Gemeindebrief 02-2019

maxwoelfchen

ANGEDACHT

„Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht

fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden

soll.“

Römer 8,18

Liebe Gemeinde,

was für ein fester, vertrauensvoller Glaube spricht aus diesem

Vers! Was für eine große Hoffnung wird uns hier entgegengerufen.

Die tiefste Überzeugung des Apostel Paulus, dass Christus

sein Leben ist und Sterben sein Gewinn! (Phil 1, 21) Die tiefste

Überzeugung, dass weder Tod noch Leben, weder Mächte noch

Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes

noch Tiefes ihn scheiden kann von der Liebe Gottes, die in

Christus Jesus ist! (Römer 8, 38f)

Paulus lebt und glaubt in einer Zeit, in der das Christusbekenntnis

gefährlich ist für Leib und Leben. Nicht nur einmal ist er verhaftet

worden und hat Zeit im Gefängnis verbracht, nicht nur einmal

ist er gedemütigt und geschlagen worden, weil er die Hoffnungsbotschaft

gelebt und verkündet hat: Gott hat seinen Sohn

Jesus Christus gesandt, dass jeder Mensch, ja die ganze Schöpfung

in Ihm Erlösung und ewiges Leben findet.

Der Haken an der Sache ist nur, dass diese „Herrlichkeit“ oder

das neue Paradies nach wie vor aussteht. Obwohl wir glauben,

erleben wir Krankheit und Schmerz, wir seufzen mit der kaputten

Schöpfung, wir erleben Krieg, … - wir leiden mit und an dieser

Welt.

Aber genau da hinein spricht die Hoffnungsbotschaft des Paulus.

„Wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung“ (Römer 8, 24). Weil

wir die Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes haben und glauben

und in und mit ihr leben, können wir das Hier und Jetzt ausharren

und ertragen, ja es sogar mitgestalten. Wie Paulus und so viele

andere durch die Geschichte hindurch und auch heute, dürfen

wir die Hoffnungsbotschaft: „Erlösung und ewiges Leben in

Christus!“ hineinrufen in diese Welt, in deine Welt, um dich

herum. So dass noch viele andere gerettet werden auf Hoffnung

hin.

Vielleicht heißt es im Volksmund deshalb auch: Die Hoffnung

stirbt zuletzt. Die Hoffnung in und durch Jesus Christus, dass

nichts und niemand uns von der Liebe Gottes scheiden kann,

weckt in uns Freude selbst im Leiden. Von dieser Hoffnung und

dieser Freude will ich erzählen. Ihr auch?

Pastorin Wencke Janssen


EDITORIAL

Liebe Geschwister und Freunde,

Dieser Gemeindebrief ist der erste, den ich auf meinem höchstpersönlich

eigenen Rechner schreibe. Ist das nicht toll??

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Computer erinnern.

Den habe ich vor rund 20 Jahren gekauft. Einfach weil ich einen

fürs Studium brauchte. Mithilfe des guten Stücks habe ich im

Laufe der Zeit diverse Hausarbeiten zu Papier gebracht, zahllose

Stunden im Internet gesurft,

Spiele gespielt,

meine Diplomarbeit verfasst

und als einen der

wesentlichen Höhepunkte

meinen Mann kennen gelernt.

Als ich hierher zog, verschwand

mein Rechner

im Keller und ich nutzte

immer nur Rechner, die

nicht meine eigenen waren. Aber meiner existiert trotzdem noch.

Irgendwo im Keller steht er rum. Würde man ihn wieder hervorholen

und ans Stromnetz anschließen, hätte man eine bessere

Schreibmaschine. Beim Versuch ins Internet zu gehen, würde er

jedoch beim Download sämtlicher Updates der letzten 16 Jahre

heiß laufen bis die Drähte glühen und sich mit einer kleinen

Rauchwolke und einem lauten Knall verabschieden.

Meine beiden Rechner erinnern mich in gewisser Weise an den

Rat Jesu neuen Wein nicht in alte Schläuche zu füllen, weil diese

sonst reißen und der Wein verloren geht. (Matthäus 9,17) Jesus

wollte mit diesem Vergleich darauf hinweisen, dass wir Gesetz

(alter Bund) und Gnade (neuer Bund) nicht durcheinander

bringen sollen: wir können nur gerettet werden, wenn wir annehmen,

dass er für uns gestorben ist. Durch gute Werke können wir

„nichts reißen“. Denn dazu müssten wir alle Gesetze halten. Immer.

Das schafft aber niemand. Deshalb ist Jesus ja gestorben.

- Gnade ist ein Geschenk was wir annehmen können oder eben

nicht. Mit allen Konsequenzen.

Mein alter Rechner hat mir im Studium gute Dienste erwiesen.

Heute damit einen Gemeindebrief schreiben und per Email verschicken?

Den Ärger erspare ich mir lieber. Gut also, dass ich

einen neuen hab. - Der übrigens auch ein supertolles Geschenk

war.

Mignon Junghänel


BESONDERE TERMINE IM FEBRUAR

10. Februar | Der Andere Gottesdienst

Am Sonntag den 10. Februar zum Anderen Gottesdienst, könnt

ihr euch auf Mittagessen in der Gemeinde einrichten. Wir kochen

gern.

VORSCHAU

01. März | Weltgebetstag der

Frauen

Am 1. März 15.00 Uhr und 20.00 Uhr

findet der Weltgebetstag der Frauen

in unserer Friedenskapelle statt. Slowenien

wird das Land sein, in dem

wir zu Gast sind. Das wird für uns eine besondere Herausforderung,

da wir ja zurzeit keine Frauenarbeit in der Gemeinde haben,

aber ich glaube

fest, dass Gott es

Schwestern aufs

Herz legt mit zu tun.

Bitte meldet euch

einfach bei unserer

Pastorin oder Gemeindeleiterin.

Lasst euch einladen

und ladet ein.

10. März | Jahresmitgliederversammlung

Am 10. März wird unsere Mitgliederversammlung sein. An diesem

Sonntag ist kein Gottesdienst, sondern die Mitglieder der

Gemeinde kommen zusammen, um Rück-und Ausblick zu halten.

17. März | Rundfunkgottesdienst MDR Kultur

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am Sonntag den

17. März, um 9.30 Uhr findet in unserer

Friedenskapelle der erste Rundfunkgottesdienst

statt, den wir als Gemeinde

feiern. Er wird live auf MDR

Kultur übertragen. Das bietet UNS allen

die Möglichkeit an Freunde, Nachbarn und

viele andere diese Einladung weiterzugeben, einmal zu

hören und vielleicht auch Kontakt mit uns zu suchen.

Bitte umbetet alles, was wir in nächster Zeit vorhaben, dass Gottes

Wille geschieht und sein Heiliger Geist wieder so ganz neu

uns ausfüllt.

Hanna Ficker


RÜCKBLICK

02. Dezember | Gesangsgottesdienst

Den 1. Adventsonntag durften wir mit viel Gesang zur Adventsund

Weihnachtszeit erleben. Die Sänger und Sängerinnen unseres

Chores brachten sich mit bekanntem Liedgut ein. So wurde

der Gottesdienst zu einem Höhepunkt in der Adventszeit.

05. und 15. Dezember | Lebendiger Adventskalender in der

Gemeinde

Nach gegebenen Möglichkeiten fand in den verschiedenen Häusern

der Lebendige Adventskalender statt. So auch an zwei

Abenden in der Gemeinde. Am 5. Dezember kamen acht Besucher

und bei Kerzenschein, einer Andacht, Gesang und einem

Austausch, verlebten wir den Abend. Dagegen war Samstag der

15. Dezember ein Höhepunkt. Im Gemeindehof wärmte eine

Feuerschale die Besucher. Kerzenschein, der Duft nach Punsch

und Glühwein schaffte eine wohlige Atmosphäre, dazu noch eine

Roster und ein Innehalten, so war der Abend perfekt. Ein Dankeschön

gilt den beiden Verantwortlichen, Annette und Helmut Ungethüm,

ihr habt uns gut getan. 30 Besucher waren da, auch

Nachbarn und Freunde der Gemeinde.

16. Dezember | Gemeindeweihnachtsfeier

Am Sonntag den 3. Advent war dieses Mal Gemeindeweihnachtsfeier

angesagt. Das heißt, dass keine Arbeitsgruppe ihre

eigene hatte. So waren Kinder, Junge Familien, Junggebliebene

und Senioren alle vereint. Bei Kaffee, Stollen und Leckereien begann

der Nachmittag. Unsere Kleinsten wurden dann betreut und

verblieben in der Gemeinschaft der Großen. Andacht, Lieder und

Beiträge rissen nicht ab, so dass dann Schluss gemacht werden

musste und mancher Beitrag auf das kommende Weihnachten

wartet.

Es war eine neue Erfahrung für alle. Mal sehen wie es 2019 sein

wird, ob es sich bewährt hat oder die alt hergebrachte Weise wieder

zurückgeholt wird.

24. Dezember | Christvesper

Alle Jahre wieder… Ach nein, im Jahr davor gab‘s keins – aber

Weihnachten 2018: Ein Krippenspiel. 15 (Schau-)SpielerInnen

zeigten am 24. Dezember 2018 und nochmal am 6. Januar 2019

ihr Können in einem etwas „anderem“ Krippenspiel: „Der stumme


Hirte“ – so hieß das Stück – dabei blieb der Hirte aber keinesfalls

stumm und hatte gefühlt die längste Sprecherrolle. Jeder war in

dem Anspiel wichtig, um die frohe Botschaft den Zuschauern näher

zu bringen. - Nicht ganz klassisch, aber klasse war es! Besonderer

Dank gilt Sahra Erler, die sich als Regisseurin gut bewährte!

Annegret Sperling

ABWESENHEIT DER PASTORIN

Vom 11. bis 24. Februar ist Pastorin Wencke Janssen im Urlaub.

Mit Anliegen könnt Ihr euch gerne an Gemeindeleiterin Hanna

Ficker wenden, sie leitet es weiter und kümmert sich.


NACHGEFRAGT

Dieses Mal zum Lebendigen Adventskalender 2018

Im vergangenen Advent gab es in unserer Gemeinde wieder einen

"lebendigen Adventskalender". An insgesamt 13 Tagen öffneten

verschiedene Geschwister ihre (Haus-)Türen für Interessierte,

um sich gemeinsam bei einem Heißgetränk und vielleicht

auch was zum Essen, einem Lied oder Vers auf den Advent einzustimmen.

Mir selbst ist es nur vier Mal gelungen, dabei zu

sein ... Aber ich habe mal Leute gefragt, die nicht nur deutlich

öfter dabei waren, sondern auch selbst ein Adventstürchen geöffnet

haben: Familie Tobisch.

Wie oft ward ihr denn nun wirklich dabei? Und was hat euch

dabei so gut gefallen, dass ihr euch immer wieder aufs Neue

aufgemacht habt?

Wir/ich waren bei fünf Familien zu Gast, waren einmal selber

Gastgeber und haben die Termine in der Gemeinde wahrgenommen.

Am schönsten fand ich (Rita) die besinnliche Zeit gemeinsam

zu verbringen, für meine Kinder standen eher die Naschereien

und das Spielen mit den Gastgeberkindern im Vordergrund.

Wenn ihr bei so vielen Geschwistern ward - was war denn

überall gleich oder hat sich doch oft wiederholt?

Alle Gastgeberfamilien haben sich Gedanken gemacht und etwas

vorbereitet. Mal war es eine Geschichte, mal ein Gedicht o-

der eine Stelle aus einem Buch. Und natürlich wurden bei allen

gemeinsam gesungen.

Gab es auch außergewöhnliche Adventstürchen, bei denen

das Öffnen sowas wie eine Überraschung bot?

Da wir noch nie vorher an einem lebendigen Adventskalender

teilgenommen haben, war für uns jedes Türchen eine Überraschung.

Ihr seid nicht nur zu anderen gefahren, ihr habt auch selbst

an einem Abend eure Türen geöffnet. Erzählt mal, wie war

das?

Es war für uns das erste Mal, dass wir an einem lebendigen Adventskalender

auch als Gastgeber teilgenommen haben. Ich

habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut, der sich zu uns auf

den Weg gemacht hat. Nach unserem vorbereiteten „Programm“

haben wir noch gemeinsam zu Abend gegessen und

dann war es auch schon wieder vorbei. Die Zeit verging irgendwie

viel zu schnell.

Mignon Junghänel


MIT EMPFEHLUNGEN VOM BÜCHERTISCH

Ekkehart Vetter

Suche Frieden und jage ihm nach!

Das Buch zur Jahreslosung 2019

Jahr für Jahr begleitet die Jahreslosung

Christen aller Konfessionen.

Der Vorsitzende der Deutschen

Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter,

schreibt über das Wort für 2019,

"Suche Frieden und jage ihm nach"

(Psalm 34,15), und zeigt, welche Schätze darin verborgen liegen.

Dabei beleuchtet er nicht nur den biblischen Zusammenhang,

sondern erzählt auch aus seinem Leben und zeigt nicht

zuletzt ganz praktisch, was dieser Vers heute bedeuten kann. Ein

Lesebuch zum Entdecken für ein ganzes Jahr, auch zum Verschenken

hervorragend geeignet!

ISBN: 978-3-775-5902-9 6,99 €

Peter Hahne

Passiert - Notiert

Erstmals Persönliches von TV-Moderator

Peter Hahne. Ein spannender

Blick hinter die Kulissen. Dreimal an

der Todesgrenze. Begegnungen mit

Präsidenten, Päpsten, Politikern. Von

der »68er«-Zeit geprägt, von schlichtem

Kinderglauben getragen. Klare

Kante gegen politische und kirchliche Opportunisten und Wendehälse.

An Peter Hahne scheiden sich die Geister. »Klartext

statt Kuscheljournalismus« (Tagesspiegel Berlin). »Gefragter

Redner mit Herz, Hirn und Humor« (Hörzu). »Seine Bücher sind

Bestseller-Garanten« (Buchreport). »Neid ist die Mehrwertsteuer

seines Erfolges« (Neue Osnabrücker Zeitung). Wie tickt der

Mann, warum denkt, redet und handelt er so und nicht anders?

Bewegende Begegnungen mit Kohl, Strauß und den Vogel-Brüdern,

mit Horst Lichter, Joachim Fuchsberger, Billy Graham und

einem Killer, der Pastor wird. Kleine Wunder auf dem Weg zur

Hüft-OP, große Enttäuschung über die Lage der Nation. Kritiker,

die sich die Zähne an ihm ausbeißen. Eine Abrechnung ohne

Nachtreten. Seite für Seite Erhellendes und Enthüllendes.

ISBN: 978-3-8429-1010-2 9,95 €

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