316g Zündstoff - Auszug

ymms007

Konfirmandenworkbook

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Rainer Schemenauer

Denkanstöße für die Konfirmandenzeit


»»

Dieses Buch gehört:

IMPRESSUM

316 g Zündstoff (vormals "pimp your life")

© 2010 by Rainer Schemenauer

Alle Rechte vorbehalten.

www.ymms.de (youth ministry media support)

Zu diesem Arbeitsbuch ist auf DVD Begleitmaterial mit

Umsetzungstipps sowie passenden Filmclips, Spielen

und Spielideen erschienen. Erhältlich ist die DVD (nur)

über www.ymms.de bzw. info@ymms.de

9. (leicht überarbeitete) Auflage 2017

ISBN 978-3-88260-087-2

Gestaltung: Rainer Schemenauer

Comics: Daniel Janzen

Fotos: dreamstime, fotolia, shutterstock, privat

Lektorat: Sonja Schemenauer

Druck & Verarbeitung: Laub GmbH & Co. KG

Kontakt:

Rainer Schemenauer

Hauptstr. 3

75210 Keltern-Weiler

rainer@ymms.de


Einführung

ab Seite 16

Gott

ab Seite 30

Jesus

ab Seite 52

Bibel

ab Seite 74

Christ werden

ab Seite 90

Christ sein

ab Seite 110

Zuletzt

ab Seite 134

Warm-Up

ab Seite 6


Halloservushigrüezimoin ...!

Warm-Up

Tu zuerst Folgendes:

Lies dieses Vorwort. Ich weiß, du möchtest in diesem

Buch am liebsten nur die Bilder anschauen, aber dafür

bist du zu alt. Lesen ist anstrengend, aber ich

stimme dafür, dass du dich trotzdem durch diese

Zeilen arbeitest - jedes Wort, jeder Buchstabe ist von Bedeutung!

Warum? Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Du hast viel Geld für dieses Buch ausgegeben (bzw.

wahrscheinlich eher deine Eltern), und du solltest es deshalb

auch so intensiv wie möglich nutzen. Du hast das

Buch doch gekauft, oder ?

2. Ich überlege gerade, was der zweite Grund war - bestimmt

wird er mir wieder einfallen ...

Da du jetzt schon mal so weit gekommen bist, habe ich die

Hoffnung, dass du auch weiter dran bleibst. Gut so, denn

ich will dir erklären, worum es auf den folgenden Seiten

geht und warum es dieses Buch überhaupt gibt.* Um dich

bei Laune zu halten, werde ich mich selbst interviewen.

Ja, du hast richtig gelesen, ich werde mir einfach selbst

ein paar Fragen zu diesem Buch stellen. Okay, lass mich

kurz das Aufnahmegerät einschalten: so, fertig. Die erste

Frage bitte:

»»

ICH: Rainer, bevor wir beginnen, muss ich dir

noch sagen, dass du im Original wesentlich attraktiver

und intelligenter bist, als du auf dem Foto wirkst.

ICH: Danke. Das bekomme ich ständig zu hören.

»»

ICH: Warum hast du dieses Buch geschrieben?

ICH: Nun, mit meinem eigentlichen Job als Gemeindediakon

bin ich nicht ausgelastet gewesen und habe mir deshalb

eine zusätzliche Beschäftigung gesucht. [Hoffentlich liest

das niemand aus meiner Gemeinde ;-)] Da kam ich auf die

Idee, ein Buch zu schrei ben. Ich habe damals in der Schule

im Deutschunterricht - übrigens bei meinem jetzigen Schwiegerpapa

- immer miese Aufsätze geschrieben und nutze nun

dieses Buch dazu, im Schreiben fitter zu werden. Außerdem

verdiene ich durch den Verkauf des Buches so viel Geld, dass

ich mir nun ein fettes Leben leisten kann. Der Leser hat mit

dem Kauf also eine gute soziale Tat vollbracht!

6

»»

ICH: Wirklich?

ICH: Nein. Der eigentliche Grund liegt darin, dass es mir Spaß

macht, mit jungen Leuten zusammen zu sein und mit ihnen

über Lebens- und Glaubensfragen nachzudenken. Unser Leben

ist einmalig und deshalb so kostbar, dass wir uns immer

wieder mal Zeit nehmen sollten, über den Sinn und Unsinn

unseres Tuns nachzudenken. Dieses Buch ist quasi das

Ergebnis aus vielen Begegnungen mit Jugendlichen und jungen

Erwachsenen.

»»

ICH: Und wodurch unterscheidet sich dieses

Buch von allen anderen (Konfi-)Büchern, die es auf

dem Markt gibt?

ICH: Dadurch, dass ich es geschrieben habe. ;-)

»»

ICH: Jetzt mal etwas mehr Ernst, bitte! Was

willst du herausstellen, was war dir beim Schreiben

besonders wichtig?

ICH: Zwei Dinge: 1. Dieses Buch ist ein »Denk-mal-darübernach-Buch«

und nicht ein »Erzähl-mir-alles-über-den-christlichen-Glauben-und-beseitige-alle-meine-Zweifel-Buch«.

Auf

fast jeder Seite dieses Buches geht es ausdrücklich um den

Leser selbst. Ich hoffe, das kommt rüber. Das Buch soll persönlich

sein: es ist daraufhin angelegt, dass man über sich

selbst, sein Leben und seinen Glauben nachdenkt. 2. Ich habe

mir grafisch Mühe gegeben; das Buch soll zum Stöbern und

zum Lesen animieren.

»»

ICH: Und was fehlt in diesem Buch?

ICH: Ein Starschnitt-Poster von Jesus und das Rezept meiner

Mutter für ihre geniale Schokoladen-Sahne-Torte.

»»

ICH: Ich glaube, alles für den ordnungsgemäßen

Gebrauch des Buches Unwichtige wurde von dir

nun angesprochen. Gibt es zum Schluss noch etwas,

was du dem Leser mit auf den Weg geben möchtest?

ICH: Ja, wieder zwei Dinge: 1. Wichtig wäre es, immer eine

Bibel, einen Spiegel und (s)ein Gehirn zur Hand zu haben.

Die Bibel hilft, das Behauptete nachzuprüfen; der Spiegel er-

*Die meisten dieser Vorbemerkungen sind eigentlich gar nicht für dich gedacht, sondern für deinen Pfarrer, Jugendreferenten,

Diakon, Mitarbeiter oder sonst einen Hoschi (die weiblichen Geschöpfe sind hier mit eingeschlossen) - einfach für

diejenigen, die dich durch die Konfirmandenzeit begleiten. Für die ist also dieses Vorwort nötig. Wobei, eigentlich stimmt

auch das nicht. Der eigentliche Grund für diese Zeilen: Jedes vernünftige Buch hat ein Vorwort, deshalb muss dieses Buch

halt auch unbedingt eines haben.


leichtert das Lesen der Lösungen der Rätsel in diesem Buch;

das Gehirn ... - wofür war nochmal das Gehirn??? 2. Ich würde

mich über Resonanz freuen. Es interessiert mich, was die

Leute über das Buch und besser noch über die Inhalte denken.

Also: Egal ob Konfirmand oder Doktorand, ob Kleriker oder

Hysteriker, Nihilist oder Markenfetischist, Ästhet oder Prolet,

Charismatiker oder Phlegmatiker, Philatelist oder Christ, Agnostiker

oder Rostiger, Nonkonformist oder Atheist, egal ob

Materialist oder Was-weiß-ich-was-für-nen-Ist - schreibt mir

eure Meinung und eure Kommentare. Vielleicht hilft's ja was;

entweder dir, dass du mal so richtig Luft ablassen und auf

diesem Weg deine Aggressionen los werden kannst, oder mir,

dass ich's beim nächsten Mal besser mache oder dass deine

Worte, falls sie freundlicher Natur sind, mir ein Lächeln auf

meine bärtigen Lippen zaubern. Im Impressum auf Seite 4

steht, wo du hinschreiben kannst.

»»

ICH: Rainer, danke für dieses uninteressante,

nichtssagende Interview!

ICH: Ich wusste, dass du das sagen würdest.

7


HERZLICH WILLKOMMEN!

Warm-Up

Cool, dass du dich entschieden hast, die Konfirmandenzeit

mitzumachen! Weißt du, dass in Deutschland jedes

Jahr weitere 250.000 Jugendliche dies tun? Du bist also

kein Exot, auch wenn man öfter zu hören bekommt, dass Leute,

die etwas mit "Kirche" zu tun haben, als leicht merkwürdig

und verstaubt einzustufen seien. Ich selbst habe die Kirche

und den christlichen Glauben zum Glück anders erlebt. Und

das wünsche ich auch dir von Herzen. Natürlich wünsche ich

dir auch, dass mit dir nicht das Gleiche passiert wie mit den

Fledermäusen des dritten Pfarrers (siehe rechts) ...

Bevor es gleich so richtig los geht, bevor du herausgefordert

wirst über dich, dein Leben und deinen Glauben nachzudenken,

gibt's auf den folgenden Seiten ein kleines "Warm-Up"

für dich persönlich und für deine ganze Gruppe. Wer seid ihr

überhaupt?

8


Drei Pfarrer haben das gleiche Problem:

Fledermäuse im Kirchturm. Sie unterhalten

sich über Lösungsmöglichkeiten.

Sagt der Erste: "Ich habe schon alles probiert.

Erst kürzlich habe ich die Viecher

alle eingesackt, bin 100 km weit weggefahren

und habe sie freigelassen. Als ich

zu Hause ankam, waren die schon alle

wieder da."

Meint der zweite Pfarrer: "Geht mir genauso.

Zuletzt habe ich versucht, die

Biester auszuräuchern, vergebens. Mir

ist fast der Kirchturm abgefackelt, aber

die Fledermäuse sind immer noch da."

Grinst der dritte Pfarrer: "Ich weiß gar

nicht, was ihr habt. Das ist doch ganz

einfach. Ich habe das gemacht wie immer.

Erst habe ich die Viecher getauft,

dann konfirmiert - und danach kamen

sie nie wieder!"


Wie kommt es, dass DU gerade DU bist - genau so und nicht anders? Natürlich spielen

da deine Gene, die du von deinen Eltern mitbekommen hast, eine gewichtige

Rolle. Aber das ist nicht alles: Du verfügst über einen eigenen, individuellen

Schatz an Erfahrungen und Erlebnissen, den kein anderer Mensch dieser Erde mit dir teilt.

Wobei, manchmal mag dir dieser Schatz eher wie schwerer Ballast vorkommen, den du in

deinem Leben mit dir herumschleifst. In jedem Fall haben gute wie schlechte Erfahrungen

und Erlebnisse dich geprägt und dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist. Wie

du das Leben und die Welt siehst, was dir Not macht und was dich begeistert, all das verknüpft

sich zu spannenden Facetten deiner einzigartigen Person.

Das bist DU!

»»

ANGST

Jeder Mensch hat

Ängste. Wovor fürchtest

du dich im Leben?

Was wäre das

Schlimmste, was dir

passieren könnte?

»»

GEPÄCK

Was "bringst du mit"?

Welche Erfahrungen

und Erlebnisse in der

Vergangenheit haben

dich positiv, welche negativ

geprägt?

» » MASKE

Jeder Mensch

trägt manchmal

Masken. Was versteckst

du vor

anderen? In welchen

Situationen

zeigst du nicht

dein wahres

Gesicht?

»»

HERZ

Wofür schlägt

dein Herz? Was

begeistert dich

total? Wer oder

was ist dir absolut

wichtig?

Warm-Up

10

»»

ZIEL

Wohin bist du unterwegs?

Was ist dein Traum von der

Zukunft? Was ist das Ziel

deines Lebens?

»»

Denke mal darüber nach,

was dich einzigartig macht.

Eine Hilfe für's Nachdenken

findest du auf dieser und auf

der gegenüber liegenden Seite.


Ich kann auf den Tod nicht ausstehen, wenn ...

Unikat

Hier kannst du ein Foto

von dir einkleben.

Das

kann

ich gut

Dafür kann ich mich begeistern

:-)

Mein Lieblings ort

Mein

Traumberuf wäre

Eine schlechte Eigenschaft von mir

Mein Lieblingskleidungsstück ist

Das schätzen andere an mir

Das will ich unbedingt einmal machen

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B Wieviel sind 1 kg besten Trüffels einem Gourmet wert?

einmalichg =

Wieviel ist das wert? Was kostet das? Schätz mal! ???

A Welche Lösegeldsumme wurde 1996 für den Entführten Jan Philipp Reemtsma gezahlt?

C Welche Rekordsumme wurde 2015 für das Gemälde "Les femmes d’Alger" von Pablo Picasso bezahlt?

D Wieviel Euro Ablösesumme zahlte Paris St. Germain 2017 für den Fußballer Neymar?

E Welchen chemischen Materialwert hat ein Mensch?

Die Frage zu stellen, wie hoch der "Materialwert"

eines Menschen ist, ist schon komisch. Kann man

den Wert eines Menschen wirklich danach beurteilen,

was er einen Chemiker im Chemiebedarfshandel kosten

würde?

Warm-Up

12

Natürlich nicht - der Mensch ist mehr wert! Aber wieviel? Ist er so viel wert,

wie er zu leisten imstande ist? Für den Fußballclub Real Madrid war der geniale

Fußballspieler Christiano Ronaldo eine unglaubliche Summe wert (siehe Lösungen

unten). Was aber ist mit uns Normalos? Sind wir demnach weniger wert!?

Das kann ja wohl nicht sein. Sind wir vielleicht etwa so viel wert, wie die Familie

von Jan Philipp Reemtsma für ihn Lösegeld zu zahlen bereit war? Auch das

kommt nicht hin, denn manchen Eltern sind ihre eigenen Söhne und Töchter ja

praktisch gar nichts wert; nicht selten werden Kinder abgeschoben oder sogar

misshandelt, weil sie "stören".

Nein, unser Wert bemisst sich nicht daran, wieviel wir leisten können, wie sehr

wir von Menschen anerkannt oder geliebt werden - und übrigens auch nicht daran,

wie wertvoll wir uns selbst fühlen. Zwei Dinge aber fallen mir ein, die dich in

der Tat bedingungslos kostbar machen.

»»

Wertvoll, weil ...

Zuerst einmal: Du bist einmalig, dich gibt's kein zweites Mal. Du bist ein Unikat,

ein Original. Das macht dich wertvoll! Du bist durch nichts und niemanden auf dieser

Welt austauschbar, keine Kopie, kein Duplikat. Ohne dich wäre diese Welt ärmer!

Und zweitens: Du bist unendlich viel wert, weil du vom größten Designer mit Fantasie,

Geschick und Leidenschaft gestaltet worden bist. Du bist sein Kunstwerk. Du

bist ein geliebtes Kind Gottes!

Das kannst du jetzt vielleicht nicht so einfach glauben. Falls dem so sein sollte, dann

hoffe ich, dass sich dies bald noch ändern wird.

A: 30 Mio DM (also etwa 15 Mio €); B: 9000 €; C: 179,4 Mio $; D: 222 Mio €; E: etwa 1 €


1 x Ich

» » Selbstwertgefühl

Wenn du weißt, dass du unglaublich

kostbar bist, dann kannst du

dich glücklich schätzen. Aber wahrscheinlich

kennst du auch solche

Stimmen in dir: »Ich kann nichts.

Anderen fällt alles leichter als mir.

Ich bin nicht hübsch genug. Niemand

mag mich. Wen interessiere

ich eigentlich? Es macht doch gar keinen Unterschied, ob ich da bin oder nicht.«

Jeder Mensch kennt solche Gefühle und Gedanken. Wir gehen nur unterschiedlich damit um.

Die einen versuchen ihr geringes Selbstwertgefühl durch Leistung und Erfolg aufzumöbeln;

wenn ich was leiste, bin ich was wert. Andere versuchen dieses Problem durch Beziehungen

in den Griff zu bekommen; wenn andere mich toll finden, dann geht's mir gut. Und wieder

andere schütten ihren Mangel an Selbstwertgefühl mit Alkohol und anderen Drogen zu; Betäubung

hilft - aber nur, solange der Wirkstoff anhält. Bei all diesen Versuchen sich wertvoll

zu fühlen: das Problem bleibt.

Bin ich nur dann wertvoll, wenn in meinem Leben bestimmte Bedingungen erfüllt sind?

Bin ich nur wertvoll, wenn ich mich selbst so fühle? Nein, du bist bedingungs-los wertvoll

- weil Gott dich bedingungslos liebt!

Materialwert eines Menschen

INFO

Zwei grundsätzlich verschiedene Berechnungsmethoden führen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen:

Zum einen lassen sich der Kalkulation die Tagespreise der chemischen Elemente zugrunde legen, aus denen der Mensch besteht:

45,5 kg O [Sauerstoff], 12,6 kg C [Kohlenstoff], 7 kg H [Wasserstoff], 2,1 kg N [Stickstoff], 1,05 kg Ca [Kalzium],

700 g P [Phosphor], 175 g S [Schwefel], 140 g K [Kalium], 105 g N [Natrium], 105 g Cl [Chlor], 35 g Mg [Magnesium], 4,2 g

Fe [Eisen], 2,3 g Zn [Zink], 1,4 g Si [Silizium], 1,1 g Rb [Rubidium], 0,8 g F [Fluor] usw.

Eine andere Berechnungsbasis bilden die Beschaffungskosten für die oft hochkomplizierten Naturstoffe (Enzyme, Koenzyme,

Hormone, Eiweißstoffe, Nukleinsäuren usw.), die für die biochemischen Lebensvorgänge verantwortlich sind.

Auf diese Weise ergeben sich Bewertungen für das Material "Mensch" zwischen etwa 1 Euro (Rohstoff-Wert) und ca. 4,5 Mio

Euro (Biochemikalien-Wert) für 1 Exemplar vom Durchschnittsgewicht 75 kg (Stand von 1976). Bei dieser Schätzung wurden

beispielsweise Grammpreise von 556 € für Prolactin angenommen – der Preis der 40 kg Wasser fällt dagegen nicht ins

Gewicht.

(Quelle: RÖMPPS, Chemielexikon, 8. Auflage 1985)

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Warm-Up

BILDSCHÖN

UNSERE GRUPPE

Pfr. Kuhl

Susi

Tom

LeaMartin

Andreas

Anna

Lioba

Christian

P etra

Emely

Nicole

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» Hat

»

» Spielt

schon mal » ein » öfter mal » schon mal

Sushi gegessen Musikinstrument auf der Toilette auf einem anderen

Kontinent

» Liest

dein Name

» War

» Hat/wurde

»

» Hat

heute

schon geküsst gel ein aufgeräum-

» in der Retes

Zimmer

» Hatte

»

im letzten

Zeugnis eine 1

in Mathe

» Hat

»

heute morgen

Nuss-Nougat-

Creme gegessen

» Ist

»

(noch) nicht

getauft

» Ist

»

» Hat

kein » in der

Morgenmuffel Sch ule noch nie

eine Strafarbeit

bekommen

» Treibt

»

mit Begeisterung

Sport

» Schläft

»

» Schminkt

mit » sich

Stofftieren regelmäßig oder ab

und zu

» Findet

»

» Möchte

seine Eltern

meistens cool mindestens 3

» später

Kinder

Die Spielregeln

»»

Finde jemanden aus der Gruppe, der die jeweilige Beschreibung erfüllt. Diese Person muss

dann im entsprechenden Kästchen unterschreiben.

»»

Falls eure Gruppe aus mehr als 18 Personen besteht, darf jede Unterschrift nur einmal auf

dem Bingo-Bogen auftauchen. Falls ihr 18 oder weniger Personen seid, dürfen Unterschriften auch

zweimal auf deinem Zettel stehen. Einigt euch vorher, wie viele Doppelungen dann erlaubt sind.

»»

Jeweils einen Punkt gibt es pro Kästchen für eine Unterschrift (also max. 16 Punkte). Zusätzlich

bekommst du einen Punkt, wenn du eine Vierer-Reihe (waagerecht, senkrecht oder diagonal)

mit Namen voll hast (also max. 10 Punkte). Du kannst also insgesamt 26 Punkte erzielen.

»»

Die Spielzeit beträgt 8 Minuten. Wer hat am Ende die meisten Punkte?

15


Einführung

16


Das Warm-Up auf den ersten Seiten deutet

an, worum es in diesem Buch im Kern

geht: um dich und all die anderen in

deiner Gruppe. Natürlich geht es hier auch

um den christlichen Glauben, um Gott, um Jesus und viele

andere Themen, die damit zusammenhängen. Aber es geht dennoch

im Wesentlichen um dich, weil all diese Themen belanglos wären, wenn sie nicht mit dir

und deinem Leben etwas zu tun hätten.

»»

316 g Zündstoff?!

Was soll der Titel dieses Buches? Nun, es waren auch andere

Titel im Gespräch wie beispielsweise "Fleischkäsbrötchen",

"FAQ", oder "brain.storm". (Danke, Andrea, für die

Anregungen! Und nicht traurig sein.) Ich selbst wäre ja für

"Fleischkäsbrötchen" gewesen, aber meine Frau war davon

nicht wirklich überzeugt. Bis jetzt kann ich nicht nachvollziehen,

warum eigentlich nicht!?

»»

Zündstoff

Dieses Buch heißt "Zündstoff", weil es Zündstoff enthält.

Natürlich nicht für euren Ofen zu Hause (dafür ist sein

Brennwert zu gering), sondern für deine Gedanken, für

dein Tun und damit letztlich für dein Leben. Die folgenden

Seiten sollen dich dazu anregen, über wichtige Fragen

deines Lebens nachzudenken. Manche dieser Fragen

kommen gerade erst so langsam bei dir auf, über manche

hast du schon nachgedacht und manche werden dir erst

später wichtig werden. Manches wird dich vielleicht provozieren,

manches ärgern, und hoffentlich wird dich auch

das ein oder andere herausfordern.

Ich bin mir sicher, dass du in diesem Buch nicht alles nachvollziehen

kannst und du öfter auch mal anderer Meinung

sein wirst. Dann hat dieses Buch seinen Zweck erfüllt: es

ist seinem Titel gerecht und zu Zündstoff geworden. Langweilt

dich allerdings alles, entflammt dich nichts, dann ist

euer Ofen vielleicht doch der richtige Ort für dieses Buch.

»»

316 g

Aber wieso steht im Titel auch noch "316 g"? Ganz einfach:

1. Weil ich den Titel "Zündstoff" alleine langweilig gefunden

hätte.

2. Weil ... STOPP! Wiege dieses Buch mal mit Mamas Küchenwaage

... Hast du es gewogen, ehrlich? Ich denke

eher nicht. Also tu es! Na, was wiegt es denn? 316 g?

Dann geht eure Waage falsch (oder du hast es immer

noch nicht gewogen). Es müsste so um die 465 g wiegen.

Das macht also eine Differenz von 149 g. Diese

149 g sind kein Zündstoff, sondern eher eingängige,

leicht akzeptierbare Inhalte dieses Buches bzw. solches

belangloses Geschwafel, wie du es gerade hier

liest. Der Zündstoffgehalt dieses Buches beträgt genau

316 g ;-)

» » Leben im Überfluss

Noch nie ist mir ein Mensch begegnet, der auf die Frage

nach dem Ziel bzw. Sinn seines Lebens geantwortet hätte,

dass er unglücklich werden wolle. Niemand hat das Lebensziel,

unglücklich zu sein. Nein, jeder von uns will ein

glückliches Leben leben. Das haben alle Menschen gemeinsam.

Und das ist die Grundlage für alle Themen dieses

Buches, denn ein glückliches, gelingendes und Sinn-erfülltes

Leben ist auch das Ziel Gottes für das Leben jedes

Menschen.

Jesus selbst hat gesagt: "Ich bin gekommen, um ihnen das

Leben zu geben, Leben im Überfluss." Damit meint Jesus

uns, damit meint er dich: uns will er beschenken, er hat

Gutes für uns im Sinn. "Leben im Überfluss" heißt doch,

ein Leben zu leben, das mehr als genug hat, das glücklich

ist, das anderen von seiner Lebensfreude abgeben kann,

das Sinn-voll ist und das letztlich nicht einmal mit dem Tod

zu Ende ist. So zumindest verstehe ich diesen Satz Jesu.

Aber was sind die Zutaten eines glücklichen und erfüllten

Lebens? Was macht das Leben im Kern aus? Das ist die erste

Frage, der wir uns auf den nächsten Seiten stellen wollen.

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WAS ALLE

MENSCHEN

ANGEHT

Na ja, dass die unten angeführten Fragen alle (oder wenigstens

einige) Menschen beschäftigen, ist stark zu

bezweifeln, denn die Antworten haben für niemanden

einen wirklichen Wert bzw. Nutzen. Es ist beispielsweise

für niemanden wirklich von Interesse, welche Schuhgröße

die Freiheitsstatue hat - es sei denn, du bist Schuhmacher

und bekommst den Auftrag "Lady Liberty" endlich mal ein

Paar anständige Schuhe zu verpassen als Ersatz für die Sandalen,

die sie zu jeder Jahreszeit tragen muss.

»»

Was interessiert wirklich

jeden?

Mehr Interesse bei den Menschen wecken

erfahrungsgemäß Antworten auf

Fragen der Art: "Wie lebt dieser oder

jener Promi denn so privat?" oder

"Wie wird eigentlich ein Film à la Ice

Age oder Avatar gemacht?" Aber selbst

solche Dinge interessieren nicht alle

Menschen, weil wir einfach viel zu un-

terschiedliche Neigungen und Bedürfnisse

haben. Außerdem gibt es natürlich

Unterschiede zwischen Menschen,

die in der Steppe Afrikas, und solchen,

die im Norden Sibiriens leben. Die einen

quält vielleicht die Frage "Werden

wir morgen etwas zu essen haben?",

die anderen "Reichen die Brennstoffvorräte

über den Winter?". Dich selbst

interessiert vielleicht am brennendsten,

ob sich deine Eltern wieder vertragen

werden oder ob deine Oma wieder

gesund wird.

Aber mal abgesehen von all unseren

individuell dringenden Themen - gibt

es vielleicht tatsächlich auch Fragen,

die sich jeder Mensch irgendwann einmal

stellt? Gibt es Themen, über die

sowohl das 12-jährige Mädchen im Regenwald

des Amazonas als auch der

76-jährige Mann in der Metropole New

York nachdenken?

»»

Gibt es Fragen, die alle

Menschen beschäftigen, egal

wer sie sind, wie und wo sie

leben?

Einführung

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Wer von euch kommt der Sache am nächsten? ???

A Mit wie vielen Nieten wurde die Titanic zusammen gehalten?

B Welchen Ton summt eine Stubenfliege?

C Welche deutsche Schuhgröße hat die Freiheitsstatue?

D Wie viele Einkerbungen hat ein Golfball?

E Wie viele Strophen hat die spanische Nationalhymne?

Text)

keinen gar hat (sie Strophen 0 E: Einkerbungen; 392 D: 3500; Schuhgröße C: F; Ton den B: Nieten; Mio 3 A:


deine Gedanken

Im Gegensatz zum Tier

denkt der Mensch

über sein Leben nach.

19


Einführung

Ich bin der Überzeugung, dass es Fragen gibt, die jeden

Menschen irgendwann einmal zu beschäftigen beginnen.

Den einen früher, den anderen später. Den einen

vielleicht mehr, den anderen weniger. Aber es gibt halt

doch Themen, die alle Menschen irgendwann in ihrem Leben

berühren.

»»

Elementare Fragen

Wenn wir in eine Situation oder in

eine ganze Lebensphase geraten, in

der es nicht so gut läuft, kommen

wir schnell ins Grübeln, was denn das

Ganze soll. Schwierige Zeiten fordern

uns zum Nachdenken über den Wert

unseres täglichen Tuns heraus. Und

hier wären wir schon bei einer der elementarsten

Fragen überhaupt: Was ist

der Sinn meines Lebens?

Oder wenn wir am Grab eines Menschen

stehen, den wir gemocht oder

gar geliebt haben, dann kommt unweigerlich

die Frage nach

dem »Danach« auf.

Werde ich diesen lieben

Menschen irgendwann,

irgendwo

wiedersehen?

Gibt es ein Leben

nach dem Tod? Oder

ist nach ein paar

Jährchen auf dieser

Erde alles vorbei

und wir werden

alle zu Kompost? Falls

nein, wie sieht das Leben nach dem

Tod aus, und müssen wir etwas tun,

um es zu erlangen?

Auch die Frage nach dem Ursprung

unseres Lebens ("Wo komme ich

her?") und nach der Existenz Gottes

("Gibt es ihn wirklich?") sind grundlegende

Fragen, die die Menschheit zu

allen Zeiten und überall beschäftigt

haben - und so auch noch heute. Ist

diese Welt, ist das Leben zufällig entstanden?

Oder gibt es einen Gott, der

hinter allem steht? Und wenn es einen

Gott gibt, können wir Menschen

dann in Kontakt mit ihm kommen,

oder bleibt dieser Gott für uns Erdenbürger

ein fernes und anonymes

Wesen?

»»

Lebensverändernde Antworten

Fragen über Fragen, die unser Leben

betreffen und die so wichtig sind,

dass wir uns mit ihnen beschäftigen

sollten, weil die einzelnen Antworten

darauf unser Leben entscheidend beeinflussen

und verändern können. An

einige dieser Fragen wollen wir uns

nun heranwagen. Wir wollen sie fair

und offen bedenken. Mitdenken, Kritik,

Offenheit und vor allem Ehrlichkeit

vor dir selbst sind also angesagt.

Cool und locker so zu tun, als ob dich

das Ganze nichts angehe, wäre dumm

und feige.

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Eines ist allen Menschen klar: Jedem von uns steht nur ein begrenztes Maß an

Lebenszeit zur Verfügung. Wie viel das ist, können wir letztlich nicht beeinflussen.

Sicherlich können wir für unsere Gesundheit sorgen, indem wir

uns gesund ernähren, Sport treiben und regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen

zum Arzt gehen. Aber trotzdem kommt irgendwann der Tag, an dem wir

gehen müssen, an dem wir diesem Leben und den Menschen, die wir

lieben, "Auf Nimmer-Wiedersehen" sagen müssen. Trotz aller medizinischer

Fortschritte können wir unser Leben nicht beliebig verlängern.

Leben auf dem Bindestrich

deine Gedanken

»»

Unumstößliche Daten

Unser Leben wird von zwei unumstößlichen

Daten umrahmt: dem Tag

unserer Geburt und dem Tag unseres

Sterbens. Unser Leben spielt sich sozusagen

auf dem Bindestrich dazwischen

ab, und keiner von uns weiß, wie

viele Tage dieser Bindestrich lang ist.

Und deshalb die Frage: Du hast ein

Leben - was machst du damit? Was

machst du mit der Zeit zwischen deinem

Geburts- und deinem Todestag?

Was machst du mit diesem kleinen Bindestrich?

Das ist die entscheidende Frage

deines Lebens.

Um der Antwort darauf ein wenig näher

zu kommen, ist eine kleine Zwischenanalyse

sinnvoll. Denk mal über folgende Frage

nach:

»»

Worin investierst du momentan deine Zeit?

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Lebensprioritäten

Klar, dass momentan die Schule viel Zeit deines Alltags in Anspruch nimmt. Und logisch,

dass du etwa ein Drittel deiner Lebenszeit schlafend im Bett verbringst. Aber

jeder Mensch hat neben solchen fast unumstößlichen Zwängen auch Frei-Zeit zur

Verfügung - Zeit, die er selbst frei gestalten kann.

»»

Was dir wichtig ist

Wie jemand seine Freizeit verbringt, gibt darüber Aufschluss, was demjenigen

im Leben wichtig ist. Wenn du beispielsweise deine ganze Freizeit vor dem

Computer oder dem Fernseher verbringst, dann wage ich zu behaupten, dass

dir Freunde folglich nicht so wichtig sind, denn sonst würdest du viel Zeit mit

ihnen verbringen und nicht mit diesen viereckigen Kästen. Wahrscheinlich widersprichst

du hier, aber das darfst und sollst du ja auch. Mir macht das nichts

aus, ich kenne dich ja nicht persönlich... ;-)

»»

Was dich bestimmt

Weder Computerspielen noch Fernsehen noch Weiß-der-Geier-Was sind an sich

schlecht. Aber wenn diese Dinge beginnen, dich und dein Leben zu bestimmen,

wenn sie einen (zu) großen Teil deiner Zeit in Anspruch nehmen, wenn

sie quasi zu deinem Lebensinhalt werden, dann Achtung! Lass mich erklären,

was daran gefährlich sein kann.

»»(Ge)wichtige Lebensphasen

Unsere Freizeitbeschäftigungen mögen ziemlich unterschiedlich aussehen.

Anderes aber ähnelt sich im Leben der meisten Menschen sehr. Du siehst auf

dieser Doppelseite einige Bilder von Lebensphasen oder Ereignissen, die mehr

oder weniger jeder von uns durchlebt. Die Geburt und der Tod sind uns sowieso

allen gemeinsam. Dazwischen dreht sich bei uns viel um die Schule, die Liebe,

die Ausbildung und den Beruf, die eigene Familie, das eigene Haus. Und

je älter wir werden, desto wichtiger wird uns in der Regel unsere Gesundheit.

In jeder dieser Phasen bzw. Situationen gewinnen andere Gedanken, Gefühle

und Werte an Bedeutung.

Einführung

»»

Die Liebe

Beispiel: Wenn du schon mal verliebt warst oder es gerade bist

(und ich meine so richtig verliebt), dann weißt du, wovon ich hier

spreche. Hast du SIE oder IHN gefunden, dann drehen sich die

meisten deiner Gedanken, Gefühle und Handlungen nur noch um

diese eine Person. Deine Konzentration auf die Schule lässt nach

(falls sie überhaupt jemals da war), dein Duschverhalten ändert

sich, dein Verbrauch an wohlriechenden Flüssigkeiten und Crèmes

mag schlagartig zunehmen, und dein ganzes Verhalten ist auf einmal

so anders (extrem zuvorkommend und aufmerksam - wenn davon

doch auch deine Mutter etwas abbekommen könnte...).

22


sehr wichtig

»»

Der Beruf

Noch ein zweites Beispiel: Der Beruf

spielt für die meisten Menschen eine

gewichtige Rolle. Klar, denn letztlich

muss das Geld ja irgendwie reinkommen.

Der Arbeitgeber verlangt dafür

aber ungefähr 40 Stunden deiner

wöchentlichen Lebenszeit, damit du

dann dein Schnitzel, deine Heizkosten

und deinen Flachbildfernseher

bezahlen kannst. Bei vielen geht sogar

mehr Arbeitszeit drauf, weil in der

Arbeitswelt mittlerweile immer mehr

vom Einzelnen gefordert wird oder

aber weil du selbst den Ehrgeiz hast,

mehr Kohle zu scheffeln bzw. im Beruf

besonders erfolgreich zu sein und

Karriere zu machen. An der Schufterei

kommt man nicht vorbei, will man

sich und vielleicht seiner Familie ein

nettes Leben ermöglichen.

Aber wo liegt jetzt das Problem, wenn

du der Liebe oder dem Beruf zeitweilig

alles andere unterordnest? Was soll

daran gefährlich sein?

weniger wichtig

unwichtig

23


Einführung

»»

Ab in die Mülltonne

Nun, die Gefahr liegt darin, dass all diese Dinge von heute

auf morgen in die Mülltonne wandern können, alle deine

Ziele und Lebensinhalte, die dir so wichtig sind.

Deine 27ste Bewerbung wird dir zurückgeschickt - Kommentar:

"Leider sind Sie bei uns nicht in die engere Auswahl

gekommen. Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere

Zukunft alles Gute. Mit freundlichen Grüßen ..." - Mülltonne.

Deine Beziehung geht auseinander, weil ihr

euch nicht mehr versteht oder euch gegenseitig

langweilt - Mülltonne. Du hast einen schweren

Unfall und wirst querschnittsgelähmt - Mülltonne.

Deine Familie zerbricht, weil man sich

nichts mehr zu sagen und unterschiedliche Lebensentwürfe

hat - Mülltonne.

Und nicht selten zerbricht dabei auch der Mensch, der solches

erlebt - seine Hoffnungen und Träume landen in der

Mülltonne. Der Boden wird ihm unter den Füßen weggezogen.

Das ganze Leben wird plötzlich leer und sinnlos.

Nein, ich will hier wirklich nicht schwarz malen, aber das

geschieht häufiger, als du denkst.

»»

That‘s life

"That‘s life" könnte man sagen, und es stimmt sogar: So

ist das Leben - manchmal brutal und ungerecht. Glücklich

ist also der, bei dem nichts groß schief geht im "Russischen

Roulette" des Lebens?

Nein, glücklich ist der, der seinen Lebensinhalt nicht

einzig und allein an diesen Dingen festmacht. Beziehungen,

Familie, Schule, Beruf, Gesundheit, ein

eigenes Haus, ein tolles Hobby, das sind alles wichtige

Sachen, die unser Leben mit tiefer Freude und

Zufriedenheit erfüllen können. Wenn sie uns aber

- aus welchen Gründen auch immer - weggenommen

werden bzw. abhanden kommen, dann darf

unser Leben nicht daran zugrunde gehen. Wenn

etwas dir Wichtiges in der Mülltonne deines Lebens

landet, dann darf nicht dein ganzes Leben

hinterherwandern...

»»

Ein Fundament

Unser Leben muss auf einem Fundament stehen,

das uns auch in den schweren Zeiten unseres Lebens sicheren

Halt gibt. Unser Leben muss von etwas getragen

sein, das nicht in der Mülltonne

landen kann. Und da in unserer

irdischen Welt und in unserem Leben

nichts unkaputtbar ist, da es

nichts gibt, was nicht in der Mülltonne

landen könnte, müssen wir

über diese Welt, die räumlich und

zeitlich begrenzt ist, hinausblicken.

Und so kommen wir unweigerlich zu

der Frage: Gibt es etwas jenseits

unseres Wahrnehmungshorizontes,

das die Vergänglichkeit unseres

Tuns und unseres Seins

übersteigt?

Wer hätte es gedacht -

hier kommt Gott ins Spiel!

Christen glauben an einen

Gott, welcher der Schöpfer

des Universums und

damit auch unseres eigenen

Lebens ist. Dieser

Gott ist das Lebensfundament

vieler Menschen,

der Fels in der Brandung,

der Anker in stürmischen Zeiten,

der Sinngeber in einer Welt, die

manchmal sinnlos zu sein scheint.

Ich geh‘ kaputt.

Gehst du mit?

24


»»

Mit welcher Lebensphilosophie

kannst du

dich am ehesten identifizieren?

Oder welche

andere Einstellung

zum Leben

hast du?

25


&

Für Lebenskrüppel

Kompostis

Ich kann deine Gedanken lesen. Du denkst jetzt: "Genau, der Glaube an Gott ist nur

was für Menschen, die mit ihrem Leben nicht allein zurecht kommen, die eine Krücke

für ihr Leben brauchen, damit sie einigermaßen anständig hindurchhumpeln können."

Oder aber: "Der Glaube an Gott ist was für Leute, die den Tod bereits nah vor Augen haben,

also vor allem für alte Menschen."

Einführung

»»

Gottesglaube - für wen?

So denken viele Menschen - und diese Gedanken sind ja auch nicht vollkommen

falsch. Es ist interessant zu beobachten, dass Menschen sehr häufig

erst, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen oder wenn die eigene Kraft

am Ende ist, damit beginnen sich mit Gott zu beschäftigen. Und

nicht selten kommen sie dann auch zu der befreienden Erkenntnis,

dass Gott existiert.

Aber eigentlich gehört der Gedanke "Gottesglaube ist nur was für

Lebenskrüppel und Kompostis" in die Mülltonne. Denn es gibt einfach

zu viele Menschen auf dieser Erde, die mit ihrem Leben den

Gegenbeweis liefern. Es gibt zu viele Gott-Gläubige, die ihr Leben

sehr gut alleine meistern, die keinen Gott "nötig" hätten und

auch noch nicht potentielle Todeskandidaten sind, aber trotzdem

an ihn glauben und mit ihm leben (siehe auch Infokasten).

26

»»

Auf der Suche nach ...

Eine genauso interessante Beobachtung ist diese: Viele Menschen,

denen es äußerlich an nichts fehlt, die alles haben, was

man sich nur wünschen kann, sind zutiefst unzufrieden, innerlich

auf der Suche oder zerbrechen gar an ihrem Alles-Haben.

Beispiele gefällig? Elvis Presley, Marilyn Monroe, Curt Cobain,

Whitney Houston, Robbie Williams, Amy Winehouse, Heath

Ledger, Britney Spears, Michael Jackson ... (Soll ich weitermachen?)

Wenn du das liest, sind vielleicht schon wieder andere

Namen aktuell und bekannter. Die genannten Personen

haben jedenfalls gemeinsam, dass sie außergewöhnlich schön/

berühmt/erfolgreich/reich sind bzw. waren (sieben davon sind

bereits jung gestorben) und trotzdem in genau diesen Phasen

ihres Lebens offensichtlich unglücklich waren bzw. sind.

Aber was kann man denn im Leben überhaupt noch mehr wollen

als Schönheit, Berühmtheit, Erfolg und Reichtum? Wenn

all das nicht der Weg zum Glück ist, was dann?

Berühmte Wissenschaftler

und ihr Gottesglaube

Auffällig, dass ausgerechnet auch wirklich

schlaue Leute, wie zum Beispiel berühmte

Wissenschaftler, an Gott glauben.

Oft hört man von ihnen, dass sie

gerade aufgrund ihrer Forschungen zu

dem Ergebnis gelangt seien, dass es einen

Gott geben muss. Das ist doch interessant,

oder!?

Hier mal ein ganz berühmter Oberschlauer:

Albert Einstein

Physik-Nobelpreisträger

"Jedem tiefen Naturforscher

muss eine Art

religiösen Gefühls naheliegen, weil er

sich nicht vorzustellen vermag, dass die

ungemein feinen Zusammenhänge, die

er erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht

werden. Im unbegreiflichen Weltall

offenbart sich eine grenzenlos überlegene

Vernunft.

Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist*,

beruht auf einem großen Irrtum.

Wer sie aus meinen wissenschaftlichen

Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen."

* Ein Atheist ist ein Mensch, der behauptet,

dass es keinen Gott gebe.

INFO


Die "Toten Hosen" zählen zu den erfolgreichsten

deutschen Bands. Auf

dem Höhepunkt ihrer Karriere veröffentlichten

die Jungs dieses Lied:

Was für ne blöde Frage, ob das wirklich nötig ist.

Ich habe halt zwei Autos, weil mir eins zu wenig ist.

Sie passen beide in meine Garage, für mich ist das Grund genug.

Was soll ich sonst in diese Garage neben meiner Riesen-Villa tun?

Die Geräte für den Swimmingpool liegen schon im Gartenhaus

und die Spielzeugeisenbahn ist im Keller aufgebaut.

Jeden Sonntag zähle ich mein Geld, und es tut mir wirklich gut

zu wissen, wieviel ich wert bin, und ich bin grad hoch im Kurs.

Ich hatte mehr Glück als die meisten, habe immer fett gelebt.

Und wenn ich wirklich etwas wollte, hab‘ ich‘s auch gekriegt!

Warum werde ich nicht satt?

»»

Woran mag es wohl

liegen, dass Geld, Besitz,

Erfolg, Partys, Drogen

und Sex uns Menschen

letztlich nicht satt

machen?

Ich bin dankbar für mein Leben, hab vieles mitgenommen.

Aus allen Abenteuern immer heil herausgekommen.

Jede Menge P artys und Drogen sowieso.

Und auch mit den Frauen war meistens etwas los.

Ich habe wirklich tolle Freunde, man kümmert sich sehr nett.

Und auf dem Friedhof ist der beste Platz reserviert für mich.

Warum werde ich nicht satt? Warum werden wir nicht satt?

Warum werden wir nicht

satt?

27


Einführung

Was hat am meisten Kalorien pro 100 gr?

Versuche mal einzuschätzen, welches Lebensmittel

die meisten und welches die wenigsten Kalorien hat;

sprich: Was sättigt am meisten, wenn du jeweils die

gleiche Menge zu dir nimmst? Bekommst du die richtige

Reihenfolge aller zehn Lebensmittel hin?

• Pommes frites mit Ketchup

• Salatgurke

• Pizza Salami

• Wurstsalat mit Käse

• Kartoffelsuppe

• Spaghetti mit Tomatensoße

• Fischstäbchen

• Schwarzwälder Kirschtorte

• Wassermelone

• Rührei

Was sind Kalorien?

Das sind die Männchen,

die nachts kommen und

die Kleider enger nähen.

28

1. Wurstsalat mit Käse (321 kcal) ~ 2. Pizza Salami (264 kcal) ~ 3. Schwarzwälder Kirschtorte (247 kcal) ~ 4. Fischstäbchen

(193 kcal) ~ 5. Rührei (189 kcal) ~ 6. Spaghetti mit Tomatensoße (139 kcal) ~ 7. Pommes frites mit Ketchup

(106 kcal) ~ 8. Kartoffelsuppe (79 kcal) ~ 9. Wassermelone (38 kcal) ~ 10. Salatgurke (12 kcal)


Wenn wir Menschen nicht satt werden, kann das eigentlich nur daran liegen,

dass wir entweder zu wenig zu essen bekommen oder aber zu wenig Nahrhaftes

zu uns nehmen. Hast du schon mal versucht, dich einen Tag lang nur

von Salatgurken zu ernähren? Naja, um deinen Tagesbedarf an Kalorien zu decken,

müsstest du ungefähr 20 kg solcher Gurken essen ...

»»

Lebenshunger

Mit unserem Lebenshunger ist es genauso. Entweder wir bekommen zu

wenig Nahrung, oder aber wir versuchen diesen Hunger mit der falschen

"Nahrung" zu stillen.

Das Beispiel vieler reicher, berühmter und erfolgreicher Menschen zeigt

deutlich, dass Geld, Besitz, Erfolg, Partys, Drogen oder Sex zwar kurze

Glücksmomente ermöglichen, aber eben kein Lebensglück bedeuten, unseren

Lebenshunger also nicht stillen können.

Und letztlich geht es uns nicht anders als diesen Promis. Auch wir sind st...

reich (siehe auch Infokasten) und können uns dadurch viel leisten und ermöglichen.

Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde, aber das Handy,

das eigene Haus, der Zweit-Wagen, der Dritt-PC oder die Urlaubsreise machen

auch uns nicht satt. Wie kommt es, dass wir alles haben und zugleich

unter Lebenshunger leiden?

»»

Die falsche Nahrung

Meine Antwort auf dieses "Paradoxon", auf diesen Widerspruch, lautet, dass

wir die falsche Nahrung zu uns nehmen. Wir können unseren Lebenshunger

nicht mit äußerlichen Dingen stillen, genausowenig wie wir unseren leiblichen

Hunger mit Salatgurken stillen können. Das "funktioniert" zwar kurzfristig,

nicht aber auf Dauer und schon gar nicht ein Leben lang. Mit Gurken gefüllt

wird sich dein Magen immer leer anfühlen.

Der Physiker und Mathematiker Blaise Pascal hat einmal behauptet, dass sich

im Herzen eines jeden Menschen ein Vakuum befinde, das durch nichts gefüllt

werden könne als allein durch Gott. Das Herz eines jeden Menschen

(andere nennen es die Seele) ist so gesehen eine Art Magen,

der immer Lebenshunger verspürt. Wird das Herz durch

materielle Dinge oder kurze Glücksmomente abgespeist, durch

irgendwelche besonderen Happenings oder sonst was in dieser

Art, so werden wir nicht dauerhaft satt werden. Letztlich

geht es hier um unsere Sehnsucht nach dem Sinn und Ziel unseres

Lebens.

»»

Sollte es Gott geben...

Sollte es allerdings wirklich einen solchen Gott geben, von

dem Blaise Pascal spricht, dann ist es tatsächlich vorstellbar,

ja sogar naheliegend, dass dieser Gott unser Vakuum

füllen und unseren Lebenshunger stillen kann. Wenn es eine

Macht oder ein Wesen gibt, das diese Welt erschaffen hat

und damit auch dafür verantwortlich ist, dass es uns Menschen

überhaupt gibt, dann ist es nur logisch, nach diesem

Schöpfer und Konstrukteur des Lebens zu fragen und uns

von ihm die Antworten auf unsere Lebensfragen geben und

unseren Lebenshunger stillen zu lassen.

Dafür müssen wir allerdings zunächst einmal der Frage nachgehen, welche Hinweise

es für die Existenz eines solchen Gottes gibt und welche Eigenschaften

dieser Gott dann gegebenenfalls hat. Wie kann ich über Gott nachdenken,

ohne dass ich mir nur meine eigenen eingebildeten Vorstellungen mache?

So reich bist du

Okay, du selbst wirst nicht wahnsinnig

viel Geld verdienen, weil du

noch mit der Schule beschäftigt

bist. Aber vielleicht können dein

Vater und deine Mutter dir mal offenbaren,

was sie so jährlich zusammen

verdienen. Und dann könnt ihr

vergleichen: Wie viel Prozent der

Menschheit sind ärmer als ihr - wie

viel reicher? Was glaubst du?

Klickt auf folgende Internetseite

und gebt euer jährliches Einkommen

ein.

»»

LESETIPP BIBEL

INFO

www.globalrichlist.com

Jesus begegnete einmal einer Frau, deren Lebenshunger*

offensichtlich auch nicht gestillt war. Sie suchte

sich immer wieder andere Männer in der vergeblichen

Hoffnung, bei ihnen Befriedigung und Liebe zu finden.

Jesus kam mit dieser Frau ins Gespräch und veränderte

ihr Leben.

» Johannes

»

4,4-42

Wenn's dir zu kompliziert und unverständlich wird,

kannst du die Verse 19-26 und 35-38 auch auslassen.

*Jesus redet bei dieser Begegnung übrigens von "Lebensdurst",

was aber gleichbedeutend mit "Lebenshunger"

ist.

29


50/50

Die Menschheit war schon immer religiös. Wir neigen dazu, nach einer höheren Macht

zu suchen, nach dem Ursprung unseres Lebens, nach einer Erklärung, warum wir

überhaupt da sind. Dieses Phänomen könnte man als unseren "geistlichen Hunger"

bezeichnen. Irgendwie scheint es bei uns Menschen eine eingebaute Sehnsucht zu geben,

nach dem Sinn unserer Existenz zu fragen. Das Woher, Wohin und Wozu unseres Daseins zu

klären ist wahrscheinlich die wichtigste Herausforderung unseres Lebens. Eng damit verknüpft

ist die Frage, ob Gott überhaupt existiert. Und je nachdem, wie du diese Fragen für

dich beantwortest, kann sich dein Leben in radikal unterschiedliche Richtungen entwickeln.

»»

Möglichkeit 1: Es gibt keinen Gott

Wenn du zu dem Schluss kommst, dass es keinen Gott gibt,

dann wirst du dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen

und Überzeugungen gestalten; du selbst bist das Maß

aller Dinge, dein Gewissen und deine eigenen Wertvorstellungen

sind die Leitplanken, innerhalb derer dein Leben

sich bewegt. Klingt das attraktiv? Vielleicht.

Doch sollte dir klar sein: Wenn es keinen Gott gibt, dann

gibt es kein Gut und Böse, denn wer sollte das verbindlich

festlegen? Wenn es keinen Gott gibt, gibt es keine wirkliche

Hoffnung. Und jeder Mensch ist dann letztlich nur

eine Art sinnlos im All umhertreibender Klumpen Atome ...

Es gibt ihn nicht.

Es gibt ihn.

»»

Möglichkeit 2: Gott existiert

Wenn du dagegen zu dem Ergebnis kommst, dass es Gott

wirklich gibt - und dass es dich gibt, weil er dich wollte -,

dann interessiert dich vielleicht, was er

mit dir, mit deinem Leben vor

hat. Du wirst deinen Schöpfer

mehr und mehr kennenlernen

wollen, dich

bemühen, ihn zu achten,

auf ihn zu hören und ihm zu gehorchen, ihm zu dienen

und seine Vorstellungen von deinem Leben zu deinen

eigenen Wünschen zu machen. Das Geniale daran: Wenn

es Gott tatsächlich gibt und er sich für dich interessiert

(und du dich für ihn), dann ist diese Beziehung zwischen

euch ein wirklich tragfähiges Fundament, um ein erfülltes

Leben darauf aufzubauen.

»»

50/50

Alles wäre doch so einfach, wenn man sicher beweisen

könnte, ob Gott wirklich existiert oder nicht. Aber schon

viele Jahrhunderte denken und diskutieren sich schlaue

Leute die Köpfe heiß in der Hoffnung, diese Frage endgültig

zu klären. Bis heute gibt es sehr unterschiedliche

Standpunkte, aber eben keine allgemein anerkannte Antwort.

Warum glauben die einen an Gott und die anderen

wiederum nicht? Warum sind sich die einen so sicher und

andere äußerst skeptisch? Wir haben doch alle einen Verstand

bekommen, den wir benutzen können. Müssten wir

daher nicht auch alle zum gleichen Ergebnis kommen? Tatsache

aber ist: In dieser Frage steht es unentschieden -

50/50.

Es gibt ihn nicht.

Es gibt ihn.

Es gibt ihn nicht.

Gott

Es gibt ihn.

30

Es gibt ihn nicht.

Es gibt ihn.


Wie sieht es denn bei euch aus? Einer

aktuellen Studie zufolge glauben

zwei Drittel aller Konfirmanden

in Deutschland, dass es einen

Gott gibt. Kein schlechtes Ergebnis! Andererseits

bedeutet das aber auch, dass ein Drittel

eben nicht an Gott glaubt. Wahrscheinlich gibt

es auch in eurer Gruppe unterschiedliche Meinungen

in Bezug auf die Existenz Gottes.

Um eines gleich mal klar zu stellen: Es ist keine

Schande, nicht an Gott zu glauben - genausowenig,

wie es keine ist, an ihn zu glauben! Wichtig

wäre es allerdings, offen über diese entscheidende

Frage nachzudenken.

»»

Wie sieht's also bei dir aus?

»»

Dieser Cartoon ist eigentlich

gar kein Witz. Versuche

mal bei der Auskunft

anzurufen und diese Frage

zu stellen. Ich hab's schon

gemacht - interessant ...

Glaubst du, dass es einen Gott gibt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass es einen Gott gibt.

Ich denke, es ist ziemlich wahrscheinlich, dass es einen Gott gibt.

Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass es einen Gott gibt.

Ich bin davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt.

Mit wem sprichst du über Gott?

Eltern

Großeltern

Geschwister

Klassenkameraden

Freunde

Lehrer

Pfarrer

Jugendgruppenleiter

mit niemandem

Denkst du über Gott nach?

..................................................

Ja, eigentlich jeden Tag.

Ich denke sehr oft über Gott nach.

Ab und zu schon.

Meist nur, wenn es mir schlecht geht oder etwas Schlimmes passiert ist.

Ich denke eigentlich nie über Gott nach.

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