Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

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potentiell hirndrucksteigende Maßnahmen, wie die Trendelenburglagerung oder Beatmung

mit positivem end-expiratorischen Druck vermeiden helfen (Trautner et al.) und ist klinisch

auch für Patienten mit Dyspnoe, die nicht flach gelagert werden können von Vorteil. Eine

sonographisch-gestützte Punktion erscheint u.a. aufgrund der forensischen Aspekte auch für

den erfahrenen Untersucher eine wichtige Methode zu sein.

Abbildung 33 Schallkopfwahl für die Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie

2.3 Gefäßdarstellung: Sonoanatomie, Untersuchungsgang

2.3.1 Vena jugularis interna (VJI), Arteria carotis communis (ACC)

Unterscheide Gefäßdarstellung (=Darstellung der Zielstruktur im Sonogramm) und

Punktionstechnik (i.e. out-of-plane oder in-plane, s. Kapitel Regionalanästhesie).

Es gibt erhebliche Variationen der Topographie bzw. Lagebeziehungen von VJI und ACC und

der jeweiligen Größe der VJI im Seitenvergleich (Lichtenstein et al.). Aufgrund der günstigen

anatomischen Lage wird die VJI bevorzugt in der rechten Halsseite punktiert, da sie nahezu

gerade in die obere Hohlvene einmündet.

Die Anlotung und Darstellung im B-Bild erfolgt mit einer Linearsonde mit einer Eindringtiefe

von ca. 4-6 cm, die für oberflächliche Strukturen (Haut, Subkutis, Muskulatur) eingesetzt

wird. Alternativ kann auch eine konvexe Sonde (Abdomensonographie), wobei dann aber mit

deutlichem Bildqualitätsverlust zu rechnen ist. Dabei ist beim Untersuchungsgang der

intravasale Druck und auch die Kompression mit dem Schallkopf für eine geeignete

Darstellung zu berücksichtigen.

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