FM 08_fin

finestmanufacturers

FEINES FÜR ALLE SINNE!

Ausgabe 08 · 8,— Euro

COTTON HOUSE

BARCELONA

ST. MORITZ

GOURMET FESTIVAL

ADRIANA LIMA

PRÄSENTIERT


DROP CITY BY BRETZ

ICONIC AWARD 2019 SELECTION

ALEXANDER-BRETZ-STR. 2 D-55457 GENSINGEN TEL. 06727-895-0 INFO@BRETZ.DE BRETZ.DE

FLAGSHIPS: STILWERK BERLIN HOHE STR. 1 DORTMUND WILSDRUFFER STR. 9 DRESDEN

STILWERK DÜSSELDORF ALTE GASSE 1 FRANKFURT STILWERK HAMBURG KAISER-

WILHELM-STR. 9 HAMBURG HOHENSTAUFENRING 62 KÖLN

BERLINER STR. 45 LEINEFELDE-WORBIS

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MÜNCHEN HALLPLATZ 37 NÜRNBERG

KÖNIGSBAU PASSAGEN STUTTGART SALZGRIES 2 WIEN


EDITORIAL

FEINES FÜR ALLE SINNE!

LIEBE LESERIN,

LIEBER LESER,

Sie halten die nunmehr achte Ausgabe von FINEST MANUFCATURERS in Ihren Händen und zeigen

damit einmal mehr Interesse an den feinen Dingen des Lebens.

Jenseits unseres von Massenprodukten geprägten Zeitalters gewinnt „Handgemachtes“ immer

mehr an Bedeutung. Dabei genießt Handmade in Germany weltweit einen exzellenten Ruf.

Aber auch sonst überall auf der Welt, teilweise in den entlegensten Regionen unserer Erde,

entstehen von Manufakturmitarbeitern handgefertigte Produkte in feinster Qualität, von langlebiger

Beständigkeit und in höchster Wertigkeit, oder auch für höchste kulinarische Genüsse.

Wir stellen Ihnen diese Manufakturen vor. Die Ideen, deren Gründer, ihre Philosophie,

ihre Produktionsstätten, ihre Produkte und ihre begeisterten Kunden.

Wenn Sie erstklassige Produkte in bestmöglicher Qualität suchen, Authentizität und Individualität

bei der Herstellung den alltäglichen Massenprodukten vorziehen und wenn Sie einen exquisiten

Geschmack haben, finden Sie in FINEST MANUFACTURERS viele schöne Anregungen!

In FINEST MANUFACTURERS berichten wir genauso über kleine feine Werkstätten, wie auch über

große Familienbetriebe mit jahrzehntelanger Tradition. Sie lernen die Denker, Lenker und Macher

in den Manufakturen kennen, erhalten Einblick in deren exklusive Events und erfahren etwas über

die sozialen, karitativen Engagements der Manufakturen. FINEST MANUFACTURERS ist informativ,

emotional, nachhaltig, elegant und prominent!

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen unser Coffee Table Magazine FINEST MANUFACTURERS gefällt.

Teilen Sie mir Ihren Eindruck mit. Was Ihnen gefällt, was wir noch besser machen können, was Sie

beim Lesen vermisst haben, und welche Manufakturen Sie hier bei uns in Europa kennengelernt

haben, über die wir in einer unserer nächsten Ausgaben berichten sollten.

Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Handgeschrieben postalisch an FINEST CHOICE UG,

c/o FINEST MANUFACTURERS, Philipp Keller, Postfach 1445, 63204 Langen oder per Mail

an finestmanufacturers@finestchoice.de

Viel Freude bei der Lektüre unseres Coffee Table Magazines FINEST MANUFACTURERS

wünscht Ihnen

Ihr Philipp Keller

Calla

DER SOLITAIRE RING.

PUBLISHING • PR • NETWORKING • BRAND AWARENESS

www.finestchoice.de

WWW.SCHAFFRATH1923.COM

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 3


„FEINES FÜR ALLE SINNE!“

08

18

INHALT

Edition 08

WATCHES / JEWELRY /

FASHION

08 CHOPARD

Geschichte der Leidenschaft

10 SINN

Faszination der Technik

14 DEGUSSA

Gold für jeden Geschmack

17 THE WATCH BOOK

Welt der tickenden Superlative

18 BUBEN & ZÖRWEG

Perfekte Meisterstücke der Zeit

22 ULTIMATE LIFESTYLE

COLLECTION FOR WOMEN

Lust an Luxus, Wellness und Fashion

FINEST LIVING

24 BRETZ

Hier ist Passion mit Power gepolstert!

28 WERTHER –

DIE MÖBELMANUFAKTUR

Hommage an die Gemütlichkeit

32 HÄSTENS

Spirit of Excellence

TRAVELING,

ENJOYMENT &

HOSPITALITY

36 ST. MORITZ

Ein Luxus-Dorf mit Sex-Appeal

38 ST. MORITZ GOURMET

FESTIVAL 2019

Neun Tage im Gourmethimmel

42 SUVRETTA HOUSE

IN ST. MORITZ

Das Paradies auf Erden liegt auf einem Hügel

46 BADRUTT'S PALACE HOTEL

Schokolade war in aller Munde

47 KULM HOTEL

Genießen ohne Reue! Dafür mit Raue,

Taufer und Wassmer.

48 KEMPINSKI HOTEL

La Dolce Vita in koreanischer Crème Brûlée

49 CARLTON HOTEL

Das Carlton ruft in den 7. Gourmethimmel

50 SNOW POLO

What else?

54 COTTON HOUSE HOTEL

Neoklassizismus trifft auf Moderne

56 BATUAR RESTAURANT & BAR

Kosmopolitische Cocktailbar

58 BIRKENHOF-BRENNEREI

Einblick ins Handwerk des guten Geschmacks

62 JUNGHANS

Spannende Zeitreise durch Raum und Zeit

Publishing / Herausgeber:

FINEST CHOICE UG

Owner of rights / Rechteinhaber:

KELLER · PUBLISHING · PR ·

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Philipp Keller (p.k.),

Nicole Kleim (n.k.)

Copy-editing: Ulrike Zielke

Art Direction: Philipp Keller

Sales / Anzeigen:

FINEST CHOICE UG,

MANUFACTURERS

Verlag: FINEST CHOICE UG, Postfach 1445, D-63204 Langen

Druck:

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67227 Frankenthal

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nehmigung des Verlages statthaft. Alle Rechte

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DVD-ROM usw. nur nach vorheriger schriftlicher

Zustimmung des Verlags erfolgen. Bei

Nichtbelieferung ohne Verschulden des Ver-

Editor-in-Chief / Chefredakteur:

lags oder infolge von Störungen des Arbeitsfriedens

FINEST bestehen MANUFACTURERS keine Ansprüche gegen den

4 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Philipp Keller V.i.S.d.P.

geführt werden. Alle redaktionellen Angaben

finestmanufacturers@finestchoice.de

Ausgabe 08 sind nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.

5

28

Editor(s) / Redaktion:

Titelseite:

Verlag. Rücksendung nicht erbetener Beiträge

Der Export von FINEST MANUFACTURERS

Irmi Grasmüller (i.g.),

nur gegen Einsendung von Rückporto.

Adriana Lima by Chopard

und der Vertrieb im Ausland sind nur mit Ge-

36

42

62


WATCHES / JEWELRY / FASHION


WATCHES / JEWELRY / FASHION

Bei Magical Settings formieren sich die Juwelen wie eine Blüte

zusammen. Besonders farbintensiv wirkt die Kombination von

Diamanten mit blauen Saphiren, Rubinen oder Smaragden.

lanz damit ohne Einengung ungehindert

zum Strahlen zu bringen.

Happy Diamonds ist der Beginn dieser Weltneuheit.

Sie entstand bereits in 1976 und

versetzte die Schmuckwelt in Erstaunen. Die

neue Kollektion Magical Setting ist nichts

weniger als die gelungene Fortsetzung davon.

manten besetzten Schmuckstücken finden

sich Kombinationen von Diamanten mit

blauen Saphiren aus Sri Lanka, Rubinen aus

Mosambik oder Smaragden aus Kolumbien.

Im Mittelpunkt steht aber immer ein zentraler

Hauptstein, um den weitere, ungewöhnlich

große Steine gruppiert sind.

n chopard.de

WATCHES / JEWELRY / FASHION

DRAMATISCHE LICHTSHOW

CHOPARD

GESCHICHTE

DER LEIDENSCHAFT

Das Spiel mit dem Licht, die hypnotische Bewegung

des Feuers, das Leben und die Brillanz von Juwelen.

Der richtige Juwel am Dekolleté einer Frau, das

kleine Etwas, das das charmante Lächeln einer Frau

unterstreicht, die Überraschung am Armgelenk oder

Finger verwandelt eine jede Frau zu einem Star.

Der zentrale Stein wird von einer

kaum sichtbaren Krappenfassung

gehalten. Die Steine, die ihn umgeben,

scheinen wie durch Zauberei zu

schweben.

„Ein Juwel verwandelt jede Frau zu einem

Star.“ Chopard gilt als Juwelier der Stars,

seit vielen Jahren ist das Haus offizieller

Partner der Cannes-Filmfestspiele.

Caroline Scheufele versteht es

wie kaum eine andere Modequeen,

die feminine Seite einer

Frau ins Rampenlicht zu

rücken. Wo Caroline Scheufele mit ihren

Models auftritt, erleuchten Blitzgewitter

den Raum. Die Juwelen fangen zu blinken

an und demonstrieren freiheitliches

Denken und Kraft, die von einer starken

Frau ausgehen.

Das Unternehmen Chopard, das seinen

Hauptsitz in Genf hat, ist genauso als

Uhrenhersteller bekannt. Die Ursprünge

des Unternehmens gehen bis ins

19. Jahrhundert zurück. Louis-Ulysse

Chopard war ein einfacher Bauernsohn

aus dem Schweizer Städtchen Sonvilier.

Er löste sich von der Tradition seiner

Familie, experimentierte, forschte und

machte schließlich als begabter Uhrmacher

Furore. In Windeseile eroberte

er erst die Schweiz, dann die ganze Welt

– und das, obwohl es zu jener Zeit eine

Handvoll Uhrenmacher in jedem Schweizer

Ort gab.

Parallel dazu gibt es die Geschichte der

Scheufeles. Karl Scheufele I. gründete

1904 in Pforzheim ein Unternehmen, in

dem er von Anfang an die Uhren- und die

Schmuckherstellung kombinierte. 1963

wuchsen diese beiden Unternehmen zusammen.

Inzwischen befindet sich das

Unternehmen in der dritten Generation in

den Händen der Geschwister Scheufele.

Während Karl-Friedrich Scheufele sich

für die Fabrikation von sportlichen Herrenuhren

und L.U.C-Uhren verantwortet,

konzentriert sich Caroline Scheufele auf

die Fortentwicklung von Damenschmuck

und High Jewelry.

JUWELEN MIT FEUER

Caroline Scheufele ist für ihren Sinn

für Abenteuer und Wagemut bekannt.

Mit ihrem unabhängigen, freigeistigen

Charakter lotet sie stets die Grenzen des

Machbaren aus und fordert einhergebrachte

Konventionen heraus. So kennt

man sie. Ihr gelang es, die Haute Joaillerie

aus ihrem engen Formen-Korsett zu

befreien, weshalb sie nach wie vor in der

Welt der Schmuckliebhaber groß gefeiert

wird. Sie schaffte es, den Diamanten

Freiheit zu schenken, sie ohne Fassung

tanzen lassen und ihre Farbe und Bril-

Magical Setting bedeutet so viel wie eine

kunstvolle, kreative Zusammensetzung von

Juwelen und Edelsteinen in majestätische

Cluster-Ringe, Anhänger und Ohrringe. Sie

entsteht durch eine geniale und innovative

Art der unsichtbaren Fassung. Während der

zentrale Stein mit kaum sichtbaren Krappen

gehalten wird, scheinen die ihn umgebenden

Steine wie durch Zauberei zu schweben.

Von oben betrachtet ist keine Fassung sichtbar.

Stattdessen wird das Arrangement der

Steine durch ein völlig neues und bahnbrechendes

Gefüge gehalten. Es entsteht ein

florales Design, das die Edelsteine in ihrem

Lichtspiel gefühlvoll aufeinander eingehen

und tanzen lässt.

EIN NOBLER KLASSIKER

Mutig, dreist – aber doch nicht neu. Die Idee

des Clusters reicht Recherchen zufolge bis

ins 14. Jahrhundert zurück. Vermutlich findet

sie ihren Ursprung in mittelalterlichen

Ringbroschen, die zum Schließen von Umhängen

oder Tuniken verwendet wurden.

Daraus entwickelten sich im Lauf der Zeit

stattliche, üppig mit Steinen besetzte, runde

Schmuckstücke.

Caroline Scheufele setzte nicht an dieser

Idee an, träumte aber, das florale Muster

zu toppen. Ihre Idee war, die Fassung verschwinden

zu lassen und die Edelsteine

ungehindert zum Strahlen zu bringen. Ihre

Goldschmiede schüttelten bei dieser Idee

immer den Kopf und beschieden ihr, dass

solche Fassungen zu kompliziert und unmöglich

zu realisieren seien. Doch Caroline

Scheufele ließ sich nicht beirren und arbeitete

weiter an ihrer Innovation. Aus dieser

kreativen Kraft entstand das Magical Setting,

ein neuer zeitgenössischer Klassiker.

FEST DER FARBEN

Magical Setting würde nicht den Namen

eines zauberhaften Phänomens verdienen,

wenn es nicht mit Farbkombinationen spielen

würde. Neben ausschließlich mit Dia-

Die neue Kollektion von Chopard

wird von dem brasilianischen

Model Adriana Lima präsentiert.

Die Kombination von ungewöhnlich

großen Steinen um einen zentralen

Hauptstein gibt dem klassischen

Cluster-Design eine unerwartete und

wagemutige Modernität.

Fotos: Chopard

8 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 9


WATCHES / JEWELRY / FASHION

WATCHES / JEWELRY / FASHION

SINN

FASZINATION

DER TECHNIK

Bei der Uhrenmanufaktur Sinn zählen Robustheit,

Langlebigkeit, Qualität und Präzision. Funktionalität,

Professionalität und technische Innovation stehen

über Form und Gestaltung. Unter dieser Prämisse

baut Sinn Instrumente für Piloten, Astronauten,

Taucher und Spezialeinheiten wie zum Beispiel die

Tauchereinheit der GSG 9.

Die Jagduhr 3006 ist mit einer nachleuchtenden

Mondlichtanzeige belegt,

so dass klar und deutlich ablesbar ist,

wie intensiv das Mondlicht ist, um eine

Jagd auch in der Nacht durchzuführen.

Helmut Sinn, der Gründer

des Unternehmens, war ursprünglich

Pilot und Blindfluglehrer.

Dann setzte sich

sein Erfinder- und Pioniergeist

durch und er gründete 1961 die Helmut

Sinn Spezialuhren. Diese Kombination

von Pilot, Fluglehrer und Horlogerie ist

ungewöhnlich, sagt aber viel über das Unternehmen

aus. Helmut Sinn konzentrierte

sich von Anfang an auf die Herstellung von

technisch hochwertigen Uhren: Navigationsborduhren,

Fliegeruhren, Taucheruhren

oder Weltraumchronographen. Modischer

Schnickschnack war ihm einerlei.

Lothar Schmidt, der das Unternehmen 1994

übernommen hat, verfolgte den gleichen

Ansatz weiter. Auch er implementierte in

den 25 Jahren, in denen er das Unternehmen

inzwischen in Form der „Sinn Spezialuhren

GmbH“ leitet, zahlreiche anwendungsorientierte

Technologien. Dazu gehört zum Beispiel

die Diapaltechnologie. Sie macht ein

Schmieren mit Ölen und Fetten überflüssig.

Die Ar-Trockenhaltetechnik sorgt für eine

erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit

der Uhren, die Hydrotechnologie für eine

verspiegelungsfreie Ablesbarkeit unter Wasser.

Und mit Hilfe der Tegiment-Technik werden

inzwischen Gehäuse kratzfest gemacht.

Bei Sinn werden Uhren nicht als Liebhabermodell,

sondern als Spezialwerkzeug angesehen.

Folglich konzentriert man sich bei

Sinn bei der Konstruktion der Uhren auf das

Wesentliche. Es kommt mehr auf die praktikable

Funktion und Handhabung an. Tragekomfort

und gute Ablesbarkeit sind wichtiger

als Form und Gestaltung.

UHREN FÜR

EXTREMSITUATIONEN

Der erste Einsatzzeitmesser, der prominenten

Einsatz fand, war der EZM 1, der 1997

für die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll

(ZUZ), einer dem Zollkriminalamt unterstellten

Spezialeinheit, die mit einem Sondereinsatzkommando

der Polizei vergleichbar ist,

entwickelt wurde. Weil es bei diesen – mitunter

sehr heiklen – Aufgaben stets auf eine

exakte Zeitmessung ankommt, entschieden

sich die Beamten für einen Chronographen,

der präzise wie ein Instrument arbeitet und

sehr robust ist.

Oberste Anforderung war der Wunsch nach

einer hervorragenden Ablesbarkeit. Denn

zeitliche Situationen sollten möglichst mit

einem Blick erfasst werden können, auch

Die Sinn-EZM 12 ist die Uhr für

den Luftrettungsdienst: Sie zeigt

klar und deutlich die lebensrettenden

Zeitfenster „Platinum Ten

Minutes“ und „Golden Hour“ an.

Band und Drehringe können leicht

gereinigt und desinfiziert werden.

unter widrigsten Bedingungen. So entstand

im direkten Dialog zwischen den Anwendern

und den Ingenieuren und Uhrmachermeistern

von Sinn der EZM1.

ZEIT RETTET LEBEN

Inzwischen ist die EZM-Kollektion weiterentwickelt

und an die Bedürfnisse weiterer

Spezialeinheiten angepasst. Die EZM 12 beispielsweise

spricht Teams aus dem Luftrettungsdiensts

an. Bei einem Noteinsatz ist

Vorgabe, dass ein Verletzter innerhalb von

10 Minuten aus der Gefahrenzone gebracht

und erstversorgt werden soll. Spätestens

eine Stunde nach dem Unfall soll das Notfallteam

mit dem Patienten die Klinik erreichen.

Diese beiden goldenen Zeitfenster

sind mit dem Messring für die „Platinum Ten

Minutes“ und die „Golden Hour“ gesondert

messbar.

Auch weiterhin ist die Uhr an die Bedürfnisse

von Luftrettungseinheiten angepasst: Sie

hält sowohl Unter- als auch Hochdruck bis

20 bar stand und ist von -45 bis +80 C Grad

funktionssicher. Der Puls-Rotor hilft, die

Herzfrequenz zu messen. Band und Drehringe

sind derart konzipiert, dass sie leicht gereinigt

und desinfiziert werden können.

10 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 11


WATCHES / JEWELRY / FASHION

Die „Unruh“ ist das

schlagende Herz einer

mechanischen Uhr. Das

Einsetzten bedarf

besonderes Fingerspitzengefühl.

Die Finanzplatzuhren von Sinn erhalten

auf dem Rotor eine Gravur

der Frankfurter Skyline.

MONDLICHTANZEIGE

FÜR DIE JAGD

Welchen Komfort benötigen Jagdbegeisterte?

Besonders wichtig ist für sie ein ausreichendes

Licht, auch in der Nacht, denn

das deutsche Bundesjagdgesetz verbietet

die Jagd unter Zuhilfenahme künstlicher

Lichtquellen. Die Jagduhr 3006 ist daher mit

einer Mondlichtanzeige ausgestattet, die

angibt, wann der Mond hell genug scheint,

um gutes „Büchsenlicht“ zu liefern, wie es

im Jagdjargon heißt. Darüber hinaus zeichnet

sich die Jagduhr 3006 durch ein besonders

kratzfestes Gehäuse, und eine erhöhte

Funktions- und Beschlagsicherheit aus.

RÜCKBESINNUNG

AUF ALTE WERTE

Dennoch ist es Sinn wichtig, sich auch auf alte

Werte zu besinnen. Mit der 910 Jubiläum hat

das Unternehmen eine Hommage auf 55 Jahre

Uhrenmanufaktur geschaffen. Es brachte eine

auf 300 Stück limitierte, besonders galante

Uhr mit Stoppfunktion heraus. Sie begeistert

Uhrenfreunde, denn zusätzlich zur Stoppfunktion

besitzt sie einen Schleppzeiger-Mechanismus,

der eine Messung von Zwischenzeiten

ermöglicht. Dieser Schleppzeiger läuft so lange

synchron mit dem Sekunden-Stopp-Zeiger,

bis der Schleppzeiger-Drücker betätigt wird.

Danach verharrt der Schleppzeiger in Ruhestellung,

so dass sich die Zwischenzeit ablesen

lässt. Bei nochmaliger Betätigung des Drückers

holt der Schleppzeiger den Sekunden-

Stopp-Zeiger wieder ein und läuft synchron

mit diesem weiter.

HART WIE

EIN SCHWERT

Noch seltener als die 910 Jubiläumsuhr aber

ist die 1800 Damaszener. Sie wurde auf nur

100 Stück limitiert und heißt deswegen so,

weil es bei ihr erstmals gelang, Damaszener

Die 1800 Damaszener besteht aus echtem feuerverschweißtem

Damaszener Stahl. Das organische

Muster von abwechselnd hellen und dunklen Linien ist

besonders charakteristisch für dieses Material.

Bei der 910 Jubiläum wird die Zeit

durch einen Schaltradchronographen

gestoppt. Zeitmesser mit einer solchen

Konstruktion sind heute eher selten

zu finden. Sie gelten als handwerklich

anspruchsvoll und als Ausdruck traditioneller

Uhrmacherkunst, da die Steuerung

mit Schaltrad seit Mitte des 19.

Jahrhunderts das bestimmende Bauteil

traditioneller Chronographen ist. Diese

Uhr ist auf 300 Stück limitiert.

Stahl in eine für Uhrengehäuse taugliche

Form zu übertragen. Damaszener Stahl ist

besonders hart und verdankt seinen Ruf der

Herstellung von Schwertern, Messern und

Klingen.

Bei der Fertigung von diesem Stahl werden

verschiedene Stahlsorten übereinandergelegt

und miteinander feuerverschweißt.

Durch dieses Zusammenfügen gewinnt man

einen neuen, besonders zähen und harten

Stahl. Charakteristisch für ihn ist eine abwechslungsreiche

Textur von hellen und

dunklen Linien. Um dieses organische Muster

perfekt zur Geltung zu bringen, wurde

das Zifferblatt in einem Stück aus einem

Stahlblock gefräst und anschließend durch

eine Oberflächenätzung sichtbar gemacht.

Jede Uhr besitzt daher ein Zifferblatt mit einer

absolut einzigartigen Textur.

n sinn.de

FÜR DIE WIRKLICH

GOLDENEN MOMENTE

IM LEBEN.

Der Name Degussa steht für Edelmetalle in ihrer schönsten Form.

Vom klassischen Degussa Barren über begehrte Anlagemünzen

bis zu hochwertigem Schmuck und den exklusiven Uhren aus den

Degussa Editionen finden Sie bei uns alles, was edles Design mit

hohem Edelmetallgehalt verbindet.

DEGUSSA-GOLDHANDEL.DE

Fotos: Sinn

12 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Augsburg I Berlin I Frankfurt I Hamburg I Hannover I Köln I München I Nürnberg I Pforzheim I Stuttgart

Zürich I Genf I Madrid I London


WATCHES / JEWELRY / FASHION

WATCHES / JEWELRY / FASHION

DEGUSSA

GOLD FÜR JEDEN

GESCHMACK

Gold auf dem Teller – das führte bei

Star-Fußballer Franck Ribéry zu einer

medialen Kettenreaktion mit der

chemischen Abkürzung „Au“. Denn

wer das seltene Metall als feine Panade

schluckt, kann es folglich nicht

mehr in die Vermögenssuppe mischen.

Ein blöder Fehler. Denn Gold als Anlage

ist gefragt wie nie. Und das weiß

niemand besser als Europas führender

Edelmetallhändler Degussa.

Ein mit Blattgold überzogenes

Steak zu essen ist weder ein

geschmacklicher Volltreffer

noch ein Investment von

Dauer. Für Star-Fußballer

Franck Ribéry war der Genuss kurz, die

Klatsche im Nachgang lang. Geblieben

ist ihm – außer Kritik – nichts. Gold ist

Geld. Wer sein Geld behalten will, darf

sich damit nicht das Essen verzieren.

Er könnte es zum Beispiel in Goldbarren

investieren. Gerade in unsicheren Zeiten

ist ein Goldkauf für viele das sicherste

Investment. Warum? Weil Gold seit über

3.000 Jahren ein stabiles Wertaufbewahrungsmittel

ist, das sämtliche Wirtschaftskrisen

überdauert hat. Weil es mit

seinem unvergleichlichen Glanz eine ungebrochene

Faszination auf Menschen

ausübt. Gold ist sein Geld wert. Darum

hat sich das Edelmetall auch in unserer

modernen Gesellschaft zu einem unverzichtbaren

Rohstoff gemausert: Beim

Mobilfunk, in der Computertechnik, der

Medizin und der Raumfahrt. Unsere Zukunft

steht sozusagen im Zeichen von

Gold, weshalb der Investitionshunger

bei Anlegern nach wie vor ungestillt ist.

TOP-ANLAGEMÜNZEN ALS

SCHMANKERL

Und das weiß keiner besser als Europas

führender Edelmetallhersteller Degussa

Goldhandel. Das im Frankfurter Westend

ansässige Unternehmen serviert

seinen Kunden ein Menü aus Gold- und

Silberbarren, Münzen (Bullion Coins)

und Edelmetalle wie Platin, Palladium

oder Rhodium. Schmankerl sind so seltene

Münzen wie der Krügerrand, Maple

Leaf, Philharmoniker, American Eagle,

China Panda oder Britannia. Das Gold

für seine Investmentprodukte bezieht

Degussa bei Herstellern aus der Schweiz.

Seine Metall-Halbzeuge fertigt er in der

eigenen Scheideanstalt in Pforzheim.

Sicherheit wird bei Degussa großgeschrieben.

Der größte Teil der Edelmetallbestände

lagert extern. In einer

Tag und Nacht bewachten Hochsicherheitstresoranlage.

Die Türen öffnen sich

nur, wenn die Niederlassungen Bedarf

anmelden. In Deutschland ist Degussa

an zehn Standorten vertreten: Hamburg,

Hannover, Berlin, Köln, Frankfurt,

Nürnberg, Stuttgart, Pforzheim, München

und Augsburg. Fünf weitere Niederlassungen

existieren in der Schweiz,

Zürich, Genf, Madrid und London.

Man sei in den letzten Jahren sehr stark

gewachsen, sagt Degussa-Geschäftsführer

Raphael Scherer. 2018 lag der

Jahresumsatz bei 1,573 Milliarden Euro.

Die Filiale in Singapur hatte man Ende

2017 geschlossen, da der asiatische

Goldmarkt, so Scherer, „andere Gesetzmäßigkeiten

hat als der europäische“.

Die nächsten Jahre konzentriere man

sich deshalb auf Europa. Raphael Scherer

war von Anfang an dabei. Er hatte

schon relativ früh die Chance erkannt,

bei einer jungen Firma mit einem der bedeutendsten

Namen in der Edelmetallindustrie

mitgestalten zu können, was ihn

letztendlich dazu bewegte, sich für den

Degussa-Goldhandel zu engagieren. Für

Scherer ist die Firmenpräsenz vor Ort in

den „Top-Lagen“ eines der Kriterien für

Degussas Führungsposition in Europa.

Auch dass die Ware sofort verfügbar sei

oder in Schließfächern gelagert werden

könne, seien Dinge, so Scherer, die von

„Kunden geschätzt werden“.

„Das Edelmetallgeschäft ist ein Business,

welches auf Vertrauen basiert, sowohl im

Verkauf, als auch im Ankauf. Mit unserer

hohen Transparenz verdienen wir uns dieses

Vertrauen jeden Tag bei unseren Kunden.“

Ein Vertrauen, das Privathändler, Großhändler

und Industrieunternehmen zu schätzen

wissen. Eine feste Anlagesumme wird ihnen

nicht vorgeschrieben. Von 20 Euro bis

zu einem Anlagevolumina im zweistelligen

Millionen Bereich ist bei Degussa alles möglich.

Wer einmal im Besitz eines Degussa-

Goldbarrens ist, wird schnell merken, dass

ein solcher globale Akzeptanz genießt und

überall auf der Welt wieder verkauft werden

kann. Wer sich von seinem Geldanlageobjekt

trennen möchte, oder alten Goldschmuck,

Münzen oder Barren in Bares umwandeln

will, dem steht Degussa auch hier als potenzieller

Käufer und fairer Partner zur Verfügung.

Dank seiner umfassenden Erfahrung als

Edelmetallhaus hat Degussa einen ganzheitlichen

Blick auf die Märkte und ein Riesennetzwerk,

von dem letzendlich der Kunde

profitiert. Degussa arbeitet mit Banken

im In- und Ausland. Für seine Kunden tut der

Goldhändler alles. Er springt für sie sogar

auf Auktionen ein, wenn dies gewünscht ist.

Und das weltweit. Wer seine Käufe aus Silber,

Platin, Rhodium und Palladium zollfrei

lagern möchte, dem bietet Degussa auch

diese Möglichkeit. Produktionsabfälle von

Industrieunternehmen wie alter Schmuck,

Altgold, Silberwaren oder historische Münzen

nimmt Degussa ebenfalls an.

ZU JEDEM DEGUSSA-BARREN

GIBT ES EIN ZERTIFIKAT

Goldbarren sind von einem Gramm bis zu

einem Kilogramm erhältlich. Sie besitzen

grundsätzlich die Feinheit von 999,9/1000.

Barren bis zu einer Größe von 100 Gramm

sind geprägt. Die größeren bis ein Kilogramm

– außer die 10-Unzen-Goldbarren – haben

die herkömmliche gegossene Form. Wobei

der Käufer wissen muss: Je größer der Barren,

desto geringer der Kaufpreis per Unze

(28,35 Gramm). Das liegt zum einen daran,

dass es weniger kostet, ein ganzes Kilogramm

Gold herzustellen als beispielsweise

nur ein einziges Gramm, zum anderen daran,

dass die Produktion für einen größeren

Barren weniger arbeitsintensiv ist. Zu jedem

Degussa-Barren gibt es ein Zertifikat.

Davon ausgenommen sind historische Barren.

Alte Degussa-Barren erkennt man an

der traditionellen Raute aus Sonne und

Mond. Jeder Barren wird im Auftrag der Degussa

Goldhandel GmbH von LBMA (London

Bullion Market Association) zertifizierten

Unternehmen hergestellt. Ein Garant für die

weltweite Handlungsfähigkeit des angebotenen

Barrens. Denn wer als Hersteller von

Goldbarren seine Produkte am London Bullion

Market verkaufen möchte, muss sich vorab

der gründlichen Prüfung durch die LBMA

unterziehen. Der London Bullion Market ist

der mit Abstand bedeutendste Handelsplatz

für physisches Gold und Silber. Seit 1919 wird

hier, in der City of London, der Weltmarktpreis

für Gold und seit 1897 der Weltmarktpreis für

Silber festgestellt.

ECHTHEIT IST GARANTIERT

Gold einzukaufen, egal in welcher Größenordnung,

ist immer verbunden mit der Sorge

um gefälschte oder qualitativ minderwertige

Ware. Das ist bei Degussa anders. Hier arbeiten

etwa 150 Experten, die wissen, woher

sie ihre im Weltmarkt etablierten Produkte

beziehen, und die für deren Echtheit garantieren.

Die meisten von ihnen haben einen

Bankhintergrund. Es gibt aber auch Goldschmiede,

Uhrmachermeister und hochkarätige

Profis, die sich im Bereich Numismatik

auskennen. Experten, die unersetzlich

für die Bewertung des An- und Verkaufs

historischer Münzen sind. Sie erkennen

mit Hilfe elektronischer Leitfähigkeitgeräte

auf Anhieb, welche Münzen falsch sind.

Was Degussa von anderen Goldhändlern unterscheidet,

ist ohne Frage sein ausgezeichneter

Servicegedanke. Die interne goldene

Regel lautet: Jeder einzelne Kunde verdient

ein umfassendes Beratungsgespräch, das

sowohl individuelle Wünsche berücksichtigt

als auch Expertenwissen miteinfließen

lässt. Das Unternehmen schenkt seinen

Kunden deshalb Zeit, Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit

und Vertrauen. Eine Investition, die

sich bezahlt gemacht hat, und die auch anderen

aufgefallen ist.

DER SERVICE MACHT DEN

UNTERSCHIED

Testkäufer des Deutschen Finanz-Service-

Instituts (DFSI), die 2017 im Auftrag von

Focus Money unterwegs waren, bescheinigten

Degussa nicht nur ein feines Händchen

beim Handel mit Edelmetallen, sondern

verteilten Bestnoten sowohl für Service und

Beratung als auch für den vertrauensvollen

Umgang mit den Kunden. Diese Bestätigung

für die Sortiments- und Beratungsqualität

hatte Degussa bereits in den Jahren zuvor

(2013, 2014, 2015 und 2016) abgesahnt.

Damals kürte die Wirtschafts- und Finanzzeitschrift

Euro am Sonntag Degussa zum

„besten Edelmetallhändler Deutschlands“.

Ausschlaggebend dafür waren auch hier:

a) das reichhaltige Angebot, b) die Fairness,

c) die Verkaufs- und Ankaufspreise, d) die

hohen Sicherheitsstandards bei Bestellung

und Versand.

Goldkäufer sind demnach mit Degussa gut

beraten. Aber gibt es auch eine Art „Geheimtipp“

für die perfekte Investition? „Ich glaube,

einen ,Geheimtipp' für Goldkäufer gibt es

nicht“, sagt Raphael Scherer auf Nachfrage.

„Bevor Sie in Gold investieren, informieren

Sie sich ausreichend, damit Sie einen vertrauenswürdigen

An- oder Verkäufer finden.

Betrachten Sie Gold als langfristiges

Investment und lassen Sie sich nicht von

kurzfristigen Schwankungen irritieren. Hierfür

bietet es sich an, sich einmal die Goldpreisentwicklung

in den letzten 18 Jahren

anzuschauen. Wie bei anderen Investments

gilt auch bei Edelmetall: Setzten Sie nicht

alles auf eine Karte, sondern diversifizieren

Sie.“

14 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


WATCHES / JEWELRY / FASHION

WATCHES / JEWELRY / FASHION

„Einen Geheimtipp für

Anleger gibt es nicht“,

sagt Degussa-Geschäftsführer

Raphael Scherer.

Goldbarren der Traditionsmarke

Rothschild – unter Sammlern

mehr als begehrt.

Bilder: Degussa Goldhandel

Warum nicht in Goldbarren

und seltene Anlagemünzen

investieren? Der Krügerrand

– die bekannteste

Goldmünze der Welt.

So verantwortungsvoll wie Degussa mit

seinen Kunden umgeht, ist das Unternehmen

auch mit den weltweiten Rohstoffressourcen.

Seine Barren lässt es

ausschließlich von Herstellern produzieren,

die das weltweit anerkannte Siegel

„London Good Delivery Standard“ tragen

und einen Nachweis über ihre Lieferkette

führen. Zusammengearbeitet wird nur

mit geprüften Händlern oder Banken

oder börsennotierten Minengesellschaften.

Bei allen muss man davon überzeugt

sein, dass sie Nachhaltigkeit im Umgang

mit Umwelt und Mitarbeitern pflegen.

Von den Lieferanten wird erwartet, dass

sie keinerlei Edelmetalle oder sonstige

Waren aus Krisengebieten beziehen.

SONNE, MOND = STERNE

Die Degussa befindet sich zu 100 Prozent

im Eigentum einer Kapitalanlagegesellschaft,

die zu einer der vermögendsten

deutschen Familie gehört: Der Bankiersfamilie

von Finck. Diese erwarb im Jahr

2010 für zwei Millionen Euro die Nutzungsrechte

für den Markennamen Degussa

und machte einen Goldhandel auf.

Degussa war damals ein Frankfurter Traditionsunternehmen,

bekannt als Goldund

Silberscheideanstalt. Familie von

Finck gründete die Degussa Goldhandel

GmbH und verpasste ihr ein rautenförmiges

Sonne-Mond-Logo. Drei Jahre später

übernahm die Firma den Würzburger

Edelmetallhersteller SilviOr und das Londoner

Goldhandelshaus Sharps Pixley.

Als zweites Standbein baute sich die

Firma im Laufe der Zeit den Handel mit

alten Münzen auf, die von von der Antike

bis ins Jahr 1950 reichen. Lauter

Raritäten. Genauso wie der historische

Kilobarren Gold der Traditionsmarke

Rothschild, den Degussa heute mit Stolz

anbietet. Familie Rothschild, die seit jeher

auf dem internationalen Goldmarkt

tätig war, hatte nämlich zu Zeiten, als

ihre Bank im Jahr 1850 zu den weltweit

führenden Händlern von Edelmetallen

gehörte, Goldbarren mit eigenem Logo

produzieren lassen. Als sich die Familie

zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus dem

Handel zurückzog, wurden keine neuen

Barren mehr angefertigt. Heute ist jeder

Sammler entzückt, wenn er einen in seinen

Händen hält.

ONLINE GEHT’S AUCH

Sonderkollektionen wie beispielsweise

Motivbarren verschiedener Städte,

Skulpturen oder feinvergoldete Rosen

hat Degussa ebenfalls im Sortiment. Wer

das Außergewöhnliche sucht, wird also

fündig. Zeit zum Schauen hat man genug.

Seinen Einkauf kann man nämlich

bequem von zu Hause aus tätigen. Für

Goldgeschenke und Münzen hat Degussa

extra einen Online-Shop eingerichtet

(www.degussa-goldhandel.de). Hier ist

alles sieben Tage die Woche rund um die

Uhr erhältlich. Preise werden im 5-Minuten-Takt

aktualisiert. Kunden zahlen ihre

Ware vorab. Sie haben die Wahl, ob sie

sich die Ware liefern lassen oder lieber

selbst abholen. Einen Preisunterschied

zum Kauf vor Ort in einer der Niederlassungen

gibt es keinen.

Was online immer mehr Zuspruch findet,

ist die Möglichkeit, seine eigene hochwertige

und einzigartige Gold- oder Silbermünze

zu entwerfen, die man dann

beispielsweise zum Firmenjubiläum an

seine Mitarbeiter verschenken kann. Auf

der Ideenplattform www.degussa-ideenplattform.de

kann jeder seiner Kreativität

freien Lauf lassen. Aber Degussa kann

noch mehr: Limitierte Edititonsuhren,

Krügerrand-Uhren, schicke Damenuhren,

Schreibgeräte, Arm- und Ohrenschmuck,

Anhänger. Ein goldener Luxus, den man

sich auf die Haut holt – nicht auf den Teller.

Doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

Sie haben trotzdem Hunger? Dann

investieren Sie doch in Ihre Vermögenssuppe

oder goldblättern einfach um!

n degussa-goldhandel.de

THE WATCH BOOK

WELT DER TICKENDEN

SUPERLATIVE

Nur wenige Gegenstände verbinden

Funktion, Eleganz und Status

so gekonnt wie eine Armbanduhr.

Uhrenhistoriker Gisbert L. Brunner

weiß wie kein anderer, Uhren

richtig einzuordnen. Schließlich

beschäftigt er sich seit mehr als 50 Jahren mit Armbanduhren,

Pendeluhren und anderen Präzisionszeitmessern.

In „The Watch Book – Compendium“ stellt er anhand

von 1.000 zumeist farbigen Fotografien die Welt

der Uhren vor, von den frühen Anfängen der mechanischen

Zeitmessung bis zu modernen Smart

Watches. Die Mischung macht diesen Sammelband

interessant, gerade weil alle wichtigen

Themen übersichtlich angesprochen

werden: die Handwerkskunst an

sich, die wertvollen Materialien, die in

der Haute Horlogerie Einzug gehalten

haben, die Geheimnisse der Mechanik bis

hin zu den bedeutendsten Innovationen.

Der Sammelband fasst den Inhalt von The Watch

Book I und II zusammen und stellt die interessantesten

Modelle der 41 bedeutendsten Uhrenmarken

der Welt vor. Ein Muss für alle Sammler und

Kenner von Armbanduhren.

n teneues.com

Gisbert L. Brunner & Christian

Pfeiffer-Belli: The Watch Book –

Compendium. 2018, Hardcover,

22,3 x 28,7 cm, 504 Seiten, ca. 880

Farb- und 120 Schwarz-Weiß-Fotografien,

Text in Deutsch, Englisch

und Französisch,

ISBN: 978-3-96171-185-7.

Fotos: teNeues

16 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 17


WATCHES / JEWELRY / FASHION

WATCHES / JEWELRY / FASHION

bombensicher einfügen und gleichzeitig

als Bar, Humidor, Musikanlage oder Wetterstation

dienen.

Man sieht diesen massiven Meisterstücken

nicht an, was sie sind. Auffällig

unauffällig täuschen sie vor, ein Möbelstück

zu sein und tarnen so ihre wahre

Bestimmung. Ein kunstvoller Bluff, der all

ihre inneren Schätze unsichtbar macht.

Manche Safes fügen sich deshalb gekonnt

unauffällig als Spiegelbild seines

Beobachters in einen Ankleideraum oder

Kleiderschrank, andere wiederum passen

sich stilvoll der luxuriösen Ausstattung

ihrer Besitzer oder Besitzerinnen an.

Buben & Zörweg hat seine Schützlinge in

einer bombensicheren Bauart entworfen

und ihnen nicht nur ein unglaubliches

Design verpasst, sondern auch ein kugelsicheres

Spionspiegelglas und ein biometrisches

Fingerabdruck-Schloss.

Alle Tresore sind VdS-zertifiziert, was der

höchsten Qualitätsstufe entspricht und

bedeutet, sie halten jedem gewaltsamen

Angriff sicher stand. Resistent sind sie

aber nicht nur gegen Diebe mit Brecheisen,

sondern auch gegen Feuer und

Wasser. Dass die Tresore, mal abgesehen

von den funktionellen Eigenschaften,

jedes Interieur gleichzeitig monumental

zieren, zeigt den ästhetischen Anspruch

und die Einzigartikeit von Buben & Zörweg.

Nicht umsonst zählt das Unternehmen zu

den besten deutschen, weltweit tätigen

Luxusherstellern.

EXKLUSIVE ZEITOBJEKTE

Ständig werden neue, außergewöhnliche

Meisterstücke entwickelt, die es

ihren Besitzern ermöglichen, ihre wert-

Der neue Solitaire Vision – das Vorzeigestück

aus der Objects of Time®-

Line von Buben & Zörweg

BUBEN & ZÖRWEG

PERFEKTE MEISTER-

STÜCKE DER ZEIT

Eines war von Anfang an da: Die Zeit. Einer hat sie von

Anfang an richtig genutzt: Der Uhrenmacher und Uhrenbeweger

Buben & Zörweg. Bei diesem Luxuslabel geben sich

Adlige, Hollywood-Schauspieler, Musikstars, Öl-Milliardäre,

Staatsoberhäupter und Spitzensportler die Klinke in die

Hand. Das ist so safe wie die Tresore, die die Schönen und

Reichen nach ihrem Besuch mit nach Hause nehmen.

It‘s safe. Wer seine Uhren, Juwelen,

Gemälde, Goldbarren, Manuskripte

und andere Kostbarkeiten stilvoll

und bombensicher verstauen

will und über ein Millioneneinkommen

verfügt, findet eher früher als

später den Weg nach Olbronn-Dürrn.

Dort, etwa eine Autostunde von Stuttgart

entfernt, fabriziert Buben & Zörweg seine

maßgeschneiderten Designer-Tresore,

die sich in jedes luxuriöse Wohnkonzept

18 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 19


WATCHES / JEWELRY / FASHION

WATCHES / JEWELRY / FASHION

Der Luxus-Safe Orion – benannt nach

der Sternenkonstellation und dem Sohn

des olympischen Gottes Poseidon, ist

durchgängig mit gepolstertem, handgenähtem

Nappaleder ausgeschmückt

und schmiegt sich förmlich ins Ambiente.

Christian Zörweg, Daniel Zörweg

und Harald Buben. Christian

Zörweg und Harald Buben haben

die Firma 1995 gegründet.

„ Zeit ist das,

was Uhren messen.“

Prof. Dr. Anton Zeilinger,

Leiter des Instituts für

Quantenoptik und Quanteninformation

Wien der

österreichischen Akademie

der Wissenschaften

vollsten Vermögensgüter zu genießen

und sicher aufzubewahren. Mit dem

„Solitaire Vision“ aus der Objects of

Time®-Linie ist eine neue Generation

Luxus-Safe ins Spiel gekommen. Er ist

eines der hochwertigsten Basismodelle

von Buben & Zörweg. Hier geht visionäres

Design mit brillanter Handwerkskunst

einher. Die inneren Werte dieses

Vorzeigestückes sind mit kugelsicherem

Spionglas geschützt. Seine Stärke?

Ein Uhrenbeweger, der 46 Uhren automatisch

aufzieht. Für die langfristige

Aufbewahrung von erlesenen Zigarren

und Weinen bietet er Klimazonen. Innenarchitektonisch

glänzt er mit einem

integrierten Alarm- und Audiosystem.

Alles in edelstem Design hochwertig

verarbeitet. Und weil es ein besonderes

Vergnügen ist, ihm Zeit zu schenken,

gibt er sie gerne zurück: Auf seiner

Weltzeitanzeige.

Die Safes von Buben & Zörweg ziehen

weltweit Ästheten und Liebhaber kostbarer

Objekte an. Es sind vor allem Adlige,

Hollywood-Größen, Musikstars,

Staatsoberhäupter und Spitzensportler,

die die tonnenschweren Tresore kaufen,

um ihre wertvollsten Vermögensgüter

wie Erbjuwelen, Goldbarren, Uhren oder

unbezahlbare Manuskripte zu sichern.

Auch Schauspieler Arnold Schwarzenegger

soll einen Super-Safe von Buben &

Zörweg für seine Designer-Uhren im

Wohnzimmer stehen haben. Es sind

die Reichen und Schönen, die Buben &

Zörweg mit seinen Meisterstücken anspricht,

denen es jedoch wichtig ist,

anonym zu bleiben.

Auf der imm Cologne, der Internationalen

Möbel- und Einrichtungsmesse in

Köln, wo Buben & Zörweg im Jahr 2017

erstmals vertreten war, begeisterte das

Unternehmen aber auch „ganz normale“

Menschen. Sie waren angetan von

der Technologie, die in einem solchen

Safe steckt, und den innenarchitektonischen

Möglichkeiten, die Buben &

Zörweg mit seinen maßgeschneiderten

Sicherheitslösungen bietet. Dessen

zeitlose „Objects of Time®“ lassen insbesondere

die Herzen passionierter Uhrenliebhaber

höher schlagen.

DEN ZEITGEIST MIT DEM

ZEITLOSEN VERBINDEN

Einer, der zu dieser Emotion beiträgt, ist

der Chef-Designer von Buben & Zörweg,

Eberhard Hagmann. Der Pforzheimer ist

der Schöpfer von Objects of Time®. Im

Laufe seiner dreißigjährigen Karriere in

der Uhrenindustrie, die er bei der Uhrenmarke

Junghans startete, gewann

er über 40 nationale und internationale

Design-Preise. 1983 gründete er IDEA-

Design und durfte Fabergé, Glashütte

Original und Lufthansa zu seinen Kunden

zählen.

Der Visionär Hagmann hat bei Buben &

Zörweg zahlreiche Innovationen bei

den Safes, Uhren und Privatmuseen

mitentwickelt. 2016 erhielt er von Chinas

führendem Online-Uhrenhändler

Wbiao den „Design Art Lifetime Achievement

Award“. Hagmann ist ein Visionär,

der die Meisterstücke von Buben &

Zörweg durch die Integration elektromechanischer

Funktionen bereichert.

So ist sein X-007 der einzige Safe weltweit,

der auf Knopfdruck in die Höhe

fährt. Einen anderen konzipierte er mit

einem berührungsempfindlichen Magic-

Slide-Öffnungssystem. Ein Kunstobjekt,

bei dem sich die Türen wie von Zauberhand

selbst öffnen. Zwei Jahre hat er mit

Design- und Technologiespezialisten an

dieser Entwicklung gearbeitet. Wobei er

den Fokus dabei immer auf ein aufsehenerregendes,

formschönes Design richtete.

Die Meisterstücke von Buben & Zörweg

werden weltweit installiert. In privaten

Residenzen. Auf Yachten. In Palästen.

Aber auch an außergewöhnlichen Orten.

Im Londoner One Hyde Park zum Beispiel.

Dort findet sich ein temporärer Safe in

einem Aufzug, weil der Besitzer eines

Sammlerstückes seinen Wohnort nicht

preisgeben wollte. Buben & Zörweg kann

es sich leisten, die exquisitesten Ansprüche

seiner Kunden zu erfüllen. Das Unternehmen

besitzt über 20 Boutiquen und

In-Shop-Boutiquen in über 100 Ländern.

Es ist ein aufstrebendes Luxus-Imperium,

das sich mit handwerklichem Können,

Präzision und Innovationsstärke in die

oberste Liga katapultiert hat. So ist die

Entscheidung der neun Experten für Markenindustrie

und Markenwissenschaft

im Jahr 2017 in der Kategorie „Luxus“

einstimmig ausgefallen: Buben & Zörweg

verdient den „German Brand Award“, die

höchste Auszeichnung für Markenerfolg.

Als weitere außerordentliche Errungenschaft

kam ein Jahr später der „German

Design Award“ hinzu. Für die 45-köpfige

Jury aus Akademikern und CEOs war der

Luxussafe Galaxy eine wahre Pionierleistung

in der Designlandschaft. Dieses

handwerkliche Meisterstück sei ein „offenkundiger

Beweis dafür, dass ein Safe

auch ein beeindruckendes, dekoratives

Möbelstück sein kann“, begründete die

Jury ihre Entscheidung. Als Krönung war

der Galaxy Deluxe Safe mit einer Signaturuhr

von Buben & Zörweg ausgestattet.

Natürlich eingebettet in kostbares,

handgenähtes Nappaleder.

Die kreative Philosophie bei Buben &

Zörweg, dass ein Safe nicht unbedingt

auszusehen hat wie ein Stahlschrank,

zeigt sich auch im Orion-Tresor, dessen

Innenleben von modernster Sicherheitstechnik

profitiert, und der mit feinstem

Nappaleder ummantelt ist. Kupferfarbene

Nähte akzentuieren die gepolsterte

Lederoberfläche. Die neue Safe-Linie

„Illusion“ von Buben & Zörweg hat die

Form einer monumentalen, skulpturhaften

Säule, die vom Clock-Tower in Dubai

inspiriert wurde. Auch der Illusion Safe

verbirgt seine Schätze tief im Inneren,

die sich erst auf Fingerabdruck offenbaren.

Öffnet sich die kugelsichere Tür,

tritt die Zeit in den Hintergrund. Dann ist

die Freude präsent. Freude darüber, dass

man das Kostbarste, was man besitzt,

für immer bewahren kann. In den sicheren

vier Wänden eines Meisterstückes

von Buben & Zörweg. Gepaart mit der

Gewissheit, dass man etwas Einmaliges

sein Eigen nennen darf.

n buben-zorweg.com

Schöpfer von Objects of Time®: Eberhard Hagmann

(links); rechts im Bild: Christian Zörweg

„ Zeit braucht mich

nicht. Ich brauche

die Zeit.“

Eliyar Alimirzoev, Künstler,

Baku, Aserbaidschan

Fotos: Buben & Zörweg

20 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 21


FINEST LIVING

ULTIMATE LIFESTYLE COLLECTION

FOR WOMEN

LUST AN LUXUS,

WELLNESS UND FASHION

Fotos: teNeues

Chloe Fox: Ultimate Lifestyle

Collection for Women. 2018,

Hardcover, 27,5 x 34 cm,

256 Seiten, ISBN: 978-3961711055

Ob Beauty und

Wellness, Mode,

Schmuck und

Accessoires, Autos, Freizeit

oder Reise. Welche Frau begeistert sich

nicht für das Schöne, Besondere und Exklusive? In

„Ultimate Lifestyle Collection for Women“ präsentiert

Chloe Fox die besten Produkte und Dienstleistungen

der führenden Brands weltweit. Wer kennt

sich aus, wenn nicht die vielseitige und erfahrene

Autorin für internationale Magazine wie Vogue,

Harper´s Bazaar oder Vanity Fair? Sorgfältig und mit

Liebe zum Detail ausgesucht gewährt die Autorin

Einblick in ihre Lieblingssammlung der 200 besten

und luxuriösesten Objekte und Services, von der exklusiven

Wellness-Anwendung über die elegantesten

Modelabels bis zum Auto. Brillante Fotos, ausführliche

Produktbeschreibungen und spannende

Interviews entführen in eine Welt voller Glanz und

Glamour. Das perfekte Geschenk für sich selbst, die

beste Freundin und jede ganz besondere Frau.

n teneues.com

22 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 23


FINEST LIVING

FINEST LIVING

BRETZ

HIER IST PASSION

MIT POWER

GEPOLSTERT!

Norbert und Hartmut Bretz sind alles – außer

gewöhnlich. Mit ihrem irren Geschmack fürs

Unkonventionelle haben die beiden Brüder die

Langeweile unterm Hintern weggepolstert.

Ihre Sofas sind Kult. Sie sind bunt. Schräg. Anders.

Machen Sie es sich für einen Moment auf

Ihrer alten Couch bequem. Schließlich wollen

Sie doch richtig liegen – auch in Zukunft, oder

etwa nicht?

Eine Familie, die immer wieder

aufsteht! Frech. Wild. Dynamisch.

Ihre Sprungkraft lässt andere

bequem sitzen.

Ohne ihren unternehmerischen

Mut hätten Hartmut und Norbert

Bretz heute keine Sofas,

die stur aus der Reihe tanzen.

Getreu dem Motto: „Nett ist

die kleine Schwester von langweilig“ bringen

sie seit 1991 Farbe und opulente Formen

in die Möbelwelt. Und das mit Erfolg.

Für ihre moderne Unternehmensführung

gewinnen die Bretz-Brüder immer wieder

Designpreise und Auszeichnungen. Im Jahr

2017 war es der German Brand Award Gold,

der höchste Preis für erfolgreiche Marken

und Markenmacher. Weit weg von Mainstream,

Massenware und Uniformität entwerfen die

zwei Unternehmer Möbel, die in Form und

Farbe alles andere als normal sind.

Hier ein paar Ecken und Kanten, da die

Grösse, die Andersartigkeit mutig nach außen

tragen. Und nicht gleich einknicken,

wenn etwas Gegenwind kommt. Möbelstücke

mit Charakter eben. Jedes Unikat ist wie

ein Freund, der einem auch in stürmischen

Zeiten zur Seite steht. In dessen Armen man

sich ausweinen, anlehnen, festhalten und

lachen kann. Ein Leben lang. Diese Geborgenheit

und Sicherheit liefert Bretz mit seinen

unverwechselbaren Modellen.

Die Sofas, Sessel und Stühle des Polsterherstellers

provozieren mit ihrem Aussehen.

Und doch oder gerade deshalb ziehen sie

den Betrachter magisch an und bringen ihn

zum Staunen. Schrill schimmernde Samtstoffe

und originelle, ausufernde Formen

versprechen grenzenlosen Sitzkomfort und

ausreichend Freiraum zum Fläzen. Modulare

„Polsterbaukästen“ bieten die Möglichkeit

für unendliche Flexibilität und individuelle

Gestaltungsfreiheit.

WILDE WORTE

UND FORMEN

Qualität hat bei Bretz Tradition. In jedem

handgemachten Kissen, Sofa und Bett finden

sich nicht nur extravagante, hochwertige

Stoffe italienischer Designer, sondern

auch Materialien, die mit unendlich viel

Liebe zum Detail hergestellt wurden. Dass

Bretz mit seinen irren Ideen auch in diesem

Jahr aus dem Rahmen fiel, bekam der Besucher

auf der Internationalen Möbelmesse in

Köln (im Januar 2019) vor Augen geführt.

Hier hatte man das Markenclaim „True Characters

– wahre Charaktere“ mit sogenannter

„Toilet-Graffity“ untermalt.

Zitate, Aussagen oder Leitsätze wurden auf

weißen Stoffwänden neu interpretiert und

sinnverändert „übersprayt“. Auf diese Weise

wurde den Dingen auf unkomplizierte Art

und Weise ausreichend Interpretationsspielraum

gegeben – und die weißen Stoffwände

zugleich „zerstört“. Eine Art Rebellion gegen

das Perfekte. Womit Bretz seinen Kunden

wieder einmal zeigte, dass „anders sein“

ganz schön sexy sein kann.

DAS SOFA – DIE SEELE DER

WOHNUNG

„What’s your Point of View?“ – „Wie ist Ihr

Standpunkt?“ Mit dieser Frage konfrontierte

Bretz die Messebesucher. Warum? Um

mit dieser simplen Frage etwas auszulösen,

bestehende Denkmuster zu durchbrechen,

verschiedene Blickpunkte zu ermöglichen

und geistige Beschränkungen aufzuheben.

Bretz sprengt das Schwarz-Weiß-Denken

mit Extremen. Mit echten Charakteren voller

Leidenschaft und Emotionen.

Wir alle sind unterschiedlich. Deshalb brauchen

Vielfalt und Zeitgeist einen Platz in

den eigenen vier Wänden. Das zumindest

finden die kreativen Köpfe bei Bretz. Die

Kollektion Drop City, die von Dagmar Marsetz

designed wurde, spiegelt diese bunte

Mischung wieder. Auf ihren Sofas kann man

bequem von Zuhause aus ins bunte, pulsierende

Leben eintauchen und Kraft tanken.

ZÜGELLOSE KREATIVITÄT

Normal geht anders. Das wissen auch die

Bretz-Brüder. Ihren Sturköpfen ist es zu

verdanken, dass der Einheitsbrei in der Möbelbranche

neu aufgekocht wurde. Doch bis

es dazu kam, musste das 1895 gegründete

Familienunternehmen viele Rückschläge

und Einschnitte verkraften. Mehrfach stand

die Firma vor dem Aus. Angefangen hatte

alles damit, dass Bauernsohn Johann Bretz

Matratzen und Drahtzäune herstellte. Sein

Sohn Alexander machte aus dem Draht später

Federkerne und Polstermöbel. Die Firma

wuchs auf 100 Mitarbeiter. Im Zweiten Weltkrieg

fiel die Fabrik den Alliierten zum Opfer

und wurde von ihnen komplett zerstört.

Nach dem Krieg war die Nachfrage nach

Möbeln enorm. Die Bretz-Doppelbett-Couch

Cala verkaufte sich damals 200.000 Mal.

Mitte der 70er Jahre war die Firma auf 1.600

Mitarbeiter angestiegen. Dann kam die Wirtschaftskrise.

Der Umsatz sank. 1986 ging

Bretz als größter Arbeitgeber der Region in

Konkurs.

24 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 25


FINEST LIVING

In dritter Generation steuerte Karl-Fritz Bretz

das Unternehmen wieder nach vorne. 1991

übergab er es an seine Söhne Hartmut und

Norbert.

MIT MUT ZUR

VERÄNDERUNG

Norbert Bretz (53), Geschäftsführer und Mitinhaber

der Firma, hatte wie sein Bruder

Hartmut (58) Betriebswirtschaft studiert.

Hartmut arbeitete bei Siemens, als der Vater

ihn 1991 bat, in die Firma zu kommen.

Norbert folgte ein paar Jahre später. Mit

ihren ebenso verrückten wie genialen Ideen

brachten sie Schwung in die Möbel. Ihr

Durchbruch kam mit einem Sofa, das sie mit

Zebrafell und Tierfüßen entwarfen. Bretz

wurde Trendsetter fürs Junge Wohnen. Binnen

sieben Jahren verfünffachte sich der Umsatz.

1998 lag dieser bei 7,5 Millionen Euro.

Als das Geschäft Anfang des Jahrtausends

erneut einbrach, weil man mit preisgünstigen

Nachbauten aus Polen konkurrieren

musste, standen die Brüder vor der Alternative:

Entweder im Osten zu fertigen und alle

Mitarbeiter zu entlassen, oder vom günstigen

Wohnen in die exklusive Beletage der

Möbelhäuser zu wechseln. Sie taten Letzteres.

Heute liegt der Jahresumsatz bei rund

zwölf Millionen Euro. Mit ihren ausladenden

Sofas gehen sie in Zeiten, wo die Wohnungen

immer kleiner werden, einen mutigen

Weg.

FAMILIENBANDE

Bis heute enwirft die Familie alle Möbel

selbst, mit hauseigenen Designern. Made

in Germany. Ein Gütesiegel, das heutzutage

selten ist. Seit 2008 ist Carolin Kutzera (33),

die Tochter von Hartmut Bretz, mit im Familienunternehmen.

Nach ihrem Mode- und Textildesignstudium

in Mailand und Paris sowie

einer Assistenz bei dem Londoner Designer

Roland Mouret stieg sie als Kreativdirektorin

ein. In dieser Funktion entwarf sie unter

anderem das Sofa „Ohlinda“. Dessen Sitzflächen

erinnern an Matratzen – an die Anfänge

von Bretz. Im Oktober vergangenen Jahres

bekam sie von ihrem Vater Hartmut den

Posten als Co-Geschäftsführerin übergeben.

Es brodelt also weiter am rheinhessischen

Herd in Gensingen bei Mainz. Mit Carolin

Kutzera ist es die fünfte Generation,

die nach etlichen Krisen nicht mehr nur

schwarz sehen muss, sondern weiterhin mit

extremen Formen und grellen Farben spielen

darf. Wild und bodenständig. So, wie es

die Bretz-Brüder vorgemacht haben. Deren

Zeitgeist hat eine ganze Branche geprägt: Je

unangepasster und auffälliger, desto besser.

Das ist wohl auch der Grund, warum man sie

nie im schlichten, weißen Hemd sieht.

n bretz.de

Fotos: bretz

Gehen mit ihren Ideen keine

Kompromisse ein: Hartmut Bretz

(links), Carolin Kutzera (Mitte),

Norbert Bretz (rechts)

Unexpected. Surprising. And yet as if it has always been there. A kitchen

which fits into any life and yet stands out due to its uniqueness. +VENOVO

26 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

poggenpohl.com


FINEST LIVING

FINEST LIVING

Manhattan zeichnet sich durch

Klarheit und Purismus aus.

Seine Form ist bis auf das

Nötigste minimiert.

WERTHER – DIE MÖBELMANUFAKTUR

HOMMAGE AN DIE

GEMÜTLICHKEIT

Eine perfekte Mischung von Bodenständigkeit, Spitzenqualität,

zuverlässiger Handwerkskunst, aber auch zeitgemäßem Design.

Das ist typisch für die Möbelmanufaktur Werther. Ist ein Design

gefunden, das in die Unternehmenslinie passt, wird es über Jahre

hinweg weiterentwickelt und mehrfach umgesetzt, so dass gar

baukastenähnliche Systeme entstehen. Werther konzentriert sich

lieber auf langlebige Trends – und vermeidet es,

jedem kurzlebigen Hop und Flop zu folgen.

Der neueste Stolz von Werther

ist der Sessel W 100, ein Solitär,

der sich über einem

kelchartigen Fuß mit Drehteller

erhebt. Schwungvoll geht er in

eine breite, armlehnenlose Sitz- und Rückenfläche

über. Schaut man den Sessel

von vorne an, wirkt er wie ein verführerischer

Mund, der lächelnd sagt: Fühl dich

eingeladen, tritt näher und nimm Platz!

Den neuen Solitär gibt es in den Farben

Schwarz und Braun, gefertigt aus

schmeichelndem Anilinleder. „Über die

Erdfarben wollen wir unsere Bodenständigkeit

und das Verwurzeltsein mit der

Region nochmals zum Ausdruck bringen“,

so Doris Oberwelland, Mitinhaberin

des Unternehmens.

Das ist aber nicht alles: Den Sessel

W 100 gibt es nur streng limitiert, nur

einhundertmal. Jedes Exemplar ist nummeriert

und von Designer Jan Armgardt

handsigniert. Das hat einen Grund, denn

2019 feiert die Werther-Möbelmanufaktur

ihr 100. Jubiläum.

Inzwischen sind auch die Kinder Lea

und Tim Oberwelland in das Unternehmen

integriert. Ihnen steht eine schwere

Aufgabe bevor. Ihr Wunsch ist, neues

Handeln mit Unternehmenstraditionen

zu vereinbaren. 100 Jahre Werther, das

bedeutet für sie eine große Verantwortung.

„Wir müssen lernen, die Weitsicht der

Älteren mit den eigenen Ideen zu verbinden

und so unseren Weg zu gehen“, sagt

Lea Oberwelland. Und ihr Bruder Tim fügt

hinzu: „Das Thema Nachhaltigkeit wird uns

ebenso begleiten, auch wenn es bereits unseren

Eltern wichtig war, ressourcenschonend

zu produzieren.“

NEUES HANDELN MIT

UNTERNEHMENSTRADITION

VEREINBAREN

Um dem hohen Qualitätsbewusstsein treu zu

bleiben, hat sich die Familie trotz des hohen

Marktdrucks ausgesprochen, auch weiterhin

ausschließlich in Deutschland zu produzieren.

„Wir sind seit jeher eine Manufaktur mit

hochqualifizierten Mitarbeitern, die mit ihrem

Können und Fachwissen für ein kontinuierlich

hohes Qualitätsniveau sorgen“, so Inhaber

und Geschäftsführer Klaus Oberwelland. „Für

uns ist Made-in-Germany ein echtes Qualitätssiegel.

Darauf sollen sich unsere Kunden

verlassen können.“ Ausgangspunkt für das

heute mittelständische Unternehmen war

eine kleine Sattlerei, die Hugo Oberwelland

1919 in Bielefeld gründete. Nach dem zweiten

Weltkrieg übernahm sein Sohn Hermann

das Geschäft, der mit der Produktion von

Polstermöbeln begann und 1954 den Firmensitz

nach Werther verlegte. So wurde das Unternehmen

als Werther-Möbelmanufaktur

bekannt. Das Unternehmen machte sich

bald mit Schlafcouchen einen Namen.

Die Auftragslage in der Nachkriegszeit

war sogar dermaßen gut, dass eine

weitere Expansion notwendig wurde.

So ließ Hermann Oberwelland im

benachbarten Häger eine Produktionshalle

für die Tischlerei erbauen,

kurze Zeit darauf eine zweite Halle

für die Polsterei. Schließlich wurde

der gesamte Sitz der Werther-

Möbelmanufaktur nach Häger verlegt,

wo es noch heute beheimatet ist.

CHARME MIT

ZEITLOSEM DESIGN

Ein echtes Evergreen ist das Manhattan

Lounge-Sofa. Manhattan zeichnet sich

durch seine sachliche, ästhetische Formgebung

und seinen konsequenten Minimalismus

aus.

Noch heute fasziniert das Retro-Sofa, wie

man es auch schon aus den 1960er Jahren

kennt. Mit dem Stand auf kaum wahrnehmbaren,

hochbeinigen Chromstahlkufen

vermittelt es eine sanfte Leichtigkeit, geradezu

als würde es schweben. Wer denkt,

die Manhattan-Garnitur, die als 2,5-Sitzer,

3- und 4-Sitzer sowie als Récamière und Hocker

erhältlich ist, gehöre nicht zum letzten

Schrei, täuscht sich. Auf der IMM Cologne

28 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 29


FINEST LIVING

FINEST LIVING

​Das Skagen-Anbauprogramm

ist nordisch inspiriert.

Der Zipfel-Hocker ist ein echtes Unikum, ein

weltgewandter Solist und attraktiv für Groß

und Klein. Es gibt ihn in zehn modernen Wollfarben,

in Kombination mit einem folierten

Stoff für den Outdoor-Einsatz in neun Farben.

Limitierte Sondereditionen machen den Zipfel

einzigartig und zum Sammelobjekt.

wurde es wieder hervorgeholt und fand

nach wie vor seine Fangemeinschaft. Immerhin

stehen für die Gestaltung eines

ganz persönlichen Manhattan-Modells

inzwischen mehr als 30 aktuelle Verleger-Kollektionen

zu Verfügung.

Großen Erfolg im Markt hat ebenfalls

das Anbauprogramm Skagen. Auch dieses

Modell spricht eine klare, reduzierte

Formensprache. Die Füße sind in Nussbaum

oder Eiche, Chrom oder Metall in

verschiedenen RAL-Farben erhältlich.

Individuell einsetzbar ist das System

durch seine verstellbaren Armlehnen,

die unterschiedlichen Verbindungsteile

und Kopfstützen.

KLEIN, FLEXIBEL & SMART

„70 Prozent des Lebens halten wir uns

in geschlossenen Räumen auf. Da sollte

es beim Wohnen keine Kompromisse

geben“, wagt Doris Oberwelland zu

behaupten und ergänzt: „Ganze Forschungsbereiche

beschäftigen sich damit,

wie wir in Zukunft leben werden.“

Leider zeichnet sich heraus, dass gerade

in Großstädten Wohnraum immer knapper

wird. Notgedrungen müssen immer

mehr Menschen in kleinen, multifunktionalen

Wohneinheiten zurechtkommen.

Sie fordern flexible und smarte Einrichtungen.

Diese Tendenz hat Werther

frühzeitig erkannt. Schon 2003 hat das

Ehepaar Doris und Klaus Oberwelland

begonnen, sich weiter zu spezialisieren

und gezielt zierliche Garnituren zu entwerfen.

Und dennoch darf Qualität nicht

leiden. Sie hat oberste Priorität. „Beste

Materialien sind die Basis für hochwertige

Möbel-Handwerkskunst“, so Klaus

Oberwelland. Für den Gestellbau wird

ausschließlich massives Eichen- und

Buchenholz aus Ländern, die eine ökologisch

verantwortungsvolle Forstwirtschaft

betreiben, verwendet. Auch für

das „Innenleben“ werden ausschließlich

hochwertige Materialien verwendet.

Im Laufe der Jahre wurden die Exponate

zierlicher, bunter, facettenreicher. Der

gleiche Stuhl passt heute genauso in

die Lounge wie in die moderne Küche

oder den Wohnraum. Rechtzeitig zum

100. Jubiläum entscheidet sich Werther

bewusst für natürliche Farbtöne, die

stellvertretend für die Bodenständigkeit

und Verwurzelung der Möbelmanufaktur

stehen. Farbstimmungen aus Erdund

Schlammtönen, Kupfertönen und

Schwarz helfen, eine warme Atmosphäre

in den eigenen vier Wänden herzustellen,

die Gemütlichkeit und Wärme, aber

auch Vertrauen ausstrahlen. Damit hebt

sich Werther bewusst vom Mainstream

ab.

n werther-moebel.de

Mit Lea und Tim Oberwelland tritt

die vierte Generation an. Sie wollen

die Geschichte der Werther-Möbelmanufaktur

weiterschreiben, sowohl

mit den tradierten Werten als auch

mit ihren eigenen Ideen.

Der Stuhl Trick fällt sofort positiv aus dem Rahmen. Ebenso besonders:

der drehbare Sitz. Mit Holzbeinen und mit stylischem Metallgestell.

Retro und offene, klare Linienführung.

Hanson vereint beides.

Fotos: Werther

30 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 31


FINEST LIVING

FINEST LIVING

Das 1978 eingeführte blau-weiße Muster gilt für die authentische

Qualität. Hästens, königlicher Hoflieferant in Schweden,

ist aktuell in 39 Ländern mit Monobrand-Stores oder als Shop-in-

Shop vertreten.

HÄSTENS

SPIRIT OF EXCELLENCE

Was macht ein gesundes Leben aus? Ein Leben in Einklang mit der

Natur, mit seinem Körper, mit seinem Herz und der Seele? Es ist

nicht nur die Ernährung, die Fitness und Entspannung, die dazu

beiträgt. Auch der Schlaf, der immerhin fast ein Drittel des Lebens

ausmacht, spielt eine entscheidende Rolle. Einer, der sich darum

bemüht, ist der schwedische Unternehmer Jan Ryde. Er führt als

CEO das Familienunternehmen Hästens, das inzwischen längst zu

einer globalen Marke geworden ist. „Wir sehen es als unsere Mission,

besten Schlaf zu ermöglichen und das Bewusstsein für seine

Auswirkung auf die Gesundheit zu wecken“, sagt er.

Hästens fertigt jedes Bett per Hand aus ausschließlich

reinen Naturmaterialien wie Leinen,

Baumwolle, Wolle, Rosshaar, Kiefernholz und Federnstahl

aus Schweden. In Verantwortung für Natur

und Gesellschaft hält Jan Ryde auch weiterhin

daran fest, nur nachhaltige natürliche Materialien

zu verwenden und mit ressourcenschonender,

modernster Technologie zu produzieren.

32 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Das Traditionsunternehmen Hästens

geht aus einer Sattlerei hervor. 1917

wurde eine eigene Rosshaarspinnerei

eingerichtet. Noch heute werden die

wertvollen Rosshaare für die Matratzenproduktion

verwendet, da sie als

allergenfrei gelten.

Anfangs war die Bettenproduktion

nur ein Nebengeschäft

der Firma Hästens.

1822 gegründet konzentrierte

sich das Unternehmen

ursprünglich auf die Sattlerei. Doch

das wertvolle Rosshaar eignete sich

auch gut zur Matratzenherstellung. Als

die ersten Automobile nach Schweden

kamen und das Geschäft der Sattlerei

abnahm, die Nachfrage nach qualitativen

Matratzen jedoch stieg, wurde

die Bettenherstellung bald zum Kerngeschäft

des schwedischen Unternehmens.

In Huldigung an die Gründer des

Unternehmens und den Wert der Tradition

und Qualität gehört das Ross aber

heute noch zum Logo der Manufaktur.

WOHLTEMPERIERTES

SCHLAFKLIMA

So wie man sich bettet, so schläft man

Wer gut schläft, kann frisch, gut gelaunt

und kraftvoll in den neuen Tag starten.

Hästens hält ein gutes Schlafklima für

eines der höchsten und wertvollsten

Güter in einem Haushalt. Noch heute

schwört Hästens auf die Verwendung

von luftigem und elastischem Rosshaar

– aus einem Grund: Rosshaar gilt als

frei von Allergenen. In Ergänzung wird

Schurwolle hinzugenommen, die wie

eine Klimaanlage wirkt. Feinste Baumwolle

sorgt für eine gute Luftzirkulation

und die Ableitung von Feuchtigkeit. Der

Zusatz von geschmeidigem, aber dennoch

strapazierfähigem Leinen hilft,

elektrostatische Ladung abzuleiten.

Hästens verwendet für die Produktion

seiner Betten ausschließlich qualitativ

hochwertige Naturmaterialien. Die Rahmen

der Hästens-Betten bestehen aus

solidem Kiefernholz. Sie verleihen dem

Das schwedische Designerduo Bernadotte

& Kylberg überrascht mit neuen, erdigen

Farbkombinationen, unter anderem mit

einer Bettwäschekollektion aus edlem

Satin im Farbton Tangerine.

Bett eine außergewöhnliche Festigkeit und

Stabilität. Weichheit, Geschmeidigkeit und

Komfort werden durch die eingesetzten

Stahlfedersysteme erreicht. Sie sind einzeln

montiert und können sich so unabhängig

voneinander bewegen.

BLAU-WEISSES KAROMUSTER

ZEUGT FÜR QUALITÄT

Das blau-weiße Karomuster, das bei Hästens

immer wieder zu finden ist, ist das hauseigene

Symbol für kompromisslose Qualität und

Perfektion. Jan Ryde, Inhaber und CEO von

Hästens, strebt wie auch seine Vorgänger

nach weiterer Perfektion und hat das Ziel,

Zum 40-jährigen Jubiläum der Blue-Check-

Signatur wartet Hästens mit neuen Modellen

und alternierenden Farbkombinationen

auf. Die Modellbezeichnugnen Herlewing,

Eala, Maranga heißen so viel wie „Aufwachen“,

die Namen sind aus dem Afrikaans,

Hawaiischen und Maori abgeleitet und

erinnern an das Frischegefühl, das man nach

dem Aufwachen empfindet.

„ein perfektes Bett zu entwickeln, dessen

Nutzen Sie den ganzen Tag spüren, sowie

das Gefühl, erstmals wirklich erfrischt aufzuwachen,

um jeden Tag als beste Version

Ihrer selbst zu leben.“

Blue Check, wie das blau-weiße Karomuster

bei Hästens auch genannt wird, gibt es nun

seit über 40 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums

hat Hästens neue Betten gelauncht:

Herlewing, Eala, Maranga heißen sie. Die

Namen sind aus dem Afrikaans, Hawaiischen

und Maori abgeleitet und bedeuten

so viel wie „Aufwachen“. Sie sind eine Fortentwicklung

des Models Hästens 2000T,

nicht nur in Form und Farbe, sondern auch

hinsichtlich der Technologie. Das Federsystem

wurde nochmals verbessert, so dass die

durch die Körperkontur ausgehende Belastung

besser punktuell abgefangen werden

kann. Die Wirbelsäule kann so während des

Schlafs eine bessere natürlichere Haltung

einnehmen, was für den Schlaf- und Erholungsprozess

entscheidend ist. Ganz neue

Wege hat sich dagegen das schwedische

Designerduo Bernadotte & Kylberg getraut.

Sie entwarfen 2017 eine Abwandlung des

traditionellen Blue-Check-Musters. „Ein moderner

Twist der Blue-Check-Signatur“, wie

sie es selbst liebevoll benennen.

Neue Farbkombinationen verliehen sie dem

Modell Marwari. Das Dunkelbraun steht für

eine seltene majestätische Zuchtpferderasse

aus der indischen Marwar-Region. In passender

Kombination dazu gibt es nun auch

neue Satin-Bettwäsche, in den kreativen

Farben Tangerine, Petal und Hickory. Nach

der gelungenen Ausstellung auf der Mailänder

Möbelmesse Salone del Mobile feiert

die Kombination inzwischen internationalen

Erfolg und ist unter anderem im Londoner

Kaufhaus Harrods erhältlich.

n hastens.com

Fotos: Hästens


TRAVELING, ENJOYMENT &

HOSPITALITY

• MILAN

VERSCHÖNERT jeden MOMENT

Tastefully Italian

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Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 35


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

© Klaus Eppele

ST. MORITZ

EIN LUXUS-DORF

MIT SEX-APPEAL

Es gibt viele Mauerblümchen in der Welt. St. Moritz gehört

sicherlich nicht dazu. Der bekannteste Ferienort der Welt stellt

seine Qualitäten zur Schau. Jahr für Jahr zieht er viele reiche und

berühmte Menschen an. Gunter Sachs – Playboy, Millionär und

leidenschaftlicher Hobbysportler, war einer von ihnen. In

St. Moritz segelte er „wie ein Kreuzfahrtschiff durch den Winter“.

Mal leise, mal laut, aber immer stilvoll und mit Charme. Damit

verkörperte er genau das, was St. Moritz ist und seit jeher war:

Ein mondäner Ort in der Schweiz mit dem gewissen Etwas.

Alfred Hitchcock

– der

Altmeister des

Horrors war

ganz vernarrt

in St. Moritz.

Und wer hat’s erfunden? Natürlich

die Schweizer. Mit

Hotel-Pionier Johannes Badrutt

begann 1856 der Aufstieg

für den Ferienort St. Moritz, der bis

dato nicht fürs Bergsteigen oder Skifahren

bekannt war, sondern hautpsächlich

St. Moritz im Winter:

Wenn es überall glitzert und

funkelt, ist Winter in St. Moritz.

für seine Mineralquellen. Als Badrutt

1856 sein erstes Hotel, das Kulm-Hotel,

in St. Moritz eröffnete, hatte er vorrangig

Sommergäste. Ein paar Jahre später

gelang es ihm, ein paar Engländer davon

zu überzeugen, dass es in der kalten Jahreszeit

doch auch ganz nett in St. Moritz

wäre. Die Übernachtungskosten wolle er

ihnen schenken. Die Engländer nahmen

das Angebot an – und blieben von Weihnachten

bis Ostern. Die Erfindung des

alpinen Wintertourismus war geboren.

Dank weiterer innovativer Einheimischer

und Gäste entwickelte sich die Gemeinde

St. Moritz zur Nummer eins unter den

Wintersportorten der Welt. In den Jahren

1928 und 1948 trug sie die Olympischen

Winterspiele aus. Den erste Skilift nahm

man 1935 in Betrieb. St. Moritz wurde in

den Jahren darauf Schauplatz zahlreicher

Ski- und Bob-Weltmeisterschaften.

SPORT, CHARME, STIL

Heute umfasst das Winterskigebiet Corviglia

71,6 Pistenkilometer und über

24 Liftanlagen. Und das, obwohl in St. Moritz

nur etwas mehr als 5.000 Einheimische

leben. Dennoch tummeln sich hier viele berühmte

und reiche Menschen. Der Name

St. Moritz ist sogar so gefragt, dass er als Marke

international geschützt worden ist. Stil,

Eleganz und Klasse zeichnen diese Marke aus.

Die Gemeinde St. Moritz bezeichnet sich

selbst als „Top of the World“. Der auf 1.822

Metern Höhe gelegene Urlaubsort zählt

zu den begehrtesten Wohngegenden der

Schweiz und lockt jedes Jahr aufs Neue den

Jetset ins Engadin. Filmgrößen wie Gregory

Peck, Charlie Chaplin, Greta Garbo, Audrey

Hepburn oder George Clooney fanden ebenso

den Weg in die kosmopolitische Metropole

wie Filmregisseur Alfred Hitchcock oder Automobil-Mogul

Henry Ford. In St. Moritz logierten,

feierten und prassten die Bismarcks

und Bogners, Gunter Sachs, Aristoteles

Onassis, das saudische Königshaus, russische

Oligarchen und viele mehr.

DIE MAGIE DER

ANZIEHUNGSKRAFT

Sie alle bezauberte nicht nur die Magie der

wunderschönen Oberengadiner Landschaft

mit ihren Bergen und Seen, sondern auch

die attraktive Mischung aus Kultur, Sport,

Action und Ruhe. Dafür brachten sie Exklusivität

und Exzentrik, Luxus und Glamour,

Kaviar und Dom Perignon. In St. Moritz „segelt

man wie ein Kreuzfahrtschiff durch den

Winter“, wie Gunter Sachs es auszudrücken

pflegte. Dem Segelnden bietet sich ein Meer

an Möglichkeiten: Er könnte seine Zeit beim

„Polo World Cup on Snow“ auf dem gefrorenen

St. Moritzersee verbringen, beim Skifahren,

am abenteuerlichen Cresta Run, beim

weltberühmten Pferderennen „White Turf“

oder auch entspannt in einem der luxuriösen

5-Sterne-Hotels am Pool.

Langweilig wird es im Sommer auch nicht.

Es gibt Cricket-, Golf- und Curling-Turniere,

Inline-Skaten, Wandern, Windsurfen, Segeln,

Mountainbiking und Festivals aller Art. Wem

das zu viel Sport ist, der hat die Möglichkeit,

in der Bar „Devil’s Place“ des Hotels Waldhaus

am See einen Whisky zu trinken. Hier

gibt es laut Guiness-Buch der Rekorde über

2.500 Sorten.

ST. MORITZ LEBT

In St. Moritz funkelt und strahlt alles. Die

Seen, der Schnee, die Sonne, die Rolex-

Uhren, die Prada-Taschen, die Gesichter der

Schönen und Reichen. Wer hierher kommt,

will genießen. Trotzdem gilt: Was auch immer

man tut, es muss gut aussehen. Also ziehen

Sie sich warm an, schmeißen Sie sich in

ihre Designer-Ski-Klamotten und steigen Sie

ein! Wir rasen mit Ihnen die Olympia-Bob-

Run hinunter, den einzigen Natureiskanal

der Welt. Zwei Meter dick sind die Wände, die

ihn umgeben. Jedes Jahr wird er von den Engadinern

per Hand mit Schaufel, Schnee und

Wasser gebaut.

Spüren Sie den Fahrtwind? Hören Sie die

Stille? Dann passen Sie gut auf. Wir steuern

direkt aufs Tal zu. Da unten erwartet uns ein

weiteres Festival der Sinne. Neun Tage lang

haben hochkarätige Starköche St. Moritz in

ein Mekka aus lukullischen Gaumenfreuden

verwandelt. Wie bitte? Sie tragen noch Ihr

Jedes Jahr schaufeln die Engadiner

ihren einzigen Natureiskanal der

Welt selbst.

Ski-Outfit? Keine Sorge. Auch in Sachen

Shopping gehört das kleine St. Moritz zu den

ganz Großen. Die namhaften Fashion-Boutiquen

wie Armani, Gucci oder Zegna werden

Sie umhauen. Genau das ist es ja, was St. Moritz

zu Weltruhm verholfen hat: Unbegrenzte

Sportmöglichkeiten, eine fantastische Natur,

exklusive Boutiquen, Hotels und Restaurants

– kombiniert mit einem eleganten Lifestyle

und Weltklasse-Events. Und jetzt steigen Sie

bitte aus – und genießen Sie!

n engadin.stmoritz.ch

Foto: Badrutt's Palace

Foto: Bobrun St. Moritz

Foto: Badrutt's Palace

36 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 37


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

ST. MORITZ GOURMET FESTIVAL 2019

NEUN TAGE IM

GOURMETHIMMEL

„Genuss, das ist es, was in allem gesucht wird“, sprach

einst der römische Philosoph und Dichter Lucius Annaeus

Seneca. Wie recht er hatte. Es sind diese Momente kulinarischer

Glückseligkeit, die das Salz – oder sollen wir lieber

sagen, das Gourmet Festival in St. Moritz – in der Suppe des

Lebens ausmachen?

Das Gourmet Festival in St. Moritz

ist jedes Jahr aufs Neue

ein unvergessliches Festival

der Sinne. So auch heuer.

Neun Tage lang verwandelten hochkarätige

Starköche St. Moritz in ein Mekka

aus lukullischen Gaumenfreuden. 4.200

internationalen Gäste lief erst das Wasser

im Mund zusammen, dann der Wein.

Bei mehr als 40 Genussevents erlebten

die angereisten Feinschmecker in der

Zeit vom 11. bis 19. Januar 2019 ein kulinarisches

Abenteuer quer durch Europas

und Asiens Küchen der Spitzenklasse.

Bei Dresscode „Cocktail“ fanden sich

die ersten 400 hungrigen Gäste zum

glanzvollen Grand Julius Baer Opening

im mehrfach prämierten Kulm Hotel

St. Moritz ein. Mit Champagner ging es

in den festlich dekorierten Corviglia-

Saal. Begleitet von den stimmungsvollen

Klängen der Band Boys4Road tanzten

die Partygäste ins neuntägige Festival

hinein und ließen Wein und Champagner

auf der Zunge perlen. An den Tagen

darauf bot sich ihnen ein wahres Schlaraffenland

kulinarischer Genüsse. Die

Gastköche aus der internationalen Fine-

Dining-Szene hatten monatelang an

ihren exquisiten Menüs gefeilt, um alle

Sinne der Festivalgäste zu erreichen.

Und die wurden nicht enttäuscht. In den

stilvollen Restaurants der Partnerhotels

nahm man sie täglich auf eine mehrgängige,

kulinarische Entdeckungsreise mit.

Zusammen mit den lokalen Küchenchefs

der Festival-Partnerhotels entführten die

Spitzenköche ihre Gäste in eine Welt voller

exotischer und einzigartiger Genüsse, die

jede Feinschmeckerzunge in den siebten

Himmel versetzte.

Den fulminanten Auftakt dieser einzigartigen

Gourmetreise machten die ersten fünf

der zehnköpfigen Starchef-Crew. Darunter

der französische Starkoch Philippe Mille aus

dem Restaurant Le Parc du Domaine Les Crayères

in Reims. Er begeisterte mit einem fantastischen

Roscoff-Hummer, den er mit Linsen

aus der Region und einer Zwiebelcreme

servierte. Ein raffiniertes Spiel mit Texturen

und fein ausgearbeiteten, geschmacklichen

Nuancen. Genussreich führte er die Festivalgäste

durch die ganze Champagner-Region.

Als Gastkoch war er bei Küchenchef Graziano

Caccioppoli im Carlton Hotel.

„Ich war sehr gespannt, an diesem Festival

teilzunehmen, von dem ich schon so viel gehört

hatte. Meine Erwartungen haben sich

bestätigt: Es war sehr interessant, so viele

andere Köche kennenzulernen, und eine

großartige Gelegenheit, den Festivalgästen

meine typischen Gerichte aus dem Caprice

(Restaurant im Hotel Four Seaons) in Hongkong

hier in St. Moritz präsentieren zu können",

so der gebürtige Franzose und Drei-

Sterne-Koch Guillaume Galliot.

In diesem Jahr war er Gastkoch im Suvretta

House bei Küchenchef Fabrizio Zanetti, der

auch die kulinarische Leitung des Festivals

verantwortete. Wenn er sich in ein Produkt

verliebe, so Galliot, experimentiere er so

lange, bis es seine geschmackliche Perfektion

in einem Gericht hat. In seinen Menüs

tanzen die Aromen Frankreichs im Einklang

mit den Geschmäckern der Welt, weshalb das

Caprice wohl auch zu den begehrtesten Feinschmeckeradressen

Asiens zählt.

Sergio Herman gilt als der Rockstar unter

den Sterneköchen. Der Niederländer ist – neben

dem Franzosen Marc Veyrat – der einzige

Koch, der vom Gault&Millau die sagenhafte

Bestnote von 20 Punkten erhielt. Er ist kreativ,

unberechenbar und – nach eigener Aussage

– vom Kochen regelrecht besessen. Zum

Gourmet Festival brachte er ein paar fantastische

Zutaten aus seiner Heimat mit, die er

zum köstlichen, hellen Muskelfleisch seiner

Jakobsmuscheln garnierte. So zauberte er

ein kulinarisches Gedicht auf den Teller mit

Kräutern, Burnt Lime, Myoka, Mizuna, Plankton

und Dashi.

Sergio Hermans beispiellose Karriere begann

1990 im elterlichen Restaurant Oud

Sluis. Seine Kochkünste bescherten ihm die

maximalen drei Sterne im Guide Michelin

sowie eine jahrelange Spitzenposition unter

den World’s 50 Best Restaurants. Heute führt

der legendäre Starkoch und Unternehmer

insgesamt vier ausgefallene Spitzenrestaurants

und eine florierende Gourmet-Pommes-frites-Kette

mit Outlets in Belgien und

den Niederlanden.

Manish Mehrotra, der als Gastkoch bei Küchenchef

Dariusz Durdyn im Nira Alpina

eingezogen war, gilt weltweit als einer der

besten Köche Indiens. „Indian Accent“ heißt

sein Restaurant in Delhi, wo er aus dem Nationalgericht

Chaat einen Kartoffelbratling

kreiert, der mit Joghurt und pikanten Chutneys

verfeinert ist. Auch er erhielt zahlreiche

Auszeichnungen.

Im Kulm Country Club, bei Küchenchef Mauro

Taufer, war Gault&Millaus „Aufsteiger des

Jahres 2018“ zu Gast: Der Schweizer Sven

Wassmer aus dem Grand Hotel Quellenhof

in Bad Ragaz. Er sorgte mit seiner weltoffenen,

alpinen Avantgarde-Küche für Furore.

Scheinbar Gegensätzliches vereinte er zu

grandiosen Geschmackserlebnissen.

KUNST INSPIRIERT

KULINARIK

Bevor sich die ersten fünf Gastköche wieder

aus dem schweizerischen Oberengadin

verabschiedeten, feierten sie mit den anderen

fünf gemeinsam in der Großküche des

Badrutt’s Palace Hotels ihre traditionelle

Kitchen Party. Ein Highlight des Festivals, an

dem rund 300 Gäste teilnahmen. Im exklusiven

Nachtclub „King’s Social House“ des

Luxushotels feierte man anschließend bis

in die frühen Morgenstunden. „Die Kitchen

Party war eine super intensive Erfahrung, die

Atmosphäre fantastisch, und die Gäste einfach

unglaublich“, schwärmte der dänische

Zwei-Sterne Koch Nicolai Nørregaard später.

Für großen Anklang sorgten Special Events

wie der Mountain Brunch im CheCha Restaurant.

In traumhafter Kulisse auf dem

Hochplateau Salstrains konnte man sich

vom Engadiner Starkoch und Festivalgründungsmitglied

Reto Mathis verwöhnen lassen.

Im Waldhaus Sils hingegen genoss man

ein Genusserlebnis ganz besonderer Art: die

limitierte Kunstserie „Feel Limitless“ des

Premium-Labels Valser. Gemeinsam mit dem

Waldhaus-Küchenteam hatte man die Designs

seiner Flaschenetiketten kulinarisch

umgesetzt.

Zwei-Sterne-Koch Rolf Fliegauf begeisterte

die Festivalbesucher wiederum im Hotel

Guardino Mountain mit einem völlig anderen

Kulinarik-Event. Seine Gäste saßen an einer

langen Tafel und bekamen seine kulinarischen

Köstlichkeiten in vier Akten serviert.

Den weltbesten Käse gab es beim „Wine &

Cheese im Hotel Steffani. Beim „The Tasting“

im Carlton Hotel degustierte man auserlesene

Getränke und Delikatessen der Festivalsponsoren.

38 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 39

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 39


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

AUSERWÄHLT VON DEN BESTEN

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

„ Kein Genuss ist vorübergehend,

denn der

Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend.“

Goethe

EIN FEUERWERK AN

GAUMENFREUDEN

Gaumenfreuden mit Seltenheitswert bescherte

das traditionsreiche Champagnerhaus

Laurent-Perrier im Suvretta House.

Es ist der Leidenschaft, dem Mut zur Kreativität

und dem unabhängigen Geist des

Champagnerhauses zu verdanken, dass

dessen Weine und edlen Champagner

einzigartig sind. Und so war es auch nicht

verwunderlich, das diese edlen Tropfen jedes

Menü perfekt abrundeten.

An den vier Nachmittagen des Chocolate

Cult im Badrutt’s Palace Hotel erfreute

man sich einer gewohnt unvergleichlichen

Vielfalt zartschmelzender Verführungen

aus Schokolade. Chefpatissier

Stefan Gerber und sein Team offerierten

ihren Gästen die unterschiedlichsten Geschmacksnoten.

Die renommierte Confiserie

Sprüngli hatte ihren hauseigenen

Confiseur dabei, der vor Ort in gekonnter

Handarbeit dunkle Truffes veredelte.

NACH DER HALBZEIT

Die zweite Halbzeit des Gipfeltreffens

leiteten sodann die neu angereisten Küchenchefs

ein. Nicolai Nørregaard aus

Dänemark, gefeierter Zwei-Sterne-Koch

aus dem Restaurant Kadeau in Kopenhagen,

übernahm das kulinarische Zepter im

Reich von Küchenchef Fabrizio Piantanida

im Grand Hotel Kronenhof. Auf der Insel

Bornholm sammelt Nørregaard seine

Köstlichkeiten für so außergewöhnliche,

sinnliche Gaumenfreuden wie „Eingelegter

Kürbis, Holzameisen und fermentierter,

weißer Spargel mit gegrillten Rosen

in Feigenblattöl.“ Im Hotel Giardino Mountain

zog der in Korea geborene, belgische

Zwei-Sterne-Koch Sang-Hoon Degeimbre

die Festivalbesucher in den Bann. An der

Seite von Küchenchef Michel Hojac weckte

der international gefeierte Superstar

Emotionen durch ganz besonders feine

Geschmacksnuancen.

Die vom Gault&Millau unter dem Titel „Bester

Koch im Ausland 2018“ ausgezeichneten

Spitzenköche Thomas und Mathias

Sühring waren das hochspannende Gastkoch-Duo

bei Küchenchef Gero Porstein

im Hotel Waldhaus Sils. Die gebürtigen

Berliner sind Zwillingsbrüder und hatten

sich bereits kurz nach der Eröffnung ihres

Restaurants Sühring einen Spitzenplatz in

der Liste der 50 besten Restaurants in Asien

gesichert. Mit ihrer Küche überzeugten

sie auch beim Gourmet Festival: Marinierte

Flussforelle in einer klassischen Kombination

mit Randen, Apfel, Meerrettich

und Kaviar. Am Gala-Schlussabend gab

es fermentiertes Gemüse mit rotem Curry,

rotem Pfeffer, Rettich und Korianderöl.

Unter Kennern gilt das Restaurant Mingles

in Seoul als die heißeste Gourmetadresse

Ostasiens. Der Südkoreaner Mingoo Kang,

als Gastkoch bei Küchenchef Matthias

Schmidberger im Grand Hotel des Bains

Kempinski, verzauberte mit Aromen und

Produkten der uralten, koreanischen Esskultur

und der Haute Cuisine. Ein Gaumengenuss

war sein Dessert „Jang Trio“, eine

Crème brûlée, die er mit einer fermentierten

Sojabohnenpaste zubereitete.

RAUSCHENDES FINALE IM

SUVRETTA HOUSE

Den krönenden Abschluss machte das

Great BMW Gourmet Finale im Suvretta

House. 180 geladene Gäste trafen sich

im Saal zum Champagner-Empfang ein.

Exquisite Amuse-Gueules stimmten auf

das spektakuläre Gala-Diner von Guillaume

Galliot ein. Mit ihren Swing-Klassikern

aus den 40er und 50er Jahren sorgte das

Trio „Ladies in Tune“ für Bestlaune. Moderatorin

Annina Campbell führte charmant

durch den Abend. Höhepunkt des Abends

war, als Gastgeber Paul de Courtois, CEO

von BMW Schweiz, Diplome und Geschenke

an die Gastköche und deren Kollegen

aus den lokalen Hotelküchen verteilte. So

neigte sich das 26. Gourmet Festival in seiner

märchenhaften Winter-Bergwelt langsam

dem Ende.

n stmoritz-gourmetfestival.ch

40 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

laurentperrierrose Fotograf : Iris Velghe


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

SUVRETTA HOUSE IN ST. MORITZ

DAS PARADIES AUF ERDEN

LIEGT AUF EINEM HÜGEL

Das legendäre Suvretta House in St. Moritz ist

eines der besten Berghotels der Welt. Seit Generationen

relaxen in diesem stilvollen Grandhotel

gut betuchte Erholungssuchende aus aller Welt.

Es hat einen hoteleigenen Lift für Skifahrer, beheizte

Depotschränke, eine Driving Range, mehrere

Restaurants und einen riesigen Wellnessbereich

– vor allem aber eine einzigartige Lage.

Egal wie reich die Menschen

sind, die sich im weltbekannten

Suvretta House im Oberengadin

im schweizerischen Graubünden

einfinden, sie alle wollen nur

eines: sich erholen. Und möglichst nicht

über Geld reden. Das Suvretta House ist

als Rückzugsort geradezu prädestiniert.

Majestätisch erhebt sich dieses jahrhundertealte

Schloss über das Engadiner

Tal. Ehrwürdig und stolz thront es auf

dem von Wäldern und Wiesen umgebenen

Suvretta-Plateau.

Seit 1912 weht durch die Gemäuer dieses

Luxushotels der Wind der Gastlichkeit

– auf 1.850 Metern über dem Meer.

Er wirbelt Skifahrer, Wanderer und Gourmets

auf, die sich in einzigartiger Landschaft

verwöhnen lassen und sportlich

betätigen wollen. Aus aller Welt reisen

die Gäste an, um in diesem Traumschloss

das Leben nach allen Regeln der Kunst

zu genießen. Prominenz aus Kunst,

Showbusiness, Sport, Politik und Wirtschaft

geben und gaben sich hier ein

Stelldichein. Rauschende Ballnächte,

Luxus und Diskretion, Sport und Spaß

sowie perfekte Gastlichkeit waren in den

Anfangszeiten seiner über 100jährigen

Geschichte beispiellos und kennzeichnen

das Suvretta House bis heute.

Der Wintersport am Suvretta-Hang hat

eine lange Tradition. 1935 wurde hier der

erste Skilift in Betrieb genommen. Seit

jeher ist St. Moritz im Winter der Hotspot

der High Society. Während die einen den

alljährlichen Snow Polo World Cup auf

dem zugefrorenen St. Moritzersee vor

den schneebedeckten Bergen des Engadins

bevorzugen, genießen die anderen

die kulinarischen Highlights der Spitzenköche

beim Gourmet Festival.

In diesem Jahr stand der gebürtige

Franzose und Drei-Sterne-Koch Guillaume

Galliot als Gastkoch zusammen mit

Suvretta-House-Küchenchef Fabrizio

Zanetti am Herd. Zanetti hatte zudem

die kulinarische Leitung des Festivals

inne. Der 38-Jährige ist seit Mai 2015

Küchenchef im Suvretta House und wurde

bereits mit 15 Gault&Millau-Punkten

ausgezeichnet. Seine Kochlehre absolvierte

er im Badrutt’s Palace Hotel.

Guillaume Galliot hatte schon viel vom

Gourmet Festival gehört und war mehr

als gespannt. Er präsentierte den Festivalgästen

seine typischen Gerichte aus

dem Caprice (Restaurant im Hotel Four

Seaons). Wenn er sich in ein Produkt verliebe,

beschreibt Galliot seinen Kochstil,

experimentiere er so lange, bis es seine

geschmackliche Perfektion in einem Gericht

hat. So sind Signature Dishes wie

„Racan Taube aus dem Hause Bellorr, gekocht

in Kakaobohnen, Feigenmarmelade,

Schwarzwurzeln und Kakao-Jus“ das

Ergebnis jahrelangen Forschens.

In seinen Menüs tanzen die Aromen

Frankreichs im Einklang mit den Geschmäckern

der Welt, weshalb das Caprice

wohl auch zu den begehrtesten

Feinschmeckeradressen Asiens zählt

Fotos: Suvretta House

und mehrfach ausgezeichnet wurde.

Galliot schöpft aus seinem Erfahrungsschatz

als Koch und Patissier. Seine

beeindruckende Laufbahn begann im

Drei-Sterne-Restaurant Jardin des Sens

und führte über Stationen in führenden

Häusern, unter anderem in New York,

Singapur und Beijing. Bevor er 2017

nach Hongkong ins Caprice wechselte,

erlangte Galliot internationale Aufmerksamkeit

und zwei Michelin-Sterne im

„The Tasting Room“ in Macau.

Gaumenfreuden mit Seltenheitswert

bescherte das traditionsreiche

Champagnerhaus Laurent-Perrier im

Suvretta House. Es ist die Leidenschaft,

der Mut zur Kreativität und der unabhängige

Geist des Champagnerhauses,

der dessen Weine und edlen Champagner

so einzigartig macht. Und so

war es auch nicht verwunderlich, dass

diese edlen Tropfen jedes Menü des

Gourmet Festivals perfekt abrundeten.

Haben sich ihren Traum vom Glück erfüllt: Das

sympathische Hotelier-Ehepaar Peter und Esther

Egli. Hier beim Spaziergang in der wunderschönen

Winterlandschaft von St. Moritz.

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

42 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

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hoteleigenen Skilift, der Skifahrer bequem

ins Skigebiet Cortiglia bugsiert. Einen Skiraum

mit beheizten Schließfächern, in denen

persönliche Dinge warm gehalten werden

können. Und hoteleigene Eislauf- und Skilehrer,

die den ganzen Winter parat stehen, um

sportlich begeisterte Anfänger auf Wunsch

auf die Piste zu begleiten.

Am Abend dürfen der Bademantel und das

Designer-Outfit gegen den Smoking, die

Krawatte und die festliche Robe getauscht

werden. Dresscode gilt einzig im Grand Restaurant,

wo Küchenchef Fabrizio Zanetti

täglich etwa 18 À-la-carte-Gerichte zur Wahl

anbietet. Serviert wird marktfrische, französische

Küche. Über 360 der besten Weine der

Welt warten nur darauf, Zanettis kulinarische

Highlights harmonisch begleiten zu dürfen.

Für genussreiche Abwechslung sorgen

das nahegelegene Restaurant Chasellas

(15 Gault&Millau-Punkte), die Suvretta Stube

sowie das zum Suvretta House gehörende

Bergrestaurant Trutz. Einmal im Leben sollte

man sich seinen Traum vom Glück erfüllen

und dort gewesen sein. Dann würde man den

Pioniergeist des Schweizers Anton Bon, der

das altehrwürdige Grandhotel gebaut hat,

auf der Haut und in jedem Detail spüren. Man

würde dem jetzigen Hotelier-Ehepaar Peter

und Esther Egli für deren Spirit danken. Und

man würde mit verschränkten Händen ein

Stoßgebet gen Himmel richten: „Großartig,

dass das Paradies auf Erden auf einem Hügel

im Engadin liegt.“

n suvrettahouse.ch

DIE CUVÉES

La Cuvée

Ein feiner, frischer und eleganter Champagner, der mind. 48 Monate (vorgeschrieben sind 15 Monate) in den Kellern

heranreift. Mehr als 50 % Chardonnay, 30 % Pinot Noir, der Rest aus der Meunier-Traube bestimmen den Charakter dieses

Weines.

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

Die Gäste waren vom Genuss der charakteristischen

Cuvées überwältigt. Mit den

Klängen der Schweizer Violinistin Scarlette

Stocker im Ohr und dem fünfgängigen

Menü von Spitzenkoch Guillaume

Galliot auf dem Teller war dieser „Fascination

Champagne“-Abend im Suvretta

House in nahezu vollkommener Art und

Weise die gelungene Komposition von

Kunst und Kulinarik.

Im Suvretta House finden aber nicht nur

Feinschmecker der Haute Cuisine ihr

Glück. Sondern auch die Schönen und

Reichen, die ein temporäres, neues Zuhause

suchen. Mit 1.700 Quadratmeter

Wellness, Suiten aus Edelholz, Bädern

aus Marmor und einem Service, der keine

Wünsche offenlässt. Ganz gleich, ob

man nach einem actionreichen Skitag

beim Open-Air-Whirlpool entspannen

oder mit Schlittschuhen auf dem privaten

Eisfeld seine Runden drehen will –

Heimweh kommt in dieser Luxusherberge

sicherlich nicht auf.

DER WEG ZUM

SESSELLIFT? KURZ.

Das Suvretta House ist Sommer wie Winter

eine Oase der Erholung. Es hat einen

Ultra Brut

Ultra Brut, der Vorreiter der Kategorie „Brut Nature“. Ein Wein ohne Zuckerzusatz. Eine leichte Mehrheit Chardonnay zu

Pinot Noir gibt ihm seinen unvergleichlichen Geschmack. Die 1981 erschaffene Cuvée verkörpert wie keine andere den

Stil des Hauses.

Vintage 2007

Nicht alle Jahrgänge werden zu einem Jahrgang von Laurent-Perrier. Nur ausgewählte Jahre werden hierzu verwendet.

Jeweils zur Hälfte Chardonnay und Pinot Noir. Aus den Lagen der Côte de Blancs und der Montagne de Reims.

Cuvée Rosé

Die Mutter aller Rosé-Cuvées aus der Champagne. 100 % Pinot Noir. Mit Maischegärung hergestellt, besticht

diese Cuvée durch außerordentliche Frische und ein klares Bukett.

Grand Siècle

Eine Assemblage von 3 außergewöhnlichen Jahren bildet

die Grundlage dieser Prestige-Cuvée. Ein Jahr für die

Struktur, ein Jahr für die Finesse und ein Jahr für die

Frische ergeben praktisch den perfekten Jahrgang

(aus 3 Ernten). Hergestellt aus 100 % Grand-Cru-Lagen.

55 % Chardonnay und 45 % Pinot Noir.

Harmony

Weich und zart. Ein Vertreter der Kategorie Demi-Sec.

45 % Chardonnay, 40 % Pinot Noir und

15 % Meunier mit 10-20 % Reserveweinen.

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BADRUTT’S PALACE HOTEL

SCHOKOLADE WAR IN

ALLER MUNDE

Widerstand zwecklos. Wenn in der „Le Grand Hall“ des

Badrutt’s Palace Hotels die Schokolade gerührt wird,

schmilzt nicht nur der Zuschauer dahin. „Verführerisch,

nüt?“ hörte man den ein oder anderen während des

Gourmet Festivals in St. Moritz fragen, ohne dass man wirklich

eine Antwort erwartet hätte. Denn was die Besucher an

vier Nachmittagen im Badrutt’s Hotel wirklich wollten, war

nur eines: der zartschmelzenden Versuchung nachgeben.

Das Badrutt’s Palace

• 5-Sterne-Hotel mit Blick auf den St. Moritzersee

und das Ski-Gebiet Corviglia

• eingebettet in die malerische Idylle der

Engadiner Bergwelt

• 1896 eröffnet

• 157 Zimmer inkl. 35 Suiten, diverse

Restaurants, 2 Bars, 1 Diskothek, 1 Spa-

Bereich, 1 Ski-Schule, 1 Shopping-Meile

• „filmreif“ (war u.a. Filmkulisse für Alfred

Hitchcocks Horrorklassiker „Die Vögel“)

• verleiht mit seinem exklusiven Stil, dem

diskreten Service, der Ruhe, dem Sport

und der Kochkunst den Geschmack von

„La Dolce Vita“

Starkoch Sergio Herman

ist kreativ, unberechenbar

und – nach eigener

Aussage – „vom Kochen

regelrecht besessen“.

Gier, Versuchung, Widerstand.

Das löste das Buffet mit lauter

süßen Kreationen beim

Chocolate Cult in der „Le

Grand Hall“ des Badrutt’s Palace Hotels

bei Schokoladenliebhabern aus. Chef-

Patissier Stefan Gerber und die renommierte

Schweizer Confiserie Sprüngli

präsentierten an vier Tagen ihre Schokoladen-Kreationen.

Ein Anblick, der von der Zunge schon

als Geschmack wahrgenommen wurde,

noch bevor die feine Beschaffenheit

der süßen Köstlichkeiten auf ihr dahinzuschmelzen

vermochten. Glücklicherweise

durften die unterschiedlichsten

Geschmacksnoten nach Herzenslust

probiert werden. Die Confiserie Sprüngli

hatte ihren hauseigenen Confiseur dabei,

der vor Ort in gekonnter Handarbeit

dunkle Truffes veredelte. Bei so viel Chocolatierskunst

fiel einem spontan der

Hit von Trude Herr aus den 60er Jahren

ein. Nur summte man ihn – im Mund eine

Praline – in etwa so: „Ich will lieber Schokolade

– und verzichte auf den Mann. Ich

will etwas, das ich schmecken und und in

der Seeeleee füüühhhleeen kaaaaann.“

Dem niederländischen Spitzenkoch

Sergio Herman, der Chefkoch Dirk Haltenhof

in der Badrutt’s Palace Hotelküche

mit seinen Kochkünsten zur Seite stand,

gelang es, die Sinne der Festivalbesucher

von süß auf herzhaft zu stimulieren. Zum

Gourmet Festival brachte der legendäre

Starkoch ein paar fantastische Zutaten

aus seiner Heimat mit, die er zum köstlichen,

hellen Muskelfleisch seiner Jakobsmuscheln

garnierte. So zauberte er ein

kulinarisches Gedicht mit Kräutern, Burnt

Lime, Myoka, Mizuna, Plankton und Dashi

auf den Teller.

Sergio Hermans (48) beispiellose Karriere

begann 1990 im elterlichen Restaurant

Oud Sluis. Seine Kochkünste bescherten

ihm die maximalen drei Sterne im

Guide Michelin sowie eine jahrelange

Spitzenposition unter den World’s 50 Best

Restaurants. Heute führt der erfolgreiche

Unternehmer insgesamt vier ausgefallene

Spitzenrestaurants in Belgien und

den Niederlanden. Dazu hat er die kulinarische

Verantwortung für das Gourmet-

Pommes-frites-Konzept „Frites Atelier

Amsterdam“ übernommen, das in Kürze

einen fünften und sechsten Standort eröffnet.

n badruttspalace.com

Diejenigen, die ins Engadin kommen,

folgen dem Ruf ihrer Leidenschaft.

Für die Natur, die Berge,

das einzigartige Licht. Und noch

etwas zieht sie magisch an: das Kulm Hotel in

St. Moritz. Auf 1.856 Metern über dem Meeresspiegel

liegt es in einem der schillerndsten

Ferienorte der Welt. Mit bester Aussicht

auf den St. Moritzersee.

Hier kann der elitäre Gast den Alltag hinter

sich lassen, und Körper und Geist für ein

paar Tage in den Urlaub schicken. Vielleicht

nutzt er die Gelegenheit, sich mit Edelmetallen

und Steinen behandeln zu lassen und

deren heilende Wirkung zu entdecken. Oder

er tankt neue Energie in den Infrarotsaunen

des Hotels.

Oder aber er genießt in den Wintermonaten

die frische Küche des Berliner Spitzenkochs

Tim Raue, der 2008 zum ersten Mal ins Engadin

kam, um beim Gourmet Festival zu

kochen. Im Kulm Hotel ist er nun für das Pop-

Up-Restaurant „The K“ verantwortlich und

begeistert mit seinen asiatisch inspirierten

Kreationen. Dieses wurde vom Gault&Millau

mit 17 Punkten und vom Guide Michelin mit

einem Stern ausgezeichnet wurde.

In der Küche nebenan brilliert der Schweizer

Spitzen-Gourmet-Koch Sven Wassmer aus

dem Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz.

Er war im Kulm Country Club bei Küchenchef

Mauro Taufer zu Gast. Der Gault&Millau feierte

Sven Wassmer im Jahr 2016 erst als Entdeckung

des Jahres, zwei Jahre später wurde

er mit dem Titel „Aufsteiger des Jahres 2018“

ausgezeichnet.

Das Kulm Hotel

• 5-Sterne-Grandhotel mit Blick auf den

St. Moritzersee

• 1879 brannte hier das erste elektrische

Licht der Schweiz.

• 1928 und 1948 wurden im Kulm Park die

Olympischen Winterspiele eröffnet.

• 1864 von Hotelpioner Johannes Badrutt

eröffnet.

• Gastgeber: Jenny und Heinz E. Hunkeler

• 164 Zimmer, Suiten, sieben Restaurants,

drei Bars, ein 9-Loch-Golfplatz sowie ein

modernes Spa auf 2.000 Quadratmetern

• In die Wintersaison 2018/19 startete das

Kulm Hotel mit 40 neu gestalteten

Zimmern und Suiten. Verantwortlich

dafür war der französische Innenarchitekt

Pierre-Yves Rochon.

• Das Interieur soll Gäste zum Träumen

bringen und ihnen ein absolutes

Wohlgefühl verschaffen.

Der Berliner mit dem gewissen

Etwas im Kochtopf:

Spitzenkoch Tim Raue.

2016 und 2017 nahm er an

der VOX-Kochshow Kitchen

Impossible mit Tim Mälzer

teil.

KULM HOTEL

GENIESSEN OHNE REUE!

DAFÜR MIT RAUE, TAUFER

UND WASSMER.

Hotelpionier Johannes Badrutt war es, der das Kulm Hotel im

Herzen von St. Moritz im Jahre 1864 gründete. Hinter den

historischen Mauern des Hotels verbergen sich Luxus, Tradition und

zeitgemäßer Komfort. Und Starkoch Tim Raue.

Die Zutaten für seine weltoffene, alpine

Avantgarde-Küche sammelt Wassmer am

liebsten selbst in der Natur. „Alpen-Dim-Sum

mit Schweizer Dashi aus gerösteten Kartoffelschalen“

und „Saibling mit gebranntem

Rahm und Fichten“ zählen zu den vielbeachteten

Speisen, die sein handwerkliches

Können zeigen. Ein Shootingstar, der bis

Mai 2018 als Head Chef im Restaurant des

„7132 Hotels" in Vals tätig war (zwei Michelin-

Sterne). Zusammen mit seiner Frau eröffnet er

in diesem Jahr gleich zwei neue Restaurants

im Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz.

Der Zwischenstopp im Kulm Hotel hat sich

für die Festival-Besucher gelohnt: Ihre Gaumen

waren vom exquisiten Menügang der

Spitzenköche entzückt. Und so konnte die

Executive Chef Mauro Taufer Sven Wassmer verbindet

ist als Küchenchef für die gegensätzliche Produkte aus

kulinarischen Genüssen in aller Welt zu einem grandios

allen sieben Restaurants des mundenden Geschmackserlebnis

Kulm Hotels verantwortlich.

Er pflegt eine klassische,

französische Küche, die er als

Basis seiner kreativen Gerichte

mit italienisch-mediterranen

Einflüssen kombiniert.

Feinschmeckertour zu den anderen Partnerhotels

in den exklusiven BMW-Limousinen

weitergehen.

n kulm.com

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

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Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 47


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KEMPINSKI HOTEL

LA DOLCE VITA IN

KOREANISCHER CRÈME BRÛLÉE

Das Kempinski Grand Hotel des Bains reiht sich in die Kette der

Fünf-Sterne-Häuser im schweizerischen St. Moritz. Neben Traditionshäusern

wie dem Palace, Kulm, Suvretta und Carlton ist

es die luxuriös stilvolle Alternative mit eigener Heilquelle. Beim

Gourmet Festival war es die geschmackliche Komposition eines

südkoreanischen Ausnahmekochs, mit der das Kempinski auf

sich aufmerksam machte.

Das Kempinski

Grand Hotel des Bains

• 5-Sterne-Luxushotel mit direktem Zugang

zum Ski- und Wandergebiet Corviglia

• 184 Zimmer und Suiten, 27 Residenzen

mit einem bis zu fünf Schlafzimmern, drei

prämierte Restaurants, eine Skischule, vier

Tagungsräume und eine Wellness-Oase

• Das Interieur des Hotels ist eine Melange

aus Antiquitäten und modernen Elementen.

Eine Mischung aus Tradition und

Fortschritt, Zeitgeist und Nostalgie.

• Im Kempinski gibt es keinen Dresscode.

Wer im beruflichen Alltag strengen Kleidervorschriften

unterliegt, soll sich hier

wie zu Hause fühlen und auch kleidermäßig

locker lassen.

Die Kohlensäuremineralquellen

von St. Moritz sind die höchstgelegenen

Heilquellen der

Schweiz. Ihrem kohlensäureund

eisenhaltigen Quellwasser ist es zu

verdanken, dass sich das Grand Hotel des

Bains zu einem der exklusivsten Treffpunkte

der Haute Volée Europas entwickelte.

Selbst extravagante Bollywood-Partys

machen vor den Toren St. Moritz‘ nicht

Halt. Mukesh Ambani gilt als reichster

Mann Indiens. Allein für die Hochzeit seines

Sohnes investiert er im Kempinski

Grand Hotel des Bains geschätzte 1,5

Millionen Franken. Eine bessere Werbung

für den extravaganten Ferienort gibt es

nicht. Der Luxus, der Schnee, die Landschaft

– das alles fasziniert die Menschen.

Nicht nur die, die aus Indien kommen.

Der kulinarische Schwerpunkt des Kempinski

Grand Hotel des Bains liegt auf dem

Besten, was die Region und der mediterrane

Markt zu bieten haben. Die Menükarte

besticht durch einfache, perfekt zubereitete

Produkte, wie beispielsweise Gletscher-Saibling,

hausgemachte Pasta oder

Antipasti. Und das in drei prämierten Restaurants:

Im Les Saisons mit Grill & Dine, in

der Enoteca mit den besten Spezialitäten

aus der Region, sowie in dem mit einem

Michelin-Stern ausgezeichneten Gourmetrestaurant

Cà d’Oro. Letzeres hat nur in der

Wintersaison geöffnet und ist ein Ort des

Versprechens an die hohe, mediterrane

Kochkunst. Hier zeigen Chefkoch Matthias

Schmidberger und sein Team, was in ihnen

brodelt.

KOREANISCH GEHT’S AUCH

So begeisterte der Starkoch auch in diesem

Jahr die Besucher des St. Moritzer

Gourmet Festivals mit seiner Kochkunst.

Als Gastkoch stand ihm dabei der Südkoreaner

Mingoo Kang zur Seite. Dessen

Restaurant Mingles im Gangnam-Distrikt

von Seoul avancierte bereits kurz nach der

Eröffnung zur spannendsten Feinschmeckeroase

Ostasiens. Inspiriert von der traditionellen,

koreanischen Küche ließen

beide ihrer Kreativität freien Lauf und verknüpften

kontrastrierende Elemente mit

neuen Techniken. Ein Gaumengenuss war

beispielsweise das Dessert „Jang Trio“.

„Meine Crème brulée wird mit Doenjang,

einer fermentierten Sojabohnenpaste zubereitet,

die Pekannuss-Garnitur ist mit

einer reduzierten Sojasauce gewürzt, und

der gepuffte Reis ist leicht in der fermentierten

Pfefferpaste Gochujang geröstet.“

Sein Kochhandwerk studierte Kang an der

Kyonggi-Universität in Suwon. Sein Wissen

erweiterte er in Amerika und Europa,

unter anderem bei Martin Berasategui in

San Sebastiàn. Kochlegende Nobu Matshuhisa

machte ihn zu seinem jüngsten

Küchenchef auf den Bahamas. Die traditionelle

koreanische Küche studierte Kang

bei seinem Mentor Cho Hee Sook und der

buddhistischen Priesterin Jeongkwan.

Den Festivalgästen präsentierte er einen

Hochgenuss raffinierter Kochkunst. Die

erstklassige Qualität und der exklusive

Service, den eine „Grande Dame“ wie das

Kempinski Hotel dazu lieferten, waren

beim Gourmet Festival das Geheimnis der

Definition von Glück.

n kempinski.com/stmoritz

CARLTON HOTEL

DAS CARLTON RUFT IN DEN

7. GOURMETHIMMEL

Check-in im Carlton Hotel in St. Moritz. Exklusivität und Privatsphäre

bestimmen die Atmosphäre. Die Luft trägt den Duft des

Gourmet Festivals. Auf einer Höhe von 1856 Metern mit Blick

auf den Moritzersee und die Schweizer Alpen ist man dem

Himmel so nah. Auch dem kulinarischen...

Ob private Kochkurse mit den

Sterneköchen, Helikopter-

Flüge, Kutschenfahrten oder

abenteuerliche Touren mit

dem hoteleigenen Outdoor-Butler – das

Carlton-Team weiß seine Gäste in eine

Welt voller Abenteuer zu entführen. Im

Sternerestaurant „Da Vittorio“, ausgezeichnet

mit 18 Gault&Millau-Punkten,

werkeln die Sterneköche Enrico und Roberto

Cerea an ihrer italienischen Haute

Cuisine. Traditionelle Schweizer Küche

und Spezialitäten aus dem Engadin serviert

Spitzenkoch Graziano Caccioppoli in

seinem Restaurant „Romanoff“.

Und der durfte sich zum Auftakt des

St. Moritzer Gourmet Festivals auf einen

expermentierfreudigen Spitzenkoch aus

Frankreich freuen: Philippe Mille. Der

Zwei-Sterne-Koch hatte sein Restaurant

„Le Parc du Domaine Les Crayères“ in

Reims für ein paar Tage verlassen, um

Küchenchef Graziano Caccioppoli als

Gastkoch zu unterstützen. Genussreich

führte er die Festivalgäste durch die ganze

Champagner-Region und begeisterte

mit einem fantastischen Roscoff-Hummer

mit Estragon, den er mit Linsen aus der

Region und einer Zwiebelcreme servierte.

Milles grandiose Gerichte sind Spiegelbilder

seiner kulinarischen Kindheitserinnerungen

und Ausdruck seiner großen Liebe

zu den ursprünglichen Geschmäckern

Frankreichs. Seine Jugend verbrachte

Mille häufig auf dem Bauernhof seiner

Großmutter. „Hier konnte ich die Zutaten

selbst anbauen und sie in herrlichen Traditionsgerichten

kosten.“ Er kochte bei

einigen der größten französischen Spitzenköche,

unter anderem bei Jean Bordier

(Aubergade), Michael Roth (Lasserre und

Ritz) und bei Yannick Alléno im Meurice,

mit dem er beim Bocuse d`Or Bronze holte.

Seit der Wintersaison verwöhnt Graziano

Caccioppoli seine Gäste im Carlton mit

Schweizer Küche und Engadiner Spezialiäten.

Der gebürtige Italiener bringt

einen reichen Erfahrungsschatz mit. Zuletzt

waren seine Kochkünste im Fünf-

Sterne-Hotel La Gala an der Amalfiküste

mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Nicht umsonst hat das Carlton für seine

authentische Gastfreundschaft, die hervorragende

Infrastruktur und das ungezwungene,

im wahrsten Sinne des Wortes

„hohe Niveau“, zahlreiche Auszeichnungen

erhalten. Denn wer im Carlton gebucht

hat, egal welche Suite, hat seinen

eigenen, himmlischen Logenplatz. Mit

Blick auf zahlreiche Top-Events, die sich

unten im Tal abspielen. Wie der „Polo

World Cup on Snow“ beispielsweise oder

das weltberühmte Pferderennen „White

Turf“. Wen wundert’s, dass es 2017 mit

dem Titel „Switzerlands Leading Hotel

2017“ gekürt wurde. Das Carlton ist vielseitig

und mehr als nur ein Ski-Chalet – es

ist der Inbegriff von Einzigartigkeit, Überraschung

und Schönheit.

n carlton-stmoritz.ch

Die Seele baumeln lassen –

im Carlton ein Sinneseindruck.

Philippe Mille: Der Stil seiner Küche

orientiert sich am Wesentlichen und

beinhaltet „Freude, Großzügigkeit,

Kindheitserinnerungen“.

Graziano Caccioppoli: Als neuer

Chef de Cuisine im Romanoff setzt

der gebürtige Italiener den kulinarischen

Spirit des Hauses fort.

Das Carlton Hotel

• 5-Sterne-Hotel mit 360-Grad-Panoramablick

über die Schweizer Berge aus allen

60 Luxus- und Juniorsuiten

• Das „Carlton Penthouse“ im obersten

Stockwerk hat fünf Terrassen.

• Es gibt sechs Behandlungsräume, einen

1.200 Quadratmeter großen Spa-Komplex,

Erlebnisduschen, Pools, Fitnessräume, einen

Eisbrunnen und verschiedene Saunen.

• ausreichend Platz für Tagungen, Seminare

oder kleinere Meetings

• Wer das gesamte Hotel mieten möchte,

kann dies mit der Option „Rent the Carlton“

tun.

Fotos: PPR/Witwinkel/David Hubacher

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Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 49


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SNOW POLO

WHAT ELSE?

Schnee spritzt. Heißblütige Pferde galoppieren in

atemberaubender Geschwindigkeit über die Eisfläche

eines Sees. Sie schnauben. Ihre Beine sind

dick bandagiert. Ihr Schweif eingeflochten. Die

Reiter auf ihren Rücken tragen Helme und fixieren

den eiskalten Untergrund. Sie sind im Jagdfieber.

Ihr Spielball ist rot, ihr Spielfeld eines der spektakulärsten:

Der zugefrorene St. Moritzersee in der

Schweiz. Time to play Snow Polo – das weltweit

einzige High Goal Poloturnier auf Schnee!

Champagner „on ice“

Auf die verrückte Idee, auf dem

zugefrorenen St. Moritzersee

Polo zu spielen, kam eine kleine

Gruppe Schweizer Mitte der

80er Jahre. Das erste Snow Polo Turnier

fand 1985 auf Initiative des Schweizers

Reto Gaudenzi statt. Es war weltweit das

erste dieser Art – und wurde eines der

beliebtesten und zuschauerstärksten

Spielarten des Polosports überhaupt. Inzwischen

spielt man rund um den Globus.

Zu den renommiertesten und populärsten

Wintersportorten kommen immer wieder

neue Locations hinzu.

Jahr für Jahr kommen im Schnitt etwa

12.000 Menschen zum Snow Polo World

Cup nach St. Moritz. Die sportlichen

Höchstleistungn der weltbesten Polospieler

„on ice“ zu verfolgen, ist für sie

nicht nur sportlich ein Top-Event, sondern

eines der gesellschaftlichen Höhepunkte

der St. Moritzer Wintersaison. In diesem

Jahr hatte der „Godfather of Polo“, wie

Schneepolo-Erfinder Reto Gaudenzi unter

Kennern genannt wird, zusammen

mit seinem 250-köpfigen Team wieder

alles perfekt vorbereitet. Sein guter Draht

nach oben bescherte ihm einen zugefrorenen

See, Schnee und Sonne pur. Und

das ganze drei Tage lang. So war wieder

traditionell viel los am letzten Januarwochenende

(24. bis 26. Januar 2019) beim

35. Snow Polo World Cup im Herzen des

schweizerischen Tals Engadin. „Gott muss

Polospieler gewesen sein“, ist Gaudenzi jedes

Mal aufs Neue überzeugt, wenn die Spiele

so optimal beginnen. Wie gewohnt landeten

die Mannschaften auf dem Privatflughafen

Samedan in St. Moritz. Unter ihnen der Argentinier

Juan Martin Nero, der zu den zehn

besten Polospielern der Welt gehört und mit

einem Handicap von +10 (High Goal) auf dem

zweiten Platz des World Polo Tour Rankings

steht.

Gemeinsam mit den beiden US-Amerikanern

Marc Ganzi (Handicap +2), Grant Ganzi (Handicap

+3) sowie dem Schweizer Tito Gaudenzi

(Handicap +2), dem Sohn von Reto Gaudenzi,

bildete er das Team Cartier. Die französische

Schmuck- und Uhrenfirma Cartier des

Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont

war von Anfang an dabei und ist ebenso Teamsponsor

wie der italienische Autohersteller

Maserati, der auch heuer wieder sein eigenes

Poloteam stellte. Maserati – offizieller

Automobilpartner des Snow Polo World Cup

– hatte seine Pferdestärken zudem nicht weit

geparkt: Seine stattliche Luxusflotte allradgetriebener

Fahrzeuge stand auf dem Schnee

bereit und chauffierte die VIPs von A nach B.

Im Team Maserati spielten die Russin Zhanna

Bandurko (Handicap +0), der Franzose Robert

Strom (Handicap +5) sowie die Engländer

Chris Hyde (Handicap +5) und Max Charlton

(Handicap +7). Als offizielles Polo-Hotel in

St. Moritz trat auch das Badrutt’s Palace wieder

als Teamsponsor auf. Hier kämpften die

US-Amerikanerin Melissa Ganzi (Handicap

+0), der Argentinier Juan Bautista Peluso

(Handicap +0) und die argentinischen Pololegenden

Alfredo Bigatti (Handicap +8) und

Alejandro Novillo Astrada (Handicap +8).

Das Land Aserbaidschan war 2017 Gastland

des Snow Polo World Cup St. Moritz. In dessen

Hauptstadt Baku führt man seit 2013

internationale Turniere durch. Mit Unterstützung

aus St. Moritz. Der Polosport entstand

dort bereits vor über 3.000 Jahren. In diesem

Winter war „Land of Fire Azerbaijan“ erstmals

Teamsponsor und mit folgenden Professionals

vertreten: Captain Elcin Jamalli (Handicap

+2), Isidro Strada (Handicap +6), Adrian

Laplacette jr. (Handicap +6) und Augustin

Kronhaus (Handicap +3).

Snow Polo ist ein Mannschaftssport. Die Handicaps

der einzelnen Spieler wurden deshalb

zu einem Team-Handicap addiert. Wenn beispielsweise

Spieler A ein Handicap von -2,

Spieler B eines von -1, Spieler C von +3 und

Spieler D von 0, so starten die Spieler zusammen

mit einem Team-Handicap von 0. Aus

Fairnessgründen gab es für die Mannschaften

mit einem niedrigeren Team-Handicap

eine Torvorgabe. Ein Handicap wird nicht allein

nach Tor- oder Turniererfolgen bestimmt.

Was in die Bewertung miteinfließt, sind Faktoren

wie Teamgeist, Fairness, Polokenntnisse

und Strategie. Das höchstmögliche

Handicap von +10 spielt noch nicht einmal

ein Dutzend weltweit. Hier sind die argentinischen

Polofamilien Spitzenklasse. Unter den

derzeit neun 10er-Goalern stammen acht aus

Argentinien.

ELEGANT UND SCHNELL

Um den Ansprüchen des Sports standzuhalten,

müssen die Spieler ihre Pferde regelmäßig

trainieren, um sie wendig, sprint- und

nervenstark zu machen. Auf der Jagd nach

dem Ball beschleunigen die Tiere auf bis zu

60 Stundenkilometern. Der Ball kann eine

Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern

erreichen. Wer bei diesem Sport in der

höchsten Spielklasse dabei ist, zahlt für ein

gut ausgebildetes Pferd um die 25.000 Euro.

Und so geht Snow Polo: Zwei Spieler sind für

den Angriff verantwortlich. Nummer drei ist

der Kapitän. Nummer vier der Verteidiger. Auf

dem schnee- und eisbedeckten Untergrund

müssen die Reiter einen roten Kunststoffball

mit einem langen Holzschläger in das gegnerische

Tor schießen. Der „Stick“, wie der

Schläger genannt wird, darf dabei nur mit der

rechten Hand benutzt werden. Entscheidend

ist die Bewegungslinie des Balles, die von

keinem gegnerischen Spieler gekreuzt werden

darf. Nähern sich zwei Reiter dem Ball in

der Absicht, diesen zu schlagen, so haben sie

jeweils rechter oder linker Hand der Linie zu

bleiben. Die strenge Regel soll gewährleisten,

dass weder Ross noch Reiter verletzt werden.

Jede Partie besteht aus vier Spielzeiten, sogenannten

„Chukkas“. Die Pferde dürfen niemals

zwei Chukkas hintereinander geritten

werden. Jeder Polospieler hat deshalb immer

zwei bis drei Pferde im Einsatz. Stürzt ein

Pferd, wird das Spiel sofort unterbrochen.

Ein Chukka dauert siebeneinhalb Minuten

effektive Spielzeit. Dazwischen liegen Pausen

von drei bis fünf Minuten.

WILD. WILD. POLO

Ein spannungsgeladenes Spektakel, das

in der Halbzeitpause traditionell nach der

Unterstützung seiner Zuschauer verlangt.

Anders als beim Polospiel auf dem Rasen

sah man in St. Moritz jedoch keine Frauen in

Sommerkleidern, die mit ihren Stöckelschuhen

die herausgerissenen Grasnarben zurecht

getreten haben. Stattdessen entdeckte

man am Seeufer den ein oder anderen,

der für sein „Tritt-In“ ins nächstgelegene

VIP-Zelt stampfte oder seine Winterabsätze

in Bewegung setzte, um einem anderen

Menschen vor Freude ins Fell zu fallen. Manche

nutzen die Pause, um sich mit einem

gekühlten Champagner auf der Tribüne zu

erholen.

Über 200 Journalisten, Fotografen und Kamerateams

aus der ganzen Welt waren vor

Ort. Für sie gab es gleich zu Turnierbeginn

eine gesonderte Pressekonferenz in der VIP-

Lounge direkt auf dem See. Mittags begann

dann die erste Partie zwischen den Mannschaften

„Azerbaijan Land of Fire“ und Cartier,

die mit 5,5 zu 5 Goals endete.

50 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 51


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Fotos: Snow Polo World Cup St. Moritz

„ A Polo Handicap is the

passport to the world.

Winston Churchill

„BAKU MORITZ POLO

AWARD“ FÜR SIMONETTI

Nach den ersten actionreichen Partien

ließ man am Samstag den Abend im

King’s Club des Palace Hotels ausklingen.

Der Argentinier Lando Simonetti, Gründer

und Inhaber der Marke La Martina,

bekam in dieser Gala-Nacht für seine

herausragenden Leistungen im Polosport

den „Baku Moritz Polo Award“ überreicht.

Sein Unternehmen stellt neben Stiefeln

und Reitsätteln auch Sport- und Freizeitkleidung

her. Bekannt wurde er als Trikot-

Ausstatter von Polo-Mannschaften. Der

Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten

Mal vergeben.

Im Komitee sitzen neben Snow Polo World

Cup Gründer Reto Gaudenzi der Präsident

der Pferdesportvereinigung von Aserbaidschan,

Elchin Guliyev, und Dr. Piero Dillier,

Vizepräsidentin der Federation of International

Polo FIP. Birgit Hügli-Hermann, Herausgeberin

des Polo & Luxury-Magazins

und Gründerin des Preises sitzt ebenso in

der Jury wie Richard Leuenberger, der Geschäftsführer

des Hotels Badrutt’s Palace.

Kommentator Jan-Erik Franck, „The Voice

of Polo“, ließ die Zuschauer während des

dreitägigen, actionreichen Wettkampfes

wissen: „Alles kann passieren.“ Und

so war es dann auch. Im Kampf um den

dritten Platz unterlag der letztjährige

Gewinner „Team Cartier“ dem quirligen

Team von „Azerbaijan Land of Fire“ mit

0:5. Diese hatten aufgrund ihres geringeren

Handicaps einen Vorsprung von zwei

Goals bekommen und schafften es, drei

Mal zu treffen. Team Cartier hingegen

schoss kein einziges Tor. Trotz des großartigen

Spiels, das es ablieferte.

Letzten Endes konnte sich die Mannschaft

„Badrutt’s Palace“ erstmals nach 35 Jahren

den Gesamtsieg sichern. Melissa Ganzi,

Badrutt’s Teamkapitän aus den USA,

gewann als erste Frau die begehrte Cartier

Trophy und schrieb damit Snow-Polo-

Geschichte. Die Cartier Trophy wurde von

Laurence Bourgeois, Cartier Managing Direktor

Schweiz, und Käthy Dobers, Direktorin

von Cartier St. Moritz, übergeben.

Und während die einen um den Sieg

kämpften, begeisterten andere ganz nebenbei

mit einer ebenso rasanten wie

atemberaubenden Akrobatik-Show: Die

aus Aserbaidschan stammenden Pferdeartisten

„Sardhadchi“. Die zwölf Reiterinnen

und Reiter nehmen regelmäßig an

hochklassigen, internationalen Events teil,

traten aber das erste Mal in der Schweiz

auf. Auf und neben dem Spielfeld war die

Stimmung also ausnahmslos grandios und

auch kulinarisch ein Hochgenuss.

Insgesamt wurden an den drei Turniertagen

mehr als 500 Flaschen Rotwein und

ebenso viele Flaschen Weißwein entkorkt,

etwa 15 Kilogramm Kavier serviert und

mehr als 2.000 Flaschen Champagner ausgeschenkt.

Das Badrutt’s Hotel versorgte

das VIP-Zelt mit zirka 2.800 Stück Sushi.

Zusätzlich wurden im VIP-Zelt und im Polo

Village über 2.000 Flaschen Champagner

und rund 115 Liter Whiskey ausgeschenkt.

Mit einem Turnierbudget von etwa

2,5 Millionen Franken schätzen die

Organisatoren einen wirtschaftlichen

Nutzen für die Region von mindestens

zwölf Millionen Franken ein.

Eine deutliche Steigerung gegenüber

dem Vorjahr. Im nächsten Jahr findet

der Snow Polo World Cup vom

24. bis 26. Januar 2020 statt. Dann

darf es zum 36. Mal glizern, das Spielfeld

für die Elite.

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52 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

COTTON HOUSE HOTEL

NEOKLASSIZISMUS

TRIFFT AUF MODERNE

Etwas Wärme und Sonne tanken, mediterrane Atmosphäre

auf sich wirken lassen? Ist es das, was Sie

sich zum Frühlingsbeginn jetzt wünschen? Da lockt

Barcelona mit seinem subtropischen Klima.

Um die edle Atmosphäre des Hauses

zu erhalten, wurden Treppen,

Wände und Böden möglichst original

wiederhergestellt.

tiquen der Innenstadt. Wer es etwas grüner

mag, sucht den Park Güell auf. Je näher man

zur Küste kommt, desto mehr weht einem die

angenehme, leichtsalzige Meeresluft entgegen.

Von manchen Straßenzügen erblickt man

die Serra de Collserola, die Bergkette, die die

Hauptstadt Kataloniens im Norden begrenzt.

Inmitten dieses verspielten, leidenschaftlichen

Zusammenspiels von Cafés, Parks, Boutiquen

und historischen Bauwerken liegt eine

kleine Oase, anmutig und dennoch erhaben,

behutsam und erlesen zugleich – das Cotton

House. Es ist ein 5-Sterne-Hotel, das an der

Gran Via in Eixample, einem der beliebtesten

Ausgehvierteln, im Herzen der Stadt liegt, ein

Gebäude im neoklassizistischem Stil aus dem

19. Jahrhundert. Das Gebäude wurde einst

von einer großbürgerlichen katalanischen

Familie in der Blütezeit der Textilindustrie in

Auftrag gegeben. Mitte des 20. Jahrhunderts

wurde es an das Baumwollhändlergremium

verkauft. Lange war es Hauptsitz des nationalen

Baumwollverbandes und wurde genutzt,

um hier den Baumwollhandel zu organisieren.

BLICK AUF DIE LANGJÄHRIGE

GESCHICHTE DES HAUSES

Es ist noch keine fünf Jahre her, dass das Gebäude

grundsaniert wurde und einer neuen Aufgabe

zugewiesen wurde: Es sollte Unterkunft,

Rastplatz und Erholungsort für Vielreisende

werden, die die wahre Essenz von Barcelona

entdecken wollen. Behutsam holte der weltbekannte

Interior-Designer Lázaro Rosa-Violán

das geschichtsträchtige Gebäude aus dem

19. Jahrhundert in die Gegenwart.

Bei der Renovierung wurden alle Originalteile

des Gebäudes – sofern möglich – erhalten.

In vielen Räumen wurden Treppen, Decken,

Wände und Parkettboden freigelegt und

auf Hochglanz gebracht. Allem voran wurde

die berühmte hängende Wendeltreppe von

1957 wieder neu in Szene gesetzt.

Die übrigen Einrichtungsgegenstände wurden

vollständig ersetzt, wobei mit Liebe zum

Detail darauf geachtet wurde, ein charakteristisches

Ensemble aus Geschichte, Moderne

und zeitgenössischem Komfort entstehen zu

lassen. Nach all den umfangreichen Renovierungsarbeiten

wurde das Cotton House 2015

schließlich als luxuriöses Boutiquehotel wiedereröffnet.

BAUMWOLLE ALS WAHRZEI-

CHEN DES HAUSES

Wie ein roter Faden zieht sich die Baumwolle,

das Wahrzeichen des Hauses, weiterhin durch

das Einrichtungskonzept. Das beweist schon

die demonstrativ Spalier stehende edle Vase

an der Rezeption mit dem buschigen Strauß

an Baumwollzweigen. Er soll an die Geschichte

des Hauses erinnern. Immer wieder begegnet

einem das Vermächtnis von Baumwolle,

sei es in Form eines Bildes oder in Textilmustern.

Dabei trifft Weiß gerne auf dunkles Holz,

erfrischt mit dem ein oder anderen farbigen

Möbelstück.

Die Besucher betreten das Cotton House

durch einen überdachten Spiegelsaal, der in

eine achteckige Empfangshalle mit zwei großen

Treppenaufgängen mündet. Der ehemals

öffentliche Bereich wartet mit einer Bibliothek

auf, einer Cocktailbar & Restaurant, einem

lichtdurchfluteten Wintergarten sowie einer

300 Quadratmeter großen Terrasse – wie üblich

für Gebäude in dieser Gegend.

Einen Raum, der dazu einlädt zur Ruhe zu

kommen, L’Atelier genannt, diente früher als

Kabinett, in dem sich die Stiftungsmitglieder

zurückzogen, damit Schneider und Hemdenhersteller

Maß an den Herren nahmen. Auch heute

noch reichen die Stoffballen bis zur Decke.

Im Gossypium – der Name kommt aus dem

Lateinischen und heißt so viel wie „Baumwollblüte“

– dürfen sich die Gäste mit all ihren Anliegen

am Concierge-Desk melden.

LUXURIÖSE GÄSTEZIMMER

AUF ACHT EBENEN

Auch bei der Neugestaltung der 83 Gästezimmer,

darunter sieben geräumigen Suiten,

ist der Designer des Cotton Houses, Lázaro

Rosa-Violán, der Linie des Hauses treu geblieben

und hat eine charmante Kombination

von Tradition und Komfort, Behaglichkeit und

Servicebereitschaft gefunden. Jedes der Zimmer

und Suiten wurde individuell und mit dem

Hauptaugenmerk auf die Erfüllung höchster

Komfortstandards eingerichtet. Man erkennt

nach wie vor Rosa-Violáns Vorliebe, mit den

Farben der Baumwollpflanze zu spielen. Er integrierte

gerne die Farbkombinationen Weiß,

Schwarz und Sepia, welche sowohl mit Baumwolle

als auch mit Weichheit, Komfort, Feinfühligkeit

und Natürlichkeit assoziiert werden,

in seine Designmaßgaben.

n hotelcottonhouse.com

Fotos: Cotton House Hotel

Der neoklassizistische Prunkbau wurde 1879

erbaut. Zunächst diente das Gebäude als

Wohnhaus für eine bedeutende katalanische

Dynastie, später beherbergte es den Hauptsitz

des Baumwollverbandes.

Wenn in Deutschland

die ersten Knospen

sprießen, wenn die

ersten Blätter ihren

Weg aus den Zweigen

suchen, zieht in Barcelona bereits

der Sommer ein. Schon im April und Mai

kann man an acht Sonnenstunden pro Tag

erwarten, auch wenn es noch nicht gar zu

heiß ist. Man streift durch die Straßen,

bewundert die pompösen Bauwerke von

Antoni Gaudí, darunter die majestätische

Basilika Sagrada Familia oder auch das

farbenfrohe Casa Vicens, und bestaunt die

fantasievollen, wellenförmig angelegten

Appartements des Casa Batlló oder Casa

Mila. Zum Ausruhen und Entspannen

locken die vielen kleinen Cafés und Bou-

Ein Baumwollstrauß ist das

Markenzeichen des Hauses. Er

erinnert an die Geschichte des

Hauses.

Eine schöne Abkühlung an heißen Sommertagen:

Der Pool auf der Dachterrasse erstreckt

sich über die gesamte sechste Etage.

Das L’Atelier ist ein Raum,

der dazu einlädt, zur Ruhe

zu kommen. Er diente

früher als Kabinett, in dem

sich die Herren zurückzogen,

damit bei ihnen

Maß für ein neues Hemd

genommen werden konnte.

54 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

Stadt Land Fluss

Auch der Bar- und Restaurantname „Batuar“

erinnert an das Baumwollgewerbe. Er ist von der

Bezeichnung für eine Baumwollpressmaschine

abgeleitet, mit der Unreinheiten aus der Baumwolle

entfernt wurden.

BATUAR RESTAURANT & BAR

KOSMOPOLITISCHE

COCKTAILBAR

Batuar – der Name klingt weich, künstlerisch, ein wenig nobel.

Batuar ist die an das Cotton Hotel angeschlossene Cocktailbar

mit Restaurant. Auch sie fängt den kolonialen Flair des Gebäudes,

das ursprünglich den nationalen Baumwollverband beherbergte,

auf und lässt ihn gekonnt auf kosmopolitische,

moderne Atmosphäre zusammentreffen.

Das Ambiente spiegelt den Geist

des Hotels wider: ein gewisses

koloniales, elegantes und

zugleich modernes Flair.

Der Gast betritt die Räume von

der Bibliothek aus, einem der

Räume, den die Mitglieder des

Baumwollhändlergremiums früher als

Gesellschaftsclub nutzten. Heute wird

den Gästen dort der traditionelle Afternoon-Tea

serviert. Von diesem Raum

gelangt man in einen lichtdurchfluteten

Wintergarten auf eine große, begrünte

Terrasse. Im Batuar werden die Gäste mit

durchgehend warmer Küche und typisch

Im lichtdurchfluteten Wintergarten werden

neben Snacks gerne spannende Tea-Sorten,

innovative Cocktails und erfrischende

Getränke serviert.

spanischen Tapas verköstigt, und das

durchgehend von 7.00 Uhr in der Früh

bis Mitternacht. Behutsam vorbereitete

Fleisch- und Fischgerichte schließen

sich an leckere Vorspeisen und Tapas

an. Ihre Krönung finden sie in köstlichen

Nachspeisen mit Schokolade, Käse oder

Früchten der Saison. Küchenchefin Eva

de Gil gibt sich aber gerne auch die Ehre,

im Saal l´Atelier Gesellschaften mit bis zu

10 Gästen mit besonderen gastronomischen

Highlights zu verwöhnen.

Ergänzt wird das Angebot von Batuar

durch seine stadtbekannte Bar mit einer

innovativen Auswahl an Cocktails, die

nach exklusiven Rezepten frisch zubereitet

werden. Autograph Collection Hotels,

bei dem das Cotton House Hotel Mitglied

ist, zählt hier auf die Erfahrung seiner

ausgewählten Barkeeper, die bereits mit

zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet

wurden. Sie experimentieren

gerne, überraschen und überzeugen –

mitunter mit ihrer Sammlung von über

30 Rumsorten, die sie bei schönem Wetter

gerne auf der großen Terrasse servieren.

n hotelcottonhouse.com

LEGERER LIFESTYLE

INTERNATIONALE GÄSTE

PERFEKTES CREW-/GÄSTEVERHÄLTNIS

LICHTDURCHFLUTETE KABINEN MIT ELEGANTEM INTERIEUR

STETS GEFÜLLTE MINI-BAR

GOURMET-RESTAURANTS MIT HOCHWERTIGEN GETRÄNKEN

EXKLUSIVE BEAUTY-PRODUKTE

WLAN

56 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08

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TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

Die Birkenhof-Brennerei

schaut auf eine lange

Tradition zurück. Sie wurde

1848 in einem Bauernhaus in

Alpenrod gegründet.

Stefanie und Peter

Klöckner leiten seit 2006

die Birkenhof-Brennerei in

der siebten Generation.

Mit den Söhnen

Lukas und Jonas

Klöckner, die Bio-

Prozesstechnologie

und Destillation

gelernt haben, steht

bereits die nächste

Generation in den

Startlöchern.

TRADITION DES

GUTEN GESCHMACKS

Das neue Besucherzentrum ist

das Herzstück der Birkenhof-

Brennerei. Es bietet einen der

schönsten Aussichten über den

Westerwald.

BIRKENHOF-BRENNEREI

EINBLICK INS HANDWERK

DES GUTEN GESCHMACKS

Ein kleiner Betrieb und dennoch ein Haufen voller

Charakterköpfe. So beschreibt sich das Team, die

Familie Klöckner, selbst und meint damit: Auch

wenn die Birkenhof-Brennerei ein Traditionsunternehmen

ist, so sind sie dennoch jung und hitzig

genug, neue Ideen durchzusetzen und auf den

Markt zu bringen.

Was die Birkenhof-Brennerei

einzigartig macht, ist die

gelungene Verbindung von

Tradition und Innovation.

Genau gesagt existiert die Brennerei seit

1848. Damals wurde sie in einem Bauernhaus

in Alpenrod gegründet. Die alten Westerwälder

Klassiker werden noch heute nach

den Originalrezepten gebrannt. Original

heißt, dass sie auch in ursprünglicher Form

verkauft werden – in Tonkrügen. Da gibt

es den Westerwälder Kümmel, das Basalt-

Feuer, den Westerwälder Obstler oder auch

den klassischen Kräutertropfen. Aber dabei

bleibt es nicht. Wer ein echter Westerwälder

ist, ist neugierig und kreativ. „Die Region

bringt aufrechte Menschen mit einer guten

Portion Eigensinn, aber auch viel Kreativität

und Ausdauer, hervor“, gesteht die Geschäftsführung

ein. Und so kam die neue Generation,

Peter und Stefanie Klöckner, die seit 2006 das

Unternehmen in siebter Generation leitet, unter

anderem auf die Idee, die Geschäftsräume

auf dem Birkenhof umzubauen, zu erweitern

und sogar ein neues Besucherforum zu eröffnen.

Und das an einem Ort, der einem Juwel

gleicht: Auf einer Anhöhe, die den schönsten

Ausblick über den Westerwald bietet.

EINBLICK INS HANDWERK

DES GUTEN GESCHMACKS

Die Atmosphäre ist freundlich, angenehm familiär.

Die Führung führt direkt ins Geschehen,

dort, wo gerade in diesem Moment die hochprozentigen

Spirituosen entstehen. Wenn

man die vielen, vielen Fässer sieht, in denen

die Unmengen an kostbaren, hochprozentigen

Whiskys heranreifen, läuft es einem kalt den

Rücken hinunter. Der Duft steigt in die Nase.

Hier reift gerade der klassische Single Malt in

Bourbon-Fässern heran, der Dinkel-Whisky im

Portwein-Fass, der Brot-Whisky im Cognac-

Fass. Dort lagert der urwüchsige Single Rye

in Sherry-Fässern und wartet darauf, seine

Würze zu erhalten. Die Besucher erhalten einen

interessanten Einblick in die Kunst der

Fass-Brennerei mit all den Auswirkungen der

Fassreife und dem Fassmanagement. Es versteht

sich von selbst: Was hier entsteht, ist rar,

kostbar und wirklich einzigartig.

Besonders stolz sind die Klöckners auf die

neue 1.400-Liter-Destillerie. Darin werden

seit 2015 die drei Fading-Hill-Whisky-Linien

zweifach aromaschonend gebrannt. Bei dieser

Destille ist das Brennen nach dem Pot-Still-

Verfahren möglich, sieben Brennböden können

einzeln zugeschaltet werden. Wie das im

Detail funktioniert, wird bei dem Rundgang

hinter die Kulissen ausführlich erklärt. Weiterhin

bekommen die Besucher die Wacholderoder

Gin-Brennblase und die Obstbrennerei

zu sehen.

Das Familienunternehmen blickt auf eine lange

Tradition zurück. 180 Jahre ist es her, dass

Heinrich Zeiler in einem Nistertaler Bauernhaus

die Brennerei gründet hat. Der Namenswechsel

fand 1876 statt, als August Klöckner

die Enkelin des Gründers heiratete und in den

Betrieb eintrat. Auf den Namen „Birkenhof“

kann die Brennerei hingegen noch gar nicht

lange zurückblicken. Er etablierte sich erst in

den 1970er Jahren. In dieser Zeit wurde die

Kornbrennerei auf die Anhöhe verlegt, wo sie

noch heute thront. Die Birken dort wurden

erst wenige Jahre zuvor gepflanzt.

58 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

Der Gentle 66 Gin ist noch eine junge

Kreation. Er eroberte erst 2013 den

Markt, ist aber in der Cocktail-Szene

nicht mehr wegzudenken.

Edelbrände:

2017 durfte sich die Birkenhof-Brennerei

zum dritten Mal in Folge über den Staatsehrenpreis

der Landwirtschaftskammer

Rheinland-Pfalz freuen. Die Spirituosen

des Unternehmens wurden insgesamt mit

13 Gold- und 8 Silbermedaillen bei der

Edelbrandprämierung ausgezeichnet.

erlebnis

destillerie &manufaktur

Fotos: Birkenhof Brennerei

NEUE KREATIONEN

MACHEN NEUGIERIG

Tradition ist die eine Säule des Unternehmens,

Innovation die andere. Die Birkenhof-

Brennerei wäre nicht das gleiche Unternehmen,

wenn es 1972 nicht die Brennrechte auf

27.000 Liter aufgestockt und das Rezept von

Meyer´s Wacholder erworben hätte.

Voller Begeisterung schaffen die Klöckners

Gin und neue Brände und bieten sie begeistert

und erfolgreich auf dem Markt an. Was

das Rezept ist? Ganz einfach, so Stefanie

Klöckner: „Wir trauen uns, Klassiker neu zu

definieren und ungewöhnliche Wege zu gehen.“

Das eigentliche Rezept wird natürlich

geheim gehalten. Doch so viel sei verraten:

Für die Edelbrände verwenden die Klöckners

bestes Quellwasser aus dem Westerwald, die

Rohstoffe werden streng selektiert. Schon

beim Einmaischen wird viel Handarbeit und

Perfektionismus angewandt, denn nur das

Beste kommt in den Gärtank. „Um wirklich

ausgezeichnete Brände herzustellen, braucht

es viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl,

Augenmaß, Können, viele Jahre Erfahrung

und natürlich immer ausgezeichnete Rohstoffe“,

fasst Stefanie Klöckner zusammen.

„Ob Frucht, Getreide, Maische, Gemüse oder

Kaffeebohnen – edle Destillate gewinnt man

nur aus edlen Zutaten.“

QUALITÄT WIRD BELOHNT

Die Szenerie bleibt natürlich nicht unbeobachtet.

Die Klöckners verstecken sich auch

nicht gerade. Gerne präsentieren sie ihre

Spirituosen auf dem nationalen und internationalen

Parkett und gewinnen dabei die

Aufmerksamkeit für sich. So hat das Unternehmen

allein im Zeitraum von 2010 bis

2018 mehr als 130 Gold- und 40 Silbermedaillen

für ihre Produkte erlangt. 2010 und

2015 wurde die Destillerie mit dem Bundesehrenpreis,

der höchsten Auszeichnung der

deutschen Lebenmittelwirtschaft, ausgezeichnet.

EROBERUNG DER BARSZENE

Neu ist auch der Gin Gentle 66. Ein Grand-

Marnier-Fass mit der Nummer 66 und sein

außergewöhnlich sanfter Charakter wurden

zu den Namensgebern dieses köstlichen

Wacholderschnapses. Auch heute reift er in

Fässern, die vormals bestem Grand Marnier

ihr Aroma verliehen.

Mit dieser Kreation gewinnen die Klöckners

die Aufmerksamkeit der jungen Generation.

Längst hat der Gin Gentle 66 die Barszene

erobert, Cocktail-Mischer kombinieren ihn

gerne mit rosa Pfefferbeeren, Kubebenpfeffer,

Koriander, Muskat- und Zimtblüte,

manch einer auch mit Basilikum, Ingwer und

Rosmarin. Auch die Genießer im Hausgebrauch

schätzen ihn als Cocktail-Dreingabe

für die Kombination von Gin Gentle 66 und

Gin & Tonic.

Das Rezept lautet:

Gentle 66 Gin

Fever Tree Mediterranean Tonic Water

Eiswürfel

1 Zweig Rosmarin

2 halbierte Kumquats

DESTILLERIE ZUM

ANFASSEN UND ERLEBEN

Wer gerne einmal probieren möchte, aber

nicht weiß, wo er anfangen soll, ist herzlich

auf dem Birkenhof ins Besucherzentrum

eingeladen. Bei einem Blick hinter die Kulissen

werden die Prinzipien der Destillerie als

Kunsthandwerk erklärt. Mit einem Riechparcours

wird zunächst die Nase geschult, dann

kommt der Geschmackssinn dran. Beim Genussabend

darf ausgiebig probiert werden

– und damit der Schnaps nicht zu sehr seine

Wirkung zeigt, in Kombination mit leckerem,

edlem Käse, handgefertigten Edelschokoladen,

herzhaften Schinken und kostbaren

Pasteten. „Wir wollen das Whisky-Warehouse

intuitiv erlebbar machen“, erklärt Stefanie

Klöckner, „und locken damit jährlich über

20.000 Gäste an.“

Kreativen Einblick bietet der Gin Blending

Workshop. Hier dürfen Gäste ihren eigenen

Gin blenden, das heißt, mit Hilfe von Destillier-Kolben,

Pipette, Wacholderdestillat und

einer Auswahl an Botanicals selbst einen favorisierten

Gin ansetzen. Mutige dürfen sich

beim Whisky Blending Workshop an die Kreation

eines individuellen Whiskys heranwagen.

n birkenhof-brennerei.de

60 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

TRAVELING, ENJOYMENT & HOSPITALITY

Das Orchestrion der Firma Hupfeld hat das Ziel, ein

gesamtes Orchester zu imitieren. Ähnlich wie eine

herkömmliche Kuckucksuhr wird auch diese Musikuhr

von einem rein mechanischen Werk betrieben.

JUNGHANS

SPANNENDE ZEIT-

REISE DURCH

RAUM UND ZEIT

Ein Besuch des Junghans

Terrassenbau Museums im

baden-württembergischen

Schramberg versetzt ins

Staunen – nicht nur aufgrund

der vielen ausgestellten

Uhren und Exponate. Auch

das Ausstellungsgebäude

selbst ist ein Meisterwerk der

Architektur.

Das Industriegebäude in Form eines Terrassenbaus

wurde in den Jahren 1916 bis

1918 erstellt. Es gilt als eines der architektonisch

interessantesten Industriegebäude

in Hanglage. Inzwischen ist das denkmalgeschützte

Gebäude frisch saniert und

zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt

Schramberg geworden.

Die legendären Küchenuhren

von Max Bill aus dem Jahr 1956

schrieben Designgeschichte. Der

Schweizer Künstler legte besonderen

Wert auf die Verbindung von

Gebrauchswert und Schönheit.

Kuckucksuhren, Automatenuhren,

Standuhren, Chronometer

für Sportveranstaltungen,

klassische Armbanduhren und schließlich

auch Musikuhren. Das Thema der

Schwarzwalduhren ist größer und ausschweifender,

als man denkt. Mit rund

300 Exponaten bietet das Junghans

Terrassenbau Museum einen spannenden

Einblick in die Entwicklung der Uhrenherstellung.

Die Geschichte fängt

bereits im 18. Jahrhundert an. Damals

gab es noch kein elektrisches Licht.

Der Tag endete, wenn es dunkel wurde.

Zeit maß sich noch mehr am Sonnenstand,

denn am Glockenschlag. Bis irgendwann

doch einmal die ersten Uhren

in den Salons zu ticken begannen.

Unter welchen Voraussetzungen die Uhren-Entrepreneure

damals forschten und

experimentierten, zeigt recht anschaulich

ein Raum, der wie eine Uhrenwerkstatt

aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet

ist. Da hängt eine kleine, funzelige

Öllampe an der Decke. Die einfachen

Fenster haben keine drehbaren Beschläge,

sie werden von Hand ausgehängt.

Die Ausstellung einer originalen Uhren-

Werkstatt aus dem 18. Jahrhundert

macht die Zeitreise lebendig.

Das Werkzeug besteht aus klobigen Sägen,

Hammern und Zwingen, die ihrerseits

aus Holz und Eisen hergestellt sind.

Nun ja, eine derart zartgliedrige Angelegenheit

wie heute war das Uhrenhandwerk

damals noch nicht. Doch Zeugnisse

von weitreichendem Kunst- und Designverständnis

gibt es auch schon aus jener

Zeit. Es reihen sich die unterschiedlichsten

Exponate aneinander, herrlich bemalte

Wanduhren, mal mit sichtbarem,

mal mit verdecktem Uhrenwerk. Ab und

zu ist das Zifferblatt einfach gehalten, es

besteht aus einem einfachen, rund zugesägten

Brett, dann gewinnen die Zeiger

die Aufmerksamkeit. Viel öfter aber

ist das Zifferblatt anmutig bemalt, was

beweist, dass auch damals schon viele

Künstler unterschiedlichster Art bei der

Herstellung einer Uhr zusammenarbeiteten.

REISELUST SCHÜRT

UNTERNEHMERTUM

Das Junghans-Unternehmen selbst wurde

1861 gegründet. Einer der Söhne

des Gründers Erhard Junghans, Arthur

Junghans, war damals schon reiselustig.

Nach dem Tod seines Vaters arbeitete er

ein Jahr in einer amerikanischen Uhrenfabrik.

Als er von dort heimkehrte,

um zusammen mit seinem Bruder

den elterlichen Betrieb zu übernehmen,

brachte er jede Menge Innovationen

mit. So ließ er Ende der 1870er

Jahre schon erste Wecker nach

amerikanischem Vorbild fertigen.

Auch an der Fertigung von Taschenuhren

versuchte er sich, anfangs

jedoch vergeblich. Der Durchbruch

gelang erst 1900. Von da an florierte

das Geschäft derart, dass Junghans

zu jener Zeit mit über 3.000 Beschäftigten

und über drei Millionen Uhren

pro Jahr zum weltweit größten Uhrenhersteller

avancierte.

WUNDERWERK DER

ARCHITEKTUR

Aus diesem Boom heraus folgte der Bau

eines neuen Fabrikgebäudes. Allerdings

stand nur ein Areal mit starker Hanglage

zur Verfügung. Eine Herausforderung

für Architekt Philipp Jakob Manz,

dem es jedoch gelang, eine geniale, flächeneffiziente

Lösung für dieses steile

Philipp Keller im Gespräch mit Junghans-

Geschäftsführer Matthias Stotz beim

Besuch des JunghansTerrassenbau Museums.

Amerikaneruhren mit moderner Anmutung waren in den 1870er Jahren in Europa

sehr beliebt. Junghans kopierte damals sowohl Stil als auch Technik und Art der

rationellen Fertigung des amerikanischen Vorbilds.

62 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08 Ausgabe 08 FINEST MANUFACTURERS 63


TRAVELING, & ENJOYMENT & HOSPITALITY

Fotos: Junghans

Die max bill Mega: Eine Hommage

an den vielseitigen Künstler, der

jahrelang für Junghans arbeitete.

Seine Designvorgaben werden noch

heute strikt befolgt: Die Perfektion

liegt im Purismus.

Grundstück zu finden. Er entwickelte

den Terrassenbau, ein Haus mit neun

Stockwerken, die sich hintereinander

reihen. Die Räume sind folglich lang und

schmal, was aber gar kein Nachteil ist.

Denn auf diese Weise können in dem Gebäude

alle Beschäftigen einen Arbeitsplatz

mit Tageslicht erhalten. Ideal für die

Fertigung feinmechanischer Produkte.

Ende der 1970er Jahre verließen die

letzten Arbeiter dieses Gebäude. Dann

fiel das Gebäude in einen langen Dornröschenschlaf.

Erst kürzlich wurde

dem Gebäude wieder neues Leben eingehaucht.

Der neue Eigentümer, Dr.

Hans-Jochem Steim, ließ es aufwendig

unter denkmalschützenden Gesichtspunkten

sanieren. Um der Geschichte

dieses Hauses gerecht zu werden, wurde

in diesen Räumen nun das Junghans

Terrassenbau Museum eröffnet.

Die langen Räume sind nun Schauplatz

für Uhren unterschiedlichster Art.

Dass sich darunter auch sogenannte

Musikuhren befinden, verwundert.

Doch es ist die Technik, die verbindet.

Ein mechanisches Werk veranlasst eine

Musikuhr, automatisch Musik zu machen.

Die originellste Musikuhr ist ein sogenanntes

Orchestrion der Firma Hupfeld,

das fähig ist, neben Orgelpfeifen

und Klavier gleichzeitig auch drei Geigen

ertönen zu lassen. Antriebskraft ist

ein rein mechanisches Werk, das einen

Blasebalg bedient und einen endlosen

Geigenbogen rotieren lässt.

An den Reigen der interessantesten, originellsten

und witzigsten Uhren reihen

sich schließlich die Werke von Max Bill.

Der Schweizer Künstler wurde Anfang der

1950er Jahre gewonnen, um Küchenuhren

für Junghans zu gestalten. Max

Bill war Bauhaus-Schüler und vielseitig

begabt. Er hatte sich bereits

einen Namen als Maler, Bildhauer,

Grafiker, Architekt und zuletzt auch

Produktdesigner gemacht. Mit den

von ihm designten Küchenuhren wurde

ein neues Kapitel für die Erfolgsgeschichte

von Junghans gestartet.

Es schlossen sich Designs für Armbanduhren

an, die Max Bill – entsprechend

seiner Bauhaus-Ausbildung – extrem puristisch

hielt. Getreu der Prämisse „Die

Form folgt der Funktion“ strebte er nach

konstruktiver Klarheit und ästhetischer

Perfektion. Noch heute wird die Max-

Bill-Kollektion weitergeführt. So trägt

auch die neueste Funkuhr von Junghans

in Gedenken an den 1994 verstorbenen

Künstler den Namen max bill Mega. Die

Gestaltung der Uhr basiert auf seinen

Grundprinzipien, nach denen gutes Design

von Schlichtheit und Genauigkeit

bestimmt wird. Jedes Element hat eine

exakte Position, Länge und Funktion.

Die Zeiger und Indizes sind dementsprechend

minimalistisch gehalten.

Doch die Uhr ist nicht nur präzise, sie ist

auch einfach und komfortabel zu bedienen.

Das Werk wird täglich automatisch

zeitsynchronisiert. Reist man in eine

andere Zeitzone, kann die Zeit in Stundenschritten

oder über eingespeicherte

Zeitzonen eingestellt werden, ohne

die Präzision der Sekunde zu verlieren.

n junghans-terrassenbau-museum.de

n junghans.de

64 FINEST MANUFACTURERS Ausgabe 08


Zeit für

Bauhaus

Die JUNGHANS max bill beweist, dass weniger

wirklich mehr sein kann. Puristisch durch und

durch, lenkt sie den Blick auf das Wesentliche:

die Zeit. Die Original Bauhausuhr von Max Bill

zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhaus:

max bill Automatic 100 Jahre Bauhaus-Edition,

mechanisches Werk, Saphirglas, Glasboden mit

Bauhaus-Motiv, wasserdicht bis 3 bar, limitiert

auf 1000 Exemplare.

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Stil leben.


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