Berliner Kurier 04.03.2019

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BERLINER KURIER, Montag, 4. März2019

NACHRICHTEN

Keine Großmanöver mehr

Foto: Lee Jin-man/AP

Im Visier: Der Europäische Wolf.Erwird zunehmend zum Problem für Schäfer.

EmpörungüberSchulzes

Abschusspläne für den Wolf

Berlin –Der Wolf kehrt nach

Deutschland zurück und löst

damit Ängste und Probleme

aus. Der Ruf nach Abschüssen

wird lauter, nun werden die

Pläne der Bundesumweltministerin

dazu konkret. Ausgerechnet

am Tag des Artenschutzes.

Folgen jetzt Abschüsse

von Biber und Otter?

Die Grünen reagieren empört

auf Pläne von Bundesumweltministerin

Svenja Schulze

(SPD), den Abschuss von Wölfen

zu erleichtern. „Ausgerechnet

am Tag des Artenschutzes

verkündet Umweltministerin

Schulze, dass sie

das Töten einer geschützten

Art erleichtern will“, sagt die

hetzt weiter

mermans“, sagte Ungarns Ministerpräsident

der „Welt am

Sonntag“. „Die Rolle von Soros

für die europäische Politik

kann nicht übergangen werden,

und ein jeder hat das Recht darauf

zu erfahren, dass Timmermans

eingestandenerweise sein

Parlamentarische Geschäftsführerin

der Grünen-Bundestagsfraktion,

Steffi Lemke,

dem RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND). „Das ist

eine Breitseite gegen den Naturschutz,

denn damit trifft

Frau Schulze nicht nur den

Wolf, sondernauchanderegeschützte

Arten. Ihrer „Lex

Wolf“ wird die Forderung

nach einer Lex Biber und Lex

Fischotter folgen“, so Lemke

gegenüber dem RND.

Die Grünen verweisen darauf,

dass das Töten von Wölfen

bereits heute möglich sei,

wie BeispieleinNiedersachsen

und Schleswig-Holstein gerade

zeigten. „Die für das finan-

Verbündeter ist“, behauptete

Orbán weiter. Die Juncker-Plakate

sollen noch bis zum

15. März hängen, so Orbán. Sie

haben in der Europäischen

Volkspartei (EVP), deren Mitglied

Orbáns Fidesz-Partei ist,

für Empörung gesorgt.

zielle Überleben

der SchafhaltunginDeutschlandnotwendige

Weidetierpämie

verhindern

CDU/CSU und

SPD dagegen bis

heute“, so Lemke.

„An der Existenzkrise

der

Schafhaltung

wirdsichdeshalb

auch durch Frau

Schulzes Plan nichts ändern.“

Schulze hatte der „Bild am

Sonntag“ gesagt, sie wolle das

Naturschutzgesetz so ändern,

dass der Abschuss von Wölfen

erleichtert werde.

Foto: Pablo Gorondi/AP

Ausgerechnet als Wolf

verkleidete sich

Umweltministerin Svenja

Schulze (SPD) beim Karneval

und postete das Ergebnis auf

Twitter –inklusiveeines

Schildes mit der Aufschrift

„Bitte nicht erschießen“.

„Sie haben das Recht zu wissen, wasBrüssel plant“ steht auf Orbáns-

Hetzplakaten. Drübergesprüht steht „Orbán, du Dieb“.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa, Screenshot: Twitter

Foto: Mateusz Slodkowski/mago

Seoul –Diplomatische Geste

in Richtung Nordkorea: Die

USA und Südkorea schaffen

ihre großen gemeinsamen

Frühjahrsmanöver ab, die

von Nordkorea in der Vergangenheit

als Invasionsvorbereitung

kritisiert worden

waren. An die Stelle der

Großmanöver sollen kleinere

Militärübungen treten.

Kampf um letzte IS-Bastion

Baghus –Letztes Gefecht?

Unterstützt von Luftangriffen

der US-geführten Koalition

haben die Syrischen Demokratischen

Kräfte (SDF) ihren

Angriff auf die letzte IS-Bastion

Baghus in Syrien intensiviert.

Deren Einnahme wäre

das Ende des IS in Syrien

nach vier Jahren Terror.

Danziger gehen zur Wahl

Danzig –Trauriges Votum:

Eineinhalb Monate nach dem

Mord an Danzigs Bürgermeister

Pawel Adamowicz (53) hat

in der nordpolnischen Stadt

die Wahl seines Nachfolgers

begonnen. Klare Favoritin ist

Aleksandra Dulkiewicz, bisherige

Stellvertreterin des beliebten

Politikers.

Nur elf Zurückweisungen

Berlin –Viel Lärm um

nichts? Von der deutsch-österreichischen

Grenze sind

bisher nur elf Migranten auf

Grundlage bilateraler Vereinbarungen

zurückgeschickt

worden. Diese Abkommen

waren 2018 Kern des Kompromisses

im Unionsstreit

um Grenzzurückweisungen.

Guaidó will wieder zurück

Salinas –Riskantes Spiel:

Venezuelas selbst ernannter

Interimspräsident Juan Guaidó

hat bei einer Auslandsreise

zu neuen Protesten in

seiner Heimat aufgerufen

und will trotz drohender

Festnahme nach Venezuela

zurückkehren. Das sagte er

während seines Besuchs in

Ecuador.

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