Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

für Kursteilnehmer von SonoABCD-Kursen und Interessierte. Beachten Sie die Online-Supplemente, die auf Yumpu verfügbar sind.

• 2ml Spritze Mepivacain 1% mit 20 er Kanüle für die LA der Einstichstelle

• Lokalanästhetika (s. Tabelle)

Methode

• Sprühdesinfektion mit klarem Desinfektionsmittel Schallkopf und Punktionsstelle

(Desinfektionsmittel dient als Kopplungsmedium)

• Einstellen der Ebene, Bilddokumentation

• Subkutane Lokalanästhesie mit Mepivacain 1% 1-2 ml mit 20er Kanüle,

• Händedesinfektion, sterile Handschuhe und sterile Kittel anziehen [11]

• Desinfektion mit braunem Desinfektionsmittel

• Punktionsstelle mit Lochtuch abdecken

• Sterile Programmierkopfhülle nehmen und aufhalten, so dass der Helfer die mit

farblosem Desinfektionsspray benetzte Ultraschallsonde von oben einführen kann

• steril übernehmen und die Programmierkopfhülle unten einfalten.

• Der Helfer übernimmt die Laschen und stülpt Programmierkopfhülle über die

Sondenzuleitung

• Steril überzogene Sonde und Haut mit klarem Desinfektionsmittel einsprühen

• Anloten und Ebene erneut einstellen

• Punktion unter Aspiration und indirekter Kontrolle der Nadelspitze in Richtung lateral

• Klickphänomen bei Durchtritt durch F. lata und iliaca mit der Nadel tastbar und im

Ultraschallbild sichtbar

• Fraktionierte Gabe von NaCl (Hydrodissektion und Hydrolokalisation). Cave: A.

femoralis kann in OOP Technik akzidentell punktiert werden, Aspiration vor Injektion

obligat

• Injektion von 20 ml unter Ultraschallkontrolle

• Dokumentation der Ausbreitung des Depots

• Katheteranlage

• Ggf. unter Ultraschallsicht 10ml NaCl über den Katheter injizieren, bei optimaler

Schallebene kann man die Vergrößerung des Depots beobachten, Farbdoppler zeigt

Verwirbelung von Microbubbles an

• Katheter fixieren (Annaht oder Stripes)

• Leukomed (steriler Wundverband) aufkleben

• Ankleben des distalen Katheters jenseits des Pflasters mit Papierpflaster von der Rolle

6.2 Proximaler Ischiadicusblock bzw. –Katheter (PIB/PIK)

N. ischiadicus entspringt aus dem Plexus sacralis L4 – S3 und tritt durch das Foramen

ischiadicum aus dem Becken. Er verläuft dabei unterhalb des M. gluteaus maximus bis zur

subglutealen Falte, danach dorsal des Femur in der Muskelloge der Flexoren und teilt sich im

unteren Drittel des Oberschenkels in den N. tibialis und N. fibularis communis auf [14].

Indikation: Eingriffen im Bereich des gesamten Beines, auch für Oberschenkelblutsperre bei

Wach-OP

Blockaden: Operationen am proximalen Unterschenkel, Knie, distalem Oberschenkel (meist

alle in Kombination mit einem FEMB/K), obligat bei OP am hinteren Kreuzband

Schmerzkatheteranlagen: Tibiakopffraktur oder für eine Knie-TEP. Knie-TEP kann in mit

einem PIK in Kombination mit einem Psoaskompartmentblock auch als Wach-OP mit

Analgosedierung durchgeführt werden.

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