Alnatura Magazin März 2019

alnatura

Jubiläum: 25 Jahre Baby- und Kleinkindsortiment // Lebensmittelverschwendung: Ideen zur Resteverwertung // Warenkunde: Sprossen

März 2019

ISSN 1612-7153

alnatura.de

Farbangaben 4c

orange 75m/100y

Farbangaben 4c

Blau 100c / 73m/ 0y / 4k

WARENKUNDE

Sprossen

JUBILÄUM

25 Jahre

Baby- und

Kleinkindsortiment

REZEPTIDEEN

8 Frühlingsrezepte

zum Herausnehmen


ANZEIGE

Natürlich wertvoll

Für Dein inneres Gleichgewicht

Glow-Drink

(für 2 Portionen)

1 Apfel

1 Birne

½ Gurke

1 Handvoll Baby-Spinat

Saft von 1 Limette

150 – 200 ml Wasser

1 – 2 TL Alnavit Bio Ingwer Saft

3 EL Alnavit Bio Aloe Vera Direktsaft

Kräftig mixen und frisch genießen.

Unterstützung aus der Natur

Die naturbelassenen Bio Pflanzen- und Direktsäfte von Alnavit unterstützen eine bewusste

Ernährung im Einklang mit der Natur. Entdecke die Produktvielfalt in Deinem Alnatura

Super Natur Markt sowie weitere Rezepte unter www.alnavit.com.

www.alnavit.com


Farbangaben 4c

März 2019

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Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

das Buch des israelischen Historikers Yuval Noah Harari »Homo

Deus« ist seit Monaten ein Bestseller. Der Autor zeichnet darin den

Weg nach, den die Wissenschaft verfolgt, um den Menschen zu einem

gottähnlichen Wesen zu machen. Der Weg erfolgt in drei Etappen:

Zunächst optimiert der Mensch durch Bioengineering seine DNA, um

sich neue Dimensionen im Denken, Fühlen und Wollen zu ermöglichen.

In der zweiten Etappe ergänzt der Mensch seinen Körper mit

technischen Apparaten und wird damit zur Mensch-Maschine, die mit

der Welt vernetzt »Übermenschliches« vermag. Eine weitere Veränderung

ist die Vorstellung einer Maschine, die durch künstliche

Intelligenz anstelle eines menschlichen Gehirns »gottähnliche

Eigenschaften« hat und den Menschen in seinem natürlich gegebenen

Vermögen überragt. Dieses Angst einflößende Szenario beschreibt

die Möglichkeit, dass die »Supermaschinen« sich verselbstständigen

und den Menschen vernichten. »Die freiwillige Selbsterlösung des

Menschen hat sich in eine unfreiwillige Selbstauflösung verwandelt«

(René Scheu, Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2018, Seite 1).

Doch entspricht dieser von Harari geschilderte Zukunftsentwurf

unserem Verständnis einer menschlichen Zukunft der Erde und eines

zukünftigen Menschenbildes? Mitnichten, genau das Gegenteil äußert

sich in den Trends und Entwicklungen unseres Zeitalters. Immer

mehr Menschen suchen nach einer Stabilisierung ihrer Individualität

durch Bewusstseinsklarheit und wollen sich im Handeln als schöpferisches,

kreatives Wesen erfahren. Wir wollen unsere Ich-Wirksamkeit

spüren und unserem Leben einen Sinn geben.

Prof. Dr. Götz E. Rehn,

Gründer und Geschäfts -

führer Alnatura

Die Überlegungen von Harari sollen uns

aufrütteln. Nur wir selbst bestimmen

über unsere Zukunft. Eine Natur, die

sich durch unsere Unterstützung besser

entfaltet als ohne uns, ist der Rahmen,

ein Leben, das die Verwirklichung des

Menschen zum Ziel hat, unser Weg.

Mit herzlichen Grüßen

Wir feiern 25 Jahre Babyund

Kleinkindsortiment!

Mit Gewinnspiel auf Seite 12.

26

8

Aktuelles von Alnatura 4

Titel Warenkunde 6

Rezeptideen 8

Alnatura Markenprodukte 10

Gewinnspiel 12

Alnatura Qualität 14

Hersteller-Reportage Brinkers 16

Hersteller-Reportage Bohlsener Mühle 20

Gartentipps 23

Alnatura Nachhaltigkeit 26

Naturdrogerie 28

Hersteller-Interview Seepje 32

Aktuelles aus Bio-Welt und Gesellschaft 36

Rundum nachhaltig 38

Gesellschaft 40

Achtsam leben 42

Süddeutsche Zeitung Familie 44

Bio-Restaurants 46

Gern geklickt 48

Vorschau, Märkte, Impressum 50


Aktuelles

von Alnatura

Jetzt ohne Plastikdeckel

Alnatura hat die Plastikdeckel der Soja-Joghurtalternativen

entfernt. Dadurch werden vier Tonnen Plastik

pro Jahr eingespart. In den Alnatura Super Natur

Märkten gibt es die 400-Gramm-Becher in den

Geschmacksrichtungen Natur,

Mango und

Vanille seit dem

1. Januar plastikdeckelfrei.

Buch-Tipp

»Willkommen, Baby!« von Caroline Hosmann: Ein Buch für

alle werdenden oder frischgebackenen Eltern, die ihrem Kind

Natürliches, Schönes und vor allem Selbstgemachtes mit auf

den Weg geben wollen. Sei es das gestrickte Babymützchen, der

genähte Kuschelhase, ein Spieltrapez aus Holz oder ein handgeschnitzter

Greifling.

Die Autorin, Naturpädagogin

und Mutter von

vier Kindern, vereint in

diesem liebevoll gestalteten

Buch zauberhafte

Anregungen und einfache

Anleitungen.

Erschienen im Verlag

Freies Geistesleben für

20,– Euro. AW

Gutes für Sie, die Umwelt

und die Bienen

Ab März erhalten Sie in Ihrem Alnatura Markt zwei

Exklusivsets, gemeinsam entwickelt von Weleda und

Alnatura. Das Set »Blütenzauber« (13,85 Euro) enthält

ein Alnatura Saatguttütchen »Blumenmischung«

sowie die Wildrose-Verwöhndusche (200 ml) und die

Mandel-Sensitiv-Handcreme (50 ml) von Weleda. Für jedes

verkaufte Set fließt ein Euro an den Saatgutfonds der

Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Das Set »Frühlingsgefühl«

(12,85 Euro) enthält ein Alnatura Saatguttütchen

»Bienenschmaus« sowie die Lavendel-Entspannungsdusche

(200 ml) und die Sanddorn-Handcreme (50 ml)

von Weleda. Hier geht pro verkauftem Set ein Euro an

die Initiative Mellifera e. V. Die Produktzusammenstellungen

werden jeweils in hübschen Geschenkverpackungen

angeboten und sind für einen Zeitraum von vier bis

sechs Wochen erhältlich.

NEU!

Menü für die Kleinsten

Ein vegetarisches Bio-Menü für Babys

nach dem 4. Lebensmonat – mit grünem

Gemüse wie Erbsen, Zucchini und

Spinat sowie Hirsevollkornflocken. Der

Babybrei ist fein püriert und wird ohne

Salzzusatz mit Zutaten aus Demeter-Landbau

hergestellt.

4 Alnatura Magazin März 2019


Neueröffnungen

Alnatura Super Natur Märkte

Dritte Filiale in Regensburg

Kumpfmühler Brücke, ab 14. März

alnatura.de/marktsuche

Ausbildung

für die Zukunft

Gemeinsam sinnvoll handeln

Süße Lätzchen zum Jubiläum

Zum 25-jährigen Jubiläum des Alnatura Baby- und

Kleinkindsortiments gibt es in den Alnatura Super Natur

Märkten jetzt einen ganz besonderen Geburtstagsgruß

von People Wear Organic: mintfarbene Lätzchen zum

Knöpfen und mit Ärmeln aus kuscheligem gewebtem

Frottee mit Küken-Abbildungen und fröhlich gelben Säumen.

Das Lätzchen zum Knöpfen schützt das Baby vor

Verschmutzungen und ist auch zum Abputzen

nach dem Essen prima geeignet. Das Ärmellätzchen

macht ständiges Umziehen des

Kindes überflüssig und ist gerade zu Beginn

der Beikostgabe

besonders

hilfreich.

Du hast Freude am Um gang mit Menschen,

interes sierst dich für Bio-Lebens mittel und packst gern

aktiv mit an? Dann bewirb dich bei Alnatura als

Lehrling zur Kauffrau/zum Kaufmann

im Einzelhandel

mit der IHK-Zusatz qualifikation Naturkosthandel

Wir freuen uns über deine Bewerbung, die du direkt

auf alnatura.de/ausbildung hochladen kannst.

Wir feiern 25 Jahre Babyund

Kleinkindsortiment!

Lesen Sie mehr auf den Seiten 10 bis 13.

Kräftig punkten mit

der PAYBACK App

Vom 4. bis 31. März 2019 erhalten Kundinnen

und Kunden bei der Nutzung der PAYBACK App viele

Extrapunkte*. Bei Alnatura erhalten Sie dreifach

Punkte für die Nutzung der mobilen PAYBACK Karte

und siebenfach Punkte für bargeldloses Bezahlen

mit PAYBACK PAY. Zusätzlich können Sie im Kampagnenzeitraum

über eine Million Preise beim großen

App-Gewinnspiel gewinnen. Wir wünschen viel Spaß

beim Punkten und viel Glück!

Neugierig?

Das erzählen Alnatura Lehrlinge über

ihre Ausbildung: Hier geht‘s zum Film

* Abweichende Incentivierungen je Partner. Die Punktegutschrift

erfolgt innerhalb von vier Wochen nach Einkauf. Alle Infos

und Teilnahmebedingungen unter PAYBACK.de/mobilpunkten


Sprossen selbst ziehen

Viele Pflanzensamen eignen sich für die Keimling- und Sprossenanzucht.

Dabei haben sie oft Vorlieben hinsichtlich Licht, Tem peratur und Co.

Ideal für den Einstieg sind Alfalfa oder Mungobohnen:

Samen einige Stunden in Wasser einweichen. Gequollene Samen in

ein großes Glas geben und etwa zweimal täglich wässern. Überschüssige

Flüssigkeit durch ein Sieb oder feinmaschiges Tuch abgießen. Glas schräg

stellen, sodass die Feuchtigkeit entweichen und die Luft zirkulieren kann.

Je nach Sorte können nach zwei bis sieben Tagen die ersten Keimlinge

oder Sprossen geerntet werden.

Für die Anzucht von Kresse genügt sogar eine flache Schale mit feuchtem

Papier oder Mull, welches täglich wohldosiert mit Wasser besprüht wird.

Brokkoli

Radieschen

(rechts und im Glas)

Gemüse

Im Sommer gibt es Gemüse in Hülle und

Fülle, Brokkoli und Radieschen beispielsweise

haben von Juni bis September Saison.

Jetzt im Frühjahr kann man schon einmal

ihre frisch gezogenen Sprossen genießen.

Die von Brokkoli und Radieschen sind nach

drei bis fünf Tagen zu ernten und schmecken

mild-würzig beziehungsweise charakteristisch

scharf. So bereichert das Minigemüse

außerhalb seiner Saison Salat,

Omelett, Dip oder Aufstrich.

WARENKUNDE

Keimlinge und Sprossen

Sie sind die klassischen Fensterbankgewächse und können

unsere Küche jetzt, wo frisches Grün noch immer rar ist,

ungemein bereichern. Das Grundprinzip: Die Samen von Hülsenfrüchten,

Saaten oder auch Gemüse beginnen durch Wärme

und vor allem Wasserzugabe mit ihrer Keimung. Das heißt,

der Samen quillt, bricht auf und das Wachstum zu einer neuen

Pflanze beginnt. Dieses Minigewächs mit Wurzel nennt die

Botanik Keimling. Sobald der Spross kräftiger wird und sich

gar die ersten zarten Blätter zeigen, ist umgangssprachlich

von Sprossen oder Grünkraut die Rede. AW

Kresse

6 Alnatura Magazin März 2019


Bohnen, Linsen und Co.

Unter den Hülsenfrüchten gibt es einige, die sich sehr gut zur Anzucht

von Keimlingen oder Sprossen eignen: Soja- und Mungobohnen,

Kichererbsen oder Linsen beispielsweise. Sie haben vor allem in der

asiatischen Küche eine lange Tradition und kommen in zahlreichen

Wok-Gerichten vor. Dort sollten sie mitgekocht werden, denn Hülsenfrüchte

enthalten den gesundheitlich bedenklichen Stoff Phasin,

der erst durch Hitze zerstört wird.

Belugalinsen

Mungobohnen

Klassiker

Auch die Gartenkresse ist perfekt für den Einstieg in die Sprossenanzucht.

Innerhalb von fünf bis sieben Tagen wächst aus ihren kleinen

Samen ein aromatisch-scharfes Grünkraut, welches hervorragend

auf Butter- und Quarkbrot schmeckt. Etwas milder, aber nicht minder

aromatisch ist das erste Grün der Luzernesamen, hierzulande eher

als Alfalfa bekannt. Sieben Tage braucht es, bis die frischen Sprossen

geerntet werden können. Mit ihrem nussigen Aroma schmecken sie –

bestenfalls zuvor erhitzt – im Salat, Smoothie oder als Suppeneinlage.

Alfalfa

Hygiene ist das A und O

Keimlinge und Sprossen mögen – und das eint sie leider

mit vielen Schimmel- und Bakterienkulturen – feuchtwarmes

Klima. Daher sollten sie immer im Kühlschrank aufbewahrt und

innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Für die Eigenanzucht

gilt: Gefäße vor und nach der Benutzung immer gründlich

reinigen, mit heißem Wasser und Essig beispielsweise. Während

des Keimvorgangs ist auf eine ausreichende Belüftung und das

Meiden von Staunässe zu achten. Immungeschwächte Menschen

oder auch Schwangere sollten Keimlinge und Sprossen nicht

roh, sondern ausschließlich erhitzt verzehren.


REZEPTIDEEN

Pikante Sprossenküche

Mit Sprossen kann man vielen Gerichten eine frische,

knackige Note verleihen – einfach indem sie über

Salat, Suppe oder Bowl gestreut werden. So wie in

diesem aromatischen Rezept, wo Brokkolisprossen

nicht nur für eine gewisse Würze, sondern auch

für einen dezenten Kohlgeschmack sorgen.

8 Alnatura Magazin März 2019


gelingt leicht

Zubereitungszeit: 25 min

+ 17 min Kochzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 605 kcal, Fett 28 g,

Kohlen hydrate 58 g, Eiweiß 29 g

Bowl mit Sprossen und

Haselnuss-Espresso-Dressing

Zutaten für 2 Portionen

270 ml Wasser / 125 g Basmati-Wildreis-Mischung /

Meersalz / 200 g Räuchertofu Mandel-Sesam / 1,5 EL Sesamöl

/ 125 g vorgegarte Rote Bete / 65 g Feldsalat /

50 g Brokkolisprossen / 15 Espressobohnen / 1,5 EL Haselnussmus

/ 2 EL Apfelessig / 1 TL Dattelsirup

Zubereitung

250 ml Wasser in einem Topf aufkochen, Reis und ½ TL Salz

zugeben und bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel

10 min köcheln lassen.

Räuchertofu etwa 1 cm groß würfeln. Sesamöl in einer

beschichteten Pfanne erhitzen und den Tofu darin 7 min

ringsum kross braten.

Rote Bete abtropfen lassen und mit dem Gemüsehobel in

feine Scheiben hobeln. Feldsalat und Sprossen waschen und

trocken schütteln.

Espressobohnen im Mörser grob zerstoßen und mit

Haselnussmus, Apfelessig, Dattelsirup, restlichem Wasser

und ¼ TL Salz zu einem Dressing glatt rühren.

Fertigen Reis auf 2 Schüsseln verteilen. Feldsalat und Rote-

Bete-Scheiben darauf anrichten, Tofuwürfel und Sprossen

dazugeben und alles mit Dressing beträufeln.

Hinweis: Espresso enthält Koffein und wirkt anregend.


ALNATURA MARKENPRODUKTE

25 Jahre Alnatura Babyund

Kleinkindsortiment –

von Anfang an in Bio-Qualität

Seit mittlerweile 25 Jahren wachsen Babys und Kleinkinder

mit der besonderen Alnatura Qualität auf. Alle landwirtschaftlichen

Zutaten stammen zu hundert Prozent aus Bio-Anbau,

wenn möglich sogar aus Demeter-Landbau. So tragen heute

rund 65 Prozent der Alnatura Baby- und Kleinkindprodukte

das Alnatura Demeter-Siegel. Wir danken allen Eltern, Großeltern

und Kindern für ihr Vertrauen!

Unsere Qualitätsgrundsätze

• Alle landwirtschaftlichen Zutaten stammen

zu 100 % aus Bio-Anbau

• Wann immer möglich, kommen die Zutaten

von Demeter- oder Bioland-Vertragspartnern

• Den Babygläschen wird kein Salz zugesetzt*

• 100 % Frucht für alle Obstgläschen, die Süße

stammt nur aus den Früchten*

• Bei den Keksen für Kleinkinder werden alternative

Süßungsmittel wie Agavendicksaft eingesetzt

• Einfache Rezepturen mit wenigen unterschiedlichen

Zutaten – für eine stufenweise Einführung

neuer Lebensmittel

• Geschmacksausbildung beim Kind durch große

Produktvielfalt

• Rezepturentwicklung mit unabhängigen Experten

1994

* Zutaten enthalten von Natur aus Salz und Zucker.

Links: Bereits vor 25 Jahren gab es das Alnatura

Gläschen Früh karotte in Demeter-Qualität.

Rechts: So sieht das Gläschen heute aus. In ihm

steckt die Demeter- Karottensorte Rodelika.

2019


Was bedeutet Demeter?

Der biodynamische Landbau

(Demeter) ist die ursprünglichste und konsequenteste

Form der ökologischen Landbewirtschaftung.

Durch das harmonische Zusammenwirken

von Mensch, Tier, Boden

und Pflanze werden beste Lebensmittel für

den Menschen hervorgebracht. Rund 65

Prozent der Alnatura Baby- und Kleinkindnahrung

haben Demeter-Qualität.

Natürliche Ernährung von Anfang an –

das Alnatura Sortiment

1994 begann alles mit einer kleinen Auswahl an Alnatura Babygläschen,

Breien und Tees. Doch die Nachfrage nach Baby- und

Kleinkindnahrung in besonderer Bio-Qualität wurde schnell so

groß, dass Alnatura heute mit rund hundert verschiedenen Produkten

eine große Bio-Vielfalt für die Kleinsten bietet. Vom

Gemüsebrei und feinen Obstmahlzeiten in den ersten Monaten

bis hin zu Getränken und kleinen Knabberartikeln im Kita-Alter.

Wir feiern das Jubiläum

mit einem attraktiven Gewinnspiel!

Siehe nächste Seite.

Alnatura Magazin März 2019 11


GEWINNSPIEL

»Goldene« Löffel gesucht!

Einen von 25 goldfarbenen Löffeln finden

und einen Holzbauernhof mit Spielfiguren

der Marke Ostheimer gewinnen

Zum Jubiläum haben wir Verstecken gespielt: Finden Sie einen

von 25 goldfarbenen Babylöffeln mit individuellem Gewinncode, die

wir in den Aktionspackungen des Alnatura Hafer-Getreidebreis

versteckt haben, und gewinnen Sie einen von 25 hochwertigen Holzbauernhöfen

mit Spielfiguren der Marke Ostheimer im Gesamtwert

von je rund 300 Euro.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

Weitere Infos zum Gewinnspiel

finden Sie unter

alnatura.de/goldenerloeffel

Diese goldfarbenen

Babylöffel

werden gesucht.

12 Alnatura Magazin März 2019


HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Margarete Ostheimer GmbH

Ostheimer ist seit über 75 Jahren

Hersteller von hochwertigen Holzspielzeugen

aus nachhaltiger

Forstwirtschaft. Die Überzeugung:

Erlebbare hochwertige Qualität liegt

in einem Spielzeug, das vom Entwurf

bis hin zum vollendeten Einzelstück von Hand geschaffen

wird. Die Figuren werden mit ausgesuchten Farben

und biologischen Ölen behandelt, welche die natürlichen

Eigenschaften des Holzes bewahren

und für Kinderhände beim Spiel

erlebbar machen.

Die Dessertprodukte von

Söbbeke sind ganz natürlich

und frei von Aromazusätzen.

Die fruchtige Rote Grütze

mit erlesenen Kirschen und

Beeren ist pur oder kombiniert

mit der Vanillesoße ein

Genuss für Groß und Klein.

Söbbeke

Bio Rote Grütze** oder

Bio Bourbon-Vanillesoße**

• Rote Grütze: Fruchtgrütze mit

Sauerkirschen, Himbeeren sowie Roten

und Schwarzen Johannisbeeren;

schmeckt auch kombiniert mit Milchreis,

Eis oder anderen Desserts

• Vanillesoße: hergestellt aus frischer

Sahne und echter Bourbonvanille;

Bioland-Qualität; schmeckt pur sowie

in Kombination mit Roter Grütze

und vielen anderen Desserts

Rote Grütze 500 g 3,29 € (1 kg = 6,58 €)

Vanillesoße 200 g 0,99 € (100 g = 0,50 €)

* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet

sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese

Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Filialen erhältlich.


ALNATURA QUALITÄT

Nur drin, was wirklich nötig ist

Alnatura Produkte haben vorzugsweise einfache Rezepturen und kurze

Zutatenlisten. Nur was wirklich nötig ist, kommt in Tüte, Glas und

Co. Das gilt nicht nur für süßende Zutaten oder Salz, sondern auch für

Zusatzstoffe. Stattdessen setzen wir auf hochwertige Rohstoffe, schonende

Verarbeitung und handwerkliches Können in der Herstellung.

Einfache Rezepturen und kurze Zutatenlisten –

Beispiele für unseren Qualitätsgrundsatz:

Eine edle Bitterschokolade

aus nur

drei Zutaten: Kakaomasse,

Kakaobutter

und Rohrohrzucker

Proteinreiche

Nudeln aus

hundert Prozent

roten Linsen

Für Babys nach dem

4. Lebensmonat:

ein Obstgläschen

aus hundert Prozent

Demeter-Äpfeln

Schmeckt Groß und

Klein: ein Knabberartikel

aus Hirse und

Meersalz

Eine vegane

Milchalternative

aus Sojadrink

und Joghurtkulturen


Ohne Zusatzstoffe – Beispiele für

unseren Qualitätsgrundsatz:

Ohne Carrageen

Carrageen ist ein aus Rotalgen gewonnenes

Gelier- und Verdickungsmittel. Für Bio-

Lebensmittel ist der Zusatzstoff zwar rechtlich

zugelassen, in

den Alnatura

Produkten

verzichten wir

dennoch konsequent

darauf.

Carrageen kommt

hier nicht vor.

Was sind Zusatzstoffe?

Über 300 Zusatzstoffe sind für konventionelle

Lebensmittel in der EU zugelassen. Ihre Aufgaben und

Funktionen sind sehr verschieden. So sollen beispielsweise

Geschmacksverstärker und Süßungsmittel den

Genusswert steigern, Farbstoffe machen bunt und

Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit. Die

meisten dieser Lebensmittelzusatzstoffe sind für

Bio-Produkte tabu. Die EG-Öko-Verordnung erlaubt aktuell

53 Lebensmittelzusatzstoffe. Weniger als die Hälfte

davon findet man in den Alnatura Produkten. So verzichten

wir beispielsweise grundsätzlich auf Carrageen

und zum Färben werden ausschließlich Lebensmittel

wie Rote Bete oder Spinat verwendet. Auch bemühen

wir uns um den Verzicht auf Lecithin – ein Zusatzstoff,

der beispielsweise in Schokolade weit verbreitet ist.

Ohne Stabilisatoren

Alnatura Produkte enthalten

so gut wie nie Stabilisatoren.

Das heißt beispielsweise für

die Kokosmilch: Feste Bestandteile

können sich am

oberen Dosenende absetzen.

Daher vor dem Öffnen gut schütteln. Bei

den Nussmusen kann sich im Laufe der Zeit

produkt eigenes Öl absetzen. Durch Umrühren

werden sie wieder cremig.

Ohne Lecithin

Alnatura Schokoladen haben einen zarten Schmelz.

Ausreichend langes Conchieren macht sie so zart

und erlaubt den Verzicht auf den Emulgator Lecithin.

Selbst wenn die EG-Öko-Verordnung diesen Zusatzstoff

erlaubt: In den

Alnatura Tafelschokoladen

kommt kein Lecithin

zum Einsatz. Mitunter –

vor allem bei zu warmer

oder zu kalter Lagerung

– führt der Lecithinverzicht

zu einem grauen

Belag auf der Schokolade.

Er stammt aus der

Fettkomponente und ist

unbedenklich.

Ohne Rieselhilfe

Salz neigt dazu, Feuchtigkeit

anzuziehen und zu verklumpen.

Die Lösung ist oft der Zusatz einer

Rieselhilfe wie Calciumcarbonat

oder Siliziumdioxid. Nicht so in

Alnatura Salzen – hier werden

Rieselhilfen nicht eingesetzt.

Alnatura Magazin März 2019 15


HERSTELLER-REPORTAGE

Zu Besuch bei den

Schokocreme-Experten

Die Firma Brinkers gilt als Spezialist für Schokoladenaufstriche

und ist mit neuen Produkten in den letzten

Jahren stark gewachsen. Alnatura durfte einen Blick

hinter die Kulissen des Familienunternehmens werfen.


Danny Schuwer, CEO des niederländischen Unternehmens

Brinkers.

Glas für Glas wird unter Aufsicht von zwei Mitarbeitern

in weißen Kitteln auf dem Fliessband geprüft.

Unmittelbar darauf werden die Gläser von einer Maschine

auf den Kopf gedreht und mit Druckluft ausgeblasen, bevor

nur wenige Meter weiter dunkelbraune, flüssige Schokocreme in

die Gefäße gefüllt wird. Überall klimpert und klackert es. Der

Rest geht dann ganz schnell: Deckel aufschrauben, Etiketten

aufkleben und ab in den Karton. Das alles passiert nahezu vollautomatisch.

130 Jahre Unternehmens geschichte

Wir sind zu Besuch im niederländischen Enschede. Bei der Firma

Brinkers werden heute Schokocremes für die ganze Welt produziert.

Doch die Geschichte des Familienunternehmens startete

eigentlich ganz anders. Bernadus Brinkers gründete 1889 im

Westen der Niederlande einen Margarinevertrieb und produzierte

diese einige Jahre später auch selbst. 1947 brachte einer seiner

Söhne die Schokoladenbutter Choba auf den Markt und legte

damit den Grundstein für die zukünftige Ausrichtung des Betriebs.

Heute, gut 70 Jahre später, ist das Unternehmen spezialisiert

auf Bio-Schokoladenaufstriche und exportiert seine Produkte in

mehr als 60 Länder. Das starke Wachstum – insbesondere in den

letzten Jahren – sei vor allem durch die frühzeitige Fokussierung

auf Bio möglich gewesen, erklärt Danny Schuwer. Er führt die

Geschäfte des Familienbetriebs zusammen mit Joa und Bernard

Brinkers. Auch heute noch befindet sich das Unternehmen vollständig

in Familienbesitz. »Wir haben 1987 angefangen, uns mit

Bio zu beschäftigen, und nur wenige Jahre später unsere erste

eigene Bio-Marke It's my Life an den Start gebracht«, erinnert sich

der Geschäftsführer. 1992 zog das Unternehmen nach Enschede,

nahe der deutschen Grenze, und entwickelte weitere eigene

Marken und Produkte. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet

Brinkers mittlerweile mit Bio-Produkten.

Alnatura Magazin März 2019 17


Brinkers kurz gefasst

Das niederländische Familienunternehmen

Brinkers produziert Schokoladenaufstriche

für die ganze Welt und setzt

dabei auf Bio und fairen Handel. In den

letzten Jahren hat die vegane Linie zunehmend

an Bedeutung gewonnen und

sorgte für kräftiges Wachstum.

Gründung 1889 von Bernadus Brinkers

Geschäftsführung Danny Schuwer,

Joa und Bernard Brinkers

Unternehmensstandort Produktion

und Verwaltung in Enschede (NL)

Beschäftigte ca. 70 aus 16 Nationen

Export in mehr als 60 Länder der Welt

Ein Teil des Brinkers-Teams (von links nach rechts): Anke Pelgrim, Daniela

Schnieders, Peter Krijnsen, Danny Schuwer, Klara Cakir, Joa Brinkers, Bernard

Brinkers, Anke de Zwart, Qian Lu

Große Kessel voller Schokoladencreme

In der Produktion duftet es nach Kakao und Haselnüssen.

Jan-Arjen Kuipers beugt sich über einen von

drei großen Edelstahltanks. Der Produktionsleiter

bei Brinkers ist in seinem Element und erklärt: »Wir

befinden uns sozusagen im Herzen der Produktion.

Hier kommen alle Zutaten für die jeweilige Rezeptur

zusammen und werden sorgfältig vermengt, bevor

sie im nächsten Schritt zu der feinen Creme vermahlen

werden, die wir am Ende haben wollen.« Jeder der

drei silbrig glänzenden Tanks fasst tausend Kilogramm.

Die Grundzutaten, wie aufgerührte Haselnusspaste,

Kakao, Öl oder Zucker, gelangen über dünne Rohrleitungen

direkt in die Tanks. Bestimmte Nussmischungen

und weitere spezielle Zutaten werden von

18 Alnatura Magazin März 2019


Der Produktionsprozess der verschiedenen Schokoladenaufstriche

wird permanent kontrolliert. Neben der Rohstoffauswahl sei

dies der zweite wichtige Aspekt bei der Herstellung von hochwertigen

Schokocremes, erklärt Geschäftsführer Danny Schuwer.

Chocolate Rhapsody heißt die Premium-Marke von

Brinkers. Die mittlerweile elf Sorten sind nummeriert,

jedoch wurde die No. 1 erst kürzlich vergeben. Gianduja mit

40 Prozent italienischen Haselnüssen ist die No. 1 geworden

– der Lieblingsaufstrich des Brinkers-Chefs Danny Schuwer.

Bio- und Fairtrade-zertifiziert, vegan, palmöl-, sojaund

glutenfrei: Die 2016 eingeführte Marke So Vegan

So Fein kombiniert eine ganze Reihe gefragter Produkteigenschaften

und Verbraucherwünsche und ist damit außerordentlich

erfolgreich am Markt. Der Vegan-Trend sei zum

Lifestyle geworden und noch lange nicht vorbei, sagt

Marketingverantwortliche Anke de Zwart.

Hand zugegeben. Produziert und abgefüllt wird in

Enschede fünf Tage die Woche rund um die Uhr. Lediglich

am Wochenende von Freitag- bis Sonntagabend

stehen die Anlagen still. 2017 investierte Brinkers

in den Standort und er weiterte die Lagerfläche

durch den Bau eines neuen Distributions zentrums

um 2 500 Quadratmeter. So wurde auch ein Ausbau

der Produktion möglich. »Zusätzlich zu den beiden

bestehenden Produktionslinien richten wir gerade

eine dritte ein«, erklärt Produktionsleiter Kuipers.

»Hier sollen zukünftig Minigläschen für den Foodservice-Bereich,

also Hotels und Gastronomie, abgefüllt

werden.«

Auf dem richtigen Weg

Anke de Zwart arbeitet seit 18 Jahren bei Brinkers

und ist für Vertrieb und Marketing zuständig. »Wir

haben immer daran geglaubt, dass wir auf dem

richtigen Weg sind«, sagt sie. Auf diesem Weg hin

zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell sei Bio

ein grundlegender Bestandteil. »Wir wollen Verantwortung

übernehmen, für unsere Region, für unsere

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Anbaubedingungen

in den Herkunftsländern«, so de Zwart.

Neben der Bio-Zertifizierung legen die Niederländer

weitere Schwerpunkte. So stammt ein Großteil der

Rohwaren aus fairem Handel und auch das Thema

Palmölersatz steht ganz oben auf der Agenda. Danny

Schuwer sieht genau darin den Schlüssel zum Erfolg:

»Wir schauen ganz genau, was die Verbraucherinnen

und Verbraucher wollen. Das verbinden wir dann mit

unserer eigenen Überzeugung und Identität. So entstehen

unsere Produkte.«

Einhundert Prozent Bio als Ziel

In der hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung

arbeiten drei Personen jeden Tag an neuen

Ideen und Rezepturen. Hier ist auch die jüngste

Marke So Vegan So Fein entstanden, die seit 2018 in

den Alnatura Regalen zu finden ist. Die Produkte

sind nicht nur vegan, bio- und Fairtrade-zertifiziert,

sondern auch ohne Palmöl hergestellt sowie glutenund

sojafrei. Zum Schluss verrät Anke de Zwart uns

noch ein kleines Geheimnis: Rhapsody, It’s my Life,

Symphony – fast alle Markennamen haben etwas mit

Musik zu tun, sind beispielsweise an Songtitel angelehnt.

»Alle diese Namen hat Danny sich ausgedacht.

Seine Wurzeln liegen eigentlich in der Musik«, erzählt

die Marketingverantwortliche. So arbeitete der

heutige Brinkers-Chef in den 70er-Jahren unter anderem

als Produzent der erfolgreichen nieder ländischen

Country-Pop-Band Tumbleweeds. Heute spiele er lediglich

noch hin und wieder etwas Gitarre, so de Zwart.

Danny Schuwer blickt derweil lieber nach vorn,

spricht über neue Verbraucherwünsche und innovative

Produkte. Das Ziel für die Zukunft hat er dabei

stets im Blick: »Wir wollen innerhalb der nächs ten

fünf Jahre einhundert Prozent Bio erreichen.« MaWi

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HERSTELLER-REPORTAGE

Einwanderung erwünscht

Quinoa kommt aus Peru. Stimmt. Aber die Bohlsener Mühle bietet den

»Reis der Inka« aus Norddeutschland an. Das Alnatura Magazin besuchte

das Projekt und sprach mit einem deutschen Quinoa-Bauern.

Geld verdienen wir damit noch

nicht«, erklärt Philip Luthardt,

Nachhaltigkeitsmanager bei der

Bohlsener Mühle. Dennoch gibt es gute

Gründe, warum der Bio-Pionier seit drei

Jahren das gemeinsame Quinoa-Projekt

in Norddeutschland fördert: »Wir lernen

gemeinsam mit den Bauernhöfen und

dem Saatgutexperten. Wir wünschen uns

mehr Vielfalt auf dem Acker, möchten

die regionale Bio-Landwirtschaft fördern,

für den Klimawandel rüsten und zukunftsfähig

machen. Langfristig sollen auch

Transportwege reduziert werden.« Eine

interessante Idee, aber bleiben da nicht

die peruanischen Bäuerinnen und Bauern

auf der Strecke? Und zweiter Einwand:

Gibt es nicht genug einheimisches Getreide,

sprich alte Sorten, die man reaktivieren

könnte, um die Vielfalt zu fördern?

Für alte Sorten setzt sich die Bohlsener

Mühle seit Jahren ein, um die Fruchtfolgen

auf den Äckern zu optimieren.

Einkorn, Emmer, Leinsaat und Buchweizen

kultivieren die landwirtschaftlichen Höfe

für das Unter nehmen – ökologisch, versteht

sich. Olaf Wilkens, seit 1994

Bioland- zertifiziert, experimentiert gerne

mit seltenen Feldfrüchten wie Lupinen,

Buchweizen und Leinsamen. Für seinen

eigenen Kompost hält er auch noch

25 Rinder. Beim Quinoa-Projekt ist er

einer von vier Bio-Bauern, die mit von

der Partie sind. Auf sieben Hektar baut

er Quinoa an, die Mitte September gedroschen

wurde. 2018 gab es 50 Prozent

Ernteausfall, weil sich aufgrund der Trockenheit

die Wiesenwanze auf dem Feld

breitgemacht hatte. Im Bio-Landbau sind

Quinoa-Anbau in Norddeutschland:

Noch immer ein

Versuchsprojekt, das nur partnerschaftlich

funktioniert.

Bio-Bauer Olaf Wilkens (links)

und Philip Luthardt, Nachhaltigkeitsmanager

bei der Bohlsener

Mühle, testen auf insgesamt

25 Hektar gemeinsam den

Quinoa-Anbau.


Nicht weit hergeholt: Quinoa aus Deutschland.

Probieren Sie die Vollkorn-Quinoa in der Variation

Chili con Quinoa oder statt Risotto – ein Quinotto. Die

perlenförmigen, winzigen hellgelben bis braunen Körner

schmecken leicht nussig und haben auch nach dem

Kochen noch Biss. Quinoa-Mehl ist zum glutenfreien

Backen geeignet und ideal für Pfannkuchen.

keine chemisch-synthetischen Schädlingsbekämpfungsmittel

erlaubt, also mussten

die Bäuerinnen und Bauern mit den Wanzen

leben und werden weiterforschen, wie sie

unerwünschte Besucher künftig von ihren

Feldern fernhalten. »Wir üben eben noch«,

erklärt Wilkens. Ansonsten ist die spezielle

Quinoa-Sorte Jessy ideal an den Boden

und das Klima in Norddeutschland angepasst.

Robust und anspruchslos hält sie

Trockenheit, Regen und Kälte aus. In den

peruanischen Anden wächst Qunioa auf

bis zu 4 000 Meter Höhe. Nur enthält die

Sorte Jessy nahezu keine Saponine. Andere

Sorten schützen sich mit diesem Bitterstoff

in der Schale vor Schädlingen und

sind daher im ungewaschenen und unpolierten

Zustand ungenießbar. Normalerweise

müssen diese Saponine nach der

Ernte aufwendig in Handarbeit ab gerieben

werden. Nicht so die Vollkorn- Quinoa

der Bohlsener Mühle, die eben nicht gewaschen

und abgerieben werden muss. »Interessant

ist, dass wir die mit der Quinoa

verwandte Melde bei uns schon lange kennen.

Die Melde zählt wie die Quinoa auch

zur Gattung der Gänsefußgewächse und

ist bei uns ein unerwünschtes, aber gut gedeihendes

Beikraut. Warum sollten wir die

Quinoa also nicht bei uns als Kultur anbauen?«,

fasst Wilkens zusammen.

Und was ist mit den Bauernhöfen in

den Anden? Die hohe Quinoa-Nachfrage

bei uns führt zu höheren Weltmarktpreisen,

die aber nicht unbedingt bei den

Bäuerinnen und Bauern vor Ort ankommen.

Quinoa

Zum Teil kann sich die Bevöl kerung ihre

Quinoa nicht mehr leisten, weil sie zu

höheren Preisen nach Europa exportiert

wird. »Ziel des Quinoa-Projekts ist es

auch, den Bäuerinnen und Bauern in Südamerika

langfristig etwas zurückgeben

zu können«, ergänzt Philip Luthardt, der

unter anderem Entwicklungshilfe studiert

hat. Und wer Bedenken hat, dass ihm

Quinoa nicht einheimisch oder deutsch

genug ist: Die Kartoffel und der Mais

waren es vor ein paar hundert Jahren auch

noch nicht. Sie stammen ebenfalls aus

Südamerika. SUS

Quinoa (Chenopodium quinoa) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen

der Welt und ist in den südamerikanischen Anden zu Hause.

Das als »Reis der Inka« bezeichnete Pseudogetreide gehört zur Gattung

der Gänsefußgewächse und ist botanisch betrachtet eher mit

Spinat, Mangold und Roter Bete verwandt als mit Getreide. Beim

Kochen wird es hingegen wie Getreide verwendet. Bei den Inkas

war es einmal Hauptnahrungsmittel, sie schrieben dem Korn sogar

magische Kräfte zu. Nachdem die spanischen Eroberer den Quinoa-

Anbau verboten und europäische Getreidearten in Südamerika

eingeführt hatten, war die Volksnahrung fast dem Untergang geweiht

und blieb auch in Europa bis ins 20. Jahrhundert nahezu unbekannt.

Inzwischen hat Quinoa wieder an Bedeutung für die Ernährung

und Landwirtschaft in Südamerika gewonnen, in Europa

feierte sie in den letzten Jahren einen Siegeszug als »Superfood«.

Menschen, die sich vegetarisch und vegan ernähren, schätzen

Quinoa als wertvolle Proteinquelle. Zudem ist sie glutenfrei und eignet

sich somit auch für die Ernährung bei Gluten unverträglichkeit.

Hauptanbauländer sind Peru, Bolivien und Ecuador. In

Deutschland werden nur geringe Mengen – meist zu Versuchszwecken

– angebaut.

Bohlsener Mühle

kurz gefasst

Standort Bohlsen bei Uelzen

Tradition und Innovation Über 700 Jahre

Müllerei-Tradition; Pionier der Naturkostbranche:

40 Jahre Verarbeitung und Veredelung

von Bio-Getreide

Partnerschaft Über 200 Bio-Bauern aus der

Region beliefern die Mühle mit Bio-Getreide

Engagement für soziale Projekte, Umweltschutz

und ländliche Entwicklung

Nächstes Ziel CO 2 -Neutralität des Betriebes

Alnatura Magazin März 2019 21


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

Aus unserem Sortiment

Bauckhof

Demeter-Dinkelmehl Vollkorn** vegan

• Vollkornmehl von Dinkel aus biodynamischem Landbau

(Demeter)

• ideal zum Backen von Brot, Brötchen, Kuchen, Pizza,

Torten, Keksen und Plätzchen

• mit dem Fair-Bio-Logo als Zeichen für kurze Transportwege,

Transparenz und langfristige Partnerschaften

Adrian Manufaktur

Bio-Apfelessig** oder Bio-Apfelbalsamessig**

• Apfelessig: fruchtiger Essig aus traditionellen

Apfelsorten; ideal als Begleiter von Salaten

• Apfelbalsamessig: aus regionalen Apfelsorten,

mit Apfeldicksaft veredelt; mildfruchtig

und süß-säuerlich im Geschmack

• ohne Zusatz von Zucker und Aromen,

ungeschwefelt

Apfelessig 500 ml 6,49 € (1 l = 12,98 €)

Apfelbalsamessig 250 ml 7,49 €

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Die Apfelessigspezialitäten von

Adrian Manufaktur werden mit

Bioland-Äpfeln aus der Region

Bodensee-Oberschwaben hergestellt

– hundert Prozent Natürlichkeit

für besten Geschmack.

22 Alnatura Magazin März 2019

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Das Vollkorn-Dinkelmehl

von Bauckhof besteht

aus alten Ur-Dinkelsorten

wie Oberkulmer Rotkorn

und Schwabenkorn, die

in der Bauckhof-Mühle

schonend gemahlen

werden.

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Bio-Müsli »Frühsportfreunde Premium Granola« vegan

oder »Late Night Breakfast Premium Granola« vegan

• Frühsportfreunde: in Kokosöl geröstetes Hafer-Granola

mit Kokosspalten und Himbeeren

• Late Night Breakfast: in Zartbitterschokolade geröstete

Haferflocken mit schokolierten Salzbrezeln, Kürbiskernen

und Kakaobohnensplittern

• die soziale Müslirösterei schafft Job-Perspektiven für

Menschen, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte vom

Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind

Frühsportfreunde Premium Granola 280 g 6,99 € (1 kg = 24,96 €)

Late Night Breakfast Premium Granola 290 g 6,99 € (1 kg = 24,10 €)

Die haltbare Milch

von Berchtesgadener

Land schmeckt dank

des schonenden

Herstellungsverfahrens

fast wie frisch und ist

ungekühlt lagerfähig –

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Milchgenuss.

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Haltbare Bio-Alpenmilch 3,5 % oder

Haltbare fettarme Bio-Alpenmilch 1,5 %

• traditionell erzeugt von Naturland-Höfen

aus der Alpenregion

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1,5 % Fett; homogenisiert

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Schonverfahren

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Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Filialen erhältlich.


GARTENTIPPS

Gemüse säen in Mischkultur

Nette Nachbarinnen und Nachbarn mag jeder. Auch Gemüse schätzt es, wenn es

in bunter Gesellschaft mit anderen Arten, Kräutern oder Blumen wachsen darf.

So fühlen sich alle wohl, wachsen üppig und bleiben gesund.

Mischkultur ist eine Tradition, die über

Jahrhunderte in Bauerngärten gepflegt

wurde und bis in die heutige Zeit überlebt

hat. Die Pflanzen-Partner nutzen

Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe effizient

aus. Wenn sich mehrere Gemüse das

Beet teilen, haben Wildkräuter geringere

Chancen zu keimen, weil Salate, Möhren

und Kohlrabi innerhalb kurzer Zeit den

Boden beschatten. Und je mehr Arten auf

dem Beet wachsen, desto schwieriger ist

es für Schädlinge, ihr Lieblingsgemüse in

dieser Vielfalt aufzuspüren. Außerdem

verströmen Pflanzen ober- und unterirdische,

meist gasförmige Signale, warnen

damit vor Schädlingen, rufen Nützlinge

herbei, beeinflussen das Mikroklima im

Wurzelbereich oder bremsen das Wachstum

von Nachbarpflanzen aus.

Wie funktioniert Mischkultur?

Gärtnerinnen und Gärtner können beim

Mischkulturanbau kaum Fehler machen,

ausgenommen die Partner zu eng zu

pflanzen. Der Abstand zwischen den Reihen

sollte unbedingt beachtet werden.

Menschen ohne Vorkenntnisse versuchen

sich besser zunächst an den Klassikern:

Möhren + Steckzwiebeln: Ende März

April in Reihen mit 20 cm Abstand Möhren

säen, Zwiebeln stecken; Ernte ab August.

Spätmöhren + Lauch: April – Ende Mai

in Reihen mit 30 cm Abstand; Möhren ins

Beet säen, Lauch setzen; Ernte im Spätherbst.

Salate + Kohlrabi: April – Ende Juli Kopf-,

Romana- oder Batavia-Salat und Kohlrabi

in Reihen mit 20–25 cm Abstand pflanzen.

Pflücksalat + Radieschen: Mitte März

August alle 2–3 Wochen 1–2 Reihen mit

15–20 cm Abstand aussäen. Salat auf 20 cm,

Radieschen auf 4–6 cm Abstand ausdünnen.

Ernte spätes Frühjahr bis Herbst.

Erdbeeren + Knoblauch: Knoblauch im

März oder September zwischen die Erdbeeren

stecken. Er beugt Grauschimmel

an Erdbeeren vor.

Buschbohnen + Bohnenkraut: Anfang

Mai – Anfang Juli satzweise in Reihen mit

20 cm Abstand säen. Ernte nach 10–12

Wochen. Bohnenkraut wehrt die Schwarze

Bohnenlaus ab.

Blumenkohl oder Brokkoli + Sellerie:

Pflanzen ab Mitte Mai abwechselnd mit

50 cm Abstand in ein gut gedüngtes Beet

setzen.

Kräuter duften

den Garten gesund

Im Bio-Garten werden die klassischen

Mischkultur-Duos gerne mit Blumen und

Kräutern ergänzt. Diese locken mit Nektar

und Pollen unzählige Nützlinge an. Marienkäfer,

Florfliegen, Schlupfwespen oder

Schwebfliegen sind dann bereits vor Ort,

wenn die Blattläuse beginnen, sich zu vermehren,

oder Raupen sich an Gemüse und

Salaten einfinden. Einige dienen Blattläusen

oder Schnecken als Futterpflanze

und locken sie vom Gemüse weg.

Entdecken Sie die Vielfalt

kraut&rüben ist das Original unter den

Bio-Gartenmagazinen. Seit über 30 Jahren

steht kraut&rüben für hohe gärtne rische

Kompetenz, verbunden mit Lust auf Genuss

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AUS UNSEREM SORTIMENT*

Auf in den Garten!

Die Bingenheimer Saatgut AG vertreibt als Teil eines starken Netzwerks

Saatgut samenfester Sorten von Gemüse, Kräutern und Blumen an Hobby- und

Erwerbsgärtner. Das Saatgut wird von rund 90 Partnern biodynamisch und

ökologisch vermehrt.

Die gemeinnützige Organisation ProSpecieRara setzt sich für den Erhalt

alter Kulturpflanzen ein. Denn viele der Sorten, die unsere Vorfahren gezüchtet

haben, sind bereits verschwunden oder stehen kurz vor dem Aussterben. Das Gütesiegel

von ProSpecieRara steht für die Qualität in der Erhaltungszucht dieser Sorten.

Bioterra ist ein torffreies Bio-Erdensortiment mit Ökozertifizierung. Die

Rezeptur besteht unter anderem aus ausgesuchten Rohstoffen wie reifem

Grüngutkompost aus Landschaftspflegematerial, Rindenhumus aus regionaler

Eifler Rinde, Holzfasern aus regionalem Nadelholz und organischem Dünger.

Das Biogarten-Sortiment von Aries ist für große und kleine Hobbygärtnerinnen

und -gärtner: Bio-Power für starke Pflanzen und bienenfreundliche Samenbomben,

mit denen gleich die ganze Stadt zum Garten wird – natürlich bestückt

mit samen festem Bio-Saatgut. Für eine buntere und lebenswertere Welt!

Anmerkung zu den Packshotgrößen:

Da es sich hier wie auch bei Steckbriefen um verkaufte

Anzeigenplätze handelt haben wir bislang aus Gründen der

Gerechtigkeit die Abbildungen der verschiedenen Hersteller

etwa gleich groß auf der jeweiligen Seite platziert.

Dabei kann ein realistisches Größenverhältnis nur bedingt

berücksichtigt werden. (Im konkreten Fall müsste die

Blumen erde etwa 10 mal so groß auf der Seite stehen wie

die Tomatensamen.)

Aries

Blumendünger oder Bio-Samenbomben

Der Blumendünger fördert ein gesundes Wachstum

und prächtige Blüten bei allen Zierpflanzen.

Die Samenbomben zaubern blühende und bienenfreundliche

Inseln in jede Stadt.

Blumendünger 250 ml 3,99 € (100 ml = 1,60 €)

Samenbomben Pck. 3,99 €


Der Thementisch des Monats

Die hier abgebildeten Produkte finden Sie

in Ihrem Alnatura Super Natur Markt

auf dem Thementisch und im Regal.

Bingenheimer Saatgut

Lieblingsfutter für die Biene

Phazelie, Gelbsenf und Inkarnatklee blühen nicht nur farbenfroh,

sondern liefern Bienen und anderen Insekten eine

ausgezeichnete Nahrungsquelle. Mit jeder verkauften Packung

gehen fünf Cent an das Netzwerk Blühende Landschaft.

Die drei Gründüngungs-Pflanzen wirken außerdem

wie eine Kur für den Boden und aktivieren das Bodenleben.

Phazelie Pck. 7,99 €

Gelbsenf Pck. 5,99 €

Inkarnatklee Pck. 5,99 €

Bioterra

Bio-Blumenerde oder

Bio-Kräuter- und Anzuchterde

Die torffreie Blumenerde eignet sich für

alle Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen,

ist aus nachwachsenden Rohstoffen

hergestellt und mit organischen Düngern

aufgedüngt. Die Anzuchterde ist speziell

für das Heranziehen von Jungpflanzen

und die Kultur von Kräutern geeignet.

Beide sind öko-zertifiziert.

je 15 l 3,79 €

* Bei den hier vorgestellten Produkten handelt es sich um Anzeigen.

Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

ProSpecieRara

»Cuor di bue« Tomate

Die Ochsenherztomate bildet große,

typisch geformte Früchte und hat

einen ausgezeichneten Geschmack –

vor allem, wenn man sie frisch aus

dem Garten erntet und isst.

Stk. 2,99 €

Alnatura Magazin März 2019 25


ALNATURA NACHHALTIGKEIT

Biodiversität für

Außerirdische

Nachhaltigkeit ist ein Begriff mit vielen Facetten. Artenvielfalt und

Klimaschutz gehören ebenso dazu wie der Umgang mit Mitarbeitenden

oder der Einsatz umweltfreundlicher Baumaterialien. In dieser Serie

möchten wir Sie mitnehmen auf eine Reise in die Alnatura Unternehmenskultur,

in der Nachhaltigkeitsthemen fest verankert sind.

Kleines Gedankenspiel: Stellen

Sie sich die Erde aus der

Weltraumperspektive vor. Wie

würden Sie einem Außerirdischen

unseren Planeten beschreiben? Bunt,

vielfältig und lebendig? Damit hätten Sie

im Grunde die Biodiversität umschrieben,

also die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten

und ihrer Lebensräume. Und vielleicht

würden Sie auch erwähnen, wie widersprüchlich

wir Menschen mit dieser Vielfalt

umgehen. Denn einerseits erfreuen

wir uns an der faszinierenden, schönen

und, ja, immer wieder überraschenden

Unterschiedlichkeit in der Tier- und Pflanzenwelt.

Doch andererseits verhalten wir

uns im Alltag so, als ob uns die Natur mit

ihren unendlich vielen Facetten nicht

wichtig sei, und treten sie, wider besseren

Wissens, mit Füßen.

Die Liste solcher menschlichen Unachtsamkeiten

ist lang: abgeholzte Wälder,

Monokulturen und Pestizideinsatz in der

Landwirtschaft, immer mehr Verkehrswege,

hemmungsloser Abbau von Rohstof

fen und so weiter. Ernüchternd sind

die Zahlen zur Entwicklung der Biodiversität.

Alleine in Deutschland sind laut

Bundesminis terium für Bildung und Forschung

ein Viertel aller Pflanzenarten und

ein Drittel aller Tierarten in ihrem Bestand

gefährdet. Bereits vor der Haustür kann

der Artenschwund auffallen. Oder sehen

Sie auf Feldern noch Fasane oder Rebhühner?

Hören Sie beim Spazierengehen

noch die Feldlerche? Sogar bei den Kulturpflanzen,

also den Pflanzen, die der

Mensch gezielt zum eigenen Nutzen anbaut

und durch Züchtung verändert, ist

die Vielfalt zurück gegangen, nach Angaben

der Welter nährungsorganisation FAO in

den letzten hundert Jahren um 75 Prozent.

Was jeder tun kann

Mit dem fortschreitenden Verlust der

Artenvielfalt wird unsere Erde Tag für Tag

etwas farbloser und eintöniger. Viele

Menschen möchten daran etwas ändern.

Und auch wir von Alnatura fragen uns,

welchen Beitrag wir zum Erhalt der Biodiversität

leisten können. Natürlich stärkt

der Kauf von Bio-Lebensmitteln den biologischen

Landbau und hilft so der Artenvielfalt.

Doch nur Bio zu kaufen reicht nicht,

zumal erst sechs Prozent der in Deutschland

verkauften Lebensmittel ökologischen

Ursprungs sind. Deshalb ruft Alnatura

immer wieder neue Initiativen ins Leben,

die sinnvoll für Mensch und Erde sind.

Vorzugsweise solche, bei denen Alnatura

Kundinnen und Kunden selbst aktiv werden

können, zum Beispiel die Saatgut-

Initiative.

Jedes Frühjahr, und das bereits seit

2003, bieten wir die Alnatura Saatgutmischungen

an. Die Tütchen mit Namen wie

»Bienenschmaus«, »Schmetterlingsgruß«

oder »Essbare Blüten« schaffen jedes Jahr

auf zahllosen Balkonen und Gärten Lichtblicke

– fürs Auge, für Insekten und für

die Forschung. Fürs Auge, weil die Samen

bis in den Spätsommer hinein für ein

Partnerschaft mit Mellifera e. V.

Die Honigbiene (lateinisch Apis mellifera) dient dem Verein für wesensgemäße

Bienenhaltung – Mellifera e. V. – als Namens patin. Vor über 30 Jahren in Süddeutschland

gegründet, ist seine Vision heute wie damals: eine Welt mit Biene,

Mensch und Natur im Einklang. Entsprechend vielfältig sind die Projekte und Initiativen

des Vereins: Imkerkurse, Veranstaltungen für päda gogische Fachkräfte

oder politische Aktionen, die für die Biene und gegen Pestizide, Gentechnik und

Co. kämpfen. All dies braucht Unterstützung, auch finan ziell. Daher kommt der Verkaufserlös

des Alnatura »Bienen schmauses« Mellifera e. V. zugute.

In den vergangenen zehn Jahren waren das etwas mehr als

261.900 Euro. Davon wurden unter anderem 150 Referentinnen

und Referenten geschult, die in der Öffentlichkeit Vorträge

darüber halten, wie Landschaft bienenfreundlicher gestaltet

werden kann. Mehr Infos unter mellifera.de

26 Alnatura Magazin März 2019


HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Unser Zeichen für

Nachhaltigkeit

Wie kann man Nachhaltigkeit bildhaft

machen? Wir haben uns für die Lemniskate

entschieden, das mathematische

Zeichen für Unendlichkeit. Die Lemniskate

zeigt die Wechselwirkung zwischen

Mensch und Erde auf, verdeutlicht durch

die Dimensionen der Nachhaltigkeit. Sie

steht für einen Kreislauf zwischen Umwelt,

Wirtschaft, Sozialem und Geistig-

Kulturellem.

buntes Blütenmeer sorgen. Für Insekten,

weil sich an den Blüten Schmetterlinge,

Bienen und viele andere Sechsbeiner laben.

Und für die Forschung, weil Alnatura von

jedem verkauften Saatguttütchen einen

Teilbetrag an Einrichtungen spendet, die

sich für mehr Biodiversität einsetzen.

Allein seit 2010 haben Alnatura Kundinnen

und Kunden mehr als 1,6 Millionen

Saatguttütchen gekauft. Hierdurch kam

eine Spendensumme von rund 700.000

Euro zustande. Ein Großteil des Geldes

ging an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung

Landwirtschaft sowie an Mellifera.

Der Saatgutfonds fördert gemeinnützige

Initiativen, die sich für die Erforschung

der ökologischen Pflanzenzüchtung und

damit für Vielfalt engagieren. Mellifera ist

ein Verein, der sich der Erforschung einer

zukunftsfähigen, wesensgemäßen Bienenhaltung

verschrieben hat. Wussten Sie,

dass Bienen rund 80 Prozent der heimischen

Pflanzen bestäuben und damit nicht

nur unsere Nahrungsgrundlage, sondern

auch die Artenvielfalt sichern?

Kehren wir zur Weltraumperspektive

zurück. Vielleicht würden intelligente

Außer irdische verstehen, dass auch wir

Menschen ein Abbild der Natur und ebenfalls

vielfältig sind. Und dass wir auf die

Unterschiedlichkeit angewiesen sind, weil

nur durch Vielfalt Reibung, Lebendigkeit

und letztlich auch Entwicklung entsteht. VL

Mehr über unser

Nachhaltigkeitsengagement

finden Sie unter

alnatura.de/nachhaltigkeit

Das Color- und das Universal­

Waschpulver von Ecover

wirken stark gegen Flecken.

Die Inhaltsstoffe basieren auf

Pflanzen sowie Mineralien

und sind biologisch abbaubar.

Die Kartons bestehen zu

90 Prozent aus recyceltem

Papier.

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biologischem Anbau

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und optische Aufheller

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sind, handelt es sich um Anzeigen. Diese

Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


NATURDROGERIE

Nachhaltig waschen,

putzen und reinigen

Ökologische Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel (WPR) basieren auf

natürlichen Substanzen und sind deshalb besonders schonend für

Mensch und Umwelt. Das WPR-Sortiment in den Alnatura Super Natur

Märkten umfasst etwa 150 Produkte – Tendenz steigend. Um ein

breites Angebot zu ermöglichen und den Richtlinien zu entsprechen,

behält das Sortimentsmanagement von Alnatura den Überblick.

Doch worauf wird bei der Auswahl der

Produkte geachtet? Wie sehen die

Richtlinien aus, denen sich Alnatura

verpflichtet hat? Und welche Trends lassen

sich im WPR-Bereich erkennen? Wir sprachen

mit Alexander Stabel, Sortimentsmanager

für Drogerie und Nichthandelswaren.

Redaktion: Welche Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel

kommen in die Alnatura Super Natur

Märkte und welche Kriterien gibt es bei der

Auswahl?

Alexander Stabel: »Es kommen ausschließlich ökologische

oder bio-zertifizierte Waschmittel in unser

Sortiment. Diese müssen den Sortimentsrichtlinien

des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN)

entsprechen. Ziel ist es, ein Sortiment anzubieten,

das alle Kundenbedürfnisse erfüllt. Die Kundin beziehungsweise

der Kunde soll das finden, was sie oder

er vor Ort sucht, und das in entsprechender Bio-

Qualität. Dabei sollen möglichst alle Preissegmente

von Einstiegs- bis Premiummarken in den Alnatura

Märkten vertreten sein, sodass für jedes Portemonnaie

etwas dabei ist.

Das Sortiment wird konsequent weiterentwickelt,

die einzelnen Bereiche werden regelmäßig im Detail

durchleuchtet und angepasst.«

Wie sehen die Richtlinien des BNN konkret aus?

»Der BNN ist ein Zusammenschluss verschiedener

Fachhändler, deren Sortimentsrichtlinien deutlich

über das klassische Bio hinausgehen. Es wird auch

mehr gefordert, als die Standard-Bio-Zertifizierung

abdeckt. Alnatura verpflichtet sich den BNN-Richtlinien

freiwillig und aus eigenem Antrieb. Neben der Einhaltung

der klassischen Bio-Standards wie Ecocert

oder Nature Care Products bedeutet das für den

Bereich Wasch- und Reinigungsmittel, dass die Inhaltsstoffe,

die ins Wasser gelangen, biologisch abbaubar

sein müssen. Der Verzicht auf Gentechnik sowie der

Verzicht auf chemische Stoffe wie Schwermetalle

oder Chlor, die in konventionellen Waschmitteln enthalten

sind, ist selbstredend. Absolut tabu als

Ingredienzen sind nach den BNN-Richtlinien Kunststoffe

und Nano-Plastik.«


Mehr Infos zu rechtlichen Vorschriften

und Siegeln im WPR-Bereich finden

Sie auf S. 37.

Damit haben sich Alnatura und andere Fachhändler

zu strengeren Richtlinien verpflichtet,

als sie es müssten. Warum?

»Das stimmt, gerade im Vergleich zum konventio nellen

Handel, bei dem in der Regel Bio-Zertifikate ausreichen.

Aber manche Marken mit Bio-Etikett haben möglicherweise

dann doch irgendwelche Stoffe in den Produkten,

die den BNN- Standards nicht entsprechen. So etwas

möchten wir ausschließen und sicher gehen, dass

nur hochwertige Bio- Produkte vertrieben werden. Denn

das ist der Anspruch von Alnatura

Wie viele Produkte umfasst das WPR-Sortiment

bei Alnatura und ist hier eine Wachstumsrate zu

verzeichnen?

»Das Sortiment im Bereich der Wasch-, Putz- und

Reinigungsmittel besteht aus etwa 150 Artikeln. Wir

verzeichnen hier ein starkes Wachstum, was auch

ein Stück weit mit einem Umdenken in der Gesellschaft

zusammenhängt. Vielen wird bewusst, welche

Umwelt- und Gesundheitsbelastungen mit den konventionellen

Mitteln einhergehen.

Und qualitativ kann ökologisches mit jedem

Waschmittel mithalten, da gibt es überhaupt keinen

Unterschied mehr. Ich bin der festen Überzeugung:

Wer einmal ökologisches Waschmittel ausprobiert

hat, wird kein anderes mehr verwenden wollen.«

Welche Besonderheiten weist das WPR-Sortiment

bei Alnatura auf?

»Wir haben ein Sortiment, das zu hundert Prozent

ökologische Alternativen anbietet, sehr breit ist und

eine schöne Produktvielfalt bietet. Es finden sich

viele Marken, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten,

da entstehen auch besondere Beziehungen

und Formen der Zusammenarbeit. Wir testen beispielsweise

in Freiburg mit der Firma Sonett seit

Anfang Dezember ein Unverpackt-Konzept. Dort gibt

es zehn Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel in

Befüllstationen. Jede Kundin und jeder Kunde kann

seine eigenen Gefäße mitbringen, sie befüllen lassen

und so seinen individuellen Bedarf decken. Das ist

der erste Versuch in dieser Richtung und es wird bisher

sehr gut angenommen.

Außerdem bieten wir Marken an, die im Handel

sonst nicht zu finden sind. Ein Beispiel ist hier Seepje,

ein Start-up aus den Niederlanden, dessen Produkte

wir exklusiv für ein Jahr in Deutschland vertreiben.

Es gibt auch Hersteller, die in Sachen Nachhaltigkeit

sehr innovativ sind und zum Beispiel mit Verpackungen

aus recyceltem Plastik arbeiten.«

Recycling, Unverpackt-Konzepte – welche

Trends sind sonst noch im WPR-Bereich zu

beobachten?

»Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt derzeit extrem

an Bedeutung bei der Kundschaft, das ist im WPR-

Bereich genauso wie in anderen Bereichen auch. Wir

sehen das an Recyclingflaschen, Einsparen von Verpackung

und Plastik oder alternativen Verpackungsmethoden.

Auch Nachfüllpackungen sind extrem

nachgefragt. Und Unverpackt-Konzepte stehen definitiv

ebenfalls auf der Agenda, es bleibt spannend,

wie das Konzept weiterhin angenommen wird. Ein

Trend thema ist auch Flüssigwaschmittel, dessen

Wasch leistung identisch mit der von Pulverwaschmittel

ist. Ein Dufttrend ist eindeutig Lavendel.«

Testen Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen

vom Sortimentsmanagement das eine oder andere

Produkt auch selbst?

»Das machen wir tatsächlich, denn wenn wir neue

Marken ins Sortiment aufnehmen, ist es natürlich

wichtig, sich von der Qualität zu überzeugen. Wir

wollen sehen, ob die Versprechen, mit denen Hersteller

werben, auch erfüllt werden. Wir testen sie deshalb

einerseits, um die Qualität zu sichern. Andererseits

sind wir natürlich auch neugierig auf die spannenden

Produkte. Wir möchten qualitativ hochwertige Artikel

in den Märkten verkaufen, hinter denen wir auch

selbst stehen können.« CT

Alexander Stabel,

Sortimentsmanager

Drogerie und Nichthandelswaren,

Bereich

Einkauf, Sortiment und

Filialmarketing

Alnatura Magazin März 2019 29


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

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Die Salvia-Systempflege

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porenverfeinernd,

reguliert die Fett- und

Talgproduktion

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Hergestellt

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• Shampoo: reinigt das Haar auf natürliche Weise

und versorgt es mit wichtigen Nährstoffen

• Spülung: stärkt die Haarstruktur und schenkt

sprödem Haar sofortige Kämmbarkeit

• für ein optimales Pflegeergebnis beide Produkte

nacheinander verwenden

Repair-&-Pflege-Shampoo 250 ml

2,75 € (100 ml = 1,10 €)

Repair-&-Pflege-Spülung 200 ml

3,95 € (100 ml = 1,98 €)

Saling

Shampoo-Seife »Weizenproteine« oder

»Brennnessel«**

• natürliche, milde Pflege für Haar und Kopfhaut

• die Seife »Weizenproteine« pflegt trockenes und

normales Haar, »Brennnessel« ist ideal für fettiges

und strapaziertes Haar

• Cosmos-Organic-zertifizierte Naturkosmetik

Die Repair-&-Pflege-Serie

von lavera pflegt trockenes

und strapaziertes Haar

mit Bio-Rosenblütenwasser

und pflanzlichem Erbsenprotein

– für gestärktes

und geschmeidiges Haar.

je 125 g 5,45 € (100 g = 4,36 €)


Das Spülmittel Lemon

und der Spül-Balsam

Orange von Sodasan

reinigen Geschirr und

Besteck auf natürlich

kraftvolle Weise und

sind dabei besonders

sanft zur Haut.

Sodasan

Spülmittel Lemon vegan

oder Spül-Balsam Orange** vegan

• entfernen Fett und Schmutz mühelos

• mit frischem Duft nach Zitronen oder Orangen

• sehr gute Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt

• 100 % pflanzliche und mineralische Inhaltsstoffe

• ohne Petrochemie, Farb- und Konservierungsstoffe

• Flaschen bestehen aus 100 % Recyclat

Kanne

Bio-Brottrunk vegan oder Bio-Brolacta** vegan

• die probiotischen Getränke entstehen ausschließlich aus

Bio-Getreide, hauseigenem Natursauerteig und Quellwasser

• enthalten Vitamin B12

• Bio-Brolacta enthält als Bodensatz einen Teil des

fermentierten Brotes

Bio-Brottrunk 0,75 l

1,95 € (1 l = 2,60 €)

Bio-Brolacta 0,75 l

3,79 € (1 l = 5,05 €)

Bio-Brottrunk und

Bio-Brolacta von Kanne

sind zwei naturtrübe,

nicht pasteurisierte

Getränke mit lebenden,

koloniebildenden

Milchsäurebakterien

(Brotsäurebakterien).

je 500 ml 1,99 € (1 l = 3,98 €)

Die Körpercreme

mit

Aloe vera von Styx

pflegt gereizte und

strapazierte Haut,

während die Körpercreme

mit Sheabutter reife und trockene

Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Styx

Aloe-vera-Körpercreme** oder

Sheabutter-Körpercreme

• Aloe vera beruhigt und regeneriert dank ihrer

Inhaltsstoffe stark beanspruchte Haut

• der Sheabutter werden regenerative Eigenschaften

und eine zellerneuernde Wirkung zugeschrieben

je 200 ml 14,90 € (100 ml = 7,45 €)

Hoyer

Bio-Kapseln Gelée Royale forte

• dank des aufwendigen Gefriertrocknungsverfahrens

ist das Gelée Royale besonders schonend konzentriert

• eine Kapsel enthält die Wertstoffe von 500 mg

Gelée Royale

• von streng kontrollierten, biologisch

arbeitenden Imkereien

30 Stk. à 406,67 mg = 12,2 g

14,79 € (100 g = 121,23 €)

Gelée Royale ist ein

einzigartiges, von den

Bienen hergestelltes

Naturprodukt und

unterstützt das allgemeine

Wohlbefinden. Das Gelée

Royale in den Kapseln

von Hoyer ist dreifach

konzentriert.

* Bei Produkten, die als »Hersteller-Empfehlung« gekennzeichnet sind, handelt es sich um Anzeigen.

Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Filialen erhältlich.

Alnatura Magazin März 2019 31


Melvin Loggies

(links) und Jasper

Gabrielse, beide 27,

sind die Gründer von

Seepje.

HERSTELLER-INTERVIEW

Nussknacker für

eine saubere Welt

Im Alter von 21 Jahren gründeten Jasper Gabrielse und Melvin

Loggies ihr Unternehmen Seepje, das Waschnüsse sowie

Wasch- und Reinigungsmittel auf Waschnussbasis auf den

niederländischen Markt bringt – die nun auch bei Alnatura

erhältlich sind. Wir sprachen mit Jasper Gabrielse darüber,

wie er aus Wäschewaschen ein sauberes Geschäft macht.

Redaktion: Herr Gabrielse, Sie haben 2014

gemeinsam mit Melvin Loggies das

Unternehmen Seepje gegründet – wie

kam es dazu?

Gabrielse: »Melvin und ich sahen ein Jahr zuvor

einen Fernsehbeitrag, in dem eine nepalesische Frau

gezeigt wurde, die mit Nussschalen ihre Haare, ihren

Körper und ihre Wäsche wusch. Wir waren sehr überrascht,

dass dies auf diese völlig natürliche Art und

Weise möglich ist, ganz ohne chemische oder synthetische

Zusätze. Wir forschten also nach, bestellten

und testeten die Nussschalen. Vom Ergebnis waren

wir begeistert. Mit einem kleinen Startkapital aus

unseren Studentenkrediten brachten wir die erste

Ladung Waschnüsse in die Niederlande.«

Wie ist es möglich, dass man mit den Schalen

einer Nuss waschen kann?

»Es sind spezielle Nüsse, sie stammen vom Waschnussbaum,

dem Sapindus mukorossi. In den Schalen

seiner Früchte befindet sich der Stoff Saponin,

der ähnlich wie Seife wirkt. Sobald die Schalen mit

Wasser in Berührung kommen, geben sie eine

seifige Lauge ab.«

Welche Vorteile bietet das Waschen mit den

Schalen der Waschnüsse?

»Da es sich um ein natürliches Produkt handelt, ist

es vollständig abbaubar. Es ist außerdem sehr hautverträglich.

Die Wäsche wird schön weich und selbst anspruchsvolle

Stoffe wie Seide oder Wolle können mit

den Waschnussschalen einwandfrei ge waschen werden.«

Wird die Wäsche denn auch richtig sauber?

»Ja. 2018 wurden mehr als acht Millionen Waschladungen

mit Seepje-Produkten gewaschen. Sollte

die Wäsche sehr stark verschmutzt sein, empfehlen

wir, einfach eine Nuss mehr zu nehmen. Bei normal

verschmutzter Wäsche reichen vier Nüsse aus, die

man im beiliegenden Säckchen direkt zur Wäsche gibt.

Wer möchte, dass die Wäsche duftet, gibt einen

unserer natürlichen Duftzusätze mit ätherischen Ölen

ins Weichspülerfach.«

Sie bieten auch Flüssigwaschmittel auf Basis

von Waschnussschalen an – weshalb?

»Wir möchten es den Kunden leichter machen. Die

meisten sind eher Flüssigwaschmittel als Waschnüsse

gewöhnt.«

32 Alnatura Magazin März 2019


Die Waschnuss wächst im Überfluss an

den Sapindus-mukorossi-Bäumen im

Himalaya, wo über 60 Menschen dank

Seepje ein faires Einkommen sowie

bessere Arbeits- und Lebensbedingungen

haben.

zertifiziert, Eco-Col lection führt die Kontrollen durch.

Außerdem ist es uns wichtig, dass die Arbeitsbedingungen

gut sind und die Löhne fair. Das garantiert uns

die Zertifizierung der World Fair Trade Organization.«

2015 gab es ein verheerendes Erdbeben in

Nepal, waren Ihre Partner betroffen?

»Ja, die Werkstatt war eingestürzt und Hari und seine

Beschäftigten befanden sich in einer prekären Situation.

Deshalb haben wir kurzerhand eine Kampagne gestartet

und Geld gesammelt. Es kamen 20.000 Euro

zusammen, mit denen wir vor Ort wirklich gut helfen

konnten, um die Menschen mit Zelten, Wasser,

Lebens mitteln und Medizin zu versorgen. Wir sind

mit unseren Partnern ständig in Kontakt, das ist

eine verbindliche, freundschaftliche Geschäftsbeziehung,

es stand außer Frage, dass wir hier helfen.«

Welche Ziele verfolgen Sie mit Seepje und was

wünschen Sie sich für die Zukunft?

»Wichtig ist uns, mit unserer Arbeit etwas Positives

zu bewirken. Wir wollen das Leben von Menschen

verbessern, indem wir ökologisch und sozial verantwortungsvoll

handeln.« GS

Wie werden diese Waschmittel hergestellt?

»Die Basis sind die Schalen der Waschnüsse. Das flüssige Extrakt

entsteht durch einen Koch- und Filterprozess, hinzu kommen andere

natürliche Inhaltsstoffe, die beispielsweise für zusätzliche

Waschkraft und Duft sorgen. Die Verpackung besteht aus recyceltem

Material.

Wir arbeiten mit einer sozialen Einrichtung zusammen, die

Menschen mit Behinderung beschäftigt. Sie helfen uns, die Produkte

zu verpacken, und teilweise verschicken sie sie auch.«

Seepje kurz gefasst

Sortiment Waschnussschalen sowie 11

verschiedene Wasch- und Reinigungsmittel

Importeur von 25 Tonnen Waschnussschalen

pro Jahr aus Indien und Nepal

Zertifiziert mit EcoCert und WFTO

(World Fair Trade Organization)

Gründung 2014 durch Jasper Gabrielse

und Melvin Loggies

Unternehmensstandort Den Haag

Mitarbeiter 9

Woher beziehen Sie die Rohstoffe?

»Wir arbeiten mit unserem Partner Hari in Nepal zusammen.

Die Bäuerinnen und Bauern der Kooperative bringen ihre Nüsse

zu ihm, wo sie geknackt und die Schalen anschließend getrocknet

werden. Die Ernte ist von Oktober bis Dezember, die

Waschnüsse sind für die Bauern ein Zusatzverdienst. Neben

Waschnussbäumen bauen sie noch weitere Pflanzen auf ihren

Feldern an. Der Ernte- und Verarbeitungsprozess ist ökologisch


AUS UNSEREM SORTIMENT*

Starke, nachhaltige Helfer

Adieu, Winter – willkommen, Frühling! Wenn die

Temperaturen steigen, ist es Zeit, die eigenen

vier Wände auf Hochglanz zu bringen. Besonders

gut gelingt der Frühjahrsputz mit starken

Helfern auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe. Auf

dieser Seite finden Sie eine Auswahl an umweltfreundlichen

Reinigungs- und Waschmitteln.

Der Thementisch des Monats

Die hier abgebildeten Naturdrogerie-

Produkte finden Sie in Ihrem

Alnatura Super Natur Markt auf

dem Thementisch und im Regal.

Sodasan setzt mit seinen

Produkten konsequent auf die Kraft

der Natur. Nach dem Motto

»sauber sauber machen« geht für

Sodasan das Streben nach perfekter

Sauberkeit Hand in Hand mit der

Verantwortung für die Gesundheit

von Mensch und Umwelt.

Seepje Die Wasch- und Reinigungsmittel des

niederländischen Start-ups enthalten ausschließlich

natürliche Inhaltsstoffe. Die Ecocert- ze rtifizierten

Produkte mit Verpackungen aus recyceltem Plastik

sind in Deutschland exklusiv bei Alnatura erhältlich.

34 Alnatura Magazin März 2019

Seepje

Geschirrspülmittel Limettenduft

Reinigt Geschirr auf natürliche Weise

mit dem erfrischenden Duft der Limette.

Die Verpackung besteht aus recyceltem

Plastik.

500 ml 2,49 € (1 l = 4,98 €)

Sodasan

Scheuermilch

Entfernt auch hartnäckige Verschmutzungen

mit kraftvollen pflanzlichen

Inhaltsstoffen und sorgt für strahlende

Sauberkeit und frischen Zitrusduft.

500 ml 2,59 € (1 l = 5,18 €)


Sonett entwickelt seit über

40 Jahren Wasch- und Reinigungsmittel.

Ausgangsimpuls

für die Produkte ist die Verantwortung

für das Wasser als

Träger von allem Lebendigen.

Die Konsequenz daraus sind

vollständig abbaubare Rohstoffe

aus Bio-Anbau.

Ecover Die Produktlinie

Ecover Essential besteht aus

pflanzenbasierten Inhaltsstoffen

und überzeugt mit Nachhaltigkeit

und Transparenz. Dank der

Reinigungskraft sowie der natürlichen

und authentischen Düfte

erstrahlt das Zuhause in neuem

Glanz.

Eco Clean glaubt an eine

nachhaltige Zukunft. Die Produkte

sind durchweg natürlich,

vegan und biologisch abbaubar.

Erkennungsmerkmal ist die

einzigartige grüne Flasche aus

100% Altplastik. Ätherische

Öle beleben die Produkte mit

natürlicher Frische.

* Bei den hier vorgestellten Produkten handelt es sich um Anzeigen. Diese Produkte erhalten Sie in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

Eco Clean

Allzweckreiniger Lavendel

Für sämtliche Reinigungsaufgaben

geeignet und auf Materialien aller

Art anwendbar. Mit Blütenwasser und

ätherischem Lavendelöl.

1 l 2,49 €

Sonett

Waschmittel flüssig Lavendel vegan

Hohe Waschkraft für bunte und weiße

Wäsche. Mit Bio-Pflanzenölseife und dem

zarten Duft von ätherischem Lavendelöl.

2 l 8,99 € (1 l = 4,50 €)

Ecover Essential

WC-Reiniger Pinie vegan

Reinigt kraftvoll und hilft, Kalk zu entfernen.

Mit frischem Pinienduft auf Basis

natürlicher Duftstoffe (aus k.b.A.) und

mit biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen.

750 ml 3,29 € (1 l = 4,39 €)


Aktuelles

aus Bio-Welt und Gesellschaft

KINDERFRAGE

Omi, warum muss ich den

Apfel vor dem Essen waschen

Sie freuen sich, dass Ihr Enkelkind Obst ist. Aber waschen

will es den Apfel vor dem Essen nicht. Was antworten

Sie, wenn das Kind wissen möchte, warum es auch den

Bio-Apfel abwaschen soll? Apfelbäume wachsen draußen

im Freien. Auf der Straße fahren Autos und Lastwagen

vorbei. Gar nicht so weit entfernt siehst du einen Fabrikschornstein,

aus dem Rauch aufsteigt. Und neben der

Bio-Apfel-Plantage gibt es Bauern, die noch mit chemischen

Spritzmitteln arbeiten. Rauch, Abgase und auch

die feinen Tröpfchen der chemischen Spritzmittel werden

durch den Wind verweht. Sie werden weggepustet von

dort, wo sie entstanden sind. Und manchmal bringt der

Bio-Bauer oder die Bäuerin Gesteinsmehl gegen Insekten

aus, die er oder sie nicht auf seinen Früchten haben will.

So gelangt Schmutz auf den am Baum wachsenden Apfel.

Du isst also besser solche Verschmutzungen nicht mit,

sondern wäschst den Apfel, bevor du hineinbeißt. MH

Buch-Tipp

»Restlos gut« von Hugh Fearnley-Whittingstall:

Ein Stück altbackenes Brot, der Rest vom Sonntagsbraten,

ein halber Becher Sahne – und nun? Mit diesem

Buch verfliegt die Angst vorm Kochen mit Resten und

weicht der Freude an Kreativität. Der Bestsellerautor, der

sich für biologische und nachhaltig

produzierte Lebensmittel einsetzt,

liefert nicht nur Lager- und

Verwendungstipps für viele Lebensmittel,

sondern auch – und

vor allem – ausgesprochen

schmackhafte Rezepte, die sich

beliebig abwandeln lassen. Je

nach dem, was übriggeblieben

ist. Erschienen im AT-Verlag für

26,– Euro. AW

PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN

Eine Brille für einen Dollar

150 Millionen Menschen auf der Welt benötigen eine Brille,

besitzen jedoch keine – aus finanziellen Gründen oder aufgrund

eines Optiker-Mangels vor Ort. Dies hat gravierende Folgen:

Erwachsene können nicht arbeiten, Kinder nicht lernen.

Der EinDollarBrille e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, eine weltweite

augenoptische Grundversorgung zu gewährleisten und

Sehschwachen wieder eine Perspektive zu geben. Dazu baut der

Verein in Entwicklungsländern Strukturen zur eigenständigen

Versorgung der Menschen mit robusten sowie günstigen Brillen

auf und bildet Brillenproduzenten und Augenoptiker aus. Die

Ein-Dollar-Brille besteht aus einem leichten Federstahlrahmen

und wird vor Ort hergestellt und verkauft. Die Materialkosten

liegen bei rund einem US-Dollar pro Brille.

Alnatura Kundinnen und Kunden können das Engagement

von EinDollarBrille e. V. unterstützen, indem sie ihre PAYBACK

Punkte spenden. Das ist bereits ab einem Stand von 200 Punkten

möglich. payback.de/spendenwelt

Machen Sie mit!

Zum Schutz von Mensch und Biene

die Petition Pestizidkontrolle

unterstützen unter radetzki.com

36 Alnatura Magazin März 2019


»Gentechnik – nein danke!«

Im Bundesstaat Campeche auf der mexikanischen Halbinsel

Yucatán wurde illegales, gentechnisch verändertes

(GV) Soja gefunden. Trotz widerrufener Genehmigung

des Landwirtschafts ministeriums wurde weiter GV-Soja

angepflanzt und verkauft. Kleinbauern und NGOs fordern,

dass die Gesetze endlich durchgesetzt und Verstöße

dagegen strafrechtlich verfolgt werden. Werden die illegalen

Geschäfte mit dem GV-Soja weitergeführt, könnten

Bußen bis zu 125.160 US-Dollar anfallen (GMwatch,

15.11.2018). ••• Bei der 14. Konferenz der Biodiversitätskonvention

in Sharm El-Sheikh, Ägypten, lehnten die

Vertragsstaaten ein Moratorium für Gene Drives ab. Sie

votierten stattdessen für die strikte Anwendung des Vorsorgeprinzips.

Die Unterzeichnerstaaten der Konvention

werden verpflichtet, eine strenge Risikobewertung

durchzuführen und vor Freisetzungen von Gene Drives

die Zustimmung der lokalen Bevölkerung einzuholen.

Die Technologie hat das Potenzial, ganze Ökosysteme

zu verändern. Regierungen und Vertragsparteien

müssen den Beschluss der Konvention nun auch

befolgen. In der Vergangenheit war das nicht

immer der Fall (Schweizer Allianz Gentechfrei,

30.11.2018). MH

Insekt des Jahres 2019:

Rote Mauerbiene

Rund 700 Wildbienenarten leben in Mitteleuropa; die Rostrote

Mauerbiene wurde zum Insekt des Jahres 2019 gewählt. Sie ist

eine Frühlingsbotin, schließlich fängt sie an auszufliegen, sobald

auch Krokus und Hyazinthe das Ende des Winters verkünden.

Man erkennt die Osmia bicornis an ihrem rostrot gefärbten, flauschig

anmutenden Pelz. Bei näherer Betrachtung sind beim

Weibchen zwei kleine Hörner auf dem Kopfschild zu entdecken.

Mit ihrer Wahl zum Insekt des Jahres möchte man auf das Artensterben

der Wildbienen aufmerksam machen.

SIEGELKUNDE

Ökologische Wasch- und

Putzmittel

Rechtliche Vorschriften für ökologische oder biologische

Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel gibt es nicht. Stattdessen

hat der Bundesverband Naturkost und Naturwaren

(BNN) Standards festgelegt. Hierzu zählen unter

anderem:

• Alle im Produkt eingesetzten Substanzen müssen

biologisch leicht abbaubar sein.

• Kein Inhaltsstoff darf aus gentechnisch veränderten

Substanzen hergestellt werden.

• Für Mensch und Umwelt hochschädliche Stoffe,

Phtalate oder phosphathaltige Verbindungen beispielsweise,

werden nicht verwendet.

• Der Einsatz von Kunststoff-Mikropartikeln oder

Partikeln nanoskaliger Größe ist untersagt.

Die in Deutschlands bekanntesten beiden Siegel, die

diese Anforderungen erfüllen, sind das Eco-Garantieund

das Ecocert-Siegel. Im Alnatura Super Natur Markt

gibt es ausschließlich Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel,

die dem Standard des BNN entsprechen und an

folgenden vier Siegeln zu erkennen sind:

Aufruf zum Pflanzwettbewerb

Unter dem Motto »Be happy! Make a bee happy!«

richtet die Initiative »Deutschland summt!« bereits

zum dritten Mal den bundesweiten Pflanzwettbewerb

»Wir tun was für Bienen!« aus. Vom 1. April bis zum

31. Juli können alle einen Teil dazu beitragen, kleine

und große Flächen bienenfreundlich zu gestalten.

Die Teilnehmenden können in dieser Zeit Fotos einschicken,

die darlegen, was sie mit ihrer Aktion

erreicht haben. Eine Fachjury bewertet die Beiträge

und vergibt bei der Prämierungsfeier am 14. September

in Berlin Preise in den Kategorien Kleingärten

und Kommunale Flächen.

Die Initiative »Deutschland summt!« schafft seit

2010 Aufmerksamkeit für Bienen und Stadtnatur

und regt Bürgerinnen und Bürger an, selbst aktiv zu

werden. Dies ist dringend notwendig, um die heimischen

Bienenarten zu schützen und den Rückgang

der biologischen Vielfalt zu stoppen.

Mitmachen:

deutschland-summt.de

Alnatura Magazin März 2019 37


RUNDUM NACHHALTIG

Reste verwerten

Reste lassen sich nicht immer vermeiden. Mal war der Appetit

kleiner als gedacht, mal hat man sich in der Planung vertan oder

aber ein Gast hat abgesagt. Nun heißt es: Kreativ sein und mit

dem Übriggebliebenen kochen. Sei es ein Brotrest, ein schrumpeliger

Apfel oder die gekochten Kartoffeln vom Vortag – sie alle können

Zutat für eine neue feine Speise sein.

Viele Rezepte finden Sie

unter alnatura.de

Beeren

Ob weiß, rot oder schwarz, süß oder

sauer – Beeren lassen sich gut einfrieren

und können Getränke, ähnlich wie ein

Eiswürfel, kühlen und dabei sogar aromatisieren.

Große Mengen sind ideal für

die Zubereitung eines Sorbets oder von

Eis am Stiel.

Obst

Ein Obstsalat passt zum Müsli, als Nachtisch

oder Zwischenmahlzeit. Selbst leicht

schrumpelige Äpfel, zu weiche Pflaumen

oder eine überreife Mango passen hinein.

Auch ein Crumble ist schnell gemacht

und schmeckt besonders gut, wenn verschiedene

Obstsorten zusammenfinden.

Bananen

Sie reifen schnell und nicht jeder mag

dann den sehr süßen Geschmack von

Bananen. Doch genau so sind sie perfekt

für Shake und Quarkspeise, als Zutat

im selbst gebackenen Früchtebrot oder

tiefgefroren zu einer Nicecream verarbeitet.

Brot und Brötchen

Wenn Brotreste anfallen, dann gibt es in

den nächsten Tagen einfach Bruschetta,

Brotsalat oder die Süßspeise Arme Ritter.

Getrocknet und fein zerrieben lassen

sie sich zu Semmelbröseln verarbeiten.

In kleine Würfel geschnitten und in Öl

gebraten, sind sie das i-Tüpfelchen für

Salat und Suppe.

Kartoffeln

Aus Kartoffelresten brutzelt man Bratkartoffeln,

kocht eine Suppe oder verarbeitet

sie zu einem pikanten Aufstrich.

Dafür die gekochten Kartoffeln stampfen

und mit Öl, Pfeffer sowie Salz vermengen.

Nun können weitere Reste verfeinern:

Kräuter, saure Gurken, gekochtes Ei,

gebratener Speck und vieles mehr.

Wurst

Übrig gebliebener Aufschnitt, von einer

Feier beispielsweise, passt am nächsten

Morgen ideal ins Rührei oder zum Bauernfrühstück.

Eine gute Suppe für Wurstreste

ist die osteuropäische Soljanka.

38 Alnatura Magazin März 2019


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Im nächsten Monat

Die Reste vom Gemüseputzen, Obst schälen oder Zitrone

auspressen sind selbst für den Kompost viel zu schade.

Lassen sie sich in unserer nächsten Magazin-Ausgabe

überraschen, was man daraus alles machen kann.

Haben Sie Tipps aus Ihrem

nachhaltigen Haushalt?

Dann freuen wir uns über eine E-Mail

an nachhaltigkochen@alnatura.de

Gemüse

Ganz gleich, ob roh oder schon gekocht

– Möhren, Kohlrabi und Co. können

klein gewürfelt eingefroren oder getrocknet

werden. So geben sie später vielen

Gerichten auf die Schnelle eine feine

Gemüsenote.

Milch

Milch, die ihr Mindesthaltbarkeitsdatum

bereits erreicht hat, aber noch immer

gut riecht und schmeckt, kann natürlich

verwendet werden. Sind es größere

Mengen, einfach Milchreis kochen,

Pfannkuchen backen oder einen Shake

genießen.

Käse

Mit Käseresten lässt sich vieles aufpeppen:

Gemüseauflauf, Nudelsauce,

Pizza oder Ofenkartoffel. Sehr zu

empfehlen sind selbst gebackene Käseplätzchen

oder -brötchen. Schnittkäse –

am besten am Stück – kann eingefroren

werden, Frisch- und Weichkäse hingegen

mögen die Kälte nicht.

Eier

Übrig gebliebene gekochte Eier passen

zu Senfsauce und Kartoffeln oder klein

geschnitten in die Salatsauce. Naht das

Mindesthaltbarkeitsdatum, so ist Zeit

für Pfann- oder Rührkuchen, Omelett

und Frittata. Aus übrig ge blie benem

Eiweiß können Makronen oder Baiser

gebacken werden.

speziell für sensible Babyhaut

reinigt sanft Haut & Haar

pflegt bereits während des Badens

www.alviana.de


GESELLSCHAFT

Was, wenn das Alter

nur Einbildung ist?

Es war ein Herbsttag im Jahr 1981, als eine Gruppe

alter Männer in ein umgebautes Kloster einzog,

um an einem sonderbaren Experiment teilzunehmen.

Selbst die Frau, die sich das Ex pe riment ausgedacht

hatte, Ellen Langer, damals eine junge

Psychologin an der Harvard-Univer sität,

hätte das Ganze zu diesem Zeitpunkt gerne abgebrochen,

weil es ihr inzwischen albern vorkam.

Aber da steckte schon zu viel Arbeit drin. Später nannte

sie es Counterclockwise, entgegen dem Uhrzeigersinn.

Mit ein paar ihrer Studentinnen und Studenten

hatte sie das alte Kloster in New Hampshire so eingerichtet,

dass nichts darin jünger war als 22 Jahre.

Möbel, herumliegende Zeitungen, das Radio und dessen

Sender, das Essen – alles wie im Jahr 1959.

Die Männer waren um die 80 Jahre alt, manche

wur den von ihren Angehörigen geführt. Sie hatten vorab

Seh- und Hörtests gemacht, ihre Beweglichkeit und

das Denkvermögen messen lassen und in Interviews

erzählt, wie es ihnen geht. Viele berichteten von Antriebs-,

Lust- und Appetitlosigkeit.

Als sie schließlich in dem Kloster ankamen, hatten sie einen

selbst geschriebenen Lebenslauf und ein Foto von sich aus dem

Jahr 1959 dabei und die Aufgabe, so zu tun, als sei wirklich

dieses Jahr, in dem ein IBM-Computer ein ganzes Zimmer füllte,

Feinstrumpfhosen gerade erfunden worden und sie selbst um

die 50 Jahre alt waren. In dem Kloster gab es keine Spiegel und

niemanden, der ihnen die Taschen trug, das Essen brachte oder

sonst so tat, als seien sie alt. Sie sahen Filme wie »Manche

mögen’s heiß« oder »Ben Hur« auf dem Schwarz-Weiß-Fernseher,

hörten Nat »King« Cole im Radio und diskutierten über »aktuelle

Ereignisse« wie das Vorrücken Fidel Castros nach Havanna

oder den Sieg der Baltimore Colts bei den Championships.

Schon nach zwei Tagen, schreibt Langer, war eine Verän derung

im Verhalten zu sehen. Die Männer, die alle extrem abhängig

von ihren Verwandten gewesen waren, servierten selbstständig

das Essen, spülten ab, nahmen rege an den Diskussionen teil.

Und als die sonst so klapprigen Alten nach einer Woche vor dem

Kloster standen, um auf den Bus nach Hause zu warten, begannen

sie spontan, mit einem Football zu spielen. Die Tests ergaben:

Sie hörten und sahen besser als in der Woche zuvor, ihr Gedächtnis

und ihre Motorik hatten sich verbessert, ihr Griff war fester

geworden, sie gingen aufrechter und über die Hälfte erzielte

mehr Punkte in einem Intelligenztest. Als Unbeteiligten Vorher-nachher-Fotos

gezeigt wurden, um das Alter zu schätzen,

zeigte sich außerdem: Die Männer sahen auch noch im Schnitt

zwei Jahre jünger aus.

Dieses Experiment änderte nicht nur Ellen Langers Vorstellung

vom Alter, sondern ihre Sicht auf Grenzen generell. Sie entdeckte

damals eine Kraft, die bis dahin in der Medizin kaum Beachtung

gefunden hatte: den Einfluss des Denkens auf das körperliche

Befinden. Biologie, so ihre radikale These, ist kein Schicksal. Nicht

unser Körper sei das Limit, sondern unser Denken über seine

Grenzen.

Ellen Langer wurde zu einer hoch dekorierten Professorin

in Harvard und machte in den folgenden Jahren mehr als

hundert weitere Experimente. In einem davon fragte sie 84 Zimmermädchen,

wie häufig diese dazu kämen, Sport zu treiben.

Viele sagten, sie hätten leider neben dem Job keine Zeit dafür.

Dann erzählte Langer einigen, dass Bettenaufschlagen, Fensterputzen

und Staubsaugen harte Arbeit sei und den Übungen an

Fitnessgeräten ähnele. Einen Monat später hatten diese Zimmermädchen

im Schnitt ein knappes Kilo abgenommen, die anderen

nicht. Nur weil sie anders über das dachten, was sie taten.

40 Alnatura Magazin März 2019


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Langer zeigte, dass der Blutzucker von Diabetikern langsamer

oder schneller anstieg, wenn ihre Uhren langsamer oder schneller

liefen, und dass vermeintlich vergessliche Alte sich Dinge plötzlich

merken, wenn das für sie einen Gewinn bringt. Priming nennen

es Psychologen, wenn Menschen durch subtile Hinweise in ihrem

Wahrnehmen und Verhalten gelenkt werden. Wenn Blondinen

oder Schwarze in Intelligenztests schlechter abschneiden, sobald

sie davor ihre Haarfarbe oder Hautfarbe angeben müssen, dann

zeigt das, wie unerbittlich wir alle die Bilder in unseren Köpfen

erfüllen. Ob sie stimmen oder nicht. Selbstverständ

lich auch die vom Alter. Langer

zeigte, wie diesen Bildern auch der Körper

folgt.

Können wir also das Altern aufhalten?

Oder Krankheiten heilen durch die

Kraft unserer Gedanken? Ellen Langer

wurde für diese Ideen nicht nur gefeiert.

Die Positive Psychologie, deren Mitbegründerin

sie war, könne Patienten unter Druck

setzen, war eine der Warnungen. Im

schlimmsten Fall machten sich Krebs patienten

Vorwürfe, weil es ihnen schlecht gehe

und das ihrer Gesundheit schade. Einmal

sprach sie in einem Vortrag darüber, wie

man der Krankheit Kraft zuschreibe, wenn

man sage, man »bekämpfe« den Krebs.

Da beklagte ein Mann, dessen Frau an

Brustkrebs gestorben war, dass seine Frau

gekämpft habe – und Langer es so aussehen

lasse, als sei der Tod ihre Schuld.

Ellen Langer entschuldigte sich bei

dem Mann und erklärte, dass sie nicht

seine Frau habe angreifen wollen. Sondern

eine bestimmte Kultur, in der man glaube, keine Kontrolle

zu haben. Sie träume von einer Zeit, sagt Ellen Langer, in der

Schuld nicht das Erste ist, woran Menschen denken, wenn etwas

schiefgeht. Stattdessen sollten sie sich eine zweite und dritte

Chance geben, eine andere Perspektive einnehmen, die Kraft

des eigenen Geistes geltend machen. Wenn wir immer wieder

das Neue suchten und entdeckten, statt in gewohnten Kategorien

zu verharren, blieben wir bewusst, sagt sie. Und wenn wir

bewusst seien, dann blühten wir auf.

››› Gastbeitrag Katrin Zeug, ZEIT WISSEN

Charmant, überraschend, bereichernd:

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ACHTSAM LEBEN

Menschenrecht Wasser

Wasser, das Lebensmittel Nummer eins, ist sowohl Naturgewalt als auch

Grundelement unseres Planeten. Alle Lebewesen bestehen mehr oder weniger

aus Wasser und benötigen es für ihren Stoffwechsel. Wir Menschen brauchen

täglich bis zu drei Liter, ohne Wasser können wir höchstens drei Tage überleben.

In Industriestaaten ist sauberes Wasser aus der Leitung eine Selbstverständlichkeit.

Weltweit ist das leider nicht so.

Noch immer müssen 1,8 Milliarden

Menschen verunreinigtes

Wasser trinken, wie eine

UNICEF- und WHO-Studie belegt.

Zudem haben nach dieser Studie 2,5 Milliarden

Menschen keinen Zugang zu sanitärer

Grundversorgung.

Seit 1993 wird jährlich am 22. März

der Weltwassertag begangen. An diesem

Tag soll auf die Bedeutung von Wasser

hingewiesen und es sollen Lösungsansätze

für die Probleme in der Wasserversorgung

und Abwasserentsorgung präsentiert werden.

Das Motto für den Weltwassertag

2019 lautet »Leaving No One Behind«,

auf Deutsch »niemanden zurücklassen«.

2010 haben die Menschen jedoch einen

entscheidenden Schritt nach vorn

gemacht, indem die Vereinten Nationen

Wasser und Sanitäranlagen als grundlegende

Menschenrechte anerkannten. Die

Generalversammlung der Vereinten Nationen

hat gemeinsam erklärt, dass es

nicht akzeptabel ist, dass jemand stirbt

oder zusieht, wie sein Kind stirbt, weil er

es sich nicht leisten kann, sauberes Wasser

zu kaufen. »Am wichtigsten ist, dass

erkannt wurde, dass der Zugang zu Wasser

und sanitären Einrichtungen eine Frage

der Gerechtigkeit ist und nicht der

Wohltätigkeit«, erklärte Maude Barlow,

die weltweit hochgeschätzte Wasseraktivistin,

erst kürzlich dazu. Sie erhielt 2005

den Right Livelihood Award, der weithin

als »alternativer Nobelpreis« bekannt ist.

Die Initiative für den Beschluss der

Vereinten Nationen war von Bolivien und

einigen Staaten ausgegangen, in denen

harte Kämpfe um die Macht über Wasserrechte

und gegen die Privatisierung der

Wasserdienstleistungen geführt wurden.

Deutschland hat den Beschluss der Vereinten

Nationen unterstützt und ist einer

der größten finanziellen Unterstützer von

Wasserprojekten in der Entwicklungszusammenarbeit.

Trotz Fortschritten bei der Errichtung

von Infrastrukturen zur Wasserversorgung

und Abwasserentsorgung gibt es weltweit

aber immer noch und immer wieder Konflikte

um den Zugang zu sauberem Wasser.

Und obwohl viele Staaten, Regionen,

Städte und Gemeinden weltweit die Wasser

dienstleistungen und die Infrastruktur

wieder in eigene Hände nehmen, gibt es

neue Privatisierungen von Wasser wie in

Armenien. Trotz Verbesserungen in der

öffentlichen Trinkwasserversorgung steigern

private multinationale Konzerne jährlich

den Verkauf von Flaschenwasser und

vergrößern damit die Umweltprobleme

durch weite Transportwege des Flaschenwassers

und Müllberge von Plastikflaschen.

Am Weltwassertag müssen wir deshalb

sorgfältig über unseren Umgang mit

Was ser nachdenken. Unser Ziel muss

bezahlbares, sauberes, öffentlich zugängliches

Wasser für alle sein, überall und für

alle Zeiten.

››› Gastbeitrag Allianz der öffentlichen

Wasserwirtschaft e. V.

42 Alnatura Magazin März 2019


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»Der Welt geht das Wasser aus.

Die Menschen werden alles

geben, ihre gesamten Ersparnisse,

ihre Häuser – für Wasser.«

Maude Barlow

BLUE

C O M M U N

I T Y

Die vier Prinzipien

der Blue Community

In den letzten beiden Jahren haben die Städte

Berlin, München, Augsburg und Marburg die

Prinzipien von Blue Community übernommen, ein Projekt der

kanadischen Bürgerbewegung Council of Canadians. Alle Blue

Communities halten sich an:

Anerkennung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und

Sanitärverssorgung als Menschenrecht. Die Verantwortlichen

der Stadt, Gemeinde oder Institution tragen zur Umsetzung

dieser Rechte bei und unterstützen entsprechende Maßnahmen.

Wasserdienstleistungen bleiben in öffentlicher Hand.

Eine Blue Community hat ihre Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

in öffentlichem Eigentum und Kontrolle. Sie setzt

sich dafür ein, dass diese Aufgaben in öffentlicher Hand bleiben.

Leitungswasser anstelle von Flaschenwasser trinken.

Intern, bei Dienstleistungen und Veranstaltungen wird, wo möglich,

Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung genutzt,

um den Gebrauch von Kunststoff und den Transport von Wasser

in Flaschen zu verringern.

Pflege öffentlich-öffentlicher Partnerschaften mit internationalen

Partnern. Sich auch auf internationaler Ebene für

das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung

einsetzen. Langfristige öffentlich-öffentliche Partnerschaften und

Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Städten, Gemeinden oder

Institutionen im Ausland, insbesondere mit Ländern, in denen diese

Rechte noch nicht gesichert sind.

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Die zertifizierte Qualitätsmarke

für die natürliche

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der ganzen Familie.

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SÜDDEUTSCHE ZEITUNG FAMILIE

Der Schneemann

schmilzt davon

Der Winter ist vorbei und dem Schneemann

ist es zu warm. Wie sieht so ein Frühlings-

Schneemann aus?

Foto istockphoto


Diese Seite und die einzelnen Teile

ausschneiden und auf die große

weiße Schneemann-Pfütze (links)

legen oder kleben.

Ein Heft für Kinder – und ihre Eltern!

Mehr Bastelideen finden Sie im Magazin »Süddeutsche

Zeitung Familie«, das es ab jetzt am Kiosk oder im Abo zu

kaufen gibt! »Süddeutsche Zeitung Familie« besteht aus

zwei Teilen, einem für Kinder und einem für Erwachsene.

Die Hefte können nebeneinander und miteinander gelesen

werden. Das Kinderheft eignet sich für Kinder ab vier Jahren

und ist komplett werbefrei. Unter sz.de/alnatura können

Sie eine Testausgabe gratis bestellen!

Alnatura Magazin März 2019 45


Der Bio-Adler

Bio-Hotel und Bio-Restaurant

Ravensburger Straße 2, 88267 Vogt

Tel.: 07529 912212

info@vogter-adler.de, vogter-adler.de

Täglich 11:30–22:00 Uhr

BIO-RESTAURANTS

Der »Bio-Adler« in Vogt bei Ravensburg

Wir kaufen Bio-Lebensmittel. Nur wenn wir essen gehen, fragen viele weder

nach der Herkunft der Zutaten noch achten sie darauf, ob das Restaurant

zertifizierte ökologische Produkte verarbeitet. Das Alnatura Magazin stellt

an dieser Stelle jeden Monat ein von den Redakteurinnen und Redakteuren

entdecktes Bio-Restaurant vor. Unsere Kriterien: ein klares Bekenntnis zu

biologischen Produkten – und schmecken muss es.

Der Landgasthof Adler liegt

eingebettet in die sanfte

Voralpenlandschaft zwischen

Allgäu und Oberschwaben. Das denkmalgeschützte

Fachwerkhaus von 1800

strahlt schon von weitem eine Wohlfühlatmosphäre

aus, in der sich alle Generationen

zu Hause fühlen. Gastwirt Andreas

Humburg ist Bio-Koch aus Leidenschaft –

seit sieben Jahren verwendet er ausschließlich

Bio-Zutaten, bevorzugt in Demeter-

Qualität. Selbstverständlich kennt er alle

Lieferanten persönlich, die meisten sind

so nah, dass er mit dem Fahrrad vorbeifahren

kann. Gekocht werden traditionell

schwäbische Gerichte, aber auch Menschen,

die sich vegetarisch oder vegan ernähren,

finden eine ansprechende Auswahl.

Wer länger bleiben möchte, kann

im selben Gebäude im zertifizierten

Bio-Hotel übernachten. Die Zimmer

wur den aktuell zum 20-jährigen Jubiläum

komplett ökologisch und stilvoll renoviert.

Wir sind heute hier mit unseren zwei

Kindern im Grundschulalter. Sie kennen

das Restaurant von Familienfeiern und sind

begeisterte Adler-Fans. Die traditionelle

Gaststube mit den tiefen Decken strahlt

Gemütlichkeit aus. Unseren Kindern fällt

die Auswahl aus der umfangreichen

Speise karte leicht, sie wählen Wiener

Schnitzel mit Pommes. Dazu trinken sie

»Seezüngle«, ein Bio-Erfrischungsgetränk

der regionalen Brauerei Clemens Härle,

Gewinnerin des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

2010. Wir wählen als Vorspeise

eine aromatische Rote-Bete-Suppe

mit Meerrettichschaum und einen Dattel-

Couscous-Salat mit gratiniertem Ziegenkäse.

Während die herzliche und aufmerksame

Kellnerin unseren Kindern

Nachschlag bringt, kommt unser Hauptgang:

zarte Ente mit Rotkraut und Knödeln

sowie eine vegetarische Rote-Bete-

Variation. Wir sind rundum zufrieden,

hätten aber gerne mehr Zeit, um in Ruhe

ein Glas Wein aus der großen Auswahl

von alleine 18 offenen Bio-Weinen zu

trinken. Unsere Kinder sind jedoch schon

bei der Dessertkarte und genießen bald

darauf hausgemachtes »Zwergeneis«.

Wir entscheiden uns für köstliche Crème

brûlée mit zart schmelzendem Mandeleis.

Kurze Zeit später macht der Koch die

Runde durch den Gastraum und erkundigt

sich auf schwäbische Art: »War’s

recht?« Er blickt rundum in glückliche

und zufriedene Gesichter. Wir freuen uns

schon auf den nächsten Besuch. NK

46 Alnatura Magazin März 2019


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Apfelbrot

Auf unserer Alnatura Website finden Sie eine Vielzahl an leckeren

Rezepten. Entdecken Sie, was man aus neuen Alnatura Produkten

zaubern kann, und lassen Sie sich für die Verarbeitung saisonaler

Zutaten begeistern. Oder holen Sie sich Inspiration für das Kochen

nachhaltiger Gerichte. Hier präsentieren wir Ihnen jeden Monat

die Lieblingsrezepte unserer Kundinnen und Kunden von alnatura.de

Die jüngsten

Sprosse(n)

aus gutem

Haus

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 35 min +

12 h Ziehzeit + 60–75 min Backzeit

Nährwerte pro Brot:

Energie 2 100 kcal, Fett 36 g,

Kohlenhydrate 373 g, Eiweiß 46 g

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Fleischgerichte.

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Weitere Rezepte finden Sie auch

auf unserem Instagram-Account

@alnatura

Zutaten für 1 Brot

450 g säuerliche Äpfel / 50 g Alnatura Rohrohrzucker /

50 g Alnatura Feigen getrocknet / 1 EL Alnatura Ceylon-Zimt /

2 EL Alnatura Trinkkakao / 1 Pck. Alnatura Reinweinstein-Backpulver

/ 250 g Alnatura Weizenvollkornmehl / 50 g Alnatura

Mandeln gehackt / 50 g Alnatura Rosinen / 3 EL Alnatura Apfelsaft /

etwas Alnatura Margarine für die Form

Zubereitung

Am Vortag Äpfel schälen und klein schneiden, mit Zucker vermischen

und 12 h (am besten über Nacht) abgedeckt ziehen lassen.

Am nächsten Tag Feigen klein schneiden.

Zimt, Kakao und Backpulver mit dem Mehl vermischen.

Alle weiteren Zutaten hinzufügen und mit den Äpfeln zu einem

feuchten Teig verkneten.

Teig in eine 25 cm lange, gut gefettete Kastenform geben und

im vorgeheizten Backofen bei 175 °C 60–75 min backen.

Tipp: Das fruchtige Aroma des Apfelbrotes wird intensiver,

wenn es nach dem Backen einige Tage gelagert wird. In einer

wiederverschießbaren Box ist das Apfelbrot mehrere Wochen

haltbar.


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Wasser mit dem Schneebesen

verrühren. Nach Belieben eine

Prise Salz, etwas Dattelsirup

oder Vanille dazu – und fertig!

Wir machen Bio aus Liebe.


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Kreatives für die

Ostertage

Warenkunde

Wissenswertes über

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IMPRESSUM

Herausgeber Alnatura Produktions- und Han dels GmbH, Mahatma-Gandhi-Straße 7, 64295 Darmstadt, Tel. 06151 356-6000, alnatura.de

Öko-Kontrollstelle DE-ÖKO-001 Geschäftsführer von Alnatura Prof. Dr. Götz E. Rehn, Rüdiger Kasch, Herwarth von Plate

Redaktions leitung Susanne Salzgeber (SUS), Hochkirchstraße 9/2, 10829 Berlin, salzgeber.info, magazin.redaktion@alnatura.de

Anzeigen Jonas Arbeiter, Mahatma-Gandhi-Straße 7, 64295 Darmstadt Redaktion Nathalie Auer, Lisa Beeretz, Jana Benke, Daniel Fehling,

Matthias Fuchs, Dr. Manon Haccius (MH), Constanze Klengel, Dr. Maren Kratz, Nadine Kröger (NK); Volker Laengenfelder (VL), Daniel Nedelka,

Tina Schneyer, Ina Schwegler, Gabriele Storm (GS), Christian Tremper (CT), Anja Waldmann (AW), Martin Wispel (MaWi), Eva Wohlgemuth

Verlag mfk corporate pub lishing GmbH, Prinz-Chris tians-Weg 1, 64287 Darmstadt, Tel. 06151 96960 - 00 Fotos Alnatura: 3 Porträt Rehn,

12/13, 26/27; Martin Aufmuth: 36 Brille; Maude Barlow: 43 Maude Barlow; Bio-Adler: 46; Bohlsener Mühle: 20; Oliver Brachat: 6–9; Brinkers:

17 Porträt, 18–19; Marc Doradzillo: 50 Reportage; Fotolia / DisobeyArt: 40/41 / HLPhoto: 1 / M.studio: 16/17 Brot / Maglido-Photography:

21 Quinoa / Riccardo Niels Mayer: 42; istockphoto / AZemdega: 44 / Halfpoint: 3 Baby; Maike Jessen: 48 Rezept; Thommy Mardo: 14; panthermedia.net

/ Boonsom: 23; Papenfuss, Atelier für Gestaltung: 24/25 Illustrationen; Privat: 29 Porträt; Birgit Rampe: 38/39 Illustration; Mina

Schillen: 33 Verarbeitung; Robert Seegler: 28 Illustration; Seepje: 32, 33 oben; VISCOM Fotografie: 10/11 Sortiment, 34/35; Frank Weinert: 50

Rezept u. Warenkunde; Paul Westrich: 37 Biene Gestaltung usus.kommunikation, Berlin, usus-design.de

Druck Mayr Miesbach GmbH, Am Windfeld 15, 83714 Miesbach, gedruckt auf 100 % Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel

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Gastbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder – sie sind aus der Perspektive des Verfassers geschrieben.

Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet und Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger

schrift licher Zustim mung des Verlags. Für unverlangte Einsendungen keine Gewähr. Irrtümer und Druckfehler vorbehalten.


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