Konzert 2019

fwillenberg

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Sehr verehrte Gäste der Feuerwehrkapelle von 1884 e.V. Cloppenburg

Herzlich willkommen zu unserem Konzert KLANGFEUER,

das heute durch die Mitglieder der „KlasseBläser“ eröffnet wird. Wir wollen

damit unseren Schülern erste Erfahrungen im gemeinschalichen Musizieren

ermöglichen. Unterstützen Sie sie bei ihrem Auri auf der großen Bühne mit

dem schönsten Geschenk des Publikums: einem großen Applaus!

Wir wollen Sie anschließend in die Zeit der 20er bis 40er Jahre des letzten Jahrhunderts

mitnehmen, in die Bars und Revuetheater von Berlin und Paris, wo die

legendären Comedian Harmonists zum Beispiel den ‚kleinen grünen Kaktus‘ und

‚Veronika, der Lenz ist da‘ besangen!

Ähnlich im Sound, aber mit den Texten von heute präseneren wir dann „Max

Raabe in Concert“ und wollen dem Palastorchester nacheifern. Ganz besonders

freuen wir uns anschließend über die gesangliche Forührung dieser fröhlichen

Art von Musik durch das Vokalquarte kleine Siemer, mit dem wir Sie dann in

die Pause entlassen.

Mit zwei Werken von George Gershwin startet der zweite Teil des 19. Klangfeuerkonzerts.

Zunächst hören wir Auszüge aus dem Musical „Amerikaner in Paris“

und dann stellen die Posaunen in „T-Bones in Swing“ ihr Können unter Beweis.

Mit einem Potpourri bekannter und berühmt gewordener „Big Band Swing

Hits“ fahren wir fort, um schlussendlich mit Ihnen gemeinsam feststellen zu

dürfen: „There´s No Business Like Show Business“!

Zu allen Stücken, aber auch zum geschichtlichen und musikalischen Hintergrund,

vor allem der sogenannten ‚goldenen‘ 20er Jahre, erhalten Sie mit diesem

He ergänzende Informaonen. So hoffen wir, Ihnen einen schönen musikalischen

Eindruck aus der damaligen Zeit vermieln zu können.

Wir danken erneut unseren Förderern und Werbepartnern für ihre langjährige

treue Unterstützung und freuen uns auf ein schönes KLANGFEUER- Konzert mit

Ihnen in der Stadthalle Cloppenburg!

Herzlichst, Ihr

Werner Brinkmann

1. Vorsitzender der Feuerwehrkapelle Cloppenburg

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Eschstraße 4, 49661 Cloppenburg Tel./Fax: 04471/4271

Web: www.opk-bergner.de E-mail: Bergner-Cloppenburg@ewetel.net



Wir sind erste und erfahrenste „i. Profiler-Anwender“

in Cloppenburg

Wir sind mehrfach in Folge von der Carl Zeiss Vision GmbH zum

„Relaxed Vision Center“ zertifiziert worden

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Die „Klasse Bläser“

Wir sind die „Klasse Bläser“, das Ausbildungsorchester der Feuerwehrkapelle.

Wir bestehen seit zwei Jahren und sind eine kleine Schar Musiker, die sich zweiwöchig

Freitagabends im Proberaum, der Klangfabrik, treffen. Dort üben wir

unsere Stücke und sammeln erste Orchestererfahrungen, um gut auf das Stammorchester

vorbereitet zu sein.

Wir gestalten dieses Jahr zum zweiten Mal den Anfang des Klangfeuers und

haben zwei Stücke dafür mitgebracht. Music for the Royal Firewoks (1748) von

Georg Friedrich Händel, welches mit der Fanfare und Menue als bekannte

Melodien der Suite das Konzert eröffnet. Anschließend der Boogie Blues, einer

slisschen Kombinaon des Boogie-Woogie mit dem Blues vom Anfang des

20. Jahrhunderts, der mit seinen mitreißenden Swing-Rhythmen, dem „Walking

Bass“, und seinen kunsergen Soli begeistert.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Konzert der Feuerwehrkapelle!

Felix Deeken, Dirigent

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Seit über 40 Jahren sind wir Ihr kompetenter Partner in Vermietung und

Verkauf von Wohnungen, Grundstücken, Häusern und Gewerbeobjekten.

Ganz herzlich willkommen

heißt Sie das Team vom Restaurant Fleming!

Mien in Cloppenburg am Flusslauf der Soeste im tollen Ambiente finden Sie das

Restaurant Fleming. Unser Restaurant ist für seine sehr gute Küche bekannt. Sie, liebe

Gäste, sollen alles in vollen Zügen genießen - und das Beste am besten mehrmals.

Wir verwöhnen Sie gerne mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten,

miags und abends.

Bei der Planung Ihrer Hochzeit, Familienfeier, Betriebsfest oder Tagung stehen

wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Reservieren Sie abgeschlossene Räumlichkeiten im Restaurant

oder in der Stadthalle.

Außerdem bieten wir Catering außer Haus.

Wir haben miags und abends geöffnet (Miwoch Ruhetag).


Wir freuen uns auf Ihr Kommen und wünschen Ihnen einen

unvergesslichen Aufenthalt.

Ihre Familie Fleming

mit Team

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Comedian Harmonists in Concert

arr. Vlad Kabec

Mit einer Hommage

an „die erste

Boygroup der

Welt“ aus den 20er Jahren,

ihrer unnachahmlichen und

unvergessenen Musik, dem

verblüffenden Witz, der Eleganz

und der Lebenslust der

späten 20er Jahre eröffnen

wir unser diesjähriges

„Klangfeuer“-Konzert.

Wie kam es zu dieser musikalischen Erfolgsgeschichte? Auf eine Kleinanzeige

des Schauspielers Harry Frommermann bewarben sich damals über 70 Menschen,

die im Berlin des Jahres 1927 verzweifelt nach einer Arbeit suchten. Einer

war dabei, der tatsächlich singen konnte und Frommermanns Idee, eine

deutsche Version der amerikanischen Gesangsformaon »The Revelers« zu

gründen, begeistert teilte: Robert Biber.

Zusammen gingen sie auf die Suche nach Mitstreitern, und im September 1928

war es dann soweit. Mit einem Gast-Auri im Großen Schauspielhaus Berlin

begann für die fünf A-capella-Sänger samt Pianisten ein beispielloser kometenhaer

Aufseg. Schon zwei Jahre später füllten sich die Konzertsäle von selbst,

1932 sangen sie in der Berliner Philharmonie und gingen internaonal auf Tournee.

Aber 1934 machten die Naonalsozialisten der Gruppe ein Ende, indem sie

dreien der »Harmonists« wegen ihrer jüdischen Abstammung Berufsverbot erteilten.

1997 drehte der Regisseur Joseph Vilsmaier einen Spielfilm, der die bewegende

Geschichte der Comedian Harmonists nacherzählt. Mit über drei Millionen

Kinobesuchern wurde er ein großer Publikumserfolg.

Sie hören heute folgende Evergreens der Comedian Harmonists:

Liebling, mein Herz läßt dich grüßen (Heymann, Werner R. )

Mein kleiner grüner Kaktus (Marcuse, Albrecht)

Veronika, der Lenz ist da (Jurmann, Walter)

Ich hab für dich 'nen Blumentopf bestellt (Bootz, Erwin)

Ein Freund, ein guter Freund (Heymann, Werner) für Blasorchester

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Vokalquarte kl. Siemer

Das Vokalquarte kleine

Siemer besteht seit 1990.

Ein mit viel Applaus bedachtes

Ständchen zum

Geburtstag ihrer Muer

bildete den Auakt zu

einer bisher recht erfolgreichen

Konzert- und Aufnahmekarriere.

Das Quarte besteht aus:

Bernd: Kontratenor, ebenso Apotheker in Cloppenburg (siehe links!)

Johann: Tenor, zudem Studienrat für Musik und Geschichte in Löningen

Rudolf: Bariton, außerdem Studienrat für das Berufsschulwesen in Herford

Heinrich: Bass, dazu Oberstudienrat für Musik und Geschichte in Friesoythe

Sie hören heute:




Mein kleiner, grüner Kaktus

Veronika, Veronika, der Lenz ist da!

Gitarren, spielt auf!

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Max Raabe in Concert

arr. Erwin Jahreis

Max Raabe und sein Palast Orchester sind eine einzigarge Forma-

on, die schon seit 1986 anhaltend und äußerst erfolgreich weltweit

Musik der Weimarer Ära (1918-1933) präsenert, aber auch

gerne einmal

aktuelle Hits

musikalisch dieser

Zeit anpasst.

Max Raabe,

1962 in Lünen

geboren, hat

eigentlich schon

immer gesungen

– im Jugendchor,

der Kantorei

und auf dem

Fahrrad. So war

es nur konsequent,

dass er

als junger Mann

nach Berlin zog um dort Operngesang zu studieren, bis er auf die Idee einer

Orchestergründung kam. Außerdem zeigt er auch bei schauspielerischen Bühnenaurien

sein Können.

Max Raabes Engagement für die Erinnerung an die Musikwelt der 20er/30er ist

mehrfach ausgezeichnet worden.

Seit 2007 moderiert Max Raabe als Nachfolger von Loriot ehrenamtlich und mit

viel Witz und Humor die jährliche Operngala der Deutschen Aids-Sung in

Berlin.

Ein aktueller Blick auf die Website des Palast Orchesters zeigt auch für die kommende

Zeit einen prallgefüllten Terminkalender und beweist so, wie angesagt

Max Raabe und sein Orchester nach wie vor sind. Wir präseneren Ihnen:

- Mein Gorilla

- Rinderwahn

- Ruth, tanze heut mit mir kubanisch

- Kein Schwein ru mich an

- Viagra

- Ich lass meinen Körper schwarz bepinseln

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Wieso spricht man eigentlich

von den „Goldenen 20er Jahren“?

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wurde aus dem Deutschen Kaiserreich

eine Republik. Auf die Krisenjahre der Anfangszeit folgte in der jungen

Weimarer Republik eine Phase, die heute als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet

wird. Sie begann 1924 mit der Einführung der Rentenmark und wurden

1929 durch die Weltwirtschaskrise schon wieder beendet.

Zuvor aber (also bis 1923) ächzte die junge Republik unter einer Hyperinflaon.

Papiergeld verliert immer schneller seinen Wert. Ab Herbst weigern sich sogar

mehr und mehr Bauern und Firmen, ihre Waren überhaupt noch gegen die Billionen-Scheine

abzugeben. In Teilen der Republik kommt es zu Chaos und Plünderungen.

Am 20. November 1923 wird die Rentenmark eingeführt und die Inflaon

stoppt schlagarg. Am 30. August 1924 kommt die Reichsmark hinzu.

Hilfe kommt aus den USA: Der sogenannte „Dawes-Plan“ sorgt dafür, dass die

riesigen Kriegsreparaonen aus dem Versailler Vertrag, die das besiegte

Deutschland zu entrichten hae, für die Weimarer Republik nun einfacher zu

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stemmen sind. Eine Zeit des wirtschalichen Aufschwungs beginnt. Der allerdings

fußt auf Anleihen aus dem internaonalen Ausland. Bis 1929 fließen rund

21 Milliarden Mark Kredite in die Republik – vor allem aus den USA.

Die Wirtscha erholt sich auf ein gesundes Maß – ein wirkliches Konjunkturhoch

gibt es eigentlich nur in den Jahren 1926 bis 1928. Im Vergleich zu den

vorangegangenen Krisenzeiten ging es den Menschen jedoch so gut, dass sich

die zweite Häle der Zwanziger Jahre geradezu "golden" anfühlte. In dieser

relav stabilen Situaon kommt es außerdem in den Bereichen Wissenscha,

Kunst und Kultur zu einer Blütezeit.

Es ist vor allem das blühende kulturelle Leben, das den "Goldenen Zwanzigern"

ihren Ruf verscha. Denn die Zeit ist geprägt von Zuversicht und Lebensfreude:

Es entstehen Cafés, Theater und Varietés. Kinos entwickeln sich in den Städten

zur Massenunterhaltung. Dank der Einführung des Achtstundentages und Urlaubsregelungen

können sich diejenigen, die eine gute Arbeit haben, nun auch

Freizeitakvitäten leisten.

Immer mehr Menschen können sich auch Grammophone für Zuhause leisten.

Und in der Folge spielt die Musik eine ganz neue Rolle: Auf Konzerten werden

die großen Berliner Stars gefeiert. Auch im Leipziger Krystallpalast schwingt

Josephine Baker ihr Bananenröckchen und besingen die Comedian Harmonists

ihren kleinen grünen Kaktus.

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Vor allem das

Nachtleben in den

Großstädten ist

ausgelassen und

freizügig. Es wird

Absinth getrunken

und in den

Ballhäusern wird

Charleston getanzt.

Frauen schneiden

sich die Haare

zum kurzen Bubikopf

und legen

sich aufwändige

Wasserwellen –

und sie nehmen

sich die Freiheit in aller Öffentlichkeit Zigareen zu rauchen. Außerdem erobern

sich die Frauen nun auch die Arbeitswelt.

Auf dem Land bekommen die Menschen von all den polischen, wirtschalichen

und sozialen Entwicklungen allerdings nur wenig mit. Für sie hat sich auch

nur wenig verändert, obwohl der technische Fortschri auch das Land erreicht.

Im Zuge der Elektrifizierung gibt es immer mehr Telefone und Radios. Vor allem

diese Errungenschaen sorgen dafür, dass auch die Landbevölkerung an aktuelle

Informaonen kommt.

So plötzlich, wie sie begonnen haen, sind die "Goldenen Zwanziger" aber auch

wieder zu Ende. Die Weltwirtschaskrise stürzt auch die Weimarer Republik

erneut in eine wirtschaliche Krise. Soziale Konflikte treten wieder offen hervor

und sorgen für polische Radikalisierung, die letztendlich im Beginn des Naonalsozialismus

gipfelt. Der 30. Januar 1933 markiert den Übergang in ein neues ,

„braunes“ Zeitalter, das schließlich für 12 furchtbare Jahre zu den schwärzesten

Entwicklungen führt, die unser Land je erlebt hat.

Quelle: Internet, MDR Zeitreise (Text z.T. geändert)

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An American in Paris

George Gershwin, arr. Naohiro Iwai

Vom berühmten und bekannten amerikanischen Komponisten, Pianisten

und Dirigenten George Gershwin (1898 – 1937) präseneren

wir Ihnen heute zwei Arrangements für ein Blasorchester.

Wer war dieser Komponist? George Gershwin wurde als Jacob Gershovitz in

Brooklyn geboren, weltbekannt geworden ist er unter dem Namen George

Gershwin – die Namensänderung hat die damalige Einwanderungsbehörde veranlasst.

Zunächst deutete nichts auf Georges besondere musikalische Begabung

hin. Erst als sein Vater 1910 ein Klavier anschae kam sein Talent zutage. Mit

sechzehn verdiente er bereits als „Song-Plugger“ bei einem Verlag am Broadway

sein erstes Geld, indem er den Verlagskunden verkaufsfördernd die neuesten

Lieder vorspielte. Bald begann er Songtexte seines Bruders Ira zu vertonen

und machte mit kaum 20 Jahren als Komponist von Musicals, Bühnenmusiken

und Schlagern von sich reden und war schließlich auch am Broadway richg

erfolgreich. 1924 komponierte er für Paul Whitemans Big Band die Rhapsody in

Blue, bei der er Elemente des Jazz mit dem klassisch-romanschen Konzertsl

erfolgreich verknüp und so seinen ersten Welterfolg landete. Von da an ging

es aufwärts

Auf einer Europareise lernte George Gershwin Ravel, Milhaud und Strawinsky

kennen und ließ sich zu einem seiner populärsten Stücke, der Orchesterfantasie

„An American in Paris“ (1928), inspirieren. Hier beschreibt George Gershwin

seine Eindrücke, die er während seines eigenen Aufenthalts in Paris gemacht

hat. Dabei stellt er insbesondere die Hekk und das Durcheinander der Stadt

Paris dar, die der gebürge New Yorker aus seiner Heimat nicht gewohnt ist.

Für die musikalische Umsetzung des Stückes, das er für die Besetzung eines Sinfonieorchesters

schrieb, brachte Gershwin sogar Effeknstrumente wie Hupen

von Pariser Taxis aus Frankreich mit.

„An American in Paris“ wurde am 13. Dezember 1928 in der Carnegie Hall von

den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Walter Damrosch uraufgeführt.

Das Orchesterwerk diente als Vorlage für den Musicalfilm „Ein Amerikaner

in Paris“ von Vincente Minnelli aus dem Jahr 1951, der 1952 sechs Oscars

u.a. als bester Film und für die beste Filmmusik bekam. Inzwischen gibt es

den Amerikaner in Paris auch als Musical, es wurde am 10. Dezember 2014 in

Paris uraufgeführt und von April 2015 bis Oktober 2016 am Broadway gespielt.

Im letzten Jahr wurde das Musical unter der Regie von Ross MacGibbon neu

verfilmt. Weitere Infos zu George Gershwin auf der übernächsten Seite...

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T‐Bones in Swing

George Gershwin, arr. Geert Schrijvers

Im nun zu hörenden Potpourri „T-Bones in Swing“ stehen nicht etwa die berühmten

und in vor allem in den USA beliebten Rindersteaks, sondern die Posaunen

im Rampenlicht. Sie hören eine wunderschöne Auslese der Höhepunkte

aus George Gershwins weiterem Schaffen für drei Solo-Posaunen und Orchester

mit folgenden Stücken:

The Man I Love, O Lady be Good, I got Rhythm, Summerme und Rhapsodie in

Blue – sicher erkennen Sie die Melodien!

Gershwin schae, was Generaonen seiner Landsleute vergeblich versucht

haen: die Begründung einer spezifisch amerikanischen Musiksprache. Seinen

Erfolg dure George Gershwin leider nicht allzu lange auskosten. Viel zu früh

starb er am 11. Juli 1937 mit erst 38 Jahren an einem Gehirntumor.

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Swing – was ist das eigentlich?

„Ternär müsst ihr spielen, nicht binär!“ Das hat uns unser Dirigent in den letzten

Wochen immer wieder eingeschär, damit wir für Sie durch den Abend

swingen können.

Und beim Swing werden zwei Achtelnoten nicht gleichmäßig lang gespielt, obwohl

es eigentlich so in den Noten steht, sondern die erste etwas länger und

die zweite dementsprechend kürzer, damit man im Rhythmus bleibt. Also sta

„daa daa“ nun „daaa da“. Alles klar?

Aber woher kommt das Wort eigentlich?

Swing ist das wichgste rhythmische Merkmal des Jazz und gleichzeig ein eigener

Jazzsl, der seine Wurzeln in der Zeit der 1920er- bis 1930er-Jahre in den

USA hat. Dort bildete sich aus vorangegangenen Slrichtungen, wie dem Dixieland-

und dem Chicago Jazz eine gänzlich neue Musikrichtung heraus. Seine

große Popularität erhielt der Swing definiv aus seiner Tanzbarkeit und seinem

vollen Klang.

Die Verbreitung des Swing ist untrennbar mit der Entstehung der Big Band oder

des Jazzorchesters verbunden, beide Namen lassen auf die Größe der Besetzung

schließen. Eine klassische Big Band umfasst in der Regel 12-20 Musiker

und einen Bandleader. Waren bis Mie der 1920iger Jahre Musikerformaonen

in der Größe von Trios bis Oktes die Regel, so stellte ab dem Ende dieses Jahr-

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zehnts die Big Band von nun an eine absolute Neuheit dar. Aus ihrer Größe

folgten Änderungen in der Art des Musizierens, aber auch eine breite Palee

an neuen musikalischen Möglichkeiten.

Als Inbegriff des Swings gilt auch heute noch die Big Band des Pianisten Count

Basie. Aber auch Duke Ellington, Benny Goodman, sowie Tommy und Jimmy

Dorsey, Are Shaw, Lionel Hamton, sowie Chick Webb mit Ella Fitzgerald zählen

zu den bekanntesten und beliebtesten Big Band Protagonisten des Swing. Jeder

der Swing hört, weiß dass es Swing ist, aber ihn zu erklären scheint fast unmöglich.

Auch Musiker, die sich tagtäglich damit auseinandersetzen fällt dies

schwer. Was passiert also rhythmisch und musikalisch?

Beim Swing tri ein gefühlter Puls – das sind die Grundschläge in jeder Taktart

– auf kleinste rhythmische Abweichungen der Einsätze der Instrumente. Damit

entsteht ein durchgängiges Oeat-Spiel von ganzen Melodiepassagen, ein federnder,

schwebender Rhythmus. Omals wird ein Gefühl von musikalischer

Leichgkeit, ein sich Treibenlassen empfunden. Der zugrunde liegende Puls

fühlt sich an, als dränge er ein wenig nach vorne, tatsächlich wird er aber nicht

schneller.

Eine absolute Grundlage des Swing ist das Triolen-Feeling: eine Viertelnote

wird nicht in zwei gleich lange Achtelnoten unterteilt, sondern in drei gleich

lange Noten, daher auch der Name Triolen. Von diesen wird aber nur die erste

und drie angeschlagen, das heißt die erste Note ist jeweils länger als die zweite

(lang-kurz-lang-kurz). Metrisch sind diese ‚swing-eights‘ dann ungefähr iden-

sch mit einer Achteltriole. Allerdings wird man kaum eine Swingaufnahme

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finden, auf der sie tatsächlich idensch sind, da sich die ternären Achtel auch

durchaus in Richtung punkerte Achtel-Sechzehntel verschieben können.

So feierte der Swing seinen Siegeszug als Tanzmusik und erlangte eine noch nie

da gewesene Popularität. Maßgeblichen Einfluss auf diesen Erfolg hae der

Einsatz des Rundfunks, zunächst in den USA, wo eine zwischen Dezember 1934

und Mai 1935 als Werbekampagne von der Naonal Biscuit Company organisierte

Radio-Show ausgestrahlt wurde. Die Radio Show brachte drei Bands unterschiedlicher

Slrichtung, darunter auch das Benny Goodman Orchestra.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Swing auch in Deutschland und

Österreich populär, da der

Jazz (und damit auch der

Swing) während der Zeit des

Drien Reiches als

„entartete Musik“ im Rundfunk

verboten waren. Trotzdem

hae er auch hier Anhänger,

die „Swingjugend“.

Diese Swingfans mussten

allerdings mit schweren

Strafen rechnen , wenn sie

heimlich Swingplaen hörten

oder gar englischsprachige

„Feindsender“ dazu

einschalteten. Übermiler

dieser neuen Musikrichtung waren nach dem Krieg hauptsächlich die amerikanischen

Truppen in Europa.

Swing zog insbesondere die Jugend der damaligen Zeit in seinen Bann, so dass

sich eine Reihe wilder Tanzmoden entwickelten. Wenn wir heute von Swing als

Tanz sprechen, bezeichnet er eigentlich eine ganze Familie von Tänzen, die Ende

der 1920iger Jahre in den USA entstanden sind. Als Blütezeit sind hierfür

nach wie vor die 1930er und 1940er Jahre zu sehen.

Der bekannteste Tanz aus der Swingfamilie ist zweifelsfrei der Lindy Hop, oder

Jierbug. Zu den Wurzeln des Lindy Hop zählen der 1920s Charleston, Balboa,

Collegiate Shag, aber auch der Blues. Aus ihm entstanden nach und nach East

Coast Swing, West Coast Swing, Jive, Boogie-Woogie und später der

Rock’n’Roll.

Quelle: „Allthatswing.at“, gekürzt und z.T. verändert

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Big Band Swing Hits

arr. Frank Bernaerts

Eine weitere geballte Ladung an Swing erwartet Sie mit dem folgenden

rasanten Medley, das von Frank Bernaerts arrangiert wurde.

Sämtliche Stücke stammen ursprünglich aus den Federn berühmter

Komponisten, Bandleader und Musiker, deren Namen bis heute unvergessen

sind: Benny Goodman, Duke Ellington, Tommy Dorsey, Ray Henderson, Count

Basie und natürlich, na klar: Glenn Miller.

Sie hören in rascher Abfolge folgende Stücke:

In The Mood,

Stompin' At The Savoy,

American Patrol

Pennsylvania 6-500,

A String Of Pearls,

Take The A-Train,

Opus One,

Bye Bye Blackbird und den

Two O'Clock Jump.

Was genau ist eigentlich eine Big Band?

Eine Big Band oder Bigband (früher häufig auch Jazz Orchestra genannt) ist eine

große Jazz-Band mit mehrfach besetzten Blasinstrumenten und der sogenannten

Rhythmusgruppe. Ein Big Band-Ensemble in der Swing-Ära bestand ursprünglich

aus etwa 12 bis 20 Musikern, die sich in eine Rhythm-Secon und

eine Melody-Secon gliederte. Big Bands kamen in den USA der 1920er Jahre

auf und waren slprägend für die Swing-Ära. Der Begriff wird auch allgemein

für große Tanzorchester verwendet, unabhängig von deren Slrichtung.

In unseren näheren Gefilden ist vor allem die Big Band Bösel bekannt – aber

auch eine klassische Kapelle wie die unsrige mit Instrumenten, die zum Teil in

klassischen Big Bands nicht vorkommen, swingt heute in der Stadthalle für Sie…

und was genau Swing eigentlich ist, wissen Sie ja seit Seite 21...

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There´s No Business

Like Show Business

Irving Berlin, arr. Naohiro Iwai

Irving Berlin († 22.

September 1989)

komponierte 1946

das Lied „There´s

No Business Like

Show Business“ für

das Musical „Annie

Get Your Gun“, das

am 16. Mai 1946

im New Yorker

Imperial Theatre

uraufgeführt wurde.

Das Stück wird

im Musical von

Mitgliedern der

Buffalo Wildwest

Show gesungen,

um die Haupigur

Annie Oakley zu

überzeugen ein

Mitglied der Show

zu werden. Diese

hae zuvor das

Weschießen gegen

den Star-Schützen der Show, Frank Butler, gewonnen, in den sie sich bei

Ihrem ersten Treffen verliebt. Das Lied soll den Glanz und die Aufregung eines

Lebens im Show-Business beschwören.

„Annie Get Your Gun“ wurde 1950 unter der Regie von George Sidney verfilmt

(deutscher Titel: Duell in der Manege). 1954 produzierte Regisseur Walter Lang

den Musical-Film „There´s No Business Like Show Business“ (deutscher Titel:

Rhythmus im Blut), in dem das gleichnamige Lied als Schlussszene von der

Haupigur, dargestellt von Marilyn Monroe, gespielt wird. Der Film wurde für

drei Oscars, u.a. für die beste Filmmusik nominiert.

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In eigener Sache: Unterstützung gesucht!

Zunächst einmal möchten wir uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei Ihnen,

liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, dafür bedanken, dass Sie – zum Teil seit vielen

Jahren – unser „Klangfeuer“-Konzert besuchen. Ihre Anwesenheit bestägt unser

immerwährendes Ziel, nämlich Sie und Euch alle mit unserer Musik zu erfreuen.

Die Feuerwehrkapelle versteht

sich ja nicht als ein Verein, der „im

eigenen Sa schmort“, sondern in

enger Verbindung zur Freiwilligen

Feuerwehr als wichger Kulturträger

der Stadt Cloppenburg! Wir

sind da, wenn besondere Ereignisse

in der Stadt und umzu anstehen,

die mit Livemusik musikalisch

und festlich umrahmt werden sollen.

All dies gibt es aber nicht umsonst.

Zwar geschieht ein Großteil der

von uns geleisteten Arbeit natürlich ehrenamtlich, in erster Linie das Musizieren

selbst, aber auch die – vor allem für die Vorstandsmitglieder – erforderlichen

organisatorischen Tägkeiten. Aber trotzdem sind wir auf nicht geringe

finanzielle Einnahmen angewiesen, um unseren Betrieb konnuierlich aufrechterhalten

zu können. Diese generieren wir hauptsächlich durch die Mitgliederbeiträge

und die Gagen für unsere Aurie.

Aber dem stehen jedes Jahr auch hohe Kosten entgegen. So unterhalten wir die

uns von der Stadt Cloppenburg überlassenen Proben- und Unterrichtsräume

(Strom, Gas, Grundsteuern, Reinigung, Reparaturen, Anschaffungen zum Inventar)

und pflegen das Areal.

Es werden vereinseigene Instrumente gestellt. Hier fallen o recht hohe Kosten

für den Ankauf und/oder die Reparatur an. Gleiches gilt für die Uniformen oder

die Beschaffung von Noten für neue Musikstücke. Hinzu kommen Abgaben an

die Verbände, denen wir angeschlossen sind – und natürlich die GEMA…

Um unsere musikalische Qualität aufrechterhalten zu können, brauchen wir

außerdem eine Leitung, die diese Anforderungen erfüllen kann. Wer uns dirigiert,

hat i.d.R. Musik studiert und eine hohe Qualifikaon für diese Tägkeit

erworben und darf deswegen erwarten, dafür auch anständig entlohnt zu werden!

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Aufnahme vom Rathauskonzert 2019 (Foto: Eckhard Albrecht)

Das gilt auch für die vereinseigene (und sehr kostengünsg angebotene!) Ausbildung

neuer und bestehender Mitglieder. Der Verein sorgt zusammen mit den

durch die Verbände angebotenen Lehrgangs- und Qualifizierungsangeboten für

die stete musikalische Entwicklung der Orchestermitglieder.

Ein besonderes Anliegen sind uns Werbemaßnahmen. Nicht nur für unsere eigenen

Konzert-Veranstaltungen, sondern vor allem auch für die Nachwuchsgewinnung

und -förderung. Dazu nutzen wir eine eigene Homepage sowie Flyer,

Plakate und Einladungsschreiben – all das kostet…

Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass viele Gewerbetreibende uns Jahr für

Jahr mit ihren Beiträgen zum Programmhe unterstützen. Es gibt uns Planungssicherheit,

dieses Konzert in so einem Rahmen überhaupt durchführen und den

Eintrispreis für Sie möglichst niedrig halten zu können. Dafür an dieser Stelle

noch einmal ein herzliches „Dankeschön!“, ebenso dem Cloppenburger Kulturforum.

Und nun zu Ihnen: Wenn Sie den Wert unserer musikalischen Arbeit genauso

sehen wie wir das tun, können Sie uns nicht nur durch Ihre Anwesenheit bei

unseren Konzerten, sondern auch durch eine FÖRDERMITGLIEDSCHAFT unterstützen.

Für ab 30,00 Euro im Jahr helfen Sie uns dabei, unsere umfangreichen

finanziellen Verpflichtungen mitzustemmen. Als Dankeschön erhalten Sie fortan

von uns eine Einladung mit Eintriskarte zu unserem Konzert KLANGFEUER

und werden über weitere Veranstaltungen informiert!

Kommen Sie nach dem Konzert einfach zu uns an die Bühne und sprechen Sie

uns an!

Ihre Feuerwehrkapelle Cloppenburg von 1884 e.V.

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Auch an folgende Firmen ein herzliches „Dankeschön“

für die großzügige Spende:

Stadtbäckerei Frerker

Tankstelle „Soestentank“

Impressum

Herausgeber: Feuerwehrkapelle von 1884 e.V. Cloppenburg

Texte, Satz und Layout: Frank Willenberg

Postanschri: Werner Brinkmann (1. Vorsitzender),

Sperlingweg 4, 49685 Emstek, Tel.: 04473/2866

Probenraum: „Klangfabrik“, Leharstraße 10, 49661 Cloppenburg, Tel.: 04471/81221

(Regelmäßige Probe am Dienstag von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr)

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