Konzerte im Thürmer-Saal 2019

ferd.thuermer

Kammermusik-Konzertreihe im Thürmer-Saal in Bochum

S E I T 1 8 3 4

KONZERTE

IM

THÜRMER-

SAAL

im Theaterzentrum der

Folkwang-Universität

Friederikastr. 4, Bochum

März bis Dezember 2019


Vorwort

Liebe Konzertbesucher,

zehn Soloklavierabende, zwei Kammermusiken

mit Klavier und ein Stummfilm mit Live-Musik

laden von März bis Dezember 2019 zum Besuch

des THÜRMER-Saals ein. Künstler von

Weltruf musizieren für Sie!

Den Anfang macht am 17.3. Arnulf von Arnim,

der sich konzertierend, lehrend und als Juror

größte internationale Anerkennung erwarb.

Am 6.4. folgt die renommierte Heidrun Holtmann

mit einem großen Beethoven/Schumann-Abend.

Der 28. April ist dem Jazz-Klavier

gewidmet. Die brillante Marialy Pacheco ist die

einzige Frau unter den derzeitig angesagten

kubanischen Star-Pianisten wie Chucho Valdes,

Roberto Fonseca, Omar Sosa oder Gonzalo Rubalcaba.

Die 1. Preisträgerinnen des Int. Schubert-Wettbewerb

LiedDuo 2018, Esther Valentin und

Anastasia Grishutina, geben am 18. Mai ihr Debut.

Die exzellente Hisako Kawamura musiziert am

16. Juni, 16 Uhr (!) mit hervorragenden Streichern

der Bamberger Symphoniker Klavierquintette.

Ein Muss für jeden Kammermusikfreund!

Der 21. Juni ist dem 1. Preisträger des Int. Klavierwettbewerb

2019 in Epinal (Frankreich)

vorbehalten.

Sämtliche Konzerte finden im

THÜRMER-SAAL im Theaterzentrum

der Folkwang Universität,

Friederikastr. 4, 44789 Bochum statt!


Am 3. August spielt der seit langem in der

Schweiz konzertierend und lehrend erfolgreiche

Carl Wolf ein reizvolles Mendelssohn,

Chopin, Schubert-Programm. Als junger Preisträger

gab er schon vor vielen Jahren seinen

ersten Klavierabend im THÜRMER-Saal.

Mit Anton Yashkin (Franz-Liszt/Weimar), Honggi

Kim (Jaén/Spanien) und Rachel Kudo (J. S.

Bach/Leipzig) geben am 24.8., 13.10. und 23.

11. drei jeweils 1. Preisträger internationaler

Wettbewerbe des Jahres 2018 ihr Debut. Der

21. 9. beschert ein Wiedersehen mit der wunderbaren

Hilda Huang, die vor zwei Jahren einen

phänomenalen Einstand bei uns feierte,

nachdem sie 18jährig den Int. Bachwettbewerb

in Leipzig für sich entschieden hatte.

F. W. Murnaus berühmter Stummfilm „FAUST

– eine deutsche Volkssage“ wird am 3. November

im THÜRMER-Saal vorgeführt. Martin

Roemer (Violoncello) und Peter Domnick (Harmoniumklavier)

musizieren. Lassen Sie sich

überraschen!

Der Ausnahme-Pianist Bernd Glemser beschließt

am 21. Dezember das Programm 2019.

Viel Vergnügen wünschen

Jan Thürmer - künstlerischer Leiter -

Petra Huppert M.A. - Konzertsekretariat -

Aktuelle Informationen

(Programmänderungen, Zusatzkonzerte

etc.) unter:

www.thuermer-konzerte.de

Gerne senden wir Ihnen auch

unseren E-Mail-Infobrief:

Stichwort »Infobrief« an

konzertkasse@thuermer-konzerte.de

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Generationen.

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6


Programmübersicht

Sonntag, 17. März 2019, 20 Uhr

Klavierabend

ARNULF VON ARNIM

Samstag, 6. April 2019, 20 Uhr

Klavierabend

HEIDRUN HOLTMANN

Sonntag, 28. April 2019, 20 Uhr

Solopiano – Jazz

MARIALY PACHECO

Samstag, 18. Mai 2019, 20 Uhr

Liederabend

ESTHER VALENTIN & ANASTASIA GRISHUTINA

(Mezzosopran und Klavier)

1. Preis Int. Schubert-Wettbewerb LiedDuo 2018

Sonntag, 16. Juni 2019, 16 Uhr (!)

Kammermusik am Nachmittag

HISAKO KAWAMURA (Klavier)

Streicher der Bamberger Symphoniker

Sonntag, 21. Juli 2019, 20 Uhr

Klavierabend

1. Preis Concours International

de Piano d‘ Epinal (France)

Samstag, 3. August 2019, 20 Uhr

Klavierabend

CARL WOLF

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Programmübersicht

Samstag, 24. August 2019, 20 Uhr

Klavierabend

ANTON YASHKIN

1. Preis Int. Klavierwettbewerb

Franz Liszt Weimar/Bayreuth 2018

Samstag, 21. September 2019, 20 Uhr

Klavierabend

HILDA HUANG

Sonntag, 13. Oktober 2019, 20 Uhr

Klavierabend

HONGGI KIM

1. Preis Int. Premio Piano Jaén 2018

Sonntag, 3. November 2019, 20 Uhr

Film und Musik

„FAUST“

MARTIN ROEMER & PETER DOMNICK

(Violoncello und Harmoniumklavier)

19 Uhr: Einführung

Samstag, 23. November 2019, 20 Uhr

Klavierabend

RACHEL KUDO

1. Preis Int. Bachwettbewerb

Leipzig 2018

Samstag, 21. Dezember 2019, 20 Uhr

Klavierabend

BERND GLEMSER

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Klavierabend

ARNULF VON ARNIM

Joseph Haydn (1732-1809)

Sonate D-Dur Hob XVI/ 51

Variationen f-Moll

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate d-Moll op. 31/2

Franz Schubert (1797-1828)

Sonate a-Moll DV 784

Frédéric Chopin (1810-1849)

Scherzo E-Dur op. 54

Sonntag, 17. März 2019, 20 Uhr

EUR 23 (18)

Der 1947 in Hamburg geborene Arnulf von Arnim

studierte in Frankfurt, Stuttgart und bei

Pierre Sancan in Paris. Er nahm an Meisterkursen

bei Claudio Arrau und Wilhelm Kempff teil

und ist Preisträger von internationalen Wettbewerben.

So erspielte er sich u. a. den 1. Preis

beim Wettbewerb „Viotti“ Vercelli, den 1. Preis

beim Wettbewerb „Maria Canals“ in Barcelona,

und weitere Preise beim „Busoni-Wettbewerb“

in Bozen und Genf.

Arnulf von Arnim gab Konzerte als Solist und

mit Orchestern in vielen Ländern Europas, in

den USA und in Japan. Er spielte zahlreiche

Rundfunk-, Fernseh-, und Schallplattenaufnahmen

ein. Als Kammermusikpartner trat er u. a.

10


Foto: privat

mit Frank Peter Zimmermann, Ulf Hoelscher,

Saschko Gawriloff, Vesselin Paraschkevov,

David Geringas, Rainer Moog, dem Brodsky-

Quartett und vielen anderen auf.

Nach seiner Lehrtätigkeit an der Folkwang Universität

der Künste hat Arnulf von Arnim eine

Seniorprofessur für Klavier an der Westfälischen

Wilhelms-Universität Münster inne.

Darüber hinaus ist er auch Gastprofessor an

der Musashino-Hochschule in Tokio und hat einen

Lehrauftrag an der Hochschule für Musik

in Frankfurt und an der Musikhochschule München

inne. Zudem ist er künstlerischer Leiter

des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in

Dortmund und der Internationalen Sommerakademie

Cervo in Italien.

11


Klavierabend

HEIDRUN HOLTMANN

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate B-Dur op. 106

Robert Schumann (1810-1856)

Etudes Symphoniques op. 13

12

EUR 23 (18)

Samstag, 6. April 2019, 20 Uhr

Heidrun Holtmann, in Münster geboren, begann

im Alter von vier Jahren Klavierunterricht zu nehmen.

Als Neunjährige wurde sie in die Klavierklasse

von Prof. Renate Kretschmar-Fischer an

der Musikhochschule Detmold aufgenommen,

wo sie ihre Künstlerische Reifeprüfung „summa

cum laude“ bestand und ihre Ausbildung „mit

Auszeichnung“ abschloss.

Heidrun Holtmann war mehrfach Preisträgerin

nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Sie gewann 1979 den 2. Preis ex aequo und 1982

den 1. Preis beim „Concours Géza Anda“ in Zürich

und konnte binnen weniger Jahre Publikum

und Kritiker überzeugen. Engagements mit Dirigenten

wie Antal Doráti, Iván Fischer und David

Zinman folgten, und sie musizierte mit dem

Royal Philharmonic Orchestra London, dem

Detroit Symphony Orchestra und dem Tonhalle-

Orchester Zürich ebenso wie mit zahlreichen

anderen Sinfonie- und Kammerorchestern in

Deutschland und im Ausland.

Ihre Tourneen führten sie durch ganz Europa, Japan,

Taiwan, Süd- und Südostasien, die USA, Kanada

und Südamerika.

Ihre Diskographie enthält die Gesamteinspielung

der Werke für Klavier und Orchester von Robert

Schumann sowie mehrere Solo-CDs, die ein weitgespanntes

Repertoire von Bach, Mozart, Beethoven,

Schubert, Schumann, Chopin, Debussy,

Skrjabin bis zu Martin und Holliger umfassen.


Foto: Bettina Stoess 13


14 Foto:

Markus Jans


Solopiano – Jazz

MARIALY PACHECO

„En el camino“ - „Auf dem Weg“

Sonntag, 28. April 2019, 20 Uhr

Marialy Pacheco – Gewinnerin der Montreux

Solo Piano Competition 2012: Als erste

Frau überhaupt, erhielt sie diesen Preis in

der bereits seit 15 Jahren bestehenden Competition!

In Havanna 1983 geboren, wuchs Marialy

Pacheco in einer musikalischen Familie

auf. Mit 15 besuchte sie die Escula Nacional

de Artes und studierte Kompsition am Instituto

Superior de Artes in Havanna. Seit 2013

lebt sie in Deutschland und gastiert bei namhaften

nationalen und internationalen Festivals.

2014 veröffentlicht Marialy Pacheco ihre

erste, deutsche CD-Produktion „Introducing“.

In 2016 präsentierte sie gemeinsam mit dem

WDR-Funkhausorchester, das Projekt „Danzon

Cubano“ u.a. beim Beethovenfest in Bonn.

Seit 2018 ist Marialy Pacheco in diversen Besetzungen

mit dem Projekt „DUETS“ auf Tournee,

u.a. mit Omar Sosa beim Jazzfestival in

Leibnitz, mit Rhani Krija im Teatro La Fenice in

Venedig, mit Joo Kraus in der Philharmonie Luxemburg,

sowie mit Max Mutzke beim Jazzfestival

in Aalen. Marialy Pacheco ist die einzige,

weibliche Pianistin unter den derzeitig angesagten,

kubanischen Star-Pianisten wie Chucho

Valdes, Roberto Fonseca, Omar Sosa oder

Gonzalo Rubalcaba.

EUR 28 (23)

15


Liederabend

ESTHER VALENTIN

(Mezzosopran) und

ANASTASIA GRISHUTINA

(Klavier)

1. Preis Int. Schubert-Wettbewerb

LiedDuo 2018

„Heimat ?“

Lieder von

Franz Schubert (1797-1828)

Gustav Mahler (1860-1911)

Ernest Chausson (1855-1899)

Peter I.Tschaikowski (1840-1893)

Sergej Rachmaninow (1873-1943)

Robert Schumann (1797-1828)

Liederkreis op. 39

16

EUR 23 (18)

Samstag, 18. Mai 2019, 20 Uhr

Mit dem ersten Preis sowie den Publikumspreis

wurde das junge Duo Esther Valentin (Mezzosopran)

und Anastasia Grishuthina (Klavier)

im September 2018 beim Internationalen

Schubert-Wettbewerb LiedDuo in Dortmund

ausgezeichnet. Darauf folgten zahlreiche Liederabende

der beiden Künstlerinnen und eine

CD Produktion bei dem Label GWK Records als

Co-Produktion mit dem SWR Baden-Baden.

Nach der Teilnahme an einem Meisterkurs der

Landesakademie Ochsenhausen im Sommer

2018 wurde das Duo von der Bruno-Frey-Stiftung

ausgewählt und mit dem Bruno-Frey-

Preis ausgezeichnet. Im November 2018 waren

Esther Valentin und Anastasia Grishutina für

eine Rundfunkaufnahme mit deutschen und

französischen Liedern beim SWR Baden-Baden

zu Gast.


Foto: privat

Die junge Mezzosopranistin Esther Valentin

studierte an der Hochschule für Musik und

Tanz Köln in der Gesangsklasse von Prof. Mario

Hoff. In einer Musikerfamilie aufgewachsen,

tritt sie seit ihrer Kindheit regelmäßig auf. Großen

Einfluss auf ihren stimmlichen Werdegang

hatte der Unterricht zunächst bei ihrem

Vater Michael Valentin und später bei der Sopranistin

Monica Pick-Hieronimi. Neben der

studentischen Ausbildung erhält sie wertvolle

musikalische Impulse in zahlreichen Meisterkursen.

Anastasia Grishutina erhielt ihre Klavierausbildung

am Gnesin Kolleg, am Staatlichen

Tchaikowsky-Konservatorium Moskau (Klavier,

Cembalo und Hammerklavier) sowie an der

Hochschule für Musik und Theater München.

Seit 2016 studierte sie Liedgestaltung an der

Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof.

Ulrich Eisenlohr und Prof. Stefan Irmer. Bei

zahlreichen Meisterkursen erhielt sie Inspirationen

für ihren musikalischen Werdegang.

Seither widmet sich Anastasia Grishutina sehr

erfolgreich und mit besonderer Intensität und

dem Kunstlied.

17


Kammermusik am Nachmittag

HISAKO KAWAMURA

(Klavier)

Streicher der

Bamberger Symphoniker

Melina Kim (Violine)

Wolfram Hauser (Bratsche)

Uli Witteler (Violoncello)

Luuk Godwaldt (Kontrabass)

„Forellen, Hummeln und

andere Köstlichkeiten...“

Franz Schubert (1797-1828)

Forellen-Quintett A-Dur D667, 4. Satz

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)

Klavierquintett es-Moll op. 87

u. a.

Sonntag, 16. Juni 2019, 16 Uhr (!)

EUR 28 (23)

„Hisako Kawamura ist ein glänzendes Talent.

Im Unterschied zur Mehrheit der Pianisten, die

über eine eher ohnmächtig machende Technik

verfügen, ist sie fähig, die Musikwerke neu zu

entdecken und besitzt außerdem einen einwandfreien

Geschmack sowie Maßgefühl.

Dieser Qualität begegnet man äußerst selten,

doch Hisako Kawamura ist für die Bühne geboren.“

(Elisso Wirssaladze)

18

Geboren in Nishinomiya (Japan), aufgewachsen

in Deutschland, identifiziert Hisako Kawamura

sich sowohl mit der europäischen als auch der

japanischen Kultur. Sie ist mehrfache internationale

Preisträgerin (u. a. beim ARD-Wettbewerb

München und Clara-Haskil-Wettbewerb


Foto: privat

Vevey). Für Ihre künstlerische Tätigkeit wurden

ihr zahlreichen Kulturpreise verliehen und ihre

CD-Produktionen von der internationalen Kritik

begeistert aufgenommen.

Hisako Kawamura konzertiert regelmäßig mit

Soloabenden in Europa und Asien und ist Professorin

für Klavier an der Folkwang Universität

der Künste sowie Sonderlehrbeauftragte

am Tokyo College of Music.

Als eine der gefragtesten Pianistinnen ihrer Generation

präsentiert sich Hisako Kawamura im

Thürmer-Saal nun als Kammermusikpartnerin

eines Streichquartetts, das sich aus exzellenten

Streichern der Bamberger Symphoniker

zusammensetzt.

19


Klavierabend

1. Preis Concours International

de Piano d‘Epinal (France)

Besetzung und Programm werden zu einem

späteren Zeitpunkt bekanntgegeben und können

unser Internetseite www.thuermer-konzerte.de

bzw. der Tagespresse entnommen

werden.

Sonntag, 21. Juli 2019, 20 Uhr

EUR 23 (18)

Der 27. Internationale Klavierwettbewerb in

Epinal (Frankreich) findet vom Freitag, den 22.

bis Sonntag, den 31. März 2019 statt.

Der internationale Klavierwettbewerb Epinal,

der seit 1972 regelmäßig alle zwei Jahre Ende

März stattfindet, begrüßt Wettbewerber aus

der ganzen Welt, die von einer internationalen

Jury bewertet werden, die sich aus herausragenden

Persönlichkeiten der Musikwelt zusammensetzt.

20


Für den Wettbewerb 2019 sind insgesamt 100

Bewerber zugelassen, die sich in vier öffentlichen

Runden mit Werken von Johann Sebastian Bach

über Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin

bis hin zu einem zeitgenössischen Pflichtstück

von Elise Bertrand präsentieren müssen.

Neben den Geldpreisen für die Plätze eins bis

vier, winken den jungen Pianisten Sonderpreise,

wie der Publikumspreis und zahlreiche Engagements

in internationalen Konzertsälen und bei

renommierten Festivals.

21


22


23


Klavierabend

CARL WOLF

Felix Mendelssohn (1809-1847)

Lied ohne Worte g-Moll op. 53 Nr. 3

Lied ohne Worte e-Moll op.102 Nr. 1

Präludium und Fuge e-Moll op. 35

Frédéric Chopin (1810-1849)

Nocturne cis-Moll op. 27 Nr. 1

Nocturne Des-Dur op. 27 Nr. 2

Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31

Franz Schubert (1797-1828)

Sonate A-Dur D 959

Samstag, 3. August 2019, 20 Uhr

EUR 23 (18)

Der aus Köln stammende Pianist Carl Wolf

zeichnet sich durch seine extreme musikalische

Vielseitigkeit aus. Seit seiner Studienzeit

in Köln (Roswitha Gediga) und Basel (Krystian

Zimerman) engagiert er sich als Pianist ebenso

intensiv wie als Dozent an den Musikhochschulen

Basel, Zürich und am Konservatorium

Winterthur.

Neben seinen pianistischen Auftritten, solistisch

in Klavierabenden und Konzerten mit

Orchestern im In- und Ausland, ist er ein gefragter

Kammermusiker und Korrepetitor.

24


Foto: Lucia Moretti 25


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Foto: hfm-weimar

Klavierabend

ANTON YASHKIN

1. Preis Int. Franz-Liszt-

Klavierwettbewerb Weimar 2018

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Toccata g-Moll BWV 915

Joseph Haydn (1732-1809)

Sonate g-Moll Hob XVI:44

Johannes Brahms (1833-1897)

Vier Balladen op. 10

Franz Liszt (1811-1886)

La lugubre Gondola

Sonate h-moll

Samstag, 24. August 2019, 20 Uhr

28

EUR 23 (18)

Anton Yashkin erhielt seine pianistische Ausbildung

am Staatlichen Konservatorium Peter

I. Tschaikowsky in Moskau. 1998 in Russland


geboren, besuchte er zunächst als Jungstudent

die Zentrale Musikschule des Konservatoriums,

bevor er dort sein reguläres Studium

aufnahm.

Neben dem Klavierspiel, das ihn seit seinem

fünften Lebensjahr fasziniert, begeistert er

sich auch für Schach und Technik. Im Jahr 2017

nahm Anton Yashkin erfolgreich an Klavierwettbewerben

in Spanien und Lettland teil und

errang den 2. Preis beim Jazep Vitola Wettbewerb

in Riga. Sein jüngster Erfolg ist der 1. Preis

beim 9. Internationalen Klavierwettbewerb

Franz Liszt in Weimar 2018. Anton Yashkin konzertiert

regelmäßig mit Soloabenden und trat

bereits als Solist mit Orchestern wie den St. Petersburger

Philharmonikern und dem National

Baltic Orchestra auf.

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30 Foto: Maxwell Tiedemann


Klavierabend

HILDA HUANG

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Französische Ouvertüre BWV 831

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Diabelli Variationen op. 120

Samstag, 21. Sept. 2019, 20 Uhr

Hilda Huang erlangte internationale Aufmerksamkeit,

als sie mit 18 Jahren als jüngste Finalistin,

sensationell den internationalen Bach-

Wettbewerb in Leipzig 2014 für sich entscheiden

konnte. Zuvor war sie in 2010 bereits beim

Internationalen Klavierwettbewerb „J.S. Bach“

in Würzburg und beim „Tureck International

Bach-Competition“ erfolgreich.

Die Presse berichtet begeistert von Ihren Klavierabenden.

Die junge Pianistin wird für die

„philosophische Tiefe“ ihrer Interpretation gelobt

(Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und

die „New York Concert Review“ schwärmt von

ihrer „verführerischen Extrovertiertheit“.

Hilda Huang wurde 1996 in Palo Alto (Kalifornien,

USA) geboren, begann bereits im Alter von

drei Jahren mit dem Klavierspiel und erhielt ihre

Ausbildung u. a. an der Yale School of Music.

An die hervorragenden Wettbewerbserfolge

schlossen sich zahlreiche Einladungen zu Konzertreihen

und -Festivals in den USA und Europa

an. Im Leipziger Gewandhaus trat sie ebenso

auf, wie im Kennedy-Center Washington und

in der Carnegie Hall New York.

EUR 23 (18)

31


Klavierabend

Honggi Kim

1. Preis Int. Klavierwettbewerb

Jaén/Spanien 2018

Frédéric Chopin (1810-1849)

Andante Spianato et

Grande Polonaise brillante op. 22

Maurice Ravel (1875-1937)

Gaspard de la Nuit

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Etude en forme de valse

Robert Schumann (1810-1856)

Davidsbündlertänze op. 6

32

EUR 23 (18)

Sonntag, 13. Okt. 2019, 20 Uhr

Der 1991 geborene südkoreanische Pianist

Honggi Kim erhielt seine Ausbildung zunächst

in seinem Heimtland bevor 2014 sein Klavierstudium

in München (später in Frankfurt) in

der Klasse von Prof. Arnulf von Arnim fortsetzt.

Honggi Kim kann bereits auf zahlreiche Erfolge

bei internationalen Wettbewerben verweisen,

zuletzt errang er den 1. Preis sowie zwei

Sonderpreise beim 60. Klavierwettbewerb von

Jaén/Spanien und den Schumann-Preis beim

Concours Géza Anda in Zürich (beides in 2018).

Seitdem begeistert Honggi Kim das Publikum

regelmäßig mit Soloklavierabenden in Europa

und Asien.


Foto: privat 33


Film und Musik

„FAUST – eine deutsche Volkssage“

Ein Stummfilm von Friedrich Wilhelm

Murnau mit Live-Musik von

MARTIN ROEMER & PETER DOMNICK

(Violoncello und Harmoniumklavier)

Sonntag, 3. Nov. 2019, 20 Uhr

19 Uhr Einführung

34

EUR 23 (18)

Murnaus Faust war zur Zeit seiner Veröffentlichung

bei den deutschen Kritikern kein großer Erfolg

beschieden: man rügte den Regisseur für die

wenig originalgetreue Umsetzung von Goethes

Faust. Die Literatur als Kunstform stand turmhoch

über der immer noch neuen Filmkunst. Der hochgebildete

Zeitungskritiker als Vertreter und Anwalt

der klassischen Bildung rügte und bekrittelte

den wohl mehr auf Effekte und Bilder abzielenden

Regisseur, das Publikum aber war versessen - damals

wie heute - auf das Ausloten der Grenzen des

technisch Machbaren. Auf das Spektakuläre, das

Nie-Gesehene.

Oft kommt es uns dilettantisch oder gar lächerlich

vor, wenn wir Heutigen die albernen Versuche aus

der Frühzeit des Films sehen. Die Monster, die mit

ihren Pappschwänzen und Scheinwerferaugen dicken

Zigarrenrauch aus der Nase pusten.

Und dann die Sprachlosigkeit: ein fast zweistündiger

Film, in dem fast alles über die Gesichtsmimik

zu transportieren war. Und wenn es gar nicht

mehr ging, dann blendete man Tafeln ein, und die

musste man lesen, und dann standen sie viel zu

lang im Bild.

Und dann der Faust? Ein philosophisches Werk

von höchster lebensweisheitlicher Güte, das des

Deutschen Seele durch den übergroßen Goethe ja

geradezu erst definierte, das alles sollte nun der

endlosen Dialoge und Monologe beraubt auf einer

Leinwand erstrahlen, wo die Helden die Münder

bewegten, aber nichts zu hören war?


Wo sollte die Philosophie hier wohnen, was war

hier des Pudels Kern?

Über all diesen Zweifeln und Unmöglichkeiten

schwebt unberührt Murnaus Faust: diesem großen

deutschen Regisseur war es gelungen in einer

geschlossenen Bildsprache die Wirklichkeit zu

transzendieren, ihr ein neues Gesicht zu geben, eines,

das mit all seiner Symbolik und Stimmigkeit

uns versetzt in einen zweistündigen Traum, ungestört

von allzu intellektuellen Bedenken, getragen

auf den Schwingen der Musik.

Hier werden Sie nun Martin Roemer am Cello hören

und Peter Domnick am Harmonium-Klavier.

Letzteres eine spezielle, eigens für den Stummfilm

geschaffene Hybrid-Kreatur, man kann gleichzeitig

die Harmonium-Orgel spielen wie auch das

Klavier, es lassen sich Klänge herstellen, die Sie so

noch nie gehört haben. Römer und Domnick sind

dabei einerseits sehr akkurat und integrieren die

traditionelle Literatur und natürlich improvisieren

sie, lassen sich ins Bild fallen und suchen die Trance,

suchen die Selbstvergessenheit entstehen zu

lassen, die diesen großartigen Kunstfilm auszeichnet.

Und um den Übergang zu erleichtern, sehen

Sie zu Beginn Goethes Vorspiel auf dem Theater“,

gespielt von drei Schauspielern. Lassen Sie sich

überraschen!

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Klavierabend

RACHEL KUDO

1. Preis Int. Bach-Wettbewerbs

Leipzig 2018

Werke von

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Robert Schumann (1810-1856)

Clara Schumann (1819-1896) und

Johannes Brahms (1833-1897)

Samstag, 23. Nov. 2019, 20 Uhr

EUR 23 (18)

Die US-amerikanische Pianistin Rachel Kudo,

Gewinnerin des Internationalen Johann Sebastian

Bach Wettbewerbs 2018 in Leipzig,

begeistert ihr Publikum weltweit mit ihrer ,,umwerfenden

Virtuosität“ und dem „Wunder der

makellosen Technik und ausdrucksstarken Vielseitigkeit“

als Solistin und Kammermusikerin.

Rachel Kudo gab ihr Orchesterdebüt mit

Tschaikowskys 1. Klavierkonzert mit dem Fort

Worth Symphony Orchester. Sie konzertierte

als Solistin u.a. mit der Warschauer Philharmonie

in Polen und dem RTE National Symphony

Orchester in Irland. Die junge Pianistin gab ihr

Solodebüt beim Internationalen Chopin Festival

in Polen. Außerdem trat sie im Salle Cortot

in Paris, im Musikverein in Wien, im Kunstmuseum

Tel Aviv in Israel und in der Carnegie Hall

in New York auf. Rachel Kudo ist Absolventin

der Juilliard School in New York und zweifache

Gewinnerin des internationalen Gina Bachauer

Klavierwettbewerbs Sie wurde in Washington

D.C. als Tochter japanisch-koreanischer Eltern

geboren und begann im Alter von vier Jahren

mit dem Klavierspiel. Ihre Ausbildung erhielt

sie u.a. bei Richard Goode, Joseph Kalichstein

und Leon Fleisher.

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Foto: Jiyang Chen 37


38 Foto: Oli Rust


Klavierabend

BERND GLEMSER

Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt

auf unserer Internetseite www.thuermerkonzerte.de

und in der Presse bekanntgegeben.

Samstag, 21. Dez. 2019, 20 Uhr

„Glemser ist der deutsche Klaviermagier seiner

Generation, ein Wunder an Virtuosität bei

gleichzeitiger künstlerischer Reife“, urteilt die

„Badische Zeitung“. Auch vom „Klavierdichter“

liest man in der Fachpresse immer wieder, die

sich mit Lobeshymnen übertrifft, wenn es um

den deutschen Pianisten Bernd Glemser geht,

der seinen Platz an der Weltspitze nun schon

über Jahrzehnte behauptet.

Seine fulminante Karriere begann schon in jungen

Jahren, denn noch während des Studiums

gewann er bei den wichtigsten Wettbeweben

eine Reihe von Preisen, 17 davon in Folge

(u.a. Cortot, ARD, Rubinstein, Busoni, Sydney).

Trotzdem ist er kein Medienstar und kein Glamourpianist

geworden, denn Bernd Glemser

konzentriert sich voll und ganz auf die Musik.

Während seiner langen Karriere sind rund 35

CDs entstanden, darüber hinaus wirkte Bernd

Glemser bei unzähligen Radio- und Fernsehproduktionen

mit und, wie könnte es anders

sein, spielt mit vielen befreundeten Kollegen

Kammermusik.

EUR 28 (23)

39


40


41


FERD. THÜRMER

Firmengeschichte

1834: Firmengründung

Zum 1. April 1834 machte sich der aus

Zittau stammende Ernst Ferdinand

Wilhelm Thürmer (1804-1862) in

Meißen selbständig und eröffnete

eine Werkstatt unter dem Namen

„Ferdinand Thürmer“. Hier stellte

er „Fortepiano’s in Flügel und Tafelform,

wie auch Guitarren“ her und

führte Reparaturen und Stimmungen

aus. E. F. W. Thürmer wohnte zunächst

am Baderberg 1, wechselte in

der Folgezeit mehrfach sein Domizil und

erwarb am 19.8.1843 das Haus Schloßberg 6.

Anfangs wurden durchschnittlich 12 Instrumente

– vorwiegend Tafelklaviere – pro Jahr

hergestellt, bis 1862 belief sich die Gesamtzahl

auf 365 Stück.

E. F. W. Thürmer hatte eine Tischlerlehre absolviert,

war anschließend auf Wanderschaft

gegangen und über Süddeutschland in die

Schweiz gezogen. Dort hatte er in der Werkstatt

eines Klavierbauers Anstellung gefunden

und beschlossen, sich ganz diesem Beruf zu

widmen. Nach einem längeren Aufenthalt in

Stuttgart war er nach Sachsen zurückgekehrt

und in den Klavierfabriken A. Bretschneider in

Leipzig sowie E. Rosenkranz in Dresden tätig

gewesen.

42

1873: Neubau Fabrik Martinstraße

Nach dem Tod des Gründers am 25.3.1862

übernahm dessen Sohn [Gustav Adolf] Ferdinand

(6.2.1837–13.5.1900) die Firma Ferd.

Thürmer. Er hatte im väterlichen Betrieb gelernt

und dann drei Jahre bei Julius Blüthner

in Leipzig gearbeitet. 1867 kaufte er das Haus

Schloßberg 5 und baute insbesondere die Pro-


duktion von Flügeln und aufrechtstehenden

Klavieren aus. Innerhalb weniger Jahre entwickelte

er das väterliche Geschäft „aus den

bescheidenen Verhältnissen heraus zu einem

umfangreichen und angesehenen Etablissement

der deutschen Klavierindustrie“. Bald

schon musste der Betrieb vergrößert werden

und 1875 erfolgte der Umzug in den Neubau

Martinstraße 12, der bereits 1884 erweitert

werden konnte. Auf der Londoner Weltausstellung

1884 erhielten Klaviere der Firma Ferd.

Thürmer mehrere Auszeichnungen. Insbesondere

australische Händler wurden auf die Instrumente

aufmerksam und es entwickelten sich

enge Handelsbeziehungen mit dem fünften

Kontinent, die auch in schwierigen Zeiten nicht

abrissen und bis heute bestehen. Aber auch in

anderen Teilen der Welt waren Thürmer-Klaviere

begehrt, ein bedeutender Teil der Fertigung

war für den Export bestimmt.

1897/1904: Zweigfabriken Talstraße und

Fischergasse

1897 bezog man eine Zweigfabrik in der Talstraße

5b. Im selben Jahr trat Gustav Adolf

Ferdinand Thürmers erster Sohn Ferdinand

III (5.6.1871–9.11.1955) als Teilhaber in die

Firma ein, nachdem er seine Kenntnisse bei

verschiedenen Pianofortefabriken in den

USA vertieft hatte. Der zweite Sohn Hugo

(24.3.1877–7.2.1948) hatte in England und

Schottland gearbeitet und wurde 1899 eben-

43


falls Teilhaber. Nach dem Tod Gustav Adolf

Ferdinand Thürmers am 13.5.1900 führten die

beiden Söhne gemeinsam den Betrieb: Ferdinand

übernahm die technische, Hugo die

kaufmännische Leitung. Aufgrund ihrer Erfahrungen

in den USA und in England trieben sie

insbesondere die Mechanisierung voran und

erhöhten die Produktion beträchtlich: zum

1.4.1904 konnte eine weitere Zweigfabrik in

der Fischergasse eröffnet werden.

Am 15. Juni 1903 feierte man die Vollendung

des 25.000. Instrumentes: „Im Garten des

Schützenhauses entwickelte sich ein wahres

Volksfest, während im Saale festliche Tafeln

der etwa 400 Gäste, Beamten und Arbeiter der

Fabrik, sowie zahlreicher Freunde und Gönner,

warteten.[...] Herr Ferdinand Thürmer warf in

einer späteren Ansprache einen Blick auf die

Anfänge und die Entwicklung der Firma und

wandte sich dann der Frage zu, wem der schöne

Erfolg zu verdanken sei. Rühmend gedachte

er vor allem des Vaters der jetzigen Firmeninhaber,

dessen unermüdliche Schaffenskraft in

der Arbeit vieler Jahre den Grund zur jetzigen

Größe des Geschäftes legte. Aber auch den

treuen Mitarbeitern, dem kaufmännischen,

theoretischen und praktischen Personal sei

ein guter Theil des Erfolges zuzuschreiben,

und ihnen zollte er daher aufrichtige Anerkennung.

Und eine große Anzahl treuer Arbeiter

verzeichnet die Firma in den Listen ihres 170

Köpfe starken Personals. Zwei Arbeiter stehen

über 30, vier über 25, fünfzehn über 20, fünfzig

15 bis 20 und fünfundzwanzig 10 bis 15 Jahre in

ihren Diensten.“

44

1908: Neubau Fabrik Ferdinandstraße

Aufgrund der wachsenden Nachfrage entschlossen

sich die Inhaber zum Neubau einer

Fabrik in Meißen-Zscheila, nach deren Fertigstellung

1908 die Zweigwerke Fischergasse

und Talstraße aufgegeben wurden. Das Gebäude

in der Ferdinandstraße hatte die damals

modernste technische Ausstattung: „Das fünf


Stockwerke umfassende, bis zum Dach aus Eisenbeton

gebaute Etablissement von 72 m

Länge ist mit den neuesten technischen Vervollkommnungen

und maschinellen Anlagen ausgerüstet.

Vermittels einer Kraftanlage von 150

PS wird eine elektrische Licht- und Kraftzentrale

unterhalten, von wo aus sämtliche Maschinen

[insgesamt waren es mehr als 40] durch

Elektromotoren einzeln angetrieben werden;

ferner sorgt eine fast durchweg im Fußboden

montierte Absauganlage für sofortige Entfernung

allen Staubes, sowie der Späne und

Holzabfälle, und eine vorzügliche patentierte

Holztrockenanlage neuesten Systems gibt die

Gewähr für tadellose Pflege der Hölzer vor der

Verarbeitung. [...] Bei voller Inanspruchnahme

beider Werke war es möglich, bei einer Gefolgschaft

von ca. 300 Mann jährlich bis zu 2.800

Flügel, Pianos und Einbaupianos herzustellen.“

In der Ferdinandstraße wurden Halbfabrikate

erstellt, in den Werkstätten im Seitentrakt der

Martinstraße erfolgte der Einbau der Mechaniken

und der Zusammenbau der Instrumente.

Im Hauptgebäude der Martinstraße befanden

sich die Verkaufs- und Kontorräume sowie in

den oberen Stockwerken Wohnungen.

Erster und Zweiter Weltkrieg

Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges waren

fast 50.000 Instrumente hergestellt worden.

Während des Krieges lief die Klavierfabrikation

nur noch eingeschränkt weiter, hauptsächlich

produzierte man Feldwagen und anderes Heeresgut.

Nach Kriegsende stieg die Produktion

45


allmählich wieder an, 1925 war die Baunummer

58.000 erreicht, 1928 die Nummer 60.000.

1926 traten Dr. Walther Thürmer (20.9.1902 –

23.2.1947), Sohn von Hugo, und Ferdinand IV

Thürmer (16.3.1900 – 17.3.1981), Sohn von

Ferdinand III, in die Firma ein. Diese konnte

zwar ihre Position trotz der Weltwirtschaftskrise

behaupten, musste jedoch die Produktion

deutlich verringern. Im Zuge der Umstellung

wurden 1934 in den zur Triebisch gelegenen

Seitengebäuden des Hauses Martinstraße

Wohnungen für Mitarbeiter eingerichtet. Auch

während des zweiten Weltkrieges wurden weiterhin

in geringem Umfang Klaviere gefertigt,

das Schwergewicht der Produktion lag jedoch

auf Kisten und diversem Mobiliar für die Wehrmacht.

1946: Enteignung

Am 30. Juni 1946 wurde die Firma Ferd. Thürmer

von der Sowjetischen Besatzungsmacht

enteignet und anschließend in einen ‘Volkseigenen

Betrieb’ umgewandelt: „Meißner Piano-

und Möbelfabrik. VVB Land Sachsen.

Möbel-Holz-Leder“; bis zu diesem Zeitpunkt

waren rund 67.000 Klaviere hergestellt worden.

Priorität hatte nun die Möbelfertigung.

Der Klavierbau lief nur noch in geringen Stückzahlen

weiter und wurde vermutlich 1955

endgültig eingestellt, obschon die Betriebsbezeichnung

noch Anfang 1956 „VEB Piano- und

Möbelfabrik Meissen. VVB Sachsenholz“ lautete.

Am Tag der Enteignung verhafteten

die Sowjets den damaligen Firmeninhaber,

Dr. Walther Thürmer; er verstarb am 23.2.1947

im Internierungslager Mühlberg b. Torgau.

1955 flüchtete seine Ehefrau Gisela mit den

vier Kindern (Sigrid, Gerd, Bernd und Jan) nach

Westdeutschland.

46

1971: Neubeginn in Westdeutschland

1971 nahm Jan Thürmer (geb. am 10.8.1946)

die Klavierbautradition seiner Vorfahren in der


fünften Generation wieder auf, indem er von

der Pianofortefabrik Ferd. Manthey, Berlin, in

Lizenz Klaviere unter dem Namen „Ferd. Thürmer

herstellen ließ. Im Jahre 1975 kam es zur

Zusammenarbeit mit der Landshuter Flügelund

Pianofabrik L. u. O. Willis, in die Jan Thürmer

später als Teilhaber eintrat. Aus Landshut

bezog J. Thürmer nach firmeneigenen Vorgaben

Halbfabrikate, die er in den Fabrikräumen

in Herne ab 1977 fertigstellen ließ. Schon

bald begann er mit der Durchführung von Konzerten

in seinem Betrieb und legte damit den

Grundstein zur Tätigkeit als Konzertveranstalter.

Die Firma L. u. O. Willis, die weiterhin Instrumente

unter eigenem Namen gefertigt und

vertrieben hatte, stellte ihre Produktion zum

30.6.1993 ein.

1988: Umzug nach Bochum

In Bochum (Friederikastraße 4) eröffnete J.

Thürmer am 17. 6.1988 ein neu errichtetes Firmengebäude.

Es enthält neben der Werkstatt

sowie Lager- und Ausstellungsräumen einen

Kammermusiksaal mit 450 Plätzen; überdies

gibt es Überäume und Wohnmöglichkeiten für

Künstler. Jährlich finden ca. 100 Konzerte statt,

von denen der Firmeninhaber rund die Hälfte

in eigener Verantwortung durchführt.

Im Jubiläumsjahr 1984 rief Jan Thürmer in Bochum

den „Klaviersommer“ ins Leben, den

er ab 1989 unter dem Namen „Klavierfestival

Ruhr“ fortführte (Eröffnung 15.6.89: Vla-

47


dimir Ashkenazy, Abschlusskonzert 27.8.1989:

Martha Argerich). Derzeit beläuft sich die Klavierproduktion

der Firma Ferd. Thürmer in

Bochum auf ca. 100 Instrumente im Jahr, darunter

15–20 Flügel. Das aktuelle Fertigungsprogramm

umfasst mehrere Flügel- und

Klaviermodelle in verschiedenen Gehäusevarianten.

1999: Eröffnung des Pianofortemuseums

in Meißen

Am 1. April 1999, 165 Jahre nach der Firmengründung,

wurde in den ehemaligen Werkstatträumen

Martinstr. 12 das Pianofortemuseum

eröffnet, das die Geschichte der Firma Ferd.

Thürmer und die Entwicklung des Pianofortes

dokumentiert. Während des Hochwassers

im August 2002 wurden die Museumsräume

überschwemmt und schwer beschädigt; alle

Ausstellungsstücke konnten jedoch gerettet

werden. Die Neueröffnung in den ehemaligen

Kontorräumen der Firma im ersten Stock erfolgte

im August 2008.

48

Gegenwart

Im Jubiläumsjahr 2009 erwarb das Land NRW

das Thürmer-Gebäude an der Friederikastraße.

Nach erfolgtem mehrjährigem Umbau

zogen hier die Studiengänge Schauspiel

und Schauspielregie der renommierten Folkwang

Universität der Künste ein. Im Beisein

von NRW-Ministerin Svenja Schulze eröffnete

Folkwang-Rektor Prof. Kurt Mehnert am

8. Mai 2014 das neue Theaterzentrum im

Thürmer-Saal.

Hier finden in Zusammenarbeit mit der Folkwang

Universität ab Dezember 2014 die

Thürmer-Konzerte statt. Ebenso ist hier die

Thürmer-Stiftung zur Förderung der Ausbildung,

der Lehre, der Darbietung und Fortentwicklung

von Musik an der Folkwang

Universität der Künste angesiedelt.


Kartenvorverkauf

ONLINE UND PER TELEFON

Auf unserer Internetseite www.thuermerkonzerte.de

finden Sie alle Konzerte noch einmal

detailliert beschrieben. Sie können die

gewünschten Eintrittskarten dort über ein Formular

gegen Rechnung (Kartenpreis zzgl. EUR

2 Bearbeitungsgebühr) bestellen.

SCHRIFTLICH ODER TELEFONISCH

Selbstverständlich können Sie Ihre Bestellung

auch telefonisch (Tel. 02 34 / 333 90 - 0) oder

schriftlich (THÜRMER Konzertsekretariat,

Kuhlenkötterweg 35, 44795 Bochum) bei uns

aufgeben.

RESERVIERUNG

Eine Reservierung unbezahlter Karten zur Abholung

an der Abendkasse ist nur in den 10 Tagen

vor dem Konzert möglich (Abholung am

Konzerttag bis 19.30 Uhr!)

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Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor

Konzertbeginn im THÜRMER-SAAL. Je nach

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dort auch direkt erwerben. An der Abendkasse

kann nur in bar, nicht mit Karte, bezahlt werden.

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Ermäßigte Preise erhalten Jugendliche bis

18 Jahre, Schüler und Studenten bis 29 Jahre,

Wehr- und Ersatzdienstleistende, Auszubildende,

Schwerbehinderte.

Beim gleichzeitigen Erwerb von Eintrittskarten

für mindestens fünf unterschiedliche Konzerte

gewähren wir 10 % Rabatt auf den Kartenpreis.

GUTSCHEINE für Konzertkarten können Sie im

Internet und telefonisch bestellen.

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Saalpläne

PARKETT

EMPORE

50


Hinweis

Bei Ausfall eines Konzertes durch höhere Gewalt

wird kein Ersatz gewährt.

Besetzungs- und Programmänderungen bleiben

vorbehalten.

Karten können nur gegen andere Karten oder

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erfolgt – auch bei Online-Bestellungen –

grundsätzlich nicht.

Impressum

FERD. THÜRMER Konzertsekretariat

Kuhlenkötterweg 35a · 44795 Bochum

Telefon 02 34 / 333 90 - 0 · Fax 333 90 - 99

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Wenn man sich in vielen kulturellen Bereichen

engagiert und diese aktiv unterstützt.

Die Sparkasse Bochum fördert und sichert

Kunst und Kultur vor Ort und macht sie allen

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