Tassilo, Ausgabe März/April 2019 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Ausgabe 23

März / April 2019

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: mauritius images, Christian Bäck

Kirche St. Nikolaus, Murnau

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Rote-Couch-Interview

mit Fritz Raab in Erbenschwang

Mit Sonderteil

BAUEN &

WOHNEN

im Tassiloland

Renaturierte Ammer

Ein Lebenswerk in Buchform


Mücken, Müll und Motorblock

„Alles

Verrückte

kommt aus Amerika.“

Dieser Satz

stammt von Johann

Schwaiger aus

Bauerbach, nicht

nur Macher der

BayernBox, sondern

einer der deutschlandweit

erfolgreichsten

Fahrer und Tuner im Tractor

Pulling. Dass ihm vergangenes gene

nes Jahr die Kurbelwelle

gerissen ist? Äußerst ärgerlich. Aber für ihn noch lange

kein Grund, dieses zeit- und kostenintensive Hobby

an den Nagel zu hängen. Das neue Ziel von ihm und

seinem deutlich jüngeren Teamkollegen: Neue Welle,

neuer Motorblock, und nochmals 1000 PS (!) mehr

unter der Haube. Dann sollte es auch wieder mit dem

Gewinn der Deutschen, vielleicht sogar der Europäischen

Meisterschaft klappen. Leistungsstarke Lkw

sind auch für den Transport von Beton erforderlich.

Wie das „graue Gold“ hergestellt wird, wie viele Sorten

es gibt und wie viel Zeit Fahrer und Bauarbeiter

haben, bis er sich für immer verfestigt? Martin Müller,

Geschäftsführer der Huglfinger Firma Strohmaier, hat

uns mitgenommen ins größte Betonwerk im Tassiloland.

Wenn Familie Janetzky gerufen wird, sind die

Wände eines Gebäudes bereits betoniert. Worauf es

beim Balkonbau ankommt, welche Modelle und Materialien

gefragt sind? Antwort finden Sie, liebe Leser,

im Sonderteil Bauen & Wohnen, in dem wir viele weitere

Themen aufbereitet haben.

Unter anderem den komplexen Weg zu schnellem Internet,

der von den umliegenden Gemeinden längst

in die Wege geleitet wurde. Wie weit der Ausbau

inzwischen vorangeschritten ist, was die Umsetzung

erschwert, wohin Glasfaserkabel verlegt werden und

warum bereits das nächste Förderprogramm in den

Startlöchern steht, hat uns ein Breitband-Experte der

Deutschen Telekom ausführlich erklärt. Ins Detail gegangen

ist auch Fritz Raab, 60, Geschäftsführer der

EVA GmbH. Alle Anliegen und Aufgaben in Sachen

Abfallwirtschaft werden mit und unter ihm geregelt.

Wie viel Müll die Landkreisbürger jährlich produzieren?

Wie viel in der Erbenschwanger Deponie abgebaut

werden kann? Wann die Kapazitäten der Deponie

erschöpft sind und warum es in Weilheim-Schongau

keine Verbrennungsanlage gibt? Fritz Raab hat im

großen Interview auf der Roten Couch keine Frage offengelassen,

darüber hinaus lobende Worte für die im

Tassiloland lebenden Bürger gefunden.

Viel Lob hat Roland Streim, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft,

für Meister im Handwerk übrig,

die nach Recht und Ordnung tolle Arbeit leisten. Allerdings

wird deren ehrliches Tun nicht selten mit

Füßen getreten. Die Rede ist von Scheinselbstständigkeit

und Schwarzarbeit, die auch dank fragwürdiger

Rechte befeuert wird und viel zu stark vertreten ist in

der Region. Zu stark vertreten sind in den Augen von

Armin Rempe auch Wehre in hiesigen Flüssen. Bereits

Ende der 1980er Jahre hat er mit Hilfe Gleichgesinnter

angefangen, gegen das Aussterben hiesiger

Süßwasserfische zu kämpfen. Inzwischen haben die

Naturschützer viel erreicht, was übrigens nicht nur in

unserer März/April-Ausgabe nachzulesen ist. Ob sie

während ihrer Arbeiten an der Ammer mit lästigen

Angriffen von Mücken zu kämpfen hatten? Sich aktiv

gegen die brummenden Blutsauger schützen, rät an

dieser Stelle,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

100-Meter-Sprint mit

4 000 PS: Tractor Pulling

aus Bauerbach

Seite 6

Ammer-Renaturierung:

Zurück zum Ursprung des

Alpenflusses

Seite 9

Nehmen Sie Platz!

Fritz Raab im Interview

auf der Roten Couch

Seite 16

Elements — Keltische

Kampfkunst aus dem

Tassiloland

Seite 18

Live-Operationen

auf Leinwand beim

Tag der Gesundheit

Seite 22

Kulturelle Vielfalt

der Region in

unserem Allerlei

Seite 30

Weilheimer Jugendhaus

„Come In“, ein Treffpunkt im

Zentrum der Kreisstadt

Seite 32

„myDascherl“ — ein

Nischenprodukt im

Massenmarkt

Seite 34

Zimmertheater und

Schauspielführungen bei

„Red Door Projects“

Seite 37

GROSSER SONDERTEIL

ZU DEN THEMEN BAUEN,

WOHNEN UND ENERGIE

Seite 61

So ein Käse! Mit Bahnhofs-

Wissen im „tassilo“-

Heimaträtsel glänzen

Seite 68

Über den Simulator

aufs Gleis: Die Ausbildung

zum Lokführer

Seite 70

Lernen, wie eine Behörde

funktioniert: Ausbildung zum

Verwaltungsfachangestellten

Seite 73

Immer einen Blick wert:

Unsere Veranstaltungstipps

für März und April

märz / april 2019 | 3


Tractor Pulling aus Bauerbach

100-Meter-Sprint mit 4 000 PS

Bauerbach | Er wurde Europameister,

16-facher Deutscher Meister

und ist in der Szene bekannt wie

ein bunter Hund: Hans Schwaiger,

54, hauptberuflicher Maschinenbautechniker

und Erfinder

der BayernBox (wir berichteten),

betreibt seit mehr als 25 Jahren

Tractor Pulling auf höchstem Niveau.

Ziel dieser „verrückten“ und

aus den USA stammenden Motorsportart?

Einen Bremswagen mit

bis zu 24 Tonnen Gewicht mittels

aufgemotztem Bulldog so schnell

wie möglich über eine 100 Meter

lange Gerade auf Lehmboden ziehen.

Was aus dieser Beschreibung

nicht wirklich hervorgeht: Mit

„aufgemotzt“ sind Traktoren gemeint,

die standardmäßig 170 PS,

nach Jahren akribischen Tunings

jedoch unfassbare 3 000 PS oder

mehr besitzen. Angefangen hat

Hans Schwaiger 1991, Pokallauf in

Moosinning, für den er seinen USamerikanischen

Serienschlepper

der Marke IHC von 170 auf 1 500 PS

getunt hatte. Dass er diesen allerersten

Wettkampf gleich gewinnt,

im Jahr darauf um die Deutsche

Meisterschaft fährt und sogar Europameister

wird, konnte er damals

selbst nicht fassen. „Die ham

ganz schön geschaut“, erinnert er

sich mit größter Freude zurück.

Den EM-Titel konnte er seither

nicht wiederholen, scheiterte unter

anderem viermal als EM-Zweiter

nur knapp. Einzelsiege feierte

er bis heute trotzdem schier unendlich

viele – allein in seiner

Tractor-Pulling-Garage auf seinem

Hof in Bauerbach stehen mehr als

100 Pokale. Und wenn es nach

ihm geht, sollen noch viele weitere

dazukommen. Im Optimalfall

noch diese Saison. „Aber das wird

eng“, sagt Schwaiger, der in dieser

Sekunde tief durschnauft.

„1 000 PS mehr

sind eine Hausnummer“

Was ist passiert? „Letztes Jahr in

Anholt, an der Grenze zu Holland,

ist mir nach 45 Metern die

Kurbelwelle gerissen, wodurch

auch noch der Motorblock kaputt

gegangen ist.“ Neuer Motorblock

und eine neue Kurbelwelle sind

nicht ganz billig. „Wenn alles nach

Plan läuft, sich noch der eine oder

andere Sponsor meldet, steige ich

vielleicht noch diesen Herbst in

die Deutsche Meisterschaft ein.“

Aktuell ist also Sparen angesagt,

um vor allem den Motorblock aus

den USA bestellen zu können. „Die

Kurbelwelle kann ich von einer

Spezialfirma aus Baden-Württemberg

machen lassen, wodurch

ich mir wenigstens die Transportkosten

spare.“ Doch selbst, wenn

die wertvollen Teile schneller bei

ihm in der Werkstatte landen

als gedacht: Mit dem Einbau der

neuen Teile allein wird es nicht

getan sein. „Wir haben uns dazu

entschlossen, aufs Ganze zu gehen.“

3 000 PS, so viel hatte sein

Geschoss vor und am Tag des

Schadens, sind Schwaiger und

Teamkollege Dominik Pentenrieder

nicht genug. Das neue Ziel:

4 000 PS! Damit sollte das Team

„Rowdy“ nicht nur konkurrenzfähig

sein, sondern wieder realistische

Chancen auf Seriensiege

Der rote IHC von Johann Schwaiger

und Dominik Pentenrieder (unten

links) wird dieses Jahr weiter aufgemotzt

— von 3 000 auf 4 000 PS!

4 | tassilo


haben. Deutschlandweit ohnehin,

aber auch auf europäischer Ebene.

Hierfür muss er allerdings seinen

Bulldog insgesamt noch stabiler

hinbekommen, damit dieser den

unfassbar hohen Kräften standhält.

„1 000 PS mehr sind eine Hausnummer.“

Jahrelanges Tuning für

zehn Sekunden?

Die Klasse, in der Hans Schwaiger

seit jeher startet, heißt Super

Stock. Sie schreibt vor, dass mit

einem Serienschlepper gestartet

werden und dessen Motorblock

im Originalzustand bleiben muss.

Alles andere dürfen die Starter

und Mechaniker umbauen und

aufmotzen, wie sie lustig sind.

Dieses Tuning ist letztlich eine

Wissenschaft für sich, die sich

Schwaiger und Pentenrieder aus

eigenen Ideen, über ihr hauptberufliches

Know-how sowie regem

Austausch mit Konkurrenten, „die

abseits der Strecke richtig gute

Freunde sind“, angeeignet haben.

Dänemark, Schweden, Finnland,

Holland, Frankreich, Großbritannien

– Johann Schwaiger war in

ganz Europa am Start und ist in

allen Ländern beliebt, versteht sich

blendend mit seinen Gleichgesinnten.

Zylinderkopf, Nockenwelle,

Turbolader, Wassereinspritzung,

Reifenprofil und Reifendruck sowie

vieles mehr seien entscheidende

Bauteile, um deutlich mehr PS

und damit enorme Zugkraft und

Geschwindigkeit heraus zu kitzeln.

Überhaupt sei das Tüfteln am Bulldog

der mit Abstand größte Teil

dieses Hobbys. Oft steckt jahrelange

Mechaniker-Arbeit hinter einem

einzigen, wichtigen Wettkampf.

Und weil, allein aus Kostengründen,

im Tractor Pulling wenig bis

gar nicht trainiert wird, kommt erst

am Wettkampftag selbst auf, ob die

zig Stunden in der Werkstätte auch

Früchte tragen. „Du stehst am Start

und weißt nicht, ob er überhaupt

zündet.“ Und das nach stundenlanger

Anreise mit riesengroßem Sattelschlepper

samt Bulldog-Garage,

Ersatzteillager, Werkzeugschränken

und eingebauter Wohnung – der

Aufwand für maximal zwei Läufe,

Vorlauf und bei guter Leistung Finallauf,

über jeweils zehn Sekunden,

ist auch unmittelbar vor

den Rennen enorm. „Doch der

lohnt sich“, sagt Schwaiger, der

von Adrenalin, Heldengefühlen

und erfüllende Bestätigung für

akribisches Tüfteln berichtet.

Und davon, „dass es mich nicht

oft erwischt hat, es meistens

sehr gut geklappt hat“. Auch

Dank tatkräftiger Unterstützung

von Freunden und Familie, die

ihm und Pentenrieder den Rücken

freihalten. Und natürlich

Dank fahrerischem Können.

Das Ding explodiert am Start

regelrecht, beschleunigt die

Hinterräder unter einer Sekunde

von 0 auf 100, verbraucht bei 3000

PS zehn Liter destilliertes Wasser

und 4,5 Liter Diesel auf einen Zug,

die Front steigt und mit knapp 20

Tonnen Bremsgewicht am Hintern

das Geschoss zu lenken, ist trotz

Gegengewichten enorm schwierig.“

Neben dem „Totalschaden“

vergangene Saison brach ihm

2016 in Füchtorf, Münsterland, der

Bulldog aus. „Es hat mich derart

heftig im Sitz hin- und hergerissen,

dass ich ein Schleudertrauma davongetragen

habe.“ Wahres Glück

im Unglück hatte Schwaiger 1997,

ebenfalls in Füchtorf, als sein Bulldog

lichterloh zu brennen begann,

er in letzter Sekunde sich retten

konnte vor einem gewaltigen Feuerball

und ihm erstmals so richtig

bewusst wurde, wie wichtig feuerfester

Schutzanzug, Schutzhelm

und Spezialstiefel sind. „Wir fahren

auch mit Überrollbürgel und

4-Punkt-Gurt, im Grunde wie in

der DTM.“

Ursprung des Tractor

Pulling in den USA

Letztlich stehen die Erfolge deutlich

über den Misserfolgen. Und die Lust

auf mehr ist bei dem Bauerbacher,

der übrigens neben Teamkollege

Pentenrieder der einzige Tractor-

Pulling-Fahrer aus ganz Oberbayern

ist, nach wie vor ungebrochen

groß. „So lange es gesundheitlich

irgendwie möglich ist, werde ich

dieses Hobby ausüben.“ Blut geleckt

hatte er relativ spät im Alter

von 25 Jahren, als ihn ein Spezl zu

einem kleineren Wettkampf mitgenommen

hatte. Inzwischen fliegt

er regelmäßig in die USA – eine

Woche Urlaub, eine Woche Tractor

Pulling schauen. Im Land der einst

unbegrenzten Möglichkeiten ist

Tractor Pulling im Jahre 1940 aus

der Sportart Horse Pulling heraus

entstanden. „Nach erfolgreicher

Mechanisierung in der Landwirtschaft

wollten die Bauern wissen,

wer von ihnen den stärksten Traktor

hat“, heißt es in einer offiziellen

Beschreibung. „Die Besten in Amerika

fahren mittlerweile mit 10 000

PS.“ Den stärksten Bulldog im Tassiloland

haben jedoch mit großem

Abstand Dominik Pentenrieder und

Hans Schwaiger. Schon bald mit

4 000 PS. js

märz / april 2019 | 5

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Armin Rempe über die Renaturierung der Ammer

Zurück zum Ursprung

Tassiloland | Es ist sein „fischereiliches

Lebenswerk“, wie Armin

Rempe es selbst beschreibt. Der

77-Jährige spricht von seinem

jüngst erschienenen Buch „Wie

ein Fluss (fast) wieder jungfräulich

wird: Die Renaturierung der Ammer“.

Der Begriff Renaturierung

beschreibt die Wiederherstellung

von naturnahen Lebensräumen,

seit mehr als drei Jahrzehnten

kämpft Rempe mittlerweile für

diese „Wiedergeburt der Ammer

mit jugendlichem Aussehen“, wie

er es nennt.

1973 wurde Armin Rempe, seit

frühester Kindheit passionierter

Fischer, erster Vorsitzender der

zwei Jahre zuvor gegründeten

Anglergemeinschaft Lech-Ammer,

einem Interessensverbund

von sechs regionalen Fischereivereinen,

alle mit Sitz entlang

des Lechs zwischen Epfach und

Trauchgau-Buching. 1984 erhielt

die Gemeinschaft nach einigen

Anläufen eine fünf Kilometer lange

Fischereipachtstrecke an der Ammer

unterhalb von Rottenbuch bis

zum Peitinger Wehr, gemeinhin als

Schnalz-Wehr bekannt. In dieser

Zeit wurden Rempe und seinen

Mitstreitern erstmals das Ausmaß

der „Natur-Vergewaltigung“, wie

er es rückblickend bezeichnet, bewusst.

Begradigungen und

Verkürzungen

Die Schleierfälle bei Bad Bayersoien.

Bei einer umfangreichen Bestandsaufnahme

Ende der 1980er

Jahre wurden in der Ammer zehn

im Laufe der Jahrhunderte entstandene

Querbauwerke in Form von

Wehren gezählt. Begonnen hatte

alles mit dem Bau des Rottenbucher

Wehrs und zwei von Wasserrädern

angetriebenen Sägen durch

das 1073 gegründete Augustiner-

Chorherrenstift Rottenbuch an der

Verbindungsstraße zwischen Rottenbuch

und Böbing um das Jahr

1500. Es folgten die Errichtung des

Wasserkraftwerks Ettaler Mühle in

den Jahren 1700 bis 1701 durch die

Benediktiner-Abtei Ettal sowie die

des Wasserkraftwerks Kammerl bei

Saulgrub von 1897 bis 1899 durch

die Elektrizitätswerke AG Dresden.

Parallel zum Bau der Kraftwerke

wurde Ende des 19. Jahrhunderts

mit Regulierungen, Begradigungen

und Verkürzungen der Ammer

begonnen – nichts Außergewöhnliches

für die Zeit. Kurioserweise

mussten genau aus diesem Grund

weitere sechs Wehre zur Sicherung

der Flusssohle gebaut werden. Natürliche

Kurven im Flusslauf wurden

beseitigt, die Geschwindigkeit

der Strömung nahm dadurch zu,

was die Ufer beschädigte und die

Flusssohle tiefer und tiefer legte.

„Es kamen bis Ende der Achtzigerjahre

immer mehr Probleme

hinzu“, erklärt Armin Rempe. Ergebnis

waren letztlich elf getrennte

Ammer-Abschnitte, die jeder

für sich betrachtet einen eigenen

Lebensraum darstellten und jegliche

natürliche Fischwanderung

unmöglich machten. Diesem massiven

Eingriff lagen jedoch keineswegs

boshafte Absichten zu Grunde.

Ganz im Gegenteil: Sie dienten

unter anderem der Schaffung

zusätzlicher landwirtschaftlicher

Nutzflächen und der Erleichterungen

deren Bewirtschaftung sowie

der Steigerung der Produktivität

und damit der Verbesserung der

Volksernährung. „Außerdem darf

man nicht vergessen, dass um 1900

das Wissen um Wanderfische und

den Bau von Fischwanderhilfen –

wenn überhaupt – noch in den

kleinsten Kinderschuhen steckten“,

Foto: Fotografi e Werner Schubert

so Rempe. „Heute kann man nur

noch den Kopf darüber schütteln,

wie viel Geld damals für die Verstümmelung

der Ammer und die

Zerstörung der Natur ausgegeben

wurde.“

Durchgängigkeit als

oberstes Ziel

„Die Wehre sind Gift für die Fische“,

sagt Armin Rempe, dem es

bei der Renaturierung stets um die

uneingeschränkte Durchgängigkeit

geht, waren Ammersee und Staffelsee

doch einst durch die Ammer

verbunden. In diesem ökologischen

und für die Fische nach allen

Richtungen nutzbaren Gewässerverbund

mit 54 Nebenbächen

Foto: Fotografi e Werner Schubert

6 | tassilo


konnten Fische zwischen beiden

Seen hin und her pendeln. „Eine

wunderbare Sache aus Sicht der

Naturschützer und Fischereibiologen“,

so Rempe.

Ein Beispiel, bei dem der menschliche

Eingriff in die Natur beinahe

zum Aussterben einer Fischart

geführt hätte, ist die Seeforelle:

Wegen der zahlreichen Barrieren

konnte diese nicht mehr in die

Ammer aufsteigen (sprich: flussaufwärts

schwimmen), deshalb

nicht mehr ablaichen, womit jegliche

eigene Reproduktion verhindert

wurde. Hätten Berufsfischer

nicht begonnen, die Seeforellen

intensiv aus Zuchtanlagen in den

See einzusetzen, hätte man schon

vor vielen Jahrzehnten das letzte

Exemplar dieses urbayerischen

Großfisches gesehen. Gab es

Anfang des 20. Jahrhunderts in

der Ammer noch einen reichen

Fischbestand mit rund 30 heimischen

Arten, waren es Ende der

Achtzigerjahre nur noch 16 in der

mittleren und oberen Ammer, im

Mündungsgebiet waren noch 22

Fischarten nachweisbar, von denen

aber etwa die Hälfte auf der

Roten Liste der bedrohten Tierarten

geführt wurden. „Durch die

Wehre können beispielsweise von

Hochwasser verdriftete Fische nicht

mehr an ihren eigentliche Standort

zurückkehren, weil sie die meisten

der großen Höhenunterschiede an

den Wehren nicht bewältigen können,“

erklärt Armin Rempe. Und

genau deshalb setzt er sich seit

über 30 Jahren für die Ammer ein,

um die Artenvielfalt in einem der

letzten Wildflüsse des bayerischen

Alpenvorlandes zu bewahren – mit

Erfolg.

Sieben der zehn Wehre

umgebaut

Der erste Schritt war das im Jahr

1963 errichtete Schnalz-Wehr, das

durch die Rutschung einer Abraumhalde

des Kohlebergwerks

Peißenberg notwendig wurde.

Das Grundwehr III unterhalb von Unterhausen: Vor dem Umbau (oben)

und mit der neuen „Sohlgleite“ (unten). Bei der Einweihung waren sich

alle einig: Die beste und schönste bisherige Wehr-Renaturierung.

2000 bis 2001 wurde das Schnalz-

Wehr mit einer Fischwanderhilfe,

im Volksmund „Fischtreppe“

genannt, ausgestattet. Es folgten

weitere Umbaumaßnahmen an

den verschiedenen Wehren, die

mit unterschiedlichen Wanderhilfen

wie „Raue Rampe“ oder

„Sohlgleiten“ versehen wurden.

Mittlerweile sind sieben der zehn

Wehre renaturiert. Zudem gibt es

konkrete Planungen für die kommenden

Jahre zur Renaturierung

des PKG-Wehrs in Peißenberg und

des Oderdinger Wehrs. Einzig für

das Rottenbucher Ammerwehr

können noch keine detaillierten

Angaben gemacht werden.

Sämtliche Teilerfolge des Projekts

konnten nur erzielt werden, weil

die 1995 erlassene Kajakverordnung

den zunehmenden Bootsverkehr

auf der Ammer regulierte und

unter anderem Schonzeiten für Fische

beachtete. Anfang der 1980er

Jahre begannen die Fischer der

Anglergemeinschaft Lech-Ammer

e.V. unter ihrem Vorsitzenden, Armin

Rempe, den Bootsbetrieb auf

der Ammer zahlenmäßig zu erfassen.

Das Ergebnis: Schon damals

bewegten sich an schönen Tagen

über 300 Boote auf der Ammer.

Den Fischern ist es schließlich gelungen,

den damaligen Landrat davon

zu überzeugten, dass dieser

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Der Fels neben dem Steg zur Soyermühle wurde 1999 gesprengt.

eingeschränkt werden müsse. Viele

Jahre intensiver Schreibarbeit, dutzende

Verhandlungen und etliche

Petitionen folgten, bis der Bootsbetrieb

aus Sicht der Fischer „ordentlich

und sinnvoll geregelt war“. „Es

waren Verhandlungen über viele

Jahre“, blickt Armin Rempe zurück.

„Mittlerweile haben wir ein sehr

gutes Verhältnis mit dem Bayerischen

Kanuverband“, freut er sich

über den kooperativen Umgang im

Sinne des Naturschutzes.

Der Erfolg des gesamten Ammer-

Renaturierungsprojekts ist auch

dem Weitblick von Armin Rempe

und Freunden zu verdanken. 1996

rief Rempe die Vorstände jener

sechs Fischereivereine zusammen,

die sich im Besitz der Ammer-

Pachtverträge von Weilheim bis zur

Ettaler Mühle befanden. Er schlug

vor, sich zu einer Interessensgemeinschaft

zu vereinen – dies geschah

und fortan war Armin Rempe

Sprecher der „Ammerfischer“.

Darüber hinaus war er im Juni

1999 Mitbegründer der Ammer-

Allianz, einem Zusammenschluss

verschiedener Verbände, Vereine

und Persönlichkeiten aus dem Naturschutzbereich.

Hauptziel ist nach

wie vor die Renaturierung der gesamten

Ammer vom Ursprung bis

zur Mündung in den Ammersee.

Die Gründer holten dafür Naturund

Vogelschützer sowie Fischer

ins Boot, auch Wasserwirtschaftsund

Forstamt sind dabei. Ein echter

Coup gelang 2010, als der WWF

„mit seiner großen Stahlkraft, seinen

hervorragend ausgebildeten

Fachleuten und finanziellen Rückhalt

an der Mitarbeit der Ziele der

Ammer-Allianz Interesse zeigt“,

freut sich Rempe noch heute und

ergänzt: „Die vom ersten Tag an

hervorragende Zusammenarbeit

mit dieser internationalen Naturund

Umweltschutzorganisation

geht bereits in das neunte Jahr.“

Fast drei Jahre für sein

Herzensprojekt

Knapp drei Jahre hat Armin Rempe

an seinem Buch gearbeitet,

et,

täglich sechs bis neun n Stunden

geschrieben und

recherchiert, inklusive

zahlreicher Vor-Ort-

Termine. „Es war eine

große Freude“, blickt er

zurück. In diesem Zuge erinnert

er sich auch an eine

der größten Problematiken

des Renaturierungsprozesses:

esse

ses:

s:

Kurz nach der Nuklearkatastro-

at

as

tro-

phe von Fukushima im März 2011

verkündete die Bundesregierung

den Ausstieg aus der Kernenergie.

Das hat uns jahrelang aufgehalten,

weil Dutzende Anträge für

Wasserkraftwerke an der Ammer

eingingen.“ Die bis dato geleistete

Arbeit wäre beinahe umsonst

gewesen. Allerdings konnte die

Ammer-Allianz beweisen, dass die

Kraftwerke keine Durchgängigkeit

für Fische hätten garantieren können

– eine Voraussetzung für die

behördliche Genehmigung.

200 Ordner hat Armin Rempe hinsichtlich

seines Lebenswerkes zusammengetragen.

„Es hätte außer

mir keinen gegeben, der bereit gewesen

wäre, eine solche Arbeit auf

sich zu nehmen.“ Deshalb nahm

er sein Buchprojekt in Angriff. Entstanden

ist ein informatives Werk

über einen der schönsten Flüsse

der Alpenregion. „Die Renaturierung

der Ammer“ erschien im

Bauer-Verlag und ist für 25 Euro in

den regionalen Buchhandlungen

erhältlich (ISBN: 978-3-95551-107-

4). Auch wenn Armin Rempe den

Vorsitz der Anglergemeinschaft

Lech-Ammer längst abgegeben hat

und auch kein Amt mehr bei der

Ammer-Allianz innehat, besucht

er weiterhin Sitzungen, in denen

es um seinen geliebten Fluss geht.

Sicherlich ließe sich so in ein paar

Jahren das eine oder andere Kapitel

zu seinem Buch hinzuzufügen.

tis

Ein informatives Werk: „Die Renaturierung der Ammer“

mer“

ist in den regionalen Buchhandlungen erhältlich.

lic

h.

8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Der Mann für moderne

Abfallwirtschaft

Fritz Raab auf unserer Roten Couch, die hier in der frisch geputzten

Abfallsortieranlage der EVA GmbH in Erbenschwang steht — dort landet

der komplette Restmüll aus Weilheim-Schongau und Tölz-Wolfratshausen.

Foto: Johann Jilka

märz / april 2019 | 9


Erbenschwang | Seit 16 Jahren ist

Fritz Raab Geschäftsführer der Erbenschwanger

Verwertungs- und

Abfallgesellschaft, bekannter als

EVA. Im großen Interview auf der

Roten Couch spricht der 60-jährige

Peitinger voller Leidenschaft

über landkreisweite Müllmengen,

kuriose Funde in der Sortierhalle,

innovative Verwertungstechniken,

autarke Energieversorgung und

eine deutschlandweit einzigartige

Anlage, die in diesen Tagen in

Betrieb genommen und sogar wissenschaftlich

begleitet wird. Auch

die sicherlich spannendste Frage,

in wie vielen Jahren die Kapazitäten

der Erbenschwanger Deponie

erschöpft sind, kann der aus

Leeder stammende Vater dreier

Töchter ziemlich genau beantworten.

Und obendrein gibt’s lobende

Worte für die hier lebenden Bürger,

die im bayernweiten Vergleich

durchaus als Vorbilder in Sachen

Mülltrennung herausstechen.

Herr Raab, für was und in welchem

Gebiet ist die EVA zuständig?

Wir sind für alle Aufgaben in Zusammenhang

mit Abfällen im

Landkreis Weilheim-Schongau zuständig.

Für Erwerb, Planung, Bau,

Betrieb und Unterhalt von Einrichtungen

der hiesigen Abfallwirtschaft.

Dazu gehört auch der Bau

von Wertstoffhöfen und Grüngutannahmestellen.

Wir organisieren

die Müllabfuhr, erstellen die hierfür

notwendigen Abfuhrpläne, die

jährlich an jeden Haushalt verteilt

werden. Und wir sind zuständig

für Öffentlichkeitsarbeit, sind Ansprechpartner

für Bürger, Gemeinden

und Unternehmer rund ums

Thema Abfallwirtschaft.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen

sie derzeit?

Die EVA beschäftigt um die 40

Mitarbeiter sowie Aushilfskräfte

an den Wertstoffhöfen und Grüngutsammelstellen,

die im kompletten

Landkreis verteilt sind. In

Erbenschwang selbst sind es derzeit

29 Mitarbeiter, unter anderem

Schlosser, Elektriker, Fachkräfte

für Kreislaufwirtschaft, Lkw- und

Radladerfahrer, aber auch Ingenieure,

Buchhalter und Verwaltungsfachangestellte.

Für die Abfuhr des

Mülls arbeiten wir mit der von

uns beauftragten Firma Oberland

Recycling mit Sitz in Weilheim zusammen.

Blicken wir auf die Zahlen: Wie

viele Tonnen Müll produziert der

Bürger im Landkreis Weilheim-

Schongau?

523 Kilogramm pro Einwohner pro

Jahr. Das sind insgesamt 70 000

Tonnen pro Jahr, ziemlich viel.

Allerdings war das Abfallaufkommen

jedes Landkreisbürgers 1990

noch bei 550 kg, wovon mehr als

450 kg auf der Deponie abgelagert

wurden. Das einwohnerspezifische

Abfallaufkommen ist in den vergangenen

Jahren vergleichsweise

stabil und beträgt zwischen 480

und 520 kg. Diese Schwankungen

hängen überwiegend vom Wetter,

von der Natur ab – in trockenen

Jahren muss der Rasen selten gemäht

und Sträucher müssen kaum

geschnitten werden, was in Summe

viel ausmacht.

Welche Arten von Müll beinhalten

diese 70 000 Tonnen noch?

Im Detail betrachtet haben wir es

mit insgesamt 27 verschiedenen

Abfallstoffen zu tun, wobei den

Großteil der insgesamt 70 000 Tonnen

folgende ausmachen: Restmüll

mit 20 Prozent (107 kg pro

Einwohner im Jahr), Sperrmüll mit

4,5 Prozent (23 kg), Grüngut mit 18

Prozent (95 kg), Biomüll mit knapp

14 Prozent (71 kg), Papier und Pappe

mit gut 17 Prozent (91 kg), gelber

Sack mit fünf Prozent (27 kg) und

Glas mit ebenso gut fünf Prozent

(29 kg). Grundsätzlich reden wir

bei Müll immer von Tonnen, also

von Massen, von Gewicht, weshalb

manche Abfallstoffe, insbesondere

die gefährlichen Problemstoffe (0,2

Prozent), in der Statistik schwach

rauskommen, hinsichtlich der Umweltrelevanz

aber enorm wichtig

sind.

Ein Vorteil ist, verglichen mit der

Abfallwirtschaft vor 30 Jahren,

dass dieser Müll heutzutage wesentlich

effektiver verwertet wird.

Im Jahre 1990, kurz bevor sich die

Müllwirtschaft aus der „Steinzeit“

in die moderne Abfallwirtschaft

verabschiedet hat, haben wir pro

Einwohner und Jahr 450 Kilo allein

an Restmüll gehabt. Diese

Zahl liegt seit Jahren bei rund 102

bis 107 Kilogramm, was eine vergleichsweise

sehr gute Zahl ist, da

der bayernweite Schnitt hier bei

145 Kilogramm liegt.

Das heißt?

Die Leute hier im Landkreis sortieren

und trennen den Müll daheim

und nutzen unsere Wertstoffhöfe

seit vielen Jahren auf einem konstant

hohen Niveau. Das zeigt, dass

unser System von den Bürgern akzeptiert

und mitgetragen wird, die

Leute uns in unserem Tun und in

unserer Philosophie unterstützen.

Umso trauriger, dass wo anders

weniger Wert darauf gelegt wird,

oft alles in eine Tonne entsorgt und

komplett verbrannt wird?

Erst seit 2013 gibt es ein Gesetz, das

vorschreibt, dass Bio-Müll getrennt

gesammelt werden muss, was bis

dato nicht Pflicht war. Für unseren

Landkreis und unsere Bürger allerdings

war dies schon seit 1993/1994,

also 20 Jahre früher, eine Selbstverständlichkeit.

Unabhängig von der

ökologischen Notwendigkeit, war

es für uns wirtschaftlich günstiger,

Bio-Abfall getrennt zu sammeln

und zu kompostieren oder zu vergären,

als Bio- und Restmüll als

Gemisch zu verbrennen. Deshalb

ist die Verbrennung im Landkreis

kein Thema.

Der Bio-Müll unserer Bürger wird

also vergärt. Aber nicht in Erbenschwang?

Vor unsortiertem Restmüll (v.l): Techn. Betriebsleiter Franz Reßler, EVA-

Geschäftsführer Fritz Raab und „tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.

Ganz genau. Wir haben 1997 unser

Abfallentsorgungszentrum in Betrieb

genommen. Damals hatten

wir noch eine Bio-Kompostierung

und eine Restmüll-Kompostierung.

Als wir 2003 und 2004 unsere Anlagen

in der Restmüll-Behandlung

wesentlich ertüchtigen mussten,

haben wir nach einer wirtschaftlich

sinnvollen Lösung gesucht und

sind zu dem Entschluss gekommen,

dass ein Partner gut wäre. In

Quarzbichl im Kreis Tölz-Wolfratshausen

gibt es eine ähnliche Anlage

wie bei uns in Erbenschwang,

mit der wir seither kooperieren.

Die haben sich damals komplett

auf Bio-Müll spezialisiert, wir

komplett auf Restmüll. Heißt: Der

Bio-Müll aus Weilheim-Schongau

und Tölz-Wolfratshausen kommt

nach Quarzbichl. Der Restmüll aus

beiden Landkreisen zu uns nach

Erbenschwang, was wirtschaftlich

tatsächlich wesentlich sinnvoller

ist. Allein deshalb, weil die Maschinen

höhere Durchsatzmengen

bearbeiten und durch die Spezialisierung

Aggregate für die Abfallverarbeitung

weniger häufig

verändert und umgestellt werden

müssen.

Wobei Bio-Müll zu fast 100 Prozent

verwertet werden kann, Restmüll

nicht.

Das Schöne an der Kooperation

mit Tölz-Wolfratshausen: Die haben

auch eine Deponie wie wir

und können Restmüll – trotz Spezialisierung

auf Bio-Müll – nach

wie vor ablagern. Auch hier arbeiten

wir eng zusammen, in dem

wir beispielsweise unsere Deponie

mal für acht Jahre stillgelegt haben

und der abzulagernde Restmüll

aus beiden Landkreisen nur

in Quarzbichl deponiert wurde.

Aktuell wird der Restmüll wiederum

ausschließlich bei uns in Erbenschwang

deponiert. Auch das

spart beträchtliche Betriebskosten

und mindert die Umweltbelastung.

Die fleißigen Männer der Müllabfuhr

kommen mit ihrem Lkw

voll Restmüll bei Ihnen in Erbenschwang

an. Was passiert dann?

Der Restmüll wird aus dem Müllauto

in die Anlieferhalle gekippt,

dann von einem Radlader in einen

sogenannten Vorzerkleinerer

gegeben, wodurch unter anderem

die im Haushalt verwendeten Säcke,

aufgerissen werden, der Müll

sozusagen vereinzelt wird. Im

nächsten Schritt erfolgt eine grobe

Trennung in groß- und kleinstückige

Bestandteile. Hierfür gelangt

der Müll über ein Förderband zu

einem Sieb mit einem Korndurch-

10 | tassilo


messer von 60 Millimetern. So

werden Folien, Tüten, Schuhe und

verschmutzte Kleidung von Staubsaugerinhalten,

Windeln, Katzenstreu,

Rasierklingen und Kehricht

sowie vielem mehr getrennt.

Warum?

Alles, was kleiner als 60 Millimeter

ist, wird biologisch behandelt und

kann so in der Rotte gut abgebaut

werden. Parallel dazu wird weiter

aussortiert, indem Eisenmetalle

wie Nägel mittels Magnetscheider

„herausgefischt“ werden. Dieser

Sortier-Schritt erfolgt natürlich

auch beim Restmüll größer als

60 Millimeter, der in unsere 2013

gebaute Ersatzbrennstoffaufbereitung

kommt.

Ersatzbrennstoffaufbereitung?

Darin wird unser Material weiter

aufbereitet und homogenisiert,

also nochmals zerkleinert und

noch intensiver von Eisen und

auch Nichteisen, zum Beispiel Katzenfutterdosen

aus Aluminium,

befreit. Raus müssen auch Kunststoffe

wie PVC. Hierfür erkennt ein

Infrarotscanner, ob PVC-haltige

Bestandteile enthalten sind. Wenn

ja, werden diese dann punktuell

mittels Druckluftschüssen aussortiert

und letztlich in eine externe

Müllverbrennung mit spezieller

Abluftbehandlung gebracht. Nach

diesen Prozessen durchläuft der

Restmüll größer 60 Millimeter

nochmals einen Nachzerkleinerer,

sodass wir letztlich Ersatzbrennstoffe

in einer einheitlichen Größe

von 30 bis 40 Millimeter erreichen.

Der Brennwert dieses „Materials“

beträgt rund 13 000 Kilojoule, was

vergleichbar ist mit Braunkohle

oder trockenen Hackschnitzeln.

Dieser Brennstoff trägt den Namen

„BauhM“.

Wer nutzt die aus Hausmüll produzierten

Brennstoffe?

Ziel ist, unsere Ersatzbrennstoffe

regional einzusetzen, kurze Wege

zu fahren, was uns gut gelingt.

Ein großer Abnehmer ist UPM.

Alternativ ein Energiepark in

Gersthofen. Generell streben wir

regionale Partnerschaften bei der

Verarbeitung und Verwertung der

Abfälle an. So wird zum Beispiel

das Mischpapier aus der Papiersammlung

teilweise in der Papierfabrik

in Trauchgau, und das Zeitungspapier

in der Papierfabrik in

Schongau eingesetzt. Und unsere

grauen Papiersäcke sortieren wir

in Kinsau.

Zurück zum Restmüll kleiner 60

Millimeter, der inzwischen in der

sogenannten Rotte gelandet ist.

In dieser Rotte sind überdimensionale

Umsetzgeräte aktiv, die

mittels einer Walze den Müll umschaufeln.

Der Sinn dahinter: Luft

und Feuchtigkeit ins Material zu

bringen, also günstige Bedingungen

für Bakterien schaffen, die den

Müll dann organisch zersetzen.

Der Prozess geht über insgesamt

neun bis 12 Wochen, in denen der

Müll 14 Mal umgesetzt wird. Alles,

was danach noch übrig ist, kommt

aus der Rotte wieder raus, wird

zwischengelagert, beprobt und

schließlich auf der Deponie abgelagert.

Das ist letztlich der Müll,

der uns für immer bleiben wird.

Um welche Menge handelt es sich?

Von unseren Gesamtabfällen,

70 000 Tonnen, sind es in etwa

4 500 Tonnen. Vom Restmüll

aus der grauen Mülltonne, rund

14 500 Tonnen, verbleibt also ein

knappes Drittel. Heißt: Durch

unsere Getrenntsammlung und

durch die Abfallbehandlung in

Erbenschwang erreichen wir eine

Verwertungsquote von sage und

schreibe mehr als 90 Prozent. Zum

Vergleich: Im Jahre 1990, bei in

etwa gleicher Menge Abfall, lag

die Verwertungsquote bei nur 17

Prozent. Damals wurde bisserl

Glas und bisserl Papier verwertet,

die restlichen 83 Prozent Müll

wurden deponiert. Heute ist es

also, Gott sei Dank, genau anders

herum.

Trotz dieser hohen Verwertungsquote:

Wie viel Müll hat in der Erbenschwanger

Deponie noch Platz?

Unsere Deponiemengen sind seit

einigen Jahren konstant, was unseren

Einschätzungen zufolge

auch in Zukunft so bleiben sollte.

Deshalb lautet unsere Prognose:

Bis 2028 haben wir in Erbenschwang

Platz für Restmüll aus

beiden Landkreisen. Darüber hinaus

könnten wir die Deponie in

Erbenschwang mit bislang 230 000

Kubikmetern Volumen um 130 000

Kubikmeter erweitern, was die

Entsorgung um zehn bis 15 Jahre

verlängert. Aber auch der Landkreis

Bad Tölz-Wolfratshausen

märz / april 2019 | 11


Nicht einfach,

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hat die Möglichkeit, seine Deponie

zu erweitern. Wir werden demnächst

analysieren und bewerten,

welche Deponie-Erweiterung wirtschaftlich

sinnvoller ist. Unsere in

Erbenschwang, oder die in Quarzbichl.

Kommen wir zum Thema Störstoffe:

Was waren die kuriosesten Entdeckungen?

Wir haben mal eine Pistole gehabt,

mal eine Granate. Großen

Ärger machen uns immer wieder

Feuerlöscher, die im Zerkleinerer

aufgegangen sind und den ganzen

Schaum freigesetzt haben. Was

uns ständig Sorgen bereitet sind

Videokassetten, deren Bänder sich

in unserer Anlage abwickeln und

mühsam vom Personal von Rollen

und Übergaben rausgeschnitten

werden müssen. Daher meine Bitte:

Geben Sie Videobänder direkt

am Wertstoffhof ab! Das kostet

nichts und wir können diese direkt

in die Verbrennung fahren. Sehr

gefährlich sind für unsere Anlagen

auch Lithium-Akkus, die eine akute

Brandgefahr mit sich bringen und

gar nichts in der grauen Tonne zu

suchen haben. Auch sie müssen

zum Wertstoffhof.

Als Geschäftsführer sind Sie stets

auf einen guten Ruf ihrer Firma bedacht,

was bei einer Mülldeponie

sicherlich schwierig ist?

In den ersten Jahren unserer Tätigkeit,

als auch Gebühren rasant

anstiegen und mehr als doppelt so

hoch waren wie heute, war’s nicht

immer einfach mit dem guten Ruf.

Seit vielen Jahren schon wird unsere

Abfallwirtschaft von den Bürgern

jedoch als ein ganz wichtiges,

innovatives Unternehmen gesehen,

dass neben den ökologischen

Aspekten stets die Interessen der

Kunden im Fokus hat. Nach meiner

Erfahrung aus vielen Gesprächen

sind die Bürger der Meinung, dass

das, was wir in Erbenschwang machen,

Hand und Fuß hat. Die Aussagen

heute sind eher: „Toll, was

ihr euch immer wieder einfallen

lasst, was man aus dem Müll noch

alles machen kann.“

Eine dieser „neuen Ideen“ ist die

nagelneue Vergärungsanlage, die

in wenigen Wochen in Betrieb genommen

wird. Was kann die?

Für die Zersetzung des Restmülls

in der Rotte brauchen wir Energie,

die im Abfall grundsätzlich

enthalten und noch weitgehend

ungenutzt ist. Das können wir mit

der deutschlandweit ersten Presswasser-Vergärungsanlage

ändern.

Wie viel Energie gewinnen Sie

durch diese neue Anlage?

Wir erwarten sechs bis sieben Millionen

Kilowattstunden. In etwa

eine Million Kilowattstunden brauchen

wir für den Betrieb der Restabfall-Vergärungsstufe.

Die überschüssige

regenerative Energie aus

dieser neuen Anlage, also fünf bis

sechs Millionen Kilowattstunden,

würden im Grunde ausreichen, um

unseren kompletten Standort in

Erbenschwang mit eigenem Strom

und eigener Wärme betreiben zu

können. Einziges Problem ist...

... erzählen Sie?

Da der Strombedarf unserer Anlagen

tagsüber drei Mal so hoch ist

wie nachts, können wir uns mit

dieser Vergärungsanlage nicht

rund um die Uhr autark versorgen.

Aber: Diese Lücke tagsüber wollen

wir weitgehend mit den Photovoltaik-Anlagen

auf der Deponie

schließen. Diesen Strom werden

wir künftig nicht mehr komplett ins

Netz der LVN einspeisen, sondern

selbst nutzen. Damit kommen wir

unserem Ziel nach einer autarken

Energieversorgung näher.

Klingt genial. Trotzdem werden sie

Jahre brauchen, um diese 4 Millionen

Euro teure Anlage zu fi nanzieren?

Da dieses Projekt deutschlandweit

einzigartig ist, wird es vom Bund

mit Geldern aus zwei verschiedenen

Fördertopfen finanziell unterstützt.

Darüber hinaus begleiten

Studenten und Dozenten der Uni

Rostock dieses Projekt über zwei

Jahre hinweg wissenschaftlich –

ebenfalls vom Bund gefördert. Die

führen Messungen an der neuen

Anlage durch, analysieren und

helfen uns mit ihren Ergebnissen,

diese Anlage zu optimieren.

Zurück ins Büro: Ein wichtiger Baustein

der EVA sind Abfallberatung

und Beschwerdemanagement. Mit

welchen Sorgen und Anliegen melden

sich die Bürger und Unternehmer?

Mit Fragen zu Entsorgungspreisen,

mit Beschwerden und Fragen

zur Müllabfuhr wie „kommen die

bei dem schlechten Wetter heute

noch?“ Das war natürlich bei den

starken Schneefällen im Januar ein

Dauerthema. Dann natürlich mit

Fragen zur Abfalltrennung. Zum

Beispiel: Muss ich einen Joghurt-

Becher auswaschen und den Deckel

aus Aluminium abziehen,

bevor ich ihn in den gelben Sack

werfe? Die Antwort: Nein.

Nachvollziehbare Fragen. Fallen

ihnen auch kuriose oder gar unangebrachte

Anliegen ein?

Eine Dame hat mal angerufen und

wollte wissen, wohin das bei einer

Schönheits-OP abgesaugte Fett

entsorgt werden soll. Die meisten

Fachfragen aber kommen zum gelben

Sack und zur Bio-Tonne. Da

kann Lustiges wie echt Problematisches

dabei sein. Zum Beispiel:

„In welchem Behälter muss ich

benutzte, gewaschen Zahnseide

geben?“ Oder: „Wohin müssen

Brandreste von asbesthaltigen Bestandteilen

entsorgt werden?“

Auch Nerviges?

Manchmal wäre die Mithilfe gewisser

Bürger schon schön. Die beschweren

sich, dass ihre Mülltonne

noch nicht geleert wurde, obwohl

seit Tagen ihre Straße wegen einer

Baustelle gesperrt ist. Das Problem

12 | tassilo


Diese Presswasser-Vergärungsanlage im Hintergrund ist nagelneu, geht

in diesen Tagen in Betrieb und wird wissenschaftlich begleitet.

gelöst wäre ganz einfach, in dem

sie ihre Tonne vor an die Kreuzung

schieben.

Ein viel größeres Problem ist die

globale Vermüllung, Stichwort

Meerverschmutzung.

Die vergangenen Jahre sind ökologische

Aspekte generell wenig

beachtet worden, weshalb die

jetzigen Diskussionen über Mikroplastik,

über riesige Plastikteppiche

in Ozeanen, eine eigentlich

gute Diskussion ist. Das schafft

in den Köpfen der Menschen Bewusstsein

und regt zum Nachdenken

an. Das erinnert mich ein wenig

an die Plakate „Müll, nur nicht

hier!“ in den 1980er Jahren, die

letztlich dazu geführt haben, die

Abfallwirtschaft neu zu überdenken.

Vielleicht sind diese Diskussionen

über ökologische Themen,

dazu gehört zum Beispiel auch das

Thema Insektensterben, genau die

richtigen, um wie damals auch

wieder einen positiven Push auszulösen.

Zurück in die Region: Warum befi

ndet sich die Landkreis-Deponie

ausgerechnet bei Erbenschwang?

Bis 1980 hat die Abfallwirtschaft in

Weilheim-Schongau mit Peiting,

Penzberg und Erbenschwang drei

Deponien gehabt. Damals befand

sich der Landkreis in einem Müllnotstand

und war auf der Suche

nach einem größeren Deponiestandort.

Letztlich ist die Wahl aus

vielen fachlichen Gesichtspunkten,

zum Beispiel Abstand des Grundwassers,

auf den Standort Erbenschwang

gefallen.

Apropos Grundwasser und dessen

Schutz: Wie ist eine Deponie aufgebaut?

Im Grunde wie ein nach allen Seiten

abgeschlossener Raum. Nach

unten hin mit mehreren Barrieren,

insgesamt 2,50 Meter stark, differenziert

und dicht, unter anderem

aus Lehm und zur Kontrolle mit

Leckerkennungssystemen. Und oben

kommt eine Folie als Schutzschicht

über den Müll, um das Eindringen

von Niederschlagswasser zu verhindern.

Darauf wiederum Kies,

Schotter oder Rotlage – je nachdem,

welche Folgenutzung für die

Fläche vorgesehen ist.

Rotlage dient auch als Untergrund

für Photovoltaik-Anlagen.

Grundsätzlich kann die Fläche

über einer Mülldeponie über viele

Jahre hinweg landwirtschaftlich

nicht genutzt werden. Weder Acker

noch Wald machen Sinn, weil Arbeiten

mit schwerem Gerät oder

die Wurzeln der Bäume die Folie

verletzen würden. Trotzdem haben

wir uns Gedanken gemacht, wie

wir diese Fläche sinnvoll nutzen

können. Da hat sich der Bau einer

Photovoltaik-Anlage angeboten.

Damals waren wir deutschlandweit

die ersten, mittlerweile gibt

es viele Photovoltaik-Anlagen auf

Mülldeponien. Interessant an dieser

Stelle: Der Landkreis Weilheim-

Schongau hat uns beauftragt, auf

den Dächern seiner Schulen, wenn

technisch möglich und wirtschaftlich

sinnvoll, Photovoltaik-Anlagen

zu bauen. 16 Stück haben wir mittlerweile

errichtet.

Sie selbst sitzen als Mann aus der

Verwaltung überwiegend im Büro?

Intern habe ich viele Kontroll- und

Lenkungsaufgaben. Darüber hinaus

viele weitere Aufgabenfelder.

Photovoltaik, Wertstoffverwertung,

für die wir viele Verträge

zu pflegen und immer wieder

nachzuverhandeln haben auf dem

beispielsweise Altmetall-, Papier-,

Altholz- oder Kunststoffsektor.

Kurzum: Viele Gespräche führen

mit Bürgern, Unternehmern, Geschäftspartnern

und den Verantwortlichen

für Landkreis und Gemeinden.

Zu festen Arbeitszeiten?

Seit Beginn meiner beruflichen

Laufbahn fange ich zwischen 7.30

und 7.45 Uhr an. Und gehe dann

heim, wenn meine Arbeit weitestgehend

erledigt ist. Mal früher,

mal später. Ich bin aber definitiv

nicht jeden Tag bis es dunkel wird

im Büro.

Trotzdem lastet auf einem Geschäftsführer

viel Druck, den sie

wie abbauen?

Ich bin sehr gerne ausgiebig Spazieren

und Bergwandern mit

meiner Frau und Hündin Nala.

Ich fahre mindestens einmal

die Woche intensiv Mountainbike

über 60 bis 80 Kilometer –

ins Lechtal, Tannheimer Tal,

Allgäu oder in die Penzberger r

Richtung. Und ich gehe mindestens

einmal die Woche mit Freunden

ins Fitnessstudio, tobe mich da

aus und habe meinen Spaß.

Was tragen Sie privat für eine sauberere

Umwelt bei?

Mein Beitrag ist, dass ich im täglichen

Handeln und Leben umweltbewusst

bin. Zuhause habe

ich eine Solarthermie-Anlage,

ich sammle Regenwasser für die

Toilettenspülung und habe schon

sehr früh eine PV-Anlage aufs

Dach gebaut, inzwischen auch mit

Batteriespeicher, um mich möglichst

frei und unabhängig zu versorgen.

Darüber hinaus engagiere

ich mich seit mehr als zehn Jahren

für Bürger-Photovoltaik-Anlagen,

wonach sich mehrere Bürger zusammenschließen

und eine Anlage

gemeinsam bauen, betreiben

und nutzen.

Auch beruflich wirken Sie nach wie

vor hochmotiviert, geradezu leidenschaftlich.

(lacht) Ich habe noch immer eine

große Leidenschaft für dieses Unternehmen,

für die Abfallwirtschaft

im Allgemeinen. Ich bin gerne hier

in Erbenschwang, gerne mit meinen

Mitarbeitern beieinander. Und

solange man Freude daran hat,

sollte man die auch ausstrahlen

und zeigen. Die Arbeit macht viel

Spaß und gehört sicherlich zu den

schönsten und auch spannendsten

Aufgaben im Landkreis. Man muss

ehrlich und transparent agieren

und den Bürgern zeigen, dass wir

uns für sie bemühen. Dranbleiben,

mitgestalten, Ideen einbringen

und auf diesem Weg unsere Bürger

mitnehmen, ohne finanziell

unattraktiv zu werden. Das ist auch

für die Zukunft mein

Ziel.

js

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Tassiloland | In der Karwoche und

über Ostern gibt es besonders

große Evangelien. Und für den

christlichen Glauben prägende

Bibelworte. Wir haben Kommunionhelfer

Erich Gehrmann aus

Peißenberg, Organistin Sabine

Smeta aus Pähl sowie Roland

Schwalb, Mesner in Weilheim, zu

ihren liebsten Bibelstellen befragt.

Auffallend: Alle drei zitieren lieber

aus dem Leben und Wirken Jesu,

als auf die großen Worte bei Kreuzigung

oder Auferstehung zurückzugreifen.

Doch lesen Sie selbst.

„Ich bin der Weg

und die Wahrheit

und das Leben“

Erich Gehrmann aus Peißenberg

macht sich mit dem Johannes-

Evangelium (Kapitel 14, Absatz 4

bis 7) auf den Weg. Der 49-Jährige

fungiert als Kommunionhelfer,

ist im Abendlob-Team, in der

Organisation des Männerkreises

und macht seit vielen Jahren den

geistlichen Begleiter der Kolpingfamilie.

„Meine verschiedenen

Aufgaben in der Pfarrei machen

Spaß, das ist für mich keine Arbeit.“

Eine Lieblingsstelle aus der

Bibel habe er in dem Sinne zwar

nicht, aber es gebe für ihn immer

wieder Verse, die ihn über einen

Erich Gehrmann

längeren Zeitraum beschäftigen.

„Im vergangenen Jahr habe ich

mich auf eine Andacht für ein

Klassentreffen vorbereitet, wo

das Motto ‚wohin Du auch gehst,

geh mit ganzem Herzen‘ lautete.

Daraufhin bin ich auf die Bibelstelle

im Johannes-Evangelium

gestoßen, und seither beschäftigt

sie mich. ‚Herr, wir wissen nicht,

wohin Du gehst. Wie sollen dann

wir den Weg kennen?‘ frägt darin

Apostel Thomas Jesus.“ Das

drückt in Gehrmanns Augen so

schön die Zweifel aus, die man oft

im Leben hat. Jesus antwortet jedenfalls

darauf: „Ich bin der Weg

und die Wahrheit und das Leben“,

was den Peißenberger schwer

beeindruckt, denn es bedeutet,

dass man auch in einer schwierigen

Situation wieder Vertrauen

schöpfen könne. „Wo ich selber

nichts mehr beeinflussen kann,

darf ich die Last abgeben und loslassen.“

Manche Menschen ereilt

ein schwerer Schicksalsschlag,

auf den man keinen Einfluss hat.

Gerade dann sei es gut, jene Last

abgeben zu können. „Für mich

immer wieder faszinierend ist,

dass Männer mit 40 oder 50 die

gleichen Fragen haben wie mit 70

Jahren – und umgekehrt.“

„Was ihr für einen

meiner geringsten Brüder

getan habt, das habt ihr

mir getan“

Die Erzählungen aus dem Matthäus-Evangelium

(Kapitel 25, Absatz

35 bis 40) über das Weltgericht

hat Sabine Smetka als eine ihrer

bevorzugten Bibelstellen gewählt.

Ursprünglich aus dem Ruhrgebiet

stammend, lebt sie seit 1993 in

Pähl und hat sich dort vielseitig in

der Pfarrgemeinde integriert. Als

Organistin ist sie in Pähl, Fischen

und überall dort, wo Not am Mann

ist, im Einsatz. Sie hat Spaß an der

14 | tassilo


Sabine Smetka

Leitung eines Kinderchores, ist seit

16 Jahren im Pfarrgemeinderat,

davon die vergangenen vier Jahre

als Vorsitzende. Auch sie ist zu

dem Entschluss gekommen, dass

es die eine Bibelstelle schlechthin

für sie nicht gibt. „Da ich mich

um die Verstorbenen in der Pfarrei

kümmere und dabei auch die

Rosenkranzandachten gestalte,

habe ich ein paar Lieblingsstellen,

die ich gerne zitiere.“ Eine davon

stammt aus dem Lukas-Evangelium.

Sie lautet: „Herr, nun lässt Du

deinen Diener in Frieden fahren.“

Eine andere ist der Psalm 23 mit

„der Herr ist mein Hirte“. Dieser

Satz sei für Sabine Smetka immer

ein Ausdruck von tiefem Glauben

und der Hoffnung, dass man getragen

wird. „Ich bin ein wenig

freier in meinem Glauben, es muss

nicht Gott sein, es kann auch eine

höhere Kraft sein, die mich trägt.“

Für ihr eigenes Leben sprechen

sie überwiegend Bibelstellen an,

über die man auf die Liebe trifft.

„Es geht nicht nur um die Liebe

zwischen zwei Menschen, sondern

ebenso um die Liebe zu allem.“

Diese bedingungslose Liebe, wie

sie auch bei Mutter Theresa vorgelebt

und gepredigt hat. Sie sagte

einst: „Suche Gott nicht in fernen

Ländern. Dort ist er nicht. Er ist

ganz nahe. Er ist in Dir.“ Und das

passt jetzt wieder zu der Bibelstelle

„was ihr für einen meiner

Brüder getan habt, das habt ihr

mir getan“, die Sabine Smetka als

Überschrift ausgewählt hat. „Und

so sehe ich auch meinen Einsatz

für die Gemeinschaft hier vor Ort.“

„Selig sind die,

die nicht sehen

und doch glauben“

Die Geschichte von Thomas, dem

Ungläubigen aus dem Johannes-

Evangelium (Kapitel 20, 24 bis 29),

gefällt Roland Schwalb besonders

gut. Seit fast 25 Jahren kümmert er

sich als Mesner um die Stadtpfarrkirche

Weilheim, macht Urlaubsvertretung

in anderen Kirchen der

Pfarreiengemeinschaft oder kümmert

sich zusammen mit seiner

Frau um die Pfarrheime. Daneben

ist er auch als Stadt- und Kreisrat

vielseitig engagiert. Er sagt, dass

dieser Thomas „doch in jedem von

uns steckt, weil er die Erzählungen

der Apostel von der Auferstehung

Jesu nicht glauben möchte, solange

er nicht seine Finger in die

Male der Nägel und seine Hand an

die Seite von Jesus legen konnte“.

Wir Christen würden schließlich

auch zur rechten Zeit mit Gott hadern

und dürfen auch mal zweifeln.

„Als Mesner begleite ich viele

Gläubige, sozusagen von der Wiege

bis zur Bahre, und da wird man

oft mit schweren Schicksalsschlägen

konfrontiert.“ Es sei nämlich

nicht so, dass man als Mesner

nur den Pfarrer anziehe und die

Kerzen anzünde. „Eigentlich habe

ich mal Orthopädieschuhmacher

gelernt, aber nun bin ich schon

im 25. Jahr hier in der Stadtpfarrei

und mit den Aufgaben mitgewachsen.“

Im Leben gebe es immer mal

Situationen, in denen man mit

Gott hadere. „Wenn ich mit Menschen

spreche und solche Zweifel

spüre, dann zitiere ich gerne diese

Bibelstelle von Thomas.“ Denn der

Schluss „selig sind die, die nicht

sehen und doch glauben“ wische

allen Zwiespalt wieder weg. rg

Roland Schwalb

märz / april 2019 | 15


Andreas Biehler entwickelte „Elements“

Keltische Kampfkunst

aus dem Tassiloland

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Seehausen | Im Tassiloland gibt es

so gut wie jede Sportart. Egal ob

klassisch oder Trendsport, irgendwo

zwischen Starnberger See,

Ammersee und Staffelsee versucht

sich bestimmt ein Sportler daran.

Dass jemand seine komplett eigene

Sportart kreiert, dürfte hingegen

ziemlich einzigartig sein.

Andres Biehler hat dies getan und

vor drei Jahren „Elements“, eine

keltische Kampfkunst, entwickelt.

„Geplant war das auf keinen Fall“,

sagt der 38-Jährige, der bereits im

Alter von zehn Jahren mit Judo begann,

später auch Ju-Jutsu, Boxen,

Aikido, Karate und die koreanische

Tempelkampfkunst SunMuDo erlernte.

Darüber hinaus studierte

er privat Wing Chun, einen chinesischen

Kung-Fu-Stil, und Ninjutsu,

die Kampfkunst der Ninja. Ein

Shaolin lehrte ihm die zehn Qi-

Gong-Übungen und mit 16 lernte

er „Yanaàhee“ kennen, die ihm

mit dem Schamanismus vertraut

machte. Andras Biehler, ein echtes

Kampfkunst-Multitalent.

Keltischer Ansatz gepaart

mit Kampfkunst

Ganz am Anfang stand der

Wunsch, entgegen der asiatischen

Kampfkünste, die heimische Kultur

einfließen zu lassen. Das keltische

Kreuz hat beispielsweise

eine ähnliche Bedeutung wie das

chinesische „Yin und Yang“. Mit

einem Vorurteil möchte Andreas

Biehler an dieser Stelle allerdings

aufräumen: „Verwendet man irgendwo

ein Keltenkreuz, wird

man gelegentlich in die rechte

Ecke gestellt – dem ist aber bei

uns absolut nicht so.“

Viele Kampfkünste haben Tiere

zum Vorbild, wie etwa den Tiger

beim Karate oder die Schlange

bei Kung-Fu. Einzelne Künste arbeiten

zwar mit Elementen, aber

niemals mit allen vier. „Elements“

sei laut Andreas Biehler die erste

Kampfkunst, die alle vier Elemente

in ihre Übungen integriert. „Vor

allem keltische Druiden arbeiteten

mit dem

Wissen um

die Elemente“,

erklärt

Biehler, der

diesen keltischen

Ansatz

mit seinen

Erfahrungen

aus den asiatischen

Kampfkünsten

verbunden

hat. Unter anderem

werden bei „Elements“

alle vier Elemente mittels keltischer

Praktiken und unter Zuhilfenahme

von Meditation oder Qi-

Gong aktiviert. „Ein Gegenpol zur

modernen von Hektik und Angst

geprägten Lebensweise“, sagt

Biehler. Das Schöne an der Sportart:

Es gibt kein zu dick, zu klein,

zu alt oder zu unbeweglich. „Das

Einzige, was man mitbringen sollte

ist die Offenheit für das Neue,

sowie eine kindliche Neugier und

Leidenschaft, diesen Weg für sich

anzunehmen.“

Was auf den ersten Blick ein wenig

kompliziert klingen mag,

wird bei genauerem Betrachten

immer klarer. Bei „Elements“

geht es weniger um das Erlernen

von hunderten von komplizierten

Techniken und schwierigen Bewegungsabläufen

wie bei manch anderen

Kampfsportarten. Vielmehr

liegt der Fokus auf ausgewählten

und hocheffektiven Techniken in

Verbindung mit dem jeweiligen

harmonisierenden Element. Erde,

Wasser, Feuer, Luft gelten in vielen

Kulturen und spirituellen

Traditionen

als Grundbausteine

des Seins. Jedes

Element verkörpert

dabei mehrere

Eigenschaften

und repräsentiert

bestimmte geistige

Prinzipien. Bei

Erde etwa gibt es

bei „Elements“ keine

Schläge, nur Würfe.

Feuer, welches unter

16 | tassilo


anderem die Explosivität symbolisiert,

vereint hingegen alles, auch

Faust- und Fußtritte. Bei Wasser,

welches Einflüsse von Aikido aufweist,

geht es um energetisches

Ringen mit weichen Bewegungen.

Und bei Luft sind unter anderem

Schwertkampf, Sprünge und auch

Kicks integriert. Ausgelegt ist das

„Elements“-Training auf fünf Jahre

bis zum Erlangen des Meistergrades,

wobei gemäß der Kampfkünste,

der Weg – der Do – ohnehin

niemals endet.

Auf ein Gürtelsystem wird bei

„Elements“ bewusst verzichtet,

hatte doch genau aus diesem

Grund ein Freund von Andreas

Biehler einst keine Lust mehr auf

den Karateverein. „Ich habe ihm

dann angeboten, ein bisschen mit

mir zu trainieren“, blickt Biehler

zurück.

Seit 2018 offiziell im

örtlichen Sportverein

Nach einiger Zeit drängte der

Kumpel und Biehlers Schwester

ihn, seine Überlegungen zu Papier

zu bringen. Die Schwester nahm

die Zeilen mit, druckte Flyer und

verteilte diese, woraufhin sich immer

mehr Interessierte meldeten.

Die ersten Jahre trainierte Andreas

Biehler mit rund zehn Schülern

direkt am Staffelsee, Geld hatte

er nie verlangt. Es war zwar ein

lockerer Zusammenschluss, dennoch

trotzten sie Wind und Wetter.

„Es kam mir der Gedanke,

dass wir uns in einem Verein

organisieren sollten, sonst stirbt

es irgendwann wieder aus.“ Seit

Anfang 2018 ist „Elements“

offizielle Abteilung beim SV

Seehausen. „Ein wichtiger

Schritt“, spricht Biehler

insbesondere versicherungstechnische

Aspekte

an. Und noch einen Vorteil

bietet die Aufnahme

in den Verein: Mittlerweile

dürfen die Sportler in

der Seehauser Turnhalle

trainieren. Fallschule beispielsweise

konnten sie

zuvor nur im Tiefschnee

machen. „Jeder, der

Bock hat, kann vorbeischauen“,

sagt Andreas

Biehler über die jede

Woche dienstags ab

19 Uhr stattfindenden

Übungseinheiten.

Beim Training folgt der Begrüßung

eine etwa fünf minütige

Zeremonie inklusive Schlag auf

Unter anderem den Schwertkampf

lehrt Andreas Biehler.

eine keltische Trommel. Beim

Aufwärmtraining wird viel für den

Rücken getan, schließlich „kommt

die Kraft zum Großteil aus dem

Rücken“, wie Andreas Biehler erklärt.

Dehnungen, Gleichgewicht,

Koordination, Kraft, viele Übungen

sind dabei vom Shaolin-Mönch

übernommen, den Biehler einst

kennenlernte. „Mir ist wichtig,

dass die Teilnehmer entspannt,

aber energiereich aus dem Training

kommen.“ Wer sich von

„Elements“ selbst ein Bild machen

möchte, kann dies am Samstag,

30. März, beim Sportfest des SV

Seehausen tun. Dann werden die

Sportler erstmals vor einem großen

Publikum auftreten. Derzeit

erarbeiten sie hierfür eine ansprechende

Choreografie. Immer im

Fokus: die vier Elemente. tis

Bei „Elements“ geht es um ausgewählte und hocheffektive

Kampfsport-Techniken, die bis ins Detail trainiert werden.

märz / april 2019 | 17

Kompetenz für Ihre Gesundheit

Die Spezialklinik für Innere Medizin

Seit über 70 Jahren bietet unsere Privatklinik

in schönster Lage, direkt am Ammersee, fachlich

hervorragende Betreuung für Patienten

aller Krankenkassen verbunden mit individueller

Pflege. Durch neueste Untersuchungsund

Behandlungsmethoden, sowie modernste

Medizintechnik mit einem breiten Spektrum

geben wir Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Gesundheit

bei uns in besten Händen ist.

Spezialgebiete der Klinik

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Sonntag, 24. März 2019 16.00 Uhr Bibliotheksaal Polling

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Mozarts Meisterwerk einmal nicht in der Oper,

sondern im Konzertsaal - geflötet, gestrichen

und erzählt, „für Leute von 8 bis 108“

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07.07. Basilika Benediktbeuern

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77



Tag der Gesundheit in Weilheimer Stadthalle

Live-Operationen

auf Leinwand

Weilheim | Am Samstag, 9. März,

findet in Weilheims Stadthalle

wieder ein Tag der Gesundheit

statt. Mehr als 20 Aussteller aus

der Gesundheits- und Pflegebranche,

alle aus Weilheim und umliegenden

Ortsteilen, präsentieren

von 10 bis 17 Uhr Behandlungsmethoden,

innovative Produkte und

klären im Rahmen verschiedener

Fachvorträge auf in beispielsweise

Prävention und Erster Hilfe. „Wir

möchten den Leuten zeigen, dass

wir hier in Weilheim im Gesundheitssektor

sehr gut aufgestellt

sind, man für Behandlungen nicht

nach München fahren muss“, sagt

Dr. Johannes Langer, Hausarzt in

der Oberen Stadt. Hausarzt, Zahnarzt,

Physiotherapeut, Apotheker,

Pflegekraft, Chirurg, Rettungssanitäter:

Die Weilheimer Stadthalle

wird voll sein mit Experten, die

Groß und Klein bis ins Detail Einblicke

in ihre Arbeit ermöglichen,

darüber hinaus diverse Mitmachaktionen

anbieten. Kinder dürfen

beispielsweise ihre Puppen mitbringen,

sie unter fachkundiger

Anleitung verarzten. Das Bayerische

Rote Kreuz öffnet vor den

Toren der Stadthalle die Türen

eines Rettungswagens, zeigt den

Besuchern, wie ein Notfallpatient

auf vier Rädern transportiert und

mit modernster Ausstattung versorgt

wird. Eine Apotheke bietet

Hauttypisierungen an. Für altersschwache

Menschen und deren

Angehörige interessant sind Schulungen

mit halbautomatischen

Defibrillatoren, die auch immer

häufiger in öffentlich zugänglichen

Einrichtungen, zum Beispiel

in Schalterräumen von Banken, für

lebensrettende Sofortmaßnahmen

an die Wand gehängt werden.

Oder die Funktionsbeschreibung

eines Hausnotrufknopfes, der je

nach Kundenwunsch und entsprechender

Programmierung ein

Signal an Angehörige, Pflegekräfte

oder Notrufleitstelle sendet.

Typisierungsaktion für

Knochenmarkspende

Das Highlight schlechthin an diesem

Tag: Live-Operationen, die auf

einer großen Leinwand gezeigt

werden. Orthopäde Dr. Karl Flock

wird Echtzeit-Einblicke in eine

minimal-invasive Knieoperation

gewähren. Aus der Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau wird

aller Voraussicht nach eine Gallenblasen-Operation

übertragen.

Wichtig ist besonders die „Aktion

Knochenmarkspende Bayern“.

Alle Besucher im Alter zwischen 17

und 45 Jahren können sich während

der Veranstaltung für eine

mögliche Knochenmarkspende typisieren

lassen. Hintergrund: Fällt

bei einem Menschen das blutbildende

System im Knochenmark

krankheitsbedingt aus, oder es

werden kranke Zellen gebildet, ist

die Produktion von Blutzellen nicht

mehr gewährleistet. Die Folge: Es

kommt sehr schnell zu lebensbedrohlichen

Krankheiten wie

Leukämie. In vielen dieser Fälle

ist die einzige Überlebenschance

der Patienten eine Transplantation

oder Spende von gesunden, zum

jeweiligen Patienten passenden

Stammzellen. „Hierfür muss der

Spender lediglich ein Medikament

einnehmen und Blut abnehmen

lassen“, sagt Dr. Langer über ein

Die Aktionsgruppe „Gesundheit“ der Weilheimer i CSU.

18 | tassilo


2017 noch als Stand vor Ort, werden heuer moderne OP-Techniken via

Live-Operationen auf Leinwand demonstrativ gezeigt.

routinemäßiges Procedere, vor

dem niemand Angst zu haben

braucht und nur jedem zu empfehlen

ist. Warum? Laut Angaben

des Berliner Robert-Koch-Instituts

erkranken allein in Deutschland

jährlich 11 000 Kinder und Erwachsene

an Leukämie oder vergleichbar

bösartigen Krankheiten.

Scheinwelten dürfen

kein Maßstab sein

Umso besser, wenn es gar nicht erst

zu Krankheiten kommt. Präventive

Maßnahmen, zum Beispiel gezielte

Rückenübungen für Menschen,

die berufsbedingt ständig im Auto

oder Büro sitzen, sorgen unter

anderem dafür. Zur Basis eines

gesunden Menschen gehört auch

eine ordentliche Portion Selbstvertrauen,

welches speziell bei pupertierenden

Jugendlichen häufig

angeknackst ist. Dabei dürfen der

eingeölte Sixpack von Fußballstar

Christiano Ronaldo oder die Maße

von Topmodell Gisele Bündchen

kein Maßstab für unsere Jungs

und Mädels sein. Mit Theateraufführung,

Erzählungen, Videos und

Bildern unter dem Titel „Mut zu

mir“ wird am Tag der Gesundheit

auf „aus Scheinwelten resultierenden

Gefahren“ wie Depression,

Minderwertigkeitskomplex oder

Essstörung aufmerksam gemacht.

Wiederum für ältere Menschen

interessant: Ein Gedächtnis-Check,

den die Alzheimer Gesellschaft

Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V. anbieten

wird. Darüber hinaus können

Besucher ihren Impfausweis

auf Aktualität überprüfen sowie

Hör- und Sehkraft testen lassen.

Neben zahlreichen Informationsständen

und Mitmachaktionen

finden den ganzen Tag über

Fachvorträge zu unterschiedlichen

Gesundheitsthemen in separaten,

vom Trubel abgeschirmten

umen statt. Kardiologe Dr. Alexander

Becker beispielsweise referiert

zum Thema „Vorsorge bei

Herzkrankheiten“. Zu anderer Zeit

sprechen Experten über „Patientenverfügung“

oder „Gefäße mit

und ohne Medikamente schützen“.

Freier Eintritt

und Infobroschüre

Der Eintritt beim nach 2017 zweiten

Tag der Gesundheit in Weilheim

(www.tagdergesundheit.de) ist

erneut frei. Auch alle Informationsvorträge

und Mitmachaktionen

für Groß und Klein sind kostenlos.

Einzig für die gesunden Mittagsgerichte

sowie Getränke, Kaffee

und Kuchen sind ein paar Euros zu

berappen. Kurzum: Für das leibliche

Wohl ist bestens gesorgt. Nun

hoffen Aussteller und Weilheimer

CSU, Aktionsgruppe „Gesundheit“,

auf einen ähnlichen Veranstaltungserfolg

wie vor zwei Jahren.

Damals waren rund 1000 Besucher

in die Stadthalle gekommen.

Und damit die auch am 9. März

Überblick bewahren, werden im

Eingangsbereich der Stadthalle

Broschüren mit allen wichtigen Informationen

zum Tag der Gesundheit

verteilt.

js

Wunden-Schminken ist offensichtlich h nicht nur für Kinder interessant. i

Für mich hat

sich’s gelohnt!

AZUBI-FIT PRÜFUNGSVORBEREITUNG

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Beginn: 12. März

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märz / april 2019 | 19


Gemeinschaftsprojekt zweier Murnauer Fischereivereine

Vom Riegsee in die Quellen

Ein Teil der erbrüteten Forellen

findet an den Sieben Quellen bei

Eschenlohe ihr Zuhause.

20 | tassilo

Neu-Egling | Die in den Bächen

und Flussläufen unser Region ursprünglich

heimische Bachforelle

wird je nach Nahrungsangebot

20 bis 80 Zentimeter lang und

erreicht ein Gewicht von bis zu

zehn Kilogramm. Die Bachforelle,

in Deutschland 1990 und 2005

zum Fisch des Jahres gekürt, kann

unter Idealbedingungen bis zu 18

Jahre alt werden. In regionalen

Gewässern kam es in der Vergangenheit

unter anderem zu künstlichem

Besatz mit der aus Amerika

stammenden Regenbogenforelle,

die weniger Ansprüche an Wasserqualität

stellt und auch schneller

wächst. Durch diese „Einbürgerung“

wird die Grundlage der

Bachforelle verschlechtert – eine

mitunter häufig diskutierte These.

In jedem Fall ist die Bachforelle

ein hervorragender Speisefisch,

daher auch bei hiesigen Fischern

sehr beliebt. Das ist aber bei

weitem nicht der einzige Grund,

warum der Fischereiverein Murnau

und D’Riegseefischer ein in

der Region ziemlich einzigartiges

Gemeinschaftsprojekt ins Leben

gerufen haben: Sie ziehen in der

Fischerhütte am Riegsee ihre eigenen

Bachforellen-Besatz.

Ursprünglich heimische

Fischarten fördern

„Es ist die Verantwortung der Fischereivereine,

für eine nachhaltige

fischereiliche Hege zu sorgen“,

sagt Sigi Mittermayr, Mitglied in

beiden Vereinen und Mit-Initiator

des Projekts. Wichtig sei, dass nur

einheimische Arten – in diesem

Fall die Bachforelle – gefördert

und in regionale Gewässer eingesetzt

werden. Vor rund vier Jahren

hatte sich die Möglichkeit mit der

Bootshütte am Riegsee ergeben,

seither kann die Kooperation der

beiden Vereine als wahre Erfolgsgeschichte

bezeichnet werden.

„Wir haben am Anfang ausprobiert,

dann Erfolg gehabt und

schließlich erweitert“, so Mittermayr,

der sich in den vergangenen

Jahren viel Fachwissen aneignete.

Täglich filigrane

Handarbeit

In diesem Winter wurden sage

und schreibe 70 000 Bachforelleneier

im sogenannten Augenpunktstadium

gekauft und seit

der zweiten Dezemberwoche direkt

am Riegsee federführend von

Sigi Mittermayr, Stephan Zipf und

Michael Christl umsorgt. Dreimal

täglich müssen die neun Boxen in

den drei Brutrinnen von Schalen

der bereits geschlüpften Kleinfische

befreit werden – in ihrer

natürlichen Umgebung würde

dies die Strömung übernehmen.

Auch nicht-befruchtete Eier oder

verkümmerte Jungfische müssen

entnommen werden, da sonst

für die übrigen Fische die Gefahr

des Pilzbefalls besteht. Für

das Betreuer-Team bedeutet das

durchaus filigrane Handarbeit,

müssen diese Eier doch per Pipette

entfernt werden. Auch wenn es

beim Besatz von Fischen strenge

Vorgaben gibt, geht eine solche

Aufzuchtstation weit über die

Pflichten von Fischereivereinen

hinaus. „Ein Zuckerl“, wie es Mittermayr

nennt.

Von klein auf wachsen die Salmoniden

also in der Hütte direkt am

Riegsee auf, dessen abgepumptes

Seewasser nahezu ideale Bedingungen

bietet. In der Natur hätten

die Fischeier viele Feinde und angesichts

der Strömung erschwerte

Bedingungen, bei der Aufzucht ist

der Verlust hingegen minimal –

ein hoher Prozentsatz kommt

durch. Während in professionellen

Aufzuchten die Temperatur bei

sechs bis acht Grad Celsius gehalten

wird, ist das Riegseewasser naturgemäß

weit weniger konstant.

Darüber wird streng Buch geführt,

ist doch kaum ein Winter wie der

vorige. So lag beispielsweise die

Wassertemperatur im November

2017 bei neun Grad Celsius

und sank dann kontinuierlich, bis

Ende Februar mit nur drei Grad

Celsius der Tiefpunkt erreicht

war. Aufgrund dieser Temperaturschwankungen

entwickeln sich die

Fische zwar ein wenig langsamer,

dafür sind die Bachforellen später

weitaus widerstandsfähiger. „Die

Fische wachsen von klein auf in

ihrem Heimatgewässer auf, kennen

sich aus und sind so auch viel

schwerer zu fangen als größere

Besatzfische“, erklärt Sigi Mittermayer

undumt sogleich mit

dem Vorurteil auf, Vereine würden

einen solchen Aufwand nur zum

eigenen Vergnügen machen. „Das

würde sich gar nicht rechnen.

Stephan Zipf und Sigi Mittermayr (v.l.)

an der Brutrinne mit den frisch

geschlüpften Bachforellen.


Der Start ins Bachforellen-Leben: Augenpunktstadium (Bild links) und geschlüpfter Brütling mit Dottersack.

Wenn wir einen von 100 Fischen

irgendwann wieder fangen, ist

das viel. Es geht vielmehr um die

Sorgfaltspflicht von uns Fischern.“

Im März

in eine neue Heimat

Ende Januar sind die ersten Kleinfische

geschlüpft, Mitte oder Ende

März sollen sie im Einzugsgebiet

der Loisach und in die Sieben

Quellen bei Eschenlohe in ihre

neue Heimat entlassen werden.

Gerade die Quellen sind für die

Entwicklung der Bachforellen ideal,

da dort im Oberlauf ähnliche

Bedingungen herrschen wie bei

einem Stausee. Die Kosten für das

Gemeinschaftsprojekt sind in Anbetracht

des Nutzens für die Natur

mit 350 Euro relativ moderat. Einzig

das Equipment inklusive der

Wannen und Brutrinnen mussten

im Laufe der letzten Jahre vorfinanziert

werden.

Die Boxen mit den Brütlingen

müssen stets abgedeckt sein, da

die Eier das UV-Licht nicht vertragen

würden. Zugefüttert wir erst

dann mit feingemahlenem Futter,

wenn die ersten ihren Dottersack

aufgezehrt haben. „Wir wollen sie

nicht daran gewöhnen“, so Mittermayr.

Mit den 70000 Eiern ist

man platztechnisch am Maximum

angekommen, wie Max Kellner,

erster Vorstand vom Fischereiverein

Murnau, erklärt. Dennoch:

Das Projekt könnte nicht besser

laufen“, freut sich Kellner über die

enge Zusammenarbeit der beiden

Fischereivereine. Bleibt nur mehr

abzuwarten, wie viele der Brütlinge

die Fischer vom Fischereiverein

Murnau und von den Riegseefischern

irgendwann mal wiedersehen.

Diese allerdings erst in

frühestens drei Jahren, wenn die

Bachforellen sicher über ihrem

Schonmaß liegen.

tis

Die heimische Bachforelle

in ihrer natürlichen Umgebung.

märz / april 2019 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Kulturelle Vielfalt in der Region

Bücher- und Palmmarkt in Huglfing

Das Neue Dorf“ – Zukunft von Stadt und Land gestalten

Musik liegt in der Luft

Huglfing | Am Samstag, 13. April, von 14

bis 18 Uhr und Sonntag, 14. April, von 9.30

bis 17 Uhr lädt der Arbeitskreis 7 für Kultur

und Geschichte zum großen Bücher- und

Palmmarkt in den gemütlichen Pfarrstadl

ein. Es werden erneut eine Vielzahl an

gut sortierten Büchern zur Auswahl angeboten.

Zudem gibt es sowohl traditionelle

als auch moderne Palmbuschen,

kreative und dekorative Oster- und Frühlingsbastelarbeiten,

Spezereien, ein interessantes

Ratespiel und noch vieles mehr.

Bei Kaffee und Kuchen kann sogleich in

den Büchern geschmökert oder beim Quiz

geknobelt werden – die perfekte Einstimmung

auf das bevorstehende Osterfest.

Um das Angebot für kleine und große

Besucher abzurunden, ist für Samstag

von 11 bis 16 Uhr zusätzlich ein Haus- und

Hofflohmarkt geplant. An verschiedenen

Häusern in Huglfing soll es allerlei Schätze

aus dem privaten Fundus geben. Ein

Übersichtsplan hierfür wird rechtzeitig

bekannt gegeben. Die Organisatoren

rund um den AK 7 freuen sich in

jedem Fall wieder auf zahlreitiche

Besucher.

Weilheim | Prof. Ralf Otterpohl leitet das

Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz

an der TU Hamburg und

lehrt unter anderem ländliche Entwicklung

und „Eco-Town Design“. Er hat

vielfältige, dezentrale Abwassersysteme

gebaut, ist Pionier der sogenannten „Terra

Preta Sanitation“ und hat das Konzept

des „Neuen Dorfes“ entwickelt. Dienstag,

12. März, hält er ab 19.30 Uhr im Pfarrheim

Miteinander einen Vortrag, der auf

drastische Weise zeigt, dass die aktuelle

Situation weit schlimmer und anders ist,

als die meisten denken. Prof. Otterpohl

ist trotz allem Optimist, gibt es doch eine

Vielzahl an erprobten Möglichkeiten, die

überall produktive Paradiese ermöglichen.

Das Neue Dorf“ ist eine kreative

Synthese der Vorteile von Stadt und Land,

zeigt Alternativen zum anonymen Leben

in den Großstädten und zur Entfremdung

lohnabhängiger Arbeit auf. Beispiele aus

aller Welt finden sich ebenso wie praktische

Anleitungen zu Standortsuche,

Planung und Produktionsmöglichkeiten.

Ralf Otterpohl stellt in seiner offenen Vision

ein spannendes Leben auf dem Land

vor. Veranstalter des Vortrages ist die

Weilheimer Agenda 21 und „Slowfood

Pfaffenwinkel“. Ab 19 Uhr gibt es bereits

ein kleines Buffet, der Eintritt ist

frei, Spenden sind willkomtimen.

Peißenberg / Penzberg | Auf ein Gemeinschaftskonzert

der besonderen Art

dürfen sich Musik-Fans in Peißenberg

und Penzberg freuen. Am Dienstag, 30.

April, gastieren um 20 Uhr der Penzberger

„Glück-Auf-Chor“, die Jugendkapelle

„Wonder-Brass“ aus Hohenpeißenberg

sowie der Volks-Chor „singen&mehr“ in

der Peißenberger Tiefstollenhalle. Der

„Glück-Auf Chor“ präsentiert unter der

Leitung von Barbara Mahlke mit seinen

knapp 30 Sängerinnen und Sängern das

Schönste aus allen Genres, von Mundart

bis Musical, von Volksliedern bis Filmmusik,

von Schlager bis Operette, gelegentlich

auch Kirchliches oder Gospel.

Die 35 Singbegeisterten des Volks-Chors

„singen&mehr“ mit Leiterin Susanne

Schuhmacher begeben sich hingegen in

die Welt des Schlagers und der Musikfilmmelodien

– reichlich Herzschmerz

und Urlaubsgefühle

sind

dabei gewiss.

Die Jugendkapelle

„Wonder-

Brass“ spielen

moderne Blasmusik im Big-Band-Stil

il

sowie „schmissige“ Unterhaltungsmusik.

Die rund 20 Musiker unter der Leitung

von Ralf Hilse freuen sich ebenso wie die

beiden Chöre auf das gemeinsame Konzert.

Der Einlass in der Tiefstollenhalle

wird um 19.30 Uhr sein. Wer an diesem

Termin keine Zeit hat, braucht sich nicht

lange ärgern, sind die drei Musikgruppen

doch bereits rund anderthalb Wochen

später in der Penzberger Stadthalle zu

Gast. Beginn ist am Samstag, ag, 11. Mai, um

19.30 Uhr, der Einlass ab 19 Uhr.

Eintritt ist bei beiden Konzertiten

frei.

Dr. Döblinger, Lech-Isar-Land und Alles Haiku – die Gewinner

Tassiloland | Ein paar heitere

Stunden erlebten

Anfang Februar Familie

Scharnagel aus Peißenberg,

Hermine Pröbstl

aus Polling und Marion

Noll aus Reichling, die bei

den Gewinnspielen der nuar/Februar-Ausgabe des

„tassilo“ je zwei Karten für „Dr.

Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater“ in der

Tiefstollenhalle gewonnen nen

Ja-

haben. Ein wenig ihren

Wissensdurst stillen können

indes Marina Schropp

aus Peiting, Reinhardt Renz

aus Seeshaupt und Rudolf

Deschlar aus Weilheim

mit dem 2019er Jahrbuch

vom Heimatverband Lech-

Isar-Land – allen durften

wir je ein Exemplar zusenden.

Den Gedichtband „Alles

Haiku“ von Hans Schütz

bekamen Britta Bolte aus

Weilheim, Maria Krieger aus

Weilheim und Jutta Enenkel

aus Obersöchering. Allen,

die diesmal kein Glück

hatten, wünschen wir

mehr Erfolg bei

den

aktuellen

Rätseln. tis

22 | tassilo


Weilheim | „Eine fesselnde

Zeitreise durch das Irland der

letzten 200 Jahre – irisch und

lebensfroh.“ Das verspricht

„Dance Masters! Best of Irish

Dance“ am Dienstag, 26. März,

in der Weilheimer Stadthalle.

Eine Auswahl der besten irischen

Stepptänzerinnen und

Stepptänzer wirbeln und „clicken“ entlang der fesselnden

Love-Story von Patrick und Kate in atemberaubendem

Tempo über die Bühne und scheinen

dabei die Gravitation einfach aufzuheben. Dazu

gibt es fröhliche Banjo-Rhythmen, traditionelle

Pipes und original irische Vocals der stets gefeierten

Band. Diese ansteckende Lebensfreude, gepaart

mit ungestümer Dynamik, tänzerischer Präzision

und perfekter Choreografie, faszinierte in den vergangenen

Jahren bereits hunderttausende Besucher.

Karten für den irischen Abend in Weilheim,

der um 19.30 Uhr beginnt, gibt es ab 34,90 Euro

beim Kreisboten-Ticketservice in der Sparkasse,

Best of Irish Dance in der Stadthalle

sowie versandkostenfrei unter

0365 / 5481830 und www.bestofirishdance.de.

Hier finden

sich auch alle Informationen

zu ermäßigten Tickets und VIP-

Arrangements. Damit Besucher

in der Stadthalle auch wirklich

jedes tänzerische Detail sehen

können, werden die Tänzer

zusätzlich per Live-Übertragung auf großer Video-

Leinwand gezeigt.

>>> KARTENVERLOSUNG

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost für „Dance

Masters! Best of Irish Dance“ in der Weilheimer

Stadthalle 2 x 2 Tickets. Wer diese gewinnen möchte,

schickt eine Postkarte mit dem Stichwort „Irish

Dance“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@tassilo.de. Einsendeschluss ist

der 15. März. Absenderadresse nicht vergessen, da

die Karten per Post verschickt werden. Wie

immer entscheidet das Los, der Rechtstiweg

ist ausgeschlossen. Viel Erfolg! f i i

Foto: Uwe Klemens

MATINEE UM ELF

www.podium-musicale.de

So 10.03. 2019 | 11 Uhr

Bibliotheksaal Polling

VIAGGIO IN ITALIA

WERKE VON A. VIVALDI, L. VINCI, G.P. GUIGNON

ENSEMBLE LE SOURIRE GRACIEUX

Miho Shirai, Traverso | Anna Pontz, Salterio | Cornelia Demmer, Laute

und Adrian Cygan, Cello

PODIUM MUSICALE e.V. - Junge Künstler konzertieren

„Farben Leben“ von Bruno J. Schor

Jugendtheater der Kolpingbühne

Murnau / Eglfing | Bereits seit Februar werden im Hotel

Angerbräu in Murnau die vielseitigen Werke des

Eglfinger Künstlers Bruno J. Schor der Öffentlichkeit

präsentiert. Schor beherrscht die Techniken der Acryl-,

Aquarell- und Hinterglasmalerei. Durch die Heimatverbundenheit

des Künstlers lassen sich häufig Sujets

der oberbayerischen Seen, insbesondere des Staffelsees

sowie des Voralpenlandes, erkennen. Aber auch

einige Impressionen verschiedener Reisen spiegeln

sich in den Werken wider, so dass auch afrikanische,

amerikanische oder asiatische Szenerien in der Ausstellung

zu sehen sind. Bruno J. Schor verwendet für

seine Werke unterschiedliche Materialien und Werkzeuge:

„Ich benutze gerade in der Acrylmalerei sehr oft

die Spachtel und es können schon einmal eine Gabel

oder meine bloßen Finger zum Einsatz kommen. Ich

liebe einfach die absolute Gestaltungsfreiheit

und lasse mich stets von der jeweiligen

Stimmungslage leiten“, so der der Künstler.

Die Ausstellung wird noch bis Ende Mai 2019

zu sehen sein, der Eintritt ist frei. Die Hälfte

des Erlöses aus verkauften Kunstwerken

spendet Schor an die

„Schülerhilfe für Nepal e.V.“. tis

Starnberg | Das Jugendtheater der Kolpingbühne

bringt Ende März „Aladin und die

Wunderlampe“ von Sabrina Gabler auf die

Bühne des katholischen Pfarrzentrums St.

Maria. Der Eintritt ist frei für die Auftritte

am 23., 24., 30. und 31. März, jeweils um

15 Uhr. Hinzu kommen zwei 17 Uhr-Termine

am 24. und 29. März. Start der Kartenreservierung

ist Rosenmontag, 4. März, unter

www.kolpingbühne.de. Die Geschichte

handelt vom Straßenjungen Aladin, der

auf dem Markt von Bagdad ein Stück Brot

stiehlt und, unter einer Decke versteckt, den

Wachen des Palastes entkommt. An diesem

Tag ist es auch Prinzessin Djamila gelungen,

einmal unerkannt auf dem Markt zu

stöbern. Aladin und die Prinzessin treffen

und verlieben sich. Doch das Glück währt

nur kurz. Zum Abschied schenkt Djamila

Aladin eine Öllampe, die sie auf dem Markt

erstanden hat. Wie die Geschichte ausgeht

und wer eigentlich Dschini ist,

erfahren Theater-Fans an einem

der sechs Termine.

tis

märz / april 2019 | 23


Drei Stationsleitungen im Portrait

Pflege – weit mehr als nur ein Job

Sonderveröffentlichung der

Weilheim / Schongau | Der Beruf

in der Gesundheits- und Krankenpflege

ist äußerst vielfältig. Neben

medizinischem Fachwissen, sind

unter anderem Einfühlungsvermögen,

Kommunikationsstärke

und ein gewisses Organisationstalent

gefragt. Erfreulicherweise

genießt das gesamte Berufsbild

heute eine enorme Anerkennung

in der Bevölkerung. „tassilo“ stellt

stellvertretend für alle Gesundheits-

und Krankenpflegekräfte der

Krankenhaus GmbH drei Personen

vor, die alle als Stationsleitung

oder stellvertretende Stationsleitung

noch mehr in der Verantwortung

stehen. Dabei gewähren

Lolita Hönig, Christian Hütten und

Rick Dornhauer Einblicke in ihren

Werdegang und Alltag. Außerdem

verraten sie, was ihren Beruf zu

einem echten „Traumjob“ für sie

macht.

Lolita Hönig, Stationsleitung

Akutgeriatrie in Schongau

und Weilheim

Lolita Hönig war 16 Jahre lang

auf der internistischen Station in

Schongau tätig, ehe ihr der demografische

Wandel, wie sie sagt,

2014 einen neuen Arbeitsplatz

bescherte. Die Akutgeriatrie (Altersmedizin)

wurde bei der Krankenhaus

GmbH als neue Abteilung

geschaffen, Lolita Hönig gestaltete

vom ersten Tag an sämtliche Abläufe

mit. „Ich durfte von der Pike

auf mitwirken“, blickt Hönig zurück.

Es ist genau diese Herausforderung,

bei der Entwicklung einer

Abteilung dabei zu sein, die Hönig

letztlich überzeugte. Ihre Entscheidung

hat sie bisher nie bereut.

Auch dann nicht, als bereits nach

Stationsleiter unter sich (v.l.n.r.): Rick Dornhauer, Christian Hütten und

Lolita Hönig.

kurzer Zeit der Prozess zur Zertifizierung

im Raum stand, der

letztendlich „sehr gut bewältigt

wurde“, wie Lolita Hönig sagt. Apropos

Herausforderung: Eine solche

steht auch jetzt wieder für sie

an, nachdem in Weilheim gerade

ein zweiter Akutgeriatrie-Standort

entstanden ist. Stationsleitung?

Natürlich Lolita Hönig. „Ich mache

es auch deshalb so gerne, weil mir

relativ viele Freiheiten eingeräumt

werden.“ Will heißen: Solange sie

mit ihrem Team das Ziel erreicht,

wird ihr der Weg selbst überlassen.

Diese Freiheit schätzt sie sehr.

Seit 2003 war sie bereits Stationsleitung

der Inneren Medizin, hat

sich seither stets weiterentwickelt,

was in der Medizin essentiell ist.

Aktuelle Stellenangebote unter

Unter anderem absolvierte Hönig

eine Mentorenausbildung, besuchte

ergänzend eine Palliativ-

Fortbildung und besitzt eine Geriatrische

Zusatzqualifikation. „Es

ist kein Job für mich – sondern viel

mehr“, sagt die Gesundheits- und

Krankenpflegerin und ergänzt:

„Es kommt bei den Patienten an,

wenn man seinen Beruf gerne

macht.“ Insbesondere in der Akutgeriatrie,

wo es nicht ausnahmslos

ums Pflegen geht, sondern auch

mal darum, mit den Patienten am

Mittagstisch zu sitzen, mit ihnen

zu singen, spielen oder auch die

Angehörigen einzubeziehen. Mit

dieser unübersehbaren Leidenschaft

für ihre Tätigkeit steckt sie

ihre Mitarbeiter an. „Wichtig ist,

dass man für seine Patienten da

ist, aber auch, dass es den Mitarbeitern

gut geht.“ So ist es für sie

beispielsweise selbstverständlich,

dass Mütter nach Elternzeit gut integriert

werden – inklusive flexibler

Arbeitszeitmodelle. Und dieser

Geist schlägt hohe Wellen, ist im

gesamten Krankenhaus bekannt.

Neben dieser mütterlichen Fürsorge

gegenüber ihren Mitarbeitern,

verlangt Lolita Hönig im Gegenzug

aber auch genau diese Teamfähigkeit

von ihren Kollegen.

Christian Hütten, stellv.

Stationsleitung Klinik

für Unfallchirurgie und

Orthopädie in Weilheim

Christian Hütten wollte schon als

Kind entweder Rettungsassistent

oder Krankenpfleger werden. Einen

beruflichen Alltag etwa in

einem Büro konnte er sich damals

nicht vorstellen, viel mehr wollte

er sich seit jeher im sozialen Bereich

engagieren. Sein Zivildienst

in einem Krankenhaus gefiel ihm

schließlich so sehr, dass er eine

Krankenpflegeausbildung anschloss.

„Als Rettungsassistent

hätte ich nicht so viel Kontakt zu

den Menschen gehabt“, sagt er

über einen der Gründe. Heute ist

er in der Weilheimer Unfallchirurgie

und Orthopädie angekommen,

ist mittlerweile stellvertretende

Stationsleitung. Mit rund 40 Betten

ist die Station 4 eine der größten

der Krankenhaus GmbH und

soll zeitnah sogar noch erweitert

www.meinkrankenhaus2030.de/gv/karriere/stellenboerse


Wir suchen

Gesundheits- und

Krankenpfleger/innen

für die

Station 4 in Weilheim

Intensivstation mit IMC Schongau

Akutgeriatrie Weilheim und Schongau

Notaufnahme Weilheim und Schongau

werden. Pro Monat nimmt sich

der passionierte Krankenpfleger

ein bis zwei Tage Zeit für organisatorische

Aufgaben, die er als

stellvertretender Stationsleiter zu

erledigen hat. Eine Anfrage, die

Stationsleitung zu übernehmen,

lehnte er bewusst ab, um nicht

noch mehr mit Organisatorischem

eingespannt zu sein, obwohl ihm

das derzeitige Bürokratie-Pensum

durchaus gefällt. Bei der Krankenhaus

GmbH wurde der Wunsch

völlig akzeptiert. „Eine gute Stellvertretung

ist Gold wert“, sagt in

diesem Zusammenhang Pflegedienstleitung

Anne Ertel.

„Es ist ein gutes Miteinander,

auch mit den Ärzten und anderen

Fachrichtungen“, spricht Christian

Hütten über das Betriebsklima im

Weilheimer Krankenhaus. Selbst

dem Schichtdienst kann er fast nur

Positives abgewinnen. „Klar muss

man abends oder in der Nacht

mal arbeiten, dafür kann man an

anderen Tagen ausschlafen, wenn

alle anderen in die Arbeit müssen.“

Mit Menschen umgehen, auf

sie zugehen und eine Beziehung

zu diesen aufbauen, sind einige

der Aspekte die Christian Hütten

an seinem „absoluten Traumjob“

besonders begeistern. „Das

Schöne an meinem Beruf ist, dass

jeder Tag anders ist. Ich habe immer

wieder mit neuen Patienten

und Krankheitsbildern zu tun oder

lerne sogar andere Kulturen kennen“,

sagt Hütten. Zudem schätze

er vor allem das Fachwissen über

den menschlichen Körper oder

den richtigen Einsatz von Medikamenten,

welches er sich während

der Ausbildung und zahlreichen

Fortbildungen aneignete. Ein

wichtiger Teil seiner Tätigkeit sei

die Tatsache, dass er als Ansprechpartner

für seine Patienten fungiert,

manchmal sogar als eine Art

„Übersetzer“ zwischen Arzt und

Patient. „Es gibt nichts besseres“,

schwärmt Christian Hütten. Im Übrigen:

Die Klinik für Unfallchirurgie

und Orthopädie ist derzeit intensiv

auf der Suche nach qualifiziertem

Personal.

Rick Dornhauer,

Stationsleitung Intensiv

und Intermediate Care

in Schongau

Rick Dornhauer ist ein gutes Beispiel,

dass bereits im jungen Alter

eine Karriere bei der Krankenhaus

GmbH möglich ist. Seit 2013 ist der

29-Jährige auf der Intensivstation

tätig, kam direkt nach dem Examen

ins Schongauer Krankenhaus.

Seit vergangenem Jahr ist Dornhauer

Stationsleitung der Intensiv

und Intermediate Care. „Herr

Dornhauer ist nicht die jüngste

Stationsleitung“, verrät Anne Ertel.

Rick Dornhauer hatte nach der

Mittleren Reife eine Ausbildung

zum Bürokaufmann abgeschlossen,

wobei er bemerkte, dass ihm

in diesem Beruf der unmittelbare

Kontakt zu anderen Menschen

fehlte. Bei einem Jahrespraktikum

im Krankenhaus lernte er

faszinierende Menschen kennen

– ein Glücksfall für ihn. Das starke

Teamgefüge, die Fürsorge für die

Kollegen oder auch das Managen

einzelner Befindlichkeiten begeistern

ihn an seiner Tätigkeit als Stationsleiter.

„Ich hatte immer den

Wunsch, auf einer Intensivstation

zu arbeiten. Dass man Stationsleitung

wird, ist allerdings nicht

planbar“, sagt Dornhauer, der

mit 29 Jahren Vorgesetzter eines

24-köpfigen Teams ist. „Ich bin

Pflegeteam

>>> Pflege im Überblick

Patienten und Angehörigen stehen in den Krankenhäusern Weilheim

und Schongau erfahrene Pflegekräfte zur Verfügung. Sie beraten,

unterstützen und begleiten mit ihrem Fachwissen in Situationen der

Pflegepraxis und haben immer ein offenes Ohr für die Sorgen, Nöte

und Ängste von Patienten und Angehörigen gleichermaßen. Sie sind

außerdem in den Bereichen Fort- und Weiterbildung sowie Schulung

von pflegenden Angehörigen tätig.

Pflegeleitbild

Das Verständnis vom Menschen orientiert sich am humanistischen

Menschenbild. Jeder Mensch wird als Individuum gesehen und ist

damit einmalig und unverwechselbar. Die Würde und der Wert eines

jeden Menschen ungeachtet seines Alters, seines kulturellen

Hintergrunds, seiner Herkunft, Konfession und Hautfarbe, seines Geschlechts,

seiner Bildung und Leistung gelten als unantastbar. Die

Würde wird auch bei Krankheit, körperlicher und/oder seelischer Behinderung

zeitlebens gewahrt.

Pflegeverständnis

Professionelle Krankenpflege bietet dem betroffenen Menschen und

seinen Bezugspersonen in seinem physischen, psychischen, sozialen

und geistigen Bedürfnissen diejenige Unterstützung, die zur Erhaltung

seines Wohlbefindens und/oder zur teilweisen Wiederherstellung seiner

Gesundheit und seines individuellen Gleichgewichts benötigt wird.

Dies bedeutet auch, Menschen dahingehend zu betreuen, dass sie lernen

ihre Einschränkungen, Behinderungen oder auch schwere Erkrankungen

zu akzeptieren und aus dieser veränderten Situation für sich

einen Lebenssinn zu entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt in der ganzheitlichen

Pflege ist, dem betroffenen Menschen in seinem Prozess des

Abschiednehmens und der damit verbunden Trauer beizustehen, um

ihm ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.

Das Pflegebild sichert eine professionelle Vorgehensweise im beruflichen

Handeln.

sehr froh, diese Chance bekommen

zu haben.“ Auch Rick Dornhauer

bezeichnet sich, wie seine

beiden zuvor beschriebenen Kollegen,

in erster Linie als Krankenpfleger,

erst dann kommen alle

anfallenden Organisationsaufgaben.

Dabei will er stets als Vorbild

vorangehen, „schließlich kommt

man nur so im Team weiter“. tis

märz / april 2019 | 25


Pflegedienstleiterin Anne Ertel und ihr Team im Gespräch

Karriere-Chancen besser denn je

Schongau / Weilheim | Sie haben

sich der Pflege von kranken Menschen

verschrieben, das merkt

man in jeder Aussage von Anne

Ertel, Pflegedienstleitung (PDL)

in den Krankenhäusern Schongau

und Weilheim, sowie ihren

beiden Stellvertreterinnen Sandra

Buchner (Weilheim) und Claudia

Koch (Schongau). Alle drei sind

gute Beispiele, wie eine erfolgreiche

Pflege-Karriere bei der Krankenhaus

GmbH aussehen kann.

Wichtig sei – da sind sich Ertel,

Buchner und Koch einig – dass

der Beruf mit Liebe ausgeführt

wird. Schließlich merken es die

Patienten, laut Aussage der drei

Expertinnen, wenn lediglich Dienst

nach Vorschrift gemacht wird. Im

„tassilo“-Interview sprechen die

drei Frauen unter anderem über

ihren jeweiligen Werdegang, was

das Team der Krankenhaus GmbH

auszeichnet und darüber, welche

hervorragenden Aufstiegschancen

im Moment auf Krankenpflege-

Absolventen warten.

Frau Ertel, seit wann sind Sie Pflegedienstleiterin?

Anne Ertel: Ich habe 2014 im Krankenhaus

Weilheim begonnen, damals

als stellvertretende Pflegedienstleitung.

Bis 2014 waren die

beiden Krankenhäuser getrennt, es

gab sowohl in Schongau, als auch

in Weilheim eine Pflegedienstleitung

– generell war noch nicht so

viel vernetzt. Mittlerweile ist das

anders, was beiden Häusern sehr

zugutekommt. Seit 2015 bin ich

Pflegedienstleiterin und bin jeden

Tag in Schongau und Weilheim.

Ich nenne es immer ein „Pendeln

zwischen den Welten“, schließlich

sind die Menschen regional auch

ein wenig unterschiedlich.

Frau Koch, Frau Buchner, wie sind

Sie in der stellvertretenden Pflegedienstleitung

gelandet?

Claudia Koch: Ich fing 1999 auf der

Intensivstation an, war jahrelang

Mitarbeiterin, bin dann stellvertretende

Stationsleitung und später

Stationsleitung geworden. 2016

habe ich dann die Chance ergriffen,

in die Pflegedienstleitung zu wechseln.

Dazu bin ich für das Schadens-

und Qualitätsmanagement

verantwortlich.

Sandra Buchner: Ich begann in

Schongau 1994 gleich nach dem

Examen als Krankenschwester. Ich

dachte erst, es sei nur für ein Jahr

– mittlerweile sind es 25. Ich habe

nie gedacht, dass ich irgendwann

mal Stationsleiterin bin, geschweige

denn in der Pflegedienstleitung

tätig sein werde. 2015 habe ich die

Möglichkeit bekommen, die Stationsleitung

in der Geriatrischen

Reha zu übernehmen, und es bereitet

mir viel Spaß. Es ist genau mein

Ding, das habe ich mir eigentlich

gar nicht erträumen lassen. 2018

hat mich Frau Ertel dann gefragt,

ob ich nicht stellvertretende PDL in

Weilheim machen möchte.

Haben dann die Stationsleitung der

Geriatrischen Reha abgegeben?

Buchner: Nein, es war gewissermaßen

Voraussetzung, dass ich

meine Station behalten darf. Ich

bin sehr glücklich, dass mir dies

ermöglicht wurde. Zu festen Zeiten,

unter anderem täglich in der

Früh, bin ich komplett auf der Station.

In der Zeit kümmere ich mich

um meine Patienten, das brauch

ich auch, denn ich bin Krankenschwester

mit Leib und Seele.

Dann ziehe ich mich um, fahre

nach Weilheim und bleibe dann

dort. Manchmal schaue ich abends

nochmals auf Station in Schongau

nach meinen Patienten. Diese beiden

Aufgaben, Stationsleitung und

Pflegedienstleitung, kann ich nur

so gut vereinbaren, weil mein Pflegeteam

der Geriatrischen Rehabilitation

alles so gut mitträgt.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach

das Pflegedienstleitungs-Team bei

der Krankenhaus GmbH besonders

aus?

Ertel: Wir sind alle sehr nahe an

der Basis, was mir besonders

wichtig ist. Wir sind jeden Tag auf

den Stationen, haben einen engen

Kontakt zu den Leitungen. Das unterscheidet

Weilheim-Schongau

auch gravierend von manch anderen

Häusern. Von der Geschäftsführung

bekommen wir jegliche

Unterstützung, zum Beispiel

bei unserem neuen Facebookauftritt.

Welche Aufgaben fallen an?

Buchner: Unter anderem natürlich

Personalentscheidungen, in die

mich Frau Ertel relativ schnell mit

einbezogen hat. Man muss auch

mal mit Mitarbeitern sprechen,

wenn etwa die Probezeit nicht

ganz so funktioniert. Das sind dann

nicht immer angenehme Gesprä-

Sonderveröffentlichung der

Pflege ist Teamsache: Ein Teil der „Mannschaft“ bei der Jahresabschlussfeier.


che, was es auch zu lernen gilt. Es

sind aber auch ganz viele positive

Dinge: Das Einstellen von FSJ-

Schülern, Praktikanten, Krankenschwestern

oder auch Müttern, die

aus der Elternzeit zurückkommen.

Es ist sehr vielseitig und macht viel

Spaß.

Koch: Generell versuchen wir,

das Tagesgeschäft als stellvertretende

Pflegedienstleitungen von

Frau Ertel fernzuhalten. Größere

Probleme besprechen wir und

sind deshalb ständig im Kontakt.

Manchmal zehn bis 15 Mal am Tag.

Ein erfüllender Beruf?

Koch: Ja, total. Die Herausforderungen,

dass die Pflege jeden Tag

funktioniert und das Tagesgeschäft

umgeht, machen einfach Spaß.

Auch der Kontakt mit den Mitarbeitern

und die vielen weiteren

kleinen Aufgaben, die man noch

hat. Zum Beispiel Fortbildungen

planen, Praktikanten unterbringen

oder das Ausfallmanagement.

Klingt nach enorm viel Organisationsarbeit.

Ertel: Man braucht schon ein relativ

ausgeprägtes Organisationstalent,

wobei wir drei uns da

gut aufgeteilt haben. Jeder hat

seine Strukturen. Während Frau

Koch und Frau Buchner die Basisarbeit

in Schongau und Weilheim

leisten, sind beispielsweise

Außenwirkung oder auch der

Kontakt zu Chefärzten eher mein

Bereich. Auch um kommunalpolitische

Aspekte kümmere ich mich.

Wichtig ist in jedem Fall das gute

Miteinander, sonst würde es nicht

gehen.

Welche Charaktereigenschaften

sollte man noch mitbringen, um

in der Pflegedienstleitung tätig zu

sein?

Buchner: Man muss Menschen

mitreißen, motivieren können.

Dennoch sollten viele Dinge in

Ruhe, nicht aufbrausend, geklärt

werden. Darüber hinaus müssen

PDL Anne Ertel (Mitte) und ihre Stellvertreterinnen Sandra Buchner (rechts) und Claudia Koch.

Mitarbeiter auch mal begeistert

werden, Öffentlichkeitsarbeit zu

machen. Dann sollte man sich

aber auch selbst mit hinstellen. Es

nützt ja nichts, wenn ich fünf Personen

abstelle und selbst daheim

auf dem Sofa sitze. Ein Vorbild

zu sein, ist generell ganz wichtig,

vor allem im Umgang mit Patienten.

Da wird man schon genau

beobachtet.

Ist ein Karrierestart in sämtlichen

Krankenhaus-Abteilungen möglich?

Koch: Ja, Schüler können aussuchen,

wo sie hin möchten. Wir haben

eine Innere Abteilung mit zwei

Stationen. Chirurgisch gemischt,

gynäkologisch und Geburtshilfe,

Unfallchirurgie und Orthopädie,

neurochirurgisch, Altersmedizin,

Intensiv, Anästhesie und OP, Endoskopie

und die Notaufnahme.

» Mir ist es ganz wichtig, dass junge

Menschen bei uns eine echte Chance

auf eine Karriere haben.

Anne Ertel, Pflegedienstleitung bei der Krankenhaus GmbH

Was wird getan, damit die Absolventen

der Berufsfachschule für

Krankenpflege und Krankenpflegehilfe

bei der Krankenhaus GmbH

bleiben?

Ertel: Wir waren bisher schon

zwei-, dreimal im Kurs, der heuer

seinen Abschluss macht. Alle haben

von uns bereits im Dezember

2018 für Oktober 2019 eine Einstellungszusage

bekommen. Von rund

14 Schülern haben wir bereits die

Zusage. Natürlich gehen wir nochmal

in die Klasse und versuchen,

so viele wie möglich zu übernehmen.

Wir leben ja auch von diesen

jungen Leuten. Klar, dass nie alle

bleiben werden, schließlich gehen

manche auch woanders hin. Dennoch

ist die Übernahmequote der

letzten Jahre ein Erfolg – das war

nicht immer so. Man muss aber

dran bleiben und das Gespräch

mit den Schülern suchen.

Koch: Ein Vorteil für beide Seiten

ist sicherlich, dass die Absolventen

Haus, Mitarbeiter, Strukturen

und Prozesse bereits kennen. Das

ist nichts Neues mehr, wenn sie

übernommen werden. Sie fühlen

sich gewissermaßen schon Zuhause.

Sie raten Nachwuchskräften

also nach wie vor, in die Pflege

zu gehen?

Buchner: Ich kann es nur befürworten,

weil ich selbst mit

vollem Herzblut Krankenschwester

bin. Ich habe es

beispielsweise auch meinem

Sohn geraten, der dann die

Ausbildung absolviert hat und

jetzt gerne dabei ist. Ich liebe

diesen Beruf mit all seinen Facetten.

Man braucht ihn auch,

wenn man später mal in der

PDL tätig ist. Hat man es nicht

gelernt, würde man sich total

schwer tun.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten

gibt es?

Koch: Mitarbeiter können bei uns

ihre kompletten Fachweiterbildungen

machen. Etwa im OP, in der

Anästhesie, auf Intensivstation. Wir

stellen sie dafür frei und zahlen das

auch. Zudem haben wir einen ganz

breit gefächerten Fortbildungskatalog:

Zum Beispiel Aromatherapie,

Demenzfortbildungen oder

auch Schulungen im Bereich der

Kommunikation. Auch wenn sich

Mitarbeiter externe Fortbildungen

aussuchen, wird das in der Regel

bewilligt. Wir fordern und fördern

in jedem Fall das Engagement.

Ein Beruf mit Zukunft.

Ertel: Absolut. Mir ist es

wichtig, dass junge Leute hier eine

echte Chance auf Karriere haben.

Wir haben ganz viele junge Stationsleitungen,

die ich schon nach

zwei Jahren nach München in die

„perspektive Personalentwicklung“

geschickt habe, damit sie

dort an einem Leitungskurs teilnehmen.

Generell sind wir gerade

dabei, hier alles zu verjüngen, zu

modernisieren und versuchen uns

entsprechend aufzustellen. Sind

mittlerweile auch bei Facebook

und Instagram. Nochmal ganz

klar: Wir wollen junge Leute! tis

> > > KONTAKT

Weilheim

Telefon: 0881 / 188-591

E-Mail: s.buchner@kh-gmbh-ws.de

E-Mail: a.ertel@kh-gmbh-ws.de

Schongau

Telefon: 08861 / 215-663

E-Mail: c.koch@kh-gmbh-ws.de

E-Mail: a.ertel@kh-gmbh-ws.de

Mia san Krankenpflege —

Kliniken Weilheim-

Schongau

märz / april 2019 | 27


Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe

Ein Beruf mit Zukunft

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Die Schongauer Berufsfachschule

für Krankenpflege

und Krankenpflegehilfe ist seit

Jahrzehnten fester Bestandteil der

Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau. Bereits seit 1958 werden

hier examinierte Gesundheitsund

Krankenpfleger ausgebildet,

seit 1990 auch Pflegefachhelfer.

In dieser Zeit haben weit über

1 000 Schüler einen Pflegeberuf in

der Berufsfachschule gelernt. Seit

2004 ist zudem ein Duales Studium

möglich, in Kooperation mit

der Steinbeis Hochschule Berlin

(SHB) können Auszubildende eine

Doppelqualifikation erlangen: das

Examen zum Gesundheits- und

Krankenpfleger und den Bachelor-

Abschluss im Fach Social Management.

Digitalisierung längst

angekommen

Es sind spannende Zeiten in der

Pflege allgemein und damit auch

für Klaus Fenzl, seit 1987 an der

Berufsfachschule und mittlerweile

im vierten Jahr Schulleiter. Selbstverständlich

hält auch in Schongau

die Digitalisierung Einzug, schon

bald soll das „Digitale Klassenzimmer“

eingeführt werden. Hierzu

wird jedes Klassenzimmer mit

Beamer und interaktiver Leinwand

ausgestattet, zudem bekommt jeder

Schüler ein Tablet, mit dem

ganz bequem unterrichtsrelevante

Informationen aus dem Internet

gezogen und für die Klasse aufbereitet

werden können. Das Equipment

ist bereits vorhanden, bis

zum Beginn des neuen Schuljahres

sollen dann auch alle bürokratischen

Hürden gemeistert sein.

„Es ist nichts, was vorgeschrieben

ist, aber gefordert und auch gefördert

wird“, verrät Klaus Fenzl.

In jedem Fall ist es ein weiteres

Argument, sich für die Schongauer

Berufsfachschule zu entscheiden.

Ähnlich verhält es sich mit

einem neuen Schulverwaltungsprogramm,

welches ebenfalls in

den Startlöchern steckt: Mit diesem

haben Schüler mittels App

Zugriff auf eine Plattform, auf die

Lehrer Unterlagen hochladen und

Schüler ihre Skripte runterladen

können – der Schullalltag wird so

weiter vereinfacht. Dennoch: „Die

Schüler müssen bei uns schon

noch selbst lernen“, sagt Klaus

Fenzl mit einem Schmunzeln.

Zwei parallele

Ausbildungskurse

Die einjährige Ausbildung zum

Pflegefachhelfer startet in Schongau

jedes Jahr zum 1. August.

Bewerben kann sich jeder, der

– als generelle Grundvoraussetzung

in der Pflege – Freude am

Umgang mit Menschen hat sowie

Hauptschulabschluss, eine gleichwertige

Schulbildung oder eine

abgeschlossene Berufsausbildung

vorweisen kann. Der Start zur insgesamt

dreijährigen Ausbildung

> > > INFORMATION

Nach der Ausbildung ...

Die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau

garantiert eine

Übernahme aller Absolventen

mit guten Leistungen und stattet

diese mit einem unbefristeten

Arbeitsvertrag aus.

Klaus Fenzl (5. von rechts) und sein Team von der Berufsfachschule f h für

Krankenpflege und Krankenpflegehilfe.

zum Gesundheits- und Krankenpfleger

ist jedes Jahr am 1. Oktober.

Ein mittlerer Bildungsabschluss ist

dafür Voraussetzung. Also mittlere

Reife, M-Zug, alternativ ein guter

Hauptschulabschluss und eine

zweijährige Berufsausbildung

oder die abgeschlossene Ausbildung

zum Pflegefachhelfer. „Wir

empfehlen allen Interessierten,

vor der Bewerbung ein Praktikum

Monatliche Vergütung

zu machen, damit sie sich sicher

sind, dass der Pflegeberuf auch

die Erwartungen erfüllt“, rät Klaus

Fenzl. Eine Altersgrenze bei den

Bewerbern gibt es im Übrigen

nicht – ganz im Gegenteil. Zwar

sind die meisten in der Anfangsklasse

um die 16 Jahre alt, es gibt

aber immer wieder bereits etwas

ältere Teilnehmer. „Die nehmen

wir sehr gerne an. Gerade mit ih-

Pflegefachhelfer/in (1-jährige Ausbildung)

800,65 Euro

Gesundheits- und Krankenpfleger/in (3-jährige Ausbildung)

1. Ausbildungsjahr: 1140,69 Euro

2. Ausbildungsjahr: 1202,07 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1303,28 Euro


Warum besucht Ihr die Berufsfachschule in Schongau?

„Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil er eine sehr gute Chance bietet, sich

in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Außerdem kann ich so einen guten sozialen

Beruf, sowie einen schwierigen Dialekt (Bayrisch) erlernen. Deutschland hat uns

Flüchtlingen sehr geholfen, deshalb bin ich dankbar und möchte daher die Gesellschaft

hier unterstützen.“

Abdalhadi Yousef, 47 Jahre

Die Schüler sind auch auf den Messen im Umland präsent.

„Ich habe mich schon immer für einen sozialen Beruf interessiert. Weil Krankenpflege

viel mehr bietet, als man denkt und es etliche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt,

habe ich mich für diesen Berufszweig entschieden. Da ich von vielen Bekannten, wie

auch von meiner Mutter und meiner Tante, nur Gutes gehört habe, entschied ich mich

letztlich für die Krankenpflegeschule Schongau.“

Nils Maurer, 20 Jahre

rer Lebenserfahrung tun sie den

Kursen enorm gut“, so Fenzl.

Im kommenden Schuljahr sollen

in Schongau zwei parallele Gesundheits-

und Krankenpfleger-

Kurse starten – ein Novum in der

Geschichte. So kann das Team der

Berufsfachschule, welches aus

acht Lehrkräften, einer Fachdozentin

und einer Sekretärin besteht,

noch mehr Interessenten einen

Ausbildungsplatz anbieten. „Wir

sind sehr zuversichtlich, dass wir

die beiden Klassen voll bringen“,

sagt Klaus Fenzl über die längst

begonnene Bewerbungsphase.

Theoretisch ist eine Bewerbung

bis unmittelbar vor Schulstart

möglich. Ob dann allerdings tatsächlich

noch Plätze frei sind,

kann nicht versprochen werden.

Bei den Bewerbungsunterlagen,

die sowohl auf postalischem Weg

als auch per E-Mail eingereicht

werden können, sollte neben Anschreiben,

ein Bild sowie aktuelles

Schulzeugnis und, soweit vorhanden,

Arbeitszeugnisse und Praktikumsbescheinigungen

dabei sein.

Schüler leiten eine

Station in Eigenregie

Die allermeisten, die ihre Ausbildung

in der Schongauer Berufsfachschule

beginnen, machen

auch ihren Abschluss. „Klar, dass

in der sechsmonatigen Probezeit

mal der eine oder andere wegbricht.

Häufig wenn sie erkennen,

dass der Beruf doch nichts für sie

ist“, berichtet Klaus Fenzl, der

dennoch von einer guten Quote

„deutlich über dem Bundesdurchschnitt“

spricht. Die Zukunftsaussichten

in der Pflege, besonders

mit Blick auf eine anschließende

Festanstellung in den Krankenhäusern

Weilheim und Schongau,

könnten kaum besser sein. Alle

Schüler der Abschlussklasse bekamen

heuer eine Übernahmegarantie

ausgesprochen. Ein Trend,

der sich aller Voraussicht nach

auch in den kommenden Jahren

fortführen lässt. „Pflegekräfte

werden in den nächsten Jahren

immer mehr gesucht werden“,

prognostiziert Fenzl.

Die Ausbildung an der Berufsfachschule

für Krankenpflege und

Krankenpflegehilfe ist äußerst

vielfältig, durchlaufen die Schüler

doch sämtliche Abteilungen

der Krankenhaus GmbH. Darüber

hinaus werden sie in externen

Einrichtungen, etwa der Psychiatrie,

eingesetzt. Um Schüler

noch intensiver an die Praxis heranzuführen,

wurde das Projekt

„Schüler leiten eine Station“ ins

Leben gerufen, welches im April

erstmals durchgeführt wird.

Dabei organisieren Schüler der

Abschlussklasse sämtliche pflegerischen

Aufgaben je einer Station

in Weilheim und Schongau

eine Woche lang komplett selbst.

Zwar sind immer noch erfahrene

Ansprechpartner vor Ort, die sich

aber bewusst im Hintergrund halten.

„Die Schüler freuen sich darauf“,

sagt Klaus Fenzl. Ein Projekt

für die Zukunft in einem Beruf mit

Zukunft.

tis

„Es ist ein persönlicher Umgang untereinander und die Lehrer achten sehr darauf,

dass alle Schüler im Unterricht mitkommen. Ich finde es schön und spannend, die Entwicklung

der Patienten zu sehen. Wie sie ins Krankenhaus kommen und wie sich der

Zustand verbessert während ihrer Aufenthaltszeit. Mir macht es Spaß beim Genesungsprozess

mitzuwirken.“

Laura-Sophie Oberbauer, 19 Jahre

„Gerade ich als etwas ältere Quereinsteigerin im zweiten Kurs bin sehr froh, hier in

Schongau in die Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe gehen zu

dürfen. Ich komme aus Bernbeuren und habe vor sechs Jahren schon die Ausbildung

zur Krankenpflegefachhelferin in der gleichen Schule absolvieren und im Krankenhaus

arbeiten dürfen. Unkomplizierter und besser geht’s gar nicht. Da meine Enkelin jetzt

schon sagt – sie ist fünf Jahre alt – dass sie auch Krankenschwester werden will, sollte

bitte alles getan werden, dass dieses Krankenhaus und diese Schule mit ihrem engagierten

Personal gefördert wird.“

Roswitha Köpf, 55 Jahre

„Ich arbeite gerne im Team und freue mich, wenn ich Menschen helfen kann, so dass

sie sich besser fühlen. Die Schule ist sehr familiär und deshalb fühle ich mich sehr gut

aufgehoben. Dadurch, dass die Krankenpflegeschule sehr zentral liegt, kann ich sie gut

erreichen, schließlich komme ich aus der ländlichen Gegend.“

Magdalena Kerler, 18 Jahre

> > > KONTAKT

Berufsfachschule

für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe

Maria-Eberth-Straße 6, 86956 Schongau

Telefon: 08861 / 215-580 (Sekretariat)

Telefon: 08861 / 215-586 (Leitung)

E-Mail: info-schule@kh-gmbh-ws.de

märz / april 2019 | 29


Weilheimer Jugendhaus „Come In“

Treffpunkt im Zentrum

Sauber

g’spart!

Erdgas und Ökostrom

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ausgezeichnetem Service.

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Weilheim | Es ist ein typischer

Nachmittag im Weilheimer Jugendhaus

„Come In“: Zwei Jungs, etwa

15 Jahre alt, tragen im Erdgeschoss

eine Partie Billard aus. Daneben

sitzen an der großen Theke zwei

Mädchen, gleiches Alter, die sich

bei Cappuccino und Limonade mit

Nina Hofmann, Leiterin des Hauses,

unterhalten. Immer wieder kommen

Jugendliche aus den Räumlichkeiten

des ersten Stockes, holen

sich beispielsweise den Schlüssel

für einen Raum, um darin Play-

Station zu spielen. Es ist ein reges

Treiben an diesem Nachmittag,

ein Kommen und Gehen von Teenagern.

Eines fällt dabei besonders

auf: alle grüßen freundlich. „Das ist

uns sehr wichtig. Genauso wie bitte

und danke zu sagen oder in ganzen

Sätzen zu sprechen“, sagt Martin

Heinrich, der mit Nina Hofmann

und Lorenza Kretschmer das hauptamtliche

Team des Jugendhauses

„Come In“ bildet, welches gemeinsam

die Regeln vorgibt. Und diese

sind klar definiert. Neben einer

Hausordnung wird selbstredend

der Jugendschutz penibel beachtet,

hinzu kommt, dass Diskriminierungen

nicht geduldet werden.

Selbst in der Musikanlage läuft

nichts, was irgendwie diskriminierend

oder etwa vulgär gegenüber

Frauen ist. „Das Jugendhaus ist

kein Selbstläufer, keine Einbahnstraße“,

sagt Heinrich. Bedeutet

im Umkehrschluss: „Wir geben die

Regeln vor, haben die Vorbildfunktion,

weswegen es manchmal auch

besser ist, sich früher einzuschalten.“

Die Jugendlichen scheinen

dies zu akzeptieren, halten sich

völlig selbstverständlich an die

Grundsätze. Größere Probleme, die

über alltägliche Schulhof-Streitereien

hinausgehen, kamen bisher

höchst selten vor. Warum das so

ist? „Vielleicht, weil wir nicht die

Eltern sind, eher eine kumpelhafte

Beziehung pflegen“, vermutet Nina

Hofmann.

Negatives Image?

Genau das Gegenteil!

Mittlerweile gibt es das „Come In“

seit gut zehn Jahren, vergangenen

November wurde das Jubiläum mit

einer Party gebührend gefeiert.

Weilheim hatte zwar auch in den

Jahrzehnten zuvor immer ein Jugendzentrum,

welches allerdings

am Rand der Kreisstadt angesiedelt

war. Der Wunsch wurde laut, eine

Anlaufstelle im Zentrum zu haben –

er wurde letztlich erhört. Von einem

negativen Image, welches

Jugendzentren früher gelegentlich

anhaftete, dass dort – überspitzt

formuliert – nur geraucht und gesoffen

wird, kann längst keine Rede

mehr sein. Ganz im Gegenteil:

Heute ist das „Come In“ ein friedlicher

Treffpunkt für die Jugend,

wo diese ihre Freizeit aktiv mitgestaltet.

Partizipation lautet das

Fachwort hierfür. Die Jugendlichen

dürfen mitbestimmen, sei es bei

Veranstaltungen, wie dieume

eingerichtet werden oder welches

Equipment als nächstes angeschafft

wird. „Es entscheiden die mit, die

da sind“, sagt Nina Hofmann. Bei

größeren Entscheidungen werden

mittels Abstimmungskarten so viele

wie möglich einbezogen. Erst

kürzlich wurde beschlossen, was

mit dem vorhandenen Platz im Hinterhof

passieren soll. Das Ergebnis:

Eine Graffiti-Wand, die neben einem

Jubiläumsbild Flächen bietet,

um sich im Sprayen auszuprobieren,

da es in ganz Weilheim keine

legal zu besprühenden Wände gibt.

Ein weiterer Wunsch der gesundheitsbewussten

Jugend ist die Anschaffung

einer Callisthenics-Anlage.

Vereinfacht formuliert ist das

eine Art Parcours zum an seiner

Fitness arbeiten.

Rund 40 bis 60 Jugendliche besuchen

das Jugendhaus regelmäßig,

schätzen Hofmann, Kretschmer und

Bei zahlreichen Aktionen können Jugendliche im Jugendhaus mitmachen.


Das Team: Lorenza Kretschmer (v.l.), Nina Hofmann und Martin Heinrich.

i Heinrich. Stolz sind die drei besonders

auf den hohen Mädchenanteil

von rund 30 Prozent, was absolut

atypisch für Jugendzentren sei.

Das liegt unter anderem daran,

dass wir zwei Frauen im Team sind,

es im ersten Stock ein extra Mädchenzimmer

gibt und wir immer

wieder Mädchenaktionen veranstalten“,

erklärt Nina Hofmann.

Völlige Entfaltungsfreiheit

im Jugendhaus

Generell können Jugendliche im Jugendhaus

machen, wonach ihnen

ist, solange sie sich in den definierten

Grenzen bewegen. „Sie können

viel machen, aber auch nichts“,

spricht Martin Heinrich darüber,

dass beispielsweise viele nach der

Schule erstmal die Zeit nutzen, um

zu entspannen. Andere wiederum

sind äußerst aktiv, kickern, spielen

Billard oder machen Brettspiele.

Einige kommen als Gruppe, viele

aber auch alleine, um das Team

kennenzulernen, welches neben

den drei hauptamtlichen Mitarbeitern,

aus einer Erzieher-Praktikantin

im Anerkennungsjahr und

einigen Jugendleiterinnen und

-leitern besteht. „Das Wichtigste

ist die Beziehungsarbeit“, nennt

Martin Heinrich die Hauptaufgabe

der Pädagogen. Und diese stecke

bereits in einer ganz gewöhnlichen

Partie Billard. Für den einen oder

anderen anfangs womöglich ungewohnt

ist die Tatsache, dass die

„Come-In“-Mitarbeiter aktiv auf die

Jugendlichen zugehen, um wirklich

alle kennenzulernen – auch das ist

Beziehungsarbeit.

Das Jugendhaus steht für jeden

ab zwölf Jahren offen, die meisten

Jugendlichen sind zwischen

14 und 16. Normalerweise ist die

Altersgrenze bei 21 Jahren, bei

Konzerten, von denen jeden Monat

eines stattfindet, ist diese jedoch

aufgehoben. Neben ein paar

fest geplanten Aktionen für 2019,

wie etwa ein Singer-/Songwriter-

Workshop im Zuge des neu installierten

Tonstudios, der Girlsday,

Selbstverteidigungskurse oder

Kicker- und Billardturnier, ist „der

Rest sehr situativ“, wie Lorenza

Kretschmer erklärt. Was detailliert

im nächsten Herbst alles geboten

sein wird, kann demzufolge niemand

genau sagen und kommt

immer auf die Vorschläge der Jugendlichen

an. Fakt ist, dass das

Mitarbeiter-Trio die Organisation

der Konzerte gerne in die Hände

eines Konzertkreises geben würde.

„Wer hier mitmachen will,

kann sich gerne bei uns melden.

Es ist sicherlich ein guter Einstieg

ins Eventmanagement“, sagt Nina

Hofmann. Trotz der Vielzahl an Aktionen

und Projekte, ist die alltägliche

Arbeit mit den Jugendlichen

die Kernaufgabe der drei Pädagogen.

Unterstützung bei Bewerbungen,

Hilfe bei der Identitätsfindung

oder einfach nur zuhören, um nur

einige Aspekte zu nennen. In jedem

Fall ist jeder herzlich eingeladen,

sich ein eigenes Bild vom

Weilheimer Jugendhaus „Come In“

zu machen – einsam ist man hier

sicherlich nicht.

tis

Markante, blaue Fassade: Das Jugendhaus „Come In“ ist in der Weilhei-

i

mer Pütrichstraße kaum zu übersehen.

märz / april 2019 | 31


„myDascherl“ – ein Nischenprodukt im Massenmarkt

Handgemachte Taschen

aus Hirschleder

Penzberg | Handtaschen gibt es

im Tassiloland an vielen Ecken zu

kaufen. Kein Wunder, dass SunJa

Schwarz von Freunden, Bekannten

und sogar Kunden immer wieder

verwundert gefragt wird, warum

sie sich ausgerechnet auch auf

Handtaschen spezialisiert habe.

In der Tat ist der Konkurrenzkampf

im Handtaschengeschäft regional

wie international riesengroß. Doch

die in Korea geborene Grafik- und

Modedesignerin hat mit ihren eigens

entworfenen und von Hand

gefertigten Handtaschen einen

Stil gefunden, der bei Jung und

Alt extrem gut ankommt. Tradition

und Schlichtheit, gepaart mit

Raffinesse und Moderne. Die „my-

Dascherl“, so heißt auch ihr im

März 2018 eröffnetes Geschäft an

der Bahnhofstraße 35 in Penzberg,

sind gefragt bei Einheimischen,

aber auch bei Tölzern, Wolfratshausern

und Weilheimern, bei

Urlaubern vom Tegernsee oder

Chiemsee. „Dass Leute wirklich

weite Wege auf sich nehmen,

um bei mir im beschaulichen

Dascherl-Laden vorbeizukommen,

erstaunt mich immer wieder und

freut mich natürlich sehr.“ Rund

25 verschiedene Handtaschenmodelle

bietet SunJa Schwarz derzeit

an. Neben in Kleinserien und über

SunJa Schwarz beim Schneidern einer neuen „myDascherl“.

Produktionspartner hergestellte

Modelle für rund 20 bis 80 Euro

fertigt sie auch exklusive Einzelstücke

aus Hirsch-, Kalbs- oder

Ziegenleder, wofür der Kunde

rund 300 Euro hinlegen muss –

und das auch gerne tut, weil Konzept

und Philosophie hinter myDascherl-Produkten

in sich stimmig

und nachhaltig ausgerichtet sind.

Meisterschule

für Mode und Design

Von der Idee über den Entwurf,

Prototypen und letztlich die verkaufsfertige

Handtasche – SunJa

Schwarz macht mit Unterstützung

ihrer drei Mitarbeiter nahezu alles

selbst. Woher ihre Kreativität, ihr

handwerkliches Können und ihr

Auge für Alltagstaugliches rühren?

Die Antwort spiegelt unter

anderem ihr Lebenslauf wider: Mit

gut drei Jahren wird sie von ihrer

neuen Familie aus Iffeldorf adoptiert,

wächst dort auf, geht dort und

später im Penzberger Gymnasium

zur Schule. Bereits als 13-Jährige

träumt sie davon, Modedesignerin

zu werden, besucht Nähkurse und

fertigt unter anderem aufwendig

dekorierte Faschingskostüme. Nach

erfolgreichem Abitur bewirbt sie

sich an der Münchner Meisterschule

für Mode und Design. Aufgrund

Bewerbungsmappe mit eigenen

Kunstprojekten und sehr guten

Leistungen beim zweitätigen Einstellungstest

wird sie genommen

– als eine von 60 unter insgesamt

800 (!) Bewerbern. Den Vorteil

dieser Doppel-Ausbildung – Modedesign

und Grafik – nutzt sie nach

erfolgreichem Abschluss zunächst

viele Jahre in der Landeshauptstadt,

„wo ich mich beruflich austoben

und viel Erfahrung sammeln konnte“.

SunJa Schwarz hat für mehrere

namhafte Modemarken gearbeitet,

war für Kataloggestaltung, Fotografie,

aber auch für Design von Mode

verantwortlich. Im Rahmen ihrer

Tätigkeiten war sie auch immer

wieder im Ausland, zum Beispiel

in Afrika, den USA oder auf den

32 | tassilo


europäischen Inseln Sizilien und

Mallorca tätig. Während der Familiengründung

hat sie sich beruflich

verändert und arbeitete viele Jahre

als freier „Art Director“ für verschiedene

Marken. Parallel zur Agenturen-Arbeit

fing sie vor mehr als

fünf Jahren dann an, Handtaschen

zu designen und zu nähen. Erstmals

präsentierte sie ihre Tasche

– damals hatte sie nur ein einziges

Modell mit der Aufschrift „Sackl Zement“

– auf dem Weihnachtsmarkt

in Glentleiten. Die Resonanz: Überwältigend.

Nach wenigen Stunden

waren alle Exemplare verkauft.

„Und ich wusste, dass meine Idee

und mein Können bei den Leuten

ankommt.“ Von da an entwirft und

produziert SunJa Schwarz immer

mehr Handtaschenmodelle und

eröffnete schließlich Anfang 2018

ihr eigenes Geschäft mit dem zum

Produkt und von ihrem Ehemann

stammenden, so passenden Namen:

„myDascherl“. Dieses „my“

steht für Moderne und Internationalität.

Dieses „Dascherl“ für Tradition

und Brauchtum, für bayerische

Regionalität.

Aus natürlichem

Material

Oberstes Credo ihrer Ware: Das Material

soll zu 100 Prozent natürlich

sein. Sie verwendet Leinen, Filz

oder Leder vom Hirsch, Kalb oder

der Ziege. Zweite Prämisse: Die Taschen

müssen voll alltagstauglich

sein. Und obendrein natürlich gut

ausschauen. Und auch hier trifft

SunJa Schwarz geschmacklich voll

ins Mark hiesiger Frauen. „Meine

Kundinnen sind überwiegend

selbstbewusste, bodenständige

Frauen, die großen Wert auf Qualität

und Nachhaltigkeit legen, aber

eben auch mit der Mode gehen.“

Dazu zählt übrigens die 20-jährige

Auszubildende oder Studentin

ebenso wie die 60-jährige Großmutter.

Wie viele Arbeitsstunden

sie pro Handtasche braucht, „lässt

sich nicht sagen, weil wir nie eine

einzelne Tasche am Stück fertigen“.

Die einzelnen Arbeitsschritte lassen

sich allerdings sehr wohl beschreiben:

Entwurf auf Papier bringen,

Entwurf auf PC übertragen, Muster

aus Papier in Originalgröße fertigen,

einen Prototyp durch Rohmaterial

zuschneiden und von Hand

oder mittels halbautomatischer

Industrienähmaschine zusammennähen.

Diesen Prototyp dann auf

Herz und Nieren im Alltag über

längere Zeit testen und erst dann

die eigentliche Tasche in Angriff

nehmen. Ganz entscheidend ist

das Innenleben der Taschen mit

klug durchdachten Fächern. „Jede

meiner Taschen hat einen eigenen

Platz fürs Smartphone“, sagt Sun-

Ja Schwarz über das heutzutage

wohl wichtigste Handtaschenfach.

Nicht fehlen darf auch ein Fach

für Utensilien wie Kugelschreiber,

Lippenstift und Schlüsselanhänger.

Ansonsten entscheidet natürlich die

Größe der jeweiligen Tasche über

den Einsatzzweck. Das Klassiker-

Modell für den Alltag hat Platz für

Din-A4-große Unterlagen und Wasserflaschen.

Die kleinere Version

für Festtage kann mit Extralaschen

an die Dirndlschürze fixiert werden,

„damit die Tasche beim Tanz

nicht durch die Luft fliegt“. Ob die

Community auch zum Tanz ausrückt?

In Penzberg beispielsweise

gibt es eine immer größer werdende

Gruppe von Frauen, die sich mit

ihren „myDascherln“ regelmäßig

zum Ratsch und Tratsch trifft. „Würde

mich natürlich freuen, wenn

diese Community weiterwächst“,

sagt SunJa Schwarz über den wohl

besten Beweis, wie beliebt ihre

Handtaschen bei den Damen der

Region sind.

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Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost von Designerin SunJa

Schwarz drei klassische „myDascherl“ für Inhalte im DinA4-

Format. Schicken Sie uns bis 15. März eine Postkarte mit dem

Stichwort „Handtasche“ an

„tassilo“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Oder eine

E-Mail samt Absenderadres-

esse

an info@tassilo.de. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg!

märz / april 2019 | 33


Red Door Projects – Zimmertheater & Schauspielführungen

„Reduktion befeuert

die Kreativität“





34 | tassilo







Uffing / Murnau | „I see a red door

and I want it painted black“, lautet

die erste Zeile aus dem Rolling

Stones-Song „Paint It Black“. Jene

rote Tür, welche Mick Jagger hier

besingt, ist nicht nur Teil eines

der größten Rock’n’Roll-Klassiker,

sondern auch Namensgeber einer

kulturellen Perle des Tassilolandes.

Chiara Nassauer-Boitsos hörte das

Lied mit zwei Schauspiel-Kolleginnen

rauf und runter, während sie

zeitgleich einen Namen für ihren

lockeren Künstler-Zusammenschluss

suchten – „Red Door Projects“

war geboren. Mittlerweile

verbirgt sich hinter dem Namen

das Ehepaar Chiara Nassauer-

Boitso und Nikolaos Boitsos, die

sich einst auf der Athanor Akademie

für Darstellende Kunst, damals

noch auf der Burg zu Burghausen

beheimatet, kennenlernten. Eine

private, staatlich anerkannter Fachakademie

für Schauspiel und Regie.

Während der 36-Jährige sein

Hauptaugenmerk auf Regie für

Theater und Film legte, war seine

damalige Freundin und heutige

Ehefrau Schauspielerin, die erst

im Laufe der Zeit ihre Liebe für die

Regiearbeit entdeckte. „Es war ein

bisschen ungünstig, dass wir unseren

Abschluss im Februar erhielten,

die Theater ihr Ensemble aber

immer schon im Herbst besetzen“,

erinnert sich die 35-Jährige. Deshalb

inszenierte sie 2010 – ein wenig

aus der Not geboren – mit den

eingangs erwähnten Kolleginnen

ein Stück, in dem es unter anderem

um Eva Braun ging. Der passende

Titel: „Good girl gone bad“. Nikolaus

Boitsos war während der ersten

„Red Door“-Projekte bereits als

Regieassistent in Aalen tätig, wechselte

2013 mit dem dortigen Intendanten

nach Paderborn, wohin ihn

Chiara Nassauer-Boitsos, ebenfalls

als Regieassistentin, begleitete.

Drang nach Freiheit

als Initiator

Trotz attraktiver Engagements sind

die beiden wieder in die Heimat

an den Staffelsee zurückgekehrt.

Warum? „Bei einem vorgegebenen

Spielplan ist man stets irgendwelchen

Wünschen unterstellt. Wir

wollten aber wieder freier sein“,

blickt Nikolaos Boitsos zurück. Deshalb

folgt 2017 der Sprung ins kalte

Wasser, aber „die kreative Freiheit

war das Risiko wert.“ Chiara Nassauer-Boitsos

ergänzt: „Bei Schauspielern

gibt es die ungeschriebene

Regel, sich alle paar Jahre fortzubewegen,

nicht zu stagnieren.“ Da

es allerdings nicht gänzlich ohne

finanzielle Sicherheiten geht, führten

die beiden eine Zeit lang Gäste

aus der ganzen Welt durch Schloss

Linderhof. Nicht ausgeschlossen,

dass sie das auch in dieser Saison

wieder machen werden. Ihr

Fokus liegt allerdings längst auf

„Red Door Projects“. Während

sie ihre ersten eigenen Theater-

Projekte vorantrieben, tat sich die

Möglichkeit auf, für die Proben einen

Raum im elterlichen Haus zu

nutzen. Ein Raum, einst Verkaufsfläche

einer Bäckerei, später als

Weinladen, dann als Büro genutzt.

Ursprünglich nur zum Einstudieren

und Ausprobieren gedacht,

machte eine Kollegin das Ehepaar

Nassauer-Boitsos darauf aufmerksam,

dass der Raum größer sei als

manch andere teils legendäre Theater-Location

wie etwa das „Mathilde

Westend“ in München. „Das

Die Schauspielführungen von „Red Door Projects“ j locken stets zahlreiche

h

Einheimische und Touristen an.


Boarische Weihnacht: Christian Jungwirth und Chiara Nassauer-Boitsos.

war perfekt, schließlich haben

wir auch davor schon in Räumen

gespielt, die nicht unbedingt als

Theater gedacht sind“, verrät Chiara

Nassauer-Boitsos. Der passende

Name für die neuen Theater-

umlichkeiten: Zimmertheater.

Mittlerweile kreieren sie also ihren

eigenen Spielplan, waren dementsprechend

angespannt vor ihrer

ersten Vorstellung – das Stück

„Kunst“ im Oktober 2018 – wie

ihr Konzept bei der Bevölkerung

ankommen würde. Nachdem ein

guter Teil der allerersten Uffinger

Zimmertheater-Spielzeit absolviert

ist, lässt sich festhalten, dass die

Resonanz fast durchweg positiv ist.

„Die Einheimischen finden es toll

und auch von außerhalb finden

sie den Weg zu uns“, freut sich

Chiara Nassauer-Boitsos über den

Anklang. „Das ist definitiv mehr als

wir erwartet hatten.“

So einzigartig wie die im Zimmertheater

aufgeführten Theaterstücke,

ist der Raum an sich.

Mal bietet er Platz für 17 Zuschauer,

mal für 28, bei Lesungen

für maximal 35. Es richtet

sich immer danach, wie „Kulissen“

gestaltet sind und wie viele

Schauspieler auf der „Bühne“

stehen. Die Veranstaltungen waren

bisher stets gut besucht, in

den Wochen vor Weihnachten

waren alle ausverkauft. Auch für

das Gastspiel „Indien“ von Josef

Hader und Alfred Dorfer am 31.

März gibt es bereits seit Anfang

des Jahres keine Karten mehr. Die

unmittelbare Nähe zu den Akteuren

und die intime Atmosphäre

scheint anzukommen. „Das Schöne

ist, dass sich die Zuschauer voll und

ganz auf die Geschichte konzentrieren

können, von nichts abgelenkt

werden“, erklärt Nikolaos Boitsos

die Faszination Zimmertheater.

Wie etwa bei „Richard III.“ nach

William Shakespeare, ein 70 Minuten

langes Ein-Personen-Stück.

„Die Reduktion befeuert häufig die

Kreativität“, meint Nikolaos Boitsos

dazu.

Zeitreise bei

Schauspielführungen

Das zweite große Standbein bei

„Red Door Projects“ sind die

Schauspielführungen in Murnau,

welche Chiara Nassauer-Boitsos

und Nikolaos Boitsos in Absprache

mit der Murnauer Tourist-Info

anbieten. Auch diese sind – selbstredend

– keine gewöhnlichen

Ortsführungen. „In England gibt

es den Begriff ‚Living History‘, der

es ganz gut beschreibt“, sagt Chiara

Nassauer-Boitsos. Ein Beispiel:

Bei der Führung „Blaue Pferde im

Blauen Land – Theaterspaziergang

zu Münter, Kandinsky und Co.“

schlüpft Nikolaos Boitsos in die

Rolle des Kunststudenten Hans im

Jahre 1914, dessen großer Wunsch

es ist, einmal sein Idol Gabriele

Münter persönlich kennenzulernen.

Dabei erfährt man nicht nur

vieles über die Künstler, sondern

zudem eine Menge geschichtliche

Aspekte. Auch skurrile Szenen sind

dabei, vor allem wenn die vollends

in ihre Rolle eingetauchten

Schauspieler mit dem Publikum

interagieren. Da kann das Foto mit

Smartphone schon mal Gegenstand

einer heiteren Diskussion werden.

Während die beiden von Oktober

bis Juni hauptsächlich mit ihrem

Zimmertheater beschäftigt sind –

am 30. Juni gibt es heuer ein großes

Theaterabschlussfest – erfolgt

im Juni der sanfte Übergang Richtung

Schauspielführungen, die sie

bis in den Oktober anbieten. In

diese Monaten ist Spielpause im

Theater, wobei sie natürlich auch

während dieser Zeit neue Stücke

planen, schreiben und proben. Die

Kreativität macht schließlich nie

Pause. Und so entstehen in den

Gedanken von Chiara Nassauer-

Boitsos und Nikolaos Boitsos

auch immer neue Ideen für die

Zukunft wie etwa eine Taschenoper,

ein Puppentheater oder

auch Kurzfilmvorführungen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der

Drang nach Fortbewegung beim

Ehepaar Nassauer-Boitsos nicht

allzu bald einsetzt, sie stattdessen

noch eine Zeit lang die kulturelle

Landschaft des Tassilolandes

bereichern.

tis

In seinem Element: Nikolaos

Boitsos bei einer Führung.

märz / april 2019 | 35

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I L

2018

I E N S C O U T 2 4


Die Kreisstadt aus Spielzeug-Bausteinen

Weilheim, wie ihr es wünscht

Weilheim | Wer kennt sie nicht, die

Spielzeugbausteine von LEGO ® , mit

denen so ziemlich alle „tassilo“-

Leser groß geworden sind, oder es

derzeit werden. Die Freie evangelische

Gemeinde (FeG) hat sich nun

etwas ganz Besonderes einfallen

lassen: Weilheim nachzubauen –

aus LEGO ® . Die Idee hatte Wolfgang

J. Schreiter, Teil der vierköpfigen

FeG-Gemeindeleitung, der

ein solches Spielzeug-Spektakel

bereits in München gesehen hatte,

hellauf begeistert war und sich

damals dachte: „Das wäre auch für

uns in Weilheim eine tolle Sache.“

Daraufhin haben er und seine Mitstreiter

nun die LEGO ® Ferientage

Donnerstag, 7. März, bis Samstag,

9. März, auf die Beine gestellt. Jeweils

von 14 bis 17 Uhr soll dann in

den Räumen der FeG, Schützenstraße

17 in Weilheim, die Stadt

Weilheim mit diesen Spielzeugbausteinen

nachgebaut werden.

Wer wird dafür gesucht? Motivierte

Bauarbeiter. In erster Linie gerichtet

ist die Aktion an alle Sechs- bis

Zwölfjährigen, „wobei wir an den

großen Platten auch Platz für den

85-jährigen Großvater sowie junggebliebene

Eltern finden werden“.

Will heißen: Mitmachen darf letztlich

jeder, auch wenn die Aktion

bewusst auf Kinder ausgerichtet ist.

Die müssen übrigens nicht Mitglieder

der Freien evangelischen Gemeinde

sein. „Bei uns ist wirklich

jeder willkommen, unerheblich der

Religionszugehörigkeit.“

Eine halbe Tonne

Spielzeugbausteine

Wie groß die Stadt Weilheim aus

LEGO ® letztlich wird, welche Formen

sie konkret annimmt? „Das

hängt ganz vom Fleiß und der Kreativität

der Teilnehmer ab“, sagt

Wolfgang J. Schreiter, der sich insgeheim

schon wünscht, das „echte“

Weilheim wiederzufinden. „Toll

wäre natürlich, wenn wir Kinder

aus allen Ecken der Stadt dabeihaben,

die ihr Viertel, ihren Lieblingsplatz,

ihre Schule, den Marienplatz

oder ihren Fußballplatz nachbauen

möchten.“ Letztlich aber sind den

Ideen keine Grenzen gesetzt. „Es

geht nicht nur um Weilheim, wie

wir es momentan kennen, sondern

auch darum, wie es in Zukunft

aussehen könnte.“ Politisch heiß

diskutiert wird seit geraumer Zeit

eine Verkehrsentlastung in Form

einer Umgehungsstraße. Viele

Weilheimer sind Stand jetzt dagegen,

nur wenige (offiziell) dafür. Im

Rahmen der LEGO ® Tage könnten

die Kinder schon mal zeigen, wie

diese Umfahrung aussehen könnte.

Spannend wären auch ausgefallene

Dinge wie ein Ammerhafen oder

die Landesgartenschau 2035, die

dann in Weilheim stattfinden könnte.

Material zur Verfügung haben

die Baumeister jedenfalls genug.

Laut Wolfgang J. Schreiter werden

von der deutschlandweit aktiven

christlichen Organisation „Kinder

entdecken die Bibel“, kurz KEB,

satte 500 Kilogramm, also mehrere

100 000 Steine, in einem großen

Anhänger in die Kreisstadt gefahren.

Gelagert wird die halbe Tonne

feinsortiert in zig verschiedenen

Boxen. „Da sind beispielsweise in

einer Kiste nur Reifen oder Fenster

über 400 Stück.“ In anderen Kisten

wiederum sind komplette Bausätze

eingelagert. Als Fundament dienen

zusammengeschobene Holztische,

auf denen wiederum Bauplatten

von LEGO ® gelegt werden, und auf

denen die einzelnen Steinchen direkt

„aufgeklickt“ werden können.

Für Essen und Getränke, für eine

kontrollierte Ausgabe der Bausteine

und notwendige Spielpausen

zwischendurch ist gesorgt. Obendrein

möchte die Freie evangelische

Gemeinde natürlich das

spielerische Aufeinandertreffen der

Kinder auch zur praktischen Glaubensvermittlung

nutzen. Pro Bautag

wird eine Pause mit spannend

erzählten biblischen Geschichten

eingelegt. Krönender Abschluss

des Projekts soll schließlich der

Sonntag, 10. März, sein. An diesem

Tag präsentieren die Kinder voller

Stolz ihr Weilheim aus LEGO ® ,

feierlich umrahmt mit einem Gottesdienst,

an dem – wie bei den

LEGO ® Ferientagen auch – wirklich

jeder teilnehmen darf. Damit dieses

erfolgsversprechende Projekt

auch ein Erfolg wird, hoffen Schreiter

und Co. nun inständig auf zahlreiche

Anmeldungen. Die nimmt

Arnold Burklin (E-Mail: arnold.

burklin@feg-weilheim.de; Telefon:

0176 / 61661501) bis einschließlich

Sonntag, 3. März, entgegen. js

36 | tassilo 36 | tassilo


Bauen

Wohnen

Energie

Aus dem

Inhalt

Die pflegeleichte Lounge im Garten . . . . . . . Seite 38

Effektive Wurzelstockentfernung . . . . . . . . Seite 40

Das Meisterrecht im Handwerk . . . . . . . . . . Seite 42

Feuerlöscher – freiwillig oder Pflicht? . . . . . Seite 44

Schutz vor summenden Plagegeistern . . . . . Seite 46

Der komplexe Weg zu schnellem Internet . . Seite 48

Energieberatung der Verbraucherzentrale . . Seite 51

Balkone – Urlaub im eigenen Heim . . . . . . . Seite 54

Beton – die Basis auf dem Bau . . . . . . . . . . . Seite 56

Mobile Event-Hütten aus Obersöchering . . . . Seite 58

märz / april 2019 | 37


Teak & More in Oderding

Die pflegeleichte

Lounge im Garten

Oderding | „Eine schöne Lounge

definiert sich immer häufiger

über Stoffe und Kissen“, beobachtet

Eduard Hupfauf den neuesten

Trend bei Gartenmöbeln. Die Verkaufsschlager

sind Sitzgruppen

aus Aluminium, kombiniert mit

recyceltem Teakholz, ausziehbaren

Tischen, Stühlen zum Stapeln und

für Bequemlichkeit mit hochwertigen

Polstern ausgestattet, deren

bunte Bezüge abnehmbar und

waschbar sind. Kombiniert werden

kann das Ganze mit einem stabilen

Feuertisch, der in der Mitte des Tisches

eine mit Gas betriebene Feuerstelle

besitzt und so bei kühlen

Temperaturen viel Wärme für die

umstehenden Personen bietet. Der

Korpus ist aus recyceltem Teakholz,

sodass jedes Stück ein Unikat ist.

Die Tischplatte kann wahlweise

aus Teak oder pflegeleichtem HPL

(High Pressure Laminate) gefertigt

werden.

neuen Outdoor-Designs aus Teakholz

oder Rattan kamen bei den

Kunden sehr gut an, sodass man

bald eine Lagerhalle im Trifthof anmieten

konnte. Durch den Wechsel

ins Gewerbegebiet Oderding kann

Teak & More nun auf über 4 000

Quadratmeter Ausstellungsfläche,

davon 1 500 Quadratmeter Außenausstellungsfläche,

alles rund um

die Gartenausstattung bieten. Angefangen

von klassischen Essgruppen

über mehr als 30 Loungen, Relaxstühlen,

Grillmöglichkeiten bis

hin zu verschiedensten Varianten

der Beschattung stehen im Innenund

Außenbereich eine Vielzahl an

Möglichkeiten zur Verfügung.

Gastro legt Wert auf

Optik und Funktion

Fast drei Viertel des Umsatzes

macht heutzutage die Ausstattung

von Gaststätten und Hotels aus. Im

Restaurantbereich wird auf bequeme,

stapelbare Sessel geachtet

und die Tische sollen flexibel einsetzbar

und mit einer pflegeleichten

Tischoberfläche ausgestattet

sein. „Natürlich soll sich dann auch

noch die Optik abheben“, weiß

Eduard Hupfauf von den gehobenen

Ansprüchen der Gastronomie.

Teak & More hat in vielen Hotels

entlang der gesamten bayerischen

Alpenkette auch Spa-Bereiche mit

trendigen und strapazierfähigen

Relaxliegen ausgestattet. Beim

Orange-Haus am Hohenpeißenberger

Tabaluga-Anwesen wurden

beispielsweise zu Teaktischen

moderne, orangefarbene Stühle

kombiniert. Mit großen, gelben

Sonnenschirmen dazu macht der

Außenbereich dem Namen seines

Hauses alle Ehre. Vielleicht auch

bedingt durch den Klimawandel,

spielt sich das Leben im privaten

Bereich ebenfalls immer mehr im

Der von „Teak & More“ gestaltete Außenbereich am „Orange-Haus“

am Tabaluga-Anwesen macht seinem Namen alle Ehre.

38 | tassilo

Feuertisch

für Heiß und Kalt

Dazu gibt es die passenden Barhocker,

und im Sommer kann die

Feuermulde auch umgewandelt

werden in ein Eisfach zum Kühlen

von Getränken. In einer Weilheimer

Garage haben die beiden Geschäftspartner

Eduard Hupfauf und

Cornelia Weiß im Jahr 1999 angefangen,

Gartenmöbel zu verkaufen.

„Wir haben unsere importierten

Rattanmöbel sogar an eines der

größten und bekanntesten Möbelhäuser

verkauft“, erzählt Eduard

Hupfauf von den Anfängen. Die

Der neueste

Verkaufsschlager

sind Feuertische,

die in der Mitte

eine gasbetriebene

Feuerstelle haben,

die durch ein Eisfach

ausgetauscht werden

kann.


Eine Stripe-Lounge (Alu-Gestell mit Bändern) in Kombination mit hochwertigen

Kissen und einem Teakholz-Tisch zählt zu den neuesten Gartentrends.

Garten ab. Wo früher ein rechteckiger

Tisch mit vier Klappstühlen

stand, wird heute auch die kleinste

Terrasse mit einer Lounge zum

Entspannen ausgestattet. „Bisher

waren die Gestelle überwiegend

aus Kunststoff-Geflecht, jetzt werden

Bänder kombiniert mit der

Basis Holz oder Alu.“

kann, richtig Spaß. Diese spinndüsen-gefärbten

Acrylstoffe weisen

auf einer Skala von 1 bis 8 bei der

Lichtechtheit tatsächlich Werte von

7 bis 8 auf. „Das ist die Innovation:

man kann es draußen lassen“, betont

der Firmenchef. Lediglich bei

längerer Nutzungspause oder im

Winter sollte man es abdecken.















Stripe-Lounge

mit bunten Kissen

Eine innovative Polsterung dazu

nennt er als sein besonderes

Steckenpferd und zeigt mit einer

Flasche Wasser, wie die Flüssigkeit

auf den hochwertigen Bezügen

abperlt. Der Schaumstoff im

Inneren des Polsters ist dagegen

extrem wasserdurchlässig, damit

Feuchtigkeit möglichst schnell abfließt

und das Polster abtrocknet.

An der unteren Kante der Kissen

ist dann noch eine Drainage eingearbeitet,

damit kein Wasserrest

stehen bleibt. Außerdem können

diese Bezüge zum Waschen abgenommen

werden. Dem zehnköpfigen

Team von Teak & More machen

die neuen Trends mit farbenfrohen

Stoffen, wo man auch mal eine

vor Jahren gekaufte Lounge durch

bunte Kissen wieder aufpeppen

Der Sommer kann

kommen

Auch beim Thema Beschattung

gibt es verschiedenste Möglichkeiten,

vom klassischen Sonnenschirm

über Sonnensegel bis hin

zu fest verankerten Pavillons, die

mit sommerlichen Stoffen ein romantisches

Flair in den Garten

zaubern. Auch hier hält Eduard

Hupfauf eine neue Innovation

in Händen: Stoffe, die zwar beschatten

und Wasser abweisen,

aber dennoch ein bisserl Licht

durchlassen, damit man auf der

Lounge sitzend trotzdem ein wenig

Sonne erwischt. Nach dem

großartigen Sommer 2018 hoffen

wir insgeheim doch alle auf eine

Wiederholung in 2019. Und mit ein

paar trendigen Neuerungen lässt

sich die Gartensaison gleich noch

mehr genießen.

rg


märz / april 2019 | 39


Wurzelstockentfernung Merkl aus Raisting

Schnell, sauber & effektiv

gegen den Baumstumpf

Raisting | Nachdem ein Baum

gefällt wurde, stellt sich häufig

die Frage, was mit dem übrig gebliebenen

Stumpf geschehen soll.

Den Wurzelstock einfach stehen

zu lassen, ist nur selten eine Alternative

– nicht nur aus optischen

Gesichtspunkten. Er wird mitunter

zur Stolperfalle oder stört bei

Mäharbeiten. Wird der Stumpf

einfach stehen gelassen, kann es

bis zu 20 Jahre dauern, ehe dieser

verrottet ist. Vom gelegentlich zu

hörenden Vorschlag, den Stamm

mit Benzin oder Brennpaste zu

füllen und dann anzuzünden,

sollte man indes unbedingt die

Finger lassen. Das ist einerseits

gefährlich, anderseits führt es

ohnehin zu einem gegenteiligen

Ergebnis, denn: Beim Verbrennen

bildet sich eine Schicht, welche

die Verrottung nur verzögert. Eine

der einfachsten Möglichkeiten,

den Baumstumpf zu entfernen,

ist das Ausfräsen. Im Gegensatz

zum Ausheben durch einen Bagger

wird dabei nicht der ganze

Garten in Mitleidenschaft gezogen.

In kürzester Zeit kann so an

„entwurzelter“ Stelle wieder neues

Grün erblühen. „Obwohl es

nach schwerem Handwerk klingt,

ist es eine saubere und effektive

Arbeit “, sagt Manfred Merkl vom

gleichnamigen ge

n Unternehmen ehme

n aus

Raisting, welches sich auf Wurzelstockfräsungen

spezialisiert hat.

Umfeld des Stocks wird

kaum beschädigt

Seine Auftraggeber sind unter

anderem Gemeinden, Gartenpfleger

oder auch private Bauherren.

Manfred Merkl kümmert

sich um jeden Wurzelstock, der

sprichwörtlich im Weg umgeht.

Dafür hat er eine „kleine“ Fräse,

mit Hebel zu bedienen, 90 Zentimeter

Durchfahrtsbreite und rund

20 kW. Eine Maschine für die etwas

filigraneren Arbeiten etwa an

Gartentüren türe

ren oder

Gehwegen. Besonders

s stolz ist Merkl jedoch auf

seine große Wurzelstockfräse, räse

die

Vermeer ee

r SC852, mit

140

Zentime-

ter Durchfahrtsbreite, rt

reit

e,

kraftvollem

f Turbodiesel und rund

100

PS.

Sie

wird ferngesteuert este

rt und

fräst nahezu

jeden en

Wurzelstock klein. Bis

zu

einer er Frästiefe von

60 Zentimeetern

wird der Stumpf bei

seinen

Arbeiten en

ausgefräst. „Wir fräsen

ohne

größere re Beschädigungen

ge

n

des Umfelds den Wurzelstock, das

gefräste Material vermischt sich

mit dem vorhandenen nen Boden“,

verspricht Manfred Merkl. Und

jenes entfernte

e n e

Material al

muss

keineswegs

eswe

Abfall

sein,

Der ganze Stolz von Wurzelstockentfernung Merkl aus Raisting i ist die

große Fräse mit kraftvollem Turbodiesel und rund 100 PS, die

mittels Fernsteuerung bedient wird.

40 | tassilo


Auch wenn es hier womöglich ein wenig anders aussieht, ist das Wurzelstockentfernen

eine effektive und auch saubere Arbeit.

sondern kann im Garten vielseitig

wiederverwendet werden:

Zum einen kann das organische

Material mit dem abgetragenen

Boden vermischt und die Stelle

mit Humus aufgearbeitet werden,

um so eine optimale Grundla-

ge für

spätere Bepflanzungen ngen

zu

schaffen. Es eignet sich

zudem,

um Hecken oder

Beete ähnlich

wie mit Rindenmulch abzudecken.

Unschöne Überreste eines

gefällten Baumes gehören in jedem

Fall so der Vergangenheit

an und können entsprechend der

Kundenwünsche und den natürlichen

Gegebenheiten fachgerecht

entsorgt werden. „Der beste e Dünger“,

versichert rt Merkl. Kein Wunder,

dass auch die

meisten en

seiner

Kunden die

Überreste este

behalten.

Für einen Wurzelstock mit rund

50 Zentimeter Durchmesser benötigt

Merkl effektiv rund zehn Minuten.

In der Regel sind es – dann

für etwas größerer Stümpfe –

15 bis 30 Minuten. Bei einzelnen

großen Wurzelstöcken kann

die Arbeit auch mal eine Stunde

dauern, was allerdings die Ausnahme

ist. Nach Besichtigung

vor Ort wählt Manfred Merkl in

Abhängigkeit von Zugänglichkeit

und Stockdurchmesser die Fräse

mit der passenden Spezifikation,

generell können Baumstümpfe

in sämtlichen Größen, eben auch

in geringem Abstand zu Zäunen

oder Mauern, entfernt werden.

Im Winter werden

weniger Wurzeln gefräst

„Im Frühjahr und Herbst habe

ich viel Arbeit“, sagt Manfred

Merkl über sein Einzugsgebiet

von München bis Garmisch. Vor

rund vier Jahren hat er den Betrieb

von einem Huglfinger übernommen,

der diesen über zwölf

Jahre lang aufgebaut hatte. Entsprechend

end konnte Merkl einen

en

durchaus us

üppigen Kundenstamm

nsta

übernehmen. en. Häufig fungiert er

gewissermaßen

er

als Subunternehmer

er

für

Wurzelstockentfer-

entf

tfer

nungen, ngen

bietet darüber hinaus

auch

einen en kompletten ten Ser-

vice

in Sachen Baumfällun-

lu

gen an. Spezialgebiet ebie

sind

dabei

Problembaumfäl-

mf

lungen. Ist ein Baum

alt,

krank k oder durch an-

dere

Umstände so

stark geschwächt,

ht

dass s Stand- und

Bruchsicher-

cher

heit nicht

mehr gewähr-

Bis zu einer Frästiefe von 60 Zentimetern wird der Baumstumpf bei den

Arbeiten ausgefräst — ohne Beschädigungen des Umfeldes.

leistet werden kann, so ist dieser

bei Gefährdung zu fällen. „Das

sichere Arbeiten steht dabei an

oberster Stelle“, sagt Manfred

Merkl, der bei hohen Bäumen,

die mittels Seilklettertechnik von

oben abgetragen werden, einen

erfahrenen Kletterer organisiert.

Auch

wenn Autokran oder Hebebühne

bühn

e benötigt werden, übernimmt

Merkl im

Auftrag seiner

Kunden gerne die

Organisation.

„Jeder meint, dass eine Wurzelstockentfernung

einige hundert

Euro kostet – dem ist aber nicht

so“, beruhigt Merkl insbesondere

Privatpersonen, die im Zuge einer

Baufeldrodung über einen Wurzelstock

stolpern. Noch schafft es

Merkl, im Nebenerwerb als Landwirt

tätig, seine Kunden, allen voran

Baumpfleger, selbst zu bedienen.

Dennoch würde er sich über

tatkräftige Unterstützung freuen. tis

Manfred Merkls „kleine“ Wurzelstockfräse mit 90 Zentimeter Durch-

fahrtsbreitee

und rund

20kW, ist per Hebel zu bedienen.

märz / april 2019 | 41


Das Meisterrecht im Handwerk

Ein mit Füßen getretenes

Qualitätsmerkmal

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Tassiloland | Der Meisterbrief im

Handwerk ist ein hohes Qualitätsmerkmal.

Wer ihn an die Wand

hängen darf, hat nicht nur das

Privileg, sich selbstständig zu machen.

Er darf auch Fachkräfte ausbilden.

Grundvoraussetzung für

den Besuch einer Meisterschule?

Der Gesellenbrief, die erfolgreich

bestandene Ausbildung. Das war

nicht immer so: Bis 2004 war

neben erfolgreicher Ausbildung

noch Berufserfahrung erforderlich,

zunächst über fünf, dann über

zwei Jahre. „Heute könnte man

theoretisch gleich durchstarten“,

sagt Roland Streim, Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft.

„Wobei ein paar Jahre Berufserfahrung

als Geselle natürlich nie

verkehrt sind.“ Die Meisterschule

selbst besteht immer aus vier Teilen:

Fachtheorie, Fachpraxis sowie

Betriebswirtschaft und Pädagogik.

In Vollzeit kann das Projekt „Meister“

in gut einem Jahr durchgezogen

werden. Es gibt aber auch die

Möglichkeit, die Meisterschule am

Abend oder Wochenende zu besuchen,

was jedoch insgesamt über

rund zwei Jahre geht. Letzteres

hat den Vorteil, werktags wie gewohnt

arbeiten zu können, keine

Gehaltseinbußen verzeichnen zu

müssen. Der Nachteil: Weniger

Zeit und Kraft zum Lernen. „Zumal

es ein elternunabhängiges

Meister-Bafög gibt, die Schule in

Vollzeit also ohne finanzielle Sorgen

bestritten werden kann“, sagt

Roland Streim.

Pädagogik

in Weilheim

Die Kosten selbst sind je nach

Beruf ganz unterschiedlich. Die

Bandbreite liegt hier von rund

2 000 Euro bis 8 000 Euro. „Diese

deutlichen Kostenunterschiede

hängen vor allem mit den unterschiedlich

benötigten Mitteln zusammen

– das Bauen eines aufwendigen

Meisterstückes kostet

natürlich wesentlich mehr als das

Haareschneiden eines freiwilligen

Models aus dem Freundeskreis

des Absolventen.“ Welcher Handwerker

sich letztlich wo anzumelden

hat, ist den Absolventen größtenteils

selbst überlassen. „In den

größeren Städten wie München,

Augsburg oder Kempten werden

nahezu alle Meisterberufe ausgebildet.“

Schreiner haben auch die

Möglichkeit auf der Fachschule für

Holz und Gestaltung in Garmisch-

Partenkirchen ihren Meister zu

machen. Außerdem absolvieren

die Meister-Schützlinge aus dem

Tassiloland den pädagogischen

und betriebswirtschaftlichen Teil

überwiegend in Weilheim. Inwiefern

der Besuch einer Meisterschule

von Arbeitgeber-Seite

unterstützt wird, ist wiederum

sehr unterschiedlich. Manche Betriebe

begrüßen diesen Schritt zu

Fenster Türen

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42 | tassilo


Die Arbeit motivierter Meister im Handwerk ist stark gefragt — und darf

nicht durch Scheinselbstständigkeiten an Wert verlieren.

100 Prozent, übernehmen Kosten

und stellen ihren Schützling frei

mit dem Ziel, ihn hinterher wieder

als Meister weiter zu beschäftigen.

Andere lassen das Arbeitsverhältnis

ruhen, wonach der Absolvent

sich für die Schulzeit selbst zu

versichern hat, danach jedoch im

„alten“ Betrieb wieder herzlich

willkommen ist. Wiederum andere

verlangen eine Kündigung.

Probleme mit „Holz- und

Bautenschutz“

Wohin der Weg frischgebackener

Meister im Handwerk letztlich

auch führt – ein Problem für alle

erfolgreichen Absolventen sind

diejenigen, die das Meisterrecht

und die damit verbundenen Privilegien

mit Füßen treten. Stichwort

„Holz- und Bautenschutz“: Das ist

ein legales Recht, das Handwerker

auch ohne Meisterbrief für sich

beanspruchen können – und sich

damit sogar selbstständig machen

dürfen. Erlaubt sind im Rahmen

dieser Genehmigung allerdings

nur „Schutzmaßnahmen“ an und

in Gebäuden wie zum Beispiel

Verfugen oder Wände nach einem

Wasserschaden trocken legen.

Doch daran halten sich viele

nicht. „Viele sehen das Recht auf

Holz- und Bautenschutz als Freibrief

und meinen, damit alles machen

zu können.“ Ein klassisches

Paradebeispiel, was laut Roland

Streim sehr häufig vorkommt,

aber definitiv nicht Rechtens ist:

Die Aufstellung von Carports. Laut

Streim gebe es auch Handwerker

ohne Meisterbrief, die sich in der

Öffentlichkeit als Schreinerbetrieb

verkaufen, sogar damit werben,

hochwertige Dinge wie Küchen

aus eigener Hand zu fertigen.

„Alles nicht erlaubt!“ Um beim

Beispiel Schreiner zu bleiben: Der

darf nur dann Küchen produzieren

und beim Kunden maßgeschneidert

einbauen, wenn er den Meisterbrief

in der Tasche hat.

Scheinselbstständigkeit

und Schwarzarbeit

Hier höre sich laut Roland Streim

der Spaß auf. „Wir haben sehr

viele Meister, die ihre Rechte und

Pflichten nach bestem Gewissen

erfüllen und nach hohen Standards

tolle Arbeit leisten, während

viel zu viele Scheinselbstständige

dieses Recht mit Füßen treten.“

Ein Problem sei auch die damit

verbundene Preisdrückerei, weil

ein Scheinselbstständiger in der

Regel wesentlich weniger Geld

verlange. Allein der Kreishandwerkerschaft

Oberland werden

Jahr für Jahr mindestens 20 Fälle

von Scheinselbstständigkeit und

damit Schwarzarbeit im großen

Stile gemeldet – alles Fälle aus

der Region Weilheim-Schongau,

Landsberg, Garmisch-Partenkirchen

oder Starnberg. „Wobei die

Zahl noch viel höher ist“, sagt er.

Von einer schwer abschätzbaren

Dunkelziffer mal abgesehen, gehen

viele Hinweise direkt bei der

Handwerkskammer oder dem

jeweils zuständigen Gewerbeaufsichtsamt

ein. „Davon bekomme

ich meistens gar nichts mit“, sagt

Streim, der an dieser Stelle nicht

nur die „sauberen“ Meisterbetriebe,

sondern auch Kunden sensibilisieren

möchte: „Erkundigt euch

im Vorfeld nach der rechtmäßigen

Firmeneintragung, damit das alles

Hand und Fuß hat.“ Schließlich

ist das Deutsche Meisterrecht ein

europaweit angesehenes Qualitätsmerkmal,

„das durch Scheinselbstständigkeit

nicht zerstört

werden darf“. Wobei Scheinselbstständigkeit

und der nicht

rechtmäßige Umgang mit diesem

„Holz- und Bautenschutz“ nicht

die einzigen Probleme sind.

Zulassungsfreie

Handwerksberufe

Zwar obliegen 41 Handwerksberufe

– vom Maurer über Bäcker bis

zum Zahntechniker – dem Meisterrecht,

53 (!) weitere – vom Fliesenleger

und Holzbildhauer bis

zum Instrumentenbauer – sind jedoch

seit 2004 als zulassungsfreie

Berufe eingestuft, in denen auch

ohne Meisterprüfung eine Selbstständigkeit

erlaubt ist. Roland

Streim wünscht sich dennoch,

dass in Zukunft viele junge Handwerker

sich den Meister zutrauen.

Zwar sei das „echte“ Handwerk

im Tassiloland verhältnismäßig

gut aufgestellt. „Allerdings stehen

in den kommenden Jahren sehr

viele Generationenwechsel ohne

Nachfolger aus den hauseigenen

Reihen an.“ Meister-Töchter und

-Söhne schlagen oft eine andere

berufliche Laufbahn ein, weshalb

die in Rente gehenden Selbstständigen

gerne an einen ihrer

motivierten Gesellen übergeben

möchten.

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märz / april 2019 | 43


Feuerlöscher sind nicht überall Pflicht, aber sinnvoll

„Oft entstehen Brände

in der Küche“

Tassiloland | Das Essen steht auf

dem Herd, dann klingelt das Telefon,

oder man vergisst eine brennende

Kerze und verlässt das Haus.

„Ein Brand entsteht schneller, als

man denkt“, sagt Norbert Greinwald,

Geschäftsführer des Brandschutz-

und Sicherheits-Centers

Pfaffenwinkel (BSC) in Wildsteig.

Nicht nur in Privathaushalten, sondern

vor allem in gewerblichen

Gebäuden sollte daher immer ein

Feuerlöscher vorhanden sein. In

Gebäuden, in denen Menschen

arbeiten, also Entgelt bekommen,

sind Feuerlöscher ohnehin Pflicht.

Außerdem gibt es viele Normen

und Regeln, zum Beispiel, wie

viele Löscheinheiten in einem gewerblichen

Gebäude pro Quadratmeter

vorhanden sein müssen.

„Bei einer Grundfläche von

50

Quadratmetern sind das zum Beispiel

zehn Löscheinheiten, n,

was

in

etwa einem Sechs-Liter-Schaum-

-Sch

feuerlöscher entspricht", erklärt

der Brandschutzexperte. Darüber

r

hinaus muss – nach den neuen

en

technischen Regeln für Arbeitsstät-

stät

ten (ASR) – ein vorhandener ner Feuerlöscher

in einem Radius von

maximal 20 Metern zu errei-rchen

sein. „Somit muss

eis

auch mindestens ein Feuerlöscher

pro Stockwerk

vorhanden sein", sagt

Norbert Greinwald. Auch

vorgegeben sind Farbe

sowie Ort und Art der Anbringung

des „gewerblichen“

Feuerlöschers – er

muss rot und gut sichtbar

in 80 bis 120 Zentimetern

n

Höhe montiert sein. Theoretisch

darf er sogar in einem Schrank

stehen, sofern die Schrankwand

außen mit einem Feuerlöscher-

Zeichen gekennzeichnet ist und

auf dieses „Versteck“ hinweist. Und

noch etwas: Alle Mitarbeiter eines

Unternehmens sollten jährlich eine

rund 45-minütige Unterweisung

bekommen, wie Feuerlöscher zu

benutzen sind. Darüber hinaus ist

es Pflicht, fünf Prozent der Belegschaft

zu Brandschutzhelfern auszubilden.

Weil all diese Rechte und

Pflichten für den Privathaushalt

zwar sinnvoll, aber nicht notwendig

sind: Es gibt auch Feuerlöscher

in bunt, kariert oder mit einem

Portrait bemalt.

Am besten

in

die

Küche

Dass

die

„privaten“ Feuerlöscher

er

Sinn machen, zeigt folgende e Statistik:

ik: Alleine lein

2017

sind die Feuerwehren

en in Bayern zu rund

In gewerblichen

Gebäuden sind

Feuerlöscher

Pflicht. Sie

müssen rot und

innerhalb von

20 Metern zu

erreichen sein.

Feuerlöscher sind einfach zu bedienen: Sicherungsstift if ziehen, Schlauch

h

auf das Feuer richten und Hebel betätigen.

19 000 Bränden ausgerückt." Am

besten, man stellt sich einen Feuerlöscher

in die Küche, da Brände

oft dort entstehen", sagt Experte

Greinwald und betont, dass früher

die Geräte häufig im Keller

oder in der Garage aufbewahrt

wurden, was ziemlich sinnlos sei.

„Bis von dort der Löscher geholt

wird, könnte das Feuer bereits gefährlich

groß und nicht mehr von

einem Feuerlöscher zu bekämpfen

sein.“ Wenn das „Ding“ dagegen

in greifbarer Nähe ist, können Entstehungsbrände

schnell gelöscht

werden. Wie das funktioniert?

„Sicherungsstift ziehen, Schlauch

in die Hand nehmen und kurz

draufdrücken, schon kann man löschen."

Hier hilft auch die Bedienungsanleitung

in Bild und Schrift,

die auf jedem Feuerlöscher

angebracht ist. Etwas komplizierter

ist dagegen die Auswahl

des passenden Feuerlöschers.

Es gibt Pulver-, Schaum-, Co ²

-,

Wasser- und Fettbrandlöscher,

für die es ebenfalls unterschiedliche

Regelungen gibt: Im Außenbereich,

wo etwas gefrieren

kann, sind Pulverlöscher Pflicht.

Ratsam an dieser Stelle: Pulverlöscher

sollten nicht in Gebäuden

angewendet werden, da sie Salz

enthalten und „alles Metallische

beschädigen“. Und Versicherungen

dann nur für den

Brandschaden, nicht für den

Löschschaden aufkommen.

Nur

Entstehungsbrände

löschen

Neben den verschiedenen

Löschmitteln gibt es mit

Aufladelöscher und Dauerdrucklöscher

auch vom technischen

Aufbau zwei verschiedene

Feuerlöscher. Ersterer besitzt im

Inneren neren

eine Kartusche, die erst

nach

Ziehen des Sicherungsstiftes

Druck auf den Behälter ausübt –

und erst dann funktioniert der

Löscher. Letzterer, wie der Name

schon sagt, steht dagegen andauernd

unter Druck. „Der Aufladelöscher

hat eine Haltbarkeit von rund

25 Jahren und man sollte ihn alle

zwei Jahre warten lassen", erklärt

Norbert Greinwald, der diese Art

von Feuerlöschern auch empfiehlt,

da Dauerdrucklöscher Druck verlieren

können. Die Wartung eines

Löschers kostet um die 20 Euro und

wird von Sachverständigen wie

Norbert Greinwald durchgeführt.

Der Feuerlöscher selbst kostet je

nach Art und Größe unterschiedlich

viel. Ein Drei-Liter-Fettbrandlöscher

für zu Hause beispielsweise

kostet rund 100 Euro. Doch welcher

Löscher ist für welche Räumlichkeit

geeignet? Für Büros in durchschnittlicher

Größe empfiehlt der

Brandschutzexperte Schaumlöscher,

für private Haushalte eben

Fettbrandlöscher – ein Drei-Liter-

Fettbrandlöscher reiche für eine

Drei-Zimmer-Wohnung aus, „weil

man damit jegliche Art von Entstehungsbränden

in Wohnungen löschen

kann“. Mit Entstehungsbränden

sind kleine Anfangsbrände in

Mülleimern oder Töpfen gemeint,

die, aus welchen Gründen auch

immer, Feuer gefangen haben.

„Hier sind die Flammen rund 20

bis 30 Zentimeter hoch." Sobald die

Flammen größer sind, empfiehlt

Norbert Greinwald dringendst, die

Feuerwehr zu alarmieren und sich

in Sicherheit zu bringen.

ww

44 | tassilo


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Nachdem alle unsere Aufgaben erledigt sind, das Aufmaß gemacht ist, besprechen wir gemeinsam die Schlussrechnung.

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Tassiloland | Es kennt vermutlich

jeder: Ein Abend im Frühling oder

Sommer, man liegt im Bett und

ist kurz davor einzuschlummern

und… dann schwirrt etwas fies

Summendes um unsere Ohren herum:

Mücken. Anstatt einzuschlafen,

versuchen wir krampfhaft die

Biester – insgesamt gibt es 50 verschieden

Arten in Deutschland –

zu erlegen. Denn sie alle wollen

nur eins: unser Blut. Und das bekommen

sie durch später juckende

Stiche. „Sie schwirren meist um

die Ohren, weil die Mücken zum

einen unserem Co ²

-Ausstoß aus

dem Mund

folgen und dann

mit

Temperatursensoren erat

en die

wärms-

te, also

am besten en durchblutete

utet

e

Stelle le an uns finden. n Und das sind

nun n mal die Ohren“, beschreibt

eibt

Dr. Karl Breu, Vorstand des Ärztlichen

Kreisverbands rban

Weilheim-

e Schongau.

Am häufigsten bei uns in der

gion gibt es die gemeine

Stechmücke, ck

e,

dann

n

Re-

die

so-

genannten Überschwemmungsmücken

und auch einige Fiebermücken.

Letztere gehören zu

den Arten, die Krankheiten wie

Malaria übertragen können. „Wir

haben hier aber nicht die Temperaturen,

damit die Erreger überleben

können und auch keine an

Malaria Erkrankten“, beruhigt Dr.

Karl Breu. Und noch eine positive

Nachricht hat der Mediziner: Die

Krankheiten, die in unserem Blut

vorkommen – wie etwa HIV oder

Hepatitis – werden von keiner Mückenart

übertragen.

In den vergangenen Jahren war

eine Übertragung durch Mücken

in Deutschland nachgewiesen

wurde. Die Tigermücken, die zu

den Überschwemmungsmücken

zählen, kommen im Tassiloland

beispielsweise an den Osterseen

bei Iffeldorf vor.

Bauen

gegen die Biester

immer me

öfter die asiatische sche

Tigermücke

in den

Nachrichten, hten

die

es mittlerweile tler

ile auch häufiger bei

uns gibt. Eingeschleppt wurde

sie vorrangig g durch den Handel

von Altreifen und Glücksbambus,

worin die Tigermücke vor

dem

Import Eier ablegte. e. Diese Mücken

können auch einige Krankheiten

en

übertragen, en

wie etwa Dengue-

e-

und

West-Nil-Fieber -Fie

oder

das

Zikavirus, wenngleich ng

noch nie

Abgesehen davon, dass Mücken

für Menschen in der Region selten

gefährlich sind, kann man

sich dennoch gegen sie wehren.

„Zum Beispiel mit Spannrahmen,

die mit Insektenschutzgitter ensc

schu

tzgi

tter

verse-

hen sind“, erklärt rt Sandra Löw von

Rollladenbau lade

au Löw

in Weilheim.

im.

Diese e Schutzgitter tt

können ne

n so

konstruiert

rt werden, dass man sie im

Winter problemlos los

abnehmen

en

und bis zur nächsten Mückenzeit

eit

verstauen kann. Andere Varian-

ten,

wie

zusätzliche zl

Pendel- oder

Drehtüren ren sowie Schiebeanlagen

eanl

agen

und Plissees sees

es zum

seitlichen iche

Wegschieben,

en

machen die

Auswahl

an baulichem Insektenschutz

nsch

vielfältig. ltig

ig. Die Rahmen der

Insektenschutzgitter

ensc

tz

tter

kann

n

man dabei farblich

an den

Rest des

Hauses anpassen

as

se

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anselm neumayr

Mückenschutzgitter können beispielsweise als zusätzliche Drehtüren vor

Hauseingängen montiert werden.

„Auch bei den Geweben gibt es

hat den Vorteil, dass keine Insekten

durch den Keller kommen. Au-

verschiedene Varianten, wie etwa

Standard, TTA-Gewebe, was etwas

ßerdem em fallen dann keine Frösche,

unauffälliger li

ist,

Polltec-Gewebe

ltec

eweb

eb

e

Mäuse oder auch Schmutz in die

für Allergiker, lerg

er, da es zusätzlich Pol-

Schächte."

cht

len fernhält und

auch stabileres

es

Gewebe für

Menschen, n, die

Katzen

Der Trick

haben“, beschreibt ei

bt

Sandra Löw ei-

mit dem Löffel

nige Auswahlmöglichkeiten.

hkei

In der

Regel el

werden die gewählten

Nicht nur baulich ist es möglich,

Insektenschutzgitter en

schu

tzgi

tt

er an Schlafzim-

sich gegen Mücken zu schützen.

mer- und

Kinderzimmerfenstern

imme

me

rf

enst

e n

„Am besten helfen sogenannte

verbaut. „Man kann

auch Küchen

Repellentien wie Icaridin, das man

und Wohnzimmer schützen, wo

sich auf die Haut sprüht“, erklärt

genau entscheidet ei

immer mer der

Dr. Breu. Diese Mittel schützen uns

Kunde“, sagt

Sandra Löw. Die

pertin ergänzt, dass es auch

klug

sie den natürlichen Körpergeruch

sei,

Lichtschachtabdeckungen hach

tabd

en mit

überdecken und die Mücken den

Insektenschutz ensc

schu

tz zu versehen. ehen

en. „Das

Menschen so nicht finden

Ex-

einige Stunden vor den Mücken, da

können.

> > > ZUM THEMA

Die Anziehungskraft auf Insekten ist von Leuchtmitteln im langwelligen,

also im gelben, orangefarbenen und roten Bereich, geringer

als kürzere Wellenlängen im Violett-, Blau- und Grünbereich. Gerade

draußen ist es deshalb ratsam, auf warmweiße Beleuchtung

zu setzen, denn kaltes Licht ist für Insekten nicht nur interessanter,

sondern auch in weiterem Umkreis wahrnehmbar.

Insektenschutzgitter gibt es in vielen

Varianten wie etwa als Rollos,

Plissees oder Spannrahmen.

Anstelle der chemischen Stoffe,

gibt es viele biologische Mittel wie

Zitronella, die der Erfahrung nach

jedoch nicht so effektiv sind wie

die chemischen Alternativen. Darüber

hinaus können UV-Lampen,

umgangssprachlich auch „Mückentoaster“

genannt, installiert

werden. „Die sollte man jedoch

nur in Innenräumen anwenden,

da im Außenbereich sonst auch

wertvolle Insekten wie Nachtfalter

angezogen und getötet werden“,

betont Dr. Karl Breu. Desweiteren

helfen Ultraschallgeräte, ätherische

Öle oder Biozidverdampfer.

„Nicht alles ist unbedenklich

und nicht alles funktioniert“, beschreibt

der Mediziner.

Wenn all diese Mittel nicht helfen,

gibt es einen juckenden Stich, der

übrigens juckt, weil die Mücke einen

Gerinnungshemmer und ein

Betäubungsmittel, also körperfremde

Eiweiße, in den menschlichen

Körper spritzt und dieser

mit Histaminen dagegen angeht.

„Bestenfalls schmiert man gleich

nach dem Stich ein Antihistaminikum

drauf, dann juckt es auch

nicht“, verrät Dr. Karl Breu. Alternativ

helfen auch Zwiebeln oder

Meerrettich. Hat man nichts zur

Hand, ist es ratsam, einen Löffel

zu erhitzen und auf den Stich

zu drücken. Dadurch werden die

fremden Eiweiße zerstört, was den

Juckreiz lindert.

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märz / april 2019 | 47


Wegen Bürokratie und Fachkräftemangel

Der komplexe Weg

zu schnellem Internet

Tassiloland | Schnelles Internet ist

für Unternehmer und deren Mitarbeiter

die Basis wirtschaftlichen

Erfolgs. Aufgrund zunehmender

Home-Office-Tätigkeiten sowie

datenreicher Freizeitmöglichkeiten

über Laptop, Smartphone und

Fernseher – Stichwort Internetfernsehen

mit hochauflösender

Bildqualität – fordern auch Privatleute

seit Jahren schnelles Internet

für ihr Zuhause. Inzwischen ist der

sogenannte Breitbandausbau in

Weilheim-Schongau und den benachbarten

Landkreisen weit vorangeschritten.

Verschiedene Förderverfahren,

begrenztes Budget,

technische Herausforderungen,

ausgelastete Tiefbaufirmen wegen

des Baubooms und EU-weite

Vorschriften haben den flächendeckenden

Breitbandausbau zum

Teil stark verkompliziert – sowohl

für Gemeinden als auch ausführende

Anbieter. Hier in der Region

treibt den Breitbandausbau in

erster Linie die Telekom voran, die

mit mehr als 90 Prozent beinahe

alle hier ansässigen Gemeinden

mit 30 Mbit/s und mehr versorgt –

oder in naher Zukunft versorgen

wird.

Hauptverteiler in

Schongau und Weilheim

Klaus Strauß ist Breitbandexperte bei der Deutschen Telekom. Hier zeigt i

er modernste Technik in Sachen Kabel und Anschlüsse.

Von Anfang an als Ansprechpartner

für hiesige Gemeinden involviert

war und ist Klaus Strauß aus

Rottenbuch, Breitband-Experte

der Deutschen Telekom, der aktuell

abwechselnd in Schongau,

Weilheim und Garmisch-Partenkirchen

arbeitet und sich bestens

auskennt mit dem in vielen Punkten

mühsamen Weg zu schnellem

Internet.

Rein technisch betrachtet erfolgt

der Breitbandausbau so: In größeren

Orten wie beispielsweise

Schongau und Weilheim betreibt

die Deutsche Telekom übergeordnete

Netzknotenpunkte. Von

solchen Verteilzentren wiederum

werden Glasfaserkabel in

umliegende Orte zu sogenannten

Vermittlungsknoten gelegt,

die Datenübertragungen von

250 Mbit/s im Download und 40

Mbit/s im Upload in Umlauf bringen.

Zum Beispiel von Schongau

nach Peiting oder von Schongau

nach Rottenbuch, von wo auch

die Orte Böbing und Schönberg

angesteuert werden. Von diesen

Unterverteilzentren werden wiederum

Glasfaserkabel entweder

an Multifunktionsgehäuse oder

Netzverteiler (diese mittelgroßen

grauen Kästen an Straßenrändern),

an Grundstücksgrenzen

oder direkt bis ins Haus verlegt.

Letztere Option, Glasfaser direkt

ins Haus, ist die mit Abstand beste

Möglichkeit, weil hier so gut wie

keinerlei Datenverluste – egal

wie lang die Leitung ist – zu verzeichnen

sind. Datenverluste sind

dann zu verzeichnen, sobald die

finale Übertragung über die seit

Jahrzehnten vorhandene Kupferkabel-Leitung

(Telefonleitung) erfolgt

die ultraschnellen Signale

haben im Kupferkabel gewisse

Widerstände zu überwinden, die

zu Datenverlust und langsamerer

Geschwindigkeit führen können,

„was ich im Glasfaserkabel definitiv

nicht habe“. Das gilt zum Beispiel

für Hausanschlüsse, die von

diesen Multifunktionsgehäusen

(grauen Kästen) aus über teilweise

800 Meter lange Kupferkabel-

Leitungen mit schnellerem Internet

versorgt werden. Ein großes

Problem? „Nein, weil wir hier,

selbst bei einer Entfernung von

900 Metern, noch immer die geforderte

Datenübertragung von 30

Mbit/s erreichen“, sagt Breitband-

Experte Klaus Strauß. Möglich

macht dies eine Technik namens

„Vectoring“.

Drei Förderverfahren

in zwei Jahren

Warum letztlich in beinahe jedem

Ort nicht von vorne herein flächendeckend

Glasfaserkabel direkt an

jedes Haus gelegt wurden? „Eine

reine Kostenfrage“, sagt Klaus

Strauß, der an dieser Stelle weiter

ausholt, sowohl vom Eigenausbau

der Telekom als auch vom Breitbandausbau

über Gemeinden

erzählt, die sich wiederum mit

bis zu drei verschiedenen Förderprogrammen

auseinandersetzen

mussten. Und weil diese Förderungen

zu unterschiedlichen Zeiten

angeboten wurden, wussten

die Bürgermeister und ihre Räte

nicht auf Anhieb, welches Förderverfahren

nun am idealsten für

ihre Kommune ist. Die Folge unter

anderem: Umentscheidungen.

Hintergrund: 2013 / 14 führte der

damalige Bayerische Wirtschaftsminister

Martin Zeil (FDP) die erste

Förderung für Breitbandausbau

ein – allerdings zunächst nur für

48 | tassilo


Seitenwechsel: Für Straßenüberquerungen

wird nicht gefräst, sondern

unterirdisch gebohrt.

Gewerbetreibende. Keine zwei

Jahre später, diesmal unter Markus

Söder (CSU), wurde das Programm

überarbeitet, galt nun für Privathaushalte

und Gewerbetreibende.

Und zu guter Letzt kam auch noch

ein Förderprogramm vonseiten der

Bundesregierung hinzu. „Für manche

Gemeinden war die bayerische

Förderung sinnvoller, für manche

die bundesweite“, sagt Klaus

Strauß. Wobei die Verantwortlichen

dann noch immer nicht wussten,

wie teuer der Ausbau am Ende

des Tages wirklich werden wird.

Ein Jahr Arbeit mit

Bürokratie

Die Bayerische Regierung stellte

insgesamt drei Milliarden Euro an

Fördergeldern zur Verfügung, die

Bundesregierung versprach 50

Prozent der Gesamtkosten, egal

wie teuer. Heißt: Die Förderung

vom Freistaat war zwar mit bis zu

80 Prozent auf den ersten Blick

lukrativer, allerdings aufgrund der

begrenzten Summe gedeckelt. Die

bundesweite Förderung mit „nur“

50 Prozent auf den ersten Blick

weniger lukrativ, dafür war den

Gemeinden diese 50-prozentige

Finanzierung sicher. Von den Kommunen

beauftragte Ingenieurbüros

mussten fortan bis ins Detail

errechnen, welche Förderung nun

sinnvoller ist. Gleichzeitig galt es

mit noch mehr Aufwand herauszufinden,

in welchem Gebiet wie

viel Internetleistung bereits zur

Verfügung steht – schließlich gab

und gibt es eine Förderung nur

für die Gemeinde oder Gemeindegebiete,

die mit weniger als

30 Mbit/s versorgt wurden beziehungsweise

werden. Kurzum:

Allein die bürokratischen Hürden

für die Breitband-Förderung kostete

den Kommunen mindestens

ein Jahr Zeit. Der praktische Breitbandausbau

dagegen nahm und

nimmt mindestens ein weiteres

Jahr in Anspruch – sofern alles

nach Plan verläuft.

Moderne Maschinen

sind rar gesät

In den hiesigen Ortskernen konnte

die Telekom ihre Glasfaserkabel

überwiegend im bereits vorhandenen

Kabelrohrnetz einziehen.

Außerhalb der Ortschaften sowie

in Neubaugebieten musste

dagegen neu aufgegraben oder

-gefräst werden. Ganz klassisch

mit Minibagger. Oder, wenn von

den Gegebenheiten möglich,

mittels Pflug-Verfahren oder

Trenching. Mit letztgenannten

Methoden schneidet oder fräst

eine leistungsstarke Maschine

den Boden auf und zieht gleichzeitig

das Glasfaserkabel in den

Boden, „was wesentlich schneller,

genauer, sauberer und damit

kostengünstiger vonstattengeht

als klassisches Aufbaggern und

separates Kabeleinziehen“. Wie

tief Glasfaserkabel im Boden liegen

müssen? „Unter öffentlichen

Verkehrswegen 60 Zentimeter,

unter Privatgrund, dazu gehören

Abgelegene Gehöfte und kleine Ortsteile t werden über lange Leitungen

zwischen Feld und Straße mit Glasfaserkabel versorgt.

auch landwirtschaftliche Nutzflächen,

90 Zentimeter.“ Sowohl die

Telekom als auch andere Internetanbieter

wie LEWTELNet, M-Net

oder Kabel Deutschland – alle unterschiedlich

stark vertreten in unserer

Region – vergeben die Tiefbauarbeiten

an externe Firmen.

Das Problem hierbei: Nur wenige

Betriebe deutschlandweit sind auf

Kabelverlegung spezialisiert, noch

weniger mit solch genialen Maschinen

wie Kabelverlege-Pflug

oder „Trenching“ ausgestattet.

Darüber hinaus boomt die Baubranche,

die Auftragsbücher der

Firmen platzen aus allen Nähten,

„weshalb es für uns schwierig war

und ist, zeitnah an eine geeignete

Firma zu kommen“. Hinzu kommt

akuter Fachkräftemangel, auch im

Tiefbau, weshalb viele Firmen

Glasfaserkabel l direkt ans Haus? Für den Nutzer ist i t dies die Optimal-

l

lösung, da hier Datenübertragung ohne „Verluste“ möglich ist.

märz / april 2019 | 49

Hallo

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Mit dieser Fräse werden asphaltierte Oberflächen „gegraben“ und im

gleichen Arbeitsgang auch gleich Glasfaserkabel eingezogen.

wiederum Arbeitskräfte aus dem

Ausland engagieren, die oftmals

nicht nach deutschen Standards

arbeiten und Fehler machen.

Künftig Glasfaser an

jedes Haus?

Und trotzdem schreitet der Breitbandausbau

in Deutschland, so

sehr er im internationalen Vergleich

hinterherhinkt, durchaus

flott voran. Zumindest in folgendem

Vergleich: Das Kupferkabelnetz

für den klassischen

Telefonanschluss ist von der Nachkriegszeit

weg über rund fünf

Jahrzehnte ausgebaut worden.

Schnelleres Internet dagegen gelingt

den Verantwortlichen im Optimalfall

schon in gut zwei Jahren.

„Rund 80 Prozent aller Haushalte

und Gewerbetreibenden hier in

der Region, dazu gehören auch

abgelegene Gehöfte, sind mittlerweile

gut versorgt mit schnellem

Internet“, sagt Klaus Strauß, der

an dieser Stelle gewaltige Zahlen

auf den Tisch legt, bezogen

auf sein ehemaliges Betreuungsgebiet,

das sich von Lindau bis

Wolfratshausen und von Donauwörth

bis Mittenwald erstreckt:

1 400 Verteilerkästen mit aktiver

Vectoring-Technik wurden in diesem

Bereich gebaut, 1 500 Kästen

nur mit Glasfaserverteilung, über

2 200 Kilometer Tiefbauarbeiten

wurden verrichtet und über satte

5 600 Kilometer Glasfaserkabel

verlegt. Apropos Glasfaser: Die

Bundesregierung hat nun endgültig

erkannt, dass im globalen Vergleich

schnellstmöglich aufgeholt

werden muss. Während Gemeinden

wie Wessobrunn noch im aktuellen

Förderverfahren sind und

erst jetzt mit dem Breitbandausbau

starten, steht bereits ein

neues Breitband-Förderprogramm

in den Startlöchern. Demnach sollen

mittelfristig alle Haushalte

und Betriebe direkt mit Glasfaser

versorgt werden. Heißt: Die Vectoring-Technik

für schnelles Internet

über alte Kupferkabel gehört dann

endgültig der Vergangenheit an. js

Über den Garten durch die Hauswand in den Keller — von dort können

nun alle Endgeräte über LAN oder WLAN versorgt werden.

50 | tassilo


Energieberatung der Verbraucherzentrale vergünstigt Angebote

Mit neuem Eignungs-Check-Solar

Tassiloland | Eine gute Nachricht

hielt die Energieberatung der Verbraucherzentrale

für ihre Kunden

zum Anfang des Jahres bereit.

Neben den kostenfreien Beratungen

der rund 550 Berater in mehr

als 800 Standorten wird nun auch

der sogenannte Basis-Check ohne

Zuzahlung der Verbraucher angeboten.

Der Basis-Check eignet sich

gleichermaßen für Mieter, private

Haus- oder Wohneigentümer

sowie private Vermieter. Dabei

wird ein Überblick vermittelt über

Strom- und Wärmeverbrauch, Geräteausstattungen

und Sparpotentiale.

„Es ist oft ein erster Check,

um ein Gefühl für die Beratung zu

bekommen“, sagt Wolfgang Haas,

der jeden vierten Mittwoch im

Monat eine stationäre Beratung in

Murnau anbietet.

Viele Checks

auf dem Land

Alle weiteren Energie-Checks (Gebäude-Check,

Solarwärme-Check,

Heiz-Check und Detail-Check)

kosten nun einheitlich 30 Euro, so

dass Verbraucher noch einfacher

etwas für den Klimaschutz tun können.

Für einkommensschwache

Haushalte sind auch alle Energie-

Checks kostenfrei. „Mit höchstens

30 Euro Zuzahlung übernehmen

Verbraucher nur einen kleinen Teil

des Gesamtbetrages, den weitaus

größeren Anteil zahlt das Bundesministerium

für Wirtschaft und

Energie“, erläutert Dr. Christiane

Dudda, Gesamtprojektleiterin

Energieberatung der Verbraucherzentrale

angesichts des Wertes

etwa beim Solarwärme-Check von

422,45 Euro.

„Meine Erfahrung zeigt, dass gerade

auf dem Land mehr Gebäude-

und Heizungs-Checks gemacht

werden als in München, wo eher

der Basis-Check gefragt ist“, erklärt

Wolfgang Haas und ergänzt:

„Dort gibt es mehr Vermietungen,

auf dem Land mehr Eigenheimbesitzer.“

Während beim Basis-Check

meist grundsätzliche Themen betrachtet

werden, beispielsweise ob

die Heizkostenabrechnung irgendwelche

Diskrepanzen aufweist,

gehen die Energie-Checks mehr

ins Detail, häufig vor baulichen

Vorhaben. Im Winter haben naturgemäß

die Heizungs-Checks eine

hohe Nachfrage. Dazu schließen

Haas und seine Kollegen einen Datenlogger

über 24 Stunden an die

Heizung an und überprüfen so die

Werte. „Das ‚EKG‘ der Heizung“,

sagt Wolfgang Haas, der betont,

dass man mit diesen Checks keineswegs

gegen die Heizungsbauer

arbeiten möchte. „Im Gegenteil.

Wir können so dazu beitragen,

dass mit kleinen Veränderungen

an der Heizung die Kunden zufriedener

sind.“

Ganz neu im Angebots-Portfolio

der Energieberatung der Verbraucherzentrale

ist der Eignungs-

Check-Solar, ebenfalls für 30 Euro.

Dieser richtet sich vorrangig an

alle Hausbesitzer, die noch keine

Solaranlage haben und sich die

Fragen stellen: Eignet sich mein

Eigenheim für eine Photovoltaikoder

Solarthermie-Anlage? Wie

kann ich bestehende Anlagen aufrüsten

oder kombinieren? Antworten

darauf geben Wolfgang Haas

und Kollegen – Energieberater gibt

es im Tassiloland zudem in Penzberg

und Weilheim. Anhand eines

standardisierten Bogens analysieren

die Berater die Gegebenheiten

und besprechen im Anschluss

mit den Besitzern die Möglichkeit,

zum Beispiel mit einer Solarthermie-Anlage

die Warmwasseraufbereitung

oder auch die eigene

Heizung zu unterstützen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet seit 2019 auch den

Basis-Check kostenfrei an.

(Foto: g-stockstudio/Shutterstock.com)

rund um die Energieberatung.

„Ich hatte schon Solarthermie-

Anlagen, die schon mehrere Jahre

auf dem Haus waren, aber noch

nie richtig funktionierten.“ Genau

deshalb bietet die Energieberatung

der Verbraucherzentrale seit

1978 das größte interessensneutrale

Beratungsangebot zum Thema

Energie in Deutschland. Die Beratung

findet online (www.verbraucherzentrale-energieberatung.de),

telefonisch (0800/ 809802400)

oder im persönlichen Gespräch

statt – unbedingt mit Terminvereinbarung.

tis

Eine Menge

Verbesserungspotential

Eignungs-Check-Solar offenbar bestanden.

(Foto: firstflight/fotolia.com)

„Insgesamt liegt noch viel im Argen“,

berichte Wolfgang Haas von

so manchen kuriosen Ereignissen

Der Gebäude-Check richtet sich vor allem an private Haus- oder Wohnungseigentümer

und auch Vermieter.

(Foto: exclusive design/Fotolia.com)

märz / april 2019 | 51


Eichberger Haustechnik in Peißenberg

Neuer Firmensitz,

erweitertes Konzept

Peißenberg | Eichberger Haustechnik

ist ein Familienbetrieb, der 1978

von Robert Eichberger gegründet

wurde und sich seit nunmehr über

40 Jahren einen Namen in Sachen

Haustechnik gemacht hat. Durch

den Wandel der Zeit wurde die

Produktauswahl stets erweitert, so

dass mittlerweile sämtliche moderne

Techniken angeboten werden.

Nicht nur Solar- und Biomasseanlagen,

auch Blockheizkraftwerke

(BHKW) können live begutachtet

und schließlich eingebaut werden.

Nach dem erfolgreich absolvierten

Meistertitel stieg 1999 Sohn Markus

Eichberger in den Familienbetrieb,

damals zur GbR umfirmiert,

ein. Ende des vergangenen Jahres

hat Markus Eichberger den Betrieb

mit seinen sechs Mitarbeitern komplett

übernommen, Vater Robert

unterstützt dennoch weiterhin

tatkräftig. Zum Jahreswechsel ist

Haustechnik Eichberger von der

Thalackerstraße in die Südendstraße

37 umgezogen – für Markus

52 | tassilo

Eichberger erfüllte sich damit ein

lange gehegter Traum.

Showroom

mit allerhand Technik

In der ehemaligen Kegelbahn-

Gaststätte würde man auf den ersten

Blick nicht unbedingt ein über

vier Jahrzehnte erfolgreich agierendes

Haustechnik-Unternehmen

erwarten. Erst bei genauerem Betrachten

ergibt der neue Firmensitz

durchaus Sinn und beinhaltet

zudem ein ziemlich einzigartiges

Konzept in Sachen Haustechnik.

„Eigentlich wollte ich woanders

bauen“, sagt Markus Eichberger.

Als sich jedoch die Möglichkeit

mit der ehemaligen Kegelbahn

auftat, warf der 43-Jährige seine

Neubau-Pläne über Bord. Allen

voran, weil ihn die Verschmelzung

von Gastronomie und seiner

Haustechnik immer schon im Kopf

umherschwirrte. Mittlerweile sind

die Umbaumaßnahmen in der

Im Zentrum vor den neuen Räumlichkeiten

sind die beiden Elektrotankstellen zu sehen.

Markus Eichberger, seit 1999 im

Familienbetrieb, hat Haustechnik

Eichberger zum Jahreswechsel

übernommen.

einstigen Sportstätte mit Gastraum

nahezu abgeschlossen. Vier der Kegelbahnen

mussten Büroräumen

und Lager weichen. Dazu wurde

ein großer Teil des Gastraumes

zu Ausstellungsflächen – neudeutsch

Showroom – umgestaltet.

In diesem Showroom zeigt Markus

Eichberger Technik, die er seinen

Kunden anbietet. Gleich nach dem

Eingang erblicken Kunden linker

Hand ein Dachs-Blockheizkraftwerk

mit von Markus Eichberger eigens

eingebautem Lichtspot und Fenster,

durch das der Motor zu sehen

ist. Längst nicht die einzige technische

Raffinesse, die in den neuen

Geschäftsräumen zu entdecken ist.

Fenster in Boden und Wand zeigen

beispielsweise eindrucksvoll Einbau-

und Funktionsweise von Fußbodenheizung

oder Wandheizung.

„Ich bin stolz auf meine Technik“,

sagt Eichberger. „Zudem möchte

ich nur Dinge verkaufen, die ich

selbst ausprobiert habe.“

Ein weiterer Vorteil des großen

Showrooms: Zukünftig können hier

diverse Vorträge oder Schulungen

stattfinden, ist Markus Eichberger

doch Innungs-Mitglied und aktiv

bei der Energiewende Oberland.

Der zweite Teil des großen Raumes

nimmt der Gastronomie-Bereich

inklusive Bar und angerenzender

Küche ein. Kicker, Billard, Tischtennisplatte

und zwei nicht umgebaute

Kegelbahnen runden das

Gesamtbild ab. Private Feiern und

Stammtische haben hier bereits

stattgefunden. Zukünftig – wenn

alle bürokratischen Hürden überwunden

sind – sollen auch externe

Gäste willkommen sein und bei

einem Blick auf die angebotene

Technik von Haustechnik Eichberger,

bestenfalls über Energiethemen

sprechen.

Heizungsbau weiterhin

Hauptgeschäft

Trotz des stimmigen Gesamtkonzepts

bleibt die Haustechnik eindeutig

das Hauptgeschäft. Die Gastronomie

soll weiterhin ein Hobby

bleiben, schließlich „will ich nie

hauptberuflicher Wirt sein“, wie

Markus Eichberger bekräftigt. Und

dabei hat er ein besonderes Augenmerk

auf umweltfreundliche

Maßnahmen gelegt. Davon zeugen

die zwei Elektrotankstellen vor dem

Haus, die jeder mit seinen E-Autos

nutzen kann. Darüber hinaus ist

Eichberger für das Nischenprodukt

Blockheizkraftwerk weitum

bekannt. Seine Kunden für das

Tagesgeschäft stammen zumeist

aus der näheren Umgebung, ist es

allen voran die jahrelange Kundenbindung,

welche das Familienunternehmen

besonders ausmacht.

„Wir haben viele Kunden bereits

seit Jahren, manche seit Jahrzehnten“,

freut sich Markus Eichberger.

Diesen wird er auch weiterhin

den bestmöglichen Service bieten,

wozu selbstverständlich auch eine

intensive Beratung über alle Möglichkeiten

der Heiztechnik zählt. Sei

es zu thermischen Solaranlagen,

Biomasse, Wärme- und Strom-

BHKW, Sonnenkraftanlagen oder

Sonnenhäuser, von denen Eichberger

selbst eines besitzt. Im Grunde

bleibt bei Eichberger Haustechnik

alles wie gehabt, abgesehen vom

neuen Firmensitz – inklusive Showroom

und eigenem Gastronomie-

Bereich.

tis

Eigenanfertigung: Das Dachs-

BHKW mit Fenster und Lichteffekt.


Alles rund um den Balkon bei Firma Janetzky in Forst

Urlaub im eigenen Heim

Jetzt schon an den

Sommer denken...

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Forst | Ganz egal ob zum Sonnen,

für die Gartenarbeit im etwas kleineren

Stil oder schlicht als Erweiterung

des eigenen Wohnraums –

ein Balkon gehört heutzutage zu

nahezu jedem Neubau dazu. Wer

keinen hat, wünscht sich einen, ist

der Balkon doch häufig – gerade

wenn man keinen Garten hat – der

Inbegriff für entspannte Stunden

Zuhause. Nicht zuletzt deshalb hat

es der Begriff „Balkonien“ als fiktives

Urlaubsland in der eigenen

Wohnung längst in den Duden

geschafft. Früher waren die meisten

Balkone aus Holz, wie auch

Wolfgang Janetzky, Seniorchef vom

gleichnamigen Unternehmen aus

Forst, berichtet. „Wir haben früher

ausnahmslos Holzbalkone gefertigt,

allerdings hat sich das am Bau

geändert“, sagt Wolfgang Janetzky,

der das Unternehmen 1979 in Wildsteig

gegründet hatte und seit 1983

damit in Forst ansässig ist. Holzbalkone

waren plötzlich weniger

gefragt. Selbst der Balkon-Experte

und Sohn Johann, seit 1996 Teilhaber

der Firma, wussten Anfang

der 2000er Jahre kurzzeitig nicht,

wie es weitergehen solle. Vor allem

stand die Frage im Raum, ob es

denn überhaupt weitergeht.

Aluminium mit

Pulverbeschichtung

Die beiden Janetzkys recherchierten

und stießen letztlich auf die Lösung:

Sie spezialisierten sich kurzerhand

auf Aluminium. „Es war

wirklich von heute auf morgen“,

blickt Wolfgang Janetzky zurück. Sie

machten aus der Not eine Tugend,

schließlich sind mittlerweile über

90 Prozent ihrer Aufträge Aluminiumbalkone,

auch wenn das Angebotsspektrum

natürlich deutlich

breiter gefächert ist: Glasgeländer,

Pergolen, Terrassen, Trennwände,

Fensterläden, Alu-Gartenzäune,

Balkone mit Unterbau oder Garagentorverkleidungen

aus Alu. Natürlich

fertigen sie auch heute noch

klassische Holzbalkone an, sollte es

gewünscht sein.

Das für die Balkone verwendete

Aluminium enthält eine spezielle

hochwetterfeste Pulverbeschichtung

mit Fassadenzulassung. Das

Farbspektrum umfasst die gesamte

RAL-Palette, sowie eine große

Auswahl an Holzdekoren. Damit

der Balkon auch nach vielen Jahren

Gestalterische Vielfalt: Mit Aluminium lassen sich nahezu alle optischen

Raffinessen realisieren — unter anderem Holzdekor (Bild oben).


Aluminium i mit Glas: Seit 1979 ist das Unternehmen Janetzky mit Balkonen

erfolgreich, musste sich seither stets weiterentwickeln.

Balkonen hat man viele Jahre seine

Freude, theoretisch die nächsten

hundert Jahre“, versichert Wolfgang

Janetzky.

Ausstellungsraum auf

Betriebsgelände

Zu den Kunden der Firma Janetzky

zählen Privatpersonen, Hausverwaltungen,

Bauträger und

Bauunternehmen. Je nach Größe

kommen zwei bis vier der insgesamt

sechs angestellten Monteure

und errichten den neuen Balkon.

„Letztlich kann man jeden Balkon

nach seinen eigenen Wünschen

gestalten“, sagt Johann Janetzky.

Ein Computerprogramm vermittelt

den Kunden einen Eindruck, wie

der Balkon am Haus aussehen

wird. Wer keine eigenen Ideen hat,

kann sich im Ausstellungsraum bei

der Firma Janetzky inspirieren lassen,

sind hier doch verschiedenste

Muster zu sehen – inklusive umfassender

Beratung. Das Aluminium

wird auf der Baustelle entsprechend

zugeschnitten, angepasst

und schließlich montiert.

Seit über 15 Jahren setzen die

Janetzkys überwiegend auf Aluminium,

die Erfahrung mit dem Material

ist mittlerweile riesig, auch

wenn sie sich anfangs das Wissen

erst aneignen mussten. Und das

hat sich gelohnt: Das Einzugsgebiet

erstreckt sich laut Wolfgang

Janetzky ungefähr in einem Radius

von 100 Kilometer rund um

den Betriebssitz in Forst. „Wir sind

ganz gut im Geschäft, Konkurrenz

gibt es im Balkonbau wenig“, freut

sich Johann Janetzky, der vor allem

die Qualität für die erfreulichen

Zahlen verantwortlich macht. Auch

deshalb seien Reklamationen

höchst selten. Wer sich einen Balkon

wünscht, muss sich auf die am

Bau relativ üblichen Wartezeiten

von zwei bis drei Monate einstellen.

Ein überschaubarer Zeitraum

angesichts lebenslangem Urlaub

zuhause auf „Balkonien“. tis

noch gut aussieht, sollte eine Reinigung

der Oberfläche nach Bedarf

erfolgen. Lauwarmes Wasser mit

etwas Spülmittel oder Autopflegeshampoo

mit Wachsanteil, weiche

Autobürste, weicher Schwamm

oder Lappen. Mit dem Wasser sollte

man nicht sparen, nicht in der

prallen Sonnen reinigen und trocken

abwischen, um Wasserflecken

zu vermeiden. Im Gegensatz dazu

steht das Naturprodukt Holz mit

begrenzter Haltbarkeit, bei dem

sich naturbedingte Verdrehungen,

Rissbildungen an Bauteilen und

Verkleidungen nicht immer vermeiden

lassen, auch wenn dies

zu keinem Qualitätsverlust führt

und ohne Bedeutung für die Tauglichkeit

des Materials als Baustoff

ist. Holz bedarf deshalb einer regelmäßigen

Pflege. „Genau das

wollen die Menschen heutzutage

immer weniger“, spricht Johann

Janetzky über die Trends in Sachen

Balkonbau. Und der geht laut der

beiden Geschäftsführer deutlich

in Richtung Aluminium. Durch die

hochwertige Beschichtung sind die

Alu-Balkone sowohl UV-beständig,

als auch korrosionsresistent. Darüber

hinaus sind auch mit diesem

Material heutzutage sämtliche

Farben möglich. Unter anderem in

Holzoptik, was gerade bei Neubauten

häufig gewünscht sei. „An den

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märz / april 2019 | 55


Beton – die Basis auf dem Bau

Das graue Gold,

streng nach Rezept

Huglfing | Die Grundzutaten von

Beton sind Wasser, Zement, Sand

und Kies. Dazu kommen chemische

Zusatzmittel wie Beton-

Verflüssiger, Verzögerer, Luftporenbildner

und Abbindebeschleuniger

sowie Zusatzstoffe,

beispielsweise Stahlfasern, Kunststoffasern

oder Flugasche. Was

letztlich in welcher Menge wie

stark oder schwach zusammenspielt,

hängt von den gewünschten

Betoneigenschaften ab. „Wir

bieten momentan rund 400 verschiedene

Betonsorten an“, sagt

Martin Müller, technischer Geschäftsführer

der Firma Strohmaier

in Huglfing, die seit Jahrzehnten

spezialisiert ist auf Herstellung

von Asphalt und Beton. Müller

spricht von Farbbeton in gelb,

rot, grün oder schwarz, „was wir

zum Beispiel für Schwimmbäder

produziert haben“. Er spricht von

Schwerbeton der, wie der Name

bereits verrät, aufgrund einer sehr

hohen Dichte extrem schwer ist

und deshalb besonders gut vor

Strahlen schützt. „Er wird beispielsweise

bei Strahlenschutzwänden

in Krankenhäusern oder

als Bodenplatte zur Beschwerung

gegen den Auftrieb von steigendem

Grundwasser verbaut.“ Interessant

ist auch der sogenannte

Bohrpfahl-Beton für Gründungen

bei weichen Böden. Auf solch

betonierten Bohrpfählen stehen

beispielsweise die Baukranfundamente

an der zu sanierenden

Echelsbacher Brücke. „Die Pfähle

sind so tief, bis fester Untergrund

erreicht wird, was durchaus 30

Meter Tiefe erfordert.“ Letztlich,

egal ob Hochhausbau, Brückenoder

Tunnelbau, ob Einfamilienhaus,

Schreinerwerkstätte oder

riesengroße Industriehalle – Beton

wird im Grunde immer gebraucht.

Selbst Vollholzhäuser stehen

Tonnenschwere Berge aus feinaufbereitetem Kies, das hauptsächlich als

Zutat für die Herstellung von Beton verwendet wird.

im Regelfall auf einem Fundament

aus Beton, der wie entsteht?

Kies abbauen und

brechen

„Unsere Basis für Betonherstellung

ist das Kieswerk“, sagt Martin

Müller. Kies abbauen, brechen,

waschen und sieben. „Wir produzieren

drei Fraktionen an Betonkiesen.“

Die Korngrößen der

einzelnen Fraktionen betragen im

Durchmesser vier bis acht, acht bis

16 und 16 bis 32 Millimeter. Dazu

wird gewaschener Natursand

produziert mit Korndurchmesser

von bis zu vier Millimeter. Diese

sogenannten Zuschlagstoffe

kommen schließlich in ein großes

Vorratssilo am Betonwerk,

wo auch Zement-Silos und alle

weiteren notwendigen Zutaten in

Silos oder Behältern aufbewahrt

werden. Die Dispo-Zentrale befindet

sich direkt neben dem Betonwerk.

„Von diesem Arbeitsplatz,

gespickt mit mehreren Bildschirmen,

kann der Mischmeister über

eine vollautomatische Steuerung

die Produktion der verschiedenen

Betonsorten mit den gewünschten

Betonrezepturen in Gang setzen.“

Im 2,5 Kubikmeter großen „Mischer“

werden nun die Zutaten

Kies und Sand mit Zement, Wasser

sowie Zusatzmitteln- und Stoffen

rund eine Minute lang zu einer

grauen Frischbetonmasse zusammengemischt.

„75 Kubikmeter in

der Stunde schaffen wir in etwa.“

Während des Mischvorgangs fährt

bereits ein leerer Betonmischer

Reger Betrieb am Betonwerk der Firma Strohmaier.

(Lkw) unter das hochaufgeschossene

Betonwerk. Hier ist fahrerische

Maßarbeit gefragt, um mit

der Trichteröffnung am Heck des

Lkw exakt den Übergabepunkt am

Betonwerk zu treffen.

Betonmischer

mit GPS-Verknüpfung

Während die bis zu neun Kubikmeter

des „frischgebackenen grauen

Goldes“ nun in die Lkw-Trommel

befördert werden, steht der Lkw-

Fahrer nicht tatenlos herum,

sondern reinigt seinen von Kies,

Schlamm und Staub verschmutzen

Lkw Mittels Wasserschlauch. Sobald

die Fuhre vollständig beladen

ist, bekommt er seinen Lieferschein

und fährt die ihm zugeteilte Baustelle

an. Der Lieferradius für Frischbeton

liegt bei einem Umkreis von

rund 25 Kilometern. „Weiter sind

wir in der Regel nicht unterwegs“,

sagt Martin Müller. Interessant

an dieser Stelle: Der Mischmeister

in der Dispo kann auf einem

seiner Bildschirme ganz genau

verfolgen, wo sich welcher Lkw in

welchem Zustand – voll oder leer –

gerade befindet. „Alle unsere Betonmischer

sind mit GPS ausgestattet.“

Dies hat schlichtweg den

Vorteil, die Fahrzeugkapazitäten

optimal zu nutzen, damit der Kunde

auf der Baustelle stets pünktlich

mit der angeforderten Menge und

Mischmeister bei der Arbeit: In diesem Büro werden die unterschiedlichen

Betonzutaten computergesteuert vermengt.

56 | tassilo


Qualität versorgt werden kann.

Nachdem die Baustelle die Lieferung

freigibt, muss alles schnell

gehen und reibungslos verlaufen.

Standzeiten auf der Baustelle kosten

allen Beteiligten viel Geld. „Hat

der Lkw unterwegs eine Panne,

droht der Beton hart zu werden“,

Alles l vorbereitet: t Beton wird erst ausgeliefert, f wenn er auf der jeweiligen

Baustelle auch gleich verwendet werden kann.

sagt Martin Müller, der in seinen

20 Jahren Strohmaier-Erfahrung

allerdings selten miterlebt hatte,

dass Beton in der Lkw-Trommel fest

geworden ist. Wenn doch? „Sind

wir schnell genug, können wir die

Trommel mit einem Saugfahrzeug

noch rechtzeitig vom Beton befreien.“

Ansonsten heißt es für die

Mitarbeiter: Reinsteigen und rausschlagen.

„Oftmals ist dann aber

eine neue Trommel notwendig.“

Fremdüberwachung der

TU München

Rund 100 Euro kostet derzeit der

Kubikmeter Normalbeton, der für

den Bau eines klassischen Einfamilienhauses

gebraucht wird. Es gibt

aber auch Sorten, zum Beispiel

Farb- oder Schwerbeton, die mehr

als 200 Euro pro Kubikmeter kosten

können. Wobei rund die Hälfte

der Herstellkosten auf den Zement

fallen, den das Unternehmen von

Werken in Ulm und Berlin zukaufen

muss. Wichtig am Ende des

Tages: Dass die Qualität stimmt.

Dafür sorgt im Hause Strohmaier

das betriebseigene Qualitätsmanagement.

In einem Labor mit zig

verschiedenen Messgeräten werden

unter anderem Druckfestigkeit,

Dichte, Ausbreitmaß und Luftporengehalt

bis ins Detail geprüft

und analysiert. Darüber hinaus

werden die Strohmaier-Produkte

von Technologen an der TU München

fremdüberwacht. Auch sie

testen den Beton aus Huglfing

regelmäßig auf Herz und Nieren,

um das Erreichen der gewünschten

Eigenschaften wie zum Beispiel

Frostbeständigkeit, Stabilität,

Langlebigkeit, Säureverträglichkeit

und vieles mehr zu erreichen. Den

Hauptabsatz mit Beton machen

Strohmaier und Co. logischerweise

im Sommer, insbesondere zu den

Stoßzeiten zwischen 13 und 17 Uhr.

„Vormittags wird auf der Baustelle

alles vorbereitet und eingeschalt,

um nachmittags betonieren zu

können.“ Aufgrund des Baubooms

in der Region ist das Auftragsbuch

bei Strohmaier derzeit gut gefüllt.

Und auch im Winter stehen Lkw

und Betonwerk nicht still. „Kiese

und Sand werden bei Minusgraden

beheizt, weshalb wir in Huglfing

auch in der kalten Jahreszeit Beton

Im Labor werden Betonsorten und

Zutaten geprüft und analysiert.

produzieren können.“ Davon profitieren

auch Mitbewerber aus der

Umgebung, die mit dem Huglfinger

Unternehmen eng zusammenarbeiten.

js

märz / april 2019 | 57


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58 | tassilo

„Hüttn2go“ aus Obersöchering

Achteckige Almhütten

mit Stecksystem

Obersöchering | Bereits als Neunjähriger

versuchte Helmut Lautenbacher

am Bächlein hinter dem

Bauernhof seiner Eltern Strom

zu erzeugen. Später baute er einen

Moped-Motor in sein Kettcar.

„Ich war schon immer anders

als die Burschen in meinem Alter,

habe mich schon immer für

neue Technik interessiert und war

schon immer ein leidenschaftlicher

und akribischer Bastler, ein

Junge mit Träumen“, sagt der

heute 52-jährige Zimmerermeister.

Was den Obersöcheringer

von vielen anderen „Träumern“

unterscheidet: Er setzt seine Visionen

rigoros um. Sein jüngstes

Projekt heißt „Hüttn2go“, plötzlich

in den Sinn gekommen bei

einem Spaziergang im Frühjahr

2016. Wie der ziemlich geniale,

markenrechtlich geschützte Name

bereits verrät, handelt es sich um

Um den Charakter uriger Almhütten zu bekommen,

verwendet Helmut Lautenbacher hochwertiges Altholz.

selbstgebaute Hütten, die dank eines

ausgeklügelten Steck-Systems

verhältnismäßig schnell auf- und

abzubauen sind – und mit einem

40 Tonner der Peißenberger Spedition

Gerold ohne Probleme zum

Kunden gefahren werden können.

Unternehmer, Eventmanager und

exklusive Gastronomen haben die

Hütten schon gebucht und waren

– wie deren Kunden – hellauf

begeistert. Inzwischen gehen bei

Monika Seeberger, verantwortlich

für Auftragsabwicklung, Marketing

und Homepage von „Hüttn-

2go“, 20 bis 30 Anfragen pro

Monat ein. „Ehrlich gesagt habe

ich das Ganze ein wenig unterschätzt“,

sagt Helmut Lautenbacher,

der zunächst „einfach nur“

seine Hütten bauen wollte und

nicht damit gerechnet hat, dass es

schon nach so kurzer Zeit so viele

Nachfragen aus ganz Deutschland,

Österreich, allen voran der

Schweiz geben wird. „Sogar vom

anderen Ende der Welt wurde Interesse

bekundet.“

Kronleuchter schmückt

Marterpfahl

Das Besondere an den mobilen

Event-Hütten von Helmut Lautenbacher?

Eigentlich alles, da sie bis

ins kleinste Detail perfekt konzipiert

und in der Werkstätte seiner

Zimmerei in Obersöchering von A

bis Z eigenhändig gebaut wurden.

Darüber hinaus sind sie optisch

ein absoluter Hingucker. Die erste

mobile Hütte namens „Franz“ ist

ein achteckiger Rundbau. Er besteht

aus einem Holzboden, aus

acht Holzwänden mit Holzfenstern

und schicker Verkleidung. Das

Hüttendach besteht wahlweise

aus hochwertigem Plexiglas oder

einem Schindeldach. Es wird getragen

von einem senkrecht nach

oben ragenden „Marterpfahl“ im

Zentrum der Hütte, die im Inneren

mit liebevoller Handarbeit ausgestattet

ist. Farblich aufeinander

abgestimmte Vorhänge, Kissen,

Felle, Sitzbankbezüge sowie Tische,

Stühle und Bänke wie in

einer urgemütlichen Almhütte.

„Dafür verwende ich nahezu ausschließlich

aufwendig restauriertes

Altholz“, sagt Helmut Lautenbacher.

Das Highlight schlechthin

ist ein selbstgebauter Kronleuchter,

ausgestattet mit energieeffizienter

LED-Beleuchtung, der Licht

in allen Farben ermöglicht. Überhaupt

ist die Elektrik der Hütte so


installiert, dass trotz dutzender

Einzelteile, dazu gehört auch eine

Heizung, alles über einen Schalter

betätigt werden kann. Für den

Aufbau dieser Hütte braucht Lautenbacher

mit tatkräftiger Unterstützung

dreier Helfer nur sieben

Stunden. Dann steht sie – je nach

Kundenbuchung – über mindestens

ein Wochenende, manchmal

auch über mehrere Monate.

Auf Sylt

und bei Generali

Neben dem Namen „Hüttn2go“

hat der Kreativkopf auch Bauform

und Bauweise patentieren lassen.

Und mit den Modellen „Franz“,

„Martin“ und „Georg“ hat Lautenbacher

mittlerweile drei mobile,

achteckige Almhütten errichtet.

Darüber hinaus baute er die Modelle

„Anja“ und „Thomas“ im

Stile norwegischer Chalets, die

größer und optisch moderner gestaltet

sind. Sie eignen sich unter

anderem ideal für Hochzeiten und

bieten Platz für 70 bis 100 Personen.

Doch nicht genug: Neben

seinen eigentlichen Hütten gibt

Etwas moderner und größer als die achteckigen Almhütten sind die beiden

„norwegischen“ Modelle „Anja“ und „Thomas“.

es zusätzliche Anbauten, um von

eigentlich 50 Plätzen auf 100 bis

150 zu vergrößern. Es handelt sich

um Biergärten und Veranden, die

wiederum miteinander verbunden

werden können. Obendrein

zimmerte Helmut Lautenbacher

Verbindungsgänge, um seine

Almhütte mit beispielsweise einer

Gaststätte oder einem Firmengebäude

direkt miteinander verbinden

zu können. Als Lokal für

Raclette und Käsefondue bei Generali

Versicherungen in Adliswil,

Schweiz. Für einen Wintermarkt

mit Live-Musik, Bastelnachmittag

mit Kindern und einer herzergreifenden

Neujahrsveranstaltung.

Oder für Produktpräsentation

oder Geschäftsmeeting. Die

mobilen Almhütten von Helmut

Lautenbacher werden für zig verschiedene

Anliegen gebucht. Ab

und an auch mit falschen Kostenvorstellungen.

Die Zielgruppe

von Lautenbacher sind Exklusiv-

Veranstaltungen finanzkräftiger

Betriebe und Privatleute. „Anders

lohnt sich dieser riesen Aufwand,

der hinter unseren mobilen Almhütten

steckt, schlichtweg nicht.“

Allein Anreise sowie Auf- und Abbau

bei jedem Wetter seien sehr

stressig und teuer, hinzu kommen

Übernachtungen am Veranstaltungsort,

oft fernab der zuhause

gebliebenen Familie.

Ein Geschäftszweig

für seine Mädels?

Mittelfristig soll vom „Hüttn2go“-

Geschäft (www.huettn2go.de)

auch die Zimmerei profitieren.

„Ohne dem Know-how, der Finanzkraft,

den zur Verfügung stehenden

Werkzeugen und Maschinen

sowie meinen wirklich sehr

guten Mitarbeitern aus der Zimmerei

wäre es unmöglich gewesen,

in nur zwei Jahren so etwas

aus dem Boden zu stampfen“, sagt

Helmut Lautenbacher, der sich an

dieser Stelle ausdrücklich bei seinen

Zimmerern Franz Fischer und

Martin Weber, nach deren Vornamen

er auch seine ersten beiden

Hütten benannte, bedanken

möchte. Darüber hinaus wünscht

sich Helmut Lautenbacher, mit

„Hüttn2go“ einen Geschäftszweig

für seine drei Mädels geschaffen

zu haben. „Denen kann ich unmöglich

zumuten, eine Zimmerei

zu übernehmen. Aber mit dem

Verleih meiner Event-Hütten können

auch sie etwas anfangen.“

Stand jetzt sind sie bereits Teil

des Projekts, kümmern sich unter

anderem um die qualitativ hochwertige

Dekoration der Hütten,

die übrigens auch statisch extrem

gut aufgestellt sind. Gebäude in

Bayern müssen die Statik-Klasse

drei erfüllen. Die Hütten von Helmut

Lautenbacher sind mit Klasse

vier zertifiziert, halten somit auch

starken Sturmböen in hochgelegenen

Wintersportorten oder auf Sylt

stand. Anfragen, beispielsweise

aus Hawaii, musste Lautenbacher

bis dato trotzdem ablehnen – allerdings

nur aus kosten-logistischen

Gründen.

js

So gemütlich sehen die mobilen Event-Hütten innen aus.

märz / april 2019 | 59


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Angenehmer Aufenthalt

im Tassiloland

Tassiloland | Laut Internetseite

der Deutschen Bahn befördert der

DB-Konzern europaweit in seinen

Zügen und Bussen mehr als

zwölf Millionenen Personen pro

Tag (Stand 2017). Eine unglaubliche

Zahl, zu der auch das Tassiloland

mit seinem gut ausgebauten

Schienennetz einen Teil beiträgt.

Ein allmorgendlicher Blick etwa

an die Bahnhöfe in Weilheim und

Starnberg reicht aus, um zu verstehen,

dass die Bahn insbesondere

für Berufs-Pendler nicht wegzudenken

ist. Stets ärgerlich, allen

voran wenn aus Termingründen

Zeitdruck besteht: Verspätungen.

Umso erfreulicher wiederum,

dass an den Bahnhöfen in den

Gemeinden im Tassiloland in den

letzten Jahrzehnten immer mehr

Empfangsgebäude entstanden,

die den Aufenthalt – auch wenn

dieser länger als gewollt andauert

– deutlich angenehmer machen.

Stellvertretend für die vielen zum

Teil historischen Bauwerke, haben

wir im Zuge des Heimaträtsels

unserer März/April-Ausgabe

zwei Bahnhofsgebäude aus dem

Verbreitungsgebiet des „tassilo“

abgebildet. Wir möchten nun von

Ihnen wissen, welches Bahnhofsgebäude

in welcher Gemeinde

steht. Sollten Sie die zweiteilige

Antwort wissen, dann notierten

Sie die beiden Orte auf eine Postkarte

und senden diese an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting.

Alternativ ist die Teilnahme auch

per E-Mail möglich unter info@

tassilo.de. Einsendeschluss ist der

15. März, das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer

an, da der Gewinner per Anruf

informiert wird.

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Eine Kapelle am Wegesrand hatten wir im letzten Heimaträtsel fotografiert

und gefragt, zu welcher Gemeinde diese gehört: Es war natürlich die Jakobikapelle

in Polling. Das wusste unter anderem Erwin Klupsch, passenderweise

aus Polling, der sich über das „Beschwibste Käsekörbchen“ von der Schönegger

Käse-Alm freuen durfte.

Zu gewinnen gibt es diesmal den

Geschenkkorb „Osterfrühling“ von

der Schönegger Käse-Alm mit jeweils

rund 250 Gramm Heumilch-

Alpkäse und Bärlauch-Frühling,

sowie 250 Gramm Heumilch-Camembert,

gefüllten Oliven und ein

Paar Kaminwurzen.

All die Spezialitäten gibt es in den

Schönegger Käse-Almen unter

anderem in Murnau und Weilheim

oder können per Telefon

(08862 / 9801-17) oder E-Mail (versand@schoenegger.com)

bestellt

werden. Wer während der Fastenzeit

übrigens nicht auf Käse verzichten

möchte, dem sei fettreduzierter

Hirtenkäse ans Herz gelegt.

Auch im Schönegger-Sortiment:

Molkeprodukte, die sich unter anderem

sehr gut zum Entschlacken

eignen.

tis

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Februar 2019

Auflage: 64000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Mai / Juni 2019:

Freitag, 26. April 2019 (Anzeigenschluss: 8. April 2019)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen

Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Fotos: mauritius images/Christian Bäck, Wasserwirtschaftsamt Weilheim,

Johann Jilka, Johannes Schelle, Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Rosi Geiger,

Wennaël Würmli, Dominik Pentenrieder, Johann Schwaiger, Team Rowdy,

Armin Rempe, Fotografie Werner Schubert, Bernhard Dehm, Claire Tranter,

Andreas Biehler, Pirmin Mohr, P. Füssl, FV D’Riegseefischer/Rene Rabl, Uwe

Klemens, Ralf Otterpohl, Herta Röding, AK 7 Kultur und Geschichte Huglfing,

Bruno J. Schor, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Jugendhaus

Come In, „myDascherl“/SuJa Schwarz, Tourist-Information Murnau, Chiara

Nassauer-Boitsos, Barbara Jungwirth, FeG Weilheim, Eduard Hupfauf,

Wurzelstockentfernung Merkl, BSC Pfaffenwinkel/Sindy Schmull, Firma

Neher, Klaus Strauß, Deutsche Telekom, g-stockstudio/Shutterstock.com,

firstflight/fotolia.com, exclusive designs/Fotolia.com, Eichberger Haustechnik,

Janetzky OHG Balkonbau, Martin Müller, Kies-Asphalt-Transportbeton

Werk Oberland Rolf Strohmaier GmbH, Monika Seeberger, wikipedia/

Flumm-2011, wikipedia/Hans G. Oberlack, Schönegger Käse-Alm, Landratsamt

Weilheim-Schongau, Jochen Kleinmond, Private Oberlandschulen

Weilheim e.V., Deutsche Bahn AG, Landratsamt Starnberg, AdobeStock

märz / april 2019 | 61


SAM 2019 mit 80 Ausbildungsbetrieben

Zwischen Backstube,

Bagger & Fachvorträgen

Schongau | Nach den Erfolgen

2017 und 2018 ist die Schongauer

Ausbildungsmesse inzwischen

eine feste Veranstaltungsgröße in

der Region, die selbstverständlich

auch heuer ihre Fortsetzung

finden wird. Die SAM 2019, so der

neue Name, findet diesmal am

Mittwoch, 10. April, von 13.30 bis

17.30 Uhr in der Lechsporthalle in

Schongau statt. Der Andrang von

Seiten der Firmen? Erneut riesengroß.

Bereits zum Jahreswechsel

waren alle zur Verfügung stehenden

Stände ausgebucht. Damit

werden wie im Vorjahr 80 Firmen

aus 15 Branchen ihre hauseigenen

Ausbildungsmöglichkeiten mit Infobroschüren,

Flyern, Mitmachaktionen,

Filmen, Bilderstrecken und

persönlichen Gesprächen präsentieren.

Neu im Vergleich zu den

vergangenen Messen ist unter anderem

die Zuordnung der Aussteller

– weg von streng nach Branche

getrennt, hin zu bunt gemischt. So

reihen sich beispielsweise neben

einem größeren Metallbetrieb

eine Pflegeschule auf, und neben

dieser ein Lebensmitteldiscounter.

Das hat schlichtweg den Vorteil,

dass die Besucher automatisch

mehr Eindrücke aus allen Branchen

bekommen und sich nicht

von vorne herein auf nur eine Reihe

mit nur einer Fachrichtung festlegen

und dadurch womöglich

ihre wahre Bestimmung nie entdecken

werden. An dieser Stelle

gemeint sind in erster Linie Schüler

aus Mittelschule, Realschule

und Gymnasium, die vor ihrer Abschlussprüfung

stehen und für die

Zeit danach eine Ausbildungsstelle

oder eine Stelle für ein Duales Studium

suchen.

Aktiv ins Gespräch gehen

und iPad gewinnen

Damit auch die schüchternen

Schüler über ihren Schatten springen

und aktiv auf die Ausbilder zugehen,

lockt ein Gewinnspiel mit

lukrativen Preisen: Im Eingangsbereich

werden an alle Schüler

Stempelkarten mit vier freien Feldern

verteilt. Pro Gespräch mit einem

Ausbilder gibt’s einen Stempel.

Wer davon vier verschiedene

gesammelt hat, kann die Karte in

einen Lostopf werfen – und mit

Glück bei der finalen Ziehung ein

iPad, eine Jahreskarte fürs Schongauer

Plantsch oder Peitinger

Wellenfreiband sowie vieles mehr

gewinnen. Darüber hinaus werden

neben den klassischen Infoständen,

die zum Teil hochwertig

dekoriert werden, einige weitere

Highlights geboten sein. Die Firma

Haseitl beispielsweise stellt einen

nagelneuen, großen Bagger vor

den Halleneingang, den die Bauarbeiter

von morgen ganz genau

unter die Lupe nehmen dürfen

– logischerweise nur unter strenger

Aufsicht und Einhaltung der

Sicherheitsvorschriften. Doch nicht

genug: Alle Interessierten können

über Haseitl eine kostenlose Fahrt

nach München anmelden, die

nicht nur die Besichtigung zweier

Großbaustellen des Unternehmens

beinhaltet, sondern eventuell auch

eine Führung durch die Allianz-

Arena. Neben dem Haseitl-Bagger

parkt die Deutsche Bundeswehr

wieder einen großen Infotruck mit

einigen Attraktivitäten zum Ausprobieren.

Apropos ausprobieren:

Schon mal versucht, ein Panzerglas

zu knacken? Die Firma Glaser

Huber, Messestand Nummer

sechs, informiert im Rahmen der

Blickfang im Vorjahr war dieser messingfarbene Tyrannosaurus Rex.

62 | tassilo


„Ausverkauftes Haus“: Auch 2019 wird die Lechsporthalle voll sein.

SAM 2019 nicht nur über die betriebseigene

Ausbildung, sondern

gibt den Besuchern die einmalige

Gelegenheit, ein Panzerglas mit

Hammerschlägen auf legale Weise

zu zerstören. Die Erfolgsaussichten

auf Zerstörung dürften jedoch

gegen Null gehen. Dagegen Neues

kreieren möchten ebenfalls in

der Halle die Männer und Frauen

der Bäckerinnung, Standnummer

eins, die live demonstrieren, wie

Brezn, Semmeln und Brote gebacken

werden.

Mehr als 950 Azubis

gesucht

Ob Bäcker, Baggerfahrer, Bürokauffrau

oder Mechatroniker: In

jedem Falle formell korrekt sollte

die Bewerbung für die jeweilige

Ausbildungsstelle sein. Damit hier

nichts schief geht, bieten einige

Aussteller zusätzliche Fachvorträge

im Foyer der Lechsporthalle (Obergeschoss)

an – unter anderem

auch zum Thema Bewerbung. Der

erste Vortrag beginnt um 14 Uhr

und geht über Karrieremöglichkeiten

bei der Bayerischen Landespolizei.

Um 14.30 Uhr informiert

HOERBIGER zum Thema „Bewerbung

und Vorstellungsgespräch“.

Über das Einstellungsverfahren für

eine Ausbildung im öffentlichen

Dienst berichtet um 15 Uhr ein Vertreter

vom Weilheim-Schongauer

Landratsamt, gefolgt von „Karrieremöglichkeiten

bei der Bundeswehr“

um 15.30 Uhr. Zum Thema

Berufsausbildung ohne Lehrstelle

referiert um 16 Uhr ein Vertreter

des Beruflichen Schulzentrums

in Schongau. Abschließend um

16.30 Uhr zeigt ein Ausbilder von

Roche Zukunftsberufe in der Biotechnologie

auf. Wer sich für einen

dieser Vorträge informiert, sollte

pünktlich sein.

Dank Fachschulen mit Aufnahmekapazitäten

von teilweise mehr als

100 Schülern, den allseits bekannten

Mittelständlern mit eigenen

Ausbildungszentren, aber eben

auch den kleinen Handwerksbetrieben

werden von allen Ausstellern

sage und schreibe über 950

Azubis gesucht. Damit die Jagd

nach dem perfekten Ausbildungsberuf

nicht im Chaos ausbricht,

Schüler, Lehrer und Eltern pünktlich

in der Lechsporthalle ankommen,

bitten die Veranstalter, Parkvorgaben

einzuhalten. Zwar hat sich

das Parkplatzproblem in Schongau

im Vergleich zum Vorjahr erneut

verbessert. Trotzdem werden die

Besucher darum gebeten, von der

Lechsporthalle auch weiter entfernte

Parkplätze zu nutzen. Hinweisschilder

für Messe-Parkplätze

und zur Halle führenden Fußwegen

werden wie die Jahre zuvor in ganz

Schongau verteilt und lotsen Groß

und Klein zum Ziel.

js

märz / april 2019 | 63


Ausbildungsmesse „Mein Job – meine Zukunft“

Wir suchen Auszubildende für 2020!

Zum 16. Mal in der

Weilheimer Stadthalle

Die Weckerle GmbH ist ein weltweit erfolgreich agierendes

und expandierendes Familienunternehmen mit Sitz in Weilheim

und Standorten in Peißenberg, Eislingen, der Schweiz,

Frankreich, Italien, Russland, Brasilien, China, Indien und den

USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines und Cosmetics

ist das Unternehmen führend in der Herstellung innovativer

und hochspezialisierter Abfüllanlagen für die Kosmetik-, Pharma-

und Lebensmittelindustrie.

Wir suchen zum 1. September 2020 engagierte und motivierte

Auszubildende (m/w)

Mechatroniker/in

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Industriekaufmann/-frau

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Zerspanungsmechaniker/in


Technische/r Produktdesigner/in

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Weilheim | Es ist häufig die erste

richtig wichtige Entscheidung und

Herausforderung, die sich Schüler

in ihrem Leben stellen müssen. Es

geht um die Frage, wie es nach

dem Schulabschluss weitergeht.

War in früheren Zeiten der Weg,

etwa durch den Beruf des Vaters

oder regionale Einschränkungen,

gelegentlich vorbestimmt, ist die

Ausbildungsvielfalt in Deutschland

heutzutage größer denn

je. Umso wichtiger sind deshalb

Plattformen wie die Jobmesse

„Mein Job – meine Zukunft“, die

heuer am Mittwoch, 22. Mai, bereits

zum 16. Mal in der Weilheimer

Stadthalle stattfindet.

Ausstellerzahl seit Beginn

fast verdoppelt

Es ist eine wahre Erfolgsgeschichte,

auf welche die Organisatoren

mittlerweile zurückblicken können:

Angefangen hatte alles im

Jahr 2004, längst ist die Messe

eines der wichtigsten Informationsangebote

für Menschen aus

der Region in Sachen beruflicher

Orientierung. Begonnen

wurde vor über 15 Jahren mit 40

Ausstellern, die Anzahl hat sich

mittlerweile nahezu verdoppelt.

Das Konzept der Weilheimer Ausbildungsmesse

hat sich bewährt,

die Nachfrage der Unternehmen

ist riesig und die Warteliste wird

immer länger. Zudem sprechen

die Organisatoren von einem Beispiel

gut funktionierender Kooperation

im Landkreis, schließlich

teilen sich einige Veranstalter

die vielfältigen Aufgaben rund

um die Organisation. Selbstverständlich

unterstützen auch die

regionalen Schulen das Projekt,

integrieren einen Messebesuch

zum Teil in den Unterricht. Bin ich

eher technisch orientiert oder der

kommunikative Typ? Möchte ich

eher einen Bürojob oder viel mit

Menschen zu tun haben? Fragen,

die sich Schüler nicht früh genug

stellen können.

Aussteller aus

sämtlichen Bereichen

Besucher dürfen sich wieder auf

zahlreiche Präsentationen aus

Handwerk, Industrie und Handel,

Dienstleistungen, Gesundheit und

öffentlichem Dienst freuen. Das

Angebot wird auch heuer den

bunten Branchenmix im Landkreis

widerspiegeln. Rund 75 Aussteller

zeigen dabei aktuelle, vor allem

zukunftsfähige Berufsbilder, dazu

Praktika und Studienangebote –

gerade das Duale Studium erfreut

sich wachsender Beliebtheit. Auch

Wir bieten Ihnen

• Eine zeitgemäße Ausbildung mit modernen Fertigungs- und

Informationstechnologien

• Gute Entwicklungsmöglichkeiten in einem dynamischen und

wachsenden Unternehmen

• Gute Übernahmechancen nach erfolgreicher Ausbildung

• Die Möglichkeit zur Absolvierung eines Trainee-Programms

an einem ausländischen Standort nach der Ausbildung

Haben wir Sie neugierig gemacht?

Dann bewerben Sie sich bitte bis spätestens 30.09.2019 über

unser Jobportal unter www.weckerle.com

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Frau Marie-Claude Sisto

Personalabteilung

+ 49 881 - 92 93 1154

64 | tassilo


fahren inklusive Zeitlisten und

Fristen vorbereitet, und werden

diese sicherlich heuer auch wieder

dabei haben. Ganz davon

abgesehen liefert die Jobmesse

eine günstige Gelegenheit, wichtige

Ansprechpartner kennenzulernen.

Gerne nehmen sich diese

Zeit für persönliche Gespräche

oder erste Terminvereinbarungen.

Auf zahlreiche h Besucher freuen sich auch heuer wieder die Organisatoren

der Weilheimer Ausbildungsmesse „Mein Job — meine Zukunft“.

Berufs- und Fachschulen sowie

andere weiterführende Schulen

stellen sich in Weilheim detailliert

vor.

Einige Unternehmen haben in der

Vergangenheit bereits hilfreiche

Checklisten für Bewerbungsver-

Veranstalter kooperieren

bei Organisation

Die Wirtschaftsförderung des

Landkreises Weilheim-Schongau

mit der Agentur für Arbeit, dem

Arbeitskreis Schule-Wirtschaft,

der Handwerkskammer für München

und Oberbayern, der IHK für

München und Oberbayern, der

Kreishandwerkerschaft Oberland,

der Stadt Weilheim, sowie der

Sparkasse Oberland organisieren

auch in diesem Jahr die Jobmesse

„Mein Job – meine Zukunft“. Die

Messe ist am 22. Mai von 13.30 bis

17.30 Uhr für alle Interessierten

geöffnet. Die vergangenen Jahre

informierten sich stets zwischen

1800 und 2000 Besucher über

das regionale Ausbildungsangebot.

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Wir bieten Ausbildungsplätze

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IN DEN FACHBEREICHEN

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Unsere Medizinprodukte sind Lösungen auf dem neuesten Stand

von Forschung, Entwicklung und Produktion. Eingesetzt werden sie in

vielen bedeutenden Bereichen der Chirurgie.

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märz / april 2019 | 65


Die privaten Oberlandschulen in Weilheim

Kleine Klassen

für mehr Lernerfolg

Weilheim | Mit Gymnasium, Wirtschaftsschule

sowie Berufsfachschulen

für Büromanagement

und Fremdsprachen einen die

Oberlandschulen Weilheim vier

Sparten unter einem Dach. 220

Schüler besuchen das private Bildungszentrum

am Leprosenweg,

die derzeit von 32 Lehrkräften unterrichtet

werden. Der größte Unterschied

zu staatlichen Schulen

ist das Finanzierungskonzept. Die

Berufsfachschulen kosten den Absolventen

monatlich 200 Euro, die

Wirtschaftsschule kostet 210 Euro,

das Gymnasium zwischen 250 (Unterstufe)

und 290 Euro (Oberstufe).

In Summe eine Menge Geld, „wobei

ein nicht unerheblicher Teil

davon steuerlich abgesetzt werden

kann“, sagt Oberstufenkoordinator

und Beratungslehrer Jochen Kleinmond,

der seit 22 Jahren an den

Oberlandschulen unterrichtet und

mit „vorhergesagten Kurzarbeiten,

kleinen Klassenstärken und individueller

Förderung“ einige Vorteile

gegenüber staatlichen Schulen

zu berichten hat. Durchschnittlich

rund 15 Schüler sitzen in den Klassen

der Oberlandschulen, weshalb

das Lehrverhältnis zwischen Schüler

und Lehrer wesentlich intensiver

ist – und damit individuelle

Hilfe für den Einzelnen einfacher

umsetzbar ist als in Klassen mit

rund doppelt so vielen Schülern.

Das ist natürlich keine Erfolgsgarantie,

aber definitiv ein wesentlicher

Unterschied im Vergleich zu

Schulen mit weit über 1 000 Schülern.“

Das staatliche Gymnasium

in Weilheim beispielsweise besuchen

derzeit mehr als 1 200 Schüler.

Dass Kurzarbeiten eine Woche

vorher angekündigt werden, ist in

Kleinmonds Augen „schlichtweg

nur fair“. Heißt: Überraschende

Stegreifaufgaben, über die Schüler

stolpern könnten, gibt es an

Das Fairtrade-Projekt war sogar fürs Fernsehen interessant.

den Oberlandschulen in Weilheim

nicht. „Dafür sind unsere Kurzarbeiten

etwas umfangreicher.“ Und

die Ausrede, nicht vorbereitet gewesen

zu sein, gilt definitiv nicht.

Keine Einladung zum

Faulenzen

Ob Wirtschaftsschule mit Mittlerer

Reife, Gymnasium mit Abitur

oder eine der beiden Berufsfachschulen

mit einer Art Gesellenbrief:

Die Abschlüsse, die an den

Oberlandschulen Weilheim (www.

oberlandschulen.de) erzielt werden,

sind allesamt staatlich und

damit deutschlandweit anerkannt.

Die Schulen selbst dagegen nicht

alle – das Gymnasium ist entgegen

der anderen drei Schulen nicht

staatlich anerkannt, weil hier die

Noten geschriebener Prüfungen

nicht zum Abitur dazu gezählt werden.

Warum? „Um den Lerndruck

von den Schülern zu nehmen.“

Eine Einladung zum Faulenzen?

„Die Frage ist berechtigt. Aber:

Geschenkt wird einem das Abitur

sicher nicht – wer meint, erst zwei

Wochen vorher mit dem Lernen

anfangen zu können, schafft es

natürlich nicht.“ Die Lehrer achten

sehr genau darauf, dass ihre

Schüler dahinter und optimal vorbereitet

sind. „Wer unterpunktet,

wiederholt bei uns genauso wie an

staatlich anerkannten Gymnasien.“

Mit Abschluss der Wirtschaftsschule,

die übrigens drei- und vierstufig

absolviert werden kann, erzielen

die Jugendlichen die Mittlere Reife

mit kaufmännischem Schwerpunkt,

66 | tassilo


So sieht das Gebäude der Oberlandschulen Weilheim von außen aus.

der in Kleinmonds Augen ein echter

„Lückenfüller“ im Deutschen

Schulsystem ist. Einerseits schadet

kaufmännisches Grundwissen fürs

spätere Leben niemandem. Andererseits

werden Fächer im Bereich

Wirtschaft oder Rechnungswesen

noch intensiver unterrichtet als

auf dem kaufmännischen Zweig

klassischer Realschulen. Wer die

Wirtschaftsschule letztlich besucht?

„Viele Kinder, deren Eltern selbstständig

sind und Wert auf kaufmännisches

Grundwissen legen.“

Aber auch Schüler, denen früh klar

ist, dass sie im späteren Berufsleben

im Büro arbeiten möchten.

Trommelworkshop am pädagogischen Tag der Lehrer.

sich in Fremdsprachen stark zu

verbessern.“ 16 Unterrichtsstunden

Englisch pro Woche sowie

acht in Französisch oder Spanisch

bringen die jungen Männer und

Frauen rasch auf ein höheres Level.

Apropos Weiterbringen: Die

Oberlandschulen Weilheim legen

großen Wert auf Kompetenzentwicklung

ihrer Schüler. Gefördert

wird dies auch über die einzelnen

Schulen hinaus. So finden zwei

Mal jährlich Projekttage statt, in

denen unter anderem gesellschaftspolitisch

brisante Themen

wie Schönheit, Rechtsradikalismus

oder faire Welt vorgegeben werden.

Passend dazu erarbeiten die

Schüler von Mittwoch bis Freitag

in kleinen Gruppen Vorträge, die

sie schließlich am Samstag bei einem

„Tag der offenen Tür“ Eltern

und Besuchern präsentieren. In

hohem Maße wichtig ist der Schulleitung

auch Medienerziehung. Ab

der achten Klasse bekommen die

Gymnasiasten und Wirtschaftsschüler

einen Laptop, der für alle

Fächer verwendet wird. Allerdings

nur dann, wenn es vom Lehrer explizit

gewollt ist. „Der Umgang mit

Laptop soll die Schüler aufs spätere

Berufsleben vorbereiten.“ Aber

keinesfalls vom Unterricht ablenken.

Aus diesem Grund werden die

Smartphones der jüngsten Schüler

eingesammelt und erst nach

der letzten Stunde wieder ausgegeben.

js

16 Stunden Englisch

die Woche

Letztgenannte Erkenntnis ist logischerweise

auch der Hauptgrund

für Absolventen der Berufsfachschule

für Büromanagement. Die

geht über drei Jahre und ist dank

eines sechsmonatigen Praktikums

in einem Betrieb stark praxisorientiert.

„Nicht selten werden

unsere Schüler vom Praktikumsbetrieb

übernommen.“ Alternativ

können sie das (Fach)Abitur

an einer Berufsoberschule oder

eine Weiterbildung zum Fachwirt

(IHK) in Angriff nehmen. Das

Motiv der Berufsfachschüler für

Fremdsprachen ist nicht zwingend

der staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent.

„Viele nutzen

diese zwei Jahre schlichtweg, um

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märz / april 2019 | 67


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Tassiloland | Die Deutsche Bahn

sucht händeringend Personal. Allein

2019 sollen bayernweit 3 800

Mitarbeiter eingestellt werden,

darunter 500 Lokführer. Explizit

gesucht werden auch Lokführer für

das Streckennetz der Werdenfelsbahn,

die mitten durchs Tassiloland

fährt – der Weilheimer Bahnhof

liegt ziemlich genau im Zentrum

dieser Strecke zwischen Reutte und

München. Wie man nun Lokführer

wird? „Entweder über die klassische

duale Berufsausbildung, oder

als Quereinsteiger über eine sogenannte

Funktionsausbildung“, sagt

Herdis Duderstadt, Recruiterin der

Deutschen Bahn, die speziell für

die Werdenfelsbahn versucht, neue

Mitarbeiter zu finden. Die klassische

Ausbildung zum Eisenbahner

im Betriebsdienst geht über drei

Jahre, wobei sich die Absolventen

bereits vor Antritt ihrer Lehre zwischen

zwei Fachrichtungen entscheiden

müssen: Entweder für

den Fahrdienstleiter, der schwerpunktmäßig

für die Weichenstellung

der Strecken

zuständig ist,

also nicht

im Zug sitzt.

Oder eben

für den Lokführer.

„Wobei diese duale l Ausbil-

Deutschen Bahn in Bayern befindet

dung viele Einblicke in die jeweils sich in Nürnberg.

andere Fachrichtung gewährt“,

sagt Duderstadt. Heißt: Wer sich Tauglichkeitsuntersuchung

beim Facharzt

zunächst für den Fahrdienstleiter

entscheidet, nach der Ausbildung

dann doch lieber als Lokführer Schulische Mindestvoraussetzung

arbeiten möchte, hat schnell die für die dreijährige Ausbildung zum

Möglichkeit zu wechseln. Interessierte

aus dem Tassiloland können Noch wichtiger sind jedoch gewisse

EIB ist der Hauptschulabschluss.

die Ausbildung zum Eisenbahner mentale und physisch-psychische

im Betriebsdienst, kurz EIB, am Voraussetzungen. Ein Lokführer

Münchner Hauptbahnhof absolvieren.

Sowohl die Berufsschule als sistent sein, weil häufig mehrere

sollte in hohem Maße stressre-

auch die betriebliche Ausbildung Dinge gleichzeitig auf ihn zukommen

können. Zum Beispiel bittet

sind dort für alle Schüler aus dem

südbayerischen Raum. Eine zweite ein Fahrgast nach Informationen,

Berufsschule für diesen Beruf der während zur selben Zeit im Führer-

Mehr Infos erhalten Sie unter der Nummer 0881/681-1397 bei

Herrn Kastl oder im Internet unter www.weilheim-schongau.de

68 | tassilo


haus des Zuges eine Bremsstörung

signalisiert wird. Hier gilt es klaren

Kopf zu bewahren, um schnell

und korrekt reagieren zu können.

Deshalb müssen alle angehenden

EIB-Azubis sich einer Tauglichkeitsuntersuchung

bei einem Facharzt

unterziehen. Drogentest, Sehtest,

Hörtest sowie verschiedene Aufgaben,

bei denen der Bewerber

unter anderem unter Stress gesetzt

wird, sind zu absolvieren. Nur ein

Beispiel: Auf einem schwarzen

Bildschirm ploppen plötzlich weiße

Punkte auf. Blitzschnell auf

den Knopf zu drücken hat der Bewerber

allerdings erst, sobald vier

Punkte auf einmal auftauchen und

zusammen ein bestimmtes Muster

bilden. Hiermit wird unter anderem

Reaktionsschnelligkeit bei Nacht simuliert.

Apropos simulieren: Wie

ein Zug gesteuert wird, lernen die

Azubis erst in der Theorie, dann

in einem äußerst realitätsnahen

Simulator. „Beim ersten Mal kann

es einem im Simulator durchaus

schwindelig werden“, so Duderstadt,

die an dieser Stelle aus eigener

Erfahrung berichtet. Der

Stuhl sei beweglich, schüttelt einen

durch. Und der Film auf dem großen

Bildschirm vor den Augen der

Azubis zeigt eine Originalstrecke,

die mit bis zu 160 Stundenkilometern

im Regionalverkehr sowie bis

zu 300 Stundenkilometer im ICE

befahren wird. Hierfür wurden die

„echten“ Strecken von den „echten“

Zügen aus gefilmt.

„Totmann“-Signal zum

Wachbleiben

Wie sich das Führen eines Zuges

tatsächlich in der Praxis anfühlt,

lernen die Azubis in Begleitung

ihrer Vorbilder – 40 Fahrstunden

im wahren Zugfahrerleben haben

sie zu absolvieren. Das gilt übrigens

auch für diese Funktionsausbildung

die andere Möglichkeit,

Lokführer bei der Deutschen

Bahn zu werden, konzipiert für

Quereinsteiger. Diese Ausbildung

geht über lediglich zehn Monate,

setzt allerdings eine bereits abgeschlossene

Berufsausbildung

voraus, bevorzugt im technischen

Bereich. Was diese Quereinsteiger

gemeinsam mit den Absolventen

der dualen, dreijährigen Ausbildung

von der Pike auf lernen: Während

einer Zugfahrt müssen Lokführer

alle 30 Sekunden (!) auf einen

Knopf drücken, um der Zentrale

zu signalisieren, noch hellwach zu

sein. Intern wird dieser Schalter als

„Totmann-Knopf“ bezeichnet. Vom

Wachbleiben abgesehen hat der

Lokführer immer eine hohe Verantwortung,

Zug und Passagiere sicher

vom Abfahrts- zum Ankunftsort zu

bringen. Hinzu kommt ein gewisser

Service Drumherum, zum Beispiel

aktuelle Lautsprecheransagen über

ein Mikrofon zu Zwischenstationen

oder Verspätungen. Seine Kernaufgabe

aber besteht darin, den

Zug aus dem Bahnhof heraus zu

beschleunigen, und ihn wieder

sanft in den nächsten Bahnhof hinein

zu bremsen. Maximal dauert

eine Lokführerschicht (ausgelernt)

zehn Stunden, die mindestens zwei

Pausen, davon eine ausgiebigere

von mindestens 30 Minuten, enthalten

muss. In der Woche kommt

ein Lokführer durchschnittlich auf

rund 40 Arbeitsstunden, wobei sich

ruhigere und intensivere Monate

– je nach Fahrplan und Schichten

– abwechseln. Dagegen relativ

groß ist die Verdienstspanne. Ein

ausgelernter Lokführer verdient je

nach Fern- oder Regionalverkehr,

Gehaltsstufe, Vorausbildung sowie

Zulagen zwischen 30000 und

50000 Euro brutto im Jahr. Außerdem

werden Weiterbildungsmöglichkeiten

zum Meister, Fachwirt,

Disponent oder zur Führungskraft

für Triebfahrzeugführer angeboten.

Und die Azubis, die sich in Sachen

Bewerbung und Ausbildungsprofil

auf der Internetseite der Deutschen

Bahn informieren können? Die verdienen

derzeit zwischen monatlich

904 Euro im ersten und 1109 Euro

im dritten Lehrjahr.

js









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märz / april 2019 | 69


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Lernen, wie eine

Behörde funktioniert

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70 | tassilo

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Starnberg | Wer im Landratsamt

Starnberg eine dreijährige Ausbildung

zum Verwaltungsfachangestellten

absolviert, durchläuft

über jeweils sechs bis acht Wochen

rund zehn verschiedene

Abteilungen. Personalwesen,

Bürgerservice, öffentliche Sicherheit

und Ordnung, Sozialwesen,

Finanzwesen, Jugend und Sport,

Ausländerwesen, Kommunalwesen,

Verkehrswesen und zentrale

Angelegenheiten sind unter anderem

die Stationen. KFZ-Zulassung

an- und abmelden, Gaststättenerlaubnis,

Jagdschein, Aufenthalts-

und Arbeitsgenehmigung

für Menschen aus dem Ausland

ausstellen oder Bürgeranliegen

am Kundenschalter annehmen:

Es gibt zig Beispiele aus dem

Arbeitsalltag eines Verwaltungsfachangestellten,

den die Azubis

hautnah miterleben. Überwiegend

am PC, Telefon oder Servicepoint.

„Sie fahren aber auch mal

mit auf Außentermine“, sagt Ausbildungsbeauftrage

Kristina Grünwald

über diesen sehr abwechslungsreichen

Lehrberuf. Zwischen

Die meiste Zeit verbringt ein Verwaltugnsfachangestellter mit PC-Arbeiten

im Büro. Ab und an stehen auch Außentermine an.

diesen Abteilungsdurchläufen

im Landratsamt besuchen die

Absolventen blockweise die Verwaltungsklassen

in der Berufsschule

Starnberg. Dort wird neben

standardmäßigen Fächern wie

Deutsch, Englisch, Sozialkunde,

EDV und Rechnungswesen auch

die Anwendung von Gesetzen

vermittelt. Außerdem wird dieses

Fachwissen ergänzt und vertieft

im Rahmen überbetrieblicher

Ausbildungen. Die finden an einer

der Bayerischen Verwaltungsfachschulen

statt, zum Beispiel im

unweit von Starnberg entfernten

Holzhausen am Ammersee, wo

die Azubis sogar übernachten

dürfen.

Abschlussprüfung mit

Bürgermeister-Gespräch

Mindestvoraussetzung für eine

Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

sind Mittlere Reife

oder Qualifizierter Hauptschulabschluss.

Ein bestimmter Notenschnitt

wird nicht verlangt, zumal

die Sozialkompetenz, die immens

wichtig ist in diesem Beruf, ohnehin

nicht nach Noten bewertet

werden kann. Trotzdem wäre es

vorteilhaft, speziell in den Fächern

Wirtschaft und Recht sowie

Deutsch gut abzuschneiden. Kommunikation

in Wort und Schrift ist

schließlich das A und O für den

Beruf des Verwaltungsfachangestellten,

der übrigens aufgrund

des Fachkräftemangels im Öffentlichen

Dienst stark gefragt ist.

Derzeit beschäftigt das Landratsamt

Starnberg 55 Auszubildende,

darunter auch angehende Verwaltungsfachwirte

sowie Absolventen

des Dualen Studiums zum

Diplom-Verwaltungswirt. Wer

sich gut macht und die Prüfung

besteht, „wird bei uns auch übernommen“.

Wobei ein ausgelernter

Verwaltungsfachangestellter nicht

zwingend im Ausbildungsbetrieb

bleiben muss. Er könnte auch für

Gemeinden, Stadtverwaltungen,


im Bayerischen Landtag oder

Bezirkstag sowie in diversen Ministerien

arbeiten. Die Zwischenprüfung

im zweiten Lehrjahr zählt

nicht zum Endergebnis, „dient im

Grunde als Überprüfung des aktuellen

Wissensstandes der Azubis“.

Die Abschlussprüfung selbst findet

in München statt. Neben einem

schriftlichen Teil müssen sich die

Absolventen auch in der Fachpraxis

beweisen – und zwar im Rahmen

eines simulierten Gesprächs,

das mit einem „Bürger“ oder Vorgesetzten

wie „Bürgermeister“

oder „Landrat“ geführt wird. „Die

Absolventen bekommen kurzfristig

ein Thema zugeteilt und können

sich auf das Gespräch nochmals

vorbereiten.“

Paragraphen auswendig

lernen?

Ob sie auch Gesetzestexte inund

auswendig können müssen?

„Nein“, sagt Kristina Grünwald.

Wichtig sei zu wissen, „wo man

nachschlagen kann“. Ob online

oder im Gesetzesbuch zum Anfassen,

ist den Azubis selbst überlassen.

Darüber hinaus lernen sie in

den drei Jahren unter anderem,

wie eine Behörde funktioniert,

wie Genehmigungen erteilt und

Ermessensentscheidungen getroffen

werden. Nach der Ausbildung

ist letztlich entscheidend, in

welche Fachabteilung die jungen

Männer und Frauen gehen. Interne

Schulungen sowie regelmäßige

Fort- und Weiterbildungen an

beispielsweise der Bayerischen

Verwaltungsfachschule sind dann

der Standard. In Sachen Gehalt

ist die jeweilige Tätigkeit in einer

Abteilung entscheidend. Während

der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

ist das Gehalt

(Stand März 2019) jedoch für alle

Absolventen gleich: 1018 Euro

brutto im ersten, 1068 Euro im

zweiten und 1114 Euro im dritten

Ausbildungsjahr. Zwar ist die offizielle

Bewerbungsfrist für 2019

immer zwischen August und

Oktober des Vorjahres – schon

durch. Aufgrund des hohen Bedarfs

sucht die eine oder andere

Behörde trotzdem noch für September

2019. Unter anderem das

Landratsamt Starnberg, das für

die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

noch bis einschließlich

3. März Bewerbungen

mit Schreiben, Lebenslauf und

Kopien der jüngsten Zeugnisse

annimmt.

js

Neue Kennzeichen zulassen oder alte abmelden sind unter anderem die

Aufgaben eines angehenden Verwaltungsfachangestellten.

märz / april 2019 | 71


MÄRZ/


Veranstaltungskalender

1. März bis 30. April 2019

FR 01.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

DIESSEN

20.00 Uhr

Konzert Robert Ramisch Bluesband

feat. Ludwig Seuss im Club

1516. Eintritt: 15 €. Infos unter www.

rockfreunde-ammersee.de

PENZBERG

18.00 Uhr

Gaudi ohne Grenzen in der

Turnhalle am Wellenbad. Eintritt:

5 € / 3 € (ermäßigt)

MURNAU

20.00 Uhr

Kabarett „Moskauer Hunde“

mit Max Uthoff im Kultur- und

Tagungszentrum. VVK bei allen regionalen

Stellen und bei München

Ticket

PÄHL

20.00 Uhr

Sportlerball im Pfarr- und Gemeindezentrum

HUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Schmitterhof

18.30 Uhr

Geisterball für Jugendliche von

10 — 15 Jahren im Trachtenheim.

Eintritt: 2 €

PÖCKING

20.00 Uhr

90er-Party in der Turnhalle

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 02.03.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Partytime Disco im Salut

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand und

Band“ in der Volkshochschule

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderfasching des BSC Oberhausen

in der Tiefstollenhalle.

Eintritt: 3 €

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

EBERFING

20.00 Uhr

Keglerball im Gasthof Zur Post

HUGLFING

10.00 bis 17.00 Uhr

Kinderfaschingsball im Trachtenheim.

Eintritt: 2 €

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Pippi außer Rand

und Band“ im Rathaus

20.00 Uhr

Kreiz- und Querball mit den

Oberhauser Musikanten beim

Stroblwirt

PÖCKING

20.00 Uhr

Musik-Kabarett „Des werd scho

no“ mit Roland Hefter in der

Turnhalle. Karten bei der VR-Bank

oder unter www.pfc.de

SO 03.03.

WEILHEIM

15.00 Uhr

Klima-Workshop des Vereins

Bürgerlobby Klimaschutz im

Gemeindehaus der Apostelkirche.

Anmeldung bis 25.2. unter

weilheim@ccl-d.org

PENZBERG

13.00 bis 22.00 Uhr

Gaudiwurm in der Innenstadt

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

14.00 Uhr

Buntes Faschingstreiben durch

die Fußgängerzone

PÄHL

19.30 Uhr

Bauernball im Pfarr- und Gemeindezentrum

RAISTING

14.11 bis 18.01 Uhr

Ü2-Party für Kinder von 2 — 5

Jahren (in Begleitung eines

Erwachsenen) im Pfarrheim

PÖCKING

14.00 Uhr

Kinderfasching in der Turnhalle

18.00 bis 22.00 Uhr

Teenieparty in der Turnhalle

MO 04.03.

Rosenmontag

WEILHEIM

14.00 bis 18.00 Uhr

Rosenmontags-Kinderfasching

der Narrhalla am Kirchplatz

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DIESSEN

20.00 Uhr

Rosenmontagsball in der Mehrzweckhalle

STARNBERG

19.00 Uhr

Garderevue in der Schlossberghalle.

Einlass ab 18.30 Uhr. Karten:

4 €. Reservierung unter kartenbestellung@perchalla.de

MURNAU

20.30 Uhr

Hallen-Fasching mit dem Motto

„Märchen Pärchen“ in der Westtorhalle.

Eintritt: 9 €

RAISTING

18.00 Uhr

Rosenmontagstanz im Pfarrheim

EBERFING

20.00 Uhr

Feuerwehrball im Gasthof Zur

Post

HABACH

20.00 Uhr

Rosenmontagsboi mit „da Habacher

Blasmusik“ im Trödler

PÖCKING

20.00 Uhr

Rosenmontagsball in der Turnhalle

DI 05.03.

Faschingsdienstagg

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 14.00 Uhr

Maskiert — Faschingsmasken

selbst gestalten im Jugendhaus

Come In. Anmeld. im Jugendhaus.

Unkostenbeitrag: 5 €. Siehe S. 30 / 31

14.14 bis 16.00 Uhr

Familienfasching „Kehraus Total“

der Narrhalla am Kirchplatz

STARNBERG

18.00 Uhr

Kehrausparty in der Schlossberghalle.

Eintritt frei

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Do, 21. März 16.00 bis 20.00 Uhr

Fr, 22. März 16.00 bis 20.00 Uhr

Mo, 8. April 16.00 bis 20.00 Uhr

Weilheim, BRK-Haus

Weilheim, BRK-Haus

Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

märz / april 2019 | 73


RAISTING

14.30 Uhr

Faschingstreiben für Kinder im

Vereinsheim des Trachtenvereins

EBERFING

14.00 Uhr

Kinderfasching im Gasthof Zur

Post

HOFHEIM

13.30 Uhr

Kinderfasching im Feuerwehrhaus

PÖCKING

14.00 Uhr

Faschingsumzug mit anschl. Rucki

Zucki im Gemeindegebiet. Ab 18

Uhr Kehraus in der Turnhalle

MI 06.03.

der freien evangelischen Gemeinde.

Siehe Seite 36

18.00 bis 19.30 Uhr

Spieletreff — „Donnerstags um

Sechs“ in der Stadtbücherei

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

16.00 bis 17.30 Uhr

Lesecafé „Kindernachmittag

1-2-3, bist Du dabei?“ für Kinder

von 4 — 7 Jahren im Pfarrzentrum

Christkönig

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 09.03.

WEILHEIM

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der Gesundheit in der Stadthalle.

Eintritt frei. Siehe Seite 18 / 19

14.00 bis 17.00 Uhr

Weilheim aus bunten Steinen:

Kinder bauen ihre LEGO ® Stadt in

der freien evangelischen Gemeinde.

Siehe Seite 36

PEISSENBERG

17.00 Uhr

Familienfest in der Tiefstollenhalle

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Dem Menschen auf

der Spur“ von Andreas Kuhnlein

im Stadtmuseum. Bis 28.4. Siehe

Anzeige Seite 12

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee im NBH-Heim

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

DO 07.03.

WEILHEIM

14.00 bis 17.00 Uhr

Weilheim aus bunten Steinen:

Kinder bauen ihre LEGO ® Stadt in

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

FR 08.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 bis 17.00 Uhr

Weilheim aus bunten Steinen:

Kinder bauen ihre LEGO ® Stadt in

der freien evangelischen Gemeinde.

Siehe Seite 36

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Antarktis“ im DAV-

Heim. Eintritt frei

MURNAU

16.30 Uhr

Die lange Nacht der Fairänderung

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm „Wir spielen

Museum — ein Mitmach-Abenteuer

für die Kleinen“ im Schloßmuseum.

Für Kinder von 5 — 7 Jahren.

Eintritt: 9 €. Anmeldung bis 2 Tage

zuvor unter 08841 / 476-207 oder

-201

20.00 Uhr

Konzert von Hans Söllner im Kultur-

und Tagungszentrum. Eintritt:

35 €. VVK im Kultur- und Tagungszentrum

und bei München Ticket

20.30 Uhr

Konzert mit „Matt Magu und

B.A.D.“ & „Lisaholic“ in der Westtorhalle.

Eintritt: 8 €

/

74 | tassilo


PÄHL

14.00 bis 17.00 Uhr

Kinderflohmarkt und Basar im

Pfarr- und Gemeindezentrum

TUTZING

16.00 bis 18.30 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Anmeldung unter 08158 / 9643

SO 10.03.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm für Kinder ab 6

Jahren „Die Römer in Murnau“

im Schloßmuseum. Kosten: 9 €.

Anmeldung bis 2 Tage zuvor unter

08841 / 476-207 oder -201

POLLING

11.00 Uhr

Matinee um Elf mit „Viaggio in

Italia“ im Bibliotheksaal. Siehe

Anzeige Seite 23

WEILHEIM

MO 11.03.

19.00 Uhr

Vortrag „Politische Entwicklung

und wir“ im Pfarrheim Miteinander

APRIL 2019

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Live-Dia-Show „Sri Lanka — Asien

von seiner schönsten Seite“ von

Harald Mielke im katholischen

Pfarramt

HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner

DI 12.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

17.30 Uhr

Prüfungsvorbereitung für Industriekaufleute

in der IHK-Akademie.

Infos siehe Anzeige Seite 19

17.30 Uhr

Prüfungsvorbereitung für Kaufleute

im Büromanagement in der

IHK-Akademie. Infos siehe Anzeige

Seite 19

18.00 bis 19.30 Uhr

Vortrag „Frühlingsfit mit Wildkräutern“

mit Kräuterpädagogin

Andrea Buchhauer im Mehrgenerationenhaus.

Kosten: 10 €. Anmeldung

bis 6.3. unter 0881 / 909590-0

19.00 Uhr

Vortrag „Das Neue Dorf“ von Prof.

Ralf Otterpohl (TU Hamburg) im

Pfarrheim Miteinander.

Siehe Seite 22

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

MURNAU

20.00 Uhr

Vortrag „Kräuter für alle Sinne“

mit Sabine Drexler im Christoph-

Probst-Saal des Kultur- und

Tagungszentrums. Eintritt: 8 € / 3 €

(Mitglieder des Naturheilvereins

Oberland)

MI 13.03.

WEILHEIM

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Däumelinchen“ für

Kinder ab 4 Jahren in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

16.00 bis 18.30 Uhr

Berauscht — Interaktive Auseinandersetzung

mit dem Thema Sucht

im Jugendhaus Come In. Eintritt

frei. Siehe Seite 30 / 31

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

OBERHAUSEN

9.00 bis 12.00 Uhr

Tag der offenen Tür beim Naturkindergarten

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Ratskeller

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug — Informationen für

werdende Eltern“ mit Chefarzt Dr.

Gerhard Schmidberger, Oberärztin

Dr. Kira Essiger, Hebammen und

Schwestern im Krankenhaus

DO 14.03.

WEILHEIM

17.30 Uhr

Prüfungsvorbereitung für

Einzelhandelskaufleute in der

IHK-Akademie. Infos siehe Anzeige

Seite 19

18.00 bis 18.30 Uhr

Musik für Eilige — „Donnerstags

um Sechs“ in der Stadtbücherei

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

SCHONGAU

19.00 Uhr

Vortrag „Enddarm-Erkrankungen

vorbeugen und behandeln“ mit

Chefarzt Prof. Dr. Dr. h.c. R. Lang

und Ltd. Oberarzt Dr. R. Rosniatowski,

Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie, im Krankenhaus

FR 15.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Kindergarten

Spatzennest

19.00 Uhr

FreitagsSpieler in der Stadtbücherei.

Jeder, der Lust auf Gesellschaftsspiele

hat, ist eingeladen

19.00 bis 21.30 Uhr

Hoagart der Musikschule im

Pfarrzentrum Christkönig

MURNAU

19.00 Uhr

Vortrag „Murnau summt — Was

kann jeder tun, um dem Insektensterben

entgegenzuwirken?“ im

Rathaus. Eintritt frei

PÄHL

20.00 Uhr

Kino und Vino im Pfarr- und

Gemeindezentrum

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

TRAUBING

20.00 Uhr

Theater „Der Pantoffelheld“ im

Dorfstadl Buttlerhof

SA 16.03.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Großes Big Band Konzert des

Gymnasiums in der Stadthalle.

Karten: 12 € / 5 €. VVK im Gymnasium

und beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

20.00 Uhr

Theater „Krach im Hause Gott“,

Gastspiel vom Theater Regensburg

im Stadttheater. VVK beim Veranstaltungsbüro

PEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinderwarenbasar in der Tiefstollenhalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

märz / april 2019 | 75


9.30 Uhr

Frühstückstreffen für Frauen mit

dem Thema „Die 4 Jahreszeiten

im Leben der Frau“ mit Referentin

Silke Weiser in der Schlossberghalle.

Vortrag und Frühstück: 15 €.

Anmeldung unter 08158 / 8765 oder

info@fff-starnberg.de

PENZBERG

10.00 Uhr

Start der Ausstellung „Stadt —

Land — Werner Berg“ im Museum.

Bis 23.6. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 34

10.00 bis 14.00 Uhr

Abenteuerspielplatz Turnhalle,

eine Aktion vom TSV Penzberg

zum Stadtjubiläum in der Turnhalle

am Wellenbad. Eintritt frei

MURNAU

8.00 bis 12.00 Uhr

Ladies Basar im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

20.30 Uhr

Konzert mit „Suzie-Trio“ + „Sound

of Money“ in der Westtorhalle.

Eintritt: 12 €

RAISTING

10.00 bis 12.00 Uhr

Kinderkleider- und Spielzeugbasar

im Pfarrheim. Verkauf für

Schwangere ab 9.30 Uhr

SEESHAUPT

11.00 bis 14.00 Uhr

Mini-Wohlfühl-Workshop im

Gymnastikraum des Sportzentrums.

Kosten: 60 €. Infos und

Anmeldung unter www.christinkuhnert.de

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

76 | tassilo

EBERFING

19.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond bei erstem Viertel

sind die Einzelheiten besonders

gut zu beobachten. Infos unter

www.sternwarte-eberfing,de oder

08802 / 8389

IFFELDORF

19.00 Uhr

Iffeldorfer Meisterkonzert —

„Jerusalem Quartet“ im Gemeindezentrum.

Kartenservice unter

08856 / 3695. Infos unter www.

iffeldorfer-meisterkonzerte.de

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Theater im Haus des Gastes

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Kinderwaren-Flohmarkt in der

Tiefenbachhalle

19.30 Uhr

Klavierabend mit Herbert Schuch

im Bibliotheksaal. VVK unter www.

muenchen.hoertnagel.de oder beim

Reisebüro Simader in Weilheim

PATERZELL

9.00 Uhr

Frauenfrühstück der freien evangelischen

Gemeinde Peißenberg

im Gasthof Eibenwald

SO 17.03.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Theater „Krach im Hause Gott“,

ein Gastspiel vom Theater

Regensburg im Stadttheater. VVK

beim Veranstaltungsbüro

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

11.00 Uhr

Filmvorführung „Climate Warriors“

mit anschließender Diskussion

im Kino im Griesbräu

BERNRIED

16.00 Uhr

Schülerkonzert der Grundschule

im Barocksaal des Klosters

SPATZENHAUSEN

19.30 Uhr

Theater im Haus des Gastes

TUTZING

18.00 Uhr

Theater „Der Pantoffelheld“ im

Dorfstadl Buttlerhof

MO 18.03.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

17.30 Uhr

Film und Filmgespräch „Ein Herr

geht online“ im Mehrgenerationenhaus

18.00 bis 20.00 Uhr

Diskofieber — die etwas andere

Aktion für mehr Sicherheit und

Verantwortung im Straßenverkehr

für junge Menschen am Festplatz

MURNAU

18.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Sportheim


DI 19.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraucher“

mit Peter Phillip Koss in der

Stadthalle. Siehe Anzeige Seite 74

MURNAU

18.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ in der Schule

MI 20.03.

WEILHEIM

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Siehe Anzeige links

PENZBERG

19.00 Uhr

Vortrag mit Filmen „Bewegte

Bilder einer aktiven Stadt“ in der

Stadtbücherei. Eintritt: 3 €. VVK in

der Bücherei und Buchhandlung

Rolles

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

19.30 Uhr

Vortrag „Denkst du anders, lebst

du anders! Das Beste von Andreas

Winter“ im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 15 €

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Pfarrheim

DO 21.03.

WEILHEIM

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem Thema

„Mit einem Liedernachmittag

locken wir den Frühling ins Land“,

musikalisch unterstützt von Susanne

Schuhmacher mit Sängerinnen

und Sängern vom Volkschor, im

Pfarrheim St. Barbara. Eintritt frei

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

18.00 Uhr

Vorspielwoche der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

FR 22.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Piano-forte-solo!“ von

Axel Zwingenberger in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 61

MURNAU

16.00 Uhr

Vortrag „Säen und pikieren“ mit

Tipps zur Aufzucht von Gemüse

und Blumen in der Baumschule

Sesar

19.30 Uhr

Lesung aus den Briefen von Christoph

Probst mit den Schauspielern

Johanna Christina Gehlen und Sebastian

Bezzel im Schloßmuseum.

Eintritt: 10 € / 8 € (ermäßigt)

20.00 Uhr

Konzert Detlev Eisinger spielt und

moderiert Werke von Schumann,

Grieg, Chopin und Debussy im

Kultur- und Tagungszentrum. Eintritt:

22 € / 14 €. VVK bei der Camerloher

Musikschule, allen regionalen

Stellen und bei München Ticket

20.30 Uhr

Musikwerkstatt@Westtor 14.0 in

der Westtorhalle. Eintritt frei

PÄHL

20.00 Uhr

Watt-Turnier am Sportgelände

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im AWO-Haus

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

20.00 Uhr

Fachvortrag des Obst- und

Gartenbauvereins beim Gasthaus

Reßl

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Theater im Haus des Gastes

POLLING

19.30 Uhr

Konzert mit „Cello Duello“ im

Bibliotheksaal. VVK unter www.

muenchen.hoertnagel.de und beim

Reisebüro Simader Weilheim

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Theater „Der Pantoffelheld“ im

Dorfstadl Buttlerhof

SA 23.03.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Konzert „Bässd off“ von Martin

Schmitt in der Stadthalle. Tickets

ab 23,80 €. VVK unter www.kulturticketshop.de

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Vortrag „Kirche und Glaube in

unruhigen Zeiten“ von Abtprimus

Notker Wolf im Pfarrheim St.

Barbara

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

8.30 bis 12.00 Uhr

Kleidermarkt in der Mehrzweckhalle

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 Uhr

Jugendtheater der Kolpingbühne

mit „Aladin und die Wunderlampe“

von Sabrina Gabler im kath.

Pfarrzentrum St. Maria. Eintritt

frei. Siehe Seite 23

MURNAU

9.00 bis 17.00 Uhr

Klimafrühlingsmarkt „Besser

leben ohne Plastik“ in der Fußgängerzone

20.30 Uhr

Konzert mit „Verstärker“ in der

Westtorhalle. Eintritt: 11 €

21.00 Uhr

Ü30-Party im Kultur- und Tagungzentrum.

Eintritt: 10 €

RAISTING

16.00 Uhr

Hoagartn, gestaltet von Jugendmusikern

des Heimat- und Trachtenvereins

im Vereinsheim

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

IFFELDORF

9.00 bis 12.00 Uhr

Kindersachen-Basar im Pfarrzentrum

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Theater im Haus des Gastes

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Feuerwehrhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Theater „Der Pantoffelheld“ im

Dorfstadl Buttlerhof

märz / april 2019 | 77


SO 24.03.

WEILHEIM

14.00 bis 18.00 Uhr

Sonntagsöffnung inkl. Schminkworkshop

für Mädchen von 14 — 17

Jahren im Jugendhaus Come In.

Unkostenbeitrag: 4 €, Anmeldung

im Jugendhaus. Siehe Seite 30 / 31

18.00 Uhr

Theater „Vor der Hochzeit und

schon Witwe“, präsentiert von

Beatrix Doderer im Stadtheater.

VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

STARNBERG

11.00 Uhr

Musikschulkonzert in der Schlossberghalle.

Eintritt: 8 € / 5 € (ermäßigt).

VVK in der Musikschule, im

Kulturamt und bei der Tourist-Info

15.00 und 17.00 Uhr

Jugendtheater der Kolpingbühne

mit „Aladin und die Wunderlampe“

von Sabrina Gabler im kath.

Pfarrzentrum St. Maria. Eintritt

frei. Siehe Seite 23

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

20.00 Uhr

Konzert „Sambop Duo“ mit Paulo

Morello & Lula Galvao im Schloßmuseum.

Eintritt: 22 € / 16 € (ermäßigt).

VVK bei allen regionalen

Stellen und bei München Ticket

EBERFING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Feuerwehrhaus

POLLING

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — „Die

Zauberflöte im Taschenformat“

im Bibliotheksaal. Siehe Anzeige

Seite 18

TUTZING

18.00 Uhr

Theater „Der Pantoffelheld“ im

Dorfstadl Buttlerhof

MO 25.03.

EGLFING

15.30 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Sportheim

DI 26.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

DANCE MASTERS! Best of Irish

Dance in der Stadthalle. Tickets

ab 34,90 €. VVK unter anderem

beim Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse. Siehe Seite 23

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Diavortrag „Irland: Eindrücke von

der grünen Insel“ von Pfarrer

Fetsch im Pfarrheim St. Johann

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

PENZBERG

19.30 Uhr

Musikalisch-literarischer Abend

„Stell dir vor, wir hätten was zu

rauchen — Nachkrieg und 50er

Jahre in der BRD“ in der Stadtbücherei.

Eintritt: 10 € (VVK)/ 12 €

(AK). VVK in der Bücherei und

Buchhandlung Rolles

PÄHL

15.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die

starken Männer“ im Gemeindezentrum

MI 27.03.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

20.00 Uhr

Kabarett „Geh zu, bleib da!“ mit

Wolfgang Krebs im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 23 €. VVK

beim Stroblwirt Oberhausen und in

allen bekannten Vorverkaufsstellen

STARNBERG

16.00 Uhr

Handpuppentheater „LEO Lausemaus“

in der Schlossbergalle.

Eintritt: 10 €

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Vortrag „Die Osterseen — das

Wunder vor der Haustüre“ von Dr.

Raeder und Prof. Melzer in der

Seeresidenz Alte Post

DO 28.03.

WEILHEIM

15.30 bis 17.30 Uhr

Digitale Trickfilmwerkstatt in

der Stadtbücherei. Ab 12 Jahren.

Eintritt: 2 €. VVK ab 25.2.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

19.00 Uhr

Konzert „Hits von 1919 — 2019“,

Schüler der Musikschule singen

und spielen Hits und Schlager

aus 100 Jahren, in der Stadthalle.

Eintritt: 5 € / 3 € (ermäßigt)

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Musikkabarett „Am seidenen

Faden“ von Josef Brustmann in

der Seeresidenz Alte Post

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ in der Grundschule

FR 29.03.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

17.30 Uhr

Impulsvortrag mit interaktiven

Elementen zum Thema „Menschenwürde

im Alltag“ im Haus

der Begegnung

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Vortrag „Bienenfreundliche

Gemeinde Peißenberg“ von Sonja

Mayer im Gasthof Zur Post

STARNBERG

17.00 Uhr

Jugendtheater der Kolpingbühne

mit „Aladin und die Wunderlampe“

von Sabrina Gabler im kath.

Pfarrzentrum St. Maria. Eintritt

frei. Siehe Seite 23

19.00 Uhr

Jugend musiziert — Konzert der

Preisträger in der Musikschule.

Eintritt frei

19.00 Uhr

Frühlingskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der Schlossberghalle.

Eintritt: 2,50 €

PENZBERG

20.00 Uhr

Theater „Anders als du glaubst“

der Berliner Compagnie in der

Stadthalle. Eintritt: 8 €. VVK bei der

Buchhandlung Rolles

MURNAU

20.00 Uhr

Tanzparty im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

20.30 Uhr

Filmvorführung zum Klimafrühling

mit „Heimschnee“ und „Lost

and found“ in der Westtorhalle.

Eintritt: 7 €

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

EBERFING

19.30 Uhr

Grasobern des CSU-Ortsverbandes

im Gasthaus Waldherr-Heinzel

HUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Schmitterhof

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

78 | tassilo


SA 30.03.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Konzert mit „MostlyHarmless &

Backstreet OIZ“ im Jugendhaus

Come In. Eintritt frei. Siehe S. 30 / 31

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ in der VHS

14.00 bis 17.00 Uhr

Hobby- und Künstlermarkt im

Gemeindesaal der evang. Kirche

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

15.00 Uhr

Jugendtheater der Kolpingbühne

mit „Aladin und die Wunderlampe“

von Sabrina Gabler im kath.

Pfarrzentrum St. Maria. Eintritt

frei. Siehe Seite 23

19.00 Uhr

Frühlingskonzert des Gymnasiums

Kempfenhausen in der Schlossberghalle.

Eintritt: 2,50 €

MURNAU

20.30 Uhr

Konzert mit Pablo Struff & Felix

Freude in der Westtorhalle. Eintritt:

9 €

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal. Eintrittskarten

und Verzehrbons beim

Hotel Sterff. Einlass ab 18 Uhr

19.30 Uhr

Frühlingskonzert der Musikkapelle

in der Seeresidenz Alte Post

EBERFING

20.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Offene Sternhaufen, der

Kindergarten der Sterne. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Wickie und die starken

Männer“ im Rathaus

ODERDING

10.00 bis 12.00 Uhr

Ramadama. Treffpunkt am Maibau.

Ausweichtermin am 6.4.

POLLING

10.00 bis 13.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Gemeindekindergarten

und im integrativen

Kindergarten

WEILHEIM

SO 31.03.

10.30 Uhr

1. Gögerl Trail Lauf am Gelände

am Gögerl

PEISSENBERG

11.00 bis 17.00 Uhr

Hobby- und Künstlermarkt im

Gemeindesaal der evang. Kirche

STARNBERG

15.00 Uhr

Jugendtheater der Kolpingbühne

mit „Aladin und die Wunderlampe“

von Sabrina Gabler im kath.

Pfarrzentrum St. Maria. Eintritt

frei. Siehe Seite 23

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

HABACH

11.00 Uhr

Starkbierfest des Veteranenvereins

im Trödler

PÖCKING

10.00 bis 17.00 Uhr

Oster(eier)markt im evangelischen

Pfarrsaal. Eintritt frei

MO 01.04.

WEILHEIM

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

20.00 Uhr

Vortrag „Bedrohte Schmetterlinge

in Bayern“ mit Referent Wolfgang

Willner im Tennisheim

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

DI 02.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

18.00 Uhr

Musik-Kabarett „Locker vom

Hocker“ von Volker Heißmann im

Stadttheater. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

19.00 Uhr

Benefizkonzert der Wielenbacher

Musikanten mit dem Gebirgsmusikkorps

Garmisch-Partenkirchen

in der Stadthalle. Eintritt: 15 €

(zzgl. VVK-Gebühr). VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

20.00 Uhr

Weilheimer Glaubensfragen 2019

mit dem Thema „Ist ER (noch) da?

Auf Spurensuche“ mit Prof. Dr. Josef

Sayer im Haus der Begegnung

20.00 Uhr

Erzählkunstabend „Tea & Mustard“

in der Stadtbücherei. Eintritt:

6 €. VVK in der Bücherei und VHS

MI 03.04.

WEILHEIM

16.00 Uhr

„Kids & Mustard“ in der Stadtbücherei.

Ab 4 Jahren. Eintritt: 2 €.

VVK in der Stadtbücherei

STARNBERG

19.00 Uhr

Live-Dia-Show „Elba — Die Insel-

Perle der Toskana“ von Harald

Mielke in der Volkshochschule

19.30 Uhr

Vortrag „Faszinierende Welt der

Wildbienen“ in der Schlossberghalle

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 4 € (mit Kurkarte).

Keine Anmeldung erforderlich

19.30 Uhr

Lesung von Michael Krüger aus

seinem Roman „Vorübergehende“

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 10 €

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee im NBH-Heim

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug — Informationen für

werdende Eltern“ mit Chefarzt Dr.

Gerhard Schmidberger, Oberärztin

Dr. Kira Essiger, Hebammen und

Schwestern im Krankenhaus

DO 04.04.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

19.00 Uhr

Lesung „Wütende Wölfe“ mit

Nicola Förg in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 61

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

19.30 bis 22.00 Uhr

Job-Event „Zurück in den Beruf

nach der Familienzeit“ in der

Stadtbücherei. Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Frühlingskonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

PEITING

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar „Nichtraumärz

/ april 2019 | 79


cher“ mit Peter Phillip Koss im

Sparkassen-Saal. Siehe Anzeige

Seite 74

FR 05.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEISSENBERG

15.00 bis 16.30 Uhr

Buntes Osterbasteln und Spielen

der Kolping Kids im Pfarrheim St.

Johann

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins im

Gasthof Zur Post

MURNAU

20.00 Uhr

Konzert „Flying Carpet“ von

Quadro Nuevo im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 29,50 €

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

IFFELDORF

20.00 Uhr

Musikkabarett „Brettl Spitzn“ in

der Mehrzweckhalle

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter Phillip Koss

im SparkassenSaal. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 76

SA 06.04.

WEILHEIM

13.00 bis 16.00 Uhr

Street Art Workshop mit Anh Ngyuen

für Jugendliche ab 10 Jahren

im Jugendhaus Come In. Anmeld.

im Jugendhaus. Siehe Seite 30 / 31

20.00 Uhr

Konzert von Christoph Weiherer

im Stadttheater. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins im

Gasthof Zur Post

20.00 Uhr

Konzert „30 Jahre Rockgeschichte“

mit Best Cellar R@z in der Tiefstollenhalle.

Siehe Anzeige Seite 61

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert des Musikvereins

in der Mehrzweckhalle

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

20.00 Uhr

Symphonisches Konzert der Stadtkapelle

in der Schlossberghalle.

Eintritt frei

PENZBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Auto-Tage „Drehmoment“ in der

Innenstadt

SEESHAUPT

11.00 bis 14.00 Uhr

Mini-Wohlfühl-Workshop im

Gymnastikraum des Sportzentrums.

Kosten: 60 €. Anmeldung

unter www.christinkuhnert.de

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Theater „Ratsch und Tratsch“ von

Peter Landstorfer im Gasthof Zur

Post in Obersöchering

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Konzert mit den drei Talenten Lara

Boschkor, Anastasia Kobekina

und Till Hoffmann im Bibliotheksaal.

VVK unter www.muenchen.

hoertnagel.de und beim Reisebüro

Simader Weilheim

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Informationstag für Senioren im

Jakob-Pfeiffer-Haus. Eintritt frei

SO 07.04.

STARNBERG

17.00 Uhr

Passionskonzert von Musica Starnberg

in der Stadtpfarrkirche St.

Maria. VVK unter 08151 / 4463422

oder karten@musica-starnberg.de

19.00 Uhr

Musik-Kabarett „Locker vom

Hocker“ von Volker Heißmann in

der Schlossberghalle. Eintritt: 29 €.

VVK Kulturamt und Tourist-Info

PENZBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Auto-Tage „Drehmoment“ in der

Innenstadt. Geschäfte geöffnet

von 12 — 17 Uhr

19.00 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg —

Johannespassion in der Stadtpfarrkirche

Christkönig. Karten:

4 — 28 €. VVK bei der Buchhandlung

Rolles und beim Gelben Blatt

20.00 Uhr

Kabarett „Pea®ce on earth“ mit

Simon Pearce in der Stadthalle.

Infos und Tickets unter www.kulturticketshop.de

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

AIDLING

13.00 bis 18.00 Uhr

Frühjahrsimpulse „Entgiften statt

vergiften“ im Seminarhaus im

Blauen Land. Eintritt frei. Infos

unter www.seminarhaus-ibl.de

BERNRIED

19.00 Uhr

Konzert mit Lydia Maria Bader im

Barocksaal des Klosters

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Theater „Ratsch und Tratsch“ von

Peter Landstorfer im Gasthof Zur

Post

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

PÖCKING

18.00 Uhr

Serenade am Sonntag — Musik

zur Passionszeit in der Evangelischen

Heiliggeistkirche. Eintritt

frei, Spenden erwünscht

WEILHEIM

MO 08.04.

18.00 Uhr

Wildkräuterwanderung am Gögerl.

Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Kosten: 10 €. Anmeldung bis

3.4. unter 0881 / 909590-0

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

DI 09.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle. Eintritt

frei, Gäste willkommen

MI 10.04.

WEILHEIM

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Rotkäppchen“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder ab

4 Jahren. Eintritt frei

80 | tassilo


MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 4 € (mit Kurkarte).

Keine Anmeldung erforderlich

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

IFFELDORF

18.00 Uhr

Frühlingskonzert der Musikschule

Penzberg in der Mehrzweckhalle

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Ratskeller

SCHONGAU

13.30 bis 17.30 Uhr

Ausbildungsmesse „SAM2019“ in

der Lechsporthalle. Siehe S. 62 / 63

DO 11.04.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag mit dem

Thema „Abfalltrennung — Abfallvermeidung

— Müllentsorgung —

Plastikverzicht und vieles mehr“

mit Referentin Claudia Knopp von

der EVA im Pfarrheim St. Barbara.

Eintritt frei

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Benefizkonzert mit Rudens

Turku und Milana Chernyavska

zugunsten der Stiftung „Kindness

for Kids“ im Landratsamt. Tickets:

22 € / 15 € (ermäßigt). VVK bei der

Tourist-Info

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert der Alltoria Jazzband in

der Seeresidenz Alte Post

FR 12.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Zeit is a Matz“ von Da

Huawa, da Meier und i in der

Stadthalle. Infos und Tickets unter

www.kultur-ticketshop.de

PÄHL

20.00 Uhr

Preisschafkopfen in der Stockhütte

20.00 Uhr

Kino und Vino im Pfarr- und

Gemeindezentrum

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

SA 13.04.

WEILHEIM

11.00 bis 18.00 Uhr

Bayerische Tanzsport-Meisterschaft

in der Stadthalle. Infos und

VVK unter www.tanzen-weilheim.de

19.30 Uhr

Konzert „Die verflixte Klassik“

von Showpianist Felix Reuter im

Stadttheater. Infos und Tickets

unter www.reservix.de

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

20.00 Uhr

Konzert der „Glam Gang“ im Club

1516. Eintritt: 15 €. Infos unter www.

rockfreunde-ammersee.de

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm für Kinder ab 6

Jahren „Die Römer in Murnau“

im Schloßmuseum. Kosten: 9 €.

Anmeldung bis 2 Tage zuvor unter

08841 / 476-207 oder -201

SEESHAUPT

19.30 Uhr

Theater „Da Grandlhuaber“ der

Dorfbühne im Gemeindesaal.

Gutscheine für Eintrittskarten und

Verzehrbons beim Hotel Sterff.

Einlass ab 18 Uhr

EBERFING

20.00 Uhr

Theater im Gasthof Zur Post

21.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Mond mit seinen Meeren,

Kratern und Bergen. Verdeutlichung

der Entstehung. Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389

HABACH

21.00 Uhr

Konzert „30 Jahre Groovers Combo“

im Village

HUGLFING

14.00 bis 18.00 Uhr

Bücher- und Palmmarkt im Pfarrstadl.

Weitere Infos auf Seite 22

20.00 Uhr

Theater „Wohin mit der Leiche“

im Trachtenheim

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Theater „Ratsch und Tratsch“ von

Peter Landstorfer im Gasthof Zur

Post

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

SO 14.04.

WEILHEIM

8.00 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

MURNAU

8.00 bis 16.00 Uhr

Palmmarkt in der Fußgängerzone.

Geschäfte ab 13 Uhr geöffnet

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte)

EBERFING

20.00 Uhr

Theater im Gasthof Zur Post

IFFELDORF

19.30 Uhr

Eröffnungskonzert „Heiliges

Grab“ in der Pfarrkirche St. Vitus

HUGLFING

9.30 bis 17.00 Uhr

Bücher- und Palmmarkt im Pfarrstadl.

Weitere Infos auf Seite 22

20.00 Uhr

Theater „Wohin mit der Leiche“

im Trachtenheim

OBERSÖCHERING

20.00 Uhr

Theater „Ratsch und Tratsch“ von

Peter Landstorfer im Gasthof Zur

Post in Obersöchering

HAUNSHOFEN

20.00 Uhr

Bayerische Komödie „Altaich“

von Reiner Wagner nach einer Erzählung

von Ludwig Thoma beim

Dorfwirt. VVK unter 08158 / 1774

MO 15.04.

WEILHEIM

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

DI 16.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 bis 14.00 Uhr

Osterbäckerei für Kinder von

8 — 12 Jahren im Jugendhaus Come

In. Anmeldung im Jugendhaus.

Unkostenbeitrag: 5 €. Siehe Seite

30 / 31

märz / april 2019 | 81


MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm „Ostereier aus

Speckstein“ im Schloßmuseum.

Kosten: 10 €. Anmeldung bis 2 Tage

zuvor unter 08841 / 476-207 oder

-201

MI 17.04.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 4 € (mit Kurkarte).

Keine Anmeldung erforderlich

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Pfarrkaffee im Pfarrheim

DO 18.04.

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

PATERZELL

20.00 Uhr

36. Preiswatten vom Belli Club

Forst im Gasthaus Eibenwald.

Partner mitbringen!

FR 19.04.

Karfreitag

PEISSENBERG

17.00 Uhr

Kreuzweg, Treffpunkt am Pfarrheim

St. Johann

PENZBERG

19.00 Uhr

FreitagsSpieler in der Stadtbücherei.

Jeder, der Lust auf Gesellschaftsspiele

hat, ist eingeladen

SA 20.04.

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

SO 21.04.

Ostersonntag

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins im

Gasthof Zur Post

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte). Keine

Anmeldung erforderlich

SEESHAUPT

18.00 Uhr

Osterfeuer beim Badeplatz am

Campingplatz

EBERFING

20.00 Uhr

Theater im Gasthof Zur Post

HUGLFING

20.00 Uhr

Theater „Wohin mit der Leiche“

im Trachtenheim

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Ostertanz im Haus des Gastes

POLLING

19.30 Uhr

Frühjahrskonzert des Musivereins

in der Tiefenbachhalle

MO 22.04.

Ostermontag

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Theater des Trachtenvereins im

Gasthof Zur Post

EBERFING

20.00 Uhr

Theater im Gasthof Zur Post

HABACH

14.00 und 20.00 Uhr

Theater im Trödler

POLLING

19.30 Uhr

Frühjahrskonzert des Musivereins

in der Tiefenbachhalle

DI 23.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MI 24.04.

WEILHEIM

15.30 bis 17.30 Uhr

Digitale Trickfilmwerkstatt in

der Stadtbücherei. Ab 12 Jahren.

Eintritt: 2 €. VVK ab 25.3.

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 5 € / 4 € (mit Kurkarte)

BERNRIED

15.30 bis 18.00 Uhr

Mittwochscafé und Mittwochskino

in der Torbogenhalle

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für Kinder

und Jugendliche ab 10 Jahren.

Anmeldung unter 08158 / 9643

DO 25.04.

WEILHEIM

20.00 Uhr

Kabarett „Zeitreise mit Schlaglöchern“

von Herbert & Schnipsi

in der Stadthalle. VVK beim

Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm „Seifenschnitzen“

für Kinder ab 8 Jahren im Schloßmuseum.

Anmeld. bis 2 Tage zuvor

unter 08841 / 476-207 und -201

TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für

Kinder und Jugendliche ab 10

Jahren. Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

FR 26.04.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.30 bis 18.30 Uhr

Singer-Songwriter-Workshop im

Jugendhaus Come In. Für Jugendliche

ab 12 Jahren. Anmeldung im

Jugendhaus. Siehe Seite 30 / 31

20.00 Uhr

Theater im Trödler

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biomarkt am Carolinenhaus

82 | tassilo


TUTZING

10.00 bis 14.00 Uhr

Ferien-Schreibwerkstatt für Kinder

und Jugendliche ab 10 Jahren.

Anmeldung unter 08158 / 9643

SA 27.04.

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Des Chansons françaises“

vom Trio Nostalgie in der

Tiefstollenhalle. Siehe Anzeige

Seite 61

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

10.30 bis 12.30 Uhr

Kinderprogramm „Wir gehen auf

Weltreise — ein Mitmach-Abenteuer

für die Kleinen“ im Schloßmuseum.

Für Kinder von 5 — 7

Jahren. Eintritt: 9 €. Anmeldung bis

2 Tage zuvor unter 08841 / 476-207

oder -201

EBERFING

21.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Planetoiden, zwei der

hellsten Körper stehen der Sonne

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

gegenüber. Infos unter www.

sternwarte-eberfing,de oder

08802 / 8389

HABACH

20.00 Uhr

Theater im Trödler

IFFELDORF

20.00 Uhr

Schützenball in der Mehrzweckhalle

TUTZING

16.00 bis 18.30 Uhr

Textstube Tutzing: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Anmeldung unter 08158 / 9643

SO 28.04.

WEILHEIM

14.00 bis 17.00 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung „Dem

Menschen auf der Spur“ von Andreas

Kuhnlein im Stadtmuseum.

Siehe Anzeige Seite 12

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 61.

PENZBERG

13.30 Uhr

Georgiritt mit 40 Jahre Georgi

Verein an der Hubkapelle. Eintritt:

3 € (Festzeichen)

18.30 Uhr

Penzberger Mordnacht — Musik

und Texte gegen Rassismus und

Gewalt mit Gedichten von Wolfgang

Knittel in der Stadtbücherei.

Eintritt frei

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 4 € (mit Kurkarte).

POLLING

16.00 Uhr

Konzert mit einem bunten Strauß

bekannter und beliebter Melodien

aus Oper und Operette im

Prälatensaal des Klosters. Eintritt

frei, um Spenden für die Arbeit des

Hospizvereins wird gebeten

MO 29.04.

FELDAFING

19.00 Uhr

Autorenlesung „Archipel“ mit

Inger-Maria Mahlke in der

Bücherei

DI 30.04.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Musik liegt in der Luft“

mit dem Glück-Auf-Chor, Jugendkapelle

Wonder-Brass und dem

Volks-Chor singen&mehr in der

Tiefstollenhalle. Weitere Infos auf

Seite 22

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

Änderungen und Fehler vorbehalten

märz / april 2019 | 83


SIE NENNEN ES

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