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Verfahrenstechnik 1-2/2019

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19098<br />

1-2<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

Februar <strong>2019</strong><br />

Maßgeschneidert<br />

Pumpen optimieren<br />

Kühlwasserversorgung<br />

Trenntechnik<br />

125 Jahre Erfindergeist –<br />

3 500 Prozessentwicklungen<br />

Digitalisierung<br />

Sichere Zugangsverwaltung<br />

von Mobilgeräten<br />

Instandhaltung<br />

Turnaround-Konzept reduziert<br />

Stillstandzeiten


Regeln – Absperren – Sichern – Ableiten – Systemtechnik<br />

Vielfalt, Sicherheit, Performance –<br />

Ihr starker Partner in der Prozess-Industrie!<br />

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austauschbarer, variierbarer Innengarnitur!<br />

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jetzt auch mit Edelstahl-Faltenbalg!<br />

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jetzt auch für Mitteldruck<br />

■ SAFE, ab sofort alle Sicherheitsventil-Varianten auf Wunsch in<br />

Edelstahl sowie bis DN 250 auch inkl. Edelstahl-Faltenbalg<br />

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Power-Version, mit erhöhter Leistung für Differenzdrücke<br />

bis 32 bar in einem Kapazitätsbereich von >10.000 kg/h!<br />

■ CONA ® P, der neue Pump-Kondensatableiter<br />

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als gegossene Variante<br />

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EDITORIAL<br />

T+49 2961 7405-0<br />

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Nicht mehr lange …<br />

Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G steht die deutsche Industrie<br />

vor großen Veränderungen. Mit 5G soll die Datenübertragung etwa<br />

100 Mal schneller werden als mit dem aktuell weit verbreiteten<br />

Standard 4G. Das eröffnet völlig neue Perspektiven, wenn es – wie in<br />

der Prozessindustrie – darum geht, die steigende Zahl an Daten von<br />

Sensoren und Aktoren zu übertragen oder Instandhaltungsmitarbeitern<br />

die Arbeit mit Tablets und Augmented-Reality-Brillen zu<br />

ermöglichen.<br />

Noch stottert der 5G-Motor, weil erst die Versteigerung der<br />

nationalen Frequenzen erfolgen muss. Anschließend will die<br />

Bundesnetzagentur Nutzungsrechte für lokale und regionale<br />

Frequenzen vergeben, mit denen Unternehmen den Ausbau vor<br />

Ort aus eigener Hand vorantreiben können. Einzelne Firmen haben<br />

schon bekannt gegeben, dass sie einen Antrag für eigene<br />

5G-Frequenzen stellen werden, um weitere Schritte in Richtung<br />

Digitalisierung zu ermöglichen. Antriebshilfe leisten hier die<br />

Industrieverbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI, die vor kurzem die<br />

Bundesnetzagentur aufgefordert haben, die Vergabe der lokalen<br />

Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 Gigahertz schnellstmöglich<br />

voranzutreiben. Dieser im Mai 2018 zugesicherte 100-Megahertz-<br />

Block müsse der Industrie ohne Verzögerung vollumfänglich zur<br />

Verfügung stehen. Lokale Frequenzen sind die Grundlage für<br />

private 5G-Netze auf den Werksgeländen und für räumlich<br />

begrenzte industrielle Anwendungen. Damit wird der flächendeckende<br />

Netzausbau der Mobilfunkbetreiber ergänzt<br />

und die notwendige Versorgungsdichte mit 5G<br />

für industrielle Anwendungen garantiert.<br />

Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis<br />

wir mit dem neuen Mobilfunkstandard die für<br />

die Digitalisierung notwendigen größeren<br />

Kapazitäten und schnelleren Netzgeschwindigkeiten<br />

bekommen.<br />

Eva Linder<br />

Chefredakteurin<br />

Ihr Spezialist für<br />

EXPLOSIONS-<br />

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und<br />

DRUCK-<br />

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INHALT<br />

14 24 30<br />

Gespart: Ein neues Dampfkesselsystem<br />

verspricht eine Energiekostenersparnis von<br />

rund 80 000 Euro pro Jahr<br />

Getunt: Damit die Digitalisierung überall<br />

gelingt, werden auch Pumpen Industrie-<br />

4.0-ready gemacht<br />

Geschützt: Die Fernbedienung von Geräten<br />

und Anlagen erfordert Schutzkonzepte für<br />

die Daten<br />

AKTUELLES<br />

8 Labvolution zeigt im Mai in Hannover die ganze Welt des<br />

Labors<br />

10 125 Jahre Gea Separation – Vom Maschinenbauer<br />

zum ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />

6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />

6 Seminare, Tagungen, Kurse<br />

VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

12 Universal-Rührsystem überzeugt mit geringer Mischzeit<br />

und hoher Produktivität<br />

14 Kesselanlage in der Brauerei verbessert die Effizienz<br />

deutlich<br />

16 Plansiebmaschine für den universellen Einsatz<br />

18 Siebtechnik in einer Aufbereitungsanlage für Metallpulver<br />

19 Produktinformationen<br />

TOP-THEMA PUMPEN<br />

22 TITEL Pumpen optimieren Kühlwasserversorgung<br />

in der Lebensmittelindustrie<br />

MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

30 Speicherkonzept sichert Zugangsdaten zu Sensoren<br />

32 Gea und Siemens nutzen gemeinsam Automatisierungsstandard<br />

MTP<br />

34 Produktinformationen<br />

BETRIEBSTECHNIK<br />

36 Generalrevision als strategischer Teil der Instandhaltung<br />

38 Produktinformationen<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

38 Inserentenverzeichnis<br />

40 Impressum<br />

42 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />

43 Vorschau<br />

ANZEIGE<br />

24 System bringt Bestandspumpen in das Internet der Dinge<br />

26 Produktinformationen<br />

TITELBILD<br />

Grundfos GmbH,<br />

Erkrath<br />

4 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


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AKTUELLES<br />

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />

SCHULUNG Betriebswirtschaftslehre für<br />

Chemiker<br />

SEMINAR Retrofit von Chemieanlagen im<br />

laufenden Betrieb<br />

18./19.02.19,<br />

Idstein<br />

19./20.02.19,<br />

Wuppertal<br />

MESSE Maintenance 20./21.02.19,<br />

Dortmund<br />

MESSE Pumps & Valves 20./21.02.19,<br />

Dortmund<br />

WEITERBILDUNG Schwingungen und<br />

Geräusche in Pumpen und Anlagen<br />

LEHRGANG Gefahrgutbeauftragte<br />

Straßen- und Schienenverkehr<br />

SEMINAR Projektmanagement im<br />

Anlagenbau<br />

21.02.19,<br />

Frankenthal<br />

11.–14.03.19,<br />

Essen<br />

14./15.03.19,<br />

Wuppertal<br />

KURS Regelungstechnik für den Praktiker 18.–21.03.19,<br />

Fulda<br />

FACHKUNDELEHRGANG Betriebsbeauftragter<br />

für Immissionsschutz<br />

18.–22.03.19,<br />

Augsburg<br />

GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />

www.gdch.de/fortbildung<br />

Technische Akademie Wuppertal,<br />

Tel. 0202/7495-0, www.taw.de<br />

Easyfairs, Tel. 089/127165-0,<br />

www.easyfairs.com<br />

Easyfairs, Tel. 089/127165-0,<br />

www.easyfairs.com<br />

KSB, Tel. 06233/86-1554,<br />

www.ksb.de/training<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

Technische Akademie Wuppertal, Tel. 0202/7495-0,<br />

www.taw.de<br />

Jumo, Tel. 0661/6003-0,<br />

www.jumo.net<br />

Tüv Süd, Tel. 089/5791-2388,<br />

www.tuev-sued.de/akademie<br />

T&B electronic<br />

ausgezeichnet<br />

NXT-Silan-Produktion läuft im Chempark Leverkusen<br />

Seit einigen Wochen produziert die neue NXT-Anlage im Chempark Leverkusen offiziell. Momentive<br />

stellt dort Zuschlagstoffe für sparsamere Reifen her. NXT-Silane gelten als innovative Werkstoffe für eine<br />

neue Generation von Reifen (NXT). Dazu Chempark-Leiter Lars Friedrich: „Der Bau der NXT-Anlage ist<br />

in zweierlei Hinsicht ein Erfolg. Zum einen konnte sich<br />

der Chempark Leverkusen europaweit als erster Produktionsstandort<br />

für diesen Werkstoff durchsetzen.<br />

Zum anderen haben Momentive und Currenta das<br />

Projekt gemeinsam genau im Zeitplan realisiert.“<br />

Bürgermeister Bernhard Marewski, Christoph Kappenhagen,<br />

Momentive-Standortleiter in Leverkusen, Momentive-CEO<br />

Jack Boss, Rich Owins, Vice-President Silanes sowie<br />

Chempark-Leiter Lars Friedrich (v. l.)<br />

www.currenta.de<br />

T&B electronic mit Sitz im südniedersächsischen<br />

Alfeld hat<br />

sich in den vergangenen Jahren<br />

durch einen konsequenten<br />

Wachstumskurs zu einem wirtschaftlich<br />

stabilen Unternehmen<br />

entwickelt. Jetzt wurde<br />

T&B electronic von der Creditreform<br />

mit dem Gütesiegel<br />

„Crefozert“ ausgezeichnet. Das<br />

Unternehmen zeichne sich unter<br />

anderem dadurch aus, dass<br />

konsequent in Aus- und Fortbildung<br />

der Mitarbeiter sowie<br />

neue Produktentwicklungen investiert<br />

wird. T&B electronic<br />

beschäftigt zurzeit über 50 Mitarbeiter<br />

an drei bundesdeutschen<br />

Standorten. Jörg Kruse,<br />

Geschäftsführer der Creditreform<br />

Hildesheim (links), überreichte<br />

das Zertifikat an T&B<br />

electronic Geschäftsführer Thomas<br />

Warnecke (rechts).<br />

www.tbelectronic.eu<br />

Spezialmesse für Mess-, Regel- und<br />

Automatisierungstechnik<br />

Die Meorga veranstaltet am 10. April <strong>2019</strong> in der Halle Messe in<br />

Halle (Saale) eine regionale Spezialmesse für Mess-, Steuerungsund<br />

Regeltechnik, Prozessleitsysteme<br />

und<br />

Automatisierungstechnik.<br />

160 Fachfirmen<br />

zeigen Geräte und Systeme,<br />

Engineeringund<br />

Serviceleistungen<br />

sowie neue Trends im<br />

Bereich der Automatisierung.<br />

36 begleitende<br />

Fachvorträge informieren<br />

den Besucher umfassend.<br />

Der Eintritt<br />

zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die Besucher<br />

kostenlos.<br />

www.meorga.de<br />

STC-Engineering mit<br />

Forschungsprojekt Lipes<br />

Die STC-Engineering GmbH startete im Jahr<br />

2016 ein internationales Forschungsprojekt<br />

mit Partnern aus Hochschule und Industrie:<br />

Lipes – Life Integrated Process for the Enzymatic<br />

Splitting of Triglycerides – heißt das<br />

Projekt, bei dem es um die Marktreplikation<br />

von grüneren und gesünderen Fettsäuren<br />

geht. Ziel ist es, hochreine bio-basierte Zwischen-<br />

und Endprodukte aus pflanzlichen<br />

Ölen und Fetten ohne Hochtemperaturbehandlung<br />

zu produzieren. Im Rahmen dieses<br />

Projektes wurde der Prozess für die Spaltung von Triglyceriden<br />

im Labor-, Pilot- und Demonstrationsmaßstab entwickelt und optimiert.<br />

In Kürze sollen alle Prüfungen und Inbetriebnahmeroutinen<br />

der dafür gebauten Demonstrationsanlage abgeschlossen sein und<br />

die ersten Produktionsläufe durchgeführt werden. Bis zum Jahr<br />

2021 werden die einzelnen Prozessbestandteile weiter optimiert.<br />

www.stc-engineering.de<br />

6 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


AKTUELLES<br />

Pumpenfabrik Wangen übernimmt Exzenterschneckenpumpen von Knoll<br />

Die Knoll Maschinenbau GmbH, Bad Saulgau, verkauft zum 1. April <strong>2019</strong> den Geschäftsbereich<br />

Exzenterschneckenpumpe (MX-Baureihe) an die Pumpenfabrik Wangen.<br />

Damit will sich Knoll wieder vermehrt auf sein Kerngeschäft konzentrieren, das<br />

aus Produkten für das Späne- und Kühlschmierstoff-Management in der Metallbearbeitung<br />

besteht. Die Pumpenfabrik Wangen ist auf die Herstellung von Schneckenpumpen<br />

spezialisiert. Geschäftsführer Markus Hofheinz ist überzeugt, dass „die Exzenterschneckenpumpe<br />

von Knoll unser Wangen-Pumpenportfolio insbesondere im<br />

hygienischen und industriellen Bereich hervorragend ergänzt. Sie wird uns sowohl in<br />

den Kernmärkten als auch beim Ausbau des internationalen Geschäfts stärken.“<br />

Matthias Knoll (2. v. l.), Geschäftsführer der Knoll Maschinenbau GmbH, übergibt den drei<br />

Geschäftsführern der Pumpenfabrik Wangen – (v. l.) Jürgen Demke, Markus Hofheinz und<br />

Lorenz von Haller – den Geschäftsbereich Exzenterschneckenpumpen<br />

www.knoll-mb.de<br />

Siebtechnik und<br />

Tema vertiefen<br />

Partnerschaft<br />

World-Leading Trade Fair for Processing,<br />

Analysis, and Handling of Powder and Bulk Solids<br />

Die Unternehmen Siebtechnik<br />

und Tema gehören seit vielen<br />

Jahren bereits zur selben Unternehmensgruppe.<br />

Jetzt haben<br />

sie sich dazu entschlossen,<br />

auch ihre Namen zusammenzuführen.<br />

Seit 1. Januar <strong>2019</strong> heißt die<br />

neue Dachmarke Siebtechnik<br />

Tema. Hauptziel dieser Partnerschaft<br />

ist es, den gemeinsamen<br />

Markennamen sowie<br />

die Feinabstimmung der weltweiten<br />

Vertriebs- und Servicestrukturen<br />

mit Produktionsstandorten<br />

und Repräsentanzen<br />

in Deutschland, den<br />

Niederlanden, den Vereingten<br />

Staaten von Amerika, Großbritannien,<br />

Frankreich, Spanien,<br />

China und Australien zu<br />

etablieren.<br />

Mittelfristig soll die neue Dachmarke<br />

zu einer starken Markenidentität<br />

auf dem Markt für<br />

Zentrifugen, Siebmaschinen<br />

sowie Probenahme- und Aufbereitungssysteme<br />

sowie -komponenten<br />

beitragen.<br />

9.-11.4.<strong>2019</strong><br />

NURNBERG, GERMANY<br />

Dynamik erleben,Wissen teilen,<br />

Prozesseoptimieren<br />

Vor dem Erfolg kommt dasErlebnis: Entdecken<br />

Sie mechanische <strong>Verfahrenstechnik</strong> in ihrer<br />

ganzen Bandbreite undDynamik.Die<br />

POWTECH ist das Messeevent für Schüttgüter.<br />

Undder Ort,andem Prozessoptimierung<br />

beginnt.<br />

Fachwissen direkt von den Experten und Kontakte,<br />

die Sie weiterbringen: Das Fachprogramm macht<br />

Ihren Messebesuch noch wertvoller mit folgenden<br />

Highlights:<br />

• Expertenforen Chemie &Food<br />

• Pharmaforum Pharma.Manufacturing.Excellence.<br />

• Networking Campus<br />

• Sonderbereich Explosionsschutz<br />

• VDMA-Sonderschau: Staub kennt keine Grenzen<br />

www.siebtechnik-tema.com<br />

Ideelle Träger<br />

Im Verbund mit


AKTUELLES<br />

Labortechnik in Zeiten der Vernetzung<br />

Labvolution zeigt im Mai in Hannover die ganze Welt des Labors<br />

Das vernetzte Labor steht im Fokus<br />

der kommenden Labvolution vom<br />

21. bis 23. Mai <strong>2019</strong> in Hannover.<br />

Die europäische Fachmesse für<br />

innovative Labortechnik und die<br />

Optimierung von Labor-Workflows<br />

bringt einige neue Formate an den<br />

Start, die im Rahmen eines<br />

Fachpressetages im Sartorius<br />

College in Göttingen vorgestellt<br />

wurden. Teil der Veranstaltung war<br />

die Besichtigung des neuen<br />

Produktionsgebäudes für<br />

Laborinstrumente auf dem<br />

Sartorius Campus.<br />

„Digitale Transformation, Automation, Vernetzung<br />

und neue Formen der Interaktion<br />

verändern die Abläufe im Laboralltag“, so<br />

Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands<br />

der Deutschen Messe, beim Fachpressetag<br />

zur Labvolution im Sartorius College<br />

in Göttingen. „Auch wenn die Möglichkeiten<br />

der Digitalisierung noch längst nicht<br />

die ganze Laborwelt erobert haben, so bietet<br />

sich die Labvolution als geeignete internationale<br />

und branchenübergreifende<br />

Plattform an, um unter dem Leitthema der<br />

Vernetzung aktuelle Fragen rund um Labor<br />

4.0, Laborworkflows, Big Data in der<br />

Bioanalytik sowie gemeinsame Standards<br />

und Sicherheit zu diskutieren.“<br />

Die Labvolution zeigt die ganze Welt des<br />

Labors – von den Life Sciences bis zur analytischen<br />

Chemie. Dies umfasst Labortechnik<br />

und Laborinfrastruktur für Forschungs-,<br />

Analyse-, Produktions- und Ausbildungslabore<br />

aus den Anwenderbranchen Chemie,<br />

Pharma, Life Sciences, Umwelt, Lebensmittel-<br />

und Bioanalytik sowie Forschung<br />

und Entwicklung.<br />

Ein Schwerpunkt der Messe, die sich aus<br />

der Biotechnica heraus entwickelt hat, ist<br />

der Biotech- und Forschungsbereich.<br />

Foto: Deutsche Messe<br />

www.labvolution.de<br />

Modernste Produktion<br />

von Laborinstrumenten<br />

Im neuen Produktionsgebäude für<br />

Laborinstrumente von Sartorius stellen<br />

rund 450 Mitarbeiter auf 25 000 m 2<br />

Laborgeräte wie Waagen, Reinstwassersysteme<br />

und Feuchtemessgeräte her.<br />

Der Neubau ist die größte Einzelinvestition<br />

des Sartorius Campus mit rund<br />

500 Mio. EUR. Bisher auf verschiedene<br />

Betriebsstätten verteilte Fertigungsbereiche<br />

sind dort unter einem Dach<br />

zusammengefasst: die Teilefertigung,<br />

der Prototypenbau, das Kalibrierungszentrum,<br />

eine vergrößerte Ausbildungswerkstatt<br />

und die Administration.<br />

Knapp 7 000 m 2 Glasfläche bieten viel<br />

Tageslicht in allen Bereichen, ein<br />

modernes Bürokonzept erlaubt<br />

effektives Arbeiten. Anfang 2017 hatte<br />

der Bau den Ingenieurpreis des<br />

Deutschen Stahlbaues 2017 in der<br />

Kategorie Hochbau gewonnen, 2018<br />

folgte die Auszeichnung für hervorragende<br />

Leistungen in der Wertschöpfungskette<br />

mit dem GEO-Award –<br />

Global Excellence in Operations.<br />

8 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


anz-90-130-vfm_Layout 1 18.02.18 14:00 Seite 1<br />

Powtech <strong>2019</strong> mit Pharma-Trends<br />

Auf der Powtech <strong>2019</strong> vom 9. bis 11. April in Nürnberg können<br />

Fachbesucher das gesamte Portfolio an Innovationen der mechanischen<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong> erleben. Bei den über 800 Ausstellern aus<br />

32 Ländern sind Lösungen für mehr Effizienz und Geschwindigkeit<br />

in der Produktion wichtiges Thema. Über 380 Aussteller bieten auf<br />

der Fachmesse Innovationen<br />

speziell für<br />

die Pharmaproduktion<br />

an. Experten der<br />

Pharmabranche dürfen<br />

sich zudem auf ein<br />

besonderes Highlight<br />

freuen: Das Fachforum<br />

Pharma.Manufacturing.<br />

Excellence in Halle 3.<br />

Organisiert von der<br />

Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />

(APV), finden auf diesem Fachforum laufend Expertenvorträge mit<br />

dem Schwerpunkt Feste Arzneiformen statt. In unmittelbarer Nähe<br />

zum Fachforum und der APV-Lounge vervollständigen erstmals<br />

auch Anbieter pharmazeutischer Hilfsstoffe in einer Sonderfläche<br />

das Angebot für Pharma-Experten. Und VERFAHRENSTECHNIK<br />

organisiert am ersten und dritten Messetag eine Guided Tour<br />

zum Thema Pharma-Prozesstechnologie. Parallel zur Messe<br />

tagt <strong>2019</strong> wieder der internationale Partec-Kongress für Partikeltechnologie.<br />

Über 500 Teilnehmer werden erwartet. Träger ist die<br />

VDI-Gesellschaft <strong>Verfahrenstechnik</strong> und Chemieingenieurwesen<br />

(VDI-GVC).<br />

Foto: NuernbergMesse, Frank Boxler<br />

www.ruwac.de<br />

05226-9830-0<br />

www.powtech.de<br />

Messe-Events in Dortmund<br />

Am 20. und 21. Februar <strong>2019</strong> finden die Messen Pumps & Valves<br />

und Maintenance statt. Die Branche für industrielle Pumpen-,<br />

Ventiltechnik und Industrie-Armaturen trifft sich zum zweiten<br />

Mal in Dortmund. Ergänzt wird das Portfolio durch den neuen<br />

Themenbereich für Mess- und Regeltechnik. Durch diese Ergänzung<br />

werden erstmals Lösungen für den kompletten Produktionsprozess<br />

der Prozessindustrie – von der Pumpen- und Armaturentechnik<br />

bis hin zur Prozessinstrumentierung – an nur einem<br />

Standort abgebildet. Die aktuellen Themen der Branche, wie Digitalisierung,<br />

Energieeffizienz und modularer Aufbau werden auf<br />

offenen Vortragsbühnen, Workshops und Guided Tours präsentiert.<br />

Bei der Maintenance präsentieren mehr als 200 Anbieter alle<br />

Facetten der modernen Instandhaltung: Klassische Produkte und<br />

Dienstleistungen für die Wartung, Inspektion und Instandsetzung<br />

sowie moderne Lösungen für die Digitalisierung der Instandhaltungsprozesse<br />

in der Industrie gehören<br />

zum Messeangebot. Brandund<br />

Explosionsschutz sowie<br />

Arbeitssicher heit und Arbeitsschutz<br />

in der Instandhaltung ergänzen das<br />

Portfolio.<br />

Fachbesucher erhalten bei der Vorab-Registrierung<br />

auf der Messe-<br />

Webseite mit dem Code 4090 ein<br />

Gratis-Ticket im Wert von € 30,- für<br />

ihren Messebesuch.<br />

www.pumpsvalves-dortmund.de<br />

www.maintenance-dortmund.de<br />

Ruwac.indd 1 12.03.2018 15:56:13


AKTUELLES I INTERVIEW<br />

Stark aus Tradition<br />

125 Jahre Gea Separation – Vom Maschinenbauer<br />

zum ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />

1893 war das Jahr der Erfindungen mit dem Dieselmotor von Rudolf<br />

Diesel und dem Reißverschluss von Whitcomb Judson. Es war aber auch<br />

das Jahr, in dem die Firma Westfalia gegründet wurde: Franz Ramesohl<br />

und Franz Schmidt eröffneten am 1. September im westfälischen Oelde<br />

eine Werkstatt und stellten Hand-Milch-Zentrifugen mit dem<br />

Modellnamen Westfalia her. Wir sprachen mit Gea-Vorstandsmitglied<br />

Steffen Bersch über das traditionsreiche Unternehmen.<br />

Herr Bersch, die Firma Gea Westfalia<br />

wurde am 1. September 1893 gegründet.<br />

Wie waren die Anfänge des<br />

Unternehmens?<br />

125 Jahre Gea Separation, das ist die Erfolgsgeschichte<br />

von einem Maschinenbauer<br />

hin zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />

und global agierenden<br />

Technologieführer. Neben Erfindergeist,<br />

Fleiß und Kreativität hatten alle – von den<br />

Gründungsvätern bis zur heutigen Generation<br />

– eine gemeinsame DNA. Die besteht,<br />

neben aller Kompetenz, aus den Fähigkeiten,<br />

sich immer wieder zu hinterfragen,<br />

Bedürfnisse und Anforderungen des Mark-<br />

tes zu erkennen und zu nutzen, über den<br />

regionalen und fachlichen Tellerrand zu<br />

schauen und nicht zuletzt immer wieder<br />

Mut und Ausdauer zu zeigen. Stellvertretend<br />

möchte ich unsere Gründer, den<br />

Kaufmann Franz Ramesohl und den<br />

Kunsttischler Franz Schmidt aus dem westfälischen<br />

Oelde, nennen. Sie gründeten am<br />

1. September 1893 das Unternehmen und<br />

schauten bereits über den Tellerrand, genauer<br />

gesagt nach Nordamerika mit seinen<br />

riesigen landwirtschaftlichen Flächen.<br />

Schnell wurde die Idee geboren, auch<br />

Melkmaschinen herzustellen. 1901 gab es<br />

eine kurze Episode als Motorrad- und<br />

wenig später Automobilhersteller – ein<br />

01 Steffen Bersch,<br />

Mitglied des Vorstands<br />

der Gea Group<br />

Aktiengesellschaft<br />

Experiment, das allerdings weniger erfolgreich<br />

war und 1919 endgültig aufgegeben<br />

wurde, damals dann schon unter Werner<br />

Habig. Fortan fokussierte sich Westfalia<br />

Separator auf Produkte und Systeme für<br />

effiziente und wirtschaftliche Trenntechnik.<br />

Und welche Meilensteine gab es in der<br />

Trenntechnik?<br />

Bereits 1922 wurden neue Öl-Separatoren<br />

mit Transmissionsantrieb, elektrischem<br />

Antrieb und angebautem Motor vorgestellt.<br />

1926 kam dann der Durchbruch bei Mineralöl-Separatoren<br />

an Bord von Schiffen,<br />

womit das Unternehmen auf die Kundenlisten<br />

bekannter Werften und Reedereien<br />

kam. Ab 1928 wurden die Milch-Separatoren<br />

so konstruiert, dass die Gestelle geschlossen<br />

und damit hygienisch sicherer<br />

waren. Im Jahr 1930 meldete Westfalia die<br />

erste Schleudertrommel mit selbsttätiger<br />

Schlammaustragung an. Zum ersten Mal<br />

wurde damit ein Separator auch zur Separierung<br />

von Schweröl, das als Dieselmotortreiböl<br />

verwendet wird, eingesetzt.<br />

Die Produktion von Blut-Separatoren wurde<br />

1934 aufgenommen. Nach dem Zweiten<br />

Weltkrieg ging es weiter mit der Produktion<br />

von Stärke-Separatoren (1948) und Systemen<br />

zur Speiseöl-Filtration (1953). 1955<br />

begann der Bau von Dekantern.<br />

Das Maschinenbauunternehmen Gea wurde<br />

1994 Mehrheitsaktionär der Westfalia Separator<br />

AG. Im Jahr 2008 nahm Westfalia<br />

Separator schließlich das „Gea“ als festen<br />

Bestandteil in den Firmennamen auf.<br />

Welche Rolle spielen die Separatoren und<br />

Dekanter mittlerweile in der<br />

Prozessindustrie?<br />

Grundsätzlich sind Separatoren und Dekanter<br />

die günstigste und sicherste Art, Fest/<br />

flüssig- und Flüssig/flüssig-Materialien<br />

10 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


voneinander zu trennen. Separatoren<br />

sind Hochgeschwindigkeitszentrifugen,<br />

die bis zu 10 000 g erreichen können.<br />

Sie verfügen über eine vertikal gelagerte<br />

Trommel und kommen in erster<br />

Linie für die Klärung und Trennung<br />

von Flüssigkeiten mit geringem<br />

oder ohne Feststoffgehalt zum Einsatz.<br />

Separatoren können Partikel<br />

mit einer Größe von unter 1 bis ca.<br />

500 µm aus Flüssigkeiten abtrennen<br />

mit einem Feststoffgehalt von 0,1 bis<br />

3 Vol.-%. Die Durchsatzleistungen<br />

der Separatoren reichen von 50 bis<br />

250 000 l/h; ein komfortables Spek trum<br />

für alle Prozessstufen, in denen<br />

mechanische Trenntechnik erforderlich<br />

ist. Nur die hohen Zentrifugalkräfte unserer<br />

Separatoren können zum Beispiel dem<br />

sehr geringen Dichteunterschied zwischen<br />

schwerem Rohöl und Wasser zuverlässig<br />

beikommen, um sie effektiv<br />

voneinander trennen zu können. Sie stellen<br />

außerdem sicher, dass der Restölgehalt<br />

beispiels weise in Wasser aus der<br />

Formation 5 ppm nie überschreitet.<br />

Wenn der Feststoffgehalt mit bis zu<br />

60 Vol.-% in der Suspension zu hoch ist,<br />

schlägt die Stunde des Dekanters. Sie<br />

werden daher häufig einem Separator zur<br />

Klärung oder maximalen Entwässerung<br />

der Suspension vorgeschaltet. In der<br />

3-Phasen-Aus führung trennen sie Öl und<br />

Wasser bei gleichzeitiger Abscheidung der<br />

Feststoffe. Dekanter verfügen über horizontal<br />

ge lagerte, schnell drehende Trommeln,<br />

in denen eine Förderschnecke den<br />

ent wässerten oder eingedickten Feststoff<br />

zum Austrag befördert. Dazu braucht<br />

es leistungsstarke Antriebe und eine<br />

Schneckendrehzahlregelung, die sich<br />

automatisch an die Feststoffkonzentration<br />

des zugeführten Produktes anpasst. Gea<br />

Dekanterzentrifugen kommen beispielsweise<br />

in der Öl- und Gasindustrie für<br />

die Aufbereitung von Bohrschlamm<br />

oder zur Reinigung von Alt- bzw. Slop-Öl<br />

zum Einsatz.<br />

Und wie kommt der Kunde bei dieser<br />

Produktvielfalt zu „seiner“ optimalen<br />

Lösung?<br />

Um unseren Kunden optimale Lösungen<br />

für ihre Anforderungen zur Verfügung zu<br />

stellen, haben wir 2014 ein hauseigenes<br />

Process Test Center (PTC) eröffnet. Hier<br />

werden Investitionsvorhaben von Kunden<br />

umfangreich durch Spezialisten begleitet:<br />

Angefangen mit der Spezifizierung von<br />

Das Jubiläum ist ein Ansporn, Innovationen weiter<br />

voranzutreiben und die Prozesse der Kunden zu verbessern<br />

02 Das Process Test Center (PTC) der Gea in Oelde ist bewährter Partner bei der maßgeschneiderten<br />

Neuentwicklung verfahrenstechnischer Lösungen und Optimierung bestehender Prozesse<br />

Produkteigenschaften über die Bestimmung<br />

und Auslegung der Maschinentypen<br />

bis hin zu Pilotversuchen bei uns und vor<br />

Ort beim Kunden. In Zusammenarbeit mit<br />

dem Kunden, unseren Produktmanagern<br />

und dem Process Development entwickelt<br />

und testet das PTC auch ganz neue Verfahrensabläufe.<br />

Es wurden bislang über<br />

11 000 Versuche und Prozessentwicklungen<br />

sowie mehr als 18 000 labortechnische<br />

Produktanalysen durchgeführt. Gebündelt<br />

wird dieses Know-how in einer Datenbank,<br />

die jedes Jahr durch etwa 500 neue<br />

Produktprüfungen und über 150 Prozessentwicklungen<br />

ergänzt und aktualisiert<br />

wird. Genau so entstanden die 3 500 Prozesse<br />

aus den unterschiedlichsten Industrien,<br />

die wir mit unseren Produkten und<br />

Systemen entwickelt haben.<br />

Warum sollte ein Anlagenbetreiber in der<br />

Prozessindustrie sich für Gea entscheiden?<br />

Zunächst muss man sich anschauen, wo<br />

die Entwicklung von Anlagen und Maschinen<br />

hingeht. Wir stellen fest, dass die Bedeutung<br />

der Automation und Einbindung<br />

der Maschine in die Kundenprozesse,<br />

Stichwort „Industrie 4.0“, immer weiter<br />

steigt. Kunden kaufen heute eher Leistung<br />

und Performance als die reine Maschine.<br />

Wir haben uns daher von einem reinen<br />

Maschinenbauer zu einem kompetenten<br />

Lösungsanbieter für Applikationen jeder<br />

Art entwickelt. Dazu kommen eine individuelle<br />

Betreuung und Beratung regional<br />

und global von der ersten Anfrage bis hin<br />

zur Unterstützung bei der Inbetriebnahme<br />

vor Ort. Weiterhin bieten wir innovative<br />

Servicekonzepte über den kompletten<br />

Lebenszyklus der Maschine und Anlage.<br />

Dazu gehören beispielsweise das Monitoring<br />

von Servicebedarf, Asset Management,<br />

Consulting und die Optimierung der<br />

Performance beim Kunden.<br />

Welche Bedeutung hat das Thema<br />

Digitalisierung für Ihr Unternehmen und<br />

die Produkte?<br />

Wir verstehen Digitalisierung vor allem als<br />

Chance und den Wegbereiter für neues<br />

Wachstums- und Entwicklungspotenzial,<br />

sowohl im Neumaschinenbereich als auch<br />

in Bezug auf das wachsende Angebot an<br />

Servicelösungen. Ein aktuelles Beispiel aus<br />

dem Bereich Service: Gea Performance<br />

Plus beinhaltet Service-Pakete, die weit<br />

über die klassische Instandhaltung hinausgehen<br />

und eine ideale Ergänzung zu einer<br />

Industrie-4.0-Strategie darstellen. Hierdurch<br />

werden Optimierungspotenziale<br />

aufgedeckt, die einen nachhaltigen Anlagenbetrieb<br />

ermöglichen. Moderne Technologien<br />

zur Zustandsüberwachung geben<br />

dem Kunden kombiniert mit dem Knowhow<br />

unserer Mitarbeiter aussagekräftige<br />

Zustandsanalysen und Informationen zur<br />

Entscheidungsfindung hinsichtlich möglicher<br />

Prozessoptimierungen – mit dem Ziel<br />

der permanenten Verfügbarkeit und maximalen<br />

Produktivität. Gleichzeitig können<br />

veränderte Produktionsanforderungen<br />

besser beurteilt und Aufträge wirtschaftlich<br />

optimal terminiert werden.<br />

Oder ein anderes Beispiel, der „denkende<br />

Separator“. Hier sehen wir, was allein technisch<br />

möglich ist. Bislang waren für das<br />

optimale Einstellen der Maschine, Erfahrung,<br />

Gehör und Intuition eines Bedieners<br />

nötig. Gemeinsam mit Forschern am Fraunhofer-Institut<br />

für Entwurfstechnik Mechatronik<br />

ist es uns gelungen, dieses Wissen in<br />

ein Expertensystem unter Verwendung von<br />

neuronalen Netzen zu übertragen. Intelligente<br />

Separatoren können so künftig mit<br />

einem deutlich höheren Automatisierungsgrad<br />

arbeiten. Sie gewährleisten auch die<br />

bestmögliche Trennung der Produkte. (eli)<br />

Fotos: Gea<br />

www.gea.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 11


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Wirtschaftliches Design<br />

Universal-Rührsystem überzeugt mit geringer Mischzeit<br />

und hoher Produktivität<br />

Im Beitrag wird eine Rührmaschine<br />

vorgestellt, die als Universal-<br />

Rührsystem die unterschiedlichsten<br />

Rührer ersetzen kann und bereits in<br />

vielen Standardanwendungen im<br />

Einsatz ist.<br />

Die sogenannte Maxblend-Rührmaschine<br />

wurde von der japanischen Firma Sumitomo<br />

entwickelt und wird in Europa von der STC-<br />

Engineering GmbH vertrieben. Das System<br />

besteht aus einem Reaktor mit einem Rührwerk<br />

und ist als Universal-Rührsystem in der<br />

Lage, unterschiedlichste Rührer zu ersetzen.<br />

Zum Einsatz kommen die verschiedenen<br />

Ausführungen in Standardanwendungen<br />

der Petrochemie und in Polymer- und<br />

mittel-/hochviskosen Anwendungen der<br />

Spezialchemie.<br />

Die Auswahl des richtigen Rührertyps ist<br />

entscheidend für den optimalen Prozessverlauf.<br />

Normalerweise wird der Rührer<br />

nach den Viskositäten des zu bearbeitenden<br />

Mediums ausgewählt. So dienen<br />

kleinere Rührer wie Scheiben-, Schrägblatt-<br />

und Hydrofoil-Rührer für turbulente<br />

Bereiche. Größere Wendel- oder Ankerrührer<br />

sind wiederum für laminare Bereiche<br />

geeignet. Deshalb müssen während des<br />

Rührvorgangs die Viskosität, aber auch die<br />

Viskositätsänderung des Rührmediums berücksichtigt<br />

werden.<br />

Scherverdünnende Fluide treten meist bei<br />

einer hohen Konzentration in der Polymerlösung,<br />

wie z. B. bei Lösungs- und Massepolymerisationsverfahren<br />

auf. Ist die Verteilung<br />

der Scherbeanspruchung für das<br />

Fluid im Behälter nicht homogen, da das<br />

Scherprofil abhängig von der Reaktorkonfiguration<br />

(Rührorgantyp) ist, dann entsteht<br />

im Bilanzraum auch keine einheitliche<br />

Viskosität. Eine Auswahl des Rührertyps ist<br />

schwierig, was aber entscheidend ist für<br />

den optimalen Prozessverlauf.<br />

Im schlimmsten Fall entstehen durch die<br />

Verwendung von kleineren Rührern isolierte<br />

stagnierende Zonen. Grund hierfür ist die<br />

Änderung des Strömungsverhaltens und<br />

der Geschwindigkeitsintensitäten. Außerdem<br />

sind im Rührer Stromstörer angebracht,<br />

da die Viskosität an den Rührblättern<br />

durch Turbulenzen gering ist. An den<br />

Stromstörern und an der Behälterwand ist<br />

die Viskosität dagegen hoch, da die Flüssigkeitsströmung<br />

aufgrund des nicht-newtonschen<br />

Fließverhaltens abgeschwächt ist<br />

und somit die Behälterwand und die freie<br />

Flüssigkeitsoberfläche nicht erreichen<br />

kann. Hinter den Stromstörern entstehen<br />

Totzonen, was die Gesamtdurchmischung<br />

weiter behindert.<br />

Diese geometrischen Konfigurationen<br />

sind immer noch häufig im Polymerisationsprozess<br />

von Elastomeren zu sehen. Hier<br />

kämpfen die Hersteller mit Verschmutzungsproblemen<br />

der Rührblätter und der<br />

Autor: Dr. Katsuhide Takenaka, Sumitomo<br />

Heavy Industries Process Equipment Co., Ltd.,<br />

Saijo-city, Ehime, Japan<br />

Viskosität ist entscheidend<br />

Bei einem kontinuierlichen Prozess, wie<br />

z. B. die Polymerherstellung, kann die Viskosität<br />

zwar konstant sein, doch ändert sie<br />

sich häufig bei Batch-Verfahren während<br />

der Polymerreaktion. Die Viskositätsmessung<br />

während der Reaktion ist besonders<br />

bei hohen Temperaturen und hohem<br />

Druck äußerst schwierig. Bekanntlich ist<br />

ein nicht-newtonsches Fluid deutlich<br />

schwieriger zu behandeln als ein newtonsches,<br />

weil die auf das Fluid wirkende<br />

Scherbeanspruchung innerhalb des Behälters<br />

durch die unterschiedlichen Absolutgeschwindigkeiten<br />

stark schwankt. Das bedeutet<br />

wiederum bei scherverdünnenden<br />

oder -verdickenden Medien, dass sich die<br />

Viskosität des Mediums durch die unterschiedliche<br />

Scherbeanspruchung im Behälter<br />

zeitlich völlig unterschiedlich ausbilden<br />

kann.<br />

01 Der Maxblend-Rührer besteht aus einem<br />

großen Bodenrührer und einem darüber<br />

positionierten Gitter<br />

12 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


Vorteile des Rührsystems:<br />

n Weniger Verschmutzung (Fouling)<br />

n Leicht zu säubern<br />

n Geringere Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslegung<br />

n Anzahl an Reaktoren kann vermindert werden<br />

n Reduzierung der Anlagenkosten<br />

n Geringere Mischzeit, dadurch können hochaktive<br />

Katalysatoren eingesetzt werden<br />

n Genug Platz im Reaktorinneren für ein automatisches<br />

Reinigungssystem<br />

n Organischer Lösungsmittelgehalt kann reduziert werden<br />

n Geringere Belastung der Trennstufe<br />

AUCH FÜR IHRE<br />

ANFORDERUNGEN!<br />

Rührwelle, aber auch mit Fouling an den Stromstörern und der<br />

Behälterwand. Folglich muss der kontinuierliche Prozess häufig<br />

heruntergefahren werden, um die Verschmutzung (Fouling) zu<br />

entfernen.<br />

Konstanter Strömungsverlauf<br />

Das Rührsystem Maxblend kann hier eine Lösung darstellen mit<br />

seiner hohen Wirksamkeit in einem großen Viskositäts- und<br />

Reynoldszahlbereich: Die durch das System hervorgerufene<br />

Strömung verläuft vom untersten großen Rührblatt zur Behälterwand,<br />

steigt an ihr bis zur Flüssigkeits oberfläche auf und<br />

fließt aufgrund eines bestehenden Unterdrucks hinter dem<br />

Bodenrührer im Zentrum hinunter in den Bodenbereich.<br />

Beim Maxblend ändert sich der Strömungsverlauf nicht mit<br />

der Viskosität. Selbst in laminaren Regionen kann das Fluid allmählich<br />

im gesamten Behälter verteilt werden. Es gibt auch keine<br />

zu schnell oder zu langsam vermischten Bereiche, folglich ergibt<br />

sich auch keine ausgeprägte Ruhezone abhängig von der<br />

Reynoldszahl. Auch wenn keine völlig einheitlichen rheologischen<br />

Eigenschaften für die Polymer lösung erreicht werden können,<br />

werden die Mischbedingungen deutlich verbessert.<br />

Wenn der Polymerisationsprozess nicht zum Fouling neigt, gibt<br />

es ein weiteres Beispiel für die Anwendung des Rührsystems – und<br />

zwar die Massepolymerisation, bei der generell ein laminarer, vom<br />

Rührer erzeugter Strömungsbereich vorliegt. Hier werden üblicherweise<br />

Wendelrührer verwendet, die aber keinen Platz für den<br />

Wärmeübertrager bieten – der Max blend besitzt dagegen genügend<br />

Platz zur Installation der Wärmeübertrager.<br />

Als Sumitomo den Maxblend in Japan auf den Markt brachte,<br />

wurde zunächst vermutet, dass die große Fläche zu viel Raum für<br />

Verschmutzung bietet. Jetzt sind die Kunden vom Konzept überzeugt,<br />

und es wurden viele Rührmaschinen weltweit installiert.<br />

Fotos: Sumitomo<br />

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02 Die Mischzeit bei Anwendung des Maxblend-Rührers ist viel<br />

geringer als die von konventionellen kleinen Rührorganen (a: t = 0 s;<br />

b: t = 10 s; c: t = 20 s)<br />

Pumpentechnik · Dosiertechnik · Kupplungstechnik


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Dampf machen<br />

Kesselanlage in der Brauerei verbessert die<br />

Effizienz deutlich<br />

Die Energieversorgung mit<br />

Prozessdampf spielt in der<br />

Getränkeindustrie eine große Rolle.<br />

Eine Brauerei will mit dem Einsatz<br />

eines neuen Dampfkesselsystems<br />

eine Energiekostenersparnis von<br />

rund 80 000 Euro pro Jahr erzielen.<br />

Inmitten des Pfälzer Waldes sind die traditionsreichen<br />

Park & Bellheimer Brauereien<br />

zu Hause. „Pro Jahr produzieren wir<br />

100 000 Hektoliter in Pirmasens und<br />

200 000 Hektoliter in Bellheim. Und wir<br />

setzen auf Rohstoffe aus dem umliegenden<br />

Gebiet“, betont Rainer Klöckner, der technische<br />

Leiter beider Brauereistandorte.<br />

Die Brauereien setzen moderne und<br />

nachhaltige Technik im Brauprozess ein,<br />

das betrifft auch die Energieversorgung<br />

mit Prozessdampf. Am Standort Pirmasens<br />

Autorin: Annemarie Wittmann, Marketing,<br />

Bosch Industriekessel GmbH, Gunzenhausen<br />

konnten kürzlich Bosch-Kundendiensttechniker<br />

Heiko Doppler und Thomas<br />

Steffes, Projektleiter der Firma Kramer &<br />

Best, ein neues Dampfkesselsystem an<br />

Braumeister André Ködel übergeben.<br />

Durch die Umbaumaßnahme erwartet die<br />

Brauerei eine Energiekostenersparnis von<br />

rund 80 000 EUR pro Jahr.<br />

Die neue Anlage von Bosch ersetzt ein<br />

Versorgungsmodell mit der Stadt, nach Ablauf<br />

des Vertrages hat sich die Brauerei für<br />

den Aufbau einer eigenen Versorgung entschieden.<br />

„Von der ersten Planungsidee bis<br />

zur fertigen Anlage sind gerade mal vier<br />

Monate vergangen“, berichtet Thomas<br />

Steffes. Kramer & Best war für die Auslegung<br />

und Realisierung sowie für den<br />

Abbau der Bestandsanlage beauftragt.<br />

Bosch Industriekessel unterstützte mit<br />

technischen Spezifikationen und CAD­<br />

Daten, lieferte die Technik und begleitete<br />

die Montage und die Behördenabnahme.<br />

Inmitten der historischen Brauereigemäuer<br />

fanden Kessel, Module und Steuerungssystem<br />

ihren Platz. Während der Demontage<br />

und Installation der Neuanlage<br />

war ein Mietkessel für kurze Zeit im Einsatz.<br />

Die im Bosch-Werk vormontierten Komponenten<br />

und der fertig verdrahtete und geprüfte<br />

Steuerschaltschrank verkürzten die<br />

Installationsphase und beschleunigten die<br />

Inbetriebnahme. „Durch die gute Vorarbeit<br />

beider Firmen war die ganze Anlage schnell<br />

in Betrieb genommen. Jetzt folgt lediglich<br />

noch die Einbindung von MEC Optimize“,<br />

erzählt Heiko Doppler.<br />

Digitaler Assistent<br />

MEC Optimize ist ein digitaler Effizienzassistent,<br />

der Kesselwärtern und Betreibern<br />

hilft, eventuelle Energieverluste schnell<br />

festzustellen und entsprechende Handlungsmaßnahmen<br />

vorschlägt. Auch kritische<br />

Zustände erkennt der Effizienzassistent<br />

sofort und ermittelt auf Basis der Anlagenfahrweise<br />

den Komponentenzustand.<br />

Durch die zuverlässigen Vorhersagen kann<br />

André Ködel, gleichzeitig Betriebs leiter im<br />

Werk Pirmasens, die Wartung rechtzeitig<br />

und passend zur Brauereiauslastung einplanen.<br />

Predictive Maintenance hält also<br />

Einzug in einer Traditionsbrauerei.<br />

Die Datensammlung und -speicherung<br />

für MEC Optimize geschieht lokal über<br />

einen im Schaltschrank integrierten Industrie-PC.<br />

Bosch bietet für die Datenübermittlung<br />

und -visualisierung zwei verschiedene<br />

Systeme, über standardisierte Schnittstellen<br />

zur Prozessleittechnik oder über PC/<br />

14 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

01 Die neue Dampfkesselanlage in Pirmasens produziert bis zu<br />

fünf Tonnen Dampf für verschiedene Erhitzungsverfahren im<br />

Brauprozess<br />

02 Heiko Doppler zeigt Thomas Steffes die verschiedenen<br />

Menüebenen von MEC Optimize; in Pirmasens liefert der<br />

Effizienzassistent künftig die Daten an die zentrale Leitwarte<br />

Tablet via WLAN. Am Standort Pirmasens<br />

können Berechtigte über die zentrale Leitwarte<br />

die Werte und Analysen abrufen, daraus<br />

alle wichtigen Informationen hinsichtlich<br />

Energieverbrauch, Lastprofil und Betriebsverhalten<br />

gewinnen und gleichzeitig<br />

auch Werte aus den Kesselprüfungen digital<br />

eintragen – das schafft Effizienz für Mensch,<br />

Maschine und Prozesse. Durch die Vernetzung<br />

mit dem sicheren Fernzugriff MEC Remote<br />

von Bosch lassen sich die Daten auch<br />

außerhalb der Brauerei von jedem beliebigen<br />

Standort aus anzeigen. Auf Wunsch des<br />

Betreibers können die Bosch-Experten<br />

kosteneffizient bei Fehlersuche, Parametrierungen<br />

oder Programmierungen aus<br />

der Ferne unterstützen.<br />

inklusive Ablaufeinrichtung komplettiert<br />

die Kesselanlage in Pirmasens. Das sorgt<br />

für eine hohe Wasserqualität und schützt<br />

Kessel und Komponenten vor Schäden<br />

durch Korrosion oder durch Fremdstoffeinbrüche<br />

von Laugen, Säure oder auch Härte.<br />

Überzeugender Einsatz<br />

Mit den Kesselanlagen von Bosch verbessern<br />

die Brauereien ihre Energiebilanz,<br />

Wir sind sehr zufrieden,<br />

die Kesselanlagen erfüllen unsere Erwartungen.<br />

Rainer Klöckner, technischer Leiter, Park & Bellheimer Brauereien<br />

Hohe Dampfqualität<br />

Bis zu fünf Tonnen Dampf produziert die<br />

neue Kesselanlage – überwiegend für verschiedene<br />

Erhitzungsverfahren im Brauprozess.<br />

Der bewährte Kesseltyp UL-S überzeugt<br />

durch seinen flexiblen Betrieb und<br />

liefert gleichbleibend hohe Dampfqualität<br />

selbst bei starken Lastschwankungen. „Die<br />

Entscheidung, am Standort Pirmasens<br />

einen Kessel von Bosch einzusetzen, fiel<br />

uns leicht“, kommentiert Rainer Klöckner.<br />

Der Wegbereiter war die Bosch-Kesselanlage<br />

im 60 km entfernten Bellheimer<br />

Werk. Dort laufen bereits seit dem Jahr 2015<br />

zwei UL-S Dampfkessel mit insgesamt<br />

zwölf Tonnen Dampf pro Stunde. Die Prozesswärme<br />

wird hier nicht nur für den<br />

Braubetrieb benötigt, sondern auch für die<br />

Getränkeherstellung und Flaschenreinigung.<br />

Die Energiezentrale in Bellheim betreibt<br />

die Pfalzwerke AG, die Brauerei hat<br />

mit dem Energiedienstleister aus Ludwigshafen<br />

ein Pachtmodell vereinbart. Neben<br />

den Kesseln haben die Pfalzwerke zwei<br />

Mikrogasturbinen eingesetzt, die rund die<br />

Hälfte des Strombedarfs erzeugen.<br />

Alle drei Kessel sind mit integrierten Economisern<br />

ausgerüstet, die durch die Vorwärmung<br />

von Speisewasser bis zu 7 % an<br />

Brennstoff pro Kessel einsparen können.<br />

Für die flexible Anpassung an jahreszeitlich<br />

bedingte Schwankungen von Produktionsmenge<br />

und Getränketyp ist eine hohe<br />

Effizienz der Dampferzeuger gerade im<br />

Teillastbereich wichtig. Die ab Werk angebauten<br />

Erdgasbrenner arbeiten modulierend<br />

und passen sich stufenlos an den<br />

Dampfbedarf an.<br />

Einen weiteren positiven Effekt bringen<br />

die drehzahlgeregelten Brennergebläse, sie<br />

reduzieren den Stromverbrauch um bis zu<br />

75 % und amortisieren sich innerhalb<br />

kurzer Zeit. Die Reduzierung der Gebläsedrehzahl,<br />

abhängig von der aktuellen Brennerleistung,<br />

führt zu der wesentlich geringeren<br />

elektrischen Leistungsaufnahme.<br />

Ebenfalls gehört die Steuerungstechnik von<br />

Bosch zur Ausstattung beider Kesselhäuser.<br />

Sie schützt vor Fehlbedienung, automatisiert<br />

den Kessel- und Anlagenbetrieb und<br />

übernimmt Steuerungsaufgaben.<br />

Eine Anlage zur Speisewasserentgasung<br />

samt Brüdenkühler sowie eine Fremdstoffüberwachung<br />

für den Kondensatrücklauf<br />

reduzieren den Brennstoffeinsatz und<br />

können insgesamt flexibler und effizienter<br />

arbeiten. Nicht zuletzt schützen niedrigere<br />

Emissionen die Umwelt. „Wir sind sehr<br />

zufrieden“, betont technischer Leiter Rainer<br />

Klöckner. „Sowohl in Bellheim als auch in<br />

Pirmasens erfüllen die Kesselanlagen von<br />

Bosch unsere Erwartungen.“<br />

Die künftigen Energieverbrauchsanalysen,<br />

Verschleißprognosen und Datenauswertungen<br />

durch MEC Optimize geben der<br />

Anlage in Pirmasens den letzten Schliff. Die<br />

Inbetriebnahme des Effizienzassistenten<br />

wird nicht der letzte Besuch von Heiko<br />

Doppler bleiben. Die Brauereien haben für<br />

beide Standorte einen Wartungsvertrag mit<br />

Bosch vereinbart – für einen langlebigen<br />

und sorgenfreien Kesselbetrieb.<br />

Fotos: Bosch Industriekessel, Park & Bellheimer<br />

www.bosch-industrial.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 15


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Schonende Bewegungen<br />

Plansiebmaschine für den universellen Einsatz<br />

Die Plansiebmaschine Siftomat ist<br />

in praktisch allen Industriebereichen,<br />

in denen Schüttgüter verarbeitet<br />

werden, einsetzbar. Das System ist<br />

sowohl für Kontrollsiebungen, aber<br />

auch für die Klassierung und<br />

Entstaubung geeignet.<br />

Die harmonische, ruhige und schonende<br />

Siebbewegung in der Siftomat wirkt<br />

sich nicht nur positiv auf das Siebgut, sondern<br />

auch auf die Lebensdauer der Siebmaschine<br />

aus. Die Funktionsweise ist recht<br />

einfach: Ein Exzenterantrieb bringt den<br />

Siebstapel in eine schwingende, plane exzentrische<br />

Bewegung. Gegenüber der stark<br />

verbreiteten hochfrequenten Vibrationssiebtechnik<br />

hat dies den Vorteil, dass das<br />

Siebgut sehr schonend verarbeitet wird.<br />

Außerdem wirkt sich die rein plane Siebbewegung<br />

(gegenüber der meist unkontrollierten,<br />

resp. nur schwierig kontrollierbaren<br />

Vibrationsbewegung) sehr positiv auf die<br />

Siebgüte aus.<br />

Das Produkt gelangt durch einen Einlaufstutzen<br />

auf den hinteren Bereich des Siebes.<br />

Durch die Siebbewegung und die geneigte<br />

Einstellung des Siebes wird das Produkt<br />

nach vorne gefördert. Das Siebgut mit kleinerer<br />

Granulometrie als der Maschenweite<br />

fällt durch die Maschen hindurch. Alles was<br />

größer ist, wird über die ganze Länge des<br />

Siebes transportiert. Das hat den Vorteil,<br />

dass auch Körnern mit Grenzmaßen genügend<br />

Zeit bleibt, um durch die Maschen zu<br />

fallen – sofern sie denn auch kleiner sind.<br />

Optimale Einstellungen<br />

Im Vergleich zu runden Taumelsiebmaschinen,<br />

bei denen das Produkt spiralförmig<br />

von innen nach außen transportiert werden<br />

soll, ist somit auch die Einstellung für die<br />

optimale Siebung viel einfacher. Es muss<br />

nur die Neigung verstellt werden – und<br />

diese wird bei den kleinen und mittleren<br />

Siebmaschinen mit zwei zu lösenden<br />

Schrauben (bei der größeren Siebmaschine<br />

acht Schrauben) getan.<br />

Die optimale Siebneigung wird werksseitig<br />

voreingestellt und muss nicht mehr geändert<br />

zu werden. Auch die Drehzahl muss<br />

bei den meisten Produkten nicht eingestellt<br />

werden. Nur bei schwierigeren Produkten<br />

oder bei Spezialfällen, wo Schüttgüter nach<br />

der Länge sortiert werden, ist der Einsatz<br />

eines Frequenzumrichters notwendig. Es ist<br />

sogar möglich, mit der Plansiebmaschine<br />

Siebgüter nach der Länge auszusortieren.<br />

Kein Verstopfen<br />

Bei schwierigen Siebgütern, bspw. bei<br />

solchen mit unregelmäßiger Form oder bei<br />

großem Anteil an Grenzkorn, kann es vorkommen,<br />

dass die Siebmaschine verstopft.<br />

In diesen Fällen kann jede einzelne Sieblage<br />

mit einer Ballklopfreinigung versehen<br />

werden. Diese besteht im Wesentlichen<br />

aus einem Rahmen in Edelstahl, der unterhalb<br />

des Siebes platziert wird, nach unten<br />

mit einem grobmaschigen Drahtgeflecht<br />

bestückt und nach oben offen ist. Darin<br />

werden die Reinigungskugeln (Naturkautschuk/Polyurethan<br />

oder Silikon) platziert,<br />

die durch die Siebbewegung gegeneinander<br />

prallen. Dadurch wird eine so hohe<br />

Beschleunigung erzeugt, dass die Kugeln<br />

von unten gegen das Sieb springen und<br />

damit eventuell von oben her eingesteckte<br />

Siebkörner aus den Maschen herausklopfen.<br />

Dieses einfache und effiziente<br />

Siebreinigungssystem wird von den feinsten<br />

bis zu den gröbsten Siebmaschen erfolgreich<br />

eingesetzt.<br />

Feinmaschige Siebgewebe bis 200 μm<br />

können zusätzlich mit einer Ultraschallfrequenz<br />

erregt werden. Dabei werden die<br />

durch den Generator erzeugten Schallwellen<br />

über den Konverter auf den Siebrahmen<br />

und damit das Siebgewebe übertragen. Das<br />

Besondere daran ist, dass die erzeugte Frequenz<br />

innerhalb von 30 bis 38 kHz permanent<br />

variiert. Dies hat sich als besonders<br />

effektiv bei feinen Pulvern und einer Maschenweite<br />

von < 200 μm erwiesen. Dieses<br />

Verfahren verhindert ein Verstopfen des<br />

Siebes und erhöht den Durchsatz.<br />

Fotos: Fuchs<br />

www.fuchsag.com<br />

16 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Zuführen mit hoher Genauigkeit<br />

Die hier vorgestellte Vibrationsrinne lässt sich vielseitig einsetzen<br />

und ist in Verbindung mit einem Vakuumfördersystem und einer<br />

Füllstandmelder-Steuerung ideal für die Automatisierung von<br />

Zuführprozessen geeignet. Je nach<br />

Anwendung ist die offene Vibrationsrinne<br />

oder das geschlossene hygienische<br />

Dosierrohr zu empfehlen –<br />

beide Systeme sind leicht zu reinigen.<br />

In Kombination mit einem Vakuumförderer<br />

und einem Materialpuffer ist<br />

es möglich, verschiedenste Arten der<br />

Verwiegung umzusetzen. Ein Beispiel<br />

ist die Negativ-Verwiegung bzw. das<br />

Dosieren mit der Vibrationsrinne. Je<br />

nach Art des Materials wird eine<br />

Genauigkeit von bis zu 1 g pro Takt erreicht. Außerdem ist es<br />

möglich, aus einem diskontinuierlichen Zuführprozess eine<br />

kontinuierliche Zuführung zu machen – und das bei einer<br />

Leistung bis zu 1 000 kg/h. Die Rinne ist verschleißarm, im<br />

Ex-Bereich einsetzbar und in verschiedenen Varianten mit zusätzlichen<br />

Komponenten erhältlich.<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

Dampfkessel<br />

auch im Container<br />

250–32.000 kg/h<br />

www.volkmann.info<br />

Mobile Fackel entlastet Anlagen<br />

Der Industriedienstleister Bilfinger hat für den Mineralölkonzern<br />

ExxonMobil eine Produktlösung entwickelt, bei der<br />

innerhalb kürzester Zeit eine vollwertige Hochtemperaturfackel<br />

zur Verfügung steht. Bilfinger schließt damit eine Lücke<br />

im deutschen Markt und verbindet ausgereifte Technologien<br />

mit Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit. Dabei überzeugt<br />

das Produkt mit einem hohen Sicherheitsstandard. Denn die<br />

Fackel sorgt dafür, dass<br />

Gase sicher verbrannt<br />

und bestehende<br />

Anlagensysteme<br />

entlastet werden.<br />

Die mobile Fackel ist<br />

fest auf einem<br />

Anhänger montiert und<br />

lässt sich dadurch<br />

schnell zum<br />

gewünschten Einsatzort<br />

transportieren. Der<br />

Aufbau und das Fahrgestell<br />

können variabel<br />

auf jeden Kunden<br />

zugeschnitten werden.<br />

Durch seine sofortige<br />

Verfügbarkeit bietet das<br />

Fackelsystem sämtlichen Akteuren in der Prozessindustrie ein<br />

hohes Maß an Versorgungssicherheit. Die mobile Fackel<br />

wurde sowohl für den geplanten Einsatz bei Inspektions- oder<br />

Instandhaltungsarbeiten als auch für den außerplanmäßigen<br />

Einsatz beispielsweise bei Leckagen konzipiert.<br />

Die mobile Fackel ist so aufgebaut, dass ein autarker<br />

(Batterie-)Betrieb über mehrere Stunden möglich ist. Über ein<br />

Hydraulikaggregat wird der Fackelarm auf die benötigte Höhe<br />

gebracht. Die Bedienung erfolgt benutzerfreundlich via<br />

Touchpanel. Sämtliche Verbrauchsstoffe wie Stickstoff und<br />

Propan werden mitgeführt.<br />

www.bilfinger.com<br />

Achenbach<br />

T +49 2391 9591-0<br />

www.achenbach-dampf.de<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

in Halle 4-261<br />

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FÖRDERN DOSIEREN WIEGEN MISCHEN<br />

ABFÜLLEN LAGERN AUTOMATION<br />

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Anlagenbau für höchste<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 17<br />

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VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Ohne Sauerstoffkontamination<br />

Siebtechnik in einer Aufbereitungsanlage für Metallpulver<br />

In einer Anlage zur Aufbereitung<br />

von Metallpulver sind<br />

Taumelsiebmaschinen im Einsatz.<br />

Diese wurden speziell auf die<br />

Anforderungen der Anwendung<br />

ausgelegt und ermöglichen ein<br />

exaktes Absieben.<br />

Autoren: Isabella Schlegel, Vertrieb/Marketing,<br />

GKM Siebtechnik GmbH, Waibstadt; Jürgen Graf,<br />

Geschäftsführer, Graf Anlagenbau GmbH,<br />

Krumbach<br />

Die Taumelsiebmaschine (links) ist das<br />

Herzstück der Anlage, damit ist die Absiebung<br />

von Metallpulvern ohne Sauerstoffkontamination<br />

möglich<br />

Um Werkstoffe mit speziellen Eigenschaften<br />

herstellen zu können, sind oft<br />

aufwändige Verfahrensschritte notwendig.<br />

In einer Anlage zur Aufbereitung von Metallpulver<br />

bspw. werden hochwertige Legierungen<br />

auf Aluminium-Titan-Basis, die zuvor<br />

im Vakuum-Schmelzprozess verdüst<br />

wurden, aufbereitet, verpackt und homogenisiert.<br />

Die Anlage der Graf Anlagenbau<br />

GmbH ist bei einem Hersteller von Hochleistungsmetallen<br />

und -materialien im Einsatz,<br />

sie umfasst mehrere Verfahrensschritte:<br />

Umfüllstation, Materialcontainer, Siebanlage,<br />

Verpackungsanlage und Handling.<br />

Das komplette System ist geschlossen und<br />

wird mit Argon-Gas geflutet, da das Metallpulver<br />

bei Kontakt mit Sauerstoff geschädigt<br />

würde. Beim ersten Schritt – der Umfüllstation<br />

– wird das Material von den Behältern der<br />

Vakuum-Schmelze in die Materialcontainer<br />

unter Argon-Atmosphäre umgefüllt. Die Argonatmosphäre<br />

wird während des gesamten<br />

Prozesses überwacht. Für das prozesssichere<br />

Materialhandling und die Zwischenlagerung<br />

ohne Unterbrechung der Argon-Atmosphäre<br />

wurden spezielle Materialcontainer konzi-<br />

piert. Diese Materialcontainer bestehen aus<br />

einem asymmetrischen Auslaufkonus, damit<br />

auch schwer fließendes Material sicher und<br />

restlos ausgetragen werden kann. Die befüllten<br />

Materialcontainer können über einen<br />

Drehmischer mehrfach gedreht werden, um<br />

das eingefüllte Pulver zu homogenisieren.<br />

Die Taumelsiebmaschine von GKM<br />

Siebtechnik GmbH ist das Herzstück der<br />

Anlage. Sie wurde speziell für die Anforderungen<br />

der Absiebung von Metallpulvern<br />

ohne Sauerstoffkontamination ausgelegt.<br />

Die Materialcontainer werden an der Siebanlage<br />

oben angedockt, anschließend wird<br />

das Material über eine geschlossene Vibrationsrinne<br />

der Siebmaschine zugeführt.<br />

Das Material wird in drei Fraktionen gesiebt,<br />

um grobe Partikel und unerwünschten<br />

Feinstaubanteil abzutrennen. Die Argon-<br />

Zuführung erfolgt bei Bedarf vollautomatisch.<br />

Um auch bei feinsten Maschenweiten<br />

bis 25 μm sicher sieben zu können, ist die<br />

Anlage mit einer Ultraschall-Reinigung<br />

ausgerüstet.<br />

Nach der Siebung und zur Auslieferung<br />

an die Kunden wird das Material in handliche<br />

Kunststoffbehälter abgefüllt. Die von<br />

der Siebmaschine kommenden Container<br />

werden an der Befüllstation, die aus einer<br />

Vibrorinne und einer Plattformwaage besteht,<br />

angedockt.<br />

Das ganze System befindet sich in einem<br />

Handschuhkasten mit Argon-Inertisierung.<br />

Dadurch ist das Material beim Umfüllvorgang<br />

ebenfalls vor Oxidation geschützt. Der<br />

Bediener verschließt die Container im<br />

Handschuhkasten nach erfolgter Befüllung<br />

und schiebt sie in ein Austragssystem mit<br />

pneumatischem Aufzug und Rollenbahn.<br />

Das eingesetzte Verwiegesystem ist eichfähig<br />

und verfügt über einen automatischen<br />

Protokollspeicher, sodass jede Produktionscharge<br />

rückverfolgbar ist.<br />

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen<br />

GKM und dem Anlagenbauer – der<br />

Graf Anlagenbau GmbH aus Krumbach –<br />

konnte das Projekt mit einer extrem kurzen<br />

Lieferzeit von nur vier Monaten zwischen<br />

den ersten Entwurfsskizzen und der Inbetriebnahme<br />

erfolgreich realisiert werden.<br />

Fotos: GKM, Graf<br />

www.gkm-net.de; www.graf-anlagen.de<br />

18 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Vibrationssieb entspricht<br />

Hygieneansprüchen<br />

Das weiterentwickelte Vibrationssieb<br />

JEL Konti II wurde nach den<br />

Grundprinzipien des Hygienic<br />

Designs konstruiert und ist somit<br />

auch für den Einsatz in der Foodund<br />

Pharma-Branche geeignet.<br />

Der Siebtrog der Maschine weist<br />

dank der vergrößerten Radien<br />

keine Ecken auf, in denen sich Produktreste festsetzen könnten.<br />

Darüber hinaus sind alle innenliegenden Teile bequem<br />

erreichbar, auch Dichtungen können zu Reinigungszwecken<br />

einfach entfernt und wieder aufgesteckt werden. Das minimalistisch<br />

gehaltene Siebgehäuse überzeugt laut Hersteller durch<br />

glatte, leicht abwischbare Flächen. Das Vibrationssieb selbst ist<br />

auf einem Gestell aus Rundrohr aufgebaut, damit sich auch hier<br />

weder Schmutz noch Produktrückstände ablagern können. Bei<br />

Bedarf wird die Maschine nach Richtlinien wie GMP, FDA, BfR<br />

oder 1935/2004 ausgelegt und mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen<br />

und Rautiefen angeboten.<br />

Um auch das Handling so einfach wie möglich zu gestalten, kann<br />

das Vibrationssieb durchgängig werkzeuglos bedient und<br />

gewartet werden. Insbesondere der Wechsel der Siebeinleger<br />

wurde so vereinfacht, dass innerhalb von 30 s mit nur wenigen<br />

Handgriffen der Einleger wie eine Schublade stirnseitig herausgezogen<br />

werden kann, ohne dass die Maschine von der Produktzuund<br />

-abführung abgetrennt werden muss.<br />

www.engelsmann.de<br />

Software erweitert Kontrollmöglichkeiten<br />

bei Dosierern<br />

Coperion K-Tron hat ihre K-Vision Software mit neuen Funktionen<br />

erweitert. Das System dient zur Steuerung von mehreren<br />

Geräten in einem Prozess. Mit der Einführung der Version 2.0<br />

bietet Software nun die Möglichkeit, bis zu 24 Geräte in ein oder<br />

zwei Linien zu steuern und gibt Nutzern damit eine umfassendere<br />

Übersicht und Kontrollmöglichkeit<br />

ihrer Dosiergeräte an<br />

die Hand.<br />

K-Vision umfasst einen<br />

12,1"-Farb-LCD-Bildschirm<br />

zusammen mit einem<br />

Touchscreen als Haupteingabegerät.<br />

Wahlweise können eine<br />

oder im Quad-Modus vier<br />

Anzeigeseiten gleichzeitig<br />

aufgerufen werden. Das System sei laut Hersteller einfach zu<br />

konfigurieren und benötige kaum Programmieraufwand.<br />

Die grafische Visualisierung des Prozesses erfolgt mittels<br />

bedienerfreundlichen Trend-Grafiken. Zudem wird auch eine<br />

Ereignisprotokollierung angeboten. Sämtliche Dosierertypen für<br />

kontinuierliche wie auch Batch-Prozesse können mit dieser<br />

Software gesteuert werden. Das Update von der bisherigen auf die<br />

neue K-Vision-Software-Version ist jederzeit möglich und erfolgt<br />

mittels Compact-Flash-Karte oder USB-Flashspeicher. Durch eine<br />

große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten kann K-Vision auf<br />

einfache Weise in bestehende Systeme integriert werden.<br />

www.coperion.com<br />

Der effizienteste Nassmahlprozess auf kleinem<br />

Raum. Das unschlagbare Duo MacroMedia und<br />

MicroMedia+ entfaltet sein volles Potenzial in unserem<br />

standardisierten Produktionsmodul. Es ermöglicht Vorund<br />

Feinvermahlung in einem kompakten Modul und<br />

spart somit Platz und Kosten.<br />

interessiert? Kontaktieren Sie uns:<br />

grinding.dispersing@buhlergroup.com<br />

Ein echt<br />

unschlagbares Duo.<br />

MacroMedia TM und<br />

MicroMedia+ TM<br />

Innovations for a better world.


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Gase smart mischen<br />

Ein digitales Steuermodul ist<br />

Herzstück der modernen Mischgeräte:<br />

Die von Witt Gascontrol<br />

genannte Einheit zeigt am Touchdisplay<br />

alle relevanten Parameter und<br />

liefert mehr Transparenz im Produktionsprozess.<br />

Auch die Bedienung<br />

erfolgt einfach per Touchscreen. Eine<br />

auf Wunsch integrierte Gasanalyse überwacht laufend den<br />

Prozess, sichert die Genauigkeit und erhöht die Prozesssicherheit<br />

der Anlage. Selbstverständlich werden alle Daten von Mischer<br />

und Analyse in der Gascontrol dokumentiert. Ein integrierter<br />

Schreiber ermöglicht auch eine grafische Verlaufsdarstellung.<br />

Per Ethernet können die Gasmischer an das Netzwerk<br />

angebunden werden. Die Protokolldaten lassen sich in herkömmlicher<br />

Tabellenkalkulationsoftware zusammenführen und<br />

aufbereiten. Ob die Anlage fehlerfrei arbeitet, lässt sich nun von<br />

praktisch jedem Computer oder Mobiltelefon aus feststellen.<br />

www.wittgas.com<br />

Plattenwärmeübertrager auf kleinstem<br />

Raum<br />

Für unterschiedliche Erhitzungs- und Kühlanwendungen in<br />

Brauereien und Destillerien eignen sich die gedichteten<br />

Wärmeübertrager der NT-Serie von Kelvion. Sie sind in verschiedenen<br />

Größen und mit diversen Plattenprägungen erhältlich,<br />

sodass sie leicht der Medienart, den Produktanforderungen und<br />

der gewünschten Leistung angepasst werden können. Das<br />

patentierte OptiWave-Design sorgt durch eine gute Medienverteilung<br />

über die gesamte Wärmeaustauschfläche für hohe Übertragungsraten.<br />

Dies ermöglicht die<br />

Auslegung kompakter und<br />

kostengünstiger Wärmetauscher.<br />

Weitere Vorteile der NT-Serie sind<br />

ein stabiles Plattenpaket durch<br />

die PosLoc-Montage und der<br />

sichere Sitz der Dichtungen dank<br />

des EcoLoc-Dichtungssystems.<br />

www.kelvion.com<br />

Einwegmischer spart Material<br />

Die neuen Einwegmischer der Schwing <strong>Verfahrenstechnik</strong> sollen<br />

bekannte Schwachstellen etwa von Wendel- oder quadratischen<br />

Mischern ausmerzen. Anwender des neuen Mischertyps mit<br />

X-Gitter-Struktur profitieren laut Hersteller von einer deutlich<br />

besseren Mischgüte, von niedrigeren Produktionskosten und von<br />

erheblicher Materialeinsparung. Entwickler des neuen Typs ist<br />

Stamixco, ein erfahrener Schweizer Hersteller von statischen<br />

Mischern aller Art.<br />

Es ist vor allem die besondere Bauweise der X-Gitter-Geometrie,<br />

die deutliche Einsparungen in der Länge des neuen Mischers<br />

ermöglicht: Um bis zu 66 % konnte die Konstruktionslänge im<br />

Vergleich zu bisherigen Mischern verkürzt werden. Seine<br />

kompakte Bauweise macht diesen kurzen und effizienten<br />

Kunststoff-Einwegmischer speziell für Roboteranwendungen<br />

interessant. Das gilt insbesondere dann, wenn diese<br />

Anwendungen sehr präzise Klebstoff-Führungen erfordern.<br />

Anwender sollen zudem von einer<br />

sichtbar besseren Mischgüte durch<br />

die neue Konstruktion profitieren.<br />

Ihre Mischgeometrie erzielt gute<br />

Resultate für laminare, hoch- bzw.<br />

niederviskose Mischaufgaben<br />

ebenso wie für große<br />

Konzentrationsunterschiede.<br />

www.schwing-pmt.de<br />

Zuführband steigert Ertrag des<br />

Wirbelstromabscheiders<br />

Das vor Kurzem von<br />

Goudsmit Magnetics<br />

entwickelte Zuführband<br />

wird über einen Produktverteiler<br />

beschickt. Dieser<br />

verhindert eine verstopfte<br />

Vibrationsrinne und erhöht<br />

den Ertrag von Nichteisenmetallen<br />

im Recyclingprozess.<br />

Klebrige oder feuchte Produktströme haften an der<br />

Oberfläche der Vibrationsrinnen, wodurch diese das Produkt<br />

nicht gleichmäßig verteilen können. Das Produkt bekommt eine<br />

bevorzugte Richtung (den Weg des geringsten Widerstands),<br />

wodurch keine homogene Schicht entsteht und was zu einem<br />

verringerten Ertrag von Nichteisenmetallen führt. Eine bisher<br />

häufig vorkommende Lösung für dieses Problem ist die Reinigung<br />

des Zufuhrbands oder der Vibrationsrinne im Abstand von einer<br />

Woche oder einem Monat. Das bedeutet jedoch unnötige<br />

Stillstandzeiten und zusätzliche Wartungsarbeiten. Das neu<br />

entwickelte Zuführband mit Produktverteiler vermeidet dieses<br />

Problem, indem eine Monoschicht geschaffen wird, die dafür<br />

sorgt, dass das Band vollständig bedeckt ist.<br />

www.goudsmitmagnets.com<br />

Pulveragglomeration mit Kompaktsystem<br />

Das neue modulare Kompaktsystem eignet sich für klassische<br />

Agglomerationsanwendungen in der Lebensmittelindustrie. Die<br />

kontinuierlich arbeitende Wirbelschicht-Systemlösung deckt in<br />

verschiedenen Baugrößen Produktionsmengen von 100 kg/h bis<br />

3 t/h ab und wurde für Mehrschritt- sowie Mehrzonenprozesse<br />

konzipiert.<br />

Die Systemlösung „Glatt GF ModFlex“ arbeitet auf Basis der<br />

bewährten Glatt Technologie, die mittels Sprühagglomeration<br />

Partikel besser benetzbar, fließfähiger und dosierbar macht und<br />

darüber hinaus mit poröseren Oberfläche sowie verbesserter<br />

Fließfähigkeit ausstattet. Glatt adressiert mit dem Kompaktkonzept<br />

Hersteller, die spezielle Anforderungen beim Austausch alter<br />

Apparate berücksichtigen müssen und vorhandene Räumlichkeiten<br />

mit begrenzten Bauhöhen ausstatten wollen. Mit niedrigen<br />

Betriebskosten und einer Installationszeit von zwölf Tagen bis zur<br />

Inbetriebnahme erfüllt das Konzept alle Ansprüche an die<br />

wirtschaftliche und sichere Konti-Agglomeration pulvriger<br />

Komponenten.<br />

www.glatt.com<br />

20 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


Rührwerkskugelmühle mahlt hochviskose Produkte<br />

Die Rührwerkskugelmühle Visconomic wurde<br />

speziell für die Verarbeitung von hochviskosen<br />

Produkten entwickelt. Die neue Spaltgeometrie<br />

sorgt zusammen mit der Stiftanordnung für<br />

eine maximale Strömungsbelastbarkeit. Durch<br />

diese Kombination werden eine frühzeitige<br />

Kompaktierung der Mahlkörper und eine<br />

Überhitzung des Produkts vermieden. Die<br />

Rotor- und Statorkühlung gewährleistet zudem<br />

eine optimale Temperaturführung.<br />

Die High-Performance-Maschine eignet sich<br />

vor allem für die Nassvermahlung von sehr<br />

zähflüssigen und temperatursensitiven Produkten. Speziell energiehärtende Systeme<br />

wie UV-Druckfarben können bei hohen Temperaturen polymerisieren. Ganz wichtig<br />

ist deshalb eine effiziente Kühlung. Die durch die Rotor- und Statorkühlung<br />

maximierte Kühlfläche sowie der effiziente Austausch des Produkts an der Kühlfläche<br />

ergeben eine hohe Kühlleistung des Systems. Dadurch kann die Temperatur des<br />

Produktes während des Vermahlungsprozesses so reguliert werden, dass eine zu hohe<br />

Erwärmung wirksam vermieden wird. Weil das Produkt auch bei einem höheren<br />

Leistungseintrag gut gekühlt wird, lässt sich eine noch bessere Dispergierung erzielen.<br />

Dank der optimierten Mahlspaltweite und der aggressiven Stiftanordnung werden<br />

auch mit sehr zähflüssigen Produkten hohe Durchsätze und gute Vermahlungsergebnisse<br />

erzielt. Die Mahlkörper werden über einen dynamischen Trennspalt abgetrennt.<br />

Durch die konstante Scherung im Spalt können sich keine Partikel festsetzen, was die<br />

Prozesssicherheit erhöht.<br />

www.buhlergroup.com<br />

IBC-Rührwerke online bestellen<br />

Rührwerke in IBCs sind aus vielen Bereichen der stoffverarbeitenden<br />

Industrien – wie Chemie, Pharma, Biotechnik, Papier<br />

und Zellstoff oder Lebensmittel – sowie in der Wasser- und<br />

Abwasserreinigung nicht mehr wegzudenken. Nun wird der<br />

Einkauf laut Hersteller so unkompliziert wie das Rührwerk<br />

selbst. Geppert Rührtechnik verkauft seine Standardrührwerke<br />

an Gewerbekunden im eigenen Webshop. Auch einige Fassrührwerke<br />

sind bereits im Shop erhältlich.<br />

www.geppert-mixing.de<br />

Kürzere Mischzeit<br />

Energiesparend<br />

Geringere Verschmutzung<br />

Viskositätsänderung<br />

Füllstandsänderung<br />

Staatliche Förderung für Trockner<br />

Einen gemeinsamen Kunden konnten der Trocknungsanlagenbauer<br />

Harter und das Energieberatungsunternehmen<br />

Theneo bei einem Antrag auf staatliche Förderung für das<br />

Trocknungssystem Airgenex unterstützen. Da der Staat<br />

Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz erschließen will, stehen hier<br />

entsprechende Gelder zur Verfügung. Die Zuschüsse werden für Investitionen<br />

„hocheffizienter Querschnittstechnologien“ oder zur „Optimierung technischer<br />

Systeme“ erteilt, so der offizielle Wortlaut. In den Genuss dieser Förderungen<br />

kommen produzierende Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Die Höhe der<br />

staatlichen Förderungen ist abhängig von Faktoren wie Unternehmensgröße, Umsatz<br />

usw. Je nachdem liegen die Zuschüsse dann zwischen 20 und 30 % des Auftragsvolumens.<br />

Basis der Förderung ist der Nachweis, dass mit einem Trocknungssystem eine<br />

Energieeinsparung von 25 % im Vergleich zum alten System vorliegt. Hatte der Kunde<br />

bisher einen klassischen Heißlufttrockner im Einsatz, wird dieses Ziel in der Regel<br />

weit übertroffen. Bei Neuanlagen bzw. Einführung komplett neuer Prozesse ist die<br />

Differenz zwischen einem fiktiven herkömmlichen System und dem Trocknungssystem<br />

förderfähig.<br />

www.harter-gmbh.de<br />

26.03.<strong>2019</strong>, Burghausen<br />

28.03.<strong>2019</strong>, Düsseldorf<br />

Kontakt: SUMITOMO (Japan)<br />

Tel.: +81 3 6737-2680<br />

E-Mail: tetsuo.arika@shi-g.com<br />

Sumitomo's Partner in Europa<br />

STC (Deutschland)<br />

Tel.: +49 37608 295-0<br />

E-Mail: info@stc-engineering.de<br />

www.shi-pe.shi.co.jp/english/<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 21<br />

STC-engineering.indd 1 22.01.<strong>2019</strong> 08:44:19


TOP-THEMA I TITEL<br />

Maßgeschneiderte Lösung<br />

Pumpen optimieren Kühlwasserversorgung<br />

in der Lebensmittelindustrie<br />

Ohne Wasser geht in der<br />

Lebensmittelindustrie gar nichts.<br />

Bei vielen Unternehmen der<br />

Lebensmittelproduktion wird<br />

Kühlwasser für sehr viele<br />

Produktionsabschnitte benötigt.<br />

Für die Aufbereitung dieses<br />

Kühlwassers werden Pumpen<br />

benötigt, die im Bestfall<br />

maßgeschneidert sein sollten.<br />

Wasser wird in der Lebensmittelindustrie<br />

in verschiedenster und unterschiedlichster<br />

Form eingesetzt. Es dient<br />

einerseits als Zusatz bzw. Zutat in der Produktion<br />

und andererseits wird es zum<br />

Waschen, Spülen, Reinigen, Kühlen und<br />

Klimatisieren genutzt. Die Einsatzmöglichkeiten<br />

sind vielfältig, aber eins ist völlig<br />

klar: ohne Wasser geht nichts. Es muss in<br />

ausreichender Menge und Qualität zur<br />

richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das<br />

hört sich sehr einfach an – in der Praxis<br />

kann dies jedoch problematisch werden.<br />

Optimal ist eine maßgeschneiderte Lösung,<br />

wie sie die Wander AG in Neuenegg in der<br />

Schweiz einsetzt.<br />

Die Wander AG entwickelt, produziert<br />

und vermarktet weltweit erfolgreiche Marken<br />

wie Ovomaltine, Caotina, Twinings,<br />

Dawa, Jemalt und Isostar. Seit über 150 Jahren<br />

starten Menschen weltweit mit diesen<br />

Lebensmitteln in den Tag, stillen damit den<br />

kleinen Hunger oder Durst zwischendurch.<br />

Eine optimale Produktion setzt eine optimale<br />

Produktionstechnik voraus, technische<br />

Verbesserungen gehören in diesem<br />

Unternehmen zum Alltag.<br />

Autor: Grant Bradford, Verkaufsleiter Industrie,<br />

Grundfos Pumpen AG, Fällanden, Schweiz<br />

Kühlwasser für die Produktion<br />

Wie bei vielen Unternehmen der Lebensmittelproduktion<br />

wird auch bei der<br />

Wander AG für sehr viele Produktionsabschnitte<br />

Kühlwasser benötigt. Es wird<br />

u. a. für die Kühlung von Kondensatoren,<br />

Vakuum-, Trocknungs- und Eindampfanlagen<br />

benötigt. Genutzt wird es über diesen<br />

Rahmen hinaus auch für die Klimatisierung<br />

der Produktionsbereiche.<br />

Bei diesen genannten Prozessen übernimmt<br />

das eingesetzte Wasser die Funktion<br />

eines Wärmeträgers. Hierbei kommt es darauf<br />

an, dass das Medium in ausreichender<br />

Menge am richtigen Ort zur Verfügung<br />

steht. Fällt die Zuführung des Kühlwassers<br />

aus, so werden nicht nur Einzelkomponenten<br />

in der Produktion beeinträchtigt. Es<br />

besteht die Gefahr, dass die Gesamtproduktion<br />

ausfällt. Zuverlässigkeit spielt im Kühlkreislauf<br />

eine ganz entscheidende Rolle, da<br />

viele Anlagen 24 Stunden am Tag laufen.<br />

Eine Unterbrechung wird teuer.<br />

Austausch der Pumpenanlage<br />

Die Wander AG hatte im Jahr 1960 eine<br />

Pumpenanlage zur Förderung des Kühlwassers<br />

errichtet. Diese Anlage bestand aus<br />

mehreren Einzelpumpen, die über eine<br />

Mengensteuerung verfügten. Eine Frequenzregelung<br />

war zur damaligen Zeit<br />

nicht üblich. Somit liefen alle Pumpen stets<br />

auf Volllast. Die benötigten Kühlwassermengen<br />

fielen bzw. fallen aber diskontinuierlich<br />

an. Die Mengen variieren zwischen<br />

40 und 400 m³/h.<br />

Eine effiziente Energieausnutzung war mit<br />

dieser Anlage daher nicht möglich. Da<br />

gleichzeitig die Anforderungen an die Produktionstechnik<br />

stiegen, und damit einhergehend<br />

auch die an das benötigte Kühlwasser,<br />

wurden im Unternehmen Überlegungen<br />

angestellt, die Altanlage gegen ein<br />

effizientes System zu ersetzen. Mit der Planung<br />

und Lieferung wurde das Schweizer<br />

Unternehmen Rototec beauftragt.<br />

Um für die neue Druckerhöhungsanlage<br />

Planungssicherheit zu gewinnen, wurden<br />

zunächst die Parameter ermittelt:<br />

n Fördermenge: 40 bis 400 m³/h<br />

n Vorgegebener Leitungsdruck: 4,1 bar<br />

(5,1 bar abs)<br />

n Medientemperatur: zwischen 5 und 15 °C<br />

n Regelart: Steuerung über Druck/Altanlage<br />

über Menge<br />

n Gesamtleistung: Altanlage 90 kW, Neuanlage<br />

74 kW inkl. einer Stand-by-Pumpe<br />

Gefördert wurde und wird aus einem Vorlagebehälter<br />

in ca. 13,5 m Tiefe. Mit diesen<br />

ermittelten Rahmenbedingungen war man<br />

in der Lage, eine maßgeschneiderte Lösung<br />

zu suchen, die sich optimal und effektiv den<br />

jeweiligen Produktionsgegebenheiten anpassen<br />

konnte. Nach einer intensiven Planungsphase<br />

wurde im November 2017 die<br />

Altanlage demontiert und die neue Druckerhöhungsanlage<br />

installiert. Diese Arbeiten<br />

konnten dank guter Planung innerhalb<br />

einer Woche verrichtet werden. In diesem<br />

Zeitraum erfolgte eine „Noteinspeisung“.<br />

01 Die neue Druckerhöhungsanlage: zum<br />

Lieferumfang gehört auch ein Druckausdehnungsgefäß<br />

mit einem Nennvolumen von 300 l<br />

22 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


TITEL I TOP-THEMA<br />

Die neue Druckerhöhungsanlage ist ausgestattet<br />

mit vier CRN-Hochdruckkreiselpumpen<br />

und einem CU352-Frequenzumrichter,<br />

der in einem separaten Schaltschrank untergebracht<br />

ist. Hochdruckkreiselpumpen<br />

der Baureihe CRN verfügen über eine ausgereifte<br />

Technik, hochwertige Werkstoffe<br />

und verschleißarme Lager. Eine Besonderheit<br />

ist auch die einzigartige Patronen-<br />

Gleitringdichtung. Diese besteht aus hochverschleißfesten<br />

Werkstoffen. Dank der<br />

Patronenbauweise können die Dichtungselemente<br />

nie falsch zusammengebaut werden.<br />

Die empfindlichen Gleitflächen können<br />

nicht mit fettigen Fingern oder Schmutz in<br />

Berührung kommen. Somit werden Ausfallursachen<br />

durch fehlerhafte Montage der<br />

Dichtung deutlich minimiert.<br />

Erhöhter Wirkungsgrad<br />

Um den Wirkungsgrad der Pumpen zu erhöhen,<br />

wurden wesentliche Veränderungen<br />

an den Komponenten vorgenommen.<br />

Versuche mit Pumpen hatten gezeigt, dass<br />

ein Spalt zwischen Kammer und Laufrad<br />

Mit dieser Druckerhöhungsanlage haben wir eine energieeffiziente<br />

Lösung gefunden. Die kompakte Bauweise kommt uns sehr entgegen.<br />

von lediglich 0,1 mm bereits einen Wirkungsverlust<br />

von ca. 5 % zur Folge hat.<br />

Durch die Verwendung eines schwimmenden<br />

Dichtungsringes werden interne Leckverluste<br />

auf ein Minimum reduziert.<br />

Kurt Pfäffli, Wander AG<br />

02 Die am Projekt beteiligten Personen (v. l.): Thomas Wyss, Wander AG, Thomas Bickel,<br />

Rototec, Grant Bradford, Grundfos Pumpen AG, Kurt Pfäffli, Wander AG<br />

Bei der CRN-Baureihe sind alle medienberührenden<br />

Teile in Edelstahl (EN 1.4401),<br />

eine Grundforderung, die in der Lebensmittelproduktion<br />

üblich ist. Ausgerüstet<br />

sind alle Pumpen mit einer bemerkenswerten<br />

Pumpenhydraulik (bis 82 % Wirkungsgrad)<br />

und Energiesparmotoren der Klasse<br />

IE4. Das ergibt in der Gesamtheit ein<br />

Höchstmaß an Energieeffizienz.<br />

Die Pumpen verfügen über einen Trockenlaufschutz,<br />

der mittels eines Temperatursensors<br />

in der Gleitringdichtungskammer<br />

überwacht wird. Die Funktionsweise<br />

ist ebenso einfach wie effektiv: Aus<br />

dem in 1,5 m Tiefe liegenden Vorlagebehälter<br />

wird das Kühlwasser gefördert.<br />

Zunächst läuft immer die gerade über den<br />

Frequenzumrichter geregelte Pumpe an.<br />

Wenn der benötigte Druck (ggf. durch<br />

erhöhte Anforderungen) nicht mehr<br />

aufrechterhalten werden kann, werden<br />

Pumpe 2 und 3 kaskadenförmig zugeschaltet.<br />

Die vierte Pumpe steht hingegen<br />

im Stand-by-Modus.<br />

Durch die Steuerung wird sichergestellt,<br />

dass alle Pumpen – also auch die im<br />

Stand-by-Modus – gleichmäßig belastet<br />

werden. Mit einer Gesamtleistung von<br />

74 kW ist die Anlage kleiner als der Vorgänger<br />

dimensioniert (Altanlage 90 kW).<br />

Mit der neuen Anlage ist, dank des Frequenzumrichters,<br />

ein sanfter Druckaufbau<br />

und -abbau möglich. Druckstöße können<br />

fast vollständig vermieden werden.<br />

Die Einzelaggregate arbeiten jeweils im<br />

optimalen Wirkungsbereich. Auf diese<br />

Weise können die Energiekosten um über<br />

40 % reduziert werden.<br />

Sicherheit steht im Vordergrund<br />

Ohne Frage steht die Versorgungssicherheit<br />

an erster Stelle. Mit der Grundforderung<br />

nach absoluter Zuverlässigkeit rund um die<br />

Uhr wird klar der technische Schwerpunkt<br />

festgelegt. Neben diesen Parametern spielt<br />

aber auch die Kostensituation eine große<br />

Rolle. Bei Pumpen für die Wasserversorgung<br />

entfallen rund 85 % aller Kosten auf<br />

den Energieverbrauch. Wird der Pumpenbetrieb<br />

so nahe wie möglich an den Wirkungsgrad-Bestpunkt<br />

herangeführt, reduzieren<br />

sich die Energiekosten deutlich. In<br />

diesem Fall rechnet der Betreiber mit einer<br />

Kosteneinsparung von gut 40 %.<br />

Über diesen Rahmen hinaus ist durch<br />

eine intelligente Steuerung ein bedarfsgerechter<br />

Betrieb möglich. Das gilt insbesondere<br />

bei konstantem Druck und<br />

wechselndem Kühlwasserbedarf.<br />

Fotos: Fotolia (40550950 sogmiller), Grundfos, Wander<br />

www.grundfos.com<br />

Die eingesetzte<br />

Pumpentechnik<br />

n Druckerhöhungsanlage:<br />

Hydro MPC-E-4 CRN90-3-2<br />

n Pumpen: CRN 90-3-2<br />

n Steuerung: Control MPC-E-4 × 18,5 kW<br />

mit CIM 150 Profibus-Modul<br />

n Leistung Pumpen: 4 × 18,5 kW<br />

n Frequenz: 50 Hz<br />

n Bedienung: Touch-Panel<br />

n Anzahl Pumpen: vier<br />

n Regelung: wirkungsgradoptimiert,<br />

PI-Regler<br />

n Regelungsart: Druck-Proportionaldruckregelung<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 23


TOP-THEMA I PUMPEN<br />

Die Zukunft der<br />

Industriepumpe<br />

System bringt Bestandspumpen in das<br />

Internet der Dinge<br />

In der Prozessindustrie wachsen die<br />

Anforderungen an Flexibilität,<br />

individuellere Produkte und schnellere<br />

Produkteinführungszeiten. Mit der<br />

Digitalisierung kann das gelingen,<br />

aber dafür müssen Komponenten wie<br />

beispielsweise Pumpen Industrie-4.0-<br />

ready gemacht werden.<br />

Ein neues System zur Pumpenüberwachung<br />

sorgt dafür, dass Veränderungen<br />

des Betriebsverhaltens der Maschine frühzeitig<br />

erkannt und Instandhaltungseinsätze<br />

besser geplant werden können – ohne dass<br />

der Betreiber vor Ort bei der Pumpe sein<br />

muss. Vernetzte Schwingungs- und Temperatursensoren<br />

direkt an der Pumpe machen<br />

die Verfügbarkeit auf Anlagenebene erstmalig<br />

transparent.<br />

Das System KSB Guard ist für die Nachrüstung<br />

ideal: Die Sensoreinheit wird am<br />

Lagerträger oder an der Antriebslaterne der<br />

Pumpe mit Magnet und Kleber befestigt<br />

und kann im laufenden Betrieb ohne Eingriff<br />

in die Maschine montiert werden. Eine<br />

ebenfalls mitgelieferte Batterieeinheit sorgt<br />

für eine autarke Stromversorgung.<br />

Jederzeit und überall …<br />

Die einmal pro Stunde aufgenommenen<br />

Daten werden mittels Funksignal über ein<br />

Gateway zur Datenverarbeitung unmittelbar<br />

und verschlüsselt in die KSB-Cloud<br />

übertragen. Der Anwender kann jederzeit<br />

und überall über eine App mit seinem<br />

Handy, einem Tablet oder auf einem PC die<br />

Zustandsdaten aller überwachten Pumpen<br />

abfragen ohne vor Ort sein zu müssen.<br />

Neben aktuellen Zustandsdaten und aufgezeichneten<br />

Trends sind auch weitere<br />

Informationen zur Pumpe mit wenigen<br />

Klicks abrufbar – sei es die Betriebsanleitung<br />

oder eine Schnittzeichnung. Damit<br />

gewinnt der Anwender schnell und einfach<br />

einem umfassenden Überblick über den<br />

technischen Zustand seiner Pumpenpopulation.<br />

Auch im Fall einer Wartung hat der<br />

Anwender so alle notwendigen Daten<br />

schnell und einfach zur Hand.<br />

… schnell reagieren<br />

Wenn die mittlere Schwinggeschwindigkeit<br />

oder die Temperatur voreingestellte oder<br />

selbstgesetzte Grenzwerte überschreitet,<br />

erstellt das System Warn- oder Alarmmeldungen.<br />

Diese können den Anwender auf<br />

Wunsch per E-Mail oder Push-Nachrichten<br />

erreichen, damit im Fall der Fälle schnell<br />

reagiert werden kann. Ausgelegt ist das<br />

neue Gerät für Kreiselpumpen aus dem<br />

Fertigungsprogramm des Herstellers und<br />

entsprechende Wettbewerbspumpen.<br />

Über die zugehörige App oder das Web-<br />

Portal kann der Anwender bei seinen ungeregelten<br />

Pumpen auch jederzeit den aktuellen<br />

Lastzustand und das Lastprofil abrufen.<br />

Das neue System baut auf den Technolo gien<br />

auf, die bereits in früheren Über wachungsund<br />

Analyse-Einheiten zum Einsatz kamen.<br />

Fotos: KSB SE & Co. KGaA<br />

www.ksb.com<br />

01 Mit dem neuen System zur Pumpenüberwachung<br />

lassen sich in wenigen Minuten<br />

Bestandspumpen mit dem „Internet of<br />

Things“ verbinden<br />

24 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


PUMPEN I TOP-THEMA<br />

Die Prozessindustrie will schneller und flexibler produzieren und<br />

gleichzeitig individuellere Produkte zur Verfügung stellen. Welche<br />

Rolle können dabei Schlüsselkomponenten wie Pumpen spielen?<br />

Pumpen sind Schlüsselkomponenten für eine Vielzahl von Prozessen.<br />

Um schneller und flexibler produzieren zu können, muss<br />

Verlass auf die Pumpen und anderes Equipment in der Anlage<br />

sein. Ausfälle und Stillstandzeiten zum Beispiel bedeuten hohe<br />

Kosten und mindern Geschwindigkeit und Flexibilität. Können<br />

Ausfälle und Stillstand solcher Schlüsselkomponenten vermieden<br />

werden, indem Betriebsdaten erhoben und ausgewertet werden,<br />

ist viel getan für eine flexible und schnelle Produktion. Ein weiterer<br />

Faktor ist die Flexibilität der Komponenten selber – eine Pumpe<br />

mit Drehzahlregelung zum Beispiel erhöht die Flexibilität in der<br />

Anlage. Wenn es also um immer individuellere Produkte und<br />

damit auch immer individuellere Prozesse geht, ist es wichtig, die<br />

Schlüsselkomponenten dieser Prozesse ebenfalls flexibler zu<br />

gestalten. Dass dabei im Falle einer Pumpe mit Drehzahlregelung<br />

auch noch Energie gespart wird und die Pumpe durch eine schonende<br />

Fahrweise langlebiger ist, sind dazu noch weitere Vorteile.<br />

Das Rotating Equipment wird immer stärker mit elektronischen<br />

Bauteilen und Sensorik ausgerüstet. Was brauchen Pumpen<br />

noch, um dann wirklich Industrie-4.0-tauglich zu sein?<br />

Allein Sensorik und Elektronik an Pumpen und anderem Rotating<br />

Equipment machen natürlich noch keine Industrie 4.0. Bei einer<br />

digitalisierten Fertigungswelt geht es immer um das Internet der<br />

Dinge, also um Vernetzung. Erst wenn virtuelle und physische Gegenstände<br />

vernetzt sind, ist der Begriff Industrie 4.0 gerechtfertigt.<br />

Konnektivität ist damit das Stichwort, und genau das muss entsprechende<br />

Sensorik und Elektronik an der Pumpe leisten. Heutige<br />

Möglichkeiten der Datenübertragung, -speicherung und -verarbeitung<br />

erlauben es, dass zum Beispiel eine Pumpe nicht mit einer<br />

zentralen Leitwarte verbunden ist, sondern mit einer Vielzahl relevanter<br />

Endgeräte. Informationen liegen damit dezentral vor und<br />

können flexibel genutzt und verarbeitet werden. Auch Interaktionen<br />

zwischen verschiedenem Equipment werden damit ermöglicht.<br />

Und was bedeutet das ganz konkret für den Pumpenbetreiber?<br />

Seit September 2018 können Kunden KSB Guard einsetzen –<br />

eine vernetzte Überwachungslösung für Pumpen. Schwingungs-<br />

02 Miriam Rischer, Projektleiterin bei KSB<br />

und Temperaturdaten werden dabei an der Pumpe aufgezeichnet,<br />

darauf basierende Auswertungen können dann ganz einfach<br />

am Smartphone oder am Rechner abgerufen werden. Über<br />

Meldungen bei ungünstigen Betriebszuständen können Stillstandzeiten<br />

sowie Ausfälle vermieden werden. Eine optimierte<br />

Wartungsplanung ist mithilfe von Betriebsdaten und Pumpendokumenten<br />

möglich, die ebenfalls abgerufen werden können.<br />

KSB Guard ist dabei als Nachrüstlösung konzipiert und kann<br />

einfach an Pumpen in Betrieb angebracht werden. Damit werden<br />

Pumpen schnell und einfach in die Industrie 4.0 überführt –<br />

und die Produktion insgesamt wird effizienter, schneller und<br />

flexibler.<br />

Wie gehen Sie bei der digitalen Transformation mit dem Thema<br />

Security um?<br />

Security ist überaus wichtig und bedeutend. Können die richtigen<br />

Daten in die falschen Hände gelangen, kann das schlimme Folgen<br />

haben. Deshalb hat Cybersecurity für KSB die höchste Priorität.<br />

Konkret hat das Auswirkungen sowohl auf die Entwicklung selbst<br />

als auch auf die Auswahl der Partner, mit denen zusammengearbeitet<br />

wird. Nur mit den richtigen Partnern können sichere<br />

Produkte entworfen werden.<br />

Welche Rolle spielt in Zukunft das Thema Dienstleistung für KSB?<br />

Gerade im Bereich Industrie 4.0 sind Kooperationen mit Partnern<br />

häufig ausschlaggebend und schlichtweg notwendig, um Projekte<br />

im Umfeld der Digitalisierung zu realisieren. Eine besondere Rolle<br />

bei solchen digitalen Projekten spielt bei KSB das Business Innovation<br />

Lab, das nun bereits seit zwei Jahren existiert. Im Business<br />

Innovation Lab werden verschiedenste Themen auf eine neue Art<br />

und Weise bearbeitet. Methoden des Design Thinkings werden<br />

genutzt, um kreative und neuartige Lösungen zu finden. Kundenorientierung<br />

spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nur zusammen mit<br />

den Anwendern können neuartige Geschäftsmodelle entwickelt<br />

oder bestehende verbessert werden. Nach der Geschäftsmodellentwicklung<br />

im Business Innovation Lab findet die Umsetzung<br />

häufig in einer sogenannten Skalierungszelle statt – auch hier<br />

kann ein Team gemeinsam und mit voller Konzentration auf das<br />

Thema an der Umsetzung arbeiten.<br />

(eli)<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 25


TOP-THEMA I PUMPEN<br />

Pumpen ins All entsandt<br />

Flüssigkeitspumpen von KNF befanden sich an Bord des<br />

unbemannten Versorgungsraumschiffs HTV-7, das am<br />

23. September 2018 von Japan aus gestartet wurde. Drei Tage<br />

später dockte das Raumschiff mit seiner wertvollen Fracht erfolgreich<br />

an seinem Ziel an – der Internationalen Raumstation (ISS).<br />

Die ersten weltraumtauglichen Flüssigkeitspumpen von KNF sind<br />

Bestandteil eines neuen<br />

Lebenserhaltungssystems für<br />

die Internationale Raumstation.<br />

Das auch als Advanced<br />

Closed Loop System (ACLS)<br />

bezeichnete Rack reinigt die<br />

Luft und produziert Sauerstoff<br />

für die ISS.<br />

Die beiden Pumpen von KNF<br />

gehören zu einem Elektrolyseur,<br />

der Sauerstoff und<br />

Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Die Pumpen fördern das Wasser<br />

aus einem Kunststoffbeutel in das ACLS – eine wichtige Aufgabe,<br />

da der erzeugte Sauerstoff zum Austausch der Stationsluft<br />

verwendet wird. Beim ACLS wird ein Sabatier-Reaktor zur<br />

weiteren Erhöhung der Systemeffizienz und zur Senkung des<br />

Wasserverbrauchs in der Station verwendet.<br />

www.knf.de<br />

Inline-Pumpen fördern bis zu 1 100 m 3 /h<br />

Grundfos erweitert sein Pumpen-Angebot in Richtung höherer<br />

Leistungen: Die geregelten Inline-Pumpen der Baureihe TPE sind<br />

mit einer maximalen Leistung von 55 kW verfügbar. Die Pumpen<br />

fördern Heiz- oder Kühlwasser bis zu einer Fördermenge von<br />

1 100 m³/h (maximale Förderhöhe: 92 m), und sie bewältigen<br />

diese großen Volumina mit E3- bzw. IE4-Antrieben effizient. Die<br />

Pumpen sind in drei Konfigurationen verfügbar, u. a. mit/ohne<br />

Differenzdrucksensor und mit/ohne<br />

integriertem Frequenzumrichter.<br />

Bei Inline-Pumpen liegen Druck- und<br />

Saugstutzen geradlinig gegenüber, das<br />

vereinfacht die Rohrleitungsmontage.<br />

Die Trockenläuferpumpen sind in<br />

Blockausführung gefertigt und weit<br />

weniger empfindlich gegenüber<br />

Verun reinigungen im Fördermedium<br />

als Nassläufer-Umwälzpumpen.<br />

Mit intelligenten Regelungen,<br />

optimierten Algorithmen und zahlreichen<br />

weiteren Funktionen können die<br />

Inline-Pumpen eine zentrale Rolle in<br />

Wärmerückgewinnungsanlagen<br />

übernehmen.<br />

www.grundfos.de<br />

Druckluft-Membranpumpen für Hygiene-Anwendungen<br />

Die Druckluft-Membranpumpen der Baureihe MM sind für die<br />

speziellen Anforderungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

entwickelt worden. Die produktberührten Gehäuseteile<br />

bestehen aus Edelstahl 1.4404 mit einer Rautiefe von 3,2 µm,<br />

optional auch in einer Ausführung mit 0,8 µm verfügbar. Alle<br />

Materialien und die Pumpenkonstruktion sind<br />

geeignet zur CIP- und SIP-Reinigung. Die<br />

Hygienestandards EC1935/2004 (bei Pumpen<br />

mit Membranen und Ventilen aus PTFE) und<br />

FDA werden erfüllt. Außerdem sind die Pumpen<br />

Atex-konform gemäß Richtlinie 2014/34/EU.<br />

Weiche Umlenkungen ohne rotierende Teile und<br />

Wellenabdichtungen im Produktraum führen<br />

zusammen mit der prinzipbedingten<br />

schonenden Verdrängungsförderung zu einer<br />

besonderen Eignung für die vorgesehenen<br />

Einsatzfälle.<br />

Der modulare Aufbau erlaubt den einfachen Wechsel der<br />

Anschlussstücke je nach gewünschtem Standard – ein häufiges<br />

Thema in Hygieneanwendungen. Verschiedene hygienische<br />

Anschlussoptionen sind verfügbar und können wahlweise in<br />

U-Form (Saug- und Druckstutzen sind an derselben Seite) oder in<br />

Z-Form (Richtung der Saug- und Druckstutzen<br />

sind entgegengesetzt) angeordnet werden.<br />

Die drei Baugrößen MM 15, MM 25 und MM 40<br />

erzielen max. Fördermengen von 3,5, 9,2 und<br />

20 m³/h bei einer Förderhöhe bis 7 bar und<br />

einem kurzzeitigen Temperaturbereich bis<br />

130 °C für Reinigungsprozesse. Die gut selbstansaugenden<br />

Pumpen sind trockenlauffest und<br />

ermöglichen eine scherungsarme Förderung mit<br />

Eignung für Feststoffe.<br />

www.almatec.de<br />

Uni-Fördertechnik.indd 1 23.01.2018 15:39:25<br />

26 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


PUMPEN I TOP-THEMA<br />

Förderung extremer Medien<br />

Auf der Chemtech in Mumbai (20. – 23.02.<strong>2019</strong>) präsentiert der<br />

Pumpenhersteller Bungartz einen Vorführstand mit der selbstregelnden<br />

Pumpe aus der Baureihe V-AN. Das eigensichere Modell<br />

ist für die Förderung extremer Medien konzipiert. Die magnetgekuppelte<br />

Vertikalpumpe ist hermetisch<br />

dicht und sicher gegen Fehlbedienungen.<br />

Das Dichtungskonzept basiert auf der<br />

vollständigen hydrodynamischen Entlastung<br />

der Lager- und Dichtungseinheit.<br />

Das Eindringen von Flüssigkeiten und<br />

Produktdämpfen in die Lagereinheit wird<br />

durch Rückenschaufeln und eine<br />

Gasbarriere verhindert. Die Pumpe zeigt<br />

sich außerdem selbst bei Medien, die<br />

gleichzeitig heiß, verschleißend und<br />

korrosiv sind, durch fettgeschmierte<br />

Wälzlager extrem wartungsarm.<br />

www.bungartz.de<br />

Exzenterschneckenpumpe für<br />

Fassentleerungssystem<br />

Das Fassentleerungssystem Viscoflux mobile S lässt sich jetzt mit<br />

der neuen Ausführung einer Exzenterschneckenpumpe<br />

kombinieren, die zwischen Lagerflansch und Außenrohr über<br />

eine Clamp-Verbindung verfügt. Dadurch erhöht sich die Robustheit<br />

des Aufbaus. So lassen sich mit dem System nun auch extrem<br />

viskose Produkte aus Fässern fördern, wie vierfach konzentriertes<br />

Tomatenmark und besonders hochviskose Vaseline.<br />

Die zusätzliche Clamp-Verbindung am Lagerflansch ermöglicht<br />

außerdem eine schnelle, werkzeuglose Demontage des<br />

Außenrohrs. Die Gleitringdichtung ist leicht zugänglich und lässt<br />

sich für Reinigung und Service sehr<br />

einfach zerlegen. Alle medienberührten<br />

Teile sind konform mit den Verordnungen<br />

EG 1935/2004 sowie FDA CFR 21.<br />

Mit dem Entleerungssystem lassen sich<br />

hochviskose Grundstoffe, Zutaten sowie<br />

Endprodukte kontinuierlich, schonend<br />

und prozesssicher zur Weiterverarbeitung<br />

oder zur Abfüllung aus Fässern<br />

fördern. Dabei werden Restmengen von<br />

bis unter 1 % erreicht.<br />

www.flux-pumps.com<br />

Umfangreiches Pumpenhandbuch<br />

Das auf individuelle Kreiselpumpen spezialisierte Technologieunternehmen<br />

Edur veröffentlicht sein Pumpenhandbuch in dritter<br />

Auflage. Im Fokus stehen dabei vor allem technische Neuerungen<br />

und aktuelle Herausforderungen der Branche.<br />

Die neue Auflage wurde inhaltlich umfangreich überarbeitet und<br />

um neue Kapitel ergänzt. Neben technischen Kapiteln zu<br />

Hydraulik, Dichtungssystemen, Werkstoffen und Antriebstechnologien<br />

werden Lebenszykluskosten, Energieeffizienz sowie die<br />

Automatisierungstechnik von Kreiselpumpen in Zeiten von<br />

Industrie 4.0 näher behandelt.<br />

www.edur.com/de<br />

VAKUUM-<br />

LÖSUNGEN FÜR<br />

DIE GEFRIER-<br />

TROCKNUNG<br />

Vakuumerzeugung<br />

Die modularen CombiLine Wälzkolbenpumpstände<br />

überzeugen mit ihrem kompakten Design und ihrer<br />

Verlässlichkeit – die ideale Lösung für Produktionsgefriertrockner<br />

Druckmessung<br />

Beheizt bis 160°C und mit einem robusten Aufbau<br />

sind die CLR Messröhren selbst für anspruchsvollste<br />

Prozesse wie die Heißdampfsterilisation geeignet<br />

Prozessüberwachung und Silikonöldetektion<br />

Das PrismaPro Massenspektrometer ist ein leistungsstarkes<br />

PAT-Werkzeug, um Ihren Prozess zu optimieren<br />

und die Produktqualität sicherzustellen<br />

Sie suchen eine perfekte Vakuumlösung?<br />

Sprechen Sie uns an:<br />

Pfeiffer Vacuum GmbH · Headquarters/Germany<br />

T +49 6441 802-0 · www.pfeiffer-vacuum.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 27<br />

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TOP-THEMA I PUMPEN<br />

Zweistufige Drehschieberpumpe mit<br />

hoher Dampfkapazität<br />

Mit Pascal 2021 HW präsentiert<br />

Pfeiffer Vacuum eine zweistufige<br />

Drehschieberpumpe mit der<br />

höchsten Dampfkapazität ihrer<br />

Klasse. Sie eignet sich für alle<br />

Anwendungen, bei denen mit<br />

Wasserdampf zu rechnen ist, zum Beispiel bei Niedrigtemperatursterilisation<br />

und Trocknung. Aufgrund des Designs und des<br />

Gasballastsystems können große Mengen von Dampf gefördert<br />

werden, ohne dass es zu Kondensation innerhalb der Pumpe<br />

kommt. So werden Flüssigkeitsansammlungen vermieden, die<br />

sich negativ auf die Lebensdauer der Pumpe und des Öls<br />

auswirken. Dank der verwendeten Materialien widersteht die<br />

Pumpe auch aggressiven Chemikalien wie z. B. Wasserstoffperoxid.<br />

Durch ein angepasstes Temperaturmanagement ist die<br />

Pumpe bereits nach wenigen Minuten bereit, Dampf zu fördern.<br />

Sie verfügt über eine Sicherheitseinrichtung, die das Eindringen<br />

von Wasser in funktionsrelevante Bereiche erschwert, wenn<br />

unbeabsichtigt die Dampfkapazität überschritten wird. Durch<br />

Zubehör wie Ölnebelabscheider und einlassseitige Fallen lässt<br />

sich die Pumpe gut an unterschiedliche Prozesse anpassen.<br />

www.pfeiffer-vacuum.com<br />

Dichtungslose Ringkolbenpumpe<br />

Das Funktionsmodell der Mouvex C-Serie wird auch in diesem<br />

Jahr wieder ein Blickfang auf dem Messestand der Firma<br />

Uni-Fördertechnik GmbH während der Messe Maintenance <strong>2019</strong><br />

in Dortmund sein.<br />

Die Vorteile der Pumpe wie hermetische Bauweise nach TA-Luft<br />

und die trocken selbstansaugende Ausführung auch im<br />

Atex-Bereich können damit gut demonstriert werden. Mit der<br />

Pumpe können die unterschiedlichsten<br />

Medien – von dünnflüssig<br />

bis viskos – gefördert werden.<br />

Chemikalien, Farben, Klebstoffe,<br />

aber auch Lebensmittel wie<br />

Schokolade, Kuvertüre sowie<br />

Zuckerlösung werden schonend<br />

und bei minimalem Temperatureintrag<br />

gefördert. Eine Besonderheit ist<br />

außerdem der hohe Vakuum- und<br />

Kompressoreffekt, durch den die<br />

Produktrückgewinnung im<br />

Hygienebereich mittels Pumpe als<br />

Alternative zum Ausblasen oder<br />

Molchen möglich wird.<br />

Als weitere Merkmale dieser Pumpentechnologie sind die hohe<br />

Verschleißresistenz und -kompensation, das pulsationsfreie,<br />

dosiergenaue und schonende Fördern sowie die CIP- und<br />

SIP-Eignung (Cleaning/Sterlilization in Place) zu nennen.<br />

www.uni-f.de<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

Hygienische Schraubenspindelpumpen<br />

Bei Systemen mit hygienischen Schraubenspindelpumpen der<br />

Marke Hyghspin wird das Produkt schonend gefördert. Die<br />

Medien werden axial durch die Pumpe geschoben. Die Konstruktion<br />

erfolgt nach den Kriterien des Hygienic Designs. Die Modelle<br />

werden aus Edelstahl<br />

hergestellt. Allerdings sind hier<br />

alle medienberührenden Teile<br />

aus Vollmaterial gespant. Damit<br />

ist das Risiko für Fehlstellen wie<br />

Risse oder Lunker, das bei der<br />

Verwendung von Gussteilen<br />

besteht, bei diesen Pumpen laut<br />

Hersteller ausgeschlossen. Die<br />

Oberflächen sind elektropoliert und weisen standardmäßig<br />

Rauheiten unter 0,8 μm aus. Für besondere Anforderungen stehen<br />

Ausführungen mit einem Ra-Wert kleiner 0,4 μm zur Auswahl.<br />

Die Schraubenspindelpumpen können eine große Bandbreite an<br />

Viskositäten fördern. Dies macht sie nicht nur sehr individuell<br />

und flexibel einsetzbar, sondern ermöglicht auch die Reinigung<br />

ohne Bypass. Die Reinigung erfolgt berührungslos innerhalb der<br />

Anlage, ein Auseinanderbauen ist nicht mehr erforderlich, was bei<br />

Förderung von Farben und Lacken aber auch von Klebstoffen von<br />

Vorteil ist. Die Pumpen gibt es auch in lösungsmittelbeständiger<br />

Ausführung sowie für den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen, bspw. nach Atex. Durch die thermische Trennung<br />

zwischen Pumpenkörper und Lagerträger eignen sich die<br />

Pumpen zudem auch für höhere Fördertemperaturen, ohne dass<br />

aufwändige Kühlmaßnahmen erforderlich wären.<br />

www.jung-process-systems.de<br />

Ölfreie, trockenverdichtende<br />

Schraubenpumpe<br />

Die neue Varodry ist eine ölfreie, trockenverdichtende Schraubenpumpe.<br />

Die Pumpe ist zunächst in den Baugrößen VD65<br />

(65 m³/h) und VD100 (100 m³/h) verfügbar, die Baugrößen VD160<br />

und VD200 sind bereits in Vorbereitung. Aufgrund des<br />

integrierten Schalldämpfers zeichnet sich die Pumpe laut<br />

Hersteller durch ein leises<br />

Laufgeräusch aus. Die variable<br />

Anordnung des Einlassflansches<br />

ermöglicht eine flexible<br />

Platzierung der Pumpe<br />

innerhalb der Anlage.<br />

Daneben erlaubt das spezielle<br />

Design des Schalldämpfers<br />

(ohne „schwammartige“<br />

Dämpfermaterialien) und die<br />

Anbringung des Austrittsflansches<br />

an der niedrigsten Stelle der Pumpe, dass eventuell<br />

eingetragene Flüssigkeiten oder kondensierte Dämpfe komplett<br />

aus der Pumpe ausgetragen werden können.<br />

Die Pumpe kann im Dauerbetrieb bei jedem beliebigen Ansaugdruck<br />

betrieben werden und ist resistent auch gegenüber wiederholten<br />

Schockbelüftungen. Ohne Überlastungen können beliebig<br />

viele Zyklen gefahren werden.<br />

Die Varodry ist zu 100 % ölfrei. Es besteht daher keine Möglichkeit<br />

der Ölmigration vom Getrieberaum in den Schöpfraum und<br />

dadurch folgende mögliche Reaktion dieses Öls mit Prozessmedien<br />

oder gar Rückdiffusion zur Prozesskammer.<br />

www.leybold.com<br />

28 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


DER STANDARD<br />

FÜR MASS-<br />

KONFEKTION.<br />

Die Eta von KSB ist eine Standardpumpe, die sich unendlich konfigurieren lässt. So ist<br />

sie die Lösung für fast jedes Bedürfnis. Und das zum Preis eines Standardprodukts.<br />

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Speicherkonzept sichert<br />

Zugangsdaten zu Sensoren<br />

Die zunehmende Digitalisierung<br />

und Industrie 4.0 sind zentrale<br />

Trends, die auch das Datenmanagement<br />

voranbringen sollen.<br />

Dabei werden sie durch die eine<br />

oder andere Entwicklung auf die<br />

Probe gestellt – allen voran durch<br />

die sichere Zugangsverwaltung.<br />

Das betrifft auch Smartphones und<br />

Tablets, die mittlerweile oft als<br />

Bediengeräte an industriellen<br />

Anlagen eingesetzt werden.<br />

Autor: Holger Sack, Leiter Produktmanagement,<br />

Vega Grieshaber KG, Schiltach<br />

In industriellen Anlagen sind neue Mobilitätslösungen<br />

an der Tagesordnung. Im<br />

Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung<br />

der Qualität und Zugänglichkeit von Daten<br />

und damit auch die Produktivität der Mitarbeiter.<br />

Prozesse lassen sich durch die<br />

Fernbedienungsoption via Smartphone<br />

oder Tablet deutlich einfacher steuern und<br />

überwachen. Praktisch dabei: Beinahe das<br />

gesamte Spektrum der hierfür benötigten<br />

Sensoren – vom Bewegungsmesser über<br />

GPS, Höhenmesser, Fotozellen bis hin zum<br />

Mikrofon – ist in den modernen Endgeräten<br />

bereits vorhanden. Doch je mehr Nutzen<br />

wir aus den mobilen Gadgets ziehen, desto<br />

dringlicher auch die Frage nach der<br />

Sicherheit der Verwendung. Wie lassen sich<br />

unsere Daten sinnvoll schützen? Welche<br />

Vorsichtsmaßnahmen sollten gegen Verlust,<br />

Beschädigung oder Zerstörung getroffen<br />

werden?<br />

Datensicherung in der Praxis<br />

Genau an diesem Punkt setzt eine neue<br />

Funktion des Vega-Kundenportals an.<br />

Selbst wenn das Bediengerät nur noch ein<br />

Fall für den Elektronikschrott ist, ermöglicht<br />

es das Speicherkonzept, die verlorenen<br />

Zugangsdaten zu retten und Ersatzgeräte zu<br />

synchronisieren. Dabei arbeitet die hilfreiche<br />

Plattform nach strengsten Datenschutzrichtlinien.<br />

Gehostet ist sie in<br />

Deutschland, sodass sämtliche Pins und<br />

Zugangscodes, die zur Bedienung und<br />

Diagnose der Sensoren benötigt werden,<br />

hier nach den aktuellen Richtlinien gesichert<br />

sind. Die Daten für alle im Feld befindlichen<br />

Sensoren können so gemanagt<br />

werden. Kommen neue Geräte hinzu, lässt<br />

sich das System flexibel erweitern.<br />

Wie von Bluetooth bekannt, treten auch<br />

mobile Bediengeräte auf der Basis dieser<br />

Technik selbstständig in Kontakt mit anderen<br />

Bluetooth-fähigen Geräten in der Umgebung.<br />

Die Speicherung einmal erkannter<br />

Bluetooth-Geräte erfolgt automatisch. Fällt<br />

ein Bediengerät aus, ermöglicht das Daten-<br />

Backup das Weiterarbeiten ohne lästige<br />

Neueingabe. Im Hintergrund werden die<br />

Zugangsdaten aller Sensoren durch einmalige<br />

Anmeldung im Portal selbstständig<br />

synchronisiert. Und auch für die Erweiterung<br />

der Geräteausstattung ist gesorgt: Zusätzliche<br />

Bediengeräte werden automatisch<br />

synchronisiert und können damit sofort auf<br />

alle Sensoren zugreifen.<br />

Betreibern von Maschinen und Anlagen<br />

bieten Smartphones und Tablets mehr als<br />

nur leichte Bedienbarkeit auf schicken Benutzeroberflächen<br />

und ein gewohntes<br />

Wischen anstelle des Drückens von Knöpfen.<br />

Der eigentliche Vorteil liegt in deren<br />

universellem Zugang zu bewährter, draht­<br />

30 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Es werden immer<br />

mehr Daten anfallen,<br />

die nur miteinander<br />

verknüpft aussagekräftig<br />

sind. Und all<br />

diese Daten müssen<br />

zwischengespeichert<br />

werden.<br />

Holger Sack<br />

loser Technik. Im Falle von Bluetooth ist<br />

diese nicht nur bereits vorhanden, sondern<br />

wird auf dem aktuellen Stand gehalten. In<br />

Anlagen und Prozessen übernimmt die<br />

drahtlose Technik eine umfassende Statusvisualisierung<br />

und deckt Distanzen von<br />

25 m und mehr sinnvoll ab.<br />

Die Zukunft ist drahtlos<br />

Zukünftig wird die industrielle Kommunikation<br />

mobil und Kabelaufbauten immer<br />

seltener und übersichtlicher. Nicht so eindeutig<br />

lässt sich dagegen vorhersehen, welche<br />

der vorhandenen oder womöglich neuen<br />

Drahtlos-Technologien in den Rang eines<br />

Industriestandards aufsteigen wird. Auch<br />

die Bluetooth-Konkurrenz, darunter UMTS,<br />

Wap oder Unified Messaging, bietet veritable<br />

Optionen. Für Vega war entscheidend,<br />

mit einem ersten Schritt grundsätzlich die<br />

richtige Richtung einzuschlagen.<br />

Bei der Vernetzung der Sensoren profitiert<br />

Vega erheblich von dem konsequent<br />

modularen Gerätekonzept Plics. Bereits seit<br />

2002 zieht sich diese Plattform durchgängig<br />

durch das gesamte Produkt-Portfolio und<br />

sorgt dafür, dass sich Geräte flexibel umund<br />

nachrüsten lassen. Das hilft heute, um<br />

für die Gerätekommunikation die ideale<br />

Lösung auch wirtschaftlich passgenau und<br />

besonders schnell umzusetzen.<br />

Die universelle, prozessübergreifende<br />

Vernetzung lässt sich aus zukünftigen Füllstandanwendungen<br />

nicht mehr wegdenken.<br />

Durch alle Prozessbereiche hindurch<br />

werden immer mehr Daten anfallen, die<br />

nur miteinander verknüpft aussagekräftig<br />

sind. Und sie alle müssen, um effektiven<br />

Nutzen zu bieten, zwischengespeichert<br />

werden. In diesem Umfeld können es sich<br />

Unternehmen oder mithin ganze Branchen<br />

Das Anzeige- und Bedienmodul Plicscom ist abwärtskompatibel<br />

und lässt sich für die gesamte Basis von<br />

über 1,5 Mio. Plics-Sensoren nutzen<br />

kaum noch leisten, die Potenziale der Cloud<br />

zu umgehen. Um jedoch aus der Ferne von<br />

deren leistungsstarken Kapazitäten und<br />

der – nur dort – installierten Software zu<br />

profitieren, müssen zwangsläufig auch<br />

sensible Daten gespeichert werden.<br />

Das Kundenportal setzt deshalb auf<br />

hochwertige Verschlüsselungstechniken<br />

und auf das bewährte Double-opt-in zur<br />

wirkungsvollen Authentifizierung. Mit der<br />

umfänglichen Vernetzungsoption in Form<br />

eines digitalen Schlüsselbunds wird damit<br />

bereits eine der zentralen Forderungen von<br />

Industrie 4.0 realisiert.<br />

Fotos: Vega, Fotolia (372035, Olivier-Tuffé)<br />

www.vega.com<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 31


Modulare Produktion<br />

Gea und Siemens nutzen gemeinsam Automatisierungsstandard MTP<br />

Dass der normierte Austausch<br />

von Daten zwischen dem<br />

Automatisierungs- und dem<br />

Engineering-System für kürzere<br />

Markteinführungszeiten, mehr<br />

Flexibilität, gesteigerte Produktqualität<br />

und Effizienz sorgt, beweist<br />

das Digitalisierungsprojekt MTP.<br />

Die Technologiekonzerne Gea und Siemens<br />

arbeiten seit Kurzem im Digitalisierungs-Projekt<br />

„Module Type Package“<br />

(MTP) zusammen. MTPs beschreiben die<br />

Eigenschaften von Prozessmodulen funktional,<br />

das heißt hersteller- und<br />

technologieneu tral. Unter dem Stichwort<br />

„Standardisierung“ wollen die Partner beweisen,<br />

dass der normierte Austausch von<br />

Daten zwischen dem Automatisierungssystem<br />

und dem Engineering-System enorme<br />

Vorteile bietet.<br />

Was bisher von Arbeitskreisen wie Namur,<br />

ZVEI und VDMA theoretisch vorbereitet<br />

wurde, erhält im Projekt MTP nun die wichtige<br />

Prozessperspektive. Siemens stellt dafür<br />

das übergeordnete Prozessleitsystem<br />

und die Modulautomatisierung, Gea ist<br />

Praxispartner mit hervorragender Anwendungsexpertise.<br />

„Seit mehr als 20 Jahren<br />

stellen wir modulare Produkte her, denn<br />

jede einzelne Komponente – sei es ein<br />

Separator, ein Homogenisator, ein Pasteur,<br />

eine Trocknungsanlage – muss in das übergeordnete<br />

Automatisierungssystem der gesamten<br />

Anlage integriert werden“, erklärt<br />

Matthias Wiemann, Head of Automation<br />

and Controls für die Gea Separatoren.<br />

„Wenn nun sowohl das Leitsystem als auch<br />

die einzufügenden Komponenten die gleiche<br />

Sprache sprächen, ginge das ähnlich<br />

reibungslos wie heutzutage ein Drucker<br />

durch einen Druckertreiber in Microsoft<br />

eingebunden werden kann.“<br />

Eine gemeinsame Sprache<br />

Diese gemeinsame Sprache soll das Informationsprotokoll<br />

MTP sein. MTP wäre<br />

dann eine genormte Schnittstelle, dank der<br />

sich intelligente Maschinen in eine Gesamtanlage<br />

integrieren, um bspw. die Produktion<br />

flexibel anzupassen.<br />

Während sich OPC UA (Open Platform<br />

Communications Unified Architecture) als<br />

offener, Ethernet-basierter Standard für<br />

die Maschinenkommunikation bereits etabliert<br />

hat, soll nun die MTP-Schnittstelle<br />

Informationen zu allen Moduleigenschaften,<br />

Zustandsbeschreibungen, zum Stylesheet<br />

der Abbildungen am Bedienpaneel,<br />

zu Diagnosetools und zum Alarm-Handling<br />

übermitteln.<br />

Statt wie bisher den Kunden mit einer<br />

langen Datenaustauschliste und Hardware-<br />

Kontaktbeschreibungen mühevoll zur<br />

Integration der Maschinen in die übergeordnete<br />

Anlage anzuleiten, macht MTP die<br />

Arbeit des Systemintegrators deutlich einfacher<br />

und schneller. „MTP ermöglicht eine<br />

kontinuierliche, sichere Datenverwaltung,<br />

die dem Anwenderwunsch nach Flexibilität<br />

und Dokumentationsfähigkeit Rechnung<br />

trägt. Dank MTP sieht der Kunde die richtigen<br />

Informationen an der richtigen Stelle“,<br />

erklärt Wiemann.<br />

32 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

01 Christoph Schröder, Siemens (rechts), und Matthias Wiemann, Gea, erarbeiten in einer<br />

Projektgruppe zum Module Type Package (MTP), wie am Beispiel von Zentrifugen MTP herstellerübergreifend<br />

standardisierte Maschinen-Plattform-Kommunikation ermöglichen kann<br />

„Das ist eine Offenheit, die man natürlich<br />

zulassen muss“, gibt Christoph Schröder,<br />

zuständiger Vertriebsingenieur bei Siemens,<br />

zu bedenken. „Aber die Vorteile für die Anwender<br />

sind unbestreitbar.“ So sind Visualisierung<br />

und Bedienung anlagenweit einheitlich,<br />

ganz unabhängig vom Hersteller.<br />

Das übergeordnete System steuert dann die<br />

Einzelkomponenten im Gesamtprozess.<br />

Flexible Prozessintegration<br />

Dieses Zusammenspiel führt zu ganz<br />

neuen Dimensionen an Flexibilität: Prozessabläufe<br />

lassen sich ohne großen Aufwand<br />

verändern, Module hinzufügen oder<br />

entfernen und so Produktionsmengen<br />

hocheffizient anpassen. Was der Markt will,<br />

das können Hersteller mit MTP sehr kurzfristig<br />

leisten.<br />

Für Geas Kunden aus der Chemie und<br />

Pharmazie ebenso wie aus der Nahrungsmittelherstellung<br />

ist ein hoher Automatisierungsgrad<br />

seit Jahrzehnten Gewohnheit,<br />

allein durch die Pflicht zur<br />

Chargennachverfolgbarkeit. Neu ist, wie<br />

reibungslos die Prozessintegration in das<br />

übergeordnete Leitsystem nach den<br />

wiederum sehr individuellen Bedienphilosophien<br />

laufen würde. Denn der Aufwand<br />

der internen Projektierung und Inbetriebnahme<br />

ist je nach Anlagenkomplexität<br />

für Anwender oft noch ein erheblicher<br />

Kostenfaktor.<br />

02 Die IO-Steuerung ist das Automatisierungsherz im Schaltschrank einer Gea-Zentrifuge, mit<br />

MTP kann eine Schnittstelle für jedes System generiert werden<br />

Gea profitiert bereits heute durch den Einsatz<br />

von MTP: „Wir sind ja nicht nur<br />

Modulhersteller, sondern vor allem Anlagenbauer.<br />

Gea liefert schlüsselfertige Anlagen,<br />

die mit einer Vielzahl unserer<br />

Komponenten ausgerüstet sind. Als<br />

System integrator werden wir mit MTP in<br />

Zukunft Anlagenprojekte sehr viel schneller<br />

realisieren können“, so Wiemann.<br />

Siemens und Gea möchten MTP zum<br />

Branchenstandard machen, so die ehrgeizigen<br />

Pläne. „Lässt man sich treiben oder<br />

treibt man selbst?“, ergänzt Schröder. „Siemens<br />

und Gea haben entschieden, Innovationstreiber<br />

zu sein. Wir verstehen unsere Partnerschaft<br />

als Inkubator für diese Schnittstelle –<br />

nennen wir sie Standardisierung, Automatisierung,<br />

Modularisierung, Digitalisierung.<br />

Eine Schnittstelle, die digitale Lösungen für<br />

den Anwender und Markt übersetzt.“<br />

Fotos: Gea, Siemens<br />

www.gea.com<br />

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MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Digital Twin automatisch auf<br />

As-built-Stand halten<br />

Die kooperative Plattform Engineering Base (EB) des System-<br />

Entwicklers Aucotec ist nicht nur wegen ihres OPC-UA-Verständnisses<br />

und ihrer Web-Anbindung prädestiniert, mit einer Anlage<br />

zu kommunizieren. EBs universelles Datenmodell zeigt zudem die<br />

Änderung eines realen Objekts in der Anlage automatisch in all<br />

seinen<br />

doku mentierten<br />

Repräsentanzen<br />

an, wie P&ID,<br />

Stromlaufplan,<br />

Stückliste etc.<br />

Zusätzlich macht<br />

EB via Data-<br />

Tracking-Funktion<br />

und History-<br />

Anzeige nachvollziehbar, wer was wann geändert hat.<br />

Für die Live-Demonstration wurde die Versuchsanlage über ihren<br />

OPC-UA-Server mit Aucotecs Azure-Cloud verbunden. EB<br />

empfängt in bestimmbaren Intervallen die Live-Daten der Anlage.<br />

In EBs Datenmodell erscheinen dann an jeder Stelle, die den<br />

Sensor in irgendeiner Form darstellt, die Hinweise zur Änderung.<br />

Jeder Bearbeiter jeder Disziplin weiß sofort, ob und welche<br />

Konsequenzen zu ziehen sind.<br />

Die Anlage meldet Änderungen ihres As-built-Stands automatisch,<br />

und die Dokumentation zeigt immer den neuesten Stand –<br />

ohne Redlining, ohne Papier, ohne händische Übertragungen.<br />

Wartungs- und Umbauarbeiten werden erheblich erleichtert.<br />

www.aucotec.com<br />

Ultraschall-Durchflussmessgerät für<br />

Temperierprozesse<br />

Temperierprozesse müssen<br />

reibungslos funktionieren, damit die<br />

Produktqualität sichergestellt ist.<br />

Das heißt, die in den Kreisläufen<br />

eingesetzten Durchflussmesser<br />

müssen ebenfalls zuverlässig<br />

arbeiten. Gleichzeitig sind aber auch<br />

große Messbereiche gefordert, damit<br />

sich die Betriebsvolumina ebenso<br />

erfassen lassen wie kleine Leckagen.<br />

Mit den Ultraschall-Durchflussmessgeräten<br />

bietet Bürkert hierfür eine praxisgerechte Lösung. Mit<br />

Messbereichen von 0,3 bis 75 l/min bzw. 0,05 bis 10,5 l/min<br />

eignen sie sich bei einer Messdynamik von 1:250 für kleine wie<br />

große Durchflussmengen. Da die Ultraschalltechnologie nach<br />

dem Laufzeitdifferenzverfahren ohne bewegte Teile auskommt,<br />

sind die Durchflussmesser unempfindlich gegen Verschmutzungen<br />

und praktisch wartungsfrei. Ein Temperatursensor ist<br />

bereits integriert und dank ihres modularen Aufbaus lassen sich<br />

die Ultraschall-Durchflussmesser schnell und einfach montieren,<br />

sowohl in senkrechten als auch waagrechten Rohrleitungen.<br />

Die Geräte bestehen aus Elektronikmodul, Messelement und<br />

einem Messing- oder Edelstahl-Fitting zur Verbindung mit der<br />

Rohrleitung. In der Cartridge- oder Patronen-Variante kann das<br />

Messmodul bei Bedarf einfach aus dem Fitting herausgenommen<br />

werden. Das erleichtert in vielen Fällen die Montage und erlaubt<br />

außerdem eine Reinigung des Messelements.<br />

www.buerkert.de<br />

Trübungssensoren mit vereinfachter<br />

Handhabung<br />

Die robusten und wartungsarmen Trübungs- und Farbsensoren<br />

einer neuen Typenreihe eignen sich für Brauereien und Molkereiprodukte.<br />

Die Serie ist in zwei Modellen erhältlich: Dem<br />

InPro 8610i (Trübung)<br />

für Brauereien und<br />

Milchprodukte und dem<br />

InPro 8630i (Trübung<br />

und Farbe) zur Filtration,<br />

Mischung und Abfüllung<br />

von Bier. Beide Sensoren<br />

zeichnen sich durch<br />

einen großen Messbereich aus und bieten erweiterte Diagnosefunktionen,<br />

die den Sensorzustand ständig überwachen und bei<br />

bevorstehenden Problemen warnen, einschließlich Verschmutzungen<br />

der optischen Fenster.<br />

Die Sensoren besitzen eine Toleranz gegenüber hohen Prozessund<br />

Reinigungstemperaturen ohne Luftkühlung und lassen sich<br />

schnell ohne Senderkonfiguration in Betrieb nehmen.<br />

Der InPro 8610i ist für die Bierherstellung im Sudhaus konzipiert,<br />

in dem die Würze besser filtriert wird, um eine gleichbleibende<br />

Würzqualität sicherzustellen. In Molkereien überwacht der<br />

InPro 8610i die Klärung von Molke, das Kondensat von Molke<br />

und Wasser, sowie die Wärmetauscher. Der InPro 8630i ist für<br />

Kühlblockanwendungen in Brauereien vorgesehen, einschließlich<br />

der Überwachung der Bierhelligkeit und der Bierfarbe nach dem<br />

Mischen.<br />

www.mt.com<br />

Neuer Feuchteanalysator in<br />

CCR-Anwendungen<br />

Michell Instruments präsentiert eine Aktualisierung des QMA601<br />

Prozessfeuchteanalysators, der sich für den Einsatz in Prozessen<br />

von kontinuierlichen, katalytischen Reformierverfahren zur<br />

Regeneration (CCR) empfiehlt. Mit schneller Ansprechzeit und<br />

stabilen Messergebnissen bietet er Anwendern eine präzise<br />

Feuchteüberwachung über längere Zeiträume bei minimalem<br />

Wartungsaufwand. Die neue Version ist robuster und wird durch<br />

vorhandene Salzsäure weniger beeinträchtigt. Dies führt zu einer<br />

verlängerten Lebensdauer. Zudem ist eine neue Option des<br />

Probenaufbereitungssystems verfügbar, die über ein Ventil das<br />

Messgas vom Sensor isoliert, während der Drainage-/Bypass-<br />

Durchfluss weiterhin die Probenleitung spült.<br />

Der Analysator nutzt die neueste Generation des Schwingquarz-<br />

Prinzips und erreicht ein unteres Detektionslimit von 0,01 ppmV<br />

(LDL). Die obere Messbereichsgrenze wird mit 2 000 ppmV<br />

angegeben. Das Gerät verfügt über ein vollfarbiges Touchscreen-<br />

Interface zur Abfrage und Bedienung direkt vor Ort und ohne<br />

Einschränkung der Explosionssicherheit. Das Hauptdisplay<br />

umfasst eine Echtzeitgrafik und zeigt die einstellbaren<br />

Alarmüberwachungen.<br />

Der Analysator ist<br />

vollständig nach Atex, IECEx<br />

sowie cCSAus zertifiziert<br />

und somit für den Einsatz in<br />

explosionsgefährdeten<br />

Bereichen weltweit geeignet.<br />

www.michell.de<br />

34 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />

Feuchte-Messumformer im<br />

Edelstahl-Gehäuse<br />

Die High-End-Industrie-Messumformer EE310 und EE360 von<br />

E+E Elektronik sind jetzt mit einem Edelstahl- oder Polycarbonat-<br />

Gehäuse erhältlich. Der EE310 Feuchte- und Temperatur-<br />

Messumformer dient zur Überwachung und Steuerung von<br />

Industrieprozessen. Der<br />

EE360 bestimmt den<br />

Feuchtegehalt von<br />

Industrie-Ölen und<br />

ermöglicht damit die<br />

vorausschauende Instandhaltung<br />

von Maschinen<br />

und Anlagen.<br />

Beide Messumformer<br />

verfügen über ein<br />

optionales 3,5" TFT-Farbdisplay zur übersichtlichen Darstellung<br />

der aktuellen Messwerte. Zudem ermöglicht es eine rasche<br />

Inbetriebnahme und Konfiguration der Geräte. Der integrierte<br />

Datenlogger speichert bis zu 20 000 Messwerte je Messgröße. Die<br />

aufgezeichneten Daten können als Kurvendiagramm direkt am<br />

Display angezeigt oder zur weiteren Analyse über eine<br />

USB-Schnittstelle heruntergeladen werden. Für die Messwertausgabe<br />

stehen zwei Analogausgänge sowie eine optionale<br />

RS485-Schnittstelle (Modbus RTU) oder Ethernet-Schnittstelle<br />

(Modbus TCP) zur Verfügung.<br />

Der EE310 misst relative Luftfeuchte und Temperatur im Bereich von<br />

– 40 bis + 180 °C und berechnet weitere physikalische Größen wie<br />

Taupunkttemperatur, absolute Feuchte oder Mischungsverhältnis.<br />

www.epluse.com<br />

Präzises Prozessthermometer<br />

Ein Schweizer Unternehmen hat seine Gasthermometer-Baureihe<br />

um ein hochpräzises Prozessthermometer ergänzt: Beim Thermohybrid<br />

wird der temperaturabhängige Druck in der Messpatrone<br />

über eine Kapillare mit einem Hightech-Druckaufnehmer<br />

gemessen. Durch das Zusammenspiel der Gaseigenschaften der<br />

Edelgasfüllung und des hochpräzisen Druckaufnehmers werden<br />

Messgenauigkeiten erreicht, die die üblichen Thermoelemente<br />

und selbst Pt100 übertreffen. Der gewünschte Messbereich wird<br />

einfach über den<br />

Fülldruck eingestellt<br />

und deckt einen<br />

beliebigen Bereich<br />

zwischen – 180 und<br />

750 °C ab. Sonderanfertigungen<br />

erlauben<br />

einen Bereich bis<br />

1 050 °C. Die Größe der<br />

Messpatrone sowie die<br />

Länge der Kapillare (beide aus Edelstahl) werden an die jeweilige<br />

Messaufgabe angepasst. Das Gerät eignet sich zur Messung einer<br />

mittleren Temperatur (z. B. zur Erfassung von Schaumbildung in<br />

einem Reaktor), da die angezeigte Temperatur immer der<br />

mittleren Temperatur der Messpatrone entspricht. Für sicherheitskritische<br />

Anwendungen (SIL) stellt das Thermohybrid ein<br />

redundantes Messprinzip bereit, ohne dass Abstriche an der<br />

Genauigkeit gemacht werden müssen. Darüber hinaus werden<br />

keine spannungsführenden Leitungen in den Reaktor<br />

eingebracht.<br />

www.rueger.com<br />

Upgrade des Freelance Prozessleitsystems<br />

Sicherheit hat im Zeitalter von Industrie 4.0 oberste Priorität.<br />

Deshalb ist erhöhte Sicherheit auch eine der vielen neuen Funktionen<br />

und Vorteile der Freelance Version <strong>2019</strong>. Freelance ist eine<br />

kostengünstige Leitsystemlösung für die Prozessindustrie. Es<br />

kombiniert die Vorteile eines Prozessleitsystems (DCS) mit denen<br />

einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und zeichnet<br />

sich durch einfache Bedienung, Skalierbarkeit, Flexibilität und<br />

Zuverlässigkeit aus. Das Freelance Portfolio umfasst Freelance<br />

Operations für den Einsatz<br />

auf Bedienerebene, eine<br />

skalierbare Prozessebene<br />

und Freelance Engineering,<br />

mit dem das System<br />

einschließlich der<br />

Bedienoberfläche konfiguriert<br />

und in Betrieb<br />

genommen wird.<br />

www.abb.de<br />

Kompakter Temperaturregler<br />

Der neue Temperaturregler HT60 ist ein robuster Industrieregler<br />

für den Einsatz im Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau. Die<br />

kompakte Bauform, die hohe Schaltleistung und die einfache<br />

intuitive Bedienung sind die besonderen<br />

Merkmale dieses Temperaturreglers. Das<br />

kontaktlose und verschleißfreie Schalten<br />

der Leistung über eine Triac macht den<br />

Regler zum Dauerläufer. Die Begrenzerfunktion,<br />

kombiniert mit einem<br />

Fern-Reset des Begrenzers, erhöht die<br />

Sicherheit ohne Komfortverlust. Die<br />

textbasierende Menüführung auf dem<br />

LCD-Display garantiert eine einfache und<br />

unkomplizierte Bedienung des Reglers.<br />

Der frei konfigurierbare PID-Regler und<br />

die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten<br />

machen den Regler zu einem Universalregler im Industrieumfeld.<br />

Unterschiedliche Betriebsmodi, Alarmgrenzen und eine Zeitfunktion<br />

sind nur einige Merkmale des Temperaturreglers. Das<br />

Optionspaket mit externen Sollwerteingang und einer Rampenfunktion<br />

erweitert nochmals die Einsatzmöglichkeiten beim<br />

Kunden.<br />

www.hillesheim-gmbh.com<br />

Durchflussmessgeräte mit<br />

Namur-Zertifizierung<br />

Die magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräte der Produktreihe<br />

8700 von Emerson wurden gemäß den Namur-Empfehlungen<br />

zertifiziert. Die Hardware- und Softwarefunktionen dieser<br />

Produktreihe, wie etwa die vollverschweißte Konstruktion und die<br />

Selbstdiagnosefunktionen zur Verifizierung der Kalibrierung, der<br />

Genauigkeit und des Gesamtzustands des Gerätes, gewährleisten<br />

zuverlässige Durchflussmessungen, vereinfachen die Installation,<br />

reduzieren die Instandhaltungskosten und verbessern die<br />

Betriebsleistung in anspruchsvollen Prozessanwendungen.<br />

www.emerson.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 35


BETRIEBSTECHNIK<br />

Im Takt<br />

Generalrevision als strategischer<br />

Teil der Instandhaltung<br />

Neues Turnaround-Konzept<br />

optimiert Kosten, reduziert<br />

Stillstandzeiten und erhöht<br />

Intervalle zwischen den<br />

Anlagenstillständen.<br />

Eine Generalrevision, gerne auch mit dem<br />

englischen Begriff Turnaround bezeichnet,<br />

bringt für Anlagenbetreiber große<br />

Herausforderungen mit sich. Sie müssen<br />

Stillstandzeiten so kurz wie möglich halten<br />

und Turnarounds daher sorgfältig planen<br />

und von erfahrenen und routinierten Fachkräften<br />

umsetzen lassen.<br />

Um diesen Herausforderungen zu begegnen,<br />

hat Bilfinger ein neues Turnaround<br />

Concept, kurz BTC, entwickelt. „Mit unserem<br />

Konzept unterstützen wir unsere Kunden<br />

überall dort, wo sie uns brauchen – und das<br />

zum immer gleich hohen Standard“, sagt<br />

Gerald Pilotto, Executive President der<br />

Bilfinger Division Maintenance, Modifications<br />

& Operations (MMO) Kontinentaleuropa.<br />

Da Turnarounds i. d. R. auf wenige Wochen<br />

beschränkt sind, greifen Unternehmen<br />

bei solchen Projekten auf externe Ressourcen<br />

zurück. Hier sind sie dann mit dem<br />

Autor: Dennis Lubsch, Projektleiter Turnaround,<br />

Bilfinger SE, Mannheim<br />

zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert,<br />

der es erschwert, kurzfristig mehrere<br />

hundert Spezialisten anzuheuern – und<br />

das aus verschiedenen Gewerken. Hinzu<br />

kommt: Viele Turnaround-Mannschaften<br />

müssen immer wieder neu zusammengestellt<br />

werden, sodass die Planung und<br />

Koordination der einzelnen Aktivitäten eine<br />

weitere Herausforderung darstellt, die in<br />

der Praxis bewältigt werden muss.<br />

Breites Netzwerk<br />

Das BTC bietet Lösungen für beide Herausforderungen.<br />

Der Kunde profitiert dabei vor<br />

allem von der Erfahrung, auf die Bilfinger<br />

zurückgreifen kann: Mit über 20 000 eigenen<br />

Mitarbeitern im Instandhaltungsbereich,<br />

einem zusätzlichen breiten Partner-Netzwerk<br />

und jährlich rund 30 in Europa durchgeführten<br />

Turnaround-Projekten ist Bilfinger<br />

in der Lage, seine Kunden als Generalunternehmer<br />

langfristig und an mehreren Standorten<br />

zu begleiten.<br />

Konkret besteht das Konzept aus neun<br />

Modulen, die Themen wie Ressourcenmanagement,<br />

Arbeitssicherheit und Materialwirtschaft<br />

umfassen. Ergänzt werden<br />

diese theoretischen Module durch ein<br />

umfassendes Handbuch, das sämtliche Arbeitsschritte<br />

und deren wechselseitige Abhängigkeiten<br />

im Detail beschreibt. Je nach<br />

Ausgangssituation lassen sich die notwendigen<br />

Arbeitsabläufe, die in dem Handbuch<br />

als Vorlagen verfügbar sind, individuell an<br />

die konkreten Anforderungen der jeweiligen<br />

Anlage anpassen. Im Ergebnis entsteht<br />

ein vollständiger Ablaufplan aller simultan<br />

20 000 eigene Mitarbeiter im Instandhaltungsbereich<br />

stemmen jährlich rund 30 in<br />

Europa durchgeführte Turnaround-Projekte<br />

36 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


und sequenziell ablaufenden Arbeitsschritte inklusive ihrer zeitlichen<br />

Taktung. Dies wiederum schafft die Grundlage für die besondere<br />

Präzision im Turnaround-Management – und somit für<br />

die Möglichkeit, Projektrisiken zu minimieren und die Kosten<br />

vorab möglichst genau zu kalkulieren.<br />

Effiziente Vorarbeit<br />

Einen weiteren Schwerpunkt legt das BTC dabei auf das Zusammenstellen<br />

von Komponenten und Teilen, die für die Instandhaltung<br />

eines bestimmten Bauteils benötigt werden. Bei diesem –<br />

auch als „Kitting“ bezeichneten – Prozess werden alle auszutauschenden<br />

Kleinteile zu jedem Arbeitsschritt in der richtigen<br />

Menge vorsortiert und verpackt. Nach Abschaltung der Anlage<br />

sind damit bereits alle benötigten Ersatz teile griffbereit.<br />

Und das BTC kann noch mehr: Eine mobile App erfasst im<br />

Zusammenspiel mit einer zentralen Web-Applikation den genauen<br />

Projektfortschritt. Dadurch können die Gewerke Hand<br />

in Hand zusammen arbeiten und die Verantwortlichen auf Abweichungen<br />

vom Plan sofort reagieren. Auf diese Weise verkürzen<br />

sich wertvolle Warte- und Wegezeiten und der Kunde<br />

spart Geld. Gerald Pilotto führt aus: „Die Verbindung aus intelligentem<br />

Fachkräfteeinsatz, ziel gerichteter Planung und strukturierter<br />

Vorgehensweise verringert Komplexität und Kosten<br />

des Projekts, während die Qualität der Arbeit zunimmt. Damit<br />

hebt Bilfinger das Thema Generalrevision auf ein neues strategisches<br />

Niveau.“<br />

www.bilfinger.com<br />

Langlebig und effektiv<br />

Nirgends ist die Beanspruchung von Ventilen<br />

so vielfältig wie in industriellen Anwendungen.<br />

GEMÜ liefert hierfür zuverlässige Lösungen.<br />

• Industrielle Wasseraufbereitung<br />

• Chemietechnik<br />

• Energie- und Umwelttechnik<br />

• Maschinenbau und verarbeitende<br />

Industrie<br />

• Oberflächentechnik<br />

www.gemu-group.com


BETRIEBSTECHNIK<br />

Hochleistungskeramik für Sensoren<br />

Durch die stetig steigenden Anforderungen an Sensorelemente<br />

hinsichtlich Lebensdauer und Messgenauigkeit wird für viele<br />

Hersteller der Einsatz von Hochleistungskeramik mittlerweile<br />

unverzichtbar. Die speziell für<br />

Hochfrequenzanwendungen<br />

entwickelte Aluminiumoxidkeramik<br />

Frialit F99,7 hf zeigt durch<br />

ihre besondere Zusammensetzung<br />

eine sehr niedrige Absorptionsrate<br />

für elektromagnetische Strahlung.<br />

So können Mikrowellen enger<br />

fokussiert werden als z. B. mit Glas<br />

oder Kunststoff. Ein weiterer Vorteil<br />

ist die hervorragende Korrosionsbeständigkeit<br />

unter extremen<br />

Bedingungen. In vielen Prozessen der Produktionsüberwachung<br />

ist man auf die exakte Messung des Sauerstoffgehalts angewiesen.<br />

Zur Sauerstoffmessung bei Temperaturen oberhalb von 600 °C<br />

gibt es praktisch nur ein etabliertes Verfahren, das technisch erst<br />

durch den Einsatz einer speziellen Variante von Zirkonoxidkeramik<br />

ermöglicht wird. Komponenten aus Degussit FZY können<br />

in den verschiedensten Formen und Größen – ganz nach Kundenwunsch<br />

– gefertigt werden.<br />

www.friatec.de<br />

Filterreinigung statt Austausch<br />

Mit dem patentierten<br />

Verfahren F.O.S. On-Line<br />

Cleaning wird die Filtertechnik<br />

sukzessive gewartet<br />

und im Hinblick auf<br />

Nachhaltigkeit und Kosteneinsparpotenzial<br />

verbessert.<br />

Erst wenn Analysen im<br />

hauseigenen Labor zeigen,<br />

dass eine Reinigung nicht<br />

mehr möglich ist, tauscht F.O.S. die Filter der Anlagen.<br />

Durch das Verfahren werden nicht nur weniger Ressourcen<br />

verbraucht und die Schadstoffemission reduziert, für Betreiber<br />

bedeutet die potenzielle Reinigung auch deutliche Einsparungen.<br />

Beim F.O.S. On-Line Cleaning werden die Hochtemperaturfilter<br />

im laufenden Betrieb gereinigt. Dadurch entfällt ein kosten- und<br />

zeitintensiver Produktionsstopp.<br />

www.fos-filtertechnik.de<br />

Inserentenverzeichnis Heft 1-2/<strong>2019</strong><br />

Achenbach GmbH, Plettenberg17<br />

ARI-Armaturen,<br />

Schloß Holte-Stukenbrock 2. US<br />

Atlas Copco Kompressoren, Essen39<br />

Bühler AG, CH-Uzwil19<br />

Fette Compacting, Schwarzenbek5<br />

Gather, Wülfrath13<br />

GEMÜ, Ingelfingen37<br />

Kitzmann, Lengerich17<br />

KSB, Frankenthal29<br />

NürnbergMesse, Nürnberg7<br />

Pfeiffer Vacuum, Aßlar27<br />

Rembe, Brilon3<br />

Ruwac, Melle9<br />

S+J Armaturen, Hamburg41<br />

Simatek A/S, DK-Hoeng9<br />

STC-Engineering, Waldenburg21<br />

Umwelttechnik BW, Stuttgart31<br />

Uni-Fördertechnik, Salzgitter26<br />

Warex Valve, Senden33<br />

Beilage:<br />

Meorga, Nalbach (Teilbeilage)<br />

Schwebstofffilter im Reinraum<br />

Für sensible Einsatzfelder wie Reinräume hat Camfil das Schwebstofffilter-Auslassgehäuse<br />

Cleanseal entwickelt, das sich individuell<br />

auf die jeweilige Anforderung und Umgebung anpassen<br />

lässt. Hochwertige Schwebstofffilter in diesem Gehäuse sichern<br />

als endständige Filterstufe neben wirtschaftlichen und<br />

umweltspezifischen<br />

Vorteilen einen absoluten<br />

Schutz vor Schwebstoffen<br />

wie z. B. Aerosole, Stäube,<br />

Viren und Bakterien aus der<br />

Zu- und Abluft.<br />

Dank einer speziellen<br />

Haltevorrichtung und dem<br />

klappbaren Auslassgitter<br />

lassen sich die<br />

Hepa-Luftfilter leicht<br />

montieren. Die gesamte<br />

Filterfläche ist frei zugänglich,<br />

so können auch<br />

Messungen im eingebauten<br />

Zustand problemlos<br />

vorgenommen werden. Da<br />

der Filterwechsel ohne<br />

Werkzeug erfolgen kann, ist das Risiko der Beschädigung des<br />

Filters minimiert und ein einfaches Handling garantiert. Im<br />

Cleanseal-Gehäuse können durch die skalierbare Spannvorrichtung<br />

unterschiedliche Camfil Megalam-Filter eingesetzt werden;<br />

MD/MX sowie MG-Filter mit sehr niedrigem Druckverlust. Dies<br />

vereinfacht die Realisierung von Druckkaskaden und ermöglicht<br />

Energieeinsparungen. Aufgrund seiner kompakten Bauweise lässt<br />

sich das Cleanseal problemlos in herkömmliche Deckensysteme<br />

integrieren – auch niedrige Deckenhöhen, Zwischendecken und<br />

Rasterdecken sind geeignet.<br />

www.camfil.com<br />

Rund-um-Service sichert<br />

Anlagenverfügbarkeit<br />

Bürkert bietet seinen Kunden neben dem Engineering auch ein<br />

umfassendes Serviceangebot, das den kompletten Produktlebenszyklus<br />

begleitet. Zum BürkertPlus Rund-um-Service gehören<br />

bspw. Inbetriebnahme, Mitarbeiter-Schulung und Wartung<br />

ebenso wie Anlagenmodernisierung oder Störfallbeseitigung.<br />

Individuelle Wartungspläne mit einer übersichtlichen Dokumentation<br />

der durchgeführten Maßnahmen sind auch für die jährlichen<br />

Audits verwendbar. Die<br />

Service-Pakete werden kundenund<br />

anlagenspezifisch<br />

zusammengestellt, bspw. lassen<br />

sich auch Ventile anderer<br />

Hersteller einbeziehen.<br />

Standorte für die hochqualifizierten<br />

Serviceteams sind<br />

zurzeit am Firmen-Hauptsitz im<br />

süddeutschen Ingelfingen und<br />

im Technik Center Nord in<br />

Hannover. Das Service-Geschäft<br />

wird derzeit weiter ausgebaut, um zukünftig verstärkt auch Schaltschrankmodernisierungen,<br />

Retrofit und ganzheitliche Anlagenbetrachtungen<br />

bei geplanten Wartungen umzusetzen.<br />

www.buerkert.de<br />

38 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


BETRIEBSTECHNIK<br />

Unterstützung von<br />

Wartungsprozessen<br />

Mit RFID-Handhelds von<br />

Pepperl+Fuchs und Ecom sowie<br />

kundenspezifischer Software<br />

von Neoception lassen sich die<br />

notwendigen Wartungsaufgaben<br />

sogar in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen komfortabel und<br />

effizient durchführen. Jeder<br />

Schlauch ist eindeutig über<br />

HSE- und CSR-Aktivitäten bündeln<br />

Unter dem einheitlichen Namen Quentic hat EcoIntense seine Produkt- und Unternehmenswelten<br />

unter einem Dach zusammengeführt. Informationen einholen, dokumentieren, auswerten und<br />

weitergeben: Alltag für Fachkräfte aus den Bereichen Health, Safety, Environment (HSE) und<br />

Corporate Social Responsibility (CSR). Der ganzheitliche Informations- und Wissensaustausch<br />

wird in Zeiten von Industrie 4.0 immer bedeutender. Mit seiner Software-Lösung unterstützt<br />

Quentic nahtlose Übergänge zwischen Arbeitsschritten und verbindet sämtliche HSE- und<br />

CSR-Akteure in einem System.<br />

In der neuen Quentic Community können User Anforderungen einbringen und sich unkompliziert<br />

mit Mitarbeitern aus Support und Consulting austauschen. Gleichzeitig wird das Best-Practice-<br />

Sharing bezüglich Fachthemen und deren Umsetzung in der Software gefördert. Anwender aus<br />

über 600 Unternehmen können sich gegenseitig Hilfestellung geben und dabei ihr berufliches<br />

Netzwerk erweitern.<br />

www.quentic.de<br />

einen UHF RFID-Transponder<br />

identifizierbar.<br />

Mithilfe des RFID-Handhelds<br />

und der „Schlauchmanager“-<br />

Software des Pepperl+Fuchs<br />

Start-ups Neoception wird der<br />

Prüfer schrittweise durch die<br />

Wartungsprozedur geführt.<br />

Durch die automatische Identifikation<br />

und die anwenderfreundliche<br />

Software sind<br />

Fehler laut Hersteller praktisch<br />

ausgeschlossen. Die Ergebnisse<br />

der Prüfung lassen sich<br />

medienbruchfrei an ein<br />

Backend-System übertragen<br />

und dienen so der Dokumentation<br />

und zum Nachweis der<br />

durchgeführten Prüfungen.<br />

Bei der Gestaltung der Benutzeroberflächen<br />

wurde darauf<br />

geachtet, dass sich diese<br />

ergonomisch auch mit Handschuhen<br />

bedienen lassen.<br />

Durch weitere Funktionen kann<br />

die Arbeit noch besser unterstützt<br />

werden. Eine Lokalisierungsfunktion,<br />

die die Signalstärke<br />

des Antwortsignals der<br />

Transponder auswertet, hilft so<br />

die Suchzeiten nach einem<br />

Prüfobjekt deutlich verkürzen.<br />

Ergänzend zur Funkidentifikationstechnik<br />

RFID können über<br />

den integrierten Imager<br />

weiterhin auch alle optischen<br />

1-D- und 2-D-Codes gelesen<br />

werden.<br />

www.pepperl-fuchs.com<br />

Mehr Luft als<br />

du erwartest!<br />

Die Druckluft-Revolution von Atlas Copco: Die komplett<br />

überarbeiteten GA-Kompressoren sind maximal effiizient.<br />

Sie sparen mit ihren IE5-Motoren, Drehzahlregelungund<br />

intelligenten Algorithmen bis zu35%Energie. Gebaut für<br />

den harten Industrieeinsatz mit Feuchtigkeit, Staub und<br />

Umgebungstemperaturen bis zu55°C.<br />

Wie Sie Ihre CO 2 -Bilanz verbessern, erfahren Sie hier:<br />

www.druckluft-revolution.de


BETRIEBSTECHNIK<br />

Videoskope mit kurzer Prüfzeit<br />

Mit den Videoskopen Iplex GX/GT haben Nutzer die Wahl<br />

zwischen Einführungsteilen mit einem Durchmesser von 6 mm<br />

und einer Länge von bis zu 10 m für die Prüfung von großen,<br />

komplexen Strukturen sowie Einführungsteilen mit einem<br />

Durchmesser von 4 mm und einer Länge von bis zu 3,5 m für<br />

einen Zugang durch kleinere Öffnungen. Je nach Bedarf kann<br />

zudem die helle Weißlichtquelle problemlos durch eine<br />

IR-Beleuchtung für Sicherheitsanwendungen oder eine<br />

UV-Beleuchtung für die<br />

Erkennung von<br />

ansonsten unsichtbaren<br />

Rissen oder undichten<br />

Stellen ersetzt werden.<br />

Mit ihren erweiterten<br />

Aufnahme-, Bildverarbeitungs-<br />

und Verwaltungsfunktionen,<br />

der<br />

InHelp Inspection Assist<br />

Software, dem großen LCD-Touchscreen (8") und der hellen<br />

Beleuchtung erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit der Fehlererkennung<br />

und ermöglichen kürzere Prüfzeiten sowie eine vereinfachte<br />

Berichterstellung. So liefern sie mit ihrer hochaufgelösten, ruckelfreien<br />

Bildaufnahme klare Darstellungen selbst von sich<br />

bewegenden Komponenten. Zwei leistungsstarke Messmethoden<br />

stehen hier zur Verfügung: Die Skalarmessmethode für die<br />

Analyse von Defekten mittels einer bekannten Referenzgröße ist<br />

Standard. Als Upgrade ist eine Stereomessmethode für die<br />

Größenbestimmung von Objekten mittels präziser dreidimensionaler<br />

Koordinaten verfügbar.<br />

www.olympus-ims.com<br />

Veraschung ermöglicht schnelle<br />

Qualitätssicherung<br />

Der Gehalt an Füllstoffen, z. B.<br />

Kohle- oder Glasfasern,<br />

bestimmt wesentlich die<br />

Eigenschaften, die Produktqualität<br />

und die Kosten eines<br />

Kunststoff-Compounds. Zu<br />

jedem Herstellungsprozess und<br />

zur Eingangskontrolle gehören<br />

daher die Messung des Aschegehaltes.<br />

Im Zeichen zertifizierter Qualitätssicherungssysteme nach<br />

DIN ISO 9000ff, die heute von den meisten Produktionsbetrieben<br />

eingerichtet sind, soll die Überprüfung der Produktqualität in<br />

kurzen Abständen erfolgen und als Konsequenz ein rasches<br />

Eingreifen und Anpassen des Fertigungsprozesses ermöglichen.<br />

Dieser Forderung steht eine Veraschungszeit von mehreren<br />

Stunden im konventionellen Muffelofen gegenüber – zu lange, um<br />

aufgrund der Messergebnisse noch wirksam in die Produktion<br />

eingreifen zu können oder bei der Warenanlieferung die<br />

Abladung zu beeinflussen. Auch in Forschung und Entwicklung,<br />

z. B. von Kunststoff-Recycling-Verfahren, wird eine schnelle,<br />

flexible Versuchsdurchführung immer wichtiger.<br />

Hier gewährleistet der Hightech-Schnellverascher Phönix von<br />

CEM laut Hersteller eine deutliche Zeitverkürzung von bis zu 97 %<br />

gegenüber der konventionellen Technik bei gleichbleibender<br />

analytischer Güte. Was früher Stunden brauchte, wird nun in<br />

Minuten ermöglicht und stellt somit eine Alternative zur konventionellen<br />

Technik dar.<br />

www.cem.de<br />

IMPRESSUM<br />

vereinigt mit BioTec<br />

erscheint <strong>2019</strong> im 53. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />

Redaktion<br />

Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar,<br />

Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de<br />

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />

Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />

Redakteurin: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />

Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />

Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />

Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />

Doris Buchenau, Melanie Lerch,<br />

Petra Weidt, Ulla Winter<br />

(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />

Gestaltung<br />

Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein,<br />

Mario Wüst<br />

Chef vom Dienst<br />

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />

Anzeigen<br />

Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />

E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />

E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />

Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />

Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 52: gültig ab 1. Oktober 2018<br />

www.vereinigte-fachverlage.info<br />

Leserservice<br />

vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266<br />

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />

Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />

(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />

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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />

Verlag<br />

Vereinigte Fachverlage GmbH, Lise-Meitner-Straße 2,<br />

55129 Mainz, Postfach 100465, 55135 Mainz<br />

Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100<br />

E-Mail: info@engineering-news.net,<br />

www.engineering-news.net<br />

Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />

Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />

Umsatzsteur-ID: DE 149063659<br />

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Gesellschafter: P.P. Cahensly GmbH & Co. KG,<br />

Karl-Härle-Straße 2, 56075 Koblenz<br />

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Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und<br />

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etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser Zeitschrift geht<br />

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ROM, CD und DVD und der Datenbanknutzung und das<br />

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zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.<br />

40 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


Vielseitige Sauger für die industrielle Instandhaltung<br />

Auf der Messe Maintenance <strong>2019</strong> wird Ruwac beispielhafte mobile Sauger vorstellen, die vielfältige<br />

Aufgaben in der industriellen Instandhaltung übernehmen. Das Spektrum reicht von besonders<br />

kompakten Geräten, die eine Handhabung auch in sehr beengten Produktionsbereichen ermöglichen,<br />

bis zu leistungsstarken Anlagen zum Aufnehmen großer Mengen von Sauggut, das bei<br />

Wartungsarbeiten z. B. an Silos und anderen Lagereinrichtungen anfallen kann.<br />

Je nach Baureihe und Konfiguration eignen sich die mobilen Ruwac-Sauger u. a. zum Aufsaugen von<br />

Stäuben, Metallspänen, Flüssigkeiten und explosionsfähigem Sauggut. Auch für andere Arten von<br />

Gefahrstoffen und z. B. für voluminöse Materialien oder<br />

für das Aufsaugen von Flüssigkeits-Feststoff-Gemischen<br />

stehen Sauger zur Verfügung, die speziell für diese<br />

Aufgaben entwickelt wurden.<br />

Das Zubehörprogramm schafft die Voraussetzung für<br />

das effiziente Erledigen typischer Maintenance-<br />

Aufgaben. Viele Instandhaltungsabteilungen und<br />

Service-Dienstleister der Industrie nutzen Ruwac-Sauger<br />

auch deshalb, weil die Sauger selbst mit einem<br />

Minimum an Wartung und Instandhaltung auskommen.<br />

www.ruwac.de<br />

Ventilspindel-Schutz reduziert Wartungsbedarf<br />

In fast allen Produktionsanlagen und Maschinenparks lassen sich Ventile und Spindel- oder Absperrschieber<br />

finden. Ein Schutz des Gewindeschafts vor Beschädigungen und Umwelteinflüssen wie<br />

Schmutz und Rost kann den Wartungsbedarf und notwendige Schmierungen auf ein Minimum<br />

C<br />

reduzieren. Unterschiedliche Umwelteinflüsse und unbeabsichtigter Kontakt mit Maschinen oder<br />

Werkzeugen führen oftmals zu zunächst unbemerkten, kleinen Beschädigungen, die auf Dauer<br />

M<br />

größeren Schaden und Produktionsausfälle nach sich ziehen können.<br />

Y<br />

Die Absicherung der Anlagen mit Stem Shield bietet zudem einen kostengünstigen<br />

Schutz für Produktionsmitarbeiter, die mit exponierten Industrieventilen<br />

in Kontakt kommen.<br />

CM<br />

MY<br />

Die strapazierfähigen Schutzhülsen bestehen aus chemisch beständigen,<br />

CY<br />

wasserdichten und wetterfesten, Schaumstoff-ummantelten weichen<br />

PVC-Röhren. Das leichte und langlebige Material hält extremen Temperaturen<br />

und Kontakt mit diversen Chemikalien stand. Die leuchtend gelbe<br />

CMY<br />

K<br />

Farbe sorgt für gute Sichtbarkeit und Signalwirkung. Ein Edelstahlseil zum<br />

Fixieren schützt vor unbeabsichtigter Entfernung und sichert den korrekten<br />

Sitz auf der Spindel. Spindellängen zwischen 13 und 46 cm mit einem<br />

Durchmesser von 25 cm bis 51 mm lassen sich standardmäßig abdecken.<br />

www.hawsgmbh.de<br />

Schlauchbeutelmaschine verpackt hermetisch<br />

Mit der neuen horizontalen Schlauchbeutelmaschine Sigpack HML von Bosch Packaging Technology<br />

lassen sich Produkte wie Blow-Fill-Seal-Ampullenkarten, Blister oder verschiedene medizintechnische<br />

Produkte zuverlässig hermetisch verpacken. Abhängig von der gewünschten Ausbringungsmenge<br />

können Folienrollen entweder manuell während eines kurzen Maschinenstopps oder mithilfe<br />

des Spleißers gewechselt werden. Der überarbeitete Spleißer verbindet die alte und die neue Folie<br />

vollautomatisch, sodass keine Störungen, beispielsweise am Filmformer, auftreten können.<br />

Die Produkte werden der Schlauchbeutelmaschine über eine Transportkette zugeführt. Für die<br />

Längs- und Quersiegelung der Folie kommt die bewährte Longdwell-Heißsiegeltechnologie zum<br />

Einsatz. Die Maschine erzielt eine Ausbringung von bis zu<br />

350 Dichtpackungen pro Minute. Die bei der Längssiegelung<br />

verwendeten Siegelrollen lassen sich zudem beidseitig<br />

öffnen. So verhindert die Sigpack HML, dass die Folie bei<br />

Maschinenstillständen die beheizten Siegelrollen berührt<br />

und beschädigt wird. Für besonders temperaturempfindliche<br />

Produkte können die Deckbleche zur Produktauflage<br />

im Bereich der Siegelstation gekühlt werden.<br />

www.boschpackaging.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 41<br />

S+J-Armaturen.indd 1 19.03.2015 13:27:02


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />

Die Kunst der Luftreinigung<br />

Mit sauberer Luft die Vergangenheit bewahren<br />

Gerade bei schlechtem Wetter<br />

werden Museen gerne besucht.<br />

Um die ausgestellten Kunstwerke<br />

in gutem Zustand zu erhalten und<br />

dabei oft jahrzehntelange<br />

Geschichte zu bewahren, stellt die<br />

Luftqualität einen der wichtigsten<br />

Faktoren dar.<br />

Kritische Parameter für die Luftqualität in<br />

Museen sind Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit,<br />

Beleuchtung, Partikelbelastung<br />

(Staub), molekulare (gasförmige) Schadstoffe<br />

und Schädlinge. Es stehen verschiedene<br />

Filterlösungen zur Verfügung, aber die<br />

Molekularfiltration bietet eine besonders<br />

Autorin: Heike Ahrens, Marketing Referentin,<br />

Camfil GmbH, Reinfeld<br />

kostengünstige Methode zur Kontrolle<br />

schädlicher Schadstoffe, die sonst verheerende<br />

Folgen haben können.<br />

Schwefeldioxid zum Beispiel schwärzt<br />

alte Gemälde, Stickoxide korrodieren<br />

Bronze- und Steinskulpturen und Ozon<br />

beschleunigt den Verschleiß von Papier,<br />

Textilien und anderen organischen Materialien.<br />

Die Molekularfiltration mit Aktivkohle<br />

kann diese schädlichen Gase kontrollieren.<br />

Mikroporöse Aktivkohle besteht aus<br />

einem Netzwerk von miteinander verbundenen<br />

Fissuren und Poren. Wenn ein Gasmolekül<br />

mit der Kohlenstoffoberfläche<br />

kollidiert, entsteht eine Anziehungskraft,<br />

die erhalten bleibt.<br />

In der Praxis<br />

Das Germanische Nationalmuseum in<br />

Nürnberg beherbergt mehr als 1,3 Mio. Objekte<br />

auf 25 000 m² Ausstellungsfläche. Viele<br />

seiner Kunstwerke stellen eine Hauptquelle<br />

von Partikeln und Gasen dar, wenn sie bewegt<br />

oder gereinigt werden, was bei den<br />

Mitarbeitern zu Atembeschwerden, Übelkeit<br />

und Augenreizungen führte.<br />

Auch staubbindende Halb- und Leichtmetalle<br />

fanden sich in hoher Konzentration,<br />

insbesondere in der Luft der Fotoabteilung<br />

des Museums, wo Ausstellungsobjekte fotografiert<br />

und dokumentiert werden. Darüber<br />

hinaus wurde das Arbeitsumfeld durch den<br />

Einsatz von Blitzlicht beim Fotografieren<br />

beeinflusst, das zu hohen Ozonemissionen<br />

führte. Die überdimensionale Lüftungsanlage<br />

des Museums führte außerdem zu<br />

starken Staubverwirbelungen.<br />

Mit einem neuen Luftfilter konnte die<br />

anfallende Partikel- und Gaskonzentration<br />

deutlich reduziert werden, da er mit Hepa-<br />

Filtern (High Efficiency Particulate Air) ausgestattet<br />

ist, die Staubpartikel und Mikroben<br />

aufnehmen. Die Anlage für das Museum<br />

wurde entsprechend den Anforderungen<br />

für die Partikel- und Molekularfiltration mit<br />

einem Aktivkohleaufsatz für sechs Patronen<br />

in mobiler Ausführung maßgeschneidert.<br />

Der Luftfilter ist somit flexibel und lässt sich<br />

im Museum leicht bewegen.<br />

Foto: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg<br />

www.camfil.com<br />

42 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>


VORSCHAU<br />

IM NÄCHSTEN HEFT: 3/<strong>2019</strong><br />

ERSCHEINUNGSTERMIN: 12. 03. <strong>2019</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 22. 02. <strong>2019</strong><br />

01<br />

02<br />

03<br />

04<br />

01 Auf der Hannover Messe wird 5G ein zentrales Thema sein, doch<br />

auch alle anderen Aspekte der Digitalisierung stehen bei den<br />

Ausstellern auf der Agenda<br />

02 PTFE-Verbundkompensatoren halten unvorhersehbaren<br />

Pulsationen in Entstaubungsanlagen stand und beweisen ihre<br />

Widerstandsfähigkeit<br />

03 Um das Risiko von Anlagenstillständen in Kläranlagen zu<br />

minimieren, ist eine verlässliche Antriebstechnik erforderlich<br />

04 Es dauert nur wenige Minuten, um die Temperaturen mit einer<br />

Wärmebildkamera in jedem Tank zu messen<br />

Der direkte Weg<br />

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />

Internet:<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

E-Paper:<br />

digital.verfahrenstechnik.de<br />

Redaktion:<br />

redaktion@verfahrenstechnik.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 43


Wärmeübertrager Messtechnik<br />

TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE<br />

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Handbuch Prozesstechnologie<br />

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<strong>Verfahrenstechnik</strong><br />

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Handbuch Prozesstechnologie (1x jährlich)<br />

+ Sonderausgabe ACHEMA-Report (im Messejahr)<br />

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Kommentare – Marktübersichten Lieferantenverzeichnisse<br />

Armaturen Lagern und Verpacken<br />

Alle wichtigen<br />

Informationen von ca.<br />

800 Anbietern<br />

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Akku, Freisprecher & NFC, 5W, inkl. Zubehör;<br />

kompatibel mit Bluetooth-Smartphones, Tablets und PCs<br />

max. Akkulaufzeit: bis zu 6 Stunden<br />

Sichern Sie sich den lückenlosen Bezug wertvoller Informationen!<br />

6 Telefax: 06131-992/100 @ E-Mail: vertrieb@vfmz.de Internet: engineering-news.net & Telefon: 06131-992/147<br />

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erhalte ich den Bluetooth-Lautsprecher. Das Abonnement verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens<br />

4 Wochen zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird.<br />

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Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Umsatzsteuer-ID: DE 149063659, Gerichtsstand: Mainz

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