s'Magazin usm Ländle, 17. Februar 2019

vorarlbergkrone

FASNAT PORTRÄT AUSTRIANER

Fasching ist nicht immer nur

lustig,esbrauchtauchjedeMenge

Organisationstalent!

Ob auf dem Prinzenthron oder

im Schlaraffia-Land:Joe Pirker

macht stets eine gute Figur

Er widmete derAustria Lustenau

seine Profikarriere, nun schaut

er wehmütig zurück: Harry Dürr

s’MagaSONNTAG,17.FEBRUAR2019

Foto:felicitasmaternfeelimage

HARRY LUCAS

TOTAL

MENTAL

Vorsichtvordiesem Mann!

Der Mentalistdurchschaut

uns alle!


OOOH!

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17. FEBRUAR 2019 |INHALT

Fotos:MauriceShourot,GerhardScopoli,MathisFotografie,GEPApictures/OliverLerch,DanielaLais

6

EinPräsidentfüralle:

Fasnatzunft,ganzoffiziell!

4

Ore,Ore!

Vorarlbergstehtkopf

18

DieKampfmaschine:

Austria-IkoneHarryDürr

13

HeyJoe!

DerLokalmatador

17

DerCremige:

KartoffelsalatmitAvocado

4 DIENARRENSINDLOS

EinCrashkursinSachenFasching

6 FASCHING,FASCHING!

Esistnichtimmeralleslustig–

dasweißMichèlStocklasa

ambesten!

9 SCHNEIDERSBRILLE

RobertSchneiderüber

diegroßeAnteilnahme

10 GENIALMENTAL

HarryLucas–vordiesemMann

kannmansichnichtverstecken

12 GSIBERGERZ’WIAN

CarolaPurtschertrifft

EntrepreneurundDJMaxOrtner

13 PORTRÄT

JoePirker:DerHexenmeister

14 HISTORISCHESBILD

Klostertalvor1935

15 MUNDART

Ländle-ABCmitStefan

Vögel,heute:„lebig“

16 EVENTS

WasSiedieseWocheauf

keinenFallverpassensollten!

17 KULINARIK

KartoffelsalatmitAvocado!

18 WASWURDEAUS...

...HarryDürr?

s’Magazin 3


FASCHING

Die Narren

sind los!

WermitoffenenAugenundOhrendurch

dieStraßengeht,hatesbestimmtschon

mitbekommen–derFasching,respektive

dieFasnacht,istinVorarlbergbereits

vollimGange.HöchsteZeitalso,sichdie

nötigenGrundkenntnisseanzueignen!

EinCrashkursinSachenFasching:

Woher der Irrsinn

eigentlich kommt

DerVorarlbergerFaschingistgewisser-

maßeneine„Unterart“derSchwäbisch-

AlemannischenFasnacht,ergänztumdiverseBräucheausdemRheinlandund

derSchweiz.DaswildeTreibenhatbei

unseinelangeTraditionundgehtzumindestaufdas14.Jahrhundertzurück.UrsprünglichwarderFaschingaufdieWochenvorderFastenzeitbeschränkt–das

WortFaschingleitetsichjanichtumsonstvon„Fastentrunk“ab.Den11.11

alsFaschingsbeginnhabendieRheinländerinsLebengerufen–nachdemZweitenWeltkrieghatsichdiesesDatum

auchbeiunseingebürgert,sowieübrigensauchderRosenmontag.Ebenfalls

importiertwurdedieTraditionder„Guggamusik“,dieursprünglichausder

Schweizkommt.Übrigens:Heueristder

Faschingganzbesonderslang,erdauert

satte115Tage!

Fotos:stock.adobe.com,lisamathis.at,GerhardScopoli,HofmeisterBernd

4

s’Magazin


FASCHING

Wasman unbedingt

gesehen haben muss

AmkommendenWochenende(24.Februar)

gibt’sfüralleNarrenanFeldkirchkeinVorbeikommen.DerdortigeFaschingsumzugzähltzuden

größtenundstimmungsvollsteninÖsterreich,alljährlichpilgerndafürrund20.000Besucherindie

Montfortstadt.SehenswerteUmzügegibt’sauch

inHard(24.2.),Dornbirn(3.3.)undBregenz(3.

3.).Generellgilt:SokleinkanneinOrtbeiunsgar

nichtsein,alsdassesnichteinenanständigenUmzuggäbe!SpätestensamFaschingsdienstaggibt’s

dannauchfürFaschingsmuffelkeinEntkommen

mehr:AndieseminoffiziellenFeiertagistesguter

Brauch,spätestenszuMittagdieArbeitfallenzu

lassenundsichgemeinsammitdenKollegenins

Getümmelzustürzen.Ore,Ore!

Die schönsten

Faschingsbräuche

DerKlassikerdesVorarlbergerFaschingsistzweifellosder„gumpige

Donnerstag“(von„gumpa“–auf-und

abhüpfen).Esistdokumentiert,dassbereitsimJahre1334RankweilerNarrenan

diesemTageeinengewissenCornicularius„zuGrabegetragen“haben.Untrennbarmitdem„gumpigenDonnerstag“

istdasBratenstehlenverbunden.Dieser

Brauchdürftesichim17.Jahrhundert

durchgesetzthabenundbeschränkte

sichursprünglichdarauf,dassNarren

einenBratenausderKlosterküchestehlendurften.DasBratenstehlenistfürden

VorarlbergerFaschinginsofernexemplarisch,alsdassesauchfürdasAufbegehrengegendieObrigkeitsteht.Gleiches

giltfürdieAbsetzungdesLandeshauptmannsamFaschingsdienstag.

s’Magazin 5


NARRETEI

6

s’Magazin


NARRETEI

Was begeistert Sie immer

noch, Herr Stocklasa?

INTER

VIEW

FürmancheistesdieschönsteZeitimJahrundfürandereeinGrund,sichmitOropaxinden

eigenenvierWändenzuverbarrikadieren.Ja,diefünfteJahreszeitscheidetdieGeister,aber

bewegtauchdieMassen.FürdenBucherMichèlStocklasaistdieNarreteieinwichtiger

BestandteilseinesLebens.Der„Krone“hatervonderFaszinationFasnaterzählt!

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Zum Verband der VorarlbergerFasnatzünfte

gehören159Organisationen

undüber 6000

Mitglieder. Michèl

Stocklasa ist deren Präsidentmit

Narrenkappe und Verantwortung.

Seine Devise lautet: „Zwischen

Eventmanagement und Brauchtumspflege.“

Wir treffen ihn im

ProbelokaldesFanfarenzugsHohenems.InderNibelungenstadtfand

diesesJahrauchderLandesnarrentagstatt,unddieBedingungendafür

warenmehrschlechtalsrecht.Der

StimmungtatdasaberkeinenAbbruch.

SindNarrenalsowetterfest?

Beim Landesnarrentag, unserem

kameradschaftlichenTreffenausallen

Regionendes Landes, wissen

wiralle,wiedasWetterwar.Nicht

gut!DerUmzughattrotzdemstattgefunden,

unddie Stimmung war

super,allewarendabei!Wasmich

noch mehrbeeindruckt hat,war,

dassbeidieserschlechtenWitterung

trotzdemHunderteLeuteamStraßenrandgestandensind.Dawürde

man meinen, es kommt kein

Mensch! Man siehtaber:Fasnat

bewegt.

Wie sind Sie VVF-Präsident geworden?

AlsKindistmansowiesobegeistertvondembuntenundschrillen

Treiben. Im Teenageralterhaben

wirmitAlberschwendefusioniert,

undeshatsicheineWagengruppe

gefunden.Ab1998sindwirdann

mit verschiedenen Themen auf

Umzügenunterwegsgewesen.AlleineinBuchhättenwiresnicht

hinbekommen.DaswarderEinstieg.Umzumanderenbinichbei

den Bucher Faschingsnarren

Schriftführergewesen undanschließendZunftmeister.Wirhaben

unsere Umzüge veranstaltet,

humorigeAbsetzungen, beiwelchenichimmerwiederalsSchauspielermitwirkendurfte,undman

hat dieLeute im Bezirk gut gekannt.2010binichaufeinmalBezirksobmanngewesen.InderNarreteinenntmandasdenLandeselferrat.Undkurzdaraufkamauch

schondieAnfrage,obichesmir

vorstellen könnte, Landesverbandspräsidentzuwerden.Imers-

tenMomentwareseinSchock.Ich

habemichaberschnellergefangen

alsmeineFrau.(lacht)

Das ist auch eine sehr verantwortungsvolle

Aufgabe. Wie sind Sie in

diesehineingewachsen?

Früher,alsJunger,istderReizein

anderer. Man hat Spaß an der

Volksmenge,denDamen,dieman

kennenlernt, und man ist nächtelangunterwegs.KeineFrage!Später

–undichhabesehrfrühbegonnen,

indenVereinenVerantwortungzu

übernehmen–bekommtdieNarreteieinanderesGesicht.Manwächst

mitderRolle,dasheißt,derFokus

lagnundarauf,Veranstaltungenzu

organisieren,siegutüberdieBühne

zubringenundeinguterGastgeber

zusein.Mirhatdasimmergefallen,

dassineinerkleinenGemeindewie

BuchhunderteLeuteamStraßenrandstehenundfeiern.DieLeute

haben eine Gaudiund schlüpfen

vielleichteinmalineineandereRolle.UndnachJahrenalsLandesverbandspräsident

bekommt die Fasnatnoch

ein weiteres Spektrum.

DennwirhabeninVorarlberg

einenunglaublichfacettenrei-


s’Magazin 7


NARRETEI

FORTSETZUNG

chenFasching.Ichtrauemichzusagen:WirsindnärrischeinUnikum!

WirhabendiealemannischeFasnat,

diekennenwir,dagehörtauchder

Funken dazu.Und wir habendie

rheinischenEinflüssemitdenPrinzenpaarenundGarden.

Wie viel Zeit investieren richtige Narrenindie5.Jahreszeit?

FürmichisteseineGanzjahresaufgabe,aberfürVereineoderMusikzüge

gibt es schon eine Sommerpause.

DerzeithabenwirdiePhasedervielenVeranstaltungenundderÖffentlichkeit,womanzelebriert,brilliert

und Neueszeigt. UndamAschermittwoch

ist es nicht vorbei, dann

geht es erstrichtig los. Die harte

Arbeit hinterdieserorganisierten

Heiterkeitfängterstan.ImVerband

gibtesaufverschiedenenEbenenSitzungen,

man lotetDingeaus, die

nicht so funktionierthaben wie erwartetetc.WirgebenaufLandesebeneeineeigeneNarrenzeitschriftheraus,wirorganisierenKurse,koordinieren

Termine, Ehrungen, kümmernunsumrechtlicheThemenstellungen–dakommteinegroßeFülle

zusammen.AuchdieVereinemüssen

mit dieserHerausforderung umgehen,

denn dienächste Fasnacht

kommtbestimmt.UnddasRennen

istJahrfürJahraufsNeueeröffnet.

EsgehtumneueKostüme,Instandhaltungen,neueLiederfürMusikzüge,esbrauchteinebetriebswirtschaftlicheRechnung,

denn von HosenknöpfenalleinelebtkeinVerein.Und

natürlichgehtesdarum,dieMitgliederbeiLaunezuhalten.ImGrunde

sind solche Vereine nicht nur

Brauchtumspfleger, sondern auch

fundamentaleSäulenindenGemeinden,diesichauchinanderenBereichenengagieren.Ichwillesnichterleben,dasseinTeileinfachsowegbricht.Undwieheißtessoschön?

HumoristdiebesteMedizin!

STECK

BRIEF

geboren1981,wohntinBuch,seit

2012PräsidentdesVerbandsder

VorarlbergerFasnatzünfte,arbeitet

inderPersonalvermittlung,engagiertsichinzahlreichenVereinen

ehrenamtlichundistVizebürgermeisterinseinerHeimatgemeinde,

verheiratet,eineTochter.

·········································································································································

WiehatsichdieNarreteiüberdieJahre

entwickelt?

KeineFrage,esistkompliziertergeworden.Vor20Jahrenhatkeineran

Umweltschutz, RegistrierkassapflichtoderaneinenSecuritydienst

vordemGemeindesaalgedacht.Das

undnochvielmehrkommtheuteallesdazu.UnddieNarrenversuchen,

sichindiesemKonstruktzubewegen.

EsisthiersowieinanderenBereichen:Solangenichtspassiert,istallesinOrdnung.WiralsLandesverbandhabenaberauchdieAufgabe,

fürunseremehrals6000Mitglieder

Rechtssicherheit zu schaffen.Wir

sind natürlich keine Behördeund

könnennichtsgarantieren,aberwir

versuchen,mitverschiedenenWerkzeugen

wie Merkblättern unseren

Vereinenzusagen,wosieaufpassen

müssen–inAnlehnungandieGesetzeslagesozusagen.WirgebenEmpfehlungen,

damit alles im Rahmen

bleibt.

Wieso, glaubenSie,ist gerade der FaschinginVorarlbergsobeliebt?

DashängtsichermitderEigenheit

des Vorarlbergerszusammen.Wir

habenunsniegernevondenObrigkeiteninWienodersonstwoetwas

sagenlassen unddennoch unseren

Weg gefunden und nach Höherem

gestrebt. Daspasst sichergut zur

Narretei.Denn dasSelbstbild des

Narrenhatjavieldamitzutun,dass

erdenOberen,werdasauchimmer

seinsollte,denSpiegelvorhält.Dafür

hattendieAdeligenimMittelalterja

ihrenHofnarrendabei.Dasziehtsich

heute weiter, wenninBüttenreden

PolitikermitNiveaudurchdenKakaogezogenwerden.

Gibt esauch so was wie Konkurrenz

unterdenGruppen?

DasStreben nach mehrsehen wir

überall.IchselbsterlebedieNarretei

abereheralseinMiteinander,dasfür

KirchturmdenkenwenigPlatzlässt.

ManchmalistderBlickaufdenanderennochda,

der dasselbe Segment

bedient.Aberdasistlegitim,undich

binfroh,dassesnichtmehrsointensivistwievorvielenJahren,alsman

sichförmlichbewertethat.InSumme

überwiegtderZusammenhalt.

Siebesuchen in der 5. Jahreszeit rund

35Veranstaltungen,manchmalmehre-

8

s’Magazin


NARRETEI

RO

DiegroßeAnteilnahme

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

DerKrapfenschmecktMichèlStocklasa

sehr!Die5.Jahreszeitdauertjanochein

Weilchen,undderPräsidentdes

VerbandsderVorarlbergerFasnatzünfte

freutsichjedesJahraufsNeuedarauf!

·························································································

re an einem Tag–was begeistert Sie

immernochanderFasnat?

Esgehtnichtnurdarum,einmaldie

Sauherauszulassen. Natürlich darf

manmaleinenVogelhabenoderetwasausleben,demanandererStelle

schonlängstmitVerbotenderRiegel

vorgeschobenwürde.Sogesehen

kommtderNarreteisichereingroßer

Reizzu.IchkennenichtsVergleichbares.FaschingwirdinBerggemeindenundvondenMasseninStädten

gleichermaßengefeiert.Unddasvon

JungbisAlt–vomvierjährigenGardemädchenbiszum80-jährigenFunkenbauer–allesindlivedabei.Und

den Prinzenpaarenjubelt das Volk

amStraßenrandzu,alslebemanin

einemKönigreich.DaisteineMystik

undeineDynamikdahinter.Undfür

michisteseineEhre,vielleichtein

bisschenBestimmung,diesesAmtinnezuhaben.FrüherhatmichdieNarrenkappeetwasmehrgedrückt,weil

eseinegroßeVerantwortungist,aber

manlerntüberdieJahredieNarren

undihreBedürfnissebesserkennen.

WirsindeinegroßeFamilie,dievieleszuleistenimstandeist.

SandraNemetschke

Fotos:MauriceShourot

DerFalldesermordetenLeitersderSozialabteilung

derBH-DornbirnerfülltauftragischeWeisealleKlischeesderFremdenfeindlichkeit.Ichhabsdochimmer

gesagt:DieAusländer!DagehteinjungerTürke,der

bereitsvor10Jahrenwegenwiederholtkrimineller

AktivitätdesLandesverwiesenwurde,aufdasSozialamt,willGeldvomStaat,bekommtesnichtund

stichtdaraufhindenBeamtennieder.

DielokaleNachrichtenplattformberichtetunter

„großerAnteilnahme“faststündlichüberdenFall

nachdemamerikanischenVorbild„Breakingthe

News“.EsisteinJournalismus,dessenBetreiberwedereinefundierteAusbildunghaben,nochdieGrundzügederdeutschenGrammatikbeherrschen.Schlecht

bezahlteLeute,dieebenirgendwieihrenJobmachen.

QualitativunsäglicheVideoclipsvomTatortoderdem

BegräbnisdesErmordeten,gedrehtvonKameraleuten,dieeinfachirgendwieindasMetiergerutschtsind.

DenAuslöserdrückenkannwohljeder.UnterVorspiegelungeinesethischenGewissenswirddieKommentarfunktionunterdenArtikelngesperrt,umgleichdaraufmitneuenunerhörtenInformationenzumTäter

dieStartseiteaufzufrischen.Was?DerTürkewillden

U-HaftbeschlussamOberlandesgerichtbekämpfen?

Jageht’snoch?Undjetzt,damanwirklichwaszusagenhätte,sinddieKommentaredeaktiviert!

EingeschockterLandeshauptmannbrichtsofort

seineReisenachBrüsselab,kehrtzurückundbestellt

nochamselbenTagambulanteSicherheitsschleusen

füralleÄmterdesLandes.Sollkeinersagen,dassdie

Politiknichtsofortreagierthätte.AndersderLandesbischof,dertrotzgroßerAnteilnahmedieTotenmesse

nichtlesenkann,weilihmderPapstimVatikangrad

dieLevitenliest.Sorry,hättegerndas„Liberame“gesprochen.

AlleKlischeeserfüllt.WirsindeinLandvonStümpernundemotionalenKrüppelnimUmgangmitÄngstenundTrauer.AufhorchenlässtnurderAsylrechtsexperteStefanHarg,derineinemORF-Interviewsagte,dassmanzulangesogetanhabe,alsseidie2.GenerationderTürkenMenschen2.Klasse.Ambulante

Sicherheitsschleusenbewirkendawohlnichts.

s’Magazin 9


GEDANKENLESER

Geschützt mit Aluhut und

MentalistHarryLucasschautindieKöpfederMenschenundliestihre

Gedanken–erstmalsauchdievon„körigen“Vorarlbergern.Dennam

23.FebruarkommterdasersteMalmitseinerShowinsLändle.

EinenAbendlangdrehtsichallesrundumsGlück.Die„Krone“durfte

densympathischenWienerschonvorabkennenlernen.

WarendasebenmeineEntscheidungen

odernicht?Wurde

ich manipuliert?

Hilfe!Ichweißes

nicht. Solche Gedanken

könntenmeinerKollegin

AngelikadurchdenKopf

gegangensein, als MentalistHarryLucassieimmer

wiederfragte, ob es

schon ihreEntscheidung

war,achtGegenständein

genaudiese Reihenfolge

zulegen,undobesschon

ihreAbsichtwar,dieUngeradenundnichtdieGeraden

zu wählen? Ob es

nunihre freie Entscheidungwaroderauchnicht,

derTrick hat geklappt,

und das Staunen in der

Redaktion war groß.

Mehrwollen wir aber

nichtverraten,denneine

ShowlebtjavonÜberraschungen–undHarryLucashateinigeparat.

Lottosechser

InderShow„Fortuna“drehtsich

allesrundumsGlück.Wasaberist

Glück?„VieleMenschenverbinden

mitGlückGeld.Undichdachtemir,

waswürdemanmachen,wennman

einen Lottosechser hätte?“,erzählt

HarryLucasüberdieIdeenfindung.

SeineShowslebendavon,dassnicht

erimMittelpunktsteht,sonderndie

Zuschauer:„Esistsehrinteraktiv,es

wärejalangweilig,wennichnurmei-

neGedankenlesenwürde.“Aberman

musskeineAngsthaben,dassmansofortauf

einer Bühne landet, wenn

mandenMentalistensehenwill.„Am

bestenkommtmanmiteinemAlu-

len. Er habe einen Background in

Zauberkunst,auchenglischeMagier

haben ihn inspiriert, undhinzu

kommt noch Begeisterungfür die

Psychologie:„WienehmenwirDinge

wahr?Wasblendenwiraus?Wieso

reagierenwirinmanchenSituationen

auf eine bestimme Art und Weise,

undkannmandasvielleichtvoraussagen?DasallesineineShowzuverpackenunddieLeutedamitzuunterhaltenistmeinZiel!“

hut,dannkannichdieGedankensi-

chernichtlesen“,scherzterüberSi-

cherheitsvorkehrungen,diemanvor-

ab treffen kann.Vielleichtwäre es

auchdienlich,dieAugenzuverbinden,dennmitHypnosekenntsichder

42-Jährigeauchaus.Spaßbeiseite,

durchvielErfahrung,Intuitionsowie

Menschenkenntnis erkennt Harry

Lucasrechtschnell,objemandoffen

für„mehr“ist.Aberwiewirdman

Mentalist?„DafürgibteskeinenUniversitätslehrgang.EstreffenunheimlichvieleInteressenaufeinander“,beginntervonseinerBerufungzuerzäh-

OffeneBücher

HarryLucasschautalso

nur etwas genauer hin.

AbermachterdasdieganzeZeit?„Ichbinwährend

derShowsehrfokussiert,

und wennich durch die

Straßengehe,binichein

ganz normaler Mensch“,

gibterEntwarnung.Aber

natürlichtriffterauchab

undzuaufeinenSkeptiker–derhatbeiihmallerdings

schlechte Karten:

„Wennesjemandaufdie

Spitze treibt, dann wird

mannochvorhersehbarer

fürmich.“Gutzuwissen.

Also schön relaxed bleiben,denn„bad

vibes“

spürt der Mentalist sofort.Durch

unsere Körpersprache werden wir

Menschenfür ihn zu offenen Büchern.DashabeabernichtsmitÜbersinnlichemzutun.„Dassindlediglich

Signale,diejederMenschsendet.Ich

habeebengelernt,siebesserzulesen.“Naja,obderMentalistunsda

nurberuhigenwill?„Mannimmtdie

Weltsowahr,wiemandasmöchte.

AndereglaubenanMagie,undandere

wollennurSpaßhaben.Undso,wie

ich die Vorarlbergerkennengelernt

habe,werdenwirdasgarantiert!“

SandraNemetschke

10

s’Magazin


GEDANKENLESER

verbundenen Augen

Fotos:MauriceShourot

VielleichtweißHarryLucas

mehr,alseinemliebist.

DerMentalist

kommtins

Ländleundwird

auchhierdie

Gedankenlesen.

HarryLucasstatteteder„Krone

Vorarlberg“-RedaktioneinenBesuchabund

zeigteeineKostprobeseinesKönnens.

HarryLucasinVorarlberg

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Der Mentalist gastiert mit seiner neuen

Show„Fortuna“inGötzis:

23.Februar,20Uhr,

imVereinshaussaalAmBach

Infos&Tickets:www.musikladen.at

Tickethotline:05522/41000

GeeignetfürZuschauerab12Jahren

In seiner neuen, interaktiven Show„Fortuna“führt

er das Publikum durch einen

Abend voller Glück. Scheinbar mühelos

blickt er indie Köpfeder Menschen, liest

ihreGedanken, spielt mit der Wahrnehmung

und beeinflusst ihreEntscheidungen–einAbendvollerStaunen.

s’Magazin 11


GESELLSCHAFT

Maximilian(Max)Ortner

Entrepreneur,DJundWerber

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„TheworldistoosmallformeinVorarlberg“,erklärtmirMaxOrtnermiteinemgroßenGrinserund

begründetdamitseineBegeisterungfürdieGroßstadt.GeboreninBregenzvornunmehr34Jahren

kamMaxnachderMaturaamGymnasiumDornbirn

fürsArchitekturStudiumanderTechnischenUniversitätnachWien.SeinkreativesPotenziallebteer

allerdingsmehralsDJundMitarbeiterineinerWerbeagenturalsfürsPlanenaus.SechsJahreistesher,

dassdererklärteNachtmenschsichalsGrafikdesignerselbstständigmachte.Erarbeiteteunterandereman„pagestrip“,einemDesign-Programmfür

Websites,mitundwurdevierJahrespäterkurzerhandvonseinemgrößtenKundendafürabgeworben.NamhafteNutzerbegeisternsichfürdieSoftware,dieOnlinemagazineundLayoutsvereinfacht.

AllezweiWochenkannmanihnauchalsDJinrenommiertenWienerClubserleben.Berühmtwurde

derumtriebigeGsibergerabermit„DishTennis“–

einkleiner,klappbarerTischtennis-Tisch-,dener

mitseinenKollegeninderSendung2Minuten,2

Millionenpräsentierte.AlsTeilhaberkümmerter

sichumdasKreativeunddieEvent-Inszenierungfür

dasbeliebteSportgerät.Indie„smallworld“schafft

esderpassionierte

RadfahrernurzweimalproJahrund

schätztdortdieBesuchebeiseinenElternunddieNatur.

DieVorarlbergerKommunikationsberaterinCarola

Purtscher (PR-Agentur

Purtscher Relations) lebt

seitüber30JahreninWien.

Als Netzwerkerin lädt sie

regelmäßig zu ihrer exklusiven

„Tafelrunde“.

twitter.com/

CarolaPurtscher

SeinSelfie:Maximilian

OrtnerinderWiener

Innenstadt.

Hexe, Prinz

&Wirt

ObimschummrigenTanzlokaloderam

sonnenüberflutetenSeeufer,obaufdem

PrinzenthronoderimSchlaraffia-Land:

Johann„Joe“Pirkermachtestetseine

guteFigur.DieGastronomie-Legende

prägteüberJahrzehntedasNachtleben,

aberauchdieFreizeit-Einrichtungender

Landeshauptstadt.

Wasser scheint es

Joeseitjeherangetan

zu haben.

Schonnachseiner

Ausbildung zum

KellnerundKochverschlugesden

geborenen Kärntner aufs Schiff

(„ ...wollte die Welt kennenlernen“),underbereisteeinJahrlang

dieWeltmeere.ZwanzigJahrespäter

gab er es zumindest nautisch eine

Nummer kleiner und betreute die

Gastronomie der Bodensee-Schifffahrt.DawarJoelängstinVorarlbergangekommenundhattesichals

GastronomimRankweilerVinomnasaalseineerstenSporenimLändle

verdient.„IchbliebderLiebewegen

imLändle“,soderzweifacheVater,

derseit1976mitBurgiglücklichverheiratetist.Eswaralsowohlnicht

seineGattin,nachdererseinlegendäresTanz-Gasthausbenannte:das

HexenstübleimGasthausKornmesserwardamalsderIn-TreffinBregenz.„WirhattenfünfmalinderWoche

Livemusik und es ging täglich

ab“,schildertJoedie(relativ)wilden

80er-Jahre.„Livemusikwardamals

ein Renner. Ob Kronenbar, EulenspiegeloderebenHexe–dieLeute

gingenöfterundvorallemlängerfort.

Erst als die Discos aufkamen, die

12

s’Magazin


PORTRÄT

statt einer Fünf-Mann-Band nur

einenDJbezahlenmussten,bliebvor

allemdasjüngerePublikumaus“,bedauerterdasEndedieserÄra.Die

jahrelangeBaustellebeiderErrichtungdesKunsthausestateinÜbriges

undwarderScheiterhaufender„Hexe“.

AllesaußerNeid

Joe, laut Selbsteinschätzung

„mehrKaufmannalsWirt“,näherte

sichwiederdemWasser,leitetemehrereJahredieFestspiel-Gastronomie

undwarseit1995fürdasleibliche

WohlimStrand-undHallenbadverantwortlich.

„Mein liebstes Geschäft,indemmirimwahrstenSinne

desWortesmeistdieSonneschien

undderKontaktzudenGästenvorzüglichwar“istderinHörbranzlebendeBodensee-Fan(„ichhatteein

Boot,aberdasgingbeieinemSturm

unter ...“)nochheutebegeistert.

KontaktscheuwarJoeohnehinnie.

Nachdemerschon1984alsZeremonienmeisterdenFaschingmitgestaltethatte,wurdeer1990unterdem

Motto„HexenistkeineHexerei“der

34. Bregenzer Faschingsprinz.Der

fünftenJahreszeitistderOre-Ore-

Vizeobmannnochimmerverbunden.

UndalshochrangigerRitterbeider

Schlaraffia, einer Vereinigung zur

PflegevonFreundschaft,Kunstund

Humor,findetJoeeinweiteresFeld

fürvieleKontakteundFeierlichkeiten.

Dass er auch ernsthaft sein

kann,bewiesJoealsWirte-Obmann

beiderBregenzerWIGEM,inderer

achtJahrelangdieInteressenseines

Berufsstandsvertrat.„Ichwarimmer

derMeinung,mansollnichtdauernd

schimpfen,sondernausdem,wasda

ist,dasBestemachen–undBregenz

ist ja wohl absolut lebenswert“, so

das Credo des stets optimistischen

70-Jährigen. „Und das Wichtigste:

jakeinenNeidaufkommenlassen!“

Wobei–einbisschenzubeneidenist

Joeschon... RaimundJäger

Foto:LisaMathis

s’Magazin 13


Klostertal,vor1935

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Äußerst ungewöhnlich ist

dieses Bild, das zwischen

1890 und 1935 im Klostertal

entstanden ist: Eine ganze

GruppevonMenschen,diejede

Menge Wild an einer

Schnur halten oder auf ihren

Armen tragen. Selbst Jäger

undFörsterkönnensichnicht

so recht erklären, wie es zu

einer solchen Aufnahme gekommen

sein könnte. Die

überaus scheuen Hirsche und

Rehe könnten unter normalen

Umständen niemals einfachaneinerSchnurgehalten

–oder auf den Arm genommen–werden.SiewürdensofortReißausnehmen.DieTiere

auf unserem historischen

Bild scheinen aber relativ ruhig

zu sein, zumindest kostet

es die Herren der Runde offensichtlich

nicht übermäßig

viel Anstrengung, sie im

Zaum zu halten. Eine mögliche

Erklärung könnte eine

durchdenWinterhervorgerufene

Schwächung der Tiere

sein –immerhin ist die Landschaft

tief verschneit.Vielleichthandeltessichbeidem

14

s’Magazin


MUNDART















Krankheitsbild.WirddasWortlebigimSinneeinesMittelwortsderGegenwartverstanden,kommtersatzweise

auchoftdieKonstruktionasaLebigazumEinsatz,wiein

folgendemBeispiel:„Siehond’ausderLawinaborga–as

aLebiga!“ÜberlebtderLawinenverschüttetedenUnfall

hingegennicht,sokannerleidernurnochasaTot(n)a

geborgenwerden.ÄußerstbeliebtistbeimVoradelbergervonjeherdieRedewendung„Sieholen’svodaLebiga“(=sieholenesvondenLebenden).Diesekommtdem

alemannischenSparefrohimmerdannüberdieLippen,

wennihmeinProduktzuteuererscheint(waspraktisch

immerderFallist),eresabermangelsKaufalternativen

notgedrungenerstehenmuss;oderweitschlimmer

noch:wennerzueinerZahlungvonseinerObrigkeitgezwungenwird(Steuern,Gebühren,MautundZölle).

BildsogarumdieDokumentationeinerRettungsaktion.

Foto:sammlunggabrielgassner,vorarlbergerlandesbibliothek


lebig

Eigenschaftswort

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Haben Sieauch historische Fotoschätze

zu Hause, dann schicken

Sie sie uns per E-Mail an vorarlberg@kronenzeitung.at.Die

bestenBilderwerdenveröffentlicht.

DasalemannischeAdjektivlebigersetztinderMundartdiehochdeutschenEigenschaftswörterlebendsowie

auchlebendig/lebhaft.MitdemlebigaZuu(=demlebendenZaun)istdaherwieinderHochsprachedieGartenheckegemeint,währendmiteinemlebigaGofwortgleicheinaufgewecktes,lebhaftesKind

bezeichnetwird(undnichtetwa

eines,dasnochamLebenist).

„ZehnEurofür

aWodka-Feige?

Diaholen’sovo

daLebiga!“

WährenddieLebendigkeitvon

Kindernheutzutagefürviele

störendwirktundnichtselten

sogleichunterADHS-Verdacht

gestelltwird,findetalebigsFest,

aufdemesbisindieMorgenstundenlebigzugeht,universelleZustimmungundgiltnichtautomatischals

s’Magazin 15


EVENTS

The Great

Harry Hillman

Jazzkonzert im

Fabriggli

„The Great

HarryHillman“

ist ein Schweizer

Post-Jazz-

Quartett, das

auf eine 10-

jährige Bandgeschichte

zurückblickt.

Seine Musik

verschmilzt

Jazz, Rock

und Improvisation

in einen vielschichtigen

und packenden Sound, ruhig,

dochkraftgeladen.Zuhörenist

die Band am Freitag,dem 22.

Februar,um20UhrimFabriggli

in Buchs. Tickets: www.fabriggli.ch

„Schein und Sein“lautet derTitel derAusstellungvon

MonikaSupé.Von21.Februarbis23.MärzsindArbeitender

KünstlerininderGalerie.Zzusehen.DerTitelschafftAssoziationenzu„FakeNews“und„FakeViews“.Eröffnung:21.

Februarum19.30Uhr. Info:www.galeriepunktZ.at

Foto:Fabriggli

Monika Supé

in der Galerie.Z in Hard

Dead Brothers

Tuba, Banjo,Geige, Zither,Harmonium

und viele andereInstrumente

werden aus dem Grab geholt,wenn

sich die Dead Brothers

auf Konzertreise begeben. Es wird

unheimlich, schön, poetisch, wild

und skurril. Ausgelassene Polkas

Foto:MonikaSupé

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spielen sie genauso wie lebensmüde

Volkslieder,tieftraurigen Blues

und mitreißenden Voodoo-Swing.

TerministamFreitag,dem22.Februar,um21Uhr

im Bahnhof inAndelsbuch.

Infos und Tickets unter:

www.bahnhof.cc

Marc Ribot’s Ceramic Dog

live im Spielboden Dornbirn

Marc Ribot’s

„Ceramic Dog“

mit Marc Ribot

(voc, git), Shahzad

Ismaily(git,

bass,electronics)

und Ches Smith

(drums) lädt am

Mittwoch, dem

20. Februar,um

20.30Uhr inden

Spielboden zum

Konzert. Mit

ihrem dritten Album „YRU still here?“ meldet sich die

Band nach fünf Jahren Pause nun endlich zurück. Empfehlung!Tickets:www.spielboden.at

Foto:MatiasCorral

Foto:EbruYildiz

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Impressum

Medieninhaber:KRONE-VerlagGmbH&Co.KG.HerausgeberundChefredakteur:Dr.ChristophDichand

Verleger:MediaprintZeitungs-undZeitschriftenverlagGmbH&CoKG,Alle:1190Wien,Muthgasse2

Redaktionsleitung:EmanuelWalser,Redaktion:SandraNemetschke,AngelikaDrnek,Sekretariat:NicoleKinzel,Quellenstr.16,6900Bregenz,Tel.057060-59300

vorarlberg@kronenzeitung.at,emanuel.walser@kronenzeitung.at,sandra.nemetschke@kronenzeitung.at,angelika.drnek@kronenzeitung.at

Herstellung:DruckzentrumSalzburgBetriebsges.m.b.H.,5020Salzburg;Offenlegunggem.§25MedienGonlineunterwww.krone.at/krone-offenlegung

16

s’Magazin


KULINARIK

Kartoffelsalat

mitAvocadoundSpinat

Zubereitung:

1 DieZwiebelinfeineWürfelhacken,diesein

einerbeschichtetenPfannemitetwasSonnenblumenölgoldbraunrösten.

2 Kartoffelnpellen,indünneScheiben

schneidenundzusammenmitdenZwiebelnin

eineSchüsselgeben.MitkochenderGemüsebrüheübergießen.

3 EtwasÖl,Essig,SenfundSchnittlauchzugeben,mitSalzundPfefferabschmeckenund

alleskräftigvermengen.ÜberNachtinden

Kühlschrankstellenunddurchziehenlassen.

4 AmnächstenTagAvocadosschälen,in

mundgerechteStückeschneidenundzusammenmitdemSpinatunterdenKartoffelsalat

ziehen.OptionalnochmalsmitSalzundPfeffer

abschmecken.

Foto:DanielaLais

Fo

NochmehrRezeptefindetman

inDanielasKochbüchern

„Einfachveganbacken“und

„VeganeLunchbox“.

,,

EinKartoffelsalat,

dereinbisschen

mehrkann!MitAvocado

undfrischemSpinatein

Hochgenuss!

Wer richtigleckeren Kartoffelsalat auftischenwill,

sollteeinesbedenken:WerdendieKartoffelnschon

am Vortaggekocht undkönnen sie eine ganze

NachtlanginderMarinadedurchziehen,schmeckt

derSalatgleichumWeltenbesser.DieseVariante

mitSpinatundAvocadoisteinekleineAbwandlungundpepptden

Salatnochordentlichauf.AvocadoundSpinatwerdennachdem

DurchziehenamnächstenTagfrischhinzugefügt.AlsBeilageoder

HauptgerichteignetsichdiesesgesundeGerichtgleichermaßen!

www.facebook.com/laisdaniela

Zutaten(fürvierPersonen):

8mittelgroßeKartoffeln,amVortaggekocht

1Zwiebel,gelb

½TasseGemüsebrühe,kochend

3–4ElApfel-oderKräuteressig

2–3TlSenf,körnig

4ElSchnittlauch,infeineRöllchengeschnitten(oderPetersilie,grobgehackt)

EtwasSonnenblumenöl

Kräutersalz,Pfeffer

2Avocados

2HandvollSpinat,grobgehackt

s’Magazin 17


WAS WURDE EIGENTLICH AUS ...

...Harry Dürr?

Sagenhafte437SpielebestrittHarryDürrfürdieLustenauer

Austria,eristwohldieVereinsikoneschlechthin.Mittlerweileistder

40-JährigeimAußendienstfürdieFirmaPratopacinKlaustätigund

fürdieBundesländerVorarlberg,TirolundKärntenzuständig.Die

AustrialiegtihmimmernochamHerzen.

ungernanseineletztenMonateals

Profizurück.

Danach schnürteerseine Treter

nochimAmateurbereichfürdenFC

Alberschwende,späterwechselte er

nachLangenegg,woerbis2017kickte.DerWechselinsUnterhauswar

für ihn alles andere als einfach:

„MeinFehlerwarletztlich,dassich

fürmichundmeineMitspielerProfimaßstäbeangelegthabe.Ichmusste

erstumlernen.“ Ein Jahr wirkte er

zumAbschlussnochbeimFCSulz

alsSpielertrainer.ImSommer2018

wardannendgültigSchluss.DerBerufunddieFamiliemitFrauAndrea

und denTöchtern Mara (10) und

Madlen (6) füllen ihn mittlerweile

voll aus. „Ichhabe im Fußball gelernt,konsequentzusein–dashilft

auchimJob“,soderehemaligeHandelsschüler.WehmütigblickterderzeitaufseinenHerzensvereinAustria

Lustenau:„Ichhoffesehr,dassdie

Austria im Profifußball bleibt.Ein

AusstiegwürdedietreuenAnhänger

sehrschmerzen!“ ElredFaisst

2001:HaraldDürrim–ungewohnt

violetten–DressvonAustriaLustenau.

Die„Kampfmaschine“gingimmermit

vollemEinsatzvoran.

VielenFußballfansistdas

Austria-Urgesteinwohl

nochinbester Erinnerung:HarryDürrwar

immermitvollemEinsatzbeiderSache,seinSiegeswilleist

legendär–keinWunderalso,dasser

beidenGrünweißenzurIkonewurde.

EinWechselkamfürdenUr-Lustenauernie

infrage, nur kurz spielte

„DirtyHarry“fürdreiMonatebeim

USVEschen/Mauren,um–nochals

ganzjungerKicker–Spielpraxiszu

sammeln. Insgesamt war die

„Kampfmaschine“437Spielefürdie

AustriaimEinsatz,darunterauchin

31Bundesligapartien.

Am 24.Mai 2013 war dann

Schluss:DieAustriahattedenAufstiegindieBundesligaverpasst–und

Dürr sah die Zeit gekommen, sich

neuzuorientieren.„Dasswirdamals

denAufstiegverpassthaben,hatSpurenhinterlassen“,erinnertersichnur

2018:HarryDürrgeht’sinder

„Fußballpension“bestens–sein

BerufalsAußendienstlerunddie

Familiefüllenihnvollaus.

Fotos:ElredFaisst

18

s’Magazin


YEAH!

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