5. Intersport Pregenzer Winter/Sommer Magazin 2019

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Willkommen beim 5. Jubiläumsmagazin von Intersport Pregenzer in Fiss. Emotionale Geschichten, Informationen rund um die Region und das Tiroler Oberland, Infos zum Shop, den Leistungen und Möglichkeiten bei Intersport Pregenzer in Fiss und Prutz, Rezepte, Bilder und vieles mehr. Nehmen Sie sich Zeit und stöbern Sie in unserem 5. Magazin. Eine gedruckte Ausgabe erhalten Sie zu jedem Einkauf in unserem Shop in Fiss. Wir freuen uns auf Sie!

WAS TUN BEI EINEM ALPINUNFALL?

Jeder Unfall im alpinen Gelände unterscheidet

sich grundlegend von Unfällen

im Tal. Es fängt mit dem örtlichen

Umfeld und den Gebietskenntnissen

an, setzt sich mit dem richtigen Absetzen

eines Notrufes und mit der richtigen

Ersten-Hilfe-Leistung fort und

endet letztendlich mit dem oft schwierigen

Abtransport eines Verletzten.

Der Notruf wird am besten mit dem Euronotruf

112 abgesetzt. Dort erreicht

man die Bezirks-Leitstelle der Polizei,

die den Einsatz an die zuständige Rettungsleitstelle

weiterleiten kann.

Diese Nummer funktioniert auch dann,

wenn kein Heimnetz, jedoch irgendein

anderes Fremdnetz verfügbar ist. Alle

anderen Notrufnummern (z.B. 140 –

Alpinnotruf) funktionieren nur mit dem

eigenen Heimnetz. Bei der Abfrage

durch die Leitstelle sollte man sich auf

bestimmte Fragen vorbereiten wie:

WO ist der Notfallort

WER ist der Melder

WAS ist passiert

WIE ist die Situation und

Wetterlage am Unfallort

Nach Absetzen des Notrufes sollte

sofort mit der zumutbaren Ersten-Hilfe-Leistung

begonnen werden. Der

einzige Fehler der dabei passieren

kann ist NICHTS ZU TUN!

Wir Alpinpolizisten unterstützen die

Bergrettungen bei der Ersten-Allgemeinen-Hilfeleistung

und Bergung

von Verunfallten. Im Anschluss daran

und auch schon während der Bergung

führen wir aber unsere Hauptaufgabe,

- die Erhebung des Unfallherganges,

die Identitätsfeststellung, die Spurensicherung,

Sicherstellung von Ausrüstungsgegenständen

und weitere polizeiliche

Maßnahmen durch.

Dafür steht uns auch der Polizeihubschrauber

des Innenministeriums „Libelle“

zur Verfügung.

der Polizei erwähnt werden.

Um aber mit all dem nicht in Kontakt

zu kommen, raten wir Alpinpolizisten,

sich auf den Winter- und Bergsport

entsprechend vorzubereiten, die körperliche

Fitness zu erhalten, die entsprechende

Ausrüstung zu verwenden

und mit dieser umgehen zu lernen,

Warnungen von lokalen Experten zu

beachten, die Touren gut zu planen,

das Wetter zu beobachten und danach

zu handeln und vor allem, sich nicht

selber zu überschätzen.

Wenn man aber trotz all der Vorsichtsmaßnahmen

in einen Alpinunfall involviert

ist, wird ersucht, im Rahmen des

Rechtsstaates bei der Ersten Hilfe und

anschließenden Aufklärung des Unfalles

mitzuwirken. Diese Mitwirkungspflicht

trifft nicht nur die Beteiligten

eines Unfalles, sondern auch alle Zeugen.

Und noch eines: Bitte meldet auch alle

Unfälle und Vorkommnisse, bei denen

niemand verletzt wurde, um die zahlreichen

Fehleinsätze von Rettungskräften,

Hubschraubern und Alpinpolizisten

zu vermeiden!

Im Winter haben wir Alpinpolizisten

erfahrungsgemäß die meisten Unfälle

zu bearbeiten. Neben Lawinenunfällen,

Eiskletter- und Skitourenunfällen

bearbeiten wir eine große Anzahl von

Skiunfällen im organisierten Skiraum.

Alle Unfälle mit Verdacht auf Fremdverschulden

(z.B. Skikollisionen, Anprall

gegen Hindernisse, Liftunfälle,

Unfälle mit Pistenfahrzeugen, Abstürze

über Pisten, etc.) müssen von der

Alpinpolizei erhoben und der Staatsanwaltschaft

berichtet werden. Die Alpinpolizei

entscheidet nicht über Schuld

oder Unschuld, sondern führt die Erhebungen

objektiv in alle Richtungen

durch und leitet den Bericht unbeeinflusst

weiter. Bei ca 1/3 dieser Skiunfälle

ist der Zweitbeteiligte namentlich

nicht bekannt. Entweder er flüchtet

nach dem Unfall von der Unfallstelle

oder die Namen/Adressen werden gegenseitig

nicht ausgetauscht.

Die Ausforschung solcher Unfallgegner

ist in großen Skigebieten dementsprechend

schwierig und oft nicht

mehr möglich.

Daher sollte man als Beteiligter eines

Unfalles daran denken, die Daten des

Unfallgegners zu erfragen und/oder

vom allgemeinen Anhalterecht für jedermann

nach der österreichischen

Strafprozessordnung Gebrauch zu

machen.

Zur Datensicherung eignet sich ein

Foto von der Identitätskarte oder einem

Ausweis, das Notieren der Telefonnummer

und notfalls Festhalten

oder Abnahme des Sportgerätes des

Beteiligten bis zum Eintreffen der Polizei.

Jedenfalls sollte jeder Unfall mit

Verdacht auf Fremdverschulden sofort

der Polizei zur Anzeige gebracht werden,

damit auch ein rasches Einschreiten

gewährleistet werden kann. Bei der

Notfallmeldung sollte die Anforderung

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