Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

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2 Ultraschall-geführte Gefäßpunktion, Katheteranlage

2.1 Einführung

Die Ultraschall-geführte Gefäßdarstellung dient als gute Einführung in die Ultraschalltechnik.

Allerdings ist für die Ultraschall-geführte Punktion und Nadelführung Training erforderlich

und der Faktor Zeit eine der wesentlichen Determinanten für eine erfolgreiche Anwendung.

Man sollte zunächst folgende Differenzierung vornehmen, da sich daraus der

Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Technik (s.a. Tabelle) ergibt:

Ultraschall-geführte Punktionen in Hinblick auf Zeitdruck, Katheteranlage, Training

Unterscheide

1) Punktion mit Aspiration von Blut, Flüssigkeiten oder Katheterisierungen

2) kein Zeitdruck/etwas Zeitdruck oder hoher Zeitdruck

3) klinisches Szenario: Routine oder Notfall

4) unerfahrener oder erfahrener Anwender von Point-of-Care Ultraschall

Grad der

empfohlenen

Erfahrung

Geeignete Ziele

(für die Kombi:

Zeitdruck,

Erfahrung,

Katheteranlage)

ohne Katheteranlage

/ z.B. Blutentnahme

Ohne Zeitdruck Etwas Zeitdruck Hoher Zeitdruck

Anfänger mit fortgeschrittenes fortgeschrittenes Training

Supervision, nichtärztliches

Training

plus ausreichende

Personal

klinische Erfahrungen

Alles Punktierbare Periphere Venen, V. / A. femoralis, Pleuraspalt,

(mit Supervision) Arterien

Perikard

V. jug. externa

Diagnostische und

therapeutische

Punktionen aller Art

Katheteranlage Katheteranlagen aller

Art, z.B. ZVK, Arterie,

Pleuracath. etc.

Diagnostische und

therapeutische

Punktionen aller Art

Anlage Venülen,

bedingt ggf. Anlage

ZVK, Arterie, Pleuracath.

Punktionen, z.B. cubital,

femoral, periphere Arterien,

Pleurapunktion, Aszitespunktion

Perikardpunktion mit

Pigtail

Trainingsbedarf:

i.e. Erhöhung der

Erfolgswahrscheinlichkeit

der

Anwendung der

Methode

Basistraining:

theoretische Grundlagen

mit Phantom-training

inkl. Schallkopfführung,

Darstellung

Zielstruktur, Nadelführungstechniken,

>20

Punktionen im Phantom

UND >20 Punktionen

am Patienten unter

Supervision

Basistraining plus

>20 eigene klinische

Punktionen ohne Zeitdruck

>20 Punktionen mit Zeitdruck

Bei „hohem Zeitdruck“ handelt es sich um einen geringen Handlungsspielraum von Sekunden

bis wenigen Minuten (

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