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sportinghh

© Foto: Parkour Creation e.V.

März 2019

monatlich & kostenlos

Parkour

…spring doch!

HSV

…und seine eProfis

Towers

…inside

Segeln/NRV

…Tipptopp-Saisonstart

Anzeige

Die besten Tipps gibt’s

in der Heftmitte.

präsentiert von

1


Editorial

Leser,

Liebe

© Foto: Witters

Tsstss, der Frühling beginnt

nun schon im Februar.

Das ist craaazyyy, aber auch motivierend, weil es sich schlichtweg in

kurz besser joggen lässt… und das tiefe Durchatmen macht auch mehr

Spaß. Keine Zeit zum Durchatmen habe alle sportlichen Fotografen,

denn weil Hamburg Active City und wir so sehr glücklich über die

Einsendungen und das Ergebnis unseres Fotowettbewerbs waren,

setzen wir für das neue Jahr gleich einen drauf. Das Thema 2019:

Sportliche Vielfalt – typisch Hamburg. Zeigt uns, wie bunt und aktiv wir Hamburger sind,

interpretiert wild, seid kreativ und habt Mut.

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/Marek Santen

Gleichermaßen begeistert sind wir über die Resonanz bei unserer Suche nach der sporting/

Hamburg Active City-Crew für den Segel-Helga Cup. Unter den etlichen Bewerberinnen

haben wir jetzt, wie Ihr seht, eine Crew gefunden. Sie kannten sich bislang nicht und wollen

trotzdem jetzt gemeinsam zeigen, wie und wo der Hammer hängt, Teambuilding ist die

Voraussetzung. Wir begleiten das selbstverständlich und mit großem Interesse. So wie

wir auch die Barmbeker Handballer begleiten, denn die sind Tabellenführer und streben

den Wiederaufstieg an. Wir drücken die Daumen. Das tun wir sowieso grundsätzlich, geht

es doch zum Beispiel bei den Seglern Erik Heil und Thomas Plößel vom NRV auch schon

in diesem Jahr um die Olympia-Quali, genauso wie für die Beacher Nils Ehlers und Lars

Flüggen, die zur Zeit lustig in Australien rumbaggern.

Große Sprünge können sich die Parkour-Freunde noch nicht leisten, obwohl sie durchaus

auch hoch springen, aber die Leidenszeit der Startphase ihres multidimensionalen Projektes

im Oberhafen ist zumindest vorüber. In Wilhelmsburg wird bei den Basketballern

konkret am Aufstieg in die erste Liga (BBL) gefeilt, hierzu schnacken wir mit dem Mann im

Hintergrund, Tomislav Karajica. Voll vorne ist Voltigiererin Kristina Boe, die trotzdem, bzw.

gerade deswegen, ihre Karriere an den Nagel hängt. Kompliment. Und dann sind wir auch

irgendwie wieder ein Mitmach-Heft: Ihr könnt Euch, nebst Kollegen, zur Hamburgiade

anmelden, wir motivieren alle Frauen dieser Stadt, die Cyclassics zu übernehmen, wir

verlosen heiß begehrte Marathon-Startplätze, auch für die Staffel, und suchen außerdem,

Stichwort heiß, einen Juror/eine Jurorin für die Bäderland Sauna Challenge. So, und wer

jetzt sitzen bleibt, hat irgendwie selber Schuld.

Viel Spaß beim Lesen.

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

Distributionspartner:

Partner:

3


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/

Geheimtipp Hamburg

Editorial 3

Schuss des Monats

Frühlingserwachen! Boccia im Schanzenpark 6/7

Schuss des Monats #2

Gewinner: Alsterflitzer 8/9

Hamburg Towers

Der Mann hinter den Türmen 10–12

Harlem Globetrotters

Basketball vom Feinsten 13

Beachvolleyball

Auf links gedreht 14/15

sporting-Lars: Segeln

Heil/Plößel: Tipptopp-Saisonstart 16–18

HSV: eSports

Konsolen-Profis 20/21

Helga Cup: Die Crew steht!

sporting hamburg/Active City-Crew 22/23

Handball: HG Barmbek

Achterbahn! 24/25

Die sporting-Tipps im März 26/27

Sauna Challenge

Einfach so schwitzen ist gestrig 28/29

Weiterknipsen!

Der Hamburg Active City – Fotowettbewerb 2019 30/31

Parkour

Für jeden einen Korb 32/33

Bewerben!!!

Pizza for free! 34/35

Klettern

Immer an der Wand lang 36/37

Marathon

Wir haben noch Startplätze!!! 38/39

Voltigieren: Kristina Boe

Sorry, Kristina! 40/41

Cyclassics: Achtung Mädels …

…Ihr seid schon wieder gefragt! 42/43

Hamburgiade

Große Erwartungen 44/45

sporting-Marco

Fast(en) and Furious 46–48

Impressum 48

Just Dance Competition

Tanzgruppen, meldet Euch – an! 50

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*

* Zieh durch!

Tel.: 040/432084520 • www.steuermann-hamburg.com


© Foto: sporting hamburg

Frühlingserwachen

Herrlicher Aktivismus im Schanzenpark schon

Mitte Februar, das Wetter ist bombe. Die Tischtennisplatten

werden bespielt, der Bolz- und

Spielplatz sowieso, und auch die Boccia-Bahn.

An der treffen sich lauter kroatische Hamburger,

schwer konzentriert und mit viel Leidenschaft,

zum Bocciaspielen, in Kroatien heißt das Ganze

boćanje oder balota, wie sie uns berichten, und

ist dort Volkssport.

6


Gewinner!

„Alsterflitzer“ heißt das Angebot des Alstersport e.V., der

genau dafür gerade beim Werner-Otto-Preis im Behindertensport

der Alexander Otto Sportstiftung den ersten

Platz belegt hat. Vielfältige, sehr besondere Angebote

abseits des eigentlichen Sportbetriebs, für Sportler

unter 27, teils schwerstbehindert, die in der Regel sehr

individuell betreut werden müssen. Das beeindruckt uns

sehr, Glückwunsch, weitermachen!

© Foto: Alstersport e.V.

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Basketball

© Foto: Dennis Fischer

Hamburg Towers:

„… um die Sache,

nicht um mich!“

Selbstlosigkeit ist sicher ein falsches Wort, aber irgendwie fliegt das so

rum. Wir treffen nämlich Tomislav Karajica, den Mann hinter den Türmen.

Und wir würden ihm, nicht zwingend, aber journalistisch durchaus gern,

Kalkül, Business-Motive, was auch immer, respektive seines Engagements

bei den Towers unterstellen. Aber irgendwie funktioniert das nicht.

Das ist schön. Wir treffen einen sehr aufgeräumten Mann. Muss ja so

sein, wenn man mit 42 eine sehr facettenreiche Unternehmensgruppe

aufgebaut hat und mit dieser nicht zuletzt einige hohe Gebäude zum Stadtbild

Hamburgs beigesteuert hat. Tomislav Karajica ist mit Leib und Seele

Hamburger, hier geboren und in Stellingen (und nicht etwa in Harvestehude)

aufgewachsen, und er war lange sehr erfolgreicher Karate-Sportler:

Deutscher Meister, mehrfach.

Und er ist nun der

Ober-Turm? Neee, ist er

nämlich nicht. Vor allen

Dingen will er nicht in den

Vordergrund. Das respektieren

wir sehr gern, weil

eher ungewöhnlich, und

wir philosophieren mit ihm

© Foto: Witters

über Sponsoring, über Wirtschaft und

Sport im Allgemeinen und im Speziellen.

Tomislavs Engagement bei den Towers

begann 2013, im Grunde schon vor der

ersten Saison der Towers. Er lernte Marvin

Willoughby und Jan Fischer kennen

und war beeindruckt, von ihrer Vision und wahrscheinlich auch von

ihrer Bodenständigkeit. Neben erfolgreichen Jugendmannschaften und

einer Wildcard für die 2. Liga gab es eine im Bau befindliche Halle, keine

Spieler, kein Personal. „Es brauchte schon etwas Fantasie damals, um

sich vorzustellen, wo die Reise hingehen kann“, rekapituliert Tomislav und

grinst. Bevor überhaupt über Aufstieg, Playoffs, die Bundesliga und wasauch-immer

gesprochen

wurde, überzeugte ihn die

soziale Komponente der

Towers-Idee, und er wurde

Gesellschafter. Denn

als „Sport ohne Grenzen“

waren die Towers gestartet,

mit Jugendcamps und

Streetball-Aktionstagen.

Und wenn ein Bauträger Projekte plant und Visionen hat,

muss das Fundament stimmen, tragen, und das nicht nur

für zwei Jahre. Tomislav war sicher, dass dies hier der Fall

war – und er sollte Recht behalten. Zum einen gelang es

ihm, sein Netzwerk zu mobilisieren: „Kontakte sind das A

und O“, sagt er. Zum anderen war es ein großes Plus, beim

Aufbau der Strukturen beratend zur Seite stehen zu können.

„Da konnte ich sicher helfen“, sagt Tomislav, „… wenn man

bedenkt, mit wie vielen Gewerken und Schnittstellen große

Bauvorhaben umgesetzt werden.“ Die Halle wird in Eigenregie

betrieben, das steht für Unabhängigkeit, sie wird auch an

Fremd-Veranstaltungen vermarktet, und sie trägt den Namen

eines seiner Unternehmen, heißt seit 2017 „edel-optics.

de Arena“. Er konnte bei der Akquise weiterer Sponsoren

behilflich sein, der Know-how-Transfer findet statt und ist

also auch einträglich. Die Rollenverteilung ist gegeben und

scheint aufzugehen. Federführend trägt Marvin Willoughby

aktuell natürlich die Verantwortung für den Bereich Sport,

Jan Fischer agiert als GF vornehmlich für den kaufmännischen

sowie den sozialen Bereich. Aber im Grunde ist das

Gesamtkonzept der King. „Es geht um das große Ganze. Und

das ist viel mehr als die Summe seiner Einzelteile“, schwärmt

Tomislav. Mit den aktuellen sportlichen Erfolgen soll sich auch

der Breitensport deutlich weiter entwickeln, „die soziale

Komponente ist auch jetzt noch unsere ultimative Triebfeder“,

erklärt er und erinnert sich, dass Marvin sich vor einiger Zeit

zu einem wichtigen Sponsorengespräch verspätete, weil er

sich um einen Nachwuchsspieler zu kümmern hatte. „Das

sind Prioritäten“, grinst er. Und wenn wir nun befürchten,

Abhängigkeiten könnten der Towers-Vision mittelfristig

schaden, was ja in Hamburg durchaus nicht neu wäre, erteilt

er solchen Überlegungen eine klare Abfuhr.

„Schon jetzt können die

Towers alleine, das Ziel war

immer Unabhängigkeit.“ Und:

„Ohne mich würde das hier

auch weitergehen, um mich

geht es hier mal gar nicht“,

macht er klar.

Bei der Frage Ehrgeiz oder Leidenschaft antwortet er mit

einem klaren Jein: „Sport sind Emotionen, ist Leidenschaft,

Sport hat mein Leben immer bestimmt“, uns

wird ganz warm ums Herz, „aber ich wollte auch wenn

möglich immer gewinnen“, freut er sich. „Ich glaube

an unseren Ansatz der konsequenten Kombination

von Breitensport, Sozial- und Nachwuchsarbeit und dem

Profisport, denn alle Ebenen befruchten sich gegenseitig. Die Profispieler

sind Vorbild und Zugpferd für Kinder und Jugendliche, die über den Sport

wichtige soziale Kompetenzen mitbekommen. Generell verbindet Sport

die Menschen in der Stadt über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg,

je mehr Angebote es hier gibt, desto besser“, ist Tomislav überzeugt. So

überzeugt, dass er sich schon seit Jahren mit seinen Partnern über den

zuletzt in der Tagespresse vorgestellten „Elbdome“ Gedanken macht.

Eine Halle mit einem Fassungsvermögen von ca. 7.000–8.000 Zuschauern

ist, wie vielfach bestätigt, sehr gewünscht und soll Spielstätte der

Towers in der dann hoffentlich 1. Liga sein. Aktuell sind sie serienweise

Visionär mit Bodenhaftung: Tomislav Karajica ist Unternehmer,

Investor und hat sogar einen Wikipedia-Eintrag.

ausverkauft, schon jetzt könnte man deutlich mehr Tickets absetzen.

Auch für die HSV-Handballer wäre die neue Veranstaltungsstätte eine

interessante Option. Das Projekt soll komplett privat finanziert werden,

erklärt Tomislav. Frühzeitig wurden Standorte gesucht, nun wird einer

auf Höhe Elbbrücken heiß diskutiert. „Auch ein Brückenschlag zwischen

den Elbseiten“ könnte das werden. Aktuell läuft ein Testplanungsverfahren

und es gibt Diskussionen, wie man den Stadtteil Rothenburgsort

optimal mit einbinden kann. Zusätzliche Sportflächen, Jugendsport, ein

weiteres Leuchtturmprojekt für Hamburg als Sportstadt, als Active City

à la Towers.

»

© Foto: Joseph Heicks/More than Sports

10

Towers-Gründer Marvin Willoughby und Jan Fischer mit Tomislav Karajica (v.l.n.r.), gemeinsam am Ball..


Basketball

Harlem Globetrotters

© Fotos: Dennis Fischer

Basketball –

seit Jahren

vom Feinsten

© Fotos: Brett Meister, Harlem Globetrotters

Die beiden Neuzugänge kommen gut an: Max Montana (links) und Scootie Guyton.

Das Ziel ist amtlich!!!

Der Aufstieg soll es sein. Nicht zwingend, aber irgendwie doch. Als geregt. Macht ja auch Sinn, denn Aufregung ist das Letzte, was man in

Tabellenzweiter sollte man deswegen natürlich zwingend die Playoffs einer solchen Phase braucht, denn A, die ist sowieso schon da, und B,

vor Augen haben, und bei den noch benötigten zwei Siegen in sechs die kommt sicher auch noch extra. Und zack, gibt´s dann doch noch mal

Spielen sollte da schon ein dicker, fetter Teufel am Werk sein, wenn einen auf den Deckel – und das brauchen wir alle gar nicht. Die dann doch

das nicht klappt.

deutliche Niederlage gegen die Playoff-Mitaspiranten-aber-in-der-Tabelledeutlich-hinter-den-Towers-gerankten

Hagener, und zwar zuhause, ist

Also derweil sich die Towers durch die letzten Spiele konzentrieren ein Beweis aus der Kategorie: „Unnötig wie ein Loch im Kopf“. Wie dem

und sich über die fast ausnahmslos ausverkaufte Halle freuen, legen auch sei. Aufstehen, weitermachen. Das wird schon klappen. Attacke 100.

sie personaltechnisch zu, und zwar direkt für die Playoffs. Dann doch

einen ganzen Tag vor Ablauf der Transferperiode wurde Max Montana Und die beiden Last- bzw. Lastlast-Minute-Zugänge punkten richtig, gegen

eingeflogen, und zwar aus dem Bundesliga-Kader der Gießener. Kurz Baunach: Guyton (8 Punkte/5 Assists), Montana (12/7 Rebounds), gegen

vor Weihnachten war bereits Scootie Guyton gekommen. Konsequent, Hagen: Guyton (3 Punkte), Montana (6).

fokussiert, fällt uns dazu nur ein, und dabei irgendwie trotzdem unauf-

Seit 1927 spielen die Harlem Globetrotters Basketball wie von

einem anderen Stern. Wie irdisch sie dabei dennoch aufgestellt

sind, beweisen ihre Herkunft, ihre Historie und seit langem auch

ihre sozialen Engagements für Kids in den USA.

Mit der Mission, der Welt zu zeigen, wie man Basketball und Show so

imposant verbinden kann, dass kein Auge trocken bleibt, touren sie seit

Jahrzehnten um die Welt und haben auf diesem Weg ein ganz eigenes

Unterhaltungsgenre kreiert. Jährlich bestreiten die Männer

weltweit ca. 300 Gastspiele, haben seit 1945 gut 145 Millionen Kunst am Ball und Showeinlagen, …

Fans in 122 Ländern großen Spaß bereitet. Mit ihrem

großartigen Programm kommen sie am 17. März um

18:00 Uhr in die edel-optics.de Arena nach Wilhelmsburg,

da kommen also locker ein paar Tausend Hamburger Fans zu den

über 145 Mio. dazu. Sie können sich über sensationelle Korbwürfe und

wahrscheinlich auch -treffer freuen, fulminante Dribblings, krachende

Dunkings, mal ernsthaft und zielsicher, mal mehr im Slapstick-Bereich,

sodass nicht nur die Hardcore Basketball-Junkies auf ihre Kosten kommen.

Die Harlem Globetrotters betrachten sich als Familiensportshow,

und deswegen kann es passieren, dass Ihr auf

…kombiniert mit Slapstick und Publikumsnähe, …

den Rängen oder gar auf dem Spielfeld ein Teil des Ganzen

werdet. Macht Euch also locker, seid dabei und guckt Euch an, dass auch

der tougheste Sport vordergründig richtig viel Spaß machen kann. Die

Leichtigkeit und das Nicht-Gewinnen-Müssen führen zu spektakulären

Aktionen zum Augenreiben. Sport meets Entertainment – kann man

auch mal haben. So ganz ohne Aufstiegs-Hassle und Abstiegsangst.

Zielformulierung ist eindeutig: In der nächsten Saison wollen die Towers in der 1. Liga, der BBL, spielen.

Tickets und Infos für die Show am 17.03.

in Hamburg gibt es unter

www.harlemglobetrotters-deutschland.de

powered by

The Harlem Globetrotters

12

…ergeben die größte Familiensportshow der Welt.


Kernsportart Beachvolleyball

Auf links

gedreht.

Irgendwie muss man sich ja langsam daran

gewöhnt haben, dass Hamburg Beachvolleyball-

Hauptstadt ist. Wir sind auf dem Wege. Dieses,

„die sind alle so gut drauf, sehen alle bombe aus,

braun, gelenkig, groß, diesdas“, könnte dann zumindest

aber auch auf alle Hamburger ein wenig

überspringen bzw. im Stadtbild Einzug finden.

Finden wir.

Flip Flops für alle wäre das Mindeste. Und aufgrund der hohen Beacher-

Dichte treffen wir Lars Flüggen (28) und Nils Ehlers (25). Sie sind aktuell

eines der beiden deutschen Beacher-Teams bei den Männern, sie

HSV, die anderen beiden, Clemens Wickler und Julius Thole, ETV. Egal:

Hauptsache Hamburg. Aber bevor wir den Rathausmarkt zum Strand

Und „alles auf links drehen“, hieß: wirklich alles. Bis hin zur Ernährung

erklären, müssen alle diese Hamburger Teams wenn möglich nach Tokio.

kam alles auf den Prüfstand: Gluten, Lactose, Fleisch, Milka-Oreo, …

Ab sofort gibt es sogar sehr individuelle Ernährungspläne. Sowieso ist,

Der Weg dahin ist ziemlich bitter: In diesen Tagen geht es nach Adelaide,

anderthalb Jahre vor den Olympischen Spielen, das Commitment im

dann Sydney, Doha, Alicante, Xiamen, Kuala Lumpur, Itapema, … Klingt

Maximalbereich. Das Studium (Lars studiert Chemie, Nils Jura) macht

nach Fun, ist bissig, sie brechen nicht auf, um Meilen, sondern um erste

Pause, ihre Punkte wollen sie in diesem Jahr am Strand sammeln.

Punkte für die Olympia-Quali zu sammeln. Punkte für Tokio, denn das

Der neue Athletiktrainer David Schussmüller versucht, aus ihnen das

Rennen um die internationalen Startplätze ist eröffnet. Es geht aber

Optimum rauszuholen, wobei Nils eher gebremst werden muss, bei

auch um Punkte fürs Ego. Seit einem halben Jahr spielen die beiden erst

Lars geht noch was. Am Ball geht immer noch was, hier sind am OSP

zusammen. Bevor Nils an Lars’ Seite blockte und angriff, spielte Partner

auf Trainerseite Eric Koreng (Bundestrainer Männer) und Martin Olejňák

Markus Böckermann nämlich diese Rolle. Als sie dann aber im letzten

Jahr beide einen gebrochenen Finger hatten, nahmen sie das tatsächlich

als „Fingerzeig“ und überdachten Chancen und Risiken ihrer sportlichen

Karriere. Derweil Markus sich nach langen Überlegungen dann für sein

anderes Leben entschied, hatte Lars wohl noch nicht fertig. In Nils, er

spielte damals auch schon für den HSV, fand er den adäquaten Partner.

Beide – die grundsätzliche Bereitschaft war abgecheckt – drehten in

vielen Gesprächen, mit und ohne Unterstützung, alles auf links, was

(Chef-Bundestrainer Männer) in Charge.

„Unser Umfeld ist tipptopp“, sagen

beide, Lars: „Der OSP ist ideal aufgestellt,

der HSV unterstützt uns,

jetzt sind wir dran.“

Sie lernen sich immer besser kennen, was Sinn macht, denn bis

man so auf links drehen kann. „Wenn, dann jetzt richtig-richtig“ war

hoffentlich Tokio werden sie extrem viel Zeit miteinander verbringen.

und ist die Idee der beiden. Unterstützt vom Deutschen Volleyball-

Im Sand, im Flieger, in all den Hotelzimmern in Moskau, Doha, China,

Verband, vom HSV, müssen sie sich jetzt finden, um dann zu punkten.

„PinnebergPeinePellwormParis“, überall da, wo sie punkten müssen, für

Denn nach ersten Auftritten in Moskau („Das war scheiße!“) und bei

ihr Olympia-Konto. In Sydney gibt es jetzt ein Drei-Sterne-Turnier zum

den Deutschen Meisterschaften in Timmendorf im letzten Jahr, sie

Warmlaufen, in Doha kommt im Anschluss dann ein erstes 4-Sterne-

wurden Dritte, verletzte sich Nils leider. Eine Knorpel-Knie-OP folgte

Ding. Es folgt ein Trainingslager in Spanien, das sie u.a. zusammen mit

und ließ den gemeinsamen Start eher holprig erscheinen. Lars ist

den Eimsbüttelern Julius und Clemens haben werden. Mit den beiden

dennoch schwer zuversichtlich und super motiviert, denn obwohl das

verstehen sie sich richtig gut. Auch wann man mal auf Turnieren

Knie von Nils noch nicht 100% belastbar ist, kann er mit seinen 2,10m

gegeneinander antritt: „Im Training helfen wir uns gegenseitig, das ist

© Großes Foto: PR; © kleine Fotos: HochZwei/Jörn Pollex

© Foto: sporting hamburg

(„Morgens 2,11m!“ ;-)) schon jetzt wohl ordentlich und erst recht von

oben angreifen. „Nils’ Schläge aus dem Stand sind auch schon ganz

lustig“, grinst Lars. Wenn er dann noch so Airbus-mäßig aufsteigt…

sehr cool“, und letztlich wollen und sollen sich zwei Teams für Tokio

qualifizieren. Das wäre doch was. Für die Beach-WM im Sommer, wir

sind ja mit dem Rothenbaum die Gastgeber, sind sowieso beide Teams

gesetzt. Also, Ihr spielt jetzt dann jetzt mal die nächsten Wochen richtig

guten Beachvolleyball, und wir spielen dann im Sommer den richtig

guten Heimvorteil.

© Foto: PR

14

Platz 3 bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorf! Mehr davon!


sporting-Lars

© Fotos: wecamz

Tipptopp-

Saisonstart

Mai in Weymouth, England. Danach gibt es eine kleine Auszeit. Das

Studium muss bei beiden vor der stressigen Olympiasaison noch

einmal in den Vordergrund rücken, vielleicht wird zwischendurch

noch die Kieler Woche gefahren. Erik muss ordentlich für sein Physikum

pauken. Wenn das im August dann bestanden ist, muss das

Studium pausieren, dann rückt Segeln wieder komplett in den Fokus.

Die Olympiaqualifikation steht an und das bedeutet, dass Erik und

Thomas so gut wie nur noch auf der anderen Seite des Kontinents

unterwegs sind: Australien und Neuseeland heißt es dann für

beide. Die Qualifikation besteht

nämlich aus drei Wettkämpfen,

Strahlen um die Wette: Erik Heil (li.) und Thomas Plößel, oben auf dem Podest beim World Cup in Miami.

der WM Ende November in Neuseeland,

dann folgt die WM im Februar 2020 in Australien und

als Abschluss gibt es noch die Trofeo Princesa Sofía auf Mallorca.

Aktuell hat Deutschland im 49er fast ein Luxusproblem: Es gibt vier

deutsche 49er Mannschaften, die alle dieses Ticket haben wollen.

In Miami beim World Cup waren alle vier unter den Top 8 der Welt.

Qualifizieren kann sich aber nur ein deutsches Boot für Tokio! »

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In den letzten Jahren hat sich Segeln vor allem durch das Foilen, das ist Segeln auf einer Art Tragflächenflügel,

immer mehr zu einer noch spektakuläreren Sportart entwickelt. Extrem schnell und

anspruchsvoll, seit 2000 olympisch, ist der 49er, eine High-Performance-Bootsklasse für zwei Mann

Besatzung. Vorschoter und Steuermann stehen auf den breiten Wings im Trapez und halten mit

ihrem Körpergewicht das Boot aufrecht.

Erik Heil (29, Steuermann) und Thomas

Plößel (30, Vorschoter) sind die

amtierenden Bronzemedaillenträger

von den letzten Olympischen Spielen

2016 in Rio, die mit dem Edelmetall

eine achtjährige medaillenlose Zeit des

Segelverbandes beendet haben. Ihr erinnert

Euch vielleicht an die Salti rückwärts im Ziel.

Erik kenne ich seit 2016 von einem Bundeswehrlehrgang der

Sportsoldaten, den wir in Hannover absolvieren mussten. Umso

cooler war es, ihn mal wieder zu sprechen, um zu hören, was die

letzten Jahre so passiert ist und wo die Reise hingehen soll. Erik

ist ein lässiger Typ, studiert nebenher Medizin in Kiel und ist eben

auch ein mega-erfolgreicher Segler. Thomas ist seit 2001 sein

Segelpartner, beide sind im Olympia-Team des Norddeutschen

Regatta Vereins aus Hamburg. Aktuell schnaufen sie noch mal in

Kiel durch, bevor es derbe stressig weitergeht.

„Als Segler bist Du fast immer auf

Achse“, sagt Erik, „Boot auspacken,

fertig machen, segeln – und dann für

den nächsten Wettkampf oder für

das neue Trainingsrevier alles wieder

von vorne…“ Heil/Plößel sind extrem

gut in die Saison gestartet.

Im Februar haben sie den dritten World Cup-Sieg ihrer Karriere in

Miami eingefahren. „Wir haben mit viel Risiko gespielt und sind

häufig aggressiv am Limit gesegelt, aber bei der Regatta waren wir

auf der glücklichen Seite und es hat sich ausgezahlt“, meint Erik.

Aktuell haben sie noch knapp eine Woche, um sich ums Studium

zu kümmern, dann geht es bis zum 06. April nach Mallorca ins Trainingslager,

als Vorbereitung für die Europameisterschaft vom 07.–19.

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sporting-Lars

© Fotos: wecamz

Bilder vom Training in Miami – da stimmt offenbar die Work-Life-Balance.

Man kann sich also selber ausmalen, was von November bis

April für diese vier Teams Hauptthema ist… Der Kampf um den

Nationenplatz wird extrem hart. Erik und Thomas wollen beide

wieder eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Um komplett

vorbereitet zu sein, haben sie als Trainingspartner eine spanische

Mannschaft und ihre Freunde Schmidt/Boehme, die eines der drei

anderen Top-Boote des Segler-Verbands sind.

„Das ist die beste Trainingskombination,

unter der wir ohne viel

Training immer auf den Wettkampf

optimal vorbereitet sind“, so Erik.

Eins ist klar, es wird megaspannend,

und egal, welches deutsche

Boot sich durchsetzt, es wird in

Tokio wahrscheinlich um die Medaillen

mitfahren! Wir drücken

trotzdem dem TEAM HAMBURG

die Daumen.

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eSports

© Foto: Witters

© Foto: HSV eSports

HSV-eSports-Profis: Jannik „Testotier“ Berg, Niklas „Heisen“ Heisen, „Quinten“ Quinten van der Most (v.l.n.r.)

© Foto: Andreas Hardt

Konsolen-Profis

für den HSV

© Foto: Andreas Hardt

Rein kommst Du über den VIP-Bereich des Volksparkstadions. Vorbei an den

Cateringtheken, den Lounges und Tischen. Dahin, wo sich an Zweitliga-Spieltagen

Hamburger Edelfans rundumversorgt die Kicker auf dem grünen Rasen

anschauen: Loge 50 ist das Ziel.

Und da sitzt „Heisen“, Niklas Heisen mit vollem Namen. Blaues

HSV-Shirt, perfekter Blick runter auf den Fußballplatz – sein Spielfeld

ist aber hier drin. Diverse Monitore, Spielkonsolen, Controller,

alles tippi-toppi. Ein Zocker-Traum, für Heisen der Arbeitsplatz:

„Ich bin Profi.“ Der 20-Jährige verdient Geld damit, für den HSV das

Konsolenspiel FIFA 19 zu zocken. Mit seinen Mitspielern „Testotier“

Jannik Berg (24) und „Quinten“ Quinten van der Most (20) geht er

in der Virtual Bundesliga Club Championships (VBL) – so heißt das

wirklich, den Sponsorennamen davor sparen wir uns mal – an den

Start. Oder besser: an den Controller.

Seit dem 16. Januar läuft die Clubmeisterschaft, noch bis Ende März

treten 22 Teams aus der ersten und zweiten Liga an. 13 Clubs aus

der „wirklichen“ Bundesliga sind dabei, neun aus der zweiten. Bis

15. März ist der deutsche Vereinsmeister ermittelt, jeweils zwei

Einzel und ein Doppel stehen an einem Spieltag an. Danach geht

es für die Spieler allein weiter, bis dann im Mai, im Grand Final, der

deutsche Einzelmeister ermittelt wird. Die Spiele der Bundesliga

werden sogar im TV übertragen, ProSieben MAXX bringt ausgewählte

Partien auf den heimischen Bildschirm.

Hauptsache Fußball, denkt man. Tatsächlich geht es darum, eine

große Zielgruppe, hauptsächlich junge Männer, nicht zu verlieren.

Der Markt ist da, international ohnehin. Sponsorengelder werden

dorthin fließen. „Für die aktuelle und die nächste Generation von

jungen Menschen ist es natürlich, mit eSports groß zu werden.

Man kann als älterer Mensch versuchen, eSports kleinzureden

oder zu ignorieren. Aber mit dieser

Haltung wird man nicht weit kommen“,

sagt Dennis Trautwein von

der Sponsoring-Beratungsagentur

Octagon. Der Vorstand unter Bernd

Hoffmann hat deshalb entschieden,

dass der HSV bei diesem Geschäft

mitmischt. Und bitte: Die HSV-Profis spielen ja auch als HSV, im

HSV. Die Gruppe ist der HSV Fußball AG zugeordnet, die sich um

Vermarktung, Durchführung und Werbung kümmert. Das ist vor

allem der Job von Roberto Cepeda, der im HSV-Marketing zuvor für

den Bereich Kinder und Jugendliche verantwortlich war. „Wir wollen

einen attraktiven Zusatz zu unserem Kernprodukt schaffen“, sagt er.

Heisen und Co. haben sich eine HSV-Mannschaft auf dem virtuellen

Platz zusammengebastelt, mit Pollersbeck und Lasogga, Lacroix

und Hunt. Identifikation schaffen, das ist auch der DFL wichtig,

die Clubs müssen mit „ihren“ Spielern antreten. Deshalb sind alle

Spieler und Teams der VBL auf die gleiche Spielstärke programmiert,

85. „Wir spielen wegen der Kopfballstärke aber mit den längsten

Spielern, also Patric Pfeiffer statt Ito“, erklärt Heisen, „deshalb war

es für uns schlecht, dass im Winter mit Moritz und Steinmann zwei

große Profis den Verein verlassen haben.“

Heisen hatte 2016 noch für den VfL Wolfsburg gezockt, dann über

ein Jahr lang Urlaub in Australien gemacht. Nach seiner Rückkehr

Mitte 2018 ist er dem HSV aufgefallen. „Mein Spielerberater hat

dann alles geregelt.“ Spielerberater? „Ja klar, jeder eSports-Profi

hat das.“ Okay. Verabschieden wir uns also endgültig von der Idee,

dass dies hier ein Spiel-Hobby ist. „Ich trainiere jeden Tag mehrere

Stunden“, sagt Heisen, „und wir bereiten uns auch auf die Spiele

intensiv vor, analysieren Stärken und Schwächen der Gegner,

erarbeiten Taktiken.“

Manchmal kommen sogar die „richtigen“

HSV-Profis hoch in Loge 50. Ein bisschen

zocken nach den Trainings. „Khaled Narey

und Vasilije Janjičić sind richtig gut“, verrät

Niklas Heisen, der selbst auch noch aktiv

Fußball in der Kreisliga spielt: „Es ist umgekehrt

wie bei den Fußballprofis: Die zocken

als Ausgleich zum Fußball, und ich brauche

das Kicken als Ausgleich zum eSports .“

Heisen mit Roberto Capada, dem eSports-Projektkoordinator beim HSV.

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Segeln

© Foto: privat

Links: Die Premiere des Helga Cups 2018 war sensationell.

© Fotos: Sven Jürgensen

Wir suchen für unsere Crew

sogar Sponsoren.

Wer Lust hat, die Mädels in Sachen Outfit,

Food, Frauenpower, … und überhaupt

zu unterstützen, meldet sich bitte unter

partner@sporting-magazin.de

Betreff: „anheuern“.

Das ist sie, die sporting hamburg/Active City-Crew: Sonja Brumme (ganz oben),

Annemarie Bruns (li.), Stefanie Stelter, Ulrike Alart (unten), Nina Grandin (ganz unten).

© Foto: privat

© Foto: privat

Die Crew steht!!!

Martin Blüthmann (sporting), Crew-Mitglieder Ulrike Alart, Stefanie Stelter und Sonja Brumme, Sport-Staatsrat Christoph Holstein (v.l.n.r.)

Mit von der Partie sind:

In der letzten Ausgabe haben wir uns ganz weit aus dem Fenster – und über

die Alster – gelehnt. Wir haben erfahrene Seglerinnen gesucht, um mit

ihnen, der sporting hamburg/Active City-Crew, auf dem legendären

Helga Cup (13.–16. Juni) alle anderen Crews das Fürchten zu lehren. Unser

Ziel: mindestens Vorletzter.

Wir feiern unsere Mädels jetzt schon, und sie wollen sich

voll reinhängen. Denn, das ist klar: Von nix kommt nix,

heißt, die Damen müssen ran. Kein geringerer als Heiko

Kröger, zigfach dekorierter Para-Segler, wird der Coach

sein und die Mädels auf Angriff trimmen und auf Spaß,

Gemeinsinn, auf dicke Lippe und Taktik, auf alles, was es

so braucht, um bei dem illustren Teilnehmerfeld im Juni

in Hamburgs guter Stube bestehen zu können. Beim Helga Cup werden

die Boote (J70, echte Rennziegen) gestellt, am Material liegt’s also nicht.

Fit werden wir sein, auf den Punkt vorbereitet, konzentriert, fokussiert,

um mal in der was-braucht-es-um-erfolgreich-zu-sein-Mottenkiste zu

kramen. Da die Truppe für uns und die Active City an den Start geht, ließ

es sich Sport-Staatsrat Christoph Holstein nicht nehmen, den Frauen für

die Vorbereitung und das gemeinsame Projekt viel Glück zu wünschen.

Kick-off war Ende Februar der Helga Cup-Workshop beim Norddeutschen

Regatta Verein. Die drei anwesenden, schwer motivierten Frauen

(Annemarie Bruns konnte leider nicht dabei sein, sie schreibt gerade ihre

Bachelor-Arbeit, Nina Grandin war leider krank) kannten sich vorher nicht,

sie einte aber schon mal ihre grenzenlose Freude, überhaupt dabei sein zu

können. Tatsächlich hatten sich richtig viele Frauen beworben, sorry an alle,

die in diesem Jahr nicht dabei sein können. Vielleicht seid Ihr spätestens

am Regatta-Wochenende dabei und brüllt unsere Crew nach vorn.

• Annemarie Bruns (24), sie studiert wie gesagt ganz fleißig, ist

erfahrene Regatta-Seglerin (Bootsklassen Teeny und Europe), hat

schon mehrfach an Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften

teilgenommen. Sie hat sich dann zwar aufgrund ihres Studiums in

den letzten Jahren rausgenommen, aber sie ist heiß wie Frittenfett.

• Ulrike Alart (48), ursprünglich Windsurferin, Jollen-erfahren, segelt

in den letzten Jahren auf der Alster vornehmlich Laser oder 470er,

hat einen alter Laser an der Ostsee liegen und wollte eigentlich, das

will sie auch immer noch, mit einem alten Freund am Gennaker mit

einer J88 ein paar Regatten segeln. Und nun kommt der Helga Cup

dazwischen. Den Gennaker, das Vorsegel, das man wie wild rauf und

runter zerren muss, können wir bieten. Sie freut sich.

• Stefanie Stelter (52) segelt erst seit 2013, ist aber durchaus schnelles

Material gewohnt. Sie segelt viel auf Katamaranen (Nacra F16, F18),

ist trainierte Vorschoterin, Gennaker ist ihre Welt. Das passt dann

ja auch.

• Sonja Brumme (57) machte ’97 ihren Segelschein bei Prüsse und hat

seitdem viele Erfahrungen als Fahrtenseglerin gemacht. Seit acht

Jahren fährt sie mit ihrem Mann eine Regatta-X-Yacht X-41 One

Design. Sie weiß, welche Strippe wohin gehört, nur mit Regatten

hatte sie bislang nicht so viel an der Kappe. Das ändert sich dann

jetzt mal.

• Nina Grandin (44) fing schon mit sechs an zu segeln: jung und dynamisch

zunächst in Jollen und Dickschiff mit den Eltern, inzwischen

etwas älter und dynamisch am liebsten Drachen, das sind richtig

schöne Boote.

Jetzt werden erstmal mit Coach Heiko Trainingspläne gebaut, Termine

abgestimmt, und dann geht es demnächst erstmalig aufs Wasser. Wir

werden natürlich dabei sein und freuen uns ein Loch in den Bauch.

© Foto: privat

© Foto: privat

Ein ganzer Tag #thinkHelga: Regatta-Theorie Workshop im NRV Ende Februar.


Handball

© Fotos: Bennet Göing

Teamfoto: Sofortiger Wiederaufstieg ist das Ziel (deswegen Treppe ;-)).

Rechts: Neuzugang Jannes „James“ Timm.

Achterbahn!

Wenn ein Tabellenführer über den Aufstieg nachdenkt,

ist das nicht wirklich überraschend. Auch nicht für die

Handballer der HG Barmbek. Allerdings hängt der

Truppe der Abstieg vor einem Jahr ein wenig nach –

und auch nicht.

Warum: „Der Abstieg war sehr unglücklich“, formuliert Jürgen Hitsch,

irgendwie auch Manager, aber vordergründig der sportliche Leiter.

„Eigentlich sind wir wegen der letzten 20 Minuten der ganzen letzten

Saison abgestiegen“, wenn man sich mal nur auf Punkte und Tore

bezieht. Aber knapp vorbei ist auch daneben, und deswegen gesteht

er sich und seinem Projekt ein, dass, wenn man neun Mal in Serie

sehr knapp verliert, man eben nur „fast gut“ ist. Deswegen konnte

er nach nur einmal schlafen auch schon wieder nach vorn schauen.

Und so ging es wohl auch der ganzen Mannschaft nebst Trainer

Holger Bockelmann und Co. „Die Mannschaft war sich klar, dass

nur der Wiederaufstieg der Plan sein kann.“ Nicht so aus Frust und

Bockigkeit, vielmehr, weil gefühlt offensichtlich unter Wert verkauft.

„Wir sind mit Aufbrauchstimmung abgestiegen. Dennoch haben wir

auch viel gelernt im letzten Jahr“, sagt Jürgen. „Und wir werden keine

Fahrstuhlmannschaft sein“, stellt er fest. „Das kommt nicht in die

Tüte.“ Er sieht sich eher in der Achterbahn, wir stutzen, denn da geht

es dann ja doch irgendwie und irgendwann auch wieder rasant ins

Nirvana. Er grinst: „Wir sind gerade auf dem Weg nach oben – und

dann kommt die lange, schöne, wellige Strecke, mit weitem Ausblick

und Glücksgefühlen...“ Auf die freut er sich, daran wird gearbeitet. „Wir

sind echte Amateure, ehrenamtlich, bodenständig, eben Barmbek“,

und das Gelernte untermauert ihren nachhaltigen Anspruch. Der

Wiederaufstieg wird, wenn er kommt, keine Eintagsfliege sein. „Wir

sind auf einem sehr guten Weg.“ Sechs Zugänge hatte die Truppe

zu verzeichnen, weswegen er sagt: „Wir sind diese Saison auf dem

Papier sogar besser aufgestellt als in der Liga drüber, im letzten Jahr.

Wir sind in der Spitze breiter aufgestellt und haben jetzt deutlich

gleichstarke Spieler auf allen Positionen.“ Und Hamburg spiele hierbei

eine große Rolle:

Aus beruflichen

Gründen, wegen

des Studiums,

kommen

Handballer in

die schönste

Stadt und „landen

offensichtlich gern bei

uns“. Zum Beispiel Michael Kintrup, er

kommt von TUSEM Essen, hat 2. Liga gespielt,

möchte aber einen Gang rausnehmen und aus acht Einheiten die

Woche vier machen. Welcome. Jannes Timm kommt von DHK

Flensborg aus der 3. Liga, er wirft brav 7–10 Tore jede Woche. Und

Nico Hecht, er hat vom Oranienburger HC gewechselt, ebenfalls

aus der 3. Liga. Sie verstärken das Team und das WIR-Gefühl. Und

alle zusammen wollen den Aufstieg. Der ist auch noch nicht save,

natürlich. Kiel verlor gerade gegen Lokalrivalen FC St. Pauli, das

schaffte Luft nach unten. Stärkster Verfolger ist der TSV Hürup, das

ist bei Flensburg. Gegen den gibt es am 16. März um 18:30 Uhr den

direkten Vergleich hier in der MRG-Sporthalle. Bei einem Sieg käme

man der Sache noch ein weiteres Stück und deutlich näher. Stehen

sie am Ende der Saison immer noch oben, was wir schwer hoffen,

geht es erstmal gegen den Oberliga-Meister aus MeckPomm usw.

Von zwölf nationalen Oberligameistern steigen zehn in vier Ligen

auf. Muss man nicht verstehen. Solange wir dabei sind, alles gut.

Vorerst geklärt wurde hingegen der Backe-Case. Backe ist das Harz,

mit dem sich der Ball besser greifen lässt. Das ist Standard und ein

Must-have ab Oberliga aufwärts. Derweil die Stadt an einer finalen

Lösung für die diversen Hamburger Ober- und Drittliga-Teams bei

den Frauen und Männern arbeitet, müssen die Barmbeker fleißig

nach dem Training und den Spielen in Eigenarbeit die Halle schrubben.

Extra-Reinigungsmitel müssen her, eine Ballwaschmaschine

wurde gekauft, ein Crowdfunding für die Mehrkosten läuft aktuell,

Titel: Au, Backe!

24

Lasse Kohnagel (links), Rückraumrechts. Seine Aufgabe im Team: Bierwart.

Rechtsanwalt Michael Kintrup (rechtes Bild) ist Kassenwart.


Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

01.03. EISHOCKEY: OBERLIGA NORD

Die Crocodiles Hamburg gehen mit den Füchsen Duisburg aufs Eis (20 Uhr).

Eisland Farmsen, Berner Heerweg 152, 22159 Hamburg

01.03. SCHACH: 1. BUNDESLIGA

Die Heimpartien des Hamburger SK: 01.03. (16 Uhr) gegen SG Turm Kiel, 02.03. (13 Uhr) gegen

SV Werder Bremen, 24.03. (10 Uhr) gegen die Schachfreunde Deizisau. Die Schachbundesliga

ist eine der stärksten der Welt, für viele Vereine spielen starke Großmeister.

Aula Stadtteilschule Alter Teichweg, Alter Teichweg 200, 22049 HH

09.03. FÜR KINDER: NICHT MIT MIR!

„Nicht mit mir! Schütz Dich vor Gewalt“ ist ein Präventions-, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskonzept

des Dt. Ju-Jutsu Verbands für Kinder von 6–14 Jahren

(14–17 Uhr, Eintritt frei).

Lo-Han Pinneberg, Rübekamp 28-30, 25421 Pinneberg

10.03. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA: FC ST. PAULI

Stadtderby! FC St. Pauli gegen den HSV (13:30 Uhr). Am 29.03. kommt der MSV Duisburg ins

Millerntor-Stadion (18:30 Uhr).

Millerntorstadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg

02.03. HANDBALL-OBERLIGA: HG BARMBEK

Die HG Barmbek trifft um 18:30 Uhr auf die HSG We/He/De (das heißt Weddingstedt/

Hennstedt/Delve), am 16.03. (18:30 Uhr) auf den TSV Hürup und (vorverlegt!) am 28.03.

(20:15 Uhr) auf den TSV Ellerbek.

MRG-Sporthalle, Langenfort 5, 22307 Hamburg

03.03. ROLLSTUHLBASKETBALL-BUNDESLIGA

BG Baskets Hamburg vs. Doneck Dolphins Trier (12:30 Uhr). Das Saisonziel: Ein Platz unter

den ersten vier – das schafft Ihr!

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10–12, 21109 Hamburg

03.03. BASKETBALL: 2. BUNDESLIGA PRO A

Hamburg Towers vs. Artland Dragons (17 Uhr), am 16.03. vs. Ebbecke White Wings Hanau

(19:30 Uhr), 30.03. vs. Niners Chemnitz (19:30 Uhr). Mehr zu den Towers im Heft!

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10–12, 21109 Hamburg

10.03. HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

Der Handball Sport Verein tritt an gegen HC Elbflorenz 2006. „Die Tiger“ aus Dresden sind seit

2017 in der 2. Liga mit dabei. Am 24.03. geht’s gegen EHV Aue. Jeweils 15 Uhr.

Sporthalle Hamburg, Krochmannstraße 55, 22297 Hamburg

17.03. BASKETBALL-SHOW: HARLEM GLOBETROTTERS

Immer wieder schön: Die Harlem Globetrotters machen auf ihrer World Tour in Hamburg

Station (18 Uhr), es kommentiert ein deutscher Showsprecher.

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10–12, 21109 Hamburg

17.03. HANDBALL-BUNDESLIGA FRAUEN

SV Buxtehude gegen Neckarsulm (15 Uhr). Nach schwieriger Phase Ende 2018, EM- und

Weihnachtspause legte der BSV bis Mitte Februar eine Siegesserie hin, gewann fünf Spiele.

Weiter so!

Halle Nord, Kurt-Schumacher-Straße, 21614 Buxtehude

04.03. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA: HSV

Der HSV spielt am 04.03. im Volksparkstadion gegen Greuther Fürth (20:30 Uhr), am 16.03.

gegen Darmstadt 98 (13 Uhr).

Volksparkstadion, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

30.03. JAZZ U. MODERN DANCE: 1. BL

Die GFG Steilshoop richtet ein großes Turnierwochenende aus, mit Oberliga, Landesliga 1 + 2

Nord-Ost und der Hauptattraktion 1. Bundesliga, mit 10 Teams aus ganz Deutschland.

Sportzentrum Steilshoop, Gropiusring 43, 22309 Hamburg

08.–17.03. TENNIS: YONEX ITF HAMBURG

Bei dem Turnier kämpfen die teilnehmenden Jugendlichen um Junioren-Weltranglistenpunkte.

DTB-Stützpunkt, Bei den Tennisplätzen 77, 22119 Hamburg

09.03. BOXEN: 2. BUNDESLIGA

Letzter Heimkampf der Saison, es geht um den Aufstieg! Hamburg GIANTS vs. Fishtown Fighters

Bremerhaven (19 Uhr). Ein Teil der Einnahmen wird an das Projekt MOMO Straßenkinder

gespendet.

Boxsporthalle Hamburg, Braamkamp 1, 22297 Hamburg

30./31.03. VOLLEYBALL:

NORDDT. MEISTERSCHAFTEN U16

Die Landesmeister/innen aus HH, SH und MV spielen um den Titel und um die Quali für die DM

im Mai. Mehr Abkürzungen gingen nicht.

LLZ Volleyball, Gravensteiner Weg 27, 22049 Hamburg

30./31.03. BOWLING: AUFSTIEGSSPIELE

In 5er Herren- und 4er Damenmannschaften wird in drei Serien à drei Spielen um den Aufstieg

in die 2. Bundesliga gespielt.

Gilde Bowling Forty-Four, Baurstraße 1–3, 22605 Hamburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

31.03. HALBMARATHON: 28. BSV-MEISTERSCHAFT

Halbmarathon auf dem traditionellen Rundkurs am Hamburger Flughafen.

Nicht nur für Hamburgs Betriebssport-Leichtathleten! Start 09:30, Zielschluss 12:30 Uhr.

Lufthansa Sportverein, Borsteler Chaussee 330, 22453 Hamburg

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Bennet Göing

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Bäderland

© Foto: Sandra Hoever

© Foto: Sandra Hoever

© Foto: Nico Pätzold

Die besten Aufguss-Performances Hamburgs werden gekürt – und Ihr könnt mitbewerten!

Einfach so

schwitzen

ist gestrig.

Wir treffen anlässlich der anstehenden Bäderland SAUNA CHALLENGE

Pressesprecher Michael Dietel und René Lohmann, er ist Saunameister

bei Bäderland. Und das im doppelten bzw. dreifachen Sinne, sozusagen,

ist er doch schon zwei Mal deutscher Meister in seiner Disziplin und von

Berufs wegen ist er das sowieso, Vollzeit. Und beide geraten Bericht

erstattend ins Schwärmen – und wir gleichermaßen ins Schwitzen.

Am Wochenende vom 22.03. bis 24.03. glüht im Bäderland Festland

in Altona, laut Deutschem Sauna-Bund eine 5-Sterne-Premium-Sauna,

der Ofen so richtig: Drei Tage lang präsentieren 8 Teams und 12

Einzelstarter/-starterinnen Aufguss-Zeremonien, gegen die Walt Disney

ein Waisenknabe ist. Spaß beiseite, denn die interne Competition hat es

wirklich in sich. Auch strategisch, da intern sicherlich ein schönes Thema

in Sachen Qualitätsmanagement, Innovationskraft und Aktualisierung,

und nach außen auf jeden Fall ein gutes PR-Thema. Wir finden´s heiß.

Auf was da geachtet wird, lässt uns schon bei der Mitschrift schwitzen:

Bewertet wird zum einen die Kommunikation zum Gast, und da geht

es nicht nur um „wem es zu heiß ist, verlässt am besten die Sauna“,

sondern vielmehr auch um Persönlichkeit, good Vibrations, Service-

Orientierung. Dann geht es absolut um die Wahl des Themas, das dann

nach allen Regeln der Kunst zelebriert werden kann. Hier ist Kreativität

gefragt, ebenfalls auch in der Execution: Wie setze ich „Asterix und

Obelix“ um, oder „Frau Holle“, oder „Dirty Dancing“, oder „The Wall“,

Renés anstehende Performance? Und zwar, jetzt wird es wieder eher

technisch, in Sachen Utensilien, Auswahl der Wedelhilfen, Duft-Auswahl

und -Kombinationen, bis hin zu Entertainment-Kriterien. Palmwedel

bei Frau Holle machen keinen Sinn. Kühlende Minze bei Dirty Dancing

wahrscheinlich auch eher nicht. Für echte Fachleute kommen dann

noch wirklich toughe Kriterien wie Luftzirkulation, Wedeltechniken,

Zeitmanagement und Wassermenge zum Tragen. Da klinken wir uns

als Schwitzende in der Regel so wahrnehmungstechnisch sicherlich

aus. Nicht aber die Profis von Bäderland, die anhand von insgesamt

12 Kriterien ihren Hamburger Meister küren. René, er war nach den

vorletzten Meisterschaften von Hannover nach Hamburg gewechselt

(Ablöse gab es – glauben wir – keine), beschreibt: „Die Shows brauchen

mindestens drei, wenn nicht sogar sechs Monate Vorbereitung“, aber

der Spaßfaktor macht das alles wieder wett. Daher wohl auch der

Wettkampf, „aus dem wir dann sehr oft diverse Elemente in unseren

Regelbetrieb überführen“, so Michael Dietel, „und für die Mitarbeiter ist

das zur eigenen Weiterentwicklung nicht uninteressant.“ René ergänzt,

dass trotz der kompetitiven Atmosphäre ein solcher Wettkampf auch

eine sehr gute Teambuilding-Maßnahme sei. „Ein gutes Team sind wir

hier nämlich. Wir Aufgießer sagen untereinander gern ‚Ohana’. Das

heißt Familie.“ Die Challenge schweißt offensichtlich zusammen, fällt

uns dazu ein.

Wer als Gast dabei sein will, kann das sogar drei Tage am Stück,

das macht deutlich über 20 Aufgüsse in drei Tagen (buchen unter:

www.baederland-shop.de/sauna-challenge), aber auch einzelne Tage

sind buchbar. Alle 45 Minuten starten die Teilnehmer/innen in ihre

12-minütige Show. Ticket kaufen, am Tag der Challenge bekommst Du

dann per Farbband eine Zuordnung zu den einzelnen Shows. Damit wird

eine gute Durchmischung und faire Bewertung erreicht, denn – und das

ist der Knaller – Du als Gast bewertest mit Glück ebenfalls mit: Nach

jedem Ausguss wird eine zufällig ausgewählte Anzahl an Gästen gebeten,

eine Wertung für die drei Titel (Beste Show-Aufgießer, Beste Entertainer,

Bestes Aufguss-Duo) abzugeben. Das läuft über eine Wassermenge

im Messbecher: Je mehr Du einfüllst, desto höher bewertest Du die

Show. Das Gäste-Urteil fließt zu 25% in die Gesamtwertung ein, das

war schon oft das Zünglein an der Waage.

powered by

Bäderland

Und wer als sporting-Juror mit

schwitzen UND bewerten will, der

bewirbt sich für den Hardcore-

Samstag (14 Aufgüsse, alle

45 Min. einer) unter:

info@sporting-magazin.de

Stichwort: Schweiß drauf!

Bewerbungsschluss ist der 17. März 2019.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

Teilnahme ab 18.

Wer den Kollegen von Bäderland und ihren konsequenten

Sauna-Gästen Glauben schenkt, der wird lernen, dass

man natürlich einfach so schwitzen kann, na gut. Der

wird aber vielmehr erfahren, dass das auch mit Würde,

Stil und Anmut geht.

© Foto: Sandra Hoever

© Foto: Nico Pätzold

© Foto: sporting hamburg

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Die große Kunst des Show-Aufgusses: Fantasievolle Kostüme, Licht- und Soundeffekte, alles dabei.

Rechts: Saunameister René Lohmann in Aktion.


WEITER KNIPSEN!!!!!

HAMBURG ACTIVE CITY-FOTOWETTBEWERB 2019.

So begeistert unsere Partner und wir über die wunderbare Resonanz

unseres letztjährigen Hamburg Active City- Fotowettbewerbs waren,

so motiviert sind wir, diesen gleich zu wiederholen. Die Anzahl der

eingesandten Fotos war große Klasse, die Güte fanden wir richtig

supergut – die Siegerfotos seht Ihr noch mal auf dieser Seite.

© Foto Hintergrund: www.mediaserver.hamburg.de/Christian Lietzmann

Wir starten also durch und setzen sogar noch einen drauf, wir

fangen nämlich dieses Jahr einfach deutlich früher an, nämlich

sofort. Gemeinsam mit der Behörde für Inneres und Sport und

mit Panasonic/Lumix (sie spendieren wieder tolle Preise für die

Erstplatzierten) freuen wir uns über Eure Schüsse zum diesjährigen

Thema:

Sportvielfalt – typisch Hamburg.

Zeigt uns mittels Eurer Fotos, was Sport im weitesten Sinne so alles bewegen kann – im Großen, aber auch im ganz Kleinen:

physisch oder mental, Sieger oder Besiegte, beim Zuschauen oder Mitmachen, Eure Oma oder Eure kleine Nichte, Euch selbst

oder nur Eure Oberarme, beim Kicken-Baggern-Golfen-Segeln-Schlagen-Boxen-Ringen-Fechten-Tanzen-Werfen-Schmettern-

Joggen-Ziehen-Radfahren-Wandern-Jumpen-und-Pumpen-undsoweiter… in der Halle, im Grünen, im Boot, an oder auf der

ElbeAlsterBilleOste, auf dem FeldPlatzYardGrünSeeRathausmarkt, …

Denn wichtig ist: TYPISCH HAMBURG. Seid kreativ, seid mutig und habt vor allen Dingen Spaß.

Mailt Euer Foto mit dem Betreff „Active City“ an: info@sporting-magazin.de

Laufzeit des Wettbewerbs: ab sofort bis 31. Dezember 2019

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst mindestens 18 sein. Mitarbeiter der beteiligten Partner sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin (bitte keine Profi-Fotografen)

darf uns je Monat max. ein Foto schicken. Eure eingesandten Fotos sind bitte möglichst hochauflösend. Bitte verseht Eure Mails jeweils mit Eurer Postanschrift und bestätigt

uns in dieser Mail, dass genau Ihr dieses Foto gemacht habt. Alle eingesandten Fotos gehen nutzungsrechtlich auf uns über und dürfen im Zusammenhang mit dieser Aktion

auch von unseren Partnern genutzt werden. In jedem Fall werden wir uns natürlich dazu mit Euch in Verbindung setzen. Das versteht sich.

JETZT

MIT-

MACHEN!

Und es gibt richtig was zu gewinnen:

Die besten drei eingesandten Fotos werden von einer Jury, bestehend

aus der sehr bekannten Hamburger Sportfotografin Valeria

Witters und den beteiligten Partnern, am Ende des Jahres prämiert

und dann in einer unserer Ausgaben ab Februar 2020 veröffentlicht.

Die Weltfirma Panasonic/Lumix stellt – herzlichen Dank – für die

drei Bestplatzierten außerdem jeweils eine großartige Lumix G9L,

Lumix GX800 und Lumix FT7 zur Verfügung.

31


© Foto: Olaf Janko

© Foto: Kerstin Behrendt

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Parkour

Für jeden

einen Kasten.

Unzählige (sogar internationale) Projekte, Veranstaltungen, Kurse, Workshops, Tanz, Theater, … eine HALLE für alle eben.

© Foto: Olaf Janko

© Foto: Olaf Janko

© Foto: Parkour Creation e.V.

Links: Gravity Sucks! Beim Parkour Jam-Wochenende waren 2018 über 300 Teilnehmer aus 35 Nationen dabei.

Vor gut anderthalb Jahren berichteten wir von ein paar Freaks, eigentlich, die sich in

den Kopf gesetzt hatten, der Hamburger Parkour-Szene eine Heimat zu bauen, im

Oberhafen, Hamburgs Kreativ-Hinterhof. Heute sitzen wir auf alten Möbeln in der

Lounge-Area und Sebastian „Batte“ Ploog erzählt uns von seiner Gänsehaut, die er

nicht mehr kriegt, wenn Kids kommen und sich in ihrer Halle sauwohl fühlen.

Wir sitzen in der Parkour-Welt der großen und der kleinen Sprünge,

genannt DIE HALLE. Batte ist einer der Treiber, der Vorspringer, der

zusammen mit seinen Buddies Felix Bornemann, Joe Hoffmann und

Ben Gallinat sich und vielen anderen Kids und Junggebliebenen einen

Traum erfüllt hat. Und die Heimat, die sie jetzt haben, hat nun auch längst

eine Heizung. Die fehlte nämlich damals, weswegen sich die Eröffnung

immer wieder verzögerte und das finanzielle Wasser bis zum Hals stand,

dann Oberkante Unterlippe. Das ist Vergangenheit. „Am Anfang war

alles irgendwie special und neu, das alles ist jetzt nicht mehr so krass

besonders“, grinst Batte. „Arbeitsebene“, sagt er. Aber weil es ihnen

mit Abstand viel mehr um ihre Gäste, ihre Mitglieder geht, macht er den

aktuellen Status, ihren Erfolg wie folgt fest: „Wir sind eine feste Größe für

sie, sie haben uns in ihren Alltag integriert.“ Klingt banal, ist für ihn das

schönste Kompliment. Abläufe konnten sie damals in den inoffiziellen

Pre-Openings üben, auch ohne Toilette und Co. Inzwischen brummt die

Hütte, die sie als Verein, aber auch als Sozialprojekt verstehen. Neben

dem „freien Training“ – jeder springt und macht, was er will – gibt es

inzwischen 45 Kurse die Woche, Tendenz steigend: Akrobatik, Capoeira,

Acroyoga, Calisthenics, Movement Training. Es gibt Angebote für Schulen,

Kitas, Kurse für Einsteiger jeden Alters, „irgendwie verschwimmt alles

dann irgendwann“, sagt er und grinst: „Aber bei genauem Hinsehen

sieht man die Struktur im Chaos.“ Sie empfinden sich als Schnittstelle:

zwischen alt und jung, erfahren und unerfahren, geflüchtet oder eben

nicht; jeder kann kommen, an sich arbeiten, „niedrigschwelliger geht es

gar nicht“, beschreibt er. „Wir fangen mit Kids ab fünf an, unser ältester

Parkour-Turner ist 64“, sagt er und beschreibt den Nutzen für Senioren:

„Balance, Körperspannung und Fallen lernen“, und irgendwie gechillt,

würden wir ergänzen. Und weil jeder eigentlich machen kann, was

und wie er will, entwickeln sie gerade Konzepte für Inklusionsgruppen.

„Bei uns gibt es für jeden einen Kasten zum drauf- und runterspringen.“

Querbeet stellen sie fest, dass durchschnittlich bei jedem Projekt zwei

Teilnehmer hängen bleiben. Das ist ein guter Schnitt. Inzwischen sind es

gut 600 Mitglieder, und über den Daumen haben sie ca. 4.000 Besucher

Sebastian „Batte“ Ploog (4.v.r.) und Kollegen – davon gibt‘s inzwischen fast 50, plus Freiwillige.

im Monat. Vier der Menschen

im Hintergrund sind inzwischen

eher hauptberuflich dabei. Die

Überzeugung ist offensichtlich

Teil des Lohns, „die Zeit

der Selbstausbeutung ist aber

vorbei“, stellt er nüchtern fest.

Aktuell haben sie 46 Angestellte

und Honorarkräfte, plus viele

Freiwillige, die mit anpacken.

Die Kindergeburtstage, die man buchen kann, machen Riesenspaß,

bringen neue, neugierige Interessenten, aber auch ein bisschen Kohle.

Batte betont aber: „Wir sind kein

Indoor-Spielplatz, sondern eine

Sportstätte.“ Und: „Wir sind auch

keine Kinderaufbewahrung für

SUV-Mamas, und Pommes gibt es

auch nicht“, grinst er weiter.

„Wir liefern durchaus Erfolgserlebnisse, auch wenn es beim ersten Mal

nicht gleich der Backflip ist.“ Denn manche Kids können leider keine

Rolle vorwärts. Die kleineren Brötchen, die dann gebacken werden,

schmecken aber wohl, und die Sprünge in die Schnitzelgrube sind für

jeden ein großer Spaß, es muss ja nicht gleich ´ne Ninja-Rolle sein. Und

wenn nicht gesprungen und gefallen wird, gibt es auch mal Kino, Party

und Theater. Der Großteil der gesamten Fläche ist nämlich modular

bestückt, kann jederzeit umfunktioniert werden. Wöchentlich gibt es

also auch eine Theatergruppe, ein offenes Ensemble namens „Salon

International“ für „Neu-Angekommene und Fast-Deutsche“. Schön,

wie man trotz großer Sprünge immer auf dem Boden bleiben kann.

© Foto: Parkour Creation e.V. © Foto: Olaf Janko


Aktion

LECKER CHANCE!

© Fotos: Domino’s, Pixabay, privat

PIZZA FOR FREE!

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Große Freude machten die Pizzen offensichtlich den lustigen Mädels

der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik der HTBU e.V., die im

Laufe ihres Trainingswochenendes wohl so fleißig waren, dass sie sich

die Pizzen redlich verdient hatten.

Ihr habt gerade Euer Match gewonnen, fett trainiert, peinlich vergeigt,

klasse gefightet, hoch verloren, aber seid trotzdem lustig,

sensationell gespielt, mit Anstand nicht gewonnen, seid mit Glück

so gerade eben schneller gewesen,… Euch alle eint wahrscheinlich

aber eines: KOHLDAMPPPPFFFFFF, Riesenhunger, was zu essen

muss her. Jetzt, auf der Stelle.

Ein ganzes JAAAAAAAAAAAHR kommen wir zu Hilfe . sporting

hamburg und unsere Freunde von Domino’s hauen einen raus.

Einen? Zehn!!!! Seit Mitte Mai flitzen die freundlichen Pizzaboten

von Domino’s mit ihren leckersten Pizzen am Wochenende quer

durch die schönste Stadt und retten jeweils ein Team. Sie

bringen Euch die Pizzen in die Kabine, in die Umkleide

oder in die Dusche, auf den Steg, in die Halle, ans Boot,

auf den Platz, whatever you want… Aus Spaß und

Überzeugung, aus Begeisterung für Euren Sport,

Euren Einsatz, Euren Mut, Eure Tapferkeit, Euren

Kampfgeist, Eure Fairness, Eure Performance, Eure

Leistung, Euren Mannschaftsgeist, Eure Leidenschaft.

Ungeduscht, noch keuchend, bekommt

pro Wochenende eine Crew, eine Mannschaft,

ein Team einmalig zehn Pizzen von Domino’s

spendiert. Zackbumm.

Bewerbt Euch!

Nennt uns Verein, Sportart, Datum* und Uhrzeit für

die Anlieferung, einen konkreten Ansprechpartner

und warum gerade Ihr die Leckerpizza verdient.

Mailt an: info@sporting-magazin.de

Betreff: „Wie lecker ist das denn?!“

*Der Andrang ist groß, bitte mindestens

zwei Wochen vorher bewerben!

Teilnahme ab 18 (Ansprechpartner). Die teilnehmenden

Mannschaften erklären sich bereit, sporting

hamburg/Domino’s jeweils ein Foto „Pizza spaß“

zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nach Harburg ging ein weitere Ladung Pizzen: Dieses Mal hatten die

Tischtennis-Mannschaften vom SV Grün-Weiss Harburg von 1920 Glück.

Wurde ja auch mal Zeit, dass da was anderes auf den Tisch kommt.

Oder ruft einfach an:

040-432 08 45 20

Für alle anderen:


Klettern

© Foto: Andreas Hardt

© Fotos: Anna Stubbe

Immer an der

Wand lang

geht also – noch – nicht. Aber: Was nicht ist,

kann ja noch werden. Wie gesagt, es geht nach

oben. Und eben auch mit dem Leistungssport.

„Schuld“ daran ist unter anderem Michèle

Knaup, die mit ihrem Mann

Nils Kremeskötter vor drei

Niclas Zapf und Luise Svensson gehören zum Kletterstützpunktteam Hamburg,

Jahren begonnen hat, den rechts: Trainerin Michèle Knaup.

Leistungssportbereich in

Hamburg unter dem organisatorischen

Dach des DAV mal grundsätzlich aufzubauen. Sie arbeitet

als angestellte Trainerin in der Nordwandhalle, „die Arbeit für den Neben dem Speedklettern gibt es noch Bouldern. Da geht es nicht

Leistungssportstützpunkt ist Ehrenamt“. Weil es Spaß macht – und weil so hoch hinaus, weshalb keine Sicherung nötig ist. Und das „Lead-

Erfolge zu sehen sind. Inzwischen gibt es eine Wettkampfgruppe, eine Klettern“. Hoch hinaus, mit Sicherung am Seil. Bei beiden Disziplinen

Perspektivgruppe und eine Kindergruppe beim Verband. „Wir haben werden die Routen immer wieder neu geschraubt, also diese Nupsis

10 Trainer und 27 Athleten zwischen 7 und 18 Jahren am Hamburger in der Wand, auf die man treten oder an denen man sich mit den

Stützpunkt“, erklärt Michèle.

Händen festkrallen kann. Luise ist Boulder-Spezialistin: „Ich mag die

Kreativität und Fantasie, rauszufinden, wie ich eine Strecke am besten

Und wo trainieren die alle zwischen den ganzen Freizeitsportlern, die bewältigen kann.“

ja Geld bezahlen müssen für ihre Kletterstunde? Das ist tatsächlich

eine sehr coole Sache, vorbildlich geradezu. Außer im Salon du Bloc Alle drei Disziplinen werden zusammengefasst zu einem kombinierten

können die Kaderathleten einfach in die Hallen gehen, egal ob vom DAV Wettkampf „Olympic Combined“, der erstmals 2020 in Tokio olympisch

oder den kommerziellen Anbietern. „Ich brauche da nicht mal meinen ist. OLYMPISCH. Und, wie sieht Luise das? „Das wäre natürlich ein

Ausweis zeigen, die kennen mich alle schon“, erzählt Niclas. „Wir alle Traum, aber die Konkurrenz in Deutschland ist sehr stark“, sagt sie

haben das gleiche Ziel, unseren Sport in der Stadt zu stärken“, sagt bescheiden. Aber wie immer, und beim Klettern umso mehr: Der Weg

Michèle, „deshalb arbeiten alle in diesem Bereich echt gut zusammen.“ zum Gipfel beginnt mit dem ersten Schritt – und den haben Hamburgs

Das finden wir nun wirklich ziemlich super.

Kletterer inzwischen gemacht.

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Wände hochlaufen, wie ein Gecko, zack, zack, nach oben. Das versuchen

sie hier alle, mit mehr oder weniger Erfolg. Die Boulderhalle FLASHH

in Bahrenfeld ist voll an diesem Abend. Und wer Zweifel daran hat,

dass hier ernsthafter Sport betrieben wird, der muss nur mal etwas

tiefer durch die Nase einatmen – doch, ja, so riecht Sport.

Klettern boomt in Hamburg, die drei Hallen

des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Lokstedt

sind voll, auch die Nordwandhalle in Wilhelmsburg

ist bestens besucht. Dann gibt’s

da noch das Boulderquartier in Wandsbek

und den Salon du Bloc in Eimsbüttel. Läuft.

Oder vielmehr: Klettert. Klar, die meisten

klettern und kraxeln hier so freizeitmäßig.

Kindergruppen ebenso wie Betriebsausflüge.

Aber wie immer im Sport sind eben auch einige dabei, die können es besser als andere, haben

mehr Talent, mehr Ehrgeiz. Wie zum Beispiel Luise Svensson und Niclas Zapf. Luise ist 14,

offensichtlich St. Pauli-Fan, besucht die Rudolf Steiner-Schule, und sie klettert. „Vier bis fünf

Mal in der Woche“, erzählt sie, „dazu noch ein wenig Krafttraining und Yoga.“ Das hat sie in

den deutschen Nationalkader der B-Jugendlichen gebracht. So richtig mit Wettkampfreisen

überall hin. Die Ausrüstung bekommt man da auch vom Verband, schon schick. Am Europacup

hat sie schon teilgenommen, die deutschen Jugendcups und Landesmeisterschaften

klettert sie sowieso. Da kommt was zusammen, zeitlich. „Doch, ich würde schon sagen, das

ist Leistungssport“, sagt sie selbst.

Niclas meint: „So gut bin ich nicht.“ Aber immerhin ist auch der 18-Jährige stark genug, um dem

norddeutschen Kader anzugehören, bei den „Senioren“, den Erwachsenen also. Auch er ist

mindestens vier Mal pro Woche an den Wänden, „Yoga mache ich aber nicht.“ Speedklettern

ist seine Sache. Das ist diese Disziplin, wo es darum geht, die weltweit seit 20 Jahren immer

gleiche Route so schnell wie möglich zu bezwingen. 15 Meter geht es nach oben, „5:48 Sekunden

ist der Weltrekord“, sagt Niclas, „da brauche ich noch etwas.“ Immerhin: Bei den Deutschen

Meisterschaften wurde er Vierter, gehört damit im Speed zu den Besten in Deutschland. Leider

gibt es in Hamburg genau diese standardisierte Strecke nur einmal, nämlich im DAV, dem Deutschen

Alpenverein. Der eigentliche Spaß, sie im direkten Duell gegeneinander zu bewältigen,

Sonderlauf

250 Startplätze

323 Höhenmeter

1206 Treppenstufen

Blankeneser Heldenlauf

Blankeneser Heldenlauf

01. September 2019 10:00 –16:00 Uhr

26. August 2018 10:00 –16:00 Uhr

6,7-km-Intermezzo

11-km-Mezzo

Halbmarathon Fan

Halbmarathon Fanatic

Halbmarathon Staffel

Anmeldungen und Infos unter:

www.heldenlauf.de | 040. 866 45 110

Schirmherrschaft:

Nienstedtener Turnverein von 1894 e.V.

Ein Projekt der Heldenzentrale Hamburg.

Wir bewegen die Sportstadt. ©

Veranstalter: Medienpool Extra GmbH

lauft schön!

36

In der Leistungs- und Perspektivgruppe im DAV Kletterzentrum werden die drei Disziplinen Lead, Bouldern und Speed trainiert.


Haspa Marathon Hamburg

© Fotos: HOCH ZWEI

Jipppieeehhh!

WIR HABEN NOCH

STARTPLÄTZE!!!!

38

• 2 Startplätze für den Marathon

• 2 Startplätze für den Halbmarathon

• SENSATION: 5 Startplätze für

jeweils eine Staffel

So ist das bei guten Freunden

und Partnern. Wenn’s drauf ankommt,

sind sie zur Stelle und helfen. Das gilt zum Beispiel

für die BKK Mobil Oil, mit der wir Euch zum Haspa Marathon Hamburg

einladen. Und zwar FÜR UMME. Seid dabei, wenn’s in Hamburg läuft.

Seid dabei, wenn es im Morgengrauen über den Kiez geht, derweil

die letzten Nachtschwärmer am Straßenrand rumdrönen. Wenn an

der Elbchaussee der gediegene Applaus aufbrandet, am Fischmarkt

die Heerscharen von Zuschauern aus dem Umland mit Bananen,

Ananas und Palmwedeln wedeln. Vorbei an Portugiesenviertel und

Speicherstadt, wenn es durch den Wallringtunnel geht, um dann die

schöne Alster zu umrunden. Dann Winterhude, die langen Durststrecken

Richtung Bürostadt Nord – es wird in diesem Jahr sicher

keinen Wind geben – und zurück Richtung Partymeile Eppendorfer

Baum. Der leichte Anstieg Rothenbaum ist bitter, aber das Ende naht:

Eben noch Dammtor, und dann hört Ihr schon das Ziel.

Das alles könnt Ihr haben, wenn Ihr Euch bei uns bewerbt. Der BKK

Mobil Oil sei Dank, hauen wir für Euch diverse Startplätze raus. Jetzt

müsst Ihr was tun, abgesehen davon, dass Ihr schleunigst ein paar

Mal um die Alster rennt, denn Ihr müsst Euch bewerben. Mitmachen

dürfen alle, nur leider die Mitarbeiter der BKK Mobil Oil und von

sporting hamburg nicht. Und Ihr müsst mindestens 18 sein.

Schickt bis zum 20. März 2019 eine Mail an:

info@sporting-magazin.de

Bitte schreibt in die Betreffzeile, für welche

Distanz Ihr Euch bewerbt.

Und beantwortet bitte folgende Gewinnspielfrage:

• Für den MARATHON: Wo habt Ihr Eure

sporting hamburg-Ausgabe abgegriffen?

• Für den HALBMARATHON: Nennt das

schönste Kompliment, dass Ihr uns machen

könnt. Danke!

• Für die STAFFEL: Welche Themen interessieren

Euch noch?

Die Gewinner werden von uns dann umgehend benachrichtigt und

erhalten jeweils einen Zugangscode für die Online-Anmeldung. Und

dann müsst Ihr ran, aber Ihr wolltet das ja so. In der nächsten Ausgabe

(April) liefern wir Euch dann noch mit der BKK Mobil Oil und ihrem

Anchor-Marathon-Man Nils Goerke die besten Tipps für die finale

Vorbereitung und den Wettkampftag. Und drücken die Daumen.

powered by

BKK Mobil Oil

»

ZUSAMMEN

LÄUFT’S

BESSER!

«

OFFENER

LAUFTREFF

IN HAMBURG

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Als Krankenkasse der neuen Generation bieten wir allen Laufbegeisterten – Anfängern wie

Fortgeschrittenen – die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung mit Kathi Nüser und Nils Goerke zu

trainieren. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos und für jedermann offen. Los geht´s

jeden Dienstag um 19:00 Uhr.

Alle Infos unter: www.bkk-mobil-oil.de/lauftreff


Voltigieren

© Fotos: privat

Sorry,

Kristina!

zumeist ihren Don de la Mar, zweimal

wöchentlich werden die akrobatischen

Wenn eine Hamburger Sportlerin amtierende Europameisterin, Übungen auch auf einem Holzpferd/Bock

geübt, denn die müssen ja grundlegend

Weltmeisterin UND Weltcup-Siegerin ist, dann wird es Zeit,

erstmal sitzen, bevor man sie auf dem

über sie zu berichten, LÄNGST. Und nun hat sie sogar, auf dem Pferd umsetzt. Die Grundlagen für den

Höhepunkt ihres Karriere-Höhepunktes, ihren Abschied vom gesamten Akrobatik-Anteil holt sie sich

zusätzlich beim Fitness- und Athletik-

Leistungssport bekannt gegeben. Wir müssen reden.

Training im Studio (Beweglichkeit, Kraft)

sowie beim Joggen (Dynamik, Ausdauer).

Als kleine Kristina ging sie auch noch zum

Kristina Boe (31), geboren in Husum, seit 10 Jahren in Hamburg, ist die klassischen Geräteturnen, voltigieren tut sie aber im Grunde, seitdem sie

allerallerbeste Voltigiererin der Welt. Sie lebt in Ottensen, und wenn sie drei ist, oder vier. „Voltigieren ist natürlich schon auch eine extrem spezielle

nicht gerade trainiert, ist sie auf dem Weg zur Fachärztin für Orthopädie Welt“, sagt sie. Und wenn alle denken, da ist eine Reiterin, die macht

und Unfallchirurgie an der Schön Klinik in Eilbek. Seit 12 Jahren startet ein paar Übungen auf dem Pferd, ist das im Grunde falsch. Sie versteht

Kristina für den Reit- und Fahrverein Kirchwärder, seit vielen Jahren auch international

für Deutschland. Diese vielen Jahre hat sie einen offensichtlich zwar sehr, sehr intensiv. „Im Team“, wie sie sagt, und dabei „komme ich

sich als Sportlerin, Akrobatin, die on top mit einem Tier arbeitet, und

sehr verständnisvollen Lebenspartner

an ihrer Seite.

erklärt sie, „ich kann noch

allenfalls an zweiter Stelle“,

Denn tägliches Training ist

so viel mit Don üben, ist er

selbstverständlich. Wie

am Wettkampftag krank,

sich das aufteilt, liefert

geht gar nichts, trete ich

Erkenntnisse über ihren

nicht an.“ Fertig. „Und

Sport. Zwei- bis dreimal

dabei ist es so extrem

die Woche geht es nämlich

auf das echte Pferd,

wie sehr sich das Pferd für

rührend, wenn man fühlt,

einen anstrengt, das ist

ein Geschenk“, schwärmt Kristina. „Letztlich hat man aber viele Dinge

nicht in der Hand, und das ist gut so, macht den Reiz aus“, untermauert

sie. So wie die Wettkampfrichter, auch die hat man nicht in der Hand.

Im Team sind sie zu sogar dritt; genauso wichtig, weswegen sie auch

die gleichen Medaillen verdient und bekommt, ist nämlich die Partnerin

an der Longe, Winnie Schlüter. Sie führt letztlich das Pferd während der

Performances an der Leine, trainiert es gleichermaßen,

und „sie hat mir schon so manches Mal den Arsch

Akrobatik-Training auf dem Voltigierbock.

gerettet“, unterstreicht Kristina dankbar. Nützt aber

alles nichts, jetzt im April, beim Weltcup-Finale, ist

Schicht im Schacht, sie plant richtiggehend eine Abschieds-Kür. Und ihre

Gegnerinnen freuen sich, können dankbar nachrücken, viele potenzielle

Nachfolgerinnen kommen aus Deutschland.

„In Deutschland gibt es eine sehr

nachhaltige Jugendarbeit und

Nachwuchsausbildung, deswegen

sind wir so eine erfolgreiche Nation“,

erklärt Kristina. Sie übergibt also auf

dem Zenit ihres Erfolgs den Staffelstab

an Jüngere und sagt: „Einen

besseren Zeitpunkt kann ich mir

nicht vorstellen.“

Abgesehen davon, dass im Beruf immer mehr gefordert wird, dass

man auch mal mit dem Partner ohne Verletzungssorgen kiten gehen

könnte, dass man überhabt bislang fast verletzungsfrei geblieben ist,

man aber auch nicht jünger wird, fühlt sich auch sonst der Zeitpunkt für

sie sehr gut und richtig an. „Im Grunde gilt das auch für mein Pferd. Wir

müssen nicht warten, bis wir nicht mehr fit genug

sind.“ Sie fährt fort: „Wir könnten sicher noch ein,

Kristina freut sich nun auf ein „fröhliches Rentnersport-Leben“.

zwei Jahre sehr erfolgreich sein, aber ich betrachte

es als großes Geschenk, gerade jetzt aufhören zu

können.“ Davon mal abgesehen, sind die Weichen für die Zukunft auch

in Sachen Voltigieren gestellt. Sie wechselte als Aktiven-Sprecherin

bereits auf die Funktionärsseite und will ihrem Sport etwas zurückgeben.

Das ehrt sie auch.

Anzeige

40 Kristina Boe tritt auf dem Karrierehöhepunkt ab, die Ärztin wird aber u.a. als Aktiven-Sprecherin weitermachen.

41


EuroEyes CYCLASSICS

Achtung, Mädels:

Ihr seid schon wieder gefragt!

Sogar einen Frauen-Startblock gibt es für jede Renndistanz.

© Fotos: IRONMAN

Ihr seid natürlich immer gefragt. Aber, weil wir im letzten Heft eine Frauen-

Segel-Crew gesucht haben, „schon wieder“. Denn in dieser Ausgabe suchen

wir Frauen, die sich trauen – die EuroEyes CYCLASSICS am

25. August zu rocken.

CYCLASSICS-Veranstalter IRONMAN will den Frauen-Anteil deutlich erhöhen. Warum auch nicht?

Was nämlich die wenigstens wissen: Bei den EuroEyes

CYCLASSICS gibt es einen kompletten Startblock für Frauen,

für jede Streckenlänge. Wie auch beim Sauna-Tag für

Frauen könnt Ihr mehr oder weniger entspannt im Team, im großen

Haufen, als Girlie-Band oder ultimative Power-Frauen an den EuroEyes

CYCLASSICS teilnehmen, ohne dass Euch die männlichen Heißdüsen

in irgendeiner Form vors Rad laufen oder fahren und Stress machen.

Also, verlegt Euren Mädelsabend aufs Rad und flitzt je nach Belieben

die 60km, die 100 km oder die 160 km durch die Stadt und Richtung

Schleswig-Holstein, um dann, unter dem Getöse der Fans und

Zuschauer, in die Stadt und auf der Mönckebergstraße einzufahren.

Ein echtes Erlebnis.

Seid ein Teil der großen EuroEyes CYCLASSICS-Bewegung und

setzt dieser den dicken fetten F-Stempel auf. F ist nämlich

Euer Startblock: Anmelden, Haken dran. Und F steht

für FIT, FRÖHLICH, FLINK, FORSCH, FRESH und FREI. Wir wollen Euch

sehen und finden die Vorstellung sensationell, dass da etwas entsteht,

was Zeichen setzt. Das F auf dem Trikot ist dann Programm. Fei dabei.

Wer sowieso dabei sein wollte, um ganz vorn dabei zu sein,

der kann natürlich, nach Ergebnissen der Vorjahre, beim

normalen Melde-Prozess seine Zielzeiten berücksichtigen

und in irgendeinem Startblock starten. Das F gibt’s aber nur… siehe

oben, dann geh doch zu Netto.

STRECKE

Die Strecken der EuroEyes CYCLASSICS

führen durch das Hamburger Stadtgebiet

und auf der Ost- und Westschleife nach

Schleswig-Holstein. Die Startaufstellungen

erfolgen für die CYCLASSICS 60 / CYCLAS-

SICS 100 / CYCLASSICS 160 an der Außenalster/Alsterglacis.

MESSE / RAHMENPROGRAMM

Die größte deutsche Radsportmesse für

Endverbraucher findet zentral auf dem

Rathausmarkt und am Jungfernstieg

statt, auf einer Fläche von 7.000m 2 . Vom

23.–25. August finden 300.000 Besucher

dort rund 5.000 Produkte, 300 Marken und

die neuesten Trends aus dem Sportbereich.

Auf der EuroEyes CYCLASSICS Bühne

werden spektakuläre Bike-Shows, unterhaltsames

Infotainment sowie die beliebte

Fahrradversteigerung geboten.

powered by

IRONMAN

42


Hamburgiade

© Fotos: Hamburgiade

Rechts: Sport-Staatsrat Christoph Holstein bei der Hamburgiade 2018 und als Werbeträger in Sachen Active City.

Großer Name,

große Erwartungen,

großer Spaß –

super Medienpartner

…und fast 50 Sportarten, die wir bei aller Mühe hier nicht alle zeigen können.

Auch in diesem Jahr wird es wieder die Hamburgiade geben: Vom 11. bis zum 26. Mai ist Hamburg Mit der Global

Active City hat

voll Hamburgiade. In der 4. Auflage, und unter der Schirmherrschaft des Hamburger Sport- und ein wichtiger

Innensenators Andy Grote, geht es wieder um Wettkämpfe von Firmenmannschaften in tatsächlich

fast 50 Sportarten. Wo gibt’s denn so was? In der Global Active City, war ja klar.

Förderer der

Hamburgiade

sein Engagement

in diesem

Jahr weiter ausgebaut, auch die Deutsche Bahn

Man munkelt, es sei der größte Breiten- und Multisportevent Deutschlands.

Unterschiedlichste Standorte, vielfältigste Sportangebote und Wettkämpfe wird mit der S-Bahn Hamburg ein wichtiger Partner

sind Kennzeichen der Hamburgiade. Alle Mitarbeiter, ihre Unternehmen, des Events bleiben. Bäderland Hamburg und die

sind aufgefordert, sich anzumelden, sich miteinander zu messen, kennenzulernen,

sich gemeinsam zu bewegen. Der Reiz der Hamburgiade ist, und für eine höhere Wahrnehmung und Reichweite

Polizei Hamburg werden sich ebenfalls einbringen

dass große gegen kleine Unternehmen antreten, der Mittelstand es wieder sorgen. Einen der Medienpartner haltet Ihr gerade

allen zeigen kann, trotzdem Freaks gern mal dazwischengrätschen – auf in der Hand.

Wer neugierig geworden ist, sollte sich direkt auf der Website alle weiteren

alle Fälle alle ihren Spaß haben. Im letzten Jahr holte sich die HELM AG,

vor der Lufthansa Group und Airbus, den Gesamtpokal. In den einzelnen

Sportarten gab es aber natürlich unterschiedlichste Sieger, und etliche

Unternehmen trugen sich in die Siegerlisten ein. Auch schön, zum Beispiel

Athletico Barcadi.

Von Jahr zu Jahr wächst diese entspannte Veranstaltungsidee, unter

anderem, weil sie aufgrund ihrer Vielfalt für eigentlich alle was zu bieten

hat: Wer eben nicht kicken will, behält die lange Hose an und tritt bei den

Tischkickern an, oder bei den Bowlern. Wer Drachenboot fahren möchte

UND auch segeln kann, kann sich in beiden Disziplinen für seine Firma in

die Riemen oder in die Wanten legen. Im letzten Jahr gingen 4.000 Kollegen

an den Start, in diesem Jahr sollen es wieder deutlich mehr werden.

Bernd Meyer, BSV-Präsident, freut sich schon jetzt: „Wir sind uns sicher,

dass dieses tolle Multisport-Event in 2019 noch einmal einen deutlichen

Schritt nach vorne machen kann, sowohl was die Teilnehmerzahlen als

auch die öffentliche Aufmerksamkeit angeht. Dafür haben wir uns im

Organisationsteam professioneller aufgestellt und wollen darüber natürlich

auch neue Partner für die Hamburgiade gewinnen.“

Informationen holen, in der Firma, Behörde, Praxis, Agentur, Kneipe, ...

massiv die Trommel rühren und sich anmelden.

Alle Sportarten, weitere Informationen und

Anmeldung: www.hamburgiade.de/sportarten

Ein kleines Träumchen und neu im Programm ist

2019 ist ein großes Familien-Abschlussfest am

26. Mai.

Hierzu Bernd Meyer: „Diese Abschlussfeier werden wir ganz bewusst im

BSV-Sportzentrum durchführen, um unser umfangreiches Sportangebot,

welches wir zusätzlich auf unserer Anlage anbieten, in den Fokus zu

rücken. Es wird viele spannende Angebote für die gesamte Familie geben

und alle Besucher dürfen sich auf einen tollen Ausklang der Hamburgiade

freuen!“ Na denn.

Die Highlights der Hamburgiade 2019

11. & 12. Mai: Sporthalle Hamburg mit diversen

Teamsportarten , Tischkicker, Darts und

weiteren Trendsportarten.

18. & 19. Mai: Wilhelmsburger Inselpark mit den

Beachgames, Bouldern, Discgolf und vielen

weiteren familienfreundlichen Bewegungsmöglichkeiten.

25. & 26 Mai: BSV Sportzentrum mit Tennis,

Streetball , eSports, Drachenboot, SUP

und einem großen Abschlussfest für alle

Athleten.

45


© Foto: Photo by Element5 Digital on Unsplash

46

sporting-Marco

Fast(en) and Furious!

Na bitte,

es geht wieder los.

Fasten an sich hat eigentlich einen traditionellen Hintergrund: Im Christentum

geht es von Fastnacht/Aschermittwoch bis Gründonnerstag um „ohne“ irgendwie

und irgendwas. Sinn und Zweck von damals: Gläubige sollen als Zeichen in Sachen

Buße und Besinnung auf Dinge verzichten, die ihnen lieb sind.

Gute Übung, also: Verzicht ist

schwer angesagt. 2019 hat

das Fasten deutlich mehr

Facetten: Gesundheit,

Diät, „einfach“ nur zum

Entschlacken und Entgiften

oder einfach trendy,

weil irgendwie bewusst

und mit Botschaft. Fasten

ist aber auch aus sportlicher

Sicht durchaus interessant.

Deshalb habe ich Euch ein ganz

spezielles sporting-Fastenpaket

geschnürt. Verzicht kann nämlich

auch was mit Leistungsfähigkeit zu tun

haben. Das ist super. Und es geht hierbei um Deine Leistungsfähigkeit,

Deine Fitness. Gestartet wird mit einer kompletten Verzichtsphase

– und das ist ernstgemeint.

„Wie soll ich es denn komplett ohne Essen aushalten?“, fragt Ihr

Euch. Antwort: Der Mensch ist ehrlich gesagt durchaus in der Lage,

ein paar Tage mal ohne Futter auszukommen. Mehrere Tage musste

der Homo Sapiens früher auf die Jagd gehen, bis ihn das Erlegte

vor dem Verhungern bewahrte. Der Mensch ist, ausreichend Flüssigkeitszufuhr

vorausgesetzt, in der Lage, 60–80 Tage ohne Essen

auszukommen. Mag man sich heute kaum vorstellen.

Das Selbstversorgungssystem aus körpereigenen Speichern wird

von uns, Ihr ahnt, in welchen Ländern, durch den vorhandenen

Überfluss an Nahrung kaum noch genutzt. Dabei ist dessen positiver

Effekt unumstritten. Müllverbrennung ist hier im Grunde das

Schlagwort: Der Körper baut ab, was überflüssig und schädlich

ist, und kurbelt die Selbstheilungsprozesse an. Übrigens ist das

der Grund, warum Tiere, Kinder, auch Erwachsene während einer

Krankheit keinen Hunger haben.

Nebenbei wird im Gehirn mehr Serotonin gebildet, das ist ein Stimmungsaufheller.

Herrlich. Durch die Umstellung auf Selbstversorgung

entstehen Ketonkörper, als sogenannte Stoffwechsel-Endprodukte,

sie dienen als Energieersatzlieferanten. Nach den anfänglichen,

körperschwachen Tagen in der ersten Umstellungsphase geht es

uns sehr gut, wir fühlen uns erstaunlich fit und vital. Anschließend

folgt dann ein 6-wöchiges, basenoptimiertes und fitnessorientiertes

Aufbauprogramm.

Bitte übertreibt es nicht! Solltet Ihr Ein schränkungen

oder gesundheitliche Bedenken haben, lasst Euch

von Eurem Arzt vorher checken.

1

So sieht der Ablauf Deiner

sporting-Fastenzeit“ aus:

Entlastungstag (Tag 1)

(oder Warm-up, wie ich es nenne)

Vor der Umstellung sollte der Körper essensmäßig entlastet

werden. Das bedeutet leichte Kost und kein Eiweiß:

Obst, Gemüse, Reis und Kartoffeln in geringen Mengen.

Viel Trinken ist jetzt schon, und während der gesamten

Fastenzeit, von größter Bedeutung, da die Aufnahme von

Flüssigkeit einen wesentlichen Bestandteil der Körperreinigung

ausmacht. Ungefähr 3–4 Liter täglich, in Form von

Tee, Wasser, Gemüsebrühe oder Säften.

3Um die völlige Verzichtsphase zu beenden, solltet Ihr

Euch behutsam und schonend wieder ans Essen gewöhnen.

Ein Apfel und eine Gemüsesuppe können sehr langsam

verzehrt werden. Jetzt haben wir einen körperlichen

Komplett-Reset vollzogen. Das System sollte nun, wie bei

einem neuen Computer, vergleichbar schneller, ökonomischer

und besser laufen.

»

Fastenbrechen (1 Tag)

2

Ihr solltet darauf achten, dass die ersten zwei Fastentage auf

„stress- und arbeitsfreie“ Tage gelegt werden. Ab jetzt heißt es:

morgens Kräutertee, mittags Gemüsebrühe oder Gemüsesaft

und abends Obstsaft, Gemüsesaft oder Tee. Für die Umstellung

auf die körpereigene Selbstversorgung ist die Darmentleerung

mittels Einlauf und Irrigator unvermeidlich. Klingt fies, ist

aber wichtig. An diesen Tagen fühlt man sich vielleicht etwas

kraftlos. Unnötige Strapazen solltet Ihr vermeiden. Längere

Spaziergänge sind während der Abstinenz jedoch ratsam. Ab

dem dritten Tag gilt weiterhin viel Ruhe und Achtsamkeit, für

Euch und gegenüber anderen. Der Körper müsste nun allmählich

umgestellt sein und Hunger dürfte kein Thema mehr

sein. Ihr spürt eine Entschleunigung des Alltags und ein stetig

steigendes Energie-Level.

Fastenphase 1 (5 Tage)

© Fotos, diese Seite: Steffi Faradi,

Marco Santoro


sporting-Marco

IMPRESSUM

Fastenphase 2 (4–6 Wochen)

Nun beginnt die sogenannte Aufbauphase

vom fittesten und aktivsten „Ich“ aller

Zeiten. Der Körper hat in der ersten Woche

des Fastens den perfekten Grundbaustein

für ein basenoptimiertes Aufbauprogramm

gelegt. Viele Menschen sind aufgrund ihrer

Alltagsgewohnheiten stark übersäuert.

Stress, wenig Schlaf, falsche Ernährung,

Alkohol und zu wenig Sport sind der Grund

für den unausgewogenen Säure-Basen-

Haushalt. Nun gelten für die kommenden

4–6 Wochen folgende Regeln:

3–4 Liter Flüssigkeit täglich: Wasser,

Kräuter tee, Gemüsebrühe oder Säfte

Verboten, weil säurebildend: Alkohol,

Süßigkeiten, Milchprodukte, Fleisch oder

Fisch, Eier, Weißmehl produkte und Kaffee.

Na? Anders überlegt?

Erlaubt: Gemüse, Salate, Obst, Nüsse

Gut dosiert erlaubt: Vollkornprodukte,

Linsen, Erbsen, kaltgepresste Öle sind

basenneutral und dürfen in Maßen

verzehrt werden.

Fitness: 5 Tage Fitness pro Woche (je ca. 30

Minuten). An mindestens 2 Tagen empfiehlt

sich vor allem Outdoor. Steigere die Intensität

Deines Programms täglich, sofern Du

Dich körperlich fit und gesund fühlst.

Genieße Dein neues Ich!

© Foto: Steffi Faradi, Marco Santoro

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Stresemannstraße 375

Eingang 8, 4. OG

22761 Hamburg

Telefon 040-432 08 45 20

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www.sporting-magazin.de

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

Redaktion

Martin Blüthmann,

Andreas Hardt, Marco Santoro,

Manuela Tanzen, Lars Wichert

Lektorat, Schlussredaktion

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Druck

Eversfrank Preetz

Frank Druck GmbH & Co. KG

Industriestraße 20

24211 Preetz

Auflage: 70.000 Exemplare

Anzeigen, Mediadaten

Telefon 040-432 08 45 20

anzeigen@sporting-magazin.de

DIE NEUE FAMILIEN-

SPORTSCHULE

Wer darf fasten?

Alle, die:

• unter keiner Vorerkrankung

leiden,

• nicht unter 20 oder

über 65 Jahre alt sind,

• keine Medikamente

einnehmen,

• psychisch stabil sind.

Im Zweifel solltet Ihr vor

dem Fasten einen Arzt zu

Rate ziehen.

Wie macht sich eine

Übersäuerung

bemerkbar?

Du fühlst Dich oft müde, schlaff und

erschöpft, beim Einschlafen verspürst

Du innere Unruhe. Gewichtszunahme

und Cellulite durch den gestörten

Stoffwechsel. Schlechte Haut, Pickel

und Unreinheiten, denn der Körper baut

die Säuren zusätzlich über die Haut ab.

Chronischer Schnupfen und erhöhte

Infektanfälligkeit sowie Zahnprobleme

können weitere Anzeichen sein.

Leserbriefe, Termine

und Kommentare

info@sporting-magazin.de

Irrtümer und alle Rechte

vorbehalten. Nachdruck sowie

sonstige Vervielfältigungen nur

mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Für unverlangt

eingesandtes Text- und

Bildmaterial wird keine Haftung

übernommen; der Verlag setzt

bei Eingang voraus, dass alle

Rechte und Honorarfragen

geklärt sind. Erscheinungsort

und Gerichtsstand ist Hamburg.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

• Sportkurse für Kinder von 1 bis 6 Jahren

mit und ohne Eltern

• Baby-Krabbel-Kurse

• Yoga für Schwangere

• Kindergeburtstage

Kurse & Anmeldung

48


© Fotos: Tareq Shamim

(Einfach) Tanzen

Just Dance Competition für Tanzgruppen:

Meldet Euch – an!!!!

Ein Wind, um nicht Hauch zu sagen, von amerikanischen Highschools, Let’s Dance,

America’s got Talent weht durch die Stadt, wenn sich am 24. August in der CU-

Arena Tanzformationen jeglicher Art und Couleur battlen.

Die Bilder im Kopf sind richtig und gewünscht, denn wir reden von Amateuren,

die großen Spaß haben, in der Gruppe zu tanzen, zu performen und sich

mit anderen zu messen. Ihr müsst keinem Verein angehören, Hip-Hop- und

Videoclip-Formationen sind gefragt. Das Ganze findet zwar erst Ende August

statt, aber ab sofort kann man sich anmelden. Und wer sich angemeldet

hat, sollte besser ein wenig üben – und sich ein treffliches Outfit überlegen.

Das Motto „Just Dance“ ist Programm: „Euch sind in Sachen Kreativität

und Ausrichtung einzelner Tanzstile keine Grenzen gesetzt“, richten sich

die Organisatorinnen Aileen Sickert, Nina Sickert und Layla Zuchold an

potenzielle Teilnehmer. „Wir möchten Euch eine Plattform bieten, bei der Ihr

Eure Leidenschaft zum Tanzen präsentieren und Euch im freundschaftlichen

Rahmen mit den besten Formationen aus dem Norden messen könnt.“ Der

Plan: „Unser diesjähriges Ziel ist es, die beste, größte und nachhaltigste Just

Dance Competition zu organisieren, die es bisher gab“, so Layla ehrgeizig.

Drei Altersgruppen sind eingeladen: Kids, Juniors, Adults – also eigentlich alle.

ertanzt haben, kommen aus ganz Deutschland“, schwärmt Layla und

sagt über das Just Dance-Orga-Team: „Wir sind alle leidenschaftliche und

teilweise auch berufliche Tänzer und Sportler, die die Freude an Sport und

Bewegung teilen möchten.“ Also, liebe Tanzformationen aus Hamburg und

umzu: Ran an den Speck!!

Hamburgs neuer

Fitnesstrend!

Fit4Drums

Trommeln

Rhythmus

Fitness

Auftaktveranstaltung

23.3.2019, 15 – 16 Uhr, Eintritt frei!

Workshop ab 30.03.2019

Musik

Choreografie

Gastgeber der Veranstaltung ist die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft

(HNT), die Competition findet in diesem Sommer zum 4. Mal statt:

24. August in der CU-Arena in Neugraben.

Und so läuft der Tag ab: Jede Formation (sechs bis maximal Die Organisatoren sind mit Herzblut und sichtlichem Spaß dabei. (Hier, vl.l.n.r.:

30 Tänzer) führt ihre 3- bis 4-Minuten-Performance auf, über Aileen und Nina Sickert, Mona Sickert, Johann Kindler und vorne Nazarena DePol.)

mehrere Runden, bis zum Finale in der jeweiligen Altersklasse.

„Bei den Darstellungen ist uns wichtig, dass unseren Teilnehmern

keine Grenzen gesetzt sind. Sie sollen in der Lage sein, ihrem Stil und dem,

was sie ausmacht, treu zu bleiben“, erklärt Layla. Regeln gibt es aber doch,

sogar ein Regelwerk, siehe Website: www.justdancecompetition.de

Zwischen den Darstellungen gebe es „reichlich Essen und Trinken“ für

Zuschauer und Teilnehmer, versichert Layla, auch eigenes Merchandise

wird angeboten, in den Pausen sind Show-Acts geplant, moderiert wird

das Ganze voraussichtlich von Alex Kühl, den kennt man u.a. von Radio

Hamburg. Formationen aus Hannover, Kiel, Lübeck und sogar

Hamm waren schon am Start, „auch unsere Juroren, die Formationen aller Altersgruppen und Tanzstile sind gefragt,

Hip-Hop im Blut und sich teilweise europaweit einen Namen

maximal 30(!) Tänzer pro Team. Der Rest feuert an.

Jetzt online Platz reservieren:

www.walddoerfer-sv.de/workshops

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51

Walddörfer SV · Halenreie 32 – 34, 22359 Hamburg · 040 / 64 50 62 - 0 · www.walddoerfer-sv.de


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