Ultraschall-geführte Gefäßpunktion und Regionalanästhesie: SOCRATES Buch Online Version

SonoABCD

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Katherisierung der lateralen V. subclavia aus Richtung der axillären Region mit Stichrichtung

nach medial bei Darstellung der V. subclavia in der langen Achse und Nadelführung in der

IP-Technik ein interessantes Verfahren. Die Vorteile sind hierbei, dass die Punktion in der

axillären Region Pleura-fern erfolgt und bei versehentlicher arterieller Punktion die

Gefäßperforation besser komprimiert werden kann. Damit unterstützt beides eine höhere

Patientensicherheit.

Abbildung 43 Sonogramme (Technik nach C. Krick, Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, Jugenheim.

Lateraler Zugang der V. axill./subcl. mit der Darstellung der Zielstruktur in der langen Achse und IP-

Nadelführungstechnik. Cave: Verletzung des Pl. brachialis, Parästhesien bei Anlage und Schmerzen postinterventionell).

Klinischer Kontext: Der Katheter in der V.subclavia rechts musste ausgetauscht werden,

zuvor war in jedem Gefäß (VJI, V.subclavia bds.) jeweils ein Katheter. Andere zentrale

Positionen und Einstichstellen sollten daher geschont werden oder waren bereit durch andere

liegende Katheter belegt. Die Katheterspitze kommt mit 18 cm Katheterlänge immer zentral

zum Liegen. Im Übrigen ist dieser Zugang auch zur Katheterisierung der A. axillaris zum

invasiven Monitoring geeignet.

2.3.8 Ultraschall-gestützte zentralvenöse Punktion bei

Risikokonstellationen

Für Risikokonstellationen ist vor allem eine US-gestützte Punktion indiziert, falls Patienten

eines oder mehrere Risiken aufweisen: Hierzu gehören Patienten mit COPD, HWS-

Erkrankungen-/M.Bechterew, bekannte oder vermutete Stenosen der ACC/ACI, Hypovolämie

(z.B. Sepsis), pathologische Gerinnungsanalyse (Quick-Wert 1,5), bei

Leberzirrhose oder –insuffizienz, Thrombozytopenie oder Therapie mit

Thrombozytenaggregationshemmern, Zustand nach Punktionen/ZVK-Anlagen oder nach

frustraner Punktion der kontralateralen VJI, erhöhtes Risiko für eine Thrombose oder

Teilthrombose nach stattgehabten Katheteranlagen, welche als Punktionsnarben bei der

klinischen Inspektion vor Punktion gesehen werden können.

Ultraschall bei Punktion der VJI dient dabei nicht nur zur Punktionshilfe sondern auch zum

Ausschluss einer Thrombose der VJI vor Punktion bei allen extrakorporalen Verfahren,

Patienten mit erhöhtem Risiko für eine zentralvenöse Thromobose wie bei

Polytraumatisierung, bei Karzinompatienten und bei Langzeitpatienten. Diese Überlegung

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