HessenJaeger 04/2019 E-Paper

NeumannNeudamm

Der HessenJäger im April, das Jagdmagazin für Hessen kommt monatlich aktuell mit jagdlichen Kleinanzeigen und den wichtigsten Infos für Jägerinnen und Jäger in Hessen und den angrenzenden Bundesländern. In dieser Ausgabe sind wieder wichtige Partner mit dabei, wie z.B. die Mauser, das Schießkino Rudolph und Waffenahndel Messer sowie natürlich der Allrad Partner "Autohaus Schüppler" mit SUBARU Angeboten.

HessenJäger

4

Ausgabe 04/2019

38. Jahrgang

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Liebe Jägerinnen und Jäger,

in der ersten Märzwoche 2019 fanden die diesjährigen

Frühjahrs-Bezirkstagungen des Landesjagdverbandes

Hessen statt. Im Bezirk Wiesbaden

wurde am 5. März 2019 Andrea Wahl, die

ehemalige Vorsitzende der Jägervereinigung

Diana Wiesbaden, in den Vorstand des Landesjagdverbandes

gewählt. Die entsprechend einem

Beschluss der Herbst-Bezirkstagung zu diesem

Termin geladenen zurückgetretenen ehemaligen

Vorstandsmitglieder waren aus unterschiedlichen

Gründen nicht erschienen.

Im Bezirk Darmstadt wurde am 6. März 2019 der

Vorsitzende des Kreisjagdvereins Gelnhausen,

Maarten Fijnaut, gewählt.

Beide neu gewählten Vorstandsmitglieder möchten

sich u. a. im Bereich der Jungjägerausbildung,

Maarten Fijnaut auch speziell im Bereich

Fangjagd und Artenschutz einbringen und freuen

sich auf eine konstruktive Vorstandsarbeit. Die

Vizepräsidenten Dr. Bretschneider-Herrmann

und Mackenrodt begrüßten die jeweils in ihrem

Bezirk Neugewählten mit großem Wohlwollen.

Auch auf der Bezirkstagung Kassel hat man am

7. März 2019 die Wahl der neuen Vorstandsmitglieder

positiv aufgenommen.

Auf allen drei Bezirkstagungen herrschte eine harmonische

Stimmung und eine konstruktive Arbeitsatmosphäre.

Zu Beginn der Versammlungen

stellte unser Schatzmeister Christof Wehrum u.a.

den Jahresabschluss 2018 vor. Der Jahresabschluss

liegt deutlich über dem Plan. Der Landesjagdverband

Hessen ist finanziell gut aufgestellt

und durch die auf dem Landesjägertag in Lorsch

2017 getroffene Entscheidung in seinen Handlungen

unabhängig. Wie auf den Herbst-Bezirkstagungen

fast einstimmig beschlossen, konnte zudem

eine Zuwendung aus der Jagdabgabe erzielt

werden, ohne dass dadurch die Unabhängigkeit

des Landesjagdverbandes Hessen beeinträchtigt

ist. Die Vereinsvorsitzenden, die auf den Bezirkstagungen

anwesend oder vertreten sind, waren

in der Vergangenheit und sind auch heute über

die Finanzlage des Landesjagdverbandes Hessen

umfänglich informiert. Ich bin aus ihren Reihen

deswegen darauf angesprochen worden, wie es

vor diesem Hintergrund sein kann, dass Falschbehauptungen

über die Finanzlage in die Welt gesetzt

werden konnten. Warum das so ist, werden

die Jägerinnen und Jäger in Hessen nach sehr

kurzem Nachdenken für sich selbst beantworten

können.

Das Zustandekommen und der Inhalt der kürzlich

veröffentlichten Schalenwildrichtlinie war Gegenstand

eines Gesprächs im HMUKLV am 13. März

2019 mit Umweltministerin Hinz, an dem für

den Landesjagdverband Hessen neben mir die

Vizepräsidenten Dr. Leinweber und Mackenrodt

sowie Geschäftsführer Michel teilgenommen

Ein Wort zur Sache

haben. Wir haben nochmal unsere Kritikpunkte

eindringlich erläutert, erhielten aber die Aussage,

die Richtlinie solle nicht mehr verändert werden.

Nachdem der Landesjagdverband bereits auf

drei Veranstaltungen in Melsungen, Lich und

Stockstadt die Niederwildhegegemeinschaften

über die Schalenwildrichtlinie und Reaktionsmöglichkeiten

informiert hatte, fand für die

Hochwildhegegemeinschaften eine zentrale Veranstaltung

am 16. März 2019 in Alsfeld statt.

Zunächst stellte Professor Dr. Dr. Reiner von

der Universität Gießen sein Gutachten zur Rotwildgenetik

vor. Dieses Gutachten ist vom Landesjagverband

angestoßen und koordiniert worden,

die Rotwildhegegemeinschaften haben den

Eigenanteil finanziert, der Rest ist aus Mitteln

der Jagdabgabe gezahlt worden. Das Gutachten

zeigt, dass die Verinselung der hessischen Rotwildgebiete

zu einer genetischen Verarmung der

Bestände geführt hat, durch die der Bestand der

Populationen gefährdet ist. Aus dem Gutachten

folgt, dass die Wanderbewegungen zwischen

den Rotwildgebieten durch junge Hirsche ermöglicht

und verbessert werden muss. Zum einen

müssen Querungshilfen über die Autobahnen

errichtet werden, die den Wechsel verhindern.

Zum anderen muss eine sorgfältige und intelligente

Abschussplanung erfolgen, die den genetischen

Austausch im Blick hat. Die neue Schalenwildrichtlinie

ist genau das Gegenteil davon und

wird die genetische Verarmung noch forcieren.

Der Leiter der Forstabteilung im HMUKLV Wilke

gab dann eine Stellungnahme zur neuen Schalenwildrichtlinie

ab. Dabei räumte er Kommunikationsdefizite

ein, verteidigte aber den Inhalt

der Richtlinie. In der anschließenden lebhaften

Diskussion gab er zu erkennen, dass in konkreten

Einzelpunkten auch eine flexible Handhabung

der Richtlinie vorstellbar sei. Es wird nun darauf

ankommen, ob das auch tatsächlich geschieht.

Bereits am 14. März 2019 hatte sich die AG

Recht des Landesjagdverbandes Hessen in Bad

Nauheim getroffen und die rechtlichen Aspekte

der Richtlinie erörtert. Rechtsanwalt Ulrich Goetjes

hat hierzu ein Papier erstellt, das auf der

Internetseite www.ljv-hessen.de abrufbar ist und

auf Anfrage beim LJV auch an die Nieder- und

Hochwildhegegemeinschaften versandt wird.

Liebe Jägerinnen und Jäger, achten Sie darauf,

dass der Koalitionsvertrag eingehalten wird und

schreiben Sie Ihre gewählten Landtagsabgeordneten

vor Ort an und tragen Sie Ihre Argumente

vor, so wie das jetzt bereits bei der Schalenwildrichtlinie

von einigen Jägerinnen und Jägern

praktiziert worden ist. In der neuen hessischen

Verfassung ist zudem das Ehrenamt als Staatsziel

verankert. Den ehrenamtlich tätigen Jägerinnen

und Jägern in den Hegegemeinschaften ist

daher mit Respekt zu begegnen und ihre Arbeit

wertzuschätzen.

Ich weise nochmal darauf hin, dass am Samstag,

den 13. April 2019, in Wetzlar eine gemeinsame

Veranstaltung der Naturschutz Akademie Hessen,

der hessischen Landjugend und des Landesjagdverbandes

zum Thema Jungwildrettung

stattfindet. Wir würden uns freuen, Sie zahlreich

begrüßen zu dürfen.

Mit den besten Grüßen und Waidmannsheil

Ihr Prof. Dr. Jürgen Ellenberger

Präsident des Landesjagdverbandes

3

HessenJäger

Ausgabe 04/19

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Impressum

©: Fotolia.com/Patric Froidevaux

Mit Plätzen und dem Schlagen mit dem frisch gefegten

Gehörn markiert der Bock seinen Einstand und steckt

ihn gegen Kontrahenten ab. Denn Rehwild lebt als

Einzelgänger und ist sehr territorial. Wenn im Frühjahr

wieder mehr Äsung vorhanden ist, lösen sich die

winterlichen Sprünge nach und nach auf und die Rehe

beziehen ihre Einstände, die sie bis zum Winter gegen

Artgenossen verteidigen.

16

Jahresbericht des LJV Hessen

Ein Wort zur Sache

Vorwort ...............................................................................................................3

Impressum ..........................................................................................................4

Jagdpolitik und Aktuelles

Bezirkstagungen im März 2019............................................................................6

LJV-Veranstaltung Rotwildgenetik und Schalenwildrichtlinie in Alsfeld................7

Sicherung der genetischen Diversität in den hessischen Rotwild-Populationen...8

Zahl der offiziellen Wolfsattacken um 66 Prozent gestiegen.................................9

Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Einladung zum Hessischen Landesjägertag 2019.................................................10

Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder..........................................................10

Informationsveranstaltung „Jungwildrettung“......................................................11

LJV-Pressetermin zum Verhören von Rebhähnen ...............................................11

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Impressum

HessenJäger – Offizielles Mitteilungsblatt des Landesjagdverbandes

Hessen e.V. mit den amtlichen Verlautbarungen der

Hessischen Jagdbehörden.

Erscheinungstermin: In der ersten vollen

Woche des Monats

Redaktionsschluss für Ausgabe 05/ 2019:

10.04.2019

Redaktion (ViSdPG)

Alexander Michel, Geschäftsführer des LJV Hessen

LJV Hessen, Am Römerkastell 9, 61231 Bad Nauheim

Postanschrift: Postfach 16 05, 61216 Bad Nauheim

Tel.: 06032/2008, Fax: 06032/4255

E-Mail: info@ljv-hessen.de, www.ljv-hessen.de

Verlag

Verlag J. Neumann-Neudamm

Schwalbenweg 1, 34212 Melsungen

Tel.: 05661/9262-26, Fax: 05661/9262-19

E-Mail: info@neumann-neudamm.de

www.neumann-neudamm.de

Mitarbeiter der Redaktion:

Heike Bettner (HBe), Benia Hüne (HB),

Antje Engelbart-Schmidt, Niko Fux

4

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Anzeigenbetreuung / Kleinanzeigen

Roland Zobel (Anzeigen),

E-Mail: anzeigen@hessenjaeger-online.de

Andrea Balde (Kleinanzeigen),

E-Mail: kleinanzeigen@hessenjaeger-online.de

NJN Media AG

Schwalbenweg 1, 34212 Melsungen

Tel.: 05661/9262-26, Fax: 05661/9262-19

Layout

Verlag Neumann-Neudamm, Benia Hüne

benia.huene@neumann-neudamm.de

Druck

Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH & Co KG, Gießen

Bildnachweis

Titelbild: Fotolia.com - Patric Froidevaux; Alle nicht gekennzeichneten

Fotos wurden uns vom jeweiligen Urheber zur Verfügung

gestellt.

Bezugspreis

60,00 €/Jahr. Die Mindestbezugszeit beträgt 1 Jahr. Das Abonnement verlängert

sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis 4 Wochen vor Ablauf

schriftlich gekündigt wird. Für Mitglieder der dem LJV Hessen angeschlossenen

Vereine ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten. Mit Namen

gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

oder der Herausgeber wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Datenträger, Bilder und Bücher wird keine Haftung übernommen und keine

Rücksendegarantie gegeben. Die Redaktion ist berechtigt, Texte zu bearbeiten.

Meldungen und Nachrichten nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages.

In dieser Ausgabe finden Sie Beilagen der Firmen:

Askari und Alp-Jagd


Inhalt

Informationen zur Verwendung der Jagdabgabe in Hessen..................................11

Ab 1. Juli 2019: Keine neuen Wildwarnreflektoren an Leitpfosten .......................12

LJV stärkt Wolfsberater in Hessen.......................................................................13

Informationsveranstaltungen zum Niederwildmonitoring.....................................14

Jahresbericht 2018/2019 des Landesjagdverbandes Hessen e.V. .......................16

Ausschreibung zur LJV-Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2019........27

Kommentar zur neuen Schalenwildrichtlinie in Hessen .......................................29

Jagdkynologischer Stammtisch...........................................................................29

Forum lebendige Jagdkultur: Einladung zur Tagung.............................................44

Wer auf Qualität

achtet, darf bei

uns genauer

hinschauen.

DJV-Nachrichten

Neues DJV-Rahmenabkommen............................................................................38

Aus den Vereinen

Bezirk Kassel........................................................................................................30

Bezirk Wiesbaden.................................................................................................30

Bezirk Darmstadt..................................................................................................31

Hegegemeinschaften............................................................................................31

Rezepttipp

Hirsch im Grünen.................................................................................................32

Jagdgebrauchshunde

Anlagenprüfungen – Mut zur Teilnahme! .............................................................36

Termine................................................................................................................38

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Aus der Jagdbranche

Hausmesse im Jagdzentrum Alsfeld.....................................................................42

Böker Outdoor & Collection und Knifestyle .........................................................42

Die Rückkehr einer Legende.................................................................................42

Subaru elektrifiziert den Boxermotor...................................................................42

Deutsche Wildtier Stiftung vergibt Forschungspreis............................................43

Importverbote für Jagdtrophäen gefährden erfolgreiche Artenschutzprojekte......43

Fjällrävens bestverkaufte Hose geht unter die Jäger.............................................43

Kleinanzeigen

Jagdverpachtung, Jagdgelegenheit, Hunde, Waffen & Optik...............................39

KFZ, Immobilien, Verschiedenes..........................................................................40

Buchbesprechung........................................................ 40

Jagd und Hege

Lockstoffe bergen Infektionsgefahr ......................................................................33

Museum Jagdschloss Kranichstein/ bioversum Jagdschloss Kranichstein.............44

Lehrgänge der LandesJAGDschule des Landesjagdverbandes Hessen e.V.............45

Büchsenlicht, Jagdzeiten in Hessen, Revierkalender................................................46

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Jagdpolitik und Aktuelles

Bezirkstagungen im März 2019

Zwei neue Vorstandsmitglieder des LJV Hessen gewählt

In der ersten Märzwoche 2019 fanden

die diesjährigen Frühjahrs-Bezirkstagungen

des LJV Hessen statt.

Im Bezirk Wiesbaden stellte sich am 5.

März 2019 Andrea Wahl, die ehemalige

Vorsitzende der Jägervereinigung Diana

Wiesbaden, zur Wahl und wurde mit einem

einstimmigen Ergebnis in den LJV-Vorstand

gewählt. Die entsprechend einem

Beschluss der Herbst-Bezirkstagung zu

diesem Termin geladenen zurückgetretenen

ehemaligen Vorstandsmitglieder waren

aus unterschiedlichen Gründen nicht

erschienen.

Andrea Wahl (Mitte) ist neues Vorstandsmitglied im Bezirk Wiesbaden.

Im Bezirk Darmstadt stellten sich am 6.

März 2019 der Vorsitzende des KJV Gelnhausen,

Maarten Fijnaut, und der Vorsitzende

des Jagd-Clubs Bad Nauheim, Bernhard

von Gilsa, zur Wahl. Das Wahlergebnis fiel

zugunsten von Maarten Fijnaut aus.

Beide neu gewählten Vorstandsmitglieder

möchten sich u.a. im Bereich der Jungjägerausbildung,

Maarten Fijnaut auch speziell

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und freuen sich auf eine konstruktive

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Maarten Fijnaut (Mitte) ist neues Vorstandsmitglied im Bezirk Darmstadt.

Auch auf der Bezirkstagung

Kassel hat man am 7. März

2019 die Wahl der neuen Vorstandsmitglieder

positiv aufgenommen.

Auf allen drei Bezirkstagungen

herrschte eine harmonische

Stimmung und eine konstruktive

Arbeitsatmosphäre.

Zu Beginn der Versammlungen

stellte LJV-Schatzmeister

Christof Wehrum u.a. den

Jahresabschluss 2018 vor.

Der Jahresabschluss liegt

deutlich über dem Plan. Der

LJV Hessen ist finanziell gut

aufgestellt und durch die

auf dem Landesjägertag in

Lorsch 2017 getroffene Entscheidung

in seinen Handlungen

unabhängig. Wie auf

den Herbst-Bezirkstagungen

fast einstimmig beschlossen,

konnte zudem eine Zuwendung

aus der Jagdabgabe

erzielt werden, ohne dass dadurch

die Unabhängigkeit des

LJV Hessen beeinträchtigt ist.

LJV-Präsident Prof. Dr.

Jürgen Ellenberger erläuterte die jagdrechtliche

Situation auf Landes- und Bundesebene.

U.a. ging er auf die im Koalitionsvertrag

zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen

beschlossenen positiven Änderungen ein,

wie z.B. der Wegfall der Schonzeit für den

Jungwaschbären, die nun zügig umgesetzt

werden müssten. Das Zustandekommen der

kürzlich veröffentlichten Schalenwildrichtlinie

verstoße gegen den Koalitionsvertrag,

in dem eine enge Zusammenarbeit mit der

Jägerschaft festgeschrieben sei. Das Gegenteil

sei nun erfolgt. Diesbezüglich habe

er bereits persönlich Ministerpräsident Volker

Bouffier angeschrieben und es finde ein

Gespräch mit Umweltministerin Priska Hinz

statt.

Der Landesjagdverband hat bereits auf

drei Veranstaltungen in Melsungen, Lich

und Stockstadt die Niederwildhegegemeinschaften

über die Schalenwildrichtlinie und

Reaktionsmöglichkeiten informiert. Für die

Hochwildhegegemeinschaften fand eine

zentrale Veranstaltung am 16. März 2019 in

Alsfeld statt.

An die anwesenden Vereinsvorsitzenden

erging der Appell: „Achten Sie darauf, dass

der Koalitionsvertrag eingehalten wird und

schreiben Sie Ihre gewählten Landtagsabgeordneten

vor Ort an und tragen Ihre

Argumente vor, so wie jetzt bereits bei der

Schalenwildrichtlinie von einigen Jägerinnen

und Jägern praktiziert.“ In der neuen Hessischen

Verfassung ist zudem das Ehrenamt

als Staatsziel verankert. Den ehrenamtlich

tätigen Jägerinnen und Jägern in den Hegegemeinschaften

ist daher mit Respekt zu

begegnen und ihre Arbeit wertzuschätzen.

Markus Stifter, LJV-Pressesprecher

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6

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Jagdpolitik und Aktuelles

LJV-Veranstaltung Rotwildgenetik und Schalenwildrichtlinie in Alsfeld

Nachdem die „Richtlinie für die Hege und

die Bejagung des Schalenwildes in Hessen“

veröffentlicht wurde, hat der LJV die Initiative

ergriffen und die Vorsitzenden und Sachkundigen

der Rotwildhegegemeinschaften

(die unabhängig vom LJV agieren) sowie den

hessischen Hochwildausschuss am 16. März

2019 in die Hessenhalle nach Alsfeld zu einem

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Gerald Reiner

und zu einer anschließenden Diskussion zur

Schalenwildrichtlinie eingeladen. Als Vertreter

der Obersten Jagdbehörde (HMUKLV)

stellte sich Ministerialdirigent Carsten Wilke

den Fragen der Teilnehmer und erläuterte die

Hintergründe der Schalenwildrichtlinie.

LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger

begrüßte die rund 35 Teilnehmer und hob

insbesondere das Engagement der Hegegemeinschaften

hervor, die sowohl durch ihre

finanzielle Beteiligung als auch durch die

Anlieferung von Geweihstangen oder Gewebeproben

die Untersuchung von Prof. Dr. Dr.

Gerald Reiner an der Justus-Liebig-Universität

Gießen erst möglich gemacht haben. Rolf

Becker vom LJV habe die Kontakte hergestellt

und das Projekt von seitens des Landesjagdverbandes

begleitet.

Reiner zeigte in seinem Vortrag auf, dass

es für das Rotwild in Hessen bereits „5 nach

12“ sei und die genetische Vielfalt unseres

größten heimischen Säugetieres seit den

1960/80er Jahren deutlich zurückgegangen

sei. Unüberwindbare Barrieren wie Autobahnen

und Bundesstraßen mit hohen Wildschutzzäunen

und Mittelstreifenbebauung

sorgten für eine Verinselung der einzelnen

Rotwildgebiete und einer ständigen Zunahme

des Inzuchtgrades. Dadurch seien die

Tiere weniger widerstandsfähig gegenüber

Krankheiten oder Umwelteinflüssen. Nun sei

in Nordhessen erstmals eine typische Missbildung

bei einem Rotwildkalb aufgetreten.

Das Tier konnte im Dezember 2018 im Rotwildgebiet

Wattenberg-Weidelsburg erlegt

werden und wies einen deutlich verkürzten

Unterkiefer auf. Vorrangiges Ziel sollte die

Wiedervernetzung von Lebensräumen z. B.

durch die Gestaltung von Wanderkorridoren,

Ruhezonen und dem Bau von Grünbrücken

sein. (Siehe Bericht Folgeseite).

LJV-Vizepräsident Dr. Rudolf Leinweber

moderierte die nachfolgende Diskussion und

stellte die klare Positionierung des LJV zu jedem

Zeitpunkt des Entstehungsprozesses der

Schalenwildrichtlinie dar. Der LJV habe eine

ausführliche Stellungnahme zum Entwurf der

Schalenwildrichtlinie vorgelegt und dieser in

mehreren Punkten vehement widersprochen.

Das nun vorliegende Ergebnis der Rotwildgenetikstudie

sei eine „Steilvorlage gegen die

Ghettoisierung des Rotwildes“. Gerade junge

Hirsche, die für den genetischen Austausch

zuständig seien, dürften nicht durch eine verstärkte

Bejagung am Wechseln zwischen den

Rotwildgebieten gehindert werden. Er forderte

eine sachliche und faire Aussprache.

Ministerialdirigent Carsten Wilke führte

zur Schalenwildrichtlinie aus, die Abschussplanung

und -umsetzung hätten eine ordnungsgemäße

land- und forstwirtschaftliche

Bodennutzung zu gewährleisten. Verbissund

Schälschäden hätten dabei eine sehr

wichtige Weiserfunktion. In den vergangenen

Jahrzehnten sei die Rotwildstrecke stetig

angestiegen. Die getätigten Abschüsse lägen

in einigen Gebieten unter dem jährlichen

Zuwachs. Die Forderung nach einer ordnungsgemäßen

forstwirtschaftlichen Bodennutzung

sei noch nicht erreicht. In der Schalenwildrichtlinie

seien jedoch auch Elemente

enthalten, die den Jagdbehörden eine flexible

Gestaltung der Abschüsse ermöglichen. Die

Jagdbehörden seien letztlich für die Umsetzung

der Schalenwildrichtlinie verantwortlich.

Besondere Bedeutung erlangt eine effektive

Bejagung des wiederkäuenden Schalenwilds

vor dem Hintergrund der gewaltigen Waldschäden

im Zuge der Dürre 2018 und der

Folgeschäden durch Insekten und der ASP

bezogen auf das Schwarzwild.

Auf konkrete Nachfrage einer Hegegemeinschaft,

bestätigte Herr Wilke, dass die neue

Richtlinie Flexibilitäten enthalte, die auch angewendet

werden sollen.

Die bisherigen Regelungen beinhalteten

einige Einschränkungen für eine effektive Bejagung

ohne Ausdehnung der Jagdzeiten. Die

Oberste Jagdbehörde wolle die neue Richtlinie

nun wirken sehen. Carsten Wilke räumte ein,

es wäre gut gewesen, eine längere Kommunikationsphase

zur Verfügung gehabt zu haben.

In der anschließenden Diskussion bemängelten

die Teilnehmer den fehlenden

wildbiologischen Hintergrund zur Schalenwildrichtlinie

sowie eine Herabwürdigung der

ehrenamtlichen Arbeit in den Hegegemeinschaften.

Der tierschutzgerechte Umgang

sowie wildbiologische Erkenntnisse sollten

im Vordergrund stehen. Weiterhin liege der

Fokus der Schalenwildrichtlinie auf den Hirschen

und nicht auf den Zuwachsträgern,

dem Kahlwild.

Ellenberger bekräftige daraufhin auf die

schon lange erhobene Forderung des LJV

nach einer Auflösung der Rotwildgebiete.

Der ehemalige jagdpolitische Sprecher der

CDU-Landtagsfraktion, Dr. Walter Arnold,

verwies darauf, dass die Grenzwerte für die

frische Schälschäden unverändert geblieben

seien. Über die Erhöhung der Abschusszahlen

sei noch kontrovers zu diskutieren. Zuerst

sollen jedoch die Stressfaktoren des Rotwildes

untersucht werden und die Frage geklärt

werden, wie viel Rotwild überhaupt da sei. In

diesem Zusammenhang verwies er auf die

Zählung per Wärmebildkamera im Gebiet der

Rot- und Muffelwildhegegemeinschaft Hinterlandswald.

Lebensraumgutachten müssten

vorrangig erstellt werden.

Die Landtagsabgeordnete Wiebke Knell

(FDP Fraktion Hessen) betonte, es sei keine

Besserung in der Diskussionskultur in Sicht,

im Umgang miteinander handele es sich beim

Umweltministerium um „Wiederholungstäter“.

Die FDP habe einen Berichtsantrag im Landtag

zur Schalenwildrichtlinie eingereicht und bemängelt,

dass sie als Abgeordnete in die Diskussion

nicht einbezogen wurde. Sie fordere

im nun vorgelegten Antrag eine klare Auskunft

warum und auf welcher Basis die Schalenwildrichtlinie

entstanden ist.

Markus Meysner (CDU-Fraktion Hessen),

ebenfalls Landtagsabgeordneter und Jagdscheininhaber,

war aus Fulda angereist, um

an der Veranstaltung teilzunehmen.

Im Anschluss an die Diskussion hatte der

LJV zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ein

Interview mit Prof. Reiner und Pressesprecher

Markus Stifter wurde noch am selben Abend in

der Hessenschau gesendet. Es folgten weitere

Berichte u. a. in der Frankfurter Rundschau, in

der Wetterauer Zeitung, im Hörfunk bei HR3

und HR4 sowie Hitradio FFH.

Der LJV hat ein Videointerview mit Prof. Gerald

Reiner sowie eine ausführliche Pressemitteilung

auf der Homepage veröffentlicht:

https://ljv-hessen.de/rotwild-in-hessen-ingefahr/

Die Expertengruppe Recht des LJV hat sich

ebenfalls intensiv mit der Schalenwildrichtlinie

beschäftigt. Eine Stellungnahme wurde

an die Vorsitzenden der Jagdvereine und Hegegemeinschaften

versendet. Bei Interesse

kann diese in der LJV-Geschäftsstelle angefordert

werden.

Markus Stifter

7

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Jagdpolitik und Aktuelles

Sicherung der genetischen Diversität in den hessischen Rotwild-Populationen

Ein Beitrag zur Sicherung der hessischen Biodiversität

Es ist bereits 5 nach 12: Die genetische

Vielfalt bei unserem größten heimischen Säugetier,

dem Rotwild, ist seit den 1960er/80er

Jahren deutlich zurückgegangen und der

wichtige, genetische Austausch zwischen

den Populationen ist unterbrochen. Die Tiere

sind dadurch weniger widerstandsfähig gegen

Umwelteinflüsse und Krankheiten. Die

entstandenen Inzuchtprobleme wurden mit

dem Auftreten einer dafür typischen Missbildung

in Nordhessen nachdrücklich bestätigt.

Genetische Studien lassen noch Reste einer

einst sehr guten Vernetzung erkennen,

doch aktuell sind die Populationen durch

Barrieren wie Autobahnen und Zersiedlung

in vollständig isolierte Inselvorkommen

aufgeteilt. Dieses Ergebnis zeigte eine über

zwei Jahre durchgeführte Untersuchung von

Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner vom Arbeitskreis

Wildbiologie an der Justus-Liebig-

Universität Gießen.

Der Schutz der genetischen Vielfalt wird

heute dem Artenschutz und dem Schutz von

Ökosystemen gleichgestellt. Denn die bloße

Anwesenheit einer Tierpopulation sagt noch

nichts über deren langfristige Überlebensfähigkeit

aus. Erst eine ausreichende genetische

Vielfalt setzt die Population in die Lage,

sich an wechselnde Umweltbedingungen

(z.B. Klimaerwärmung) anzupassen. Hessen

weist Deutschlands dritthöchste Siedlungsund

Verkehrsflächendichte auf und die Rotwildpopulationen

werden auf Rotwildgebiete

aufgeteilt. Hieraus erwächst grundsätzlich

das Risiko der Isolation der einzelnen Populationen,

eine Gefahr, die mit eingeschränktem

Genfluss zwischen diesen einhergeht

(Verlust der natürlichen „Blutauffrischung“

durch Rotwild das zwischen den Populationen

wandert). Seltene Genvarianten gehen

insbesondere in den kleineren Populationen

verloren (genetische Drift) und die Chance,

dass in einem Tier an einem Genort gleich

zweimal dieselbe defekte Genvariante auftritt,

der Defekt der einen also nicht mehr durch

eine intakte zweite Variante aufgefangen

werden kann, nimmt zu (steigende Homozygotie).

Dieser Inzuchtzuwachs geht auch

mit einem zunehmenden Risiko für Inzuchtdepressionen

einher. Infolgedessen sinkt die

Fitness der Tiere und die Population kann

langfristig sogar verloren gehen. Betroffen

sind insbesondere Merkmale, die von vielen

Genen abhängen (polygen). Auf dem Weg

8

HessenJäger

Ausgabe 04/19

vom befruchteten Embryo zum fertigen Tier

werden über 20.000 Gene, jeweils zu einem

genau festgelegten Zeitpunkt eingeschaltet.

Wann immer ein Gen mit zwei Defektvarianten

(homozygot) auftritt fällt es komplett

aus. In den meisten Fällen stirbt der Embryo

an diesem Punkt ab. Nach außen sieht man

nur, dass weniger Kälber gesetzt werden –

falls man diese Beobachtung im Wald überhaupt

machen kann; d.h. die Fruchtbarkeit

geht als typisches Merkmal einer Inzuchtdepression

zurück. Auch die Vitalität, das Anpassungsvermögen

und die Resistenz gegen

Krankheiten nehmen ab. Ein möglicher Anzeiger

können Missbildungen sein, wie sie in

einem kleinen von Autobahnen umrahmten

Rotwildgebiet in Schleswig-Holstein regelmäßig

auftreten. Die verheerende Rolle des

Inzuchtzuwachses für das Fortbestehen von

Wildpopulationen beschreibt unangefochten

den Stand der Wissenschaft.

Um nun Gegenmaßnahmen ergreifen zu

können, müssen zunächst die genetische

Vielfalt der beteiligten Populationen und

der genetische Austausch zwischen diesen

bekannt sein. So lassen sich Engpässe aufdecken

und geeignete Gegenmaßnahmen

ergreifen. So begannen unsere Untersuchungen

in 2010 im Rotwildgebiet Krofdorfer

Forst bei Gießen. Hier zeigte sich ein

Nettorückgang der genetischen Vielfalt seit

den 1960er/80er Jahren um 15 %. Die Untersuchung

des genetischen Austauschs

mit den Nachbargebieten lieferte ein verheerendes

Ergebnis: die absolute Unterbrechung

des Genflusses zwischen den

Rotwildgebieten im Nordwesten (Lahnund

Dill-Bergland) und denen im Südosten

(Nördlicher und Hoher Vogelsberg) durch

die Achse Wetzlar-Gießen-A5.

Inzwischen konnten alle 20 hessischen

Rotwildgebiete vom Reinhardswald bis

zum Odenwald und vom Rothaargebirge

bis zum Spessart in die Untersuchung mit

aufgenommen werden, gefördert durch

das hessische Ministerium für Umwelt,

Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

und die Rotwildhegegemeinschaften

und unterstützt durch den Landesjagdverband

Hessen. In aussagekräftiger

Anzahl je Gebiet wurden insgesamt 1.300

Proben gesammelt und in 21.000 Einzeluntersuchungen

genetisch untersucht. Heraus

kamen 15 unterschiedliche Genotypen, die

eigentlich kreuz und quer übers Land verteilt

hätten vorliegen müssen. Tatsächlich finden

sie sich jedoch in vier, durch Barrieren fein

säuberlich isolierten Inselvorkommen wieder:

Region 1 mit Taunus, Platte und Hinterlandswald,

Region 2 mit Rothaargebirge,

Burgwald-Kellerwald, Lahn- und Dill-Bergland,

Region 3 mit Spessart, Gieseler Forst,

Hohem und Nördlichem Vogelsberg, mit

Ausläufern zum Seulingswald und Region

4 mit Meißner-Kaufunger Wald und Riedforst.

Einige seltene Genotypen mit dennoch

gleichmäßiger Verteilung über die hessische

Landesfläche zeigen an, dass die Populationen

historisch einmal sehr gut miteinander

vernetzt waren. Wattenberg-Weidelsburg

und der Krofdorfer Forst sind weitgehend,

der Knüll westlich der A7, der Odenwald und

der Reinhardswald in Bezug auf die übrigen

hessischen Gebiete vollständig isoliert. Die

Hauptbarrierewirkung geht von den Autobahnen

A5, A7, A44, A45 und A49 aus

sowie vom Rhein-Main-Gebiet. Die Inzuchtgrade

nehmen mit steigender Isolation und

sinkender Zahl an Individuen innerhalb der

Populationen exponentiell zu und zeigen be-

Zusammenhang und Isolation der hessischen

Rotwildgebiete. Rotwildgebiete in derselben Farbe:

genetischer Austausch erhalten. Rotwildgebiete in gelber

Grundfarbe, mit weißem Ring: hochgradig isoliert

gegenüber den übrigen hessischen Gebieten; Rotwildgebiete

mit doppelt-gestrichelter Umgrenzung: partiell

isoliert; durchgezogene weiße Linie: absolute Barriere;

gestrichelte weiße Linie: durchlässige Barriere.

© Reiner


Jagdpolitik und Aktuelles

© Arnold Weiss

© Rolfes/DJV

Inzuchtdepressionen, wie die Unterkieferverkürzung

bedrohen die Gesundheit und das Wohlbefinden des

Rotwildes und lassen massive Einbußen für Fruchtbarkeit

und Vitalität der betroffenen Populationen

befürchten.

reits drastische Auswirkungen auf Gesundheit

und Tierwohl, mit dem Auftreten eines

ersten Kalbes mit derselben dramatischen

Missbildung wie für das Gebiet in Schleswig-Holstein

beschrieben. Mittels molekulargenetischer

Untersuchungen konnte

die Missbildung eindeutig mit dem hohen

Inzuchtgrad des Kalbes in Verbindung gebracht

werden - ein Grad, wie er im Übrigen

bei den extremsten Tieren in praktisch

allen anderen Rotwildgebieten ebenfalls

vorkommt.

Die Forderung nach Erhalt und Verbesserung

der Gesundheit der Wildtiere und der

Biodiversität ist u.a. dem Bundesjagdgesetz,

der Berner Konvention von 1979, der UNO

Konferenz von Rio von 1992 und dem Bundesnaturschutzgesetzt

zu entnehmen. Die

detaillierten Forschungsergebnisse zeigen

jedoch eine starke Isolation der ehemals gut

vernetzten hessischen Rotwildpopulationen,

die bei einem Teil der Tiere bereits zu erheblichen

Inzuchtgraden mit beginnender Inzuchtdepression

geführt haben und massive

Auswirkungen auf Anpassungsfähigkeit und

Fitness der Populationen befürchten lassen.

Hieraus lässt sich die dringende Notwendigkeit

zum Handeln ableiten, die von allen

Beteiligten Unterstützung benötigt, dem Umweltministerium,

dem Landesjagdverband,

den Naturschutzverbänden, den Hegegemeinschaften

und der Jägerschaft. Jungen

Rothirschen muss die Möglichkeit zu ihren

traditionellen Wanderungen, die letztlich

dem genetischen Austausch zwischen den

Populationen und der Vermeidung von Inzucht

dienen, ermöglicht werden. Da Wildschäden

bevorzugt durch gestresstes Wild

Zahl der offiziellen Wolfsattacken um 66 Prozent gestiegen

hervorgerufen werden, darf ihnen nicht nur

durch Abschuss begegnet werden, sondern

vor Allem auch durch eine Verbesserung der

Lebensräume. Der Schlüssel liegt in der Vernetzung

von Gebieten mit guten Lebensräumen

und vernünftigen Wilddichten.

Es geht um den langfristigen Erhalt unserer

größten noch existierenden Säugetierart.

Dabei sind die hessischen Rothirsche selbst

als ein Teil der Biodiversität zu sehen, die

nicht durch eingeführte Tiere oder züchterische

Lenkung zu ersetzen sind. Es geht um

die Wiedervernetzung der existierenden Populationen,

unterstützt durch Grünbrücken,

Leistrukturen, die Sicherheit, Ruhezonen

und Nahrungsangebot bieten sowie durch

überregionale Biotopverbünde, die der gesamten

Biodiversität Hessens, einschließlich

Insekten, Amphibien, Fledermäusen, Wildkatze

und Luchs zu Gute kommen.

Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner

Arbeitskreis Wildbiologie e.V.

Klinikum Veterinärmedizin

Justus-Liebig-Universität

Frankfurter Straße 112

35392 Gießen

gerald.reiner@vetmed.uni-giessen.de

Tel. 0641 99 38820/1

DJV sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert wildökologische Raumplanung mit Wolfausschlussarealen

Nach Angaben der Dokumentations- und

Beratungsstelle des Bundes zum Thema

Wolf (DBBW) haben Wölfe 2017 über 470

Der DJV sieht dringenden Handlungsbedarf, damit die Zahl

getöteter Schafe, Ziegen, Pferde oder Rinder nicht weiter

exponentiell ansteigt.

mal Nutztiere angegriffen und genau 1.667

Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder getötet

oder verletzt. Das sind 55 Prozent mehr als

im Jahr davor, die Zahl der offiziell erfassten

Angriffe stieg sogar um zwei Drittel. Hauptsächlich

betroffen sind Schafe und Ziegen,

zunehmend aber auch große Weidetiere

wie Rinder. Ihr Anteil stieg innerhalb eines

Jahres um fast die Hälfte. Angesichts dieser

drastischen Zahlen fordert der DJV eine

wildökologische Raumplanung für den

Wolf, die auch Wolfausschlussareale

beinhaltet. „Der Wolf hat in Deutschland

ein Existenzrecht. ‚Willkommen Wolf‘ allein

reicht aber nicht“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied

Helmut Dammann-Tamke.

Es sei eine gesamtgesellschaftliche

Entscheidung, wie viele Wölfe Deutschland

vertrage.

Derzeit leben bereits über 1.000 Wölfe

in Deutschland, innerhalb von drei Jahren

wird sich ihr Bestand verdoppeln.

Der DJV sieht deshalb dringenden

Handlungsbedarf, damit die Zahl getöteter

Schafe, Ziegen, Pferde oder Rinder

nicht weiter exponentiell ansteigt. Auf

Basis des kürzlich vorgelegten Raumplanungskonzeptes

sollten künftig in urbanen

Gebieten, im alpinen Raum oder bei Weidetierhaltung

mit großem Konfliktpotenzial

keine territorialen Wolfsrudel geduldet

werden. In Wolfsschutzarealen hingegen

soll sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln

können, etwa in Naturschutzgebieten. In

Wolfsmanagementarealen soll der Wolf

grundsätzlich toleriert werden. Jedes Bundesland

ist demnach gefordert, seinen Beitrag

zum günstigen Erhaltungszustand der

baltisch-osteuropäischen Wolfspopulation

zu leisten und gleichzeitig nach oben einen

Akzeptanzbestand für den Wolf zu definieren.

Ein aktives Bestandsmanagement nach

dem Vorbild der skandinavischen Schutzjagd

wäre dann möglich.

Vor allem in Brandenburg, Niedersachsen

und Sachsen fordern die zuständigen

Landesminister bereits ein aktives

Wolfsmanagement, weitere Länder werden

folgen. Nach Ansicht des DJV sind die

Wolfsvorkommen in Deutschland Teil einer

baltisch-osteuropäischen Population mit

mittlerweile über 8.000 Individuen, deren

günstiger Erhaltungszustand zweifelsfrei

gesichert ist. Damit widersprechen DJV und

die Nutzerverbände im Aktionsbündnis Forum

Natur dem Bundesamt für Naturschutz.

9

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

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HessenJäger

Ausgabe 04/19

Einladung zum

Hessischen Landesjägertag 2019

– mit Landestrophäenschau –

Programm

(vorbehaltlich etwaiger Änderungen im Programmablauf)

Freitag, 10. Mai 2019

19.00 Uhr Festlicher Gottesdienst in der Evangelischen Kirche

Wilhelm- Leuschner-Straße, Reinheim-Ueberau.

Samstag, 11. Mai 2019 (Im Kulturzentrum Hofgut Reinheim, Kirchstr. 24, 64354

Reinheim)

9.30 Uhr

Repräsentative Hauptversammlung des Landesjagdverbandes Hessen e.V.

• Begrüßung durch den Präsidenten des Landesjagdverbandes Hessen e.V.,

Prof. Dr. Jürgen Ellenberger

• Grußworte

• Ansprache Staatsministerin Priska Hinz - angefragt -

• Jagdpolitische Ausführungen des Präsidenten des LJV Hessen e.V.

• Übergabe des Staatsehrenpreises für Lebensraumgestaltung

• Verleihung der Hegemedaille Sonderstufe Gold

• Gäste haben das Wort

Landestrophäenschau

Rolf W. Becker, Naturschutz-Referent des LJV Hessen:

„Die hessischen Schalenwildbestände und ihre Streckenergebnisse aus dem Jagdjahr

2017/18“

14.00 Uhr

Delegiertenversammlung – Jahreshauptversammlung 2019 des Landesjagdverbandes

Hessen e.V.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Feststellung der satzungsgemäßen Einberufung und der Stimmberechtigung

3. Jahresbericht und Aussprache

4. Jahresrechnung 2018

5. Bericht der Rechnungsprüfer

6. Entlastung des Vorstandes

7. Bestellung der Rechnungsprüfer

8. Beschlussfassung über die Anpassung des Voranschlages 2019 und

den Voranschlag für das Geschäftsjahr 2020

9. Anträge

10. Verschiedenes

Ergänzungsanträge zur Tagesordnung müssen gem. Art. VI Abs. 3 der Satzung

mindestens zwei Wochen vor der Hauptversammlung schriftlich bei der Geschäftsstelle

des LJV Hessen e.V. eingegangen sein und von der Hauptversammlung mit 2/3

Mehrheit zugelassen werden. Rückfragen zum schriftlich vorgelegten Jahresbericht,

zur Jahresrechnung und zum Voranschlag sind rechtzeitig vor der Jahreshauptversammlung

zu richten an die

Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Hessen e.V.,

Am Römerkastell 9

61231 Bad Nauheim

Vorstellung der neuen

Vorstandsmitglieder

Andrea Wahl (Bezirk Wiesbaden)

Andrea Wahl ist

Zahnärztin, in Wiesbaden

geboren und aufgewachsen.

Sie ist die

Ehrenvorsitzende der

Jägerschaft Wiesbaden.

1984 hat sie ihre Jagdprüfung

absolviert und 1986 die Falknerprüfung.

Seit dieser Zeit bis heute ist sie als Ausbilderin

für das Fachgebiet Federwild tätig.

Elf Jahre war sie die Vorsitzende der JVgg

Diana Wiesbaden und nach der Verschmelzung

mit dem JK Hubertus Wiesbaden zur

JVgg Diana-Hubertus Wiesbaden noch ein

weiteres Jahr in dieser Position tätig.

Wegen ihres Engagements für das Jagdwesen

und ihrer vereinsübergreifenden ausgleichenden

Einstellung hat sie die Ehrennadel

des LJV Hessen in Bronze bekommen.

Für weitere Ämter, wie Obfrau für Veranstaltungen,

Mitglied des Jagdbeirates und Mitglied

des Schlichtungsausschusses der JS

Wiesbaden war I ist sie ehrenamtlich tätig.

Maarten Fijnaut (Bezirk Darmstadt)

Maarten Fijnaut (Jahrgang

1985, verheiratet)

aus Siebergemünd studierte

Jura in den Niederlanden

und Immobilienökonomie

in Deutschland. Beruflich

ist er Inhaber und Geschäftsführer

einer Sachverständigengesellschaft

für Immobilienbewertung

in Frankfurt am Main.

Er geht von klein auf in der dritten Generation

zur Jagd. Die Jägerprüfung hat er 2003

abgelegt. Maarten Fijnaut ist Pächter von zwei

Revieren mit Hoch- und Niederwild im hessischen

Spessart. Bei der Jagd wird er von

seiner Deutsch-Drahthaar-Hündin begleitet.

Seine größten jagdlichen Leidenschaften sind

das Niederwild und die Fangjagd.

Seit 2016 ist Maarten Fijnaut Vorsitzender

der HG Siebergemünd und seit 2017

zusätzlich Vorsitzender des KJV Gelnhausen.

Zudem leitet er seit 2018 die Sektion

Main-Kinzig des Rebhuhnhegerings Wetterau.

Seit Studienzeiten ist er Mitglied der

Akademischen Jagdverbindung Hubertia

Aachen im Wernigeroder Jagdkorporationen

Senioren-Convent.


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

© Markus Stifter

Informationsveranstaltung

„Jungwildrettung“

Am Samstag, den 13. April 2019, findet

in Wetzlar eine gemeinsame Veranstaltung

der Naturschutz Akademie Hessen,

der hessischen Landjugend und des Landesjagdverbandes

Hessen zum Thema

„Jungwildrettung“ statt. Im Rahmen von

drei Vorträgen werden wir uns zunächst

theoretisch mit der Jungwildsuche und

den rechtlichen Rahmenbedingungen beschäftigen,

bevor wir nach einem kleinen

Mittagsimbiss mit den Teilnehmern ins

Gelände fahren und anhand verschiedener

Stationen die Methoden praktisch vorstellen.

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser

interessanten Veranstaltung zahlreich begrüßen

zu dürfen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung

und eine Möglichkeit zur Anmeldung

finden Sie auf der Internetseite der

Naturschutz-Akademie Hessen:

www.na-hessen.de

Dr. N. Stöveken,LJV Hessen

Informationen zur Verwendung der Jagdabgabe in

Hessen

Auf Anfrage des LJV hat das Hessische

Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz folgende

Informationen zur Verwendung der

Jagdabgabe im Jahr 2018 mitgeteilt:

Jagdabgabe

Stand zum 31.12.2017/01.01.2018

1.421.947,50 €.

Stand zum 31.12.2018/01.01.2019

1.418.690,94 €.

Die Mittel wurden wie folgt verwendet:

Betrag Mittelverwendung

162.659,00 € Landeszuwendung LJV –

Inst. Förderung.

308.720,00 € Landeszuwendung an Stiftung

Hessischer Jägerhof

(SHJ) – Inst. Förderung.

104.500,00 € Zuschüsse an Hegegemeinschaften.

54.600,00 € Zuschüsse an die Hegegemeinschaften

für Niederwildmonitoring.

162.150,92 € Zuwendungen/Zuweisungen

für Projektförderungen

(siehe nachstehende

Tabelle).

792.629,92 € Summe

Quelle: HMUKLV-Mitteilung vom 22.02.2019

Folgende Projektfördermittel wurden

bewilligt und ausgezahlt:

Betrag Antragsteller und Mittelverwendung

107.734,92 € Justus-Liebig-Universität

Gießen: LZ Management

und Monitoring

Wildgänse im Werratal.

2.358,00 € ÖJV Hessen: LZ Vortragsveranstaltung

zum

Vorkommen und Biologie

von Luchs und Wolf

in Wetzlar

12.394,00 € KJV Schlüchtern e. V.:

Anschaffung Infomobil.

1.084,00 € JV Hubertus Gießen: Informationsveranstaltung

zur Entwicklung von

Schwarzwildstrecken.

2.180,00 € LJV Hessen: Info-VA

Stockenten- und Feldhasenmon.

36.400,00 € JV Diana Hünfeld:

Erstellung eines Geschossfanges

für den

Schießstand Roßkuppe.

162.150,92 € Summe

Quelle: HMUKLV-Mitteilung vom 22.02.2019

Nach Auskunft des HMUKLV wurden im Jahr

2018 insgesamt 880.369 € aus der Jagdabgabe

eingenommen. Davon wurden 130.106,18 €

für die Verwaltungskosten verausgabt.

LJV-Pressetermin zum Verhören von Rebhähnen

Am 7. März 2019 hatte LJV-Pressesprecher

Markus Stifter die hessischen

Medienvertreter zu einer Feldexkursion in

die Wetterau eingeladen. Gemeinsam mit

Dr. Nadine Stöveken sowie Andreas und

Max Mohr vom Rebhuhnhegering Wetterau

wurde die Punkt-Stopp-Methode zum

Verhören der Rebhähne demonstriert. Der

Hessische Rundfunk berichtete bereits am

gleichen Abend in der Spätausgabe „Hessenschau

kompakt“. Auch SAT1, die Deutsche

Presseagentur (dpa), die Frankfurter

Rundschau und mehrere Regionalzeitungen

waren vor Ort.

Am 08.03.20019 veröffentlichte der LJV

zusätzlich die nachfolgende Pressemitteilung:

Rebhuhnzählung: Jäger in ganz Hessen

sind mit Handy und Lautsprecher unterwegs

In den Feldern Hessens ist in der Abenddämmerung

noch bis Ende März häufig ein

zirpendes Geräusch zu hören: Das Rebhuhn

hat Paarungszeit. Mit dem Balzruf eines vermeintlichen

Kontrahenten, der aus einem

mobilen Lautsprecher ertönt, sind derzeit

die Jägerinnen und Jäger unterwegs und

hoffen auf die Antwort eines echten Rebhahns.

Oft kommen die sonst sehr scheuen

Vögel bis auf wenige Meter herangeflogen,

um den „Konkurrenten“ zu vertreiben.

Hat sich ein Rebhahn gezeigt oder war

dieser aus der Ferne zu hören, tragen die

Jäger diese Beobachtung in einer Revierkarte

ein. Ist auch nach fünf Minuten keine

„Antwort“ des echten Rebhahnes zu

hören, geht der Jäger auf seiner vorher in

der Karte markierten Route 50 Meter weiter

und spielt erneut den Balzruf des Hahns

aus dem Lautsprecher ab. Die festgelegten

Zählrouten müssen dabei mindestens 250

Meter auseinanderliegen, um eine doppelte

Zählung zu vermeiden.

Zusammen mit weiteren Sichtungen der

Balzpaare und später im Jahr auch der Familiengruppen,

den sogenannten Ketten,

erhalten die Jäger einen guten Überblick

über die Anzahl und die Entwicklung der

Rebhühner und können so Ihre Hegemaßnahmen

an die in Ihrem Revier vorliegenden

Gegebenheiten anpassen.

Damit das Rebhuhn in den heimischen

Feldern wieder eine Chance bekommt, müssen

drei Faktoren stimmen: Nahrung, Deckung

und der Schutz vor Beutegreifern. In

den Revieren des Rebhuhnhegerings Wet-

11

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Andreas Mohr vom Rebhuhnhegering Wetterau spielt

von seinem Handy auf einem mobilen Lautsprecher

den Lockruf des Rebhahns ab.

terau unterstützen die Jäger die Rebhühner

durch Aufstellen von speziellen Futtereimern,

insbesondere in den kargen Wintermonaten

und in den Zeiten der Kükenaufzucht

bei der Suche nach Nahrung. Damit

ausreichend schützende Deckung vorhanden

ist und die Rebhühner ihre Gelege an

einem sicheren Ort ausbrüten können, werden

in den Revieren Blühstreifen angelegt

und Flächen brach liegen gelassen.

Die zum Teil bunt blühenden Flächen locken

zudem zahlreiche Insektenarten an,

die in den ersten Lebenswochen eines Rebhuhnkükens

überlebenswichtig sind. Doch

auch der schönste Blühstreifen und die Unterstützung

bei der Nahrungssuche helfen

nicht, wenn die Rebhühner oder ihre Gelege

von Beutegreifern wie Fuchs, Waschbär

oder Marder gefressen werden. Mithilfe von

Lebendfallen machen die Wetterauer Jäger

daher verstärkt Jagd auf Fuchs, Waschbär

und Co.

Dass die Maßnahmen erfolgreich sind,

zeigen die ersten Ergebnisse. Anders als im

deutschlandweiten Trend sind die Rebhuhnbesätze

im Wetteraukreis stabil bis leicht

zunehmend. In vielen Revieren schlagen die

Hegemaßnahmen sehr gut an. In Reichelsheim

konnte zum Beispiel im Sommer 2018

ein Rebhuhnvolk mit mehr als 50 Tieren beobachtet

werden.

Markus Stifter, LJV-Pressesprecher

Autorabatte für LJV-Mitglieder

Für LJV-Mitglieder gibt es attraktive

Rabatte beim Kauf eines Neuwagens.

Exklusiv für Jäger in Hessen

bietet Subaru und Isuzu Rabatte. Rabatte

anderer Hersteller können unter

www.hessenjaeger-online.de heruntergeladen

werden.

Abrufscheine, um einen Rabatt in Anspruch

zu nehmen, erhalten Sie in der

LJV Geschäftsstelle, unter Angabe Ihrer

Mitgliedsnummer.

Ab 1. Juli 2019: Keine neuen Wildwarnreflektoren an Leitpfosten

Aktuelle Wildwarner bleiben

12

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Nach dem 1. Juli 2019 werden in Hessen keine Wildwarnreflektoren

mehr genehmigt oder angebracht!

Nachdem mehrere Untersuchungen, insbesondere

die Studie des Gesamtverbandes

der Deutschen Versicherungswirtschaft

(GDV), veröffentlicht im Oktober 2018, keine

unfallvermeidende Wirkung von Reflektoren

nachweisen konnte, einigten sich das

Hessische Verkehrsministerium, Hessen

Mobil sowie der Landesjagdverband Hessen

auf eine Übergangsfrist zur Genehmigung

und Anbringung von „Restbeständen“.

Sollten Sie noch Wildwarnreflektoren vorrätig

haben, beantragen Sie bitte umgehend,

spätestens jedoch bis 30.06.2019,

eine Genehmigung zur Anbringung bei

Ihrer Straßenverkehrsbehörde (Hessen

Mobil). Nach dem 30. Juni 2019 bleiben

bereits angebrachte Wildwarnreflektoren an

den Leitpfosten, werden jedoch nicht mehr

ersetzt oder neu befestigt.

Wichtig: Diese Regelung gilt für alle

bisherigen Wildwarnreflektoren, unabhängig

davon, welche Farbe sie haben.

Nach dem 1. Juli 2019 werden in Hessen

keine Wildwarnreflektoren mehr genehmigt

oder angebracht!

Dies ist jedoch keine finale Entscheidung.

Sowohl das Hessische Verkehrsministerium

als auch Hessen Mobil beobachten und

bewerten weiterhin neue praktische und

wissenschaftliche Erkenntnisse von Wildwarnreflektoren.

Das Ergebnis einer aktuell

laufenden Studie in Sachsen-Anhalt über

optisch-akustische Wildwarner wird mit

Spannung erwartet. Der LJV Hessen führt

aktuell Gespräche zum „Animot-Wildwarnsystem“.

Dieses registriert Wildbewegungen

am Straßenrand und warnt die Autofahrer

durch blinkende Leuchten, dass sich

Wild in der Nähe der Fahrbahn befindet.

Nun sind insbesondere auch die Hersteller

gefragt, Studien zur Wirksamkeit

der angebotenen Wildwarner vorzulegen.

Unabhängig davon setzt Hessen Mobil

kontinuierlich weitere Maßnahmen um,

um Wildunfälle zu reduzieren. Dazu zählen

Wildschutzzäune an Autobahnen oder auch

Duftzäune. Zudem achtet Hessen Mobil darauf,

dass der Bewuchs am Straßenrand für

das Reh- und Schwarzwild unattraktiv ist.

Grünbrücken und andere Querungshilfen

sollen dem Wild ein gefahrloses Überqueren

ermöglichen.

Der LJV Hessen bittet die hessischen Jägerinnen

und Jäger um Unterstützung: Bitte

melden Sie jeden Wildunfall über das „Tierfund-Kataster“

des Deutschen Jagdverbandes

(DJV). Die App können Sie kostenlos

mit Ihrem iPhone oder Android-Smartphone

herunterladen. Geben Sie dazu einfach

im Suchfeld des App-Stores bzw. des Google

Play Stores das Stichwort „Tierfund-Kataster“

ein.

Über die gemeldeten Daten in dieser App

können Unfallschwerpunkte identifiziert

werden und an sogenannten „Hot-Spots“

entsprechende Warnbeschilderungen erfolgen.

Auf die Anbringung von selbst gebastelten

Reflektoren oder auch alten CDs

oder DVDs sollten Sie unbedingt verzichten.

Diese können Autofahrer stark blenden

und zu Unfällen führen. Es gilt weiterhin: In

der Nähe von Unfallschwerpunkten sollte

verstärkt gejagt werden.

Markus Stifter, LJV-Pressesprecher

© Markus Stifter


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

LJV stärkt Wolfsberater in Hessen

Am 13. Februar 2019 trafen sich die beiden

LJV-Wolfsberater Dr. Wolfgang Fröhlich

und Dieter Sellemann mit Rolf Becker,

Dr. Nadine Stöveken und Pressesprecher

Markus Stifter im Wildpark Knüll, um über

die aktuelle Situation des Wolfs in Hessen

und ein bessere Außenwahrnehmung zu

diskutieren.

Der LJV hat in den vergangenen Jahren

bereits rund 160 interessierte Jägerinnen

und Jäger geschult. Eine Aufbauschulung

zur Begutachtung von Wolfsrissen soll nach

Abstimmung mit dem hessischen Umweltministerium

folgen. Damit bei künftigen

Wolfsverdachtsfällen eine einheitliche Ausrüstung

zur Verfügung steht, wird der LJV

den beiden Wolfsberatern eine spezielle

„Wolfsberatertasche“, ähnlich wie in Niedersachsen,

zur Verfügung stellen. Enthalten

sein sollen ein Zollstock zum Vermessen

der Fährte, Markierstäbchen zur Fährtendokumentation,

Wattestäbchen zur Speichelprobenentnahme,

Alkoholdöschen für

genetische Losungsproben,

Protokollbögen

und Klemmbrett,

Einmalhandschuhe

sowie Plastikbeutel für

Losungs- und Haarproben.

Die Tasche

soll künftig auch den

Helfern zur Verfügung

stehen. Einen entsprechenden

Antrag zur

Förderung der „Wolfsberatertaschen“

aus der

Jagdabgabe wird der

LJV demnächst stellen,

sobald die genauen Inhalte,

Hersteller, usw.

bekannt sind.

Die beiden Wolfsberater

gehen davon aus, dass es in den

Frühjahrsmonaten, sobald die Weidetiere

wieder auf den Wiesen stehen, vermehrt zu

Meldungen von Rissen kommen könnte. In

Dr. Wolfgang Fröhlich, Dr. Nadine Stöveken, Rolf Becker und Dieter Sellemann

im Wildpark Knüll.

diesem Zusammenhang weist der LJV noch

einmal auf die richtige Vorgehensweise hin,

um einen möglichen Wolfsriss oder eine

-fährte korrekt zu dokumentieren:

© Markus Stifter

Was tun bei Verdacht auf Wolfsriss?

Speichern Sie sich zunächst die Telefonnummern

der beiden LJV-Wolfsberater in

Ihrem Handy oder führen diese Rufnummern

z. B. in Ihrem Jagdschein-Etui mit,

damit Sie diese bei Fährten- oder Rissfunden

direkt zur Verfügung haben.

Dr. Wolfgang Fröhlich, Tel.: 05681/2815

oder Mobil: 0171/9517343,

E-Mail: froehlich@wildpark-knuell.de.

Dieter Sellemann, Mobil: 0172/4015727,

E-Mail: sellemann-dieter@t-online.de.

1. Melden Sie einen möglichen Wolfsriss,

eine Fährte, eine Sichtung oder auch eine

Wildkameraaufnahme zuerst an einen der

beiden Wolfsbeauftragten und ggf. an einen

ehrenamtlichen Wolfsberater der Region

(falls dieser bekannt ist). Auch wenn

es sich um einen Riss von Weidetieren

handelt, schalten Sie bitte unverzüglich

die beiden LJV-Wolfsberater mit ein. Nur

durch eine zeitnahe Probenentnahme

können diese später auch verwertet werden.

Von den Wolfsberatern erhalten Sie

bereits am Telefon weitere Informationen,

was vor Ort noch zu tun ist. Hinterlassen

Sie auf jeden Fall Ihre Rufnummer, damit

Sie bei Rückfragen schnell erreichbar

sind. Vereinbaren Sie einen Treffpunkt

möglichst innerhalb einer Ortschaft, damit

die Wolfsberater schnell zu Ihnen finden.

2. Fotografieren Sie den Riss und die Rissstelle

mit Ihrem Handy aus mehreren

Perspektiven, so dass nach Möglichkeit

eine örtliche Zuordnung möglich ist (z.

B. Häuser, Scheune oder bestimmte Bäume

im Hintergrund). Achten Sie bei der

Aufnahme von Fährten oder Losung darauf,

immer einen Maßstab mit im Bild zu

haben. Dies kann z. B. eine Euro-Münze,

eine Scheckkarte, eine Patrone, usw.

sein. Legen Sie diesen Gegenstand neben

die Fährte und nehmen dann das Foto

auf.

3. Notieren Sie den Fundort genau und führen

später die Wolfsberater bzw. das Team

zur Probenentnahme an den Fundort.

4. Decken Sie bei Regen oder starker Sonneneinstrahlung

das gerissene Stück mit

einer Plastikfolie ab. Nur so können die

DNA-Proben später verwertet werden.

5. Informieren Sie auch Ihren LJV über den

Riss, Sichtung oder das Auffinden einer

Fährte, telefonisch unter 06032/9361-0

oder info@ljv-hessen.de

6. Senden Sie Ihre Fotos an einen der Wolfsberater

und den LJV.

7. Bitte vermeiden Sie, dass eine größere

Anzahl an Menschen den Fundort „zertrampelt“

und somit die spätere Dokumentation

erschwert wird.

8. Warten Sie das Ergebnis der genetischen

Untersuchung ab und äußern sich bei

Presseanfragen nur nach Abstimmung

mit Ihrem LJV. Wir unterstützen Sie gerne

dabei.

Die Kontaktdaten der Wolfsbeauftragten

finden Sie auch auf unserer Internetseite

www.ljv-hessen.de

Markus Stifter

LJV-Pressesprecher

13

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Informationsveranstaltungen zum Niederwildmonitoring

Auch in diesem Jahr lud der LJV im Februar

2019 zu den Frühjahrs-Informationsveranstaltungen

zum Niederwildmonitoring

in Melsungen, Lich und Stockstadt ein.

Neben den Ergebnissen der Hasentaxation

2018 und der Vorstellung des Stockentenmonitorings

sorgte die erst kürzlich veröffentliche

Schalenwildrichtlinie für rege Teilnehmerzahlen

und reichlich Gesprächsstoff

an allen drei Veranstaltungsorten.

Nach der Begrüßung und einer kurzen

Einführung durch die LJV-Vizepräsidenten

Dr. Rudolf Leinweber (Melsungen), Dr. Nikolaus

Bretschneider-Herrmann (Lich) und

Dieter Mackenrodt (Stockstadt) stellte Dr.

Nadine Stöveken vom LJV Hessen kurz die

diesjährige „Flächendeckende Erfassung“

vor und bat alle Anwesende sich an diesem

wichtigen und öffentlichkeitswirksamen

Monitoringverfahren zu beteiligen. Im Anschluss

referierte Wildbiologe Johannes

Lang über die Ergebnisse der Hasentaxation

im vergangenen Jahr. Fazit: Die Teilnahme

an der Hasentaxation ist seit 2016 stabil

und die Datenqualität ist weiterhin gut.

Ein wichtiger Hinweis: Wer mit der Wärmebildkamera

zählt, muss vom Zählergebnis

1/3 abziehen, damit die Ergebnisse mit

der Scheinwerfertaxation vergleichbar sind.

Vorläufiges Ergebnis der Feldhasentaxation

2018

Als vorläufiges Ergebnis der

Zählungen ergab sich eine

Dichte pro 100 Hektar von 13,8

Hasen im Frühjahr und 16,4

Hasen im Herbst und somit ein

stabiler Zuwachs von 22 %.

Im Jagdjahr 2017/2018 lagen

insgesamt 3.753 Hasen auf der

Strecke – der Fallwildanteil ist

mit 53 % nach wie vor auf einem

sehr hohen Niveau.

In Hessen gibt es derzeit 3 Säulen

des Niederwildmonitorings:

1. Verpflichtende Zählung der

Feldhasen mittels Scheinwerfertaxation

und Meldung

der Zähldaten an die Niederwildhegegemeinschaften

(Bestandsermittlung

auf Hegegemeinschaftsebene)

zur Meldung an das

HMUKLV (mit 200,- € pro

Hegegemeinschaft pro Jahr

14

HessenJäger

Ausgabe 04/19

gefördert). Zur Erfassung im Revier kann

der WILD-Bogen verwendet werden. Diesen

Bogen bitte ausfüllen und nach der

Frühjahrs- und Herbstzählung an Ihren

Hegegemeinschaftsleiter senden.Wichtig:

Wurde in Ihrem Revier oder Ihrer

Hegegemeinschaft keine ausreichende

Besatzdichte ermittelt, darf auf den Feldhasen

nicht gejagt werden (§ 3 Abs. 3

Hessische Jagdverordnung).

1. Revierbezogene Zählung in Referenzgebieten

ebenfalls nach der Methode der

Scheinwerfertaxation für das Wildtierinformationssystem

der Länder Deutschlands

(WILD). In ausgewählten Revieren

werden die Frühjahrs- und die Herbstbesätze

des Feldhasen gezählt und den LJV

weitergeben, der diese in die Datenbank

des Wildtierinformationssystems einfließen

lässt. Die Zählung in den Referenzgebieten

erfolgt unabhängig von der Hegegemeinschaft.

1. Flächendeckende Erfassung (FE), wird

alle zwei Jahre durchgeführt. Teilnehmen

kann und soll jedes Revier (Niederwild-

sowie Hochwildreviere) bzw. jeder

Revierverantwortliche. Dabei geht es um

Einschätzung zu den in Ihrem Revier vorkommenden

Arten. Diese müssen nicht

mittels Scheinwerfer gezählt werden. Tragen

Sie in den FE-Erfassungsbogen 2019

einfach die z. B. auf einer Revierfahrt oder

beim Ansitz auch über einen längeren

Zeitraum beobachteten und vorkommenden

Wildarten ein.

Stockentenmonitoring

Die Ergebnisse der Bestandsdichten von

Stockenten zeigen in einem kurzfristigen

Trend eine starke Abnahme der Brutbestände

und auch eine starke Abnahme der

„Überwinterer“. Die Jägerinnen und Jäger

sollten daher das Monitoring ernst nehmen

und als Anreiz für Hegemaßnahmen sehen.

Im Jagdjahr 2017/2018 wurden 3.455 Erpel

und 2.708 Enten erlegt, dies entspricht einem

Geschlechterverhältnis von 56:44. Ohne

Altersgliederung bleibt der Anteil der adulten

Enten weiter unklar. Es werden weiterhin

Entenschwingen benötigt. Denn anhand des

Mauserverlaufs kann das Alter einer Ente

(diesjährig oder älter) bestimmt werden.

Die Altersstruktur der Strecke gibt wichtige

Hinweise auf den jährlichen Zuwachs. Ziel

der Untersuchung der Entenschwingen sei

die Entwicklung einer Anleitung, mit der

Erläuterung der drei Säulen des Niederwildmonitorings anhand des Beispiels der FeldhasenTaxation.

© Dr. Nadine Stöveken/LJV © Rolfes/DJV


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

© Rolfes/DJV

hessische Jägerinnen und Jäger die Alterszusammensetzung

der Entenstrecke selbst

ermitteln können. Im Jahr 2018 seien nur

280 Schwingen eingegangen, benötigt werden

aber 1.000 Schwingenpaare, um eine

sichere Methodik der Altersbestimmung entwickeln

zu können. Problem: Mit der geringen

Anzahl an Schwingen kann weder eine

Methode entwickelt, noch die Nachhaltigkeit

der Strecke bestimmt werden.

Rebhuhnmonitoring

Die Methode des Rebhuhnmonitorings

wurde ebenfalls von Lang erläutert. Wie

beim Feldhasen, soll auch beim Rebhuhn

das Monitoring über die Hegegemeinschaften

koordiniert werden. Dazu sollen die Hegegemeinschaften

in Revieren mit stabilen

Besätzen die Anzahl der Paarhühner im Frühjahr

und die Anzahl sowie Stärke der Ketten

im Spätsommer ermitteln. Wie die Zählung

in den Revieren erfolgt, ist den Leitern der

Hegegemeinschaften bzw. den Revierpächtern

freigestellt und die Verwendung einer

bestimmten Zählmethode wird nicht vorgeschrieben.

Ob eine Bejagung des Rebhuhns

ab Herbst 2020 in Ihrer Hegegemeinschaft

wieder möglich ist, werden die Ergebnisse

des Rebhuhnmonitorings zeigen. Es ist daher

wichtig, sich bereits jetzt an den Zählungen

zu beteiligen und so eine gute Datenlage

zu schaffen. Als ausreichenden Besatz für

eine mögliche Bejagung wird zurzeit eine

Rebhuhndichte von 3 Revierpaaren pro 100

ha Offenlandfläche der Hegegemeinschaft

angesehen, wenn der Zuwachs zum Herbst

(Stichtag 01. September) mindestens 250%

beträgt.

Teilen Sie uns Ihre Besätze mit:

Machen Sie mit! Der LJV fordert alle Reviere

bzw. Hegegemeinschaften auf, sich an

den Rebhuhnzählungen zu beteiligen und

die Anzahl der Paarhühner im Frühjahr/

sowie die Anzahl und Stärke der Ketten im

Spätsommer zu ermitteln. Senden Sie Ihre

Ergebnisse bis zum Herbst 2019 an den

Landesjagdverband. Wir werden Ihre Zählungen

dokumentieren und auswerten.

Anleitungen und Informationen zur Erfassung

der Rebhuhnbesätze haben wir Ihnen

auf unserer Webseite zum Download zusammengestellt.

Falls Sie keine Möglichkeit

haben diese aus dem Internet zu beziehen,

können Sie sich gerne persönlich an uns

wenden, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Flächendeckende Erfassung (FE

2019)

Ein weiteres wichtiges Thema war die im

Frühjahr anstehende „Flächendeckende Erfassung“

– kurz auch „FE“ genannt, deren

Zahlen in das Wildtierinformationssystem

der Länder Deutschlands einfließen. Dr. Nadine

Stöveken verteilte bereits auf der Veranstaltung

die FE-Erfassungsbögen. Diese

können auch einfach von der LJV-Homepage

heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Teilnehmen kann jedes Revier bzw. jeder

Jagdverantwortliche – unabhängig von den

Hegegemeinschaften. Zur FE ist keine Zählung

mit Scheinwerfern erforderlich!

Tragen Sie einfach die von Ihnen im Revier

beobachteten Wildarten in den Erfassungsbogen

ein und übermitteln diesen

direkt per Post, Fax oder eingescannt per

E-Mail an den LJV. Wir Jäger sind vor Ort in

den Revieren und kennen die dort vorkommenden

Wildarten. Dieses Wissen der Jägerschaft

sollten wir auch nutzen! Die von

Ihnen mitgeteilten Daten werden beim DJV

in die WILD-Datenbank eingepflegt und

dort anonym ohne Namens- oder Revierbezug

statistisch aufbereitet. Mit diesem

Wissen können wir gegenüber der Bevölkerung

und der Politik informieren – aber

auch argumentieren. Lassen wir uns dieses

wichtige Instrument nicht von anderen Verbänden

aus der Hand nehmen! Unser Ziel

ist es, mindestens 1.000 Fragebögen aus

Hessen zu erhalten, um möglichst repräsentative

Zahlen ermitteln zu können. Deshalb:

Bitte machen Sie mit! Tragen Sie einfach

die beobachteten (vom Ansitz aus oder

auch während einer Revierfahrt gesehenen)

Wildarten in den Bogen ein. Ein Aufwand

von wenigen Minuten, der aber eine große

Wirkung für die Jagd in ganz Hessen hat.

Seit März laufen bereits die ersten Hasentaxationen.

Bitte denken Sie auch daran,

gesehenes Raubwild in die Meldebögen

einzutragen.

Download WILD-Erfassungsbogen:

http://bit.ly/wild-erfassungsbogen

Haben Sie Fragen zum Niederwildmonitoring

in Hessen oder möchten Sie Ihr Revier

als Referenzrevier für die Feldhasentaxation

zur Verfügung stellen, melden Sie sich einfach

telefonisch unter 06032/9361-0 oder

per E-Mail an: info@ljv-hessen.de in der

LJV-Geschäftsstelle.

Markus Stifter, LJV-Pressesprecher


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Jahresbericht 2018/2019 des Vorstandes des Landesjagdverbandes Hessen e.V. (LJV)

(01. April 2018 – 10. März 2019)

Das Geschäftsjahr 2018/2019 war neben

der Arbeit für unsere Mitgliedsvereine maßgeblich

von jagdpolitischen und jagdpraktischen

Themen geprägt.

Zielsetzung des Jahresberichtes des Vorstandes

ist es, die hessische Jägerschaft in

komprimierter Form über die vorgenannten

Themenbereiche zu informieren. Während

des laufenden Geschäftsjahres wurde bereits

regelmäßig und aktuell im Mitteilungsblatt

„Hessenjäger“ und im Internet/Newsletter

berichtet.

Organisation

Warum Mitglied werden?

Nicht organisierte Jägerinnen und Jäger

profitieren in hohem Maße als Trittbrettfahrer

von den enormen jagdpolitischen Anstrengungen

und finanziellen Aufwendungen,

die DJV, LJV und Jagdvereine heute

zur Erhaltung der Jagd unternehmen. Dabei

sollte jedem klar sein, dass nur in der Solidargemeinschaft

berechtigte Forderungen

der Jägerschaft wirksam und effektiv in

Politik und Öffentlichkeit vertreten werden

können. Mit der Mitgliedschaft in den jagdlichen

Organisationen tragen Jägerinnen

und Jäger daher dazu bei, das Jagdausübungsrecht

zu erhalten und die Belange

des Wildes, der Jagd und der Natur offensiv

zu vertreten. Dabei gilt es zu beachten,

dass die Politik sich auch daran orientiert,

wie viele Mitglieder zahlenmäßig durch einen

Verband vertreten werden und ob sich

insoweit ein politisches Engagement überhaupt

für die Parteien lohnt.

Mitglieder des Deutschen Jagdvewwrbandes

(DJV), des Landesjagdverbandes und

der Jagdvereine sind durch das Mitteilungsblatt

„Hessenjäger“ und durch das Angebot

der vielen Informations- und Fortbildungsveranstaltungen

besser informiert. Nur wer

informiert ist, kann gezielt reagieren, wenn

Probleme bei der Jagdausübung auftreten

oder wieder ein neues Gesetz droht bzw. in

Kraft getreten ist, das Jagd und Jäger betrifft.

Seinen Mitgliedern bietet der LJV darüber

hinaus kostenlose Beratungen in Fragen

des Jagdrechts und zahlreiche Serviceangebote

an. So gewähren zahlreiche Hersteller

beim Kauf von Autos günstige Rabatte, zum

Teil weit über 20 % vom Kaufpreis. Hiervon

haben im Berichtsjahr die Jägerinnen und

16

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Jäger im LJV wieder regen Gebrauch gemacht.

Als neuer Vertragspartner konnte die

Firma ISUZU hinzugewonnen werden.

Auch ist die Jagd ohne gute Schützen

und gute Hunde undenkbar. Jeder Jäger

profitiert dabei vom Engagement der Jagdvereine

und des Landesjagdverbandes auf

diesen Feldern.

Zusätzlich profitieren die Mitglieder von

günstigen Konditionen u.a. bei dem Abschluss

von Versicherungen. Bereits schon

die Inanspruchnahme solcher Preisrabatte

lohnt die Mitgliedschaft im LJV bzw. in den

Jagdvereinen unter rein monetären Gesichtspunkten.

Außerdem bietet der LJV und der DJV

eine Reihe von LJV-Service-Artikeln an und

gibt Hilfeleistungen bei der Durchführung

der Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise im

Rahmen der Aktion „Lernort-Natur“.

Über diese Angebote wird jeweils im

„Hessenjäger“, dessen Bezug nicht gesondert

in Rechnung gestellt wird, informiert.

Nur eine solidarische und gut organisierte

Jägerschaft kann den Erfolg für unsere

Jagd langfristig sichern.

Mitgliederbewegung

Unter verbandsstrukturellen Gesichtspunkten

ist es von hoher Bedeutung, den

Mitgliederzuwachs in den Jagdvereinen positiv

zu gestalten. Hier ist eine enge Zusammenarbeit

der Mitgliedsvereine und dem

LJV unbedingte Voraussetzung.

Davon unabhängig kann festgehalten

werden, dass es vorrangiges Ziel ist, jeden

neuen Jagdscheininhaber bestmöglichst in

die jagdlichen Organisationen einzubinden

und als Mitglied zu gewinnen. Die besondere

Herausforderung besteht dabei gerade

die Personen zu erreichen, welche die

Jungjägerausbildung nicht bei einem hessischen

Jagdverein absolviert haben.

Um diese Herausforderung besser meistern

zu können, hat der DJV gemeinsam

mit den Landesjagdverbänden die Initiative

„Jungjägerpaket“ gestartet. Ein nützlicher

Rucksack mit praktischem Inhalt dient

dabei der Jungjägerwerbung für die Mitgliedschaft

in den Jagdvereinen und Landesjagdverbänden.

Auch Hessen hat sich

hieran im dritten Jahr aktiv beteiligt.

Weitergehend hat auch der LJV, initiiert

durch Vizepräsident Dieter Mackenrodt,

mit dem Jagdausrüster Frankonia Kontakt

aufgenommen, um gemeinsam für die Mitgliedschaft

in den hessischen Jagdvereinen

zu werben.

So sollte es selbstverständlich sein, den

Jungjäger, welcher um eine Jagdgelegenheit

nachfragt und noch nicht Mitglied in

einem Jagdverein ist, auf die Bedeutung

unserer jagdlichen Organisation hinzuweisen

und ihn zu einer Mitgliedschaft aufzufordern.

Mit der Durchführung der Jungjägerausbildung

leisten hier die Mitgliedsvereine,

neben der Attraktivität der praktischen Vereinsarbeit,

einen hohen Beitrag dieses Ziel

zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist

es auch wichtig, neue Mitglieder zu werben

und auch zu binden, z.B. wenn der Jagdverein

über einen eigenen Schießstand verfügt.

So konnte im Berichtsjahr die Mitgliederanzahl

in den Jagdvereinen insgesamt

von 19.143 auf 19.288 Mitglieder gesteigert

werden. Diese Steigerung ist verbesserungswürdig,

zeigt aber auf, dass der positive

Trend des Mitgliederzuwachses weiterhin

anhält, auch wenn Einzelne prognostiziert

hatten, dass aufgrund der neuen Beitragsgestaltung

zur Selbstständigkeit des LJV mit

einer Austrittswelle zu rechnen sei.

Dies hat sich gerade nicht bewahrheitet

und die Vorgänge im abgelaufenen Berichtsjahr

haben gezeigt, dass die Entscheidung

des Landesjägertages 2017 nicht

richtiger hätte sein können.

Auf die einzelnen Bezirke des LJV bezogen,

gliedert sich die Mitgliederveränderung

wie folgt:

Bezirk Darmstadt: + 131 Mitglieder

(6.635 Mitglieder)

Bezirk Kassel: + 22 Mitglieder

(7.845 Mitglieder)

Bezirk Wiesbaden: – 8 Mitglieder

(4.808 Mitglieder)

Landesjägertag 2018

Der Landesjägertag 2018 fand am 25.

Mai 2018 in Fulda statt. Gastgebender Verein

war der Jagdgebrauchshundverband

Rhön-Vogelsberg. Beherrschende Themen

des Landesjägertages waren der Bau von

Grünbrücken und die anstehende Landtagswahl

in Hessen. So fand dank des Landesjägertages

in Fulda auch eine überregio-


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

nale Berichterstattung zu den Grünbrücken

via dpa statt. In diesem Zusammenhang

wurde auch auf die zentrale Rolle der Untersuchungen

zu Rotwildgenetik durch

Prof. Reiner von der Universität Gießen hingewiesen.

Zur Landtagswahl hatte der LJV zu einer

mehr als zweieinhalb Stunden dauernden

politischen Podiumsdiskussion mit den

jagdpolitischen Sprecherinnen und Sprechern

von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen

und FDP sowie einen Vertreter der AfD

eingeladen.

Ein Höhepunkt der Delegiertenversammlung

war die Neuaufnahme des Mitgliedsvereines

„Jagd und Natur Südhessen“ mit

seinem Vorsitzenden Dieter Göbel.

Eine ausführliche Berichterstattung zum

Landesjägertag 2018 erfolgte wie gewohnt

im Hessenjäger.

Bundesjägertag

Der Bundesjägertag fand am 14. und 15.

Juni 2018 in Bremen statt. Auch der LJV

war dort wieder mit seinen Delegierten

vertreten. Beherrschende Themen des Bundesjägertages

waren der Naturschutz im

Bremer Blockland, welche ohne die Jäger

nicht möglich ist, der Artenschutz in Agrarlandschaften

sowie Wolf und ASP.

Eine Berichterstattung zum Bundesjägertag

erfolgte u.a. wie gewohnt im Hessenjäger.

Präsidium und Vorstand, Obleute,

Ausschüsse und Experten

Auch im Berichtsjahr war die Arbeit für

die ehrenamtlich tätigen Mitglieder im LJV

mit hoher Arbeitsintensität verbunden. Dabei

ist das Spektrum der Einsatzbereiche

breit gefächert. Diese gliedert sich von der

reinen Interessenvertretung im politischen

Bereich über innerorganisatorische Maßnahmen

des Verbands- und Vereinswesens

bis hin zu den einzelnen jagdpraktischen

Themenbereichen. So facettenreich wie die

Jagd selbst ist, ist dabei auch die Aufgabenverteilung

im LJV-Vorstand selbst.

Im Herbst des Berichtszeitraumes traten

zwei Vorstandsmitglieder zurück, deren

Positionen auf den dazu angesetzten Nachwahlterminen

wieder besetzt wurden. Neues

Vorstandsmitglied für den Bezirk Wiesbaden

ist Andrea Wahl und für den Bezirk

Darmstadt Maarten Fijnaut.

Neben den verschiedensten Sitzungen

im Bereich der Arbeits- bzw. Expertengruppensitzungen

hat sich der LJV-Vorstand zu

sechs Vorstandssitzungen getroffen. Dabei

sind die Jagdvereinsvorsitzenden in den

Bezirken im Berichtsjahr unter Leitung des

jeweiligen Vizepräsidenten zu jeweils zwei

Bezirkstagungen zusammengekommen.

So fanden in diesem Jahr auch wieder

Informationsveranstaltungen zum Niederwildmonitoring

im Frühjahr und im Herbst

statt. Zusätzlich erfolgten auch gesonderte

Veranstaltungen zum Monitoring der

Stockente und des Rebhuhnverhörens.

Federführend wurden die Veranstaltungen

zum Niederwildmonitoring durch LJV-Mitarbeiterin

Dr. Nadine Stöveken vorbereitet

und durch die LJV-Vizepräsidenten Dr. Nikolaus

Bretschneider-Herrmann, Dr. Rudolf

Leinweber und Dieter Mackenrodt sowie

LJV-Geschäftsführer Michel begleitet.

Ebenso unterstützt wurden sie durch Vorstandsmitglied

Astrid Schneider-Heil und

Schatzmeister Christof Wehrum.

Ebenso erfolgten auch Treffen der Obleute

für Naturschutz, Jungjägerausbildung,

Lernort-Natur und den Schatzmeistern in

den Vereinen.

Neben der Teilnahme an weiteren Veranstaltungen

und Sitzungen im Rahmen

der Verbändebeteiligung erfolgte auch ein

„Runder Tisch“ zum Thema Rehkitzrettung.

Besonderes Augenmerk lag auch im Berichtsjahr

auf der Neugestaltung und Umstrukturierung

des LJV-Haushaltes, der im

Wesentlichen auf dem hohen ehrenamtlichen

Engagement von Präsident Prof. Dr.

Jürgen Ellenberger und Schatzmeister Christof

Wehrum beruht.

Über all‘ die verschiedenartigen Bereiche,

welche hier nur auszugsweise genannt werden

können, wurde ausführlich im Hessenjäger

berichtet.

Jagdvereine

In den dem LJV angeschlossenen Jagdvereinen

nimmt die Aus- und Fortbildung

der Mitglieder einen hohen Stellenwert ein.

In zahlreichen Vortrags- und Diskussionsabenden,

Exkursionen und Ausstellungen

haben die Jagdvereine ihren Mitgliedern und

der Öffentlichkeit ausgewogene Informationen

zu den Bereichen Jagdpolitik, Jagdkunde

und Jagdwissenschaft vermittelt, wobei

von verschiedenen Vereinen darüber hinaus

eine ganz hervorragende Öffentlichkeitsarbeit

in ihrem Bereich geleistet wurde.

Über viele dieser Aktivitäten wurde im Mitteilungsblatt

„Hessenjäger” berichtet. Unterstützt

wurden die Jagdvereine bei Vorträgen

zur Lebensraumgestaltung und Wildbewirtschaftung

durch die Referenten für Naturschutz

und Wildbiologie im LJV und die zuständigen

Vorstandsmitglieder des LJV.

Daneben haben auch Mitglieder des

LJV-Vorstandes, der Pressesprecher und

der LJV-Geschäftsführer den Vereinen und

Hegegemeinschaften für Vorträge zum Themenbereich

Jagdpolitik, Jagdrecht und Öffentlichkeitsarbeit

zur Verfügung gestanden.

Schließlich haben sich die Jagdvereine in

vielen Fällen für Maßnahmen der Biotopverbesserung

eingesetzt und haben dem LJV

im Rahmen seiner Anerkennung als Naturschutzverband

bei Stellungnahmen zu einzelnen

Vorhaben in Natur und Landschaft

zugearbeitet. Dabei wurden sie auch durch

die jeweils zuständigen Mitglieder des Landesvorstandes

und der Geschäftsstelle unterstützt.

Geschäftsstelle

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Geschäftsstelle unterstützten im Berichtsjahr

das Präsidium und den Vorstand bei

der Erfüllung ihrer Aufgaben, bereiteten

deren Sitzungen vor und führten deren Beschlüsse

durch. Der Geschäftsführer nahm

satzungsgemäß an den Sitzungen des Präsidiums

und des Vorstandes teil. Daneben

stand die Geschäftsstelle den Jagdvereinen

und deren Mitgliedern in allen Organisations-,

Sach- und Rechtsfragen beratend

zur Verfügung. Dabei setzte sich der Trend

fort, dass die Rechtsberatung einen immer

größeren Umfang einnimmt.

Es wurden die Angelegenheiten des täglichen

Geschäftsganges und der Schriftverkehr

im LJV erledigt. Die Geschäftsstelle

organisierte die LJV-Veranstaltungen, bearbeitete

die Anhörungsverfahren im Rahmen

der Anerkennung als gesetzlich anerkannter

Naturschutzverband, erteilte Beratungen

zur Brauchbarkeit von Jagdhunden und

führte die Kassengeschäfte.

Daneben wurden die Hegegemeinschaften

in ihrer Aufgabenstellung unterstützt

und beraten.

Auch wenn die Aufgabenbereiche der

Geschäftsstelle und des LJV sich zunehmend

erweitern, darf dabei nicht vergessen

werden, dass auch weiterhin im Berichtszeitraum

eine volle Arbeitsstelle nicht zur

Verfügung stand.

Wir danken daher allen Mitstreitern, die

Verständnis für die derzeitige Arbeitssituation

zeigen und gezeigt haben. An dieser

17

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Stelle auch ein Dank an die hauptamtlichen

Mitarbeiter, welche es trotz der über Gebühr

angespannten Arbeitssituation ermöglicht

haben, dass Veranstaltungen nicht abgesagt

werden mussten und der Geschäftsbetrieb

insoweit aufrecht erhalten werden

konnte.

Der Dank gilt hier aber auch den Vorstandsmitgliedern,

die mit ihrem ehrenamtlichen

Engagement die Arbeit in der

Geschäftsstelle maßgeblich unterstützen.

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HessenJäger

Ausgabe 04/19

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit /

Mitteilungsblatt, neue Medien und

Information der Mitglieder

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist

ein Arbeitsbereich, der auch für die Jagd

selbst immer wichtiger wird; dies haben

auch andere Landesjagdverbände und der

DJV seit geraumer Zeit erfasst.

Wie wichtig eine gute Öffentlichkeitsarbeit,

verbunden mit einer entsprechenden

pressetechnischen Aufarbeitung, ist, hat

sich auch im Berichtsjahr vermehrt gezeigt.

Dies gelingt aber nur durch die qualitativ

hervorragende Mitarbeit von Pressesprecher

Markus Stifter.

Unterstützung erhält er auch durch Kollegin

Dr. Nadine Stöveken im Team des LJV.

Nach wie vor besetzt sind natürlich die

klassischen Arbeitsbereiche zur Förderung

des Wildbretabsatzes und der Themenbereich

„Lernort-Natur“. Im Bereich Lernort-Natur

stehen mit Dieter Sellemann,

Dieter Mackenrodt und Eberhard Ulmen

jeweils ein Ansprechpartner für die hessischen

Regionen Nord, Mittel- und Südhessen

zur Verfügung; federführend betreut

durch LJV-Schatzmeister Wehrum.

Mit dem jetzt abgelaufenen Geschäftsjahr

2017/2018 kann man auf das fünfte Jahr

unseres neuen Mitteilungsblattes „Hessenjäger“

zurückblicken. Die auch weiterhin

positiven Rückmeldungen sind dabei

Bestätigung für die bisher geleistete Arbeit

und Ansporn, unser Mitteilungsblatt auch

weiter inhaltlich und im Aussehen aktuell zu

gestalten. Auch konstruktiver Kritik sehen

wir gerne entgegen.

Ebenso ist der LJV im Bereich der neuen

Medien aktiv und hat auch hierzu bereits

Schulungen angeboten und durchgeführt.

Im Berichtsjahr konnte darüber hinaus

die Homepage des LJV, unter Federführung

von Pressesprecher Stifter, weiter aktualisiert

werden. Aufgrund der vielfachen

Aufgaben der Geschäftsstelle und der erweiterten

Öffentlichkeitsarbeit des Pressesprechers

dauerte die Einzelüberarbeitung

der Homepage auch im Berichtsjahr noch

an. Ebenso sind wir in den neuen Medien

aktiv für den LJV unterwegs und versenden

zusätzlich Informationen an die Mitgliedsvereine

und Pressemitteilungen an sämtliche

öffentliche Medien.

Neben der im Folgenden aufgezeigten

Übersicht erfolgten zahlreiche Anfragen

von Pressevertretern, welche durch den

Pressesprecher und die Geschäftsstelle bearbeitet

wurden.

Die abgedruckte Übersicht lässt dabei

auch die inhaltlichen Themenbereiche gut

erkennen.

Pressemitteilungen 2018

19.03.2018: Presse-Einladung zum Rebhuhn-Verhören

21.03.2018: Kein schwangeres Wild bejagen

(Bericht über HessenForst)

22.03.2018: Feldversuch zur Rebhuhnzählung

in Wiesbaden

22.03.2018: Hessischer Rundfunk räumt

textliche Ungenauigkeit ein

23.03.2018: PM: Wildunfallgefahr steigt

nach der Zeitumstellung

26.03.2018: Presse-Einladung: Die (Oster-)hasen

sind los! Zählung am 28.03. in Wiesbaden

28.03.2018: PM: Zu Ostern sind die Hasen

los – Hasenbestände in Hessen stabil

16.04.2018: Einladung zur Revierexkursion

und Vorstellung des Lebensraumgutachtens

25.04.2018: PM: Gemeinsam gegen den

Mähtod

08.05.2018: Terminankündigung: Pressegespräch

„Grünbrücken und Rotwildgenetik“

25.05.2018: PM: Ausbau von Autobahnen

und Bundesstraßen muss mit Errichtung von

Querungshilfen verbunden sein

29.05.2018: PM: Hessischer Landesjägertag

in Fulda

12.06.2018: PM: Schwarzer Tag für Hausbesitzer

und den Artenschutz

17.07.2018: PM: Rätselhafte Kreise im Kornfeld:

Besuch aus dem Wald oder aus dem

Weltall?

31.07.2018: PM: Waschbär darf ab 1. August

wieder bejagt werden

14.08.2018: PM: Fuchs, Du hast das Niederwild

gestohlen!

12.09.2018: PM: Jagdhornklänge auf der

Landesgartenschau in Bad Schwalbach

27.09.2018: PM: Aktionsbündnis Ländlicher

Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen

an die Politik

25.10.2018: PM (Jagdmedien): Ausscheiden

von zwei LJV-Vorstandsmitgliedern

26.10.2018: PM: Wildunfallgefahr steigt

nach der Zeitumstellung/Servicetipps für

Autofahrer

26.10.2018: PM: Hubertusmessen in Hessen

26.10.2018: PM: Gutachten zur Klage der

FDP gegen die Jagdverordnung liegt nun vor

15.02.2019: PM: Jagen-Fischen-Offroad

vom 22.-24. März 2019 in Alsfeld

Newsletter an Vereinsvorsitzende und

Mitglieder

16.03.2018: Änderung der Schweinepest-

Verordnung

17.03.2018: Hessischer Tierschutzpreis

startet 2018 neue Ausschreibung

21.03.2018: Wahlprüfsteine des Landesjagdverbandes

an Landtagsabgeordnete

27.03.2018: Hasentaxation

29.03.2018: Frohe Ostern: TV-Hinweis Hasenzählung

05.04.2018: Einladung „Runder Tisch Rehkitzrettung“

23.04.2018: Ausrichtung des Landesjägertages

2019

24.04.2018: Lernort Natur Umfrage 2018

25.04.2018: Erster Fall der Afrikanischen

Schweinepest in Ungarn

27.04.2018: LJV veröffentlicht Merkblatt:

Gemeinsam gegen den Mähtod

07.05.2018: Homepage Datenschutzerklärung

07.05.2018: Einladung zum Landesjägertag

19.05.2018: Auf zur jagdpolitischen Podiumsdiskussion

und zum Landesjägertag!

05.06.2018: Warnung vor gefälschter E-Mail

mit Rechnung des LJV Hessen

06.06.2018: Waffenverbot an Kindergärten,

Schulen und Bahnhöfen

12.06.2018: Schwarzer Tag für Hausbesitzer

und den Artenschutz

16.07.2018: Informationsveranstaltungen

zum Stockentenmonitoring und Feldhasen-Taxation

20.07.2018: Sollen invasive Tierarten ganzjährig

bejagt werden dürfen?

27.07.2018: arte Filmdokumentation zum

Thema Waschbären

31.07.2018: Waschbär darf ab 1. August

wieder bejagt werden

06.08.2018: Einladung zum 2. Lernort-Natur-Treffen

06.08.2018: Einladung zum Erfahrungsaustausch

Obleute Naturschutz

15.08.2018: +++aktuelle Termine++Presse++Kundige

Person+++


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

08.09.2018: ASP grassiert in Rumänien,

Landtagswahl und Zerwirkkurse

09.09.2018: Wichtig: Termine Informationsveranstaltungen

Feldhasentaxation

12.09.2018: Neues Anhörungsverfahren zu

invasiven Arten der 2. Liste (Nilgans, Bisam

und Marderhund)

13.09.2018: Eilmeldung: ASP bei Wildschweinen

in Belgien festgestellt

24.09.2018: Termine Hubertusmessen

26.09.2018: DJV: 5-Punkte-Papier: Waschbären

kennen keine Ländergrenzen

26.09.2018: DJV-Präsident Hartwig Fischer

kandidiert nicht mehr

27.09.2018: Förderung der Hegegemeinschaften

aus Mitteln der Jagdabgabe

02.10.2018: LJV-Newsletter Oktober 2018

09.10.2018: Wichtig: Frist zur Antragsstellung

Förderung Hasentaxation 10.11.2018

23.10.2018: Bitte gehen Sie am 28. Oktober

zur Wahl!

24.10.2018: Pressetipp: Hubertusmessen in

Hessen/Redaktionsschluss Dezember

25.10.2018: Pressetipp: Wildunfälle verhindern/Was

ist zu tun?

25.10.2018: Ausscheiden von zwei LJV-Vorstandsmitgliedern

26.10.2018: Gutachten zur Klage der FDP

gegen die Jagdverordnung liegt nun vor

16.11.2018: Moderne Darstellung der Jagdvereine

in Hessen

16.11.2018: DJV klärt für Jäger offene Fragen

zum Verpackungsgesetz

19.11.2018: Erinnerung: Fristablauf heute/

Stellungnahme invasive Arten

21.11.2018: Messe Land & Genuss/Bitte um

Rückmeldung

27.11.2018: DJV begrüßt Positionspapier

der CDU/CSU-Fraktion zum Wolf

05.12.2018: Wildbret-Abgabe: Die meisten Jäger

fallen nicht unter das Verpackungsgesetz

13.12.2018: Dr. Volker Böhning als neuer

DJV-Präsident vorgeschlagen

14.12.2018: Wichtig: Bitte Stockentenschwingen

an den Arbeitskreis Wildbiologie

senden

15.12.2018: Unterstützung am Messestand

auf der Land und Genuss 2019

20.12.2018: Koalitionsvertrag zwischen CDU

und Grüne 2019-2024 veröffentlicht

21.12.2018: Frohe Weihnachten

29.12.2018: Achtung: Waffenverbotszonen

– Jagdschein in Gefahr

02.01.2019: Wichtig: Redaktionsschluss für

die Märzausgabe bereits am 05.02.2019

03.01.2019: Schalldämpfer werden in Hessen

weiterhin bewilligt

04.01.2019: Erste Reaktionen der Tierrechtlerszene

zum Koalitionsvertrag in Hessen

15.01.2019: Wildbretspende für Messe Jagd

und Genuss

16.01.2019: WILD-Jahresbericht 2019 mit

Vorankündigung FE 2019

23.01.2019: Einladung zum Presseobleute-Treffen

auf der Jagen Fischen Offroad

Alsfeld

28.01.2019: Wichtig: Bejagung von Keilern

und Bachen ab 1. Februar

05.02.2019: Einladung Informationsveranstaltungen

Niederwildmonitoring und zur

Jagd in Hessen

05.02.2019: Arbeitstagung musikalische Leiter

und interessierte Bläser am 16.03.2019

15.02.2019: Schalenwildrichtlinie – LJV

plant Veranstaltung im März 2019

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des

LJV konnte dank der dafür auf dem Landesjägertag

2017 beschlossenen Beitragserhöhung

enorm gestärkt werden. Besonders

der Waschbär und die drohende ASP sorgten

fast jeden Monat für zahlreiche Anfragen

der Medienvertreter aus Zeitungsverlagen,

Rundfunk und Fernsehen. Ein besonderer

Höhepunkt war die Mitwirkung des LJV an

einer arte-Filmdokumentation zum Waschbären

und der Sendung „Alles Wissen“ für

den Hessischen Rundfunk.

So konnten auch die Kontakte in die Zeitungs-,

Rundfunk- und Fernsehredaktionen

intensiviert werden und der Verteiler für unsere

LJV-Pressemeldungen wuchs innerhalb

kürzester Zeit auf über 200 Kontakte

an. Mit den Feldexkursionen zum Verhören

der Rebhühner im März und der Feldfahrt

zur Hasentaxation, die gemeinsam mit

Claus Deußer und Frank Heeser von der HG

Wiesbaden/Ost geplant wurden, gelang es

dem LJV gleich mehrere Redaktionen, u. a.

die Hessenschau, HRinfo und HR4, RTL sowie

SAT 1 zu begeistern. Diese sehr positiv

besetzten Themen zeigten die Jägerinnen

und Jäger bei wichtigen Artenschutzthemen

und konnten so das in Hessen häufig

negativ aufgegriffene Thema „Jagd“ ins

richtige Licht rücken.

Vor Beginn der Mähsaison initiierten Dr.

Nadine Stöveken, und Vizepräsident Dr.

Nikolaus Bretschneider-Herrmann gemeinsam

mit Pressesprecher Stifter einen „Runden

Tisch Kitzrettung“ und luden Vertreter

des hessischen Bauernverbandes sowie

die hessischen Jagdvereine zu einem konstruktiven

Arbeitsgespräch nach Lich ein,

um über die wirksamsten Methoden und

technische Neuerungen zur Kitzrettung zu

diskutieren.

Auch die Homepage des LJV sowie

das Portal „Waschbaerschaeden.de“, auf

dem die Bevölkerung sowohl Schäden an

Grundstücken und Gebäuden als auch vom

Waschbären geplünderte Hühnerställe oder

Gelege im Offenland melden kann, waren

gut frequentiert. Die Homepage sowie die

Facebookseite sind mittlerweile eine wichtige

Anlaufstelle für unsere Mitglieder, finden

sie dort doch zentral alle wichtigen Informationen,

Termine und Berichte ihres LJV.

Über die Suchfunktion auf der Homepage

oben rechts kann einfach nach Themen

oder Terminen gesucht werden. Besonders

häufig wurden im vergangenen Jahr die Informationsseiten

zur ASP aufgerufen. Auch

das Interview von Geschäftsführer Michel

zum Neuabschluss oder der Verlängerung

von Pachtverträgen in Zeiten drohender

ASP erfreute sich großer Beliebtheit und

fand auch bundesweit eine hohe Resonanz.

Auch die am 28. Oktober 2018 stattgefundene

Landtagswahl war ein wichtiges

Thema, über das der LJV ständig auf einer

Sonderseite im Internet informierte. So

wurden dort die Antworten der Parteien

auf die Wahlprüfsteine des LJV ausführlich

präsentiert. Anlässlich des Landesjägertages

in Fulda organisierte Pressesprecher

Markus Stifter die jagdpolitische Podiumsdiskussion.

Wichtigstes Thema war die

umstrittene Jagdverordnung, die das grün

geführte Umweltministerium per Ministererlass

„verordnet“ hatte und damit sowohl

den Fuchs als auch den Waschbären in

der wichtigen Brut- und Setzzeit unter eine

Schonzeit gestellt hat.

Bereits am Vortag des Landesjägertages

erreichte der Pressetermin zum Thema

„Grünbrücken für Wildtiere“ einen neuen

„Medienrekord“. Nahezu alle hessischen

Leitmedien berichteten über mehrere Tage

von dem wichtigen Anliegen der Jägerschaft.

Einen Tag später, auf der repräsentativen

Hauptversammlung des LJV verkündete

Staatsministerin Priska Hinz, dass

die dringend benötigte Grünbrücke an der

A45 in Höhe „Kalteiche“ nun endlich gebaut

werde. Ob diese in Hessen oder in NRW

entsteht ist bisher noch nicht geklärt. Im

Juli begrüßte dann ein vom LJV initiiertes

nahezu einmaliges Verbändebündnis aus

BUND, NABU, HGON und dem LJV Hessen

das Bauvorhaben und bot dem Umweltmi-

19

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

nisterium seine Unterstützung an, damit das

Projekt schnell vorangebracht werden kann.

Weiterhin konnte das in Mittelhessen begonnene

Rotwildgenetik-Projekt rund um

den Krofdorfer Forst durch die Bemühungen

des LJV auf die gesamte Fläche Hessens erweitert

werden. Die hessischen Rotwildhegegemeinschaften

stellten dafür die benötigen

finanziellen Eigenmittel sowie hunderte von

Proben von alten sowie neuen Geweihstangen,

Kot- und Blutproben zur Verfügung.

Doch die Basis für eine gelungene Presse-

und Öffentlichkeitsarbeit leisten die Jägerinnen

und Jäger in ihren Revieren, in den

Jagdvereinen und Hegegemeinschaften, bei

der Ausbildung von Jungjägern, mit dem

Jagdhornblasen und mit dem für uns so

wichtigen Projekt „Lernort Natur“. So wird

gezeigt, was die Jagd wirklich ausmacht

und das dies weit über das hinausgeht, was

immer noch viele Menschen gerade in den

Großstädten über Jagd & Jäger denken.

Neben seiner Funktion zur Veröffentlichung

der amtlichen Verlautbarungen der

hessischen Jagd- und Naturschutzbehörden

war und ist der Hessenjäger weiterhin

Forum für die Diskussionen der Jagdpolitik,

Berichte über die Arbeit des LJV und der

Jagdvereine und gab zahlreiche Informationen

und Anregungen zur Jagdausübung

sowie zur Hege und Bejagung des Wildes.

Ergänzend zum Informationsangebot des

Mitteilungsblattes wurden die Mitgliedsvereine

mit einzelnen Rundschreiben informiert.

Dabei wurde der Postversand zunehmend

durch die Versendung von E-Mails

ersetzt. Nur so ist eine aktuelle und zeitnahe

Information möglich.

Zusätzlich zu den Informationen des LJV

kann man sich über die Homepage des DJV

und auch vieler Jagdvereine jeweils aktuell

über die Bereiche des Jagdwesens informieren.

Um weiterhin eine bessere Kampagnenfähigkeit

des LJV zu erreichen, war es unabdingbar,

das zukunftsfähige Mitgliederverwaltungsprogramm

zu installieren.

Dieses Mitgliederverwaltungsprogramm

wird auch durch immer mehr Mitgliedsvereine

genutzt. Je mehr unsere Mitgliedsvereine

sich für die Nutzung entscheiden, desto effektiver

kann die Zusammenarbeit gestaltet

werden und somit freie Resourcen für anderweitige

wichtige Themenbereiche schaffen.

Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr

wieder mehrfach auf die Möglichkeit des zu

abonnierenden Newsletters hingewiesen,

20

HessenJäger

Ausgabe 04/19

von dem im Berichtsjahr 2.650 Mitglieder

(Vorjahr 2.000 Mitglieder) Gebrauch gemacht

haben und mithin jeweils aktuell und

direkt informiert werden konnten. Auch

wenn die Steigerung der Newsletter-Abonnenten

im Vergleich zum Vorjahr sehr beachtlich

ist, bedarf es anlässlich unserer

gesamten Mitgliederzahl noch einer erheblichen

Verbesserung. Auch hier werden wir

in Zukunft verstärkt aktiv sein.

Wollen Sie immer aus erster Hand über

die Jagd in Hessen informiert sein, dann

melden Sie sich noch heute an. Der Newsletter

wird maximal zweimal pro Monat versendet

und ist ein kostenfreier Service Ihres

Landesjagdverbandes. Tragen Sie einfach

unter www.ljv-hessen.de/newsletter Ihre

Mailadresse ein!

Jagdpolitik – Verbindung zu

Politikern, Behörden, Institutionen

und Verbänden

Landesregierung und Landtag

Im aktuellen Berichtsjahr stand der LJV

Hessen immer wieder im Kontakt mit der

Landesregierung und der zuständigen

Staatsministerin Priska Hinz; aber auch

mit dem für das Waffenrecht zuständigen

Innenministerium und dem zuständigen Innenminister

Peter Beuth.

Über die verschiedensten Gesprächstermine

wurde dabei ebenfalls im Hessenjäger,

insbesondere auch in den jeweiligen Vorworten

des Präsidenten, berichtet.

Ebenso erfolgten in dem Berichtsjahr

zahlreiche Gespräche, bzw. wurden vereinbart,

mit den jagdpolitischen Sprechern

der FDP-Landtagsfraktion, der SPD-Landtagsfraktion,

der CDU-Landtagsfraktion, der

Fraktion der Grünen im Landtag und der AfD.

Auf der zum Ende des letzten Berichtszeitraumes

im März 2018 stattgefundenen

Jagdmesse hatte LJV-Präsident Prof. Dr.

Jürgen Ellenberger die Wahlprüfsteine für

die Landtagswahl 2018 in Hessen veröffentlicht

und eindringlich darauf hingewiesen,

dass die Jägerschaft aktiv von ihrem

Wahlrecht Gebrauch machen möge.

So wurde das Berichtsjahr maßgeblich

auch von der Landtagswahl in Hessen geprägt.

Da die Wählerschaft sich für eine

Fortsetzung der bisherigen Koalition entschieden

hat, wird auch in den nächsten

fünf Jahren einer der Schwerpunkte auf der

Interessenvertretung der Jägerschaft liegen.

Darüber hinaus werden wir auch weiterhin

vermehrt als Anwalt für das uns kraft

Gesetz anvertraute Wild auftreten müssen.

Über die Auswirkungen der Landtagswahl

wurde und wird ausführlich im Hessenjäger

berichtet.

Bundesregierung und Bundestag

Bei den auch immer mehr auf europäischer

Ebene maßgeblichen Fragen zur Jagdausübung

in den Mitgliedsstaaten und den

Bundesländern hat sich weiterhin gezeigt,

wie wichtig ein starker Dachverband auf

Bundesebene ist, um sich am Willensbildungsprozess

auch europaweit beteiligen

zu können.

Auch zu Inhalten der Hessischen Jagdverordnung

hat der LJV im Berichtsjahr den

Gesprächsfaden im Bundestag weiter aufrechterhalten.

Die anstehende Änderung des Bundesjagdgesetzes

wurde mit Interesse verfolgt

und begleitet, insbesondere unter dem

Gesichtspunkt, in welcher Form über das

Bundesjagdgesetz weiter Einfluss auf die

jeweilige Landesgesetzgebung genommen

werden sollte.

Diesbezüglich steht auch der LJV in ständigem

Kontakt mit dem DJV.

Beherrschendes Thema war insoweit

auch die stattgefundene Bundestagswahl

und der mit Spannung erwartete Koalitionsvertrag

einer „Groko“. Zur Bundestagswahl

wurden ebenfalls Wahlprüfsteine veröffentlicht.

Auch erfolgte eine ausführliche

Berichterstattung im Hessenjäger. Der dann

im Berichtsjahr veröffentlichte Koalitionsvertrag

enthält den wichtigen Satz: „Wir erkennen

die Jagd als nachhaltige Nutzungsform

an und wollen sie weiterhin stärken.“

Auch hier wird sich zeigen, ob diese Willensbekundung

in der Praxis gelebt wird.

Jagdbehörden

Im Berichtsjahr stand der LJV mit der

Obersten Jagdbehörde weiterhin in einem

ständigen Kontakt.

In zahlreichen Gesprächen wurden jagdund

naturschutzrechtliche Probleme besprochen

sowie Haushaltsfragen erörtert.

Im November des Berichtsjahres wurden

auf den Bezirksversammlungen u.a. die solide

Haushaltsführung des LJV und die Aktivitäten

hinsichtlich der Jagdabgabe eingehend

vorgestellt. Dies hat dazu geführt, dass die

Gespräche mit der Obersten Jagdbehörde zu

Fragen des Haushaltes nochmals intensiviert


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

wurden und unter Moderation des Hessischen

Finanzministeriums zu einem Erfolg für

die hessische Jägerschaft geführt haben. Mit

dem Arbeitsauftrag aus den Bezirkstagungen

konnte erreicht werden, dass unter Wahrung

der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit

des LJV eine vereinfachte institutionelle Förderung

noch gegen Ende des Jahres 2018 fixiert

werden konnte. Ebenso hat der LJV eine

Förderrichtlinie erarbeitet, welche es auch

insbesondere den Vereinen ermöglichen soll

klare Vorgaben für eine Förderung zu erhalten.

Diese Förderrichtlinie wurde ebenfalls des

HMUKLV zur Entscheidung vorgelegt.

Über die Einzelheiten der vereinfachten

institutionellen Förderung und der damit obsolet

gewordenen Klagen zur Förderung der

Räumlichkeiten der LandesJAGDschule in

Kranichstein und unserem Mitteilungsblatt

wurde gleichsam im Hessenjäger berichtet.

Mit der Oberen Jagdbehörde beim Regierungspräsidium

Kassel, die für ganz Hessen

zuständig ist, hat der LJV im Berichtsjahr

ebenfalls ständigen Kontakt gepflegt.

Auch konnten in vielen Fällen die Unteren

Jagdbehörden von der Geschäftsstelle

in jagdlicher und jagdrechtlicher Hinsicht

beraten werden.

Verbände

Enger Kontakt besteht naturgemäß mit

dem Deutschen Jagdverband und den Landesjagdverbänden.

In regelmäßigen Präsidiumssitzungen,

Ausschusssitzungen,

Geschäftsführersitzungen und Seminaren

werden aktuelle überregionale jagdliche

Probleme besprochen und ein ständiger Informationsaustausch

gepflegt.

Der LJV hält daneben Kontakt mit der Naturlandstiftung

in Hessen. In der Naturlandstiftung

ist der LJV Mitglied.

Über seine Mitgliedschaft im Naturschutzzentrum

Hessen (NZH) steht der LJV

mit dieser Institution ebenfalls in enger

Verbindung. LJV-Vizepräsident Dr. Nikolaus

Bretschneider-Herrmann vertritt den

LJV im Vorstand des NZH. So ist es Ziel im

NZH auch vermehrt Veranstaltungen des

LJV stattfinden zu lassen. So wird im kommenden

Berichtsjahr eine gemeinsame Veranstaltung

der Hessischen Landjugend, des

LJV und der Naturschutz-Akademie Hessen

dort ausgerichtet werden.

Nach wie vor besteht enger Kontakt zu

den übrigen in Hessen anerkannten Naturschutzverbänden.

Diese Verbindung wird

ebenfalls von LJV-Vizepräsident Dr. Nikolaus

Bretschneider-Herrmann wahrgenommen,

der den LJV auch im

Landesnaturschutzbeirat vertritt.

Auch mit dem Verband Hessischer

Fischer pflegt der LJV

nach wie vor freundschaftliche

Beziehungen. Mit den hessischen

Fischern besteht ein Kooperationsabkommen,

in dessen Zusammenhang

der Verband, je nach

Bedarf, auch Lehrgänge zur staatlichen

Fischereiprüfung in unseren

Schulungsräumen anbietet.

So konnte insbesondere mit einem

gemeinsamen offenen Brief

der zuständigen Präsidenten an

das Umweltministerium erreicht

werden, dass auch die Fischer und

Jäger als anerkannte Naturschutzverbände

wahrgenommen werden

und in der öffentlichen Diskussion

nicht herabgewürdigt werden.

Darüber hinaus wird seit Jahren

die Informations- und Verkaufsausstellung

„Jagen-Reiten-Fischen-Offroad“

in Alsfeld gemeinsam mit den Fischern

als ideelle Träger durchgeführt.

Gleichsam hat man sich auch im Berichtsjahr

gemeinsam in dem „Aktionsbündnis

Ländlicher Raum“ engagiert und sich u.a.

im Zusammenschluss mit dem Hessischen

Waldbesitzerverband für mehr Rechtsklarheit

und fachliche Wegeplanungen im Wald

eingesetzt.

Im hessischen Tierschutzverband ist

der LJV Hessen kooperatives Mitglied und

pflegt mit diesem Verband einen sachlichen

und fairen Gesprächskontakt. Dieser

wird von LJV-Geschäftsführer Michel wahrgenommen,

der den LJV Hessen auch im

Landestierschutzbeirat vertritt.

Mit dem Hessischen Bauernverband, dem

Verband der Jagdgenossenschaften und

Eigenjagdbesitzer sowie dem Hessischen

Waldbesitzerverband hat sich der Vorstand

des LJV Hessen im Berichtsjahr verschiedentlich

ausgetauscht. Insbesondere stand

man mit dem Initiator des „Aktionsbündnis

Ländlicher Raum“, dem Hessischen Bauernverband,

regelmäßig in Kontakt.

Jagd- und Naturschutzrecht

Bundesjagdgesetz

Der DJV und die Landesjagdverbände

setzen sich auch weiterhin mit Vehemenz

Ihr Treffpunkt für Jagd, Trachten & Freizeit

Unsere Öffnungszeiten:

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dafür ein, dass die Jagd auch nach der Föderalismusreform

auf Augenhöhe mit Natur-,

Tierschutz- und Umweltrecht bleibt.

Die Reform hatte zur Folge, dass der Bund

ein neues Bundesjagdgesetz erlassen kann,

es aber nicht muss. Davon können die Länder

abweichen, müssen aber nicht. Deshalb

sprechen die Experten von einer konkurrierenden

Gesetzgebung.

Zu dem am 06.11.2013 in Kraft getretenen

§ 6a des Bundesjagdgesetzes ist

weiterhin erfreulich mitzuteilen, dass, soweit

bekannt, diese Regelung im aktuellen

Berichtsjahr zu keinen Anträgen in Hessen

geführt hat.

Nachdem bereits eine Änderung des

Bundesjagdgesetzes zum 01.04.2015 angedacht

war, wurde dies zunächst auf unbestimmte

Zeit verschoben.

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben

sich nun auf einen Koalitionsvertrag geeinigt,

wobei die künftige Bundesregierung

die in der vergangenen Legislaturperiode

gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes

vornehmen möchte. Geplant sind

dabei weiterhin bundeseinheitliche Regelungen

für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung

zu optimieren und gleichzeitig

den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren.

Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen

Schießnachweis geben, ebenso

eine einheitliche Jäger-Falknerausbildung

sowie -prüfung. In diesem Zusammenhang

21

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

wird der LJV bestmöglichst die Interessen

der hessischen Jägerschaft vertreten. Bereits

beschlossen hat der Bundesrat im Rahmen

der ASP-Prävention die Änderung der

Bundesjagdzeitenverordnung. Diese sieht

künftig keine Schonzeiten für Wildschweine

mehr vor. D.h. Wildschweine jeden Alters

und beider Geschlechter sind ganzjährig bejagbar.

Nach wie vor gilt aber der Elterntierschutz:

Bachen mit abhängigen Frischlingen

dürfen Jäger nicht erlegen. Hinsichtlich der

weiterhin geplanten Änderung des Bundesjagdgesetzes

war jedoch auch bis zum Ende

des Berichtszeitraumes nicht in Erfahrung

zu bringen, wann möglicherweise diese Änderungen

in das Bundesjagdgesetz aufgenommen

werden sollen.

Waffengesetz

Auch das aktuelle Berichtsjahr war immer

wieder, wie bereits auch in der Vergangenheit,

mit waffenrechtlichen Fragen belegt.

Auf Landesebene konnte der Erfolg des

LJV hinsichtlich der Verwendung von

Schalldämpfern für Jagdlangwaffen verbucht

werden, nachdem unser LJV-Präsident

mehrfach persönlich das Hessische

Innenministerium zur Genehmigung aufgefordert

hatte.

Bedauerlicherweise entschied jedoch das

Bundesverwaltungsgericht im November

2018 über die Klage eines Jägers aus Berlin

dahingehend, dass kein waffenrechtliches

Bedürfnis für einen Schalldämpfer bestehe.

Der LJV erhielt aufgrund sofortiger Nachfrage

aus dem Hessischen Innenministerium

die Mitteilung, dass sich an der bisherigen

Verwaltungspraxis in Hessen jedoch

nichts ändere.

Aufgrund der weiteren Interventionen des

DJV wird nun angestrebt, über eine Änderung

des Waffengesetzes die Nutzung von

Schalldämpfern bundesweit klarzustellen.

Auch in diesem Fall wurde klar deutlich,

dass ohne starke Landesjagdverbände und

ohne einen starken Dachverband ein solches

Vorgehen nicht möglich ist.

Verpackungsgesetz

Zum 01. Januar 2019 trat das neue Verpackungsgesetz

in Kraft. Auch hier konnte

klarstellend durch die Landesjagdverbände

und den DJV erreicht werden, dass entgegen

anders lautender Mitteilungen dieses

Verpackungsgesetz nicht für alle Jäger gleichermaßen

gilt, sondern im Jagdbereich

nur in Ausnahmefällen Anwendung finde.

22

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Hessische Rechtsvorschriften

Die hessische Jägerschaft hatte mit dem

am 23.06.2011 in Kraft getretenen, novellierten

Hessischen Jagdgesetz eine praxisorientierte

Grundlage zur Ausübung der ihr

übertragenen jagdlichen Aufgaben, verbunden

mit einem sachorientierten Interessenausgleich

der einzelnen Nutzerinteressen,

erhalten. So konnte erreicht werden, dass

das Hessische Jagdgesetz auch in der neuen

Legislaturperiode unangetastet bleiben soll.

Zum Ende des Jahres 2015 wurde die

neue Jagdverordnung durch die zuständige

Staatsministerin Priska Hinz veröffentlicht

und in Kraft gesetzt.

Dabei musste man neben all‘ den Dingen,

die man erfolgreich bekämpft hatte, auch

feststellen, dass, insbesondere der Kampf

bei den Jagdzeiten, nicht den gewünschten

Erfolg brachte.

Dass hier der ländliche Raum durch die

Vertreter der Regierungskoalition nicht nur

im jagdlichen Bereich enttäuscht wurde, hat

sich auch im aktuellen Berichtsjahr weiter

manifestiert.

Ziel ist es weiterhin, die Regelungen der

Jagdverordnung entsprechend mitzugestalten

und positiv für Jagd und Wild zu

beeinflussen. So hat es auch im Berichtsjahr

weitere Sitzungen zu Fragen der Niederwilderfassung

bei Hase,Stockente und

Rebhuhn im Hessischen Umweltministerium

gegeben.

Bedauerlicherweise bestand im Berichtsjahr

noch immer die rein ideologisch begründete

Schonzeit für Jungfüchse und

Jungwaschbären. Diesbezüglich hatte der

LJV auch im Berichtsjahr mit öffentlichkeitswirksamen

Pressemitteilungen auf

diese Missstände hingewiesen.

Ebenso konnte durch den LJV erreicht

werden, dass zukünftig die Jungwaschbären

wieder ganzjährig bejagbar sein sollen.

An dieser Aussage wird sich auch der Koalitionsvertrag

in Hessen messen lassen

müssen. Kurz vor Ende des Berichtsraumes

erreichte uns die Nachricht, dass das Umweltministerium

dazu eine weitere Anhörung

plane.

Aus rein sachlichen Gründen hingegen

ist nicht nachvollziehbar, dass die Schonzeit

für den Fuchs nicht abgeschafft werden

soll, sondern dies nur, wie auch bisher im

Berichtszeitraum, über eine Ausnahmegenehmigung

möglich sein soll.

Das Arten- und Naturschutz nur über eine

effektive Prädatorenbejagung möglich ist,

wurde dabei im Naturschutzgebiet des Bremer

Blocklandes bewiesen, wo durch die

dort vertretenen Naturschutzverbände ausdrücklich

die Bejagung eingefordert wurde.

Der LJV wird auch hier im Sinne des Natur-

und Artenschutzes weiterhin massiv

dafür eintreten, dass die Bejagung zeitnah

wieder wie bisher möglich ist.

Weitergehend hat sich der LJV in einer

gemeinsamen Stellungnahme mit dem DJV

im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung

im Anhörungsverfahren invasiver Arten der

zweiten Listung geäußert. Dabei geht es

insbesondere um die Arten Marderhund,

Nilgans und Bisam. Auch hier wird der LJV

über das Berichtsjahr hinaus weiter die

Thematik mit großer Aufmerksamkeit verfolgen

und betreuen.

Auch im aktuellen Berichtsjahr ist, was zu

erwarten war, die von der FDP auf den Weg

gebrachte abstrakte Normenkontrollklage

noch nicht entschieden worden. Wann mit

einer Entscheidung zu rechnen ist, war bis

zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Nachdem der LJV bereits im Jahr 2017

eine finanzielle Unterstützung der Hegegemeinschaften

zur Hasentaxation initiiert

hatte, wurde nach wiederholtem Drängen

im Oktober der dazu notwendige neue Erlass

zur Förderung der Hegegemeinschaften

veröffentlicht. So wurde es möglich,

dass auch ab dem Jahr 2017 bereits eine

Förderung von jährlich 200,- € ausgezahlt

werden konnte.

Auch im Bereich der geplanten und eingeführten

Waffenverbotszonen hat sich der

LJV bereits im Vorfeld und auch aktuell immer

wieder für eine Klarstellung bezüglich

der Jägerschaft eingesetzt. Auch wenn diese

Waffenverbotszonen zunächst nur regionale

Bedeutung erlangt haben, wird der LJV

auch weiterhin diesen Themenbereich sehr

genau verfolgen, um Einschränkungen für

die Jägerschaft auf Landesebene bestmöglichst

zu verhindern.

Kurz vor Ende des Berichtszeitraumes

sorgt der Erlass einer neuen Schalenwildrichtlinie

durch das HMUKLV für eine

Welle der Entrüstung in der hessischen

Jägerschaft. Der LJV hat umgehend agiert

und auch reagiert. Über die einzelnen Maßnahmen

des LJV wurde dabei ausführlich

im Hessenjäger berichtet.

Ebenso aktiv beteiligt ist der LJV bei Fragen

des runden Tisches zu dem Themenbereich

„Wald und Sport“ und des Ausschusses

zu Fragen der Biodiversität.


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Landwirtschaft – Wildschäden

Nach wie vor ungebrochen ist die Diskussion

um Wildschäden in landwirtschaftlichen

Kulturen. Damit einhergehend wird

immer wieder die Frage diskutiert, in welcher

Form die Schwarzwildbewirtschaftung

und Bejagung optimiert werden kann, um

Einfluss auf die entstehenden Wildschäden

zu nehmen. Gleichzeitig wird immer wieder

die Frage der Sinnhaftigkeit der Bejagung

des Schwarzwildes an der Kirrung diskutiert;

wobei für den Landesjagdverband

außer Frage steht, dass auch diese Jagdart,

abgestimmt auf die Revierverhältnisse, ein

probates Mittel zur Wildschadensverhütung

darstellt.

Nach wie vor intensiv widmet sich der

LJV-Hessen dem Bereich der Energiegewinnung

aus Wildpflanzen. Hier steht u.a.

die Idee Pate, Synergien zur Lebensraumverbesserung

unseres Wildes zu nutzen.

Diesbezüglich wurde ein entsprechendes

Projekt ins Leben gerufen, welches weiterhin

im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt

wurde. Im Rahmen dieses Projektes erfolgt

eine hervorragende Zusammenarbeit der

örtlichen Jagdvereine, der Landwirte und

des Landesjagdverbandes.

Situation der Wildbestände –

Wildhege und Bejagung

Jahresjagdstrecke 2017/2018

Eine ausführliche Besprechung der Jahresjagdstrecke

in Hessen erfolgte im Mitteilungsblatt

des Landesjagdverbandes.

Wildseuchen und -krankheiten

Schweinepest/ Afrikanische

Schweinepest (ASP)

Die Bemühungen der Jagdausübungsberechtigten

trugen bisher und insbesondere

auch im Berichtsjahr dazu bei, dass die

Schweinepest in Hessen nicht ausgebrochen

ist. Die hohe Populationsdichte des Schwarzwildes

birgt jedoch nach wie vor ein erhebliches

Risiko für das Ausbrechen der europäischen

Schweinepest in Hessen. Damit

Deutschland und auch Hessen weiter formell

frei von der Schweinepest bleiben kann, ist

es weiterhin notwendig, dass Schwarzwild

scharf, aber waidgerecht, zu bejagen.

Obwohl bisher glücklicherweise in Hessen

die Europäische Schweinepest nicht

zum Ausbruch gekommen ist, besteht auch

die Gefahr der ASP. So wandert die für

Haus- und Wildschweine tödliche ASP von

Polen immer weiter westwärts. Bereits im

September des Jahres 2013 hatte der LJV

auf die Gefahren dieser Infektion hingewiesen.

Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass diese

Viruserkrankung nicht in den Schwarzwildbeständen

Einzug hält.

Mit der Rekordjagdstrecke des Berichtszeitraumes

hat die Jägerschaft gezeigt,

dass sie willens und fähig ist, sich an der

Prävention zur ASP aktiv zu beteiligen. Wer

in diesem Zusammenhang jedoch die Hilfe

der Jägerschaft in Anspruch nehmen will,

muss auch der Jägerschaft helfen und weitere

Anreize schaffen, die Schwarzwildjagd

scharf aber waidgerecht ausüben zu können.

So war letztlich das abgelaufene Berichtsjahr

fortwährend von den Fragen zur

ASP bestimmt, worüber auch ausführlich

im Hessenjäger und allen anderen Medienbereichen

des LJV zeitnah berichtet wurde.

Der LJV Hessen ist auch in der Fachgruppe

beim Hessischen Ministerium für

Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz vertreten und nimmt

regelmäßig an den dortigen Sitzungen

teil.

Fuchstollwut

Auch im Berichtsjahr gab es offiziell in

Hessen keine tollwutgefährdeten Gebiete

mehr. Dass keine Tollwut mehr nachgewiesen

wurde, kann, muss aber nicht gleichzeitig

bedeuten, dass die Erkrankung ausgerottet

sei. Zur Tollwut-Prophylaxe gilt es

daher weiterhin, die Bejagung der Füchse

zu forcieren, um hier einen entsprechenden

Beitrag der Prävention durch die Jägerschaft

zu leisten. Gleichzeitig dient die

verstärkte Bejagung auch dazu, dass sich

der Fuchsbandwurm nicht weiter verbreiten

kann und stellt ein positives Element

der Niederwildhege dar. Dieser Aufgabe

ist die hessische Jägerschaft ebenfalls im

Berichtsjahr wieder verstärkt durch die in

den Hegegemeinschaften durchgeführten

„Fuchswochen“ nachgekommen, die jedoch

immer mehr im Fokus von sog. Tierschutzverbänden

stehen..

Staupe

Im Berichtsjahr wurde leider auch wieder

vermehrt Staupe bei Fuchs und Waschbär

bestätigt.

Räude

Im Berichtsjahr wurde ebenfalls vermehrt

die Räude bei Fuchs und Waschbär bestätigt.

Fuchsbandwurm

Aufgrund der weiterhin in Deutschland

ansteigenden Fuchsbesätze hat die Sozialversicherung

für Landwirtschaft, Forsten

und Gartenbau auch im aktuellen Berichtsjahr

vor der Infektion mit dem Fuchsbandwurf

gewarnt und entsprechende Hinweise

beim Umgang mit erlegten Füchsen gegeben.

Hegegemeinschaften –

Biotophege

Hegegemeinschaften/Biotophege

Die Beratung und fachliche Unterstützung

der über 250 hessischen Hegegemeinschaften

für Niederwild-, Dam-, Muffel-

und Rotwild nimmt für den LJV Hessen

weiterhin einen hohen Stellenwert ein, zumal

deren Aufgaben und Zuständigkeiten

auch im Berichtsjahr erweitert worden sind

(u.a. fachliche Zuständigkeit beim Niederwildmonitoring).

Im Zuständigkeitsbereich der Jagdvereine

und Hegegemeinschaften erfolgten

wiederum zahl-reiche landschaftswirksame

Arbeiten (Pflanzaktionen, Pflegemaßnahmen,

Schaffung von Biotopen, etc.) meist

in Zusammenarbeit mit Kommunen, örtlichen

Naturschutzgruppen und –behörden.

Konkrete Biotopaufwertungsarbeiten sind

ein andauernder Arbeitsbereich für Jäger:

Im Rahmen der Kampagne „Baum des

Jahres: Edelkastanie“ pflanzte unter Anleitung

der SDW und des Kreisjagdvereins

Hofgeismar die Kita Grebenstein (Landkreis

Kassel) zwei dieser besonderen einheimischen

Laubbäume, die von einem Vereinsmitglied

gespendet wurden.

Auf Initiative des Kreisjagdvereins Gelnhausen

und des Kreisverbandes Main-Kinzig

der Naturlandstiftung absolvierten die

Kinder im Rahmen der Ferienspiele der Gemeinde

Jossgrund einen natur- und jagdkundlichen

Parcours, der am abendlichen

Lagerfeuer mit Imbiss endete.

Diese und zahlreiche andere ähnliche

Biotopmaßnahmen in den Revieren wurden

von der Jägerschaft und ihren Mithelfern in

der Überzeugung durchgeführt, dass der

einzelne Jäger mit Gleichgesinnten vor allem

auf der Ebene des Revieres einen Bei-

23

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

trag dazu leisten kann, die Lebensräume

wildlebender Tiere qualitativ und in ihrem

Umfang soweit wie möglich zu erhalten und

zu sichern. Hierin liegt nach wie vor eine

der Hauptaufgaben der 220 hessischen

Niederwild-Hegegemeinschaften, die 1988

landesweit gegründet wurden; dies gilt gleichermaßen

für die „Hegegemeinschaften

für Dam-, Muffel- und Rotwild“.

Bei der Bewältigung ihrer umfangreichen

Aufgaben konnte ihnen und den Jagdvereinen

von der LJV-Geschäftsstelle Hilfestellung

und Beratung gegeben werden.

Die Hegegemeinschaft „Wiesbaden-Ost“

setzt ihre fachliche Arbeit kontinuierlich fort:

In Erweiterung des fertiggestellten Lebensraumkonzeptes

wurde im Frühjahr 2018 im

Rahmen einer Exkursion Rebhühner im Feld

erfasst; weiterhin wurden in Zusammenarbeit

mit Landwirten Blühstreifen als Nahrungsquelle

für die Rebhühner angelegt.

Die Hegegemeinschaft „Friedberg-Süd“

(Wetteraukreis) startet die Erarbeitung

eines Gebiets-Lebensraumkonzeptes: In

Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde

und örtlichen Jägern soll das Konzept

einen Handlungsplan für Hege und

Jagd für die nächsten Jahre sein.

Naturschutz

Im Rahmen seiner Tätigkeit als nach

dem § 63 Bundesnaturschutzgesetz anerkanntem

Naturschutzverband (Träger öffentlicher

Belange) wurden vom LJV Hessen

bzw. seinen in den Kreisjagdvereinen

tätigen Naturschutz-Beauftragten in 2018

wiederum rd. 1.600 Vorgänge zu Eingriffen

in Natur und Landschaft bearbeitet. Dabei

nahm nach wie vor die Vielzahl der Eingriffe

durch Ausweisung neuer Bau- und

Gewerbegebiete die Beauftragten vor Ort

besonders in Anspruch. In Ergänzung zu

den seit Jahrzehnten bestehenden Naturschutzgebieten

kommen den FFH-Gebieten

(Fauna-Flora-Habitat) seit einigen Jahren

sowohl an Fläche als auch an Bedeutung

eine besondere Stellung zu.

Eine Expertenrunde „Jungwildrettung“

hatte der LJV Hessen zu einem Erfahrungsaustausch

eingeladen. Die verschiedenen

Vorbeugemaßnahmen wie Absuchen und

Scheuchen, Wärmebildkameras sowie

Schallkanonen wurden erörtert und in einem

Merkblatt zusammengefasst.

Der Rebhuhnhegering Wetterau stellte

in der Niederrosbacher Feldflur (Wetteraukreis)

Schutzmaßnahmen für den

24

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Feldhamster vor. So können Landwirte

„Hamsterstreifen“, „Nacherntestreifen“ und

„Hamsterblühstreifen“ anlegen; diese Artenschutzmaßnahmen

kommen auch anderen

Arten im Offenland zugute.

Wildbiologische Forschung

Unter dem Titel „Wildtiererfassung in

Deutschland“ setzt der Landesjagdverband

Hessen mit dem Deutschen Jagdverband

(DJV) das bundesweite Wildtierinformationssystem

(WILD) seit 2001 um. Das Ziel

dieses Langzeit-Beobachtungsprogramm

(„Monitoring“) ist es, die Informationsdichte

über die lokalen Umstände und Lebensbedingungen

über Wildtiere zu erhöhen und

daraus jagdpraktische und jagdpolitische

Aussagen abzuleiten. Über die mehrjährigen

Ergebnisse wurde auch in 2018 berichtet.

Im Rahmen des Niederwildmonitorings

in Hessen startete zur Vorbereitung des Entenmonitorings

der Arbeitskreis Wildbiologie

Gießen und der LJV Hessen Schulungen

zur Entnahme und Einsendung von Entenschwingen.

Im Frühjahr und Herbst 2018 erfolgten

weitere Frühjahrs- und Herbstfeldhasenzählungen

innerhalb des ministeriellen

Feldhasenmonitorings, das über alle hessischen

Niederwildhegegemeinschaften

realisiert wird. Zur Unterstützung führte der

LJV Hessen gemeinsam mit dem Umweltministerium

wieder entsprechende Informationsschulungen

durch.

Über die detaillierte Auswertung des

Niederwildmonitorings (Feldhase und Stockente)

für 2016 und 2017 wurde ausführlich

berichtet.

Mit der Thematik des Biotopverbundes/

Grünbrücken für Wildtiere befasst sich der

LJV Hessen seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Zu diesen Projekten zählt auch das Bemühen

gemeinsam mit weiteren Kreisnaturschutzverbänden,

an der sog. „Sauerlandautobahn

A 45“ in Höhe der Landesgrenze

(„Kalteiche“) eine Grünbrücke zu realisieren,

die als Ausgleichsmaßnahme

fungieren soll. Dieses Bauwerk würde an

einer markanten Lokalität mehreren dort

vorkommenden Großsäugerarten (Luchs,

Wolf, Wildkatze, Rotwild) eine Überquerung

ermöglichen.

Die Rotwildhegegemeinschaft „Gieseler

Forst“ (Kreis Fulda) übergab in einer sehr

gut besuchten Veranstaltung das umfängliche

„Gebietslebensraumkonzept“ für die

46 Rotwildreviere in diesem Raum. Es stellt

eine Handlungsanleitung für die nächsten

Jahre dar und fügt sich in die Reihe bisher

erarbeiteter Lebensraumkonzepte ein.

Der zehnte „Tag des Rotwildes“ in Alsfeld-Eudorf

war wiederum von den Vertretern

der Rotwildhegegemeinschaften und

den Jagdbehörden sowie von Hessen-Forst

sehr gut besucht.

Im Zentrum standen Beiträge zur genetischen

Untersuchung mittelhessischer

Rotwildpopulationen sowie die Vorstellung

einer „Landeskonzeption Rotwild Hessen“.

In einem sehr speziellen Biotop im Lahn-

Dill-Kreis hat sich unter Leitung des LJV

Hessen eine „Interessengemeinschaft

Kulturgut Hauberge“ etabliert, die sich

den komplexen Umständen der dort sehr

seltenen Niederwälder und dessen Fauna

und Flora widmet. Neben den Haubergsgenossen

als Waldeigentümer sind die Kommunen,

Jäger und Ornithologen sowie die

Fachbehörden einbezogen.

Aus- und Fortbildung der

Jägerschaft

Jägerprüfung

An der Jägerprüfung im Frühjahr und

Herbst 2018 haben 634 (Vorjahr 565)

Prüflinge teilgenommen, von diesen haben

444 = 70,0 % (Vorjahr 75,2 %) die Prüfung

bestanden.

Dass sich die Anzahl der Jägerprüflinge

in Hessen aufgrund der neuen Prüfungsordnung

verringern würde, hat sich damit

auch im zweiten Jahr des neuen Prüfungssystems

nicht bestätigt.

Da bekannt ist, dass neben der angebotenen

Jungjägerausbildung in den Jagdvereinen

weiterhin interessierte Personen in andere

Bundesländer zu privaten Jagdschulen

abwandern, ist es von besonderer Bedeutung,

diese Personen für die organisierte

Jägerschaft in Hessen zu gewinnen (DJV/

LJV-Jungjägerpaket).

Fortbildung

Neben den durch den LJV Hessen stattfindenden

Fortbildungsveranstaltungen

liegt der Schwerpunkt weiterhin bei den

Jagdvereinen.

Durch Vortrags- und Filmveranstaltungen

sowie durch Exkursionen fand hier eine intensive

Fortbildung statt. Hierfür standen

auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des LJV zur Verfügung.


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Darüber hinaus hielten auch die Mitglieder

des LJV-Präsidiums und des Vorstandes

sowie der Geschäftsführer und der

Pressesprecher in verschiedenen Jagdvereinen

und Hegegemeinschaften Vorträge zu

aktuellen jagdpolitischen Themen.

Insgesamt hat es sich der LJV zur Aufgabe

gemacht, die Fortbildung auf Landesebene

zu intensivieren.

LandesJAGDschule des Landesjagdverbandes

Hessen

Aus- und Fortbildungsstätte

Schulungsräume des LJV Hessen befinden

sich seit vielen Jahren im Zeughaus am

Jagdschloss Kranichstein. Eigentümer des

Jagdschlosses und des Zeughauses ist die

Stiftung Hessischer Jägerhof.

Aufgrund der im Berichtsjahr erreichten

Möglichkeit, die Anmietung der Räumlichkeiten

im Zeughaus auch weiterhin zu fördern,

konnte der LJV wieder in die Verhandlungen

eintreten, um den Mietvertrag mit

der Stiftung Hessischer Jägerhof aufleben

zu lassen.

Ergänzend zum dortigen Ausbildungsangebot

werden Lehrgänge auch in anderen

Regionen Hessens angeboten, sowohl um

die Attraktivität als auch den Dienstleistungsgedanken

für unsere Mitglieder zu erhöhen.

Dem LJV stehen für die LandesJAGDschule

in Kranichstein moderne Schulungsräume,

eine umfangreiche Werkstatt und

eine Wildzerwirkstation zur Verfügung.

Darüber hinaus stehen ca. 800 Präparate

und Exponate an der Schule zur Verfügung.

Die LandesJAGDschule bietet für die Jägerschaft

verschiedenste Fortbildungskurse.

Angefangen von Jagdaufseherlehrgängen

über Wildschadensseminare bis hin zu

Biotop-Lehrgängen.

Lehrgänge

Der LJV ist in seiner LandesJAGDschule

Hessen fortwährend bestrebt, die Lehrgangsangebote

zu aktualisieren bzw. zu

erweitern.

Jagd im Staatswald/

Hessen-Forst

Die durch den Landesbetrieb Hessen-Forst

betreute Jagdfläche beläuft sich auf rund 18

% der bejagbaren Fläche Hessens.

Im Übrigen ist die Zusammenarbeit zwischen

dem Landesjagdverband und HessenForst

grundsätzlich nach wie vor gut.

Es besteht eine ständige gemeinsame Arbeitsgruppe,

in der verschiedene jagdliche

Problemkreise turnusgemäß besprochen

werden.

Bedauerlicherweise wurde im Berichtsjahr

die Umzertifizierung der im Landeseigentum

stehenden Waldfläche von PEFC

auf FSC vorangetrieben und zum Abschluss

gebracht. Auch hier handelt es sich um

ein nicht rational nachvollziehbares Moment

der Umweltpolitik. Inwieweit diese

durchaus nicht wildfreundliche neue Zertifizierung

sich jagdlich auf Dauer bemerkbar

machen wird, sollte ebenfalls einer Beobachtung

unterzogen werden; insbesondere

auch im Zusammenhang mit der neuen

Schalenwildrichtlinie aus dem Jahr 2019.

Jagdgebrauchshundewesen

Ausbildung von Jagdgebrauchshunden/

Jagdkynologische Arbeitsgemeinschaft im

LJV-Hessen

Nachdem zum 01.11.2008 die Brauchbarkeitsprüfungsordnung

für das Land

Hessen in Kraft getreten ist, findet jeweils in

Vorbereitung der Jahrestagung in Ockstadt

ein Treffen der Prüfungsobleute statt, um

aus der Praxis heraus auf mögliche Schwierigkeiten

hinweisen zu können. Diese „Vorbesprechung“

hat sich bewährt und findet

bei den Prüfungsobleuten großen Anklang

und fand auch im Berichtsjahr wieder statt.

Aufgrund des plötzlichen Todes des erst

im Frühjahr 2017 in den Vorstand der Jagdkynologischen

Arbeitsgemeinschaft im LJV

Hessen gewählten stellvertretenden Vorsitzenden

Franz-Josef Bade, wurde im Wege

der notwendigen Nachwahl mit Bärbel

Griesheimer erstmals eine Jagdkynologin

in den Vorstand gewählt.

Eine ausführliche Berichterstattung erfolgte

im Hessenjäger.

Jagdgebrauchshundeprüfungen

Die 61. Verbandsschweißprüfung, die zu

den drei klassischen Schweißprüfungen in

Deutschland zählt, und die 15. Verbandsfährtenschuhprüfung

-„Georg-Henning-Gedächtnisprüfung“-

des LJV wurden am

06.10.2018 in den Revieren rund um den

Hoherodskopf durchgeführt. Traditionsgemäß

fand in diesem Zusammenhang die

Tagung der Jagdkynologischen Arbeitsgemeinschaft

statt; verbunden auch mit

einer Fortbildungsveranstaltung für die

hessische Jägerschaft. Eine ausführliche

Berichterstattung erfolgte im Hessenjäger.

Neben den vom LJV durchgeführten

Schweißprüfungen am Hoherodskopf wurden

von den Prüfungs- und Zuchtvereinen

in Hessen eine Reihe von Jagdgebrauchshundeprüfungen/Brauchbarkeitsprüfungen

durchgeführt, die vom LJV Hessen wieder

bezuschusst wurden. Dieser Erfolg beruht

nicht zuletzt auf dem Idealismus und der

Einsatzbereitschaft vieler Rüdemänner und

–frauen, die sich für die Durchführung der

Lehrgänge zur Verfügung stellen und denen

wir zu Dank verpflichtet sind.

Im Berichtsjahr wurden der Rechtslage

entsprechend vom LJV keine Bestätigungen

über die Brauchbarkeit von Jagdgebrauchshunden

erteilt, welche einer Prüfung

außerhalb der BPO-Hessen absolviert

haben. Dies beruht auf der „neuen“ Jagdverordnung,

da in diesem Zusammenhang

die ministeriellen Verantwortlichen dafür

die Zuständigkeit, entgegen des Hinweises

des LJV, bei den jeweiligen Unteren

Jagdbehörden angesiedelt haben. Trotz

dieses eingetretenen Zuständigkeitswechsels

wurde der LJV auch weiterhin vielfach

von Unteren Jagdbehörden, aber auch von

Hundeführerinnen und Hundeführern, um

Rat gebeten, wenn ein Jagdgebrauchshund

grundsätzlich die Brauchbarkeitsbedingungen

für Hessen erfüllt.

Jagdliches Brauchtum

Landes- und Bundeswettbewerb im

Jagdhornblasen

Turnusgemäß findet im Berichtsjahr wieder

der Landes- und Bundeswettbewerb im

Jagdhornblasen in Kranichstein statt.

Im Zusammenhang mit dem Wettbewerb

findet ebenfalls wieder eine Fortbildung/

Arbeitstagung für die musikalischen Leiter

und interessierten Bläser der hessischen

Jagdhornbläsergruppen in Kranichstein

statt.

Im Übrigen sind die Jagdhornbläser insgesamt

nicht nur Bewahrer einer jagdlichen

Tradition mit nach wie vor praktischem Hintergrund,

sondern unverzichtbares Element

der Öffentlichkeitsarbeit.

Hierüber wurde im Hessenjäger ausführlich

berichtet.

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HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Jagdliches Schießen

Die Landesmeisterschaften im jagdlichen

Schießen des LJV Hessen fanden vom 13.

- 15. Juli 2018 auf dem Schießstand des

Kreisjagdvereins Hersfeld statt.

Ebenso nahmen die hessischen Jagdschützen

erfolgreich an der vom DJV ausgerichteten

Bundesmeisterschaft teil.

Die hessischen Jagdschützen sind ein

verlässlicher Partner des LJV und zeigen

dabei auf, dass der Besuch und die Nutzung

eines Schießstandes nur zum Vorteil

gereichen kann. Jeder hessische Jäger

sollte zumindest die durch den DJV angebotenen

Jahresschießnadeln/Teilnehmernadeln

in Angriff nehmen. Nicht nur

der gute Hund, sondern auch das sichere

Führen seiner Jagdwaffe gehört zur waidgerechten

Jagd.

Über alle weiteren Ergebnisse und Geschehnisse

wurde im Hessenjäger ausführlich

berichtet.

An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt

bleiben, dass die Jagdschützen insgesamt

die Farben des LJV Hessen mit hohem ideellem

Einsatz repräsentieren.

Turnusgemäß fand im Berichtsjahr auch

die Arbeitstagung der hessischen Schießobleute

statt. Weitergehend trafen sich die

Bezirksschießobleute zu verschiedenen

Arbeitsgesprächen unter Federführung des

Landesschießobmannes Stefan Dimmer.

Weitere Arbeitsbereiche

Darüber hinaus hat sich der LJV mit einer

Vielzahl von weiteren Einzelbereichen

auseinander gesetzt und engagiert, über die

ebenfalls im Berichtsjahr im Hessenjäger

informiert wurde.

Wer den Hessenjäger archiviert, hat immer

ein gutes und greifbares Nachschlagewerk

über sämtliche Themen- und Arbeitsbereiche

in Hessen vorrätig.

Ausblick

Auch im abgelaufenen Berichtsjahr hat

sich nicht nur in Hessen, sondern auch

und gerade in unseren Nachbarbundesländern

wieder gezeigt, wie wichtig eine

schlagkräftige Öffentlichkeitsarbeit für die

Zukunft unserer Jagd ist. In der heutigen

Zeit kann davon ausgegangen werden,

dass diese mindestens genauso bedeutsam

ist, wie das fachlich fundierte Wissen

im rechtlichen und praktischen Bereich

der Jagd. Hier haben uns insbesondere

Verbände aus dem nichtjagdlichen Bereich

mehrfach vor Augen geführt, dass die Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit

ein Hauptgeschäftsfeld

ist und nur schwer rein ehrenamtlich

zu stemmen ist. In einer mehr

und mehr urbanen Gesellschaft wird es

immer wichtiger, schnell und umfassend

die Bevölkerung für die Belange der Jagd

positiv einzustimmen. Dabei ist festzustellen,

dass die der Jagd nicht wohlgesonnen

Gruppierungen auch immer weiter in

den ländlichen Raum vordringen, um dort

gezielt eine Negativstimmung gegenüber

Jagd und Jägern zu überzeugen. Darüber

hinaus ist die Kampagnenfähigkeit der

Jägerschaft selbst, verbunden mit einer

schnellen Erreichbarkeit, ebenfalls von hoher

Bedeutung.

Insgesamt danken die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Geschäftsstelle den engagierten

und motivierten Mitgliedern des

LJV-Vorstandes für ihre Mitarbeit.

Lassen Sie uns daher nicht müde werden,

unsere Passion schon auf den kleinsten

Frühlings- und Sommerfesten, dem „Hessentag“

oder wie jetzt Ende Februar 2019

auf der Frankfurter Messe „Land und Genuss“

und vielen weiteren Veranstaltungen,

näher zu bringen. Nicht jeder Mensch muss

gleich auch den Jagdschein erwerben, sondern

es ist bereits ein großer Gewinn, wenn

der heute vielfach urban geprägte Mensch

unser Tun verstehen und akzeptieren kann.

Nur wenn die nachhaltige Jagd als wichtiger

Bestandteil auch weiterhin gesellschaftlichen

Rückhalt erfährt, ist die Jagd der Zukunft

gesichert.

Bad Nauheim,

den 11. März 2019

Landesjagdverband Hessen e.V.

JAGDKATALOG.COM

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HessenJäger

Ausgabe 04/19


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Ausschreibung zur LJV-Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2019

Die LJV-Landesmeisterschaft im

jagdlichen Schießen findet als

Mannschafts- und Einzelwettbewerb

vom 28.06.–30.06.2019

auf der Schießanlage

„an der Rosskuppe”

des Jagdvereins Diana Hünfeld.

in Hünfeld-Dammersbach,

nach den Bestimmungen der DJV-Schießvorschrift

in der Fassung vom 01.04.2015

und den nachfolgenden Bedingungen statt:

I. Zeitplan

(Änderungen bleiben der Schießleitung

vorbehalten)

Freitag, 28. Juni 2019

10.00 Uhr

Einstellen der Maschinen und Überprüfung

des Schießstandes

Leitung: LJV-Schießleiter Stefan Dimmer

Treffpunkt: Kugelstand

13.00 Uhr – 17.00 Uhr

Schießen für Lang- und Kurzwaffen

Samstag, 29. Juni 2019

8.00 – 17.00 Uhr

Schießen für Lang- und Kurzwaffen

Sonntag, 30. Juni 2019

08.00 – 13.00 Uhr

Schießen für Lang- und Kurzwaffen

Die Einzelschützinnen/Einzelschützen

aller Klassen schießen schwerpunktmäßig

am Freitag, dem 28.06.2019 und Samstag,

den 29.06.2019. Der Mannschaftswettbewerb

findet am Samstag, dem 29.06.2019

und Sonntag, den 30.06.2019 statt.

Der Schütze muss, nachdem der

Hauptrichter das Schießen freigegeben

bzw. der Schütze zu seiner Linken oder

sein Vorgänger eine regelgerechte Wurfscheibe

beschossen hat, innerhalb von 15

Sekunden seine Stellung (Trap) einnehmen

bzw. unverzüglich seinen Stand (Skeet)

betreten, seine Flinte laden, die Taube in

jagdlicher Gewehrhaltung erwarten und

beschießen. Im Falle der Nichtbeachtung

wird der Schütze vom Hauptrichter verwarnt.

Sollten Mannschaften durch ihr Verhalten

den Zeitplan gefährden, so ist der

Hauptrichter berechtigt das Schießen zu

beenden und alle nicht beschossenen Tauben

als Fehler zu werten. Dieser Fall tritt ein,

wenn eine Mannschaft für das Skeet- oder

Trapschießen länger als 22 Minuten benötigt.

Jeglicher Betrug, auch Betrugsversuch,

führt ohne Verwarnung zum Ausschluss

vom Schießen sowie der Bundesmeisterschaftsschießen

im Jahre 2019. Beim

Flintenschießen darf die Schrotladung 24 g

nicht überschreiten.

Anschlagmarkierung: Diese muss ca. 25

cm lang, ca. 2 cm breit und dauerhaft auf

der Anschlagsseite der Schießjacke oder

Schießweste angebracht sein (Kreidestriche

etc. sind nicht zulässig). Wechselchokes

sind zulässig, Laufwechsel bleiben verboten.

Nur Chokes gleicher Bauart dürfen

verwendet werden. Die Zeitbegrenzung

für Rehbockscheibe, stehende Überläuferscheibe

und Fuchsscheibe beträgt 30 Minuten.

Die Schießleitung achtet auf zügiges

Durchschießen der einzelnen Bedingungen.

Leuchtpunkte auf Kurzwaffen und Flinten

sind nicht zugelassen. Die Obleute der Landesverbände

werden darum gebeten, die

Schützinnen und Schützen bei den vorbereitenden

Wettkämpfen darauf hinzuweisen,

so dass bei der Bundesmeisterschaft

alle Markierungen schon vorschriftsgemäß

sind.

Bei der Landesmeisterschaft 2019 wird

eine Einspruchsfrist festgelegt. Einsprüche

gegen Ergebnisse sind nur noch 30 Minuten

nach Veröffentlichung der Ergebnisse

(Aushang) möglich. Später eingehende

Einsprüche müssen nicht mehr bearbeitet

werden. Hiermit werden die Schiessobleute,

Mannschaftsleiter und jeder einzelne

Schütze aufgefordert, die veröffentlichten

Ergebnisse zeitnah zu überprüfen.

Ebenso sind die Schützen, Mannschaftsleiter

und Obleute verpflichtet, die Startdaten

der Schützen (Alter, Klassenzugehörigkeit,

Mannschaftsschütz/Einzelschütz,

Nadelbesitz) zu überprüfen.

Kommen elektronische Anzeigen zum

Einsatz, akzeptiert der Schütze, bzw. der

Landesverband mit der Anmeldung die

Wertungen, welche diese Anlagen vornehmen.

Diese wurden zuvor durch den Landesschießleiter

überprüft!

Sollten Einschränkungen bestehen,

die durch die Betriebsgenehmigung des

Schießstandes vorgegeben sind, so sind

diese öffentlich zu machen und durch alle

Teilnehmer zu beachten!

II. Siegerehrung

Änderungen bleiben der Schießleitung

vorbehalten.

Die Siegerehrung erfolgt ca. gegen 16.00 Uhr.

Eventuell notwendig werdende Stechen

finden spätestens 30 Minuten (Anwesenheitspflicht)

nach Wettkampfende am

Sonntag, 30. Juni 2019, statt.

III. Schießleitung

Die Schießleitung obliegt dem

LJV-Schießleiter Stefan Dimmer.

Bei Verstößen gegen die Regeln hat die

Schießleitung das Recht, das Schießen zu

unterbrechen, ohne dass die schießende

Rotte ein Anrecht auf Neubeginn der gerade

geschossenen Teildisziplin hat.

Das Schiedsgericht wird aus 3 Schießobleuten

gebildet.

Die Protestgebühr beträgt € 50,00.

IV. Kontrollschüsse

a) In Ausnahmefällen (z.B. Sturz mit der

Waffe) sind Kontrollschüsse mit der

Büchse auf dem Schießstand möglich.

b) Kurzwaffenschießen: Bis zu 5 Probeschüsse

zur Ermittlung des Haltepunktes

auf eine Scheibe werden zugelassen.

V. Teilnahmebedingungen

Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer muss

einen gültigen Jagdschein besitzen oder

eine ausreichende Haftpflichtversicherung

abgeschlossen haben. Der Nachweis ist bei

der Schießkartenausgabe zu führen.

Gemäß der DJV-Schießvorschrift haben

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in

jagdlicher Kleidung anzutreten.

Zur LJV-Landesmeisterschaft werden zugelassen:

KOMBINIERTES SCHIESSEN

1. Mannschaften

a) A-Mannschaften: Teilnahmeberechtigt

sind Jagdschützinnen und Jagdschüt-

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HessenJäger

Ausgabe 04/19

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Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

zen die mindestens die DJV-Schießleistungsnadel

in Silber oder Gold besitzen.

b) B-Mannschaften: Teilnahmeberechtigt

sind alle Jagdschützinnen und Jagdschützen

die die DJV-Schießleistungsnadel

in Bronze (Damen und Jugend)

besitzen, alle anderen Schützen müssen

Silber besitzen.

Jeder Jagdverein kann mehrere Mannschaften

stellen, die zum Wettkampf geschlossen

anzutreten haben. Die Mitglieder

der Mannschaften gelten als Einzelschützen

und werden auch als solche gewertet.

2. Einzelschützen

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützinnen/Jagdschützen

die 2019 an mindestens

zwei Qualifikationsschießen des LJV oder

des DJV (Schießen um die Leistungsnadel

"Sonderstufe GOLD") und die Kurzwaffenschützinnen/Kurzwaffenschützen

die 2019

an einem Kurzwaffenschießen teilgenommen

haben:

a. Offene Klasse:

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützen

der Jahrgänge 1965 bis 1991, die mindestens

die DJV-Schießleistungsnadel in Silber

besitzen.

b. Altersklasse:

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützen

der Jahrgänge 1955 bis 1964 die mindestens

die DJV-Schießleistungsnadel in Silber

besitzen.

c. Seniorenklasse:

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützen

der Jahrgänge 1954 und älter, die mindestens

die DJV-Schießleistungsnadel in Silber

besitzen.

d. Jugendklasse:

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützen

der Jahrgänge 1992 und jünger, die mindestens

die DJV-Schießleistungsnadel in

Bronze besitzen.

e. Damenklasse:

Teilnahmeberechtigt sind Jagdschützinnen,

die mindestens die DJV-Schießleistungsnadel

in Bronze besitzen.

Teilnehmer anderer Bundesländer, die

ordentliche Mitglieder der Landesjagdverbände

bzw. deren Untergliederungen sind

und die sonstigen Voraussetzungen für die

28

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Teilnahme an der Landesmeisterschaft im

jagdlichen Schießen erfüllen, werden zugelassen.

Die Anmeldung erfolgt nur durch die betreffenden

Schießobleute der Vereine.

KURZWAFFENSCHIESSEN

Teilnahmeberechtigt sind nur Jagdschützinnen/Jagdschützen,

die mindestens an

einem Kurzwaffenschießen teilgenommen

haben.

Geschossen wird auf die für das Kurzwaffenschießen

verbindliche "DJV-Scheibe

Nr. 7" mit folgenden Maßen: 780 x 470 mm

Außenmaß. Die Bewertungsringe beginnen

mit dem 6. Ring.

Schießwesten/Westen werden als Jacken

beim Kurzwaffenschießen nicht zugelassen.

VI. Anmeldungen

Die Meldungen der Mannschaft- und

Einzelschützinnen/Einzelschützen für Langund

Kurzwaffen erfolgen nur durch die

Schießobleute der Vereine, ausschließlich

auf dem dafür vorgesehenen Meldeformular

zur Landesmeisterschaft (zu finden auf

der Homepage www.ljv-hessen.de ), möglichst

per E-Mail an die Geschäftsstelle des

LJV Hessen (info@ljv-hessen.de).

Zu beachten ist, dass Einzelschützinnen

und Einzelschützen und Mannschaften aller

Klassen nur am Freitag und Samstag starten!

Der Sonntag bleibt den 10 besten Mannschaften

des letzten Jahres vorbehalten! Gestartet

wird in umgekehrter Reihenfolge.

In der Meldung sind Name, Vorname,

die Vereinszugehörigkeit anzugeben. Außerdem

ist bei jedem anzuführen, ob er im

Falle einer Qualifikation bei den Landesmeisterschaften

- als Mannschafts- oder

Einzelschützin, Einzelschütze – bereit ist,

an den Bundesmeisterschaften im jagdlichen

Schießen vom 04. September bis 07.

September 2019 in Liebenau teilzunehmen.

Die Zusage muss verbindlich sein. Ohne die

Zusage kann der Teilnehmer nicht mit einer

© Fotolia.com/ Kanea

Starterlaubnis bei dem Bundesschießen

rechnen. Bei zugewiesenen Startplätzen

und unentschuldigtem Fehlen übernimmt

der Schütze die Startgebühren. In der Meldung

ist unbedingt anzugeben, an welche

Anschrift des meldenden Vereins der Landesschießobmann

die Meldung über den

Ablauf des Schießens und die Zeiteinteilung

schicken soll. Die Meldungen sind ausschließlich

auf dem „neuem“ Meldeformular

an den Landesschießobmann zu senden

(keine Schießkarten).

Meldeschluss ist der 12. Juni 2019.

Ummeldungen und Änderungen vor der

Landesmeisterschaft sind dann nur noch in

Ausnahmefällen, in Rücksprache mit dem

LJV-Schießleiter, möglich. Für Ummeldungen

jeglicher Art werden während der

Landesmeisterschaft Ummeldegebühren in

Höhe von 20,-€ erhoben.

Die Einhaltung der Meldetermine und die

Altersangaben bei den Alters-, Seniorenund

Jugendschützinnen/Jugendschützen

und den Schützinnen der Damenklasse sind

unbedingt erforderlich.

Nachmeldungen und Ummeldungen

während der Meisterschaft sind nur über

die Obleute (oder deren Vertreter) möglich.

VII. Nenngeld

Das Nenngeld beträgt:

Für die Teilnehmer am kombinierten

Schießen

Für jede Mannschaft am kombinierten

Schießen zzgl.

Für die Teilnehmer am Kurzwaffenschießen

Für jede Mannschaft am Kurzwaffenschießen

zzgl.

30,- €

40,- €

15,- €

20,- €

Die Nenngebühren sind von den Jagdvereinen

für die Lang- und Kurzwaffenmannschaften

und Einzelschützinnen/Einzelschützen

in einer Summe gleichzeitig mit

der Meldung auf das

Konto:

IBAN: DE04 5305 0180 0070 0339 42

Bank Sparkasse Fulda

Inhaber: Jagdverein Diana Hünfeld

mit der Angabe "Nenngeld LM Verein………...."

bis zum 23. Juni 2019 zu

überweisen.

Startgeld ist Reuegeld!

Eine Ablichtung der Überweisung des

Startgeldes ist der Meldung beizufügen.


Mitteilungen des LJV Hessen und der Jagdbehörden

Leserbrief

Kommentar zur neuen Schalenwildrichtlinie in Hessen

Heimlich, still und leise. Das könnte die

Überschrift sein über der nun in Kraft getretenen

"Richtlinie für die Hege und Bejagung

des Schalenwildes in Hessen" des

Wiesbadener Umweltministeriums. Sowohl

der Inhalt als auch die Art und Weise

der Neuauflage der Richtlinie muss jeden,

der von sich behauptet einen achtsamen

Umgang mit unserem Schalenwild zu

pflegen, gehörig vor den Kopf stoßen. Die

Schalenwildrichtlinie, die neben Jagdgesetz

und Hessischer Jagdverordnung ein

Grundpfeiler unseres jagdlichen Tuns in

Hessen darstellt, fand in der ersten Februarwoche

ihren Weg aus dem Ministerium,

also just in dem Moment, in dem in den

Hegegemeinschaften und Unteren Jagdbehörden

der Planungsprozess für die Rotund

Rehwildabschusspläne beginnt. Ein

Schelm, wer hier an bewusstes Taktieren

denkt. Sollte hier einem in unserer Demokratie

üblichen Konsultationsprozess

mit den Betroffenen bewusst aus dem

Weg gegangen sein? Wer vor drei Jahren

gedacht hat, die Änderung grundlegender

jagdrechtlicher Rahmenbedingungen

auf dem Wege der Verordnung stelle den

tiefst möglichen Flug unter dem Radar der

öffentlichen und parlamentarischen Meinungsbildung

dar, sieht nun am Beispiel

dieser Richtlinie: Es geht noch tiefer! Ein

Blick ins Kleingedruckte der Tabellen des

Werkes offenbart uns dann die völlige Beliebigkeit

des zukünftig angedachten Abschussvollzuges:

Beim Rehwild heißt es da

„statt eines freigegeben männlichen Stückes

kann ein anderes abschussnotwendiges

männliches Stück einer beliebigen

Altersstufe oder ein weibliches Stück einer

Jagdkynologischer Stammtisch

beliebigen Altersstufe erlegt werden“. Also

klarer Auftrag, erst mal ordentlich Strecke

machen, das wird dann schon irgendwie

passend gemacht. Kein Wort mehr von

einer ausgewogenen Alters- und Sozialstruktur.

Dafür nun ein auf acht Seiten formulierter,

forstlicher Feldzug im Kampf gegen

die unsere Biodiversität gefährdenden,

wiederkäuenden Paarhufer, der in einem

neuen Kapitel mit der Überschrift „Überhöhte

Wildbestände“ seinen Höhepunkt

findet. Kitze und Schmalrehe bzw. Jährlinge

(und analog Kälber sowie Schmaltiere

und Schmalspießer beim Rotwild) werden

übrigens der Einfachheit wegen pauschal

als "Jugendklasse" zusammengefasst. Alles,

um nur ja jede erdenkliche Möglichkeit

zu nutzen, den Abschussplan so beliebig

und undifferenziert wie möglich zu gestalten.

Natürlich macht das "Zahl vor Wahl"

Credo auch vor dem Hegeziel der Rotwildhegegemeinschaften

nicht halt: Statt eines

Hirsches der Klasse I kann zukünftig auch

ein anderer, beliebiger Hirsch der Klasse

II (oder III) erlegt werden. Hauptsache

irgendein Hirsch wird

zum Wohle der Waldvegetation

zu Boden

gebracht. Apropos

Hegegemeinschaften:

Während man

in manch anderen

Bundesländern deren

Stellung stärkt, wird

für Hessen die bisher

vorgesehene Selbstverantwortung

der

ehrenamtlich tätigen

Jägerschaft auf dem

Treffen der Südhessischen Jagdgebrauchshundeführer, Ausbilder,

Züchter und Freunde unserer Jagdhunde am 16. Mai 2019,

17.30 Uhr, in Groß-Umstadt, Gaststätte Groß-Umstädter Krone. Wir

wollen über aktuelle Fragen rund um unsere Jagdhunde sprechen.

Neben Fragen zum einheitlichen Richten auf der BP wollen wir auch

über die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen und die

Förderung des Richterwesens diskutieren.

Parken kann man an der Stadthalle (Am Darmstädter Schloss 6).

Auf Euer Kommen freut sich der Vorstand der Jagdkynologischen

AG im LJV Hessen und im JGHV.

Altar des Feindbildes Schalenwild geopfert:

Die absolutistische Antwort auf das

vielschichtige Problem von hohen Schälund

Verbissschäden ist die Festsetzung

der Abschusspläne auf 130% des Vorjahres-IST.

Die selbsternannten Ökologen unter

den Jägern wird’s freuen. Dem Rest sei

empfohlen, auf die Barrikaden zu gehen.

Was wir hier erleben ist eine weitere einseitige

Orientierung am Grundsatz „Wald

vor Wild“, basierend auf der Annahme

dass eine Reduktion der Schalenwildbestände

der effektivste Hebel zur Realisierung

waldbaulicher Ziele sei. Bleibt nur zu

hoffen dass wir irgendwo zwischen den

orangenen Drückjagdwesten noch ein paar

gelbe Westen finden, um unserem Unmut

lautstark Ausdruck zu verleihen.

Moritz Krellmann

Hegegemeinschaftsleiter und Rehwildsachkundiger

der Hegegemeinschaft

Mossautal, im Verein der Jäger im

Odenwald e.V. Kreisjagdberater für den

Odenwaldkreis

Für unsere Geschäftsstelle in

Altenbeken suchen wir zur sofortigen

und unbefristeten Einstellung einen

Büchsenmachermeister (m/w) oder

Techniker/Ingenieur(m/w)

(aus dem Bereich Maschinenbau oder artverwandt)

Das Tätigkeitsfeld umfasst:

- Gutachtenerstattung, Lehrgangstätigkeit, Fachvorträge

- Beratung von Mitgliedern und Verbänden

- Messtechnik, Schallmessungen und -prognosen

Wir erwarten eine kontaktfreudige Persönlichkeit, mit guten mathematischen

und physikalischen Kenntnissen, die sich als Jäger oder

Sportschütze Erfahrungen aneignen konnte. Die Vorbereitung, Durchführung

und Auswertung schießtechnischer Versuche ist ein weiterer

Bestandteil der Arbeit. Eine Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung,

zum selbständigen Arbeiten und Belastbarkeit sind Ihrerseits vorhanden.

Nach einer entsprechenden Tätigkeit wird eine öffentliche

Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger im Bereich Waffentechnik

angestrebt.

Wir bieten Ihnen ein anspruchsvolles und interessantes Aufgabengebiet

mit immer neuen Herausforderungen sowie eine leistungsgerechte

Bezahlung.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit einer Gehaltsvorstellung

senden Sie bitte, gerne auch per E-Mail, an:

DEVA e.V.

Dune 3

33184 Altenbeken

E-Mail: info@deva-institut.de

Für telefonische Vorabinformationen:

Ingo Rottenberger unter: 05255/7343

29

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Aus den Vereinen

Janni – fotolia.com

Neues aus Vereinen & Verbänden

Bezirk Kassel

30

HessenJäger

Ausgabe 04/19

KJV „Hubertus“

Fritzlar-Homberg

kjv-fritzlar-homberg.de

Verdienstmedaille für Friedrich

Löffler

Friedrich Löffler ist seit 51 Jahren Mitglied

im Verein. In dieser Zeit hat er sich nicht nur

als verantwortungsvoller und waidgerechter

Jäger und Hundeführer ausgezeichnet. Als

Mitglied unserer Es-Horn-Gruppe, der er

während ihres gesamten Bestehens angehört

hat, hat er zahlreiche Konzerte und Hubertusmessen

mit gestaltet. Löffler hat dieses

besondere jagdliche Brauchtum leidenschaftlich

gepflegt und so zum positiven Bild seines

KJV in der Öffentlichkeit beigetragen.

Während seiner langjährigen ehrenamtlichen

Tätigkeit als Sachverständiger der HG

Fritzlar, hat er sich aktiv in Lebensraumgestaltung

und Abschußplanung eingebracht,

wobei er sich als besonnener Mittler zwischen

Jagd, Forst und Landwirtschaft besonderes

Vertrauen erwerben konnte. So

hat er als vermittelnder Ansprechpartner

für alle Interessen zu einer nachhaltigen Bejagung

„seines“ Wildes beitragen können.

Aufgrund dieser Verdienste um den KJV,

das jagdliche Brauchtum und die waidgerechte,

nachhaltige Jagd, hat Löffler die

Verdienstmedaille des KJV

verliehen bekommen. Diese wurde von Johannes

Schmidtmann, 1. Vorsitzender des

KJV, und Ulrich Schönhofen, 2. Vorsitzender

des KJV, überreicht.

(hinten v.l.): Ulrich Schönhofen, 2. Vorsitzender,

Johannes Schmidtmann, 1. Vorsitzender und sitzend

Friedrich Löffler.

Spende von Trophäen für den

„Lernort Natur“

Peter Trunk, passionierter Jäger und Jagdhornbläser

hat für den „Lernort Natur“ kapitale

Trophäen gespendet. Diese stammen aus

dem Nachlass seines Vaters Alfons Trunk, der

von 1964 bis 1984 als Berufsjäger in einem

Revier in Brakel tätig war. In 1984 übernahm

er bei der Asseburgschen Gräflichen Verwaltung

die Gesamtaufsicht über eine Fläche von

2.500 ha. Die Trophäen sind ganz besondere

Stücke. Ein Geweih von einem 12 jährigen,

ungeraden 12er Hirsch,

erlegt im Jahr 1976 in Radmer-Österreich,

sowie eine dort erlegte Gams. Der Damschaufler

wurde geforkelt.

Weiterhin gehören zu der Spende drei Gehörne

von kapitalen und prämierten Böcken und

Keilerwaffen. Die Trophäen hat der 1. Vorsitzende

des KJV, Johannes Schmidtmann, in

Empfang genommen. Für den „Lernort Natur“

ist diese Spende von großer Bedeutung,

da diese Stücke noch nicht vorhanden waren.

Der KJV bedankt sich für diese wertvolle

Spende. Annegret Genzel

(v.l.): Johannes Schmidtmann, 1. Vorsitzender KJV

und Peter Trunk.

Bezirk Wiesbaden

Sachsenhäuser

Jagdklub e.V.

sjk-frankfurt.de

August Stark †

Unser Mitglied August Stark verstarb am

26.11.2018 im hohen Alter von 90 Jahren.

Geboren am 01.01.1928 in Hofheim/Ufr, war

er seit Anfang 1970 Mitglied im SJK. Er hatte

1977 zusammen mit seinem Sohn Jürgen die

Jägerprüfung abgelegt.

Die ersten Jahre

seiner jagdlichen

Passion

verbrachte er

beim ehemaligen

Vereinsmitglied

Fritz Woller

im Revier

Holzkirchen bei

Würzburg. Parallel

zog es ihn

über viele Jahre

hinweg in Reviere

seiner alten Heimat, den Haßbergen und

in den Steigerwald. Durch private Verbindungen

war er auch viele Jahre im Spessart. Hier

im Revier Frammersbach und Rengersbrunn,

das später von seinem Sohn übernommen

wurde.

Mittlerweile hat auch sein jüngster Sohn die

Jägerprüfung abgelegt und dadurch eröffneten

sich viele Jagdgelegenheiten im Odenwald.

Dort hat er im Revier seines Sohnes

mit 89 Jahren seinen letzten Rehbock erlegt.

Jagdverein Hubertus

Bad Homburg e.V.

jagdverein-hubertus.de

4. Basar rund um die Passion

Termin: Sonntag, 14.04.2019, 10.00 Uhr –

12.30 Uhr.

Ort: JV Bad Homburg, Jägerhaus Hubertus,

Usinger Weg 100, 61350 Bad Homburg.

Eine Aktion für Jungjäger, passionierte Jäger,

Hunde- und Naturfreunde.

Information/Anmeldung:

www.jagdverein-hubertus.de,

basar@jagdverein-hubertus.de.

Anmeldeschluss für private Verkäufer:

06.04.2019.

Redaktionsschluss für Ausgabe

05/2019 ist der 10.04.2019


Bezirk Darmstadt

Jagdverein Hubertus

Gießen und Umgebung e.V.

hubertus-giessen.de

Großes Interesse am Jungjägerkurs

bei Hubertus Gießen

„Grünes Abitur“ gibt es erst nach gründlicher

Ausbildung!

Der JV hatte zu einer Infoveranstaltung

„Jungjägerkurs 2019“ in das Hessische

Holz + Technik Museum nach Wettenberg-Wißmar

geladen. Das Interesse am

„Grünen Abitur“ ist im Kreis Gießen sehr

groß und will gut vorbereitet sein.

Der Vorsitzende des JV Dieter Mackenrodt

begrüßte dabei etwa 120 Jägerinnen, Jäger,

Jagdhornbläser, Hundeführer und Jagdscheininteressierte.

Arthur Grölz vom Hundeausschuss

präsentierte den interessierten

Besuchern 40 Hundegespanne auf dem Freigelände.

Der Falkner Kai Schmid präsentierte

im Anschluss seine beiden Greifvögel. Er informierte

über die Jagd mit dem Greifvogel.

Die Bläsergruppe des Vereins unter der

Leitung von Ehrenmitglied Oswald Henzel

begleitete die Veranstaltung mit musikalischen

Stücken.

Die Organisation hatte der Ausbildungsleiter

Jürgen John übernommen. Der

Ausbildungsleiter erläuterte mit einer Powerpoint-Präsentation

den etwa 40 Interessenten

das „Grüne Abitur.

Daneben bietet der Verein hochwertige

Waffen zum Übungsschießen, Teilnahme an

Fallenlehrgängen sowie Mitwirken bei den

herbstlichen Drückjagden in den Lehrrevieren.

Der Vorteil der Hubertus-Ausbildung

liegt einerseits in der überschaubaren Ausbildungsdauer,

die sich gut mit beruflichen

Belangen vereinbaren lässt, andererseits ist

gewährleistet, dass nicht nur ausschließlich

das Kurzzeitgedächtnis beansprucht wird.

Bis auf wenige Plätze ist der Vorbereitungslehrgang

belegt.

Mehr zu Hessens größtem Jagdverein und

zur Jägerausbildung erfahren Sie auf der

Webseite www.hubertus-giessen.de/Jungjägerausbildung.

Dort können auch Anmeldungen für den Vorbereitungslehrgang

heruntergeladen werden.

Hanauer

Jagdklub e.V.

hanauer-jagdklub.de

Ein verdienter Jäger wurde 80

Jahre alt!

Heinz Bühnemann, ein Hundemann wie er

im Buche steht! Er leitete über 16 Jahre den

Hundeführerlehrgang für unseren Verein. Er

vermittelte sein Wissen gekonnt an die angehenden

Hundeführer und begleitete sie bei

allen Fragen bis zur Prüfung. Darüberhinaus

verbrachte er sehr viel Zeit als Verbandsund

Schweißrichter auf den verschiedensten

Prüfungen. Da seine Leidenschaft für das

Hundewesen so ausgeprägt ist, hat er sich

bereits in jungen Jahren entschlossen, einen

eigenen Zwinger „Von der Bulau“ zu gründen.

Aus diesem Zwinger haben einige Klubmitglieder

eine Alpenländische Dachsbracke

übernehmen können und somit auch den

jagdlichen und freundschaftlichen Kontakt

zu ihm gepflegt. Weiterhin blickt er auf über

40 Jahre Jagdaufsehertätigkeit in verschiedenen

Revieren (Rückingen, Hochstadt und

Bischofsheim) zurück. Nicht genug, auch in

der Bläsergruppe war er 25 Jahre ein aktiver

Bläser und Mitstreiter. Kurzum, Bühnemann

ist ein aufgeschlossener Jäger, der sich um

Brauchtum, Hundewesen und Jagd im HJK

verdient gemacht hat. Es ist uns wichtig, Dir

lieber Heinz, vom Vorstand ganz herzlich

Danke zu sagen für die vielen Stunden, die

Du in den Hanauer Jagdklub investiert hast.

Ein Dank gebührt Heinz Ross, der die Laudatio

maßgeblich mitgestaltet hat.

Wir wünschen Dir Gesundheit und Waidmannsheil

Dr. Stefan Eisenhardt für den

Vorstand

Aus den Vereinen

Hegegemeinschaften

31

HessenJäger

Ausgabe 04/19

HG

Warmetal

Fellwechsel-Saison beendet

Die neunzehn Jagdpächter der HG Warmetal

haben im letzten Jahr beschlossen, eine

Sammelstelle für die Fellwechsel GmbH

einzurichten.

Im November 2018 wurde in der Biogasanlage

Rüddenklau in Westuffeln die Sammelstelle

Nr. 134 eröffnet. Die Sammelstelle

besteht aus einer Gefriertruhe, in der die Jäger

ihre Bälge einlagern konnten.

Insgesamt wurden während der Saison

vom November 2018 bis Februar 2019

insgesamt 20 Füchse und 10 Waschbären

gesammelt, die inzwischen von der Firma

abgeholt und der Verwertung zugeführt

wurden.

Einige Jäger lassen sich die Bälge gerben

und erhalten dann die Felle zurück, denn

Fellwechsel bietet das Streifen und Gerben

auch als Auftragsarbeit an. Dank eines Markierungssystems

bekommt jeder Jäger auf

Wunsch seine Jagdtrophäe mit sauber ausgelösten

Branten und der Lunte ökologisch

gegerbt zurück.

Von den anderen Stücken werden Bekleidungsstücke

und Accessoires durch Kürschner

und Modedesigner hergestellt. Viele

Kürschner haben sich verpflichtet unter

dem Label WEPREFUR nur Felle aus der

Jagd zu verarbeiten, entsprechend groß ist

der Bedarf. Die Fellwechsel GmbH vermarktet

zusätzlich Artikel nach dem Motto „Vom

Jäger für den Jäger“

Die Mitglieder der HG Warmetal haben das

einmalige Pilotprojekt während der Startphase

der Fellwechsel GmbH unterstützt

und werden auch zukünftig daran teil-nehmen.

Da es sich um eine sinnvolle Einrichtung

handelt, sollten sich noch mehr Hegegemeinschaften

an dem Projekt beteiligen.


Rezepttipp

Unser Schmeckewöhlerchen-

Probierkorb.

Ideal als Geschenk!

Das Ahle

Wurscht-Abo!

Aus den besten

Wurschtekammern

in Nordhessen!

Ob Runde oder Stracke,

wählen Sie Ihre

Lieblings-Ahle-Wurscht

oder lassen Sie sich

bei jeder Lieferung

überraschen.

Hirsch im Grünen

Zutaten

für den Hirsch

• 4 Hirschsteaks à 200 g

für die Blinis

• 400 g Erbsen

• 2 Eier

• 120 ml Sahne

• 80 g Mehl

• 1 kleine Knoblauchzehe

• Kräuterbutter

• Salz, Pfeffer, Muskat

• Öl

Zubereitung

• Für die Blinis (fluffige Pfannkuchen) die Eier trennen

und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit den

Erbsen, der Sahne, dem Mehl und dem Knoblauch

vermischen und gut pürieren. Das Eiweiß vorsichtig

unter die Masse heben und dann alles mit Salz, Pfeffer

und Muskatnuss abschmecken. In einer Pfanne

mit etwas Öl oder Butter 8 kleine Pfannkuchen mit

dem Durchmesser der Hirschsteaks braten. Damit

die Blinis ihre leuchtende Farbe behalten, nur kurz

von beiden Seiten anbraten und noch einmal für 5

Minuten bei 160 °C in den Backofen schieben.

• Die Hirschsteaks mit Salz und Pfeffer würzen und

anbraten, bis sie den für Ihren Geschmack richtigen

Garpunkt erreicht haben. Steaks zwischen zwei Blinis

legen. Ein Stück Kräuterbutter darauf und fertig.

• Bratkartoffeln oder Salzkartoffeln eignen sich hier

besonders als Beilage.

Thomas Pfaffenbach/Sebastian Dietz: Jetzt wird’s wild

Jung, spontan, WILD! Die beiden Nachwuchstalente in der Profiküche. Thomas Pfaffenbach

und Sebastian Dietz tischen kulinarische Köstlichkeiten aus der Wildküche

auf: Ob Candle-Light-Dinner, Kochen für Familie und Freunde oder ein spontaner,

kleiner Gaumenkitzler alleine oder zu zweit – mit minimalem Einkauf und Aufwand

erreichen Sie mit Hilfe dieses Buches maximale Kochkunst. Das ideale Kochbuch für

die moderne Art mit bewusst ausgesuchten Zutaten zu schlemmen.

Hardcover, 96 Seiten, zahlr. farb. Abb., Format: 21 x 2 0 cm, ISBN 978-3-7888-

1293-2, Preis: Nur € 6,95!

Weinempfehlung zum Hirsch im Grünen

Regionale Spezialitäten

& Buchhandlung

Tel.: 05661/6886

www.kurhessen-laedchen.de

Hinter dem klangvollen Namen „Cuvée des Chasseurs“ verbirgt sich ein ausgewogener,

würziger trockener Rotwein. Er wurde speziell als Essensbegleiter für

Wildbretgerichte erdacht und abgefüllt. Die Rebsortenbestandteile des Cuvées

sind Tempranillo und Shiraz, gewachsen an den sonnigen Hügeln der südlichen

Rheinterrasse in Rheinhessen. Die Klima-Erwärmung macht es möglich,

dass nun auch in unseren Breiten internationale

Rebsorten reif werden. Trotz der anmutenden Exotik

handelt es sich also um regionale Tropfen, die das

regionale Wild begleiten. Dies ist sicher ein Grund,

weshalb beides geschmacklich so gut miteinander

harmoniert.

Weingut H. L. Menger

Hauptstraße 12

67575 Eich

Tel.: 06246/298

E-Mail: Weingut-H.L.Menger@

t-online.de

www.weingut-menger.de

Probepaket mit 6 Flaschen 66,40 Euro (inkl. MwSt. und Versand) mit Hinweis „Cuvée des Chasseurs“

32

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Jagd und Hege

LHL

Lockstoffe bergen Infektionsgefahr

Lockmittel werden vielfach und in diversen Varianten im

Internet angeboten. Dabei kann es sich um synthetische

Produkte, Naturstoffe (Urin, Sekrete etc.) oder Gemische

aus beidem handeln. Speziell bei Mitteln, welche vollständig

oder weitgehend naturbelassene tierische Substanzen

wie Urin enthalten, ist allerdings große Vorsicht geboten, da

hiervon ein nicht unerhebliches Risiko der Übertragung von

Infektionskrankheiten ausgeht – auch solcher, die auf den

Menschen übertragbar sind. Die Einfuhr von Präparaten aus

unbehandeltem Urin aus Drittländern in die EU ist verboten.

Bei stichprobenartigen Einfuhrkontrollen der Tierärztlichen

Grenzkontrollstelle des Hessischen Landeslabors

(LHL) am Flughafen Frankfurt wurden in den vergangenen

Jahren mehrfach über das Internet bestellte Lockmittel gefunden,

die tierische Substanzen wie Urin enthielten. Mittels

Laboruntersuchungen konnten beispielsweise in einer Sendung

Schweine urin aus den USA Gensequenzen von zwei

Krankheitserregern nachgewiesen werden. Dabei handelte

es sich zum einen um das Aujeszky-Virus und zum anderen

um eine als Zoonoseerreger bekannte Bakterienart (Leptospiren).

Da diverse weitere Infektionserreger von infizierten Tieren

über den Urin ausgeschieden werden können, gilt in diesem

Zusammenhang auch der sogenannten Chronischen Auszehrungskrankheit

(Chronic Wasting Disease, CWD), die

umgangssprachlich auch als „Zombi-Krankheit“ bezeichnet

wird, eine besondere Aufmerksamkeit. Sie befällt verschiedene

Wildwiederkäuer, bevorzugt Hirsche und Hirschartige,

aber auch eine Infektionsgefahr für den Menschen kann nicht

ausgeschlossen werden. Seit 2016 ist die Erkrankung auch

in Europa präsent, als sie bei einem wilden Rentier sowie einem

Elch in Norwegen festgestellt wurde. Daraufhin wurden 2017 knapp

30 000 Wiederkäuer beziehungsweise in Gefangenschaft gehaltenen

Cerviden in verschiedenen EU- und nicht EU-Ländern untersucht.

Nur in Norwegen wurden CWD-Infektionen nachgewiesen.

Insgesamt wurden 11 Tiere positiv auf die Erkrankung getestet,

davon neun Rentiere, ein Elch und ein Rothirsch.

Was ist die „Zombi-Krankheit“?

Bei der CWD handelt es sich um eine Erkrankung, die ähnlich

wie BSE („Rinderwahnsinn“) durch Prionen – entartete Eiweißmoleküle

– hervorgerufen wird. Im Verlauf der Erkrankung kommt

es zur Zerstörung von Zellen des zentralen Nervensystems mit

Ausfallserscheinungen, wie unkontrollierten Bewegungen, Zittern

und Torkeln, die der Krankheit den Namen „Zombi-Krankheit“ eingebracht

hat.

Die Erkrankung wurde ursprünglich auf dem nordamerikanischen

Kontinent entdeckt und hat sich in den letzten Jahrzehnten

dort kontinuierlich ausgebreitet. Zwischen Ende 2018 und Anfang

2019 sind Fälle in 24 US-amerikanischen Bundesstaaten und drei

kanadischen Provinzen bekannt geworden. Seit 2016 ist die Erkrankung

auch in Europa präsent. Zu diesem Zeitpunkt wurden die

ersten europäischen Fälle von CWD bei einem wilden Rentier sowie

einem Elch in Norwegen festgestellt.

Wie erfolgt eine mögliche

Infektion?

Eine Diagnose der Infektion

ist bisher nur aus Gewebeproben

toter Tiere möglich. Eine

Infektionsgefahr geht jedoch

neben verschiedenen Geweben

(unter anderem des Zentralnervensystems,

innerer Organe

und der Muskulatur) auch

von Ausscheidungen wie Urin, Kot, und Speichel aus. Die Prionen

sind extrem stabil in der Umwelt und können in Ausscheidungen

und im Boden über Jahre infektiös bleiben.

Was gilt es also zu beachten?

Bei Lockmitteln, welche vollständig oder weitgehend naturbelassene

tierische Substanzen wie Urin enthalten, ist große Vorsicht geboten, da

hiervon ein nicht unerhebliches Risiko der Übertragung von Infektionskrankheiten

ausgehen kann – auch solcher, welche auf den Menschen

übertragbar sind. Die Einfuhr von Präparaten aus unbehandeltem Urin

aus Drittländern in die EU ist darüber hinaus verboten.

Ausführliche Informationen sind auf der Internetseite des Hessischen

Landeslabors (www.lhl.hessen.de) unter dem Stichwort

„Urinprodukte“ zu finden.

33

HessenJäger

Ausgabe 04/19

© Wikimedia Commons, Public Domain


Lernort Natur

Den Frühling im Wald und Feld entdeck en und erleben

Mit Tipps von Felix

Es ist Frühling, die Obstbäume blühen und die ersten Schwalben kehren zurück. Jetzt beginnt die

Zeit der Farben. Die ganze Natur hat in den langen Winternächten nur davon geträumt, wieder in bunter

Vielfalt zu strahlen. Diesen Monat möchten wir nutzen, um euch tolle Ideen vorzustellen, die ihr im Frühling wunderbar

umsetzen könnt. Denn eins wollen wir doch jetzt alle: raus in die Natur.

Damit wir aber nicht nur einfach so an den verschiedenen Farben vorbeigehen, habe ich eine schöne Idee für euch.

Sammelt doch einmal Beispiele für die unterschiedlichen Farben. Wie? Dazu habe ich euch verschiedene Ideen zusammengetragen.

Farbensammeln im Karton

Ihr benötigt einen Eierkarton (Experten im

Farbensammeln nehmen gleich zwei).

Die Eierkartons werden zuerst mit weißer

Farbe von innen und von außen bemalt.

Dann malt ihr die einzelnen Vertiefungen

in verschiedenen Farben aus. Wer

mag, verziert seinen Farbensammelkarton

noch von außen und dann kann es schon losgehen.

Bei einem Spaziergang sollen nun Blüten, Gräser und so weiter in den vorgegebenen

Farben gesammelt und in die jeweiligen Vertiefungen gelegt werden. Es wird eine

richtige Farbenjagd und am Ende wird geschaut, wer die meisten Vertiefungen HeJä füllen

konnte. Da können auch Mama und Papa mitspielen.

Wichtig:

Nicht alles

ausrupfen,

was euch in

den Weg kommt.

Entnehmt Blüten,

Gräser usw.

behutsam, ohne

zu viel zu zerstören,

und nehmt nur jeweils

eine kleine Menge.

Die Bienen und Hummeln

brauchen die

Blüten ja auch.

Achtung: Nicht alles

was ihr blühen seht,

ist auch ungefährlich

und beim Pflücken

oder Zerquetschen können

giftige Pflanzensäfte auf eure

Hände gelangen. Also ist Hände

waschen, bevor ihr etwas

esst oder sie sonst wie in den

Mundbereich bringt, oberste

Pflicht. Fragt eure Eltern, bevor

ihr euch unbekannte Pflanzen

pflückt, lieber noch einmal.

Ein kleiner Pflanzenführer kann

euch und euren Eltern bei der

Bestimmung helfen und bald

seid ihr und eure Eltern dann

richtige Experten.

Farbensammeln im Beutel

Bei dieser Variante braucht ihr keinen

Eierkarton, sondern einen Beutel und

ein paar Butterbrottüten (für Erde

oder andere kleinere Fundsachen).

Jetzt wird genau wie bei Farbensammeln

im Karton wieder Jagd auf

Farben gemacht. Diesmal ist es aber

gut, wenn ihr von einer Farbe auch verschiedenen

Farbstufen findet. Schaut euch

doch mal die Farbe Grün genauer an, es gibt im

Frühling so viele unterschiedliche Grüntöne, ihr werdet staunen.

Wenn ihr am Ende eures Spazierganges viele, viele Farben gesammelt habt,

sucht euch einen schönen Platz aus, an dem ihr euren Beutel ausleeren könnt

(Achtung, es wird sicher krümelig und etwas dreckig. Also besser nicht den

Wohnzimmerteppich dafür auswählen).

Jetzt liegen viele Farben ganz durcheinander vor euch und einige befinden

sich noch in den Butterbrottüten. Eure Aufgabe ist es nun, diese Farben zu sortieren.

Schaut mal, ob es euch gelingt, alle Farben in einer Reihe oder einem

Kreis im Farbverlauf (von hell bis dunkel) zu legen. Wenn ihr Lust habt, könnt

ihr aus euren gesammelten Sachen auch ein Naturmandala legen.

Ich bin jedes Mal begeistert, was für ein wundervolles Bild daraus entsteht.

34

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Lernort Natur

Farbenbild

Nachdem ihr wieder mit dem Beutel und

ein paar kleinen Tüten auf Farbenjagd gewesen

seid, werden diese nun auf dem

Küchentisch ausgebreitet (vielleicht ist ein

Wachstischtuch als Schutz für den Tisch eine

gute Idee). Ihr benötigt für den weiteren Verlauf

Pinsel, Gefäße, in denen ihr die Naturfarben anrühren

und mischen könnt, ein bisschen Wasser zum Reinigen der Pinsel und Verdünnen

der Farben und Papier oder Leinwände (die gibt es schon recht günstig in

verschiedenen Läden zu kaufen, aber normales Papier geht auch super).

Jetzt kann es losgehen. Ihr benutzt nun alles, was ihr gesammelt habt, um

daraus Farben herzustellen und Bilder zu malen. Zerreibt die Pflanzen, mischt

den Pflanzensaft mit Wasser ... Egal wie, ihr werdet sehen, wie schön bunt am

Ende eure Bilder werden. Und ihr habt das alles nur aus der Natur gesammelt.

Vergesst

nie: Ihr seid

Gast in

der Natur,

hier leben

und wohnen

die Tiere.

Benehmt euch

wie gute Gäste

es auch bei euch

zu Hause tun. Lasst

keinen Müll herumliegen

und achtet

den Lebensraum der

Tiere, dann seid ihr

in ihrem Zuhause

immer herzlich willkommen.

Eine kleine Idee für Ostern

Schält zuerst 1 kg Zwiebeln. Für das Färben der Eier brauchen

wir nur die Schale – die Zwiebeln lassen sich wunderbar

zu einer Zwiebelsuppe verarbeiten, also nicht wegwerfen,

sondern fürs Kochen zur Seite legen. Gebt die Zwiebelschalen

mit 1,5 Liter Wasser und einem Spritzer Essig in einen

Kochtopf und bringt die Masse zum Kochen. Der Zwiebelsud

sollte nun mindestens 30 Minuten köcheln. Dann beginnt eure

Jagd wieder, diesmal aber nicht nach Farben, sondern nach Frühlingskräutern,

Kleeblättern, Gänseblümchen und anderen dekorativen Pflanzenteilen. Diese

nehmt ihr mit in die Küche und legt sie schön ausgebreitet auf den Küchentisch, denn jetzt geht es erst

einmal mit den Eiern weiter. Damit die Eier die Farbe später besser annehmen, reibt ihr sie mit einem in

Essig getränkten Tuch ein. Schneidet eine alte Nylonstrumpfhose (bitte mal die Mama fragen, die hat

bestimmt so etwas im Haus) in Stücke, sodass ein Ei hineinpasst und legt euch Bindfäden bereit. Dann

platziert ihr eure Blätter und Blümchen auf den Eiern und wickelt diese einzeln in die Strumpfteile ein, die

ihr mit dem Bindefaden an beiden Enden zubindet. Die eingewickelten Eier tut ihr für etwa 7 Minuten in den

Kochtopf mit dem köchelnden Farbsud. Anschließend spült ihr die Eier kalt ab, wickelt sie aus und lasst sie

gut abkühlen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr sie noch mit etwas Speiseöl abreiben, denn dann kommt ihre

natürliche Farbe noch besser zur Geltung und die Eier glänzen schön.

Blumenbild

Nehmt ein stärkeres Stück Pappe (die Größe bestimmt ihr selbst), eine Schere und eine Rolle doppelseitiges

Klebeband. Es beginnt alles wieder mit einem Spaziergang und der Jagd nach Farben und schönen Fundsachen

aus der Natur. Das können auch Federn und kleine Steinchen oder auch Rinde usw. sein. Also nehmt neben dem

Beutel auch wieder ein paar Butterbrottüten für kleine Sachen, wie Sand, Steinchen und Erde, mit.

Wenn ihr mit eurer Beute nach Hause kommt, dann beklebt ihr eure Pappe mit dem doppelseitigen Klebeband,

sodass Streifen an Streifen liegt und die gesamte Fläche bedeckt ist. Dann zieht ihr die Folie vom Klebeband

ab und jetzt könnt ihr (hier ist eine Unterlage für den Tisch wieder ratsam) eure

Fundsachen auf dem Tisch verteilen. Probiert mal aus, was an dem Klebeband

haftet und dann sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es entstehen sicher

wieder tolle Kunstwerke.

Der HessenJäger freut sich

über eure Bilder: Zeigt uns eure

Frühlingsbilder und schickt uns

ein Foto von eurer Farbenjagd.

aktion@hessenjaeger-online.de


Jagdgebrauchshunde

Jagd ohne Hund

ist Schund

Anlagenprüfungen – Mut zur Teilnahme!

Wer sich einen Jagdhundewelpen „mit

Papieren“ holt, der erwartet zu Recht, dass

dieser Welpe von seinen Eltern und Vorfahren

bereits viele Anlagen mitbringt, die ihn

für seinen geplanten späteren Einsatz befähigen.

Zu diesen genetisch fixierten Anlagen,

die sich natürlich rassebedingt immer

etwas unterscheiden, gehört zunächst aber

für alle Jagdhunde neben Gesundheit und

körperlicher Leistungsfähigkeit ein sicheres

Wesen, das den Hund „belastbar“ für Alltag

und seine jagdlichen Aufgaben macht.

Ebenfalls bei allen Rassen erwartet man eine

„gute Nase“, die den Jagdhund befähigt, je

nach Aufgabengebiet, gesundes, krankes/

verletztes oder verendetes Wild auch unter

oftmals schwierigen Bedingungen zu finden.

Weiter sollen natürlich zum Beispiel

die Vorstehhunde eine gegenüber anderen

Gruppen deutlich ausgeprägte Anlage zum

sogenannten „Vorstehen“ – dem durch

Zuchtauswahl deutlich verlängerten Verharren

vor dem Beutesprung – zeigen. Von den

Spezialrassen der Schweißhunde erwartet

man besondere Konzentrationsfähigkeit

und den Willen zum Halten der Individualwitterung

eines bestimmten Stückes Schalenwild.

Bei Bracken wird eine gesicherte

Anlage zum ausdauernden Verfolgen einer

einmal angefallenen Spur erwartet, verbunden

– wie bei den Stöberhundrassen –

mit sicherem Spur- oder Fährtenlaut während

dieser Arbeit. Erdhunde müssen neben

dem ebenfalls notwendigen Laut natürlich

besonders Mut, Kampfgeist, Schneid

als sicher verankerte Anlage mitbringen.

Große natürliche Bringfreude und den Willen

zur freudigen Zusammenarbeit mit dem

Führer kann man besonders bei den Apportierhundrassen

erwarten.

Um diese jeweils rassebedeutsamen Anlagen

nachzuweisen, sie auch für die Zukunft

züchterisch weiter zu festigen und abzusichern,

werden von den dem JGHV angeschlossenen

Zucht- und Prüfungsvereinen

als ganz wichtige Aufgabe Anlageprüfungen

durchgeführt. Mit diesen oft auch „Zuchtprüfungen“

genannten Veranstaltungen soll

die Eignung des Prüflings für die zukünftige

36

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Verwendung als Jagdgebrauchs- und auch

als Zuchthund erkannt werden, wobei auch

der Erbwert der Elterntiere durch die Prüfung

möglichst vieler Nachkommen/Wurfgeschwister

nachgewiesen werden sollte.

Aus diesem Satz, der sich so ähnlich zum

Beispiel im Vorwort der Verbandszuchtprüfungsordnung

(VZPO) findet, ergibt sich die

von Züchtern oft schon bei der Welpenabgabe

genannte Bitte oder Aufforderung, den

Junghund zum entsprechenden Zeitpunkt

auf den Anlage-/Zucht- oder Jugendprüfungen

vorzustellen.

Wann ist dieser Zeitpunkt? Wann sind

diese Prüfungen und was wird da geprüft?

Wer in den Zuchtverein seiner Rasse eintritt,

wird vermutlich über ein Mitteilungsblatt

Termine und Prüfungsordnungen/-bedingungen

erfahren, teilweise werden auch

Vorbereitungskurse angeboten. Auch im

Internet und natürlich in entsprechender

Fachliteratur sollte man sich möglichst

frühzeitig „schlaumachen“.

Da die Entwicklung der einzelnen Rassen

– ebenfalls anlagebedingt – doch recht unterschiedlich

verläuft, sind auch die Anforderungen

an den Zeitrahmen, wann die Anlageprüfungen

stattfinden, rasseabhängig

teilweise sehr unterschiedlich. So gelten

zum Beispiel Bracken als eher spätreif, sie

brauchen meist mehr Entwicklungszeit als

zum Beispiel Teckel oder Vorstehhunde –

solche Unterschiede sollte ein Führer unbedingt

berücksichtigen, auch bei der Ausbildung

und dem Zeitpunkt, an dem man von

seinem Hund eine Leistung/Arbeit oder bestimmtes

Verhalten erwartet. Hier lasse ich

jetzt ein paar mir bekannte Beispiele folgen,

die die teilweise doch recht unterschiedlichen

Bedingungen einmal aufzeigen.

Da sie sehr weit verbreitet und mir mit

ihrem Prüfungssystem am meisten vertraut

sind, beginne ich mit den Vorstehhunden.

Die erste Anlageprüfung ist die Verbandsjugendprüfung

(VJP), auch genannt Frühjahrsprüfung

oder Jugendsuche. Zu dieser

im März/April in Feldrevieren stattfindenden

Prüfung werden Hunde zugelassen, die

nach dem 1.10. des vorvergangenen Jahres,

Antje Engelbart-Schmidt, Gelnhausen

• Jahrgang 1957

• Jagdschein seit 1984

• Hundeführerin und aktive Jägerin

• DK-Züchterin seit 1990 (26 Würfe bisher)

• JGHV-Verbandsrichterin seit 01.01.1988

• Verbands-Schweißrichterin, Richterin

für VDH-Hundeführerschein und

VDH-Spezialzuchtrichterin für DK

• Goldene JGHV-Leistungsplakette

als Führerin

• Goldene JGHV-Ehrennadel

als DK-Züchterin

also in diesem Jahr nach dem 1. Oktober

2017 gewölft wurden und damit maximal

bis zu 18/19 Monate alt sein dürfen. Geprüft

wird hier zunächst die Schussfestigkeit, (2

Schrotschüsse in rd. 30 m Entfernung im

Abstand von mind. 20 Sekunden). Dann

wird die Arbeit auf der Hasenspur bewertet,

zu der Prüflinge und Richter im Allgemeinen

in einer Streife über die Felder gehen

und Hasen suchen. Neuerdings erfolgt

übrigens das „Hasensuchen“ gelegentlich

auch auf Prüfungen sehr erfolgreich mithilfe

von Wärmebildgeräten. Auf die Spur

von dabei gefundenen Hasen wird ein Hund

angesetzt, der diesen nicht oder nicht mehr

sieht. Bewertet wird dann neben dem Nasengebrauch

der Spurwille und die Spursicherheit

in einer Gesamtzensur für „Hasenspur“.

Ebenfalls im Feld geprüft werden

die Fächer Suche (breite Quersuche gegen

den Wind) und das Vorstehen, welches an

festliegendem Feder- oder Haarwild gezeigt

werden soll. Auch dabei wird wieder der

Nasengebrauch bewertet. Gehorsam ohne

Wildberührung ist erwünscht und auch die

Führigkeit (gezeigte Zusammenarbeit mit

dem Führer) wird ebenfalls bewertet. Den

ganzen Tag über werden das Wesen und

das Verhalten der Prüflinge beobachtet

und dokumentiert, sodass schließlich Aussagen

zu Temperament, Selbstsicherheit,

Verträglichkeit und evtl. Hand- oder Wildscheue

gemacht werden können. Im Herbst

findet dann die Herbstzuchtprüfung (HZP)

als zweite (erweiterte) Anlagenprüfung

statt, meist ohne die Hasenspur. Neben

den schon von der VJP bekannten Anlagefächern

kommt die Wasserarbeit – auch

an der lebenden Ente – hinzu, ergänzt um


Jagdgebrauchshunde

Die Gebisskontrolle durch fremde Personen/Richter gehört zu jeder Prüfung

und sollte unbedingt geübt werden.

die Abrichtefächer Bringen auf Schleppen im

Feld und aus dem Wasser. Auch hier dürfen nur

Hunde teilnehmen, die erst nach dem 1.10. des

vorvergangenen Jahres gewölft wurden, also maximal

rd. 2 Jahre alt sind. Bei Hunden, die älter

sind, geht man davon aus, dass die Anlage schon

so stark durch Abrichtung „überlagert“ wird, dass

man zu diesen keine sichere Aussage mehr treffen

kann. Jede Prüfung darf übrigens nur einmal

wiederholt werden.

Für die Deutschen Wachtelhunde finden im

März/April – teilweise auch im Herbst – Jugendprüfungen

(JP) zur Feststellung der ererbten

Anlagen statt. Zur Jugendprüfung zugelassen

werden Hunde, die maximal 18 Monate alt sind,

die Prüfung darf nur einmal wiederholt werden.

Geprüft und nach Punkten und Preisen bewertet

werden die Anlagefächer Nase, also der Gebrauch

der Nase, Spurlaut, Spurwille und Spursicherheit

auf der Hasenspur, die wie bei den Vorstehhunden

geprüft wird. Bewertungen erfolgen abgestuft

nach der Länge der Spurarbeit, der Arbeitsdauer

und „Hartnäckigkeit“ auf ein bis zwei

Hasenspuren. Besonders erwünscht ist es, wenn

der Prüfling die Anlage zur „Spurtreue“ beweist,

indem er trotz großer Verleitungen eine einmal

aufgenommene Spur unbeirrt und sicher verfolgt.

Ein weiteres Prüfungsfach der JP ist die Stöberanlage,

die Aufschluss darüber gibt, ob sich der

Hund in einem mindestens 1 ha großen Gelände

auch ohne Kontakt zum Führer um das Finden

von Wild bemüht. Weiterhin wird das Verhalten

am Wasser geprüft, also ob der junge Hund tiefes

Wasser annimmt und schwimmt, ggf. motiviert

durch das Werfen von Steinen oder schwimmenden

Gegenständen, was natürlich in der Bewertung

berücksichtigt werden muss. Das wichtige

Fach der Schussfestigkeit wird beim Wachtelhund

als Waldgebrauchshund auch folgerichtig

im Wald durch Abgabe von zwei Schrotschüssen

geprüft. Schussempfindlichkeit oder Schussscheue

wird als Wesensmängel registriert,

wobei letztere – wie bei eigentlich

allen Rassen – zum Nichtbestehen

führt. Auch beim DW wird, als weitere

Anlage, zusätzlich noch die Führigkeit

bewertet. Im Herbst findet – ähnlich wie

bei den Vorstehhunden, beim DW allerdings

ohne Altersbeschränkung – eine

erweiterte Anlagenprüfung, genannt

Eignungsprüfung mit Hasenspur (EP)

oder ohne Hasenspur (EPB) statt. Hier

kommt ebenfalls zu den bereits von der

JP bekannten Fächern die Wasserarbeit

hinzu, ergänzt um die zur Erlangung

der gesetzlichen Brauchbarkeit geforderten

Abrichtefächer im Gehorsam,

Bringen auf Schleppen (Feld und Wald) und aus

dem Wasser sowie um die Schweißarbeit. Beim

Stöbern wird hier nicht nur die Anlage, sondern

regelrechtes Stöbern in mindestens 2 ha großen

Dickungen geprüft.

Die in Deutschland vom JGHV betreuten Brackenrassen

haben sich auf eine gemeinsame Prüfungsordnung

aller Brackenzuchtvereine (BZV) geeinigt

und natürlich gibt es auch hier eine Anlagenprüfung

(AP). Die vorgestellten Hunde sollten nicht älter als

2 Jahre sein. Geprüft werden die Art der Suche, die

„laute Jagd“ mit Fährtenwille, -sicherheit und -laut

sowie die Schussfestigkeit. Besondere Verhaltensweisen

sind auch hier festzustellen. Ein Hund kann

die Prüfung einmal wiederholen.

Neben den bereits angeführten Beispielen gibt

es viele interessante Gemeinsamkeiten, aber auch

Unterschiede bei den Prüfungen weiterer Rassen

oder Verbände. Ich werde daher gern demnächst in

einem weiteren Artikel auch darauf einmal genauer

eingehen.

Fest steht jedoch für alle Hunde, dass die Vorbereitung

und Führung auf Anlagen- oder Zuchtprüfungen

immer dazu führen, dass Hund und

Führer besser zusammenarbeiten und sich auf die

folgende Praxis vorbereiten. Auch erhalten Züchter

und Zuchtverband notwendige Unterlagen

für den Fortbestand und die Weiterentwicklung

der Rasse mit ihren bestimmten Eigenschaften.

Da die Anforderungen für den Führer des jungen

Hundes auf diesen ersten Prüfungen nicht besonders

hoch sind, sollte auch ein Erstlingsführer

den Mut finden, sich dieser Herausforderung

nach etwas Vorbereitung zu stellen. Vieles, was

dort verlangt wird, ist dem Jagdhund angewölft

und im Verlauf der ersten Monate so gereift, dass

es kein Hexen- oder Zauberwerk ist, den jeweils

drei Verbandsrichtern den Hund gut vorzustellen.

Dazu wünsche ich allen, die sich dazu aufraffen,

den erhofften Erfolg – es bringt wirklich Freude

und macht Spaß! Waidmannsheil!

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Jagdgebrauchshunde

Termine

KJV Ziegenhain

VJP am 27.04.2019 um Eschwege

Nenngeld: 75,- € / 95,- € (Mitgl./Nichtmitgl.).

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss:15.04.2019.

Nennung an: Monika Fischbach, Landstr. 55,

37269 Eschwege, Mobil: 0157/39493483.

VJP am 28.04.2019 um Frielendorf

Nenngeld: 75,- € / 95,- € (Mitgl./Nichtmitgl.).

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss:15.04.2019.

Nennung an: Barbara Schäfer, Michelsberger

Str. 15, 34621 Linsingen.

HZP m.l.E am 07.09.2019 um

Eschwege & in Thüringen

Nenngeld: 100,- € / 130,- € (Mitgl./Nichtmitgl.).

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss: 26.08.2019.

Nennung an: Monika Fischbach, Landstr.

55, 37269 Eschwege.

HZP o.l.E am 08.09.2019 um Frielendorf

Nenngeld: 100,- € / 130,- € (Mitgl./Nichtmitgl.).

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss: 26.08.2019.

Nennung an: Barbara Schäfer, Michelsberger

Str. 15, 34621 Linsingen.

VSWP / VFSP 20h / 40h am 06.10.19

um Eschwege

Nenngeld: 100,- €.

Es wird mit Rotwildschweiß gespritzt bzw.

mit Rotwildschalen getreten.

Max.: 8 Gespanne.

Der Lautnachweis ist erforderlich. Es gilt die

aktuelle Prüfungsordnung VZPO des JGHV.

Nennung muss bis zum 23.09.2019 an: Monika

Fischbach, Landstr. 55, 37269 Eschwege.

VSWP / 20h am 13.10.2019 um Frielendorf

Nenngeld: 100,- €. Es wird mit Rotwildschweiß

gespritzt.

Max.: 8 Gespanne.

Der Lautnachweis ist erforderlich. Es gilt

die aktuelle Prüfungsordnung VZPO des

JGHV. Die Nennung bis zum 08.10.2019

38

HessenJäger

Ausgabe 04/19

an: Barbara Schäfer, Michelsberger Str. 15,

34621 Linsingen.

VGP/VPS mit TF/ÜF am 26. und

27.10.2019 um Eschwege und Thüringen

Nenngeld: 100,- € / 130,- € (Mitgl./Nichtmitgl.).

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss: 14.10.2019.

Nennung an: Monika Fischbach, Landstr.

55, 37269 Eschwege.

Btr am 27.10.2019 um Eschwege

Nenngeld: 40,- €.

Geprüft wird nach der aktuellen Prüfungsordnung

VZPO des JGHV.

Nennschluss: 14.10.2019.

Nennung an: Monika Fischbach, Landstr.

55, 37269 Eschwege.

Für alle Prüfungen ist der gültige Jagdschein

mitzubringen! Die Kontodaten zur

Überweisung des Nenngeldes werden separat

mitgeteilt.

JVgg Frankenberg

Ausbildungslehrgang für Jagdgebrauchshunde

Ausbildungsziel: Brauchbarkeitsprüfung

und Abrichtefächer für HZP / VGP / GP.

Beginn: Mittwoch, 24.04.2019, 19.00 Uhr

im Schießstandgebäude der JVgg in der

Gemarkung Frankenberg-Röddenau, mit einem

Vorbereitungsabend (bitte Ahnentafeln

der Hunde mitbringen).

Ablauf: Übungsabende jeden Mittwoch ab

19.00 Uhr.

Abschluss: BP am 03.10.2019 (zur Brauchbarkeitsprüfung

erfolgt zeitnah eine detaillierte

Ausschreibung).

Informationen: Wolfgang Hormel, Battenberg,

Tel.: 06452/3560.

JS Wiesbaden

Allgemeiner Grundgehorsam für

nicht jagdlich geführte Hunde

Zeitraum des Kurses: 24.02 - 05.05.2019

Ort: Wiesbaden Hupfeldparkplatz (Von

Wiesbaden aus Platter Straße B417

Richtung Platte. Auf Höhe Abzweig

Fischzucht rechts auf den Waldparkplatz.).

Jeweils Sonntags von 10.00 Uhr bis

12.00 Uhr. Anmeldungen unter: hundewesen@jaegerschaftwiesbaden.de.

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Jagdverpachtung

Jagdverpachtung

Die Jagdgenossenschaft Weilburg-Odersbach verpachtet den gemeinschaftlichen

Jagdbezirk Weilburg-Odersbach zum 01.04.2020, auf die Dauer bis zu 10 Jahren,

als Niederwildrevier.

Der Jagdbezirk ist 373 ha groß und hat eine bejagbare Fläche von 313 ha. Diese

Fläche gliedert sich in 105 ha Waldfläche, 205 ha Feldfläche und 3 ha Wasserfläche.

Die vorhandenen Jagdeinrichtungen sollten, wenn möglich, übernommen werden.

Die Jagdverpachtung erfolgt im Wege der öffentlichen Ausschreibung durch Einholung

schriftlicher Gebote. Die schriftlichen Gebote sind, unter Beifügung einer amtlichen

Pachtfähigkeitsbescheinigung, in einem verschlossenen Umschlag, bis zum

31.Mai 2019, beim Jagdvorsteher,

Herrn Heinz- Jürgen Deuster, Kirrberg 8, 35781 Weilburg-Odersbach,

einzureichen.

Die Jagdgenossenschaft behält sich den Zuschlag vor und ist weder an das Höchstgebot

gebunden, noch zur Zuschlagserteilung verpflichtet.

Revierbesichtigungen sind nach vorheriger Absprache mit dem Jagdvorsteher

Heinz-Jürgen Deuster, Kirrberg 8, 35781 Weilburg-Odersbach, Tel. 06471/39635

(oder unter der E-Mail heinz@juergendeuster.de ) möglich.

Jagdgenossenschaft

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Entgeltliche Jagderlaubnisscheine ab

01.04.2019 zu vergeben.

Hirzenhain/Wetteraukreis Revier Gedern:

100 ha, Rehwild- und Schwarzwildjagd.

Anfragen an: Forstverwaltung Fürst

zu Stolberg-Wernigerode, Hofgut Luisenlust,

63697 Hirzenhain,

Tel.: 06045-1251, Fax: 06045-4273

forstverwaltung@stolberg-wernigerode.de

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erlaubnispflichtige Waffen oder Munition zum Kauf oder Tausch angeboten,

müssen diese den Hinweis: „Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis“

enthalten! Nicht erlaubnispflichtige Waffen müssen den Hinweis

„Abgabe nur an Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr“ enthalten.

Information laut Waffen gesetz: WaffG Anlage 2, Abschnitt 1, „Verbotene

Waffen“: Der Umgang (= Erwerb, Besitz, Überlassen, Führen, Verbringen,

Mitnehmen) mit folgenden Gegenständen ist verboten (gem. Nr. 1.2.4):

Für Schusswaffen bestimmte Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten (z.B.

Zielschein werfer) oder markieren (z.B. Laser- oder Zielprojektoren). Für

Schusswaffen bestimmte Nachtsichtgeräte und Nachtsichtzielgeräte mit

Montage vorrichtungen sowie Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze

für Zielhilfsmittel (z.B. Zielfernrohre), sofern die Gegenstände einen

Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen. Information

zum Bundesjagdgesetz: BJagdG § 19, „Sachliche Verbote“: Künstliche

Lichtquellen, Spiegel und Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten

des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwand ler oder eine elektronische

Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind ...,

beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen.

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39

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Buchbesprechung

Kleinanzeigen

Rudolf Frieß

Hatz Watz

Gedanken und Geschichten, Erfahrungen

und Erinnerungen um Saujagden,

Saufinder und Saumeuten

Hardcover, 244 Seiten

Format: 15,5 x 21,6 cm

ISBN 978-3-92545-608-4

Preis: 29,95 €

Unter den heute lebenden Jägern wird es kaum mehr einen geben, der in

gleichem Maße wie "R.F." in einem Hauptverbreitungsgebiet und zu Zeiten

einer ausgesprochenen Massenvermehrung des Schwarzwildes Erfahrungen

sammeln konnte. In hartem persönlichen Einsatz hat er es verstanden,

in Form ehrlichen, gerechten Waidwerks die "Wildschweinbekämpfung" Wertheim am Wertheim Main – am Frankfurt Main – Frankfurt am Main am Main - Gelnhausen

Gelnhausen

durchzuführen. Wie das wehrhafte Wild selbst, so muten auch die Schilderungen

seiner Bejagung mit der Meute und der blanken Wehr wie eine Sage

aus vergangener Zeit. Nein, jedes Wort ist aus frisch-lebendiger Praxis in die KFZ

Feder geflossen, es belehrt nicht, sondern begeistert.

Sven Herzog

Wildtiermanagement

Grundlagen und Praxis

Hardcover, 264 Seiten

125 farb. Abb.

Format: 14,8 x 21 cm

ISBN 978-3-494-01714-3

Preis: 39,95 €

Neuauflage

Das vorliegende Buch hat zwei Ziele: Einen

fachlichen Überblick über das Thema „Wildtiermanagement”

zu geben und anhand einzelner Beispiele die Zusammenhänge

zwischen biologisch-ökologischen Gegebenheiten und menschlichen Anforderungen

verständlich zu machen. Ebenso soll es Menschen, die mit Fragen

des Wildtiermanagements konfrontiert werden, eine Orientierung bieten, um

selbst Lösungen für fachliche Fragen entwickeln zu können. Aspekte wie

Bestandserfassungen, Um- und Ansiedlungen, Schutzgebiete, Verkehrswege,

Notzeitfütterungen oder Präventionsmaßnahmen werden ausführlich

beleuchtet und bewertet.

Die Ziele sind auch entsprechend verwirklicht. So bietet diese Buch auch

interessante Argumente um die Schalenwildrichtlinie in Hessen.

Bernd Krewer

Grüne Geschichten

über Hirsche, Rehböcke und Hunde

Mit Zeichnungen von Jörg Mangold

Hardcover, 192 Seiten

zahlr. s/w-Abb.

Format: 13,2 x 21 cm

ISBN 978-3-7888-1953-8

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Nach den „Grünen Begegnungen“ und den „Grünen Gedanken“ sind

die „Grünen Geschichten“ nun der versöhnliche Abschluss von Bernd

Krewers „Grüne“-Trilogie. Nach den Erzählungen über Begegnungen mit

besonderen Jägern und Wildtieren und der kritischen Abrechnung mit dem

Zeitgeist schildert er nun verschiedene Jagderlebnisse, überwiegend aus

seinen späten Jägerjahren, und setzt vor allem seinen Hunden in diesem

Abschlussband ein würdiges Denkmal.

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HessenJäger

Ausgabe 04/19


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HessenJäger

Ausgabe 04/19


Aus der Jagdbranche

Hausmesse

im Jagdzentrum Alsfeld

Das Jagdzentrum Alsfeld lädt am Samstag,

den 04.05.2019, zur Hausmesse ein!

Neben einem Begrüßungsgeschenk erwartet

die Besucher ein buntes Programm:

Präsentationen der neuen Kollektionen im

Bereich Jagdbekleidung, eine große separate

Damenabteilung mit vielen Angeboten,

viel Auswahl und Beratung zu Wärmebildkameras

sowie tolle Rabattaktionen und

Sonderangebote.

Die Rückkehr einer Legende

Die Mauser DWM 98 ist wieder da

Vor 122

Jahren gründete

Ludwig Loewe zusammen mit Mauser

und der „Deutschen Metallpatronenfabrik

AG“ die „Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken“

in Berlin. In den folgenden

Jahrzehnten entwickelte sich die Marke

DWM zu einer Institution für Jäger in aller

Welt. Kenner schätzen noch heute die legendären

Jagdpatronen und die 98er-Systeme

der Baureihen DWM 1908 und DWM

1909. Jetzt erneuert Mauser die alte Verbindung

und erweckt die Legende DWM zu

neuem Leben.

Voller Stolz präsentiert Mauser die DWM

98 in Schaftholzklasse 9 mit Hochglanzfinish

sowie einem extravaganten Design aus

hellem und dunklem Stahl: offene Visierung,

Laufriemenbügel sowie Systemhülse

und Magazinrahmen mit Magazin deckel

sind hell plasmanitriert

und machen die Repetierbüchse

im Zusammenspiel mit dem 51

Zentimeter langen brünierten Lauf und dem

ausgewählten Schaftholz zu einem absoluten

Blickfang.

Das weißfertige Pistolengriffkäppchen

bietet die Möglichkeit, die DWM 98 durch

eine Gravur zu individualisieren.

Selbstverständlich darf bei einer echten

DWM eines nicht fehlen: Das klassische Daumenloch

in der Systemhülse zum traditionellen

schnellen Laden mittels Ladestreifen.

Verfügbar ist die streng limitierte Auflage

der DWM 98 in den Kalibern .308 Win.; .30-

06 Spring., 7x57 sowie 8x57 IS.

www.mauser.com

Für das leibliche Wohl ist unter anderem

mit Wildschweinbratwurst und Bock-Bier

gesorgt – und auch das hauseigene Schießkino

hat zum Schnuppern geöffnet!

Das Jagdzentrum hat an diesem Tag von

10-18 Uhr geöffnet!

www.jagd-zentrum-alsfeld.de

Böker Outdoor &

Collection Frühjahr/

Sommer 2019 und

Knifestyle 2019/2020

Sie sind da, der vollständig überarbeitete

Katalog Böker Outdoor &

Collection und der Katalog Böker

Knifestyle.

2019 ist für Böker ein ganz besonderes

Jahr, denn mit zahlreichen

außergewöhnlichen Neuheiten feiert

die Messer-Manufaktur ihr 150. Jubiläum.

Dabei sind neben zahlreichen ausgesuchen

Messern auch limitierte

Sondereditionen erhältlich, teilweise

mit aufwendiger Sonderätzung des

Böker-Baumes.

www.boker.de

42

HessenJäger

Ausgabe 04/19

Subaru elektrifiziert den Boxermotor

Neuer Forester, neuer e-Boxer: Mit der

fünften Generation des SUV-Klassikers

führt Subaru erstmals einen elektrifizierten

Antrieb ein.

Zusammen mit dem symmetrischen Allradantrieb

gehört der Boxermotor zu den

Kerntechnologien von Subaru.

Nun macht der japanische Allradspezialist

den nächsten Schritt: Das e-Boxer-Antriebssystem

verbindet die klassischen Vorzüge

der Boxerbauweise mit den Vorteilen

der Elektrifizierung. Daraus ergeben sich

ein direktes und gleichmäßiges Ansprechverhalten,

mehr Drehmoment in unteren

Drehzahlen, hoher Fahrkomfort und gute

Umwelteigenschaften.

Kernbestandteile des e-Boxer-Mildhybrid

sind ein optimierter 2,0-Liter-Benzinmotor

mit Direkteinspritzung mit 110 kW/150 PS,

ein 12,3 kW/16,7 PS starker Elektromotor

und eine Lithium-Ionen-Batterie – markentypisch

in symmetrischem Layout angeordnet,

um eine platzsparende Unterbringung

und bestmögliche Fahreigenschaften zu

garantieren. Unter normalen Fahrbedingungen

unterstützt der Elektromotor den Benzinmotor

beim Beschleunigen. Auf Kurzstrecken

bis maximal 1,6 Kilometer erlaubt

der e-Boxer sogar einen rein elektrischen

Betrieb des Fahrzeugs mit bis zu 40 km/h,

Das e-Boxer Mildhybrid-System senkt Verbrauch und

Emissionen.

während bei höherem Tempo der Boxermotor

die alleinige Antriebsarbeit übernimmt.

Der Wechsel zwischen den verschiedenen

Fahrmodi erfolgt automatisch.

Im Vergleich zum konventionellen 2,0-Liter-Boxermotor

sinken Verbrauch und

Emissionen durch das Zusammenspiel

von Benziner und Elektromotor um bis zu

elf Prozent, während sich die Beschleunigungsleistung

um 30 Prozent verbessert

und sogar den 2,5-Liter-Benzinmotor übertrifft.

Zugleich zeichnet sich der e-Boxer

durch hohen Geräuschkomfort und eine

außergewöhnliche Laufkultur aus.

Wann der Forester mit e-Boxer in

Deutschland erhältlich sein wird, ist noch

nicht bekannt.

www.subaru.de


Aus der Jagdbranche

Deutsche Wildtier Stiftung vergibt Forschungspreis

Im Fokus stehen heimische Wildtiere

Unterscheiden sich Stadt-Igel von ihren

Verwandten auf dem Land? Wie tickt die

innere Uhr des Feldhamsters? Wo überwintert

die Wiesenweihe? Mit diesen Fragen

haben sich die Forschungspreisträger der

Deutschen Wildtier Stiftung unter anderem

beschäftigt – jetzt wird der Preis zum 13.

Mal vergeben.

Die Deutsche Wildtier Stiftung will Wildtiere

und ihre Lebensräume in Deutschland schützen,

Menschen für die Schönheit und Einzigartigkeit

der heimischen Wildtiere begeistern

und der Naturentfremdung entgegenwirken.

Im Rahmen dieser Zielsetzung schreibt die

Stiftung 2019 ihren mit insgesamt bis zu

50.000 Euro dotierten Forschungspreis aus.

Eine fünfköpfige Jury wird über den zukünftigen

Preisträger entscheiden, die Ausschreibung

findet alle zwei Jahre statt.

„Forschung an heimischen Wildtieren

hat in Deutschland einen echten Seltenheitswert“,

erklärt Dr. Andreas Kinser, stellvertretener

Leiter Natur- und Artenschutz.

„Obwohl es so viele Herausforderungen in

einer sich ständig verändernden Umwelt

gibt, sind die Bedingungen – gerade für

Nachwuchsforscher – schlecht.“ Der Preis

soll Wissenschaftler fördern, die ein innovatives

und fachlich hervorragendes Forschungsprojekt

mit unmittelbarem Bezug

zu einheimischen Wildtieren vorlegen. „Dabei

kann es sich sowohl um naturwissenschaftliche

Projekte als auch um Projekte

aus den Geisteswissenschaften handeln“,

so Kinser.

Der Forschungspreis wird in Form eines

Stipendiums zur Sicherung des Lebensunterhaltes

und/oder als Sachkostenzuschuss

bewilligt. Die Förderrichtlinien können über

die Homepage abgerufen werden:

www.DeutscheWildtierStiftung.de/

Forschungspreis

Fjällrävens

bestverkaufte Hose geht

unter die Jäger

Die neue Barents Pro

Hunting Trousers ist ebenso

wie das Vorbild, die

Barents Pro Trousers,

extrem strapazierfähig

und hat die optimale

Kombination aus wetterbeständigen

und atmungsaktiven

Elementen.

Speziell für die Jagd ist

sie aus geräuscharmem

G-1000-Silent-Eco gefertigt

und besitzt viele geräumige

Taschen für Karte, Kompass oder Messer.

Neu bei Fjällräven ist das eigens entwickelte

Green-Camo-Muster, das in der neuen

Saison auch bei einigen Klassikern der

Jagdkollektion – Jacken und Westen – zum

Einsatz kommt. www.fjallraven.com

Importverbote für Jagdtrophäen gefährden erfolgreiche Artenschutzprojekte

Für 2018 hat das Bundesamt für Naturschutz

(BfN) 197 Einfuhrgenehmigungen

für Jagdtrophäen von Tieren erteilt, die unter

das Washingtoner Artenschutzabkommen

fallen. Die deutsche Tierrechtsszene

nimmt die Zahlen alljährlich zum Anlass,

Beschränkungen und Verbote für die Einfuhr

legaler Trophäen aus nachhaltiger und

regulierter Jagd zu fordern. Die deutsche

Delegation des Internationalen Rates zur

Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC)

und der Deutsche Jagdverband (DJV) weisen

darauf hin, dass solche Forderungen

kon traproduktiv für den Erhalt vieler gefährdeter

Wildarten sind und eine derartige

Einfuhr von Jagdtrophäen streng reglementiert

ist.

Ersetzt Fototourismus nachhaltige

Jagd?

Dr. Dietrich Jelden, ehemaliger Leiter der

Abteilung Artenschutzvollzug im BfN, sagte

gegenüber CIC und DJV: „Erfolgt eine Genehmigung,

dann ist das Garant dafür, dass

die Bejagung einer bestimmten Wildart im

Herkunftsland den CITES-Vereinbarungen

entspricht und damit nicht nur völlig legal,

sondern auch nachhaltig geschieht. Zudem

ist die Zahl erteilter Genehmigungen nicht

gleichbedeutend der Zahl legal erlegter Tiere:

Sie umfasst oftmals mehrere Teile ein

und desselben Tieres.“ Auch die Weltnaturschutzunion

IUCN verweist ausdrücklich

auf den Stellenwert nachhaltiger Jagd und

stellt klar, dass Trophäenjagd nicht einfach

durch Fototourismus ersetzt werden könnte.

Fototourismus ist in weiten Teilen der Reiseländer

gar nicht darstellbar, da die hierfür

nötige Infrastruktur fehlt. Ihre Bereitstellung

würde einen hohen finanziellen Einsatz und

massive Auswirkungen auf die Umwelt bedeuten

– durch den Bau von Straßen, Hotelanlagen

und der Zunahme von Müll.

„Nachhaltiger Jagdtourismus, gut gemanagt

und kontrolliert, ist außerhalb von

Nationalparken die wichtigste Einnahmequelle.

Sein ökologischer Fußabdruck ist

vergleichsweise gering“, sagte Gerald Bigurube,

ehemaliger Leiter der tansanischen

Nationalparkbehörde TANAPA anlässlich eines

CIC-Interviews mit Dr. Rolf Baldus. Für

erfolgreichen Fototourismus sind extrem

hohe Wildtierdichten notwendig – das führt

außerhalb touristischer Ziele unweigerlich

zu Konfliktsituationen zwischen Menschen

und Wildtier. Aktuell erwägt beispielsweise

Botswana aus diesem Grund die Aufhebung

eines seit 2014 bestehenden Jagdverbotes.

Löwe, Elefant und Nashorn profitieren

von Jagd-Einnahmen

In Ländern mit nachhaltigem Jagdmanagement

wachsen die Bestände ikonischer

Arten wie Löwe, Elefant oder Nashorn oder

sind auf hohem Niveau stabil. Wild erhält

durch Gastjäger einen Wert für die lokale

Bevölkerung, die in ihnen sonst Konkurrenten

um Weideland oder eine Gefahr für ihr

Vieh oder das eigene Leben sehen. „Wildbret

aus regulierter Jagd stellt für große

Teile der afrikanischen Bevölkerung eine

hoch geschätzte und oftmals die einzige legale

Fleischquelle dar. Das erlegte Wild wird

vollumfänglich genutzt und findet sich auch

in den Restaurants der Touristen. Ein Steak

vom wilden Oryx ist aus ökologischer Sicht

um einiges nachhaltiger als ein Rindersteak

und trägt gleichzeitig noch zum Schutz der

heimischen Wildtiere und seiner Lebensräume

bei“, stellt Dr. Bethe, DJV-Vizepräsident,

fest.

Erst 2017 erteilte das Bundesumweltministerium

(BMU) Forderungen von Tierrechtsaktivisten

eine klare Absage, wonach

aus seiner Sicht pauschale Importbeschränkungen

für Jagdtrophäen nicht zu

rechtfertigen sind, da so viele gute Artenschutzprojekte

gefährdet würden.

43

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Jagd und Hege

Fotolia.com - Circumnavigation

Stiftung Hessischer Jägerhof

Museum Jagdschloss Kranichstein

Veranstaltungen im April 2019

Sonntag, 07.04.2019, 15:00 Uhr

Vorösterliche Kapellenführung

Führung durch die Kapelle von Schloss Kranichstein

Kosten: 7,00 € pro Person, Leitung: Andrea Rohrmann, Anmeldung erforderlich

Sonntag, 14.04.2019, 11:00 bis 14:00 Uhr

Besucherwerkstatt „Handwerk mit Horn – Wir fertigen einen Armreif aus

Rinderhorn“

Generationenübergreifendes Programm im Jagdschloss, ab 8 Jahren

Kosten: 8,00 € pro Person (ermäßigt), 12,00 € pro Person (Erwachsene)

Leitung: Astrid Dingeldey, Anmeldung erforderlich

Sonntag, 28.04.2019, 15:00 Uhr

Führung durch das Jagdschloss Kranichstein

Kosten: 7,00 €

Leitung: Andrea Rohrmann

Für die Veranstaltungen gilt (wenn nicht anders angegeben): Treffpunkt: Museumseingang/Kasse

Jagdschloss Kranichstein, Darmstadt, Kranichsteiner Straße 261, Parkplätze

vorhanden. Kosten: inkl. Eintritt MUSEUM und bioversum Jagdschloss Kranichstein. Anmeldung

und Information: Tel.: 06151/971118-0, (Mittwoch bis Freitag 13.00–17.00 Uhr,

Wochenende, Feiertage: 10.00–17.00 Uhr), www.jagdschloss-kranichstein.de, E-Mail: anfrage@jagdschloss-kranichstein.de.

bioversum Jagdschloss Kranichstein

Veranstaltungen im April 2019

Sonntag, 07.04.2019, 11:00 – 12:30 Uhr

Waldemars Waldgeschichten für Kinder von 4 - 5 Jahren in Begleitung der

Eltern

„Hast du gehört? Geräusche im Wald und auf der Wiese“

Kosten: 5,00 € pro Kind, erwachsene Begleitpersonen zahlen den ermäßigten

Museumseintritt

Leitung: Maria Fuhrer, Pädagogin B.A.

Sonntag, 07.04.2019, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Der Frühling steht in den Startlöchern – Frühlingserwachen im Freilandlabor“

Kosten: 6,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt und Materialkosten)

Leitung: Anna Berg, Studentin

Dienstag, 16.04.2019, 14:00 – 16:30 Uhr

Forschertreff für Oma, Opa, Enkel (ab 6 Jahre)

„Seedbombs – Wir lassen mit Samenkugeln Blumen für die Bienen wachsen“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt) zzgl. 15,00 € pro Bausatz

Leitung: Itziar Candeal, Biologin (M.Sc.)

Mittwoch, 17.04.2019, 14:00 – 16:00 Uhr

Familien-Ferienprogramm (Kinder ab 6 Jahre)

„Strukturvielfalt und Farbenpracht – Drucken und Färben mit Pflanzen“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt)

Leitung: Naomi Werner, Kunst- und Museumspädagogin

Donnerstag, 18.04.2019, 14:00 – 16:30 Uhr

Forschertreff für Oma, Opa, Enkel (ab 6 Jahre)

„Wohnung frei – Wir bauen einen Nistkasten“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt) zzgl. 15,00 € pro Bausatz

Leitung: Nadja Israel, Diplom-Biologin & Manfred Wagner, EfD

Sonntag, 21.04.2019, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Lebenswichtige Hülle – Schmucke Baumrinde unter der Lupe“

Kosten: 6,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt und Materialkosten)

Leitng: Anastasia Bender, Lehrerin

Dienstag, 23.04.2019, 14:00 – 16:30 Uhr

Forschertreff für Oma, Opa, Enkel (ab 6 Jahre)

„Farben in der Natur – Kreatives mit Pflanzen und Pflanzenfarben“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt) zzgl. 15,00 € pro Bausatz

Leitung: r. Anika Glaschke, Biologin

Anmeldung empfohlen

Mittwoch, 24.04.2019, 14:00 – 16:00 Uhr

Familien-Ferienprogramm (Kinder ab 6 Jahre)

„Frühblüher und andere Frühlingsboten – Frühlingserwachen im Kranichsteiner

Wald“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt)

Leitung: Itziar Candeal, Biologin (M.Sc.)

Donnerstag, 25.04.2019, 14:00 – 16:30 Uhr

Forschertreff für Oma, Opa, Enkel (ab 6 Jahre)

„Startklar für den Frühling – Wir bauen ein Wildbienenhotel“

Kosten: 7,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt) zzgl. 15,00 € pro Bausatz

Leitung: Nadja Israel, Diplom-Biologin & Manfred Wagner EfD

Sonntag, 28.04.2019, 14:00 Uhr und 15:30 Uhr

Besucherlabor für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren

„Pflanzen statt Wegwerfen – Wir bauen ein Mini-Gewächshaus aus Tetrapak“

Kosten: 6,00 € pro Person (inkl. Museumseintritt und Materialkosten)

Leitung: Itziar Candeal, Biologin (M.Sc.)

Für die Veranstaltungen gilt (wenn nicht anders angegeben): Anmeldungen erforderlich. Treffpunkt:

bioversum Jagdschloss Kranichstein, Darmstadt, Kranichsteiner Straße 253, Parkplätze

vorhanden. Kosten: inkl. Eintritt MUSEUM und bioversum Jagdschloss Kranichstein.

Anmeldung und Information: Tel.: 06151/971118-88, (Dienstag bis Freitag 11.00–17.00 Uhr,

Wochenende, Feiertage: 10.00–17.00 Uhr), www.jagdschloss- kranichstein.de,

E-Mail: anfrage@jagdschloss-kranichstein.de.

Forum lebendige Jagdkultur

Einladung zur Tagung vom 26.–28.04.2019 im

Kloster Frauenberg in Fulda

Veranstalter: Forum lebendige Jagdkultur e.V., Schleiermacherstr.

1, 30625 Hannover,

Vorsitzender Dr. Johannes Dieberger, Hainfeld

Weitere Informationen zum Tagungsablauf erhalten Sie von

Wendelin H. Priller unter:

Mobil: 0171/5208052 oder E-Mail: w.priller@prc-wp.de.

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HessenJäger

Ausgabe 04/19


FREIE

PLÄTZE

Lehrgänge der LandesJAGDschule

des Landesjagdverbandes Hessen e.V.

Der Landesjagdverband Hessen e.V. führt 2019 in seiner LandesJAGDschule folgende Lehrgänge durch:

Jagd und Hege

Fangjagdlehrgänge – maximal 20 Teilnehmer –

Freitag, 17.05.2019, in Wöllstadt– belegt

Samstag, 15.06.2019, im Wildpark Knüll – (10.30–ca. 19.00 Uhr)– belegt

Anerkannte Fangjagdseminare nicht nur für Jäger. Jeder Grundeigentümer hat die

Möglichkeit, mit der Teilnahme an einem Seminar auf seinem Grund und Boden Fallen

zu stellen. Der Unterricht beinhaltet u.a. einen theoretischen Unterricht von 4

Stunden, in dem man über die Biologie, Jagd und Schonzeiten sowie alle rechtlichen

Vorschriften, die in der Fangjagdverordnung abverlangt werden, informiert wird. Dieser

Lehrgang berechtigt auch zur Fangjagd nach § 19 Abs. 2 HJagdG

Kursgebühr: 50,- €

Fallenbaulehrgänge/Prädatorenbejagung – maximal 12 Teilnehmer –

Samstag, 18.05.2019, in Wöllstadt – belegt

Die häufigsten Fallenarten, Einbau, Beköderung, zu beachtende Vorschriften beim

Aufstellen der einzelnen Fallen, Jagdarten auf Raubwild.

Kursgebühr: 50,- €

Wildschadenseminar – mindestens 10 Teilnehmer –

Samstag, 31.08.2019, im Wildpark Knüll Terminänderung !!!

Jagdrechtliche Grundlagen, Ersatzpflicht, Wild- und Jagdschaden, gesetzliche Vorverfahren,

Schätzverfahren an landwirtschaftlichen Kulturen, Exkursion, Wildschäden

in der Praxis. Kursgebühr: 50,- €

Planung & Durchführung von Bewegungsjagden – mind. 10 Teilnehmer –

Samstag, 10.08.2019, im Wildpark Knüll

Nicht nur die Planung und Durchführung einer Bewegungsjagd, sondern auch

das waidgerechte Verhalten als Jäger auf einer Gesellschaftsjagd wird vermittelt.

Bei der Planung wird jedes einzelne Detail besprochen und berücksichtigt. Rechtliche

Grundlagen der Unfallverhütungsvorschrift und des Jagdgesetzes werden

behandelt. Was ist bei der Einladung und Ansprache des Jagdleiters zu berücksichtigen,

welches Revier eignet sich dafür? Modelle revierübergreifender Jagden werden

vorgestellt. Bejagungsstrategien der zu bejagenden Wildarten, Hundeeinsatz,

Verkehrssicherungspflicht, Standortwahl eines Schützenstandes, Organisation der

Jagdhelfer und vieles mehr wird in Theorie und Praxis veranschaulicht.

Kursgebühr: 50,- €

Jagdaufseherlehrgang (einschl. Prüfung) – belegt, Warteliste –

Montag, 17.06.2019, bis Samstag, 29.06.2019, in Darmstadt

Zugelassen werden nur Teilnehmer, die volljährig und jagdpachtfähig sind.

Kursgebühr: 300,- € inkl. 45,- € Prüfungsgebühren zzgl. Unterkunft u. Verpflegung.

Rotwildseminar – mindestens 10 Teilnehmer –

Samstag, 22.06.2019, in Darmstadt

In diesem Seminar geht es um den König der Wälder. Doch werden wir diesem

in unserem Hochwildrevier gerecht? Themenschwerpunkte dieses Seminars

sind: Die Vermittlung von wildbiologischen Kenntnissen, Lebensraumgestaltung

in Form von Äsungsflächen, Wildruhezonen und Bejagungskonzepten,

welche an die Aktivitätsphasen angepasst sind. Ein interessantes Seminar für

den Jagdpächter, den Jungjäger und den Rotwildjäger. Kursgebühr: 50,- €

Niederwild-Artenschutz – mindestens 10 Teilnehmer –

Samstag, 25.05.2019, in Wöllstadt

Der Landesjagdverband Hessen richtet auch in diesem Jahr einen Sonderlehrgang

(Tageslehrgang) für den „Niederwildheger“ aus.

Selbstverständlich können auch Hochwildjäger, die sich auf dem Gebiet der

Niederwildhege fortbilden wollen, an einem solchen Lehrgang teilnehmen. Insbesondere

unser Jungjägernachwuchs sollte sich diesen Lehrgang, welcher

auf die Aufzuchtzeit beschränkt ist, nicht entgehen lassen. Kursgebühr: 50,- €

Grundlagenseminar Schweißarbeit – mindestens 10 Teilnehmer –

Samstag, 24.08.2019, in Darmstadt

Seminar für Jäger, die ihren Jagdhund speziell auf Schweiß führen möchten

(eigener Hund kann nach Absprache mitgebracht werden). Ein interessantes

und lehrreiches Seminar auch für Jungjäger und Jäger, die noch keinen Hund

besitzen. Kursgebühr: 50,- €

Zerwirkkurs – maximal 12 Teilnehmer –

Freitag, 24.05.2019, in Malsfeld (14.00–ca. 18.00 Uhr) – belegt

Freitag, 19.07.2019, in Darmstadt – belegt

Freitag, 16.08.2019, in Darmstadt – belegt

Freitag, 13.09.2019, in Darmstadt

In diesem Kurs wird vom Fachmann erläutert und vorgeführt, mit welchem

Werkzeug man Fleisch vom jagdbaren Wild fachgerecht zerlegt. Hygieneanforderungen

werden dabei genauso erläutert, wie auch Kniffe und Tricks für das

leichte „aus der Decke schlagen“ bzw. „Abschwarten“ bis hin zur Bratenportionierung.

Kursgebühr: 50,- €

Wildveredelung – maximal 12 Teilnehmer –

Samstag, 25.05.2019, in Malsfeld (10.00–ca. 15.00 Uhr) – belegt

Samstag, 20.07.2019, in Darmstadt

Samstag, 17.08.2019, in Darmstadt – belegt

Samstag, 14.09.2019, in Darmstadt

In diesem Kurs wird vom Fachmann erläutert und vorgeführt, mit welchem

Werkzeug man ein bereits zerwirktes Stück Schalenwild veredelt. In diesem

Seminar werden Sie in das Geheimnis der Wurstküche eintauchen. Getränke,

Wildbratwurst und kleine Kostproben sind in der Kursgebühr enthalten. Kursgebühr:

60,- €

Seminar Fuchs- und Raubwildbejagung – mindestens 10 Teilnehmer –

Samstag, 27.07.2019, in Wöllstadt

Effektive Fuchs- und Raubwildbejagung setzt Professionalität voraus. Dieses

Seminar bietet alle sach- und tierschutzgerechten Bejagungsarten auf den

Fuchs und das Raubwild.

Themenschwerpunkte des Seminars sind: Wildbiologie, Anlage von Luderplätzen,

Fanganlagen, Natur- und Kunstbaujagd, Standortwahl und Bau von

Kunstbauen, Luderplätzen und Fanganlagen, Reizjagd auf den Fuchs.

Kursgebühr: 50,- €

Die Kurse für 2019!

Melden Sie sich gleich an, wo nur wenige Plätze verfügbar sind. www.ljv-hessen.de/aus-und-fortbildung/ljv-lehrgaenge/

- Änderungen vorbehalten –

Sollten Lehrgänge schon belegt sein, können Sie sich auf die Warteliste setzen lassen. Wird ein Platz frei, werden Sie umgehend benachrichtigt.

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten zu den Lehrgängen in Kranichstein erhalten Sie bei Darmstadt Marketing GmbH, Luisenplatz 5, 64283 Darmstadt, Tel.:

06151/134513 und 06151/134516 und über www.darmstadt-marketing.de.

Anmeldung für diese Lehrgänge erbitten wir möglichst umgehend an die Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Hessen e.V., Am Römerkastell 9, 61231 Bad Nauheim,

Tel. 06032/9361-0, Fax: 06032/4255, Frau Tüscher oder per E-Mail: info@ljv-hessen.de zu senden.

Öffnungszeiten Mo-Fr 13-23 Uhr

Sa & So 10-18 Uhr | nach Vereinbarung

Tel. 06291 6199930

45

HessenJäger

Ausgabe 04/19


Jagd und Hege

Revierkalender

Rehwild Böcke fegen

Muffelwild Lämmer

Schwarzwild Frischlinge

Dachs Jungdachse (2–5)

Fuchs Jungfüchse (4–8)

Feldhase Junghasen

Kaninchen Jungkaninchen

Baummarder Jungmarder

Iltis

Ranz

Hermelin Jungwiesel (4–10)

Mauswiesel Ranz ab Monatsmitte

Auerwild Balz

Birkwild Balz

Haselwild Balzende

Fasan Balz

Ringeltaube Balz, Brut (2 Eier)

Stockente Gelege (9–14 Eier)

Waldschnepfe Gelege (4 Eier)

Mäusebussard Gelege (3–4 Eier)

Habicht Gelege (3–4 Eier)

Sperber Balz

Freie Sicht!

46

HessenJäger

Ausgabe 04/19

fotolia.com/losonsky

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www.jana-jagd.de

Büchsen-

Licht

A

P

R

I

L

M

A

I



Aufgang Untergang Aufgang Untergang

8 Mo 06:43 20:06 08:28 23:35

9 Di 06:41 20:08 08:57 —

10 Mi 06:38 20:09 09:33 00:46

11 Do 06:36 20:11 10:18 01:53

12 Fr 06:34 20:13 11:14 02:55

13 Sa 06:32 20:14 12:21 03:47

14 So 06:30 20:16 13:37 04:31

15 Mo 06:28 20:18 14:57 05:06

16 Di 06:25 20:19 16:19 05:36

17 Mi 06:23 20:21 17:42 06:01

18 Do 06:21 20:23 19:04 06:25

19 Fr 06:19 20:24 20:25 06:48

20 Sa 06:17 20:26 21:44 07:13

21 So 06:15 20:28 23:01 07:40

22 Mo 06:13 20:29 — 08:11

23 Di 06:11 20:31 00:12 08:48

24 Mi 06:09 20:33 01:16 09:32

25 Do 06:07 20:34 02:11 10:23

26 Fr 06:05 20:36 02:56 11:20

27 Sa 06:03 20:38 03:33 12:21

28 So 06:01 20:39 04:03 13:25

29 Mo 05:59 20:41 04:29 14:30

30 Di 05:57 20:42 04:50 15:36

1 Mi 05:55 20:44 05:10 16:42

2 Do 05:53 20:46 05:29 17:50

3 Fr 05:52 20:47 05:48 18:59

4 Sa 05:50 20:49 06:08 20:10

5 So 05:48 20:51 06:31 21:23

zunehmender Mond

Vollmond

Mit dem

HessenJäger

immer eine

Wurflänge

voraus!



abnehmender Mond

Neumond

Bitte beachten:

In Hessen gelten die in § 3 HJagdV

festgelegten Jagdzeiten sowie einige wichtige

Ausnahme- und Sonderregeln!

Beachten Sie immer den § 22 Abs. 4 HJG

Bitte informieren Sie sich vor der Jagdausübung darüber,

ob für das von Ihnen bejagte Gebiet Sonderregelungen

z.B. durch ein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet

oder die Nähe zu Stillgewässern gelten.

Ausführliche Information zu den Jagdzeiten

in Hessen finden Sie online unter

https://www.hessenjaeger-online.de/jagd-in-hessen/

LJV-Tipp: Laden Sie sich die Jagdzeitenübersicht herunter

und drucken diese zum Einlegen in die Jagdscheinhülle

aus. Hier sehen Sie auf einen Blick alle geltenden

Regelungen und auch, was sich zu früher verändert hat!

ROTWILD

– JAGDZEITEN IN HESSEN –

Kälber 01.08. 31.01.

Schmalspießer u. Schmaltiere

01.05. 31.05.

01.08. 31.01.

Hirsche und Alttiere 01.08. 31.01.

DAM- u. SIKAWILD

Hirsche, Alttiere u. Kälber 01.09. 31.01.

Schmalspießer u. Schmaltiere 01.08. 31.01.

REHWILD

Böcke 01.05. 31.01.

Ricken u. Kitze 01.09. 31.01.

Schmalrehe 01.05. 31.01.

SCHWARZWILD

Keiler u. Bachen

ganzjährig

Überläufer u. Frischlinge

ganzjährig

MUFFELWILD 01.08. 31.01.

FELDHASEN 01.10. 31.12.

FÜCHSE 15.08. 28.02.

WILDKANINCHEN

ganzjährig

WASCHBÄR 01.08. 28.02.

MARDERHUND 01.09. 28.02.

MINK 01.09. 28.02.

SUMPFBIBER 01.09. 28.02.

STEINMARDER 16.10. 31.01.

BAUMMARDER, ILTISSE,

HERMELINE, MAUSWIESEL

keine Jagdzeit

DACHSE 01.08. 31.10.

REBHÜHNER

keine Jagdzeit

FASANE

Hähne 01.10. 15.01.

Hennen

keine Jagdzeit

WILDTRUTHÄHNE u. -HENNEN keine Jagdzeit

RINGELTAUBEN

adulte 01.11. 15.01.

juvenile 01.11. 20.02.

TÜRKENTAUBEN

keine Jagdzeit

HÖCKERSCHWÄNE

keine Jagdzeit

GÄNSE

Kanadagänse 01.08. 31.10.

Graugänse 01.08. 31.10.

Bless-, Saat-, Ringelgänse keine Jagdzeit

ENTEN

Stockenten 01.09. 15.01.

Nilgänse 01.09. 15.01.

Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-,

Tafel-, Samt- u. Trauer enten

keine Jagdzeit

WALDSCHNEPFEN

keine Jagdzeit

BLESSHÜHNER

keine Jagdzeit

MÖWEN

Lach-, Sturm-, Silber-,

Mantel- u. Heringsmöwen

keine Jagdzeit

RABENKRÄHEN und ELSTERN 01.08. 31.12.

GAMSWILD 01.08. 15.12.


Zu Ostern

1

Freude schenken

Der

Klassiker

aus den

Fünfzigerjahren.

1 | Das Jagdspiel

J. P. Sauer & Sohn lässt den Klassiker aus den Fünfzigerjahren

in seiner Originalfassung aufleben – und endlich heißt es

wieder für die ganze Familie: „Auf, auf, zum fröhlichen Jagen!“

Viele Jäger kennen das Spiel noch aus ihrer eigenen Kindheit.

Es begeistert nicht nur alle Jungjäger ab 6 Jahren, sondern

auch sämtliche alten Hasen und Lehrprinzen.

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Endlich einmal

Jagdkönig sein.

3 | Plüschtier Hase

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Kuschelhase bringt Kinderaugen zum

Strahlen – ein perfektes Geschenk! Material:

100 % Polyester. Farbe: braun/

weiß. Größe: 30 cm.

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3

2

2 | Memo-Spiel

Jagdkönig

Wer sammelt die meisten

Doubletten

In diesem Spiel können Sie mit Ihren Kindern, Enkeln, Neffen und

Nichten ganz unbeschwert Strecke machen und ihnen spielerisch unsere

heimischen Wildtiere vorstellen. So geben Sie ganz ohne Zwang

Ihr jagdliches Wissen weiter, denn gemeinsam Erlebtes verbindet. Inhalt:

48 Karten (24 Bildpaare), Spielanleitung. Für Kinder ab 4 Jahren.

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4

4 | Wildschwein-

Plüschrucksack

Kuscheliger Wegbegleiter für den

kleinen Schwarzwild-Fan! Kleiner

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und unterwegs. Material:

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Material: 100 % Polyester. Größe: 23 cm.

Grau. Best.Nr.: ES33072-1.

Braun. Best.Nr.: ES33072.

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5

6

5 | Plüschtier

Wildschwein

Material: 100 %

Polyacryl. Farbe: dunkelbraun.

Größe: 26 cm.

Best.Nr.: ES30991.

Preis: € 12,95

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