LEO März/April 2019

blumediengruppe

MÜNCHEN MÄRZ / APRIL 2019 | AUSGABE 160 | WWW.LEO-MAGAZIN.DE KULTUR Liedermacher JOSEF HIEN gibt sein Release- Konzert im Künstlerhaus COMEBACK ANNETT LOUISAN spricht über ihre „kleine große Liebe“ REISE Stockholm, New York oder Budapest? Wir sagen dir, wo es schön ist! INTERVIEWS: STYLIST UND DESIGNER LORAND LAJOS, KÜNSTLER DANIEL M. SCHMUDE IN DER KUNSTBEHANDLUNG , VIVIE ANN, TOM WALKER, INKED ADONIS, ALPHAVILLE


DIE LANGE NACHT DER MUSIK Eine Stadt - Eine Nacht - 400 Konzerte Münchner Veranstaltungsorte laden ein zu: Rock · Pop · Klassik Latin · Funk · Soul · Jazz · Schlager · Tanz · Blues · Swing · Indie 18 E inkl. MVG-Shuttlebusse bei den Spielstätten · VVK auch bei München Ticket www.muenchner.de Sa 20-3 Uhr 4. Mai 19 HEIMATZEITUNGEN merkur.de tz.de


INTRO 3 Inhalt epaper.blu.fm Alle Magazine online! FASCHING Helau! Die bunt-spaßige „Fünfte Jahreszeit“ geht in die Vollen und wir gehen selbstverständlich mit. Tröööt. Einen Überblick wo man das närrische Treiben besonders lustig begehen kann, findet sich auf den Seiten 26 und 27. STYLE Lorand Lajos liebt es Menschen zu hypnotisieren. Das schafft der Student nicht nur durch sein blendendes Aussehen und das Strahlen seiner Persönlichkeit, sondern auch durch seine spektakulären Arbeiten. Mehr im Interview auf Seite 20. REISE In unserem „Reise“-Umfeld ab Seite 34 findet jeder Inspirationen. Wer keine Lust hat Bayern zu verlassen findet mit dem Münchner „Lost Weekend“ des 25h Hotels oder dem Frühlingsfest in Nürnberg Tipps für die kleine Auszeit. FOTO: M!CA Liebe LEO Leser, in dieser März/April-Ausgabe setzen wir ein neues Terminkalender- Konzept um, von dem wir meinen, dass es zeitgemäßer ist. So finden sich künftig alle Highlights im Magazin rund um Kultur, Party und Community als integrierte Seiten in den entsprechenden Rubriken. Natürlich wurden alle anderen Termine nicht gestrichen. Wir haben sie lediglich verlagert und zwar auf digitale Plattformen mit unendlich viel Platz für noch mehr Termin-Tipps wie unsere Website www.blu.fm/leo oder die neue Spartacus-App! Unsere Website ist übrigens über jedes Browserfeld erreichbar, egal ob du sie über dein Smartphone oder deinen Rechner nutzen möchtest – einfach eintippen (oder noch besser als Favoriten speichern ...) und fertig. Auch unsere Inhalte können sich sehen lassen. In der Kunstbehandlung gibt es die Ausstellung von Daniel M. Schmude zu sehen, der sich mit dem „starken Geschlecht“ beschäftigt hat. Dem traurigen Verlust für die Szene Münchens durch den Tod von Alexander Miklosy widmet sich unser Kolumnist Felix Müller. Und unsere Szene-Seiten greifen z. B. das neue CSD- Motto und die Kontroverse um die Verleihung des Karl-Valentin- Ordens an Andreas Gabalier auf und ... – schon wieder ist ein Jahr vergangen – unsere neue Maikönigin muss erwählt werden! Vorher stürzen wir uns aber noch ins lustige Getümmel vor der Eiche, wenn’s beim Faschingsstraßenfest wieder hoch hergeht. Viel Spaß beim Lesen! Deine LEO Redaktion www.facebook.com/magazin.leo Kostenlos Gemeinschaftspraxis am Isartor Innere Medizin · Allgemeinmedizin · Infektiologie · Männermedizin Dr. med. Werner Becker · Dr. med. Ramona Pauli · Dr. med. Marcel Lee Wir testen alles. Wir behandeln alles. Anonymer HIV-Test. STI-Screening. PrEP. Tel. 0 89 - 22 92 16 Labortermine zu allen unseren Zeiten möglich Telefonsprechstunde täglich von 12-13 Uhr Isartorplatz 6 · 80331 München · www.isarpraxis.de


4 SZENE MÄNNERAKADEMIE Keine Fetten, nur XL Zum Abschluss des aktuellen Semesters der „Männerakademie“ im Sub geht es um Körperbilder in der schwulen Community. Unter Schwulen ist der wertende Blick auf den Körper allgegenwärtig, prägt das Verhalten und kann schnell diskriminierend werden. Soziologe Nico Erhardt (Foto) meint „All bodies are beautiful!“ und will wissen: Ist diese Wertung Teil der Sexualität oder entsteht sie als Teil unserer Persönlichkeitsentwicklung? An diesem Abend sollen solche Bilder auch anhand eines historischen Exkurses hinterfragt und soziologische Erklärungs- und Denkansätze zu deren Änderung angeboten werden. 12.3., Sub-Zentrum, Müllerstr. 14, 19:30 Uhr, www.subonline.org CSD MÜNCHEN Celebrate Diversity! Vom 6. bis 14. Juli feiert München seinen CSD unter dem Motto „50 Jahre Stonewall – Celebrate Diversity! Fight for Equality!“ Freilich: Knackig geht anders. Aber in dem Slogan steckt alles drin, was dieses Jahr ausmacht. 2019 feiert man weltweit das 50. Jubiläum der Aufstände in der New Yorker Christopher Street, die als Initialzündung der queeren Bürgerrechtsbewegung gelten. Der deutsche „Schwulenparagraf“ 175 wurde vor 25 Jahren abgeschafft und München feiert seinen 40. CSD, zu dem man (einmal mehr) ein Signal für Vielfalt, Gleichheit und gegen rechts in die Welt senden möchte. Der Szenestammtisch (Foto), ein Zusammenschluss von Vertretern und Vertreterinnen unterschiedlicher LGBTIQ*- Institutionen, entschied sich am 22. Januar für dieses facettenreiche Motto, das den Blick zurück ebenso wie die Forderungen an die Zukunft in sich trägt. *bm 6. – 14.7., CSD München, www.csdmuenchen.de FOTO: CONRAD BREYER FOTO: BERND MÜLLER COMMUNITY Line Dance – For Men Only Das Sub-Zentrum bietet im Rahmen seines offenen Programms kostenlose Line-Dance-Stunden nur für Männer. Wer keinen festen Tanzpartner oder einen Tanzmuffel an seiner Seite hat, für den könnte Line Dance das Richtige sein. Hier wird meist zu Country- oder Popmusik allein vor- und nebeneinander getanzt. Richard Lootens, seit dreißig Jahren Line-Dance-Lehrer, macht dieses Angebot vierzehntäglich am Sonntag im Sub, wo es an diesem Nachmittag ohnehin Kaffee und Kuchen gibt – da schadet etwas Bewegung wahrlich nicht. Eine Anmeldung ist nicht nötig, einfach vorbeikommen! *bm Ab 17.3., Sub, Müllerstr. 14, 16:30 bis 17:30 Uhr, richardlootens@gmx.de FÜHRUNGEN ZUR QUEEREN GESCHICHTE Historisches Wochenende Am 23. und 24. März lädt die Münchner Regenbogenstiftung zusammen mit dem forum homosexualität zu zwei Führungen durch Münchens queere Geschichte: Am 23.3. wird die Verfolgung von Lesben und Schwulen im NS-Dokumentationszentrum beleuchtet. Tags darauf geht’s zu einem Stadtspaziergang zur Geschichte der Lesben und Schwulen zwischen Altstadt und Isarvorstadt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist bis zu einer Woche zuvor online notwendig. Ein spannendes Wochenende für historisch Interessierte! *bm 23. + 24.3., jeweils 14 Uhr, Anmeldung und Information: www.muenchner-regenbogen-stiftung.de FOTO: NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM


SZENE 5 FASCHINGSORDEN FÜR ANDREAS GABALIER „HOMOPHOB UND RASSISTISCH“ Für Aufsehen sorgte die Verleihung des renommierten Karl-Valentin-Ordens an den österreichischen Sänger Andreas Gabalier. Münchens traditionsreiche Faschingsgesellschaft „Narrhalla“ erntete dafür Kritik nicht nur aus der Politik und von zahlreichen Prominenten, sondern auch aus der queeren Szene. Die Veranstalter des schwulen Rosenmontagsballs im Oberangertheater hatten die Prinzengarde der Narrhalla zunächst ein-, nach dem Bekanntwerden der Ordensverleihung an Gabalier jedoch wieder ausgeladen. „Wir hätten uns sehr gefreut, Eure Tanzgarde in diesem Jahr wieder auf unserem schwulen Rosenmontagsball zu sehen“, schrieb Sub-Geschäftsführer Kai Kundrath im Namen aller veranstaltenden queeren Vereine. Jetzt sehe man sich leider gezwungen, den Auftritt abzusagen. Der Grund: „Immer wieder äußert sich Gabalier homophob und rassistisch.“ Nach dem Bekanntwerden der Absage boten übrigens ein halbes Dutzend Faschingsvereine an, deren Garde als Ersatz zum Rosenmontagsball zu entsenden. Ob es zu einem Engagement kommt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. *bm GRAFIK: NAOMI LAWRENCE MÜNCHNER PROJEKTCHOR BEIM ODESSA PRIDE Gesang verbindet Schon seit vielen Jahren vernetzt die Kontaktgruppe MunichKyivQueer die LGBTIQ*-Szenen zwischen den Partnerstädten München und Kiew. Jetzt startet sie ein neues Projekt, um Bayern und die Ukraine einander näherzubringen: Eingerahmt vom Pride-Weekend in Odessa (Ende August) findet ein kleines internationales Chorfestival statt. Für diesen Event gründet sich ein Münchner Projektchor, der zurzeit engagierte Sängerinnen und Sänger sucht. Der Chor ist offen für alle, die Spaß am Singen haben, und probt ab Mitte März an vier Samstagen. *bm projektchor-odessa@gmx.de, www.facebook.com/ProjektchorOdessa2019, www.monaccord.de In München... ist bunt MÜNCHNER das neue -blau. BANK muenchner-bank.de


6 SZENE KONZERT I am what I am - seit 30 Jahren Chris Kolonko ist Bayerns erfolgreichster Travestiekünstler. Er feiert dieses Jahr am 28. März sein 30-jähriges Bühnenjubiläum mit einer faszinierenden Show im Münchner Gasteig. Der Abend steht ganz unter dem Motto des Hits „I am what I am“. Darüber hinaus gibt der Ausnahmekünstler einen umfangreichen Einblick in Werdegang und Karriere als Showgirl, Entertainer und Diva. Mit viel Charme und Witz schreckt er auch nicht davor zurück, Persönliches auf die Bühne zu bringen. Musikalisch unterstützt wird seine Performance durch eine achtköpfige Band unter der Leitung von Chris Gall. *jm 28.3., Chris Kolonko & Band: I am what I am, Gasteig, Carl-Orff-Saal, Rosenheimer Str. 5, 20 Uhr, gasteig.de WAHL ZUR MAIKÖNIGIN DRAG SOCIETY Der 30. April ist schon lange nicht mehr nur der Termin der Walpurgisnacht, denn seit fast 15 Jahren tanzen an diesem Abend ganz besonders schrille Hexen auf der Münchner Hans-Sachs- Straße. Ex-„Selig“-Wirt Günter Kastner und Sebastian Roos vom „Nil“ laden zur „Wahl zur seligen Münchner Maikönigin“ und einer gut gelaunten Hommage an die Münchner Drag Society. Gegen 18 Uhr geben sich die Kandidatinnen die Ehre, defilieren durch das Publikum und buhlen auf der kleinen Bühne mit wilden Kostümen, nicht minder wildem Gesang und knackigen Sprüchen um die Gunst ihrer Untertanen. Wer die Nachfolge von Carmen G. Aiss (Foto) antritt, wird gegen 21 Uhr bekannt gegeben. Der Abend wird begleitet von DJ-Sounds, Liveacts und dem traditionellen „Rote- Rosen-Regen“. Einen Ersatztermin gibt es übrigens nicht, das heißt: Kandidatinnen wie Gäste sind nicht nur dem schlechten Geschmack der potenziellen Königinnen, sondern auch Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt! COMMUNITY Jugend jodelt Mitte Mai lädt die Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) zum ersten LGBTIQ*- Wochenende – jetzt anmelden! Vom 17. bis 19. Mai können queere (oder noch unentschlossene) Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren ein gemeinsames Wochenende in den Bergen verbringen und sich beim Klettern, Wandern oder Mountainbiken kennenlernen. „Queerfeldein“ heißt die Aktion, die in Bad Hindelang im Allgäu stattfindet. „Queerfeldein“ ist eine Kooperationsveranstaltung von JDAV und Gay Outdoor Club (GOC) mit Unterstützung der Münchner Jugendorganisation diversity. Das Beste: Für Mitglieder von GOC und deren Partner-Sektionen Berlin und Köln übernimmt der GOC die Teilnahmegebühr von 75 Euro. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. *bm 17. – 19. Mai, Jugendbildungsstätte Hindelang, Anmeldung: www.jdav.de/queerfeldein Hauptsponsor der Maiköniginnen-Wahl ist einmal mehr das „wohnsinnige“ Möbelhaus KARE. „Die Maikönigin ist bunt, ein wenig schräg und präsentiert sich mit viel Liebe und großem Aufwand – das passt zu uns!“, so Creative Director Wolfgang Hückelheim. Wenige Wochen nach der Wahl lädt die „Küche im Kraftwerk“ übrigens das Feiervolk wieder zum Maiköniginnen-Dinner in das KARE-Stammhaus an der Drygalski- Allee – den Termin werden wir im nächsten Heft bekannt geben. *bm 30.4., Hans-Sachs-Str., 15 – 23 Uhr FOTO: JDAV/GOC FOTO: HANSI TROMPKA FOTO: MANUEL JACOB


DIE WAHRHEIT KANN NICHT BEKEHRT WERDEN OSCAR®-NOMINIERTER LUCAS HEDGES OSCAR®-PREISTRÄGERIN NICOLE KIDMAN UND OSCAR®-PREISTRÄGER RUSSELL CROWE 100 Jahre Circus Krone Bau München! DREHBUCH UND REGIE JOEL EDGERTON 3. Jubiläumsprogramm: 01. - 31. März 2019 Eintrittskarten an den Circuskassen und bei allen München Ticket Vorverkaufsstellen, sowie im Internet unter: www.muenchenticket.de Circus Krone | Marsstraße 43 80335 München |Tel. 089 – 545 8000 www.circus-krone.de S-Bahn/Straßenbahn Hackerbrücke DER VERLORENE SOHN erzählt die ergreifende und wahre Geschichte des 19-jährigen Jared (Lucas Hedges), der in einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten aufwächst. Als sein strenggläubiger Vater (Russell Crowe) von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reparativtherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie zu riskieren, lässt er sich notgedrungen auf die absurde Behandlung ein. Seine Mutter (Nicole Kidman) begleitet Jared zu der abgeschotteten Einrichtung, deren selbst ernannter Therapeut Viktor Sykes (Joel Edgerton) ein entwürdigendes Umerziehungsprogramm leitet. Eine zutiefst bewegende und zugleich universelle Geschichte über den mutigen Kampf eines jungen Mannes für ein selbstbestimmtes Leben. AB 21. FEBRUAR IM KINO /DerVerloreneSohn.DE


8 SZENE COMMUNITY München ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000 WEITERE LOCATIONS WELTWEIT. KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP! FR 1.3. 19:00 Bar Rendezvous, PartyBar, mit Jörg Olsson, Müllerstr. 54 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Fetisch am Cafétisch, ganz entspannt und mit viel Blabla, Müllerstr. 14 19:00 LeTra-Zentrum, LeTsBar mit Lesben- Salon, Angertorstr. 3 19:00 Baum 20 | Stadtteilladen Berg am Laim, Schwul leben in Berg am Laim, Baumkirchner Str. 20 19:00 Diversity Jugendzentrum, JUNGs, Neueinsteigertag, offene Gruppe für schwule und bisexuelle Jungs von 18 bis 27 Jahren, Blumenstr 11 21:00 MLC UnderGround, Sneakers & Sports, Dresscode-Party: Skater, Sports- und Sneakerfans, Einlass bis 23 Uhr, Machtlfinger Str. 29 SA 2.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 15:00 Diversity Jugendzentrum, JuLes, für Mädchen von 14 bis 19 Jahren, Blumenstr 11 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, heute bewirten euch die Abendberater, Müllerstr. 14 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 21:00 MLC UnderGround, Fetish Party, von Gummi über Leder und Soldiers bis Sportswear, Einlass bis 23 Uhr, Machtlfinger Str. 29 05:00 Bar zur Feuerwache, Weißwurst- Frühstück, Blumenstr. 21a SO 3.3. 08:50 GOC München e.V, GOC Langlaufen, Kloaschertal und Grundalm (1006 m) – Mangfallgebirge, Rumpfrodstr. 39 11:00 Moro - Die Wirtshaus Bar, Brunch, [11 bis 15:30], moromunich.de, Müllerstr. 30 11:00 LeTra-Zentrum, Sonntagsbrunch, für Lesben 40plus, Angertorstr. 3 MO 4.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 18:00 Buddy, Naked-/ Unterwearabend, Corneliusstr. 32 18:00 DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Nord, GOC Bouldertreff, Gemeinsames Bouldern für alle, egal welches Niveau, Werner-Heisenberg- Allee 5 19:00 Bar Rendezvous, YoungDay, Gäste unter 27 erhalten Drinks zu Sonderpreisen, Müllerstr. 54 20:00 Ochsengarten, Gelber Abend, Müllerstr. 47 20:00 Camp | Gay and Cruising Bar, Underwear & Naked Party, Reisingerstr. 15 DI 5.3. 14:00 Deutsche Eiche, Faschingsstraßenfest, Heiße Musik mit DJ James Munich, Showeinlagen mit Travestiestar Daisy Ray, vor und in der „Deutschen Eiche“, Reichenbachstr. 13 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Regenbogenväter, rund um’s schwule Elternsein, Müllerstr. 14 MI 6.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 19:00 KraftWerk, Euronight, Die Szeneparty am Mittwoch mit extrem günstigem Fassbier. Bis 21 Uhr., Thalkirchner Str. 4 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Regenbogenchor, Müllerstr. 14 DO 7.3. 14:15 Alten- und Service-Zentrum Isarvorstadt, Fitness für ältere Schwule, Hans-Sachs-Str. 14 19:00 Edelheiss, Bart- Abend, [bis 22:00], für alle Bartträger das 2. Bier gratis, Pestalozzistr. 6 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, Zu Gast im Sub sind Transmann e.V., Müllerstr. 14 20:00 Neue Fasanerie, Stammtisch, der Motorboys, www. motorboys.org, Hartmannshofer Str. 20 21:00 Radio Lora, Radio Uferlos, [Bis 22:00] auf LORA 92,4 MHz & per Kabel auf 96,75, www.uferlosmagazin.de FR 8.3. 19:45 Musikinstitut Wangler, ffortissimo, Schwuler Klassik-Klub, www. ffortissimo-online. de, Sendlinger Str. 14, Eingang Hackenstr., 4. Stock 19:00 Bar Rendezvous, PartyBar, mit Jörg Olsson, Müllerstr. 54 22:00 Prosecco, Schlagerparty, Theklastr. 1 SA 9.3. 10:45 GOC München e.V, GOC Wanderung, Von Fischhausen über das Aurachköpfl, Rumpfrodstr. 39 14:00 Diversity Jugendzentrum, frienTS, für Trans* zwischen 14 und 27 Jahren, Blumenstr 11 17:00 Muffatwerk | Muffathalle, Weltfrauentag, inspirierende Gedanken tanken, austauschen, abtanzen, Zellstr. 4 19:00 Wirtshaus zum Isartal, Zum Blinden Engel, 4 Gänge Blindverkostung: DunkelErlebnis. BindverkostBAR, Brudermühlstr. 2 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 21:00 MLC UnderGround, Leather Night, Einlass bis 23 Uhr, Machtlfinger Str. 29 SO 10.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 13:15 Diversity Jugendzentrum, youngsters, Therme Erding, für schwule und bisexuelle Jungs bis 19 Jahre, Blumenstr 11 15:00 MLC UnderGround, Fetish Sex Party on Sunday, Einlass bis 17 Uhr, Machtlfinger Str. 29 18:45 St. Paul Kirche, Queergottesdienst, St.-Pauls-Platz 10 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, 08/15-Abend, feucht-fröhlich, immer etwas los, Müllerstr. 14 MO 11.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 19:15 SUB | Schwules Kulturzentrum, Gay & Gray, Müllerstr. 14 20:00 Camp | Gay and Cruising Bar, Underwear & Naked Party, Reisingerstr. 15 DI 12.3. 18:00 Diversity Jugendzentrum, plusPol, Bastel-Aktion, Gruppe für junge Positive bis 30, Blumenstr 11 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Selbsthilfe Chemsex, offene Gesprächsgruppe, Müllerstr. 14 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Männerakademie, „Keine Fetten, nur XL“, Körperbilder in der schwulen Community, Müllerstr. 14 MI 13.3. 19:00 KraftWerk, Euronight, Die Szeneparty am Mittwoch mit extrem günstigem Fassbier. Bis 21 Uhr., Thalkirchner Str. 4 19:00 Moro - Die Wirtshaus Bar, Mittwochscocktail, 2-4-1 bis 0:45 Uhr, moro-munich.de, Müllerstr. 30 DO 14.3. 19:00 LeTra-Zentrum, Der marktgerechte Patient, Film & Diskussion, Angertorstr. 3 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, PrEP-Beratung, persönliche Aufklärung über Vor- und Nachteile, Müllerstr. 14 FR 15.3. 19:00 Bar Rendezvous, PartyBar, mit Jörg Olsson, Müllerstr. 54 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Schwule Lehrer Südbayern, Müllerstr. 14 21:00 MLC UnderGround, Sports & Rubber, Einlass bis 23 Uhr, Machtlfinger Str. 29 SA 16.3. 08:00 GOC München e.V, GOC Rennradwoche, Mallorca - das Rennradmekka im Frühjahr und Herbst, bis 24.3., Rumpfrodstr. 39 15:00 Diversity Jugendzentrum, JuLes, Gruppe für Mädchen von 14 bis 19 Jahren, Blumenstr 11 20:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, kostenlose Rechtsberatung, Müllerstr. 14 21:00 MLC UnderGround, Fetisch des Monats: Bikers & Cross, Einlass bis 23 Uhr, Machtlfinger Str. 29 SO 17.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 12:00 Münchner Freiheit, St. Patrick‘s Day, Parade von Schwabing bis zum Odeonsplatz, Münchner Freiheit 15:00 Diversity Jugendzentrum, youngsters, Kochnachmittag, für schwule und bisexuelle Jungs bis 19 Jahre, Blumenstr 11 MO 18.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 18:00 Buddy, Naked-/ Unterwearabend, Corneliusstr. 32 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, LeTRa goes Sub, deine mädels, deine musik, deim bier, Müllerstr. 14 DI 19.3. 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Munich Kiev Queer, Müllerstr. 14 20:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Schachgruppe, Müllerstr. 14 MI 20.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 20:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, ådes Starkbierfestes, Müllerstr. 14 DO 21.3. 18:30 Oberangertheater, Bavarian Mr. Leather, Wahl des neuen Fetisch- Repräsentantens, Oberanger 38 19:00 Edelheiss, Bart- Abend, [bis 22:00], für alle Bartträger das 2. Bier gratis, Pestalozzistr. 6 21:00 Radio Lora, Radio Uferlos, [Bis 22:00] auf LORA 92,4 MHz & per Kabel auf 96,75, www.uferlosmagazin.de FR 22.3. 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Brühwarm, Das Radiomagazin zu Gast wie immer mit neuen Bands, Sängern und Songwritern, Müllerstr. 14 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, Schwule Lehrter hinter der Theke, Müllerstr. 14 SA 23.3. 15:00 MLC UnderGround, Fetish Flohmarkt, mit Kaffee & Kuchen, Machtlfinger Str. 29 19:30 BMW Welt | Auditorium, Münchner- StiftungsFrühling, Eröffnung der Stifungswoche, Am Olympiapark 1 21:00 MLC UnderGround, Löwennacht, fast schon legendär: Hunderte Fetischfreunde treffen sich zum Trinken, Ratschen, Cruisen und Feiern, Machtlfinger Str. 29 SO 24.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 08:30 GOC München e.V, GOC Wanderung, von Günzach nach Marktoberdorf, Rumpfrodstr. 39 10:00 Augustiner Keller, MLC GaySunday, Der GaySunday im Augustinerkeller ist für viele einer der schönsten Nachmittage des Jahres., Arnulfstrassse 52 14:00 Karl-Heinrich- Ulrichs-Platz, Stadtführung, Geschichte der Lesben und Schwulen in München, Karl-Heinrich- Ulrichs-Platz MO 25.3. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 19:00 Diversity Jugendzentrum, diversity@ school, Gruppentreffen, Blumenstr 11 20:00 Camp | Gay and Cruising Bar, Underwear & Naked Party, Reisingerstr. 15 DI 26.3. 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Selbsthilfe Chemsex, offene Gesprächsgruppe, Müllerstr. 14 19:00 Isar Bowling, MLC Bowling, gemütliches Treffen des Fetisch-Clubs, Martin-Luther- Straße 22 MI 27.3. 19:00 KraftWerk, Euronight, Die Szeneparty am Mittwoch mit extrem günstigem Fassbier. Bis 21 Uhr., Thalkirchner Str. 4 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, mit dem Bushido Karateverein, Müllerstr. 14 FR 29.3. 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, Wolfi & Friends zapfen und servieren, Müllerstr. 14 19:00 Diversity Jugendzentrum, JUNGs, Verabschiedung Max, offene Gruppe für schwule und bisexuelle Jungs von 18 bis 27 Jahren, Blumenstr 11 22:00 Prosecco, Schlagerparty, Theklastr. 1 SA 30.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 08:00 GOC München e.V, GOC Wandern & City, Freiburg im Breisgau, Kaiserstuhl, Rumpfrodstr. 39 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 SO 31.3. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 MO 1.4. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 20:00 Ochsengarten, Gelber Abend, Müllerstr. 47 DI 2.4. 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Regenbogenväter, rund um’s schwule Elternsein, Müllerstr. 14


BAYERISCHES STAATSBALLETT JEWELS 11.4. DIE KAMELIENDAME 12.4. ONEGIN 13.4. MATINEE DER HEINZ-BOSL-STIFTUNG 14.4. DER WIDERSPENSTIGEN ZäHMUNG 14.4. SPARTACUS 15.4. PORTRAIT WAYNE MCGREGOR 16.4. ALICE IM WUNDERLAND 17.4. ANNA KARENINA 18.4. BALLETTFESTWOCHE 11. – 18. APRIL 2019 Tickets & Infos www.staatsballett.de SUPPORTED BY


10 SZENE COMMUNITY München ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000 WEITERE LOCATIONS WELTWEIT. KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP! MI 3.4. 19:00 Moro - Die Wirtshaus Bar, Mittwochscocktail, 2-4-1 bis 0:45 Uhr, moro-munich.de, Müllerstr. 30 DO 4.4. 19:15 SUB | Schwules Kulturzentrum, QueerAmnesty, Müllerstr. 14 20:00 Neue Fasanerie, Stammtisch, der Motorboys, www. motorboys.org, Hartmannshofer Str. 20 21:00 Radio Lora, Radio Uferlos, [Bis 22:00] auf LORA 92,4 MHz & per Kabel auf 96,75, www.uferlosmagazin.de FR 5.4. 19:00 Bar Rendezvous, PartyBar, mit Jörg Olsson, Müllerstr. 54 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Fetisch am Cafétisch, ganz entspannt und mit viel Blabla, Müllerstr. 14 19:00 Baum 20 | Stadtteilladen Berg am Laim, Schwul leben in Berg am Laim, Baumkirchner Str. 20 05:00 Bar zur Feuerwache, Weißwurst- Frühstück, Blumenstr. 21a SA 6.4. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 10:15 GOC München e.V, GOC Radtour, im Münchner Raum, Rumpfrodstr. 39 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 SO 7.4. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 MO 8.4. 20:00 Ochsengarten, Naked & Underwear Abend, Müllerstr. 47 DI 9.4. 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, English Book Club, nur mit Voranmeldung, Müllerstr. 14 MI 10.4. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 DO 11.4. 18:00 Buddy, Naked-/ Unterwearabend, Corneliusstr. 32 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Selbsthilfegruppe Depression, Müllerstr. 14 FR 12.4. 19:45 Musikinstitut Wangler, ffortissimo, Schwuler Klassik-Klub, www. ffortissimo-online. de, Sendlinger Str. 14, Eingang Hackenstr., 4. Stock 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, ISHQ muslim brotherhood, Willkommen ist jeder Moslem!, Müllerstr. 14 SA 13.4. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 SO 14.4. 08:30 GOC München e.V, GOC Wanderung, von Geitau auf den Seebergkopf (1.538), Rumpfrodstr. 39 18:45 St. Paul Kirche, Queergottesdienst, St.-Pauls-Platz 10 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, Refugees machen Theke, Müllerstr. 14 MO 15.4. 18:00 DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Nord, GOC Bouldertreff, Gemeinsames Bouldern für alle, egal welches Niveau, Werner-Heisenberg-Allee 5 DI 16.4. 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Munich Kiev Queer, Müllerstr. 14 MI 17.4. 19:00 Moro - Die Wirtshaus Bar, Mittwochscocktail, 2-4-1 bis 0:45 Uhr, moro-munich.de, Müllerstr. 30 DO 18.4. 21:00 Radio Lora, Radio Uferlos, [Bis 22:00] auf LORA 92,4 MHz & per Kabel auf 96,75, www.uferlosmagazin.de FR 19.4. 08:00 GOC München e.V, GOC osterwandern, in Kärnten: Wörthersee und Ossiacher See, bis 23.4., Rumpfrodstr. 39 20:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, VIVA-TS, Müllerstr. 14 SA 20.4. 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 05:00 Bar zur Feuerwache, Weißwurst- Frühstück, Blumenstr. 21a SO 21.4. 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Drink‘n Drag, bunt und schrill, Müllerstr. 14 MO 22.4. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, HuK & Queergottesdienst hinter der Theke, Müllerstr. 14 MI 24.4. 11:00 Café Heimatliebe, Café-Betrieb, Wirtstr. 15a 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 19:00 KraftWerk, Euronight, Die Szeneparty am Mittwoch mit extrem günstigem Fassbier. Bis 21 Uhr., Thalkirchner Str. 4 19:30 SUB | Schwules Kulturzentrum, Queere Lesegruppe, Müllerstr. 14 20:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Ausgehgruppe, Müllerstr. 14 DO 25.4. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 18:00 Diversity Jugendzentrum, 160293, Kleider-Börse, Blumenstr 11 19:00 Edelheiss, Bart- Abend, [bis 22:00], für alle Bartträger das 2. Bier gratis, Pestalozzistr. 6 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Thekendienst, Auf zu neuen Höhen mit dem Gay Outdoor Club, Müllerstr. 14 FR 26.4 19:45 Musikinstitut Wangler, ffortissimo, Schwuler Klassik-Klub, www. ffortissimo-online. de, Sendlinger Str. 14, Eingang Hackenstr., 4. Stock 19:00 SUB | Schwules Kulturzentrum, Brühwarm, Das Radiomagazin zu Gast wie immer mit neuen Bands, Sängern und Songwritern, Müllerstr. 14 SA 27.4. 20:00 Münchner Aids- Hilfe, CR71 - Barabend, Lindwurmstr. 71 SO 28.4. 07:00 Deutsche Eiche, Frühstücksbrunch, bis 11 Uhr, Reichenbachstr. 13 MO 29.4. 17:00 Münchner Aids- Hilfe, Checkpoint, HIV Test & Beratung bis 20 Uhr., Lindwurmstr. 71 DI 30.4. 15:00 Hans-Sachs-Straße, Maiköniginnen- Fest, Straßenfest mit Bühnenprogramm und der Wahl zur Maikönigin 2019, Hans-Sachs- Straße COMMUNITY Bayern FR 1.3. 14:00 Alibi Sauna, Unisex- Tag (Bi-Open), Nürnberger Str. 88, Würzburg 20:00 SchuTz e.V., Freitagsstammtisch beim SchuTz, Benediktbeurer Str. 2, Bad Tölz SO 3.3. 14:00 Cafe Bar Cartoon, Kaffee & Kuchen, An der Sparkasse 6, Nürnberg 15:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, Freundeskreis Transmänner, Sandstr. 1, Nürnberg MO 4.3. 18:00 Aids-Hilfe Nürnberg, Checkpoint, Die Testung erfolgt nur an diesem Tag in diesem Zeitraum! jeden Montag 18-20 Uhr, Entengasse 2, Nürnberg DI 5.3. 15:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, 60plus-Treff, für LGBT-Senioren, Sandstr. 1, Nürnberg 19:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, Jugendgruppe, Sandstr. 1, Nürnberg MI 6.3. 16:00 Alibi Sauna, Happy Hour, [bis 17:00], Nürnberger Str. 88, Würzburg 17:30 Aidsberatungsstelle der Caritas, HIV-Schnelltest, Röntgenring 3, Würzburg DO 7.3. 20:00 Jägerstüberl, GAY Club-Abend, Nikolaistr. 13, Rosenheim 23:00 Scala, Gay-Day, Dance, Charts, Queer Classix & Sweeties, Gesandtenstraße 6, Regensburg SA 9.3. 21:00 Schnieglinger Keller, U33 & friends, Keine Altersbeschränkung, kein Dresscode, Schnieglinger Str. 264, Nürnberg MI 13.3. 14:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, Café Positiv, Treffen für HIV-Positive und Freunde, Sandstr. 1, Nürnberg 20:00 WuF e.V. Schwulesbisches Zentrum Würzburg, Spieleabend, jetzt rollen die Würfel, Nigglweg 2, Würzburg DO 14.3. 20:00 Musikkneipe „Neue Welt“, Schwuler Stammtisch Ingolstadt, Infos unter: www. romeo-julius.de, Griesbadgasse 7, Ingolstadt FR 15.3. 20:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, GLAM, offene reine Frauengruppe ohne Altersbeschränkung, Sandstr. 1, Nürnberg SO 17.3. 13:00 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, T*Time, für junge trans*Leute von 14-27 Jahren, Sandstr. 1, Nürnberg 19:00 St. Johanniskirche, Queergottesdienst, Evangelischer Gottesdienst, Johannisstraße 55, Nürnberg MI 20.3. 20:00 WuF e.V. Schwulesbisches Zentrum Würzburg, Stammtisch Queer Pride Wü, im Café Lenz, offen für alle, Nigglweg 2, Würzburg FR 22.3. 16:00 Die Villa, Queer- Info Erlangen, Fliederlichs Info- und Beratungsstunde, Äußere Brucker Str. 49, Erlangen 19:30 Gasthof zur Post Eberfing, Gay- Stammtisch-WM in derEberfinger Post, Escherstr. 1, Eberfing DO 28.3. 19:30 Fliederlich e.V. - schwuLesbisches Zentrum Nürnberg,, Bi-Gruppentreff, Offene Gesprächs- und Selbsthilfegruppe, Sandstr. 1, Nürnberg DI 2.4. 20:00 WuF e.V. Schwulesbisches Zentrum Würzburg, Treffpunkt8, Frühjahrsvolksfest, Nigglweg 2, Würzburg SA 6.4. 23:00 Bungalow, Pink Bungalow, Queer Classic Clubbing, Gögginger Str. 28, Augsburg SO 7.4. 14:00 Cafe Bar Cartoon, Kaffee & Kuchen, An der Sparkasse 6, Nürnberg FR 12.4. 19:30 Gasthof zur Post Eberfing, Gay- Stammtisch-WM in derEberfinger Post, Escherstr. 1, Eberfing SO 21.4. 19:00 St. Johanniskirche, Queergottesdienst, Evangelischer Gottesdienst, Johannisstraße 55, Nürnberg


12 POLITIK FOTO: MICHAEL LUCAN KOLUMNE „Irgendwann kann eine Szene so zersplittert werden, dass es keine Szene mehr ist“. Der „Viertel-Bürgermeister“ ist tot: Alexander Miklosy ist nach schwerer Krankheit mit 69 Jahren gestorben. AZ-Lokalchef Felix Müller würdigt in seiner kommunalpolitischen Kolumne Miklosys Lebenswerk Alexander Miklosy hat das Viertel geliebt. Und das Viertel hat ihm viel zurückgegeben. Ihm, dem Rosa-Liste-Politiker, der zum Bezirksausschuss-Chef gewählt wurde, sogar mit den Stimmen der CSU. Miklosy und das Viertel: Das passte einfach. Und das war auch ganz alltäglich zu sehen, wenn man mit Miklosy, diesem gütigen, tieffreundlichen Mann, spazieren ging und er an jeder Ecke herzlich gegrüßt wurde. Viele Entwicklungen sah Alexander Miklosy mit Sorge, natürlich tat er das. Dass es vermehrte Übergriffe rund um die Müllerstraße gab, registrierte er zum Beispiel genau. Und doch sprach er immer mit einer Wärme von seinem Viertel, wie es nur ganz wenige können. Die Toleranz der Gegend, sagte er mir mal sehr überzeugt, habe Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel doch erst so attraktiv gemacht. Nur deshalb wollten hier inzwischen so viele Menschen leben. Und: Schwule und Lesben lebten hier immer noch so selbstverständlich wie nirgends sonst. Miklosy führte viele Jahre den CSD an, dieser stets so freundlich und ausgeruht wirkende Mann mischte aber natürlich auch das ganze Jahr über in allen Debatten mit, die sein Viertel betrafen. Dabei wurde er in seinem Bezirksausschuss gerade so sehr geschätzt, weil er nicht nur eine Meinung vertrat, sondern auch andere gelten ließ. Miklosys verbindende Art ist legendär. Nun ist der Viertel- Bürgermeister gestorben. Und hinterlässt eine riesige Lücke. „Er war ganz selbstverständlich einfach immer da“, sagt Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl, der ihn einst schon als „Radio Uferlos“-Gründer kennengelernt hatte. „Alexander Miklosy hatte so ein großes Herz.“ Niederbühl sagt, er habe sich immer auf Alexander Miklosy verlassen können. „So jemand ist eigentlich nicht zu ersetzen.“ Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter würdigt Miklosy: „Er hat sich in den langen Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit mit großem persönlichen Engagement und viel Einfühlungsvermögen der Interessen seines Stadtbezirks angenommen. Für dieses langjährige Wirken gebührt ihm Dank und Anerkennung.“ Wie es im Bezirksausschuss weitergeht, ist auch viele Wochen nach dem Tod Miklosys noch völlig unklar. Andere Personalentscheidungen in der Münchner Politik sind schon einen Schritt weiter. Die Münchner Grünen wird in den kommenden Jahren möglicherweise ein junger Mann aus der Szene prägen. Dominik Krause (28) hat erklärt, für den Stadtvorsitz zu kandidieren – und parteiintern werden ihm sehr gute Chancen zugerechnet. In einem Interview mit der AZ hat Krause schon mal ein paar Pflöcke reingehauen. So griff er OB Reiter an („Große Worte, kleine Taten“), warnte, das liberale Münchner Lebensgefühl sei mit der Großen Koalition im Rathaus in Gefahr. Und ging vor allem sehr viel klarer als viele andere Münchner Grüne auf Distanz zur CSU. Krause wirbt für eine Stadt, in der Grünflächen erhalten bleiben – aber auch Platz für Subkultur ist. Das hätte sicherlich auch Alexander Miklosy so unterschrieben. Bei aller Liebe zu seinem Viertel warnte der auch davor, dass es irgendwann nur noch so wenig schwule Anlaufstellen geben könnte, dass der Charme verloren zu gehen droht. „Irgendwann“, sagte er mir am Ende eines Spaziergangs durch das Glockenbach, „kann eine Szene so zersplittert werden, dass es keine Szene mehr ist“. Das schwule Glockenbachviertel, sollte das heißen, könnte ernsthaft in Gefahr geraten. Auch das ist eine Warnung von Alexander Miklosy, die wie so vieles andere in Erinnerung bleiben wird – und muss. FOTO: PRIVAT


KULTUR 13 FOTO: CAVALLUNA ARM SHOW Neuer Name, alter Zauber „Welt der Fantasie“ wird das erste Programm sein, das unter dem Namen CAVALLUNA begeistern soll. Nach über 15 Jahren Erfahrung und Weiterentwicklung sowie diversen rechtlichen Streitigkeiten möchte man einen Neuanfang symbolisieren. Auf dieser Tournee besucht die Show mit 34 Arenen europaweit so viele wie nie zuvor! Die Symbiose aus Reitkunst, Akrobatik, Tanz und Musik bildet zusammen mit der Liebe zu Pferden weiterhin den Mittelpunkt. Weiterhin dabei sind die beliebtesten Pferderassen Europas, neu an Bord ist Pferdemanagerin Kenzie Dyslie, die für die Ostwind-Kinofilme verantwortlich zeichnete. Die Liebesgeschichte zwischen Tahin und Naia, die in gegensätzlichen Welten leben, ist die Quelle für traumhaft anmutende Szenen in verwunschenen Wäldern, in denen die Verbundenheit von Mensch und Pferd deutlich wird. *lm 9.3. und 10.3., Olympiahalle München, www.cavalluna.com ABER SEXY LA BOHÈME OPER VON GIACOMO PUCCINI AB 28. MÄRZ 2019 FOTO: SCHNEESPORT STIFTUNG NEW YORK WISSEN Stiften gehen? Vom 23. bis 29. März findet der vierte MünchnerStiftungs- Frühling statt. Der Öffentlichkeit soll dort zum Beispiel erklärt werden, was eine Stiftung eigentlich macht. Veranstaltet wird das Ganze von der Münchner Kultur GmbH, die auch für die Lange Nacht der Museen oder die Lange Nacht der Musik verantwortlich ist. Es soll offengelegt werden, was hinter den Kulissen von Stiftungen passiert, denn diese prägen die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche wie Bildung, Kunst, Kultur, Gesundheit, Sport oder Umwelt. Das vielfältige Angebot des MünchnerStiftungsFrühlings umfasst Workshops, Vorträge, Konzerte, Exkursionen, ein Kinderprogramm und Infostände. Die Teilnahme ist größtenteils kostenlos. Die Münchner Regenbogen-Stiftung ist übrigens auch mit einem Rundgang vertreten. *jm 23. – 29.3., www.muenchnerstiftungsfruehling.de NEW YORK ON THE TOWN MUSICAL VON LEONARD BERNSTEIN AB 26. APRIL 2019 Tickets I Tel +49 (0) 89 2185 1960 www.gaertnerplatztheater.de


14 KULTUR SONGWRITER Balladen statt Bälle: JOSEF HIEN FOTO: KERSTIN GROH Viele kennen ihn als langjährigen Präsidenten des queeren Tennisvereins InsideOut Munich – jetzt zeigt sich Josef Hien von seiner musikalischen Seite und präsentiert sein erstes Soloalbum. Als Spielzeugverkäufer, Opernsänger, Eventmanager, Tennistrainer oder Koordinator für Altenheimumzüge hat Josef Hien in seinem Leben bereits gearbeitet. Doch seine Bestimmung fand er in der Musik. Mit einem bissigen Lied über Missstände in seiner alten Firma begann seine Laufbahn als Liedermacher. Nach der darauf folgenden Entlassung und zahlreichen kleineren Auftritten zündet er jetzt die nächste Stufe seiner Karriere. Denn Josef Hien singt, wie sein Mentor, der große Konstantin Wecker, sagen würde, „weil er ein Lied hat“. Um zu unterhalten, aber auch um eine Stimme zu haben und um sich gegen Ungerechtigkeit und politischen Extremismus äußern zu können. Nach der Vorpremiere in seiner oberpfälzischen Heimat stellt Josef Hien sein erstes Album „Mit dir“ Ende März erstmals einer größeren Öffentlichkeit in München vor. *bm 30.3., Mit dir – offizielles Release-Konzert, Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz, 20 Uhr, 20 Euro, www.josefhien.de DEIN GAY LIFESTYLE Berlin • Köln • Hamburg • München brunos.de /brunos.de @brunos_de Photo by: Andrew Christian


KULTUR 15 JUBILÄUM 20 Jahre Abraxas Musical Akademie FOTO: DIETER SCHNÖPF Die Abraxas Musical Akademie in München (AMA) feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Seit ihrer Gründung zählt sie zu den renommiertesten und erfolgreichsten professionellen Musicalausbildungsschulen im deutschsprachigen Raum. Um besonders praxisorientiert zu arbeiten, bietet die BAföG-anerkannte Berufsfachschule für Musicaldarsteller während der Ausbildung sechs Musicalproduktionen im Theater sowie zwölf Aufführungen auf der Studiobühne an. Diese einzigartige Vorbereitung auf das Berufsleben ist einer der Schlüssel, warum ihre Absolventen so erfolgreich engagiert werden und Hauptrollen z. B. in „Tanz der Vampire“, „Natürlich Blond“, „Dirty Dancing“, „Fame“ oder „Mamma Mia!“ erhalten. Unterrichtet werden die SchülerInnen von nationalen wie internationalen Pädagogen, die neben ihrer Lehrtätigkeit auch selbst aktiv das Theaterleben prägen. In ihrem Jubiläumsjahr hält die AMA spannende Möglichkeiten bereit, um einen Eindruck ihrer Kompetenzen zu gewinnen: So am 6.4., wenn neben verschiedenen Workshops ein kostenfreier Schnuppertag als Berufsberatung angeboten wird. DieTeilnehmer werden einen Tag lang von Lehrern in den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel unterrichtet. Am Mittwoch dem 1.5. findet von 13 – 19 Uhr der Tag der offen Tür statt, um Musicalinteressierten einen Einblick in die Ausbildung zum Musicaldarsteller zu geben. Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Unterrichtsprogramm sowie Showblöcke u. a. aus den Musicals „Frozen“ und „Hairspray“. Weiterhin bringt die AMA am 7. und 8.6. im Wolf-Ferrari-Haus Ottobrunn das Musical „Grimm“ zur Aufführung. Also nichts wie hin und seinen Traum wahr gemacht! *mp Abraxas Musical Akademie, Hofmannstraße 5, München, 089 72469616, www.abraxas-musical-akademie.de DER GAY & LESBIAN PARTYABEND IM SCHALLERZELT AUF DEM AUGSBURGER PLÄRRER Komm mit der Bahn: Treffpunkt Info-Point München Hbf 17.15 Uhr 29.4. Eintritt frei /schallerzelt reservierung@schallerzelt.de


16 KULTUR KULTUR ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000 WEITERE LOCATIONS WELTWEIT. KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP! FR 1.3. 15:00 Show Circus Krone, 3. Jubiläumsprogramm, zweite Aufführung um 20 Uhr, Marsstr. 43 19:30 Konzert Staatstheater am Gärtnerplatz, Symphonie Fantastique, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Julia Stemberger, Anthony Bramall, Gärtnerplatz 3 20:00 Konzert Wirtshaus zum Isartal, Munich Swing Orchestra, mit Evergreens der 40er Jahre, Brudermühlstr. 2 20:00 Theater Schwere Reiter, Past Forward - eine Politische Seance, Intra-aktives Theater/ Performance von EGfKA, Dachauer Str. 114 SA 2.3. 13:00 Theater Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Dionysos Stadt, die Zehnstunden- Inszenierung von Christopher Rüping, Falckenbergstr. 1 19:00 Oper Staatstheater am Gärtnerplatz, COSÌ FAN TUTTE, Dramma giocoso, Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Gärtnerplatz 3 20:00 Konzert Prinzregententheater | Grosses Haus, Chor des Bayrischen Rundfunk, Stabat Mater, Prinzregentenplatz 12 20:00 Theater Residenztheater, Begehren, von Josep Maria Benet i Jornet, Max-Joseph- Platz 1 20:00 Theater Pasinger Fabrik, Zirkusvorstellung für Erwachsene, August-Exter-Str. 1 20:00 Theater Schwere Reiter, Past Forward - eine Politische Seance, Intra-aktives Theater/ Performance von EGfKA, Dachauer Str. 114 SO 3.3. 18:00 Show Hofspielhaus, Ein Liederliches Stück, Eine „charmante One- Woman Show“, Falkenturmstr. 8 18:00 Operette Staatstheater am Gärtnerplatz, Drei Männer im Schnee, von Thomas Pigor, Gärtnerplatz 3 18:00 Zunfthaus, Fasching-Tanzcafé, für alle Freunde des Paartanzes, Thalkirchner Str. 76 19:00 Konzert Ars Musica - Die Bühne im Stemmerhof, Ensemble Global, Kammermusik zwischen den Grenzen von E- und U-Musik, Plinganserstr. 6 20:00 Konzert Muffatwerk, Melissa Etheridge, Zellstr. 4 MO 4.3. 19:30 Münchner Volkstheater, Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, Regie: Kieran Joel, Brienner Str. 50 20:00 Konzert Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Die Nerven, wuchtige und atmosphärisch dichte Songs, Falckenbergstr. 1 #SONNETANKEN Romantik Hotel Sonne gay owned & operated Marktstraße 15 · 87541 Bad Hindelang Tel.: +49 (0)8324-897-0 · info@sonne-hindelang.de www.hotel-sonne-hindelang.de/lgbtq DO 7.3. 19:30 Theater Residenztheater, Der Spieler, von Fjodor M. Dostojewskij, Max- Joseph-Platz 1 20:00 Konzert Muffatwerk | Ampere, Michelle David, & the Gospel Sessions, Zellstr. 4 20:00 Konzert Wirtshaus zum Isartal, Veterinary Street Jazz Band, Jazz mit Knoff-Hoff, Brudermühlstr. 2 FR 8.3. 19:30 Theater Residenztheater, Der nackte Wahnsinn, von Michael Frayn, Max-Joseph- Platz 1 19:30 Münchner Volkstheater, Das Schloss, nach Franz Kafka, Regie: Nicolas Charaux, Brienner Str. 50 20:00 Konzert Gasteig | Philharmonie, Münchner Philharmoniker, Philharmonischer Chor, Christian Tetzlaff (Violine), Barbara Hannigan (Sopran) - Nono, Berg, Schönberg, Mozart, Rosenheimer Str 5 SA 9.3. 15:00 Show Olympiapark München | Olympiahalle, Cavalluna, Welt der Fantasie, zweite Aufführung um 20 Uhr, Spiridon- Louis-Ring 21 19:30 Münchner Volkstheater, Herakles, Regie: Simon Solberg, Brienner Str. 50 21:00 Konzert Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Festivalnacht der avancierten elektronischen Popmusik, von Sandra Hüller, Alice Gartenschläger, Falckenbergstr. 1 21:00 Konzert Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Festivalnacht der avancierten elektronischen Popmusik, Falckenbergstr. 1 SO 10.3. 11:00 Konzert BMW Welt | Auditorium, BMW Welt Jazz Awards 2019, kostenlose Sonntagsmatinee im Rahmen des Wettbewerbs, Am Olympiapark 1 14:00 Show Olympiapark München | Olympiahalle, Cavalluna, Welt der Fantasie, Spiridon- Louis-Ring 21 18:00 Theater Residenztheater, Don Juan, von Moliére, Max- Joseph-Platz 1 DI 12.3. 20:00 Ballett Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Walter WIll (in Melody), Performance im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus, Falckenbergstr. 1 20:00 Theater Residenztheater, Kollektive Schieflage, Ein Volksfeind von Henrik Ibsen Kollektive Schieflage- Eigenproduktion von und mit Schülerinnen des There- sia-Gerhardinger- Gymnasiums am Anger, Max- Joseph-Platz 1 MI 13.3. 20:00 Kabarett Olympiapark München | Kleine Olympiahalle, Barbara Schöneberger, „Eine Frau gibt Auskunft“ und zwar mit Musik, Spiridon-Louis- Ring 21 SA 16.3. 19:00 Konzert Schloss Nymphenburg, Nymphenburger Schlosskonzerte, Schloss Nymphenburg 1 20:00 Konzert Ars Musica - Die Bühne im Stemmerhof, Chansons d‘Amour... et d‘Automne, Französischer Jazz- und Chanson-Abend, Plinganserstr. 6 SO 17.3. 18:00 Edeltraud, Deutschzentrum München e.V., Suburbia me!, Ausstellung, Lesung, Musik: Das Leben eines schwulen Lehrers in der Vorstadt, Landwehrstr. 44 MO 18.3. 19:30 Theater Komödie im Bayrischen Hof, Susi oder so, Kaiserin von Österreich, Promenadenplatz 6 DI 19.3. 20:00 Show Circus Krone, 3. Jubiläumsprogramm, Marsstr. 43 DO 21.3. 20:00 Konzert Ars Musica - Die Bühne im Stemmerhof, Gampe & Band, Blues & Groove aus Bayern, Plinganserstr. 6 20:00 Show GOP Variete Theater München, Humorzone, Klimafreundlich, ARTgerecht und einfach umwerfend!, Maximilianstr. 47 FR 22.3. 19:30 Theater Residenztheater, Eine göttliche Komödie, Dante Pasolini, von Federico Bellini, Max-Joseph- Platz 1 19:30 Münchner Volkstheater, Nathan der Weise, von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Christian Stückl, Brienner Str. 50 20:00 Konzert Olympiapark München | Olympiahalle, Abbamania, Die Tributeshow mit großem Orchester und den Hit-Klassikern, Spiridon-Louis- Ring 21 SA 23.3. 14:00 NS-Dokumentationszentrum, Verfolgungsgeschichte von Lesben und Schwulen, Anmeldung erforderlich!, Brienner Str. 34 19:00 Konzert Hochschule für Musik und Theater | Großer Saal, Glanzlichter der Romantik, Klavierkonzerte von Chopin, Saint- Saëns und Brahms, Arcisstr. 12 19:00 Konzert Hochschule für Musik und Theater | Großer Saal, Glanzlichter der ROmantik, Klavierkonzerte von Chopin, Saint- Saëns und Brahms, Arcisstr. 12 19:30 Theater Residenztheater, Die Räuber, von Friedrich Schiller, Max-Joseph- Platz 1 20:00 Konzert Ars Musica - Die Bühne im Stemmerhof, Geigenpetra & ihre Mannschaft, Geige, Gitarre & Gesang: „Ausserboarisch“, Plinganserstr. 6 SO 24.3. 19:00 Theater Residenztheater, Die Möwe, von Anton Tschechow, Max-Joseph- Platz 1 20:00 Show Olympiapark München | Olympiahalle, Revolverheld, Pop- Rocker touren mit ihrem Nr.2-Album `Zimmer mit Blick`, Spiridon-Louis- Ring 21 20:00 Konzert Spectrum, Chris Thompson & Siggi Schwarz Band, mit den MMEB Hits und Soul & Woodstock Klassiker, Bayerstr. 14, Augsburg MO 25.3. 20:00 Konzert Deutsches Theater, Die größten Musical Hits aller Zeiten, Schwanthalerstr. 13


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18 KULTUR KULTUR ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000 WEITERE LOCATIONS WELTWEIT. KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP! MI 27.3. 19:30 Ballett Staatstheater am Gärtnerplatz, LA STRADA, von Marco Goecke, nach dem gleichnamigen Film von Federico Fellini, Gärtnerplatz 3 19:30 Münchner Volkstheater, Die lächerliche Finsternis, von Wolfram Lotz, Regie Lukian Guttenbrunner, Brienner Str. 50 DO 28.3. 19:00 Einstein Kultur, Frauen in der Revolution und der Kamp um das Frauenwahlrecht, Was ist Demokratie? Filmreihe, Einsteinstr. 42 20:00 Konzert Gasteig | Carl-Orff-Saal, CHRIS Kolonko & Band, I am what I am - 30 Jahre Entertainment, Rosenheimer Str. 5 FR 29.3. 19:30 Theater Residenztheater, Wolken. Heim., von Elfriede Jelinek, Max- Joseph-Platz 1 20:00 Theater Münchner Kammerspiele | Kammer 2, Farm Fatele, Philippe Quesne ruft die Bildwelt des Landlebens auf, Falckenbergstr. 1 SA 30.3. 15:00 Show Circus Krone, 3. Jubiläumsprogramm, zweite Aufführung um 20 Uhr, Marsstr. 43 20:00 Konzert Münchner Künstlerhaus, Josef Hien, sein erstes Soloalbum - Balladen statt Bälle, Lenbachplatz 8 SO 31.3. 14:30 Show GOP Variete Theater München, Humorzone, zweite Show um 18.30 Uhr, Maximilianstr. 47 14:30 Show Circus Krone, 3. Jubiläumsprogramm, mit dem Clown-Trio Balder, Pferde, Löwen & einer Motorrad-Hochseil-Show, zweite Aufführung um 18.30 Uhr, Marsst. 43 19:00 Konzert Ars Musica - Die Bühne im Stemmerhof, Handle With Care, Eigenkompositionen und originelle Interpretationen, Rock, Western und Love Songs, Plinganserstr. 6 19:30 Theater Residenztheater, Der Sandmann, von E.T.A. Hoffmann, Max- MO 1.4. 21:00 Konzert STROM, Roo Panes, für Burberry gemodelt, überzeugt er hier vor allem mit bittersüßen Folksongs, Lindwurmstr. 88 DI 2.4. 19:30 Musical Deutsches Theater, Thriller, Die gesamte Magie Michael Jacksons, Schwanthalerstr. 13 MI 3.4. 19:30 Ballett Staatstheater am Gärtnerplatz, LA STRADA, von Marco Goecke, Gärtnerplatz 3 DO 4.4. 19:00 Operette Bayerische Staatsoper, Die Entführung aus dem Serail, Singspiel von Mozart, Max-Joseph- Platz 2 SA 6.4. 18:00 Operette Bayerische Staatsoper, Die Entführung aus dem Serail, Singspiel von Mozart, Max-Joseph- Platz 2 19:00 Operette Gasteig | Carl-Orff-Saal, Carmen, Oper in vier Akten von Georges Bizet, Rosenheimer Str. 5 SO 7.4. 11:00 Ballett Bayerische Staatsoper, Matinee der Heinz- Bosl-Stiftung, Max- Joseph-Platz 2 19:00 Kabarett Deutsches Theater, Ole Lehmann, Homofröhlich, Schwanthalerstr. 13 MO 8.4. 19:30 Ballett Bayerische Staatsoper, Die Kameliendame, Choreographie John Neumeier · Komponist Frédéric Chopin, Max- Joseph-Platz 2 20:00 Konzert Circus Krone, Amy Macdonald, schnörkelloser Folk-Pop, Marsstr. 43 DI 9.4. 20:00 Konzert Muffatwerk | Ampere, Ernst Molden & der Nino aus Wien, Unser Österreich, Zellstr. 4 20:00 Musical Circus Krone, Simply the Best, Das Musical zu fünf Jahrzehnten Tina Turner, Marsstr. 43 MI 10.4. 19:30 Konzert Prinzregententheater | Grosses Haus, Percussion Time!, mit dem Münchner Rundfunkorchester, Simone Rubino & Ariel Zuckermann, Prinzregentenplatz 12 19:30 Musical Deutsches Theater, Thriller, Die gesamte Magie Michael Jacksons in einer einzigen Show, Schwanthalerstr. 13 20:00 Konzert Technikum, Alphaville, Grafinger Str. 6 DO 11.4. 19:30 Ballett Staatstheater am Gärtnerplatz, LA STRA- DA, von Marco GoeckeNach dem gleichnamigen Film von Federico Fellini, Gärtnerplatz 3 FR 12.4. 19:30 Ballett Bayerische Staatsoper, Die Kameliendame, Choreographie John Neumeier · Komponist Frédéric Chopin, Max- Joseph-Platz 2 20:00 Konzert Deutsches Theater, The Elvis Presley Show, Tribute Show zu Ehren des „King of Rock‘n‘Roll“, Schwanthalerstr. 13 SA 13.4. 20:00 Theater Schloss Nymphenburg | Hubertussaal, Der Gott des Gemetzels, in bairischer Sprache, Schloss Nymphenburg E19 SO 14.4. 19:00 Konzert Café Glück, Steven Sharpe, „The TRUST Tour“ mit Katie O‘Conner, Palmstr. 4 DI 16.4. 19:30 Ballett Bayerische Staatsoper, Portrait Wayne McGregor, Choreographie Wayne McGregor, Max-Joseph- Platz 2 20:00 Show GOP Variete Theater München, Humorzone, Klimafreundlich, ARTgerecht und einfach umwerfend!, Maximilianstr. 47 DO 18.4. 19:30 Ballett Bayerische Staatsoper, Anna Karenina, Ballett von Christian Spuck, Max- Joseph-Platz 2 20:00 Konzert Circus Krone, Thank you for the music, The Abba-Story, Marsstr. 43 SA 20.4. 17:30 Show GOP Variete Theater München, Humorzone, Zweite Show um 21 Uhr, Maximilianstr. 47 20:00 Show Circus Krone, Falco, Das Musical, Marsstr. 43 SO 21.4. 20:00 Konzert Muffatwerk | Ampere, Jugo Ürdens, Zellstr. 4 20:00 Show Circus Krone, Falco, Das Musical, Marsstr. 43 DI 23.4. 20:00 Muffatwerk | Ampere, Isar Slam, Wortakrobatik vom Allerfeinsten, Zellstr. 4 DO 25.4. 20:00 Konzert Backstage | Club, Ton, Steine Scherben, Die tonangebende Kultband für alle und Linksalternative, Reitknechtstr. 6 SA 27.4. 20:00 Konzert Zenith, Rita Ora, Die aktuelle R&B-Sensation, Lilienthalallee 29 SO 28.4. 20:00 Konzert Circus Krone, Bonnie Tyler, Marsstr. 43 20:00 Konzert Muffatwerk | Ampere, Isar Slam, Poetry Slam, Zellstr. 4 MO 29.4. 19:30 Oper Staatstheater am Gärtnerplatz, Maria Stuarda, Musik von Gaetano Donizetti, Gärtnerplatz 3 DI 30.4. 20:00 Konzert Circus Krone, Mary Roos, Marsstr. 43 fränkisch. sinnlich. erleben. Nürnberger Volksfest Bayerns zweitgrößtes Volksfest – Frankens Erlebnisvolksfest 100 Jahre Frühlingsfest mit großer Nostalgieausstellung und Europas größter Hochseiltruppe, die Geschwister Weisheit, mit freundlicher Unterstützung der Tucher Traditionsbrauerei 29.04 und 06.05. ROSA MONTAG 10.05. TRACHTENTAG Donnerstags Thementage mit einheitlicher Musik! Festplatz am Dutzendteich www.volksfest-nuernberg.de


BAYERISCHE STAATSOPER REGIE ANDREAS DRESEN 16.MäRZ 2019 PREMIERE 19. MäRZ 2019 22. MäRZ 2019 26. MäRZ 2019 02. APRIL 2019 GIACOMO PUCCINI LA FANCIULLA DEL WEST WWW.STAATSOPER.DE


20 KULTUR INTERVIEW „I LOVE TO MESMERIZE PEOPLE!“ FOTO: MARKUS SOMMER FOTO: ELIZAVETA PORODINA Lorand Lajos will die Betrachter seiner Werke ästhetisch überwältigen. Als Stylist und Designer hat er schon mit Stars wie Madonna, Christina Aguilera oder Helene Fischer zusammengearbeitet. Was bewegt dich? Meine Leidenschaft gilt der Mode und der Kunst. Mich begeistern intensive und extravagante Erscheinungsformen, Stichwort „Power Dressing“. Oder das Androgyne der 90er, dessen Auswirkungen unseren Zeitgeist heute immer noch beeinflussen. Gab es Schlüsselmomente für deinen Werdegang? Ich war schon immer so. Gleich nach der Geburt habe ich mir einen String aus der Nabelschnur gebastelt. (lacht) Was war dein interessantester und bemerkenswertester Job? Ich bekam mal einen Auftrag, um die teuerste Waschmaschine der Welt zu gestalten. Der Auftraggeber wusste, dass ich viel mit Kristall arbeite. Er dachte daher, dass ich das ganze Ding ohne größere Hintergedanken einfach mit Kristallen zukleistern werde. Aber das habe ich eben nicht gemacht. Ich bin auf das Objekt eingegangen: Was macht denn diese hochmoderne Waschmaschine aus? Spart sie Energie? Da sie wassersparend ist, schützt sie ja auch den Lebensraum Wasser. Wie Letzterer aussieht, weiß ich als Taucher. Also habe ich die Oberfläche dieser Waschmaschine mit Kristallen in eine Unterwasserwelt verwandelt, teils abstrakt, teils sehr deutlich erkennbar. Das Interessante ist für mich, dass ich nie einfach nur ausführe, sondern Job und künstlerische Auseinandersetzung zusammenbringe. Spannend war natürlich auch die Zusammenarbeit mit Celebrities. Meine Kristallmaske wurde von Madonna selbst ausgewählt, um dann im Videoclip zu „Living for Love“ und als fester Bestandteil ihrer letzten Welttournee aufzutauchen. Oder die Artdirection der Kampagne für den superfuturistischen Rolls- Royce 103EX. Dieser Wagen fährt von selbst und ist in jeder Hinsicht mit der allerneuesten Technologie ausgestattet. Er hat nicht mal mehr ein Lenkrad. Wie könnten die Leute aussehen, die in der Zukunft in dieses Auto einsteigen? Das künstlerisch umzusetzen, war sehr herausfordernd und spannend. Was bedeutet Fashion für dich? Wenn du dich traust, dich nach außen zu öffnen, provozierst du Situationen, die sonst nie zustande gekommen wären. Zieh dich geil an, dann erlebst du was! Wie sieht die Zukunft bei dir aus? Ich arbeite natürlich weiter in der Mode. Zudem habe ich als Student der Akademie der Bildenden Künste München die Vision einer Ausstellung, die sich dem Thema „Transzendenz“ widmet. Was ist der Mensch? Inwiefern kann ich das Wesen des Menschen ästhetisch zum Ausdruck bringen? Ich finde es interessant, beim Betrachter ein gewisses Gefühl zu erzeugen. I love to mesmerize people! Wenn der Betrachter erst mal überwältigt und emotional gebannt ist, kann man noch viel mehr kommunizieren. *Interview: Jonas Mayer www.lorand-lajos.com


MÄNNLICHER AKT von Helmut Sacher (1926-2010) „Jüngling mit Flöte“ Öl/Leinw., 100 x 150 cm, re. u. sig. u. dat. ‘79 Das Bild war im Haus der Kunst, München, ausgestellt. Bestens gerahmt: 6.900 Euro GALERIE für Bild + Rahmen, Landsberger Str. 11, 82256 Fürstenfeldbruck Tel. 08141/348739 www.reinegger.de ULRICH MATTHES LIEST PROSA & LICHTE GEDICHTE VON THOMAS GSELLA 12 APRIL · 20 UHR ➜ 089.5234655 MÜNCHENTICKET 089.54 81 81 81 WWW.MUENCHNER-VOLKSTHEATER.DE


22 KULTUR AUSSTELLUNG FOTO: SELFIE Der Mann steht im Fokus 2019 widmet sich das Team der Kunstbehandlung bereits zum neunten Mal dem – angeblich – „starken“ Geschlecht. Als Künstler mit dabei ist dieses Jahr auch erneut Daniel M. Schmude. Die Ausstellungsreihe „The Male Figure“ versteht sich als Laboratorium zur Entdeckung neuer Ansätze in der Darstellung des Mannes in der bildenden und zeitgenössischen Kunst. Daher ist die Art und Weise, mit der sich die Künstler dem männlichen Körper nähern, recht unterschiedlich. Von Plastiken und Skulpturen über Zeichnungen, Fotografien und Gemälden war und ist immer eine Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen dabei. Mal wird dem Mann an sich gehuldigt, mal werden Pornodarsteller als antike Gottheiten oder tragische Helden inszeniert – jeder Künstler dieser erfolgreichen Gruppenausstellung hat seinen ganz eigenen Ansatz und Antrieb. Für Daniel M. Schmude ist die Fotografie „eine Sprache, ohne Worte benutzen zu müssen“, dabei „interessiert [ihn] die Perfektion weniger, gerade das Unperfekte liefert die interessanten Bilder.“ Für uns hatte Daniel etwas Zeit. Seit wie vielen Jahren bist du in der Kunstbehandlung vertreten? Seit 2012 werde ich von der Kunstbehandlung vertreten. Letztes Jahr im Januar hatte ich dort meine erste Solo-Show. Die Bilder kann man noch immer auf der Webseite der Galerie betrachten. Welche Bilder wirst du diesmal ausstellen? Es werden definitiv wieder männliche und neue Akte sein, ganz passend zur „The Male Figure”-Ausstellung. Was schätzt du an München als Ort der und für Kunst? Ich schätze die Ruhe, die München im Gegensatz zu Berlin ausstrahlt. Die Leute nehmen sich mehr Zeit für die Kunst dort und schätzen meine ab und an klassischen Motive in den Fotografien. Wenn du etwas Zeit findest, wohin zieht es dich dann in München? Bislang war ich leider immer nur für ein paar Tage dort, doch jedes Mal habe ich die Pinakothek der Moderne und das Ägyptische Museum besucht. Auf Empfehlung der Münchner hin durfte natürlich ein Essen im Ochsengarten nicht fehlen. Es gibt aber noch eine Menge mehr in München, das ich noch besuchen muss. *Interview: Michael Rädel Ab 28.3., 20 Uhr: The Male Figure 9, Kunstbehandlung, Müllerstr. 40, München, kunstbehandlung.com


MUSIKSPEKTAKEL Auf zur Langen Nacht der Musik! Einmal im Jahr schließen sich über 100 Spielorte zu einem Musikspektakel der ganz besonderen Art zusammen: In der Münchner Innenstadt werden dann Livekonzerte, Tanzdarbietungen, Kabarett und Führungen rund um das Thema Musik geboten. Am 4.5. ist es wieder soweit: Die nächste Lange Nacht der Musik begeistert mit einer musikalischen Tour der unterschiedlichsten Musikstile. Dazu kommen hunderte Musiker, Betreiber und Mitarbeiter von Spielstätten zusammen, die mit Freude und Elan ihre Fähigkeiten, Einsatz und Räumlichkeiten zum Gelingen der Musiknacht bereitstellen. So vielfältig wie die Spielarten der Musik sind auch die Spielorte: Kulturinstitut und Kneipe, Konzerthaus und Wirtshaus, große Häuser und kleine Schmuckstücke – gemeinsam empfangen sie die musikhungrigen Nachtschwärmer. Eine fest vorgegebene Route gibt es nicht – jeder kann sich seinen eigenen Konzertplan zusammenstellen, oder sich einfach durch die Nacht treiben lassen. Dazu wird ab April über die Website das komplette Programm in den Shuttletouren verfügbar sein, um dieses zum Beispiel nach Musikrichtungen filtern zu lassen und sich eine ganz individuelle „Meine Nacht" zusammenstellen zu können. *mp 4.5., Lange Nacht der Musik, München, www.muenchner.de/musiknacht Gil Ofarim bei der Langen Nacht der Musik 2018 FOTO: INA BOHNSACK


24 GASTRO GASTROTIPPS DES MÜNCHNERS LIEBSTES WOHNZIMMER: Biergarten-Tipps aus der LEO-Redaktion Ob klassisch mit Steckerlfisch und Obazdn oder zeitgemäß mit vegetarischer Küche: Klettern die Temperaturen, trifft sich die Stadt im Biergarten. Pünktlich zur Eröffnung der Biergartensaison haben wir in der LEO-Redaktion ein paar Empfehlungen zusammengetragen, die der eine oder andere gestandene Münchner vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatte. *jb FEIERLICHE ANLÄSSE BEIM AUMEISTER Nicht erst seit der Ratifizierung der Ehe für alle ist der Aumeister-Biergarten Hotspot für ausladende Hochzeitsfeiern der Szene. Der klassisch-münchnerische Biergarten unweit der Studentenstadt eignet sich für wilde Feiern jeglicher Couleur bis tief in die Nacht – schließlich gibt es keine Nachbarn, die man stört. Doch auch der alltägliche Biergartenbetrieb ist entspannt und urig. Aumeister Restaurant und Biergarten, Sondermeierstr. 1, München, Di – Sa 11 – 23 Uhr, So 11 – 18 Uhr / www.aumeister.de VORBEIJOGGEN AM MINI-HOFBRÄUHAUS Größe ist eben doch nicht alles. Das schnuckelige Mini-Hofbräuhaus mitten im Nordteil des Englischen Gartens gibt sich unkompliziert und ist zum Glück niemals überlaufen. Eine Handvoll Gerichte zu vernünftigen Preisen, kühles Bier, ein paar Jogger und Spaziergänger mit Hund – perfekt. Mini-Hofbräuhaus, Gyßlingstraße, München, tgl. 8 – 20 Uhr, www.minihofbraeuhaus.de VEGETARISCHES SCHLEMMEN IM BLITZGARTEN Zugegeben, das Außenareal des BLITZ-Restaurants ist eigentlich kein Biergarten. Aber sei’s drum, denn die himmelblauen Biertische und das angenehme Ambiente am Deutschen Museum erzeugen Biergartenfeeling vom Feinsten. Hierbei sei natürlich die ausgezeichnete Küche des Blitzgartens erwähnt, die mit vegetarischmexikanischer Küche verwöhnt. BLITZ Restaurant, Museumsinsel 1, Zugang über Ludwigsbrücke, München, Di – Sa 18 – 1 Uhr, www.blitz.restaurant FOTO: MUFFATWERK FOTO: INSEL MÜHLE FOTO: AUMEISTER FOTO: JAN SCHUENKE FOTO: MINI HOFBRÄUHAUS ALTERNATIV IM MUFFATWERK-BIERGARTEN Wer es ein wenig alternativer mag, schaut in den Biergarten des Muffatwerks. Das sympathische Kulturzentrum an den Isarauen hat nicht nur Biergartenklassiker im Angebot, sondern verwöhnt seine Gäste mit naturtrübem Bio-Bier vom Fass oder auch italienischen Weinen und Espresso. Zudem locken Nachtschwärmer extralange Öffnungszeiten im Sommer. Biergarten am Muffatwerk, Zellstr. 4, München, tgl. 12 – 23:30 Uhr, bei schönem Wetter bis open end, www.muffatwerk.de IDYLLE AN DER INSEL MÜHLE Im Stadtgebiet gibt es ja so einige schön gelegene Biergärten. Doch dem Biergarten der Insel Mühle im Westen Münchens kann in Sachen Idylle eigentlich kaum ein anderer das Wasser reichen – wortwörtlich, denn umschlossen wird das naturbelassene Areal von der plätschernden Würm. Zum Bier gibt’s also ASMR quasi frei Haus. Insel Mühle, Von-Kahr-Str. 87, München, April bis 29. September, Mo, Di 15 – 23 Uhr, Mi – Fr 12 – 23 Uhr, Sa, So 11 – 23 Uhr, www.inselmuehle-muenchen.com


25 OIS CHICAGO. DAS ECHTE MÜNCHEN JETZT ENTDECKEN Probeabo: Zwei Wochen kostenlos 089 / 23 77 34 00 www.abendzeitung.de/probeabo Unbenannt-1 1 08.02.2019 16:29:25


26 PARTY HIGHLIGHTS DES FASCHINGSENDSPURTS Die Tage des Faschings sind gezählt – doch zum Ende hin geht’s erst richtig los! Die besten Events und knallbunte Tipps für die letzten tollen Tage. Fasching im Innsbrucker „Hafen“ Auch die Klubnacht „Queer Attack“ der Homosexuellen Initiative Tirol (HOSI) will sich dem bunten Treiben nicht entziehen und lädt am 2. März zur Faschingsparty in den „Hafen“. Kostümierte erhalten freien Eintritt bis 24 Uhr, die besten Outfits werden prämiert. *bm 2.3., Hafen, Innrain 149, Innsbruck, 22 Uhr, www.hositirol.at Ulm ist „Colorful“ Nicht nur in München wird gefeiert. „Colorful“ ist das Motto des Rosenmontagsballs der AIDS-Hilfe Ulm im „Roxy“ (Schillerstr. 1). Die Benefizparty bietet zwei DJs, den Auftritt einer Tanzgarde, eine Kostümprämierung, Tombola und einen Food Corner für Heißhungrige. *bm 4.3., Roxy, Schillerstr. 1/12, Ulm, 20 Uhr, Eintritt 12 Euro STRASSENFEST VOR DER DEUTSCHEN EICHE Pretty in Pink! FOTO: DEUTSCHE EICHE Ein Motto gibt es nicht beim Faschingsstraßenfest vor der Deutschen Eiche, denn hier trifft sich (nicht nur) die queere Community in allen Verkleidungen – und Aggregatzuständen. Münchens schönste Dragqueens laden zum Meet and Greet, auf der Bühne sorgt Travestiestar Daisy Ray mit Live-Showacts für Entertainment. Den Sound zur Party liefert das Team um DJ James Munich und Mike Summer. Eine gute Kostümierung lohnt sich übrigens, denn die „Eiche-Girls“ verteilen ihre Wildcards an Gäste mit den heißesten, schönsten, schrillsten und aufwendigsten Verkleidungen. Diese Auserwählten dürfen dann zur Kostümprämierung um 17 Uhr auf die Bühne. Dicht gedrängtes Schunkeln, schräge Begegnungen, alkoholisierte Flirts, kurz: Dieses Straßenfest ist der perfekte Abschluss der Faschingssaison 2019! Und wem es draußen zu kalt ist: Auch im Restaurant der Deutschen Eiche wird wild gefeiert! *bm 5.3., Deutsche Eiche, Reichenbachstr. 13, 14 Uhr www.deutsche-eiche.de FASCHINGSDIENSTAG Lasst euch treiben! Der Faschingsdienstag ist der Höhepunkt des närrischen Treibens in der Landeshauptstadt. Schon ab dem frühen Morgen fängt’s an! Dann treffen sich Frühaufsteher und alle, die die Nacht durchgemacht haben, auf dem Viktualienmarkt, um mit den tanzenden Marktweibern zu feiern. Die queere Fraktion sammelt sich im Laufe des Vormittags an den Blumenständen Ecke Frauenstraße. Zwischen Stachus und Viktualienmarkt verwandelt sich die komplette Fußgängerzone in eine Partymeile mit Liveacts auf großen Bühnen. Auch „nebenan“ im Glockenbachviertel laden die meisten Lokale zum fröhlich-bunten Streifzug. Szenetechnisch besonders hoch her geht’s vor und in der Deutschen Eiche (Reichenbachstr. 14, siehe unten), im Nil (Hans-Sachs-Str. 2), im Kraftwerk (Thalkirchner Str. 2), im Prosecco (Theklastr. 4), dem Moro (Müllerstr. 30) oder im Café Glück bei der Party mit DJane Chrissi (Palmstr. 4). Lasst euch treiben, wir wünschen einen rauschenden Feier-Tag! *bm ROSENMONTAGSBALL IM OBERANGERTHEATER Studio 69 – Gay Disco S*Extravaganza Discokugeln, Schlaghosen, Glitzerfummel, Pornoschnäuzer, shiny Shorts: Das alles (und noch viel mehr) ist „Studio 69 – Gay Disco S*Extravaganza“! Der schwule Faschingsball, der nun seit 36 Jahren am Rosenmontag im Oberangertheater steigt, ist auch heuer ein Höhepunkt der Saison. Mit dabei: DJ Rudi und DJ Seba, die S'AG Safety-Aktionsgruppe mit ihrer Photo Wall und natürlich die großartige Kostümprämierung, bei der man Geldpreise bis 200 Euro gewinnen kann. Aber: Diese Preise gibt es nicht umsonst, dafür muss das Outfit schon originell, witzig und einfach umwerfend sein! Das Motto kommt in diesem Jahr nicht von ungefähr: 2019 feiert die Community das 50. Jubiläum der New Yorker Stonewall- Aufstände vom 28. Juni 1969, die als Initialzündung der LGBTIQ*-Bürgerrechtsbewegung weltweit gelten. Eine gute Gelegenheit, auch beim Münchner Faschingsball den Geist dieser Zeit als glamouröse, abgefahrene Party aufleben zu lassen! Karten gibt es zu 18 Euro (erm. 12 Euro) im Sub-Zentrum, Müllerstr. 14, oder bei Spexter, Müllerstr. 54. Auch an der Abendkasse sind Restkarten zu haben. Der Erlös kommt wie immer den veranstaltenden Vereinen der Münchner Community zugute, diesmal: Sub e. V., Münchner Aids-Hilfe e. V., Rosa Liste e. V., Münchner Löwen Club e. V. und Forum Homosexualität. 4.3., Oberangertheater, Oberanger 38, 20 Uhr


FOTO : PRIVAT DJ im Fokus: DJ NT Der „Lovepop“-Resident DJ Jürgen „NT“ Endres arbeitete 1992 in einem Augsburger CD-Laden, als er von seinem Chef auf seine DJ-Ambitionen angesprochen wurde: „Einen Monat später stand ich dann in Augsburgs größter Disco regelmäßig hinterm Mischpult“, meint Jürgen; der Sprung ins kalte Wasser – auch so starten DJ-Karrieren! Inzwischen ist er regelmäßig auf der Lovepop-Party in Augsburg und Stuttgart zu hören, aber auch in diversen Clubs rund um Augsburg und auch mal in Köln oder Hamburg. Bekannt ist NT für seinen bunt-gemischten, aber immer stilvollen Musik-Mix: „Ich nenn’s Wildstyle: Alles – bis auf Helene Fischer – in einen Topf und mal kräftig durchrühren und nochmal schütteln“. Seine Message an die Community: „Runter vom Sofa und mal wieder öfter tanzen gehen“! *bjö Erster selbstgekaufter Tonträger: Run DMC „It’s Tricky“ Aktueller Hit auf dem Dancefloor: Panic at the Disco „High Hopes" Erlebe DJ NTs Wikldstyle im März und April unter anderem auf diesen Partys: 2.3., Pop Up 2000 @ Pi Club Augsburg 23.3., Pinkklub @ KKlub Augsburg 6.4., Pink Bungalow @ Bungalow Augsburg 21.4., Pop Up @ Pi Club Augsburg www.lovepop.info FASCHING IM HARRY KLEIN Rosenmontagsdragqueenball FOTO: HARRYKLEINCLUB Der Titel ist ein Wortungetüm, aber lustig. Das wiederum passt gut zum Garry-Faschings-Special im Harry Klein, das am Rosenmontag steigt. Um dem voluminösen Titel auch gerecht zu werden, präsentieren die Macher um Mitternacht eine XXL-Dragshow von Dean DeVille & M!CA. Die Musik kommt von der bewährten DJ noé, Einlass ist ausnahmsweise schon um 22 Uhr, der Eintritt beträgt 7 Euro. Die Gäste dürfen übrigens erscheinen, wie immer sie wollen, denn es gibt keine Kostümpflicht – crazy und abgefahren wäre aber schon schick! *bm 4.3., Harry Klein, Sonnenstr. 8, 22 Uhr, www.harrykleinclub.com


In/ Outcall kein Ruhetag open daily AUGSBURG Rosa Montag auf dem Augsburger Plärrer! Die Volksfestsaison ist eröffnet! Auch zum diesjährigen Augsburger Frühjahrsplärrer findet am Montag 29.4. der traditionelle rosaMontag, das Partyhighlight für Gays, Lesbians & Friends, im Schallerzelt statt. Ab 18:30 Uhr wird das Zelt wieder zur rosaroten Partyzone mit vielen bunten Gästen und einigen Überraschungen. Für den gewohnt guten Partysound sorgt die Partyband FRONTAL- partypur, die FOTO: FOTOLIA bereits mehrfach als beste Partyband Deutschlands ausgezeichnet wurde. Also rein ins Dirndl und ab in die Lederhosen! Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist selbstverständlich frei, eine Tischreservierung wird aber in jedem Fälle empfohlen! Gefeiert wird im Zelt bis 23 Uhr und danach geht’s weiter zur rosaMontag-Aftershow-Party ins FILION (Kesterstr. 28/Ecke Langenmantelstr.,) gleich gegenüber vom Plärrergelände. Für alle Münchener die bequem mit dem Zug zum rosaMontag nach Augsburg anreisen möchten, ist der Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise am 29.4. um 17:15 Uhr am InfoPoint im Münchener Hauptbahnhof. *mp 29.4., Rosa Montag, Schallerzelt, 18.30 – 23 Uhr, Tischreservierung per E-mail unter: reservierung@schallerzelt.de Ganzkörper Po Relax Bondage Tantra Intimrasur 0175- 617 52 55 call me now COMEBACK Der Klosterklub ist zurück! Wo einst die Mönche brauten und beteten, wird heute schwul gefeiert. Mit dem Klosterklub ist nach über zehn Jahren Pause Münchens legendärste Partyreihe zurück. Los geht es am 6.4. mit dem Opening und danach folgt ein Wiedersehen jeden ersten Samstag im Monat – in der altbekannten Klosterklub-Location. Zum Start verwandeln sich die heiligen Hallen zum sündigen Klub. Gefeiert wird wieder zu Elektro und House, ab sofort aber auch auf einem zweiten Floor zu Pop und Charts. Die DJs kennt man u. a. von angesagten Gay-Parties aus Berlin, Köln und Barcelona. Auch der eine oder andere des Partymacher-Teams dürfte noch bekannt sein. Wer dabei sein möchte, muss auf der Einlassliste stehen und sich für diese bewerben. Das geht ganz einfach: Mit ein paar Schritten über die Website klosterklub.com. Die Bewerbung lohnt sich, denn die Veranstalter versprechen nicht weniger als zukünftig wieder das monatliche Highlight der Münchner Szene zu sein. Also bewirb dich rechtzeitig für die Einlassliste, damit du das Opening am 6.4. nicht verpasst. 6.4., Klosterklub Opening, Lindwurmstr. 122d, München, 23 Uhr, www.Klosterklub.com Sonntag ist (wieder) Partytag! Man muss schon ein paar Jahre zurückblicken, will man sich an die Zeiten erinnern, in denen es sonntags partytechnisch hoch herging. Jetzt macht sich der NY.Club daran, diese Partytradition mit dem „Sunday Club“ fortzusetzen. Bereits 2018 erfolgreich getestet, ist er seit Ende Januar eine feste Institution im Partykalender der Stadt. NY.Club-Chef Ken Koch hat sich dazu mit den jungen Veranstaltern Matthias Haaf und Quirin Wanninger zusammengetan. Neben den musikalischen Hosts Poenitsch & Jakopic (Foto) wechseln sich bekannte und neue, regionale wie internationale House-, Techno- und Disco-DJs an den Turntables ab. *bm Jeden Sonntag, NY.Club, Elisenstr. 3, 20 – 1 Uhr, http://www.nyclub.de FOTO: KLOSTERKLUB


Happy Birthday, Playground! PARTY 29 Playground ist mittlerweile viel mehr als eine Party mit lockerer Atmosphäre und erstklassigem Techno. Sie ist in München zu einer Community geworden, die jetzt ihren zweiten Geburtstag feiert. Als Austragungsort wird wieder der Vorzeigeklub Blitz dienen, wo man sich zum Jubiläum auf beiden Floors dem Exzess hingeben darf. Das Line-up lässt wie gewohnt keine Wünsche offen. Man will dieses Mal offensichtlich Techno- und House-Liebhaber ansprechen. Auf dem großen Blitz Floor werden euch Blawan, Francois X und Roi Perez einheizen. Im Nebenraum spielen Cormac und Paramida, die für die hellere Gangart der Klubmusik bekannt sind. *jm 9.3., 2 Years Playground, Blitz Club, Museumsinsel 1, 23 Uhr, blitz.club STARKBIER-FEST 2019 Frühling, Fetisch, Fun! FOTO: IWAN VALENTIN Dem Fasching folgt bekanntlich die Fastenzeit. Doch keine Sorge, allzu asketisch müssen diese vierzig Tage nicht werden! Findige bayerische Mönche haben schließlich das Starkbier zur Kräftigung in dieser genussarmen Phase des Jahres entwickelt. In der Community ist der kräftige Trank ebenfalls beliebt, und so ist es nicht verwunderlich, dass es dem Münchner Löwen Club (MLC) mit seinem „Starkbier-Fest“ gelungen ist, ein weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekanntes Szenespektakel zu etablieren. In diesem Jahr findet es vom 20. bis 24. März statt und beginnt beim „Meet & Greet“ mit DJ und International Mr. Leather 2001 Stefan Müller im Sub (20.3., 19:30 Uhr). Am nächsten Tag folgt das erste Highlight: die Wahl zum Bavarian Mr. Leather 2019. Im Rahmen eines Galaabends wird bei Drei- Gänge-Menü und Showeinlagen der Nachfolger des amtierenden bayerischen Misters Robert Heckmann gesucht (21.3., Oberangertheater, 19 Uhr). Freitag stehen nachmittags eine Brauereibesichtigung (15 Uhr, nur mit Anmeldung) und abends die erste Play-Party (UnderGround, 21 Uhr) auf dem Programm. Der Samstag bietet einen Fetischflohmarkt sowie Kaffee und Kuchen (UnderGround, 15 bis 18 Uhr) bevor abends die große Fetischparty „Löwennacht“ (UnderGround, 21 Uhr) steigt. Höhepunkt des Wochenendes ist der Gay Sunday im Augustinerkeller: Im Saal und im Kellergewölbe spielen zwei Livebands, dazu feiern hunderte von schwulen Jungs bei ebenso vielen Litern Bier. *bm 20. – 24.3., alle Infos unter www.mlc-munich.de


30 PARTY PARTY ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000 WEITERE LOCATIONS WELTWEIT. KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP! DI 5.3. MI 20.3. MI 3.4. SA 13.4. 11:00 Viktualienmarkt, Tanz der Marktweiber, Höhepunkt im Münchner Fasching, Viktualienmarkt 3 16:00 Deutsches Theater, Karneval wie dazumal, der letzte Ball der Faschingssaison, Schwanthalerstr. 13 MI 6.3. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SA 23.3. 23:00 Kesselhaus, Lovebox, Pop, Dance, Charts, Black & Classics feat. Lovepop, Riedingerstr. 26i, Augsburg 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SA 6.4. 22:00 Backstage | Club, Mega 90er Rave, Reitknechtstr. 6 SO 14.4. 20:00 NY.Club, Sunday Club, elektronischer Sonntagsausklang, Elisenstr. 3 MI 17.4. 18:30 Augsburger Plärrer | Schaller- Festzelt, Rosa Montag, Gay, Lesbian & Friends auf dem Osterplärrer, Augsburg SA 2.3. 22:00 Hafen, Queer Attack, Faschingsparty der HOSI, Innrain 149, Innsbruck 23:00 Pi Club, Pop Up 2000!, Queere 2000er Party, Ludwigstr. 1, Augsburg SO 3.3. 21:00 Senatore Bar, Hoch-House- Sunday-Party, Die legendäre Party aus dem „Café am Hochhaus“, Sendlinger-Tor-Platz 5 MO 4.3. 20:00 Oberangertheater, Studio 69 – Gay Disco S*Extravaganza, Oberanger 38 20:00 Roxy, Colorful – Rosenmontagsball der Ulmer AIDS- Hilfe, Schillerstr. 1/12, Ulm 22:00 Prosecco, Rosenmontag, Theklastr. 1 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SA 9.3. 21:00 Schnieglinger Keller, U33-Party, Dresscode!, Schnieglinger Str. 264, Nürnberg 23:00 BLITZ Club, Playground, 2 Year Anniversary, Museumsinsel 1 SO 10.3. 20:00 NY.Club, Sunday Club, elektronischer Sonntagsausklang, Elisenstr. 3 MI 13.3. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SA 16.3. 21:00 Spectrum, Club Night, der heißest, unübertroffenste Partymix mit DJ Franky, Bayerstr. 14, Augsburg SO 24.3. 20:00 NY.Club, Sunday Club, elektronischer Sonntagsausklang, Elisenstr. 3 MI 27.3. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 FR 29.3. 21:00 Café Glück, Bussi-Party, Feiern im Glück mit DJ, Palmstr. 4 SA 30.3. 20:00 Spectrum, Die legendäre NDWund Deutsche Schlagernacht, Die Kultparty geht weiter!, Bayerstr. 14, Augsburg SO 31.3. 20:00 NY.Club, Sunday Club, elektronischer Sonntagsausklang, Elisenstr. 3 SO 7.4. 21:00 Senatore Bar, Hoch-House- Sunday-Party, Die legendäre Party aus dem „Café am Hochhaus“, Sendlinger-Tor-Platz 5 MI 10.4. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SO 21.4. 23:00 Pi Club, Pop Up!, Queere Party, Ludwigstr. 1, Augsburg MI 24.4. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 SO 28.4. 20:00 NY.Club, Sunday Club, elektronischer Sonntagsausklang, Elisenstr. 3 MO 29.4. MI 1.5. 20:00 Ksar Barclub, Pink Paradise on Tour, Musik - DJ James Munich, Müllerstr. 31 3. Starkbierfest in München-Haar So. 17. März 2019, 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) Fastenpredigt von „Pater“ Jürgen Kirner Schwuhplattler Drei Männer nur mit Gitarre Musik vom „Hopfen4ra“ Bierspezialitäten von der Ayinger Brauerei kleines THEATER HAAR Offizielle Händlerausschreibung Für den Weihnachtsmarkt Pink Christmas vom 25. November bis 22. Dezember 2019 auf dem Münchner Stephansplatz nehmen wir Bewerbungen entgegen. Kartenvorverkauf unter kleinestheaterhaar.reservix.de Hotline 089-890 56 98 11 | oder allen reservix Vorverkaufsstellen Casinostraße 75 | 85540 Haar | Tel. 089. 890 56 98 10 www.kleinestheaterhaar.de Der Markt findet Montag bis Freitag von 16 – 22 Uhr, Samstag/Sonntag von 12 – 22 Uhr statt Anmeldung bei: Agentur Grenzgänger Pestalozzistr. 21, 80469 München info@agentur-grenzgaenger.de


31 Dr. med. Karl W. Beck M.H.B.A. BERATUNG AUS LEIDENSCHAFT HIV BERATUNG FITNESS DARMKREBS ERNÄHRUNG RÜCKENSCHMERZEN SCHLAFSTÖRUNGEN AKNE HÄMORRHOIDEN HIV-SELBSTEST bei uns erhältlich Allgemeinmedizin Naturheilverfahren Chirotherapie SPRECHZEITEN Mo.+ Do. 14.00 bis 18.00 Uhr Di.+ Mi. 8.00 bis 14.30 Uhr Fr. 8.00 bis 11.00 Uhr KVB Notdienst: Tel. 116 117 Lindenschmitstr. 35 • 81371 München Tel. 089 - 77 29 29 www.praxis-karl-beck.de HIV-Tests Rezeptfrei einfach und schnell für zu Hause! HIV BERATUNG FITNESS Beratung und Test bei uns! ERNÄHRUNG KOPFSCHMEZEN SCHLAFSTÖRUNGEN AKNE BLUTHOCHDRUCK REGENBOGENAPOTHEKE Sonnenstr. 33 • 80331 München Tel. 089 593659 • Fax 089 5501717 info@hieristsgesund.de ÖFFNUNGSZEITEN Mo - Fr 8.30 - 19.00 Uhr Sa 9.00 -14.00 Uhr www.hieristsgesund.de Wir helfen und informieren gerne. OFFEN - FREUNDLICH - SYMPATHISCH ÖFFNUNGSZEITEN Montag - Freitag: 08:00 - 18:30 Samstag: 9:00 - 13:00 Isartorplatz 6 | 80331 München Telefon: (089) 21 99 29 - 0 Telefax: (089) 21 99 29 - 19 E-mail: isator.apo@t-online.de www.isartor-apotheke.de


32 STADT PLAN MÜNCHEN VON A BIS Z Der LEO City Guide ist der schwule Wegweiser und Branchenführer für München. Hier können sich Einheimische und Touristen schnell im Angebot der schwulen und lesbischen Infrastruktur zurecht finden. 12 12 35 3 1 15 MAGIC BAR TOUR 15 Karlsplatz (Stachus) 10 19 Lindwurmstraße 17 29 Sonnenstraße 1 4 2 Sendlinger Tor U 20 22 Thalkirchner Str. Herzog-Wilhelm-Straße 39 18 24 8 11 42 6 5 23 18 3 Pestalozzistraße 8 21 7 Neuhauser Str. Damenstiftstraße 36 28 Blumenstraße Müllerstraße 2 21 23 20 30 44 9 25 Hans-Sachs-Straße 27 33 34 11 Oberanger Unter Anger 31 Klenzestraße Färbergraben 5 14 14 26 Blumenstraße Müllerstraße Fraunhoferstraße Ickstattstraße Marienplatz U Rindermarkt 7 16 10 17 37 Corneliusstraße Klenzestraße Frauenhoferstraße U 43 38 13 16 Gärtnerplatz 19 4 Reichenbachstraße Reichenbachstraße 22 13 Klenzestraße Baaderstraße Frauenstraße Rumfordstraße Erhardtstraße Sparkassenstraße Buttermelcherstraße Isar 9 41 6 32 1. 8below, Schützenstr. 8 2. Alakara Xperience, Hans-Sachs-Str. 22 3. Aroma Kaffeebar, Pestalozzistr. 24 4. Bar Für Freunde, Reichenbachstr. 33 5. Bar zur Feuerwache, Blumenstr. 21a 6. Blitz Club, Museumsinsel 1 7. Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt, Blumenstr. 7 8. Café Bar Rendezvous, Müllerstr. 54 9. Café Glück,Palmstr. 4 10. Café im Sub, Müllerstr. 14 11. Café Rubin, Thalkirchner Str. 10 12. CR71, Lindwurmstr. 71 (Café Regenbogen) 13. Deutsche Eiche, Reichenbachstr. 13 14. diversity München, Blumenstr. 11, 1. OG 15. Djane‘s Delight, Maximiliansplatz 16 16. Flaschenöffner, Fraunhoferstr. 37 17. Frisches Bier, Thalkirchnerstr. 53 18. Galerie Benjamin Eck, Pestalozzistr. 14 19. Garry Klein, Sonnenstr. 8 20. Geyerwally, Geyerstr. 17 21. Jenny was a friend of mine, Holzstr. 14 22. Kiosk an der Reichenbachbrücke, Fraunhoferstr. 46 magicbartour.de 23. Kooks, Geyerstr. 18 24. Kr@ftWerk, Thalkirchnerstr. 4 25. Kunstbehandlung, Müllerstr. 40 26. Kunsthalle München, Theatinerstr. 8 27. LeTra, Angertorstr. 3 28. M43 Kebap, Müllerstr. 43 29. Mathäser Filmpalast, Bayerstr. 3-5 30. Moritz, Oefelestr. 12 31. Moro Restaurant, Müllerstr. 30 32. Münchner Philharmoniker, Rosenheimer Str. 5 33. Münchner Regenbogen- Stiftung, Angertorstr. 7 (Eingang Müllerstr.) 34. NiL, Hans-Sachs-Str. 2 35. NY.C, Elisenstr. 3 36. Ochsengarten, Müllerstr. 47 37. Rewe Müllerstr., Müllerstr. 3 38. Robinson‘s Bar, Corneliusstr.14 39. Spexter Erotic-Store, Müllerstr. 54 40. Südstadt, Thalkirchner Str. 29 41. Team München - schwul, lesbischer & trans* Sportverein, Rumfordstr. 39 42. Vollath‘s, Thalkirchner Str. 1 43. Wolf‘s Farmacy, Klenzestr. 30 44. Wuid Barwirtschaft, Humboldtstr. 20 APOTHEKEN • Isartor Apotheke, Isartorplatz 6, 089 219929-0 • Wittelsbacher Apotheke, Lindwurmstraße 97, 089 537844 1 Regenbogen Apotheke, Sonnenstr. 33, 089 593659 2 Marien Apotheke, Sendlinger-Tor-Platz 7, 089 557565 3 Stachus-Apotheke, Karlspl. 4, 089 596319 ÄRZTE • Dr. med. Ulrich Kastenbauer Allgemeinmedizin, Infektiologie, Ainmillerstr. 26, 089-33 38 63 • Gemeinschaftspraxis am Isartor Dr, Becker, Dr. Pauli, Isartorplatz 6, 89 229216 • Dr. med. Karl W. Beck Facharzt für Allgemeinmedizin, Lindenschmittstr. 35, 089 772929 4 Prinzmed Dr. med. Nils Postel, Sendlinger Tor Platz 8, 089 54884378–0 AUSGEHEN 5 CAMP, Bar, Reisingerstr.15 6 Edelheiss Bar, Bar, Pestalozzistr. 6 7 Beim Franz, Restaurant, Holzstr. 41 • NiL, Hans-Sachs-Straße 2 BEAUTY 8 HAAR-GENAU, Frisör, Baaderstr. 65 • Lippert’s Friseure L2, Frisör, Lenbachplatz 3 9 Massage Munich Steffen Robak, Studio Tal 30, www.massage-munich. com, 0175 6175255 • Osteria Alpenhof, Restaurant, Alpenplatz 1 • Wirtshaus zum Isartal, Restaurant, Brudermühlstraße 2 • Gartensalon, Restaurant, Türkenstr. 90 11 Faun Gaststätte, Restaurant, Hans-Sachs-Straße 17 • Miss Lilly´s, Restaurant, Bar, Cafe, Oefelestr. 12 KULTUR • Lenbachhaus - Städtische Galerie, Luisenstr. 33, www.lenbachhaus.de • Kultur im Schlachthof, Zenettistr. 9, www.im-schlachthof.de 13 Staatstheater am Gärtnerplatz, www. staatstheateram-gaertnerplatz.de, 089 202411 • GOP Varieté-Theater, Maximilianstraße 47, info@variete.de, www.variete.de • Münchner Kammerspiele, Maximilianstraße 26-28, www.muenchner-kammerspiele.de • Münchner Volkstheater, Brienner Straße 50, www.muenchnervolkstheater.de • City Filmtheater, Kino, Sonnenstraße 12, www.city-kinos.de 14 Münchner Stadtmuseum, Museum, Sankt-Jakobs-Platz 1 • Backstage Concerts GmbH, Musik, Reitknechtstr. 6, backstage.eu • Gasteig (Philharmonie), Musik, Rosenheimer Straße 5, www.gasteig.de RAT&TAT 15 AIDSHILFE München Lindwurmstr. 71, www. aidshilfe-muenchen.de 16 Diversity Jugendzentrum, Blumenstr. 11, www. diversity-muenchen.de • LeTRa, Blumenstr. 29, www.letra.de • Marikas Beratungsst. f. anschaffende junge Männer, Dreimühlenstr. 1, www.marikas.de 17 Sub e.V., Müllerstraße 14, info@subonline.org • TransMann e.V, Parzivalstr. 41, www.transmann.de • IMMA e.V. Initiative für Münchner Mädchen, Jahnstraße 38, www.imma.de • Koordinierungsst. f. gleichg. Lebensw., Angertorstr. 7 (Eingang Müllerstraße), 80469 München SHOPPING 18 Bruno´s, GayLifeStyle, Thalkirchner Str. 4 19 Reithofer Fachmarkt, Elektrofachmarkt, Reichenbachstr. 31 Mo.-Fr. 9-18 Uhr, Sa. 10-14 Uhr www.reithofer.de 20 Parus Leder, Augsburgerstr. 19 21 Rosa-Reisen, Hans-Sachs-Str. 22 22 Optik Vogel e.K., Optik, Sonnenstraße 32 SZENE • Buddy, Corneliusstr. 32 23 DIBURNIUM, Thalkirchner Str. 5 • UnderGround des MLC, Machtlfingerstr. 28 • Schwabinger Mensauna, GaySauna, Düsseldorfer Str. 7 • Deutsche Eiche, GaySauna, Reichenbachstraße 13 • Team München, Sportverein, Rumfordstr. 39 www.teammuenchen.de, • L.U.S.T. Latein- und Standard-Tanzsportclub 2000 e.V, Sportverein, Tumblingerstr. 34a, info@tanz-lust.de, www.Tanz-Lust.de • Isarhechte e.V., Sportverein, Meindlstr. 11a, www.isarhechte.de • Gay Outdoor Club München e.V., Sportverein, Müllerstr. 14, www.gocmuenchen.de UNI • Technische Universität München QueerReferat des AStA, Uni, Arcisstr. 17, www.tum.de • Studentenvertretung der Hochschule München, Uni, Lothstrasse 13d, www.hm.edu • Ludwig-Maximilians- Universität StuVe Queer Referat, Uni, Leopoldstr. 15, www.queer-lmu.de ESSEN & TRINKEN • Cafe Schuntner, Cafe, Plinganserstr. 10 10 Filmwirtschaft, Cafe, Sonnenstraße 12 • Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz 2, www. bayerische-staatsoper.de 12 Deutsches Theater, Schwanthalerstraße 13, www.deutsches-theater.de UNTERKUNFT • BOLD Hotel, Aschauer Straße 12, 81549 München, 089 20001592244 • Deutsche Eiche, Hotel, Reichenbachstraße 13


33 AZ_UK_Leo_83x62_0416.indd 1 26.04.16 15:26 Wir machen uns stark! Für Lesben, Schwule, Bi, Trans * und Inter * Als Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist es unser Ziel, die LGBTI * -Community in München zu stärken und Benachteiligungen abzubauen. Wir machen uns stark. Für Lesben, Schwule, Bi, Trans * und Inter * . LGBTI: Lesbian, Gay, Bisexual, Trans * , Inter* Mehr Informationen unter: muenchen.de/koordinierungsstelle


34 REISE FOTO: BERNY MEYER NÜRNBERG 100 Jahre Frühlingsfest Am Samstag, dem 20. April geht es los! Unter anderem mit dem Festzug „Franken zeigt sich“ startet um 16.30 Uhr am Eingang Bayernstraße das Nürnberger Frühlingsfest. Zu sehen gibt es: Brauereigespanne, Schaustellerfamilien, Musikkapellen sowie viele weitere Vereine aus Nürnberg und der Region, die am Festzug teilnehmen. Auch der offizielle Bieranstich und das Böllerschießen dürfen natürlich nicht fehlen. Egal ob Feinschmecker oder Adrenalinjunkie – mit weit über 150 Betrieben auf einer Fläche von 100.000 qm ist für jeden etwas auf dem Frühlingsfest geboten. Neben den üblichen, beliebten Volksfest- Attraktionen, wie Riesenrad, Wildwasserbahn oder die Achterbahn gibt es dieses Jahr viele Highlights zum Frühlingsfest. Darunter eine große Nostalgieausstellung mit Modellkirmesausstellung, historischen Exponaten und historischen Schaustellergeschäften (z. B. das größte Pferdekarussell der Welt und Flohzirkus), aber auch Europas größte Hochseiltruppe, die Geschwister Weisheit, die eine spektakuläre Show auf dem Hochseil bieten. Dazu kommt eine Opernaufführung an verschiedenen Fahrgeschäften der renommierten Pocket Opera Company sowie ein großes Ballonglühen des Frankenballon e.V. Am Sonntag, dem 12. Mai beendet ein Abschlussfeuerwerk das diesjährige Nürnberger Frühlingsfest. Mehr Infos gibt’s über die Website. *jm/mp 20.4. - 12.5., Nürnberger Volksfest, Bayernstr. 100, www.volksfest-nuernberg.de TIPP Genuss und Idee Gegenüber vom Münchner Hauptbahnhof wartet das 25hours Hotel The Royal Bavarian mit einem kulturellen Schmankerl auf. Mitten in München, in einem Oberpostamtsgebäude von 1869, bringt das 25hours Hotel The Royal Bavarian zusammen mit dem angesagten veganen Coffeeshop – der eventaffinen Buchhandlung – namens Lost Weekend, Kultur und Bücher an Reisende, Gäste und Einheimische. Auch kleine Happenings finden in den extrem schönen Räumlichkeiten in dem kaiserzeitlichen und von Pop-Art geküssten Hotelgebäude statt. Der „Kulturkiosk“ ist im ersten Stock auf derselben Ebene wie die Boilerman Bar, man kann also in Genüssen und Gedanken schwelgen – nicht nur für Gäste des Hotels klasse! *rä www.25hours-hotels.com/hotels/ muenchen/the-royal-bavarian, lostweekend.de IMPRESSUM Herausgeber: Christian Fischer (cf) & Michael Rädel (rä) Chefredakteur: Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.) Stellv. Chefredakteur: Christian Knuth (ck) BESUCHERADRESSE: München: Lindwurmstr. 71-73, 4. OG, 80337 München, T: 089 5529716-10, redaktion@leo-magazin.de Köln: T: 0221 29497538, termine@rik-magazin.de c.lohrum@rik-magazin.de Berlin: Sophienstr. 8, 10178 Berlin, T: 030 4431980, F: 030 44319877, redaktion.berlin@blu.fm Hamburg: T: 040 280081-76 /-77, F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de Frankfurt: Kaiserstr. 72, 60329 Frankfurt, T: 069 83044510 F: 069 83040990 redaktion@gab-magazin.de MITARBEITER: Jonas Bock (jb), Jonas Mayer (jm), Felix Müller (fm), Bernd Müller (bm), Jonathan Fink, Björn Berndt (bjö), Christian KL Fischer (fis), Leander Milbrecht(LM), Christian Lütjens (cl), Felix Just (fj), Lektorat: (ausgewählte Texte): Tomas M. Mielke www.sprachdesign.de Art-Direktion: Janis Cimbulis Grafik: Denis Hegel Cover: Fotograf Ovidijus Maslovas, Model Bartek C./ McFit Models ANZEIGEN: Berlin: Christian Fischer (cf): christian.fischer@blu.fm Ulli Pridat: ulli@matemediagroup.de Sebastian Ahlefeld: sebastian.ahlefeld@blu.fm Charly Vu (charly.vu@blu.fm) Köln: Christian Fischer (cf): christian.fischer@blu.fm Hamburg: Jimmy Blum: jimmy.blum@hinnerk.de Bremen, Hannover, Oldenburg: Mathias Rätz (mr): mathias.raetz@hinnerk.de Frankfurt: Sabine Lux: sabine.lux@gab-magazin.de München: Christian Fischer (cf): christian.fischer@blu.fm Online: Charly Vu (charly.vu@blu.fm) DIGITAL MARKETING: Dirk Baumgartl: dirk.baumgartl@blu.fm (dax) VERLAG: blu media network GmbH, Rosenthaler Str. 36, 10178 Berlin Verwaltung: Sonja Ohnesorge Geschäftsführer: Hendrik Techel, Markus Pritzlaff (mp) Christian Fischer (fis) Vertrieb: blanda promotions, Eigenvertrieb Druck: PerCom, Vertriebsgesellschaft mbH, Am Busbahnhof 1, 24784 Westerrönfeld Abonnentenservice: Möller Medien Versand GmbH, T: 030 41909331 Zeppelinstr. 6, 16356 Ahrensfelde, Gläubiger-ID DE06 ZZZ 000 000 793 04 Unsere Anzeigenpartner haben es ermöglicht, dass du monatlich dein LEO Magazin bekommst. Bitte unterstütze beim Ausgehen oder Einkaufen unsere Werbepartner. Es gilt die leo Anzeigenpreisliste (gültig seit 1. Januar 2019). Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren sexuelle Identität. Wir freuen uns über eingesandte Beiträge, behalten uns aber eine Veröffentlichung oder Kürzung vor. Für eingesandte Manuskripte und Fotos wird nicht gehaftet. Der Nachdruck von Text, Fotos, Grafik oder Anzeigen ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags möglich. Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Bei Gewinnspielen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Der Gerichtsstand ist Berlin. Abonnement: Inlandspreis 30 Euro pro Jahr, Auslandspreis 50 Euro pro Jahr. Bei Lastschriften wird die Abogebühr am 3. Bank arbeitstag des laufenden Monats abgebucht. Die Anzeigenbelegungseinheit blu Medien & Verlag GmbH blu/gab/leo unterliegt der IVW-Auflagenkontrolle


Strand- & Stadtleben – alles an einem Tag.” Großartig für Ryan und Carson, Hollywood Beach © 2019 ILLINOIS DEPARTMENT OF COMMERCE AND ECONOMIC OPPORTUNITY, OFFICE OF TOURISM Komme für Chicagos kilometerlange Strände und bleibe für eine Skyline, die es mit allen aufnimmt, die Du je gesehen hast. Verbringe Deine Tage mit Sehenswürdigkeiten von Weltklasse und kulinarischen Abenteuern und Deine Nächte im pulsierenden Rhythmus einer von Stolz erfüllten Stadt. Gehe raus auf die Straßen und feiere die Vielfalt der Stadt auf Festen wie dem Northalsted Market Days. Und verpasse auf keinen Fall eines von Amerikas größten Pride Festivals im kommenden Juni. ENJOYILLINOIS.DE


REISE Paris say hello to gustave FOTO: 25HOURS HOTELS Seit Januar 2019 begrüßt das neue 25hours Hotel Terminus Nord Gäste und Nachbarn. Ein Kulturmix und urbaner Rückzugsort mitten im Herzen der französischen Hauptstadt. Die bunte Welt der Kulturen lebt mitten im 10. Bezirk. Vis-à-vis dem zentralen Bahnhof Gare du Nord liegt hier das 25hours Hotel Terminus Nord und ist eine Liebeserklärung an den lebendigen Geist dieses Stadtteils und seine Bewohner. Lokale Helden dienen als Inspiration: Das Designbüro Dreimeta hat sich dabei mit dem Pariser Team Visto Images zusammengetan und das wilde Treiben des 10. Arrondissements direkt ins Haus geholt. Ein verspieltes Durcheinander mit farbenprächtigen Wandgemälden im Street-Art-Style schmücken Räume und öffentliche Bereiche. Die 237 Zimmer sind Rückzugsorte in afrikanisch und asiatisch inspirierten Farben und Formen. Pulsierendes Herz des Hauses sind das Restaurant Neni mit israelisch-mediterraner Küche und die Sape Bar mit großem Tresen und schweren Ledersesseln. 25hours Hotel Terminus Nord 12, Boulevard de Denain, 75010 Paris www.25hours-hotels.com WIR VERLOSEN ein Wochenende im 25hours Hotel Terminus Nord mit zwei Nächten im Doppelzimmer inklusive Frühstück. Lust auf Paris? Einfach eine E-Mail mit dem Betreff 25HOURS IN PARIS und deinen Kontaktdaten an contact@25hours-hotels.com schicken! Der Gewinner wird persönlich per E-Mail benachrichtigt. Stockholm: Schwedens Perle FOTO: VISIT STOCKHOLM Sie ist wohl die schönste Hauptstadt Skandinaviens: Stockholm. Umgeben von Inseln und Fjorden und mehr im als am Wasser gelegen – was auch ihren Namen erklärt, der übersetzt Baum- oder Pfahlinsel bedeutet – lockt sie als Reiseziel Touristen sowohl im Sommer als auch im Winter zu Kurzurlauben. Liebhaber royalen Kitsches und Prunks sowie Freunde moderner und klassischer Architektur können sich gleichermaßen auf eine volle Dröhnung vielfältigster Eindrücke freuen. Wer sich lieber satt isst als satt sieht, der wird in Stockholm erst recht nicht verhungern: Die Hauptstadt des Königreichs Schweden ist auch eine DER Hauptstädte kreativer Küche. Und weil die Nächte in Stockholm breitengradbedingt entweder lang und dunkel oder kurz und hell sind, hat auch die Bar- und Klubkultur ihre typisch schwedischen Eigenheiten. Queeres ist hier ganz selbstverständlich und als Querschnitt in der Kultur verankert und präsent, denn das Land war eines der ersten, das die gleichen Rechte von LGBTIQ* gesetzlich festschrieb – Schwedens Ruf als liberales Utopia begründet sich unter anderem auf dieser frühen gesellschaftlichen Akzeptanz. Unter www.stockholmlgbt. com kann man sich seinen queeren Stadtrundgang selbst erstellen und findet die wichtigsten Adressen für Tag und Nacht. So ist denn auch der Bummel mit dem oder der Liebsten Hand in Hand vorbei an historischen Häusern und in den Museen der beeindruckenden Altstadt nichts, was Blicke auf sich ziehen würde. Besonders ans Herz gelegt sind Fahrten mit den kleinen Fähren, die die verschiedenen Stadtteilinseln miteinander verbinden. Ja, Stockholm als Perle zu bezeichnen ist nicht übertrieben. Die märchenhaften Ecken, die man fußläufig erlebt, lassen dafür zu schnell noch viel romantischverklärte Assoziationen entstehen. Ob Kurztrip oder Station auf der großen Schweden-Tour: Stockholm muss sein! *cf/ck www.stockholmlgbt.com


STADT 21 Buenos Aires Stadt der Kontraste FOTO: PRIVAT Pablo (51) und Gustavo (47) wohnen in Buenos Aires und sind echte Experten, wenn es darum geht, die Szene in Argentiniens Hauptstadt zu entdecken. Wir haben die beiden nach ihren Lieblingsplätzen befragt. *dax Argentinien ist bekannt für Tango, Fleisch und schöne Männer. Um bei Letzterem zu bleiben: Wo startet man am besten für einen Drink in der Szene von Buenos Aires? Gustavo: Der Stadtteil Palermo Soho ist die beste Gegend, um ins Nachtleben zu starten, und die Work Bar ist die erste Wahl in Hinblick auf Gay-Bars. Pablo: Eine weitere Option ist Florería Atlántico, eine „geheime“ Bar, die sich im Keller eines Blumenladens befindet und im Moment als eine der angesagtesten Bars weltweit gilt. Daher wahrscheinlich auch der hohe Anteil an schwulem Publikum. Und wo steigt die beste Party? Pablo: In Buenos Aires findet man die ganze Woche über ein großes Angebot. Zu unseren Favoriten gehören auf alle Fälle die einmal im Monat stattfindende Malevo Party und die samstäglichen Partys Macho in der Glam Disco und Human Club in der Crobar. Nach durchtanzter Nacht ist es immer hilfreich zu wissen, wo man wieder zu Kräften kommt. Was ist ein guter Ort zum Brunchen? Gustavo: Das Pride Café in San Telmo ist ideal für einen Sonntagsbrunch und bei Einheimischen wie auch Touristen gleichermaßen beliebt. Pablo: Im Stadtteil Palermo gibt es mit dem Maricafé eine neue Option. Hier finden Drag-Shows statt und die Gäste können nebenbei im angeschlossenen Buchladen stöbern. Wenn jemand zum ersten Mal nach Buenos Aires kommt, was sollte er auf keinen Fall verpassen? Gustavo: Einen Spaziergang durch Palermo Soho mit seinen trendigen Shops, kleinen Bars, Cafés, Galerien und exzellenten Restaurants sollte man auf jeden Fall einplanen. Dazu einen Besuch auf dem Friedhof von Recoleta, auf dem Evita Perón beerdigt ist. Als Kontrast befinden sich dort in unmittelbarer Umgebung einige der besten Klubs der Stadt.


REISE MALTA Reif für die Insel FOTOS: VISIT MALTA Dank eines immer beliebter werdenden Pride und einer toleranten Gesellschaft entwickelt sich die kleine Insel Malta zum Treffpunkt sonnenverliebter schwuler Besucher aus ganz Europa. Es gibt diese Momente, in denen der Name „Malta“ einen ganz besonderen Charme entwickelt. Im Frühherbst zum Beispiel, wenn die Temperaturen langsam, aber sicher sinken, die ersten Herbststürme bunte Blätter von den Bäumen fegen und der Regen sanft gegen die Fenster prasselt. Zugegeben: Der Herbst kann romantisch sein. Aber „Malta“ klingt eben nach den Verheißungen des Sommers: nach Sonne, die vom wolkenlosen Himmel scheint, nach dem Meer, das warm genug ist, um hineinzuhüpfen, und nach leichten Drinks, die man abends mit neuen Freunden auf einer Dachterrasse unterm Sternenhimmel genießt. Nur folgerichtig ist es also, dass Malta, eine kleine Inselnation rund 90 Kilometer südlich von Sizilien, im vergangenen September die Bühne bot für Europas erstes TropOut-Festival, das bisher in Südostasien zu Hause war. Zeitgleich zu TropOut brachte ein weiterer Event die queere Community zusammen: der Pride in Valletta, Maltas Hauptstadt. Schwule, Lesben, Trans* und viele Freunde zogen mit einer Parade durch die Straßen und feierten anschließend eine Open-Air-Party nahe der Stadtmauern. Gesellschaft im Wandel Die gelöste Pride-Stimmung ist nur ein Beispiel für den rasanten gesellschaftlichen Wandel Maltas. Denn während in diesem Jahr rund 4.500 Menschen am Pride teilgenommen haben – relativ viel angesichts einer Einwohnerzahl von rund 433.000 Menschen – waren es im vergangenen Jahr erst 2.500. „Vor fünf Jahren waren wir sogar nur fünfzig Leute, die für Gleichstellung demonstriert haben“, erinnert sich Russell Sammut, der damals den Pride organisiert hatte. Auch politisch konnte die queere Bewegung zuletzt viele Ziele erreichen. So wurden Antidiskriminierungsgesetze erlassen und die Ehe geöffnet. Schwule und lesbische Paare haben das Recht, Kinder zu adoptieren. Die Pride- Aktivisten würden ihre Erfolge künftig gerne noch mehr Besuchern präsentieren und überlegen deshalb, sich als Gastgeber des EuroPride 2023 zu bewerben. Kultur & Meer Da bleibt zu hoffen, dass die kommenden Besucher Zeit mitbringen, Maltas faszinierende Landschaft und die lebendigen Städte zu entdecken. Mit ihren barocken Palästen versetzt Valletta ihre Gäste beispielsweise ein wenig ins 16. Jahrhundert. Damals war die Stadt Hauptquartier des Malteserordens. Der religiöse – und sehr reiche – Orden gab ein Vermögen für die Dekoration der St. John’s Co-Cathedral aus, einer Kirche, die im Inneren von oben bis unten mit Blattgold geschmückt ist. Wunderschön ist das Städtchen Mdina, einst die Hauptstadt Maltas. Nur eine kurze Autofahrt von Valletta entfernt, schlängeln sich hier hinter dicken Stadtmauern schmale Kopfsteinpflasterstraßen durch die auf einer Hügelkuppe erbaute Altstadt. Portale geben den Blick frei auf prunkvolle Innenhöfe, in denen manchmal Palmen und Olivenbäume wachsen. Von einem Aussichtspunkt kann man die gesamte Insel überblicken und an klaren Tagen sogar den schneebedeckten Ätna am Horizont erahnen. Dazwischen liegt nur das Mittelmeer, das besonders in der Blauen Lagune, einer kleinen Bucht der Nebeninsel Comino, verlockend schimmert. Weil die Küste aus Felsen besteht, reflektieren Meeresgrund und Wasser die Sonne in leuchtendem Hellblau. Vielleicht kamen die Kreuzritter und Seefahrer nach Malta ja gar nicht zum Beten, sondern aus demselben Grund wie ihre modernen Nachfahren: um Sonne zu tanken, ins Meer zu springen und mit neuen Freunden entspannt ein paar leichte Drinks zu genießen. *tos www.visitmalta.com/de


REISE HIV-Test FOTO: DAX Ergebnis in 10 Minuten Benidorm Berge & Meer Spaniens Costa Blanca ist bekannt für endlose Sandstrände entlang der Küste und ursprüngliche Dörfer im bergigen Hinterland. In der Touristenhochburg Benidorm hat sich über die Jahre eine lebendige Szene entwickelt, die zum Abschluss des Sommers ihren Gay Pride feiert. Doch auch wer sportlich ist und die Natur liebt, kommt hier auf seine Kosten. Wer auf die an der Küste gelegene Skyline von Benidorm blickt, bekommt einen Eindruck davon, was Massentourismus heißt. In Relation zur Einwohnerzahl hält die Stadt den Rekord für die größte Hochhausdichte weltweit. Und dennoch hat sie ihren Reiz, nicht nur für Architekturfans. Vor allen in der Nebensaison im Frühjahr und Herbst, wenn die Strände nicht überfüllt und die Hotelpreise moderat sind, ist Benidorm ein guter Ausgangspunkt, um die Vielfalt der Region und die lokale Szene zu erkunden. Diese liegen im Herzen der Altstadt jenes kleinen Fischerdorfes, das Benidorm bis in die 1950er- Jahre hinein einmal war. In den engen Gassen finden sich dicht an dicht gut dreißig verschiedene Gay-Bars wie Bar Code, Bears Bar, Buddha Bar, Lover oder Peoples. Je nach Wochentag und Uhrzeit ist mal in dieser, mal in jener Bar besonders viel los – am besten lässt man sich einfach mit der Menge treiben. Zum Pink Weekend Ende Mai sowie zum Benidorm Pride Anfang September kommen auch viele spanische Besucher aus den nahe gelegenen Städten Alicante, Murcia und Valencia. So sehr manch einer von den Betonbauten Benidorms abgeschreckt sein mag, so sehr wird er von der Natur nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt überrascht sein. Ob mit Fahrrad oder Boot – entlang der bis zu 300 Meter aufragenden Steilküste lassen sich zahlreiche kleine Buchten zum Baden und Schnorcheln entdecken, bevor es abends wieder auf Entdeckungsreise durch die Szene geht. *dax www.visitbenidorm.es Ein HIV-Test schafft Klarheit Erhältlich in Ihrer Apotheke oder unter www.hivtest-exacto.de DAS IST DAS IST DAS IST DAS MUSICAL DAS DAS MUSICAL MUSICAL MIT DEN HITS VON WOLFGANG PETRY 05.03. MIT – 14.04. DEN MIT HITS KölnDEN VONHITS 07.05. VON – 12.05. Hannover 16.04. WOLFGANG – 21.04. WOLFGANG Bremen PETRY 15.05. PETRY – 26.05. München 23.04. – 05.05. Essen DAS MAGISCHE ZIRKUS-EREIGNIS VOM KONTINENT DES STAUNENS AFRIKA! AFRIKA! nach einer Idee von André Heller ab 14.03.2019 auf Tour Berlin, Bremen, Düsseldorf, Köln, Essen, Frankfurt a.M., Hamburg, München und viele weitere Städte ab 14.11.2019 auf Tour Berlin, Bremen, Bochum, Dortmund, Essen, Frankfurt a.M., Stuttgart und viele weitere Städte www.eventim.de


GESUNDHEIT REISE Chicago Queer seit 1920 FOTOS: CHOOSE CHICAGO Chicago ist eine Metropole mit über zwei Millionen Einwohnern im Mittleren Westen der USA. Gelegen am riesigen Lake Michigan ist sie besonders für ihre Architektur und ihr im Sommer angenehmes Klima bekannt. Weniger bekannt ist vielleicht die Tatsache, dass sich schon 1920 eine sichtbare und quirlige queere Subkultur im Stadtteil Towertown entwickelte. Heute gibt es aus schwuler Sicht aber noch viel mehr zu entdecken. Gay Beach Sonnenhungrige aufgepasst. Wer auf Strand, Sonne und Männer steht, ist hier genau richtig aufgehoben. Nur zwanzig Autominuten von Downtown Chicago entfernt befindet sich der legendäre Hollywood Beach: der wirklich bunteste Fleck Chicagos. Bären und Bärchen, Tunten und Transen, Dicke und Dünne sowie der All-American Muscle Boy tummeln und türmen sich hier dicht an dicht. Angeheitert durch kühle Drinks und die testosterongeschwängerte Luft macht es besonders Spaß, ein Chicagoer Phänomen zu beobachten: Wer nämlich denkt, der Lake Michigan würde zum ausgedehnten Schwimmvergnügen genutzt, der irrt. Vielmehr erinnert das Bild an die Brutplätze der Flamingos, die hochbeinig durch das flache Wasser spazieren. So tut das auch die queere Beach-Szene und präsentiert perfekte und vor allem trockene Frisuren sowie knappe Speedos. Ein wirklich witzigflirtiger Strand, der im Sommer dringend auf die To-do-Liste gehört. Mit Getränken und Snacks sollte man sich schon vor dem Strandbesuch eindecken, denn Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier keine. Architektur Architekturinteressierte werden in Chicago durch den Gegensatz von Klassik und Hypermoderne gleich mehrfach glücklich gemacht. Downtown begeistert mit seiner modernen Hochhaus-Skyline, die am besten während einer Kanalfahrt vom Boot aus zu erleben ist. Die Reflexion aus Licht, Schatten, Glas und Wasser bietet hervorragende Momente für spannende Fotos. Etwas abgelegen vom Trubel der Innenstadt befindet sich der westliche Vorort Oak Park mit zahlreichen Läden und Restaurants. Hier hat der legendäre Architekt Frank Lloyd Wright sein Lebenswerk geschaffen. Sein Studio inmitten bezaubernder Baumalleen ist heute ein Ort, an dem Originalentwürfe des Mannes gezeigt werden, der durch seine Leidenschaft für organische Strukturen und Materialien bekannt geworden ist. Er wollte möglichst viel Tageslicht in die Räume scheinen lassen und experimentierte dafür unter anderem mit bunten Glasmosaiken. Market Days Seit 1980 sind sie ein Publikumsmagnet im Mittleren Westen der USA: die Northalsted Market Days. Eine bunte Mischung aus Straßenfest und Infomeile. Jedes Jahr im Sommer wird im Szeneviertel Boystown auf der Straße getanzt, geflirtet und sich informiert. Zwei Tage lang ist es hier bunt und schrill. Und voll: Rund 200.000 Besucher bevölkern die Straßen jeweils am zweiten Wochenende im August (2019: 10. und 11.8.), wobei Programm und Aussteller wirklich jede Zielgruppe im Auge haben. Vom Kinder- und Familienprogramm bis hin zu Livemusik und Shows reicht die Bandbreite, unterfüttert im wahrsten Sinne des Wortes von unzähligen kulinarischen Angeboten. Was tagsüber schon ausgelassen startet, findet des Nachts kein Halten mehr. Besucher aus ganz Amerika mischen sich unter die Einheimischen und man trifft sich im bunten und lauten Gay Village. Hier wird Bar- und Klub-Hopping bis in die frühen Morgenstunden zelebriert und geflirtet, was das Zeug hält. Ein toller Abschluss für einen Besuch Chicagos, denn Zeit zum Ausnüchtern hat man dann im Flug zurück in die Heimat. *cf/ck www.choosechicago.com/de1/lgbtq


Illinois Auf den Spuren von Frank Lloyd Wright Malta. So viel zu erleben. Inselglück im Mittelmeer Malta, Gozo & Comino Im Jubiläumsjahr des Bauhauses ist das Thema Architektur allgegenwärtig. Dabei wurde das Prinzip „Form folgt Funktion“ bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von dem legendären Architekten, Interior-Designer und Autor Frank Lloyd Wright entwickelt. Über 500 Gebäude gehen auf Entwürfe des Genies zurück, darunter das berühmte Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Der Frank Lloyd Wright Trail folgt dessen Schaffen von seinen frühesten Entwürfen bis zu seinen bahnbrechendsten Neuerungen. Ein Roadtrip von Chicago nach Rockford führt durch Oak Park, Geneva, Hampshire und Belvidere. Eine zweite Route führt in den Süden von Illinois in die an der Route 66 gelegene Hauptstadt Springfield. Chicago & Oak Park Mit dem Emil Bach House, The Rookery, dem Charnley-Persky House und dem Frederick C. Robie House liegen einige von Wrights bekanntesten Meisterwerken in Chicago. Gleich nebenan in Oak Park, einem Vorort von Chicago, findet sich neben Wrights eigenem Wohnhaus und Studio die größte Dichte von Wright-Häusern innerhalb der USA. Kankakee & Springfield Hier finden sich mit dem B. Harley Bradley House und dem Dana-Thomas House zwei wahre Architekturschätze. Vor allem das Dana-Thomas House in Springfield nimmt eine ganz besondere Stellung ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Wright-Gebäuden ist hier ein Großteil der Möbel und Inneneinrichtung erhalten geblieben, die ebenfalls von Wright extra für das Haus entworfen wurden – darunter prächtige Glasfenster, stilvolle Lampen, ein Esszimmer, ein Ballsaal sowie eine Kegelbahn.*dax Weitere Infos zum Frank Lloyd Wright Trail gibt es unter www.enjoyillinois.de/flw FOTO: ENJOY ILLINOIS Auf Malta, Gozo und Comino – dem sonnigen Inseltrio im Mittelmeer kann man sich schon im Frühling herrlich auf den Sommer „eingrooven“. In weniger als 3 Flugstunden geht es „ab auf die Inseln“. Das kleine EU- Land liegt im aktuellen ILGA-Rating ganz vorne und überrascht immer mehr Gäste aus der internationalen LGBT-Community. Mit einem bunten Mix aus britisch-mediterraneren Einflüssen, entspannten Lifestyle und einer unglaublichen Vielfalt an Urlaubsideen - und das über 300 Sonnentagen im Jahr Lust auf einen Malta Urlaub – hier gibt es den aktuellen LGBT-Guide www.maltaguide.de Attraktive Reiseangebote unter: www.mein-malta-urlaub.de Veranstaltungstipps: 20.04.2019 Olympus World Tour 24. 04. – 04.05. 2019 Feuerwerksfestival 09.07.2019 Isle of MTV 14. – 16.08.2019 Glitch 06. – 15.09.2019 Pride Week Kostenfreie Informationen unter: info@urlaubmalta.com www.visitmalta.com www.airmalta.com www.gaymalta.com


REISE New York City: Monumental FOTO: NYC & COMPANY Beim Gedanken an New York hat man sich längst an Superlative gewöhnt. Mit dem 50. Jubiläum des Stonewall-Aufstandes, dessen Höhepunkt mit dem WorldPride im kommenden Juni gefeiert wird, setzt die Millionenmetropole in diesem Jahr einen besonderen Akzent auf Vielfalt und LGBTIQ*-Rechte. Doch auch weitere Megaprojekte werden in diesem und den kommenden Jahren umgesetzt, und die Stadt hat – selbstbewusst, wie die New Yorker nun mal so sind – 2019 zum „Monumental Year“ ausgerufen. Neue Stadt Die Hudson Yards sind so ein Projekt, das die Skyline New Yorks verändern wird. Mit 15 neuen Wolkenkratzern für Wohn- und Büroräume, etlichen neuen Hotels, Restaurants und einer Shopping Mall wird am Westufer Manhattans die Zukunft gebaut. Eine Stadt für sich. Touristischer Anziehungspunkt soll „Vessel“ sein, eine 150 Millionen teure, begehbare Skulptur des Künstlers Thomas Heatherwick, deren Eröffnung noch in diesem Jahr geplant ist. Und geshoppt werden kann ab Ende 2019 in den über hundert Geschäften der Empire Outlets auf Staten Island. Kaum zu glauben: Dies ist die erste Outlet Mall im Stadtgebiet von New York. Queere Kunst Mehr Platz finden auch die Exponate des Museum of Modern Art, das seine Ausstellungsfläche noch in diesem Jahr um dreißig Prozent vergrößert und deswegen von Mitte Juni bis Oktober geschlossen sein wird. Zur Kollektion gehört inzwischen auch die originale Regenbogenfahne des 2017 verstorbenen Künstlers Gilbert Baker, die im ersten Stock zu sehen ist. Daneben legen sich etliche Museen und Galerien zum Stonewall50-Jubiläum mächtig ins Zeug. So zeigt das Whitney Museum of American Art noch bis 31. März eine Sonderausstellung mit Werken von Andy Warhol, während im Guggenheim Museum bis Januar 2020 Fotografien von Robert Mapplethorpe zu sehen sind. Queere Kunst gibt es das ganze Jahr über in der berühmten Sammlung des Leslie-Lohman Museum of Gay & Lesbian Art, und die New York Public Library zeigt bis 14. Juli die Ausstellung „Love & Resistance: Stonewall“. Nackt am Broadway Ein Musical- und Theaterbesuch am Broadway gehört zu New York wie der Blick auf die Freiheitsstatue, der ebenfalls in diesem Jahr ein neues Museum gewidmet wird. Neben Hits wie „Harry Potter and the Cursed Child“, „The Book of Mormon“ oder „The Cher Show“ steht seit Herbst 2018 auch das lesbische Highschool- Musical „The Prom“ auf dem Spielplan. Ebenfalls für Begeisterung sorgt die Aufführung von „Sleep No More“, eine dunkle homoerotische Performance nach William Shakespeares „Macbeth“, die noch bis 9. Juni im The McKittrick Hotel zu sehen ist. Und wer sich an Broadway- Tänzern nicht sattsehen kann, dem sei „Broadway Bares“ empfohlen: Auf der Benefizveranstaltung, die dieses Jahr am 16. Juni stattfinden wird, schlüpft das Bühnenpersonal in die Rolle von Stripteasetänzern, zieht vor aller Augen blank und beschert dem Publikum monumentale Momente der anderen Art. *cf www.nycgo.com/lgbt www.nycpride.org/2019 Mit United Airlines nach New York Die amerikanische Fluggesellschaft fliegt täglich ab Berlin, München und Frankfurt nach New York/Newark in einer Drei-Klassen-Konfiguration mit Economy, Economy Plus und der Polaris Business Class. Beim Abflug in Newark erwartet alle Passagiere der Polaris Business Class sowie alle international reisenden Firstund Business-Class-Gäste der Star-Alliance-Partner die 2018 eröffnete Polaris Lounge. Auf über 2.500 Quadratmetern Fläche finden sich Schlafzimmer, Dusch- Suiten, ein privater Speisesaal und eine große Bar als Herzstück der Lounge. www.united.com


diven gesucht LIPS Nightclub, Fort Lauderdale In Greater Fort Lauderdale ist jeder willkommen, der unsere Idee von Inklusion teilt. Entdecke eine lebendige Vielfalt an Kulturen und Aktivitäten, die so einzigartig und individuell sind wie Du. Entdecke mehr unter sunny.org/lgbt @VisitLauderdale | sunny.org


28 REISE FOTO: PINKBUDAPEST.COM BUDAPEST Unterwegs in Ungarns Hauptstadt Hier riecht man Geschichte an jeder Ecke. Die ist zwar geprägt von Fremdbestimmung und fragwürdigen Entscheidungen, dennoch pulsiert das Leben in Ungarns Hauptstadt, in der es eine lebendige LGBTIQ*-Szene gibt. Budapest hat ein sehr dichtes öffentliches Verkehrsnetz, das die Einwohner und Touristen gleichermaßen effizient an ihre Ziele bringt. Wenn man als Tourist in der Stadt ist, lohnt es sich, die sogenannte Budapest Card zu kaufen. Mit dieser kann man sowohl den öffentlichen Nahverkehr unbegrenzt nutzen (und muss sich folglich keine Gedanken über Tickets machen) als auch jede Menge Sehenswürdigkeiten kostenfrei oder zu ermäßigten Preisen erleben. Eine Sightseeingtour beginnt man am besten von oben: Von der Zitadelle und der Freiheitsstatue auf der Spitze des Gellértbergs genießt man eine hervorragende Aussicht auf die Stadt, unter anderem auf das berühmte Parlamentsgebäude. Das 1904 fertiggestellte, nach dem Vorbild des Parlaments in London errichtete Gebäude ist höchst sehenswert und es gibt Führungen, die unter anderem auch auf Deutsch durchgeführt werden. Auch vor der Großen Markthalle an der Freiheitsbrücke macht die Tram halt. Ein Besuch dieses riesigen überdachten Marktes darf bei keinem Budapest-Besuch fehlen, besonders nicht, wenn man ein paar ungarische Spezialitäten mit nach Hause nehmen möchte. Eine schier unendliche Auswahl an Paprika, Salami und Tokajer, aber auch Gänseleber, Kaviar, Gewürze und anderen Leckereien sowie zahlreiche authentische Souvenirs gehören hier zum reichhaltigen Angebot. Essen & Trinken Die Kulinarik kommt sicher bei keinem Trip nach Budapest zu kurz. Wichtig zu wissen: Gulasch („Gulyás“) ist in Ungarn immer eine Suppe – was in Deutschland unter diesem Namen serviert wird (Fleisch in dickerer Soße), heißt in Ungarn eher „Pörkölt“ und ist weit weniger kultig als die Suppe oder das ebenso allgegenwärtige Paprikahuhn („Paprikás Csirke“). Klassische Gerichte in moderner Interpretation findet man überall in der Stadt. Es werden hier die traditionellen Speisen in modernem Rahmen serviert, oft mit einem ganz eigenen Twist. Zum Kaffee geht man am besten zum Szamos-Schokolademuseum: Hier lernt man viel über die Geschichte der Schokolade und kann zahlreiche historische Ausstellungsstücke bewundern, einschließlich einer lebensgroßen Marzipanfigur aus 78 Kilogramm des süßen Mandelkonfekts. Hausgemachte Kuchen, Pralinen und Trüffel laden zum Sündigen ein. Szene & Ausgehen Zum Teil verfallene Gebäude, wildromantische Hinterhöfe, sympathische Menschen – das alles findet man in Budapest in den berühmten „Ruin Pubs“. In den ehemals abrissreifen Gebäuden wurden einzigartige Kneipen eröffnet, wo in entspannter Atmosphäre getrunken und getanzt wird. Die schwule Szene ist in Budapest tatsächlich sehr lebendig. Die entsprechenden Lokalitäten brauchen sich keineswegs zu verstecken – und tun das auch nicht. Im populärsten Gay Club der Stadt, dem Alterego, tanzt man an thematisch unterschiedlichen Abenden auf zwei Dancefloors. Jeden Freitag und Samstag gibt es zudem eine Show mit Dragqueens. „Why Not?“, also „Warum nicht?“, ist der Name von gleich zwei nahe beieinander liegenden und zusammengehörigen Lokalitäten. Im Why Not Bistro, einem kleinen, aber feinen Restaurant, gibt es rustikale ungarische Küche im intimen Rahmen, ein paar Meter weiter im Why Not Café & Bar lässt sich der Abend dann fortsetzen. *am www.pinkbudapest.com


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30 REISE 24 h Tokio FOTOS: DAX Kultur, Kommerz, Tradition, Zukunft – in Japans Hauptstadt sind es die Gegensätze, die diese Millionenmetropole zu einer der spannendsten Städte der Erde machen. Abgesehen von einer der größten LGBTIQ*-Communitys der Welt, gibt es aber auch in Tokio Plätze der Stille. Unsere Tipps für einen Tag in Tokio: 8 Uhr Der Jetlag macht’s möglich. Je eher man am Morgen aufwacht, umso besser. Erstmals galt ein morgendlicher Besuch des Tskukiji-Fischmarktes mit seiner spektakulären Thunfischauktion in aller Herrgottsfrühe als Pflichtprogramm. Im Oktober 2018 zog der Markt achtzig Jahre nach seiner Gründung nach Tyoso um – das Flair ist dahin. Dennoch finden sich in der Umgebung des alten Marktes jede Menge kleine Geschäfte und Restaurants, in denen man sein erstes Sushi-Frühstück einnehmen kann. 10 Uhr Nur einen kurzen Fußweg vom alten Tsukiji-Markt entfernt liegt der Hamarikyū-Park. Einst dienten die dortigen Gärten dem japanischen Adel als Jagdgebiet, heute ist der von glitzernden Hochhäusern umgebene Park am Ufer des Flusses Sumida eine Oase der Ruhe. Mit einem Teehaus, mehreren Seen und seiner hügelig angelegten Gartenarchitektur ist Hamarikyū ein sehenswertes Relikt der Edo-Zeit (1603 – 1868). Die hier ablegenden Boote bringen die Besucher, vorbei an der Skyline, ins Stadtviertel Asakusa. 12 Uhr Rund um Tokios ältesten und wichtigsten buddhistischem Tempel Sensō-ji hat sich im Stadtteil Asakusa zumindest die Idee des alten Tokio erhalten. Durchtrainierte Rikscha-Fahrer kutschieren hier Touristen durch die kleinen Straßen, vorbei an unzähligen Souvenirgeschäften. Hier gibt es auch zahlreiche Restaurants, wie wäre es jetzt also mit Sushi, Ramen oder Tempura? Danach sollte man sich noch etwas Zeit nehmen, die Tempelanlage zu erkunden, deren Ursprünge bereits ins 7. Jahrhundert zurückreichen. 15 Uhr Kontrastprogramm: Das Viertel rund um den Bahnhof Harajuku gilt als Trendviertel der Stadt, in dem vor allem junge Japanerinnen und Japaner shoppen. An der engen Einkaufsstraße Takeshita-dōri liegen zum Teil sehr skurrile Läden, darunter etwa einer mit Regenbogenzuckerwatte sowie ein Eulen-Café. 17 Uhr Zeit für eine Pause. Bei der Suche nach einem Hotel sollte man sich auf die Gegend am Bahnhof Shinjuku konzentrieren. Von hier aus kommt man gut in alle Teile der Stadt, ein Spaziergang durch das Vergnügungsviertel mit seinen Leuchtreklamen und Videowänden ist zudem bei Nacht ein echtes Highlight. 20 Uhr Tokios bekanntestes LGBTIQ*-Szeneviertel liegt nur etwa zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof Shinjuku entfernt. In Ni-chōme finden sich an die 300 (!) schwule Bars, die meisten liegen jedoch versteckt in Hochhäusern und haben die Größe eines Wohnzimmers. Der japanische LGBTIQ*-Reisespezialist Out Asia Travel bietet eine individuelle Tour durch die Szene, angefangen vom Abendessen in einem schwul geführten Restaurants mit japanischer Küche bis zum nächtlichen Pub-Crawl durch Bars, die man als Europäer sonst kaum alleine betreten würde. Natürlich geht der Streifzug auch auf eigene Faust, besonders touristenfreundlich sind etwa die Bars Tokio Eagle, AiiRo Café oder Friends. Unser Tipp: Für einen Absacker in die japanische schwule Whiskey-Bar Uncle Uncool.*dax Zahlreiche Tipps für einen Besuch Tokios gibt es auch auf der Seite des offiziellen Tourismusportals www.gotokyo.org


WELLNESS JAPANISCHE PRÄZISION Seit Jahrtausenden feilen die japanischen Schmiede im wahrsten Sinne des Wortes an der perfekten Klinge. Vielen ist die Saga um die Entstehung des japanischen Kaiserreichs als Ergebnis jahrzehntelanger Kämpfe verfeindeter Kleinstaaten ein Begriff – Hollywood verfilmte sie mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Geführt wurden die Kämpfe mit dem Katana, dem Langschwert der Samurai. Nun ist die Samurai-Saga aber keine Erfindung, sondern nur ausgeschmückte Volkserzählung einer tatsächlichen Entwicklung: Als Japan als Nation zusammengeschmiedet war, wurden die Samurai verboten und die abertausenden von Schwertschmieden auf einen Schlag ihre Auftraggeber los. Das war die Geburtsstunde von Japans Aufstieg zur weltweit führenden Nation in der Herstellung und Verarbeitung von Edelstahl. Anstatt die Langschwerter zu schmieden, verlegten sich die Manufakturen auf die Herstellung von Rasierklingen, Messern und Werkzeugen und nutzten so das über Jahrhunderte angesammelte Wissen weiter. Panasonic greift bei der Herstellung seiner Rasierer und Haartrimmer auf genau diese Jahrtausende alte Erfahrung zurück. Der für die Klingen verwendete Yasuki-Hagane- Edelstahl hat Weltruf – einerseits elastisch und biegsam, um Stöße abzufedern und nicht zu brechen, andererseits eine Schneide, die so scharf ist, dass ein Seidentuch, gleitet es achtlos darüber, in zwei Teile geschnitten wird. TRIMMEN 3.0 Die elektrischen Design-Trimmer ER-GD50/60 setzen neue Maßstäbe in Präzision und Sicherheit. Alle drei Geräte haben eine Gemeinsamkeit: eine breite und abgerundete Sicherheitsklinge. Der neuartige Einsatz der japanischen Klingentechnologie verlängert die Lebensdauer und sorgt für eine überaus gründliche und dabei schonendere und angenehmere Rasur. Dabei sind die Geräte auch noch Rasierer, Trimmer und Bartdesigner in einem. Sie bieten zahlreiche Stylingmöglichkeiten für mehr Flexibilität und Kreativität beim Gestalten des Barts. Das schmale I-förmige Design macht die Handhabung kinderleicht. Präzises Rasieren an den Wangen und unter dem Kinn gelingt spielend, die Klingen sind abgerundet und stehen sehr eng, so schonen sie empfindliche Haut. Die Klinge ist einfach unter fließendem Wasser abwaschbar. DIE RASUR WIRD SMART Mit den Premium Rasierern ES-LV9Q und ES-LV6Q wird eine neue Ära eingeleitet. Die neuen Nass/Trocken-Rasierer Haargenau trimmen mit dem Design-Trimmer ER-GD50/60 von Panasonic überzeugen mit der erstmals eingesetzten Smart-Lock-Technologie, einem flexiblen Multi-Flex 5D-Scherkopf-System und der weltweit einzigartigen Panasonic Linearmotortechnologie. Mit dem neuen Panasonic Smart-Lock-Sensor und dem Bartdichten-Sensor weist Panasonic bei den Premium-Rasierermodellen den Weg in Richtung smarter Rasur. Ein „Ausversehen-Anschalten“ ist bei den neuen Geräten somit ausgeschlossen. Der integrierte Bartdichten-Sensor ermittelt die individuelle Bartstruktur in Echtzeit und passt die Leistung des Scherkopfes entsprechend an. Bereits rasierte Stellen werden erkannt und die Leistung reduziert, um unnötige Hautreizungen zu vermeiden. Das in Verbindung mit einem Multi-Flex 5D-Scherkopf-System, den nano-polierten Klingen mit einem Schliffwinkel von 30 Grad und der patentierte Linearmotortechnologie (bis zu 70.000 Schneidebewegungen pro Minute) machen die Geräte zu einem Begleiter, den sogar jeder Samurai neben seinem Katana führen würde. Denn durch praktisches Zubehör, ultraleichte Bauweise und extrem lange Akkulaufzeit, sind sie auch auf Reisen in die entlegensten japanischen Gegenden immer mit dabei. *ck www.experience.panasonic.de Smarte Innovation: Die Premium Rasierer ES-LV9Q und ES-LV6Q von Panasonic


32 REISE Wien Europa feiert Vom 1. bis 16. Juni 2019 wird Wien zum Zentrum der europäischen LGBTIQ*-Community: Zum EuroPride werden zwei Wochen lang zahlreiche Informations-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen sowie Partys für Gleichstellung und Toleranz wie auch gegen Homophobie und Ausgrenzung kämpfen. Einige Veranstaltungen stehen bereits fest: So wird es neben der großen Parade einen EuroPride Run, einen Pride Beach, einen Pride-Tag im Zoo, Pride-Führungen durch Wiener Museen, Filmabende und einen EuroPride Pooltag im Schönbrunnerbad geben. *dax 1. – 16.6., Wien | www.europride2019.at FOTO: WIEN TOURISMUS/PAUL BAUER Brüssel: Saisonstart Rom: Sportlich FOTO: VISIT BRUSSELS / ERIK DANHIER FOTO: PIXABAY.COM Als erste europäische Hauptstadt feiert Brüssel ihren Pride bereits Mitte Mai. Rund um den Mont des Arts sorgen die Veranstalter im Pride Village für musikalische, kulinarische und kulturelle Abwechslung, während man sich an den Ständen zahlreicher Organisationen über deren Arbeit informieren kann. Höhepunkt ist die farbenfrohe Parade mitten durch das Brüsseler Stadtzentrum, bevor sich die Besucher im Anschluss ins wilde Nachtleben der Stadt stürzen. *dax 18.5., Brüssel | www.pride.be Schwule Großveranstaltungen haben es in Italiens Hauptstadt erfahrungsgemäß schwer – man denke etwa an den WorldPride 2000. Umso erfreulicher ist es, dass mit den EuroGames 2019 Europas größter LGBTIQ*- Sportevent diesmal in Rom stattfindet. Die Teilnehmenden erwartet ein dreitägiges Programm, das neben den Wettkämpfen (u. a. in den Disziplinen Fußball, Tennis, Volleyball, Badminton, Rugby, Schwimmen, Wasserball, Tanzen, Leichtathletik und Golf) auch eine Konferenz zum Thema „Out im Sport“ sowie Kulturveranstaltungen beinhaltet. *dax 11. – 13.7., Rom | www.romaeurogames2019.org


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REISE RATGEBER HIV,PrEP & REISE? Vor elf Jahren hoben die USA das bis dahin gültige Einreiseverbot für HIV-Positive auf. Ein wichtiger Schritt, dennoch sind weiterhin viele Länder restriktiv, was die Einreise HIV-Positiver angeht. Besonders ärgerlich: Wer die PrEP nimmt, steckt in einem Dilemma, denn er hat HIV- Medikamente im Gepäck. Innerhalb der Europäischen Union ist die Mitnahme von bis zu einem Dreimonatsvorrat an verschreibungspflichtigen Medikamenten generell kein Problem. Außerhalb der EU ergeben sich unterschiedliche Probleme. Angaben im Visum Bei einer Einreise in die USA muss man laut Visa-Bestimmungen immer noch einen ärztlichen Beleg vorlegen können, der die Mitführung verschreibungspflichtiger Medikamente rechtfertigt. Gibt man im Fragebogen an, gesund zu sein, kommt man bei einer Kontrolle eventuell in eine Bredouille. Richtig unangenehm wird das in diesen zurzeit gelisteten Ländern – hier ist die Einreise HIV-Positiver strikt untersagt: Brunei, Äquatorialguinea, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Papua-Neuguinea, Katar, Russische Föderation, Salomonen, Vereinigte Arabische Emirate. Wer hier die Infektion verheimlicht oder aber mit PrEP-Medikamenten die Einreise versucht, riskiert die sofortige Abschiebung. Die Deutsche AIDS-Hilfe hat auf ihrer Internetseite www.aidshilfe.de ein PDF zum Thema veröffentlicht. *ck Auch für Globetrotter: Power fürs Haar Zwei neue Reisebegleiter für Männer mit erblich bedingtem Haarausfall hat BRISK im Sortiment. Das silikonfreie BRISK Power Shampoo mit Arginin reinigt und pflegt das Haar, verbessert die Haarstruktur und sorgt für mehr Volumen. Die Haare werden so optimal auf die anschließende Behandlung mit dem BRISK Power Liquid vorbereitet. Die regelmäßige Anwendung des BRISK Power Liquid erhöht, dank patentierter Rezeptur, den Arginin-Anteil im Haar. Der haaridentische Proteinbaustein Argenin stimuliert nicht nur, sondern verbleibt nachweislich als Materie im Haar. Die Struktur wird dabei gestärkt. Das Resultat: griffigere und fülligere Haare. www.brisk-for-men.de GESUNDHEIT Schlau zu HIV mit Dr. Nils Postel „Unter der Nachweisgrenze“ und „Schutz durch Therapie“ sind Schlagworte, die immer noch bei viel zu wenigen Menschen bekannt sind. Was bedeutet das in Amerika inzwischen breit beworbene „U=U“ eigentlich? Wir fragten nach bei Dr. Nils Postel von der Schwerpunktpraxis prinzmed in München (www.prinzmed.de). *ck Wofür steht U=U? Das ist die Kurzform für „undetectable equals untransmittable“, also „nicht nachweisbar bedeutet nicht übertragbar“. Damit ist gemeint, dass ein HIV-Infizierter, der erfolgreich behandelt ist, das Virus nicht auf jemand anderen übertragen kann, und zwar auch dann nicht, wenn er kein Kondom verwendet oder stark blutet. Erfolgreich behandelt heißt, dass die Kombinationstherapie die Vermehrung des Virus vollständig blockiert, sodass sich in der Blutflüssigkeit keine vermehrungsfähigen Viren mehr befinden. Wo keine vermehrungsfähigen Viren sind, ist eine Ansteckung ausgeschlossen. Das kann „technisch“ schlicht nicht funktionieren. Mittlerweile sind zu diesem Thema mehrere große Studien veröffentlicht worden; in keiner Studie wurde eine Übertragung vom positiven auf den negativen Partner festgestellt. Wir reden hier von mehr als 77.000 dokumentierten Sexualkontakten ohne Kondom. Wie viele Ihrer Patienten mit HIV wissen von Anfang an über U=U Bescheid? Sehr wenige. Es gibt eine Gruppe von Aktivisten, die die Daten besser kennen als mancher Arzt. Aber das Gros der Patienten ist mit dem Thema nicht befasst, und der Wissenstand ist meistens nicht sehr groß. Sprechen Sie es bei der Frage zum Therapiestart aktiv an und ist es für die Patienten ein relevantes Argument? Ja, ich führe bei Neupatienten lange Aufklärungs- und Informationsgespräche, in denen es auch um die Übertragbarkeit von HIV geht – für viele Infizierte ein äußerst wichtiges Thema. Die größte Angst des Positiven ist sehr oft, jemand anderen anzustecken. Genauso, wie es dazugehört, einem frisch Infizierten klar zu sagen, dass er in den nächsten Wochen sehr ansteckend ist, gehört es dazu, über die Wirkung der antiretroviralen Therapie zu sprechen und über die Bedeutung des „Unter-der-Nachweisgrenze-Seins“. Das entlastet die Betroffenen sehr. Bei der Besprechung der Blutwerte nimmt diese Frage immer einen großen Raum ein: Bin ich weiterhin nicht ansteckend?


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MUSIK FOTO: THOMAS REUTTER NACHGEFRAGT ALPHAVILLE im Interview Ihre Musik ist legendär, bis heute steht Alphaville für Pop der Extraklasse. Gerade erst waren sie mit Gloria Gaynor auf Tour. Wir sprachen mit den Masterminds Marian Gold und Bernhard Lloyd anlässlich der Wiederveröffentlichung des Kultalbums „Forever Young“ am 15. März. Wie groß war deine Mitsprache beim Re-Release in Sachen Bonustracks? Bernhard: 100%iges Mitspracherecht! Marian: Anders: Die anderen hatten auch etwas Mitspracherecht. (lacht) Welches ist dein persönliches Lieblingslied vom Album? Marian: „Summer in Berlin“. Das Stück hat nichts von seiner Aktualität verloren. Wir waren damals in Münster und ich hatte wahnsinniges Heimweh nach Berlin. Ein Lied über das komische Gebilde namens West-Berlin. Es beschreibt nicht die schönen Seiten der Stadt, es handelt von dreckigen Ecken, der Mauer, dem Müll ... Die Widersprüchlichkeit in dem Lied mag ich. Es gibt nichts Spannenderes als Widersprüche. Einer eurer größten Hits auf dem Album hat dir, Marian, einst nicht gefallen: „Sounds Like a Melody“, warum eigentlich nicht? Marian: Das lag daran, wie es entstanden ist. Nach dem extremen Erfolg von „Big in Japan“ wollte das Label noch eine Uptempo-Nummer, bevor „Forever Young“ erscheint. Also mussten wir ein schnelles Stück schreiben. Für mich war diese Herangehensweise neu, sie irritierte mich. Eigentlich schreiben wir immer Lieder über Themen, die uns bewegen. „Big in Japan“ etwa handelt von der Drogenszene am Zoologischen Garten in Berlin. „Sounds Like a Melody“ mussten wir machen ... Aber letztendlich hat das Stück als Single total gut funktioniert. Mitte der 1990er haben wir es erstmals wieder live gespielt, und das hat viel Spaß gemacht! Inzwischen mag ich es auch. Sandra hat „Big in Japan“ einmal auf Deutsch gecovert. Kennst du ihre Version? Bernhard: Ja, „Japan ist weit“ ... (lacht) Damals waren Sandra und Michael Cretu noch völlig unbekannt, sie haben sich damals dran versucht. Keiner von uns hat damit ein Problem. Marian: Was soll man dazu sagen. Es wurde eine deutsche Schlagerversion. Das Originallied geht eben über die Heroinszene, über Junkies ... Die Coverversion ging damals bei uns in der Band unter, wir waren beschäftigt. Und „Forever Young“ von Interactive? Bernhard: Ich habe auf meinem Rechner circa neunzig Coverversionen von dem Lied in fast allen Musikarten, da passt es ganz gut rein. Natürlich war diese Version grenzwertig. Aber: Verhindern kann man es eh nicht. Eure Musik ist eigentlich recht melancholisch, oder? Marian: Das ist schon wahr. „Dance with Me“ (vom 2. Alphaville-Album, Anm. d. Red.) geht gut ab, man kann es aber auch als Ballade spielen, dann wird das Lied tieftraurig. Melancholie steckt in vielen Alphaville-Stücken drin! Ihr geht auf Tour, worauf kann man sich freuen? Marian: Wir werden uns erstmals wieder den analogen Synthesizern und den Originalversionen annähern. Es wird ein Experiment, das alles live zu spielen. Nach langer, langer Zeit wird es wieder eine Tour werden, auf der wir ganz nah an den Originalstücken dran sind. *Interview: Michael Rädel TOURTERMINE 15.3. – Leipzig (Haus Auensee), 16.3. – Stuttgart (Im Wizemann), 19.3. – Bochum (Zeche), 20.3. – Köln (Kantine), 29.3. – Berlin (Huxley's Neue Welt), 30.3. – Hamburg (Gruenspan), 9.4. – Frankfurt (Batschkapp), 10.4. – München (Technikum), www.alphaville.earth


MUSIK INTERVIEW PHILIPPE JAROUSSKY: ob König oder Mädchen Selbst wenn er nicht so aussieht, auch Star-Opernsänger Philippe Jaroussky ist nun schon über vierzig. Und mit dem Alter kommen die einen oder anderen Problemchen – oder gleich ein Hexenschuss. FOTO: PARLOPHONE RECORDS „Ich hab mich falsch bewegt … und es ist wirklich sehr schmerzhaft. Aber dafür muss ich die nächsten Tage nicht singen!“, lacht er am Telefon, nachdem er seinen Trip nach Berlin für unser Interview absagen musste. „Mein Vater hatte schon Rückenprobleme … so etwas in der Art passiert mir alle zwei Jahre. Ich muss dringend mit Sport anfangen – aber ich bin so faul.“ Da übertreibt er allerdings ziemlich: Immerhin ist Philippe einer der gefragtesten Countertenöre, und neben Engagements in den großen Opernhäusern der Welt und regelmäßigen Veröffentlichungen hat er vor zwei Jahren sogar eine eigene Akademie gegründet. War vierzig zu werden also gar keine so große Sache? „Dieser Geburtstag ist für jeden ein großer Schritt. Es war auch für mich ein guter Moment zu schauen, was ich bisher getan habe und was ich noch tun möchte. Aber ich gestehe, wenn ich morgen sterben würde – was hatte ich für ein Leben! Ich konnte die Welt bereisen, hatte nie Geldprobleme, durfte all die Musiker treffen. Plus viel Zeit für meine Freunde. Was für ein Privileg! Und ich kann ausschlafen!“, lacht er wieder. Er macht sich nicht einmal Sorgen um seine Stimme. „Als ich zwanzig war, war sie sehr flexibel. Wenn ich alte Aufnahmen höre, weiß ich, das kann ich nicht mehr. Dafür habe ich jetzt das Bewusstsein für Melodie und Worte. Meine Stimme mag an Schnelligkeit verloren haben, aber sie ist stärker und ausdrucksstärker. Und wenn ich sie morgen verliere, könnte ich immer noch Lehrer werden.“ Was er mit seiner Académie Musicale Philippe Jaroussky schon vorzubereiten scheint. „Die Idee, Menschen ein Jahr zu begleiten, ihnen Gelegenheiten zu geben und Freundschaften anzubahnen, liebe ich. Wenn ich träumen darf, möchte ich, dass die Akademie mich überlebt.“ Es scheint, als wolle er auch mit seinen neuen Aufnahmen der Welt etwas beibringen, denn wo zu oft nur wohlbekannte Komponisten und Stücke immer und immer wieder aufgenommen werden, nimmt sich Philippe jetzt auf „Ombra mai fu“ den Barockmeister Cavalli vor. „In den letzten fünf bis zehn Jahren gab es ein Revival seiner Musik, weil sein dramatisches Potenzial endlich erkannt wurde. Die meisten seiner Arien sind weniger als fünf Minuten lang, dieser Stil überrascht. Und seine Musik ist voller Freiheit.“ Und dann ist da noch etwas, das Philippe an seinem Beruf liebt: die wunderschönen, opulenten Kleidungsstücke, die zu seinen Auftritten gehören. „Ich mag es, mich zu verkleiden! Ich bin ja vor allem Musiker und war nie der geborene Schauspieler. Ob ich ein König oder Mädchen auf der Bühne bin, das Kostüm hilft mir sehr. Wochenlang proben wir ohne – du singst in dem, was du sowieso anhast, da ist es schwer, in den Charakter zu kommen. Aber wenn das Make-up und die Kostüme da sind … Jetzt kann ich anders sein, jetzt kann ich verrückt sein!“ *fis LIVE 30.3., Konzerthaus – Berlin,1 .4., Hannover – NDR, Großer Sendesaal, 3.4., Elbphilharmonie – Hamburg, 13.4., Theater Essen – Essen, 7.7., Prinzregententheater – München, 9.7., Festsaal Reitstadel – Neumarkt, 11.7., Max-Littmann-Saal – Bad Kissingen


MUSIK INTERVIEW DADDY’S BOY TOM WALKER Eigentlich müsste Tom Walker das Jahr 2018 erst einmal in Ruhe verdauen. „Es war sehr busy!“, fasst Tom 130 Auftritte, über dreißig Festivalgigs und die Aufnahmen für das Debütalbum „What A Time To Be Alive“ nonchalant zusammen. Und das alles wegen des Songs „Leave A Light On“, von dem weltweit mittlerweile 1,8 Millionen Exemplare verkauft wurden und der Platz eins der iTunes-Charts in sechzehn Ländern erreichte. Alles also nur wegen dieses Hits – und wegen seines Vaters. Nach seiner Geburt in Schottland wurde Tom mit drei Jahren von seiner Familie runter nach Manchester geschleppt, aber ansonsten gibt es nichts, worüber er sich bei ihnen beschweren könnte. Zum Beispiel und vor allem über die Liebe seines Vaters zur Musik. So hat ihn sein Erziehungsberechtigter mit nach Paris genommen, damit sie zusammen AC/DC live sehen konnten. Tom war neun. Und wollte danach auch eine Gitarre haben, womit sein Vater null Probleme hatte. Auch nicht, als Tom anfing, sich weitere Instrumente selbst beizubringen, inklusive ausgerechnet Schlagzeug. „Mein Vater sah einfach, dass ich Musik wirklich liebte. Und dann hatte ich auch noch das Glück, dass ich gut darin war. Und ich war an nichts sonst interessiert. Ich hasste die Schule sogar!“, lacht er heute. Gab es also gar keinen anderen Weg für ihn? „Ich bin mir sicher, irgendetwas hätte ich machen können. Ich war eine Zeit lang Koch zum Beispiel …“ Was ja im Idealfall auch ein kreativer Beruf gewesen wäre. „Und etwas, das ich mit meinen Händen mache! Jede Arbeit, die ich je hatte, war sehr aktiv. Ich bin nicht gut darin, rumzusitzen wie in einem Büro, wo ich E-Mails schreiben soll. Die schreibe ich schon so nie! Was alle mittlerweile auch begriffen haben!“, lacht Tom wieder. Noch ein weiterer entscheidender Anstoß kam von seinem Vater. „Ich habe mir immer Lieder ausgedacht, oben in meinem Zimmer, was mein Vater unten mitgehört hat. Eines Tages kam er mit einem Aufnahmegerät nach Hause: ,Ständig spielst du neue Ideen – und dann vergisst du sie wieder. Nimm sie auf!‘“ Das war der Moment, in dem Tom begann, die Sache ernst zu nehmen. Erst wurde er Gitarrist in einer Schülerband namens Plastik College, wo ihm die Idee angetragen wurde, dass er singen sollte. Was er später in seiner eigenen Band und vor allem solo umsetzte. So ging es auch durch die Pubs. „Ich war zu Beginn nur am Schwitzen, sehr nervös, und wahrscheinlich wirkte ich wie ein komplettes Wrack! Anfangs wurde ich einfach ignoriert, aber irgendwann hörten sie dann doch zu – und ich bekam mehr und mehr Auftritte.“ Der entscheidende Moment kam, als das Management eines Freundes auf einen Remix aufmerksam wurde, den sie zusammen von einem seiner Lieder gemacht hatten. „Sie fragten, ob ich mehr solcher Songs machen könnte. Und ich antwortete: ,Ja! Klar doch!‘, und wirkte wohl, als meinte ich es so, aber eigentlich hatte ich keine Ahnung, was ich da sagte!“ Doch der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Eine Geschichte, die mit „What A Time To Be Alive“ erst richtig beginnen wird. *fis


VINYL #PRINCE: 2019 wieder voll dabei CHILL-OUT Neu aufgelegt: Massive Attack MUSIK Am 19.4. erscheint die remasterte Edition ihres 1998er-„Mezzanine“-Albums in verschiedenen Formaten – mit Bonustracks. Gerade startete ein „Re-Release-Projekt“ auf CD und Vinyl. Los geht es mit den Alben „Musicology“, „3121“ und „Planet Earth“, alle Alben erreichten höchste Chartplatzierungen, und Grammy- Auszeichnungen gab es als Krönung noch obendrauf. Prince war zeitlebens immer glitzernder als etwa George Michael oder Jacko, Make-up liebend und gerne in Violett und Gold gewandet. Auch das Haar des androgynen Frauenschwarms glänzte immer wie eine Discokugel! Stars wie Madonna, Amy Winehouse und Beyoncé arbeiteten mit ihm, Sarah Connor nennt ihn als einen ihrer Haupteinflüsse. *rä Die Jungs von Massive Attack aus Bristol machen, was ihnen gefällt, und das auch immer richtig gut. Bereits 1991 landeten sie zwei ihrer größten Hits, „Safe from Harm“ und „Unfinished Sympathy“. Ihr Markenzeichen damals: soulige Gesänge auf ungewöhnlichen Musikbetten, die weder Pop noch Rock oder Reggae waren. Ihren einzigartigen Stil verfeinerten sie unter anderem mit den Singles „Protection“,„Karmacoma“ und „Teardrop“ – Letzteres vom Album „Mezzanine“, das jetzt mit Bonustracks und Remixen neu rauskommt. Auch auf farbigem Vinyl! *rä DIE NEUE SHOW! LIVE 2019 ab 14.03.2019 auf Tour Berlin, Bremen, Frankfurt a.M., Hannover, Köln, München, Oberhausen, Stuttgart und viele weitere Städte MIT ALLEN HITS AUS SEINEM NUMMER 1 ALBUM! LIVE 2019 ab 12.10.2019 auf Tour Berlin, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, Saarbrücken und viele weitere Städte LIVE ab 13.09.2019 auf Tour Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, München, Frankfurt a.M. und viele weitere Städte www.eventim.de


MUSIK FOTO: CHRISTOPH KÖSTLIN INTERVIEW ANNETT LOUISAN über „Kleine große Liebe“ Annett Louisan ist eine der wortwitzigsten ernsten Künstlerinnen der Deutsch-Pop- Welt. Wir sprachen mit ihr über ihr neues Album, Spotify und die kommende Tour. Dein neues Album dreht sich um das Thema aller Themen: die Liebe. Viele sagen, die deutsche Sprache sei nicht die der Liebe. Bei dir wird sie es aber schon. Wie schaffst du es eigentlich, nie schmalzig zu klingen? Über die Jahre habe ich meine eigene kleine Formel entwickelt, auf Deutsch zu singen. Wenn man Musik liebt, dann findet man diesen Weg. Ich finde die deutsche Sprache sehr interessant und sie klingt auch sehr schön – man muss eben wissen, wie man sie einsetzt, auch phonetisch. Zum Thema Liebe: Es gibt keinen besseren Grund für Musik als die Liebe. Sie ist der Motor für alles, auch für Hass. Am Ende wollen wir alle geliebt werden, darum geht es. Über das Lied „Die schönsten Wege sind aus Holz“ hast du gesagt, dass man am Leben verzweifeln oder es mit Humor nehmen kann. Beherzigst du das auch immer? Ich versuche das sehr. Bei mir läuten immer die Alarmglocken, wenn ich merke, dass ich meinen Humor verliere. Dann versuche ich, gegen meine Gefühle anzugehen. Wenn ich keine Lust habe aufzustehen, weil ich denke „heute ist ein grauer Tag“, dann quäle ich mich eben raus ... Die leichten Dinge schwer machen, die schweren Dinge leicht – das ist ein Rezept. Das Leben ist ambivalent, das müssen wir akzeptieren. Je mehr ich gelernt habe, dass es immer zwei Seiten im Leben gibt, desto besser kann ich mit ihnen umgehen. Welches Lied auf „Kleine große Liebe“ sollte ein Spotify-Hörer auf jeden Fall anhören? „Borderline“, wobei, da ist wahrscheinlich das Intro zu lang. (lacht) Meine Intros sind doch immer sehr lang, da falle ich wohl durch den Algorithmus. Wie stehst du zu Spotify? Ich bin kein Gegner. Aber ein Album, bei mir jetzt dann ein Doppelalbum, das ist das ganze Bild. Ein Lied ist eben nur ein Lied, die ganze Geschichte bekommt man nur mit dem Album. Es gibt Hörer, die kaufen ein Album und hören es „nur“ zweimal im Monat an, aber eben ganz. Die klicken nicht vierzigmal ein Lied am Tag an ... Wo werden die gezählt? Das System ist noch nicht ganz zu Ende gedacht. Das System ist noch nicht ganz fair, wie was gewertet wird. Vor 15 Jahren erschien dein erstes Album, damals gab es noch keine Streaming-Dienste. Ich bin kein Verweigerer von Fortschritt. Früher war nicht alles besser, damals war iTunes neu, jetzt streamt man. Ich bin ganz geduldig, ich werde mein Publikum finden. Was erwartet uns auf deiner Tour im Herbst und auf den Festivals im Sommer? Ich brenne darauf, die beiden recht unterschiedlichen Seiten des neuen Albums live umzusetzen. Gerade bin ich dabei, eine Bandprobe zu organisieren ... Ich versuche, zwei Welten aufzumachen, die sich dann doch verbinden, es wird viel Neues geben, aber ich bleibe mir selbst treu: Ich bin eine Chansonsängerin, und das möchte ich auch sein. *Interview: Michael Rädel TOURNEE 21.10. – Dresden, Konzertsaal im Kulturpalast, 23.10. – Erfurt, Messe, 25.10. – Magdeburg, Stadthalle, 26.10. – Braunschweig, Staatstheater Braunschweig, 28.10. – München, Philharmonie im Gasteig, 29.10. – Nürnberg, Meistersingerhalle, 3.11. – Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle Frankfurt, 4.11. – Chemnitz, Stadthalle, 5.11. – Leipzig, Gewandhaus, 6.11. – Kassel, Kongress Palais Kassel, 8.11. – Wilhelmshaven, Stadthalle Wilhelmshaven, 9.11.2019 – Münster, Halle Münsterland, 11.11. – Berlin, Tempodrom, 12.11. – Rostock, Stadthalle Rostock, 13.11. – Bremen, Metropol Theater Bremen, 15.11. – Kiel, Sparkassen-Arena- Kiel, 17.11. – Köln, Palladium, 18.11. – Saarbrücken, Saarlandhalle, 21.11. – Hannover, Kuppelsaal, 22.11. – Bochum, Jahrhunderthalle


TIPP BILDERBUCH MUSIK Hut ab: 2005 gegründet, legen die Oberösterreicher 2013 den Turbo-Boost ein. Die „Maschin“ heult auf und lässt alles, was sich Indie-Rock nennt, alt aussehen. „Schick Schock“, ein auffrisierter Hybrid aus fünfzig Jahren Pop-Geschichte, erobert 2015 die Jahres- Bestenlisten, der Nachfolger „Magic Life“ knackt 2017 die österreichischen und deutschen Top Ten. Jetzt haben sie eine neue Platte fertig: „vernissage my heart“. Hui! FOTO: H. SCHNEIDER COMEBACK Hozier 2019 FOTO: E. COOKE Mit dem Album „Wasteland, Baby!“ meldet sich der stimmstarke Bartmann überzeugend zurück. Unsere Anspieltipps sind „Movement“ (der Hit zum Album), „Dinner & Diatribes“ sowie „To Noise Making (Sing)“. Der Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist aus dem irischen County Wicklow zählt Pink Floyd, Nina Simone und Billie Holiday zu seinen Inspirationsquellen, auch in Sachen Lyrik: „Die Texte sind immer noch das, wofür ich bei meinen Songs am längsten brauche und woran ich auch am härtesten arbeite. Sie sind mir am wichtigsten.“ Das hört man der Platte an! Sehr gut. *rä Jaroussky_Blu_X3.indd 1 31.01.19 08:09 “ Das DebUtalbum What A Time To Be Alive“ “ TIPP SCHILLERS Morgenstund 1998 erschien „Das Glockenspiel“ und schaffte es nach großem Erfolg in der Klubwelt auch in die Charts. Weitere Tracks wie „Liebesschmerz“ sowie diverse Remixe folgten. Der große Durchbruch kam dann 2001 mit dem Album „Weltreise“, eines von vielen Alben, das die Hitlisten anführte – zuletzt das 2016er-Album „Future“. Im Frühling soll sein neues Album „Morgenstund“ erscheinen, ab Mai kommt er auf Tour und macht unter anderem in Dresden, Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, Bielefeld, Mannheim, Stuttgart, Köln und Berlin musikalische Station. *rä www.schillermusic.com FOTO: THOMAS RABSCH ab 01.03.2019 Uberall “ erhAltlich, “ oder einfach vorbestellen mit den Hits Leave A Light On” UND Just You And I” 1LIVE: „Die schottische Antwort auf Ed Sheeran. Krasse Stimme, bewegende Texte. Moderner Pop trifft hier auf Blues-Elemente.“ “ “


MUSIK INTERVIEW VIVIE ANN: Jetzt erst recht FOTO: MARIE HOCHHAUS Manchmal kommt das Leben einem mit Gemeinheiten, auf die es auch gerne hätte verzichten können. Wie bei Vivie Ann, die nach dem Abitur von Attacken heimgesucht wurde, Durchblutungsstörungen im Gehirn, die mit migräneartigen Kopfschmerzen beginnen und unbehandelt sogar zum Schlaganfall führen können. Inzwischen scheint die Krankheit überwunden und es ist an der Zeit, dass ihr zweites Album „When The Habour Becomes The Sea“ erscheint, das aber auf viele Arten von dieser Erfahrung geprägt wurde: „Es ist komplett kompromissfrei. Es ist auch ein bisschen düster geworden, man merkt ein bisschen die Verzweiflung, das Gefühl ,mir gleitet alles aus den Händen‘. Aber ich bin daraus stärker hervorgegangen und mit der Einstellung: Jetzt erst recht!“ Das Album klingt auch deshalb konsequent, weil es aufwendig ist – Chor, Streicher … Aber es scheint ja, als hättest du eh keine andere Wahl gehabt, als „all in“ bei deiner Musik zu sein – mit zwei Eltern aus der Branche … Wir waren vier Kinder und mein Vater ist Jazzpianist, meine Mutter Chansonsängerin – und die haben uns überallhin mitgenommen. Es war ganz normal für uns, im Tourbus zu sein. Ich bin damit aufgewachsen, nicht mit Legosteinen zu spielen, sondern mit dem riesengroßen Make-up-Kasten meiner Mutter – wir Kinder haben uns in den buntesten Farben geschminkt und verkleidet. Wir durften auch abends bei den Auftritten dabei sein. Hinter dem Vorhang, von wo ich sah, wie sie Edith-Piaf-Nummern gesungen hat. Das war pure Magie. Wie sie einen Riesensaal in Sekunden in ihren Bann zog. Ich habe so viele Nächte im Keyboard-Case meines Vaters hinter der Bühne geschlafen … Ich habe die Hausaufgaben im Auto erledigt, wenn ich freitags abgeholt wurde und wir losgefahren sind. Oder in Hotels. Ich darf das gar nicht erzählen, aber meine Eltern haben mich auch ganz oft aus der Schule rausgenommen, weil sie häufig auch europaweit unterwegs waren. Und ich bin ihnen so dankbar dafür, dass sie mich daran haben teilnehmen lassen. Wie hast du deine vielen Musiker für die Aufnahmen gefunden? Ich bin einfach wieder übermütig gewesen und habe die Besten der Besten angeschrieben. Ich habe gesagt, ich kann ihnen auf gar keinen Fall zahlen, was sie wert sind, was ich furchtbar finde, „aber wenn ihr Lust habt – ich backe ziemlich geile Brownies“. Hinzu kamen noch vier hochkarätige Produzenten. Wir haben überlegt, mit wem wir produzieren wollen, und dann haben wir uns vor das CD-Regal gestellt und die Lieblinge rausgezogen und nachgesehen, wer es gemacht hat. Ich bin zum Beispiel ein großer Cäthe-Fan und deswegen kam Philipp Schwär ins Boot. Und Tobias Siebert hat ja Me and My Drummer gemacht … Christian Hartung arbeitete für Ben Galliers. Und dann noch Willy Löster. – Wir haben einen Dropbox- Ordner gemacht, dort unsere Vorproduktion hochgeladen und ihnen gesagt: Ihr sucht euch die Songs raus, die ihr haben wollt. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. (lacht) Und es war so, dass die Produzenten sich wirklich die Songs rausgesucht haben, von denen wir schon dachten, dass sie zu ihnen passen würden. *Interview: Christian K.L. Fischer www.vivieann.com


SHOW One Night of Tina Am 26. November feiert die Rock-Königin Tina Turner ihren 80. Geburtstag. Und wird 2019 deswegen auch mit einer Konzertshow geehrt. „One Night of Tina“ widmet sich dem künstlerischen Werk der Ausnahmesängerin. Pop, Rock, Disco, Soul, Blues: Die Frau, die einst im Kirchenchor startete, schuf viel Gutes. „What’s Love Got to Do with It“, „I Don't Wanna Lose You“, „Proud Mary“, „GoldenEye“, „Paradise Is Here“ und natürlich das in der Szene so beliebte „When The Heartache Is Over“ oder auch „Nutbush City Limits“. Los geht es am 14.11. in Nürnberg, es folgen Termine wie Berlin (17.11.), Hannover (3.12.) und auch Mannheim (10.12.). Toll! *rä www.semmel.de DVD Live-Dokumentation: PSB Ta-dah! Mit „Inner Sanctum“ erscheint am 12. April eine Konzert-Dokumentation von Chris Lowe und Neil Tennant aka Pet Shop Boys. Zu sehen gibt es die vom langjährigen Pet-Shop-Boys- Wegbegleiter, dem Designer Es Devlin, und der Choreografin/der Regisseurin Lynne Page popavantgardistisch und queer inszenierte Show – gedreht von Regisseur David Barnard. „Nur“ eine Doku? Natürlich nicht. „Inner Sanctum“ ist sowohl Konzert, Pop-Art-Film und Dokumentation – und erscheint übrigens auf DVD, Blu-Ray und CD. Als Bonus gibt es „PSB@Rock in Rio“, ein Konzert, das am 17. September 2017 aufgezeichnet wurde. Unsere Anspieltipps sind „Se a vida é (That's the Way Life Is)“, „New York City Boy“, „Opportunities (Let's Make Lots of Money)“, „It's a Sin“ und „Heart/Go West“. *rä


FILM INTERVIEW JOEL EDGERTON „Also besser ich als niemand, dachte ich mir.“ Einer der wohl wichtigsten Filme 2019 ist sicherlich „Der verlorene Sohn (Boy Erased)“ mit Nicole Kidman und Troye Sivan. Wir sprachen mit dem Regisseur. Mr. Edgerton, die erste Frage zu Ihrem neuen Film „Der verlorene Sohn“ über einen jungen Schwulen, der von seinen Eltern in eine Umerziehungstherapie gesteckt wird, liegt auf der Hand: Was hat Sie als Heterosexuellen daran interessiert? Ich bekam Garrard Conleys autobiografisches Buch „Boy Erased“ von einer befreundeten Produzentin in die Hand gedrückt und war beim Lesen schnell sehr emotional involviert. Zunächst einmal aus einem ganz profanen Grund: Weil ich schon lange eine tiefe Faszination für geschlossene Einrichtungen, Heime und Anstalten habe. Die waren schon in meiner Kindheit die Basis all meiner Ängste und Albträume. Haben Sie in dieser Hinsicht schlimme Erfahrungen gemacht? Nicht direkt. Aber es gibt nicht umsonst ziemlich viele Filme, die sich mehr oder weniger direkt damit beschäftigen, wenn Kinder oder Jugendliche in die falschen Hände geraten. Denken Sie doch mal an „Annie“ und die böse Heimleiterin. Ich selbst war als Kind mal ein paar Wochen in der Obhut einer Person, die mich nicht gut behandelt hat. Da ist nichts wahnsinnig Schlimmes vorgefallen, aber ich fühlte mich unwohl und verlassen. Durch diese Brille las ich anfangs Garrards Geschichte. Dafür geht es nun in Ihrem Film aber erstaunlich wenig um das Gefangensein in der Therapieanstalt selbst ... Das ist ja nicht wirklich der springende Punkt, wie auch ich bald gemerkt habe. Der Punkt, wo ich überzeugt davon war, dass jemand einen Film aus der Geschichte machen muss, war der, als die Mutter einen Sinneswandel hat. Als sie plötzlich beschließt, ihm doch zu helfen, hat mich das enorm berührt, nicht zuletzt unter dem Aspekt von Hoffnung. Ich fand es unglaublich wichtig, dass jemand einen Film über diese Praxis der Konversionstherapie dreht. Aber eben nicht mit einer vollkommen hoffnungslosen Haltung, sondern auch als eine Art Wegweiser für andere Eltern. Nur war ich nicht davon überzeugt, dass ich der Richtige für diesen Job war. Aufgrund Ihrer Heterosexualität? Genau! Ich war richtig sauer, denn ich hatte unglaublichen Bock darauf, diese Geschichte zu verfilmen, war mir aber eben auch sicher, dass das problematisch wäre. Ich habe mir als Schauspieler schon immer Gedanken über Repräsentation gemacht: Welches Recht haben wir in diesem Job, eine bestimmte Person oder Sache darzustellen, gerade wenn es um Dinge wie Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Identität geht. Und ich habe nie verstanden, warum sich viele Produzenten diese Gedanken anscheinend nicht machen und auch nicht aus den Fehlern anderer lernen. Ich weiß jedenfalls, wie wichtig es ist, seinesgleichen auf der Leinwand zu sehen, wie viel Wert auf Authentizität gelegt wird und wie emotional die Diskussionen darüber geführt werden. Bis zu einem gewissen Grad war mit „Loving“ sogar schon mal einer meiner Filme von einer solchen Debatte betroffen. Der handelte von der Liebe zwischen einer Schwarzen und einem Weißen, aber es gab Menschen, die fragten, ob ein weißer Regisseur wie Jeff Nichols die Geschichte hätte erzählen dürfen. Oder denken Sie an Kathryn Bigelow und ihren Film „Detroit“! Sie haben sich dann aber doch dazu durchgerungen, „Der verlorene Sohn“ zu drehen ... Ja, nach reiflicher Überlegung. Prinzipiell gebe ich jedem recht, der meint, dass ich als weißer Australier nicht der geeignete Regisseur bin, zum Beispiel etwas über die Lebensrealität eines Afroamerikaners oder auch über den Nahostkonflikt zu erzählen.


FILM Aber gleichzeitig ist es auch schwer mit anzusehen, wenn eine tolle und wichtige Geschichte nicht erzählt wird. So wie die von Garrard, deren Filmrechte auch nach einem Jahr noch nicht verkauft waren. Also besser ich als niemand, dachte ich mir. Und warum soll ich meine Leidenschaft für dieses Thema nicht dazu nutzen, der LGBTIQ*-Community ein engagierter Verbündeter zu sein? Haben Sie dann schließlich Maßnahmen getroffen, damit Ihr Film – um es mal so auszudrücken – schwul genug ist? Zum einen hatte ich natürlich das große Glück, die volle Unterstützung von Garrard Conley zu haben. Ich habe lange Gespräche geführt mit ihm und, durch seine Vermittlung, auch mit anderen, die solche Therapien überstanden haben. Garrard hat die meisten meiner Drehbuchfassungen gelesen, er war oft am Set und auch später im Schneideraum. Ich habe lange mit ihm darüber gesprochen, wie wichtig es zum Beispiel ist, bei einem Film wie diesem dafür zu sorgen, dass vor der Kamera und auch in der Crew nicht nur Heterosexuelle vertreten sind. Und natürlich habe ich die Organisation GLAAD (Gay & Lesbian Alliance Against Defamation) mit ins Boot geholt, die in den USA so etwas wie die oberste Instanz in Sachen LGBTIQ*-Sichtbarkeit in den Medien ist. Denen habe ich mein Drehbuch vorab geschickt und finde ohnehin, dass jede Filmproduktion sich deren Segen holen sollte. Hatten Sie eigentlich während der Arbeit an „Der verlorene Sohn“ ein klares Bild von Ihrem Zielpublikum? Für wen haben Sie den Film gedreht: Eltern oder Kinder, Schwule oder Heteros? Das Spannende ist ja, dass man so etwas als Regisseur nie so wirklich weiß, weil ein Film sich immer selbst neu erfindet und sein eigenes Publikum findet. Zum Beispiel war ich anfangs fest davon überzeugt, einen Film über diese Konversionstherapie zu drehen, musste dann aber feststellen, dass er vor allem vom Thema Familie handelt. Natürlich richtet sich „Der verlorene Sohn“ auch an junge Männer wie meinen Protagonisten, die dabei sind, sich selbst zu finden, und lernen müssen, dass mit ihnen nichts falsch ist, sondern sie ihr eigenes Leben dürfen. Aber gleichzeitig sollte er nicht zuletzt von Eltern gesehen werden, denn die entscheiden darüber, ob eine Familie zusammenbleibt oder nicht. Wer sein Kind verstößt, tut nicht nur dem Kind, sondern auch sich selbst und der ganzen Familie etwas an. Das zu vermitteln, war mir eine Herzensangelegenheit. Eine letzte Frage noch, weil Sie die Wichtigkeit von queeren Darstellern schon erwähnten: Wie kamen Sie darauf, den schwulen Popstar Troye Sivan seine erste große Kino-Nebenrolle spielen zu lassen? Ehrlich gesagt war das eine Idee meiner Casting-Agentin. Ich wusste mit Troyes Namen nicht allzu viel anzufangen, nur dass er irgendwie durch YouTube bekannt geworden war. Sie wusste, dass er auch schauspielerisches Talent hat, und als ich sein Bewerbungsvideo sah, war ich begeistert. Und umgehauen von seiner Schönheit, denn Troye sieht ja wirklich wie ein Engel aus. Eigentlich hatte ich für die Figur, die er nun spielt, einen Gothic- Look im Sinn gehabt, aber für Troye habe ich das noch einmal über den Haufen geworfen. Das Gleiche gilt für seine musikalische Beteiligung am Film. Eigentlich wollte ich keine moderne Musik einsetzen, aber als er von sich aus anbot, etwas zum Soundtrack beizusteuern, konnte ich nicht widerstehen. *Interview: Jonathan Fink KINO Helmut Berger, meine Mutter und ich Ein Film, auf den man insgeheim gewartet hat. Zu lange schon schmunzelt man eher über diesen großen Mann der Film-, Kunst- und LGBTIQ*-Szene, der womöglich zu sehr Dandy und Lebemann ist für das durchschnittsdeutsche Gemüt. Was junge Leser leider nicht wissen: Helmut Berger ist viel, viel mehr als eine Lachnummer aus dem RTL-Dunstkreis. Nicht ohne Grund führen den Schauspieler auch populäre junge Wilde der Kunstszene wie etwa Thomas Götz von Aust als eine Inspirationsquelle an. Ein ungewöhnlicher Mann, dieser Berger! Der Film „Helmut Berger, meine Mutter und ich“, der am 7. März in den Kinos startet, ist ebenfalls durch und durch ungewöhnlich. Es ist kein Spielfilm, es ist die Annäherung eines Fans, Bettina Vorndamme, der sich – begleitet von einer Kamera – zusammen mit der Tochter auf den Weg macht, sein scheinbar gefallenes Idol kennenzulernen. Dank Filmemacherin Valesca Peters werden wir Zeuge einer Annährung zweier Menschen. Intim, kunstvoll und dem großen Berger, jenem Visconti-Star, gerecht werdend. *rä www.salzgeber.de DVD Alexander McQueen Der 1969 geborene britische Modedesigner war bis zu seinem Freitod am 11. Februar 2010 DER Mann hinter Labels wie Givenchy und dem Image von Lady Gaga. Der im April auf DVD erscheinende Dokumentarfilm „ALEXAN- DER MCQUEEN – DER FILM“ von Ian Bonhôte und Peter Ettedgui ist eine intensive und sensible Würdigung des Genies. Privates Archivmaterial, Videoaufnahmen seiner spektakulären Modenschauen und Interviews mit seinen Weggefährten zeichnen das Bild eines kreativen Punk, der Mode und Erotik liebte. „My shows are about Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll” – das war sein Motto. Ohnehin war ihm nichts ferner, als etwas zu verheimlichen. „Ich war mir und meiner Sexualität immer sicher und habe nichts zu verstecken. Ich ging direkt vom Schoß meiner Mutter auf eine Schwulenparade.“ *rä FOTO: SALZGEBER


KUNST Philip Topolovac: I’ve Never Been to Berghain, 2016, Korkmodell AUSSTELLUNG HYPER! Pop ist Pop Ab März bieten die Deichtorhallen mit HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC eine Ausstellung an, die nicht, wie der Titel missverstanden werden könnte, die bildenden Künste in Wettbewerb zur Musik stellt, sondern ihre Einflüsse aufeinander zeigt. Der ehemalige Chefredakteur der Musikmagazine Spex und Electronic Beats, Max Dax, konzipierte die Ausstellung, die der Frage nachgeht, auf welche Art sich die verschiedenen Kunstformen gegenseitig inspirieren. Im Begleittext heißt es: „Am Leben der Anderen interessiert zu sein, das Unbekannte zu verfolgen, es zu kopieren, es in die eigene Arbeit zu einzusetzen und zu benutzen […]“ Klar, dass besonders die Superstars zeitgenössischer Musik und Kunst hier eine Fülle von Beispielen bieten. Besonders schön aber, dass auch die weitreichenden Verästelungen aller Kunstformen in die verschiedenen Subkulturen der Gesellschaft aufgezeigt werden. Queere Statements wie Madonnas Zungenkuss mit Britney Spears oder die Skulptur „I’ve Never Been to Berghain“ von Philip Topolovac sind ebenso zu entdecken wie Werke von Wolfgang Tillmans, Emil Schults „Autobahn“, das Grundlage für das Artwork des gleichnamigen Kraftwerk-Albums war, und der Einfluss der Werke Richard Wagners auf den leider so früh verstorbenen Ausnahmekunstaktivisten Christoph Schlingensief. Das Gerüst der Ausstellungsthemen mit über 200 Exponaten bilden Dutzende von Dax geführte Interviews. Begleitend zur Ausstellung ist mit HYPER SOUNDS eine Konzertreihe in der Elbphilharmonie konzipiert. *ck 1.3. – 1.8., HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC, Deichtorhallen – Halle für aktuelle Kunst, Deichtorstr. 1 – 2, Hamburg, U Meßberg, www.deichtorhallen.de Emil Schult, Autobahn, Music-comix, 5 times, 70 x 200 cm, Öl auf Leinwand Radenko Milak, Madonna Kisses Britney, 2019, Watercolor, 48,5 x 35 cm, courtesy PRISKA PASQUER, Cologne AUSSTELLUNG Marcus Günther im Atelier MG Anfang April eröffnet in Düsseldorf eine neue Ausstellung des Pop-Art-Surrealisten. Marcus Günther ist für unsere Leser kein Unbekannter mehr, gerne und regelmäßig berichten wir über den Maler. Vom 6. bis 27. April ist seine Kunst in der Ausstellung „ZWEIFELLOS“ im Atelier MG in Düsseldorf zu genießen. „Inhaltlich bearbeite ich aktuelle Themen und setze zuweilen historische Anspielungen in bizarre Landschaften; der Mensch in seiner Umwelt bleibt das zentrale Motiv“, verrät der Wahldüsseldorfer über seine Bilder, die jetzt im Frühling ausgestellt werden. *rä www.marcusguenther-art.com


AUSSTELLUNG Der Andy hatte es drauf KUNST / MODE Im MAKK: „Andy Warhol: Pop goes Art“ Aufgrund seiner damals revolutionären Kunstproduktionstechnik wurde Andy Warhol schnell zu einem ungeschlagenen Phänomen in Sachen Quantität in der Kunstwelt. Kaum ein Künstler vollbrachte es, so viel Kunst unter die Leute und in die Museen zu bringen, wie Andy. Die Stars rissen sich um ihn, Diana Ross, die Rolling Stones oder auch Divine, ALLE wollten ein Bild von ihm. Und er machte das gerne – immerhin feierte er mit ihnen in Klubs wie dem Studio 54. Er inszenierte aber auch gerne Suppendosen: Pop-Art eben. Seit dem 1. September 2018 zeigt das MAKK in Köln eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung. Sehr, sehr lohnenswert. *rä Bis 24.3., Andy Warhol: Pop goes Art, Museum für Angewandte Kunst Köln – MAKK, An der Rechtschule, Köln Andy Warhol, Plattencover „Original Soundtrack zum Film Querelle von Rainer Werner Fassbinder”, LP, 12” (30 cm), Jupiter-Records; Offsetlithografie, 31,1 x 31,1 cm, 1982, MAKK © 2018 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York (Foto: RBA Köln, Marion Mennicken) VERLOSUNG KILIAN KERNER 2019 Vor wenigen Wochen präsentierte Modedesigner Kilian Kerner seine aktuelle Kollektion „Großstadtleben“ auf der Fashion Week Berlin. Uns besonders gefallen haben die Statement-Stücke mit Aussagen zu LGBTIQ* und Rassismus. Der traut sich was! „Es war einfach unglaublich befreiend ohne Druck ganz frei an das Design zu gehen und auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen – es fühlte sich ein bisschen so an, wie zu meinen Anfangszeiten. Die Show und die wahnsinnig tolle Resonanz darauf haben mich einfach nur umgehauen“, so Kilian Kerner direkt nach der Modenschau. *rä Andy Warhol, Plattencover Vorderseite „The Rolling Stones, Sticky Fingers”, LP, 12” (30 cm), Rolling Stones Records; Offsetlithografie und Reißverschluss, 31,1 x 31,1 cm, 1971, MAKK © 2018 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York (Foto: RBA Köln, Marion Mennicken) Wir verlosen zwei der Unisex-Pullover auf www.blu.fm/gewinne


BUCH ISRAEL OASE DER TOLERANZ Erst 1988 wurde es in Israel legal, den zu lieben, dessen Sein das Herz zum Pochen bringt. Nora Pesters Buch mit Fotografien von Ilan Nachum, das gerade beim Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig erschienen ist, feiert das – und lässt uns sehen, wie die Szene dort so ist. Immerhin ist Israel in Sachen LGBTIQ* eine Art Oase der Toleranz, Freiheit und Liebe im Nahen Osten für queere Menschen. Auf über 165 Seiten erfährt man in diesem prallen (und schönen!) Buch Interessantes zur rechtlichen Situation von Schwulen, Lesben und Queers in Israel, über queere Familienmodelle und Elternschaft, queeren Zionismus, LGBTIQ* in der Armee sowie Persönliches über den Fotografen. Und „gleichzeitig offenbart sich an diesem Thema die tiefgreifende Spaltung der israelischen Gesellschaft zwischen der „Bubble“ Tel Aviv und dem Rest des Landes sowie zwischen ultra-progressiven und ultra-konservativen Lebensformen und Denkmustern“, so die Herausgeberin Nora Pester. Der Fotograf Ilan Nachum wurde in Jerusalem geboren. Studiert hat er Film an der Beit Zvi School für darstellende Kunst und war Kameramann für Discovery Channel, National Geographic und arte. Seit 2002 lehrte er Fotografie und Film an der Maaleh School of Film in Jerusalem, seit 2008 arbeitet er als freier Fotograf, 2014 erschien sein opulenter Bildband „Tel Aviv – one day in the city’s life“. *rä www.hentrichhentrich.de SCIENCE-FICTION Unendliche Weiten und queere Perspektiven 584 Seiten: Was für ein dicker Wälzer! Matthias Borcherts Roman „Ziel Europa“ beschäftigt sich aber nicht mit Flüchtlingen, wie es der Titel vermuten lassen könnte, nein, es geht um eine Reise von Hamburg zum Jupitermond Europa. BILD: SOLARSEVEN Mit eingewoben in die Handlung im Jahre 2028 ist auch das Coming-out des Icherzählers Simon und die Reaktion der Crewmitglieder. „Es ist aber kein Gay-Romance- Buch“, verrät der Autor, Wahlhamburger Matthias Borchert (Jahrgang 1962). „Es ist eher ein Weltraumroman mit schwuler Färbung. Man sollte sich schon auch faszinieren lassen von dem großen Weiten (so nennt Simon das All).“ Ein futuristisches queeres Lesevergnügen mit durchaus ernsten Tönen – etwa der Handlungsstrang zum Selbstmord von Simons Lebenspartners Jahre vor dem Abflug, der ihn immer noch einholt. *rä Matthias Borchert: „Ziel Europa“, Verlag BoD


COMIC GENGOROH TAGAME „Der Mann meines Bruders“ Schwule Liebe in einem Manga. Der erste Teil einer klasse Comicreihe von Carlsen Manga erschien diesen Januar, im April kommt Teil 2, im Juli dann Teil 3. „Der Mann meines Bruders – Die Invasion des Fremden“ ist ein Comic von Gengoroh Tagame, in dem der Autor äußerst einfühlsam und unterhaltsam Menschen jeden Alters für die Rechte von LGBTIQ* sensibilisieren möchte. Absolut kindgerecht umgesetzt! Erzählt wird in dem jetzt gerade veröffentlichten Comic vom bärigen Mike, der die Familie seines verstorbenen Ehemannes kennenlernen möchte – und dazu aus Kanada in eine japanische Kleinstadt reist. Daraus ergeben sich natürlich jede Menge gesellschaftliche und kulturelle Konflikte. So hat der Bruder des verstorbenen Ehemannes noch viele Berührungsängste mit Schwulen. Und dann ist da noch dessen kleine Tochter, die alle Fragen, die sie zu dem Thema so hat, einfach geradeheraus stellt. Mike erklärt aber nicht nur, wie es als Schwuler WIRK- LICH ist, sondern erfährt auch mehr und mehr darüber, warum sein verstorbener Mann überhaupt Japan verlassen hat ... Ein schönes, wichtiges und unterhaltsames Buch. Man kann sich auf die folgenden Bände freuen. *rä „Der Mann meines Bruders“ ist eine Reihe von der 2019 insgesamt vier Bände erscheinen sollen – und die zusammen mit Titeln wie „Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ Teil des neuen LGBTIQ*-Themenschwerpunktes bei Carlsen Manga sind. www.carlsenmanga.de Und du hast ihn geheiratet ?! Geht das überhaupt?! Papa hat einen Bruder ?! W a a a s ?! So ist es. Finden Sie Ihren passenden Partner über Na klar! Nein! Also… Na ja… Was denn jetzt? … 110 Jetzt parshippen OD_9783551760128_Der-Mann-meines-Bruders-01_Inh_A01_0811.indd 71 11.12.18 10:35


INTERNET INKED INTERVIEW Sportlich, sportlich, der Herr. Wir sprachen mit einem der angesagtesten männlichen Erotikmodelle über Sport, Wellness und Probleme im Netz. ADONIS „Das erste Shooting war noch ganz harmlos ... “ Wie viel Sport machst du? In der Regel jeden Tag, wenn Shootings anstehen verstärkt. Meist so eine halbe Stunde morgens auspowern und dann nochmals abends. Und wenn dann eben am Wochenende ein Fotoshooting geplant ist, dann nochmals am Mittag. Es gibt aber auch Tage, da mache ich nichts ... Worauf legst du Wert? Dass die Gesamtsymmetrie meines Körpers stimmt. Acht gebe ich dabei auf meinen Rücken und meine Gelenke, ich will da nichts zu sehr schädigen durch Abnutzung oder Vernachlässigung. FOTO: T. BÜHRING Und was für Sportarten machst du? Kraftsport und einen Mix aus Körpergewichtsübungen. Nicht mehr (nur) Gewichte im Studio stemmen! Ich rate davon auch allen ab, auf Dauer ist das nicht gut für den Körper. Gerade turne ich auch viel an Ringen. Du achtest sicherlich auch auf deine Ernährung. Ach, eigentlich verbiete ich mir nichts, ich esse, was ich möchte. (lacht) Auch mal Pizza und Fast Food? Ja, das kann auch vorkommen. Ich verzichte auf gar nix, ich zähle auch keine Kalorien. Ich habe gelernt, nach Gefühl zu essen. Stichwort Hautpflege, was empfiehlst du da? Klar, ich will ja nicht, dass der Fotograf jedes Bild stundenlang bearbeiten muss. Ich bin bei Babyöl mit Aloe vera hängengeblieben, das funktioniert bis jetzt ganz gut. Wann hast du mit dem Modeln begonnen? Mit 18 ging es los, zeitgleich mit dem CSD in München, oder? Ja, 2012 ... Ich hatte mir selbst eine Kamera gekauft und die Trainingsfortschritte auf Social Media dokumentiert. Das kam ganz gut an, und so entwickelte ich die Idee, das professionell zu machen. Das erste Shooting war noch ganz harmlos und locker. Dein altes Profil auf Instagram wurde gelöscht, weil es nicht mehr so harmlos war, richtig? Also, der Meinung bin ich ja nicht, aber ja, es wurde gelöscht. Dabei halte ich mich auf Instagram immer daran, dass dort nichts zu sehen ist, was gegen deren Vorgaben verstößt. Alles sieht man dann auf onlyfans.com *Interview: Michael Rädel www.instagram.com/inkedadonis www.onlyfans.com/inkedadonis


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