Verlagsprogramm Frühling/Sommer 2019

erzaehlverlag

Unser Verlagsprogramm mit allen lieferbaren Titeln und einer Vorschau ausgewählter Titel der kommenden Zeit. Viel Freude beim Schmökern!

erzählen

Die

Kunst des

Erzählens

Was uns bewegt

Schönes

für Kinder

Was wir bieten

Lebens-

Geschichten

Was wir schätzen


BÜCHER UND TEXTHEFTE

DES ERZÄHLVERLAGS

RICHTEN SICH AN ALLE,

DIE ERFAHRUNGEN

ERZÄHLEND WEITERGEBEN:

AN LEHRER, ELTERN,

PROFESSIONELLE ERZÄHLER,

THERAPEUTEN, SCHAUSPIELER

SOWIE AN ALLE, DIE GUTE

GESCHICHTEN AUS DEM ECHTEN

LEBEN MÖGEN.*

* Der Erzählverlag benutzt eine geschlechtssensible Sprache, die Doppelungen und Neutralisierungen beinhaltet.

Soweit es sich aus ästhetischen Gründen nicht vermeiden lässt, verwendet der Erzählverlag in Titeln und

Überschriften nach wie vor das generische Maskulinum, das Frauen und Männer umschließt.


DIE KUNST DES ERZÄHLENS

DIE KUNST DES ERZÄHLENS

VON PETER AMSLER

Die Kunst des Erzählens ist gar keine Kunst - es sei

denn, jeder von uns ist ein Künstler und wirkt mit seiner

Sprache am Fortgang der Welt mit. So ist das Erzählen

genauso alt wie die menschliche Sprache. Erlebnisse

und Erfahrungen gehen seit jeher über die Brücke des

Erzählens vom einen zum anderen: vom Lehrer zur

Schülerin, von der Mutter zum Kind, vom Meister zum

Lehrling, von der Ärztin zum Patienten, von der

Therapeutin zur Klientin und so fort. "Eine freundliche

Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist

das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung,

sie ist der Lichtquell der Weisheit und des Verstehens",

lautet eine Weisheit aus der Welt der Religionen. Das

Erzählen bindet uns aneinander, es spannt ein Netz der

Vertrautheit und Sicherheit. Weltwissen erschließt sich

und Neues kann in die Welt kommen.

Doch dieses Netz hat Löcher. In der Politik sind es die

"Narrative", die einem Vorhaben das erwünschte

"Framing" geben. Im Wirtschaftsleben werden

Produkte und Dienstleistungen mit dem richtigen

"Storytelling" leichter verkauft und im Journalismus

werden "Protagonisten" immer mal wieder kurzerhand

erfunden, um komplexe Sachverhalte bildhaft - und

daher eingängig - zu vermitteln. Das Erzählen kann

eben auch Wirklichkeit verdrehen, Vorurteile schüren,

es kann lügen, beschönigen, schmeicheln,

überwältigen. Das Erzählen ist ein mächtiges

Werkzeug. Es bleibt daher zu fragen: Für welche Ziele

setzen wir unser Vermögen ein, mit unserer Sprache

andere Menschen zu beeinflussen? Die Entscheidung

darüber liegt bei uns. Wir haben die Verantwortung.

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DIE KUNST DES ERZÄHLENS

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Einer hat bereits seine Verantwortung

übernommen. “All meinen Besitz trage ich

bei mir“, meinte der griechische Weise Bias

von Priene, als er ohne Hab und Gut aus

seiner Heimat flüchten musste. Die

Menschen verstanden nicht, warum es dem

Anwalt, Ratgeber und Denker so leicht fiel,

fortzugehen. Bias von Priene war, so sagt es

die Überlieferung, überaus fähig und im

Reden der Erste seiner Zeit. “Er nutzte aber

seine Redekraft anders als die meisten; nicht

zum Lohnerwerb noch wegen der Einkünfte,

sondern aus Sorge, denen zu helfen, die

Unrecht erlitten - was man sehr selten

finden kann“, schrieb der römische

Geschichtsschreiber Diodor aus Agyrion. Bias

von Priene wusste, dass sein eigentlicher

Besitz seine Erfahrungen waren. Mit

Redegewandtheit und Überzeugungskraft

setzte er diesen Schatz für das Wohl der

Menschen ein.

It's the Teachers, stupid!

Diese Erzählung - gleichwohl Jahrhunderte

alt - ist hochaktuell. In den Familien, in

Kindergärten und Schulen, auf der Bühne

oder in den Therapiepraxen und Kanzleien

gibt es unzählige Menschen, die heute so

wie damals aus ihren eigenen Erlebnissen

und Erfahrungen schöpfen.

Bias von Priene wusste, dass

sein eigentlicher Besitz seine

Erfahrungen waren. Mit

Redegewandtheit und

Überzeugungskraft setzte er

diesen Schatz für das Wohl

der Menschen ein.

2

So sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die

guten Unterricht machen - weniger

Schulstrukturen oder Schulausstattungen.

Internationale Bildungsforschung wie die

viel zitierte Studie von John Hattie belegen

dies eindrucksvoll. "It's the Teachers,

stupid!", möchte man laut schreien, wenn

wieder einmal die Technikausstattung in den

Fokus föderaler Bildungspolitik gerückt wird.

Millionenschwere Programme zur Digitalisierung

der Schulen täuschen darüber

hinweg, dass Erziehung stets Beziehung ist -

die Bindung zwischen gleichwürdigen

Menschen, vermittelt - auch - durch das

Medium Sprache. Auf vertrauensvollen und

belastbaren Beziehungen fußt die

emotionale Bindung an den Wissensbeständen

der Menschheit. Von dort aus ist

ihre kritische Reflexion möglich, um

schließlich einer freiheitlichen Fortführung

in neuen Handlungsmustern den Weg zu 1

bahnen.

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DIE KUNST DES ERZÄHLENS

Es ist für einen Erzähler oder für eine Erzählerin nicht schwer, die emotionale

Bindung der Zuhörenden an den Gegenstand der Erzählung hautnah zu

erleben. Janine Schweiger, eine Autorin aus dem Erzählverlag und seit zwölf

Jahren Geschichtenerzählerin, meint: "Was gibt es Schöneres, als diesen einen

Moment, wenn man merkt, dass alle im Publikum einen gebannt anstarren,

mal mit offenen Mund, mal nicht, aber alle mit großen offenen Augen –sodass

man sieht, wie ihnen die erzählten Bilder durchs Hirn sausen!"

Die Kraft der Bilder

Wenn eine Schülerin nach dem Erzählen - sagen wir im Erdkundeunterricht

einer 6. Klasse - danach fragt, ob es die Protagonisten, die den Vesuv

erklommen, auch wirklich gegeben habe und wie es denn weiterging mit

ihnen, als sie wieder hinabgestiegen seien, dann war die Erzählung so

schlecht nicht. Gewiss: Auf der Bühne erfordert das Erzählen ein höheres Maß

an Erzählkunst. Es ist eine darstellende Kunst, die für sich steht und wie bei

jeder Kunst keine Rechtfertigung braucht. In der Klasse oder in der

Kindergartengruppe gilt dies weniger. Man kann es als geradezu peinlich

empfinden, wenn eine Lerngruppe - die ja nicht ganz freiwillig ein Publikum

bildet - narzisstisch bespielt wird. In der Lehre ist das Erzählen also Mittel

zum Zweck und kann, auch aufgrund immer kürzerer Aufmerksamkeitsspannen,

nur dosiert eingesetzt werden. Man muss es begründen - und Gründe

gibt es genug. So bietet das Erzählen eine hervorragende Möglichkeit, in ein

neues Unterrichtsthema einzuführen. Am Ende einer Unterrichtszeit

verbleiben zehn Minuten, in denen eine sachkundige und detailreiche

Geschichte Bilder und Fantasien hervorrufen, die durch die Lerngruppe in

ihrem Reichtum anderntags nahezu vollständig abgerufen werden und worauf

sich der weitere, reflektierende Unterricht beziehen wird. Auch wenn das

pädagogische Erzählen weniger eine darstellende Kunst ist als die

Bühnenerzählung: Selbst im Unterricht ist es erforderlich, dass der Erzählende

die Geschehnisse seiner Geschichte vor seinem inneren Auge hat. Es geht

darum, die Texte zu verinnerlichen, sie sich zu eigen zu machen, und weniger,

sie auswendig zu lernen. Eine bildhafte Sprache ist unerlässlich. Beschreiben,

nicht erklären!

"Was gibt es Schöneres, als

diesen einen Moment, wenn

man merkt, dass alle im

Publikum einen gebannt

anstarren, mal mit offenen

Mund, mal nicht, aber alle mit

großen offenen Augen –

sodass man sieht, wie ihnen

die erzählten Bilder durchs

Hirn sausen!"

Janine Schweiger

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Für diese Art des pädagogischen Erzählens sind die aktuell auf dem Markt

erhältlichen Schulbücher und Lehrmittel nicht immer die besten. Oft sind es

Geschichten und Lebensbilder aus älteren Büchern, anhand derer Erfahrungen

und Wissen von Menschen bildhaft - und daher eingängig - vermittelt werden.

Der im Juli 2018 gegründete Erzählverlag hat den Anspruch, durch seine

Bücher und Texthefte diese Lücke zu schließen.

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MEHR GRIMM ERZÄHLEN!

VON PETER AMSLER

Dass verschiedene Zeugen eines Unglücks das

Geschehen gegenüber der Polizei jeweils anders

darstellen, ohne freilich den Umstand selbst in Frage

zu stellen, ist leicht verständlich. Zu unterschiedlich

sind die Perspektiven auf ein und dasselbe

Geschehen. Dass diese Binse auch für

Märchenerzählungen gelten soll, ist jedoch immer

mal wieder Gegenstand interessanter Diskussionen:

Darf man die Märchen der Brüder Grimm frischer

erzählen? Ein wenig anders, als es die Texte der

Buchmärchen aus dem 19. Jahrhundert vorgeben?

Oder verlieren sie dann an Sprachzauber und Sinn?

Ich meine, man darf.

Die Erzählforschung - ich beziehe mich hier auf

Richard Wossidlo und Siegfried Neumann - hat nach

breiter Sichtung persönlicher Volkserzählungen

gezeigt, dass gleiche Erzählgegenstände seit jeher

sehr unterschiedlich geformt sein können. "Was

mündlich an historischen Erinnerungen überliefert

wurde, war natürlich weit stärker der Variabilität

unterworfen als das nachlesbare Gedruckte", schreibt

Siegfried Neumann zur Einführung seiner

Aufsatzsammlung "Erzählwelten" (Waxmann-Verlag

2018). Die Persönlichkeit der erzählenden Person, die

Erzählsituation, die Aufnahmefähigkeit und -bereitschaft

der Hörenden - Erzählen ist ein Kommuni-

kationsakt, der Beziehungen aufbaut, die diese

Gesichtspunkte berücksichtigen sollte. Die erzählten

"seelischen Bilder" sollten die Erlaubnis erhalten, über

diese Brücken zu gehen, um ihre Wirkung zu entfalten.

In diesem Sinne erzählt Janine Schweiger die Kinderund

Hausmärchen der Brüder Grimm auf eine Weise, die

von den Buchmärchen mal deutlich, mal zaghaft

abweicht. Sie erlaubt sich grobe Ergänzungen und

zugleich Änderungen en dé tail, wo immer es ihr eigenes

Verständnis und die Bedürfnisse des Publikums

erfordern. Im zweiten Band unserer Reihe Der

Westentaschenerzähler hat sie fünf erste Märchen

ausgewählt, die sie seit nunmehr zwölf Jahren

professionell auf der Bühne vor Groß und Klein erzählt:

Frau Holle, Hans im Glück, Schneeweißchen und

Rosenrot, Der Froschkönig und Rumpelstilzchen.

Vorangehen jeweils kurze, erläuternde Hinweise, die

Auskunft über ihr Verständnis der Grimmschen

Buchmärchen geben, mal launig, mal ernst. In dem

vierten Band des Westentaschenerzählers hat sie fünf

weitere Märchen aufbereitet: Sterntaler, Die Sieben

Raben, Rapunzel, Fundevogel und Sechse kommen

durch die Welt.

Der Erzählverlag hat diese beiden Bücher sehr gerne im

Programm. "Wo stehst Du? Wie machst Du es?", sind die

Leitfragen dieser Reihe. Erzählerinnen und Erzähler

geben Auskunft über ihre Arbeit.

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2

Foto: Jörg Farys, Berlin


MEHR GRIMM ERZÄHLEN!

Der Westentaschenerzähler

Grimm frei erzählen

von Janine Schweiger

Fünf Märchen für die Bühne neu und

frei erzählt:

Frau Hölle, Hans im Glück,

Schneeweißchen und Rosenrot, Der

Froschkönig, Rumpelstilzchen

Janine Schweiger

Grimm frei erzählen

132 Seiten

10,8 x 17 cm

Softcover

ISBN 978-3-947831-16-6

9,90 €

Mehr Grimm erzählen!

von Janine Schweiger

Fünf weitere Märchen neu und frei

für die Bühne erzählt:

Sterntaler, Die Sieben Raben,

Rapunzel, Fundevogel, Sechse

kommen durch die Welt

Janine Schweiger

Mehr Grimm erzählen!

128 Seiten

10,8 x 17 cm

Softcover

ISBN 978-3-947831-17-3

9,90 €

In die Westentasche gelangen

Geschichten, die sich auf der

Bühne, in der Schule oder

zuhause bewährt haben. Von

hoher Erzählkunst, über

Gedichte und Balladen bis zur

humoristischen Kurzgeschichte:

Es muss Groß oder Klein bereits

einmal gefallen haben.

Unternehmen Weihnachtshase

Als Paul den Hasen Willi rettet und auf eine abenteuerliche Reise geht

Issue 27 | 234

Unternehmen Weihnachtshase

von Michl Zirk

Eine kleine, feine Geschichte

zum Verschenken.

64 Seiten

10,8 x 17 cm

Softcover

ISBN 978-3-947831-11-1

6,90 €

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ERZÄHLEN | FRÜHLING/SOMMER 2019

Eine Indianergeschichte? Für Mädchen? Echt jetzt?

Der Berliner Kinderbuchautor Uwe Münkemüller hat

jedenfalls eine geschrieben. Er muss wissen, was

gefällt: Seinen drei Töchtern hat er sie über Monate

hinweg immer wieder erzählt, neu variiert und so den

Hörerinnenwünschen angepasst. Entstanden ist eine

spannende Geschichte aus dem Nordamerika der Zeit,

als die Siedler und Pioniere noch in der Minderheit

waren. Uwe Münkemüller berührt dabei Fragen von

Herkunft und Identität - ein hochaktuelles Buch für

Kinder ab 8 Jahre.

Uwe Münkemüller hat für sein Debüt eingehend die

Schauplätze, Riten und Gewohnheiten der Sioux

recherchiert, sodass er sie glaubwürdig wiedergeben

kann. Indem er die Geschichte aus der Sicht des Sioux-

Mädchens entfaltet, räumt er mit Stereotypen auf.

Weder ist der "Weiße" nur böse, noch der "Rote" nur

gut. Vielmehr erzählt Münkemüller in einfühlsamen

Worten den Beginn einer Coming-of Age-Geschichte

zwischen den Kulturen, die auf mehrere Bände

angelegt ist.

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TONKA. MÄDCHEN DER SIOUX

Tonka ist anders. Das Mädchen der Dakota Sioux heißt

eigentlich Sa Tatanka, was so viel bedeutet wie Roter Büffel.

So lange sie sich erinnern kann, wird sie aber Tonka gerufen.

Ihr Pony Weißer Stern weiß sie meisterlich zu reiten. Das

hatte ihr Großer Bär heimlich beigebracht. Tonkas Vater

zeigte allein ihr das Geheimnis, ein Pferd mit nur einem Wort

so schnell wie kein anderes anzutreiben. Aber Tonka hat

noch ein weiteres Geheimnis. Darüber ist sie sich zunächst

gar nicht im Klaren. Erst als sie den Anwürfen des Kriegers

Rabenkralle mutig entgegentritt, werden ihre blauen Augen

zu einer lebensbedrohlichen Gefahr.

Uwe Münkemüller

Tonka. Mädchen der Sioux

88 Seiten

15,5 x 22 cm

Hardcover

ISBN 978-3-947831-05-0

16,90 €

Neu

März 2019

Kaum zu glauben: Doris Fortin schrieb und illustrierte die

Geschichte des kleinen Strichmännchens Minilin als ihre Kinder

zwei, drei Jahre alt waren. Nun sind sie längst selbst Eltern von

Leseratten, die die Geschichten und Gedichte ihrer Großmutter

lieben. So fand dieser Text jahrzehntelang Anklang in Familie

und Kindergärten, beschreibt Doris Fortin doch fein und genau

das Leben der Tiere und die Naturphänomene, wie Minilin sie

durch das Jahr stets besser verstehen lernt. Wohltuend!

Lena zeichnet gerne. Wo immer sie ein Stück Papier findet,

kritzelt sie. Einmal versucht sie, ein Männchen zu zeichnen. Sie

malt einen runden Kopf mit zwei Haaren, großen Augen und

einen lachenden Mund. Es lacht Lena so freundlich an, dass sie

sich freut, wie gut ihr dieses Strichmännchen gelang. Wie

erstaunt ist sie aber, als das kleine Strichmännchen aus dem

zerknitterten Papier heraussteigt und zu sprechen anfängt. Das

ist der Beginn einer wundervollen Reise durch die Wunder, die

die Natur Minilin, dem Strichmännchen, bereithält. Marienkäfer,

Eule, Schmetterling, Biene, Spinne, ja sogar die Schneeflocke

und der Regenbogen: Minilin kommt mit vielerlei Tieren und

Erscheinungen zusammen und erfährt über das Jahr so manches

über das Wesen der Tiere und der Natur. Ein Vorlesebuch ab 4

Jahre - und natürlich für die Geschwister zum Selbstlesen!

Doris Fortin

Minilin entdeckt die Natur

80 Seiten, 15,5 x 22 cm, Hardcover

ISBN 978-3-947831-21-0

16,90 €

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LUFTIKUS UND DIE FRÜHLINGSBRISE

… und wie alles begann

VON MALE SPRINGBORN

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Ich habe schon immer gerne gemalt. Manchmal hat

mich meine Mutter deshalb am Abend gar nicht ins

Bett bekommen. Aber ich denke, sie konnte es schon

verstehen, dass ich lieber malen als schlafen wollte,

denn sie malt ja ebenso gerne, sowohl privat als auch

für Bücher. Die Ferien haben wir oft gemeinsam mit

der Großmutter verbracht und diese übernahm das

Kochen und Waschen, sodass meine Mutter Zeit hatte,

mit uns in die Welt der Farben einzutauchen. Das war

immer besonders schön! Außerdem lieben wir

Bilderbücher - ich habe sie mir als kleineres Kind

gerne mit meiner Mutter zusammen angeguckt.

Später habe ich meiner kleinen Schwester Lovis viel

vorgelesen. Da lag es nahe, dass ich als Jahresarbeit

in der achten Schulklasse, also mit dreizehn Jahren,

selbst ein Bilderbuch machte.

Die erste Idee zur Geschichte gab mir durch Zufall

meine kleine Schwester: Auf den Namen "Luftikus"

kam ich durch sie. Daraus entstand in mir ganz

schnell eine Geschichte über einen kleinen Wicht,

der unbedingt fliegen möchte. Diese Geschichte

fasste ich dann in gereimte Verse. Dazu malte ich

nach und nach Bilder. Als das Buch fertig war,

schaute ich es oft mit Lovis an und es gefiel ihr sehr

gut. Dann kam die Präsentation in der Schule. Dort

bekam ich so viel Zuspruch und Lob, dass in mir der

Wunsch erwachte, es zu veröffentlichen.

So ist dieses Buch entstanden und ich hoffe sehr, dass

es vielen Kindern - und am besten auch Eltern -

Freude bereiten wird.


LUFTIKUS UND DIE FRÜHLINGSBRISE

Ein Wichtelmann,

der hoch hinaus

möchte: Luftikus,

der kleine Wicht,

träumt davon, wie

die Vögel und

Schmetterlinge

fliegen zu können.

Doch jäh muss er

erkennen, dass

ihm das nicht

gegeben ist. Wie

kann aus seinem

Wunsch doch noch

Wirklichkeit

werden? Die

Naturkräfte

kommen ihm zu

Hilfe!

Male Springborn

Luftikus und die Frühlingsbrise

24 Seiten, 17 x 22 cm, Hardcover

ISBN: 978-3-947831-15-9

19,90 €

Barbara & Male

Springborn

Schon immer hat Barbara Springborn gemalt und

gesungen - in ihrer Kindheit und Jugend und

schließlich mit ihren eigenen drei Kindern - und mit

ihren Tageskindern. Ganz wichtig und wertvoll war

und ist ihr das aus Bessarabien stammende Volkslied

"Ich bin das ganze Jahr vergnügt", das in wunderbar

einfacher und klarer Weise den Lauf der Jahreszeiten,

die Tätigkeiten des Bauern und seine Einbettung in

die Natur sowie seine Verbundenheit mit und

Dankbarkeit gegenüber Gott widerspiegelt. Zu jeder

Strophe und zu jeder Jahreszeit gibt es ein

farbenfrohes und detailreiches Bild, auf denen Kinder

ab 3 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern oder

Erzieherinnen und Erziehern vieles entdecken

können. Das Liedheft"Ich bin das ganze Jahr

vergnügt" illustriert die Verse dieses Volksliedes und

lädt zum Mitsingen und Vorlesen ein.

Barbara Springborn

Ich bin das ganze Jahr vergnügt

20 Seiten

17 x 22 cm

Heft

ISBN: 978-3-947831-14-2

14,90 €

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GROSSVATER, O GROSSVATER

Ein Buch, das die

Umgang

mit Wut

richtigen Worte

findet!

Camilla v. Buddenbrock

Großvater. O Großvater.

Ein Drachenmärchen

32 Seiten

21 x 15 cm

Hardcover

ISBN: 978-3-947831-09-8

Camilla v. Buddenbrock

im Gespräch mit dem Kinderspielmagazin

18,90 €

Sie sind als Autorin tätig. Aus Ihrer Feder stammt das Buch Großvater. O

Großvater. Ein Drachenmärchen. Können Sie sich selbst bitte mal kurz

vorstellen, für diejenigen, die Sie noch nicht kennen?

Ich bin an der Elbe in Hamburg aufgewachsen. Nach dem Abitur habe ich mich

auf den Weg gemacht, meine “Flausen Leben zu gehen”. Ich habe mich intensiv

mit der Bildenden, Darstellenden Kunst und dem Tanz beschäftigt und

Nordische Philologie studiert. Neben der Studienzeit waren das Reisen und

Arbeiten mit Kindern sehr wichtige Ankerpunkte für mich.

Nach dem Magister arbeitete ich in der Entwicklungszusammenarbeit und

wählte immer wieder den künstlerischen Ausdruck in Text, Bild und Film. Diese

Zeit hat einen Kurswechsel genommen, als meine drei Kinder zur Welt kamen

und ich eine Weiterbildung zur Waldorflehrerin absolvierte. Heute lebe und

arbeite ich mit meinen drei Jungs in Berlin.

„Großvater. O Großvater. Ein Drachenmärchen“, um was geht es in dieser

Geschichte?

Ein Großvater und sein Enkel leben abgeschieden im Wald. Durch Großvaters

besondere Gabe des lebendigen Erzählens wird die Beziehung der beiden

getragen. Eines Tages ist Großvaters Stimme blockiert, er kann nicht mehr

weitererzählen und sein Enkel ist in der Geschichte als Drache gefangen. Die

Vergangenheit hat Großvater eingeholt, der sich auf den Weg machen muss, um

seinen Enkel zu befreien und die Gegenwart zu heilen.

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GROSSVATER, O GROSSVATER

Ein Großvater, sein Enkel und das Unvermögen,

Worte zu finden. Camilla v. Buddenbrock

beschreibt in diesem herzzerreißenden Märchen,

wie Schmerz und Wut zu Sprachlosigkeit führen -

stumme Tränen und ein wilder Drache. Was muss

geschehen, damit die Generationen wieder ins

Gespräch kommen?

Wie sind Sie auf die Idee für dieses Buch gekommen?

Eines Abends wollte ich dem Thema “wütend sein” eine Geschichte schenken

und so kam mir die Geschichte von Großvater und seinem Enkel. Es war zu der

Zeit, als ich mich mit der Wut meines Sohnes konfrontiert sah und auf diese

Weise auch meine eigene Wut kennenlernte.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kinderbücher zu schreiben?

Ich habe das Schreiben immer genutzt, um im Herzen offen zubleiben oder es

wieder zu öffnen. Die Kinderwelt in ihrer Direktheit und Bildoffenheit zu allem,

was uns umgibt, liegt mir sehr nahe und ich finde darin eine Möglichkeit Dinge

auszudrücken, die dennoch komplex sind.

Camilla v. Buddenbrock

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TULI VON JULIA STEINMANN

Julia Steinmann im Gespräch

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Können Sie sich selbst bitte kurz vorstellen, für diejenigen, die Sie noch nicht

kennen?

Ich bin 42 Jahre alt und lebe mit meiner Familie zusammen mit Katze und Bienen

am Rande Berlins. Als Bildende Künstlerin - Skulptur bzw. Installation - arbeite ich

hauptsächlich mit räumlichen Mitteln, aber seitdem ich selber Kinder habe, male ich

wieder sehr gern mit und für Kinder. Auch setze ich mich für kulturelle Bildung in

Kitas ein und unterstütze das Projekt Geräuschmusik von Daniela Fromberg und

Stefan Roigk in Berlin.

Wie sind Sie auf die Idee für dieses Buch gekommen?

Meine Tochter gab mir den Anstoß, als sie noch sehr klein war und sich abends

„gelben Noten“ als Einschlaflied wünschte. Das faszinierte mich. Später hatte ich

das Bild einer Eule im Kopf, die durch ihren Flügelschlag Farben durch die Nacht

wirbelt. Die Frage, womit Kinder Farben verbinden und wodurch sie für sie wichtig

sind, ließ mich nicht los. Wo kommen Farben vor und welche Beziehung zum

Erleben steckt darin? Mit einer Eule, welche als hochsensibles Wesen meilenweit

hören und sehr scharf sehen kann, war es denkbar, auf dessen Spur die Farben in

der Natur zu erkunden. Daraus entwickelte ich anhand von Bildskizzen die

Geschichte. Mir war dabei wichtig, starke Bilder zu schaffen, in die man sich gerne

versenken mag und ein visuell sinnliches Erlebnis haben kann.


TULI VON JULIA STEINMANN

Wie lange haben Sie an dieser Geschichte gearbeitet?

Mindestens ein ganzes Jahr, wenn ich das summiere …

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kinderbücher zu schreiben? Und warum

schreiben Sie nicht für Erwachsene?

Ich schätze Bilderbücher als ein wunderbares Medium für Kinder und Erwachsene.

Zum Gedankenaustausch und zur sinnlichen Anregung. Ich suchte tiefe, dichte

Bildwelten, die aber nicht bedrohlich wirken. Bildwelten, die ich als Kind liebte und

die meine Kinder auch bevorzugen. Da diese Bücher selten zu finden sind, wagte ich

dieses Unterfangen. Und ich merke Geschichten in Bildern zu erzählen entspricht

mir. Ein Bilderbuch für Erwachsene kommt vielleicht noch?!

Wenn Sie eine Sache auf der Welt verändern dürften, was wäre das?

Den unbedingten Friedenswillen aller Menschen würde ich gerne verstärken!

Scheint ein Dauerthema der Menschheit zu sein.

Was planen Sie für die Zukunft?

Ein nächstes Buch.

Julia Steinmann

Die Gespräche mit Julia Steinmann und

Camilla v. Buddenbrock führte

Wilfried Just vom

Kinderspielmagazin.

Das Magazin für die Familie

www.kinderspielmagazin.de

Wir danken für die freundliche

Abdruckgenehmigung

Julia Steinmann

Tuli

Zum Eintauchen und Mitfliegen

für Kinder ab 3 Jahre.

24 Seiten

17 x 24 cm

Hardcover

ISBN 978-3-947831-10-4

19,90 €

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AUF DER SUCHE NACH GERECHTIGKEIT

mutig

standhaft

unbeugsam

Die Lebensgeschichte

der Bahá'í Pari Khaze

aus dem Iran, von ihr

selbst erzählt.

Paridokht Khazes Geschichte geht unter die

Haut. Schon kurz nach der Islamischen

Revolution im Iran verliert sie ihren Mann

Hossein, der als Angehöriger der religiösen

Minderheit der Bahá'í von den Schergen der

neuen Machthaber hingerichtet wird. Das ist

aber nicht das Ende, sondern erst der Beginn

ihrer Geschichte.

In jahrelangen Auseinandersetzungen mit

den Machthabern bringt sie die Umstände

der Ermordung ihres Mannes ans Licht der

Öffentlichkeit. Sie kämpft gegen die

Enteignung ihres gemeinsamen Hauses und

ihres Besitzes - und erreicht durch Mut und

Hartnäckigkeit, dass ihre engsten Schergen

zur Rechenschaft gezogen werden. Doch

dafür muss sie selbst mit einer Haftstrafe

büßen und ihre Heimat für immer verlassen.

Paridokht Khaze-Wahdatehagh

Auf der Suche nach Gerechtigkeit. Das Leben

der Paridokht Khaze

304 Seiten, 12 x 19 cm, Taschenbuch

ISBN 978-3-947831-07-4

14,90 €

Die Autorin

Paridokht Khaze-Wahdatehagh (Jg. 1931)

arbeitete im Iran als Lehrerin, konnte jedoch

diesen Beruf nach der Islamischen

Revolution im Jahr 1979 aufgrund ihrer

Religionszugehörigkeit nicht mehr ausüben.

Wie ihr Mann Hossein war sie aktives

Mitglied der iranischen Bahá'í-Gemeinde,

einer staatlich nicht anerkannten und

vielfach diskriminierten religiösen

Minderheit. Heute lebt sie in Berlin.

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KONSUL ALBERT SCHWARZ

Großbürger

Ehrenbürger Weltbürger

Es öffnet sich

ein Fenster

in das frühe

20. Jahrhundert.

Guido Ettlich.

Konsul Albert Schwarz.

Bankier, Bürger & Bahá'í

in Stuttgart und Bad Mergentheim

428 Seiten, 17 x 22 cm

ISBN 978-3-947831-03-6

Softcover - 19,90 €

ISBN 978-3-947831-08-1

Hardcover - 29,90 €

Konsul Albert Schwarz (1871-1931) war ein außergewöhnlicher

Mensch. In eine wohlhabende Unternehmerfamilie in Stuttgart

hineingeboren, war er - wie viele andere - ganz Kind seinerZeit:

großbürgerlich, karrierebewusst und strebsam an den

Gepflogenheiten des württembergischen Adels orientiert.

Zwischen Militär und Mäzenatentum pflegte er als norwegischer

Konsul und württembergischer Kommerzienrat Verbindungen zu

höchsten Kreisen. Das Kurbad Mergentheim wäre ohne sein

Engagement nicht das, was es heute ist.

Und dann war Albert Schwarz seiner Zeit weit voraus.

Zusammen mit seiner Frau Alice nahm er vor dem Ersten Weltkrieg

den Glauben Bahá'ú'lláhs (1817-1892) an. Als Vorsitzender der

jungen deutschen Bahá'í-Gemeinde trug er mit seinem Wissen und

Können maßgeblich zur Etablierung der Bahá'í-Religion in

Deutschland bei. Albert Schwarz erschloss sich eine neue Welt.

Orientalische Bahá'í waren vielfach zu Gast im Hause Schwarz

genauso wie US-amerikanische Gläubige. Höhepunkt war der

Besuch 'Abdu'l-Bahás (1844-1921), Sohn des Stifters und

Oberhaupt der Gemeinde, in Stuttgart und Umgebung.

Der Autor Guido Ettlich stellt in diesem Werk

ausführlich das Leben dieses fast

vergessenen Jahrhundertmenschen dar.

Nebenbei entwirft er detailgetreu und

sachgerecht ein breites Bild der Sozial- und

Kulturgeschichte des Landes Württemberg

von der Reichsgründung bis zum Auftreten

des Nationalsozialismus. Anhand Albert

Schwarz' Engagement für Wirtschafts- und

Kulturförderung taucht der Leser in eine

Welt ein, die von großer Unruhe wie von

einem neuen Streben nach weltweiter

Verständigung und Humanität

gekennzeichnet war.

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KONSUL ALBERT SCHWARZ

EIN JAHRHUNDERTMENSCH

VON ALEXANDER MEINHARD

Das Buch beginnt mit: „Ein schier endloser Zug begleitet

Karl Ludwig Albert Schwarz am Freitagvormittag des

16. Januar 1931 auf seinem Weg zur letzten Ruhestätte.“

So könnte der Anfang eines Kriminalromans lauten.

Doch dieses Buch ist alles andere als das. Guido Ettlich

hat auf 424 Seiten eine Dokumentation erstellt, die

seinesgleichen sucht. Sie basiert auf einer fundierten

Recherche in allen denkbaren Quellen, die im weitesten

Sinn mit diesem Menschen zu tun haben. Entsprechend

den durch den Titel geweckten Erwartungen erhält der

Leser eine umfangreiche Biographie von Konsul Albert

Schwarz (1871-1931). Guido Ettlich beschreibt alle

Facetten seines mehr als ausgefüllten Lebens. Er

beginnt mit dessen Kindheit, seiner Ausbildung und der

militärischen Laufbahn. Hier schließt sich das berufliche

und private Leben von Albert Schwarz als Erwachsener

an. Er schildert das Engagement von Albert

Schwarz in einer Vollständigkeit und Ausführlichkeit,

die bewundernswert ist. In diesen Teil fällt unter

anderem dessen Rolle in der Gesellschaft: So erhielt

Albert Schwarz den Titel eines Konsuls, wurde als

Kommerzienrat in dem damaligen Königreich

Württemberg mit zahlreichen Orden geehrt, war

Hauptanteilseigner seiner Bank und stand zahlreichen

Vereinigungen, Firmen und Gruppen vor und bzw.

oder wirkte aktiv dort mit. Darüber hinaus gründete

er das Elektrizitätswerk Pleidelsheim am Neckar, das

heute noch Ökostrom liefert, war quasi Gründer und

Mäzen des Kurbades von Bad Mergentheim. Das Bad

existierte zwar schon vor Albert Schwarz' Wirken,

indes: Er holte es aus dem Dornröschenschlaf und

machte es zum dem, was es heute ist. Auch unterhielt

Albert Schwarz Beteiligungen an einer

Schifffahrtsgesellschaft auf dem Viktoriasee in Afrika

und vieles mehr.

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KONSUL ALBERT SCHWARZ

Dabei geht der Autor auch auf einen ganz

speziellen Bereich von Albert Schwarz'

Leben ein: sein Wirken und seine Rolle in

Bezug auf die Bahá'í-Religion in

Deutschland. Wie in allen anderen Teilen des

Buches auch, erläutert Guido Ettlich hierzu

die Vorgeschichte, beginnend mit relevanten

Schilderungen vor dem ersten Bahá'í in

Deutschland.

Albert Schwarz hörte wahrscheinlich

erstmals von seiner Frau Alice von dieser

Religion. Sobald er sich selbst zur Bahá'í-

Religion bekannte, wies die junge deutsche

Bahá'í-Gemeinde ihm eine führende Rolle zu,

die er annahm und bis zu seinem

Lebensende vollständig ausfüllte. Ettlich

beschreibt Schwarz‘ wichtigen Beitrag zum

Aufbau der deutschen Bahá'í-Gemeinde. Er

geht auch ausführlich auf Schwarz’ Einsatz

im Vorfeld und während eines Höhepunkts

der deutschen Bahá'í-Geschichte ein: den

beiden Aufenthalten von ‘Abdu’l-Bahá in

Stuttgart im Jahr 1913. Im März 1921, nach

dem Tod von ‘Abdu’l-Bahá, bat Shoghi

Effendi Albert und Alice Schwarz nach Haifa

zu kommen um in einem internationalen

Kreis von ausgewählten Bahá‘í die

zukünftige Vorgehensweise und den Aufbau

der Gemeinde zu beraten. Es ist Albert

Schwarz zu verdanken, die erste Wahl eines

Nationalen Geistigen Rates auch in

Deutschland noch im selben Jahr erfolgte

und diese Institution so zum ersten Mal

weltweit ins Leben gerufen wurde.

Ettlich schildert das

Engagement von Schwarz in

einer Vollständigkeit und

Ausführlichkeit, die

bewundernswert ist.

Albert Schwarz im Mai 1913 in Paris mit 'Abdu'l-Bahá

Allein schon diese umfangreichen,

detaillierten und ausführlich dargelegten

Informationen würden das Buch lesenswert

machen. Doch Guido Ettlich geht wesentlich

weiter: Er stellt jedes Ereignis, das Albert

Schwarz direkt oder indirekt betrifft, in einen

historischen Kontext. Je nach dem

Geschmack kann sich der Leser mit den

nahezu 900 erläuternden Fußnoten schon

während des ersten Lesens eine weitere

Ebene des Wissens erschließen oder den

spezifischen Sachverhalt in einem zweiten

Durchgang im Detail verstehen. Die

Abbildungen von Bildern und Originaldokumenten

stellen dem Leser eine Fülle an

Material zur Verfügung. Der Leser ist mit

dieser Biografie in der Lage, sich ohne

spezifisches Grundwissen der Geschichte, der

Politik oder der Wirtschaft umfangreich in

die jeweilige Situation hineinzuversetzen

und nachzuverfolgen, was Konsul Albert

Schwarz auszeichnete und warum der Satz

eingangs eine treffende Zusammenfassung

dieses Lebens wiedergibt.

17


REIHE EURYTHMIE

Die Anregungen zur Eurythmiebegleitung für die Unterstufe (1. bis 4.

Klasse) sind in den Jahren 1996 bis 2000 an der Freien Waldorfschule

in Kleinmachnow entstanden. Obgleich die meisten musikalischen

Elemente in den unteren Klassen von einer Pianistin improvisiert

werden, kamen immer häufiger Anfragen nach diesen Musiken und

Sprüchen - nicht zuletzt im Rahmen der Eurythmielehrerausbildung.

Im Jahr 2001 kamen die beiden Autorinnen, Renate Barth und Lora

Korneeva, diesen Bitten zum ersten Mal nach, als sie einen kleinen

Ausschnitt ihres Eurythmieunterrichtes im Otanes-Verlag

dokumentierten. Nun sind achtzehn Jahre seit dem Erscheinen der

'ersten Katze' vergangen und es wurde ein Wechsel zum Erzählverlag

notwendig.

In vielen Schulen wird das Heft für den Eurythmieunterricht in der

Unterstufe verwendet. Auch in der Eurythmielehrerausbildung lassen

sich die Inhalte der ersten bis vierten Klasse leicht durch die notierten

Improvisationen vermitteln.

Renate Barth, Lora Korneeva

Die Katz ditripp ditrapp.

Anregungen zur Eurythmiebegleitung für die Unterstufe

48 Seiten, 21 x 29,7 cm, Paperback

ISBN: 9783947831005

12,90 €

18


REIHE EURYTHMIE

Renate Barth

Diese sechs Eurythmiemärchen und ihre dazu gehörenden

Musiken entstanden über Jahre aus der Praxis an der Freien

Waldorfschule in Kleinmachnow. In nahezu jedem Jahr

wurde mit der 6. Klasse das sogenannte Einschulungsmärchen

erarbeitet, dass dann eine frische siebte Klasse

gleich zu Beginn des Schuljahres den neuen kleinen

Kindern schenkte, um sie liebevoll in die

Schulgemeinschaft aufzunehmen.

Renate Barth stellt nicht nur Texte und Musiken vor,

sondern gibt auch wertvolle pädagogische Anregungen für

die Arbeitsweise mit Sechstklässlern und Hinweise für

Raumformen, Kostüme, Tänze, Mitwirkung anderer Klassen

und Beleuchtung. Alle Märchen sind so gekürzt, dass eine

Gesamtspielzeit von maximal 28 Minuten nicht

überschritten wird.

Renate Barth

Briklebrit. Sechs Eurythmiemärchen

80 Seiten, 21 x 29,7, Paperback

ISBN: 9783947831012

14,99 €

Die Märchen sind die Schatztruhen unserer Literatur.

Sie erschließen sich dem rational-technischnaturwissenschaftlichen

Menschen nicht so ohne Weiteres,

erst recht nicht durch sprachwissenschaftliche Exerzitien. …

Die Eurythmisierung der Märchen verstärkt ihre

Bildhaftigkeit.

Jürgen H. Havix

19


VORSCHAU

Vorschau auf das Jahr 2019

Die Kurzgeschichten

und Gedichte

der Berlinerin

Eike Asen

bestechen durch

natürliche Tiefe

und feiner

Bobachtungsgabe.

Abbildung: unverbindliches Muster

Eike Asen

Von Frauen und Männern

rund 100 Seiten

10,8 x 17 cm

Taschenbuch

ISBN 978-3-947831-24-1

9,90 €

Sommer

2019

20


VORSCHAU

"In vielen Traditionen werden uralte Sagen immer wieder neu erzählt. Weltoffenheit,

Toleranz, Mitgefühl, Klugheit und der Fokus auf das Verbindende in märchenhafter Sprache

sind die Botschaften meiner Versionen der von mir ausgewählten sechs Berliner Sagen."

Kati Pfau

Abbildung: unverbindliches Muster

Die Märchen- und

Geschichtenerzählerin,

Moderatorin und

Märchentherapeutin

Kati Pfau erweckt sechs

Alt-Berliner Sagen zu

neuem Leben.

Abbildung: unverbindliches Muster

Der Bär (Die Gründung Berlins)

Vom Nebel über dem Müggelsee

(Die Jungfrau vom Müggelsee)

Die gesegnete Rippe (Die Rippe)

Der fliegende Mantel

(Das Kreuz vor der Marienkirche)

Bruderliebe (Die Linden von Berlin)

Flüsternde Schatten. Von der Jungfernbrücke

(Wie die Jungfernbrücke zu ihrem Namen kam)

Kati Pfau

Nebel überm Müggelsee

rund 130 Seiten, 10,8 x 17 cm, Taschenbuch

ISBN 978-3-947831-25-8

9,90 €

Sommer

2019

21


VORSCHAU

Biografisch

erzählen

Neun Menschen aus sieben

Religionen und Konfessionen

berichten über ihre Lebenswege.

Was haben sie erlebt, als sie sich

bewusst für ihren Glauben

entschieden? Welche Spuren

hinterließ der Glaube auf ihren

Lebenswegen? Was eint und was

trennt sie?

Mit biografischen Erzählungen von:

Helmut N. Gabel,

Unternehmensberater und

Menschenrechtsaktivist

Feride Funda G-Gencaslan,

Vorsitzende des islamischen Sufi-

Zentrum Rabbaniyya

Elisabeth Kruse, evangelische

Auslandspfarrerin in Genua

Gudrun Pannier, Pagane Wege,

IT-Beraterin & Coachin

Dido Roggatz, Buddhistin,

Bildende Künstlerin & Dozentin

Dr. Rüdiger Sachau, em. Direktor

der Evangelischen Akademie zu

Berlin

Dr. Thomas M. Schimmel, em.

Leiter der franziskanischen

Initiative 1219 e.V.

Peter Spiegel, Bahá'í, Gründer &

Chief Executive Officer des WeQ-

Instituts

Bernd Streich, Vorsitzender des

Diözesanrates der Katholiken im

Erzbistum Berlin

Peter Amsler (Hrsg.)

Neun Leben. Bahá'í, Buddhisten, Christen,

Muslime, Pagane erzählen biografisch

etwa 250 Seiten, 17 x 22 cm, Softcover

ISBN 978-3-947831-22-7

voraussichtlich 19,90 €

Herbst

2019

22


VORSCHAU

Ihr täglicher Begleiter

durch das

Schuljahr

Dieses Heft gibt Lehrenden Erzähltexte an

die Hand, die schnell und unkompliziert

Schülern ab der 4. Klasse die Feste und

Gedenktage der Menschheit Tag für Tag

nahebringen: ein Erzählkalender.

Die Texte orientieren sich am gängigen

interkulturellen Kalendarium, das die Feste

und Feiertage folgender Religionen

kenntlich macht: Christentum, Judentum,

Islam, Bahá'í, Buddhismus, Hinduismus

sowie an säkulare Jubiläen der Vereinten

Nationen wie den Tag der Menschenrechte

oder den Tag der Kinder.

Über das gesamte Schuljahr hinweg können

Lehrende mit kurzen, frei erzählbaren

Geschichten und Beschreibungen die

Bedeutung des jeweiligen Tages

hervorheben - zum Einstieg in den

gemeinsamen Tag oder am Ende eines

Unterrichts. Die Einsatzmöglichkeiten im

Hauptunterricht wie im Fachunterricht sind

unbegrenzt. Das Erzählheft orientiert sich

dabei am gregorianischen Jahr und beginnt

mit dem Dreikönigfest und endet zum

Jahreswechsel mit Sylvester.

Jeder Text ist mit Minutenangaben versehen

und hält Fragen für mögliche Unterrichtsgespräche

oder -aktivitäten vor. Auf die

Methode des freien, pädagogischen

Erzählens und sein Einsatz im Haupt- wie im

Fachunterricht wird hingewiesen.

Peter Amsler

Mit den Religionen durch das Jahr

rund 120 Seiten, 21 x 29,7 cm, Ringbuch

ISBN 978-3-947831-23-4

voraussichtlich 14,90 €

Abbildung: unverbindliches Muster

Herbst

2019

23


Für den Buchhandel

Seite 5

Janine Schweiger

Grimm frei erzählen

Seite 5

Janine Schweiger

Mehr Grimm erzählen!

Seite 5

Michl Zirk

Unternehmen Weihnachtshase

Seite 7

Uwe Münkemüller

Tonka. Mädchen der Sioux

Seite 7

Doris Fortin

Minilin entdeckt die Natur

Seite 9

Male Springborn

Luftikus und die Frühlingsbrise

Seite 9

Barbara Springborn

Ich bin das ganze Jahr

vergnügt

Seite 10

Camilla v. Buddenbrock

Großvater. O Großvater. Ein

Drachenmärchen

Seite 13

Julia Steinmann

Tuli

Seite 14

Paridokht Khaze

Auf der Suche nach

Gerechtigkeit

Seite 15

Guido Ettlich

Konsul Albert Schwarz

Hardcover

Seite 15

Guido Ettlich

Konsul Albert Schwarz

Softcover

24

Seite 18

Renate Barth/ Lira Korneeva

Die Katz ditripp ditrapp

Seite 19

Renate Barth

Briklebrit

23

23


Ihre Bestellungen per Fax

Grimm frei erzählen

Mehr Grimm erzählen!

Unternehmen Weihnachtshase

Tonka. Mädchen der Siuox

Minilin entdeckt die Natur

Luftikus und die Frühlingsbrise

Ich bin das ganze Jahr vergnügt

Großvater. O Großvater

Tuli

Auf der Suche nach

Gerechtigkeit

Konsul Albert Schwarz

Hardcover

Konsul Albert Schwarz

Softcover

Die Katz ditripp ditrapp

Briklebrit

9,90 €

9,90 €

6,90 €

16,90 €

16,90 €

19,90 €

14,90 €

18,90 €

19,90 €

14,90 €

29,90 €

19,90 €

12,90 €

14,99 €


Fax: +49 30 54 85 45 09


Für alle,

die etwas zu

sagen haben

Peter Amsler

Reiherbeize 26

14169 Berlin-Zehlendorf

Tel.: (030) 92 27 52 49

Fax: (030) 54 85 45 09

kontakt@erzaehlverlag.de

www.erzaehlverlag.de

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Steuernummer: 25/207/00291

USt-IdNr.: DE318879928

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