Nr. 2 / 2019

Hausapotheke2017

KULTUR IM KOFFER | THERAPIE BEI ÜBERARBEITUNG | STOFFWECHSELTHERAPIE | STUMPFE VERLETZUNGEN | SKIN FOOD | ALTERSSICHTIGKEIT | KUNSTLINSEN | LÜGEN – UMGANG MIT DER WAHRHEIT | GELENKSNAHRUNG | WELLNESSDESTINATION | TIBETISCHE KRÄUTERREZEPTUREN | FERMENTIERTE NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL | TROTZALTER | EISEN-STICKS | HEUSCHNUPFEN | FRUCHT- UND GEMÜSESÄFTE | BASISCHE ERNÄHRUNG | VERSTOPFUNG | ZECKENSCHUTZ VON INNEN | MUSKULÄRE VERSPANNUNGEN | GINKGO | ABBAU VON GLUTEN | ALLERGIEN | CARDIOSPERMUM | THERAPIE BEI ARTHROSE | GELENKSCHMERZEN | ZAHNIMPLANTATE | GESELLSCHAFTLICHE WERTE | SCHMUTZ- UND FETTLÖSER | VITAMIN D | BABYNAHRUNG | REIZHUSTEN | HILFE BEIM ZAHNEN | WEG MIT DEM WINTERSPECK | MUSKELAUFBAU | SCHLAFAPNOE | ZWEITHAAR UND HAARERSATZ | STRESSBEWÄLTIGUNG | GEFÜHLE AUF PAPIER | HAUTPFLEGE BEI JUGENDLICHEN | ERKÄLTUNGS- UND HEUSCHNUPFEN | WEISSER REGENBOGEN | GESUNDHEITSBLOG | JUBILÄUMSWETTBEWERB | ESSENZIELLE AMINOSÄUREN | MIKRONÄHRSTOFFE

Nr. 2 März/April 2019

91. Jahrgang

schweizer

Hausapotheke

Gesunde Lektüre seit 1929

Schreiben

Gefühle auf Papier

Ernährung

Säure und Basen

Kultur

im Koffer


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Zeit schenken

«Die Zeit weilt, eilt, teilt und heilt». Dieses deutsche Sprichwort verdeutlicht, wie

vielseitig Zeit sein kann: Kinder können sich noch verweilen und sich – ohne Zeitdruck

– einer Sache widmen; Erwachsene tun sich schon schwerer damit. Durch

volle Terminkalender oder den Druck von aussen kommt das Verweilen oft zu

kurz – weil die Zeit eben eilt. Zeit teilen bedeutet, mit jemandem Zeit zu verbringen,

etwas gemeinsam zu erleben und in einem Austausch zu sein. Dass Zeit auch heilt,

kommt vor allem bei Verletzungen der Seele zum Tragen. Zeit ist aber auch eine

wertvolle Insel.

Und wie fühlt sich Zeit im Alter an? Ältere Menschen haben in der Regel viel – oft zu

viel Zeit. Ich habe Einsamkeit hautnah miterlebt. Meine Mutter war ihr ganzes Leben

lang eine offene und kontaktfreudige Frau. Ihr Beziehungsnetz war immer sehr

eng, sie reiste viel und pflegte mehrere Hobbys. Je älter sie wurde, desto ruhiger

wurde der Alltag für sie. Sie hatte schleichend immer mehr unausgefüllte Zeit. Ihre

Freundinnen starben alle und auch die vertraute Nachbarschaft war plötzlich nicht

mehr da. Ihr ganzes Beziehungsnetz beschränkte sich auf uns Kinder und ihre

Grosskinder. Eingespannt – wie wir alle waren – merkten wir diese Veränderungen

kaum. Mit den wenigen Kontakten, die sich auf das tägliche Einkaufen oder auf

Arztbesuche beschränkten, wurde meine Mutter immer einsamer.

Wenn sich eine zunehmende Mobilitätseinschränkung dazugesellt, wird es sehr

schwierig. Die Tage werden lang; einst elementare Dinge, wie die selbständige

Haushaltsführung und Begegnungen mit anderen Menschen, fallen weg. Der Direktor

eines Betagtenzentrums brachte es mit seiner Aussage für mich auf den Punkt:

«Einsamkeit ist der grösste Feind im Alter. Wir müssen hin- und nicht wegsehen.

Und wir müssen aktiv werden.»

Dieser Einsamkeit möchte die Kirchgemeinde Petrus in Bern entgegenwirken. Mit

ihrem Projekt «Kultur im Koffer» besuchen Freiwillige einsame Menschen in ihrem

Zuhause. Die Idee stammt ursprünglich aus Hamburg – ebenfalls initiiert von der

Kirche. Dort besteht seit vielen Jahren das gleiche Projekt. Ob Origami, Gedichte

oder Opern, Spiele, Reiseberichte und vieles mehr: Menschen packen einen

kleinen Kulturkoffer, besuchen einsame Menschen und verbringen

unterhaltsame und interessante gemeinsame Stunden.

Ein wunderbares Projekt!

Lesen Sie mehr über «Kultur im Koffer» ab Seite 6

Sylvia Felber

Schweizer Hausapotheke 2-2019 3


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SH 02/2019


INHALT

06 Blickpunkt

Kultur im Koffer

10 Alterssichtigkeit

Wenn die Arme zu kurz werden

12 Lügen

Vom Umgang mit der Wahrheit

18 Trotzalter

Mit Ruhe und Gelassenheit

22 Basische Ernährung

Stoffwechsel im Gleichgewicht

26 Gemmotherapie

Ginkgo – unbändige Lebenskraft

28 Allergien

Vielfältige Auslöser und Formen

32 Gelenkbeschwerden

Genaue Diagnose, richtige Therapie

32 Impressum

35 Gesellschaftliche Werte

Pendeln zwischen den Extremen

40 Reizhusten

Erkältung oder Warnsignal?

42 Winterspeck

Individuell zur Gewichtsreduktion

47 Stress

Bewältigen und daran wachsen

48 Gefühle auf Papier

Von der Kraft des Schreibens

50 Hautpflege

Veränderungen in der Pubertät

52 Regenbogen

Zauber aus Wasser und Licht

53 Gesundheitsblog

Schneller, besser, schöner?

54 Jubiläumswettbewerb

Sun-Snack: Nüsse

Die Natürliche Energie

für Körper und Geist

Schweizer Hausapotheke 2-2019 5


Kultur

im Koffer

Im Moment wünschte ich mir,

dass ein Tag mehr als 24

Stunden und ich noch mehr

Zeit zur Verfügung hätte.

Die Zeit vergeht schnell:

Der Morgen beginnt und

schon ist es wieder Abend.

Noch voll im Arbeitsleben

eingebunden, ist mein Zeitempfinden

vermutlich anders

als im Ruhestand …

Aus verschiedenen Gründen führt das Älterwerden

oft dazu, dass Menschen plötzlich

zu viel der sehr kostbaren Zeit zur Verfügung

haben. Die Tage werden lang und ähneln sich

immer mehr. Begegnungen mit Menschen

finden selten statt und dementsprechend

fehlen wertvolle Gespräche. Es wird stiller

und ruhiger und Langeweile hält Einzug. Am

Beispiel meiner Mutter war das Altern auch

verbunden mit Abbau. Der Körper wollte nicht

mehr so wie einst. Die Sehkraft liess nach.

Ihre Hände konnten keine feinen Strick- oder

Näharbeiten mehr ausführen und ihre Beine

wurden schnell müde, der Gang unsicher. Sie

realisierte die Veränderungen und konnte

sich mit diesem Abbau nur schwer abfinden.

Meine Ratschläge kamen nicht mehr gut an.

Es war schwierig – auch mit viel Empathie – in

diesen Lebensumstand einzutauchen und sie

zu begleiten … Die berühmten Worte «Nimm

mini Auge und lueg», konnte ich nicht anwenden,

weil mein Leben noch vollgepackt ist und

ich keine Langeweile oder Unterforderung

kenne; und die eher raren, stillen Momente

schätze.

Einsamkeit, wenig gesellige Stunden, nicht

mehr gebraucht oder sogar vergessen

werden wirkt sich auf die Persönlichkeit

aus. Oft ziehen sich ältere Menschen in ein

Schneckenhaus zurück, werden still und

vieles droht zu verkümmern. Haben sie sich

einmal «verkrochen», ist der Weg ans Licht

extrem schwierig. Das Leben findet in einer

anderen Welt – weit innen statt. Nur vertraute

Menschen finden – wenn überhaupt – Zutritt

zu dieser Welt. Meine Mutter spielte mit mir

leidenschaftlich gerne Yatzy, Rummy und

Scrabble. Beim Spielen lachten wir viel – fast

wie in alten Zeiten. In diesen Momenten

wirkte sie wieder sehr fröhlich, offen und

auch sehr agil im Denken. Einen Vorschlag

wie «Spiel doch einmal mit der Frau, die

an der gleichen Strasse wohnt», lehnte sie

kategorisch ab. Ich bin heute überzeugt, dass

es in dieser Lebensphase sehr wichtig ist,

dass Angehörige den Zeitpunkt – bevor das

Schneckenhaus nicht mehr verlassen wird –

nicht verpassen dürfen. Diesen Wendepunkt

möchte eine Gruppe von Sozialtätigen mit

der Idee «Kultur im Koffer» auffangen. Franziska

Grogg arbeitet in der Kirchgemeinde

Petrus als Sozialdiakonin. Sie ist zuständig

für die Seniorenarbeit. Ich habe ihr zu diesem

interessanten Projekt Fragen gestellt.

Frau Grogg, wie ist diese Idee entstanden?

Die zuständige Frau für Freiwilligenarbeit des

ganzen Kantons hörte von diesem Projekt in

Hamburg und schrieb alle Kirchgemeinden

in Bern an. Mich hat die Idee sofort sehr

angesprochen. Ich war damals neu in der

Seniorenarbeit und hörte viel von der Einsamkeit

älterer Menschen. Gleichzeitig hörte

ich, es werde immer schwieriger, Freiwillige zu

finden, die Besuchsdienste übernehmen. Be-

6

Schweizer Hausapotheke 2-2019


suchsdienstleistende bieten einer Person im

Alltag Unterstützung. Sei es mit Botengängen

oder einer Begleitung auf Spaziergängen.

Bei unserem Projekt steht das gemeinsame

Interesse an einem Thema im Vordergrund

und verbindet somit zwei oder mehrere Personen

mit gleichen Interessen. Ich fand die

Idee so toll, weil ich denke,

beim unkomplizierten Austausch

von gleichen Interessen

kann eine ähnliche

Situation entstehen, wie

wir es auf dem Spielplatz

beobachten können. Wenn

Mütter oder Väter zu ihren

Kindern schauen und

dabei mit anderen Eltern

in Kontakt kommen. Sie

finden meistens schnell

ein gemeinsames Thema,

nämlich die Kindererziehung.

Oder wir kennen die Situation, wenn

sich irgendwo Fussballbegeisterte treffen.

Auch sie haben ihr Thema. Das sind kleine,

wertvolle Kontakte, die mobile Menschen im

Alltag haben können. Ähnliche Begegnungen

möchten wir auf eine andere Art auch

Seniorinnen und Senioren, die ihr Haus nur

noch schwer verlassen können, ermöglichen.

«Kultur im Koffer»

bringt Menschen, die

ihr Zuhause nicht oder

nur schwer verlassen

können, Abwechslung

und Unterhaltung nach

Hause.

Die Idee aus Hamburg in Bern umzusetzen,

forderte uns heraus. Ein wertvoller Stein kam

ins Rollen.

Wer hilft konkret mit?

Zum Team gehören Rahel Burckhardt,

Beauftragte für Freiwilligenarbeit bei der

Kantonalkirche, die uns die

Idee aus Hamburg vorstellte.

Sie begleitet das Projekt.

Claudia Blacha (Freiwillige) ist

zuständig für das Lektorat,

die Webseite und den Einführungskurs

für Freiwillige. Claudia

Fischer ist Sozialarbeiterin

der Kirchgemeinde Paulus

in Bern und Tanja Germinale

(Freiwillige) ist eine Secondo

und sieht am Beispiel der

Generation ihrer Eltern, wie

wichtig auch im Alter Kontakte

und soziale Vernetzung sind. Sie schlägt

eine Brücke zu allen italienisch Sprechenden.

Mein Aufgabenbereich ist die Koordination

und ich bin auch Ansprechpartnerin für das

Projekt «Kultur im Koffer».

Uns ist es sehr wichtig, dass auch Freiwillige

beim Entstehen dieses Projekts mithelfen:

Wir möchten es noch breiter abstützen. Menschen,

die von aussen kommen, haben einen

anderen Blickwinkel als beruflich Sozialtätige.

Unser Projekt wurde auch den Altersund

Pflegeheimen vorgestellt. Das heisst

konkret, dass auch Menschen, die nicht mehr

selbständig wohnen, dieses Projekt nutzen

können.

Wie bekannt ist diese Idee im Moment?

Das Projekt ist gut angelaufen. Wir sind

allerdings auf Werbung angewiesen. Je mehr

darüber berichtet wird, desto mehr können

wir auf neue Freiwillige hoffen. Und natürlich

auch auf Menschen, die «Kultur im Koffer»

geniessen möchten. Das Publikmachen

verleiht dem Ganzen einen seriösen Anstrich

und weckt Vertrauen. Viele ältere Menschen

Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 7


möchten zwar gerne teilnehmen, sind aber

zurückhaltend darin, ihre Wohnungstür einer

fremden Person zu öffnen.

Wir werden oft gefragt – auch von Angehörigen

–, ob das wirklich vertrauenswürdige

Leute seien; oder ob sie missionieren oder

sie gar ausrauben wollten. Verständliche

Fragen aus ihrer Sicht. Da es wirklich

Betrüger gibt, die ihr Unwesen treiben, hält

das viele Seniorinnen und Senioren davon

ab, jemanden in ihr Zuhause zu lassen – auch

ausserhalb unseres Projekts. Das ist eine

grosse Herausforderung für uns. Wir sind uns

bewusst, dass wir nur mit Aufklärungsarbeit

und wirklich seriösen Abklärungen weitere

Menschen begeistern können.

Wie möchten Sie Menschen erreichen,

die skeptisch sind oder Angst haben?

Wir schlagen ängstlichen Menschen auch

Treffpunkte vor, die ausserhalb der eigenen

Wohnung liegen – oder ermutigen sie, ihre

Nachbarn mit einzuladen. Kürzlich meldete

sich eine Frau bei uns, die sich für klassische

Musik interessiert. Zwei Flötistinnen musizierten

dann für fast alle Hausbewohner. Ein

schöner, geselliger Anlass, der zu weiteren

Treffen – vielleicht in anderer Form – führen

kann. Es schafft Verbindungen, die sehr

wertvoll sind. Das hoffen wir zumindest alle,

da wir vom Projekt überzeugt sind. Natürlich

besteht auch die Möglichkeit, dass in einem

Altersheim «Kultur im Koffer» stattfindet: Wir

bieten Themen an, die problemlos in einer

kleinen Gruppe erlebt werden können.

Wie ist das Projekt angelaufen?

Seit letzten Frühling läuft das Projekt. Pro

Monat haben wir drei bis vier Besuche. Wir

haben elf Freiwillige, die einen Koffer vollgepackt

mit Kultur besitzen und bereit sind für

Besuche. Die meisten davon sind pensioniert.

Wir freuen uns auch, dass sich jüngere

Menschen gemeldet haben, die noch aktiv

im Berufsleben stehen und dieses Projekt

unterstützen. Sie möchten Zeit schenken und

die Begeisterung für ein Hobby mit anderen

Menschen teilen. Auch in der Begleitgruppe

engagieren sich Jüngere. Wir arbeiten mit

der HKB (Hochschule der Künste Bern:

Fachbereich Musik) zusammen. Auf einer

Liste stehen zehn Studierende, die bereit

sind, zu musizieren.

Eine grosse Bürde im Alter ist auch, dass

liebe und vertraute Menschen sterben.

Das macht traurig, einsam und stellt die

betrof fenen Menschen immer wieder vor

die Herausforderung, neue Bezugspersonen

zu finden. In dieser Lebensphase ein

riesiges und ermüdendes Unterfangen. Das

ist manchmal sogar für jüngere Menschen

schwierig – im Alter jedoch fast schon

unmöglich.

Wissenswert

Wer sich für dieses Projekt interessiert,

kann sich bei Franziska Grogg melden. Die

Projektgruppe ist auch bereit, Institutionen

ihr Wissen und das erarbeitete Konzept

rund um «Kultur im Koffer» weiterzugeben.

Möchten Sie als Trägerschaft mithelfen?

Möchten Sie bei der Begleitgruppe mitwirken

oder einen Koffer packen? Melden Sie

sich!

Kirchgemeinde Petrus

Franziska Grogg

Seniorenarbeit

Brunnadernstrasse 40

3006 Bern

Telefon 031 350 43 03

franzsika.grogg@refbern.ch

www.kulturimkoffer.ch

Trägerschaft des Projekts:

Kirchgemeinde Petrus in Zusammenarbeit mit

den Reformierten Kirchgemeinden Paulus,

Bern-Bethlehem, Bümpliz und Markus, Paroisse

réformée Berne, Hochschule der Künste

Bern, Musikvermittlung

Unterstützt von: fondia: Stiftung zur Förderung

der Gemeindediakonie im SEK

Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Stadt Bern, Direktion für Bildung, Soziales

und Sport

Wie sieht es in der Umsetzung aus?

Wenn sich eine Person meldet, die mit ihrem

Koffer Kultur schenken möchte, notieren wir

das Angebot bei uns und publizieren es auf

unserer Homepage. Auf der anderen Seite

melden sich Menschen, die gerne Besuch

empfangen möchten, ebenfalls bei mir. Wir

vermitteln und klären ab, ob alles in einem

seriösen Rahmen stattfinden wird. Wichtig

ist zu wissen, dass beide Seiten nicht verpflichtet

sind, weitere Termine zu fixieren.

Es kann sein, dass die Chemie oder das

Angebot nicht stimmen. Das nehmen wir

ernst und ve stehen wir auch. Im anderen und

besseren Fall kann es durchaus sein, dass

jemand regelmässig Besuche macht. Das

kann dann sehr un kompliziert ablaufen. In der

Regel frage ich nach einem Besuch bei den

Freiwilligen wie auch bei den Besuchten nach,

damit ich ein Feedback habe. Ganz wichtig ist

zu erwähnen, dass das Projekt gratis ist.

Das Leben ist nicht bis ins Detail planbar.

Somit wissen wir alle nicht, ob wir im Alter

einmal einsam werden. Zeit schenken und

eintauchen in eine Welt, die uns noch fremd

ist, finde ich eine wichtige Erfahrung und vor

allem eine Herzenssache.

Deshalb möchte ich schon bald einen kleinen

Koffer packen, Menschen begegnen und mit

meiner Anwesenheit ein wenig Einsamkeit

wegzaubern.

Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der

Schweizer Hausapotheke seit 1991,

Heimweh-Baslerin und FCB-Fan.

8

Schweizer Hausapotheke 2-2019


Akne: ein neuer Ansatz zur Behandlung

Mehr als 80 Prozent der Jugendlichen

in der Pubertät und fast 25

Prozent der Erwachsenen leiden

unter Akne oder plötzlich aufkommenden

Mitessern.

Ein einfacher Mitesser oder weisser

Pickel kann sich zu einer schweren

Akne weiterentwickeln. Der Verschluss

von Poren, eine erhöhte

Talgabsonderung und ein Bakterium

(P. Acnes), das verantwortlich

für die Infektion der Pickel ist,

sind die drei Faktoren für eine Verschlimmerung.

Solange Akne auf

einem schwachen bis moderaten

Niveau bleibt, greifen die meisten

Dermatologen aufgrund der

Nebenwirkungen nicht mit starken

Medikamenten ein.

Nichtstun kann zu einer Verschlechterung

der Situation

führen, häufig auch zu einem

Verlust des Selbstvertrauens –

und zu psychischem und sozialem

Unwohlsein mutieren.

Von innen und aussen

Die Produktpalette Zactigis Skin

wurde entwickelt, um Akne von

innen und von aussen zu kontrollieren.

Das erste Produkt, Zactigis

SkinCTRL, mit Lactoferrin und anderen

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Hauptfaktoren bei Akne: Dieses

einzigartige Produkt in Kapselform

kontrolliert inwendig sowohl

den Erreger (P. Acnes) im Pickel

als auch die Talgabsonderung. So

werden Entzündungen reduziert

und die Normalisierung der Hautfunktion

unterstützt. Zactigis Skin-

Soap ist eine Seife mit Lactoferrin

zur äusserlichen Hygiene während

der Aknephase. Sie hilft, die Haut

richtig zu befeuchten, damit eine

Erhöhung der Talgsekretion durch

den «Jo-Jo-Effekt» vermieden wird.

Sie kontrolliert aber auch auf der

Haut das für die Infektion verantwortliche

Bakterium und verhindert,

dass weitere Hautporen verunreinigt

werden.

Wenn das Gleichgewicht der Haut

wiederhergestellt ist, oder für

Personen mit empfindlicher Haut,

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Reinigung und hilft mit, das Hautgleichgewicht

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Senden (Betreff: Sie den Zactigis Talon Skin) an: Schweizer Hausapotheke, «Zactigis

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 9


Alterssichtigkeit

Wenn eine Armeslänge nicht mehr ausreicht, um zum Lesen von Texten genügend

Distanz zu schaffen, besteht mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Alterssichtigkeit.

Das ist keine Krankheit, sondern Teil des natürlichen Alterungsprozesses.

Um zu verstehen, wie es zu Alterssichtigkeit

kommt, sollte man sich zunächst ganz kurz

mit der Anatomie des Auges befassen:

Der vordere Augenabschnitt besteht aus der

transparenten Hornhaut, die das Auge nach

aussen hin schützt; dahinter liegt die Pupille,

durch die das Licht ins Innere des Auges

gelangt. Die Pupille kann die Lichtmenge,

welche auf die Augenlinse trifft, regulieren.

Die Linse ist in der Lage, ihre Brechkraft zu

verändern, sodass wir sowohl in die Ferne als

auch in die Nähe scharf sehen können.

Im hinteren Augenabschnitt wird der grösste

Teil des Auges vom Glaskörper ausgefüllt.

Er dient als «Füllmaterial» und gibt dem Auge

Form und Stabilität. Im Augenhintergrund

liegt die Netzhaut mit ihren lichtempfindlichen

Zäpfchen (für das Farbensehen) und

Stäbchen (für das Sehen in der Dämmerung).

Elastizität der Linse

Je älter man wird, desto schwieriger wird oft das

Sehen in die Nähe. Die Augen verlieren nach

und nach ihre Fähigkeit, sich auf nahe gele gene

Dinge einzustellen. Die Folge davon ist ein

unscharfes Bild. Dieses Phänomen nennt man

Alterssichtigkeit oder «Presbyopie».

Die Linsen in unseren Augen sind in der

Jugend sehr biegsam und elastisch. Das ist

nötig, um Gegenstände in verschiedenen

Entfernungen scharf abzubilden. Bei

Objekten in der Nähe krümmt sich die Linse,

damit die Lichtstrahlen genau auf die Netzhaut

im Augenhintergrund fallen. Befindet

sich ein Gegenstand weiter weg, verflacht sie

sich, damit auch hier das Licht genau auf

die Netzhaut trifft. Die Fähigkeit der Linse,

10 Schweizer Hausapotheke 2-2019

sich der Entfernung des Objektes anzupassen

und ihre Form zu verändern, wird

«Akkommoda tion» (Anpassung) genannt.

Diese Anpassung fällt der Linse mit zunehmendem

Alter schwerer: Sie verliert an Elastizität

und Biegsamkeit und wird immer härter.

Dadurch gelingt es ihr nicht mehr, das Licht

genau auf die Netzhaut zu projizieren, was

zu unscharfem Sehen im Nahbereich führt.

Dieser Prozess beginnt schleichend, bereits

ab einem Alter von etwa 25 Jahren. Auffällig

und störend wird die Alterssichtigkeit aber

meist erst ab etwa 40 bis 45 Jahren.

Zeit für die Lesebrille

Eine einfache Methode, um die Folgen von Alterssichtigkeit

zu beheben, ist das Tragen einer

Lesebrille. Es gibt sie in verschiedenen Stärken

zu kaufen. Wichtig ist, dass ein Augenarzt oder

Optiker die Augen prüft und die Fehlsichtigkeit

ausmisst, damit diese mit den passenden Brillengläsern

korrigiert und gleichzeitig andere

mögliche Ursachen ausgeschlossen werden

können. Weil die Fernsicht nicht beeinträchtigt

ist, braucht es die Lesebrille nur für die Nähe,

zum Beispiel beim Lesen oder für jegliche Art

von Handarbeiten. Praktisch ist ein Brillenband:

Wenn man die Brille abnimmt, hängt

sie um den Hals und ist bei Bedarf immer zur

Hand. Alternativ gibt es Halbbrillen. Deren Gläser

sind schmaler als bei einer normalen Brille.

Der Blick in die Ferne kann über den Rahmen

schweifen, ohne dass die Halbbrille dafür abgenommen

werden muss.

Multifunktionale Gleitsichtbrille

Für Menschen, bei denen zu einer Kurz- noch

die Alterssichtigkeit hinzukommt, gibt es

alternativ zur Lesebrille auch die Gleitsichtbrille.

Bei ihnen liegt das Problem darin, dass

sie weder in die Ferne gut sehen, weil sie

kurzsichtig sind, noch in die Nähe, weil sie

alterssichtig sind. Eine sogenannte Gleitsichtbrille

hat Gläser, die für die beiden verschiedenen

Entfernungsbereiche unterschiedlich

geschliffen sind; sie wird ständig getragen.

Schaut man durch den oberen Bereich, ist die

Korrektur für weiter entfernte Gegenstände

angepasst, schaut man durch den unteren

Teil, sieht man in die Nähe scharf. Der Übergang

im Brillenschliff ist fliessend, sodass

auch mittlere Distanzen abgedeckt sind, etwa

für die Arbeit am Bildschirm. Das Tragen einer

Gleitsichtbrille kann gewöhnungsbedürftig

sein, deshalb sollte damit nicht zu lange zugewartet

werden; denn je grösser der Unterschied

zwischen den Sehstärken wird, desto

schwieriger ist die Umstellung.

Laserbehandlung

Wer auf eine Brille verzichten möchte, hat

auch die Möglichkeit, eine Augenlaser-

Operation durchführen zu lassen. Dabei wird

eine dünne Schicht der Hornhaut mittels

ultrafeinem Laser abgetragen: Dies verändert

deren Brechkraft und stellt das scharfe

Sehen wieder her.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.


Alterssichtigkeit ade – neue, massgeschneiderte

Kunstlinsen machen es möglich

PD Dr. Josef Stoiber

Facharzt für Augenheilkunde und

Optometrie, spez. Ophthalmochirurgie,

Stv. Ärztlicher Leiter

Augenzentrum Dr. Aus der Au

Freiburg AG

Heutzutage stehen diverse Techniken

zur Korrektur von Sehfehlern

zur Verfügung. Zu reden

gibt aber derzeit ein neuartiges

Linsenimplantat: Endlich kann

die Alterssichtigkeit zusammen

mit einer Fehlsichtigkeit wie

Kurz- oder Weitsichtigkeit einfach

und schnell chirurgisch korrigiert

werden. Sogar eine starke Hornhautverkrümmung

lässt sich damit

ausgleichen.

Wie heisst diese neue Kunstlinse

und was macht sie so einzigartig?

Das Implantat nennt sich «IPCL» –

das steht für «Implantable Phakic

Contact Lens». Das Prinzip der

implantierbaren Kontaktlinse wird

unter der Leitung von Dr. Aus der

Au schon seit 1997 erfolgreich angewendet,

neu ist nun, dass auch

die Alterssichtigkeit damit behoben

werden kann. Erstmals kann

ein enorm weites Korrekturspektrum

abgedeckt werden.

Das scheint Sie zu begeistern,

welche Fehlsichtigkeiten

können mit der IPCL korrigiert

werden?

Staunen Sie selber: Eine Kurzsichtigkeit

kann bis zu -30 Dioptrien,

eine Weitsichtigkeit bis zu +15

Dioptrien korrigiert werden und

dies sogar in Kombination mit einer

Hornhautverkrümmung von bis zu

12 Dioptrien und einer Alterssichtigkeit

von +1,5 bis +4,0 Dioptrien.

Aus welchem Material besteht

diese neue Kunstlinse?

Die IPCL wird aus einem hochwertigen,

bewährten und langzeitstabilen

Hybrid-Acryl gefertigt. Das

Material ist stabil und biokompatibel,

sodass es nicht zu unerwünschten

Reaktionen im Auge kommen

kann. Zudem wird die IPCL mit einem

UV-Filter ausgestattet, der das empfindliche

Gewebe der Augen vor

schädlichen UV-Strahlen schützt.

Die IPCL hat zudem eine asphärische

Optik, um bestmögliche Sehqualität

und Kontrastsensitivität

zu erreichen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die IPCL ist eine implantierbare,

weiche Linse, die zusätzlich zu der

natürlichen Linse in das Auge gesetzt

wird. Dafür ist nur ein kleiner

Schnitt in der Hornhaut notwendig,

der nicht genäht werden muss. Die

IPCL bietet eine sehr gute Sehqualität

mit vorhersehbaren Ergebnissen.

Einmal implantiert, bleibt die

IPCL dauerhaft im Auge, kann aber

ausgetauscht oder entfernt werden.

Augenzentrum Dr. Aus der Au

Die schmerzfreie Behandlung wird

ambulant unter einer lokalen Narkose

(keine Spritze) durch geführt. Es

handelt sich um einen minimal-invasiven

Eingriff, der zirka 15 Minuten

dauert. Dank fortschrittlicher Technologie

und eines raschen Heilungsprozesses,

welcher durch spezielle

Augentropfen unterstützt wird,

können sich die Augen nach der

Behandlung rasch erholen, sodass

nach einigen Tagen bereits eine

Sehverbesserung zu verspüren ist.

Warum kann man sich bei einer

Fehlsichtigkeit nicht einfach die

Augen lasern lassen? Sie sind ja

auch Augenlaser-Spezialist.

Bei sehr hoher Fehlsichtigkeit

und gleichzeitiger Alterssichtigkeit

sowie auch einer starken

Hornhautverkrümmung sind der

Augenlaserchirurgie natürliche

Grenzen gesetzt, zum Beispiel

durch die individuelle Hornhautdicke.

In solchen Fällen kann nur

die Linsenchirurgie den Sehfehler

beheben. Nicht zu verachten ist

auch die Reversibilität der IPCL,

diese kann bei Bedarf ausgewechselt

oder entfernt werden!

Die IPCL wird zusätzlich

zur körpereigenen Linse ins

Auge gesetzt – nun gibt es

aber auch den sogenannten

Linsenaustausch, der bei der

Grauen Star-Behandlung zur

Anwendung kommt. Was ist der

Unterschied?

Für die Therapie des Grauen Stars

ist die IPCL nicht geeignet, die­

Mit seinen erfahrenen Spezialisten und einem engagierten Team bietet Ihnen das Augenzentrum

Dr. Aus der Au alle verfügbaren modernen Technologien für die Diagnose und die chirurgische Behandlung

von Fehlsichtigkeiten, Alterssichtigkeit und Augenkrankheiten wie den Grauen Star.

Neue Kunstlinse: IPCL

se wird nur in gesunde, aber fehlsichtige

Augen implantiert. Beim

Grauen Star wird die getrübte,

körpereigene Linse durch eine

künstliche Linse ersetzt; diese

Behandlung gilt auch als sehr

sichere Operation. Grund dafür

sind die heutigen hochmodernen

Implantationstechniken. Zudem

schreitet auch die Entwicklung

der Kunstlinsen in diesem Bereich

immer weiter voran. So ist es heute

möglich, durch die Wahl einer

Spezial-Linse und der Operationstechnik

mit einem Laser (Femto

Phako), neben dem Grauen Star

auch starke Fehlsichtigkeiten in

einem Eingriff zu beheben.

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Augenzentrum Dr. Aus der Au Bern AG

Sennweg 6 ∙ 3012 Bern ∙ Telefon 031 302 17 70

Augenzentrum Dr. Aus der Au Freiburg AG

Les Galeries du Rex ∙ Rte des Arsenaux 3c

1700 Freiburg ∙ Telefon 026 350 11 30

www.drausderau.ch ∙ info@drausderau.ch

Schweizer Hausapotheke 2-2019 11


Wer lügt nie?

Im Umgang mit der Wahrheit sind wir manchmal sehr grosszügig.

Ob sich das lohnt?

Gelogen wird bereits schon im Sandkasten

und im Kindergarten, ebenso im Schulzimmer,

im Lehrerzimmer, in allen Büros

und Werkstätten, im Fernsehstudio, auf

dem Fussballplatz, im Gerichtssaal und

nicht zuletzt in vielen Sitzungszimmern von

Gemeinderäten bis hin zum Parlament. Dabei

handelt es sich um kleinere oder grössere

Lügen, manchmal bewusst, manchmal eher

unbewusst; wir reden auch von «Notlügen».

Es gibt Lügen, die gar nicht bös gemeint

sind, es gibt aber auch ganz gemeine Lügen.

Es gibt Lügen, die keine einschneidenden

Konsequenzen haben, es gibt aber auch

Lügen mit grossen Folgen. So weiss man zum

Beispiel, dass während eines Krieges beide

Seiten massiv lügen (man spricht dann von

sogenannter «Kriegspropaganda») und oft

weiss man wirklich nicht mehr, wem und was

man glauben soll. «Gott gab uns nur einen

Mund, weil zwei Münder ungesund. Mit dem

einen Munde schon, schwatzt zuviel der

Erdensohn. Hat er jetzt ein Mund voll Brei,

muss er schweigen unterdessen; hätte er

der Münder zwei, löge er sogar beim Essen.»

Diese Aussage von Heinrich Heine klingt

nicht gerade ermutigend. Doch

nicht nur Heine sah das so:

Die deutsche Buchautorin

Imtraut Krüger schrieb

sogar ein Buch mit

dem Titel «Leben

heisst Lügen».

«Das wahrste

Wort der Menschensprache

heisst: vielleicht»,

sagte Voltaire. Die

Unverbindlichkeit des

Wortes «vielleicht» macht

es eben so sympathisch, dass wir alle immer

wieder gerne davon Gebrauch machen, wenn

wir uns auf dem schmalen Band zwischen

Wahrheit und Lüge befinden. Aber meistens

ist es gelogen, wenn jemand das Wort «vielleicht»

benützt. Wer das sagt, weiss meis­

12 Schweizer Hausapotheke 2-2019

tens, dass er «nein» meint, getraut sich das

aber nicht zu sagen.

Vier Möglichkeiten

Wenn wir etwas gefragt werden, so haben wir

vier Möglichkeiten. Wir sagen «ja», wir sagen

«nein» oder wir sagen «ich weiss nicht».

Diese Antworten können ehrlich gemeint

sein. Wenn wir aber mit «vielleicht» antworten,

so ist das meist gelogen. Stellen Sie

sich folgende Situation vor: Sie haben Ihren

Garten neugestaltet und möchten gerne zu

einem Apéro einladen, um all Ihren Verwandten

und Bekannten den Garten zu präsentieren.

Sie stellen dann allen folgende Frage:

«Ich veranstalte am Samstagabend in zwei

Wochen einen Apéro in meinem Garten und

lade dich dazu gerne ein. Kommst du auch?»

Jetzt erhalten Sie folgende Antworten:

«Ja, ich komme gerne» – wer dies sagt,

kommt zu 99 Prozent.

«Nein, leider kann ich dann nicht

kommen» – wer das sagt, kommt zu

99,99 Prozent nicht.

«Ich weiss es noch nicht» – bei dieser

Antwort liegt die Chance bei 50 Prozent.

«Vielleicht...» – wer so antwortet, kommt

zu 99 Prozent nicht.

Auffallend ist zudem die Tatsache, dass viele

Menschen ziemlich sauer werden, wenn sie

merken, dass sie von jemandem belogen werden.

Gleichzeitig gehen sie selber aber auch

leichtfertig mit der Wahrheit um.

Auf einem schmalen Grat

Wo ist die Grenze zwischen Wahrheit und

Lüge? Ist es gelogen, wenn ich beispielsweise

schweige, statt einen Sachverhalt

darzulegen? Oder ist es auch gelogen, wenn

ich nicht ganz alles erzähle, was zu einer

Geschichte gehört? Ist es gelogen, wenn ich

etwas so erzähle, dass es trotz der «richtigen

Worte» auch ganz anders verstanden werden

kann? Bei Tötungsdelikten wird zwischen

Mord und Totschlag unterschieden. Ersteres

geschieht mit Absicht und ist geplant, letzteres

ist eine situationsbedingte Handlung

im Affekt. Entsprechend unterschiedlich ist

denn auch das Strafmass, welches Gerichte

für einen Mord oder Totschlag verhängen.

Ganz ähnliche Unterschiede können auch

bei der Lüge gemacht werden: Eine geplante

Lüge ist kaum zu vergleichen mit einer Notlüge

– was allerdings nichts daran ändert,

dass es sich in beiden Fällen um eine Lüge

handelt. Viele Lügen sind übrigens Notlügen:

Etwa, wenn ich einen redseligen Nachbarn

abklemme, in dem ich erkläre, dass ich

unbedingt noch Dringendes zu erledigen

hätte, obwohl ich den ganzen Nachmittag gar

nichts geplant habe. Oder wenn ich einem

hartnäckigen Verkäufer sage, dass ich mir

den Kauf des neuen TV-Apparates noch überlegen

möchte, obwohl ich mich bereits für ein

Produkt der Konkurrenz entschieden habe.

Nun, gelogen ist gelogen und sehr oft spürt

man auch, ob jemand lügt. Gut möglich, dass

der oben erwähnte Verkäufer genau spürt,

dass ich ein anderes Gerät kaufen will. Er

verzeiht diese Lüge vielleicht auch deshalb,

weil er selber gelegentlich zu solchen Lügen

greift. Doch irgendwie wäre es halt doch

schön, wenn wir einander die Wahrheit sagen

könnten. Wie es aber scheint, ist die Wahrheit

manchmal einfach hart zu ertragen.

Wer lügt nie?

Wer behauptet, er lüge nie, der lügt. Wir lügen

immer dann, wenn wir versuchen, einer für

uns unangenehmen Situation zu entfliehen.

Das kann verschiedene Gründe haben: Angst,

Scham, Bequemlichkeit, Geltungsdrang,

Eitelkeit oder Geiz können Auslöser sein.

Gelogen wird aber oft auch in guter Absicht:

Man will jemanden nicht verletzen, man will

auf jemanden Rücksicht nehmen oder man

versucht, mittels kluger Lügen diplomatisch

die Eskalation eines Konfliktes zu verhindern.

Kinder lügen sehr oft aus Angst vor einer

Strafe – doch das tun auch Erwachsene.

Wenn eine Sekretärin dem Chef erklärt,

sie sei in Folge einer Autopanne zu spät zur

Arbeit gekommen, so kann die Angst vor dem

Verlust des Arbeitsplatzes der Grund der

Lüge sein. Verliert jemand dann tatsächlich

seinen Arbeitsplatz und er verheimlicht das,

so steckt hinter dieser Lüge die Scham. Aus

Bequemlichkeit lügen wir oft dann, wenn wir

jemandem eine Aufgabe mit der Begründung


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Knieunfall und entwickelte für sich eine innovative Gelenksnahrung,

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übergeben, wir hätten unmöglich selber Zeit

dazu. Lügen auf Grund von Geltungsdrang

sind vor allem bei Männern sehr beliebt: «So

gross war der gefangene Fisch». Kommt hingegen

die Ehefrau mit neuem Kleid und neuer

Frisur nach Hause und der Mann macht ein

Kompliment, obschon er sowohl die Frisur als

auch das Kleid scheusslich findet, so hat er

auch gelogen. Allerdings nicht bösartig. In

solchen Fällen wird aus Rücksicht gelogen –

was allerdings nichts daran ändert, dass es

letztlich doch gelogen ist. Gut gemeint ist

auch eine Lüge, wenn ein Kapitän auf einem

sinkenden Schiff erklärt, dass alles gar nicht

so schlimm sei. Damit will er ja «nur» eine

Massenpanik verhindern.

Dürfen wir lügen?

Soll ein Arzt seinem Patienten sagen, dass er

unheilbar krank ist, oder soll er es verschweigen?

In solch heiklen Angelegenheiten kann

je nach Situation das eine oder das andere

richtig sein, und es braucht viel Einfühlungsvermögen,

um richtig zu entscheiden.

Während vor Gericht ein Angeklagter über

sich selbst die Unwahrheit sagen darf, ohne

dafür bestraft zu werden, machen sich

Zeugen, Übersetzer oder Anwälte strafbar,

wenn sie wissentlich falsch aussagen. Lügen

dürfen aber Stellensuchende, wenn ihnen

persönliche Fragen gestellt werden, welche

keinen direkten Bezug zur künftigen Stelle

haben. Gleich verhält sich die Situation bei

Wohnungssuchenden. Wer allerdings bei

einem Antrag auf eine Versicherung Fragen

zu seinem Gesundheitszustand falsch beantwortet,

riskiert die Versicherungsdeckung.

Werbung schliesslich bewegt sich oft hart am

Rande der Wahrheit, obschon es strafbar ist,

Falsches über eine Ware oder eine Dienstleistung

auszusagen.

Und zu guter Letzt: Ehrlichkeit beginnt gegen

sich selbst. Es ist gar nicht so selten, dass wir

uns selbst belügen, «ich trinke ja gar nicht

so viel» oder «Rauchen schadet mir nicht».

Man belügt sich, wenn es um die eigene Gesundheit

geht – und man belügt sich selbst,

wenn man partout seine Schwächen nicht

erkennen will. Das ist zwar nicht strafbar im

Sinne des Gesetzes, doch ganz ohne «Strafe»

läuft dies trotzdem nicht ab: Wer sich

selbst belügt, der riskiert, dass ihn die Realität

irgendwann einholt, was dann meist mit

schmerzvollen Erfahrungen verbunden ist.

«Eine Lüge zieht zehn andere Lügen nach

sich», besagt ein spanisches Sprichwort. Das

heisst: Wer immer wieder lügt, lebt ziemlich

im Stress. Es könnte ja irgendwann alles

auffliegen ...

Albin Rohrer

Gesunder Wohlfühlort

Durchatmen und loslassen. Saunaund

Dampfbadbesuche wirken sich

positiv auf die Gesundheit aus.

Wer regelmässig schwitzt, aktiviert

seine Abwehrzellen, scheidet

Abfallstoffe aus und befreit

die Atemwege. Die Wellnessdestination

Bad Zurzach widmet dem

gesunden Schwitzen besondere

Aufmerksamkeit und die Saunalandschaft

bietet Entspannung für

jedes Bedürfnis.

Aus den Fenstern der Panoramasauna

schweift der Blick über die

gesamte Badeanlage. Die Biosauna

schafft mit der Kombination

von Naturbildern und dem sanften

Aroma eine natürliche Ruhequelle.

Die Salz-Peeling-Sauna

strahlt eine besondere, gemütliche

und warme Atmosphäre aus.

Und in der Textilsauna am Naturschwimmteich

können auch Familien

mit Kindern das gemeinsame

Schwitzen geniessen. Jeweils am

letzten Freitag und Samstag im

Monat nehmen die Saunameister

ihre Gäste mit auf Weltreise. Bei

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Destinationen von Sydney

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14 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Rundumschutz für die Leber-Galle-Funktion

Leber und Galle haben im menschlichen

Stoffwechsel zentrale Aufgaben

und ihre Funktion ist wichtig

für das Wohlbefinden. Die heutige

Lebensweise, geprägt von Stress

und unausgewogener Ernährung,

stört den Leber-Galle-Funktionskreis.

Tibetische Kräuterrezepturen

bieten eine gute Möglichkeit,

Leber und Galle zu unterstützen.

PADMA GALETEN und PADMA HEPATEN sind zwei neue

Nahrungsergänzungsmittel nach Padma-Originalrezepturen.

Sie sind ab sofort in Apotheken, Drogerien und

ausgewählten Reformhäusern erhältlich.

Eine zentrale Aufgabe von Leber

und Galle ist das Verfügbarmachen

und Verstoffwechseln von Nährstoffen

aus der Nahrung. Das sind

nicht nur Vitamine und Mineralstoffe,

sondern auch Fette, die neben

Proteinen und Kohlenhy draten zu

den wichtigsten Makronährstoffen

zählen. Für die Fettverdauung

ist Gallenflüssigkeit erforderlich,

welche die Leber bildet und in

der Gallenblase speichert. Die

Gallenflüssigkeit zerkleinert die

Nahrungs fette, damit diese von

Verdauungsenzymen weiterverarbeitet

und im Dünndarm aufgenommen

werden können. Zusätzlich

werden in der Leber Stoffwechselprodukte

umgebaut und

entgiftet. So reinigt die Leber täglich

rund 2000 Liter Blut. Ausgefilterte

Abfallstoffe leitet sie mit der

Gallenflüssigkeit in den Darm, wo

diese mit dem Stuhl ausgeschieden

werden.

schwächt, so fühlt man sich müde,

kraftlos oder empfindet generell ein

unangenehmes Körpergefühl.

Tibetische Kräuterrezepturen

für die Leber- und Gallenenergie

Die tibetische Konstitutionslehre

kennt verschiedene Rezepturen,

die den Leber-Galle-Funktionskreis

unterstützen. Padma Galeten basiert

auf der Rezeptur «Garnag»

(gesprochen: Garnak) aus der

tibetischen Konstitutionslehre.

Padma Galeten gleicht die Gallenenergie

aus. Bitterstoffe aktivieren

den Gallenfluss und fördern in Kombination

mit Zink die Fettverdauung

und den Fettsäurestoffwechsel.

Padma Hepaten reguliert die

Leberfunktionen und unterstützt

die Entgiftungsmechanismen der

Leber. Padma Hepaten basiert auf

der Drei-Früchte-Formel «Bras bu

3» (gesprochen: De bu 3), die in

der tibetischen Konstitutionslehre

als Basisrezeptur gilt und «chintri»

harmonisiert. Die Früchte enthalten

Tannine und Polyphenole, deren

antioxidative Wirkung durch

zahlreiche Studien belegt ist. In

Kombination mit dem Mikronährstoff

Cholin, kann Padma Hepaten

zum Erhalt einer normalen Leberfunktion

beitragen.

Im Rhythmus von

Leber und Galle

Der Leber-Galle-Funktionskreis hat

zwei unterschiedliche Aktivphasen:

Die Gallenenergie und die Fettver­

dauung sind vor allem tagsüber

aktiv; die Leberfunktionen, wie

zum Beispiel der Abbau von Stoffwechselprodukten,

und die Regeneration

eher während der Nacht.

Möchte man Fettverdauung und

Leberfunktion ausbalancieren und

deren natürliche Rhythmen unterstützen,

kann man morgens Padma

Galeten und abends Padma Hepaten

einnehmen. Eine solche kombinierte

Leberkur ist besonders bei

Belastungen durch zum Beispiel

Umweltgifte, Schadstoffe oder Alkohol

nützlich und kann zusammen

mit einer angepassten Ernährung

und Lebensweise einen Energieschub

von innen bewirken sowie

Leber und Galle rund um die Uhr

unterstützen.

Leberungünstige Lebensweise

Das Leben im Überfluss schwächt

die Gallenenergie (tib.: nutri cheyley)

und stört den körperlichen

Umgang mit Nahrungsfetten, was

sich in Gefühlen von Trägheit und

Völle nach fettigen und üppigen

Speisen zeigen kann. Übermässiger

Konsum von Alkohol, Fett und

Zucker (auch Fruchtzucker) sowie

gewisse Medikamente oder Stress

stören die Leberfunktionen. Umweltgifte,

Alkohol aber auch Koffein

gelten in der tibetischen Konstitutionslehre

als «Gifte», die die

Leberhitze (tib.: chintri) erhöhen.

Dies beeinflusst die Leberenergie

negativ, welche aus Sicht der

tibe tischen Lehre das Lebenselixier

bildet und Vitalität und Energie

verleiht. Ist die Leberenergie ge­

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche

und ausge wogene Ernährung, die zusammen mit einer gesunden

Lebensweise von Bedeutung ist.

Schweizer Hausapotheke 2-2019 15


Mit einer revolutionären Erfindung seiner Grossvaters

begann der mittlerweile internationale Erfolg von

Alexander May. Mit der Gründung der EnzymPro

eroberte er bis heute knapp 60 Länder mit seinen

einzigartigen, kaskadenfermentierten Nahrungsergänzungsmitteln

und Kosmetikprodukten.

Alexander May vor Ort in der Produktion –

hier wird in einem auf wendigen, mehrstufigen

Fermentationsverfahren die

Regulatessenz hergestellt.

16 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Mit Nahrungsergänzungsmitteln und

Naturkosmetik zum Erfolg: Alexander

May (30 Jahre) führt das renommierte

Unternehmen EnzymPro AG. Die

Produkte der Firma mit Sitz in Appenzell

finden mittlerweile in mehr als 55

Ländern Anklang; und auch zahlreiche

Prominente – von Schauspielerin

Veronica Ferres bis hin zu Sylvie

Meis – sind schon auf den Geschmack

gekommen. Heute gilt die EnzymPro

AG als Markt führer im Bereich fermentierter

Nahrungsergänzungsmittel

und Naturkos metik in der Schweiz

und in vielen weiteren Ländern. Vor

allem mit dem flüssigen Nahrungs ergänzungsmittel

«Regulatpro Bio» und

dem ersten veganen Anti-Aging

Beauty­Drink «Regulatpro Hyaluron»

revo lutionierte das Unternehmen den

Gesundheits- und Beauty­Markt:

Weltweit wird zirka alle 30 Sekunden

eine Packung Regulatpro Hyaluron

verkauft. Ergänzend gibt es eine Linie

mit veganer Anti-Aging Kosmetik, und

der neuste Coup ist ein Abnehmdrink:

Der Schön- und Schlankmacher­

Shake «Regulatpro Slim

Beauty», der nicht nur zur

Traumfigur verhilft, sondern

durch seine ge sunden Inhaltsstoffe

auch zur

Schönheit beiträgt. Eine

Erfolgsgeschichte in der

dritten Generation: Alexander

Mays Grossvater gründete

einst das Unternehmen

«Dr. Niedermaier Pharma»,

das heute von seiner Mutter,

der Apothekerin Dr. Cordula

Niedermaier­May, geleitet

wird und die Pro dukte in

Deutschland und Österreich

vertreibt. Vor drei Jahren, im

Jahr 2016, übernahm Alexander

May dann den internationalen

Vertrieb – die

EnzymPro AG –, welche

alle Produkte der Dr.

Niedermaier Pharma führt.

Er baute das Geschäft in der

Schweiz und weltweit aus:

Seine Kompetenz liegt vor

allem in der Entwicklung

des Vertriebs. Der erfolgreiche

Jungunternehmer verrät anlässlich

seiner Auszeichnung als «Mann

des Jahres» im Interview der Schweizer

Hausapotheke sein persönliches

Erfolgsrezept.

Herzlichen Glückwunsch Herr

May, Sie sind «Mann des Jahres».

Was bedeutet für Sie diese Auszeichnung?

Das ist natürlich eine grosse Ehre für

mich und das Unternehmen. Ganz besonders

freut mich, dass unsere Produkte

in der Schweiz einen so grossen

Anklang finden und wir die Verkaufszahlen

innert kürzester Zeit bedeutend

steigern konnten. Wir haben den

Vertrieb in der Schweiz erst vor drei

Jahren gestartet. Ich sehe diese Auszeichnung

als eine Wertschätzung

der Menschen, welche Regulat schätzen

und möchte mich auf diesem

Wege bei allen Kunden bedanken.

Was ist das Geheimnis

des Erfolgs?

Wir bieten zum einen eine erstklassige

Produktqualität. Die Besonderheit

ist die einzigartige Regulatessenz:

Ein flüssiges Enzymkonzentrat

aus frischem, sonnengereiftem Obst,

Gemüse und Nüssen. Mit dieser von

uns patentierten Kaskadenfermentation

werden die Schutz- und Vitalstoffe

der Pflanzen gelöst und bis auf

Molekülebene zerlegt. So aufbereitet

können Körper, Zellen und Haut

die Essenz mit all ihren hochwertigen

Wirkstoffen besonders effektiv resorbieren

– daher die hohe Wirksamkeit.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche

Studien, die unsere Aussagen und die

hohe Qualität der Produkte belegen.

Eigentlich bleibt jede und jeder, der

die Produkte einmal ausprobiert hat,

ihnen treu, weil die positiven Auswirkungen

auf das Wohlbefinden und die

Gesundheit für sich sprechen: Wir haben

einen treuen Kundenstamm. Viele

spüren die Wirkung schon nach nur

einer Tagesdosis: Sie fühlen sich sofort

fitter, frischer und ausgeglichener,

schlafen besser – oder das Hautbild

verschönert sich.

Auch zahlreiche Prominente wie

Sylvie Meis und Veronica Ferres

zählen zur Fan-Gemeinde. Wie

kam es dazu?

In der Tat gibt es zahlreiche Prominente,

die unsere Produkte sehr

schätzen und auch zu unseren

Markenbotschaftern zählen; Sylvie

Meis zum Beispiel. Diese prominenten

Testimonials sind natürlich

wunderbar, um unsere Botschaft

zu transportieren und unsere

Produkte noch bekannter zu machen.

Mich persönlich freuen aber

vor allem auch die vielen anderen

Kunden, denen wir durch unsere Produkte

zu einer besseren Gesundheit

oder zur Genesung verhelfen konnten.

Wir haben wunderbare Erfahrungsberichte

und allein im letzten Jahr habe

ich Hunderte Dankesbriefe erhalten –

das ist es, was meinen Enthusiasmus

ausmacht. Denn ich weiss: Je mehr

Produkte wir unter die Menschen bringen,

desto mehr Menschen können

wir damit helfen.

Wer ist die Zielgruppe?

Für wen sind die Produkte

besonders geeignet?

Generell sind die Produkte natürlich

für jedermann geeignet, vom

Kind bis zum Pensionär, für Frauen

und Männer. Unser neuer Abnehmdrink

und die Anti-Aging­ Produkte

kommen bei unserer weiblichen

Kundschaft besonders gut an.

Unser neuer Schlankmacher-Shake

ist genau das Richtige für moderne

Power frauen, die Job, Haushalt

und Familie unter einen Hut bringen

müssen und trotzdem etwas

für ihren Körper und ihre Schönheit

tun möchten: Sie können sich

damit ganz schnell und einfach einen

gesunden, kalorienarmen und zudem

sättigenden Snack mixen, anstatt auf

ungesundes Fast Food auszuweichen.

Und natürlich hilft er auch dabei,

zu seinem Idealgewicht zu finden

und es langfristig zu halten. Durch

die enthaltenen Vitamine und

Spurenelemente kommt es zu

keinen Mangelerscheinungen – das

ist bei Diäten sehr wichtig. Es ist kein

klassisches Abnehmmittel, sondern

eine wunderbare Unterstützung, die

zudem parallel für schöne und straffe

Haut sorgt. Perfekt also, um die guten

Vorsätze fürs neue Jahr umzusetzen.

Ich bekomme aber das Feedback,

dass sich auch immer mehr

Männer für Themen wie Sliming und

Anti-Aging interessieren - und solche

Produkte auch kaufen. Deshalb

besteht auch die Idee, künftig einen

Anti-Aging-Drink für Männer auf

den Markt zu bringen.

Welches ist Ihr persönliches

Erfolgsrezept?

Produktqualität und Leidenschaft

für das, was ich tue. Lange Bürotage

gehören in meinem Job

dazu. Mein grösster Antrieb ist

das Wissen, dass ich anderen mit

meinen Produkten helfen kann.

Mein Ziel ist es, bald in allen

Ländern der Welt eigene Vertriebs ­

gesell schaften zu gründen und

unsere Produkte weltweit noch

bekannter zu machen; damit

möglichst viele Menschen in den

Genuss der Produkte kommen.

Aber dazu gehört natürlich auch

immer ein starkes Team. Ohne

meine Mitarbeitenden wäre dieser

Erfolg niemals möglich.

Wie sind Sie zu Ihrem

Beruf gekommen?

Durch unser Familienunternehmen.

Ich habe die Abläufe und

die gesamte Arbeitsweise schon

während meiner Schulzeit kennengelernt:

Ich habe an den Maschinen

gestanden, die Produkte verpackt

und im Versand gearbeitet – und

damals schon jede Station des

Unternehmens durchlaufen. Besser

kann man ein Unternehmen nicht

kennenlernen. Als Dr. Niedermaier

Pharma mit der Zeit immer grösser

wurde, sagte meine Mutter meinem

Bruder und mir, dass einer von uns

beiden sie unterstützen müsse; ich

habe sofort zugestimmt. Das war direkt

nach dem Abschluss meines

Wirtschaftsstudiums. Ich habe das

Familienunternehmen erst einmal

restrukturiert und neue, qualifi zierte

Mitarbeitende eingestellt, bevor

ich den nächsten Schritt gegangen

bin und meine eigene Firma

gegründet habe.

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 17


Eltern, bleibt gelassen!

«Trotzanfälle» bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren sind völlig normal.

Die Kinder befinden sich in einem Zwiespalt zwischen Trennungsangst

und Abenteuergeist, möchten die Welt entdecken, benötigen aber gleichzeitig

die Geborgenheit der Eltern. Hin- und hergerissen zwischen beiden

Bedürfnissen, sind sie verunsichert. Diese inneren Spannungen führen

oft zu heftigen Gefühlsausbrüchen.

Nicht umsonst wird das Trotzalter «Pubertät

im Kleinkindalter» genannt. Ähnlich wie

pubertierende Teenager entdecken die kleinen

Persönlichkeiten im Alter von zwei bis vier

Jahren ihren eigenen Willen und versuchen,

ihre Grenzen auszutesten – oftmals zu

Lasten von Zeit und Nerven der Eltern. Und so

manche jungen Eltern fragen sich, wie «streng

sein» überhaupt geht. Oder ob man so einiges

auch mal durchgehen lassen kann, um den

Willen des Kindes nicht zu brechen.

Beispiele zuhauf

Eltern kennen solche Situationen bestens:

Luca möchte lieber Orangensaft statt

Apfelsaft und schmeisst sich einfach tobend

auf den Boden. Marco will weiter auf

der Schaukel bleiben und nicht nach Hause.

Lea will trotz strömendem Regen unbedingt

mit ihren Ballerinas in den Kindergarten gehen.

Sie trommelt wütend gegen die Tür und

Sie müssen

nicht immer

müssen!

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18 Schweizer Hausapotheke 2-2019

schmeisst ihre Stiefel durch den Flur. Allen

drei gemeinsam ist ein ohrenbetäubendes

«Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnn!» Echte

Klassiker, diese Trotzanfälle, bei denen

die Kinder innert Sekunden von null auf

hundert sind. Ein Trotzanfall ist mit einer

durchgebrannten Sicherung vergleichbar:

Bei diesem Kurzschluss entlädt sich explosionsartig

aufgestauter Frust, zum Teil in

Kombination mit Sorgen und Ängsten. Zwar

mag die Ursache noch so klein erscheinen,

sie ist trotzdem die Initialzündung für einen

grossen Knall. Das Kind wird von einem

inneren Zorn überwältigt, den es in diesem

Moment selbst nicht kontrollieren kann.

Diese Erkenntnis ist wichtig, da sich bei

Trotzanfällen weder ein geduldiges Einreden

auf ein Kind noch eine grosse Schimpftirade

auszahlt. Es ist für die Eltern eine

äusserst nervenaufreibende Situation – für

das Kind aber auch!

Wichtiger Schritt ins Leben

Auch wenn die Trotzphase noch so schwierig

ist und manche Eltern sich nicht mehr zu

helfen wissen: Genau in dieser Zeit macht

das Kind einen Schritt, der für sein weiteres

Leben und das Zusammenleben wichtig ist –

es lernt seinen Willen steuern. Eine ungeheure

Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz

ist für Kinder die Voraussetzung, um gut

durch die ersten Lebensjahre zu kommen.

Bereits früh lernen sie: Im Leben muss man

durchhalten, nicht nachlassen, bis man

geschafft hat, was man schaffen will. Und

zum Schluss ist man schliesslich mächtig

stolz. Wie jedes Kind laufen lernen muss,

muss es auch lernen, die eigenen Emotionen

zu regulieren; und Geduld zu haben, wenn

die Bedürfnisse nicht umgehend befriedigt

werden. Kleinkinder entwickeln einen Plan

und wollen diesen dann hochmotiviert und

voll Stolz umsetzen. Leider scheitern sie

dann entweder an den noch unzureichend

ausgebildeten motorischen oder sprachlichen

Fähigkeiten, die eigenen Bedürfnisse zu

befriedigen, die eigenen Vorstellungen umzusetzen

– oder aber die Eltern machen ihnen

einen Strich durch die Rechnung.

Nur ein Fachbegriff

Es gibt Fachleute, die gehen davon aus, dass

es ein so genanntes «Trotzalter» gar nicht

gebe. Es sei eine natürliche Entwicklung,

dass sich das Kind ab zwei Jahren aus der

kompletten Abhängigkeit von den Eltern zu

einem teilweise unabhängigen Individuum

entwickle. Wenn die Eltern versuchten, diese

Entwicklung des Kindes zu verhindern, zu beeinträchtigen

oder gar darüber zu bestimmen,

würde das Kind mit gutem Grund trotzen. Gerade

in dieser Phase bräuchten Kinder Eltern,

welche sie wertschätzen und anleiten würden.

Diese Phase sei entscheidend für das Kind,

um neue Fertigkeiten, Selbstvertrauen und

Selbstwertgefühl zu entwickeln. Sie sei auch

prägend für die Herausbildung des Charakters

und die Qualität der Beziehung zwischen

Eltern und Kind. Deshalb sollten Eltern die

wachsende Unabhängigkeit ihres Kindes

eigentlich als grosses Geschenk und nicht als

Problem betrachten.

Immer gleich behandeln

Was gar nicht geht: Das Kind zu Hause und in

der Öffentlichkeit verschieden zu behandeln.

Es verliert so das Vertrauen in die Eltern. Es

ist überhaupt nicht verboten, das Kind auch

einmal anzuschreien. Kinder brauchen echte

und emotionale Menschen um sich herum.

Danach sollten Eltern ihrem Kind allerdings

auch sagen, dass sie überreagiert haben, und

dafür die Verantwortung übernehmen. Und

schliesslich ist es auch ganz wichtig, nicht an

der Situation zu verzweifeln; sich selber zu

vergeben, einen Schlussstrich zu ziehen und

das Verhalten des Kindes ja nicht persönlich

zu nehmen.

Häufig löst ein trotziges Verhalten des Kindes

frühere (Kindheits-)Erinnerungen an Ablehnung

bei den Eltern aus, die mit der aktuellen

Situation wenig zu tun haben. Wichtig ist hier

also, sich dessen bewusst zu sein und inneren

Abstand zu schaffen. Es sollte versucht

werden, dem Verhalten des Kindes ruhig zu

begegnen. Und schliesslich heisst es auch:

«Übung macht den Meister.» Auch aus einem

momentanen Versagen lernen die Kinder:


Fünf Regeln gegen Wutanfälle

Die ungeliebten Anfälle lassen sich zwar nicht

völlig vermeiden; aber die Zahl lässt sich dezimieren.

Auch die Heftigkeit des Ausbruchs lässt

sich etwas begrenzen.

Stress-Situation

Viele Ausbrüche entstehen, wenn Kinder entweder

überfordert, müde oder hungrig sind.

Reduzieren Sie die Auswahlmöglichkeiten des

Kindes bei Essen und Spiel. Richten Sie zum

Beispiel die Kleider für den nächsten Tag gemeinsam

mit dem Kind nach dem Abendessen.

Und vermeiden Sie, wenn immer möglich, einen

Einkauf mit einem hungrigen Kind.

Ruhe

Halten Sie sich an feste Abendrituale und sorgen

Sie dafür, dass Ihr Kind genügend schläft.

Beides hilft gegen abendliche Wutanfälle. Wenn

nämlich bestimmte Abläufe immer gleich sind,

lernt das Kind schnell, dass sich ein Auflehnen

dagegen nicht lohnt.

Regeln

Jedes Kind braucht Halt. Stellen Sie deshalb

verlässliche Regeln auf – und halten Sie daran

ohne Diskussionen und Ausnahmen fest. Das

Kind wird so gar nicht auf die Idee kommen,

Grenzen auszuloten.

Ablenkung

Kleine Kinder lassen sich in manchen Situationen

leicht ablenken, etwa mit: «Schau mal,

da drüben ist ein grosser Lastwagen.» Oder:

«Hilf mir doch mal, das Regal mit dem Brot zu

finden.» Die Chance besteht, dass der Sturm

so relativ rasch vorüberzieht.

«Gezielter» Wutausbruch

Helfen Sie Ihrem Kind herauszufinden, wie es

mit seiner Wut umgehen kann: Wenn die Wut

raus muss, helfen Einschlagen auf ein dickes

Kissen oder Schläge mit Boxhandschuhen auf

einen Boxsack. Auch hier gelten klare Regeln,

was erlaubt ist – und was nicht.

zum Beispiel, dass Fehler erlaubt sind, dass

man stets an sich arbeiten kann und auch

muss, dass alle Menschen menschliche

Tugenden haben.

Kein böser Wille

Kein Kind im Trotzalter möchte seine Eltern

bewusst durch Trotz beleidigen oder ihre Liebe

und Geduld auf die Probe stellen. Wer das

begriffen hat, der weiss: In ein paar Minuten

ziehen die Wolken vorüber. Dann nimmt man

sich gegenseitig in die Arme und spricht

darüber – und morgen ist ein neuer Tag. Das

zu begreifen ist die eine Sache. Das andere

sind die Gefühle, mit denen Eltern konfrontiert

werden, Gefühle von Hilflosigkeit, Wut und Unverständnis.

Ein kleiner Trost: Allen Eltern geht

es in dieser Situation ähnlich. Die Wutausbrüche

haben nichts mit schlechter Erziehung zu

tun. Und: Kinder bekommen ihre Wutanfälle

meist nur bei Menschen, zu denen sie volles

Vertrauen haben.

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und

PR-Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbständig

im Bereich Gesundheit und Gesellschaft.

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V2018

Schweizer Hausapotheke 2-2019 19


Beschwingt in den Frühling

Mit den ersten, zarten Frühlingsboten

stellt sich bei vielen Menschen

nicht die pure Lebenslust,

sondern erst mal eine bleierne

Müdigkeit ein; und Pollenallergiker

beobachten skeptisch, ob

sich auch schon die typischen

Symptome eines Heuschnupfens

bemerkbar machen. Für beides

gibt es Linderung.

Die Vögel zwitschern sich schon

frühmorgens die Seele aus dem

Leib, beim Aufstehen wird es täglich

heller, der Schnee schwindet

und macht Platz für zartes, frisches

Grün – und wir fühlen uns

einfach nur unglaublich schlapp.

Jeder Zweite ist von Frühjahrsmüdigkeit

betroffen: keine Krankheit,

sondern eine mehrwöchige Übergangsphase

vom «Winterschlaf»

zum «Aufwachen». Auslöser gibt

es einige, wie die Umstellung der

körpereigenen Hormone Serotonin

(für die Aktivierung) und Melatonin

(Schlafhormon), die mit den längeren

Tagen in ein neues Gleichgewicht

finden müssen. Auch grössere

Temperaturschwankungen

sowie wechselhaftes Wetter belasten

Kreislauf und Stoffwechsel

zusätzlich.

Munter in den Tag

Gönnen Sie Ihrem Körper Zeit für

die Umstellung seiner inneren Uhr

und unterstützen Sie ihn aktiv dabei:

Dehnen Sie sich noch im Bett

gemütlich in den Tag, holen Sie sich

Schwung mit Morgengymnastik am

offenen Fenster, belebenden Wechselduschen

und einem frischen

Müesli. Füllen Sie mit vitamin- und

mineralstoffreicher Kost Ihre Nährstoffspeicher

auf und, ganz wichtig:

Bewegen Sie sich täglich, möglichst

an der frischen Luft und schlafen

Sie genug. Zusätzliche Vitalität holen

Sie sich mit einem Fastentag,

Kräutertees wie Brennnessel, ätherischen

Ölen oder Vitaminpräparaten

– Ihre Topwell Apotheke weiss

Rat und unterstützt Sie gerne.

Noch Schnupfen oder schon

Heuschnupfen?

Blühen mit der «Explosion» der

Natur auch die Frühlingsgefühle

endlich richtig auf, leiden wiederum

die Pollenallergiker; und ihre

Beschwerden beginnen immer früher,

gerade nach milden Wintern.

Ob jemand zu Allergien (Überempfindlichkeiten)

neigt, ist abhängig

vom Zusammenspiel verschiedenster

Erbanlagen und häufig

auch von Umweltfaktoren; oft reagieren

Al lergiker auf verschiedene,

an sich harmlose Stoffe (Allergene).

Während beim saisonalen

Schnupfen die Symptome – verstopfte

und laufende Nase, rote Augen,

Müdigkeit und Kopfschmerzen

– schrittweise auftreten und in der

Regel nach einer Woche wieder abklingen,

schlägt der Heuschnupfen

gerne mit allen gleichzeitig zu;

und kann so lange bleiben, wie man

den Allergenen (meistens Gräser,

aber auch Bäume, Sträucher und

Blumen) ausgesetzt ist.

Vermeiden, behandeln, dämpfen

Glücklicherweise gibt es verschiedenste

Möglichkeiten, um eine

(Pollen-)Allergie zu lindern, und

diese lassen sich beliebig kombinieren.

Zum Vermeiden des Al lergens

helfen Pollenfilter im Auto

und -schutzgitter an Fenstern;

solche Gitter erlauben auch

längeres Lüften. Wechseln Sie

saisonal von Joggen oder Radfahren

auf Schwimmen oder anderen

Hallensport. Tragen Sie

draussen eine gut abschliessende

Sonnenbrille, wechseln Sie beim

Heimkommen Ihre Kleider (nicht

im Schlafzimmer!) und waschen

oder duschen Sie sich. Mit einer

Salzlösung die Nase spülen und

Präparate verwenden, welche die

Schleimhäute von festsitzenden

Pollen befreien, sind nur zwei von

vielen weiteren Möglichkeiten, über

die Sie Ihre Topwell Apotheke gerne

individuell berät.

Zur Behandlung der Symptome

bieten sich verschiedene Arten von

Medikamenten an, pflanzliche und

chemische Präparate mit unterschiedlichen

Wirkstoffen: Augentropfen

helfen bei juckenden, tränenden

und geröteten Augen (allergische

Bindehautentzündung)

ganz gezielt. Auch Nasensprays

wirken lokal, was kleinere Dosen

erlaubt und dadurch Müdigkeit

und andere Nebenwirkungen vermindert;

eine Verbesserung des

Sch nupfens kann sich zudem positiv

auf die Augen auswirken. Tabletten

sind rezeptfrei erhältlich –

und bei neueren Präparaten ist

auch die Müdigkeit weniger ausgeprägt.

Die Symptome dämpfen

oder ganz ausschalten kann eine

Gewöhnung des Körpers ans Allergen

durch eine Desensibilisierung;

diese erstreckt sich über drei Jahre.

Bei der ganzen Vielfalt an Prä paraten,

Medikamenten und Wirkstoffen

– und den verschie denen

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20 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Gesund durchs Jahr mit natürlicher Prävention

Das neue Jahr ist bereits ein paar

Wochen alt und die Neujahrsvorsätze

vielleicht schon über Bord

geworfen. Mehr Sport, weniger

Alkohol und allgemein gesünder

leben; das nehmen sich zum Jahreswechsel

viele vor. An der Umsetzung

hapert es bekanntlich.

Beispielsweise bei der gesunden

Ernährung. Gemäss einer Studie

des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit

und Veterinärwesen

(BLV) halten sich nur 17,8 Prozent

der Bevölkerung an die Faustregel

«5 am Tag».

Wer seinen Vitamin- und Nährstoffbedarf

mit Ernährung auf natürliche

Weise abdecken möchte, tut

gut daran, in die täglichen Mahlzeiten

viele pflanzliche Lebensmittel

wie Früchte und Gemüse

einzubauen. Diese enthalten

neben wichtigen Vitaminen und

Mineralstoffen auch tausende sogenannter

sekundärer Pflanzenstoffe.

Diese Substanzen sind unter

anderem für die Farbe und den Geschmack

einer Frucht oder eines

Gemüses verantwortlich; doch sie

sind auch für den menschlichen

Organismus von Bedeutung. Studien

zufolge können sie antioxidativ,

antimikrobiell, immun-modulierend

und entzündungshemmend

wirken. Sekundäre Pflanzenstoffe

entfalten ihre maximale Wirkung,

wenn sie in ihrer natürlichen Zusammensetzung

eingenommen

werden. Daher sollten Früchte

und Gemüse als Ganzes oder als

naturbelassener Frucht- oder Gemüsesaft

konsumiert werden. Ernährungswissenschaftler

haben

gar entdeckt, dass die isolierte

Einnahme von se kundären Pflanzenstoffen

– zum Beispiel in Form

von Tabletten – negative Auswirkungen

auf unseren Körper

haben kann.

den, zu einem Direktsaft in Bio Qualität

zu greifen. Bei Säften aus Konzentrat

gehen bei der Verarbeitung

wichtige Inhaltsstoffe verloren. Zudem

enthalten Lebensmittel aus

biologischem Anbau nachweislich

mehr sekundäre Pflanzenstoffe als

Lebensmittel aus konventionellem

Anbau.

Der Schweizer Bio-Pionier Biotta

hat unter dem Namen «Vital Linie»

Anfang Jahr drei neue Säfte vorgestellt,

die die Thematik der vitamin-

und nährstoffreichen Ernährung

aufnehmen und die Gesunderhaltung

des Körpers das ganze

Jahr über unterstützen sollen. Mit

«Vital Immun», «Vital Antioxidant»

und «Vital Eisen» hat der Safthersteller

innovative Frucht- und Gemüsesaftmischungen

entwickelt, die

mit einem Glas (2 dl) den gesamten

Tagesbedarf an Vitamin C aus

natürlicher Quelle decken. Vitamin

C schützt den Körper vor Infekten,

insbesondere bei Stresssituationen,

und trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel

bei. Da der menschliche

Organismus nicht in der Lage

ist, Vitamin C selbst herzustellen,

muss es über die Nahrung zugeführt

werden. Zwei bekannte, natürliche

Quellen mit hohem Vitamin C Gehalt

sind die Tropen-Steinfrucht Acerola

(1700 mg Vitamin C/100 g) sowie

die kleine, orange Sanddornbeere

(450 mg Vitamin C/100 g), die beide

im «Vital Immun» verwendet

wurden. Vitamin C schützt die Zellen

zudem vor oxidativem Stress.

Dieser wird durch freie Radikale im

Körper ausgelöst, die bei erhöhter

Belastung mit Umweltfaktoren wie

Stress, UV-Strahlung, Chemikalien

aus der Nahrung, etc. entstehen. Bei

der Entwicklung von «Vital Antioxidant»

wurde darauf geachtet, das

körpereigene Schutzsystem aus

Antioxidantien mit einer ausgewogenen

Mischung aus dunklen Früchten

zu unterstützen.

Eisenaufnahme ohne

Beschwerden

Der dritte Saft der neuen «Vital Linie»

widmet sich dem Eisenhaushalt

und deckt dank natürlichem

Eisen aus dem Curryblattextrakt

bereits 30 Prozent des Tagesbedarfs

an Eisen (bei einem Glas

à 2 dl). Dieses hierzulande eher

unbekannte Gewürz ist nicht zu

verwechseln mit dem bekannten

Currypulver. Mit der Deckung des

Eisenbedarfs über die Ernährung

kann auf die Einnahme von Präparaten

oft verzichtet werden; und

damit auch auf die unangenehmen

Nebenwirkungen vor allem im Magen-Darm-Bereich.

Damit der Körper

Eisen bestmöglich aufnehmen

kann, sollte die Einnahme mit Vitamin

C kombiniert werden. Dieser

Aspekt wurde bei der Entwicklung

des Bio Frucht- und Gemüsedirektsaftcocktails

«Biotta Vital Eisen»

berücksichtigt.

Saft statt Nahrungsergänzung

Von den empfohlenen «5 am Tag»

kann gemäss der Schweizerischen

Gesellschaft für Ernährung eine

Portion durch zwei Deziliter Fruchtoder

Gemüsesaft ersetzt werden.

Dabei sollte darauf geachtet wer­

Die Biotta Vital Linie ist in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern erhältlich.

Schweizer Hausapotheke 2-2019 21


Basische Ernährung

Der Säure-Basen-Haushalt in unserem Körper ist ein komplexes System. Die Ernährungsberaterin

Dr. Nina Schweigert aus Kilchberg erklärt im folgenden Interview, wie er funktioniert und weshalb

basenbildende Nahrungsmittel unserem Körper guttun.

Dr. Nina Schweigert

führt die Praxis «Dein Ernährungs­

Coach» in Kilchberg

(www.dein-ernaehrungs.coach)

Was versteht man unter säure- und

basenbildenden Lebensmitteln?

Ob ein Nahrungsmittel im Körper sauer oder

basisch verstoffwechselt wird, hängt nicht von

der Empfindung auf der Zunge ab. Die Zitrone

schmeckt zwar sauer, gehört aber – wie alle

Früchte und Gemüse – zu den Basenbildnern.

Unter anderem macht ein hoher Kaliumgehalt

Nahrungsmittel basisch.

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein Regulationssystem,

das die Aufgabe hat, das Verhältnis

von Säuren und Basen im Körper in sehr

engen Grenzen konstant zu halten. Idealerweise

sollte der pH-Wert in unserem Blut um

7,4 liegen. Ein konstanter pH-Wert ist wichtig,

weil Stoffwechselreaktionen davon abhängig

sind und die daran beteiligten Enzyme nur in

diesem pH-Bereich optimal funktionieren.

Kann der Säure-Basen-

Haushalt gestört sein?

Ja, wenn der pH-Wert im Blut unter 7,36 sinkt,

spricht man von einer Übersäuerung, in der

Fachsprache auch Azidose genannt. Bei Werten

über 7,44 liegt eine Untersäuerung, eine

Alkalose, vor. pH-Werte zwischen 7,36 und

7,44 haben keine Folgen für den Organismus;

Werte ausserhalb dieses Toleranzbereiches

weisen auf eine schwere Erkrankung hin,

zum Beispiel auf einen Diabetes mellitus.

Störungen im Säure-Basen-Haushalt können

22 Schweizer Hausapotheke 2-2019

sich lebensbedrohlich auswirken. Allerdings

muss man auch wissen, dass wir allein mit der

Ernährung keine Übersäuerung des Blutes

auslösen können, wenn keine Krankheit vorliegt.

Schwankungen innerhalb des Toleranzbereiches

treten ständig auf. Damit sie sich

aber in Grenzen halten, gibt es im Körper verschiedene

Puffersysteme. Dazu gehören der

Gasaustausch in den Lungen bei der Atmung,

die Ausscheidungsmechanismen der Nieren

und das Puffersystem des Blutes.

Wie lässt sich eine Übersäuerung

feststellen?

Der pH-Wert des Urins lässt sich einfach und

schnell zu Hause mit Teststreifen aus der

Apotheke oder Drogerie messen. Dieser Wert

sagt jedoch nichts über den pH-Wert des Blutes

aus. Nur Extremwerte – also zum Beispiel

ein pH-Wert im Urin unter 5 – können auf eine

Übersäuerung im Blut hinweisen. Leider findet

man im Internet immer wieder Seiten, die

behaupten, dass sich eine Übersäuerung des

Blutes mit Hilfe von Urinteststreifen feststellen

lässt. Die Diagnose einer Übersäuerung geschieht

ausschliesslich über eine Blutanalyse.

Da die Nahrungszufuhr oder eine intensive Atmung,

zum Beispiel beim Sport, den pH-Wert

des Blutes – innerhalb des Toleranzbereiches,

der zwischen pH 7,36 und 7,44 liegt – beeinflussen,

hat eine einzelne Messung nur wenig

Aussagekraft. Man bräuchte eine ganze Messreihe,

um festzustellen, ob der pH-Wert des

Blutes ständig unter dem Sollwert von 7,4 liegt.

Kann die Ernährung zu einer

Über säuerung im Körper führen?

Im Gegensatz zum Blut ist es möglich, dass

es durch einen hohen Konsum von Fleisch,

Milchprodukten und Getreide zu einer Übersäuerung

des Gewebes kommt. Oft bleibt die

Gewebeübersäuerung lange unbemerkt. Sie

lässt sich schwer messen, kann sich aber auf

Dauer durch Schmerzen und Erkrankungen

bemerkbar machen. Möglich sind zum Beispiel

Erkrankungen des Bewegungsapparates wie

Arthritis, Arthrose oder Gicht. Hier gilt zu beachten,

dass diese Krankheiten auch andere

Ursachen haben können. Eine Übersäuerung

des Gewebes kann auch zu einem Verlust an

Knochenmasse, zu brüchigen Haaren und

Nägeln und Verdauungsstörungen wie Sod­

brennen führen. Eine Übersäuerung kann aber

auch durch Durchfälle gefördert werden, weil

dabei Alkalimetalle ausgeschieden werden, die

im Körper eine Pufferfunktion haben. Weitere

Faktoren sind Diabetes und Fasten. Heute

sind viele Menschen auch übersäuert, weil sie

gestresst durchs Leben gehen.

Gibt es weitere Faktoren, welche die

Übersäuerung des Gewebes begünstigen?

Ja, dazu gehört eine niedrige Zufuhr von

mineralstoffreichen und basisch wirkenden

Lebensmitteln. Ein Mangel an Mineralstoffen

und Elektrolyten begünstigt die Übersäuerung.

Auch die Flüssigkeitszufuhr und das

Alter spielen eine Rolle. Wer wenig trinkt,

scheidet vermindert Säure aus. Bei älteren

Menschen reduziert sich die Säureausscheidung

über die Nieren.

Basische Kosmetik

In der Vergangenheit war man überzeugt,

dass die Haut bei einem pH-Wert von etwa

5,5 die beste Schutzbarriere gegen Bakterien

und Viren bildet. Doch warum liegt ein

Ungeborenes während neun Monaten im

Fruchtwasser, dessen pH-Wert 8 beträgt?

Ein basisches Milieu kann also für die Haut

nicht schlecht sein. Ganz im Gegenteil, Experten

in Sachen Basenkosmetik sind sich

einig, dass sich der Feuchtigkeitsausgleich

der Haut mit basischer Kosmetik besser

reguliere. Sie sind überzeugt, dass basische

Körperpflege Säuren neutralisiert, die über

die Haut ausgeschieden werden; und auf die

Haut beruhigend, mild, ausgleichend und

erneuernd wirkt.


Verstopfung, was tun?

Unsere Verdauung funktioniert

dann am besten, wenn sich das

System im Gleichgewicht befindet.

Dabei geht es unter anderem

um die Menge an Flüssigkeit, die

dem Nahrungsbrei im Darmtrakt

entzogen wird. Ist es zu wenig,

dann entsteht Durchfall. Ist es zu

viel, kommt es zu einer sogenannten

Verstopfung. Claudia Schiely,

Filialleiterin und diplomierte Drogistin

HF im Müller Rerformhaus

in Basel erklärt, wie einer Verstopfung

auf natürliche Weise begegnet

und vorgebeugt werden kann.

kamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker,

Antidepressiva oder

situative emotionale Belas tungen

zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt

ist besonders empfindlich

für Anspannung oder Stress.

Dauert die Verstopfung länger an,

ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

ten-Angst». Dabei wird der Reflex

zur Darmentleerung unterdrückt.

Aber nicht nur die Psyche, auch

das eigene Verhalten beeinflusst

das Funktionieren des Verdauungssystems:

Wenig Bewegung,

ungesunde und einseitige Ernährung

sowie mangelnde Aufnahme

von Flüssigkeit können zu Verstopfung

führen. Grundsätzlich ist die

Verdauung eine hoch individuelle

Angelegenheit und von Mensch

zu Mensch verschieden. Genügend

Bewegung und Flüssigkeit braucht

der Körper aber in jedem Fall.

in erster Linie die Darmwand zu verstärkter

Bewegung an und fördert

die Flüssigkeitsaufnahme in den

Darm. Damit wird der Stuhl weicher

und die Entleerung vereinfacht. Vor

der Einnahme sollte eine Fachperson

konsultiert oder die Packungsbeilage

gelesen werden.

Frau Schiely, wann spricht man

von einer Verstopfung?

Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz

von dreimal täglich bis

zu einmal alle drei Tage normal.

Bleibt der Stuhlgang länger aus,

dann spricht man von einer Verstopfung.

Kurzfristiges Ausbleiben

kann etwa auf gewisse Medi­

Gibt es noch andere Gründe

für eine Verstopfung?

Vielfach kommt es etwa auf Reisen

in ferne Länder zu einer Art «Toilet­

Welche Mittel aus der

Natur können helfen?

Die Sennapflanze ist ein altbewährtes

Mittel aus der Natur und

wird von Menschen seit jeher insbesondere

bei akuter Verstopfung

verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit

wurden auch wissenschaftlich

nachgewiesen. Sie regt

Claudia Schiely, Drogistin HF,

leitet die MÜLLER Reform haus

Vital Drogerie an der Gerbergasse

35 in Basel.

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Nach einer Verletzung der Haut – Die effektivste Behandlungs-Methode

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oder

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Die Durchblutung wird wird verbessert,

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ihre volle Wirkung bei wurzeln.

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Haut

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volle Wirkung

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bei

und

täglicher

entfaltet

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Es

Schweissdrüsen

ist auch leicht rötlich

oder Haarwurzeln.

Es ist

gefärbt.

Anwendung:

wurzeln.

Häufig

auch Es ist

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die überschiessende

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Anwendung:

Wulstnarben werden geglättet

färbt. Häufig ist die von

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die überschiessende

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bilden werden sich

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geglättet

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Wucherung problematisch.

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nach Sie geht Abheilung

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der Ver-letzung. Folgeoperationen • vielfach

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 23

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Welchen Einfluss hat Bewegung?

Wenig Bewegung oder kaum Sport können zu

einer Übersäuerung führen. Wenn wir uns zu

wenig bewegen, scheiden wir zu wenig Säure

aus. Bei Sportlern kann sich allerdings Milchsäure

im Gewebe ansammeln.

Wie können wir einer Gewebeübersäuerung

entgegenwirken?

Am besten gelingt dies mit einer Ernährungsumstellung

und notfalls mit der

Einnahme von basenbildenden Mineralstoffsalzen.

Zink- und manganhaltige

Basenmischungen haben neben der

basischen Wirkung auch die Fähigkeit,

Enzyme im Körper zu aktivieren, die in

der Lage sind, den Säure-Basen-Haushalt

zu regulieren.

Welche Lebensmittel wirken basenbildend?

Alle Obst- und Gemüsesorten wirken basenbildend.

Zu den besten Basenbildnern

gehören getrocknete Feigen, Weintrauben,

Spinat und Petersilie. Fleisch, Fisch und

Meeresfrüchte, Milchprodukte ausser Kefir

und Molke und Getreide ausser Quinoa sind

Säurebildner. Die meisten Menschen essen

mehr Säure- als Basenbildner.

Säurebildende Lebensmittel

• Tierisches Eiweiss: Fleisch, Fisch,

Wurst, Meeresfrüchte, verarbeitete

Milch und Milchprodukte

• Margarine

• Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste,

Hafer, Reis, Mais (ausser Quinoa)

• Schokolade, Kuchen, Süssgetränke,

brauner Zucker

• Süssgetränke (das enthaltene

Phosphat wirkt säurebildend)

• Hülsenfrüchte

• Eier

• Alle Nüsse (ausser Haselnüsse)

Wie sieht das ideale Verhältnis zwischen

säure- und basenbildenden Nahrungsmitteln

aus?

Obst und Gemüse sollten auf unserem Speiseplan

überwiegen oder zumindest immer

dazugehören. Ideal ist es, wenn die Hälfte

des Tellers mit Gemüse und Salat belegt ist.

Hilft eine vorwiegend basische

Ernährung beim Abnehmen?

Ja, wer mehr basenbildende Nahrungsmittel

konsumiert, nimmt automatisch mehr Obst

Basenbildende Lebensmittel:

• Alle Gemüsesorten, inkl. Kartoffeln

• Salate und Kräuter

• Alle Obstsorten

• Getrocknete Feigen und Rosinen

• Pilze

• Molke

• Haselnüsse

• Pflanzenöle, z. B. Oliven-, Lein- und Rapsöl

• Honig

• Frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte

• Früchte-, Grün-, Schwarz- und Kräutertee

• Mineralwasser

• Rotwein

und Gemüse zu sich, die vergleichsweise

wenig Kalorien enthalten.

Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin eines

Elternratgebers. Als freie Autorin schreibt sie

über diverse Themen.

Zeckenschutz von innen

Jedes Jahr gehen in der Schweiz

rund 23 000 Menschen wegen

eines Zeckenbisses zum Arzt.

Gebissen werden natürlich weitaus

mehr. Auch Haustiere. Die Folgen

können verheerend sein. Entsprechend

stark ist der Wunsch

nach einem verlässlichen Zeckenschutz.

Diesbezüglich sind Haustiere

momentan im Vorteil.

Zwischen April und Oktober sind

die kleinen Blutsauger aktiv. Je

milder die vermeintlich kalten

Jahreszeiten ausfallen, desto länger

dauert die Zeckensaison. Zu

Zeiten des Klimawandels sind das

besonders schlechte Nachrichten;

denn anders als bei einem Insektenstich

birgt jeder Zeckenbiss das

Risiko einer ernsthaften Erkrankung.

Bekannt sind die bakterielle

Lyme-Borreliose und der Virus

Frühsommer-Meningoenzephalitis.

«Die wenigsten Menschen wissen,

dass bei jedem Biss weitere Giftstoffe

übertragen werden», erklärt

der Drogist und Zeckenexperte Roland

Wagner. Diese Gifte wurden

noch wenig erforscht. Erschwerend

komme hinzu, dass sie sich

je nach Region oder Jahr unterscheiden

und weiterentwickeln

können: Der effizienteste Schutz,

so Wagner, biete ein Mittel, das den

Biss an sich verhindere. Also eine

Substanz, welche die Attraktivität

des Wirtes herabsetze. Psorinum

ist ein homöopathisches Zeckenund

Insektenmittel für Tiere. Nach

dem Prinzip Knoblauch verhindert

es, dass die vierbeinigen Lieblinge

von Blutsaugern aller Art heimgesucht

werden: «Zecken und Insekten

sind wählerisch. Wenn ihnen

ein Wirt unattraktiv erscheint, suchen

sie sich den nächsten.» Die

Anwendung von Psorinum ist bedenkenlos

und einfach: Die Tropfen

werden während zwei Wochen

zweimal täglich ins Futter oder

das Trinkwasser gegeben. Die Dosis

kann anschliessend reduziert

und bei akutem Bedarf wieder erhöht

werden. Weil es sich um ein

homöopathisches Arzneimittel

handelt, sind die Wirkstoffe sehr

niedrig dosiert und Nebenwirkungen

nicht bekannt.

Roland Wagner, eidg. dipl. Drogist

und Inhaber der Alpstein Drogerie

in St. Gallen

24 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Für Muskeln und Gelenke

Viktor Röthlin, erfolgreicher Marathonläufer

und Physiotherapeut,

erzählt von seinen Erfahrungen

mit CH’i Energy® Produkten.

Welche Vorteile haben für Sie

die CH’i Energy Produkte?

Die CH’i Energy Produkte begeistern

mich durch ihre Resultate.

Reibe ich ein CH’i Energy

Produkt ein, zieht dieses in die

Haut ein und hinterlässt keine

Rückstände. Will ich an einer

bestimmten Stelle Wärme einsetzen,

dann erreiche ich dies

mit dem CH’i Energy Hot Emulgel

sehr intensiv. Ist Kälte gefragt,

nehme ich das CH’i Energy Cold

Emulgel – dieses Produkt kühlt

wirklich. Bei keinen anderen

Produkten hatte ich ein solch

intensives und anhaltendes

Empfinden.

Spray. Bei sehr starken Verspannungen

steige ich auf das CH’i

Energy Hot Emulgel um.

Was haben Sie nach dem

Einreiben mit den CH’i Energy

Produkten für Erfahrungen

gemacht?

Durchwegs positive Erfahrungen.

Was mir sehr gefällt: Ich kann

mich direkt nach dem Einreiben

anziehen. Da das Produkt schnell

einzieht, klebt es nicht an meinem

Körper. In der Regel löse ich

meine körperlichen Beschwerden

mit den CH’i Energy Produkten.

Ich bin von diesen Produkten

hundertprozentig überzeugt!

meinem Spiegelschrank. Ich

denke, ich habe schon mehrere

Liter davon eingerieben. Und

fast immer konnte ich spürbare

körperliche Überlastungen damit

beseitigen.

Viktor Röthlin

erfolgreicher Marathonläufer

und Physiotherapeut

Wann wenden Sie die CH’i

Energy Produkte an?

Bei muskulären Verspannungen –

und dies eigentlich am gesamten

Körper. Normalerweise verwende

ich den CH’i Energy Original

Welches ist Ihr Lieblings-CH’i

Energy Produkt und warum?

Der CH’i Energy Original Spray.

Dieser befindet sich schon seit

Jahren in meiner Sporttasche

und hat seinen festen Platz in

Das CH’i-Prinzip besteht darin, den Energiefluss

im Körper zu fördern. Die Produkte können

vielseitig angewendet werden:

• zum Entspannen und Lockern von Muskeln

und Gelenken

• zum Erhöhen der Spannkraft und zum Beleben

des Körpers vor dem Sport

• zur schnelleren Regeneration nach dem Sport

oder sonstigen körperlichen Anstrengungen

Die CH’i Energy ® Produkte sind in Apotheken,

Drogerien und bei Fachpartnern erhältlich.

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 25


GEMMOTHERAPIE

Ginkgo biloba

Der Ginkgo

Der Ginkgobaum ist ein aussergewöhnliches Lebewesen: Er bewohnt unseren Planeten seit rund

300 Millionen Jahren, wie Funde fossiler Ginkgoblätter zeigen! Dies zeugt von einer fast unglaublichen

Anpassungs fähigkeit an Umweltveränderungen, hat doch der Ginkgo in seiner langen Geschichte die

Kontinentalplattenverschiebung miterlebt, das Zeitalter der Dinosaurier, das Aufkommen der Vögel und

Säugetiere, das Erscheinen des Menschen.

Die Fähigkeit, all diese Veränderungen zu

bewältigen, lässt auf besondere Eigenschaften

schliessen. Botanisch gesehen ist der Ginkgo

weder Laub- noch Nadelbaum, er nimmt eine

Sonderstellung ein als einziger Vertreter einer

eigenen Pflanzenklasse zwischen Nadelbäumen

und Palmfarnen. Die nadelbaumähnliche

Wuchsform, vor allem aber die charakteristischen

fächerförmigen Blätter mit den parallel

laufenden Blattadern, machen ihn unverwechselbar.

Diese Blätter waren im Jugendstil ein

beliebtes Motiv in Kunst und Schmuck. Ginkgos

waren einst über die ganze Nordhalbkugel verbreitet,

bis die Eiszeiten sie in ein kleines Areal

in Südchina zurückdrängten. Dort leben die

letzten wildwachsenden Exemplare; darunter

auch ein rund 5000 Jahre alter Methusalem,

der als ältester Ginkgo gilt.

Um 1730 kamen die ersten Ginkgos nach

Europa, wo sie sich rasch grosser Beliebtheit

erfreuten. Die Bäume zeigten gegen Pilze und

Bakterien, Schadinsekten, Luftschadstoffe,

Feuer, ja sogar Radioaktivität eine grosse

Widerstandskraft. Berühmt geworden ist

der Ginkgo von Hiroshima, der als einziges

Lebewesen den Atombombenangriff nahe der

Explosionsstelle überlebte. Aus einem scheinbar

völlig zerstörten Wurzelstock schlug er im

Frühling 1946 wieder aus und gab den traumatisierten

Menschen die Hoffnung zurück. Auch

im heutigen urbanen Umfeld kommen Ginkgos

problemlos klar und werden deshalb weltweit

zur Stadtbegrünung eingesetzt. In Asien gelten

die Früchte, die Ginkgonüsse, als Delikatesse.

In Europa hingegen tut man sich schwer damit;

denn die äussere Fruchtschale produziert

während der Reife Buttersäure. Kurz gesagt,

die Früchte stinken! Aus diesem Grund werden

in Europa bevorzugt männliche Ginkgobäume

angepflanzt. Der Botanische Garten Bern ist

jedoch für Gleichberechtigung: Von den drei

grossen Ginkgos sind zwei weiblich und fruchten

regelmässig.

26 Schweizer Hausapotheke 2-2019

Ginkgo bewegt das Blut

Die Wirkstoffe, die den Ginkgo zur Heilpflanze

machen, sind so aussergewöhnlich wie der

Baum selber: Die Terpenlaktone Ginkgolide

und Bilobalid findet man nirgends sonst im

Pflanzenreich. Weitere Wirkstoffe sind Flavonglykoside,

Proanthocyanidine, Triterpene,

organische Säuren, Carotinoide, Wachse. Die

traditionelle chinesische Medizin setzte die

Samen bei Asthma, Bronchitis, Husten und zur

Stärkung der Nierenenergie ein. Roh sollen die

Samen Krebs vorbeugen, gekocht die Spermienproduktion

verbessern. Die Blätter fanden

Anwendung bei Asthma, Tuberkulose, Gedächtnisstörungen

und Kreislaufkrankheiten. In

der westlichen Medizin ist Ginkgo heute eines

der wichtigsten Pflanzenheilmittel mit den

zwei Hauptindikationen Gehirn und periphere

Zirkulation. Die Ginkgo-Wirkstoffe erweitern die

Blutgefässe und verbessern die Fliessfähigkeit

des Blutes. Dadurch gelangt das Blut leichter

auch durch feinste Kapillaren, das Gewebe

wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen

versorgt, freie Radikale werden abgefangen.

In der Gemmotherapie werden die sich öffnenden

Frühlingsknospen von Ginkgo verwendet.

Gedächtnisschwäche und Konzentrationsstörungen,

Schwindel, Stimmungsschwankungen,

wie sie im Alter auftreten können, benötigen

Ginkgo. Wichtig ist, mit der Behandlung

frühzeitig zu beginnen und sie längere Zeit

fortzusetzen. Die altersbedingte Abnahme

der Botenstoffe im Gehirn wird durch Ginkgo

gehemmt, das Kurzzeitgedächtnis verbessert,

die geistige Wachheit und die Orientierungsfähigkeit

erhöht, Gleichgewichtsstörungen

nehmen ab. Bei Alzheimer-Krankheit wird der

Verlauf verlangsamt. Ginkgo regt die Funktion

der Nervenzellen im Gehirn an, stabilisiert die

Mitochondrien – das sind die kleinen Kraftwerke

der Zellen – und verbessert deren Funktion.

Die Menschen werden wieder aktiver. Ginkgo

steigert zudem die Toleranz des Hirn gewebes

gegenüber Sauerstoffmangel, hemmt die

Entwicklung von Hirnödemen und beschleunigt

deren Rückbildung. Bei peripheren Zirkulationsstörungen

verbessert Ginkgo die Durchblutung

von Händen und Füssen und vermindert

die Gefahr eines Gefässverschlusses. Die

bessere Durchblutung hilft ebenfalls bei chronischem

oder akutem Tinnitus.

Das zentrale Thema von Ginkgo ist Alter und

Regeneration. Seine unbändige Lebenskraft,

die Anpassungsfähigkeit und Robustheit machen

ihn zu einem Symbol für Unbesiegbarkeit

und ein langes Leben. Es gibt eine Verbindung

zwischen Menschen und Ginkgo, die schon

fast symbiotisch ist: Der Mensch kultiviert

seit vielen Jahrhunderten Ginkgobäume, die

wild nur noch in kleiner Anzahl existieren, und

die Ginkgobäume stellen ihre einzigartigen

Heilkräfte den immer älter werdenden

Menschen mit

ihren spezifischen

Problemen zur

Verfügung.

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».


Neu in der Schweiz: Gluteostop hilft Gluten abzubauen

Endlich Hilfe für alle Menschen,

die unter einer Gluten-Unverträglichkeit

leiden. Das neue

Gluteostop hilft, den Abbau von

Gluten in einer glutenarmen Ernährung

zu unterstützen. Dank

dem praktischen Klickspender

ist Gluteostop ideal für zuhause

und unterwegs. Die Mini-Tabletten

können sogar ohne Wasser eingenommen

werden. Verwenden Sie

das neue Nahrungsergänzungsmittel

Gluteostop vor allem auch

als Vorbeugung, wenn Sie zum

Beispiel im Restaurant oder bei

Freunden nicht sicher sind, ob

die Speisen Spuren von Gluten

enthalten.

Endlich können Menschen, die

unter den Folgen einer Gluten­

Unverträglichkeit (Gluten-Intoleranz)

leiden, die unangenehmen

Beschwerden nach dem Verzehr

von glutenhaltigen Lebensmitteln

lindern. Gluteostop enthält

ein spezielles Verdauungsenzym,

die Prolyloligopeptidase, welche

die Aminosäurekette (Peptide)

im Gluten spaltet. Damit kann

Gluten abgebaut werden. Das

Enzym wurde so entwickelt, dass

es in den sauren Bedingungen

unseres Magens seine optimale

Wirkung erzielt. Es ist das erste

Protease­ Enzym, welches in einer

randomi sierten klinischen Humanstudie

der Universität Maastricht

(mit Placebo-Kontrolle) äusserst

wirksam war.

Gluteostop ist für alle geeignet,

die sich glutenfrei ernähren

müssen und verhindern wollen,

dass Beschwerden durch Glutenspuren

oder «versteckte Gluten» in

Nahrungsmitteln auftreten.

Gluteostop im Klickspender enthält

pro Mini-Tablette 30 000 PPI­

Einheiten des Enzyms Prolyloligopeptidase.

Der PPI-Wert gibt die

Enzymaktivität an.

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Dies sind zugelassene Arzneimittel.

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 27


Weltweit verbreitet

Bei Allergikern reagiert das Immunsystem auf Stoffe, mit teils heftigen Symptomen,

die häufig auch mit entzündlichen Prozessen einhergehen. Die Diagnose einer Allergie

kann schwierig und langwierig sein. Denn auch wenn einige Allergien besonders häufig

sind, kommen grundsätzlich viele verschiedene potenzielle Auslöser als Ursache infrage.

Allergiker sind anfälliger für bestimmte

Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, die

auslösenden Allergien in jedem konkreten

Einzelfall möglichst genau zu identifizieren,

weil die allergischen Beschwerden nur dann

wirkungsvoll behandelt werden können. So

vielfältig wie die möglichen Auslöser sind auch

die bislang beobachteten Allergie formen. Ob

auf dem Luftweg, über die Haut oder über

den Verdauungstrakt – Allergene verursachen

unterschiedliche Beschwerden: Je nachdem,

auf welchem Weg der Körper typischerweise

mit den auslösenden Allergenen konfrontiert

wird, kann zwischen Inhalationsallergien,

Kontaktallergien und Nahrungs mittelallergien

unterschieden werden.

Inhalationsallergien

Zu den Inhalationsallergien zählen insbesondere

Heuschnupfen sowie Hausstaub-

und Schimmelpilzallergien. Das Problem

besteht darin, dass Allergiesymptome

häufig den Symptomen anderer Krankheiten

ähneln – zum Beispiel denen von

Erkältungskrankheiten. Zudem sind mögliche

Symptome wie Schwellungen und Bläschen

der Mundschleimhaut und Rötungen – vor

allem an Schleimhäuten –, Fliessschnupfen

und Niessreiz oder auch trockene Nase,

Kribbeln, Brennen und Tränen der Augen,

Bindehautentzündung, Juckreiz, Husten,

Asthmaanfälle und weitere unspezifische

Symptome wie Durchfall, Kopfschmerz und

Abgeschlagenheit vordergründig.

Kontaktallergien

Dazu gehören etwa die Latexallergie oder

Allergien gegen bestimmte Duft- oder Kon ­

servierungsstoffe in Kosmetika und Reinigungsmitteln

oder gegen Metalle wie Nickel,

um nur einige Beispiele zu nennen. Wer

dazu neigt, tut gut daran, auf Mode schmuck,

Piercings, Weichspüler, Desinfektionsmittel

und Duftstoffe (Sprays, Dämpfe, Parfüm)

zu verzichten; und – wie erwähnt – mit Reinigungsmitteln

sparsam umzugehen.

Kontaktallergien zählen mittlerweile zu den

häufigsten Hautkrankheiten: Ekzem oder

Dermatitis? Beide Begriffe beschreiben entzündliche

Hautzustände, welche durch die Unverträglichkeit

verursacht werden. Tendenziell

werden akute Hautreaktionen eher als Dermatitis

und chronische eher als Ekzem bezeichnet.

Eine sichere Diagnose kann deshalb nicht

allein anhand der Symptome gestellt werden,

sondern erfordert spezielle Allergietests.

Kreuzallergien belasten zusätzlich

Die Annahme, dass der Winter für Allergiker die

angenehmste Zeit des Jahres ist, stimmt nur

Cardiospermum – der pflanzliche Alleskönner für Ihre Haut

Die Haut ist das grösste Organ des

mensch lichen Körpers und prägt

unser äusseres Erscheinungsbild.

Sie schützt uns vor der Aussenwelt,

dient der Temperaturregulation, ist

Sinnes-, Ausscheidungs- und Entgiftungsorgan.

Immer mehr Menschen leiden unter

Ekzemen und Hautausschlägen,

oft chronisch und begleitet von

Juckreiz. Um eine rasche Linderung

herbeizuführen, werden oft kortisonhaltige

Salben eingesetzt. Eine

Langzeitbehandlung mit Kortison

kann aber unerwünschte Begleiterscheinungen

auslösen. Darum

sollte möglichst rasch auf alternative

Präparate, zum Beispiel auf der

Basis von Cardiospermum halicacabum,

gewechselt werden.

Cardiospermum, die

natürliche Alternative

Cardiospermum halicacabum

ist eine Schlingpflanze aus

der Familie der Seifenbaumgewächse.

Die Ballonrebe, wie sie

auch heisst, stammt ursprünglich

aus den wärmeren Gebieten

Amerikas. Heute ist sie in

allen Tropengebieten verbreitet.

Im Jahre 1956 brachte Dr. Willmar

Schwabe die Pflanze aus

dem damaligen belgisch-Kongo

nach Karlsruhe. Im 1971 konnte er,

nach 20 Jahren klinischer Erfahrung,

an der Tagung des homöopathischen

Forschungsrates über

die erstaunliche juckreizstillende

Wirkung von Cardiospermum

berichten.

Cardiospermumpräparate werden

bei juckenden Hautausschlägen,

Neurodermitis, allergischen Kontaktekzemen,

Nesselsucht etc.

eingesetzt.

Ganzheitliche Behandlung

Aus Sicht der Naturheilkunde

deuten Hauterkrankungen auf

Störungen des gesamten Organismus

hin. Dabei fungiert die

Haut als Ausscheidungsorgan.

Bei Hauterkrankungen empfiehlt

es sich deshalb, nebst der Haut

auch immer die Ausscheidungsorgane

Leber, Niere und Darm zu

unterstützen.

Urs Tiefenauer

28 Schweizer Hausapotheke 2-2019


zum Teil. Für Pollenallergiker sind insbesondere

milde Winter problematisch. Je nach Witterung

können Gräserpollen vereinzelt bis in den November

und die Pollen von Frühblühern wie Hasel

und Erle bereits im Dezember oder Januar

fliegen. Wer auf Pollen allergisch ist, hat möglicherweise

auch mit bestimmten Nahrungsmitteln

Schwierigkeiten. Hinzu kommen meist

Krankheitsgefühle, Konzentrationsstörungen

und eine soziale Benachteiligung. Der Grund

für Kreuzallergien liegt in der weit verzweigten

Verwandtschaft der Pflanzen untereinander.

Das führt dazu, dass sich die Allergene ähneln.

Das Immunsystem reagiert nicht nur auf

Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch

auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln

wie Obst, Nüsse oder Gewürze. Welche

Nahrungsmittel nicht vertragen werden, hängt

davon ab, auf welche Pollenarten Betroffene

allergisch sind.

Die Sache mit den Medikamenten

Prinzipiell kann der Körper auf jeden Stoff

allergisch reagieren, sogar auf Medikamente.

Neben grossflächigen Hautausschlägen

gehören auch Rötungen, Ödeme,

Quaddeln (Erhebungen der Haut, wie sie

nach Insek tenstichen auftreten können) zu

den Symptomen einer Arzneimittelallergie.

Auftreten können diese auf der Haut, aber

auch an Schleimhäuten, Nägeln, Haaren oder

Talg- und Schweissdrüsen – oft begleitet von

starkem Juckreiz.

Doch alle Vorgänge, die bei einer allergischen

Reaktion im Körper ablaufen, sind inzwischen

recht gut erforscht: Medikamente wie Tabletten,

Kapseln, Tropfen, Sirup, Nasenspray und

Gel greifen in den allergischen Prozess ein

und lindern die Beschwerden oder verhüten

sie ganz:

• Antihistaminika: akut gegen Juckreiz, Hautausschlag,

Niessattacken/Nasenlaufen.

• Kortison hemmt entzündliche Reaktionen.

• Leukotrienantagonisten vermeiden Anfälle

bei chronischem Bronchialasthma und

Allergieschnupfen.

• Mastzellenstabilisatoren vermindern

allergische Beschwerden.

Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit

1994 schreibt sie als selbständige Journalistin

und Redaktorin für diverse Medien.

Juckreiz? Ausschlag? Allergie?

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bei Hauterkrankungen wie Ekzemen, Neurodermitis oder allergischen Hautausschlägen.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Lesen Sie die Packungsbeilage.

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MSM, Curcuma und Mineralstoffe – für Knochen,

Knorpel und Bindegewebe

Das Internet ist voll mit Super lativen

zur Wirkung von MSM, Curcuma

und Mineralstoffen bei Beschwerden

und Schmerzen im Zusammenhang

mit Arthrose und anderen

Rheumaformen. Aber können

diese Produkte die hohen Erwartungen

erfüllen? Gibt es Wundermittel,

welche als Nahrungsergänzung

einge nommen, sämtliche Schmerzund

Entzündungsprobleme beheben

und zu gesunden Gelenken

verhelfen?

Eines vorweg: Es gibt keine geheimen

Wunderwaffen. Vieles von dem,

was versprochen wird, hält einer genaueren

wissenschaft lichen Prüfung

nicht stand. Sind diese Produkte

nun alle einfach nutzlos?

Eine differenzierte Betrachtung

zeigt folgendes Bild: MSM steht

für organischen Schwefel und zeigt

nach aktuellen Erkenntnissen besonders

bei Personen, die an Arthrose

leiden oder auch bei Sportlern,

positive Effekte. Ob bei Schmerzen

in den Gelenken oder bei eingeschränkten

Gelenkfunktionen – mit

MSM können die Beschwerden teilweise

gelindert und die Gelenkbeweglichkeit

verbessert werden.

In der Schweiz ist MSM seit dem

Mai 2017 in Nahrungsergänzungsmitteln

zugelassen, wobei die zulässige

Höchstmenge ein Gramm pro

Tag beträgt. Bei der Einnahme von

MSM ist unbedingt auf eine ausreichende

Molybdänzufuhr zu achten;

denn Schwefel braucht Molybdän,

damit er verstoffwechselt werden

kann. Curcumin aus der Gelbwurz

ist ein starkes Antioxidans und kann

der Knorpelzerstörung entgegenwirken.

Curcumin hemmt gewisse

Enzyme, welche am körpereigenen

Abbau von Hyaluronsäure, Kollagen

und Elastin beteiligt sind und wirkt

zudem entzündungshemmend.

Vitamine und Mineralstoffe

Zusätzlich ist es sinnvoll, dem Körper

die für eine normale Funktion

von Knochen und Knorpelgewebe

notwendigen Mineralstoffe und

Vitamine zuzuführen. Sei es durch

eine vitalstoffreiche, ausgewo gene

Ernährung oder durch die Einnahme

eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels.

So trägt

beispielsweise Vitamin C zu einer

normalen Kollagenbildung bei und

Zink ist für die körpereigene Eiweissproduktion

und damit für eine

normale Funktion von Knochen und

Knorpel notwendig. Mangan wiederum

trägt zu einer normalen Knochenbildung

und zur Bildung von

Bindegewebe bei, währenddem

Selen die Körperzellen vor oxidativem

Stress schützt. Chrom sollte

ebenfalls nicht fehlen, da Chrom

zu einem normalen Stoffwechsel

von Makronährstoffen beiträgt.

Die regelmässige oder vorübergehende

Einnahme eines entsprechenden

kombinierten Nahrungsergänzungsmittels

ist also durchaus

sinnvoll und kann zur Erhaltung

der Knochen- und Knorpelgesundheit

beitragen. Am besten lassen

Sie sich von einer Fachperson in der

Apotheke oder Drogerie beraten.

Qualitätssicherung

Wichtig ist auch, ein Produkt eines

vertrauenswürdigen Herstellers zu

beziehen, welcher über ein entsprechendes

System zur Qualitätssicherung

verfügt und die

Produkte mit laboranalytischen

Methoden auf Sicherheit und

Wirkstoffgehalt prüft. Schweizer

Hersteller, welche ihre Nahrungsergänzungsmittel

über den Fachhandel

verkaufen, werden regelmässig

von den Lebensmittelkontrollbehörden

überprüft. Der Bezug

über den Onlinehandel oder der

Verkauf durch Freunde und Bekannte

im Provisionssystem lässt

oft keine gesicherten Rückschlüsse

auf die Produktqualität zu. Vielfach

lassen sich im Onlineshop

oder beim Heimverkauf nicht einmal

die verantwortlichen Firmen,

welche ein Produkt effektiv herstellen,

ausfindig machen. Ein seriöser

Hersteller wirbt auch nicht

mit Superlativen und unseriösen

Wirkversprechen.

Beschwerden des Bewegungsapparats

treten in der Regel nicht

von heute auf morgen auf. Meistens

gehen den Schmerzen und

Entzündungen langjährige Abnützungsprozesse,

Haltungsfehler

oder einseitige Belastungen voraus.

Die diätetische Unterstützung

mit einem MSM-Curcuma-Nahrungsergänzungsmittel

benötigt

deshalb etwas Geduld. Weitere

Informationen zu MSM erhalten Sie

im Taschenbuch von Prof. Dr. Michaela

Böll unter dem Titel: MSM –

Natürliche Hilfe bei Entzündungen

und Schmerzen, erschienen

im Südwestverlag (Buchhandel).

Wir wünschen Ihnen viel Freude an

der Bewegung und eine schmerzfreie

Zukunft.

30 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Bewegung

in jedem Alter!

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Mit MSM, Kurkumawurzel-Extrakt, Vitamin C, Zink, Mangan, Kupfer,

Selen und Chrom für eine normale Funktion von Knochen,

Knorpel und Bindegewebe.

Alpinamed MSM Curcuma-Arthro Tabletten werden in der Schweiz hergestellt.

Rohstoffauswahl und Herstellung unterliegen einem anspruchsvollen Prüfungs- und

Qualitätssicherungsverfahren.

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Das schmerzt!

Wenn die Knie, das Hüftgelenk oder die Schultern schmerzen, sollte möglichst bald

eine genaue Diagnose gestellt werden. Eine adäquate und rechtzeitig eingeleitete Therapie kann

die Beschwerden lindern und vor weiteren Schäden schützen.

Am häufigsten werden chronische Gelenkschmerzen

durch eine akute Gelenkentzündung

(Arthritis) und/oder durch Abnutzungserscheinungen

(Arthrose) hervorgerufen.

Je früher und gezielter man eine Therapie

beginnen kann, desto besser lassen sich die

Beschwerden behandeln und die Gelenke

funktionsfähig erhalten. Durch moderne

Medikamente gelingt es, Schmerzen und Entzündung

gut zu kontrollieren und die Gelenkzerstörung

zu bremsen. Physiotherapie, physikalische

Therapien, Ergotherapie und – falls

nötig – auch die Rheumachirurgie können die

medikamentöse Therapie ergänzen.

Gut betreut

Bei Schmerzen in den Gelenken ist der Hausarzt

die erste Anlaufstelle. Er stellt die Diagnose

und leitet gegebenenfalls eine Therapie ein.

In bestimmten Fällen kann er den Patienten

an andere Fachleute überweisen. Bei schwereren

Formen der Arthrose mit Gelenkentzündungen

ist der Rheumatologe der Facharzt

der Wahl. Falls bei grösseren Schädigungen

der Gelenke eine Operation nötig wird – sei

es die Korrektur einer Fehlstellung oder das

Einsetzen eines künstlichen Gelenkes – ist der

Orthopäde zuständig. Der Physiotherapeut

kann durch Vermitteln von speziellen, gelenkspezifischen

Übungen den Zustand und

die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke

erhalten oder verbessern. Durch Massage

oder Wärme- und Schallanwendungen kann er

zudem Schmerzen und Steifheit behandeln.

Bewegung hilft

Eine der besten Massnahmen zur Bekämpfung

von Gelenkbeschwerden ist regelmässige,

den eigenen Möglichkeiten angepasste

Bewegung. Gelenkschonende Aktivitäten

sind dabei zu bevorzugen: Schwimmen,

Wandern, Velofahren oder Skilanglauf sind

eine gute Wahl. Jede Überbelastung der

Gelenke sollte unbedingt vermieden werden:

Sobald sich Schmerzen bemerkbar machen,

sind Ruhe und Schonung angesagt.

Es gibt auch viele Übungen, die speziell die

erkrankten Körperpartien trainieren. Die

Gelenke werden dadurch gelockert und

beweglich erhalten, ohne starken Belastungen

ausgesetzt zu sein.

Richtige Ernährung

Eine vernünftige Ernährung kann

viel dazu beitragen, Gelenkbeschwerden

zu minimieren.

Bestimmte Fettsäuren, wie sie

häufig in Fleisch- und Wurstwaren

oder Milchprodukten vorkommen,

verursachen die Entstehung

entzündungsfördernder Botenstoffe.

Deshalb sollte der Verzehr

tierischer Produkte stark eingeschränkt

werden. Andere Fettsäuren,

wie die Omega-3-Fettsäuren,

hemmen hingegen die Entstehung

dieser Botenstoffe und sollten

reichlich verzehrt werden. Diese

sind beispielsweise in Lein-,

Raps-, Weizenkeim- oder Sojaöl enthalten.

Auch Fisch darf guten Gewissens gegessen

werden; denn er enthält die Fettsäure EPA,

welche Entzündungen in den Gelenken zu

reduzieren vermag.

Medikamente im Überblick

Sogenannte Basismedikamente greifen

direkt ins Immunsystem ein und wirken der

Gelenkzerstörung entgegen. Meist sind sie

gut verträglich; es kann aber bis zu mehreren

Monaten dauern, bis ihre Wirkung voll eintritt.

Oft werden verschiedene Basismedikamente

kombiniert.

Kortisone werden häufig eingesetzt, bis

die Wirkung der begonnenen Basistherapie

einsetzt; denn sie sind stark

entzündungshemmend. Sie dienen

auch als Ergänzung, wenn die eingeschlagene

Therapie alleine zu

wenig Wirkung zeigt.

Nicht-steroidale Antirheumatika

werden gegen Schmerzen bei

Entzündungen oder Gelenkschäden

eingesetzt. Sie wirken gut gegen die

Schmerzsymptome, halten aber den

Zerstörungsprozess in den Gelenken

nicht auf und sollten im Normalfall

nicht als alleinige Therapie eingesetzt

werden.

Christiane Schittny

Genaue Diagnose

Die Antworten auf folgende Fragen können

dem Arzt wichtige Hinweise zur Diagnose geben:

Seit wann bestehen die Beschwerden?

Haben sie plötzlich oder schleichend begonnen?

Welche Gelenke sind betroffen? Sind

die Schmerzen nur bei Bewegung oder auch

in Ruhe spürbar? Sind die Gelenke morgens

steif? Wie stark sind die Schmerzen und

wie sehr behindern sie im Alltag? Der Arzt

untersucht das schmerzende Gelenk durch

Abtasten, eine orthopädische Untersuchung,

Röntgen oder Ultraschall. Blutuntersuchungen

geben Aufschluss über Entzündungsmarker

und Rheumafaktoren.

Impressum Schweizer Hausapotheke

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10,

Fax 031 740 97 28, info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15,

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leitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch • (Stv.) Ann­ Brita Dähler,

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Renate Hainfeld • Auflage (deutsch + französisch) 238834 (beglaubigt WEMF 2018) Abonnement Fr. 24.–

Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37, 3178 Bösingen, 031 740 97 62,

abo@schweizerhausapotheke.ch

32 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Trotz Gelenkschmerzen und Verletzungen in Bewegung bleiben

Wenn es bei jeder Bewegung

irgendwo zwickt oder schmerzt,

kann das ganz verschiedene

Ursachen haben: Bei akuten

Verletzungen – wie etwa Verstauchungen

oder gar Brüchen – sind

diese offensichtlich; viel häufiger

aber ist es schlicht der altersbedingte

Abnutzungsprozess,

der sich zunehmend bemerkbar

macht. Nichtstun wäre jetzt die

ganz verkehrte Therapie.

Frau Schiely, gehören

Gelenkschmerzen zu Ihrem

Beratungsalltag?

Ja, tatsächlich sind schmerzende

Gelenke ein weitverbreitetes Problem.

Unser Bewegungsapparat

ist Tag für Tag grossen Belastungen

ausgesetzt; schwere körperliche

Arbeit, Sport, Übergewicht

oder Kälte beanspruchen ihn noch

zusätzlich. Es gibt also viele verschiedene

Auslöser für Probleme

mit dem Bewegunsapparat und

sie treten auch in verschiedenen

Altersgruppen auf.

Gibt es trotz dieser

Vielfalt Probleme,

die besonders häufig sind?

Aus meiner Erfahrung gibt es ganz

grob zwei Hauptgruppen, die sich

unterscheiden lassen: die «einfachere»,

da offensichtlichere

Gruppe sind die Probleme, die

durch akute Verletzungen ausgelöst

sind, also zum Beispiel

Verrenkungen, Verstauchungen

und Brüche.

Und die andere Gruppe?

Die zweite Gruppe ist breiter, aber

in den Symptomen «diffuser»: Seien

es die Hüften, die Knie oder die

Finger – häufig sind die Schmerzen

schlicht und einfach dem natürlichen

Alterungs- und Abnützungsprozess

geschuldet. Der Gelenkknorpel

baut sich sukzessive ab,

was zu degenerativen Gelenkproblemen

und damit zu Schmerzen,

sowohl in der Bewegung als auch

im Ruhezustand, führt. Davon sind

aber nicht nur ältere Personen betroffen,

sondern auch Menschen,

die harte körperliche Arbeit verrichten;

oder auch Sportler. Bei

vielen Betroffenen verschlimmern

sich die Beschwerden zudem in

der nasskalten Jahreszeit.

Was raten Sie den

Schmerzgeplagten?

Das Wichtigste ist, dass man

trotz der Schmerzen in Bewegung

bleibt – sonst wird es nur noch

schlimmer, weil die Muskeln wegen

der Unterforderung schwächer

werden. Weniger Bewegung bedeutet

oft auch eine Gewichts zunahme,

was wiederum die Situation verschlechtert.

Der Mensch braucht

Bewegung und es gilt, die Bewegungsfähigkeit

möglichst schnell

wiederherzustellen.

Was können Sie

speziell empfehlen?

Es gibt eine spezielle Kombination

an Schüssler Salzen: Selomida

Gelenke. Damit habe ich sowohl

bei der Unterstützung der medizinischen

Versorgung und Therapie

von akuten Verletzungen wie

auch bei der Wiederherstellung der

Bewegungsfähigkeit bei degenerativen

Gelenkproblemen sehr gute

Erfahrungen gemacht.

Was heisst das konkret?

Es gab beispielsweise einen

Kunden mit einem Bruch, der

Selomida Gelenke einnahm und

mir von einem besseren Heilungsverlauf

berichtete. Oder «Gelenkpatientinnen»,

die sehr gute

Feedbacks geben. Aber auch die

Männerwelt ist von Gelenkproblemen

nicht verschont. Ein Handwerker,

der seit seiner Jugend

harte körperliche Arbeit verrichtet,

schwört auf seine morgendliche

Selomida Gelenkmischung.

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leitet die MÜLLER Reform haus

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 33


Feste dritte Zähne in einem Tag

Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten

Wenn alle Zähne fehlen oder entfernt werden müssen und man sich nicht

mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, war der Weg zu festen

Zähnen bisher oft ein rechter Leidensweg: Knochenaufbau, mehrfache

Operationen und schlecht sitzende provisorische Vollprothesen, die bis zu

einem Jahr getragen werden mussten. Zum Glück gibt es heute fortschrittliche

Methoden, die den Weg zu festem Zahnersatz erheblich abkürzen.

Die All-On-Four-Methode erlaubt es, mit nur vier Implantaten pro Kiefer

festsitzenden Zahnersatz als Sofort-Versorgung zu realisieren. Dabei ist

im Regelfall nur ein chirurgischer Eingriff erforderlich, der in Vollnarkose

oder im Dämmerschlaf möglich ist. Noch vorhandene Zähne können gleichzeitig

entfernt werden. Einige Stunden nach dem Eingriff verlässt der Patient

unsere Praxisklinik mit festen, belastungsfähigen Zähnen. Etwa drei

Monate später wird dann die endgültige Brücke angefertigt.

Frau Esther Burckhardt, 67, aus Flamatt:

«Ich litt an fortgeschrittener Parodontitis und konnte mit meinen lockeren Zähnen

kaum noch essen. Die Entzündungen bereiteten mir chronische Schmerzen und ich

musste regelmässig starke Schmerztabletten nehmen. Aus Angst vor schmerzhaften

Operationen und langwierigen Behandlungen hatte ich das Thema Implantate immer

vor mir hergeschoben. Mit meinen abstossenden Zähnen traute ich mich am Ende

gar nicht mehr unter die Leute und fühlte mich zunehmend isoliert und depressiv.

Als ich dann durch meine Tochter von der All-On-Four-Methode erfuhr, schöpfte ich

Hoffnung: Feste Zähne sofort, das war bisher nur ein Wunschtraum gewesen. Eines

Tages raffte ich mich dann zur Totalsanierung in Vollnarkose auf. Ich habe meinen

Entschluss, mein Zahnproblem ein für alle Mal zu lösen, nicht eine Minute bereut. Mit

meinen festen, schönen Zähnen habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl, fühle mich viel jünger und selbstbewusster. Und kann wieder unbeschwert

essen, was ich will. Wer zuletzt lacht, lacht am besten!»

Der «Trick» der All-On-Four-Technik besteht darin, dass die hinteren

Implantate schräg nach vorne geneigt eingesetzt werden.

Dadurch können auch bei reduziertem Knochenangebot

besonders lange und stabile Implantate verwendet werden, die

eine Sofortbelastung zulassen, ohne lange Einheilphasen abwarten

zu müssen. Das bedeutet für den Patienten:

• Nur eine Operation erforderlich

• Keine Knochentransplantate oder -aufbauten,

dadurch vermindertes Operationsrisiko

• Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten

mit herausnehmbaren Prothesen

• Geringere Kosten, da nur vier Implantate pro Kiefer

• Gute Ästhetik, einfache Hygiene, da nur vier Implantate

• Verschraubter Zahnersatz ermöglicht bei Bedarf einfache

Reparatur

Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte

ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie

Praxisklinik:

Zahnarzt Team Luzern

Winkelriedstrasse 37

6003 Luzern

Tel. 041 210 58 58

Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch

Sicherheit und Garantie

Die All-On-Four-Methode wird seit über 14 Jahren weltweit angewandt

und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt.

Alle bisher vorliegenden Untersuchungen ergaben sehr gute Resultate.

Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit 12 Jahren an und hat damit bereits

über 500 Patienten erfolgreich in einem Tag zu festen Zähnen verholfen.

Er ist aufgrund seiner eigenen umfangreichen Erfahrung von den Vorteilen und

der Sicherheit dieser Methode überzeugt. Daher gewähren wir unseren Patienten

eine 10-Jahres-Garantie auf Implantatverlust.

Öffentliche Vorträge von Dr. Markus Schulte zum Thema

«Feste Zähne an einem Tag»:

Zürich: Montag, 18. März 2019, 19.00 Uhr

Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, 8001 Zürich

Luzern: Montag, 8. April 2019, 19.00 Uhr

Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern

Bern: Montag, 13. Mai 2019, 19.00 Uhr

Hotel Ambassador & SPA, Seftigenstrasse 99, 3007 Bern

Luzern: Montag, 27. Mai 2019, 19.00 Uhr

Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern

Anmeldung erbeten an Tel. 041 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch

34 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Was jeder tut, ist wohlgetan

Das war im vorletzten Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit. Sich abheben vom «Jedermann»

scheint heute die Forderung. Ist Populismus eine dialektische Reaktion auf zu hoch gesteckte

Forderungen nach Individualität und Eigenverantwortung? Könnte es sein, dass die

Forderungen nach «Liberalisierung» in Kultur, Gesellschaft und Erziehung

viele überfordert hat?

Vor hundert Jahren endete der Autoritätsglaube

breiter Volksmassen und der unkritische

oder ihnen brutal abgeforderte Gehorsam

in der Katastrophe eines vernichtenden

Krieges. Er entzog den gewöhnlichen Menschen

im Lande – und vor allem in den Städten

– alle Lebensgrundlagen. Die Generation

der damals Erziehungsverantwortlichen

spaltete sich in jene, die die alte Ordnung

(sprich Unterordnung) wieder herbeisehnten

und jene, die gerade in der Wiederherstellung

dieser Ordnung eine Gefahr sahen. Die Mündigkeit

des Bürgers und bereits des Kindes

krempelte die Erziehungszielsetzungen um.

Leitstern, vor allem in den Städten. Jede

Ordnungsliebe ist verdächtig. Doch eine geltende

Ordnung ist Voraussetzung, damit ein

Zusammenleben organisiert werden kann.

Also muss in vielen Ländern (besonders in

den deutschsprachigen und den neuen im

Osten Europas) ein neues politisches System

aufgebaut werden.

Aber die Vertreter der Ordnung – seien es

Polizisten, Politiker oder «Pauker» – sind verdächtig

und nur zu oft auch reaktionär, das

heisst in Denkgewohnheiten der Unterordnung

und des Kadavergehorsams, geschult.

So bieten jene Agitatoren, die ordnungsauflösend

operieren (Anarchisten, Libertinäre) auf

der einen Seite verführerisch gute Gründe,

sich gegen alle Forderungen «von oben»

Nonkonformismus

Im versehrten Europa der zwanziger Jahre

wird Midro_93x129_d_Midro_93x129_d Nonkonformismus zu einem kulturellen 24.09.13 16:22 aufzulehnen. Seite 1 Die daraus erwachsenden

chaotischen Zustände, wie sie nach jedem

Zusammenbruch (ob Revolutionsende oder

nach Kriegen) entstehen, stärken anderseits

bei breiten Bevölkerungskreisen den Ruf

Trybol tut wohl

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 35


nach einer klaren, verlässlichen

Ordnung.

Es kommt zum Kampf der Extreme,

der eine ausgewogene Mitte

wegfegt. Man muss Flagge zeigen,

muss für oder gegen sein. Wer in so

einem Ringen siegt, wissen wir; und

ich fürchte, es lag nicht nur an der

ausgefeilten Propaganda der Nazis,

sondern auch am Lebenswillen und

am Bedürfnis nach einem Leben, in

dem Alltägliches seinen geregelten

Gang geht.

Wechselbäder

Die Geschichte hat sich nach dem

zweiten Weltkrieg nahezu wiederholt.

Gesellschaftliche Werte unterliegen

dem sogenannten Zeitgeist. Wieder

steht der Sehnsucht nach Ordnung und Ruhe

die Furcht vor Autoritarismus und lähmendem

Konformismus gegenüber. Diesmal geht

der Kampf mehr oder weniger glimpflich aus.

In den Studentenrevolten 1968 erheben sich

breite Kreise der jungen Generation gegen

die Rückkehr des autoritären Patriarchats.

Die Proteste führen nicht zu einem Umsturz,

aber doch zu tiefgreifenden Änderungen des

gesellschaftlichen Klimas. Die geltende Ordnung

wird zwar nicht radikal gestürzt; aber

gewisse Kreise, die autoritäre Hierarchiezustände

des 19. Jahrhunderts restaurieren

Der Husten

ist weg

Appenzeller Heilmittel wirken

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wollen, verlieren doch gewaltig an Einfluss.

Nicht zuletzt werden auch weibliche Stimmen

und Wertvorstellungen im gesellschaftlichpolitischen

Leben überhaupt erstmals ernst

genommen und schliesslich (mit)bestimmend

(übrigens ein Zustand, wie er in den Zwanzigerjahren

schon mal ein Stück weit gediehen

war).

Nur kein «Normalo»!

Die Befreiung vom Autoritären in Gesellschaft

und Erziehung hatte gute Jahre vor sich. Antiautoritäre

Erziehung (jedenfalls als Schlagwort)

erlebte grosse Resonanz. In der Mode

und im Kunstbetrieb war mit Tradition kaum

noch ein Blumentopf zu gewinnen. Nur das

Extravagante, das Schockierende und – zunehmend

– das Respektlose wurden kulturell

hoffähig. Nur nicht ein Normalo sein. Noch

weniger empfahl sich, angepasst aufzutreten

oder gar «normal» als Wert zu propagieren.

Kreativität wird zur Lebensmaxime. Jede

und jeder soll sich selbst erfinden. Auch die

protestantische Forderung nach eigener Verantwortung,

die nur Gott gegenüber Rechenschaft

schuldig ist, dient der Befreiung des

Individuums. Die individuelle Freiheit wird zum

höchsten Wert auf die Fahnen der westlichen

Welt geschrieben. Auch in der Ästhetik der

Städte gelten keine Regeln mehr, «everything

goes». Tatsächlich?

Die Rückkehr des Konformen

Wer kann im Alltag immer kreativ sein und

alles selber verantworten? Gegenspieler der

grossen Befreiung ist die Sehnsucht nach

Geborgenheit, nach Dazugehören und Anerkennung.

Nonkonformismus wird konform.

Agenturen und Werber nehmen sich der

Heimatlosen und Überforderten an, indem

sie Kreativitätskurse anbieten (die meist eher

Bastelanleitungen sind) und extravagante

Kleider an den Mann und vor allem an die

Frau bringen. Nonkonform als «Mainstream»

ist zwar ein Widerspruch in sich, wird aber

bereitwillig aufgenommen. Die Wörter werden

ausgehöhlt, das Oppositionelle zum Zeitgeist.

Nur der Sinn des Ganzen und was die ganze

Entwicklung angestossen hatte, verschwindet

im Bewusstsein.

Und was machen die, die gar nicht kreativ

sind und vielleicht auch gar nicht originell

sein wollen? Was machen die, die mit ihrer

individuellen Freiheit wenig anfangen können,

weil sie beispielsweise einen zu niedrigen

Lohn haben, um sich Freizeitvergnügen

leisten zu können? Was machen die, die sich

nach Anerkennung ihrer Arbeit durch einen

Vorgesetzten sehnen? Jene, die einfach leben

wollen, ohne sich für alles verantwortlich

fühlen zu müssen? Jene, die sich im Konformen

behaglich fühlen und sich nicht ständig

hinterfragen (lassen) wollen? Nicht jeder

kann sich einen Sinn für sein Leben selber

entwickeln.

Dialektik anstatt «sowohl als auch»!

Ich bin froh, wurde der Autoritätsglaube

früherer Generationen abgelöst. Der darauffolgende

Glaube an Selfmademen respektive

-women, der in modernen Heldengeschichten

die Jugend leiten soll, ist mir aber zunehmend

suspekt oder gar ungeheuer. Weder der

legendäre Tellerwäscher noch der selbsternannte

Selbstverteidiger, der im Namen einer

Ordnung herumballert – die er nur mit seinem

persönlichen Gerechtigkeitssinn legitimiert –

können mich als gepriesene Segnung der

Freiheit begeistern.

Es gibt eben nicht nur entweder die Superhelden

als Selbstvollstrecker oder die Untertanen

als willenlose Gefolgsleute. Gefährlich

ist die Verkürzung auf die Extreme. Reflektierter

Gehorsam – oder besser «selbstverantworteter

Gehorsam» – und relative

Selbstbestimmung, die Umstände und Bedürfnisse

der Mitwelt einbeziehen, setzen das

Gegensatzpaar «Selbstbestimmtheit» und

«Unterordnung» in Beziehung zueinander.

Den Schritt über das kleinkindliche Denkmuster

«entweder – oder» muss man lernen.

Kindern ist zu helfen, dialektisch zu denken

(siehe Artikel in der nächsten Ausgabe): Sie

sollen die Forderungen, die als Regeln an

sie herangetragen werden, mit den eigenen

Wünschen abwägen. Da kann ein Konflikt

entstehen: Das Bedürfnis nach Ruhe von

Mitmenschen (Forderung) kann mit dem

Wunsch, Schlagzeug zu spielen, kollidieren.

Das Anerkennen der Berechtigung beider

Seiten öffnet erst den Weg zum Entscheid,

was jetzt zu tun sei.

36

Schweizer Hausapotheke 2-2019


Populismus und Gegenpopulismus

Populisten behaupten, Lösungen zu haben,

die allen ihren Zuhörern alle Wünsche erfüllen.

Es nützt aber nichts, den Zuhörern zu

sagen, sie seien Dummköpfe, wenn sie den

Versprechungen Glauben schenken. Diese

Arroganz gewisser etablierter Meinungsmacher

könnte man reaktionären Populismus

nennen.

Wenn sogenannte «Populisten» applaudierende

Zuhörer finden, bedeutet dies, dass sie

etwas aussprechen, was bei diesen Zuhörern

gärt. Wenn Sektierer bei Jugendlichen Anklang

finden, heisst

das, dass sie bei ihnen

ein Bedürfnis oder ein

drängendes Gefühl

ansprechen.

Das Bekämpfen der

Propagandisten nützt

höchstens in der Propagandaschlacht

für

die eigene Botschaft

und erreicht meist

nur diejenigen, die eh

schon Parteigänger

sind. Besser ist, sich

damit zu befassen,

welche Wünsche, Nöte und Ängste Populisten

bedienen. Dann können wir sie als

Seismographen verstehen, die die untergründigen

Strömungen und Spannungen

in bestimmten, eventuell übersehenen Gesellschaftskreisen

an die Oberfläche heben.

Vielleicht hat eine nächste Generation nicht

dieselben Schreckensbilder und Sehnsüchte,

wie wir sie unserer Biografie entnehmen. Vielleicht

ist vieles schon erreicht und die Forderung

nach noch mehr nicht mehr zeitgemäss.

Hat die individuelle Freiheitssuche (mit

ihren gewaltigen Erfolgen in Europa) das Ziel

erreicht und schlägt das Pendel in Richtung

«Bedürfnis nach Konformismus, Anstand,

verlässliche Regeln (die auch durchgesetzt

werden)» zurück?

Dieser Pendelausschlag wäre nicht als Rückschritt

zu verstehen, sofern er nicht in die

alten Formen des autoritären Patriarchats

abgleitet.

Es besteht die Chance, dass er zum

Neuauspendeln zwischen den Polen «Anpassung»

und «Selbstbestimmung» führt.

Vertun wir diese Chance nicht mit zu viel Abwehr

oder Häme gegenüber den Gefolgsleuten

von Populisten. Sie nicht ernst nehmen,

ihre Gefolgsleute als blöd hinstellen und vor

allem das Übersehen der dahinter liegenden

Sehnsüchte, Wünsche und Ängste machen

sie erst richtig stark.

Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut

für Kinder, Jugendliche und Familien.

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Filterplatten aushängen

und einsprühen

Aktivkohlefilter entfernen

(falls vorhanden) und Teile

unter dem Filter besprühen.

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10 Minuten einwirken lassen.



Filterplatten unter warmem, fliessendem Wasser mit

Geschirrbürste reinigen und spülen. Die gelösten

Rückstände werden so gründlich ausgespült.

Teile unter dem Filter mit Lappen und warmem

Wasser reinigen und trocknen. Eventuell neuen

Aktivkohlefilter mit Halterungen fixieren. Filterplatten

wieder einhängen, fertig!

Schweizer Hausapotheke 2-2019 37


Vitamin D – gar kein Vitamin?

Vitamin D wurde 1918 entdeckt

und fälschlicherweise zu den Vitaminen

gezählt. Im Körper wirkt

es aber vielmehr wie ein Hormon.

Vom Vitamin D gibt es verschiedene

Formen. Das für den Menschen

wichtigste ist das Vitamin D3 (Cholecalciferol).

Über 90 Prozent des Vitamins D im

Körper wird in der Haut aus Cholesterin

aufgebaut; dazu ist UV-Licht

notwendig. Deshalb nennt man das

Vitamin D auch das «Sonnen-Vitamin».

Vitamin D hat im Körper vor

allem die Aufgabe, den Kalziumhaushalt

zu regulieren und ist für

den Knochenaufbau von zentraler

Bedeutung.

Vitamin D wirkt vor allem auf

die Knochen. Bei einem Vitamin-D-Mangel

kann es zu einer

schmerzhaften Knochenerweichung

kommen. Im Kindesalter

nennt man diese Krankheit Rachitis,

im Erwachsenenalter Osteomalazie.

Bei älteren Menschen

kann eine Knochenerweichung mit

einem gleichzeitigen Knochenschwund

(Osteoporose) verbunden

sein. Als Therapie gibt man

Kalzium und Vitamin D.

In den letzten Jahren wurde entdeckt,

dass Vitamin D noch weitere

weitreichende Wirkungen im Kör-

per ausübt und nicht nur am Knochengewebe

wirksam ist. Vitamin

D wirkt regulierend auf das Immunsystem,

auf den gesunden Zellaufbau

und -abbau und regulierend

auf das Hormonsystem. Durch diese

zusätzlichen Wirkungen lässt

sich ein Mangel an Vitamin D mit

sehr vielen weiteren Krankheiten

in Verbindung bringen, vor allem

in den Bereichen Herz-Kreislauf,

Immun- und Nervensystem.

Der Organismus ist darauf angelegt,

Vitamin D in der Haut mit Hilfe

von UV-Strahlung aufzubauen. Die

Zufuhr über die Nahrung spielt eine

untergeordnete Rolle, kann aber im

Winter und im Alter wichtig werden.

Um keinen Vitamin-D-Mangel

zu entwickeln, müssen täglich

800 I. E. gebildet beziehungsweise

aufgenommen werden. Dies ist im

Sommer meistens zu erreichen –

wenn man oft im Freien ist. In unseren

Breitengraden kann die Haut

zwischen Mitte Oktober und Mitte

März jedoch kein Vitamin D mehr

produzieren; der Körper kann es

aber speichern, sodass er in der

ersten Hälfte des Winters von diesem

Speicher zehren kann.

Mit Spagyrik ist es nicht möglich,

einen Vitamin-D-Mangel direkt

auszugleichen. Indirekt kann jedoch

ein Impuls gesetzt werden,

damit die Haut UV-Licht besser zu

Vitamin D verarbeiten kann. Dazu

können Essenzen gewählt werden,

die dieses Ziel auf verschiedene

Weise angehen können: Essenzen,

die dem «Sonnen-Prinzip»

entsprechen (Signatur, Symbolik);

Essenzen, die deutliche Bezüge

zur übergeordneten Steuerung

haben (Sulfur- bzw. Ätherebene);

Essenzen, die eine Verbesserung

von Beschwerden durch Sonne

im Mittelbild haben (homöopathisches

Prinzip).

Die wichtigsten

«Sonnen-Mittel»

Hypericum (Johanniskraut), die

wichtigste «Sonnenessenz» der

Pflanzenspagyrik, sensibilisiert

die Haut für die UV-Strahlung der

Sonne. Dazu Aurum chloratum

natronatum (Goldsalz der Mineral-

Spagyrik): Gold hat von allen Substanzen

den stärksten Symbolbezug

zur Sonne und wirkt stärkend

auf Herz und Psyche.

Für viele Krank heiten scheint

Vitamin D eine nach ge wie sene

Schutz funktion zu haben. Spagyrisch

betrachtet kann man

Vitamin D, das durch UV-Licht in

der Haut gebildet wird, der Ätherebene

zuordnen, was die umfassende

Substanz auch auf Basis der

naturphilosophischen Theorie erklärbar

macht.

Tipp bei Vitamin-D-Mangel

Spagyrische Essenzmischung

mit Angelica arch. (Engelwurz),

Aurum chlor. nat. (Gold), Ferrum

sidereum (Element Äther), Hypericum

(Johanniskraut) und Olibanum

(Weihrauch).

Quelle: HEIDAK - Spagyrik

Toni Moser ist Eidg. dipl. Drogist,

Naturheilpraktiker, Fachberater für

Naturheilverfahren, Referent und

Buch-Autor.

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Wir beraten und begleiten Herren

jeden Alters (sehr oft schon junge

Männer ab 20 Jahren), die auf

volles, schönes Haar und einen

jugendlich-vitalen Look nicht verzichten

möchten.

Natürlich soll und wird dabei niemand

Ihr kleines Geheimnis des

Zweithaars erkennen.

Dafür verwenden wir nur erstklassige

Produkte, die grösstmögliche

Natürlichkeit und maximale Tragesicherheit

garantieren.

Unsere Fachspezialistinnen sind

erfahrene Haarprofis, die mit den

neuesten Techniken vertraut sind

und Sie von der ersten Beratung

bis zum regelmässigen Service

persönlich, kompetent und diskret

betreuen.

Die Erstberatung für Herrensysteme

ist im Rahmen einer «Kennenlern-Aktion»

auf telefonische

Voranmeldung unverbindlich und

kostenlos!

Rufen Sie uns einfach an oder

bestellen Sie unsere Gratis-Unterlagen.

Perückeria/Haarpraxis

by Hairplay GmbH

Untere Grabenstrasse 8

CH-4800 Zofingen

Telefon 062 752 57 00

info@perueckeria.ch

www.perueckeria.ch

www.haarsystem.ch

zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem

ISO 9001:2008

38 Schweizer Hausapotheke 2-2019


familiär geführten Unternehmens

palmölfrei. Trotz komplexer Umstellung,

welche mit hohem Entwicklungsaufwand

einhergeht, soll den

Babys eine intakte Umwelt geboten

werden, in die sie hineinwachsen

können.

So ersetzt Bimbosan das Palmöl

durch hochwertige Raps-, Kokosund

Sonnenblumenöle in Bio-

Qualität. Die auffälligen «ohne

Palmöl»-Icons auf den Verpackungen

kennzeichnen die Produkte

und lassen Bimbosan hervorstechen.

So können Konsumentinnen

und Konsumenten sich dazu entscheiden,

dem Regenwald etwas

Gutes zu tun und somit direkt etwas

bewirken.

Mit Babybrei den Regenwald retten

Unsere Supermärkte wimmeln nur

so von palmölhaltigen Produkten.

Doch für die Produktion des billigen

Öls werden riesige Flächen an

Regenwald abgeholzt. Das schadet

der Umwelt, den Tieren und

dem Menschen. Das Unternehmen

Bimbosan entscheidet sich

für eine alternative Route und setzt

mit palmölfreier Babynahrung ein

Zeichen.

Palmöl ist in unserem Leben allgegenwärtig

– sei es in Schokolade,

in Kosmetika oder Waschmittel.

Wenn auch nicht gleich ersichtlich,

schmückt es jede zweite Inhaltsangabe

von Supermarktprodukten.

Ölpalmen sind dreimal so ertragreich

wie Raps und machen das Öl

somit unschlagbar billig. Zudem ist

Palmöl äusserst leicht zu verarbeiten.

Somit ist Palmöl mit 66 Millionen

Tonnen pro Jahr das meist produzierte

Pflanzenöl der Welt. Doch

leider hat das geschmacksneutrale

Öl eine grosse Schattenseite.

Die Umwelt leidet

Tag um Tag werden in Südostasien,

Lateinamerika und Afrika riesige

Flächen an Regenwald abgeholzt,

um Platz für Plantagen zu schaffen.

Über 16 Millionen Hektaren mussten

dem Palmöl bereits weichen.

Dies geschieht durch Brandrodung,

wodurch grosse Mengen an Treibhausgasen

freigesetzt werden.

Laut einer Studie der Organisation

Wetlands International verursacht

jede Tonne Palmöl einen Ausstoss

von 10 bis 30 Tonnen Kohlendioxid.

Dieses und weitere klimaschädliche

Gase wie Methan gelangen in

die Atmosphäre. Das treibt die globale

Klimaerwärmung weiter an.

Die Tiere verschwinden

Nicht nur das Klima ist betroffen:

Mit dem Regenwald verschwindet

auch die Lebensgrundlage von zahlreichen

Tierarten. So bedrohen die

Ölpalm-Monokulturen in Indonesien

den Orang-Utan und in Papua-Neuguinea

den Prinzenhabicht.

Der Mensch wird vertrieben

Durch die Abholzung werden Kleinbauern

und Indigene, welche den

Wald seit Generationen bewohnen

und schützen, oft mit Gewalt vertrieben.

Auch auf den Plantagen

kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen:

Sowohl

von Zwangsarbeit als auch Kinderarbeit

wird regelmässig berichtet.

Zusätzlich vergiften die verwendeten

Pestizide das Trinkwasser der

Anwohner.

Bimbosan springt ein

Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Obwohl Palmöl wirtschaftlich

betrachtet die attraktivste

Wahl ist, gibt es Unternehmen,

die sich bewusst dagegen entscheiden.

Darunter auch das

Schweizer Unternehmen Bimbosan,

welches im solothurnischen

Welschenrohr schon seit 1932

Babynahrung herstellt. Mittlerweile

ist fast das gesamte Sortiment

an Milchen und Breien des

Traditionell nachhaltig

Bereits seit der Gründung fühlt man

sich bei Bimbosan der Nachhaltigkeit

verpflichtet. Mit dem Bekenntnis

zu palmölfreien Produkten setzt

Bimbosan ein weiteres Zeichen für

nachhaltig hergestellte Babynahrung,

welche sich im Einklang mit

Mensch und Umwelt befindet.

Das Nachhaltigkeitsversprechen

von Bimbosan:

• Lokale Lieferanten

• Herstellung zu 100 % in der

Schweiz

• Ökologisches Verpackungskonzept

mit Nachfüllbeuteln

• Palmölfreie Produkte

Mehr Informationen zu Bimbosan,

inklusive Gratismuster, erhalten Sie

unter: bimbosan.ch

Gratismuster

Bimbosan

Auswählen und bestellen unter

https://bimbosan.ch/gratismuster/

Schweizer Hausapotheke 2-2019 39


Lästiger Reizhusten

Husten schützt die Bronchien vor Fremdkörpern. Gelegentlich wird

aus dem natürlichen Reinigungsmechanismus ein Warnsignal, das

nicht ignoriert werden sollte.

Husten ist eines der typischen Anzeichen

einer Erkältung. In der Anfangsphase tritt

er häufiger auf und klingt trocken. Einige

Tage später scheint er von tief unten zu

kommen und Sekret mit sich zu führen. Er

sorgt dafür, dass die Atemwege nicht durch

Schleim blockiert und Mikroben nach aussen

befördert werden. Neben Erkältungen

können auch andere Ursachen Reizhusten

auslösen: Kehlkopfentzündungen, Asthma,

Bronchitis, Lungenembolien, Sodbrennen,

bestimmte Medikamente sowie Allergien und

Luftverschmutzung – etwa durch Abgase,

Reinigungsmittel oder Tabakrauch. Wenn ein

Reizhusten ungewöhnlich häufig und/oder

über mehrere Wochen auftritt, ist er ein

wichtiger Warnhinweis. Beispielweise können

chronische Nebenhöhlenentzündungen

ebenfalls zu Reizhusten führen. Ein Arztbesuch

ist bei anhaltendem Husten sicherheitshalber

ratsam.

Häufiger Urindrang

Oberflächlicher Husten kommt bei älteren

Menschen gehäuft vor. Auslöser ist öfters

Flüssigkeitsmangel: Da mit abnehmenden

Körperkräften der Gang zur Toilette immer beschwerlicher

wird, reduzieren manche Senioren

die Trinkmenge. Bei anderen funktioniert

der Verschlussmechanismus der Blase nicht

mehr richtig, etwa aufgrund einer Schwäche

der Beckenbodenmuskulatur oder wegen

einer vergrösserten Prostata; auch sie begegnen

dem Problem mit weniger Trinken. Dieses

Verhalten ist verständlich – ratsam ist es

nicht. Durch das Flüssigkeitsdefizit sind auch

die Schleimhäute der Atemwege zu trocken:

Krankheitserreger, Fusseln und Staubpartikel

können kaum mehr nach aussen befördert

werden, dadurch entsteht vermehrter, trocken

klingender Husten. Die Atemwege versuchen

die Fremdkörper loszuwerden; aber

mit zu trockenen Schleimhäuten und einem

trockenen Kehlkopf gelingt dies nur schwerlich.

Der mit wenig Flüssigkeit versorgte

Organismus neigt zudem zu Kopfschmerzen,

Konzentrations- und Gedächtnis störungen,

Kreislaufproblemen sowie Verstopfung.

Kaffee, Schwarztee, Cola und Alkohol in grösseren

Mengen wirken harntreibend. Daher

sollten sie mit Augenmass konsumiert werden.

Auch zunehmende Vergesslichkeit kann

zu Flüssigkeitsdefiziten führen, wenn der

Überblick über die Trinkmenge verloren geht.

Abhilfe schafft eine morgens gut sichtbar

hingestellte Flasche Wasser, die bis abends

geleert sein muss; als Alternative eignen sich

ein Krug Kräutertee sowie verdünnte Obstsäfte.

Gezieltes Muskeltraining im Beckenboden

kann bei Frauen und Männern helfen,

Probleme beim Wasserlassen zu reduzieren.

Gegen häufigen Hustenreiz helfen neben den

klassischen Hustenbonbons, Hustensäften,

-salben und -tees auch Hausmittel: wie der

Saft von Zwiebeln (mit Honig vermengt),

Isländisch Moos, Thymian, Eibischtee sowie

Inhalationen mit Kamille. Zusätzlich sollte

insbesondere während der Heizperiode für

genügend befeuchtete Raumluft gesorgt

werden. Wichtig: Wenn der Hustenreiz quälend

wird, kann er mit pharmazeutischen

Heilmitteln reduziert werden; er sollte aber

nicht komplett unterdrückt werden, weil

sonst seine wichtige, reinigende Wirkung

der Atemwege ausser Funktion gesetzt wird.

Mikroben und Fremdkörper können sich so

leichter festsetzen, Schleim wird nicht mehr

nach aussen befördert. Dies kann zu Infekten

führen.

Warnsignal

In eher seltenen Fällen wird Reizhusten

durch die Psyche beeinflusst. Menschen

haben sehr unterschiedliche Mechanismen,

mit Stress, Druck oder Angst umzugehen.

Manche kauen an den Fingernägeln, weitere

nesteln an ihren Haaren oder Kleidern, bei

einigen wird die Nervosität als anhaltendes

Räuspern oder als Hustenreiz abreagiert.

Durch Heilmittel lässt sich diese Art von

Reizhusten kaum reduzieren – helfen können

beispielsweise Atemtherapie sowie Ent -

spannungstrainings. Ständiger Hustenreiz

kann ein Warnzeichen für kaum zu

ertragende Umstände in der Familie oder

am Arbeitsplatz sein.

40 Schweizer Hausapotheke 2-2019

Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige

Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit

1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig.


Was beim Zahnen helfen kann

Viele Eltern können ein Lied davon

singen: Unruhige Tage und Nächte

mit einem weinerlichen, reizbaren

und vielleicht leicht fiebrigen

Säugling – das Zahnen kann für

alle ganz schön anstrengend sein.

Bis zum Alter von drei Jahren verschaffen

sich 20 Milchzähne ihren

Platz im kleinen Kiefer; Klein und

Gross schätzen in diesen Phasen

wirksame Linderung.

Schon vor der Geburt sind die Milchzähne

und die bleibenden Zähne

im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich

ab dem sechsten Lebensmonat

brechen die ersten an

die Oberfläche durch: In der Regel

sind es die unteren beiden Schneidezähne,

die den Anfang machen.

Ihnen folgen die oberen und seitlichen

Schneidezähne, zuletzt die

Backen- und Eckzähne. Bis zum

dritten Geburtstag ist das Milchgebiss

mit 20 Zähnen vollständig.

Bei manchen Babys läuft das Zahnen

fast unbemerkt ab, sie leiden

kaum und die Zähnchen werden

von den Eltern rein zufällig entdeckt.

Abgesehen von den paar

Glückspilzen sind Beschwerden

beim Zahnen aber weit verbreitet;

ein zwar ganz normaler, aber häufig

ziemlich anstrengender Entwicklungsschritt.

Ein Zahndurchbruch

dauert im Schnitt acht Tage und

wiederholt sich in unterschiedlichen

Abständen und bis zum

vollständigen Gebiss zwanzig Mal.

Wirksame Hilfsmittel stehen also

hoch im Kurs.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von

einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsnummer: 59057

Im Beratungsalltag von Frau

Wattinger, Drogistin, ist das Zahnen

ein immer wiederkehrendes

Thema. Wir haben sie nach ihren

Tipps gefragt.

Was sind die typischen

Anzeichen fürs Zahnen,

Frau Wattinger?

Weil der bevorstehende Zahndurchbruch

mit einer lokalen Zahnfleischentzündung

verbunden ist,

juckt und schmerzt das angeschwollene

Zahnfleisch. Die Säuglinge

plagen sich damit, sind untröstlich

und unleidig.

Dazu kommen unruhiger

Schlaf, Weinerlichkeit

und ein erhöhter

Speichelfluss; manchmal

auch leichtes Fieber

und ein verminderter

Appetit.

Die zeitweilige Verweigerung

beim Trinken

kommt bei manchen

Babys daher, dass

die Saugbewegung

die Durchblutung anregt

und die betroffene

Stelle damit noch

empfindlicher macht.

Oft lässt sich beobachten, dass

die Kleinen auf allem herumkauen,

was greifbar ist?

Genau, das ist sehr typisch, wenn

der Durchbruch des Zähnchens

kurz bevorsteht. Das «Sabbern»

steigert sich weiter und das Baby

schnappt sich und kaut alles, was

in der Nähe ist: Im Gegensatz zur

Saugbewegung scheint leichter

Druck den Schmerz etwas zu lindern.

Achten Sie also speziell darauf,

was sich in der Phase so alles

in Griffweite befindet.

Und das Reiben an den Ohren?

Babys reiben sich beim Zahnen

gerne mit den Händen an den

Wangen und Ohren, das lindert das

Spannungsgefühl im Kiefer. Falls

Sie aber den Eindruck haben, dass

Ihr Baby übermässig leidet, sollten

Sie sich vergewissern, dass weder

eine Grippe noch eine Ohrenentzündung

dahinterstecken.

Was können Eltern tun, um dem

geplagten Säugling zu helfen?

Auch wenn Eltern und andere Betreuungspersonen

während der

unruhigen «Zahn-Zeit» selber an

Grenzen stossen, ist es wichtig, den

Kleinen besonders viel Zuwendung

und Ruhe zu schenken. Schon einfache

Hilfsmittel erleichtern die

Situation für alle: So sorgen etwa

Halstücher oder Lätzchen dafür,

dass auch beim starken Sabbern

Hemdchen und Strampler trocken

bleiben. Spezielle, leicht gekühlte

und einfach zu desinfizierende

Beissringe sorgen für Erleichterung

beim Baby, bieten Sicherheit beim

Kauen und unterstützen die Mundhygiene.

Und schliesslich gibt es

auch natürliche Präparate, die Linderung

verschaffen und fürs Kleine

unbedenklich sind.

Was empfehlen Sie?

Sehr praktisch in Dosierung und

Anwendung sind die homöopathischen

Trinklösungen Camilia

von Boiron. Als Einzeldosen

verpackt sind sie sehr handlich

– auch für unterwegs –,

immer hygienisch und leicht zu

verabreichen.

Die Homöopathie ist eine schonende

Behandlungsmethode, die

sich schon für Babys eignet. Auf

der Basis von gereinigtem Wasser

entfalten die drei natürlichen

Wirkstoffe, beispielsweise wilde Kamille,

ihre Wirkung bei allen Symptomen

des Zahndurchbruchs: Sie

lindern ein verstärktes Kau-, Beissoder

Saugbedürfnis, den erhöhten

Speichelfluss oder die Reizbarkeit

Ihres Babys.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien

Michèle Wattinger ist diplomierte

Naturheilpraktikerin TEN mit den

Schwerpunkten Ernährung und

Vitalstoffe. Die zweifache Mutter

arbeitet im MÜLLER Reformhaus

Vital Shop an der Pelzgasse 13

in Aarau und ist online unter

www.tenvital.ch erreichbar.

Schweizer Hausapotheke 2-2019 41


Gemütliches Beisammensein im Familien- und Freundeskreis, festliches Essen, Weihnachtsgebäck

und das eine oder andere Glas Alkohol – die geselligen Momente und die verbreitete winterliche

Bewegungsarmut hinterlassen häufig ihre Spuren ... Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um auf den Sommer

hin in Form zu kommen.

Weg mit dem Winterspeck

Fragen bezüglich Gewichtsreduktion werden

saisonal bedingt wieder häufiger im Beratungsalltag,

wie mir Muriel Maier, Drogistin

von Egli Bio an der Löwenstrasse in Zürich,

bestätigt. Um Kundinnen und Kunden optimal

zu unterstützen, gelte es, vorab einfühlsam

zu klären, ob das «Mehr an Gewicht» eher

kurzfristiger «Winterspeck» ist, oder ob es

sich um ein generelles, eventuell schon länger

bestehendes Gewichtsproblem handelt:

«Jeder Mensch ist individuell, seine Lebensumstände,

sein Stoffwechsel – entsprechend

wichtig ist es, sich in der Beratung ein

möglichst klares Bild zu verschaffen, damit

die Empfehlungen dann auch erfolgversprechend

sind.»

Beim eher kurzfristigen Winterspeck bietet

sich etwa ein Säure-Basen-Programm an,

um den durch ein Zuviel an Fett und Zucker

überlasteten, träge gewordenen Stoffwechsel

anzukurbeln, die Übersäuerung zu reduzieren

und Schlacken abzuführen. «Die aufeinander

abgestimmten Produkte – Mineralgranulat,

unterstützender Tee und Basenbad – bringen

Meine Empfehlung

Für all jene, die ihren Körper entschlacken und

sich in ihrer Haut (wieder) wohlfühlen möchten:

Mit den Schüssler Salzen 6, 8, 9 & 10 gehen Sie

richtig «ran an den Speck».

Es wird Frühling. Sonnenschein, Wärme und

aufwachende Natur sind bei vielen Menschen

gleichbedeutend mit Entschlacken, Entgiften –

und Abspecken.

Heute bewegen wir uns zu wenig, essen oft «ungesund»

und zu üppig und gönnen uns keine

Ruhe. Problematische Stoffe werden nicht mehr

in genügendem Masse ausgeschieden, der Organismus

lagert sie in Fett und Gewebe ab. Im

Frühjahr wird die Thematik aktuell, weil die bekannten

Problemzonen Bauch, Po, Oberschenkel

und Oberarme wieder sichtbarer werden.

Die magenfreundliche Pulvermischung Natrium

sulfuricum Nr. 10 plus in praktischen Portionensachets

sorgt dafür, dass Sie sich wieder fitter,

durch weniger Gewicht beweglicher und ganz

grundsätzlich wohler fühlen. Die Schüssler Salze

regen die Verdauung an, unterstützen den

Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen

Säure-Basen-Haushalt. Dieser Reinigungsprozess

kann zudem eine willkommene

Gewichtsreduktion mit sich bringen.

So wirken die Schüssler Salze

Die Nr. 6 steigert die Leistungsfähigkeit der Leber,

die Nr. 8 reguliert den Wasserhaushalt im

Körper. Die Nr. 9 verbessert den Stoffwechsel

und mindert den Heisshunger auf Süsses. Die

Nr. 10 regt die Ausscheidungsvorgänge an und

unterstützt die Entgiftung des Körpers.

Muriel Maier

Drogistin und Master of Dr. Schüssler

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

42 Schweizer Hausapotheke 2-2019


den Säure-Basen-Haushalt wieder ins

Gleichgewicht. In unserer Beratung erklären

wir Wirkung und Anwendung eines solchen

Programms genau, damit der gewünschte

Effekt eintreten kann.» In Kombination mit

einer bewusst gesunden Ernährung und mehr

Bewegung sei schon viel getan, um ein paar

Pfunde loszuwerden, so Maier.

Langfristige Erfolge

Auch als Einstieg in eine

Ernährungsumstellung

eigne sich das beschriebene

Programm: «Um über

diesen ersten Anstoss hinaus

aber längerfristig Gewicht

zu verlieren, führt kein Weg

an einer Ernährungsumstellung

vorbei. Sogenannte Crash-Diäten

bringen, wenn überhaupt, nur kurzfristige

Resultate – und vor allem die

Gefahr, in eine negative Spirale zu

geraten und durch den Jo-Jo-Effekt

immer noch mehr an Gewicht zuzulegen.»

Entscheidend für den Erfolg

einer Ernährungsumstellung seien

zwei Dinge: «Sie muss sich vom

Aufwand, von den Essgewohn heiten

und der Sozialverträglichkeit her gut

ins Berufs- und Alltagsleben integrieren

lassen, mit den individuellen Lebensumständen

(wie beispielsweise auch mit

der Familie) kompatibel sein. Und alles, was

irgendwie extrem ist – beispielsweise das

Weglassen sämtlicher Süssigkeiten – funktioniert

wahrscheinlich nur kurzfristig, weil der

Heisshunger auf das Fehlende schlicht zu

gross wird.» Besser, man gönne sich ab und

zu etwas und halte dafür über den geplanten

Zeitraum durch.

Viele Möglichkeiten

So individuell wie die Ausgangssituation sind

auch die Wege zum langfristigen Erfolg: «Wir

möchten dem Kunden aus den verschiedenen

Möglichkeiten den für seine Bedürfnisse

passenden Weg aufzeigen; sei es eine bestimmte

Diät, spezielle Lebens- oder

Nahrungsergänzungsmittel.»

Als sehr hilfreich erwiesen

hätten sich die Flyer, in

denen verschiedene Ernährungsformen

oder Diäten

genau beschrieben sind,

inklusive Rezepten und

Einkaufslisten. Das

gebe im Alltag Halt

und Orientierung.

«In vieler Munde

ist momentan

das intermittierende

oder

Intervallfasten,

auch 8/16-Diät genannt:

8 Stunden

sind zum Essen da,

16 Stunden zum Fasten.

Die Essenspausen

verschaffen dem Körper

die Möglichkeit, seine

Energie nicht aus Kohlenhydraten, sondern

aus den Fettreserven zu gewinnen.» Eine

andere Variante sei die ketogene Diät, die mit

gesunden Fetten, viel Protein und dem fast

vollständigen Verzicht auf Kohlenhydrate den

Fettstoffwechsel ankurbelt.

Genügend Flüssigkeit – und Bewegung

Muriel Maier betont, «dass bei allen Diätformen

eine genügende Flüssigkeitszufuhr

wichtig ist. Eineinhalb bis zwei Liter sollten

es täglich sein: Wasser, auch aromatisiert,

aber ohne Zucker oder ungesüsste Tees.

Ingwer oder Pfefferminze beispielsweise

begünstigen die Ausscheidung und regulieren

das Sättigungsgefühl.»

Eines lässt sich aber nicht wegdiskutieren:

Mit einer Ernährungsumstellung alleine ist

es nie gemacht! Mehr Bewegung im Alltag

ergänzt eine reduzierte Kalorienaufnahme

mit etwas höherem Verbrauch ideal: «Schon

20 bis 30 Minuten täglich – nicht am Stück,

sondern insgesamt – zeigen Wirkung. Eine

Haltestelle früher aussteigen, die Treppe

nehmen anstatt den Lift – integrieren Sie

Bewegung bei jeder Gelegenheit in den

Alltag.» Und noch mehr bringe gelenkschonender,

moderater Ausdauersport wie

Schwimmen, Nordic Walking oder Rad -

fahren, «aber erst, wenn ein Arzt gerade

nach längerer Abstinenz grünes Licht

gegeben hat.»

Ann-Brita Dähler

Muriel Maier ist Drogistin und Master

of Dr. Schüssler. Sie arbeitet bei Egli

Bio an der Löwenstrasse in Zürich.

Biochemische Mineralstoffe nach Dr. Schüssler

Bereit

für den

Sommer.

Natrium sulfuricum Nr. 10 plus

✔✔Zum Auflösen und Trinken

✔✔Geschmacksneutral

✔✔Praktisch zum Mitnehmen

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel.

Lesen Sie die Angaben auf der Packung.

Apotheke

Lassen Sie sich in Ihrer

oder

Drogerie

beraten.

DrSchuĐssler_Stoffwechsel_Anzeige_mit_Spickel_189x82mm_DE_FR.indd 1 Schweizer Hausapotheke 15.01.19 2-2019 07:58 43


Zeit zum Zunehmen: an Muskeln.

Wer regelmässig und intensiv

seine Muskeln trainiert, macht in

puncto Gewichtsmanagement vieles

richtig. Wer abnehmen möchte,

muss für eine negative Energiebilanz

sorgen. Überschreitet die

Energieaufnahme den Energieverbrauch

über einen längeren Zeitraum,

führt das in der Regel zu

Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Ein Beispiel: Verlieren wir ein Kilogramm

Muskelmasse, sinkt unser

Energieverbrauch um zirka zehn

Kilokalorien pro Tag. Nehmen

wir an, dass Sie aufgrund einer

Verletzung oder Krankheit fünf

Kilogramm Muskelmasse verloren

haben: Bleibt die Energieaufnahme

unverändert, führt dies automatisch

zu einem täglichen Energieüberschuss

von 50 Kilokalorien.

Umgerechnet bedeutet dies eine

Zunahme von zirka sechs Gramm

Fett pro Tag. Das macht pro Jahr

zirka 2,5 Kilogramm Fett. Umgekehrt

gilt natürlich das Gleiche:

Schaffen Sie es, Ihren Grundumsatz

über die Zunahme der Muskelmasse

zu steigern, erzeugen

Sie pro Kilogramm Muskelmasse

einen weiteren Energieverbrauch

von zehn Kilokalorien pro Tag. Die

Folge: Sie leiten eine stetige Verwertung

der Fettreserven ein. Zunehmen

hat also etwas Gutes! Starten

Sie das Kraft training und bauen

Sie Muskelmasse auf!

Älter werden ist ok.

Schwächer werden nicht.

Schon in den jungen Erwachsenenjahren

beginnt unser Körper,

Kraft abzubauen. Man merkt

es meist erst später, aber tatsächlich

nimmt die Kraft der Muskulatur

bereits ab dem 25. Lebensjahr

kontinuierlich ab. Jenseits der 50

verlieren wir jährlich bis zu zwei

Prozent Muskelmasse. Inaktivität

und eine unzureichende Eiweissversorgung

beschleunigen diesen

Prozess. Bis im Alter von 60 Jahren

geht so im Normalfall ein Drittel bis

die Hälfte der Kraft verloren. Und

damit nicht genug, meist wird auch

noch an Körpermasse in Form von

Fett zugelegt. Mehr Masse, die von

weniger Muskeln bewegt werden

soll – eine äusserst unglückliche

Kombination.

Und jetzt die gute Nachricht: Nichts

hilft besser gegen das Älterwerden

als Krafttraining. Dank der über

50-jährigen Erfahrung in Forschung,

Entwicklung und enger

Kundenbetreuung kann Ihnen

Kieser Training fachkundige Hilfe

bei Kräftigungsproblemen anbieten.

Neu und exklusiv: Die i-B6

Die firmeneigene Abteilung für

Forschung und Maschinenentwicklung

von Kieser Training hat

eine neue Maschine entwickelt:

eine infimetrische Beinpresse –

kurz i-B6.

Wirksames Training bedingt immer,

sich selbst zu überwinden –

schliesslich ist Intensität der entscheidende

Schlüssel zu Ihrem

Trainingserfolg. Unsere neue, infimetrische

Trainingsmaschine

i-B6 fordert dies besonders direkt

ein: Sie verzichtet komplett auf

Gewichte. Stattdessen erzeugen

Sie selbst den Widerstand. Beim

infimetrischen Training arbeiten

die Muskeln gegeneinander:

Während die Zielmuskeln für eine

Teil wiederholung konzentrisch

arbeiten, arbeitet dieselbe Muskelgruppe

in der nächsten Teilwiederholung

exzentrisch. Kurz gesagt:

Während Sie mit einem Bein

drücken, bremsen Sie mit dem anderen

Bein ab. Die Aussenrotation

der Fussplatten zielt auf eine biomechanisch

korrekte Belastung

der Kniegelenke sowie eine verbesserte

Trainingsverträglichkeit

bei Kniegelenk beschwerden und

Arthrose ab. Durch die i-B6 werden

die vordere und hintere Oberschenkelmuskulatur

sowie die Gesässmuskulatur

in allen Phasen der

Bewegung hochwirksam belastet.

Passgenaues Training

Melden Sie sich einfach zum

kostenlosen Einführungstraining

in einem unserer 23 Schweizer

Studios an und profitieren Sie bei

Aboabschluss bis zum 31.03.2019

von 20 Franken Rabatt pro Lebensjahrzehnt.

Individuelles Krafttraining und

kompetente Beratung wer den hier

grossgeschrieben. Und das Beste:

2 x 30 Minuten Krafttraining pro

Woche reichen.

www.kieser-training.ch

Foto: Verena Meier

44 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Wenn der stärkste Kaffee nicht mehr nützt: Es könnte Schlafapnoe sein.

Machen auch Sie den

Schlafapnoe-Risikotest

der Machen Lungenliga! auch Sie den Schlafapnoe-

Risikotest der Lungenliga!

www.lungenliga.ch/test

Der Online-Test überprüft Ihr

Risiko in nur fünf Minuten:

Der Online-Test der Lungenliga

überprüft www.lungenliga.ch/test

Ihr Schlafapnoe-Risiko

in nur fünf Minuten.

Dieser Auswertung entnehmen

Sie, ob eine vertiefende ärztliche

Abklärung angezeigt ist.

Atemaussetzer im Schlaf führten

bei Roland Hasselmann dazu, dass

er sich tagsüber kaum wachhalten

konnte. Dank der Betreuung

durch die Lungenliga fühlt sich

der 60-Jährige trotz Schlafapnoe

wieder fit.

«Ich war oft so müde, dass ich morgens

am liebsten gleich wieder ins

Bett gefallen wäre und tagsüber

immer wieder kurz eingenickt bin»,

erzählt Roland Hasselmann (60).

Der Lehrer aus dem Berner Oberland

litt schon lange an übermässiger

Tagesmüdigkeit und starkem

Schnarchen in der Nacht:

«Die Untersuchung durch den

Lungenfacharzt ergab, dass meine

Atmung während des Schlafs

mehrfach aussetzt. Ich erhielt die

Diagnose Schlafapnoe.»

Die kurzen Atemaussetzer im

Schlaf werden von den Betroffenen

oft nicht wahrgenommen.

Diese Atemaussetzer verunmöglichen

einen erholsamen Schlaf.

Tagesmüdigkeit, Erschöpfung,

Konzentrationsstörungen und oft

auch verminderte Leistungsfähigkeit

sind die Folge. Zudem steigt

für die Betroffenen das Risiko für

Bluthochdruck, Herzinfarkt, Diabetes

sowie Unfälle am Arbeitsplatz

oder im Strassenverkehr durch Sekundenschlaf.

«Nach der Diagnose wurde mir

empfohlen, mich von der Lungenliga

beraten zu lassen. Ich erhielt

von der Lungenliga ein Schlafapnoe-Gerät.»

Dieses sogenannte

CPAP-Gerät (Continuous Positive

Airway Pressure) leitet nachts

einen sanften Luftstrom in eine Nasen-

oder Gesichtsmaske. Im Nasen-Rachen-Raum

entsteht so ein

erhöhter Druck, der die Atemwege

offenhält. Dadurch atmen die betroffenen

Personen während des

Schlafes wieder normal, ohne

Atemaussetzer und Schnarchen.

Immer müde – das war einmal …

«Dank meiner Nasenmaske habe

ich nachts keine Atemaussetzer

mehr und bin tagsüber viel fitter,

Haben Sie Schlafapnoe?

konzentrierter und auch leistungsfähiger»,

stellt Roland Hasselmann

zufrieden fest.

Lassen Sie sich von der Lungenliga in Ihrer Nähe beraten.

www.lungenliga.ch/kantone

Zu den häufigsten Symptomen von Schlafapnoe zählen:

Tagesmüdigkeit Schnarchen Atemaussetzer im Schlaf

Die Lungenliga berät und betreut schweizweit über 68 000

Schlafapnoe-Betroffene.

Die Lungenliga:

• vermietet Geräte für die Schlafapnoe-Therapie, stellt die Geräte

individuell ein und zeigt Betroffenen die Gerätehandhabung

• hilft bei der Integration der Therapie in den Alltag

• fördert den Erfahrungsaustausch zwischen Schlafapnoe-

Betroffenen

• überprüft systematisch den Therapieverlauf und erstellt

regelmässig Berichte an den Lungenfacharzt

Schweizer Hausapotheke 2-2019 45


Zweithaar und Haarersatz sind Vertrauenssache

Ein Haarteil oder eine Perücke

zu tragen kostet viele Menschen

Überwindung. Erst wenn der Leidensdruck

gross genug ist, fällt

die Entscheidung für einen Haarersatz.

Sind die Ängste rund um das künstliche

Haar heute noch begründet?

Wir haben uns bei einem führenden

Schweizer Zweithaarspezialisten

umgesehen.

Unauffällig bis unsichtbar

Marco Roth ist Gründer und CEO

der «Perückeria/Haarpraxis». Er

führt durch einen grossen Showroom,

in dem Hunderte von Zweitfrisuren

in allen Längen, Formen

und Farben ausgestellt sind. Die

meisten Perücken und Haarteile

sind aus Synthetik- und aus Echthaar;

wobei die Unterschiede zwischen

echt und «falsch» bei den

hochwertigen Zweithaaren selbst

aus nächster Nähe betrachtet

nicht auszumachen sind. Die riesige

Auswahl sei für viele Kundinnen

aus der ganzen Schweiz ein

entscheidender Grund für den persönlichen

Besuch in Zofingen (AG).

Vertrauen durch Beratung

Der Schlüssel zur richtigen Zweithaarlösung

liegt in der individuellen

Beratung durch erfahrene Spezialisten.

Die Kundin geniesst eine

Stunde individuelle Einzelberatung

in einem separaten Raum, ohne die

Anwesenheit anderer Kunden. Alles

läuft ruhig, diskret und ungestört.

Deshalb sind Beratungen auch nur

auf Voranmeldung möglich.

Die Beratungsgespräche seien

oft nicht einfach. Ein Teil der Kundinnen

in der «Haarpraxis» seien

nämlich Krebspatientinnen, denen

eine Chemotherapie bevorsteht:

«Es ist wichtig, dass die Kundin

einem Haarersatz nicht negativ

gegenübersteht. Sie soll sich mit

ihrer neuen Frisur wohlfühlen.»

Aber auch Kundinnen ohne Krebsdiagnose

haben oft einen langen

Leidensweg hinter sich, bevor sie

sich für einen Haarersatz entscheiden;

wobei auffallend oft schon junge

Frauen betroffen sind.

Haarverdichtungen

sind sehr gefragt

Diese Nachfrage habe markant zugenommen,

weil immer mehr Frauen

wegen extrem feinem oder zu

dünnem Haar mit ihrer Frisursituation

unglücklich sind: «Die Kundinnen

sind von unseren Echthaar-

Integrationen so begeistert, weil

sie unsichtbar sind und endlich

die Frisuren ermöglichen, die sie

sich schon sehr lange gewünscht

haben.»

Handwerker und Künstler

Auch die Befestigungsmöglichkeiten

von Haarersatz sind eine kleine

Wissenschaft. Sie reichen von Toupet-Clips

über die verschiedensten

Klebemöglichkeiten, innovativen

Mini-Klettverschlüssen bis zu

speziellen Hülsentechniken. Heute

ist es nämlich durchaus möglich,

Zweithaar beim Sport – beispielsweise

Schwimmen – zu tragen.

Auch für Herren

Im Herrenbereich haben Unsichtbarkeit

und Natürlichkeit ebenfalls

höchste Priorität. Hier wird mit permanenten,

individuell angepassten

Haarsystemen gearbeitet. Die

Betreuung erfolgt von der Beratung

bis zum regelmässigen Service

vor Ort aus einer Hand: «Wir

betreuen sogar mehrheitlich junge

Kunden, die auf ein attraktives

Äusseres grossen Wert legen. Da

gehört die gewünschte Frisur unbedingt

dazu.»

Gegen den meist erblich bedingten

Haarausfall gäbe es noch immer

kein Wundermittel, «sonst wären

wir alle längst Multimillionäre»,

schmunzelt Roth.

Haarersatz aus dem Internet?

Natürlich hat auch die Perückeria

einen modernen Webshop. «Wir

können es aber nicht oft genug betonen:

Für einen passenden Haarersatz

geht nichts über eine grosse

Auswahl und eine kompetente

Fachberatung. Haarprobleme löst

man keinesfalls mit einem Kauf im

Internet», erklärt Marco Roth; «es

gibt auch nichts Teureres als Fehlkäufe.»

Markante Zeichen für die anerkannte

Qualität des erwähnten

Anbieters sind auch die ISO 9001

Zertifizierung des Betriebes sowie

eine über 26-jährige Erfahrung.

Wenn Zweithaar ein «Muss» ist

Ist der Haarersatz medizinisch oder

beruflich begründet, leistet die eidgenössische

Invalidenversicherung

(IV) Kostenbeiträge. Bis zum

AHV-Alter beträgt der Anspruch

maximal 1500 Franken jährlich für

Perücken/Haarersatz. Ab AHV-Alter

sind es 1000 Franken jährlich.

Grundvoraussetzungen sind der

nachgewiesene Bedarf nach dem

Zweithaar sowie eine ebenfalls medizinisch

nachgewiesene, voraussichtliche

Mindesttragedauer von

einem Jahr.

Fazit

Haare haben eine enorme Bedeutung

für das persönliche Wohlbefinden.

Besonders belastend sind

schütteres Haar, Haarlücken oder

Glatzenbildung. Mit Zweithaar gewinnen

viele Menschen ein grosses,

bedeutendes Stück Lebensqualität

zurück.

Weitere Informationen:

Perückeria/Haarpraxis

by Hairplay GmbH

Untere Grabenstrasse 8, 4800 Zofingen

Telefon 062 752 57 00

www.perueckeria.ch

info@perueckeria.ch

Bitte beachten Sie, dass für

Beratungstermine eine telefonische

Voranmeldung unerlässlich ist.

46 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Stress bewältigen und daran wachsen

In unserer hektischen Zeit kann Stress ein guter Lehrmeister sein, um besser zu uns selbst zu finden.

«Stress, lass nach!» Viele kennen diesen

inneren Hilferuf angesichts des ständigen

Termindrucks bei der Arbeit und all der

sonstigen Anforderungen, die der moderne

Alltag an uns stellt; und die uns bisweilen wie

eine grosse Welle zu überrollen drohen. Was

kann ich dagegen tun? Wie gelingt es mir,

wieder Luft zu holen, und wie kann ich den

gesundheitlichen Folgen der Stressbelastung

die sich vielleicht bereits zeigen, entgegenwirken?

Ursprünglich lebensrettend

Um Antworten auf solche Fragen zu finden,

ist es hilfreich, sich vorerst einmal bewusst

zu machen, was Stress überhaupt ist und wie

eine Stressreaktion im Körper abläuft. Stress

war ursprünglich oft lebensrettend, denn er

versetzt uns angesichts einer drohenden

Gefahr in Alarmbereitschaft und aktiviert

unseren Organismus in Richtung Angriff,

Flucht oder Totstell-Reflex.

Heute allerdings sind die wenigsten Situationen

mehr lebensbedrohlich – und dennoch

laufen solche Stressreaktionen unwillkürlich

in uns ab, wenn wir uns über den Chef ärgern,

eine Rechnung nicht bezahlen können oder

in Beziehungsproblemen stecken. Die Problematik

besteht darin, dass sich der Stress

fortsetzt, sofern wir nicht innert Kürze eine

Lösung finden. Dann kommt das Denkvermögen

unseres Grosshirns mit ins Spiel: Jetzt

nagen der Ärger oder die Sorgen im wahrsten

Sinn an uns weiter. Sie können sogar zu

einem Teufelskreis werden, der auch unsere

Gesundheit bedroht.

Zur Ruhe kommen

Was aber können wir tun, um hier rechtzeitig

Gegensteuer zu geben? Ein erster Tipp ist,

den Parasympathikus zu aktivieren: jenen

Teil des vegetativen Nervensystems, welcher

der Stressreaktion entgegenwirkt und mich

wieder zur Ruhe bringt. Das kann ich am

besten, indem ich mich an einen stillen Ort

zurückziehe, einige tiefe Atemzüge mache,

dann ruhig und bewusst weiteratme und mit

den Fingern gleichzeitig auf die Jochbeinknochen

unter den beiden Augen klopfe.

Noch mehr zur Ruhe und zurück in eine liebevolle

Zentrierung werde ich dann kommen,

wenn ich mir eine Übung zu eigen mache, die

vom amerikanischen Heart Math Zentrum

entwickelt wurde. Dabei atme ich ebenfalls

tief ein und aus und lenke die Aufmerksamkeit

auf mein Herz. Ich stelle mir dabei vor,

wie es voller Freude wie ein kleines Kind in

der Atemluft badet. Ich spüre, wie sich mein

Brustraum weitet und warm wird und setze

dort hinein mein persönliches Bild von Liebe

und Dankbarkeit. Indem ich ein paar Minuten

so verbleibe, werden mein Herz und auch

mein Kopf ruhig.

Neue Wege suchen und gehen

Nun kann ich mein Denkvermögen im positiven

Sinn dazu nutzen, wie ein aussenstehender

Beobachter meine Situation zu analysieren:

Wie bin ich da hineingeraten, was

kann ich im Moment tun und wie kann ich die

Dinge so ändern, dass ich mich wieder wohler

fühle? Gibt es Muster und Gewohnheiten,

die mich in die Stresssituation hineingeführt

haben, die ich möglicherweise von früher her

Lassen Sie sich vertiefter inspirieren mit einem

Interview, das ich zum Thema Stress mit dem

Tierarzt, Lehrer und Naturheilpraktiker Peter

Gugger geführt habe. Sie finden es im NVS Magazin

auf www.nvs.swiss.

bereits kenne? Wie kann ich diese Muster

allenfalls verändern, wie könnte ich das

nächste Mal in einer ähnlichen Situation

anders reagieren?

Darüber hinaus erkenne ich vielleicht, dass

ich gewisse Dinge in meinem Leben anders

organisieren sollte; dass ich lernen könnte,

auch mal nein zu sagen; oder mir vermehrt

das zu gönnen, von dem ich weiss, dass es

mir guttut. Dazu gehört zum Beispiel, sich bewusst

in die Natur zu begeben, sich mehr zu

bewegen – auch, um die Stresshormone abzubauen

–, zu meditieren und mit Menschen

zusammen zu sein, mit denen ich mich selbst

sein kann und mich wohlfühle.

Wenn ich auf meine innere Stimme höre,

komme ich vielleicht auch zum Schluss, dass

es an der Zeit ist, etwas in meinem Leben

zu verändern oder vielleicht sogar den Job

zu wechseln. Das braucht unter Umständen

etwas Mut, lohnt sich aber, wenn ich künftig

eine Arbeit machen kann, die mir Freude

bereitet und die ich als sinnvoll empfinde. So

oder so, wenn ich für Veränderungen bereit

bin, kann Stress zum Freund und Helfer werden,

der mir unterstützt, das Leben anders

anzugehen und wichtige Weichen neu zu

stellen.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär- und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden

oder Fachrichtungen, sondern sämtliche Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden, müssen die Praktizierenden

die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen. Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien.

Die NVS-A-Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

Schweizer Hausapotheke 2-2019 47


Der Blaue

mit dem

roten Ring

Für sie & ihn

Maximaler Schutz für spröde

und rissige Lippen!

Gefühle auf Papier

Heute werden Blogs auch als Tagebücher des Internetzeitalters

bezeichnet. Dem Sinn und Zweck eines traditionellen Tagebuchs

wird der Blog aber nicht gerecht.

Der Blaue mit den Aktiv-

Substanzen im roten Ring

pflegt, schützt und schmiert

nicht, beugt vor und hindert

die Bakterien am Eindringen.

Distribution Suisse – Tanner SA Cham, www.tanner-sa.ch

48 Schweizer Hausapotheke 2-2019

Blogs im Internet boomen. Weil aber im Internet

verfasste Beiträge von jedem User

gelesen und kommentiert werden können,

käme es wohl kaum einem Blogger in den

Sinn, seine intimsten Geheimnisse und

Gefühle zu veröffentlichen. Deshalb vertrauen

viele Menschen ihre persönlichsten

Gedanken noch immer einem Tagebuch

an – und heilen damit sogar ihre Psyche.

Denn das Festhalten, das heisst Niederschreiben

von Gedanken, Sorgen und

Träumen, dient auch der Psychohygiene.

Worte können Ängste lindern. Allein dem

Gefühl ein verbales Etikett anzuheften,

senkt häufig schon die Intensität der Empfindung.

Die Tagebuchschreiber schreiben

mehrmals über dasselbe Thema. Durch

die wiederholte Konfrontation gewöhnen

sie sich auch an schlimme Erfahrungen,

vermuten Psychologen. Wer Traumatisches

erlebt hat, zieht sich oft zurück. Bekannt

ist, dass weit über sechzig Prozent

aller jungen Frauen zwischen 15 und 24

Jahren Tagebücher führen; bei Männern

sind es in diesem Alter ungefähr zwanzig

Prozent. Später lassen vermutlich Beruf

und Alltag zu wenig Zeit, sich diesem Medium

anzuvertrauen.

Expressives Schreiben

Beim expressiven Schreiben, wie vom Begründer

der Therapie, James Pennebaker,

Psychologe der University of Texas, in den

Achtzigerjahren als neue Form der Therapie

empfohlen, geschieht aber noch mehr. An

drei bis fünf aufeinanderfolgenden Tagen

schreibt man für je 15 bis 20 Minuten über

ein Thema, das einen emotional belastet –

den Tod eines geliebten Menschen etwa,

einen Unfall, aber auch verletzende Konflikte,

eine gescheiterte Beziehung oder eine

Krankheit. Es kann sein, dass am dritten oder

vierten Tag Schwierigkeiten aufkommen, das

Thema wieder aufzunehmen. Aber gerade

die erneute Aufnahme wirkt sich am Ende

positiv aus.

Besonders wirkungsvoll ist das expressive

Schreiben, wenn es danach gelingt, eine zusammenhängende

Geschichte zu erzählen;

Bruchstücke von Erinnerungen zusammenzufügen

und dabei die Perspektive zu wechseln;

zum Beispiel auch mal in der dritten Person

zu schreiben. Menschen schreiben dabei

über ein persönliches Erlebnis, das sie belastet.

Sie stellen sich den schweren Gefühlen

und fassen in Worte, was ihnen Kummer

usapotheke_73x282_d.indd 1 02.02.17 21:04


ereitet. Computeranalysen der Texte zeigen:

Wer nicht immer nur «ich» schreibt, sondern

auch mal «wir» oder «er», profitiert mehr. Es

scheint vorteilhaft zu sein, den Blickwinkel zu

verändern, andere Menschen und Sichtweisen

einzubeziehen. Auch eine hohe Anzahl

an Begriffen, die für Einsicht oder kausale

Zusammenhänge stehen, ist hilfreich: Wer

Formulierungen wie «mir wurde klar» oder

«ich verstehe warum» verwendet, ist auf

einem guten Weg.

Befreites Denken

Beim Schreiben, so eine Theorie, sortieren

wir lose Fragmente von Eindrücken, Gefühlen

und Gedanken und fügen sie zu einer

schlüssigen Geschichte zusammen. Lose

Fäden werden dabei so verschnürt, dass sie

den Geist nicht mehr immerzu beschäftigen.

Menschen verfangen sich dann weniger in

«Grübelschleifen» und werden seltener von

Erinnerungsfetzen gequält, die sie mühsam

unterdrücken müssen. Studien deuten darauf

hin, dass in den Wochen nach dem therapeutischen

Schreiben das Arbeitsgedächtnis

entlastet und damit leistungsfähiger wird.

Das Denken wird offenbar befreit(er). Und

auch das soziale Miteinander scheint aufzublühen.

Ob man mit der Hand oder auf einer Tastatur

schreibt, spielt keine Rolle. Entscheidend

ist, sich die eigenen Gefühle einzugestehen

und sie möglichst offen auszudrücken. Wer

nicht schreiben mag, kann auch ein Tonband

besprechen. Die Methode erfordert keine

Vorkenntnisse, ist für jedermann und überall

sowie jederzeit praktizierbar. Schreiben kann

Psyche, Seele und den Körper stärken und

ein Burnout verhindern. Es kann kommunikative

Kompetenzen stärken und helfen, den

Selbstwert zu stabilisieren. Schreiben als Begleitung

für Menschen, die sich selbst helfen

wollen, auch bei belastenden Erfahrungen.

Das Tagebuchschreiben hält sich für eine

Eigentherapie, bei der Menschen zu einer Art

Selbsterkenntnis gelangen können, die man

nur durch eine ehrliche Auseinandersetzung

mit sich selbst gewinnt.

Zur richtigen Zeit

Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Gerade

über sehr belastende Ereignisse sollte man

erst mit zeitlichem Abstand schreiben und

nach einem solchen Erlebnis mindestens ein

bis zwei Monate zuwarten. Wenn die Gefühle

zu stark werden, lieber aufhören: Das Schreiben

kann aufwühlend sein, viele sind danach

zunächst niedergeschlagen.

Seit vielen Jahren wird das Schreiben als

Therapiemethode auch in der Psychologie

genutzt und verschafft dort vielen Patienten

Linderung. Experten für expressives

Schreiben sind überzeugt, dass die schriftliche

Auseinandersetzung mit belastenden

Gefühlen und Erfahrungen einen positiven

Effekt auf die seelische Gesundheit von

Patienten hat. Es ist, als habe die emotionale

Öffnung die tapferen Schreiber

widerstandsfähiger gemacht. Zahlreiche

wissenschaftliche Studien mit grösseren

Versuchsgruppen haben diese These seither

bestätigt.

Inzwischen gilt das expressive Schreiben

als eine der am besten untersuchten Techniken

zur Selbsthilfe; das heisst, schriftlich

zu denken und alle Gedanken zur augenblicklichen

Fragestellung aufzuschreiben.

Das kann ruhig ganz unsortiert sein.

Hauptsache, alle Gedanken landen auf

dem Papier. Expressives Schreiben kann

Depressiven helfen, weniger zu grübeln.

Menschen, die Schreckliches erlebt haben,

überwinden mit den Übungen leichter eine

posttraumatische Belastungsstörung.

Die Seele «gesundschreiben»

Intuitiv kennen Menschen die Heilkraft der

Worte von jeher. Der erste Tagebuchschreiber,

dessen Aufzeichnungen zur Weltliteratur

aufstiegen, war Samuel Pepys, Staatssekretär

im englischen Marineamt. Ehrlich

und unverblümt schilderte er den Alltag

im London des 17. Jahrhunderts. Neben

Betrachtungen über Krieg und Politik faszinieren

heute vor allem seine Schilderungen

von privaten Erlebnissen, die dem Leser

eindrucksvoll Einblick in die Psyche eines

Menschen von damals verschaffen.

Weltberühmt ist «Das Tagebuch der Anne

Frank». Oder Franz Kafkas «Brief an den

Vater». Wie viele Tagebücher gibt es, die in

stillen Stunden der Verzweiflung geschrieben

wurden? Wie viele Briefe an verlorene

Geliebte, die nie abgeschickt wurden, aber

den Schmerz doch etwas linderten? Nicht

zuletzt deshalb ist der Psyche das Niederschreiben

von bedrückenden Gefühlen

und traumatischen Erlebnissen förderlich.

Beispiele für die schriftliche Selbsttherapie

finden sich in der Literatur. Von Christoph

Kolumbus bis Kurt Cobain, Sänger und

Gitarrist der Rockgruppe Nirvana, unter anderen

ebenso Schriftsteller Thomas Mann

oder Max Frisch betätigten sich auch privat

als Diaristen. Alle schrieben sie Tagebuch.

Psychologen setzen auf die verblüffende

Wirkung des Tagebuchschreibens.

Jacqueline Trachsel

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 49


Gesichtswasser gegen Unreinheiten die Haut

aus. Als Gegenreaktion produziert die Haut

mehr Fett, dadurch können vermehrt Akne

und Mitesser auftreten. Wenn der gewünschte

Erfolg ausbleibt, beginnen Jugendliche,

mit verschiedenen Produkten zu experimentieren.

Davon raten Fachleute jedoch ab.

Eine ohnehin schon irritierte Haut wird durch

ständig neue Substanzen zusätzlich gereizt.

Manche Jugendlichen beginnen, Pusteln und

Mitesser selber auszudrücken. Durch den

starken lokalen Druck können Bakterien in

das umliegende Gewebe gepresst werden,

wo sie Entzündungen auslösen, die eventuell

Narben nach sich ziehen. Bei anhaltenden

Hautproblemen sollte man sich von einer

Kosmetikerin oder einem Hautarzt beraten

lassen. Auch wenn durch Tattoos oder Piercings

Hautprobleme entstehen, muss man

sich rechtzeitig an eine Fachperson wenden;

denn es drohen auch hier Narben.

Hautpflege erlernen

Während der Pubertät verändert sich auch die Hautbeschaffenheit.

Damit sie den Wandel gut übersteht, brauchen junge

Menschen die Unterstützung der Eltern.

Wenn aus Kindern Erwachsene werden,

ändert auch die Beziehung zum eigenen

Erscheinungsbild. Der Spiegel wird zu einem

wichtigen Partner. Jugendliche beginnen,

Vergleiche zu anderen zu ziehen. Dabei

messen sie sich oft auch an Prominenten

aus der Musik- und Filmwelt. Im digitalen Zeitalter

ist dies ein besonders heimtückischer

Massstab: Bei makelloser Haut, vollen Lippen,

strahlenden Augen und einer ebenmässigen

Figur hat oft weniger die Natur die Hand im

Spiel als ein Fotobearbeitungsprogramm.

Zusätzlich sorgen die Schönheitschirurgie

sowie die Botoxspritze für eine kleinere Nase,

respektive für eine glatte Stirn. Für Jugendliche

ist es heutzutage eine besonders grosse

Herausforderung, ihren Körper so unperfekt

akzeptieren zu lernen, wie er ist; sie sind

umgeben von Stilikonen. Manche jungen

Menschen versuchen, ihn mit Extremdiäten

umzuformen. Mögliche unerwünschte Folgen

von einseitiger Diäternährung können unter

anderem Hautprobleme durch Vitalstoffmangel

sein.

Hautpflege nicht übertreiben

Da sich Mädchen und Burschen in der Pubertät

allmählich aus dem Schoss der Familie

lösen, legen sie zunehmend Wert auf die Akzeptanz

von Gleichaltrigen. Sie möchten sich

gerne in einer Clique oder einer anderen Gemeinschaft

aufgenommen fühlen. Der Körper

wird gewissermassen zur Visitenkarte, die gut

ankommen soll. Dabei müssen auch Duschgels,

Deos und Gesichtswasser ihren Beitrag

leisten: Der Pflegeaufwand steigt deutlich

an. Junge Menschen sind wenig erfahrene

Konsumenten, die Werbebotschaften noch

nicht kritisch hinterfragen können. Nicht

immer erwerben sie Produkte, die ihrer Haut

tatsächlich nützen. Pflegefehler kommen

öfters vor. So trocknen etwa alkoholhaltige

Feuchtigkeit zuführen

Burschen, die intensiv auf Sport und Fitness

setzen, damit ihre Muskelmasse zunimmt,

stehen nach dem Training unter die Dusche;

häufiger Wasserkontakt entzieht der Haut

schützende Fette, sie wird anfälliger für

Schrunden, Verletzungen und Juckreiz. Dennoch

sollten sie nicht zu häufig fetthaltige

Lotionen auftragen: Sie könnten die Haut

gewissermassen übersättigen und damit zu

Störungen führen. Jugendliche benötigen

eher feuchtigkeitsspendende Pflegemittel.

Schonende Wasch- und Duschgels, die einen

ausbalancierten pH-Wert aufweisen und

wenig Zusatzstoffe enthalten, sind auch für

junge Haut die richtige Wahl. Im Gegensatz

dazu können Produkte, die grössere Mengen

an Duft- oder Konservierungsstoffen enthalten,

zu Pusteln, Entzündungen und Ekzemen

führen. Zu häufig angewendete Peelings sind

ebenfalls kontraproduktiv. Bekanntlich gilt

der Leitspruch: Die Haut vergisst nie. Auch

junge Menschen müssen sich deshalb um einen

angemessenen Sonnenschutz kümmern,

damit heimtückische Spätfolgen ausbleiben.

Bei vielen Mädchen wird Make-up zum wichtigen

Thema. Manche orientieren sich beim

Schminken an den Stars aus der Film- und

Musikwelt – doch deren mediales Erscheinungsbild

lässt sich nicht 1:1 auf Heranwachsende

übertragen. Fachliche Anleitung und

Beratung beugt auch hier Problemen vor.

Adrian Zeller

50 Schweizer Hausapotheke 2-2019


Leiden Sie schon an einem Heuschnupfen

oder noch an einem Erkältungsschnupfen?

In der jetzigen Zeitperiode ist es

oftmals schwierig, einen Erkältungsschnupfen

von einem Heuschnupfen

zu unterscheiden.

Der Heuschnupfen beginnt plötzlich

mit heftigen Niesattacken, das

Nasensekret ist dabei wässerig und

klar – hingegen beginnt ein Erkältungsschnupfen

eher schleichend

und das Nasensekret ist dickflüssiger

und kann sich gelblich bis grünlich

verfärben. Ein weiteres Indiz für

einen Heuschnupfen können auch

die stark beissenden und brennenden

Augen sein, begleitet von

einem starken Jucken im Rachen.

Die Komponenten des Nasensprays

sind als Allrounder bei Schnupfen

oder Heuschnupfen einsetzbar.

Die hypertonische Meerwasser-

Lösung 2,2 % aus der Bretagne verflüssigt

den angehäuften, zähflüssigen

Schleim und trägt zur Normalisierung

der angeschwollenen

Nasenschleimhaut bei. Zudem wird

der Selbstreinigungsmechanismus

der Nase verbessert und die Entfernung

von Viren, Bakterien sowie

Pollen begünstigt.

Die beiden Pflanzenextrakte aus

echter Aloe Vera und Schwarzer

Johannisbeere wirken lindernd, befeuchtend

und bilden einen feinen

Film über die entzündete Nasenschleimhaut.

So schützen sie vor

neuen Angreifern.

Die ätherischen Öle der Bergkiefer,

Zitrone und des Australischen

Teebaums runden die abschwellende

Wirkung des Nasensprays

ab und erleichtern die Nasenatmung.

Das Sanacura®-Nasenspray eignet

sich im Winter wie auch im Frühjahr

als unterstützende Behandlung:

• bei saisonal bedingten Schnupfen

(Erkältung und Heuschnupfen)

• bei Sinusitis und Entzündungen

der Nasenschleimhaut

• nach chirurgischen Eingriffen

Das Nasenspray enthält keine gefässverengenden

Mittel. Die natür-

liche Wirkung der Pflanzen extrakte

und der ätherischen Öle biologischen

Ursprungs machen das

Sanacura-Nasenspray zu einem

gut verträglichen Produkt, dessen

häufiger Gebrauch keine Angewöhnung

und keine Gefahr von «Arzneimittel-Rhinitis»

mit sich bringt.

Medizinprodukt, erhältlich in

Ihrer Apotheke oder Drogerie.

Pharmacode 7095995

Müdigkeit, Bildung roter

Blutkörperchen, Immunsystem

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Erhältlich in Apotheken, Drogerien und Reformhäuser

Schweizer Hausapotheke 2-2019 51


Regenbogen

Ein weisser

Seit jeher machte der Regenbogen

grossen Eindruck auf die

Menschen; und dieser Eindruck

war manchmal so gewaltig,

dass man sich scheute, das

Wort «Regenbogen» direkt auszusprechen.

Der farbige Himmelsring verbildlicht ergreifende

Schönheit und Harmonie – besonders

dann, wenn er nach furchterregenden Regenstürmen

erscheint. So heisst es im Alten

Testament: «Wenn ich nun Gewölk über der

Erde balle und wenn der Bogen in den Wolken

erscheint, so will ich meines Bundes gedenken,

der zwischen mir und euch und allen

lebenden Wesen besteht, und niemals mehr

soll das Wasser zur Flut werden, um jegliches

Leben zu verderben».

Obwohl der Regenbogen auf viele Menschen

faszinierend wirkt, war er früher auch mit

viel Aberglauben verbunden. Oft deutete

man einen Regenbogen als schlechtes Vorzeichen:

Man sagte ihm nach, er ziehe an

seinen Enden alles nach oben, auch Wasser,

samt Fischen, für neue Gewitter. Auch als

Brücke ins Jenseits wurde der Regenbogen

oft gesehen.

Wenn der farbige Himmelsring verblasst

Normalerweise kennen wir den Regenbogen

als farbigen Ring am Himmel. Er entsteht

in der Regel, wenn das weisse Sonnenlicht

52 Schweizer Hausapotheke 2-2019

durch die Regentropfen – ähnlich wie in

einem Glasprisma – in die Spektralfarben rot,

grün, blau und violett zerlegt wird. Besonders

intensiv leuchtende, satt farbige Regenbögen

entstehen durch grosse Regentropfen, wie

sie zum Beispiel von Gewitterwolken produziert

werden. Wer einen Regenbogen sieht,

hat die Sonne im Rücken und der Mittelpunkt

des Regenbogens entspricht dem Gegenpunkt

der Sonne.

Manchmal kann sogar in kleinen Wassertröpfchen,

die vom Morgentau in einem

Spinnennetz hängen, das Farbsegment eines

schwachen Regenbogens beobachtet werden.

Am besten wird dieses Phänomen bei

einer Wanderung sichtbar, wenn im Vorbeigehen

plötzlich ein seidiger Schein von Farbe

durch ein Spinnennetz huscht. Je kleiner die

Wassertröpfchen, desto weniger farbig wird

ein Regenbogen. So sind in einem Spinnennetz

die Farben nur noch schwach sichtbar,

da von den ursprünglichen Regenbogenfarben

nur noch ein Hauch von Gelb und

Blau in den kleinen Tröpfchen erscheint. Im

Extremfall kann ein Regenbogen seine Farben

sogar gänzlich verlieren: Sind nämlich

die Tröpfchen, die von der Sonne beschienen

werden sehr klein, verblasst der Regenbogen

zu einem weissen Ring.

Farbloser Nebelbogen

So kann gerade in der Winterzeit manchmal

das seltsame Phänomen des Nebelbogens

beobachtet werden. Befindet man sich an der

Nebelgrenze – mit der Sonne im Rücken – und

schaut auf eine Nebelwand, erscheint ein

weisser Nebelbogen, der ungefähr doppelt

so breit ist wie ein gewöhnlicher Regenbogen.

Oft ist im Gegenpunkt der Sonne, der dem

Mittelpunkt des Nebelbogens entspricht,

noch der Schatten des Kopfes der Person

sichtbar, die den Nebelbogen anschaut. Weil

die Nebeltröpfchen sehr klein sind, brechen

sie zwar das Licht zu einem Regenbogen,

verursachen jedoch infolge ihrer geringen

Grösse Lichtüberlagerungen. Dieses Phänomen

ist auf die Wellennatur des Lichtes zurückzuführen:

Aus den Lichtüberlagerungen

der zerlegten Spektralfarben entsteht wieder

weisses Licht, welches in Form eines weissen

Nebelbogens erscheint.

Intensive Nebelbögen entstehen vor allem

an der Nebelgrenze, wo einerseits genug

Nebeltröpfchen vorhanden sind, andererseits

auch helle Sonnenstrahlen diese Nebelwand

bescheinen. Sobald Nebelschwaden die

Sonne verschleiern, verblasst auch der Nebelbogen.

Das gleiche Phänomen kann man

auch aus einem Flugzeug beobachten, wenn

die Wassertröpfchen einer Wolkenwand von

der Sonne beschienen werden.

Dr. Andreas Walker ist Wissenschaftsjournalist,

Buchautor und Naturfotograf.


Gesundheit

in Blogform

Schneller, besser, schöner?

Wir leben in einer technisch weit fortgeschrittenen Welt. Unsere

Computer haben sich enorm entwickelt: Heute sind sie so klein,

dass sie in einem Handy Platz haben. Wir können dank ihnen

rund um die ganze Welt kommunizieren.

Auch die Medizin hat enorme Fortschritte gemacht. Dank Computer-

und P-E-Tomographien können Bänderrisse diagnostiziert

und Tumore frühzeitig erkannt werden. Dank der Forschung

konnten viele Krankheiten ausgerottet werden, oder sie sind

zumindest behandelbar geworden. Technik ist aus der Medizin

nicht mehr wegzudenken.

Auch in der Naturheilkunde sind technische Geräte dankbare

Hilfsmittel. Durch die Bioresonanz finden wir schnell heraus,

welche Allergien wir haben. Heute gibt es für jedes Wehwehchen

Tabletten und für jede Krankheit eine Medizin. Wir spritzen

Falten weg, straffen schlaffe Haut, operieren Segelohren an und

schiefe Nasen gerade. Wir lassen Haare mit Laser entfernen,

korrigieren Sehschwächen und können einen Grauen Star

operieren. Doch sind wir durch diese moderne Medizin wirklich

gesünder geworden?

Wir bekämpfen Symptome, anstatt den Ursachen einer Erkrankung

auf den Grund zu gehen. Wir haben heute gar keine Zeit,

ein paar Tage mit Grippe, Menstruationsbeschwerden oder

Migräne zu Hause zu bleiben: Der Leistungsdruck ist so gross

geworden – und Stress ist bekanntlich das grösste Gift für uns.

Äusserlichkeiten sind enorm wichtig geworden – und das Innere

wird deutlich vernachlässigt. Und wozu das alles? Um schneller,

besser, schöner zu werden?

Gesund zu sein bedeutet für mich, auf seinen Körper zu hören,

denn so spricht die Seele zu uns; aber wir haben verlernt, auf

ihre Stimme zu hören. Sie kann sich auch über Körpersignale

bemerkbar machen. Und da beginnt die Ehrlichkeit sich selbst

gegenüber: Schalten wir mit Medikamenten immer nur die

Krankheitssymptome aus, oder schauen wir hin und fragen und

erforschen, weshalb wir erkrankt sind? Nehmen wir uns Zeit, die

Ursachen der Erkrankung anzugehen, oder machen wir weiter

wie bisher?

Wenn wir die moderne Medizin weglassen würden, müssten wir

der nackten Wahrheit über unsere Gesundheit ins Auge schauen.

Denn dann wäre ersichtlich, wer falsche Zähne trug, wer

den Grauen Star und wer ein Hinkebein hatte; und es würden

weniger alte Menschen leben, welche durch Medikamente oder

Operationen am Leben gehalten wurden.

Auch unsere Ernährung hat sich enorm verändert. Heute werden

Joghurts quasi «tot» verkauft, denn in den meisten sind

keine Milchbakterien mehr vorhanden. Deswegen braucht es

wiederum nahrungsergänzende Mittel, welche Milchbakterien

enthalten. Käsereien gehen pleite, weil der Kunde lieber die

toten, günstigeren Joghurts im Grossverteiler kauft, statt ein

handgemachtes Joghurt mit natürlichen Milchbakterien. Übers

Fleisch spreche ich lieber gar nicht.

Metzgereien, Käsereien, Bäcker sind schon Nostalgie. Auf den

Feldern sieht man heute viel weniger Bauern; das moderne Gemüse

kommt aus Monokulturen, welche automatisch gewässert

und gespritzt werden. Eine Tomate muss schön aussehen – ob

sie jemals Sonnenlicht gesehen hat, und ob darin überhaupt

noch Vitamine sind, ist egal, denn dafür gibt es ja Vitaminpillen.

Heute werden Tomaten mit Chemie bespritzt, damit alle zur

selben Zeit reif sind und die Pflücker nur einmal durchs Feld

gehen müssen. Zeit sparen, Kosten sparen – und das auf Kosten

unserer Gesundheit.

Früchte müssen eine bestimmte Grösse und Form haben, damit

sie als «Klasse 1» verkauft werden können. Äpfel werden mit

Läuseblut und klebrigem Lack poliert, damit sie im Handel

schön glänzen. Ein Bio-Apfel sieht auf den ersten Blick zwar

matt aus und beherbergt eventuell einen Wurm, was für einen

Veganer natürlich fatal wäre. Weiss der eigentlich über das

Läuseblut Bescheid? Gegen die Würmer und anderes Ungeziefer

müssen wir viele Pestizide auf das sonst so gesunde

Essen spritzen. Dadurch sterben Kleintiere, und wir stören das

natürliche Gleichgewicht. Irgendwann wird wohl auch die Biene

aussterben – jedenfalls wenn wir so weitermachen. Aber das

schafft ja dann neue Arbeitsplätze für uns, die menschlichen

Blüten-Bestäuber.

Brigitte Böhlen

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Schweizer Hausapotheke 2-2019 53


JAHRE 1

89

1 plus 89 – unser Jubiläumswettbewerb Nummer 2

Als Hauptpreis verlosen wir ein Aqua Dynamic-Wasserbett, mit

100 Prozent stabilisierter Wassermatratze, inklusive Wärmesystem,

Lieferung und Montage im Wert von Fr. 2030.–.

Aqua Dynamic ist seit 1982 Schweizer Wasserbett-Marktleader. Die

Betten zeichnen sich aus durch die stufenlos einstellbare Bett-Temperatur

– im Winter wohlig warm, im Sommer angenehm kühl und die unübertroffene

Körperanpassung ohne Druckstellen. Ideal für die perfekte

Abstützung der Wirbelsäule in jeder Lage. Wasserbetten sind gewärmt

und ungewärmt erhältlich, sie passen in praktisch jede bestehende

Bettstelle. Mehr Infos auf www.wasserbett.ch

Für einen ruhigen, erholsamen Schlaf!

Als «Trostpreise» verlosen wir 89 Bio-Lavendel Kissensprays von

Aromalife im Wert von je Fr. 14.50.

Anwendung des Sprays: Drei bis sechs Sprühstösse dieses schnelltrocknenden

Sprays auf dem Schlafkissen oder Laken verteilen.

Tipp: Kann auch als Raumspray verwendet werden.

Lesen Sie die Schweizer Hausapotheke und entdecken Sie wiederum

eine von uns versteckte, nostalgische Illustration – erschienen 1939.

MITMACHEN UND GEWINNEN

Jubiläumswettbewerb 1 plus 89

Notieren Sie die richtige Seitenzahl und vielleicht gehören Sie

schon bald zu den glücklichen Gewinnerinnen oder Gewinnern.

Notieren Sie die richtige Seitenzahl – und vielleicht

Name/Vorname

gehören Sie schon bald zu den Gewinnern.

Strasse/Nr. Teilnahme mit Name, Anschrift und Seitenzahl

per Mail an

PLZ/Ort

Illustration service@schweizerhausapotheke.ch

auf Seite:

(Betreff: Wettbewerb Jubiläum 2)

Talon einsenden an: Schweizer Hausapotheke,

«Wettbewerb Jubiläum 2», Könizstrasse 25, 3008 Bern

Einsendeschluss: 20. April 2019

Teilnahme per E-Mail: service@schweizerhausapotheke.ch


(Betreff: Wettbewerb Jubiläum 2)

Einsendeschluss: 20. April 2019 2/19

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kann Ihnen helfen!

Magnesium spielt nicht nur im Sport, sondern auch im

Alltag eine wichtige Rolle. Innere Unruhe, Konzentrationsschwäche,

Stress sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit

können Anzeichen von einer unzureichenden Magnesiumversorgung

sein.

Magnesium Biomed ® DIRECT ist ein Nahrungsergänzungsmittel

für die Extra-Portion Magnesium. Das

Granulat mit fruchtigem Himbeergeschmack wird ohne

Flüssigkeit eingenommen und zergeht auf der Zunge –

ideal für unterwegs.

Magnesium Biomed ® DIRECT ist glutenfrei, zuckerfrei,

laktosefrei und enthält keine tierischen Bestandteile.

Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche

und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Biomed AG, 8600 Dübendorf, © Biomed AG.

09/2018. All rights reserved.

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Für eine ausgeglichene Versorgung mit essenziellen Aminosäuren

Immer mehr Menschen ändern

ihre Ernährung und verzichten

ganz oder teilweise auf tierisches

Protein. Vegetarische und vegane

Ernährung sind inzwischen weit

herum bekannte Ansätze.

Diese Ernährungsweisen haben

zwar Vorteile, aber es ist nicht immer

einfach, pflanzliche Ernährung

und die Bedürfnisse des menschlichen

Körpers unter einen Hut zu

bringen. Es ist wichtig zu wissen,

dass unser Organismus die sogenannten

essenziellen Aminosäuren,

die für die Proteinsynthese und

den Stoffwechsel unerlässlich sind,

nicht selber herstellen kann. Bestimmte

Pflanzen können kleine

Mengen dieser speziellen Aminosäuren

liefern. Weil wir aber davon

keine Reserven bilden können – und

schon gar nicht mit vegetarischer

oder veganer Ernährung – benötigen

Anhängerinnen und Anhänger

dieser Ernährungsweisen täglich

eine ausgeglichene Zufuhr, die mit

unserer Lebensweise und unserem

Appetit oft unvereinbar ist.

Zwar finden sich in praktisch allen

Nahrungsmitteln essenzielle

Aminosäuren; in genügender

Menge und optimaler Zusammensetzung

allerdings nur in Proteinen

tierischer Herkunft. Während

Milchprodukte und Eier bei Vegetarierinnen

und Vegetariern den Bedarf

an essenziellen Aminosäuren

meist kompensieren, ist die Situation

von Veganerinnen und Veganern

heikler. Selbst bei bes-ten ernährungsphysiologischen

Kenntnissen

kommt es sehr häufig zu

Nährstoffmängeln und zu Stoffwechselstörungen,

darunter hormonelle

Störungen, was zur Rückbildung

verschiedener Gewebearten

führen kann, darunter Knochen

und Muskulatur.

Fast alle Proteinergänzungsmittel

stammen aus tierischem Eiweiss.

Allerdings steht inzwischen

ein neues Produkt, Nutrinamin®

AAComplex zur Verfügung. Es liefert

alle essenziellen Aminosäuren

in idealer Zusammensetzung und

Menge. Überdies sind diese Aminosäuren

nicht tierischen Ursprungs

und eignen sich deshalb für Veganerinnen

und Veganer. Selbstverständlich

erleichtern sie auch

Vegetarierinnen und Vegetariern

die Ernährung. Die Einnahme ist

sehr einfach: Täglich wird der Inhalt

eines Beutels in nur 200 ml

BESTELLTALON

Wasser aufgelöst und im Lauf des

Tages getrunken.

Nutrinamin AAComplex ist unter

Pharmacode 7186976 in Apotheken

und Drogerien erhältlich. Fordern Sie

unter nutrinamin@hygis.ch oder mit

dem ausgefüllten Talon ein Muster an

(nur solange Vorrat!) und probieren

Sie das neue Proteinergänzungsmittel

aus.

Bitte schicken Sie mir ein Muster Nutrinamin Gratismuster Nutrinamin AAComplex

zusammen mit der Informationsbroschüre.

zusammen mit der Informationsbroschüre.

Name/Vorname

Strasse/Nr. Bestellung mit Name, Anschrift und Jahrgang per Mail an

service@schweizerhausapotheke.ch

PLZ/Ort

(Betreff: Nutrinamin)

E-Mail

Geburtsjahr

Talon einsenden an: Schweizer Hausapotheke, «Nutrinamin»,

Könizstrasse 25, 3008 Bern

Teilnahme per E-Mail: service@schweizerhausapotheke.ch

(Betreff: Nutrinamin) 2/19

Schweizer Hausapotheke 2-2019 55


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56 Schweizer Hausapotheke 2-2019

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