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Verfahrenstechnik 4/2019

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19098<br />

4<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

April <strong>2019</strong><br />

Wirksamer Schutz<br />

Pneumatische Förderung von<br />

explosionsfähigen Schüttgütern<br />

Top-Thema Powtech<br />

Pharma- und<br />

Schüttgut-Trends<br />

Big-Bag-Entleerstation<br />

Produktvermischungen und<br />

Verunreinigungen vermeiden<br />

Messtechnik<br />

Optimierung von<br />

Zerkleinerungsanlagen


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POWTECH<br />

09–11 APRIL<br />

HALL 3 / 3-249


EDITORIAL<br />

Zu Risiken und<br />

Nebenwirkungen ...<br />

Ob Vitamine, Diätgetränke oder Antifaltenprodukte – die Regale in Apotheken<br />

und Drogeriemärkten sind voll von freiverkäuflichen Lifestyle-Produkten.<br />

Pharmaunternehmen sind nicht mehr nur reine Medikamenten-Hersteller,<br />

sondern positionieren sich mittlerweile auch als Dienstleister, die beispielsweise<br />

Patienten bei der Medikamenteneinnahme unterstützen. Das Thema Gesundheitsversorgung<br />

ist im Umbruch, und die pharmazeutische Industrie tut gut<br />

daran, diesen Wandel aktiv mit Patienten-individuellen Produkten und<br />

Dienstleistungen mitzugestalten.<br />

Bei der Herstellung von Medikamenten<br />

spielt die <strong>Verfahrenstechnik</strong> eine große<br />

Rolle. Der Markt verlangt nach Anlagen mit<br />

kürzeren Durchlaufzeiten und geringeren<br />

Produktionskosten bei gleichzeitig hoher<br />

Flexibilität. Für Hersteller fester oraler<br />

Darreichungsformen wurden bereits erste Lösungsansätze entwickelt,<br />

die den Weg vom Labor zur Konti-Produktion deutlich beschleunigen<br />

und kleinste Wirkstoffmengen präzise dosieren können.<br />

Auch modulare Lösungen sind ein neuer Trend, weil sie die<br />

rentable, flexible Produktion kleiner Chargen ermöglichen – ein<br />

wichtiger Aspekt angesichts wachsender Individualisierung bei der<br />

Medikation.<br />

Zu sehen sind diese Lösungen und viele weitere Produkte für die<br />

Pharma-Prozesstechnologie auf der Powtech in Nürnberg. Über<br />

380 Aussteller bieten dort Innovationen speziell für die Pharmaproduktion<br />

an. Zwei besondere Highlights sind das Fachforum<br />

Pharma.Manufacturing.Excellence und die Guided Tours am ersten<br />

und am dritten Messetag um 13 Uhr in Halle 3. Mehr dazu in unseren<br />

Berichten auf den Seiten 8 und 10.<br />

Die Pharmaindustrie<br />

braucht rentable, flexible<br />

Produktionsanlagen<br />

Eva Linder<br />

Chefredakteurin<br />

e.linder@vfmz.de<br />

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Halle 4 · Stand 4-330<br />

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Mit unseren zentralen Absauganlagen sorgen wir für saubere Luft in Ihrer Produktion.<br />

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INHALT<br />

12 38 46<br />

Pharma: Konus-Schneckenmischer<br />

gewährleisten einen schonenden und<br />

zugleich effektiven Mischprozess<br />

Kosmetik: Ein neues Ventil verbessert die<br />

Homogenisierung von Nanoemulsionen<br />

und sorgt für ein transparentes Ergebnis<br />

Baustoffe: Feuchtesensoren stellen in<br />

Echtzeit die Qualität von Quarzsand und<br />

Beton sicher<br />

AKTUELLES<br />

5 Personen, Märkte, Unternehmen<br />

6 Seminare, Tagungen, Kurse<br />

TOP-THEMA POWTECH<br />

8 Pharma- und Schüttgut-Trends auf der Powtech <strong>2019</strong><br />

10 Komponenten für optimale Pharmaprozessanlagen<br />

12 Konus-Schneckenmischer in der Herstellung von<br />

tier medizinischen Produkten<br />

14 Grenzenlose Produktauswahl stellt Unternehmen vor<br />

Herausforderungen<br />

16 Big-Bag-Entleerstation verhindert Produktvermischung<br />

18 Zonensammler nehmen Proben aus allen<br />

Schüttgutschichten<br />

20 Produktinformationen<br />

28 TITEL Pneumatische Förderung von explosionsfähigen<br />

Schüttgütern mit Gebläsen und Verdichtern<br />

32 Doppelschraubenpumpe mit angeflanschtem<br />

Zusatzgetriebe<br />

38 Schnelle und flexible Homogenisierung von<br />

Nanoemulsionen<br />

44 Messtechnik für die Optimierung von Brechern<br />

46 Feuchtemessung zur Qualitätskontrolle im Quarzwerk<br />

48 Dynamische Pulverprüfung ermittelt Fließfähigkeit und<br />

Auswirkungen des Feuchtigkeitsgehaltes<br />

56 Sicherheit auch abseits der geltenden Normen und<br />

bekannter Medien gewährleisten<br />

58 Schnelle Röntgeninspektionslösung als fester Kontrollpunkt<br />

in der Lebensmittelindustrie<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

55 Inserentenverzeichnis<br />

64 Impressum<br />

66 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />

67 Vorschau<br />

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TITELBILD<br />

Aerzener Maschinenfabrik<br />

GmbH, Aerzen<br />

4 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


Veranstaltungen der O-Ring-Akademie<br />

AKTUELLES<br />

Der unabhängige Hersteller für<br />

O-Ringe und Elastomerdichtungen<br />

C. Otto Gehrckens schult<br />

seit vielen Jahren erfolgreich Mitarbeiter<br />

verschiedener Unternehmen<br />

und Branchen in der<br />

O-Ring-Akademie. Diese bietet<br />

sowohl versierten Experten als<br />

auch technischen und kaufmännischen<br />

Mitarbeitern die<br />

Möglichkeit, sich über das komplexe Thema O-Ringe fundiert fortzubilden.<br />

In Kompakt- und Intensivseminaren vermitteln erfahrene<br />

Referenten umfassendes Know-how in wichtigen Bereichen der<br />

Dichtungstechnik. Infos zu den Seminaren im Mai, Juni, September<br />

und November per Mail unter seminar@o-ring-akademie.de.<br />

www.cog.de<br />

Wachstumsschub für Endress+Hauser<br />

Die Geschäfte von Endress+Hauser haben sich 2018 über alle Regionen<br />

und Branchen hinweg sehr positiv entwickelt. Die Firmengruppe<br />

meldet neue Höchstmarken bei Umsatz, Gewinn und Beschäftigung.<br />

Den vorläufigen Geschäftszahlen zufolge steigerte<br />

Endress+Hauser den Umsatz 2018 um mehr als 9 % auf über<br />

2,4 Milliarden Euro. Wechselkurseinflüsse verhinderten noch bessere<br />

Resultate. Neue Stellen schuf das Familienunternehmen vor<br />

allem in Fertigung, Forschung und<br />

Entwicklung sowie Service. Zum<br />

Jahresende zählte Endress+Hauser<br />

weltweit 13 928 Beschäftigte, 629<br />

mehr als 2017. „Die positive Umsatzentwicklung<br />

zeigt, dass wir uns<br />

gut im Markt behauptet haben“,<br />

erklärte CEO Matthias Altendorf<br />

(Bild). Beflügelt wurde das Wachstum<br />

durch Innovationen aus<br />

sämtlichen Arbeitsbereichen: „Wir<br />

haben unsere Kunden mit mehr als 50 neuen Produkten, Lösungen<br />

und Dienstleistungen unterstützt. Dabei konnten wir sowohl entlang<br />

unserer Digitalisierungsstrategie als auch bei der Messung und<br />

Analyse von Qualitätsparametern Akzente setzen“, sagte der Chef<br />

der Firmengruppe.<br />

www.endress.com<br />

VDMA: Deutsche Exporte von Wasser- und<br />

Abwassertechnik steigen<br />

Die deutschen Hersteller von Komponenten und Systemen zur<br />

Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung konnten<br />

ihre Ausfuhren im Jahr 2018 erstmalig auf mehr als eine<br />

Milliarde Euro steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die<br />

Exporte deutlich (plus 3,9 %) auf rund 1 038 Mio. EUR (2018) gegenüber<br />

rund 999 Mio. EUR (2017). Gerade wegen der teilweise<br />

deutlichen Veränderungen in einzelnen Regionen bleibt die EU-<br />

28 wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Hersteller von<br />

Wasser- und Abwassertechnik und stabilisiert das hohe Niveau<br />

deutscher Exporte.<br />

www.vdma.org<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 5


AKTUELLES<br />

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />

PRAXISKURS Emissionsmessungen im<br />

gesetzlich geregelten Bereich<br />

GRUNDSCHULUNG Gefahrgutbeauftragte:<br />

Erster Verkehrsträger Straße<br />

SEMINAR ISO 9001:2015 – Qualitätsmanagement<br />

für Führungskräfte<br />

KURS Projektmanagement mit<br />

Lean Six Sigma<br />

PRAKTIKERKONFERENZ Pumpen in der<br />

Verfahrens- und Abwassertechnik<br />

ANWENDERSEMINAR Moderne Labormethoden<br />

der Analytik<br />

INTENSIVSEMINAR Expertenwissen O-Ringe –<br />

Einsatz inkl. Prüfung und Schadensanalyse<br />

WEITERBILDUNG Betriebsbeauftragter für<br />

Abfall / Abfallbeauftragter<br />

15.–17.04.19,<br />

Kassel<br />

23.–25.04.19,<br />

Lübeck<br />

29.04.19,<br />

Essen<br />

29./30.04.19,<br />

Frankfurt/M.<br />

06.–08.05.19,<br />

Graz, Österreich<br />

07.05.19,<br />

Hamburg<br />

08./09.05.19,<br />

Pinneberg<br />

13.–16.05.19,<br />

Offenbach<br />

FACHSCHULUNG Explosionsschutz (Atex) 15.05.<strong>2019</strong>,<br />

Weil am Rhein<br />

ANWENDERSEMINAR Chemie- und<br />

Pharmaindustrie<br />

23./24.05.19,<br />

Schiltach<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

Dekra Akademie, Tel. 0711/7861-0,<br />

www.dekra-akademie.de<br />

Tüv Nord, Tel. 0800/8888020,<br />

www.tuevnordakademie.de<br />

GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />

www.gdch.de/fortbildung<br />

TU Graz, Tel. +43(0)316/873-8079,<br />

www.praktiker-konferenz.com<br />

CEM, Tel. 02842/96440,<br />

www.cem.de<br />

C. Otto Gehrckens, Tel. 04101/5002-0,<br />

www.o-ring-akademie.de<br />

Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />

www.umweltinstitut.de<br />

Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,<br />

www.de.endress.com<br />

Vega, Tel. 07836/50-0,<br />

www.vega.com<br />

Ystral wächst<br />

Mit einem zweiten Standort in<br />

Südbaden will sich die Ystral<br />

GmbH für weiteres Wachstum<br />

rüsten. Der Maschinen- und<br />

Anlagenbauer hat 2018 das<br />

erfolgreichste Jahr seiner 60-<br />

jährigen Geschichte erlebt. Der<br />

Umsatz sei um mehr als 6 % von<br />

39,5 auf 42,0 Mio. EUR gestiegen<br />

und habe sich damit in den<br />

vergangenen zehn Jahren verdreifacht.<br />

Um auch in Zukunft<br />

Raum für Wachstum zu haben,<br />

Bizerba und A&D kooperieren<br />

Bizerba hat eine Partnerschaft mit dem japanischen Messinstrumentehersteller A&D gestartet. Das<br />

Traditionsunternehmen aus Tokio ist bekannt für High-End-Labor- und Präzisionswägelösungen und<br />

sei damit ein idealer Kooperationspartner für das Familienunternehmen aus Balingen. „Die neue<br />

Partnerschaft ermöglicht es beiden Unternehmen, noch besser auf die Anforderungen des Marktes<br />

zu reagieren und marktübergreifende Erfolge zu erzielen. Kunden profitieren dabei weiterhin von<br />

unserer exzellenten Serviceleistung, da Support und Wartung aller Produkte der Kooperation auch in<br />

Zukunft in unser Aufgabengebiet fällt. Das Potenzial ist vorhanden und der Grundstein gelegt. Wir<br />

blicken mit großer Zuversicht auf die Zusammenarbeit“, so Andreas Wilhelm Kraut, CEO und Gesellschafter<br />

von Bizerba.<br />

www.bizerba.com<br />

schafft Ystral nun einen zweiten<br />

Standort in der Region. In<br />

Sulzburg, nur wenige Kilometer<br />

vom Stammsitz Ballrechten-<br />

Dottingen entfernt, wurde ein<br />

Gebäude gekauft. „Wir sind begeistert<br />

von diesem modernen<br />

und charaktervollen Gebäude“,<br />

sagt der geschäftsführende<br />

Gesellschafter Peter Manke. In<br />

Kürze sollen Mitarbeiter aus<br />

der Verwaltung in Sulzburg ihre<br />

Arbeit aufnehmen.<br />

www.ystral.de<br />

EFFIZIENT GEMACHT<br />

RESSOURCEN SCHONEN,<br />

KOSTEN SENKEN, UMWELT SCHÜTZEN<br />

Ihr unternehmerischer Erfolg ist unser Ziel. Als<br />

Landesagentur vernetzen wir Wirtschaft, Wissenschaft<br />

und Politik. Wir initiieren zukunftsweisende Projekte,<br />

horchen weltweit in die Märkte, ebnen neuen grünen<br />

www.umwelttechnik-bw.de<br />

Technologien den Weg und leisten Wissenstransfer.<br />

Ressourcen zu schonen, Material im Kreislauf zu<br />

führen, Energie effizient zu nutzen sind unsere Themen.<br />

Wir unterstützen Sie dabei,<br />

ressourceneffiziente Wege zu gehen.<br />

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6 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


Schwing-Gruppe feiert 50-jähriges Jubiläum<br />

Die Schwing-Gruppe ist seit 1969 mit<br />

thermischer Reinigungstechnologie<br />

und Prozessmesstechnik erfolgreich.<br />

Angefangen hat alles als Zwei-Personen-Betrieb:<br />

Im Februar 1969 meldete<br />

Firmengründer Ewald Schwing sein<br />

Handelsgewerbe in Duisburg an. Im<br />

Jubiläumsjahr feiern die jetzigen<br />

Geschäftsführer Ewald Schwing, Ralf<br />

Diederichs, Thomas Schwing und Alfred<br />

Schillert (Bild v. l.) und ihre rund<br />

100 Mitarbeiter das 50-jährige Bestehen<br />

des Unternehmens. Stolz blickt Ewald<br />

Schwing auf die erfolgreiche Firmengeschichte<br />

zurück: „Wir sind mittlerweile<br />

Weltmarktführer für komplette Reinigungslösungen. Von unserem Unternehmenssitz in Neukirchen-<br />

Vluyn aus konnten wir bislang mehr als 3 000 Reinigungsanlagen in etwa 75 Länder verkaufen.“<br />

Temperaturmessung<br />

in<br />

Durchlauföfen<br />

• Bis zu 20 Messpunkte<br />

• Kalibriert - auf Wunsch DKD!<br />

• Optional Echtzeitanzeige<br />

•Kalibrationsdaten im Logger<br />

•3,8 Mio. Messwerte<br />

www.schwing-technologies.de<br />

Genehmigungsmanagement bei Neu- und Umbau<br />

Bei Neu- und Umbau von Industrieanlagen gilt es, Termine und Kosten im Blick zu halten. Dies gelingt<br />

jedoch nur, wenn erforderliche Genehmigungen rechtzeitig geplant und eingeholt werden. Neben<br />

technischen Vorschriften sind dabei immer komplexere umweltrechtliche Vorgaben zu beachten. Um<br />

ein strukturiertes Genehmigungsmanagement<br />

zu gewährleisten, muss die Zusammenarbeit<br />

zwischen den Projektbeteiligten<br />

und Behörden klar koordiniert werden.<br />

Die 4. Jahrestagung „Genehmigungsmanagement<br />

bei Neu- und Umbau von<br />

Industrieanlagen“ am 14./15. Mai <strong>2019</strong> in<br />

Düsseldorf greift die wichtigsten Themen<br />

rund um das industrielle Genehmigungsmanagement<br />

auf. In praxisnahen Fachbeiträgen<br />

werden die Herausforderungen aus<br />

der Perspektive von Anlagenbauern, -betreibern,<br />

Rechtsanwälten, Ingenieuren<br />

und Experten beleuchtet. Zwei halbtägige<br />

Intensiv-Workshops zu Ausgangszustand<br />

und Rückführungspflicht am Beispiel eines komplexen Industriestandortes sowie effektiver Vorbereitung<br />

und Durchführung von Genehmigungsverfahren bieten Teilnehmern die Möglichkeit, gemeinsam<br />

Optimierungsansätze zu erarbeiten.<br />

• IP67 Datenlogger<br />

• Hitzeschutzbehälter in<br />

Aluminium oder Edelstahl<br />

• Robuste + exakte Messfühler<br />

www.tacevents.com/genehmigung<strong>2019</strong><br />

Vogelsang erweitert Geschäftsführung<br />

www.vogelsang.info<br />

David Guidez (Bild) ist seit Kurzem Mitglied der Geschäftsführung<br />

der Vogelsang GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit Hugo und Harald<br />

Vogelsang leitet er die Geschicke des Unternehmens und verantwortet<br />

insbesondere die Bereiche Produktion, Qualitätswesen, Auftragsabwicklung<br />

und Service. Grund für die Erweiterung der Geschäftsführung<br />

ist das starke Unternehmenswachstum und der erfolgreiche<br />

Internationalisierungskurs in den vergangenen Jahren. „Die Wachstumsentwicklung<br />

der vergangenen Jahre stellt uns vor neue strategische<br />

und organisatorische Herausforderungen“, erklärt Vogelsang-<br />

Geschäftsführer Harald Vogelsang. „Mit David Guidez haben wir einen<br />

Experten gewonnen, der bereits verantwortliche Positionen in mehreren<br />

deutschen Maschinenbauunternehmen innehatte.“<br />

•Automatisierte Analyse mit<br />

graphischer Auswertung<br />

Besuchen Sie uns:<br />

AEE Nürnberg,<br />

4-5 Juni<br />

Halle 12, Stand 425<br />

PhoenixTM GmbH<br />

Tel +49 5731 30028 0<br />

www.PhoenixTM.de<br />

info@phoenixtm.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Auf einen Blick<br />

Termin: 09. bis 11. April <strong>2019</strong><br />

Öffnungszeiten: DI, MI 9–18 Uhr,<br />

DO 9–17 Uhr<br />

Eintrittspreise: Tageskarte 35 EUR,<br />

Dauerkarte 45 EUR<br />

Ort: Messezentrum Nürnberg<br />

Aussteller: ca. 800<br />

Internet: www.powtech.de<br />

Schneller vom Labor zum Prozess<br />

Pharma- und Schüttgut-Trends auf der Powtech <strong>2019</strong><br />

Die internationale Leitmesse für<br />

mechanische <strong>Verfahrenstechnik</strong>,<br />

Analytik und Handling von Pulver<br />

und Schüttgütern läuft vom 9. bis<br />

11. April <strong>2019</strong> in Nürnberg. Sie ist<br />

das Treffen für Experten der pulverund<br />

schüttgutverarbeitenden<br />

Industrien.<br />

Auf der Powtech erleben Fachbesucher<br />

das gesamte Portfolio der mechanischen<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong>. Damit ist die<br />

internationale Fachmesse das führende<br />

Leitforum auch für die Verantwortlichen in<br />

Entwicklung, Herstellung und Analytik<br />

pharmazeutischer, kosmetischer, diätetischer<br />

und Health-Food-Produkte. In diesen<br />

Produktgruppen sind Hersteller im Vorteil,<br />

die auf veränderte Kundenbedürfnisse am<br />

schnellsten reagieren können. Bei den über<br />

800 Ausstellern der Powtech <strong>2019</strong> aus<br />

32 Ländern sind daher Lösungen für mehr<br />

Effizienz und Geschwindigkeit in der Produktion<br />

ein wichtiges Thema.<br />

Eine der großen Herausforderungen in<br />

den Branchen Pharma, Kosmetik und Food<br />

ist seit jeher, die Entwicklungszeiten zu verkürzen.<br />

Einen Lösungsansatz für Hersteller<br />

fester oraler Darreichungsformen hat bspw.<br />

Bosch entwickelt und wird diesen auf der<br />

Powtech <strong>2019</strong> erstmals offen in Deutsch-<br />

land zeigen. Über 380 weitere Aussteller<br />

bieten auf der Fachmesse Innovationen<br />

speziell für die Pharmaproduktion an. Insgesamt<br />

sorgen über 800 Unternehmen<br />

in sechs Hallen auf der Messe für eine Vielfalt<br />

an Technologien und Lösungen<br />

rund um Prozesse wie Mahlen, Mischen,<br />

Trennen, Filtern, Agglomerieren und begleitende<br />

Prozesse.<br />

Fachprogramm für Spezialisten<br />

Experten der Pharmabranche dürfen sich<br />

zudem auf ein besonderes Highlight freuen:<br />

Das Fachforum Pharma.Manufacturing.Excellence<br />

in Halle 3. Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft<br />

für Pharmazeutische<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong> (APV), finden auf diesem<br />

Fachforum laufend Expertenvorträge<br />

Guided Tour Pharma-Prozesstechnologie<br />

mit dem Schwerpunkt feste Arzneiformen<br />

statt und bieten so einen persönlichen Fortbildungsmehrwert.<br />

In der Food- und Feed-Produktion ist die<br />

pneumatische Förderung von Pulvern und<br />

Schüttgütern von zentraler Bedeutung – sowohl<br />

für die Qualität der Produkte wie auch<br />

für die Gesamtwirtschaftlichkeit der Prozesse.<br />

Hersteller von Gebläsen und Vakuumsystemen<br />

haben sich darauf eingestellt<br />

und geben auf der Powtech interessante<br />

Blicke auf aktuelle Entwicklungen hinsichtlich<br />

Verfügbarkeit, Luftqualität, Plug&Play-<br />

Lösungen, Energieeffizienz und Einbindung<br />

in Industrie-4.0-Konzepte.<br />

Foto: NuernbergMesse<br />

www.nuernbergmesse.de<br />

Auf der Powtech wird es am ersten und<br />

dritten Messetag (9. und 11. April) eine<br />

Guided Tour zum Thema Pharma-Prozesstechnologie<br />

geben. Die etwa einstündige<br />

Tour führt zu Ausstellern, die Produkte<br />

und Lösungen für die pharmazeutische<br />

Industrie zeigen. Treffpunkt für die Tour<br />

ist in Halle 3, Stand 545. Die Teilnahme ist<br />

kostenlos, aber da die Plätze begrenzt<br />

sind, empfiehlt sich eine vorherige<br />

Anmeldung unter e.linder@vfmz.de.<br />

8 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


Glatt Ingenieurtechnik mit<br />

Innovationskompetenz<br />

Die Glatt Ingenieurtechnik aus Weimar, Spezialist für Anlagenbau<br />

und Prozessentwicklung, wurde vom ostdeutschen Wirtschaftsmagazin<br />

Wirtschaft + Markt unter die Top 150 der Innovationsführer<br />

in den neuen Bundesländern gewählt. Die Wirtschaftsministerien,<br />

Landesfördergesellschaften und Investitionsbanken der<br />

östlichen Bundesländer und Berlins haben Glatt als einen Leuchtturm<br />

unter den Maschinenbauern im Osten nominiert. Glatt plant<br />

und realisiert Anlagen und ganze Produktionsstätten für die<br />

Lebensmittel-, Tierfutter- und Feinchemie-Industrie sowie den<br />

Biotech-Sektor. „Aufgrund unserer technologie- und prozessorientierten<br />

Innovationskompetenz sind wir ein gefragter Entwicklungspartner<br />

im In- und Ausland“, sagt Dr. Michael Jacob (Bild rechts),<br />

Leiter <strong>Verfahrenstechnik</strong>, Process Technology Food, Feed & Fine<br />

Chemicals bei<br />

Glatt Ingenieurtechnik.<br />

„Die<br />

Mitarbeit in Gremien<br />

und öffentlich<br />

geförderten<br />

Verbundprojekten<br />

ermöglicht es<br />

uns, Ergebnisse<br />

aus unserer internen<br />

Forschung<br />

und Entwicklung<br />

schneller<br />

im industriellen<br />

Umfeld zu<br />

testen und durch die Bündelung komplementärer Kompetenzen<br />

weiterzuentwickeln. Zahlreiche Verfahren wie zum Beispiel die<br />

Rückgewinnung von wertvollem Phosphor aus Klärschlammaschen<br />

zur Erzeugung eines neuen pflanzenverfügbaren Düngergranulats<br />

konnten so zur Marktreife gebracht werden.“<br />

www.glatt.com<br />

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Yokogawa agiert nachhaltig<br />

Die Yokogawa Electric Corporation wurde erstmalig in „The Global<br />

100“, einen der weltweit führenden Nachhaltigkeitsindizes, aufgenommen.<br />

Yokogawa wurde in den Kategorien saubere Einnahmen<br />

und Innovationskapazität unter den ersten 25 % eingestuft. Im<br />

Kerngeschäft industrielle Prozessautomatisierung arbeitet Yokogawa<br />

mit Kunden aus den Bereichen Energie, Chemie, Eisen und Stahl,<br />

Wasser und weiteren Industrien zusammen, um Produktionseffizienz<br />

und -stabilität zu verbessern, CO 2<br />

-Emissionen und Ressourcenverbrauch<br />

zu reduzieren und Sicherheit am Arbeitsplatz zu<br />

gewährleisten. Im Jahr 2018 gründete das Unternehmen seine<br />

Zentrale für Life Innovation, um neue Lösungen für die Lebensmittel-<br />

und Pharmabranche zu entwickeln und zu einer gesunden<br />

und wohlhabenden Gesellschaft beizutragen. „Im Rahmen unserer<br />

drei Nachhaltigkeitsziele arbeitet Yokogawa daran, Null-Netto-<br />

Emissionen zu erreichen, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft<br />

zu vollziehen sowie Wohlbefinden zu gewährleisten, und<br />

für jedes Ziel haben wir für 2020 und 2030 Schlüsselindikatoren<br />

festgelegt“, erklärte Takashi Nishijima, Präsident und CEO von<br />

Yokogawa. „Die Aufnahme in den Global-100-Index <strong>2019</strong> bestätigt,<br />

dass unsere Kerngeschäfte bereits einen soliden Beitrag zu einer<br />

nachhaltigen Gesellschaft leisten und wir werden unsere Initiativen<br />

weiter ausbauen.“<br />

www.yokogawa.com/de<br />

www.ruwac.de<br />

05226-9830-0<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 9<br />

Ruwac.indd 1 12.03.2018 15:56:13


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Die optimale Pharma-Anlage<br />

Mit Apparaten und Anlagen von der Stange ist der pharmazeutischen<br />

Industrie meist nicht gedient – Produktreinheit und Wirtschaftlichkeit<br />

sollten absolut im Vordergrund stehen. Mit welchen Komponenten Sie<br />

Ihre Pharmaprozessanlage optimal planen und betreiben können,<br />

erfahren Sie hier.<br />

Mischtrockner und Reaktor<br />

Foto: Fotolia (motorolka, #52456835)<br />

Das Arbeitsvolumen dieses Vertikalmischers<br />

kann ungefähr zwischen 0,4<br />

und 2 m³ variieren. Insofern sind ideale<br />

Mischgüten bei Füllgraden zwischen<br />

20 und 100 % erzielbar. Ein temperierbares<br />

helixartiges Schraubenband-Mischwerk<br />

bewegt die Mischgüter<br />

in der Peripherie des Mischraumes<br />

aufwärts und lässt sie im<br />

Zentrum abwärts fließen.<br />

www.amixon.de<br />

Halle 1,<br />

Stand 304<br />

Dosierer<br />

Die hochgenauen gravimetrischen Dosierer<br />

sind speziell auf die steigenden Anforderungen<br />

kontinuierlicher Prozesse abgestimmt.<br />

Dank des Einsatzes der verkleinerten D4-<br />

Plattformwaage mit einer patentierten und<br />

hochgenauen Wägetechnologie erfordern sie<br />

deutlich weniger Standfläche als bisherige<br />

Ausführungen. Je nach Aufgabe lassen sich<br />

mehrere Dosierer zu einem Cluster gruppieren:<br />

Bspw. bei kontinuierlichen Prozessen wie<br />

der Direktverpressung (CDC), der Extrusion,<br />

der Nass- und Trockengranulierung sowie bei<br />

traditionellen Chargenprozessen.<br />

www.coperion.com<br />

Halle 4,<br />

Stand 290<br />

Homogenisierventil<br />

Dieses Ventil soll das Homogenisierungsverfahren<br />

zur Verarbeitung von Mikro- und Nanoemulsionen<br />

für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie<br />

grundlegend verändern: Es können<br />

nahezu transparente Emulsionen hergestellt<br />

werden. Die neue Ventilgeometrie optimiert die<br />

Energieverteilung während des Homogenisierens<br />

und reduziert dadurch die Partikelgröße; der<br />

Homogenisierungseffekt wird deutlich verbessert.<br />

www.gea.com<br />

Halle 3,<br />

Stand 231<br />

10 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Halle 3,<br />

Stand 558<br />

Reinigungsanlage<br />

Ein Hersteller hat ein High-Containment System<br />

entwickelt, das Reinigungs- und Isolatortechnologie<br />

vereint. Der große Vorteil liegt darin, dass<br />

nicht wie bisher zwei Anlagen (Ein- und Ausschleuse-Isolator<br />

und Waschmaschine) benötigt<br />

werden, sondern nur eine einzige integrierte<br />

High-Containment Reinigungsanlage.<br />

Das High-Containment System ist speziell für<br />

das absolut dichte und staubfreie Handling,<br />

Waschen und Trocknen von toxisch kontaminierten<br />

Produktionsgütern entwickelt worden.<br />

www.amsonic.com<br />

Zum Thema Pharma-<br />

Prozesstechnologie<br />

gibt es auf der<br />

Powtech eine Guided<br />

Tour am 9. und am<br />

11. April jeweils um<br />

13 Uhr. Treffpunkt für<br />

den etwa einstündigen<br />

Rundgang ist in<br />

Halle 3, Stand 545.<br />

Halle 4,<br />

Stand 214<br />

Temperaturmessung<br />

Das selbstkalibrierende Thermometer hat eine<br />

komplett automatisierte Inline-Selbstkalibrierfunktion<br />

für hygienische sowie aseptische<br />

Anwendungen und ermöglicht eine lückenlose<br />

Überwachung im laufenden Prozess. Daraus<br />

resultieren eine hohe Produktsicherheit<br />

und eine Steigerung der Anlagenauslastung.<br />

Das hygienische Thermometer ist für Anwender<br />

bestimmt, die eine lückenlose Übereinstimmung<br />

zu den FDA- bzw. GMP-Regeln benötigen.<br />

www.de.endress.com<br />

Granulieren, Trocknen, Coaten<br />

Halle 3,<br />

Stand 357<br />

Die Anlage wird für die Prozesse Granulation, Trocknung<br />

und Coating von Partikelgrößen ab 10 µm bis<br />

2 mm eingesetzt. Dank des speziellen Designs und<br />

der effizienten Prozessluftführung verkürzen sich die<br />

Batchzeiten damit bis zu 25 %. Im zylindrischen Produktbehälter<br />

herrschen gleichmäßige Strömungsverhältnisse,<br />

die für eine äußerst schonende Umwälzung<br />

der Charge sorgen. Die Prozessluft wird durch den Behälterboden<br />

eingeleitet, der aus stufenweise übereinander<br />

angeordneten Ringscheiben besteht. Gemeinsam mit der zentral<br />

positionierten Bottom-Spray-Düse bildet der Strömungsboden<br />

eine Funktionseinheit, die alle Voraussetzungen für ein lineares<br />

Scale-up erfüllt.<br />

www.romaco.com<br />

Halle 3,<br />

Stand 528<br />

Hygienepumpen<br />

Zum umfangreichen Hygienepumpen-Programm dieses Herstellers gehören<br />

hochreine Pumpen, Hochdruckpumpen und auch dosierfähige Drehkolbenpumpen.<br />

Alle Pumpen sind umfassend zertifiziert (EHEDG, EN1935/2004, FDA,<br />

3A) und können mit einer Vielzahl unterschiedlicher Rotoren ausgestattet werden.<br />

Das einzigartige Dichtungskonzept ermöglicht eine raschere Instandhaltung,<br />

einfachere Reinigung und geringere Ausfallzeiten. Die Dichtungen werden von<br />

vorne gewechselt. Ein optimales CIP-Ergebnis wird durch die O-Ring Position<br />

sichergestellt, die den Totraum zwischen Gehäusedeckel und Pumpengehäuse<br />

minimiert.<br />

www.verderliquids.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 11


TOP-THEMA I POWTECH<br />

verdrängt, sind sie im Vergleich dazu in<br />

der Lage, die heutigen Anforderungen an<br />

Prozessgeräte optimal zu erfüllen. Denn<br />

Konus-Schneckenmischer gewährleisten<br />

etwa eine sanitäre Produktion von Tierfutter<br />

und damit auch die sichere Herstellung<br />

von komplexen Tierfutterpräparaten unter<br />

Bedingungen, die Prozessen in der Pharmaindustrie<br />

gleichen, und garantieren zudem<br />

die Bedien sicherheit der Produktionsanlage<br />

gemäß gesetzlichen Vorgaben.<br />

Optimale Leckerli-Qualität<br />

mit Wirkung<br />

Konus-Schneckenmischer in der Herstellung<br />

von tiermedizinischen Produkten<br />

Die Tierfutterproduktion boomt,<br />

der Markt verändert sich: Wer<br />

heute im Konkurrenzkampf<br />

bestehen will, muss auf Qualität<br />

setzen. Hier haben Konus-Schneckenmischer<br />

im Fertigungsprozess<br />

entscheidende Vorteile gegenüber<br />

einfachen Einwellen-Mischsystemen,<br />

bei denen eine möglichst<br />

zeitsparende und preisgünstige<br />

Produktion im Vordergrund steht.<br />

Autor: Reinhold Huber, Produktmanager,<br />

Bolz Process Technology GmbH, Wangen<br />

In einem wachsenden Industriesektor mit<br />

einer steigenden Anzahl von Produzenten<br />

ist die Qualität des hergestellten Produkts ein<br />

entscheidender Faktor zur Sicherung von<br />

Wettbewerbsvorteilen. So<br />

verhält es sich auch im<br />

Bereich der tiermedizinischen<br />

Präparate bei<br />

der Tierfutterherstellung.<br />

Während in der Vergangenheit<br />

wirtschaftliche<br />

Gesichtspunkte wie Herstellungskosten,<br />

Durchsatzleistung<br />

und Produktionszeit<br />

eine bedeutende<br />

Rolle spielten, zwingen<br />

die wachsende Konkurrenz<br />

sowie steigende gesetzliche Anforderungen<br />

Produzenten heute dazu, ihr<br />

Augenmerk verstärkt auf die Qualität von<br />

Fertigungsprozess und Endprodukt zu legen.<br />

Konus-Schneckenmischer zum Vermischen<br />

verschiedener Futterkomponenten<br />

und in der Herstellung von aktiven Wirkstoffen<br />

erfahren hier ein Revival. Einst von<br />

einfachen Einwellen-Mischsystemen wie<br />

horizontalen Schaufelmischern vom Markt<br />

Schonender Mischprozess für<br />

anspruchsvolle Produkte<br />

Die Eigenschaften des<br />

Konus-Schneckenmischers<br />

überzeugten gleich<br />

mehrere führende Tierfutterhersteller<br />

in China.<br />

Reinhold Huber<br />

Beim Konus-Schneckenmischer von Bolz-<br />

Summix führt ein umlaufender Orbitalarm<br />

eine kontinuierlich rotierende Mischschnecke<br />

mit minimalem Abstand an der konischen<br />

Behälterwand entlang. Dabei wird der<br />

Feststoff im direkten Einflussbereich der<br />

Schnecke partiell nach oben gehoben und<br />

sodann durch die Schwerkraft mit der gesamten<br />

Charge nach unten abgeleitet.<br />

Schnecke und Schwerkraft erzeugen einen<br />

vertikalen Produktfluss, während der Orbitalarm<br />

eine horizontale Komponente einbringt.<br />

Zwangsmischung und Gravitation<br />

bewirken einen dreidimensionalen Produktfluss,<br />

der für eine intensive und zugleich<br />

sanfte Ver mischung der Partikel sorgt.<br />

Die Bewegung größerer Feststoffbereiche<br />

relativ zueinander wird dabei als Konvektionsmischung<br />

oder Makromixing bezeichnet,<br />

wohingegen der zufällige Platzwechsel<br />

der einzelnen Körnchen oder Partikel zueinander<br />

als Dispersionsmischung oder<br />

Mikromixing bezeichnet wird. Das Prinzip<br />

der umlaufenden Förderschnecke in einem<br />

konischen Behälter wie im Konus-Schneckenmischer<br />

bietet eine optimale Kombination<br />

dieser beiden Mischwirkungen. Daraus<br />

resultiert ein schonender und zugleich<br />

effektiver Mischprozess für empfindliche<br />

und anspruchsvolle Schüttgüter.<br />

Geringe mechanische Kräfte minimieren<br />

die Gefahr von Produktzerstörung oder<br />

Erwärmung. Eine Rückentmischung bei<br />

langanhaltender Mischung oder dosierter<br />

Entleerung findet nicht statt. Auch bei<br />

12 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

unterschiedlichen Produkteigenschaften<br />

hinsichtlich Dichte, Partikelgröße oder<br />

Form garantiert der Konus-Schneckenmischer<br />

eine homogene Mischleistung.<br />

Die konische Mischschnecke reduziert<br />

die Mischzeit und erhöht die Produktqualität<br />

bei kleiner Antriebsleistung. Die<br />

Wirkung der Schwerkraft sorgt zudem für<br />

einen vollständigen Feststoffaustrag mit<br />

homogenem Produktfluss.<br />

Der Austrag erfolgt kontrolliert dosiert<br />

durch die Schneckendrehzahl. Auch bei<br />

Teilbefüllung (flexibel von 10 bis 100 %<br />

des Nutzvolumens) gewährleistet der Konus-Schneckenmischer<br />

eine zuverlässig<br />

gleichblei bende Vermischung. Durch CIP-<br />

Wasch düsen mit komplett ablaufender<br />

Waschflüssigkeit ist der Mischer zudem<br />

einfach zu reinigen.<br />

Chinesische Produzenten setzen<br />

auf „Made in Germany“<br />

Diese Eigenschaften des Konus-Schneckenmischers<br />

von Bolz-Summix überzeugten<br />

gleich mehrere führende Hersteller<br />

von tiermedizinischen Präparaten<br />

in China. Erfolgreiche Tests in einer<br />

Pilotanlage vor Ort belegten die optimale<br />

Qualität sowie gleichbleibend homogene<br />

Misch ergebnisse auch bei Teilbefüllung.<br />

Neben dem exzellenten Produkt design<br />

„Made in Germany“ waren für die Produzenten<br />

auch Aspekte wie die komplett<br />

geschlossene Betriebsweise, die auto -<br />

matisierte Reinigung sowie die Möglichkeit<br />

der Projekt koordination und Teilfertigung<br />

des Konus-Schneckenmischers<br />

am chinesischen Standort von Bolz-Summix<br />

ausschlaggebend.<br />

Der Betrieb der Mischer erfolgt zwar als<br />

hermetisch geschlossenes Prozesssystem,<br />

jedoch mit relativ drucklosem Apparat bei<br />

Raumtemperatur. Der Konus-Schneckenmischer<br />

ist in GMP-konformer Bauweise<br />

gas- und staubdicht und mit fein geschliffenen<br />

Oberflächen ausgeführt. Spezielle<br />

Konstruktionsdetails sorgen für einen<br />

rückstandsfreien Produktaustrag und eine<br />

validierte Reinigung. Relativ groß ist das<br />

Nennvolumen der beauftragten Mischer<br />

von 5 000 bis zu 12 000 Litern Nutzinhalt für<br />

Feststoffe. Durch die spezielle Mischcharakteristik<br />

ergibt sich dennoch eine<br />

energiesparende Motorleistung von lediglich<br />

11 bis 22 kW.<br />

Halle 4A, Stand 128<br />

Fotos: Bolz-Summix, Fotolia<br />

www.bolz-summix.de<br />

01 Wandgängig rotierende Mischschnecke<br />

für schonenden und zugleich effektiven<br />

Mischprozess<br />

01 02<br />

02 Ein Konus-Schneckenmischer mit<br />

12 000 Litern Nutzinhalt vor dem Versand<br />

nach China<br />

Drehkolbengebläse mit OMEGA PROFIL – „Plug & Work“<br />

Luft für die pneumatische Schüttgutförderung<br />

mit Industrie–4.0–Kompatibilität<br />

• Kompatibel mit Industrie 4.0 durch die vernetzbare Steuerung<br />

SIGMA CONTROL 2<br />

• Gebläseblock mit OMEGA PROFIL<br />

• Pulsationsarm, zuverlässig und energieeffizient<br />

• Volumenströme 1,5 – 74 m³/min, Druckdifferenz bis 1000 mbar,<br />

Vakuum bis 500 mbar<br />

• Garantierte Leistungsdaten – nach ISO 1217 Annex C bzw. E<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 13


TOP-THEMA I POWTECH<br />

vegetarischem oder gar veganem Lebensstil<br />

erwarten neben fleischlosen Produkten vor<br />

allem neue, aufregende Rezepturen, die für<br />

Abwechslung auf dem durch Fleischverzicht<br />

reduzierten Speiseplan sorgen.<br />

Kurzum, Hersteller von Lebensmitteln<br />

sind mehr denn je mit vielfältigen Kundenwünschen<br />

konfrontiert und müssen Rezepturen<br />

entwickeln, die diese erfüllen. Das<br />

führt in vielen Fällen dazu, dass mehr<br />

unterschiedliche oder neue Inhaltsstoffe<br />

notwendig werden, um geschmackvolle,<br />

nahrhafte und idealerweise lang haltbare<br />

Produkte zu entwickeln. Viele dieser neuen<br />

Inhaltsstoffe unterscheiden sich in ihrer<br />

Beschaffenheit, sei es in der Schüttdichte,<br />

dem Gewicht oder in der Tendenz zur<br />

Staub- oder Klumpenbildung. Aber auch<br />

die Summe der Inhaltsstoffe erschwert es,<br />

in einer angemessenen Zeit, homogene<br />

Mischungen zu erhalten.<br />

Schüttgüter bewerten<br />

Die Qual der Wahl<br />

Grenzenlose Produktauswahl stellt Unternehmen<br />

vor Herausforderungen<br />

Mischwerkzeuge, die<br />

Geschwindigkeit des Rotors und die<br />

Verweildauer in der Mischtrommel<br />

bestimmen das Mischergebnis und<br />

damit die Homogenität.<br />

Für eine optimale Mischung kann<br />

es sich lohnen, neue Rezepturen auf<br />

Testanlagen auszuprobieren und<br />

Prozesse zu modellieren.<br />

Autor: Martin Rudolf, Marketing, MAP GmbH,<br />

Altlußheim<br />

Wer heutzutage in einen Supermarkt<br />

geht, steht oft vor meterlangen Regalen<br />

mit einer schier unzählbaren Auswahl<br />

an Fertiggerichten, Gewürz- und Getränkemischungen.<br />

Täglich wächst die Anzahl der<br />

erhältlichen Fertigprodukte und die damit<br />

erzielten Umsätze. Laut dem Statistikportal<br />

Statista betrug der Umsatz im Segment<br />

Convenience Food im Jahr 2018 etwa<br />

5 673 Mio. EUR. Neben dem Wunsch der<br />

Kunden nach mehr Abwechslung bei ihren<br />

Mahlzeiten, spielen noch andere Einflussfaktoren<br />

für die wachsende Zahl an Fertigprodukten<br />

eine immer größere Rolle.<br />

Allergien, Unverträglichkeiten oder<br />

schlicht der Verzicht auf Nahrungsmittel<br />

oder Inhaltsstoffe aus gesundheitlichen,<br />

ethischen, religiösen oder fitnessorientierten<br />

Gesichtspunkten sorgen dafür, dass der<br />

Verbraucher nach Wahlmöglichkeiten beim<br />

Einkauf verlangt. Während vor vielen Jahren<br />

Diätprodukte mit reduziertem Zuckergehalt<br />

die einzige Alternative zum Standardprodukt<br />

waren, gibt es heute von vielen Produkten<br />

gluten- und laktosefreie oder fettreduzierte<br />

Alternativen, oft zusätzlich in einer<br />

biozertifizierten Ausführung. Kunden mit<br />

Diese Homogenität ist aber essenziell für<br />

eine konstante, hohe Produktqualität. Aus<br />

diesem Grund empfehlen Experten, sich<br />

bei der Auswahl des Mischverfahrens und<br />

der Auslegung der Mischtechnik kritisch<br />

mit den Charakteristika der Schüttgüter<br />

auseinanderzusetzen. Einige Hersteller von<br />

industriellen Mischern bieten Anlagenbauern<br />

und Lebensmittelproduzenten die<br />

Möglichkeit, neue Rezepturen auf ihren<br />

Testanlagen auszuprobieren und Prozesse<br />

zu modellieren. Diese Gelegenheit sollte<br />

man nutzen, um das Einhalten wichtiger<br />

Rahmenbedingungen wie die Homogenität<br />

oder die erforderliche Mischdauer für das<br />

jeweilige Produkt zu kennen.<br />

Für eine ausreichende Homogenität sind<br />

in erster Linie die richtigen Mischwerkzeuge,<br />

die Geschwindigkeit des Rotors und<br />

die Verweildauer in der Mischtrommel entscheidend.<br />

Sind diese drei Faktoren nicht<br />

perfekt aufeinander abgestimmt, erhält<br />

man nicht nur ein inhomogenes Produkt,<br />

sondern beschädigt im schlimmsten Fall<br />

sogar die Rohmaterialien. Bei der MAP<br />

Mischsysteme GmbH werden Mischer<br />

so konfiguriert, dass die Qualität der Mischung<br />

im Vordergrund steht. Durch die<br />

Wahl von hochwertigen Werkzeugen und<br />

Auskleidungen der Mischtrommel stellt<br />

das Unternehmen sicher, dass entsprechend<br />

der Anforderungen des Auftraggebers<br />

ein sicheres und schonendes Mischverfahren<br />

entsteht.<br />

Mit ihrem Baukastensystem liefert MAP<br />

außerdem eine Vielzahl von hilfreichen<br />

Optionen, um den Mischer für die jeweiligen<br />

Rezepturen zu konfigurieren. Werden<br />

Inhaltsstoffe verarbeitet, die zu Klumpenbildung<br />

neigen, können mit eigenem Antrieb<br />

rotierende Messerköpfe in den Mantel<br />

der Mischtrommel integriert werden, die<br />

die Agglomerate wieder aufbrechen. Flüs-<br />

14 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


01 Mit einem Baukastensystem lassen sich<br />

Mischer für die jeweiligen Rezepturen einfach<br />

konfigurieren<br />

02 Große Wartungsklappen erleichtern<br />

die intensive Reinigung und sichern so die<br />

Qualität<br />

sigkeitszugabesysteme erleichtern das Zudosieren<br />

von flüssigen Inhaltsstoffen direkt<br />

in die Mischkammer, während doppelwandige<br />

Mischkammerauskleidungen für Heizbzw.<br />

Kühlsysteme die Mischung immer im<br />

richtigen Temperaturfenster halten. Für<br />

eine fortlaufende Qualitätskontrolle gibt es<br />

Probeentnahmevorrichtungen.<br />

Kontaminationen vermeiden<br />

Im Jahr 2018 warnten die Behörden in<br />

Deutschland auf dem staatlichen Internetportal<br />

lebensmittelwarnung.de 75-mal vor<br />

Lebensmitteln, die aufgrund von Kontaminationen<br />

nicht mehr verzehrt werden sollten.<br />

Das ist eine Steigerung um mehr als<br />

Einfache und schnelle Reinigung<br />

All diese Vorkehrungen bringen jedoch<br />

nichts, wenn der Mischer nicht ordentlich<br />

gereinigt wird. Die Reinigung muss von den<br />

Mitarbeitern jederzeit einfach, gründlich<br />

und schnell durchgeführt werden können –<br />

nicht nur, um Kontaminationen zu verhindern,<br />

sondern auch weil eine stehende<br />

Anlage keinen Output bringt. Je leichter die<br />

Arbeit zu verrichten ist, desto gründlicher<br />

wird in der Regel auch das Endresultat.<br />

Besonders große Wartungsklappen mit<br />

großem Öffnungswinkel von über 180° erleichtern<br />

die intensive Reinigung innerhalb<br />

der Mischtrommel und sichern so die<br />

Qualität der Reinigung. Je nach räumlichen<br />

„Mangelhafte Reinigung ist die größte Gefahr für<br />

Verunreinigungen im Mischprozess.“<br />

das Doppelte im Vergleich zum Jahr 2017<br />

(32 Einträge auf lebensmittelwarnung.de).<br />

Viele dieser Verunreinigungen gehen auf<br />

Beschädigungen an und in der Produktionsanlage<br />

zurück, viele aber auch auf<br />

mangelnde Hygiene. Gewürzmischungen,<br />

Säuglingsnahrung, Proteinriegel oder Mehle<br />

mussten aufgrund von Salmonellen, Schimmelpilzen<br />

etc. aus dem Verkehr gezogen<br />

werden.<br />

Eine Ursache dafür liegt in der stetig<br />

wachsenden Produktvielfalt. Statt weitere<br />

Produktionslinien zu bauen, werden immer<br />

mehr Produkte je Linie hergestellt, was die<br />

Wahrscheinlichkeit für eine Kontamination<br />

beim Produktwechsel erhöht. Aus diesem<br />

Grund sollten zum Beispiel Toträume, die<br />

bei Verschraubungen oder Schweißnähten<br />

entstehen können, in jedem Fall vermieden<br />

werden. Die produktberührenden Oberflächen<br />

sollten glatt und aus hochwertigem<br />

Edelstahl gefertigt sein, sodass sich möglichst<br />

wenig Material im Mischraum festsetzen<br />

kann.<br />

und technischen Gegebenheiten sind auch<br />

andere Optionen wie eine automatische<br />

Reinigung der Mischtrommel in Erwägung<br />

zu ziehen.<br />

Darüber hinaus gilt es, die Explosionsgefahr<br />

bei stark staubenden Schüttgütern<br />

zu beachten und den Richtlinien zum Explosionsschutz<br />

(Atex) zu folgen, d. h. es ist<br />

nur Produktionsequipment zulässig, das<br />

die für dieses Einsatzumfeld notwendigen<br />

Sicherheitsmerkmale bietet. Die Nachfrage<br />

nach mehr Produktvielfalt schafft in vielfältiger<br />

Hinsicht Herausforderungen in der<br />

Produktion, die jedoch nicht unlösbar sind.<br />

Mit einem modernen industriellen Mischsystem,<br />

das über die beschriebenen Ausstattungsoptionen<br />

verfügt, sind Anlagenbetreiber<br />

gut auf eine weiter wachsende Zahl<br />

von Produktvariationen vorbereitet.<br />

Halle 4, Stand 256<br />

Fotos: MAP GmbH<br />

www.mapgmbh.com


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Sauber dosiert<br />

Big-Bag-Entleerstation verhindert Produktvermischung<br />

Produktvermischungen bzw.<br />

Verunreinigungen bei der<br />

Entleerung der Big-Bags würden<br />

einen hohen Ausschuss<br />

verursachen. Die restlose Reinigung<br />

der produktberührten<br />

Anlagenkomponenten war eines<br />

der Hauptziele bei der Investition in<br />

drei neue Big-Bag-Entleerstationen.<br />

Ein Kunde der Solids S.S.T.-Schüttguttechnik<br />

Maschinenbau GmbH ist ein<br />

führender Produzent von Ventilsitzen und<br />

Ventilführungen für die Automobilindustrie.<br />

Für deren Herstellung werden ca. acht<br />

Additive in Form von Metallpulvern benötigt,<br />

die in Big-Bags zur Verfügung gestellt<br />

werden. Die Hauptfunktion der drei Solids-<br />

Big-Bag-Entleerstationen ist es, die verschiedenen<br />

Metallpulver mit ihren unterschiedlichen<br />

Produkteigenschaften – ohne<br />

Kreuzkontamination bei Produktwechsel –<br />

dosiert entleeren zu können. Dies ist beson-<br />

ders wichtig, damit die Qualität der folgenden<br />

Prozesse und die Güte des Endprodukts<br />

nicht beinträchtig werden.<br />

Jede der drei verwogenen Big-Bag-Entleerstationen<br />

verfügt über einen eigenen<br />

Kettenzug zur Annahme der Big-Bags<br />

(max. 1 000 kg), deren Auslaufschlauch<br />

staubdicht an die Andockeinheit angeschlossen<br />

werden kann. Für die Genauigkeitsvorgaben<br />

des Kunden wurde eigens<br />

eine Steuerung entwickelt, die diese hohen<br />

Vorgaben erfüllt. Gemäß Rezeptur wird das<br />

Metallpulver mittels Zellenradschleuse mit<br />

einer Genauigkeit von ± 0,5 % in mobile<br />

Container (120–500 kg) dosiert. Durch<br />

schnell wechselbare Formatteile im Auslauf-/Übergabetrichter<br />

können Gebinde<br />

mit unterschiedlichen Abmessungen dosiert<br />

befüllt werden. Eine nachgeschaltete,<br />

pneumatisch angesteuerte Drehklappe<br />

dient als Nachlauf-Stopp für den Dosierprozess<br />

und verhindert ein Nachrieseln<br />

von Produkt bei Nichtbenutzung der Anlage.<br />

Beim Big-Bag-Wechsel sowie während<br />

des Dosiervorgangs anfallende Stäube<br />

werden über eine Aspirationsanlage abgesaugt,<br />

sodass das Bedienpersonal bzw. die<br />

Umgebung nicht belastet werden.<br />

Einfaches Handling<br />

Für eine leichte Reinigung nach einem Produktwechsel<br />

sind die produktberührten<br />

Komponenten gut zugänglich und leicht<br />

demontierbar. Die Big-Bag-Andockeinheit<br />

mit dem zugehörigen Fallrohr und Auslauf-/Übergabetrichter<br />

sind mit Schnellverschlüssen<br />

ausgestattet, damit ist rasches<br />

demontieren der Komponenten möglich<br />

und eine gute Zugänglichkeit in den produktberührten<br />

Bereichen gewährleistet.<br />

Die Solids-Zellenradschleuse mit ausziehbarem<br />

Zellenrad ist leicht an Ort und Stelle<br />

zerleg- und reinigbar.<br />

Zur einfachen Abwicklung lag die gesamte<br />

Projekt-Verantwortung von der Planung,<br />

über Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme<br />

mit Bedienerschulung bis zur abschließenden<br />

Anlagenübergabe in einer Hand. Ebenso<br />

werden die nachfolgenden Service- und<br />

Wartungsaufgaben von Solids – dem Lieferanten<br />

des Gesamtsystems – übernommen.<br />

Autor: Andreas Hoffelner, Vertrieb, Solids<br />

S.S.T.-Schüttguttechnik Maschinenbau GmbH,<br />

Landsberg am Lech<br />

16 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

01 Zellenradschleuse mit<br />

ausgezogenem Rotor<br />

Durch das komplette Liefer- und Leistungsprogramm<br />

der Gruppe, das u. a. die obigen<br />

Punkte umfasst, war eine problemlose Projektabwicklung<br />

sichergestellt.<br />

Für den Kunden haben sich durch die<br />

Investition in die drei Big-Bag-Entleerstationen<br />

die Reinigungszeiten reduziert und<br />

damit die Anlagenverfügbarkeit bei verbesserter<br />

Produktqualität erhöht. Durch<br />

ein ausgereiftes Anlagenkonzept wurde<br />

die Betriebssicherheit gesteigert und ein<br />

sauberer staubfreier Betrieb sichergestellt.<br />

Auch die geforderte Gestaltung der Anlage<br />

nach Atex 2014/34/EU wurde erfolgreich<br />

umgesetzt.<br />

Halle 1, Stand 204<br />

Fotos: Solids<br />

www.solids.de<br />

02 Die Metallpulver können ohne<br />

Kreuzkontamination bei Produktwechsel<br />

dosiert werden<br />

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TOP-THEMA I POWTECH<br />

len. Anwender müssen demnach sicherstellen,<br />

dass eine Probe von entmischtem<br />

Schüttgut Bestandteile aus allen Schichten<br />

enthält.<br />

Eine gängige Praxis ist die Entnahme<br />

mehrerer Einzelproben aus den unterschiedlichen<br />

Schichten, die im Anschluss<br />

zu einer großen Sammelprobe zusammengefasst<br />

werden. Dieses Vorgehen ist allerdings<br />

zeitintensiv sowie umständlich und<br />

birgt zudem die Gefahr von Verunreinigungen.<br />

So kann es passieren, dass bei der Entnahme<br />

mehrerer Einzelproben mit demselben<br />

Probenehmer, Partikel und Keime aus<br />

der Umgebung auf den Probenehmer übergehen.<br />

Diese würden dann nicht nur die<br />

Probe verunreinigen, sondern auch das<br />

gesamte zu beprobende Schüttgut.<br />

Aus allen Schichten<br />

Mit einem Zug<br />

Zonensammler nehmen Proben aus allen Schüttgutschichten<br />

Entmischtes Schüttgut stellt besondere Anforderungen an die<br />

Qualitätskontrolle. Schließlich müssen alle Schichten des Schüttguts<br />

untersucht werden, um die Produktqualität korrekt bestimmen zu<br />

können. Die Beprobung mit Zonensammlern ist eine zuverlässige und<br />

zeitsparende Methode. Mit nur einem Probenzug können repräsentative<br />

Proben aus allen Schichten des Schüttguts entnommen werden.<br />

Schüttgut und Entmischung – jeder, der<br />

mit Schüttgut arbeitet, kennt diese<br />

Schwierigkeit: Bestandteile, die in Größe,<br />

Form oder Dichte unterschiedlich sind,<br />

führen bei Transport, Abwurf oder Umschlag<br />

zur Entmischung und verteilen sich<br />

ungleichmäßig. Kleinere Teile setzen sich<br />

ab und größere werden nach oben getragen.<br />

In den verschiedenen Produktionsprozessen<br />

ist dies immer wieder problematisch,<br />

denn für viele Prozessschritte wird<br />

das Schüttgut in nicht entmischtem Zustand<br />

benötigt, z. B. beim Verpacken oder<br />

Zerkleinern.<br />

Auch bei der Qualitätskontrolle führt<br />

entmischtes Schüttgut zu Problemen.<br />

Denn um ein korrektes Analyseergebnis<br />

über die Produktqualität zu erhalten, muss<br />

das Produkt anhand einer aussagekräftigten<br />

Probe untersucht werden. Für die Probe<br />

bedeutet dies: Sie muss eine repräsentative<br />

Teil menge der Gesamtmenge darstel­<br />

Eine zeitsparende und sichere Lösung für<br />

die Probenahme von Schüttgut sind Zonensammler<br />

wie der Allschicht-Sammler der<br />

Firma Bürkle. Der Probenehmer mit der<br />

länglichen Form hat ein Außenrohr mit<br />

mehreren Kammeröffnungen und ein offenes<br />

Innenrohr mit einer großen Sammelkammer,<br />

die je nach Ausführung ein<br />

Sammelvolumen von 70 bis 260 ml hat.<br />

Für die Probenahme wird der Sammler<br />

mit geschlossenen Kammeröffnungen bis<br />

zur gewünschten Tiefe in das Schüttgut<br />

eingestochen.<br />

Die Kammer lässt sich durch Drehen des<br />

Handgriffs öffnen und Schüttgut aus allen<br />

Schichten fließt ein. Zum Schließen wird<br />

der Handgriff erneut gedreht, anschließend<br />

wird die Stechlanze aus dem zu beprobenden<br />

Schüttgut wieder entnommen. So lässt<br />

sich mit nur einem Probenzug ein repräsentativer<br />

Querschnitt des Schüttguts entnehmen<br />

– auch im entmischten Zustand.<br />

Die verschlossene Kammer verhindert dabei<br />

eine Verunreinigung der Probe.<br />

Einige Auflagen fordern im Rahmen<br />

der Qualitätskontrolle aber gezielte Einzelproben<br />

aus mehreren Schichten. Hier emp­<br />

Autorin: Michèle Bötticher, Marketing und<br />

Kommunikation, Bürkle GmbH, Bad Bellingen<br />

01 Die Zonensammler sind in den Längen 55,<br />

85 oder 150 cm erhältlich – damit lassen sich<br />

auch Proben aus großen Tiefen unkompliziert<br />

entnehmen<br />

02 Mit der scharfkantigen Spitze der<br />

Zonensammler können auch feste<br />

Verpackungen ohne große Krafteinwirkung<br />

durchstoßen werden<br />

18 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

fiehlt sich der Einsatz des Zonensammlers<br />

Multi-Sammler. Der Sammler ähnelt dem<br />

Allsicht-Sammler. Dieser hat aber statt einer<br />

großen Sammelkammer mehrere einzelne,<br />

voneinander getrennte Kammern. Je nach<br />

Ausführung hat der Multi-Sammler drei<br />

oder fünf Kammern mit einem Sammelvolumen<br />

von 14 oder 17 ml.<br />

Die getrennten Kammern verhindern,<br />

dass sich die entnommenen Proben aus<br />

den unterschiedlichen Schichten vermischen.<br />

Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig<br />

mehrere Einzelproben aus unterschiedlichen<br />

Probentiefen ziehen. Liegt das<br />

Schüttgut im nicht entmischten Zustand<br />

vor, reicht oft eine gezielte Einzelprobe aus<br />

einer bestimmten Tiefe des Schüttguts aus.<br />

Dafür eignet sich der Uno-Sammler. Dieser<br />

Probenehmer hat im Vergleich zum Multi-<br />

Sammler nur eine einzelne, kleinere<br />

Kammer mit einem Sammelvolumen von<br />

17 ml. Mit diesem lässt sich eine gezielte<br />

Einzelprobe aus einer vorbestimmten Probentiefe<br />

ziehen.<br />

Schnell und unkompliziert<br />

Je nach Ausführung sind die Zonensammler<br />

aus Aluminium, V4A oder V4A/PTFE<br />

gefertigt. Diese Materialen eignen sich für<br />

unterschiedlichste Schüttgüter. Sie weisen<br />

eine hohe Beständigkeit auf und können<br />

mittels Dampf sterilisiert<br />

werden. Das<br />

macht auch den Einsatz<br />

im sterilen Bereich<br />

möglich. Zudem<br />

sind die Probenehmer<br />

ohne Rillen oder Hinterschneidungen<br />

gefertigt.<br />

Dadurch lassen<br />

sie sich schnell sowie<br />

einfach reinigen, und<br />

Produktreste oder Reinigungsmittel<br />

können<br />

ohne Mühe rückstandslos<br />

entfernt werden.<br />

Das schließt die Gefahren von Verschmutzungen<br />

und Kreuz-Kontaminationen<br />

aus.<br />

Die Sammler sind in den Längen 55, 85<br />

oder 150 cm erhältlich. Damit lassen sich<br />

auch Proben aus größeren Tiefen unkompliziert<br />

entnehmen, z. B. aus Big-Bags. Die<br />

scharfkantige Spitze der Zonensammler<br />

durchstößt auch feste Verpackungen ohne<br />

große Krafteinwirkung. Vor allem im Bereich<br />

der Wareneingangskontrolle spart das<br />

viel Zeit, denn der zu beprobende Sack<br />

muss nicht erst geöffnet werden. Zum<br />

sicheren Verschließen des Sacks eignet sich<br />

Mit Zonensammlern<br />

lassen sich verschiedene<br />

Schüttgüter aus<br />

verschiedenen Tiefen<br />

schnell und unkompliziert<br />

beproben.<br />

Michèle Bötticher<br />

ein Klebesiegel, das einfach über die Einstichstelle<br />

geklebt wird. Dadurch wird der<br />

beprobte Sack wieder sicher verschlossen,<br />

und Informationen zur Qualitätskontrolle<br />

können direkt auf das beschreibbare Feld<br />

des Siegels notiert werden.<br />

Halle 4a, Stand 106<br />

Fotos: Bürkle<br />

www.buerkle.de<br />

Besuchen Sie uns:<br />

POWTECH<br />

Halle 1, Stand 305<br />

9.–11. April <strong>2019</strong><br />

HÖCHSTE PRÄZISION BIS INS KLEINSTE DETAIL<br />

FLACHMATRIZENPRESSEN — Wirtschaftliches Verfahren zum Kompaktieren und Pelletieren<br />

WALZENMÜHLEN — Zerkleinerung von weichen, spröden bis zähharten Produkten<br />

KONTINUIERLICHE WIRBELSCHICHTVERFAHREN — Trocknen • Agglomerieren • Coaten • Granulieren<br />

EXTRAKTIONSPROZESSE: FEST – FLÜSSIG – GAS — Tee, Kaffee • Aroma: Vanille, Orange • Pharmaprodukte<br />

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Alles aus<br />

einer Hand<br />

Für Schüttgutförderung<br />

und -verarbeitung<br />

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Kontinuierlicher Pflugschar-Mischer<br />

Der wartungsarme<br />

Pflugschar-Mischer<br />

KM eignet sich für die<br />

Verarbeitung von pulverförmigen,<br />

faserigen oder<br />

körnigen Feststoffen ebenso<br />

wie für Flüssigkeiten und<br />

Pasten. Und auch Granulationsprozesse lassen sich mit dem Mischer bei kurzer<br />

Verweilzeit durchführen. Der kontinuierlich arbeitende Mischer basiert auf dem<br />

Verfahren des mechanisch erzeugten Wirbelbetts. Hierbei rotieren in einer horizontalen,<br />

zylindrischen Trommel wandnah Pflugschar-Schaufeln. Unter der<br />

permanenten Erfassung des gesamten Produkts wird daher selbst bei hohen<br />

Mischgutdurchsätzen eine intensive Vermischung erreicht. Der Produkttransport ist<br />

dabei durch die spezielle Form und Anordnung der Mischelemente gewährleistet.<br />

So wird bei kurzen Misch- bzw. Verweilzeiten von 25 bis 60 s Homogenität und eine<br />

konstante Reproduzierbarkeit des Endprodukts erzielt.<br />

Bei besonderer Beanspruchung steigern hochverschleißfeste Oberflächen,<br />

hochfeste Baustähle, Edelstähle und Sonderwerkstoffe die hohe Verfügbarkeit des<br />

kontinuierlichen Pflugschar-Mischers noch weiter. Der Vielseitigkeit des Mischers<br />

trägt auch das breite Portfolio an unterschiedlichen Baugrößen Rechnung. Das<br />

kleinste Modell mit einem Trommelvolumen von 5 l verfügt in Abhängigkeit von<br />

Verweilzeit und Füllgrad über eine Durchsatzleistung von 0,25 m 3 /h. Die größte<br />

bisher gebaute Maschine weist 57 000 l Trommelinhalt auf und verarbeitet 1 350 t/h<br />

Sinter-Rohmischung.<br />

Halle 1, Stand 517<br />

www.loedige.de<br />

Sprühtrocknung und Mikroverkapselung<br />

Die Suche nach qualitativ hochwertigen<br />

Anlagenkomponenten mit überzeugendem<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

ist mühsam und aufwendig. Sparen<br />

Sie sich die Mühe und kommen Sie<br />

direkt zu uns!<br />

Als Hersteller bieten wir eines der<br />

umfangreichsten Lieferprogramme<br />

u.a. für die Zement-, Bau-, Chemie-,<br />

Glas-, Kunststoff- und Lebensmittelindustrie.<br />

• Fördertechnik<br />

• Dosiertechnik<br />

• Verladetechnik<br />

• Filter<br />

• Absperrorgane<br />

• Austragshilfen<br />

• Silosicherheit<br />

• uvm.<br />

www.wamgmbh.de<br />

Die Sprühtrocknung ist eines der wichtigsten Verfahren zur Herstellung von Pulver<br />

aus Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen. Der elektrostatisch wirkende<br />

Sprühtrockner PolarDry erweitert die Verfahrenspalette zur Mikroverkapselung von<br />

Wirkstoffen. Das System unterscheidet sich durch Verwendung von Elektrostatik von<br />

anderen Prozessen. Durch die unterschiedlichen Leitfähigkeiten der Bestandteile<br />

(Wirkstoff, Lösungsmittel und Trägermaterial) werden diese unterschiedlich<br />

geladen. Das negativ geladene Lösungsmittel sowie das Trägermaterial drängen<br />

nach außen und ermöglichen eine schnelle Trocknung bei niedrigerer Temperatur.<br />

Der geringer<br />

geladene Wirkstoff<br />

drängt nach innen<br />

und wird daher<br />

vom Trägermaterial<br />

umschlossen.<br />

Durch das<br />

Verfahren können<br />

die Verdunstungstemperatur<br />

gesenkt, die<br />

Produkteigenschaften<br />

verbessert<br />

und der Wirkstoffverlust minimiert werden. Dadurch können eine sehr gute<br />

Fließfähigkeit und höhere Schüttdichten erreicht werden. Die Mikroverkapselung<br />

erhöht die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Produkthaltbarkeit und sorgt für bessere<br />

Löslichkeit. Durch das Verfahren sind keine herkömmlichen Sekundäragglomerationsvorgänge<br />

mehr notwendig und die kontrollierte Agglomeration erspart weitere<br />

Verfahrensschritte.<br />

Die Skalierbarkeit des Prozesses ist einer der Hauptfaktoren, die zum Erfolg führen.<br />

PolarDry besticht laut Hersteller durch ein umfassendes Produktprogramm. Von der<br />

kleinen Basisversion für Labore, über halb-mobile Kreislaufsysteme für<br />

F&E-Abteilungen bis hin zu großen Pilot- und Produktionsanlagen.<br />

Halle 5, Stand 256<br />

www.spray.de<br />

Halle B2, Stand 225 Halle 4, Stand 257


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Neue Hochleistungsfilter<br />

Kaeser Kompressoren<br />

bringt Filter auf den Markt,<br />

die über einen extrem<br />

niedrigen Differenzdruck<br />

bei gleichzeitig hervorragender<br />

Filtrationseffizienz<br />

verfügen. Die Leistungsdaten<br />

der Filter wurden<br />

nach der Qualitätsnorm<br />

für Filter ISO 12500-1<br />

ermittelt und von einer<br />

unabhängigen Stelle geprüft und bestätigt. Demnach erzielt<br />

bspw. der neue tiefenplissierte Aerosolfilter KE (Kaeser Extra)<br />

einen Restaerosolgehalt von 0,01 mg/m³ bei einem Sättigungs-<br />

Differenzdruck von maximal 200 mbar.<br />

Die Baureihe umfasst insgesamt vier Elementgrade zur Filtration<br />

von Aerosolen, Partikeln und Öldämpfen. Mit ihnen lässt sich<br />

Druckluft in allen Reinheitsklassen gemäß ISO 8573-1 bedarfsgerecht<br />

bereitstellen. Die Filter sind bis 16 bar und 66 °C<br />

Druckluft-Eintrittstemperatur einsetzbar und werden in neun<br />

Gehäusegrößen bis 32 m³/min Liefermenge angeboten.<br />

Kopf und Glocke des Filters sind über einen Bajonett-Verschluss<br />

verbunden. Bei einem Elementwechsel werden sie, mitsamt der<br />

Abdichtung für Gehäuse und Element, dank einer integrierten<br />

Zwangsführung stets automatisch dichtend zueinander positioniert.<br />

Eine Arretierschraube fixiert die Glocke in ihrer Endlage<br />

und dichtet dabei gleichzeitig das Filtergehäuse ab. Bei fehlerhafter<br />

Montage lässt sich die Verbindung nicht schließen und<br />

Druckluft bläst hörbar ab.<br />

Halle 4, Stand 236<br />

www.kaeser.com<br />

Effiziente Reinigungslösungen<br />

Der Trocken-Industriesauger CTS22 MC Z22 5PP ist mit seinem<br />

wartungsfreien, leistungsstarken 2,2-kW-Seitenkanalverdichter<br />

für den störungsfreien Dauerbetrieb geeignet. Die universell<br />

einsetzbare Maschine erreicht eine Luftförderung von bis zu<br />

88 l/s und einen Unterdruck von 30 kPa. Dank des robusten<br />

Fahrgestells ist sie leicht zu handhaben. Der Sauger ist zudem<br />

zugelassen für Staubklasse M, denn er hält 99,9 % der Stäube<br />

mit AGW-Werten von mehr als 0,1 mg/m 3 zurück. Er ist auch als<br />

Sicherheitssauger für brennbare Stäube in Zone 22 geeignet.<br />

Hohe Power und Laufruhe sowie seine Ausstattung zeichnen<br />

den VHW421 HC XXX 5PP Industriesauger aus. Die GMPkonforme<br />

Maschine ist durch ihre modulare Bauweise leicht zu<br />

reinigen und zu desinfizieren. Das praktische Verschlusssystem<br />

für Deckel und Behälter erleichtert das Entleeren. Die PullClean-<br />

Technologie wiederum ermöglicht eine effiziente Abreinigung<br />

der Klasse-M-Patronenfilteranlage<br />

im laufenden Betrieb. Die Auf -<br />

nahmeleistung des VHW421<br />

HC XXX 5PP beträgt 2,2 kW, der<br />

Behälter fasst 48 l. Für besonders<br />

hohe Arbeitssicherheit ist er für<br />

die Staubklasse H zugelassen<br />

(hält auch krebserregende Stäube<br />

sowie Krankheitserreger zurück)<br />

und verfügt über einen Hepa-<br />

Saugluftfilter.<br />

Halle 3, Stand 363<br />

www.nilfisk.de<br />

End-of-the-Line-Powder-Mixing<br />

KoneSlid®-Mischer (patentiert)<br />

Eine Symbiose aus exzellent<br />

hygienischem und<br />

ergonomischem Design.<br />

✓ Extrem schonender Mischvorgang<br />

mit kurzen Taktzeiten<br />

✓ Totalentleerung innerhalb<br />

weniger Sekunden<br />

✓ Ideale Mischgüten<br />

✓ Füllgrade können von ca.<br />

10% bis 100% differieren<br />

✓ Hohe Flexibilität für die Produktion<br />

von Babyfood, Wirkstoffen,<br />

Instantsuppen und -saucen,<br />

sowie Instantdrinks<br />

✓ Viele große Inspektionstüren<br />

in totraumfreier Bauweise<br />

✓ Auf Wunsch mit Baumusterprüfung<br />

Ex II 1D (für Zone 20)<br />

✓ Wahlweise wird der Mischer<br />

druckstoßfest, druckfest<br />

und vakuumfest gefertigt.<br />

✓ Alle Komponenten der<br />

amixon® Mischer stammen<br />

aus Deutschland.<br />

Die Fertigung der Maschinen<br />

findet ausschließlich<br />

im amixon®-Werk in<br />

Paderborn statt.<br />

Totalentleerung in<br />

wenigen Sekunden<br />

amixon ® GmbH<br />

Paderborn, Deutschland<br />

sales@amixon.de · www.amixon.de<br />

Strömungsverlauf im amixon®<br />

KoneSlid®-Mischer


Nassvermahlung bis in den Submikrometer-Bereich<br />

Besuchen Sie uns:<br />

Powtech<br />

Nürnberg<br />

Halle 1<br />

517<br />

Das optimierte und kompaktere Design der Feinstmühle<br />

Micros ermöglicht laut Hersteller eine Kostenreduktion<br />

im Herstellungsprozess. Im Gegensatz zu<br />

einer Kugelmühle, bei der das Mahlwerk indirekt<br />

durch Rotation des Behälters bzw. durch ein Rührwerk<br />

bewegt wird, wird das Mahlwerk hier direkt durch<br />

einen leistungsstarken Elektromotor angetrieben.<br />

Dadurch verarbeitet die Mühle Suspensionen mit<br />

großer Viskosität und hohem Feststoffgehalt. Die<br />

Nassvermahlung der Partikel bis in den Submikrometer-Bereich<br />

wird speziell in der Lebensmittel- und<br />

Keramikindustrie angewendet.<br />

Darüber hinaus präsentiert Nara Machinery weitere<br />

technische Lösungen aus dem Produktportfolio,<br />

darunter das Nara Hybridization System (NHS), den Schaufeltrockner (NPD) sowie<br />

den Suspensionstrockner (MSD).<br />

Halle 4, Stand 570<br />

www.nara-e.de<br />

Modulare Absaugtechnik: effizient und förderfähig<br />

Ihr Solution<br />

Provider für:<br />

•Mischen<br />

•Granulieren<br />

•Trocknen<br />

•Coaten<br />

•Reagieren<br />

Lödige Process Technology<br />

Elsener Str.7-9<br />

D-33102 Paderborn<br />

www.loedige.de<br />

LÖDIGE –ALWAYS<br />

THE RIGHT MIX<br />

Zur Powtech stellt der Absaugtechnik-Hersteller Esta Apparatebau GmbH & Co. KG<br />

sein modulares Anlagenkonzept in den Mittelpunkt seiner Messepräsenz. Durch die<br />

Komponentenbauweise ist das Unternehmen in der Lage, anwendungsspezifische<br />

und damit individuell zugeschnittene<br />

Absaugsysteme für das Schüttgut-<br />

Handling zu kreieren. In der Regel<br />

greift der Hersteller dabei auf Standardmodule,<br />

wie die Dustmac oder Weldex<br />

Filtereinheiten, Ventilatoren sowie<br />

Rohrleitungs-, Erfassungs- und<br />

Austragssysteme zurück, die ent -<br />

sprechend der Anwendung von firmeneigenen<br />

Projekt-Ingenieuren ausgelegt<br />

werden. Neben den Materialeigenschaften sind dabei auch die vom Staub ausgehenden<br />

Gesundheitsrisiken sowie die Anforderungen an den Staubexplosionsschutz<br />

zu berücksichtigen. Durch den Einsatz hocheffizienter Module, wie z. B.<br />

bestimmter Ventilatoren, Motoren, Frequenzumrichter und Steuerungstechnik,<br />

besteht für Anwender die Möglichkeit, einen staatlichen Zuschuss von bis zu 40 %<br />

der förderfähigen Investitionssumme zu erhalten.<br />

Halle 4, Stand 330<br />

www.esta.com<br />

Neues Filterreinigungssystem<br />

Das Flex-on-Filterreinigungssystem ist DGRL- und EN13445-konform und somit ab<br />

der ersten Inbetriebnahme sicher im Einsatz. Flex-on steht für ein modulares<br />

System, angepasst an die individuellen Anforderungen seiner Anwender. Auf dem<br />

Stand erhalten Besucher außerdem Einblicke in das breit gefächerte IMI-Buschjost-<br />

Filterventil-Portfolio: Die Ventile überzeugen laut Hersteller durch lange Laufzeiten<br />

und Wartungsintervalle, arbeiten auch mit hohen Betriebsdrücken und sind wegen<br />

ihrer schnellen Öffnungs- und Schließzeiten besonders effizient. Differenzdruckregler<br />

und Filtersteuerungen, die den<br />

Verschmutzungsgrad einer Anlage<br />

zuverlässig erkennen und entsprechende<br />

Signale zur Abreinigung geben, ergänzen<br />

die Ausstellung.<br />

Halle 4, Stand 106<br />

www.imi-precision.com/de


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Vielseitige<br />

Rundlaufpressen<br />

Kompressoren und Gebläse fördern<br />

Schüttgut effizient<br />

Die Rundlauftablettenpressen<br />

der R-Serie von Gea ermöglichen<br />

kurze Reinigungs- und<br />

Formatwechselzeiten sowie<br />

die werkzeuglose De- und<br />

Remontage aller abnehmbaren<br />

Teile. Die R55 ist eine<br />

viel seitige industrielle<br />

Rundlaufpresse für eine<br />

Vielzahl von Anwendungen in<br />

der Verarbeitung von Pulverprodukten,<br />

einschließlich<br />

Kernbrennstoffpellets,<br />

Hartmetallen, Katalysatoren,<br />

Batterien und Süßwaren. Die<br />

Rundlaufpresse R55 kann mit<br />

einer Reihe von optionalen<br />

Funktionen ausgestattet<br />

werden, um den Tablettenherstellungsprozess<br />

zu verbessern<br />

und zu beschleunigen und<br />

Die ZE-3-S-Kompressoren<br />

stellen<br />

Druckluft im Niederdruckbereich<br />

von 1,5<br />

bis 2,5 bar (Betriebsüberdruck)<br />

bereit und<br />

sind mit Leistungen<br />

von 37 bis 90 kW<br />

erhältlich. Sie arbeiten<br />

damit um etwa 7 %<br />

effizienter als die<br />

Vorgängergeneration. In diesen Kompressoren hat Atlas Copco<br />

seine neuesten ölfrei arbeitenden Schraubenelemente verbaut.<br />

Sie stellen eine zu 100 % ölfreie Luft gemäß ISO 8573-1, Klasse 0,<br />

für kritische Anwendungen zu äußerst geringen Lebenszykluskosten<br />

bereit. Das Getriebegehäuse ist sehr robust, der Motor<br />

komplett gemäß der Schutzart IP55 gekapselt, sodass er vor<br />

Staubeintritt geschützt ist. Durch ihre kompakte Plug-&-Play-<br />

Konstruktion eignen sich die neuen Kompressoren für die<br />

unterschiedlichsten Innen- und Außeneinsätze. Die Kompressoren<br />

sind für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen<br />

zwischen – 20 und + 50 °C erhältlich.<br />

Eine zweite Neuheit werden in diesem Jahr die neuen Schraubengebläse<br />

der Serie ZS 4 VSD+ mit Leistungen von 37 bis 90 kW<br />

sein. Die Maschinen verdichten ebenfalls ölfrei, wobei sie für<br />

Betriebsüberdrücke unterhalb der ZE-Werte ausgelegt sind und<br />

bis zu 1,5 bar erreichen. Die Maschinen versorgen pneumatische<br />

Förderanwendungen mit Tüv-zertifizierter ölfreier<br />

Druckluft. Die hohe Effizienz des ZS 4 VSD+ wird u. a. durch<br />

einen speziell beschichteten Rotor sowie einen Motor der<br />

Wirkungsklasse IE5 erreicht.<br />

Halle 4, Stand 357<br />

www.atlascopco.com<br />

PolarDry<br />

Neue Art der<br />

Sprühtrocknung<br />

eine höhere Kontrolle zu<br />

ermöglichen.<br />

Das Hold-up/Hold-down-<br />

System verhindert in<br />

Kombination mit einem<br />

optimierten Matrizendesign<br />

das Laminieren oder<br />

Verschließen von Tabletten.<br />

Funktionen wie die Matrizenwand-<br />

und Stanzflächenschmierung<br />

dienen der<br />

Optimierung des Tablettenausstoßes.<br />

Darüber hinaus<br />

können durch proprietäre<br />

Stempelhalter mit Wälzlagern<br />

auf Nocken Auswerferkräfte<br />

bis zu 10 kN toleriert werden.<br />

Stahl-, Hartmetall- und<br />

Keramik-Druckwerkzeuge sind<br />

standardmäßig lieferbar, aber<br />

der Kunde kann frei auf eine<br />

Fremdquelle zurückgreifen.<br />

Halle 3, Stand 213<br />

www.gea.com<br />

Industrielle Prozessluft-Entfeuchtung<br />

Eine neue, kompakte Anlage mit Sorptionstechnologie ist das<br />

ULT Dry-Tec 3.1 arid, das Prozessluft-Trocknung, Luftkonditionierung<br />

und Filtertechnik in sich vereint. Der neue Adsorptionstrockner,<br />

der äußerst platzsparend konzipiert wurde, erreicht<br />

Taupunkttemperaturen bis zu – 40 °C (Tp). Die Anlage ist laut<br />

Hersteller flexibel einsetzbar und einfach zu bedienen. Eine<br />

integrierte stufenlos regelbare elektrische Heizung trägt zu einer<br />

signifikanten Reduzierung des Energiebedarfes und somit der<br />

Betriebskosten bei.<br />

Eine weitere leistungsstarke Lösung zur Proessluft-Entfeuchtung<br />

ist das ULT Dry-Tec 7.2 Reihenmodul mit den Vor- und<br />

Nachkühler-Elementen ULT Cool-Tec V bzw. ULT Cool-Tec N.<br />

Diese Module können optional mit unterschiedlichen Filterelementen<br />

verschiedener Filterklassen bestückt werden, damit der<br />

gesamte Trocknungsprozess nicht nur die erforderliche niedrige<br />

relative Feuchte (r.F.) erreicht, sondern auch der Prozessluftstrom<br />

am Ein- oder Austritt der<br />

Modulanlage nahezu partikelfrei<br />

bleibt. Je nach Prozess können mit<br />

diesem Trocknungskonzept<br />

Taupunkttemperaturen bis zu<br />

– 65 °C (Tp) erreicht werden.<br />

Halle 4, Stand 120<br />

www.ult.de<br />

Halle 5 - Stand 256<br />

• Innovation: Elektrostatische<br />

Sprühtrocknung<br />

• Keine herkömmliche<br />

Sekundäragglomeration<br />

• Skalierbarkeit des Prozesses<br />

• Verbesserte<br />

Mikroverkapselung<br />

• Rieselfähiges Endprodukt<br />

mit geringem Feinanteil<br />

www.fluidairinc.com<br />

www.spray.com


Halle B2, Stand 225 Halle 4, Stand 256<br />

Kontaktbandtrockner ermöglicht einfache Reinigung<br />

EINFACH<br />

AROMEN<br />

BATTERIEMASSEN<br />

BAUSTOFFE<br />

FARBEN<br />

FEINCHEMIKALIEN<br />

GUMMI<br />

GEWÜRZE<br />

KOSMETIKA<br />

KUNSTSTOFFE<br />

LACKE<br />

MEHLE<br />

MÜSLI<br />

WASCHMITTEL<br />

ZUCKER<br />

UVM<br />

MISCHEN<br />

Kontaktbandtrockner können – von fließfähigen Suspensionen über feste Granulate<br />

bis hin zu Pulvern – eine große Bandbreite an Stoffen verarbeiten. Die EL-A <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />

GmbH hat einen Kontaktbandtrockner entwickelt, der über seitlich<br />

angebrachte Flügeltüren und ein großes Gehäuse verfügt. Der Innenraum ist<br />

dadurch leicht zugänglich und gewährleistet schnelles sowie ergonomisches<br />

Arbeiten. Zudem ist es möglich, im Anschluss an den Trocknungsprozess eine<br />

Durchlaufwaschanlage zu installieren, die das hitzebeständige und reißfeste<br />

PTFE-Endlosband zum Transport der Produkte automatisch reinigt. Separat beheizbare<br />

Kammern sorgen in Kombination mit optionalen Infrarotmodulen für ein<br />

homogenes Trocknungsresultat – und damit für eine schnellere Prozessabwicklung.<br />

Die Robustheit des PTFE-Transportbands erlaubt es dem Kontaktbandtrockner nach<br />

der Reinigung wiederum, zu trocknende Produkte – zähflüssig wie fest – in großen<br />

Mengen oder Stückzahlen aufzulegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der<br />

Hersteller zur Prozessabwicklung entweder glasfaser- oder aramidverstärkte Endlosbänder<br />

verwendet, die äußerst widerstandsfähig sind und Temperaturen bis 250 °C<br />

standhalten. Zudem ist es möglich, die robusten Bänder zusätzlich zu laminieren;<br />

Schmutzpartikel können dadurch nicht über<br />

Mikroporen in das Material eindringen. Neben<br />

Farbstoffen und Pigmenten lassen sich somit auch<br />

keramische Massen, abrasive Metallpasten oder<br />

Abfallschlämme trocknen.<br />

Halle 5, Stand 415<br />

www.ela-vt.de<br />

Realtime-Monitoring ohne Prozess-Stopp<br />

Ob kalibrationsfreie Kontrolle von Misch- und Trocknungsprozessen, sekundenschnelle<br />

ppm-Analysen in der chemischen Reaktionsanalyse oder Überwachung<br />

von Up- und Downstream-Bioprozessen: Die kompakten NIR- oder Raman-<br />

Inprozess-Spektrometer eignen sich zur Überwachung und Steuerung von<br />

Prozessen. Sie sind auch für Atex-Umgebungen geeignet. Die kabellosen, akku -<br />

betriebenen Spektrometer analysieren bei transparenten Gebinden auch durch<br />

das ungeöffnete Primärgebinde.<br />

Halle 2, Stand 118<br />

www.analyticon.eu<br />

EINFACH MISCHEN.<br />

Mit industrieller Mischtechnik<br />

von MAP.<br />

ChargenmischerWBH, individuell<br />

gemäß Ihren<br />

Anforderungen<br />

ausgelegt.<br />

Mehr Mischertypen<br />

und weitere<br />

Informationen auf<br />

www.mapgmbh.com<br />

Smarter Explosionsschutz<br />

Um seinen Kunden intelligente Explosionsschutzlösungen bieten zu können,<br />

präsentiert der Safety-Experte des Hoerbiger-Konzerns auf der Powtech eine<br />

Neuheit in der Explosionsunterdrückung. Ganzheitliche, integrierte Explosionsschutzlösungen<br />

sind mehr als die<br />

Summe von Einzelkomponenten.<br />

Sie müssen auf individuelle<br />

Anforderungen spezifischer<br />

Applikationen ausgelegt und als<br />

intelligente Systeme miteinander<br />

vernetzt agieren.<br />

Der intelligente Explosionsschutz<br />

beginnt schon bei der Prävention.<br />

Hier spielen smarte Detektionssysteme<br />

zur frühzeitigen<br />

Erkennung von Gefahrensituationen<br />

eine zentrale Rolle. Wie die passiven und aktiven Komponenten<br />

(Berstscheiben, wiederverwendbare Druckentlastungssysteme und smarte Systeme<br />

zur Explosionsunterdrückung) optimal zu kombinieren und durchgängig miteinander<br />

zu verbinden sind, erfahren Besucher auf dem Messestand.<br />

Halle 1, Stand 319<br />

www.ieptechnologies.com; www.hoerbiger.com


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Schauglasleuchte für punktuelles<br />

LED-Licht<br />

Die neue Edelstahlleuchte Lumistar ESL 53-LED erobert sich<br />

täglich Einsatzgebiete, die bis dahin für die punktuelle Ausleuchtung<br />

in Betriebsstätten mit hohen Hygiene- und Sicherheitsanforderungen<br />

nicht geeignet waren. Die „Kleine“ leuchtet in nicht<br />

explosionsgefährdeten Betriebsstätten der Chemie, Pharmazie,<br />

Biogas- und Lebensmittelindustrie. Die universell einsetzbare<br />

Schauglas-Leuchte ist für die Kombination von Sicht- und<br />

Lichtglas (1-Flansch-Version) sowie die separate Anordnung<br />

(2-Flansch-Version) geeignet.<br />

Die Leuchte bietet 500 Lumen sowie eine hohe Betriebsdauer<br />

und Betriebssicherheit. Ein Dauerbetrieb ist bis ca. 50 000 h<br />

möglich. Im Lichtaustritt existiert keine Wärmestrahlung. Damit<br />

wird keine zusätzliche unerwünschte Wärme bei chemischen<br />

und/oder biologischen<br />

Verfahren eingetragen. Die<br />

Eignung für Umgebungstemperaturen<br />

von + 40 °C sowie<br />

wirksame Maßnahmen gegen<br />

Korrosion sorgen für universelle<br />

Einsatzmöglichkeiten.<br />

Lumistar ESL 53-LED ist vibra -<br />

tionsfest, staubdicht und<br />

strahlwassergeschützt. Sie<br />

erreicht Schutzgrad IP65 nach<br />

DIN EN 60529.<br />

Halle 2, Stand 331<br />

www.papenmeier.de<br />

Neue Sicherheitszuhaltungen in<br />

Ex-Bereichen<br />

Auf der Powtech <strong>2019</strong> stellt der Steute-Geschäftsbereich<br />

„Extreme“ eine neue Sicherheitszuhaltung für gas- und staub -<br />

explosionsgefährdete Bereiche vor. Das Sicherheitsschaltgerät<br />

Ex STM 298-3GD zeichnet sich u. a.<br />

durch eine sehr kompakte, schlanke<br />

Bauform aus und eignet sich damit<br />

für die Montage an den Profilsystemen<br />

des Maschinenbaus und in<br />

beengten Einbauräumen.<br />

Im Gehäuse aus Alu-Druckguss ist<br />

ein robustes Schaltsystem unter -<br />

gebracht, das die Verriegelung der<br />

Schutztür sicherstellt. Dabei werden<br />

hohe Zuhaltekräfte (bis zu 3 000 N bei<br />

geradem und bei beweglichem<br />

Betätiger) erreicht. Auf diese Weise<br />

wird zuverlässig verhindert, dass der<br />

Bediener die Schutztür öffnen kann, bevor die gefahrbringende<br />

Bewegung zum Halt gekommen ist.<br />

Gemäß Atex-Richtlinien ist die Ex STM 298-3GD für die Gas-Ex-<br />

Zone 2 und die Staub-Ex-Zone 22 zugelassen. Zu den typischen<br />

Anwendungsfällen der staubexplosionsgefährdeten Variante, die<br />

auf der Powtech erstmals gezeigt wird, gehört die Absicherung<br />

von Schutztüren an Produktions-, Abfüll- und Verpackungsmaschinen<br />

für staubende Produkte oder pulverförmige Güter.<br />

Halle 1, Stand 327<br />

www.steute.com


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Schmelzeverfestigung und Granulierung<br />

Ipco, früher tätig als Sandvik Process Systems, fokussiert sich auf<br />

die Schmelzeverfestigung von mehr als 1 200 verschiedenen<br />

Produkten aus der Schwefel-, Chemie-, Düngemittel-, Schokoladen-<br />

und Lebensmittelindustrie. Auf der Messe werden die<br />

Vorteile des Rotoform-Granulierungssystems gezeigt, das zur<br />

Verfestigung von chemischen Schmelzen in einheitliche, form -<br />

stabile und staubfreie Pastillen eingesetzt wird. Die so erzeugten<br />

Pastillen sind einfach zu handhaben, zu verpacken, zu trans -<br />

portieren, zu dosieren<br />

und mischen.<br />

Die Rotoform-Familie<br />

besteht nunmehr aus<br />

zehn verschiedenen<br />

Varianten. Jede Einzelne<br />

wurde speziell für das<br />

Pastillieren bestimmter<br />

Produkte angepasst und<br />

optimiert. So können mit<br />

dem Rotoform<br />

Schmelzen bis zu einer<br />

Aufgabetemperatur von 300 °C und bis zu einer Viskosität von<br />

40 000 mPas verarbeitet werden. Das Spektrum reicht also von<br />

Harzen und Schmelzklebern über Wachse und Fette bis hin zu<br />

niedrig viskosen Schmelzen wie Caprolactam. Abhängig vom<br />

Produkt können Pastillen im Bereich von 0,8 bis 40 mm<br />

Durchmesser hergestellt werden.<br />

Halle 4A, Stand 107<br />

www.ipco.com<br />

Containmentsystem für das Beschicken<br />

von Reaktoren<br />

Die geschlossene Zugabe von<br />

Feststoffen in Druck- und<br />

Reaktionsbehälter ist eine<br />

technische Herausforderung.<br />

Heute bekannte technische<br />

Lösungen sind pneumatische<br />

Pulvertransfersysteme oder<br />

Doppelklappensysteme. Air-Jet<br />

hat für diese Containment-<br />

Aufgabe das Pulvereintragssystem<br />

PES100 entwickelt und<br />

dafür einen neuen Konstruktionsansatz gewählt. Das Pulvereintragssystem<br />

basiert auf Aktiv-Passiv-Bauweise. Es werden aber<br />

nicht zwei Klappen miteinander verbunden. Beim neuen System<br />

werden zwei Halbkugeln zueinander bewegt. Dadurch gibt es<br />

keine querstehende Klappe im Produktfluss und somit einen zu<br />

100 % freien Eintragsquerschnitt. Die Brückenbildung bei<br />

feuchtem Pulver ist laut Hersteller ausgeschlossen und es erfolgt<br />

kein Produktfluss über Dichtungen – somit kommt es nicht zum<br />

Dichtungsverschleiß.<br />

Der zulässige Betriebsdruck beträgt –1 bis 6 bar, die zulässige<br />

Betriebstemperatur – 30 bis + 240 °C. Ein Schauglas ermöglicht<br />

den Kontrollblick ins Gebinde. Das System ist an bestehende<br />

Reaktoren nachrüstbar, aber auch für Neuanlagen geeignet.<br />

Halle 1, Stand 555<br />

www.air-jet.ch<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

in Halle 4-261<br />

FÖRDERN DOSIEREN WIEGEN MISCHEN<br />

ABFÜLLEN LAGERN AUTOMATION<br />

EXPLOSIONS-<br />

SCHUTZ<br />

Verfahrenstechnischer<br />

Anlagenbau für höchste<br />

Ansprüche!<br />

Made in Germany<br />

Für mehr Infos:<br />

www.kitzmann-gruppe.de<br />

26 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong><br />

ettling.indd 1 Kitzmann.indd 27.02.<strong>2019</strong> 15:53:03 1 28.01.<strong>2019</strong> 10:54:13


Vorbeugender Explosionsschutz beim<br />

Schüttgut-Handling<br />

Für das direkte Absaugen von explosionsfähigen Stäuben an der Entstehungsstelle<br />

bietet Ruwac ortsfeste Absauganlagen, die aufgrund ihres modularen Aufbaus<br />

optimal an den individuellen Anwendungsfall angepasst werden können. Zu den<br />

Modulen gehören neben unterschiedlichen<br />

Antrieben sowie Filterklassen, -typen und<br />

-größen auch verschiedene Bauformen von<br />

Vorabscheidern. Alle Staub-Ex-Absauganlagen<br />

sind so konstruiert, dass von ihnen zuverlässig<br />

kein Explosionsrisiko ausgeht. Das gilt auch<br />

für die mobilen Sauger, mit denen abgelagerte<br />

Stäube in staubexplosionsgefährdeten<br />

Bereichen aufgesaugt werden.<br />

Für besonders kritische Aufgabenbereiche des<br />

Staubexplosionsschutzes hat Ruwac ebenfalls<br />

Lösungen entwickelt – z. B. für das Aufsaugen<br />

von nicht-leitfähigen Stäuben zusammen mit<br />

Gasströmen. Hier muss das Risiko der elektrostatischen<br />

Aufladungen berücksichtigt<br />

werden. Ruwac hat für diese Aufgabe Gas-Ex-<br />

Sauger entwickelt, von denen nachgewiesenermaßen<br />

kein Explosionsrisiko ausgeht. Auch<br />

die Gefahr von zündfähigen Büschelentladungen<br />

ist auszuschließen. Zu den Konstruktionsmerkmalen<br />

dieser Sauger gehören das<br />

Gehäuse aus ableitfähigem GFK-Werkstoff, die ebenfalls ableitfähigen Saugdüsen,<br />

der permanent geerdete Sammelbehälter und eine kontrollierte Luftführung mit<br />

begrenzten Strömungsgeschwindigkeiten. Damit bieten diese Sauger höchste<br />

Sicherheit und leisten einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Explosionsschutz<br />

beim Schüttgut-Handling.<br />

Halle 4, Stand 477<br />

www.ruwac.de<br />

Komplexe Schüttgutförderung<br />

Das Pendelbecherwerk ist eine gute Wahl für den schonenden und flexiblen<br />

Transport von Schüttgütern. Ein Unternehmen stellte vor kurzem ein neues Zwangszuführsystem<br />

vor, das es ermöglicht, Pendelbecherwerke für den Transport von<br />

komplexen, schwer fließenden, zerbrechlichen, abrasiven oder explosiven Schüttgütern<br />

einzusetzen. Durch<br />

Hinzufügen eines Schneckenförderers<br />

zum patentierten<br />

Trommelförderer ist es möglich,<br />

einen hohen Füllgrad der Becher<br />

sicherzustellen. Dieses Zuführsystem<br />

basiert auf einer Intervallbeschickung<br />

von Bechern ohne<br />

Produktverlust. In Kombination<br />

mit dem Trommelförderer ist es<br />

möglich, Becher ohne Überlappung<br />

zu verwenden. Dies soll den<br />

mechanischen Kontakt zwischen<br />

den Bechern, Reibung und die<br />

Verwendung von Führungen beseitigen und außerdem für eine wesentlich höhere<br />

Betriebssicherheit und minimalen Verschleiß sorgen. Für abrasive Produkte oder<br />

Produkte, für die eine Kettenschmierung keine akzeptable Option darstellt, werden<br />

Becher mit Lageraufhängung angeboten, dadurch entfällt der Verschleiß an Rollenketten.<br />

Um die Vorteile der Verwendung eines Zwangszuführsystems darzustellen,<br />

wird den Kunden im Technikum ein kostenloser Testlauf ihres Produkts angeboten.<br />

Halle 5, Stand 472<br />

www.simatek.dk<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 27<br />

Schrage.indd 1 20.03.<strong>2019</strong> 08:17:13


POWTECH I TITEL<br />

Wirksamer Schutz<br />

Pneumatische Förderung von explosionsfähigen<br />

Schüttgütern mit Gebläsen und Verdichtern<br />

Der pneumatische Transport von<br />

Getreidemehl, Zellulose oder<br />

chemischen Grundstoffen in<br />

Pulverform bringt das Risiko einer<br />

Staubexplosion mit sich. Für die<br />

Firma Aerzen als Spezialist in der<br />

Gebläse- und Verdichtertechnik für<br />

die Förderung von Staub und Gas<br />

gehört der Ex-Schutz innerhalb der<br />

unterschiedlichen Atex-Zonen zur<br />

täglichen Praxis.<br />

Brennbarer Staub, räumliche Verteilung,<br />

Sauerstoffanteil, Zündquelle und der<br />

geschlossene Behälter sind die Bausteine<br />

einer Staubexplosion und bilden das sogenannte<br />

Explosions-Fünfeck. Die wechselseitigen<br />

Beziehungen der fünf Bereiche lassen<br />

sich dazu nutzen, Explosionen wirksam<br />

zu verhindern – dieses vor allem angesichts<br />

der Tatsache, dass die Verarbeitung feiner<br />

brennbarer Stäube immer das Risiko einer<br />

Staubexplosion mit sich bringt.<br />

Staub-Luft-Gemische sind dann explosionsfähig,<br />

wenn der Staub aus brennbarem<br />

Material besteht. Hierzu zählen neben<br />

Autor: Thorsten Sienk, freier Fachredakteur,<br />

Bodenwerder<br />

Holz, Mehl und Zellulose auch Kakao, Kaffee,<br />

Stärke sowie anorganische Stoffe wie<br />

die Elemente Magnesium, Aluminium und<br />

Eisen. Und genau diese Grundstoffe sind<br />

auch typisch, wenn in Unternehmen pneumatische<br />

Förderanlagen im Einsatz sind,<br />

bei denen Gebläse oder Verdichter die kontinuierliche<br />

Versorgung der Produktion aus<br />

dem Silo heraus sicherstellen.<br />

Hohes Explosionsrisiko<br />

Im Vergleich zu den klassischen Förderbändern<br />

für Schüttgüter nutzt die pneumatische<br />

Förderung ein Rohrsystem für den<br />

Materialfluss. Hier handelt es sich im Sinne<br />

des Explosions-Fünfecks um einen geschlossenen<br />

Behälter, ohne den eine Explo-<br />

01 Gebläse-Aggregate mit Atex-Zulassung<br />

sind für die pneumatische Förderung von<br />

Stäuben aus brennbarem Material geeignet<br />

sion nicht möglich ist – und ohne den aber<br />

auch so ein pneumatisch angetriebener<br />

Materialstrom nicht funktionieren würde.<br />

Die von den Gebläsen bzw. Verdichtern<br />

erzeugte Prozessluft fördert feine Stäube<br />

und Pulver mit einem im Vorfeld präzise<br />

ausgelegten Druck und Volumenstrom<br />

durch das Rohrsystem zum Ziel. Dann findet<br />

im Inneren der Leitung eine Durchmischung<br />

der Förderluft mit dem Produkt<br />

statt. Die feine Verteilung fördert das Risiko<br />

einer Staubexplosion, weil sich der brennbare<br />

Stoff durch seine große Oberfläche<br />

28 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


TITEL I POWTECH<br />

und die maximale Verfügbarkeit von Sauerstoff<br />

sehr gut entzünden kann.<br />

Verbrennt ein Stoff, steckt dahinter eine<br />

Oxidation. Die erfolgt bei einem Feuer recht<br />

langsam, bei einer Explosion hingegen<br />

schockartig. Beide haben gemeinsam, dass<br />

Sauerstoff notwendig ist, um sowohl ein<br />

Feuer, als auch eine Explosion zu erzeugen.<br />

Sprengstoffe tragen deshalb immer ihr eigenes<br />

Oxidationsmittel. Ob Holz oder Sprengstoff:<br />

Beide benötigen eine von außen zugeführte<br />

Aktivierungsenergie, um brennen<br />

oder explodieren zu können. Was dem Holz<br />

sein Streichholz und dem Sprengstoff seine<br />

brennende Lunte, sind in der pneumatischen<br />

Förderung mechanische Reibung,<br />

elektrostatische Aufladungen oder auch<br />

heiße Funken. Sie reichen als Aktivierungsenergie<br />

häufig aus, um ein Staub-Luft-Gemisch<br />

zur Explosion zu bringen.<br />

Zündfähige Quelle ausschließen<br />

Bei der Druckförderung von Staub oder<br />

auch brennbaren Gasen lässt sich mit der<br />

Konzeption der passenden Gebläse- oder<br />

Verdichtertechnik im Grunde genommen<br />

nur an der Zündquelle des Explosions-<br />

Fünfecks ansetzen. Hierbei muss ausgeschlossen<br />

werden, dass eine zündfähige<br />

Energiequelle in das Fördermedium eingebracht<br />

wird. Dieser Fall kann z. B. eintreten,<br />

wenn aufgrund eines Defektes oder auch<br />

mangelnder Wartung Funken in der Gebläse-<br />

oder Verdichter-Stufe entstehen und<br />

diese unkontrolliert und im heißen Zustand<br />

in die Druckleitung gelangen.<br />

Bei den Aggregaten mit Atex-Zulassung<br />

(2014/34/EU) hat Aerzen auf überaus effektive<br />

und elegante Weise im Schalldämpfer<br />

auf der Druckseite eine Funkensperre integriert.<br />

Der Clou dieser Lösung besteht darin,<br />

dass die Funkensperre gleichzeitig als<br />

wirksamer Schalldämpfer funktioniert. Im<br />

Vergleich zu Schalldämpfern mit Dämmmaterial<br />

eliminiert bei den Reflexionsschalldämpfern<br />

ein geschlitztes Rohrsystem<br />

den Lärm durch ein zeitversetztes<br />

Überlagern von Schallkurven. Dieses Wirkprinzip<br />

arbeitet einerseits verschleißfrei mit<br />

Blick auf das sonst erodierende, sich lösende<br />

Filtergewebe und sorgt andererseits dafür,<br />

dass sich Funken oder heiße Metallspäne<br />

durch die lange Wegstrecke im Filter totlaufen<br />

und abkühlen.<br />

Ursache für Funken<br />

Bei allem Anspruch an hohe<br />

Fertigungsqualität, Langlebigkeit<br />

und Betriebssicherheit<br />

lassen sich potenzielle<br />

Risiken in Ex-Schutz-Bereichen<br />

auch bei einem Gebläse<br />

nicht ausschließen. Kommt<br />

es zu einem Eintrag von Funken<br />

in die Druckleitung, resultieren<br />

diese in der Regel<br />

aus einem Defekt in der Verdichterstufe.<br />

Ein zu hohes Lagerspiel kann<br />

etwa der Grund dafür sein, dass die Drehkolben<br />

im Inneren nicht mehr mit dem<br />

definierten Luftspalt drehen, sondern zusammenschlagen<br />

und dabei Funken erzeugen.<br />

In Einsatzgebieten, die unter die<br />

Atex-Regelungen fallen, stellt die Funkensperre<br />

innerhalb der Druckschalldämpfer<br />

dann eine wirksame Maßnahme dar, den<br />

Eintrag von Aktivierungsenergie in den<br />

Wir haben ständig damit zu<br />

tun, brennbare Prozessgase<br />

sicher zu fördern – der wirksame<br />

Ex-Schutz gehört bei uns zur<br />

täglichen Praxis.<br />

Fabian Pasimeni, Produktmanager<br />

für Gebläse und Delta Hybrid,<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />

Materialförderstrom sicher zu unterbinden.<br />

Der Schalldämpfer zählt damit zu den reaktiven<br />

Atex-Maßnahmen, weil er zum<br />

Einsatz kommt, wenn ein Schaden bereits<br />

vorhanden ist.<br />

Gerade in Atex-relevanten Einsatzgebieten<br />

setzt Aerzen auch Frühwarnsysteme ein,<br />

um gravierende und sicherheitsrelevante<br />

Schäden von vornherein zu verhindern.<br />

Hierbei sind es die Wirkmechanismen des<br />

02 Um die Schwingungen einer Verdichterstufe<br />

zu überwachen, sind Messnippel in der<br />

Nähe der Lagerstellen eingebaut<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 29


POWTECH I TITEL<br />

03 Ein Druckschalldämpfer kann gleichzeitig<br />

auch als Funkenfänger eingesetzt werden<br />

Condition Monitorings, mit denen sich drohende<br />

Schäden verlässlich detektieren lassen<br />

– vor allem durch eine Schwingungsüberwachung.<br />

„Wir bieten eine Ausbaustufe<br />

über drei Ebenen an“, erklärt Fabian Pasimeni,<br />

Produktmanager für Gebläse und Delta<br />

Hybrid bei Aerzen. Die einfachste Möglichkeit,<br />

die Schwingungen einer Verdichterstufe<br />

zu überwachen, sind spezielle Messnippel,<br />

die in der Nähe der Lagerstellen eingebaut<br />

sind. „Damit können wir die Schwingungen<br />

vor Ort punktuell messen und sich anbahnende<br />

Lagerschäden erkennen“.<br />

Dauerhafte Überwachung<br />

Mit PCH-Sensoren als zweite Ausbaustufe<br />

geht Aerzen den Schritt in Richtung Dauerüberwachungen.<br />

Die an den Seiten der Verdichterstufe<br />

angebrachten Sensoren messen<br />

kontinuierlich und geben dabei entsprechende<br />

4–20-mA-Signale heraus, die<br />

sich vom Leitsystem überwachen und auswerten<br />

lassen. Steht das Gebläse selbst in<br />

einer Atex-Zone, gibt es die Sensoren mit<br />

der entsprechenden Zulassung. „Unser<br />

Baukasten an Gebläselösungen ist mittlerweile<br />

so feingliedrig, dass wir unterschiedliche<br />

Anwendungen mit variierenden Atex-<br />

Anforderungen standardisiert bedienen<br />

können“, macht Pasimeni deutlich. „Wir<br />

haben ständig damit zu tun, brennbare<br />

Prozessgase sicher zu fördern. Der wirksame<br />

Ex-Schutz samt den daraus folgenden<br />

Atex-Anforderungen gehört bei Aerzen deshalb<br />

zur täglichen Praxis.“<br />

Auf Grundlage dieses umfassenden<br />

Know-hows wurde mit Sensoren von IFM<br />

auch die dritte Stufe der Zustandsüberwachung<br />

entwickelt. Mit bis zu vier Sensoren<br />

pro Verdichterstufe „können wir<br />

quasi ganz genau ins Innere schauen und<br />

feststellen, in welchem Zustand sich das<br />

jeweilige Lager befindet“, erklärt der Produktmanager.<br />

Hierzu zählt die Zustandsüberwachung<br />

von Innenringen, Pitting<br />

(lokale Materialschäden) sowie das Anschlagen<br />

des Rotors gegen die innere Gehäusewandung<br />

als Folge von thermischen<br />

Verformungen. „Durch die exakte Analyse<br />

der gemessenen Frequenzen können wir<br />

feststellen, was für ein Fehler auftritt und<br />

vor allem auch, wo er entsteht.“ Während<br />

die geschilderten Maßnahmen vor allem<br />

darauf ausgerichtet sind, den Ex-Schutz<br />

gerade bei Druckleitungen zu gewährleisten,<br />

betrachtet Aerzen auch bei der Saugförderung<br />

die Atex-Anforderungen als integralen<br />

Bestandteil einer Gebläselösung<br />

aus einer Hand.<br />

Einsatz von Filtern<br />

04 Die Sensoren messen kontinuierlich und<br />

übertragen die Signale ans Leitsystem<br />

Besteht beim Ex-Schutz von Druckförderanlagen<br />

das Ziel darin zu verhindern, dass<br />

Aktivierungsenergie in die Förderatmosphäre<br />

gelangt, ist bei der Saugförderung<br />

das Eindringen des Materials in das Gebläse<br />

sicher auszuschließen. Dafür finden<br />

vor allem Filtereinsätze Verwendung, die<br />

eine Barriere schaffen zwischen dem zu<br />

transportierenden Material und dem<br />

Aggregat, das in diesem Fall für den Unterdruck<br />

sorgt. Stehen die Aggregate dabei<br />

selbst in einer Atex-Zone, bedient Aerzen<br />

diese Anwendung mit Motoren unterschiedlicher<br />

Leistung sowie weiteren Komponenten<br />

mit Atex-Zulassung.<br />

„Damit machen wir für unseren Kunden<br />

den Abnahmeprozess der Gesamtanlage<br />

deutlich einfacher“, erklärt Fabian Pasimeni.<br />

Zudem wurden eigene Zonentrennfilter entwickelt,<br />

die als sogenannte Polizeifilter eine<br />

weitere Entkopplung zwischen vorgelagerten<br />

Prozess und Aggregat darstellen. „Kommt es<br />

zu einem Filterbruch, können wir entsprechend<br />

schnell reagieren und das Aggregat<br />

herunterfahren, bevor sich in der Verdichterstufe<br />

eine explosive Atmosphäre bilden kann.“<br />

Sollte es nach einer Verkettung unglücklicher<br />

Umstände dennoch zur Explosion<br />

kommen, lassen sich die Auswirkungen auf<br />

die Umgebung durch den Einsatz spezieller<br />

Werkstoffe beim Bau der Verdichterstufe<br />

wirksam reduzieren. „Sind die Atex-Anforderungen<br />

und das Explosionsrisiko hoch,<br />

verwenden wir für das Gehäuse der Verdichterstufe<br />

keine normalen Grauguss<br />

mehr, sondern spezielles Gusseisen mit<br />

Kugelgrafit.“ Diese Gusseisensorte besitzt<br />

dank des in Kugelform enthaltenen Kohlenstoffs<br />

stahlähnliche mechanische Eigenschaften.<br />

Kommt es zu einer Explosion,<br />

fliegt kein Teil durch den Raum, weil der<br />

Sphäroguss dämpfend wirkt. „Bei allem<br />

Streben nach Standardisierung, spielt gerade<br />

in Atex-relevanten Anwendungen die<br />

Sicherheit im Prozess immer noch die<br />

größte Rolle“, fasst Pasimeni zusammen.<br />

Halle 4, Stand 271<br />

Fotos: Aerzener Maschinenfabrik<br />

www.aerzen.com<br />

30 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Kontinuierliche Filtration<br />

Pharmahersteller stehen oft vor der Herausforderung, die Produktion eines Wirkstoffs<br />

deutlich auszuweiten. In einem Fall, in dem die Produktion nach dem klassischen<br />

Prinzip des Batchprozesses erfolgte, hat die Projektleitung für die Trennstufe die<br />

Umstellung auf ein kontinuierliches Verfahren durch Einsatz eines Druckdrehfilters vom<br />

Typ RPF P02 von BHS-Sonthofen sowie die<br />

Aufstockung der Reaktorzahl empfohlen.<br />

Das kontinuierliche Verfahren erzielt nun<br />

eine Produktivitätssteigerung von rund<br />

150 % – bei einem Bruchteil der Investitionskosten<br />

im Vergleich zum bisherigen<br />

Herstellungsprozess. Zudem hat die Umstellung<br />

des Filtrationsschrittes auf einen<br />

kontinuierlichen Prozess die Ausbeute um<br />

knapp ein Drittel erhöht. Die Rentabilität<br />

des Produkts ist also zusätzlich gestiegen:<br />

Das Online-Monitoring des Filtrations- und Waschprozesses führt zu einer gleichmäßigeren<br />

Produktqualität bei gleichzeitiger Reduktion der eingesetzten Betriebsmittel.<br />

Halle 4A, Stand 304<br />

www.bhs-sonthofen.de<br />

Rieselfähige Schüttgüter dosieren<br />

Brabender Technologie hat für Schüttgüter eine schnelle Lösung: die Easy Change-<br />

Version des Modells FlexWall Plus. Mit einer austauschbaren Dosiereinheit können<br />

Anwender Stillstandzeiten bei Produktwechseln deutlich verkürzen, denn während der<br />

Reinigungsphase dosiert die Wechseleinheit weiter. Nach einer schnellen Trocken- und<br />

Nassreinigung steht einem erneuten Produktwechsel nichts im Wege.<br />

Das Gerät ist eine universelle Dosierdifferenzialwaage für praktisch alle rieselfähigen<br />

Schüttgüter. Sein flexibler Polyurethan-Trog verfügt über<br />

seitliche Massagepaddel, die sanft das Schüttgut anregen und<br />

für schonenden Massenfluss sorgen. Je nach Schüttgut und<br />

Leistungsbereich können austauschbare Schneckenprofile<br />

zum Einsatz kommen. Bei der Easy-Change-Variante sind<br />

Trog, Schnecke, Schneckenrohr und Gehäuse eine konstruktive<br />

Einheit. Schnellverschlüsse verbinden diese mit Chassis<br />

und Antrieb. Sie müssen lediglich gelöst werden, damit das<br />

Restschüttgut entnommen werden kann.<br />

Halle 4, Stand 237<br />

www.brabender-technologie.com<br />

Wartung von Berstscheiben<br />

Die beste Druckentlastung ist<br />

wirkungslos, wenn sie nicht richtig<br />

eingebaut, gewartet oder ausgetauscht<br />

wird. Deshalb sind regelmäßige<br />

Schulungen des eigenen Personals<br />

oder die Auswahl des richtigen Service-<br />

Unternehmens entscheidend. Nicht<br />

nur, um monetäre Verluste durch beschädigte Entlastungseinrichtungen zu vermeiden,<br />

sondern vor allem, um die Sicherheit der Anlage und der Mitarbeiter zu gewährleisten.<br />

Das Rembe Authorized Partner Programm richtet sich sowohl an Betreiber, als auch an<br />

Werkstätten und Service-Unternehmen, die für die Installation, Wartung und Instandhaltung<br />

von Berstscheiben zuständig sind. Neben regelmäßigen Schulungen bieten die<br />

Veranstaltungen des Programms den Teilnehmern die Möglichkeit, sich gegenseitig<br />

auszutauschen. Service-Gesellschaften können sich auditieren lassen. Aktuell sind<br />

mehrere Unternehmen als Rembe Authorized Partner zertifiziert.<br />

Halle 5, Stand 410<br />

www.rembe.de<br />

Die<br />

perfekte<br />

Verbindung.<br />

Schlauchleitungenfür Gefahrgutund<br />

empfindlicheMedieninPremium-<br />

Qualität vonElaflex. Jetztinwenigen<br />

Schritten onlinekonfigurieren:<br />

www.schlauchleitungskonfigurator.<br />

elaflex.de<br />

ELAFLEX -Gummi EhlersGmbH<br />

Schnackenburgallee 121 ·22525 Hamburg<br />

Tel. +49 40 540005-0 ·info@elaflex.de<br />

www.elaflex.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Im Frequenz-Wohlfühlbereich<br />

Doppelschraubenpumpe mit angeflanschtem Zusatzgetriebe<br />

Ein Pumpenhersteller hat sein<br />

Angebot an hygienischen<br />

Doppelschraubenpumpen um ein<br />

Modell mit einer einfachen und<br />

robusten mechanischen<br />

Antriebslösung erweitert.<br />

Die Doppelschraubenpumpe in TSG-<br />

Ausführung (Twin Speed Gearbox)<br />

steht für alle Standardbaugrößen der Baureihe<br />

als zusätzliche Option zur Verfügung.<br />

Es handelt sich dabei konstruktiv um eine<br />

einfache und robuste mechanische Antriebslösung<br />

mit diversen Vorteilen gegenüber<br />

reinen Standard Drehstrom- bzw. Servomotoren.<br />

Für Anwendungen, in denen<br />

Pumpen extreme Drehzahl- und Fördermengenbereiche<br />

abdecken müssen, bietet<br />

die neue Pumpe eine sehr einfache, robuste<br />

und ökonomische Lösung.<br />

Mit dieser Konstruktion wird gewährleistet,<br />

dass die Doppelschraubenpumpen<br />

Die FDS-Baureihe basiert auf einem Baukastenprinzip. Dieses<br />

wurde jetzt um eine Option mit Namen TSG erweitert. Was<br />

verbirgt sich dahinter?<br />

Torben Hahn: TSG steht für Twin Speed Gearbox. Diese Zusatzoption<br />

ist eine mechanische Möglichkeit, die große Drehzahlbandbreite<br />

der FDS, die von 0 bis 3 000 min -1 reicht, voll<br />

auszunutzen. Mithilfe einer von der Eingangsdrehrichtung abhängigen<br />

Übersetzung verändern wir die Pumpendrehzahl, nicht<br />

aber die Förderrichtung. In anderen Worten: wird in der Leitwarte<br />

auf Linkslauf geschaltet, dreht die Pumpe mit halber Motordrehzahl<br />

(Produktionsmodus); wird auf Rechtslauf geschaltet,<br />

dreht die Pumpe mit bis zu zweifacher Motordrehzahl (CIP-<br />

Modus). In Kombination mit einem Standard-Frequenzumformer<br />

kann so eine Bandbreite von 1:30 abgefahren werden. Aber<br />

selbst in Anwendungen, bei denen keine extremen Drehzahlspannen,<br />

sondern nur die normalen Bereiche von bis zu 1:10<br />

gefordert sind, kann unser TSG zu einer Reduzierung der installierten<br />

Leistung im Bereich von ein bis zwei Motorgrößen bzw.<br />

zu einem effizienteren Betrieb führen. Da der Drehstrommotor<br />

so immer nahe an oder in seinem optimalen Frequenzbereich<br />

betrieben werden kann, verbessert sich der elektrische Wirkungsgrad<br />

um bis zu 20 Prozent.<br />

Welche Gründe haben zu dieser Weiterentwicklung geführt?<br />

René Linck: Doppelschraubenpumpen können sowohl für die<br />

Produktion als auch als Reinigungspumpe beziehungsweise<br />

CIP-Rücklaufpumpe eingesetzt werden. Wir haben beobachtet,<br />

dass immer häufiger große Reinigungsmengen angefragt werden,<br />

zum Beispiel in der Süß- und Backwarenherstellung. Hier<br />

sind die Produkte extrem viskos und die Rohrleitungsquerschnitte<br />

verhältnismäßig groß, sodass entsprechende CIP-Mengen gefahren<br />

werden müssen. Aber auch der generelle Wunsch unserer<br />

Kunden nach höheren Strömungsgeschwindigkeiten von bis zu<br />

3 m/s während des Reinigungsprozesses führen zu dieser extremen<br />

Spanne, wenn die Produktionspumpe auch als Reinigungspumpe<br />

eingesetzt wird. In solchen Fällen ist ein Servomotor<br />

keine optimale Alternative, denn um einen reibungslosen Pumpenbetrieb<br />

mit Servomotor zu gewährleisten, werden spezielle,<br />

häufig sehr teure Frequenzumformer benötigt, und die Stromnetze<br />

müssen extrem stabil sein. Außerdem erfordert die Inbetriebnahme<br />

versierte Fachleute. Diese Problemfelder haben<br />

uns dazu bewogen, unseren Kunden eine robuste mechanische<br />

Lösung anzubieten, um das außergewöhnlich große Drehzahlband<br />

der Doppelschraubenpumpe voll ausnutzen zu können.<br />

Sind weitere Projekte in Planung?<br />

Torben Hahn: Oh ja, wir haben noch einiges in der Pipeline. Die<br />

Doppelschraubentechnik bietet viele Möglichkeiten. In anderen<br />

Industriezweigen gibt es die Technologie ja bereits seit 70 bis<br />

80 Jahren, in den hygienischen Prozessindustrien jedoch erst seit<br />

knapp 20 Jahren. Wir schöpfen das volle technische Potenzial bei<br />

weitem noch nicht aus. Seitens der Technik sehen wir uns jedenfalls<br />

hervorragend positioniert.<br />

32 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

19% Wirkungsgrad-Steigerung im Produktionsbetriebspunkt<br />

η<br />

100%<br />

80%<br />

60%<br />

40%<br />

20%<br />

Effizienzbeispiel einer Motor-Frequenzumrichter-Kombination<br />

erforderlicher Motor-Frequenzbereich mit TSG<br />

erforderlicher Frequenzbereich - Standard Motor-Frequenzumrichter Kombination<br />

01 Wirkungsgradvergleich von einer<br />

Doppelschraubenpumpe mit und ohne<br />

TSG = Twin Speed Gearbox<br />

0%<br />

0 Hz 25 Hz 50 Hz 75 Hz 100 Hz<br />

Motorfrequenz<br />

25% Last 100% Last<br />

02 Torben Hahn (links), Leiter Konstruktion<br />

und Entwicklung, und René Linck, Produktmanager,<br />

beide Fristam Pumpen<br />

ihren technisch möglichen Drehzahlbereich<br />

vollständig ausnutzen können, ohne<br />

der Limitierung eines Standardmotors zu<br />

unterliegen. Ein weiterer wichtiger Vorteil<br />

liegt darin, dass durch den Einsatz der Twin<br />

Speed Gearbox eine Reduzierung der<br />

installierten Motorleistung um ein bis zwei<br />

Baugrößen erreicht werden kann. Somit<br />

reduzieren sich nicht nur die Investitionskosten,<br />

sondern es verbessert sich die Energieeffizienz<br />

des Antriebsstrangs über das<br />

gesamte Drehzahlband der Pumpen.<br />

Und last but not least ermöglicht<br />

diese neue Konstruktion eine bessere und<br />

stabilere Regelung der Pumpe, da sie im<br />

„Frequenz-Wohlfühlbereich“ eines Standard-Drehstrommotors<br />

arbeitet. Erste<br />

erfolgreiche Installationen in der Milchindustrie<br />

zeigen, dass durch den Einsatz<br />

der Pumpe beispielsweise in der Schmelzkäseproduktion<br />

die Motorgröße und somit<br />

die benötigte Antriebsleistung bei ansonsten<br />

gleichen Förder- und Reinigungsbedingungen<br />

um bis zu 30 % reduziert<br />

werden konnten.<br />

Halle 3, Stand 213<br />

Fotos: Fristam<br />

www.fristam.de<br />

09.4. - 11.4.<strong>2019</strong> I Nürnberg<br />

Stand 391 I Halle 4<br />

Flammendurchschlagsichere Absperrklappen | Rückschlagklappen |<br />

Containerklappen | Zwischenflanschklappen | Zentrische und Exzentrische APS-Klappen |<br />

Takt- und Druckschleusen | Schutzsysteme | Quetschventile | Kugelhähne | Sonderarmaturen<br />

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TOP-THEMA I POWTECH<br />

Korrosionsbeständige Schaltgeräte<br />

Viele Schaltgeräte-Baureihen des<br />

„Extreme“-Programms von Steute<br />

eignen sich für den Einsatz bei<br />

Feuchtigkeit, Nässe und auch in der<br />

Umgebung von Salzwasser. Entsprechende<br />

Korrosionsprüfungen wie<br />

z. B. der Salznebelsprühtest nach DIN<br />

EN ISO 9227 bieten eine gute<br />

Qualitätskontrolle.<br />

Wie aber bewähren sich diese Schaltgeräte in der Praxis? Um<br />

Antworten auf diese Fragen zu finden, hat Steute das Fraunhofer<br />

Ifam in Bremen mit einer einjährigen Freibewitterung am<br />

Ifam-Standort Helgoland beauftragt. Die Versuchsanordnung:<br />

Jeweils mehrere Exemplare ausgewählter „Extreme“-Schalterbaureihen<br />

wurden in exponierter Lage an der Südmole ein Jahr lang<br />

im Spritzwasserbereich befestigt.<br />

Halle 1, Stand 327<br />

www.steute.com<br />

Kompakter Trockenentstauber<br />

Esta erweitert sein Entstauber-Sortiment<br />

um ein neues Einstiegsmodell. Estmac D<br />

ist eine kompakte Trockenentstauber-<br />

Reihe für das untere bis mittlere Leistungssegment.<br />

Die Geräte saugen trockene<br />

und rieselfähige Stäube ab. Die<br />

neue Serie erzeugt in zwei Leistungsstufen<br />

einen maximalen Luftvolumenstrom<br />

von 1 800 m 3 /h. Die Geräte können<br />

sowohl zur Einzel- als auch zur Mehrplatzabsaugung<br />

u. a. direkt angeschlossen<br />

sowie mit einem Absaugarm zur<br />

punktuellen Stauberfassung kombiniert<br />

werden. Dank ihrer kompakten Abmessungen<br />

lassen sich die stationären Entstauber flexibel an wechselnden<br />

Standorten aufstellen.<br />

Halle 4, Stand 330<br />

www.esta.com<br />

Weichen und Schleusen mit breitem<br />

Spektrum<br />

Um auch für zukünftige Anforderungen, etwa die Digitalisierung,<br />

vorbereitet zu sein, überarbeitete Zeppelin Anlagenbau sein<br />

umfangreiches Weichen- und Schleusenprogramm im Niederund<br />

Mitteldrucksegment. Damit<br />

sind die Komponenten nun<br />

leistungsstärker, leichter und<br />

digital vernetzt. Das geringere<br />

Gewicht wirkt sich nicht nur<br />

positiv auf die Betriebskosten aus,<br />

sondern auch auf die Baugröße,<br />

wie beispielsweise die Weiche<br />

DVV. Diese gilt als Allroundtalent<br />

beim Verteilen und Sammeln von<br />

Schüttgütern sowohl in pneumatischen<br />

Druck- als auch Saugförderungen. Dabei überzeugt nicht<br />

nur das robuste Gehäuse, sondern auch die Anwendungsbreite.<br />

Dafür sorgen fünf Größen (50/65/80/100/125), die in einem<br />

Bereich bis zu 3,5 bar und von – 20 bis 120 °C eingesetzt werden<br />

können.<br />

Halle 4, Stand 307<br />

www.zeppelin-systems.de<br />

Prozesslösung zur Herstellung von<br />

biobasierten Produkten<br />

Gea liefert an das norwegische Unternehmen Borregaard eine<br />

schlüsselfertige Anlage zur Sprühtrocknung von Lignosulfonat im<br />

zweistelligen Millionenbereich. Dazu gehören auch ein neues Silo<br />

zur Zuführung gelagerter Pulvermaterialien in das Verpackungssystem<br />

der Anlage sowie ein großer Nasswäscher zur Entstaubung.<br />

Die gesamte Prozesslösung wird am norwegischen Standort<br />

Sarpsborg installiert. Die Inbetriebnahme ist für Mitte <strong>2019</strong> geplant.<br />

Das größte Anwendungsgebiet für Lignosulfonate mit rund 68 % ist<br />

die Funktion als Netz- und Dispergiermittel. In der Borregaard-<br />

Anlage werden 25 t/h Lignosulfonatlösung direkt in einen Rotationszerstäuber<br />

geleitet und sprühgetrocknet. Das Endprodukt wird<br />

in zwei Gruppen von aufeinanderfolgenden Zyklonen getrennt. Der<br />

zweite neu entwickelte<br />

Zyklon CEE (Cyclone Extra<br />

Efficiency) bietet einen<br />

höheren Abscheidegrad,<br />

der die Ausbeute erhöht<br />

und dabei die Emissionen<br />

reduziert.<br />

Halle 3, Stand 231<br />

www.gea.com<br />

Kompaktes Sammelschienensystem<br />

Rittal ergänzt das erfolgreich eingeführte Sammelschienensystem RiLine Compact für kleine<br />

Steuerungen und Schaltanlagen mit neuen Komponenten: einer größeren Einspeisung bis 125 A,<br />

1-polige Geräteadapter für 18 mm breite Leistungsschutzschalter sowie neue schlanke Motorsteuergeräte.<br />

Das System, das eine einfache Installation von Verteilungen bis 125 A ermöglicht, wird dadurch<br />

universell einsetzbar.<br />

Der neue Einspeiseadapter für Ströme bis zu 125 A hat parallel angeordnete, mechanische und elektrische<br />

Kontakte und kann daher auch als Mitteneinspeisung genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich zwei<br />

RiLine Compact-Boards einfach und sicher zu einem größeren System verbinden. Der Adapter hat eine<br />

Baubreite von 45 mm und ist für den Anschluss von Leitungsquerschnitten bis zu 50 mm 2 geeignet. Eine<br />

weitere Neuerung sind die 1-poligen Geräteadapter mit einer Baubreite von 18 mm. Die schmalen<br />

Adapter zur Aufnahme von Leistungsschutzschaltern sind in zwei Varianten für 16 bzw. 63 A erhältlich.<br />

www.rittal.de<br />

34 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Präzise und schnelle Vermischung von Pulvern<br />

Bei dem konischen Paddelmischer (CPM) handelt es sich um die neueste Generation von Hosokawas Pulvermischern,<br />

die für das diskontinuierliche Mischen bei geringer und mittlerer Scherkraft entwickelt wurden. Er<br />

ist speziell für das Vermischen von Pulvern, Granulaten und Feststoffen mit Flüssigkeiten ausgelegt. Der CPM<br />

ist ein Vielzweckmischer für Mischvorgänge, bei denen eine hohe Mischgenauigkeit, eine hohe Mischgeschwindigkeit<br />

und eine intakte Produktstruktur im Vordergrund stehen.<br />

Der Mischbehälter ist konisch geformt und mit einem zentral gelagerten Paddelrotor ausgestattet. Durch die<br />

Drehbewegung des Rotors entsteht eine Kombination aus vertikaler und axialer Bewegung im Mischbehälter.<br />

Die Paddel transportieren das Produkt schonend zur Chargenoberfläche, wo es dispergiert wird. Durch die<br />

Anziehungskraft in der Mischermitte wird das Produkt wieder abwärts geführt, sodass sogar bei niedriger<br />

Geschwindigkeit eine konstante Bewegung des Produkts während des gesamten Mischzyklus sichergestellt ist.<br />

Der Mischprozess lässt sich durch Steuerung der zugeführten Mischenergie optimieren. Dies wird durch die<br />

Einstellung der Drehzahl des konischen Paddelmischers erzielt, die typischerweise zwischen 1 und 10 m/s liegt.<br />

Halle 4A, Stand 233<br />

www.hosokawa-micron-bv.com<br />

Granulierlinie in der<br />

Feststoffproduktion<br />

Für die neue Granulierlinie<br />

IGL 100 hat Romaco Innojet den<br />

High-Shear-Mischer M 100 zur<br />

Herstellung von Feuchtgranulat<br />

entwickelt. In Kombination mit<br />

dem Trockner Ventilus V 100 LE<br />

eignet sich die Technologie<br />

insbesondere zur Herstellung<br />

von kompakten Granulaten, die<br />

vorrangig in der pharmazeutischen<br />

Feststoffproduktion<br />

verarbeitet werden. Weltweit<br />

sind zahlreiche Rezepturen für<br />

dieses konventionelle Granulationsverfahren<br />

zugelassen,<br />

weshalb Romaco sein Produktportfolio<br />

entsprechend ergänzt<br />

hat. Neben verschiedenen<br />

Wirbelschichtanlagen bietet<br />

Innojet nun auch ein ganzheitliches<br />

Linienkonzept zur Herstellung<br />

von Feuchtgranulat mit<br />

anschließender Trocknung an.<br />

Die erste Ausführung der<br />

Innojet IGL 100 verarbeitet<br />

Batchgrößen bis zu 100 l.<br />

Perspektivisch wurde die neue<br />

IGL-Baureihe für Chargenvolumina<br />

bis zu 800 l ausgelegt.<br />

Das Linienkonzept verfügt über<br />

eine zentrale Prozesssteuerung<br />

und kann mit einem integrierten<br />

WIP-System gereinigt werden.<br />

Der Transfer vom Mischer zum<br />

Trockner wurde gravimetrisch<br />

konzipiert. Das ist zum einen<br />

platzsparend, zum anderen<br />

kommt die sehr kurze Transferstrecke<br />

ohne externe Luftzufuhr<br />

aus und erfüllt die hohen Anforderungen<br />

an das Containment.<br />

Halle 3, Stand 357<br />

www.romaco.com<br />

Mehr Luft als<br />

du erwartest!<br />

Die Druckluft-Revolution von Atlas Copco:<br />

Unsere neuen Kompressoren der GA-VSD + -<br />

Baureihe sind maximal effizient. Sie sparen mit<br />

ihren IE5-Motoren, Drehzahlregelung und intelligenten<br />

Algorithmen bis zu 35 % Energie ein. Gebaut<br />

für den harten Industrieeinsatz mit Feuchtigkeit,<br />

Staub und Umgebungstemperaturen bis zu 55 °C.<br />

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TOP-THEMA I POWTECH<br />

Service 4.0 für Wäge- und<br />

Inspektionslösungen<br />

Das neue Servicetool miRemote von Minebea Intec erlaubt<br />

standortunabhängig einen virtuellen Sofort-vor-Ort-Service und<br />

den direkten Zugriff auf Serviceleistungen des Unternehmens.<br />

Grundlage ist die Technologie der Augmented Reality, in diesem<br />

Fall die Ergänzung von Anlagenbildern oder verbaler Videochat-<br />

Kommunikation um Zusatzinformationen, die ein Servicemitarbeiter<br />

einem Anwender per Smartphone oder Tablet direkt<br />

übermitteln kann.<br />

Das Tool bietet dazu<br />

eine Reihe an<br />

intuitiven Kommunikationsoptionen<br />

wie<br />

das Zeigen von Gesten<br />

durch Hand-Overlay-<br />

Technologie, um<br />

komplexe Bewegungsabläufe<br />

einfach und<br />

nachvollziehbar zu<br />

visualisieren und so<br />

eine direkte und<br />

kontrollierte reale Umsetzung vor Ort zu ermöglichen. Der<br />

zugeschaltete Experte im Minebea Intec Service-Center sieht<br />

genau das, was durch die Smartphone- oder Tablet-Kamera des<br />

Kunden erfasst wird. Auf dieser Basis kann er dem Anwender vor<br />

Ort z. B. bei der prozessbezogenen Handhabung von Werkzeugen<br />

verzögerungsfrei helfen, indem er Anweisungen schrittweise<br />

unmissverständlich übermittelt und deren fehlerfreie Durchführung<br />

kontrolliert.<br />

Halle 5, Stand 173<br />

www.minebea-intec.com<br />

Proben zerkleinern<br />

Bei einer Durchsatzmenge von bis zu 60 l/h zerkleinert die schnell<br />

laufende Universal-Schneidmühle Pulverisette 19 mit einem Drehmoment<br />

bis zu 30 Nm trockenes, weiches bis mittelhartes Mahlgut<br />

sowie faserige Materialien und<br />

Kunststoffe mit reproduzierbaren<br />

Ergebnissen. Durch die variable<br />

Einstellung der Drehzahl in Zehnerschritten<br />

zwischen 300 und<br />

3 000 U/min kann der Zerkleinerungsvorgang<br />

in einem sehr breiten<br />

Anwendungsspektrum optimal<br />

auf jede einzelne Probe abgestimmt<br />

werden.<br />

Halle 2, Stand 227<br />

Flexible Wirbelschicht-Kompaktanlage<br />

Wer heute Getränkepulver instantisieren oder verpresste Geschirrspültabs<br />

schnell auf den Markt bringen will, der kann bereits nach<br />

sechs Monaten liefern. Die kurze Bauzeit und die nur zwölftägige<br />

Installationsdauer der neuen Wirbelschicht-Kompaktanlage GF<br />

ModFlex für die kontinuierliche Sprüh-Agglomeration ist ein<br />

zentrales Thema des Kompetenzbereichs Process Technology<br />

Food, Feed & Fine Chemicals von Glatt Ingenieurtechnik. Wichtige<br />

Themen sind dabei zum Beispiel die Möglichkeiten zur Funktionalisierung<br />

von Kosmetika, Düngern sowie Industriesalzen.<br />

Halle 3, Stand 249<br />

www.glatt.com<br />

www.fritsch.de<br />

Retrofit von Glas-Produktionslinie<br />

Die Firma Pilkington fertigt in zwei Linien Flachglas – vor allem<br />

für den Bauglasbereich. Um weiterhin wirtschaftlich produzieren<br />

zu können, musste die Linie „Float zwei“ nach zehn Jahren<br />

Dauerbetrieb mit einem Retrofit modernisiert werden. Um das<br />

Mammutprojekt im gesetzten Zeitrahmen von nur 100 Tagen<br />

realisieren zu können, setzte Pilkington<br />

auf seinen langjährigen Partner<br />

Siemens. Für das Upgrade der Linie<br />

kommen hochmoderne Automatisierungslösungen<br />

von Siemens zum<br />

Einsatz. Damit ist es Pilkington möglich,<br />

durch intelligente Regelungen den<br />

Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen<br />

zu reduzieren. Mit der<br />

offenen Systemarchitektur ist zudem ein<br />

hohes Maß an Flexibilität möglich.<br />

Für die Kaltreparatur musste die Linie<br />

völlig stillgelegt werden. Im Zuge des Upgrades wurde auch das<br />

Prozessleitsystem durch eine moderne Lösung von Siemens<br />

ersetzt, dessen Einsatz vorab in Karlsruhe in einem Factory-<br />

Acceptance-Test (Werksabnahme) geprüft und bestätigt wurde.<br />

Mit dem neuen dezentralen Leitsystem ist eine hohe Qualität des<br />

Produktionsprozesses sichergestellt, da<br />

das Prozessleitsystem PCS 7 die exakte<br />

Einhaltung aller Parameter während der<br />

Glasherstellung überwacht. Zusätzlich<br />

tragen intelligente Regelungen zur<br />

Energieeinsparung und zur Minimierung<br />

der Schadstoffemissionen bei.<br />

Halle 4A, Stand 115<br />

Foto: Pilkington Deutschland AG<br />

www.siemens.com<br />

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36 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


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TOP-THEMA I POWTECH<br />

Schnelle und flexible Homogenisierung<br />

von Nanoemulsionen<br />

Eine Feldstudie mit einer Öl-in-Wasser-Emulsion zeigt, dass ein neues<br />

Ventil für ein transparentes Ergebnis sorgt. So werden die physikalischen<br />

und visuellen Eigenschaften wie Viskosität, Transparenz und Glanz<br />

verbessert, wie es bei der Verarbeitung von pharmazeutischen und<br />

kosmetischen Nanoemulsionen gewünscht ist.<br />

Gea Homogenisatoren werden in pharmazeutischen<br />

sowie kosmetischen Anwendungen<br />

eingesetzt und erzielen bereits<br />

seit vielen Jahren hervorragende Resultate<br />

in Bezug auf Zellaufschluss und Emulgiereffekte.<br />

Mit dem Nisox-Ventil verändert Gea<br />

das Homogenisierungsverfahren zur Verarbeitung<br />

von Mikro- und Nanoemulsionen<br />

für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie<br />

grundlegend.<br />

Nachdem das Unternehmen die Neuheit<br />

auf der Achema 2018 vorgestellt hatte, liegen<br />

pünktlich zur diesjährigen Powtech die<br />

Ergebnisse der ersten Feldstudie beim Kunden<br />

vor: „Wir haben unsere Laborstudien<br />

aus unserem Process Technology Center in<br />

Parma erstmals dem Belastungstest einer<br />

realen Anwendung unterzogen und freuen<br />

uns, dass wir die Effekte sogar übertreffen<br />

Autor: Ulrich Ahlers, Head of Flow Components/<br />

Homogenization Sales, Gea, Büchen<br />

konnten“, resümiert Kai Becker, Leiter des<br />

Product Group Management Homogenisierung.<br />

„Es ist uns gelungen, eine nahezu<br />

transparente Emulsion herzustellen.“ Die<br />

neue Nisox-Ventilgeometrie optimiert die<br />

Energieverteilung während des Homogenisierens<br />

und reduziert dadurch die Partikelgröße;<br />

der Homogenisierungseffekt wird<br />

deutlich verbessert.<br />

Feldstudie bestätigt verbesserte<br />

Produkteigenschaften<br />

Seit 2018 hat Gea gemeinsam mit dem<br />

Kunden das neue Verfahren intensiv in der<br />

Produktion getestet, um die Reduzierung<br />

der Partikelgrößen und die gleichmäßige<br />

Partikelverteilung mittels des Nisox-Ventils<br />

im Feld zu beweisen. Im Fallbeispiel<br />

bestand die Emulsionsformulierung aus<br />

Wasser (80 %), Fettphase (15 %) und Tensid<br />

(5 %). Die Praxistests bestätigen, dass das<br />

neue Ventilmodell Partikel gleichförmiger,<br />

kleiner und konstanter in hoher Qualität<br />

Das neue Ventil homogenisiert Nanoemulsionen<br />

schneller, gleichmäßiger und flexibler<br />

homogenisiert. Der Polydispersitätsindex<br />

ist niedriger ist als bei konventionellen<br />

Ventilen, insbesondere für Anwendungen<br />

im Hochdruckbereich von 700 bis 1 500 bar.<br />

Dadurch werden die physikalischen und<br />

visuellen Eigenschaften wie Viskosität,<br />

Transparenz und Glanz verbessert, wie es<br />

bei der Verarbeitung von pharmazeuti-<br />

38 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

schen und kosmetischen Nanoemulsionen<br />

gewünscht ist.<br />

Bisher waren Homogenisierventile darauf<br />

ausgelegt, den Abstand zwischen<br />

dem Prallkopf und der Prallplatte auf<br />

ein Minimum zu reduzieren, um die erforderliche<br />

Mikronisierung der Partikel zu<br />

erreichen. Das Nisox-Ventil jedoch dreht<br />

dieses Prinzip um: Im Gegensatz zum<br />

Standardprozess presst Gea die zu emulgierenden<br />

Stoffe nicht in einen Ringspalt,<br />

sondern aus ihm heraus. Dadurch werden<br />

die Partikel viel weiter ausgedehnt, verdünnt<br />

und ihre Kohäsionskräfte verringert.<br />

Die Stoffe kollidieren anschließend radial<br />

in der Kammer des CCMS (Cavitation<br />

Cloud Modulating System). Die implodierenden<br />

Gasbläschen in der justierbaren<br />

Kavita tionswolke können die Partikel deshalb<br />

leichter mikronisieren.<br />

Konstantes Produktergebnis<br />

erreichen<br />

Matteo Folezzani, Produktentwickler für<br />

Homogenisierung bei Gea, erklärt die<br />

Technologie: „Mit dem Nisox-Ventil haben<br />

wir fluiddynamische Effekte genutzt, die<br />

innerhalb des Ventils auftreten. Wir sind<br />

nun in der Lage, die Effektivität und<br />

„Hersteller brauchen weniger<br />

Batch-Zirkulationen für das<br />

gewünschte Ergebnis.“<br />

Effizienz zu kontrollieren, indem wir die<br />

sogenannte Kavitationswolke bewegen. Sie<br />

kann entsprechend dem verarbeiteten Produkt<br />

und den Einlassbedingungen angepasst<br />

werden.“<br />

Zudem stellt sich ein zweiter Effekt ein:<br />

Rezepturen sind nun exakter reproduzierbar.<br />

Die Hersteller brauchen weniger Batch-<br />

Zirkulationen für das gewünschte Ergebnis.<br />

Die Anzahl der Durchgänge bei einem bestimmten<br />

Druck kann reduziert werden.<br />

Neben der Herstellung von Nanoemulsionen<br />

sieht Kai Becker in der Zukunft auch<br />

andere Anwendungen: „Dank der fluiddynamischen<br />

Effekte des Ventils attestieren<br />

die Feldversuche ein Vielfaches der Standzeiten<br />

für Verschleißteile. Das wird zum<br />

Beispiel für Dispersionen in Chemie- und<br />

Pharmaapplikationen interessant, denn<br />

diese sind gemeinhin sehr abrasiv. Wir<br />

werden dieses Einsatzgebiet weiter untersuchen.<br />

Die ersten Ergebnisse sind sehr<br />

vielversprechend und bestätigen das hohe<br />

Potenzial dieser neuen Technologie, das<br />

sich bereits bei Emulsionen gezeigt hat. Wir<br />

stehen unseren Kunden zur Verfügung, um<br />

ihr Dispersionsgemisch zu testen und die<br />

Vorteile in Bezug auf Druckreduzierung<br />

und Energierückgewinnung zu beziffern.“<br />

Kunden haben die Möglichkeit, die Ergebnisse<br />

an ihrem Produkt in den Laboren<br />

des Gea Process Technology Centers in<br />

Parma, Italien, zu validieren. Darüber hinaus<br />

bietet der Hersteller eine „Try-and-<br />

Buy“-Option, um das Nisox-Ventil direkt in<br />

den Anlagen beim Kunden zu testen.<br />

Halle 3, Stand 231<br />

Fotos: iStockphoto (Anna-Ok), Gea<br />

www.gea.com<br />

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TOP-THEMA I POWTECH<br />

Granulate schnell dosieren<br />

Die neue DS-Reihe von Granulatdosierern kommt in vier Größen<br />

auf den Markt und zeichnet sich durch eine einfache Konstruktion<br />

aus, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Für unterschiedliche<br />

Kundenanwendungen wurden von Brabender<br />

Technologie zwei<br />

verschiedene<br />

Varianten entwickelt:<br />

Die<br />

S-Version für den<br />

Dauerbetrieb mit<br />

einem Material<br />

und die E-Version<br />

für häufige Produktwechsel.<br />

Der<br />

Unterschied besteht<br />

dabei in der<br />

Anordnung von Motor und Schnecke. Beim DS-S, der Standardvariante,<br />

sind beide fest verbunden. Das ist ideal bei durchlaufenden<br />

Produkten. Für Produktwechsel und Reinigungsarbeiten<br />

müssen sie zusammen entnommen werden.<br />

Bei der erweiterten Variante DS-E für die variable Produktion ist<br />

die Konstruktion eine andere: Der Motor verbleibt bei einem<br />

Schneckenwechsel oder einer Reinigung am Gerät und wird<br />

lediglich verschoben, damit die Schnecke nach hinten herausgezogen<br />

werden kann. Ebenfalls praktisch für Schüttgutwechsel<br />

und Reinigungsarbeiten ist der zusätzliche Materialschieber und<br />

der feste Rohrleitungsanschluss, über die der Behälter komplett<br />

entleert werden kann. Damit ist der DS-E auf flexible Granulatdosierung<br />

mit häufigen Produktwechseln vorbereitet.<br />

Halle 4, Stand 237<br />

www.brabender-technologie.com<br />

Mahltrocknung im Container<br />

Die Ultra-Rotor-Technologie kommt bei der simultanen<br />

Mahltrocknung zum Einsatz. Mit diesen Luftwirbelmühlen lassen<br />

sich laut Hersteller feuchte, klebrige sowie schwierig zu fördernde<br />

oder zu trocknende Produkte verarbeiten. Neu ist ein System, das<br />

die Technologie kompakt in einem transportablen 20" High Cube<br />

Container zusammenfasst.<br />

Halle 4, Stand 360<br />

www.jaeckering.de<br />

Vakuumcoater verbessert Pelletqualität<br />

Mit dem Prozess des Vakuumcoatings können hohe Mengen Öl<br />

oder andere Flüssigkeiten nachträglich in Produkte wie Pellets,<br />

Extrudate, Expandat etc. so eingebracht werden, dass diese in das<br />

Innere des Produktes gelangen und diese trotzdem eine<br />

„trockene“ Produktoberfläche aufweisen. Dadurch sind diese<br />

Flüssigkeiten zusätzlich vor negativen Umwelteinflüssen<br />

geschützt. Amandus Kahl hat einen komplett neuen Typen eines<br />

Vakuumcoaters entwickelt. Die Mischwirkung des neuen<br />

GVC 1000 beruht auf der eines rotierenden Freifallmischers – also<br />

einer Trommel, die rotiert, jedoch im Inneren keine beweglichen<br />

Mischwerkzeuge aufweist. Dieser zweifach positive Effekt des<br />

GVC 1000, also der verminderte Feinanteil nach Herstellung und<br />

die Bruchunempfindlichkeit der Pellets auf ihrem weiteren<br />

Lebenszyklus, haben auch einen wichtigen Einfluss auf die<br />

Umweltverträglichkeit und natürlich auch auf die Wirtschaftlichkeit<br />

des gesamten Produktionsprozesses.<br />

Halle 1, Stand 305<br />

www.akahl.de<br />

Schüttgüter absacken<br />

Schüttgüter aus der Baustoffindustrie und andere industrielle<br />

pulverförmige Güter füllt die Abfüllmaschine Beumer Fillpac R<br />

schonend und mit dem geforderten Durchsatz in unterschiedliche<br />

Sackformate und -typen wie Ventilboden- und Ventilflachsäcke<br />

ab. Dabei kann es sich um Materialien von sehr feiner bis<br />

sehr grober Struktur handeln. Für<br />

hohen Durchsatz wird die nach<br />

dem Turbinenprinzip arbeitende<br />

Rundabfüllmaschine über das<br />

Sackbündelmagazin und den<br />

Sackaufstecker Beumer Bag Placer<br />

mit Leersäcken versorgt. In der<br />

chemischen und petrochemischen<br />

Industrie kommt die hocheffiziente<br />

Form-Fill-Seal-Anlage Fillpac FFS<br />

zum Einsatz. Sie formt Säcke aus vorgefertigten PE-Schlauchfolien<br />

und befüllt diese mit dem Kundenprodukt. Der Kunde kann<br />

entsprechend seiner Anforderung eine passende Maschinenleistungsklasse<br />

aus dieser Produktfamilie auswählen.<br />

Halle 1, Stand 627<br />

www.beumergroup.com


Hygienischer Vibrationsboden<br />

Der Azo Vibrationsboden dient dem sicheren Austragen von<br />

pulverförmigen, kristallinen, fetthaltigen und körnigen Schüttgütern<br />

aus Behältern. Es erfolgt eine optimale Behälterentleerung<br />

ohne Rückstände. Kamin- und Brückenbildung im Behälter<br />

werden vermieden. Einsetzbar für beinahe sämtliche, auch<br />

schlecht rieselfähige Schüttgüter in der Nahrungsmittelindustrie,<br />

Kunststoffindustrie, Chemie und Pharmazie.<br />

Zu den Vorteilen gehören die sichere Austragung und ein gleichmäßiges<br />

Absinken der Schüttgutsäule (Massenfluss). Die glatte<br />

Innenkontur im Silo oder Behälter ohne Durchmessersprünge<br />

und glatte Flächen im Außenbereich sorgen dafür, dass das<br />

System reinigungsfreundlich ist, weil es keine unzugänglichen<br />

Hohlräume und offenen Gewinde besitzt. Die Manschette ist silikonfrei, ableitfähig und hat eine<br />

Lebensmittelzulassung. Sie wird über Drucksegmente und Druckstücke montiert. Der Vibrationsboden<br />

ist druckstoßfest bis 2 bar (Ü) und vakuumfest. Der lange elastische Bereich bewirkt eine sehr<br />

gute Entkopplung zwischen feststehendem Behälterteil und Vibrationsboden<br />

Halle 1, Stand 356<br />

www.azo.com<br />

Platzsparender Schraubenverdichter<br />

Die erfolgreiche Schraubenverdichtergeneration Delta<br />

Screw von Aerzen bekommt Zuwachs: Mit dem Verdichter-<br />

Aggregat VM 100 umfasst die Baureihe jetzt sieben Modellvarianten.<br />

Der neue Verdichtertyp ist für einen Volumen-<br />

C<br />

strombereich von 1 500 bis 7 620 m 3 /h konzipiert<br />

M<br />

und deckt<br />

einen maximalen Differenzdruck von 3,5 bar ab.<br />

Y<br />

Eine Besonderheit des neuen Modelltyps ist der bereits<br />

integrierte Schallhaubenlüfter. Neu ist auch die platz<br />

CM<br />

-<br />

sparende horizontale Position des Druckschalldämpfers.<br />

MY<br />

Wie alle E-Compressoren der Reihe verfügt der VM 100 über<br />

CY<br />

eine Schallhaube mit innenliegenden Zu- und Abluftkulissen,<br />

was die kompakte Bauform begünstigt. Strömungsoptimierte Ansaugkanäle minimieren<br />

CMY<br />

den Druckverlust signifikant. Durch die Zufuhr kühler Außenluft direkt in den Ansaugfilter kann eine<br />

K<br />

deutliche Leistungsverbesserung erreicht werden. Besonders ist die absolut öl- und absorptionsmittelfreie<br />

Drucklufttechnologie von Aerzen. Die Ölfreiheit ist gemäß ISO 8573-1/Klasse 0 zertifiziert.<br />

Halle 4, Stand 271<br />

www.aerzen.com<br />

Multifunktionale Wägesteuerung<br />

Die neue Wägesteuerung Minipond 3P von B+L Industrial Measurements bietet laut Hersteller hohe<br />

Vielseitigkeit und Präzision beim Abfüllen von Schüttgütern und Flüssigkeiten. Verschiedene<br />

konfigurierbare Wägebetriebsarten, Dosiereinstellungen und Automatikfunktionen stehen zur<br />

Verfügung. Zudem erfüllt die Steuerung die relevanten OIML- und MID-Anforderungen für die<br />

eichfähige Gewichtserfassung – auch im totalisierenden<br />

Modus. Dank integrierter, schneller<br />

Dosieralgorithmen kann das Gerät autark ohne<br />

zeitkritische Kommunikation zur übergeordneten<br />

Steuerung arbeiten und so verzögerungsfreie und<br />

zeitoptimierte Dosierprozesse gewährleisten. Eine<br />

hohe Integrations- und Bedienfreundlichkeit, ein<br />

Webserver zur aufgabenspezifischen Parametrierung,<br />

zur betriebsbegleitenden Remote-Diagnose<br />

und zur Fernwartung sowie umfassende Konnektivitätsoptionen<br />

unterstreichen die Multifunktionalität<br />

des für Atex-Zone 22 zugelassenen Geräts.<br />

Halle 1, Stand 302<br />

www.bl-im.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 41<br />

S+J-Armaturen.indd 1 19.03.2015 13:27:02


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Schwer filtrierbare Produkte abtrennen<br />

Heinkel präsentiert auf der Powtech Komplettsysteme für Prozesse<br />

in der Fest-Flüssig-Trennung ihrer Marken Comber, Bolz-Summix<br />

und Heinkel. Die Heinkel Stülpfilterzentrifuge der Serie HF eignet<br />

sich für anspruchsvolle Trennaufgaben. Durch ihren produktschonenden<br />

und restschichtfreien<br />

Austrag und der dadurch<br />

möglichen Dünnschichtfiltration<br />

kann die Zentrifuge bei schwer<br />

filtrierbaren Produkten wie etwa<br />

Peptiden oder Mikrokapseln<br />

eingesetzt werden.<br />

Das Gerät sorgt für einen<br />

homogenen Kuchenaufbau bei<br />

minimaler Vibration ohne<br />

Kompression des Feststoffkuchens<br />

und bietet laut Hersteller<br />

gleichmäßige Entwässerungs- und Waschresultate. Der<br />

restschichtfreie Austrag ermöglicht die Filtration von Kuchenhöhen<br />

kleiner als 3 mm und damit die Separation von sehr<br />

schwierigen Produkten. Die optionale drucküberlagerte Zentrifugation<br />

(PAC) und eine damit verbundene Druckbeaufschlagung<br />

des Separationsraumes erzeugt eine wesentliche Reduktion der<br />

Restfeuchte. Dies kann das Produkthandling deutlich verbessern<br />

und vermeidet eine mögliche Klumpenbildung im Trockner.<br />

Abhängig vom Entwässerungsverhalten des Produktes kann der<br />

Anwender den Füllvorgang mittels Steuerung optimieren.<br />

Halle 4A, Stand 128<br />

www.heinkel.de<br />

Anz_ESL53_LED_Vt_90 x 60 mm_<strong>2019</strong><br />

Lumistar Leuchte<br />

ESL 53-LED<br />

499 Lumen<br />

• Dauerbetrieb bis<br />

50000 Stunden<br />

• Vibrationsfest<br />

• Keine Wärmestrahlung<br />

im Lichtaustritt<br />

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Dosieren und wiegen<br />

Schenck Process fertigt Lösungen für das Wägen, Dosieren,<br />

Fördern, Sieben, Automatisieren sowie die Luft-Filtrationstechnik.<br />

Zur Produktpalette gehört nun auch das Prozessequipment von<br />

Kemutec sowie Mucons Handling Equipment. Dies stärkt<br />

insbesondere das Lösungsangebot für die<br />

Nahrungsmittelindustrie.<br />

Halle 4A, Stand 208 und Halle 1, Stand 529<br />

www.schenckprocess.com<br />

Erweiterbare Dosier- und Chargieranlage<br />

Der mechanische Kern einer neuen rezepturgesteuerten<br />

Mischanlage ist die Emde Chargieranlage mit horizontal und<br />

vertikal verfahrbaren Chargier-Containern. Dazu kommen<br />

verschiedene Dosierstellen für unterschiedliche Komponenten.<br />

Insgesamt sollten mehr als 30 in Kleinsilos befindliche<br />

Hauptkomponenten automatisch dosiert und verwogen werden.<br />

Die Kleinsilos sind gruppiert und dosieren auf diverse Zwischenwaagen.<br />

Die im Chargier-Container befindlichen Chargen werden<br />

über mehrere Ebenen durch ein ausgeklügeltes System aus Emde<br />

Rollenbahnen, Container-<br />

Hub- und Querfördereinrichtungen<br />

befördert.<br />

Die Hauptkomponenten<br />

werden simultan über acht<br />

Waagen dosiert. Die leeren<br />

Container kommen nacheinander<br />

an den Hauptkomponenten-Waagen<br />

an. Zunächst<br />

wird der Container-Deckel<br />

automatisch abgehoben und<br />

exakt an den Einlauf<br />

angedockt. Die einzelnen<br />

Komponenten werden in den Chargier-Container gewichtsabhängig<br />

dosiert. Abschließend wird der Containerdeckel automatisch<br />

aufgelegt und der Container fährt zur nächsten Position.<br />

Durch die modulare Bauweise empfiehlt sich das Dosier- und<br />

Chargiersystem besonders für anspruchsvolle Kundenvorhaben.<br />

Es lässt sich durch den horizontal/vertikal geprägten Fördergedanken<br />

leicht erweitern, auch bei baulich sehr eingeschränkten<br />

Verhältnissen.<br />

Halle 4A, Stand 406<br />

www.emde.de<br />

Papenmeier.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 12:02:50<br />

Individuelle Schüttgutlösungen<br />

Seit 100 Jahren konfiguriert Jöst individuelle Komplettlösungen<br />

rund um Wendelförderer, Trockner, Siebmaschinen und Rinnen.<br />

Auf dem Messestand können Besucher Dosierrinnen, die<br />

hauptsächlich in der<br />

Chemie- und Nahrungsmittelbranche<br />

eingesetzt<br />

werden, eigenständig an<br />

einer Stele mit Touch -<br />

display nach ihrem<br />

Anwendungsfall<br />

konfigurieren.<br />

Halle 1, Stand 145<br />

www.joest.com<br />

42 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong><br />

ABS.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 11:34:44


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Kupplungen für die unterschiedlichsten Applikationen<br />

Zu den Highlights von Stäubli zählen die Trockenkupplungen<br />

TTX, TCB, TKU und TKM, die in großen Nennweiten zur<br />

Verfügung stehen und vom neuen Stäubli-Gruppenmitglied, der<br />

RS Roman Seliger Armaturenfabrik aus Hamburg, stammen. Diese<br />

Sicherheitskomponenten ermöglichen ein schnelles An- und<br />

Abkuppeln gefüllter und unter Betriebsdruck stehender Schlauchund<br />

Rohrleitungen ohne signifikanten Austritt<br />

des Fördermediums. Das umfassende<br />

Kupplungsprogramm ist modular aufgebaut<br />

und lässt sich in beinahe unzähligen Ausführungen<br />

konfigurieren.<br />

Wie flexibel Schnellkupplungen einzusetzen<br />

sind, beweist der Anbieter mit den Edelstahl-<br />

Kupplungsbaureihen HCB und MCB/NCB.<br />

Diese Highend-Kupplungen lassen sich dank<br />

zahlreicher Nennweiten und Dichtungsvarianten<br />

für nahezu jeden Einsatzfall vom<br />

Trennen und Verbinden von Medienkreisläufen bis hin zur<br />

Gasüberlagerung an Tankbehältern (DIN EN 14432:2014 sowie<br />

GGVSE/ADR:2015) konfigurieren.<br />

Selbst für besonders sensible Prozesse, bei denen einer Ver ­<br />

bindungstechnologie ohne Toträume und mit geringer Rauheitstiefe<br />

eine Schlüsselrolle zukommt – hat Connectors mit der<br />

Schnellkupplung UPC eine Lösung. In<br />

garantiert totraumfreier Ausführung macht<br />

diese Kupplung Applikationen in der Pro ­<br />

zesstechnik noch sicherer, ergonomischer<br />

und effizienter. Dabei stehen vor allem<br />

Einsätze bei Probenentnahmen sowie beim<br />

Befüllen und Entleeren von Prozessequipment<br />

im Fokus.<br />

Halle 3, Stand 447<br />

www.staubli.com<br />

Intelligente Schlauchsysteme<br />

Unter dem Namen Ampius hat die Masterflex Group Schlauch ­<br />

systeme entwickelt, die demnächst serienmäßig mit einer<br />

digitalen Schnittstelle ausgestattet sein werden. Über eine speziell<br />

programmierte App wird es dann möglich sein, neben der<br />

eindeutigen Produktkennzeichnung<br />

auch Daten zu<br />

Verschleiß, Abrieb, Temperatur<br />

und Durchflussmenge<br />

abzurufen. Bei modernen<br />

Predictive-Maintenance-<br />

Ansätzen der vorausschauenden<br />

Wartung spielen solche<br />

intelligenten Bauteile mit<br />

Life-Cycle-Tracking-Funktionen<br />

eine zunehmend wichtige<br />

Rolle. Dahinter steht immer die Frage, wie Ausfallzeiten an der<br />

Maschine verhindert oder zumindest minimiert werden können.<br />

Im Idealfall lassen sich dadurch Störungen exakt voraussagen,<br />

sodass der Maschinenbediener oder das Wartungsteam handeln<br />

kann, bevor es zu echten Ausfällen kommt. Hier bietet die Masterflex<br />

Group künftig bedarfsgerechte und individuelle Lösungen an.<br />

www.masterflexgroup.com<br />

Neue Varianten im Hygienic Design<br />

Da der Einsatz von Schüttguttechnik<br />

in hygienesensiblen<br />

Bereichen höchste<br />

Anforderungen an die<br />

Konformität der eingesetzten<br />

Maschinenlösungen stellt,<br />

hat Engelsmann die<br />

Hygienic-Design-Ausführungen<br />

ausgewählter<br />

Maschinenlösungen weiterentwickelt. Zielsetzungen bei der<br />

Entwicklung der neuen Hygienic-Design-Varianten waren die<br />

Vermeidung von Kontaminationen durch Mikroorganismen bzw.<br />

Produktreste sowie die Gewährleistung einer schnellen und<br />

rückstandsfreien Reinigung der Komponenten.<br />

Die neuen Varianten zeichnen sich durch eine nahezu totraumfreie<br />

Konstruktion aus, wobei innenliegende Ecken und Kanten<br />

abgerundet und mit erweiterten Radien ausgeführt sind. Alle<br />

Komponenten sind so gestaltet, dass sie leicht erreicht und<br />

eingesehen werden können. Darüber hinaus sind verschiedene,<br />

Oberflächenbehandlungen und Rautiefen lieferbar.<br />

Halle 4A, Stand 323<br />

www.engelsmann.de<br />

OPTIMIERT, DICHT<br />

UND VERLÄSSLICH<br />

Dichtungstechnik mit dem richtigen Know-How<br />

KLINGER GmbH<br />

Rich.-Klinger-Straße 37<br />

D-65510 Idstein<br />

T +49 61 26 4016-0<br />

F +49 61 26 4016-11<br />

mail @klinger.de<br />

www.klinger.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Zerkleinerungsprozess 4.0<br />

Messtechnik für die Optimierung von Brechern<br />

In Zerkleinerungsanlagen geht es<br />

ordentlich zur Sache, Staub und<br />

Dreck gehören zum Alltag. Doch<br />

dieser Anlagentyp kann sich auch<br />

von einer ganz anderen Seite<br />

zeigen. Dank innovativer<br />

Messtechnik und Algorithmen<br />

lassen sich einzelne Prozessschritte<br />

in Echtzeit optimieren, sodass der<br />

Energieverbrauch drastisch gesenkt<br />

wird. Dabei helfen Sensoren.<br />

Autor: Jürgen Skowaisa, Produktmanager Radar,<br />

Vega Grieshaber KG, Schiltach<br />

Jedes Partikel, jedes Korn und jeder Stein<br />

werden bei Maestro geradezu persönlich<br />

genommen. Das italienische Unternehmen<br />

optimiert seit 15 Jahren Zerkleinerungsprozesse<br />

und Brecher für alle Produktionsprozesse<br />

in Steinbruch, Bergbau und<br />

Recycling.<br />

Unbestritten ist, dass Zerkleinerungsmaschinen<br />

viel Energie benötigen, bis das<br />

fertige Produkt entsteht. Neben der eigentlichen<br />

Zerkleinerung müssen auch noch<br />

Prozesse wie Vorwäsche, Reinigung, Sortierung<br />

etc. beachtet werden. Dank der Systeme<br />

von Maestro lässt sich jedoch der<br />

Energieverbrauch pro Tonne Produkt, einer<br />

der Hauptproduktions-Kostenfaktoren, erheblich<br />

reduzieren. Dabei sind es nicht nur<br />

die Energiekosten, die im Mittelpunkt<br />

der Optimierung stehen. Die eigentliche<br />

Herausforderung für den Betreiber liegt darin,<br />

eine einheitliche Qualität des Endprodukts<br />

zu liefern. Manuelle Eingriffe sind im<br />

Prozessablauf eher schwierig. Ziel der kontinuierlichen<br />

Überwachung der einzelnen<br />

Prozessschritte ist es daher, die Belastung<br />

der jeweiligen Maschinenkomponenten zu<br />

reduzieren – und dies je nach aktueller<br />

Situation im Brecher.<br />

Das System von Maestro steuert automatisch<br />

den gesamten Prozess, indem es alle<br />

im System vorhandenen Maschinen verbindet.<br />

Die in den kritischen Bereichen installierten<br />

Sensoren erlauben es, die Belastung<br />

in den einzelnen Anlagenteilen ständig<br />

anzupassen. Beispielsweise wird die richtige<br />

Beladung gesteuert, der Materialfluss<br />

angepasst oder Verstopfungsszenarien vermieden.<br />

Dies schont die Anlage, spart<br />

Energie und führt zudem zu einer höheren<br />

Produktqualität.<br />

Erfassung der Füllhöhen<br />

In der Welt von Maestro spielt die Sensorik<br />

eine große Rolle, ganz nach dem Motto:<br />

„Was nicht gemessen werden kann, lässt<br />

sich auch nicht optimieren.“ Seit rund<br />

einem Jahr ist die Messtechnik von Vega bei<br />

der Überwachung und Optimierung der<br />

Zerkleinerungsmaschinen mit im Boot. Ins­<br />

01 Die Vega-Sensoren in den<br />

Brecheranlagen ermitteln zu jeder<br />

Zeit den korrekten Füllstand


POWTECH I TOP-THEMA<br />

gesamt kommen 50 Geräte, angefangen<br />

beim Vegason 61, 62, 63 über den Vegapuls<br />

69 bis zum Vegabar 82, zum Einsatz. Die<br />

meisten der eingesetzten Sensoren sind<br />

Füllstandsensoren. So wird die Vega-<br />

Radartechnologie zur Messung des Materials<br />

in Brechern und Mühlen eingesetzt,<br />

sie warnt aber auch vor Siebverstopfung<br />

und misst den Wasserstand zum Waschen<br />

des Materials.<br />

Beispielsweise befinden sich Vega-Sensoren<br />

an der Öffnung der Presse, um den<br />

Füllstand in der Maschine zu kontrollieren,<br />

aber auch auf den Förderbändern, um die<br />

Beladung zu messen und in den Behältern,<br />

um die Menge des Endproduktes zu erfassen.<br />

Je nach Beladung werden dann automatisiert<br />

verschiedene Anpassungen der<br />

Maschine vorgenommen, um jeweils ein<br />

optimales Ergebnis zu erzielen.<br />

Zwar hatte Maestro schon vorher Sensoren<br />

anderer Hersteller für diese Aufgaben<br />

verwendet. Diese mussten jedoch sehr<br />

aufwändig in die vorhandenen Automatisierungssysteme<br />

eingebunden werden. Zudem<br />

ist es generell nicht ganz einfach, die<br />

Füllhöhe in Zerkleinerungsmaschinen zu<br />

messen. Denn trotz aller Digitalisierung<br />

geht es auch bei Maestro branchentypisch<br />

zu, also staubig, schmutzig und sandig. Vibrationen<br />

gehören ebenfalls zum Alltag. Dadurch<br />

verursachen Staub, Restmaterial und<br />

Feuchtigkeit jede Menge Störreflexionen.<br />

Eine Tatsache, die auch den bisherigen Sensoren<br />

erhebliche Probleme bereitete und so<br />

zu einer ungenauen Messung führte.<br />

Im Dauereinsatz geblieben<br />

Vega kannte Maestro bis dahin kaum.<br />

Dennoch baute man einige Sensoren<br />

zum Testen ein. Von Projektbeginn an<br />

war man von der Technologie überzeugt,<br />

sodass die Sensoren seitdem ihren<br />

festen Platz in den Brecheranlagen<br />

gefunden haben. Vor allem von der<br />

einfachen Konfiguration war das Team<br />

begeistert. Dank Plics-Konzept, also<br />

der einheitlichen Bedienoberfläche unabhängig<br />

vom Messprinzip, musste sich<br />

das Team bei den unterschiedlichen Sensortypen<br />

nicht immer wieder neu einarbeiten.<br />

Das Setup war denkbar einfach.<br />

Davon abgesehen war die Zuverlässigkeit<br />

und Genauigkeit der Messwerte entscheidend.<br />

Insbesondere der Vegapuls 69 lieferte<br />

extrem sichere Messwerte – eine wichtige<br />

02 Hauptziel der automatisierten Steuerung ist es, die durch die Rohstoffvariabilität<br />

verursachten Unstimmigkeiten zu erkennen und zu lösen<br />

Voraussetzung, um darauf aufbauend eine<br />

Optimierung zu starten. Für die hohe Genauigkeit<br />

ist der kleine Abstrahlwinkel von<br />

nur 3° verantwortlich. Das Radarfüllstandmessgerät<br />

arbeitet mit einer Sendefrequenz<br />

von 80 GHz und einer Antennengröße von<br />

ca. 75 mm. Der 80-GHz-Strahl geht damit<br />

an Einbauten oder Anhaftungen an der Behälterwand<br />

vorbei. Zudem durchdringt er<br />

selbst dichte Staubwolken mühelos. Das<br />

macht die Messung sicherer<br />

und zuverlässiger, insbesondere<br />

bei den rauen Umgebungen,<br />

die in Zerkleinerungsanlagen<br />

vorkommen.<br />

Der Radarsensor Vegapuls<br />

69 besitzt eine sehr gute<br />

Signalbündelung und einen<br />

hohen Dynamikbereich.<br />

Letzterer liefert eine Aussage<br />

darüber, in welchen Anwendungsbereichen<br />

ein Sensor<br />

eingesetzt werden kann. Die<br />

Dynamik beschreibt den Unterschied zwischen<br />

größtem und kleinstem Signal, das<br />

vom System noch detektiert werden kann.<br />

D. h. je größer die Dynamik, desto breiter<br />

das Einsatzspektrum der Sensoren. Aufgrund<br />

des großen Dynamikbereichs von<br />

120 dB können selbst kleinste Reflexionen<br />

gemessen werden. Mit einem Messbereich<br />

bis zu 120 m, einer Reaktionszeit kleiner 1 s<br />

und einer Genauigkeit von ± 5 mm sind genügend<br />

Leistungsreserven vorhanden.<br />

Die Sensoren lassen sich<br />

aus sicherer Entfernung<br />

mit dem Smartphone oder<br />

Tablet konfigurieren und<br />

parametrieren.<br />

Jürgen Skowaisa<br />

Und noch ein Feature begeisterte das italienische<br />

Unternehmen: Die Möglichkeit,<br />

eine drahtlose Kommunikation über Bluetooth<br />

einzusetzen. Diese ist insbesondere<br />

für schwer zugängliche Stellen, raue Industrieumgebungen<br />

und Ex-Bereiche interessant.<br />

Damit lassen sich die Vega-Sensoren<br />

aus sicherer Entfernung mit dem<br />

Smartphone oder Tablet, unabhängig davon,<br />

ob Apple- oder Android-Gerät, konfigurieren<br />

und parametrieren. Auch Anzeige-<br />

und Diagnosefunktionen stehen so<br />

schnell und unkompliziert zur Verfügung.<br />

Damit fügt sich die Vega-Technologie perfekt<br />

in die Optimierungsumgebung bei<br />

Maestro ein.<br />

Halle 4, Stand 514<br />

Fotos: Vega<br />

www.vega.com<br />

Rembe 2.indd 1 11.03.<strong>2019</strong> 09:34:07<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 45


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Die Wasserdetektive<br />

Feuchtemessung zur Qualitätskontrolle im Quarzwerk<br />

Sensoren in der Feuchtemessung sind unscheinbar. Wenn sie Pulver,<br />

Sande oder Granulate detektieren oder Glasscherben abtasten, sind sie<br />

mit bloßem Auge kaum zu entdecken. Doch sie sind unverzichtbar, um<br />

die Qualität der Produkte sicherzustellen.<br />

Beton ist ein ganz besonderer Stoff: Es<br />

kommt auf die richtige Mischung aus<br />

Zement, Sand und Kies an. Dann kann das<br />

hinzugegebene Wasser die chemische Reaktion<br />

des Bindemittels in Gang setzen und<br />

aus dem Gemisch einen hochleistungsfähigen,<br />

festen Baustoff für alle erdenklichen<br />

Einsatzbereiche werden lassen. Es ist also<br />

kein Wunder, dass in der Sparte Betontechnik<br />

von Liebherr schon immer ein besonders<br />

wachsames Auge auf die Bedeutung<br />

des Wassers und der Feuchtigkeit bei der<br />

Betonherstellung gelegt wurde.<br />

Schon seit 1985 entwickelt die Liebherr-<br />

Mischtechnik GmbH an ihrem Produktionsstandort<br />

für Fahrmischer, Mischanlagen<br />

und Betonpumpen in Bad Schussenried<br />

Messsysteme für die industrielle Automa-<br />

Autor: Thomas Maier, Vertriebsleiter Messtechnik,<br />

Liebherr Mischtechnik GmbH, Bad Schussenried<br />

tion. Angefangen hat alles mit Sensoren für<br />

das Messen der Sandfeuchte in den eigenen<br />

Betonmischanlagen.<br />

Es hat sich dann sehr schnell gezeigt,<br />

dass das, was bei Beton sehr gut funktioniert,<br />

auch für andere Anwendungen<br />

von Vorteil ist: etwa bei sonstigen Schüttgütern<br />

wie Sand oder Mineralkörnungen,<br />

im Bergwerkseinsatz, in der Landwirtschaft,<br />

bei Nahrungsmitteln, im Chemieund<br />

Pharmasektor oder in der Petrochemie.<br />

Heute kommt die Liebherr Feuchtemessung<br />

in Produktionsanlagen in allen erdenklichen<br />

industriellen Bereichen zum<br />

Einsatz. Beim Automobilzulieferer in den<br />

USA genauso wie in der Papierfabrik in den<br />

Niederlanden oder beim Zuckerhersteller<br />

auf Guadeloupe.<br />

Typische Einbauorte für die Sensoren<br />

sind beispielsweise Siloausläufe, Rutschen,<br />

Prallplatten, Bänder, Übergabestellen,<br />

Trocknungsanlagen, Förderschnecken,<br />

Rohre, Tanks und vieles mehr.<br />

Feuchtemanagement „live“<br />

Bis zu 40 Messungen pro Sekunde leisten<br />

die Sensoren und das im laufenden Prozess.<br />

Früher hat man den Feuchtegehalt von Zugabestoffen<br />

mit Stichproben im Labor gemessen,<br />

um die richtigen Konsistenzen und<br />

Rezepturen zu überprüfen und gegebenenfalls<br />

korrigierend in die Produktion einzugreifen.<br />

Heute kann mit der Liebherr-<br />

Technologie das Feuchtemanagement in<br />

Echtzeit gestaltet werden – und das mit<br />

höchstmöglicher Präzision.<br />

Die Messung der Liebherr-Sensorik<br />

basiert auf Kurzwellen. Neben der hohen<br />

Präzision und Robustheit zeichnet die<br />

Messgeräte ihre Reproduzierbarkeit aus. Ist<br />

das System einmal kalibriert, können auf<br />

dieser Grundlage jederzeit ohne großen<br />

Aufwand weitere Messstellen eingerichtet<br />

werden oder Geräte erneuerter werden. Die<br />

Anlage bleibt so immer verlässlich, unabhängig<br />

von ihrer bisherigen Laufzeit und<br />

ihrem Alter.<br />

Alles Quarz oder was?<br />

Die Entwickler und die Vertriebsmannschaft<br />

fahren immer wieder zu den Anwendern.<br />

Diese unmittelbare Rückkopplung<br />

aus der Praxis ist Teil des Erfolgskonzeptes<br />

46 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

01 Im Leitstand laufen in Echtzeit die Daten<br />

der Feuchtemessung ein<br />

02 Auf einem Gleitschuhschlitten „surft“ der Feuchtemess-Sensor über den<br />

Sand auf dem Förderband<br />

bei Liebherr. Zu diesen Kunden zählt<br />

auch die Quarzwerke Gruppe, ein Familienunternehmen<br />

in der vierten Generation.<br />

In Frechen bei Köln sind derzeit fünf<br />

Liebherr-Sensoren in der Feuchtsandverarbeitung<br />

in Betrieb.<br />

Quarz – oder Siliziumdioxid – zählt zu<br />

den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralien.<br />

Quarz entsteht durch Wasserabspaltung<br />

aus Kieselsäure und gehört<br />

zu den härtesten Naturmaterialien. Er ist<br />

als Rohstoff weitverbreitet und hat Eingang<br />

in zahllose industrielle Anwendungen<br />

gefunden, die tief in unseren Alltag<br />

hineinreichen.<br />

So wird beispielsweise Quarzsand und<br />

-pulver für die Herstellung von Porzellan<br />

und verschiedene Keramikwerkstoffe genutzt,<br />

darüber hinaus basieren Glas, Prismen<br />

und Linsen auf (kristallinem) Quarz.<br />

Auch als Schleifmittel und Füllstoff wird er<br />

gebraucht. Zahnpasta, Gummi, Anstrichund<br />

Poliermittel – überall kommt Quarz als<br />

Werkstoff zum Einsatz. Fußböden und<br />

Arbeitsplatten verleiht er eine harte Oberfläche.<br />

Und vor allem hält er Computer am<br />

Laufen. Für Mikrochips und integrierte<br />

Schaltkreise braucht man reines Silizium.<br />

Dazu wird das Siliziumdioxid in einem<br />

Schmelzofen bei rund 1 400 °C geschmolzen.<br />

Während dieses Vorgangs trennt sich<br />

der Sauerstoff vom Silizium.<br />

Qualitätsfaktor Feuchte<br />

Die Lagerstätten der Quarzrohstoffe sind<br />

eng mit allen Perioden der Erdgeschichte<br />

verbunden. Die bedeutendsten europäischen<br />

Vorkommen entstanden durch sedimentäre<br />

Gesteinsbildung in der Tertiärund<br />

Kreidezeit. Aus diesen Vorkommen beziehen<br />

auch die Quarzwerke Frechen seit<br />

über 130 Jahren ihre hochwertigen Quarzsande.<br />

Diese zeichnen sich durch eine besonders<br />

hohe Reinheit von über 99 % aus<br />

und werden als Feuchtsand, als Trockensand<br />

oder in gemahlenem Zustand als<br />

Quarzmehl an die Industriekunden ausgeliefert.<br />

Die kontinuierliche, hochpräzise<br />

Feuchtemessung während der Verarbei-<br />

tungsprozesse in Frechen ist dabei ein<br />

wesentlicher Qualitätsfaktor.<br />

Um die hier im Tagebau geförderten<br />

Quarzsande zu über 200 verschiedenen<br />

Qualitätsprodukten aufzubereiten und<br />

in 50 Länder zu verkaufen, setzt das<br />

Unternehmen auf moderne und effiziente<br />

Aufbereitungstechnologien.<br />

An fünf einzelnen Produktionsschritten<br />

und unterschiedlichen Einsatzbereichen<br />

wird die Liebherr Feuchtemessung eingesetzt.<br />

Der aus dem Tagebau gewonnene<br />

Quarzsand wird zunächst gewaschen und<br />

anschließend im Nasssandsilo entwässert.<br />

Für die Verarbeitung des Quarzsandes, beispielsweise<br />

als Feuchtsand, Quarzmehl<br />

oder Filtersand, ist der Feuchtegrad entscheidend.<br />

Je genauer gemessen wird,<br />

desto schneller und effizienter kann die<br />

Qualität gesteuert werden.<br />

Halle 4, Stand 540<br />

Fotos: Liebherr<br />

www.liebherr-feuchtemessung.de<br />

Innovationen rund ums<br />

Heizen und Beheizen<br />

®<br />

Temperatur-Regler HT 60<br />

• Kontaktlose Schaltleistung bis 16A<br />

• Kompakte Bauform<br />

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TOP-THEMA I POWTECH<br />

Fließverhalten bestimmen<br />

Pulver zu feucht?<br />

Dynamische Pulverprüfung ermittelt Fließfähigkeit<br />

und Auswirkungen des Feuchtigkeitsgehaltes<br />

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Prozessverhalten eines Pulvers<br />

beeinflussen – dabei ist die Feuchtigkeit vielleicht am offensichtlichsten.<br />

Viele Anlagen zeigen signifikante, von der Jahreszeit oder Luftfeuchtigkeit<br />

abhängige Leistungsschwankungen. Um eine Strategie zur Optimierung<br />

der Umgebungsbedingungen – insbesondere der Luftfeuchtigkeit –<br />

zu entwickeln, gilt es, die Auswirkungen der Feuchtigkeit auf<br />

prozessrelevante Pulvereigenschaften zu verstehen und möglichst<br />

messtechnisch zu erfassen.<br />

Den größten Einfluss nimmt die Feuchtigkeit<br />

auf die Fließeigenschaften von<br />

Pulvern. Messergebnisse zeigen, dass<br />

Feuchtigkeit nicht immer schädlich für das<br />

Fließverhalten des Pulvers ist und unterstreichen<br />

die Bedeutung geeigneter Pulverprüfungen,<br />

um festzustellen, wie empfindlich<br />

ein Material gegenüber Feuchtigkeit<br />

reagiert. Damit ein Pulver fließen kann,<br />

müssen sich die Partikel darin relativ zueinander<br />

bewegen. Nach einer weitläufig<br />

verbreiteten Meinung können Pulver in<br />

Gegenwart von Wasser weniger frei fließen.<br />

Dafür gibt es eine mechanische Erklärung,<br />

denn Wasser kann in einem Pulver Flüssigkeitsbrücken<br />

zwischen Partikeln bilden, die<br />

Autor: Jamie Clayton, Operations Manager,<br />

Freeman Technology Ltd., Tewkesbury,<br />

Gloucestershire, UK<br />

ihre Bewegung behindern und die Fließfähigkeit<br />

beeinträchtigen.<br />

Es gibt jedoch auch Beispiele, dass<br />

Feuchtigkeit das Fließverhalten von Pulvern<br />

verbessern kann. Ein Grund liegt darin,<br />

dass Partikel mit einer rauen Oberfläche<br />

durch Wasser geschmiert werden.<br />

Aber auch in Systemen mit feinen elektrostatisch<br />

geladenen Partikeln kann Feuchtigkeit<br />

die Fließeigenschaften verbessern, da<br />

sie zur Änderung der elektrischen Leitfähigkeit<br />

und Abführung der starken interpartikulären<br />

elektrostatischen Anziehungskräften<br />

führt.<br />

Nachdem die Partikelgröße von Pulvern<br />

inzwischen in der Regel bereits durch die<br />

Spezifikation definiert ist, und der Einfluss<br />

der Partikelform immer mehr als Kriterium<br />

für die Fließeigenschaften herangezogen<br />

wird, werden Umwelteinflüsse weit weniger<br />

berücksichtigt.<br />

Die dynamische Pulverprüfung basiert auf<br />

Messungen eines Pulvers in Bewegung im<br />

Gegensatz zur Messung im statischen Zustand<br />

und stellt ein direktes Maß für die<br />

Fließeigenschaften dar. Dies ermöglicht die<br />

Charakterisierung des Pulvers sowohl unter<br />

Spannung als auch unter Belüftung und die<br />

Bestimmung der Fließgrenze. Dadurch<br />

kann die Prozessumgebung simuliert und<br />

Daten mit hoher Relevanz für einen bestimmten<br />

Prozess ermittelt werden.<br />

Dynamische Pulvereigenschaften werden<br />

aus der Messung des Drehmoments<br />

und der Kraft bestimmt, die auf ein Rotorblatt<br />

wirkt, das sich durch eine Pulverprobe<br />

entlang einer definierten Bahn dreht. Die<br />

Basisströmungsenergie (BFE, Basic Flowability<br />

Energy) wird bei der Abwärtsbewegung<br />

des Blattes gemessen und spiegelt die<br />

Eigenschaften unter Zwangsströmungsbedingungen<br />

wider, wie sie bspw. durch<br />

einen Extruder oder in einem Zuführrahmen<br />

auftreten.<br />

Drei ausgewählte Pulver – Kalkstein, Laktose<br />

und mikrokristalline Cellulose (MCC) –<br />

zeigen unterschiedliche Feuchtigkeitsadsorption<br />

und ein grundlegend unterschiedliches<br />

Verhalten bezüglich der BFE in Abhängigkeit<br />

von der Feuchtigkeit. Zunächst<br />

wurde ermittelt, wieviel Feuchtigkeit jedes<br />

Material adsorbiert, wenn man es unter<br />

entsprechend relativer Feuchtigkeit equilibrieren<br />

lässt (Tabelle). Die dynamische<br />

Pulverprüfung wurde jeweils für die trockene<br />

und die drei Feuchtigkeit beinhaltenden<br />

Proben durchgeführt und die Werte gegen<br />

den Feuchtigkeitsgehalt in % aufgetragen.<br />

Ergebnisse der Untersuchung<br />

Die Laktose weist eine stetige Verringerung<br />

der BFE auf, ein Hinweis, dass die Feuchtigkeit<br />

eine schmierende Wirkung hat und sich<br />

die Fließeigenschaften mit höherer Feuchtigkeit<br />

verbessern. Die Kurve von MCC<br />

durchläuft ein Minimum der gemessenen<br />

BFE, das zeigt, dass die Fließeigenschaften<br />

bei weniger und bei mehr Feuchtigkeit<br />

schlechter waren. Die getrocknete MCC-<br />

Probe neigt dazu, sich an den Wänden des<br />

Testgefäßes abzulagern, was darauf hindeutet,<br />

dass das trockene Pulver möglicherweise<br />

elektrostatisch aufgeladen ist. Es ist<br />

Was 1924<br />

begann...<br />

Mit einer hochspezialisierten Produktpalette und einem kundenorientierten Service<br />

bietet Ihnen NARA Machinery seit über 90 Jahren für jede Aufgabe bei einer Verarbeitung<br />

von pulverförmigen Feststoffen eine maßgeschneiderte Lösung. Vereinbaren Sie<br />

doch einfach einen Besuchstermin bei Ihnen oder bei uns in Frechen.<br />

NARA Machinery Co., Ltd · Europaallee 46 · 50226 Frechen


POWTECH I TOP-THEMA<br />

wahrscheinlich, dass niedrige Feuchtigkeitsniveaus<br />

die interpartikulären Anziehungskräfte<br />

reduzieren, indem elektrostatische<br />

Ladung abgebaut wird, während<br />

h öhere Feuchtigkeitsniveaus Flüssigkeitsüberbrückung<br />

zwischen Partikeln induzieren,<br />

was die Adhäsion im System erhöht<br />

und eine Erhöhung der Strömungsenergie<br />

verursacht. Kalkstein hingegen zeigt einen<br />

stetigen Aufwärtstrend mit steigendem<br />

Feuchtigkeitsgehalt – ein Zeichen dafür,<br />

dass sich Wasser anlagert, als Bindemittel<br />

wirkt und Flüssigkeitsbrücken sowie kleine<br />

Agglomerate bildet.<br />

Mit der dynamischen Pulverprüfung<br />

wird hier direkt ein Wert für die Fließfähigkeit<br />

des Pulvers ermittelt und die Auswirkungen<br />

des Feuchtigkeitsgehaltes, der<br />

häufig lagerungs- oder transportbedingt<br />

ist, aufgezeigt.<br />

Da während eines Prozesses die Umgebungsfeuchtigkeit<br />

(relative Feuchte)<br />

schwanken kann, ist nicht nur die Abhängigkeit<br />

des Fließverhaltens (der BFE) vom<br />

Feuchtigkeitsgehalt des eingesetzten Pulvers<br />

selbst, sondern auch von der relativen<br />

Feuchte der Betriebsumgebung ein interessanter<br />

Parameter. Auch hier zeigen die drei<br />

Materialien unterschiedliches Verhalten<br />

mit der gleichen Tendenz wie bei der Messung<br />

der BFE gegen den Feuchtigkeitsgehalt.<br />

Prozessoptimierung<br />

Wie so oft bei einzelnen Parametern ist<br />

dies nur eine Momentaufnahme bei der<br />

Bewertung von Prozessen. Eine vielseitige<br />

Charakterisierung des Pulvers durch die<br />

Kombination von dynamischer Pulverprüfung<br />

mit Scher- und Schüttgutmessungen<br />

liefert Informationen<br />

über Fließeigenschaften, Kompaktierbarkeit,<br />

Agglomerationsverhalten,<br />

Neigung zur elektrostatischen<br />

Aufladung und damit Merkmale, die<br />

ein essentieller Bestandteil der Pulverherstellung<br />

und -verarbeitung<br />

sind und zur Rationalisierung von<br />

Verarbeitungsprozessen beitragen.<br />

Kosten-Nutzen-Relation<br />

Feuchtigkeit in Pulvern als Problem ist weithin<br />

bekannt, dem wird durch definierte<br />

Lagerungs- und Transportbedingungen<br />

vielseitig Rechnung getragen, da das Entfernen<br />

von Wasser aus Pulver sehr kostenintensiv<br />

sein kann. Doch dass selbst die<br />

Umgebungsbedingungen während der Verarbeitung<br />

großen Einfluss auf den Prozess<br />

nehmen können, wird häufig noch außer<br />

Acht gelassen. Es lohnt sich also auf jeden<br />

01 Lösungen zur Bestimmung<br />

der Fließeigenschaften von Pulvern<br />

Eine vielseitige<br />

Charakterisierung von<br />

Pulvern liefert Informationen,<br />

die zur Rationalisierung<br />

von Verarbeitungsprozessen<br />

beitragen.<br />

Jamie Clayton<br />

Fall, die Kosten für den Aufwand, das<br />

Wasser aus der Atmosphäre der Verarbeitungsumgebung<br />

zu entfernen, mit den<br />

Ersparnissen einer guten Verarbeitungsleistung<br />

abzugleichen.<br />

Halle 4, Stand 547<br />

Fotos: Freeman, Fotolia (#29718375, Natalja Osokina)<br />

www.freemantech.co.uk<br />

02 Die dynamische Pulverprüfung wurde jeweils für die trockene und<br />

die drei Feuchtigkeit beinhaltenden Proben durchgeführt und die<br />

Werte gegen den Feuchtigkeitsgehalt in % aufgetragen<br />

Relative Luftfeuchte<br />

[%]<br />

Feuchtigkeitsgehalt [%]<br />

Kalkstein Laktose Mikrokristalline<br />

Cellulose<br />

0 0,05 0,29 3,6<br />

34 0,15 0,39 4,9<br />

56 0,35 0,52 6,1<br />

95 0,72 0,71 8,8<br />

Es wurde ermittelt, wieviel Feuchtigkeit jedes Material adsorbiert, wenn<br />

man es unter entsprechend relativer Feuchtigkeit equilibrieren lässt<br />

ww<br />

POWTECH <strong>2019</strong><br />

Stand 570<br />

Halle 4<br />

TROCKNUNG ZERKLEINERUNG PARTIKEL DESIGN<br />

...gilt auch heute: Maßgeschneiderte Lösungen<br />

in der Pulververarbeitung.<br />

Tel: 0 22 34 - 27 76-0·Fax: 0 22 34 -230 67 · contact@nara-e.de·www.nara-e.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Restentleerung von Druckbehältern<br />

Bolz Intec zeigt dieses Jahr neben Fässern, Trichtern und Sonderkonstruktionen<br />

aus Edelstahl seine Druckbehälter. Für die<br />

Verarbeitung von sensiblen Pulvern oder Flüssigkeiten in der<br />

Pharmaindustrie sind Druckbehälter nicht mehr wegzudenken.<br />

Der Hersteller fertigt Druckbehälter aus hochwertigen Edelstahl<br />

1.4404/AISI316L oder Sonderwerkstoffen wie Hastelloy 2.4602/<br />

C22, die für einen Betriebsdruck von – 1/+ 12 bar ausgelegt<br />

werden können. Neben den Standarddurchmessern 234 mm,<br />

395 mm und 560 mm werden die<br />

Behälter ebenfalls nach individuellen<br />

Kundenanforderungen konstruiert und<br />

nach der aktuellsten Druckgeräterichtlinie<br />

und dem GMP-Standard gefertigt.<br />

Je nach Anwendungsbereich ist<br />

Zubehör wie CIP-Sprühköpfe, Ent -<br />

nahmelanzen oder Sicherheitsventile<br />

verfügbar. Die markante und hoch -<br />

wertige Oberflächengüte wird durch<br />

Elektropolieren und Passivieren<br />

erreicht. Gezeigt werden vor allem die<br />

Möglichkeiten der vollständigen<br />

Restentleerung der Druckbehälter.<br />

Halle 1, Stand 643<br />

www.bolz-intec.com<br />

PET-Folienextrusion mit Recyclingware<br />

Soll in der PET-Folienextrusion Post<br />

Consumer Recyclingware direkt<br />

verarbeitet werden, ist ein durch die<br />

FDA bzw. EFSA autorisierter Prozess<br />

fast unverzichtbar. Mit dem IR-Clean-<br />

System bietet Kreyenborg eine<br />

Alternative für die direkte Dekontamination<br />

von PET an – und das ohne<br />

jegliche Vakuumtechnik.<br />

Das System stellt eine Weiterentwicklung des bewährten und<br />

hundertfach eingesetzten IRD Infrarot Drehrohres dar. Der<br />

Standardprozess der Kristallisation und Trocknung von PET<br />

Bottle Flakes im IRD wurde durch diverse Änderungen der<br />

Prozessparameter sowie technische Ergänzungen erreicht – das<br />

Resultat sind besonders gute Dekontaminationsergebnisse, die in<br />

Challengetests (in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut<br />

IVV) nachgewiesen wurden. Die FDA hat auf Basis dieser Werte<br />

einen Letter of Non Objection ausgestellt.<br />

Auch für die durch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit<br />

EFSA festgelegten Grenzwerte können diese Ergebnisse<br />

verwendet werden – je nach Verwendung des Endproduktes bis<br />

zu einem Anteil von 100 % Post Consumer Ware.<br />

Halle 4, Stand 227<br />

www.kreyenborg.com<br />

Pulvereintrag durch einen Einsaughomogenisator<br />

Der Symex Einsaughomogenisator Typ HVIS erzeugt einen Unterdruck, sodass keine separate<br />

Vakuumpumpe benötigt wird. Er kann sowohl in Kombination mit Hauptmischanlagen als auch<br />

mit Vorphasenbehältern eingesetzt werden, diese nachgeschalteten Anlagen können spezifisch<br />

auf den Gesamtprozess ausgeführt sein. Die Vorzüge des Systems zeigen sich laut Hersteller<br />

speziell bei der Einarbeitung von sehr leichten, flüchtigen und schweren, klebrigen Pulvern. In<br />

der Mischstrecke kommt es unmittelbar zu einer Benetzung, sodass das beim Eintritt in Behälter<br />

zu keinem Aufschwimmen oder Absinken des Pulvers kommt.<br />

Halle 2, Stand 250<br />

www.symex.de<br />

AUF DER<br />

Die Teilnahme ist kostenlos!<br />

Anmeldung per E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />

FOLGEN SIE UNS AUF UNSERER<br />

GUIDED TOUR<br />

Zum Thema Pharmaprozesstechnologie<br />

führen wir<br />

Sie über die Messe<br />

zu ausgewählten Ausstellern.<br />

WO?<br />

Halle 3, Stand 545<br />

WANN?<br />

Dienstag, 09. April, von 13 - 14 Uhr und<br />

Donnerstag, 11. April, von 13 - 14 Uhr<br />

50 VTK_EA_Guide_Tour_Powtech_185x90mm_<strong>2019</strong>_03.indd VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong><br />

1 20.03.<strong>2019</strong> 10:48:25


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Kennzeichnung in staubigem Umfeld<br />

Staubige Produktionsumgebungen, wie sie bei der Verarbeitung<br />

von Pulvern und Schüttgut vorzufinden sind, gelten als besondere<br />

Herausforderung für die Kennzeichnungstechnik. Für solche<br />

Einsätze hat Bluhm Systeme einen besonders kompakten thermischen<br />

Inkjet-Drucker mit Schutzklasse IP65 entwickelt: Der<br />

Markoprint Integra One mit HP-Kartuschentechnik lässt sich<br />

aufgrund seiner geringen Abmessungen von 188 × 80 × 98 mm<br />

problemlos in oder an Produktionsanlagen installieren.<br />

Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 180 m/min druckt das<br />

Gerät variable Texte, Barcodes und Datamatrix-Codes in hoher<br />

Qualität und bis zu 12,5 mm<br />

hoch. Änderungen der variablen<br />

Felder oder Einstellungen kann<br />

der Bediener direkt vor Ort am<br />

benutzerfreundlichen Display<br />

vornehmen. Die SmartCard<br />

Kartuschenüberwachung<br />

erkennt automatisch den<br />

Tintentyp und stellt alle Werte<br />

gleich entsprechend richtig ein.<br />

Ein manuelles Umstellen bei<br />

Tintenwechsel entfällt.<br />

Halle 1, Stand 235<br />

www.bluhmsysteme.com<br />

Reproduzierbare Pulverprüfung<br />

Systeme für Filtration und Trocknung<br />

Auf der Powtech präsentieren BHS-Sonthofen und Ava erstmals<br />

gemeinsam ihre verfahrenstechnische Expertise. Dort wird es<br />

einen Taktbandfilter und einen Konustrockner in Laborgröße zu<br />

sehen geben. Dabei verstehen sich die Experten von BHS und Ava<br />

als Spezialisten für<br />

Fest-Flüssig-<br />

Trennung<br />

beziehungsweise<br />

Reaktor- und<br />

Trocknungstechnik<br />

und nicht für eine<br />

spezielle Technologie.<br />

Ava stellt<br />

horizontale<br />

Trockner für den<br />

Chargenbetrieb<br />

und kontinuierliche<br />

Prozesse sowie<br />

vertikale Trockner für verschiedenste Anwendungen her.<br />

BHS-Sonthofen bietet Filtrationssysteme für Batch- und Kontiprozesse,<br />

die entweder per Druck oder Vakuum filtrieren.<br />

Der auf der Messe ausgestellte Taktbandfilter vom Typ BF ist ein<br />

kontinuierlich arbeitender, horizontaler Vakuumfilter, mit dem<br />

sedimentierende Feststoffe sicher und zugleich schonend<br />

abgetrennt werden.<br />

Halle 4A, Stand 304<br />

www.bhs-sonthofen.de<br />

Das Produktportfolio von Freeman Technology umfasst das FT4<br />

Powder Rheometer, mit dem Pulver getestet werden können. Der<br />

automatisierte Scherzellentest (gemäß ASTM D7891) und eine<br />

Reihe anderer Parameter erlauben es, das Verhalten des Pulvers<br />

hinsichtlich Fließfähigkeit und Verarbeitbarkeit zu bestimmen.<br />

Ergänzt wird dies durch den uniaxialen Pulvertester, der genaue<br />

und wiederholbare Messungen der uniaxialen, unbeschränkten<br />

Fließgrenze (uUYS) von Pulvern zur Beurteilung und Einstufung<br />

der Fließfähigkeit liefert.<br />

Halle 4, Stand 547<br />

TÜV SÜD Chemie Service<br />

Verwurzelt in der chemischen Industrie<br />

Seit Beginn der Chemie in Deutschland gab es die<br />

Eigenüberwachung. Die TÜV SÜD Chemie Service GmbH<br />

ist hervorgegangen aus den Eigenüberwachungen der<br />

Chemiekonzerne Bayer, Hoechst und Dow Chemical.<br />

Unsere Sachverständigen kommen aus der Chemie und<br />

kennen Ihre Anlagen in Theorie und Praxis.<br />

Wir sprechen Ihre Sprache.<br />

www.tuev-sued.de/chemieservice<br />

www.freemantech.co.uk<br />

Effiziente Dispergierung<br />

Mit der Ystral Conti-TDS-Technologie erfolgt die staub- und verlustfreie<br />

Gebindeentleerung, der Pulvertransport und die Zugabe, die<br />

Benetzung und Dispergierung bis zur vollständigen Desagglomeration<br />

mittels nur einer Maschine. Pulver werden nicht nur benetzt,<br />

sondern unter Vakuum in die Flüssigkeit eindispergiert. Agglomeratbildung<br />

wird vermieden. Besserer Aufschluss, höhere Wirksamkeit<br />

der Rohstoffe und höhere Produktqualität sind das Ergebnis.<br />

Halle 3A, Stand 717<br />

www.ystral.com<br />

TÜV SÜD Chemie Service GmbH Kaiser-Wilhelm-Allee VERFAHRENSTECHNIK Geb. B407 51368 Leverkusen 4/2018 51<br />

Tel. +49 (0)214 30-62653 E-Mail: vertrieb.chemieservice@tuev-sued.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Berstscheiben schützen vor<br />

Explosionsfolgen<br />

Die Atex-zertifizierten Explosionsschutz-Berstscheiben Vent-Saf<br />

sind passive Bauteile mit einfacher, dabei präziser Konstruktionsund<br />

Funktionsweise. Sie sind nahezu wartungsfrei und günstig in<br />

Anschaffung und Installation.<br />

Vent-Saf geben als Sollschwachstelle<br />

im Fall der Fälle kontrolliert<br />

nach und lassen den Explosionsdruck<br />

zusammen mit heißen<br />

Verbrennungsgasen, verbranntem<br />

oder unverbranntem<br />

Gemisch in eine definierte<br />

Sicherheitszone entweichen.<br />

Um die Passgenauigkeit zu<br />

gewährleisten, bietet der<br />

Hersteller die Explosionsschutz-<br />

Berstscheiben in zahlreichen<br />

Größenvarianten und mit<br />

Ansprechdrücken von<br />

20 – 350 mbar an. Werkstoff der Standardausführung ist Edelstahl<br />

AISI 304L; für hochkorrosive Medien stehen auch Materialien<br />

wie Hastelloy, Inconel oder Monel zur Verfügung. Die<br />

Dichtungen sind als EPDM-Schwammdichtung ausgeführt –<br />

spezielle Dichtungsmaterialien widerstehen auch Prozesstemperaturen<br />

über 250 °C dauerhaft oder erfüllen besondere<br />

Hygieneanforderungen.<br />

Halle 2, Stand 530<br />

www.bormann-neupertbsb.de<br />

Flexible Inline-Dispergierung<br />

Parsum zeigt für seine Inline-Partikelsonden der IPP-Serie ein<br />

umfangreiches Sortiment von Inline-Dispergierern. Diese kleinen<br />

Zubehörteile, die direkt an der Messsonde befestigt und mit<br />

Druckluft betrieben werden, verdünnen und vereinzeln Partikelströme<br />

mit völlig<br />

unterschiedlichen<br />

Eigenschaften.<br />

Es gibt<br />

Dispergierer mit<br />

geringen<br />

Scherkräften, die<br />

empfindliche<br />

Granulate sehr<br />

sanft behandeln,<br />

während für feine Partikel unter 100 µm mit sehr hoher Scherkraft<br />

dispergiert wird. Dadurch können auch klebrige, feuchte und<br />

stark haftende Partikel gut vereinzelt werden. Für die Flüssigdispergierung<br />

und die Entnahme von dispergierten Teilströmen<br />

zur Online-Messung sind ebenfalls Lösungen verfügbar.<br />

So kann z. B. das Wachstum der Partikel in einer Wirbelschicht<br />

oder einem High-Shear-Mischprozess in Echtzeit verfolgt werden.<br />

Eine Feuchte von 20 % und mehr beeinträchtigt die Messung<br />

nicht. Auch bei Bildung störender Pulverschichten auf der<br />

Oberfläche und den Fenstern des Prozessraumes bleibt die<br />

Messoptik der Partikelsonde frei, denn neben der Dispergierung<br />

sorgt der verwendete Druckluftstrom durch eine ausgeklügelte<br />

Strahlführung auch für die Freihaltung der optischen Flächen.<br />

Halle 4, Stand 141<br />

www.parsum.com<br />

Mischkonzept für die Lebensmittelverarbeitung<br />

Bei dem konischen Paddelmischer (CPM) handelt es sich um die<br />

neueste Generation von Hosokawas Pulvermischern, die für das<br />

diskontinuierliche Mischen bei geringer und mittlerer Scherkraft<br />

entwickelt wurden. Er ist speziell für das Vermischen von Pulvern,<br />

Granulaten und Feststoffen mit Flüssigkeiten ausgelegt. Der CPM<br />

ist ein Vielzweckmischer für Mischvorgänge, bei denen eine hohe<br />

Mischgenauigkeit, eine hohe Mischgeschwindigkeit und eine<br />

intakte Produktstruktur im Vordergrund stehen.<br />

Der Mischbehälter ist konisch geformt und mit einem zentral<br />

gelagerten Paddelrotor ausgestattet. Durch die Drehbewegung<br />

des Rotors entsteht eine Kombination aus vertikaler und axialer<br />

Bewegung im Mischbehälter. Die Paddel transportieren das<br />

Produkt schonend zur Chargenoberfläche, wo es dispergiert wird.<br />

Durch die Anziehungskraft in der Mischermitte wird das Produkt<br />

wieder abwärts geführt, sodass sogar bei niedriger Geschwindigkeit<br />

eine konstante Bewegung des Produkts während des<br />

gesamten Mischzyklus sichergestellt ist.<br />

Der Mischprozess lässt sich durch Steuerung der zugeführten<br />

Mischenergie optimieren. Dies wird durch die Einstellung der<br />

Drehzahl des konischen Paddelmischers erzielt, die typischerweise<br />

zwischen 1 und 10 m/s liegt.<br />

Halle 4A, Stand 233<br />

www.hosokawa-micron-bv.com<br />

Weil uns<br />

die Natur<br />

vertraut.<br />

52 VERFAHRENSTECHNIK 4/2018<br />

Gefahrstofflagerung |Know-how |<br />

Arbeitsschutz |Industriebedarf |<br />

0800 753-000-3 |www.denios.de


XXX<br />

Kontrollsiebung von Gewürzmischungen<br />

Die GKM Kontrollsiebmaschine KTS-V2 800 wurde speziell für die<br />

Siebung von Gewürzmischungen aus der Zuführung vom Big-Bag<br />

und anschließender Abfüllung in Silos entwickelt. Bei dieser<br />

Maschine stehen sowohl die Produktqualität als auch die<br />

Bedienersicherheit an erster Stelle. Dank ihres gradlinigen<br />

Designs und des mobilen Handlings kann die KTS-V2 800 in den<br />

Produktionsablauf integriert und an verschiedenen Orten,<br />

mithilfe von einem Hubwagen oder Gabelstapler, flexibel<br />

eingesetzt werden. Gesiebt wird bei einer Maschenweite von<br />

4 mm mit einer Leistung von 3 000 t/h. Durch die Siebung werden<br />

Verunreinigungen und Überkorn entfernt. Die Maschine ist<br />

komplett aus Edelstahl und auf ein Food-Oberflächenfinish von<br />

Ra ≤ 0,8 µm poliert. Durch das Plug-&-Play-System kann die Maschine sofort nach Auslieferung in<br />

Betrieb genommen werden. Mittels Schnellspannsystem kann die Maschine einfach und<br />

werkzeuglos für die Reinigung oder den Siebwechsel geöffnet und wieder verschlossen werden.<br />

Da die Kontrollsiebmaschine mit einem Minimum an Bauteilen konzipiert wurde, gibt es im<br />

Produktbereich keine Toträume, was eine gründliche Reinigung ermöglicht und somit den höchsten<br />

Hygieneansprüchen in der Food- und Pharmaindustrie entspricht. Um Metallteile auch nach der<br />

Siebung abzufangen, kann der Feingutauslauf optional mit einem Magneten versehen werden.<br />

Halle 4A, Stand 331<br />

www.gkm-net.de<br />

Düngemittelproduzent optimiert Siebprozess<br />

Calcium-Ammonium-Nitrat (CAN) ist aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ein weit<br />

verbreitetes Düngemittel, stellt allerdings durch seine hygroskopische Eigenschaft ein Problem für<br />

konventionelle Siebe dar, da diese schnell verstopfen. Rhewum wurde mit der Aufgabe beauftragt,<br />

dieses Düngemittel möglichst effizient und präzise in zwei Fraktionen zu klassieren. Dazu nahm der<br />

Produzent bereits 2015 Vibrationssiebmaschinen<br />

der Bauart Rhewum WA in Betrieb, die bei der<br />

Siebung von Düngemitteln aufgrund der hohen<br />

Frequenz und direkten Erregung der Sieb -<br />

gewebe, Agglomerate der Partikel verhindern.<br />

Die vorgesehene Menge an Schüttgut von 400 t/h<br />

wird in die Fraktionen 2,5 mm und 4,5 mm<br />

klassiert. Essenziell für die effiziente Verarbeitung<br />

solcher Mengen ist eine optimale Verteilung über<br />

die gesamte Breite des Siebes, die mithilfe eines<br />

sogenannten SV-Aufgebers gewährleistet wird. Für<br />

die vier bereits bestehenden WA-Siebmaschinen<br />

wurde jeweils ein SV-Aufgeber gefertigt, der den<br />

seit 1988 laufenden Aufgeber, ebenfalls von Rhewum, ersetzen soll und aufgrund seiner an die Maschine<br />

angepassten Maße und der Statik im Außengehäuse, keine Problematiken bei der Montage darstellt.<br />

Halle 1, Stand 342<br />

www.rhewum.com<br />

Wägemodul im hygienisch optimierten Design<br />

Das Wägemodul Novego eignet sich für die Verwiegung von Behältern. Es weist eine Vielzahl konstruktiver<br />

Details auf, die den Hygienic-Design-Richtlinien der EHEDG entsprechen und so für weniger<br />

Verschmutzungen und effizientere Reinigungsprozesse sorgen. Bei der Entwicklung wurde laut Hersteller<br />

besonders auf die Minimierung horizontaler Flächen, eine geringe Oberflächenrauheit und die Verwendung<br />

eines FDA-konformen Silikons geachtet. Der außerordentlich korrosionsbeständige Edelstahl<br />

1.4418 sorgt neben einer verbesserten Hygiene auch für eine erhöhte Langlebigkeit sowie für eine höhere<br />

Widerstandsfähigkeit gegen Schmutz, Korrosion und sogar gegen aggressive Reinigungsmittel. Damit<br />

und in Kombination mit seiner hohen Messgenauigkeit eignet sich dieses Wägemodul besonders für den<br />

Einsatz in der Lebensmittelindustrie, aber auch für die Pharma- und Kosmetikproduktion.<br />

Halle 5, Stand 173<br />

www.minebea-intec.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 53


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Antistatische Filterelemente<br />

WAM erweitert die Einsatzgebiete für die neuen Zero-Filterelemente.<br />

Das Nanofasermaterial ist nun auch in einer antistatischen<br />

Ausführung erhältlich, wodurch die Filtersysteme die Atex-Zertifizierung<br />

für Zone 21 erhalten. Nach dem Start mit dem neuen<br />

SiIotop Zero und der Erweiterung der Zero-Serie um den Entlüftungsfilter<br />

Hoppertop, den Entlüftungsstaubfilter Hopperjet, den<br />

geflanschte Rundfilter Wamflo und den Rechteckfilter Wamair,<br />

sind ab sofort alle Systeme auch mit antistatischen Filterelementen<br />

erhältlich. Diese erlauben zusätzlich den Einsatz in<br />

explosionsgefährdete Anlagen.<br />

Filtersysteme der Zero-Serie zeichnen sich durch erheblich<br />

reduzierte Staubemissionen (weniger als 1 mg/Nm³ bei Zementanwendungen)<br />

und die Steigerung der aufnehmbaren Luftmenge<br />

um 30 % gegenüber dem Vorgängersystem aus. Mit den neuen<br />

nanobeschichteten Filtermedien ist es möglich, kleinere Ausführungen<br />

der jeweiligen Filterbaureihe zu<br />

wählen, ohne dabei Kompromisse bei der<br />

Durchsatzleistung eingehen zu müssen.<br />

Davon profitieren vor allem Anlagenbauer<br />

und -betreiber, die platzsparende<br />

Systeme und hohe Leistung benötigen.<br />

Eine kleinere Ausführung ist dabei meist<br />

auch günstiger.<br />

Halle 4, Stand 257<br />

www.wamgroup.com<br />

Mit Bildanalyse Partikel charakterisieren<br />

Retsch Technology<br />

erweitert mit dem<br />

neuen Camsizer M1<br />

sein Angebot im Bereich<br />

Partikelcharakterisierung.<br />

Das Gerät arbeitet<br />

auf Basis der statischen<br />

Bildanalyse<br />

(ISO 13322-1) und<br />

verfügt über einen<br />

Messbereich von 0,5 bis<br />

1 500 µm. Das Messverfahren eignet sich für die hochauflösende<br />

Analyse enger Größenverteilungen von Partikeln im unteren<br />

Mikrometerbereich, bei gleichzeitiger präziser Bestimmung der<br />

Partikelform. So lassen sich Pulver und Suspensionen charakterisieren.<br />

Die optionale Dispergiereinheit M-Jet gewährleistet die<br />

effektive Dispergierung pulverförmiger Materialien.<br />

Für den präzise steuerbaren und vollautomatischen Messtisch<br />

sind verschiedene Einsätze verfügbar, wobei eine Fläche<br />

ausgewertet werden kann, die bis zu acht Standard-Objektträgern<br />

entspricht. Eine 18,1 Megapixel Farbkamera garantiert in Verbindung<br />

mit maximal sechs verschiedenen Objektiven scharfe<br />

Aufnahmen für die detailgenaue Auswertung.<br />

Halle 1, Stand 552<br />

www.retsch.de<br />

Säcke sicher abfüllen<br />

Die robusten und dichten PE-Säcke stehen laut Hersteller für eine<br />

lange Lebensdauer und eine gleichbleibend hohe Produktqualität<br />

pulverförmiger Produkte entlang der gesamten Logistik- und<br />

Lagerkette. Sie bieten einen hohen UV- und Hygieneschutz, damit<br />

die Qualität des abgefüllten Produktes langfristig konstant hoch<br />

bleibt. Durch die hohe Frost- und<br />

Witterungsbeständigkeit sind die<br />

verpackten Produkte auch bei widrigen<br />

äußeren Bedingungen stets zuverlässig<br />

geschützt. Vor allem bei hygroskopischen<br />

Produkten kommt dieser Vorteil<br />

besonders in Ländern mit hoher<br />

Luftfeuchtigkeit zum Tragen. Die<br />

Lagerung im Freien sowie der Transport in<br />

Seecontainern sind problemlos möglich.<br />

Die Adams-Technologie erzielt bereits<br />

während des Abfüllprozesses hohe Sauberkeit und sorgt für eine<br />

staubfreie Arbeitsumgebung. Die Verdichtung der Produkte im<br />

Sack ist Grundvoraussetzung für ein sauberes und effizientes<br />

Gesamtergebnis. Innen- und Bodenrüttler sorgen für die nötige<br />

Produktverdichtung – dank Mikrovibration steigen Luftblasen<br />

innerhalb des Produkts automatisch nach<br />

oben. Der Vorteil dieses mechanischen<br />

Verfahrens ist die sehr hohe Verfügbarkeit.<br />

Gekoppelt mit der Reißfestigkeit des<br />

Verpackungsmaterials gewährleistet sie<br />

einen hohen Schutz der Mitarbeiter und<br />

der Umwelt vor einer Kontamination mit<br />

womöglich gesundheitsgefährdenden<br />

Inhalten.<br />

www.haverboecker.com<br />

Fachmesse für Granulat-, Pulver- und Schüttguttechnologien<br />

Zeitgleich mit:<br />

RECYCLING-TECHNIK Dortmund 2020<br />

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im Herzen der<br />

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POWTECH I TOP-THEMA<br />

Kompakter Luftmengenregler in der<br />

Fördertechnik<br />

Für eine gleichbleibende Förder- und Transportgutqualität bei<br />

hoher Anlageneffizienz ist es wichtig, die Menge der Förderluft zu<br />

regeln, z. B. um sie an das jeweilige Transportgut anzupassen, auf<br />

Veränderungen im Prozess zu reagieren oder Leckagen auszugleichen.<br />

Der kompakte Luftmengenregler (Typ 8750) des Fluidikspezialisten<br />

Bürkert ist dafür eine<br />

praxisgerechte Lösung.<br />

Der Luftmengenregler besteht<br />

aus einem Stellventil mit einem<br />

kompakten Prozessregler auf der<br />

Oberseite und zwei Drucktransmittern.<br />

Ein separater<br />

Durchflussmesser ist nicht<br />

erforderlich. Gemessen wird der<br />

Druckabfall über dem Regelventil<br />

als Messblende. Aus der<br />

Druckdifferenz kann der<br />

nominale Volumenstrom des<br />

Gases für eine gegebene Dichte<br />

und Temperatur berechnet<br />

werden. Hierfür ist die Durchflusskennlinie des Regelventils im<br />

Prozessregler hinterlegt. Der Volumenstrom lässt sich dann über<br />

die Öffnung des Ventils regeln. Damit ist die gesamte erforderliche<br />

Regelungstechnik in einem kompakten System integriert,<br />

was Montage und Inbetriebnahme deutlich erleichtert. Zudem<br />

überzeugt der Luftmengenregler durch die hohe Wiederholgenauigkeit<br />

bei Durchfluss-Sollwerten sowie einen großen Messund<br />

Stellbereich.<br />

Halle 4A, Stand 332<br />

www.buerkert.de<br />

Inserentenverzeichnis Heft 4/<strong>2019</strong><br />

A.B.S. Silo- und Förderanlagen,<br />

Osterburken ................................................. 42<br />

amixon, Paderborn .................................... 21<br />

Atlas Copco, Essen ..................................... 35<br />

AZO, Osterburken..........................................5<br />

Denios, Bad Oeynhausen ........................ 52<br />

E+E Elektronik, A-Engerwitzdorf ........... 53<br />

easyFairs, München ................................... 54<br />

Elaflex, Hamburg ....................................... 31<br />

Esta Apparatebau, Senden.........................3<br />

MAP Mischsysteme, Altlußheim .......... 24<br />

Michell, Friedrichsdorf ............................. 55<br />

MTI-Mischtechnik, Detmold .................. 17<br />

Nara Machinery Zweigniederlasssung<br />

Europa, Frechen .................................48 + 49<br />

Newson Gale, Ratingen ........................... 25<br />

Nilfisk, Pinneberg ....................................... 17<br />

Papenmeier, Schwerte ............................. 42<br />

PH Industrie-Hydraulik, Ennepetal ...... 37<br />

PhoenixTM, Bad Oeynhausen ...................7<br />

Grenzstandschalter mit Schwenkflügel<br />

Die maßgebliche Neuerung des Grenzstandschalters MBA801 ist<br />

die Positionierung des digitalen Schwenkflügels: Der Flügel in der<br />

Halfpipe ist um 90° nach unten gerichtet und somit bestens für<br />

den waagerechten Einbau in Silos geeignet. Das Messgerät kann<br />

dadurch an Stellen eingesetzt werden, an denen eine Füllstandmessung<br />

bisher nicht möglich war. Da sich sowohl Welle als auch<br />

Flügel unter dem Dach der Halfpipe befinden, sind sie vollständig<br />

vor herabfallendem Schüttgut<br />

geschützt und so auch im<br />

Schüttstrom einsetzbar. Die<br />

extra starke Welle mit einem<br />

Durchmesser von 12 mm ist mit<br />

dem fest angeschweißten Flügel<br />

unter einem Schutzdach<br />

montiert, sodass sie vor<br />

schwerem oder schleifendem<br />

Schüttgut optimal geschützt ist.<br />

Das fallende Schüttgut hat<br />

keinen Einfluss auf die Messung.<br />

Der kräftige Motor mit Miniaturpaddel<br />

kann hinsichtlich Drehmoment, Drehgeschwindigkeit,<br />

Drehrichtungswechsel, Reaktionszeit und Wiederanfahrzeit<br />

eingestellt werden. Separat justierbar ist das elektronische<br />

Drehmoment (Sensitivität) ebenfalls in zehn Stufen. Die gesamte<br />

Geräteserie MBA800 ist nach Atex baumustergeprüft und damit in<br />

allen Schüttgütern und Anwendungen einsetzbar.<br />

Halle 4, Stand 530<br />

www.mba-instruments.de<br />

Warum Michell?<br />

www.michell.de<br />

01.–05.04.<br />

Halle 11<br />

Stand B72<br />

Fette Compacting, Schwarzenbek .. 2. US<br />

GreCon, Alfeld ................................................9<br />

Grundfos, Erkrath / Wahlstedt ......... 4. US<br />

Heinkel Process Technology,<br />

Besigheim ..................................................... 40<br />

Hesch Schröder, Neustadt ...................... 55<br />

Hillesheim GmbH, Waghäusel .............. 47<br />

Hosokawa Alpine, Augsburg .................. 15<br />

IEP Technologies, Ratingen ..................... 61<br />

IMI Precision Engineering, Bad<br />

Oeynhausen................................................. 39<br />

Jensen, Kappeln .......................................... 36<br />

Kaeser Kompressoren, Coburg............... 13<br />

Kahl, Reinbek ............................................... 19<br />

Kettling, Plettenberg ................................ 26<br />

Kitzmann, Lengerich ................................. 26<br />

Klinger, Idstein ............................................ 43<br />

Lödige Maschinenbau, Paderborn........ 22<br />

Rembe GmbH Safety + Control, Brilon . 59<br />

Rembe® Kersting GmbH, Brilon ............ 45<br />

Ruwac, Melle ..................................................9<br />

S+J Armaturen, Hamburg........................ 41<br />

Schrage Rohrkettensystem, Michell.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 11:50:39<br />

Friedeburg .................................................... 27<br />

Sichelschmidt, Wetter .............................. 60<br />

Simatek Bulk Systems, DK-Hoeng ........ 65<br />

Spraying Systems, Hamburg .................. 23<br />

T&B electronic, Alfeld ............................... 63<br />

TÜV SÜD Chemie Service GmbH,<br />

Leverkusen.................................................... 51<br />

Umwelttechnik BW, Stuttgart ..................6<br />

VEGA Grieshaber, Schiltach .............34 a-d<br />

WAM GmbH, Altlußheim ........................ 20<br />

Warex Valve, Senden ................................. 33<br />

Wiese Förderelemente, Burgwedel ...... 62<br />

Beilage:<br />

Denios (Vollbeilage)<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 55<br />

HESCH.indd 1 13.03.<strong>2019</strong> 13:43:27


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Unter Realbedingungen<br />

Sicherheit auch abseits der geltenden Normen<br />

und bekannter Medien gewährleisten<br />

Sobald neuartige Medien oder<br />

Anlagenteile im Einsatz sind, ist<br />

guter Rat von Spezialisten die<br />

einzige Möglichkeit, ein sicheres,<br />

wirtschaftliches Schutzkonzept zu<br />

erarbeiten. Ein unabhängiges<br />

Prüflabor unterstützt seit Ende<br />

2018 seine Kunden.<br />

Wer wirtschaftlich haushalten will und<br />

muss, kann auch beim Thema Sicherheit<br />

darauf achten, nicht unnötig Geld zu<br />

verschenken. Das bezieht sich sowohl auf<br />

die Anschaffung von Schutzeinrichtungen<br />

für den eigenen Betrieb als auch auf die<br />

Entwicklung von neuen Anlagenelementen.<br />

Wer neue Medien oder Stoffgemische<br />

verarbeiten möchte, wer neue Technologien<br />

entwickelt bzw. anwendet oder neue<br />

Produktionsanlagen entwickelt, muss wissen,<br />

wie sich Medien, Technologien oder<br />

Anlagenelemente im Explosionsfall verhalten.<br />

Nicht immer helfen aktuelle Normen<br />

weiter, nicht immer ist der dort geforderte<br />

Autor: Roland Bunse, Managing Director,<br />

Rembe Research+Technology Center GmbH, Brilon<br />

Sicherheitszuschlag notwendig. Das Verhalten<br />

im Explosionsfall kann durch Tests<br />

ermittelt werden – z.B. im Rembe<br />

Research + Technology Center (RTC) bei<br />

Roland Bunse, einer wohlbekannten Größe<br />

des Explosionsschutz.<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong>er kennen das: Folgt<br />

man den gültigen Normen, multiplizieren<br />

sich innerhalb einer Anlage Sicherheitszuschläge,<br />

je weiter man im jeweiligen Prozess<br />

oder Verfahren voranschreitet. Der im<br />

ersten Anlagenteil einkalkulierte Sicherheitszuschlag<br />

führt dazu, dass in folgenden<br />

Anlagenteilen die jeweiligen Sicherheitszuschläge<br />

und Schutzeinrichtungen größer<br />

ausfallen, als das bei einer Einzelbetrachtung<br />

unter Umständen der Fall gewesen<br />

wäre. Das betrifft nicht nur den Explosionsschutz.<br />

Aufgrund der verheerenden Auswirkungen<br />

eines unvollständigen oder<br />

schlechten Schutzkonzepts neigt man hier<br />

üblicherweise dazu, eher mehr als weniger<br />

zu machen.<br />

Keine Anlage gleicht der anderen<br />

Auch vermeintlich identische Prozesse sind<br />

bei genauerer Betrachtung immer unterschiedlich<br />

aufgebaut. Mal sind Unterschiede<br />

offensichtlich, mal eher im Detail<br />

versteckt. Besonders spannend ist der Einsatz<br />

und Schutz von neuen Anlagenteilen,<br />

die in ihrer Bauart neuartig sind und damit<br />

nicht mit anderen, bekannten Elementen<br />

verglichen werden können.<br />

Neben der verfahrenstechnischen Anlagenaufstellung<br />

und deren Einzelelemente ist<br />

auch die Betrachtung der Stoffzusammensetzung<br />

ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung<br />

eines Explosionsschutzkonzepts.<br />

Besteht die Anlage aus Komponenten, die<br />

dem in den Normen betrachteten Standard<br />

Am Rembe Research+Technology Center<br />

steht eine große Bandbreite an Prüfbehältern<br />

für Pretests zur Atex-Zertifizierung<br />

bereit<br />

56 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

entsprechen und verarbeitet man zusätzlich<br />

gut erforschte Medien wie Weizenmehl,<br />

Zucker oder Stärke, geben die entsprechenden<br />

Regularien eine gute Orientierung.<br />

Sobald die eingesetzten Medien allerdings<br />

eher neuartig oder wenig erforscht<br />

sind und/oder neuartige Anlagenteile im<br />

Einsatz sind, ist guter Rat von Spezialisten<br />

die einzige Möglichkeit, ein sicheres, wirtschaftliches<br />

Schutzkonzept zu erarbeiten.<br />

Wen also mit ins Boot holen, wenn Stoff,<br />

Stoffgemisch und Maschine neu sind und<br />

das Verhalten im Explosionsfall unbekannt<br />

ist? Bis dato blieben als Anlaufstelle nur die<br />

benannten Stellen – die so rar sind, dass sie<br />

bis zu 18 Monate und länger im Voraus<br />

gebucht werden müssen und selbst dann<br />

nur Zeit für die Zertifizierung von Bauteilen,<br />

nicht für sogenannte Pretests haben.<br />

Letztere sind für <strong>Verfahrenstechnik</strong>er allerdings<br />

elementar, denn keine Entwicklung<br />

ist im ersten Versuch vollends serienreif.<br />

Die Tests sind nötig, um zu lernen und zu<br />

optimieren. Sie geben Aufschluss darüber,<br />

wie das Medium oder die Gerätschaft im<br />

Explosionsfall reagiert.<br />

Anlaufstelle für Forschung &<br />

Entwicklung<br />

Seit Ende 2018 ist das Rembe Research +<br />

Technology Center als unabhängiges Prüflabor<br />

gemäß DIN EN ISO 17025:2018 akkreditiert<br />

und damit eine sehr gute Adresse,<br />

um Verfahren, Stoffgemische und neu entwickelte<br />

oder modifizierte Anlagenteile zu<br />

testen. Das Team um Roland Bunse, eines<br />

der Urgesteine des Explosionsschutzes,<br />

begleitet <strong>Verfahrenstechnik</strong>er<br />

und Anlagenbauer über alle Stationen<br />

der Produktentwicklung oder<br />

Stoff erprobung.<br />

Für Kunden besonders attraktiv:<br />

die im RTC durchgeführten Prüfungen<br />

sind, dank der Akkreditierung als<br />

anerkanntes Prüflabor, für benannte<br />

Stellen ebenbürtig zu den durch die<br />

benannten Stellen selbst durchgeführten<br />

Tests. Somit benötigt man<br />

keine Testfeld-Kapazitäten mehr bei<br />

der jeweiligen Stelle, sondern kann sich<br />

ganz auf die Terminierung mit dem Atex-<br />

Zertifizierer konzentrieren. Das kann viel<br />

Zeit sparen.<br />

Das RTC bietet eine große Bandbreite an<br />

Prüfbehältern bis zu 15 m 3 Volumen und<br />

steht auch für Pretests zur Atex-Zertifizierung<br />

bereit. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung<br />

in der Forschung und Entwicklung<br />

profitieren Kunden vom großen Wissensschatz<br />

von Roland Bunse, Geschäftsführer<br />

des RTC, und seinem Team.<br />

Bisher bestand die Kundschaft des RTC<br />

fast ausschließlich aus <strong>Verfahrenstechnik</strong>ern.<br />

Neue Herstellverfahren und neuartige<br />

Technologien, beispielsweise aus der Automobilindustrie<br />

oder der Pharmazie, stellen<br />

die Verantwortlichen vor neue Fragestellungen,<br />

die allein durch Versuche beantwortet<br />

werden können. Um klassische<br />

Staubexplosionen geht es dabei immer<br />

Nicht der Standard<br />

ist unser Geschäft,<br />

sondern das Neue,<br />

Unbekannte und<br />

manchmal auch sehr<br />

Kritische.<br />

Roland Bunse<br />

seltener. Viel mehr um Fragestellungen<br />

rund um Energie, lösemittelfeuchte Produkte<br />

und verschiedenste Stoffarten.<br />

Verschwiegene<br />

Verfahrens prüfung<br />

Nachvollziehbarerweise dürfen Details zu<br />

den Kunden, den Aufgabenstellungen sowie<br />

den durchgeführten Tests nicht bekannt<br />

gegeben werden. Darauf legt Roland<br />

Bunse großen Wert und betont mehrfach:<br />

„Wir sind uns der Verantwortung bewusst.<br />

Auch wenn keine Geheimhaltungsvereinbarungen<br />

unterzeichnet werden, hat Verschwiegenheit<br />

oberste Priorität.“<br />

Gern spricht Bunse darüber, worum es<br />

ihm geht: „Nicht der Standard ist unser<br />

Geschäft, sondern das Neue, Unbekannte<br />

und manchmal auch sehr Kritische. Oder<br />

wenn die Auslegung nach Norm zu einer<br />

Überdimensionierung führt. Das ist allerdings<br />

durch die Überarbeitung einiger<br />

Richtlinien in den vergangenen Jahren<br />

besser geworden. Trotzdem kommt es vor,<br />

dass Kunden sich Tests unter Realbedingungen<br />

wünschen, weil es begründete<br />

Vermutungen gibt, dass man mit weniger<br />

Sicherheitszuschlägen bei den Schutzmaßnahmen<br />

auskommt.“<br />

Einen Konflikt mit dem Schwesterunternehmen<br />

Rembe GmbH Safety + Control<br />

sieht RTC-Geschäftsführer Bunse dabei<br />

nicht. Aus seiner Sicht ist die langfristige<br />

Partnerschaft mit den Anlagenbauern<br />

und Endanwendern wertvoller als<br />

der kurzfristige Produkt verkauf. Das unterstützt<br />

auch sein Kollege Dr.-Ing. Johannes<br />

Lottermann, verantwortlich für den Bereich<br />

Explosionsschutz bei der Rembe<br />

GmbH Safety + Control.<br />

Halle 5, Stand 410<br />

Fotos: Rembe<br />

www.rembe.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 57


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Wettlauf gegen die Zeit<br />

Schnelle Röntgeninspektionslösung als fester Kontrollpunkt in der Lebensmittelindustrie<br />

Das Unternehmen Anona stellt Nahrungsergänzungsmittel, Suppen, Müsli<br />

und Eisprodukte her. Ein Maschinendefekt führte zu dem Verdacht, dass<br />

ein Metallteil im Abfüllprozess in das Produkt gelangt sein könnte. Der<br />

Lebensmittelproduzent konnte eine Kontamination des Produkts nicht<br />

ausschließen und holte einen Experten für Wäge- und<br />

Inspektionstechnologien ins Boot.<br />

An der betroffenen Produktionslinie werden<br />

Kunststoffdosen mit Pulver befüllt,<br />

kontrollverwogen und mit einem Aluminiumdeckel<br />

verschlossen. Eine nachträgliche<br />

Überprüfung der betroffenen Charge durch<br />

den bereits vorhandenen Metalldetektor war<br />

daher nicht möglich. Der hohe Lieferdruck<br />

machte eine extrem kurzfristige, verlässliche<br />

Röntgeninspektionslösung erforderlich.<br />

Minebea Intec beliefert Anona seit 20 Jahren<br />

mit dynamischen, statischen Kontrollwaagen<br />

sowie Software zur Fertigpackungskontrolle.<br />

Ein Röntgeninspektionssystem<br />

war zu dem Zeitpunkt noch in der Projektierungsphase.<br />

Der zuverlässige Partner<br />

organisierte innerhalb kürzester Zeit ein<br />

Leihsystem aus dem eigenen Werk in<br />

Aachen. Der Maschinendefekt ereignete<br />

sich an einem Freitag, das System plus<br />

Techniker erreichte Anona in Colditz bereits<br />

am Sonntag, das Röntgeninspektionssystem<br />

Dymond wurde noch am gleichen<br />

Tag aufgebaut. Am Montag erfolgten die<br />

Inbetriebnahme sowie die ersten Produkttests<br />

– mit Erfolg: Das betroffene Produktionsbatch<br />

wurde bereits vormittags inspiziert.<br />

Anona hatte für die Inspektion der<br />

Charge vier Schichten einkalkuliert – das<br />

Metallteil konnte bereits in der ersten<br />

Schicht am gleichen Tag zuverlässig detektiert<br />

und eliminiert werden.<br />

Durch das proaktive, pragmatische Vorgehen<br />

in dieser besonderen Situation konnte<br />

Anona die Produktqualität sicherstellen und<br />

alle Liefertermine einhalten. Inzwischen hat<br />

der Nahrungsmittelhersteller das Röntgeninspektionssystem<br />

Dymond fest am Ende<br />

der Produktionslinie implementiert.<br />

Von Wareneingang bis<br />

Warenausgang<br />

Das Portfolio von Minebea Intec im Bereich<br />

von Röntgeninspektionssystemen umfasst<br />

neben der bei Anona eingesetzten Dymond-Lösung<br />

noch viele weitere Optionen.<br />

So wurde mit Dymond Bulk ein Röntgeninspektionssystem<br />

für Schüttgut entwickelt,<br />

das bei der Überprüfung von Waren, die<br />

direkt vom Feld in den Produktionsprozess<br />

eingeführt werden, eine effiziente Detektion<br />

und Eliminierung von Fremdkörpern<br />

aller Art ermöglicht. Dymond Bulk weist<br />

eine ausgezeichnete Detektionsperformance<br />

bei Rohstoffen wie Gemüse, Nüssen, Trockenfrüchten<br />

oder Getreide auf.<br />

Zur Inspektion verpackter Produkte stellt<br />

Minebea Intec weitere vielseitige Lösungen<br />

zur Verfügung. Dymond-Systeme sind mit<br />

58 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


T+49 2961 7405-0<br />

info@rembe.de<br />

Nach einem Maschinendefekt in der Abfüllanlage konnte eine Produktkontamination bei Anona<br />

nicht vollständig ausgeschlossen werden<br />

Bandbreiten bis zu 800 mm verfügbar und<br />

eignen sich auch für Mehrspur-Anwendungen<br />

von maximal acht Spuren. Als<br />

neueste Entwicklungen im Segment der<br />

Sideshooter wurden vor kurzem Dymond D<br />

und eine Neuauflage des Dymond S für die<br />

horizontale Röntgeninspektion vorgestellt.<br />

„Defekte können passieren – Minebea Intec hat uns im Moment<br />

des Kontaminationsverdachts zu 100 Prozent unterstützt.“<br />

Ralf Wiedenbeck, Produktionsleiter Anona<br />

ken Bildprozessoren – gekoppelt mit einer<br />

intelligenten Bildverarbeitung – macht sogar<br />

senkrecht positionierte Fremdkörper<br />

und solche, die an Rändern oder im Boden<br />

des Gefäßes verdeckt liegen, ausfindig.<br />

Die neuen Systeme eignen sich für die zuverlässige<br />

Inspektion von Konserven, Tetra<br />

Ihr Spezialist für<br />

EXPLOSIONS-<br />

SCHUTZ<br />

und<br />

DRUCK-<br />

ENTLASTUNG<br />

POWTECH<br />

Halle5<br />

Stand 5-410<br />

Im Vergleich zu bisherigen Systemen bieten<br />

diese Weiterentwicklungen dem Anwender<br />

eine Leistungssteigerung für mehr Durchsatz<br />

oder Produkte mit höherer Dichte<br />

sowie eine vereinfachte Integration in die<br />

Produktionslinien.<br />

Außerdem wurde das Sicherheitskonzept<br />

mit verbesserten Not-Aus-Schaltern und<br />

Relais neu überdacht. Dazu kommt ein<br />

überarbeitetes Kühlungssystem, das gegen<br />

Wasser- und Staubeindringung geschützt<br />

ist und damit eine einfache Reinigung<br />

gewährleistet. Für Anlagen der Dymond S-<br />

Serie gehört der Nema 4X-Kühler zur<br />

Grundausstattung. Dymond D punktet dagegen<br />

mit maximaler Detektionsleistung.<br />

Die hohe Empfindlichkeit der leistungsstar-<br />

Paks oder anderen hohen, stehenden Verpackungen<br />

aus Glas, Metall oder Kunststoffen.<br />

Mit den beiden Weiterentwicklungen<br />

möchte Minebea Intec auch einen Beitrag<br />

dazu leisten, den Anteil von Plastikverpackungen<br />

in der Lebensmittelindustrie<br />

zugunsten von umweltverträglicheren Materialien<br />

zu reduzieren. Der Hersteller verspricht<br />

sich von der erhöhten Inspektionssicherheit<br />

mehr Gestaltungsmöglichkeiten<br />

für die Industrie in puncto Verpackungsmaterialien<br />

und Gebindegrößen.<br />

Halle 5, Stand 173<br />

Fotos: Minebea Intec, Fotolia (#60989753, roibu)<br />

www.minebea-intec.com<br />

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Consulting. Engineering.<br />

Products.Service.<br />

Gallbergweg 21<br />

59929 Brilon, Deutschland<br />

F+49 2961 50714<br />

www.rembe.de


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Kombinierter Funken- und Glutnestmelder<br />

T&B präsentiert auf der Powtech <strong>2019</strong> neben den Funkenlöschanlagen<br />

sowohl die Kombination aus dem Brandfrüherkennungssystem<br />

WBK-40 und Sprühwasserlöschanlagen, als auch den<br />

neuen Kombimelder FSM. Der FSM verbindet<br />

die Eigenschaften aus klassischem Funkenmelder<br />

und Glutnestmelder. Üblicherweise<br />

war es bislang notwendig bei der Detektion<br />

von Zündpotenzialen, wie z. B. Funken<br />

(typische Temperatur größer 750 °C) und<br />

Glutnestern (typische Oberflächentemperatur<br />

< 300 °C) zwei verschiedene Meldertypen<br />

einzusetzen. Dort, wo bisher sowohl<br />

Funkenmelder als auch zusätzlich sogenannte Hotspot-Melder<br />

eingesetzt werden mussten, kommt mit dem Kombimelder FSM<br />

nur noch ein Meldertyp zum Einsatz. Dadurch wird der Installationsaufwand<br />

signifikant reduziert. Mit der<br />

Entwicklung des Kombimelders rundet T&B<br />

sein breites Angebot an unterschiedlichen<br />

Meldertypen ab und kann seinen Kunden ab<br />

sofort für jeden Bedarfsfall den bestmöglichen<br />

Melder anbieten.<br />

Halle 4, Stand 580<br />

www.tbelectronic.eu<br />

Informationen rund um Ex-Schutz<br />

Im Rahmen der Powtech <strong>2019</strong> lädt Fike interessierte Besucher zu<br />

einem Rundgang durch seine Produktwelt ein. Dazu gehören live<br />

Demonstrationen, Informationen zu Produkten zum Schutz vor<br />

Staubexplosionen, Präsentation der neu zertifizierten Wetterschutzhauben<br />

sowie Detailinformationen zur Produktvielfalt aus<br />

dem Bereich aktiver und passiver Explosionsschutz, für die das<br />

Unternehmen auch spezielle Kundenseminare anbietet.<br />

Im Rahmen des DSIV-Summits <strong>2019</strong> am 08. Mai hält ein<br />

Fike-Experte einen Vortrag zum Thema „Neue Erkenntnisse zu<br />

Explosionsgefahren beim Umgang mit Metallstäuben“. Dabei<br />

werden Untersuchungen zu Metallstaub-Explosionen vorgestellt<br />

und Unterschiede zwischen klassischen und Metallstäuben<br />

erläutert.<br />

Fike bietet im Mai und im Juni <strong>2019</strong> eine Reihe von Explosionsschutzseminaren<br />

in ganz Europa an. Den Teilnehmern sollen die<br />

Gefahren von Staubexplosionen verständlich gemacht werden.<br />

Des Weiteren werden die Maßnahmen zur Eindämmung dieser<br />

Gefahren sowie der Inhalt der Explosionsschutz-Vorschriften und<br />

die sich daraus resultierenden, nötigen Maßnahmen erläutert.<br />

Halle 1, Stand 135<br />

www.fike.de<br />

Online-Analyse mit<br />

Probensammelschrank<br />

Rembe Kersting Online-<br />

Analysesysteme in Kombination<br />

mit Probenahmesystemen<br />

sorgen laut Hersteller<br />

für ein prozessnahes Analyseergebnis<br />

und kurze Reaktionszeiten.<br />

Um die festgestellten<br />

Eigenschaften der Probe nicht<br />

zu verändern oder diese gar zu kontaminieren, werden ergänzend<br />

auf die Anwendung zugeschnittene Sammelsysteme eingesetzt.<br />

Der Probensammelschrank stellt die kontaminationsfreie<br />

Abfüllung einer entnommenen Probe sicher. Proben können in<br />

Flaschen, Beuteln oder anderen Gefäßen aufgefangen werden.<br />

Die Systeme reichen von einer robusten Flaschenmagazin-Lösung<br />

bei der die Probenflaschen nacheinander befüllt werden, bis hin<br />

zu Packautomaten, die das Material in Beuteln sammeln um diese<br />

anschließend kontaminationsfrei zu verschweißen.<br />

Halle 5, Stand 408<br />

www.rembe-kersting.de<br />

cellent Choice:<br />

Explosion Proof Forklifts by Sichelschmidt<br />

d100 Ex Electric<br />

pedestrian pallet truck<br />

d400 Ex Electric<br />

pedestrian pallet stacker<br />

d1200 Ex Electric<br />

pedestrian reach truck<br />

M700 Ex Electric 3- and<br />

4-wheel forklift trucks<br />

Sichelschmidt GmbH – material handling<br />

Im Hilingschen 32<br />

D - 58300 Wetter<br />

Call +49 2335 6309-0<br />

Fax +49 2335 6309-88<br />

www.sichelschmidt.de<br />

info@sichelschmidt.de


Mischer für Gewürze<br />

Im Amixon Mischer werden hochviskose Flüssigkomponenten<br />

wie Öl, Fett, Lecithin, Gewürzextrakt und Sirup mikrofein in Salz,<br />

Dextrose oder Getreidederivaten verteilt. Dies geschieht<br />

desagglomerierend mit erhöhter Energieeintragung. Trockengemüse<br />

– luftgetrocknet oder gefriergetrocknet – und Sichtgewürze<br />

werden zuletzt eingemischt. Der zweite Schritt des homogenen<br />

Verteilens dauert nur wenige Sekunden. Die Mischung ist gut<br />

fließend, staubfrei und homogen.<br />

Die Mischer erzielen laut Hersteller technisch ideale Mischgüten,<br />

die praktisch nicht mehr verbesserbar sind. Das gilt für nahezu<br />

alle Trockenstoffe, Feucht- und Nassgüter. Darüber hinaus kann<br />

der Füllgrad der Mischer von ca. 10 bis 100 % variieren. Ein und<br />

derselbe Mischer kann extrem schonend homogenisieren, aber auch mit extrem hoher Energieeinleitung<br />

intensiv desagglomerieren. Amixon-Mischer können sich hochgradig entleeren. Insbesondere<br />

mit dem patentierten ComDisc-System beträgt der Restentleergrad bis zu 99,99 %. Besonderen<br />

Wert legt das Unternehmen auf die Pilotierung im eigenen Technikum. Hier werden Kunden-<br />

Mischprozesse vorgeführt.<br />

Halle 1, Stand 304<br />

www.amixon.com<br />

Entkopplung und Entlastung<br />

Die neue Rückschlagklappe Q-Flap RX ist eine Gemeinschaftsentwicklung<br />

von Rembe und dem Schweizer Unternehmen Rico. Erhältlich ist<br />

die Q-Flap RX bis DN1250. Die strengen Anforderungen der EN 16447<br />

werden insbesondere durch die sehr hohen Festigkeiten und flexiblen<br />

Einbauabstände erreicht. Möglich macht das das sogenannte Schwenkschlittenprinzip.<br />

Entkopplung ist essenziell für wirkungsvollen<br />

Explosionsschutz. Betreiber können noch so viel in (flammenlose) Entlastung investieren, wenn eine<br />

Entkopplung fehlt, breitet sich eine Explosion innerhalb der Anlage aus und setzt sich dabei von<br />

Anlagenteil zu Anlagenteil fort.<br />

Der Q-Ball E, entwickelt für die flammenlose Druckentlastung von Elevatoren, nutzt das von Rembe<br />

entwickelte Prinzip der kontur-parallelen Entlastung. Durch das Design ist das Gewicht des Q-Ball<br />

sehr gering. Der Q-Ball ist mit 25–50 kg ein Leichtgewicht. Damit werden insbesondere die Handhabbarkeit<br />

bei der Montage als auch die Anforderungen an die Befestigung an den Anlagen im wahrsten<br />

Sinne des Wortes erleichtert.<br />

Halle 5, Stand 410<br />

Kennen Sie<br />

Ihr Risiko?<br />

Ihr Partner im Explosionsschutz<br />

Explosionsunterdrückung<br />

Explosionsdruckentlastung<br />

Explosionsentkopplung<br />

Funkendetektion<br />

www.rembe.de<br />

Neues Gateway für Mobilfunkrouter<br />

Siemens erweitert die Netzwerkkomponenten für raue<br />

Umgebungsbedingungen um neue Funktionen für den<br />

Plug & Play-Router Ruggedcom RX1400. Der Router ist<br />

jetzt mit der IIoT Gateway-Lösung CloudConnect<br />

verfügbar. Diese ermöglicht die Erfassung, Filterung und<br />

Konvertierung von Daten sowie die Kommunikation mit<br />

Cloud-basierten Anwendungen – einschließlich solcher,<br />

die in der Siemens-eigenen MindSphere-Cloud gehostet<br />

werden. Damit ist es jetzt möglich, einfach und<br />

zuverlässig Daten von Modbus TCP- und S7-basierten<br />

Geräten abzurufen und diese vorzuverarbeiten, bevor<br />

sie an MindSphere oder eine andere Cloud-Lösung, die<br />

das Industrie-Standard-Protokoll MQTT unterstützt,<br />

übertragen werden. Zudem ist über ein Trigger-Management eine ereignisgesteuerte und zyklische<br />

Kommunikation zwischen Anwendung und Cloud möglich. Der Router arbeitet selbst bei rauen<br />

Umgebungsbedingungen mit Temperaturen von – 40 bis + 85 °C zuverlässig.<br />

Halle 4A, Stand 115<br />

www.siemens.com<br />

Besuchen Sie uns<br />

auf der Powtech!<br />

Halle 1, Stand 1-319<br />

info.iep.de@hoerbiger.com<br />

www.IEPTechnologies.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 61


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Sichere Kleinstmengenabfüllung aggressiver Medien<br />

Der Pumpenhersteller Jessberger hat sein Programm um eine Laborpumpe aus PVDF erweitert. Mit dieser<br />

Chemikalien-Fasspumpe können kleine Mengen von chlor- und fluorhaltigen Medien leicht, schnell und<br />

sicher umgefüllt werden. Die Laborpumpe wird aus dem hochbeständigen Fluorkunststoff PVDF (Polyvinylidenfluorid)<br />

und einer Antriebswelle aus Hastelloy C-2.4610 gefertigt. Die Werkstoffe verfügen über eine<br />

hervorragende chemische und thermische Beständigkeit.<br />

Das Pumpwerk wurde dichtungslos und ohne Schmiermittel konzipiert, sodass zum einen ein Trockenlauf<br />

möglich und ferner eine Verunreinigung der zu fördernden Medien ausgeschlossen ist. Der nach IP24<br />

spritzwassergeschützte Universalmotor JP-140 überzeugt durch sein einfaches Handling und eine geringe<br />

Geräuschentwicklung. Der Motor verfügt über eine Leistung von 450 W und ist daher für Dichten bis zu 1,3<br />

und Viskositäten bis 400 mPas ausgelegt. Der Tauchrohrdurchmesser wurde mit 32 mm derart gewählt, dass<br />

das Entleeren aller gängigen Kleingebinde möglich ist und daneben eine gute Stabilität des Tauchrohrs<br />

gegeben ist. Als Tauchrohrlängen sind die Eintauchtiefen von 700–1 200 mm erhältlich.<br />

Halle 3, Stand 147<br />

www.jesspumpen.de<br />

Absackung leichter Pulver<br />

Mit der Vakuumtechnologie des Velopac erhalten Anwender laut<br />

Hersteller eine staubfreie Abfüllung, bis zu 50 % schmalere und<br />

stabilere Säcke, ein optimales Palettenbild, eine Reduktion der<br />

Lager- und Logistikkosten um bis zu 75 % sowie eine Erhöhung<br />

der Arbeitssicherheit.<br />

Die Absackung feinster Pulver mit Korngrößen kleiner 200 µm<br />

und einem Schüttgewicht von 10 bis 450 g/l erfolgt in einer<br />

komplett geschlossenen Vakuumkammer. In dieser wird ein<br />

atmosphärischer Unterdruck erzeugt, durch den das Produkt in<br />

die Vakuumsäcke gesaugt wird. Möglicherweise austretender<br />

Staub wird abgesaugt und dem Absackvorgang direkt wieder<br />

zugefügt. So geht nichts von dem wertvollen Produkt verloren.<br />

Zudem ist dieses Verfahren besonders produktschonend. Je nach<br />

Verdichtungspotenzial des abzupackenden Materials kommt es<br />

zu einer maximalen Produktverdichtung von bis zu 400 %. Das<br />

geschlossene Vakuumsystem trägt dazu bei, dass die Säcke, der<br />

Betrieb und die fertigen Paletten sauber bleiben. Die Staubbelastung<br />

wird in der Umgebung der Verpackungsanlage auf nahezu<br />

Null reduziert und trägt somit enorm zur Arbeitssicherheit bei.<br />

Den Vakuumpacker Velopac präsentiert Greif-Velox auf der<br />

Powtech erstmalig mit der optimierten Außenventilabschneidung<br />

Velocut, die zu mehr Prozesssicherheit, einer selbstminimierenden<br />

Leistungsaufnahme und Steigerung der Produktion<br />

insgesamt führt.<br />

Halle 1, Stand 251<br />

www.greif-velox.com<br />

Flexible Tablettenpresse<br />

Die Einfachrundläuferpresse KTP 590X von Romaco Kilian kann<br />

sowohl zur Produktion von Einschicht- als auch Zweischichttabletten<br />

eingesetzt werden. Für einen Wechsel zwischen Einschichtund<br />

Zweischichtbetrieb ist kein Umbau der Pressstationen<br />

notwendig. Die Ausführung mit drei Druckrollen ermöglicht<br />

jederzeit eine Verpressung von Zweischichttabletten. Zu diesem<br />

Zweck wird die Tablettenpresse mit zwei Standardfüllschuhmodulen<br />

ausgestattet, die das Pulver sehr gleichmäßig in der Matrize<br />

verteilen. Dank des optimierten Rührflügeldesigns können auch<br />

schwer fließende und klebrige Pulver zuverlässig verarbeitet und<br />

homogen verpresst werden.<br />

Mit ihren drei Druckstationen empfiehlt sich die Maschine daher<br />

auch zur Herstellung von Brausetabletten. Um Lufteinschlüsse<br />

und Capping zu verhindern, wird das Pulver zunächst nur leicht<br />

angepresst, dann vorverdichtet und schließlich an der<br />

Hauptdruckstation zur fertigen Tablette verpresst. Dabei wird die<br />

Druckverweilzeit mit dem Presswerkzeug Kilian 28/41 deutlich<br />

verlängert, was zu höheren<br />

Tablettenhärten führt.<br />

Insgesamt erzielt der<br />

Einfachrundläufer auch im<br />

Zweischichtbetrieb eine<br />

maximale Leistung von<br />

510 000 Tabletten pro Stunde.<br />

Halle 3, Stand 357<br />

www.romaco.com<br />

IHR EXPERTE FÜR<br />

SCHÜTTGÜTER<br />

Planung | Konstruktion + Entwicklung<br />

Fertigung + Montage | Service<br />

09. –11.04.<strong>2019</strong><br />

HALLE 4 · STAND 4-206<br />

62 VERFAHRENSTECHNIK 4/2018<br />

WIESE Förderelemente GmbH<br />

Am Mühlenfelde 1<br />

30938 Burgwedel - Germany<br />

Fon: +49 5135 188 - 0<br />

Fax: +49 5135 188 - 30<br />

E-Mail: info@wiese-germany.com<br />

www.wiese-germany.com


Keramische Kerzenfilter mit Katalysator<br />

Gea hat einen Hochtemperaturpartikelfilter mit Keramikelementen<br />

entwickelt, der durch eine integrierte Katalysatormatrix<br />

die Entfernung von Stickoxiden (NO x<br />

), Dioxinen, Quecksilber und<br />

VOC ermöglicht. Der BisCat-<br />

Keramikfilter ist chemisch inert<br />

und korrosionsbeständig. Somit ist<br />

für viele Anwendungsfälle nur eine<br />

einzige Anlage notwendig.<br />

Die Partikelabscheidung erfolgt<br />

mithilfe von Filterelementen aus<br />

mineralischen Fasern, der<br />

sogenannten Keramikkerze. Diese<br />

Kerzen sind bewährt und selbst bei<br />

Änderungen der Betriebsparameter,<br />

insbesondere mit hohen Gastemperaturen, sehr flexibel<br />

einsetzbar. Rauchgase müssen nicht gekühlt werden, es geht<br />

somit keine thermische Energie verloren. Die Filterelemente<br />

werden während des Betriebs durch Druckluftstöße vom<br />

abgeschiedenen Staub gereinigt. Die ein- oder mehrteiligen<br />

Gehäuse ermöglichen eine Filterlänge von maximal 6 m. Dadurch<br />

können auch große Gasvolumenströme gereinigt werden. Der<br />

Aufbau der Anlage erlaubt eine Wartung der einzelnen Elemente<br />

bei laufendem Betrieb. Durch Injektion von kalkbasierten<br />

Reagenzien können auch anorganische Schadstoffe wie HF, HCl,<br />

SO x<br />

gebunden werden.<br />

Die Keramikfilterelemente wurden mit einem Katalysator angereichert.<br />

Neben Partikeln und sauren Gasen können so nach<br />

vorheriger Einspritzung von Ammoniak Stickoxide effektiv<br />

abgeschieden werden. Dadurch wird der herkömmliche selektive<br />

Katalysatorreaktor (SCR) ersetzt. Das Filtersystem kombiniert<br />

somit die drei Prozessstufen Entstaubung, Abscheidung von<br />

sauren Komponenten und Reduzierung von Gesamtkohlenwasserstoffen<br />

und Stickoxiden in einer Einheit.<br />

Halle 3, Stand 213<br />

Das Gefährliche am Risiko<br />

ist nicht das Risiko selbst, sondern<br />

wie man mit ihm umgeht.<br />

www.gea.com<br />

Gas-Feststoff-Reaktionen im Test<br />

Die besonderen Vorteile der Wirbelschicht-Prozesstechnik sind<br />

ihre guten Wärmeübertragungseigenschaften. Sie verwandeln das<br />

Verhalten der einzelnen Teilchen hin zu einem aktiv mischenden<br />

und flüssigkeitsähnlichen Feststoff-Gas-Gemisch. Vorteile sind<br />

die energieeffiziente Umwandlung, die hohe Gasnutzung und<br />

Produktgewinnung. Dazu nutzen die Experten von Schwing<br />

unterschiedliche Reaktions- und Inertgase.<br />

Im Fokus stehen thermochemische Umsetzungen von pulverförmigen<br />

Partikeln, granulierten Feststoffen oder Komponentengemischen<br />

für die Lebensmittel-, Chemie-, Kunststoff-, Kosmetik-,<br />

Pharma- und Energie-Industrie. Jüngstes Beispiel ist das<br />

Forschungsprojekt Twist, für das der Hersteller gemeinsam mit<br />

der TU München thermochemische Energiespeicher-Technologie<br />

für industrielle Langzeitspeicher in<br />

der Stromerzeugung entwickelt. Für<br />

diese und viele weitere<br />

Anwendungen garantieren die<br />

wartungsarmen und energieeffizienten<br />

Wirbelschichtreaktoren eine<br />

kontrolliert einheitliche, reproduzierbare<br />

und effiziente Materialbearbeitung<br />

bis zu 1 100 °C.<br />

Halle 2, Stand 209<br />

www.schwing-technologies.de<br />

Foto: © mojolo, Fotolia.com<br />

Brände erkennen<br />

Brände löschen<br />

Schäden verhindern<br />

Kundenspezifische Schutzkonzepte · Sprühwasserlöschanlagen<br />

· Funkenlöschanlagen · Argonlöschanlagen<br />

· Infrarotkamerasysteme · Brandmeldeanlagen<br />

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D-31061 Alfeld<br />

+49(0)5181-85525-0<br />

info@tbelectronic.de<br />

www.tbelectronic.eu


TOP-THEMA I POWTECH<br />

Kompakte Wirbelschicht-Agglomeration<br />

Auf der Powtech zeigt Glatt ein abfallfreies Verfahren, mit dem<br />

Phosphor aus Aschen recycelt und direkt einsatzfähiger Qualitätsdünger<br />

erzeugt werden kann. Im ersten Schritt des zweistufigen<br />

Prozesses Phos4green wird aus der phosphathaltigen Asche, einer<br />

Mineralsäure sowie weiteren Komponenten eine Suspension<br />

erzeugt, in der die Phosphatumwandlung stattfindet. Anschließend<br />

wird die Suspension in der Wirbelschicht sprühgranuliert.<br />

Dabei bilden sich direkt<br />

pflanzen- und bodenverfügbare<br />

Düngemittelgranulate,<br />

die nach Erreichen<br />

der gewünschten<br />

Korngröße ausgeschleust,<br />

abgefüllt und direkt<br />

ausgeliefert werden<br />

können.<br />

Zweites Highlight ist das<br />

neue Anlagenkonzept für<br />

die kontinuierliche Pulveragglomeration: Feine Pulver und<br />

Pulvermischungen in gleichmäßig poröse, praktisch staubfreie,<br />

sehr gut lösliche und dosierbare Granulate zu überführen – das<br />

leistet das neue Anlagenkonzept GF ModFlex in Endlosschleife<br />

bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit. Glatt adressiert mit<br />

dem Kompaktsystem in Modulbauweise Hersteller, die ihren<br />

Maschinenpark bei gegebenen Platzverhältnissen kurzfristig<br />

aufrüsten oder erneuern wollen und Produktionsvolumina<br />

zwischen 100 und 3 000 kg/h anstreben. Das Atex-konforme, mit<br />

WIP-Reinigung ausgestattete Konzept punktet darüber hinaus mit<br />

enorm kurzer Installationszeit von nur zwölf Tagen sowie einem<br />

integrierten Raum- und Zonenkonzept.<br />

Halle 3, Stand 249<br />

www.glatt.com<br />

Prozesse standortunabhängig digital<br />

analysieren<br />

Hosokawa Alpine hat mit dem Remote Service eine digitale<br />

Lösung zur Überwachung und Analyse der Produktionsprozesse<br />

entwickelt. Kunden sparen somit Zeit und Kosten beim Service<br />

ihrer Anlagen. Grundlage des Remote Services ist die Integration<br />

eines sogenannten Datenlogger in die vorhandene Maschinensteuerung.<br />

Dieser speichert und visualisiert fortwährend die<br />

Prozessdaten. Um Missbrauch vorzubeugen, können Kunden<br />

einfach und sicher festlegen, wer Zugriff auf diese Daten<br />

bekommt. Bei Bedarf und entsprechender Berechtigung rufen<br />

Service-Ingenieure die Daten ab und werten diese aus. Dabei<br />

analysieren sie Prozesseinstellungen, Anlagenfahrweise bei<br />

Qualitäts- bzw. Kapazitätsproblemen<br />

sowie den Maschinenzustand.<br />

Durch den Remote Service ergeben<br />

sich zahlreiche praktische Vorteile für<br />

Kunden. Beispielsweise vergehen<br />

bisweilen mehrere Stunden zwischen<br />

der Änderung von Prozesseinstellungen<br />

und der tatsächlichen Reaktion<br />

der Anlage. Durch die Onlineüberwachung<br />

kann der Vor-Ort-Service<br />

reduziert werden, wodurch Reise- und<br />

Wartezeiten entfallen. Darüber hinaus<br />

können die ermittelten Datenmengen<br />

genutzt werden, um auf Grundlage<br />

vergangener Szenarien Rückschlüsse<br />

auf zukünftige Ereignisse zu ziehen<br />

und so Störfälle nach Möglichkeit zu vermeiden.<br />

Halle 4A, Stand 233<br />

www.hosokawa-alpine.com<br />

IMPRESSUM<br />

vereinigt mit BioTec<br />

erscheint <strong>2019</strong> im 53. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />

Redaktion<br />

Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar,<br />

Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de<br />

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />

Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />

Redakteurin: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />

Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />

Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />

Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />

Doris Buchenau, Melanie Lerch,<br />

Petra Weidt, Ulla Winter<br />

(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />

Gestaltung<br />

Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein,<br />

Mario Wüst<br />

Chef vom Dienst<br />

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />

Anzeigen<br />

Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />

E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />

E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />

Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />

Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 52: gültig ab 1. Oktober 2018<br />

www.vereinigte-fachverlage.info<br />

Leserservice<br />

vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266<br />

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />

Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />

(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />

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Einzelheftpreis: € 12,50 (zzgl. Versandkosten)<br />

Jahresabonnement: Inland: € 96,- (inkl. Versandkosten)<br />

Ausland: € 111,- (inkl. Versandkosten)<br />

Abonnements verlängern sich automatisch um ein<br />

weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />

Verlag<br />

Vereinigte Fachverlage GmbH<br />

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz<br />

Postfach 100465, 55135 Mainz<br />

Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100<br />

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www.engineering-news.net<br />

Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />

Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />

Umsatzsteur-ID: DE 149063659<br />

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen<br />

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401<br />

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Tel.: 06131/992-265, E-Mail: b.thomas-meyer@vfmz.de<br />

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Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-200,<br />

E-Mail: l.rach@vfmz.de<br />

Druck und Verarbeitung<br />

Limburger Vereinsdruckerei GmbH<br />

Senefelderstraße 2, 65549 Limburg<br />

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Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich beim<br />

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Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und<br />

Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der Annahme<br />

des redaktionellen Contents (Texte, Fotos, Grafiken<br />

etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser Zeitschrift geht<br />

das umfassende, ausschließliche, räumlich, zeitlich und inhaltlich<br />

unbeschränkte Nutzungsrecht auf den Verlag über.<br />

Dies umfasst insbesondere das Recht zur Veröffentlichung<br />

in Printmedien aller Art sowie entsprechender Vervielfältigung<br />

und Verbreitung, das Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung<br />

und Übersetzung, das Recht zur Nutzung für eigene<br />

Werbezwecke, das Recht zur elektronischen/digitalen<br />

Verwertung, z. B. Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen<br />

Systemen, zur Veröffentlichung in Datennetzen<br />

sowie Datenträger jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im<br />

Rahmen von Internet- und Online-Dienstleistungen, CD-<br />

ROM, CD und DVD und der Datenbanknutzung und das<br />

Recht, die vorgenannten Nutzungsrechte auf Dritte zu<br />

übertragen, d. h. Nachdruckrechte einzuräumen. Eine Haftung<br />

für die Richtigkeit des redaktionellen Contents kann<br />

trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen<br />

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64 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


POWTECH I TOP-THEMA<br />

Kontinuierliche Teigherstellung<br />

Das kontinuierliche Knetsystem Codos wurde komplett überarbeitet<br />

und präsentiert sich in neuem Design und mit neuem<br />

Namen: Codos NT. So kommt unter anderem ein neues Antriebssystem<br />

zum Einsatz, was eine deutliche Leistungssteigerung bei<br />

gleichzeitiger Baugrößenreduzierung<br />

zur Folge hat. Das System ist<br />

laut Hersteller wartungsfreundlich<br />

und besticht durch seine<br />

hohe Verfügbarkeit.<br />

Mit dem Produkt Mira Connect<br />

können Komponenten automatisch<br />

identifiziert und spezifische<br />

Informationen auf mobilen Endgeräten<br />

bereitgestellt werden.<br />

Das Programm liefert genaue<br />

Informationen zu Spezifikationen,<br />

Ersatzteillisten, Anweisungen<br />

zur Inbetriebnahme, Bedienung,<br />

Wartung oder Serviceintervallen.<br />

Jedes beliebige Produkt<br />

kann damit ausgestattet werden,<br />

egal welcher Hersteller sich dahinter verbirgt. Zeppelin hat hier<br />

eine horizontale Plattform geschaffen, die es dem Kunden ermöglicht,<br />

den Service, die Wartung und Instandhaltung seiner Anlage<br />

auf einen Blick zu managen.<br />

Ebenfalls völlig überarbeitet wurde das Weichen- und Schleusenprogramm<br />

im Nieder- und Mitteldrucksegment. Die Komponenten<br />

sind nun leistungsstärker, leichter, druckfester und serienmäßig<br />

digital mit Mira Connect ausgestattet, was sich ebenso<br />

positiv auf die Betriebskosten auswirkt, wie das geringere Gewicht<br />

und die geringeren Baugrößen. Für diese Komponenten im Hygenic<br />

Design ist EHEDG in Vorbereitung. Bereits eingesetzte Schleusen<br />

und Weichen können problemlos durch die neue Komponenten-<br />

Generation ausgetauscht werden.<br />

Halle 4, Stand 307<br />

Umfangreiches<br />

Hygienepumpen-Programm<br />

Mit dem Kauf des renommierten Pumpenherstellers JEC präsentiert<br />

Verder jetzt ein neues, umfangreiches Hygienepumpen-<br />

Programm. Zusätzlich zu den klassischen Drehkolbenpumpen<br />

sind auch spezielle Ausführungen wie z. B. hochreine Pumpen,<br />

Hochdruckpumpen und auch dosierfähige Drehkolbenpumpen<br />

lieferbar. Alle Pumpen sind umfassend zertifiziert (EHEDG,<br />

EN1935/2004, FDA, 3A) und können mit einer Vielzahl<br />

unterschiedlicher Rotoren ausgestattet werden. Neben den<br />

herkömmlichen Bi-Wing, Single-Wing, Tri-Lobe und Bi-Lobe-<br />

Rotoren sind auch weniger bekannte Rotorformen wie Heli-Lobe<br />

aus Kunststoff und Edelstahl oder Multilobe-Rotoren verfügbar.<br />

Diese umfangreiche Auswahl ist einzigartig auf dem Markt und<br />

garantiert eine perfekte Anpassung an den Produktionsprozess.<br />

Alle medienberührten Oberflächen besitzen eine Oberflächengüte<br />

Ra < 0,6 µm oder besser und bestehen aus Edelstahl 316 L.<br />

Das Dichtungskonzept ermöglicht eine rasche Instandhaltung,<br />

einfache Reinigung und geringe Ausfallzeiten. Die Dichtungen<br />

werden von vorne gewechselt. Ein optimales CIP-Ergebnis wird<br />

durch die O-Ring-Position sichergestellt, die den Totraum zwischen<br />

Gehäusedeckel und Pumpengehäuse<br />

minimiert. Eine Vielzahl<br />

an Optionen wie Heizmäntel,<br />

Überströmventile ergänzen das<br />

breite Produktportfolio der<br />

Drehkolbenpumpen.<br />

Halle 3, Stand 528<br />

www.verder.de<br />

www.zeppelin-systems.de<br />

Gefahrstoffe sicher lagern<br />

Das Gefahrstoffdepot Securo,<br />

das in sechs Modellen<br />

verfügbar ist, wurde speziell für<br />

die Lagerung von Kleingebinden<br />

oder Fässern mit einem<br />

Volumen von bis zu 200 l<br />

entwickelt und bietet eine<br />

optimierte Innenhöhe. Ein<br />

neues Schrankmodell mit<br />

platzsparenden Schiebetüren<br />

erweitert die Polystore-Reihe<br />

zur Lagerung wassergefährdender und aggressiver Flüssigkeiten.<br />

Mit den neu entwickelten Modellen Safestore und Smartstore<br />

etabliert Denios eine neue Generation der Sicherheitsschränke –<br />

mit Feuerbeständigkeit von außen und nun auch von innen.<br />

Aber auch im Bereich Sicherheitsausstattung hat der Hersteller<br />

eine Soforthilfe parat: Der Densorb Caddy bietet maximale<br />

Sicherheit im Leckagefall und enthält vom Warnaufsteller über<br />

eine praxisbewährte Auswahl an Bindemitteln bis zur richtigen<br />

PSA alles, was wichtig ist. Auch im Bereich Atemschutz gab es ein<br />

Sortiments-Update: Über 90 neue Top-Markenprodukte<br />

bereichern nun das umfangreiche Sortiment.<br />

www.denios.de


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />

Schimmel<br />

macht Säure<br />

Biotechnologische Herstellung<br />

von Zitronensäure<br />

Ob in Soft Drinks, Entkalkern oder<br />

Blutkonserven – Zitronensäure ist<br />

essenzieller Bestandteil vieler<br />

Produkte. Die Gewinnung erfolgt in<br />

industriellem Maßstab in<br />

Fermentern.<br />

Zitronensäure ist eine der im Pflanzenreich<br />

am weitesten verbreiteten Säuren<br />

und tritt als Stoffwechselprodukt in allen<br />

Organismen auf. Daneben findet sich industriell<br />

hergestellte Zitronensäure auch in<br />

vielen Produkten des täglichen Lebens. So<br />

wird sie häufig in kalklösenden Reinigungsmitteln<br />

eingesetzt, da sie einen angenehmeren<br />

Geruch hat als essighaltige Kalkreiniger.<br />

Hinzu kommt, dass Zitronensäure<br />

nicht nur durch ihren niedrigen pH-Wert<br />

kalklösend wirkt, sondern auch durch<br />

Bildung eines Calcium-Komplexes. Zum<br />

Lösen von Kalk- sowie Eisen- und Manganverbindungen,<br />

die sich bei der Verockerung<br />

von Brunnen bilden, wird Zitronensäure<br />

auch gemeinsam mit einer geringen Zugabe<br />

von Ascorbinsäure eingesetzt.<br />

Zitronensäure und ihre Salze werden<br />

außerdem zur Konservierung und auch<br />

zur Homogenisierung als Schmelzsalz<br />

sowie als Säuerungsmittel bzw. Säureregulator<br />

von Lebensmitteln verwendet, bei­<br />

spielsweise in Getränken. In Brausepulver<br />

und -stäbchen ist sie zusammen mit<br />

Natriumhydrogen carbonat enthalten.<br />

Zitronensäure wird beispielsweise in<br />

Limonaden und Eistee verwendet. Als<br />

natürlicher Bestandteil der meisten<br />

Früchte ist sie in Fruchtsäften enthalten.<br />

Zitronensäure ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff<br />

unter der Nummer E 330<br />

in den meisten Lebensmitteln unbegrenzt<br />

zugelassen.<br />

Und auch der medizinische Bereich setzt<br />

auf Zitronensäure. Zitrate verhindern die<br />

Blutgerinnung, weshalb man Blutspenden<br />

in Beuteln konserviert, die eine Zitratpufferlösung<br />

enthalten.<br />

Herstellung – gestern und heute<br />

Traditionell wurde Zitronensäure aus<br />

Zitrusfrüchten gewonnen. Dafür wurde<br />

Zitronensaft mit konzentrierter Ammoniaklösung<br />

versetzt, eingedickt und filtriert.<br />

Das leicht lösliche Ammoniumcitrat<br />

wurde durch Fällung mit Calciumchlorid<br />

in schwerer lösliches Calciumcitrat umgewandelt.<br />

Die Lösung wurde erneut filtriert<br />

und der Filterkuchen in 25%iger Schwefelsäure<br />

gelöst, wobei noch schlechter<br />

lösliches Calciumsulfat (Gips) ausfällt.<br />

Nach er neuter Filtration wird eine<br />

Zitronensäure lösung gewonnen. Durch<br />

Kristallisation entsteht schließlich reine<br />

Zitronensäure.<br />

Industriell stellt man Zitronensäure durch<br />

Fermentation zuckerhaltiger Rohstoffe wie<br />

Melasse und Mais her. Für die Fermentation<br />

werden Schimmelpilze (Aspergillus-niger-<br />

Stämme) verwendet. Die Fermentation<br />

wird bei pH-Werten kleiner 3 durchgeführt,<br />

denn unter diesen Bedingungen wird das<br />

Folgeenzym der Zitratsynthase im Zitratzyklus,<br />

die Aconitase, gehemmt. Dies führt<br />

dazu, dass die Schimmelpilze die Zitronensäure<br />

nur in geringem Maße abbauen. Zum<br />

anderen wird die Außenmembran der Pilzzellen<br />

instabil und die Zitronensäure wird<br />

in das Außenmedium abgegeben. Hinzu<br />

kommt, dass die Kontaminationsgefahr<br />

durch unerwünschte Fremdorganismen bei<br />

dem niedrigen pH-Wert gering ist.<br />

Durch Zugabe von Kaliumhexacyanidoferrat(III)<br />

werden Fe 2+ -Ionen gebunden, sodass<br />

die Fe 2+ -Konzentration unter 5 mg/l<br />

fällt. Dadurch fehlt der Aconitase der Cofaktor<br />

und damit die Funktionsfähigkeit.<br />

Reinheit und Verträglichkeit der Zitronensäure<br />

auf dem Markt zeigen große<br />

Unterschiede. Verschiedene Aspergillusniger-Stämme<br />

produzieren unter bestimmten<br />

Wachstumsbedingungen Mykotoxine.<br />

Die Produktion dieser Stoffe findet<br />

unter kontrollierten Bedingungen<br />

nicht statt. In hoch aufgereinigter Zitronensäure<br />

finden sich keine Rückstände<br />

von Schimmelpilzen. z<br />

Foto: Fotolia (#106716171, Womue)<br />

66 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>


VORSCHAU<br />

IM NÄCHSTEN HEFT: 5/<strong>2019</strong><br />

ERSCHEINUNGSTERMIN: 07. 05. <strong>2019</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 17. 04. <strong>2019</strong><br />

01<br />

02<br />

03<br />

04<br />

01 Clamp-on-Ultraschallsysteme messen den Durchfluss von Wasser<br />

über den gesamten Zyklus, von der Gewinnung über die Aufbereitung<br />

und den Gebrauch bis zum Abwasser<br />

02 Im Supplement UMWELTTECHNIK dreht sich alles um produktionsintegrierten<br />

Umweltschutz – dieser ist nicht nur gut für die Umwelt,<br />

sondern führt auch zu Kosteneinsparungen<br />

03 Chemikalienschutzanzüge verhindern, dass Mitarbeiter bei<br />

Verladetätigkeiten oder Inspektionen mit Gefahrstoffen benetzt<br />

werden<br />

Der direkte Weg<br />

Internet:<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

E-Paper:<br />

digital.verfahrenstechnik.de<br />

Redaktion:<br />

redaktion@verfahrenstechnik.de<br />

04 PTFE-Verbundkompensatoren halten unvorhersehbaren<br />

Pulsationen in Entstaubungsanlagen stand<br />

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />

VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 67


SMARTGELÖST<br />

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Einfach die zu installierende Pumpe sowie den gewünschten BUS-Protokoll-Typauswählen –schon erhalten<br />

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