AUTOINSIDE Ausgabe 2 – Februar 2019

autoinside

AUSGABE 2 FEBRUAR 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

«Tag der Schweizer Garagisten»

Stehen wir vor dem Kampf der Universen?

Seiten 8 29

Digitalisierung

«Car For You» fordert den

Branchenleader Autoscout24

heraus.

Seite 36/37

Digitalisierung

Autosense sammelt

Daten und bringt

den Garagisten zurück

ins Spiel.

Seite 40/41

Auto-Salon

Wie weiter im Jahr 2020?

So sehen die Pläne für die

Halle 7 aus.

Seite 50/51


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AUSGABE 2 FEBRUAR 2019

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Digitalisierung

«Car For You» fordert den

Branchenleader Autoscout24

heraus.

Seite 36/37

Digitalisierung

Autosense sammelt

Daten und bringt

den Garagisten zurück

ins Spiel.

Seite 40/41

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

Auto-Salon

Wie weiter im Jahr 2020?

So sehen die Pläne für die

Halle 7 aus.

Seite 50/51

INHALT

Februar 2019

5 Editorial

6 Kurz notiert

«Tag der Schweizer

Garagisten»

8 Der Garagist hat als Mobilitätspartner

alle Trümpfe in der Hand

10 Magdalena Martullo-Blocher mit

Tipps für turbulente Zeiten

12 Professor Stefan Bratzel über den

Kampf der Universen

15 Die Tagungsbilanz des

AGVS-Zentralpräsidenten

16 Stimmen und Bilder aus dem Kursaal

20 Die Aftersales-Prognosen von

Professor Falk Hecker

22 Die Elefantenrunde

24 Hotelière Maria Coli über

Kundenbindung und Buchungstools

26 Amag-CEO Morten Hannesbo lässt

sich in die Karten blicken

Digitalisierung

30 Wie die Technik die Augen des

Autofahrers ersetzen will

33 Den Occasionshandel mit digitalen

Preisschildern ankurbeln

34 90 Prozent der Kunden wollen

Fahrerassistenzsysteme

36 «Car For You» will die Nr. 1 sein

38 CG Car-Garantie zum Stellenwert

des persönlichen Kundenkontakts

40 Autosense schafft Ordnung

42 auto&wissen: Datenverarbeitung

44 Die Fibag zur Kundenorientierung

auf digitalem Weg

46 Stieger Software bekämpft das

«Schreckgespenst Digitalisierung»

47 Neue digitale Helfer im Überblick

Auto-Salon

50 Neue Pläne für Halle 7

52 AGVS-Garagisten zum Salon 2019

54 Bruno Luratis Checkliste für einen

erfolgreichen Messeauftritt

56 Urs Albert Ingold setzt die

Leitplanken für Messen der Zukunft

Politik & Recht

58 Marktbeherrschende Importeure:

die ZHAW zum Weko-Urteil

Bildung

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Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches

Beratungsgespräch zur Verfügung.

28 AGVS-Botschafter Dario Cologna

AUTO

INSIDE

am «Dîner des garagistes»

«Tag der Schweizer Garagisten»

Stehen wir vor dem Kampf der Universen?

Seiten 8 29

AUTOINSIDE | Februar 2019

Titelseite:

Professor

Stefan Bratzel

am «Tag der

Schweizer

Garagisten»

2019 (Bild

Peter Fuchs).

60 Das sagen Garagisten zur

Integrationsvorlehre

62 Glückliche Lehrabgänger

64 AGVS Business Academy

66 Regionale Weiterbildungskurse

Verband & Sektionen

69 Der Mobility-Pilot im Radio

Produkte & Dienstleistungen

70 Garagino setzt auf Marketing

71 Terminbuchungstools sind Trend

72 Garagenwelt

74 Vorschau & Impressum

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EDITORIAL

Digitale Chancen nutzen

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Autobranche gerät mit der zunehmenden

Digitalisierung immer stärker

in Bewegung. Dabei sind auch

die Schweizer Garagisten gefordert.

Auf unser Gewerbe warten Herausforderungen,

die je nach Betrachtungsweise

als Bedrohung oder Chance

wahrgenommen werden können. Die

Kundenanforderungen und deren

Mobilitätsverhalten wandeln sich und

der Garagist sieht sich heute mit Fragen

und Problemen konfrontiert, die bisher

eher aus der IT-Welt bekannt waren. Vernetzung,

autonomes Fahren, Carsharing

und neue Antriebstechnologien bilden

dabei die Basis der Veränderungen, mit

denen sich die Branche vertieft auseinan

dersetzt. Dass der Garagist deshalb

auch seine Rolle im Mobilitätsmarkt neu

definieren muss, hat er als moderner

Unternehmer erkannt.

Die vorliegende Ausgabe von AUTO­

INSIDE widmet sich dem Schwerpunkt

Digitalisierung im Autogewerbe.

Dies einerseits mit einer umfassenden

Berichterstattung über den «Tag der

Schweizer Garagisten» vom 15. Januar

in Bern, der sich unter anderen Themen

auch der Digitalisierung widmete. Zum

anderen finden Sie in einem Fokusteil

Wissenswertes über moderne Assistenzsysteme

und Neuigkeiten rund um

verschiedene Aspekte des sogenannten

Multichannel-Marketings. Dahinter steht

die zwar nicht neue, aber heute viel

konsequenter umgesetzte Idee, Kunden

«Die Digitalisierung hilft uns,

effizienter zu werden, und

verschafft uns damit mehr

Zeit für den direkten Kontakt

zu unseren Kunden.»

auf mehreren Kommunikationskanälen

zu erreichen, unter anderem auch den

digitalen.

Nicht nur das Autogewerbe ist einer

grossen Dynamik unterworfen, sondern

auch die Medien und die Mediennutzung

der Konsumenten, Ihrer Kunden also.

Diese Kunden nutzen eine Vielzahl von

Kanälen, um ihre Kommunikations- und

Informationsbedürfnisse zu befriedigen.

Als Unternehmer müssen Sie Ihre Zielgruppe

dort ansprechen, wo sie sich

aufhält. Die Massnahmen sind vielfältig:

Online als Suchmaschinenwerbung,

Display-Marketing, Social-Media-

Marketing, Online-PR oder E-Mail-

Marketing, offline mit Printanzeigen,

Sponsoring, Messen und Events oder

persönlichen Kontakten.

Lassen Sie sich vom «Wortungetüm»

Multichannel-Marketing

nicht abschrecken. Sie brauchen

dazu keine vielköpfige Marketing- und

Kommunikationsabteilung. Zahlreiche

Tools aus diesem Werkzeugkasten des

Marketings sind heute auch für kleinere

Garagen verfügbar und einfach in der

Handhabung. Ein gutes Beispiel hierfür

ist garagino.ch, die kostenlose

Dienstleistung der ESA. Die Plattform

bietet neben dem Verkauf von Reifen,

Felgen und Zubehör auch einen

digitalen Terminkalender und damit

ein Werkzeug, das Sie dabei unterstützt,

die Effizienz im Betrieb zu erhöhen.

Und darum geht es letztlich, wenn

wir die Digitalisierung als Chance

betrachten: Sie hilft uns, effizienter zu

werden, und verschafft uns damit mehr

Zeit für den direkten, persönlichen

Kontakt zu unseren Kunden. Denn der

ist und bleibt matchentscheidend.

Herzliche Grüsse

Markus Aegerter

Geschäftsleitung

Alles für effektvolle Akzente.

Chemuwa Autozubehör AG

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KURZ NOTIERT

Claudio Stefani, Hostettler

Autotechnik AG.

Martin Wellhöffer, Mahle.

Zählen zu Europs besten Honda-Garagisten: (v. l.) Christophe Bortolotti (Garage Tanguy

Micheloud, Sion), Pierre Leibundgut (Paco Garage SA, Delémont) und Jeannine Blunier

(Garage Blunier, Bern) mit Christian Hasler (Training Specialist bei Honda Suisse).

Hostettler baut den Service in

der Ostschweiz aus

Nach Gossau eröffnet die

Hostettler Autotechnik AG

am 1. März 2019 in Neuhaus

SG bei Eschenbach ihre zweite

Filiale im Kanton St. Gallen.

Der Standort ergänzt die

Filialen Gossau SG sowie

Neftenbach ZH, indem sie die

Regionen Zürich Oberland,

Oberer Zürichsee, March und

Glarnerland bis ins Rheintal

optimal abdeckt. «Mit dieser

neuen Filiale werden wir einen

bislang fast weissen Fleck auf

der Landkarte der Hostettler

Autotechnik AG erschliessen»,

sagt der künftige Filialleiter

Claudio Stefani erfreut.

Schweizweit umfasst das Vertriebsnetz

des Familienunternehmens

nun zwölf Standorte.

Wechsel in der obersten

Führungsebene von Mahle

Martin Wellhöffer (40)

übernimmt per 1. April 2019 die

Leitung des Automotive-Vertriebs

und der Anwendungsentwicklung

bei Mahle. Wellhöffer

ist seit 2004 bei Mahle im

Vertrieb tätig. In seiner neuen

Funktion wird er Mitglied der

Konzernleitung und berichtet

an den Vorsitzenden der Geschäftsführung

und CEO des

MAHLE Konzerns, Dr. Jörg

Stratmann. Arnd Franz (53), der

diese Position innehatte, wird

das Unternehmen auf eigenen

Wunsch verlassen.

Ein neuer CEO für den

Lackspezialist Axalta

Axalta Coating Systems Ltd.

ernannte im Dezember Robert

Bryant mit sofortiger Wirkung

zum ständigen CEO. Er war seit

Oktober 2018 interimistisch in

dieser Funktion tätig. «In den

letzten zwei Monaten übernahm

Robert Bryant nahtlos die Rolle

des Interims-CEO und führte das

Unternehmen in einem herausfordernden

Marktumfeld», so

Charlie Shaver, Axaltas Chairman

des Aufsichtsrats. Weiter

gab das Unternehmen bekannt,

dass Sean Lannon mit sofortiger

Wirkung zum ständigen CFO

ernannt wurde. Er war seit

Oktober 2018 als Vice President

und Interims-CFO tätig.

Robert Bryant, Axalta.

AGVS-Garagisten brillieren am

Honda-Techniker-Wettbewerb

Die 48 besten Honda-

Techniker reisten Ende November

an die Honda Academy in Erlensee

(D), um an sechs Arbeitsstationen

ihre Fähigkeiten unter

Beweis zu stellen. Jeannine

Blunier (Garage Blunier, Bern),

Christophe Bortolotti (Garage

Tanguy Micheloud, Sion)

und Pierre Leibundgut (Paco

Garage SA, Delémont) konnten

sich an der Siegerehrung als

bestes Honda-Techniker-Team

Europas feiern lassen, wobei

Jeannine Blunier in der Disziplin

«Diagnostik» das beste Resultat

erzielte. In der Einzelwertung

ging der Titel des besten Honda-

Technikers Europas in die Westschweiz

an Pierre Leibundgut, der

Ende Mai in Japan die Weltmeisterschaften

bestreiten wird.

Michelin gibt neue Zusammenarbeit

für 2019 bekannt

Michelin und die BMW M

GmbH haben im Dezember 2018

einen Kooperationsvertrag

geschlossen. Inhalt ist die Verwendung

von Michelin-Reifen

auf Fahrzeugen der BMW und

Mini Driving Experience vom

MINI bis zum neuen BMW M850i.

Unterzeichnet wurde der Vertrag

in der BMW und Mini Driving

Academy in Maisach und unterstreicht

für Michelin die gute

Zusammenarbeit mit der BMW M

GmbH in der Erstausrüstung der

aktuellen M-Modellpalette.

Matthias Schlatter neuer Leiter

Marketing bei Würth

Matthias Schlatter nahm

per 1. Januar 2019 seine Tätigkeit

als neuer Leiter Marketing

von Würth AG auf. Er nimmt

zudem Einsitz in der Geschäftsleitung.

Schlatter war zuletzt

Leiter Marketing und Mitglied

der Geschäftsleitung bei Direct

Mail Company AG. Zuvor war

der eidgenössisch diplomierte

Marketingleiter bei Dosenbach-

Ochsner AG für die Marketingleitung

der Sparte Ochsner Sport

verantwortlich. Bei der Würth AG

verantwortet er die Bereiche

Kommunikation/Branding,

Divisionen, Systeme/Services,

Produktmanagement, E-Business

und Handwerker-Shops.

Matthias Schlatter, Würth.

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

Samir Moursy geht und ... ... überlässt Georg Huber und ...

... Thomas Obrist die Südo-Leitung.

Hildegard Wortmann, Audi.

Jubiläums-Akademiemeeting

von Le Garage

Ein Abschied nach 13 Jahren:

die Südo AG unter neuer Führung

Axaltas Marke Cromax erhält

technische Zulassung

Sauberes Wüstenabenteuer:

Kärcher an der Rallye Dakar

Das Akademiemeeting

stand im Zeichen des 20-Jahr-

Jubiläums von Le Garage, dem

unabhängigen Garagenkonzept

der ESA. Über 180 Le-Garage-

Partner folgten der Einladung

der ESA in die Markthalle in

Burgdorf. «Das Akademiemeeting

von Le Garage soll

den teilnehmenden Le-Garage-

Partnern und -Partnerinnen

neue Impulse für ihre eigenen

Betriebe vermitteln», stellte

Giorgio Feitknecht, CEO der

ESA, fest. Der Unternehmer und

Berater Osama Rifai lieferte

ausserdem Inspirationen, wie

Gewinn und Cashflow positiv

beinflusst werden können. VR-

Präsident Markus Hutter wagte

schliesslich einen Blick in die

Zukunft und überzeugte, dass

die Autobranche weiterhin ein

spannendes und lohnenswertes

Geschäftsfeld biete.

«Nach fast 13 wundervollen

Jahren Tätigkeit für die Südo

Gruppe, davon fünf Jahre als

Geschäftsführer der AGL AG

für Lastwagenzubehöre und die

letzten vier Jahre zusätzlich als

Geschäftsführer der Südo AG,

habe ich mich im September

2018 entschieden, eine neue

Herausforderung ausserhalb

der Südo Gruppe anzunehmen»,

teilte Samir Moursy in einem

Schreiben mit und kündete

seinen Weggang per Ende

Februar 2019 an. Die Führung

der gesamten Südo-Gruppe

(Südo AG, AGL AG für Lastwagenzubehöre,

Jasa AG und

Carsystem AG) werden dann

Georg Huber (Geschäftsleiter

und Führung für die Bereiche

Verkauf und Einkauf) und

Thomas Obrist (Geschäftsleiter

kaufmännischer Bereich) übernehmen.

Die Porsche AG hat Cromax

als freigegebene Automobil-

Reparaturlackmarke neu aufgenommen.

Damit sind nun alle

drei Premium-Reparaturlackmarken

von Axalta Cromax,

Spies Hecker und Standox für

den weltweiten Einsatz in Autohäusern

und Werkstätten der

Porsche AG zugelassen.

Hildegard Wortmann

wechselt von BMW zu Audi

Hildegard Wortmann steht

spätestens ab 1. Juli 2019 dem

Bereich Vertrieb und Marketing

der Audi AG vor. Sie folgt auf

Bram Schot, der zu Beginn des

neuen Jahres den Vorstandsvorsitz

des Unternehmens übernommen

hat. Wortmann verfügt

über internationale Erfahrung in

Produktmanagement, Marketing

sowie Brand Communication.

Kärcher, der global führende

Reinigungsgerätehersteller,

begleitete zum achten Jahr in

Folge die berühmteste Rallye

der Welt, die Rallye Dakar in

Südamerika. Bei ihrer 41. Ausgabe

und der elften Edition

auf dem südamerikanischen

Kontinent betreute Kärcher die

Strecke durch Peru mit einem

innovativen Reinigungsservice:

dem «4×4 Mobile Cleaning

Center». Der mobile Waschplatz

in einem Allrad-LKW begleitete

die Teilnehmer auf ihrer Strecke.

Nebst der offiziellen Ausrüstung

der Rallye sponserte Kärcher

wiederum die Teams «Mini X-

raid» und «KTM/Red Bull».

Täglich aktuelle News:

agvs-upsa.ch

Das Le-Garage-Challengeteam: Markus Hutter (Verwaltungsratspräsident

der ESA; 1. v. r.) und Giorgio Feitknecht (CEO der ESA, 1. v. l.) ehrten den abtretenden

Le-Garage-Challengeteampräsidenten Silvano Schaub (2. v. l.) sowie

seinen Nachfolger Martin Burkhardt (2. v. r.).

Mittendrin statt nur dabei: Kärcher an der Rallye Dakar 2019.

Die Marke Ihrer Wahl


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Vertrauenssache. Der Garagist als Mobilitätspartner.»

Trümpfe in der Hand

«Vertrauenssache. Der Garagist als Mobilitätspartner»: Unter diesem Motto trafen sich im Kursaal in Bern über

800 Teilnehmer zum «Tag der Schweizer Garagisten» 2019. Die Tagung des AGVS hat sich zum unumstrittenen

Branchentreffpunkt entwickelt. Sascha Rhyner

Mangelnden Optimismus kann man den Garagisten nicht vorwerfen

zumindest jenen nicht, die am 15. Januar den «Tag der

Schweizer Garagisten» 2019 besuchten. In der Beurteilung des

Geschäftsjahrs 2018 zeigte sich das Gros in einer spontanen Umfrage

des bewährten Moderatorenduos Mélanie Freymond und

Patrick Rohr zufrieden. Und der Ausblick auf das laufende Jahr war

schon fast überschwänglich. Die Mehrheit gab dem Jahr 2019 auf

der Skala 1 bis 6 die Note 5. Allerdings schienen sie dann ob dem

eigenen Mut etwas zu erschrecken. Die Aufforderung Rohrs,

diesen Optimismus mit einem Applaus zu quittieren, kamen

die 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zögerlich nach.

Dabei soll gerade der «Tag der Schweizer Garagisten» jeweils

Inspiration bieten, mit neuen Ideen und Zuversicht die anstehenden

Herausforderungen anzugehen.

Garagisten als wichtige Schnittstelle

Das Motto der Tagung 2019 lautet «Vertrauenssache. Der Garagist

als Mobilitätspartner». Urs Wernli stellte dieses Vertrauensverhältnis

zwischen Garagist und Kunde ins Zentrum seiner Ausführungen.

«Der Garagist ist nach wie vor die wichtigste Bezugsperson der Automobilisten,

wenn es um den Kauf und die Wartung des Fahrzeugs

geht», zitierte der AGVS-Zentralpräsident aus der Auto-Studie 2018

von Tamedia. Demnach lassen sich 70 Prozent der Automobilisten

vor dem Kauf primär vom Garagisten beraten, 95 Prozent kaufen

Trugen zum Erfolg der Tagung bei: AGVS-Chargenträger, die Sektionspräsidenten und die Sponsoren des «Tag der Schweizer Garagisten» 2019.

8

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

ihr Auto bei ihm. Das seien hohe Werte, so Wernli, gerade in Zeiten

der fortschreitenden Digitalisierung. Diese wertvolle Schnittstelle

gehöre zu den wichtigsten Trümpfen der Garagisten und ihrer Mitarbeitenden:

«Diese Trümpfe dürfen wir Garagisten auf keinen Fall

aus der Hand geben!»

Gibt mehr als nur Elektromobilität

Weniger Aufregung und mehr Augenmass forderte Wernli

im Umgang mit der Elektromobilität. Hier sei zwar mit der «Roadmap

Elektromobilität» eine klare politische Förderung erkennbar,

allerdings stehe die noch völlig unterentwickelte Nachfrage in einem

krassen Missverhältnis zur Aufmerksamkeit, welche die E-Mobilität

derzeit geniesst. Es sei interessant zu beobachten, dass beispielsweise

der sowohl technisch ausgereiften wie auch ökologisch sinnvollen

CNG-Mobilität weder in den Medien noch seitens der Politik

ein auch nur annähernd entsprechender Stellenwert zukomme.

Erdbeben können Goldadern freilegen

Stefan Bratzel, Direktor des renommierten Center of Automotive

Management in Bergisch Gladbach, zeigte die Dynamik auf, mit der

sich die Mobilität in den nächsten Jahren verändern wird (Seiten

12 14). Magdalena Martullo-Blocher, Chefin und Mehrheitsaktionärin

Die Moderatoren Mélanie Freymond und Patrick Rohr führten kompetent und

humorvoll durch den Tag.

der EMS-Chemie, ermunterte die Garagisten in einem launigen

Referat (Seiten 10 11), offen auf die Veränderungen zuzugehen: «Ein

Erdbeben kann auch eine Goldader freilegen!» Die Parteipräsidentin

und die Parteipräsidenten von FDP, SVP und CVP, Petra Gössi, Albert

Rösti und Gerhard Pfister, sowie der Präsident des Schweizerischen

Gewerbeverbandes, Jean-François Rime, diskutierten unter anderem

über den auch vom AGVS befürworteten Ausbau der Nationalstrassen.

(Seiten 22 23). <

«Tag der Schweizer Garagisten» 2019 kompakt

Auch online können Sie den «Tag der Schweizer Garagisten» auf der AGVS-Website noch einmal Revue passieren

lassen. Neben den Berichten zu den einzelnen Referaten, ausgewählten Präsentationen und reich bestückten

Bildergalerien finden sich auf der Website auch Videoclips mit Stimmen zur Tagung.

Weitere Infos unter:

agvs-upsa.ch/tagung2019

Presenting Partner

«Tag der Schweizer Garagisten» Shuttle Partner Partner

Presenting Partner

«Dîner des garagistes»

Direkter Link zum Beitrag auf

dem AGVS-Youtube-Kanal

Sicher unterwegs in die Zukunft

AUTOINSIDE | Februar 2019 9


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Magdalena Martullo-Blocher

«Ich bin der grösste

CO 2

-Reduzierer»

Sich seiner Stärken bewusst sein und die Goldader suchen: SVP-Nationalrätin und EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher

gab am «Tag der Schweizer Garagisten» Tipps für turbulente Zeiten. André Bissegger

Engagiert, lebendig, kritisch, launig und

humorvoll: Magdalena Martullo-Blocher zog

bei ihrem Referat am «Tag der Schweizer Garagisten»

2019 sämtliche Register und damit

den Saal in ihren Bann. Wie nahe sie dem

Autogewerbe bereits seit Kindsbeinen steht,

verriet sie gleich zu Beginn ihres Auftritts:

Ihre Familie mütterlicherseits «Jeder hat

eine Mutter», sagte sie vor amüsiertem Publikum

besass eine Autogarage im Zürcher

Oberland. Sie sei praktisch in der Garage ihrer

Grosseltern aufgewachsen. «Technisch habe

ich dort nicht viel gelernt», sagte sie. «Aber

von meiner Grossmutter weiss ich, dass man

das Geld seriös eintreiben muss.» So schaue

sie bei Tesla das Unternehmen gehört auch

zu den EMS-Kunden besonders gut darauf,

dass die Rechnungen bezahlt werden.

Das Unternehmen von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, die EMS Chemie, ist einer der

grössten Zulieferer in der Automobilbranche.

100 EMS-Teile in jedem Auto

In ihrem Referat ging es hauptsächlich um

CO 2

-Emissionen. «Ich bin der grösste CO 2

-Reduzierer»,

betonte sie. So habe die EMS den

CO 2

-Ausstoss um 85 Prozent gesenkt. Auch

gehöre es zu ihrem Geschäftsmodell, das Gewicht

der Fahrzeuge zu reduzieren. Dadurch

werde Treibstoff gespart und der CO 2

-Ausstoss

reduziert. Ein Beispiel für die Gewichtsreduktion

ist die Sitzschale: EMS machte aus

72 Teilen ein Teil und sparte so zwei Kilogramm

ein. In jedem Auto stecken heute

mehr als 100 Teile aus EMS-Produktion von

Türgriffen über Luftführungen bis zu Sensorgehäusen.

Die EMS-Gruppe, die laut der Nationalrätin

hoch profitabel ist und einen Jahresumsatz

von 2,2 Milliarden Franken erwirtschaftet,

generiert rund 50 Prozent ihres

Umsatzes im Automobilmarkt. Sämtliche

Unternehmensbereiche beliefern die Automobilindustrie

seit mehreren Jahrzehnten.

Die Produktionsstandorte, Verkaufsorganisa-

10

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

tionen, Distributoren und Agenten sind über

die ganze Welt verteilt. Kein Wunder also,

sagte Martullo-Blocher: «Ich kenne praktisch

jedes Autohaus.»

Kritik an Politkollegen

Bezüglich CO 2

sparte die Nationalrätin

nicht an Kritik an ihren Kollegen in Bundesbern

und in der EU. Diese würden mit ihrer

Politik dafür sorgen, dass die Konsumenten

verunsichert werden und die Hersteller immer

mehr auf Elektromobilität setzen. «Die

Automobilindustrie wird gezwungen, auf

eine Entwicklung zu setzen, die der Kunde

gar nicht will», betonte sie. In der Schweiz

sitzen laut Martullo-Blocher überdies viele

Städter im Bundesparlament. «Die haben

alle eine Bushaltestelle vor dem Haus oder

einen Bahnhof in der Nähe. Die brauchen

keine Autos», sagte sie. «In der Schweizer

Politik gilt daher ‹Schiene vor Strasse›.»

Zum Glück gäbe es aber noch den Nationalstrassen-

und Agglomerationsverkehrs-

Fonds (NAF).

Einen Plan B haben

Schliesslich plauderte die Nationalrätin

aus dem unternehmerischen Nähkästchen.

Die EMS-Chefin gab Tipps für turbulente Zeiten:

«Jedes Erdbeben legt eine Goldader frei.

Man muss sie nur finden.» Auch riet sie, stets

einen Plan B zu haben und zitierte den britischen

Naturforscher Charles Darwin: «Nicht

die stärkste und nicht die intelligenteste Spezies

überlebt am längsten, sondern diejenige,

welche sich am besten anpassen kann.» Auch

die EMS, die als Treibstoffunternehmen gegründet

wurde, habe sich in ihrer 82-jährigen

Geschichte oft neu erfunden.

Und wenn es dann richtig turbulent

werde, solle man keine Entscheide treffen,

die Wege verbauen können. «Schliessen Sie

dann keine langfristigen Verträge ab.» Man

solle sich bewusst sein, welche Stärken man

habe, und sich überlegen, wie man diese optimal

nutzen könne. «Seien Sie auch offen für

Neues und suchen Sie die Goldader», sagte

sie. Nicht zuletzt konnte Martullo-Blocher

die Garagisten auch etwas beruhigen: «Die

Mobilität wird nicht sterben!» <

Humorvoller Schlagabtausch: Magdalena Martullo-

Blocher stellte sich nach ihrem Referat den Fragen

vonseiten der Zuschauer und von Moderator Patrick

Rohr. Sie gab sich sehr schlagfertig.

Diskussion über Unternehmertum

und Herausforderungen

Im Anschluss an Magdalena Martullo-Blocher

sprachen die Garagisten Hubert Waeber und

Edwin Koller über aktuelle Herausforderungen.

sco. Beide sind in ihren Karrieren als Garagisten

unternehmerische Risiken eingegangen. Beide

glauben an eine Zukunft des Autogewerbes und

beide sind Patrons, die ihre Freiheit geniessen

und zum Wohle ihrer Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden

nutzen.

Edwin Koller hat bewegte Monate hinter sich. In

der dritten Generation führt der 40-Jährige die

Freihof-Garage in Näfels GL und hat gerade richtig

viel Geld in die Hand genommen. Für 6,5 Millionen

Franken entsteht am bisherigen Standort an der

Kantonsstrasse am Dorfausgang von Näfels ein

Neubau des Familienbetriebs. Edwin Koller ist

einziger Verwaltungsrat und Geschäftsleiter des

Unternehmens mit 17 Mitarbeitenden. «Ich bin

keine One-Man-Show», erklärt Koller, «ich habe

ein sehr gutes Team und eine Frau, die mich unterstützt.»

Aber am Ende des Tages sei ihm immer klar

gewesen, dass er den Betrieb allein führen wolle.

«Es ist in einem Unternehmen wichtig, dass

jemand das Sagen hat, sonst kommt man nicht

weiter», sagt auch Hubert Waeber, CEO der AHG

Group mit elf Garagen und 160 Mitarbeitenden im

Raum Fribourg. Trotzdem: «Alleine kann man nichts

ausrichten. Man muss sich mit guten Kaderleuten

umgeben und diese mit Handlungsspielraum ausstatten.

Sie dürfen auch Fehler machen.» Waeber

hat verschiedene Kadermitarbeitende an seiner

Unternehmung beteiligt. «Dabei ging es jedoch um

Motivation, nicht um Mitbestimmung.»

Waeber, gelernter Automechaniker, hat mit

30 Jahren seine erste Garage übernommen und

seither eine Expansionsstrategie eingeschlagen.

Ob er angesichts der Verantwortung für 160 Mitarbeitende

keine schlaflosen Nächte habe,

wollte Moderator Patrick Rohr von ihm wissen.

«Nein, sonst würde ich etwas anderes tun. Klar,

die Herausforderung ist gross. Aber es gibt immer

wieder Chancen, wenn man die Augen und Ohren

offenhält.»

Eine Aussage, die von Edwin Koller bestätigt

wurde. Er sei «sehr zuversichtlich und von tiefstem

Herzen überzeugt» von der Zukunft der Autobranche.

«Wenn der, der die Kutschen repariert

hat, damit angefangen hätte, Autos zu warten,

dann würde es ihn heute noch geben.» Die Elektromobilität

beunruhige ihn nicht. «Sie wird in Zukunft

eine Rolle spielen. Aber es wird weitere Technologien

geben.»

Hubert Waeber meinte abschliessend, man

müsse als Garagist von den Bauern lernen, und

spielte auf die nicht ganz ernst gemeinten und

schon gar nicht repräsentativen Umfragen an,

die das Moderatorenduo Mélanie Freymond

und Patrick Rohr zu Beginn der Tagung unter den

Teilnehmende machten. Die Mehrheit äusserte

sich zufrieden über das Geschäftsjahr 2018 und zuversichtlich

zum Jahr 2019. «Die Bauern jammern

und bekommen immer mehr Unterstützung, weil

sie am richtigen Ort jammern. Wir hingegen erwirtschaften

im Durchschnitt einen Cashflow von

knapp 2 Prozent und sagen: ‹Super, es war gut,

super, es wird gut›.»

Hubert Waeber, Edwin

Koller und Moderator

Patrick Rohr (v. l.) im

Gespräch.

AUTOINSIDE | Februar 201911


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Professor Stefan Bratzel

Von Gänsen und

Goldschürfern

Stefan Bratzel gab in seinem Referat am «Tag der Schweizer Garagisten» 2019 spannende Einblicke in die Zukunft der

Autobranche. Er sprach von einem Kampf der Universen. Sascha Rhyner

Es war der spektakuläre Auftakt zur Tagung. Wegen ihm

waren zahlreiche der über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

nach Bern gereist und die Reise lohnte sich: Stefan Bratzel,

Direktor des renommierten Center of Automotive Management in

Bergisch Gladbach, präsentierte das heutige und das zukünftige Universum

der Autobranche als «Kampf der Welten»: Die Autohersteller

dominieren das aktuelle Mobilitätsuniversum noch! Denn andere

Player drängen ebenfalls auf den Markt und beschleunigen die Entwicklung

in Richtung Elektromobilität.

Dramatische Veränderungen

Bratzel begann sein unterhaltsames, kurzweiliges Referat mit

dem Vergleich zwischen der Hausgans und dem Garagisten.

«Am ersten Tag sieht die Gans den Bauern, der etwas über den Zaun

wirft. Es ist Futter. Dies wiederholt sich am zweiten und am dritten

Tag. Die Gans speichert das als positive Erfahrung», erzählte er. Diese

ginge so weiter, bis dann plötzlich kurz vor Weihnachten etwas

ganz anderes geschehe. «Es ist die letzte Erfahrung der Hausgans.»

Auch der Mensch lebe gerne nach den Erfahrungen. «In der Autobranche

haben wir sieben gute Jahre hinter uns; die Gans ist fett»,

mahnte er. «Fahrzeugbesitz, Freude am manuellen Fahren und der

Verbrennungsmotor waren der Rahmen für die bisherigen Spielregeln.»

Breche eine dieser Säulen weg, werde dies dramatische

Folgen haben. Dies sei einst den Herstellern von Dampflokomotiven

zum Verhängnis geworden, weil sie den Wechsel zum Dieselantrieb

verpasst hätten: «Keiner hat überlebt!»

12

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Das Universum der Autohersteller verändert sich; neue Universen

drängten ins Bild. «Es steht nicht mehr der Fahrzeugbesitz

im Vordergrund, sondern die Nutzung», so Bratzel. Dies biete Platz

für neue Player wie Uber. «Dieses Universum

greift an!» Gleichzeitig tauche mit

Google, Apple und Co. das «Mobility

Universum» am Horizont auf. Bratzel

prognostiziert als Konsequenz ein Mobilitätsuniversum.

Der Dieselskandal werde in

Zukunft symbolisch für die Zeitenwende

stehen. Die Dynamik hin zum Elektroantrieb

werde stärker, weil diese Alternativen

am Horizont sind. «In China wurden im vergangenen Jahr

1,2 Millionen Elektroautos verkauft davon waren 85 Prozent reine

Elektroautos», berichtete Bratzel. Auch wenn die Zahlen eindrücklich

tönen, ist sich der Autopapst bewusst: «Weltweit ist das im

homöopathischen Bereich.»

Problemfelder der Elektromobilität

Gleichwohl kämpfe die Elektromobilität mit Herausforderungen.

Laut Bratzel sind die drei Problemfelder, mit der die

Elektromobilität noch zu kämpfen hat, Reichweite, Infrastruktur

und Preis kurz «RIP». «Wenn diese nicht gelöst werden, dann ruht

die Elektromobilität in Frieden», sagte er weiter. Er ist jedoch überzeugt,

dass die Infrastruktur in naher Zukunft dichter werde, damit

die Reichweite tiefer sein könne und damit der Preis für die Elektrofahrzeuge

sinke. Sobald die Kilowattstunde 100 Euro oder weniger

koste, werde es interessant. «Das wird Mitte der 2020er-Jahre der

Fall sein», glaubt Bratzel.

Chancen des Dieselmotors

Massgeblicher Treiber in der Elektromobilität sind neben

Tesla und dem chinesischen Markt, der sich vom Öl unabhängig

machen möchte, die EU-Regelungen. Vor allem die deutschen

Hersteller stünden in Sachen Innovationsstärke nur im Mittelfeld

«Wir rechnen damit, dass im

Jahr 2030 rund 40 Prozent

der Neuzulassungen Elektrofahrzeuge

sind.»

hinter beispielsweise Hyundai oder Renault. Für Tesla werde das

Model 3 nun zum Lackmustest», ob der amerikanische Hersteller

tatsächlich den Durchbruch schaffe. Den Elektrohype relativierte

Bratzel jedoch: «Wir rechnen damit, dass

im Jahr 2030 rund 40 Prozent der Neuzulassungen

Elektrofahrzeuge sind», erklärte

er. «Das heisst aber auch, dass 60 Prozent

der Neuzulassungen Verbrennungsmotoren

sind! Er wird in kurzer Frist nicht sterben.»

Der Dieselmotor werde jedoch nur noch in

höheren Segmenten angeboten. Überhaupt

müsse der CO 2

-Footprint genau analysiert

werden: «Es kann nicht sein, dass wir zwar lokal emissionsfrei

fahren, aber im Kongo Kobalt umweltschädlich abgebaut wird.»

Neue Geschäftsfelder

Die Elektromobilität werde jedoch zwangsläufig dazu führen,

dass sich Garagisten neue Geschäftsfelder suchen müssten. «Der

Servicebedarf wird geringer sein.» Auch rechnet Stefan Bratzel

damit, dass der Anteil von Personenwagen im Privatbesitz als Geschäftsmodell

Veränderungen erfahren werde. Vor allem im Umgang

mit Daten sieht er indes neue Geschäftsfelder aufkommen. «Über

Kamerasysteme wird man erkennen, wie es dem Fahrer geht. Geht

es ihm schlecht, kann das Auto etwas dagegen unternehmen», blickt

er in die Zukunft, die gar nicht mehr so fern ist. «Es wird Profile

geben; daraus kann man ein Geschäftsfeld machen.»

Daten sind das neue Gold

Die Daten, so ist Stefan Bratzel überzeugt, sind das neue Gold.

«Man kann als mittelgrosse Garage nicht mit den Autoherstellern

mithalten», sagte er. Dennoch werden sich für die Garagisten

spannende Möglichkeiten und Chancen eröffnen. «Sie wissen vor

dem Fahrer, wenn ein Fahrzeug ein Problem hat», so Bratzel.

Fortsetzung Seite 14

Stefan Bratzel: «Die Hausgans freut sich auf das Futter, das der Bauer über den Zaun wirft, bis sie kurz vor Weihnachten eine andere Erfahrung machen muss.»

AUTOINSIDE | Februar 201913


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Und Sie können kundengerechte Angebote

im Entertainment-Bereich zusammenstellen.»

Jeder könne sich ein Stück vom

Kuchen abschneiden. «Es wird nicht ein «Entweder

oder» geben, sondern ein «Sowohl

als auch», machte er den Garagisten Mut.

Schliesslich müssten auch Flotten gewartet

und betrieben werden.

Elektromobilität: Wie das Zubereiten

von Popcorn

Bratzel zog einen spannenden Vergleich:

«Es ist wie beim grossen Goldrausch

in den USA: Die Hersteller von Schaufeln

verdienten mit dem Goldrausch viel Geld.

Deshalb möchte ich Sie inspirieren, dass Sie

nach Möglichkeiten suchen, was die heutigen

Schaufeln sein könnten.» Man dürfe aber

nicht wie die Hausgans jeden Tag auf das

Futter warten, bis plötzlich Weihnachten

sei. Man müsse sich vorbereiten: «Es wird

sich mit der Elektromobilität verhalten

wie mit der Zubereitung von Popcorn: Es

passierte lange nichts und dann geht es sehr

schnell.» Oder mit den Worten von

Evolutionsforscher Charles Darwin

gesagt: «Es sind nicht die stärksten

der Spezies, die überleben, nicht die

intelligentesten, sondern die, die

am schnellsten auf Veränderungen

reagieren können.» <

Weitere Infos unter:

auto-institut.de

In der Goldrauschzeit verdienten die Schaufelproduzenten viel Geld.

«Es ist wie beim grossen

Goldrausch in den USA: Die

Hersteller von Schaufeln verdienten

mit dem Goldrausch

viel Geld. Deshalb möchte ich

Sie inspirieren, dass Sie nach

Möglichkeiten suchen, was

die heutigen Schaufeln sein

könnten.»

14

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli

«Die Reaktionen

sind sehr positiv»

In seiner Eröffnungsrede am «Tag der Schweizer Garagisten» wies Urs Wernli

darauf hin, dass der Garagist die wichtigste Bezugsperson zum Schweizer Automobilisten

ist. Der AGVS-Zentralpräsident sieht mehr Chancen als Gefahren in

der zunehmenden Digitalisierung. Sandro Compagno

AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli.

Herr Wernli, Sie haben in Ihrer Rede das

Wort Disruption relativiert. Was gibt Ihnen

diese Zuversicht?

Urs Wernli: Das, was ich an diesem Tag

in Bern wieder erleben durfte: Dass mehr

als 800 Teilnehmer den Weg in den Kursaal

fanden, zeigt den Zusammenhalt unserer

Branche. Die Referate und die Diskussionen

auf der Bühne wie auch in den Pausen und

am «Dîner des garagistes» haben einmal

mehr unterstrichen, dass viele unserer Mitglieder

den Wandel als Chance wahrnehmen

und gewillt sind, diese Chance zu nutzen.

Wie fällt Ihr Fazit zum Inhalt der

Tagung aus?

Ich bin sehr zufrieden. Die Referate waren

allesamt top. Auch der Mix in Verbindung mit

den Diskussionen hat gestimmt: Wir haben

Expertenstimmen aus der Industrie gehört,

dazu kamen wertvolle Einblicke aus anderen

Branchen, und im Wahljahr konnten wir auch

politisch einen Akzent setzen. Es ist sehr erfreulich,

dass wir die Spitzen der bürgerlichen

Parteien, den Präsidenten des Schweizerischen

Gewerbeverbandes und eine sehr prominente

Nationalrätin und Unternehmerin begrüssen

durften. Das zeigt, dass wir bei unserem

Engagement für gewerbefreundliche Rahmenbedingungen

und eine vernünftige Verkehrspolitik

auf Unterstützung zählen dürfen.

Wie waren die Reaktionen der Teilnehmer?

Sehr positiv. Die Teilnehmer zeigten sich

sehr erfreut über das reichhaltige und abwechslungsreiche

Programm und das,

was ihnen geboten wurde. Auch die Berichterstattung

in den AGVS-Medien war sehr gut

gemacht und findet da bin ich überzeugt

immer mehr Beachtung.

Wo sehen Sie Raum für Veränderungen?

Wir haben mit der Tagung ein Niveau erreicht,

das wenig Luft nach oben zulässt.

Trotzdem wollen wir noch besser werden

und sind bestrebt, neue Ideen einzubringen;

eine Routine darf nie aufkommen. Auch gibt

es noch Möglichkeiten, das Catering zu verbessern.

Ich bin zuversichtlich, dass wir auch

2020 das bieten werden, was zum Erfolg der

Garagisten beiträgt. <

Information schafft Identifikation

Mit über 800 Teilnehmenden war der «Tag

der Schweizer Garagisten» seit Wochen ausverkauft.

Das grosse Interesse an der Tagung

unterstrich nicht nur deren Bedeutung als

Informationsplattform und für den Austausch

unter Kollegen, sondern auch den Zusammenhalt

in der Schweizer Autobranche. Unterstützt wurde

dieser «Kitt» mit relevantem Content rund um den

Anlass im Kursaal Bern. Für jene Interessierten,

die keine Eintrittskarte für die grösste und bedeutendste

Fachtagung des Schweizer Autogewerbes

hatten, stand der AGVS-Newsdesk

während 15 Stunden im Einsatz. Redaktoren

und Gestalter verarbeiteten die Tagungsinhalte

über interne und externe Print-, Online-, Social

Media- und Video-Kanäle. Denn Information

schafft Identifikation. Dazu wirkten Mitarbeitende

der Viva AG für Kommunikation, dem langjährigen

Kommunikationspartner des AGVS, massgeblich

an der Themenfindung, Organisation und dem

reibungslosen Ablauf der Veranstaltung mit.

Die zuverlässige und massgeschneiderte Zusammenarbeit

zwischen AGVS und Viva gehört

zu den Erfolgsfaktoren am «Tag der Schweizer

Garagisten».

AUTOINSIDE | Februar 201915


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Wir möchten den Garagisten hier

zeigen, dass wir den Grenzwert von 95

Gramm CO 2

/km von heute auf morgen

erreichen können mit Biogas. Biogas

ist die einzig wahre, nachhaltige

und bezahlbare Antwort auf die CO 2

-

Frage. Und sie ist interessant für den

Schweizer Garagisten.»

Pascal Lenzin (links), nationaler Mobilitätskoordinator

CNG, und André Räss,

CNG-Mobilitätskoordinator Gaznat SA.

«Wir stehen in der CO 2

-Frage vor einer

grossen Herausforderung. Unsere Branche

ist gefordert, gemeinsam mit der Politik

nach Lösungen zu suchen. Wenn ich

sehe, dass die Parteispitzen von SVP,

FDP und CVP sowie der Präsident des

Schweizerischen Gewerbeverbandes

heute alle im Kursaal sind, dann ist

das eine ideale Gelegenheit, um gangbare

Wege und vernünftige Lösungen zu finden.»

Andreas Burgener, Direktor von Auto-Schweiz

«Am Tag der Schweizer Garagisten

werden Themen aufgegriffen, die

unser Gewerbe ganz direkt betreffen.

Für mich geht es hier auch darum,

Beziehungen zu pflegen und mich

von den spannenden Vorträgen inspirieren

zu lassen.»

Joel Souchon, COO der Swiss

Automotive Group

«Der Tag der Schweizer Garagisten

ist eine ideale Plattform, um unsere

Kunden die Garagisten zu treffen.

Er ist eine wichtige Veranstaltung für

die gesamte Branche»

André Hefti, Direktor Geneva International

Motor Show

«Es war ein sehr interessanter Tag.

Ich habe sehr interessante Leute

kennengelernt, interessante Referate

gehört und interessante Zukunftsperspektiven

für unsere Branche

aufgezeigt erhalten. Der Tag der

Schweizer Garagisten hat es erneut

geschafft, viele Inputs für unsere

Zukunft zu vermitteln.»

Reto Wandfluh, CEO Yokohama

«Oft steckt man als Unternehmerin

viel zu stark im Tagesgeschäft.

Der Tag der Schweizer Garagisten

schafft es, mit spannenden Referaten

zum Denken anzuregen und gibt

Inspiration, die ich auch in den

unternehmerischen Alltag mitnehmen

kann. Der Auftritt von

Magdalena Martullo-Blocher hat mir

ausgesprochen gut gefallen eine

erfolgreiche Unternehmerin, die

aber trotzdem sehr bodenständig und

direkt geblieben ist.»

Bettina Schmid, CEO Garage B. Schmid AG

«Der Tag der Schweizer Garagisten

hat den Wandel bestätigt, in dem sich

die Branche befindet. Dieser Wandel

bringt ein gewisses Risiko mit sich,

aber auch viele Opportunitäten.

Wenn wir uns mit diesen Chancen

auseinandersetzen, dann hat die

Branche eine gute Zukunft. Und nicht

zuletzt ist die Tagung eine wichtige

Plattform, wo sich die Branche trifft

und austauscht.»

Giorgio Feitknecht, CEO ESA

«Ich bin sehr beeindruckt von diesem

Anlass, der auf sehr differenzierte Art und

Weise die Perspektiven der Mobilität

aufzeigt. Das Bewusstsein ist vorhanden,

dass etwas geschehen muss. Dass Themen

wie alternative Antriebstechnologien oder

die Digitalisierung den Garagisten unter

den Nägeln brennen, zeigt allein schon

die Zahl von 850 Teilnehmern. Ich würde

mich freuen, wenn auch die CNG-

Mobilität in Zukunft einen grösseren

Stellenwert in der Branche geniesst.»

Daniela Decurtins, Direktorin Verband der

Schweizerischen Gasindustrie

Patrick Eugster, Dextra

Versicherungen AG.

Bruno Fankhauser, Post

Company Cars AG.

Beat Altermatt, Stefan Schüppach, Christophe Clerc

und Pascal Blösch (v. l.) von der Schweizerischen Mobiliar

Versicherungsgesellschaft AG.

Jeannine Blunier, Werner

Blunier AG.

Nathalie

und Michael

Flückiger

Josef (links) und Stefan

Albisser, Kreuz-Garage

Willisau AG.

Peter Banz, KW Automotive

(Schweiz AG).

Ernst Anderwert (links, Vereinigung

der Strassenverkehrsämter asa) und

Werner Jeger (Vizedirektor Astra).

Nicole und Andreas Baschnagel, E.

Baschnagel AG.

Ronald Betschart, Marc

Weber, Daniel Bättig,

Hans Mäschli und Diego

16

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Die Referate sind auch dieses

Jahr wieder sehr informativ. Und

daneben bietet der Tag der Schweizer

Garagisten eine hervorragende Gelegenheit,

das Netzwerk zu pflegen.»

Thomas Küderli, Inhaber Gassner AG

«Der Tag der Schweizer Garagisten

ist der wichtigste Branchenevent

des Jahres. Er manifestiert den Zusammenhalt

in der Branche und gibt

Inputs für das tägliche Geschäft. Wir

kehren jedes Jahr mit Motivation und

Inspiration nach Hause zurück.»

Edwin und Daniela Koller, Freihof Garage

AG in Näfels

«Die Tagung ist wichtig für den

Zusammenhalt unter den Garagisten,

der so auch in die Öffentlichkeit

hinausgetragen wird. Die Referate der

ausserordentlich guten Referenten sind

für uns auch eine wichtige Weiterbildungsmöglichkeit

und schärfen

unseren Blick für die Zukunft.»

Peter Baschnagel, E. Baschnagel AG

«Die Tagung ist schlicht und einfach

die beste Plattform für das Garagengewerbe.»

Rudolf Leibundgut, CEO ESA

«Ich bin immer wieder erstaunt, was

der Garagistenverband jedes Jahr auf

die Beine stellt. Nicht einverstanden

bin ich mit der Aussage von Amag-Chef

Morten Hannesbo, dass in Zukunft nur

überlebt, wer 100 Millionen Umsatz

macht… Die Tagung sensibilisiert für

den Wandel und die Branche hat das

angenommen. Das Wichtigste am Tag

der Schweizer Garagisten ist neben

den Inputs aus den Referaten, dass man

sich trifft und austauscht.»

Felix Wyss, Zentralpräsident VSCI

«Der Tag der Schweizer Garagisten war

wie schon letztes Jahr ausverkauft.

Man hat es erneut geschafft, die Mitglieder

dieser Branche zusammenzubringen.

Das ist ein wichtiges Signal.

Gewisse Aspekte des Wandels hat

man schon gelebt und kann auf eigene

Erfahrungen zurückgreifen. Was mir besonders

gefallen hat, ist der Zusammenhalt

unter den bürgerlichen Parteien,

der in der Diskussion am Nachmittag

sehr gut zum Ausdruck kam.»

Jean-Daniel Götschi, Organisator Transport-CH

«Das Niveau der Tagung ist hoch,

das verdient Anerkennung. Was

mich besonders beeindruckt hat, ist

der Zusammenhalt der Branche, den

sie hier zelebriert. Das finden Sie

bei uns in Deutschland nicht.»

Prof. Dr. Falk Hecker

«Die Tagung ist für uns wichtig,

weil sie mit Abstand die grösste der

Schweiz ist, die wichtigsten Vertreter

hier sind und die Qualität des

Programms und der Referenten sehr

hoch ist. Die Tagung ist mit Abstand

die Nummer 1.»

Sandro Francescutto, Leiter

Garagenkonzepte Schweiz bei Robert

Bosch AG

von der

Automobile

Flückiger AG.

Pasquale Ciccone, Garage

Carr. Ciccone Sagl.

Daniel Hablützel (v. l., Carauktion AG), Wolfgang Schinagl

(Auto-i-dat) und Remo Capeder (Carauktion AG).

Jeanne und Benamin Hepp,

Klettgau-Garage GmbH.

Roger Hunziger (links) und

Christoph Kissling von Rhiag

Group Ltd.

De Pedrini (v. l.) von der

AGVS Sektion Zürich

Adrian Enggist (links, Garage

P. Rastorfer) und Beat Künzi

(Bildungszentrum Autogewerbe).

André Frey (v. l., Figas), David Regli (Figas),

Marco Frozza (AutoTempel AG) und Jvan

Hutter (Figas).

Emil Galliker (v. l., Garage Galliker AG), Giuseppe

Ciappa, Enzo Santarsiero (beide André Koch AG)

und Gabriel Galliker (Garage Galliker AG).

AUTOINSIDE | Februar 201917


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Reto Gräub (links) und Urs Caprani

von der Gräub Auto Center AG.

Olivier Rihs, künftiger

Direktor des Auto-Salon.

Daniel Riselli (links, SsangYong) und René

Schoch (AGVS-Kundenberater).

Luc Romann, Würth

AG.

Hansruedi Ruchti (v.

l., AGVS), Reto Braun

(Volvo Car Bern AG)

Andrej Rüegg (v. l.), Karin von Rotz und

Hanspeter von Rotz von der Auto Welt

von Rotz.

Martin Schanz, Isabelle von Känel

und Daniel Germann vom Autohaus

von Känel AG.

David Schweizer, P.

Schweizer AG.

Bettina Schmid (Garage

Schmid) und Adrian Hess

(Transit-Garage Müller AG).

David Schönenberger (links)

und Roger Neuweiler von der

AF Cars AG.

Jean-Claude Innocenti (v. l., Geiser

Nutzfahrzeuge AG), Roger Huber

(Calag Carrosserie Langenthal AG) und

Marcel Jörg (Geiser Nutzfahrzeuge AG).

Dominique Kolly (links,

Garage G. Kolly SA) und Jean-

Daniel Goetschi (Organisator

Transport-CH).

Matthias Krummen, ESA.

Richard Heini (v. l., Präsident AGVS-Sektion TG), Urs Bucheli

(Präsident RoadRanger), Josy Wyss (Zentrex AG), Urs

Weibel (Zurich Versicherung) und René Früh.

Daniela und Michael Käser

von der Garage Käser AG.

Thomas Küderli (v. l.) Gassner AG), Aurel

Toth (AWS Architekten AG) und Jean-

Claude Bopp (Bopp Solutions AG).

Carlos Lameiras, Samuel Lacilla, Jean-François

Lacilla und Corinne Lacilla von der Garage de

l’Autoroute J-F Lacilla SA.

Marc Langenbrinck (links,

CEO Mercedes-Benz Schweiz)

und Alexander Hasler (Walter

Hasler AG).

18

Februar 2019 | AUTOINSIDE


und Markus Niffeler

(Centralgarage

Sursee AG).

Monika und Peter

Schweizer von der

P. Schweizer AG.

Hanspeter von Atzigen und Niklaus Röthlin von

Auto von Atzigen.

Jetzt Training buchen!

Alle Schulungen 2019 sind unter

wwww.autotechnik.ch/training

ersichtlich

Dominic Schütz (links, Allianz

Suisse) und Marc Kessler

(Quality1 AG).

Annik Simonin,

Pensionskasse Mobil.

Felix Marti (v. l.), Samuel Bitterli und Reto

Heimberg von der Auto Marti AG.

Kundenbindung dank

Servicequalität

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14.02.2019 in Buttisholz

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Abendschulung Gates

François Launaz (links, Auto-

Schweiz) und Silvio Bizzini

(Amag).

Toni Mancino (links, Stierli

Automobile AG) und Martin Sollberger

(AGVS-Sektion Aargau).

Mirko Nyffeler (links) und Oliver Kalt

von der Erne&Kalt AG.

Kursdaten:

21.05.2019 in Chur

22.05.2019 in Urdorf

Jeweils von 18.15 21.00 Uhr

Online-Anmeldung

wwww.autotechnik.ch/training

Sascha Wicki (links, Manpower

Schweiz) und Marcel Hollenstein

(Garage Hollenstein).

Felix Wyss (links, Zentralpräsident

VSCI) und Loris

Cataldo (ACW AG).

Kurt Wyssbord (links,

Technomag AG) und Sébastien

Moix (SAG Services AG).

Hostettler Autotechnik AG

Telefon 041 926 62 35

E-Mail info@autotechnik.ch

AUTOINSIDE | Februar 2019


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Professor Falk Hecker

«Die Zukunft des Aftersales

Aftersales und die Digitalisierung gehen eng zusammen. Professor Falk Hecker zeigte am «Tag der Garagisten», weshalb

das so ist und erklärte, wieso der freie Datenzugang für den Servicemarkt zwingend ist. André Bissegger

«Die Zukunft des Aftersales ist online», sagte Falk Hecker, Mitbegründer

der Autoplus AG in Wolfsburg, an seinem Referat

über Aftersales-Service im Zeitalter der digitalen Transformation.

Autoplus ist eine Kette von unabhängigen Werkstätten in ganz

Deutschland. Sie hat laut Hecker eine 360-Grad-Zielsetzung, will

den Autofahrer also rundum versorgen. Dazu zählen unter anderem

Autoservice, Inspektion, Öl-, Reifen-, Zahnriemenwechsel, Glas- und

Unfallreparaturen sowie der Handel. Allerdings war auch Autoplus

mit rückläufigen Frequenzen in ihrem Stammgeschäft konfrontiert.

Die Gründe dafür sind bekannt: Abnehmende Kundenfrequenz und

stagnierendes Teilevolumen, der digitale Zugang zu Kunden- und

Serviceprozessen, was zu totaler Preistransparenz und Wettbewerb

im Internet führt, sowie Bindungsversuche der Automobilhersteller

sind nur ein paar davon.

«2017 haben wir entschieden, den Schalter umzulegen, und

haben in die digitale Zukunft investiert.» Das Ziel ist klar: «Wir

wollen ein digitaler Vorreiter sein.» Heute ermöglicht eine Online-

Werkstattplattform den kompletten Service von der Buchung bis

zur Bezahlung. Das Unternehmen will diese Dienstleistung in den

kommenden Jahren auch für Dritte öffnen. So würde die Plattform

quasi zum booking.com der Garagisten.

Preise dürfen variieren

Die Digitalisierung der Werkstatt führt von der Online-

Werbung und Kontaktaufnahme über die Terminbuchung, Auftragskonfiguration

und Bezahlung bis zum Feedback. «Die ganzen

Prozesse abzubilden, ist nicht so einfach.» Zwar schalte Autoplus

auch heute noch Offline-Werbung, «aber mit dem klaren Ziel,

die Kunden auf unsere Onlineplattform zu führen». Dies geschieht

auch über finanzielle Anreize, denn online profitieren die Kunden

von besseren Konditionen. Eine der Grundvoraussetzungen: ein

digitalisiertes Sortiment. «Das ist ein grosser Aufwand», gibt Hecker

zu bedenken

Ein Aufwand, der sich auch finanziell lohnt: «Die auslastungsgesteuerte

Buchung steigert die Rentabilität um 25 bis 30 Prozent»,

sagte Falk Hecker beispielsweise. Dabei können die Kunden ihren

Wunschtermin wählen. Je nach Saison und Auslastung können

die Preise variieren. «Das wird von den Kunden akzeptiert», sagte

20

Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

In Zukunft wird das vernetzte Fahrzeug den Service selbstständig

buchen. Bis es so weit ist, führt der Weg des Kunden über sein

Smartphone oder über seinen digitalen Assistenten wie Alexa zur

Werkstatt. «Das ist keine Zukunftsmusik. Das passiert heute schon,

denn die Kunden fordern digitale Kanäle», so Hecker.

Offen sein und Leidenschaft zeigen

Laut Hecker steht die Gesellschaft mit der Digitalisierung vor

einer schöpferischen Zerstörung «wie damals von der Glühbirne

zur LED-Lampe». Allerdings sehe er noch für Jahre eine stabile Ko-

Existenz, beruhigte er die Tagungs-Teilnehmer.

Hecker riet den Garagisten für ein ertragsreiches Servicegeschäft

in der Zukunft Folgendes: «Seien Sie offen und beschäftigen Sie sich

aktiv mit den technologischen Innovationen.» Ebenfalls sollen sie

die neuen digitalen Instrumente in ihren Werkstattablauf einbinden

und die Digitalisierung nutzen, um die Beziehungen zu den Kunden

zu intensivieren. «Wer in der digitalen Zukunft seine Kunden erhalten

will, braucht eine Beziehung, die von Vertrauen und Partnerschaft

geprägt ist», sagte er.

Gleichzeitig machte Hecker den Garagisten, die vielleicht noch

nicht ganz in der digitalen Welt angekommen sind, Mut: «Erfolgreich

ist nicht immer der, der die Idee zuerst hat, sondern derjenige,

der sie mit Leidenschaft umsetzt.» <

Weitere Infos unter:

autoplus.de

Die Bedeutung des Aftersales

Die Garagisten bringen ihr Wissen auf Vordermann, um den heutigen

Anforderungen der Kunden und den Herausforderungen im Aftersales-Geschäft

gerecht zu werden.

ist online»

Hecker. «Man darf es aber nicht übertreiben.» Auch betonte er, dass

beim Online-Buchen jederzeit eine persönliche Ansprechperson

verfügbar sein müsse zum Beispiel via Videochat. Der Erfolg gibt

Autoplus Recht: Heute setzt das Unternehmen bereits jeden achten

Euro online um.

Kampf um Datenhoheit

Für Falk Hecker ist «der Datenzugang zum Fahrzeug der Schlüssel

zum Aftersales-Service». Allerdings gebe es kein Eigentumsrecht

an Daten im juristischen Sinne, sondern nur ein Verfügungsrecht.

Heute tobt ein Kampf um diese Daten, denn die Fahrzeughersteller

versuchen, die Datenhoheit zu erhalten Stichwort «NEVADA-

Projekt» (Neutral Extended Vehicle for Advanced Data Access).

In diesem Konzept erfolgt der Fernzugriff auf das Fahrzeug weiterhin

ausschliesslich durch den jeweiligen Hersteller. Anschliessend

können Partner die Daten von den Servern der Herstellern beziehen.

«Das kann nicht in unserem Interesse sein», betonte Hecker. «Es

darf nicht sein, dass wir mit den Daten leben müssen, die uns die

Hersteller gnädigerweise überlassen. Der Datenzugang zum Fahrzeug

entscheidet über die Hoheit im Marktumfeld.» Der freie Datenzugang

sei daher zwingend für den zukünftigen freien Servicemarkt.

Falk Hecker zeigte sich optimistisch.

srh. Welchen Einfluss haben die Erkenntnisse, die Stefan Bratzel und

Falk Hecker in ihren Referaten am «Tag der Schweizer Garagisten»

2019 geliefert haben, auf den Alltag der Garagisten? Die AGVS-

Garagisten Georges Bovet, Gabriel Galliker und Alexander Hasler

diskutierten genau diese Frage. «Die Vernetzung ist enorm wichtig

und beginnt bei uns schon beim Verkauf», erklärte Hasler, Geschäftsführer

der Walter Halser AG. «Dank den Daten meldet uns das

System frühzeitig, wenn das Auto in den Service muss, und unser

Kundendienst kann rechtzeitig Kontakt herstellen.» Wohl wisse der

Hersteller alles über die Garage und vieles über den Kunden, «aber er

stellt uns das Wissen zur Verfügung».

«Sind wir im Kampf der Welten oder sind wir die Gänse?», fragte

Gabriel Galliker von der Garage Galliker AG in Erinnerung an den

Vergleich von Stefan Bratzel. «Wir sind die Gänse und gehen jeden

Tag an den Futtertrog bis zum 1001. Tag.» Deshalb rät er seinen

Kollegen, sich einmal im Jahr zurückzuziehen und mit der nötigen

Distanz die strategische Ausrichtung zu überdenken. Und entsprechend

sollte man Neuerungen offen gegenüberstehen. «Wir

haben für Online-Buchungen einen Frühbucherrabatt und dies im

Newsletter kommuniziert», erzählte Galliker. Die Resonanz sei

sehr gut gewesen. «Und wir haben erst noch einen kleineren administrativen

Aufwand.»

Auch Georges Bovet, Garage-Carrosserie Gorges Bovet SA, setzt

auf digitales Marketing. «Wir können die Plattform von Ford nutzen,

aber der Kundenkontakt läuft noch über uns», so Bovet. Den Einsatz

von analogen Mitteln schliesse dies nicht aus: Die Garage

Bovet versendet noch Briefe an die Kunden für den Winter- oder

Frühlingscheck sowie für den Reifenwechsel. Auch Facebook nutzt

Bovet («Dank meinen Kindern») intensiv. Dies tut auch Galliker: «Wir

haben ein Maskottchen installiert, mit dem wir aktiv auf Facebook

sind.» Das ergebe hohe Klickraten. «Bis zu 70 000 Klicks für einzelne

Videos», verrät er.

Zentral ist für alle drei der Bereich Aftersales: «Er ist wichtig für den

Umsatz», betont Bovet. «Wir haben das Glück, dass die Schweizer

Kunden noch in der Nähe einkaufen und dann der Garage treu

bleiben», fügt er an. Auch für Hasler ist der Aftersales-Bereich

wichtig für die Rentabilität.

AUTOINSIDE | Februar 201921


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Das Wahljahr ist lanciert

«Nicht das Eine gegen das

Andere ausspielen»

Zum Auftakt des grossen Wahljahrs 2019 gab es am «Tag der Schweizer Garagisten» 2019 eine Elefantenrunde mit den

Parteipräsidenten der drei bürgerlichen Bundesratsparteien sowie Jean-François Rime, Präsident des Schweizerischen

Gewerbeverbands. Thema war vor allem die Verkehrspolitik. Sascha Rhyner

Drei Aspekte standen in der 40 Minuten dauernden Diskussion am

«Tag der Schweizer Garagisten» 2019 im Fokus: der Ausbau der Autobahn

auf sechs Spuren, das CO 2

-Gesetz und die Departementsverteilung

im Bundesrat. Auch wenn die politische Linke auf der Bühne fehlte,

mangelte es nicht an gegenseitigen Steilpässen auch wenn zum Ende

der Diskussion an die bürgerliche Solidarität appelliert wurde. Petra

Gössi (FDP), Albert Rösti (SVP) und Gerhard Pfister (CVP) sowie Jean-

François Rime (ebenfalls SVP) zeigten sich erfreut, dass es Signale gibt,

die Autobahnen zumindest auf den wichtigsten Abschnitten auf sechs

Spuren auszubauen. «Wir müssen uns aber bewusst sein, dass sich

dadurch die Nadelöhre verschieben werden», sagte Petra Gössi. «Die

Kantone werden gefordert sein.» Pfister mahnte, dass Wirtschaft und

Bevölkerung weiter wachsen werden. «Das braucht Infrastruktur!»

Einsprache und Rekurse befürchtet

Für Albert Rösti ist klar, dass die Mobilität Platz braucht. «Drei

Viertel des Verkehrs finden auf der Strasse statt», rechnete er vor. «Bis

2040 wird sich dies auf minimal 70 Prozent senken.» Es würde deshalb

nichts bringen, in den Agglomerationen Engpässe zu schaffen.

Rime zeigte sich indes zurückhaltend betreffend des Ausbaus auf

sechs Spuren. Rime: «Es wird Einsprachen und Rekurse geben.» Es

brauche andere Innovationsansätze, die auch kurzfristig realisierbar

seien. Dies führte direkt zu einer Diskussion über die Verteilung der

Departemente nach den Bundesratswahlen. Denn nun, nach CVP-Frau

Doris Leuthard, steht mit Simonetta Sommaruga wieder eine SP-Vertreterin

dem UVEK vor. «Es darf nun nicht wieder nur auf die Schiene

gesetzt werden», forderte Gössi. «Es soll ein Miteinander sein.» Was

heute nicht umgesetzt werde, würde in Zukunft alles verzögern.

Thematisiert wurde auch der Start von CVP-Bundesrätin Viola

Amherd im VBS. «Das VBS ist führungsmässig eine Herausforderung»,

stellte Pfister fest und zielte auf die Tatsache ab, dass die neue Bundesrätin

das Militärdepartement nicht ganz freiwillig übernahm. Er

stimmte mit Gössi überein: «Individueller Verkehr oder öffentlicher

Verkehr man darf nicht das Eine gegen das Andere ausspielen.»

Rösti hingegen freute sich über die neue Verteilung der Departemente

und sprach ausführlich über die Bedeutung der Sicherheit.

Gerhard Pfister konnte sich den Scherz nicht nehmen lassen: «Man

spürt den Trennungsschmerz der SVP vom VBS.»

Investitionen in Innovationskraft

Ernster waren die Meinungen zum CO 2

-Gesetz. «Es gab einige

Knacknüsse», erzählte Jean-François Rime. «Es war ein komplexes

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Beeindruckende Elefantenrunde am «Tag der Schweizer Garagisten» 2019 (von links): Jean-François Rime (SVP-Nationalrat und Präsident des Schweizerischen

Gewerbeverbands), Albert Rösti (Präsident SVP Schweiz), Moderator Patrick Rohr, Petra Gössi (Präsidentin FDP Schweiz) und Gerhard Pfister (Präsident CVP Schweiz).

Geschäft und nun haben wir ein Wahljahr, da sind die Leute ohnehin

etwas nervöser ...» Er hoffe, dass das Geschäft mit guten Ergänzungen

aus dem Ständerat versehen werde. «Es gab einige extreme

Positionen.» Rime wies darauf hin, dass Mobilität auf der Strasse

und auf der Schiene stattfindet. «Die Linken gingen zu weit mit

ihren Forderungen; es wäre für das Gewerbe zu teuer geworden», erklärte

Petra Gössi. Sie warf der SP vor, sich gegen Wasserkraftwerke

und Windenergie gestellt und gleichzeitig die Förderung alternativer

Energie gefordert zu haben. Das sei nicht mehr aufgegangen. «In der

Schweizer Politik muss man auch Kompromisse machen und Schritt

für Schritt vorwärtsgehen.» Der CO 2

-Austoss mache nicht an der

Grenze Halt. «Wir müssen in die Innovationskraft investieren; das

bringt viel mehr», zeigte sich die FDP-Präsidentin überzeugt. Auch

aus CVP-Sicht ist das Geschäft hochkomplex. «Ich hoffe, dass wir

eine gute Lösung finden, der alle zustimmen können», so Pfister.

«Die Autoindustrie hat die Zeichen der Zeit erkannt; muss sie auch,

wenn sie weiter Autos verkaufen möchte», so der CVP-Präsident

weiter. Rösti schloss sich dieser Meinung an: «Den besten Beitrag, um

den CO 2

-Ausstoss nachhaltig zu senken, können wir leisten, indem

wir in die Forschung investieren.» Die Verteuerung der Energie in der

Schweiz wäre kontraproduktiv: «Das führt zu Tanktourismus und

zur Auslagerung der Produktion ins Ausland, wo die Vorschriften

weniger strikt sind.»

Stärken der bürgerlichen Position in Bern

Da 2019, wie eingangs erwähnt, ein Wahljahr ist, priesen die Parteipräsidenten

auch die Vorteile ihrer Parteien fürs Gewerbe an: «Es ist

wichtig, dass die Mitte gestärkt wird. Und wir sind in der Wirtschaftspolitik

führend», erklärte Gerhard Pfister. Man müsse nur den Kanton

Zug mit dem Kanton Bern vergleichen, schob er nach und erntete

die Lacher der über 800 Teilnehmenden am «Tag der Schweizer

Garagisten». Der Emmentaler Albert Rösti gab zurück, dass nicht alle

CVP-Politiker auf der gleichen Linie wie der Präsident seien. Und überhaupt

sei die SVP die ideale Vertreterin des Gewerbes: «Wir wollen

nicht noch mehr Regelungen und stehen für Freiheit und Sicherheit.»

Petra Gössi gab sich offener: «Wählen Sie, was Sie gut finden. Wir

setzen uns für Sie ein.» Ein Votum stand schliesslich sinnbildlich

für das Anliegen aller Podiumsteilnehmenden: «Stärken Sie die

bürgerlichen Parteien.» <

AUTOINSIDE | Februar 201923


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Maria Coli

«Wir zahlen einen hohen

Preis aber das ist es wert»

Kaum eine Branche wurde von der Digitalisierung so früh und so wirkungsvoll getroffen wie die Hotellerie. Maria Coli,

Hotelière im 5-Sterne-Haus «Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa», sprach am «Tag der Schweizer Garagisten» 2019 über die

Herausforderungen und Chancen von Online-Plattformen. Sandro Compagno

Als Hotelière weiss Maria Coli, wie

sie Gäste in ihren Bann ziehen kann. Also

stieg sie in ihr Referat mit einem Beispiel

aus der Autoindustrie ein: Mit der alten

Marke Borgward. Diese beschäftigte zu

ihren besten Zeiten Ende der 1950er-Jahre in

Bremen rund 20 000 Mitarbeiter und schuf

mit dem Borgward «Isabella» eine deutsche

Designikone. Doch die Marke verzettelte

sich mit zu vielen Modellen und Varianten

und ging in den 1960er-Jahren Konkurs. Den Firmengründer Carl

F. W. Borgward beschrieb Maria Coli als begnadeten Ingenieur, aber

auch beratungsresistenten Alleinherrscher.

«Die unzufriedensten Kunden sind unsere beste Lernquelle»,

zitierte Maria Coli den Software-Gründer Bill Gates und leitete damit

zu den Herausforderungen über, mit denen sich die Hotellerie

seit rund zehn Jahren befassen muss: Booking.com, Airbnb.com,

Expedia.com und Co. haben den Markt für Logiernächte komplett

transformiert.

40 Prozent aller Logiernächte in der Schweiz werden heute über

elektronische Kanäle (inklusive E-Mail) gebucht, 27 Prozent über die

oben genannten und weitere Buchungsplattformen. Für die Hoteliers

ist das teuer. «Booking und Co. verlangen zwischen fünf und 25

Prozent Kommission pro Buchung. Für den Gast macht das keinen

grossen Unterschied, er bezahlt für sein Zimmer mehr oder weniger

denselben Preis.» Immerhin wurden die Knebelverträge gelöst, die

den Hoteliers verboten hatten, die Preise der Online-Plattformen auf

ihrer eigenen Website zu unterbieten.

40 %

der Logiernächte werden in der Schweiz

online gebucht, 27 Prozent über Plattformen

wie Booking.com, Airbnbn.com und Expedia.com.

Buchungsplattformen haben das Geschäftsmodell

in der Hotellerie verändert, auch

die Bewertungsplattform Tripadvisor sei

mittlerweile von herausragender Bedeutung.

«Ich müsste lügen, wenn ich Ihnen sagen

würde, es sei nicht wichtig, das Hotel mit

den besten Online-Bewertungen in Arosa zu

«Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten»

Die Entwicklung durch die Online-Buchungsplattformen sei

nicht aufzuhalten, erklärte Maria Coli. «Die Kunden werden immer

digitaler. Sie buchen im Internet, statt ein Telefon in die Hand

zu nehmen oder gar einen Fax zu schicken.» Die Hotellerie sei zu

lange «auf dem hohen Ross» gesessen, meinte sie durchaus selbstkritisch.

«Jetzt dürfen wir uns nicht in die Opferrolle begeben,

sondern müssen im Gegenteil versuchen, so viel wie möglich richtig

zu machen: Wir müssen unsere Kunden überraschen und begeistern

am Ende liegt es am Hotel und an den Mitarbeitern, die Gäste

glücklich zu machen.»

Der Faktor Mensch bleibt also auch in Zeiten der Digitalisierung

der grosse Trumpf. Es gehe um den Spagat zwischen digitaler

Effizienz und emotionaler Bindung an die Gäste. Doch nicht nur die

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

sein», sagte die erst 30-jährige Hotelière, die sich selbst als Teil der

«Generation Y» bezeichnet.

Noch vor zehn Jahren seien Bewertungsplattformen ein neues

und ziemlich unbekanntes Phänomen gewesen. Coli: «Was neu

ist, wird zunächst gerne belächelt. Viele Hoteliers haben die Bewertungen

nicht mal gelesen!» Heute sei gerade Tripadvisor nicht

mehr wegzudenken, sagte Maria Coli und unterlegte dies mit eindrücklichen

Zahlen:

• 79 Prozent aller Reisenden lesen sechs bis zwölf Bewertungen,

bevor sie ein Hotel buchen.

• 88 Prozent aller Reisenden entscheiden sich gegen ein Hotel,

wenn es weniger als drei von fünf Sternen hat.

• 32 Prozent buchen nicht, wenn es weniger als vier Sterne hat.

Fluch oder Segen?

Ist diese Form der Digitalisierung ein Fluch oder ein Segen?

Gerade Tripadvisor gebe dem Konsumenten eine «Wahnsinnsmacht»,

sagte Maria Coli. Sie wolle dies aber nicht nur als Risiko

sehen, sondern auch als Chance. «Es gibt zwei Arten von Gästen,

die bewerten: Die einen loben, die anderen kritisieren. In beiden

Fällen müssen Sie die Bewertung beantworten. Tun Sie dies ruhig,

freundlich und einsichtig. Sie können die Meinung des Kunden nicht

ändern. Aber Sie können ihn ernst nehmen und ihm das Gefühl

geben, seine Bewertung habe Einfluss auf die zukünftige Geschäftsführung.»

Um einen anspruchsvollen Kunden zu überzeugen, brauche es

Herzlichkeit, Empathie und Authentizität. «Wir müssen authentisch

sein. Wir müssen gerne tun, was wir tun, und wir müssen uns treu

bleiben», rief Maria Coli den über 800 Tagungsteilnehmern zu und

unterstrich den Rat mit einem Beispiel: «In Arosa sind wir umgeben

von alpinen Spezialitäten. Also servieren wir Huhn aus der Bündner

Herrschaft und Kartoffeln aus dem Albulatal. Warum sollten wir

in den Bergen Hummer, Kaviar oder Meerfisch anbieten? Sie sollten

das mal probieren kommen…», so die junge, innovative und wortgewandte

Hotelière, die mit diesem kleinen Hinweis in eigener Sache

die Lacher auf ihrer Seite hatte. <

Weitere Infos unter:

arosakulm.ch

Probieren und studieren

Weil sich die Kunden online bewegen, müssen auch die Garagen ihre

Angebote und Dienstleistungen online präsentieren, ist Garagist David

Schweizer überzeugt.

srh. Walter Rageth war ein Garagist mit drei Betrieben. Zwei davon verkaufte

er und gründete ein Softwareunternehmen, spezialisiert auf Dealer

Management Systeme also Garagensoftware. «Ich bin ein Visionär und

musste mich für eine Seite entscheiden», erklärte er am «Tag der Schweizer

Garagisten» 2019 lachend. «Die Garage in Vaduz ist nun mein Übungsfeld.»

Er ist überzeugt, dass viele Prozesse in einer Werkstatt noch mehr automatisiert

werden und damit effizienter ablaufen können. Wenn der Kunde im

Haus ist, muss der Garagist Zeit haben, ihn zu bedienen, so Rageth. «Unser

Vorteil ist auch, dass die Kunden noch immer um die Ecke wohnen.»

Dennoch sollte man für die digitalen Entwicklungen empfänglich sein,

beispielsweise für ein Pendant zu Booking.com. «Wir sollten offen für alles

sein. Es wird keine Möglichkeit mehr geben, auszuweichen», ist David

Schweizer, Geschäftsführer der P. Schweizer AG, überzeugt. «Die Leute sind

heute online unterwegs, deshalb müssen wir auch dort sein.» Und seine

Garage ist online präsent: Website, Facebook, Instagram. «Storytelling

ist wichtig», sagt er. Kein anderes Medium generiere solch gute Rückmeldungen.

Deshalb rät er: «Ausprobieren und nutzen!»

Auch die Bewertungen auf Google beurteilt Schweizer positiv auch bei

kritischen Bewertungen. «Wir gingen auf diese Leute zu und aus dem Dialog

ergab sich danach eine positive Bewertung. Dies ist ebenfalls sichtbar und

gibt wiederum ein gutes Bild für den Betrieb.»

AUTOINSIDE | Februar 2019 25


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Klare Worte: Amag-CEO Morten Hannesbo sagt am «Tag der Schweizer Garagisten» 2019 eine Konsolidierung der Garagenbetriebe voraus.

Morten Hannesbo

«Sie müssen wachsen und

mehr Volumen machen»

Eine resolute Vorwärtsstrategie und konsequente Konsolidierung sagte Morten Hannesbo dem Autogewerbe voraus.

Und er sagte, welche Rolle die Lernenden in der Amag spielen. Sascha Rhyner

Markige Worte gab es von Morten Hannesbo. Der Amag-CEO

prognostizierte, dass ein Drittel der Marge bei Neuwagen verloren

gehen wird. «Im Aftersales wird es gar noch schlimmer; es wird

einen hohen Preisdruck geben», so der gebürtige Däne, der seit

elf Jahren an der Spitze der Amag steht. «In dieser Zeit gab es drei

Reorganisationen.» Man müsse sich stets hinterfragen, um nicht

plötzlich von einer Kette aus Deutschland überholt zu werden. «Deshalb

ziehen wir uns zehnmal im Jahr zurück und machen uns abseits

des Arbeitsalltags Gedanken zur Strategie», erklärte er.

«Werden mehr Elektroautos verkaufen, als wir wollen»

Hannesbo ist überzeugt, dass in Zukunft verschiedene Mobilitätsformen

nebeneinander existieren werden. Er skizzierte auch ein Bild

der Garage der Zukunft: «Es wird viel virtuell sein, aber alles bieten,

was der Kunde will.» Bezüglich Elektromobilität ist Hannesbo

überzeugt, dass schon «bald mehr Autos verkauft werden, als

wir wollen». Man müsse heute dafür sorgen, dass die Mannschaft

morgen dafür bereit sei.

Kunden sind bereit, für guten Service zu bezahlen

Den Garagisten riet Hannesbo, sich für die Automarken unentbehrlich

zu machen. Damit entgegnete er der These, dass sich

Garagisten nicht von einer Marke abhängig machen sollten (AUTO-

INSIDE 1/19, Seite 28). Er empfahl allen eine Vorwärtsstrategie:

«Viele von Ihnen werden keine Nachfolgeregelung finden. Man

wird konsolidieren müssen und mit Partnern wachsen. Sie müssen

wachsen und mehr Volumen machen.» Nur so könne man dem Preisdruck

entgegentreten. Der Kunde werde immer bereit sein, für einen

guten Service zu bezahlen. Als Beispiel zog er Kaffee und Nespresso

hinzu. «Ein Kilogramm Kapselkaffee kostet das Zwanzigfache von

herkömmlichem Bohnenkaffee», erklärte er. Dennoch sei das teure

Produkt wegen des Erlebnisses sehr erfolgreich. «Der Kunde hat

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Alle müssen mit digitalen Geräten

umgehen können»

Handlungskompetenzen statt Schulfächer: Die revidierte Bildungsverordnung im Autogewerbe ist seit August 2018 in

Kraft. Dadurch kam es zu einem Philosophiewechsel in der Berufsschule.

Charles-Albert Hediger (links) und Rolf Künzle diskutieren die Anforderungen in

der Ausbildung.

abi. Die revidierte Bildungsverordnung, die am 1. Januar 2018

in Kraft trat und seit Lehrbeginn im August wirksam ist, führte zu

einem Philosophiewechsel in der Berufsschule, wie Rolf Künzle,

Präsident der Schweizerischen Vereinigung der Berufsschullehrer

für Automobiltechnik (SVBA) am «Tag der Schweizer Garagisten»

sagte. Während sich der Unterricht früher an Fächern wie Elektrik,

Elektronik oder Motor und Kraftübertragung orientierte, umfasst

die berufliche Grundbildung neu Handlungskompetenzbereiche

wie Austausch von Verschleissteilen oder Überprüfen und

Reparieren von Systemen. So sei die Werkstatt heute das Zentrum

und in der Schule würden dann die Handlungskompetenzen gelernt,

wie Künzle sagte.

Eine der wichtigsten Änderungen: «Die Lernenden kommen

heute mit ihrem eigenen Notebook in die Schule», sagte er. «Alle

müssen mit digitalen Geräten umgehen können.» Dies gelte im

Autogewerbe umso mehr, da in den Automobilen immer mehr

Computer drin seien. Dabei habe der Berufsnachwuchs zwei Vorteile:

weniger Berührungsangst und er sei mit digitalen Geräten

aufgewachsen. «Die Lehrkräfte versuchen nun, die Hintergründe

aufzuzeigen.»

Auf die Frage, wie ein Bildungsgraben zwischen Jung und Alt

verhindert werden könne, antwortete Charles-Albert Hediger, Mitglied

im AGVS-Zentralvorstand und für das Dossier Berufsbildung

verantwortlich: «Man muss sich immer wieder fortbilden.» Gerade

auch in diesen Themen sei der AGVS sehr aktiv und biete viele

Kurse an. Die Jungen seien hingegen mit der Digitalisierung aufgewachsen

und entsprechend geübt. «Daher haben sie auch keine

Mühe, sich dem neuen Ausbildungsprogramm anzupassen.»

Mehr Verantwortung für Betriebe

Die Revision hat auch Auswirkungen auf die Ausbildungsbetriebe

beispielsweise im Bereich Kundendienstleistung.

«Gerade in grossen Betrieben kommen diejenigen, die in der Werkstatt

tätig sind, nicht immer mit den Kunden direkt in Kontakt»,

sagte Künzle. «Daher wurde der Wunsch laut, diesen Teil nicht

mehr in der Schule, sondern im Betrieb auszubilden.» Nun könne

jeder Chef seine Lernenden bezüglich Dienstleistung so ausbilden,

wie er ihn haben möchte. «Das ist ein wenig schade, aber wir

haben es akzeptiert.» Zudem sei auch klar, dass man in der Ausbildung

etwas weglassen müsse, wenn Neues dazukomme. «Wir

können das Neue nicht einfach oben draufpacken.»

Für Charles-Albert Hediger ist hingegen klar: «Wir s i nd z w a r

alle Unternehmer, aber handeln nicht gleich.» Am «Tag der

Schweizer Garagisten» seien sie Brüder, zu Hause dann aber

wieder Konkurrenten. «Jeder hat sein eigenes Rezept, wie er seine

Lernenden ausbildet.» Da Dienstleistungen immer wichtiger

werden, gebe es weiter viel Betreuungsaufwand. <

Vertrauen in das Produkt und das ist das A und O. Wer ein Erlebnis

mitnimmt, kommt wieder.»

Hannesbo ging auch auf das zuweilen angespannte Verhältnis

zwischen Händler und Herstellern ein. «Die Hersteller erwarten

sicher eine gewisse Marktschöpfung, aber vor allem auch einfache

Dinge wie das Telefon abnehmen oder den Kunden gut bedienen»,

referierte er. Der gegenseitige Respekt stehe für ihn als Importeur im

Zentrum. «Man sollte einen Plan A haben und diesen konsequent

verfolgen», so sein Aufruf. «Wir als Händler sitzen mit dem Autohersteller

im gleichen Boot und manchmal müssen wir auch selber

rudern», resümierte er.

Lernende bringen neue Ideen

Auch andere Herausforderungen geht die Amag frühzeitig an.

Sie ist im Carsharing, im Limousinenservice, in der Autovermietung

und im Nahverkehr engagiert. Und neulich stieg die Amag auch bei

Autosense ein; ein Datenlieferant via Dongle im Auto (siehe Seite 40).

Hannesbo forderte die Garagisten auf, mitzumachen: «Wir müssen das

jetzt machen, sonst macht es ein anderer Anbieter aus Deutschland.»

Eine zentrale Rolle spielen für die Amag die rund 700 Lernenden: «Sie

bringen neue Ideen und stellen Fragen, die wir uns noch gar nicht

gestellt haben», so Hannesbo. Deshalb gehe er oft und gerne in die

Werkstätten, um mit den Mitarbeitenden zu sprechen. Die Amag-

Werte «Surprise, Innovation, Return» seien zentrale Punkte in der

Ausbildung. «Man muss gewisse Bedingungen erfüllen, wenn man

mit uns zusammenarbeitet», stellte Hannesbo klar. «Wir erwarten

volles Committment von unseren Mitarbeitenden und von unseren

Händlern.» Schliesslich sei die Amag nun 74 Jahre erfolgreich im

Markt. «Und wir haben die Absicht, weitere 74 Jahre zu bleiben.» <

AUTOINSIDE | Februar 201927


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

«Dîner des garagistes»

Dario Colognas Ansage: Eine

Medaille in Peking 2022!

Der vierfache Olympiasieger und (gemeinsam mit einem gewissen Simon Ammann) erfolgreichste Schweizer Olympiateilnehmer

aller Zeiten macht sich derzeit rar. Für die Schweizer Garagisten fand Dario Cologna jedoch Zeit. Sandro Compagno

Wenige Tage nach der Tour de Ski, an der es ihm nicht nach

Wunsch lief, und vier Wochen vor der Weltmeisterschaft als Saisonhöhepunkt

liess es sich der Ski-Langläufer nicht nehmen, den

Schweizer Garagisten im Kursaal Bern einen Besuch abzustatten.

Seit 2013 setzt sich Dario Cologna für den AutoEnergieCheck (AEC)

ein, seit diesem Winter hat er sein Engagement sogar noch ausgebaut

und firmiert als Botschafter der AGVS-Garagisten für

Effizienz und Spitzenleistungen. «Als AEC-Botschafter habe ich

mich primär auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz fokussiert.

Neu ist, dass ich als Botschafter auch auf die Leistungsfähigkeit

und Kompetenz der Schweizer Garagisten hinweise», erklärte

der Bündner seine neue Rolle. «Viele Garagisten und ihre Mitarbeitenden,

darunter auch mein Garagist in Davos, erbringen täglich

Spitzenleistungen.»

Beruflich ist Cologna jedes Jahr rund 25 000 Kilometer im Auto

unterwegs: «Ich bin darauf angewiesen, dass mein Fahrzeug immer

tipptopp in Schuss ist und mich pannenfrei an mein Ziel bringt.»

Besonders am Herzen liegt ihm auch der Berufsnachwuchs im

Autogewerbe: «Sowohl im Sport als auch im Beruf geht nichts ohne

Fleiss, Durchhaltewille und Anstrengung.»

Zwischen mariniertem Lachs mit Randen und Rinds-Entrecôte

stellte sich Cologna den Fragen von Patrick Rohr. Natürlich war

der in Davos wohnhafte Münstertaler mit dem Auto angereist: «Es

ist sehr viel Schnee gefallen in Davos. Aber es ging ganz gut.» Am

Morgen habe er noch etwas trainiert: 50 Kilometer in drei Stunden.

Der viele Neuschnee habe die Loipe langsam gemacht, meinte der

Sportstar beinahe entschuldigend und erntete einige Lacher dafür.

Ziel Seefeld, Fernziel Peking

Die missglückte Tour de Ski, die er wegen seines Reizhustens

am vorletzten Tag abgebrochen hatte, ist abgehakt. Das grosse Ziel

dieser Saison seien ohnehin die nordische Ski-WM vom 19. Februar

bis 3. März in Seefeld (Österreich): «Ich hoffe, dass ich bis dahin

meine Top-Form finde.»

Vor zehn Jahren hatte der damals 23-Jährige zum ersten Mal

den Gesamt-Weltcup gewonnen. Heute setzt er auf Grossanlässe.

Seinen Vertrag mit dem AGVS hat er bis nach den Olympischen

Spielen 2022 in Peking verlängert. Dann wird er 35 sein. «Stand

jetzt bin ich in Peking dabei», kündigte Cologna an und erklärte

seine Motivation: «Mit vier olympischen Goldmedaillen bin

ich gleichauf mit Simon Ammann. Wenn ich noch eine Medaille

gewinne…» <

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


TAG DER SCHWEIZER GARAGISTEN

Video-Interview

mit Dario Cologna

zu seiner Rolle als

AGVS-Botschafter

2020

SAVE THE DATE

Der «Tag der Schweizer

Garagisten» 2019 findet am

Dienstag, 14. Januar 2020,

in Bern statt.

Lachen und Staunen mit

Magier Ben Hyven

Die Bühne am «Dîner des garagistes» gehörte

nicht Dario Cologna allein. Die rund

500 Gäste am ebenfalls ausverkauften

Abschluss des Tages hatten ihren Spass am

Auftritt von Magier Ben Hyven. Der smarte

Österreicher, nach eigener Beschreibung

«The Rockstar of Magic», begeisterte mit

einer Mischung aus Comedy und Zauberei.

Er tauschte Karten mit Hoteliere Maria Coli,

überführte Wolfgang Schinagl, Geschäftsführer

von Dîner-Sponsor Auto-i-dat AG,

des Diebstahls und faltete aus einem blauen

Luftballon eine Schlange, bevor er damit

etwas anstellte, was Sie erst nach 22 Uhr

lesen dürfen.

AUTOINSIDE | Februar 201929


DIGITALISIERUNG

PRODUKTENEWS

Umfelderkennung und Verkehrslage einschätzen

Die Augen des Fahrers

durch Technik ersetzen

Autonom fahrende Fahrzeuge werden frühestens 2024 auf Schweizer und

europäischen Strassen erlaubt sein. In der Forschung und Entwicklung wird

die Technologie mit Hochdruck vorangetrieben, um sowohl künftige optimierte

Fahrerassistenzsysteme als auch Robotertaxis mit zuverlässiger Technik ausrüsten

zu können. Das Fahrzeugumfeld zu überwachen, gehört zu den Hauptaufgaben.

Ein Blick auf den aktuellen Stand und auf die Tendenzen. Andreas Senger

Vor dem Jahr 2024 wird das neue Strassenverkehrsgesetz

in der Schweiz nicht zur Anwendung gelangen. Bis dahin ist teilund

vollautonomes Fahren (Level 3 und höher) auf den helvetischen

Strassen untersagt. Dasselbe gilt für Europa. Bis also Robotertaxis das

helvetische Strassenbild prägen, wird es noch eine Weile dauern. Dass

einige Fahrzeuge trotzdem schon teilautonom oder autonom fahren

können (beispielsweise Tesla mit dem Auto-Piloten), entbindet die

Fahrzeugführer nicht von der Überwachung und der Verantwortung

(ratifiziertes Wiener Abkommen, April 2014).

Hinter den Kulissen der Automobilhersteller und -zulieferer wird

fieberhaft und mit enormen Investitionen der Einsatz von verbesserten

Fahrerassistenzsystemen FAS und autonom fahrenden Fahrzeugen

entwickelt und erforscht. Schlüsselthemen sind die Umfeldüberwachung

(das Sehen) rund um das Fahrzeug mittels redundanten

Sensorsystemen und die künstliche Intelligenz (Datenverarbeitung),

um die Fahrerunterstützung oder das maschinelle Fahren sicher zu gestalten.

Gerade die künstliche Intelligenz, auf Englisch «Artificial

Intelligence» (kurz AI), ruft nebst den etablierten Zulieferern Firmen

auf den Plan, die bisher nicht im automobilen Sektor tätig gewesen

sind. Beispielsweise gehört der Grafikkarten- und Bildanalysespezialist

Nvidia aus Amerika zu den Big Playern im Geschäft um FAS

und autonom fahrende Fahrzeuge und beliefert die etablierten OEM

mit Hard- und Software.

Aktuelle und künftige Umfeldsensoren in der Übersicht:

Monokamera

Die Kamera sieht grundsätzlich wie das menschliche Auge. Die Monokamera

ist der meistverwendete Sensor. Wenn nicht nur hinter der Frontschutzscheibe,

sondern auch am Heck und auf der Seite Kameras verbaut

sind, können die Bilder der Weitwinkelkameras für eine Rundumsicht

verwendet werden.

Ihr Nachteil: Bei Dunkelheit

oder ungünstigen

Witterungsbedingungen

sind Kameras unbrauchbar.

Fahrerassistenzsysteme

(FAS): Spurhalteassistent,

Verkehrsschildererkennung,

Ausfahrassistent,

optische

Umfeldkontrolle, Notbremsassistent,

Fernlichtassistent.

Stereokamera

Die Stereokamera kommt dem menschlichen Sehen noch näher, da durch

die Perspektive der beiden «Augen» eine Distanzmessung möglich ist.

Damit können Abstände zu anderen Verkehrsteilnehmern und deren Kategorisierung

von der Software vorgenommen werden. Die Datenmenge

steigt auch dank steigender Bildauflösung enorm und die Verarbeitung

gestaltet sich entsprechend

aufwändig.

FAS: Gegenüber der

Monokamera kann die

Stereokamera folgende

Funktionen zusätzlich

erfüllen: ACC (EyeSight

von Subaru), Hinderniserkennung

und Fahrwerkskontrolle,

Auto

Pilot (Tesla).

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

PRODUKTENEWS

Mensch versus Maschine

Für Professor Klaus Dorer von der Hochschule Offenburg sind

beide Themen (Sehen, Verarbeitung) von grosser Bedeutung. Er stellt

die Grundsatzfrage: «Was kann ein Computer besser, was kann der

Mensch besser?» Diese Hauptfrage beantwortet er gleich selbst: «Der

Mensch ist schlecht in der Kommunikation; bestes Beispiel ist das

Blinken, das immer mehr vernachlässigt wird.»

Das intuitive Fahren und das Einschätzen von Verkehrssituationen

kann der Mensch allerdings (noch) besser. Dorer:

«Was die Technik viel besser kann, ist sehen. Beim Erkennen von

Objekten hat man in den letzten sechs Jahren die grössten Fortschritte

erzielt.» Er schränkt aber gleichzeitig ein: Der gesunde Menschenverstand

fehle den Systemen noch. Gemeint sind die ethischen und

moralischen Grundlagen, in brenzligen Verkehrssituationen die

richtige Entscheidung zu treffen.

Für aktuelle Fahrerassistenzsysteme, aber auch künftig für teil- oder vollautonomes

Fahren, ist eine präzise Umfelderkennung mit redundanter Auswertung

unabdingbar. Nur so kann das System fehlerfrei Objekte und damit Gefahren

erkennen.

Besser Sehen als der Mensch

Um den Verkehr situationsgerecht einzuschätzen, muss das

Fahrzeug nicht nur Distanzen, Relativgeschwindigkeit, Ort der

Objekte und deren Kategorisierung beherrschen, sondern auch Verhalten

voraussehen. Die verwendeten Sensoren für die optische und

geometrische Erfassung sind heute in der Lage, all diese Aufgaben zu

erfüllen. Während der Radar- und der technisch verwandte Lidar-/

Lasersensor an der Front bis zu 300 Meter entfernte Objekte durch

Reflexion der elektromagnetischen Strahlen erfassen können, wird

in der Frontkamera hinter der Windschutzscheibe das Vorfeld «gesehen»

wie vom menschlichen Auge. Die mit Lidar/Laser und/oder

Radar ausgestatteten Fahrzeuge sind in der Lage, Objekte punkto

Lage, Relativgeschwindigkeit und Distanz präzise zu bestimmen. Die

Auswertungssoftware kann so ein dreidimensionales Punktewolkenbild

zusammenfügen und ein virtuelles Umgebungsbild generieren.

Beim Radar handelt es sich um eine Art Reliefkarte. Der Lidar/

Laser vermag nebst der Reliefkarte auch Farbunterschiede zu erkennen.

Damit lässt sich quasi ein dreidimensionales Bild der Umgebung

in Farbe erstellen.

Fortsetzung Seite 32

Die Objekterkennung und die Voraussage von Bewegungsablauf und -richtung gehören

zu den Herausforderungen der OEM und Zulieferer, um erweiterte FAS und autonomes

Fahren umsetzen zu können.

Der amerikanische Grafikkartenhersteller Nvidia hat sich auf die Bildauswertung

und die Soft- und Hardware für FAS und teil- wie auch vollautonomes Fahren

spezialisiert und unterstützt OEM wie auch Zulieferer wie ZF.

Radar

Durch das Messverfahren FMCW (Frequency Modulated Continious Wave)

können durch Ausnutzung des Doppler-Effekts die Distanz, die Relativgeschwindigkeit

sowie durch den Einsatz mehrerer Antennenkegel die

Position eines vorausfahrenden Fahrzeugs ermittelt werden. Die Reichweite:

bis zu 300 Meter. Einschränkungen werden durch starken Schneefall

respektive Regen verursacht.

Radarsensoren in 24-

und 77-GHz-Technik

sind aktuell preiswert

und bewährt.

FAS: ACC (Adaptive

Cruise Control),

Notbremsassistent,

Abbiegeassistent,

Spurwechselassistent,

Querverkehrwarnung.

Laser

Der Laser nutzt wie Radar die Geschwindigkeit der elektromagnetischen

Wellen von 300 000 Kilometern pro Sekunde. Der Laser arbeitet mit Pulslasern

(unsichtbares Licht), das am Objekt reflektiert wird. Beim System von

Audi rotiert ein Spiegel im Gehäuse mit 750 Drehungen pro Minute um seine

Achse, um die Punktstrahlen zu verteilen. Der Öffnungswinkel von 145 Grad

erlaubt die Erfassung nahe beim Fahrzeug als auch in die Ferne. Aktuell

gibt es nur einen Laserscanner,

der von der

Firma Valeo hergestellt

als Option bei einem

Automobilhersteller bestellt

werden kann.

FAS: ACC (erst bei einem

Hersteller in Serie), Notbremsassistent.

AUTOINSIDE | Februar 201931


DIGITALISIERUNG

PRODUKTENEWS

Der Radar kann dies nur bedingt. Um die Objekte treffsicher zu

detektieren, ist ein FAS-System auf die Fusion mit der Innenkamera

angewiesen. Deshalb sind in der Forschung aktuell beide Systeme in

Erprobung: Radar in Kombination mit einer Kamera oder Laser/Lidar.

Audi ist der erste Hersteller, der einen Laservermessungssensor an der

Front verbaut, er verzichtet aber aus Sicherheitsgründen noch nicht

auf die Radarsensoren. Die Redundanz sorgt für hohe Treffsicherheit

bei den Resultaten. Zwei Sensoren scannen unabhängig das Umfeld

und eine Software vergleicht die Resultate.

Mit dem Radar wird oft die Frontkamera zur Datenfusion

und Überprüfung der Plausibilität zusammengenommen. Künftige

Kameras werden acht Megapixel und gar noch höhere Bildauflösung

aufweisen, 125-Grad-Erfassungswinkel (Azimutwinkel) bieten und

erzeugen zusammen mit den anderen Sensoren gemäss Continental

bis zu 4 Terabyte Daten pro Stunde das gilt es dann zu verwerten.

Deep Learning

Dank künstlicher Intelligenz und Hochleistungssteuergeräten lassen

sich die Informationen der Sensoren verarbeiten. Während aktuell nur

unterstützende FAS angeboten werden, soll das Fahrzeug künftig teiloder

vollautonom (Level 3 und höher) fahren können. Damit muss

die Software in der Lage sein, in allen Verkehrssituationen und bei

allen Witterungsbedingungen die richtige Handlungsentscheidung zu

fällen.

Damit dies gelingt, lassen Forscher und Entwickler bei Bosch,

Continental, Nvidia und anderen die Fahrzeuge in virtuellen Verkehrssituationen

trainieren. Die Software adaptiert sich dabei selbstständig

an das Verkehrsgeschehen und lernt, Situationen korrekt einzuschätzen.

Für den Zulieferer Continental ist das Fahren in virtuellen

Umgebungen auch eine Frage der Zeiteinsparung. «Die Ressourcen für

echte Fahrzeugtests sind begrenzt und virtuelle Tests können den

Entwicklern ein schnelles Feedback liefern. Während ein reales Fahrzeug

im physischen Test rund 10 000 Kilometer pro Monat zurücklegen

kann, sind derzeit in virtuellen Simulationen bereits 8000 Kilometer

pro Stunde möglich. Die Zahl wird in Zukunft noch steigen»,

sagt Karl Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs FAS von Continental.

Vor allem Nvidia ist gemäss Angaben des Schweizers Marc

Stampfli, der als Verkaufsleiter und digitaler Leiter schon lange

beim Chip- und Grafikkartenhersteller arbeitet, den Mitbewerbern

in diesem Punkt zwei bis drei Jahre voraus. «Nvidia baut keine

eigenen Fahrzeuge, sondern will nur eine Plattform anbieten», sagt

er und unterstreicht, dass in den hochpreisigen Modellen von Audi

eine Nvidia-Steuerung verbaut ist. Der OEM entscheidet, welche

Sensoren er verbauen will, Nvidia ist für die Testsimulation und das

Antrainieren des Systems verantwortlich.

Welcher Sensor macht das Rennen?

Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Nicht nur der Sensor

ist entscheidend, sondern auch die verwendete Software für die Umfelderkennung.

Und hier liefern sich die OEM und Zulieferer einen

kompetitiven Wettstreit, damit bei Zulassung der Systeme erste Anwendungen

marktreif sind.

Die Betreuung der Fahrzeuge, die Diagnose bei Fehlfunktionen und

die Kalibrierung werden künftig im Werkstattalltag noch wichtiger

werden. Eine fundierte Ausbildung, wie sie beispielsweise die Automobildiagnostiker

im Kompetenzbereich Z3 erfahren, ist für Garagisten

die Investition in die Zukunft, um die technisch komplexen Systeme zu

beherrschen. <

Lidar

Der Lidar arbeitet wie Laser mit einem Punktstrahl im ultravioletten oder

infraroten Wellenbereich. Die Erzeugung der elektromagnetischen Wellen und

die Empfangselektronik unterscheiden sich. Das Messprinzip ist grundsätzlich

identisch. Waymo (Google) verwendet für seine Erprobungsfahrzeuge Dreh-

Lidar-Sensoren auf dem Dach (360-Grad-Erfassung). Im Bild oben ist ein Lexus-

Forschungsfahrzeug mit eingeschränkter Erfassung zu sehen. Entsprechend

werden mehrere Sensoren

benötigt. Die Technologie

wird derzeit erprobt und ist

sehr teuer.

Einfache Lidar-Sensoren

mit drei Messpunkten

(im Bild unten am

Beispiel Contintenal

zu sehen) wurden für

Notbremsassistenten als

preisgünstige Sensoren

entwickelt. Sie erfassen

drei Messpunkte

vor dem Fahrzeug und

detektieren bis rund

15 Meter vor dem Automobil

Hindernisse.

FAS: ACC bis autonomes

Fahren, einfache

Ausführung für Notbremsassistent.

Positionsermittlung

Schon in jedem Smartphone, in Drohnen, Staubsaugrobotern oder

Smartwatches verbaut: Der MEMS-Sensor (Mikroelektromechanischer-

System-Sensor) erlaubt die präzise Ortung des Standortes ohne

GPS-Satellitensignal sowie je nach Auslegung die Messung von Druck,

Feuchtigkeit, Temperatur, Magnetismus, Gasen, Beschleunigung und

Gierrate. Mit diesem Sensor lässt sich nicht direkt das Umfeld erfassen,

aber nur mit der präzisen Eigenpositionsbestimmung können sich autonom

fahrende Autos

auf einer digitalen

Strassenkarte zurechtfinden.

In modernen

Fahrzeugen sind, wie

der abgebildete

Sensor von Bosch, bis

zu fünf MEMS verbaut.

FAS: Eigenpositionsbestimmung

auf der

digitalen Strassenkarte

durch die Fahrzeugbewegungen.

Die enormen Datenmengen

erfordern

schnelle Vernetzungen wie

Ethernet aus der Computertechnik.

Schnelle Rechner

analysieren eine Vielzahl

von Umfeldsensoren, um

das Verkehrsgeschehen zu

erfassen.

32

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

Digitales Preisschild

Viel Kies auf dem Kiesplatz

Der Occasionshandel ist einer jener Geschäftsbereiche, in denen der Garagist noch eine grosse unternehmerische Freiheit

geniesst. In den Gebrauchten steckt Marge und sie kann mit Mitteln der Digitalisierung erhöht werden. Sandro Compagno

Weitere Infos unter:

bopp-solutions.ch

Das Display braucht nur dann Energie,

wenn es umgestellt wird. Sind die Daten geändert,

fällt es in eine Art «Schlafmodus». Die

Batterien haben auf diese Weise eine Lebensdauer

von bis zu fünf Jahren. Der Rahmen des

Displays lässt sich individuell gestalten mit

dem CI des Autohauses oder der Marke.

Jean-Claude Bopp präsentiert das digitale Preisschild, das sogenannte CSI-Display.

Zwar spielen im Occasionsmarkt digitale

Plattformen wie Marktleader Autoscout24

oder Autoricardo eine bedeutende Rolle. Der

eigentliche Verkauf jedoch ist und bleibt analog:

Der Kunde findet sein Fahrzeug zwar auf

der digitalen Plattform, dann jedoch folgen

eine Besichtigung, eine Probefahrt, wahrscheinlich

noch eine Preisverhandlung, ehe

der Abschluss erfolgt. Alles in der realen Welt.

Das führt dazu, dass die Fahrzeuge auf

dem Platz korrekt angeschrieben sein müssen.

Und das wiederum bringt einen ziemlich

grossen zeitlichen Aufwand mit sich. Jean-

Claude Bopp, Inhaber von Bopp Solutions,

macht die Rechnung: «Wenn ein Wagen zu

lange steht, wird der Preis angepasst. Der Verkäufer

passt also das Preisschild an seinem

Arbeitsplatz an und druckt es aus. Dann muss

er den Schlüssel holen, den Wagen auf dem

Platz suchen und das Preisschild wechseln.

Das kann pro Auto gerne 15 Minuten kosten.

Schliesslich muss er auch noch den Eintrag

auf Autoscout oder Autoricardo ändern.»

Rund 20 Minuten dauert der Prozess insgesamt

für ein Fahrzeug!

Digitales Preisschild

Dies soll sich nun ändern. Bopp führt

neu sogenannte CSI-Displays im Sortiment.

Dieses digitale Preisschild vereinfacht

das Occasionsmanagement, indem der Verkäufer

sowohl das Preisschild am Fahrzeug

wie auch die Ausschreibung auf der Internet-Plattform

ändern kann, ohne seinen

Arbeitsplatz zu verlassen.

Das sogenannte CSI-Display funktioniert

wie der Kindle-Reader, auf dem unsere Frauen

in den Sommerferien den neusten Roman

von Jojo Moyes gelesen haben. Es basiert auf

der E-Paper-Technologie von E-Ink. Vereinfacht

ausgedrückt, verfügt jedes Display über

Elemente, die auf der einen Seite schwarz und

auf der anderen Seite weiss sind. Diese werden

per Funk so gesteuert, dass sie den korrekten

Preis sowie weitere Angaben wie Fahrzeugdaten

oder auch Finanzierungsbeispiele anzeigen

können. Jean-Claude Bopp: «Stellen Sie

sich vor, Ihr Finanzpartner veranstaltet eine

Aktion mit tiefen Leasingzinsen. Statt alle

Preisschilder von Hand auszutauschen, genügt

nun ein Knopfdruck und die Rechenbeispiele

an sämtlichen erfassten Fahrzeugen sind geändert.»

Ein weiterer Vorteil: «Es kann nicht

mehr passieren, dass jemand ein Auto auf

Autoscout kauft, während sich gleichzeitig der

Verkäufer mit einem Kunden auf dem Platz

einig wird. Sobald das Auto verkauft wird, erscheint

das auf dem Display.»

«Display muss einiges aushalten»

Nun könnte man einwenden, das digitale

Preisschild sei keine News, Detailhändler

zeichnen ihre Waren schon seit einiger Zeit am

Regal mit digitalen Schildern aus. Jean-Claude

Bopp: «Natürlich gibt es in Läden schon solche

Systeme sogar in Farbe. Aber im Media-Markt

haben sie WLAN, konstant rund 23 Grad

Raumtemperatur und es regnet und schneit nie.

Das Display im Auto muss einiges aushalten.

Die Temperaturen im Wageninnern können

zwischen minus 20 und plus 80 Grad Celsius

liegen. Das verkraftet kein Farbdisplay.»

Die Schwarz-Weiss-Elemente im Display,

die sogenannten Bubbles, lassen sich bei

Temperaturen zwischen 5 und + 50 Grad

Celsius drehen. Ein Temperatursensor sorgt

dafür, dass die Preisanpassung dann erfolgt,

wenn es die Temperatur erlaubt: Im Sommer

nachts, wenn die Autos auskühlen, im Winter

dann, wenn die Sonne das Wageninnere genügend

erwärmt hat.

«Wie bei allen Projekten der Digitalisierung

ist auch das CSI-Display nur ein Mosaikstein.

Es ist immer auch eine Frage der Schnittstellen»,

sagt Jean-Claude Bopp. Das Display

ist in der Lage, an verschiedene Datenquellen

anzudocken digitale Verkaufsplattformen,

aber auch an Fahrzeugdatenspezialisten

wie Auto-i-dat. «Das Display funktioniert

über WLAN. Wir empfehlen jedoch Narrowband

IoT als technische Grundlage. Sobald

die Swisscom das Netz anbietet, können wir

liefern», sagt Jean-Claude Bopp. Rund 300

bis 400 Franken kostet ein Display. Auch die

Miete ist möglich. <

AUTOINSIDE | Februar 201933


DIGITALISIERUNG

Fahrerassistenzsysteme

Sicherheit für den Automobilisten,

Herausforderung für den Garagisten

Autos werden immer komplexer: Während sie den Besitzern das Fahren einfacher und sicherer machen, steigen die

Anforderungen an jene, die die Fahrzeuge reparieren. Das zeigt sich besonders im Bereich der Fahrerassistenzsysteme.

Für den Garagisten stellt sich dabei die Frage: Lohnt sich eine Investition, um Reparaturen durchführen zu können und

wie schnell ist sie amortisiert? Reinhard Kronenberg

Bei technischen Neuerungen stellt sich nicht nur im Autogewerbe

oft die Frage: Ist das von Nutzen oder ist es einfach «nice to have»

für den Kunden und ein weiteres Verkaufsargument für den Verkäufer?

Für Fahrerassistenzsysteme ist diese Frage beantwortet: In

einer repräsentativen Erhebung unter deutschen Autofahrern im

Auftrag von «kfz-Betrieb» bezeichnete die Mehrheit elektronische

Assistenten als wichtig, weil sie einen wertvollen Beitrag zur Fahrsicherheit

leisten.

90 Prozent wollen Assistenzsysteme im Fahrzeug

Die Liste der Top-Five unter den heute verfügbaren Assistenzsystemen

wird vom Notbremsassistenten angeführt, gefolgt von der

Totwinkelüberwachung, den Einparksensoren, der Fahrermüdigkeitserkennung

sowie der Lichtautomatik. Die automatische Abstandsregelung

(Abstandsregel-Tempomat) und der Nachtsicht-Assistent

folgen erst danach. Was hingegen erstaunt: Sicherheitsrelevante Helfer

wie die Rückfahrkamera, Reifendruck-Kontrollsysteme oder der

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DIGITALISIERUNG

Sprunghafte Zunahme von «Helfern»

Der Mehrheit der Befragten ist indes klar,

dass die elektronischen Helfer die Erfahrung

des Fahrers nicht ersetzen, die Fahrt an sich

aber komfortabler machen. Gleichzeitig ist eine

Mehrheit der Ansicht, dass Fahrerassistenzsysteme

zu einem leichtsinnigeren, sorgloseren

Fahrstil verführen können.

Zwei Drittel befürchten ausserdem, dass zu viel Technik in der

Innenausstattung vom Autofahren ablenkt. Das ist ein Thema, das

der Händler im Rahmen des Verkaufsgesprächs durchaus thematisieren

kann. Automobilexperten gehen davon aus, dass im Jahr 2022

mindestens die Hälfte aller Autos mit fortschrittlichen Assistenzsystemen

ausgestattet sein werden. 2014 waren es erst acht Prozent,

2018 bereits ein Drittel. Die Zahl an elektronischen Helfern

im Auto nimmt sprunghaft zu. Während Assistenzsysteme dem

Fahrer Arbeit abnehmen, stellen sie die Werkstatt vor neue Herausforderungen,

denn mit der Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge steigt

auch deren Komplexität.

Das spüren sowohl Garagisten als auch Zulieferer. «Die Anfragen

an unsere Hotline zu diesem Thema haben spürbar zugenommen»,

sagt Patrik Böni, technischer Fahrzeugexperte bei TechPool, dem

Multimarken-Kompetenzzentrum der Swiss Automotive Group (SAG).

Dabei geht es häufig um Kalibrierungen, beispielsweise nach dem

Ersatz der Windschutzscheibe, dem Austausch der Kamera oder des

Höhenstandsensors, aber auch nach Arbeiten am Fahrwerk.

8 %

der Fahrzeuge waren 2014 mit fortschrittlichen

Assistenzsystemen ausgestattet,

2018 waren es zwei Drittel aller Fahrzeuge,

2022 dürften es 50 Prozent sein.

Spurhalteassistent werden als weniger relevant

eingestuft. Trotzdem: Gar keine Assistenten

wünschen sich inzwischen nur noch zehn

Prozent der Befragten. Wesentliches Detail:

Assistenzsysteme sorgen nicht nur für die

eigene Sicherheit, sondern auch für jene der

anderen Automobilisten. Und das Erkennen von

Temposchildern hilft, Bussen zu vermeiden.

«Die Anfragen an unsere

Hotline zum Thema

Assistenzsysteme haben

spürbar zugenommen.»

Patrik Böni, technischer Fahrzeugexperte

bei TechPool.

Eine Investition in die Zukunft

Kalibrierungssysteme sind eine Investition. Angesichts der starken

Zunahme von Assistenzsystemen in den Fahrzeugen jedoch eine

in die Zukunft. Und natürlich stellt sich dabei für den Unternehmer

die Frage, ob sich eine solche Investition überhaupt amortisieren

lässt. Auch mit dieser Frage ist das Team um Patrik Böni regelmässig

konfrontiert.

Seine Antwort: «Ja.». Allerdings unter bestimmten Voraussetzungen:

Zum einen muss der Garagist damit umgehen können.

«Das bringen wir ihm problemlos bei», sagt Böni. Wichtig ist aber,

dass der Garagist Werbung für sein neues Angebot macht, um die Anlage

rasch amortisieren zu können. TechPool hat dazu eine Faustregel:

Mit zwei Kalibrierungen pro Woche kann das

Basissystem innerhalb eines Jahres amortisiert

werden (48 Wochen à zwei Kalibrierungen zu

150 Franken).

Folgen können fatal sein

Die Folgen einer fehlerhaften Kalibrierung,

beispielsweise für das Zusammenspiel zwischen

Frontkamera und Scheinwerfer, können für die

anderen Autofahrer fatal sein, wenn beispielsweise

der Gegenverkehr geblendet statt ausgeblendet

wird. Einige Hersteller lassen dem

Garagisten deshalb die Wahl zwischen statischer

und dynamischer Kalibrierung. Letztere erlaubt

eine Kalibrierung ohne Kalibriertafeln. «Doch

selbst dann ist es notwendig, eines der handelsüblichen

Diagnosegeräte zu verwenden», sagt

Böni. In allen anderen Fällen und das ist

nach wie vor die Mehrheit der Fahrzeuge braucht es ein Basissystem

für die Kalibrierung. Und es bedarf der entsprechenden Platzverhältnisse.

<

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DIGITALISIERUNG

Interview mit Ivo Streiff, CEO von «Car For You»

«Wir wollen uns als Nummer 1

im Markt etablieren»

Mit «Car For You» will Autoricardo den Online-Fahrzeugmarkt aufmischen.

Die neue Plattform setzt früher an als die Konkurrenz: Sie hilft dem

potenziellen Käufer schon bei der Entscheidung für Modell und Marke.

CEO Ivo Streiff erklärt, wie «Car For You» sowohl Garagisten wie auch

Automobilisten überzeugen soll. Sandro Compagno

«Komplett neuartiges Nutzerlebnis»: CEO Ivo Streiff verfolgt mit der neuen Plattform «Car For You» ambitionierte Ziele.

Herr Streiff, Axa und Tamedia haben im

Jahr 2018 ein Joint Venture gegründet.

Was ist der Zweck dieser Kooperation?

Ivo Streiff, CEO «Car For You»: Mit

dem Joint Venture gehen wir neue Wege und

bieten der Schweiz mit einer neuen Gebrauchtwagenplattform

ein komplett

neuartiges Nutzererlebnis und zukunftsweisende

Dienstleistungen im Mobilitätsbereich

an. Zu Beginn legen wir den Fokus

auf Nutzer ohne grosses Fahrzeugwissen

und begleiten sie bei der Auswahl des für sie

passenden Fahrzeugs. Für Garagisten bieten

wir eine valable Alternative zu bestehenden

Marktplätzen. Heute noch klare Nummer 2,

wollen wir uns mittelfristig als Nummer 1

im Markt etablieren.

Wie weit sind Sie mit der neuen Website?

Wir befinden uns momentan in der

finalen Testphase und rollen die Plattform

ab Februar schrittweise aus.

An wen richtet sich das Angebot: Garagisten

oder Private, die ihre Fahrzeuge verkaufen

wollen?

In der ersten Phase nach Lancierung der

neuen Plattform «Car For You» werden wir

erst einmal ausschliesslich Fahrzeuge von

Garagisten anbieten. Im Laufe des Jahres

werden auch Privatpersonen Fahrzeuge verkaufen

können.

Was bietet die neue Site, was Autoricardo

und Ihr grosser Konkurrent Autoscout24

nicht können?

Viele unserer Nutzer wissen zum Zeitpunkt

ihres ersten Besuchs gar noch nicht,

welches Auto sie eigentlich suchen. Genau

da setzen wir an und bieten dem Nutzer bedürfnisgerechte

Entscheidungshilfen, um

das perfekte Auto zu finden. Die Site wurde

in einer ersten Version lanciert, es werden

in den nächsten Monaten jedoch stetig

neue Dienstleistungen, Verbesserungen

Das bietet die neue Plattform

«Car For You»

Zum Start werden folgende Funktionen auf der

Plattform «Car For You» zur Verfügung stehen:

• Die neuartige Darstellung der Objekte in

einer 360°-Aussen- und -Innenansicht bietet

ein völlig neues Nutzererlebnis als würde

man das Fahrzeug live vor Ort besichtigen.

• Mit dem transparenten Preischeck zeigen

die Website-Macher auf, wie fair der Preis

eines Fahrzeugs im Vergleich zu ähnlichen

Angeboten ist. Dies bietet dem Nutzer die

Sicherheit, dass sich das Wunschfahrzeug

in einem vernünftigen Preisrahmen befindet.

• Innovative Versicherungsprodukte exklusiv

für die Nutzer sind in Arbeit.

• Zu guter Letzt wird ein attraktives Startangebot

für Garagisten geboten: unlimitiertes

Listing für 300 Franken im Jahr.

Kunden mit einem laufenden Autoricardo-

Abo können die Plattform im Jahr 2019

gratis nutzen.

Weitere Informationen unter:

carforyou.ch

36

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

und Features hinzukommen (Anm. d. Red.:

Features siehe Infobox).

Eine Feature soll dem Kunden zeigen, ob der

Preis für ein Angebot fair ist. Heizen Sie auf

diese Weise nicht den Preiskampf an?

Im Fokus unserer Bemühungen steht

das Nutzererlebnis. Es ist uns ein Anliegen,

unseren Nutzern transparente und faire

Angebote von glaubwürdigen Anbietern

zu unterbreiten und uns dadurch als vertrauensvoller

Partner zu etablieren. Der

Preischeck soll den Bedürfnissen unserer

Kunden nach Sicherheit und Transparenz

gerecht werden, nicht den Preiskampf anheizen.

Wir sind überzeugt, dass diese Massnahme

das Vertrauen der Kunden in seriöse

Anbieter steigern und zu mehr Anfragen

und Verkäufen führen wird.

Wieso eine neue Seite? Wieso integrieren

Sie diese neuen Services nicht auf

Autoricardo?

Autoricardo hat sich in den letzten Jahren

auf dem Markt etabliert und dadurch natürlich

eine Bekanntheit, von der wir hätten profi tieren

können. Mit «Car For You» wollen wir jedoch

neue Wege gehen und andere Funktionalitäten

bieten. Während Autoricardo als Gebrauchtwagenportal

bekannt ist und neben Inseraten

auch die Möglichkeit bietet, sein Fahrzeug auf

Auktionen zu versteigern, setzt «Car For You»

auf ein neues und vereinfachtes Nutzererlebnis

für Fahrzeuginteressenten. Die beiden

Plattformen unterscheiden sich also grundsätzlich.

Worauf muss ein Garagist achten, wenn er

mit seinem Angebot aus den Tausenden von

Fahrzeugen herausstechen will?

Ein gutes Inserat ist die Visitenkarte eines

jeden Händlers und steigert die Verkaufswahrscheinlichkeit

um ein Vielfaches. Die

wichtigsten Punkte sind: Ein Bild sagt mehr

als Tausend Worte. Jedes Fahrzeug sollte

mit aussagekräftigen Fotos dokumentiert

sein. Dabei zählt Qualität mehr als Quantität.

Unsere 360°-Funktionalität kann für

den Garagisten rasch Mehrwert erzielen, da

er die Dokumentation des Autos ganz einfach

über seine Handykamera machen kann.

Dann gilt: Ehrlich währt am Längsten. Eine

transparente Beschreibung des Zustands des

Autos und ein paar Worte zur Vorgeschichte

unterstützen den Nutzer in seiner Entscheidungsfindung

und führen zu qualitativ

besseren Anfragen. Schliesslich der Grundsatz

«Daten sind Trumpf»: Wir erleben immer

wieder, dass Daten zum Fahrzeug nicht

oder nur unvollständig angegeben werden.

Garagisten, die sich die Mühe machen, so

viele Angaben wie möglich bereitzustellen,

werden besser gefunden und erhalten mehr

und vor allem konkretere Anfragen.

Ein paar Fotos auf «Car For You» oder

Autoscout, eine Beschreibung des Fahrzeuge,

eine Telefonnummer oder E-Mail-

Adresse: Reicht das nicht mehr aus?

Defintiv nicht. Die Nutzer sind heute viel

anspruchsvoller im Umgang mit Internet-

Marktplätzen als noch vor ein paar Jahren.

Innovation und Information werden immer

zentraler und werden mit Nutzertreue belohnt.

Nutzerführung und Design sind ebenfalls

wichtige Punkte. Alles Themen, die wir

grossschreiben und mit entsprechendem

Fokus vorantreiben.

«Die Nutzer sind heute viel

anspruchsvoller im Umgang

mit Internetmarktplätzen.

Innovation und Information

werden immer zentraler.»

Wie unterstützt «Car For You» den

Garagisten im Occasionsmanagement

und im Fahrzeugverkauf?

Wir verstehen uns in erster Linie als

Partner und Vermittler für die Garagisten,

um ihnen so viele und so gute Kaufinteressenten

wie möglich zu liefern.

Dazu bieten wir ihnen über das Tamedia-

Mediennetzwerk Zugang zu 80 Prozent

der Schweizer Haushalte. Einfach gesagt:

Wir bringen die potenziellen Käufer in den

Showroom. Unterstützung von Occasionsmanagement

und Fahrzeugverkauf verfolgen

wir mit weniger hoher Priorität.

Neuwagen und Occasionen werden zwar

auf Internetplattformen angeboten. Der

eigentliche Kauf findet in aller Regel analog

statt nach einer Besichtigung und einer

Probefahrt beim Händler. Werden in Zukunft

auch die Käufe direkt auf der Plattform abgewickelt?

Diesen Trend sehen wir. Allerdings ist

er in der Schweiz noch nicht so ausgeprägt

wie auf anderen Märkten. Tatsache ist, dass

wir dem Händler in Zukunft nicht nur Anfragen,

sondern auch konkrete Abschlüsse

liefern wollen. Darin liegt letztendlich auch

der effektive Nutzen für den Händler.

Ricardo hat eine Auktions-DNA und erregte

erst vor wenigen Monaten Aufsehen, als

ein Ferrari mit dem Startgebot von einem

Franken auf der Plattform auftauchte. Wie

wichtig werden Auktionen in Zukunft sein?

Und sind Sie ein Mittel, um sich dem Preiskampf

ein Stück weit zu entziehen?

Auktionen unterscheiden sich grundlegend

vom Inserategeschäft. Daher streben

wir mit «Car For You» eine klare Abgrenzung

an. Auktionen werden weiterhin

über ricardo.ch angeboten, adressieren aber

eine andere Zielgruppe als «Car For You».

Für Garagisten sind Auktionen nach wie

vor sehr interessant, um Fahrzeuge rasch

verkaufen zu können, so zum Beispiel bei

Fremdmarken im Austausch.

Einer der Megatrends in der Automobilbranche

ist die Sharing Economy: Wie

bereiten Sie «Car For You» auf eine Zukunft

vor, in der Autos immer weniger gekauft,

aber mehr geteilt werden?

Die Mobilitätsbranche ist in Bewegung

und momentan werden viele neue Geschäftsmodelle

ausprobiert. Es drängen

auch immer mehr branchenfremde Spieler

mit neuen Konzepten zum Thema Mobilität

auf den Markt. Hier wird sich in den

nächsten Jahren viel bewegen. Genau diese

Veränderungen sehen wir als Chance für

«Car For You»; sie waren einer der Hauptgründe

für den Einstieg der Axa in das Joint

Venture mit Tamedia. Zu den Gewinnern in

der Zukunft werden jene Anbieter gehören,

die sich von althergebrachten Konzepten

lösen können und den Mut haben, neue

Wege zu gehen. Eines ist uns allen ganz klar:

«Car For You» wird in den nächsten drei bis

fünf Jahren komplett anders aussehen als

jetzt, und es werden sehr lehrreiche und

intensive Jahre werden.

Zum Schluss eine persönliche Frage: Der

Wertverlust eines Neuwagens beträgt im

ersten Jahr rund 25 Prozent. Fahren Sie

einen Neuwagen oder eine Occasion, die

Sie auf Autoricardo gefunden haben?

In meiner Garage stehen ein Vorführfahrzeug

mit Elektroantrieb und ein Wagen, den

ich von Upto, dem Auto-Mietabo der Axa,

im Abo beziehe. <

AUTOINSIDE | Februar 201937


DIGITALISIERUNG

Interview mit Dr. Marcus Söldner, CEO CG Car-Garantie Versicherungs-AG

«Noch haben klassische

Briefe beim Endkunden eine

hohe Akzeptanz»

Dr. Marcus Söldner ist CEO der CG Car-Garantie Versicherungs-AG (CarGarantie). Im Gespräch erklärt er, weshalb

CarGarantie jeden Monat 120 000 personalisierte Briefe im CD von Garagen versendet, wie sich das Unternehmen unter

seiner Führung weiterentwickeln soll und welchen Einfluss die zunehmende Elektromobilität auf die durchschnittlichen

Reparaturkosten haben wird. Sandro Compagno

Herr Söldner, Sie sind seit einem Monat CEO oder, wie man in

Deutschland sagt, Vorstandsvorsitzender der CG Car-Garantie

Versicherungs-AG. Ihr aktuelles Kundenmagazin «Aussenspiegel»

widmet CarGarantie dem Thema «Digitalisierung». Wie können

Sie den Garagisten in diesem Bereich unterstützen?

Marcus Söldner: Als Dienstleister der Branche möchten wir mit

unseren digitalen Services unseren Partnern eine hohe Convenience

bei allen Prozessen rund um die Garantie bieten. Unsere Systeme

CGWEBline und CGClaimsWeb ermöglichen die Garantievergabe und

die Schadenmeldung unkompliziert und direkt. Die Garantieauswahl,

die Prüfung und der Abschluss können auch in der eigenen Softwareanwendung

ausgeführt werden, da verschiedene Webservices den

Datenaustausch zwischen den Dealer-Managementsystemen und

unserem System automatisch generieren. Zudem hat man mit der

CGClaimsApp die Möglichkeit, den Schaden direkt bei der Diagnose

am Fahrzeug per Tablet oder Smartphone zu melden. Diese digitalen

Services sind somit sehr benutzerfreundlich und fördern effiziente

Prozesse in der Garage.

Der Garagist bewegt sich im Spannungsfeld zwischen digitalen Angeboten

und analogen Attributen wie Vertrauen oder Kompetenz. Wie

kann er sich die Digitalisierung zunutze machen?

Die digitale Welt und die Attribute wie Vertrauen und

Kompetenz sind primär kein Spannungsfeld. Generell sollte man der

Digitalisierung positiv gegenüberstehen, da sie nicht automatisch eine

Anonymisierung bedeuten muss. Vielmehr nutzt man neue Technologien,

um beispielsweise mit der Analyse der «Customer Journey» die

Zielgruppenansprache und somit letztlich auch die Kundenbindung

weiter zu optimieren. Zudem sind in der Kundenansprache neue

Kommunikationskanäle hinzugekommen. Diese können jedoch in

ihrer Ansprache genauso persönlich und kompetent auf den Kunden

ausgerichtet sein.

Sie versenden von Ihrem Hauptsitz in Freiburg jeden Monat 120 000

personalisierte Briefe im CD von Garagen in der ganzen Welt.

Welchen Einfluss wird die Digitalisierung auf diese Prozesse haben?

Die Digitalisierung hat hier bereits einen entscheidenden Beitrag

zur Professionalisierung dieses Dienstleistungsangebotes geleistet. Sie

ermöglichte erst diesen Service durch die effiziente Entwicklung von

Datentransfers und Sicherheitslösungen im Datenmanagement sowie

den Auswertungen und Verknüpfungen. Somit können Kunden zielgenau

kontaktiert werden. Nach wie vor haben zwar die klassischen

Briefe beim Endkunden noch eine hohe Akzeptanz, mittelfristig jedoch

wird die Ansprache vermehrt über integrierte Apps in den Herstellersystemen,

über E-Mail sowie über Smartphone-Applikationen

erfolgen. Hier gilt: Der Kunde wird darüber entscheiden, mit welchem

Kommunikationskanal er angesprochen werden möchte.

«Die digitale Welt und die Attribute wie

Vertrauen und Kompetenz

sind primär kein Spannungsfeld.»

Die CarGarantie ist zwar Garantieanbieter, übernimmt für die

Garagisten aber auch Marketingaufgaben oder IT-Services. Hand

aufs Herz: Ist CarGarantie mehr Versicherer, mehr Marketing-Agentur

oder mehr IT-Dienstleister?

In erster Linie ist CarGarantie ein Versicherungs-Anbieter. Ziel von

CarGarantie war es immer, den Handel bestmöglich in allen Prozessen

rund um die Garantie zu unterstützen und optimale Services zu

bieten. Daher hat CarGarantie umfassende Dienstleistungspakete

entwickelt, die dem Handel vieles in Sachen Kundenbindung abnehmen.

Der Garagist kann dabei entscheiden, wie viele zusätzliche

Dienstleistungen der CarGarantie er in Anspruch nehmen möchte.

Im Grunde ist CarGarantie eine Full-Service-Agentur, die sich auf

das Thema Garantie spezialisiert hat. Somit agiert CarGarantie zunehmend

auch als Abwickler oder als Dienstleistungspartner im Bereich

Garantie.

Wie wird sich CarGarantie unter Ihrer Ägide weiterentwickeln?

CarGarantie hat sich als Spezialversicherer schon immer als Dienstleister

und Partner des Fachhandels verstanden. Diese Ausrichtung

werden wir genauso weiterverfolgen wie auch die Fokussierung

auf die Bereiche Automobil und Zweiräder. Neben dem weiteren

Ausbau der bereits angesprochenen Dienstleistungen wird auch die

Weiterentwicklung des Angebotes im Bereich zusätzlicher Mobilitäts-

38

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

produkte im Mittelpunkt stehen. Partnerschaft und die Nähe zum

Handel sind dabei weiterhin entscheidende Eckpfeiler, die den Unternehmensgeist,

den Servicegedanken und die Ausrichtung des Unternehmens

prägen werden.

CarGarantie spricht ausschliesslich B2B-Kunden an. Ist der Direktvertrieb

Ihrer Garantielösungen an Endkunden kein Thema für Sie?

Unser Kunde ist in erster Linie der automobile Fachhandel, dem

wir Garantiekonzepte zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass wir

auch in der Vermarktung unseren Kunden den Garagisten in den

Mittelpunkt stellen, um seine Kundenbindung zu stärken. CarGarantie

bietet zwar auch den Direktabschluss über ein Webportal oder direkt

über ein eigenes CallCenter an, dies geschieht aber immer nur in Zusammenarbeit

oder im Auftrag unserer Kunden, um letztlich den

Garagisten zu stärken.

Die Schweiz war für CarGarantie vor 25 Jahren der erste Schritt ins

Ausland. Wie wichtig ist der ziemlich kleine Schweizer Markt in

einer Unternehmung, die in 22 Ländern ein Prämienvolumen von 200

Millionen Euro erwirtschaftet?

Auch ein kleiner Markt mit einem Prämienvolumen von rund

6 Millionen Euro ist für CarGarantie ein sehr wichtiger strategischer

Markt in unserer internationalen Präsenz. Zu unseren Stärken zählt

die Entwicklung internationaler Konzepte, die auf die spezifischen

Bedürfnisse der jeweiligen lokalen Märkte zugeschnitten sind. Somit

spielt die Schweiz für uns eine ganz entscheidende und wichtige Rolle.

Entsprechend dieser Wertung werden wir auch zukünftig konzentriert

an der weiteren Optimierung unserer Produkte und Services für die

Schweiz arbeiten. <

Weitere Infos unter:

www.cargarantie.ch

«Die Schweiz ist ein wichtiger strategischer

Markt in unserer internationalen Präsenz.»

Die Durchschnittskosten einer Reparatur steigen rasant. Welchen

Einfluss wird die zunehmende Verbreitung der Elektromobilität in

diesem Themenfeld haben?

In der Tat sind die durchschnittlichen Reparaturkosten in den

letzten Jahren auf 601 Franken pro Schadenfall angestiegen. Dies

hängt generell mit der Zunahme der Komplexität der Fahrzeuge zusammen.

Erste Erfahrungen im Bereich der Elektrofahrzeuge zeigen,

dass hier eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen ist.

Marcus Söldner

ist seit einem

Montag CEO der CG

Car-Garantie Versicherungs-AG

und

will unter anderem

das Angebot im

Bereich zusätzlicher

Mobilitätsprodukte

weiterentwickeln.

Die Datenbasis für diese neue Technologie ist noch ziemlich

dünn. Auf welchen Werten preisen Sie die Elektromobilität

ein?

CarGarantie verfügt über einen Bestand von 2,1

Millionen Garantievereinbarungen. Dies ist generell

eine gute Basis, Prämien fair und stabil anzubieten.

Auswertungen der auch in den Elektrofahrzeugen enthaltenen

Bauteile sind eine wichtige Grundlage, um

realistisch zu kalkulieren. Mit zunehmenden Volumen

an Elektrofahrzeugen und weiteren Analysen sowie

Erfahrungswerten unserer Techniker werden wir

hier noch genauer die verschiedenen Fahrzeuge bewerten

können. Um jedoch entsprechende Markterfahrungen

sammeln zu können, haben wir die Fahrzeuge

eher moderat eingepreist.

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AUTOINSIDE | Februar 201939


DIGITALISIERUNG

Autosense

Den Datenkraken zähmen

Im Kampf um die Fahrzeugdaten ist der Garagist aktuell nur zweiter Sieger. Bis zu 200 Sensoren in einem modernen Auto

transferieren in Echtzeit Daten vom Fahrzeug direkt an den Hersteller. Ein Joint Venture von Amag und Swisscom könnte

den Garagisten wieder ins Spiel bringen. Sandro Compagno

«Datenkrake Auto» titelte

das Magazin des Touringclubs

der Schweiz (TCS)

i m September einen Artikel

darüber, was die «Connected

Cars» den Herstellern alles mitteilen.

Das geht von der für den

Fahrzeugbesitzer durchaus

nützlichen Fehlerdiagnose bis

hin zu den Einstellungen des

Fahrersitzes und der damit für

den Hersteller nachvollziehbaren

Häufigkeit eines Fahrerwechsels.

Interessante Abzweigung

In diesen direkten Weg

Jaap Vossen, CEO von Autosense von Fahrzeug zu Hersteller baut

nun Autosense, ein gemeinsames

Unternehmen von Amag und Swisscom, eine Abzweigung, die für die

Schweizer Garagisten sehr interessant werden kann. Die neue Plattform

verbindet Echtzeitdaten aus Fahrzeugen nicht mehr automatisch und

direkt mit dem Hersteller, sondern sie schafft ein offenes Ökosystem,

das auch Schnittstellen für Versicherungen, Garagen oder Tankstellen

enthält. Autosense kann mit allen Fahrzeugen verbunden werden, die

über einen OBD2-Diagnosestecker verfügen. Das ist bei Benzinern seit

2001, bei Diesel-Fahrzeugen seit 2004 der Fall.

Der Autofahrer steckt einen Adapter in die OBD2-Schnittstelle im

Auto, erstellt auf der Website ein Konto, lädt die App auf sein Handy und

loggt sich schnell und einfach ein. Der Adapter enthält eine SIM-Karte

und sendet die Fahrzeugdaten via Mobilfunknetz an eine Schweizer

Cloud. Die App bietet dem Nutzer ein Fahrtenbuch sowie Informationen

über den Treibstoffstand, den Batteriestatus, Positions- und Warnmeldungen.

Im Fahrtenbuch lassen sich private und geschäftliche

Fahrten einfach unterscheiden und für Spesen und Steuern abgrenzen.

Verbindet der Automobilist seine App mit der Garage seines Vertrauens

und gewährt so den Zugriff auf seine Daten, kann ihm diese

auch unterwegs gewisse Services anbieten. Autosense-CEO Jaap

Vossen erklärt es mit einem eigenen Beispiel: Er war mit seinem

Auto auf deutschen Autobahnen «etwas zügig» unterwegs. Zurück

in Basel habe sich die Motorwarnleuchte gemeldet. Gleichzeitig hat

die Autosense-App Vossen auf einen Fehler im Motorenbereich aufmerksam

gemacht. Als Durchschnittsautofahrer kann man zu diesem

Zeitpunkt leicht in Panik geraten und weiss nicht so recht, wie man

damit umgehen soll. Über Autosense wird eine detaillierte Fehlerbeschreibung

(wie zum Beispiel ein zu mageres Gemisch im Leerlaufbetrieb)

direkt zum persönlichen Garagisten gesendet. In diesem Fall

hat sich der Garagist telefonisch gemeldet und versichert, dass das

kein Problem sei, er unbesorgt weiterfahren und bis zum nächsten

Servicetermin warten könne. Vossen: «Die Daten, die ein Auto mit

dem eigenen System sammelt, gehen immer direkt zum Hersteller

ich als Fahrer habe jedoch nicht sehr viel davon. Wir geben dem

Kunden die Möglichkeit, die Daten jederzeit selber zu steuern und von

individualisierten Angeboten zu profitieren.»

«Keine Spielerei»

In der B2B-Version liefert Autosense auch Statistiken

über den Gebrauch der Fahrzeuge. Selbst Daten zum Fahrstil

können erfasst werden. Das macht das System für Flottenmanager

interessant: Einerseits können Fehlercodes gelesen

und Reparaturen vorgenommen werden, bevor das Fahrzeug stillsteht.

Daneben lässt sich mit der «Ecodrive»-Funktion Treibstoff

sparen, indem beispielsweise Ende Jahr der ökologischste Fahrer

ausgezeichnet und belohnt wird. Das sei keine reine Spielerei, betont

Jaap Vossen. «Studien belegen, dass Fahrer mit einem solchen

Tracking automatisch 7 Prozent Treibstoff sparen.» Damit

lässt sich Ende Jahr auch ein netter Preis für den «grünsten»

Chauffeur finanzieren. <

Weitere Infos unter:

autosense.ch

Amag-Manager Philipp Wetzel: «Wir wollen teilen»

Philipp Wetzel leitet das Amag Innovations- & Venture-Lab. Rund 20 Mitarbeitende

beschäftigen sich in diesem «Think Tank» mit neuen Geschäftsmodellen.

Das Lab sucht nach Start-ups im Mobilitätsbereich und beteiligt

sich an interessanten Projekten darunter auch Autosense.

Herr Wetzel, wieso beteiligt sich ein Importeur wie die Amag an Autosense?

Philipp Wetzel: Amag hat den Anspruch, im Mobilitätsthema führend zu sein.

Wir kommen zwar mit vier Rädern daher. Aber wir wollen dem Kunden

Mobilität ermöglichen, egal mit welchem Verkehrsmittel.

Beschränkt sich der Teilnehmerkreis auf Amag-Garagen?

Auf keinen Fall. AutoSense ist ein offenes Ökosystem, der Kundennutzen

steht im Vordergrund. Wir wollen dieses Ökosystem für die ganze Schweiz

aufbauen. Es geht uns nicht darum, anderen Marken die Kunden abzujagen,

sondern eine gemeinsame Lösung anzubieten.

Führen Sie Gespräche mit anderen Importeuren?

(Schmunzelt). Ja, es finden Gespräche statt. Das System ist markenunabhängig.

Das Interesse ist gross, sowohl seitens anderer Marken wie auch

seitens Versicherer.

Wo steht der Garagist in diesem Ökosystem?

Mittendrin. Es findet eine direkte Kommunikation zwischen Fahrzeug und

somit Kunde und Garage statt.

40

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

«Batteriestand niedrig - meine Erfahrungen mit Autosense»

Sandro Compagno,

Redaktionsleiter

AUTOINSIDE.

AUTOINSIDE-Redaktionsleiter Sandro Compagno hat

den Adapter von Autosense getestet.

11.12.2018: Adapter im OBD-Stecker angebracht,

App heruntergeladen und angemeldet. Der Nachbar

braucht meinen Saab, weil seine beiden (!)

alten Gurken schlapp gemacht haben... Ich drücke

ihm den Schlüssel in die Hand und mache ihn auf

den halbleeren Tank aufmerksam.

12.12.2018: Meeting in Schlieren, das Handy im

Flugmodus. Als ich es wieder einschalte, stelle ich

fest, dass mein Nachbar zwei Fahrten unternommen

hat. Er ist um 9.40 Uhr 1,7 Kilometer ins Training gefahren. Auf dem Heimweg

um 12.05 Uhr fuhr er 2,0 km. Die 300 Meter Differenz lassen sich mit einer Einbahnstrasse

im Quartier und einem leichten Umweg erklären. Was ich auch

feststelle: Der Tank ist wieder halb voll. Guter Junge.

17.12.2018: Ich gebe es zu, ich schäme mich ein wenig. Letzte Woche habe ich

sechs Fahrten unternommen, eine davon ist beruflicher Natur ein Interviewtermin

in Urdorf. Die restlichen Fahrten sind samt und sonders der Faulheit

geschuldete, private Kürzesttrips innerhalb meines Wohnorts. Mit 260 PS in

den Letzipark, um etwas Brot und Eier zu kaufen? Tut man eigentlich nicht.

Mit durchschnittlich 11 Litern Verbrauch zum Altglas-Container: der Walk of

Shame der Ü40-Generation. Auch nicht gut.

28.12.2018: Die Quittung meiner Kürzestfahrten: Autosense meldet, dass der

Batteriestand niedrig sei. Immerhin steht heute eine etwas längere Fahrt an:

Snowboarden in Graubünden. Einen halben Tag auf der Piste und zwei Fahrten

später hat sich nichts geändert. «Batteriestand niedrig».

29.12.2018, 10.00 Uhr: Da über Silvester erneut eine lange Fahrt ansteht mit

der Liebsten und den Kindern ins Disneyland Paris bin ich etwas beunruhigt.

Die Aussicht, am 30. Dezember nach einer Pinkelpause irgendwo in der

französischen Pampa liegenzubleiben, macht wenig Laune. In meiner Garage

sind heute Samstag nur die Verkaufsberater tätig. Also rufe ich den TCS

zu Hilfe. Der Pannenhelfer stellt fest, dass die Batterie zwar noch knapp

genügend Saft hat. «Aber ganz taufrisch ist sie nicht mehr. Und hier», er zeigt

mit dem Finger auf eine weisslich verfärbte Stelle am Batteriegehäuse, «hier

ist Batterieflüssigkeit ausgetreten.»

29.12.2018, 11.00 Uhr: Eine Stunde und 292 Franken später steckt eine neue

Batterie in meinem Saab. Unbeeindruckt davon lässt mich der Autosense-

Adapter weiterhin wissen, dass der Batteriestand niedrig sei. Ebenso unbeeindruckt

packe ich die Koffer fürs Disneyland.

02.01.2019, 16.00 Uhr: Die Reise nach Paris und zurück verläuft ereignislos:

Keine «Gilets jaunes» und vor allem keine Probleme beim Anlassen.

Die Meldung, dass der Batteristand niedrig sei, ignoriere ich weiterhin...

11.01. 2019, Nachtrag: Auf Anfrage teilt

mir Autosense mit, dass die Diagnose

der Batteriespannung nur die eine Seite

sei, die richtige Interpretation auf einem

anderen Blatt stehe und von Faktoren

wie Kälte, Triplänge etc. beeinflusst

werde. Nach zwei Wochen müsste die

App den Batteriestand wieder korrekt

anzeigen. In der Tat zeigt die App nach

zwei Wochen wieder «Batteriestand

normal». Man arbeite daran, dass der

Kunde mit einem Klick bestätigen könne,

die Batterie gewechselt zu haben.

Batteriestand normal: Das seelische

Gleichgewicht des AI-Schreibers ist

wiederhergestellt.

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DIGITALISIERUNG

Datenverarbeitung

Das EVA-Prinzip

Es ist nicht immer leicht, den Wissenstransfer von der grundsätzlichen Datenverarbeitung ins Fahrzeug zu schaffen.

Dieser Artikel konzentriert sich insbesondere auf die Hardware und das EVA-Prinzip. Harry Pfister, auto&wissen

In einem Fahrzeug laufen in der Datenverarbeitung

prinzipiell die gleichen Vorgänge

ab, wie in einem Personal-Computer (PC) oder

in einer Spielkonsole. Elektronische Datenverarbeitung

(EDV) ist der Sammelbegriff für

die Erfassung und Bearbeitung von Daten.

Der Begriff EDV sollte jedoch nicht mit der

Informationstechnik (IT) vermischt werden.

Informationstechnik hat eine umfangreichere

Bedeutung und bezeichnet unter

anderem Techniken der Verarbeitung von

Informationen, die nicht im eigentlichen

Sinn unter dem Begriff Datenverarbeitung

eingeordnet werden. Darunter fallen zum Beispiel

die Telekommunikation, Präsentationstechnik

und Videokonferenzen.

Als Vorteile der EDV können die schnellere

Verarbeitung von Informationen, das raschere

Lösen komplexer Rechenaufgaben sowie

die Aufnahme, Verarbeitung, Ausgabe und

Speicherung grosser Datenmengen aufgeführt

werden. Daten sind Informationen,

die von einem Steuergerät oder Computer

erfasst, verarbeitet und ausgegeben werden

können. Sie müssen nach klaren Regeln

kodiert werden. In der Werkstatt sind

typische Vertreter von EDV-Systemen auszumachen:

Fahrzeugdiagnose, Reparaturbeschreibungen

und Fahrzeugeinstelldaten

auf elektronischen Datenträgern oder via

Internetverbindung auf externen Servern. Im

Kundendienstbereich werden die Auftragsabwicklung,

die Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung

sowie die Speicherung von Kundendaten

mithilfe der EDV-Anlagen effizienter

abgewickelt. Im Fahrzeug sind ebenfalls

Komponenten der EDV auszumachen: Steuer-

Bild 1: Das Motorsteuergerät ist die zentrale

Hardware-Komponente für die Datenverarbeitung der

Motronic.

und Regelsysteme (ABS, EDC, ESP, Motronic

usw.), Fahrzeugnavigationssysteme sowie

Unfalldatenschreiber.

«Harte Ware»

Hardware ist der Oberbegriff für die

mechanischen und elektronischen Bauteile

eines Systems. Der englische Begriff

für wortwörtlich «harte Ware» bezeichnete

zunächst Eisenwaren, später dann technische

Teile von EDV-Anlagen. In unseren Sprachgebrauch

wurde nur die zweite Bedeutung aufgenommen.

Grundsätzlich ist Hardware alles,

was physisch (sicht- und greifbar) vorhanden

ist. Im Fahrzeug sind dies beispielsweise Aktoren,

Leitungen, Sensoren und Steuergeräte.

Sie werden aufgrund ihrer prinzipiellen

Funktionsweisen und Einsatzzwecke in die

Bereiche Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe

(EVA) eingeteilt.

Datenverarbeitung

Das EVA-Prinzip beschreibt ein Grundprinzip

der Datenverarbeitung und leitet

sich aus den ersten Buchstaben der Begriffe

Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe

ab. Die Daten werden in dieser Reihenfolge

verarbeitet. Für die Eingabe wird zuweilen

der englische Begriff Input, für die Ausgabe

Output verwendet (I / O). Gerne wird

die elektronische Datenverarbeitung anhand

eines Personal-Computers erklärt (Bild 2). Sie

stellt das klassische EDV-System dar. EDV

lässt sich aber ebenso anhand von Beispielen

im Fahrzeug beschreiben.

Im Fahrzeug werden für die Erklärung

und das bessere Verständnis der Abfolge

der Datenverarbeitung sogenannte Blockdiagramme

auch als Blockbild oder Blockschema

bezeichnet verwendet. Es ist meist

ein zweidimensionales, grafisches Diagramm

eines mechanisch-elektrischen Systems, mit

dessen Hilfe die Funktion des Systems beschrieben

werden kann. Die Bezeichnung

Blockschema leitet sich von den normalerweise

rechteckig gezeichneten Elementen in

einem solchen Diagramm ab. Anhand eines

solchen Blockbilds erklären wir das EVA-

Prinzip eines Motronic-Systems (Bild 3).

Motronic-Steuergerät das Gehirn

Das Motorsteuergerät ist die Hauptzentrale

des elektronischen Systems für Zündung und

Einspritzung. Es verarbeitet die Eingangsgrössen

aus den Signalen von Sensoren und

Sollwertgebern. Diese Informationen können

als analoge oder digitale Signale ins Steuergerät

gelangen. In unserem Beispiel besteht

die Eingabe aus den folgenden Informationen:

• Fahrpedalstellung

• Drosselklappenstellung

• Luftmasse

• Batteriespannung

• Ansauglufttemperatur

• Motortemperatur

• Klopfsensor

• Lambda-Sonden

• KW-Drehzahl und Bezugsmarkengeber

• Nockenwellenstellung

• Getriebestufe

• Fahrzeuggeschwindigkeit

• CAN-Bus

• Diagnosegerät

Im Motronic-Steuergerät werden die Eingabesignale

verarbeitet (Verarbeitung) und als

verstärkte Ausgangssignale an die Aktoren

ausgegeben (Ausgabe). In unserem Beispiel

gelangt die Ausgabe an folgende Aktoren:

• Zündspulen mit Zündkerzen

• EGAS-Steller

• Einspritzventile

• Hauptrelais

• Motordrehzahlmesser

• Treibstoffpumpenrelais

• Lambda-Sondenheizung

• Nockenwellensteuerung

• Tankentlüftung

• Saugrohr-Umschaltung

• Sekundärluft

• Abgasrückführung

Alle Sensoren und Sollwertgeber der Eingabe,

das Steuergerät für die Verarbeitung

sowie die Aktoren für die Ausgabe sind

Hardware-Komponenten. Es gibt jedoch weitaus

einfachere EVA-Prinzipien. Obwohl sie

42

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

nicht so komplex aufgebaut sind, erfüllen

sie doch alle Eigenschaften der Eingabe, Verarbeitung

und Ausgabe.

Eingabe Verarbeitung Ausgabe

Beispiele des EVA-Prinzips

Eine Relais-Schaltung kann als Beispiel

für das Verständnis des EVA-Prinzips

ebenfalls aufgeführt werden (Bild 4). Die

Eingabe erfolgt mit dem Schalter. Das Relais

verarbeitet das Signal, indem es einfach den

Kontakt schliesst und das Ausgangssignal

an die Lampe durchschaltet. Als Hardware-

Komponenten kommen hierbei der Schalter,

das Relais und die Lampe zum Einsatz.

Aber auch die Batterie, die Leitungen und

die Sicherung können zur Hardware gezählt

werden.

Eine Digitalschaltung verkörpert d e n I n -

begriff des Blockdiagramms durch s e i ne

rechteckigen Symbole (Bild 5). Hierbei

kann das EVA-Prinzip ebenfalls verdeutlicht

werden. Zugleich kommt das Gatter mit

seiner integrierten Schaltung einem Mikroprozessor

in einem Computer zumindest vom

Aussehen sehr nahe. Die Eingabe in Bild 5

erfolgt mit den zwei Schalteingängen E1 und

E2. Die Verarbeitung erfolgt durch das Grundgatter

UND. Wenn beide Schalter als Eingangsgrössen

geschlossen sind, wird die

Ausgabe am Ausgang A die LED aufleuchten

lassen. Ansonsten bleibt die Ausgabe auf 0 beziehungsweise

die LED leuchtet nicht.

Eine klare lokale Trennung von Verarbeitung

und Ausgabe ist bei einigen Systemen nicht

auf den ersten Blick erkennbar. So ist das

ABS-/ESP-Steuergerät direkt ans Hydraulikaggregat

gekoppelt, das einen Teil der Ausgabe

darstellt (Bild 6). Im Hydraulikaggregat

sind unter anderem Magnetventile integriert.

Sie sind wesentliche Teile der Ausgabe, da sie

den Bremsdruck in einer ABS-/ESP-Situation

regeln. <

Eingabe Verarbeitung Ausgabe

Bild 2: Das EVA-Prinzip in

der EDV.

Bild 3: Blockdiagramm einer Motronic. Das Diagramm verdeutlicht die Funktion des EVA-Prinzips.

Eingabe Verarbeitung Ausgabe

Eingabe Verarbeitung Ausgabe

Bild 4: Das EVA-Prinzip

mit einer Relais-Schaltung

veranschaulicht.

Bild 5: EVA mit dem

Grundgatter UND.

Eingabe Verarbeitung Ausgabe

Möchten Sie noch mehr Lesestoff in dieser

Richtung? Dann sind Sie bei der Fachzeitschrift

«auto&wissen» an der richtigen Adresse.

Bild 6: Bei ABS-/ESP-

Einheiten ist oft die

Verarbeitung eng an die

Ausgabe gekoppelt.

AUTOINSIDE | Februar 201943


DIGITALISIERUNG

Interview mit Roger Limacher, Geschäftsführer der Fibag AG

«Der Kunde muss bei

einem attraktiven Webshop

im Zentrum stehen»

Trotz Digitalisierung: Telefon und Fax sind noch lange nicht tot. Die Fibag hat in den letzten Jahren stark in ihren Webshop

investiert. Geschäftsführer Roger Limacher im Interview über «User Experience», die Herausforderung, die Inhalte stets

aktuell zu halten, und wieso das gute, alte Telefon nach wie vor seine Daseinsberechtigung hat. Sandro Compagno

Herr Limacher, die ganze Welt spricht von Digitalisierung.

Hand aufs Herz: Erhalten Sie eigentlich noch viele Bestellungen

per Fax und Telefon?

Roger Limacher: Ja, wir erhalten noch immer viele Bestellungen

per Telefon je nach Region mehr oder weniger. Vor allem bei

komplexen Anfragen ist nach wie vor die telefonische Beratung

sehr gefragt. Manchmal ist ein klärendes Telefongespräch einfach

effektiver. Auch Faxbestellungen gehen bei uns noch regelmässig ein.

Die Fibag arbeitet nur mit Originalteilen und plant, sämtliche

Originalteilekataloge ihrer Marken ins Netz zu stellen. Das muss

eine Herkulesaufgabe sein…

Ja, das kann man so sagen. Der technische Aspekt ist sicher

jeweils eine grosse Herausforderung, wobei die eigentliche Herkulesaufgabe

darin besteht, die Zusage der entsprechenden Hersteller für

die Aufschaltung des elektronischen Teilekatalogs zu erhalten.

Und trotzdem haben Sie in den letzten Jahren Ihren Webshop

massiv ausgebaut. Hätte ein Zulieferer heute ohne Webshop

überhaupt noch eine (Überlebens-)Chance im Markt?

Ein Überleben ohne Webshop würde wahrscheinlich schwierig

werden. Mit einem Webshop ist ein Kunde nicht mehr an Öffnungszeiten

des Lieferanten gebunden. Er kann also bestellen, wann

immer er will oder Zeit dazu hat.

Welches sind die Kriterien für einen guten Webshop?

Der Shop muss übersichtlich, reduziert und modern sein. Ein

guter Webshop bietet eine möglichst gute «User Experience». Das

heisst, der Kunde muss sich schnell im Shop zurechtfinden. Die

Produkte müssen schnell und einfach ausgewählt werden können.

Der Kunde muss bei einem attraktiven Webshop im Fokus stehen.

Die Zielgruppe Ihres Webshops sind Garagisten.

Wie weit haben Sie Ihre Kunden in die Konzeptionierung

eingebunden?

Unser Webshop ist ausschliesslich auf die Zielgruppe

Garagisten ausgelegt. Die Kunden haben

wir nicht gross eingebunden, da ein Grossteil

unserer Mitarbeitenden ursprünglich in einer

Garage gearbeitet hat und so die Bedürfnisse

bekannt waren. Jedoch nehmen wir

Verbesserungsvorschläge seitens unserer

Kunden auf und setzen diese, wenn möglich,

um.

«Alte oder falsche Daten hinterlassen einen unprofessionellen

Eindruck»: Roger Limacher.

44

Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

Ein kleiner Exkurs: Viele Teilehersteller werben damit, «Teile in

Originalqualität» zu liefern. Wieso soll ein Garagist nicht diese

Teile verbauen?

Ein Originalteil ist auf das jeweilige Fahrzeug abgestimmt und

passt immer zu 100 Prozent. Ein Originalersatzteil erfüllt die

hohen Qualitäts- und Prüfvorschriften eines Fahrzeugherstellers.

Somit ist immer gewährleistet, dass das Fahrzeug in seinem ursprünglichen

Zustand erhalten bleibt. Zudem sorgt der Fahrzeughersteller

für eine jahrelange Verfügbarkeit eines Teils. Damit bleibt

die Fahrbereitschaft auch bei älteren Fahrzeugen erhalten.

Wo liegen beim Einrichten eines Webshops die Stolpersteine?

Ein Webshop steht und fällt mit der korrekten Anzeige von

Produkten, Preisen, Rabatten und Verfügbarkeiten. Das heisst auch,

dass die Inhalte in einem Webshop immer aktuell gehalten werden

müssen. Alte oder falsche Daten hinterlassen einen unprofessionellen

Eindruck beim Kunden. Weiter ist es sehr wichtig, dass der Datenaufruf

schnell geht. Lange Wartezeiten führen zu Frustration und der

Webshop wird mit der Zeit nicht mehr verwendet.

Welches sind die wichtigsten Schnittstellen?

Bei unserem Webshop handelt es sich um ein Eingabetool

für unser ERP-System. Deshalb sind die Schnittstelle zu unserem

Lagerbewirtschaftungssystem sowie jene zum Kunden- und

Teiledatenstamm die wichtigsten. Die ganze Verrechnung läuft

nicht via Webshop.

Die Fibag unterhält keine regionalen Lager. Hat das die

Implementierung des Webshops vereinfacht?

Eigentlich schon. Wenn mehrere regionale Lager vorhanden sind,

muss geprüft werden, welcher Kunde im Einzugsgebiet des entsprechenden

Lagers ist. Ist das Teil dort nicht verfügbar, muss ein

anderes Lager zum Zug kommen. Das führt bei der Programmierung

dazu, dass Lagerketten gebildet werden müssen.

Zeit ist ein ganz entscheidendes Kriterium. Wie viel Zeit vergeht

zwischen der digitalen Bestellung und der analogen Lieferung?

Das hängt im Wesentlichen mit der Bestellart zusammen und ob

das Teil an Lager ist. Je nach dem vergehen zwischen Bestellung und

Lieferung in der Regel drei, maximal 24 Stunden.

Webshops sind eigentliche Dauerbaustellen. Welches sind Ihre

nächsten Projekte?

Optimierungen finden laufend statt. Das nächste grosse Projekt

ist die Implementation von Daihatsu-Teilen. Dieses steht kurz vor

dem Abschluss. Und im Verlauf des Jahres sollen weitere Fahrzeugmarken

integriert werden. <

Weitere Infos unter:

fibag.ch

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AUTOINSIDE | Februar 201945


PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

DIGITALISIERUNG

Keine Angst vor der Digitalisierung

«Grad der Digitalisierung

bestimmt Garagist selbst»

Noch immer haben viele Unternehmen grossen Respekt vor der Digitalisierung. Doch kaum jemand weiss, worum es dabei

eigentlich geht während die Digitalisierung im privaten Leben längst Einzug gehalten hat. Stephan Rissi, Leiter Marketing

und Verkauf beim Garagensoftware-Hersteller Stieger, macht im Gespräch mit AUTOINSIDE Schluss mit dem vermeintlichen

Schreckgespenst. André Bissegger

Herr Rissi, viele Garagenbetriebe haben

Angst vor der Digitalisierung. Zu Recht?

Stephan Rissi: Nein, das brauchen sie

nicht! Man muss den Begriff Digitalisierung

aber zuerst definieren, um zu verstehen, was

dahinter steckt. Und das ist viel simpler,

als die meisten glauben. Digitalisieren

heisst nichts anderes, als einen bisher

manuellen, analogen Ablauf technisch,

sprich elektronisch, umzusetzen. Das Entscheidende

dabei ist, dass der bisherige

Ablauf dadurch optimiert wird, also in Zukunft

beispielsweise einfacher, sicherer und

schneller vonstattengeht. Wer aufgrund dieser

Definition Angst hat vor der Digitalisierung,

der hat im Grunde Angst vor der Optimierung

seiner Prozesse. Aber das muss er nicht,

denn es sollte in seinem ureigenen Interesse

liegen, Abläufe so optimal wie möglich zu

gestalten. Vereinfacht gesagt, geht es bei der

Digitalisierung um ein Mehr an Schnelligkeit,

Effizienz und Bequemlichkeit. Warum sollte

ein Garagist ausgerechnet am Arbeitsplatz auf

diese Vorteile verzichten?

Wie kann die Digitalisierung den Garagenbetrieben

im Alltag helfen?

Ausgehend von einem Dealer Management

System lässt sich dieses nach Bedarf ausbauen,

indem die für den Betrieb sinnvollen

Tools wie Zeiterfassung, Werkstattplaner oder

Pneuhotel schrittweise integriert werden.

Sind diese intelligent untereinander vernetzt,

erspart das schon bei der Datenerfassung

enorm viel Zeit, da diese nur einmal vorzunehmen

ist. Dank der Vernetzung ist auch

der durchgängige Datenfluss über das gesamte

«Bei der Digitalisierung

geht es um ein Mehr an

Schnelligkeit, Effizienz

und Bequemlichkeit.

Warum sollte ein Garagist

ausgerechnet am Arbeitsplatz

auf diese Vorteile

verzichten?»

System gewährleistet. Auswertungen

oder Archivierungen der Daten sind

ebenso möglich. Das erleichtert

und beschleunigt das Arbeiten

entscheidend. Unter dem Strich

gewinnt der Garagist deutlich

mehr Zeit und Effizienz, steigert seine Umsatzmöglichkeiten

und erhält wichtige Erkenntnisse

über seinen Betrieb und das

auf Knopfdruck.

Die Garagisten fürchten hohe Investitionskosten

und dass sie sich in der Digitalisierung

verlieren. Kann die Digitalisierung

des Betriebs auch schrittweise erfolgen?

Wo soll man starten?

Diese Furcht muss nicht sein, denn den

Grad der Digitalisierung bestimmt allein der

Garagist. Entscheidend sind die individuellen

Bedürfnisse. Je nach Betriebstruktur beziehungsweise

-grösse schaut man, ob überhaupt ein

Bedarf für Digitalisierung besteht. Bei einem

«Ja» muss der Nutzen der Digitalisierung klar

erkennbar sein und geklärt werden, wie man

sie sinnvoll umgesetzt. Hier kommen beispielsweise

wir ins Spiel und unterstützen

den Garagisten bei der Entwicklung und

Umsetzung digitaler Prozesse. Klipp und

klar: Der Garagist muss auch in Zukunft kein

Digitalisierungsexperte werden. Dafür gibt

es Spezialisten wie Stieger, die ihm von Anfang

an mit Rat und Tat helfen. Das gilt auch

für die Kostentransparenz. Aus diesem Grund

empfehlen wir, unbedingt schrittweise

vorzugehen, wobei ein Dealer Management

System den Ausgangspunkt bildet.

Kann ein Garagenbetrieb, der in Zukunft

noch bestehen will, die Digitalisierung auch

ignorieren?

Das sollte er auf keinen Fall tun! Die

digitalen Instrumente vereinfachen nachweislich

die tägliche Arbeit und helfen,

langfristig konkurrenzfähig zu bleiben und

das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft

zu führen. <

Weitere Infos unter:

www.stieger.ch

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


DIGITALISIERUNG

Amag

amag.ch

> «eMarketPlace»: Die Schadenplattform für Carrosserie- und Lackaufträge

pd. Mit der Plattform «eMarketPlace» bedienen Garagisten ihre

Kunden mit einem vollumfänglichen Dienstleistungsangebot. Der

«eMarketPlace» ermöglicht die ganze Organisation von der Auftragserfassung

über die Auftragserteilung bis zur Kostenübersicht auf

einer zentralisierten Plattform. Einfache Prozesse unterstützen die

Anwender dabei, Aufträge nach Bedarf und Kapazitäten an ein Netzwerk

von externen Fachspezialisten zu vergeben. Garagisten können

mit dem «eMarketPlace» mit seinen effizienten Prozessen nicht nur die

Kundenloyalität verbessern, sondern auch ihre Rendite optimieren.

Das sind die Vorteile des «eMarketPlace» auf einen Blick:

1. Auftraggeber

• Kosten, Effizienz und Rendite

• Kein Zeitaufwand für Suche von Partnern

• Schnelle Auftragserfassung

• Übersicht und Dokumentation

• Investitionen nach Kernkompetenzen

• Loyalisierung des Kunden

• Neukundengewinnung

• Behält den Kundenkontakt

• Kernkompetenzen steigern

• Freiwillige Auftragsannahme

• Qualitätsbewertung für die ständige Weiterentwicklung

• Kann sich auf einzelne Technologien spezialisieren

• Kann auf Aufträge zugreifen, die bis jetzt nie zu ihm gekommen

wären

3. Kunde

• Keine Wartezeiten im Reparaturfall

• Immer die vertraute und bekannte Ansprechperson

• Alles aus einer Hand

• Sicherheit und Qualität durch qualifizierte Fachpersonen. <

2. Auftragnehmer

• Kann je nach Auftragsvolumen seine Auslastung und

Produktivität steigern

Der «eMarketPlace» zusammengefasst.

Carauktion

carauktion.ch

> Carauktion knackt die 20 000-Fahrzeug-Marke und lanciert neues Eintauschkonzept für Handel

pd. Die grösste B2B-Fahrzeug-Remarketing-Plattform in

der Schweiz konnte auch im vergangenen Jahr wieder einen Rekord

verzeichnen: Die über 7500 registrierten Nutzer aus der Fahrzeugbranche

(In- und Ausland) konnten erstmals auf über 20 000 Fahrzeuge

verschiedenster Marken und Modelle sowie unterschiedlichen

Alters und Zustands zugreifen.

Wöchentlich werden zwei Auktionen mit rund 450 Fahrzeugen

durchgeführt. Die Angebote stammen mehrheitlich aus dem Bestand

von Flottenbesitzern, Leasinggesellschaften, Vermietern, Behörden

und Importeuren. Das am stärksten wachsende Segment

ist jedoch der Handel, der die Plattform für eine gewinnoptimierte

und transparente Kapitalisierung seiner Eintausch- und Lagerfahrzeuge

nutzt. Nebst einer reinen Verkaufsplattform bietet die

Carauktion in Form eines Generalunternehmens vor- und nachgelagerte

Dienstleistungen (Transport, Expertise, Inkasso usw.)

rund um das gewinnbringende Remarketing an.

Smartphone. Der Eintauschpreis basiert auf effektiven B2B-Verkaufspreisen

der Carauktion.

Mit diesem neuen Produkt werden die Abhängigkeit zum

Zwischenhandel eliminiert und neue Massstäbe für ein proaktives

Occasionsgeschäft gesetzt. <

App liest Fahrzeugausweis aus

Erfolg verpflichtet. Deshalb ist auch Carauktion bestrebt, ihre Dienstleistungen

immer weiterzuentwickeln. Im Zuge der Digitalisierung

wird die Carauktion pünktlich zum 15-Jahre-Jubiläum noch in

diesem Jahr ein einzigartiges Eintauschkonzept für den Handel

lancieren: Mittels einer App wird der Fahrzeugausweis des

Eintauschfahrzeuges eingelesen. Der Verkäufer erhält umgehend

einen marktgerechten Eintauschpreis als Push-Nachricht auf sein

Die neue App von Carauktion liest den Fahrzeugausweis des Eintauschfahrzeugs

ein. Der Verkäufer erhält daraufhin sofort den marktgerechten Eintauschpreis

angezeigt, der auf effektiven B2B-Verkaufspreisen von Carauktion basiert.

AUTOINSIDE | Februar 201947


PRODUKTENEWS

DIGITALISIERUNG

Leasingmarkt.ch AG

leasingmarkt.ch

> Online-Marktplatz für Leasingangebote der Garagenbetriebe

pd. Immer mehr Menschen

entscheiden sich dafür, ein Auto

zu leasen statt zu kaufen. In

Zeiten der Sharing Economy wird

der reine Besitz eines Autos

unpopulär.

Das Fahrzeug-Leasing wird

hingegen immer attraktiver,

sowohl für Privat- als auch für

Geschäftskunden. Für Händler

bietet Leasing die Vorteile einer

höheren Kundenloyalität und die

höhere Wahrscheinlichkeit des

Wiederkaufs.

Garagisten stehen mit

Interessenten in Kontakt

Doch das richtige Leasing-

Angebot zu finden, ist nicht so

einfach. Leasingmarkt.ch hat

die Lösung: Die markenunabhängige

Online-Plattform ist

seit Juni 2018 in der Schweiz

verfügbar. Kunden finden darauf

schnell und einfach das richtige

Auto passend zur Lebenssituation

und zum Budget. Autohändler

können ihre Angebote

auf leasingmarkt.ch inserieren

und stehen den Kunden mit

Rat und Tat zur Seite. Dadurch

können die Betriebe ihr

Autohaus sichtbar präsentieren

und für eine grössere Reichweite

sorgen.

Um es auch den Verkäufern

so einfach wie möglich zu

machen, bietet leasingmarkt.ch

ein übersichtliches «Cockpit»,

in dem die eigenen Inserate

verwaltet und Anfragen

bearbeitet werden können.

Auch kostenseitig wird auf

Transparenz und Fairness

geachtet: Bezahlt werden nur

konkrete Anfragen, mit denen

der Verkäufer Kontakt zum

Interessenten aufnimmt.

Der Verkäufer kann sich

dank leasingmarkt.ch auf seine

Arbeit und den persönlichen

Kontakt konzentrieren, um seine

Zielerreichung zu verbessern.

Leasingmarkt.ch kümmert

sich für ihn um das Online-Geschäft

mit qualitativ hochwertigen

Leads. <

Motiondata Vector Gruppe

motiondata-vector.com

> Mehr Effizienz für die Garagisten mit den digitalen Innovationen von Motiondata

pd. In Österreich bereits

Marktführer in der Schweiz

schon ein Jahr erfolgreich! Im

vergangenen Jahr hat sich die

Motiondata Vector Gruppe in

der Schweiz mit zahlreichen

Projekten am Markt etabliert

und das Vertrauen vieler

Betriebe gewonnen. Als

Komplettlösungsanbieter deckt

Motiondata mit ihren DMS-

Lösungen, den Car Dealer

Management Systemen «CDP

Car Dealer Package» und

«Motiondata DMS» sowie einem

breiten Web-Portfolio, nützlichen

Apps und IT Services alle

Bedürfnisse des modernen

Garagenbetriebs ab.

Die Dealer Management

Systeme sind als lokale

Serverlösung und in der Cloud

erhältlich. Durch die Cloudlösung

sparen sich die Kunden

die Anschaffungs- und

Wartungskosten und sind

immer auf dem neuesten und

sichersten Stand. Das Web-

Portfolio unterstützt den

Betrieb in Verkaufs-,

Organisations- und Vertriebsabläufen

vom klassischen

CRM bis hin zu Probefahrten

und Fahrzeugverwaltungstools.

Dazu kommen auf den Betrieb

angepasste Website-Lösungen

und praktische Online-Service-

Buchungsfunktionen, die eine

schnelle Terminbuchung für

den Kunden mit nur wenigen

Klicks ermöglicht.

Die neue «mobilApp»

präsentiert das Fahrzeugangebot,

verbessert mit Servicetermin-

und Probefahrtvereinbarung

die Kundenbindung und

vereinfacht mit News-, Chatund

Messagetools die Kommunikationswege.

Die IT-Services

von Motiondata ergänzen das

breite Produktportfolio mit

entsprechenden Software- und

Hardwarelösungen, die auf

dem aktuellsten und sichersten

Stand sind.

Langjährige Kooperationen

mit Herstellern und Importeuren

sind die Basis für die mehrmarkenfähigen

DMS-Systeme

(«Motiondata DMS» und «CDP

Car Dealer Package»). Eine

grosse Auswahl an Schnittstellen

ermöglicht den Kunden

die Kommunikation und den

Datenaustausch zu Fremdsystemen.

Markenspezifische

Parametrierung unterstützt die

vom Hersteller/Importeur

empfohlenen und vorgegebenen

Prozesse. Die direkte Anbindung

bereichsspezifischer Anwendungen

wie beispielsweise

elektronische Teilekataloge,

Schadenskalkulationen oder

Fahrzeugbewertungen und

-gutachten gewährleisten

effiziente Arbeitsprozesse über

verschiedene Programme. <

Die neue «mobilApp» bietet unter

anderem eine Service- und Probefahrtterminvereinbarung.

48

Februar 2019 | AUTOINSIDE


SPONSORED CONTENT

auto-i-dat ag

E-Fahrzeuge und ihre Restwerte

Der mediale Hype rund um die Elektromobilität vermittelt den Eindruck, dass wir morgen alle nur noch elektrisch unterwegs

sein werden. In der ganzen Euphorie geht allerdings eine für Händler und Automobilisten relevante Frage unter: Wie steht es

um den Restwert von E-Fahrzeugen?

pd. Einerseits, weil einzelne Modelle bereits

seit einiger Zeit erhältlich sind, anderseits, weil

die Händler zunehmend darauf angesprochen

werden, sind Restwerte von E-Fahrzeugen beim

Marktführer für Fahrzeugdaten in der Schweiz

seit Längerem ein Thema. Unser Team hat alle

verfügbaren Modelle getestet und den Fokus

vor allem auf die für Käufer alles entscheidende

Alltagstauglichkeit gelegt.

Auf dem Laufenden bleiben

Trotz des nach wie vor sehr kleinen Marktanteils

der BEV-Fahrzeuge ist die Nachfrage

nach Occasionen relativ gross. Mit Ausnahme

des Nissan Leaf scheint die Nachfrage grösser

zu sein als das Angebot. Das führt zu teilweise

höheren Verkaufserlösen im Occasionsmarkt.

Für den Restwert relevant ist nebst

der Alltagstauglichkeit vor allem, wie sich

die Batterietechnologie in naher Zukunft entwickelt.

Wenn die nächsten BEV-Fahrzeuge

mit wesentlichen technologischen Verbesserungen

auf den Markt kommen, werden

die Restwerte der aktuellen Fahrzeuge negativ

beeinflusst.

Alle aktuellen Erkenntnisse fliessen

laufend in unsere Betrachtungen der Restwerte

ein. Aufgrund dessen haben wir bereits

Anpassungen an den Restwertkurven vorgenommen.

Wir werden Sie an dieser Stelle

auf dem Laufenden halten.

Wer nicht solange warten möchte oder

individuelle Fragen hat, kann uns unter

044 497 40 40 anrufen. Oder besuchen Sie

unsere Website auto-i-dat.ch und abonnieren

Sie unseren Newsletter.

Nächstes Fokusthema im Bereich alternative

Antriebe: In der Aprilausgabe geht es

um die Restwertentwicklung von Plug-in-/

PHEV-Fahrzeugen. <

E-Fahrzeuge sind im Trend. Die auto-i-dat ag beobachtet

auch die Entwicklung der Restwerte genau.

André Koch AG

andrekoch.ch / repanetsuisse.ch

> «Standowin iQ Cloud» vernetzt das digitale Farbtonmanagement

pd. Zur Steuerung der Arbeitsschritte im

digitalen Farbtonmanagement war bisher

ein fest installiertes PC-System (meist im

Mischraum) erforderlich. Die «Standowin

iQ Cloud» geht einen Schritt weiter: Dank

der Online-Datenbank sind der Zugang und

die Steuerung drahtlos mit jedem mobilen

browserfähigen Gerät möglich sogar via

Smartphone oder Tablet. Arbeitsprozesse

mit standortunabhängigen Geräten bedeuten

in der Praxis ein deutliches Plus an Flexibilität

und Anwenderfreundlichkeit.

Mit den Tools lassen sich präzise Mess-

Mit der «Standowin iQ Cloud» können die einzelnen Prozesse im

Colourmanagement drahtlos vernetzt werden.

werte und exakte Farbtonformeln ermitteln,

die über ein mobiles Gerät oder Computersystem

per WLAN direkt an eine IP-Waage

zum Ausmischen geschickt werden können.

Viele weitere Geräte beispielsweise

ein Etikettendrucker oder Barcodescanner

lassen sich per WLAN über die Cloud

vernetzen und können zum effektiven

Arbeitsfluss beitragen. Der Zugriff auf die

sich automatisch aktualisierende Datenbank

«Standowin iQ» mit über 200 000 Farbtonformeln

sowie eine übersichtliche

Zusammenfassung von Prozesskennzahlen

im KPI-Dashboard sind

weitere Vorteile.

Wie digital das

Farbtonmanagement

letztlich werden soll,

entscheiden die Betriebe

selbst. Standox

hat drei «Standowin iQ

Cloud»-Lösungen zur

Auswahl entwickelt, die

die unterschiedlichen

Anforderungen der Betriebe

berücksichtigen:

Sie reichen von der LAN-basierten Variante,

der «Standowin iQ Cloud 100 %», über eine

teilweise kabellose Version, die «Standowin

iQ Cloud 100 % Plus», bis zur komplett drahtlosen

Einbindung aller Komponenten ins

WLAN, der «Standowin iQ Cloud 100% Top».

Für alle gilt: Manuelle Aktualisierungen,

Wartungen und Datensicherungen entfallen,

sie werden automatisch über die

Cloud abgewickelt. Darüber hinaus lassen

sich betriebliche Kennzahlen aus anderen

vorhandenen Systemen generieren, zum Beispiel

aus der Lager- und Auftragsverwaltung

oder der Online-Bestellung.

Unterstützung fürs digitale Zeitalter

«Früher mussten Lackierbetriebe nahezu

alle Farbtonmanagement-Prozesse

im Mischraum durchführen», sagt Ivica

Juric, Leiter Information Center der

André Koch AG. «Doch mit der drahtlosen

Farbtonmanagement-Technologie von

Axalta ermöglicht Standox seinen Kunden

eine benutzerfreundliche, zuverlässige und

wirtschaftliche Arbeitsweise.» <

AUTOINSIDE | Februar 201949


AUTO-SALON

Die Zukunft der Fachausstellung

Wandern die Aussteller aus

Halle 7 nach oben?

Die Zulieferbranche steht im Finish für den nächsten Auto-Salon. Die Fachausstellung für das Autogewerbe findet zum letzten Mal

sowohl als Kurz- als auch als Langversion statt. Hinter den Kulissen wird intensiv über die Kurzmesse und die Zukunft von Halle 7

diskutiert erst recht, seit Stiftungsrat und Salon-Komitee über eine Änderung des Reglements diskutieren. Reinhard Kronenberg

Hier spielt die Musik: Die Salon-Verantwortlichen

diskutieren eine Öffnung der Hallen 1 bis 6 für eine Auswahl

von Zulieferern. Sakrosankt ist indes noch nichts.

Vom 7. bis 17. März findet die Fachausstellung

für Garagenzubehör zum letzten

Mal in ihrer Geschichte über die volle Dauer

von zwei Wochen statt zumindest für

jene Aussteller, die das wollen. Ab 2020 gilt

das neue, verkürzte Regime, auf das sich

die Aussteller und die Palexpo als Veranstalterin

geeinigt haben: vom zweiten

Pressetag am Mittwoch bis und mit Montag

der Folgewoche. Treibende Kraft hinter dieser

Änderung war die Swiss Automotive Aftermarket

(SAA), in der der Grossteil der ausstellenden

Firmen organisiert ist.

André Hefti,

Generaldirektor

Auto-Salon Genf.

Hefti bestätigt

Diskussion

«Wir haben mit der

verkürzten Messe gute

Erfahrungen gemacht»,

bilanziert SAA-Präsident

Erhart Luginbühl. Die

Ausgabe 2018 sei für

die Aussteller der Kurzmesse

dank tieferer Kosten und einer damit

verbundenen zahlenmässigen Konzentration

der Besucher «ein Erfolg» gewesen. Und

trotzdem: Die Perspektiven der Messehalle 7

für die Jahre ab 2020 werden in der Branche

Erhard Luginbühl,

Präsident Swiss

Automotive

Aftermarket.

kontrovers beurteilt. Dies

erst recht, seit bekannt

geworden ist, dass in

den beiden für das

Salon-Programm verantwortlichen

Gremien

dem Stiftungsrat und

dem Salon-Komitee

die Idee diskutiert wird,

die Hallen 1 bis 6 für

Aussteller der Kategorien 3 (Zubehör inkl.

Aftermarket) und 5 (Werkstatteinrichtungen)

zu öffnen.

Gegenüber den AGVS-Medien bestätigt

50

Februar 2019 | AUTOINSIDE


AUTO-SALON

Generaldirektor André Hefti, dass diese Diskussion

stattfindet. Allerdings nicht auf

Initiative einzelner Aussteller aus Halle 7,

sondern auf Anfrage von Firmen wie BP/

Castrol, die früher am Auto-Salon ausgestellt

hatten, ihm später fernblieben und die jetzt

gerne wiederkommen würden allerdings

nicht in die Halle 7. Dass das Salon-Komitee,

verantwortlich für die Auslastung der

Messehallen, nach Lösungen suchen muss,

um die Abgänge namhafter Aussteller zu

kompensieren (unter anderem Ford, Hyundai,

Jaguar, Opel, Range Rover und Volvo), ist

nachvollziehbar.

Eleganter Ausweg für die ESA?

In Ausstellerkreisen von Halle 7 wird nun

die Möglichkeit diskutiert, dass eine solche

Lockerung des Reglements nicht nur zum

Zugang von wiederkehrenden Firmen aus

dem Aftermarket kommen könnte, sondern

dass auch aktuelle Aussteller in Halle 7 diese

Türe nutzen, um in die Hallen 1 bis 6 abzuwandern.

Gerade Ausstellern wie der ESA

würde damit elegant ein Ausweg aus dem

aktuellen Dilemma geboten. Sie hat mehrfach

und unmissverständlich klar gemacht, dass

für sie nur eine Präsenz über zwei Wochen

infrage kommt, was nach 2019 in Halle 7

nicht mehr möglich sein wird. Sie begründet

ihre Haltung primär mit dem Umstand, dass

es ihr im Rahmen einer verkürzten Messe

schlicht nicht möglich sei, die Tausenden

von Genossenschaftern sowie weitere

interessierte Garagisten zu begrüssen.

In Ausstellerkreisen wird nun ein Exodus

befürchtet dass, wenn die ESA von einer

Langzeitmesse, SAA-Kurzmesse, Parallelversionen und bald ein Auszug der Halle-7-Ausseller nach oben?

solchen Option Gebrauch machen und aus

Halle 7 ausziehen würde, weitere Firmen

folgen. So entstünde eine Sogwirkung, bis

schliesslich zu wenig Aussteller in Halle 7 verbleiben

und die Halle selber damit Geschichte

ist. Insider sehen noch ein weiteres Hindernis

auf dem Weg zur Öffnung der oberen

Hallen: Die Hersteller sind selber auch im

Aftermarket tätig und daran interessiert,

dass ihre Teile verbaut werden. Aus diesem

Grund könnte es nicht im Interesse der

Hersteller sein, die Konkurrenz in «ihren»

Ausstellungshallen zu haben. Und im Salon-

Komitee sind die Hersteller in der Mehrheit.

Entscheid fällt am 15. März

Die Sorge um die Entwicklung widerspiegelt

das gesteigerte Interesse, das der

Halle 7 seit zwei Jahren sowohl vonseiten

der SAA, vonseiten der Aussteller wie auch

vonseiten des Salons selber wieder verstärkt

zuteil wird. Auf breiter Front hat sich die Erkenntnis

durchgesetzt, dass es zugunsten des

Autogewerbes und der Zulieferer zwingend

eine nationale Plattform braucht und dass

Genf dafür nach wie vor der richtige Ort

ist, will man den nicht unbedeutenden Teil

französischsprechender Kunden bei Stange

halten. Das betonen grosse Aussteller wie

die ESA und SAG genauso wie SAA-Präsident

Erhart Luginbühl, für den es aktuell keine

valable Alternative zu Genf gibt.

Die SAA, sagt er, kämpfe für Halle 7.

Aber: «Es ist allen Ausstellern wie auch

der SAA selber bewusst, dass Halle 7 in Zukunft

stärker den Charakter einer ‹Erlebnismesse›

bekommt». Die SAA habe dem Salon-

Komitee Konzeptideen unterbreitet. Den

Entscheid hat André Hefti für den 15. März

in Aussicht gestellt, dem zweiten Freitag des

Auto-Salons 2019. Im Anschluss wird André

Hefti den Stab an seinen Nachfolger Olivier

Rhis übergeben, der seine neue Stelle als

Generaldirektor des Auto-Salons Genf am

1. Februar offiziell angetreten hat.


AUTO-SALON

Nachgefragt bei AGVS-Garagisten

An den Salon oder nicht das

ist hier die Frage

Weshalb lohnt sich für die AGVS-Garagisten die Reise nach Genf noch immer?

Was soll der Salon-Direktor in spe im Interesse des Schweizer Autogewerbes

optimieren? Wir fühlten den Puls. Sandro Compagno, André Bissegger, Tatjana Kistler

Garage P. Schweizer, Liestal BL

«Ein neues Konzept

ist nötig»

Herr Schweizer,

fahren Sie an den

Auto-Salon?

David Schweizer:

Ja, wir gehen mit

dem ganzen Team an

den Auto-Salon. Wir

nutzen den Event für

einen Teamausflug.

David Schweizer,

Geschäftsführer

Garage P. Schweizer.

Wir suchen jeweils den Seat-Markenstand für

das Mittagessen auf. Dies stärkt die Bindung

unserer Mitarbeiter zur Marke.

Besuchen Sie auch die Halle 7?

Wir besuchen auch die Halle 7, jedoch verbringen

wir mehr Zeit in den anderen Hallen.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Salon-

Direktor Olivier Rihs?

Ich erhoffe mir, dass er den Wandel

schafft und die Leute wieder zurück an die

Messe bringt. Ich glaube, ein neues Konzept

wäre nötig eines, mit dem neue Kundengruppen

angesprochen werden.

Hat ein Salon in einer digitalisierten Welt

noch Zukunft?

Ich denke, dass ein Salon noch immer

seine Berechtigung hat, aber nicht mehr in

der Art, wie er heute besteht. Informationen

zu Neuheiten oder zu den aktuellen

Modellen können sich die Leute von zu

Hause aus holen. Die Hersteller organisieren

vermehrt eigene Shows für die Präsentation

von Neuheiten. Die Automobilbranche ist

im Wandel und bietet viele neue Themen,

welche die Leute beschäftigen. Wenn

Themen wie Carsharing, Digitalisierung,

Elektrifizierung oder Vernetzung interessant

präsentiert werden, können die Messe, aber

auch die Hersteller profitieren.

Wie nutzen Sie den Salon für Ihre Kunden?

Wir nutzen den Automobilsalon nur

am Rande für Kunden. Das Interesse der

Kunden, extra von Liestal nach Genf zu

reisen, ist kaum vorhanden. Jedoch bieten

wir interessierten Kunden Tickets oder VIP-

Eintritte zum Seat-Stand an.

Garage Pieren, Thierachern BE

«Wir führen am

Salon Gespräche»

Herr Pieren, fahren Sie

an den Auto-Salon?

Manfred Pieren:

Wir fahren hin,

um informiert zu

sein und Gespräche

mit unseren Marktbegleitern

zu führen.

Manfred Pieren,

Geschäftsführer

Garage Pieren AG.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Salon

Direktor Olivier Rihs?

Das weiss ich noch nicht.

Hat ein Salon in einer digitalisierten Welt

noch Zukunft?

Davon bin ich überzeugt.

Wie nutzen Sie den Salon für Ihre Kunden?

Wir verteilen Salon-Eintritte an mögliche

Kaufinteressenten und fassen die Kontakte

später nach.

Auto Eugster, Thal SG

«Die Kleineren

müssen zurück»

Herr Eugster, fahren Sie

an den Auto-Salon?

Fabi a n Eu g ster:

Wenn es zeitlich aufgeht,

werde ich dieses

Jahr wieder einmal

nach Genf fahren. Nor -

malerweise besuche ich

Fabian Eugster

Inhaber Auto Eugster.

den Salon alle zwei bis drei Jahre. Früher ging ich

vor allem wegen der Halle 7 an den Salon. Leider

ist diese mittlerweile nicht mehr so spannend,

da die kleineren Aussteller grösstenteils fehlen.

52

Februar 2019 | AUTOINSIDE


AUTO-SALON

Was erhoffen Sie sich vom neuen Salon-

Direktor Olivier Rihs?

Dass er es schafft, auch die kleineren Zulieferer

wieder als Aussteller für die Halle 7

zu gewinnen.

Hat ein Salon in einer digitalisierten Welt

noch Zukunft?

Ich denke, der Salon hat absolut immer

noch seine Berechtigung, Ein Auto live

anzuschauen, sich eventuell auch reinzusetzen

und es zu spüren, ist immer noch

attraktiver, als es an einem Bildschirm oder

Simulator zu bestaunen.

Wie nutzen Sie den Salon für Ihre Kunden?

Da unser Kerngeschäft die Reparatur und

nicht der Verkauf ist, habe ich den Salon beziehungsweise

die Halle 7 bis anhin eher aus

Eigeninteresse besucht und nicht für oder

mit Kunden genutzt.

Garage Bonfanti SA, Mendrisio TI

«Es braucht

Veränderungen»

Herr Bonfanti, fahren Sie

an den Auto-Salon?

Roberto Bonfanti:

Selbstverständlich!

Ein Akteur der Branche

darf sich das wichtigste

Treffen des Jahres nicht

entgehen lassen. Die

Messe ist ein toller Event,

fast schon ein Fest. Es

ist immer wieder schön,

daran teilzunehmen.

Roberto Bonfanti,

Verkaufs- und

Administrationsverantwortlicher

Garage Bonfanti SA

und Präsident der

AGVS-Sektion Tessin.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Salon-

Direktor Olivier Rihs?

Neue Impulse und frische Ideen für einen

innovativen Salon, der sich von den vorangehenden

Ausgaben unterscheidet. Es braucht

Veränderungen, eine schöpferische Neuausrichtung,

um die Attraktivität dieser Veranstaltung

rund um das Kernthema Auto zu

erhöhen.

Hat ein Salon in einer digitalisierten Welt

noch Zukunft?

Ja, die Digitalisierung wird das Gefühl

nicht ersetzen können, das man verspürt,

wenn man ein neues Modell live zu sehen bekommt.

Die Salon-Zukunft hängt aber davon

ab, ob genügend Hersteller vertreten sind.

Sollten zu viele auf eine Teilnahme verzichten

ein Trend, der sich im Übrigen angesichts

der neuen Denk- und Sichtweisen abzeichnet

könnte dies den Fortbestand des Salons gefährden.

Warten wir ab.

Wie nutzen Sie den Salon für Ihre Kunden?

Der Salon bietet einen umfassenden Überblick

über die Branche. Ferner kann der Besucher

die Marken vergleichen und sich über

den Stand der technologischen Entwicklung

informieren. Der Salon gibt auch Aufschluss

über die Grösse und Bedeutung des Sektors,

in welchem wir tätig sind. Gleichzeitig ist es

eine gute Gelegenheit, um die Positionierung

der eigenen Marke im globalen Kontext zu erfassen

sowie die Stärken und Vorteile gegenüber

der Konkurrenz zu erkennen. Die Fülle

an neuen Informationen und die aus Genf

mitgenommene Begeisterung tragen nicht nur

zur Motivation der Mitarbeitenden, sondern

auch zur Überzeugung der Kunden bei

Freihof-Garage AG, Näfels GL

«Autos faszinieren

noch immer»

Herr Koller, fahren Sie

an den Auto-Salon?

Edwin Koller: Ja,

einerseits, um die

neuen Modelle anzuschauen

und mir einen

Überblick zu verschaffen,

andererseits vor allem

um die Werkstatteinrichtungen

zu begutachten

und Kontakte zu pflegen.

Edwin Koller,

Geschäftsführer

und Inhaber der

Freihof-Garage AG

und Präsident der

AGVS-Sektion GL.

Besuchen Sie auch die Halle 7?

A u f g r u n d m e i n e r Motivation, nach

Genf zu fahren, werde ich einen grösseren Teil

der Zeit in Halle 7 verbringen, insbesondere

auf dem Stand der ESA.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Salon-

Direktor Olivier Rihs?

Ich denke, dass er für dieses Jahr noch

nicht viel einbringen konnte. Ich erhoffe mir

eine Transformation des klassischen Salons in

die heutige Zeit. Dies, ohne die traditionellen

Werte zu verlieren. Nebst den klassischen

Ausstellern braucht es Möglichkeiten, um die

Innovationen im und rund um das Automobil

zu zeigen. Solch ein Salon sollte national

angesehen und so aufgegleist werden. Zudem

sollten die Kundenbedürfnisse aufgenommen

und umgesetzt werden von

den Ausstellern wie auch von den Besuchern.

Hat ein Salon in einer digitalisierten Welt

noch Zukunft?

Wenn die genannte Veränderung geschafft

wird, glaube ich daran, dass der Salon Genf

mittelfristig eine Zukunft hat. Die Menschen

sind vom Automobil und den technischen

Möglichkeiten immer noch fasziniert und

möchten dies erleben. Dies ist rein virtuell

noch nicht möglich.

Wie nutzen Sie den Salon für Ihre Kunden?

Kunden, die den Salon besuchen möchten,

können einen Gratiseintritt abholen oder ihn

sich zusenden lassen. Da es in Vergangenheit

am Salon immer wieder Händlermeetings

gegeben hat und ich dadurch besetzt war,

veranstalteten wir keinen Kundenevent in

Genf. Aber immer ein Wochenende nach dem

Salon machen wir die «Garagissimo». Dies ist

seit 23 Jahren eine gemeinsame Ausstellung

der AGVS-Garagisten im Kanton Glarus, jeder

an seinem Standort, was eine ausgezeichnete

Resonanz auslöst. <

MIDLAND.CH

AUTOINSIDE | Februar 201953


AUTO-SALON

Wie der Garagist den Auto-Salon für seine Zwecke nutzen kann

«Zwischenmenschlichen

Kontakt kann man nicht

ersetzen»

Bruno Lurati, der ehemalige Direktor und Organisator des Auto-Salons Genf, kennt das Messewesen wie kein Zweiter.

Er weiss, was es für eine erfolgreiche Messe braucht und wie die Garagisten den Auto-Salon für ihre Zwecke nutzen

können. Sandro Compagno und André Bissegger

Bruno Lurati hat in seiner Karriere viel erlebt. Der frühere Auto-Salon-Direktor teilt nun sein Know-how und erklärt, was es für einen erfolgreichen Messeauftritt braucht.

Herr Lurati, Sie waren neben Ihrer Tätigkeit

am Auto-Salon unter anderem Direktor des

Messeplatzes Palexpo Genf und Präsident

des damaligen Branchenverbands «Vereinigung

Messen Schweiz», der nun «Expo-

Event» heisst. Heute bieten Sie Seminare

für Aussteller an Messen an. Wieso ist

das ein Bedürfnis?

Bruno Lurati: Eine Messe ist ein hoch

effizientes Marketing- und Kommunikationsinstrument.

Ich habe in meinen verschiedenen

Tätigkeiten und Funktionen jedoch festgestellt,

dass sich viele Aussteller nur suboptimal

vorbereitet an Messen beteiligen. Dazu

gehören am Auto-Salon auch Automarken, die

zum Teil Millionen von Franken ausgeben. Zusammenfassend

gesehen werden immer die

gleichen Fehler gemacht. Daraus konnte ich

sechs kritische Erfolgsfaktoren ableiten

und ich begann, mein persönliches Knowhow

und mein Verständnis von Messen

mit Vorlesungen und Seminaren zur Verfügung

zu stellen.

Viele traditionelle Messen verschwinden

und auch der Auto-Salon ist ins Schlingern

geraten. Weshalb?

Genau wie sich Märkte verändern, müssen

sich Messen den neuen Gegebenheiten anpassen.

Wo dies nicht geschieht, geraten die

Messen ins Schlingern. Die Vermischung

von B2B-Fachmessen mit der gleichzeitigen

Öffnung für das Publikum kann ebenfalls

sehr gefährlich sein. So sind unter anderem

namhafte Messen verschwunden.

Gilt das auch für den Auto-Salon?

Der Auto-Salon ist während den zwei

Pressetagen eine B2B-Weltfachmesse. Dann

sind die Entscheider der Automobilindustrie

sämtlicher Konzerne und die Fachjournalisten

der Welt in Genf, das neben Frankfurt, Paris,

Detroit und Tokyo zu den «Big Five» der

internationalen Automobilmessen gehört.

Der Genfer Salon hat an den beiden Pressetagen

ein völlig anderes Gesicht als an den

Publikumstagen, wenn zumindest zu meiner

Zeit war es so an gewissen Ständen bis zu 30

Prozent der Fahrzeuge ausgewechselt werden.

Da wird der Auto-Salon zum «Gluschtig-

Macher» und fungiert unter anderem als

Vorbereiter für die Garagisten und deren Ausstellungen

nach dem Salon.

Wie kann der Garagist vom Auto-Salon

profitieren?

Der Garagist hat am Salon eine duale

54

Februar 2019 | AUTOINSIDE


AUTO-SALON

Aufgabe: Einerseits ist er Verkäufer d e r

Marke, anderseits Lieferant des Endverbrauchers.

In Genf geschieht die Anbindung

zu seinen Kunden und zur Marke.

Das Hauptziel des Garagisten muss sein,

seine potenziellen Kunden vom Auto-Salon

an seine eigene Hausausstellung zu bringen.

Nach dem Salon beginnt die Zeit der Frühlingsausstellungen

der perfekte Ort,

um Probefahrten zu vereinbaren. Bei einer

Probefahrt erfahren die Kunden das Auto,

sehen das Prestige, spüren den Komfort und

erleben die technischen Möglichkeiten. Das

muss das Ziel der Frühlingsausstellung sein,

denn aus Probefahrten entstehen bekanntlich

viele Autoverkäufe.

Sie betonen in Ihren Seminaren und Vorlesungen

regelmässig die Bedeutung des

Nutzens für die Kunden. Weshalb sollten

Aussteller ein so grosses Augenmerk auf

den Nutzen legen?

Der Besucher geht nur an eine Ausstellung,

weil er für sich oder sein eigenes

Business einen Nutzen sucht. Er will vom

Aussteller wissen, wie er in seinem Markt

erfolgreich sein kann. Der Aussteller muss

dem Besucher daher die Botschaft vermitteln,

dass er ihm hilft, in seinem Markt

erfolgreich zu sein. Spitz gesagt: Messeplatz

und Messeorganisator können nur dann

erfolgreich sein, wenn der Aussteller

mit seiner Messebeteiligung Erfolg hat. Und

dieser ist nur dann erfolgreich, wenn der

Besucher von der Ausstellung profitiert.

Stimmt diese Kette nicht, dann hat die

Messe ein Problem.

Und was ist für Garagisten der konkrete

Nutzen, um am Auto-Salon in die Halle 7

zu gehen?

In der Halle 7, eine eigentliche Fachmesse

im Auto-Salon, geht es nicht primär um die

Produkte. Denn diese sind, sofern es keine

Neuheiten oder technische Modifikationen

sind, bekannt. Sie sind Tagesgeschäft. Es

geht darum, die zwischenmenschlichen Beziehungen

zu pflegen und Vertrauen aufzubauen

oder zu vertiefen. Das gilt gerade auch

in einer immer digitaler werdenden Welt:

Je mehr wir digital kommunizieren, desto

wichtiger wird der persönliche Austausch.

Den zwischenmenschlichen Kontakt kann

man nicht ersetzen. <

Wer die sechs von Bruno Lurati erarbeiteten

kritischen Erfolgsfaktoren berücksichtigt, wird einen

erfolgreichen Messeauftritt erleben.

Sechs Faktoren entscheiden über Erfolg oder Misserfolg an Messen

Geht es um Messebeteiligungen, dann stellt Bruno Lurati, Inhaber von Blu-

Consult, oftmals Mängel in der Vorbereitung und in der sorgfältigen Planung

fest. Zudem werden einige Grundregeln nicht beachtet und/oder klassische

Fehler begangen.

Für ihn ist klar: Wer an einer Messe teilnehmen will, muss diese Beteiligung

in die drei Phasen Vorbereitung/Planung, Durchführung und Nachbearbeitung

unterteilen. Aus seinen Beobachtungen und Erfahrungen konnte

er sechs kritische Erfolgsfaktoren herausschälen. Diese entscheiden letztlich,

ob die Messebeteiligung ein Erfolg oder Misserfolg wird.

1. Ziele setzen

Für Lurati ist eine Messe ein komplexes, aber hoch effizientes Marktbearbeitungsinstrument,

mit dem sich viele Ziele erreichen lassen sofern

man sie sich setzt. Zur Vereinfachung können die individuellen Ziele in die 5. Das Standpersonal

Gruppen Verkauf, Kontakt, Marktbeobachtung, Kommunikation, Beziehungsaufbau

und -pflege sowie Motivation unterteilt werden.

Lurati empfiehlt unter anderem, die messbaren Ziele klar zu formulieren,

schriftlich festzuhalten und auf deren Erreichung zu kontrollieren. Vereinfacht

ausgedrückt: Ziele, die nicht gesetzt werden, können auch nicht

erreicht werden.

3. Botschaft und Exponate

Die gesteckten Ziele entscheiden, welche Produkte oder Dienstleistungen

an der Messe präsentiert werden. Für Lurati ist klar: «Weniger ist mehr!»

Wird der Stand überladen, wird die ursprünglich definierte Zielsetzung

verwässert. Dem Kunden muss innert weniger Sekunden klar werden, wer

der Anbieter (Firma) ist, was konkret angeboten wird und welcher Nutzen

aus einer Zusammenarbeit entsteht.

4. Der Messestand und die nonverbale Kommunikation

Die Standarchitektur muss je nach Schwerpunkt und Art der gesteckten

Ziele gewählt werden. Der Messestand ist ein Kommunikationsinstrument

und kommuniziert nonverbal und unbestechlich.

Beim Thema Standpersonal sollen fünf Bereiche weit im Vorfeld der Messe

geplant und berücksichtigt werden: das persönliche, fachliche und sachliche

Wissen des Standmitarbeiters, ein professionelles Coaching der

Messecrew, die individuelle Leistungsbereitschaft des Standmitarbeiters,

die fixierten Ziele zu kennen und gemeinsam wie auch individuell zu erreichen,

das äussere Erscheinungsbild und die kommunikative Fitness jedes

Einzelnen.

2. Einladungsmanagement und Besucherkommunikation

Unter Einladungsmanagement versteht man die Durchführung einer sorgfältig

geplanten, mehrstufigen und mit mehreren parallel und sequenziell

durchgeführten Aktionen gespickten Kommunikationskampagne. Es geht

nicht um ein einmaliges Einladungsschreiben mit beigelegtem Messeeintritt.

Der Aussteller soll genau überlegen, weshalb der potenzielle Kunde gerade

seinen Stand besuchen soll, und welchen konkreten Nutzen dieser aus

dem Besuch seines Messestands ziehen kann. Dem Kunden ist egal, was

der Aussteller kann, leistet oder anbietet ihn interessiert in erster Linie

nur, welcher Nutzen für ihn aus einer Zusammenarbeit mit dem Aussteller

entsteht.

6. Messenachbearbeitung

Dazu gehören primär die kundenspezifische, lückenlose Abarbeitung der

an der Messe erarbeiteten Leads und versprochenen Tätigkeiten sowie die

messespezifische Nachbearbeitung der in den täglichen Debriefings gewonnenen

Erfahrung bezüglich Verbesserungspotenzialen.

Lurati gibt zu bedenken, dass die Crew nach der Rückkehr von einer Messe

oft vom Tagesgeschäft und von einer Flutwelle überrollt werden kann und

scheinbar dringende Pendenzen die während der Messe erarbeiteten,

wichtigen zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten überdecken. Er rät daher,

diese entscheidende Phase der Messenachbearbeitung bereits im Vorfeld

durchzuorganisieren.

AUTOINSIDE | Februar 201955


AUTO-SALON

Interview mit Urs Albert Ingold, Inhaber StarlingExpo

«In der Halle 7 fehlt der

Mehrwert für die Garagisten»

Urs Albert Ingold veranstaltet seit mehr als 30 Jahren Fachmessen. Die Absenz verschiedener bedeutender Hersteller

betrachtet er als Warnsignal. Und auf den neuen Direktor Olivier Rihs warte eine Herkulesaufgabe. Sandro Compagno

Herr Ingold, der Genfer Auto-Salon findet 2019 ohne Ford, Hyundai,

Opel und Volvo statt. Auch die Fachmesse der Zulieferbranche in

Halle 7 leidet an Ausstellerschwund. Ist der Salon noch zu retten?

Urs Albert Ingold: Um die Zukunft zu verstehen, muss man die

Vergangenheit betrachten. Der Genfer Auto-Salon ist historisch

gesehen vor allem eine internationale Medienplattform. Hunderte

von Medien, damals noch Tageszeitungen und Hochglanzmagazine

sowie TV- und Radio-Stationen aus der ganzen Welt berichteten aus

Genf. Ein Highlight für die Branche, die

mit den Berichterstattungen einen grossen

Teil ihrer Gesamt-PR abdeckte, und das

Jahresspektakel für die Konsumenten, die

sich dann auf die ersten Modelle und damit

verbundene Testfahrten in den Markenvertretungen

freuten. Durch Internet

und soziale Medien hat die Branche einen

medialen Paradigmenwechsel vollzogen.

Modelle erscheinen schon lange nicht mehr

zu Messeterminen und die PR- und Werbemaschinerie

der Branche läuft 24/7. Der

Genfer Auto-Salon von heute unterscheidet

sich aber kaum vom Genfer Auto-Salon der

Vergangenheit.

«Das Fernbleiben

bedeutender Marken ist

metaphorisch mit einer

Gewebeerkrankung zu

vergleichen. Der Körper

erkrankt zwar nur an einzelnen

Stellen, aber der gesamte

Kreislauf wird geschwächt.»

Was muss der neue Salon-Direktor Olivier Rihs ändern, um den

Turnaround zu schaffen?

Olivier Rihs erwartet eine Herkulesaufgabe. Das Fernbleiben bedeutender

Marken von einer Messe ist metaphorisch mit einer Gewebeerkrankung

zu vergleichen. Der Körper erkrankt zwar nur an

einzelnen Stellen, aber gleichzeitig wird der gesamte Kreislauf geschwächt.

Wenn grosse Namen nicht mehr an der Messe teilnehmen,

sehen das die wenigsten Mitbewerber als Chance für die etwas exklusivere

Präsentation ihrer eigenen Marke. Im Gegenteil. Sie überlegen

sich, ob sie dem Beispiel nicht folgen sollten. Gleichzeitig

fallen Besuchergruppen weg, die sich durch das Fernbleiben der genannten

Marken nicht mehr das gleiche Messeerlebnis versprechen.

Die Abwärtsspirale dreht sich danach immer schneller. Diesen Tod

auf Raten habe ich leider schon oft mitverfolgt: Berühmteste Beispiele

sind die Weltleitmesse Telekom in Genf, die ehemals grösste

IT-Messe der Schweiz, die Orbit in Basel, und

als jüngstes Beispiel, leider wieder in Basel, die

Baselworld. Den Turnaround hätte man vor

Jahren proaktiv angehen müssen. Wenn Olivier

Rihs nun im Februar 2019 seine Stelle antritt, ist

2020 konzeptionell auch bereits gelaufen. Massgebliche

Veränderungen wird er also frühestens

für 2021 umsetzen können. Bis dahin ist er auf

den Goodwill der Branche angewiesen. Er muss

von Anfang an die Branche für sich gewinnen

und glaubhaft machen, dass er über den notwendigen

Ideenreichtum und die Kompetenzen

verfügt, um eine an die Wünsche der Branche

angepasste Plattform zu schaffen.

Olivier Rihs hatte im Interview mit AUTOINSIDE im Januar gesagt,

Europa brauche mittelfristig nicht drei, vier oder fünf Automessen.

Eine würde reichen. Sehen Sie das auch so?

Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Wenn dem so ist, dann

wäre Genf sicher nicht die erste Wahl für einen einzigen Standort.

Aber vielleicht meint Olivier Rihs damit ja auch, dass es nicht

drei, vier oder fünf Automessen braucht, die alle mehr oder weniger

gleich daherkommen.

Urs Albert Ingold

Urs Albert Ingold (55), ist seit über 30 Jahren

in der Messewirtschaft als Veranstalter tätig.

Rund 20 Jahre leitete er für Reed Exhibitions

Deutschland und die Schweiz, führte auf

allen Kontinenten Messen durch und erlangte

dadurch in seiner Branche einen hohen

Bekanntheitsgrad. Seit 2007 ist er selbstständig.

Nachdem er seine erste eigene Messegesellschaft an die MCH Group verkauft

hatte, gründete er 2012 StarlingExpo mit der er in Afrika Fachmessen

im Lebensmittelverarbeitungs- und -verpackungsbereich organisierte.

Heute konzentriert er sich wieder auf den Messemarkt Schweiz, weil er der

Meinung ist, dass die Messelandschaft dringend einen System-Upgrade

benötigt. Urs Ingold ist verheiratet und lebt in Wädenswil.

Nur schon die Präsenz in Genf ist für einen Aussteller sehr teuer.

Die Hotellerie verlangt horrende Preise für einfache Zimmer, dazu

kommt eine Messedauer von 13 Tagen. Ist das noch zeitgemäss?

Eine Messedauer von 13 Tagen ist ein Relikt vergangener Zeiten.

In der Vor-Internetzeit verbrachten Fachbesucher mehrere Tage

in Genf, weil dies die einzige Informationsplattform war und, bedingt

durch die Grösse, mit zeitlichem Aufwand abgearbeitet werden

musste. Durch die digitale Omnipräsenz, mit der 100 Prozent der für

Händler oder Käufer wichtigen Informationen nonstop transportiert

werden, sollte die Messe eher als Networking-Plattform dienen. Ein

Medientag, zwei Fachtage und das Wochenende als Publikumstage

wären sicherlich ausreichend. Die Zauberformel würde also heissen:

1+2+2=5. Das hätte einen massiven Einfluss auf die Kosten der Aus-

56

Februar 2019 | AUTOINSIDE


AUTO-SALON

steller. Die Hotels müssen einzeln überzeugt werden, dass Mondpreise

dem Image der Stadt nicht zuträglich sind und ein komplettes

Wegfallen des Auto-Salons nicht im Interesse der Region sein kann.

Hier wird Olivier Rihs mit der Politik zusammenspannen müssen.

Die Halle 7 ist in den letzten Jahren von mehr als 100 Ausstellern

auf weniger als 50 geschrumpft. Ab 2020 wird die Messe nur noch

fünf Tage dauern. Wird sie das retten oder braucht es mehr?

Die Halle 7 ist aus meiner Sicht eine unabhängige eigene Messeveranstaltung,

die einzig von der Anwesenheit der Garagisten am

Auto-Salon profitiert. Um Aussteller zurückzugewinnen, sollte

sie ein eigenes Profil entwickeln und unabhängig werden: eine Networking-Veranstaltung

mit eigener originärer DNA, vielleicht mit

Standort in Bern, um für die ganze Schweiz erreichbar zu sein.

Was muss Genf ändern, damit wieder mehr Garagisten die Reise

in die Romandie auf sich nehmen?

Zu dieser Frage muss ich wohl oder übel das «M-Wort» in den

Mund nehmen. Der Mehrwert fehlt. Seit Jahr und Tag gilt: «Same

procedure as last year.» Das ist einfach zu wenig in der heutigen

hektischen Zeit. Diesen Mehrwert wird die Messe alleine aber nicht

erzielen. Sie kann nur den Rahmen vorgeben. Umsetzen müssen dies

letztlich die Aussteller. Dem Garagisten muss wieder das Gefühl gegeben

werden, dass er etwas verpasst, wenn er der Veranstaltung

fernbleibt. Und da es DEN Garagisten an sich nicht gibt, muss auf

viele verschiedene Bedürfnisse eingegangen werden. Schlagwörter,

die mit Leben gefüllt werden müssen, sind hier: Inhalte, wirtschaftliche

Vorteile, Networking, Community und damit verbunden auch

eine gute Portion Unterhaltung.

Ganz grundsätzlich: Wie sieht eine erfolgreiche Messe in fünf

Jahren aus?

Wahrscheinlich nennt man die Messe in fünf Jahren nicht mehr

Messe, weil der Begriff zu negativ besetzt ist. Im B2B-Bereich glaube

ich an Networking-Plattformen, wo man sich im lockeren Rahmen

trifft, um Termine für substanzielle Gespräche entweder beim

Anbieter oder beim Abnehmer zu vereinbaren. Ansonsten geht es

darum, bestehende Kontakte aufzufrischen und neue Kontakte zu

schliessen. Im B2C-Bereich muss mit Erlebnissen gepunktet werden,

die besser sind als diejenigen, die der Konsument zu Hause hinter

dem Computer erwarten kann. Digital ist bequem, aber nur digital

macht einsam. Der Live-Event ist für den Besucher immer ein Aufwand,

der sich lohnen muss. Aber noch ist der Mensch ein soziales

Wesen und wenn ich als Veranstalter oder Aussteller ihm ein Live-

Erlebnis unter Gleichgesinnten ermögliche, wird er diesen Mehraufwand

gerne auf sich nehmen. <

Weitere Infos unter:

starlingexpo.com

«Same procedure as last year»: Eine Hostess neben einem ausgestellten Auto.

Die Digitalisierung bringt viele Vorteile und Chancen. Für die

Messen scheint sie bisher nur Nachteile zu haben. Oder lassen

sich Digitalisierung und das Haptische einer Automesse überhaupt

verbinden?

Die Fahrzeuge selbst verbinden Digitalisierung und Haptik.

Da ist es nur logisch, wenn sich dies in der Automesse fortsetzt.

Man muss zwischen der Branche und dem Konsumenten als Autokäufer

unterscheiden. Ich rate dem Veranstalter ab, auf eine unverändert

analoge Messe noch ein gleich schweres digitales Hardtop

zu packen. Das funktioniert nicht. Es gilt die Raffinesse herauszuarbeiten,

sodass die Angebotspakete für Aussteller stimmig und

kostenvernünftig angeboten werden können. Für die Besucher ist

eine andere Art von digitalem und analogem Mix anzubieten. Hier

gibt es heute sehr gute Möglichkeiten, die Besucher mit Virtual und

Augmented Reality im Vorfeld in Messestimmung zu bringen und

den Besuch als Höhepunkt eskalieren zu lassen. Das gleiche gilt für

die Zeit nach Messeschluss. Nach der Messe ist vor der Messe. Aber

für diesen Paradigmenwechsel müssen einerseits ausgetrampelte

Pfade verlassen werden und es braucht unbedingt das Zusammenspiel

aller Stakeholder: Veranstalter, Verband, Aussteller, Medien,

Besucher und Politik.

2018 war ein schwarzes Jahr für den Messeplatz Schweiz.

Publikumsmessen wie die Züspa, die Muba oder der Comptoir

Suisse gingen reihenweise ein. War es das mit Messen?

Würden Sie für den Zutritt zu einem Shopping Center Eintritt bezahlen?

Damit ist alles gesagt.

AUTOINSIDE | Februar 201957


POLITIK & RECHT

(Wettbewerbsrechtliche) Anforderungen an die Werkstattnetze von Importeuren

Die unternehmerische

Freiheit sichern

Symbolbild zvg

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat im Herbst 2018 einen Schlussbericht zur Vorabklärung gegen einen grossen Automobilimporteur

veröffentlicht. Im Schlussbericht wird festgestellt, dass davon auszugehen ist, dass der Importeur im Bereich

Aftersales marktbeherrschend ist und diverse Anhaltspunkte für ein kartellrechtswidriges Verhalten des Importeurs

bestehen. Patrick Krauskopf und Sarah Umbricht, ZHAW

Die Weko legte einen Katalog von Massnahmen vor, die Importeure

umsetzen müssen andernfalls drohen Sanktionen von bis zu zehn

Prozent des Jahresumsatzes der letzten drei Jahre. Die kartellrechtlichen

Anforderungen der Weko sind grundsätzlich auf das Vertriebs- und

Servicepartnernetz jeder Marke anwendbar. In den Jahren 2013/2014 erstatteten

Garagisten bei der Weko mit folgenden Vorwürfen Anzeige:

• In den letzten Jahren seien viele Händler- und Servicepartnerverträge

gekündigt (sogenannte Netzbereinigung) und keine reinen

Servicepartner mehr zugelassen worden.

• Die Importeure würden versuchen, mit den Kündigungen die

Position der Vertragspartner zu schwächen und sie vom Markt zu

verdrängen, um ihre eigene Stellung im Sales- und im Aftersales-

Bereich zu stärken.

• Unzulässige Verhaltensweisen marktbeherrschender Unternehmen:

Als marktbeherrschend gilt ein Importeur, der sich

auf dem Markt unabhängig von seinen Kunden verhalten kann,

beispielsweise wenn der Abnehmer (Garagist) keine Ausweichmöglichkeit

auf andere Importeure hat. Der Missbrauch einer solchen

Stellung durch eine «Ausbeutung» der Garagisten ist unzulässig.

Beispiele sind etwa, wenn ein marktbeherrschender Importeur

den Abschluss eines Servicepartnervertrags an die Bedingung

knüpft, dass sämtliche Ersatzteile ausschliesslich bei ihm bezogen

werden, nur bestimmten Garagisten Rabatte gewährt oder

willkürlich bestimmten Garagen den Servicepartnervertrag kündigt

(obschon die Standards erfüllt sind).

Kartellrechtliche Grundlagen

Die Weko hat in der Vorabklärung geprüft, ob im Rahmen der

Händler- und Servicepartnernetze unzulässige Wettbewerbsabreden abgeschlossen

werden (Art. 5 KG) oder sich der Importeur allenfalls als

marktbeherrschendes Unternehmen unzulässig verhält (Art. 7 KG).

• Unzulässige Wettbewerbsabreden: Dies sind Abreden, die

den Wettbewerb auf einem Markt für bestimmte Waren oder

Leistungen beseitigen oder erheblich beeinträchtigen. Beispiele sind

die Verpflichtung, nur an Kunden aus einem bestimmten Gebiet

zu verkaufen oder die Vorgabe von Endkonsumentenpreisen oder

maximalen Rabatten.

«Gleichlange Spiesse»: Garagen, welche die Anforderungen des (marktmächtigen)

Importeurs erfüllen, haben ein Recht auf Gleichbehandlung und grundsätzlich auf

einen Werkstattvertrag.

58

Februar 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

Ergebnisse der Weko-Vorabklärung

Die Weko hat Anhaltspunkte gefunden, dass ...

• Importeure im Aftersales-Bereich marktbeherrschend sein können,

• es zwischen den Importeuren und ihren Handelspartnern möglicherweise

unzulässige Wettbewerbsabreden (Art. 5 Abs. 1 KG) gibt und

• die Importeure ihre marktbeherrschende Stellung auf den Aftersales-Märkten

missbrauchen könnten.

Folgende Sachverhalte illustrieren diesen Befund

unter anderem:

• Importeure bevorzugen oft Servicepartner, die zugleich als zugelassene

Händler von Fahrzeugen der Marken des Volkswagenkonzerns

tätig sind. Die Verknüpfung von Service mit Vertrieb

ist grundsätzlich eine unzulässige Koppelung.

• Die Rabatt- und Bonussysteme im Bereich Aftersales haben

Potenzial, den Händlern Anreize zu setzen, alle Ersatzteile ausschliesslich

beim jeweiligen Importeur zu beziehen. Dies kann

eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellen, da der

Garagist frei sein muss, seine Bezugskanäle zu wählen.

Massnahmen der Weko

Die Weko hat vorläufig davon abgesehen, gegen den Importeur

ein Verfahren mit Bussgeld zu eröffnen. Voraussetzung dafür war,

dass der Importeur unter anderem folgende Massnahmen umsetzt:

• Zulassung von reinen Servicepartnern: Der Importeur muss

seine bisherigen Handelspartner darüber informieren, dass es

möglich ist, als reiner Servicepartner tätig zu sein.

• Mitteilung der Kriterien an gekündigte Handelspartner: Alle

Händler und Werkstätten, welchen der Händler- respektive

Servicepartnervertrag gekündigt wurden, müssen über die Anforderungen

informiert werden, die sie erfüllen müssen, um

einen neuen Servicepartnervertrag abschliessen zu können.

• Schriftliche Begründung von Ablehnungen: Der Importeur muss

schriftlich begründen, aus welchen Gründen er eine Werkstatt,

welche die Kriterien erfüllt, nicht zu seinem Werkstattnetz zulässt.

• Offener Bezug von Ersatzteilen: Die Handelspartner müssen

informiert werden, dass sie frei sind, Originalersatzteile oder

qualitativ gleichwertige Ersatzteile von einem Anbieter ihrer

Wahl zu beziehen und zu verwenden. Das Rabatt- und Bonussystem

muss so gestaltet beziehungsweise angepasst werden,

dass Garagisten nicht faktisch gezwungen sind, alle Ersatzteile

ausschliesslich beim jeweiligen Importeur zu beziehen.

• Kundendaten: Der Importeur trägt die Verantwortung für eine

falsche (daten- oder kartellrechtswidrige) Zuteilung von Kundendaten.

Ausserdem muss der Importeur dem durch eine Falschzuteilung

benachteiligten Garagisten eine angemessene Entschädigung

bezahlen.

• Mehrmarkenvertrieb zulassen: Den Handelspartnern ist

aktiv zu kommunizieren, dass sie frei sind, Neufahrzeuge oder

Ersatzteile konkurrierender Fahrzeugmarken zu verkaufen

sowie Instandsetzungs- und Wartungsdienstleistungen für

konkurrierende Fahrzeugmarken zu erbringen.

• Keine Preisnachlässe für Flottenkunden mehr: Die

Empfehlungen für Preisnachlässe für Flottenkunden sind

aufzuheben. Die Verträge bezüglich Flottengeschäfte sind so

auszugestalten, dass die konzernexternen Handelspartner den

konzerninternen Handelspartnern gleichgestellt sind. Flottengeschäfte

sollen unterschiedslos möglich sein.

• Keine Quersubventionen: Es dürfen keine Aktionen und

margenreduzierte Modelle mehr angeboten werden, die

aufgrund einer möglichen Quersubventionierung aus dem

Generalimport nur konzerneigene Handelspartner wirtschaftlich

sinnvoll anbieten können.

Fazit: Ein Fortschritt für die Schweizer Markenhändler

Die Weko hat erstmals minimale Anforderungen für ein kartellrechtskonformes

Vertriebs- und Servicepartnernetz an einem Beispiel

festgehalten. Dies ist aus der Sicht der Händler aller Marken zu

begrüssen und gibt den Händlern für das Jahr 2019 Richtlinien, was

sie von den Importeuren verlangen dürfen. Der AGVS wird die Weko-

Praxis weiter genau beoachten und daraus Handlungsoptionen zur

Wahrung des freien Unternehmertums ableiten. <

Bei Fragen: Der AGVS-

Rechtsdienst hilft weiter

Ob im Arbeitsrecht, Strassenverkehrsrecht

oder Versicherungsrecht: Der Rechtsdienst

des AGVS hilft in allen für das Autogewerbe

relevanten Rechtsbereichen. Die Leistung

des Rechtsdienstes des AGVS umfasst eine

Kurzberatung, sprich eine Ersteinschätzung, im

Rahmen von fünf bis zehn Minuten pro Fall und steht

allen AGVS-Mitgliedern kostenlos zur Verfügung:

Ihre Ansprechpartnerin:

Olivia Solari, Telefon 031 307 15 15, E-Mail rechtsdienst@agvs-upsa.ch

agvs-upsa.ch/de/dienstleistungen/recht-und-steuern

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AUTOINSIDE | Februar 201959


BILDUNG

Integrationsvorlehre stösst auf Zustimmung

«Die sechs Teilnehmer sind

lernbegierig und einsatzfreudig»

Seit letztem Sommer geben AGVS-Garagisten Geflüchteten mit F- oder B-Bewilligung die Chance, eine einjährige

Integrationsvorlehre zu absolvieren. Im Kanton Zürich sind fünf AGVS-Garagisten involviert und vom neuen Angebot

überzeugt. Auch das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich zieht ein positives Zwischenfazit, wie

Melanie Aardalsbakke im Interview verrät. Tatjana Kistler

Frau Aardalsbakke, wie sind Sie mit

den Fortschritten der Absolventen einer

Integrationsvorlehre in den Zürcher

Garagen zufrieden?

Melanie Aardalsbakke: Mit den bisherigen

Fortschritten sind

wir zufrieden. Alle sechs

Teilnehmer im Berufsfeld

Automobil haben

Fortschritte erzielt und

die Lernziele weitgehend

erfüllt oder teilweise gar

Melanie Aardalsbakke,

Mittelschul- und

Berufsbildungsamt

Kanton Zürich.

übertroffen.

Welche Fähigkeiten

weisen die Absolventen

nach einem halben Jahr vor?

Die Teilnehmer haben sich die Grundfertigkeiten

des Berufsfelds angeeignet,

die im Kompetenzprofil vorgesehen sind.

Diese reichen von der Fahrzeugpflege über

die Reifenmontage bis hin zu Wartungsarbeiten.

Die Kompetenzen werden im Betrieb

und in Praxiskurstagen gelernt und

geübt. In der Schule arbeiten die Teilnehmer

an den beruflichen Begriffen, verbessern

ihr Schriftdeutsch und eignen sich Lernkompetenzen

an, die sie für den schulischen

Teil der Lehre brauchen werden.

Was kommt bis Ende der Vorlehre im August

zum Erfahrungsschatz dazu?

Für das zweite Halbjahr der Vorlehre

haben sich alle Teilnehmer zusätzlich auf

Basis des Kompetenzprofils persönliche Ziele

gesetzt, an denen sie mit Unterstützung der

Lehrpersonen arbeiten werden.

Welche Rückmeldungen erhielten Sie von

den beteiligten Garagen zum Projekt?

Von den beteiligten Garagen haben wir

bisher sehr gute Rückmeldungen erhalten.

Es läuft bei allen gut bis sehr gut.

Weshalb sind die Absolventen der

Integrationsvorlehre für die Garagisten ab

nächstem Sommer interessante Anwärter

auf eine Grundbildung?

Die Teilnehmer zeigen in der Regel eine

hohe Motivation, sind sehr lernbegierig und

einsatzfreudig. Die sechs Teilnehmer der

Automobilklasse machen auch eine grosse

Identifikation mit dem Berufsfeld deutlich.

Zudem bringen sie Lebens- und Arbeitserfahrung

mit, die sie in die Arbeitstätigkeit

einfliessen lassen.

«Das Ziel nach einem Jahr

ist der Übertritt in eine

reguläre EBA- oder EFZ-

Lehre, im Idealfall natürlich

im gleichen Betrieb. Dadurch

gewinnen die beteiligten

Betriebe einen motivierten

Lernenden, der den Betrieb

und die Arbeitsabläufe

bereits kennt.»

Haben weitere Garagisten Interesse

angemeldet, ab kommendem August eine

Integrationsvorlehre anzubieten?

Mit einigen Garagen, die Interesse zeigen,

sind wir in Kontakt. Konkrete Anmeldungen

von Ausbildungsplätzen gab es aber im

Gegensatz zu anderen Berufsfeldern erst

wenige. Daher freuen wir uns über weitere Anmeldungen

von Garagen, denn das Interesse

für das Berufsfeld ist bei den potenziellen

Teilnehmern der Integrationsvorlehre, die

sich bei den Berufsinformationszentren anmelden,

sehr gross. Interessierte Betriebe

aus dem Kanton Zürich können sich beim

Mittelschul- und Berufsbildungsamt unter

mba.zh.ch/integrationsvorlehre melden.

Weshalb lohnt es sich für AGVS-Mitglieder,

auch eine Integrationsvorlehre anzubieten?

Für die Integrationsvorlehre läuft die

Rekrutierung über die Berufsinformationszentren.

Die Berufsberater klären bei interessierten

Kandidatinnen und Kandidaten

das Potenzial für eine Lehre sowie die

Motivation und den Berufswunsch ab. Geeignete

Kandidaten werden dann den angemeldeten

Betrieben für eine Schnupperlehre

vorgeschlagen. Somit lernen die

Betriebe ohne Rekrutierungsaufwand gute,

interessierte Kandidaten kennen. Bestandteil

der Integrationsvorlehre Automobil sind

bereits die Grundlagen der Berufskunde und

Praxiskurstage. Das Ziel nach einem Jahr ist

der Übertritt in eine reguläre EBA- oder EFZ-

Lehre, im Idealfall natürlich im gleichen Betrieb.

Dadurch gewinnen die beteiligten Betriebe

einen motivierten Lernenden, der den

Betrieb und die Arbeitsabläufe bereits kennt

und eine Basis in der Berufskunde mitbringt.

Haben auch AGVS-Mitglieder in anderen

Kantonen die Möglichkeit, sich bei einem

solchen Projekt zu engagieren?

Die Integrationsvorlehre ist ein nationales

Pilotprojekt, bei dem sich 18 Kantone beteiligen.

Es werden nicht in allen Kantonen

die gleichen Berufsfelder angeboten. Neben

dem Kanton Zürich bieten die Kantone

Solothurn und Wallis das Berufsfeld Automobil

an. Da es denkbar ist, dass die Teilnahme

in diesem Berufsfeld ab dem Schuljahr

2019/20 auch in anderen Kantonen

möglich ist, empfehlen wir den interessierten

Betrieben, sich beim Berufsbildungsamt ihres

jeweiligen Kantons zu informieren. <

60

Februar 2019 | AUTOINSIDE


Unsere Erwartungshaltung war sehr gering, weil

wir auch nicht wussten, auf was wir uns einlassen»,

erinnert sich Tobias Renold, Serviceleiter bei der

Küry Park Side AG in Rüschlikon, an die Einstellung

des Integrationslernenden Hamid Sohraab. Doch der

junge Mann aus Afghanistan überzeugt: «Wir wurden

bis jetzt ausschliesslich positiv überrascht und die

Erwartungen wurden sogar übertroffen», ergänzt

Renold. Hamid Sohraab habe sich gar für die Zürcher

Berufsmeisterschaften angemeldet und den

zweiten Platz belegt. So möchte die Audi-Garage dem

jungen Mann im kommenden Sommer sollte alles

klappen gar eine Lehrstelle anbieten. «Ich finde,

man sollte nicht von Anfang an zu allen Nein sagen»,

bilanziert der Automobilkaufmann. «Menschen, die

sich integrieren wollen, müssen wir im Berufsleben

eine Chance geben», betont er. «Ausserdem gibt es

keine Verpflichtung, falls es für beide Parteien nicht

passt», motiviert er, dem Integrationsprojekt eine

Chance zu geben.

BILDUNG

Sie haben Freude am Umgang mit

Jugendlichen? Sie geben gerne Ihr

Wissen weiter? Dann sind Sie bei

uns richtig!

«Er arbeitet motiviert, wir sind bisher sehr zufrieden»,

sagt Frank Bucher der bei Pneu Egger in Uster Eyub

Osman zur Seite steht. Der Eritreer sei gut integriert, die

Verständigung klappe ebenfalls gut. «Manchmal müssen

wir die Zusammenhänge ein wenig ausführlicher erklären,

aber das ist nötig und gut», ergänzt Bucher.

Shyar Kanbar

stammt aus

Syrien und

absolviert seine

Integrationsvorlehre

bei Pneu

Egger Hinwil.

Filialleiter Marc

Kristoffy ist mit

den Fortschritten

des jungen Syrers

sehr zufrieden: «Shyar ist ein toller junger Mann und hat eine schnelle Auffassungsgabe.

Er hat sich mittlerweile gut in das Team integriert und ist für uns

ein Gewinn.» So darf er kommenden August dank einer Lehrstelle als Reifenpraktiker

EBA bleiben. Kristoffy: «Wir sind überzeugt, dass er durch die Unterstützung

in der Integrationsvorlehre gut auf die Lehre vorbereitet sein wird.»

Die Garage F. + Ch. Müller AG

hat an beiden Standorten Unterstützung

von Integrationslernenden

erhalten:

Mebrhatom Gebremeskel

aus Eritrea (oben) arbeitet in

Steinmaur, ...

.... Hossein Mohammadi aus Afghanistan in Sünikon. «Es ist in meinen

Augen wichtig, diese jungen, lernwilligen Leute unbedingt zu integrieren und

ihnen diese Möglichkeit zur Verfügung zu stellen», sagt der Verantwortliche

Ivan Delle Donne. «Nach unseren Erfahrungen sind diese Menschen sehr

interessiert und motiviert zu arbeiten.

Sie sind pünktlich und zuverlässig. So

können wir alle profitieren und schliesslich

auch Fachleute ausbilden», ergänzt

er. Auch Christian Müller, Präsident

der AGVS-Sektion Zürich und Inhaber

der Garage, ist zufrieden: «Mittlerweile

haben die beiden Kenntnisse im Bereich

Reifendienst, Fahrzeugaufbereitung und

Servicearbeiten am Auto. Wir sind sehr

zuversichtlich, dass sie die Integrationsvorlehre

erfolgreich abschliessen, und

sind froh, sie bei uns zu haben.»

Das Ausbildungszentrum der Automobilbranche

in Horw sucht einen

Automobil-Diagnostiker mit eidg.

Fachausweis als

Kursleiter (m/w), 100%

ab 1. April 2019 oder nach Vereinbarung.

In dieser Funktion erteilen Sie

überbetriebliche Kurse für die

Lernenden in der Automobilbranche.

«Wie bei einem Lernenden: Es steht und fällt mit der

Person», sagt Raphael Morf, Inhaber von Morf's

Pneuschopf in Bauma. «Mit Matiwas Alazar habe ich

einen jungen Eritreer mit tollem Charakter bei mir,

den ich sehr schnell selbstständig arbeiten lassen

konnte.» Neu ist für Morf jedoch die soziale Rolle,

die er im Umgang mit dem Integrationsvorlernenden

einnimmt: «Man ist eine Mischung aus Ausbildner

und Ersatzpapa.»

Weitere Infos unter:

sem.admin.ch/sem/de/home/

themen/integration/ppnb/

integrvorlehre-sprachfoerd.html

Mehr über diese spannende,

abwechslungsreiche Tätigkeit

erfahren Sie unter agvs-zs.ch

oder 041 349 00 20.

Auto Gewerbe Verband Schweiz

Ebenaustrasse 14, 6048 Horw

AUTOINSIDE | Februar 201961


BILDUNG

Umfrage Lehrabgänger 2018

Lernende sind glücklich mit

technischer Grundbildung

im Autogewerbe

Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung: Rund 40 Prozent der Lehrabgänger streben nach ihrem Abschluss eine

Zusatzausbildung oder eine Weiterbildung an. Dies geht aus der Lehrabgängerumfrage 2018 hervor. André Bissegger

Knapp 1300 Lehrabgänger darunter

69 Lehrabgängerinnen aus den Berufen

Automobil-Mechatroniker/in, Automobil-Fachmann/-frau

und Automobil-Assistent/

-in nahmen an der Umfrage des AGVS teil.

Die Automobil-Fachmänner und -frauen

stellten dabei mit rund der Hälfte der Teilnehmenden

die grösste Fraktion dar.

Faszination Automobil

Breite technische Ausbildung

Vielseitigkeit des Berufs

"Sprungbrett" in andere Branche

"Sprungbrett" für Karriere im Autogewerbe

80 Prozent empfehlen Ausbildung

Die positive Nachricht für die Ausbildner

gleich vorneweg: Über 80 Prozent der Teilnehmenden

sind froh, sich für ihre Ausbildung

entschieden zu haben, und würde

sie weiterempfehlen. Das zeigt sich auch

in der beruflichen Zukunft. Lediglich 18,5

Prozent wollen in eine andere Branche

wechseln. Im Vorjahr waren es noch 19,1 Prozent.

Hauptgrund für die Neuorientierung:

Der finanzielle Anreiz sei zu gering (65,5

Prozent). Für einen Drittel entspricht

die Arbeit zudem nicht mehr ihren Vorstellungen

und 25 Prozent bemängeln die zu

grosse körperliche Belastung.

Für knapp 40 Prozent geht es nach er Ausbildung

hingegen gleich weiter. Sie streben

eine Weiter- oder Zusatzausbildung an. Für

Manuela Jost vom AGVS ist daher klar: «Die

Automobilbranche bleibt weiterhin attraktiv.

Autoberufe haben Zukunft.» Ein Drittel der

Teilnehmenden kann im Lehrbetrieb bleiben,

21,3 Prozent suchen eine neue Stelle.

Auf der Suche nach der passenden Ausbildung

werden junge Menschen oft mit

Berufswerbung konfrontiert. Am ehesten

beachten sie diese Werbung im Internet, in

den sozialen Medien oder an Berufsmessen.

Die AGVS-Website autoberufe.ch sowie

die autoberufe-Accounts auf Facebook,

Instagram und Co. treffen den Nerv der Zeit.

Die Gründe, weshalb diese Generation

eine Grundbildung in einem technischen

Übernahme des Betriebs

Andere

Abbildung 1: Die Faszination für das Automobil zieht noch immer die meisten Jungen in die Branche.

Beruf im Autogewerbe gewählt hat, decken

sich mit jenen der vorangegangenen

Generationen: Die Faszination für das Automobil,

gefolgt von der Vielseitigkeit des

Berufs und der Breite der technischen Ausbildung

(Abbildung 1).

Schnupperlehre ist für Betriebswahl

entscheidend

sehr eher eher nicht

Die Schnupperlehre beeinflusst die Wahl

wichtig wichtig wichtig

des Lehrbetriebs (1) massgeblich, (2) wie (3) aus der

Umfrage hervorgeht (Abbildung 2). Die

jungen Menschen legen Wert auf ein angenehmes

Betriebsklima und auf einen

ersten persönlichen Eindruck (Abbildung 3).

Gleichzeitig profitieren die Betriebe, indem

sie Eindrücke über das handwerkliche Talent,

die Arbeitseinstellung und das soziale Verhalten

erhalten.

Für die Betriebe kann eine gut geplante

Schnupperlehre daher ein grosser Gewinn

sein. Der AGVS unterstützt die Garagisten

dabei und bietet ein kostenloses Schnuppertagebuch

für die technischen Grundbildungen

in allen drei Landessprachen, einen Leitfaden

Schnupperpraktikum sowie praktische

0 200 400 600 800 1,000

nicht

unwichtig beurteilbar

(4) (0)

∑ % ∑ % ∑ % ∑ % Ruf des ∑ Betriebes Ø ±

Übungen für die Schnuppernden an. Die

Unterlagen können von autoberufe.ch

heruntergeladen werden. Weitere wichtige

Beeinflusser sind die Eltern, Freunde

und andere Familienmitglieder.

Neben dem Betriebsklima sind den

Jugendlichen die Arbeitssicherheit, die

Nähe zum Wohnort und der Ruf des Betriebs

wichtig. <

sehr eher

Arithmetisches Mittel (Ø)

eher nicht

wichtig wichtig wichtig unwic

(1)

Standardabweichung (±)

(2) (3) (4

∑ 1 % 2 ∑ 3% ∑ 4 % ∑

277x 22.63 551x 45.02 223x 18.22 119x

Ruf des Betriebes 277x 22.63 551x 45.02 223x 18.22 119x 9.72 Möglichkeit 54x Berufsmatur 2.16 0.90 88x 7.19 175x 14.30 322x 26.31 529x

Möglichkeit Berufsmatur 88x 7.19 175x 14.30 322x 26.31 529x 43.22Weiterbeschäftigung 110x 3.16 0.96 nac…288x 23.53 406x 33.17 279x 22.79 194x

Weiterbeschäftigung nac…288x 23.53 406x 33.17 279x 22.79 194x 15.85Arbeitssicherheit 57x 2.32 1.02 372x 30.39 513x 41.91 213x 17.40 97x

Arbeitssicherheit 372x 30.39 513x 41.91 213x 17.40 97x 7.92 flexible 29xArbeitszeiten

2.03 0.90

186x 15.20 322x 26.31 399x 32.60 258x

flexible Arbeitszeiten 186x 15.20 322x 26.31 399x 32.60 258x 21.08Beitrag 59xan Schulmaterial

2.63 1.00 166x 13.56 329x 26.88 360x 29.41 314x

Beitrag an Schulmaterial 166x 13.56 329x 26.88 360x 29.41 314x 25.65Firmen-, 55x Teamanlässe 2.70 1.02

155x 12.66 335x 27.37 409x 33.42 270x

Firmen-, Teamanlässe 155x 12.66 335x 27.37 409x 33.42 270x 22.06Benutzung 55x Werkstatt 2.68 0.97ode…419x 34.23 462x 37.75 215x 17.57 97x

Benutzung Werkstatt ode…419x 34.23 462x 37.75 215x 17.57 97x 7.92 Betriebsklima 31x 1.99 / Lernklim… 0.93 832x 67.97 300x 24.51 48x 3.92 23x

Betriebsklima / Lernklim… 832x 67.97 300x 24.51 48x 3.92 23x 1.88 Nähe 21x zu Wohnort 1.39 0.66 429x 35.05 496x 40.52 204x 16.67 83x

Nähe zu Wohnort 429x 35.05 496x 40.52 204x 16.67 83x 6.78 Marke12x 1.95 0.89

Marke 174x 14.22 274x 22.39 409x 33.42 333x 27.21Grösse 34xdes Betriebes 2.76 1.02

Grösse des Betriebes 123x 10.05 342x 27.94 460x 37.58 274x 22.39 25x 2.74 0.93

174x 14.22 274x 22.39 409x 33.42 333x

123x 10.05 342x 27.94 460x 37.58 274x

Abbildung 3: Von «sehr wichtig» (1) bis «unwichtig»

(4»: Das Betriebsklima ist für die Jugendlichen bei der

Entscheidung besonders wichtig.

62

Februar 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Schnupperlehre

Berufsmessen

Eignungstest / Interessentest / Berufswahltest

Gespräche mit Eltern

Gespräche mit anderen Familienmitgliedern

Gespräche mit Freunden

Gespräche mit Berufsberatern oder anderen Fachpers...

Jetzt Autoberufe-Newsletter

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Ob Firmenpatron, Berufsbildner oder

Lernender: Der neue Autoberufe-Newsletter

informiert laufend über Wissenswertes rund

um die berufliche Grundbildung und über

die Weiterbildungsangebote des AGVS. Der

Newsletter kann hier abonniert werden:

autoberufe.ch/de/node/23619

Gespräche mit Lehrpersonen / Berufsvorbereitung in...

Besuch im BIZ (ohne Beratungsgespräche)

Informationsplattformen im Internet

Andere

0 200 400 600 800 1,000

Abbildung 2: Die Schnupperlehre beeinflusst die Wahl des Lehrbetriebs entscheidend.

Alle Resultate der Umfrage

online einsehen

Sämtliche Resultate der Umfrage gibt es im

Internet unter:

umfrageonline.ch/results/19debdb-c09b21a

BAZ-SCHULUNGEN 2019

FÜR ARBEITSSICHERHEIT IN IHREM BETRIEB

Das aktuelle Kursprogramm und die

Anmeldung für dieses Jahr finden Sie

ab sofort unter www.safetyweb.ch,

(Rubrik Kurse.) Wir bieten Grundkurse

und ERFA-Tagungen an. Sichern Sie sich

noch heute Ihren Platz!

Die KOPAS sind weiterbildungspflichtig!

Nach dem Grundkurs ist alle zwei Jahre

eine halbtägige Weiterbildung (ERFA-

Tagung) zu besuchen. Diese wird an

verschiedenen Standorten in der ganzen

Schweiz durchgeführt. Das aktuelle

Kursprogramm ist auf der Homepage

(www.safetyweb.ch) ersichtlich. Die

Kosten für diese Weiterbildungen sind in

der Jahresgebühr für einen Person Ihres

Betriebs inbegriffen.

Folgende Themen werden dieses Jahr an

der ERFA behandelt:

ERFA-Tagung F: «Gefährliche Produkte

in Ihrem Betrieb» (2018)

Wussten Sie, dass Scheibenwaschmittelkonzentrat,

Nitroverdünner oder WD-40

gefährliche Produkte sind?

ERFA-Tagung E:

«Sichere Lehrzeit (2017)»

Wussten Sie, dass das Berufsunfallrisiko

bei Lernenden viel höher ist, als bei den

übrigen Mitarbeitenden?

ERFA-Tagungen «Gefahrenstoffe»,

Kurs F, oder «sichere Lehrzeit», Kurs E:

Mittwoch, 13. März 2019:

Scania Schweiz AG, Ohringen (ZH)

Dienstag, 2. April 2019:

AGVS Sektion Bern, Bern (BE)

Dienstag, 14. Mai.2019:

AGVS Sektion, St. Gallen (SG)

Mittwoch, 19. Juni 2019:

Auto AG, Rothenburg (LU)

Dienstag, 13. August 2019:

Garage Galliker AG, Aarburg (AG)

Donnerstag, 5. September 2019:

Ring-Garage, Chur (GR)

Mittwoch, 2. Oktober 2019:

AGVS Sektion, Sissach (BL)

Mittwoch, 13. November 2019:

Mobilcity, Bern (BE)

Grundkurse

für neue KOPAS und Mitglieder:

Ein KOPAS kann den Grundkurs nur besuchen,

wenn der Betrieb Mitglied in der

Branchenlösung BAZ ist.

Mittwoch, 13. Februar 2019:

Alfag AG, Egerkingen (SO)

Donnerstag, 21. März 2019:

LARAG, Wil (SG)

Mittwoch, 17. April 2019:

Auto Wyder AG, Sursee (LU)

Mittwoch, 8. Mai 2019:

ABAG, Belp (BE)

Dienstag, 21. Mai 2019:

Ruckstuhl AG, Winterthur (ZH)

Mittwoch, 12. Juni 2019:

Garage Galliker AG, Aarburg (AG)

Montag, 24. Juni 2019:

Auto AG, Rothenburg (LU)

Mittwoch, 28. August 2019:

ABAG, Belp (BE)

Dienstag, 10. September 2019:

Ruckstuhl AG, Winterthur (ZH)

Montag, 14. Oktober 2019:

Mercedes-Benz, Steinhausen (ZG)

Mittwoch, 20. November 2019:

LARAG, Wil (SG)

Dienstag, 3. Dezember 2019:

Garage Galliker AG, Aarburg (AG)

Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

des Auto- und Zweiradgewerbes (BAZ)

Geschäftsstelle, Wölflistrasse 5, Postfach 64, 3000 Bern 22

Gratisnummer 0800 229 229, Fax 031 307 15 16

E-Mail info@safetyweb.ch, www.safetyweb.ch

be safe!

AUTOINSIDE | Februar 201963


BILDUNG

AGVS Business Academy

FEBRUAR

Videotraining im Autoverkauf

Im Fokus stehen die Ideen, Produktion und

Einsatz von Videos im Autoverkauf.

> > 7. Februar 2019, St. Gallen

> > 14. Mai 2019, Bern

Das Google-Basics-Training

für den Autohandel

In diesem Training erfahren

Sie, wie Sie Google MyBusiness, Google

SEO und Google SEA zielgerichtet für Ihr

Autohaus einsetzen. Der Einsteigerkurs

«Google Basics» gibt einen Einblick in die

wichtigsten Werkzeuge und Massnahmen

für eine verbesserte Sichtbarkeit in Google.

Sie lernen, wie Sie Ihr Unternehmen

dort optimal präsentieren und mögliche

Marketingangebote wie Google Adwords

selbst steuern können.

> > 18. Februar 2019, Bern

> > 13. Mai 2019, Winterthur

Dialog das neue Mitarbeitergespräch

Für angehende und bisherige Führungsverantwortliche,

die ihre Mitarbeitergespräche

effizienter und erfolgreicher gestalten

wollen und bereit sind, sich intensiv mit der

wirksamen Mitarbeiterentwicklung auseinanderzusetzen.

> > 20. Februar 2019, Winterthur

Elektroinstruktion für Hochvoltsysteme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

Die Teilnehmenden sind in der Lage,

sichere Voraussetzungen für Arbeiten an

der elektrischen Anlage von Hybrid- und

Elektrofahrzeugen zu schaffen.

> > 26.-27. Februar 2019, Bern

Weitere Ausbildungspartner unter:

> > agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/

hochvolt-zertifizierung

APRIL

Grundlagen Flottenverkauf

Fahrzeugflotten in Unternehmen zu

bewirtschaften, erfordert von den

Verantwortlichen umfassende Kenntnisse

und Fähigkeiten. Lernen Sie in diesem

Kurs den Flottenmarkt und dessen

Bewirtschaftungsformen kennen!

> > 11. April 2019, Horw

> > 17. Mai 2019, St. Gallen

64

Februar 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Modules didactiques de l’UPSA

pour formateurs professionnels des

formations initiales techniques

Il ne faut pas que du savoir-faire

technique pour former la relève.

Préparez-vous dès maintenant pour

être prêts à encadrer vos nouvelles

personnes en formation afin de pouvoir

foncer ensemble.

« Utiliser avec compétence

les instruments des nouvelles

ordonnances de formation »

> > 11 avril 2019, Yverdon

MAI

Facebook, Xing, Twitter und

WhatsApp im Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige

Möglichkeiten auf, wie die Plattformen

eingesetzt werden können, um noch erfolgreicher

zu verkaufen. Dieser Workshop wurde

explizit für die Automobilbranche konzipiert.

> > 6. Mai 2019, Bern

Séminaire de gestion des occasions

> > 10 mai 2019, Paudex

AGVS-Didaktikmodul für Berufsbildner

der technischen Grundbildungen

Zum Ausbilden von Nachwuchskräften

gehört nicht nur technisches Knowhow.

Machen Sie sich jetzt fit

für Ihre neuen Lernenden, damit Sie

gemeinsam Vollgas geben können.

«Lernende selektieren»

> > 14. Mai 2019, Mülenen

> > 4. Juni 2019, Winterthur

> > 10. September 2019, Sissach

«Die Instrumente der neuen Bildungsverordnung

kompetent einsetzen»

> > 9. Mai 2019, St. Gallen

> > 23. Mai 2019, Chur

Meine Wirkung als

Führungsverantwortliche/r

Von den Grundregeln der Kommunikation über

die Rolle einer Führungsperson: Alltagssituationen

werden im Seminar besprochen.

Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam

Lösungen.

> > 21. Mai 2019, Horw

JUNI

Formation vidéo dans la vente

automobile mise en œuvre pratique

et simple

Cet atelier est conçu pour la branche

automobile. L’accent est mis sur les points

suivants : les idées, la production et l’utilisation

de vidéos dans la vente automobile.

> > 24 juin 2019, Yverdon

AUGUST

Automobil-Verkaufsberater/in mit

eidgenössischem Fachausweis

Der Lehrgang umfasst acht Module, die

einzeln abgeschlossen werden. Sind alle

erfolgreich bestanden, steht der Weg

offen, den eidgenössischen Fachausweis

zu erlangen.

Dauer: drei Semester, berufsbegleitend

> > 22. August 2019, Bern

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres,

dans la Business Academy en ligne.

Facebook, Xing, Twitter et Whats-

App dans la vente automobile

L’atelier montre de nouvelles possibilités

pour utiliser ces différentes

plateformes afin de vendre encore

plus efficacement. Cet atelier est spécialement

conçu pour la branche automobile.

> > 13 mai 2019, Yverdon

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

agvs-upsa.ch, Rubrik :

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch. Berufsbildung/AGVS Business Academy

Der B2B Marktplatz der Schweiz

Mit über 20‘000 Fahrzeuge und

7‘600 aktiven Käufern aus dem

In- und Ausland.

Wo Angebot und Nachfrage sich treffen.

Wir unterstützen Sie bei Eintauschfahrzeugen

und Standtagebereinigungen - für ein proaktives

Occassionsmanagement.

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AUTOINSIDE | Februar 201965


BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur

Aus- und Weiterbildung im Automobilgewerbe

LEHRGANG FAHRZEUGRESTAURATOR

Fachrichtung Automobiltechnik

> > fahrzeugrestaurator.ch

AARGAU

Automobildiagnostiker/in

Informationsabend:

Donnerstag, 7. März 2019

Start Lehrgang: Mittwoch, 4. September 2019

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

BERN

Höhere Berufsbildung im Automobilgewerbe

BP und HFP

Informationsanlässe mit Dozierenden und

Vertretern des AGVS:

• 6. März 2019, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: AGVS-Sektion Oberland, Stationsstrasse

6, 3711 Mülenen

• 20. März 2019, 19 bis 20.30 Uhr

Ort: GIBB, Lorrainestrasse 1, 3013 Bern

> > gibb.ch/weiterbildung

Automobildiagnostiker/in

Start Lehrgang: Mittwoch, 14. August 2019

Ort: GIBB

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Freitag, 16. August 2019

Ort: GIBB

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Freitag, 16. August 2019

Ort: GIBB

Kart-Event AGVS Sektion Bern für Schüler

der siebten bis neunten Klassen

Mittwoch, 1. Mai 2019, 13.30 Uhr

Ort: Kartbahn, Lyss

> > agvs-be.ch

Automobil-Verkaufsberater/in

Infoabend: Donnerstag, 21. März 2019, 18 Uhr

Start Lehrgang: August 2019

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker

und Automobil-Werkstattkoordinator

Start Vorbereitungskurs: August 2019

Ort: AGVS Ausbildungszentrum Horw

Infoabend: Donnerstag, 21. Februar 2019,

18 Uhr

> > agvs-zs.ch

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Start Lehrgang: August 2019

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Infoabend: Mittwoch, 13. März 2019, 19 Uhr

Start Lehrgang: August 2019

Ort : Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

WINTERTHUR

Informationsanlass Weiterbildungen

im Automobilgewerbe

Montag, 25. Februar 2019, 19 Uhr

Ort : Schweizerische Technische Fachschule

Winterthur (STFW)

> > stfw.ch/info

Automobil-Verkaufsberater

Start Lehrgang: 20. August 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: 21. August 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

Automobildiagnostiker

Personenwagen / Nutzfahrzeuge

Automobil-Werkstattkoordinator

Start Lehrgang: 2./3. September 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad sowie stfw.ch/adwo

Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > www.stfw.ch/akb

FÜR EIN GARAGENTEAM

MIT VIEL PRAXISWISSEN.

- Betriebswirt im Automobilgewerbe

- Automobildiagnostiker PW / NFZ

- Automobil-Werkstattkoordinator

- Automobil-Verkaufsberater

- Kundendienstberater im Automobilgewerbe

www.stfw.ch

INFO-VERANSTALTUNG

Mo, 25.02.2019 um 19 Uhr

Anmelden: stfw.ch/info

66

Februar 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Conseiller de service à la clientèle

Séance d’information : 30 avril 2019, 18 h

Prochaine session : septembre 2019

Localité : Centre Patronal de Paudex

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : novembre 2019

Centre de formation UPSA, Genève

> > formation-upsa-ge.ch

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : Janvier 2020

Localité : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > www.formation.upsa-vd.ch

ZÜRICH

Infoabende Automobiltechnik

• Donnerstag, 21. Februar 2019

• Donnerstag, 3. März 2019

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: 23. August 2019, berufsbegleitend,

jeweils freitags

Ort: TBZ

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

Start: 16. September 2019, berufsbegleitend

(montags ganztägig oder dienstag- und

donnerstagabends)

Ort: TBZ, Zürich

ROMANDIE

Brevet fédéral de conseiller de vente

en automobile

Séance d’information : 14 février 2019, 18 h

Prochaine session : avril 2019

Localité : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Prochaine session : mars 2019

Localité : Centre Patronal de Paudex

Coordinateur d’atelier automobile

Séance d’information : 14 mai 2019, 18 h

Prochaine session : septembre 2019

Localité : Centre Patronal de Paudex

VALAIS

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : Automne 2019

Localité : Ecole Professionnelle Technique

et des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Prochain session : Automne 2019

Localité : EPTM, Sion

TESSIN

Corso preparatorio all’esame per

Meccanico diagnostico d’automobili

Sede dei corsi: Centro di formazione

professionale UPSA, Biasca

> > upsa-ti.ch

Aus den Sektionen

Für eine Publikation im AUTOINSIDE melden

Sie uns bitte Ihre Daten zu den aktuellen Infoveranstaltungen

und Lehrgängen im Automobilgewerbe

an myfuture@agvsupsa.ch.

Informationen zu allen

Weiter bildungen erhalten Sie

unter agvs-upsa.ch/de/berufsbildung/hoehereberufs

bildung.

TBZ

HF

Technische Berufsschule Zürich

Höhere Fachschule HF

Sihlquai 101, 8005 Zürich

Tel. 044 446 95 11

admin.hf@tbz.zh.ch

Informationen: www.tbz.ch

Weiterbildung

- Betriebswirt/in im Automobilgewerbe mit eidg. Diplom

- Automobilwerkstattkoordinator/in mit eidg. Fachausweis

- Werkstattkoordinator/in mit Zertifikat AGVS/VSCI

- Carrosseriefachmann/frau mit Zertifikat VSCI

- Carrosseriewerkstattleiter/in mit eidg. Diplom

Infoabende: 21.2. / 7.3. / 11.4. / 6.5. / 23.5.19

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung via Mail oder Tel.

AUTOINSIDE | Februar 201967


SPONSORED CONTENT

Swisscom

Cloud bringt Sicherheit

Cyber-Attacken abwehren, bevor sie die Infrastruktur angreifen: Das ist die offensichtlichste Massnahme eines Cloud-

Anbieters zum Schutz der Kundendaten. Doch Cloud-Security geht noch viel weiter und unterstützt Unternehmen auch in

nicht so offensichtlichen Bereichen.

pd. Wenn ein Unternehmen nicht von Ransomware wie Petya oder

WannaCry betroffen war, kann das drei Gründe haben: Es wurde

nicht angegriffen, die Verantwortlichen haben die passenden Schutzmassnahmen

ergriffen oder sie waren über den Cloud-Anbieter

bereits geschützt. Gerade bei Cyber-Attacken ist eine frühzeitige Reaktion

entscheidend. Tobias Langbein, IT-Sicherheitsarchitekt bei

Swisscom: «Indem wir präventiv reagieren und Schutzmassnahmen

ergreifen, können wir reale Schäden vermeiden, die durch den Ausfall

unternehmenskritischer Systeme entstehen könnten.»

Die Sicherheitsexpertise und das technische Sicherheitsdispositiv

eines Cloud-Anbieters kommen also direkt den Kunden zugute,

deren Anwendungen und Systeme in der Cloud laufen. Die Nutzer

profitieren, ohne selbst die entsprechende Infrastruktur und das

nötige Fachwissen aufbauen zu müssen.

Mehr als Schutz vor Malware

Doch der Schutz vor Cyber-Angriffen ist nur ein Puzzleteil im

gesamten System der Cloud-Sicherheit. Sie umfasst einerseits

technische Massnahmen zum Schutz vor Angriffen, um die Datensicherheit

und Verfügbarkeit sicherzustellen. Andererseits gehören

die Zutrittskontrollen beim Eingang zum Rechenzentrum selbst

Sonderkonditionen für AGVS-Mitglieder

Verbandsmitglieder des AGVS profitieren von Sonderkonditionen auf

ausgewählte Swisscom-Produkte.

Gerne beraten die Swisscom-Experten bei Fragen persönlich unter

Telefon 0800 800 568 oder auf Anfrage an agvs.info@swisscom.com.

genauso dazu. Sie sind nötig, obwohl Attacken meist übers Internet

erfolgen, wie Tobias Langbein erklärt: «Die Sicherheitsmassnahmen

müssen alle Aspekte umfassen. Sonst können wir die Sicherheit

nicht nachvollziehbar gewährleisten. Wir sichern unseren Kunden

die Einhaltung von Sicherheitsstandards vertraglich zu», sagt Tobias

Langbein. «Anhand von Audits können wir die Einhaltung auch belegen.

KMU sind oft mit Compliance-Anforderungen konfrontiert,

die sie selbst nur schwer nachweisen können. Als Cloud-Provider

können wir diesen Nachweis für unsere Kunden erbringen.»

«Swissness» für lokale Bedürfnisse

Zertifizierungen und Audits machen Sicherheitsmassnahmen

nachvollziehbar. Diese Transparenz schafft Vertrauen. Und es liegt

auf der Hand, dass Unternehmen von ihrem Cloud- Anbieter die Einhaltung

von Sicherheitsstandards erwarten. Doch die Anforderungen

gehen gemäss Tobias Langbein über reine Sicherheitsmassnahmen

hinaus: «Unsere Kunden erwarten von uns ‹Swissness›.» Das bedeutet

zum einen, dass die Daten in der Schweiz gespeichert sind

und der Vertrags- und Gerichtsstandort in der Schweiz liegt. Einige

Kunden verlangen aber auch, dass nur aus der Schweiz heraus auf

die Daten zugegriffen werden kann. Diese «Swissness»-Aspekte sind

es denn auch, was Swisscom von globalen Cloud-Anbietern unterscheidet.

Oder, wie es Tobias Langbein formuliert: «Wir bieten ein

lokales Cloud- Angebot für Unternehmen mit spezifischen lokalen

Bedürfnissen.» <

Weitere Infos unter:

swisscom.ch/it

68

Februar 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Mediales Echo für Mobility-Pilotversuch

> Radio SRF porträtiert Nidwaldner Garage

sco. Das Regionaljournal Zentralschweiz

auf Radio SRF1 berichtete am Freitag über

den gemeinsamen Test des AGVS mit der

Genossenschaft Mobility. Dabei werden

Garagenfahrzeuge mit Carsharing-Tech nol ogie

ausgestattet und den rund 100 000 Mobility-

Kunden zur Verfügung gestellt.

Das Projekt soll für beide Seiten Vorteile

bringen: Mobility kann ihr Standortnetz

ausbauen und flexibilisieren. Gerade

in Städten wird es für die Mobility-Flotte

laufend schwieriger, geeignete Parkplätze zu

finden.

Die teilnehmenden AGVS-Garagisten

machen aus ihren «Stehzeugen» Fahrzeuge.

Tausende von Occasionen und Ersatzfahrzeugen

stehen oft rund um die Uhr still.

Werden sie genutzt, erwirtschaften sie

immerhin einen Deckungsbeitrag. «Jeder

Franken, den unsere Mitglieder damit verdienen,

ist ein guter Franken», sagt AGVS-

Zentralpräsident Urs Wernli.

Karl Baumann, der das Projekt seitens des

Freude über das neue Angebot (v.l.): Mobility-Sprecher Patrick Eigenmann, AGVS-Projektleiter Karl Baumann

und Fabian Bissig von den Alu-Car Garagen AG in Stans. (Bild SRF)

AGVS leitet, freut sich über das rege Interesse

der Garagisten. «Als wir am 10. Dezember

die Medieninformation veröffentlicht hatten,

kamen sofort zahlreiche Garagisten auf

mich zu und erkundigten sich über die Anforderungen.»

Andere versuche er im persönlichen Gespräch

vom zukunftsträchtigen Projekt zu

überzeugen.» Interessenten melden sich direkt

bei karl.baumann@agvs-upsa.ch.

Der Pilot ist auf ein Jahr angesetzt, in dem

Erfahrungen und Kundenfeedback gesammelt

wird. Bis Mitte Jahr sollen rund 50 Garagen

beteiligt sein, danach wird rollen aufgestockt.

Sowohl die Verantwortlichen bei Mobility wie

auch beim AGVS sind vom Erfolg des Projekts

überzeugt. <

Online Buchungs System

Werkstatt Prozess Board

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AUTOINSIDE | Februar 201969


PRODUKTE & DIENSTLEISTUNGEN

Multi-Channel-Marketing

Ohne Risiko zum eigenen

Webshop

Multi-Channel-Marketing wird auch für Garagisten immer wichtiger. Dank Tools wie garagino.ch können sie einfach und

ohne grosses Risiko auf den Zug aufspringen, bevor er abgefahren ist. André Bissegger

Garagenkunden wollen in Zukunft vermehrt Reservationen, Termine oder Beschaffungen für ihr Auto im Internet

tätigen. Mit garagino.ch können Garagisten mit einem eigenen Webshop im Internet präsent sein.

Kunden nutzen heute verschiedene Kanäle,

um sich über Produkte zu informieren oder sie zu

kaufen. Die Unternehmen müssen daher verschiedene

Kommunikations- und Vertriebswege

bereitstellen, wenn sie ihre Zielgruppe

dort ansprechen wollen, wo sie sich aufhält.

Die Lösung: Multi-Channel-Marketing.

«Dafür braucht es keine vielköpfige Marketingund

Kommunikationsabteilung», sagt AGVS-

Geschäftsleitungsmitglied Markus Aegerter.

«Zahlreiche Tools aus diesem Werkzeugkasten

des Marketings sind heute auch für

kleinere Garagen verfügbar und einfach in

der Handhabung.»

Eigener Webshop ohne grosse

Investitionen

Aegerter denkt dabei an garagino.ch,

eine kostenlose Dienstleistung der ESA. Die

Gratisplattform steht sowohl den ESA-Mitinhabern

wie auch AGVS-Mitgliedern zu Verfügung.

«Die Garagisten haben mit garagino.

ch die Möglichkeit, mit einem eigenen

Webshop im Internet präsent zu sein, ohne

diesen mit grossem finanziellen Aufwand

selber entwickeln, betreiben und bewerben

zu müssen», sagt Matthias Krummen, Leiter

Management Services und Kommunikation

bei der ESA. Für die Garagisten fallen weder

Investitionen, noch Lizenz-, Transaktionsoder

Transportkosten an. Zudem können

die Betriebe unter anderem von einem

integrierten Terminplaner profitieren und

müssen sich keine Sorgen wegen Zahlungsausfällen

machen: Die ESA übernimmt

das komplette Inkasso für Produkte und

Dienstleistungen. Garagino.ch ist die digitale

Visitenkarte des Garagisten für seinen Betrieb

sowie die angebotenen Produkte und

Dienstleistungen.

Für Krummen liegen die Vorteile auf der

Hand: «Mit Garagino können sich Garagisten

ohne unternehmerisches Risiko eingehen

zu müssen dieser neuen Kommunikationsplattform

annähern, sich noch ohne Hektik

damit befassen, produktiv testen und

Know-how aufbauen.»

Digitale Plattformen werden zum

Alltag

Er ist überzeugt, dass digitale Plattformen

auch in der Automobil-Branche

zum Alltag werden. «Die Menschen werden

zukünftig auch für ihr Auto vermehrt

Reservationen, Termine, Beschaffungen oder

Anfragen via Internet tätigen so wie sie

auch heute schon Restaurantreservationen

vornehmen, ein Haushaltgerät kaufen, Kinotickets

reservieren oder ein Hotel buchen.»

Treiber der Entwicklung ist laut Krummen

nicht nur die Suche nach dem Preisvorteil,

«sondern die Möglichkeit, die Abklärungen,

Buchungen oder Reservationen dann vorzunehmen,

wenn es den Kunden gerade am

besten passt». Also spät abends vor dem

Fernsehgerät, während einer Zugfahrt oder

am Wochenende.

Noch habe aber keine digitale Plattform

in der Schweizer Garagenbranche

den wirklichen Durchbruch geschafft, was

aus Branchensicht positiv sei. «Es bedeutet,

dass die Kunden momentan noch konventionell

also stationär mit den Garagen

kommunizieren wollen», sagt Krummen. Es

sei aber nur eine Frage der Zeit, bis sich dies

ändere.

Garagino.ch als gemeinsame Antwort

auf Grosshändler

Die ESA sieht garagino.ch als gemeinsame

Antwort des Autogewerbes auf das preisgetriebene

Angebot internationaler Grosshändler

sowie kommerzielle Plattformen.

Die Genossenschaft hat in ihren Statuten

den Auftrag stehen, «die wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit der Automobilbranche

der Schweiz» zu fördern. Auf dieser Grundlage

finanziert die ESA die gesamte Plattform

und will sie auch entsprechend weiterentwickeln:

«Laufende technische sowie

inhaltliche Entwicklungen sind in dieser sich

stark wandelnden Zeit absolut notwendig»,

sagt Krummen.

Per Ende Dezember 2018 machten bereits

869 Garagen aus der ganzen Schweiz von

diesem Angebot Gebrauch. <

Weitere Infos unter:

www.garagino.ch

70

Februar 2019 | AUTOINSIDE


Online-Terminvereinbarung

Mit einem Klick

zum Wunschtermin

Von Kunden gewünscht, aber noch nicht weit verbreitet:

Online-Terminvereinbarungstools. Dabei bieten sie für die

Kunden und die Garagisten viele Vorteile. André Bissegger

Ein Automobilist braucht einen Termin bei seiner Garage und

weiss selbst, wann er Zeit hat. Mit einem Blick in den Online-Terminplaner

des Garagisten sieht er, welche freien Zeitfenster zur Verfügung

stehen. Er reserviert den Termin direkt mittels Klick. Klingt einfach,

ist für die Kunden bequem und wird in Zeiten der Digitalisierung zunehmend

nachgefragt. So zeigt eine Umfrage des deutschen

Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von «Das Telefonbuch»

von Anfang 2018, dass sich 67 Prozent der Kunden Online-

Terminvereinbarungstools bei Autowerkstätten wünschen. Nur

bei Restaurants (77 Prozent), Zahnärzten (76 Prozent) und Allgemeinmedizinern

(75 Prozent) ist der Wunsch noch grösser. Demgegenüber

bietet gut ein Drittel der befragten deutschen Garagisten (36 Prozent)

die Möglichkeit einer Online-Terminvereinbarung an.

Die Studie kommt zum Schluss, dass die Dienstleistungsbranche

in Hinblick auf die Terminvergabe noch nicht im Zeitalter

der Digitalisierung angekommen sei nach wie vor werde meist mit

Stift und Papier geplant. Und es ist keine Änderung in Sicht: Von den

Garagisten gaben beispielsweise nur gerade 16 Prozent an, sich über

Online-Buchungstools informiert zu haben. Bei den Anwälten waren

es sieben und bei Ärzten sogar nur drei Prozent. Gleichzeitig erklärten

38 Prozent, sich «sehr wahrscheinlich» eher für einen Dienstleister zu

entscheiden, der eine Online-Terminvergabe anbietet.

Garagisten sparen Zeit und steuern Kunden

In der Schweiz gibt es zwar einige, vor allem grössere Garagisten,

bei denen die Kunden ihren Termin online reservieren können, teilweise

mittels eigener App. Bei kleineren Werkstätten sucht man diese

Möglichkeit jedoch oft vergeblich. Forsa ging der Frage nach, weshalb

so viele ihre Termine online buchen möchten. 88 Prozent betonten die

gute Sichtbarkeit von freien Terminen und 82 Prozent schätzen die

Möglichkeit, ortsunabhängig rund um die Uhr Termine vereinbaren

zu können. Ausserdem gehe es schneller als am Telefon (78 Prozent)

und die Kunden erhalten eine Bestätigung/Erinnerung (75 Prozent).

Die Garagisten sparen vor allem Zeit und schaffen Ordnung: Es gibt

weniger Telefongespräche und E-Mail-Konversationen.

Die Termine müssen nicht mehr von Hand in der Garagenagenda

eingetragen oder auf Zetteln notiert werden. Die Terminfindung und

der Eintrag im Werkstattkalender geschehen dank eines digitalen

Terminplaners automatisch. Storniert ein Kunde seinen Termin, entfällt

das Durchstreichen im Buch und das Zeitfenster wird für andere

Kunden verfügbar. Zudem können Garagisten dank der digitalen

Lösung, die auf der eigenen Website eingebunden wird, ihren Terminkalender

optimal auslasten. Doch wie findet der Garagist ein passendes

Online-Terminvereinbarungstool? Der Markt ist gross, die Anbieter

sind vielfältig. Der AGVS empfiehlt, zuerst bei den Garagensoftwareoder

Teilelieferanten nachzufragen, ob sie ein entsprechendes Tool anbieten.

<

www.saa-expo.ch

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facebook.com/saaexpo

instagramm.com/saaexpo

Die Kurz-Fachmesse des

Schweizer Automotive -

Zubehörmarkts an der GIMS

7. bis 11. März 2019

In den ersten Tagen der Geneva International Motor

Show 2019 findet für Garagisten und alle Interessierten

zum dritten Mal die fünftägige Kurz-Fachmesse

SAA Expo statt. Staunen Sie über die Highlights der

SAA Aussteller Sie erkennen Sie am SAA Gütesiegel.

Für Emotionen sorgt wieder die SAA Drift Challenge.

Auf junges und junggebliebenes Fachpublikum warten

packende Rennen und heisse Gymkhana-Drifts.

Besuchen Sie den SAA Stand Nr. 7013-SP in der Halle 7,

stellen Sie Ihre Geschicklichkeit unter Beweis und

gewinnen Sie die SAA Drift Challenge!

Wir freuen uns, Sie vom 7. bis 11. März 2019

an der Kurz-Fachmesse begrüssen zu dürfen.

Ihr SAA swiss automotive aftermarket

AUTOINSIDE | Februar 2019


GARAGENWELT

GCS Schweiz AG

gcsag.ch / mobil.gcsag.ch / booking.gcsag.ch

> Der Rentabilitätsturbo für die Werkstatt dank aktiver Prozessunterstützung

pd. Die GCS Schweiz

AG unterstützt mit ihren

innovativen Software-

Produkten alle Prozesse, die in

einer Garage oder Carrosserie

für die Reparatur notwendig

sind. Das Jahr 2019 startet

bei der Software-Firma mit

der Lancierung verschiedener

Produkte, die den Garagisten

noch besser bei seiner Arbeit

unterstützen. Dabei werden

der integrative Weg und die

Vernetzung mit allen wichtigen

Marktteilnehmern der letzten

Jahre konsequent weiterverfolgt.

Das garantiert allen

Anwendern die Kontinuität,

die für flexible Prozessunterstützung

notwendig ist und

am Ende dem Garagisten mehr

Zeit für die optimale Kundenbetreuung

ermöglicht.

Mit dem neuen Online-

Buchungssystem wird der

Kunde individuell zum Besuch in

die Werkstatt eingeladen, sei

es für den Reifenservice, die

Jahreskontrolle oder für andere

wichtige Arbeiten. Der Kunde

bucht online den Termin, der

ohne weiteren Klick direkt im

Auftragssystem erfasst und in

das Planungssystem übergeben

wird.

Ist das Fahrzeug angeliefert,

wird die Werkstattkarte automatisch

im neuen Werkstatt-

Prozess-Board angezeigt. Jeder

Mitarbeiter ist jederzeit auf dem

aktuellen Stand des Auftragsfortschritts.

Je nach Arbeitsfortschritt

ist auch ersichtlich,

in welchem Prozess respektive

in welcher Abteilung sich das

Fahrzeug befindet.

Nebst den beiden neuen

Modulen «OBS» und «WPB»

gibt es den «Easytimer», der

alle wichtigen Termine anzeigt

und mit dem neuen Ressourcenmanager

eine optimale Auslastungsplanung

sicherstellt.

Neuheiten 2019

Im Jahr 2019 wird vieles

in der Gesamtlösung neu,

dennoch bleibt alles Bewährte

erhalten. Die neuen Produkte

sind webbasiert und so gerätund

ortsunabhängig nutzbar.

Sie sind komplett im DMS-

Hauptsystem «VIS/VCS» und

«VES» integriert.

Diese Neuheiten zur Prozessoptimierung

sind heuer zu

erwarten:

• OBS: Online-Buchungssystem

• WPB: Werkstatt-Prozess-

Board

• MOW: «Mobile Worker»

für die Werkstatt und den

Kundendienst

• MAI: Mobile-Auftragsinfo,

das komplette Auftragsdossier,

auf das von überall

zugegriffen werden kann

• «EasyTimer»: Planung und

Übersicht so einfach wie nie

• Ressourcenmanager: einfach

und flexibel Ressourcen

zuteilen, wo sie gebraucht

werden. <

weiterbildung

BILDUNGSGÄNGE MIT BERUFS- ODER HÖHERER FACHPRÜFUNG

Höhere Berufsbildung im Automobilgewerbe

Informationsanlässe mit Dozierenden und Vertretern des AGVS:

6. März 2019, 19.00 20.30 Uhr

AGVS Sektion Oberland, Stationsstrasse 6, 3711 Mülenen

20. März 2019, 19.00 20.30 Uhr

Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (gibb),

Lorrainestrasse 1, 3013 Bern

Über folgende Bildungsgänge:

> Automobildiagnostiker/in BP

Kursbeginn: Mittwoch, 14. August 2019 | Kursdauer: 4 Semester

> Werkstattkoordinator/in BP oder Verbandszertifikat

Kursbeginn: Freitag, 16. August 2019 | Kursdauer: 4 bzw. 2 Semester

> Betriebswirt/in HFP

Kursbeginn: Freitag, 16. August 2019 | Kursdauer: 4 Semester

Anmeldung an: regula.saegesser@gibb.ch

Mehr Infos unter 031 335 91 45 oder www.gibb.ch/weiterbildung

72

Februar 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Bieri Carport

bieri.ch

> Der elegante Carport für jeden Standort

pd. Der Bieri Carport ist ein

eleganter Unterstand für Autos,

Motor- und Fahrräder, Container,

Gartengeräte etc. Die textile

Dachmembrane bietet ganzjährig

Schutz vor beispielsweise Regen,

Hagel, Schnee, Sonne, Baumharz

oder Laub. Die Membrane

wird über die freistehende

Stahlkonstruktion gespannt,

was dem Carport seine elegante

Form verleiht. Je nach Farbwahl

des Textils sind die Membranen

lichtdurchlässig. So entsteht

darunter ein heller und dennoch

sonnengeschützter Ort.

Die aufs Minimum reduzierte

Konstruktion bietet sich sehr gut

auch als Ergänzung zu architektonisch

anspruchsvollen und

eigenständigen Bauten an. Der

Carport wird erfolgreich bei

Ein- und Mehrfamilienhäusern,

Firmenparkplätzen und im Autohandel

eingesetzt. Der modular

aufgebaute Unterstand kann beliebig

erweitert werden, so dass

vom Einzel- oder Doppelcarport

eine Grossüberdachung wird.

Ob für ein Einfamilienhaus oder für Firmenparkplätze, der Bieri Carport sieht überall

elegant aus und bietet ganzjährigen Schutz.

Besonderheiten des Carports

• Standardausführung aus

Profilstahl, feuerverzinkt

• Zusammenschraubbare

Elemente

• Membrane aus PVCbeschichtetem

Polyestergewebe

mit schmutzabweisendem

Finish

• Stützen können direkt auf

einem Betonfundament

montiert werden

• Kann ohne Bodenverankerung

montiert werden

(Voraussetzung dafür ist ein

tragfähiger, ebener Untergrund

wie Asphalt, Beton

oder Kies). <

Carex Autozubehör AG

carex.ch

> Nicht nur sportliche Optik: Höhenverstellbare H&R-Federsysteme und -Gewindefedern

pd. Die höhenverstellbaren

H&R-Federsysteme wurden für

die Verwendung bei Fahrzeugen

mit serienmässig adaptiven oder

härteverstellbaren Dämpfern

entwickelt. Diese Federsysteme

ermöglichen eine

variable Tiefer legung unter

Beibehaltung der Seriendämpfer

ohne Funktionseinschränkung.

Die Produktvorteile der H&R-

Federsysteme liegen auf der

Hand:

• Sportliche Optik und

Performance

• Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts

im geprüften

Bereich

• Individuelle Tieferlegung mit

serienmässig adaptiven oder

elektronisch verstellbaren

Stossdämpfern

• Voll funktionsfähige serienmässige

Härteverstellung der

Dämpfer bleibt erhalten

• Optimierte Fahrdynamik

• Keine Anpassung der

serienmässigen Elektronik

erforderlich

• CH-Zulassung

Für verschiedene Fahrzeuge

erhältlich

Die H&R-Federsysteme sind

für diverse Fahrzeuge erhältlich

wie zum Beispiel Audi R8, RS4,

S4, RS5, S5, BMW M2, M3, M4,

X5, X6, Mercedes C63 AMG,

Porsche Cayman, Macan, 991,

Seat Leon, Skoda Octavia, VW

Golf VII, T5, T6 und viele mehr.

Der Verkaufspreis startet

ab 678 Franken. Weitere

Informationen finden sich im

Internet auf shop.carex.ch. <

Die höhenverstellbaren H&R-Federsysteme sind mehr als nur sportliche Optik

und jetzt im Carex-Webshop erhältlich.

seit

1964

CORTELLINI &

MARCHAND AG

Der umfassendste

Auto-Steuergeräte-Reparatur-

Service

von Cortellini & Marchand AG.

www.auto-steuergeraete.ch

061312 40 40

Rheinfelderstrass 6, 4127 Birsfelden

Sie suchen, wir finden

Ihr Suchservice für

Auto-Occasionsteile

www.gebrauchte-fahrzeugteile.ch

AUTOINSIDE | Februar 201973


UMFRAGE DES MONATS

WOLLEN SIE IHR GARAGEN­

FAHRZEUG MOBILITY

ZUR VERFÜGUNG STELLEN?

Garagenfahrzeuge werden zu Mobility-Fahrzeugen.

Ein Pilotversuch soll die Chancen und Potenziale

dieser Kooperation der Casharing-Genossenschaft

mit den AGVS-Garagisten aufzeigen. 90 Prozent

der Umfrageteilnehmer stehen dem Projekt wohlwollend

gegenüber.

Nutzen Sie Suchmaschinen für Ihr Marketing?

Hier gehts zur Umfrage des Februars:

Scannen und mitmachen!

agvs-upsa.ch/de/news/auf-googlegefunden-werden

Können Sie sich vorstellen, mit Ihrer Garage am

Carsharing-Projekt von Mobility teilzunehmen?

VORSCHAU AUTOINSIDE AUSGABE 3 MÄRZ 2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 4. März 2019 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Vorfreude auf den Genfer Auto-Salon

Vorhang auf für die 89. Ausgabe des Auto-Salon

in Genf! Wir zeigen, auf was sich die Besucher

freuen können und wohin sich die Geneva International

Motor Show unter dem neuen Direktor

entwickeln soll.

Den Garagisten den Puls gefühlt

Welche Themen beschäftigen die Garagisten?

Wir laden zu einem Gespräch am runden

Tisch und diskutieren mit Vertretern verschieden

grosser Garagen über ihre Sorgen

und Hoffnungen.

Keine Geheimnisse: Alles über Reifen

Frühlingszeit ist Reifenzeit! Ob gross, klein,

schmal oder breit wir klären alle offenen

Fragen rund um das Thema Reifen und Räder.

Es gibt keine Geheimnisse: Wir zeigen beispielsweise,

was Fussball mit Pneus zu tun hat.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

91. Jahrgang, 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2018: 12 725 Exemplare davon 9548 in Deutsch, 3117 in Französisch

Herausgeber

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

www.agvs-upsa.ch

Verlag

AUTOINSIDE

Wölflistrasse 5, Postfach 64, CH-3000 Bern 22

Telefon: +41 (0)31 307 15 15

verlag@agvs-upsa.ch, www.autoinside.ch

Administration und Aboverwaltung

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leitende Redaktorin Mobilität)

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Reinhard Kronenberg (kro, Leiter

Publizistik), Sascha Rhyner (srh, Redaktor

Mobilität), André Bissegger (abi, Redaktor

Mobilität), Jean-Philippe Pressl-Wenger

(jppw, Korrespondent Westschweiz), Andreas

Senger (se, Spezialgebiet Technik), Bruno

Sinzig (si, Spezialgebiet Bildung), Raoul

Studer (rst, Spezialgebiet Politik).

Weitere Beiträge von: Peter Fuchs, Patrick

Krauskopf und Sarah Umbricht.

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Fatma Bindal.

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Februar 2019 | AUTOINSIDE


«So funktioniert

IT für Autogaragen

heute»

Die Digitalisierung ist ein Thema,

dem sich kein Unternehmen mehr

entziehen kann. Das Gute ist, es gibt

einfache IT-Lösungen, die für Ihre

Autogarage den Weg in die

Digitalisierung frei machen.

Der Cloudanbieter DynaNet GmbH und der

Softwarehersteller bme ag haben zusammen eine

unschlagbare IT-Lösung für Autogaragen auf den

Markt gebracht.

Die Vorteile der Cloud-Lösung Dyna-Access

Mobilität und Flexibilität Zugriff auf Daten und

Programme jederzeit und von überall

Problemlos an Ihre Bedürfnisse anpassbar

Überschaubarer finanzieller Aufwand für

IT-Leistungen einer Grossfirma

Rufen Sie uns an: +41 71 855 88 89

Wir bieten jedem Garagenbetrieb eine

kostenlose Analyse Ihrer IT-Infrastruktur.

Leistungen der DynaNet

Verwaltung und Betrieb der gesamten IT-Infrastruktur

IT-Outsourcing, Telefonie, Internet, Hard- und Software

Die Gesamtlösung bme

Zukunftsorientiert

Bildet praxisnah alle Prozesse ab

Reduziert administrative Aufwände auf ein Minimum

Viele notwendige Schnittstellen bereits programmiert

Bei zahlreichen erfolgreich umgesetzten Kundenprojekten

konnten DynaNet GmbH und die bme ag viel Know-how

sammeln, um Sie bei der Wahl Ihrer Hard- und Softwarelösungen

optimal zu unterstützen.

DynaNet GmbH

Schachenstrasse 2

9016 St.Gallen

+41 71 855 88 89

www.dynanet.ch

verkauf@dynanet.ch

bme ag

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7304 Maienfeld

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www.bme-ag.ch

info@bme-ag.ch

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eMarketPlace

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Für Informationen und Auskünfte zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an

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