure, der diese Rebsorte mit

seinen Pflanzungen vorm Aussterben bewahrt und uns

Weingenießern damit ein ganz eigenes, interessantes Geschmacksprofil

beschert: Ungewöhnlich florale Aromen für

einen Rotwein, Unterholz und Spuren von Gewürzen, von

Lakritze und reifen Früchten. Im Mund ist er ausgewogen,

üppig und rund. Im Abgang aromatisch mit lebendiger

Säure, die ihm eine große Länge verleiht. Mandó – ein unbekanntes,

einzigartiges Geschmackserlebnis!

Mandó zum Essen

Mandó und die klassischen Paella Valenciana ist eine

Traumverbindung. Auch lecker zu Eintöpfen mit und ohne

Fleisch, zur spanischen Tortilla (Kartoffelomelett), zu Hähnchen

in Mandelsauce und zu mexikanischen Gerichten wie

Nachos mit Salsa oder zu Tacos.

Mandó –

geheimnisvoll und einzigartig

Pablo Calatayud

91 Parker Punkte

Preis für die Qualität ist top –

nur noch wenige Flaschen vorhanden!

2013

Parotet

Valencia DO, Celler del Roure

Winzer: Javier Revert und Pablo Calatayud,

Celler del Roure

Region: Moixent bei Valencia

Rebsorte: 70 % Mandó, 30 % Monastrell

Alkohol: 14 % Vol.

Boden: Sandböden, durchsetzt mit kalkhaltigen

Sandsteinen

Genuss: Bei 14-16 °C bis 2020

Ausbau: Manuelle Ernte in Plastikboxen von 15 kg.

Vor dem Entrappen Selektion der Trauben am Selektionstisch.

Die alkoholische Gärung erfolgte mit eigenen

Hefen im Edelstahltank. Danach malolaktische

Gärung und 14-monatiger Ausbau in Tonamphoren

mit 2.600 Liter Inhalt.

Küche: Zu Paella Valenciana, Eintöpfen mit und ohne

Fleisch, spanischer Tortilla (Kartoffelomelett, Hähnchen

in Mandelsauce, mexikanischen Gerichten wie

Nachos mit Salsa oder Tacos.

ES0126-2013 €16,95 (€ 22,60/L)


Anbau fast ausschließlich im Loiretal

Melon de Bourgogne – wie der Name dieser weißen Rebe vermuten

lässt, stammt die Traube aus Burgund. Sie wurde dort

so lange angebaut, bis ihre Rodung Anfang des 18. Jahrhunderts

angeordnet wurde, da andere Sorten in dem Klima erfolgreicher

waren. In den Weinbergen um Nantes und in der

westlichen Loire zerstörte der strenge Winter von 1709 so viele

Reben, dass eine neue Sorte benötigt wurde, die frostresistent

war. So fand die Melon de Bourgogne ihr neues Territorium.

Seitdem wird sie fast ausschließlich im unteren Loiretal

angebaut und für die Herstellung des trockenen Muscadet

verwendet, der zu 100 % aus der Melon de Bourgogne gekeltert

wird. Die Traube ist so mit ihrer Herkunftsbezeichnung

verbunden, dass sie oft auch als Muscadet bezeichnet wird.

Auch wenn es so klingt, Muscadet steht in keiner Verbindung

zu den aromatischen Rebsorten Muscat, Moscatel

oder Moscato.

Die einzige Rebsorte für Muscadet

Die Rebsorte produziert trockene Weißweine mit ausgeprägt

mineralischen Noten. Die besten Weine kommen aus der

Region Muscadet de Sèvre et Maine, aus den sanften

Hügeln südlich und östlich von Nantes. Der Boden in diesem

Gebiet ist reich an Magnesium und Kalium und besteht

aus Lehm, Kies und Sand mit Untergründen von Gneis, Schiefer,

Granit und Vulkangestein. Und sie werden ‚sur lie‘ ausgebaut.

Das bedeutet, dass sie zwischen der Gärung im

Herbst und der Abfüllung im Frühjahr auf der Hefe gelassen

werden. Dadurch entwickelt der Wein einen volleren

Geschmack und eine leichte Kohlensäure, die ihm zusätzliche

Frische verleiht.

Ein Wein zu Früchten aus Neptuns Garten

Der knackige und mineralische Muscadet passt perfekt

zu frischen Austern und Krustentieren, ebenso wie zu

Fisch aus dem nahe gelegenen Atlantik. Meist schmecken

Muscadet-Weine in ihrer Jugend am besten, allerdings können

in außergewöhnlichen Jahrgängen bestimmte ‚Muscadet

sur Lie‘ mehrere Jahre aufbewahrt werden.

Melon de Bourgogne –

vom Atlantik geküsst

Muscadet –

der Wein zu Fisch und Meerestieren!

2017

Domaine de L’Aulnaye

Muscadet de Sèvre et Maine sur Lie AOP

Pierre-Yves Perthuy

Winzer: Pierre-Yves Perthuy, Domaine de l‘Aulnaye

Region: Vertou, an der Kreuzung der beiden Flüsse

Sèvre und Maine, Loire

Rebsorte: 100 % Melon de Bourgogne

Alkohol: 12 % Vol.

Boden: Granit

Genuss: Bei 6-8 °C bis mindestens 2020

Ausbau: Traditioneller Weinausbau,

Reifung auf der Feinhefe (sur lie) für mindestens

sechs Monate

Küche: Zu Austern, Garnelen und anderen

Krustentieren, allen Meeresfrüchten und Fischen

aus dem Atlantik, gegrillt, gedämpft oder geschmort,

Fischsuppe, gefülltem Tintenfisch, Krabbensalat

FR0581-2017 €7,95 (€ 10,60/L)

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In Apulien heimisch - autochthon

Negroamaro ist eine Rotweinsorte, die seit mindestens 1.500

Jahren in Süditalien heimisch ist. Sie wird fast ausschließlich

in Apulien und vor allem in Salento angebaut, der Halbinsel

und ‚Ferse‘ Italiens. Dort in den Provinzen Lecce, Taranto

und Brindisi ist wohl die Quelle der besten Negroamaro-

Weine. Im warmen Mittelmeerklima können die Reben eine

optimale Reife erreichen und so ihre Aromen voll entwickeln.

Hier entsteht der wohl bekanntesten Vertreter, der Salice

Salentino DOC als Cuvée von Negroamaro (Hauptrebsorte)

mit einem kleinen Anteil an Malvasia Nera.

Namensgebung

Es gibt zwei Denkansätze, woher der Name kommt. Der erste

ist, dass es sich um eine moderne italienische Übersetzung

handelt (wobei Negro ‚schwarz‘ und amaro ‚bitter‘ bedeutet),

was sich auf die dunkle Farbe und den pikanten Geschmack

der Sorte bezieht. Es ist jedoch bekannt, dass der heiße Süden

Italiens reife Rotweine mit hohem Zuckergehalt produziert,

weshalb ‚bitter‘ nicht zu wörtlich genommen werden sollte.

Der zweite Denkansatz verwendet eine lateinisch-griechische

Interpretation und sagt, dass der Name ‚dunkles Schwarz‘

bedeutet, ein Hinweis auf die intensive Farbe der Trauben.

Geschmacksprofil

Gut gemachte Negroamaro-Weine haben Aromen von dunklen

Beeren, braunen Gewürzen wie Nelken, Zimt und Piment

sowie Tabak. Die Textur ist reichhaltig, voll und trocken. Üppige

dunkle Früchte im Mund, die mit weichen runden

Tanninen und meist mittellangem Abgang bezaubern.

Wenn Sie jemals eine reife Brombeere in Italien gekostet

haben, werden Sie verstehen, was gemeint ist.

Negroamaro zum Essen

Er passt perfekt zu vielen Pastagerichten z. B. mit Fleischbällchen

in Tomatensauce, zu Lammkoteletts, geschmortem

Wildschwein, Auberginen in vielfältigen Variationen und zum

Barbecue. Sie können ihn wunderbar mit würzigen Speisen,

fetthaltigem Fleisch, Gerichten mit roten Saucen sowie hartem

und weichem Käse kombinieren.

Negroamaro –

Rebsortenstar aus Apulien

Gabriele De Falco

Tipp!

Unbedingt auch probieren:

Salice Salentino Riserva

‘Falco Nero’

2017

N – Negroamaro

Salento IGP, Cantine De Falco

Winzer: Salvatore & Gabriele De Falco

Cantine De Falco

Region: Salento, Apulien

Rebsorten: 100 % Negroamaro

Alkohol: 13 % Vol.

Boden: Eisenhaltige Kalkböden

Genuss: Bei 16 °C, jetzt bis 2020

Ausbau: Traditionelle 10-tägige Maischegärung

in temperaturkontrollierten Thermotanks

Küche: Zu vielen Pastagerichten

z. B. mit Fleischbällchen in Tomatensauce,

zu Lammkoteletts, geschmortem Wildschwein,

Auberginen in vielfältigen Variationen und

zum Barbecue.

IT0420-2017 €6,25 (€ 8,33/L)


Rebsorte mit eigenem Qualitätsstatus

Piquepoul Blanc (auch Piquepoul oder Picpoul) ist eine weiße

Rebsorte, die in den französischen Weinen von Châteauneufdu-Pâpe

und Lirac, sowie in den nordspanischen D.O. Alella,

Empordà, Catalunya und Pla de Bages zugelassen ist. Außerdem

wird sie für den gesamten Süden empfohlen, weil sie in

der Lage ist, ihre Säure selbst in einem heißen, mediterranen

Klima zu behalten. Seltsamerweise findet sie trotz dieser

guten Eigenschaft wenig Beachtung. Mit einer Ausnahme:

Rund um den Étang de Thau, einer Landschaft mit einer Vielzahl

von Lagunen in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer, hat sie ihre

Heimat gefunden, in der sie geschätzt und geliebt wird. Ihr

fulminanter Erfolg dort wurde von der obersten Weinbehörde

Frankreichs, der I.N.AO., mit einen eigenen Qualitätsstatus

gekrönt: Picpoul de Pinet AOC. Weine dieser

Appellation müssen mindestens 70 % Piquepoul Blanc als

Anteil im Cuvée haben. Auf jeder Speisekarte der Restaurants

in der Umgebung von Sète finden Sie einen Picpoul de Pinet.

Von dort aus hat er seinen Siegeszug über die Grenzen Frankreichs

hinaus angetreten. Zwischenzeitlich sind Picpoul de

Pinet-Weine bei vielen Weinfans weltweit im Trend.

Optimal zu Fisch und Meeresfrüchten

Vielleicht deshalb, weil sie einfach phantastisch schmecken

zu allem, was aus dem Meer kommt. Die Mineralität und

die Hefenoten in Verbindung mit einer knackigen Säure,

die man nur bei guten Vertretern findet, harmonieren

einfach sensationell mit Austern, Meeresfisch und Krustentieren.

Wer einmal am Hafen von Sète saß und dort ein

frisches ‚Plateau de Fruits de Mers‘ (Meeresfrüchteplatte) mit

einem Picpoul de Pinet genossen hat, bleibt auf ewig Fan.

Lippenbeißer mit hohem Vitamin C Gehalt

Picpoul bedeutet übersetzt etwa ‘Lippenbeißer’, der Name ist

wahrscheinlich auf die herzhafte Säure zurückzuführen, welche

die Rebe an die saftig grüne Frucht abgibt. Als Frucht

verzehrt, ist die Traube die wohl vitaminreichste Traubensorte

überhaupt. Der Vitamin C-Gehalt soll höher sein als bei

Picpoul –

Grüße vom Mittelmeer

‘Der Muscadet des Südens’

Ganz frisch eingetroffen

Jahrgang 2018

2018

Guillaume de Guers

Picpoul de Pinet AOP, Les Vignerons de Beauvignac

Winzer: Jean-Luc Lavergne

Les Vignerons de Beauvignac

Region: Pinet, Coteaux du Languedoc

Rebsorten: 100 % Picpoul

Alkohol: 13 % Vol.

Boden: Ton- und Kalkstein

Genuss: Bei 8-10 °C, jetzt bis 2021

Ausbau: Unmittelbare Pressung nach der Ernte,

Saftauswahl. Kaltmazeration für 48 Stunden,

temperaturkontrollierte kühle Gärung bei 15 °C.

Kurze Reifung im Edelstahltank.

Küche: Perfekte Kombination mit Austern,

einer Meeresfrüchteplatte, Muscheln,

Meeresfisch, Krustentieren, Fischtartar

und Frischkäse

Orangen! FR0572-2018 €7,95 (€ 10,60/L)

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Einzigartige, eigenwillige Aromatik

Viognier ist eine der interessantesten Weißweinrebsorten

weltweit, was an ihrer einzigartigen und eigenwilligen

Aromatik liegt. Aufgrund dieses ausdrucksstarken und doch

eleganten Charakters sind gute Viognier-Weine absolute

Highlights nicht nur für passionierte Weinkenner .

Kaum vorstellbar, dass ihre Anbaufläche 1980 weltweit

nur noch 20 Hektar betrug, allesamt um das Dorf Condrieu

gelegen. Dort ist sie auch heimisch. Im nördlichen Rhônetal

findet man Viognier in den legendären Condrieu- und Château

Grillet-Weinen und im südlichen Rhônetal vorwiegend

in Cuvées mit Marsanne und Roussanne. Die Erträge sind

niedrig und die Rebsorte ist sehr anfällig für Krankheiten.

Durch diese Empfindlichkeit benötigt sie windgeschützte

Steillagen mit Süd- oder Südwestausrichtung.

Vorm Aussterben bewahrt

In den 80er Jahren erlebten die Rhône-Weine eine Renaissance

und mit ihnen auch die Rebsorte Viognier. Die Traube

erfreut sich wachsender Beliebtheit und wurde in vielen

Regionen neu gepflanzt. Im Languedoc werden mittlerweile

phantastische Ergebnisse erzielt. Auch mit dem spanischen

Boden und Klima scheint sich die Rebsorte ausgesprochen

gut zu arrangieren. In der Zwischenzeit wird sie in

Italien, Griechenland, Österreich und in der Schweiz angebaut.

Trendy ist Viognier auch in USA, Kanada und Australien.

Geschmacksprofil:

Vollreife Viognier Trauben sind goldgelb, fast braun, entsprechend

intensiv und kräftig ist auch die Farbe des Weins sowie

der Alkoholgehalt von oft 13,5 bis 14,5 % Vol.

Typischer Duft des Weins: Reife Aprikosen, Mango, Pfirsich,

Birnen, Orange, Mandarine, Litschi, kandierte Früchte, Blüten

und Blumen (Veilchen, Jasmin, Akazie, Iris, Maiglöckchen),

sehr komplexes und tiefgründiges Bukett, auch Moschus und

Gewürze sowie Mandeln, gegrillte Haselnüsse und Honig.

Typischer Geschmack: Elegant aromatisch mit niedriger

Säure, Cremigkeit, mineralischer Frucht und vollem Körper.

Viognier – sehr französisch

Viognier zum Essen

Dank der hocharomatischen und fruchtigen Art der Traube passt Viognier

gut zu würzigen Speisen wie z. B. zur thailändischen, vietnamesischen,

chinesischen, indonesischen, indischen und marokkanischen Küche.

Auch in Kombination mit klassischen Rezepten macht sie sich prächtig:

Kalbskotelett mit Pilzen in Sahnesauce, Schweinefilet Mignon mit Äpfeln,

Bresse-Poularde mit Estragon, Entenbrust in Orangensauce,

gegrilltem Lachs auf Dauphinois-Kartoffeln, sautierte Garnelen

mit Ingwer, Weichkäse wie Camembert oder Brie, gedeckter

Mandeltorte oder glasierter Aprikosentarte.

Vianney Castan

2017

L’Autodidacte, Viognier

Pays d’Oc IGP, Château Saint Jean d’Aumières

Winzer: Florencia Stoppini, Joseph Castan,

Château Saint Jean d’Aumières

Region: Weinberge um das Château Saint Jean d’Aumières,

im Herzen der prestigeträchtigen Terrassen

von Larzac. Die Trauben kommen von zwei winzigen

Parzellen rund um eine jahrhundertealte Eiche.

Rebsorten: 100 % Viognier

Alkohol: 12,5 % Vol.

Boden: Lehm und Kalk

Genuss: Bei 10-12 °C, jetzt bis 2020

Ausbau: Die Trauben werden vor Sonnenaufgang gelesen

und unter Ausschluss von Sauerstoff sanft gekeltert,

um eine Oxidation zu vermeiden. Die Gärung

erfolgt gekühlt bei 16 °C im Edelstahltank.

Küche: Zu exotischen Gerichten, Schweinefilet mit

Äpfeln, Kalb oder Huhn mit Pilzen in Sahnesauce,

Weichkäse

FR0582-2017 €8,50 (€ 11,33/L)

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