Pfarrbrief Winter-2018-19

Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

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PFARRBRIEF

2018/19

St. Martin

Kleinrinderfeld


2 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

3

Katholische

Kirchengemeinde

St. Martin Kleinrinderfeld

Wir sind für Sie da:

Pfarrbüro Kleinrinderfeld:

Pfarrer-Walter-Straße 3

97271 Kleinrinderfeld

Telefon: 09366-257

Telefax: 09366-981067

Pfarrvikar

Zacharias Nitunga

Tel.: 0170-9050589

Bürozeiten:

Margarete Eitel

Dienstag

Donnerstag

10.00 Uhr – 12.00 Uhr

10.30 Uhr – 12.00 Uhr

Gottesdienste:

Samstag 18.30 Uhr Vorabendmesse

Sonntag 10.00 Uhr Eucharistiefeier

Dienstag 18.30 Uhr Eucharistiefeier

Donnerstag 18.30 Uhr Eucharistiefeier

(Abweichungen entnehmen Sie bitte aus der

Tagespresse oder dem Gemeindeblatt)

Titelfoto und Rückseite: Ralf Kiesel

Impressum:

Herausgeber: Pfarrei St. Martin

Gestaltung: Ralf Kiesel

Druck: Rainbowprint – Druckerei Ganz

Inhaltsverzeichnis:

Geistliches Wort .................................. 3

Taufen, Eheschließungen,

Verstorbene ......................................... 4

Romfahrt der Ministranten ................. 5

Erntedankfest 2018 ............................. 7

Herbstessen Seniorentreff................... 9

Allerheiligen ....................................... 10

St. Martin Kirchweih ........................... 12

Firmung ............................................... 14

Mariä Empfängnis............................... 15

Feier der Rorate-Messen ................... 16

Familiengottesdienst......................... 18

Verabschiedung von Diakon Boivin... 19

Seniorenadvent.................................. 20

Kindermette/Christmette.................. 22

Weihnachtskonzert.............................23

Schautafel........................................... 24

Neues Platzangebot in der Kirche .... 24

Sternsinger 2019................................. 25

Wahl der Kirchenverwaltung............. 26

Renovierung und bauliche

Maßnahmen....................................... 26

Kirchenherbstsammlung................... 26

Bibel-Quiz............................................ 28

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Das uns bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“ führt

uns nicht nur zur Besinnung, mehr noch zur Begegnung mit dem „Herrn der Herrlichkeit“,

mit den Menschen auf der Suche nach Lebenssinn. Es geht nun dann

mehr als darum, die Idylle, die Advent und Weihnachten uns geben, einzufangen

und stimmungsvoll zu vermitteln. Die Tore der Welt sollen sich öffnen für den, dessen

Ankunft wir am Weihnachten feiern. Das Christkind, das später Christus genannt

wird, will weiter unsere Welt ändern. Das Gotteskind will die Menschen zu

Gott führen und dadurch zusammenführen. Die Engel singen seinen Frieden, nach

dem Menschen verlangen. Er will uns seinen Frieden geben, er will unser Friede

sein. Dieser Friede beginnt in unseren Herzen, da findet er seinen Sitz. „Komm,

o mein Heiland Jesu Christ, mein Herzens Tür dir offen ist…“. Der Schlüssel liegt

dann in unseren Händen, Türen und Tore zu den Menschen zu öffnen.

Im Laufe des Jahres laden viele Firmen, Fabriken, Institute und Institutionen zum

Tag der offenen Tür ein. Ihr Ziel ist nicht nur Werbung für ihre Produkte, sie wollen

vielmehr von ihrer besten Seite den Besuchern zeigen. Diese kehren nach Hause

zurück – aufgeklärt und befreit von falschen Klischees. Es sind oft Begegnungen

voller Impulse und Inspirationen. So wie das Adventslied uns einlädt, Türen unseres

Lebens zu öffnen, um die Begegnung mit dem „Herr der Herrlichkeit…“ zu machen,

kann das neue Jahr hindurch unser Leben – mit allen seinen vielen Facetten

– nähren und wachsen helfen!

Nun: Öffnet die Tore des Landes, damit Gastfreundschaft einziehe! Öffnet die Tore

der Städte, damit die Menschen sich nicht verschließen vor den anderen! Öffnet

die Tore der Scheunen, damit jeder zu essen habe! Öffnet die Tore der Fabriken, damit

es für jeden Arbeit gebe! Die Tore unserer Kirche bleiben offen, damit der Glaube

uns stärke! Die Türen unserer Wohnungen bleiben offen für die Mitmenschen,

lasst sie nicht draußen stehen, wenn Bettler anklopfen und wenn Kranke uns erwarten;

wenn die Familie ruft und wenn Nachbarn uns brauchen! Die Tor macht

weit für den Herrn der Herrlichkeit – für die Menschen unserer Zeit… Menschen

mit Zufriedenheit und Gelassenheit; Menschen mit Sorgen und Leiden; Menschen

mit Klagen und Fragen; leuchtende Türme, weisende Sterne für ein hoffnungsvoll

neues Jahr! Mit segensreichen Grüßen und Wünschen für das frische Jahr 2019.

Ihr Pfarrer Zacharias


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Taufen:

14.06.2018 Gerhard Denzler

(Erwachsenentaufe)

08.07.2018 Romina Pfaffner

14.07.2018 Charlie Seufert

21.07.2018 Elias Zipperich

22.07.2018 Nick Amrehn

28.10.2018 Emil Kaps

25.12.2018 Zuzanna Rutkowska

Eheschließungen:

keine

Verstorbene:

10.08.2018 Klara Michel

04.09.2018 Rita Karches

18.09.2018 Heidi Amrehn ev.

27.09.2018 Thea Hahner

12.10.2018 Erna Pregitzer ev.

18.10.2018 Helene Filla

Alfred Stein ev.

23.11.2018 Engelbert Adam

20.12.2018 Walter Henn

Mirijam Benkert und Sophia Heß vor dem Petersplatz in Rom.

Romfahrt der Ministranten

vom 29.7. bis 3.8.2018

Hallo, wir, dass sind Sophia und Mirijam,

möchten Euch etwas über unsere

Romwallfahrt mit Audienz auf dem Petersplatz

berichten. Bereits im Vorfeld

trafen wir uns öfter mit Diakon Boivin

und einer Ministrantin aus Theilheim,

um unsere Reise nach Rom und das

Programm dazu zu planen. Das war

auch wirklich nötig. Jeden Tag hatten

wir genau geplant, um möglichst viel

von dieser schönen Stadt sehen und erfahren

zu können.

Am Sonntag, dem 29. Juli, hatten sich

2.000 Ministranten der Diözese Würzburg

um 12 Uhr am Parkplatz Viehmarkt

in Würzburg getroffen. Aus unserer

Pfarreiengemeinschaft waren Sophia

Heß, Mirijam Benkert und Moesha

aus Theilheim – mit Rainer Boivin als

unserem Betreuer und Fremdenführer –

dabei.

Um 14 Uhr wurde im Dom ein gemeinsamer

Gottesdienst mit unserem neuen

Bischof Jung, der auch an der Wallfahrt

teilnahm, gefeiert.

Die Abfahrt der vielen Busse war dann

um 16 Uhr in Würzburg und nach einer


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Kleinrinderfeld

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Das Erntedankfest

wird stets am ersten

Sonntag im Oktober

begangen.

Die Idee des Erntedankfestes

geht wahrscheinlich bereits

auf vorchristliche Religionen zurück.

Schon im Judentum und in römischen

Religionen feierte man im Herbst die

lebensnotwendigen, reichen Gaben

der Erde. Das bei uns verbreitete Erntedankfest

geht vermutlich auf römisches

Brauchtum zurück. Ein Erntedankfest

ist in der Kirche seit dem 3. Jahrhundert

belegt, allerdings kein weltweit verbreiteter

einheitlicher fester Termin.

Den kann es deshalb nicht geben, weil

der Festzeitpunkt je nach Klimazone

unterschiedlich fällt. In Deutschland ist

der erste Sonntag im Oktober erst seit

1972 von der Bischofskonferenz festgelegt

worden. Heute steht in der katholischen

Kirche die Eucharistiefeier im

Mittelpunkt sowie die Weihe und Seganstrengenden

Nacht im Bus kamen wir

am nächsten Tag um 9.30 Uhr in Rom

an. Schon die Fahrt durch die Stadt zum

Hotel war sehr beeindruckend.

Nach Verteilung der Zimmer haben wir

dann den Petersplatz und die Kuppel

des Petersdoms mit seinen 520 Stufen

angeschaut. Zur Entspannung gingen

wir, um uns nach den vielen Stufen etwas

zu erholen an den Tiber, dem Fluß,

der durch Rom fließt.

Der Petersdom von innen.

Am Dienstag, dem 31.7.2018, fuhren wir

zum Lago Albano und besuchten das

Castel Gandolfo, die Sommerresidenz

von Papst Franziskus.

Am Nachmittag fand das Highlight unserer

Wallfahrt statt, die Papstaudienz.

Allein der Zugang zum Petersplatz mit

Sicherheitsschleusen wie am Flughafen,

Sicherheitsdiensten und natürlich

der Schweizer Garde war schon bemerkenswert.

Dann folgte, eigens für

die 70.000 angereisten Ministranten,

der Papst-Gottesdienst auf dem Petersplatz.

Wie es ist, den Papst so nahe

zu erleben, kann man in einem kurzen

Bericht nicht beschreiben. Wir werden

dieses Erlebnis sicher nie vergessen.

Tags darauf besichtigten wir die Katakomben,

das Pantheon, den Trevi-Brunnen

und die Spanische Treppe. Nicht

fehlen durfte natürlich auch ein Besuch

im Hardrock-Café Rom. Zur Abkühlung

ging es in eine Eisdiele mit 500 leckeren

Eissorten.

Am Donnerstag, dem 2.8.2018 besichtigten

wir das Alte Rom, den Piazza

Venezia, das Forum Romanum, den

Circus Maximus und im Kolosseum

machten wir eine interessante Führung.

Abends fand der Abschluss-

Gottesdienst im Lateran statt.

Am nächsten Tag waren wir bei

„Sankt Paul vor den Mauern“ und haben

das Grab von Paulus besichtigt.

So haben wir jeden Tag über 20 Kilometer

in Rom hinter uns gebracht.

Wir können nur sagen: es war toll und

dass nächste Mal, in vier Jahren, wollen

wir wieder dabei sein.

Um 20 Uhr traten wir die Heimreise mit

dem Bus an und waren am nächsten

Tag gegen Mittag ziemlich erschöpft,

aber froh dabei gewesen zu sein, zurück

in Würzburg.


Text und Fotos: Sophia Heß

Erntedankfest am 7. 10. 2018

Lukas-Evangelium 12, 13-21:

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge

Jesus: „Meister, sag meinem

Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.“

Er erwiderte ihm: „Mensch, wer hat

mich zum Richter oder Schlichter bei

euch gemacht?“ Dann sagte er zu

den Leuten: „Gebt acht, hütet euch

vor jeder Art von Habgier. Denn der

Sinn des Lebens besteht nicht darin,

dass ein Mensch aufgrund seines

Vermögens im Überfluss lebt.“ Und

er erzählte ihnen folgendes Beispiel:

Auf den Feldern eines reichen Mannes

stand eine gute Ernte. Da überlegte er

hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß

nicht, wo ich meine Ernte unterbringen

soll. Schließlich sagte er: „So will ich es

machen: Ich werde meine Scheunen

abreißen und größere bauen; dort

werde ich mein ganzes Getreide und

meine Vorräte unterbringen. Dann

kann ich zu mir selber sagen: Nun hast

du einen großen Vorrat, der für viele

Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und

trink, und freu dich des Lebens!“ Da

sprach Gott zu ihm: „Du Narr! Noch in

dieser Nacht wird man dein Leben von

dir zurückfordern. Wem wird dann all

das gehören, was du angehäuft hast?“

So geht es jedem, der nur für sich selber

Schätze sammelt,

aber vor Gott nicht

reich ist.

Erntedankfest

heute


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nung von mitgebrachten Ernte-Speisen

und dem Dank dafür an Gott.

In Epheser 5.20 steht: „Sagt Dank allezeit

für alles Gott und dem Vater in dem

Namen unseres Herrn Jesu Christi.“

Die Dankbarkeit ist ein wesentlicher

Teil des biblischen Glaubenslebens. Darum

mahnt und spricht die Bibel immer

wieder vom Danken. Viele haben das

Danken verlernt. Wir nehmen vieles als

selbstverständlich hin.

Eine alte Legende berichtet von einer

Konferenz der Tugenden, die einmal

zusammenkamen, um gegenseitig ihre

Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Da kam die Liebe und die Güte,

die Treue und die Demut, die Geduld

und die Dankbarkeit und viele andere.

Sie kannten sich und grüßten sich untereinander.

Nur zwei gingen stumm

aneinander vorbei. Sie kannten sich

nicht, weil sie einander nie begegnet

waren: Die Güte und die Dankbarkeit.

Diese tiefsinnige Legende wird oft in

unserem Leben zur Wirklichkeit. Die

Güte kommt über unser Leben und

macht uns reich an irdischen und himmlischen

Segnungen, aber die Dankbarkeit,

die ständig die Antwort unseres

Herzens sein sollte, fehlt bei vielen.

Dankbarkeit ist mehr als ein simples

Dankeschön, wenn einem jemand einen

Gefallen getan hat. Dankbar zu sein, ist

eine Haltung, ein Lebensgefühl. Dahinter

steckt die positive Wertschätzung

eines Zustandes oder die tiefe Anerkennung

einer materiellen oder immateriellen

Zuwendung, die man erhalten

hat oder erhalten wird. Dankbarkeit ist

das Gedächtnis des Herzens. Schon die

Freude über die kleinen Dinge des Lebens

führt nachweislich zu mehr Glück.

Wer eine dankbare Haltung in seinem

Leben etabliert, der gibt sich Zeit zum

Innehalten, zur geistigen Rast und Besinnung.

Und es gibt eine Menge wofür

wir dankbar sein können – im Guten

wie im Schlechten.

Dankbarkeit ist der beste Weg zu mehr

Glück und Zufriedenheit – und ist das

perfekte Gegenmittel gegen Frust,

Neid und Ärger. Sie ist sogar das, wonach

wir uns am meisten sehnen: nach

Anerkennung und Wertschätzung für

Geleistetes.

Dankbaren Menschen geht es nachweislich

besser – körperlich, psychisch

und emotional. Schon allein deshalb

lohnt es sich für jeden, dankbar zu sein.

Wir sind den Landfrauen dankbar, denn

sie haben wieder Gottes reiche Gaben

wunderschön in der Kirche aufgestellt.

Hierfür ein herzliches „Vergelt‘s Gott“.

Text: Helmut Fuchs, Fotos: Peter Scheuring

Herbstessen Seniorentreff

am 28.10.2018

Schon zum siebten Mal fand das traditionelle

Herbstessen des Seniorentreffs

im Gemeindesaal statt.

Von Frau Renate Borst und ihren Helferinnen

wurde am Vortag der Saal dekoriert

und eingedeckt. Frau Lore Ecker

plante die Veranstaltung und sorgte für

das leibliche Wohl der Gäste.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des

Seniorentreffs unterstützten die Veranstaltung

beim Servieren der Speisen

und Getränke und anschließend beim

Text und Fotos:

Peter Scheuring

Aufräumen. Zur allgemeinen

Erheiterung

trug der Auftritt

von Tobias Jodl bei.

Als offizieller Vertreter

der politischen

Gemeinde war Frau

Bürgermeisterin Eva

Maria Linsenbreder

anwesend.


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Was feiern wir an Allerheiligen

und Allerseelen?

Allerheiligen ist ein Hochfest der katholischen

Kirche. Das Gedenken an die

Heiligen hat aber auch in den Kirchen

des Ostens Tradition. Hier wird der Feiertag

am ersten Sonntag nach Pfingsten

begangen. In den Westkirchen

wird den Heiligen seit einer Festlegung

durch Papst Gregor IV. im Jahr 835 jährlich

am 1. November gedacht. Der Tag

wird traditionell im Stillen begangen.

Weit verbreitet ist es auch, geflochtene

und mit Hagelzucker bestreute Hefeteigzöpfe

zu verschenken.

Im Tagesgebet der Katholischen Kirche

für den 1. November bitten die Gläubigen:

„Allmächtiger, ewiger Gott, du

schenkst uns die Freude, am heutigen

Fest die Verdienste aller Deiner Heiligen

zu feiern. Erfülle auf die Bitten so

vieler Fürsprecher unsere Hoffnung

und schenke uns Dein Erbarmen. Darum

bitten wir Dich.“

Dieses Gebet benennt eindeutig, worum

es an diesem Tag geht: die Heiligen.

Das sind diejenigen Menschen, die nach

ihrem Tod von der Kirche heilig gesprochen

– kanonisiert – worden sind. Heiligen,

die nach der Glaubenslehre der katholischen

Kirche jetzt schon bei Gott

sind, sollen für die Menschen Fürsprache

einlegen. Nach 2.000 Jahren Christentum

gibt es Tausende Heilige. Zwar

hat jeder seinen eigenen Gedenktag,

am 1. November jedoch feiert die Kirche

alle zusammen in einem Hochfest.

Die Ursprünge dieses Festes, des „Festum

omnium sanctorum“ (Fest der

Heiligen), geht zurück bis ins vierte

Jahrhundert. Johann Crysostomos aus

Antiochien schreibt von einem „Herrentag

aller Heiligen“ und zwar am

ersten Sonntag nach Pfingsten. Dieses

Fest sollte vor allem an die christlichen

Märtyrer erinnern. Zu jener Zeit waren

die Heiligen überwiegend Märtyrer.

Also Menschen, die für ihren Glauben

gefoltert und zu Tode gequält worden

sind. Die Griechisch-Orthodoxe Kirche

feiert das Gedenkfest bis heute an diesem

Tag.

609 wird das Fest für rund 200 Jahre

von der römischen Kirche vereinnahmt.

In der „Goldenen Legende“,

einer Sammlung von Schriften über Kirchenfeste,

heißt es, dass das Pantheon

in Rom Vorbild einer allumfassenden

Heiligenverehrung sei. Das Pantheon

war ein römischer Tempel, in dem alle

Götter des römischen Reiches verehrt

wurden, ohne dass alle Namen genannt,

alle Bildnisse aufgestellt wurden.

Papst Bonifaz IV. lässt sich 609

das Pantheon von Kaiser Phocas übergeben

und weiht den Tempel zu einer

Kirche namens „Sanct Marien und aller

Märtyrer Ehre“. Papst Gregor IV. (827

bis 844) legt den Termin für die Westkirche

im neunten Jahrhundert auf den

1. November. Neben dem Datum wird

auch der Name geändert. Das Fest soll

künftig nicht nur an die Heiligen Märtyrer,

sondern auch an die „Bekenner“

erinnern.

Das Fest fürs Volk - Allerseelen

Es ist kein Zufall, dass am 2. November

Allerseelen gefeiert wird. Dieses Fest

hat seinen Ursprung im 7. Jahrhundert

in Spanien. Die Wurzeln sollen im

heidnischen Ahnenkult liegen. Populär

wird Allerseelen im 9. Jahrhundert, befördert

durch Odilo, den Abt von Cluny,

einem Kloster in Frankreich. Es ist das

„Fest der Toten“ – nicht der Heiligen.

Allerseelen ist tief in der Volksfrömmigkeit

verwurzelt. Die Gräber werden mit

Allerheiligen

Das christlich-katholische Allerheiligen

am 1.11.2018 begann in Kleinrinderfeld

mit einem würdevollen Gottesdienst

zum Hochfest am Vormittag. Am Nachmittag

begaben sich die Gläubigen zusammen

mit Pfarrer Zacharias Nitunga

Grün und Blumen geschmückt und ein

Grablicht aufgestellt. Dieser „Armseelenkult“

wird vom Trienter Konzil (1545)

bestätigt: Die Seelen der Verstorbenen,

die vor Gottes Gericht bestanden haben,

sind zunächst – bevor sie in den

Himmel, den Kreis der Heiligen aufgenommen

werden – an einem Ort der

Reinigung, dem „Fegefeuer“. Die Lebenden

können den Toten mit Gebeten

und Fasten für die endgültige Erlösung

der Seelen helfen. Quelle: Wikipedia

Text und Foto: Günther Scheuermann

unter den Klängen der Musikkapelle

von der Kirche St. Martin zum Friedhof.

Hier segnete Pfarrer Zacharias unter

großer Beteiligung der Bevölkerung

jedes einzelne Grab und besprengte es

mit geweihtem Wasser.


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Kleinrinderfeld

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11.11.2018

Kirchweihsonntag

Patrozinium St. Martin

Der Sonntag begann morgens mit einem

festlichen Gottesdienst zum Patrozinium

St. Martin in unserer Kirche.

Um 17 Uhr, nach einer kurzen Andacht

mit Vorträgen der Kindergartenkinder

zum Thema St. Martin und Segnung der

Kinder durch Pfarrer Zacharias, begann

anschließend der Martinszug.

Voraus eine Ponyreiterin, dahinter St.

Martin, die Musikkapelle Kleinrinderfeld

und viele Kinder und Angehörige.

Unser Kinder-St. Martin Fabienne Zipprich

Zum Schluss traf

man sich im Gemeindehaus

bei Martinsgebäck,

Glühwein,

Kinderpunsch und

Wienerle mit Brötchen

zum fröhlichen

Beisammensein.

von links:

Kindergartenleiterin

Daniela Reuß,

Pfarrer Zacharias und

St. Martin

(Christian Scheuermann)

Die Kinder ziehen mit St. Martin durch die Strasßen von Kleinrinderfeld

Der Martinszug war wieder ein schönes

Ereignis, zu dessen Gelingen die Mithilfe

vieler

Menschen

(und eines

Pferdes)

nötig waren.

Unser herzlicher

Dank

gilt daher

Pfarrer Zacherias

für

die liebevolle

Gestaltung

des

Gottesdienstes, dem Musikverein für

die musikalische Begleitung, der Freiwilligen

Feuerwehr für die Absicherung

während des Umzugs, der Gemeinde

mit Bürgermeisterin Eva Linsenbreder

für die Nutzung des Gemeindehauses

und den gespendeten

leckeren

Martinsgänsen

und allen,

die am

Wegesrand

den Zug anschauten

sowie den

Kindern, die

mit ihren

Laternen,

Gesang, Lachen

und strahlenden Augen die Nacht

erleuchten ließen.

Text: Günther Scheuermann, KiTa-Team

Bilder: Günther Scheuermann, Ralf Kiesel


14 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

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Weihbischof Bloom (Zweiter von links) mit seinen Konzelebranten Pfarrer Thurn, Pfarrvikar Nitunga und

Diakon Boivin (von links nach rechts)

Fotos: Schwab

Firmung am 19. November 2018

in Kirchheim

Firmung ist das Sakrament der Vollendung

der Taufe. Es führt den Getauften

zur vertieften Gemeinschaft mit Christus

in der Kirche und bestätigt ihn zu

einer mündigen christlichen Lebensverantwortung...!

Unsere Firmlinge in diesem

Jahr sind:

Philipp Müller

Franziska Leukert

Sarah Gehrig

Felix Schumann

Hannah Schumann

Hannes Schöner

Jana Grimm

Céline Engert

Julie Subke

Luca Thomas Grimm

Robin Spiegel

David Endres

Pascal Köhler

Maximus Heck

Jana Pscheidl

Mariä Empfängnis:

Das missverstandene Fest

Am 8. Dezember feiern Katholiken „Mariä

Empfängnis“. Oft wird dieses Fest

mit der Jungfrauengeburt Jesu in Verbindung

gebracht. Tatsächlich geht es

jedoch um die Erbsünde.

Wohl kein Fest der katholischen Kirche

ist so oft missverstanden, wie „Mariä

Empfängnis“ Selbst unter Katholiken

hört man die Ansicht, es gehe hierbei um

die Jungfrauengeburt, also die Empfängnis

Jesu durch den Heiligen Geist und

seine Geburt durch Maria. Das liegt nicht

zuletzt an der Doppeldeutigkeit der umgangssprachlichen

Bezeichnung „Mariä

Empfängnis“. Dem Wortlaut nach kann

das sowohl bedeuten, dass Maria diejenige

ist, die ein Kind empfängt als auch,

dass Maria selbst empfangen wird. Klarheit

schafft erst der vollständige, allerdings

kaum gebräuchliche Titel „Hochfest

der ohne Erbsünde empfangenen

Jungfrau und Gottesmutter Maria“.

Hinter dem Fest „Mariä Empfängnis“

steht die Überzeugung, dass Maria frei

von jeder Sünde ist, auch von der Erbsünde.

Das unterscheidet sie von allen

anderen Menschen und soll ihre einzigartige

Nähe zu Gott zum Ausdruck bringen.

Papst Pius IX. erhob diesen Glaubenssatz

am 8. Dezember 1854 in den

Rang eines unfehlbaren Dogmas. Obwohl

die Unfehlbarkeit des Papstes unter

bestimmten Voraussetzungen erst 16

Jahre später vom Ersten Vatikanischen

Konzil formuliert wurde, gilt dieses Dogma

allgemein als erste in diesem Sinne

unfehlbare Entscheidung eines Papstes.

Bislang hatten die Päpste eine endgültige

Festlegung in diesem Punkt vermieden.

Auch das Tridentinische Konzil

hatte sich mit Mariä Empfängnis befasst,

war aber nicht zu einem abschließenden

Ergebnis gekommen. Pius IX. hatte sich

bereits seit längerem damit beschäftigt.

1849 hatte er die Bischöfe aufgefordert,

ihm ihre Meinung über Mariä Empfängnis

und eine etwaige dogmatische Definition

dieses Glaubenssatzes mitzuteilen.

Grundsätzlich gab es von den Bischöfen

keine Einwände gegen die Lehre. Gegen

die dogmatische Aufwertung äußerten

jedoch mehrere von ihnen Bedenken.

Seinen Ursprung hat das Fest „Mariä

Empfängnis“ in der byzantinischen Kirche

des Ostens, wo um 700 nach Christus

ein Fest „Empfängnis der heiligen

Anna“ entstand. Anna ist die Mutter Marias.

Über Italien gelangte das Fest nach

Frankreich und England. Dort verschob

sich der Akzent auf Maria, deren unbeflecktes

Empfangenwerden nun hervorgehoben

wurde. Papst Sixtus IV. führte

das Fest 1476 offiziell für diese Regionen

ein. Clemens XI. dehnte es 1708 auf die

gesamte römische Liturgie aus.

In der Bibel findet sich kein ausdrücklicher

Hinweis auf eine unbefleckte Empfängnis.

Auch die griechischen und lateinischen

Kirchenväter kennen sie nicht.

Aber zumindest der Gedanke der Reinheit

Marias taucht bei ihnen auf.

Quelle: Wikipedia


16 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

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Feier der Rorate-Messen

im Advent

Gottesdienst bei Kerzenschein

Zum festen Brauchtum im Advent gehören

die sogenannten Rorate-Messen

(auch Engelämter oder Lichtleskerch

genannt). Diese besonderen Gottesdienste

werden in der Adventszeit sehr

früh morgens und meist nur bei Kerzenschein

gefeiert.

Bedeutung von Rorate

Das Wort »Rorate« bildet den Anfang

einer Antiphon in der katholischen

Liturgie. Der Text dieser Antiphon lautet:

»Rorate caeli desuper, et nubes

pluant iustum: aperiatur terra, et germinet

Salvatorem.« (»Tauet Himmel,

von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten:

Es öffne sich die Erde und

sprosse den Heiland hervor.«). Es handelt

sich hier um einen Vers aus dem

alttestamentlichen Buch Jesaja (Jesaja

45,8). In der Adventszeit gibt es an

den Werktagen Votivmessen zu Ehren

der Gottesmutter Maria, deren Introitusantiphon

(Eröffnungsgesang) eben

jenen Vers beinhaltet, und die deshalb

als Rorate-Messen bezeichnet werden.

Diese werden nach altem Brauch nur

bei Kerzenschein gefeiert und bringen

in besonderer Weise die Sehnsucht

nach der Ankunft Gottes in der Welt

zum Ausdruck.

In Kleinrinderfeld wurde an drei Freitagen

im Advent die Rorate-Messe gefeiert.

Ein schöner

Brauch, der von

vielen Gläubigen

der Kirchengemeinde

wahrgenommen

wurde.

Im Anschluss an

die Messfeier

wurde im Gemeindehaus

zum

Frühstück eingeladen.

Die Vorbereitung wurde von

Frau Angelika Thürmer und Frau Carola

Spiegel organisiert.

Herzlichen Dank

dafür.

Text und Bilder:

Peter Scheuring


18 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

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Familiengottesdienst

Am 2. Adventsonntag wurde

in unserer Kirche ein Familiengottesdienst

gefeiert.

Pfarrer Zacharias Nitunga

begrüßte den heiligen Nikolaus

und erzählte seine Geschichte.

Klaus Konrad animierte

mit seiner Gitarre die

Kinder und die Erwachsenen zum Mitsingen beim

vorweihnachtlichen Lied „Lasst uns froh und munter

sein…“.

Danach gab es in der „alten“ Kirche für die zahlreichen

Besucher Weihnachtsgebäck und Punsch und

für die Kinder Geschenke vom Nikolaus.

Fotos: Christian Scheuermann

Text : Günther Scheuermann

Von oben nach unten: Pfarrer Zacharias und der Nikolaus während der hl. Messe

Der Nikolaus beschenkt die Kinder

Die Organisatorinnen Susanne Heß, Sabrina Scheuermann, Petra Beinert

mit dem hl. Nikolaus und den begeisterten Kindern

Verabschiedung von Diakon

Rainer Boivin am 2.12.2108

Am 2. Dezember wurde Herr Diakon

Rainer Boivin offiziell in einem Gottesdienst

in der Pfarrkirche St. Michael

in Kirchheim verabschiedet. Vertreter

verschiedener Gruppen der Pfarreiengemeinschaft

St. Petrus der Fels, in

denen Herr Boivin aktiv tätig und zuständig

war, verabschiedeten ihn mit

einem selbstgefertigten Stern, auf dem

der Gruppenname und ein individueller

Text mit Danke und guten Wünschen

geschrieben war. Aus jeder Gemeinde

nahmen zwei Ministranten teil.

Stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft

„St. Petrus der Fels“

überreichte der Vorsitzende des Gemeinsamen

Ausschusses der Pfarreiengemeinschaft,

Herr Helmut Fuchs, ein

Abschiedsgeschenk und richtete seinen

Dank an Diakon Boivin:

„Sehr geehrter Herr Diakon Boivin,

seit 10 Jahren Diakon in der Pfarrei in

Kirchheim, seit 9 Jahren als Diakon zuständig

für die Pfarreiengemeinschaft

Petrus der Fels. In dieser Zeit haben Sie

sehr viel für die Jugend getan und sich

um sie gekümmert. Bei Pfarrfesten

waren Sie gern gesehen und der

Motor, wenn es darum ging, die

Jugendlichen zu interessieren. Im

Herbst dieses Jahres konnte ich selbst

beim Helferfest in Kleinrinderfeld

miterleben, wie Sie die Kinder bei Spiel

und sportlicher Betätigung begeistern

und ihnen die Langeweile vertreiben

konnten. Besonders als Tennismanager

faszinierten Sie.

Durch Ihr Tätigwerden bei Pfarr- und

Helferfesten konnten die Eltern und

Erwachsenen sicher sein, dass sie nicht

von den Mädchen und Buben bei ihren

Plaudereien gestört wurden.

Aber nicht nur im sportlichen Bereich

war Diakon Boivin aktiv. So bereitete

er die Kinder auf die Firmung vor. Er

inszenierte ein Krippenspiel in der

Pfarrei Kleinrinderfeld, organisierte

einen Ministrantenausflug und stellte

ein Fußballturnier der Ministranten

innerhalb der Pfarreiengemeinschaft

auf die Beine.

Lieber Herr Diakon Boivin, wir danken

Ihnen für Ihr Engagement und Ihren

Einsatz für die Jugend und wünschen

Ihnen weiterhin ein „gutes Händchen“

im Umgang mit den Kindern und

Jugendlichen in Ihrer neuen Pfarreiengemeinschaft.

Möge Gottes Segen Ihr Handeln immer

begleiten.“

Herr Leo Kemmer, Kirchheim, würdigte

aufgrund der KiGa-Renovierung und

Herr Bürgermeister Björn Jungbauer

für die Gemeinde Kirchheim, das Engagement

von Herrn Diakon Boivin.


Text : Helmut Fuchs


20 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

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Unser Bild zeigt Pfarrer Zacharias Nitunga (links), den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats Helmut Fuchs

(Zweiter von links), Bürgermeisterin Eva Linsenbreder (rechts) und Kirchenpfleger i. R. Leopold Michel

(Zweiter von rechts) im Kreise der Seniorinnen und Senioren.

Pfarrei und Gemeinde luden

zum „Seniorenadvent“

Die Adventsfeier, zu der die Pfarrei St.

Martin und die Gemeinde Kleinrinderfeld

alle Mitbürgerinnen und Mitbürger

im Alter ab 70 Jahren eingeladen hatten,

erfreute sich auch heuer wieder

großer Beliebtheit.

Bürgermeisterin Eva Linsenbreder

konnte in der Turnhalle, die die Mitarbeiter

der Gemeinde mit Christsternen,

Kerzen und zwei im Lichterglanz

hell erstrahlenden Tannenbäumen

weihnachtlich herausgeputzt und mit

festlich eingedeckten Tafeln, die von

den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins

in einem weiteren Arbeitsschritt

noch mit Tannengrün dekoriert

wurden, versehen hatten, mehr als 100

Gäste begrüßen. Nach dem gemeinsamen

Mittagessen wendete sich Eva

Linsenbreder an die Geladenen: Die Adventsfeier

für die ältere Generation gehört

nunmehr schon seit 58 Jahren zum

festen Bestandteil unseres Seniorenangebots.

Ich alleine hatte schon 29mal

die Ehre, Sie zu unserem vorweihnachtlichen

Beisammensein willkommen

zu heißen. Dies mag uns zeigen, wie

schnell die Zeit doch verfliegt. Oftmals

viel schneller, als es uns lieb ist. Deshalb

ist es besonders wichtig, dass wir uns

wieder einmal auf das Wesentliche besinnen.

Hierfür bietet sich Weihnachten

in besonderem Maße an, denn als Fest

der Liebe mahnt es uns zu Hilfe und zu

Solidarität, zum Hinausblicken über die

eigenen Interessen. Es mahnt uns zum

Frieden im Großen, wie im Kleinen, im

Gebet eines Pfarrers

zu Jahresbeginn 1864

Privaten, wie auch im öffentlichen Leben.

Nehmen wir diese Werte mit in

unseren Alltag. Lassen wir unser Leben

und Handeln von ihnen bestimmen.

Dann nutzen wir die uns geschenkte

kostbare Zeit richtig und jeder Tag wird

für uns zu einem Weihnachtstag werden.

Sodann ergriff Pfarrer Zacharias Nitunga

das Wort: Möge uns das nahende

Christfest leiten. Geben wir der Weihnachtsbotschaft

einen festen Platz in

unseren Herzen. Schenken wir allen

Menschen Wärme, damit auch wir Wärme

erfahren.

Im Anschluss an die Ansprachen bewirteten

die freundlichen Service-Kräfte

des AKUV, des BRK, der Iron Fighters,

des Pfarrgemeinderates, des Schützenvereins

und des KKC im TSV die Seniorinnen

und Senioren noch mit Kaffee

und Kuchen und der Musikverein Kleinrinderfeld

stimmte alle mit einem bunten

Strauß adventlicher Weisen auf das

nahende Christfest ein.

Den Gedanken an das Fest der Liebe,

des Friedens und der Eintracht unter

den Menschen mitnehmend, begaben

sich die Gäste später auf den Heimweg.

Alle, die nicht so gut zu Fuß waren,

konnten dabei auf den Fahrdienst, den

die Mitglieder des Gemeinderates stellten,

zurückgreifen.

Der „Seniorenadvent“ hat in unserer

Gemeinde eine lange Tradition. Mit

ihm erweisen wir der älteren Generation

unseren Respekt. Durch ihren Fleiß

und ihre Arbeit hat sie den Grundstock

unseres heutigen Wohlstands gelegt.

Jetzt ist es an uns, ihr dafür wieder etwas

zurückzugeben. Auch diejenigen,

die heute leider nicht dabei sein konnten,

vergessen wir nicht. Wir besuchen

sie zu Hause und erfreuen sie mit einem

kleinen Präsent.

Text und Bild: Ulrich Stadlbauer

Herr, setze dem Überfluss Grenzen

und lass die Grenzen überflüssig werden.

Nimm den Ehefrauen das letzte

Wort und erinnere die Ehemänner an

ihr erstes. Gib den Regierenden ein

besseres Deutsch und den Deutschen

eine bessere Regierung. Schenke uns

und unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamten, die wohl

tätig, aber nicht wohltätig sind. Lass,

die rechtschaffend sind, auch Recht

schaffen. Sorge dafür, dass alle in den

Himmel kommen, aber wenn du willst,

noch nicht gleich!

Kloster Vierzehnheiligen


22 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

23

Kinder- und Christmette am

24.12.2018

Text: Günther Scheuermann, Peter Scheuring

Bilder: G. Scheuermann, P. Scheuring, M. Eisert

Am Hl. Abend fand um 16 Uhr die Kindermette

statt. Pfarrer Zacharias konnte

sich über die mit vielen Kindern,

Eltern, Großeltern und Angehörigen

besetzte Kirche freuen. Unter der Leitung

des Kinderkirchen-Teams führten

die Kinder ein Krippenspiel auf. Es zeigte

Josef und Maria auf Herbergssuche

in Bethlehem. Dafür gab es großen

Applaus. Nach einem stimmungsvollen

Weihnachtslied verabschiedete Pfarrer

Zacharias die zahlreichen Besucher.

Nach der feierlichen Christmette am

Abend, die musikalisch von der Blaskapelle

Kleinrinderfeld begleitet wurde,

lud der Pfarrgemeinderat die zahlreichen

Gläubigen zur Agape auf den

Kirchplatz ein, der ringsum mit zahlreichen

kleinen Lichtern illuminiert war.

Freiwillige Helfer des Pfarrgemeinderats

bewirteten die Kirchenbesucher

mit Glühwein, Kinderpunsch, Stollen,

Lebkuchen und Spekulatius. Auf der

Treppe zum Pfarrhaus stand die Blaskapelle

und spielte weihnachtliche Lieder.

Die Krippe in der „alten“ Kirche. Aufgestellt von

Dieter Zipprich mit Frau Angy und Tochter Fabienne.

Weihnachtskonzert

am 25.12.2018

Am 1. Weihnachsfeiertag lud unser Pfarrer

Zacharias und das Trio Klangwelt zu

einem Weihnachtskonzert unter dem

Motto „Romantische Klänge“ in die

St.-Martin-Kirche

ein. Der Einladung

folgten rund 50

Musikbegeisterte,

wobei das Trio

mehr Zuhörer verdient

hätte. Das

war wohl dem Feiertag

geschuldet,

wo viele im Kreis

ihrer Familie Weihnachten

feierten.

Nach einer kurzen

Begrüßung und

Einführung von

Zacharias Nitunga

begeisterte das Trio Klangwelt mit

einem ca. 90-minütigen Konzert, bei

dem sie Werke von Franz Schubert,

Robert Schuman, Camille Saint-Saens,

Max Bruch und Felix Mendelssohn

Bartholdy vortrugen. Dabei wechselte

für jedes Stück die Besetzung. Mal wurde

zu dritt gespielt oder im Duett mit

Violine/Viola und Piano oder Klarinette

und Piano. Ein Stück wurde von Elena

Polyakova am Klavier als Solo gespielt.

Jeder einzelne Musiker war und ist an

Das Trio Klangwelt: von links Miroslaw Bojadzijew (Violine/Viola),

Elena Polyakova (Klavier) und Marco Gorencic (Klarinette)

seinem Instrument ein Virtuose und

begeisterte mit der Musik die Zuhörer

aus Kleinrinderfeld. Am Ende bedankte

sich Pfarrer Zacharias Nitunga, auch im

Namen der Gäste und Pfarrgemeinde,

bei den Künstlern und bat um eine Zugabe,

welche das Trio Klangwelt natürlich

gerne gab. Sie spielten passend zur

Weihnachtszeit „O du fröhliche“, und

forderten die Gäste zum Mitsingen auf.

Der Eintritt des Weihnachtskonzerts

war frei, um Spenden wurde gebeten.

Das gesammelte Geld kam zum Teil den

Künstlern und zum Teil der Pfarrei zu

Gute.

Text/Fotos: Ralf Kiesel


24 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

25

Schautafel für Informationen

rund um die Pfarrei St. Martin

Herr Berthold Eitel und Herr Peter

Scheuring installierten die seit langem

geplante Schautafel vor der Kirche.

Jetzt ist es möglich, auch bei geschlossener

Kirche wichtige Informationen zu

Lesen.

ZUM SCHMUNZELN

Text und Bild: Peter Scheuring

Der Pfarrer hatte sich am Sonntag sehr

ausführlich über die Wunder Gottes in

der Natur verbreitet und gesagt: „In

jedem Grashalm steckt eine Predigt!“

Tags darauf traf ihn ein Gemeindemitglied

vor dem Pfarrhaus beim Rasenmähen

und meinte: „Ah, Herr Pfarrer,

es freut mich außerordentlich, zu

sehen, dass Sie Ihre Predigten kürzen!“

Neues Platzangebot

in der Kirche

Der Pfarrgemeinderat hat beschlossen,

ein besonderes Platzangebot für Gehwagenbenutzer,

Rollstuhlfahrer und

Kinderwägen in unserer Kirche St. Martin

einzurichten.

In der ersten Sitzreihe links, wenn man

zum Haupteingang hineingeht, besteht

nun diese Möglichkeit. Die Bank ist beschriftet.

Damit sind behinderte Menschen oder

kleine Kinder in einer Sitzreihe bequem

zusammen mit ihren Begleitern mit den

anderen Gläubigen integriert und die

Gehhilfen bzw. Kinderwägen oder Rollstühle

müssen nicht mehr in die Gänge

gestellt werden.

Bitte nutzen sie dieses Angebot und

nehmt Kinder und Behinderte mit zu

den Gottesdiensten. Pfarrer Zacharias,

der Pfarrgemeinderat und alle anderen

Kirchenbesucher würden sich darüber

sehr freuen.

Text und Bild: Günther Scheuermann

Oben von links:

Mitte von links:

Unten von links:

Sternsinger 2019

Pascal Köhler, Robin Spiegel, Pfarrer Zacharias

Theresa Beinert, Peter Bürkle, Linus Köhler, Helena Beinert

Nicolas Henn, Simon Grimm, Tristan Scheuermann, Noah Scheuermann, Ilka Veeh,

Annabell Grimm, Rebecca Grimm

Unter dem Motto: „Wir

gehören zusammen – in

Peru und auf der ganzen

Welt“ wurden unsere

Sternsinger nach dem

Gottesdienst in die Gemeinde

entsandt, um

den Bewohnern und

Häusern in Kleinrinderfeld

den kirchlichen

Segen zu bringen. 13

Kinder und Jugendliche

machten sich auf den Weg und sammelten

so 1.653,63 €. In diesem Jahr gilt

die Aktion Kindern mit Behinderung,

speziell in den Armenvierteln Perus. Die

Idee zu dieser Aktion

stammt aus dem Markus-Evangelium.

Dort

gibt es eine Geschichte

von einem Mann, der

nicht gehen kann. Vier

Menschen tragen den

Mann zu Jesus, der ihm

hilft, wieder zu gehen.

Wenn die Menschen

zusammenhalten, können

sie sich gegenseitig

helfen.

Das Ziel an jedem Haus

zu klingeln war leider auch dieses Jahr

nicht zu verwirklichen. Deshalb planen

wir im nächsten Jahr zwei Tage ein.

Text und Bilder: Ralf Kiesel


26 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

27

Kirchenverwaltungswahl 2018

Am 18.11.2018 wurde turnusgemäß eine

neue Kirchenverwaltung für die nächsten

sechs Jahre gewählt.

Zur Wahl stellten sich folgende Pfarrgemeindemitglieder:

Herbert Kratzer, Walter Ochsner, Manfred

Grimm, Thomas Scheuermann und

Ruben Hörner.

Die neu gewählten Kirchenverwaltungvertreter

haben Herbert Kratzer als

Vorsitzenden bestätigt. Wir bedanken

uns bei den Kandidaten, dass sie sich

zur Wahl stellten und wünschen den

neu Gewählten ein „glückliches Händchen“

bei den zu treffenden Entscheidungen

zum Wohl der Pfarrgemeinde.

Renovierung und bauliche

Veränderungen

Wir haben festgestellt, dass in unserer

Kirche baulich einiges, das die Pfarrgemeinde

finanziell belasten wird, ansteht.

Dies soll, sobald die Finanzierung

geregelt ist, angegangen werden:

• Liedanzeige in der neuen Kirche

• Erneuerung der Fenster in der neuen

Kirche – soweit nötig

• Dachsanierung der neuen Kirche –

es regnet durch

• Eingangstüren in der neuen Kirche

gangbar machen

• Innenanstrich der neuen Kirche

• Außenrenovierung rund um die

Kirche

Kirchenherbstsammlung 2018

Die Sammlung ergab 2555 €. Die Kath.

Kirchenstiftung Kleinrinderfeld bedankt

sich herzlich bei allen Spendern.

Das gespendete Geld bleibt in der

Pfarrgemeinde.

In eigener Sache

Die September-Ausgabe unseres Pfarrbriefes

ist durchweg positiv aufgenommen

worden. Leider ist in dem Artikel

auf Seite 3 eine falsche Information

weitergegeben worden.

Dort heißt es: „Dabei blieben aber Berichte

aus Kleinrinderfeld unbeachtet

oder mussten gekürzt werden“.

Richtig ist: es wurden keine ausreichenden

Beiträge aus Kleinrinderfeld an das

Redaktionsteam gegeben. Die dort eingegangenen

Berichte wurden alle veröffentlicht

und vollständig ohne Veränderung

in den Pfarrbrief übernommen.

Wir bitten dies zur Kenntnis zu nehmen

und entschuldigen uns für die fehlerhafte

Information.

Helmut Fuchs

Pfarrgemeinderatsvorsitzender

GLAUBENSWERT

Treue ohne Widerruf

Die Bezeichnung „ewig“ gereicht nicht

immer zur Ehre. Ein „ewiger Student“

ist einer, der nicht weiterkommt.

Was „eine Ewigkeit“ dauert, ist langatmig

und fad. Andererseits wird das

Ewige auch als Ideal angesehen. Man

schwört einander „ewige Treue“ oder

ist „ewig dankbar“. Selbst der Atheist

Friedrich Nietzsche sehnt sich nach

etwas, das bleibt: „Doch alle Lust will

Ewigkeit – will tiefe, tiefe Ewigkeit.“

Viele Verheißungen im Alten Testament

enthalten den Zusatz „auf ewig“.

Der Bund, den Gott mit dem Volk

schließt, soll ein ewiger Bund sein.

Doch das Volk und die Priester erwiesen

sich nicht immer als verlässliche

Bündnispartner. Gott aber ist treu.

Er löst den Bund nicht auf, wenn der

Mensch versagt.

Herbert Stichaller

Ein Gebet für den Jahresanfang

Herr, ich bitte nicht um Wunder und

Visionen, sondern um Kraft für den Alltag.

Mach mich erfinderisch, damit ich

mich im täglichen Vielerlei nicht verliere.

Lass mich die Zeit richtig einteilen

und mich herausfinden, was erst- und

was zweitrangig ist. Ich bitte um Zucht

und Maß, dass ich nicht durch das

Leben rutsche und auf Lichtblicke und

Höhepunkte achte sowie mir Zeit für

Besinnung, Erholung und kulturellen

Genuss nehme. Hilf mir, das Nächste

so gut wie möglich zu tun. Schenke

mir die nüchterne Erkenntnis, dass im

Leben nicht alles glatt gehen kann,

dass Schwierigkeiten und Niederlagen,

Misserfolge und Rückschläge eine

selbstverständliche Zugabe zum Leben

sind, durch die wir wachsen und reifen.

Schicke mir im rechten Augenblick

jemanden, der den Mut hat, mir die

Wahrheit in Liebe zu sagen. Viele Probleme

lösen sich dadurch, dass man

nichts tut. Gib, dass ich warten kann.

Schenke mir wahre Freunde und lass

mich diese Freundschaft wie eine zarte

Pflanze pflegen. Bewahre mich vor der

Angst, ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht, was ich wünsche,

sondern das, was ich brauche. Lehre

mich die Kunst der kleinen Schritte.

AMEN.

Antoine de St. Exupéry

ZUM SCHMUNZELN

Ein Herr gratulierte dem evangelischen

Theologen Friedrich Schleiermacher,

weil seine Predigten so einen großen

Zulauf hatten. „Ach“, bemerkte der

Theologe trocken, „das liegt nicht an

meinen Predigten. Sehen Sie, mein

Publikum setzt sich aus drei Gruppen

zusammen: Studenten, Damen, Offiziere.

Die Studenten kommen, weil ich

Mitglied der Examenskommission bin,

die Damen wegen der Studenten und

und die Offiziere der Damen wegen.“


28 Pfarrbrief

Kleinrinderfeld

29

?

1.

Bibel

Quiz

4.

Ergänze

(3 Wörter)

den Satz: „Im Schweiße

deines Angesichts sollst du . . .“

7.

Mit welcher Waffe besiegt David

den Philister Goliath?

Antworten:

2.

Welches Tier redet, laut

Schöpfungsbericht, mit Eva?

6. Was trägt sie im Schnabel,

9.

Warum wird das 2. Buch Mose

auch „Exodus“ genannt?

Mit welchem Ereignis aus der Geschichte

Israels ist der Name Mose verbunden?

a) babylonische Gefangenschaft

b) Auszug aus Ägypten

c) Bau des Tempels

3.

Welches war das größte Heiligtum

der Israeliten?

In der Sintflutgeschichte lässt Noah

nach der Landung eine Taube fliegen.

als sie zurückkehrt?

Teste dein Wissen!

Zehn Fragen aus dem Alten und

zehn Fragen aus dem Neuen Testament.

Wie viele kannst du richtig

beantworten?

5.

Abraham

Wie heißt er?

8.

Die biblischen Geschichten wurden

lange Zeit nur mündlich überliefert.

Erst unter David schrieb man sie auf.

Wann war das ?

a) vor 1500 Jahren

b) vor 2600 Jahren

c) vor 3100 Jahren

10. zerstören würde.

und seine Frau sind schon

alt, als sie ihren Sohn bekommen.

Nach der Sintflut verspricht Gott den

Menschen, dass er die Erde nie wieder

Welches Zeichen gibt er ihnen, um immer

an sein Versprechen zu erinnern?

1. Mit dem Auszug aus Ägypten • 2. Die Schlange • 3. Die Bundeslade • 4. „. . . dein Brot essen.“ Das sagt

Gott zu Adam bei der Vertreibung aus dem Paradies • 5. Isaak • 6. Einen Ölzweig • 7. Mit einer Steinschleuder

• 8. vor 3100 Jahren • 9. „Exodus“ bedeudet Auszug (griechisch). In diesem Buch wird über

den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten berichtet • 10. Einen Regenbogen

Ereignis feiern die Christen

1.Welches

in aller Welt an Ostern?

4.

Im Lukasevangelium wird erzählt,

dass Maria und Josef kurz vor der

Geburt von Nazaret nach Betlehem

gehen mussten. Warum?

8.

Jesus erzählt das Gleichnis vom

barmherzigen Samariter. Zwischen

welchen beiden Städten spielte sich

die Geschichte ab?

Antworten:

?

3.

2.

Jesus sagt, Gott liebt den reuigen

Sünder mehr, als den eingebildeten

Frommen. Mit welcher Geschichte

macht er das deutlich?

a) Der reiche Kornbauer

b) Pharisäer und Zöllner

c) Der barmherzige Samariter

Wie heißt der römische Stadthalter,

zu dem Jesus nach der Gefangen-

6. nahme gebracht wurde?

9.

Jesus hatte nicht nur Jünger,

sondern auch Jüngerinnen.

Kennst du eine mit Namen?

Bibel

Quiz

In welcher Stadt hatte Saulus, der

ein unerbittlicher Christenverfolger

war, sein Bekehrungserlebnis und

wurde Christ?

5.

In

genommen wird.

Wie heißt dieser Garten?

den Evangelien wird berichtet,

dass Jesus in einem Garten gefangen

7.

In einem Gleichnis erzählt Jesus, wie jemand viele

Leute zu einem Festmahl einlud, aber alle sagten

ab. Was tat der Gastgeber daraufhin?

a) Er sagte das Fest ab

b) Er lud stattdessen alle Bettler, Armen und

Behinderten ein

c) Er verprügelte seine Diener

10. hinein ritt. Was taten sie?

Die Bevölkerung reagierte begeistert,

als Jesus mit einem Esel nach Jerusalem

1. Die Auferstehung Jesu vom Tod • 2. b) Pharisäer und Zöllner • 3. Bei Damaskus • 4. Weil Kaiser

Augustus eine Volkszählung befohlen hatte. • 5. Garten Gethsemane • 6. Pontius Pilatus • 7. b) Er lud

stattdessen alle Bettler, Armen und Behinderten ein • 8. Zwischen Jerusalem und Jericho •

9. z.B. Maria Magdalena, Johanna, Susanna • 10. Sie riefen Hosianna und breiteten Kleider und

Palmzweige auf dem Weg aus.


30 Pfarrbrief

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