Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

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8.2.1 Beispielfall 1: Intraoperativer Rescue bei wachem Patienten

Bei operativer Behandlung einer Rhizarthrose erhält ein 58-jähriger Mann einen axillären

Plexusblock. Er hat im Ergebnis eine vollständige Motorblockade mit Fallhand. Bei palmarthenarer

Hautschnittführung und ersten Präparation hat er unerträgliches Brennen, so dass die

Operation unterbrochen werden musste. Im Konsens mit dem Operateur wird vereinbart, dass

ein LISB-Rescue-Block durchgeführt und die Wirkung abgewartet wird. Dazu wird im

Anästhesiesitus (Arm bereits für die Operation ausgelagert, steriler Vorhang begrenzt

ungefähr aber Oberarmblutsperre den Bereich zum OP-Tisch. Die Schulter und Clavicula

liegen frei zugänglich). Ein Vscan wird (ausnahmsweise) auf dem Brustkorb des Patienten

positioniert, mit dem Linearschallkopf die typische infraclaviculäre Position mit Zentrierung

der lateralen Übergangs der A. subclavia/A. axillaris eingestellt und der LISB mit 10ml 1%

Xylocain in typischer Weise mit Helfer unter Ausbreitung des Depots im Bereich des

lateralen und posterioren Faszikels durchgeführt. Eine Minute nach Entfernen der

Punktionsnadel und insgesamt 5 min Wartezeit wird die Operation wieder freigegeben und

der Patient ist schmerzfrei.

Zeiten: ca. 1 min nach Unterbrechung bis gemeinsame Entscheidung durch

Anästhesist/Operateur zum Rescue-Verfahren, 2 min Vorbereitung der benötigten Materialien

durch Helfer und Arzt inkl. Hochfahren des Vscan, 1 min Zeit für Sonographie und Injektion,

1 min Wartezeit nach Entfernen der Nadel und Wiederaufnahme der Operation.

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