Verfahrenstechnik 1-2/2019
Verfahrenstechnik 1-2/2019
Verfahrenstechnik 1-2/2019
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19098<br />
1-2<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
Februar <strong>2019</strong><br />
Maßgeschneidert<br />
Pumpen optimieren<br />
Kühlwasserversorgung<br />
Trenntechnik<br />
125 Jahre Erfindergeist –<br />
3 500 Prozessentwicklungen<br />
Digitalisierung<br />
Sichere Zugangsverwaltung<br />
von Mobilgeräten<br />
Instandhaltung<br />
Turnaround-Konzept reduziert<br />
Stillstandzeiten
Regeln – Absperren – Sichern – Ableiten – Systemtechnik<br />
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Edelstahl sowie bis DN 250 auch inkl. Edelstahl-Faltenbalg<br />
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Power-Version, mit erhöhter Leistung für Differenzdrücke<br />
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EDITORIAL<br />
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Nicht mehr lange …<br />
Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G steht die deutsche Industrie<br />
vor großen Veränderungen. Mit 5G soll die Datenübertragung etwa<br />
100 Mal schneller werden als mit dem aktuell weit verbreiteten<br />
Standard 4G. Das eröffnet völlig neue Perspektiven, wenn es – wie in<br />
der Prozessindustrie – darum geht, die steigende Zahl an Daten von<br />
Sensoren und Aktoren zu übertragen oder Instandhaltungsmitarbeitern<br />
die Arbeit mit Tablets und Augmented-Reality-Brillen zu<br />
ermöglichen.<br />
Noch stottert der 5G-Motor, weil erst die Versteigerung der<br />
nationalen Frequenzen erfolgen muss. Anschließend will die<br />
Bundesnetzagentur Nutzungsrechte für lokale und regionale<br />
Frequenzen vergeben, mit denen Unternehmen den Ausbau vor<br />
Ort aus eigener Hand vorantreiben können. Einzelne Firmen haben<br />
schon bekannt gegeben, dass sie einen Antrag für eigene<br />
5G-Frequenzen stellen werden, um weitere Schritte in Richtung<br />
Digitalisierung zu ermöglichen. Antriebshilfe leisten hier die<br />
Industrieverbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI, die vor kurzem die<br />
Bundesnetzagentur aufgefordert haben, die Vergabe der lokalen<br />
Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 Gigahertz schnellstmöglich<br />
voranzutreiben. Dieser im Mai 2018 zugesicherte 100-Megahertz-<br />
Block müsse der Industrie ohne Verzögerung vollumfänglich zur<br />
Verfügung stehen. Lokale Frequenzen sind die Grundlage für<br />
private 5G-Netze auf den Werksgeländen und für räumlich<br />
begrenzte industrielle Anwendungen. Damit wird der flächendeckende<br />
Netzausbau der Mobilfunkbetreiber ergänzt<br />
und die notwendige Versorgungsdichte mit 5G<br />
für industrielle Anwendungen garantiert.<br />
Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis<br />
wir mit dem neuen Mobilfunkstandard die für<br />
die Digitalisierung notwendigen größeren<br />
Kapazitäten und schnelleren Netzgeschwindigkeiten<br />
bekommen.<br />
Eva Linder<br />
Chefredakteurin<br />
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DRUCK-<br />
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INHALT<br />
14 24 30<br />
Gespart: Ein neues Dampfkesselsystem<br />
verspricht eine Energiekostenersparnis von<br />
rund 80 000 Euro pro Jahr<br />
Getunt: Damit die Digitalisierung überall<br />
gelingt, werden auch Pumpen Industrie-<br />
4.0-ready gemacht<br />
Geschützt: Die Fernbedienung von Geräten<br />
und Anlagen erfordert Schutzkonzepte für<br />
die Daten<br />
AKTUELLES<br />
8 Labvolution zeigt im Mai in Hannover die ganze Welt des<br />
Labors<br />
10 125 Jahre Gea Separation – Vom Maschinenbauer<br />
zum ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />
6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />
6 Seminare, Tagungen, Kurse<br />
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
12 Universal-Rührsystem überzeugt mit geringer Mischzeit<br />
und hoher Produktivität<br />
14 Kesselanlage in der Brauerei verbessert die Effizienz<br />
deutlich<br />
16 Plansiebmaschine für den universellen Einsatz<br />
18 Siebtechnik in einer Aufbereitungsanlage für Metallpulver<br />
19 Produktinformationen<br />
TOP-THEMA PUMPEN<br />
22 TITEL Pumpen optimieren Kühlwasserversorgung<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
30 Speicherkonzept sichert Zugangsdaten zu Sensoren<br />
32 Gea und Siemens nutzen gemeinsam Automatisierungsstandard<br />
MTP<br />
34 Produktinformationen<br />
BETRIEBSTECHNIK<br />
36 Generalrevision als strategischer Teil der Instandhaltung<br />
38 Produktinformationen<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
38 Inserentenverzeichnis<br />
40 Impressum<br />
42 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />
43 Vorschau<br />
ANZEIGE<br />
24 System bringt Bestandspumpen in das Internet der Dinge<br />
26 Produktinformationen<br />
TITELBILD<br />
Grundfos GmbH,<br />
Erkrath<br />
4 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
THE FE SERIES<br />
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AKTUELLES<br />
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />
Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />
SCHULUNG Betriebswirtschaftslehre für<br />
Chemiker<br />
SEMINAR Retrofit von Chemieanlagen im<br />
laufenden Betrieb<br />
18./19.02.19,<br />
Idstein<br />
19./20.02.19,<br />
Wuppertal<br />
MESSE Maintenance 20./21.02.19,<br />
Dortmund<br />
MESSE Pumps & Valves 20./21.02.19,<br />
Dortmund<br />
WEITERBILDUNG Schwingungen und<br />
Geräusche in Pumpen und Anlagen<br />
LEHRGANG Gefahrgutbeauftragte<br />
Straßen- und Schienenverkehr<br />
SEMINAR Projektmanagement im<br />
Anlagenbau<br />
21.02.19,<br />
Frankenthal<br />
11.–14.03.19,<br />
Essen<br />
14./15.03.19,<br />
Wuppertal<br />
KURS Regelungstechnik für den Praktiker 18.–21.03.19,<br />
Fulda<br />
FACHKUNDELEHRGANG Betriebsbeauftragter<br />
für Immissionsschutz<br />
18.–22.03.19,<br />
Augsburg<br />
GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />
www.gdch.de/fortbildung<br />
Technische Akademie Wuppertal,<br />
Tel. 0202/7495-0, www.taw.de<br />
Easyfairs, Tel. 089/127165-0,<br />
www.easyfairs.com<br />
Easyfairs, Tel. 089/127165-0,<br />
www.easyfairs.com<br />
KSB, Tel. 06233/86-1554,<br />
www.ksb.de/training<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Technische Akademie Wuppertal, Tel. 0202/7495-0,<br />
www.taw.de<br />
Jumo, Tel. 0661/6003-0,<br />
www.jumo.net<br />
Tüv Süd, Tel. 089/5791-2388,<br />
www.tuev-sued.de/akademie<br />
T&B electronic<br />
ausgezeichnet<br />
NXT-Silan-Produktion läuft im Chempark Leverkusen<br />
Seit einigen Wochen produziert die neue NXT-Anlage im Chempark Leverkusen offiziell. Momentive<br />
stellt dort Zuschlagstoffe für sparsamere Reifen her. NXT-Silane gelten als innovative Werkstoffe für eine<br />
neue Generation von Reifen (NXT). Dazu Chempark-Leiter Lars Friedrich: „Der Bau der NXT-Anlage ist<br />
in zweierlei Hinsicht ein Erfolg. Zum einen konnte sich<br />
der Chempark Leverkusen europaweit als erster Produktionsstandort<br />
für diesen Werkstoff durchsetzen.<br />
Zum anderen haben Momentive und Currenta das<br />
Projekt gemeinsam genau im Zeitplan realisiert.“<br />
Bürgermeister Bernhard Marewski, Christoph Kappenhagen,<br />
Momentive-Standortleiter in Leverkusen, Momentive-CEO<br />
Jack Boss, Rich Owins, Vice-President Silanes sowie<br />
Chempark-Leiter Lars Friedrich (v. l.)<br />
www.currenta.de<br />
T&B electronic mit Sitz im südniedersächsischen<br />
Alfeld hat<br />
sich in den vergangenen Jahren<br />
durch einen konsequenten<br />
Wachstumskurs zu einem wirtschaftlich<br />
stabilen Unternehmen<br />
entwickelt. Jetzt wurde<br />
T&B electronic von der Creditreform<br />
mit dem Gütesiegel<br />
„Crefozert“ ausgezeichnet. Das<br />
Unternehmen zeichne sich unter<br />
anderem dadurch aus, dass<br />
konsequent in Aus- und Fortbildung<br />
der Mitarbeiter sowie<br />
neue Produktentwicklungen investiert<br />
wird. T&B electronic<br />
beschäftigt zurzeit über 50 Mitarbeiter<br />
an drei bundesdeutschen<br />
Standorten. Jörg Kruse,<br />
Geschäftsführer der Creditreform<br />
Hildesheim (links), überreichte<br />
das Zertifikat an T&B<br />
electronic Geschäftsführer Thomas<br />
Warnecke (rechts).<br />
www.tbelectronic.eu<br />
Spezialmesse für Mess-, Regel- und<br />
Automatisierungstechnik<br />
Die Meorga veranstaltet am 10. April <strong>2019</strong> in der Halle Messe in<br />
Halle (Saale) eine regionale Spezialmesse für Mess-, Steuerungsund<br />
Regeltechnik, Prozessleitsysteme<br />
und<br />
Automatisierungstechnik.<br />
160 Fachfirmen<br />
zeigen Geräte und Systeme,<br />
Engineeringund<br />
Serviceleistungen<br />
sowie neue Trends im<br />
Bereich der Automatisierung.<br />
36 begleitende<br />
Fachvorträge informieren<br />
den Besucher umfassend.<br />
Der Eintritt<br />
zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die Besucher<br />
kostenlos.<br />
www.meorga.de<br />
STC-Engineering mit<br />
Forschungsprojekt Lipes<br />
Die STC-Engineering GmbH startete im Jahr<br />
2016 ein internationales Forschungsprojekt<br />
mit Partnern aus Hochschule und Industrie:<br />
Lipes – Life Integrated Process for the Enzymatic<br />
Splitting of Triglycerides – heißt das<br />
Projekt, bei dem es um die Marktreplikation<br />
von grüneren und gesünderen Fettsäuren<br />
geht. Ziel ist es, hochreine bio-basierte Zwischen-<br />
und Endprodukte aus pflanzlichen<br />
Ölen und Fetten ohne Hochtemperaturbehandlung<br />
zu produzieren. Im Rahmen dieses<br />
Projektes wurde der Prozess für die Spaltung von Triglyceriden<br />
im Labor-, Pilot- und Demonstrationsmaßstab entwickelt und optimiert.<br />
In Kürze sollen alle Prüfungen und Inbetriebnahmeroutinen<br />
der dafür gebauten Demonstrationsanlage abgeschlossen sein und<br />
die ersten Produktionsläufe durchgeführt werden. Bis zum Jahr<br />
2021 werden die einzelnen Prozessbestandteile weiter optimiert.<br />
www.stc-engineering.de<br />
6 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
AKTUELLES<br />
Pumpenfabrik Wangen übernimmt Exzenterschneckenpumpen von Knoll<br />
Die Knoll Maschinenbau GmbH, Bad Saulgau, verkauft zum 1. April <strong>2019</strong> den Geschäftsbereich<br />
Exzenterschneckenpumpe (MX-Baureihe) an die Pumpenfabrik Wangen.<br />
Damit will sich Knoll wieder vermehrt auf sein Kerngeschäft konzentrieren, das<br />
aus Produkten für das Späne- und Kühlschmierstoff-Management in der Metallbearbeitung<br />
besteht. Die Pumpenfabrik Wangen ist auf die Herstellung von Schneckenpumpen<br />
spezialisiert. Geschäftsführer Markus Hofheinz ist überzeugt, dass „die Exzenterschneckenpumpe<br />
von Knoll unser Wangen-Pumpenportfolio insbesondere im<br />
hygienischen und industriellen Bereich hervorragend ergänzt. Sie wird uns sowohl in<br />
den Kernmärkten als auch beim Ausbau des internationalen Geschäfts stärken.“<br />
Matthias Knoll (2. v. l.), Geschäftsführer der Knoll Maschinenbau GmbH, übergibt den drei<br />
Geschäftsführern der Pumpenfabrik Wangen – (v. l.) Jürgen Demke, Markus Hofheinz und<br />
Lorenz von Haller – den Geschäftsbereich Exzenterschneckenpumpen<br />
www.knoll-mb.de<br />
Siebtechnik und<br />
Tema vertiefen<br />
Partnerschaft<br />
World-Leading Trade Fair for Processing,<br />
Analysis, and Handling of Powder and Bulk Solids<br />
Die Unternehmen Siebtechnik<br />
und Tema gehören seit vielen<br />
Jahren bereits zur selben Unternehmensgruppe.<br />
Jetzt haben<br />
sie sich dazu entschlossen,<br />
auch ihre Namen zusammenzuführen.<br />
Seit 1. Januar <strong>2019</strong> heißt die<br />
neue Dachmarke Siebtechnik<br />
Tema. Hauptziel dieser Partnerschaft<br />
ist es, den gemeinsamen<br />
Markennamen sowie<br />
die Feinabstimmung der weltweiten<br />
Vertriebs- und Servicestrukturen<br />
mit Produktionsstandorten<br />
und Repräsentanzen<br />
in Deutschland, den<br />
Niederlanden, den Vereingten<br />
Staaten von Amerika, Großbritannien,<br />
Frankreich, Spanien,<br />
China und Australien zu<br />
etablieren.<br />
Mittelfristig soll die neue Dachmarke<br />
zu einer starken Markenidentität<br />
auf dem Markt für<br />
Zentrifugen, Siebmaschinen<br />
sowie Probenahme- und Aufbereitungssysteme<br />
sowie -komponenten<br />
beitragen.<br />
9.-11.4.<strong>2019</strong><br />
NURNBERG, GERMANY<br />
Dynamik erleben,Wissen teilen,<br />
Prozesseoptimieren<br />
Vor dem Erfolg kommt dasErlebnis: Entdecken<br />
Sie mechanische <strong>Verfahrenstechnik</strong> in ihrer<br />
ganzen Bandbreite undDynamik.Die<br />
POWTECH ist das Messeevent für Schüttgüter.<br />
Undder Ort,andem Prozessoptimierung<br />
beginnt.<br />
Fachwissen direkt von den Experten und Kontakte,<br />
die Sie weiterbringen: Das Fachprogramm macht<br />
Ihren Messebesuch noch wertvoller mit folgenden<br />
Highlights:<br />
• Expertenforen Chemie &Food<br />
• Pharmaforum Pharma.Manufacturing.Excellence.<br />
• Networking Campus<br />
• Sonderbereich Explosionsschutz<br />
• VDMA-Sonderschau: Staub kennt keine Grenzen<br />
www.siebtechnik-tema.com<br />
Ideelle Träger<br />
Im Verbund mit
AKTUELLES<br />
Labortechnik in Zeiten der Vernetzung<br />
Labvolution zeigt im Mai in Hannover die ganze Welt des Labors<br />
Das vernetzte Labor steht im Fokus<br />
der kommenden Labvolution vom<br />
21. bis 23. Mai <strong>2019</strong> in Hannover.<br />
Die europäische Fachmesse für<br />
innovative Labortechnik und die<br />
Optimierung von Labor-Workflows<br />
bringt einige neue Formate an den<br />
Start, die im Rahmen eines<br />
Fachpressetages im Sartorius<br />
College in Göttingen vorgestellt<br />
wurden. Teil der Veranstaltung war<br />
die Besichtigung des neuen<br />
Produktionsgebäudes für<br />
Laborinstrumente auf dem<br />
Sartorius Campus.<br />
„Digitale Transformation, Automation, Vernetzung<br />
und neue Formen der Interaktion<br />
verändern die Abläufe im Laboralltag“, so<br />
Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands<br />
der Deutschen Messe, beim Fachpressetag<br />
zur Labvolution im Sartorius College<br />
in Göttingen. „Auch wenn die Möglichkeiten<br />
der Digitalisierung noch längst nicht<br />
die ganze Laborwelt erobert haben, so bietet<br />
sich die Labvolution als geeignete internationale<br />
und branchenübergreifende<br />
Plattform an, um unter dem Leitthema der<br />
Vernetzung aktuelle Fragen rund um Labor<br />
4.0, Laborworkflows, Big Data in der<br />
Bioanalytik sowie gemeinsame Standards<br />
und Sicherheit zu diskutieren.“<br />
Die Labvolution zeigt die ganze Welt des<br />
Labors – von den Life Sciences bis zur analytischen<br />
Chemie. Dies umfasst Labortechnik<br />
und Laborinfrastruktur für Forschungs-,<br />
Analyse-, Produktions- und Ausbildungslabore<br />
aus den Anwenderbranchen Chemie,<br />
Pharma, Life Sciences, Umwelt, Lebensmittel-<br />
und Bioanalytik sowie Forschung<br />
und Entwicklung.<br />
Ein Schwerpunkt der Messe, die sich aus<br />
der Biotechnica heraus entwickelt hat, ist<br />
der Biotech- und Forschungsbereich.<br />
Foto: Deutsche Messe<br />
www.labvolution.de<br />
Modernste Produktion<br />
von Laborinstrumenten<br />
Im neuen Produktionsgebäude für<br />
Laborinstrumente von Sartorius stellen<br />
rund 450 Mitarbeiter auf 25 000 m 2<br />
Laborgeräte wie Waagen, Reinstwassersysteme<br />
und Feuchtemessgeräte her.<br />
Der Neubau ist die größte Einzelinvestition<br />
des Sartorius Campus mit rund<br />
500 Mio. EUR. Bisher auf verschiedene<br />
Betriebsstätten verteilte Fertigungsbereiche<br />
sind dort unter einem Dach<br />
zusammengefasst: die Teilefertigung,<br />
der Prototypenbau, das Kalibrierungszentrum,<br />
eine vergrößerte Ausbildungswerkstatt<br />
und die Administration.<br />
Knapp 7 000 m 2 Glasfläche bieten viel<br />
Tageslicht in allen Bereichen, ein<br />
modernes Bürokonzept erlaubt<br />
effektives Arbeiten. Anfang 2017 hatte<br />
der Bau den Ingenieurpreis des<br />
Deutschen Stahlbaues 2017 in der<br />
Kategorie Hochbau gewonnen, 2018<br />
folgte die Auszeichnung für hervorragende<br />
Leistungen in der Wertschöpfungskette<br />
mit dem GEO-Award –<br />
Global Excellence in Operations.<br />
8 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
anz-90-130-vfm_Layout 1 18.02.18 14:00 Seite 1<br />
Powtech <strong>2019</strong> mit Pharma-Trends<br />
Auf der Powtech <strong>2019</strong> vom 9. bis 11. April in Nürnberg können<br />
Fachbesucher das gesamte Portfolio an Innovationen der mechanischen<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong> erleben. Bei den über 800 Ausstellern aus<br />
32 Ländern sind Lösungen für mehr Effizienz und Geschwindigkeit<br />
in der Produktion wichtiges Thema. Über 380 Aussteller bieten auf<br />
der Fachmesse Innovationen<br />
speziell für<br />
die Pharmaproduktion<br />
an. Experten der<br />
Pharmabranche dürfen<br />
sich zudem auf ein<br />
besonderes Highlight<br />
freuen: Das Fachforum<br />
Pharma.Manufacturing.<br />
Excellence in Halle 3.<br />
Organisiert von der<br />
Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />
(APV), finden auf diesem Fachforum laufend Expertenvorträge mit<br />
dem Schwerpunkt Feste Arzneiformen statt. In unmittelbarer Nähe<br />
zum Fachforum und der APV-Lounge vervollständigen erstmals<br />
auch Anbieter pharmazeutischer Hilfsstoffe in einer Sonderfläche<br />
das Angebot für Pharma-Experten. Und VERFAHRENSTECHNIK<br />
organisiert am ersten und dritten Messetag eine Guided Tour<br />
zum Thema Pharma-Prozesstechnologie. Parallel zur Messe<br />
tagt <strong>2019</strong> wieder der internationale Partec-Kongress für Partikeltechnologie.<br />
Über 500 Teilnehmer werden erwartet. Träger ist die<br />
VDI-Gesellschaft <strong>Verfahrenstechnik</strong> und Chemieingenieurwesen<br />
(VDI-GVC).<br />
Foto: NuernbergMesse, Frank Boxler<br />
www.ruwac.de<br />
05226-9830-0<br />
www.powtech.de<br />
Messe-Events in Dortmund<br />
Am 20. und 21. Februar <strong>2019</strong> finden die Messen Pumps & Valves<br />
und Maintenance statt. Die Branche für industrielle Pumpen-,<br />
Ventiltechnik und Industrie-Armaturen trifft sich zum zweiten<br />
Mal in Dortmund. Ergänzt wird das Portfolio durch den neuen<br />
Themenbereich für Mess- und Regeltechnik. Durch diese Ergänzung<br />
werden erstmals Lösungen für den kompletten Produktionsprozess<br />
der Prozessindustrie – von der Pumpen- und Armaturentechnik<br />
bis hin zur Prozessinstrumentierung – an nur einem<br />
Standort abgebildet. Die aktuellen Themen der Branche, wie Digitalisierung,<br />
Energieeffizienz und modularer Aufbau werden auf<br />
offenen Vortragsbühnen, Workshops und Guided Tours präsentiert.<br />
Bei der Maintenance präsentieren mehr als 200 Anbieter alle<br />
Facetten der modernen Instandhaltung: Klassische Produkte und<br />
Dienstleistungen für die Wartung, Inspektion und Instandsetzung<br />
sowie moderne Lösungen für die Digitalisierung der Instandhaltungsprozesse<br />
in der Industrie gehören<br />
zum Messeangebot. Brandund<br />
Explosionsschutz sowie<br />
Arbeitssicher heit und Arbeitsschutz<br />
in der Instandhaltung ergänzen das<br />
Portfolio.<br />
Fachbesucher erhalten bei der Vorab-Registrierung<br />
auf der Messe-<br />
Webseite mit dem Code 4090 ein<br />
Gratis-Ticket im Wert von € 30,- für<br />
ihren Messebesuch.<br />
www.pumpsvalves-dortmund.de<br />
www.maintenance-dortmund.de<br />
Ruwac.indd 1 12.03.2018 15:56:13
AKTUELLES I INTERVIEW<br />
Stark aus Tradition<br />
125 Jahre Gea Separation – Vom Maschinenbauer<br />
zum ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />
1893 war das Jahr der Erfindungen mit dem Dieselmotor von Rudolf<br />
Diesel und dem Reißverschluss von Whitcomb Judson. Es war aber auch<br />
das Jahr, in dem die Firma Westfalia gegründet wurde: Franz Ramesohl<br />
und Franz Schmidt eröffneten am 1. September im westfälischen Oelde<br />
eine Werkstatt und stellten Hand-Milch-Zentrifugen mit dem<br />
Modellnamen Westfalia her. Wir sprachen mit Gea-Vorstandsmitglied<br />
Steffen Bersch über das traditionsreiche Unternehmen.<br />
Herr Bersch, die Firma Gea Westfalia<br />
wurde am 1. September 1893 gegründet.<br />
Wie waren die Anfänge des<br />
Unternehmens?<br />
125 Jahre Gea Separation, das ist die Erfolgsgeschichte<br />
von einem Maschinenbauer<br />
hin zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter<br />
und global agierenden<br />
Technologieführer. Neben Erfindergeist,<br />
Fleiß und Kreativität hatten alle – von den<br />
Gründungsvätern bis zur heutigen Generation<br />
– eine gemeinsame DNA. Die besteht,<br />
neben aller Kompetenz, aus den Fähigkeiten,<br />
sich immer wieder zu hinterfragen,<br />
Bedürfnisse und Anforderungen des Mark-<br />
tes zu erkennen und zu nutzen, über den<br />
regionalen und fachlichen Tellerrand zu<br />
schauen und nicht zuletzt immer wieder<br />
Mut und Ausdauer zu zeigen. Stellvertretend<br />
möchte ich unsere Gründer, den<br />
Kaufmann Franz Ramesohl und den<br />
Kunsttischler Franz Schmidt aus dem westfälischen<br />
Oelde, nennen. Sie gründeten am<br />
1. September 1893 das Unternehmen und<br />
schauten bereits über den Tellerrand, genauer<br />
gesagt nach Nordamerika mit seinen<br />
riesigen landwirtschaftlichen Flächen.<br />
Schnell wurde die Idee geboren, auch<br />
Melkmaschinen herzustellen. 1901 gab es<br />
eine kurze Episode als Motorrad- und<br />
wenig später Automobilhersteller – ein<br />
01 Steffen Bersch,<br />
Mitglied des Vorstands<br />
der Gea Group<br />
Aktiengesellschaft<br />
Experiment, das allerdings weniger erfolgreich<br />
war und 1919 endgültig aufgegeben<br />
wurde, damals dann schon unter Werner<br />
Habig. Fortan fokussierte sich Westfalia<br />
Separator auf Produkte und Systeme für<br />
effiziente und wirtschaftliche Trenntechnik.<br />
Und welche Meilensteine gab es in der<br />
Trenntechnik?<br />
Bereits 1922 wurden neue Öl-Separatoren<br />
mit Transmissionsantrieb, elektrischem<br />
Antrieb und angebautem Motor vorgestellt.<br />
1926 kam dann der Durchbruch bei Mineralöl-Separatoren<br />
an Bord von Schiffen,<br />
womit das Unternehmen auf die Kundenlisten<br />
bekannter Werften und Reedereien<br />
kam. Ab 1928 wurden die Milch-Separatoren<br />
so konstruiert, dass die Gestelle geschlossen<br />
und damit hygienisch sicherer<br />
waren. Im Jahr 1930 meldete Westfalia die<br />
erste Schleudertrommel mit selbsttätiger<br />
Schlammaustragung an. Zum ersten Mal<br />
wurde damit ein Separator auch zur Separierung<br />
von Schweröl, das als Dieselmotortreiböl<br />
verwendet wird, eingesetzt.<br />
Die Produktion von Blut-Separatoren wurde<br />
1934 aufgenommen. Nach dem Zweiten<br />
Weltkrieg ging es weiter mit der Produktion<br />
von Stärke-Separatoren (1948) und Systemen<br />
zur Speiseöl-Filtration (1953). 1955<br />
begann der Bau von Dekantern.<br />
Das Maschinenbauunternehmen Gea wurde<br />
1994 Mehrheitsaktionär der Westfalia Separator<br />
AG. Im Jahr 2008 nahm Westfalia<br />
Separator schließlich das „Gea“ als festen<br />
Bestandteil in den Firmennamen auf.<br />
Welche Rolle spielen die Separatoren und<br />
Dekanter mittlerweile in der<br />
Prozessindustrie?<br />
Grundsätzlich sind Separatoren und Dekanter<br />
die günstigste und sicherste Art, Fest/<br />
flüssig- und Flüssig/flüssig-Materialien<br />
10 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
voneinander zu trennen. Separatoren<br />
sind Hochgeschwindigkeitszentrifugen,<br />
die bis zu 10 000 g erreichen können.<br />
Sie verfügen über eine vertikal gelagerte<br />
Trommel und kommen in erster<br />
Linie für die Klärung und Trennung<br />
von Flüssigkeiten mit geringem<br />
oder ohne Feststoffgehalt zum Einsatz.<br />
Separatoren können Partikel<br />
mit einer Größe von unter 1 bis ca.<br />
500 µm aus Flüssigkeiten abtrennen<br />
mit einem Feststoffgehalt von 0,1 bis<br />
3 Vol.-%. Die Durchsatzleistungen<br />
der Separatoren reichen von 50 bis<br />
250 000 l/h; ein komfortables Spek trum<br />
für alle Prozessstufen, in denen<br />
mechanische Trenntechnik erforderlich<br />
ist. Nur die hohen Zentrifugalkräfte unserer<br />
Separatoren können zum Beispiel dem<br />
sehr geringen Dichteunterschied zwischen<br />
schwerem Rohöl und Wasser zuverlässig<br />
beikommen, um sie effektiv<br />
voneinander trennen zu können. Sie stellen<br />
außerdem sicher, dass der Restölgehalt<br />
beispiels weise in Wasser aus der<br />
Formation 5 ppm nie überschreitet.<br />
Wenn der Feststoffgehalt mit bis zu<br />
60 Vol.-% in der Suspension zu hoch ist,<br />
schlägt die Stunde des Dekanters. Sie<br />
werden daher häufig einem Separator zur<br />
Klärung oder maximalen Entwässerung<br />
der Suspension vorgeschaltet. In der<br />
3-Phasen-Aus führung trennen sie Öl und<br />
Wasser bei gleichzeitiger Abscheidung der<br />
Feststoffe. Dekanter verfügen über horizontal<br />
ge lagerte, schnell drehende Trommeln,<br />
in denen eine Förderschnecke den<br />
ent wässerten oder eingedickten Feststoff<br />
zum Austrag befördert. Dazu braucht<br />
es leistungsstarke Antriebe und eine<br />
Schneckendrehzahlregelung, die sich<br />
automatisch an die Feststoffkonzentration<br />
des zugeführten Produktes anpasst. Gea<br />
Dekanterzentrifugen kommen beispielsweise<br />
in der Öl- und Gasindustrie für<br />
die Aufbereitung von Bohrschlamm<br />
oder zur Reinigung von Alt- bzw. Slop-Öl<br />
zum Einsatz.<br />
Und wie kommt der Kunde bei dieser<br />
Produktvielfalt zu „seiner“ optimalen<br />
Lösung?<br />
Um unseren Kunden optimale Lösungen<br />
für ihre Anforderungen zur Verfügung zu<br />
stellen, haben wir 2014 ein hauseigenes<br />
Process Test Center (PTC) eröffnet. Hier<br />
werden Investitionsvorhaben von Kunden<br />
umfangreich durch Spezialisten begleitet:<br />
Angefangen mit der Spezifizierung von<br />
Das Jubiläum ist ein Ansporn, Innovationen weiter<br />
voranzutreiben und die Prozesse der Kunden zu verbessern<br />
02 Das Process Test Center (PTC) der Gea in Oelde ist bewährter Partner bei der maßgeschneiderten<br />
Neuentwicklung verfahrenstechnischer Lösungen und Optimierung bestehender Prozesse<br />
Produkteigenschaften über die Bestimmung<br />
und Auslegung der Maschinentypen<br />
bis hin zu Pilotversuchen bei uns und vor<br />
Ort beim Kunden. In Zusammenarbeit mit<br />
dem Kunden, unseren Produktmanagern<br />
und dem Process Development entwickelt<br />
und testet das PTC auch ganz neue Verfahrensabläufe.<br />
Es wurden bislang über<br />
11 000 Versuche und Prozessentwicklungen<br />
sowie mehr als 18 000 labortechnische<br />
Produktanalysen durchgeführt. Gebündelt<br />
wird dieses Know-how in einer Datenbank,<br />
die jedes Jahr durch etwa 500 neue<br />
Produktprüfungen und über 150 Prozessentwicklungen<br />
ergänzt und aktualisiert<br />
wird. Genau so entstanden die 3 500 Prozesse<br />
aus den unterschiedlichsten Industrien,<br />
die wir mit unseren Produkten und<br />
Systemen entwickelt haben.<br />
Warum sollte ein Anlagenbetreiber in der<br />
Prozessindustrie sich für Gea entscheiden?<br />
Zunächst muss man sich anschauen, wo<br />
die Entwicklung von Anlagen und Maschinen<br />
hingeht. Wir stellen fest, dass die Bedeutung<br />
der Automation und Einbindung<br />
der Maschine in die Kundenprozesse,<br />
Stichwort „Industrie 4.0“, immer weiter<br />
steigt. Kunden kaufen heute eher Leistung<br />
und Performance als die reine Maschine.<br />
Wir haben uns daher von einem reinen<br />
Maschinenbauer zu einem kompetenten<br />
Lösungsanbieter für Applikationen jeder<br />
Art entwickelt. Dazu kommen eine individuelle<br />
Betreuung und Beratung regional<br />
und global von der ersten Anfrage bis hin<br />
zur Unterstützung bei der Inbetriebnahme<br />
vor Ort. Weiterhin bieten wir innovative<br />
Servicekonzepte über den kompletten<br />
Lebenszyklus der Maschine und Anlage.<br />
Dazu gehören beispielsweise das Monitoring<br />
von Servicebedarf, Asset Management,<br />
Consulting und die Optimierung der<br />
Performance beim Kunden.<br />
Welche Bedeutung hat das Thema<br />
Digitalisierung für Ihr Unternehmen und<br />
die Produkte?<br />
Wir verstehen Digitalisierung vor allem als<br />
Chance und den Wegbereiter für neues<br />
Wachstums- und Entwicklungspotenzial,<br />
sowohl im Neumaschinenbereich als auch<br />
in Bezug auf das wachsende Angebot an<br />
Servicelösungen. Ein aktuelles Beispiel aus<br />
dem Bereich Service: Gea Performance<br />
Plus beinhaltet Service-Pakete, die weit<br />
über die klassische Instandhaltung hinausgehen<br />
und eine ideale Ergänzung zu einer<br />
Industrie-4.0-Strategie darstellen. Hierdurch<br />
werden Optimierungspotenziale<br />
aufgedeckt, die einen nachhaltigen Anlagenbetrieb<br />
ermöglichen. Moderne Technologien<br />
zur Zustandsüberwachung geben<br />
dem Kunden kombiniert mit dem Knowhow<br />
unserer Mitarbeiter aussagekräftige<br />
Zustandsanalysen und Informationen zur<br />
Entscheidungsfindung hinsichtlich möglicher<br />
Prozessoptimierungen – mit dem Ziel<br />
der permanenten Verfügbarkeit und maximalen<br />
Produktivität. Gleichzeitig können<br />
veränderte Produktionsanforderungen<br />
besser beurteilt und Aufträge wirtschaftlich<br />
optimal terminiert werden.<br />
Oder ein anderes Beispiel, der „denkende<br />
Separator“. Hier sehen wir, was allein technisch<br />
möglich ist. Bislang waren für das<br />
optimale Einstellen der Maschine, Erfahrung,<br />
Gehör und Intuition eines Bedieners<br />
nötig. Gemeinsam mit Forschern am Fraunhofer-Institut<br />
für Entwurfstechnik Mechatronik<br />
ist es uns gelungen, dieses Wissen in<br />
ein Expertensystem unter Verwendung von<br />
neuronalen Netzen zu übertragen. Intelligente<br />
Separatoren können so künftig mit<br />
einem deutlich höheren Automatisierungsgrad<br />
arbeiten. Sie gewährleisten auch die<br />
bestmögliche Trennung der Produkte. (eli)<br />
Fotos: Gea<br />
www.gea.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 11
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Wirtschaftliches Design<br />
Universal-Rührsystem überzeugt mit geringer Mischzeit<br />
und hoher Produktivität<br />
Im Beitrag wird eine Rührmaschine<br />
vorgestellt, die als Universal-<br />
Rührsystem die unterschiedlichsten<br />
Rührer ersetzen kann und bereits in<br />
vielen Standardanwendungen im<br />
Einsatz ist.<br />
Die sogenannte Maxblend-Rührmaschine<br />
wurde von der japanischen Firma Sumitomo<br />
entwickelt und wird in Europa von der STC-<br />
Engineering GmbH vertrieben. Das System<br />
besteht aus einem Reaktor mit einem Rührwerk<br />
und ist als Universal-Rührsystem in der<br />
Lage, unterschiedlichste Rührer zu ersetzen.<br />
Zum Einsatz kommen die verschiedenen<br />
Ausführungen in Standardanwendungen<br />
der Petrochemie und in Polymer- und<br />
mittel-/hochviskosen Anwendungen der<br />
Spezialchemie.<br />
Die Auswahl des richtigen Rührertyps ist<br />
entscheidend für den optimalen Prozessverlauf.<br />
Normalerweise wird der Rührer<br />
nach den Viskositäten des zu bearbeitenden<br />
Mediums ausgewählt. So dienen<br />
kleinere Rührer wie Scheiben-, Schrägblatt-<br />
und Hydrofoil-Rührer für turbulente<br />
Bereiche. Größere Wendel- oder Ankerrührer<br />
sind wiederum für laminare Bereiche<br />
geeignet. Deshalb müssen während des<br />
Rührvorgangs die Viskosität, aber auch die<br />
Viskositätsänderung des Rührmediums berücksichtigt<br />
werden.<br />
Scherverdünnende Fluide treten meist bei<br />
einer hohen Konzentration in der Polymerlösung,<br />
wie z. B. bei Lösungs- und Massepolymerisationsverfahren<br />
auf. Ist die Verteilung<br />
der Scherbeanspruchung für das<br />
Fluid im Behälter nicht homogen, da das<br />
Scherprofil abhängig von der Reaktorkonfiguration<br />
(Rührorgantyp) ist, dann entsteht<br />
im Bilanzraum auch keine einheitliche<br />
Viskosität. Eine Auswahl des Rührertyps ist<br />
schwierig, was aber entscheidend ist für<br />
den optimalen Prozessverlauf.<br />
Im schlimmsten Fall entstehen durch die<br />
Verwendung von kleineren Rührern isolierte<br />
stagnierende Zonen. Grund hierfür ist die<br />
Änderung des Strömungsverhaltens und<br />
der Geschwindigkeitsintensitäten. Außerdem<br />
sind im Rührer Stromstörer angebracht,<br />
da die Viskosität an den Rührblättern<br />
durch Turbulenzen gering ist. An den<br />
Stromstörern und an der Behälterwand ist<br />
die Viskosität dagegen hoch, da die Flüssigkeitsströmung<br />
aufgrund des nicht-newtonschen<br />
Fließverhaltens abgeschwächt ist<br />
und somit die Behälterwand und die freie<br />
Flüssigkeitsoberfläche nicht erreichen<br />
kann. Hinter den Stromstörern entstehen<br />
Totzonen, was die Gesamtdurchmischung<br />
weiter behindert.<br />
Diese geometrischen Konfigurationen<br />
sind immer noch häufig im Polymerisationsprozess<br />
von Elastomeren zu sehen. Hier<br />
kämpfen die Hersteller mit Verschmutzungsproblemen<br />
der Rührblätter und der<br />
Autor: Dr. Katsuhide Takenaka, Sumitomo<br />
Heavy Industries Process Equipment Co., Ltd.,<br />
Saijo-city, Ehime, Japan<br />
Viskosität ist entscheidend<br />
Bei einem kontinuierlichen Prozess, wie<br />
z. B. die Polymerherstellung, kann die Viskosität<br />
zwar konstant sein, doch ändert sie<br />
sich häufig bei Batch-Verfahren während<br />
der Polymerreaktion. Die Viskositätsmessung<br />
während der Reaktion ist besonders<br />
bei hohen Temperaturen und hohem<br />
Druck äußerst schwierig. Bekanntlich ist<br />
ein nicht-newtonsches Fluid deutlich<br />
schwieriger zu behandeln als ein newtonsches,<br />
weil die auf das Fluid wirkende<br />
Scherbeanspruchung innerhalb des Behälters<br />
durch die unterschiedlichen Absolutgeschwindigkeiten<br />
stark schwankt. Das bedeutet<br />
wiederum bei scherverdünnenden<br />
oder -verdickenden Medien, dass sich die<br />
Viskosität des Mediums durch die unterschiedliche<br />
Scherbeanspruchung im Behälter<br />
zeitlich völlig unterschiedlich ausbilden<br />
kann.<br />
01 Der Maxblend-Rührer besteht aus einem<br />
großen Bodenrührer und einem darüber<br />
positionierten Gitter<br />
12 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
Vorteile des Rührsystems:<br />
n Weniger Verschmutzung (Fouling)<br />
n Leicht zu säubern<br />
n Geringere Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslegung<br />
n Anzahl an Reaktoren kann vermindert werden<br />
n Reduzierung der Anlagenkosten<br />
n Geringere Mischzeit, dadurch können hochaktive<br />
Katalysatoren eingesetzt werden<br />
n Genug Platz im Reaktorinneren für ein automatisches<br />
Reinigungssystem<br />
n Organischer Lösungsmittelgehalt kann reduziert werden<br />
n Geringere Belastung der Trennstufe<br />
AUCH FÜR IHRE<br />
ANFORDERUNGEN!<br />
Rührwelle, aber auch mit Fouling an den Stromstörern und der<br />
Behälterwand. Folglich muss der kontinuierliche Prozess häufig<br />
heruntergefahren werden, um die Verschmutzung (Fouling) zu<br />
entfernen.<br />
Konstanter Strömungsverlauf<br />
Das Rührsystem Maxblend kann hier eine Lösung darstellen mit<br />
seiner hohen Wirksamkeit in einem großen Viskositäts- und<br />
Reynoldszahlbereich: Die durch das System hervorgerufene<br />
Strömung verläuft vom untersten großen Rührblatt zur Behälterwand,<br />
steigt an ihr bis zur Flüssigkeits oberfläche auf und<br />
fließt aufgrund eines bestehenden Unterdrucks hinter dem<br />
Bodenrührer im Zentrum hinunter in den Bodenbereich.<br />
Beim Maxblend ändert sich der Strömungsverlauf nicht mit<br />
der Viskosität. Selbst in laminaren Regionen kann das Fluid allmählich<br />
im gesamten Behälter verteilt werden. Es gibt auch keine<br />
zu schnell oder zu langsam vermischten Bereiche, folglich ergibt<br />
sich auch keine ausgeprägte Ruhezone abhängig von der<br />
Reynoldszahl. Auch wenn keine völlig einheitlichen rheologischen<br />
Eigenschaften für die Polymer lösung erreicht werden können,<br />
werden die Mischbedingungen deutlich verbessert.<br />
Wenn der Polymerisationsprozess nicht zum Fouling neigt, gibt<br />
es ein weiteres Beispiel für die Anwendung des Rührsystems – und<br />
zwar die Massepolymerisation, bei der generell ein laminarer, vom<br />
Rührer erzeugter Strömungsbereich vorliegt. Hier werden üblicherweise<br />
Wendelrührer verwendet, die aber keinen Platz für den<br />
Wärmeübertrager bieten – der Max blend besitzt dagegen genügend<br />
Platz zur Installation der Wärmeübertrager.<br />
Als Sumitomo den Maxblend in Japan auf den Markt brachte,<br />
wurde zunächst vermutet, dass die große Fläche zu viel Raum für<br />
Verschmutzung bietet. Jetzt sind die Kunden vom Konzept überzeugt,<br />
und es wurden viele Rührmaschinen weltweit installiert.<br />
Fotos: Sumitomo<br />
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02 Die Mischzeit bei Anwendung des Maxblend-Rührers ist viel<br />
geringer als die von konventionellen kleinen Rührorganen (a: t = 0 s;<br />
b: t = 10 s; c: t = 20 s)<br />
Pumpentechnik · Dosiertechnik · Kupplungstechnik
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Dampf machen<br />
Kesselanlage in der Brauerei verbessert die<br />
Effizienz deutlich<br />
Die Energieversorgung mit<br />
Prozessdampf spielt in der<br />
Getränkeindustrie eine große Rolle.<br />
Eine Brauerei will mit dem Einsatz<br />
eines neuen Dampfkesselsystems<br />
eine Energiekostenersparnis von<br />
rund 80 000 Euro pro Jahr erzielen.<br />
Inmitten des Pfälzer Waldes sind die traditionsreichen<br />
Park & Bellheimer Brauereien<br />
zu Hause. „Pro Jahr produzieren wir<br />
100 000 Hektoliter in Pirmasens und<br />
200 000 Hektoliter in Bellheim. Und wir<br />
setzen auf Rohstoffe aus dem umliegenden<br />
Gebiet“, betont Rainer Klöckner, der technische<br />
Leiter beider Brauereistandorte.<br />
Die Brauereien setzen moderne und<br />
nachhaltige Technik im Brauprozess ein,<br />
das betrifft auch die Energieversorgung<br />
mit Prozessdampf. Am Standort Pirmasens<br />
Autorin: Annemarie Wittmann, Marketing,<br />
Bosch Industriekessel GmbH, Gunzenhausen<br />
konnten kürzlich Bosch-Kundendiensttechniker<br />
Heiko Doppler und Thomas<br />
Steffes, Projektleiter der Firma Kramer &<br />
Best, ein neues Dampfkesselsystem an<br />
Braumeister André Ködel übergeben.<br />
Durch die Umbaumaßnahme erwartet die<br />
Brauerei eine Energiekostenersparnis von<br />
rund 80 000 EUR pro Jahr.<br />
Die neue Anlage von Bosch ersetzt ein<br />
Versorgungsmodell mit der Stadt, nach Ablauf<br />
des Vertrages hat sich die Brauerei für<br />
den Aufbau einer eigenen Versorgung entschieden.<br />
„Von der ersten Planungsidee bis<br />
zur fertigen Anlage sind gerade mal vier<br />
Monate vergangen“, berichtet Thomas<br />
Steffes. Kramer & Best war für die Auslegung<br />
und Realisierung sowie für den<br />
Abbau der Bestandsanlage beauftragt.<br />
Bosch Industriekessel unterstützte mit<br />
technischen Spezifikationen und CAD<br />
Daten, lieferte die Technik und begleitete<br />
die Montage und die Behördenabnahme.<br />
Inmitten der historischen Brauereigemäuer<br />
fanden Kessel, Module und Steuerungssystem<br />
ihren Platz. Während der Demontage<br />
und Installation der Neuanlage<br />
war ein Mietkessel für kurze Zeit im Einsatz.<br />
Die im Bosch-Werk vormontierten Komponenten<br />
und der fertig verdrahtete und geprüfte<br />
Steuerschaltschrank verkürzten die<br />
Installationsphase und beschleunigten die<br />
Inbetriebnahme. „Durch die gute Vorarbeit<br />
beider Firmen war die ganze Anlage schnell<br />
in Betrieb genommen. Jetzt folgt lediglich<br />
noch die Einbindung von MEC Optimize“,<br />
erzählt Heiko Doppler.<br />
Digitaler Assistent<br />
MEC Optimize ist ein digitaler Effizienzassistent,<br />
der Kesselwärtern und Betreibern<br />
hilft, eventuelle Energieverluste schnell<br />
festzustellen und entsprechende Handlungsmaßnahmen<br />
vorschlägt. Auch kritische<br />
Zustände erkennt der Effizienzassistent<br />
sofort und ermittelt auf Basis der Anlagenfahrweise<br />
den Komponentenzustand.<br />
Durch die zuverlässigen Vorhersagen kann<br />
André Ködel, gleichzeitig Betriebs leiter im<br />
Werk Pirmasens, die Wartung rechtzeitig<br />
und passend zur Brauereiauslastung einplanen.<br />
Predictive Maintenance hält also<br />
Einzug in einer Traditionsbrauerei.<br />
Die Datensammlung und -speicherung<br />
für MEC Optimize geschieht lokal über<br />
einen im Schaltschrank integrierten Industrie-PC.<br />
Bosch bietet für die Datenübermittlung<br />
und -visualisierung zwei verschiedene<br />
Systeme, über standardisierte Schnittstellen<br />
zur Prozessleittechnik oder über PC/<br />
14 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
01 Die neue Dampfkesselanlage in Pirmasens produziert bis zu<br />
fünf Tonnen Dampf für verschiedene Erhitzungsverfahren im<br />
Brauprozess<br />
02 Heiko Doppler zeigt Thomas Steffes die verschiedenen<br />
Menüebenen von MEC Optimize; in Pirmasens liefert der<br />
Effizienzassistent künftig die Daten an die zentrale Leitwarte<br />
Tablet via WLAN. Am Standort Pirmasens<br />
können Berechtigte über die zentrale Leitwarte<br />
die Werte und Analysen abrufen, daraus<br />
alle wichtigen Informationen hinsichtlich<br />
Energieverbrauch, Lastprofil und Betriebsverhalten<br />
gewinnen und gleichzeitig<br />
auch Werte aus den Kesselprüfungen digital<br />
eintragen – das schafft Effizienz für Mensch,<br />
Maschine und Prozesse. Durch die Vernetzung<br />
mit dem sicheren Fernzugriff MEC Remote<br />
von Bosch lassen sich die Daten auch<br />
außerhalb der Brauerei von jedem beliebigen<br />
Standort aus anzeigen. Auf Wunsch des<br />
Betreibers können die Bosch-Experten<br />
kosteneffizient bei Fehlersuche, Parametrierungen<br />
oder Programmierungen aus<br />
der Ferne unterstützen.<br />
inklusive Ablaufeinrichtung komplettiert<br />
die Kesselanlage in Pirmasens. Das sorgt<br />
für eine hohe Wasserqualität und schützt<br />
Kessel und Komponenten vor Schäden<br />
durch Korrosion oder durch Fremdstoffeinbrüche<br />
von Laugen, Säure oder auch Härte.<br />
Überzeugender Einsatz<br />
Mit den Kesselanlagen von Bosch verbessern<br />
die Brauereien ihre Energiebilanz,<br />
Wir sind sehr zufrieden,<br />
die Kesselanlagen erfüllen unsere Erwartungen.<br />
Rainer Klöckner, technischer Leiter, Park & Bellheimer Brauereien<br />
Hohe Dampfqualität<br />
Bis zu fünf Tonnen Dampf produziert die<br />
neue Kesselanlage – überwiegend für verschiedene<br />
Erhitzungsverfahren im Brauprozess.<br />
Der bewährte Kesseltyp UL-S überzeugt<br />
durch seinen flexiblen Betrieb und<br />
liefert gleichbleibend hohe Dampfqualität<br />
selbst bei starken Lastschwankungen. „Die<br />
Entscheidung, am Standort Pirmasens<br />
einen Kessel von Bosch einzusetzen, fiel<br />
uns leicht“, kommentiert Rainer Klöckner.<br />
Der Wegbereiter war die Bosch-Kesselanlage<br />
im 60 km entfernten Bellheimer<br />
Werk. Dort laufen bereits seit dem Jahr 2015<br />
zwei UL-S Dampfkessel mit insgesamt<br />
zwölf Tonnen Dampf pro Stunde. Die Prozesswärme<br />
wird hier nicht nur für den<br />
Braubetrieb benötigt, sondern auch für die<br />
Getränkeherstellung und Flaschenreinigung.<br />
Die Energiezentrale in Bellheim betreibt<br />
die Pfalzwerke AG, die Brauerei hat<br />
mit dem Energiedienstleister aus Ludwigshafen<br />
ein Pachtmodell vereinbart. Neben<br />
den Kesseln haben die Pfalzwerke zwei<br />
Mikrogasturbinen eingesetzt, die rund die<br />
Hälfte des Strombedarfs erzeugen.<br />
Alle drei Kessel sind mit integrierten Economisern<br />
ausgerüstet, die durch die Vorwärmung<br />
von Speisewasser bis zu 7 % an<br />
Brennstoff pro Kessel einsparen können.<br />
Für die flexible Anpassung an jahreszeitlich<br />
bedingte Schwankungen von Produktionsmenge<br />
und Getränketyp ist eine hohe<br />
Effizienz der Dampferzeuger gerade im<br />
Teillastbereich wichtig. Die ab Werk angebauten<br />
Erdgasbrenner arbeiten modulierend<br />
und passen sich stufenlos an den<br />
Dampfbedarf an.<br />
Einen weiteren positiven Effekt bringen<br />
die drehzahlgeregelten Brennergebläse, sie<br />
reduzieren den Stromverbrauch um bis zu<br />
75 % und amortisieren sich innerhalb<br />
kurzer Zeit. Die Reduzierung der Gebläsedrehzahl,<br />
abhängig von der aktuellen Brennerleistung,<br />
führt zu der wesentlich geringeren<br />
elektrischen Leistungsaufnahme.<br />
Ebenfalls gehört die Steuerungstechnik von<br />
Bosch zur Ausstattung beider Kesselhäuser.<br />
Sie schützt vor Fehlbedienung, automatisiert<br />
den Kessel- und Anlagenbetrieb und<br />
übernimmt Steuerungsaufgaben.<br />
Eine Anlage zur Speisewasserentgasung<br />
samt Brüdenkühler sowie eine Fremdstoffüberwachung<br />
für den Kondensatrücklauf<br />
reduzieren den Brennstoffeinsatz und<br />
können insgesamt flexibler und effizienter<br />
arbeiten. Nicht zuletzt schützen niedrigere<br />
Emissionen die Umwelt. „Wir sind sehr<br />
zufrieden“, betont technischer Leiter Rainer<br />
Klöckner. „Sowohl in Bellheim als auch in<br />
Pirmasens erfüllen die Kesselanlagen von<br />
Bosch unsere Erwartungen.“<br />
Die künftigen Energieverbrauchsanalysen,<br />
Verschleißprognosen und Datenauswertungen<br />
durch MEC Optimize geben der<br />
Anlage in Pirmasens den letzten Schliff. Die<br />
Inbetriebnahme des Effizienzassistenten<br />
wird nicht der letzte Besuch von Heiko<br />
Doppler bleiben. Die Brauereien haben für<br />
beide Standorte einen Wartungsvertrag mit<br />
Bosch vereinbart – für einen langlebigen<br />
und sorgenfreien Kesselbetrieb.<br />
Fotos: Bosch Industriekessel, Park & Bellheimer<br />
www.bosch-industrial.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 15
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Schonende Bewegungen<br />
Plansiebmaschine für den universellen Einsatz<br />
Die Plansiebmaschine Siftomat ist<br />
in praktisch allen Industriebereichen,<br />
in denen Schüttgüter verarbeitet<br />
werden, einsetzbar. Das System ist<br />
sowohl für Kontrollsiebungen, aber<br />
auch für die Klassierung und<br />
Entstaubung geeignet.<br />
Die harmonische, ruhige und schonende<br />
Siebbewegung in der Siftomat wirkt<br />
sich nicht nur positiv auf das Siebgut, sondern<br />
auch auf die Lebensdauer der Siebmaschine<br />
aus. Die Funktionsweise ist recht<br />
einfach: Ein Exzenterantrieb bringt den<br />
Siebstapel in eine schwingende, plane exzentrische<br />
Bewegung. Gegenüber der stark<br />
verbreiteten hochfrequenten Vibrationssiebtechnik<br />
hat dies den Vorteil, dass das<br />
Siebgut sehr schonend verarbeitet wird.<br />
Außerdem wirkt sich die rein plane Siebbewegung<br />
(gegenüber der meist unkontrollierten,<br />
resp. nur schwierig kontrollierbaren<br />
Vibrationsbewegung) sehr positiv auf die<br />
Siebgüte aus.<br />
Das Produkt gelangt durch einen Einlaufstutzen<br />
auf den hinteren Bereich des Siebes.<br />
Durch die Siebbewegung und die geneigte<br />
Einstellung des Siebes wird das Produkt<br />
nach vorne gefördert. Das Siebgut mit kleinerer<br />
Granulometrie als der Maschenweite<br />
fällt durch die Maschen hindurch. Alles was<br />
größer ist, wird über die ganze Länge des<br />
Siebes transportiert. Das hat den Vorteil,<br />
dass auch Körnern mit Grenzmaßen genügend<br />
Zeit bleibt, um durch die Maschen zu<br />
fallen – sofern sie denn auch kleiner sind.<br />
Optimale Einstellungen<br />
Im Vergleich zu runden Taumelsiebmaschinen,<br />
bei denen das Produkt spiralförmig<br />
von innen nach außen transportiert werden<br />
soll, ist somit auch die Einstellung für die<br />
optimale Siebung viel einfacher. Es muss<br />
nur die Neigung verstellt werden – und<br />
diese wird bei den kleinen und mittleren<br />
Siebmaschinen mit zwei zu lösenden<br />
Schrauben (bei der größeren Siebmaschine<br />
acht Schrauben) getan.<br />
Die optimale Siebneigung wird werksseitig<br />
voreingestellt und muss nicht mehr geändert<br />
zu werden. Auch die Drehzahl muss<br />
bei den meisten Produkten nicht eingestellt<br />
werden. Nur bei schwierigeren Produkten<br />
oder bei Spezialfällen, wo Schüttgüter nach<br />
der Länge sortiert werden, ist der Einsatz<br />
eines Frequenzumrichters notwendig. Es ist<br />
sogar möglich, mit der Plansiebmaschine<br />
Siebgüter nach der Länge auszusortieren.<br />
Kein Verstopfen<br />
Bei schwierigen Siebgütern, bspw. bei<br />
solchen mit unregelmäßiger Form oder bei<br />
großem Anteil an Grenzkorn, kann es vorkommen,<br />
dass die Siebmaschine verstopft.<br />
In diesen Fällen kann jede einzelne Sieblage<br />
mit einer Ballklopfreinigung versehen<br />
werden. Diese besteht im Wesentlichen<br />
aus einem Rahmen in Edelstahl, der unterhalb<br />
des Siebes platziert wird, nach unten<br />
mit einem grobmaschigen Drahtgeflecht<br />
bestückt und nach oben offen ist. Darin<br />
werden die Reinigungskugeln (Naturkautschuk/Polyurethan<br />
oder Silikon) platziert,<br />
die durch die Siebbewegung gegeneinander<br />
prallen. Dadurch wird eine so hohe<br />
Beschleunigung erzeugt, dass die Kugeln<br />
von unten gegen das Sieb springen und<br />
damit eventuell von oben her eingesteckte<br />
Siebkörner aus den Maschen herausklopfen.<br />
Dieses einfache und effiziente<br />
Siebreinigungssystem wird von den feinsten<br />
bis zu den gröbsten Siebmaschen erfolgreich<br />
eingesetzt.<br />
Feinmaschige Siebgewebe bis 200 μm<br />
können zusätzlich mit einer Ultraschallfrequenz<br />
erregt werden. Dabei werden die<br />
durch den Generator erzeugten Schallwellen<br />
über den Konverter auf den Siebrahmen<br />
und damit das Siebgewebe übertragen. Das<br />
Besondere daran ist, dass die erzeugte Frequenz<br />
innerhalb von 30 bis 38 kHz permanent<br />
variiert. Dies hat sich als besonders<br />
effektiv bei feinen Pulvern und einer Maschenweite<br />
von < 200 μm erwiesen. Dieses<br />
Verfahren verhindert ein Verstopfen des<br />
Siebes und erhöht den Durchsatz.<br />
Fotos: Fuchs<br />
www.fuchsag.com<br />
16 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Zuführen mit hoher Genauigkeit<br />
Die hier vorgestellte Vibrationsrinne lässt sich vielseitig einsetzen<br />
und ist in Verbindung mit einem Vakuumfördersystem und einer<br />
Füllstandmelder-Steuerung ideal für die Automatisierung von<br />
Zuführprozessen geeignet. Je nach<br />
Anwendung ist die offene Vibrationsrinne<br />
oder das geschlossene hygienische<br />
Dosierrohr zu empfehlen –<br />
beide Systeme sind leicht zu reinigen.<br />
In Kombination mit einem Vakuumförderer<br />
und einem Materialpuffer ist<br />
es möglich, verschiedenste Arten der<br />
Verwiegung umzusetzen. Ein Beispiel<br />
ist die Negativ-Verwiegung bzw. das<br />
Dosieren mit der Vibrationsrinne. Je<br />
nach Art des Materials wird eine<br />
Genauigkeit von bis zu 1 g pro Takt erreicht. Außerdem ist es<br />
möglich, aus einem diskontinuierlichen Zuführprozess eine<br />
kontinuierliche Zuführung zu machen – und das bei einer<br />
Leistung bis zu 1 000 kg/h. Die Rinne ist verschleißarm, im<br />
Ex-Bereich einsetzbar und in verschiedenen Varianten mit zusätzlichen<br />
Komponenten erhältlich.<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
Dampfkessel<br />
auch im Container<br />
250–32.000 kg/h<br />
www.volkmann.info<br />
Mobile Fackel entlastet Anlagen<br />
Der Industriedienstleister Bilfinger hat für den Mineralölkonzern<br />
ExxonMobil eine Produktlösung entwickelt, bei der<br />
innerhalb kürzester Zeit eine vollwertige Hochtemperaturfackel<br />
zur Verfügung steht. Bilfinger schließt damit eine Lücke<br />
im deutschen Markt und verbindet ausgereifte Technologien<br />
mit Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit. Dabei überzeugt<br />
das Produkt mit einem hohen Sicherheitsstandard. Denn die<br />
Fackel sorgt dafür, dass<br />
Gase sicher verbrannt<br />
und bestehende<br />
Anlagensysteme<br />
entlastet werden.<br />
Die mobile Fackel ist<br />
fest auf einem<br />
Anhänger montiert und<br />
lässt sich dadurch<br />
schnell zum<br />
gewünschten Einsatzort<br />
transportieren. Der<br />
Aufbau und das Fahrgestell<br />
können variabel<br />
auf jeden Kunden<br />
zugeschnitten werden.<br />
Durch seine sofortige<br />
Verfügbarkeit bietet das<br />
Fackelsystem sämtlichen Akteuren in der Prozessindustrie ein<br />
hohes Maß an Versorgungssicherheit. Die mobile Fackel<br />
wurde sowohl für den geplanten Einsatz bei Inspektions- oder<br />
Instandhaltungsarbeiten als auch für den außerplanmäßigen<br />
Einsatz beispielsweise bei Leckagen konzipiert.<br />
Die mobile Fackel ist so aufgebaut, dass ein autarker<br />
(Batterie-)Betrieb über mehrere Stunden möglich ist. Über ein<br />
Hydraulikaggregat wird der Fackelarm auf die benötigte Höhe<br />
gebracht. Die Bedienung erfolgt benutzerfreundlich via<br />
Touchpanel. Sämtliche Verbrauchsstoffe wie Stickstoff und<br />
Propan werden mitgeführt.<br />
www.bilfinger.com<br />
Achenbach<br />
T +49 2391 9591-0<br />
www.achenbach-dampf.de<br />
Besuchen Sie uns auf der<br />
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FÖRDERN DOSIEREN WIEGEN MISCHEN<br />
ABFÜLLEN LAGERN AUTOMATION<br />
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VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Ohne Sauerstoffkontamination<br />
Siebtechnik in einer Aufbereitungsanlage für Metallpulver<br />
In einer Anlage zur Aufbereitung<br />
von Metallpulver sind<br />
Taumelsiebmaschinen im Einsatz.<br />
Diese wurden speziell auf die<br />
Anforderungen der Anwendung<br />
ausgelegt und ermöglichen ein<br />
exaktes Absieben.<br />
Autoren: Isabella Schlegel, Vertrieb/Marketing,<br />
GKM Siebtechnik GmbH, Waibstadt; Jürgen Graf,<br />
Geschäftsführer, Graf Anlagenbau GmbH,<br />
Krumbach<br />
Die Taumelsiebmaschine (links) ist das<br />
Herzstück der Anlage, damit ist die Absiebung<br />
von Metallpulvern ohne Sauerstoffkontamination<br />
möglich<br />
Um Werkstoffe mit speziellen Eigenschaften<br />
herstellen zu können, sind oft<br />
aufwändige Verfahrensschritte notwendig.<br />
In einer Anlage zur Aufbereitung von Metallpulver<br />
bspw. werden hochwertige Legierungen<br />
auf Aluminium-Titan-Basis, die zuvor<br />
im Vakuum-Schmelzprozess verdüst<br />
wurden, aufbereitet, verpackt und homogenisiert.<br />
Die Anlage der Graf Anlagenbau<br />
GmbH ist bei einem Hersteller von Hochleistungsmetallen<br />
und -materialien im Einsatz,<br />
sie umfasst mehrere Verfahrensschritte:<br />
Umfüllstation, Materialcontainer, Siebanlage,<br />
Verpackungsanlage und Handling.<br />
Das komplette System ist geschlossen und<br />
wird mit Argon-Gas geflutet, da das Metallpulver<br />
bei Kontakt mit Sauerstoff geschädigt<br />
würde. Beim ersten Schritt – der Umfüllstation<br />
– wird das Material von den Behältern der<br />
Vakuum-Schmelze in die Materialcontainer<br />
unter Argon-Atmosphäre umgefüllt. Die Argonatmosphäre<br />
wird während des gesamten<br />
Prozesses überwacht. Für das prozesssichere<br />
Materialhandling und die Zwischenlagerung<br />
ohne Unterbrechung der Argon-Atmosphäre<br />
wurden spezielle Materialcontainer konzi-<br />
piert. Diese Materialcontainer bestehen aus<br />
einem asymmetrischen Auslaufkonus, damit<br />
auch schwer fließendes Material sicher und<br />
restlos ausgetragen werden kann. Die befüllten<br />
Materialcontainer können über einen<br />
Drehmischer mehrfach gedreht werden, um<br />
das eingefüllte Pulver zu homogenisieren.<br />
Die Taumelsiebmaschine von GKM<br />
Siebtechnik GmbH ist das Herzstück der<br />
Anlage. Sie wurde speziell für die Anforderungen<br />
der Absiebung von Metallpulvern<br />
ohne Sauerstoffkontamination ausgelegt.<br />
Die Materialcontainer werden an der Siebanlage<br />
oben angedockt, anschließend wird<br />
das Material über eine geschlossene Vibrationsrinne<br />
der Siebmaschine zugeführt.<br />
Das Material wird in drei Fraktionen gesiebt,<br />
um grobe Partikel und unerwünschten<br />
Feinstaubanteil abzutrennen. Die Argon-<br />
Zuführung erfolgt bei Bedarf vollautomatisch.<br />
Um auch bei feinsten Maschenweiten<br />
bis 25 μm sicher sieben zu können, ist die<br />
Anlage mit einer Ultraschall-Reinigung<br />
ausgerüstet.<br />
Nach der Siebung und zur Auslieferung<br />
an die Kunden wird das Material in handliche<br />
Kunststoffbehälter abgefüllt. Die von<br />
der Siebmaschine kommenden Container<br />
werden an der Befüllstation, die aus einer<br />
Vibrorinne und einer Plattformwaage besteht,<br />
angedockt.<br />
Das ganze System befindet sich in einem<br />
Handschuhkasten mit Argon-Inertisierung.<br />
Dadurch ist das Material beim Umfüllvorgang<br />
ebenfalls vor Oxidation geschützt. Der<br />
Bediener verschließt die Container im<br />
Handschuhkasten nach erfolgter Befüllung<br />
und schiebt sie in ein Austragssystem mit<br />
pneumatischem Aufzug und Rollenbahn.<br />
Das eingesetzte Verwiegesystem ist eichfähig<br />
und verfügt über einen automatischen<br />
Protokollspeicher, sodass jede Produktionscharge<br />
rückverfolgbar ist.<br />
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen<br />
GKM und dem Anlagenbauer – der<br />
Graf Anlagenbau GmbH aus Krumbach –<br />
konnte das Projekt mit einer extrem kurzen<br />
Lieferzeit von nur vier Monaten zwischen<br />
den ersten Entwurfsskizzen und der Inbetriebnahme<br />
erfolgreich realisiert werden.<br />
Fotos: GKM, Graf<br />
www.gkm-net.de; www.graf-anlagen.de<br />
18 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Vibrationssieb entspricht<br />
Hygieneansprüchen<br />
Das weiterentwickelte Vibrationssieb<br />
JEL Konti II wurde nach den<br />
Grundprinzipien des Hygienic<br />
Designs konstruiert und ist somit<br />
auch für den Einsatz in der Foodund<br />
Pharma-Branche geeignet.<br />
Der Siebtrog der Maschine weist<br />
dank der vergrößerten Radien<br />
keine Ecken auf, in denen sich Produktreste festsetzen könnten.<br />
Darüber hinaus sind alle innenliegenden Teile bequem<br />
erreichbar, auch Dichtungen können zu Reinigungszwecken<br />
einfach entfernt und wieder aufgesteckt werden. Das minimalistisch<br />
gehaltene Siebgehäuse überzeugt laut Hersteller durch<br />
glatte, leicht abwischbare Flächen. Das Vibrationssieb selbst ist<br />
auf einem Gestell aus Rundrohr aufgebaut, damit sich auch hier<br />
weder Schmutz noch Produktrückstände ablagern können. Bei<br />
Bedarf wird die Maschine nach Richtlinien wie GMP, FDA, BfR<br />
oder 1935/2004 ausgelegt und mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen<br />
und Rautiefen angeboten.<br />
Um auch das Handling so einfach wie möglich zu gestalten, kann<br />
das Vibrationssieb durchgängig werkzeuglos bedient und<br />
gewartet werden. Insbesondere der Wechsel der Siebeinleger<br />
wurde so vereinfacht, dass innerhalb von 30 s mit nur wenigen<br />
Handgriffen der Einleger wie eine Schublade stirnseitig herausgezogen<br />
werden kann, ohne dass die Maschine von der Produktzuund<br />
-abführung abgetrennt werden muss.<br />
www.engelsmann.de<br />
Software erweitert Kontrollmöglichkeiten<br />
bei Dosierern<br />
Coperion K-Tron hat ihre K-Vision Software mit neuen Funktionen<br />
erweitert. Das System dient zur Steuerung von mehreren<br />
Geräten in einem Prozess. Mit der Einführung der Version 2.0<br />
bietet Software nun die Möglichkeit, bis zu 24 Geräte in ein oder<br />
zwei Linien zu steuern und gibt Nutzern damit eine umfassendere<br />
Übersicht und Kontrollmöglichkeit<br />
ihrer Dosiergeräte an<br />
die Hand.<br />
K-Vision umfasst einen<br />
12,1"-Farb-LCD-Bildschirm<br />
zusammen mit einem<br />
Touchscreen als Haupteingabegerät.<br />
Wahlweise können eine<br />
oder im Quad-Modus vier<br />
Anzeigeseiten gleichzeitig<br />
aufgerufen werden. Das System sei laut Hersteller einfach zu<br />
konfigurieren und benötige kaum Programmieraufwand.<br />
Die grafische Visualisierung des Prozesses erfolgt mittels<br />
bedienerfreundlichen Trend-Grafiken. Zudem wird auch eine<br />
Ereignisprotokollierung angeboten. Sämtliche Dosierertypen für<br />
kontinuierliche wie auch Batch-Prozesse können mit dieser<br />
Software gesteuert werden. Das Update von der bisherigen auf die<br />
neue K-Vision-Software-Version ist jederzeit möglich und erfolgt<br />
mittels Compact-Flash-Karte oder USB-Flashspeicher. Durch eine<br />
große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten kann K-Vision auf<br />
einfache Weise in bestehende Systeme integriert werden.<br />
www.coperion.com<br />
Der effizienteste Nassmahlprozess auf kleinem<br />
Raum. Das unschlagbare Duo MacroMedia und<br />
MicroMedia+ entfaltet sein volles Potenzial in unserem<br />
standardisierten Produktionsmodul. Es ermöglicht Vorund<br />
Feinvermahlung in einem kompakten Modul und<br />
spart somit Platz und Kosten.<br />
interessiert? Kontaktieren Sie uns:<br />
grinding.dispersing@buhlergroup.com<br />
Ein echt<br />
unschlagbares Duo.<br />
MacroMedia TM und<br />
MicroMedia+ TM<br />
Innovations for a better world.
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Gase smart mischen<br />
Ein digitales Steuermodul ist<br />
Herzstück der modernen Mischgeräte:<br />
Die von Witt Gascontrol<br />
genannte Einheit zeigt am Touchdisplay<br />
alle relevanten Parameter und<br />
liefert mehr Transparenz im Produktionsprozess.<br />
Auch die Bedienung<br />
erfolgt einfach per Touchscreen. Eine<br />
auf Wunsch integrierte Gasanalyse überwacht laufend den<br />
Prozess, sichert die Genauigkeit und erhöht die Prozesssicherheit<br />
der Anlage. Selbstverständlich werden alle Daten von Mischer<br />
und Analyse in der Gascontrol dokumentiert. Ein integrierter<br />
Schreiber ermöglicht auch eine grafische Verlaufsdarstellung.<br />
Per Ethernet können die Gasmischer an das Netzwerk<br />
angebunden werden. Die Protokolldaten lassen sich in herkömmlicher<br />
Tabellenkalkulationsoftware zusammenführen und<br />
aufbereiten. Ob die Anlage fehlerfrei arbeitet, lässt sich nun von<br />
praktisch jedem Computer oder Mobiltelefon aus feststellen.<br />
www.wittgas.com<br />
Plattenwärmeübertrager auf kleinstem<br />
Raum<br />
Für unterschiedliche Erhitzungs- und Kühlanwendungen in<br />
Brauereien und Destillerien eignen sich die gedichteten<br />
Wärmeübertrager der NT-Serie von Kelvion. Sie sind in verschiedenen<br />
Größen und mit diversen Plattenprägungen erhältlich,<br />
sodass sie leicht der Medienart, den Produktanforderungen und<br />
der gewünschten Leistung angepasst werden können. Das<br />
patentierte OptiWave-Design sorgt durch eine gute Medienverteilung<br />
über die gesamte Wärmeaustauschfläche für hohe Übertragungsraten.<br />
Dies ermöglicht die<br />
Auslegung kompakter und<br />
kostengünstiger Wärmetauscher.<br />
Weitere Vorteile der NT-Serie sind<br />
ein stabiles Plattenpaket durch<br />
die PosLoc-Montage und der<br />
sichere Sitz der Dichtungen dank<br />
des EcoLoc-Dichtungssystems.<br />
www.kelvion.com<br />
Einwegmischer spart Material<br />
Die neuen Einwegmischer der Schwing <strong>Verfahrenstechnik</strong> sollen<br />
bekannte Schwachstellen etwa von Wendel- oder quadratischen<br />
Mischern ausmerzen. Anwender des neuen Mischertyps mit<br />
X-Gitter-Struktur profitieren laut Hersteller von einer deutlich<br />
besseren Mischgüte, von niedrigeren Produktionskosten und von<br />
erheblicher Materialeinsparung. Entwickler des neuen Typs ist<br />
Stamixco, ein erfahrener Schweizer Hersteller von statischen<br />
Mischern aller Art.<br />
Es ist vor allem die besondere Bauweise der X-Gitter-Geometrie,<br />
die deutliche Einsparungen in der Länge des neuen Mischers<br />
ermöglicht: Um bis zu 66 % konnte die Konstruktionslänge im<br />
Vergleich zu bisherigen Mischern verkürzt werden. Seine<br />
kompakte Bauweise macht diesen kurzen und effizienten<br />
Kunststoff-Einwegmischer speziell für Roboteranwendungen<br />
interessant. Das gilt insbesondere dann, wenn diese<br />
Anwendungen sehr präzise Klebstoff-Führungen erfordern.<br />
Anwender sollen zudem von einer<br />
sichtbar besseren Mischgüte durch<br />
die neue Konstruktion profitieren.<br />
Ihre Mischgeometrie erzielt gute<br />
Resultate für laminare, hoch- bzw.<br />
niederviskose Mischaufgaben<br />
ebenso wie für große<br />
Konzentrationsunterschiede.<br />
www.schwing-pmt.de<br />
Zuführband steigert Ertrag des<br />
Wirbelstromabscheiders<br />
Das vor Kurzem von<br />
Goudsmit Magnetics<br />
entwickelte Zuführband<br />
wird über einen Produktverteiler<br />
beschickt. Dieser<br />
verhindert eine verstopfte<br />
Vibrationsrinne und erhöht<br />
den Ertrag von Nichteisenmetallen<br />
im Recyclingprozess.<br />
Klebrige oder feuchte Produktströme haften an der<br />
Oberfläche der Vibrationsrinnen, wodurch diese das Produkt<br />
nicht gleichmäßig verteilen können. Das Produkt bekommt eine<br />
bevorzugte Richtung (den Weg des geringsten Widerstands),<br />
wodurch keine homogene Schicht entsteht und was zu einem<br />
verringerten Ertrag von Nichteisenmetallen führt. Eine bisher<br />
häufig vorkommende Lösung für dieses Problem ist die Reinigung<br />
des Zufuhrbands oder der Vibrationsrinne im Abstand von einer<br />
Woche oder einem Monat. Das bedeutet jedoch unnötige<br />
Stillstandzeiten und zusätzliche Wartungsarbeiten. Das neu<br />
entwickelte Zuführband mit Produktverteiler vermeidet dieses<br />
Problem, indem eine Monoschicht geschaffen wird, die dafür<br />
sorgt, dass das Band vollständig bedeckt ist.<br />
www.goudsmitmagnets.com<br />
Pulveragglomeration mit Kompaktsystem<br />
Das neue modulare Kompaktsystem eignet sich für klassische<br />
Agglomerationsanwendungen in der Lebensmittelindustrie. Die<br />
kontinuierlich arbeitende Wirbelschicht-Systemlösung deckt in<br />
verschiedenen Baugrößen Produktionsmengen von 100 kg/h bis<br />
3 t/h ab und wurde für Mehrschritt- sowie Mehrzonenprozesse<br />
konzipiert.<br />
Die Systemlösung „Glatt GF ModFlex“ arbeitet auf Basis der<br />
bewährten Glatt Technologie, die mittels Sprühagglomeration<br />
Partikel besser benetzbar, fließfähiger und dosierbar macht und<br />
darüber hinaus mit poröseren Oberfläche sowie verbesserter<br />
Fließfähigkeit ausstattet. Glatt adressiert mit dem Kompaktkonzept<br />
Hersteller, die spezielle Anforderungen beim Austausch alter<br />
Apparate berücksichtigen müssen und vorhandene Räumlichkeiten<br />
mit begrenzten Bauhöhen ausstatten wollen. Mit niedrigen<br />
Betriebskosten und einer Installationszeit von zwölf Tagen bis zur<br />
Inbetriebnahme erfüllt das Konzept alle Ansprüche an die<br />
wirtschaftliche und sichere Konti-Agglomeration pulvriger<br />
Komponenten.<br />
www.glatt.com<br />
20 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
Rührwerkskugelmühle mahlt hochviskose Produkte<br />
Die Rührwerkskugelmühle Visconomic wurde<br />
speziell für die Verarbeitung von hochviskosen<br />
Produkten entwickelt. Die neue Spaltgeometrie<br />
sorgt zusammen mit der Stiftanordnung für<br />
eine maximale Strömungsbelastbarkeit. Durch<br />
diese Kombination werden eine frühzeitige<br />
Kompaktierung der Mahlkörper und eine<br />
Überhitzung des Produkts vermieden. Die<br />
Rotor- und Statorkühlung gewährleistet zudem<br />
eine optimale Temperaturführung.<br />
Die High-Performance-Maschine eignet sich<br />
vor allem für die Nassvermahlung von sehr<br />
zähflüssigen und temperatursensitiven Produkten. Speziell energiehärtende Systeme<br />
wie UV-Druckfarben können bei hohen Temperaturen polymerisieren. Ganz wichtig<br />
ist deshalb eine effiziente Kühlung. Die durch die Rotor- und Statorkühlung<br />
maximierte Kühlfläche sowie der effiziente Austausch des Produkts an der Kühlfläche<br />
ergeben eine hohe Kühlleistung des Systems. Dadurch kann die Temperatur des<br />
Produktes während des Vermahlungsprozesses so reguliert werden, dass eine zu hohe<br />
Erwärmung wirksam vermieden wird. Weil das Produkt auch bei einem höheren<br />
Leistungseintrag gut gekühlt wird, lässt sich eine noch bessere Dispergierung erzielen.<br />
Dank der optimierten Mahlspaltweite und der aggressiven Stiftanordnung werden<br />
auch mit sehr zähflüssigen Produkten hohe Durchsätze und gute Vermahlungsergebnisse<br />
erzielt. Die Mahlkörper werden über einen dynamischen Trennspalt abgetrennt.<br />
Durch die konstante Scherung im Spalt können sich keine Partikel festsetzen, was die<br />
Prozesssicherheit erhöht.<br />
www.buhlergroup.com<br />
IBC-Rührwerke online bestellen<br />
Rührwerke in IBCs sind aus vielen Bereichen der stoffverarbeitenden<br />
Industrien – wie Chemie, Pharma, Biotechnik, Papier<br />
und Zellstoff oder Lebensmittel – sowie in der Wasser- und<br />
Abwasserreinigung nicht mehr wegzudenken. Nun wird der<br />
Einkauf laut Hersteller so unkompliziert wie das Rührwerk<br />
selbst. Geppert Rührtechnik verkauft seine Standardrührwerke<br />
an Gewerbekunden im eigenen Webshop. Auch einige Fassrührwerke<br />
sind bereits im Shop erhältlich.<br />
www.geppert-mixing.de<br />
Kürzere Mischzeit<br />
Energiesparend<br />
Geringere Verschmutzung<br />
Viskositätsänderung<br />
Füllstandsänderung<br />
Staatliche Förderung für Trockner<br />
Einen gemeinsamen Kunden konnten der Trocknungsanlagenbauer<br />
Harter und das Energieberatungsunternehmen<br />
Theneo bei einem Antrag auf staatliche Förderung für das<br />
Trocknungssystem Airgenex unterstützen. Da der Staat<br />
Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz erschließen will, stehen hier<br />
entsprechende Gelder zur Verfügung. Die Zuschüsse werden für Investitionen<br />
„hocheffizienter Querschnittstechnologien“ oder zur „Optimierung technischer<br />
Systeme“ erteilt, so der offizielle Wortlaut. In den Genuss dieser Förderungen<br />
kommen produzierende Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Die Höhe der<br />
staatlichen Förderungen ist abhängig von Faktoren wie Unternehmensgröße, Umsatz<br />
usw. Je nachdem liegen die Zuschüsse dann zwischen 20 und 30 % des Auftragsvolumens.<br />
Basis der Förderung ist der Nachweis, dass mit einem Trocknungssystem eine<br />
Energieeinsparung von 25 % im Vergleich zum alten System vorliegt. Hatte der Kunde<br />
bisher einen klassischen Heißlufttrockner im Einsatz, wird dieses Ziel in der Regel<br />
weit übertroffen. Bei Neuanlagen bzw. Einführung komplett neuer Prozesse ist die<br />
Differenz zwischen einem fiktiven herkömmlichen System und dem Trocknungssystem<br />
förderfähig.<br />
www.harter-gmbh.de<br />
26.03.<strong>2019</strong>, Burghausen<br />
28.03.<strong>2019</strong>, Düsseldorf<br />
Kontakt: SUMITOMO (Japan)<br />
Tel.: +81 3 6737-2680<br />
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Tel.: +49 37608 295-0<br />
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VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 21<br />
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TOP-THEMA I TITEL<br />
Maßgeschneiderte Lösung<br />
Pumpen optimieren Kühlwasserversorgung<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
Ohne Wasser geht in der<br />
Lebensmittelindustrie gar nichts.<br />
Bei vielen Unternehmen der<br />
Lebensmittelproduktion wird<br />
Kühlwasser für sehr viele<br />
Produktionsabschnitte benötigt.<br />
Für die Aufbereitung dieses<br />
Kühlwassers werden Pumpen<br />
benötigt, die im Bestfall<br />
maßgeschneidert sein sollten.<br />
Wasser wird in der Lebensmittelindustrie<br />
in verschiedenster und unterschiedlichster<br />
Form eingesetzt. Es dient<br />
einerseits als Zusatz bzw. Zutat in der Produktion<br />
und andererseits wird es zum<br />
Waschen, Spülen, Reinigen, Kühlen und<br />
Klimatisieren genutzt. Die Einsatzmöglichkeiten<br />
sind vielfältig, aber eins ist völlig<br />
klar: ohne Wasser geht nichts. Es muss in<br />
ausreichender Menge und Qualität zur<br />
richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das<br />
hört sich sehr einfach an – in der Praxis<br />
kann dies jedoch problematisch werden.<br />
Optimal ist eine maßgeschneiderte Lösung,<br />
wie sie die Wander AG in Neuenegg in der<br />
Schweiz einsetzt.<br />
Die Wander AG entwickelt, produziert<br />
und vermarktet weltweit erfolgreiche Marken<br />
wie Ovomaltine, Caotina, Twinings,<br />
Dawa, Jemalt und Isostar. Seit über 150 Jahren<br />
starten Menschen weltweit mit diesen<br />
Lebensmitteln in den Tag, stillen damit den<br />
kleinen Hunger oder Durst zwischendurch.<br />
Eine optimale Produktion setzt eine optimale<br />
Produktionstechnik voraus, technische<br />
Verbesserungen gehören in diesem<br />
Unternehmen zum Alltag.<br />
Autor: Grant Bradford, Verkaufsleiter Industrie,<br />
Grundfos Pumpen AG, Fällanden, Schweiz<br />
Kühlwasser für die Produktion<br />
Wie bei vielen Unternehmen der Lebensmittelproduktion<br />
wird auch bei der<br />
Wander AG für sehr viele Produktionsabschnitte<br />
Kühlwasser benötigt. Es wird<br />
u. a. für die Kühlung von Kondensatoren,<br />
Vakuum-, Trocknungs- und Eindampfanlagen<br />
benötigt. Genutzt wird es über diesen<br />
Rahmen hinaus auch für die Klimatisierung<br />
der Produktionsbereiche.<br />
Bei diesen genannten Prozessen übernimmt<br />
das eingesetzte Wasser die Funktion<br />
eines Wärmeträgers. Hierbei kommt es darauf<br />
an, dass das Medium in ausreichender<br />
Menge am richtigen Ort zur Verfügung<br />
steht. Fällt die Zuführung des Kühlwassers<br />
aus, so werden nicht nur Einzelkomponenten<br />
in der Produktion beeinträchtigt. Es<br />
besteht die Gefahr, dass die Gesamtproduktion<br />
ausfällt. Zuverlässigkeit spielt im Kühlkreislauf<br />
eine ganz entscheidende Rolle, da<br />
viele Anlagen 24 Stunden am Tag laufen.<br />
Eine Unterbrechung wird teuer.<br />
Austausch der Pumpenanlage<br />
Die Wander AG hatte im Jahr 1960 eine<br />
Pumpenanlage zur Förderung des Kühlwassers<br />
errichtet. Diese Anlage bestand aus<br />
mehreren Einzelpumpen, die über eine<br />
Mengensteuerung verfügten. Eine Frequenzregelung<br />
war zur damaligen Zeit<br />
nicht üblich. Somit liefen alle Pumpen stets<br />
auf Volllast. Die benötigten Kühlwassermengen<br />
fielen bzw. fallen aber diskontinuierlich<br />
an. Die Mengen variieren zwischen<br />
40 und 400 m³/h.<br />
Eine effiziente Energieausnutzung war mit<br />
dieser Anlage daher nicht möglich. Da<br />
gleichzeitig die Anforderungen an die Produktionstechnik<br />
stiegen, und damit einhergehend<br />
auch die an das benötigte Kühlwasser,<br />
wurden im Unternehmen Überlegungen<br />
angestellt, die Altanlage gegen ein<br />
effizientes System zu ersetzen. Mit der Planung<br />
und Lieferung wurde das Schweizer<br />
Unternehmen Rototec beauftragt.<br />
Um für die neue Druckerhöhungsanlage<br />
Planungssicherheit zu gewinnen, wurden<br />
zunächst die Parameter ermittelt:<br />
n Fördermenge: 40 bis 400 m³/h<br />
n Vorgegebener Leitungsdruck: 4,1 bar<br />
(5,1 bar abs)<br />
n Medientemperatur: zwischen 5 und 15 °C<br />
n Regelart: Steuerung über Druck/Altanlage<br />
über Menge<br />
n Gesamtleistung: Altanlage 90 kW, Neuanlage<br />
74 kW inkl. einer Stand-by-Pumpe<br />
Gefördert wurde und wird aus einem Vorlagebehälter<br />
in ca. 13,5 m Tiefe. Mit diesen<br />
ermittelten Rahmenbedingungen war man<br />
in der Lage, eine maßgeschneiderte Lösung<br />
zu suchen, die sich optimal und effektiv den<br />
jeweiligen Produktionsgegebenheiten anpassen<br />
konnte. Nach einer intensiven Planungsphase<br />
wurde im November 2017 die<br />
Altanlage demontiert und die neue Druckerhöhungsanlage<br />
installiert. Diese Arbeiten<br />
konnten dank guter Planung innerhalb<br />
einer Woche verrichtet werden. In diesem<br />
Zeitraum erfolgte eine „Noteinspeisung“.<br />
01 Die neue Druckerhöhungsanlage: zum<br />
Lieferumfang gehört auch ein Druckausdehnungsgefäß<br />
mit einem Nennvolumen von 300 l<br />
22 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
TITEL I TOP-THEMA<br />
Die neue Druckerhöhungsanlage ist ausgestattet<br />
mit vier CRN-Hochdruckkreiselpumpen<br />
und einem CU352-Frequenzumrichter,<br />
der in einem separaten Schaltschrank untergebracht<br />
ist. Hochdruckkreiselpumpen<br />
der Baureihe CRN verfügen über eine ausgereifte<br />
Technik, hochwertige Werkstoffe<br />
und verschleißarme Lager. Eine Besonderheit<br />
ist auch die einzigartige Patronen-<br />
Gleitringdichtung. Diese besteht aus hochverschleißfesten<br />
Werkstoffen. Dank der<br />
Patronenbauweise können die Dichtungselemente<br />
nie falsch zusammengebaut werden.<br />
Die empfindlichen Gleitflächen können<br />
nicht mit fettigen Fingern oder Schmutz in<br />
Berührung kommen. Somit werden Ausfallursachen<br />
durch fehlerhafte Montage der<br />
Dichtung deutlich minimiert.<br />
Erhöhter Wirkungsgrad<br />
Um den Wirkungsgrad der Pumpen zu erhöhen,<br />
wurden wesentliche Veränderungen<br />
an den Komponenten vorgenommen.<br />
Versuche mit Pumpen hatten gezeigt, dass<br />
ein Spalt zwischen Kammer und Laufrad<br />
Mit dieser Druckerhöhungsanlage haben wir eine energieeffiziente<br />
Lösung gefunden. Die kompakte Bauweise kommt uns sehr entgegen.<br />
von lediglich 0,1 mm bereits einen Wirkungsverlust<br />
von ca. 5 % zur Folge hat.<br />
Durch die Verwendung eines schwimmenden<br />
Dichtungsringes werden interne Leckverluste<br />
auf ein Minimum reduziert.<br />
Kurt Pfäffli, Wander AG<br />
02 Die am Projekt beteiligten Personen (v. l.): Thomas Wyss, Wander AG, Thomas Bickel,<br />
Rototec, Grant Bradford, Grundfos Pumpen AG, Kurt Pfäffli, Wander AG<br />
Bei der CRN-Baureihe sind alle medienberührenden<br />
Teile in Edelstahl (EN 1.4401),<br />
eine Grundforderung, die in der Lebensmittelproduktion<br />
üblich ist. Ausgerüstet<br />
sind alle Pumpen mit einer bemerkenswerten<br />
Pumpenhydraulik (bis 82 % Wirkungsgrad)<br />
und Energiesparmotoren der Klasse<br />
IE4. Das ergibt in der Gesamtheit ein<br />
Höchstmaß an Energieeffizienz.<br />
Die Pumpen verfügen über einen Trockenlaufschutz,<br />
der mittels eines Temperatursensors<br />
in der Gleitringdichtungskammer<br />
überwacht wird. Die Funktionsweise<br />
ist ebenso einfach wie effektiv: Aus<br />
dem in 1,5 m Tiefe liegenden Vorlagebehälter<br />
wird das Kühlwasser gefördert.<br />
Zunächst läuft immer die gerade über den<br />
Frequenzumrichter geregelte Pumpe an.<br />
Wenn der benötigte Druck (ggf. durch<br />
erhöhte Anforderungen) nicht mehr<br />
aufrechterhalten werden kann, werden<br />
Pumpe 2 und 3 kaskadenförmig zugeschaltet.<br />
Die vierte Pumpe steht hingegen<br />
im Stand-by-Modus.<br />
Durch die Steuerung wird sichergestellt,<br />
dass alle Pumpen – also auch die im<br />
Stand-by-Modus – gleichmäßig belastet<br />
werden. Mit einer Gesamtleistung von<br />
74 kW ist die Anlage kleiner als der Vorgänger<br />
dimensioniert (Altanlage 90 kW).<br />
Mit der neuen Anlage ist, dank des Frequenzumrichters,<br />
ein sanfter Druckaufbau<br />
und -abbau möglich. Druckstöße können<br />
fast vollständig vermieden werden.<br />
Die Einzelaggregate arbeiten jeweils im<br />
optimalen Wirkungsbereich. Auf diese<br />
Weise können die Energiekosten um über<br />
40 % reduziert werden.<br />
Sicherheit steht im Vordergrund<br />
Ohne Frage steht die Versorgungssicherheit<br />
an erster Stelle. Mit der Grundforderung<br />
nach absoluter Zuverlässigkeit rund um die<br />
Uhr wird klar der technische Schwerpunkt<br />
festgelegt. Neben diesen Parametern spielt<br />
aber auch die Kostensituation eine große<br />
Rolle. Bei Pumpen für die Wasserversorgung<br />
entfallen rund 85 % aller Kosten auf<br />
den Energieverbrauch. Wird der Pumpenbetrieb<br />
so nahe wie möglich an den Wirkungsgrad-Bestpunkt<br />
herangeführt, reduzieren<br />
sich die Energiekosten deutlich. In<br />
diesem Fall rechnet der Betreiber mit einer<br />
Kosteneinsparung von gut 40 %.<br />
Über diesen Rahmen hinaus ist durch<br />
eine intelligente Steuerung ein bedarfsgerechter<br />
Betrieb möglich. Das gilt insbesondere<br />
bei konstantem Druck und<br />
wechselndem Kühlwasserbedarf.<br />
Fotos: Fotolia (40550950 sogmiller), Grundfos, Wander<br />
www.grundfos.com<br />
Die eingesetzte<br />
Pumpentechnik<br />
n Druckerhöhungsanlage:<br />
Hydro MPC-E-4 CRN90-3-2<br />
n Pumpen: CRN 90-3-2<br />
n Steuerung: Control MPC-E-4 × 18,5 kW<br />
mit CIM 150 Profibus-Modul<br />
n Leistung Pumpen: 4 × 18,5 kW<br />
n Frequenz: 50 Hz<br />
n Bedienung: Touch-Panel<br />
n Anzahl Pumpen: vier<br />
n Regelung: wirkungsgradoptimiert,<br />
PI-Regler<br />
n Regelungsart: Druck-Proportionaldruckregelung<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 23
TOP-THEMA I PUMPEN<br />
Die Zukunft der<br />
Industriepumpe<br />
System bringt Bestandspumpen in das<br />
Internet der Dinge<br />
In der Prozessindustrie wachsen die<br />
Anforderungen an Flexibilität,<br />
individuellere Produkte und schnellere<br />
Produkteinführungszeiten. Mit der<br />
Digitalisierung kann das gelingen,<br />
aber dafür müssen Komponenten wie<br />
beispielsweise Pumpen Industrie-4.0-<br />
ready gemacht werden.<br />
Ein neues System zur Pumpenüberwachung<br />
sorgt dafür, dass Veränderungen<br />
des Betriebsverhaltens der Maschine frühzeitig<br />
erkannt und Instandhaltungseinsätze<br />
besser geplant werden können – ohne dass<br />
der Betreiber vor Ort bei der Pumpe sein<br />
muss. Vernetzte Schwingungs- und Temperatursensoren<br />
direkt an der Pumpe machen<br />
die Verfügbarkeit auf Anlagenebene erstmalig<br />
transparent.<br />
Das System KSB Guard ist für die Nachrüstung<br />
ideal: Die Sensoreinheit wird am<br />
Lagerträger oder an der Antriebslaterne der<br />
Pumpe mit Magnet und Kleber befestigt<br />
und kann im laufenden Betrieb ohne Eingriff<br />
in die Maschine montiert werden. Eine<br />
ebenfalls mitgelieferte Batterieeinheit sorgt<br />
für eine autarke Stromversorgung.<br />
Jederzeit und überall …<br />
Die einmal pro Stunde aufgenommenen<br />
Daten werden mittels Funksignal über ein<br />
Gateway zur Datenverarbeitung unmittelbar<br />
und verschlüsselt in die KSB-Cloud<br />
übertragen. Der Anwender kann jederzeit<br />
und überall über eine App mit seinem<br />
Handy, einem Tablet oder auf einem PC die<br />
Zustandsdaten aller überwachten Pumpen<br />
abfragen ohne vor Ort sein zu müssen.<br />
Neben aktuellen Zustandsdaten und aufgezeichneten<br />
Trends sind auch weitere<br />
Informationen zur Pumpe mit wenigen<br />
Klicks abrufbar – sei es die Betriebsanleitung<br />
oder eine Schnittzeichnung. Damit<br />
gewinnt der Anwender schnell und einfach<br />
einem umfassenden Überblick über den<br />
technischen Zustand seiner Pumpenpopulation.<br />
Auch im Fall einer Wartung hat der<br />
Anwender so alle notwendigen Daten<br />
schnell und einfach zur Hand.<br />
… schnell reagieren<br />
Wenn die mittlere Schwinggeschwindigkeit<br />
oder die Temperatur voreingestellte oder<br />
selbstgesetzte Grenzwerte überschreitet,<br />
erstellt das System Warn- oder Alarmmeldungen.<br />
Diese können den Anwender auf<br />
Wunsch per E-Mail oder Push-Nachrichten<br />
erreichen, damit im Fall der Fälle schnell<br />
reagiert werden kann. Ausgelegt ist das<br />
neue Gerät für Kreiselpumpen aus dem<br />
Fertigungsprogramm des Herstellers und<br />
entsprechende Wettbewerbspumpen.<br />
Über die zugehörige App oder das Web-<br />
Portal kann der Anwender bei seinen ungeregelten<br />
Pumpen auch jederzeit den aktuellen<br />
Lastzustand und das Lastprofil abrufen.<br />
Das neue System baut auf den Technolo gien<br />
auf, die bereits in früheren Über wachungsund<br />
Analyse-Einheiten zum Einsatz kamen.<br />
Fotos: KSB SE & Co. KGaA<br />
www.ksb.com<br />
01 Mit dem neuen System zur Pumpenüberwachung<br />
lassen sich in wenigen Minuten<br />
Bestandspumpen mit dem „Internet of<br />
Things“ verbinden<br />
24 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
PUMPEN I TOP-THEMA<br />
Die Prozessindustrie will schneller und flexibler produzieren und<br />
gleichzeitig individuellere Produkte zur Verfügung stellen. Welche<br />
Rolle können dabei Schlüsselkomponenten wie Pumpen spielen?<br />
Pumpen sind Schlüsselkomponenten für eine Vielzahl von Prozessen.<br />
Um schneller und flexibler produzieren zu können, muss<br />
Verlass auf die Pumpen und anderes Equipment in der Anlage<br />
sein. Ausfälle und Stillstandzeiten zum Beispiel bedeuten hohe<br />
Kosten und mindern Geschwindigkeit und Flexibilität. Können<br />
Ausfälle und Stillstand solcher Schlüsselkomponenten vermieden<br />
werden, indem Betriebsdaten erhoben und ausgewertet werden,<br />
ist viel getan für eine flexible und schnelle Produktion. Ein weiterer<br />
Faktor ist die Flexibilität der Komponenten selber – eine Pumpe<br />
mit Drehzahlregelung zum Beispiel erhöht die Flexibilität in der<br />
Anlage. Wenn es also um immer individuellere Produkte und<br />
damit auch immer individuellere Prozesse geht, ist es wichtig, die<br />
Schlüsselkomponenten dieser Prozesse ebenfalls flexibler zu<br />
gestalten. Dass dabei im Falle einer Pumpe mit Drehzahlregelung<br />
auch noch Energie gespart wird und die Pumpe durch eine schonende<br />
Fahrweise langlebiger ist, sind dazu noch weitere Vorteile.<br />
Das Rotating Equipment wird immer stärker mit elektronischen<br />
Bauteilen und Sensorik ausgerüstet. Was brauchen Pumpen<br />
noch, um dann wirklich Industrie-4.0-tauglich zu sein?<br />
Allein Sensorik und Elektronik an Pumpen und anderem Rotating<br />
Equipment machen natürlich noch keine Industrie 4.0. Bei einer<br />
digitalisierten Fertigungswelt geht es immer um das Internet der<br />
Dinge, also um Vernetzung. Erst wenn virtuelle und physische Gegenstände<br />
vernetzt sind, ist der Begriff Industrie 4.0 gerechtfertigt.<br />
Konnektivität ist damit das Stichwort, und genau das muss entsprechende<br />
Sensorik und Elektronik an der Pumpe leisten. Heutige<br />
Möglichkeiten der Datenübertragung, -speicherung und -verarbeitung<br />
erlauben es, dass zum Beispiel eine Pumpe nicht mit einer<br />
zentralen Leitwarte verbunden ist, sondern mit einer Vielzahl relevanter<br />
Endgeräte. Informationen liegen damit dezentral vor und<br />
können flexibel genutzt und verarbeitet werden. Auch Interaktionen<br />
zwischen verschiedenem Equipment werden damit ermöglicht.<br />
Und was bedeutet das ganz konkret für den Pumpenbetreiber?<br />
Seit September 2018 können Kunden KSB Guard einsetzen –<br />
eine vernetzte Überwachungslösung für Pumpen. Schwingungs-<br />
02 Miriam Rischer, Projektleiterin bei KSB<br />
und Temperaturdaten werden dabei an der Pumpe aufgezeichnet,<br />
darauf basierende Auswertungen können dann ganz einfach<br />
am Smartphone oder am Rechner abgerufen werden. Über<br />
Meldungen bei ungünstigen Betriebszuständen können Stillstandzeiten<br />
sowie Ausfälle vermieden werden. Eine optimierte<br />
Wartungsplanung ist mithilfe von Betriebsdaten und Pumpendokumenten<br />
möglich, die ebenfalls abgerufen werden können.<br />
KSB Guard ist dabei als Nachrüstlösung konzipiert und kann<br />
einfach an Pumpen in Betrieb angebracht werden. Damit werden<br />
Pumpen schnell und einfach in die Industrie 4.0 überführt –<br />
und die Produktion insgesamt wird effizienter, schneller und<br />
flexibler.<br />
Wie gehen Sie bei der digitalen Transformation mit dem Thema<br />
Security um?<br />
Security ist überaus wichtig und bedeutend. Können die richtigen<br />
Daten in die falschen Hände gelangen, kann das schlimme Folgen<br />
haben. Deshalb hat Cybersecurity für KSB die höchste Priorität.<br />
Konkret hat das Auswirkungen sowohl auf die Entwicklung selbst<br />
als auch auf die Auswahl der Partner, mit denen zusammengearbeitet<br />
wird. Nur mit den richtigen Partnern können sichere<br />
Produkte entworfen werden.<br />
Welche Rolle spielt in Zukunft das Thema Dienstleistung für KSB?<br />
Gerade im Bereich Industrie 4.0 sind Kooperationen mit Partnern<br />
häufig ausschlaggebend und schlichtweg notwendig, um Projekte<br />
im Umfeld der Digitalisierung zu realisieren. Eine besondere Rolle<br />
bei solchen digitalen Projekten spielt bei KSB das Business Innovation<br />
Lab, das nun bereits seit zwei Jahren existiert. Im Business<br />
Innovation Lab werden verschiedenste Themen auf eine neue Art<br />
und Weise bearbeitet. Methoden des Design Thinkings werden<br />
genutzt, um kreative und neuartige Lösungen zu finden. Kundenorientierung<br />
spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nur zusammen mit<br />
den Anwendern können neuartige Geschäftsmodelle entwickelt<br />
oder bestehende verbessert werden. Nach der Geschäftsmodellentwicklung<br />
im Business Innovation Lab findet die Umsetzung<br />
häufig in einer sogenannten Skalierungszelle statt – auch hier<br />
kann ein Team gemeinsam und mit voller Konzentration auf das<br />
Thema an der Umsetzung arbeiten.<br />
(eli)<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 25
TOP-THEMA I PUMPEN<br />
Pumpen ins All entsandt<br />
Flüssigkeitspumpen von KNF befanden sich an Bord des<br />
unbemannten Versorgungsraumschiffs HTV-7, das am<br />
23. September 2018 von Japan aus gestartet wurde. Drei Tage<br />
später dockte das Raumschiff mit seiner wertvollen Fracht erfolgreich<br />
an seinem Ziel an – der Internationalen Raumstation (ISS).<br />
Die ersten weltraumtauglichen Flüssigkeitspumpen von KNF sind<br />
Bestandteil eines neuen<br />
Lebenserhaltungssystems für<br />
die Internationale Raumstation.<br />
Das auch als Advanced<br />
Closed Loop System (ACLS)<br />
bezeichnete Rack reinigt die<br />
Luft und produziert Sauerstoff<br />
für die ISS.<br />
Die beiden Pumpen von KNF<br />
gehören zu einem Elektrolyseur,<br />
der Sauerstoff und<br />
Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Die Pumpen fördern das Wasser<br />
aus einem Kunststoffbeutel in das ACLS – eine wichtige Aufgabe,<br />
da der erzeugte Sauerstoff zum Austausch der Stationsluft<br />
verwendet wird. Beim ACLS wird ein Sabatier-Reaktor zur<br />
weiteren Erhöhung der Systemeffizienz und zur Senkung des<br />
Wasserverbrauchs in der Station verwendet.<br />
www.knf.de<br />
Inline-Pumpen fördern bis zu 1 100 m 3 /h<br />
Grundfos erweitert sein Pumpen-Angebot in Richtung höherer<br />
Leistungen: Die geregelten Inline-Pumpen der Baureihe TPE sind<br />
mit einer maximalen Leistung von 55 kW verfügbar. Die Pumpen<br />
fördern Heiz- oder Kühlwasser bis zu einer Fördermenge von<br />
1 100 m³/h (maximale Förderhöhe: 92 m), und sie bewältigen<br />
diese großen Volumina mit E3- bzw. IE4-Antrieben effizient. Die<br />
Pumpen sind in drei Konfigurationen verfügbar, u. a. mit/ohne<br />
Differenzdrucksensor und mit/ohne<br />
integriertem Frequenzumrichter.<br />
Bei Inline-Pumpen liegen Druck- und<br />
Saugstutzen geradlinig gegenüber, das<br />
vereinfacht die Rohrleitungsmontage.<br />
Die Trockenläuferpumpen sind in<br />
Blockausführung gefertigt und weit<br />
weniger empfindlich gegenüber<br />
Verun reinigungen im Fördermedium<br />
als Nassläufer-Umwälzpumpen.<br />
Mit intelligenten Regelungen,<br />
optimierten Algorithmen und zahlreichen<br />
weiteren Funktionen können die<br />
Inline-Pumpen eine zentrale Rolle in<br />
Wärmerückgewinnungsanlagen<br />
übernehmen.<br />
www.grundfos.de<br />
Druckluft-Membranpumpen für Hygiene-Anwendungen<br />
Die Druckluft-Membranpumpen der Baureihe MM sind für die<br />
speziellen Anforderungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
entwickelt worden. Die produktberührten Gehäuseteile<br />
bestehen aus Edelstahl 1.4404 mit einer Rautiefe von 3,2 µm,<br />
optional auch in einer Ausführung mit 0,8 µm verfügbar. Alle<br />
Materialien und die Pumpenkonstruktion sind<br />
geeignet zur CIP- und SIP-Reinigung. Die<br />
Hygienestandards EC1935/2004 (bei Pumpen<br />
mit Membranen und Ventilen aus PTFE) und<br />
FDA werden erfüllt. Außerdem sind die Pumpen<br />
Atex-konform gemäß Richtlinie 2014/34/EU.<br />
Weiche Umlenkungen ohne rotierende Teile und<br />
Wellenabdichtungen im Produktraum führen<br />
zusammen mit der prinzipbedingten<br />
schonenden Verdrängungsförderung zu einer<br />
besonderen Eignung für die vorgesehenen<br />
Einsatzfälle.<br />
Der modulare Aufbau erlaubt den einfachen Wechsel der<br />
Anschlussstücke je nach gewünschtem Standard – ein häufiges<br />
Thema in Hygieneanwendungen. Verschiedene hygienische<br />
Anschlussoptionen sind verfügbar und können wahlweise in<br />
U-Form (Saug- und Druckstutzen sind an derselben Seite) oder in<br />
Z-Form (Richtung der Saug- und Druckstutzen<br />
sind entgegengesetzt) angeordnet werden.<br />
Die drei Baugrößen MM 15, MM 25 und MM 40<br />
erzielen max. Fördermengen von 3,5, 9,2 und<br />
20 m³/h bei einer Förderhöhe bis 7 bar und<br />
einem kurzzeitigen Temperaturbereich bis<br />
130 °C für Reinigungsprozesse. Die gut selbstansaugenden<br />
Pumpen sind trockenlauffest und<br />
ermöglichen eine scherungsarme Förderung mit<br />
Eignung für Feststoffe.<br />
www.almatec.de<br />
Uni-Fördertechnik.indd 1 23.01.2018 15:39:25<br />
26 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
PUMPEN I TOP-THEMA<br />
Förderung extremer Medien<br />
Auf der Chemtech in Mumbai (20. – 23.02.<strong>2019</strong>) präsentiert der<br />
Pumpenhersteller Bungartz einen Vorführstand mit der selbstregelnden<br />
Pumpe aus der Baureihe V-AN. Das eigensichere Modell<br />
ist für die Förderung extremer Medien konzipiert. Die magnetgekuppelte<br />
Vertikalpumpe ist hermetisch<br />
dicht und sicher gegen Fehlbedienungen.<br />
Das Dichtungskonzept basiert auf der<br />
vollständigen hydrodynamischen Entlastung<br />
der Lager- und Dichtungseinheit.<br />
Das Eindringen von Flüssigkeiten und<br />
Produktdämpfen in die Lagereinheit wird<br />
durch Rückenschaufeln und eine<br />
Gasbarriere verhindert. Die Pumpe zeigt<br />
sich außerdem selbst bei Medien, die<br />
gleichzeitig heiß, verschleißend und<br />
korrosiv sind, durch fettgeschmierte<br />
Wälzlager extrem wartungsarm.<br />
www.bungartz.de<br />
Exzenterschneckenpumpe für<br />
Fassentleerungssystem<br />
Das Fassentleerungssystem Viscoflux mobile S lässt sich jetzt mit<br />
der neuen Ausführung einer Exzenterschneckenpumpe<br />
kombinieren, die zwischen Lagerflansch und Außenrohr über<br />
eine Clamp-Verbindung verfügt. Dadurch erhöht sich die Robustheit<br />
des Aufbaus. So lassen sich mit dem System nun auch extrem<br />
viskose Produkte aus Fässern fördern, wie vierfach konzentriertes<br />
Tomatenmark und besonders hochviskose Vaseline.<br />
Die zusätzliche Clamp-Verbindung am Lagerflansch ermöglicht<br />
außerdem eine schnelle, werkzeuglose Demontage des<br />
Außenrohrs. Die Gleitringdichtung ist leicht zugänglich und lässt<br />
sich für Reinigung und Service sehr<br />
einfach zerlegen. Alle medienberührten<br />
Teile sind konform mit den Verordnungen<br />
EG 1935/2004 sowie FDA CFR 21.<br />
Mit dem Entleerungssystem lassen sich<br />
hochviskose Grundstoffe, Zutaten sowie<br />
Endprodukte kontinuierlich, schonend<br />
und prozesssicher zur Weiterverarbeitung<br />
oder zur Abfüllung aus Fässern<br />
fördern. Dabei werden Restmengen von<br />
bis unter 1 % erreicht.<br />
www.flux-pumps.com<br />
Umfangreiches Pumpenhandbuch<br />
Das auf individuelle Kreiselpumpen spezialisierte Technologieunternehmen<br />
Edur veröffentlicht sein Pumpenhandbuch in dritter<br />
Auflage. Im Fokus stehen dabei vor allem technische Neuerungen<br />
und aktuelle Herausforderungen der Branche.<br />
Die neue Auflage wurde inhaltlich umfangreich überarbeitet und<br />
um neue Kapitel ergänzt. Neben technischen Kapiteln zu<br />
Hydraulik, Dichtungssystemen, Werkstoffen und Antriebstechnologien<br />
werden Lebenszykluskosten, Energieeffizienz sowie die<br />
Automatisierungstechnik von Kreiselpumpen in Zeiten von<br />
Industrie 4.0 näher behandelt.<br />
www.edur.com/de<br />
VAKUUM-<br />
LÖSUNGEN FÜR<br />
DIE GEFRIER-<br />
TROCKNUNG<br />
Vakuumerzeugung<br />
Die modularen CombiLine Wälzkolbenpumpstände<br />
überzeugen mit ihrem kompakten Design und ihrer<br />
Verlässlichkeit – die ideale Lösung für Produktionsgefriertrockner<br />
Druckmessung<br />
Beheizt bis 160°C und mit einem robusten Aufbau<br />
sind die CLR Messröhren selbst für anspruchsvollste<br />
Prozesse wie die Heißdampfsterilisation geeignet<br />
Prozessüberwachung und Silikonöldetektion<br />
Das PrismaPro Massenspektrometer ist ein leistungsstarkes<br />
PAT-Werkzeug, um Ihren Prozess zu optimieren<br />
und die Produktqualität sicherzustellen<br />
Sie suchen eine perfekte Vakuumlösung?<br />
Sprechen Sie uns an:<br />
Pfeiffer Vacuum GmbH · Headquarters/Germany<br />
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VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 27<br />
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TOP-THEMA I PUMPEN<br />
Zweistufige Drehschieberpumpe mit<br />
hoher Dampfkapazität<br />
Mit Pascal 2021 HW präsentiert<br />
Pfeiffer Vacuum eine zweistufige<br />
Drehschieberpumpe mit der<br />
höchsten Dampfkapazität ihrer<br />
Klasse. Sie eignet sich für alle<br />
Anwendungen, bei denen mit<br />
Wasserdampf zu rechnen ist, zum Beispiel bei Niedrigtemperatursterilisation<br />
und Trocknung. Aufgrund des Designs und des<br />
Gasballastsystems können große Mengen von Dampf gefördert<br />
werden, ohne dass es zu Kondensation innerhalb der Pumpe<br />
kommt. So werden Flüssigkeitsansammlungen vermieden, die<br />
sich negativ auf die Lebensdauer der Pumpe und des Öls<br />
auswirken. Dank der verwendeten Materialien widersteht die<br />
Pumpe auch aggressiven Chemikalien wie z. B. Wasserstoffperoxid.<br />
Durch ein angepasstes Temperaturmanagement ist die<br />
Pumpe bereits nach wenigen Minuten bereit, Dampf zu fördern.<br />
Sie verfügt über eine Sicherheitseinrichtung, die das Eindringen<br />
von Wasser in funktionsrelevante Bereiche erschwert, wenn<br />
unbeabsichtigt die Dampfkapazität überschritten wird. Durch<br />
Zubehör wie Ölnebelabscheider und einlassseitige Fallen lässt<br />
sich die Pumpe gut an unterschiedliche Prozesse anpassen.<br />
www.pfeiffer-vacuum.com<br />
Dichtungslose Ringkolbenpumpe<br />
Das Funktionsmodell der Mouvex C-Serie wird auch in diesem<br />
Jahr wieder ein Blickfang auf dem Messestand der Firma<br />
Uni-Fördertechnik GmbH während der Messe Maintenance <strong>2019</strong><br />
in Dortmund sein.<br />
Die Vorteile der Pumpe wie hermetische Bauweise nach TA-Luft<br />
und die trocken selbstansaugende Ausführung auch im<br />
Atex-Bereich können damit gut demonstriert werden. Mit der<br />
Pumpe können die unterschiedlichsten<br />
Medien – von dünnflüssig<br />
bis viskos – gefördert werden.<br />
Chemikalien, Farben, Klebstoffe,<br />
aber auch Lebensmittel wie<br />
Schokolade, Kuvertüre sowie<br />
Zuckerlösung werden schonend<br />
und bei minimalem Temperatureintrag<br />
gefördert. Eine Besonderheit ist<br />
außerdem der hohe Vakuum- und<br />
Kompressoreffekt, durch den die<br />
Produktrückgewinnung im<br />
Hygienebereich mittels Pumpe als<br />
Alternative zum Ausblasen oder<br />
Molchen möglich wird.<br />
Als weitere Merkmale dieser Pumpentechnologie sind die hohe<br />
Verschleißresistenz und -kompensation, das pulsationsfreie,<br />
dosiergenaue und schonende Fördern sowie die CIP- und<br />
SIP-Eignung (Cleaning/Sterlilization in Place) zu nennen.<br />
www.uni-f.de<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
Hygienische Schraubenspindelpumpen<br />
Bei Systemen mit hygienischen Schraubenspindelpumpen der<br />
Marke Hyghspin wird das Produkt schonend gefördert. Die<br />
Medien werden axial durch die Pumpe geschoben. Die Konstruktion<br />
erfolgt nach den Kriterien des Hygienic Designs. Die Modelle<br />
werden aus Edelstahl<br />
hergestellt. Allerdings sind hier<br />
alle medienberührenden Teile<br />
aus Vollmaterial gespant. Damit<br />
ist das Risiko für Fehlstellen wie<br />
Risse oder Lunker, das bei der<br />
Verwendung von Gussteilen<br />
besteht, bei diesen Pumpen laut<br />
Hersteller ausgeschlossen. Die<br />
Oberflächen sind elektropoliert und weisen standardmäßig<br />
Rauheiten unter 0,8 μm aus. Für besondere Anforderungen stehen<br />
Ausführungen mit einem Ra-Wert kleiner 0,4 μm zur Auswahl.<br />
Die Schraubenspindelpumpen können eine große Bandbreite an<br />
Viskositäten fördern. Dies macht sie nicht nur sehr individuell<br />
und flexibel einsetzbar, sondern ermöglicht auch die Reinigung<br />
ohne Bypass. Die Reinigung erfolgt berührungslos innerhalb der<br />
Anlage, ein Auseinanderbauen ist nicht mehr erforderlich, was bei<br />
Förderung von Farben und Lacken aber auch von Klebstoffen von<br />
Vorteil ist. Die Pumpen gibt es auch in lösungsmittelbeständiger<br />
Ausführung sowie für den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen, bspw. nach Atex. Durch die thermische Trennung<br />
zwischen Pumpenkörper und Lagerträger eignen sich die<br />
Pumpen zudem auch für höhere Fördertemperaturen, ohne dass<br />
aufwändige Kühlmaßnahmen erforderlich wären.<br />
www.jung-process-systems.de<br />
Ölfreie, trockenverdichtende<br />
Schraubenpumpe<br />
Die neue Varodry ist eine ölfreie, trockenverdichtende Schraubenpumpe.<br />
Die Pumpe ist zunächst in den Baugrößen VD65<br />
(65 m³/h) und VD100 (100 m³/h) verfügbar, die Baugrößen VD160<br />
und VD200 sind bereits in Vorbereitung. Aufgrund des<br />
integrierten Schalldämpfers zeichnet sich die Pumpe laut<br />
Hersteller durch ein leises<br />
Laufgeräusch aus. Die variable<br />
Anordnung des Einlassflansches<br />
ermöglicht eine flexible<br />
Platzierung der Pumpe<br />
innerhalb der Anlage.<br />
Daneben erlaubt das spezielle<br />
Design des Schalldämpfers<br />
(ohne „schwammartige“<br />
Dämpfermaterialien) und die<br />
Anbringung des Austrittsflansches<br />
an der niedrigsten Stelle der Pumpe, dass eventuell<br />
eingetragene Flüssigkeiten oder kondensierte Dämpfe komplett<br />
aus der Pumpe ausgetragen werden können.<br />
Die Pumpe kann im Dauerbetrieb bei jedem beliebigen Ansaugdruck<br />
betrieben werden und ist resistent auch gegenüber wiederholten<br />
Schockbelüftungen. Ohne Überlastungen können beliebig<br />
viele Zyklen gefahren werden.<br />
Die Varodry ist zu 100 % ölfrei. Es besteht daher keine Möglichkeit<br />
der Ölmigration vom Getrieberaum in den Schöpfraum und<br />
dadurch folgende mögliche Reaktion dieses Öls mit Prozessmedien<br />
oder gar Rückdiffusion zur Prozesskammer.<br />
www.leybold.com<br />
28 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
DER STANDARD<br />
FÜR MASS-<br />
KONFEKTION.<br />
Die Eta von KSB ist eine Standardpumpe, die sich unendlich konfigurieren lässt. So ist<br />
sie die Lösung für fast jedes Bedürfnis. Und das zum Preis eines Standardprodukts.<br />
Neugierig? www.ksb.de<br />
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Speicherkonzept sichert<br />
Zugangsdaten zu Sensoren<br />
Die zunehmende Digitalisierung<br />
und Industrie 4.0 sind zentrale<br />
Trends, die auch das Datenmanagement<br />
voranbringen sollen.<br />
Dabei werden sie durch die eine<br />
oder andere Entwicklung auf die<br />
Probe gestellt – allen voran durch<br />
die sichere Zugangsverwaltung.<br />
Das betrifft auch Smartphones und<br />
Tablets, die mittlerweile oft als<br />
Bediengeräte an industriellen<br />
Anlagen eingesetzt werden.<br />
Autor: Holger Sack, Leiter Produktmanagement,<br />
Vega Grieshaber KG, Schiltach<br />
In industriellen Anlagen sind neue Mobilitätslösungen<br />
an der Tagesordnung. Im<br />
Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung<br />
der Qualität und Zugänglichkeit von Daten<br />
und damit auch die Produktivität der Mitarbeiter.<br />
Prozesse lassen sich durch die<br />
Fernbedienungsoption via Smartphone<br />
oder Tablet deutlich einfacher steuern und<br />
überwachen. Praktisch dabei: Beinahe das<br />
gesamte Spektrum der hierfür benötigten<br />
Sensoren – vom Bewegungsmesser über<br />
GPS, Höhenmesser, Fotozellen bis hin zum<br />
Mikrofon – ist in den modernen Endgeräten<br />
bereits vorhanden. Doch je mehr Nutzen<br />
wir aus den mobilen Gadgets ziehen, desto<br />
dringlicher auch die Frage nach der<br />
Sicherheit der Verwendung. Wie lassen sich<br />
unsere Daten sinnvoll schützen? Welche<br />
Vorsichtsmaßnahmen sollten gegen Verlust,<br />
Beschädigung oder Zerstörung getroffen<br />
werden?<br />
Datensicherung in der Praxis<br />
Genau an diesem Punkt setzt eine neue<br />
Funktion des Vega-Kundenportals an.<br />
Selbst wenn das Bediengerät nur noch ein<br />
Fall für den Elektronikschrott ist, ermöglicht<br />
es das Speicherkonzept, die verlorenen<br />
Zugangsdaten zu retten und Ersatzgeräte zu<br />
synchronisieren. Dabei arbeitet die hilfreiche<br />
Plattform nach strengsten Datenschutzrichtlinien.<br />
Gehostet ist sie in<br />
Deutschland, sodass sämtliche Pins und<br />
Zugangscodes, die zur Bedienung und<br />
Diagnose der Sensoren benötigt werden,<br />
hier nach den aktuellen Richtlinien gesichert<br />
sind. Die Daten für alle im Feld befindlichen<br />
Sensoren können so gemanagt<br />
werden. Kommen neue Geräte hinzu, lässt<br />
sich das System flexibel erweitern.<br />
Wie von Bluetooth bekannt, treten auch<br />
mobile Bediengeräte auf der Basis dieser<br />
Technik selbstständig in Kontakt mit anderen<br />
Bluetooth-fähigen Geräten in der Umgebung.<br />
Die Speicherung einmal erkannter<br />
Bluetooth-Geräte erfolgt automatisch. Fällt<br />
ein Bediengerät aus, ermöglicht das Daten-<br />
Backup das Weiterarbeiten ohne lästige<br />
Neueingabe. Im Hintergrund werden die<br />
Zugangsdaten aller Sensoren durch einmalige<br />
Anmeldung im Portal selbstständig<br />
synchronisiert. Und auch für die Erweiterung<br />
der Geräteausstattung ist gesorgt: Zusätzliche<br />
Bediengeräte werden automatisch<br />
synchronisiert und können damit sofort auf<br />
alle Sensoren zugreifen.<br />
Betreibern von Maschinen und Anlagen<br />
bieten Smartphones und Tablets mehr als<br />
nur leichte Bedienbarkeit auf schicken Benutzeroberflächen<br />
und ein gewohntes<br />
Wischen anstelle des Drückens von Knöpfen.<br />
Der eigentliche Vorteil liegt in deren<br />
universellem Zugang zu bewährter, draht<br />
30 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Es werden immer<br />
mehr Daten anfallen,<br />
die nur miteinander<br />
verknüpft aussagekräftig<br />
sind. Und all<br />
diese Daten müssen<br />
zwischengespeichert<br />
werden.<br />
Holger Sack<br />
loser Technik. Im Falle von Bluetooth ist<br />
diese nicht nur bereits vorhanden, sondern<br />
wird auf dem aktuellen Stand gehalten. In<br />
Anlagen und Prozessen übernimmt die<br />
drahtlose Technik eine umfassende Statusvisualisierung<br />
und deckt Distanzen von<br />
25 m und mehr sinnvoll ab.<br />
Die Zukunft ist drahtlos<br />
Zukünftig wird die industrielle Kommunikation<br />
mobil und Kabelaufbauten immer<br />
seltener und übersichtlicher. Nicht so eindeutig<br />
lässt sich dagegen vorhersehen, welche<br />
der vorhandenen oder womöglich neuen<br />
Drahtlos-Technologien in den Rang eines<br />
Industriestandards aufsteigen wird. Auch<br />
die Bluetooth-Konkurrenz, darunter UMTS,<br />
Wap oder Unified Messaging, bietet veritable<br />
Optionen. Für Vega war entscheidend,<br />
mit einem ersten Schritt grundsätzlich die<br />
richtige Richtung einzuschlagen.<br />
Bei der Vernetzung der Sensoren profitiert<br />
Vega erheblich von dem konsequent<br />
modularen Gerätekonzept Plics. Bereits seit<br />
2002 zieht sich diese Plattform durchgängig<br />
durch das gesamte Produkt-Portfolio und<br />
sorgt dafür, dass sich Geräte flexibel umund<br />
nachrüsten lassen. Das hilft heute, um<br />
für die Gerätekommunikation die ideale<br />
Lösung auch wirtschaftlich passgenau und<br />
besonders schnell umzusetzen.<br />
Die universelle, prozessübergreifende<br />
Vernetzung lässt sich aus zukünftigen Füllstandanwendungen<br />
nicht mehr wegdenken.<br />
Durch alle Prozessbereiche hindurch<br />
werden immer mehr Daten anfallen, die<br />
nur miteinander verknüpft aussagekräftig<br />
sind. Und sie alle müssen, um effektiven<br />
Nutzen zu bieten, zwischengespeichert<br />
werden. In diesem Umfeld können es sich<br />
Unternehmen oder mithin ganze Branchen<br />
Das Anzeige- und Bedienmodul Plicscom ist abwärtskompatibel<br />
und lässt sich für die gesamte Basis von<br />
über 1,5 Mio. Plics-Sensoren nutzen<br />
kaum noch leisten, die Potenziale der Cloud<br />
zu umgehen. Um jedoch aus der Ferne von<br />
deren leistungsstarken Kapazitäten und<br />
der – nur dort – installierten Software zu<br />
profitieren, müssen zwangsläufig auch<br />
sensible Daten gespeichert werden.<br />
Das Kundenportal setzt deshalb auf<br />
hochwertige Verschlüsselungstechniken<br />
und auf das bewährte Double-opt-in zur<br />
wirkungsvollen Authentifizierung. Mit der<br />
umfänglichen Vernetzungsoption in Form<br />
eines digitalen Schlüsselbunds wird damit<br />
bereits eine der zentralen Forderungen von<br />
Industrie 4.0 realisiert.<br />
Fotos: Vega, Fotolia (372035, Olivier-Tuffé)<br />
www.vega.com<br />
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VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 31
Modulare Produktion<br />
Gea und Siemens nutzen gemeinsam Automatisierungsstandard MTP<br />
Dass der normierte Austausch<br />
von Daten zwischen dem<br />
Automatisierungs- und dem<br />
Engineering-System für kürzere<br />
Markteinführungszeiten, mehr<br />
Flexibilität, gesteigerte Produktqualität<br />
und Effizienz sorgt, beweist<br />
das Digitalisierungsprojekt MTP.<br />
Die Technologiekonzerne Gea und Siemens<br />
arbeiten seit Kurzem im Digitalisierungs-Projekt<br />
„Module Type Package“<br />
(MTP) zusammen. MTPs beschreiben die<br />
Eigenschaften von Prozessmodulen funktional,<br />
das heißt hersteller- und<br />
technologieneu tral. Unter dem Stichwort<br />
„Standardisierung“ wollen die Partner beweisen,<br />
dass der normierte Austausch von<br />
Daten zwischen dem Automatisierungssystem<br />
und dem Engineering-System enorme<br />
Vorteile bietet.<br />
Was bisher von Arbeitskreisen wie Namur,<br />
ZVEI und VDMA theoretisch vorbereitet<br />
wurde, erhält im Projekt MTP nun die wichtige<br />
Prozessperspektive. Siemens stellt dafür<br />
das übergeordnete Prozessleitsystem<br />
und die Modulautomatisierung, Gea ist<br />
Praxispartner mit hervorragender Anwendungsexpertise.<br />
„Seit mehr als 20 Jahren<br />
stellen wir modulare Produkte her, denn<br />
jede einzelne Komponente – sei es ein<br />
Separator, ein Homogenisator, ein Pasteur,<br />
eine Trocknungsanlage – muss in das übergeordnete<br />
Automatisierungssystem der gesamten<br />
Anlage integriert werden“, erklärt<br />
Matthias Wiemann, Head of Automation<br />
and Controls für die Gea Separatoren.<br />
„Wenn nun sowohl das Leitsystem als auch<br />
die einzufügenden Komponenten die gleiche<br />
Sprache sprächen, ginge das ähnlich<br />
reibungslos wie heutzutage ein Drucker<br />
durch einen Druckertreiber in Microsoft<br />
eingebunden werden kann.“<br />
Eine gemeinsame Sprache<br />
Diese gemeinsame Sprache soll das Informationsprotokoll<br />
MTP sein. MTP wäre<br />
dann eine genormte Schnittstelle, dank der<br />
sich intelligente Maschinen in eine Gesamtanlage<br />
integrieren, um bspw. die Produktion<br />
flexibel anzupassen.<br />
Während sich OPC UA (Open Platform<br />
Communications Unified Architecture) als<br />
offener, Ethernet-basierter Standard für<br />
die Maschinenkommunikation bereits etabliert<br />
hat, soll nun die MTP-Schnittstelle<br />
Informationen zu allen Moduleigenschaften,<br />
Zustandsbeschreibungen, zum Stylesheet<br />
der Abbildungen am Bedienpaneel,<br />
zu Diagnosetools und zum Alarm-Handling<br />
übermitteln.<br />
Statt wie bisher den Kunden mit einer<br />
langen Datenaustauschliste und Hardware-<br />
Kontaktbeschreibungen mühevoll zur<br />
Integration der Maschinen in die übergeordnete<br />
Anlage anzuleiten, macht MTP die<br />
Arbeit des Systemintegrators deutlich einfacher<br />
und schneller. „MTP ermöglicht eine<br />
kontinuierliche, sichere Datenverwaltung,<br />
die dem Anwenderwunsch nach Flexibilität<br />
und Dokumentationsfähigkeit Rechnung<br />
trägt. Dank MTP sieht der Kunde die richtigen<br />
Informationen an der richtigen Stelle“,<br />
erklärt Wiemann.<br />
32 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
01 Christoph Schröder, Siemens (rechts), und Matthias Wiemann, Gea, erarbeiten in einer<br />
Projektgruppe zum Module Type Package (MTP), wie am Beispiel von Zentrifugen MTP herstellerübergreifend<br />
standardisierte Maschinen-Plattform-Kommunikation ermöglichen kann<br />
„Das ist eine Offenheit, die man natürlich<br />
zulassen muss“, gibt Christoph Schröder,<br />
zuständiger Vertriebsingenieur bei Siemens,<br />
zu bedenken. „Aber die Vorteile für die Anwender<br />
sind unbestreitbar.“ So sind Visualisierung<br />
und Bedienung anlagenweit einheitlich,<br />
ganz unabhängig vom Hersteller.<br />
Das übergeordnete System steuert dann die<br />
Einzelkomponenten im Gesamtprozess.<br />
Flexible Prozessintegration<br />
Dieses Zusammenspiel führt zu ganz<br />
neuen Dimensionen an Flexibilität: Prozessabläufe<br />
lassen sich ohne großen Aufwand<br />
verändern, Module hinzufügen oder<br />
entfernen und so Produktionsmengen<br />
hocheffizient anpassen. Was der Markt will,<br />
das können Hersteller mit MTP sehr kurzfristig<br />
leisten.<br />
Für Geas Kunden aus der Chemie und<br />
Pharmazie ebenso wie aus der Nahrungsmittelherstellung<br />
ist ein hoher Automatisierungsgrad<br />
seit Jahrzehnten Gewohnheit,<br />
allein durch die Pflicht zur<br />
Chargennachverfolgbarkeit. Neu ist, wie<br />
reibungslos die Prozessintegration in das<br />
übergeordnete Leitsystem nach den<br />
wiederum sehr individuellen Bedienphilosophien<br />
laufen würde. Denn der Aufwand<br />
der internen Projektierung und Inbetriebnahme<br />
ist je nach Anlagenkomplexität<br />
für Anwender oft noch ein erheblicher<br />
Kostenfaktor.<br />
02 Die IO-Steuerung ist das Automatisierungsherz im Schaltschrank einer Gea-Zentrifuge, mit<br />
MTP kann eine Schnittstelle für jedes System generiert werden<br />
Gea profitiert bereits heute durch den Einsatz<br />
von MTP: „Wir sind ja nicht nur<br />
Modulhersteller, sondern vor allem Anlagenbauer.<br />
Gea liefert schlüsselfertige Anlagen,<br />
die mit einer Vielzahl unserer<br />
Komponenten ausgerüstet sind. Als<br />
System integrator werden wir mit MTP in<br />
Zukunft Anlagenprojekte sehr viel schneller<br />
realisieren können“, so Wiemann.<br />
Siemens und Gea möchten MTP zum<br />
Branchenstandard machen, so die ehrgeizigen<br />
Pläne. „Lässt man sich treiben oder<br />
treibt man selbst?“, ergänzt Schröder. „Siemens<br />
und Gea haben entschieden, Innovationstreiber<br />
zu sein. Wir verstehen unsere Partnerschaft<br />
als Inkubator für diese Schnittstelle –<br />
nennen wir sie Standardisierung, Automatisierung,<br />
Modularisierung, Digitalisierung.<br />
Eine Schnittstelle, die digitale Lösungen für<br />
den Anwender und Markt übersetzt.“<br />
Fotos: Gea, Siemens<br />
www.gea.com<br />
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MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Digital Twin automatisch auf<br />
As-built-Stand halten<br />
Die kooperative Plattform Engineering Base (EB) des System-<br />
Entwicklers Aucotec ist nicht nur wegen ihres OPC-UA-Verständnisses<br />
und ihrer Web-Anbindung prädestiniert, mit einer Anlage<br />
zu kommunizieren. EBs universelles Datenmodell zeigt zudem die<br />
Änderung eines realen Objekts in der Anlage automatisch in all<br />
seinen<br />
doku mentierten<br />
Repräsentanzen<br />
an, wie P&ID,<br />
Stromlaufplan,<br />
Stückliste etc.<br />
Zusätzlich macht<br />
EB via Data-<br />
Tracking-Funktion<br />
und History-<br />
Anzeige nachvollziehbar, wer was wann geändert hat.<br />
Für die Live-Demonstration wurde die Versuchsanlage über ihren<br />
OPC-UA-Server mit Aucotecs Azure-Cloud verbunden. EB<br />
empfängt in bestimmbaren Intervallen die Live-Daten der Anlage.<br />
In EBs Datenmodell erscheinen dann an jeder Stelle, die den<br />
Sensor in irgendeiner Form darstellt, die Hinweise zur Änderung.<br />
Jeder Bearbeiter jeder Disziplin weiß sofort, ob und welche<br />
Konsequenzen zu ziehen sind.<br />
Die Anlage meldet Änderungen ihres As-built-Stands automatisch,<br />
und die Dokumentation zeigt immer den neuesten Stand –<br />
ohne Redlining, ohne Papier, ohne händische Übertragungen.<br />
Wartungs- und Umbauarbeiten werden erheblich erleichtert.<br />
www.aucotec.com<br />
Ultraschall-Durchflussmessgerät für<br />
Temperierprozesse<br />
Temperierprozesse müssen<br />
reibungslos funktionieren, damit die<br />
Produktqualität sichergestellt ist.<br />
Das heißt, die in den Kreisläufen<br />
eingesetzten Durchflussmesser<br />
müssen ebenfalls zuverlässig<br />
arbeiten. Gleichzeitig sind aber auch<br />
große Messbereiche gefordert, damit<br />
sich die Betriebsvolumina ebenso<br />
erfassen lassen wie kleine Leckagen.<br />
Mit den Ultraschall-Durchflussmessgeräten<br />
bietet Bürkert hierfür eine praxisgerechte Lösung. Mit<br />
Messbereichen von 0,3 bis 75 l/min bzw. 0,05 bis 10,5 l/min<br />
eignen sie sich bei einer Messdynamik von 1:250 für kleine wie<br />
große Durchflussmengen. Da die Ultraschalltechnologie nach<br />
dem Laufzeitdifferenzverfahren ohne bewegte Teile auskommt,<br />
sind die Durchflussmesser unempfindlich gegen Verschmutzungen<br />
und praktisch wartungsfrei. Ein Temperatursensor ist<br />
bereits integriert und dank ihres modularen Aufbaus lassen sich<br />
die Ultraschall-Durchflussmesser schnell und einfach montieren,<br />
sowohl in senkrechten als auch waagrechten Rohrleitungen.<br />
Die Geräte bestehen aus Elektronikmodul, Messelement und<br />
einem Messing- oder Edelstahl-Fitting zur Verbindung mit der<br />
Rohrleitung. In der Cartridge- oder Patronen-Variante kann das<br />
Messmodul bei Bedarf einfach aus dem Fitting herausgenommen<br />
werden. Das erleichtert in vielen Fällen die Montage und erlaubt<br />
außerdem eine Reinigung des Messelements.<br />
www.buerkert.de<br />
Trübungssensoren mit vereinfachter<br />
Handhabung<br />
Die robusten und wartungsarmen Trübungs- und Farbsensoren<br />
einer neuen Typenreihe eignen sich für Brauereien und Molkereiprodukte.<br />
Die Serie ist in zwei Modellen erhältlich: Dem<br />
InPro 8610i (Trübung)<br />
für Brauereien und<br />
Milchprodukte und dem<br />
InPro 8630i (Trübung<br />
und Farbe) zur Filtration,<br />
Mischung und Abfüllung<br />
von Bier. Beide Sensoren<br />
zeichnen sich durch<br />
einen großen Messbereich aus und bieten erweiterte Diagnosefunktionen,<br />
die den Sensorzustand ständig überwachen und bei<br />
bevorstehenden Problemen warnen, einschließlich Verschmutzungen<br />
der optischen Fenster.<br />
Die Sensoren besitzen eine Toleranz gegenüber hohen Prozessund<br />
Reinigungstemperaturen ohne Luftkühlung und lassen sich<br />
schnell ohne Senderkonfiguration in Betrieb nehmen.<br />
Der InPro 8610i ist für die Bierherstellung im Sudhaus konzipiert,<br />
in dem die Würze besser filtriert wird, um eine gleichbleibende<br />
Würzqualität sicherzustellen. In Molkereien überwacht der<br />
InPro 8610i die Klärung von Molke, das Kondensat von Molke<br />
und Wasser, sowie die Wärmetauscher. Der InPro 8630i ist für<br />
Kühlblockanwendungen in Brauereien vorgesehen, einschließlich<br />
der Überwachung der Bierhelligkeit und der Bierfarbe nach dem<br />
Mischen.<br />
www.mt.com<br />
Neuer Feuchteanalysator in<br />
CCR-Anwendungen<br />
Michell Instruments präsentiert eine Aktualisierung des QMA601<br />
Prozessfeuchteanalysators, der sich für den Einsatz in Prozessen<br />
von kontinuierlichen, katalytischen Reformierverfahren zur<br />
Regeneration (CCR) empfiehlt. Mit schneller Ansprechzeit und<br />
stabilen Messergebnissen bietet er Anwendern eine präzise<br />
Feuchteüberwachung über längere Zeiträume bei minimalem<br />
Wartungsaufwand. Die neue Version ist robuster und wird durch<br />
vorhandene Salzsäure weniger beeinträchtigt. Dies führt zu einer<br />
verlängerten Lebensdauer. Zudem ist eine neue Option des<br />
Probenaufbereitungssystems verfügbar, die über ein Ventil das<br />
Messgas vom Sensor isoliert, während der Drainage-/Bypass-<br />
Durchfluss weiterhin die Probenleitung spült.<br />
Der Analysator nutzt die neueste Generation des Schwingquarz-<br />
Prinzips und erreicht ein unteres Detektionslimit von 0,01 ppmV<br />
(LDL). Die obere Messbereichsgrenze wird mit 2 000 ppmV<br />
angegeben. Das Gerät verfügt über ein vollfarbiges Touchscreen-<br />
Interface zur Abfrage und Bedienung direkt vor Ort und ohne<br />
Einschränkung der Explosionssicherheit. Das Hauptdisplay<br />
umfasst eine Echtzeitgrafik und zeigt die einstellbaren<br />
Alarmüberwachungen.<br />
Der Analysator ist<br />
vollständig nach Atex, IECEx<br />
sowie cCSAus zertifiziert<br />
und somit für den Einsatz in<br />
explosionsgefährdeten<br />
Bereichen weltweit geeignet.<br />
www.michell.de<br />
34 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN<br />
Feuchte-Messumformer im<br />
Edelstahl-Gehäuse<br />
Die High-End-Industrie-Messumformer EE310 und EE360 von<br />
E+E Elektronik sind jetzt mit einem Edelstahl- oder Polycarbonat-<br />
Gehäuse erhältlich. Der EE310 Feuchte- und Temperatur-<br />
Messumformer dient zur Überwachung und Steuerung von<br />
Industrieprozessen. Der<br />
EE360 bestimmt den<br />
Feuchtegehalt von<br />
Industrie-Ölen und<br />
ermöglicht damit die<br />
vorausschauende Instandhaltung<br />
von Maschinen<br />
und Anlagen.<br />
Beide Messumformer<br />
verfügen über ein<br />
optionales 3,5" TFT-Farbdisplay zur übersichtlichen Darstellung<br />
der aktuellen Messwerte. Zudem ermöglicht es eine rasche<br />
Inbetriebnahme und Konfiguration der Geräte. Der integrierte<br />
Datenlogger speichert bis zu 20 000 Messwerte je Messgröße. Die<br />
aufgezeichneten Daten können als Kurvendiagramm direkt am<br />
Display angezeigt oder zur weiteren Analyse über eine<br />
USB-Schnittstelle heruntergeladen werden. Für die Messwertausgabe<br />
stehen zwei Analogausgänge sowie eine optionale<br />
RS485-Schnittstelle (Modbus RTU) oder Ethernet-Schnittstelle<br />
(Modbus TCP) zur Verfügung.<br />
Der EE310 misst relative Luftfeuchte und Temperatur im Bereich von<br />
– 40 bis + 180 °C und berechnet weitere physikalische Größen wie<br />
Taupunkttemperatur, absolute Feuchte oder Mischungsverhältnis.<br />
www.epluse.com<br />
Präzises Prozessthermometer<br />
Ein Schweizer Unternehmen hat seine Gasthermometer-Baureihe<br />
um ein hochpräzises Prozessthermometer ergänzt: Beim Thermohybrid<br />
wird der temperaturabhängige Druck in der Messpatrone<br />
über eine Kapillare mit einem Hightech-Druckaufnehmer<br />
gemessen. Durch das Zusammenspiel der Gaseigenschaften der<br />
Edelgasfüllung und des hochpräzisen Druckaufnehmers werden<br />
Messgenauigkeiten erreicht, die die üblichen Thermoelemente<br />
und selbst Pt100 übertreffen. Der gewünschte Messbereich wird<br />
einfach über den<br />
Fülldruck eingestellt<br />
und deckt einen<br />
beliebigen Bereich<br />
zwischen – 180 und<br />
750 °C ab. Sonderanfertigungen<br />
erlauben<br />
einen Bereich bis<br />
1 050 °C. Die Größe der<br />
Messpatrone sowie die<br />
Länge der Kapillare (beide aus Edelstahl) werden an die jeweilige<br />
Messaufgabe angepasst. Das Gerät eignet sich zur Messung einer<br />
mittleren Temperatur (z. B. zur Erfassung von Schaumbildung in<br />
einem Reaktor), da die angezeigte Temperatur immer der<br />
mittleren Temperatur der Messpatrone entspricht. Für sicherheitskritische<br />
Anwendungen (SIL) stellt das Thermohybrid ein<br />
redundantes Messprinzip bereit, ohne dass Abstriche an der<br />
Genauigkeit gemacht werden müssen. Darüber hinaus werden<br />
keine spannungsführenden Leitungen in den Reaktor<br />
eingebracht.<br />
www.rueger.com<br />
Upgrade des Freelance Prozessleitsystems<br />
Sicherheit hat im Zeitalter von Industrie 4.0 oberste Priorität.<br />
Deshalb ist erhöhte Sicherheit auch eine der vielen neuen Funktionen<br />
und Vorteile der Freelance Version <strong>2019</strong>. Freelance ist eine<br />
kostengünstige Leitsystemlösung für die Prozessindustrie. Es<br />
kombiniert die Vorteile eines Prozessleitsystems (DCS) mit denen<br />
einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und zeichnet<br />
sich durch einfache Bedienung, Skalierbarkeit, Flexibilität und<br />
Zuverlässigkeit aus. Das Freelance Portfolio umfasst Freelance<br />
Operations für den Einsatz<br />
auf Bedienerebene, eine<br />
skalierbare Prozessebene<br />
und Freelance Engineering,<br />
mit dem das System<br />
einschließlich der<br />
Bedienoberfläche konfiguriert<br />
und in Betrieb<br />
genommen wird.<br />
www.abb.de<br />
Kompakter Temperaturregler<br />
Der neue Temperaturregler HT60 ist ein robuster Industrieregler<br />
für den Einsatz im Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau. Die<br />
kompakte Bauform, die hohe Schaltleistung und die einfache<br />
intuitive Bedienung sind die besonderen<br />
Merkmale dieses Temperaturreglers. Das<br />
kontaktlose und verschleißfreie Schalten<br />
der Leistung über eine Triac macht den<br />
Regler zum Dauerläufer. Die Begrenzerfunktion,<br />
kombiniert mit einem<br />
Fern-Reset des Begrenzers, erhöht die<br />
Sicherheit ohne Komfortverlust. Die<br />
textbasierende Menüführung auf dem<br />
LCD-Display garantiert eine einfache und<br />
unkomplizierte Bedienung des Reglers.<br />
Der frei konfigurierbare PID-Regler und<br />
die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten<br />
machen den Regler zu einem Universalregler im Industrieumfeld.<br />
Unterschiedliche Betriebsmodi, Alarmgrenzen und eine Zeitfunktion<br />
sind nur einige Merkmale des Temperaturreglers. Das<br />
Optionspaket mit externen Sollwerteingang und einer Rampenfunktion<br />
erweitert nochmals die Einsatzmöglichkeiten beim<br />
Kunden.<br />
www.hillesheim-gmbh.com<br />
Durchflussmessgeräte mit<br />
Namur-Zertifizierung<br />
Die magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräte der Produktreihe<br />
8700 von Emerson wurden gemäß den Namur-Empfehlungen<br />
zertifiziert. Die Hardware- und Softwarefunktionen dieser<br />
Produktreihe, wie etwa die vollverschweißte Konstruktion und die<br />
Selbstdiagnosefunktionen zur Verifizierung der Kalibrierung, der<br />
Genauigkeit und des Gesamtzustands des Gerätes, gewährleisten<br />
zuverlässige Durchflussmessungen, vereinfachen die Installation,<br />
reduzieren die Instandhaltungskosten und verbessern die<br />
Betriebsleistung in anspruchsvollen Prozessanwendungen.<br />
www.emerson.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 35
BETRIEBSTECHNIK<br />
Im Takt<br />
Generalrevision als strategischer<br />
Teil der Instandhaltung<br />
Neues Turnaround-Konzept<br />
optimiert Kosten, reduziert<br />
Stillstandzeiten und erhöht<br />
Intervalle zwischen den<br />
Anlagenstillständen.<br />
Eine Generalrevision, gerne auch mit dem<br />
englischen Begriff Turnaround bezeichnet,<br />
bringt für Anlagenbetreiber große<br />
Herausforderungen mit sich. Sie müssen<br />
Stillstandzeiten so kurz wie möglich halten<br />
und Turnarounds daher sorgfältig planen<br />
und von erfahrenen und routinierten Fachkräften<br />
umsetzen lassen.<br />
Um diesen Herausforderungen zu begegnen,<br />
hat Bilfinger ein neues Turnaround<br />
Concept, kurz BTC, entwickelt. „Mit unserem<br />
Konzept unterstützen wir unsere Kunden<br />
überall dort, wo sie uns brauchen – und das<br />
zum immer gleich hohen Standard“, sagt<br />
Gerald Pilotto, Executive President der<br />
Bilfinger Division Maintenance, Modifications<br />
& Operations (MMO) Kontinentaleuropa.<br />
Da Turnarounds i. d. R. auf wenige Wochen<br />
beschränkt sind, greifen Unternehmen<br />
bei solchen Projekten auf externe Ressourcen<br />
zurück. Hier sind sie dann mit dem<br />
Autor: Dennis Lubsch, Projektleiter Turnaround,<br />
Bilfinger SE, Mannheim<br />
zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert,<br />
der es erschwert, kurzfristig mehrere<br />
hundert Spezialisten anzuheuern – und<br />
das aus verschiedenen Gewerken. Hinzu<br />
kommt: Viele Turnaround-Mannschaften<br />
müssen immer wieder neu zusammengestellt<br />
werden, sodass die Planung und<br />
Koordination der einzelnen Aktivitäten eine<br />
weitere Herausforderung darstellt, die in<br />
der Praxis bewältigt werden muss.<br />
Breites Netzwerk<br />
Das BTC bietet Lösungen für beide Herausforderungen.<br />
Der Kunde profitiert dabei vor<br />
allem von der Erfahrung, auf die Bilfinger<br />
zurückgreifen kann: Mit über 20 000 eigenen<br />
Mitarbeitern im Instandhaltungsbereich,<br />
einem zusätzlichen breiten Partner-Netzwerk<br />
und jährlich rund 30 in Europa durchgeführten<br />
Turnaround-Projekten ist Bilfinger<br />
in der Lage, seine Kunden als Generalunternehmer<br />
langfristig und an mehreren Standorten<br />
zu begleiten.<br />
Konkret besteht das Konzept aus neun<br />
Modulen, die Themen wie Ressourcenmanagement,<br />
Arbeitssicherheit und Materialwirtschaft<br />
umfassen. Ergänzt werden<br />
diese theoretischen Module durch ein<br />
umfassendes Handbuch, das sämtliche Arbeitsschritte<br />
und deren wechselseitige Abhängigkeiten<br />
im Detail beschreibt. Je nach<br />
Ausgangssituation lassen sich die notwendigen<br />
Arbeitsabläufe, die in dem Handbuch<br />
als Vorlagen verfügbar sind, individuell an<br />
die konkreten Anforderungen der jeweiligen<br />
Anlage anpassen. Im Ergebnis entsteht<br />
ein vollständiger Ablaufplan aller simultan<br />
20 000 eigene Mitarbeiter im Instandhaltungsbereich<br />
stemmen jährlich rund 30 in<br />
Europa durchgeführte Turnaround-Projekte<br />
36 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
und sequenziell ablaufenden Arbeitsschritte inklusive ihrer zeitlichen<br />
Taktung. Dies wiederum schafft die Grundlage für die besondere<br />
Präzision im Turnaround-Management – und somit für<br />
die Möglichkeit, Projektrisiken zu minimieren und die Kosten<br />
vorab möglichst genau zu kalkulieren.<br />
Effiziente Vorarbeit<br />
Einen weiteren Schwerpunkt legt das BTC dabei auf das Zusammenstellen<br />
von Komponenten und Teilen, die für die Instandhaltung<br />
eines bestimmten Bauteils benötigt werden. Bei diesem –<br />
auch als „Kitting“ bezeichneten – Prozess werden alle auszutauschenden<br />
Kleinteile zu jedem Arbeitsschritt in der richtigen<br />
Menge vorsortiert und verpackt. Nach Abschaltung der Anlage<br />
sind damit bereits alle benötigten Ersatz teile griffbereit.<br />
Und das BTC kann noch mehr: Eine mobile App erfasst im<br />
Zusammenspiel mit einer zentralen Web-Applikation den genauen<br />
Projektfortschritt. Dadurch können die Gewerke Hand<br />
in Hand zusammen arbeiten und die Verantwortlichen auf Abweichungen<br />
vom Plan sofort reagieren. Auf diese Weise verkürzen<br />
sich wertvolle Warte- und Wegezeiten und der Kunde<br />
spart Geld. Gerald Pilotto führt aus: „Die Verbindung aus intelligentem<br />
Fachkräfteeinsatz, ziel gerichteter Planung und strukturierter<br />
Vorgehensweise verringert Komplexität und Kosten<br />
des Projekts, während die Qualität der Arbeit zunimmt. Damit<br />
hebt Bilfinger das Thema Generalrevision auf ein neues strategisches<br />
Niveau.“<br />
www.bilfinger.com<br />
Langlebig und effektiv<br />
Nirgends ist die Beanspruchung von Ventilen<br />
so vielfältig wie in industriellen Anwendungen.<br />
GEMÜ liefert hierfür zuverlässige Lösungen.<br />
• Industrielle Wasseraufbereitung<br />
• Chemietechnik<br />
• Energie- und Umwelttechnik<br />
• Maschinenbau und verarbeitende<br />
Industrie<br />
• Oberflächentechnik<br />
www.gemu-group.com
BETRIEBSTECHNIK<br />
Hochleistungskeramik für Sensoren<br />
Durch die stetig steigenden Anforderungen an Sensorelemente<br />
hinsichtlich Lebensdauer und Messgenauigkeit wird für viele<br />
Hersteller der Einsatz von Hochleistungskeramik mittlerweile<br />
unverzichtbar. Die speziell für<br />
Hochfrequenzanwendungen<br />
entwickelte Aluminiumoxidkeramik<br />
Frialit F99,7 hf zeigt durch<br />
ihre besondere Zusammensetzung<br />
eine sehr niedrige Absorptionsrate<br />
für elektromagnetische Strahlung.<br />
So können Mikrowellen enger<br />
fokussiert werden als z. B. mit Glas<br />
oder Kunststoff. Ein weiterer Vorteil<br />
ist die hervorragende Korrosionsbeständigkeit<br />
unter extremen<br />
Bedingungen. In vielen Prozessen der Produktionsüberwachung<br />
ist man auf die exakte Messung des Sauerstoffgehalts angewiesen.<br />
Zur Sauerstoffmessung bei Temperaturen oberhalb von 600 °C<br />
gibt es praktisch nur ein etabliertes Verfahren, das technisch erst<br />
durch den Einsatz einer speziellen Variante von Zirkonoxidkeramik<br />
ermöglicht wird. Komponenten aus Degussit FZY können<br />
in den verschiedensten Formen und Größen – ganz nach Kundenwunsch<br />
– gefertigt werden.<br />
www.friatec.de<br />
Filterreinigung statt Austausch<br />
Mit dem patentierten<br />
Verfahren F.O.S. On-Line<br />
Cleaning wird die Filtertechnik<br />
sukzessive gewartet<br />
und im Hinblick auf<br />
Nachhaltigkeit und Kosteneinsparpotenzial<br />
verbessert.<br />
Erst wenn Analysen im<br />
hauseigenen Labor zeigen,<br />
dass eine Reinigung nicht<br />
mehr möglich ist, tauscht F.O.S. die Filter der Anlagen.<br />
Durch das Verfahren werden nicht nur weniger Ressourcen<br />
verbraucht und die Schadstoffemission reduziert, für Betreiber<br />
bedeutet die potenzielle Reinigung auch deutliche Einsparungen.<br />
Beim F.O.S. On-Line Cleaning werden die Hochtemperaturfilter<br />
im laufenden Betrieb gereinigt. Dadurch entfällt ein kosten- und<br />
zeitintensiver Produktionsstopp.<br />
www.fos-filtertechnik.de<br />
Inserentenverzeichnis Heft 1-2/<strong>2019</strong><br />
Achenbach GmbH, Plettenberg17<br />
ARI-Armaturen,<br />
Schloß Holte-Stukenbrock 2. US<br />
Atlas Copco Kompressoren, Essen39<br />
Bühler AG, CH-Uzwil19<br />
Fette Compacting, Schwarzenbek5<br />
Gather, Wülfrath13<br />
GEMÜ, Ingelfingen37<br />
Kitzmann, Lengerich17<br />
KSB, Frankenthal29<br />
NürnbergMesse, Nürnberg7<br />
Pfeiffer Vacuum, Aßlar27<br />
Rembe, Brilon3<br />
Ruwac, Melle9<br />
S+J Armaturen, Hamburg41<br />
Simatek A/S, DK-Hoeng9<br />
STC-Engineering, Waldenburg21<br />
Umwelttechnik BW, Stuttgart31<br />
Uni-Fördertechnik, Salzgitter26<br />
Warex Valve, Senden33<br />
Beilage:<br />
Meorga, Nalbach (Teilbeilage)<br />
Schwebstofffilter im Reinraum<br />
Für sensible Einsatzfelder wie Reinräume hat Camfil das Schwebstofffilter-Auslassgehäuse<br />
Cleanseal entwickelt, das sich individuell<br />
auf die jeweilige Anforderung und Umgebung anpassen<br />
lässt. Hochwertige Schwebstofffilter in diesem Gehäuse sichern<br />
als endständige Filterstufe neben wirtschaftlichen und<br />
umweltspezifischen<br />
Vorteilen einen absoluten<br />
Schutz vor Schwebstoffen<br />
wie z. B. Aerosole, Stäube,<br />
Viren und Bakterien aus der<br />
Zu- und Abluft.<br />
Dank einer speziellen<br />
Haltevorrichtung und dem<br />
klappbaren Auslassgitter<br />
lassen sich die<br />
Hepa-Luftfilter leicht<br />
montieren. Die gesamte<br />
Filterfläche ist frei zugänglich,<br />
so können auch<br />
Messungen im eingebauten<br />
Zustand problemlos<br />
vorgenommen werden. Da<br />
der Filterwechsel ohne<br />
Werkzeug erfolgen kann, ist das Risiko der Beschädigung des<br />
Filters minimiert und ein einfaches Handling garantiert. Im<br />
Cleanseal-Gehäuse können durch die skalierbare Spannvorrichtung<br />
unterschiedliche Camfil Megalam-Filter eingesetzt werden;<br />
MD/MX sowie MG-Filter mit sehr niedrigem Druckverlust. Dies<br />
vereinfacht die Realisierung von Druckkaskaden und ermöglicht<br />
Energieeinsparungen. Aufgrund seiner kompakten Bauweise lässt<br />
sich das Cleanseal problemlos in herkömmliche Deckensysteme<br />
integrieren – auch niedrige Deckenhöhen, Zwischendecken und<br />
Rasterdecken sind geeignet.<br />
www.camfil.com<br />
Rund-um-Service sichert<br />
Anlagenverfügbarkeit<br />
Bürkert bietet seinen Kunden neben dem Engineering auch ein<br />
umfassendes Serviceangebot, das den kompletten Produktlebenszyklus<br />
begleitet. Zum BürkertPlus Rund-um-Service gehören<br />
bspw. Inbetriebnahme, Mitarbeiter-Schulung und Wartung<br />
ebenso wie Anlagenmodernisierung oder Störfallbeseitigung.<br />
Individuelle Wartungspläne mit einer übersichtlichen Dokumentation<br />
der durchgeführten Maßnahmen sind auch für die jährlichen<br />
Audits verwendbar. Die<br />
Service-Pakete werden kundenund<br />
anlagenspezifisch<br />
zusammengestellt, bspw. lassen<br />
sich auch Ventile anderer<br />
Hersteller einbeziehen.<br />
Standorte für die hochqualifizierten<br />
Serviceteams sind<br />
zurzeit am Firmen-Hauptsitz im<br />
süddeutschen Ingelfingen und<br />
im Technik Center Nord in<br />
Hannover. Das Service-Geschäft<br />
wird derzeit weiter ausgebaut, um zukünftig verstärkt auch Schaltschrankmodernisierungen,<br />
Retrofit und ganzheitliche Anlagenbetrachtungen<br />
bei geplanten Wartungen umzusetzen.<br />
www.buerkert.de<br />
38 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Unterstützung von<br />
Wartungsprozessen<br />
Mit RFID-Handhelds von<br />
Pepperl+Fuchs und Ecom sowie<br />
kundenspezifischer Software<br />
von Neoception lassen sich die<br />
notwendigen Wartungsaufgaben<br />
sogar in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen komfortabel und<br />
effizient durchführen. Jeder<br />
Schlauch ist eindeutig über<br />
HSE- und CSR-Aktivitäten bündeln<br />
Unter dem einheitlichen Namen Quentic hat EcoIntense seine Produkt- und Unternehmenswelten<br />
unter einem Dach zusammengeführt. Informationen einholen, dokumentieren, auswerten und<br />
weitergeben: Alltag für Fachkräfte aus den Bereichen Health, Safety, Environment (HSE) und<br />
Corporate Social Responsibility (CSR). Der ganzheitliche Informations- und Wissensaustausch<br />
wird in Zeiten von Industrie 4.0 immer bedeutender. Mit seiner Software-Lösung unterstützt<br />
Quentic nahtlose Übergänge zwischen Arbeitsschritten und verbindet sämtliche HSE- und<br />
CSR-Akteure in einem System.<br />
In der neuen Quentic Community können User Anforderungen einbringen und sich unkompliziert<br />
mit Mitarbeitern aus Support und Consulting austauschen. Gleichzeitig wird das Best-Practice-<br />
Sharing bezüglich Fachthemen und deren Umsetzung in der Software gefördert. Anwender aus<br />
über 600 Unternehmen können sich gegenseitig Hilfestellung geben und dabei ihr berufliches<br />
Netzwerk erweitern.<br />
www.quentic.de<br />
einen UHF RFID-Transponder<br />
identifizierbar.<br />
Mithilfe des RFID-Handhelds<br />
und der „Schlauchmanager“-<br />
Software des Pepperl+Fuchs<br />
Start-ups Neoception wird der<br />
Prüfer schrittweise durch die<br />
Wartungsprozedur geführt.<br />
Durch die automatische Identifikation<br />
und die anwenderfreundliche<br />
Software sind<br />
Fehler laut Hersteller praktisch<br />
ausgeschlossen. Die Ergebnisse<br />
der Prüfung lassen sich<br />
medienbruchfrei an ein<br />
Backend-System übertragen<br />
und dienen so der Dokumentation<br />
und zum Nachweis der<br />
durchgeführten Prüfungen.<br />
Bei der Gestaltung der Benutzeroberflächen<br />
wurde darauf<br />
geachtet, dass sich diese<br />
ergonomisch auch mit Handschuhen<br />
bedienen lassen.<br />
Durch weitere Funktionen kann<br />
die Arbeit noch besser unterstützt<br />
werden. Eine Lokalisierungsfunktion,<br />
die die Signalstärke<br />
des Antwortsignals der<br />
Transponder auswertet, hilft so<br />
die Suchzeiten nach einem<br />
Prüfobjekt deutlich verkürzen.<br />
Ergänzend zur Funkidentifikationstechnik<br />
RFID können über<br />
den integrierten Imager<br />
weiterhin auch alle optischen<br />
1-D- und 2-D-Codes gelesen<br />
werden.<br />
www.pepperl-fuchs.com<br />
Mehr Luft als<br />
du erwartest!<br />
Die Druckluft-Revolution von Atlas Copco: Die komplett<br />
überarbeiteten GA-Kompressoren sind maximal effiizient.<br />
Sie sparen mit ihren IE5-Motoren, Drehzahlregelungund<br />
intelligenten Algorithmen bis zu35%Energie. Gebaut für<br />
den harten Industrieeinsatz mit Feuchtigkeit, Staub und<br />
Umgebungstemperaturen bis zu55°C.<br />
Wie Sie Ihre CO 2 -Bilanz verbessern, erfahren Sie hier:<br />
www.druckluft-revolution.de
BETRIEBSTECHNIK<br />
Videoskope mit kurzer Prüfzeit<br />
Mit den Videoskopen Iplex GX/GT haben Nutzer die Wahl<br />
zwischen Einführungsteilen mit einem Durchmesser von 6 mm<br />
und einer Länge von bis zu 10 m für die Prüfung von großen,<br />
komplexen Strukturen sowie Einführungsteilen mit einem<br />
Durchmesser von 4 mm und einer Länge von bis zu 3,5 m für<br />
einen Zugang durch kleinere Öffnungen. Je nach Bedarf kann<br />
zudem die helle Weißlichtquelle problemlos durch eine<br />
IR-Beleuchtung für Sicherheitsanwendungen oder eine<br />
UV-Beleuchtung für die<br />
Erkennung von<br />
ansonsten unsichtbaren<br />
Rissen oder undichten<br />
Stellen ersetzt werden.<br />
Mit ihren erweiterten<br />
Aufnahme-, Bildverarbeitungs-<br />
und Verwaltungsfunktionen,<br />
der<br />
InHelp Inspection Assist<br />
Software, dem großen LCD-Touchscreen (8") und der hellen<br />
Beleuchtung erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit der Fehlererkennung<br />
und ermöglichen kürzere Prüfzeiten sowie eine vereinfachte<br />
Berichterstellung. So liefern sie mit ihrer hochaufgelösten, ruckelfreien<br />
Bildaufnahme klare Darstellungen selbst von sich<br />
bewegenden Komponenten. Zwei leistungsstarke Messmethoden<br />
stehen hier zur Verfügung: Die Skalarmessmethode für die<br />
Analyse von Defekten mittels einer bekannten Referenzgröße ist<br />
Standard. Als Upgrade ist eine Stereomessmethode für die<br />
Größenbestimmung von Objekten mittels präziser dreidimensionaler<br />
Koordinaten verfügbar.<br />
www.olympus-ims.com<br />
Veraschung ermöglicht schnelle<br />
Qualitätssicherung<br />
Der Gehalt an Füllstoffen, z. B.<br />
Kohle- oder Glasfasern,<br />
bestimmt wesentlich die<br />
Eigenschaften, die Produktqualität<br />
und die Kosten eines<br />
Kunststoff-Compounds. Zu<br />
jedem Herstellungsprozess und<br />
zur Eingangskontrolle gehören<br />
daher die Messung des Aschegehaltes.<br />
Im Zeichen zertifizierter Qualitätssicherungssysteme nach<br />
DIN ISO 9000ff, die heute von den meisten Produktionsbetrieben<br />
eingerichtet sind, soll die Überprüfung der Produktqualität in<br />
kurzen Abständen erfolgen und als Konsequenz ein rasches<br />
Eingreifen und Anpassen des Fertigungsprozesses ermöglichen.<br />
Dieser Forderung steht eine Veraschungszeit von mehreren<br />
Stunden im konventionellen Muffelofen gegenüber – zu lange, um<br />
aufgrund der Messergebnisse noch wirksam in die Produktion<br />
eingreifen zu können oder bei der Warenanlieferung die<br />
Abladung zu beeinflussen. Auch in Forschung und Entwicklung,<br />
z. B. von Kunststoff-Recycling-Verfahren, wird eine schnelle,<br />
flexible Versuchsdurchführung immer wichtiger.<br />
Hier gewährleistet der Hightech-Schnellverascher Phönix von<br />
CEM laut Hersteller eine deutliche Zeitverkürzung von bis zu 97 %<br />
gegenüber der konventionellen Technik bei gleichbleibender<br />
analytischer Güte. Was früher Stunden brauchte, wird nun in<br />
Minuten ermöglicht und stellt somit eine Alternative zur konventionellen<br />
Technik dar.<br />
www.cem.de<br />
IMPRESSUM<br />
vereinigt mit BioTec<br />
erscheint <strong>2019</strong> im 53. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />
Redaktion<br />
Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar,<br />
Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de<br />
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />
Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />
Redakteurin: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />
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Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />
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Doris Buchenau, Melanie Lerch,<br />
Petra Weidt, Ulla Winter<br />
(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />
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Mario Wüst<br />
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40 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
Vielseitige Sauger für die industrielle Instandhaltung<br />
Auf der Messe Maintenance <strong>2019</strong> wird Ruwac beispielhafte mobile Sauger vorstellen, die vielfältige<br />
Aufgaben in der industriellen Instandhaltung übernehmen. Das Spektrum reicht von besonders<br />
kompakten Geräten, die eine Handhabung auch in sehr beengten Produktionsbereichen ermöglichen,<br />
bis zu leistungsstarken Anlagen zum Aufnehmen großer Mengen von Sauggut, das bei<br />
Wartungsarbeiten z. B. an Silos und anderen Lagereinrichtungen anfallen kann.<br />
Je nach Baureihe und Konfiguration eignen sich die mobilen Ruwac-Sauger u. a. zum Aufsaugen von<br />
Stäuben, Metallspänen, Flüssigkeiten und explosionsfähigem Sauggut. Auch für andere Arten von<br />
Gefahrstoffen und z. B. für voluminöse Materialien oder<br />
für das Aufsaugen von Flüssigkeits-Feststoff-Gemischen<br />
stehen Sauger zur Verfügung, die speziell für diese<br />
Aufgaben entwickelt wurden.<br />
Das Zubehörprogramm schafft die Voraussetzung für<br />
das effiziente Erledigen typischer Maintenance-<br />
Aufgaben. Viele Instandhaltungsabteilungen und<br />
Service-Dienstleister der Industrie nutzen Ruwac-Sauger<br />
auch deshalb, weil die Sauger selbst mit einem<br />
Minimum an Wartung und Instandhaltung auskommen.<br />
www.ruwac.de<br />
Ventilspindel-Schutz reduziert Wartungsbedarf<br />
In fast allen Produktionsanlagen und Maschinenparks lassen sich Ventile und Spindel- oder Absperrschieber<br />
finden. Ein Schutz des Gewindeschafts vor Beschädigungen und Umwelteinflüssen wie<br />
Schmutz und Rost kann den Wartungsbedarf und notwendige Schmierungen auf ein Minimum<br />
C<br />
reduzieren. Unterschiedliche Umwelteinflüsse und unbeabsichtigter Kontakt mit Maschinen oder<br />
Werkzeugen führen oftmals zu zunächst unbemerkten, kleinen Beschädigungen, die auf Dauer<br />
M<br />
größeren Schaden und Produktionsausfälle nach sich ziehen können.<br />
Y<br />
Die Absicherung der Anlagen mit Stem Shield bietet zudem einen kostengünstigen<br />
Schutz für Produktionsmitarbeiter, die mit exponierten Industrieventilen<br />
in Kontakt kommen.<br />
CM<br />
MY<br />
Die strapazierfähigen Schutzhülsen bestehen aus chemisch beständigen,<br />
CY<br />
wasserdichten und wetterfesten, Schaumstoff-ummantelten weichen<br />
PVC-Röhren. Das leichte und langlebige Material hält extremen Temperaturen<br />
und Kontakt mit diversen Chemikalien stand. Die leuchtend gelbe<br />
CMY<br />
K<br />
Farbe sorgt für gute Sichtbarkeit und Signalwirkung. Ein Edelstahlseil zum<br />
Fixieren schützt vor unbeabsichtigter Entfernung und sichert den korrekten<br />
Sitz auf der Spindel. Spindellängen zwischen 13 und 46 cm mit einem<br />
Durchmesser von 25 cm bis 51 mm lassen sich standardmäßig abdecken.<br />
www.hawsgmbh.de<br />
Schlauchbeutelmaschine verpackt hermetisch<br />
Mit der neuen horizontalen Schlauchbeutelmaschine Sigpack HML von Bosch Packaging Technology<br />
lassen sich Produkte wie Blow-Fill-Seal-Ampullenkarten, Blister oder verschiedene medizintechnische<br />
Produkte zuverlässig hermetisch verpacken. Abhängig von der gewünschten Ausbringungsmenge<br />
können Folienrollen entweder manuell während eines kurzen Maschinenstopps oder mithilfe<br />
des Spleißers gewechselt werden. Der überarbeitete Spleißer verbindet die alte und die neue Folie<br />
vollautomatisch, sodass keine Störungen, beispielsweise am Filmformer, auftreten können.<br />
Die Produkte werden der Schlauchbeutelmaschine über eine Transportkette zugeführt. Für die<br />
Längs- und Quersiegelung der Folie kommt die bewährte Longdwell-Heißsiegeltechnologie zum<br />
Einsatz. Die Maschine erzielt eine Ausbringung von bis zu<br />
350 Dichtpackungen pro Minute. Die bei der Längssiegelung<br />
verwendeten Siegelrollen lassen sich zudem beidseitig<br />
öffnen. So verhindert die Sigpack HML, dass die Folie bei<br />
Maschinenstillständen die beheizten Siegelrollen berührt<br />
und beschädigt wird. Für besonders temperaturempfindliche<br />
Produkte können die Deckbleche zur Produktauflage<br />
im Bereich der Siegelstation gekühlt werden.<br />
www.boschpackaging.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 41<br />
S+J-Armaturen.indd 1 19.03.2015 13:27:02
VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />
Die Kunst der Luftreinigung<br />
Mit sauberer Luft die Vergangenheit bewahren<br />
Gerade bei schlechtem Wetter<br />
werden Museen gerne besucht.<br />
Um die ausgestellten Kunstwerke<br />
in gutem Zustand zu erhalten und<br />
dabei oft jahrzehntelange<br />
Geschichte zu bewahren, stellt die<br />
Luftqualität einen der wichtigsten<br />
Faktoren dar.<br />
Kritische Parameter für die Luftqualität in<br />
Museen sind Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit,<br />
Beleuchtung, Partikelbelastung<br />
(Staub), molekulare (gasförmige) Schadstoffe<br />
und Schädlinge. Es stehen verschiedene<br />
Filterlösungen zur Verfügung, aber die<br />
Molekularfiltration bietet eine besonders<br />
Autorin: Heike Ahrens, Marketing Referentin,<br />
Camfil GmbH, Reinfeld<br />
kostengünstige Methode zur Kontrolle<br />
schädlicher Schadstoffe, die sonst verheerende<br />
Folgen haben können.<br />
Schwefeldioxid zum Beispiel schwärzt<br />
alte Gemälde, Stickoxide korrodieren<br />
Bronze- und Steinskulpturen und Ozon<br />
beschleunigt den Verschleiß von Papier,<br />
Textilien und anderen organischen Materialien.<br />
Die Molekularfiltration mit Aktivkohle<br />
kann diese schädlichen Gase kontrollieren.<br />
Mikroporöse Aktivkohle besteht aus<br />
einem Netzwerk von miteinander verbundenen<br />
Fissuren und Poren. Wenn ein Gasmolekül<br />
mit der Kohlenstoffoberfläche<br />
kollidiert, entsteht eine Anziehungskraft,<br />
die erhalten bleibt.<br />
In der Praxis<br />
Das Germanische Nationalmuseum in<br />
Nürnberg beherbergt mehr als 1,3 Mio. Objekte<br />
auf 25 000 m² Ausstellungsfläche. Viele<br />
seiner Kunstwerke stellen eine Hauptquelle<br />
von Partikeln und Gasen dar, wenn sie bewegt<br />
oder gereinigt werden, was bei den<br />
Mitarbeitern zu Atembeschwerden, Übelkeit<br />
und Augenreizungen führte.<br />
Auch staubbindende Halb- und Leichtmetalle<br />
fanden sich in hoher Konzentration,<br />
insbesondere in der Luft der Fotoabteilung<br />
des Museums, wo Ausstellungsobjekte fotografiert<br />
und dokumentiert werden. Darüber<br />
hinaus wurde das Arbeitsumfeld durch den<br />
Einsatz von Blitzlicht beim Fotografieren<br />
beeinflusst, das zu hohen Ozonemissionen<br />
führte. Die überdimensionale Lüftungsanlage<br />
des Museums führte außerdem zu<br />
starken Staubverwirbelungen.<br />
Mit einem neuen Luftfilter konnte die<br />
anfallende Partikel- und Gaskonzentration<br />
deutlich reduziert werden, da er mit Hepa-<br />
Filtern (High Efficiency Particulate Air) ausgestattet<br />
ist, die Staubpartikel und Mikroben<br />
aufnehmen. Die Anlage für das Museum<br />
wurde entsprechend den Anforderungen<br />
für die Partikel- und Molekularfiltration mit<br />
einem Aktivkohleaufsatz für sechs Patronen<br />
in mobiler Ausführung maßgeschneidert.<br />
Der Luftfilter ist somit flexibel und lässt sich<br />
im Museum leicht bewegen.<br />
Foto: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg<br />
www.camfil.com<br />
42 VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 3/<strong>2019</strong><br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 12. 03. <strong>2019</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 22. 02. <strong>2019</strong><br />
01<br />
02<br />
03<br />
04<br />
01 Auf der Hannover Messe wird 5G ein zentrales Thema sein, doch<br />
auch alle anderen Aspekte der Digitalisierung stehen bei den<br />
Ausstellern auf der Agenda<br />
02 PTFE-Verbundkompensatoren halten unvorhersehbaren<br />
Pulsationen in Entstaubungsanlagen stand und beweisen ihre<br />
Widerstandsfähigkeit<br />
03 Um das Risiko von Anlagenstillständen in Kläranlagen zu<br />
minimieren, ist eine verlässliche Antriebstechnik erforderlich<br />
04 Es dauert nur wenige Minuten, um die Temperaturen mit einer<br />
Wärmebildkamera in jedem Tank zu messen<br />
Der direkte Weg<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
Internet:<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
E-Paper:<br />
digital.verfahrenstechnik.de<br />
Redaktion:<br />
redaktion@verfahrenstechnik.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2019</strong> 43
Wärmeübertrager Messtechnik<br />
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Armaturen Lagern und Verpacken<br />
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VTK_AG_2015_99_hb_001 1 07.12.2015 13:49:55<br />
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6 Telefax: 06131-992/100 @ E-Mail: vertrieb@vfmz.de Internet: engineering-news.net & Telefon: 06131-992/147<br />
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