LEO März/April 2019

blumediengruppe

KUNST

Philip Topolovac: I’ve Never Been

to Berghain, 2016, Korkmodell

AUSSTELLUNG

HYPER! Pop ist Pop

Ab März bieten die Deichtorhallen mit

HYPER! A JOURNEY INTO ART AND

MUSIC eine Ausstellung an, die nicht, wie der

Titel missverstanden werden könnte, die bildenden

Künste in Wettbewerb zur Musik stellt,

sondern ihre Einflüsse aufeinander zeigt.

Der ehemalige Chefredakteur der Musikmagazine

Spex und Electronic Beats, Max Dax,

konzipierte die Ausstellung, die der Frage

nachgeht, auf welche Art sich die verschiedenen

Kunstformen gegenseitig inspirieren. Im

Begleittext heißt es: „Am Leben der Anderen

interessiert zu sein, das Unbekannte zu verfolgen,

es zu kopieren, es in die eigene Arbeit

zu einzusetzen und zu benutzen […]“ Klar,

dass besonders die Superstars zeitgenössischer

Musik und Kunst hier eine Fülle von

Beispielen bieten. Besonders schön aber, dass

auch die weitreichenden Verästelungen aller

Kunstformen in die verschiedenen Subkulturen

der Gesellschaft aufgezeigt werden.

Queere Statements wie Madonnas Zungenkuss

mit Britney Spears oder die Skulptur

„I’ve Never Been to Berghain“ von Philip

Topolovac sind ebenso zu entdecken wie

Werke von Wolfgang Tillmans, Emil Schults

„Autobahn“, das Grundlage für das Artwork

des gleichnamigen Kraftwerk-Albums war,

und der Einfluss der Werke Richard Wagners

auf den leider so früh verstorbenen Ausnahmekunstaktivisten

Christoph Schlingensief.

Das Gerüst der Ausstellungsthemen mit über

200 Exponaten bilden Dutzende von Dax geführte

Interviews. Begleitend zur Ausstellung

ist mit HYPER SOUNDS eine Konzertreihe in

der Elbphilharmonie konzipiert. *ck

1.3. – 1.8., HYPER! A JOURNEY INTO ART

AND MUSIC, Deichtorhallen – Halle für

aktuelle Kunst, Deichtorstr. 1 – 2, Hamburg,

U Meßberg, www.deichtorhallen.de

Emil Schult, Autobahn, Music-comix, 5 times,

70 x 200 cm, Öl auf Leinwand

Radenko Milak, Madonna Kisses Britney,

2019, Watercolor, 48,5 x 35 cm, courtesy

PRISKA PASQUER, Cologne

AUSSTELLUNG

Marcus Günther

im Atelier MG

Anfang April eröffnet in Düsseldorf eine

neue Ausstellung des Pop-Art-Surrealisten.

Marcus Günther ist für unsere Leser kein

Unbekannter mehr, gerne und regelmäßig

berichten wir über den Maler. Vom 6. bis

27. April ist seine Kunst in der Ausstellung

„ZWEIFELLOS“ im Atelier MG in Düsseldorf

zu genießen. „Inhaltlich bearbeite ich aktuelle

Themen und setze zuweilen historische

Anspielungen in bizarre Landschaften; der

Mensch in seiner Umwelt bleibt das zentrale

Motiv“, verrät der Wahldüsseldorfer über

seine Bilder, die jetzt im Frühling ausgestellt

werden. *rä

www.marcusguenther-art.com

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