der-Bergische-Unternehmer_0219

weinheimer

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR BERGISCHES LAND UND KREIS METTMANN

02

2019

Autofahren

im Wandel

28 Wirtschaft

Startup: Softwareentwickler

setzt auf Selbstständigkeit

40 Im Fokus

Gewitterfront am

Wirtschaftshorizont

50 Reise

Patagonien - wilde Perle

Südamerikas


Regional verwurzelt,

international verbunden.

Höchste Ansprüche an die Beratungsqualität und langjährige Verankerung in der Region:

Das sind die Eckpfeiler unserer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungstätigkeit. Zu unseren

Mandanten zählen bedeutende mittelständische und kommunale Unternehmen. Als größte Kanzlei

in Wuppertal und dem Bergischen Land bietet Ihnen Breidenbach und Partner mit 120 Mitarbeitern

fachübergreifendes Spezial wissen und internationales Know-how unter einem Dach.

Breidenbach und Partner PartG mbB

Friedrich-Engels-Allee 32 • 42103 Wuppertal

Tel.: +49 (0) 202 493 74 0 • www.breidenbach-wp.de


EDITORIAL

CreditreformThese Nr. 4

ICH

WILL

DICH

ZUVERLÄSSIG

NICHT UM

JEDEN PREIS. *

DIESE THEMEN SIND IN ALLER MUNDE. Bei der Auswahl der

neuen Titel- und Fokusthemen haben wir länger überlegt. Diesel und Handelskonflikte?

Ist man dieser Probleme nicht allmählich überdrüssig? Gibt es dazu

überhaupt noch etwas zu sagen? Die Experten in der Region und darüber hinaus

haben dazu eine klare Meinung: Es gibt zu beiden nach wie vor eine Menge

Aufklärungsbedarf. Die Dieselthematik bestimmt jedes Kundengespräch,

heißt es in den Autohäusern, mit deren Vertretern wir gesprochen haben. Vieles,

was in den Medien in diesen Tagen dazu zu lesen, zu sehen und zu hören

ist, verunsichert die Öffentlichkeit. Und wer sich in absehbarerzeit für ein neues

Auto – sei es zur privaten oder zur gewerblichen Nutzung entscheiden muss

oder will – ist ob der zu wählenden Antriebstechnik ziemlich ratlos. Lesen Sie

also, wie die Fachleute hier vor Ort die Lage einschätzen, was sie beim Autokauf

empfehlen und wie sie das Auto der Zukunft sehen.

Der Brexit läuft in die heiße Phase, die forcierten Handelsstreitigkeiten sorgen

genauso für Unsicherheit wie der Dieselmotor. Also versuchen wir auch hier

ein wenig für Klarheit zu sorgen und haben mit Jürgen Hardt, Bundestagsabgeordneter

für Solingen, Remscheid und Wuppertal II und außenpolitischer

Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen profunden Experten um

seine Sicht auf die aktuellen Entwicklungen gebeten.

Wenden wir uns ein paar leichteren Dingen und schöneren Gedanken zu. Zum

Beispiel, in dem wir in die Ferne und damit in unserem aktuellen Reisetipp

nach Patagonien blicken. Eine riesige, facettenreiche Landschaft in Südamerika,

die mit ein paar wenigen Worten kaum zu beschreiben ist. Unsere Autorin

Cristina Segovia-Buendía war dort und beschreibt malerische Eindrücke von

Steppe, Weite und – man mag es kaum glauben – Wintersport.

Sichere Geschäfte und unternehmerischer Erfolg basieren auf der Bonität Ihrer Kunden.

Diese selbst zu überprüfen kostet Zeit und Nerven. Nutzen Sie deshalb die

Wirtschaftsinformationen von Creditreform: Umfassend recherchiert, kompetent

analysiert, zuverlässig bewertet. Und leicht verständlich und übersichtlich aufberei-

CREDITREFORM.

MIT SICHERHEIT MEHR WERT.

Nicht jeder Kunde bedeutet mehr Gewinn. Dies gilt besonders, wenn Ihr

Kunde Ihre Forderungen nicht mehr begleicht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit

ist, erfahren Sie einfach und sicher mit den Wirtschaftsinformationen

von Creditreform. Damit Sie nicht draufzahlen, sondern werthaltige

Geschäfte

tet. Gewissheit

machen.

aus

Sprechen

einer Hand.

Sie

Sprechen

mit uns.

Sie mit uns.

*

Creditreform Wuppertal Creditreform Musterstadt

Werth 91+93 • 42275 Tel. Wuppertal 0800 - 9995500 | www.creditreform.de

Telefon 0202/25566-0 • Telefax: 0202/594020

info@wuppertal.creditreform.de • www.creditreform-wuppertal.de

der Bergische Unternehmer 02|19 3


INHALT

18 Titel

Wie fahren wir in Zukunft?

Die Mobilität steht vor einem Wandel,

der noch nicht zu überblicken ist.

34

Das Recht auf Ihrer Seite:

Der Stammsitz der Kanzlei

RSW Rechtsanwälte ist in

einem historischen Wohnhaus

in Wuppertal.

46

Interview:

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher

der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Brexit und

Welthandelskonflikten.

4 www.bvg-menzel.de


50

Patagonien bezaubert mit Weite und

Ursprünglichkeit.

Namen & Nachrichten

o 6 Saubere Umwelt für Generationen

06 Information für Unternehmen

07 Bauwirtschaft auf Wachstumskurs

10 lechner + hayn richtet ein

1 0 Neue Zukunft fürs Klingenmuseum

11 Gründerzentrum in Barmen

1 2 Solingen baut Feuerwachen

12 Gira hat neuen Geschäftsführer

1 3 Wirtschaft surft im Schneckentempo

14 Generationenwechsel gut

vorbereiten

15 Pepper entlastet Pflegekräfte

16 Edscha ist Top-Arbeitgeber

16 Managementsysteme im Intranet

17 Rente mit 63 wird teuer

Titel

18 Wie fahren wir in Zukunft?

22 Interview: Blick in die Glaskugel

Erfolgreich bergisch Startup

28 Softwareentwickler gründet

Unternehmen

Aus der Region

30 Gastkommentar: Arbeitsrecht - eine

Herausforderung für Unternehmen

Aus der Praxis

32 Recht / Finanzen / Steuern

Das Recht auf Ihrer Seite Serie

36 Erfahrung, die Sicherheit gibt

Total Digital Serie

38 Hinterher ist man schlauer

Im Fokus

40 Gewitterfront am Wirtschaftshorizont

44 Unter uns: Welthandel in der Krise

Bergisches Land geht aus

48 Landpartie im Fachwerk

Für Sie entdeckt

50 Patagonien: Wilde Perle Südamerikas

Rubriken

54 Handelsregister

58 Vorschau / Impressum

RINKE_Anzeige_4c_2019.qxp_RINKE_IHK 18.01.19 16:29 Seite 2

STARK IM TEAM – ARBEITSTEILIG UND FLEXIBEL

MENSCHEN BERATEN. FÜR IHREN ERFOLG

© SyB – stock.adobe.com

der Bergische Unternehmer 02|19 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Eine saubere Umwelt für

nachfolgende Generationen

Foto: EWR GmbH

Die EWR setzt auf Nachhaltigkeit. Die vom Remscheider

Energiedienstleister nachhaltig erzeugte Energie liefern 20

Blockheizkraftwerke (BHKW), acht Photovoltaikanlagen,

21 Windkraftanlagen/Windparks über Beteiligungen an

Green GECCO und Thüga Erneuerbare Energien sowie

eine Wasserkraftanlage an der Eschbachtalsperre. Unter

den BHKW befinden sich zwei Anlagen, bei denen Biomethangas

zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz von

Biomethan statt Erdgas werden insgesamt jährlich ca.

5.000 Tonnen CO2 eingespart. Außerdem betreibt die

EWR in Remscheid vier Elektrotankstellen und eine Erdgastankstelle.

Mit den insgesamt rund 64 Millionen Kilowattstunden

Strom pro Jahr, die über BHKW, Windkraft-,

Wasserkraft- und PV-Anlagen von der EWR GmbH einschließlich

ihrer Beteiligungen erzeugt werden, lassen sich

rund 18.300 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit

Strom versorgen. Das entspricht rund 30 Prozent der

Haushalte in Remscheid. Damit konnte insgesamt der

CO2-Ausstoß pro Jahr um über 44.000 Tonnen gesenkt

werden. „Die EWR fördert seit vielen Jahren den Ausbau

erneuerbarer Energien und die Entwicklung energiesparender

Technologien, denn wir als lokaler Energiedienstleister

möchten auch für die nachfolgenden Generationen

eine saubere Umwelt erhalten“, sagt Professor Dr. Thomas

Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH.

Blockheizkraftwerke

sind eine

moderne, umweltschonende

und kostensparende

Möglichkeit,

Energie zu erzeugen.

Fördermittel

für Unternehmen

Kraft-Wärme-Kopplung – oder kurz

KWK – ist die Technik, mit der in kompakten

Blockheizkraftwerken Strom und

Wärme erzeugt werden kann. Das ist

eine moderne, umweltschonende und

kostensparende Möglichkeit, Energie zu

gewinnen. Sie lohnt sich ganz besonders

bei großen Energieverbrauchern – in Industrie,

Hotellerie, Gastronomie, Krankenhäusern

oder Seniorenheimen. Genau

diese Zielgruppen stehen im

Mittelpunkt einer Beratungsoffensive in

den bergischen Großstädten Remscheid,

Solingen und Wuppertal. Die Städte hatten

sich 2013/2014 bei einem Wettbewerb

des Landes Nordrhein-Westfalen

erfolgreich als KWK-Modellkommunen

beworben.

Um den Ausbau der zukunftsweisenden

Technik zu fördern, stellen EU und

Land ein Fördermittelpaket zur Verfügung.

Daraus wird jetzt die Kampagne

„Nicht sexy. Aber effizient“ finanziert.

Mit ihr rückt die Initiative KWK hoch3

der Bergischen Städte die Kraft-Wärme-

Technologie in den Fokus und zeigt,

welche enormen Kosteneinsparungen

für die Erzeugung von Strom und Wärme

möglich sind. Mehrere Informationsveranstaltung

sind geplant. Interessierte

Unternehmen finden zudem im Internet

umfassende Informationen zum Thema

und können dort bis Ende Februar Termine

für eine kostenfreie Beratung

durch Ingenieurbüros vereinbaren.

www.kwk-hoch-3.de

6 www.bvg-menzel.de


Bauwirtschaft bleibt auf Wachstumskurs:

Volumen stieg um neun Prozent

Foto: Shutterstock

Die europäische Bauwirtschaft wird bis ins Jahr

2021 wachsen – wenn auch mit abnehmender Intensität.

Wurden die Bauleistungen vergangenes

Jahr noch um 2,8 Prozent ausgeweitet, so dürfte

der Anstieg in diesem Jahr lediglich 2 Prozent

betragen, wie das Münchner ifo Institut mitteilt.

Für 2021 geht die aktuelle Prognose der Forschungsgruppe

Euroconstruct von einer Zunahme

um 1,3 Prozent aus. „Zu den Hauptgründen

für den seit 2014 laufenden Aufschwung beim

Bau zählen die gute Wirtschaftslage, das günsti-

ge Zinsumfeld und die gestiegenen Handlungsspielräume

der öffentlichen Hand“,

sagt ifo-Experte Ludwig Dorffmeister. Daneben

erforderten die Zuwanderung und

die zunehmende Urbanisierung vielerorts

in Europa nicht nur einen Ausbau des lokalen

Wohnraumangebots, sondern auch der

Verkehrswege. Die Abschwächung des

Wachstumstempos habe auch damit zu tun,

dass die Bauproduktion von 2014 bis 2018

bereits um mehr als 12 Prozent ausgeweitet

wurde. So lag in acht der 19 Euroconstruct-Länder

die Bauleistung vergangenes

Jahr deutlich – vereinzelt sogar erheblich –

über dem Vorkrisen-Niveau von 2007. In

Deutschland konnte das Bauvolumen seit

2014 um fast 9 Prozent gesteigert werden.

Allerdings haben nicht nur hierzulande die

Engpässe in der Bauwirtschaft spürbar zugenommen,

was sich unter anderem in einem

beschleunigten Baupreis-Anstieg äußert.

Auch die Investitionen in Tiefbauten

legten 2018 kräftig zu. Diese Entwicklung

dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen.

Dagegen wachsen der Wohnungsbau sowie

der übrige Hochbau inzwischen erheblich

verhaltener. Zum Ende des Prognosezeitraums

im Jahr 2021 dürfte der Wohnungsbau

mit einem Anstieg von gut einem halben

Prozent die schwächste Dynamik

aufweisen. Dabei werden die Neubau-Leistungen

bereits ab 2020 wohl nur noch stagnieren.

Unternehmensoptimierung

und Zukunftsausrichtung

Wirtschaftsprüfung | Steuerberatung | Unternehmensberatung

Wir unterstützen Sie gern!

Hofaue 37 | 42103 Wuppertal

Telefon + 49 202 4 59 60 - 0

Telefax + 49 202 4 59 60 60

mail@treumerkur.de

www.treumerkur.de

der Bergische Unternehmer 02|19 7


Leidenschaft für

Mit der richtigen

Strategie ans Ziel!

„Eine Unternehmensnachfolge

will gut geplant und umgesetzt

werden!“

Thorsten Stark, Geschäftsführer und

Senior Partner der Unternehmensberatung

starkpartners consulting über Unternehmensnachfolge

und Krisenmanagement.

„Unternehmensnachfolge ist für alle Unternehmer

in der Regel ein sehr wichtiges und

häufig auch nur einmaliges Thema, mit dem

man sich beschäftigt bzw. sich beschäftigen

sollte. Vom gewünschten Zeitplan bis zu

betriebswirtschaftlichen Eckdaten sowie der

optimalen vertraglichen Gestaltung begleiten

wir unser Klientel als Partner, damit in dieser

wichtigen Phase die richtigen Entscheidungen

getroffen werden.

starkpartners hat sich zum Ziel gesetzt,

mittelständische Familienunternehmen

zu stärken. Für die Nachfolgeregelung haben

wir ein ausgefeiltes Leistungsangebot

zusammengestellt, das von der Unternehmensstrategie

bis zu den rechtlichen und steuerlichen

Aspekten alles abdeckt, was für diese speziellen

Anforderungen notwendig ist.“

consulting GmbH Hauptstraße 92 40668 Meerbusch Telefon 02150/7058-210


Transaktionen im Mittelstand

5 vor 12 –

und nicht zu spät!

„Wir haben die richtigen Instrumente

für ein erfolgreiches Sanierungskonzept!“

„Die außergerichtliche Sanierung wird zum zentralen

Thema, wenn das Unternehmen sich in der Krise

befindet“, so Stark.

Und weiter: „Das rechtzeitige Hinzuziehen von Spezialisten,

die mit allen Aspekten der Sanierung vertraut sind,

ist eine wichtige, oft sogar entscheidende Voraussetzung

für die erfolgreiche Realisierung der

Sanierungsziele.

Zu den Kernaufgaben gehören dabei die Vorbereitung

und Führung von Gläubigerverhandlungen und der

Abschluss von Sanierungsvereinbarungen mit allen

Beteiligten, mit dem Ziel der kurzfristigen Krisenbeseitigung

und mittelfristigen Restrukturierung.

starkpartners ist mit ihrem Leistungsspektrum, also

der Erstellung von Sanierungskonzepten IDW S6, der

Rechtsberatung durch unsere Kooperationspartner und

der Umsetzung als Komplettanbieter fachlich exzellent

aufgestellt und ideal positioniert, um

auch in schwierigen Situationen

realistische und tragfähige

Lösungen mit allen Beteiligten

herbeizuführen.“

Thorsten Stark

Senior Partner und Geschäftsführer

Düsseldorf office@starkpartners.de

Stuttgart www.starkpartners Dresden de

Madrid Atlanta Singapur Hongkong


NAMEN & NACHRICHTEN

lechner + hayn richtet neues

Entwicklungsgebäude von Vorwerk ein

Neue Zukunft für das

Klingenmuseum

Foto: BVG

Das Wuppertaler Weltunternehmen Vorwerk ist seit über

130 Jahren für seine qualitativ hochwertigen Haushaltsprodukte

wie die Staubsauger und den Thermomix bekannt.

lechner+hayn blickt mit über 100 Jahren auf eine ähnlich

lange Geschichte als Familienunternehmen im Bereich der

Büroausstattung zurück.

Erst im Frühjahr 2018 eröffnete das Krefelder Unternehmen

einen neuen, innovativen Showroom für moderne Arbeitswelten

am Standort Wuppertal. Der Spezialist für kreative

Open-Space- und Raumakustiklösungen verfügt über umfangreiche

Erfahrung in der Planung von innovativen und

nachhaltigen Einrichtungskonzepten.

Der im Sommer 2019 einzugsbereite Vorwerk-Neubau, unmittelbar

am Ufer der Wupper, wird über 15.000 Quadratmeter

Bürofläche verfügen. Hier werden unter anderem

rund 400 Arbeitsplätze, Konferenzräume und Lounge-Bereiche

im Open-Space-Gedanken smart und effizient eingerichtet.

Ausschlaggebend für die Vergabe des Projekts sei

die kompetente und ganzheitliche Beratung des Büroeinrichters

gewesen. Die Anforderungen an dieses Projekt

spiegeln sich in den Kompetenzen des Ausstatters wider.

Hier wird nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Flexibilität,

Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertes Arbeiten Wert

gelegt. So wird sich künftig die Unternehmenskultur von

Vorwerk auch im neuen Office-Design wiederfinden.

www.die-bueroeinrichter.de

Arne Teuwen, Geschäftsführer

von lechner

+ hayn in Wuppertal,

freut sich, das

neue Vorwerk Forschungs-

und Entwicklungszentrum

mitgestalten

zu können.

Um das Zukunftskonzept des Deutschen

Klingenmuseums (Foto unten) in Solingen

ging es bei einem Workshop vor Ort,

an dem rund 30 Interessierte teilnahmen.

Darunter waren neben Vertretern der

„Freunde des Deutschen Klingenmuseums

e.V.“ auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Solinger Stadtverwaltung sowie

regionaler und überregionaler

Museen. Durch den Tag führte mit Jan-

Christian Warnecke vom Landesmuseum

Württemberg ein Experte für Ausstellungsplanung.

Nach einem Impulsvortrag

von Professor Dr. Ulrich Borsdorf, dem

Gründungsdirektor des Ruhr Museums in

Essen, stellte Museums-Leiterin Dr. Isabel

Immel erste Ideen für eine zukünftige Gestalt

des Klingenmuseums vor. Anschließend

hatten die Anwesenden Gelegenheit,

ihre Überlegungen zu den künftigen

Inhalten und seinen Rahmenbedingungen

einzubringen und zu diskutieren.

Wenn der Rat der Stadt Solingen der Vergabe

der Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes

zur Neuausrichtung des Klingenmuseums

zustimmt, soll die

Ausschreibung laut Kulturdezernentin

Dagmar Becker auf den Weg gebracht werden.

Die entsprechenden Aufträge sollen

Mitte des Jahres vergeben werden.

Foto: Deutsche Klingelmuseum

10 www.bvg-menzel.de


Barmen in Bewegung: Gründerzentrum im

Concordia-Gebäude angedacht

Foto: ISG Barmen

Barmen wurde aus dem Dornröschenschlaf

wachgeküsst.

Auch für die Zukunft gibt es

neue Konzepte zur Aufwertung

des zweitgrößten Wuppertaler

Stadtteils.

Die ISG Barmen hebt die Idee eines Gründerzentrums

aufs Tapet. Dafür würde der zweitgrößte

Stadtteil Wuppertals ein passendes Umfeld bieten,

glaubt die ISG. Ins Auge gefasst für ein

Gründerzentrum wurde das Concordia-Gebäude.

„Wir begrüßen, dass auch in der Politik Barmen

vermehrt in den Fokus gerät“, sagt Thomas Helbig,

Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth, zu

dem Zusammenschluss der dortigen Hauseigentümer.

Seit 2013 hat die ISG Barmen mit vielen

Maßnahmen Barmen aus dem Imagetief herausgeholt.

Unter anderem wurden neue attraktive

Feste, die sich als Publikumsmagneten über

die Stadtgrenzen hinaus erwiesen haben,

auf die Barmer Plätze geholt. Auch die Entsorgung

von altem Stadtmobiliar und neue

elegante Sitzmöbel tragen zu einer verbesserten

Wohlfühlqualität bei. Der attraktive

Ausbau des Concordia-Gebäudes im Herzen

von Wuppertal direkt gegenüber dem Wuppertaler

Rathaus ist der ISG Barmen schon

seit einiger Zeit ein wichtiges Anliegen. Zusammen

mit Professorin Katja Indorf vom

Campus Haspel und den Masterstudenten

im Immobilien Studiengang REM/CPM

wurde in den letzten Monaten eine komplette

professionelle Überplanung des Gebäudes

vorgenommen, die Wirtschaftlichkeitsberechnungen

ebenso wie nachhaltige Nutzungskonzepte

beinhaltet. Dieses Konzept

wird nun den Mitgliedern der Concordia-Gesellschaft

vorgestellt. Der Handel bleibe aber

ein gewichtiger Faktor des Nutzungsmixes,

unterstreicht die ISG. Zurzeit befinden sich

in Barmen hochwertige inhabergeführte

Fachgeschäfte neben einfacheren Läden, was

in gewisser Weise auch die Struktur unserer

Gesellschaft widerspiegele. Die Innenstädte

müssten einen attraktiven Mix aus Handel,

Dienstleistung, Wohnen und Kultur bieten,

um für Besucherinnen und Besucher attraktiv

zu sein.

Eine große Lebensmittelauswahl

und

beste Frischequalität

erwarten Sie bei

akzenta in Wuppertal.

Wir freuen uns auf Sie!

Barmen, Steinbeck,

Elberfeld und Vohwinkel

akzenta-wuppertal.de

der Bergische Unternehmer 02|19 11


NAMEN & NACHRICHTEN

Solingen baut neue Feuerwachen:

Vergabeverfahren läuft

Gira hat neuen

Geschäftsführer

Foto: Stadt Solingen

Im Jahr 2030 sollen drei komplett neue Feuerwachen an

den bisherigen Standorten Katternberger Straße in Mitte,

Brunnenstraße in Ohligs und Frankfurter Damm in Wald

stehen. Das sieht der „Masterplan Berufsfeuerwehr“ der

Stadt Solingen vor. Demnach sollen die bisherigen Gebäude,

die aus den 1930er bis 1980er Jahren stammen,

für rund 59 Millionen Euro zukunftssicher und nach modernen

Standards erneuert werden. Den Anfang macht

die Feuer-und Rettungswache II an der Brunnenstraße.

Im Jahr 2021 soll dort, sowie auf benachbarten städtischen

Grundstücken, eine Übergangs-Feuerwache entstehen,

die später dauerhaft als Gerätehaus der Löscheinheit

1 (Ohligs) sowie der Löscheinheit 4 (Merscheid) zur

Verfügung stehen wird.

Aktuell läuft das Vergabeverfahren zur Auswahl eines

Architekturbüros, das den Neubau plant. Im Juli 2019

soll die Wahl getroffen sein. Dann startet die Bauplanung

für den Neubau und die Übergangs-Feuerwache (das spätere

Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr). 2020 sollen

die alten Gebäude abgerissen werden, die neue Feuerund

Rettungswache II soll 2023 fertig sein. Parallel dazu

beginnen im Jahr 2021 die Planungen für den Neubau der

Feuer-und Rettungswache III am Frankfurter Damm.

Ihre Eröffnung ist für 2027 vorgesehen. Die Planungen

der Feuer- und Rettungswache I an der Katternberger

Straße beginnen im Jahr 2025 und beenden das Gesamtprojekt

mit ihrer vorgesehenen Fertigstellung im Jahr

2030.

Die Anforderungen an

den modernen Brandschutz

haben sich geändert.

Das wird auch

bei der Größe und Ausstattung

der Einsatzfahrzeuge

sichtbar.

Steffen Zimmermann

(53) übernimmt

beim Gebäudetechnikspezialisten

aus

Radevormwald die

Verantwortung für

das gesamte Supply

Chain Management

als Nachfolger

von Alfred A.

Bulitz.

Seit 1.Februar 2019 verstärkt Steffen

Zimmermann (53) die Geschäftsführung

der Radevormwalder Gira Giersiepen

GmbH & Co. KG. Er tritt dort die

Nachfolge von Alfred A. Bulitz (65) an,

der Ende letzten Jahres in den Ruhestand

gewechselt ist. Wie sein Vorgänger

wird Steffen Zimmermann beim

mittelständischen Technologieunternehmen

die Verantwortung für die Unternehmensbereiche

Produktion und Logistik,

Einkauf, Planung und Disposition

sowie Supply Chain Management übernehmen.

Der gebürtige Mannheimer

wechselt von der dormakaba Gruppe in

Ennepetal zum Gebäudetechnikspezialisten

ins Bergische Land.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen

ist, mit Steffen Zimmermann einen

überaus erfahrenen Fachmann für

Gira zu begeistern und so die Position

von Alfred A. Bulitz in unserer Geschäftsführung

nahtlos wieder zu besetzen.

Die langjährige Expertise von Steffen

Zimmermann in der industriellen

Serienfertigung, in der Qualitätssicherung

und im Lean Management wird

dazu beitragen, unsere Wettbewerbsund

Zukunftsfähigkeit weiter zu verbessern“,

hebt Dirk Giersiepen, geschäftsführender

Gesellschafter des

Familienunternehmens, hervor.

Foto: Lars Winterbach

12 www.bvg-menzel.de


Surfen im

Schneckentempo

Eine schnelle Internetverbindung ist essentiell

wichtig für langfristigen wirtschaftlichen

Erfolg. Doch lediglich 51

Prozent aller deutschen Unternehmen mit

mehr als zehn Mitarbeitern verfügen nach

Angaben des Statistischen Bundesamts

über einen schnellen Internetanschluss.

Konkret heißt das: Nur jedes zweite Unternehmen

nutzt einen festen Breitbandanschluss

mit einer vertraglich vereinbarten

Datenübertragungsrate von

mindestens 30 Megabit pro Sekunde. „In

Zeiten, in denen Industrie 4.0 ein wichtiger

Wettbewerbsfaktor ist, sind diese Zahlen

alarmierend“, sagt Barbara Engels,

Ökonomin beim Institut der deutschen

Wirtschaft (IW). Auch im europäischen

Vergleich liegt der Wirtschaftsstandort

Deutschland lediglich im Mittelfeld. Zwar

ist der Anteil der Unternehmen mit

schnellem Internet im Vergleich zum Vorjahr

um neun Prozent gestiegen – allerdings

ist das immer noch zu wenig, um

mit führenden Nationen wie Schweden

und Dänemark (jeweils 75 Prozent) mithalten

zu können. Das IW mahnt die Politik:

Der Breitbandausbau schreite viel zu

langsam voran, die 5G-Frequenzvergabe

ist seit Monaten im Zentrum politischer

Diskussionen. Mit dieser Einstellung werde

Deutschland seine wirtschaftliche

Stellung nicht mehr lange halten können.

Von Klein bis

Groß!

Für jeden Job das

richtige Angebot!

Ford Transit Familie

Alles, was Sie für

Ihren Job brauchen.

FORD TRANSIT COURIER BASIS

Energie-Rückgewinnungs-System, Ford

Easy Fuel, Airbag, Fahrerseite,

Lenksäule in Höhe und Reichweite

einstellbar

Günstig mit der monatl. Full-Service-

Leasingrate von

FORD TRANSIT KASTENWAGEN

LKW BASIS

Bordcomputer, Beifahrer-Doppelsitz, 4-

fach verstellbarer Fahrersitz, Fensterheber

vorn elektrisch

Günstig mit der monatl. Full-Service-

Leasingrate von

1,2,5,6


1,2,3,4

119,00 netto


229,00 netto

( € 141,61 brutto) ( € 272,51 brutto)

Abbildungen zeigen Wunschausstattung gegen Mehrpreis.

1

Ford Lease ist ein Angebot der ALD AutoLeasing D GmbH, Nedderfeld 95, 22529 Hamburg. Angebot gilt für

Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer

wie z.B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). 2 Das Technik-Service-Paket enthält Wartungs- und Inspektionsarbeiten sowie

anfallende Verschleißreparaturen in vereinbartem Umfang. Für weitere Fragen zu Details und Ausschlüssen können Sie

sich gerne an uns wenden. Nur erhältlich im Rahmen eines Ford Lease Full-Service Vertrags. 3 Leasingrate auf Basis eines

Kaufpreises von € 9.000,- netto (€ 10.710,00 brutto), inkl. € 831,92 netto (€ 989,98 brutto) Überführungskosten. 4 Gilt

für einen Ford Transit Courier Basis 1,0-l-EcoBoost-Motor 74 kW (100 PS), 5-Gang-Schaltgetriebe, € 119,00 netto (€ 141,61

brutto) monatliche Leasingrate, € 0,00 netto (€ 0,00 brutto) Leasing-Sonderzahlung, bei 36 Monaten Laufzeit und

30000 km Gesamtlaufleistung. 5 Leasingrate auf Basis eines Kaufpreises von € 20.196,- netto (€ 24.033,24 brutto), inkl.

€ 831,92 netto (€ 989,98 brutto) Überführungskosten. 6 Gilt für einen Ford Transit Kastenwagen LKW Basis 350 L3

Frontantrieb 2,0-l-TDCi 77 kW (105 PS), 6-Gang-Schaltgetriebe, € 229,00 netto (€ 272,51 brutto) monatliche

Leasingrate, € 0,00 netto (€ 0,00 brutto) Leasing-Sonderzahlung, bei 36 Monaten Laufzeit und 30000 km Gesamtlaufleistung.

der Bergische Unternehmer 02|19 13


NAMEN & NACHRICHTEN

Generationenwechsel gut vorbereiten:

Monhof Antriebstechnik zeigt, wie`s geht

VABI hat

neuen Vorsitzenden

Foto: Kreishandwerkerschaft Remscheid

Zum Beginn des Jahres wurde aus der Norbert Monhof

GmbH in Remscheid die Monhof Antriebstechnik GmbH.

Die Nachfolge hat Firmenchef Norbert Monhof von langer

Hand vorbereitet. „Ein Musterbeispiel“ heißt es dazu aus

der Remscheider Kreishandwerkerschaft. Denn Monhof

habe sich frühzeitig mit dem Gedanken an den Generationenwechsel

auseinandergesetzt. Bereits vor elf Jahren holte

er mit Christian Pernat einen hochqualifizierten Elektrotechniker

in sein Unternehmen - bereits mit der Aussicht,

das Unternehmen eines Tages übernehmen zu können. Das

Angebot passte und fortan bereitete sich Pernat auf die

Nachfolge vor. Er wurde Technischer Leiter, Prokurist und

vor sieben Jahren schließlich Mitgeschäftsführer und -gesellschafter.

Die Firma Monhof verkauft und repariert elektronische

Antriebstechnik – von Alt-Motoren bis hin zu

modernster Servotechnik. Die im Stadtteil Lüttringhausen

beheimatete Firma sorgt mit einem 24-Stunden-Reparatur-

Service dafür, dass die Produktion in großen Industrieunternehmen

gesichert bleibt. Die Nachfolge frühzeitig ins

Auge zu fassen, sorge für Vertrauen bei Kunden, Mitarbeitenden

und Banken, sind Monhof und Pernat überzeugt.

Um das Unternehmen in die Zukunft zu führen, wird der

neue Inhaber unter anderem in die Digitalisierung investieren.

Eine Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal

bringt frisches Wissen in den Betrieb. Alleine bei

den Mitgliedern der Kreishandwerkerschaft Remscheid suchen

in den nächsten fünf Jahren über 100 Betriebe einen

Nachfolger. Damit hängen rund 400 Arbeitsplätze von einem

erfolgreichen Generationenwechsel ab.

Christian Pernat (vorne

l.) und Norbert Monhof

(r.) mit Gattin setzen

weiterhin auf das starke

Monhof-Team.

Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung

des Verbandes von

Arbeitgebern im Bergischen Land e.V.

(VABI) wurde Jürgen Schneider (Foto

unten) zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Schneider ist Geschäftsführer der WZ

Media GmbH Wuppertal und war bisher

Schatzmeister des Verbandes. Der bisherige

Vorsitzende Erich Giese ist satzungsgemäß

aus Altersgründen aus dem

Vorstand ausgeschieden. Zum Schatzmeister

wurde Vorstandsmitglied Heiko

Mencke (Mencke Gartencenter GmbH)

gewählt. Zum Vorstand gehören weiterhin

Julia Niederdrenk von der Jul. Niederdrenk

GmbH & Co. KG, Velbert als

stellvertretende Vorsitzende sowie Sven

vom Feld von der OBI Services GmbH

Wermelskirchen. Der Verband von Arbeitgebern

im Bergischen Land e.V.

(VABI) ist ein branchenübergreifender

Arbeitgeberverband, der keine Tarifbindung

vermittelt. Er ist Mitglied der Vereinigung

Bergischer Unternehmerverbände

e.V. (VBU®), die aus zehn

selbstständigen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden

besteht und die Interessen

von rund 620 Mitgliedsunternehmen

mit 71.000 Mitarbeitern vertritt.

Foto: VBU

www.vbu-net.de

14 www.bvg-menzel.de


Der humanoide Roboter Pepper entlastet den anstrengenden

Arbeitsalltag von Pflegekräften

Foto: Entrance

Susanne König (Sozialstation

Erlenbach)

(l.), Julia Koch (Entrance)

und Gerhard

Schuhmacher (Sozialstation

Erlenbach)

nehmen Pepper in

ihre Mitte. Seinen

ersten Einsatz als

Pflegeassistenz hat

er im Rahmen eines

Modellprojektes in

der Tagespflegeeinrichtung

„Ursula

Wiegand“ der Caritas

Sozialstation St.

Johannes e.V. in Erlenbach

am Main.

Um Fachkräfte in der Altenpflege zu entlasten, hat

das Wuppertaler Innovationsunternehmen Entrance

den humanoiden Roboter Pepper mit Software für

den Einsatz im Pflegesektor ausgestattet. Der neue

Roboter-Assistent soll das Pflegepersonal in Zukunft

bei administrativen und therapeutischen Aufgaben

unterstützen, um die Lebens- und Arbeitsqualität

in der Tagespflege zu steigern. Schon heute ist

der Fachkräftemangel spürbar und die Arbeitsbelastung

für Pflegerinnen und Pfleger entsprechend

hoch. Entlastung könnte nun die neue Lösung „Pepper4Care“

von Entrance bringen: „Ein Roboter wird

Fachkräfte nie ersetzen können und den Fachkräftemangel

nicht beseitigen“, erklärt Entrance-Geschäftsführerin

Julia Koch. „Allerdings kann er

Pflegekräfte im Arbeitsalltag auf vielfältige Weise

unterstützen und entlasten: Er übernimmt Routinesowie

Administrationsaufgaben und trägt so zu einer

besseren Arbeitsorganisation bei.“ Zum anderen

ergänze er den Alltag durch zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten

für die Pflegebedürftigen:

„Pepper kann beispielsweise seniorengerecht aufgearbeitete

Gedächtnis- und Konzentrationsspiele anbieten.

Darauf reagierten die Pflegebedürftigen interessiert

und mit Spaß.

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 620 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 71.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Sozial-, Arbeits- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

Wettinerstraße 11 · 42287 Wuppertal · Telefon 02 02 / 25 80-0 · Telefax 0202 / 25 80-258

E-Mail: info@vbu-net.de

Solingen

Neuenhofer Straße 24 · 42657 Solingen · Telefon 02 12 / 88 01-0 · Telefax 0212 / 88 01-35

Mönchengladbach

Lüpertzender Straße 6 · 41061 Mönchengladbach · Telefon 0 21 61 / 2 44 98-0 · Telefax 02161 / 2 44 98-33

www.vbu-net.de

der Bergische Unternehmer 02|19 15


NAMEN & NACHRICHTEN

Edscha überzeugt als „Top Employer

Deutschland“

Managementsysteme

im Intranet

Foto: Edscha

Der international tätige und in Remscheid beheimatete Automobilzulieferer

Edscha, der seit 2010 zum spanischen Gestamp-Konzern

gehört, wurde vom „Top Employers Institute“

wiederum als „Top Employer Deutschland 2019“

ausgezeichnet. Die Auszeichnung bescheinigt Edscha außergewöhnliche

Leistungen in der Personalführung und

-strategie. Sie kennzeichnet das Unternehmen als einen Arbeitgeber,

der kontinuierlich an der Optimierung seines Arbeitsumfeldes

arbeitet und in die Entwicklung seiner Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter investiert. „Als Top Employer

gehört Edscha zu den führenden Unternehmen im Bereich

Mitarbeiterorientierung. Die Zertifizierung hilft uns, die

Qualität unserer HR-Organisation auch künftig weiter zu

steigern“, so Peter Laerberg, Personalleiter der Edscha

Gruppe. Grundlage der Auszeichnung ist eine unabhängige

Untersuchung des „Top Employers Institute“, das weltweit

seit 1991 Arbeitgeber mit herausragender Personalführung

und -strategie zertifiziert. Dafür durchlief Edscha ein mehrstufiges

Zertifizierungsprogramm. In dessen Rahmen wurden

zehn Themenbereiche – unter anderem Talentstrategie,

Personalplanung, Talentakquisition, Onboarding neuer Mitarbeiter,

Training und Entwicklung – bewertet und auditiert.

Die exklusive Auszeichnung bietet potenziellen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern eine Orientierung bei der

Wahl des Arbeitgebers, heißt es aus dem Unternehmen. Sie

erhielten einen objektiven Beleg über die Arbeitgeberqualitäten

des Betriebs. Die Unternehmen wiederum profitieren

von einer Stärkung ihrer Arbeitgebermarke. Diese helfe im

Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte.

Peter Laerberg ist

Personalleiter beim

Automobilzulieferer

Edscha.

Wer bei einem größeren Unternehmen

arbeitet, ist es vielleicht schon lange gewohnt,

Urlaubsanträge oder Materialanforderungen

über einen elektronischen

Workflow zu beantragen und die neuesten

Informationen der Geschäftsleitung

im Intranet zu lesen. Für viele kleine

und mittlere Organisationen ist es jedoch

nach wie vor üblich, Formulare, Prozesse,

Verfahrensanweisungen und andere

Informationstexte zu schreiben, auszudrucken

und abzuheften. Dabei gibt es

sehr einfache Lösungen für eine digitale

Verwaltung der Informationen, die flexibel

angepasst und genutzt werden können.

Einfach zu bedienende, web-basierte

Informationsverwaltungssysteme wie

Microsoft SharePoint oder Atlassian

Confluence können dafür eine Lösung

sein. Die Administration ist in kurzer

Zeit zu erlernen und die Systeme sind

auch bei kommerzieller Nutzung preiswert.

Alle Mitarbeiter können daran mitwirken

und finden Informationen schnell

und zuverlässig. Unter dem Titel „Managementsysteme

in SharePoint“ bietet

die Technische Akademie Wuppertal

eine zweitägige Veranstaltung an, in der

erlernt wird, ein Managementsystem mit

SharePoint zu erstellen und zu verwalten.

Dazu sind keine Programmierkenntnisse

notwendig.

Mehr Information unter

www.taw.de/afq.

16 www.bvg-menzel.de


Münchener ifo Institut:

Rente mit 63 wird teurer als gedacht

Foto: Shutterstock

Laut ifo-Institut nehmen

erwerbstätige

Männer die Rente

mit 63 stärker wahr

als die Frauen.

Die Rente mit 63 wird teuer als gedacht. Laut einer

Berechnung des Münchner ifo Instituts sind

durch die Rente mit 63 von 2014 bis 2016 direkte

Mehrausgaben von 6,5 Milliarden Euro entstanden.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Gesetzentwurf

nur 5 Milliarden Euro erwartet. „Werden

Ausfälle an Steuern und Sozialbeiträgen hinzugerechnet,

liegen die Gesamtkosten in dem Zeitraum

sogar bei 12,5 Milliarden Euro. In den

kommenden Jahren ist mit weiter steigenden

Kosten zu rechnen, wenn noch größere Geburtsjahrgänge

die abschlagsfreie vorzeitige Rente in

Anspruch nehmen können“, sagen die ifo-

Forscher Carla Krolage und Mathias Dolls.

Menschen, die die Rente mit 63 in Anspruch

nehmen können, gehen durchschnittlich

5,4 Monate früher in Rente als vergleichbare

Personen, die nur mit

Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand

gehen können.

„Insbesondere erwerbstätige Männer reagieren

stark auf die Reform. Sie gehen durchschnittlich

9 Monate früher in Rente, Frauen

im Schnitt 4 Monate.“ „Die ‚Rente mit

63‘ schwächt die Nachhaltigkeit der gesetzlichen

Rentenversicherung. Sie stellt eine

mit hohen Kosten verbundene Umverteilungsmaßnahme

von Beitragszahlern und

Beziehern kleinerer Renten zu Rentnern mit

vergleichsweise hohem Einkommen dar“,

sagen die ifo-Experten. Die Rente mit 63 erlaubt

es Versicherten, mit 45 Beitragsjahren

ohne finanzielle Einbußen durch Abschläge

in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Zu

den 45 Jahren zählen Kindererziehungszeiten

und bestimmte Zeiten der Arbeitslosigkeit.

Falls die 45 Beitragsjahre nicht erreicht werden,

müssen Versicherte nach aktuellem

Rechtsstand bei einem Renteneintritt mit 63

Jahren je nach Geburtsjahrgang Abschläge

von 7,2 bis 9,9 Prozent in Kauf nehmen.

„Ich schätze die hohe fachliche

Kompetenz, die mich sicher durch

den Paragraphendschungel führt.“

Delia Schmidt, Privatmandantin

REMSCHEID

HILDEN

TEL. 02191/9750 – 0

WWW.STB-KGP.DE

Beratung ganz privat

Wir wissen, dass ein Privatleben nicht immer

konstant verläuft. Wir helfen Ihnen in allen

steuer lichen Lebensphasen. Egal, ob Sie

angestellt, selbstständig oder pensioniert

sind. Sprechen Sie mit uns.

der Bergische Unternehmer 02|19 17


TITEL AUTOFAHREN IM WANDEL

Wie fahren wir in

Zukunft?

18 www.bvg-menzel.de


Die Autoindustrie wird sich genau wie

die Öffentlichkeit auf massive Veränderungen

einstellen müssen. Auf veränderte

Mobilität, veränderte Fahrzeuge

und bezüglich der Autos mit

Verbrennungsmotoren wahrscheinlich

auch auf deutliche Absatzeinbrüche.

Signale dazu kommen nicht zuletzt

aus dem Ausland: Die schwedische

Regierung hat angekündigt, ab 2030

keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren

zum Verkauf zuzulassen. In Norwegen

fährt heute knapp die Hälfte

aller neu zugelassenen Fahrzeuge

elektrisch. Dänemark will ab 2030 den

Verkauf von Dieselfahrzeugen verbieten.

Und auch in China und Indien sollen

bereits ab 2030 nur noch E-Autos

zugelassen werden. Gleichwohl sei die

Zeitenwende noch nicht erreicht, sagen

die Experten in der Region. Denn:

An der modernen Dieseltechnologie

führe gerade für Vielfahrer und in der

Nutzfahrzeugsparte kein Weg vorbei.

der Bergische Unternehmer 02|19 19


TITEL AUTOFAHREN IM WANDEL

Mobilität und damit auch die Automobilbranche stecken

in einem massiven Umbruch. Elektromobiltät war

in den Anfängen eine Sache für Pioniere, heute nimmt

sie Fahrt auf.

Zweifel ob eines zeitnahen Gelingens

der Mobilitätswende erscheinen

mit Blick auf die Infrastruktur

– noch – berechtigt. Beispielsweise

gibt es in Remscheid ganze vier öffentliche

Elektrotankstellen mit

acht Ladestationen. In Wuppertal sind es immerhin

36 Standorte, in Solingen weist die Recherche

14 Standorte mit 26 Ladepunkten aus und die

Stadt Mettmann hat sechs E-Tankstellen mit 19

Ladesäulen, die allerdings gerade um drei Standorte

erweitert werden. Die Anzahl wächst, bietet

derzeit aber sicher keinen entscheidenden Anreiz

für die große Masse an Fahrzeughaltern, um sich

mit dem Gedanken an den Kauf eines Elektroautos

anzufreunden. Bei den Unternehmen findet

indes allmählich ein Umdenken statt. Für kurze

Wege und Stadtfahrten nutzt eine wachsende Anzahl

von Gewerbetreibenden die Möglichkeit der

Elektromobilität und richtet dafür eigene Ladestationen

ein. Doch die Umstellung größerer Fahrzeugflotten,

die dazu auch noch größere Reichweiten

zurücklegen müssen, gestaltet sich

schwierig. Die Akkuleistung der E-Autos ist nach

wie vor stark begrenzt, also müssen bei längeren

Fahrten Zwischenstopps zum Aufladen eingelegt

werden. Findet man auf dem Weg zum Ziel überhaupt

immer einen Ladestandort? Und wie viel

Zeit wird das kosten? Neben diesen Fragen treibt

Interessenten für E-Autos die Sorge um, dass die

Batterien zu schnell an Leistungskraft verlieren

und ein Austausch bei den Kosten zu stark zu Buche

schlägt. Laut ADAC entscheidet sich heute jeder

100. Fahrzeughalter für ein Elektroauto.

Während der Neuzulassungsanteil im April 2016

noch bei mageren 0,2 Prozent lag, kletterte die

Zahl im letzten Jahr auf 1 Prozent.

Auslaufmodell Verbrennungsmotor?

Der noch zurückhaltenden Nachfrage zum Trotz:

Fossile Brennstoffe sind ein Auslaufmodell. Die

Frage ist nur wann. Können die Autohersteller mit

dem massiven Wandel in ihrer Branche überhaupt

Schritt halten? Gerrit Winkler, Centerleiter des

Volkswagen Zentrums Wuppertal, ist da nicht so

skeptisch: „Alle Hersteller haben in sehr kurzer

Zeit extrem viel in Entwicklung neuer Antriebstechniken

investiert.“ Es sei aber sicher so, dass

die Mobilität und damit auch die Automobilwirtschaft

in einem Prozess des massiven Umbruchs

steckten. „In den Anfängen war Elektromobilität

eine Sache für Pioniere. Das sieht heute anders

aus“, ist er überzeugt.

Kurze Ladezeit an der Raststätte

Das Volkswagen Zentrum Wuppertal gehört zur

Unternehmensgruppe Gottfried Schultz, die 28

Autohäuser im Bergischen Land und an Rhein

und Ruhr betreibt. Knapp 2.000 Mitarbeitende

sind insgesamt für das Unternehmen tätig. Am

Beispiel VW skizziert der Standortleiter künftige

Entwicklungen, die aktuell noch neben der Produktion

der klassischen Produktfamilie laufen:

Der Wolfsburger Autobauer hat unter dem Namen

I.D. eine völlig neue Produktlinie auf der Basis

des Elektromotors entwickelt, Verkaufsstart soll

20 www.bvg-menzel.de


Gerrit Winkler, Centerleiter

des Volkswagen

Zentrums

Wuppertal, und seine

Assistentin Angela

Wildförster demonstrieren

an der

e-Station wie Elektroautos

aufgeladen

werden.

BREITFORT-DRUCKGUSS GmbH & Co. KG

Norbertstr. 5-7

42655 Solingen

Tel. +49 (0)212-22320-31

Fax +49 (0)212-22320-20

E-Mail: info@breitfort.de

Internet: www.breitfort-druckguss.de

bereits im kommenden April sein. Dabei können

sich Interessenten gewissermaßen ein Vorkaufsrecht

für die neuen Modelle sichern, die 2020 ausgeliefert

werden. „Das Ganze basiert auf einer Art

modularem Baukastenprinzip. Man hat zuerst die

Batterie entwickelt. Darauf aufbauend wird es

mehrere Fahrzeugtypen in dieser Produktfamilie

geben. Sechs Modelle liegen in der Schublade, die

in kurzer Zeit auf den Markt kommen werden“, erläutert

Gerrit Winkler.

Weil der Platzbedarf eines Elektromotors wesentlich

geringer sei als bei Verbrennungsmotoren,

werde das Raumangebot im Innenraum deutlich

größer aussehen. Genauso gebe es vielversprechende

Lösungsansätze für die Reichweitenproblematik.

Bis zu 500 Kilometer soll ein Motor der

neuen I.D.-Serie mit einer Aufladung schaffen. Da

scheinen sogar Urlaubsfahrten keine Hürde mehr

dazustellen. „In 30 Minuten kann an einer

Schnellladestation für 80 Prozent Ladeleistung

gesorgt werden. Das ist eine normale Pause an

einer Raststätte“, sagt Gerrit Winkler. In der länder

Bergische Unternehmer 02|19 21


TITEL AUTOFAHREN IM WANDEL

Blick in die Glaskugel

Die Diesel-Problematik treibt Gewerbetreibende, Privatleute und Autohandel gleichermaßen

um. Das erfährt Martin Schäpers, Markenverantwortlicher für Volvo

bei der Moll Automobile GmbH & Co. KG und Leiter des Standortes Wuppertal, an

jedem Tag.

Herr Schäpers, ist die Zukunft des Diesel in

jedem Kundengespräch ein Thema?

Ja, das kann man so sagen. Auf jeden Fall ist sie

eine der ersten Bestandteile eines jeden Kaufgespräches.

Die Frage, wie zukunftsträchtig dieser

Motor ist, wird immer gestellt.

Und was können Sie Ihren Kunden sagen?

Grundsätzlich ist das Thema aktuell relativ unkalkulierbar.

Vor einigen Jahren hätte man diese

Entwicklung überhaupt noch nicht absehen können.

Nach den Euronormen 1-6 haben wir nun

mit Euro 6 d-Temp die aktuellste Technik. Dass

Volvo sich frühzeitig entschieden hat, nur noch

einen einzigen 4-Zylinder-Grundmotor zu verwenden,

macht es uns ein bisschen leichter. Volvo

war deshalb der erste Hersteller überhaupt, der

die gesamte Produktpalette auf Euro 6 d-Temp

umgestellt hat. Andere Produzenten, die sehr viele

Motorvarianten nutzen, haben es da schwerer.

Grundsätzlich müssen aber auch wir in den Kundengesprächen

sehr viel Aufklärungsarbeit leisten.

Was treibt die Autofahrer am meisten um?

Vor allem die Angst, dass man das eigene Fahrzeug

oder auch den Firmenwagen nicht mehr so

nutzen kann, wie man möchte und wie es nötig

ist. Durch die Vorgabe der Städte mit immer neuen

Fahrverboten wird der Autofahrer immer

mehr eingeschränkt und verunsichert. Dabei ist

die Situation in ländlichen Gebieten nochmal anders

als in der Stadt. Außerdem haben die Leute

das Gefühl, dass sie für das ganze Dilemma die

Zeche zahlen müssen. Das betrifft natürlich vor

allem den Gedanken an den Restwert bei einem

Verkauf des Autos. Der Infobedarf ist sehr hoch

und die wechselnde Nachrichtenlage sorgt nicht

unbedingt für Aufklärung, sondern für noch

mehr Verunsicherung. Die Leute lesen nur noch:

Der Diesel ist schlecht und bilden sich so ihr Urteil.

Und ist er denn schlecht?

Nein, ist er eben nicht. Sicher hat der Diesel seine

Defizite und es gibt unzweifelhaft Fehler, die in

der Vergangenheit von einigen Herstellern gemacht

wurden. Heute ist der moderne Diesel ein

hoch entwickelter Motor und nicht die Dreckschleuder,

als die er vielfach dargestellt wird.

Aber leider ist das schlechte Image inzwischen in

den Köpfen verankert. Wo aber ist die Alternative?

Pauschal alle Fahrzeuge auf Benzinmotor

umzustellen, ist mit Blick auf die Klimaziele keine

Option. Und mit der Elektromobilität sind wir

noch nicht so weit, als dass man flächendeckend

darauf setzen kann – auch die Anschaffungskosten

für die Fahrzeuge sind teilweise enorm hoch

und die Auswahl eher beschränkt. Darüber hinaus

ist die Reichweite für längere Strecken noch

nicht gegeben. Gerade Vielfahrer müssen mit einem

Elektroauto jede Fahrt akribisch planen, gerade

für sie führt eigentlich zumindest zurzeit

noch kein Weg am Diesel vorbei. Und wenn man

ehrlich ist, fehlen ja bezüglich der Haltbarkeit der

Batterie noch die faktischen Langzeiterfahrungen.

Und der Strom kommt zwar aus der Steckdose, ist

damit aber nicht zwangsläufig klimaneutral oder

aus erneuerbaren Energien.

Also finden Sie die ganze Diskussion in diesem

Zusammenhang überzogen?

Nein, das würde ich nicht sagen. Natürlich ist der

Klimaschutz ein weltweites Problem. Unsere Abgasnormen

sind im Vergleich zu anderen Ländern

relativ streng. Aber einer muss der Vorreiter sein.

Einer muss anfangen, die Rahmenbedingungen

zu stecken. Denn wir haben die Verpflichtung, an

22 www.bvg-menzel.de


Wie, glauben Sie, sieht die Zukunft des Dieselmotors

aus?

Das ist wirklich schwer zu sagen – das ist wie der

Blick in die berühmte Glaskugel. Ich rechne damit,

dass es in den nächsten zehn Jahren noch

Diesel geben wird. Deutschland ist ein Dieselland,

gerade bei Gewerbetreibenden ist er enorm verbreitet.

Da legt man nicht so einfach den Schalter

um. Ich denke aber schon, dass es einen Trend

wie in Skandinavien gibt, wo bei der Zulassung

von Verbrennungsmotoren eine Deadline gesetzt

wird. Volvo und auch andere Hersteller gehen

dazu über, keine neuen Dieselmotoren mehr zu

entwickeln. Die neue Fahrzeuggeneration entwickelt

sich eher in Richtung Benzinmotor mit Hybrid.

Bei Volvo werden beispielsweise alle Modelle

sukzessive mit Hybridtechnik ausgestattet werden

– bereits jetzt sind schon zahlreiche Fahrzeuge

damit verfügbar. Auch eine reine Elektromarke

bringt Volvo gerade unter dem Namen

„Polestar“ auf den Markt. Bis man auf die Elektromobilität

aber alleine setzen könnte, müsste sowohl

bei den Fahrzeugen als auch bei der Infrastruktur

noch einiges passieren.

Zu welchem Motor raten Sie im Verkaufsgespräch?

Das muss man differenziert sehen. Wie gerade

schon gesagt: Vielfahrer kommen eigentlich an

einem Diesel der neuesten Generation nicht vorbei.

Wer aber keine Langstrecke und weniger als

15.000 bis 20.000 Kilometer im Jahr fährt, für

den ist vermutlich ein Benziner oder eben ein Hybridfahrzeug

die bessere Wahl. Wer mit der Ladeinfrastruktur

kein Problem hat, kann auch über

ein Elektroauto nachdenken. Eine gute Option ist

generell aber auch, ein Auto zu leasen, um das

Vermarktungsrisiko zu umgehen.

Martin Schäpers blickt

sehr differenziert auf

die Zukunft des Autos.

In vielen Kundengesprächen

hat der

Standortleiter der

Moll Automobile

GmbH & Co. KG, dem

einzigen Volvo-Autohaus

in Wuppertal,

immer wieder die Erfahrung

gemacht, wie

groß die Verunsicherung

ist.

die nachfolgenden Generationen zu denken. Aber

Fahrverbote sind nicht das richtige Mittel und

senken die Gesamtbilanz des Schadstoffausstoßes

nicht. Wenn eine Straße mit Verboten belegt wird,

umfahren die Leute die Stelle. Das hilft uns auf

Dauer nicht weiter.

Ist das denn nicht nur etwas für Unternehmen?

Nein, das ist leider immer noch das gängige Vorurteil.

Ich finde, Leasing hat heute viele positive

Aspekte, auch für Privatleute. Viele mieten lieber

eine Wohnung als sie zu kaufen und zahlen damit

nur für die eigentliche Nutzung – beim Leasing

ist es im Grunde genau das gleiche. Die Angebote

der Hersteller sind diesbezüglich so viel besser

geworden, es gibt viele interessante Pakete. Bei

der jungen Generation findet schon ein Umdenken

statt. Ein Auto zu besitzen, steht da gar nicht

mehr so im Vordergrund, wie das früher einmal

war. Junge Menschen, gerade wenn sie in der

Stadt wohnen, wollen mobil und flexibel sein.

Dem tragen die verschiedenen Abo-Modelle ausgezeichnet

Rechnung. Sie sehen also, es gibt so

viele Möglichkeiten, heute ein Auto zu nutzen.

Da kann ich den Leuten nur raten: Kommen Sie

zu uns ins Autohaus und entscheiden sich nicht

durch einen Klick im Internet. Dazu ist das Thema

viel zu komplex.

Das Gespräch führte Stefanie Bona

Foto: BVG

der Bergische Unternehmer 02|19 23


TITEL AUTOFAHREN IM WANDEL

geren Reichweite sieht er zudem eine Lösung für

die bislang begrenzte Infrastruktur. „Wenn die

Fahrzeuge längere Strecken fahren können,

braucht man weniger Ladestationen.“ Der Centerleiter

rechnet damit, dass sich das Kundengespräch

mit der neuen Technik künftig wesentlich

verändern wird. Der Autoverkauf werde völlig andere

Themen erhalten als heute. Ein bisschen vergleicht

er die Zukunft des Autokaufs mit dem Besuch

im Apple-Store. Man kauft das Smartphone

mit seiner komplexen Technik, sucht sich ein bisschen

Zubehör aus und hat mit einigen wenigen

Entscheidungen das für die persönlichen Ansprüche

passende Gerät.

Versorgung „auf der letzten Meile“

Zur offiziellen Inbetriebnahme

der Ladesäulen

in Mettmann

trafen sich

Bürgermeister Thomas

Dinkelmann

(2.v.r.), innogy-Kommunalbetreuer

Frithjof

Gerstner (2.v.l)

und Thomas Walkiewicz

von Westnetz

an der Ladesäule

neben dem Rathaus

an der Neanderstraße

(Parkplatz neben

dem Bürgerbüro).

Fünf neue Ladesäulen für Elektroautos in Mettmann

Die Kreisstadt Mettmann geht bei der Elektromobilität

mit gutem Beispiel voran: An gleich drei Standorten

in der Stadt wurden Ladesäulen für Elektroautos

aufgestellt und zwei weitere folgen in Kürze. „Wir

freuen uns, dass wir in Mettmann mit diesem Angebot

einen Anreiz für mehr emissionsarme und leise

Fahrzeuge geben können“, sagte Bürgermeister Thomas

Dinkelmann und kündigte an, dass in diesem

Jahr für den Baubetriebshof weitere Elektrofahrzeuge

angeschafft werden. „Die neuen Ladesäulen von innogy

sind ein weiterer wichtiger Schritt für den Ausbau

der Elektromobilität in der Region. Wir möchten

allen Autofahrern den Umstieg auf die schadstoffarme

und CO2-freie Elektromobilität leicht machen“,

erklärt Frithjof Gerstner vom Kommunalen Partnermanagement

des Energieversorgers, und ergänzt:

„Elektroautos laden an innogy Ladesäulen 100 Prozent

Ökostrom. Die E-Zapfstellen sind für alle zugänglich“.

Die neuen Ladesäulen haben zwei Ladepunkte,

die das gleichzeitige Aufladen von jeweils

zwei Elektrofahrzeugen zulassen. Bezahlt wird entweder

über einen Autostromvertrag oder per Paypal

bzw. Kreditkarte. Für den Aufbau der neuen Ladesäulen

gab es Fördermittel des Bundes aus dem „Bundesprogramm

Ladeinfrastruktur“. Zusätzlich ist die

Stadt Mettmann als Partnerin beteiligt.

Die Gefahren für die Gesamtwirtschaft wegen des Wertverlustes

des Diesels sind nicht zu unterschätzen. Das betrifft

in besonderem Maße das Leasinggeschäft.

Gleichwohl ist Gerrit Winkler überzeugt, dass

auch in 15, 20 Jahren auf unseren Straßen noch

Autos mit Verbrennungsmotoren fahren. Und damit

auch mit der in der Öffentlichkeit heiß diskutierten

Dieseltechnik. „In einem Auto, in dem ein

oder zwei Personen von A nach B fahren, ist Elektrifizierung

viel leichter zu realisieren, als bei einem

schweren Nutzfahrzeug.“ Doch könnten intelligente

und ganzheitliche Strategien zum

Beispiel für die Logistikbranche eben doch dazu

führen, dass zumindest teilweise große Transporter

durch kleinere elektrobetriebene Fahrzeuge ersetzt

werden. Man mache sich heute bereits ganz

neue Gedanken um die Versorgung „auf der letzten

Meile“. Mit Blick auf den Diesel möchte Gerrit

Winkler beruhigen. „Ich kann alle verstehen, die

vor dem Hintergrund der ganzen Debatte unsicher

sind.“ Aber die mit der modernen Euro 6d-Temp-

Technik ausgestatteten Diesel seien moderne und

umweltschonende Fahrzeuge, die man guten Gewissens

fahren könne. Dass ob dieser Thematik

eine gewisse Beruhigung einkehre, ließe sich an

den Verkaufszahlen ablesen: Im Vergleich zu 2017

sei im letzten Jahr der Anteil von Dieselautos um

2,1 Prozent auf 34,5 Prozent gestiegen. Wer sich

bei einem anstehenden Autokauf dennoch unsicher

ist, wo die Zukunft des Autos hingeht, dem

empfiehlt der Fachmann das Leasing mit einer

kürzeren Laufzeit. „Man bezahlt die Nutzung für

ein modernes, sparsames Fahrzeug mit kalkulierbaren

Unterhaltskosten. Zum Ende der Laufzeit

kann man ganz entspannt in ein neues Auto umsteigen.“

24 www.bvg-menzel.de


Differenzieren in der Kundenberatung

Matthias Pfann ist

kaufmännischer

Leiter bei Jungmann-Vonzumhoff

in Wuppertal.

Hinsichtlich der Dieselfrage kann Matthias Pfann

nur zustimmen. „Euro 6d-Temp ist die modernste

Motorentechnologie, die wir in Deutschland haben

– auch hinsichtlich des Umweltgedankens.

Ein moderner Diesel fährt sparsam, effizient und

sauber“, sagt Matthias Pfann, kaufmännischer

Leiter und Prokurist bei Jungmann-Vonzumhoff

in Wuppertal. Der Händler vertreibt die Marke

Ford und KIA, betreibt mehrere Standorte im

Bergischen Land und bedient dabei sowohl die

Pkw als auch die Nutzfahrzeugsparte.

In der Kundenberatung müsse man differenzieren:

Für gewerbliche Kunden, die mit ihrer Flotte

längere Strecken fahren und schwere Lasten transportieren

müssen, führe derzeit noch kein Weg am

Diesel vorbei. „Auch Vielfahrer, die mehr als

25.000 Kilometer im Jahr auf der Autobahn ver-

Die größte Neu- und Gebrauchtwagen-Auswahl

im Bergischen Land.

Gottfried Schultz Wuppertal GmbH & Co. KG

Uellendahler Str. 245–251, 42109 Wuppertal

Tel. 0202 2757-0, Fax -190

gottfried-schultz.de

■ Die Unternehmensgruppe Gottfried Schultz

ist mit insgesamt 28 Betrieben, in 13

Städten Nordrhein-Westfalens, immer in

Ihrer Nähe.

■ Insgesamt mehr als 3.500 Fahrzeuge für Sie

sofort verfügbar.

■ Größte Neu- und Gebrauchtwagen-Auswahl

im Bergischen Land.

■ Top Angebote auch für Gewerbetreibende,

Freiberufler und Flottenkunden.

■ Kompetente Beratung durch zertifizierte

Fachberater.

■ Großer Fahrzeugpool

für Probefahrten.

Kein Kauf ohne

unser Angebot!

der Bergische Unternehmer 02|19 25


TITEL AUTOFAHREN IM WANDEL

Wenn die Fahrzeuge längere Strecken zurücklegen können,

braucht man weniger Ladestationen. Das muss man bei der

Planung der Infrastruktur berücksichtigen.

bringen, werden keine andere Entscheidung treffen

können.“ Privatkunden, die weniger Fahrleistung

beanspruchen, entschieden sich heute

zumeist noch für einen Benziner. Vollelektrische

Fahrzeuge seien gemeinhin noch zu teuer, um alltagstauglich

zu sein. Und bei der Elektromobilität

gebe es einfach noch zu viele Unwägbarkeiten.

„Was macht jemand, der in einem Mehrfamilienhaus

wohnt und keine Garage zum Aufladen zur

Verfügung hat?“ Zudem fehle es in den Straßen

schlichtweg an Leitungskapazität, um eine Vielzahl

von Elektroautos mit Strom zu versorgen.

„Wir wissen alle noch nicht so genau, wo die Reise

mit E-Mobilität hingeht“, beschreibt Matthias

Pfann die aktuell unsichere Situation.

Natürlich sei jedem an sauberer Luft gelegen.

Dazu gebe es ja in den Städten eine ganze Reihe

von Bestrebungen, um Emissionen einzusparen –

zum Beispiel durch neue Heizkraftwerke. Bei den

Autoherstellern dürfe man nicht alle unter einen

Scheffel kehren. Ford habe sich wie viele andere

auch immer an die geltenden Vorgaben und Richtwerte

gehalten. Nur müsse man heute eben auf die

strengeren Abgasnormen reagieren. Die Folgen

für die Gesamtwirtschaft dürfe man aber nicht aus

den Augen verlieren. 90 Prozent aller Leasingfahrzeuge

würden gewerblich genutzt. „Wir beschwören

möglicherweise eine neue Bankenkrise

herauf“, warnt er mit Blick auf den Wertverlust

ganzer Fahrzeugflotten.

Vergleicht man Diesel- und Ottomotoren bei

PKW, muss man für die Umweltverträglichkeit

laut Bundesumweltamt zwischen Klimagas- und

Luftschadstoffausstoß unterscheiden. Klimagase

wie Kohlendioxid und Luftschadstoffe wie Feinstaub

oder Stickoxide könnten nicht direkt miteinander

verglichen oder gegeneinander aufgerechnet

werden. Um die Menschen bestmöglich zu schützen

und die gesteckten Klimaziele zu erreichen,

gilt es wohl, den Ausstoß gleichzeitig zu reduzieren

und langfristig auf neue, umweltfreundliche

Technologien zu setzen.

Text: Stefanie Bona

Fotos: Shutterstock, BVG, Stadt Mettmann

Welches Auto fährt wie?

Das Auto der Vergangenheit ist auf unseren

Straßen noch präsent, das Auto der Zukunft

gesellt sich dazu. Welche Antriebsarten es –

noch – gibt, zeigt dieser kurze Überblick:

Der Dieselmotor ist ein Verbrennungsmotor,

der auch als Selbstzünder bekannt ist. Der

Kraftstoff wird mit hohem Druck in den Zylinder

eingespritzt und entflammt alleine. Umweltbelastenden

Emissionen wirken neue

Technologien entgegen.

Der Benziner fährt mit einem Verbrennungsmotor.

Ein Gemisch aus Kraftstoff und Luft

wird komprimiert, anschließend erfolgt die

Fremdzündung durch Zündkerzen. Ältere Benziner

mit schlechterer Verbrennungsbilanz

haben einen höheren CO2 Ausstoß.

Ein Gasmotor funktioniert ähnlich wie ein

Verbrennungsmotor, als Treibstoff fungieren

Luft und Erdgas, die im Zylinder gezündet

werden. Wegen des geringeren Ausstoßes

von Luftschadstoffen ist die Umweltbilanz

besser. Die Infrastruktur von Autogastankstellen

ist im Vergleich schlechter ausgebaut.

Der Elektromotor wird mit einer mitgeführten

Batterie, die zuvor und immer wieder neu

aufgeladen werden muss, betrieben. Weil

keine Treibstoffe verbrannt werden, gibt es

auch keine Emissionen. Allerdings fallen bei

der Herstellung von Batterie und Motor Rohstoffe

an, die die Ökobilanz ebenso belasten.

Beim Hybridmotor werden Elektro-Antrieb

und Verbrennungsmotor kombiniert. Damit

ist man weniger abhängig von der Ladeinfrastruktur

und kann größere Reichweiten zurücklegen.

Gleichwohl ist dies noch keine

reine Abkehr von fossilen Brennstoffen.

Am Solarauto wird gearbeitet. Der Elektromotor

wird aus Sonnenenergie gespeist, dazu

muss das Fahrzeug Solarzellen mitführen.

Bislang eher eine Sache für die Forschung.

26 www.bvg-menzel.de


Angebote nur für Gewerbetreibende

Der Citan Kastenwagen

1 mtl. ab

All-in Leasing

ohne Anzahlung

Der Vito Kastenwagen

1 mtl. ab

Der Sprinter Kastenwagen

1 mtl. ab

149 € 2 189 € 2 209 € 2

mtl. Gesamtrate ohne Anzahlung inkl. Vorteilspaket mit

Komplettservice zzgl. der gesetzlichen USt., Laufzeit 48 Monate,

Gesamtlaufleistung 40.000 km

Inklusive

4 Jahre

Rundum-

Sorglos-Paket!

Nur bis 31.03.2019

Lease auf den ersten Blick.

Der Mercedes-Benz Citan, Vito und Sprinter jetzt mit All-in Leasing und ohne Anzahlung.

Ganz schön anziehend: Unsere attraktiven Transporter mit attraktiven Leasingraten – und noch

attraktiver – ohne Anzahlung. Mit 4 Jahren ServiceCare Komplettservice inklusive.

www.mercedes-benz-west.de/topdeal

Citan 108 CDI Kastenwagen/Vito 109 CDI Kastenwagen/Sprinter 211 CDI Kastenwagen: 1 Kraftstoffverbrauch innerorts;

außerorts; kombiniert (l/100 km): 4,7; 4,2; 4,3/7,8–7,7; 5,4–5,3; 6,3–6,2/9,4–9,1; 7,3–7,0; 7,9–7,7. CO 2

-Emissionen

kombiniert (g/km): 112/164–162/208–201. 2 ServiceCareLeasing ist ein Angebot der Mercedes-Benz Leasing GmbH,

Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart. Unser Leasingbeispiel: Kaufpreis ab Werk zzgl. lokaler Überführungskosten

12.990 €/18.490 €/19.990 €, Leasing-Sonderzahlung 0,00 €, Laufzeit 48 Monate, Gesamtlaufleistung 40.000 km,

mtl. Gesamtleasingrate inkl. Komplettservice gemäß unseren Bedingungen 149 €/189 €/209 €.

Gilt nur für gewerbliche Einzelkunden im Zeitraum vom 14.01.-31.03.2019.

Alle Preise zzgl. der gesetzlich geltenden Umsatzsteuer.

Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart

Partner vor Ort: Daimler AG, vertreten durch Mercedes-Benz Vertrieb PKW GmbH

Niederlassung Wuppertal · Varresbecker Str. 123 · 42115 Wuppertal

Niederlassung Solingen · Schlagbaumer Str. 109 · 42653 Solingen

Daimler AG, vertreten durch Mercedes-Benz Vertrieb NFZ GmbH

Niederlassung Bergische Remscheid Unternehmer · Ueberfelder 02|19 Str. 23-25 · 42855 Remscheid

27

Tel.: 0202-7191-0 · www.mercedes-benz-wuppertal.de


ERFOLGREICH BERGISCH STARTUP

Software muss die F ir ma

unterstützten

Chaslau Kedas liebt Herausforderungen. Er gibt nicht auf, bis er eine passende Lösung gefunden hat.

Deshalb stand für den gebürtigen Weißrussen schon früh fest, dass Informatik und Programmieren

genau das Richtige für ihn ist. „Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen. Man lernt nie aus

und kann vielleicht in sechs Monaten eine noch effizientere Lösung als die vorherige finden“, beschreibt

der zweifache Vater, was er an seinem Job so liebt. Nachdem er 15 Jahre lang als Angestellter

eines IT-Dienstleisters arbeitete, wagte er im vergangenen Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit.

Mit dem Start-Up „dev4you GmbH“ gründete der Wuppertaler im Oktober 2018 seine eigene Firma.

„Das war schon lange ein Wunsch von mir

und es war der passende Zeitpunkt“, sagt

der 40-Jährige. Bei der Gründung profitiert

er von seiner Erfahrung und den

Kenntnissen über den Markt. Bereits zu Schulzeiten

hat er angefangen zu programmieren. Durch ein Stipendium

kam er im Rahmen seines Studiums 1998 an

die Bergische Universität Wuppertal und blieb der

Liebe wegen hier. 2000 folgte das erste große Projekt

in einer kleinen Wuppertaler Firma. Die entwickelte

Wissenschaftsdatenbank war damals etwas Neuartiges

und verkaufte sich über 10.000 mal. Das Familiäre

an der Firma habe ihm damals schon gefallen, da es

Züge des Start-Up-Gedankens trage, blickt er zurück.

2003 fing er als Softwareentwickler für Zeiterfassungssystem

und Rechnungsstellung bei einem IT-

Dienstleister an, hatte zum Schluss die Position als

Teamleiter der Softwareentwicklung inne.

Gründung heißt Akquise

Diese Position hat er nun gegen den Chefsessel getauscht.

Aus dem anfänglich einzelnen Schreibtisch

ist inzwischen ein Viererbüro im Wuppertaler Codeks

geworden. Für die Co-Working-Atmosphäre in dem

Gründerzentrum in der ehemaligen Elba-Fabrik entschied

sich der erfahrene Softwareentwickler bewusst,

um Berufliches und Privates zu trennen. „Das Codeks

hat mich sofort überzeugt. Man hat seine eigene Firma,

aber viel an externen Kontakten“, erklärt Kedas.

Das ist ihm besonders wichtig. Die soziale Komponente,

aber auch die repräsentativen Räume haben ihn

angesprochen. Noch sitzt der IT-Experte aber alleine

in seinem Büro. Ab April unterstützt ihn zunächst ein

Praktikant. Wenn die Aufträge stimmen, sollen im

Herbst zwei neue Mitarbeiter für regen Arbeitsbetrieb

an den übrigen zwei Schreibtischen hinter der Glas-

28 www.bvg-menzel.de


Chaslau Kedas

gründete in Wuppertal

seine eigene

Software-Firma.

wand mit rotem Banner sorgen. Da er für die Entwicklung

individueller Programme im Business-Bereich

mit freien Mitarbeitern und externen Entwicklungspartnern

zusammenarbeitet, herrscht noch ein Mangel

an guten Projektmanagern, die die Firmen als Berater

betreuen und wichtiges Bindeglied zwischen Auftraggeber

und Entwickler sind. Momentan übernimmt der

Geschäftsführer diese Aufgabe hauptsächlich selbst,

beschäftigt sich in der Anfangsphase der Gründung

vor allem mit der Akquise.

Mitarbeiter in Prozesse einbinden

In der Zeit der Digitalisierung haben viele Unternehmen

Bedarf an der effizienten Optimierung von Prozessen

mit den richtigen Software-Lösungen. Denn viele stecken

zu sehr im Tagesgeschäft, arbeiten häufig mit einer

Standardsoftware, die nicht immer zu den internen Firmenabläufen

passt, erklärt der Experte. „Das Softwareprodukt

muss die Firma unterstützen und nicht umgekehrt“,

betont Kedas. Auf genau diese Lösung hat er

sich mit seiner Firma „dev4you GmbH“ (development

for you) spezialisiert. So entwickelte er zum Beispiel bereits

ein verbessertes Bewerbungsprozedere, bei dem

der Bewerber jeden Schritt der Bewerbungsphase transparent

online einsehen kann, der Rekrutierer aber somit

noch bis zu einer Stunde Zeit im Tagesgeschäft einspart.

„Es ist wichtig, die Mitarbeiter in die Digitalisierungsprozesse

einzubinden“, betont Kedas. Damit verstehe

das Personal besser, dass durch die Veränderungen und

Automatisierungen bestimmter Abläufe nicht ein Personalabbau

angestrebt werde. Vielmehr sollen die Mitarbeiter

dadurch mehr Zeit für wichtigere Aufgaben gewinnen.

Der Aufgabenschwerpunkt wird verlagert.

Langfristige Partnerschaften

Seinen Leitsatz hat er auch bei seiner eigenen Firmengründung

beherzigt. Viele Kleinigkeiten, die notwendig

sind, erledigte er als ersten Schritt. Dazu zählen

Briefbögen, Dokumententemplates und Logoentwurf

oder auch die Erstellung der Homepage, die Ende Februar

an den Start gehen soll. Weil Kedas den Markt

kennt, weiß er, dass die Auftragslage gut ist. Für die

Zukunft strebt er vor allem langfristige Partnerschaften

an – auch überregional durch Remote. Zwar ist Kedas

nicht auf eine bestimmte Branche fixiert. Allerdings

hat er ein großes Interesse daran, Banken und

Personaldienstleister bei der Optimierung der Prozesse

zu begleiten. „Die Prozesse dort sind sehr komplex.

Das ist eine Herausforderung“, sagt er mit einem Lächeln

im Gesicht. Und die liebt er schließlich.

Text und Foto: Anna Mazzalupi

dev4you GmbH

Chaslau Kedas

Moritzstraße 14

42117 Wuppertal

Tel 0151 27086479

Mail kedas@dev4you.gmbh

Net www.dev4you.gmbh

der Bergische Unternehmer 02|19 29


AUS DER REGION GASTKOMMENTAR

Der Bergische Unternehmer:

Arbeitsrecht - Herausforderung für Unternehmen

Das deutsche Arbeitsrecht ist nach wie vor unübersichtlich, häufig

widersprüchlich und für Unternehmen sowie Beschäftigte überaus

kompliziert. Es gibt kein umfassendes, einheitliches Arbeitsgesetzbuch,

sondern zahlreiche einzelne Gesetze rund um das Arbeitsverhältnis,

die maßgeblich durch Arbeitsgerichte ausgelegt werden. Die

mehr und mehr durch das europäische Arbeitsrecht und Entscheidungen

des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) geprägten Urteile der

nationalen Arbeitsgerichte sind oft nur eingeschränkt verlässlich. Die

betriebliche Praxis wird fortlaufend mit unerwarteten Änderungen

konfrontiert, die sich massiv auf die Personalarbeit in den Betrieben

auswirken. Schließlich wirken sich arbeitsrechtliche Entscheidungen

auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und damit

auf die Arbeitsplätze aus. Der Dialog und das verantwortungsvolle

Miteinander haben im Betrieb an Stellenwert gewonnen. Das gute

Betriebsklima zu erhalten und die Mitarbeiter zu motivieren, steht

heutzutage noch stärker im Fokus als früher. Dazu ist es wichtig Konflikte

frühzeitig zu klären, um zum Beispiel ein Gerichtsverfahren vermeiden

zu können. Unter diesen Voraussetzungen ist eine professionelle

Beratung für Unternehmen unerlässlich, um die Chancen und

Risiken drohender arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen unter betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten richtig einschätzen zu können.

Arbeitgeberverbände bieten hier eine praxisorientierte, schnelle und

kostengünstige Beratung für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen.

Diese umfasst in der Regel zum Arbeitsrecht folgende

Leistungsmerkmale:

• Beratung in allen Fragen des Arbeitsrechts - von der Begründung

des Arbeitsverhältnisses, über eine Umstrukturierung bis hin zur

Beendigung.

• Intensiver Erfahrungsaustausch durch Ausschüsse, Arbeitskreise

und Seminare.

• Arbeitsrechtliche Grundsatzfragen und Analyse der Entwicklung

der Rechtsprechung sowie ihre Auswirkungen auf die Betriebe.

• Informationen über aktuelle Entwicklungen des Arbeitsrechts.

• Kommt es doch einmal zum Rechtsstreit, gehört die Vertretung

vor allen Instanzen der Arbeitsgerichte ebenfalls zum Service.

Foto: VBU

Assessor Michael Schwunk, Leiter der

Rechtsabteilung der Vereinigung Bergischer

Unternehmerverbände e.V. – VBU.

30 www.bvg-menzel.de


Deutsche Bank

Anzeige

Deutsche Bank Portfolioberatung:

Ihr direkter Zugang zu unserer globalen Investmentkompetenz

Anleger, die ihr Depot selbst steuern

möchten, dabei aber auf die Begleitung

durch erfahrene Investmentexperten

Wert legen, können im Rahmen der

Portfolioberatung der Deutschen Bank

auf ein kompetentes Beratungsteam

zurückgreifen.

„Ein gutes Portfolio ist mehr als eine

lange Liste von Wertpapieren. Es ist

eine ausbalancierte Einheit, die dem

Investor gleichermaßen Chancen und

Absicherung unter einer Vielzahl von

möglichen zukünftigen Entwicklungen

bietet.” So umschreibt der Nobelpreisträger

der Wirtschaftswissenschaften Harry

M. Markowitz die Anforderungen, die

ein gut ausbalanciertes Wertpapierdepot

erfüllen sollte – und das gilt insbesondere

in Zeiten schnelllebiger Märkte.

Die größten Herausforderungen für den

Anleger sind dabei: Sie müssen eine Flut

an Informationen bewältigen und Markttrends

erkennen, um ihr Depot zum

richtigen Zeitpunkt an sich verändernde

Rahmenbedingungen anzupassen.

Globales Know-how nutzen

tigen Investmententscheidungen selbst –

er hat also die volle Kontrolle über den

Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

„Gleichzeitig profitiert er von der Kompetenz

erfahrener Investmentexperten”,

so Stephan.

Aus der Kapitalmarkteinschätzung des

Chef-Anlagestrategen werden auf Basis

unterschiedlicher Ertrags- und Risikoprofile

sogenannte Orientierungsdepots

entwickelt. Dabei steht ein aktiver

und auf Einzeltitel fokussierter Ansatz

im Vordergrund, der insbesondere auf

die Bedürfnisse wertpapieraffiner Kunden

zugeschnitten ist. Ändert sich die

Marktsituation, werden die Orientierungsdepots

angepasst: Während in turbulenten

Börsenphasen eine eher defensive

Ausrichtung im Fokus steht, werden

beispielsweise in Phasen einer anziehenden

Wirtschaftsdynamik stärker

konjunktursensitive Titel berücksichtigt.

Beispielhaftes Orientierungsdepot

Ein volatiler Markt beispielsweise bietet

nicht nur Chancen zum Direkteinstieg

in Aktien. „Renditemöglichkeiten

gibt es auch auf der Zertifikate-Seite,

et wa bei Diskont zer tifikaten”, so Stephan.

Auch diesbezüglich die richtige Depotstrukturierung

zu wählen, kann maßgeblich

zur Renditeentwicklung des

Portfolios beitragen.

Informativ und transparent

Im Rahmen der Portfolioberatung erhält

der Kunde auf Wunsch regelmäßig auf

seine Anlagepräferenzen zugeschnittene

Analysen und Berichte zu Märkten

und Branchentrends. Darüber hinaus

bekommt er regelmäßig umfangreiche

Aufstellungen über die Entwicklung und

Zusammensetzung seiner Vermögenswerte

zugesandt. Trotz aller Beratung:

Die eigentliche Anlageentscheidung verbleibt

letztlich beim Anleger. Damit kann

er das Chance-Risiko-Verhältnis seiner

Geldanlage gemäß seinen persönlichen

Präferenzen beeinflussen. Auch bei der

Vergütung hat der Anleger die Wahl

zwischen zwei Varianten. „Die Portfolioberatung

der Deutschen Bank bietet

eine kompetente Beratung für komplexe

Anlagethemen.”

Selbst für erfahrene Anleger ist das

Meistern dieser Herausforderungen

zeitintensiv und keine leichte Aufgabe.

Mehr zur Portfolioberatung der

„Anlegern, die ihr Depot selbst steuern,

Deutschen Bank erklärt Ihnen

bietet die Deutsche Bank deshalb mit

gerne Ihr zuständiger Leiter

ihrer Portfolioberatung die Möglichkeit,

Portfolioberatung Region West:

sich hierfür einen kompetenten Partner

zur Seite zu stellen”, sagt Dr. Ulrich

Stephan, Chef-Anlagestratege Privatund

Firmenkunden der Deutschen Bank. Das Depot gestalten

Im Mittelpunkt der Portfolioberatung

steht ein eingespieltes „Tandem” aus Die Portfolioberatung erfolgt in den

dem persönlichen Berater und dem Anlageklassen Liquidität, Aktien, Renten,

Spezialberater Portfolioberatung. Letzterer

Immobilien und Rohstoffe (außer

sichert dem Anleger Zugang zum Agrarrohstoffen). Im Austausch mit dem

globalen Know-how der Deutschen Bank, Kunden gibt der Berater diesem konkrete

Daniel Anderheggen

das durch den Chef-Anlagestrategen

Empfehlungen zur Gewichtung von Telefon (0221) 142-2323

Dr. Ulrich Stephan zur aktuellen Marktmeinung

Anlageklassen in seinem Portfolio sowie daniel.anderheggen@db.com

für Privat- und Firmenkunden zu Einzeltiteln. Diese basieren auf dem

zusammengeführt wird. Bei dieser Beratungsform

vom Kunden definierten Chance-Risiko-

der Bergische trifft Unternehmer der Anleger 02|19 alle wich- Profil und dem aktuellen Marktumfeld:

31


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Finanzverwaltung akzeptiert

Erleichterungen bei Angabe der

Anschrift in Rechnungen durch

BFH-Rechtsprechung

Der Bundesfinanzhof hatte in mehreren

Urteilen (1) entschieden, dass eine zum

Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung

nicht voraussetzt, dass die wirtschaftlichen

Tätigkeiten des leistenden Unternehmers

unter der Anschrift ausgeübt

werden, die in der von ihm ausgestellten

Rechnung angegeben ist. Danach reicht

jede Art von Anschrift und damit auch

eine Briefkastenanschrift aus, sofern der

Unternehmer unter dieser Anschrift erreichbar

ist.Die Finanzverwaltung (2)

wendet diese neuen Grundsätze ab sofort

in allen offenen Fällen an. Danach genügt

es für den Vorsteuerabzug, wenn sowohl

für den leistenden Unternehmer als

auch für den Leistungsempfänger ein

Postfach, eine Großkundenadresse oder

eine „c/o-Adresse“ in der Rechnung angegeben

ist. (1) Z. B. vom 21. Juni 2018

V R 25/15 und V R 28/16 (BStBl 2018 II

S. 809 und 806). (2) Siehe BMF-Schreiben

vom 7. Dezember 2018 – III C 2 – S

7280-a/07/10005 (BStBl 2018 I S. 1401)

Quelle: Rinke Treuhand GmbH

Wertermittlung für die private

Nutzung eines

Geschäftswagens

Fotos: MEV

Der Wert der max. 50 %igen privaten

Nutzung eines Firmenwagens wird üblicherweise

pauschal nach der sog. 1 %

Methode ermittelt. Dabei werden höchstens

die tatsächlich als Betriebsaus-gaben

abgezogenen Kosten angesetzt (sog.

Kostendeckelung). Die Kostendeckelung

greift insbesondere dann, wenn ein Fahrzeug

gebraucht gekauft wurde oder schon

abgeschrieben ist.Der Bundesfinanzhof

hält diese Regelung für verfassungsgemäß.

Er entschied am 15.5.2018, dass

auch bei einer betrieblichen Nutzung des

Wagens von weniger als 100 % bei Anwendung

der 1 %-Regelung für die Kostendeckelung

die gesamten Kosten zu berücksichtigen

sind. Eine Beschränkung

des privaten Nutzungswerts auf z. B. 50

% der Gesamtkosten des Geschäftswagens

ist unzulässig.

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt & Partner

KG

Abzug von Refinanzierungszinsen

für Gesellschafterdarlehn

nach einem Forderungsverzicht

gegen Besserungsschein

Ein Ehepaar war an einer GmbH beteiligt.

Zur Finanzierung ihrer Stammeinlage

hatte es ein Bankdarlehn aufgenommen.

Darüber hinaus gewährte es der GmbH

mehrere Darlehn, die es selbst bei Banken

refinanzierte. Für einige der Darlehn, die

die Eheleute der GmbH gewährten, wurden

vollständige bzw. teilweise Darlehnsund

Zinsverzichte gegen Besserungsschein

vereinbart. Die Kosten für ihre

Darlehn machten sie als Werbungskosten

bei ihren Einkünften aus Kapitalvermögen

geltend. Die Schuldzinsen für das

Darlehn zur Refinanzierung der Stammeinlage

sind steuerlich nicht abziehbar,

denn sie stehen im Zusammenhang mit

Beteiligungserträgen, die der Abgeltungsteuer

unterliegen. Sie wären bei Vorliegen

der weiteren Voraussetzungen abziehbar,

wenn die Eheleute spätestens mit

ihrer Einkommensteuererklärung einen

entsprechenden Antrag gestellt hätten.

Soweit die Eheleute auf Zinsen und Rückzahlung

der Darlehn verzichtet hatten,

waren die Refinanzierungskosten ebenfalls

nicht abziehbar, weil kein wirtschaftlicher

Zusammenhang mehr mit (zukünftigen)

Kapitalerträgen bestand. Aufgrund

des Verzichts auf die Ansprüche aus den

Gesellschafterdarlehn hat sich der ursprüngliche

wirtschaftliche Zusammenhang

der Refinanzierungszinsen, der zu

den Kapitalerträgen aus den Gesellschafterdarlehn

bestand, hin zu den Beteiligungserträgen

verlagert. Nur soweit ein

Teilverzicht ausgesprochen wurde und die

Darlehn fortbestanden, konnten die Eheleute

ihre Refinanzierungskosten als Werbungskosten

abziehen.

Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs

Aufzug kein Luxus

Mieter durften in einem fünfstöckigem

Haus an den Kosten beteiligt werden.

Prinzipiell wird wohl kaum jemand etwas

dagegen haben, wenn in das von ihm

bewohnte Mietshaus ein Aufzug einge-

32 www.bvg-menzel.de


aut wird. Beim Transport von schweren

Gegenständen, nach einem Beinbruch

und beim Auszug erleichtert einem solch

ein Lift das Leben erheblich. Der Streit

beginnt aber häufig dann, wenn der Eigentümer

der Immobilie die Kosten dafür

auf die Mieter umlegen will. Hier

ging es um Bewohner einer gut 70 Quadratmeter

großen Wohnung im dritten von

fünf Stockwerken. Die Netto-Kaltmiete

hätte wegen der Modernisierungskosten

um 11 Prozent gesteigert werden können,

was allerdings gar nicht in vollem Umfang

gefordert wurde. Die Mieter wollten

trotzdem nicht bezahlen und sprachen

von einer Luxussanierung. Doch das zuständige

Amtsgericht wollte nach Information

des Infodienstes Recht und Steuern

der LBS dem nicht folgen. Der

Einbau eines Aufzuges stelle grundsätzlich

eine Verbesserung der Mietsache dar

– insbesondere, wenn man die immer älter

werdende Bevölkerung in Deutschland

berücksichtige. (Amtsgericht Brandenburg,

Aktenzeichen 31 C 298/17)

Vermieter konnte größere

Reparaturen an der Mietwohnung

nicht sofort absetzen

Renovierungsarbeiten, mit denen Schäden

aus dem jahrelangen, vertragsgemäßen

Gebrauch einer vermieteten Immobilie

beseitigt werden, gelten als

anschaffungsnahe Herstellungskosten –

und nicht als sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen.

So hat es nach Information

des Infodienstes Recht und

Steuern der LBS die höchstrichterliche

Finanzrechtsprechung entschieden (Bundesfinanzhof,

Aktenzeichen IX R 41/17).

Der Fall: Urteil im Detail: Eheleute hatten

für 60.000 Euro eine vermietete

Wohnung gekauft. Kurz nach Vertragsschluss

starb die Mieterin und es stellte

sich heraus, dass Arbeiten in erheblichem

Umfang nötig waren, um das Objekt wieder

vermieten zu können. Das Badezimmer

musste, ebenso wie die Elektroinstallation,

erneuert werden und einige

kleinere Dinge kamen auch noch dazu.

Die Aufwendungen in Höhe von über

12.000 Euro wollten die Eigentümer am

liebsten sofort als Erhaltungsaufwendungen

in ihrer Steuererklärung geltend machen.

Der Fiskus verweigerte dies und

verwies darauf, es handle sich um anschaffungsnahe

Herstellungskosten, die

über einen längeren Zeitraum abzusetzen

seien. Das Urteil: Bauliche Maßnahmen

innerhalb einer Frist von drei Jahren

nach dem Erwerb müssten im Regelfall

als anschaffungsnahe Herstellungskosten

betrachtet werden, befand der Bundesfinanzhof.

Das gelte auch im Falle verdeckter,

zum Zeitpunkt der Anschaffung

schon vorhandener, altersüblicher Män-

Beratungskompetenz aus Erfahrung

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Steuerberater

RMB Rosenfeld & Bachtig GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

RMB

Steuerberater

Düsseldorf

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Schumannstrasse 84

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 672044

www.rmb-steuerberatung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

Rosenfeld & Bachtig GmbH

Schumannstrasse 84

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 96612553

www.rb-wirtschaftspruefung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

der Bergische Unternehmer 02|19 33


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

gel und Defekte. Die Betroffenen hätten

mit den Arbeiten lediglich „den zeitgemäßen

Zustand des Mietobjekts wiederhergestellt“.

Quelle: LBS-Infodienst Recht und Steuern.

Statt „Gleitzone“ ab Juli 2019

neuer „Übergangsbereich“ bis

1.300 Euro

Die bisherige Gleitzone, in der Beschäftigte

mit einem Monatslohn von mehr als

450 Euro bis 850 Euro verringerte Arbeitnehmerbeiträge

in die Sozialversicherung

zahlen, wird ab 1. Juli 2019

durch ein Änderungsgesetz (1) auf bis zu

1.300 Euro erweitert und in Übergangsbereich“

umbenannt. Dabei erhalten die

Arbeitnehmer bei der Kranken-, Pflege-,

Renten- und Arbeitslosenversicherung

eine Beitragsermäßigung, die bei 451

Euro Monatslohn insgesamt ca. 43 Euro

beträgt und bis zum oberen Ende der

Gleitzone bzw. des Übergangsbereichs

auf 0 Euro reduziert wird.Für Lohnzahlungszeiträume

ab 1. Juli 2019 wird für

die Berechnung eine geänderte Formel

angewendet. (2) Dadurch ergeben sich

auch im unteren Teil des Übergangsbereichs

weitere geringfügige Beitragseinsparungen.

Bei 850 Euro beträgt die Beitragsermäßigung

dann ca. 23 Euro pro

Monat. Zu beachten ist außerdem, dass

ab Juli 2019 der Rentenversicherungsbeitrag

im Übergangsbereich für Arbeitnehmer

generell reduziert wird, ohne dass

dadurch später mit geringeren Rentenleistungen

zu rechnen ist. Ein Verzicht

des Arbeitnehmers auf Anwendung der

Gleitzonenregelung bei der Rentenversicherung

zur Vermeidung rentenrechtlicher

Nachteile ist nicht mehr notwendig

und daher auch nicht mehr vorgesehen.

(1) RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetz

(BGBl 2018 I S.

2016).

(2) In der in § 163 Abs. 10 Sozialgesetzbuch

VI abgebildeten Formel wird nur

die „850“ durch „1.300“ ersetzt.

Quelle: Rinke Treuhand GmbH

Verschärfung bei der

Grund-erwerbsteuer

Die Finanzminister der Bundesländer haben

sich am 21.6.2018 für eine Verschärfung

der Grunderwerbsteuer beim Erwerb

von Beteiligungen ausgesprochen. Grunderwerbsteuer

fällt grundsätzlich an, wenn

ein Grundstück unmittelbar oder mittelbar

übertragen wird. Bei dem Erwerb

von Anteilen an einer grundbesitzenden

Gesellschaft geht aus Sicht der Grunderwerbsteuer

mittelbar auch der Grundbesitz

der Gesellschaft über. Dieser

mittelbare Grundstückserwerb ist nach

bisherigem Recht nur dann der Grunderwerbsteuer

unterworfen, wenn innerhalb

von fünf Jahren mehr als 95% der

Anteile an einer Personen gesellschaft

übertragen werden. Bei Kapitalgesellschaften

wird die Besteuerung aus gelöst,

wenn ein Gesellschafter 95% der Anteile

erwirbt oder seine Beteiligungsquote auf

95% erhöht. Diese Grenzen sollen nun

verschärft werden. Zukünftig soll der

Schwellenwert von 95% auf 90 % sinken

und für Personengesellschaften eine Frist

von zehn statt fünf Jahren gelten.

Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt & Partner

KG

Vergütung von Reisezeiten bei

Entsendung ins Ausland

Entsendet ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer

vorübergehend zu Arbeiten ins

Ausland, muss er die für Hin- und Rückreise

erforderlichen Zeiten wie Arbeit

vergüten. Dies hat das Bundesarbeitsgericht

entschieden. Im entschiedenen Fall

war ein Techniker für zehn Wochen auf

eine Baustelle nach China entsandt worden.

Auf seinen Wunsch hin buchte der

Arbeitgeber für die Reise hin und zurück

statt des Direktflugs in der Economy-

Class einen Flug in der Business-Class

mit Zwischenstopp in Dubai. Der Arbeitgeber

zahlte dem Techniker für vier Reisetage

die arbeitsvertraglich vereinbarte

Vergütung für jeweils acht Stunden, insgesamt

rund 1.150 €. Der Arbeitnehmer

forderte darüber hinaus aber die Vergütung

für weitere 37 Stunden, welche für

die Hin- und Rückreise, u. a. für Zwischenaufenthalte,

benötigt wurden. Das

Gericht kommt zu dem Ergebnis, dass

grundsätzlich die gesamte erforderliche

Reisezeit eines Arbeitnehmers zu vergüten

ist, da derartige Reisen in ausschließlichem

Interesse des Arbeitgebers erfolgen.

Erforderlich ist dabei allerdings

34 www.bvg-menzel.de


egelmäßig nur die Reisezeit für eine

Hin- und Rückreise in der Economy-

Class.

Quelle: Seidel u.a.

Nachträgliche Zusammenveranlagung

für gleichgeschlechtliche

Ehepaare

Das Finanzgericht Hamburg hat entschieden,

dass Ehepartner, die ihre Lebenspartnerschaft

in eine Ehe umgewandelt

haben, die Zusammenveranlagung

zur Einkommensteuer auch für bereits

bestandskräftig einzelveranlagte Jahre

beantragen können. Im Urteilsfall hatten

zwei Partner im Jahr 2001 eine Lebenspartnerschaft

begründet. Nach Inkrafttreten

des Eheöffnungsgesetzes im

Oktober 2017 wandelten sie die Partnerschaft

in eine Ehe um. Obwohl beide

Partner ab 2001 bis 2012 bereits mit bestandskräftigen

Steuerbescheiden jeweils

einzeln zur Einkommensteuer veranlagt

worden waren, beantragten sie die Zusammenveranlagung

ab 2001. Das Finanzgericht

stimmte dem Antrag zu.

Steuerbescheide können geändert werden,

soweit ein Ereignis eintritt, das steuerliche

Wirkung für die Vergangenheit

hat (sog. rückwirkendes Ereignis). Das

Finanzgericht ist der Auffassung, dass

das Eheöffnungsgesetz als außersteuerliches

Gesetz ein rückwirkendes Ereignis

ist, das dazu berechtigt, bereits bestandskräftige

Einkommensteuerbescheide zu

ändern. Der Bundesfinanzhof muss abschließend

entscheiden.

(Quelle: Urteil des Finanzgerichts Hamburg)

Experte für professionelle Mitarbeiteroptimierung

SEMINARE | COACHING | BERATUNG

LERNEN,

PRÜFUNG,

ERFOLG.

0202 2 54 50 06

service@akademie-educate.de

www.akademie-educate.de

der Bergische Unternehmer 02|19 35


SERIE DAS RECHT AUF IHRER SEITE

Erfahrung,

die Sicherheit gibt

Die Kanzlei Runkel Schneider Weber Rechtsanwälte ist ein Traditionshaus mit

Schwerpunkt in der wirtschaftsrechtlichen Beratung. Durch die breit aufgestellte

Expertise der 16 Anwälte und rund 50 Mitarbeiter ist die Kanzlei rund

um das Thema Insolvenzberatung und -verwaltung sowie Sanierung und Restrukturierung

von Unternehmen eine feste Größe im Bergischen Land sowie

in der Rheinschiene und im Ruhrgebiet.

Das Bild des Insolvenzverwalters hat

sich in den letzten Jahren verändert.

Während sein Auftauchen noch vor 10,

15 Jahren in den maroden Unternehmen

vielfach Ängste bei der Belegschaft und Vorbehalte

bei Eignern und Geschäftsführung auslöste,

wird er heute eher als Partner wahrgenommen,

der maßgeblich dazu beiträgt, die verschiedenen

Interessen zu bündeln und auf einen Sanierungspfad

zu bringen. Manfred Zander und Dr. Jens

Schmidt, beide geschäftsführende Partner der

Wuppertaler Sozietät Runkel Schneider Weber –

RSW – Rechtsanwälte, wissen, dass Senior-Partner

Hans P. Runkel bereits vor vielen Jahren so

gehandelt hat. „Er hat wirklich alles versucht, insolvente

Unternehmen fortzuführen und in diesem

Bemühen erst dann aufgehört, wenn tatsächlich

nichts mehr zu machen war“, sagt Dr. Jens

Schmidt. Und Manfred Zander ergänzt: „Heute

bietet das moderne Insolvenzrecht die Möglichkeit,

dieses Credo umzusetzen.“

Die Persönlichkeit muss passen

Manfred Zander (Bild)

und Dr. Jens Schmidt

(Bild auf Seite 37) sind

geschäftsführende

Partner der Kanzlei

Runkel Schneider Weber

Rechtsanwälte.

Schwerpunkt der Sozietät

ist die rechtliche

Beratung in allen Fragen

des Wirtschaftslebens.

Der Stammsitz der Kanzlei RSW Rechtsanwälte

liegt im Herzen von Wuppertal-Elberfeld in einem

repräsentativen Altbau, der Geschichte atmet. Ein

historisches Umfeld für die im Jahr 1931 gegründete

Traditionskanzlei, die weitere Standorte in

Solingen, Remscheid, Düsseldorf, Köln und Herne

hat. Die Spezialgebiete der Tätigkeit liegen in

der wirtschaftsrechtlichen Beratung, mit besonderem

Schwerpunkt im Bereich der Sanierung und

Restrukturierung inklusive der Insolvenzberatung

und -verwaltung. „Bei uns gilt das Vier-Augen-

Prinzip. Und weil wir fachlich sehr breit aufge-

36 www.bvg-menzel.de


stellt sind, können wir in der Beratung die Dinge

schnell zusammentragen und zusammenführen

und so für jedes Unternehmen das passende Team

aus unserer Kanzlei anbieten; insbesondere die

Insolvenzberatung und -verwaltung ist eine individuelle

und persönliche Aufgabe “, spielt Manfred

Zander, Fachanwalt für Arbeitsrecht, auf die

enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit

seinen hochspezialisierten Kolleginnen und Kollegen

an.

Was macht einen guten Insolvenzverwalter

aus?

„Wir werden in einer Sondersituation in die Unternehmen

gerufen. Dort werden wir zur Integrationsfigur,

die die Interessen von Belegschaft, Eigentümern,

Lieferanten und Kunden im Blick

haben muss“, erklärt Dr. Jens Schmidt. Das juristische

Handwerkszeug sei das eine, das interdisziplinäre

Denken zwischen Betriebs- und Rechtswissenschaft

das andere, skizziert der Fachanwalt

für Insolvenzrecht: „Alle Probleme, die das Unternehmen

zuvor hatte, sind jetzt unsere.“ Man

müsse schnell vor Ort sein, sich sodann in ein Unternehmen

„hinein denken, es verstehen“, ergänzt

Manfred Zander. Gerade in der Anfangsphase

würden häufig die wichtigsten Weichen gestellt.

Oberstes Ziel sei immer, einen in Schieflage geratenen

Betrieb zu retten, betont Dr. Jens Schmidt.

„Man muss sich aber natürlich immer wieder fragen:

Kann man das Unternehmen weiterführen.

Genauso muss man aber auch wissen, wann die

Reißleine zu ziehen ist. Das tun wir ungern, aber

unser Job verpflichtet uns dazu“, erklärt er. Rund

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei

RSW Rechtsanwälte tätig. Neben den Juristen und

Juristinnen sind dies auch Beschäftigte, die im

Bereich der Insolvenzverwaltung die anfallenden

administrativen Aufgaben professionell erledigen.

„Für die kaufmännische Sachbearbeitung muss

man eine gewisse Infrastruktur vorhalten“, erläutert

Manfred Zander.

In der Regel werden die Insolvenzverwalter von

den Gerichten bestellt. Allerdings sei es heute

auch so, dass Vorschläge für die Person des Insolvenzverwalters

– zum Beispiel von den Gläubigern

– regelmässig Gehör finden. Da die Kanzlei

diesbezüglich eine gewisse Qualität erreicht habe,

IN KÜRZE

Runkel Schneider Weber

RSW Rechtsanwälte beschäftigt

rund 50 Mitarbeitende,

darunter Fachanwälte

für Insolvenz-,

Arbeits-, Erb-, Kapitalund

Gesellschaftsrecht

sowie Wirtschaftsstrafrecht,

Steuer- und Mietrecht.

Standorte sind in Wuppertal,

Solingen, Remscheid,

Köln, Düsseldorf

und Herne

Gegründet wurde die

Kanzlei durch Dr. Hans

Runkel

Friedrich-Ebert-Straße

146, 42117 Wuppertal

wuppertal@rsw-anwalte.de

www.rsw-anwaelte.de

würden auch aus dieser Richtung Beratungsleistungen

nachgefragt. Enge Kontakte zu Banken,

Unternehmensberatern und in die Wirtschaft kommen

nicht nur hier zum Tragen, sondern helfen

auch bei der Investorensuche und sind im Zusammenspiel

häufig der Schlüssel für eine erfolgreiche

Sanierung.

Zahl der Insolvenzen nimmt zu

Nach Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs

waren die Insolvenzen in der Region über einen

langen Zeitraum rückläufig. Das Blatt scheint sich

aber zu wenden, bestätigen auch die Fachanwälte

von RSW. Die Tendenz sei schon so, dass die Zahl

wieder zunehme. Insofern kommt es eben auch

vor, dass verantwortungsvolle Unternehmer und

Geschäftsführer dann auf die Expertise der RSW

Rechtsanwälte setzen, wenn sich die Krisenanzeichen

verdichten – hier und da ein guter Weg, um

sich erst gar nicht mit der Frage der Zahlungsunfähigkeit

beschäftigen zu müssen.

„Erfahrung, die Sicherheit gibt“, ist die Maxime der

Sozietät, die auch mehr als 80 Jahre nach der Gründung

Bestand hat und seit kurzem auch eine Insolvenzverwalterin

aufweisen kann. Manfred Zander

und Dr. Jens Schmidt sind zufrieden mit der Entwicklung,

die die Kanzlei bis heute genommen hat..

Text: Stefanie Bona

Fotos: BVG

der Bergische Unternehmer 01|19 37


TOTAL DIGITAL BACKUP

Hinterher ist man immer

schlauer

Tausendmal ist nichts passiert. Doch kein vernünftiger Unternehmer wird sich

darauf verlassen, dass es immer so weiter geht. Denn die Gefahr, von jetzt auf

gleich alle Daten auf dem Rechner zu verlieren, besteht nicht nur hypothetisch,

sondern durchaus real. Ob durch Unachtsamkeit, durch einen Hardware-Defekt,

durch Malware oder einen Anwendungsfehler, spielt bei einem Datenverlust zunächst

keine Rolle. Meist sind die wertvollen Informationen unrettbar gelöscht.

Aber wie hätte solch einem oft existenzbedrohenden

Schaden vorgebeugt werden

können? Relativ einfach, sehr

schnell und überaus zuverlässig. Der

Schlüssel zum Erfolg liegt in einer sorgfältigen,

regelmäßigen Datensicherung, den sogenannten

Backups. Zugegeben, für viele ein lästiges Thema,

das Zeit, Aufwand und Geld kostet. Und wer

glaubt, Datensicherung wäre nur etwas für größere

Unternehmen, unterliegt ebenfalls einem Irrtum.

Auch ein kleiner Handwerksbetrieb ist heute

digital so aufgestellt und eingebunden, dass beispielsweise

das Bearbeiten, Verwalten und Speichern

von Geschäftsdaten aller Art zum Alltag gehören.

Laptop und PC sind ebenso Bestandteil der

Betriebsausstattung wie das Smartphone im privaten

Bereich. Daten also, wohin man schaut. Daten,

die geschützt werden sollten. Und von Rechts wegen

auch müssen. Denn deutsche Unternehmen

sind dazu verpflichtet, auch im IT-Bereich ein angemessenes

Risikomanagement zu betreiben, wofür

der Geschäftsführer die Verantwortung trägt.

Was die Sache erleichtert: Mittlerweile gibt es

zahlreiche professionelle Programme, die das kontinuierliche

Erstellen von Backups automatisieren

und es dem Anwender ermöglichen, im Ernstfall

mit nur wenigen Klicks seine Daten wiederherzustellen.

Speicherorte gibt es viele

Am Anfang jeder Datensicherung steht die Frage:

Wo sollen die Backups am besten abgelegt werden?

Aufgrund ihrer begrenzten Speicherkapazität

scheiden Medien wie CD-Roms, DVDs und USB-

Sticks als Speicherorte aus. Für die Datensicherung

in Unternehmen eignen sich

• Externe Festplatten

• RDX-Medien: festplattenbasierte Wechselplattenmedien

• NAS: eine zentrale Netzwerkfestplatte mit PCähnlichen

Funktionen

• Streamer: Magnetbandspeicherungen

• SAN-Systeme: Speichernetzwerke zur Anbindung

von Festplatten-Subsystemen

• RAID: ein System, das mehrere Festplatten zu

einem logischen Laufwerk kombiniert, was für

eine höhere Datenverfügbarkeit beim Ausfall einer

Festplatte sorgt.

Eine Schwachstelle der lokalen Datensicherung

über eine externe Festplatte: Wird der Rechner

von einer Espresser-Software gekapert, sind zumeist

auch die angeschlossenen Laufwerke betroffen.

Damit lässt sich das Backup ebenfalls nicht

mehr verwenden.

Die Wolke als zusätzliche Option

Es macht daher Sinn, die Unternehmensdaten zusätzlich

extern in der Cloud auszulagern. Aufgrund

der hohen Sicherheitsstandards bieten

Cloud-Dienste einen zuverlässigen Schutz bei unbegrenztem

Speicherplatz, garantieren automatische

Updates, sind effizient, kostengünstig und

ideal für Firmen mit begrenzten IT-Ressourcen.

38 www.bvg-menzel.de


Trotzdem sollte der Schritt in die Datenwolke gut

überlegt werden. Stimmen Konditionen und Service?

Wie ist es um die Sicherheitstechnik bestellt?

Und – ganz wichtig: Wo befindet sich der

Server? Aufgrund der strengen deutsch-europäischen

Datenschutzgesetzgebung sollte der Standort

des Providers vorzugsweise in Deutschland

liegen.

Dazu noch ein Tipp. Etliche Cloud-Anbieter offerieren

die Option, den Online-Speicher als lokalen

Datenträger in die IT-Struktur einzubinden.

Keine gute Idee, denn im Fall des Falles hat ein

Erpresser-Trojaner dann auch Zugriff auf den Datenspeicher

in der Cloud.

Eine Frage der Methode

Ist die Entscheidung für den Speicherort gefallen,

geht es um die passende Backup-Methode. Zur

Wahl stehen drei Sicherungsarten.

1. Die Vollsicherung

Dabei werden die Daten komplett auf ein entsprechendes

Medium übertragen. Problem: Mit der Zeit

wird der Bedarf an Speicherplatz immer größer.

2. Die differenzielle Sicherung

Bei dieser Version werden nur die Daten gespeichert,

die seit der letzten Vollsicherung geändert

wurden oder neu hinzugekommen sind. Vorteile:

Das Sichern geht schnell, der Speicherbedarf

bleibt überschaubar und jeder Sicherungsstatus

kann unabhängig von den anderen gelöscht werden.

3. Die inkrementelle Sicherung

Es werden nur die Daten aufbewahrt, die seit der

letzten inkrementellen Sicherung geändert wurden

oder neu hinzugekommen sind. Vorteil: Sehr

geringer Speicherbedarf. Nachteil: Das Wiederherstellen

von Daten sowie das Löschen von Zwischenständen

erfordert einigen Aufwand.

Die clevere Backup-Regel 3 - 2 - 1

Um beim Datensichern mit Sicherheit sicher zu

gehen, sollten Unternehmer nicht nur einer Backup-Methode

vertrauen. Besser ist, die Formel der

Experten zu befolgen und drei Datensätze anlegen.

Ein Satz beinhaltet die Daten, mit denen täglich

gearbeitet wird. Die beiden anderen dienen

der Sicherung und sollten auf zwei verschiedenen

Speichermedien abgelegt werden. Mindestens

eine dieser Speichermedien sollte außer Haus –

etwa in einem externen Tresor oder in der Cloud

aufbewahrt werden.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: shutterstock

Die Cloud ist bei

richtiger Anwendung

auch für Unternehmensdaten

ein sicherer

Speicherort.

der Bergische Unternehmer 02|19 39


IM FOKUS WELTHANDEL IN DER KRISE

Gewitterfront am

Wirtschafts-Horizont

Alarmstufe Rot für Deutschlands Firmen. Im Handelsstreit zwischen den USA und China dreht

sich die Eskalationsspirale weiter. Beim Abschied Großbritanniens von der EU droht der harte

Brexit. Zeit, die Notfallpläne aus der Schublade zu ziehen und sich auf schweres Wetter einzustellen.

40 www.bvg-menzel.de


Die Auswirkungen der konfliktbeladenen

Situation sind bereits

heute spürbar. Ein Großteil britischer

Firmen bereitet sich darauf

vor, die geschäftlichen Aktivitäten

ins Ausland zu verlagern. Chinas

Automarkt ist erstmals seit über zwanzig Jahren

eingebrochen. In Frankreich sorgen die

Gelbwesten für politische Unruhe. In den USA

herrschte wegen des Shutdowns wochenlang Stillstand

in der Verwaltung und die deutschen Exporteure

befinden sich in einem anhaltenden Stimmungstief.

Wie das Münchner Ifo-Institut in der letzten Januarwoche

dieses Jahres unter Berufung auf seine

Umfrage unter 2300 Betrieben mitteilte, fiel das

Barometer für die Exporterwartung der Industrie

in diesem Monat um 2,8 auf 5,9 Punkte. Und zwar

zum vierten Mal in Folge. Vor allem die Unternehmen

in vier wichtigen Schlüsselindustrien

schätzen ihre Aussichten deutlich schlechter ein.

Das betrifft zum einen die Automobilbranche und

den Maschinenbau, zum anderen auch die Sparte

Chemie sowie die Elektroindustrie.

Warnung vor dramatischen Folgen

So stimmt die Prognose des BDI-Präsidenten Dieter

Kempf auch wenig zuversichtlich: „Die Brexit-

Folgen für unsere Wirtschaft sind dramatisch. Immerhin

ist Großbritannien der fünfgrößte

Exportmarkt Deutschlands. Mehr als 750.000 Arbeitsplätze

in Deutschland hängen vom Export

nach Großbritannien ab. Unser Ausfuhrvolumen

mit dem Vereinigten Königreich ist seit dem Brexit-Entscheid

schon um mehr als fünf Prozent zurückgegangen.“

Der Verbands-Chef rechnet bei

einem No-Deal über 200 Millionen Mehrkosten

für deutsche Firmen allein durch die wachsende

Zollbürokratie. Diese Summe wird sich vervielfachen,

wenn die eigentlichen Zölle noch dazukommen.

So drohen beispielsweise für die deutschen

Autoexporte Mehrbelastungen von rund zwei Milliarden

Euro im Jahr.

Generell müssen in erster Linie all jene Firmen in

Deutschland mit Problemen rechnen, deren Produktion,

Exporte oder Finanzierungen mit dem

Vereinigten Königreich verflochten sind. Hinzu

kommen etwa 2.500 Firmen oder Firmenniederder

Bergische Unternehmer 02|19 41


IM FOKUS WELTHANDEL IN DER KRISE

lassungen, die in Großbritannien vor Ort produzieren.

Wie etwa ein Motorenwerk von BMW, das

in Großbritannien ansässig und bei der Fertigung

in hohem Maß auf Teile und Komponenten aus

EU-Ländern angewiesen ist. Unternehmen wie

diese müssen davon ausgehen, bei Ex- und Importen

von den neuen harten Zollkontrollen erfasst zu

werden. Mehr noch: Manche Erzeugnisse unterliegen

bei der Einfuhr in die EU strengen Zulassungsbeschränkungen.

Deutsche Unternehmen,

die auf der Insel solche Waren herstellen, laufen

nach dem Brexit Gefahr, ihre Zulassung zu verlieren.

Sinkende Nachfrage befürchtet

Im schlimmsten Fall wäre es sogar möglich, dass der Absatzmarkt

Großbritannien einbricht oder gar nicht mehr

bedient werden kann.

Und: Bleiben Lieferungen wegen langer Wartezeiten

an den Zollstationen hängen, könnten termingebundene

Kundenaufträge nicht mehr rechtzeitig

erfüllt werden. Im schlimmsten Fall wäre es

sogar möglich, dass der Absatzmarkt Großbritannien

einbricht oder gar nicht mehr bedient werden

kann. Ein Szenario, das wegen der von Ökonomen

prognostizierten Rezession im Vereinigten Königreich

und des damit verbundenen sinkenden Kaufinteresses

an deutschen Produkten durchaus realistisch

ist. Eine wichtige Rolle spielt auch die

Befürchtung, dass der Wert des britischen Pfundes

gegenüber dem Euro spürbar verliert. Die Folge:

Waren aus der Eurozone würden für britische Verbraucher

teurer und damit zunehmend uninteressant.

Mit der Konsequenz, dass die Nachfrage nach

anderen, preiswerteren Konkurrenzangeboten aus

Nicht-EU-Ländern stiege. Nach Berechnungen des

Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln könnten

die Ausfuhren im Extremfall um die Hälfte zurückgehen.

Silberstreif am NRW-Himmel

Eine Umfrage unter 170 Unternehmen, die das IW

im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums

aktuell durchgeführt hat, gibt

allerding Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

Dazu liefert die Studie zwei bemerkenswerte Beispiele:

Zum einen schrecken der anstehende Brexit

und die damit verbundenen Unwägbarkeiten immer

mehr Geldgeber ab, auf der Insel zu investieren.

Stattdessen richtet sich der Fokus vermehrt auf die

gut vernetzte NRW-Wirtschaft, die für Investoren

ausgezeichnete Rahmenbedingungen bietet. Zum

anderen deutet sich auch auf dem angespannten

Arbeitsmarkt für Unternehmen in Nordrhein-West-

42 www.bvg-menzel.de


falen, die händeringend nach Fachkräften suchen,

eine leichte Besserung an. Der Grund: In den vergangenen

Jahren war Großbritannien besonders

bei arbeitsuchenden Osteuropäern sehr beliebt.

Mit der Entscheidung zum Austritt aus der EU hat

sich dies geändert. Osteuropäische Fachleute orientieren

sich nunmehr verstärkt nach Deutschland,

um hier einen atwtraktiven Arbeitsplatz zu

finden. Von dieser Trendwende profitieren auch

Betriebe aus der Region in steigendem Maße.

Gut, aber noch nicht perfekt

vorbereitet

Insgesamt sind Firmen in NRW, die vom Brexit betroffen

sind, gut aufgestellt. Laut der IW-Untersuchung

haben bereits 88 Prozent der Unternehmen

mit den Vorbereitungen auf den Ernstfall begonnen.

Allerdings, so warnen die IW-Experten, machen

viele Firmen, die nur indirekt vom Brexit tangiert

werden, den Fehler, die möglichen Folgen zu

unterschätzen. Etwa dann, wenn ihre Zulieferer aus

Großbritannien Teile beziehen. Kommt es da zu

Engpässen oder anderen Schwierigkeiten bei der

Lieferung, so haben die betreffenden Firmen sehr

schnell selbst ein Problem. Deshalb sollte die verbleibende

Zeit bis zur Deadline am

29. März 2019 genutzt werden, um sich gegen die

möglichen Negativauswirkungen bestmöglich zu

wappnen. Für die Wirtschaft im Bergischen Land

ist der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus

der EU laut Umfragen nur geringfügig belastend.

Vor allem wohl deshalb, weil das Land bei den

Auslandsaktivitäten der meisten hiesigen Unternehmen

lediglich eine untergeordnete Rolle spielt.

Ein Problem namens Donald

Wechseln wir das Thema und begeben uns in ein

anderes Krisengebiet. Einen richtigen Kriegs-

www.wbstraining.de

Finden Sie Ihre Praktikanten!

Unsere durchschnittlich 60 Umschüler/-innen suchen in Ihrem Ausbildungsunternehmen die Fachpraxis.

Praktikumsdauer: 6 Monate. Das Praktikum ist unentgeltlich.

IHK-Ausbildungsberufe unserer Umschüler/-innen:

• Fachinformatik • Mediengestaltung • Technisches Produktdesign

• Industriekaufleute • Büromanagement • Gesundheitswesen

• Personaldienstleistung • Speditions- und Logistikkaufleute

• Steuerfachangestellte

Mehr Informationen erhalten Sie von Frau Basak-Jalloh.

0202 3192945 · Sylwia.Basak-Jalloh@wbstraining.de

100150002 AZ Wuppertal__185x128__4c_LITHO.indd 1 12.02.19 15:31

der Bergische Unternehmer 02|19 43


IM FOKUS WELTHANDEL IN DER KRISE

Der Brexit kommt – und dann?

Während sich die Abgeordneten im englischen

Unterhaus noch die Köpfe heiß reden

und die EU Nachverhandlungen bereits strikt

abgelehnt hat, denken Wirtschaftsexperten

über mögliche Lösungen nach. Hier sind einige

der wichtigsten Szenarien im Überblick:

Großbritannien

verabschiedet

sich aus der EU.

Ohne tiefe Risse

scheint dies

kaum möglich.

schauplatz, auf dem die USA und China ihre Konflikte

austragen. Zunehmend geraten aber auch

Länder der Europäischen Union und die Schweiz

ins Visier der Amerikaner.

Auslöser dieses Streits ist US-Präsident Donald

Trump, der sein Mantra „America first“ auch auf

internationaler Handelsebene durchsetzen will.

Hauptziel sind vor allem die Importe aus China.

Mittlerweile erheben die Staaten auf diverse China-Produkte

Zölle von 10 bis 25 Prozent in einem

Handelswert von über 250 Mrd. US-Dollar. Betroffen

ist ein sehr breites Produktspektrum aus Technik

sowie der Textil und Nahrungsmittelindustrie.

China zahlt mit gleicher Münze zurück, indem es

auf jede neue Tranche der US-Regierung mit Vergeltungsmaßnahmen

antwortet. Mittlerweile liegen

die Strafzölle auf US-Waren bei über 110 Mrd.

US-Dollar.

Trotz der Gegenwehr muss China drastische Einbußen

hinnehmen. So ist der Automarkt erstmals

seit mehr als zwei Jahrzehnten geschrumpft. Der

Absatz von PKW sackte 2018 um sechs Prozent im

Vergleich zum Vorjahr ab. Eine Entwicklung, die

auch die deutschen Autobauer, für die China der

größte Absatzmarkt ist, empfindlich trifft.

Europa unmittelbar betroffen

Ausschlaggebend für die neuen Schutzzölle auf

Produkte aus der EU ist das enorme Handelsdefi-

Die WTO-Lösung

Danach würden beide Partner nach den

Regeln der Welthandelsorganisation WTO

miteinander verkehren. Zwar gäbe es Zölle

und Grenzkontrollen, doch bestehe die

Möglichkeit für Großbritannien, eigene

Freihandelsabkommen abzuschließen. Der

Zugang zum freien Warenverkehr wäre zwar

versperrt; dafür müsse das United Kingdom

keine Zugeständnisse machen. Etwa bei

produktionstechnischen Vorgaben oder bei

der Freizügigkeit für EU-Arbeitnehmer. Auch

bräuchten keine Beitragszahlungen an die EU

mehr geleistet werden.

Das Freihandelsabkommen

Bei dieser Lösung würden die Vertragsparteien

weitgehend auf Zölle verzichten. Allerdings

fehlt ein gemeinsamer Außenzolltarif,

was Grenzkontrollen erforderlich macht.

Die Zollunion

Auch hier wird weitgehende Zollfreiheit bei

gemeinsamen Außenzöllen vereinbart. Grenzkontrollen

bei Importen in die EU wären zur

Überprüfung von europäischen Produktvorschriften

trotzdem erforderlich. Nachteil:

Großbritannien besitzt keine Hoheit über die

eigenen Zolltarife und kann keine eigenständige

Außenhandelspolitik betreiben.

Das norwegische Modell

London könnte ähnlich wie Norwegen Teil

des Europäischen Wirtschaftsraums werden.

Dies bedeutet konkret: Freiheit beim Warenhandel

sowie beim Verkehr mit Personen,

Dienstleistungen und Kapital. Zugleich müssten

jedoch viele Vorschriften an die EU-Vorgaben

angeglichen und moderate Beiträge in

die EU-Kasse gezahlt werden. Darüber hinaus

wäre Großbritannien in der Lage, eine selbständige

Handelspolitik zu betreiben, da das

Norwegen-Modell keine Zollunion vorsieht.

44 www.bvg-menzel.de


zit, das Donald Trump unbedingt verringern will.

Das heißt: Der Präsident möchte mehr Produkte im

eigenen Land fertigen lassen, still gelegte Produktionsstätten

reaktivieren und den inländischen Arbeitsmarkt

beleben. Zugleich soll die Abhängigkeit

Amerikas von ausländischen Herstellern verringert

werden. Der neue Protektionismus zielt erst einmal

auf die Stahl- und Aluminium-Importe ab, die aus

der Europäische Union in die Staaten kommen.

Darüber hinaus droht Trump den Europäern immer

mal wieder, die US-Zölle auf europäische Autos

ebenfalls zu erhöhen. Die Reaktion der Europäer

ließ nicht lange auf sich warten. Im Gegenzug verhängte

die EU Vergeltungszölle auf US-Waren wir

Whiskey, Motorräder, Jeans, Stahl und Mais.

Als der bekannte Motoradhersteller Harley Davidson

daraufhin ankündigte, wegen der Zölle einen

Teil seiner Produktion aus den USA in andere Ländern

zu verlagern, ließ Donald Trump wie gewohnt

über Twitter seinem Zorn freien Lauf.

Inzwischen signalisiert die EU ein Entgegenkommen

und erklärt ihre Bereitschaft, ein neues Handelsabkommen

mit den Amerikanern zu verhandeln.

Doch bis zu Unterschriftsreife kann und wird

es noch dauern. Denn Kernpunkte wie Regelungen

zum Klimaschutz, Arbeitnehmerrechte oder Umweltstandards

bleiben außen vor.

Das Risiko für Deutschland nimmt zu

Der Handelskrieg zwischen den beiden größten

Wirtschaftsmächten lässt auch die deutsche Wirtschaft

nicht unberührt. Volker Treier, Außenhandelschef

des DIHK, erklärt: „Viele deutsche Unternehmer

haben in China und den USA

Produktionsstätten aufgebaut. Sie werden Einbußen

hinnehmen müssen.“ Rund 5200 deutsche

Unternehmen sind nach Auskunft des DIHK zurzeit

in China tätig. Laut einer Umfrage der Europäischen

Handelskammer vor Ort befürchten die

betroffenen Unternehmen erhebliche Störungen

der globalen Lieferketten,

BDI-Präsident Dieter Kempf sieht konkrete Gefahren

für deutsche Firmen, die als Teil der weltweiten

Produktions- und Wertschöpfungsketten

unmittelbar von den neuen Zöllen in Mitleidenschaft

gezogen werden. Darunter Hersteller von

Autoteilen, Maschinenbauer und Elektronikproduzenten.

Da fast alle chinesischen und amerikanischen

Exporte Vorleistungen von deutschen Firmen

enthielten, sei die deutsche Wirtschaft von

In Europa wird angesichts

der Differenzen

zwischen China

und den USA ein

leichter Hoffnungsschimmer

spürbar.

Beide Länder sind

gehalten, wechselseitig

wegfallende Exporte

zu ersetzen.

Kanzlei Jackwerth

www.kanzlei-jackwerth.de

dem Handelskonflikt ähnlich hart berührt wie

die USA selbst. Im Moment steht die Eskalationsschraube

allerdings still. Beim G20-Gipfel in

Buenos Aires im Dezember 2018 vereinbarten

Präsident Donald Trump und sein Kontrahent,

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, einen

Waffenstillstand im laufenden Handelskrieg. Danach

sollen die Strafzölle während einer Frist

von 90 Tagen nicht ausgeweitet werden. In diesem

Zeitraum muss, so die Forderung Trumps,

die chinesische Regierung die gewünschten

Konzessionen erfüllen. Sollten die angesetzten

bilateralen Verhandlungen zu keiner Einigung

führen, werden die Sonderzölle auf Importe aus

China im Wert von 200 US-Dollar von derzeit 10

auf 25 Prozent erhöht werden.

Eine Chance für Europa

In Europa wird angesichts der Differenzen zwischen

China und den USA mittlerweile ein leichter

Hoffnungsschimmer spürbar. Denn beide

Länder sind gehalten, wechselseitig wegfallende

Importe zu ersetzen. Davon könnten unter anderem

europäische Firmen aus dem Agrarbereich

und der Konsumgüterindustrie profitieren. Darüber

hinaus zeigt sich China interessiert, neue

Verbündete in der Wirtschaft zu finden. Hier

liegt für Europa eine große Chance, die Verbindungen

zum Land der Mitte auszubauen – allerdings

auf einer fairen, gleichberechtigten Basis.

Eine Voraussetzung, die heute noch zu wünschen

übrig lässt.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Shutterstock

Rheinisches Stifterforum

Wir befördern Ihr Social Campaigning

www.rheinisches-stifterforum.de

www.beratung-jackwerth.de

Beratung Jackwerth

der Bergische Unternehmer 02|19 45


IM FOKUS UNTER UNS

Mehr Zeit für Großbritannien

Jürgen Hardt, bundestagsabgeordneter für Remscheid, Solingen und Wuppertal II und aussenpolitischer

Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprach mit unserer Redaktion über den Brexit und

die Folgen des Handelsstreits zwischen den USA und China.

Herr Hardt, wagen Sie bitte eine Prognose: Ist

Großbritannien am 29. März noch Mitglied der

EU?

Ich bleibe bei meiner These, dass der Brexit am

Ende doch nicht stattfinden wird. Von Anfang an

war die Kluft zwischen den unrealistischen Träumen

der Brexit-Unterstützer und den realen Möglichkeiten

eines Exit-Deals unüberbrückbar. Ich

habe vor zwei Jahren eingeschätzt, dass das Unterhaus

deshalb alles, was an Brexit-Deal realistisch

möglich ist, ablehnen wird. Die einzige

Chance für Theresa May, politisch zu überleben,

wäre gewesen, einen Ausstieg aus diesem unsinnigen

Brexit-Projekt zu organisieren. Dafür fehlte

der Mut. Jetzt stehen wir an einem Punkt, an dem

Unterhaus und Regierung gleichermaßen ratlos

sind.

Die Auswirkungen eines unkontrollierten Brexits

hätten auch für die deutsche Wirtschaft

immense Folgen. Immerhin ist Großbritannien

der fünfgrößte Exportmarkt Deutschlands. Wären

hier bilaterale Vereinbarungen zwischen

beiden Ländern nicht hilfreich?

Das Beispiel unseres Bergischen Landes zeigt,

wie überflüssig und schädlich der Austritt Großbritanniens

aus der EU für alle Beteiligten ist.

Immerhin gehen etwa 7,5 Prozent aller deutschen

Warenausfuhren nach Großbritannien. Damit ist

das Land hinter den USA und Frankreich der

drittwichtigste Exportmarkt für Deutschland.

Nach einem dennoch möglichen Austritt käme es

darauf an, rasch ein umfassendes Freihandelsabkommen

der EU-27 mit Großbritannien zu schließen.

Es ist ein wesentliches Merkmal der Europäischen

Union, dass sie nur als Ganzes

Handels-Vereinbarungen mit Drittländern schließen

kann.

Ihre Kollegin Andrea Nahles warnt vor herben

Rückschlägen für Arbeitnehmer im Falle eines

harten Brexits aus der Union. Immerhin hängen

hierzulande mehr als 750.000 Arbeitsplätze

vom Export mit Großbritannien ab. Auch in

Ihrem bergischen Wahlkreis, wo zahlreiche

Autozulieferer ansässig sind, wären vielen

Menschen betroffen. Welche Gegenmaßnahmen

könnte die Politik ergreifen?

Eine letzte Chance für die Vermeidung eines harten

Brexit besteht. Wenn aber Großbritannien

doch am Plan eines Austritts festhält, wären jetzt

verbindliche Absprachen zwischen der EU und

Großbritannien über den Charakter der zukünftigen

Beziehungen notwendig. Die würden es dem

Unterhaus vielleicht erlauben, dem Austritts-Abkommen

nachträglich doch noch zuzustimmen.

Die Zeit, die Großbritannien braucht, um das zu

organisieren, sollten wir dem Land durch Verlängerung

der Frist geben.

Eine andere große Baustelle, die für die Weltwirtschaft

ein hohes Risiko birgt, ist der Handelskrieg

zwischen den USA und China. Hat

Europa die Möglichkeit, hier regelnd mit vernünftigen

Argumenten einzugreifen?

Immerhin ist es der EU durch geschlossenes Auftreten

gelungen, noch drastischere Maßnahmen

des US-Präsidenten gegen Europa erst einmal zu

verhindern. Handelskrieg mit einem wichtigen

Verbündeten ist eben auch in Amerika nicht besonders

populär. Das Beispiel des Handelsstreits

zeigt aber auch, wie sehr das internationale Ordnungssystem

insgesamt unter Druck ist. Der US-

Präsident braucht die Legende, dass alles

Schlechte für die USA von außen kommt, um seine

in globalen Fragen oft ahnungslosen Unterstützer

bei der Stange zu halten. So gerät auch die

freie, offene und regelbasierte Handelsarchitektur,

die uns auf beiden Seiten des Atlantiks großen

Wohlstand und große Innovationskraft gebracht

hat, immer mehr unter Druck. Die Erhaltung des

Systems des Freihandels wird eine der wichtigsten

Aufgaben der zweijährigen Mitgliedschaft

Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

sein. Wir müssen das wirtschaftliche und

politische Gewicht Deutschlands voll einbringen.

46 www.bvg-menzel.de


Jürgen Hardt ist

als außenpolitischer

Sprecher

der CDU/CSU-

Bundestagsfraktion

ein gefragter

Gesprächspartner.

Was bedeutet der Handelskrieg für deutsche

Unternehmen, die in China oder den USA Produktionsstätten

aufgebaut haben – allen voran

die führenden deutschen Automobilbauer?

Bezüglich der chinesischen Außenhandelspolitik

haben wir ja in vielen Punkten die gleichen Sorgen

wie die USA. China ist eine, wie Walter Eucken

gesagt hätte, Zentralverwaltungswirtschaft,

in der sich ökonomische Entscheidungen letztlich

nicht allein an ökonomischen Kriterien orientieren.

Denn das Politbüro der Kommunistischen

Partei behält das letzte Wort. Davon macht es

auch Gebrauch, wenn es um Chinas globale Interessen

geht. Fairer Handel mit China kann deshalb

nicht auf Vertrauen in grundsätzlich gleichgerichtete

Interessen aufgebaut werden, sondern nur auf

klaren Regeln. Ein ambitioniertes Handelsabkommen

EU-USA, wie wir es ja einmal angestrebt haben,

wäre dafür eine exzellente Ausgangsbasis.

Erstmals seit Beginn des Handelskrieges zwischen

den beiden größten Wirtschaftsmächten

der Welt bricht der Automarkt in China ein.

Wie soll die deutsche Autoindustrie auf die

drohenden Umsatzverluste reagieren?

Es scheint eine allgemeine Tendenz der Eintrübung

der Weltwirtschaft zu geben. Das Wachstum

in China bleibt hinter den Erwartungen zurück,

deshalb wird dort auch weniger Luxus und

andere teure deutsche Qualität eingekauft. Unverkennbar

ist aber auch, dass die deutsche Auto-Industrie

bei keinem der zukünftigen Trends in der

Individualmobilität bisher die Nase vorne hat. Ich

würde alles daransetzen, neue Antriebstechnologie

jenseits von Benzin, Diesel und Elektro voranzubringen.

Auch Europa hat als Antwort auf die Zoll-Politik

Trumps etliche amerikanische Produkte mit

Strafzöllen belegt. Eine kluge Entscheidung?

Unsere Strafzölle sind sehr maßvoll. Ihr Volumen

macht nur einen Bruchteil der amerikanischen

Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus. Betroffen

sind typische amerikanische Produkte wie

Motorräder von Harley Davidson, Levi’s-Jeans,

Bourbon-Whiskey, Mais oder Kidney-Bohnen. Es

geht eher um ein Zeichen, dass allerdings in den

USA auch verstanden wird. Ich bleibe aber dabei:

Strafzölle, egal worauf, sind falsch und machen

die Menschen auf der ganzen Welt ärmer.

Im aktuellen Risiko-Report des Weltwirtschaftsforums

rangiert die Furcht vor Handelskriegen

mit ganz oben. Angeprangert wird dabei

die Unfähigkeit der Politik, die Probleme

anzugehen. Was sagt der Politiker Jürgen

Hardt dazu: Besteht der Vorwurf zu Recht?

Diese Unfähigkeit sehe ich auf Seiten Deutschlands

und der EU nicht. Dass wir als EU in Handelsfragen

trotz teilweise sehr unterschiedlicher

Interessen einzelner Mitgliedsstaaten handlungsfähig

sind, belegen die umfassenden neuen Abkommen

mit Korea, Kanada und Japan. Wir müssen

aber noch mehr Energie darauf verwenden,

die Nützlichkeit solcher Abkommen erfahrbar zu

machen, damit nicht durch falsche Aussagen getriebene

Kampagnen in den sogenannten Sozialen

Netzwerken die gesellschaftliche Akzeptanz

gefährden.

Und schließlich allen Unkenrufen zum Trotz:

Könnte es nicht sein, dass Europa in dem

Handelsstreit der lachende Dritte ist?

In einem Handelsstreit gibt es keinen lachenden

Dritten, beim Abbau von Handelsschranken hingegen

viele lachende Gesichter. Deutschland ist

für China in vielerlei Hinsicht Vorbild: So haben

wir hohe Löhne und Sozialstandards und sind

dennoch sehr exportstark. Dafür werden wir bewundert.

Wir Europäer haben den Chinesen mehr

an Partnerschaft zu bieten als die USA. Deutschland

sollte seine EU-Ratspräsidentschaft im 2.

Halbjahr 2020 dazu nutzen, eine EU-China-Strategie

durchzusetzen.

das Gespräch führte Brigitte Waldens

Foto: Katja-Julia Fische

der Bergische Unternehmer 02|19 47


BERGISCHES LAND GEHT AUS

„Wir freuen uns

auf die nettesten Gäste der Stadt!“

Auf nach Hilden. Feinschmecker aus nah und fern haben in der Provinz ein kulinarisches El

Dorado entdeckt.“ Hier findet jeder Gast seinen Lieblingsplatz“, erklärt Thomas Klocke-Herpe,

der das historisches Restaurant 2012 nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten in neuem

Glanz wieder eröffnet hat. Nicht der einzige Grund, weshalb sich ein lukullischer Ausflug

ins urige Fachwerk lohnt.

Zwischen bergischem Döppekooche und

geschmorten Ochsenbäckchen bietet die

Speisekarte des Hildener Fachwerk-

Teams frische Vielfalt in kreativen Variationen.

Das Confit von der Gänsekeule nach einem

alten französischen Rezept hat es sogar schon

zu einem eigenen Fanclub geschafft, berichtet der

Chef des Hauses voller Stolz. Dazu wird gern ein

edler Tropfen deutscher Winzer kredenzt, die

hauptsächlich die reichhaltige Weinkarte prägen.

Und was empfiehlt der Maître de Cuisine zum

Dessert? Natürlich einen duftenden Apfelcrumble

mit Mandeln, Rosinen und Vanilleeis – der ideale

Schlussakkord für eine winterliche Komposition

aus der feinen Landhausküche.

Geschmack kennt keine starren Regeln

Ob Mittagstisch oder Abendessen: Das Angebot

der Landpartie im Fachwerk überzeugt durch ausgewählte

Qualität und handwerkliches Können

bei der Zubereitung. „Der Gast soll immer erkennen,

welch hochwertige Lebensmittel er serviert

bekommt. Mit Raffinesse, doch ohne viel

Schnickschnack. Aber stets voller geschmacklicher

Überraschungen“, beschreibt Thomas Klocke-Herpe

sein Erfolgsrezept.

Aus diesem Grund setzt der Fachmann, der 20

Jahre lang als Küchenchef im „La Terrazza“ in

Düsseldorf seine Meriten verdiente, auf ein fließendes

Konzept, das sich immer wieder den Wünschen

der Gäste anpasst. Eine entscheidende Voraussetzung,

um jederzeit flexibel auf die

saisonalen Produkte des regionalen Marktes reagieren

zu können. „Jetzt im Winter haben Deftiges

und Geschmortes natürlich Hochsaison. Wir

freuen uns aber auch, zusammen mit unseren Gästen,

auf den Frühling mit all seinen Köstlichkei-

ten. Auf den ersten Spargel, frischen Matjes und

aromatische Pfifferlinge, die wir phantasievoll mit

leichten, mediterranen Zutaten kombinieren“.

Zu den Besten auf der Tour de menu

Da erstaunt es nicht, dass auch immer mehr Besucher

aus der nah gelegenen Landeshauptstadt Appetit

aufs Fachwerk in Hilden bekommen. Diesen

Trend unterstützt Thomas Klocke-Herpe nach

Kräften und mit delikaten Angeboten, zu denen

kein Gourmet ‚nein‘‘ sagen kann.

„Hilden liegt zwar gar nicht weit von Düsseldorf

entfernt und ist auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln

zu erreichen. Allein das genügt aber

nicht, um Gäste zu uns zu bewegen“, erläutert der

Gastronom. „Deshalb habe ich mir etwas einfallen

lassen und bin in die „Tour de menu“ eingestiegen.

Eine Aktion, die zweimal im Jahr im Einzugsgebiet

von Düsseldorf stattfindet und Gelegenheit

Thomas Klocke-Herpe

kocht mit Rafinesse,

aber ohne Schnickschnack.

Dabei bietet er

viele geschmackliche

Überraschungen.

48 www.bvg-menzel.de


ietet, neue kulinarische Kreationen kennenzulernen.

Mittlerweile nehmen über 60 namhafte Restaurants

an diesen Eventwochen teil. Wir sind übrigens

sehr stolz, bereits einige Male einen Platz

unter den drei Besten errungen zu haben.“

Der ideale Platz für Business-

Meetings

Mittlerweile gehört die Landpartie im Fachwerk

schon längst zu den angesagten Locations, die Unternehmer

aus der Region gern für ihre betriebli-

55 Personen zur Verfügung; bei schönem Wetter

kommen im Biergarten weitere 50 Plätze hinzu.

Gut zu wissen: Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert

hat nichts von seinem rustikalen Charme verloren,

aber durch aufwendige Modernisierungsmaßnahmen

ein umfassendes Equipment

dazubekommen, das eine professionelle Veranstaltungstechnik

ausmacht.

Die Zusammenstellung der Menüs oder Buffets

erfolgt immer individuell; die Auswahl der Getränke

und Dekorationen sind wichtige Eckpunkte

bei einem persönlichen Gespräch. Ein besonderer

Tipp: Für ein geschäftliches Meeting am Morgen

bietet das spezielle Landhausfrühstück einen optimalen

Rahmen. Bereits für zehn Personen kann

dieses Breakfast der außergewöhnlichen Art gebucht

werden.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: Landpartie im Fachwerk

Landpartie im Fachwerk

Marktstraße 9-11

40721 Hilden

chen Veranstaltungen nutzen Ob in der zünftigen

Schwemme, im luftigen Wintergarten oder im

Sommer draußen im Garten: Das Ambiente passt.

Insgesamt stehen Räumlichkeiten für 25, 35 und

Fon 02103 55900

Fax 02103 9085541

Mail info@landpartie-im-fachwerk.de

Net www.landpartie-im-fachwerk.de

KONFERENZ.

SEMINAR.

MEETING.

TEAM-

BUILDING.

Lassen Sie sich inspirieren und planen Sie gemeinsam mit unserem Kreativteam

Ihre Veranstaltung. Unser lichtdurchfluteter Tagungsbereich „LERNzeit“ verspricht

beste Qualität für erfolgreiche Seminare.

Mercure Hotel Remscheid

Jägerwald 4 | 42897 Remscheid

Tel.: +49 (2191) 6071-900 | Fax: +49 (2191) 6071-100

marco.klij@accor.com | www.mercure.com | www.accorhotels.com

der Bergische Unternehmer 02|19 49


FÜR SIE ENTDECKT PATAGONIEN

Patagonien -

die wilde Perle Südamerikas

50 www.bvg-menzel.de


Aufgefädelt an der längsten Gebirgskette der Welt erstreckt sich die Region – die sich sowohl

auf chilenischem als auch auf argentinischem Staatsterritorium befindet – auf einer Fläche von

über einer Million Quadratkilometern. Das ist dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland

und dennoch leben dort gerade einmal knapp 3,6 Millionen Menschen – also fast so viele

wie in ganz Berlin.

Der Prinz Heinrich

Wagen ist

ein nobler Rennwagen

aus dem

Baujahr 1910. Im

Jahre 1911 fuhr

er einen Ge-

schwindigkeits-

Weltrekord von

172 km/h (links)

Der Lohner Porsche

Mixed aus

dem Jahre 1901.

der Bergische Unternehmer 02|19 51


FÜR SIE ENTDECKT PATAGONIEN

Kajakfahrten entlang

der diversen Flüsse

sind auch bei den Einheimischen

sehr beliebt

(Foto oben l.) Ein

imposantes Bild gibt

die Kathedrale Neuquén

ab (Foto oben r.)

Mit seinen hohen Bergen, den weiten,

nahezu unberührten und dünnbesiedelten

Landschaften, atemberaubenden

Steppen, Wüsten und majestätischen

Gletschern sowie der faszinierenden

Pflanzen- und Tierwelt ist Patagonien ein Sehnsuchtsort

vieler Suchender, ganz gleich, ob nach

Abenteuern oder Ruhe. Wen das Reisefieber packt,

sollte den Sprung über den Atlantik ruhig wagen

und den Kontakt zu den gastfreundlichen Einheimischen

für ein typisch argentinisches „Asado“

(Grillfest) suchen oder gar – für eine tiefere Verbindung

zu Land und Leuten – sich mit den Ureinwohnern,

den Mapuches, austauschen. Ein wenig

Vorbereitung sei dennoch empfohlen, schließlich

handelt es sich um eine gigantische Region, in der

es viel zu sehen und zu erleben gibt. Definitiv zu

viel für einen zweiwöchigen Trip.

Wintersport und Seenlandschaft

Der Norden, etwa die argentinischen Provinz Neuquén,

das argentinische Tor Patagoniens, beeindruckt

durch seine Wüsten und Steppen, unendliche

Weiten und reißenden Flüsse. Für geübte

Wassersportler ein absoluter Traum: Kajak- und

Kanu-Touren, auf diversen Flüssen, die die Wüs-

tenregion fruchtbar machen, sind auch bei Einheimischen

das ganze Jahr über sehr beliebt. Auch der

Angelsport erfreut sich immer größerer Popularität.

Durch die Nähe zu den Anden, die als natürliche

Grenze zwischen Chile und Argentinien fungieren,

gibt es in dieser Provinz u.a. die Möglichkeit, ausgiebige

Wandertouren zu unternehmen. Im Winter

überzeugt die Region mit ihren Skigebieten, im

Sommer genießt man die bewaldeten Bergregionen

mit den traumhaften Seenlandschaften. Die einzigartige

Flora und Fauna der Region lässt sich in den

geschützten Nationalparks bewundern.

Glorreiche Geschichte

Ein für gut betuchte Argentinier besonders beliebtes

Reiseziel ist San Carlos de Bariloche (Kurzform:

Bariloche) oder Villa La Angostura – beide

in der Provinz Neuquén. Wer sich für Geschichte

interessiert, wird abseits beliebter Reiseziele, etwa

in „El Chocón“, neben einem gigantischen türkisblauen

Stausee, der zur Wasserversorgung der Region

genutzt wird, ein hübsches kleines Museum

entdecken. Dort sind die Skelette riesiger Dinosaurier

ausgestellt, die im Ort ausgegraben wurden.

Sehenswert sind auch die Innenstädte der Provinz,

weniger wegen ihrer Geschichte – denn sie wurden

erst vor knapp 100 Jahren gegründet – sondern wegen

ihrer buchstäblichen Unvollkommenheit. Es

sind Städte, die sich im Wachstum befinden: Eine

asphaltierte Straße aus dem Stadtzentrum hinaus

52 www.bvg-menzel.de


endet häufig im sandigen Niemandsland mitten in

der Wüste. Dennoch ragen im Herzen der Stadt,

wie etwa in der Provinzhauptstadt Neuquén, auch

größere Wolkenkratzer in den Himmel. Diverse

Monumente von Unabhängigkeitskämpfern, wie

etwa der für die Region bedeutsame José de San

Martín, oder Gedenktafeln und Skulpturen erinnern

an eine glorreiche Geschichte des Einwanderungslandes.

Besonders präsent sind in jeder größeren

Stadt die Mahnmale für die gefallenen

Soldaten des verlorenen Falklandkrieges 1982 gegen

Großbritannien. Noch heute (und seit 1833) beansprucht

die argentinische Republik die Inselgruppe

im Südatlantik für sich.

Bis ans Ende der Welt

Im Südwesten Patagoniens lädt die Provinz Santa

Cruz ein: Ein absolutes Naturspektakel ist der Besuch

des Nationalparks „Los Glaciares“, Weltnaturerbe

der UNESCO, und mit rund 6.000 Quadratkilometern

größtes Gletschergebiet der Anden.

Dort wird einem die eisige Schönheit des „Perito

Moreno“ regelrecht den Atem rauben. Geführte

Touren durchs Eis sind möglich, setzen aber auch

eine gewisse Ausdauer und Widerstandsfähigkeit

voraus. Am südlichsten Punkt Patagoniens, gleichzeitig

die südlichste Spitze des Kontinents, befindet

sich die Inselgruppe „Tierra de Fuego“ (Feuerland).

Hier trifft der Weltenbummler auf die für

Patagonien berühmten niedlichen und zutraulichen

Magellan-Pinguine. Vor der Küste Ushuaias, der

südlichsten Stadt Argentiniens in Feuerland, die

auch den Beinamen „Ende der Welt“ trägt, lassen

sich hin und wieder Schwertwale im Meer beobachten.

Darüber hinaus ist Ushuaia neben seiner

schönen Innenstadt mit dem Anblick der hohen

Gletscherberge in der Ferne nach wie vor ein beliebter

Ausgangspunkt für Antarktisexpeditionen.

Wer danach Lust auf mehr bekommt, sei beruhigt:

In Patagonien (auch auf der chilenischen Seite der

Anden) gibt es wahrlich noch mehr zu sehen. Das

war gerade erst der Anfang.

Text: Cristina Segovia-Buendía

Fotos: Diego Soria

An den Unabhängigkeitskämpfer

José de

San Martin erinnert

ein Denkmal in der

Provinzhauptstadt

Neuquén (Foto oben

l.). Straßenkunst (Foto

oben r.) macht gute

Laune beim Vorbeifahren.

der Bergische Unternehmer 02|19 53


HANDELSREGISTER

Seit über 20 Jahren Partner für

Handel+ Handwerk+ Industrie

Digital-, Gestaltung+Druck Offset-, Großformat-, für alle modernen Sieb- und Druckverfahren

Etikettendruck

Obere Sehlhofstraße 22 • 42289 Wuppertal • Telefon 0202.44 30 44

www.wupperdruck.de • info@wupperdruck.de

125 JAHRE-HEIZOEL-VORST

Deutscher Ring 69 · 42327 Wuppertal · Telefon 744035

wein, sekt,

tee, spirituosen,

bier, wasser &

kohlensäure

Unbenannt 2 1 10 12 12 14:47

WERBEN HILFT VERKAUFEN!

Probieren Sie es an dieser Stelle einmal aus.

Weitere Infos erhalten Sie bei uns:

Tel.: 0202/45 16 54 ·

info@bvg-menzel.de · www.bvg-menzel.de

bayreuther str. 50 c

42115 wuppertal

tel.: (0202) 30 50 85

weinquelle-hornig.de

BERGISCHE

VERLAGSGESELLSCHAFT MENZEL

GMBH & CO. KG

Neueintragungen

15.01.2019 HRA 24824: Hans Blank

GmbH & Co. KG, Solingen, Neuenkamper

Straße 16, 42657 Solingen.

(Der Tiefbau und Baggerarbeiten

sowie der Transport von Schüttgütern

und der Containerdienst.).

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Neuenkamper Straße 16,

42657 Solingen. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter sowie dessen jeweilige

Geschäftsführer sind befugt, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Persönlich haftender

Gesellschafter: Hans Blank Verwaltungs-GmbH,

Solingen (Amtsgericht

Wuppertal HRB 29535).

16.01.2019 HRB 29543: Medicini

Personal-Leasing UG (haftungsbeschränkt),

Remscheid, Hohenhagener

Straße 49, 42855 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

19.12.2018. Geschäftsanschrift:

Hohenhagener Straße 49, 42855

Remscheid. Gegenstand: Die gewerbsmäßige

Arbeitnehmerüberlassung

sowie Ausführung von Arbeiten

und Dienstleistungen aller

Art auf eigene Rechnung. Stammkapital:

5.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer

gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Škitin-Weiz, Irene,

Remscheid, *02.03.1984, mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

17.01.2019 HRB 29544: RT Treuhand

GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Wuppertal, Friedrich-Engels-

Allee 133, 42285 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 15.11.1995

Die Gesellschafterversammlung vom

20.12.2018 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma

und Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Dresden (bisher Amtsgericht

Dresden HRB 13446) nach

Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

Friedrich-Engels-Allee 133,

42285 Wuppertal. Gegenstand: Die

für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

gesetzlich und berufsrechtlich

zulässigen Tätigkeiten gemäß §

2 in Verbindung mit § 43 a Abs. 4

WPO. Handels- und Bankgeschäfte

sind ausgeschlossen. Stammkapital:

232.500,00 DEM. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Dr. Leonhardt, Jochen, Dresden,

*02.10.1951, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

18.01.2019 HRB 29546: FD Liegenschaften

GmbH, Velbert, Industriestraße

59, 42551 Velbert.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

19.12.2018. Geschäftsanschrift: Industriestraße

59, 42551 Velbert. Gegenstand:

Der An- und Verkauf von

Immobilien sowie das Vermieten

und Verpachten von (Gewerbe-)immobilien.

Tätigkeiten im Sinne des §

34 c der Gewerbeordnung sind nicht

Gegenstand des Unternehmens.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Dükan, Figen, Velbert,

*05.08.1985, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

18.01.2019 HRB 29551: Pflege im Tal

GmbH, Wuppertal, Platzhoffstraße

2, 42115 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 13.11.2018. Geschäftsanschrift:

Platzhoffstraße

2, 42115 Wuppertal. Gegenstand:

Die ambulante Intensiv- und Beatmungspflege;

und alle damit

zusammenhängenden Geschäfte.

Stammkapital: 25.000,00. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Paul, Svenja, Essen,

*26.07.1978, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

18.01.2019 HRB 29552: Wohnpark

Schwelm GmbH, Wuppertal,

54 www.bvg-menzel.de


Für die Aktualität, Korrektheit und

Vollständigkeit der Anlage kann vom

Verlag keine Gewähr übernommen

werden.

Friedrich-Engels-Allee 294, 42285

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 03.12.2018. Geschäftsanschrift:

Friedrich-Engels-Allee

294, 42285 Wuppertal. Gegenstand:

Die Vermietung und Verwaltung

von eigenen Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Tchobanov, Dimitri,

Wuppertal, *31.05.1979, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

18.01.2019 HRB 29553: RST Transport

Logistik GmbH, Wuppertal,

Dieselstraße 18, 42389 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

02.11.2012 Die Gesellschafterversammlung

vom 03.12.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Ziffer (2) (Firma und

Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Langenhagen (bisher Amtsgericht

Hannover HRB 209235) nach

Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

Dieselstraße 18, 42389

Wuppertal. Gegenstand: Transport

und Logistik für Versand von Waren

aller Art, auch im Speditionsgewerbe,

einschließlich aller branchenüblichen

damit verbundenen Geschäfte.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Fresemann,

Martin, Hückeswagen, *13.06.1969,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

18.01.2019 HRA 24826: Baumdienst

Sebastian Rühl GmbH & Co. KG,

Heiligenhaus, Giesenhofstraße 53,

42579 Heiligenhaus. Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Giesenhofstraße 53, 42579 Heiligenhaus.

Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter:

Rühl Verwaltungs GmbH, Heiligenhaus

(Amtsgericht Wuppertal HRB

29541), mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Der Sitz ist von Ratingen (bisher

Amtsgericht Düsseldorf, HRA 24032)

nach Heiligenhaus verlegt.

18.01.2019 HRB 29555: kerstin gierse

architekten GmbH, Velbert, Vogteier

Straße 19, 42555 Velbert. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 04.01.2019.

Geschäftsanschrift: Vogteier Straße

19, 42555 Velbert. Gegenstand: Die

Wahrnehmung der Berufsaufgaben

von Architekten oder Architektinnen,

namentlich die gestaltende, technische,

energetische, wirtschaftliche,

ökologische und soziale Planung

von Bauwerken im Sinne des § 1

des Baukammerngesetzes des Landes

Nordrhein-Westfalen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Gierse, Kerstin, Velbert, *15.03.1964,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

21.01.2019 HRA 24827: Poolpowershop

Handels GmbH & Co. KG,

Wuppertal, Vor der Beule 12, 42277

Wuppertal. (Gegenstand des Unternehmens

ist der Handel mit

Schwimmbad- und Saunazubehör,

Whirlpools und Grills sowie ferner

die Ausübung aller mit dem vorgenannten

Unternehmensgegenstand

im Zusammenhang stehenden oder

dem Zweck des Unternehmens förderlichen

Tätigkeiten.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Vor der Beule 12, 42277 Wuppertal.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter ist

befugt, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

vorzunehmen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Poolpower

Verwaltungs-GmbH, Wuppertal

(Amtsgericht Wuppertal HRB 29335).

22.01.2019 HRB 29558: Kremer

Networks GmbH, Wuppertal, Eintrachtstraße

78, 42277 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

22.11.2018. Geschäftsanschrift: Eintrachtstraße

78, 42277 Wuppertal.

Gegenstand: Die Installation und Instandhaltung

von Daten-Netzwerken

zur Kommunikation und Datenübermittlung

sowie ferner die Ausübung

aller mit dem vorgenannten Unternehmensgegenstand

im Zusammenhang

stehenden oder dem Zweck

des Unternehmens förderlichen Tätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Kremer,

Stefan, Wuppertal, *07.05.1965,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

22.01.2019 HRA 24828: Hüttenstraße

17 GmbH & Co. Grundstücks KG,

Haan, Borsigstraße 14, 42781 Haan.

Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Borsigstraße 14, 42781

Haan. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter:

Hüttenstraße 17 Verwaltungs-GmbH,

Düsseldorf (AG Düsseldorf HRB

50440). Der Sitz ist von Düsseldorf

(bisher Amtsgericht Düsseldorf,

HRA 17673) nach Haan verlegt.

22.01.2019 HRB 29559: P3 Europe

GmbH, Mettmann, Johannes-Flintrop-Straße

8, 40822 Mettmann.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

08.08.2018 mit Änderung vom

23.10.2018 Die Gesellschafterversammlung

vom 23.10.2018 hat auch

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Ziffer 1.2 (Firma und Sitz)

und mit ihr die Sitzverlegung von

Düsseldorf (bisher Amtsgericht Düsseldorf

HRB 84326) nach Mettmann

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Seit über 110 Jahren

sind wir für Ihren Schutz

bestens gerüstet!

Wach- und Schließgesellschaft

Hauptverwaltung

Wuppertal

Deutscher Ring 88

42327 Wuppertal

Tel. (02 02) 2 74 57-0

Fax (02 02) 2 74 57-47

www.wachundschliessgesellschaft.de

Niederlassung

Remscheid

Lenneper Str. 47 -49

42855 Remscheid

Tel. (0 21 91) 93 12 91

Fax (0 21 91) 3 10 59

der Bergische Unternehmer 02|19 55


HANDELSREGISTER

Johannes-Flintrop-Straße 8, 40822

Mettmann. Gegenstand: Durchführung

von Franchiseaktivitäten im

Bereich Gastronomie, insbesondere

die Entwicklung eines Franchise-

Systems und die Franchise- und

Lizenzvergabe für die australische

Marke Pizza Pasta Please in Europa

und der EMEA-Region, sowie der Betrieb

eigener Gaststätten. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Al-Kadhi, Sami, Adeje / Spanien,

*11.09.1971; Heyden, Björn,

Mettmann, *23.01.1973; Osborne,

Andrew, Paradise Point / Australien,

*20.08.1966, jeweils mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

23.01.2019 HRB 29565: Travel &

You UG (haftungsbeschränkt), Solingen,

Schnepperter Straße 22,

42719 Solingen. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.03.2018 Die

Gesellschafterversammlung vom

22.11.2018 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in Ziffer 1.

und mit ihr die Sitzverlegung von

Köln (bisher Amtsgericht Köln HRB

94195) nach Solingen beschlossen.

Geschäftsanschrift: Schnepperter

Straße 22, 42719 Solingen. Gegenstand:

Die Veranstaltung von

Einzel- und Gruppenreisen. Stammkapital:

3.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Roth, Melanie

Maria, Solingen, *06.12.1988, mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

23.01.2019HRB 29568: MVP Walzen

GmbH, Erkrath, Eintrachtstraße

35, 40699 Erkrath. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 17.12.2018. Geschäftsanschrift:

Eintrachtstraße

35, 40699 Erkrath. Gegenstand: Der

Handel mit Walzen aller Art, Gummi,

Polyurethan oder Vliesstoff sowie

dessen Nebenprodukte. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Hahn, Volker, Erkrath,

*06.01.1967, mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

24.01.2019 HRB 29570: Jaschkowitz

GmbH, Solingen, An den Eichen

16, 42699 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 20.12.2018. Geschäftsanschrift:

An den Eichen 16,

42699 Solingen. Gegenstand: Akustikbau,

Innenausbau und Elementeeinbau.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Jaschkowitz,

Adrian, Solingen, *18.08.1981,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

24.01.2019 HRB 29572: Kempka

Verwaltungs GmbH, Velbert, Mettmanner

Straße 211, 42549 Velbert.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

20.06.2002 Die Gesellschafterversammlung

vom 11.12.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und Sitz) und

mit ihr die Sitzverlegung von Dormagen

(bisher Amtsgericht Neuss

HRB 12125) nach Velbert und die

Änderung der Firma sowie in § 2

(Gegenstand des Unternehmens)

und mit ihr die Änderung des Unternehmensgegenstandes

beschlossen.

Geschäftsanschrift: Mettmanner

Straße 211, 42549 Velbert. Gegenstand:

Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie

die Übernahme der persönlichen

Haftung und der Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Kempka, Reinhold, Neuss,

*16.12.1960, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

24.01.2019 HRB 29576: Coroplast

Cable Technology GmbH, Wuppertal,

Wittener Straße 271, 42279

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 13.12.2018. Geschäftsanschrift:

Wittener Straße 271,

42279 Wuppertal. Gegenstand: Die

Entwicklung, Herstellung und der

Vertrieb von Erzeugnissen aller

Art, die ganz oder teilweise aus

Kunststoffen oder Kunststoffe ersetzendem

Material oder Kautschuk

oder ähnlichem Material gefertigt

werden können, insbesondere die

Entwicklung, Herstellung und der

Vertrieb von isolierten elektrischen

Leitungen und Kabeln, sowie der

Handel mit diesen Erzeugnissen.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. All-

Für mehr Wärme

und Energie-Effizienz:

Wir beraten Sie zum

Thema Dachdämmung.

0202 30 00 41

Dächer | Fassaden | Sanierung | VELUX-Partner

56 www.bvg-menzel.de


Das Justizministerium des Landes

NRW veröffentlicht unter der Internet-

Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de

zeitnah aktuelle

Insolvenzverfahren.

gemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Mekelburger,

Natalie, Düsseldorf,

*05.04.1966, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Geschäftsführer: Kämmerer,

Torben, Hagen, *21.07.1978,

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Berns, Wolfram, Wermelskirchen,

*17.09.1968.

25.01.2019 HRB 29578: Atlex GmbH,

Erkrath, Steinhof 37, 40699 Erkrath.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

13.05.2016 Die Gesellschafterversammlung

vom 03.12.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. (2) (Firma und Sitz)

und mit ihr die Sitzverlegung von

Krefeld (bisher Amtsgericht Krefeld

HRB 15774) nach Erkrath beschlossen.

Geschäftsanschrift: Steinhof

37, 40699 Erkrath. Gegenstand: Die

Verwaltung und Vermietung von Immobilien,

der Betrieb von Wettannahmestellen

und Fitnessanlagen,

sowie der Vertrieb von sonstigen

Produkten im Bereich Fitness und

Wellness, das Betreiben von gastronomischen

Betrieben, sowie die

Veranstaltung von Sportevents

und das Betreiben von Sportbars.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Radoi,

Mirela, Köln, *16.07.1991, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

25.01.2019 HRB 29581: Gisbert

Krämer GmbH, Wuppertal, Solinger

Straße 30, 42349 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

05.11.2018. Geschäftsanschrift:

Solinger Straße 30, 42349 Wuppertal.

Gegenstand: Die Herstellung

von Drehteilen und der Metallbau.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Krämer, Guido,

Wuppertal, *20.09.1985, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertre-

Wuppertal

Maschinentransporte

Betriebsumzüge

Hallenmobilkrane 12–60 t

Gabelstaplermietflotte 1–27 t

Gabelstaplerservice

42283 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 09.01.2014

mit Änderung vom 27.03.2014. Die

Gesellschafterversammlung vom

14.06.2018/18.06.2018 hat die Änderung

des Gesellschaftsvertrages in

§ 1 Abs. (1) und (2) (Firma und Sitz

der Gesellschaft) und mit ihr die

Änderung der Firma und die Sitzverlegung

von Bad Berleburg (bisher

Amtsgericht Siegen HRB 10368)

nach Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

Heusnerstraße 40,

42283 Wuppertal. Gegenstand: Die

Erbringung von Dienstleistungen

im Bereich von Reinigung von Gebäuden

und Gebäudebestandteilen

… so bewegt man Maschinen

Tel. 02 02 / 2 70 41-0

Fax 02 02 / 70 85 46

Zum Alten Zollhaus 20–24 · 42281 Wuppertal · www.marcustransport.de

ter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

28.01.2019 HRB 29582: Gniado

Bauelemente GmbH, Wuppertal,

Clausenstraße 39 e, 42285 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.01.2019. Geschäftsanschrift:

Clausenstraße 39 e, 42285 Wuppertal.

Gegenstand: der Verkauf

und die Montage von Fenstern und

anderen Bauelementen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Gniado, Maciej, Wuppertal,

*02.04.1982, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

29.01.2019 HRB 29593: TIPP Reinigungsdienste

Wuppertal GmbH,

Wuppertal, Heusnerstraße 40,

einschließlich Außenanlagen, insbesondere

für Kliniken und Unternehmen

der HELIOS Kliniken Gruppe.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dr. Cruse, Niklas,

Düsseldorf, *04.08.1973, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

30.01.2019 HRB 29594: Car Teile

B7 Verwaltungs-GmbH, Wuppertal,

Friedrich-Ebert-Str. 131 e, 42117

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.11.2018. Geschäftsanschrift:

Friedrich-Ebert-Str. 131 e,

42117 Wuppertal. Gegenstand: Die

Übernahme der persönlichen Haftung

und der Geschäftsführung der

Car Teile B 7 GmbH & Co. KG sowie

alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Für Rechtsgeschäfte

zwischen der Gesellschaft und

der Car Teile B 7 GmbH & Co. KG

sind die Geschäftsführer von den

Beschränkungen des § 181 BGB

befreit. Geschäftsführer: Zabih Kar

Asl, Behrouz, Köln, *20.08.1962,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

31.01.2019 HRB 29600: Horizont

Immobilien GmbH, Wuppertal,

Kaiserstraße 36, 42329 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

08.01.2019. Geschäftsanschrift:

Kaiserstraße 36, 42329 Wuppertal.

Gegenstand: Der Erwerb und der

Verkauf von Immobilien, die Sanierung

/ Renovierung von eigenen

Immobilien sowie die Sanierung

von fremdem Immobilien. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Stosik, Piotr, Wuppertal,

*29.01.1976, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

31.01.2019 HRB 29598: BA|EM Brand

Activation & Experiential Marketing

GmbH, Mettmann, Römerstr.

27, 40822 Mettmann. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.01.2019.

Geschäftsanschrift: Römerstr. 27,

40822 Mettmann. Gegenstand: Der

Betrieb einer Werbeagentur. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Möller, Robert, Mettmann,

*01.10.1969, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

der Bergische Unternehmer 02|19 57


VORSCHAU

Im März 2019

Foto: Shutterstock Foto: Shutterstock

Titel: Gut versichert gegen Ertragsausfälle

Porträt:

Paperdoc: Alte Schätze bewahren

Unter uns:

Erfolgreich bergisch

Für Sie unterwegs:

Zauberhaftes Andalusien

IMPRESSUM

Herausgeber und Eigentümer:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Simonsstraße 80

42117 Wuppertal

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail info@bvg-menzel.de

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Net www.bvg-menzel.de

Net www.der-bergische-unternehmer.de

Verlag und Anzeigenverwaltung:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Katja Weinheimer

Fon 0202 70538874

Fax 0202 450086

Mail katja.weinheimer@bvg-menzel.de

Mail info@bvg-menzel.de

Redaktion:

Stefanie Bona (verantwortlich)

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Marketing, Konzeption/Layout:

Eduardo Rahmani

Fon 0202 70538894

Fax 0202 450086

Mail eduardo.rahmani@bvg-menzel.de

Anzeigenleitung:

Manfred Lindner

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail anzeigen@bvg-menzel.de

Preisliste Nr. 01, ab 1. Januar 2017

Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

Druckmedien, Geldern

Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.

Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag

übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe

gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

im Jahresabonnement beträgt 25.00 E.

im Fokus Tüftlerregion:

innovationen aus dem Bergischen

58 www.bvg-menzel.de


Mehr als 30 Jahre Erfahrung!

Büromöbel für Wuppertal, Solingen,

Remscheid und das ganze Bergische Land.

Für jeden Bedarf und für jedes Budget finden Sie

bei uns die optimalen Büromöbel.

Wir nehmen uns

gerne Zeit, Sie

persönlich und

individuell zu

beraten.

www.büromöbel

-wuppertal.de

SEIT 12 JAHREN IHRE HUNDETAGESSTÄTTE

www.huta-ratingen.de

fon 02102.94 24 944

direkt am Breitscheider Kreuz

UMZUGSSERVICE

0202 / 279 1841

UMZUGSSERVICE

UMZUGSSERVICE

(Termine nach

Vereinbarung)

Kompetenter Service für Haus & Büro

Kompetenter Service für Haus & Büro

Kompetenter Service für Haus & Büro

Thielen Alutechnik

Pilghauser Str. 49

42657 Solingen

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil

So sehr man sich auf den Einzug in ein neues Domizil durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles

freut, so sehr strengt der Umzug dorthin doch an. Alles überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel

muss bruchsicher verpackt werden, Kisten und Möbel gemacht werden. Mit uns an Ihrer Seite wird Ihr Umzug

durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem

durchs Treppenhaus transportiert werden und zu allem

überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, tragen

überflüss muss am Zielort alles nochmal andersherum

gemacht werden. Mit uns an Ihrer Seite wird und Ihr Umzug fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich

gemacht werden. Mit uns an Ihrer Seite wird Ihr Umzug

deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, in Ihrer tragen neuen Wohnung nur noch um das Einräumen

deutlich entspannter, denn wir planen, verpacken, tragen

und fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich

und fahren ihren gesamten Umzug, während Sie sich kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig

in Ihrer neuen Wohnung nur noch um das Einräumen

in Ihrer neuen Wohnung nur noch um das Einräumen beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig

kümmern. Selbstverständlich helfen wir auch sachkundig Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

beim fachgerechten Aufbau von Küchen und Möbeln.

Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

Auch wenn Sie vorher gar nicht umgezogen sind.

KÜCHEN- & MÖBELMONTAGE

KÜCHEN-

KÜCHEN-

& MÖBELMONTAGE

& MÖBELMONTAGE

Da Luca

Da Luca

kompetenter Service für Haus und Büro

kompetenter Service für Haus und Büro

Gianluca Mirabito

Gianluca Mirabito

Ringstraße 18

Ringstraße 18

42349 Wuppertal

42349 Wuppertal

Tel.: 0202 / 393 77 44

Tel.: 0202 / 393 77 44

Mobil: 0176 / 676 97 585

Mobil: 0176 / 676 97 585

E-Mail: mail@service-daluca.de

E-Mail: mail@service-daluca.de

Web: http://service-daluca.de

Web: http://service-daluca.de

Thielen Alutechnik UG

CNC-Bearbeitung

Tel.: 02 12 - 221 04 60

Fax: 02 12 - 226 70 99 6

www.alutechnik-thielen.de

thielen-alutechnik@t-online.de

Da Luca

kompetenter Service für Haus und Büro

Kompetenter Service für Haus & Büro

Gianluca Mirabito

Ringstraße 18

42349 Wuppertal

Gebäudereinigung Tel.: Gebäudereinigung 0202 / 393 | Glasreinigung

77 44| Glasreinigung

Mobil: Gartenpflege 0176 Gartenpflege / 676 | Winterdienst 97 585 | Winterdienst

Sanitär

Sanitär E-Mail:

& Heizung

& mail@service-daluca.de

Heizung

| Renovierung

| Renovierung

| Trockenbau

| Trockenbau

Web: http://service-daluca.de

Umzüge

Umzüge

| Möbelmontage

| Möbelmontage

Hol- und

Bringservice

thoelen

h ä r t e t e c h n i k

Gebäudereinigung | Glasreinigung

Gartenpflege | Winterdienst Tel. 0202 - 61 28 274

Sanitär & Heizung | Renovierung Fax | Trockenbau 0202 - 61 28 275

Umzüge | Möbelmontage www.thoelen-haertetechnik.de

MALSCHULE ARTISTICA

Kursleiter: G. Medagli

www.medagli.de

Mobil 015788159041

Vohwinkeler Str. 154

42329 Wuppertal

Kurse für Acryl- und Ölmalerei, Aquarell,

Pastelle, Tempera & Gouache. Zeichnen

und malen wie die alten Meister.

Abstrakte und informelle Malerei. Kurse

für Anfänger und Fortgeschrittene.

WERBEN HILFT VERKAUFEN!

Probieren Sie es an dieser Stelle einmal aus. Weitere Infos erhalten Sie bei uns:

Tel.: 0202/45 16 54 · info@bvg-menzel.de · www.bvg-menzel.de

BERGISCHE VERLAGSGESELLSCHAFT

MENZEL GMBH & CO. KG

Format: 59 x 30 mm incl. 4c

3 Anzeigen für 238,- Euro*

6 Anzeigen für 425,- Euro*

12 Anzeigen für 750,- Euro*

*die genannten Preise sind Nettopreise


Make it yours !

USM schafft ein kooperatives Arbeitsumfeld:

kreatives Potenzial wird freigesetzt, Synergien

optimal genutzt – ein Team, ein Tisch.

Showroom Wuppertal Eröffnung 2018

Uellendahlerstraße 447, 42109 Wuppertal

Telefon +49 202-519876-70

info@lechner-hayn.de, www.die-bueroeinrichter.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine