Musiker Magazin 4/2018 | 1/2019

musikermagazin

Musiker-News, Deutscher Rock & Pop Preis 2018 – Gewinner und Festivalrückblick; Deutscher Rock & Pop Preis 2019 – Anmeldung; Sophia. – »Meine Musik begründet sich komplett auf dem Inhalt des Textes«; Betty Gee – »I love to s(w)ing for you«; Alexandra Lomkina – »Du und ich«; OMNITAH – »Man muss den Mut haben, etwas zu wagen, ohne zu wissen, was es bringt«; Razzmattazz – Ass-kickin Hard Rock; Corny Held – Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin; Schamanisches Leben – Interview mit Janine Jabs; SteilFlug – Deutschsprachige Rockmusik aus Trier; Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 13: John Mayall – The Godfather of British Blues (Teil 1; Das Urheberrecht bei Musik – Wer ist Inhaber einer Melodie? Public Domain Day: Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

C 10973 F | N o 4/18 – 1/19 | 6,00 Euro

Kulturzeitschrift für Rock & Pop Musiker

www.musiker-online.tv

Omnitah

»Man muss den Mut haben,

etwas zu wagen,

ohne zu wissen, was es bringt«

SteilFlug

Deutschsprachige Rockmusik

aus Trier

Sophia.

»Meine Musik begründet

sich komplett auf

dem Inhalt des Textes«

Razzmattazz

Ass-kickin Hard Rock

36. Deutscher

Rock & Pop Preis

Gewinner

und Festivalrückblick

Musikmesse

Europas größte Fachmesse

der Musikindustrie

2. bis 5. April 2019

THE HISTORY

OF ROCK & POP MUSIC

JOHN MAYALL

The Godfather of British Blues


DRUM MASTERY

THE SHURE DRUM CONTEST IN 2019

Es ist allerhöchste Zeit, Schlagzeuger für ihre unersetzlichen Drumming-Skills zu belohnen. Wir bieten

talentierten Drummern aus insgesamt 44 Ländern weltweit die Chance, an unserem neuen Contest DRUM

MASTERY teilzunehmen und ihr Können als taktangebende Rhythmushelden ins Rampenlicht zu trommeln.

Zu gewinnen gibt es einen Trip nach London – inklusive Drumming- und Mikrofonierungs-Workshop

in den Metropolis Studios.Obendrauf gibt es noch Shure Equipment im Wert von 5.000 USD! Lade dazu

einfach ein Video hoch und zeig uns, dass du es draufhast.

BEHERRSCHE DEN BEAT. FINDE DEINEN GROOVE. DU HAST ES VERDIENT:

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*KEINE KAUFVERPFLICHTUNG. Besuche drum-mastery.shure.com für die offi ziellen Teilnahmeregeln. Dort fi ndest du alle Details, z. B. Teilnahmebedingungen, Bewertungskriterien und Deadlines. Die Anmeldefrist endet am

15. April 2019 um 24:59:59 MEZ.

© 2019 Shure Incorporated. See shure.com/trademarks.


EDITORIAL 03

In diesem Jahr wird der 37. Deutsche Rock & Pop Preis 2019 am

14. Dezember erneut in der Siegerlandhalle in Siegen durchgeführt.

Der Stiftungsvorstand der Deutschen Pop Stiftung hat auch für dieses Jahr

und 2020 der Stadt Siegen mit ihrer Siegerlandhalle den Zuschlag für diese

große Kulturveranstaltung gegeben, weil sowohl die Stadt Siegen und ihr

Bürgermeister als auch die Hallendirektion in den letzten vier Jahren die Ver -

anstaltung in jeder Hinsicht vorbildlich begleitet haben.

Aufgrund der umfangreichen Erfahrungen der letzten

Jahre werden für 2019 folgende zukunftsweisende Ver -

anstaltungsänderungen eingeführt:

❶ Die Bewerbungen für dieses Festival erfolgen schon im Februar 2019

online wie auch offline über das Musiker Magazin. Allein damit ist eine

bundesweite Ausschreibungspräsenz gewährleistet. (www.musikeronline.tv)

Das gedruckte Magazin wird Ende Februar bundesweit durch

den Deutschen Rock & Pop Musikerverband e.V. und große Musik fach -

geschäfte deutschlandweit verschickt und online veröffentlicht.

❷ Es werden wieder – wie in den letzten 18 Jahren auch – die verschiedensten

musikstilistischen Bereiche ausgeschrieben, um damit möglichst

allen Musikgruppen, Musikerinnen und Musikern sowie Einzel -

inter preten die Möglichkeit zu geben, an dieser seit nunmehr 37 Jahren

durchgeführten bundesweiten Musikveranstaltung teilzunehmen. Mit

gezielter Absicht werden dabei Musikstilistiken berücksichtigt, die von

den großen Tonträgerfirmen und Musikverlagen in ihren Repertoire an -

ge boten in den letzten Jahrzehnten massiv vernachlässigt wurden, weil

mit ihnen keine wesentlichen Einnahmen zu erzielen waren/sind. Dieses

umfangreiche und differenzierte Ausschreibungsangebot orientiert sich

damit nicht nur an aktuellen Trends und populären „verkaufbaren“ Musik -

stilistiken, sondern an herausragender guter musikalischer Arbeit der mitwirkenden

Künstlerinnen und Künstler.

❸ Wie in den letzten Jahrzehnten auch muss aus allen Tonträger- und

Video-Einsendungen in den Monaten Juli, August und September 2019

eine Vorauswahl getroffen werden, weil nur jedem klar sein muss, dass

man nicht 1 500 bis 2 000 Bewerber an diesem musikalischen Wett -

be werb teilnehmen lassen kann. Diese Vorauswahl erfolgt über ver -

schie dens te kleine Juroren-Teams, die je nach Musikstilistik für die

ver schie dens ten musikstilistischen Bereiche zusammengestellt werden

(Bundes jury). Die Bewertungen erfolgen nach mathematischen

Be no tungen.

❹ In einer zweiten Phase werden dann in den verschiedensten Musikstilistiken

die besten Bewertungen (1 plus 2) ausgewählt und als Preis träger

nominiert. Wenn also all die Bewerber von den einzelnen Jury teams

die besten Benotungen mit einer 1 oder 2 erhalten haben, dann wird

nicht gewürfelt, diskutiert oder gerätselt, wem denn von vier oder fünf

besten Benotungen die 1, also der erste Platz, zuerkannt werden soll.

Wer von den Juryteams als Bewerber eine deutliche 1 erhalten hat,

behält sie auch! Auch dann, wenn es dann in den verschiedenen Sparten

Mehrfachpreisträger gibt (s. Grammy-Verleihungen/USA).

❺ In einer dritten Phase werden dann in diesem Jahr zum ersten Mal zum

Schluss die 18 besten Musikgruppen aller Hauptkategorien ausgewählt,

die am 14. Dezember 2019 in Siegen live im Finale auftreten. Mit dieser

Neuregelung nehmen wir zum einen Abschied von einem acht- bis

neunstündigen Wettbewerbsprogramm mit 80 – 90 Musik gruppen

und gestalten damit dieses Musikfestival so, das TV-Sender es zeitlich

in ihr Programm einbauen können (Kompatibilität).

❻ Die Teilnahmegebühren werden für all die Bewerber, die seitens der

Bundesjury zum 37. Deutschen Rock & Pop Preis 2019 zur Teilnahme

und Preisverleihung ausgewählt und eingeladen werden, einheitlich auf

150 € festgelegt.

❼ Wie in der Vergangenheit auch werden Sonderpreise für all die Mit ar -

beiter, Komponisten, Texter, Arrangeure, Techniker, Layouter, Grafik -

designer und Kultur-Organisatoren ausgeschrieben, die zum Erfolg

der Künstlerinnen und Künstler beitragen.

TExT: OLE SEELENEMYER | WEB: WWW.MUSIKER-ONLINE.COM

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04 MUSIKER-NEWS

FESTIVAL

09 Deutscher Rock & Pop Preis 2018

Gewinner und Festivalrückblick

15 Deutscher Rock & Pop Preis 2019

Anmeldung

STORIES

17 SoPhIA. – »Meine Musik begründet

sich komplett auf dem Inhalt des

Textes«

20 Betty Gee – »I love to s(w)ing for you«

22 Alexandra Lomkina – »Du und ich«

26 oMNITAh – »Man muss den Mut

haben, etwas zu wagen,

ohne zu wissen, was es bringt«

32 RAZZMATTAZZ –

Ass-kickin hard Rock

34 Corny held – Singer-Songwriterin

und Multiinstrumentalistin

38 Schamanisches Leben –

Interview mit Janine Jabs

42 SteilFlug – Deutschsprachige

Rockmusik aus Trier

44 Die historie der Rock- & Popmusik:

Teil 13: John Mayall – The Godfather

of British Blues (Teil 1)

MUSIK & RECHT

50 Das Urheberrecht bei Musik –

Wer ist Inhaber einer Melodie?

52 Public Domain Day: Diese Werke

sind seit Neujahr gemeinfrei

RUBRIKEN

04 Musiker-News

54 Produkt-News

60 CD-Rezensionen

64 Titelschutzanzeigen

65 Kleinanzeigen

66 Impressum

TiTelfoTo: ChrisTina arrigoni

WELCHE AUSWIRKUNGEN HAT DIE REFORM

DES URHEBERRECHTS AUF

DIE KREATIVEN MUSIKURHEBER UND

MUSIKER/INNEN IN EUROPA?

Die Europäische Union (EU) hat lange ge -

braucht, um sich bei der Reform des Urheber -

rechts auf einen Kompromiss zu einigen. Das liegt

zum Teil darin begründet, dass Millionen von Netz -

aktivisten und YouTuber in fast allen europäischen

Ländern gegen diese Urheberrechts re form in zahl -

losen Ein gaben, Petitionen und De mon strationen

zu Recht protestierten. Netz aktivis ten der Kam -

pagne zur Ret tung des Internets haben Justiz -

ministerin Katarina Barley (SPD) inzwischen eine

Petition zum EU-Urheberrecht überreicht. Man

übergab ihr eine Unterschriftenliste mit 4,7 Mil -

lionen Unterschriften, darunter 1,3 Millionen aus

Deutschland. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD

und CDU wurde übrigens ausdrücklich festgehalten,

dass eine derartige Zwangs beein träch ti -

gung der Kommunikationsplattformen unter der

euphemistischen Bezeichnung „Reform des Ur -

heberrechts“ nicht stattfinden soll.

Das Europäische Parlament, die Kommission

und der Rat der Mitgliedsstaaten verhandelten

und stritten sich bis zuletzt, da es in den Be völ -

kerungen vieler einzelner EU- Länder außergewöhnlich

umfangreiche Proteste gab und die

Kritiker durch diese Reformen das Ende des freien

Internets befürchten.

Einige Politiker hingegen loben diese Re for -

men und sehen darin eine Chance für Kultur -

schaf fende, angemessen für ihre Arbeit entlohnt

zu werden. (Wenn diese „Entlohnung“ via Einzel -

registrierungen aller Nutzungen denn je bei ihnen

landet, s. GEMA.)

Tatsache aber ist, dass insbesondere die Art.

11 und 13, die zu einem überzogenen europäi-

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MUSIKER-NEWS 05

Foto: © bakhtiarzein/Fotolia.com

Fotoquelle: Avril Lavigne

schen Leistungsschutzrechtsanspruch sowie zu

sogenannten umfassenden Zensurmaschinen,

d.h. automatisierte „Upload-Filter“, führen könnten,

den Streit zwischen Befürwortern und

Geg nern massiv befeuert. Die Absurdität der in

Diktaturen üblichen „Upload-Filter“ für das

Internet wird allein darin sichtbar, dass mit Ihnen

vermeintliches urheberrechtsgeschütztes Material

schon vor dem hochladen identifiziert und blokkiert

wird. „Upload-Filter“ sind aber nicht in der

Lage, Parodien zu erkennen oder legitime Zitate

von unerlaubten Textnutzungen zu unterscheiden.

Interpretierende Musikgruppen, Musiker in nen und

Musiker, die covern, werden zudem durch diese

Zensurmaschinen möglicherweise ebenfalls

daran gehindert, ihre musikalischen In ter pre -

tationen in Bild und/oder Ton zu veröffentlichen.

Dagegen ist klar, dass Millionen von kreativen

Musikerinnen und Musikern, Komponisten und

Textern, Journalisten und Fotografen von den

positiven Möglichkeiten der digitalen Kom mu ni -

kationsplattformen wie YouTube, Facebook,

Twitter, Vimeo usw. täglich (auch ohne Bezah -

QUELLE: www.prosieben.de/musik/yay-wednesday/avril-lavignees-ist-schwer-als-frau-gehoert-zu-werden

lung) millionenfach kreativen Gebrauch machen,

»Diese

Urheberrechtsreform

richtet sich vor

allen Dingen gegen

Google,

Facebook und Twitter.«

um ihre musikalischen, künstlerischen, journalistischen

und kreativen Arbeiten weltweit bekannt -

zumachen und zu kommunizieren. Dazu gehören

natürlich auch zehntausende kleine und

große Musikgruppen und orchester, die mit ihren

Konzerten und Studioaufnahmen ganz legal dafür

sorgen, dass die Songs/Werke fremder populärer

Komponisten und Texter aus dem Gesamt -

bereich der populären Musik, d. h. der Rock-,

Pop-, Folk-, Blues- und Jazzmusik niemals vergessen

werden …

Diese Urheberrechtsreform richtet sich vor

allen Dingen gegen Google, Facebook und Twitter.

Es sind diese Plattformen, die Fotos, Texte, Bilder

und Musikstücke teilen, die in der Regel urheberrechtlich

geschützt sind. Ein legaler Vorgang:

Fotografen, Autoren und Musikerkomponisten werden

in den meisten Fällen über Lizenz geschäfte mit

Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA, VG Wort

etc.) vergütet. Wenn also in Zukunft Urheber -

rechte verletzt werden, dann sollen zukünftig diese

Plattformen dafür verantwortlich gemacht werden,

und nicht mehr die Nutzer. Ausdrücklich soll

sich diese Reform des Urheberrechts nicht gegen

junge und sehr kleine Unternehmen richten, die

am Markt noch nicht erfolgreich sind. Auch private

und nichtkommerzielle Projekte gehören

dazu. Theoretisch schöne Einschränkungen!

Was allerdings bleibt ist die Gefahr, dass zu -

künftige radikaleingestellte „Upload-Filter“ im

Internet die gesamte gewachsene Kommuni ka -

tion mit ihren millionenfachen Usern negativ be -

einflussen.

TExT: OLE SEELENMEYER

FoTo: © BAKHTIARZEIN/FOTOLIA.COM

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06 MUSIKER-NEWS

GIBSON 1962 ES-335 KALAMAZOO GLOSS SIXTIES CHERRY #80764

Semi-Hollow E-Gitarre mit Hochglanz-Nitrozellulose-Finish und MHS Pickups,

inklusive Koffer und Zertifikat

Die Gibson 1962 ES-335 Kalamazoo Gloss

Sixties Cherry steht ganz im Zeichen der legendären

Semi-hollow E-Gitarre, die zum Beginn

der 1960er Jahre in der auf halber Strecke zwischen

Chicago und Detroit gelegenen heimat -

stadt des amerikanischen Traditions unterneh mens

produziert wurden. Dementsprechend verbirgt

sich unter dem auf hochglanz polierten Nitro zel -

lulose-Finish ein aus dreilagigem Ahorn-Pappel-

Laminat gefertigter halbakustikkorpus, in dem

ein Centerblock aus Ahorn unerwünschte Feed -

backs verhindert, ohne das harmonisch reichhaltige

Timbre zu unterbinden.

Der geleimte Mahagonihals liegt mit dem

schlanken „Rounded Early ’60s“-Profil bequem

in der hand, sodass auf dem Palisandergriffbrett

klassische Spieltechniken des Blues, Jazz und

Rock wie von selbst aus den Fingern gehen.

DIE GIBSON 1962 ES-335 KALAMAZOO GLOSS SIXTIES CHERRY

IM ÜBERBLICK:

■ Semi-hollow E-Gitarre aus der Gibson Memphis Facility, gefertigt in den USA

■ Seriennummer 80764

■ hochglanz-Nitrozellulose-Finish in „Sixties Cherry“

■ Korpus mit Decke, Boden und Zargen aus dreilagigem Ahorn-Pappel-Laminat

■ Centerblock aus Ahorn

■ Geleimter Mahagonihals mit „Rounded Early ’60s“-Profil

■ Palisandergriffbrett mit „Small Block“-Inlays

■ Zwei Gibson MhS humbucker

■ handverdrahtete „Memphis Tone Circuit“-Schal tung (MTC) mit

„Black Beauty“-Kon den satoren

■ Gibson ABR-1 Tune-o-Matic Brücke

■ Stopbar aus Aluminium

■ Kluson-Style Mechaniken mit „Double Ring Tulip“-Flügeln

■ Inklusive Gibson Gitarrenkoffer und Zertifikat

Mit zwei Gibson MhS Pickups, die sich als

authentische PAF-Repliken mit warmen Mitten -

spektrum und luftiger Dynamik erweisen, und dem

handverdrahteten „Memphis Tone Circuit“, der auf

zwei „Black Beauty“-Kondensatoren für seidige

Treble-Roll-offs setzt, liefert die Gibson 1962 ES-

335 Kalamazoo außerdem authentische Vintage-

Sounds. Nicht zuletzt ist die Gibson historic 1962

ES-335 mit der klassischen Tune-o-Matic Brücke,

einem Saitenhalter aus Alu mi nium und Kluson-

Style Mechaniken mit historisch passenden

„Double Ring Tulip“-Flü geln ausgestattet.

WEITERE INFoS: WWW.MUSICSTORE.DE

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MUSIKER-NEWS 07

ANDRÉ BAUER

VON SISYPHUS BIS VAMP

Geschichten einer

DDR-Amateurrockband aus Thüringen

Einfach genial- die Story über eine unbekannte Band aus der

Provinz der ehemaligen DDR. Anleitung für Bandgründer. Eine

junge Coverband im Schatten der DDR-Rockmusikszene, mit 80

Profibands und 5000 Amateurbands, made in GDR.

Spannender Bandalltag aus den 80ziger Jahren einer ganz normalen

Amateurrockband aus Thüringen.

Keine erfolgsstory der großen Stars der Musikgeschichte, sondern

die fantastische Geschichte des provinzstars, zwischen

Grou pies, versüfften Toiletten, starrsinnigen Funktionären, Wün -

schen, Träumen, hoffnungen. Abseits des eintönigen DDR-Alltags

pulsierte das Leben der Jugend.

ÜBER ANDRE BAUER

Geboren am 10.11.1968 in Apolda/Thüringen/DDR, Kinder -

grippe, Kindergarten, 10 Jahre PoS, 2 Jahre EoS, 2,5 Jahre NVA,

4 Jahre hotelfachmann-Ausbildung, 5 Jahre Beruf, 11 Jahre

arbeitssuchend mit Praktikas, 6 Jahre EU-Rentner.

GIT0046935-000

ISBN: 978-3-7380-3102-7

WEB: WWW.AMAZON.DE/VON-SISYPHUS-BIS-VAMP-DDR-

AMATEURROCKBAND-EBOOK/ DP/B010CFWU82

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08 MUSIKER-NEWS

AKAI FORCE

Standalone-Workstation für Musikproduktion

& Performance-DJing

SOUNDS, SAMPLES, SYNTHESIZER

Akai’s Force wird ab Werk mit über 10GB

Sample-Material ausgeliefert. Die Basis-Biblio -

thek verfügt über 248 Kits, 16 Demo-Projekten,

mehr als 2500 Loops und 500 Pattern.

Ergänzt wird das vorgefertigte Material durch

vier virtuelle Instrumente, die jeweils über zahlreiche

Presets verfügen:

• hype (Makrobasierter Synth mit Wavetable,

FM, Subtraktiv, Sampling)

• Tubesynth (typische Polysynth-Sounds)

• Bassline (klassische Mono-Synths)

• Electric (E-Pianos in verschieden Varianten)

SYN0006854-000

AKAI FORCE IM ÜBERBLICK:

Die Force von Akai professional ist eine Stand -

alone-Workstation und DJ-Performance-System

mit umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten.

Mit der Force ist Akai ein großer Wurf gelungen,

denn hier werden Sampler, Synthesizer, Looper,

Arranger, Ableton Link, MIDI-Tracks, CV Tracks,

Stepsequencer und vieles mehr in einem kompakten

Gerät vereint.

MUSIKPRODUKTION UND

PERFORMANCE AUS EINER HAND

Das ebenso auf Performance-DJing ausgelegte

Gerät ist der perfekte Partner um sich losgelöst

von einem Computer mit Musikpro duk tion,

Live-Spiel, Sampling und Steuerung zu beschäftigen.

Im Nu erstellt man mit wenigen hand grif -

fen eigene Beats, spielt über den Instrumenten -

eingang ein Gitarrenriff ein, nimmt es mit dem

Looper auf und legt Effekte drauf. Man spielt

keine Gitarre? Vier virtuelle Instrumente und 16

GB Sampling- und Aufnahmematerial warten

nur darauf, mittels Sequenzer, Launch-Pads und

Controllern arrangiert und abgefeuert zu werden.

Im MPC-Stil bearbeitet man Clips und Tracks,

erstellt MIDI-Spuren für interne und externe In -

strumente, oder bespielt ein Modularsystem mit

den CV-Tracks über vier zuweisbare Ausgänge.

WORKFLOW-OPTIMIERTE

BEDIENUNG

Zentrales Steuerelement der Force ist das vollfarbige

7“ Multitouch-Display, hier geschieht die

meiste Menüarbeit, Samples werden editiert,

Loops geschnitten und Parameter bearbeitet.

Darunter finden sich acht sensitive Realtime-

Encoder mit jeweils eigenem oLED-Display um

stets den besten Überblick über die verwendeten

Einstellungen zu haben. Im unteren Bereich

der Force sticht die 8×8 (64) Taster-Matrix hervor;

damit werden mit bei Ableton Live Clips zu -

gewiesen, abgespielt und neu kombiniert. Übri -

gens versteht sich diese Workstation als „hard-

ware-Link“ zu Ableton, dass parallel auf einem

Laptop betrieben werden kann. Der coole

Cross fader blendet Scenen oder einzelne Werte

um, sehr effektiv!

• Standalone-Workstation

• Performance-DJing

• Sampler

• Synthesizer

• Looper

• Arranger

• Ableton Link

• MIDI-Tracks

• CV Tracks

• 64 Tasten-Matrix mit farbigen LEDs

• Farbiges 7“ Touchdisplay

• Analoge Ein- und Ausgänge

• MIDI-Trio

• Vier zuweisbare CV/Gate Ausgänge

• Sample-Bearbeitung wie bei der MPC

• Selbstständige BPM-Erkennung einschließlich

Time-Stretching

• Acht sensitive Realtime Encoder mit oLED

Displays

• Vier virtuelle Synthesizer

• Eingebauter 16 GB Speicher

• SD-Card Slot

• intern mit einer 2,5“ SATA Festplatte erweiterbar

WEITERE INFoS: WWW.MUSICSTORE.DE

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DEUTSCHER ROCK & POP MUSIKERVERBAND E.V.

DEUTSCHE POPSTIFTUNG UND MUSIKER MAGAZIN

PRÄSENTIEREN:

Preisträger der Hauptkategorien

Sparte Rock: 1. Just Duty Free, 2. Burn Out Laut , 3. Andy Ost; Sparte Pop: 3. Friedrich Chiller, 2. Andy Ost, 1. SOPHIA. & Band;

Sparte Singer-Songwriter: 1. Axel Nagel; 2. Sven Garrecht, 3. Lee’Oh; Sparte Singer: 1. Omnitah, 2. Sophia. & Band, 3. Kiara Huber;

Sparte Hard Rock: 1. Steilflug, 2. Decadance Dance, 3. Ochmoneks; Sparte Country: 1. Eddy & The Backfires, 2. Ticket To Happiness, 3. Copper Smoke;

Publikumspreis: Sophia. & Band

Preisträger der Sonderkategorien

Beste Filmmusik: 1.MARALEWO, 2. Morpheus, 3. Oscar Pixner, 3. Contrast 2; Bestes Kinderlieder-Album: 1. Heiner Rusche, 1. Die Traktor, 1. Christian Hüser,

1. Ingrid Hofer, 2. Daniel Kallauch, 2. Rodscha und Tom, 3. GroßstadtEngel, 3. Albert Böhne; Beste Experimentalband: 1. in demut, 2. Contrast 2;

Beste Fusionband: 1. MAKIA, 2. Inverted; Beste Progressiveband: 1. Decadance Dance, 2. Shaman of Metropolis; Beste Electronic-Band: 1. POND;

Bester Electronic-Interpret: 1. Evects, 2. Andreas Csok, 2. Roberto Bates; Beste Electropop-Band: 1. ROOT4;

Beste Rock’n’Roll/Rockabillyband: 1. Udomat und die Panikgenossen, 2. Eddy & The Backfires, 3. Slick 50;

Beste Cover/Revivalband: 1. Udomat und die Panikgenossen, 2. Albert Böhne’s Stardust Memories feat. Tony Liotta, 3. Rockscars;

Beste Fusion-Jazz-Rockband: 1. Steve Cathedral Group; Beste Punkband: 1. Hazel The Nut, 2. Ochmoneks; Beste Gothic-/Waveband: 1. ROOT4;

Beste Schlagersängerin: 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 2. Helene Fischer Double, 2. Marie Winter, 3. Eva-Christine Keller, 3. Lea Eschbach;

Bester Schlagersänger: 1. Jan Rendels, 2. Felix Gusseisen, 3. Oliver Schmidl; Bestes Weltmusikalbum: 1. Nadi:a, 1. MAKIA, 2. Lee’oh; Bestes Hip-Hop-Album: 1. PrinzD, 2. Thööö;

Bester Rocksänger: 1. Barto, 1. Ochmoneks, 2. The Mangonuts, 3. Different Image Project; Bester Rocksong: 1. Ventura, 2. Andy Ost;

Bestes Rockalbum: 1. Darkness Light, 1. Ochmoneks, 2. The Mangonuts;

Beste Popsängerin: 1. Ann Doka, 1. Nadi:a, 1. Alina Sebastian, 2. Lea Eschbach, 2. SOPHIA., 2. Sara Dähn/Voice Over Piano, 2. Madeleine, 3. Tina Schüssler;

Bester Popsänger: 1. Jim Flagranti, 2. Level-M, 3. BREAK; Bester Popsong: 1. Omnitah, 2. Alina Sebastian, 2. Albert Böhne’s Andara Project, 2. Sara Dähn/Voice Over Piano,

2. Klangfeder, 2. Andy Ost, 3. Jim Flagranti, 3. Frühlingslos, 3. 12 Bars Later; Bestes Popalbum: 1. Omnitah, 1. SOPHIA., 2. Atomic Picnic Project, 3. Living Tones;

Beste Funk- & Soulsängerin: 1. Sara Dähn/Voice Over Piano; Bester Funk- & Soulsong: 1. MAKIA, 1. Sara Dähn/Voice Over Piano;

Bester Hardrocksong: 1. Decadance Dance, 2. Razzmattazz; Bestes Hardrockalbum: 1. Razzmattazz; Beste Metal-Band: 1. BLACKDRAFT;

Bestes Metal-Album: 1. BLACKDRAFT; Beste Jazz-Rock-Sängerin: 1. Alena Neubert, 2. Stefanie Rummel; Bester Jazz-Rock-Song: 1. Suzy Va;

Bester Alternativ-Sänger: 1. Hauke; Bester Alternativ Song: 1. Klangfeder, 1. Andy Ost, 1. Decadance Dance, 2. Alina Sebastian, 2. Bankert & Kafruse, 3. Shaman of Metropolis;

Bester New-Age-Song: 1. Claudia Hirschfeld; Bestes New-Age-Album: 1. MARALEWO; Bester Rhythm-&-Blues-Sänger: 1. Oscar Pixner;

Beste Rhythm-& Blues-Band: 1. Niceboyz; Bester Rhythm-&-Blues-Song: 1. Oscar Pixner, 2. ALWIN SMOKE;

Beste Reggaeband: 1. MAKIA; Beste Latin-Pop-Sängerin: 1. Alena Neubert; Beste Latin-Pop-Band: 1. MAKIA, 2. Corazon del Caribe;

Bester Latin-Pop-Song: 1. Corazon del Caribe, 2. Oscar Pixner, 2. MAKIA; Bestes Latin-Pop-Album: 1. Corazon del Caribe; Beste Folkrocksängerin: 1. Sonic Season, 2. Aurelia Christina;

Bester Folkrocksänger: 1. Ticket to Happiness, 1. Cúl na Mara, 2. Connemara Stone Company; Beste Folkrockband: 1. Ticket to Happiness, 2. Connemara Stone Company, 3. The Baltic Scots;

Bester Folkrocksong: 1. Corny Held Band, 1. Thomas Mentsches + Band, 1. Ticket to Happiness, 1. Omnitah, 2. Cúl na Mara, 2. Klangfeder, 3. ZartCore-Duo;

Bestes Folkrockalbum: 1. Ticket to Happiness, 2. Bernd Tietzel, 3. The Baltic Scots, 3. Brekkie’s Inn, 3. Cúl na Mara;

Beste Country-Sängerin: 1. Sonic Season, 1. Ann Doka, 1. Danny June Smith, 2. Alena Neubert, 2. Sara Dähn/Voice Over Piano;

Bester Country-Sänger: 1. Ticket to Happiness, 2. Max Biundo, 3. A.G. Paul; Bester Country-Song: 1. Sonic Season, 2. Ticket to Happiness, 2. Jens Dammann, 3. Celtic Cowboys;

Bestes Country-Album: 1. Sonic Season, 2. Copper Smoke, 2. Ticket to Happiness, 2. Celtic Cowboys;

Beste Musicalsängerin: 1. Alena Neubert, 1. Marie Winter, 2. Linda B., 2. Madeleine, 3. Eva-Christine Keller, 3. Aurelia Christina;

Bestes Musicalalbum: 1. Oscar Pixner, 2. Wolle Wiwi Wawa Musicalorchester; Bestes Rock-/Pop-Tonstudio: 1. Detlef Blanke/d-tone musicproduction, 2. herrH;

Kulturpreis für die Förderung der Rock- und Popmusik: 1. Wolle Wiwi Wawa Musicalorchester, 2. Lee’oh;

Bester neuer Rock- und Popkünstler des Jahres: 1. Omnitah, 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 1. Nadi:a, 2. Ochmoneks, 2. Burn Out Laut;

Bestes CD-Album des Jahres (deutschsprachig): 1. Omnitah, 2. Sara Dähn/Voice Over Piano, 3. Detlef Blanke/d-tone musicproduction, 3. Tim Linde, 3. Tomaso, 3. Wolfgang Nicklaus, 3. herrH;

Bestes CD-Album des Jahres (englischsprachig): 1. Ajay Mathur, 1. SOPHIA., 2. Sonic Season, 3. Conny Conrad, 3. The Baltic Scots;

Bester Song des Jahres (deutschsprachig): 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 1. Omnitah, 2. Svennä & Morales, 2. Burn Out Laut, 3. Florian W. Huber, 3. Stefan Lauterbach;

Bester Song des Jahres (englischsprachig): 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 2. Level-M, 3. Fränk Hechler;

Beste Studioaufnahme des Jahres: 3. Detlef Blanke/d-tone musicproduction; 2. Fränk Hechler; 1. Sara Dähn/Voice Over Piano;

Bestes Musikvideo: 1. Omnitah, 1. Stefan Lauterbach, 1. Sven Garrecht, 2. Alina Sebastian, 2. Ludwig Schmutzler, 3. Jim Flagranti, 3. Citizen Doé, 3. Sabho, 3. Evects, 3. Dalia Da Silva;

Beste Komposition: 1. Georg Pfundtner, 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 1. Claudia Hirschfeld, 2. Albert Böhne, 2. Shaman of Metropolis,

2. Omnitah, 2. RYBERSKI, 2. Fränk Hechler, 3. HeJoe Schenkelberg, 3. Jim Flagranti, 3. Klangfeder, 3. The New Team Project, 3. Marie-Luise Cassar, 3. Stefan Lauterbach, 3. Sven Garrecht;

Bester deutscher Text: 1. Sara Dähn/Voice Over Piano, 1. Citizen Doé, 2. Wetterleuchten Aus Songtexten, 2. Dieter Nickel, 2. Sven Garrecht, 2. Volker Kahn,

3. Burn Out Laut, 3. Nico Sauer, 3. Bankert & Kafruse; Bestes Booklet und Inlaycard: 1. Die Traktor, 1. POND, 2. Sara Dähn/Voice Over Piano, 2. Bernd Tietzel, 3. Celtic Cowboys;

Beste Instrumentalband: 1. Contrast 2; Bestes Instrumentalalbum: 1. POND; Bester Instrumentalsolist: 1. Sebastian Pachel, 2. Stefan Lauterbach, 2. The Mangonuts;

Bester Gitarrist: 1. Silvio Schneider, 2. Jørg, 3. Stefan Lauterbach, 3. Conny Conrad; Bester Schlagzeuger:1. Marcel Bach; Bester Bassist: 1. Michael Ende, 2. Bass Sistah Heike Müller;

Bester Percussionist: 1. Andreas Csok; Bestes Arrangement: 1. Vlady Glussky, 1. Omnitah, 2. Sara Dähn/Voice Over Piano, 3. Hit Hopper, 3. Stefan Lauterbach;

Bester Schlagersong: 1. NADi:A; Bester Sprechgesang: 1. Stefan Lauterbach; Beste Mundart: 1. Wattenläufer

Schirmherren

Steffen Mues – Bürgermeister der Stadt Siegen und Prof. Martin Maria Krüger – Präsident des Deutschen Musikrates

KONGRESSZENTRUM SIEGERLANDHALLE • SIEGEN


10 FESTIVAL

36. DEUTSCHER

ROCK & POP PREIS 2018

Am Samstag, den 8. Dezember 2018 fand zum

36. Mal der Deutsche Rock & Pop Preis statt, davon zum fünften Mal

in der Siegerlandhalle in Siegen.

12:30 Uhr wurde die Veranstaltung

Um

von den drei Moderatoren Steff Heinken,

Alina Sebastian und John Silver sowie dem

Bürgermeister der Stadt Siegen und Schirm -

herren des Festivals, Herrn Steffen Mues, feierlich

eröffnet. Noch einmal wurde der Ablauf

des großen Wettbewerbs erklärt: 80 Bands bzw.

Solokünstler oder Duos traten an diesem

Samstag in den acht Hauptkategorien gegeneinander

an: Rock, Pop, Singer-Songwriter, Singer,

Hardrock, Alternative, Funk & Soul und Country.

Diese Acts wurden zuvor anhand ihrer Ein sen -

dungen von einer unabhängigen Jury aus gewählt

und zum großen Finale in Siegen eingeladen.

Jeder Act hatte nur 5 Minuten Zeit – inklusive

Auf- und Abbau. Die an diesem Tag anwesende

Jury, bestehend aus professionellen Pro du zen -

ten, Instrumentalisten, Vertretern der Musik -

branche und Sängern, zu über zeugen. Julia

Neigel, Linda Jäger, Silvia Heinz, Nicole

Hirschmann, Thorsten Schmidt, André

Scherzer, Bernd Giezek, Lutz Sommer,

Lothar Krell, Peter Kalff, Rogelio Azcarate

Fernandez, Jonas Wagner, Mike van

Summeren, Johannes Nolden, Joachim

Griebe, Marcus Pengel und Michael Lorenz

bewerteten an diesem Tag aufgeteilt in zwei

Teams alle Auftritte der Finalis ten in den Haupt -

kategorien.

Pünktlich um 13 Uhr ging es los mit der ersten

Kategorie Pop, in der acht Bands gegeneinander

antraten. Nach einer kurzen Pause ging es

dann gleich weiter mit der größten Kategorie an

diesem Tag: Singer-Songwriter. Stolze 32 Acts

beinhaltete diese Kategorie. Von Bands über

Duos bis hin zu Solokünstlern war hier alles

dabei. Bei der Kategorie Singer-Songwriter wird

sowohl die Komposition als auch die Stimme

bewertet. Fast drei Stunden dauerte es bis zum

Ende dieser Kategorie. Dann wurde es wieder

etwas lauter in der Siegerlandhalle: Das Finale

Hard Rock folgte, dicht gefolgt von Alternative

und Funk & Soul.

Nach einer kleinen Pause wurde nun die Ka -

tegorie Singer gestartet, die einzige Sparte, in

der Coverversionen erlaubt sind, denn hier geht

es nur um die Stimme.

Als Nächstes folgte das Finale Country, u. a.

mit den Lokalmatadoren Ticket to Happiness


11

aus Siegen. Nach einer weiteren Pause neigte

es sich dann dem Ende zu mit der letzten Ka -

tegorie für diesen Tag: Rock. Die mit 19 Bands

zweitgrößte Kategorie ging bis ca. 20:30 Uhr.

Ungefähr 7,5 Stunden Musik unterschiedlichster

Musikrichtungen durften die Besucher

am 8. Dezember also schon erleben. Hiernach

zog sich die Jury erst einmal zurück, um zu be -

raten, wer an diesem Tag ausgezeichnet werden

sollte. Währenddessen wurden auf der Haupt -

bühne die Preisträger der Sonderkategorien

aus gezeichnet.

Der 36. Deutsche Rock & Pop Preis 2018

wurde in 125 Kategorien verliehen, darunter die

acht Hauptkategorien. Dabei wurden nicht nur

viele Musikrichtungen, sondern Alben, einzelne

Songs, Bands, Sänger, Instrumentalis ten, Pro -

duzenten, Songwriter und eben alle Personen,

die an einem erfolgreichen Musik-Act beteiligt

sind, berücksichtigt. Die Sonderkategorien hatten

bis zum 1. September 2018 Zeit, ihr Material

einzusenden. Dieses wurde dann von einer un -

abhangigen Jury ausgewertet, und es wurde

ent schieden, wer ausgezeichnet werden sollte.

Die Bewerber erfuhren im Voraus bloß, ob sie

nominiert waren oder nicht, und wurden zur

Preisverleihung nach Siegen in die Sieger land -

halle eingeladen.

Zur Preisverleihung wurden alle Nominierten

auf die Bühne geholt und durften dann einzeln

nach vorne treten, um ihren Preis feierlich entgegenzunehmen.

Zwischendurch wurde immer wieder für Fotos

mit der gewonnenen Urkunde posiert, denn nicht

nur Fans, Freunde und Familie, sondern auch

zahlreiche Vertreter der Presse hatten sich vor

der Bühne versammelt, um diesen Moment fest -

zuhalten. Anschließend wurde noch ein Foto

von der großen Bühne mit allen Preisträgern der

Sonder kategorien und ihren Preisen gemacht.

DIE HAUPTGEWINNER:

• Just Duty Free

WWW.JUSTDUTYFREE.DE

• sOPHIA. & BAnD

SOPHIAMUSIC.DE

• Axel nAgel

AXELNAGEL.COM

• OmnItAH

OMNITAH-MUSIC.COM

• steIlFlug

STEILFLUG.INFO

• eDDy & tHe BAckFIres

EDDYANDTHEBACKFIRES.DE

Zum Schluss folgte dann das große Finale.

Die Jury hatte sich mittlerweile entschieden, welche

Bands und Künstler ausgezeichnet werden

sollten, und war zurück.

Die Finalisten, die über den Tag verteilt aufge -

treten waren, warteten gespannt in der Halle,

begleitet von Fanclubs, Freunden und Familie.

Ausgezeichnet als beste Popband 2018

wurden SOPHIA. & Band, die auch den 2.

Platz in der Kategorie Singer belegten.

Deutscher Rockpreisträger 2018 wurden

Just Duty Free, wobei die Jury anmerken ließ,

dass es zwischen diesem 1. Platz und dem 2.

Platz, der an Burn Out Laut ging, beinahe

Punkte gleichstand gab und die Entscheidung

mit einer erneuten Abstimmung der Juroren zwischen

den beiden Bands erfolgen musste. Am

Ende war es also eine sehr knappe Entschei -

dung.

Der an diesem Tag schwer begehrte Singer-

Songwriter-Preis wurde Axel Nagel verliehen,

dicht gefolgt von Sven Garrecht und

Lee’Oh.

Bester Singer 2018 wurde Omnitah, die

auch in den Sonderkategorien zehn Preise ab -

räumte. In dieser Kategorie belegte den 3. Platz

die gerade mal 15-jährige Kiara Huber. Sie ist

die zweitjüngste Preisträgerin des Deutschen

Rock & Pop Preises seit 36 Jahren. 8


12

Das JurorenTeam unD Die moDeraToren

Des 36. DeuTschen rock & PoP Preises 2018

Die Preise Alternative sowie Funk & Soul wurden

an diesem Abend nicht vergeben. Dafür

wurde Steilflug zur besten Hardrockband

2018 gekürt.

Eddy & the Backfires hatten mit ihrem

rock’n’rolligen Auftritt die Jury überzeugt, dass

sie die beste Countryband Deutschlands

2018 sind.

Schließlich blieb nur noch der Publikums preis

zu vergeben. An jeder Eintrittskarte für den

Deutschen Rock & Pop Preis war ein kleiner

Abschnitt, mit dem die Zuschauer abstimmen

konnten, welcher Act an diesem Tag der „Act

der Herzen“ war oder die beste Unterhaltung ge -

boten hatte oder aus unterschiedlichsten Grün -

den den Publikumspreis verdient hatte.

Den Rock & Pop Preis-Oscar in dieser Kate -

gorie bekamen an diesem Abend SOPHIA. &

Band aus Osnabrück verliehen, die mit ihrer

Natürlichkeit und Sympathie nicht nur die Jury,

sondern auch das Publikum überzeugt hatten.

Auch von den Preisträgern der Haupt kate -

gorien wurden Fotos gemacht, es wurden auch

Fanfotos gemacht, kurze Interviews und Auto -

gramme gegeben.

DANKSAGUNG

Der Deutsche rock & Pop musikerverband e.V. und die Deut sche Popstiftung

möchten sich als Veranstalter des 36. Deutschen rock & Pop Preises 2018 beim Bürger -

meister der stadt siegen und schirmherren Herrn steffen mues, beim zweiten schirm -

herren Prof. martin maria krüger, Präsident des Deutschen musikrates, beim gesamten

team der sieger landhalle, bei Herrn markus stadolka und der Firma nordlite, bei allen

Helfern und Juroren, bei allen technikern und mode ra toren, bei den musikgruppen und

sänger/-innen für ihren ehrenamtlichen Einsatz an diesem Kultur festival sowie bei allen

spon soren und unterstützenden Firmen bedanken.

Dieses kulturfestival wurde wie in den Jahren zuvor durch die beteiligten teil nehme -

rinnen und teilnehmer an diesem Festival, durch die mitglieder des Deutschen rock &

Pop musiker ver ban des und die Deutsche Popstiftung finanziert. Damit handelt es sich

bei dieser großen Kulturveranstaltung im jugend kulturellen Bereich der Rock- und Pop musik

um das einzige bundesweite Festi val, das von Musikern, Kompo nisten, Tex tern für junge,

kreative Nachwuchs musiker aus ideellen Gründen und ohne irgendeinen kommerziellen

Hintergrund getragen und or ga nisiert wurde.

Feierlich ging dieser 36. Deutsche Rock & MODERATION

Pop Preis 2018 in der Siegerlandhalle in Steff Heinken, John Silver, Alina Sebastian und

Siegen gegen 0 Uhr zu Ende. Eine beinahe Alex Jeanne

12-stündige Veranstaltung, die allen Musikgeschmäckern

etwas bot und sehr gut besucht

war. Mit ihr glückliche Preisträger, die dieses MITARBEITER UND HELFER

Kultur festival mit in die Welt hinaustragen. Pascal Ritter, Florian Eggers, Charles Cao,

Melanie Keller, Michelle Keller, Ulrike Strohmann,

Für den 37. Deutschen Rock & Pop Preis Jesse Kahlus, Ole Seelenmeyer, Hinrich Vogt,

2019 kann man sich ab 1. März 2019 bewerben

unter www.musiker-online.tv

Kahlus, Anandaraja Thanushanth, Ronja Rabe,

Jasmin Just, Heike Müller, Katja Rake, Jan

Ana Seelenmeyer, Alexandra Lesch, Malvin

Das Filmteam vom Kulturellen Jugend - Vollmer, Hendrik Pain, Niklas Opländer, Jarod

bil dungswerk e.V. hat alle Auftritte des diesjährigen

Rock & Pop Preises mitgeschnitten. Die Bockelmann, Yogarajah Garthigeyan, Pia Rurup,

Menzel, Ole Langhein, Anthony Briceno, Jan

Zusammenschnitte können beim DRMV be stellt Florian Stachowski, Antonia Ott, Merle Trautwein,

werden.

Konrad Beck u.v.a.

TECHNIK

VIDEOAUFZEICHNUNG: Ronja Rabe, Philipp Netzlaff, Juliane Landgraf, Raik Lingner,

Gesine Aeply, Victor Schlinke, Timo Ritter, Norman Seils, Alexandra Lesch, Thomas Eggers

LEINWANDPRODUKTION: Pascal Ritter, Florian Eggers

VERANSTALTUNGSTECHNIK: Nordlite – www.nordlite.de

FOTOS: Ludwig Czapla – www.fotoknips.de


13

»WAS BRINGT EINEM

DER GEWINN EIGENTLICH?«

Eine Frage, die man von

außenstehenden

Journalisten hin und

wieder gestellt bekommt.

Ja, es gibt keine

großen Geldpreise und

auch keinen

Plattenvertrag.

Aber: Dieser Preis öffnet

Türen. Er verleiht

auch bisher noch kleinen

und unscheinbaren Bands,

Solokünstlern, Duos,

Produzenten etc. die

Macht, gehört zu werden.

Der riesige Pressespiegel des Deutschen Rock

& Pop Preises 2017, in dem alle Zeitungs artikel

über die Teilnehmer und vor allem Preisträger

ge sammelt sind, zeigt mit seinen 3,17 Millionen

potenziellen Lesern die tatsächliche Größe und

Bedeutung des Deutschen Rock & Pop Preises.

Kein Wunder also, dass jedes Jahr mehr

Künstler aus ganz Deutschland ihr Glück versuchen,

sich der Fachjury stellen und auf Preise

hoffen.

Sie alle haben diesen einen Wunsch: einen

Preis mit nach Hause zu nehmen, für ihre Ar beit

und Leidenschaft ausgezeichnet zu werden und

so eine große Unterstützung für die nächsten

Schritte zu bekommen.

Und so kamen Musikerinnen und Musiker aus

ganz Deutschland am 8. Dezember 2018 zum

36. Mal zusammen, davon bereits zum 5. Mal

in der Siegerlandhalle in Siegen, um gemeinsam

dem Deutschen Rock & Pop Preis die Magie zu

verleihen, die diese Veranstaltung seit 36 Jahren

aufrecht erhält.

Insgesamt über 12 Stunden dauerte der Wett -

bewerb mit anschließender Preisverleihung an.

Nach der Begrüßung, u. a. durch Bürger -

meister Mues, wurde zunächst die Fachjury vor -

gestellt, die an diesem Tag darüber entschied,

welche Finalisten der Hauptkategorien mit einem

Preis ausgezeichnet werden sollten.

Und dann ging es auch schon los: Im 5-

Minuten-Takt gingen die Bands auf die Bühne, 5

Minuten für Auf- und Abbau und einen Song, mit

dem überzeugt werden sollte. Hinter der Bühne

herrschte meist eine große Aufregung. Und auch

wenn viele sich vor Nervosität kaum auf die

Bühne trauten, waren sich alle einig: Diese 5

Minuten haben sich angefühlt wie eine Sekunde.

Alles geschah in einem einzigen Adrenalin-

Rausch. Und dann hieß es nur noch hoffen.

Von 13 bis 21 Uhr war die Siegerlandhalle mit

Musik der unterschiedlichsten Musik rich tun gen

erfüllt. Von Pop und Rock über Singer-Song -

writer, Country, Alternative oder Heavy Metal war

an diesem Tag wirklich für jeden was dabei.

8


14 FESTIVAL

Und das merkte man auch an der Anzahl der

Besucher in diesem Jahr: Den ganzen Tag über

war die Siegerlandhalle nahezu vollkommen ge -

füllt, trotz des immer wieder wechselnden Publi -

kums. Hier spielte nicht nur die Quantität eine

Rolle, sondern auch die Qualität war unglaublich

hoch.

Man war dankbar für jeden Musiker, der an

diesem Tag den Weg in die Siegerlandhalle ge -

macht hatte, denn was man dort zu hören be -

kam, war einfach unglaublich – frei von Kom mer -

zia lisierung – vollkommene Echtheit, Leiden schaft

und einfach nur gute Musik. Die Entscheidung fiel

an diesem Tag wirklich schwer, und niemand

wollte mit der Fachjury tauschen, die nun innerhalb

kurzer Zeit festlegen musste, wer als Sieger

nach Hause gehen würde.

Während die Jury sich über die Preisträger

der Hauptkategorien beriet, fand auf der großen

Hauptbühne dann die Preisverleihung der

Sonderkategorien statt. Als einzige Kultur ver an -

staltung zeichnet der Deutsche Rock & Pop Preis

in insgesamt 125 Kategorien aus – darunter 8

Hauptkategorien.

Die Preisträger der Sonder- und Neben ka te -

gorien wurden im Vorhinein von einer unabhängigen

Jury ausgewählt. Sie erfuhren nur, ob

sie nominiert waren, und erhielten dann ggf.

ihren Preis auf der Bühne.

Die Musik war so vielseitig, dass diese Auf -

teilung der Kategorien notwendig ist, um alle

zu berücksichtigen – denn hier geht es nicht

nur um Bands oder Solokünstler, sondern auch

um die, die oft im Hintergrund stehen, aber

mindestens genauso wichtig sind: Musik- und

Video produzenten, Songwriter, Instrumentalis -

ten, Cover designer uvm.

Das Bild, das bei der Preisverleihung entstand,

ist atemberaubend: Alle ca. 250 Preisträger

ver sammelten sich auf der Bühne, nahmen feierlich

ihre Preise in Empfang, zahlreiche Ver -

treter der Presse standen vor der Bühne und

hielten diese Augenblicke für die Zukunft fest.

Die Sieger waren stolz, ließen sich feiern, alle

waren glücklich.

Eigentlich der perfekte Ausklang für diesen

langen Tag. Doch der Höhepunkt folgte erst: Die

Preisverleihung der Hauptkategorien.

Die Jury hatte entschieden, wer die „großen“

Preise, die Rock-&-Pop-Oscars, die Titel als der

oder die Beste oder Besten bekommen sollte.

Und hier sind auch einige Entscheidungen sehr

knapp gefallen. Dennoch standen die Gewinner

fest – die sich nun feiern ließen, hinaus in die

Welt gingen mit ihrem Sieg in Siegen in der

Siegerlandhalle.

Der Deutsche Rock & Pop Preis 2018 war

größer und spannender als je zuvor. Un glaub -

lich viele Finalisten, Nominierte und Preisträger

waren vor Ort und haben über 12 Stunden lang

der Siegerlandhalle in Siegen eine gewisse

Magie verliehen, die sie in dieser Form nur einmal

im Jahr bekommt.

Alle gemeinsam haben diese Veranstaltung

möglich gemacht. Ein großer Dank gilt allen

Hel fern, Vertretern, Juroren und natürlich Musi -

ker innen und Musikern, Künstlerinnen und

Künstlern. See you at Deutscher Rock & Pop

Preis 2019!

TexT: ALINA SEBASTIAN

FoTos: LUDWIG CZAPLA – FOTOKNIPS.DE

FoTo omniTah: ROLF SCHWANK


ANMELDUNG

37. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2019

Hiermit melde ich mich/uns für den Deutschen Rock & Pop Preis 2019 an.

Band/Künstler/-in: .........................................................

Ansprechpartner/-in: ......................................................

Straße: ..........................................................................

PLZ Ort: ........................................................................

Bundesland: ..................................................................

Tel.: ...............................................................................

Mobil: ............................................................................

Fax: ....................................................................................

E-Mail: ................................................................................

Internet: ..............................................................................

DRMV-Mitgl.-Nr.: ................................................................

GEMA-Mitglied?: q nein q ja:

q angeschl. q außerord. q ordentlich

Anmeldungen in mehreren Sparten sind möglich.

Anmeldegebühr pro Musiksparte: EUR 20,– DRMV-Mitglieder /EUR 30,– DRMV-Nichtmitglieder

Die Anmeldegebühren in Höhe von EUR ............ q in bar beigelegt q als Scheck beigelegt q per Überweisung

Bankverbindung: Deutsche Popstiftung, Postbank Hamburg, IBAN: DE08 2001 0020 0964 2792 08, BIC: PBNKDEFF

Dieses Anmeldeformular, CD und Bewerbungsgebühr bitte spätestens bis 1. August 2019 an:

Deutsche Popstiftung, Bewerbung 2019, Kolberger Str. 30, 21339 Lüneburg

Teilnahmegebühr: EUR 150,– je Sparte bei Auswahl durch die Bundesjury.

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von EUR 1.000,– für eigene Gäste/Fans)

37. DEUTSChER RoCK & PoP PREiS 2019: hAUPTKATEgoRiEN

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

FESTIVAL 15

q 1

q 2

q 3

q 4

q 5

q 6

q 7

q 8

Deutscher Rock Preis (beste Rock-Band)

Deutscher Pop Preis (beste Pop-Band)

Deutscher Hard Rock Preis (beste Hard’n’Heavy-Band)

Deutscher Funk & Soul Preis (beste Funk/Soul-Band)

Deutscher Alternative Preis (beste Alternative-Band)

Deutscher Singer-Songwriter Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Eigenkomposition und Stimme)

Deutscher Singer Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Stimme)

Deutscher Country Preis (beste Country-Band)

Die durch die Jury ausgewählten Teilnehmer der hauptkategorien präsentieren sich am 14. Dezember 2019

im Finale auf der hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen mit jeweils einem Song (maximale Länge: 4 Minuten).

37. DEUTSChER RoCK & PoP PREiS 2019: SoNDERKATEgoRiEN

q 9

Beste Filmmusik

q 18

Bestes Trancealbum

q 26

Beste A-Capella-Band

q 10 Bestes Kinderlieder-Album

q 11 Beste Experimentalband

q 12 Beste Crossoverband

q 13 Beste Hardcoreband

q 14 Beste Industrialband

q 15 Beste Progressiveband

q 16 Beste Skaband

q 19

q 20

q 21

q 22

q 23

q 24

Beste(r) Mundart-Interpret(in)

Beste(r) Electronic-Interpret(in)

Bestes Dancehall-Album

Beste Elektropopband

Bestes traditionelles Blues-Album

Beste Rock’n’Roll/Rockabillyband

q 27

q 28

q 29

q 30

q 31

q 32

Bestes Chanson-Album

Beste Punkband

Beste Gothic/Wave-Band

Beste(r) Gospel-Interpret(in)

Beste Gospelgruppe

Bestes Weltmusikalbum

q 17

Beste Nu-Metal-Band

q 25

Beste Cover/Revivalband

q 33

Bestes Hip-Hop-Album

8


4/18 | 1/19 musiker MAgAziN


16 FESTIVAL

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

BEREICH RoCK:

q 34 Beste Rocksängerin

q 35 Bester Rocksänger

q 36 Bester Rocksong

q 37 Bestes Rockalbum

BEREICH PoP:

q 38 Beste Popsängerin

q 39 Bester Popsänger

q 40 Bester Popsong

q 41 Bestes Popalbum

BEREICH FuNK:

q 42 Beste Funk-Sängerin

q 43 Bester Funk-Sänger

q 44 Bester Funk-Song

q 45 Bestes Funk-Album

BEREICH HARD RoCK:

q 46 Beste Hard-Rock-Sängerin

q 47 Bester Hard-Rock-Sänger

q 48 Bester Hard-Rock-Song

q 49 Bestes Hard-Rock-Album

BEREICH METAl:

q 50 Beste Metal-Sängerin

q 51 Bester Metal-Sänger

q 52 Beste Metal-Band

q 53 Bester Metal-Song

q 54 Bestes Metal-Album

BEREICH FuSIoN-JAzz-RoCK:

q 55 Beste Fusion-Jazz-Rock-Sängerin

q 56 Bester Fusion-Jazz-Rock-Sänger

q 57 Beste Fusion-Jazz-Rock-Band

q 58 Bester Fusion-Jazz-Rock-Song

q 59 Bestes Fusion-Jazz-Rock-Album

BEREICH AlTERNATIvE:

q 60 Beste Alternative-Sängerin

q 61 Bester Alternative-Sänger

q 62 Bester Alternative-Song

q 63 Bestes Alternative-Album

BEREICH NEW AGE:

q 64 Beste New-Age-Band

q 65 Bester New-Age-Song

q 66 Bestes New-Age-Album

BEREICH R’N’B/Soul:

q 67 Beste R’n’B/Soul-Sängerin

q 68 Bester R’n’B/Soul-Sänger

q 69 Beste R’n’B/Soul-Band

q 70 Bester R’n’B/Soul-Song

q 71 Bestes R’n’B/Soul-Album

BEREICH REGGAE:

q 72 Beste Reggae-Sängerin

q 73 Bester Reggae-Sänger

q 74 Beste Reggae-Band

q 75 Bestes Reggae-Album

BEREICH lATIN-PoP:

q 76 Beste Latin-Pop-Sängerin

q 77 Bester Latin-Pop-Sänger

q 78 Beste Latin-Pop-Band

q 79 Bester Latin-Pop-Song

q 80 Bestes Latin-Pop-Album

BEREICH FolKRoCK:

q 81 Beste Folkrocksängerin

q 82 Bester Folkrocksänger

q 83 Beste Folkrockband

q 84 Bester Folkrocksong

q 85 Bestes Folkrockalbum

BEREICH CouNTRy:

q 86 Beste Country-Sängerin

q 87 Bester Country-Sänger

q 88 Bester Country-Song

q 89 Bestes Country-Album

BEREICH SCHlAGER:

q 90 Beste Schlager-Sängerin

q 91 Bester Schlager-Sänger

q 92 Beste Schlager-Band

q 93 Bester Schlager-Song

q 94 Bestes Schlager-Album

BEREICH MuSICAl:

q 95 Beste Musicalsängerin

q 96 Bester Musicalsänger

q 97 Bestes Musicalalbum

Die durch die Jury nominierten Preisträger aller Sonderkategorien werden am 14. Dezember 2019

auf der hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen bekanntgegeben.

Die Anmeldeformulare können auch unter www.musiker-online.tv heruntergeladen werden.

MuSIKBuSINESS:

q 98 Bestes Rock-/Pop-Tonstudio (Preis-Leistungs-Verhältnis)

Bew.: CD, Studioausstattung, Mietpreis etc.

q 99 Bestes kreatives Independent-label (Rock & Pop)

Bew.: Produktionsübersicht (CD), Vertriebswege etc.

q 100 Bester Independent Musikverlag (Rock & Pop)

Bew.: Künstlerübersicht, Vermarktungsstrategie etc.

q 101 Beste Booking-Agentur (Rock & Pop)

Bew.: Künstler-, Konzert- und Tourneeübersicht

q 102 Erfolgreicher Musikmanager (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Vermarktungsunterlagen

q 103 Erfolgreicher Musikproduzent (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Produktionsangaben, CD

q 104 Kulturpreis für die Förderung der Rock- & Popmusik

in Deutschland

Bew.: Auf Empfehlung – keine Gebühren fällig!

MuSIKPRoDuKTIoN:

q 105 Bester neuer Rock- und Popkünstler des Jahres

q 106 Bestes CD-Album des Jahres (deutschsprachig)

q 107 Bestes CD-Album des Jahres (englischsprachig)

q 108 Bester Song des Jahres (deutschsprachig)

q 109 Bester Song des Jahres (englischsprachig)

q 110 Beste Studioaufnahme des Jahres

q 111 Beste Single des Jahres

q 112 Bestes Musikvideo

q 113 Beste Komposition

q 114 Bester deutscher Text

q 115 Bestes Booklet und Inlaycard

q 116 Beste Instrumentalband

q 117 Bestes Instrumentalalbum

q 118 Beste(r) Barpiano-Interpret(in)

INSTRuMENTAlISTEN:

q 119 Beste(r) Instrumentalsolist(in)

q 120 Beste(r) Gitarrist(in)

q 121 Beste(r) Keyboarder(in)

q 122 Beste(r) Schlagzeuger(in)

q 123 Beste(r) Bassist(in)

q 124 Beste(r) Percussionist(in)

q 125 Bestes Arrangement

q 126 Bestes Blasinstrument

musiker MAgAziN 4/18 | 1/19

EINSENDESCHLUSS: 1. AUGUST 2019


STORIES 17

»Meine Musik begründet sich

komplett auf dem Inhalt des Textes«

SOPHIA.

Gerade haben

SOPHIA. und ihre

Band nicht nur

den Deutschen Pop

Preis 2018 gewonnen,

sondern wurden

bei der Veranstaltung

obendrein mit dem

Publikumspreis

ausgezeichnet.

Schon mit 14 stand sie

zum Aufnehmen

eines eigenen Songs

im Studio.

Im Interview erzählt

sie, warum ihr als

Singer-Songwriterin

die Texte so wichtig

sind, über ihre großen

Vorbilder oder

was das Singen

unter der Dusche so

besonders macht.

MM: War deine Stimme dein erstes Instru -

ment?

SOPHIA.: Nein, mit vier Jahren habe ich mit

Geige spielen angefangen, Singen kam dann

erst mit 13 dazu. Geige spiele ich aber nicht

mehr, da mein Handgelenk nicht mehr wollte.

Andererseits hätte ich sonst dem Singen vielleicht

nie so viel Zeit gewidmet! Später kam

dann noch Klavier dazu, das habe ich mir größtenteils

allein erarbeitet. Seit Kurzem nehme ich

auch wieder Gitarrenunterricht, denn die darf ja

nicht fehlen!

MM: Wieso singt man unter der Dusche?

SOPHIA.: Ich glaube, weil man sich da einfach

wohlfühlt und nicht nachdenkt. Außerdem ist

man ja (meistens) alleine, hat seine Ruhe und

entspannt sich. Das sind die besten Voraus set -

zungen, um ein bisschen vor sich hin zu summen!

Außerdem beurteilt die Dusche einen

nicht! ;)

MM: Im März ist dein Album „What I Found“

erschienen. Hörst du deine eigene Musik?

SOPHIA.: Tatsächlich dachte ich während der

Produktion: „Das Album höre ich mir jeden Tag

an, wenn es fertig ist!“ Allerdings habe ich es seit

der Fertigstellung erst einmal wirklich be wusst

am Stück gehört. Das war mit einer Freundin,

die es noch nicht kannte, auf einer langen ge -

meinsamen Autofahrt. Das hat auch richtig Spaß

gemacht! Aber ich mache mir wirklich selten

meine Musik an, wenn ich mit Kopf hörern

irgend wohin unterwegs bin. Da höre ich lieber

fremde Songs zur neuen In spi ration!

MM: Komponierst du zuerst die Musik oder

schreibst du zuerst die Texte?

SOPHIA.: Zuerst die Texte, selbst wenn es nur

eine Zeile ist, oder manchmal sogar nur ein Wort,

das mir durch den Kopf schießt. Meine Musik

begründet sich komplett auf dem Inhalt des

Textes. Trauriger Text: melancholische Melo dien

und Akkorde. Fröhlicher Text: schnellerer Rhyth -

mus, eindringlichere Melodien. Man soll meine

Musik begreifen können, selbst wenn man den

Text nicht versteht.

MM: Wer inspiriert dich bei deinen Texten?

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


18 STORIES

SOPHIA.

„What I Found“

VÖ: 23. MÄRZ 2018

SOPHIAMUSIC.DE

WWW.FACEBOOK.COM/COCOBELLAMUSIC

SOPHIA.: Einige! Und das wechselt auch oft. Am

Ende komme ich aber oft zu Damien Rice zurück

– oder Jason Mraz und Hozier. Die alle sind

meine absoluten Songwriteridole. Ich be wun de -

re ihren Ideenreichtum, wie abwechslungsreich

und wie sehr sie in der Lage sind, mich mit

Worten in eine Stimmung zu katapultieren. Mir

selbst sind Texte auch ihretwegen so unheimlich

wichtig geworden. Und es ist mein Ziel, auch

solche Texte zu schreiben, die andere zum

Weinen, Lachen, Nachdenken bringen.

MM: Du gibst nicht nur selbst Konzerte,

sondern bist auch gern auf anderen Kon -

zerten. Was waren deine Top-3-Konzerte, die

du besucht hast?

SOPHIA.: Michael Bublé war der Hammer. Ich

saß echt auf einem der schlechtesten Plätze in

der großen Arena in Oberhausen, und es hat

sich trotzdem so angefühlt, als würde er nur für

mich singen. Das verdient echt großen Res -

pekt, andere Künstler schaffen das auf ihren

Welttourneen nicht! Hozier hat auch ein wirklich

gutes Konzert im November in Hamburg

gegeben. Ich weine wirklich selten bei Kon zer -

ten, meistens bin ich einfach nur gerührt, aber

da liefen mir während der ersten drei Songs

echt die Tränen, was superschön war! Ich hab

mich einfach so gefreut, ihn live zu sehen! Wen

ich auch sehr beeindruckend fand, war Chris

de Burgh. Ich habe ihn vor ein paar Jahren in

London in der Royal sehen dürfen, und trotz

seines ja schon halbwegs fortgeschrittenen

Alters hat er mehrere Stunden ein unheimlich

mitreißendes Konzert gegeben!

MM: Mit welchem Star würdest du gern auf -

treten?

SOPHIA.: Mit Ed Sheeran. Ich glaube, wir würden

uns gut ergänzen, außerdem kenne ich quasi

alles von ihm auswendig. Abgesehen davon

mag ich seine Art aufzutreten, ohne viel Show,

abgesehen von der riesigen LED-Wand im

Hinter grund. Aber halt keine Background tän -

zer/-innen, Pyrotechnik oder so was. Ich begrenze

die Dinge auf der Bühne ebenfalls gern auf’s

Nötigste, zudem stehe ich total auf handgemachte

Musik, die trotzdem spannend ist. Für

mich verkörpert er das alles!

MM: Welcher Star sollte unbedingt einen

deiner Songs covern?

SOPHIA.: Das ist eine wirklich schwierige Frage,

wenn ich mich da festlegen soll. Da meine Songs

und meine Art zu singen wirklich zum allergrößten

Teil von männlichen Singer-Song writern

inspiriert sind, sollte es natürlich gern ein Herr

sein. Da wäre ich je nach Song auch wieder

hin- und hergerissen! Aber müsste ich mich

jetzt entscheiden ... Ed Sheeran soll bitte

„Lullaby“ covern! Oder, falls der gerade keine

Zeit hat ... dann könnte sich Hozier gerne „Glass“

vornehmen!

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 19

»Ich habe eine wundervolle Band,

die total hinter mir steht,

genau wie meine Familie und mein

Freundeskreis. Ich weiß nicht,

ob ich das für ein bisschen Fame

hergeben würde!«

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MM: Welche Musik hörst du beim Kochen?

SOPHIA.: Ich hab letztens Ella Fitzgerald als totale Rezeptinspi ra -

tion entdeckt. Ich wollte nicht mehr aufhören, Salatsaucen zu perfektionieren!

Jazz ist wirklich was, was gut gelaunt und kreativ macht,

wie ich finde!

MM: Wenn du wüsstest, dass du nie so richtig erfolgreich sein

würdest, würdest du genau so weitermachen wie jetzt?

SOPHIA.: Kommt darauf an, woran es läge. Müsste ich etwas ändern,

um eines Tages auf einer Stufe mit meinen Idolen zu stehen, wüsste

ich natürlich gerne, was das ist. Ansonsten würde ich so weitermachen

wie jetzt. Denn: Aktuell bin ich total glücklich mit allem, was

meine Musik angeht. Ich habe eine wundervolle Band, die total hinter

mir steht, genau wie meine Familie und mein Freundeskreis. Ich

weiß nicht, ob ich das für ein bisschen Fame hergeben würde! Wer

nicht grundsätzlich eine gewisse Zufriedenheit an den Tag legt, kann

das durch mehr oder weniger Ruhm auch nicht ändern.

KID INK/RUSSKAJA

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Web: SOPHIAMUSIC.DE

IntervIeW: RONJA RABE | Fotos: ANDREAS DANNHAUER


20 STORIES

Ende der 60er-Jahre

in Südhessen mit

deutsch-tschechischen

Wurzeln aufgewachsen,

hat sie nach vielen

Projekten

unterschiedlicher

Stilrichtungen

im Jazz ihr Zuhause

gefunden.

»I love to s(w)ing for you«

BETTY GEE

MM: Du bist leidenschaftliche Sängerin und gibst als »Betty Gee &

Friends« mit Band aber auch Solokonzerte in Jazz, Soul und R’n’B.

Warum hat es dir gerade der Jazz so angetan?

Betty Gee: Jazz ist meine große Liebe und meine vorrangige musikalische

Aus rich tung, denn er ermöglicht mir größtmögliche Freiheit und Aus druck.

Aber Musik ist grenzenlos. Ich habe mit 15 meine erste Jazzplatte von ella

Fitzgerald gehört und mich in ihre Stimme und den Flair der Musik aus dieser

Zeit verliebt. Ich konnte in der Musik Liebe, Sehnsucht und Freiheit spüren.

Ich liebe den Sound und Swing der Songs und kann frei interpretieren.

Betty Gee: Musik ist generell wie Luft, mein Seelenfutter und Inspiration, die

ich zum Leben brauche. Ich mache Musik, weil es mir Freude bereitet, für

Menschen zu singen und jeden einzelnen im Herzen zu erreichen. Das, was

ich empfinde – die Botschaft des Liedes –, möchte ich übertragen und werde

dabei von hochkarätigen Musikern unterstützt und musikalisch getragen. Ich

singe daher nur Songs, die ich auch erlebt habe bzw. ganz tief empfinde!

MM: Schon früh hast du dich mit Themen wie Vergänglichkeit und

Loslassen, aber auch der Frage nach dem Sinn des Lebens be -

schäftig. Wie kam das?

MM: Hattest du einen Plan B, falls es mit der Musik nicht klappt,

oder hast du schon immer hauptsächlich Musik gemacht?

Betty Gee: Ich habe schon immer Musik gemacht, weil Musik dir, genau

wie alle anderen Kunstrichtungen (tanzen, Malen, Schreiben etc.), die

Möglichkeit gibt, dich auszudrücken, eine Geschichte zu erzählen und

Momente schafft, die Seele zu berühren. Die Musik begleitete mich in meinem

Leben als treuer Freund, leider nicht immer als Basis für meinen

Lebensunterhalt. Sie bleibt immer meine große Liebe, und es macht einfach

Spaß, Musik zu machen.

MM: Warum machst du Musik?

Betty Gee: Das Leben stellt unterschiedliche Aufgaben, um daran zu

wachsen. Bei mir waren es diese themen, die mir eröffnet haben, worauf

es im Leben ankommt – Familie, Freunde, empathie und deine innere Kraft

und Zuversicht, egal, was passiert.

MM: Musik war schon immer dein ständiger Begleiter; besonders

der Song „God Bless The Child“ von Billie Holiday ist eines deiner

Lieblings lieder. Warum ist dieser Song so wichtig für dich?

Betty Gee: Billie Holiday war und ist bis heute eine herausragende Jazz -

sängerin und ein großes Vorbild für mich. Den Song „God Bless the Child“

hat sie geschrieben und die Botschaft hat viele Parallelen zu meinem Leben.

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STORIES 21

es geht im übertragenen Sinne darum, für sich selbst zu sorgen und

die wahren Freunde zu erkennen. Aus diesem Grund habe ich den

Song auch auf meiner neuen CD „The Essence of Life is LOVE“ aufgenommen.

MM: Du warst beruflich oft auf Indienreisen. Was konntest du hier

an Inspiration mitnehmen?

Betty Gee: Berufliche Indienreisen haben mir die tür zum Buddhismus

ge öffnet und mir die Buntheit der Menschen, Klänge und Gewürze

gezeigt und mir dadurch die Vielfalt des Lebens verdeutlicht.

MM: Was bedeutet für dich Leben?

Betty Gee: Leben ist Vielfalt und doch die erkenntnis, dass wir alle

gleich sind in unserem Streben nach Liebe und Glück. Wie wir das

erreichen, hängt von uns ab – es gibt viele Wege. Für mich gehören die

Natur, Musik, empathie und Humor dazu. Jeden tag genießen –

neugierig, aufgeschlossen und kreativ zu bleiben!

MM: Was sind deine musikalischen Ziele für das neue Jahr?

Betty Gee: Ich arbeite an einem neuen Repertoire und Bühnen konzept,

schreibe texte und liebe die Kombination von Musik und Poetry. I’m inspired

und freue mich auf ein neues musikalisches Jahr mit spannenden

Projekten und vielen unvergesslichen Momenten. :-)

Übrigens: Betty Gee kommt von dem Song „Gee, Baby Ain’t I Good

to you“.

WeB: WWW.JAZZ-ART.DE

INteRVIeW: RONJA RABE | FotoS: FRANK ROSSBACH


22 STORIES

»Du und ich«

ALEXANDRA LOMKINA

Alexandra wirkte an verschiedenen

Tanz- und Gesangsprojekten mit:

Intermission, Garcia, Triple-S,

Chocolate 99, Party Band featuring

Alexandra, Lechaim, Systems in Blue.

Bei Umberto Tozzi sang sie

als Background-Sängerin.

Außerdem trat Alexandra mit

Gino Castelli und Band

als Vorgruppe vor Gloria Gaynor

und Mariah Carey auf.

ALEXANDRA LOMKINA

„Du und ich“

VO: 15. OKTOBER 2018

WWW.ALEXANDRALOMKINA.COM

WWW.FACEBOOK.COM/ALEXANDRA.LOMKINA

MM: Liebe Alexandra, wie bist du zu deiner Leidenschaft zur Musik

gekommen?

AlexAndrA lomkinA: meine eltern sind beide musiker, meine mutter

Sängerin, mein Vater Pianist, ich bin da quasi hineingeboren worden. Schon

als kleine kinder standen meine große Schwester und ich gemeinsam auf

der Bühne und traten auch im Fernsehen auf.

MM: Du bist gebürtige Ukrainerin. Wie war dein Werdegang in der

Ukraine?

AlexAndrA lomkinA: An der musikhochschule in kiew habe ich Gesang

und klavier studiert, richtung Jazz und Pop. Parallel habe ich bereits in

einem international erfolgreichen Quartett gesungen.

MM: Als du dann nach Deutschland gekommen bist, musstest du

ganz von vorne anfangen. Wie hat deine Karriere gestartet?

AlexAndrA lomkinA: Beim ndr-Gesangswettbewerb habe ich den

2. Platz gewonnen und dann ole Seelenmeyer vom musiker magazin kennengelernt.

er hat mir geholfen, eine Anzeige in seinem magazin zu platzieren.

darüber hat mich dann der manager von luis rodrigues kontaktiert. Bei ihm

habe ich als Studiosängerin gearbeitet und darüber kontakte zu verschiedenen

Gruppen geknüpft, in denen ich als Sängerin mitgewirkt habe.

MM: Kommen wir zu deinem neuen Album „Du und ich“. Warum

hast du dieses Album auf Deutsch aufgenommen?

8

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STORIES 23

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24 STORIES

AlexAndrA lomkinA: ich habe bereits seit vielen Jahren komponiert

und die Hooks fielen mir immer auf deutsch ein. Außerdem

liebe ich den Sprachwitz in der deutschen Sprache. Allerdings habe

ich auch einen Song meiner ehemaligen Heimat gewidmet und auf

Ukrainisch gesungen.

MM: Du sagtest, dass du bereits komponiert hast. Ist auf dem

neuen Album auch etwas von dir dabei?

AlexAndrA lomkinA: Ja, ich habe zwei Songs selbst komponiert

– „du und ich“ und „keine Zeit“.

MM: Worum geht es in deinem Album?

AlexAndrA lomkinA: es geht um Gefühle, traurige, aber auch fröhliche.

es geht um Beziehungen und vor allem geht es um Frauen.

MM: In welches Genre würdest du dieses Album einordnen?

AlexAndrA lomkinA: ich finde, es ist eine sehr gute mischung aus

Pop und Schlager.

MM: Neben deinen Auftritten unterrichtest du auch Klavier

und Gesang. Du magst die Arbeit mit Kindern, richtig?

AlexAndrA lomkinA: Ja, ich liebe es, mit kindern zu arbeiten

und ihnen die leidenschaft zur musik zu vermitteln. leider ist die

Aner kennung in deutschland für musiker nicht so, wie sie sein sollte.

musik ist sehr wertvoll für kinder und erwachsene. musik beeinflusst

unsere laune, ist ein Spiegel unserer Seele …

MM: Du hast vor zwei Jahren einen Sohn bekommen. Wie hat

dich das beeinflusst?

AlexAndrA lomkinA: mutter zu werden ist schon etwas ganz

Besonderes. das kann man nicht in Worte fassen. Während meiner

Schwangerschaft habe ich an meinem Album gearbeitet. ich habe

komponiert und gesungen. mein Sohn hat alles im Bauch miterlebt.

ich konnte ihn mit einigen melodien sehr gut beruhigen und heute

erkennt er sie immer wieder. die entstehung meines Albums und die

Geburt meines Sohnes waren große ereignisse in meinem leben. ich

bin sehr dankbar, dass ich diese Zeit so genießen kann. Aus diesem

Grunde habe ich das Album meinem Sohn gewidmet.

MM: Alexandra, was wünschst du dir für die Zukunft?

AlexAndrA lomkinA: neben den normalen Wünschen, wie Ge -

sund heit für meine Familie und mich, wünsche ich mir, dass meine

musik viele menschen berührt. es wäre toll, wenn ich mit vielen Auf -

tritten diese menschen erreichen kann und bei ihnen die Gefühle

wecke, die ich in meiner musik verarbeitet habe. Gern können mich

Bookingagenturen über meine Homepage: alexandralomkina.com

kontaktieren.

WeB: WWW.ALEXANDRALOMKINA.COM

WWW.FACEBOOK.COM/ALEXANDRA.LOMKINA

interVieW: RONJA RABE

FotoS: BERND STÖLKEN

GrAFik: © PHYZICK / FOTOLIA.COM

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STORIES 25

»Die Entstehung

meines Albums und

die Geburt meines

Sohnes waren

große Ereignisse in

meinem Leben.

Ich bin sehr dankbar,

dass ich diese Zeit

so genießen kann.«

das musikerbuch!

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26 STORIES

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STORIES 27

OMNITAH

»Man muss den Mut haben, etwas zu wagen,

ohne zu wissen, was es bringt«

Seit 1996 hat die

Produzentin

ca. 300 eigene Songs

komponiert und getextet,

als Solokünstlerin

mehr als 700 Konzerte

gegeben.

Nebenbei arbeitet sie

auch für andere Künstler

als Studiosängerin

oder Arrangeurin.

So ist sie u. a. bei

Walt-Disney-Kinohits wie

„Die Muppets“ oder

„Die Eiskönigin –Völlig

unverfroren“ zu hören.

Bei den Kinofilmen „Bolt“,

„Cap und Capper 2“ sowie

„Petterson und Findus“

singt sie die Titelsongs.

Als deutsche

Gesangsstimme für

die Rolle von Candace

in der Fernsehserie

„Phineas & Ferb“ ist sie

regelmäßig zu hören.

MM: Wie bist du zur Musik gekommen?

OMNITAH:­Meine­Eltern­waren­beide­Musiker­–

die­Musik­sog­ich­praktisch­mit­der­Muttermilch

auf.­Bei­einer­Mutter,­die­in­Schweden­eine­be­rühm­te­

Konzertpianistin­ war,­ ist­ das­ auch­ kein

Wunder.­Schon­früh­war­die­Leidenschaft­zur

Musik­unüberhörbar­und­allgegenwärtig.­

Meine­ersten­Kindheitserinnerungen­sind­z. B.,

als­meine­Mutter­täglich­ihre­sechs­Stunden­geübt

hat­und­mich­als­kleines­Baby­in­den­Schoß­nahm.

Dabei­konnte­ich­stundenlang­zuschauen,­wie­ihre

Finger­ über­ die­ Tastatur­ geflogen­ sind.­ Später

saß­ ich­ dann­ unter­ dem­ Flügel­ und­ spielte­ mit

meinen­Puppen,­während­sie­übte.­Dort,­umgeben­von­dieser­Klangwolke,­war­es­unglaublich

laut­und­ich­habe­es­geliebt.­Vielleicht­kann­ich

deswegen­ Musik­ bis­ zum­ heutigen­ Tage­ nicht

leise­hören.­

Mit­drei­Jahren­fing­ich­an,­Klavier­und­Geige­zu

spielen,­ meine­ Eltern­ schickten­ mich­ auf­ Wett­-

­bewerbe­wie­z.B.­„Jugend­Musiziert“,­wo­ich­etliche­Preise­gewonnen­habe.­Mit­17­Jahren­fing

ich

an,­am­Mozarteum­in­Salzburg­zu­studieren,­wusste­aber­nicht­so­richtig,­wohin­die­Reise­gehen

würde.­Erst­als­ich­merkte,­dass­mich­das­alles

einengt,­ich­aber­mehr­Kreativität­ausüben­wollte,­habe­ich­kurz­vor­meinem­Diplom­das­Stu­dium

hingeschmissen.­ Mein­ heimlicher­ Wunsch­ war

zu­singen,­was­ich­mir­aber­nie­zugetraut­habe.

Vielleicht­wegen­meiner­damaligen­Schüchtern­heit­oder­der­Angst,­wie­das­von­meiner­Um­ge­bung­aufgenommen­werden­würde.­Irgend­wann

aber­überwog­die­Sehnsucht­meine­Zweifel.­Ich

fing­an,­meine­Stimmbänder­zu­trainieren,­habe

mich­Stück­für­Stück­neu­kennengelernt­und­hatte

das­ Gefühl,­ mich­ endlich­ entfalten­ zu­ können,

weil­ich­meinem­Herzen­gefolgt­bin.­

MM: Was bedeutet Musik für dich und was

möchtest du mit deiner Musik bewirken?

OMNITAH:­Musik­bedeutet­alles­für­mich.­Musik

ist­wie­die­Luft­zum­Atmen.­Sie­hat­mir­in­so­vielen

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28 STORIES

Lebenslagen­geholfen.­Sie­half­mir,­schwierige

Zeiten­zu­überbrücken,­hat­Trost­gespendet,­wenn

ich­alleine­war,­und­meiner­Lebens­ge­schichte­eine

Stimme­gegeben.­Es­ist­für­mich­auch­eine­Art

Therapie,­um­Erlebtes­zu­verarbeiten.­Ich­fühle

mich­eins­mit­mir­und­verbunden­mit­dem­Uni­versum,­mit­allem,­was­da­ist,­wenn­ich­Musik

machen­darf.­Durch­meine­älteren­Brüder­bin­ich

von­vielen­verschiedenen­Musik­stilrichtungen

be­einflusst­worden,­sei­es­Hard­rock,­Blues,­Funk

oder­Pop.­Ich­kann­mich­deswegen­nicht­wirklich­auf­eine­Musikrichtung­festlegen.­Die­Vielfalt

hat­es­in­sich,­und­ich­liebe­es,­mich­in­fast­jedem

Genre­auszuleben.

OMNITAH

„Seelenstaub“

VÖ: 7. MAI 2017

WWW.OMNITAH-MUSIC.COM

WWW.FACEBOOK.COM/OMNITAH-OFFICIAL-

FANPAGE-382040245143835/

MM: Wie ist es, sich als Frau im männerdominierten

Musikbusiness durchzusetzen? Wie

gehst du mit den Herausforderungen um?

OMNITAH:­Dadurch,­dass­ich­mir­damals­ein

Studio­zu­Hause­eingerichtet­und­das­Arrangieren

gelernt­ habe,­ konnte­ ich­ meine­ eigenen­ Songs

selber­ produzieren.­ Ich­ konnte­ Demos­ aufnehmen,­die­ich­an­Plattenfirmen­geschickt­habe,­oder

mich­damit­als­Studiosängerin­bewerben.­So­be­kam­ich­Aufträge­und­sogar­einen­Plattenvertrag

bei­einem­namhaften­Produzenten.­Nach­der

Unterschrift­musste­ich­mir­anhören,­ich­sei­zu­alt

(damals­ mit­ 25 ... ),­ ich­ könne­ keine­ Songs

schreiben­ etc.­ Meine­ Texte­ wurden­ hinter­ meinem­Rücken­geändert,­und­dann­kam­der­Spruch,

dass­ ich­ eigentlich­ nur­ wegen­ meiner­ Stimme

unter­Vertrag­genommen­worden­bin.­Ich­hatte

also­ gar­ nichts­ mehr­ zu­ entscheiden­ oder­ zu

sagen.­Natürlich­fühlte­ich­mich­als­Frau­und­als

Künstler­nicht­ernst­genommen.­In­deren­Augen

war­ich­ein­Püppchen,­mit­dem­sie­spielen­wollten.­Gott­sei­Dank­wurde­das­Label­vertragsbrüchig­und­ich­war­frei.­

Nach­dieser­Erfahrung­beschloss­ich,­dass­ich

keine­Plattenfirma­brauche­und­das­auch­alleine

schaffe.­Da­fing­der­Werdegang­meines­künstlerischen­Schaffens­erst­richtig­an.

MM: Du bist selbstständige Solo-Künstlerin

– wie hast du das ohne Plattenfirma und Ma -

nagement geschafft?

OMNITAH:­Es­braucht­viel­Disziplin­...­Das­A­und

O­sind­Konzerte.­Genau­wie­in­anderen­Berufen

bewirbt­man­sich­z. B.­bei­Kleinkunstbühnen.­Es

gibt­unendlich­viele­Optionen.­Da­ich­niemanden

hatte,­der­für­mich­die­Konzerte­organisiert,­habe

ich­ es­ halt­ selber­ in­ die­ Hand­ genommen.­ Das

bedeutet­viel­Recherche,­E-Mails­schreiben,­Tele­fonate­...

Ich­schaue­mir­als­Erstes­den­Jahreskalender

an­und­lege­fest,­in­welchem­Zeitraum­ich­die

Tourneen­machen­möchte­– dabei­beachte­ich,

wann­ und­ in­ welchem­ Bundesland­ Schulferien

sind,­um­möglichst­viele­Zuschauer­zu­erzielen.

Dann­plane­ich­eine­Route,­damit­ich­nicht­kreuz

und­quer­fahre,­sondern­die­Konzerte­effektiv­hintereinander

auf­dem­Weg­liegen­– mein­Motto­ist

hierbei,­nie­über­300­Kilometer­an­einem­Tag­zu

fahren,­was­leider­nicht­immer­klappt­...­Ich­frage

zuerst­gezielt­meine­Kontakte,­bei­denen­ich­jedes

Jahr­ein­Konzert­gebe,­mache­die­Termine­fest

und­warte ab,­bis­die­anderen­angefragten­Stellen

sich­melden.­Diese­Planung­braucht­viele­Monate,

da­nicht­jeder­sofort­antworten­kann­und­die­Ter­mine

nicht­immer­passen.­Dann­muss­eben­um­organisiert­werden­und­die­Routenplanung­wird

ge­ändert.­ Natürlich­ gebe­ ich­ auch­ Konzerte,­ die

nicht im­Rahmen­einer­ganzen­Tour­sind­– diese

sind­meist­in­der­Nähe,­also­nie­weiter­als­300

Kilometer­entfernt.­Um­diesen­Traum­zu­leben,­war

ich­mir­auch­nie­zu­schade,­hart­dafür­zu­arbeiten.

Das­ Organisieren,­ die­ Fahrerei,­ den­ Aufbau­ der

Technik­und­auch­Merchandising­…­Alles­mache

ich­auf­eigene­Faust­und­nach­all­den­Jahren­habe

ich­immer­noch­Freude­daran.­

Wie­die­Stars­auf­Tour­gehen­…­Konzerte­ge­ben,

CDs­produzieren,­das­Publikum­begeistern

und­damit­mein­Geld­verdienen.­All­das­mache

ich­– ich­lebe­meinen­Traum­– nur­in­einem­kleineren­Format.­Statt­in­einer­Halle­vor­tausenden

Leuten­spiele­ich­in­kleineren­Venues­vor­50­–

200­Leuten.­

musiker Magazin 4/18 | 1/19


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Zudem­ hatte­ ich­ immer­ schon­ einen­ hohen

An­spruch,­ d. h.­ alles­ soll­ einen­ qualitativ­ hochwertigen­Look­haben.­Tolle­Fotos,­stilvolle­Layouts,

der­Sound­der­Alben­soll­solide­sein,­anspruchsvolle­Musikvideos­…­Dabei­habe­ich­das­Glück,

mit­tollen­Fotografen,­Kameramännern,­Layoutern,

Tonmeistern­ etc.­ zusammenarbeiten­ zu­ dürfen,

die­ich­in­den­letzten­15­Jahren­kennengelernt

habe.­ Mittlerweile­ ist­ das­ meine­ Familie­ geworden,­tiefe­Freundschaften,­die­mit­mir­durch­dick

und­dünn­gehen­und­mich­zu­100 %­unterstützen.­Ein­tolles­Team,­dafür­bin­ich­unendlich

dankbar.

MM: Die aktuelle CD heißt „Seelenstaub“.

Welche Songs sind dir am wichtigsten?

MM: Was war das Grundthema des Albums?

Warum der Titel „Seelenstaub“?

OMNITAH:­„Nasser­Staub­im­Gesicht“­– der­Text

beschreibt,­wie­meine­Mutter­mit­mir­und­meiner

kleinen­Schwester­vor­meinem­Vater­in­einer

Nacht-und-Nebel-Aktion­von­Deutschland­nach

Schweden­geflohen­ist.

„Lieber­Gott“­– ein­Gespräch­mit­Gott­über­all

das,­was­gerade­in­der­Welt­schiefläuft.

„Bis­der­letzte­Ton­verhallt“­– eine­Widmung­an

einen­Freund,­der­zum­dritten­Mal­an­Krebs­er­krankt­ist.

„Opus­9“­– ist­ein­„Werk“.­Der­Titel­besteht­aus

sechs­unterschiedlichen­musikalischen­Stücken,­in

dem­ eine­ Original-Radioaufnahme­ meiner­ Mutter

aus­den­60er-Jahren­mit­verarbeitet­ist.­Eine­Hom­mage­an­Rock,­Pop­und­Klassik.­

OMNITAH:­„Seelenstaub“­ist­ein­sehr­persönliches

Album,­in­dem­ich­mich­getraut­habe,­Dinge­aus

meiner­ Kindheit­ anzusprechen,­ wie­ die­ Flucht

vor­meinem­Vater.­Oder­wie­ich­mit­Hass­und

Gewalt­ aufgewachsen­ bin,­ über­ Mobbing­ und

über­das­Alleinsein.­Aber­auch­über­tiefe­Freund­schaften­oder­wie­wichtig­es­ist,­mit­dem­Herzen

zu­ denken,­ über­ das­ Angekommensein,­ Hoff­nung.­

„Seelenstaub“­deswegen,­weil­in­jedem­einzelnen­Song­des­Albums­das­Wort­„Seele“­in­ir­gend­einer­Form­erscheint.­

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30 STORIES

MM: Was bedeutet es für dich, auf Tour zu

gehen? Wie bereitest du dich darauf vor und

wie ist es, unterwegs on the road zu sein?

OMNITAH:­Wochen­vor­einer­Tour­fahren­meine

Nerven­Achterbahn.­Ich­muss­an­tausend­Dinge

denken­…­Programm­vorbereiten,­d. h.­jeden­Tag

üben.­ Auf­ der­ anderen­ Seite­ kommt­ noch­ die

ganze­Organisation­dazu,­Plakate­und­Flyer­etc.

drucken­lassen­und­verschicken,­Übernach­tun­gen

klären,­ Pressemitteilungen­ versenden,­ Newsletter

verschicken,­ Konzertklamotten­ aussuchen,­ An­lage­checken,­Koffer­packen­und,­und,­und­…

Wenn­man­dann­im­Auto­sitzt­und­losfährt,­ist

das­eigentlich­das­Schönste.­Ich­muss­an­nichts

mehr­denken,­nur­fahren,­ankommen,­aufbauen,

Konzert­geben,­abbauen,­zur­Übernach­tung­…

Irgendwann­ setzt­ dann­ die­ Müdigkeit­ ein,­ ein

bisschen­Delirium,­weil­es­meist­nicht­allzu­viel

Schlaf­gibt­…­Ich­lebe­aus­dem­Koffer­und­merke,

wie­wenig­es­eigentlich­braucht­im­Leben.

MM: Du bist in Schweden geboren, deine

Eltern sind aus Ungarn und du lebst in

Deutschland. Wo fühlst du dich zu Hause?

OMNITAH:­Das­ist­schwer­zu­sagen.­Das­Schön­ste

ist,­mein­Publikum­zu­berühren,­mit­ihnen­zu­in­teragieren,­und­die­vielen­tollen­Begegnungen,­die

ich­in­den­letzten­15­Jahren­gemacht­habe.­Das

Gefühl,­etwas­in­der­Welt­zu­bewegen,­macht

alles­aus.­Ich­fühle­mich­vollkommen­ausgefüllt,

wenn­ich­mit­meiner­Musik­etwas­Gutes­bewirken­kann.­Ob­Kirche­oder­Kleinkunstbühne,­Open

Air­ oder­ große­ Bühne,­ Gefängnis­ oder­ Krema­torium­–

es­war­alles­schon­dabei.­Und­es­gibt

keine­ Unterschiede­ …­ ich­ merke,­ dass­ wir­ alle

nur­ Menschen­ sind,­ wir­ haben­ alle­ Leid­ und

Freude­erlebt,­das­verbindet.

OMNITAH:­Da,­wo­ich­mein­Herz­spüren­kann­…

bei­ der­ Musik,­ bei­ meinem­ Publikum­ und­ bei

meinen­Freunden­…­

MM: Du hast bereits neun Soloalben produziert,

rund 700 Konzerte gegeben und um die

300 Songs komponiert und getextet. Was sind

deine Ziele, die du noch erreichen möchtest?

10-fache Preisträgerin des

36. Deutschen Rock & Pop Preises 2018, darunter

als beste Sängerin des Jahres

MM: Wie gehst du beim Arrangieren eines

Songs vor?

OMNITAH:­Das­Arrangieren­passiert­schon­während­

des­ Songschreibens.­ Ich­ höre­ im­ Kopf

bereits­alles­fertig­produziert.­Durch­mein­absolutes­Gehör­muss­ich­keine­Noten­schreiben­und

auch­nicht­lange­herumprobieren,­sondern­spiele

alles­direkt­ein.­Es­ist­nichts­anderes­als­ein­Bild,

das­man­vor­Augen­hat.­Anstatt­zu­sehen­höre

ich­es­halt.

MM: Dieses Jahr ist dein 20-jähriges Künst ler -

jubiläum. Was waren die Highlights deiner

bisherigen Laufbahn?

Wenn­ich­für­andere­Künstler­arrangiere,­fühle

ich­mich­in­den­Künstler­hinein­und­versuche,­nicht

mein­Ding­zu­machen.­Meine­Kunden­schätzen

an­mir,­dass­ich­immer­authentisch­bleibe­– sowohl

für­andere­wie­auch­für­mich.­

OMNITAH:­Mein­Ziel­ist­es,­noch­viele­weitere­Jahre

Musik­ zu­ den­ Menschen­ zu­ bringen,­ dass­ ich

das,­so­lange­wie­es­nur­geht,­auskosten­kann.

Das­ ist­ für­ mich­ das­ Allerschönste­ und­ absolut

nicht­zu­toppen.­

Nächstes­Jahr­produziere­ich­zu­meinem­20-

jährigen­Künstlerjubiläum­ein­„Best­of“-Doppel­album,­

mit­ all­ den­ beliebtesten­ Songs­ von­ den

zum­Teil­ausverkauften­CDs.­Filmmusik­steht­auch

an,­das­wollte­ich­immer­schon­mal­machen.­

Ich­ nehme­ vieles­ in­ Kauf­ und­ gehe­ gerne

Risiken­ ein,­ um­ weiterzukommen.­ Das­ ist­ mein

Konzept.­ Man­ muss­ den­ Mut­ haben,­ etwas­ zu

wagen,­ohne­zu­wissen,­was­es­bringt.­Das­hat

sich­bis­jetzt­immer­bewährt.­Letztendlich­folge

ich­nur­meinem­Herzen­und­lasse­mich­auf­mei-

nem­Weg­überraschen.­

WEB: WWW.OMNITAH-MUSIC.COM

INTERVIEW:­RONJA RABE

FOTOS: ROLF SCHWARK; PETRA PIETSCH

PHOTOART; SHAYA / KANNDU.DE

FOTOQUELLE: OMNITAH

musiker Magazin 4/18 | 1/19


Mit unserer Großen unterwegs.

Alphastage 160 – jedem Konzert gewachsen.

© Fotos: Markus Kohz, cross-effect

Aufbau in drei Stunden: vier Personen + hydraulische Unterstützung.


32 STORIES

ASS-KICKIN HARD ROCK

MM: Was macht euch als Band besonders?

RAZZMATTAZZ: Razzmattazz steht für asskickin’

Hard Rock Halligalli und Tohuwabohu –

so die eigentliche Bedeutung unseres Band -

namens. In Lautschrift übrigens Räsmatas. Wir

haben Spaß auf der Bühne, sind ein funktionierendes

Team und die Zuhörer spüren das.

MM: Wo steht ihr heute – nach sechs Jahren

Razzmattazz?

RAZZMATTAZZ: Nun – es sieht gut aus. Unsere

bisherigen Alben sind alle prämiert, die vielen

Reviews weltweit sind sehr gut, sogar in den

USA haben wir dieses Jahr einen Award für

„Diggin’ Fort Gold“ als besten Hard-Rock-Song

erhalten. Und wir hatten neben vielen eigenen

Clubshows auch Touren mit Nazareth und Axxis,

die sehr erfolgreich für uns verlaufen sind. Wir

haben viele neue Fans gewonnen. Aber wir sind

noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir wollen Festi -

vals spielen. Im In- und Ausland.

MM: Viele von euch haben noch andere Jobs

als Dozenten, Studiomusiker oder auch in

anderen Musikprojekten. Wie bringt ihr da

Razzmattazz unter einen Hut?

RAZZMATTAZZ: Jedem Bandmitglied ist klar,

dass Razzmattazz nur funktionieren können,

wenn Razzmattazz auch live zu sehen sind. Und

wir sind ja schließlich auch eine extrem gut funktionierende

Live-Band. Razzmattazz können nur

live spielen, wenn der Kalender der Band mit glie -

der frei ist. Und wir alle halten uns dran.

MM: Wie seht Ihr euren Markt?

RAZZMATTAZZ: Nun ja – wenn wir mal nach

unseren Spotify-Statistiken gehen, werden wir

überwiegend in der Altersklasse der 38- bis 55-

Jährigen gehört. Dieser Markt ist gut. Bei den

Gigs stellen wir aber auch fest, dass immer

mehr jüngere und junge Fans auftauchen, die

unseren ass-kickin’ Rock and Roll super finden.

Für die ist das durchaus etwas Neues und

Cooles. Die sind ja in der Regel mit Nu und

Death Metal aufgewachsen … oder mit Rap.

Da dreht sich also was. Razzmattazz scheinen

bei den Kids cool zu werden. Wir selbst sehen

uns als Live-Band. Wir wollen Clubs mit 250

Mann voll machen und Festivals spielen.

MM: Was waren bisher eure größten Er -

fol ge?

RAZZMATTAZZ: Wir haben eigentlich bisher

viele sehr positive Dinge erlebt. Besonders

waren aber die Touren mit Axxis, Nazareth und

das Rock-Of-Ages-Festival. Und auch für die

ganzen Auszeichnungen sind wir dankbar –

wenngleich man sich davon nichts kaufen kann.

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 33

RAZZMATTAZZ ® sind

für Kenner der Szene

längst das neue

Markenzeichen mit

Ass-Kick-Garantie.

Die Band ist auf dem

allerbesten Wege, sich in

der Profiliga zu etablieren.

Erst 2011 gegründet,

begeistern die Jungs

bisher hauptsächlich in

Deutschland

und der Schweiz.

Ihr Sound, der irgendwo

zwischen AC/DC,

Südstaatenrock und

NWOBHM liegt,

lässt Hardrock-Fans jeder

Altersklasse voll

auf ihre Kosten kommen.

MM: Gab es auch negative Erfahrungen in

der Vergangenheit?

RAZZMATTAZZ: Es gibt schon extrem viele

Schwätzer in der Branche. Du meine Güte. Was

die angeblich alles können und für dich machen

werden, wenn du ihnen Geld zahlst … Un fass bar.

Was auch eine große Herausforderung ist,

mit größeren Bookern zu arbeiten, die entsprechende

Kontakte für Festival-Slots hätten, die

aber nicht an der Entwicklung einer neuen Band

interessiert sind. Weil das erst mal kein Cash

bringt. Das ist teils recht ernüchternd. Und

extrem kurzsichtig, zumal es keinen großen Auf -

wand bedeuten würde, eine neue Band noch

ins Package bei Veranstaltern reinzupacken.

Wenn ich aber heute keine neue Band aufbaue,

habe ich morgen auch keinen Act, der bekannt

ist. Und immerhin werden, zumindest in unserem

Genre, einige bekannte und beliebte Bands

in wenigen Jahren nicht mehr existieren, weil sie

aus Altersgründen aufhören oder die Musiker

sterben.

MM: Was möchtet ihr als Band noch erreichen?

RAZZMATTAZZ: Wir wollen Clubs mit um die

250 – 300 Mann füllen, egal wo wir spielen und

jährlich auf Festivals präsent sein. Das war

schon immer unser Ziel und das bleibt auch so.

Dafür arbeiten wir. Wenn da zufällig noch was

oben drauf käme, wäre das erfreulich.

MM: Sucht ihr noch Unterstützung und wenn

ja welche?

RAZZMATTAZZ: Wir suchen einen Booker, der

uns hilft, uns auch auf Festivals zu bringen und

mit dem wir eine langfristige Zusammenarbeit

RAZZMATTAZZ SIND:

TOM SCHAUPP – vocals, guitar

WOLLE HEIECK – guitar

PU PETER UZIK – bass

ULF S. GOKELER – drums

haben. Und wir sind loyal. Never change a winning

team. Das würde auch für unseren Booker

gelten! Kontaktet uns.

MM: Möchtet ihr zum Schluss noch etwas

loswerden?

RAZZMATTAZZ: Habt Ihr Kontakte zu Clubs, in

denen Razzmattazz abliefern sollen? Kontaktet

uns. Habt Ihr Kontakte zu Festivals oder Festen,

bei denen Razzmattazz abliefern sollen? Kon tak -

tet uns. Wollt Ihr guten ass-kickin’ Hard Rock

erleben? Kommt zur Razzmattazz-Show.

»Who kicks your ass? Razzmattazz!«

Web: WWW.RAZZMATTAZZ.COM | IntervIeW: RONJA RABE

fotos: DIRK MÜNZBERG; DIDI TE | fotoquelle: RAZZMATTAZZ

STEILFLUG

„Startbahn Trier-West“

VO: 20. FEBRUAR 2017

WWW.FACEBOOK.COM/

RAZZMATTAZZ.ROCKBAND/

INSTAGRAM:

RAZZMATTAZZOFFICIAL

4/18 | 1/19 musiker Magazin


34 STORIES

CORNY

HELD

Solo, Duo oder mit

Band: Sie singt bereits

seit ihrem vierten

Lebensjahr, und noch

nicht ganz so lange

schreibt sie eigene

Songs. Sie spielt fast

genauso lange mit

anderen Musikern

zusammen, anfangs

Country, später

Folk- und Rock-Musik.

MM: Gesang, Querfloẗe, Gitarre, Keyboard,

Bass – was spielst du am liebsten?

Corny Held: Am liebsten singe ich. das mache

ich auch schon am längsten. Mit Querflöte habe

ich dann angefangen, weil mich Bands mit diesem

Instrument fasziniert haben und ich den Klang

toll finde. Inzwischen ist die akustische Gitarre aber

fast genauso wichtig, die gab es in früheren Bands

nicht, weil ich mich immer eher als Sängerin ge -

sehen habe. Aber als sich dann mal wieder eine

Band auflöste, stellte ich ein Soloprogramm

zusam men und seitdem gehört sie dazu. die

anderen In strumente spiele ich fast nur bei Auf -

nahmen. das mache ich auch gern, aber ich könnte

dazu nicht gleichzeitig singen.

MM: Warum gerade Folkrock?

Corny Held: das ist ein so vielseitiges Genre

mit vielen unterschiedlichen Facetten und grenzenlosen

Ausdrucksmöglichkeiten. Ich habe in

verschiedenen Formationen Irish Folk, rock und

Country gesungen, aber auch in oldie-Bands z.

B. Bob dylan, Jethro Tull, Kate Bush, neil young

usw. gecovert. das war faszinierend und prägt

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 35

»Wenn ich einen Song schreibe und den nach

zehn Jahren wieder spiele und die Stimmung, in der er

entstanden ist, kommt wieder, und er nimmt mich

mit in seine Welt, dann ist das ein erfolgreicher Song.«

wo wir nur eigene Stücke gespielt haben, und

bei delTA QUeen mit oldies hauptsächlich aus

den 70ern. Und seit fast 30 Jahren spiele ich zu -

sammen mit Axel Wagner am Schlagzeug, das

klappt wunderbar und man versteht sich einfach.

das ist wie Magie, das kann nicht entstehen, wenn

man wie andere Bandmitglieder nach ein paar

Monaten wieder aufgibt.

MM: Covert ihr auch?

Corny Held: Können wir, wollen wir aber als

Band nicht mehr so viel; es gibt aber ein paar

Stücke, die wir bei Gigs auf eigene Art interpretieren.

Als duo haben wir neben den eigenkom -

positionen ein breitgefächertes repertoire mit

Highlights aus vier Jahrzehnten und können auf

die meisten Wünsche aus dem Publikum eingehen.

Auf Alben allerdings findet man keine Cover -

versionen. Was wir schon mache, ist, einen alten

Folk-Song neu zu bearbeiten und etwas neues

daraus zu machen, zum Beispiel kann man einen

neuen Text dazu schreiben, einen refrain dazu

machen oder ihn rhythmisch verändern. Manch -

mal gibt es Anfragen, wo sich jemand ein be -

stimmtes lied für eine besondere Gelegenheit

wünscht, und das wäre dann ein Fall für Corny

Held solo – ich sage dann meist zu, auch wenn

ich das lied mal gar nicht kenne. es wird dann

einfach ins repertoire aufgenommen.

MM: Was bedeutet für euch Erfolg?

einen. Allerdings musste es melodisch sein und

Handarbeit. Keltische elemente, akustische Instru -

mente, einflüsse aus traditionellem Folk, gepaart

mit rock-Komponenten wie e-Gitarre, warum

nicht auch heavy, oder drums, manchmal auch

Punk – dinge, von denen manch einer sagt, sie

passen nicht zusammen – hier passt alles doch.

MM: Du trittst sowohl solo als auch mit Band

auf. Was macht das jeweils besonders?

Corny Held: Konzerte mit Band sind vom

Sound her abwechslungsreicher und rockiger,

wenn e-Gitarre, Bass, und Schlagzeug dabei sind.

durch die Fluktuation bei den Bandmitgliedern

gibt es Corny Held aber auch solo oder auch als

duo, weil die Band nicht immer komplett ist.

dabei spiele ich solo eigentlich nur noch kurze

Gigs, zum Beispiel als Intermezzo bei eigentlich

anders gewichteten Veranstaltungen (lesungen,

Vernissagen usw.), bei Hochzeiten oder Beerdi -

gungen oder ähnlichen events, wo es nur um

3 – 4 Songs geht. das ist dann nur die akustische

Gitarre und die Stimme. Als duo können

wir fast alles spielen, was die Band auch spielt,

und noch mehr Titel, die die Band nicht spielt. das

reper toire bietet eigentlich für jede Gelegenheit

was Passendes, und es wird gern für private

Feiern wie besondere Geburtstage oder Weih -

nachts feiern gebucht, weil es auf kleine Bühnen

passt oder sogar in eine ecke und im Allgemeinen

nicht so laut ist wie eine rockband. dabei kommen

meist der Gesang und die Gitarre von mir

und wird durch eine afrikanische Conga begleitet,

die Axel, unser drummer, wie ein Schlagzeug

spielt. So sind wir auch viel in europa als Straßen -

musiker unterwegs gewesen; das sind eigentlich

die besten Kon zerte, weil wirklich nur diejenigen

zuhören, die es auch wirklich wollen, und so eine

tolle harmonische Atmosphäre entsteht.

MM: Wie ist eure derzeitige Bandbeset zung?

Corny Held: leider ist die Band zurzeit nicht

komplett, weil unser letzter Bassist Tommy Müller,

erst 2017 ins ruhrgebiet gezogen, im letzten

Sommer nach einer operation verstorben ist. Wir

vermissen ihn sehr. Und wir versuchen, einen

ersatz zu finden, was nicht so leicht ist. dabei ist

zurzeit wieder Jürgen Grewing an der e-Gitarre,

mit dem ich auch früher schon in verschiedenen

Bands zusammengespielt habe, bei Condor,

Corny Held: In erster linie bedeutet es für

mich, dass ich selbst mit dem ergebnis zufrieden

bin und es dem nahekommt, was ich aus drücken

will. dabei ist es wichtig, unabhängig von dem

druck der Vermarktbarkeit und von Trends zu

sein. erfolg bedeutet nicht, dass man Millionen

verdient und Millionen von Fans oder likes oder

so was hat. das ist nur erfolg des Marketings.

dann müssten wir es sicher anders machen.

Wenn ich einen Song schreibe, den ich aufgrund

eines ereignisses gefunden habe, das ich versuche

zu verarbeiten, und es geht mir hinterher

besser und der Song hat mich positiv beeinflusst,

dann ist das erfolg. Wenn ich einen Song

schreibe und den nach zehn Jahren wieder spiele

und die Stimmung, in der er entstanden ist, kommt

wieder, und er nimmt mich mit in seine Welt,

dann ist das ein erfolgreicher Song. das kann

man nicht in Zahlen messen.

MM: Was zeichnet euren Sound aus?

Corny Held: Wir sind eine Band von lauter

Individuen, die ihre eigenen Vorstellungen einbringen,

und natürlich auch den eigenen Sound.

Jürgen stellt sich zum Beispiel immer, egal bei

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


36 STORIES

»Es geht mir nicht

um Geschichten aus der

Nachbarschaft, wie es in

manchen Zeitungen stand.

Es geht mehr um Gefühle,

Stimmungen, das Leben,

wie es in den Köpfen

der Menschen stattfindet,

Beziehungen, aber nicht

nur zwischen

zwei Personen, sondern

auch zur Umwelt,

zum Rest der Gesellschaft,

zur Natur, zwischen

Fantasie und Realität.«

welchem Amp, seinen eigenen Sound ein. die

Klassik-ovation ist da ein wichtiges element. Auch

wenn sie nicht sofort auffällt, fehlt sie, wenn man

sie weglässt. Sie hat durch die nylonsaiten einen

tollen warmen Klang, den ich noch mit Chorus

intensiviere. der Gesang ist ein weiteres Merkmal.

Ich denke schon, dass man es hört, dass das jetzt

Corny Held ist. das gefällt nicht jedem, ist aber

okay und unverwechselbar.

MM: Wie und wo produziert ihr?

Corny Held: nach den ersten beiden Alben

habe ich mich entschlossen, dass es zu teuer ist,

immer anderswo aufzunehmen, habe angebaut

und ein Studio eingerichtet. das war eine super

Idee, sonst würde es die über 200 produzierten

Songs bestimmt nicht geben, und es werden

ständig mehr. So kann man Ideen sofort umsetzen,

oben bei Axel anrufen und sagen „Komm

runter, spiel mal ein Schlagzeug ein“, und Mixe

tage- und wochenlang abändern, bis man denkt

„so geht es jetzt“. Fertig wird man ja so nie, aber

alles muss auch mal ein ende haben. Aufge nom -

men ist es eigentlich ziemlich schnell, aber dann

mache ich viele verschiedene Abmischungen, die

ich überall höre, und brauche lange, bis ich davon

was ausgesucht habe. Wenn ich mich nicht entscheiden

kann, gibt es auch unterschiedliche Mixe

auf unterschiedlichen Alben. „Spinning“ auf der

gleichnamigen Cd ist zum Beispiel anders als auf

dem Album „Wishes“.

MM: Wie wichtig sind dir die Texte?

Corny Held: die Texte sind schon sehr wichtig.

Zum einen machen die Themen den Text aus.

Texte entstehen in einer bestimmten Zeit. Bezug

zum Zeitgeschehen, zu den jeweiligen Verhält -

nissen, zur Politik, zu Vorurteilen können durchaus

musikalisch reflektiert werden. es geht mir

nicht um Geschichten aus der nachbarschaft,

wie es in manchen Zeitungen stand. es geht mehr

um Gefühle, Stimmungen, das leben, wie es in

den Köpfen der Menschen stattfindet, Beziehun -

gen, aber nicht nur zwischen zwei Personen,

sondern auch zur Umwelt, zum rest der Ge sell -

schaft, zur natur, zwischen Fantasie und realität.

„death of A dream“ ist eine reaktion auf 9/11,

„Misty Meadow“ wendet sich gegen die Hektik

unserer Zeit, und „Snow Queen“ beschreibt, dass

die Menschen oft aus falschem Verständnis heraus

das töten, was sie lieben.

Zum Zweiten ist es die Sprache, die einen Text

ausmacht. die Sprache gibt beispielsweise den

rhythmus des Songs vor. der muss optimalerweise

so wie der Sprachrhythmus sein. Auch die

Melodie ist durch die Sprache nicht mehr beliebig,

sie muss zur Sprachmelodie passen. das finde ich

schon wichtig. Ich mag auch keine verdrehten

Sätze, nur damit es in den Song passt oder dass

es sich reimt oder so was. normale Sprache finde

ich besser. Und der Text sollte auch ohne Musik als

Text Bestand haben, so wie die Musik auch ohne

Text verstanden werden kann.

MM: Singst du in Deutsch oder Englisch?

Corny Held: Ich habe beides gemacht, zu -

nächst nur englisch, weil es einfacher ist. es

klingt von selbst schon musikalisch, hat die richtige

Intonation und den rhythmus für Musik, und

die Message kann wesentlich kürzer als manchmal

in deutsch ausgedrückt werden. Ich habe

einige Songs übersetzt. So ist etwa die deutsche

Version von „Fantasy Fair“ zwei Strophen länger

geworden, sonst hätte nicht alles hineingepasst.

Manche versuche ich noch zu übersetzen, aber

bei „It’s Hard To Be A Fortune Teller“ habe ich es

immer noch nicht hingekriegt. Bei Songs, die

direkt in deutsch entstanden sind, gab es das

Pro blem natürlich nicht.

MM: Wie entstehen die Songs?

Corny Held: es gibt Situationen, da ist der

Song plötzlich da. Man fährt abends nach Hause,

die Straße ist leer (kommt tatsächlich vor!), der

Mond geht vor einem auf und ist riesig und rund

und rötlich und irgendwie lebendig, und dann hat

man plötzlich „Moonrise“. oder es stirbt jemand,

man denkt über das leben nach, und dann entsteht

daraus „death And life Are one“. oder

man begleitet eine Weihnachtsfeier für Flüchtlinge

und findet danach „no More War“, weil man sieht,

dass die Menschen irgendwo anders auf der

Welt die gleichen Gefühle haben wie hier – gute

wie schlechte. oder eine Freundin bekommt nach -

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 37

Corny Held: der wurde mir von einer amerikanischen

Freundin gegeben. Sie hatte meinen

namen erst falsch verstanden und meinte erst,

Corny ist „odd“, das geht nämlich so in richtung

altmodisch, kitschig, schnörkelig. Aber dann fand

sie, das passt irgendwie zu mir. Jedenfalls ist er

einprägsam, warum auch immer, und deswegen

habe ich es dabei belassen.

MM: Welchen Stellenwert hat die Musik in

deinem Leben?

wuchs und man macht lullabies … Manche

Songs entstehen auch durch planloses rumklimpern

auf der Gitarre, andere in Sessions, dann

ergibt sich etwas Brauchbares und wird aufgegriffen

und weiter bearbeitet. daran ist dann die

ganze Band beteiligt. oder es fällt mir aus irgend -

einem Grund etwas ein, vielleicht einfach nur, weil

einer etwas Merkwürdiges gesagt hat. dann

schnappe ich mir die ovation und halte das

schnell fest, wie bei „daydream“, was in 20

Minuten fertig war, nachdem jemand den Satz

„die tun nichts, die träumen nur rum“ rausgehauen

hatte.

Text und Melodie entstehen meist zusammen

und nicht nacheinander. nachdem die Melodie

und die Grundtöne klar sind, schreibe ich sie für

die anderen auf und die Band bringt ihre Ideen

ein, oder ich nehme zuerst Gitarren und Gesang

auf, und dann kommen weitere Spuren dazu,

zunächst Schlagzeug, dann Bass, Solo instru -

mente, Chor usw., manchmal auch von Gast mu -

sikern, die sonst nicht dabei sind. dann wird der

Song so ge probt, wie er aufgenommen wurde,

und dabei so arrangiert, dass man ihn auch mit

vier Mu si kern live spielen kann.

MM: Komponierst du im Hinblick auf be -

stimmte Zielgruppen?

Corny Held: nein, eigentlich geht es immer

mehr oder weniger um mich. Ich versuche, meine

Stimmungen, meine erfahrungen, meine Ge -

danken auszudrücken und denke dabei nicht

daran, was andere gern hören. Wenn es dann

auch dem Publikum gefällt –, meist ist das so –,

dann ist es natürlich schön. Wenn nicht, ist es

auch okay. darum ist das auch keine Popmusik

– obwohl ich zugeben muss, dass ich auch

schon Stimmungslieder geschrieben habe, die

ich aber unter Pseudonym lilli liguster veröffentlicht

habe. Auch das war keine Komposition

für eine Zielgruppe, das war nur ein spontaner

Spaß nach ein paar drinks zu viel. Auch elektronische

Musik zu machen habe ich schon probiert.

Aber das ist ein anderes Pseudonym und

nicht wirklich meins.

MM: Glaubst du, es gibt ein bestimmtes

Frauen image in deinem Bereich?

Corny Held: Frauen sind in der Musikszene

meiner Meinung nach immer noch unterrepräsentiert.

Viele Bands sind Männerbands, und die

wollen eine Sängerin wegen der Anmache. die

muss dann auch entsprechend aussehen und

sich anziehen. Am besten soll die auch nicht älter

sein als 27. Auch wenn man Musiker (genderneutral

gemeint) sucht, kommen da selten Frauen.

Solange Frauenmusik mit Anmache und Aus sehen

mit Qualitaẗ verwechselt wird, haben die Musi ke -

rinnen wahrscheinlich keinen Bock darauf.

MM: Warum der Künstlername Corny?

Corny Held: Musik kommt an erster Stelle.

das heißt nicht, dass es sonst nichts gibt, aber

alles andere ist nicht so wichtig. das war schon

immer so, schon als Kind hat sie mich begleitet,

gepackt, getröstet oder aufgeregt. es war immer

Musik da. Meine oma war Musikerin, mein Vater

hat Klavier und Geige gespielt, eine Tante hat

Klavier unterrichtet, ein onkel war Sänger. Überall

gab es Instrumente, bei jedem Anlass wurde

Musik gemacht. Musik kann so viel: Stimmungen

einfangen, emotionen auslösen oder manipulieren,

gesellschaftliche Strömungen kommentieren, kritisieren,

begeistern, verbinden oder spalten, sie wird

global verstanden und kann zur globalen Ver -

ständigung beitragen. Musik beeinflusst einfach

alles. ein leben ohne Musik kann ich mir nicht

vorstellen.

MM: Was sind deine weiteren Pläne und

Wünsche?

Corny Held: Ich wünsche mir, dass wir einen

Bassisten/Bassistin im ruhrgebiet finden, der/

die zu uns passt. Und ich wünsche mir wieder

ein Management, was wir zurzeit nicht haben.

das ist schon wichtig. Ich habe auch wieder neue

Songs, die dann auf ein neues Album kommen,

wenn die Band wieder komplett ist. Zurzeit produzieren

wir, d. h. Axel und ich, mal wieder ein

Album zu zweit, es wird darauf u. a. auch schottische

Folk-Songs geben. der erste Titel, „Come

By The Hills“, ist schon fertig und übrigens zurzeit

noch bei GooglePlay kostenlos erhältlich, bis

das ganze Album fertig ist.

Ich wünsche mir, dass viele unsere Songs auf

den bekannten Internet-Plattformen hören und

auf ihre Playlisten setzen, wenn sie gefallen. Und

ich wünsche mir viele Festi vals, wo Musik die

Menschen zusammen bringt und verbindet und

es nicht darum geht, wer besser ist und mehr

verkauft.

WeB: WWW.CORNYHELD.COM

InTerVIeW: RONJA RABE

FoToQUelle: CORNY HELD

4/18 | 1/19 musiker Magazin


38 STORIES

SCHAMANISCHES LEBEN

Interview mit Janine Jabs

In unserer eigenen

mitteleuropäischen

schamanischen Kultur und

Tradition gab und

gibt es ein zum Teil über

die Jahrhunderte

stark verdrängtes und

verschüttetes

Erfahrungs-Wissen um die

wirkenden Kräfte in uns

Menschen und in der Welt.

Dieses schafft u.a.

die Grundlage dafür, unser

persönliches

Kräftestrickmuster

zu erkennen,

das eigene, in dieses Leben

mitgebrachte,

individuelle Potenzial

zu entfalten und

zu innerer Zufriedenheit

zu gelangen.

MM: Worin besteht deine Hauptarbeit?

JANINE JABS: Ich sehe mich als Hüterin und Ver -

mittlerin des Wissens um unsere eigenen scha -

manischen und spirituellen Ursprünge in Mittel -

europa.

In Seminaren/Workshops gebe ich vieles von

diesem alten Erfahrungsschatz unserer Vorfah ren

an interessierte Teilnehmer weiter.

Auch begleite ich Menschen, die sich an mich

wenden, in individueller Einzelarbeit. Hier sehe ich

mich als Ratgeberin und Begleiterin.

MM: Warum diese Rückbesinnung auf die

schamanischen Wurzeln?

JANINE JABS: Jede Kultur hat ihre eigene schamanische

Geschichte und ist getragen durch die

Wurzeln und Traditionen, die sie prägt. So haben

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 39

auch wir Europäer jahrtausendealte Verbin dun -

gen, die weit vor die Zeit der Christianisierung und

auch weit vor die Zeit der heute als Kelten und

Germanen bezeichneten Stämme reicht.

Da wir leider weitestgehend den Zugang zu

unseren eigenen Wurzeln verloren haben, ist uns

ein wichtiger Bereich vom (Erfahrungs-)Wissen

unserer Vorfahren, z. B. die Bedeutung und Wir -

kung von Ritualen, die Verbindung zu Natur wesen

und -kräften und die Zugänge in die Anderswelt,

abhandengekommen.

Aus schamanischer Sicht ist dies eine der Ur -

sachen für die gesellschaftlich und im einzelnen

Menschen zunehmend wahrnehmbare Haltlosig -

keit, Sinnleere und Unbeständigkeit.

Deshalb suchen so viele Menschen auch in

ent fernten Ländern nach Ursprünglichkeit und

Spiritualität, die aber genauso bei uns in Mittel -

europa gelebt wurde und die wir tief verborgen

immer noch in uns tragen.

»Ich sehe mich

als Hüterin

und Ver mittlerin des

Wissens um unsere

eigenen scha manischen

und spirituellen

Ursprünge

in Mittel europa.«

Die Verbindung zu unseren eigenen Wurzeln

hat eine um vieles stärkere Kraft und Bedeutung,

als sie es für uns zu anderen Kulturen und Tradi -

tionen haben kann. Das wird besonders auch in

der praktischen Ritualarbeit spürbar.

MM: Was bedeutet Ritualarbeit?

JANINE JABS: In einem Ritual wirken auf verschiedenen

Ebenen Energien, die auf eine magische

Weise gebündelt und so zielführend eingesetzt

werden können.

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit den

Ritualen, die in unserem Kulturkreis traditionell

durchgeführt wurden. Sie machen einen wesentlichen

Bereich meiner Arbeit aus. Die natürlichen

Übergänge im Leben der Menschen und des

Jahreskreises wurden bei unseren Vorfahren rituell

begleitet bzw. gestaltet, z. B. die Geburt, das

Erwachsenwerden, das Sterben.

Neben der Begleitung dieser wichtigen Ereig -

nisse können uns heute auch in Zeiten von Ver -

änderung und Wandlung – nach Trennungen/

Verlusten, in Krisen und bei einem Neubeginn –

Rituale dabei unterstützen, Halt, Kraft und Klar -

heit in unserem Leben zu finden.

MM: Welche Vorteile bietet deine Schwan ger -

schafts- und Geburtsbegleitung?

JANINE JABS: Ich habe mich über viele Jahre

intensiv mit der heutigen Geburtshilfe beschäftigt

und ebenso auch mit dem alten Wissen der vorchristlichen

Priesterinnen und weisen Frauen, die

ursprünglich für diesen von sehr weiblicher Kraft

geprägten Fachbereich zuständig waren.

Die Geburt war ein Sinnbild der Initiation für die

Frau in ihre weibliche Kraft, wie auch für das Kind

ins Leben, die auch hierzulande in früheren Zeiten

mit unterstützenden Ritualen begleitet wurde.

Die Tendenz geht heute immer mehr zur technisierten

Geburtsmedizin mit einer steigenden

Rate von über 90 % medizinischer Eingriffe unter

den Geburten, bei über 30 % Kaiserschnittrate.

Eine behütete Zeit der Schwangerschaft und

eine natürliche, möglichst von Außeneinwirkung

freie Geburt haben aber wesentliche und auch

langfristige Auswirkungen auf das körperliche,

geistige und seelische Wohlbefinden des Neu ge -

borenen und ebenso das der Mutter.

Meine Arbeit liegt hier vorrangig in der Wissens -

vermittlung sowie in der Stärkung des Urver -

trauens der Frau in ihre eigene weibliche Kraft und

natürliche Gebärfähigkeit. Zudem kann ich durch

Rituale während der Schwangerschaft und Ge -

burt, begleitend neben der Hebamme, unterstützend

wirken.

MM: Was bedeutet Heilung für dich?

JANINE JABS: Heil sein bedeutet für mich ein

Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele.

Im Schamanischen hat jede Erkrankung im

unterschiedlichen Maße immer auch eine geistige

und seelische Komponente, und es ist wichtig,

allen drei Ebenen Beachtung zu schenken.

Ursprünglich waren in vorchristlichen Zeiten für

viele seelische Bereiche die Priester/-innen zu -

ständig. Das Thema Heilung beschäftigt mich seit

vielen Jahren und fließt heute in alle Bereiche

meiner Tätigkeit mehr oder weniger mit ein. Für

mich sehe ich einen wesentlichen Sinn meines

Lebens darin, auf meine Weise zur Heilung der

Menschheit und der Welt beizutragen. Dies ist

mein Bestreben, das mich bereits seit meiner

Kindheit stark geprägt und angetrieben hat.

MM: Du schreibst selber Songs. Wie war dein

musikalischer Werdegang?

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


40 STORIES

»Ritualmusik dient einem

ganz eigenen Zweck,

z. B. um einen bestimmten

Raum öffnen und

halten zu können, in dem

etwas möglich und

spürbar wird, das unserer

alltäglichen

Wahr nehmung sonst

nicht zugänglich wäre und

seine Wirkung nicht

entfalten könnte.«

JANINE JABS: Wesentliche Unterschiede zwischen

Kompositionen (mit und ohne Texten) und

Ritualmusik bestehen darin, dass rituelle Musik

im ersten Moment eher gleichförmig und monoton

klingt und durch Rhythmusinstrumente ge -

spielt wird. Zu ihnen zählen z. B. Trommeln und

Rasseln. Es gibt keine Melodien oder Soli, da sie

die Wahrnehmung und den Zustand, die der Klang

auf rituelle Weise entstehen lassen kann, verhindern

würden.

Ritualmusik dient daher einem ganz eigenen

Zweck, z.B. um einen bestimmten Raum öffnen

und halten zu können, in dem etwas möglich und

spürbar wird, das unserer alltäglichen Wahr neh -

mung sonst nicht zugänglich wäre und seine

Wir kung nicht entfalten könnte.

MM: Du baust auch Rahmentrommeln, angelehnt

an eine traditionell mitteleuropäische

Bauweise, rein aus Natur materialien. Was ist

das Besondere an schamanischen Rahmen -

trommeln?

JANINE JABS: Mit elf Jahren habe ich begonnen,

in Eisenach an der Musikschule „Johann Sebastian

Bach“ Gitarrenunterricht zu nehmen, später zu -

sätz lich noch einige Jahre Gesangsunterricht. Ich

hatte nicht damit gerechnet, einmal selber Lieder

zu schreiben.

Als ich 20 war, kam in einer Nacht das erste

Lied zu mir – ich wurde gegen 3 Uhr wach und

schrieb bis 5 Uhr Text und Akkorde auf. Damit war

diese Tür geöffnet. So entstanden in den darauf -

folgenden Jahren viele Lieder, zuerst in Englisch,

dann mehr und mehr mit deutschen Texten.

Meine Inspiration schöpfe ich bis heute aus

meinen eigenen Erfahrungen, der Beobachtung

meines Lebensumfeldes und dem Weltge sche hen

allgemein.

Es berührt mich, mit meiner Musik die Men -

schen besonders auf der Seelenebene anzusprechen

und dadurch etwas in ihnen zum Klingen zu

bringen.

MM: Auch mit ritueller Musik beschäftigst

du dich seit einigen Jahren. Was ist der Un -

terschied zu anderen Kompositionen?

JANINE JABS: Schamanische Rahmentrommeln

werden häufig auch als Schamanentrommeln

be zeichnet. Wie der Name schon sagt, sind diese

aber nur dem Schamanen vorbehalten. Zudem

gibt es grundlegende Unterschiede in der Bau -

weise und den verwendeten Materialien.

Meine schamanischen Rahmentrommeln baue

ich nach den Grundsätzen der Anfertigung ritueller

Gegenstände aus unserem Kulturkreis.

Es kommen keine chemischen oder synthetischen

Materialien zum Einsatz, die heute im

Trom melbau üblicherweise benutzt werden. Alle

Materialien sind natürlichen Ursprungs. Ich verwende

keine schichtverleimten, sondern aus

einem massiven Holzstamm herausgearbeitete

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 41

Rohlinge. Bezogen wird die Trommel mit einer

Tierhaut aus den heimischen Wäldern, die traditionell

nur von Hand vorgearbeitet wird. Die Schnü -

rung aus Naturmaterial ist nachspannbar. Dies

sind Merkmale, durch die sich die Trommel nicht

nur äußerlich, sondern auch in ihrer Kraft und

ihrem Klang deutlich spürbar auszeichnet.

Im schamanischen Rahmentrommelbau-Work -

shop können sich die Teilnehmer unter An leitung

und Begleitung ihre eigene Rahmen trommel selbst

bauen. Dies schafft bereits während des Her stel -

lungsprozesses eine besondere Verbindung zwischen

der Trommel und ihrem Be sitzer. Auf diese

Weise gefertigte Rahmen trom meln eignen sich

besonders gut für Ritual- und Heilarbeit, zum Ein -

tauchen in den Weltenklang und zur Medi ta tion.

Auch als Musikinstrumente entfalten sie ihre ganz

eigene Kraft.

MM: Wie wichtig sind dir Vernetzung, Ge -

meinschaft und Verbundenheit?

JANINE JABS: Nach meinen Erfahrungen gründen

sich Gemeinschaften heute nicht selten, um aus

den gesellschaftlich vorgegebenen Syste men zu

entfliehen, und weniger, weil es eine wirkliche ge -

meinsame Basis und Ausrichtung gibt, in der jeder

in seinen Fähigkeiten und Po ten zialen, die jeder

Mensch in dieses Leben individuell mitbringt, gesehen

und unterstützt wird und gleichzeitig das Mit -

einander und die Ver bundenheit im Fokus steht.

Das zeigt sich in den häufigen Kon flikten, die in vielen

Gemeinschaften auftreten. Hier braucht es viel

Bereitschaft zur Heilarbeit.

Für die Zukunft wünsche ich mir, am Aufbau

einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten mitzuwirken,

in der sich die Individualität mit gegenseitiger

Wertschätzung füreinander und für ein ge -

meinsames Leben entfalten kann.

MM: Was sind deine weiteren musikalischen

Pläne?

JANINE JABS: Ich habe vor, meine Lieder aufzunehmen

und mehr Konzertabende zu veranstalten.

Dafür kann ich mir eine zusätzliche Beglei tung

mit mehreren Gitarren, Klavier, Geige, Cello oder

Kontrabass vorstellen. Gerne würde ich mit anderen

Musikern gemeinsame musikalische Projekte

verwirklichen. Wer daran Interesse hat, kann mit

mir Kontakt aufnehmen.

KoNTAKT:

INFO@SCHAMANISCHES-LEBEN.DE

WEB: WWW.SCHAMANISCHES-LEBEN.DE

WWW.JANINE-JABS.DE

INTERVIEW: RONJA RABE

FoToS: FRANK BACHMANN


42 STORIES

SteilFlug

Deutschsprachige Rockmusik aus Trier

Trier ist als ehemalige nördliche Bastion des

Römischen Reiches die älteste Stadt Deutschlands,

und vergangenheitsbewusst ist auch

Bandkopf Chris Steil. Seine gestandenen Mitmusiker

und er berufen sich seit ihrer Gründung

im Herbst 2011 auf klassischen Hardrock

insbesondere der 1970er und krönen ihn mit Texten,

die vielmehr in der Tradition kluger deutscher

Liedermacher von Niedecken bis Lage stehen,

gleichwohl mit internationalem, zeitlosem Anspruch.

MM: Gerade habt ihr den Deutschen Rock &

Pop Preis als beste Hardrock-Band abgesahnt.

Was bedeutet euch der Preis?

STEILFLUG: Der Preis ist für uns der Wahnsinn,

eine riesige Auszeichnung für uns. Wir haben nicht

damit gerechnet und waren schon megastolz darauf,

überhaupt für die Finalrunde in Siegen no -

miniert worden zu sein. Es war ein äußerst starkes

Teilnehmerfeld, alle hoch professionell, und das

macht den Preis natürlich umso wertvoller. Als

dann Platz 3 und 2 verkündet wurden, habe ich

gedacht, okay, wir sind nicht unter den ersten drei.

Der olympische Gedanke hat sich dann bei mir

eingestellt. Als dann bekanntgegeben wurde, dass

wir Platz 1. sind war die Emotion unbeschreiblich.

MM: Wie war die Veranstaltung für euch?

STEILFLUG: Wir haben uns schon im Vorfeld sehr

wohl und sehr gut betreut gefühlt. Dies hat sich

dann gleich bei unserer Ankunft an der Sieger land -

halle bestätigt. Alles top organisiert und durchdacht.

Von der Betreuung der Musiker bis hin zur

Technik. Alles bärenstark. Die Atmosphäre und die

Stimmung im Publikum waren toll. Während unseres

Auftrittes hatten wir richtig Spaß.

Für uns stand die Veranstaltung auch unter dem

Motto „Come together“. Wir haben viele alte Be -

kannte getroffen und tolle neue Leute kennengelernt.

Wir müssen daher ein großes Dankeschön

an alle aussprechen, die das möglich machen.

MM: Wie ist eure aktuelle Bandbesetzung?

STEILFLUG: Momentan sind wir die Ideal be set -

zung. Michael Schömer am Schlagzeug hat in L.A.

Schlagzeug und Tontechnik studiert, Joma Gitsels

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 43

am Bass ist so ziemlich der bekannteste Rock -

basser in unserer Region und Heiko Wilhelmus

an der Leadgitarre wird nur der Kreisrockminister

genannt. Das sagt alles ... Besser geht es nicht.

Alles erfahrene Rockmusiker, die sich auch außer -

halb der musikalischen Arbeit blendend verstehen.

Wir leben und lieben Rockmusik.

MM: Wie liefen die Aufnahmen zu „Startbahn

Trier West“?

STEILFLUG: Das war zu Beginn etwas holprig.

Als dann unser Technik-Meister Michael Schömer

die Sache in die Hand genommen hat, ging die

Fahrt so richtig ab. Wir haben zunächst alle Auf -

Zeppelin, Deep Purple und viele andere sind

unsere Einflüsse. Lemmy von Motörhead, Rory

Gallagher und Stevie Ray Vaughan gehören dazu.

Teilweise auch die alten Deutschrocksachen der

80er-Jahre. Der frühe Westernhagen oder die

frühen BAP-Nummern. Bei Michael spielt diese

Musik auch eine große Rolle. Er bringt allerdings

auch noch immer etwas Neueres mit. Wir alle

hören gerne Metallica, und Heavy-Metal-Ikonen

wie Slayer und Destruction kommen bei mir auch

noch dazu.

MM: Wie habt ihr euch eigentlich zusammen -

gefunden?

*„Deutscher Hardrock-Preisträger 2018

STEILFLUG: Wir haben in Trier eine gut funktionierende

Musikszene. Man kennt sich. Da bleibt

es nicht aus, dass man auch schon in anderen

Formationen zusammen gespielt hat oder dass

man sich bei Festivals über den Weg läuft und

ein Bier zusammen trinkt. SteilFlug haben bereits

einen guten Ruf, und es besteht eigentlich nur

die Schwierigkeit, alles unter einen Hut zu bringen.

Aber das bekommen wir gut hin.

MM: Was waren eure bisher größten Erfolge?

STEILFLUG: Wir haben bereits einige regionale

Wettbewerbe gewonnen oder vordere Plätze be -

legt. Bei Radio Bob waren wir im letzten Jahr im

Monat April die Newcomer des Monats.

Außerdem haben wir tolle Kritiken in der Fach -

presse erhalten, nachdem unser Album auf dem

Markt war.

Für uns zählt allerdings vielmehr, wie die Re so -

nanz der Leute auf unsere Musik ist. Und da haben

wir uns schon eine tolle Fangemeinde erarbeitet.

Jeder Auftritt und jedes Festival, auf dem wir spielen,

ist für uns ein Erfolg, den wir richtig feiern.

»Jeder Auftritt

und jedes Festival

auf dem wir

spielen ist für uns

ein Erfolg,

den wir richtig

feiern.«

nahmen in Trier gemacht, und dann ging es zum

Feintuning nach Los Angeles, wo Michael saugute

Kontakte hat. Gemischt wurde zunächst im

Studio von Mike Harrison. Das war schon alles

echt stark. Leider mussten wir nach einem Mu si -

ker wechsel die Bass-Spuren neu aufnehmen und

den finalen Mix und das Mastering hat dann

Michael übernommen. Das Ergebnis ist so, wie

wir uns das gewünscht haben.

MM: Warum Hardrock mit deutschen Tex ten?

STEILFLUG: Liegt das nicht auf der Hand? :-)

Ich spreche zwar Französisch und Englisch, aber

Deutsch ist meine Muttersprache, in der ich mich

halt am besten ausdrücken kann.

Deutsch ist eine wunderbare Sprache, wenn

man damit umgehen kann. Die englischen Texte

klingen außerdem irgendwie immer gleich „mind,

blind, find“ usw. Wenn du auch noch Bot schaften

loswerden willst, müssen die Menschen dich verstehen

können. Zudem ist unsere Sprache in der

Rockmusik stark unterrepräsentiert. Im klassischen

Hardrock sowieso.

MM: Wer sind eure Vorbilder und musikalischen

Einflüsse?

MM: Was meint ihr, welchen Stellenwert hat

die Rockmusik aktuell in Deutschland?

STEILFLUG: Rock, gerade die etwas härtere

Gangart bis hin zum Metal, hat in Deutschland

einen immensen Stellenwert. Es gibt da eine riesige

Fangemeinde. Das zeigt nicht zuletzt der

Erfolg von Wacken und der anderen Festivals.

Da ist es umso bedauerlicher, dass die Medien

und auch die großen Labels dies nicht richtig

würdigen. Im Radio und TV läuft immer der gleiche

Einheitsbrei. Schlager, Singer-Songwriter,

Deutschpop und Volksmusik haben natürlich ihre

Berechtigung. Auseinanderhalten kann ich die

be kannten Künstler in den einzelnen Genres aber

nicht. Gerade die Deutschpopwelle. Hier ist alles

gleichgeschaltet, ohne Ecken, Individualität und

Botschaft. Das ist in der Rockmusik anders. Hier

sind noch Typen unterwegs.

MM: Was sind eure weiteren Ziele und was

würdet ihr gern noch erreichen als Band?

STEILFLUG: Zunächst arbeiten wir gerade an

einigen Auftragsarbeiten und stellen in diesem

Jahr unser nächstes Album fertig. Das wird schon

einiges an Zeit beanspruchen. Unser Ziel ist es

natürlich, auf größeren Festivals zu spielen. Wir

wünschen uns selbstverständlich Wacken, Rock

am Ring und die anderen großen Gigs. Unser

Ziel ist es, von der Musik leben zu können. Dabei

geht es nicht um die große Kohle, sondern um

das, was sich wohl jeder wünscht. Wir freuen uns

allerdings auch über viele kleine Auftritte, denn die

machen auch einen riesigen Spaß. – Wir möchten

unsere Botschaft „Keep on rockin“ verbreiten.

WEB: STEILFLUG.INFO

INTERVIEW: RONJA RABE

FoToS: PIRATE PICS

STEILFLUG

„Startbahn Trier-West“

VÖ: 28. OKTOBER 2016

Ein riesiger Erfolg war auch unser erstes Musik -

video zum Gewinnersong „Kein Morgen“.

STEILFLUG: Joma, Heiko und ich sind musikalische

Kinder der wilden 70er-Jahre. AC/DC, Led

STEILFLUG.INFO

4/18 | 1/19 musiker Magazin


44 STORIES

JOHN MAYALL

The Godfather of British Blues (Teil 1)

John Mayall gehört zu den wenigen Veteranen

des Bluesrock, die bis ins hohe Alter ihrer Musik verbunden

geblieben sind und noch regelmäßig auf Tournee gehen.

Allein für 2019 hat der am 29. November 1933

im britischen Macclesfield geborene Mayall aus Anlass

seines 85. Geburtstages in Europa

und in den USA rund 50 Konzerte für sich angesetzt.

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 45

»An Langlebigkeit im

Musikgeschäft

übertrifft Mayall sogar die

Rolling Stones, die

immerhin schon 1962

gegründet worden sind.«

Seit 1965 hat er nicht weniger als knapp 70

offizielle Alben mit einer großen Anzahl von Mu -

sikern herausgebracht. Autorisierte Sampler und

solche, die es nicht sind, gibt es zahllose, dazu

sind über die Jahrzehnte viele legale Live-

Mitschnitte und Bootlegs herausgebracht worden,

nicht selten aus Mayalls eigenem Fundus

von Konzert-Aufzeichnungen – ein Dschungel,

in dem man durch Veröffentlichungen unter

ganz verschiedenen Titeln schnell aufs Glatteis

geführt wird. Für Februar 2019 hat Mayalls ak -

tuelles Label Forty Below Records bereits sein

nächstes Album Nobody Told Me angekündigt.

Mayalls Einfluss auf die Rockmusik kann

wahrscheinlich nicht hoch genug eingeschätzt

werden, seine Bedeutung steht kaum hinter

der der Bedeutung der Rolling Stones zurück.

Seine Bands brachten Musiker hervor, die international

bekannt wurden. Etwas gehässig heißt

es von ihm, seine Bands immer dann aufgelöst

zu haben, wenn seine Mitstreiter besser als

er gespielt hätten. Sein zeitweiliger Drummer

Keef Hartley sagte sogar, niemand werde auf

die Idee kommen, Mayall in eine Band aufzunehmen.

Andere sehen in Mayall nicht mehr als

einen musikalischen Katalysator. Allerdings

haben Musiker wie Canned Heat, Rod Stewart

und Bo Diddley (und ja, auch Peter Maffay) ihn

gern als Gastmusiker gesehen, weil er unverwechselbare

Musik beiträgt. Er hat überdies an

diversen Festivals teilgenommen (zum Beispiel

1993 am Festival international de jazz de

Montreal) und versteht es bis heute, gute,

spannende Songs zu schreiben, zu arrangieren

und zu interpretieren. Sein aufs Erste vielleicht

etwas eintönig klingender Gesang ist nicht

weniger als Mayalls Markenzeichen, der sich

exakt in seinen Musikstil und die Songs einfügt.

Mayall baut und gestaltet seine Gitarren

selbst (wie er auch seine Kleidung entwirft), darunter

eine neunsaitige Gitarre. Ein bedeutender

Gitarrist ist er jedoch nicht, dafür aber ein

beachtlicher Keyboarder und ein vorzüglicher

Blues-Mundharmonika-Spieler. Von diesem In -

strument trug er früher bei seinen Auftritten nach

Tonlagen geordnet mehrere Exemplare in einer

Art Patronengürtel. Ganz besonders aber hat

Mayall einen Blick für talentierte, herausragende

Musiker, die er in seine Bands integrierte und

mit ihnen als begnadeter Performer spannend

zum Erlebnis machte. Die negativ-zurückhaltenden

Einschätzungen werden daher weder dem

Musiker Mayall noch seiner Wirkung gerecht.

Sein Vater begeisterte sich für Jazz, hatte viele

Schallplatten und spielte Gitarre. Das häusliche

Umfeld animierte den Junior, sich selbst das

Spielen von Gitarre, Klavier und Mund har monika

beizubringen. 1950 formierte er sein erstes

Blues trio. Mayalls Teilnahme am Koreakrieg von

1952 bis 1955 legte seine junge Musikerkarriere

zeitweilig auf Eis. Nach der Rückkehr ins Privat -

leben begann Mayall ein Kunststudium und widmete

sich wieder der Musik. 1957 gründete er

die Bluesband Powerhouse Four, die er 1962

durch The Blues Syndicate ablöste. Schon in

dieser Zeit war sein Drummer Hughie Flint, der

mit Pausen vergleichsweise längere Zeit bei

Mayall blieb und später einer Reihe be kannter

Blues-Formationen angehören sollte. 2000

brachte Mayall auf seinem eigenen Label

Private Stash aus den Jahren 1957 und 1962

die CD „Time Capsule“ mit Live-Aufnahmen heraus,

die einen guten Einblick in die Musik der

damaligen Bands geben; an die Tonqualität darf

man in Anbetracht der Entstehungszeit technisch

keine hohen Anforderungen stellen. Sie

zeigen, dass Mayall sich während des Rock-

‘n’-Roll- und Beat-Booms dem afro-amerikanischen

Blues widmete und begann, ihm eigene

Impulse zu geben.

Zwei andere Gründungsväter des British

Blues inspirierten damals Mayall: der Blues-

Mundharmonika-Spieler/Gitarrist/Sänger und

Blues-Purist Cyril Davis, der 1964 im Alter von

nur 32 Jahren an Leukämie starb, und der

ungleich aktivere und populärere Alexis Korner.

Der 1928 geborene Korner zog mit seiner Band

Blues Incorparated das Publikum in die Clubs,

seine Vorgruppen waren damals die Rolling

Stones und die Yardbirds vor ihrem Durchbruch.

Den Rolling Stones ebnete Korner gewissermaßen

den Weg und war später an der Grün -

dung der britischen Bluesrock-Band Free be -

teiligt. Anfangs suchte Stones-Frontmann Mick

Jagger geradezu Korners Nähe. Korner wurde

als „a founding father of British Blues“ bezeich-

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


46 STORIES

net. Als ihm 1962 Mayalls Blues Syndicate mit

dem späteren Fleetwood-Mac-Bassisten John

McVie auffiel, ermutigte er Mayall zu Auftritten in

London. 1963 spielte Mayall unter dem Namen

John Mayall and the Bluesbreakers im berühmten

Marquee Club, der damals dem 1930 geborenen

und heute noch auftretenden Jazz-

Posaunisten Chris Barber gehörte. Barber nahm

seinerseits in der Anfangszeit des britischen

Blues eine wichtige Rolle ein, sodass man ihn

durchaus zu den „founding fathers“ des britischen

Blues zählen kann. Wäre Korner nicht

schon Anfang 1984 verstorben, wäre er wohl

auch ein An wärter auf „Godfather of the British

Blues“ ge wesen. Denn in Korners Bands spielten

ebenfalls Rockmusiker, die heute Weltstars

der Rock musik sind.

Im Mai 1964 erschien die erste Single der

Bluesbreakers „Crawling Up A Hill/Mr. James“,

die weitgehend unbeachtet blieb. Damals be -

stand die Band aus Mayall, McVie, Bernie

Watson (Gitarre) und Marvin Hart (Drums).

Watson wurde bald durch den versierten

Nachfolger Roger Dean ersetzt und Hart durch

Hughie Flint. In dieser neuen Besetzung wurde

Dezember 1964 die erste Bluesbreakers-LP

„John Mayall Plays John Mayall“ live in dem

West Hampsteader Klub Klooks Kleek unweit

der Decca-Aufnahmestudios aufgezeichnet.

Korner steuerte die Liner Notes für das Album

bei, das bei dem Label Decca erschien, bei dem

Mayall für die nächsten Jahre unter Vertrag

stand. Mayall und seine Band waren mit ihrer

Mischung aus Mayall-Songs und gecoverten

»Seine Bands brachten

Musiker hervor,

die international bekannt

wurden.

Etwas gehässig heißt es

von ihm, seine Bands

immer dann aufgelöst zu

haben, wenn seine

Mitstreiter besser als er

gespielt hätten.«

Songs solcher Blues-Größen wie Sonny Boy

Williamson und John Lee Hooker eine Attrak tion.

Das brachte den Bluesbreakers im Frühjahr

1964 das Engagement als Begleitband für John

Lee Hookers Tour durch britische Clubs ein.

Hooker gilt heute als eine der Blues-Ikonen

schlechthin. Die dreiwöchige Tournee des Blues -

musikers T-Bone Walkers durch Großbritannien

im März 1965 unterstützten die Bluesbreakers

ebenso. Walker war bekannt für seine ungewöhnlichen

Live-Auftritte, sein Song „Stormy

Monday“ aus dem Jahr 1947 ist bis heute einer

der Blues-Klassiker schlechthin und von großer

Bedeutung für die Bluesrock-Gitarre.

Gitarrist Dean war bald kein Bluesbreaker mehr

und ist damit ein frühes Beispiel für den häufigen

Musiker-Wechsel bei Mayall. Gegen Ende der

Walker-Tournee wollte Mayall den Yardbirds-

Gitarristen Eric Clapton als Ersatz für Dean ge -

winnen. Nach einigem Zögern schloss Clapton

sich den Bluesbreakers im April 1965 aus seiner

Vorliebe für den Blues an. Mitte August des

Jahres erschien mit Clapton die Bluesbreakers-

Single „I’m Your Witchdoctor/ Telephone Blues“.

Aber schon im Herbst verabschiedete er sich,

um mit The Glands an einer „Welttour des Blues“

teilzunehmen. Nachdem der Start in Griechen -

land kläglich gescheitert war, kehrte Clapton im

November 1965 reumütig zu Mayall zurück. Mit

ihm wurde das bahnbrechende Beano-Album

„Bluesbreakers. John Mayall With Eric Clapton“

aufgenommen, das mit innovativer Gitarren tech -

nik, fabelhaftem Gitarrenspiel und ausgezeichneten

Songs weg weisend für den Bluesrock und

den im folgenden Jahr aufkommenden britischen

Blues-Boom war: ein Klassiker, der sich

ausgezeichnet verkaufte und bis heute nichts

an Frische verloren hat.

Noch bevor das Beano-Album Ende Juli 1966

auf den Markt kam, stieg Clapton endgültig bei

Mayall aus. Der Drummer Ginger Baker, der

Bassist Jack Bruce, kurzzeitig auch ein Blues -

breakers-Mitglied, und Clapton gründeten

Cream, die als erste Supergruppe des Blues -

rocks Musikgeschichte schrieb. 1977 war

Mayalls LP „Primal Solos“ erhältlich, unter anderem

mit Live-Aufnahmen von 1966, auf denen

Bruce und Clapton gemeinsam zu hören sind.

Claptons Nachfolger wurde Peter Green, der für

Clapton bereits während dessen Griechenland-

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 47

Abenteuers eingesprungen war. Green erwies

sich ebenso als Ausnahmegitarrist, mit dem im

Herbst 1966 die dritte Bluesbreakers-LP „A

Hard Road“ entstand. An Originalität und

Spannung stand sie dem Vorgänger-Album in

nichts nach. Erfreulicherweise veröffentliche

Mayall 2015 und 2016 bei Forty Below

Records zwei CDs mit Tonbandmitschnitten

eines Fans aus der Zeit mit Green, die trotz der

eingeschränkten Aufnahmequalität zeigen,

warum diese Bluesbreakers-Formation ein

Publikumsmagnet war. Ebenfalls in dieser Zeit

entstand mit dem damals berühmten Bluesharp-

Spieler Paul Butterfield die EP „John Mayall’s

Bluesbreaker With Paul Butterfield“, die mittlerweile

zum Bonusmaterial der wiederveröffentlichten

CD „A Hard Road“ gehört. Im Juni

1967 verließ auch Green Mayall und gründete

die legendäre Bluesband Peter Greens Fleet -

wood Mac mit McVie und Mick Fleetwood.

Gleichsam aus dem Stegreif konnte Mayall

als Ersatz den jungen Gitarristen Mick Taylor

gewinnen. Dieser hatte sich 1966 angeboten,

bei einem Live-Auftritt auszuhelfen, als Clapton

zu diesem nicht erscheinen konnte. Taylor

überzeugte Mayall mit seiner Gitarrentechnik

und musikalischen Reife. Somit war Taylor

Mayalls erste Wahl. Mit ihm entstand ein weiteres

herausragendes Album, das im Oktober

1967 als „Crusade“ erschien und Taylors Licht

scheinen lässt. Im häufigen Wechsel der Band -

mitglieder bei Mayall blieb Taylor eher eine

Konstante. Er spielte bei den Live-Aufnahmen

der beiden LPs „Diary Of A Band“ Volume 1 und

»Die Beständigkeit bei

den Bluesbreakers blieb

der Wechsel. Unverdrossen

reorganisierte Mayall

mit Taylor seine Band, die

nun für viele Jahre nicht

mehr Bluesbreakers hieß,

weil Mayall künftig

nur noch seinen Namen

allein verwendete.«

2 die Lead-Gitarre. Als die Alben 1968 auf den

Markt kamen, war Mayall jedoch praktisch auf

sich selbst gestellt. Doch auch als Einzel -

kämpfer, der fast alle Instrumente selbst spielte,

gelang Mayall mit „The Blues Alone“ 1967 ein

faszinierendes Album mit ge lungenen Kom po -

sitionen. Mayalls nächster Schritt nahm sich

wahr haft progressiv aus. Mit glieder der nun

wieder kopfzahlmäßig umfangreichen Band

waren unter anderem Taylor als Lead-Gitarrist,

der Saxophonist Heckstall-Smith, der Drummer

John Hiseman – beide von der Graham Bond

Organization gekommen – und der Bassist Tony

Reeves. Mit ihnen entstand 1968 das Bluesrock-

Jazz-Album „Bares Wires“ mit der Bare Wires

Suite im Zentrum, Mayalls erster LP-Erfolg in

den USA. Die Beständigkeit bei den Blues -

breakers blieb der Wechsel. Denn schon bald

gründeten Heckstall-Smith, Hiseman und

Reeves mit dem Keyboarder Dave Greeslade

und dem Gitarristen James Litherland die

Jazzrock-Band Colosseum, die bis zu ihrer

Auflösung im Jahr 1971 enorme Erfolge feiern

konnte. Unverdrossen reorganisierte Mayall mit

Taylor seine Band, die nun für viele Jahre nicht

mehr Bluesbreakers hieß, weil Mayall künftig

nur noch seinen Namen allein verwendete. 1968

ließ er als zweite LP innerhalb eines Jahres sein

herausragendes Album „Blues From Laurel

Canyon“ folgen, in dem er seine Eindrücke

während seines US-Aufent haltes schildert, die

dazu führten, dass Mayall schon bald in den

kalifornischen Laurel Canyon übersiedelte. Dort

hatte er die damals populäre Bluesband Canned

Heat kennengelernt und im November für deren

Parthongenesis-Zyklus der Doppel-LP „Living

The Blues“ den Sänger Bob Hite kom petent

am Piano begleitet. Auf „Blues From Laurel

Canyon“ spielt ein letztes Mal Peter Green

die Lead-Gitarre des Stücks „The Bear“. Darin

geht es um Hite und Canned Heat.

Danach endeten Mayalls Vertrag mit Decca

und für viele Jahre seine Zusammen arbeit mit

Taylor. Dessen Fähigkeiten hatten die Rolling

Stones aufhorchen lassen, die ihren Gitarristen

Brian Jones ersetzen mussten. Taylor blieb bis

1974 bei den Stones. Decca veröffentlichte eine

Reihe von Mayall-Samplern („So Many Roads“,

„Looking Back“ – in mehreren Versionen –

und „Thru The Years“) mit Singles-Tracks und

Session-Outtakes, die bislang nicht auf Alben

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


48 STORIES

erschienen waren, Jahr zehnte später außerdem

mehrere Mayall-Live-Alben. Im Zeitalter der CD

wurden außerdem die Mayall-Decca-LPs mit

meist reichhaltigem Bonusmaterial wiederveröffentlicht.

Man kann aus dem Vollen schöpfen!

Mayall hatte zwischenzeitlich beim Label

Polydor unterschrieben und brachte zum

Neustart 1969 die spannende Live-LP mit dem

passenden Titel „The Turning Point“ heraus.

Das Album ist ein Meilenstein in Mayalls

Karriere. Sein Titel traf auch in anderer Hinsicht

zu. Mayall lebte mittlerweile in den USA, und

das Album war ohne Schlagzeug aufgenommen

worden. Die Band setzte sich aus Mayall,

dem Akustik-Gitarristen John Mark, dem

Bassisten Steve Thompson, der schon an

„Blues From Laurel Canyon“ mitgewirkt hatte,

und dem Bläser Johnny Almond zusammen.

Mit dem Stück „Room To Move“ gelang dem

Blues-Musiker sogar ein Hit, bei dem Mayall

insbesondere mit mundgemachter Percussion

brilliert. „Room To Move“ wurde zu einem der

am häufigsten gespielten Stücke von Mayalls

Kon zerten. 1969 wurde überdies die 24-minütige

Dokumentation „The Turning Point“ gedreht,

die 2003 bei Eagle Vision gemeinsam mit Peter

Gibsons BBC-Dokumentation „The Godfather

of the British Blues“ aus demselben Jahr über

Mayall anlässlich seines 70. Geburtstages auf

einer insgesamt sehenswerten DVD erschien.

Vor allem „The Turning Point“ bietet als das

wohl erste bekannte „rockumentary“ trotz seiner

Kürze hochinteressante Einblicke in die Zeit

der Rockmusik der ausgehenden 1960er-Jahre.

Selbst Peter Green, von dem nur sehr wenig

zeit genössische Filmaufnahmen überliefert sind,

gibt ein kurzes Statement ab. Delta Entertain -

ment verwertete das „rockumentary“ unter dem

Titel „Bits and Pieces“ about John Mayall 2006

mit etwa 15 Minuten neueren Interviews versehen

noch einmal und legte eine CD mit Mayall-

Stücken bei. Interessant sind schließlich einige

Live-Aufnahmen von Mayalls „Turning-Point“-

Band von 1970. Sie sind in mäßiger Bildqualität

gemeinsam mit anderen Live-Aufzeichnungen,

vorwiegend aus dem Jahr 2010, von XXL Media

als Sweet Little Angel/Live On Stage 2012 auf

den Markt geworfen worden.

Bei Polydor legte Mayall bis 1977 insgesamt

neun Alben vor. Auf dem „Turning-Point“-Nach-

folger „Empty Rooms“ war 1969 als Gast -

musiker der bei Canned Heat ausgeschiedene

Larry Taylor dabei. „Empty Rooms“ bescherte

Mayall mit „Don’t Waste My Time“ einen weiteren,

aber kleineren Hit und markierte im Übrigen

eine weitere Abkehr von den Decca-Tagen der

Bluesbreakers. Rockelemente traten zurück. Die

einfacher gewordene Musik bediente erst recht

nicht den Mainstream und zog die Platten -

käufer nicht wie gewohnt an. An den Erfolg von

„The Turning Point“ konnte „Empty Rooms“

nicht anknüpfen. Auch die hervorragende LP

„USA Union“ von 1970 entstand ohne Drummer,

wieder mit Larry Taylor und außerdem dem

Canned-Heat-Gitarristen Harvey Mandel und

dem Jazz-Geiger Don „Sugarcane“ Harris. „Back

»Mayall brachte

zum Neustart 1969

die spannende Live-LP

mit dem passenden

Titel „The Turning Point“

heraus. Das Album ist

ein Meilenstein in Mayalls

Karriere. Sein Titel traf

auch in anderer Hinsicht

zu. Mayall lebte

mittlerweile in den USA,

und das Album war

ohne Schlagzeug

aufgenommen worden.«

To The Roots“ hieß es 1971 mit dem guten, rokkigen

Doppelalbum und guten Stück. Das

Schlag zeug hatte wieder Einzug gehalten.

Neben dem Ensemble von „The Turning Point“

hatte Mayall sowohl die Drummer Keef Harley

und Paul Lagos als auch seine beiden ehemaligen

Star-Gitarristen Clapton und Mick Taylor

für das Projekt gewinnen können. Die hochgesteckten

Hoffnungen auf die Rückkehr zu den

musiker Magazin 4/18 | 1/19


STORIES 49

Erfolgen der 1960er-Jahre erfüllten sich indessen nicht. Das

Interesse am Blues begann langsam abzuklingen, was auch

anderen Bands wie Canned Heat zu schaffen machte. Mayalls

Stern sank langsam, aber stetig. 1971 folgte die LP „Memories“,

wieder ohne Drummer, der aber ab der leben digen LP „Jazz

Blues Fusion“ von 1972, deren Titel Pro gramm ist, regelmäßig

dabei sein sollte. Die Riege von Mayalls Musikern lässt sich

sehen. Neben dem Bassisten Taylor sind so bemerkenswerte

Musiker wie der Trom peter Blue Mitchell und der Gitarrist Freddy

Robinson dabei, Mayalls musikalische Weg gefährten auch auf

den hörenswerten Alben „Moving On“ und „Ten Years Are Gone“,

beide aus dem Jahr 1973. Beide haben musikalisch Einiges zu

bieten, dennoch blieben gute Ver kaufs zahlen aus. Mit „The

Latest Edition“ aus dem Jahr 1974 lief Mayalls Polydor-Vertrag

aus. Bis dahin hatte Mayall in den Jahren 1972 bis 1974 als

Mundharmonika-Spieler in Blue Mitchells Band mitgewirkt. Die

Aufnahmen er schienen erst 1983 als „Casa Blues“ unter Mayalls

Namen mit dem Hin weis „featuring Blue Mitchell“. „Casa Blues“

lohnt sich, aber mit Mayalls gewohntem Blues bringt man diese

Musik weniger in Ver bin dung. Treffend heißt die Wieder ver öf -

fent lichung der Stücke 2017 auf CD denn auch „Blues’ Blues“.

Über Mayalls Schaf fens periode bei Decca und Polydor liegt

das empfehlenswerte 4-CD-Set „So Many Roads. An Antho -

logy 1964 – 1975“ von Universal Label UMC vor, das in Zusam -

men arbeit von Decca und Polydor entstand und einen guten

Über blick gewährt.

Ready to go

NAchste FolGe: JOHN MAYALL – THE GODFATHER OF

BRITISH BLUES (TEIL 2)

WeB: WWW.JOHNMAYALL.COM

text: NORBERT APING

Fotoquelle: JOHN MAYALL

GrAFik: © KISHIVAN / FOTOLIA.COM

DR. NORBERT APING

Geboren 1952, Buchautor und Direktor

des Amtsgerichts a. D. in Buxtehude.

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50 MUSIK & RECHT

Das Urheberrecht bei Musik –

WER IST INHABER EINER MELODIE?

Musik begleitet viele Menschen in ihrem täglichen

Leben. So werden jeden Tag Lieder

auf Radiosendern gespielt, für die Werbung

verwendet oder als CD verkauft.

Demnach kann eine gute Melodie mehrere Millionen

Euro wert sein und zu großem Erfolg führen.

Davon profitiert laut Urheberrecht vor allem der

Urheber, also der Schöpfer einer Melodie.

Wann Musik unter das Urheberrecht fällt und wer als

Inhaber einer Melodie gilt,

klärt der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

auf seinem kostenlosen Ratgeberportal.

Zu den Werken, welche durch das Urheber recht

geschützt werden, zählen neben Büchern, Bildern,

Fotografien oder Computerprogrammen auch

Wer ke der Musik, wenn diese eine persönlich geis -

tige Schöpfung darstellen. Ist das der Fall, sieht der

§2 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) diese als

geschützte Werke der Literatur, Wissenschaft

und Kunst an. Dabei ist es egal, ob die Melodie

durch Gesang, Instrumente oder Natur- und Tier -

ge räusche erzeugt wird. Zudem muss die Melodie

nicht als Schriftstück vorliegen, weshalb Noten -

blät ter ebenfalls unerheblich sind. Damit das Werk

wahrgenommen und urheberrechtlich geschützt

werden kann, reicht eine musikalische Vorfüh rung

aus. Auf einem Medium muss das Stück hingegen

nicht festgehalten sein.

Durch das Urheberrecht soll nicht nur das mu -

sikalische Werk, sondern auch dessen Schöpfer,

also der Urheber, geschützt werden. Ihm wird

musiker Magazin 4/18 | 1/19


MUSIK & RECHT 51

ÜBER DEN BERUFSVERBAND

DER RECHTSJOURNALISTEN E.V.

Der BvdR. e.V. ist der Zusammenschluss

von Rechtsjournalisten und Rechtsan wälten

aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu

verschiedensten Themen auf den Portalen

arbeitsvertrag.org, abmahnung.org, scheidung.org

und rechtsanwaltsfach angestell -

te.org veröffentlichen.

Der Verband wurde im August 2015 von

dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins

Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es,

um fassende Informationsportale zu schaffen,

auf denen sich interessierte Bürgerinnen und

Bürger über sämtliche relevanten Rechts -

bereiche in Deutschland informieren können.

Zudem wird ein deutschlandweites Anwalts -

verzeichnis aufgebaut und gepflegt. Der

Ver band sieht sich an dieser Stelle ausschließlich

als Informationsplattform und

bietet daher keine Rechtsberatung an.

laut Urheberrecht eine angemessene finanzielle

Vergütung für die Nutzung seines Werkes durch

verschiedene Rechte zugesichert. Hierzu gehört

das Verwertungs-, das Nutzungs- sowie das Ur -

heberpersönlichkeitsrecht.

Meist handelt es sich bei den Urhebern eines

musikalischen Werkes um Komponisten. Dieser

hat demnach die Verwertungsrechte inne und

darf allein darüber entscheiden, wann und von

wem seine Melodie genutzt wird.

Erst wenn der Kom po nist eine Genehmigung

ausstellt, dürfen Platten firmen, Radiosender, Ver -

lage oder Privat per sonen seine Schöpfung nutzen

und öffentlich spielen. Überlässt er Dritten die Nut -

zungsrechte, dürfen diese das Werk auf Ver an stal -

tungen spielen, es als Tonträger verkaufen oder

es für einen Werbe spot nutzen.

In Deutschland gilt das Urheberrecht bis zu 70

Jahre nach dem Tod des Urhebers, wodurch es

automatisch auf die Erben übergeht. Erst nach

Ablauf der 70 Jahre kann das Werk frei genutzt

werden. Durch das Urheberpersönlichkeitsrecht

wird also die juristische Beziehung zwischen dem

Schöpfer und seinem Werk gesichert.

Dem Urheber steht auch das Recht zu, eine

Entstellung seines Werkes zu verhindern. Viele

Menschen fragen sich daher, ob es sich bei einem

Coversong um eine Urheberrechtsverletzung handelt.

Da es sich bei einem Coversong um die Ein -

spielung eines Musikstücks handelt, dieses aber

nicht verändert, also weder der Text noch die

Melodie bearbeitet wird, findet zunächst keine

Entstellung des Werkes statt. Dennoch müssen

auch für einen Coversong die Rechte bei der

GEMA erworben und Lizenzgebühren bezahlt

wer den.

Die Zustimmung eines Urhebers wird erst dann

benötigt, wenn eine Bearbeitung des Textes und

der Melodie stattfindet. Stimmt dieser zu, wird

ein Lizenzvertrag mit verschiedenen Regelungen

aufgesetzt. Andernfalls darf das Werk nicht bearbeitet

werden, ansonsten liegt eine Ur he ber rechts -

verletzung vor. Diese erfolgt auch, wenn das Werk

ohne Wissen und ohne Zustim mung des Urhebers

veröffentlicht, verbreitet oder verwertet wird. In

einem solchen Fall kann der Kom ponist auf juris -

ti schem, auf zivil- oder strafrechtlichem Weg

gegen den Rechtsverletzenden vorgehen. Den

wohl häufigsten juristisch eingeleiteten Schritt

stellt die Abmahnung dar.

Bei der Abmahnung fordert der Geschädigte

den Rechtsverletzenden dazu auf, seine Taten zu

unterlassen. Zudem kann er verschiedene An -

sprüche, wie den auf Unterlassung, Auskunft oder

Schadensersatz, geltend machen. Wird auf die

Abmahnung nicht reagiert oder sieht der Betrof -

fene sein Fehlverhalten nicht ein, folgt im nächs -

ten Schritt ein Gerichtsverfahren. Dabei wird der

Sachverhalt durch einige Sachverständige genau -

es tens geprüft. Da ein solcher Prozess jedoch sehr

hohe Kosten verursacht und viel Zeit beansprucht,

sollten sich beide Parteien darum be mühen, die

Rechtsverletzung über eine Abmahnung zu klären.

Kommt es dennoch aufgrund von geklauter

Musik zu Rechtsstreitigkeiten, muss der Urheber

Beweise dafür liefern, dass es sich um eine eigene

Komposition handelt und wie bzw. wann

diese entstanden ist. Der Urheber hat also eine

Beweispflicht inne. Möglichkeiten zur Beweis -

sicherung sind:

■ die Aussage von Zeugen

■ ein an sich selbst adressierter Brief

■ die Verwahrung bei einem Rechtsanwalt oder

Notar

WEITERE INFoRMATIoNEN ZUM THEMA

„URHE BER RECHT BEI MUSIK“ FINDEN SIE

UNTER: WWW.URHEBERRECHT.DE

TExT: ISABEL FRANKENBERG

FoTo: © DEKDOYJAIDEE / FOTOLIA

4/18 | 1/19 musiker Magazin


52 MUSIK & RECHT

Public Domain Day:

DIESE WERKE SIND SEIT NEUJAHR

GEMEINFREI

Mit Beginn des neuen

Jahres sind Werke

von allen Künstlern

ohne urheberrechtlichen

Schutz nutzbar,

die 1948 oder früher

gestorben sind.

Dazu zählen etwa der

Dadaist Kurt Schwitters

und der „Tango aller

Tangos“. Davon profitieren

die Wikipedia,

E-Book-Freunde und alle,

die Kunstwerke

frei nutzen wollen.

Reporter Egon Erwin Kisch, Dadaist Kurt

Schwitters und Komiker Karl Valentin – ihre Werke

sind seit dem Jahreswechsel für alle frei und

ohne urheberrechtlichen Schutz verfügbar. Denn

mit Beginn des neuen Jahres wurden alle Werke

von Urhebern in Europa gemeinfrei, die 1948

gestorben sind. Der sogenannte „Public Domain

Day“ wird jedes Jahr am 1. Januar gefeiert – in

den USA das erste Mal seit 20 Jahren.

Das deutsche und europäische Urheberrecht

geht über den Tod eines Urhebers hinaus. Die

sogenannte Regelschutzfrist schützt Werke für

70 Jahre nach dem Todestag des Urhebers. Erst

danach dürfen sie ohne Genehmigung verwendet

oder veröffentlicht werden.

Das bedeutet: Schulen können Theaterstücke

in der Originalversion ohne Genehmigung aufführen,

Künstler dürfen Bilder und Aufnahmen

verändern, remixen oder anderweitig für eigene

Wer ke nutzen, Online-Bibliotheken wie das Project

Gutenberg oder das Internet Archive können

kosten freie E-Books aus gemeinfreien literarischen

Texten anbieten.

Zudem profitiert die Wikipedia: Dort haben hunderte

Artikel neues Anschauungsmaterial in Form

abgelichteter Kunstwerke oder Fotografien erhalten,

deren freie Nutzung bis vor Kurzem nicht

möglich war. Das bereichert das Online-Lexikon

ungemein. „Viel Freude beim Hochladen, Stöbern

und Nutzen der neuen gemeinfreien Schätze“,

heißt es passenderweise im Wikipedia:Kurier.

musiker Magazin 4/18 | 1/19


DIESE WERKE SIND NUN

GEMEINFREI

Unter den Urhebern, deren Werke nun in

Europa gemeinfrei sind, befinden sich bekannte

Schriftsteller, Künstler und Komponisten. Auflis -

tun gen gibt es bei der deutschen und englischen

Wikipedia. Hier eine kleine Auswahl:

In diesem Jahr werden sämtliche Texte des

„rasenden Reporters“ Egon Erwin Kisch gemeinfrei,

der wie kein anderer das journalistische Genre

der Reportage prägte. Ebenfalls frei nutzbar sind

die Lieder und Filme des Komikers Karl Valentin

und die Schriften Alfred Kerrs, einem der einflussreichsten

Theaterkritiker der Weimarer Republik.

Mit der urheberrechtlichen Abmahnung von Web -

seiten, die Zitate von Karl Valentin verbreiten, ist

nun Schluss. (Jedoch bleibt der Urheberschutz

für jene 25 Werke bestehen, an denen Liesl

Karlstadts Mitarbeit dokumentiert ist.) Aus dem

Bereich der Exilliteratur sind die Romane und

Bio graphien von Emil Ludwig gemeinfrei.

Einige der Künstler wurden von den National -

sozialisten für ihre Arbeiten verfolgt. Durch die

Aufhebung des Urheberrechtsschutzes könnten

ihre Werke künftig eine größere Verbreitung finden.

Neben Kerr und Ludwig zählt dazu auch

der Dadaist Kurt Schwitters, dessen Gedichte

und Bilder jetzt gemeinfrei sind. Dazu kommen

die Werke einer weiteren Vertreterin des Dadais -

mus: Emmy Hennings. Das Beitragsbild dieses

Artikels stammt von dem italienischen Maler

Umberto Coromaldi.

Aus dem musikalischen Bereich sind die

Operetten von Franz Lehár und die Opern des

italienischen Komponisten Umberto Giordano zu

nennen. Frei verfügbar ist der „Tango aller Tangos“

La Cumparsita des Uruguayers Gerardo Mato

Rodríguez, da auch in Uruguay nach 70 Jahren

das Urheberrecht erlischt.

USA: WERKE VON 1923 GEMEINFREI

Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird auch in

den USA wieder der „Public Domain Day“ gefeiert.

Auf Druck der Unterhaltungsindustrie hatte der

Kongress 1998 den Urheberrechtsschutz von 75

auf 95 Jahre verlängert, mit dem „Micky-Maus-

Schutzgesetz“. Seitdem wurden keine Werke

MUSIK & RECHT 53

mehr in die Gemeinfreiheit erlassen. Anders als

zuvor erwartet, hielt sich die Branche diesmal mit

Forderungen nach einer Verlängerung der Schutz -

frist zurück.

Mit dem Jahreswechsel sind in den USA nun

alle Werke gemeinfrei, die vor 1924 erschienen

sind. Anders als in Deutschland ist in den USA

nicht das Todesjahr des Urhebers für die Schutz -

frist entscheidend, sondern das Veröffent li -

chungs datum. Das führt dazu, dass der Krimi

„Mord auf dem Golfplatz“ von Agatha Christie in

Deutschland noch bis 2047 urheberrechtlich ge -

schützt ist, während er in den USA seit dem 1.

Januar gemeinfrei ist.

Ebenfalls gemeinfrei sind Klassiker wie der Mo -

numentalfilm „Die Zehn Gebote“, Komödien von

und mit Charlie Chaplin und der Song „Charles ton“,

der den gleichnamigen Swing-Tanz berühmt

machte. Die Duke Universität führt in einer Liste

zudem Werke von Winston Churchill, Robert Frost

und Aldous Huxley auf.

EINSCHRÄNKUNG DURCH

BUNDESGERICHTSHOF

Bei aller Freude bleibt ein Wermutstropfen:

Durch ein Gerichtsurteil ist die Nutzung einiger

gemeinfreier Werke aktuell nur mit Einschränkun -

gen möglich. Mitte Dezember entschied der

Bundesgerichtshof, dass Museen ein Fotoverbot

in ihren Räumlichkeiten durchsetzen können.

Dem nach dürfen Besucher nicht einfach ein Foto

von einem gemeinfreien Kunstwerk machen und

veröffentlichen, wenn das Museum dies nicht

wünscht. Von Museen in Auftrag gegebene Fotos

eines Werkes sind sogar für 50 Jahre urheberrechtlich

geschützt. Das Urteil hat deshalb auch

massive Einschränkungen für digitale Netzkultur

zur Folge, weil auch gemeinfreie Werke nicht be -

denkenlos benützt werden können, solange nicht

klar ist, wie und von wem sie digitalisiert worden

sind.

Diese Einschränkungen könnten jedoch durch

die EU-Urheberrechtsreform wieder aufgehoben

werden, die derzeit zwischen den EU-Institutio nen

verhandelt wird. Der aktuelle Verhandlungsstand

sieht vor, dass es keinen Schutz für bloße Repro -

duktionen von gemeinfreien Werken geben soll.

Damit wäre die jüngste BGH-Entscheidung hinfällig.

TExT: SIMON REBIGER | QUELLE: NETZPOLITIK.ORG | FOTO: © ADAM121 / FOTOLIA.COM

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54 PRODUKT-NEWS

MUSIKMESSE PLAZA:

DER POP-UP MARKET FÜR ALLE MUSIKLIEBHABER

Frankfurt lässt es krachen: Am Samstag nach der Musik -

messe, Europas größter Fachmesse der Musikwirtschaft,

präsentieren die Veranstalter mit der „Musikmesse Plaza“

(6. April) ein neues Event, bei dem besonders Liebhaber

legendärer Instrumente und Retro-Equipment auf ihre Kosten

kommen.

Die Musikmesse Plaza ist ein „Pop-up Market“, bei dem sich

Hersteller von Instrumenten über Merchandising bis hin zu

Lifestyle-Gadgets beteiligen und ihre Produkte direkt an

Musikbegeisterte verkaufen können.

Teil der Musikmesse Plaza ist die World of Vintage Guitar

in Kooperation mit dem No. 1 Guitar Center. Hier können

Besucher die Original-Instrumente von Legenden des Rock

erleben, Vintage-Gitarren antesten und kaufen sowie bei

Workshops ihr Wissen erweitern. Mit dabei: Eine Zeitreise

durch die Geschichte der Gitarrenmarken Fender und Gibson

Les Paul sowie Gitarrenhelden wie Matthias Jabs von den

Scorpions.

Der Hammond Nostalgie Club möchte im Rahmen der

Musikmesse Plaza das Feuer und die Leidenschaft für klassische,

rein elektromagnetisch erzeugte Orgelsounds neu

entfachen. Besucher können die Originalversionen der In -

stru mente direkt anspielen, die den Sound von Bands wie

Deep Purple, Uriah Heep, Yes, Whitesnake oder Emerson,

Lake and Palmer entscheidend geprägt haben.

Ebenfalls Teil der Musikmesse Plaza: Die Vintage Concert

Audio Show, die Meilensteine der Konzertbeschallung aus

vier Jahrzehnten präsentiert. Über 200 Exponate auf einer

Sonderschaufläche in Forum.0 zeigen, wie die Welt der PA-

Anlagen in den 1960er-, 70er-, 80er- und 90er-Jahren aus -

gesehen und geklungen hat.

Darüber hinaus können Plattensammler bei der Schall -

platten- und CD-Börse die ein oder andere Rarität entdecken,

die nicht in üblichen Geschäften zu finden ist.

Auf dem Freigelände erwartet die Besucher den ganzen Tag

Live-Musik nationaler und internationaler Künstler, Street

Food und Open-Air-Feeling. So bietet die Musikmesse Plaza

einen ganzen Tag voller Event-Highlights und besonderer

musikalischer Erlebnisse.

Weitere Informationen unter:

www.musikmesse.com | www.musikmesse-plaza.com

www.musikmesse-festival.com

musiker Magazin 4/18 | 1/19


PRODUKT-NEWS 55

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alle Eventualitäten ®

MUSIKMESSE FESTIVAL:

RUND 70 EVENTS IN ÜBER 40 LOCATIONS

Mehr Locations, mehr Konzerte und herausragende Künstler: Das Musikmesse Festival

geht in die vierte Runde. Erstmals findet die Event-Reihe an fünf Tagen statt, von Dienstag

bis Samstag, 2. bis 6. April 2019. Insgesamt rund 40 Clubs und Spielstätten in ganz

Frankfurt beteiligen sich, ebenso gibt es zahlreiche Abendveranstaltungen direkt auf dem

Messegelände.

So bietet die Festhalle Frankfurt absolute Highlight-Events: Am Donnerstag (4.4.) gibt die

deutsche Rap-Legende Samy Deluxe bei der „SaMTV Unplugged Show“ Gas – gemeinsam

mit dem DMX Ensemble und mit seinem alten Weggefährten Afrob als Supporting

Act. Bei „15 Jahre BigCityBeats“ am Freitag (5.4.) stehen Club-Sounds bis in die frühen

Morgenstunden auf dem Programm. Mit dabei: der australische Kult-DJ Timmy Trumpet.

Eine der derzeit prägnantesten Stimmen des Jazz begeistert am Samstag (6.4.) die

Fest hallen-Besucher. Gregory Porter performt erstmals gemeinsam mit der Neuen

Philharmonie Frankfurt.

Auch die „Festival Arena“ – ein Zirkuszelt mitten auf dem Messegelände – ist Schauplatz

einzigartiger Events. Zum Beispiel beim DJ-Set von Mousse T. & Glasperlenspiel am

Freitag (5.4.). Freunde handgemachter Musik erleben einen besonderen Leckerbissen

am ersten Messetag: Der Musikmesse Ultimate Jam präsentiert eine waschechte All-

Star-Band: unter anderem mit Jan-Delay-Drummer Jost Nickel, Ex-Prince-Bassistin Ida

Nielsen sowie Keyboarder John Bundrick, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit The

Who und Bob Marley.

Zu den Höhepunkten des Musikmesse Festivals in den Frankfurter Innenstadt zählen

unter anderem Konzerte des US-Rappers Kid Ink (5.4., Gibson), des deutschen

Entertainers Christian Steiffen (4.4., Batschkapp), der österreichischen Rock-Ska-Polka-

Kombo Russkaja (5.4., Batschkapp), die NDW-Altmeister Palais Schaumburg (2.4.,

Nachtleben) sowie der britischen Blues-Rocker Wille and the Bandits (5.4., Das Bett).

Das Festival-Ticket kostet 15 Euro. Es gewährt vergünstigten oder sogar kostenfreien

Eintritt zu den Events des Musikmesse Festivals. Außerdem erhalten Ticket-Besitzer am

Freitag exklusiven Zutritt zur Musikmesse und können am Samstag die Musikmesse

Plaza besuchen.

DREIGESTIRN AM ENTERTAINMENT-HIMMEL

Mit der Erweiterung um das neue Samstagskonzept führt die Messe Frankfurt fortan eine

dreigliedrige Markenstruktur für ihre Veranstaltungsreihen im musikalischen Kontext:

Ganz gleich, gegen was Sie sich schützen möchten:

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und Events. Und sogar freundlicher Besuch

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Musikmesse, Europas größte Fachmesse der Musikindustrie

Dienstag bis Freitag, 2. bis 5. April 2019

Musikmesse Plaza, Pop-up Market – Gear. Vintage. Lifestyle

Samstag, 6. April 2019

Musikmesse Festival, Kultur- und Konzerthighlights in ganz Frankfurt

Dienstag bis Samstag, 2. bis 6. April 2019


56 PRODUKT-NEWS

THOMAS HUFSCHMIDT

FLEX-ABILITY BLUES

10 flexible Blues Arrangements:

Solo | Duet | Trio | Quartet | Quintet

Spiele den Blues in kleinen oder großen Besetzungen

für Holzbläser, Blechbläser, Streicher oder Rhythm

Section! Spiele zusammen mit deinen Bläserklassenund

Orchesterkollegen, mit deiner Familie oder deinen

Freunden. Kombiniere verschiedenste Instrumente mit

Instrumentalisten unterschiedlicher Niveaus. Jeder kann

Blues spielen! Wer auf der Suche nach Arrange ments

unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und für die verschiedensten

Instrumentengruppen ist, für den hat Alfred

Music diese Flex-Ability-Reihe entwickelt. Diese Reihe

ist für Instrumentalisten unterschiedlichster Lern niveaus

arrangiert, die populäre Musik mit anderen Musikern

zusammen spielen möchten.

A STAR IS BORN

ORIGINAL SONGBOOK FOR PIANO / VOCAL / GUITAR

Das Piano/Vocal/Guitar-Songbook zu dem erfolgreichen

Musikfilm mit Lady Gaga und Bradley Cooper aus dem Jahr

2018. Beinhaltet die bewegenden und vielseiteigen Songs

aus der dritten Neuverfilmung des Films inkl. der Hit-Single

„Shallow“. Inkl. Originalfotos und Film-Artwork.

Titles: Black Eyes * La Vie en Rose * Maybe It’s Time * Alibi

* Shallow * Music To My Eyes * Diggin’ My Grave * Always

Remember Us This Way * Look What I Found * Heal Me * I

Don’t Know What Love Is * Is That Alright? * Why Did You

Do That? * Hair Body Face * Before I Cry * Too Far Gone *

I’ll Never Love Again.

Songbook; 47776; ISBN 13: 9781470641535; 29,95 €

Dabei kann jeder Blues-Song sowohl als Solo, Duo, Trio

oder Quartett wie auch als Quintett aufgeführt werden.

Es können dabei nicht nur Spieler unterschiedlicher Spiel -

niveaus zusammengebracht, sondern es kann auch eine

individuelle Besetzung jeder Größe zusammengestellt

werden. Getreu dem Motto „Flex-Ability“ ist jede einzelne

Stimme aus jedem Buch dieser Reihe mit jeder anderen

Stimme aus jedem anderen Buch kombinierbar.

Die Flex-Ability-Blues-Reihe stellt sieben Bücher verschiedenster

Instrumentengruppen mit insgesamt zehn

Blues-Songs als fünfstimmiges Arrangement zur Ver fü -

gung, die in der beschriebenen flexiblen Weise verwendet

werden können. Die sorgfältig angelegten Arran ge -

ments klingen authentisch und enthalten z.T. optional

Oktavierungen, um die entsprechende Flexibilität im Ton -

umfang sicherzustellen. Zum Üben der einzelnen Blues -

stücke steht eine Klavierbegleitung für jedes Stück online

zum Download im PDF-Format zur Ver fü gung. Auf diese

Weise wirst Du definitiv den Blues haben!

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de

A STAR IS BORN

Music from the Original Motion Picture

Soundtrack

„A Star is Born“ ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen

Film klassikers aus dem Jahr 1937 (A Star is Born – Ein Stern

geht auf). Der Musikfilm aus dem Jahr 2018 von Bradley

Cooper erzählt die Geschichte um den Country-Star Jackson

Maine (Bradley Cooper) und die talentierte junge Frau Ally

(Lady Gaga), die mit Jacksons Hilfe zum Star wird.

Die Geschichte ist nicht nur einfühlsam und intim erzählt

und durch die beiden Hauptdarsteller beeindruckend und

überzeugend gespielt, der Film besticht insbesondere durch

seinen vielseitigen, einzigartigen und teilweise sehr emotionalen

Soundtrack, der von Lady Gaga und Bradley Cooper

live eingesungen wurde.

Der Soundtrack zu „A Star is Born“„ wird nicht nur als heißer

Oscar-Anwärter gehandelt, die Hit-Single „Shallow“ wurde

bei den Golden Globes bereits als bester Filmsong ausgezeichnet.

Die Piano/Vocal/Guitar-Noten zur Hit-Single

„Shallow“ und zum gesamten Soundtrack sind nun bei

Alfred Music erhältlich.

SHALLOW

ORIGINAL SHEET MUSIC FOR PIANO / VOCAL / GUITAR

Die erste Single der Neuverfilmung von „A Star is Born“ aus

dem Jahr 2018.

Diese Folk-Rock-Ballade – gesungen als Duett – besticht

durch den emotionalen Text und den sehr dynamischen Song -

aufbau. Inklusive Gitarren-Tabulatur und Film-Artwork.

Sheet Music; 47825; ISBN 13: 9781470641528; 5,95 €

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RHYTHM SECTION 20267G € 16,95 ISBN13: 9783947998005

FLUTE 20268G € 14,95 ISBN13: 9783947998012

CLARINET 20269G € 14,95 ISBN13: 9783947998029

SAXOPHONE 20270G € 16,95 ISBN13: 9783947998036

BRASS T.C. 20271G € 14,95 ISBN13: 9783947998043

BRASS B.C. 20272G € 14,95 ISBN13: 9783947998050

STRINGS 20273G € 14,95 ISBN13: 9783947998067

musiker Magazin 4/18 | 1/19


PRODUKT-NEWS 57

TASCAM STELLT AUF DER NAMM SHOW NEUE USB-INTERFACES UND HANDHELD-RECORDER VOR

im Interface entfallen alle Latenzprobleme, und der Computer

wird entlastet, sodass er das Audiosignal effizienter verarbeiten

kann. Ein neuer USB-Treiber bietet sehr hohe Stabilität

und sorgt für zuverlässige Leistung über alle Projektphasen

hinweg.

Nutzer erhalten mit beiden Modellen auch die DAW-Software

Steinberg Cubase LE sowie Cubasis LE für das iPad. Mit

AmpliTube und T-RackS von IK Multimedia – beide verfügbar

als eigenständige Version und auch als Plug-in – bekommen

sie außerdem Gitarreneffekte und Modelling sowie

Mastering-Werkzeuge dazu – also alles, was man für qualitativ

hochwertige und gut klingende Aufnahmen benötigt.

Mit DR-05X, DR-07X und DR-40X bietet Tascam eine neue

Serie von Handheld-Recordern an, die auf ihren erfolgreichen

Vorgängermodellen aufbauen. Mit überarbeiteter, mehr -

sprachiger Benutzeroberfläche und neuen Funktionen wie

der Möglichkeit, eine vorhandene Aufnahme wie mit einem

herkömmlichen Bandrecorder zu überschreiben, und einem

Diktat-Modus lassen sich diese Modelle noch vielfältiger ein -

setzen. Aufgaben wie Aufnehmen, Anpassen des Pegels,

Löschen unerwünschter Takes und Hinzufügen von Marken

sind mit nur einem Tastendruck erreichbar.

Auf der NAMM Show 2019 in Anaheim, Kalifornien, wird

Tascam zwei neue leistungsfähige USB-Audio-/MIDI-Inter -

faces mit DSP-Funktionen und drei neue interessante

Taschenrecorder vorstellen, die sich auch als USB-Interface

nutzen lassen.

Wer den jeweiligen Recorder mit einem Windows- oder

Mac-Computer oder iOS-Gerät verbindet, kommt zudem in

den Nutzen eines hochwertigen USB-Audiointerfaces für

die Aufnahme und Wiedergabe mit DAW- oder Streaming-

Software. Während die im DR-05X verbauten Mikrofone

nicht verstellbar sind, lassen sich die der beiden anderen

Modelle in AB- oder XY-Ausrichtung verwenden. Der gehobene

DR-40X kommt zudem mit MS-Mikrofonie zurecht:

Bei der Aufnahme über Mikrofone an seinen symmetrischen

XLR-Eingängen zeichnet er die Signale getrennt auf,

bei der Wiedergabe dekodiert er sie. Darüber hinaus be -

herrscht er die Vierspuraufnahme und die Dual-Aufnahme

mit unterschiedlichen Pegeln.

Mit bis zu zehn Audioeingängen (zwei Mic/Line/Instrument,

acht optisch) und zwei Analogausgängen eignet sich das

kompakte Audio-/MIDI-Interface SERIES 102i perfekt für

Gitarristen, Songwriter und Besitzer kleinerer Studios, während

das SERIES 208i mit 20 Audioeingängen (vier Mic/

Line/Instrument, 16 optisch) und acht symmetrischen Analog -

ausgängen die richtige Wahl ist für professionelle Studiound

Liveaufnahmen. Beide Modelle vertragen sich mit

Com putern unter macOS oder Windows genauso wie mit

iOS-Geräten und erlauben die Aufnahme und Wiedergabe

mit bis zu 192 kHz / 24 Bit sowie mit der hervorragenden

Klangqualität, die man von Tascam erwartet.

Die vielseitigen Interfaces enthalten einen leistungsstarken

DSP-Prozessor mit Matrixmischer, integriertem Digitalhall,

Kompressor, Phasenumkehrung und Vierband-Klangregelung

für jeden Kanal, die sich über die mitgelieferte Gerätesoftware

bedienen lassen. Durch die Integration dieses Prozessors

Alle drei Modelle unterstützen WAV-Dateiformate bis 96 kHz/

24 Bit und können außerdem MP3-Dateien mit Bitraten

von 32–320 kbit/s aufzeichnen und abspielen. Der DR-

40X ist mit dem Dateiformat BWF kompatibel, das auch

Metadaten enthalten kann und bevorzugt bei Film-, Fernsehund

Rundfunkproduktionen zum Einsatz kommt. Zu den

weiteren Merkmalen der Serie gehören: drei verschiedene

Automatikfunktionen für die Aussteuerung (Limiter, Spitzen -

absenkung, Auto-Pegel), um Verzerrungen während der

Aufnahme zu vermeiden, ein automatischer Pegelabgleich,

der plötzliche Lautstärkesprünge während der Wiedergabe

ausgleichen kann, ein Lautsprecher für das schnelle Über -

prüfen von Aufnahmen, sechs Halleffekte, die dem Einoder

Ausgangssignal hinzugemischt werden können, variable

Wiedergabegeschwindigkeit, Tiefenfilter, Stimmfunktion

und einige mehr.

Weitere Informationen: tascam.eu/de

4/18 | 1/19 musiker Magazin


58 PRODUKT-NEWS

FAME PURE HYBRIDUAL SERIE

High-End Hybrid-Becken aus B20 Bronze, handgehämmert

in der Türkei. Die Hybridual-Becken von Fame überzeugen

durch schnelle Ansprache, komplexen Sound und professionelle

Verarbeitung in allen Belangen. Das aufwändige

Hybrid-Finish wird in einer bekannten türkischen Manufaktur

in vielen Arbeitsschritten perfektioniert. Das Innere des

Beckens bleibt dabei unbehandelt (Raw) und der äußere

Kranz ist mit einem Brilliant Finish versehen. Außerdem wird

der Sound noch vielschichtiger durch die unregelmäßigen

Hammerschläge auf der Oberfläche.

MARKBASS STU AMP 1000 STU HAMM SIGNATURE HEAD

Signature Bass-Topteil mit 1000 Watt Endstufe, Röhren- und Solid-State-Vorstufe und

7-Band-Equalizer

FAME HYBRIDUAL: DUAL FINISH FÜR MEHR SOUND

Der Klang der Fame-Hybridual-Serie entfaltet sein volles

Potenzial bei moderater Spielweise. Durch die flexibel an -

geordneten Hammerschläge entsteht eine unregelmäßige

Ver dichtung des B20-Grundmaterials, was den Sound relativ

kurz macht, aber gleichzeitig auch in breiter, trockener

und voller Ansprache mündet. Der leicht trashige und erdige

Becken sound der Fame-Hybridual-Reihe bietet ideale

Voraus setzungen für modernes Schlagzeugspiel auf hohem

Niveau. Die schnelle Ansprache und das komplexe Klang -

spektrum prädestinieren die Hybridual-Becken für den vielseitigen

Ein satz im Studio und auf der Bühne, da sie zu jeder

Zeit gut kontrollierbar sind. Zusätzlich bewirkt das Dual

Finish aus Raw und Brilliant eine facettenreiche Optik der

Becken.

FAME PURE HYBRIDUAL:

B20 PROFI-BECKEN ZUM GÜNSTIGEN PREIS!

B20-Becken sind die Becken mit dem größten Bronzeanteil

auf dem Markt. Es handelt sich bei B20 um eine Mischung

aus Metallen, also eine Legierung, bestehend aus 80 %

Kupfer und 20% Zinn. B20-Schlagzeug-Becken sind die

Königsdisziplin der Beckenschmiedekunst, ein Großteil der

Profi-Becken besteht aus eben dieser Legierung. Der

Schmiedeprozess beginnt mit einem erhitzten Stück Metall,

welches durch Rollen, Hämmern und Walzen in seine typische

Form gebracht wird; außerdem wird die Kuppe des

Beckens meist maschinell eingestanzt. Jetzt folgt das

Wichtigste: In mühevoller Handarbeit wird das Becken

gehämmert, wodurch es ein individuelles Muster und Profil

erhält. Jedes Stück ist ein kleines Unikat!

Der Markbass STU Amp 1000 Stu Hamm Signature Head

wurde gemeinsam mit dem als Sideman von Joe Satriani,

Frank Gambale oder Steve Vai bekannt gewordenen

Bassvirtuosen entwickelt und überzeugt dementsprechend

mit einem fein artikulierten Sound, der im Herzen ganz

Rocker geblieben ist. So verfügt das extrem kompakte

Topteil über separate Solid-State- und Röhren-Vorstufen,

die über eigene Gain-Regler die klare Ansprache des

Transistors mit dem harmonischen Overdrive der Vakuum -

röhre kombinieren. Außerdem verfügt der Markbass Stu

Amp 1000 über einen grafischen 7-Band-Equalizer mit 16

dB Boost oder Cut je Frequenzband zum präzisen An -

passen des Sounds. Mit bis 1000 Watt Ausgangs leis tung

verspricht die MPT-Endstufe darüber hinaus ausreichende

Lautstärkereserven für den Einsatz im Proberaum oder auf

der Bühne.

Das Markbass Classic 152 SH Stu Hamm Signature

Cabinet kombiniert zwei 15’’-Lautsprecher mit einem

Kompressionshochtöner und überzeugt dementsprechend

mit einem extrem fetten, aber dennoch

artikulierten Bass sound, der nahezu jede Musik -

richtung und Spieltechnik gekonnt umsetzt. Mit

800 Watt Belastbarkeit und 4 Ohm Impedanz ist die

Markbass Stu Hamm Bass-Box nicht nur die perfekte

Ergänzung zum Markbass STU Amp 1000

Signature-Topteil, sondern eignet auch für die Ver -

wendung mit leistungsstarken Bassverstärkern.

DAS MARKBASS CLASSIC 152 SH STU HAMM

SIGNATURE CABINET IM ÜBERBLICK:

• Stu Hamm Signature Bass-Cabinet

• 800 Watt Belastbarkeit, 4 Ohm Impedanz

• Zwei 15’’-Markbass-Lautsprecher

• Regelbarer Hochtöner (1’’ Compression Driver)

• Zwei Speakon-Lautsprecheranschlüsse

DER MARKBASS STU AMP 1000 STU HAMM

SIGNATURE HEAD IM ÜBERBLICK:

• Stu Hamm Signature Topteil

• MPT-Endstufe (Mark Proprietary Technology) mit

1000 Watt @ 4 Ohm oder 600 Watt @ 8 Ohm

• Getrennte Eingänge für aktive und passive E-Bässe

• Solid-State- und Röhren-Vorstufen mit eigenen Gain-

Reglern

• Grafischer 7-Band-Equalizer mit +/- 16 dB Boost

oder Cut je Frequenzband

• Serieller Effektweg

• Tuner-Out

• Symmetrischer Line-Out mit Pre/Post-Schalter und

Ground Lift

• Zwei Lautsprecheranschlüsse im Speakon-Format

MARKBASS CLASSIC 152 SH STU HAMM SIGNATURE CABINET

2 x 15 Signature Bass-Box mit 800 Watt Belastbarkeit

Weitere Informationen: www.musicstore.de

Weitere Informationen: www.musicstore.de

musiker Magazin 4/18 | 1/19


PRODUKT-NEWS 59

Elektrisch einstellbar:

DER NEUE »OMEGA-E«

VON KÖNIG & MEYER

»OMEGA-E«-Steuereinheit

Mit dem »Omega-E« 18800 hat das seit vielen Jahren bei

Keyboardern beliebte Omega-Keyboardtisch-System von

König & Meyer interessanten Zuwachs bekommen. Der

Zubehör-Spezialist präsentiert zu Beginn des neuen Jahres

ein Produkt, das hinsichtlich Komfort und Ergonomie wenig

adäquate Konkurrenz finden wird: Keyboarder können ihr

Equipment jetzt stufenlos ohne Umbau auf die gewünschte

Sitz- oder Stehposition einstellen. Dabei bietet die intelligente

Steuerung nicht nur die Speichermöglichkeit von Höhen po -

sitionen, sondern auch die Fernsteuerung mittels Bluetooth

und Smartphone-App. Damit ist der 18800 für den Einsatz

mit wechselnden Musikern auf Festivals sowie im Studiooder

Musikunterricht gleichermaßen gut geeignet wie für

Key boarder und Pianisten, die eine hohe Flexi bilität im

Bühnen-Setup wünschen. Ein weiteres gewichtiges Ar -

gument für den variablen »Omega-E« ist eine verbesserte

Ergonomie durch ein flexibles und damit rückenschonendes

Arbeiten für Keyboarder.

Das Herzstück des »Omega-E« 18800 ist ein leiser und

dennoch kräftiger Elektromotor, der die gewünschte Position

schnell und präzise anfährt. Der Anwender hat die Möglich -

keit, die Höhe direkt am Tisch über das Display der Steuer -

einheit oder per Fernbedienung über die Smartphone-App

„Desk Control“ einzustellen. In beiden Fällen können über

die Memory-Funktion bis zu vier Spielhöhen gespeichert werden.

Ein einfaches Antippen der Steuerung reicht und der

Tisch fährt automatisch in die abgerufene Position. Die stufenlose

Höheneinstellung ist von 597 bis 1.257 mm möglich.

Die Steuerungseinheit kann am Tisch wahlweise links oder

rechts montiert werden. Der Keyboardtisch hat eine Trag -

kraft von bis zu 80 kg.

Der neue elektrische Keyboardtisch bietet die bekannten

Vorzüge des OMEGA-Systems wie eine kompakte, robuste

Stahlrohrkonstruktion, große Parkettschoner und stabile,

justierbare Auflagearme, und es steht das umfassende Zu -

behör programm an praktischen Aufsätzen und Haltern für

weitere Keyboards oder Laptops etc. zur Verfügung.

»OMEGA-E« – DIE FEATURES IM ÜBERBLICK:

• Stufenlose Höhenverstellung mittels Elektromotor

• Bedienung über Steuergerät oder Bluetooth und Desk-

Control-App

• Memory-Funktion für bis zu vier Spielpositionen

• Spielhöhen: 597 – 1.257 mm

• Keyboardschonende Auflagearme einstellbar von

180 – 678 mm

• Standfläche: B 1.136 x H 550 mm

• Tragkraft: 80 kg

• Gewicht: 24,5 kg

Weitere Infos unter: www.k-m.de

facebook.com/KoenigundMeyer

youtube.com/user/KoenigundMeyer

MEHR FARBEN ALS DER REGENBOGEN

Eurolite veröffentlicht Scheinwerfer mit sieben Farben in einer LED

Eurolite hat zwei neue Scheinwerfer vorgestellt, bei denen

das „7C“ im Namen für unbegrenzte Möglichkeiten steht:

Gleich 7 Farben sind hier in einer LED untergebracht. Neben

Rot, Grün und Blau sind es Bernstein (Amber), Kaltweiß und

Warmweiß sowie UV. Selbst weißes Licht erschaffen die

Spots dank ihrer Farbmischung mit einem hervorragenden

CRI-Wert in jeder gewünschten Farbtemperatur. Die Schein -

werfer gibt es in zwei Versionen: den LED 7C-7 mit 7 und

den LED 7C-12 mit 12 Neun-Watt-LEDs.

Beide Modelle arbeiten lüfterlos und absolut leise. Sie eignen

sich damit für alle professionellen Anwendungen auch

im geräuschempfindlichen Umfeld.

Weitere Informationen: www.steinigke.de

LED 7C-12 LED 7C-7

4/18 | 1/19 musiker Magazin


60 CD-REZENSIONEN

Ein neues Beispiel in der Kategorie „nicht vom Cover-Art -

work irreführen lassen“. Bei der ersten Ansicht von IVE &

T.BO’S Album „Wrecked ’n Blue“ erwartete ich treibenden

und vor Whisky und Benzin triefenden, dreckigen Blues Rock.

Doch nichts da: das Duo mag einen äußerlich ruchlosen und

beinahe beängstigend rauhen Eindruck machen – musikalisch

geht es hier jedoch rein akustisch und oft mit eher

angezogener Handbremse zu als mit dem Fuß auf dem verzerrten

Gaspedal. Ivonne “Ive” Cylok und T.Bo Gawer teilen

sich ihre Gesangsparts songdienlich auf, der bereits bestens

bekannte Gegensatz „Zigarrengeraute Männer gurgel trifft

auf harmonische, liebliche Frauenstimme” funktioniert auch

hier. Für Fans und Kenner des Genres seien hier meine

ersten musikalischen Assoziationen genannt: Das Album in

seiner Gesamtheit erinnert mich an einen Mix aus der Har -

monie von Johnny Cash & June Carter, dem melancholischen

Blues eines Ledfoot und der teilweise aufkeimenden Punksind

die Hamburg-Hymne „Stadtklang“ und die Ballade „Zwei

in einem Boot“. Fazit: Nostalgischer, aber frischester Deutsch -

rock mit Wurzeln.

oettesolo.net

C.S.

UWE STEPHANIE ACHIM

»Hard Rock Cafe«

MOI ET LES AUTRES

»Dèpart«

Von seinem Besuch im legendären Hard Rock Cafe in

Orlando, dem größten HRC der Welt, war Achim Schultz so

begeistert, dass er der Institution gleich eine ganze CD widmet.

Besonders die vielen Erinnerungsstücke von Musik -

größen wie Patti Smith, Kurt Cobain, John Lennon und

Keith Moon haben es ihm angetan. Und so ist sein Album

„Hard Rock Cafe“ eine Hommage an diverse Künstler – und

an einen Ort, wo der Rock’n’Roll weiterlebt. Viele der Stücke,

wie der Titeltrack, „Starting Over“ oder „Story Of The HRC

Orlando“, klingen nostalgisch, sind im besten 60er-Jahre-

Rock geschrieben. „We Can Dance“ ist da schon deutlich

funkiger, „Angel“ erinnert an die Stones. Den letzten Song

„Take Farewell“ singt Schultz für seine Musikidole wie George

Harrison, David Bowie, Falco, Jim Morrison, Janis Joplin

und einigen weiteren Stars, die Musikgeschichte geschrieben

haben. Eine nette, gemütliche Reise in die Vergangen -

heit. Für alle, die in alten Zeiten schwelgen wollen.

www.achim-schultz.de

J.H.

ALEXANDRA LOMKINA

»Du und ich«

Herz und Schmerz, Spaß und Liebe sind die lyrischen Mo -

mente dieser Produktion. „Du und ich“ ist der Titel des

Albums von Alexandra Lomkina. Ich und du – mögen wir

Schlager? Wenn ja, dann lassen wir die Sonne rein und ge -

nießen die Stimme dieser Künstlerin. Als Tochter eines Jazz -

pianisten und einer professionellen Sängerin scheint der

Weg des hübschen blonden Top-Talents vorgegeben. Ihr

Diplom der Musikhochschule Kiew hat sie im Gepäck. Als

Sängerin verschiedener Projekte hat sie Erfahrung als Back -

ground-Sängerin von Umberto Tozzi und Auftritte im Vorpro -

gramm von Gloria Gaynor und Mariah Carey. Das Album

bietet einige Highlights, so die deutsche Version eines italienischen

Klassikers: „Lass die Sonne rein!“ Das Lied „Keine

Zeit“, von Alexandra selbst geschrieben, erinnert an Gazebos

„I like Chopin“. Das Titelstück „Du und Ich“ funkelt mit Disco-

Beat und Radiotauglichkeit; am Schluss sogar mit einer

Unplugged-Version. Helene Fischer muss sich warm anziehen,

es ist noch Winter! Alexandra Lomkina kommt!

alexandralomkina.com

C.S.

Swingender Chanson „en français“ zum Schweben und Ab -

heben. Die Musik von MOI ET LES AUTRES ist eine Liebes -

erklärung an Chanson und Jazzmusik des frühen 20. Jahr -

hunderts. Und doch mehr. Die raffinierte Band um die ausdrucksstarke

Chanteuse spielt in der Besetzung David Heintz

(git), Eric Dann (acc), Andreas Manns (bs), Simon-T. Ostheim

(dr). Immer songdienlich und experimentell rockig, wie in

„Métro“, mit Klängen, wie aus einem Hendrix-Song. Mit einem

Esprit à la Zaz klingt das peppig und poppig in „Musiciens“.

Beatbox-Groove und Scatting der französischen Sängerin

Juliette Brousset lassen hier aufhorchen. MOI ET LES

AUTRES überraschen in jedem Stück mit anderen Fär bun -

gen und Anleihen aus Balkan, Tango und New Orleans.

Längst sind Rundfunk und Kritiker aufmerksam und begeis -

tert über ihre Art des Chanson, belegt durch Auszeich nun -

gen und Preise: So etwa beim Wettbewerb „Yves Montand’

in Lille (F). Gerd Heger, der Monsieur Chanson in Deutschland,

vergab im SWR und DLF-Rundfunk das Prädikat „Die beste

Swing Chanson Band Deutschlands“. So kreativ und aufregend

kann Chanson sein, ohne die Wurzeln zu leugnen.

moietlesautres.de

C.S.

ÖTTE

»Gare Du Noise«

Mit den Wurzeln in den 80ern ist ÖTTE ein Eigengewächs von

Rock-Poet. Trotz diverser Schicksalsschläge stand er immer

wieder auf und widmete sich seiner Musik. Nach den Anfän -

gen im Coverbereich, sowohl englisch-, als auch deutschsprachig,

begann er mit eigenen Songs. Ab 1997 erreichte er

mit der ÖTTEBAND als Support für Nena, Achim Reichel oder

Bap ein größeres Publikum. In Hamburg auf dem Heilig Geist

Feld spielte er mit Band vor 30 000 Leuten und zum DFB-

Pokalfinale 2001 mit Nina Hagen sogar vor 60 000 Fuß ball -

fans. Nach ruhigeren Zeiten und vielen Balladen gab es 2014

eine kurze Reunion, dann kribbelte es in ÖTTE wieder. Er wollte

zurück zur Rockmusik. 2011 kam sein Solo-Debüt „Bonjour

tristesse“ heraus. Auch auf dem brandneuen Album „Gare

du Noise“ schafft er gekonnt den Spagat zwischen Oldschool

Rock und Pop. Mit schweißtriefenden Rockkrachern und

sentimentalen Seelenstriptease-Balladen. Mal mehr

Westernhagen, mal mehr Reiser-like wandelt er als Ham bur -

ger Original auf den Pfaden großer deutscher Rock-Poeten.

Die kongeniale Band um Amadeus Sektas, Produzent und

Gitarrist der Platte, brilliert mit ÖTTE virtuos. Starke Momente

ROBERT OBERBECK

»Soul Bullet«

Wahrhaftige Geschichten vom Kleinstadtalltag, von Fuß ball -

samstagen, mal melancholisch, mal mit einer Prise Ironie

erzählt der Marburger Singer-Songwriter Robert Oberbeck

auf seinem vierten Album „Soul Bullet“. Bis auf „Die Welt im

Rücken“ und das mit furchtbarem Akzent gesungene „Instinct

De Survie“ sind alle Songs auf Englisch und klingen auch

eher von Bob Dylan oder Bruce Springsteen beeinflusst als

von hessischem Liedgut. Ruhig schmalzt sich Oberbeck

durch seine 13 Songs, lediglich „Football Saturday“, „Blue

Night“ und Have A Safe Night“ kommen beschwingter und

leicht angerockt daher. Dennoch bietet das Album Ab -

wechslung, gleicht einer entspannten Cabriofahrt über Land -

straßen.

www.robertoberbeck.de

J.H.

IVE & T.BO

»Wrecked ’n Blue«

musiker Magazin 4/18 | 1/19


CD-REZENSIONEN 61

Attitüde eines Bob Wayne. Diese musikalischen Eckpfeiler

werden etwa verkörpert vom ruhigen Opener „Wrecked ’n

Blue“, dem flotten und rohen „Son Of The Road“ und dem

irgendwo dazwischen anzusiedelnden „One More Whisky,

One More Beer“. Rein akustisch funktionieren die etwas auf -

wendiger arrangierten Stücke etwas besser auf dieser

(übrigens ausgezeichnet produzierten) Platte, da sie klanglich

mehr bieten. Beim Live-Genuss dieser Band dürften

jedoch auch die ruhigeren Stücke dank entsprechender

Akustik ihre volle Wirkung entfalten. Ein sehr schönes Album

– aber vielleicht dann doch eher etwas für einen trockenen

Spätsommerabend am Feldrand als für den nasskalten,

norddeutschen Winter.

www.ive-tbo.de

P.S.

BETTY GEE AND FRIENDS

»The Essence Of Life Is Love«

Es ist eben die Liebe, die unsere Seele aufblühen lässt, ist

sinngemäß die Aussage der BETTY GEE. Der rote Faden durch

das Leben und durch dieses launige Swing-Album ist die

Liebe und die Stimme der Interpretin. Barjazz, die 30er bis

50er, aber auch Rhythm & Blues und Soul sind ihre Passio -

nen. Das Album „The Essence Of Life Is Love“ stellt die Stile

repräsentativ zusammen. „Over The Rainbow“ lockt uns

in die Ferne, der Blues „Sister“ von Legende Quincy Jones

lässt uns auf der Tanzfläche schwofen und „God Bless The

Child“ von Billie Holiday lässt uns chillen. BETTY’s Band

FRIENDS spielt stimmig jazzend, soliert fein, wie Oliver

Doering an der Gitarre. Das Sextett brilliert und bietet

BETTY GEE die Bühne für ihre Stimme in der Besetzung mit

Piano, Bass, Gitarre, Saxophon und Drums. BETTY verabschiedet

uns a capella mit „The Man I Love“ überzeugend

und bezaubernd.

jazz-art.de

C.S.

Lieder“ eine Gute-Laune-Nummer. Doch auch nachdenkliche

Töne finden sich auf dem Album. So weist „Komm mit“

einen schönen balladenartigen Charakter auf. Der „Bade-

latschenblues“ hat nicht nur einen unfassbar coolen Namen

und Text, sondern groovt richtig gut. Dazu krächzt Mario mit

kehlig-rotziger Rockstimme. So geht die Abwechslung weiter.

Besonders experimentierfreudig ist die Band bei dem

Stück „Crazy Harp“, das in der Tat so klingt, als hätten sich

die Mundharmonikas selbstständig gemacht. Blues- und

Deutschrockfans werden ihre Freude haben.

www.facebook.com/mario.neumeister.73

J.H.

GASSMANN & WINGOLD

»Bis auf den Grund«

Das 3. Album des Duos, der beiden Künstler- und Lebens -

partner Martina Gassmann und Frank Wingold, beglückt

uns mit Minimalismus in Form von Gesang, Gitarre, Bass -

gitarre. Die Gitarrenmusik ist geprägt von freier Inter pre -

tation, aus dem Jazz. Im Ergebnis manchmal nahe am

Blue grass und Americana Folk. Und doch verlässt man alteingesessene

Strukturen und Auflösungen. Das verleiht

dieser Musik, die sich auf das Essenzielle konzentriert, eine

solche Leichtigkeit. Lyrisch und harmonisch versteht das

Duo es, den Gesang mit der Gitarre verschmelzen zu lassen.

Professor für Jazzgitarre trifft auf Pop-, Blues- und

Gospel- Interpretin. Es kommen so wunderschöne Unikate

wie „Trains In My Eyes“ ans Tageslicht, rund 7 ½ Minuten

lang und doch kurzweilig, weil voller Dynamik. Beim Fehlen

der klassischen Rhythmusbesetzung sind besonders die

Noise-Einlagen, wie in „Irgendwo im Morgen“, mutig und

bewegend zugleich. Durch Reduktion zeigt das Album neue

Wege. Es ist virtuos, spannend und voller Gefühl, das Album

„Bis auf den Grund“ von GASSMANN & WINGOLD.

gassman-wingold.de

C.S.

Mit „Real Lifetime“ bieten die LIVING TONES ein weiteres

klangliches Beispiel dafür an, wie vielfältig die musikalische

Szene in Deutschland ist – und wie künstlerisch frei

Musikschaffende agieren, die sich ganz auf ihre Liebe zur

Musik konzentrieren können und daher vor allen Dingen

ihre eigenen musikalischen Vorstellungen umsetzen können.

Seit 2013 musizieren die sechs aus München stammenden

Bandmitglieder bereits gemeinsam und bieten einen

vielseitigen Mix aus Folk, Pop und ein bisschen Welt musik.

Dieser Mix ist zum Beispiel im Opener „Real Lifetime“ zu hören,

der Rap, Folk und Pop in deutscher und englischer Sprache

bietet. Besonders auffallend (und gefällig) sind die auf dem

Album immer wieder gekonnt gesetzten und umgesetzten

kurzen Einspieler von Violine und spanischer Gitarre. Die

Vielseitigkeit der Stücke, gepaart mit einer positiven Grund -

stimmung und einer ansteckenden Lebendigkeit, machen

das Album zu einer äußerst kurzweiligen Ange legenheit.

Besonders hervorzuheben ist auch die (vermeintliche) Tat -

sache, dass die instrumentalen Parts anscheinend live eingespielt

wurden – was ob der teilweise äußerst aufwendigen

Arrangements nicht zu verachten ist. So ein sympathisches

und echtes Live-Feeling. Abschließend bestimmte Stücke

herauszuheben und zu betonen, würde den nicht erwähnten

Stücken Unrecht tun. Als eingängige Anspieltipps, um

Zugang zu finden und die Essenz der LIVING TONES nachzuvollziehen,

seien an dieser Stelle jedoch die Stücke „Real

Lifetime“, „Beautiful Sunshine“ und „Shambala“ erwähnt.

www.living-tones.de

P.S.

LYDIA WITSCH

»Klangträume«

Diese CD sollte man nicht beim Autofahren hören: Mit ihrem

Album „Klangträume“ nimmt Musikerin, Komponistin und

Musiktherapeutin Lydia Witsch ihre Hörer auf eine Reise zu

sich selbst mit. Ihre ruhige Stimme, unterbrochen und un -

ter malt von den beruhigenden, gleichmäßigen Klängen von

Monochord, Klangschale und Klangspiel, führt in einen tiefen

Entspannungszustand. Geradezu sphärisch flirren die

Töne, ab und zu brummen sie wohlig im Bauch. Ganz automatisch

schließen sich die Augen und der Körper findet zur

Ruhe. Wer die Führung von Lydia Witschts Stimme nicht

mehr braucht, kann auch nur dem sphärischen Instrumen tal -

part lauschen und sich allein auf eine Klangreise begeben.

Für alle, die ab und zu eine halbstündige Auszeit aus der

Alltagshektik brauchen, ist „Klangträume“ eine tolle Hilfe.

www.praxis-bte.de

MARIO & FRIENDS

»Undurchschaubar«

LIVING TONES

»Real Lifetime«

MALONDA

»Mondin«

Solider Deutschrock mit viel bluesig-jazzigen Einflüssen liefern

Mario & Friends mit „Undurchschaubar“. Mario Neu -

meisters Freunde – das sind Aldo, Che, Thoralf, Warnfried

Altmann, Franzer und Markser. Ihr neue Scheibe bietet ein

gelungenes Potpourri ihres Genres. Während der Titeltrack

ganz klassisch rockig daherkommt, folgt mit „Ich träume

Auf ihrer ersten EP „Mondin“ schüttelt Malonda einen

Ohrwurm nach dem anderen aus dem Ärmel. Die Künst -

lerin hat eine unverwechselbare Mischung aus Pop, Elektro

und Chanson kreiert, über der ihre ausdrucksstarke Stimme

im Wechsel effektvoll Klänge formt und locker Geschichten

erzählt. Die groovenden Elektrobeats stehen dabei keines-

8

4/18 | 1/19 musiker Magazin


62 CD-REZENSIONEN

wegs im Kontrast zu den kreativen Texten, denen man

durchweg gerne zuhört, sondern tragen gekonnt zum

Soundbild bei. Titelsong „Mondin“ ist von einer dunklen,

treibenden Energie erfüllt und zelebriert unaufdringlich die

Weiblichkeit. Auf „Schokolade“ vergleicht Malonda die An -

ziehungskraft ihres Lovers überaus charmant mit der süchtig

machenden Süßigkeit. „Blondes Gift“ und „Feuerfrau“

einen die energetischen Beats, die sich perfekt mit Malondas

Stimme koppeln, während „Geh ich zu weit“ als einzige

Ballade der EP bezeichnet werden kann. Trotz des schönen

poetischen Texts fällt das Stück in der Ge samt komposition

minimal hinter den anderen Titeln zurück, was jedoch gleich

vom darauffolgenden „Liebe machen“ aufgeholt wird –

kann ein Song lässiger und verführerischer daher kommen?

Malonda hat es geschafft, ihre Power und Präsenz in sechs

einzigartigen Songs auf Platte zu bannen. Die EP ist Teil des

Projekts „Jahr der Mondin“, was darauf hoffen lässt, dass

man 2019 noch mehr von Malonda zu hören bekommt.

www.facebook.com/malonda.musik

L.K.

MICHAEL SCHINKEL’S

ETERNAL FLAME

»Smoke On The Mountain«

Für gewöhnlich startet die Arbeit an einer Rezension ja

damit, dass man sich neben dem zu bewertenden Stück

Musik auch eingehender (oder je nach Zeitdruck oberflächlicher)

mit der Biografie der Interpreten beziehungsweise

der Entstehung des Werks beschäftigt. In solchen Fällen darf

man froh sein über gepflegte Online-Präsenzen, der Ver -

öffentlichung beiliegende Info-Sheets – oder man macht es

so wie Michael Schinkel auf dem Album seines Projekts

„Eternal Flame“: man baut den eigenen musikhistorischen

Hintergrund einfach in Form eines hühnenhaften Kurz mo -

nologs in das eigene Album-Intro ein. Um mal in der bandeigenen

Ästhetik zu bleiben: 2002 wurde das zweite Lang -

eisen geschmiedet, danach folgten Äonen an Jahren ohne

neue Schöpfung. 2012 erfolgte dann in dunklen Tiefen der

Beginn der Arbeit am aktuellen Werk, welches nun endlich

im Jahre 2018 Anno Domini das Licht der Außerwelt erblickt.

Liegt die Schwelle zur Pein lic h keit bei solch kitschig anmutenden

Intros oft ja recht niedrig, so fügt sich dieser Prolog

doch tatsächlich erstaunlich gut in das Album ein – ein

Faible für melodischen, hymnen haften bis an die Grenze

zur musikalischen Über ladung driftenden Heavy Metal mit

starkem Glam und Hardrock-Einschlag vorausgesetzt.

Zwölf vor Feuer, Leder und Nieten triefende, melodische

Old-School-Metal-Hymnen haben es auf „Smoke On The

Mountain“ geschafft. Besonders gut ins Ohr gehen dabei

der Titeltrack des Albums, das groovende und atmosphärische

„This Is My Life“, das beinahe tanzbare „I Believe In

This Miracle“ und das nicht minder groovige „Whatcha

Gonna Do“. Die musikalische und stimmliche Darbietung

kann sich für ein Album aus dem Underground mehr als

sehen lassen, die Produktion ist glasklar und druckvoll –

Chapeau, Herr Schinkel! Einziger kleiner Wermutstropfen:

Stellenweise wirkt das Schlagzeug ja fast schon … programmiert?

Zumindest stark getriggert – was für einen ge -

übten Schlagwerker wie den Rezensenten natürlich eine

schwer zu bewertende Situation ist. Nichtsdestotrotz: Ein

druckvolles Album – die Bühne in Wacken ruft!

www.eternal-flame.de

P.S.

HELLWERK

»13 Steps To The End«

Der Herr der Fliegen eröffnet im Intro den HELLWERK-Reigen

akustisch mit unheimlichem Summen. Industrial Tech Hard -

rock Metal nennt das Trio selbst den Stilmix seines Albums

„13 Steps To The End“. Anny Missix, blonde Schönheit in

blutrotem Kleid, ist die Shouterin am Mikrofon, die Herren

Al van Hell an den Gitarren und Brad Hart am Bass sind ihre

düsteren Begleiter. Gemeinsam schildern sie die Öffnung der

sieben Siegel und das biblische Armageddon. Dies geschieht

mit amtlicher Härte. „Dark Tragedy“ ist die erste Single-Aus -

kopplung und besticht durch das unglaubliche Shouting der

Amazone Anny. Das Gitarren-Riffing ist mal mehr am Black

Metal, wie in „Tortured Journey“, mal mehr am Thrash Metal

in „Found Guitly“ angelehnt. Die Elektrospielereien verleihen

den Stücken unheimlichen Groove. Ob das Werk im

Vergleich nun näher an U.D.O. oder an Marylin Manson

anzusiedeln ist, bleibt der Moshpit-Ge meinde überlassen.

Unbedingt hörenswert ist „13 Steps To The End“ für Metal -

heads.

www.hellwerkmusic.com

C.S.

SARIS

»Curse Of Time«

Die erste Überraschung beim Genuss dieses bereits gut

zehn Jahre alten SARIS-Albums: Der Rezensent sieht eine

Veröffentlichung mit nur acht Songs vor sich und denkt „Na

ja, gut, schnell eine EP besprechen“. Dann der Twist: das

Debüt-Album „Curse Of Time“ bringt es auf über eine

Stunde Spielzeit, inklusive des 17(!)-minütigen Epos „Miracles“.

Ganz im Sinne dieser epischen Zahlen macht einem der

hymnische und atmosphärische Prog-Rock alter und

manchmal jüngerer Schule den Einstieg gar nicht mal so

einfach. Neben aufwendigen, vielstimmigen Arrangements

bieten die acht Songs viele krumme Struk turen, zahlreiche

Brüche und plötzliche Wendungen und Irrungen. SARIS bieten

hier kein Easy Listening – und das ist offen hörbar auch

überhaupt nicht das Ziel der fünfköpfigen Band aus Bochum.

Stattdessen ist „Curse Of Time“ eine Hommage und eine

Verbeugung vor den großen Prog-Rock-Kompo sitionen und

ihren musikalischen Vorläufern. Von Pink Floyd über Queen

und so einige Classic-Rock- und Rock-Oper-Abstecher bis

hin zu modernen Assoziationen wie Nightwish geht es über

60 Minuten lang hin zum beeindruckenden Album-Schluss -

punkt „Behind The Times“.

Kompositorisch stimmte 2009 also schon vieles im Hause

SARIS. Die Produktion ist für ein Debütalbum äußerst passabel;

dass sie beziehungsweise das Produzenten-Team es

klanglich sogar noch besser können, bewiesen SARIS dann

im Anschluss mit ihren beiden Nachfolger-Alben „Until We

Have Faces“ (2014) und „Ghosts Of Yesterday“ (2017).

www.saris-music.info

P.S.

COLECTIVO TANGO ESQUINAS

»Orchestra Esquinas«

Tango Argentino in ungewöhnlicher Besetzung kreieren

COLECTIVO TANGO ESQUINAS. Klarinette, Double-Bass,

Akkordeon und Tenorsax gruppieren sich um Jeremy Fast,

dem Gitarristen. Absolut tanzbar arrangiert in Quintett-

Besetzung, lassen die sieben Musiker aus unterschiedlicher

kultureller und musikalischer Herkunft den Tango wieder

aufleben. Als Nachfolger des Albums „Swingin’ Tango“

hat das Kollektiv Lieder aus Tango-Klassikern zusammengetragen.

Elegant und theatralisch wirkt der Opener „Los

Mareados“ von Juan Carlos Cobián – mal getragen, dann

wieder rhythmisch Schwung aufnehmend. Heiter beschwingt

geht es mit „Felicias“ von Enrique Saborido weiter. Swingend

klingt das Stück „Herz aus Gold“, „Corazón de Oro“, mit wunderschönen

Klarinetten-Läufen. Das stilvolle Album schließt

mit „Oblivion“ von Astor Piazzolla, ein erhabenes Tango-de-

Salon-Werk. Es ist ein Werk, das dank Crowdfunding und

der Hingabe dieser Musiker zum Tango entstanden ist. Die

Musik zu Mate-Tee oder zu argentinischem Wein!

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C.S.

musiker Magazin 4/18 | 1/19


CD-REZENSIONEN 63

JAN LINDQVIST

»Superkarma«

Gemächlich und kraftvoll rollen die Soundwellen dem Hörer

auf Jan Lindqvists erstem Solo-Album „Superkarma“ entgegen.

Ausgiebig gefeiert wird die E-Gitarre, die viel Raum

für ausschweifende Soli erhält, aber während der Ge sangs -

parts auch als Begleitinstrument geschickt eingesetzt wird.

Dass Jan Lindqvist ein Virtuose an der Gitarre ist, liegt bei

seinen zahlreichen Banderfahrungen nahe, ist er doch u.a.

als Gitarrist bei Ewo2 und Guru Guru tätig. Die meisten Songs

auf „Superkarma“ grooven lässig vor sich hin, etwas rockiger

wird es ab der Mitte des Albums, z. B. in „Darkness“

oder „Toughen Up“, bei dem der unkonforme Rhythmus im

Ohr bleibt. Atmosphärisch gut gelungen ist „Freeze“ mit

seinem an die 80er erinnernden Sound und dem unnachgiebigen

Rhythmus von Bass und Schlagzeug. Auf „At The

Station“ und „Suitcase Full Of Summer“ schlägt Lindqvist

Country- und Bluesklänge an und zeigt somit wieder eine

andere Facette seiner Musik. „Suitcase Full Of Summer“

kommt komplett ohne Gesang aus und zählt zusammen mit

dem Counterpart „Suitcase Full Of Moonlight“, das einen

Hauch melancholischer gefärbt ist, zu den Highlights des

Albums. Lindqvist gelingt es, die Songtitel in Klang zu verwandeln,

womit er nicht nur Fernweh weckt, sondern gleich -

zeitig den passenden Soundtrack für den nächsten Road -

trip mitliefert.

L.K.

janlindqvist.de

PROFESSOR BJ

»Drummer’s Paradise«

Beinahe sein gesamtes Leben wandelt Bernd Jöstingmeier

bereits auf musikalischen Pfaden, in den letzten Jahren vor

allem als „Professor BJ“. Sein Album „Drummer’s Paradise“

ist zwar bereits zehn Jahre alt, ein genauer Blick lohnt sich

jedoch – aus vielerlei Hinsicht. Das Album wartet immerhin

mit ganzen 22 Stücken auf, wovon der überwiegende Teil

auf Coverversionen von Klassikern aus Pop, Rock, Blues

und auch der klassischen Musik entfällt. An das Album ende

haben es dann auch noch zwei Eigenkompositionen ge -

schafft. Den Albumtitel im Hinterkopf fällt eingangs zuallererst

auf, dass sich der Professor zwar um respektable Arran -

gements seiner Coverstücke bemüht, dass Drums, Percussion

und Schlagwerk aber mitnichten so aufwendig arrangiert

und in den Mittelpunkt gestellt werden, wie man es vielleicht

erwartet hätte. Stattdessen konzentriert sich der Musiker

auf eine dezente und möglichst originalgetreue Wiedergabe

der Stücke, die für ihn dem Vernehmen nach alle mit einer

persönlichen Bedeutung verbunden sind. Zu nennen sind hier

etwa „Just The Way You Are“ (Billy Joel), „You Are So

Beautiful“ (Billy Preston/Bruce Fisher), „Ave Maria“ (Franz

Schubert) oder „Amazing Grace“ (Carrell/Clayton).

Bemerkenswert wird dieses Album dadurch, dass es

zeigt, wie divers die Musiklandschaft Deutschlands gerade

im Bereich der nicht-professionellen Musikschaffenden

ist. In die Zeitschriften und Blogs schaffen es häufig nur aufpolierte,

geradegerückte Interpreten, die unbedingt hoch

hinaus wollen. Professor BJ verkörpert dazu einen Antitypus:

selbstproduziert, selbstbestimmt und ge leitet von der eigenen

Liebe zur Musik, die ihn sein Leben lang begleitet hat.

Eigentlich auch keine schlechte Heran gehensweise.

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musiker MagazIN 4/18 | 1/19


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vom 1. Januar 2019 gültig.

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Beiträge: Nachdruck, auch auszugsweise,

sowie Vervielfältigungen jeder Art

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Heraus gebers. Druckirrtümer vorbehalten.

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