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KonsumMarken 2-2018

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PRESSESCHAU

»Aufstand unter den Genossen«

Die Süddeutsche Zeitung vom 13. August 2018 berichtete in einem bundesweit

Aufsehen erregenden Beitrag über die Kündigung der gesetzlich vorgeschriebenen Mitgliedschaft

der Konsumgenossenschaft Altenburg in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband.

Den vollständigen Artikel können Sie unter www.konsum-info.de nachlesen.

RATGEBER RECHT RATGEBER LOHN TERMINE 2019

Früher schon einmal beschäftigt und neue

sachgrundlose Befristung – geht das?

Das hätten Vorstand und

Aufsichtsrat der Konsumgenossenschaft

Altenburg

und Umgebung

eG selbst in ihren kühnsten Vorstellungen

nicht gedacht. Mit ihrer

kleinen Genossenschaft, die von

der Verpachtung von Handelsimmobilien

lebt, haben sie es Mitte

August in die Süddeutsche Zeitung

geschafft und damit das Genossenschaftswesen

ganz schön durchgerüttelt.

Was ist passiert?

Die thüringische Konsumgenossenschaft

hat zum Ende 2016

ihre gesetzlich vorgeschriebene

Mitgliedschaft in einem genossenschaftlichen

Prüfungsverband

gekündigt. Nachdem im Jahr 2017

nichts passierte, reagierte das

zuständige Amtsgericht Jena im

Frühjahr 2018 und mahnte die

Genossenschaft, innerhalb von

zwei Monaten erneut Mitglied in

einem Prüfungsverband zu werden.

Seitdem ist wieder nichts

passiert – weder hat sich die Konsumgenossenschaft

einem anderen

Verband angeschlossen, noch

hat das Amtsgericht die angedrohte

Zwangsauflösung eingeleitet.

Die Genossenschaft wird sich in

diesem Jahr wie gesetzlich vorgeschrieben

prüfen lassen, natürlich

von einem genossenschaftlichen

Prüfungsverband, aber ohne in

diesem Mitglied zu werden. Der

Aufsichtsratsvorsitzende Martin

Bergner erklärte gegenüber der

Süddeutschen Zeitung die Gründe

für den Austritt, ohne auf die vorgeschriebene

Pflichtprüfung zu

verzichten: Diese halte er weiter

für nötig. »Sie habe dazu beigetragen,

dass die allermeisten Genossenschaften

beständig arbeiteten

und das Risiko einer Insolvenz

äußerst gering sei. ›Aber wir sind

für die freie Wahl des Prüfers und

vor allem für eine konsequente

Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft

in einem Prüfungsverband.

Ein freier Wettbewerb bei den

Prüfungen kann über kurz oder

lang nur die Qualität der Prüfer

verbessern‹, sagt er. […] Schon seit

geraumer Zeit beobachtet er, wie

die einst vielfältige Landschaft der

genossenschaftlichen Prüfungsverbände

durch Fusionen, Übernahmen

und auch durch Schließungen

immer überschaubarer

Arbeitsverhältnisse können mit

einem »Sachgrund« für die Dauer

dieses Grundes abgeschlossen

werden oder »sachgrundlos« bis

zu zwei Jahre, § 14 Teilzeit- und

BefristungsG. Nach § 14 Abs. 2

Satz 2 TzBfG würde z.B. ein Job

als Schüler lebenslang ein zeitlich

befristetes Arbeitsverhältnis

ausschließen. Das Bundesarbeitsgericht

erklärte 2011 eine

sachgrundlose Befristung nur

dann für unzulässig, wenn die

vorherige Beschäftigung nicht

mehr als drei Jahre zurücklag.

Das Bundesverfassungsgericht

hat am 6. Juni und 4. Juli

2018 auf 21 Verfassungsbeschwerden

Urteile aufgehoben,

in denen Klagen auf unbefristete

Arbeitsverhältnisse wegen

der Drei-Jahres-Regel abgewiesen

wurden: Die Drei-Jahres-Regel

ist verfassungswidrig, da die

Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung

damit überschritten

wurden. Der § 14 Abs. 2 Satz 2

TzBfG selbst ist mit dem Grundgesetz

vereinbar. Nach dem

BVerfG ist das Verbot der befristeten

Wiedereinstellung aber

unzumutbar und § 14 TzBfG

durch die Arbeitsgerichte verfassungskonform

auslegbar, wenn

z.B. vorliegt:

l eine Nebenbeschäftigung

während der Schul-, Studienoder

Familienzeit;

l eine Unterbrechung der

Erwerbsbiografie.

Arbeitgeber sollten bis zur Klarstellung

bei der Änderung des

TzBfG die Vereinbarung von

sachgrundlosen Befristungen

mit Arbeitnehmern, die bei ihnen

schon einmal beschäftigt

waren, entweder ablehnen oder

sich des Risikos bewusst sein,

dass eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses

eingeklagt

werden könnte.

Ulrich

Northoff,

Rechtsanwalt

Jahreswechsel 2018/2019 –

Was ändert sich im Bereich Lohn und Gehalt?

Das Jahr 2019 bringt auch wieder

neue Regelungen und Gesetzesänderungen

mit sich. Wir

können Ihnen hier nur einen kleinen

Überblick über die wichtigsten

lohn- und gehaltsrelevanten Regelungen

geben. Gern stehen wir

Ihnen darüber hinaus für Fragen

zur Verfügung.

Mindestlohn steigt

Ab 1. 1. 2019 beträgt der gesetzliche

Mindestlohn 9,19 Euro pro

Stunde – das bedeutet eine Steigerung

um 42 Cent. Im Jahr

2020 steigt der Mindestlohn noch

einmal um 16 Cent.

Arbeitslosenversicherung soll sinken

In erster Lesung hat der Bundestag

den Gesetzesentwurf beraten,

der die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrag

zum 1. Januar

2019 um 0,4 Prozentpunkte

von derzeit 3,0 auf 2,6 Prozent

beinhaltet. Zusätzlich erfolgt per

Verordnung eine weitere zunächst

bis Ende 2022 befristete Absenkung

um weitere 0,1 Prozentpunkte.

Damit sinkt der Beitrag

zur Arbeitslosenversicherung auf

einen historischen Tiefstand.

geworden ist. Es seien Monopole

entstanden.« Eines dieser Beispiele

ist der Genossenschaftsverband

– Verband der Regionen e.V., dem

die Altenburger bis Ende 2016 angehörten.

Nach eigenen Angaben

prüft dieser Verband rund 2800

der etwa 8000 Genossenschaften.

Nach den Gründen gefragt, warum

die Verbände vehement an der

Pflichtmitgliedschaft festhalten,

vermutet Bergner gegenüber der

SZ: »Der Verband benötigt erhebliche

finanzielle Mittel, die durch

Prüfungsgebühren, Mitgliedsbeiträge

und Beratungshonorare abgedeckt

werden müssen. …

Bergner spielt damit auf die Pensionsverpflichtungen

in Höhe von

110,6 Mio. Euro des fusionierten

Genossenschaftsverbands an.«

Auf die Frage, wie es weiter geht,

antwortet Bergner: »Wir machen

jetzt Lärm, bleiben kampfbereit

und ziehen, wenn nötig, mit den

Altenburgern bis vors Bundesverfassungsgericht.«

In diesem Fall wird sich die kleine

Konsumgenossenschaft aus Altenburg

sicher wieder in einer der

großen überregionalen Zeitungen

wiederfinden. Anfragen gibt es

bereits.

Krankenversicherungsbeiträge

wieder paritätisch

In der gesetzlichen Krankenversicherung

(GKV) wird ab 2019 die

vollständige paritätische Finanzierung

wieder eingeführt, dies gilt

auch für die von den Kassen erhobenen

Zusatzbeiträge. Ab Januar

teilen sich also Arbeitgeber und

Arbeitnehmer wieder die Beitragszahlungen

in die GKV.

Pflegeversicherung:

Beiträge sollen steigen

Ein Gesetz der Bundesregierung

sieht die Beitragssteigerung in

der Pflegeversicherung um voraussichtlich

0,5 Prozentpunkte

vor. Dies bedeutet eine

Beitragssteigerung auf

3,05 Prozent, für Kinderlose auf

3,3 Prozent des Bruttolohns.

Birgit Gertz,

Geschäftsführerin

der KPSA-KONSUM-

Personalserviceund

-abrechnungsgesellschaft

mbH

PERSONALIA

15. Januar

Seminar »Die Rechte

und Pflichten des Aufsichtsrats

einer Genossenschaft«

26./27. März

Fachseminar

»Finanzen/Steuern/Immobilien«

2./3. April

Workshop »Social Media«

26./28. April

Konsum-Wanderung

13. Juni

Sommerliche Bootsfahrt

28./29. August

Fachseminar

»Lohnabrechnung kompakt«

Martin Bergner

wurde vom

Aufsichtsrat

der Konsum

Dresden eG zu

seinem Vorsitzenden

gewählt.

Martina Bäcker und

Aileen Bendler sind das neuberufene

Vorstandsduo der

Konsumgenossenschaft

Seehausen/Altmark eG.

Sören Bachmann

wurde am

1. April 2018 an

der Seite von

Unternehmenssprecherin

Margitta Siegel

zum zweiten Geschäfsführer

der Bürstenmann GmbH

bestellt.

Herausgeber: Zentralkonsum eG

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Tel. (030) 275 84 -111

www. zentralkonsum. de

Redaktion: George media (0152–341 724 88)

Gestaltung: Siegmar Förster

Druck: Laser-Line Berlin

KonsumMarken

AKTUELLE NACHRICHTEN AUS DER GROSSEN KONSUMFAMILIE

DOROTHEENHOF 2.0

Neustart mit Doppelspitze

Zum 1. Oktober haben Geschäftsführer Sebastian

Löser (l.) und Gastgeber Sten Fischer die Leitung des Weimarer

»Romantik Hotel Dorotheenhof« in die Hand genommen.

Mit dem Ziel, das Kleinod der Weimarer Hotellerie regional und

überregional bekannter zu machen.

Das neue Führungsteam

verfügt über große Erfahrungen

sowohl im

Hotel-Management als

auch in der Gastronomie. An der

Spitze des Führungsduos steht

Geschäftsführer Sebastian Löser,

dem es gelungen ist, das Vier-

Sterne-Haus Berghotel Oberhof

innerhalb weniger Jahre aus dem

Dornröschenschlaf zu erwecken

und überregional als Marke zu

etablieren.

An der Seite Lösers steht als Gastgeber

des Dorotheenhofes Sten

Fischer. Er verfügt als weltweit

gereister Koch und langjähriger

Geschäftsführer des Weimarer

Hotels Alt-Weimar, ein alteingesessenes,

familiengeführtes Haus,

gleichermaßen über große berufliche

Erfahrungen. Beide, Löser

wie Fischer, sind bodenständige

Thüringer, die fest daran glauben,

den Dorotheenhof künftig regional

und überregional mit Gewinn

gut vermarkten zu können.

Dafür sind alle notwendigen

Rahmenbedingungen gegeben.

Schließlich präsentiert sich das

einstige rittmeisterliche Anwesen

nach umfangreicher Sanierung

für Einheimische wie weit

gereiste Kulturtouristen als

idyllischer Rückzugsort inmitten

einer zwei Hektar großen

Parklandschaft. Ein Kleinod im

Norden der Goethestadt, das auf

angenehme Weise mit der Kulturstadt

Weimar verbunden ist.

Unabhängig von der Tatsache,

dass künftig beide konsumeigenen

Häuser in Oberhof und Weimar

unter einem Dach geführt

werden, bleibt der Stil beider

Häuser gewahrt. Geschäftsführer

Löser und Gastgeber Fischer

sind sich in dem Ziel einig, den

Dorotheenhof in Weimar wie das

Berghotel in Oberhof als eigenständige

Marken zu führen und

ihren Gästen künftig Leistungen

anzubieten, die sie sonst auf dem

heiß umkämpften Hotelmarkt

nicht geboten bekommen.

Im ersten Schritt will sich das

neu bestellte Führungsduo auf

eine bessere Auslastung des

Hauses, Kernaufgabe jeglichen

Hotelgeschäfts, konzentrieren.

Wie es geht, hat Geschäftsführer

Löser in Oberhof bereits unter

Beweis gestellt. Im Verlauf der

vergangenen acht Jahre seines

Wirkens ist es ihm gelungen, die

durchschnittliche Auslastung seiner

Betten auf 78 Prozent zu steigern.

Allein mit Tagesgästen aus

dem regionalen Umfeld wäre das

nicht möglich gewesen. Deshalb

hat er sich mit Gastgeber Fischer

vorgenommen, die Ausrichtung

des Dorotheenhofes und dessen

Zielgruppe neu zu definieren und

dabei verstärkt auf digitales Marketing

zu setzen: Gewissermaßen

Dorotheenhof 2.0.

Sten Fischer, in Weimar fest verwurzelt,

sieht im Dorotheenhof

großes, bislang ungenutztes Potential,

um seine Gäste gemeinsam

mit seinen Mitarbeitern

weltoffen, mit offenen Armen

und großem Herzen verwöhnen

zu können. Verstärkt mit regionaler

Küche, die dem gelernten

Koch, mit seinem Wissen um die

Vorzüge heimischer Produkte,

besonders am Herzen liegt.

AUSGABE 2/2018

Bewahren

heißt verändern

Unsere Konsumgenossenschaften

verbindet eine wechselvolle

Geschichte: In der Blütezeit der

Genossenschaften im vorletzten

Jahrhundert entstanden, in der

Weimarer Republik ungeahnte

Größe erreicht und die Weltwirtschaftskrise

erfolgreich

überstanden, vom Nazi-Regime

in die Deutsche Arbeitsfront

zwangsweise eingegliedert

und somit enteignet. 1945 auf

SMAD-Befehl wieder gegründet,

in der Planwirtschaft gewachsen

und den Versorgungsauftrag

erfüllt und nach 1990 in der

Marktwirtschaft erfolgversprechend

neu positioniert.

Jede hat ihren eigenen Weg, die

eigene Nische im Konzert der

Großen gefunden, ist erfolgreich

am Markt tätig. Alle Beteiligten

haben sich immer wieder hinterfragt

und waren bereit, neue

Wege zu gehen und sich den

wechselnden Anforderungen

des Marktes aktiv zu stellen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt,

dass der Niedergang droht,

wenn sich alle auf den erreichten

Erfolgen ausruhen und

nur die Tradition beschwören.

Überleben kann nur, wer bereit

ist, Neues zu wagen und dafür

auch Opfer zu bringen.

Bewahren heißt verändern.

Danach haben die Mitarbeiter,

Vorstände, Aufsichtsräte und

nicht zuletzt die Mitglieder als

Eigentümer unserer Genossenschaften

schon immer gehandelt,

deshalb ist mir vor der Zukunft

nicht bange.

Ihr

Martin Bergner

Vorstandssprecher

Zentralkonsum eG


INTERVIEW

Gut sortiert

Die Hotelbar im Oberhofer

Berghotel hat sich in Thüringen

einen Namen gemacht. Für den

guten Ruf sorgt Christian Wolf,

der Mann hinter dem Tresen.

Herr Wolf, wo haben Sie Ihr

Handwerk als Barkeeper gelernt?

Unmittelbar nach meiner Ausbildung

zum Hotelfachmann an der Barschule in

München und später deutschlandweit in

namhaften Hotel- und Cocktailbars.

Wie lange führen Sie bereits

die Bar im Berghotel?

Mit viel Erfolg im fünften Jahr.

Was schätzen Sie besonders an

Ihrem Arbeitsplatz im Berghotel?

Beim Einkauf von Spirituosen, in Bezug auf

Vielfalt und Qualität, freie Hand zu haben.

Was halten Sie für Ihre Gäste vor?

Bei meinem Antritt vor fünf Jahren habe

ich in der Bar nur eine Handvoll Spirituosen

vorgefunden. Inzwischen kann der Gast

im Berghotel aus einem Angebot von 90

Cocktails und 200 Spirituosen auswählen,

darunter 50 Whisky- und 35 Rumsorten.

Was sind die Renner Ihrer

Home-Made-Cocktails?

Die Damen stehen auf meinen Erdbeer-Cocktail

mit flambierten Rosmarin,

die Herren auf meinen Berggipfel, einem

Mix aus verschiedenen Whisky- und

Rummarken versetzt mit Rosmarin und

Ginger Ale.

Was ist Ihre teuerste Spirituose?

Ein kubanischer Rum, verblendet mit

einem hundert Jahre lang gereiften Rum.

Die Flasche im Einkauf zu 1200 Euro,

2cl an der Bar zu 78 Euro.

Wieviel des edlen Tropfens geht

über den Tresen?

Übers Jahr eine Flasche.

Kommen Sie mit Ihren Gästen

ins Gespräch?

Selbstverständlich. Mit Ausnahme von

Politik und Religion über alles Mögliche.

Herr Wolf, trinken Sie, wenn

gewünscht, mit Ihren Gästen

gelegentlich einen Absacker?

Nein, im Dienst herrscht Alkoholverbot.

Volksbank-Vorstand Thomas Auerswald:

»Größe ist nicht alles«

Im Vergleich zur Leipziger Sparkasse, Nachbar und Hauptwettbewerber in Leipzig, ist die

Volksbank mit einer Bilanzsumme von ca. einer Milliarde Euro ein eher mittelständig geprägtes

Kreditinstitut. Doch Größe ist bekanntlich kein alleiniges Kriterium für wirtschaftlichen Erfolg.

Ein Blick in die Erfolgsbilanz der Genossenschaftsbank ist dafür ein schlagender Beweis.

Thomas Auerswald, einer

von vier Vorstandsmitgliedern

der Leipziger

Volksbank, räumt

zu Beginn des Gesprächs ein: »Um

in Zeiten einer langanhaltenden

Niedrigzinsphase, verschärfter

regulatorischer Rahmenbedingungen

und eines von starkem

Wettbewerb geprägten Marktumfelds

nachhaltig bestehen

zu können, muss die Bank nicht

nur ihr Geschäftsmodell immer

wieder hinterfragen, sondern

auch die Genossenschaftsidee

neu interpretieren und zeitgemäß

auslegen.« Dennoch ist es

der Genossenschaftsbank mit

einem Marktanteil von unter

zehn Prozent, welcher für städtisch

geprägte Geschäftsgebiete

nicht untypisch ist, gelungen, ihren

ambitionierten Wachstumsanspruch

von jährlich sieben Prozent

im Kundenkreditgeschäft am

Markt durchzusetzen. Sie wächst

DATEN UND FAKTEN

Bilanzsumme:

1.047.000.000. EUR

Kundeneinlagen:

888.000.000 EUR

Kredite an Kunden:

435.000.000 EUR

Mitglieder: ca. 40 000

Beschäftigte: 192

Filialen: 25

SB-Filialen: 11

Geschäftsfeld:

Leipzig,

Landkreis Leipzig,

Landkreis Nordsachsen

damit stärker als der Gesamtmarkt.

Dabei geht die Bank konsequent

positiv risikoselektiert vor

und weist trotz starken Wachstums

überschaubare Risiken im

Kreditbuch aus. Neben privaten

Finanzierungen fokussiert sich

die Bank im gewerblichen Bereich

auf die Branchen Wohnungs- und

Grundstückswesen, Handwerk

und Landwirtschaft.

Zu den traditionellen Stärken der

Genossenschaftsbank zählt auch

das Einlagen- und Wertpapiergeschäft.

Das stetige Wachstum der

Kundeneinlagen ist unter anderem

auch Beweis dafür, dass das

genossenschaftliche Geschäfts-

EIN BESONDERES JUBILÄUM n Anläßlich des 130-jährigen Bestehens der KONSUM DRESDEN

eG hatten Geschäftsleitung und Belegschaft allen Grund zum Feiern. Mit 110,3 Millionen Euro realisierten

sie 2017 den höchsten Umsatz seit 16 Jahren und erreichten mit einem Jahresüberschuss von mehr als

800 000 Euro das beste Ergebnis seit der Wende.

ZUM AUFSICHTSRAT

GEWÄHLT

Am 15. Mai 2018 wurde Thomas Auerswald

im Rahmen der Generalversammlung zum

Aufsichtsrat der Zentralkonsum eG gewählt.

Dazu gab das Vorstandsmitglied der

Leipziger Volksbank zu Protokoll: »Für uns

als Leipziger Volksbank ist der genossenschaftliche

Wertekanon sowohl Grundlage

unserer strategischen Positionierung als

auch Antrieb für all unsere geschäftlichen

Aktivitäten. Die Mitwirkung im Aufsichtsrat

der Zentralkonsum eG gibt mir die Möglichkeit,

über die durch Gesetz und Satzung

zugewiesenen Aufgaben hinaus gestaltend

an der weiteren Entwicklung der Genossenschaft

als erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen

und engagierten Dachverband für

die angeschlossenen Mitglieder teilzuhaben.

WORKSHOP MIT EIER-

SCHECKE n Werben – analog

oder digital? Thema eines Workshops,

zu dem die Zentralkonsum

eG ihre Mitglieder nach Berlin

eingeladen hatte. Zum Erfolg der

Veranstaltung trug nicht nur die

Show von Diven aus dem Musikbusiness,

sondern auch die klassische

Dresdner Eierschecke aus

dem Haus Bärenhecke bei.

modell bei den Kunden hohes

Vertrauen genießt, so Auerswald.

Die Leipziger Volksbank ist ein

von seinen mehr als 40 000 Mitgliedern

getragenes Finanzinstitut.

Deshalb gehört es zur DNA

der Genossenschafsbank, das in

der Region eingesammelte Geld

auch in der Region wieder auszugeben.

Ein Vorzug gegenüber

diversen Mitbewerbern, der im

Marketing zieht und innerhalb

der Kundschaft identitätsstiftend

wirkt. Aber die Genossenschaft

verfolgt nicht nur ihren satzungsmäßigen

Geschäftszweck, sondern

engagiert sich in der Region

auch im kulturellen, karitativen

und sportlichen Bereich. Als ein

Beispiel sei hier der alljährlich

im Mai stattfindende Leipziger

Volksbank-Frauenlauf genannt,

der nächstes Jahr zum zehnten

Mal stattfindet und mit über 2000

Läuferinnen einen festen Platz

im Laufkalender der Metropole

gefunden hat. Aus Sponsorenund

Startgeldern fließt jedes

Jahr ein fünfstelliger Betrag dem

1. Autonomen Leipziger Frauenhaus

zu, welches davon Projekte

zur Gewaltprävention finanziert

und die Lebenssituation der schutzsuchenden

Frauen verbessert.

Seit Langem ist die Leipziger

Volksbank ein Mitglied der

großen Genossenschaftsfamilie

unter dem Dach der Zentralkonsum

eG. »Diese Mitgliedschaft«,

beschreibt Thomas Auerswald

das Motiv der Bank, »ermöglicht

es uns, Branchen übergreifend

einen intensiven Erfahrungsaustausch

mit anderen Genossenschaften

zu pflegen und mit

ihnen über gemeinsame Anforderungen

und Perspektiven zu

diskutieren.« Und augenzwinkernd

fügt er hinzu: »Selbstredend

zahlt sich unsere Mitgliedschaft

in diesem großen

Netzwerk gelegentlich auch geschäftlich

aus.«

Im Mai 2019 findet zum 10. Mal der traditionelle Volksbank-Frauenlauf statt.

BOOTSFAHRT n Die traditionelle

Sommerparty auf der

Spree an Bord der »MS Metamera«,

zu der die Zentralkonsum

eG zum vierten Mal Mitglieder

und Geschäftspartner eingeladen

hatte, führte in diesem Jahr zum

Vergnügen aller Gäste von Grünau

aus über die Perlenkette Berliner

und Brandenburger Seen.

KONSUM DRESDEN e G

Patentierte Rente –

einmalig in der Republik

Die KONSUM DRESDEN eG blickt 2018 auf eine

Leistungs- und Markenhistorie zurück, die vor

13 Jahrzehnten in Dresden begann und die kein

anderer Wettbewerber vorweisen kann. Anläßlich ihres

130-jährigen Jubiläums sicherte die Genossenschaft

ihren Mitarbeitern als Geburtstagsgeschenk eine Sachbezugsrente zu.

Wir sprachen darüber mit Vorstandschef Gunther Seifert.

Herr Seifert, welchen Idealen

fühlt sich die Genossenschaft

verpflichtet?

Die KONSUM DRESDEN eG wurde 1888

als Konsumverein »Vorwärts« für

Dresden und Umgebung gegründet.

Seitdem ist das Unternehmen den

Idealen seiner Gründer treu geblieben.

Wirtschaftliche Zwänge begründeten

die Idee des gemeinschaftlichen

Handelns. Daraus entwickelte sich

eine Identität, die auch heute unserem

Werteverständnis entspricht – eben

»KONSUM. Die Genossenschaft.«

Die Genossenschaft hat sich zur

Feier des Tages bei ihren Mitarbeitern

mit der Gewährung einer

in der Republik bisher einmaligen

Sachbezugsrente bedankt. Was hat

die Genossenschaft dazu bewogen?

Viele unserer Mitarbeiter sind der KON-

SUM DRESDEN eG seit Jahrzehnten treu.

Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Kaum eine Handelskette hat solch

eine Bindung zu ihren Mitarbeitern.

Ihre Leistungen und ihre Loyalität bilden

das Fundament, auf dem sich das

Unternehmen KONSUM behauptet und

weiterentwickelt. Für all das wollten

wir uns anläßlich unseres Jubiläums

bei unseren Mitarbeitern bedanken.

Wer hat darauf einen Anspruch?

Grundsätzlich alle zum 1. 1. 2018

beschäftigten Mitarbeiter und das

rückwirkend. Im Durchschnitt sind fast

40 Prozent unserer Mitarbeiter derzeit

anspruchsberechtigt.

Wie wird die Konsum-Rente

finanziert?

Die Konsum-Rente wird komplett vom

Arbeitgeber getragen. Dank eines

außerordentlich guten Betriebsergebnisses

im Jahr 2017 wurde eine

wesentliche Voraussetzung für die

Einführung dieser Altersversorgung

geschaffen.

Ist diese Maßnahme durch

gesetzliche Regelungen das Sozialgesetzbuches

gedeckt?

Ja. Die gesetzlich im Sozialgesetzbuch

verankerte Freigrenze gestattet es,

monatlich die maximal möglichen 50

Euro dieser Sachbezugsrente komplett

steuer- und abgabenfrei, also Brutto

gleich Netto, jedem bezugsberechtigen

Mitarbeiter zukommen zu lassen.

Welche Wirkung versprechen

Sie sich davon?

Wir sehen es als ein Element der

Mitarbeiterbindung sowie als Mittel zur

Stärkung regionaler Kreisläufe.

Die Freude über die Rente

ist in der Mitarbeiterschaft groß

Sie haben sich das Produkt

Konsum-Rente patentrechtlich

schützen lassen. Warum?

Die Konsum-Rente, einmalig in der

Bundesrepublik, ist ein Dresdner

Produkt und bietet auch perspektivisch

ein interessantes regionales

Entwicklungspotenzial.

Was versprechen Sie sich

davon speziell für die

Nachwuchsgewinnung?

Wir hoffen, dass sie für die Jugend

ein Anreiz ist, sich bei der KONSUM

DRESDEN eG zu bewerben und dem Unternehmen

lange die Treue zu halten.

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