Unterwegs 10

franziskanerinnen.graz

KONGREGATION DER FRANZISKANERINNEN

VON DER UNBEFLECKTEN EMPFÄNGNIS

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

UNTERWEGS

Ausgabe 10 / November 2018

Nachrichten an Schwestern, Mitarbeiter/innen

und Freunde des Ordens und des Vereins

Franziskanisches ABC

Diözesanjubiläum

Sonderthema

175 Jahre

Franziskanerinnen

DANKE


Orden

Orden

Vorwort

Aufnahme in das Noviziat

Sr. Sonja Dolesch

Provinzoberin

Am 15. August 2018, dem Hochfest Mariä Aufnahme

in den Himmel, wurde unsere Postulantin

Sabine Grangl in das Noviziat aufgenommen. Sie

erhielt den Ordensnamen Sr. Sabine Maria. Die

Feier fand in der Dreifaltigkeitskirche im Rahmen

der Vesper statt.

In den letzten Monaten und Wochen wurden in unseren

Kirchen und darüber hinaus viele Jubiläen

gefeiert. Diese Festlichkeiten führen Menschen zusammen,

und schenken Freude und Kraft aus der Erinnerung.

Gemeinsam Erlebtes, Verbindendes, das,

was uns schon lange trägt und stärkt, wird lebendig

und genährt. Ich mag diese Feste! Sie erfüllen mich

mit großer Dankbarkeit für die vielen Menschen, die

mit mir und unserer Gemeinschaft verbunden sind,

alle, die Kirche mit bauen und gestalten.

Wir tun dies gemeinsam nicht nur in den Pfarren und

unseren Ordensgemeinschaften, sondern in ganz

besonderer Weise auch an all unseren Schulen und

Kindergärten. Wir sind gemeinsam Kirche, Zeugen

Jesu Christi in unserer Welt! Unser Zeugnis ist in der

Liebe zu den Menschen, in besonderer Weise zu

den Kindern erfahrbar.

„Alles beginnt mit der Sehnsucht“. So beginnt das

wohl bekannteste Gedicht von Nelly Sachs. Auch

unsere Gründerin war ein Mensch der Sehnsucht;

der Sehnsucht nach einem sinnerfüllten Leben. Mutter

Franziska Antonia Lampel war mit dem, was sie

in ihrer Zeit vorfand, nicht zufrieden und spürte ein

Unbehagen gegenüber mancher Situation in der

Gesellschaft der damaligen Zeit. Sie setzte sich ein

für die schwächsten Glieder in der Gesellschaft –

die Kinder, und sorgte mit allen ihr möglichen Mitteln

dafür, dass ihnen eine gute Zukunft ermöglicht

wurde. Mutter Franziska hat ihre Zeit begriffen und

weit über ihre Zeit hinaus Zukunft gesät. Sie hatte

ein aufmerksames und tapferes Herz, einen klaren

Blick, Mut und Entschiedenheit. All das braucht es

auch heute.

Damals mangelte es an Bildungsmöglichkeiten,

Schulen für Mädchen. Heute fehlt es mitunter auch

an anderen fundamentalen Grundlagen für erfülltes

Leben. Vielleicht würde sie heute sagen: „Das was

den Menschen fehlt, ist das Glück der Gewissheit,

dass Gott mit liebendem Blick auf jeden von uns

schaut.“

Gemeinsam tragen wir das Herzensanliegen unserer

Gründerin in die Zukunft. Diese Ausgabe der

Zeitschrift berichtet ganz besonders über Feiern

und Initiativen zu Jubiläen. Sie beinhaltet aber auch

das Ergebnis eines besonderen gemeinsamen

Such- und Diskussionsprozesses betreffend das

Profil all unserer Schulen und Heime am Standort

in Eggenberg. Das gemeinsam erarbeitete „Mission

Statement“ möge im Schulleben und -alltag Gestalt

gewinnen.

Ich danke allen für den je spezifischen, individuellen

Beitrag, den sie zum gemeinsamen Ganzen beitragen.

Es sind viele Bausteine, die ein tragfähiges

Fundament für die Zukunft der jungen Menschen

bilden.

Engel haben viele Gesichter! So ist ein Beitrag in

dieser Ausgabe überschrieben. Ja, es stimmt! Ich

danke den zahlreichen Engeln und Gott dafür, dass

es sie mitten unter uns gibt!

Sr. Sonja Dolesch

Wir wünschen unserer Sr. Sabine Maria alles Gute

auf ihrem franziskanischen Weg!

Jubelprofessfeier

Samstag und Sonntag zu Septemberbeginn feierten

wir Schwestern in Freude und Dankbarkeit

die Professjubiläen von sechs Schwestern. Im Anschluss

an franziskanische Exerzitien erneuerten

Sr. Gerhild Brunner, Sr. Sigrid Guggenberger und

Sr. Klara Brunnhofer nach 50 Jahren ihre Gelübde.

Am Sonntag feierten Sr. Katharina Hartbauer und

Sr. Annunziata Obweger das 60. und Sr. Eleonora

Brunnhofer in der Krankenabteilung, aber akustisch

verbunden, ihr 70. Professjubiläum.

Alle Jubilarinnen hatten und haben einen starken

Bezug zu hauswirtschaftlichen, pflegerischen und

pastoralen Tätigkeiten. So war Sr. Eleonora lange

Sr. Sonja Dolesch, Sr. Katharina Hartbauer,

Sr. Annunziata Obweger, Sr. Petra Rosenberger

und Sr. Gudrun Wappel

Jahre im Bischofhof und Sr. Sigrid in der Pfarre

Graz-Süd tätig.

Vor 175 Jahren hatte die Gründerin der Grazer

Schulschwestern geäußert: „Wir sind bereit, allen

mit unserem Berufe zu vereinbarenden Anforderungen

zum Nutzen der Kirche und des Staates

mit Freude zu entsprechen.“ Mit der feiernden

Gemeinde dankte Bischof emeritus, DDr. Egon Kapellari,

am Sonntag dafür, dass Frauenorden allgemein

und alle Jubilarinnen in ihrer ganz besonderen

Weise der steirischen Kirche segensreich

dienten und dienen.

Sr. Anna Rautar

Sr. Petra Rosenberger, Sr. Klara Brunnhofer,

Sr. Sigrid Guggenberger, Sr. Gerhild Brunner und

Sr. Sonja Dolesch

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Orden

Orden

Besondere Geburtstage im Orden

Von Juli 2018 bis Jänner 2019 feiern wir mit

den Schwestern besondere Geburtstage

Sr. Sigrid Guggenberger

70 Jahre

im November

Sr. Irmgard Windisch

85 Jahre

im September

Sr. Regina Kogler

91 Jahre

im Juli

Sr. Fidelia Kröll

93 Jahre

im Juli

Sr. Beatrix Laiber

70 Jahre

im November

Sr. Lidwina Schmidl

87 Jahre

im Jänner

Sr. Eleonora Brunnhofer

91 Jahre

im Jänner

Sr. Viktoria Vivod

93 Jahre

im Oktober

Sr. Amata Fink

80 Jahre

im Jänner

Sr. Roberta Matuschek

88 Jahre

im August

Sr. Marisstella Brand

92 Jahre

im Jänner

Sr. Bartholomäa Wilhelmer

95 Jahre

im September

Sr. Elsbeth Krischke

85 Jahre

im Juli

Sr. Serafine Zöhrer

88 Jahre

im Dezember

Sr. Edilberta Sulzbacher

93 Jahre

im Juli

Sr. Luitgardis Wonisch

85 Jahre

im August

Sr. Gerarda Flatz

88 Jahre

im Juni

Wir gratulieren und danken für ihr Lebenszeugnis und ihre Dienste

und wünschen Gottes Segen und Gesundheit!

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Orden

Franziskanisch

Neue Aufgaben

Mit der Aufgabe der Konventsoberin und

Konventsvikarin wurden betraut:

Im Mutterhaus:

Konvent La Verna (Pflege und Betreuung)

Sr. Gudrun Wappel / Sr. Maria Andrea Petz

Kontakt: laverna@franziskanerinnen-graz.at

Konvent San Damiano

Sr. Stefana Sever / Sr. Beatrix Laiber

Kontakt: kloster@franziskanerinnen-graz.at

Im Provinzhaus:

Sr. Carina Klammer / Sr. Laura Ukaj

stadtkloster@franziskanerinnen-graz.at

Im Marienheim Mariazell:

Sr. Agathe Michelitsch / Sr. Klara Brunnhofer

marienheim@franziskanerinnen-graz.at

In Markt Hartmannsdorf:

Sr. Notburga Rauch / Sr. Ruperta Brunner

hartmannsdorf@franziskanerinnen-graz.at

Sr. Vera Ronai wurde mit der Aufgabe der

Noviziatsleiterin betraut.

Frau Doris Mayr wurde von der Provinz der

Franziskanerinnen übernommen und mit der

Aufgabe der Provinzsekretärin betraut.

Kontakt: sek.provinzialat@franziskanerinnen-graz.at

Austritt

Sr. Elisabeth Rexeis hat Ende Juni 2018 unsere

Kongregation verlassen. Sie ist weiterhin als Pastoralassistentin

im Dienst der Kirche.

Neue Ordenshomepage

Seit dem Frühsommer 2018 hat die Kongregation

der Franziskanerinnen v.d.U.E. eine eigene Onlinepräsenz,

aufrufbar unter

www.franziskanerinnen-graz.at

Die Bildungseinrichtungen sind wie gewohnt

unter www.schulschwestern.at erreichbar.

Ziel war es, den Orden in ansprechendem

Design online zu präsentieren. Sie ist responsive,

das Design passt sich also an PC-Bildschirme,

Tablets und Smartphones an.

Neue Mailadressen

Analog zur neue Homepageadresse wurden alle

E-Mail-Adressen im Orden geändert.

Statt ....@schulschwestern.at folgen die neuen

Adressen dem Muster

sr.vorname@franziskanerinnen-graz.at

Allgemeine Kontaktadresse:

kontakt@franziskanerinnen-graz.at

Adresse des Provinzialats:

provinzialat@franziskanerinnen-graz.at

Die alten Mailadressen sind ab 31. Oktober 2018

inaktiv. In einzelnen Fällen besteht die alte Mailadresse

weiterhin neben der neuen.

Die Mailadressen des Vereins sind von der Umstellung

nicht betroffen.

Anleitungen gibt es unter:

franziskanerinnen-graz.at/index.php/mailadressen

Franziskanisches ABC

In der neuen Serie „Franziskanisches ABC“ gehen wir Begriffen auf den Grund, die mit der

franziskanischen Spiritualität und mit unserer Identität als Franziskanerinnen v.d.U.E. zu tun haben.

A wie Arbeit

„Jene Brüder, denen der Herr die Gnade zu arbeiten

gegeben hat, sollen in Treue und Hingabe

arbeiten“ – schreibt der hl. Franziskus in der Bullierten

Regel.

Im „Tätig-sein“, in den Erfolgserlebnissen, in der

Freude an der eigenen Leistung, in der Kreativität

und Produktivität kann sich der Mensch ausdrücken

und seine Identität festigen. Jeder Mensch

möchte sich nützlich machen, will sich kreativ einbringen

und Verantwortung übernehmen. Eine Arbeit

in rechter Absicht aus einer inneren Freiheit

heraus getan, unabhängig von der Anerkennung

der anderen, ist Ausdruck einer gesunden Spiritualität.

Wenn Franziskus über die Arbeit spricht, meint er

damit manuelle Arbeit. Er redet auch von der Gnade

zu arbeiten und vermittelt damit eine positive

Einstellung zur Arbeit. Für ihn hat die Arbeit drei

Dimensionen:

1. eine soziale Dimension: das Leben der einfachen

Leute und Armen zu teilen,

2. eine pädagogische Ausrichtung der Disziplin

und Askese: mit ihrer Arbeit sollen die Brüder

den Müßiggang und die Versuchungen vermeiden

und

3. eine religiöse Grundlage in der Verbindung mit

dem Gebet: Die Arbeit soll in einem Maß erfolgen,

dass sie „den Geist des Gebetes und der

Hingabe nicht auslöscht“ (Bullierte Regel).

Das Ineinander von Gebet und Arbeit ist auch für

unsere Gründerin, Mutter Franziska das Herzstück

ihres Charismas. „Unser Leben ist ein tätiges, dem

Körper nach sehr beschwerliches Wirken, und

doch darf dabei die Betrachtung nicht fehlen“ -

schreibt sie an eine Postulantin der Karmelitinnen,

die übertreten wollte. Ebenfalls in einem Brief auf

eine Anfrage betont sie: „Die Schwestern üben

während der Arbeit das innere Gebet; ja, von diesem

dürfen sie durchaus nicht ablassen.“

Die Haltung der Solidarität und Geschwisterlichkeit

– auch was die Arbeit der Schwestern anbelangt

– ist ihr ein großes Anliegen. An eine andere

Interessentin schreibt sie: „Es gibt bei uns keinen

Unterschied der Schwestern, was bessere oder

schlechtere Arbeit anbelangt. Die Schwester, welche

in der Schule die Kinder alle Wissenschaft

lehrt, muss sich zu anderer Zeit wieder bequemen,

das Haus zu kehren, zu waschen und zu kochen,

wenn es erforderlich sein sollte“.

Die Verfügbarkeit (Werkzeug Gottes sein) ist eine

weitere franziskanische Haltung, die bei Mutter

Franziska immer wieder zur Sprache kommt. In

den Anweisungen an ihre Mitschwestern sagt sie:

„Seid darum recht demütig, recht klein vor Gott,

damit er euch als Werkzeuge in seine allmächtigen

Hände nehme und so er mit euch die Kinder erziehe;

denn das wissen wir wohl, dass der Segen von

oben kommen muss, vom Vater des Lichtes.“

Sowohl für den hl. Franziskus als auch

für unsere Gründerin Mutter Franziska

hat die Arbeit einen wesentlichen Anteil

an ihrer Berufung und Sendung: im konkreten

Alltag nach dem Evangelium zu

leben.

Sr. Vera Ronai

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seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

Nachlese: Grußwort zum Gründungsfest

Gründungsfest mit Mitarbeitenden

Bei der Feier des Gründungstages mit Schwestern und Mitarbeitenden richtete Sr. Petra Rosenberger,

Generaloberin der Franziskanerinnen v.d.U.E., dieses Grußwort an die Anwesenden:

Freut euch zu jeder Zeit!

Betet ohne Unterlass!

Dankt für alles; denn das will Gott von

euch, die ihr Christus Jesus gehört.

Löscht den Geist nicht aus!

Verachtet prophetisches Reden nicht!

Prüft alles, und behaltet das Gute!

Meidet das Böse in jeder Gestalt!

Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar

und bewahre euren Geist, eure Seele und euren

Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn

Jesus Christus, unser Herr, kommt.

Gott, der euch beruft ist treu; er wird es tun.

1 Thess 5, 16-24

Liebe Geschwister im Glauben!

Unsere Kongregation feiert 175 Jahre ihres Bestehens.

Jedes Jubiläum, auch dieses kleine, ist Anlass, innezuhalten,

vor allem zurückzublicken, dem, was

war von neuem einen Wert geben, dankbar zu sein.

Schulen, Kindergärten, in der Katechese, auch in

Krankenhäusern und Missionsstationen gewirkt

haben. Ich verneige mich still und voll Respekt vor

ihnen. Für alle Schwestern, die zu unserer Kongregation

gehörten und gehören, möchte ich heute

danken.

Ich denke heute voll Dankbarkeit auch an Bischöfe,

Priester, die Franziskaner, an Freunde und Wohltäter,

die uns auf vielfache Weise in all den Jahren

geholfen haben.

Ich schreibe über die Vergangenheit das Wort

DANKE.

Wenn wir nun die Gegenwart anschauen, müssen

wir in aller Demut sagen: die Zahl der Schwestern

ist kleiner geworden. Aber wir haben eine große

Schar an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Sie

alle hier. Ich bin überzeugt, dass der Geist unserer

Gründerin auch heute in jeder einzelnen Schwester

und in Ihnen, liebe Mitarbeiter, lebendig ist. Es

ist ihr Geist, ihre Einstellung, der Geist des Franziskus

und schließlich der Geist Jesu.

Ich schreibe über die Gegenwart den Satz: Löscht

den Geist nicht aus.

Jahr für Jahr ist die Feier des Gründungstages für

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Institutionen

der Schulschwestern DIE Gelegenheit, ein Miteinander

zu leben, das es ohnedies viel zu selten

gibt.

Am 28. September 2018 trafen sich demzufolge

Pädagog/innen aller Einrichtungen (Kindergärten,

Volksschulen, Neue Mittelschule, Oberstufenrealgymnasium,

Höhere Lehranstalt für Wirtschaftliche

Berufe, Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft und

Ernährung), Mitarbeiter/innen des infrastrukturellen

Bereichs (Pforte, Buchhaltung, Küche, Reinigung,

Gärtnerei) und des Ordens und natürlich auch

Schwestern zuerst in der Mutterhauskirche zu einer

gemeinsamen Vesper.

Neben der musikalischen Gestaltung durch die

Schwestern, verstärkt durch einige weltliche Kolleg/

innen, wies Generaloberin Sr. Petra Rosenberger

auf die besondere Bedeutung der diesjährigen Feier

hin: Die Franziskanerinnen von der Unbefleckten

Empfängnis gibt es mittlerweile 175 Jahre, was,

laut Sr. Petra, im Vergleich etwa zum 2000-jährigen

Christentum oder den 800 Jahren, die die Diözese

Graz-Seckau besteht, nicht so lange erscheint,

aber wenn man das Gute sieht, das in dieser Zeit

geschehen ist, und vor allem die unermüdlichen Anstrengungen,

das Gute zu tun, darf man dankbar

und zufrieden über Vieles sein, das erreicht wurde

Das Bemühen nicht nur um die Bildung, sondern

vor allem auch um die Herzensbildung junger Menschen

stand und steht immer im Fokus.

Beim gemeinsamen Abendessen in der Mensa der

Schule wurden, wie jedes Jahr, verdiente Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die schon lange am Haus

sind, geehrt. Stellvertretend für alle bedankte sich

Hannes Pregartner bei der Laudatorin, Provinzoberin

Sr. Sonja Dolesch, mit einem bunten Blumenstrauß,

der ausschließlich aus Blumen bestand, die

auf dem Schulschwesterngelände wachsen und

gedeihen.

Das Zusammensein bei reichlich Speis und Trank

war wie immer: harmonisch und kommunikativ und

beherrscht von dem Wunsch, einander öfter zu treffen.

Weihnachten und die damit verbundene Weihnachtsfeier

sind nicht mehr sehr weit …

Herbert M. Peklar

Wofür bin ich besonders dankbar?

Da ist zuerst einmal unsere Gründerin, Mutter Franziska

Antonia Lampel. Sie hat mit sehr viel Mut und

Gottvertrauen unsere Kongregation begonnen, ihr

ein ganz besonderes Gesicht gegeben, sie mit viel

Liebe „erzogen“ und nach wenigen Jahren auch

wieder „losgelassen“. Die Worte, die uns von ihr

überliefert sind, zeigen uns eine Persönlichkeit,

zugleich streng und liebevoll, konsequent und einfühlsam,

selbstbewusst und demütig, hoch gelehrt

und franziskanisch einfach.

Für sie will ich heute danken.

Dann nahm die Zahl der Schwestern zu, auch die

Zahl der Einsatzorte. Ich denke heute an das unermesslich

viele Gute, das unsere Schwestern in

Für die Zukunft wünsche ich uns allen, das große

Vertrauen in die Güte Gottes, das Mutter Franziska

hatte. Die Welt von heute wirkt bedrohlich auf uns,

die Zukunft ist ungewiss, aber unsere Gemeinschaft

ist nicht Menschenwerk, sie ist von Anfang

an Gnadengabe, „Charisma“.

So schreibe ich über die Zukunft den Schlusssatz

aus der Lesung, die wir eben gehört haben:

Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.

Ich wünsche uns allen, dass wir das wirklich glauben.

Sr. Petra Rosenberger

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seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

175 Jahre Franziskanerinnen v.d.U.E.

Das Jubiläumsjahr der Diözese Graz-Seckau bedeutet

für die Franziskanerinnen in Graz-Eggenberg

und überall in der Welt ebenfalls ein Jubiläum,

wenn auch ein wesentlich bescheideneres. Genau

am 29.9.1843 wurden die ersten sechs Schwestern

der Kongregation in der Kapelle der Barmherzigen

Schwestern beim Paulustor eingekleidet und

Fürstbischof Roman Sebastian Zängerle, der die

Feier leitete, stellte durch das päpstliche Dekret

die Gemeinschaft als „Schulschwestern vom Dritten

Orden des heiligen Franziskus zu Grätz“ der

Öffentlichkeit vor.

Im Gründungsbrief von 1841 steht: Die Lehrerinnen

an einer Privatschule für Mädchen sind „von

einem Geiste beseelt und von einem Verlangen

durchdrungen, aus Liebe zu Gott ganz der Jugendbildung

zu leben.“ Als Mitglieder des Dritten

Ordens praktizierten sie bereits die franziskanische

Lebensart, welche die Gründerin und Schulleiterin,

Antonia Maria Lampel, selbständig so adaptiert

hatte, sodass geistliches klösterliches Leben ganz

den Erfordernissen der Erziehung und Bildung von

Kindern und Jugendlichen angepasst war. Fürstbischof

Zängerle hatte sowohl die staatliche als auch

die kirchliche Zustimmung zur Gründung erreicht

und förderte das Ordensinstitut besonders.

Zur Berufung einer franziskanischen Schulschwester

gehörte von Anfang an, jede Arbeit im Streben

nach ständiger Gottverbundenheit zu verrichten

und bereit zu sein zum Dienst an der Kirche und

den Menschen in franziskanischer Einfachheit. So

war es eine große Freude, nach 175 Jahren wieder

mit dem Diözesanbischof zu feiern, in Dankbarkeit

und Respekt zurückzuschauen, engagiert in der

Gegenwart zu stehen und sich mit Vertrauen und

Hoffnung auf Zukunft zu orientieren. In seiner Predigt

beschrieb Bischof Wilhelm Krautwaschl kurz

den jetzigen Stand und Veränderungen in der Geschichte

der Kongregation.

Drei Wegmarken sollten die Zukunft prägen: der

franziskanische Geist, die Offenheit und Bereitschaft

für Neues und die Ausrichtung auf Gott allein.

Viele Tätigkeiten und Werke, welche wichtige

Elemente der Berufung ausmachten, wurden von

anderen übernommen. Was bleibt, ist authentisches

Leben der persönlichen Gottesbeziehung in

allem, was einem auch begegnet.

So könnten die Franziskanerinnen schon jetzt ihre

Werke nicht führen, wenn sie nicht Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter hätten, die den Geist der Gründung

im Hier und Heute verwirklichen und weitertragen.

Mit ihnen wurde schon am Vorabend zum Gründungstag

die Vesper gefeiert. Das Jubiläum sollte

die Schwestern in aller Einfachheit zur Vertiefung

ihrer Sendung führen, „sich klein und demütig in

der Hand Gottes zu wissen, damit ER durch uns

wirke“, wie es die Gründerin nannte. Dazu erteilte

Bischof Krautwaschl stellvertretend für jede einzelne

Schwester der Kongregation der Generaloberin

Sr. Petra in herzlicher Weise seinen Segen.

Die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule

in Eggenberg gestalteten aus ihrer Beschäftigung

mit Geschichte und Gegenwart der

Gemeinschaft eine Festschrift mit dem Titel: „Das

ist für uns auch ein gutes Gefühl“. Diese wurde bei

der Gelegenheit dem Herrn Bischof und den Anwesenden

überreicht. Hatte Fürstbischof Zängerle

noch das römische Dekret zur Installation des

Ordens verlesen, so dokumentierte Bischof Krautwaschl

am Ende die Feier mit seinem Smartphone.

Sr. Anna Rautar

Steckbrief:

• Franziskanerinnen von der Unbefleckten

Empfängnis (Name seit 1954 wegen

Ausbreitung auf andere Kontinente),

• Ordensinstitut päpstlichen Rechts

• gegründet 1843 als „Schulschwestern vom

Dritten Orden des heiligen Franziskus zu

Grätz“ in Graz

• über ein Ansuchen von Antonia Maria Lampel

und vier Gehilfinnen, vorgelegt 1841 bei Fürstbischof

Roman Sebastian Zängerle.

• Gründungsintention: aus Liebe zu Gott ganz

der Bildung u. Erziehung der weiblichen Jugend

sich widmen

• Erster Standort: Neuthorgasse 395, heute

Andreas Hofer Platz 9

• Ankauf der Liegenschaft in Algersdorf, heute

Eggenberg, durch die Gründerin 1846

• Bau des Mutterhauses in der Georgigasse 84,

1854 durch die 2. Oberin M. Agnes Pfund

• 1922 Übernahme von Missionsarbeit im pflegerischen

und schulischen Bereich in Brasilien

• 1923 Teilung der Kongregation in eine

österreichische und slowenische Provinz

• 1929 Errichtung der brasilianischen und 1965

der montenegrinischen Provinz

• Missionsarbeit wie in Brasilien ab 1938 in Südafrika,

ab 1974 an der Elfenbeinküste, ab 1990

in Albanien

• Tätigkeitsbereiche der Schwestern: Kindergarten

(früher Kinderbewahranstalt), Pflichtschule

und Erwachsenenbildung (Nähen, Kochen,

Lebenskunde, Handelskurs), Haushalt, Pfarre,

Krankenpflege, Hauskrankenpflege, Sozialarbeit,

Mesnerdienst, Verwaltung.

• Mitgliederhöchstzahl: 640 Schwestern

• Gegenwärtiger Stand: 303 Schwestern

• Struktur:

* 3 Provinzen (Einheiten mit mehr als 50

Schwestern): Österreich, Brasilien,

Montenegro

* 3 Vikariate (teilselbständige kleinere

Einheiten): Frankreich/Elfenbeinküste,

Slowenien, Südafrika

• Generaloberin: Sr. Petra Rosenberger

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seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

seit 1843

Franziskanerinnen

von der Unbefleckten Empfängnis

Grazer Schulschwestern

der Bildung verpflichtet

dem Menschen verpflichtet

Dankesfest der Kinder

Tatsächlich – 175 Jahre gibt es sie nun, die Grazer

Schulschwestern, wie sie landläufig genannt werden.

Die Franziskanerinnen von der Unbefleckten

Empfängnis – so die korrekte Bezeichnung – sind

dankbar für dieses Jubiläum, und noch mehr sind

es jene, die davon profitieren, dass es diesen Orden

gibt. Und das sind vor allem die pädagogischen

Einrichtungen.

So fanden sich am 2. Oktober in der Mutterhauskirche

in Graz-Eggenberg deren Vertreterinnen und

Vertreter ein, um im Beisein von mehr als vierzig

Schwestern „danke“ zu sagen.

Vom Kindergarten „Klara Fietz“ bis zu den höheren

Schulen waren alle da: die Kindergartenkinder in

Form einer Videobotschaft, in deren Verlauf sie mit

großer Inbrunst ein „Halleluja“-Lied erklingen ließen,

die Volksschule Eggenberg mit zwei Liedern

(„Immer noch unterwegs“ und „Der Segen Gottes

möge dich umarmen“), die Klara-Fietz-Volksschule

vom Kai sogar mit einem originellen Theaterstück,

das von den jungen Damen mit großem Können

und viel Empathie vorgespielt wurde.

Auch die Neue Mittelschule Eggenberg konnte mit

einem filmischen Beitrag nicht nur die Aufmerksamkeit

der Schwestern, sondern auch die der

anwesenden Gäste auf sich ziehen: ein Ball, der

wohl das Bewegende, das Fortführende und auch

das Spielerische eines Lebens symbolisieren woll-

Überreichung des gestalteten Tischtuchs

te, wurde von Vertreterinnen der einzelnen Schulschwestern-Institutionen

in immer neuen Sequenzen

zum Leitbild des Filmes.

Die HLA zeigte mit zwei Beiträgen ihre Dankbarkeit

den Schwestern gegenüber: zum einen wurde der

Sonnengesang mit neuen Texten und Bildern interpretiert,

zum anderen wurde der Konventsoberin,

Sr. Stefana, ein von den Schülerinnen und Schülern

selbst gestaltetes Tischtuch überreicht.

Texte und Gedankensplitter von Sr. Klara Fietz

wurden von Schülerinnen der HLW vorgetragen

und das ORG stellte sich mit selbst gestalteten

und sehr persönlich gehaltenen Texten in Form

von Dankeskarten ein. Vier Schüler der 7b-Klasse

übergaben jeder einzelnen Schwester eine Karte,

für die nicht persönlich anwesenden Schwestern

übernahm Sr. Stefana mehrere Billetts, um sie weiterzugeben.

Am Ende des Dankesfestes sagte Sr. Petra als Generaloberin

bewegend „danke“ für die vielfältigen

Formen des Dankes an die Schwesterngemeinschaft.

Ein Dank, meinte sie, fordere wieder einen

Dank. So komme das Danke immer wieder zurück.

Mit einem kulinarischen Gruß der HLA am Ausgang

der Kirche endete eine sehr bewegende, stimmungsvolle

und auch fröhliche Dankesfeier. Danke,

liebe Franziskanerinnen von der Unbefleckten

Empfängnis, dass es euch gibt!

Herbert M. Peklar

Theateraufführung und Dankeskarte

Das ist für uns auch ein gutes Gefühl

Schüler/innen der NMS haben anlässlich des 175-Jahr-Jubiläums ein Buch erstellt.

Das Schulpastoralteam unter der Leitung von Sr.

Maria Luttenberger machte sich bereits im Frühling

Gedanken, wie das für die Schwestern und die

Schule besondere Jubiläum gefeiert werden sollte.

Sr. Maria und ihrem Team war wichtig, dass es

nicht um die Vorbereitung einer einmaligen Festveranstaltung

gehen sollte, sondern vielmehr um

die intensive Begegnung der Schülerinnen und

Schüler mit den Franziskanerinnen, das Kennenlernen

der Lebensform und des Klosters. Sie sollten

erfahren, warum diese Schule gegründet wurde,

wer sie gegründet hat und dass der Geist des

heiligen Franziskus diesen Ort prägt und dies in

einem persönlichen Portfolio festhalten. Das Portfolio

„Meine Schule“ sollte eine Erinnerung für die

Kinder nach der Schulzeit werden. Als Gabe für

die Schwestern zum Jubiläum sollte ein Buch entstehen.

Zehn Schwestern besuchten Schulklassen und erzählten

ihre Berufungsgeschichte und von ihrem

Auftrag heute. Sr. Gertraud erklärte sich bereit, mit

jeder Klasse einzeln eine Führung durch die Kirche

und die Klausur zu machen. Die Freude der Kinder,

das Leben und die Berufungsgeschichte von

Schwestern kennenzulernen, einmal in die Klausur

gehen zu dürfen, war deutlich spürbar.

Die Kunsterzieherin Brigitte Griebichler verfolgte

den Auftrag, mit den Schülerinnen und Schülern

die Schönheiten in Kunst und Natur in und rund

ums Haus zu entdecken.

Im Zuge des Arbeitsprozesses zu den Portfolios

entstanden die im Buch abgebildeten Fotografien

und Zeichnungen von Schüler/innen. Es handelt

sich hierbei um Abbildungen von Orten und Quellen

der Kraft, Zeichen der Verbundenheit, sowie

Lieblingsplätzen der Schüler/innen, die ihnen im

Schulhaus, Kloster und Garten offen stehen.

Dass Fotografieren mehr ist, als nur ein lustiges

Selfie zu schießen oder das eigene Haustier abzubilden,

brachte einen spannenden Lernprozess

ins Rollen. Die visuelle Wahrnehmung zu schulen,

um das Motiv zu erkennen, die Bildumgebung zu

durchschauen und so zu „seinem“ Foto zu kommen,

war ein Ausgangspunkt, der Spaß an der

Arbeit war von Beginn an sichtbar. Jeder Winkel

in Haus und Garten wurde mit dem Handy nach

einem Motiv durchsucht. Die abgebildeten Schülerfotografien

wurden nicht nachbearbeitet.

Im grafischen Bereich stellten wir uns die Aufgabe,

christliche Symbole zu skizzieren und die Veränderung

der Ordenskleidung der Grazer Schulschwestern

im Laufe der Zeit zu dokumentieren. Eine

Grundlage dafür waren handgefertigte Puppen

aus dem Kloster. Das Wahrnehmen von Proportionen

und Details der Kleidung, diese zu verinnerlichen

und dann zu Papier zu bringen, erforderte

viel Konzentration und Durchhaltevormögen. Die

Freude und das Staunen über die eigenen Arbeitsergebnisse

und die der Mitschüler/innen war groß

und der Lohn für die Mühen.

Wir hoffen, dass durch dieses Projekt die Verbundenheit

zwischen Schule und Kloster gestärkt wurde.

Sr. Maria Luttenberger, Brigitte Griebichler, Dir.

Maria Gabriela Kopetzky

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Werke

Werke

Engel haben viele Gesichter

Schreibt man Friede mit Vogel-V?

Engel gibt es nicht nur auf Bildern oder in unserer

Fantasie. Es gibt sie auch in der realen Welt, nämlich

in unserer Schule. Sie haben zwar keine Flügel,

aber dafür man kann sie angreifen, mit ihnen

sprechen und spielen.

Einerseits hat jede Klasse eine geistliche Schwester

als Schutzengel. Diese begleitet die Kinder mit

ihrem Gebet. Es gibt auch immer wieder ein Treffen

der Kinder mit „ihrer“ Schwester. Diese Verbindung

zwischen Orden und Schule ist für uns alle

eine Bereicherung.

Auf der anderen Seite ist es bei uns an der Schule

seit Jahren üblich, dass die Kinder der dritten und

vierten Klassen Schutzengel für die Mädchen und

Buben in den ersten und zweiten Klassen sind. Wie

wichtig diese Beschützerrolle für die „Großen“ ist,

sieht man an der Begeisterung und Ernsthaftigkeit,

mit der die Kinder ihre Verantwortung wahrnehmen.

Besonders die Schulanfänger, die sich erst in

den Schulalltag einfinden und sich im und um das

Schulhaus orientieren müssen, genießen die Hilfe

und Begleitung ihrer Schutzengel. Es ist berührend

zu beobachten, mit welcher Freude manchmal

kleine Geschenke ausgetauscht und bunte Zeichnungen

verschenkt werden.

Den Namenstag des Hl. Franziskus nahmen die

Kinder der 3.c Klasse zum Anlass und spielten für

ihre Schützlinge einige Szenen aus dem Leben

dieses Heiligen. Besonders eindrucksvoll für die

Erstklässler war natürlich das Gespräch des Franziskus

mit dem Wolf von Gubbio.

Wir alle freuen uns auf weitere schöne, lustige und

spannende Begegnungen!

Anna Lackner

Die erste Schulstunde beginnt mit einem Gebet für

eine starke Klasse. „Eine starke Klasse grenzt nicht

aus. Eine starke Klasse kennt keine Vorurteile. Hilf

uns, eine starke Klasse zu sein“, sagen die Schüler/innen

der 2a Klasse in der Volksschule Sr. Klara

Fietz im Chor.

Heute wollen sie aber nicht nur eine starke Klasse

sein. „Wir wollen eine Wohlfühlklasse sein“, sagt

Dipl.-Päd. Eva Schwarz, Klassenlehrerin der 2a.

„Ich dachte, wir sind die Raketenklasse“, meldet

sich ein Schüler – mit Blick auf das Raketensymbol

auf der Tür. „Das sind wir auch. Aber man kann

mehr als eine Sache sein“, erklärt Frau Schwarz.

Was bedeutet wohlfühlen? Den Schüler/innen

fällt dazu einiges ein. In Dreierteams füllen sie ein

Wohlfühl-ABC in ihren Arbeitsbüchern aus. Von A

wie Ausborgen dürfen, über H wie Helfen, bis zu Z

wie Zeichnen überlegen sie, was ihnen im Umgang

in der Klasse wichtig ist.

In einer Gruppe kommt eine Diskussion auf. A:

„Ich weiß nicht, was ich bei I schreiben soll.“ B:

„Schreib Ideen, das hab‘ ich geschrieben“, und

zeigt auf das Wort Iden in seinem Buch. A: „Was ist

Iden?“ B klopft sich auf den Kopf: „Das da, im Kopf

sind Ideen“. A: „Aber da steht Iden, nicht Ideen!“.

Bei 28 Buchstaben, die es zu füllen gilt, werden

die Kinder schnell kreativ. Da steht dann Liebsein

unter Kein Streit. Friede, Freundlich sein, Freunde

– irgendetwas davon wird man wohl mit Vogel-V

schrieben? Ein Mitschüler hätte gern ein Ufo in der

Klasse. Aber auch die pragmatischen Dinge gehören

für die Schüler/innen zur Wohlfühlklasse: Aufgabe

machen. Regeln befolgen. Essen in der Jausenpause.

Leise sein. Mathematik. Danke sagen.

Zum Abschluss schreibt jeder auf ein Wohlfühlherz,

was ihm bzw. ihr persönlich wichtig ist. Wann

fühlst du dich wohl in unserer Klasse? „Ich fühle

mich wohl, wenn ich teile!“, meint David. „Ich fühle

mich wohl, wenn wir zusammen halten“, schreibt

Sarah.

Das gemeinsam gestaltete Plakat mit allen Wohlfühlherzen

wird die Klasse auch in Zukunft daran

erinnern, was sie tun wollen, damit sich jeder von

ihnen wohl fühlen kann.

Anna Felber

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Werke

Werke

Profil am Standort Eggenberg

Im Laufe des Jahres 2018 setzten sich die Schulen am Standort Graz-Eggenberg intensiv

mit der eigenen Haltung und pädagogischen Ausrichtung auseinander. Das Ergebnis

dieses Prozesses ist folgende Richtschnur:

Mission Statement

Als von franziskanischem Geist geprägte katholische

Schulen verstehen wir uns als „Zeichen und

Werkzeug … für die Einheit der ganzen Menschheit“

1) . Wir stellen uns der Verantwortung, das

friedliche Zusammenleben der Menschen zu fördern.

Die jungen Menschen in unseren Bildungseinrichtungen

zeigen Herkunftsvielfalt und bringen unterschiedliche

kulturelle Traditionen und Modelle von

Lebensentwürfen und Lebensgestaltung mit. Wir

bereiten sie darauf vor, eine plurale Gesellschaft

gemeinsam zu gestalten und sich darin mit ihrer

eigenen Position einzubringen.

Die Fähigkeit zum Dialog ist ein wichtiges Bildungs-

und Erziehungsziel. Diese setzt voraus:

• die Auskunftsfähigkeit über den eigenen

Standpunkt,

• eine „Haltung der Offenheit in der Wahrheit

und in der Liebe“ 2) , die sich durch Respekt

und Wertschätzung der je anderen Position

und der entsprechenden Lebensgestaltung

auszeichnet.

Wir legen großen Wert auf eine Kultur der Begegnung

und Gemeinschaft, die im täglichen

Miteinander, im Unterricht, in den schulischen

Veranstaltungen, sowie in der Fest- und Feierkultur

erfahrbar wird.

Die eigene Kultur, die christliche Lebensgestaltung

und konfessionell geprägte kirchliche

Formen des Feierns haben einen unverzichtbaren

Stellenwert.

„Die systematische Stärkung kommunikativer Kompetenzen,

die interkulturelle Bildung und die Förderung

der interkonfessionellen sowie interreligiösen

Dialogfähigkeit sollen an Katholischen Schulen viel

Raum haben und zu Schwerpunkten und Kennzeichen

ihres Profils ausgebaut werden. Damit ist

neben der Entwicklung und Erprobung geeigneter

unterricht-licher und außerunterrichtlicher Formen

und Konzepte auch die Notwendigkeit einer entsprechenden

Unterstützung und Befähigung im

Rahmen der profilspezifischen Lehrerfortbildung

verbunden…“ 3)

Am Standort werden 4 Schultypen geführt, die

einen durchlässigen Bildungsweg von der Volksschule

bis zur Matura ermöglichen:

• VS Volksschule mit Tagesheim

• NMS Neue Mittelschule mit Tagesheim

• ORG Oberstufenrealgymnasium

• HLFS Höhere Lehranstalt für

Landwirtschaft und Ernährung

1) II. Vat. Konzil, Lumen Gentium, 1

2) Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 250

3) Erziehung und Bildung im Geist der Frohen Botschaft. Sieben Thesen zum

Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen. Die deutschen Bischöfe Nr. 102

„Wir schöpfen die Grundsätze unserer

Erziehung aus dem [katholischen] Glauben“

(M. Franziska Lampel)

Wir stehen für

• Christliche Persönlichkeitsentfaltung und

ganzheitliche Lebenskompetenz

• Engagement und Leistung

• Gemeinschaft und Solidarität

• Sicherheit und Verbindlichkeit

In unseren Bildungseinrichtungen wollen wir Kinder

und junge Menschen beim Entdecken und Entfalten

ihrer Fähigkeiten und Begabungen unterstützen

und auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten.

Unsere Leitsätze sind Ausdruck unserer

gemeinsamen Identität

• Jesus Christus und seine Botschaft

ermutigen uns, nach dem Beispiel des

heiligen Franziskus für die religiöse

Dimension unseres Lebens offen zu sein

und eine vertrauensvolle Gottesbeziehung

aufzubauen.

• Die einzigartige Würde jedes Menschen

bewegt uns, die ganzheitliche Entfaltung der

Persönlichkeit und ihre Beziehungsfähigkeit

zu fördern.

• Die uns geschenkte Geschwisterlichkeit

fordert uns heraus, dass wir die Vielfalt

der Kulturen wertschätzen, einander auf

Augenhöhe begegnen, den Dialog und eine

faire Konfliktkultur einüben.

• Die Verantwortung für unsere Mit- und

Umwelt verlangt von uns, achtsam mit der

Schöpfung umzugehen, uns für Gerechtigkeit

und Frieden einzusetzen und solidarisch mit

den Benachteiligten zu leben.

• Das Bedürfnis des Menschen nach Sinn,

Orientierung, Sicherheit und kreativer

Freiheit motiviert uns, Räume zu schaffen,

wo grundlegende Fähigkeiten für ein

gelingendes Leben entwickelt werden

können.

Christliche Identität stärken –

zum Engagement befähigen

Umsetzungs- und

Konkretisierungsfelder

Kriterien der Aufnahme

Das Aufnahmegespräch soll dazu dienen, unsere

Leitsätze zu vermitteln und bewusst zu machen,

dass die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert

und erzogen werden, diese zu leben. Im Sinne der

interreligiösen Begegnung bitten wir um die Bereitschaft,

mit Respekt an religiösen Feiern teilzunehmen,

auch wenn diese nicht der eigenen Religion,

Konfession oder Weltanschauung entsprechen.

Dies gilt auch für katholische Schülerinnen und

Schüler. Wir wollen nach Möglichkeit an Feiern

anderer Religionen und Konfessionen teilnehmen

bzw. gemeinsame Feiern gestalten. Als katholische

Schule ist die Teilnahme am Religionsunterricht

der jeweiligen Religion und Konfession verpflichtend.

Schülerinnen und Schüler ohne religiöses Bekenntnis

besuchen den katholischen Religionsunterricht.

Neben dieser grundsätzlichen Offenheit für unsere

Leitlinien beinhaltet der Eintritt in unsere Schulen

rechtliche Aspekte wie Schulgeld, einen Schulvertrag

und die Verpflichtung zum Schulbesuch. Sie

stellen den rechtlichen Rahmen dar, ohne dessen

Akzeptanz ein Schulbesuch am Standort nicht

möglich ist.

Grundlage für die Aufnahme bildet ein Schulvertrag,

der für die Dauer der Ausbildung abgeschlossen

wird.

Unterricht

Begegnung und Gemeinschaft sind tragende Säulen

des Unterrichtsgeschehens. Wir bereiten unsere

Schülerinnen und Schüler auf eine Gesellschaft

mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen

vor. Diese Unterschiedlichkeit wollen

wir mehr als nur tolerieren, sondern als eine theologische

Dimension wahrnehmen und schätzen lernen.

Religion und Kultur nehmen daher in unserem

Unterricht einen wichtigen Platz ein.

Offenheit gegenüber und Begegnung mit anderen

Religionen und Kulturen ermöglichen uns, den ei-

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Werke

Werke

genen Standort klarer zu sehen, und unseren Lebenshorizont

zu erweitern und zu bereichern.

Konkret beinhaltet dies:

• einen achtsamen Umgang der Kulturen untereinander

in Theorie und in der Praxis.

• die Gestaltung des Unterrichts aus einem

ganzheitlichen pädagogischen Verständnis,

welches Persönlichkeitsbildung, Kommunikation,

Kooperation und gewaltfreie Konfliktlösungen

in den Vordergrund stellt und das Umfeld

der Schule einbezieht.

• den Austausch und die Zusammenarbeit aller

Religionslehrerinnen und Religionslehrer.

• die Thematisierung von Inhalten über andere

Religionen und Kulturen in allen Unterrichtsgegenständen.

• Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler ihr

kulturelles und religiöses Verständnis im Schulleben

einzubringen.

• Projekttage zu interreligiösen und interkulturellen

Themen.

• Exkursionen zur Förderung der Begegnung mit

anderen Kulturen und Religionen.

Schulveranstaltungen und schulbezogene

Veranstaltungen

Gemeinsame Aktivitäten, die den täglichen Unterricht

ergänzen und bereichern, sind wertvoll, um

ganzheitlich zu lernen und die Schul- und Klassengemeinschaft

zu stärken. Schulveranstaltungen

und schulbezogene Veranstaltungen wollen wir

auch für die Vertiefung der interreligiösen und interkulturellen

Begegnungen nützen.

Religiöse Feste und Feiern in der Schule

Interreligiöse und interkulturelle Bildung liegt uns

am Herzen. Dazu gehört auch Gestalten und Erleben

von Religion in Feiern und Riten. Die Schulen

an unserem Standort zu besuchen, bedeutet bereit

zu sein, an religiösen Feiern mit Offenheit und Respekt

teilzunehmen, auch dort, wo sie weniger bekannt

sind bzw. auch nicht der eigenen religiösen

Tradition entsprechen.

Haus- und Schulordnung

Unseren Leitvorstellungen folgend sind gegenseitiger

Respekt und höflicher Umgang miteinander

die zentralen Werte. Diese bilden sich in der

jeweils aktuellen Schul- und Hausordnung ab, die

für alle ausnahmslos gilt. Wir halten Konflikte für einen

selbstverständlichen Teil unseres Lebens und

wollen uns gemeinsam darin üben, diese im Sinne

der gewaltfreien Kommunikation zu lösen.

Lehrerfortbildung

Über die pädagogische und fachliche Fortbildung

hinaus bilden sich die Lehrerinnen und Lehrer an

unseren Schulen fort und erweitern ihre persönliche

religiöse Kompetenz sowie ihre Kompetenzen

im interreligiösen und interkulturellen Bereich. Sie

erarbeiten Wege, diese für den Unterricht und das

Schulleben zu nutzen.

Dieser Schwerpunkt wird ergänzt durch Fortbildungen

im Bereich der Schulorganisation und

Schulentwicklung.

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig.

Gemeinsam mit ihnen wird die persönliche

und schulische Entwicklung der Schülerinnen und

Schüler bestmöglich gefördert und unterstützt.

Wir erwarten von den Eltern, dass sie sich mit der

grundsätzlichen Ausrichtung der Schule identifizieren.

Verlässlichkeit und Vertrauen zwischen allen Schulpartnern

schaffen Sicherheit und die notwendige

Voraussetzung dafür, dass Bildung und Erziehung

gelingen kann.

Fußwallfahrt nach Assisi

Das Jubiläum war für uns in ORG und HLW der Anlass,

uns mit den SchülerInnen auf franziskanische

Spurensuche zu begeben.

Die berühmte Geschichte „Der Wolf von Gubbio“

war unseren SchülerInnen vertraut, überrascht waren

sie aber, als wir in unserem ersten Quartier im

Franziskanerkloster in Gubbio an den Ort kamen,

wo Franziskus nach dem Bruch mit seinem Vater

Zuflucht bei der befreundeten Familie Spadalonga

gefunden hatte. Das nahmen wir zum Anlass, über

Heimat, und Fragen wie: „Wo bin ich zuhause?“,

„Wem gebe ich Heimat?“, „Ist Gott für mich Heimat?“,

nachzudenken.

Die folgenden Tage hingegen waren vom Aufbrechen

und Unterwegssein geprägt, wir gingen Franziskus

gleichsam entgegen.

Nach einem – durch die ungewohnte Hitze herausfordernden

Weg – verbrachten wir den zweiten

Abend in der Einsiedelei „San Pietro in Vigneto“.

Wir feierten dort die Sonntagvorabendmesse gemeinsam

mit den Gastgebern der Einsiedelei.

Nach der Messfeier hatte sich die Stimmung gewandelt

– die anfängliche Reserviertheit der Gastgeber

SchülerInnen gegenüber wich einer freudigen

Begegnung mit einer Pilgergruppe.

Für die nächste Etappe entschieden sich die SchülerInnen,

bereits um 4.30 Uhr aufzustehen. Diese,

der zu erwartenden Hitze geschuldete Leistung,

wurde zu einem Erlebnis: Sonnenaufgang und das

Gehen der ersten Kilometer in Stille sind keine Alltäglichkeiten

und berührten alle.

Geprägt vom Ankommen war das Gehen am

nächsten Tag, das Ziel vor Augen ließ viele bereits

vergessen, dass sie doch manchmal an ihre

eigenen Grenzen gestoßen waren. Aber nicht nur

der Blick auf das Ziel, sondern vor allem das füreinander

Sorgen, berührende Gespräche und viel

Lachen ließen die Strapazen leichter erscheinen.

In Assisi konnten wir noch einen zusätzlichen Tag

genießen, wo durch die authentische Führung von

Br. Stefan Kitzmüller das Leben des Hl. Franziskus

für uns besonders verstehbar wurde. Eine Schülerin

brachte es auf den Punkt: „Jetzt geh ich schon

seit 12 Jahren hier bei den Schulschwestern in die

Schule und habe viel über Franziskus gelernt – hier

ist er für mich lebendig geworden.“

pace e bene

Helga Schreiber, Karl Haidacher

Fototagebuch und Film über die Fußwallfahrt:

schulschwestern.at/org/aktuelles

oder über die QR-Codes:

Fototagebuch

Video

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Werke

Werke

Volkskulturfestival in Chelyabinsk, Ural

Eine Einladung der Steiermark aus Russland führte

eine fünfköpfige Delegation des 4. Jahrganges

der HLA der Schulschwestern Graz-Eggenberg

in Begleitung von Dipl.Päd. in Ing. in Annemarie

Schweiger vom 20. bis 25. Juni in den Südural zu

einem Volkskulturfestival. Russische Volksgruppen

wie die Tataren, Kosaken, Baschkiren und andere

Gruppen präsentierten in ihrer ausdrucksstarken

und herzlichen Art ihre kulturellen Traditionen. In

diesem Rahmen durften wir die Steirische Volkskultur

nach Russland bringen. Mit dabei waren

die Volkstanzgruppe „Almrausch“ aus Semriach,

die Schuhplattler aus Semriach und die Eisbacher

Musi. Hirschhornschnitzer Ernst Diethart und der

Haussegenschnitzer Franz Burgstaller präsentierten

Steirisches Kunsthandwerk. Unser Beitrag war

die Steirische Kulinarik.

Die Reise begann am Mittwoch, 20. 6. um 18:30

Uhr. Mit einem Bustransfer ab Friesach ging es

zum Flughafen Schwechat. Um 0:30 Uhr Start mit

der Fluglinie Aeroflot nach Moskau und von dort

weiter um 06:55 Uhr nach Chelyabinsk. Ankunft

11:20 Uhr. Chelyabinsk ist eine russische Region

mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Die Zeitverschiebung

beträgt 3 Stunden.

Nach dem Mittagessen im Hotel Malachit begann

für uns die Vorbereitung für die kulinarischen Kostproben.

Es wurde uns ermöglicht, in der Hotelküche

etwa 60 kg Steirisches Körndlbrot vorzubereiten.

Auch je 10 kg Liptauer und Kürbiskernaufstrich

wurden aus organisatorischen Gründen bereits

in der Großküche zubereitet, während der Rest

der Steirischen Delegation eine Ausstellung besuchte.

Der intensive Arbeitseinsatz der Schülerinnen

am Nachmittag wurde mit einem gemütlichen

Abend abgerundet.

Das Programm am 22. 6. begann mit einer Stadtführung

in Chelyabinsk: Russisch-orthodoxe

Dreifaltigkeitskirche, Gründungshistorie der

Stadt durch die Volksgruppe der Baschkiren. Die

Stadtrundfahrt führte uns auch über die Grenze

nach Sibirien.

Am Nachmittag wurden Häppchen mit Kürbiskernaufstrich,

Liptauer, Verhackert und Steirischen

Hauswürsteln vorbereitet, die nach dem

Konzert unserer Volkstänzer und Volksmusiker

den 200 Besuchern angeboten wurden. Um

22:00 Uhr gab es Abendessen im Hotel.

Am 23. 6. war um 7:30 Uhr Abfahrt in Richtung

Festivalgelände. Während der 2,5-stündigen

Fahrt bekamen wir einen guten Eindruck über

Landschaft und Dörfer der Region.

Um 10:30 Uhr begannen wir mit dem Einrichten

unseres Standes für die Kochshow: Häppchen

mit Aufstrichen, Kernöl-Eierspeis und Kaiserschmarren

mit Preiselbeeren. Leider waren die

bestellten Lebensmittel nicht vor Ort, weil der Lastwagen

von der Polizei nicht durchgelassen wurde.

Trotzdem ist es dem Organisatorenteam gelungen,

die benötigten Zutaten aufzutreiben.

Geschätzte 25000 Besucher befanden sich während

der Eröffnungszeremonie auf dem Festivalgelände.

Um 12:45 Uhr trafen sich der Kulturminister,

der Tourismuschef der Region, der Bürgermeister

in Begleitung mehrerer Kamerateams zum Mittagessen

an unserem Österreichpavillon.

Die Kochshow endete um 14:30 Uhr. Danach gab

es die Möglichkeit für unsere Schülerinnen, sich

die Darbietungen der Russischen Volksgruppen

anzusehen. Ein festliches Abendessen mit Empfang

durch den Bürgermeister der Stadt Balt war

ein sehr würdiger Abschluss des Tages. Eine Führung

ins Museum über die Goldminen in der Stadt

wurde noch spontan organisiert.

Weiterfahrt und Übernachtung in Troizk.

Der 24. 6. begann mit einer eindrucksreichen

Stadtführung in Troizk, eine der schönsten Kleinstädte

Russlands: Führung durch das Kulturmuseum.

Chelyabinsk und Troizk lagen ursprünglich

an der Seidenstraße, der Teehandel blühte. Troizk

liegt 10 km nördlich der kasachstanischen Grenze.

Die Grenze durften wir ohne Visum leider nicht

übertreten.

Weiterer Reiseverlauf:

• Mittagessen im Hotel in Troizk.

• Vorbereitungen für kulinarische Kostproben

nach dem Konzert wie am 23. 6.

• Auch im Kulturzentrum Troizk gab es wieder einen

unglaublich herzlichen Empfang durch die

örtlichen Sing- und Tanzgruppen.

• Konzert mit Kulinarik

• Rückfahrt nach Chelyabinsk und Nächtigung.

• 25. 6. Abfahrt zum Flughafen Chelyabinsk um

9:30 Uhr.

• Ankunft in Wien um 18:15 Uhr, Ankunft in Friesach

um 21:30 Uhr.

Die Menschen in Russland nahmen uns sehr herzlich

auf und standen uns und unserer Kultur sehr

offen gegenüber. Unsere Spezialitäten aus Österreich

kamen bei der russischen Bevölkerung sehr

gut an. Die Häppchen, Kernöleierspeis und Kaiserschmarren

wurden uns sprichwörtlich aus der

Hand gerissen.

Die weite, ebene Landschaft ist geprägt von vielen

unbewirtschafteten Flächen und Wäldern. Die

typischen Häuser aus Holz oder Stein sind architektonisch

sehr schön, aber sehr renovierungsbedürftig.

Es war eine sehr interessante und lehrreiche Reise,

auf der wir sehr viele Erfahrungen sammeln konnten.

Wir hatten auch sehr viel Spaß und sind sehr

froh, dass wir die Möglichkeit hatten, mitzufahren.

Lisa-Marie Deutsch, Maria Schlögl, Magdalen

Rapp, Stefanie Weber, Eva Wöls, Annemarie

Schweiger

Brot backen in Chelyabinsk mit Dolmetscherin

Dreifaltigkeitskirche mit Kloster in Troizk

Steirische Botschafterinnen beim Bozhovsky-Festival

Steirische Aufstriche beim Festival

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Franziskanisch

Werke

Erstinformation zur Franziskanischen Vernetzung

VFB – Verein Franziskanischer Bildungseinrichtungen

HLA beim

Diözesanjubiläum

Die Vernetzung der Franziskanischen Bildungseinrichtungen

Österreichs ist schon länger ein Thema.

Seit Herbst 2017 überlegen die General- und Provinzoberinnen

der fünf Schulvereine in monatlichen

Treffen, wie das Konzept der Zusammenarbeit am

besten aussehen kann.

Die beteiligten Ordensgemeinschaften sind:

• die Franziskanerinnen von Amstetten

• die Franziskanerinnen von der Unbefleckten

Empfängnis/Grazer Schulschwestern

• die Franziskanerinnen von Vöcklabruck

• die Kreuzschwestern der Provinz Europa Mitte

• die Schulschwestern des Hl. Franziskus Wien.

Nun sind wir übereingekommen, die Vielfalt unserer

pädagogischen Einrichtungen und Standorte

zusammen zu fassen. Und zwar in einem Verein

mit dem Namen Verein Franziskanischer Bildungseinrichtungen,

kurz VFB. Auf diese Weise können

wir langfristig die franziskanische Prägung und

die wirtschaftliche Zukunft unserer Bildungseinrichtungen

sicherstellen. Dabei ist es uns wichtig,

die Vielfalt der Standorte beizubehalten und auch

zukünftig ihre Eigenständigkeit zu stärken. Diese

Grundsatzentscheidung soll bis zum Schuljahr

2019/2020 konkretisiert werden.

Im VFB sollen 28 Standorte, 83 Bildungseinrichtungen,

10.662 Kinder und SchülerInnen, 1.658 Mitar-

beitende – davon 447 direkt vom Erhalter besoldet

– zusammenwirken.

In der Zeit der Planung und Konzeption haben

wir eine Verbundenheit entdeckt, die uns sicher

macht. Uns verbinden…

• Unsere Gründungsgeschichten

• Unsere Franziskanische Prägung

• Unsere Sicht- und Lebensweisen, die wir im

nachfolgenden Leitsatz und in vier Schlüsselbereichen

festgehalten haben:

„In unseren Bildungseinrichtungen wollen wir

Kinder und junge Menschen beim Entdecken

und Entfalten ihrer Fähigkeiten und Begabungen

unterstützen und auf ihrem Lebens- und

Glaubensweg begleiten.“

Natürlich unterscheidet uns auch einiges, wie die

unterschiedliche Zahl an Schwestern, MitarbeiterInnen,

Kindern und Jugendlichen, die uns anvertraut

sind. In jedem Bundesland gibt es andere

Rahmenbedingungen hinsichtlich Förderungen,

Schulgeld- und Preisgestaltung. Auch die Unterschiede

der Bildungseinrichtungen und Schultypen,

der Zustand von Gebäuden und deren

Nutzung bzw. Renovierungsbedarf und der Traditionen

bzw. Gebräuche sind gegeben.

Dir. Winter hat unsere Schule bei der Feier des

Diözesanjubiläums in der Grazer Innenstadt

(24. Juni 2018) mit vier SchülerInnen des 1.

Jahrgangs vorgestellt und unser Anliegen als

franziskanische Schule anhand zweier Projekte

formuliert: Franziskus als Vorbild für nachhaltigen

und respektvollen Umgang mit der Natur

und den Nahrungsmitteln. Dass einerseits übrig

gebliebenes Brot als wertvolles Lebensmittel

nicht im Müll landen soll, war grundlegender

Gedanke für die Kreation von verschiedenen

Brotrezepten. Daraus entstand das HLA Kochbuch

„Bis zum letzten Brösel...“. Zum anderen

haben unsere SchülerInnen Fruchtleder

aus heimischem Obst in verschiedensten Geschmacksrichtungen

kreiert. Dieses ist ein Beispiel

für eine gesunde, vitaminreiche und regionale

Leckerei, die durch seine Haltbarkeit und

den fruchtigen Geschmack besticht. Beide Produkte,

unsere duftenden Schoko-Brot-Cookies

sowie das geschmackvolle Fruchtleder , wurden

vom Publikum begeistert verkostet. Großer

Dank geht an die beteiligten Lehrpersonen und

vor allem an die Schüler/innen des 1. Jahrgangs

für ihre Arbeit!

Birgit Ulrich

Für die derzeitige sehr intensive Phase des Gründungsprozesses

des VFB wurden von den Auftraggeberinnen

drei Projektgruppen eingerichtet.

Bis Ende des Kalenderjahres 2018 sollen die

Ergebnisse der Projektgruppen

• Struktur und Statuten

• Finanzen

• KommSpiri

zur Entscheidung über die konkrete Gestaltung

des Vereins vorgelegt werden.

Sr. Sonja Dolesch

22

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Werke

Werke

Lehrertag von ORG & HLW

– zu Gast bei den Elisabethinen

Eintritte

Kindergarten Sr. Klara Fietz

Verein / Verwaltung

Der Besuch im Ordenskrankenhaus der Elisabethinen

am 15. September 2018 stand unter dem

Fokus des jeweiligen franziskanischen Profils

Für uns war es Freude und Auszeichnung, dass

die Lehrer/innen des ORG und der HLW der Grazer

Schulschwestern unser Haus für ihren diesjährigen

Fortbildungstag am 15. September ausgewählt

haben. Ausgangspunkt dafür ist der gemeinsame

franziskanische Ursprung und die Reflexion über

Chancen und Herausforderungen dafür in einer

zunehmend heterogenen Gesellschaft.

Anna Felber, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit

sowohl bei den Elisabethinen als auch bei den

Franziskanerinnen v.d.U.E., führte die 32 Lehrer/

innen gewohnt einladend und kompetent durch

das Haus. Sie erschloss dabei besondere Charakteristika

unseres Ordensspitals wie die Gründungsgeschichte,

die Krankenhauskapelle, den

Eingangsbereich mit der Darstellung der heiligen

Elisabeth und den Garten für die Patient/innen mit

der Lourdes-Kapelle.

Nach einer kurzen Stärkung bei Kaffee und Gebäck

habe ich in einem Impulsvortrag über die Wirkfelder

der Elisabethinen gesprochen und sieben Thesen

benannt, die aus meiner Sicht franziskanische

Elemente in unserer (Bildungs-)Tätigkeit sind:

1. Wetterfestes Leben an den Grenzen

2. Feldlazarett statt Biedermeier

3. Innovativ aus Tradition

4. Beharrlicher Realismus in Freude

5. Bereichernde Vielfalt als Grundelement

6. Start Up der regionalen Lebenswelt

7. Haltung des Respekts und des Lernens

Anschließend diskutierten die Lehrer/innen in kleineren

Gruppen über Inhalt und Relevanz dieser

Überlegungen für Alltag und Ausrichtung in ihrer

franziskanischen Schule. Herzlich möchte ich Frau

Mag. Helga Schreiber für die Initiative zu dieser

Begegnung danken, die das gute Zusammenwirken

von Elisabethinen und Schulschwestern einmal

mehr unterstrichen hat, sowie Anna Felber und

unseren Gästen für das engagierte Mitwirken daran.

Peter Rosegger, Leiter des Wirkfelds lernen & leben

bei den Elisabethinen Graz

Sophie Laister

Volksschule Sr. Klara Fietz / Tagesheim

Susanne Gornicec

Anna Cherici

Christina Prem, BEd

Volksschule Eggenberg

Cornelia Stracke

NMS

Daniel Schatz, BEd

Nicole Sudi, BSc MSc BEd

ORG

Pfr. Mag. Friedrich Eckhardt

ORG / Unterrichtspraktikum

Mag. Christina Deutschl

Mag. (FH) Elisabeth Sturm

Mag. Melanie Pint

Verein

Foto: Elisabethinen

Fotos: privat

Kristijan Vucic

Mag. Nina Steiner

Mag. Klara Breitegger

HLA

Herzlich Willkommen!

Mag. Birgit Halmdienst-Zelinka, BEd

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Grüß Gott in der

Mutterhauskirche

Montag 6.30 Uhr Laudes

17.45 Uhr Vesper, Hl. Messe

Dienstag 6.30 Uhr Laudes

17.45 Uhr Vesper, Hl. Messe

Mittwoch 18.00 Uhr Hl. Messe

Donnerstag 6.30 Uhr Laudes

17.45 Uhr Vesper, Hl. Messe

Freitag 6.00 Uhr Laudes, Hl. Messe

18.00 Uhr Vesper

Samstag 6.45 Uhr Laudes, Hl. Messe

17.30 Uhr Vesper

Sonntag 7.40 Uhr Laudes, Hl. Messe

17.30 Uhr Vesper

Grüß Gott in der

Dreifaltigkeitskirche

Dienstag 18.00 Uhr Vesper

18.15 Uhr Hl. Messe

Mittwoch 18.00 Uhr Vesper

18.15 Uhr Hl. Messe

Donnerstag 17.30 Uhr Rosenkranz

18.00 Uhr Vesper

Freitag 12.00 Uhr MITTAGSHALT

17.00 Uhr Anbetung

18.00 Uhr Vesper

Samstag 12.00 Uhr MITTAGSHALT

17.00 Uhr Anbetung

18.00 Uhr Vesper

Sonntag 17.30 Uhr Vesper

Exerzitien im Alltag in der Adventszeit

Einführungsabend: Montag, 19. November 2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

Weitere Abende: 26.11; 3.12.; 10.12.; 17.12.; jeweils Montag von 19.00 bis 20.30 Uhr

Details: www.franziskanerinnen-graz.at

Impressum:

Herausgeber: Verein für Bildung und Erziehung der Grazer Schulschwestern

Redaktion: Sr. Sonja Dolesch, Anna Felber, Sr. Vera Ronai, Mag. Helga Schreiber

Layout & Satz: Anna Felber

Bildnachweis: sofern nicht anders angegeben:

Verein für Bildung und Erziehung der Grazer Schulschwestern

Druck: Medienfabrik Graz

Kontakt: kommunikation@franziskanerinnen-graz.at bzw. 0676 88 7063 888

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