2019/04 - Digital-2019

suedwest.presse

25.01.2019

Digital

IN KOOPERATION MIT DEM WIRTSCHAFTSMAGAZIN

Regionale

Dienstleister

im Porträt

Der Digital Hub kommt

Welche Digitalisierungsmaßnahmen sind sinnvoll? Der Digital Hub, die zentrale Anlaufstelle

für Unternehmen in der Region, soll Antworten geben. Seite 4

IT-SICHERHEIT

2019 erwarten Fachleute mehr

Angriffe auf deutsche

Unternehmen als jemals zuvor.

Seite 8

INTERVIEW

Dr. Daniel Schallmo über

die Vorteile der digitalen

Transformation.

Seite 27

VERSCHWÖRHAUS

Das digitale Bastel- und

Experimentierlabor auf dem

Ulmer Weinhof.

Seite 16


Digital

ist einfach.

Wenn man einen Finanzpartner

hat, der Digitalisierung

und Innovationen mit

den passenden Fördermitteln

unterstützt.

Wenn´s um Geld geht

sparkasse-ulm.de


INHALT / EDITORIAL 3

Inhalt

Editorial

9

Digital Hub

„Vieles ist

möglich“

Was ein Digital Hub ist,

erklärt Jonas Pürckhauer,

Mitglied der Ulmer

IHK-Geschäftsleitung. seite 4

Nutzung von

Big Data

6 VAMR, IoT und BIM

Bald gibt es am Weinhof

ein Zentrum, in dem Firmen

Antworten auf alle Fragen

rund um die Digitalisierung

finden können.

12 Highspeed Ulm

– Nutzung der Glasfaser-

von

Ausbau Internet beginnt

2020 startet die SWU

der Dinge

in der Innenstadt und

„Auf dem Kreuz“.

39

Impressum

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

GmbH & Co. KG

Frauenstr. 77, 89073 Ulm

Projektleitung

Tobias Lehmann

30 Innovative

Technologien

Welche es gibt und wie sie

genutzt werden.

SMS GRAFIK; QUELLE: MONITORING-REPORT WIRTSCHAFT DIGITAL 2018

8

Anzeigen (verantwortlich)

Stefan Schaumburg

Fotos Archiv

Redaktion

Stefanie Müller, SVH

(verantwortlich), Stefan

Vorbereitet sein

IT-Sicherheit im

Unternehmen

2019 erwarten Fachleute mehr Angriffe auf

deutsche Unternehmen. Seite 8

Nutzung von

Blockchain

Nutzung von

Cloud

Computing

Verschwörhaus:

Geht nicht,

gibt‘s nicht.

Seite 16

43

Loeffler, Martin Dambacher,

Jürgen Hoffmann

Gestaltung

mediaservice ulm

Datenschutz

datenschutz@swp.de

Nutzung von

Smart

Service

29 26 Expertengespräch

zum Thema digitale

Transformation

Die Perspektive ist wichtig:

Die Digitalisierung als

Chance betrachten.

10

30 Die beliebtesten

Apps Nutzung von

Die zehn am 3-D-Druck häufigsten

genutzten nur Apps Industrie im

Ranking.

Druck

DHO – Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim

Der Mensch und

die Digitalisierung

In der neuen Ausgabe von Digital

blicken wir wieder auf die lokalen

und regionalen Digitalisierungsthemen

und die Menschen,

die sie vorantreiben. Der

Weg von der prämierten Idee

zur geförderten Umsetzung. Jonas

Pürckhauer, Mitglied der

IHK-Geschäftsführung, gibt im

Gespräch Auskunft, was der Digital

Hub für die Region ab Februar

leisten soll. Was können

kleine und mittelständische Firmen

erwarten?

ab Seite 4

Der aktuelle Skandal um den

Datenklau bei Politikern und

Künstlern zeigt, dass IT-Sicherheit

nicht nur ein technisches

Thema ist. Unser Autor untersucht

neben dem Faktor Mensch

zwei weitere wichtige Schlüssel:

die Technik der IT-Systeme und

die Infrastruktur für Zugriffsrechte.

ab Seite 8

Zukunftsfrage: „Was versteht

man unter dem Maker Monday

im Aquarium?“ Insider wissen,

worum es geht - wer nur „Bahnhof“

versteht, dem sei die Reportage

über das Leben im Verschwörhaus

empfohlen. Die

Projekte und Menschen im Verschwörhaus

sind so bunt wie die

Fische im Aquarium.

ab Seite 16

Schließlich sprechen wir mit Dr.

Daniel Schallmo, Professor an

der Hochschule Ulm, über die

größten Herausforderungen der

Digitalisierung. Auch hier steht,

wenig überraschend, der

Mensch im Mittelpunkt. Denn

nur mit Mobilisierung aller Mitarbeiter

kann ein Unternehmen

die Chancen der digitalen

Transformation voll nutzen.

ab Seite 26

Ich wünsche Ihnen eine

anregende Lektüre.

Tobias Lehmann,

Teamleitung Sonderpublikationen


4 START DIGITAL HUB

Jonas Pürckhauer, Mitglied der

IHK-Geschäftsführung. Foto: IHK

„Vieles ist möglich“

Digital Hub Die technischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, doch welche

Digitalisierungsmaßnahmen sind für einzelne Unternehmen auch wirklich sinnvoll?

Antworten soll der Digital Hub bieten. Was das ist, erläutert Jonas Pürckhauer, Mitglied der

IHK-Geschäftsleitung, unserem Mitarbeiter Stefan Loeffler im Gespräch.

Herr Pürckhauer, die Region Ulm/

Alb-Donau/Biberach richtet sich

für die Zukunft aus und erhält ein

Digitalisierungszentrum, einen sogenannten

Digital Hub. Was verbirgt

sich hinter dem Begriff?

Jonas Pürckhauer: Beim Digital Hub

handelt es sich um den Aufbau einer

zentralen Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen

in der Region

Ulm, Alb-Donau und Biberach. Die

Angebote richten sich dabei in erster

Linie an die Wirtschaft.

Welche Unternehmen sollen explizit

angesprochen werden?

Prinzipiell steht der Digital Hub allen

Unternehmen offen. Der Fokus

liegt aber auf den kleinen und mittleren

Betrieben, da diese wohl am

meisten von dem Angebot profitieren

können. Die größeren Unternehmen

tun sich meist leichter, eigenes

Know-how und technische Infrastrukturen

im Bereich der Digitalisierung

aufzubauen.

Zur Person

Pürckhauer hat

2006 bei der IHK

Ulm als Referent für

Standortpolitik angefangen.

2009

übernahm er die Abteilung

Standortpolitik.

Als Mitglied der

Geschäftsleitung ist

Pürckhauer für die

Bereiche Existenzgründung

und Unternehmensförderung,

International sowie

Innovation und Umwelt

verantwortlich.

Wo liegen denn bei diesen Betrieben

die größten Herausforderungen?

Beim Thema Digitalisierung ist unglaublich

viel möglich. Stetig gibt es

neue Entwicklungen. Das bietet auf

der einen Seite viele Chancen, auf

der anderen Seite läuft man aber

auch schnell Gefahr, sich in dieser

Angebotsvielfalt zu verirren und

Geld zu verbrennen. Die entscheidenden

Fragen lauten daher: Ist es

aus ökonomischer Sicht wirklich

sinnvoll, in eine neue Technologie

zu investieren? Wo liegt der Mehrwert?

Dabei ist es auch wichtig, die

eigenen Prozesse anzuschauen und

herauszufinden, was umsetzbar ist

und in welchem Maße. Ist es zum

Beispiel zielführend, als kleiner

Dienstleister oder Handwerker sofort

eine professionelle Website mit

digitaler Terminvereinbarung und

weiteren, pflegeintensiven Funktionen

aufzubauen, oder genügt zunächst

vielleicht auch einfach eine

Facebook-Seite, um sich an das Thema

Digitalisierung heranzutasten?

Wie kann das Digitalisierungszentrum,

das am Weinhof angesiedelt

wird, bei solchen komplexen Themen

konkret weiterhelfen?

Der Digital Hub kann und soll bei

solchen Fragen beratend und aufklärend

zur Seite stehen. Dies geschieht

zum einen durch den Aufbau von eigenem

Know-how. Zum anderen

durch das Hinzuziehen von Experten.

Zudem besteht im regionalen

Digitalisierungszentrum auch die

Möglichkeit, neue Technologien

wertneutral kennenzulernen.

Kommen denn die Mitarbeiter des

Digital Hub auch vor Ort zu den

Kunden?

Ja, oft ist es sogar sinnvoll, das Gespräch

direkt im Unternehmen zu

führen. Zudem wird es neben der

Zentrale in Ulm auch noch Standorte

in Biberach, Ehingen und Riedlingen

geben. Durch diese Präsenz in

der Region soll das Angebot in die


START DIGITAL HUB

5

Fläche getragen und auch der ländliche

Raum bedient werden. Wir

hoffen, dass hierdurch die Hemmschwelle

sinkt, das Angebot anzunehmen.

Denn gerade für Ein-Personen-Unternehmen

und Kleinbetriebe

bedeutet eine kurze Anfahrt

immer auch weniger Verlust der ohnehin

schon knappen Zeit.

Das Konzept der Digitalisierungsregion

wurde vom Ministerium für

Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Baden-Württemberg prämiert,

das das Projekt zur Hälfte finanziert.

Aufgebaut wird der Digital

Hub durch regionale Akteure. Wer

gehört dazu?

Das Land investiert bis zu einer Million

Euro über drei Jahre hinweg.

Die andere Hälfte ist von regionaler

Seite zu stemmen. Bei uns werden

diese finanziellen Mittel maßgeblich

von der Industrie- und Handelskammer

und den drei eingebundenen

Kreisen Alb-Donau, Biberach und

Ulm bereitgestellt. Zudem übernehmen

die Standortkommunen Biberach,

Ehingen und Riedlingen einen

Teilbetrag. Die Gesamtheit dieser

Akteure stellt übrigens auch den Betrieb

für zwei Anschlussjahre an den

Förderzeitraum sicher und gründet

einen gemeinsamen Trägerverein.

Wie viele Unternehmen sind in dieser

Region angesiedelt?

IHK und Handwerkskammer haben

in der Region Ulm, Alb-Donau und

Biberach etwa 53.000 Mitgliedsunternehmen.

Unser Slogan lautet daher:

„53.000 Unternehmen. 500.000

Einwohner. Eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen.“

Das ist eine riesige Zahl. Wie machen

Sie auf die Angebote des Digital

Hub aufmerksam?

Gerade die IHK, aber auch die genannten

Gebietskörperschaften sind

in der Wirtschaft gut vernetzt. Zudem

sieht der genannte Trägerverein

für das regionale Digitalisierungszentrum

einen Fachbeirat vor.

Neben der Handwerkskammer sollen

hier alle regionalen Hochschulen

und Gründerzentren, die initiative.ulm.digital

e.V. und die Innovationsregion

Ulm als Marketing-Plattform

mitwirken. Zudem war uns

wichtig, auch zahlreiche Unternehmen

sowie Start-ups einzubinden.

Durch diese breite Aufstellung sind

somit weitere wichtige Experten

Der Fokus

liegt auf

kleinen und

mittleren

Betrieben,

da diese

wohl am

meisten

von dem

Angebot

profitieren

können.

und Multiplikatoren mit im Boot.

Die Akquise kann daher auf vielen

Kanälen erfolgen. Das wird auch

wichtig und erforderlich sein, denn

wir beginnen ja quasi bei Null.

Und wann fällt der Startschuss?

Im Februar 2019, jedoch nicht in

Ulm. Denn wir können mit den Umbaumaßnahmen

an der Ulmer Zentrale

erst im Mai beginnen. Los geht

es daher im Businesspark Ehingen,

wo wir im ehemaligen Schlecker-Gebäude

Räume anmieten.

Wie viele Mitarbeiter werden im

Zentrum arbeiten?

Mittelfristig sollen fünf neue Arbeitsplätze

entstehen. Starten werden

wir allerdings mit einem

Hub-Manager, einem Fachberater

und einer Assistenz. Je nach Bedarf

sollen dann zwei weitere Fachberater

oder Beraterinnen eingestellt

werden.

Die Zentrale des Ulmer Digitalisierungszentrums

wird am Weinhof

über dem bereits bestehenden Verschwörhaus

angesiedelt. Gibt es

Größere Unternehmen tun sich meist leichter, eigenes

Know-how und technische Infrastrukturen aufzubauen.

Foto: © PopTika/Shutterstock.com

Synergieeffekte?

Eindeutig ja. Denn auf diese Weise

entsteht in Ulm ein „Haus der Digitalisierung“

aus Digital Hub, der an

die Wirtschaft gerichtet ist, und

Verschwörhaus, das an die Gesellschaft

gerichtet ist. Die bereits geschaffenen

und erfolgreichen Strukturen

des Verschwörhauses können

somit in idealer Weise in das

Hub-Konzept integriert und ein zusätzlicher

Mehrwert durch das Zusammenspiel

von Wirtschaft und

Gesellschaft erzielt werden. Aus Unternehmenssicht

ist hier zum Beispiel

an die Zusammenarbeit mit

Start-ups oder die Nachwuchskräftegewinnung

zu denken.

Das Thema Digitalisierung wird uns

noch viele Jahre beschäftigen. Was

wird in fünf Jahren sein, wenn der

Digital Hub nicht mehr finanziert

wird?

Unser Ziel ist es, den Digital Hub

möglichst dauerhaft zu betreiben.

Das hängt jedoch ganz wesentlich

von der Nachfrage ab. Für eine fundierte

Aussage ist es daher noch zu

früh.


6

START DIGITAL HUB

VAMR, IoT und BIM

Digitalisierung Schon bald gibt es am Weinhof ein Zentrum, in dem Unternehmer

Antworten auf alle Fragen rund um die Digitalisierung finden können. Von Stefan Loeffler

Die zentrale Aufgabe dieses

sogenannten Digital

Hub ist es, technische

Infrastruktur sowie

Know-how zur Erprobung

und Entwicklung neuer digitaler

Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle

zur Verfügung

zu stellen.

Optimale Kundenbetreuung

Dazu werden Experimentier-,

Informationsräume und Coworking

Spaces vorgehalten.

Zudem bietet das neue Zentrum

Serviceleistungen in Form von

Beratungen und Veranstaltungen

an. Dabei wird ihm eine

zentrale Koordinierungs- und

Organisationsaufgabe zuteil,

um die zahlreichen, bereits bestehenden

regionalen Angebote

im Sinne einer optimalen

Kundenbetreuung zu bündeln

und zentral zu vermarkten.

Darüber hinaus soll der Digital

Hub auch selbst eigene Kernkompetenzen

aufbauen. Im Fokus

stehen dabei die Themen

E-Commerce/E-Business,

VAMR, Internet der Dinge und

Building Information Modeling.

Für sie gibt es oft kein regionales

Angebot. Wenn doch,

sollte es ausgebaut und weiterentwickelt

werden. Selbstverständlich

soll das Angebot des

regionalen Digitalisierungszentrums

kontinuierlich an

neue Trends und technologische

Entwicklungen angepasst

werden. Hierzu sieht der Verein

Digitalisierungsregion

Ulm/Alb-Donau/Biberach“ die

Einsetzung eines Fachbeirats

mit Experten und Multiplikatoren

vor, der das Hub-Management

unterstützt und berät.

FOTO: © VECTORFUSIONART/SHUTTERSTOCK.COM

E-Commerce/

E-Business

Die Auffindbarkeit und der

Handel im Internet gewinnen

immer mehr an Bedeutung.

Gerade kleinere Unternehmen

tun sich aus

verschiedenen Gründen

aber oftmals schwer, die

notwendigen und möglichen

Schritte der Digitalisierung

mitzugehen. Aufgabe

des Digital Hubs ist es

daher, mit modular aufgebauten

Angeboten wie Beratungen,

Sprechtagen,

Leitfäden insbesondere den

kleineren Unternehmen den

Zugang zu digitalen Lösungen

und deren Möglichkeiten

näherzubringen.

FOTO: © MR_MRS_MARCHA/SHUTTERSTOCK.COM

Virtual- ,

Augmented- &

Mixed-Reality

Mit der zunehmenden Digitalisierung

werden Technologien,

welche die digitale

Welt mit der realen Welt

verknüpfen, immer wichtiger.

Vor allem bei Virtual-

(VR), Augmented-(AR) und

Mixed-Reality (MR)-Lösungen.

Diese VAMR-Technologie

birgt große Potenziale,

um den Entwicklungsprozess

von Produkten und

Dienstleistungen zu optimieren

und zu beschleunigen.

Derzeit gibt es noch

keine regionalen Anwenderzentren

zum Testen von

wirtschaftsnahen Lösungen.

Der Digital Hub soll es

daher Unternehmen ermöglichen,

diese Technologie

für sich zu Nutze zu machen.

FOTO: © STOYAN YOTOV/SHUTTERSTOCK.COM

Building

Information

Modeling (BIM)

Ansätze zur Vernetzung der

Wertschöpfungsketten

nach dem Muster der Industrie

4.0 gibt es in der

Bauwirtschaft derzeit noch

recht wenig, obwohl BIM als

Synonym der Digitalisierung

der Bauwirtschaft bereits

heute weitgehende

technologische Möglichkeiten

bietet. Mit dem Digital

Hub sollen daher die vielen

kleinen und mittelständischen

Bauunternehmen

und Handwerksbetriebe

aus der Region unterstützt

werden, Anschluss an die

Digitalisierung der Wirtschaft

zu bekommen. Hierfür

bieten das BIM-Lab und

das Design Thinking-Lab

der Hochschule Biberach

ideale Rahmenbedingungen.

FOTO: © 24NOVEMBERS/SHUTTERSTOCK.COM

Internet of

Things (IoT)

Zahlreiche Industrie-Segmente

stehen mit den Anforderungen

an Industrie

4.0/Smart Factory vor neuen

Herausforderungen. Vieles

dreht sich um die Vernetzung

der Maschinen und

die Echtzeitkontrolle durch

vernetzte Sensorik. Ein wesentlicher

Bestandteil ist

das Know-how im Bereich

des Internets der Dinge und

damit verbundener Smart

Devices. Hier soll der Hub

mit Informationsveranstaltungen

und Beratungsangeboten

unterstützen. Darüber

hinaus bietet der

Standort Ulm bereits jetzt

einen wesentlichen Vorteil.

Denn bundesweit bietet die

Stadt Ulm das am besten

ausgebaute Long Range

Wide Area Network (LoRa-

WAN).

FOTO: © MACROVECTOR/SHUTTERSTOCK.COM


MEHR:WERT

Digitalisierung mit Mehr:Wert

Persönliche Begleitung bei der Transformation der IT von heute nach morgen

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Miteinander und ein angenehmes Arbeitsumfeld. Werden Sie Teil unserer Crew als System Engineer (m/w)

Service Operation oder Account Manager/Vertriebsbeauftragter (m/w). Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartner:

Benjamin Nies, Vertriebsleiter Süd

Niederlassung Bodensee

Planckstraße 10, 88677 Markdorf

Telefon: +49 7544 95425-10

E-Mail: bnies@kramerundcrew.de

Johannes Hotz,

Niederlassung Donau/Iller

Messerschmittstraße 7, 89231 Neu-Ulm

Telefon: +49 7544 95425-12

E-Mail: jhotz@kramerundcrew.de

www.kramerundcrew.de


8 IT-SICHERHEIT

Man sollte die Risiken minimieren und regelmäßig die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen überprüfen.

Foto: © vectorfusiona/shutterstock.com

IT-Sicherheit im

Unternehmen

Sicherheit 2019 erwarten Fachleute mehr Angriffe auf deutsche Unternehmen als jemals

zuvor. Von Jürgen Hoffmann

Ups, deine persönlichen

Dateien wurden verschlüsselt!“

Als Firmenchef

Werner Berger

(Name geändert) diese

Meldung auf seinem PC-Bildschirm

sah, ahnte der Ulmer Mittelständler

Schlimmes. Und tatsächlich: Cyberkriminelle

hatten sein IT-System mit

einer Schadsoftware infiziert. Sie

forderten Berger auf, ihnen 300

US-Dollar in der Kryptowährung

Bitcoin zu zahlen, erst dann würden

sie ihm wieder Zugang zu seinen Daten

gewähren.

Immer mehr Unternehmen erleben

solche und ähnlich unangenehme

Überraschungen. Vor allem kleinen

und mittelständischen Firmen in

Deutschland fehlt es häufig an einer

ausgearbeiteten IT-Sicherheitsstrategie.

Christoph Rösseler von der

IT-Security-Firma G Data Software:

„Bei Mittelständlern liegt noch vieles

im Argen.“ Herkömmliche Instrumente

wie Firewall, Virenscanner

und Passwort böten nur einen

Basisschutz: „Wichtig ist ein umfassendes

Sicherheitskonzept, das unterschiedliche

Angriffsszenarien berücksichtigt

und gewährleistet, dass

man als Unternehmen seine digitale

Souveränität behält.“ Laut dem

Branchenverband Bitkom sind fast

70 Prozent aller Mittelständler hier

zu Lande schon einmal gezielt von

Internet-Gangstern überfallen worden.

Die Umsatzeinbußen durch

IT-Systemausfälle, Plagiate und Kosten

von Patents-Verletzungen summieren

sich demnach auf jährlich

rund 55 Milliarden Euro. Viele Unternehmer

wiegen sich zu sehr in Sicherheit.

Laut der „Live Security

70 Prozent

aller Mittelständler

waren

bereits Ziel

von Internetkriminalität.

Studie 2017/2018“ sind 55 Prozent der

befragten Firmenchefs der Auffassung,

dass sie IT-Angriffe vollständig

verhindern können. „Ein Irrglaube“,

macht Rösseler klar. „Absolute

Sicherheit gibt es nicht – schon gar

nicht in einer vernetzten Welt und

Daten in virtuellen Wolken.“ Stichwort:

Cloud-Computing.

Manchmal sitzt der Feind - oder der

Fehler - auch im eigenen Haus. Deshalb

empfehlen Fachleute wie Alain

De Pauw, Leiter der Division Security

bei Axians Deutschland, einem

IT-Dienstleister und Softwarehaus,

das auch in Ulm einen Sitz hat, die

Zugriffsrechte von Mitarbeitern zu

managen. Mit Tools für „Data Leakage

Prevention“ erhalten Unternehmen

Meldungen über unautorisierte

Datenübertragungen und können

diese stoppen. Sogenannte>>


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 9

Die Sicherheit maximieren

Im Juli 2018 konnte sich die Systemhaus Ulm GmbH weiter vergrößern. Die Erweiterung des

Know-how vergrößert das Leistungsportfolio des regionalen IT-Dienstleistungsanbieters.

Mit einem Asset-Deal

sicherte sich die Systemhaus

Ulm GmbH

im Juli 2018 den Zugang

zur Expertise des IT-Beratungsunternehmens

KtK Consulting

aus Senden/Iller. Durch die

Integration einiger Service-Bereiche

sowie den Wechsel eines

Teils der Mitarbeiter von KtK

Consulting zur Systemhaus Ulm

GmbH wird unter anderem das

Service Portfolio des regionalen

Full-Service IT-Dienstleistungsunternehmens

erweitert und

komplettiert.

Steigendes Auftragsvolumen

Darüber hinaus stellt die Systemhaus

Ulm GmbH durch die Einstellung

des technischen Fachpersonals

sicher, dass für die Bestandskunden

der neu hinzugewonnenen

Service-Bereiche alle

Dienstleistungen auf Wunsch

Systemhaus Ulm, Niederlassung Ulm am Kienlesberg.

durch die Systemhaus Ulm

GmbH in der gewohnten Weise

in vollem Umfang weitergeführt

werden können. Das steigende

Auftragsvolumen des IT-Dienstleisters

ist sowohl auf den digitalen

Wandel im Industrie- und

Dienstleistungssektor zurückzuführen

als auch auf die rasante

Zunahme von Sicherheitsrisiken,

die den Unternehmen durch

Schadsoftware aus dem Internet

FOTO: SYSTEMHAUS ULM

wie Viren oder Erpressungstrojaner

entstehen. Das Sendener

IT-Dienstleistungsunternehmen

hat sich insbesondere auf komplexe

IT-Sicherheitskonzepte

und Cloudlösungen für Kunden

aller Größenordnungen spezialisiert.

Das Unternehmen

mit Hauptsitz in Senden/Iller

ist ein IT Full-Service Dienstleister

für die Region Ulm und beschäftigt

derzeit über 50 Mitarbeiter. Seit

der Gründung der Vorläufergesellschaft

1994 in Senden/Iller begleitet

die Systemhaus Ulm GmbH europaweit

die IT-Infrastruktur ihrer

Kunden in allen relevanten Bereichen,

angefangen bei innovativen

Cloudlösungen über IT-Security bis

hin zu Managed Services und

IT-Outsourcing.

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info@systemhaus-ulm.de

Systemhaus Ulm GmbH

Max-Planck-Strasse 24

89250 Senden

T +49 7307 95 47 601

F +49 7307 95 47 602

Systemhaus Ulm GmbH

Niederlassung Ulm

Beim Alten Fritz 2

89075 Ulm

T +49 731 93 40 64 40

F +49 731 93 40 64 50


10 IT-SICHERHEIT

Veranstaltungen

zur IT-Sicherheit

Wichtig sind Notfallpläne, mit denen man im Ernstfall schnell wieder einsatzfähig ist.

FOTO: © DEN RISE/SHUTTERSTOCK.COM

Inzwischen gibt es zahlreiche

Veranstaltungen zur IT-Sicherheit:

IT-Defense vom 6. - 8. Februar

2019 in Stuttgart. Das Programm

ist eine Mischung aus technischen

Vorträgen, strategischen

Präsentationen und unterhaltsamen

Referenten rund um das

Thema IT-Sicherheit. 16. Deutscher

IT-Sicherheitskongress

vom 21.- 23. Mai 2019 in Bonn. Das

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

(BSI) ruft Unternehmen,

Behörden, Forschungseinrichtungen

und Studierende auf,

sich zu beteiligen. it-sa - Trends &

Innovationen der IT-Securitybranche

vom 8. - 10. Oktober 2019 in

Nürnberg. Plattform für Cloud-,

Mobile-und Cyber Security sowie

Daten- und Netzwerksicherheit.

Cloud Access Security Broker

(CASB) enthalten diese Funktionalität

häufig. Diese Lösungen eignen

sich auch, um sogenannte „Schatten-IT“

aufzudecken, also Hard- und

Software, die ohne Wissen der

IT-Abteilung genutzt wird und daher

von dieser auch nicht auf ihre

Sicherheit hin überprüft wurde.

Axians (1.850 Mitarbeiter) hat einen

CASB beim Flughafen München eingesetzt.

„Damit haben wir dort 1.700

Cloud Services gefunden“, berichtet

De Pauw. „Der Flughafen hat jetzt

Informationen, mit denen er sein Sicherheitsniveau

erhöhen kann.“

Gegen neueste Bedrohungen

gewappnet

„Der Kampf gegen Angreifer aus

dem Web erinnert an den Wettlauf

zwischen Hase und Igel“, erklärt

Christoph Rösseler. „Es ist entscheidend,

die Risiken für das Unternehmen

zu minimieren und regelmäßig

die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen

zu überprüfen. So sind Firmen

auch gegen neueste Bedrohungen

gewappnet.“ 2018 wurden Unternehmen

im Südwesten vor allem

mit sogenannter Ransomware angegriffen,

bei der Produktionspläne,

Kundenadressen, Rechnungsdaten

oder Patientenakten so verschlüsselt

Es dauert

im Schnitt

160 Tage,

bis eine

Schadsoftware

entdeckt

wird.

„Der Mittelstand

ist oft

schlecht geschützt.“

Christoph Rösseler

G Data Software

werden, dass man auf sie nicht mehr

zugreifen kann. Oft bleibt sie wie bei

Werner Berger als „Schläfer“ monatelang

ruhig im System und kundschaftet

es aus. „Es dauert im Schnitt

160 Tage, bis eine Schadsoftware im

Netzwerk entdeckt wird“, erläutert

Rösseler. Er und andere IT-Security-Berater,

die Polizei und Versicherungsgesellschaften

raten: Nicht

zahlen! Dr. Andreas Reinhold, Bereichsleiter

Sach/Haftpflicht-Produktmanagement

Signal Iduna: „Das

würde Cyberkriminelle ermuntern,

denn wer einmal gezahlt hat, gerät

zumeist wieder in das Visier der Täter.“

2019 erwarten Fachleute mehr

Angriffe auf deutsche Unternehmen

als jemals zuvor. Rösseler: „Vor allem

im Mittelstand sind noch viele

IT-Systeme sehr schlecht gegen Cyberkriminelle

geschützt.“ Mindestens

drei Risikofaktoren sollten Unternehmer

sich ansehen: „Bei der

Technik geht es um eine Härtung

der IT-Systeme, im Personalbereich

müssen Mitarbeiter geschult und für

die Infrastruktur Zutrittsrechte definiert

werden.“

Es gelte generell, die Angriffsflächen

für Web-Gangster zu verkleinern.

Das Bundesamt für Sicherheit

in der Informationstechnik warnt

insbesondere vor der illegalen Variante

des Krypto-Minings, mit

dem Kriminelle mit Hilfe von

Schadsoftware die Rechner kapern,

um die Kapazität für das „Schürfen“

digitaler Währungen wie Bitcoin

zu nutzen. Die Opfer bleiben

zum Teil auf hohen Stromrechnungen

für den erheblichen Energiebedarf

sitzen. Umsichtige Unternehmer

entwickeln Notfallpläne, „mit

denen sie im Ernstfall optimal vorbereitet

und schnell wieder einsatzfähig

sind“, so Rösseler. Dazu gehören

eine Kontaktliste mit Ansprechpartnern

und „Feuerwehrleuten“,

die rasch helfen, und praktische

Übungen für die Belegschaft. Einige

Unternehmen führen außerdem

Penetrationstests durch, die einen

Angriff simulieren, um die Widerstandsfähigkeit

des IT-Systems zu

prüfen. Sinnvoll kann auch eine Cyber-Police

sein. Mehrere Versiche-


IT-SICHERHEIT 11

FOTO: © GOODSTUDIO/SHUTTERSTOCK.COM

rungsgesellschaften bieten solche

an. Die Unternehmen bieten

„Maßanzüge“ wie den „Digitalen

Schutzschild“ für kleine

und mittlere Unternehmen mit

einem Jahresumsatz von bis zu

fünf Millionen Euro. Das Besondere

an dem Produkt, an

dem das auf IT-Security spezialisierte

Start-up Perseus mitgearbeitet

hat: Es vereint in sich

die Komponenten Prävention

und Versicherung. So werden

mit dem Ziel der Schadenbegrenzung

Schulungen für die

Mitarbeiter des versicherten

Unternehmens angeboten. „Ihnen

kommt ein entscheidender

Faktor bei der Cyber-Sicherheit

in einem Betrieb zu. Deshalb

müssen sie für das Thema sensibilisiert

werden“, betont Perseus-Mitgründer

Steffen Teske.

Sollte trotzdem ein Schadenfall

eintreten, ist auch die Fahrlässigkeit

eines Mitarbeiters, etwa

wenn er versehentlich einen virenverseuchten

E-Mail-Anhang

öffnet, abgedeckt. Selbst Kosten

für IT-Forensiker, die Art und

Umfang des Schadens beurteilen

und beheben, übernimmt

die Versicherung. Nicht versichert

sind Personen- und Sachschäden.

Dr. Andreas Reinhold:

„Die lassen sich über eine Betriebshaftpflicht

darstellen.“

Auch Lösegeldzahlungen sind

nicht abgedeckt. Stattdessen

zahlt die Versicherung dafür,

die Systeme wieder zu entsperren:

„Das ist laut Experteneinschätzung

die sinnvollere Strategie.“

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12

NEWS

Highspeed Ulm – der

Glasfaser-Ausbau beginnt

Im Jahr 2020 beginnt die SWU in der Innenstadt und „Auf dem Kreuz“ mit dem Ausbau,

weitere Teile der Innenstadt sollen bis 2024 folgen.

Nach dem Start im Industriegebiet

Donautal

wird die SWU in den

kommenden Jahren

auch die Städte Ulm und Neu-

Ulm mit Glasfasernetz versorgen.

Den Anfang macht die Ulmer

Innenstadt, die dazu in sieben

Cluster eingeteilt wurde.

Das erste Cluster umfasst das

Viertel „Auf dem Kreuz“ zwischen

Frauen- und Münchner

Straße sowie die Heimstraße.

Dort beginnen die Verlegearbeiten

Anfang 2020. „Das Glasfasernetz

ist das Fundament für die

bereits begonnene Digitalisierung.

Denn eine flächendeckende

Highspeed-Versorgung ist die

Voraussetzung für die künftige

MODIS

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Engineering und Life Sciences

Das Fundament für die Digitalisierung wird gelegt.

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TRANSFORMATION

Wir glauben daran, dass die Zukunft denen gehört, die

Innovation antreiben, die Wandel gestalten und die durch

Zusammenarbeit ver netzen. Darum verbindet Modis die

Schlüssel technolo gien IT, Engineering und Life Sciences,

um gemeinsam mit unseren Kunden – interdisziplinär –

die Lösungen der Zukunft zu entwickeln.

Wir bringen auf der ganzen Welt Unternehmen mit den

klügsten Köpfen zusammen: IT-Weg bereiter, innovative

Ingenieure und Life Sciences- Experten. Gerne auch mit Dir!

Entwicklung der Smart Cities

Ulm und Neu-Ulm, aber auch für

die digitale Transformation der

Wirtschaft in der Region – Stichwort

Industrie 4.0 und IoT“, fasst

Gunter Czisch, Oberbürgermeister

von Ulm und Aufsichtsratsvorsitzender

der SWU Stadtwerke

Ulm/Neu-Ulm, die Gründe

für den Ausbau zusammen.

Die SWU wird „digitaler

Versorger“

Das Glasfasernetz wird unter

Federführung der SWU TeleNet

von der Stadtwerke Ulm/Neu-

Ulm Netze GmbH verlegt. „Das

Glasfasernetz wird künftig zum

unverzichtbaren Bestandteil einer

kommunalen Infrastruktur.

Insofern ist es eine ganz logische

Entwicklung, dass wir diese

Aufgabe als kommunales Versorgungsunternehmen

vor Ort

FOTO: © DRAGOS POP/SHUTTERSTOCK.COM

übernehmen und auf diese Weise

auch zum digitalen Versorger

werden“, erklärt Klaus Eder, Geschäftsführer

der SWU Stadtwerke

Ulm/Neu-Ulm. „Mit der

SWU TeleNet haben wir zudem

einen kompetenten Partner hier

vor Ort, der sich mit den zukünftigen

Bandbreitenanforderungen

auskennt und jederzeit ansprechbar

ist.“

Ziel ist eine hohe

Anschlussquote

Die Voraussetzung für den Anschluss

an das Glasfasernetz ist

die Einverständniserklärung der

jeweiligen Hauseigentümer.

Deswegen startet die SWU jetzt

mit einer Informationskampagne,

um die Vorteile eines Glasfaseranschlusses

darzustellen

und eine möglichst hohe Anschlussquote

zu erreichen. Der

flächendeckende Ausbau des

Glasfasernetzes in der Ulmer

Innenstadt soll voraussichtlich

bis 2024 abgeschlossen werden.

Er wird schrittweise über sieben

Cluster hinweg umgesetzt. Die

Kosten dafür liegen bei rund

fünf Millionen Euro im Jahr. Der

Ausbau in weiteren Stadtteilen

sowie in Neu-Ulm wird in den

folgenden Jahren bedarfsgerecht

fortgesetzt.

pm

IT

Engineering

Life Sciences

Modis GmbH

Lise-Meitner-Straße 15

89081 Ulm

+49 731 935650

ulm_eng@modis.com

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Die Ulmer Innenstadt wurde in sieben Cluster eingeteilt. Foto: SWU


MQTT

BETRIEBS-

DATEN

DATEN-

QUALITÄT

CONCEPT

DRIFT

LASER

Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 13

Faszination für die Technik

Heutzutage sind es Kamerasysteme und intelligente Maschinen, die den Produktionsmitarbeitern

ihre tägliche Arbeit erleichtern. Und morgen? Was es auch ist – die ATR

Software GmbH bearbeitet mit Begeisterung für die Technik und einem starken

Forschungsnetzwerk die Themen der Zukunft.

Sobald die Flasche mit dem

Pulver auf dem Fließband

einfährt, wird sie analysiert.

Insgesamt fünf Sensoren -

bestehend aus drei Kameras, einem

Farbsensor und einem Scanner –

überwachen den Prozess und garantieren

eine 100-Prozent-Kontrolle.

Würden sie versagen, könnten aus

dem Pulver Produkte in der falschen

Farbe hergestellt werden. Das wäre

ein großes Ärgernis für den Kunden

und ein Imageschaden für den Produzenten.

Trotz vieler Hürden gelang

es der ATR Software, ein zuverlässiges

System zu entwickeln. Ein Grundbaustein

für den Erfolg in den Projekten

ist die schnelle Einarbeitung

in komplexe Prozesse. In den letzten

Jahren haben die Mitarbeiter der ATR

Software GmbH Projekte in vielen

verschiedenen Branchen erfolgreich

Zur Person

Alexander Treß

studierte an der

Universität Ulm Informatik

und entwickelt

seit 28 Jahren Produktionssoftware.

Die

ATR Software GmbH

bietet individuelle

Softwarelösungen im

Produktionsumfeld.

bearbeitet und sind mit jeder Herausforderung

gewachsen. Sie verstehen

sich als Forscher und Tüftler, die

sich mit jedem Kunden und Projekt

identifizieren.

Kombination aus Forschung

und Praxis

Neben Kamera- und Automatisierungslösungen

bietet ATR auch komplexe

Datenanalysen (Predictive

Analytics) und Produktionsleitsysteme

an, um Kunden bei Routineaufgaben

zu entlasten und ihnen einen

besseren Einblick in ihre Produktion

zu ermöglichen. Je nach

Kundengröße entwickelt ATR hierfür

kleine erweiterbare Shopfloor-Lösungen

bis hin zu aufwändigen

MES-Systemen. Um immer auf

dem neuesten Stand technologischer

Entwicklungen zu sein, kooperiert

die ATR Software in ihrem Forschungsnetzwerk

mit der Universität

Ulm, der Hochschule Ulm und

der Hochschule Neu-Ulm, unter anderem

in den Bereichen Optimierung,

Simulation, Datenanalyse und

Usability. Durch die Verbindung von

Forschung und Praxis entstehen gewinnbringende

Synergieeffekte für

beide Kooperationspartner. Vor allem

aber profitieren Kunden von

ATR, denn die Innovationen der Forschung

fließen in Softwarelösungen

und Beratungsleistungen ein.

ATR ist stets auf der Suche nach Mitarbeiter/innen,

die Spaß daran haben,

sich in wechselnden Branchen

und Technologiefeldern zu beweisen

und freut sich auch über Initiativbewerbungen.

Info www.atr-software.de

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PREDICTIVE

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SÜDWEST PRESSE

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SÜDWEST IMPULS 2019

VORSPRUNG DURCH WISSEN

EIN WEITERBILDUNGSFORMAT DER SÜDWEST PRESSE

Seien Sie dabei, wenn die gefragtesten Top-Experten Deutschlands erneut zu Gast in Ulm sind. Die SÜDWEST PRESSE mit dem

Sponsorenpartner Tentschert Immobilien IVD veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsagentur SPRECHERHAUS®

2019 eine weitere 8-teilige Seminarreihe für Ihren Vorsprung durch Wissen.

Veranstaltungsort:

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr).

Preise: Einzelkarte 49,– €* | 59,– €

8er Abo 343,– €* | 413,– € *Vorteilspreis für Abonnenten der SÜDWEST PRESSE „abomax“

Infos und Buchung bei der Veranstaltungsagentur:

SPRECHERHAUS® | +49 (0) 2561 69 565 170 | www.sprecherhaus-shop.de oder unter www.südwestimpuls.de

Sponsorpartner:

1 Do., 21.02.2019 | Markus Hofmann

Faszination Gedächtnis

In jedem Kopf steckt ein Superhirn

„ Sie haben ein Superhirn – ich beweise es Ihnen!“

2 Do., 21.03.2019 | Sabine Hübner

Digital, persönlich oder beides?

Service leben und erleben im digitalen Zeitalter

„ Service ist Glück – Mit magischen Momenten mitten ins

Kundenherz“

3 Do., 25.04.2019 | Leo Martin

Geheimwaffe Vertrauen

Die Kunst Menschen an sich zu binden

„ Wenn Menschen Dich mögen unterstützen Sie Dich – wenn

Sie Dich nicht mögen suchen Sie nach Fehlern.“

4 Mi., 26.06.2019 | Philip Keil

Die Strategien der Profi-Piloten

Sicher entscheiden in turbulenten Zeiten

„ Piloten entscheiden wenn’s turbulent wird, weil rechts

ranfahren nicht geht.“

5 Do., 26.09.2019 | Dr. Carl Naughton

Switch

Wie Welt und Wandel in unseren Kopf kommen

„ Switchen Sie um und überlassen Sie Ihr Gehirn keinem

Autopiloten!“

6 Do., 17.10.2019 | Dani Nieth

Frustfrei

Jammern macht krank – Sie und Ihr Umfeld!

„ Wer muss, spielt Opfer.“

7 Do., 21.11.2019 | Marc Gassert

Disziplin!

Nicht das Anfangen wird belohnt, sondern das Durchhalten

„ Disziplin ist nicht käuflich – aber sie zahlt sich aus.“

8 Do., 12.12.2019 | Claudia Kleinert

Unschlagbar positiv

Die Charisma-Formel

„ Erfolg ist ein Nebenprodukt.“


NEWS

15

SWU TeleNet

gründet IT-Dienstleistungsgesellschaft

Digitalisierung

in der Wirtschaft

In der digitalen Welt wird das

„Internet der Dinge“ eine Rolle

spielen. Um Anwendungen für

das „IoT“ (Internet of Things)

zu entwickeln und zum Laufen

zu bringen, haben sich die Stadtwerke

mit Ulmer IT-Firmen zu

der Kooperation „citysens“ zusammengeschlossen.

Daraus

wird nun eine Gesellschaft. Der

Gründungsvertrag für die citysens

GmbH ist unterzeichnet.

Gesellschafter sind die SWU TeleNet

GmbH, eXXcellent solutions

GmbH, systemzwo GmbH

und Cortex Media GmbH. Die

Stadtwerketochter SWU Tele-

Net ist NUN Mehrheitsgesellschafterin

mit 50,1 Prozent Anteilen.


pm

Der neue Ausschuss: Neben Vernetzung und Austausch stehen die

Themen Infrastruktur/Politik, Fachkräfte, Technologien und

E-Commerce im Fokus.

Foto: IHK

Andreas Buchenscheit, Björn Semjan, Antonija Scheible, Michael

Beuschlein, Gerhard Gruber (von links).

Foto: SWU

Die Bedeutung des Themas

nimmt immer weiter zu, deshalb

hat die IHK Ulm nun einen Ausschuss

Digitalisierung/Wirtschaft

4.0 ins Leben gerufen.

Dieser ist das zentrale Beratungsgremium

in Sachen Digitalisierung

für die Vollversammlung

der IHK Ulm. Im Dezember

fand die konstituierende Sitzung

statt. Der Ausschuss setzt

sich aktuell aus rund 25 Vertretern

verschiedener Unternehmen

zusammen – von klein bis

groß, vom Start-up bis zum

Weltmarktführer. „Durch die heterogene

Zusammensetzung des

Ausschusses haben wir ideale

Voraussetzungen, um konkrete

Maßnahmen und Projekte zu erarbeiten“,

sagt IHK-Präsident

Jan Stefan Roell. Als Vorsitzender

des Ausschusses wurde einstimmig

Marco Bühler, Geschäftsführer

der Beurer GmbH

in Ulm, gewählt.

pm

www.wirtschaft.alb-donau-kreis.de

Breitband

– voll im Ausbau

... für 50 MBit/s oder mehr !

Im Idealfall:

Glasfaser bis in den Betrieb !

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Schillerstraße 30, 89077 Ulm; Telefon: 0731 185 1300

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NEU


Der offene Eingangsbereich

des Verschwörhauses. Hier

gibt es keine Geheimnisse,

alles ist einsehbar.

Foto: Könnecke

Geht nicht, gibt’s nich

Verschwörhaus In diesem Aquarium schwimmen keine Fische. Dennoch lohnt sich ein Blick in den

Verschwörhauses. Hier wecken nicht nur allerlei technischer Krimskrams und ein Automat mit Süß

Einmal im Jahr zieht es halb

Ulm zum Weinhof, wo

Oberbürgermeister Gunter

Czisch am Schwörmontag

die Hand zum Stadtschwur

hebt. Viele Hände sind dagegen im

unmittelbar daneben gelegenen Verschwörhaus

tätig, und das eben

nicht nur an Ulms altehrwürdigem

Feiertag. Jeden zweiten Montag ist

das digitale Experimentier- und Bastellabor

der Stadt von 20 Uhr an für

alle geöffnet. Zur Freude vieler Tüftler

jeden Alters. „Manchmal kommen

am sogenannten Maker Monday

10, manchmal 30 Leute zu uns“,

erläutert Sabine Wieluch, die die

Ansprechpartnerin für alle Neugierigen

ist, die im Aquarium eintreffen.

Der selbstgewählte Name für

den offenen Eingangsbereich ist

Im Ver -

schwörhaus

wird

gewerkelt,

getestet,

gesägt und

gefräst.

symptomatisch für das Verschwörhaus.

Hier gibt es keine Geheimnisse,

alles ist offen einsehbar. Die an

der Uni Ulm arbeitende Informatikerin

sitzt im dahinterliegenden Salon,

in dem Besprechungen, Seminare

und Workshops stattfinden.

Der Plotter malt Käfer

und wird so zum Künstler

Live-Streams können hier über einen

riesigen Bildschirm empfangen

werden. In einer Ecke steht ein Sofa,

auf dem Boden laden Sitzkissen zum

Lümmeln ein. Doch damit kein falscher

Eindruck entsteht: Im Verschwörhaus

wird leidenschaftlich

und vor allem unentwegt gewerkelt,

getestet, gesägt und gefräst. Dafür

gibt es in den ehemaligen Sparkassenräumen

in der Tat viele Möglichkeiten.

Es gibt Besprechungszimmer,

ein Lötlabor und einen Raum, in

dem ein 3D-Drucker, ein Laser-Cutter

und ein altes Spinnrad stehen.

Alt trifft neu. Fast überall. Man sieht,

dass sich auch in Gunter Czischs „digitalem

Bolzplatz“ nicht alles ausschließlich

um Computer, Platinen

und Programmiersprachen dreht.

Nicht alles, aber eben doch das

meiste. Im Untergeschoss befindet

sich eine große Werkstatt. Hier sind

an einer Wand immer noch die

Schließfächer der Bank angebracht,

teils offen, teils wohl für alle Ewigkeit

verschlossen. Für den Inhalt interessiert

sich hier niemand mehr,

eher für die zwei neuen CNC-Fräser,

die hier momentan entwickelt

und gebaut werden. „Speziell am

Maker Monday geht es darum, zu


VERSCHWÖRHAUS 17

Ein Netz für alle

Die Unternehmerinitiative

„initiative.ulm.digital“ baut

derzeit in Ulm das Funknetz

LoRaWAN auf. Damit soll

in der Stadt und in der Umgebung

für alle interessierten

Bürger und Unternehmen eine

Infrastruktur geschaffen werden,

mit der das Internet der

Dinge für jeden greifbar wird.

Offen und kostenlos für alle

und mit Nutzen für alle. Das

Netz deckt mit einer Reichweite

von bis zu 15 Kilometern die

ganze Stadt ab und dient zur

Kommunikation mit verteilten

Endgeräten. Dies können Temperatur-

und Feinstaubsensoren

oder eben auch GPS-Empfänger

in Fahrrädern sein. Bereits

vor zwei Jahren wurden

die ersten Outdoor Gateways

an günstigen Punkten in Ulm in

Betrieb genommen. Seit kurzem

befindet sich so eine Komponente,

in der Daten bearbeitet

und weitergeleitet werden,

sogar auf dem Ulmer Münster.

ten Eingangsbereich des

igkeiten die Neugierde. Von Stefan Loeffler

basteln, Dinge anzupacken, etwas

mit eigenen Händen auf die

Beine zu stellen“, so Sabine

Wieluch, die derzeit selbst mit

ziemlich vielen Beinchen zu tun

hat. Die 26-Jährige aus Buch bei

Illertissen, die als Studentin

zum ersten Mal in das Verschwörhaus

kam, entwirft

Kunstobjekte mit dem Stiftplotter.

Aktuell sind dies Käfer, die

in den verschiedensten Formen

auf einem Blatt ausgedruckt

werden: „Durch das Eingeben

verschiedener Parameter wie

Flügelform, Kopfgröße oder

Fühlerlänge entwirft das Programm

die unterschiedlichsten

Kreaturen, die mich oftmals

selbst überraschen.“ Bei dieser

„generativen Kunst“ handelt es

sich um eine zeitgenössische

Form des künstlerischen Schaffens,

wobei nicht unbedingt das

Kunstwerk oder das Endprodukt

im Zentrum steht, sondern der

Entstehungsprozess und die ihm

zugrunde liegenden Ideen. So

steht´s in Wikipedia. Und so

sieht es auch Sabine Wieluch:

„Ich mache die Kunst nur für

mich, denn für mich ist der Weg

das Ziel, da mir das Programmieren

einfach extrem viel Spaß

macht.“ Doch weshalb gerade

Käfer? Sabine Wieluch überlegt

kurz und zuckt mit den Schultern:

„Keine Ahnung. Das hat eigentlich

keine große Bedeutung.

Die Idee hatte ich irgendwann

einmal nachts um halb drei.“

Doch die Informatikerin lässt >>

Was steckt hinter open Innovation und co-creation?

Wie entwickeln interdisziplinare Teams innovative ideen?

Wie bleiben unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfahig?

Im Innovationslabor Testfeld in Ulm werden seit 2017 Antworten auf

diese Fragen erarbeitet. Junge Talente entwickeln zusammen mit

Unternehmen aus der Region kreative Lösungsansätze für eine

innovative Zukunft. Die Ergebnisse des Projekts und ein Ausblick

werden am 15. Mai präsentiert.

15. Mai | Ganztägig | Kostenlos | Hochschule für Gestaltung Ulm

Project co-funded by European Union Funds (ERDF, IPA)

interreg-danube.eu/daspace


18 VERSCHWÖRHAUS

Käfer als Kunstobjekte. Sabine Wieluch hat Spaß am kreativen Programmieren. Maximilian Richt tüftelt öffentlich an einem Ulmer

Schließsystem für Leihräder. Im Verschwörhaus wurde eine Platine in Münsterform entwickelt.

Fotos: Stefan Loeffler

beileibe nicht nur gezeichnete Krabbeltiere

aus dem Plotter kriechen.

Erst vor kurzem hat sie ein geradezu

blumiges Programm geschrieben.

Die daraus entstandenen floralen

Formen hat sie auf Stoff ausgedruckt

und sich damit einen Mantel zusammengenäht.

Wehe, wenn jemand behaupten

sollte, dass im Verschwörhaus

keine sinnvollen Dinge entstehen.

Und schön sind sie auch, denn

Sabine Wieluch hat hier am Weinhof

mittels CNC-Fräser schon Boxen

aus Bastel-Sperrholz gezimmert.

In die drei eingebauten Sichtfenster

sind Acrylplatten eingepasst, die sie

mit dem Laser-Cutter gefertigt hat:

„Durch eine integrierte Lichtquelle

leuchten die aus Algorithmen geformten

Bilder in der Nacht.“

Ideen-Pingpong für

mehr Mobilität

Mit Kriechtieren und Blüten hat Maximilian

Richt nichts am Hut. Er

sitzt im Raum „Hase“ und macht

sich Gedanken, wie die Ulmer und

Als Open-

Source-

Projekt

kann

jeder Daten

einsehen

und mittüfteln.

Ulmerinnen zukünftig von A nach

B kommen, ohne die Luft mit Abgasen

zu belasten. Ein Lastenfahrrad,

das im Keller des Verschwörhauses

steht, brachte ihn auf das Thema

Bikesharing. Solche Fahrrad-Verleihsysteme

gibt es quasi in jeder

größeren deutschen Stadt. Überregionale

Anbieter stellen Drahtesel-Flotten,

deren Schlösser man

mittels eines Codes zum Beispiel mit

dem Handy öffnen kann, unter anderem

in München zur Verfügung.

Hamburg tut dies und Berlin auch.

Ulm nicht. Das möchte der 24-jährige

Datenjournalist des Bayerischen

Rundfunks gemeinsam mit

seinem Kompagnon Constantin

Müller ändern. Der sitzt zwar überwiegend

in Dresden, aber egal. Denn

Maximilian Richt treibt die Entwicklung

seines Systems sowieso online

voran: „Als Open-Source-Projekt

kann jeder die von uns zur Verfügung

gestellten Daten einsehen und

mittüfteln. So entsteht eine Art Ideen-Pingpong.“

Im besten Falle, denn im Moment

sind die beiden noch auf sich alleine

gestellt. Aber was nicht ist, das

kann ja noch werden. In den nächsten

Schritten geht es jetzt darum,

eine App zu entwickeln und auch

die Modalitäten über den Bezahlvorgang

zu kreieren. Was er auf jeden

Fall weiß, ist, dass er als technische

Grundlage für sein aktuelles Projekt

das Ulmer Funknetz LoRaWAN nutzen

möchte (siehe Kasten). Um sein

Mobilitätskonzept auf die Räder zu

stellen, wird Maximilian Richt wohl

noch so manche Stunde im Verschwörhaus

verbringen müssen.

Und das ist auch gut so, denn

schließlich ist er extra wegen des

Experimentierlabors von Mering bei

Augsburg nach Ulm gezogen. Im

Ernst? „Ja, denn hier am Weinhof

trifft man auf sehr viele sehr coole

Leute.“ Und die sind mitunter so

cool, dass es sie auch gar nicht stört,

wenn sie im Aquarium sitzend mitunter

von vorbeigehenden Passanten

genau beobachtet werden.


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20 IHK – BESTE PERSPEKTIVEN Anzeige

„BLITZ: IT-

Ausbildung auf der

Überholspur“

BLITZ spricht Studienabbrecher, Abiturienten und „2 BKI‘ler“ an.

Foto: archerix@AdobeStock.com

Nach dem erfolgreichen Start

von BLITZ zum Ausbildungsbeginn

2018 wird das Angebot 2019 fortgeführt.

Mit rund 20 Schülerinnen und

Schülern ist die BLITZ-Klasse im September

an der Robert-Bosch-Schule

gestartet. Auch für den Ausbildungsbeginn

2019 wird eine neue

BLITZ-Klasse geplant. Interessenten

können sich jetzt bewerben.

Start für „BLITZ:

IT-Ausbildung“

IT-Ausbildung: 2018 ist die neue BLITZ-Klasse mit 21 Schülerinnen und Schülern an der

Robert-Bosch-Schule in Ulm gestartet. Interessenten für 2019 können sich jetzt bewerben.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker

ist derzeit eine der beliebtesten

in Deutschland. Gute und passende

Auszubildende zu finden, stellt jedoch

viele Unternehmen vor eine

Herausforderung. Gerade im Hinblick

auf den wachsenden Mangel an

beruflich gebildeten Fachkräften in

der Region ist die IHK-Organisation

bestrebt, Studienabbrecher für die betriebliche

Ausbildung zu gewinnen.

Zielgruppe sind

Abiturienten

Neben individuellen Beratungsgesprächen,

Informationsveranstaltungen

und der Hilfe beim direkten Berufseinstieg

hat die IHK Ulm ein Angebot

entwickelt, um die duale Ausbildung

für Studienabbrecher

attraktiv zu gestalten: Das neue Angebot

„BLITZ: IT- Ausbildung auf der

Überholspur“ führt die IHK Ulm zusammen

mit der Robert-Bosch-Schule

in Ulm seit Ausbildungsbeginn

2018 in Kooperation mit regionalen

Unternehmen durch. Die Zielgruppe

sind Abiturienten mit Programmiererfahrung,

Studienabbrecher aus dem

MINT-Bereich und Absolventen des

Zur Person

Paula Amann ist

Ansprechpartnerin

bei der IHK Ulm für

das Projekt „Neue

Ziele im Blick: Studienabbruch

– Chance

auf Veränderung“.

Studienzweifler und

-abbrecher können

sich von ihr zu neuen

beruflichen Perspektiven

beraten lassen.

Zweijährigen Berufskollegs für Informations-

und Kommunikationstechnik

(2 BKI‘ler mit Fachhochschulreife).

Das Angebot im Überblick:

•Ausbildungsberuf: Fachinformatiker/in

Fachrichtung Anwendungsentwicklung

•Duale Ausbildung in nur zwei Jahren

•Verdichteter Unterrichtsstoff und

zusätzliche Inhalte

•Schulpartner: Robert-Bosch-Schule

•Plus: Spezialisierung in C#

Nach einer aktuellen Studie vom

Deutschen Zentrum für Hochschulund

Wissenschaftsforschung verlassen

28 Prozent der Studierenden aus

Bachelorstudiengängen die Universität

oder Hochschule ohne Abschluss.

Die Ursachen sind vielfältig:

Leistungsprobleme oder Versagensängste

bei Prüfungen, finanzielle

Schwierigkeiten, Über- oder

Unterforderung sowie mangelnde

Motivation. Ein Studienabbruch bedeutet

aber nicht das Ende einer erfolgversprechenden

Zukunft, sondern

ist immer auch eine Chance für

einen Neustart. Eine duale Ausbildung

bietet gerade auch für Studienabbrecher

hervorragende Karriereperspektiven.

Angebot für Studienabbrecher:

Seit dem Start des IHK-Angebots

„Neue Ziele im Blick: Studienabbruch

– Chance auf Veränderung“ im Januar

2017 haben sich bereits mehr als

200 Studienzweifler und -abbrecher

auf der Suche nach einer neuen beruflichen

Perspektive beraten lassen.

Davon konnten mehr als 35 erfolgreich

in eine duale Ausbildung starten.

Hilfreich ist neben der Beratung

unter anderem die Veranstaltung

„Speed-Dating für Studienabbrecher“,

bei der Interessierte innerhalb

von zehn Minuten ein Vorstellungsgespräch

direkt mit Personalverantwortlichen

von Unternehmen aus der

Region führen können. Die Veranstaltung

findet zweimal im Jahr statt.

Info IHK Ulm, Tel. 0731 / 173-252

amann@ulm.ihk.de,

www.neuezieleimblick.de


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Mit Zertifizierungslehrgängen wie Social Media Manager frühzeitig Chancen ergreifen.

Foto: IHK Ulm

Schaffen Sie

sich neue Perspektiven

DIGITALE

Gut ausgebildete Fachkräfte sind die zentrale Voraussetzung für Wachstum und

Wohlstand in einer digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft.

Lebensbegleitende berufliche Weiterbildung

schafft die erforderlichen

Kompetenzen dafür. Was digitalisiert

werden kann, wird in Zukunft auch

digitalisiert werden. Dieser Fakt, der

so sinngemäß aus dem Silicon Valley

herüberschwappte, ist für die einen

ein Versprechen, ganz nach dem Motto:

„Ich freu mich drauf!“ und für andere

eher ein Gefühl der Unsicherheit,

gar der Bedrohung.

Menschen fit für neue

Aufgaben machen

Eins aber vorweg: Wir digitalisieren

schon seit Jahrzehnten und die Arbeit

ist uns bis heute nicht ausgegangen.

Dies bestätigen wiederholt die

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit

zur Arbeitslosenstatistik. Gleichwohl

hat es signifikante Verschiebungen

gegeben mit zum Teil gravierendem

Einfluss auf den Einzelnen und seinen

Arbeitsplatz. Und genau wie in

der Vergangenheit ist die Weiterbildung

mit dem Konzept des lebenslangen

Lernens der Schlüssel dafür,

die Menschen fit für neue Aufgaben

zu machen. Für die Weiterbildung

der IHK Ulm bedeutet Digitalisierung

mindestens dreierlei: zum einen

die Aktualisierung der bestehenden

Angebote um Inhalte, die sich aus der

fortschreitenden Digitalisierung ergeben,

quasi Seminare und Lehrgänge

auf dem neuesten Stand der Technik

halten. Zweitens die Konzeption

und Erstellung neuer Seminare und

Lehrgänge, die auf den Transformationsprozess

vorbereiten, um etwaige

Risiken für die Mitarbeiter frühzeitig

in Chancen zu verwandeln.

Perfekte Beispiele hierzu sind die

Zertifikatslehrgänge Social Media

Manager (IHK) und Online Marketing

Manager (IHK), die gezielt für

veränderte Aufgaben qualifizieren,

die sich aus der Verlagerung von Prozessen

ins Internet ergeben.

Fortschreitende

Digitalisierung

Gerade in diesem dynamischen Bereich

sind bereits heute viele neue

Jobs entstanden, die es so früher

nicht gab. Das ist eine Bestätigung

der These der Verschiebung und

eben nicht der ersatzlosen Vernichtung

von Arbeitsplätzen. Dritter und

nicht minder entscheidender Schritt

in der Ausrichtung der IHK-Weiterbildungsangebote

auf die fortschreitende

Digitalisierung sind die Lernformate.

Folgen sie doch dem deutli-

Zur Person

Sirko Nell ist

Leiter der Abteilung

Weiterbildung bei

der IHK Ulm. Etwa

5.000 Teilnehmer

und Teilnehmerinnen

lassen sich in

über 400 IHK-

Lehrveranstaltungen

jährlich weiterbilden.

Zugleich werden ca.

1.500 hoheitliche

Prüfungen

der Höheren

Berufsbildung

durchgeführt.

chen Wandel im Konsumverhalten,

welcher im besonderen Maße von

der Digitalisierung in den letzten Jahren

befördert wurde. Das zeigt sich

in der Weiterbildung in der Fragestellung:

Wie und wo lernen wir eigentlich

morgen? Wir haben es uns frühzeitig

zur Aufgabe gemacht, die Antworten

selbst zu gestalten.

Veränderte Bedürfnisse der

Weiterbildung

So ist die IHK Ulm Gesellschafter der

IHK Akademie Digital GmbH - gemeinsam

mit bayerischen und baden-württembergischen

Kammern.

Kernstück der IHK Akademie Digital

GmbH ist eine digitale Lernplattform,

auf der digitale Schulungsangebote

entwickelt und genutzt werden

können. Ob als reine Onlineoder

als Blended-Learning-Angebote.

Entscheidend ist, Formate anzubieten,

die den veränderten Bedürfnissen

der Weiterbildungsinteressierten

entsprechen. Die Weiterbildung in all

ihren Facetten wird auch in Zukunft

dazu beitragen, dass der digitale

Wandel gelingt und die daraus gewonnenen

Chancen klug genutzt

werden können, um unsere prosperierende

Region weiter zu stärken.


22 DIGITALER AUSBILDUNGSBERUF Anzeige

Der Mensch ist entscheidend!

Die IHK bietet eine neue Broschüre zum Thema „Arbeiten 4.0“. Ein Praxisleitfaden, der die

Digitalisierung konkret werden lässt.

Industrie 4.0, E-Commerce, Internet

der Dinge oder Crowdworking

verändern unsere Arbeitswelt.

Nicht nur die Industrie,

sondern auch Handel und

Dienstleistungen sind im Umbruch.

Wie Unternehmen die

Auswirkungen der Digitalisierung

auf die Arbeit steuern und

dabei erfolgreich bleiben können,

beschreibt die 27-seitige

Broschüre „Praxisleitfaden Arbeiten

4.0“ der IHK Ulm.

Anregungen für die

Umsetzung in der Praxis

Der „Praxisleitfaden Arbeiten

4.0“ beschäftigt sich mit der Zukunft

der Arbeit und gibt Unternehmen

einen Überblick über

Trends, Chancen und Herausforderungen.

Gleichzeitig liefert er

Anregungen für die Umsetzung

in der betrieblichen Praxis. In

drei verschiedene Bereiche gegliedert,

reicht er von der Einordnung

der Digitalisierung in

unsere Gesellschaft und somit

auch in unsere Arbeitswelt, über

den Kulturwandel in den verschiedenen

Generationen, hin zu

den Handlungsfeldern und den

Themen, die die digitale Transformation

hervorbringt.

Viele neue Rechtsfragen

durch die Digitalisierung

Dabei beleuchtet er neue Arbeitsformen

und sich daraus ergebende

Rahmenbedingungen,

die ein Changemanagement im

Personalmanagement unumgänglich

machen. Um die Mitarbeiter

in die neu gestalteten

Produktionsabläufe und Organisationsmodelle

entsprechend

einzugliedern, werden neue Formen

der Zusammenarbeit und

Kommunikation notwendig wie

z.B. Crowdsourcing. Der Leitfaden

weist darauf hin, dass sich

durch die Digitalisierung viele

neue Rechtsfragen, zum Beispiel

zu Datenschutz, Urheber- und

Nutzungsrechten, ergeben. Immer

stärker werden Aspekte der

IT- und Datensicherheit bei den

Unternehmen zu berücksichtigen

und die Mitarbeiter entsprechend

zu schulen sein. Somit ist

ein kontinuierliches Lernen auf

allen Ebenen gefordert und vom

Management strategisch zu lenken.

Führungskräfte sind entscheidend

für die Nutzung der

Potentiale ihrer Mitarbeiter und

können deren Kompetenzen fördern

und fordern. Den Wandel

gemeinsam zu meistern ist Ziel

und Anforderung zugleich, um

Betroffene zu Beteiligten werden

zu lassen und somit den Weg zur

Arbeitswelt 4.0 erfolgreich zu gehen.

Abschließend bietet der Praxisleitfaden

einen Unternehmenscheck

mit der Möglichkeit

der Selbstanalyse für Unternehmen

auf dem Weg zur Arbeitswelt

4.0. Allen Befürchtungen

zum Trotz: Auch im Prozess der

Digitalisierung ist der Mensch

entscheidend!

pm

Info Die Broschüre ist erhältlich als

kostenloser Download unter www.

ulm.ihk24.de, Dokument-Nr.

4097590, oder als kostenlose Printversion,

anzufordern über

i.schmitt@ulm.ihk.de.

Zukunftsweisende Weiterbildungen, die den stärker digitalisierten

Produktionsprozessen gerecht werden. Foto: IHK Ulm, Irene Schmitt

Lernfabrik 4.0

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme und

Einführung in den Schulunterricht stehen

die Lernfabriken 4.0 auch den Fachkräften

aus Unternehmen zur Verfügung.

Nachdem die Lernfabriken 4.0 an

der Gewerblichen Schule Ehingen

und an der Karl-Arnold-Schule

Biberach eingeführt

wurden, stehen sie nun auch den

Fachkräften aus Unternehmen

der Region für die Weiterbildung

zur Verfügung.

Neue Themen bei

Qualifizierungsangeboten

Durch diese Fertigungsanlagen

im Labormaßstab können Fachkräfte

auf dem neuesten Stand

der Technik interessante Tools,

wie zum Beispiel die Anwendung

einer App zur präventiven Instandhaltung,

praxisnah erlernen

und für unternehmenseigene

Anwendungen testen. Die

IHK Ulm setzt in Zusammenarbeit

mit den Schulen auf zukunftsweisende

Weiterbildungen,

die den Automatisierungsanforderungen

der Industrie und

der immer stärker digitalisierten

Produktionsprozesse gerecht

werden. Dabei zielen die Qualifizierungsangebote

auf neue

Themen wie Cyber-physische

Systeme, RFID-Codes, Einsatz

von Produktionsleitsoftware

oder Smart Maintenance (vorausschauende

Instandhaltung).

Über einen Beirat wird der weitere

Ausbau und Einsatz der

Lernfabrik 4.0 flankiert und unterstützt.

Im Beirat finden sich Vertreter

der IHK Ulm, der Fördervereine

der Schulen, aber vor allem

auch Vertreter aus den Unternehmen.

So wird sichergestellt,

Die Lernfabrik

ist das

Schaufenster für

die Digitalisierung

dass sich die Lernfabrik 4.0 bedarfsgerecht

entlang der Industrieanforderungen

weiterentwickelt.

Vor allem kleinen und mittelständischen

Unternehmen

dient die Lernfabrik als Schaufenster

für die Digitalisierung

der Produktionsprozesse, anhand

derer sie praxisnahe Grundlagen

und Verständnis für moderne

Informations- und Kommunikationstechniken

erhalten.

pm


Anzeige IHK – WEITERBILDUNG 23

Zusatzqualifikation für

digitale Kompetenzen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt durchdringt alle Bereiche der Unternehmen und stellt

auch die Aus- und Weiterbildung vor neue Herausforderungen. Es hat sich gezeigt, dass für

die Digitalisierung neue Kompetenzen erforderlich werden.

Der digitale Wandel der Arbeitswelt

durch den vermehrten Einsatz neuer

Informations- und Kommunikationstechnologien

(wie Cyber-physische

Systeme, Maschine-Maschine-Kommunikation,

Cloud-Dienste und Internet

of Things) vollzieht sich in

schnellem Tempo; die Zyklen technischer

Innovationen werden kürzer.

Wissen und Kompetenz

Das bedeutet: Mit zunehmender Vernetzung

und Automatisierung echtzeitgesteuerter

Produktionsprozesse

wird auch die Rolle der dort beschäftigten

Fachkräfte und Maschinenbediener

neu definiert werden. Dabei

steht weniger die Technologie als

vielmehr Wissen und Kompetenz im

Vordergrund. Gefragt sind künftig ITund

Automatisierungskompetenzen,

ganzheitliches Systemwissen und die

Bereitschaft zu Veränderungen. Genau

darauf zielt die Zusatzqualifikation

für digitale Kompetenzen ab. Sie

wurde mit Vertretern aus Unterneh-

Zur Person

Patrizia Grün ist

Leiterin der Abteilung

Ausbildung

bei der IHK Ulm.

In der IHK-Region

Ulm werden jährlich

mehr als 2.400 neue

Ausbildungsverträge

geschlossen. Knapp

1.300 Betriebe bilden

aktiv in 120 Ausbildungsberufen

aus.

Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger.

men entwickelt und enthält die Lernmodule:

IT-Kompetenzen (Anwendungskompetenz,

Umgang mit Daten,

IT-Sicherheit), Systeme und Prozesse,

Smart Factory, E-Commerce, persönliche

digitale Kompetenzen und

Fachenglisch. Die Vermittlung der

Foto: © Archiv

Zusatzqualifikation erfolgt in Zusammenarbeit

mit den regionalen Berufsschulen

sowie Unternehmen. Mit dieser

Zusatzqualifikation erhalten die

jetzigen Auszubildenden die notwendigen

Kenntnisse für ihren späteren

Einsatz in der digitalen Welt. pm

Metall- und Elektroberufe

an digitalen Wandel angepasst

Wie kaum eine andere Berufsgruppe

stehen die industriellen

Metall- und Elektroberufe im Fokus,

wenn es um die fortschreitende

Digitalisierung der Arbeitswelt

geht.

Bei Metall- und Elektroberufen steht die Digitalisierung im Fokus.

Foto: © Archiv

Mehrere wählbare

Zusatzqualifikationen

Die elf Metall- und Elektroberufe

wurden deshalb auch an die

neuen Herausforderungen angepasst

und ermöglichen den Unternehmen

durch die neu eingeführten

Zusatzqualifikationen

noch mehr Spielraum bei der Gestaltung

der Ausbildung. So werden

Digitalisierung der Arbeit,

Datenschutz und Informationssicherheit

feste Bestandteile der

Ausbildung. Außerdem wurden

in den Berufsbildpositionen „Betriebliche

und technische Kommunikation“

sowie „Geschäftsprozesse

und Qualitätssicherungssysteme

im Einsatzgebiet“

Änderungen eingearbeitet. Eine

Reihe von wählbaren Zusatzqualifikationen

gibt den Unternehmen

zudem die Möglichkeit, gezielt

Kompetenzen für den digitalen

Wandel aufzubauen. Für die

Metallberufe sind dies die Zusatzqualifikationen

Prozessintegration,

Systemintegration,

IT-gestützte Anlagenänderung

sowie additive Fertigungsverfahren,

für die Mechatroniker Programmierung,

IT-Sicherheit, digitale

Vernetzung und additive

Fertigungstechniken sowie für

die Elektroberufe Programmierung,

IT-Sicherheit und digitale

Vernetzung.

pm


24 IHK – LERNFABRIK 4.0 Anzeige

Ein neuer Ausbildungsberuf wurde geschaffen, um den neuen Herausforderungen im E-Commerce zu begegnen.

Foto: bht2000-AdobeStock.com

Erster Ausbildungsberuf

zur Digitalisierung

In diesem Jahr ist der erste Ausbildungsberuf zur Digitalisierung gestartet, der Kaufmann

bzw. die Kauffrau im E-Commerce. Er wurde speziell geschaffen, um die vielfältigen

Anforderungen im starken Wachstumsbereich E-Commerce abzudecken.

Durch das rasante Wachstum des

Online-Handels benötigen Unternehmen

in Zukunft vermehrt

gut ausgebildete Fachkräfte, die

sich mit den speziellen Anforderungen

in diesem Bereich auskennen.

In der dreijährigen Ausbildung

lernen die angehenden

E-Commerce-Experten Online-Vertriebskanäle

auszuwählen

und einzusetzen. Der branchenübergreifende

Ausbildungsberuf

eröffnet im boomenden

Online-Geschäft die Möglichkeit,

Auszubildende systematisch an

Anforderungen heranzuführen,

die mit der Digitalisierung und

verändertem Kundenverhalten

einhergehen. Von Anfang an werden

die Auszubildenden mit projektorientierten

Arbeitsweisen

vertraut gemacht.

Externe und interne

Schnittstellen

Sie lernen, sich mit dem Wandel

der Vertriebskanäle und Strukturen

des E-Commerce auseinanderzusetzen.

Dabei sind ihr Wissen

und ihre Erfahrung insbesondere

an den externen und internen

Schnittstellen gefragt, wenn

es um Werbung, Logistik, IT oder

Rechts- und Controlling-Aspekte

geht. Im Einzelnen gehört zu

ihren Aufgaben, neben der Auswahl

und dem Einsatz von Online-Vertriebskanälen,

und der

Mitarbeit bei der Gestaltung und

Bewirtschaftung des Waren- und

Dienstleistungssortiments auch

die Vertragsanbahnung und -abwicklung

im Online-Vertrieb sowie

die Unterstützung bei der

Beschaffung. Weitere Aufgaben

sind die Kundenkommunikation,

die Entwicklung und Umsetzung

des Online-Marketings sowie die

kaufmännische Steuerung und

Kontrolle.

Vorbereitungen auf die

digitale Zukunft

Mit dem neuen Beruf können

Unternehmen, die Waren oder

Dienstleistungen online vertreiben,

ihre Fachkräfte im Bereich

E-Commerce erstmals selbst ausbilden.

Mit sechs Auszubildenden

zu Kaufleuten im E-Commerce

sind die Unternehmen

gleich vom Start an dabei und bereiten

sich auf die digitale Zukunft

vor.

pm


NPG DIGITAL - DIE DIGITALEXPERTEN AUS ULM

Als Online-Agentur des „Medienhauses SÜDWEST PRESSE“ kennen wir die Chancen und Probleme lokaler

Unternehmen im Online-Marketing. Mit Produkten und Plattformen wie swp.de oder FuPa und unseren

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Digitalisierung

als Chance zur

Differenzierung


INTERVIEW 27

Interview Während Alexa und Smart Home

im privaten Umfeld oft schon zum Alltag

gehören, suchen viele Unternehmen in

Sachen Digitalisierung noch den richtigen

Weg. Dabei bietet die digitale

Transformation viele Vorteile, wie Dr. Daniel

Schallmo weiß, allen voran eine höhere

Qualität von Produkten und

Dienstleistungen. Von Martin Dambacher

Wie digital ist die deutsche

Wirtschaft?

Dr. Daniel Schallmo: Besser als

man denkt. Denn im Grunde genommen

ist die Digitalisierung

dort schon in vielen Bereichen

angeschoben worden. Ein einfaches

Beispiel hierfür ist die Evolution

unseres Büroarbeitsplatzes

in den letzten 30 Jahren, auf

dem natürlich immer weniger

Papier zu finden ist. Denken Sie

an elektronische Kalender,

Adressbücher, Pinnwände oder

Lexika. Aber auch die digitale

Vernetzung und Zusammenarbeit

unterschiedlichster Akteure

innerhalb der Industrie spielt

seit einigen Jahren eine immer

wichtigere Rolle.

Woran lässt sich dies erkennen?

Häufig werden beispielsweise

heute schon Verbrauchsdaten

von Maschinen und Anlagen digital

ausgetauscht, um Wartungsprozesse

automatisiert abzuwickeln.

Letztlich geht es jedoch

um die Nutzung technologischer

Potenziale, um das

eigene Geschäftsmodell zu verbessern

und Wertschöpfungsketten

zu verändern. Dies ermöglicht

es, die gestiegenen

Kundenanforderungen zu erfüllen

und Leistungen effizienter

bereitzustellen.

Was ist dabei die größte

Herausforderung?

Auf der prozeduralen, methodischen

und inhaltlichen Ebene

verstehen die meisten Unternehmen

die Relevanz für die digitale

Transformation. Es mangelt

auch nicht an Konzepten,

Technologien und Ideen. Die

größte Hürde sehe ich in der

Umsetzung und Mobilisierung

aller Mitarbeiter. Das ist ein unternehmenskultureller

Aspekt,

der bestehende Denk- und

Handlungsweisen in Frage stellt.

Gleichzeitig muss natürlich das

Tagesgeschäft „am Laufen“ gehalten

und verbessert werden.

Wie könnte diese Hürde gemeistert

werden?

Es geht es darum, alle Mitarbeiter

mitzunehmen und die bewährte

strukturierte Arbeitsweise

mit schnellen, angepassten

und agilen Prozessen zu

kombinieren. Dinge auszuprobieren,

ohne von vornherein 100

Prozent Sicherheit zu haben.

Was heißt das konkret?

Wir sprechen hier von der Ambidextrie,

was bedeutet, dass die

Fähigkeiten beider Hände gleich

gut ausgeprägt sind. Dabei gilt

es, bestehende Dinge transaktional

umzusetzen und zeitgleich

neue Denkweisen zu transportieren,

also transformational zu

arbeiten. Mitarbeiter und Agilität

stehen hier im Mittelpunkt.

Denn Letztere zeigt den Mitarbeitern

die Leitplanken und Ziele

auf, die Entscheidung, welcher

Weg, welche Weggefährten

und welche Geschwindigkeit

zum Tragen kommen, liegt dann

bei den Mitarbeitern.

Gibt es eine Art Leitfaden, nach

dem man die digitale Transformation

angehen sollte?

Die Digitalisierung eines Unternehmens

oder kompletter

Geschäftsmodelle hängt von

vielen Faktoren ab – je nach >>


28 INTERVIEW

Unternehmensberater und Autor Dr. Daniel Schallmo.

Zielsetzung und Ausgangslage müssen

andere Dinge beachtet werden.

Wichtig ist aber immer, die digitale

Transformation als große Chance zu

sehen und sie aktiv sowie konzeptionell

anzugehen. Reiner Aktionismus

wird in den seltensten Fällen

zum Erfolg führen.

Wie geht man hier dann am besten

vor?

Im ersten Schritt gilt es die digitale

Realität, den Status quo innerhalb

des Unternehmens zu erfassen. Danach

werden die digitalen Ambitionen

und Potenziale über die Festlegung

von Zielen und Ableitung von

Optionen definiert, bevor im digitalen

Fit die jeweilige Eignung bewertet

und relevante Technologien

identifiziert werden. In der digitalen

Implementierung wird dann

schließlich die Realisierung ermöglicht.

Können sich Unternehmen trotz immer

gleicher werdender Technologien

und Prozesse vom Wettbewerb

dennoch differenzieren?

Eine Differenzierung ist natürlich

nach wie vor möglich. Drei Punkte

sind hierbei besonders wichtig:

Kundenorientierung, Geschwindigkeit

und Leidenschaft. Mit Kundenorientierung

meine ich, dass sich

alle Prozesse konsequent an den artikulierten

und nicht artikulierten

Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Ferner müssen die Prozesse

ständig überprüft und bei Bedarf angepasst

werden. Sollten sie den Bedürfnissen

nicht mehr gerecht werden,

heißt es, der Erste in der Branche

zu sein, der den Status quo infrage

stellt und verbessert. Beides

gelingt nur mit der entsprechenden

Leidenschaft, was bedeutet, dass jeder

in einem Unternehmen für die

Themen rund um Digitalisierung

brennen sollte.

Gibt es Best Practices?

Ja, dazu habe ich mit Hagleitner, einem

österreichischen Hersteller von

flüssigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln,

Papiertüchern sowie

den passenden Spendern, ein griffiges

Beispiel. Denn steigende Hygieneanforderungen

seitens der Kunden

aus dem Gesundheitswesen, der

Gastronomie und der Lebensmittelindustrie,

eine fehlende Transparenz,

welche Spender wann befüllt

werden müssen, sowie eine schwierige

Personal- und Bedarfsplanung,

die bei den Kunden teils hohe Kosten

und Bestände verursachen, haben

Hagleitner dazu veranlasst, das

sogenannte „senseManagement“ zu

entwickeln.

Was verbirgt sich dahinter?

Hagleitner hat all seine Spender für

Seife, Desinfektionsmittel, Papiertücher

und Raumdüfte innerhalb

des Systems mit integrierten Sensoren

ausgestattet, die den aktuellen

Füllstand messen und an einen zentralen

Server senden. Von dort können

die Kunden die Daten dann mittels

internetfähiger Geräte rund um

die Uhr abrufen, was eine genaue

Material- und Personalplanung ermöglicht.

Welche Zielsetzung wird mit dem

System verfolgt?

Für die Kunden von Hagleitner ist

das System nicht nur in Sachen Kosten-

und Zeitersparnis hinsichtlich

Foto: privat

Zur Person

Dr. Daniel Schallmo

ist Ökonom,

Unternehmensberater

und Autor

zahlreicher Publikationen.

Er ist Professor

an der Hochschule

Ulm und Mitglied am

Institut für digitale

Transformation an

der Hochschule Neu-

Ulm. Daniel Schallmo

ist auf das Thema

digitale Transformation

spezialisiert sowie

Gründer und Gesellschafter

der Dr.

Schallmo & Team

GmbH, die auf Beratung

und Trainings

spezialisiert ist.

Befüllung und Bevorratung sinnstiftend,

auch die Nutzerzufriedenheit

wird durch die stetige Verfügbarkeit

der notwendigen Hygieneartikel in

den Räumen entsprechend erhöht.

Hagleitner selbst profitiert durch

eine mögliche Optimierung der eigenen

Produktion, Lagerhaltung und

Logistik, dazu können anhand der

Daten Produktverbesserungen und

-innovationen vorangetrieben werden.

Wo steht die Region Ulm bei der

Digitalisierung im nationalen und

internationalen Vergleich?

Ein Vergleich mit anderen Ländern

oder Regionen, die erfolgreiche Unternehmen

hervorgebracht haben,

ist naheliegend. Dabei vergessen wir

aber oft unsere Stärken: deutsche

oder besser gesagt schwäbische Ingenieurskunst,

die aus vielen Firmen

versteckte Weltmarktführer in ihrer

Branche gemacht hat. Dem steht natürlich

die „Einfach mal machen“-Mentalität

entgegen, die oftmals

in Ländern wie den USA oder

Israel zum Tragen kommt. Wenn es

die Unternehmen in der Region nun

schaffen, diese beiden Tugenden zu

kombinieren und kalkulierte Risiken

einzugehen, dann haben sie viel gewonnen

und können den meist

schon eingeschlagenen Weg der Digitalisierung

auch wirklich erfolgreich

gehen.

Wo werden wir in zehn Jahren

stehen?

Das ist natürlich schwer zu beantworten;

ich wage aber dennoch eine

Prognose. Im Moment befinden sich

viele Unternehmen auf dem Weg

der internen Digitalisierung hin zur

Vernetzung mit Partnern, ansatzweise

auch in Form von Plattformen.

In zehn Jahren wird es sicher verbreitet

integrierte und vernetzte

Plattformen mit allen Partnern geben,

die für alle Beteiligten einen

messbaren Nutzen stiften und relevante

Prozesse in Gänze automatisiert

anstoßen – angefangen von der

Datenerhebung, -übermittlung und

-auswertung in Echtzeit über die automatische

Initiierung von Wartungsprozessen

bis hin zur Abrechnung.

Dazu werden sich viele Technologien

wie Künstliche Intelligenz

oder Sensorik weiterentwickelt und

etabliert haben – und das nicht nur

im Silicon Valley, sondern auch bei

uns.


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 29

Auf Nummer sicher

Seit 2010 plant und realisiert das inhabergeführte IT-Systemhaus bilobit mit Hauptsitz

in Blaubeuren bei Ulm höchst erfolgreich intelligente und sichere IT-Infrastrukturen.

Martin Schmuker

Foto: bilobit

Zu den zahlreichen Kunden

der bilobit GmbH

gehören mittelständische

und größere Unternehmen

genauso wie Organisationen

der öffentlichen Hand

und Kreditinstitute wie die Sparkasse.

Der erfahrene Dienstleister

für Netzwerk-Infrastruktur

gestaltet Geschäftsprozesse effizient

und sicher. „Auf Basis der

individuellen Anforderungen erarbeiten

wir ein professionelles

und kosteneffizientes Prozedere“,

so Geschäftsführer Dipl.-Ing.

Martin Schmuker. „Dabei legen

wir größten Wert auf Leistungsfähigkeit,

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit

der eingesetzten

Lösungen.“ Im Hinblick auf die

letztes Jahr in Kraft getretene

Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO) erstellt bilobit ein Datenschutzkonzept

und stellt den

externen, zertifizierten Datenschutzbeauftragten.

Unter dem

Stichwort „IT-Netzwerksicherheit“

sichert bilobit seine Kunden

durch Sandbox-Verfahren

und Next Generation Firewalls

(NGFW) des bekannten Partners

„Check Point“ gegen die Gefahren

von außen durch Trojaner

und als Ransomware bezeichnete

Erpressungssoftware. „Schützen

Sie Ihr Unternehmen, bevor

das Kind in den Brunnen gefallen

ist“, mahnt Martin Schmuker.

Effiziente Zusammenarbeit

im digitalen Zeitalter

Unified Communications (UC)

steht für „vereinheitlichte Kommunikation“

und bedeutet, zu jeder

Zeit, an jedem Ort und mit

jedem Endgerät kommunizieren

zu können. „Mit den von uns

eingesetzten Lösungen von ,Innovaphone‘

können Sie von unterwegs

telefonieren, als ob Sie

am Schreibtisch sitzen – sozusagen

die Nebenstelle auf Tour“,

erklärt Martin Schmuker. „Dabei

wird das Smartphone genauso

integriert wie der Computer im

Büro. Durch UC entsteht bei verteilten

Standorten ein hohes Optimierungspotential

– nicht nur

bei der Anbindung von Außenstellen,

sondern vermehrt auch

bei Heimarbeitsplätzen.“

Unter der Bezeichnung „Mobile

Device Management“ ist die

zentralisierte Verwaltung von

Mobilgeräten wie Smartphones

und Tablets durch eine softwaregestützte

Administration ein

weiteres Betätigungsfeld, dem

sich bilobit widmet. „Und um

unser Angebot in Sachen Netzwerklösungen

abzurunden, beschäftigen

wir uns beim Monitoring

auch mit der zuverlässigen

Überwachung und regelmäßigen

Kontrolle von Netzwerken und

der angeschlossenen Hardwarekomponenten

sowie der bereitgestellten

Dienste, um zeitnah zu

reagieren, bevor ein Zwischenfall

Auswirkungen zeigt“, informiert

Martin Schmuker. pm/leh

Info www.bilobit.com

Ihr regionales Systemhaus für intelligente Netzwerklösungen!

Seit 2010 ist die bilobit GmbH Ihr Partner für die Bereiche:

· IT Security

· Datenschutz

· Managed Service

· Next Generation Firewalls

· Mobile Device Management

· Software Defi ned Network

· Wireless Network

· E-Mail Security

· Biometrische

Zutrittslösungen

· Port Security

· Collaboration

· Unifi ed Communications

· Monitoring

Die bilobit GmbH legt dabei größten Wert auf Leistungsfähigkeit,

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit

der eingesetzten IT-Lösungen.

Kontaktieren Sie uns jetzt – die ersten

10 Interessenten erhalten einen kostenlosen

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Bahnhofstraße 8

89143 Blaubeuren

Telefon: +49 7344 17552 78

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www.bilobit.com


30

ZAHLEN

Ist das eigentlich nur

Zukunftsmusik?

Umfrage Die Innovationstechnologien sind in aller Munde, Big Data, Cloud Computing,

Internet der Dinge und wie sie alle heißen.

Die vielfältigen Anwendungsszenarien

und Einsatzmöglichkeiten

machen deutlich, dass innovative

Technologien großen

Nutzen an den verschiedensten

Stellen stiften können. Für Unternehmen

entstehen so gänzlich

neue Geschäftsmodelle und

Möglichkeiten, Umsatz zu generieren.

Im Arbeitsumfeld werden

ebenfalls Veränderungen

spürbar sein: Zum einen bilden

sich neue Berufsprofile heraus,

die in direktem Zusammenhang

zu den Innovationen stehen,

zum anderen kann aber auch der

Arbeitsalltag in nahezu jedem

Berufsfeld vom Technologieeinsatz

profitieren. Welche Rolle

spielen diese innovativen Technologien

heute schon? Eine Umfrage

vom Monitoring-Report-

Wirtschaft-Digital in der gewerblichen

Wirtschaft zeigt,

wie oft sie genutzt werden. pm

9

Nutzung von

Internet

der Dinge

Nutzung von

Big Data

39

Nutzung von

Cloud

Computing

SMS GRAFIK; QUELLE: MONITORING-REPORT WIRTSCHAFT DIGITAL 2018

8

Nutzung von

Blockchain

43

29

10

Nutzung von

Smart

Service

Nutzung von

3-D-Druck

nur Industrie

Die beliebtesten

Apps im Store

1

Vor zehn Jahren hat Google seinen App-Store gestartet,

330 Milliarden Apps haben Android-Nutzer

seitdem heruntergeladen: Messenger, Games,

Streaming-Dienste, Dating-Apps und Antivirus-Programme.

Das Datenanalyse-Unternehmen

App Annie hat zum runden 4

Geburtstag des Play-Stores die Lieblingsapps

analysiert.

6

2

3

5

7

8

10

9

Spotify

Ebay

Amazon

Skype

Facebook

Messenger Whats App Facebook Instagram

Ebay

Kleinanzeigen

Snapchat


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 31

Mut zum Umdenken

Grundlage der digitalen Transformation sind zunehmende Informationsflüsse, die die

Entwicklung neuer digitaler Technologien und Informationssysteme erfordern.

Der Entwicklungsprozess

spielt sich nicht nur

ausschließlich im digitalen

Umfeld und der

IT ab. Vielmehr geht es um Veränderungen,

Netzwerke und

Denkweisen, sowie um die Verbindung

von Design und Digitalisierung.

Die Digitalisierung

stellt eine große Herausforderung

dar, aber sie bietet auch unglaubliche

Chancen: Design, Big

Data, User Experience (Nutzererfahrung),

IoT (Internet of

Things), Bots, Soziale Netzwerke,

Affilate Marketing bis hin zu

Unternehmensprozessen - all

das ist Bestandteil der digitalen

Transformation. Doch neben all

diesen Instrumenten geht es

auch um neue Denkweisen und

Methoden. Design Thinking zum

Beispiel ermöglicht dem Innovationsmanagement,

Altbewährtes

zu verlassen und im besten Fall

DYNOSTICS. Durch Digitalisierung entstehen neue Geschäftsmodelle

und Geschäftsfelder.

neue, userzentrierte Geschäftsbereiche

zu erschließen und zu

entwickeln. Digitale Innovationen

sind State of the Art, wenn

sie permanent auf gesellschaftliche,

kulturelle und technologische

Entwicklungen ausgerichtet

sind. Sie sind richtungsweisend,

wenn sie früh als Trend erkannt

werden. Mit der

Leidenschaft und der Neugier

für das Ungewöhnliche entwickeln

die zeroseven design

studios als digitale und crossmediale

Agentur für mittelständische

Unternehmen bis hin zu

Start-ups heute schon Ideen für

den digitalen Wandel von morgen.

Seit Gründung der Firma

DYNOSTICS sind die zeroseven

design studios strategischer und

ausführender Partner in der Digitalisierung

eines Atemgasmessgerätes,

welches die Daten

der Spiroergometrie erfasst, digital

auswertet und daraus ein

Fitnessprogramm ermittelt. Eine

moderne Art der Messtechnik

und digitaler Auswertung, die

ein komplett neues Geschäftsmodell

eröffnet.

zeroseven design studios

Tel: +49 731 715732 - 100

dialog@zeroseven.de

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