Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

für Kursteilnehmer von SonoABCD-Kursen und Interessierte. Beachten Sie die Online-Supplemente, die auf Yumpu verfügbar sind.

akuter Verlust eines Zugangs bei Katecholamin-pflichtigkeit, Anlage im CT oder Schockraum

bei instabilen Patienten, Narkoseeinleitung in der klinischen Anästhesie „unter dem Tuch“ bei

aortenchirurgischen Eingriffen), insbesondere wenn keine suffizienten peripheren Zugänge

vorhanden sind.

2.2 Ultraschall-gestützte Punktion von peripheren Gefäßen

Die Ultraschall-geführte Punktion von peripheren Gefäßen ist leicht, aber (auf Anhieb) nicht

einfach. Die Katheterisierung („Venüle, Braunüle“) erfordert Training. Zumeist ist in der

Cubitalregion eine gute Vene „versteckt“, die man im Ultraschall, oftmals als Begleitvene zur

Arterie erkennen kann. Auf www.yumpu.com/de/SonoABCD gibt es Supplement und Filme

dazu!

Kriterien für eine erfolgreiche Punktion peripherer Gefäße sind:

Geeignetes Verhältnis Anpressen des Schallkopfes und Kompression der Zielstruktur,

Gefäß epifascial, Tiefe nicht mehr als 10 mm, Durchmesser mindestens 3 mm.

Sichtbarkeit von ca. 3 cm Gefäß ab geplanter Punktionsstelle.

Daher ist es ratsam, die Zielstruktur zunächst in Ruhe quer und v.a. längs für den Verlauf und

für die geplante (schrägen?) Einstichrichtung zu untersuchen.

Indikation sind ist z.B. schlechter Venenstatus für Blutentnahme oder Anlage einer

Venenverweilkanüle bei schlechtem Venenstatus. Am besten primär bei schlecht sichtbaren

Venen, aber spätestens nach dem 2. Fehlversuch ohne Ultraschall sollte man Ultraschall

einsetzten. Dabei wird man bei Vorpunktionen bereits Hämatome erkennen, die ggf. auch zur

inneren Kompression des Gefäßes führen können und weitere (auch Ultraschall-geführte)

Punktionen unmöglich machen.

Kritische Manöver bei sonographisch-gestützter Anlage eines Venenverweilzugangs sind das

Verhältnis des Anpressens des Schallkopfes und die dabei vorgenommene Kompression der

Zielstruktur, die das Navigation der Nadel zur Zielstruktur zumeist in der out-of-plane

Technik, die Retraktion der Gefäßwand und Dehnung durch die Nadel, bis sie die Venenwand

durchsticht, das Erkennen des Rückflusses von Blut, da der Blick zumeist auf dem

Ultraschallmonitor konzentriert ist, das Vermeiden des Durchstechens der Nadel und der

Schritt nach erfolgreicher Punktion und Ablegen des Schallkopfs aus der Nicht-dominanten

Hand und unmittelbar danach reibungslosem Vorschieben der Venüle/Zurückziehen der

Nadel.

Unterscheide Vorhandensein und Katheterlänge bei Katherisierung eines Gefäßes.

keine, kurze (Venülen) und lange Katheter (ZVK).

Erfolgreiche Kathetersierung und die Funktion/Benutzbarkeit des Katheters hängt ab von

Nadelweg, Fasziendurchtritt und späterer Beweglichkeit über Faszie oder Muskelschicht

(abknicken „kinking“ der Katheter).

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