Verfahrenstechnik 4/2019
Verfahrenstechnik 4/2019
Verfahrenstechnik 4/2019
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19098<br />
4<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
April <strong>2019</strong><br />
Wirksamer Schutz<br />
Pneumatische Förderung von<br />
explosionsfähigen Schüttgütern<br />
Top-Thema Powtech<br />
Pharma- und<br />
Schüttgut-Trends<br />
Big-Bag-Entleerstation<br />
Produktvermischungen und<br />
Verunreinigungen vermeiden<br />
Messtechnik<br />
Optimierung von<br />
Zerkleinerungsanlagen
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POWTECH<br />
09–11 APRIL<br />
HALL 3 / 3-249
EDITORIAL<br />
Zu Risiken und<br />
Nebenwirkungen ...<br />
Ob Vitamine, Diätgetränke oder Antifaltenprodukte – die Regale in Apotheken<br />
und Drogeriemärkten sind voll von freiverkäuflichen Lifestyle-Produkten.<br />
Pharmaunternehmen sind nicht mehr nur reine Medikamenten-Hersteller,<br />
sondern positionieren sich mittlerweile auch als Dienstleister, die beispielsweise<br />
Patienten bei der Medikamenteneinnahme unterstützen. Das Thema Gesundheitsversorgung<br />
ist im Umbruch, und die pharmazeutische Industrie tut gut<br />
daran, diesen Wandel aktiv mit Patienten-individuellen Produkten und<br />
Dienstleistungen mitzugestalten.<br />
Bei der Herstellung von Medikamenten<br />
spielt die <strong>Verfahrenstechnik</strong> eine große<br />
Rolle. Der Markt verlangt nach Anlagen mit<br />
kürzeren Durchlaufzeiten und geringeren<br />
Produktionskosten bei gleichzeitig hoher<br />
Flexibilität. Für Hersteller fester oraler<br />
Darreichungsformen wurden bereits erste Lösungsansätze entwickelt,<br />
die den Weg vom Labor zur Konti-Produktion deutlich beschleunigen<br />
und kleinste Wirkstoffmengen präzise dosieren können.<br />
Auch modulare Lösungen sind ein neuer Trend, weil sie die<br />
rentable, flexible Produktion kleiner Chargen ermöglichen – ein<br />
wichtiger Aspekt angesichts wachsender Individualisierung bei der<br />
Medikation.<br />
Zu sehen sind diese Lösungen und viele weitere Produkte für die<br />
Pharma-Prozesstechnologie auf der Powtech in Nürnberg. Über<br />
380 Aussteller bieten dort Innovationen speziell für die Pharmaproduktion<br />
an. Zwei besondere Highlights sind das Fachforum<br />
Pharma.Manufacturing.Excellence und die Guided Tours am ersten<br />
und am dritten Messetag um 13 Uhr in Halle 3. Mehr dazu in unseren<br />
Berichten auf den Seiten 8 und 10.<br />
Die Pharmaindustrie<br />
braucht rentable, flexible<br />
Produktionsanlagen<br />
Eva Linder<br />
Chefredakteurin<br />
e.linder@vfmz.de<br />
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Halle 4 · Stand 4-330<br />
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INHALT<br />
12 38 46<br />
Pharma: Konus-Schneckenmischer<br />
gewährleisten einen schonenden und<br />
zugleich effektiven Mischprozess<br />
Kosmetik: Ein neues Ventil verbessert die<br />
Homogenisierung von Nanoemulsionen<br />
und sorgt für ein transparentes Ergebnis<br />
Baustoffe: Feuchtesensoren stellen in<br />
Echtzeit die Qualität von Quarzsand und<br />
Beton sicher<br />
AKTUELLES<br />
5 Personen, Märkte, Unternehmen<br />
6 Seminare, Tagungen, Kurse<br />
TOP-THEMA POWTECH<br />
8 Pharma- und Schüttgut-Trends auf der Powtech <strong>2019</strong><br />
10 Komponenten für optimale Pharmaprozessanlagen<br />
12 Konus-Schneckenmischer in der Herstellung von<br />
tier medizinischen Produkten<br />
14 Grenzenlose Produktauswahl stellt Unternehmen vor<br />
Herausforderungen<br />
16 Big-Bag-Entleerstation verhindert Produktvermischung<br />
18 Zonensammler nehmen Proben aus allen<br />
Schüttgutschichten<br />
20 Produktinformationen<br />
28 TITEL Pneumatische Förderung von explosionsfähigen<br />
Schüttgütern mit Gebläsen und Verdichtern<br />
32 Doppelschraubenpumpe mit angeflanschtem<br />
Zusatzgetriebe<br />
38 Schnelle und flexible Homogenisierung von<br />
Nanoemulsionen<br />
44 Messtechnik für die Optimierung von Brechern<br />
46 Feuchtemessung zur Qualitätskontrolle im Quarzwerk<br />
48 Dynamische Pulverprüfung ermittelt Fließfähigkeit und<br />
Auswirkungen des Feuchtigkeitsgehaltes<br />
56 Sicherheit auch abseits der geltenden Normen und<br />
bekannter Medien gewährleisten<br />
58 Schnelle Röntgeninspektionslösung als fester Kontrollpunkt<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
55 Inserentenverzeichnis<br />
64 Impressum<br />
66 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />
67 Vorschau<br />
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TITELBILD<br />
Aerzener Maschinenfabrik<br />
GmbH, Aerzen<br />
4 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
Veranstaltungen der O-Ring-Akademie<br />
AKTUELLES<br />
Der unabhängige Hersteller für<br />
O-Ringe und Elastomerdichtungen<br />
C. Otto Gehrckens schult<br />
seit vielen Jahren erfolgreich Mitarbeiter<br />
verschiedener Unternehmen<br />
und Branchen in der<br />
O-Ring-Akademie. Diese bietet<br />
sowohl versierten Experten als<br />
auch technischen und kaufmännischen<br />
Mitarbeitern die<br />
Möglichkeit, sich über das komplexe Thema O-Ringe fundiert fortzubilden.<br />
In Kompakt- und Intensivseminaren vermitteln erfahrene<br />
Referenten umfassendes Know-how in wichtigen Bereichen der<br />
Dichtungstechnik. Infos zu den Seminaren im Mai, Juni, September<br />
und November per Mail unter seminar@o-ring-akademie.de.<br />
www.cog.de<br />
Wachstumsschub für Endress+Hauser<br />
Die Geschäfte von Endress+Hauser haben sich 2018 über alle Regionen<br />
und Branchen hinweg sehr positiv entwickelt. Die Firmengruppe<br />
meldet neue Höchstmarken bei Umsatz, Gewinn und Beschäftigung.<br />
Den vorläufigen Geschäftszahlen zufolge steigerte<br />
Endress+Hauser den Umsatz 2018 um mehr als 9 % auf über<br />
2,4 Milliarden Euro. Wechselkurseinflüsse verhinderten noch bessere<br />
Resultate. Neue Stellen schuf das Familienunternehmen vor<br />
allem in Fertigung, Forschung und<br />
Entwicklung sowie Service. Zum<br />
Jahresende zählte Endress+Hauser<br />
weltweit 13 928 Beschäftigte, 629<br />
mehr als 2017. „Die positive Umsatzentwicklung<br />
zeigt, dass wir uns<br />
gut im Markt behauptet haben“,<br />
erklärte CEO Matthias Altendorf<br />
(Bild). Beflügelt wurde das Wachstum<br />
durch Innovationen aus<br />
sämtlichen Arbeitsbereichen: „Wir<br />
haben unsere Kunden mit mehr als 50 neuen Produkten, Lösungen<br />
und Dienstleistungen unterstützt. Dabei konnten wir sowohl entlang<br />
unserer Digitalisierungsstrategie als auch bei der Messung und<br />
Analyse von Qualitätsparametern Akzente setzen“, sagte der Chef<br />
der Firmengruppe.<br />
www.endress.com<br />
VDMA: Deutsche Exporte von Wasser- und<br />
Abwassertechnik steigen<br />
Die deutschen Hersteller von Komponenten und Systemen zur<br />
Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung konnten<br />
ihre Ausfuhren im Jahr 2018 erstmalig auf mehr als eine<br />
Milliarde Euro steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die<br />
Exporte deutlich (plus 3,9 %) auf rund 1 038 Mio. EUR (2018) gegenüber<br />
rund 999 Mio. EUR (2017). Gerade wegen der teilweise<br />
deutlichen Veränderungen in einzelnen Regionen bleibt die EU-<br />
28 wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Hersteller von<br />
Wasser- und Abwassertechnik und stabilisiert das hohe Niveau<br />
deutscher Exporte.<br />
www.vdma.org<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 5
AKTUELLES<br />
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />
Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />
PRAXISKURS Emissionsmessungen im<br />
gesetzlich geregelten Bereich<br />
GRUNDSCHULUNG Gefahrgutbeauftragte:<br />
Erster Verkehrsträger Straße<br />
SEMINAR ISO 9001:2015 – Qualitätsmanagement<br />
für Führungskräfte<br />
KURS Projektmanagement mit<br />
Lean Six Sigma<br />
PRAKTIKERKONFERENZ Pumpen in der<br />
Verfahrens- und Abwassertechnik<br />
ANWENDERSEMINAR Moderne Labormethoden<br />
der Analytik<br />
INTENSIVSEMINAR Expertenwissen O-Ringe –<br />
Einsatz inkl. Prüfung und Schadensanalyse<br />
WEITERBILDUNG Betriebsbeauftragter für<br />
Abfall / Abfallbeauftragter<br />
15.–17.04.19,<br />
Kassel<br />
23.–25.04.19,<br />
Lübeck<br />
29.04.19,<br />
Essen<br />
29./30.04.19,<br />
Frankfurt/M.<br />
06.–08.05.19,<br />
Graz, Österreich<br />
07.05.19,<br />
Hamburg<br />
08./09.05.19,<br />
Pinneberg<br />
13.–16.05.19,<br />
Offenbach<br />
FACHSCHULUNG Explosionsschutz (Atex) 15.05.<strong>2019</strong>,<br />
Weil am Rhein<br />
ANWENDERSEMINAR Chemie- und<br />
Pharmaindustrie<br />
23./24.05.19,<br />
Schiltach<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Dekra Akademie, Tel. 0711/7861-0,<br />
www.dekra-akademie.de<br />
Tüv Nord, Tel. 0800/8888020,<br />
www.tuevnordakademie.de<br />
GDCh, Tel. 069/7917-485,<br />
www.gdch.de/fortbildung<br />
TU Graz, Tel. +43(0)316/873-8079,<br />
www.praktiker-konferenz.com<br />
CEM, Tel. 02842/96440,<br />
www.cem.de<br />
C. Otto Gehrckens, Tel. 04101/5002-0,<br />
www.o-ring-akademie.de<br />
Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />
www.umweltinstitut.de<br />
Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,<br />
www.de.endress.com<br />
Vega, Tel. 07836/50-0,<br />
www.vega.com<br />
Ystral wächst<br />
Mit einem zweiten Standort in<br />
Südbaden will sich die Ystral<br />
GmbH für weiteres Wachstum<br />
rüsten. Der Maschinen- und<br />
Anlagenbauer hat 2018 das<br />
erfolgreichste Jahr seiner 60-<br />
jährigen Geschichte erlebt. Der<br />
Umsatz sei um mehr als 6 % von<br />
39,5 auf 42,0 Mio. EUR gestiegen<br />
und habe sich damit in den<br />
vergangenen zehn Jahren verdreifacht.<br />
Um auch in Zukunft<br />
Raum für Wachstum zu haben,<br />
Bizerba und A&D kooperieren<br />
Bizerba hat eine Partnerschaft mit dem japanischen Messinstrumentehersteller A&D gestartet. Das<br />
Traditionsunternehmen aus Tokio ist bekannt für High-End-Labor- und Präzisionswägelösungen und<br />
sei damit ein idealer Kooperationspartner für das Familienunternehmen aus Balingen. „Die neue<br />
Partnerschaft ermöglicht es beiden Unternehmen, noch besser auf die Anforderungen des Marktes<br />
zu reagieren und marktübergreifende Erfolge zu erzielen. Kunden profitieren dabei weiterhin von<br />
unserer exzellenten Serviceleistung, da Support und Wartung aller Produkte der Kooperation auch in<br />
Zukunft in unser Aufgabengebiet fällt. Das Potenzial ist vorhanden und der Grundstein gelegt. Wir<br />
blicken mit großer Zuversicht auf die Zusammenarbeit“, so Andreas Wilhelm Kraut, CEO und Gesellschafter<br />
von Bizerba.<br />
www.bizerba.com<br />
schafft Ystral nun einen zweiten<br />
Standort in der Region. In<br />
Sulzburg, nur wenige Kilometer<br />
vom Stammsitz Ballrechten-<br />
Dottingen entfernt, wurde ein<br />
Gebäude gekauft. „Wir sind begeistert<br />
von diesem modernen<br />
und charaktervollen Gebäude“,<br />
sagt der geschäftsführende<br />
Gesellschafter Peter Manke. In<br />
Kürze sollen Mitarbeiter aus<br />
der Verwaltung in Sulzburg ihre<br />
Arbeit aufnehmen.<br />
www.ystral.de<br />
EFFIZIENT GEMACHT<br />
RESSOURCEN SCHONEN,<br />
KOSTEN SENKEN, UMWELT SCHÜTZEN<br />
Ihr unternehmerischer Erfolg ist unser Ziel. Als<br />
Landesagentur vernetzen wir Wirtschaft, Wissenschaft<br />
und Politik. Wir initiieren zukunftsweisende Projekte,<br />
horchen weltweit in die Märkte, ebnen neuen grünen<br />
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Technologien den Weg und leisten Wissenstransfer.<br />
Ressourcen zu schonen, Material im Kreislauf zu<br />
führen, Energie effizient zu nutzen sind unsere Themen.<br />
Wir unterstützen Sie dabei,<br />
ressourceneffiziente Wege zu gehen.<br />
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6 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
Schwing-Gruppe feiert 50-jähriges Jubiläum<br />
Die Schwing-Gruppe ist seit 1969 mit<br />
thermischer Reinigungstechnologie<br />
und Prozessmesstechnik erfolgreich.<br />
Angefangen hat alles als Zwei-Personen-Betrieb:<br />
Im Februar 1969 meldete<br />
Firmengründer Ewald Schwing sein<br />
Handelsgewerbe in Duisburg an. Im<br />
Jubiläumsjahr feiern die jetzigen<br />
Geschäftsführer Ewald Schwing, Ralf<br />
Diederichs, Thomas Schwing und Alfred<br />
Schillert (Bild v. l.) und ihre rund<br />
100 Mitarbeiter das 50-jährige Bestehen<br />
des Unternehmens. Stolz blickt Ewald<br />
Schwing auf die erfolgreiche Firmengeschichte<br />
zurück: „Wir sind mittlerweile<br />
Weltmarktführer für komplette Reinigungslösungen. Von unserem Unternehmenssitz in Neukirchen-<br />
Vluyn aus konnten wir bislang mehr als 3 000 Reinigungsanlagen in etwa 75 Länder verkaufen.“<br />
Temperaturmessung<br />
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Durchlauföfen<br />
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• Optional Echtzeitanzeige<br />
•Kalibrationsdaten im Logger<br />
•3,8 Mio. Messwerte<br />
www.schwing-technologies.de<br />
Genehmigungsmanagement bei Neu- und Umbau<br />
Bei Neu- und Umbau von Industrieanlagen gilt es, Termine und Kosten im Blick zu halten. Dies gelingt<br />
jedoch nur, wenn erforderliche Genehmigungen rechtzeitig geplant und eingeholt werden. Neben<br />
technischen Vorschriften sind dabei immer komplexere umweltrechtliche Vorgaben zu beachten. Um<br />
ein strukturiertes Genehmigungsmanagement<br />
zu gewährleisten, muss die Zusammenarbeit<br />
zwischen den Projektbeteiligten<br />
und Behörden klar koordiniert werden.<br />
Die 4. Jahrestagung „Genehmigungsmanagement<br />
bei Neu- und Umbau von<br />
Industrieanlagen“ am 14./15. Mai <strong>2019</strong> in<br />
Düsseldorf greift die wichtigsten Themen<br />
rund um das industrielle Genehmigungsmanagement<br />
auf. In praxisnahen Fachbeiträgen<br />
werden die Herausforderungen aus<br />
der Perspektive von Anlagenbauern, -betreibern,<br />
Rechtsanwälten, Ingenieuren<br />
und Experten beleuchtet. Zwei halbtägige<br />
Intensiv-Workshops zu Ausgangszustand<br />
und Rückführungspflicht am Beispiel eines komplexen Industriestandortes sowie effektiver Vorbereitung<br />
und Durchführung von Genehmigungsverfahren bieten Teilnehmern die Möglichkeit, gemeinsam<br />
Optimierungsansätze zu erarbeiten.<br />
• IP67 Datenlogger<br />
• Hitzeschutzbehälter in<br />
Aluminium oder Edelstahl<br />
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Vogelsang erweitert Geschäftsführung<br />
www.vogelsang.info<br />
David Guidez (Bild) ist seit Kurzem Mitglied der Geschäftsführung<br />
der Vogelsang GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit Hugo und Harald<br />
Vogelsang leitet er die Geschicke des Unternehmens und verantwortet<br />
insbesondere die Bereiche Produktion, Qualitätswesen, Auftragsabwicklung<br />
und Service. Grund für die Erweiterung der Geschäftsführung<br />
ist das starke Unternehmenswachstum und der erfolgreiche<br />
Internationalisierungskurs in den vergangenen Jahren. „Die Wachstumsentwicklung<br />
der vergangenen Jahre stellt uns vor neue strategische<br />
und organisatorische Herausforderungen“, erklärt Vogelsang-<br />
Geschäftsführer Harald Vogelsang. „Mit David Guidez haben wir einen<br />
Experten gewonnen, der bereits verantwortliche Positionen in mehreren<br />
deutschen Maschinenbauunternehmen innehatte.“<br />
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graphischer Auswertung<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Auf einen Blick<br />
Termin: 09. bis 11. April <strong>2019</strong><br />
Öffnungszeiten: DI, MI 9–18 Uhr,<br />
DO 9–17 Uhr<br />
Eintrittspreise: Tageskarte 35 EUR,<br />
Dauerkarte 45 EUR<br />
Ort: Messezentrum Nürnberg<br />
Aussteller: ca. 800<br />
Internet: www.powtech.de<br />
Schneller vom Labor zum Prozess<br />
Pharma- und Schüttgut-Trends auf der Powtech <strong>2019</strong><br />
Die internationale Leitmesse für<br />
mechanische <strong>Verfahrenstechnik</strong>,<br />
Analytik und Handling von Pulver<br />
und Schüttgütern läuft vom 9. bis<br />
11. April <strong>2019</strong> in Nürnberg. Sie ist<br />
das Treffen für Experten der pulverund<br />
schüttgutverarbeitenden<br />
Industrien.<br />
Auf der Powtech erleben Fachbesucher<br />
das gesamte Portfolio der mechanischen<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong>. Damit ist die<br />
internationale Fachmesse das führende<br />
Leitforum auch für die Verantwortlichen in<br />
Entwicklung, Herstellung und Analytik<br />
pharmazeutischer, kosmetischer, diätetischer<br />
und Health-Food-Produkte. In diesen<br />
Produktgruppen sind Hersteller im Vorteil,<br />
die auf veränderte Kundenbedürfnisse am<br />
schnellsten reagieren können. Bei den über<br />
800 Ausstellern der Powtech <strong>2019</strong> aus<br />
32 Ländern sind daher Lösungen für mehr<br />
Effizienz und Geschwindigkeit in der Produktion<br />
ein wichtiges Thema.<br />
Eine der großen Herausforderungen in<br />
den Branchen Pharma, Kosmetik und Food<br />
ist seit jeher, die Entwicklungszeiten zu verkürzen.<br />
Einen Lösungsansatz für Hersteller<br />
fester oraler Darreichungsformen hat bspw.<br />
Bosch entwickelt und wird diesen auf der<br />
Powtech <strong>2019</strong> erstmals offen in Deutsch-<br />
land zeigen. Über 380 weitere Aussteller<br />
bieten auf der Fachmesse Innovationen<br />
speziell für die Pharmaproduktion an. Insgesamt<br />
sorgen über 800 Unternehmen<br />
in sechs Hallen auf der Messe für eine Vielfalt<br />
an Technologien und Lösungen<br />
rund um Prozesse wie Mahlen, Mischen,<br />
Trennen, Filtern, Agglomerieren und begleitende<br />
Prozesse.<br />
Fachprogramm für Spezialisten<br />
Experten der Pharmabranche dürfen sich<br />
zudem auf ein besonderes Highlight freuen:<br />
Das Fachforum Pharma.Manufacturing.Excellence<br />
in Halle 3. Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft<br />
für Pharmazeutische<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong> (APV), finden auf diesem<br />
Fachforum laufend Expertenvorträge<br />
Guided Tour Pharma-Prozesstechnologie<br />
mit dem Schwerpunkt feste Arzneiformen<br />
statt und bieten so einen persönlichen Fortbildungsmehrwert.<br />
In der Food- und Feed-Produktion ist die<br />
pneumatische Förderung von Pulvern und<br />
Schüttgütern von zentraler Bedeutung – sowohl<br />
für die Qualität der Produkte wie auch<br />
für die Gesamtwirtschaftlichkeit der Prozesse.<br />
Hersteller von Gebläsen und Vakuumsystemen<br />
haben sich darauf eingestellt<br />
und geben auf der Powtech interessante<br />
Blicke auf aktuelle Entwicklungen hinsichtlich<br />
Verfügbarkeit, Luftqualität, Plug&Play-<br />
Lösungen, Energieeffizienz und Einbindung<br />
in Industrie-4.0-Konzepte.<br />
Foto: NuernbergMesse<br />
www.nuernbergmesse.de<br />
Auf der Powtech wird es am ersten und<br />
dritten Messetag (9. und 11. April) eine<br />
Guided Tour zum Thema Pharma-Prozesstechnologie<br />
geben. Die etwa einstündige<br />
Tour führt zu Ausstellern, die Produkte<br />
und Lösungen für die pharmazeutische<br />
Industrie zeigen. Treffpunkt für die Tour<br />
ist in Halle 3, Stand 545. Die Teilnahme ist<br />
kostenlos, aber da die Plätze begrenzt<br />
sind, empfiehlt sich eine vorherige<br />
Anmeldung unter e.linder@vfmz.de.<br />
8 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
Glatt Ingenieurtechnik mit<br />
Innovationskompetenz<br />
Die Glatt Ingenieurtechnik aus Weimar, Spezialist für Anlagenbau<br />
und Prozessentwicklung, wurde vom ostdeutschen Wirtschaftsmagazin<br />
Wirtschaft + Markt unter die Top 150 der Innovationsführer<br />
in den neuen Bundesländern gewählt. Die Wirtschaftsministerien,<br />
Landesfördergesellschaften und Investitionsbanken der<br />
östlichen Bundesländer und Berlins haben Glatt als einen Leuchtturm<br />
unter den Maschinenbauern im Osten nominiert. Glatt plant<br />
und realisiert Anlagen und ganze Produktionsstätten für die<br />
Lebensmittel-, Tierfutter- und Feinchemie-Industrie sowie den<br />
Biotech-Sektor. „Aufgrund unserer technologie- und prozessorientierten<br />
Innovationskompetenz sind wir ein gefragter Entwicklungspartner<br />
im In- und Ausland“, sagt Dr. Michael Jacob (Bild rechts),<br />
Leiter <strong>Verfahrenstechnik</strong>, Process Technology Food, Feed & Fine<br />
Chemicals bei<br />
Glatt Ingenieurtechnik.<br />
„Die<br />
Mitarbeit in Gremien<br />
und öffentlich<br />
geförderten<br />
Verbundprojekten<br />
ermöglicht es<br />
uns, Ergebnisse<br />
aus unserer internen<br />
Forschung<br />
und Entwicklung<br />
schneller<br />
im industriellen<br />
Umfeld zu<br />
testen und durch die Bündelung komplementärer Kompetenzen<br />
weiterzuentwickeln. Zahlreiche Verfahren wie zum Beispiel die<br />
Rückgewinnung von wertvollem Phosphor aus Klärschlammaschen<br />
zur Erzeugung eines neuen pflanzenverfügbaren Düngergranulats<br />
konnten so zur Marktreife gebracht werden.“<br />
www.glatt.com<br />
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Yokogawa agiert nachhaltig<br />
Die Yokogawa Electric Corporation wurde erstmalig in „The Global<br />
100“, einen der weltweit führenden Nachhaltigkeitsindizes, aufgenommen.<br />
Yokogawa wurde in den Kategorien saubere Einnahmen<br />
und Innovationskapazität unter den ersten 25 % eingestuft. Im<br />
Kerngeschäft industrielle Prozessautomatisierung arbeitet Yokogawa<br />
mit Kunden aus den Bereichen Energie, Chemie, Eisen und Stahl,<br />
Wasser und weiteren Industrien zusammen, um Produktionseffizienz<br />
und -stabilität zu verbessern, CO 2<br />
-Emissionen und Ressourcenverbrauch<br />
zu reduzieren und Sicherheit am Arbeitsplatz zu<br />
gewährleisten. Im Jahr 2018 gründete das Unternehmen seine<br />
Zentrale für Life Innovation, um neue Lösungen für die Lebensmittel-<br />
und Pharmabranche zu entwickeln und zu einer gesunden<br />
und wohlhabenden Gesellschaft beizutragen. „Im Rahmen unserer<br />
drei Nachhaltigkeitsziele arbeitet Yokogawa daran, Null-Netto-<br />
Emissionen zu erreichen, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft<br />
zu vollziehen sowie Wohlbefinden zu gewährleisten, und<br />
für jedes Ziel haben wir für 2020 und 2030 Schlüsselindikatoren<br />
festgelegt“, erklärte Takashi Nishijima, Präsident und CEO von<br />
Yokogawa. „Die Aufnahme in den Global-100-Index <strong>2019</strong> bestätigt,<br />
dass unsere Kerngeschäfte bereits einen soliden Beitrag zu einer<br />
nachhaltigen Gesellschaft leisten und wir werden unsere Initiativen<br />
weiter ausbauen.“<br />
www.yokogawa.com/de<br />
www.ruwac.de<br />
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VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 9<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Die optimale Pharma-Anlage<br />
Mit Apparaten und Anlagen von der Stange ist der pharmazeutischen<br />
Industrie meist nicht gedient – Produktreinheit und Wirtschaftlichkeit<br />
sollten absolut im Vordergrund stehen. Mit welchen Komponenten Sie<br />
Ihre Pharmaprozessanlage optimal planen und betreiben können,<br />
erfahren Sie hier.<br />
Mischtrockner und Reaktor<br />
Foto: Fotolia (motorolka, #52456835)<br />
Das Arbeitsvolumen dieses Vertikalmischers<br />
kann ungefähr zwischen 0,4<br />
und 2 m³ variieren. Insofern sind ideale<br />
Mischgüten bei Füllgraden zwischen<br />
20 und 100 % erzielbar. Ein temperierbares<br />
helixartiges Schraubenband-Mischwerk<br />
bewegt die Mischgüter<br />
in der Peripherie des Mischraumes<br />
aufwärts und lässt sie im<br />
Zentrum abwärts fließen.<br />
www.amixon.de<br />
Halle 1,<br />
Stand 304<br />
Dosierer<br />
Die hochgenauen gravimetrischen Dosierer<br />
sind speziell auf die steigenden Anforderungen<br />
kontinuierlicher Prozesse abgestimmt.<br />
Dank des Einsatzes der verkleinerten D4-<br />
Plattformwaage mit einer patentierten und<br />
hochgenauen Wägetechnologie erfordern sie<br />
deutlich weniger Standfläche als bisherige<br />
Ausführungen. Je nach Aufgabe lassen sich<br />
mehrere Dosierer zu einem Cluster gruppieren:<br />
Bspw. bei kontinuierlichen Prozessen wie<br />
der Direktverpressung (CDC), der Extrusion,<br />
der Nass- und Trockengranulierung sowie bei<br />
traditionellen Chargenprozessen.<br />
www.coperion.com<br />
Halle 4,<br />
Stand 290<br />
Homogenisierventil<br />
Dieses Ventil soll das Homogenisierungsverfahren<br />
zur Verarbeitung von Mikro- und Nanoemulsionen<br />
für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie<br />
grundlegend verändern: Es können<br />
nahezu transparente Emulsionen hergestellt<br />
werden. Die neue Ventilgeometrie optimiert die<br />
Energieverteilung während des Homogenisierens<br />
und reduziert dadurch die Partikelgröße; der<br />
Homogenisierungseffekt wird deutlich verbessert.<br />
www.gea.com<br />
Halle 3,<br />
Stand 231<br />
10 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Halle 3,<br />
Stand 558<br />
Reinigungsanlage<br />
Ein Hersteller hat ein High-Containment System<br />
entwickelt, das Reinigungs- und Isolatortechnologie<br />
vereint. Der große Vorteil liegt darin, dass<br />
nicht wie bisher zwei Anlagen (Ein- und Ausschleuse-Isolator<br />
und Waschmaschine) benötigt<br />
werden, sondern nur eine einzige integrierte<br />
High-Containment Reinigungsanlage.<br />
Das High-Containment System ist speziell für<br />
das absolut dichte und staubfreie Handling,<br />
Waschen und Trocknen von toxisch kontaminierten<br />
Produktionsgütern entwickelt worden.<br />
www.amsonic.com<br />
Zum Thema Pharma-<br />
Prozesstechnologie<br />
gibt es auf der<br />
Powtech eine Guided<br />
Tour am 9. und am<br />
11. April jeweils um<br />
13 Uhr. Treffpunkt für<br />
den etwa einstündigen<br />
Rundgang ist in<br />
Halle 3, Stand 545.<br />
Halle 4,<br />
Stand 214<br />
Temperaturmessung<br />
Das selbstkalibrierende Thermometer hat eine<br />
komplett automatisierte Inline-Selbstkalibrierfunktion<br />
für hygienische sowie aseptische<br />
Anwendungen und ermöglicht eine lückenlose<br />
Überwachung im laufenden Prozess. Daraus<br />
resultieren eine hohe Produktsicherheit<br />
und eine Steigerung der Anlagenauslastung.<br />
Das hygienische Thermometer ist für Anwender<br />
bestimmt, die eine lückenlose Übereinstimmung<br />
zu den FDA- bzw. GMP-Regeln benötigen.<br />
www.de.endress.com<br />
Granulieren, Trocknen, Coaten<br />
Halle 3,<br />
Stand 357<br />
Die Anlage wird für die Prozesse Granulation, Trocknung<br />
und Coating von Partikelgrößen ab 10 µm bis<br />
2 mm eingesetzt. Dank des speziellen Designs und<br />
der effizienten Prozessluftführung verkürzen sich die<br />
Batchzeiten damit bis zu 25 %. Im zylindrischen Produktbehälter<br />
herrschen gleichmäßige Strömungsverhältnisse,<br />
die für eine äußerst schonende Umwälzung<br />
der Charge sorgen. Die Prozessluft wird durch den Behälterboden<br />
eingeleitet, der aus stufenweise übereinander<br />
angeordneten Ringscheiben besteht. Gemeinsam mit der zentral<br />
positionierten Bottom-Spray-Düse bildet der Strömungsboden<br />
eine Funktionseinheit, die alle Voraussetzungen für ein lineares<br />
Scale-up erfüllt.<br />
www.romaco.com<br />
Halle 3,<br />
Stand 528<br />
Hygienepumpen<br />
Zum umfangreichen Hygienepumpen-Programm dieses Herstellers gehören<br />
hochreine Pumpen, Hochdruckpumpen und auch dosierfähige Drehkolbenpumpen.<br />
Alle Pumpen sind umfassend zertifiziert (EHEDG, EN1935/2004, FDA,<br />
3A) und können mit einer Vielzahl unterschiedlicher Rotoren ausgestattet werden.<br />
Das einzigartige Dichtungskonzept ermöglicht eine raschere Instandhaltung,<br />
einfachere Reinigung und geringere Ausfallzeiten. Die Dichtungen werden von<br />
vorne gewechselt. Ein optimales CIP-Ergebnis wird durch die O-Ring Position<br />
sichergestellt, die den Totraum zwischen Gehäusedeckel und Pumpengehäuse<br />
minimiert.<br />
www.verderliquids.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 11
TOP-THEMA I POWTECH<br />
verdrängt, sind sie im Vergleich dazu in<br />
der Lage, die heutigen Anforderungen an<br />
Prozessgeräte optimal zu erfüllen. Denn<br />
Konus-Schneckenmischer gewährleisten<br />
etwa eine sanitäre Produktion von Tierfutter<br />
und damit auch die sichere Herstellung<br />
von komplexen Tierfutterpräparaten unter<br />
Bedingungen, die Prozessen in der Pharmaindustrie<br />
gleichen, und garantieren zudem<br />
die Bedien sicherheit der Produktionsanlage<br />
gemäß gesetzlichen Vorgaben.<br />
Optimale Leckerli-Qualität<br />
mit Wirkung<br />
Konus-Schneckenmischer in der Herstellung<br />
von tiermedizinischen Produkten<br />
Die Tierfutterproduktion boomt,<br />
der Markt verändert sich: Wer<br />
heute im Konkurrenzkampf<br />
bestehen will, muss auf Qualität<br />
setzen. Hier haben Konus-Schneckenmischer<br />
im Fertigungsprozess<br />
entscheidende Vorteile gegenüber<br />
einfachen Einwellen-Mischsystemen,<br />
bei denen eine möglichst<br />
zeitsparende und preisgünstige<br />
Produktion im Vordergrund steht.<br />
Autor: Reinhold Huber, Produktmanager,<br />
Bolz Process Technology GmbH, Wangen<br />
In einem wachsenden Industriesektor mit<br />
einer steigenden Anzahl von Produzenten<br />
ist die Qualität des hergestellten Produkts ein<br />
entscheidender Faktor zur Sicherung von<br />
Wettbewerbsvorteilen. So<br />
verhält es sich auch im<br />
Bereich der tiermedizinischen<br />
Präparate bei<br />
der Tierfutterherstellung.<br />
Während in der Vergangenheit<br />
wirtschaftliche<br />
Gesichtspunkte wie Herstellungskosten,<br />
Durchsatzleistung<br />
und Produktionszeit<br />
eine bedeutende<br />
Rolle spielten, zwingen<br />
die wachsende Konkurrenz<br />
sowie steigende gesetzliche Anforderungen<br />
Produzenten heute dazu, ihr<br />
Augenmerk verstärkt auf die Qualität von<br />
Fertigungsprozess und Endprodukt zu legen.<br />
Konus-Schneckenmischer zum Vermischen<br />
verschiedener Futterkomponenten<br />
und in der Herstellung von aktiven Wirkstoffen<br />
erfahren hier ein Revival. Einst von<br />
einfachen Einwellen-Mischsystemen wie<br />
horizontalen Schaufelmischern vom Markt<br />
Schonender Mischprozess für<br />
anspruchsvolle Produkte<br />
Die Eigenschaften des<br />
Konus-Schneckenmischers<br />
überzeugten gleich<br />
mehrere führende Tierfutterhersteller<br />
in China.<br />
Reinhold Huber<br />
Beim Konus-Schneckenmischer von Bolz-<br />
Summix führt ein umlaufender Orbitalarm<br />
eine kontinuierlich rotierende Mischschnecke<br />
mit minimalem Abstand an der konischen<br />
Behälterwand entlang. Dabei wird der<br />
Feststoff im direkten Einflussbereich der<br />
Schnecke partiell nach oben gehoben und<br />
sodann durch die Schwerkraft mit der gesamten<br />
Charge nach unten abgeleitet.<br />
Schnecke und Schwerkraft erzeugen einen<br />
vertikalen Produktfluss, während der Orbitalarm<br />
eine horizontale Komponente einbringt.<br />
Zwangsmischung und Gravitation<br />
bewirken einen dreidimensionalen Produktfluss,<br />
der für eine intensive und zugleich<br />
sanfte Ver mischung der Partikel sorgt.<br />
Die Bewegung größerer Feststoffbereiche<br />
relativ zueinander wird dabei als Konvektionsmischung<br />
oder Makromixing bezeichnet,<br />
wohingegen der zufällige Platzwechsel<br />
der einzelnen Körnchen oder Partikel zueinander<br />
als Dispersionsmischung oder<br />
Mikromixing bezeichnet wird. Das Prinzip<br />
der umlaufenden Förderschnecke in einem<br />
konischen Behälter wie im Konus-Schneckenmischer<br />
bietet eine optimale Kombination<br />
dieser beiden Mischwirkungen. Daraus<br />
resultiert ein schonender und zugleich<br />
effektiver Mischprozess für empfindliche<br />
und anspruchsvolle Schüttgüter.<br />
Geringe mechanische Kräfte minimieren<br />
die Gefahr von Produktzerstörung oder<br />
Erwärmung. Eine Rückentmischung bei<br />
langanhaltender Mischung oder dosierter<br />
Entleerung findet nicht statt. Auch bei<br />
12 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
unterschiedlichen Produkteigenschaften<br />
hinsichtlich Dichte, Partikelgröße oder<br />
Form garantiert der Konus-Schneckenmischer<br />
eine homogene Mischleistung.<br />
Die konische Mischschnecke reduziert<br />
die Mischzeit und erhöht die Produktqualität<br />
bei kleiner Antriebsleistung. Die<br />
Wirkung der Schwerkraft sorgt zudem für<br />
einen vollständigen Feststoffaustrag mit<br />
homogenem Produktfluss.<br />
Der Austrag erfolgt kontrolliert dosiert<br />
durch die Schneckendrehzahl. Auch bei<br />
Teilbefüllung (flexibel von 10 bis 100 %<br />
des Nutzvolumens) gewährleistet der Konus-Schneckenmischer<br />
eine zuverlässig<br />
gleichblei bende Vermischung. Durch CIP-<br />
Wasch düsen mit komplett ablaufender<br />
Waschflüssigkeit ist der Mischer zudem<br />
einfach zu reinigen.<br />
Chinesische Produzenten setzen<br />
auf „Made in Germany“<br />
Diese Eigenschaften des Konus-Schneckenmischers<br />
von Bolz-Summix überzeugten<br />
gleich mehrere führende Hersteller<br />
von tiermedizinischen Präparaten<br />
in China. Erfolgreiche Tests in einer<br />
Pilotanlage vor Ort belegten die optimale<br />
Qualität sowie gleichbleibend homogene<br />
Misch ergebnisse auch bei Teilbefüllung.<br />
Neben dem exzellenten Produkt design<br />
„Made in Germany“ waren für die Produzenten<br />
auch Aspekte wie die komplett<br />
geschlossene Betriebsweise, die auto -<br />
matisierte Reinigung sowie die Möglichkeit<br />
der Projekt koordination und Teilfertigung<br />
des Konus-Schneckenmischers<br />
am chinesischen Standort von Bolz-Summix<br />
ausschlaggebend.<br />
Der Betrieb der Mischer erfolgt zwar als<br />
hermetisch geschlossenes Prozesssystem,<br />
jedoch mit relativ drucklosem Apparat bei<br />
Raumtemperatur. Der Konus-Schneckenmischer<br />
ist in GMP-konformer Bauweise<br />
gas- und staubdicht und mit fein geschliffenen<br />
Oberflächen ausgeführt. Spezielle<br />
Konstruktionsdetails sorgen für einen<br />
rückstandsfreien Produktaustrag und eine<br />
validierte Reinigung. Relativ groß ist das<br />
Nennvolumen der beauftragten Mischer<br />
von 5 000 bis zu 12 000 Litern Nutzinhalt für<br />
Feststoffe. Durch die spezielle Mischcharakteristik<br />
ergibt sich dennoch eine<br />
energiesparende Motorleistung von lediglich<br />
11 bis 22 kW.<br />
Halle 4A, Stand 128<br />
Fotos: Bolz-Summix, Fotolia<br />
www.bolz-summix.de<br />
01 Wandgängig rotierende Mischschnecke<br />
für schonenden und zugleich effektiven<br />
Mischprozess<br />
01 02<br />
02 Ein Konus-Schneckenmischer mit<br />
12 000 Litern Nutzinhalt vor dem Versand<br />
nach China<br />
Drehkolbengebläse mit OMEGA PROFIL – „Plug & Work“<br />
Luft für die pneumatische Schüttgutförderung<br />
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VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 13
TOP-THEMA I POWTECH<br />
vegetarischem oder gar veganem Lebensstil<br />
erwarten neben fleischlosen Produkten vor<br />
allem neue, aufregende Rezepturen, die für<br />
Abwechslung auf dem durch Fleischverzicht<br />
reduzierten Speiseplan sorgen.<br />
Kurzum, Hersteller von Lebensmitteln<br />
sind mehr denn je mit vielfältigen Kundenwünschen<br />
konfrontiert und müssen Rezepturen<br />
entwickeln, die diese erfüllen. Das<br />
führt in vielen Fällen dazu, dass mehr<br />
unterschiedliche oder neue Inhaltsstoffe<br />
notwendig werden, um geschmackvolle,<br />
nahrhafte und idealerweise lang haltbare<br />
Produkte zu entwickeln. Viele dieser neuen<br />
Inhaltsstoffe unterscheiden sich in ihrer<br />
Beschaffenheit, sei es in der Schüttdichte,<br />
dem Gewicht oder in der Tendenz zur<br />
Staub- oder Klumpenbildung. Aber auch<br />
die Summe der Inhaltsstoffe erschwert es,<br />
in einer angemessenen Zeit, homogene<br />
Mischungen zu erhalten.<br />
Schüttgüter bewerten<br />
Die Qual der Wahl<br />
Grenzenlose Produktauswahl stellt Unternehmen<br />
vor Herausforderungen<br />
Mischwerkzeuge, die<br />
Geschwindigkeit des Rotors und die<br />
Verweildauer in der Mischtrommel<br />
bestimmen das Mischergebnis und<br />
damit die Homogenität.<br />
Für eine optimale Mischung kann<br />
es sich lohnen, neue Rezepturen auf<br />
Testanlagen auszuprobieren und<br />
Prozesse zu modellieren.<br />
Autor: Martin Rudolf, Marketing, MAP GmbH,<br />
Altlußheim<br />
Wer heutzutage in einen Supermarkt<br />
geht, steht oft vor meterlangen Regalen<br />
mit einer schier unzählbaren Auswahl<br />
an Fertiggerichten, Gewürz- und Getränkemischungen.<br />
Täglich wächst die Anzahl der<br />
erhältlichen Fertigprodukte und die damit<br />
erzielten Umsätze. Laut dem Statistikportal<br />
Statista betrug der Umsatz im Segment<br />
Convenience Food im Jahr 2018 etwa<br />
5 673 Mio. EUR. Neben dem Wunsch der<br />
Kunden nach mehr Abwechslung bei ihren<br />
Mahlzeiten, spielen noch andere Einflussfaktoren<br />
für die wachsende Zahl an Fertigprodukten<br />
eine immer größere Rolle.<br />
Allergien, Unverträglichkeiten oder<br />
schlicht der Verzicht auf Nahrungsmittel<br />
oder Inhaltsstoffe aus gesundheitlichen,<br />
ethischen, religiösen oder fitnessorientierten<br />
Gesichtspunkten sorgen dafür, dass der<br />
Verbraucher nach Wahlmöglichkeiten beim<br />
Einkauf verlangt. Während vor vielen Jahren<br />
Diätprodukte mit reduziertem Zuckergehalt<br />
die einzige Alternative zum Standardprodukt<br />
waren, gibt es heute von vielen Produkten<br />
gluten- und laktosefreie oder fettreduzierte<br />
Alternativen, oft zusätzlich in einer<br />
biozertifizierten Ausführung. Kunden mit<br />
Diese Homogenität ist aber essenziell für<br />
eine konstante, hohe Produktqualität. Aus<br />
diesem Grund empfehlen Experten, sich<br />
bei der Auswahl des Mischverfahrens und<br />
der Auslegung der Mischtechnik kritisch<br />
mit den Charakteristika der Schüttgüter<br />
auseinanderzusetzen. Einige Hersteller von<br />
industriellen Mischern bieten Anlagenbauern<br />
und Lebensmittelproduzenten die<br />
Möglichkeit, neue Rezepturen auf ihren<br />
Testanlagen auszuprobieren und Prozesse<br />
zu modellieren. Diese Gelegenheit sollte<br />
man nutzen, um das Einhalten wichtiger<br />
Rahmenbedingungen wie die Homogenität<br />
oder die erforderliche Mischdauer für das<br />
jeweilige Produkt zu kennen.<br />
Für eine ausreichende Homogenität sind<br />
in erster Linie die richtigen Mischwerkzeuge,<br />
die Geschwindigkeit des Rotors und<br />
die Verweildauer in der Mischtrommel entscheidend.<br />
Sind diese drei Faktoren nicht<br />
perfekt aufeinander abgestimmt, erhält<br />
man nicht nur ein inhomogenes Produkt,<br />
sondern beschädigt im schlimmsten Fall<br />
sogar die Rohmaterialien. Bei der MAP<br />
Mischsysteme GmbH werden Mischer<br />
so konfiguriert, dass die Qualität der Mischung<br />
im Vordergrund steht. Durch die<br />
Wahl von hochwertigen Werkzeugen und<br />
Auskleidungen der Mischtrommel stellt<br />
das Unternehmen sicher, dass entsprechend<br />
der Anforderungen des Auftraggebers<br />
ein sicheres und schonendes Mischverfahren<br />
entsteht.<br />
Mit ihrem Baukastensystem liefert MAP<br />
außerdem eine Vielzahl von hilfreichen<br />
Optionen, um den Mischer für die jeweiligen<br />
Rezepturen zu konfigurieren. Werden<br />
Inhaltsstoffe verarbeitet, die zu Klumpenbildung<br />
neigen, können mit eigenem Antrieb<br />
rotierende Messerköpfe in den Mantel<br />
der Mischtrommel integriert werden, die<br />
die Agglomerate wieder aufbrechen. Flüs-<br />
14 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
01 Mit einem Baukastensystem lassen sich<br />
Mischer für die jeweiligen Rezepturen einfach<br />
konfigurieren<br />
02 Große Wartungsklappen erleichtern<br />
die intensive Reinigung und sichern so die<br />
Qualität<br />
sigkeitszugabesysteme erleichtern das Zudosieren<br />
von flüssigen Inhaltsstoffen direkt<br />
in die Mischkammer, während doppelwandige<br />
Mischkammerauskleidungen für Heizbzw.<br />
Kühlsysteme die Mischung immer im<br />
richtigen Temperaturfenster halten. Für<br />
eine fortlaufende Qualitätskontrolle gibt es<br />
Probeentnahmevorrichtungen.<br />
Kontaminationen vermeiden<br />
Im Jahr 2018 warnten die Behörden in<br />
Deutschland auf dem staatlichen Internetportal<br />
lebensmittelwarnung.de 75-mal vor<br />
Lebensmitteln, die aufgrund von Kontaminationen<br />
nicht mehr verzehrt werden sollten.<br />
Das ist eine Steigerung um mehr als<br />
Einfache und schnelle Reinigung<br />
All diese Vorkehrungen bringen jedoch<br />
nichts, wenn der Mischer nicht ordentlich<br />
gereinigt wird. Die Reinigung muss von den<br />
Mitarbeitern jederzeit einfach, gründlich<br />
und schnell durchgeführt werden können –<br />
nicht nur, um Kontaminationen zu verhindern,<br />
sondern auch weil eine stehende<br />
Anlage keinen Output bringt. Je leichter die<br />
Arbeit zu verrichten ist, desto gründlicher<br />
wird in der Regel auch das Endresultat.<br />
Besonders große Wartungsklappen mit<br />
großem Öffnungswinkel von über 180° erleichtern<br />
die intensive Reinigung innerhalb<br />
der Mischtrommel und sichern so die<br />
Qualität der Reinigung. Je nach räumlichen<br />
„Mangelhafte Reinigung ist die größte Gefahr für<br />
Verunreinigungen im Mischprozess.“<br />
das Doppelte im Vergleich zum Jahr 2017<br />
(32 Einträge auf lebensmittelwarnung.de).<br />
Viele dieser Verunreinigungen gehen auf<br />
Beschädigungen an und in der Produktionsanlage<br />
zurück, viele aber auch auf<br />
mangelnde Hygiene. Gewürzmischungen,<br />
Säuglingsnahrung, Proteinriegel oder Mehle<br />
mussten aufgrund von Salmonellen, Schimmelpilzen<br />
etc. aus dem Verkehr gezogen<br />
werden.<br />
Eine Ursache dafür liegt in der stetig<br />
wachsenden Produktvielfalt. Statt weitere<br />
Produktionslinien zu bauen, werden immer<br />
mehr Produkte je Linie hergestellt, was die<br />
Wahrscheinlichkeit für eine Kontamination<br />
beim Produktwechsel erhöht. Aus diesem<br />
Grund sollten zum Beispiel Toträume, die<br />
bei Verschraubungen oder Schweißnähten<br />
entstehen können, in jedem Fall vermieden<br />
werden. Die produktberührenden Oberflächen<br />
sollten glatt und aus hochwertigem<br />
Edelstahl gefertigt sein, sodass sich möglichst<br />
wenig Material im Mischraum festsetzen<br />
kann.<br />
und technischen Gegebenheiten sind auch<br />
andere Optionen wie eine automatische<br />
Reinigung der Mischtrommel in Erwägung<br />
zu ziehen.<br />
Darüber hinaus gilt es, die Explosionsgefahr<br />
bei stark staubenden Schüttgütern<br />
zu beachten und den Richtlinien zum Explosionsschutz<br />
(Atex) zu folgen, d. h. es ist<br />
nur Produktionsequipment zulässig, das<br />
die für dieses Einsatzumfeld notwendigen<br />
Sicherheitsmerkmale bietet. Die Nachfrage<br />
nach mehr Produktvielfalt schafft in vielfältiger<br />
Hinsicht Herausforderungen in der<br />
Produktion, die jedoch nicht unlösbar sind.<br />
Mit einem modernen industriellen Mischsystem,<br />
das über die beschriebenen Ausstattungsoptionen<br />
verfügt, sind Anlagenbetreiber<br />
gut auf eine weiter wachsende Zahl<br />
von Produktvariationen vorbereitet.<br />
Halle 4, Stand 256<br />
Fotos: MAP GmbH<br />
www.mapgmbh.com
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Sauber dosiert<br />
Big-Bag-Entleerstation verhindert Produktvermischung<br />
Produktvermischungen bzw.<br />
Verunreinigungen bei der<br />
Entleerung der Big-Bags würden<br />
einen hohen Ausschuss<br />
verursachen. Die restlose Reinigung<br />
der produktberührten<br />
Anlagenkomponenten war eines<br />
der Hauptziele bei der Investition in<br />
drei neue Big-Bag-Entleerstationen.<br />
Ein Kunde der Solids S.S.T.-Schüttguttechnik<br />
Maschinenbau GmbH ist ein<br />
führender Produzent von Ventilsitzen und<br />
Ventilführungen für die Automobilindustrie.<br />
Für deren Herstellung werden ca. acht<br />
Additive in Form von Metallpulvern benötigt,<br />
die in Big-Bags zur Verfügung gestellt<br />
werden. Die Hauptfunktion der drei Solids-<br />
Big-Bag-Entleerstationen ist es, die verschiedenen<br />
Metallpulver mit ihren unterschiedlichen<br />
Produkteigenschaften – ohne<br />
Kreuzkontamination bei Produktwechsel –<br />
dosiert entleeren zu können. Dies ist beson-<br />
ders wichtig, damit die Qualität der folgenden<br />
Prozesse und die Güte des Endprodukts<br />
nicht beinträchtig werden.<br />
Jede der drei verwogenen Big-Bag-Entleerstationen<br />
verfügt über einen eigenen<br />
Kettenzug zur Annahme der Big-Bags<br />
(max. 1 000 kg), deren Auslaufschlauch<br />
staubdicht an die Andockeinheit angeschlossen<br />
werden kann. Für die Genauigkeitsvorgaben<br />
des Kunden wurde eigens<br />
eine Steuerung entwickelt, die diese hohen<br />
Vorgaben erfüllt. Gemäß Rezeptur wird das<br />
Metallpulver mittels Zellenradschleuse mit<br />
einer Genauigkeit von ± 0,5 % in mobile<br />
Container (120–500 kg) dosiert. Durch<br />
schnell wechselbare Formatteile im Auslauf-/Übergabetrichter<br />
können Gebinde<br />
mit unterschiedlichen Abmessungen dosiert<br />
befüllt werden. Eine nachgeschaltete,<br />
pneumatisch angesteuerte Drehklappe<br />
dient als Nachlauf-Stopp für den Dosierprozess<br />
und verhindert ein Nachrieseln<br />
von Produkt bei Nichtbenutzung der Anlage.<br />
Beim Big-Bag-Wechsel sowie während<br />
des Dosiervorgangs anfallende Stäube<br />
werden über eine Aspirationsanlage abgesaugt,<br />
sodass das Bedienpersonal bzw. die<br />
Umgebung nicht belastet werden.<br />
Einfaches Handling<br />
Für eine leichte Reinigung nach einem Produktwechsel<br />
sind die produktberührten<br />
Komponenten gut zugänglich und leicht<br />
demontierbar. Die Big-Bag-Andockeinheit<br />
mit dem zugehörigen Fallrohr und Auslauf-/Übergabetrichter<br />
sind mit Schnellverschlüssen<br />
ausgestattet, damit ist rasches<br />
demontieren der Komponenten möglich<br />
und eine gute Zugänglichkeit in den produktberührten<br />
Bereichen gewährleistet.<br />
Die Solids-Zellenradschleuse mit ausziehbarem<br />
Zellenrad ist leicht an Ort und Stelle<br />
zerleg- und reinigbar.<br />
Zur einfachen Abwicklung lag die gesamte<br />
Projekt-Verantwortung von der Planung,<br />
über Fertigung, Lieferung, Inbetriebnahme<br />
mit Bedienerschulung bis zur abschließenden<br />
Anlagenübergabe in einer Hand. Ebenso<br />
werden die nachfolgenden Service- und<br />
Wartungsaufgaben von Solids – dem Lieferanten<br />
des Gesamtsystems – übernommen.<br />
Autor: Andreas Hoffelner, Vertrieb, Solids<br />
S.S.T.-Schüttguttechnik Maschinenbau GmbH,<br />
Landsberg am Lech<br />
16 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
01 Zellenradschleuse mit<br />
ausgezogenem Rotor<br />
Durch das komplette Liefer- und Leistungsprogramm<br />
der Gruppe, das u. a. die obigen<br />
Punkte umfasst, war eine problemlose Projektabwicklung<br />
sichergestellt.<br />
Für den Kunden haben sich durch die<br />
Investition in die drei Big-Bag-Entleerstationen<br />
die Reinigungszeiten reduziert und<br />
damit die Anlagenverfügbarkeit bei verbesserter<br />
Produktqualität erhöht. Durch<br />
ein ausgereiftes Anlagenkonzept wurde<br />
die Betriebssicherheit gesteigert und ein<br />
sauberer staubfreier Betrieb sichergestellt.<br />
Auch die geforderte Gestaltung der Anlage<br />
nach Atex 2014/34/EU wurde erfolgreich<br />
umgesetzt.<br />
Halle 1, Stand 204<br />
Fotos: Solids<br />
www.solids.de<br />
02 Die Metallpulver können ohne<br />
Kreuzkontamination bei Produktwechsel<br />
dosiert werden<br />
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len. Anwender müssen demnach sicherstellen,<br />
dass eine Probe von entmischtem<br />
Schüttgut Bestandteile aus allen Schichten<br />
enthält.<br />
Eine gängige Praxis ist die Entnahme<br />
mehrerer Einzelproben aus den unterschiedlichen<br />
Schichten, die im Anschluss<br />
zu einer großen Sammelprobe zusammengefasst<br />
werden. Dieses Vorgehen ist allerdings<br />
zeitintensiv sowie umständlich und<br />
birgt zudem die Gefahr von Verunreinigungen.<br />
So kann es passieren, dass bei der Entnahme<br />
mehrerer Einzelproben mit demselben<br />
Probenehmer, Partikel und Keime aus<br />
der Umgebung auf den Probenehmer übergehen.<br />
Diese würden dann nicht nur die<br />
Probe verunreinigen, sondern auch das<br />
gesamte zu beprobende Schüttgut.<br />
Aus allen Schichten<br />
Mit einem Zug<br />
Zonensammler nehmen Proben aus allen Schüttgutschichten<br />
Entmischtes Schüttgut stellt besondere Anforderungen an die<br />
Qualitätskontrolle. Schließlich müssen alle Schichten des Schüttguts<br />
untersucht werden, um die Produktqualität korrekt bestimmen zu<br />
können. Die Beprobung mit Zonensammlern ist eine zuverlässige und<br />
zeitsparende Methode. Mit nur einem Probenzug können repräsentative<br />
Proben aus allen Schichten des Schüttguts entnommen werden.<br />
Schüttgut und Entmischung – jeder, der<br />
mit Schüttgut arbeitet, kennt diese<br />
Schwierigkeit: Bestandteile, die in Größe,<br />
Form oder Dichte unterschiedlich sind,<br />
führen bei Transport, Abwurf oder Umschlag<br />
zur Entmischung und verteilen sich<br />
ungleichmäßig. Kleinere Teile setzen sich<br />
ab und größere werden nach oben getragen.<br />
In den verschiedenen Produktionsprozessen<br />
ist dies immer wieder problematisch,<br />
denn für viele Prozessschritte wird<br />
das Schüttgut in nicht entmischtem Zustand<br />
benötigt, z. B. beim Verpacken oder<br />
Zerkleinern.<br />
Auch bei der Qualitätskontrolle führt<br />
entmischtes Schüttgut zu Problemen.<br />
Denn um ein korrektes Analyseergebnis<br />
über die Produktqualität zu erhalten, muss<br />
das Produkt anhand einer aussagekräftigten<br />
Probe untersucht werden. Für die Probe<br />
bedeutet dies: Sie muss eine repräsentative<br />
Teil menge der Gesamtmenge darstel<br />
Eine zeitsparende und sichere Lösung für<br />
die Probenahme von Schüttgut sind Zonensammler<br />
wie der Allschicht-Sammler der<br />
Firma Bürkle. Der Probenehmer mit der<br />
länglichen Form hat ein Außenrohr mit<br />
mehreren Kammeröffnungen und ein offenes<br />
Innenrohr mit einer großen Sammelkammer,<br />
die je nach Ausführung ein<br />
Sammelvolumen von 70 bis 260 ml hat.<br />
Für die Probenahme wird der Sammler<br />
mit geschlossenen Kammeröffnungen bis<br />
zur gewünschten Tiefe in das Schüttgut<br />
eingestochen.<br />
Die Kammer lässt sich durch Drehen des<br />
Handgriffs öffnen und Schüttgut aus allen<br />
Schichten fließt ein. Zum Schließen wird<br />
der Handgriff erneut gedreht, anschließend<br />
wird die Stechlanze aus dem zu beprobenden<br />
Schüttgut wieder entnommen. So lässt<br />
sich mit nur einem Probenzug ein repräsentativer<br />
Querschnitt des Schüttguts entnehmen<br />
– auch im entmischten Zustand.<br />
Die verschlossene Kammer verhindert dabei<br />
eine Verunreinigung der Probe.<br />
Einige Auflagen fordern im Rahmen<br />
der Qualitätskontrolle aber gezielte Einzelproben<br />
aus mehreren Schichten. Hier emp<br />
Autorin: Michèle Bötticher, Marketing und<br />
Kommunikation, Bürkle GmbH, Bad Bellingen<br />
01 Die Zonensammler sind in den Längen 55,<br />
85 oder 150 cm erhältlich – damit lassen sich<br />
auch Proben aus großen Tiefen unkompliziert<br />
entnehmen<br />
02 Mit der scharfkantigen Spitze der<br />
Zonensammler können auch feste<br />
Verpackungen ohne große Krafteinwirkung<br />
durchstoßen werden<br />
18 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
fiehlt sich der Einsatz des Zonensammlers<br />
Multi-Sammler. Der Sammler ähnelt dem<br />
Allsicht-Sammler. Dieser hat aber statt einer<br />
großen Sammelkammer mehrere einzelne,<br />
voneinander getrennte Kammern. Je nach<br />
Ausführung hat der Multi-Sammler drei<br />
oder fünf Kammern mit einem Sammelvolumen<br />
von 14 oder 17 ml.<br />
Die getrennten Kammern verhindern,<br />
dass sich die entnommenen Proben aus<br />
den unterschiedlichen Schichten vermischen.<br />
Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig<br />
mehrere Einzelproben aus unterschiedlichen<br />
Probentiefen ziehen. Liegt das<br />
Schüttgut im nicht entmischten Zustand<br />
vor, reicht oft eine gezielte Einzelprobe aus<br />
einer bestimmten Tiefe des Schüttguts aus.<br />
Dafür eignet sich der Uno-Sammler. Dieser<br />
Probenehmer hat im Vergleich zum Multi-<br />
Sammler nur eine einzelne, kleinere<br />
Kammer mit einem Sammelvolumen von<br />
17 ml. Mit diesem lässt sich eine gezielte<br />
Einzelprobe aus einer vorbestimmten Probentiefe<br />
ziehen.<br />
Schnell und unkompliziert<br />
Je nach Ausführung sind die Zonensammler<br />
aus Aluminium, V4A oder V4A/PTFE<br />
gefertigt. Diese Materialen eignen sich für<br />
unterschiedlichste Schüttgüter. Sie weisen<br />
eine hohe Beständigkeit auf und können<br />
mittels Dampf sterilisiert<br />
werden. Das<br />
macht auch den Einsatz<br />
im sterilen Bereich<br />
möglich. Zudem<br />
sind die Probenehmer<br />
ohne Rillen oder Hinterschneidungen<br />
gefertigt.<br />
Dadurch lassen<br />
sie sich schnell sowie<br />
einfach reinigen, und<br />
Produktreste oder Reinigungsmittel<br />
können<br />
ohne Mühe rückstandslos<br />
entfernt werden.<br />
Das schließt die Gefahren von Verschmutzungen<br />
und Kreuz-Kontaminationen<br />
aus.<br />
Die Sammler sind in den Längen 55, 85<br />
oder 150 cm erhältlich. Damit lassen sich<br />
auch Proben aus größeren Tiefen unkompliziert<br />
entnehmen, z. B. aus Big-Bags. Die<br />
scharfkantige Spitze der Zonensammler<br />
durchstößt auch feste Verpackungen ohne<br />
große Krafteinwirkung. Vor allem im Bereich<br />
der Wareneingangskontrolle spart das<br />
viel Zeit, denn der zu beprobende Sack<br />
muss nicht erst geöffnet werden. Zum<br />
sicheren Verschließen des Sacks eignet sich<br />
Mit Zonensammlern<br />
lassen sich verschiedene<br />
Schüttgüter aus<br />
verschiedenen Tiefen<br />
schnell und unkompliziert<br />
beproben.<br />
Michèle Bötticher<br />
ein Klebesiegel, das einfach über die Einstichstelle<br />
geklebt wird. Dadurch wird der<br />
beprobte Sack wieder sicher verschlossen,<br />
und Informationen zur Qualitätskontrolle<br />
können direkt auf das beschreibbare Feld<br />
des Siegels notiert werden.<br />
Halle 4a, Stand 106<br />
Fotos: Bürkle<br />
www.buerkle.de<br />
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POWTECH<br />
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9.–11. April <strong>2019</strong><br />
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Pflugschar-Mischer<br />
KM eignet sich für die<br />
Verarbeitung von pulverförmigen,<br />
faserigen oder<br />
körnigen Feststoffen ebenso<br />
wie für Flüssigkeiten und<br />
Pasten. Und auch Granulationsprozesse lassen sich mit dem Mischer bei kurzer<br />
Verweilzeit durchführen. Der kontinuierlich arbeitende Mischer basiert auf dem<br />
Verfahren des mechanisch erzeugten Wirbelbetts. Hierbei rotieren in einer horizontalen,<br />
zylindrischen Trommel wandnah Pflugschar-Schaufeln. Unter der<br />
permanenten Erfassung des gesamten Produkts wird daher selbst bei hohen<br />
Mischgutdurchsätzen eine intensive Vermischung erreicht. Der Produkttransport ist<br />
dabei durch die spezielle Form und Anordnung der Mischelemente gewährleistet.<br />
So wird bei kurzen Misch- bzw. Verweilzeiten von 25 bis 60 s Homogenität und eine<br />
konstante Reproduzierbarkeit des Endprodukts erzielt.<br />
Bei besonderer Beanspruchung steigern hochverschleißfeste Oberflächen,<br />
hochfeste Baustähle, Edelstähle und Sonderwerkstoffe die hohe Verfügbarkeit des<br />
kontinuierlichen Pflugschar-Mischers noch weiter. Der Vielseitigkeit des Mischers<br />
trägt auch das breite Portfolio an unterschiedlichen Baugrößen Rechnung. Das<br />
kleinste Modell mit einem Trommelvolumen von 5 l verfügt in Abhängigkeit von<br />
Verweilzeit und Füllgrad über eine Durchsatzleistung von 0,25 m 3 /h. Die größte<br />
bisher gebaute Maschine weist 57 000 l Trommelinhalt auf und verarbeitet 1 350 t/h<br />
Sinter-Rohmischung.<br />
Halle 1, Stand 517<br />
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Sprühtrocknung und Mikroverkapselung<br />
Die Suche nach qualitativ hochwertigen<br />
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u.a. für die Zement-, Bau-, Chemie-,<br />
Glas-, Kunststoff- und Lebensmittelindustrie.<br />
• Fördertechnik<br />
• Dosiertechnik<br />
• Verladetechnik<br />
• Filter<br />
• Absperrorgane<br />
• Austragshilfen<br />
• Silosicherheit<br />
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Die Sprühtrocknung ist eines der wichtigsten Verfahren zur Herstellung von Pulver<br />
aus Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen. Der elektrostatisch wirkende<br />
Sprühtrockner PolarDry erweitert die Verfahrenspalette zur Mikroverkapselung von<br />
Wirkstoffen. Das System unterscheidet sich durch Verwendung von Elektrostatik von<br />
anderen Prozessen. Durch die unterschiedlichen Leitfähigkeiten der Bestandteile<br />
(Wirkstoff, Lösungsmittel und Trägermaterial) werden diese unterschiedlich<br />
geladen. Das negativ geladene Lösungsmittel sowie das Trägermaterial drängen<br />
nach außen und ermöglichen eine schnelle Trocknung bei niedrigerer Temperatur.<br />
Der geringer<br />
geladene Wirkstoff<br />
drängt nach innen<br />
und wird daher<br />
vom Trägermaterial<br />
umschlossen.<br />
Durch das<br />
Verfahren können<br />
die Verdunstungstemperatur<br />
gesenkt, die<br />
Produkteigenschaften<br />
verbessert<br />
und der Wirkstoffverlust minimiert werden. Dadurch können eine sehr gute<br />
Fließfähigkeit und höhere Schüttdichten erreicht werden. Die Mikroverkapselung<br />
erhöht die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Produkthaltbarkeit und sorgt für bessere<br />
Löslichkeit. Durch das Verfahren sind keine herkömmlichen Sekundäragglomerationsvorgänge<br />
mehr notwendig und die kontrollierte Agglomeration erspart weitere<br />
Verfahrensschritte.<br />
Die Skalierbarkeit des Prozesses ist einer der Hauptfaktoren, die zum Erfolg führen.<br />
PolarDry besticht laut Hersteller durch ein umfassendes Produktprogramm. Von der<br />
kleinen Basisversion für Labore, über halb-mobile Kreislaufsysteme für<br />
F&E-Abteilungen bis hin zu großen Pilot- und Produktionsanlagen.<br />
Halle 5, Stand 256<br />
www.spray.de<br />
Halle B2, Stand 225 Halle 4, Stand 257
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Neue Hochleistungsfilter<br />
Kaeser Kompressoren<br />
bringt Filter auf den Markt,<br />
die über einen extrem<br />
niedrigen Differenzdruck<br />
bei gleichzeitig hervorragender<br />
Filtrationseffizienz<br />
verfügen. Die Leistungsdaten<br />
der Filter wurden<br />
nach der Qualitätsnorm<br />
für Filter ISO 12500-1<br />
ermittelt und von einer<br />
unabhängigen Stelle geprüft und bestätigt. Demnach erzielt<br />
bspw. der neue tiefenplissierte Aerosolfilter KE (Kaeser Extra)<br />
einen Restaerosolgehalt von 0,01 mg/m³ bei einem Sättigungs-<br />
Differenzdruck von maximal 200 mbar.<br />
Die Baureihe umfasst insgesamt vier Elementgrade zur Filtration<br />
von Aerosolen, Partikeln und Öldämpfen. Mit ihnen lässt sich<br />
Druckluft in allen Reinheitsklassen gemäß ISO 8573-1 bedarfsgerecht<br />
bereitstellen. Die Filter sind bis 16 bar und 66 °C<br />
Druckluft-Eintrittstemperatur einsetzbar und werden in neun<br />
Gehäusegrößen bis 32 m³/min Liefermenge angeboten.<br />
Kopf und Glocke des Filters sind über einen Bajonett-Verschluss<br />
verbunden. Bei einem Elementwechsel werden sie, mitsamt der<br />
Abdichtung für Gehäuse und Element, dank einer integrierten<br />
Zwangsführung stets automatisch dichtend zueinander positioniert.<br />
Eine Arretierschraube fixiert die Glocke in ihrer Endlage<br />
und dichtet dabei gleichzeitig das Filtergehäuse ab. Bei fehlerhafter<br />
Montage lässt sich die Verbindung nicht schließen und<br />
Druckluft bläst hörbar ab.<br />
Halle 4, Stand 236<br />
www.kaeser.com<br />
Effiziente Reinigungslösungen<br />
Der Trocken-Industriesauger CTS22 MC Z22 5PP ist mit seinem<br />
wartungsfreien, leistungsstarken 2,2-kW-Seitenkanalverdichter<br />
für den störungsfreien Dauerbetrieb geeignet. Die universell<br />
einsetzbare Maschine erreicht eine Luftförderung von bis zu<br />
88 l/s und einen Unterdruck von 30 kPa. Dank des robusten<br />
Fahrgestells ist sie leicht zu handhaben. Der Sauger ist zudem<br />
zugelassen für Staubklasse M, denn er hält 99,9 % der Stäube<br />
mit AGW-Werten von mehr als 0,1 mg/m 3 zurück. Er ist auch als<br />
Sicherheitssauger für brennbare Stäube in Zone 22 geeignet.<br />
Hohe Power und Laufruhe sowie seine Ausstattung zeichnen<br />
den VHW421 HC XXX 5PP Industriesauger aus. Die GMPkonforme<br />
Maschine ist durch ihre modulare Bauweise leicht zu<br />
reinigen und zu desinfizieren. Das praktische Verschlusssystem<br />
für Deckel und Behälter erleichtert das Entleeren. Die PullClean-<br />
Technologie wiederum ermöglicht eine effiziente Abreinigung<br />
der Klasse-M-Patronenfilteranlage<br />
im laufenden Betrieb. Die Auf -<br />
nahmeleistung des VHW421<br />
HC XXX 5PP beträgt 2,2 kW, der<br />
Behälter fasst 48 l. Für besonders<br />
hohe Arbeitssicherheit ist er für<br />
die Staubklasse H zugelassen<br />
(hält auch krebserregende Stäube<br />
sowie Krankheitserreger zurück)<br />
und verfügt über einen Hepa-<br />
Saugluftfilter.<br />
Halle 3, Stand 363<br />
www.nilfisk.de<br />
End-of-the-Line-Powder-Mixing<br />
KoneSlid®-Mischer (patentiert)<br />
Eine Symbiose aus exzellent<br />
hygienischem und<br />
ergonomischem Design.<br />
✓ Extrem schonender Mischvorgang<br />
mit kurzen Taktzeiten<br />
✓ Totalentleerung innerhalb<br />
weniger Sekunden<br />
✓ Ideale Mischgüten<br />
✓ Füllgrade können von ca.<br />
10% bis 100% differieren<br />
✓ Hohe Flexibilität für die Produktion<br />
von Babyfood, Wirkstoffen,<br />
Instantsuppen und -saucen,<br />
sowie Instantdrinks<br />
✓ Viele große Inspektionstüren<br />
in totraumfreier Bauweise<br />
✓ Auf Wunsch mit Baumusterprüfung<br />
Ex II 1D (für Zone 20)<br />
✓ Wahlweise wird der Mischer<br />
druckstoßfest, druckfest<br />
und vakuumfest gefertigt.<br />
✓ Alle Komponenten der<br />
amixon® Mischer stammen<br />
aus Deutschland.<br />
Die Fertigung der Maschinen<br />
findet ausschließlich<br />
im amixon®-Werk in<br />
Paderborn statt.<br />
Totalentleerung in<br />
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Strömungsverlauf im amixon®<br />
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Nassvermahlung bis in den Submikrometer-Bereich<br />
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Powtech<br />
Nürnberg<br />
Halle 1<br />
517<br />
Das optimierte und kompaktere Design der Feinstmühle<br />
Micros ermöglicht laut Hersteller eine Kostenreduktion<br />
im Herstellungsprozess. Im Gegensatz zu<br />
einer Kugelmühle, bei der das Mahlwerk indirekt<br />
durch Rotation des Behälters bzw. durch ein Rührwerk<br />
bewegt wird, wird das Mahlwerk hier direkt durch<br />
einen leistungsstarken Elektromotor angetrieben.<br />
Dadurch verarbeitet die Mühle Suspensionen mit<br />
großer Viskosität und hohem Feststoffgehalt. Die<br />
Nassvermahlung der Partikel bis in den Submikrometer-Bereich<br />
wird speziell in der Lebensmittel- und<br />
Keramikindustrie angewendet.<br />
Darüber hinaus präsentiert Nara Machinery weitere<br />
technische Lösungen aus dem Produktportfolio,<br />
darunter das Nara Hybridization System (NHS), den Schaufeltrockner (NPD) sowie<br />
den Suspensionstrockner (MSD).<br />
Halle 4, Stand 570<br />
www.nara-e.de<br />
Modulare Absaugtechnik: effizient und förderfähig<br />
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D-33102 Paderborn<br />
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LÖDIGE –ALWAYS<br />
THE RIGHT MIX<br />
Zur Powtech stellt der Absaugtechnik-Hersteller Esta Apparatebau GmbH & Co. KG<br />
sein modulares Anlagenkonzept in den Mittelpunkt seiner Messepräsenz. Durch die<br />
Komponentenbauweise ist das Unternehmen in der Lage, anwendungsspezifische<br />
und damit individuell zugeschnittene<br />
Absaugsysteme für das Schüttgut-<br />
Handling zu kreieren. In der Regel<br />
greift der Hersteller dabei auf Standardmodule,<br />
wie die Dustmac oder Weldex<br />
Filtereinheiten, Ventilatoren sowie<br />
Rohrleitungs-, Erfassungs- und<br />
Austragssysteme zurück, die ent -<br />
sprechend der Anwendung von firmeneigenen<br />
Projekt-Ingenieuren ausgelegt<br />
werden. Neben den Materialeigenschaften sind dabei auch die vom Staub ausgehenden<br />
Gesundheitsrisiken sowie die Anforderungen an den Staubexplosionsschutz<br />
zu berücksichtigen. Durch den Einsatz hocheffizienter Module, wie z. B.<br />
bestimmter Ventilatoren, Motoren, Frequenzumrichter und Steuerungstechnik,<br />
besteht für Anwender die Möglichkeit, einen staatlichen Zuschuss von bis zu 40 %<br />
der förderfähigen Investitionssumme zu erhalten.<br />
Halle 4, Stand 330<br />
www.esta.com<br />
Neues Filterreinigungssystem<br />
Das Flex-on-Filterreinigungssystem ist DGRL- und EN13445-konform und somit ab<br />
der ersten Inbetriebnahme sicher im Einsatz. Flex-on steht für ein modulares<br />
System, angepasst an die individuellen Anforderungen seiner Anwender. Auf dem<br />
Stand erhalten Besucher außerdem Einblicke in das breit gefächerte IMI-Buschjost-<br />
Filterventil-Portfolio: Die Ventile überzeugen laut Hersteller durch lange Laufzeiten<br />
und Wartungsintervalle, arbeiten auch mit hohen Betriebsdrücken und sind wegen<br />
ihrer schnellen Öffnungs- und Schließzeiten besonders effizient. Differenzdruckregler<br />
und Filtersteuerungen, die den<br />
Verschmutzungsgrad einer Anlage<br />
zuverlässig erkennen und entsprechende<br />
Signale zur Abreinigung geben, ergänzen<br />
die Ausstellung.<br />
Halle 4, Stand 106<br />
www.imi-precision.com/de
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Vielseitige<br />
Rundlaufpressen<br />
Kompressoren und Gebläse fördern<br />
Schüttgut effizient<br />
Die Rundlauftablettenpressen<br />
der R-Serie von Gea ermöglichen<br />
kurze Reinigungs- und<br />
Formatwechselzeiten sowie<br />
die werkzeuglose De- und<br />
Remontage aller abnehmbaren<br />
Teile. Die R55 ist eine<br />
viel seitige industrielle<br />
Rundlaufpresse für eine<br />
Vielzahl von Anwendungen in<br />
der Verarbeitung von Pulverprodukten,<br />
einschließlich<br />
Kernbrennstoffpellets,<br />
Hartmetallen, Katalysatoren,<br />
Batterien und Süßwaren. Die<br />
Rundlaufpresse R55 kann mit<br />
einer Reihe von optionalen<br />
Funktionen ausgestattet<br />
werden, um den Tablettenherstellungsprozess<br />
zu verbessern<br />
und zu beschleunigen und<br />
Die ZE-3-S-Kompressoren<br />
stellen<br />
Druckluft im Niederdruckbereich<br />
von 1,5<br />
bis 2,5 bar (Betriebsüberdruck)<br />
bereit und<br />
sind mit Leistungen<br />
von 37 bis 90 kW<br />
erhältlich. Sie arbeiten<br />
damit um etwa 7 %<br />
effizienter als die<br />
Vorgängergeneration. In diesen Kompressoren hat Atlas Copco<br />
seine neuesten ölfrei arbeitenden Schraubenelemente verbaut.<br />
Sie stellen eine zu 100 % ölfreie Luft gemäß ISO 8573-1, Klasse 0,<br />
für kritische Anwendungen zu äußerst geringen Lebenszykluskosten<br />
bereit. Das Getriebegehäuse ist sehr robust, der Motor<br />
komplett gemäß der Schutzart IP55 gekapselt, sodass er vor<br />
Staubeintritt geschützt ist. Durch ihre kompakte Plug-&-Play-<br />
Konstruktion eignen sich die neuen Kompressoren für die<br />
unterschiedlichsten Innen- und Außeneinsätze. Die Kompressoren<br />
sind für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen<br />
zwischen – 20 und + 50 °C erhältlich.<br />
Eine zweite Neuheit werden in diesem Jahr die neuen Schraubengebläse<br />
der Serie ZS 4 VSD+ mit Leistungen von 37 bis 90 kW<br />
sein. Die Maschinen verdichten ebenfalls ölfrei, wobei sie für<br />
Betriebsüberdrücke unterhalb der ZE-Werte ausgelegt sind und<br />
bis zu 1,5 bar erreichen. Die Maschinen versorgen pneumatische<br />
Förderanwendungen mit Tüv-zertifizierter ölfreier<br />
Druckluft. Die hohe Effizienz des ZS 4 VSD+ wird u. a. durch<br />
einen speziell beschichteten Rotor sowie einen Motor der<br />
Wirkungsklasse IE5 erreicht.<br />
Halle 4, Stand 357<br />
www.atlascopco.com<br />
PolarDry<br />
Neue Art der<br />
Sprühtrocknung<br />
eine höhere Kontrolle zu<br />
ermöglichen.<br />
Das Hold-up/Hold-down-<br />
System verhindert in<br />
Kombination mit einem<br />
optimierten Matrizendesign<br />
das Laminieren oder<br />
Verschließen von Tabletten.<br />
Funktionen wie die Matrizenwand-<br />
und Stanzflächenschmierung<br />
dienen der<br />
Optimierung des Tablettenausstoßes.<br />
Darüber hinaus<br />
können durch proprietäre<br />
Stempelhalter mit Wälzlagern<br />
auf Nocken Auswerferkräfte<br />
bis zu 10 kN toleriert werden.<br />
Stahl-, Hartmetall- und<br />
Keramik-Druckwerkzeuge sind<br />
standardmäßig lieferbar, aber<br />
der Kunde kann frei auf eine<br />
Fremdquelle zurückgreifen.<br />
Halle 3, Stand 213<br />
www.gea.com<br />
Industrielle Prozessluft-Entfeuchtung<br />
Eine neue, kompakte Anlage mit Sorptionstechnologie ist das<br />
ULT Dry-Tec 3.1 arid, das Prozessluft-Trocknung, Luftkonditionierung<br />
und Filtertechnik in sich vereint. Der neue Adsorptionstrockner,<br />
der äußerst platzsparend konzipiert wurde, erreicht<br />
Taupunkttemperaturen bis zu – 40 °C (Tp). Die Anlage ist laut<br />
Hersteller flexibel einsetzbar und einfach zu bedienen. Eine<br />
integrierte stufenlos regelbare elektrische Heizung trägt zu einer<br />
signifikanten Reduzierung des Energiebedarfes und somit der<br />
Betriebskosten bei.<br />
Eine weitere leistungsstarke Lösung zur Proessluft-Entfeuchtung<br />
ist das ULT Dry-Tec 7.2 Reihenmodul mit den Vor- und<br />
Nachkühler-Elementen ULT Cool-Tec V bzw. ULT Cool-Tec N.<br />
Diese Module können optional mit unterschiedlichen Filterelementen<br />
verschiedener Filterklassen bestückt werden, damit der<br />
gesamte Trocknungsprozess nicht nur die erforderliche niedrige<br />
relative Feuchte (r.F.) erreicht, sondern auch der Prozessluftstrom<br />
am Ein- oder Austritt der<br />
Modulanlage nahezu partikelfrei<br />
bleibt. Je nach Prozess können mit<br />
diesem Trocknungskonzept<br />
Taupunkttemperaturen bis zu<br />
– 65 °C (Tp) erreicht werden.<br />
Halle 4, Stand 120<br />
www.ult.de<br />
Halle 5 - Stand 256<br />
• Innovation: Elektrostatische<br />
Sprühtrocknung<br />
• Keine herkömmliche<br />
Sekundäragglomeration<br />
• Skalierbarkeit des Prozesses<br />
• Verbesserte<br />
Mikroverkapselung<br />
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mit geringem Feinanteil<br />
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Halle B2, Stand 225 Halle 4, Stand 256<br />
Kontaktbandtrockner ermöglicht einfache Reinigung<br />
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BATTERIEMASSEN<br />
BAUSTOFFE<br />
FARBEN<br />
FEINCHEMIKALIEN<br />
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GEWÜRZE<br />
KOSMETIKA<br />
KUNSTSTOFFE<br />
LACKE<br />
MEHLE<br />
MÜSLI<br />
WASCHMITTEL<br />
ZUCKER<br />
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MISCHEN<br />
Kontaktbandtrockner können – von fließfähigen Suspensionen über feste Granulate<br />
bis hin zu Pulvern – eine große Bandbreite an Stoffen verarbeiten. Die EL-A <strong>Verfahrenstechnik</strong><br />
GmbH hat einen Kontaktbandtrockner entwickelt, der über seitlich<br />
angebrachte Flügeltüren und ein großes Gehäuse verfügt. Der Innenraum ist<br />
dadurch leicht zugänglich und gewährleistet schnelles sowie ergonomisches<br />
Arbeiten. Zudem ist es möglich, im Anschluss an den Trocknungsprozess eine<br />
Durchlaufwaschanlage zu installieren, die das hitzebeständige und reißfeste<br />
PTFE-Endlosband zum Transport der Produkte automatisch reinigt. Separat beheizbare<br />
Kammern sorgen in Kombination mit optionalen Infrarotmodulen für ein<br />
homogenes Trocknungsresultat – und damit für eine schnellere Prozessabwicklung.<br />
Die Robustheit des PTFE-Transportbands erlaubt es dem Kontaktbandtrockner nach<br />
der Reinigung wiederum, zu trocknende Produkte – zähflüssig wie fest – in großen<br />
Mengen oder Stückzahlen aufzulegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der<br />
Hersteller zur Prozessabwicklung entweder glasfaser- oder aramidverstärkte Endlosbänder<br />
verwendet, die äußerst widerstandsfähig sind und Temperaturen bis 250 °C<br />
standhalten. Zudem ist es möglich, die robusten Bänder zusätzlich zu laminieren;<br />
Schmutzpartikel können dadurch nicht über<br />
Mikroporen in das Material eindringen. Neben<br />
Farbstoffen und Pigmenten lassen sich somit auch<br />
keramische Massen, abrasive Metallpasten oder<br />
Abfallschlämme trocknen.<br />
Halle 5, Stand 415<br />
www.ela-vt.de<br />
Realtime-Monitoring ohne Prozess-Stopp<br />
Ob kalibrationsfreie Kontrolle von Misch- und Trocknungsprozessen, sekundenschnelle<br />
ppm-Analysen in der chemischen Reaktionsanalyse oder Überwachung<br />
von Up- und Downstream-Bioprozessen: Die kompakten NIR- oder Raman-<br />
Inprozess-Spektrometer eignen sich zur Überwachung und Steuerung von<br />
Prozessen. Sie sind auch für Atex-Umgebungen geeignet. Die kabellosen, akku -<br />
betriebenen Spektrometer analysieren bei transparenten Gebinden auch durch<br />
das ungeöffnete Primärgebinde.<br />
Halle 2, Stand 118<br />
www.analyticon.eu<br />
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Mit industrieller Mischtechnik<br />
von MAP.<br />
ChargenmischerWBH, individuell<br />
gemäß Ihren<br />
Anforderungen<br />
ausgelegt.<br />
Mehr Mischertypen<br />
und weitere<br />
Informationen auf<br />
www.mapgmbh.com<br />
Smarter Explosionsschutz<br />
Um seinen Kunden intelligente Explosionsschutzlösungen bieten zu können,<br />
präsentiert der Safety-Experte des Hoerbiger-Konzerns auf der Powtech eine<br />
Neuheit in der Explosionsunterdrückung. Ganzheitliche, integrierte Explosionsschutzlösungen<br />
sind mehr als die<br />
Summe von Einzelkomponenten.<br />
Sie müssen auf individuelle<br />
Anforderungen spezifischer<br />
Applikationen ausgelegt und als<br />
intelligente Systeme miteinander<br />
vernetzt agieren.<br />
Der intelligente Explosionsschutz<br />
beginnt schon bei der Prävention.<br />
Hier spielen smarte Detektionssysteme<br />
zur frühzeitigen<br />
Erkennung von Gefahrensituationen<br />
eine zentrale Rolle. Wie die passiven und aktiven Komponenten<br />
(Berstscheiben, wiederverwendbare Druckentlastungssysteme und smarte Systeme<br />
zur Explosionsunterdrückung) optimal zu kombinieren und durchgängig miteinander<br />
zu verbinden sind, erfahren Besucher auf dem Messestand.<br />
Halle 1, Stand 319<br />
www.ieptechnologies.com; www.hoerbiger.com
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Schauglasleuchte für punktuelles<br />
LED-Licht<br />
Die neue Edelstahlleuchte Lumistar ESL 53-LED erobert sich<br />
täglich Einsatzgebiete, die bis dahin für die punktuelle Ausleuchtung<br />
in Betriebsstätten mit hohen Hygiene- und Sicherheitsanforderungen<br />
nicht geeignet waren. Die „Kleine“ leuchtet in nicht<br />
explosionsgefährdeten Betriebsstätten der Chemie, Pharmazie,<br />
Biogas- und Lebensmittelindustrie. Die universell einsetzbare<br />
Schauglas-Leuchte ist für die Kombination von Sicht- und<br />
Lichtglas (1-Flansch-Version) sowie die separate Anordnung<br />
(2-Flansch-Version) geeignet.<br />
Die Leuchte bietet 500 Lumen sowie eine hohe Betriebsdauer<br />
und Betriebssicherheit. Ein Dauerbetrieb ist bis ca. 50 000 h<br />
möglich. Im Lichtaustritt existiert keine Wärmestrahlung. Damit<br />
wird keine zusätzliche unerwünschte Wärme bei chemischen<br />
und/oder biologischen<br />
Verfahren eingetragen. Die<br />
Eignung für Umgebungstemperaturen<br />
von + 40 °C sowie<br />
wirksame Maßnahmen gegen<br />
Korrosion sorgen für universelle<br />
Einsatzmöglichkeiten.<br />
Lumistar ESL 53-LED ist vibra -<br />
tionsfest, staubdicht und<br />
strahlwassergeschützt. Sie<br />
erreicht Schutzgrad IP65 nach<br />
DIN EN 60529.<br />
Halle 2, Stand 331<br />
www.papenmeier.de<br />
Neue Sicherheitszuhaltungen in<br />
Ex-Bereichen<br />
Auf der Powtech <strong>2019</strong> stellt der Steute-Geschäftsbereich<br />
„Extreme“ eine neue Sicherheitszuhaltung für gas- und staub -<br />
explosionsgefährdete Bereiche vor. Das Sicherheitsschaltgerät<br />
Ex STM 298-3GD zeichnet sich u. a.<br />
durch eine sehr kompakte, schlanke<br />
Bauform aus und eignet sich damit<br />
für die Montage an den Profilsystemen<br />
des Maschinenbaus und in<br />
beengten Einbauräumen.<br />
Im Gehäuse aus Alu-Druckguss ist<br />
ein robustes Schaltsystem unter -<br />
gebracht, das die Verriegelung der<br />
Schutztür sicherstellt. Dabei werden<br />
hohe Zuhaltekräfte (bis zu 3 000 N bei<br />
geradem und bei beweglichem<br />
Betätiger) erreicht. Auf diese Weise<br />
wird zuverlässig verhindert, dass der<br />
Bediener die Schutztür öffnen kann, bevor die gefahrbringende<br />
Bewegung zum Halt gekommen ist.<br />
Gemäß Atex-Richtlinien ist die Ex STM 298-3GD für die Gas-Ex-<br />
Zone 2 und die Staub-Ex-Zone 22 zugelassen. Zu den typischen<br />
Anwendungsfällen der staubexplosionsgefährdeten Variante, die<br />
auf der Powtech erstmals gezeigt wird, gehört die Absicherung<br />
von Schutztüren an Produktions-, Abfüll- und Verpackungsmaschinen<br />
für staubende Produkte oder pulverförmige Güter.<br />
Halle 1, Stand 327<br />
www.steute.com
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Schmelzeverfestigung und Granulierung<br />
Ipco, früher tätig als Sandvik Process Systems, fokussiert sich auf<br />
die Schmelzeverfestigung von mehr als 1 200 verschiedenen<br />
Produkten aus der Schwefel-, Chemie-, Düngemittel-, Schokoladen-<br />
und Lebensmittelindustrie. Auf der Messe werden die<br />
Vorteile des Rotoform-Granulierungssystems gezeigt, das zur<br />
Verfestigung von chemischen Schmelzen in einheitliche, form -<br />
stabile und staubfreie Pastillen eingesetzt wird. Die so erzeugten<br />
Pastillen sind einfach zu handhaben, zu verpacken, zu trans -<br />
portieren, zu dosieren<br />
und mischen.<br />
Die Rotoform-Familie<br />
besteht nunmehr aus<br />
zehn verschiedenen<br />
Varianten. Jede Einzelne<br />
wurde speziell für das<br />
Pastillieren bestimmter<br />
Produkte angepasst und<br />
optimiert. So können mit<br />
dem Rotoform<br />
Schmelzen bis zu einer<br />
Aufgabetemperatur von 300 °C und bis zu einer Viskosität von<br />
40 000 mPas verarbeitet werden. Das Spektrum reicht also von<br />
Harzen und Schmelzklebern über Wachse und Fette bis hin zu<br />
niedrig viskosen Schmelzen wie Caprolactam. Abhängig vom<br />
Produkt können Pastillen im Bereich von 0,8 bis 40 mm<br />
Durchmesser hergestellt werden.<br />
Halle 4A, Stand 107<br />
www.ipco.com<br />
Containmentsystem für das Beschicken<br />
von Reaktoren<br />
Die geschlossene Zugabe von<br />
Feststoffen in Druck- und<br />
Reaktionsbehälter ist eine<br />
technische Herausforderung.<br />
Heute bekannte technische<br />
Lösungen sind pneumatische<br />
Pulvertransfersysteme oder<br />
Doppelklappensysteme. Air-Jet<br />
hat für diese Containment-<br />
Aufgabe das Pulvereintragssystem<br />
PES100 entwickelt und<br />
dafür einen neuen Konstruktionsansatz gewählt. Das Pulvereintragssystem<br />
basiert auf Aktiv-Passiv-Bauweise. Es werden aber<br />
nicht zwei Klappen miteinander verbunden. Beim neuen System<br />
werden zwei Halbkugeln zueinander bewegt. Dadurch gibt es<br />
keine querstehende Klappe im Produktfluss und somit einen zu<br />
100 % freien Eintragsquerschnitt. Die Brückenbildung bei<br />
feuchtem Pulver ist laut Hersteller ausgeschlossen und es erfolgt<br />
kein Produktfluss über Dichtungen – somit kommt es nicht zum<br />
Dichtungsverschleiß.<br />
Der zulässige Betriebsdruck beträgt –1 bis 6 bar, die zulässige<br />
Betriebstemperatur – 30 bis + 240 °C. Ein Schauglas ermöglicht<br />
den Kontrollblick ins Gebinde. Das System ist an bestehende<br />
Reaktoren nachrüstbar, aber auch für Neuanlagen geeignet.<br />
Halle 1, Stand 555<br />
www.air-jet.ch<br />
Besuchen Sie uns auf der<br />
in Halle 4-261<br />
FÖRDERN DOSIEREN WIEGEN MISCHEN<br />
ABFÜLLEN LAGERN AUTOMATION<br />
EXPLOSIONS-<br />
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Verfahrenstechnischer<br />
Anlagenbau für höchste<br />
Ansprüche!<br />
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www.kitzmann-gruppe.de<br />
26 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong><br />
ettling.indd 1 Kitzmann.indd 27.02.<strong>2019</strong> 15:53:03 1 28.01.<strong>2019</strong> 10:54:13
Vorbeugender Explosionsschutz beim<br />
Schüttgut-Handling<br />
Für das direkte Absaugen von explosionsfähigen Stäuben an der Entstehungsstelle<br />
bietet Ruwac ortsfeste Absauganlagen, die aufgrund ihres modularen Aufbaus<br />
optimal an den individuellen Anwendungsfall angepasst werden können. Zu den<br />
Modulen gehören neben unterschiedlichen<br />
Antrieben sowie Filterklassen, -typen und<br />
-größen auch verschiedene Bauformen von<br />
Vorabscheidern. Alle Staub-Ex-Absauganlagen<br />
sind so konstruiert, dass von ihnen zuverlässig<br />
kein Explosionsrisiko ausgeht. Das gilt auch<br />
für die mobilen Sauger, mit denen abgelagerte<br />
Stäube in staubexplosionsgefährdeten<br />
Bereichen aufgesaugt werden.<br />
Für besonders kritische Aufgabenbereiche des<br />
Staubexplosionsschutzes hat Ruwac ebenfalls<br />
Lösungen entwickelt – z. B. für das Aufsaugen<br />
von nicht-leitfähigen Stäuben zusammen mit<br />
Gasströmen. Hier muss das Risiko der elektrostatischen<br />
Aufladungen berücksichtigt<br />
werden. Ruwac hat für diese Aufgabe Gas-Ex-<br />
Sauger entwickelt, von denen nachgewiesenermaßen<br />
kein Explosionsrisiko ausgeht. Auch<br />
die Gefahr von zündfähigen Büschelentladungen<br />
ist auszuschließen. Zu den Konstruktionsmerkmalen<br />
dieser Sauger gehören das<br />
Gehäuse aus ableitfähigem GFK-Werkstoff, die ebenfalls ableitfähigen Saugdüsen,<br />
der permanent geerdete Sammelbehälter und eine kontrollierte Luftführung mit<br />
begrenzten Strömungsgeschwindigkeiten. Damit bieten diese Sauger höchste<br />
Sicherheit und leisten einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Explosionsschutz<br />
beim Schüttgut-Handling.<br />
Halle 4, Stand 477<br />
www.ruwac.de<br />
Komplexe Schüttgutförderung<br />
Das Pendelbecherwerk ist eine gute Wahl für den schonenden und flexiblen<br />
Transport von Schüttgütern. Ein Unternehmen stellte vor kurzem ein neues Zwangszuführsystem<br />
vor, das es ermöglicht, Pendelbecherwerke für den Transport von<br />
komplexen, schwer fließenden, zerbrechlichen, abrasiven oder explosiven Schüttgütern<br />
einzusetzen. Durch<br />
Hinzufügen eines Schneckenförderers<br />
zum patentierten<br />
Trommelförderer ist es möglich,<br />
einen hohen Füllgrad der Becher<br />
sicherzustellen. Dieses Zuführsystem<br />
basiert auf einer Intervallbeschickung<br />
von Bechern ohne<br />
Produktverlust. In Kombination<br />
mit dem Trommelförderer ist es<br />
möglich, Becher ohne Überlappung<br />
zu verwenden. Dies soll den<br />
mechanischen Kontakt zwischen<br />
den Bechern, Reibung und die<br />
Verwendung von Führungen beseitigen und außerdem für eine wesentlich höhere<br />
Betriebssicherheit und minimalen Verschleiß sorgen. Für abrasive Produkte oder<br />
Produkte, für die eine Kettenschmierung keine akzeptable Option darstellt, werden<br />
Becher mit Lageraufhängung angeboten, dadurch entfällt der Verschleiß an Rollenketten.<br />
Um die Vorteile der Verwendung eines Zwangszuführsystems darzustellen,<br />
wird den Kunden im Technikum ein kostenloser Testlauf ihres Produkts angeboten.<br />
Halle 5, Stand 472<br />
www.simatek.dk<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 27<br />
Schrage.indd 1 20.03.<strong>2019</strong> 08:17:13
POWTECH I TITEL<br />
Wirksamer Schutz<br />
Pneumatische Förderung von explosionsfähigen<br />
Schüttgütern mit Gebläsen und Verdichtern<br />
Der pneumatische Transport von<br />
Getreidemehl, Zellulose oder<br />
chemischen Grundstoffen in<br />
Pulverform bringt das Risiko einer<br />
Staubexplosion mit sich. Für die<br />
Firma Aerzen als Spezialist in der<br />
Gebläse- und Verdichtertechnik für<br />
die Förderung von Staub und Gas<br />
gehört der Ex-Schutz innerhalb der<br />
unterschiedlichen Atex-Zonen zur<br />
täglichen Praxis.<br />
Brennbarer Staub, räumliche Verteilung,<br />
Sauerstoffanteil, Zündquelle und der<br />
geschlossene Behälter sind die Bausteine<br />
einer Staubexplosion und bilden das sogenannte<br />
Explosions-Fünfeck. Die wechselseitigen<br />
Beziehungen der fünf Bereiche lassen<br />
sich dazu nutzen, Explosionen wirksam<br />
zu verhindern – dieses vor allem angesichts<br />
der Tatsache, dass die Verarbeitung feiner<br />
brennbarer Stäube immer das Risiko einer<br />
Staubexplosion mit sich bringt.<br />
Staub-Luft-Gemische sind dann explosionsfähig,<br />
wenn der Staub aus brennbarem<br />
Material besteht. Hierzu zählen neben<br />
Autor: Thorsten Sienk, freier Fachredakteur,<br />
Bodenwerder<br />
Holz, Mehl und Zellulose auch Kakao, Kaffee,<br />
Stärke sowie anorganische Stoffe wie<br />
die Elemente Magnesium, Aluminium und<br />
Eisen. Und genau diese Grundstoffe sind<br />
auch typisch, wenn in Unternehmen pneumatische<br />
Förderanlagen im Einsatz sind,<br />
bei denen Gebläse oder Verdichter die kontinuierliche<br />
Versorgung der Produktion aus<br />
dem Silo heraus sicherstellen.<br />
Hohes Explosionsrisiko<br />
Im Vergleich zu den klassischen Förderbändern<br />
für Schüttgüter nutzt die pneumatische<br />
Förderung ein Rohrsystem für den<br />
Materialfluss. Hier handelt es sich im Sinne<br />
des Explosions-Fünfecks um einen geschlossenen<br />
Behälter, ohne den eine Explo-<br />
01 Gebläse-Aggregate mit Atex-Zulassung<br />
sind für die pneumatische Förderung von<br />
Stäuben aus brennbarem Material geeignet<br />
sion nicht möglich ist – und ohne den aber<br />
auch so ein pneumatisch angetriebener<br />
Materialstrom nicht funktionieren würde.<br />
Die von den Gebläsen bzw. Verdichtern<br />
erzeugte Prozessluft fördert feine Stäube<br />
und Pulver mit einem im Vorfeld präzise<br />
ausgelegten Druck und Volumenstrom<br />
durch das Rohrsystem zum Ziel. Dann findet<br />
im Inneren der Leitung eine Durchmischung<br />
der Förderluft mit dem Produkt<br />
statt. Die feine Verteilung fördert das Risiko<br />
einer Staubexplosion, weil sich der brennbare<br />
Stoff durch seine große Oberfläche<br />
28 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
TITEL I POWTECH<br />
und die maximale Verfügbarkeit von Sauerstoff<br />
sehr gut entzünden kann.<br />
Verbrennt ein Stoff, steckt dahinter eine<br />
Oxidation. Die erfolgt bei einem Feuer recht<br />
langsam, bei einer Explosion hingegen<br />
schockartig. Beide haben gemeinsam, dass<br />
Sauerstoff notwendig ist, um sowohl ein<br />
Feuer, als auch eine Explosion zu erzeugen.<br />
Sprengstoffe tragen deshalb immer ihr eigenes<br />
Oxidationsmittel. Ob Holz oder Sprengstoff:<br />
Beide benötigen eine von außen zugeführte<br />
Aktivierungsenergie, um brennen<br />
oder explodieren zu können. Was dem Holz<br />
sein Streichholz und dem Sprengstoff seine<br />
brennende Lunte, sind in der pneumatischen<br />
Förderung mechanische Reibung,<br />
elektrostatische Aufladungen oder auch<br />
heiße Funken. Sie reichen als Aktivierungsenergie<br />
häufig aus, um ein Staub-Luft-Gemisch<br />
zur Explosion zu bringen.<br />
Zündfähige Quelle ausschließen<br />
Bei der Druckförderung von Staub oder<br />
auch brennbaren Gasen lässt sich mit der<br />
Konzeption der passenden Gebläse- oder<br />
Verdichtertechnik im Grunde genommen<br />
nur an der Zündquelle des Explosions-<br />
Fünfecks ansetzen. Hierbei muss ausgeschlossen<br />
werden, dass eine zündfähige<br />
Energiequelle in das Fördermedium eingebracht<br />
wird. Dieser Fall kann z. B. eintreten,<br />
wenn aufgrund eines Defektes oder auch<br />
mangelnder Wartung Funken in der Gebläse-<br />
oder Verdichter-Stufe entstehen und<br />
diese unkontrolliert und im heißen Zustand<br />
in die Druckleitung gelangen.<br />
Bei den Aggregaten mit Atex-Zulassung<br />
(2014/34/EU) hat Aerzen auf überaus effektive<br />
und elegante Weise im Schalldämpfer<br />
auf der Druckseite eine Funkensperre integriert.<br />
Der Clou dieser Lösung besteht darin,<br />
dass die Funkensperre gleichzeitig als<br />
wirksamer Schalldämpfer funktioniert. Im<br />
Vergleich zu Schalldämpfern mit Dämmmaterial<br />
eliminiert bei den Reflexionsschalldämpfern<br />
ein geschlitztes Rohrsystem<br />
den Lärm durch ein zeitversetztes<br />
Überlagern von Schallkurven. Dieses Wirkprinzip<br />
arbeitet einerseits verschleißfrei mit<br />
Blick auf das sonst erodierende, sich lösende<br />
Filtergewebe und sorgt andererseits dafür,<br />
dass sich Funken oder heiße Metallspäne<br />
durch die lange Wegstrecke im Filter totlaufen<br />
und abkühlen.<br />
Ursache für Funken<br />
Bei allem Anspruch an hohe<br />
Fertigungsqualität, Langlebigkeit<br />
und Betriebssicherheit<br />
lassen sich potenzielle<br />
Risiken in Ex-Schutz-Bereichen<br />
auch bei einem Gebläse<br />
nicht ausschließen. Kommt<br />
es zu einem Eintrag von Funken<br />
in die Druckleitung, resultieren<br />
diese in der Regel<br />
aus einem Defekt in der Verdichterstufe.<br />
Ein zu hohes Lagerspiel kann<br />
etwa der Grund dafür sein, dass die Drehkolben<br />
im Inneren nicht mehr mit dem<br />
definierten Luftspalt drehen, sondern zusammenschlagen<br />
und dabei Funken erzeugen.<br />
In Einsatzgebieten, die unter die<br />
Atex-Regelungen fallen, stellt die Funkensperre<br />
innerhalb der Druckschalldämpfer<br />
dann eine wirksame Maßnahme dar, den<br />
Eintrag von Aktivierungsenergie in den<br />
Wir haben ständig damit zu<br />
tun, brennbare Prozessgase<br />
sicher zu fördern – der wirksame<br />
Ex-Schutz gehört bei uns zur<br />
täglichen Praxis.<br />
Fabian Pasimeni, Produktmanager<br />
für Gebläse und Delta Hybrid,<br />
Aerzener Maschinenfabrik GmbH<br />
Materialförderstrom sicher zu unterbinden.<br />
Der Schalldämpfer zählt damit zu den reaktiven<br />
Atex-Maßnahmen, weil er zum<br />
Einsatz kommt, wenn ein Schaden bereits<br />
vorhanden ist.<br />
Gerade in Atex-relevanten Einsatzgebieten<br />
setzt Aerzen auch Frühwarnsysteme ein,<br />
um gravierende und sicherheitsrelevante<br />
Schäden von vornherein zu verhindern.<br />
Hierbei sind es die Wirkmechanismen des<br />
02 Um die Schwingungen einer Verdichterstufe<br />
zu überwachen, sind Messnippel in der<br />
Nähe der Lagerstellen eingebaut<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 29
POWTECH I TITEL<br />
03 Ein Druckschalldämpfer kann gleichzeitig<br />
auch als Funkenfänger eingesetzt werden<br />
Condition Monitorings, mit denen sich drohende<br />
Schäden verlässlich detektieren lassen<br />
– vor allem durch eine Schwingungsüberwachung.<br />
„Wir bieten eine Ausbaustufe<br />
über drei Ebenen an“, erklärt Fabian Pasimeni,<br />
Produktmanager für Gebläse und Delta<br />
Hybrid bei Aerzen. Die einfachste Möglichkeit,<br />
die Schwingungen einer Verdichterstufe<br />
zu überwachen, sind spezielle Messnippel,<br />
die in der Nähe der Lagerstellen eingebaut<br />
sind. „Damit können wir die Schwingungen<br />
vor Ort punktuell messen und sich anbahnende<br />
Lagerschäden erkennen“.<br />
Dauerhafte Überwachung<br />
Mit PCH-Sensoren als zweite Ausbaustufe<br />
geht Aerzen den Schritt in Richtung Dauerüberwachungen.<br />
Die an den Seiten der Verdichterstufe<br />
angebrachten Sensoren messen<br />
kontinuierlich und geben dabei entsprechende<br />
4–20-mA-Signale heraus, die<br />
sich vom Leitsystem überwachen und auswerten<br />
lassen. Steht das Gebläse selbst in<br />
einer Atex-Zone, gibt es die Sensoren mit<br />
der entsprechenden Zulassung. „Unser<br />
Baukasten an Gebläselösungen ist mittlerweile<br />
so feingliedrig, dass wir unterschiedliche<br />
Anwendungen mit variierenden Atex-<br />
Anforderungen standardisiert bedienen<br />
können“, macht Pasimeni deutlich. „Wir<br />
haben ständig damit zu tun, brennbare<br />
Prozessgase sicher zu fördern. Der wirksame<br />
Ex-Schutz samt den daraus folgenden<br />
Atex-Anforderungen gehört bei Aerzen deshalb<br />
zur täglichen Praxis.“<br />
Auf Grundlage dieses umfassenden<br />
Know-hows wurde mit Sensoren von IFM<br />
auch die dritte Stufe der Zustandsüberwachung<br />
entwickelt. Mit bis zu vier Sensoren<br />
pro Verdichterstufe „können wir<br />
quasi ganz genau ins Innere schauen und<br />
feststellen, in welchem Zustand sich das<br />
jeweilige Lager befindet“, erklärt der Produktmanager.<br />
Hierzu zählt die Zustandsüberwachung<br />
von Innenringen, Pitting<br />
(lokale Materialschäden) sowie das Anschlagen<br />
des Rotors gegen die innere Gehäusewandung<br />
als Folge von thermischen<br />
Verformungen. „Durch die exakte Analyse<br />
der gemessenen Frequenzen können wir<br />
feststellen, was für ein Fehler auftritt und<br />
vor allem auch, wo er entsteht.“ Während<br />
die geschilderten Maßnahmen vor allem<br />
darauf ausgerichtet sind, den Ex-Schutz<br />
gerade bei Druckleitungen zu gewährleisten,<br />
betrachtet Aerzen auch bei der Saugförderung<br />
die Atex-Anforderungen als integralen<br />
Bestandteil einer Gebläselösung<br />
aus einer Hand.<br />
Einsatz von Filtern<br />
04 Die Sensoren messen kontinuierlich und<br />
übertragen die Signale ans Leitsystem<br />
Besteht beim Ex-Schutz von Druckförderanlagen<br />
das Ziel darin zu verhindern, dass<br />
Aktivierungsenergie in die Förderatmosphäre<br />
gelangt, ist bei der Saugförderung<br />
das Eindringen des Materials in das Gebläse<br />
sicher auszuschließen. Dafür finden<br />
vor allem Filtereinsätze Verwendung, die<br />
eine Barriere schaffen zwischen dem zu<br />
transportierenden Material und dem<br />
Aggregat, das in diesem Fall für den Unterdruck<br />
sorgt. Stehen die Aggregate dabei<br />
selbst in einer Atex-Zone, bedient Aerzen<br />
diese Anwendung mit Motoren unterschiedlicher<br />
Leistung sowie weiteren Komponenten<br />
mit Atex-Zulassung.<br />
„Damit machen wir für unseren Kunden<br />
den Abnahmeprozess der Gesamtanlage<br />
deutlich einfacher“, erklärt Fabian Pasimeni.<br />
Zudem wurden eigene Zonentrennfilter entwickelt,<br />
die als sogenannte Polizeifilter eine<br />
weitere Entkopplung zwischen vorgelagerten<br />
Prozess und Aggregat darstellen. „Kommt es<br />
zu einem Filterbruch, können wir entsprechend<br />
schnell reagieren und das Aggregat<br />
herunterfahren, bevor sich in der Verdichterstufe<br />
eine explosive Atmosphäre bilden kann.“<br />
Sollte es nach einer Verkettung unglücklicher<br />
Umstände dennoch zur Explosion<br />
kommen, lassen sich die Auswirkungen auf<br />
die Umgebung durch den Einsatz spezieller<br />
Werkstoffe beim Bau der Verdichterstufe<br />
wirksam reduzieren. „Sind die Atex-Anforderungen<br />
und das Explosionsrisiko hoch,<br />
verwenden wir für das Gehäuse der Verdichterstufe<br />
keine normalen Grauguss<br />
mehr, sondern spezielles Gusseisen mit<br />
Kugelgrafit.“ Diese Gusseisensorte besitzt<br />
dank des in Kugelform enthaltenen Kohlenstoffs<br />
stahlähnliche mechanische Eigenschaften.<br />
Kommt es zu einer Explosion,<br />
fliegt kein Teil durch den Raum, weil der<br />
Sphäroguss dämpfend wirkt. „Bei allem<br />
Streben nach Standardisierung, spielt gerade<br />
in Atex-relevanten Anwendungen die<br />
Sicherheit im Prozess immer noch die<br />
größte Rolle“, fasst Pasimeni zusammen.<br />
Halle 4, Stand 271<br />
Fotos: Aerzener Maschinenfabrik<br />
www.aerzen.com<br />
30 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Kontinuierliche Filtration<br />
Pharmahersteller stehen oft vor der Herausforderung, die Produktion eines Wirkstoffs<br />
deutlich auszuweiten. In einem Fall, in dem die Produktion nach dem klassischen<br />
Prinzip des Batchprozesses erfolgte, hat die Projektleitung für die Trennstufe die<br />
Umstellung auf ein kontinuierliches Verfahren durch Einsatz eines Druckdrehfilters vom<br />
Typ RPF P02 von BHS-Sonthofen sowie die<br />
Aufstockung der Reaktorzahl empfohlen.<br />
Das kontinuierliche Verfahren erzielt nun<br />
eine Produktivitätssteigerung von rund<br />
150 % – bei einem Bruchteil der Investitionskosten<br />
im Vergleich zum bisherigen<br />
Herstellungsprozess. Zudem hat die Umstellung<br />
des Filtrationsschrittes auf einen<br />
kontinuierlichen Prozess die Ausbeute um<br />
knapp ein Drittel erhöht. Die Rentabilität<br />
des Produkts ist also zusätzlich gestiegen:<br />
Das Online-Monitoring des Filtrations- und Waschprozesses führt zu einer gleichmäßigeren<br />
Produktqualität bei gleichzeitiger Reduktion der eingesetzten Betriebsmittel.<br />
Halle 4A, Stand 304<br />
www.bhs-sonthofen.de<br />
Rieselfähige Schüttgüter dosieren<br />
Brabender Technologie hat für Schüttgüter eine schnelle Lösung: die Easy Change-<br />
Version des Modells FlexWall Plus. Mit einer austauschbaren Dosiereinheit können<br />
Anwender Stillstandzeiten bei Produktwechseln deutlich verkürzen, denn während der<br />
Reinigungsphase dosiert die Wechseleinheit weiter. Nach einer schnellen Trocken- und<br />
Nassreinigung steht einem erneuten Produktwechsel nichts im Wege.<br />
Das Gerät ist eine universelle Dosierdifferenzialwaage für praktisch alle rieselfähigen<br />
Schüttgüter. Sein flexibler Polyurethan-Trog verfügt über<br />
seitliche Massagepaddel, die sanft das Schüttgut anregen und<br />
für schonenden Massenfluss sorgen. Je nach Schüttgut und<br />
Leistungsbereich können austauschbare Schneckenprofile<br />
zum Einsatz kommen. Bei der Easy-Change-Variante sind<br />
Trog, Schnecke, Schneckenrohr und Gehäuse eine konstruktive<br />
Einheit. Schnellverschlüsse verbinden diese mit Chassis<br />
und Antrieb. Sie müssen lediglich gelöst werden, damit das<br />
Restschüttgut entnommen werden kann.<br />
Halle 4, Stand 237<br />
www.brabender-technologie.com<br />
Wartung von Berstscheiben<br />
Die beste Druckentlastung ist<br />
wirkungslos, wenn sie nicht richtig<br />
eingebaut, gewartet oder ausgetauscht<br />
wird. Deshalb sind regelmäßige<br />
Schulungen des eigenen Personals<br />
oder die Auswahl des richtigen Service-<br />
Unternehmens entscheidend. Nicht<br />
nur, um monetäre Verluste durch beschädigte Entlastungseinrichtungen zu vermeiden,<br />
sondern vor allem, um die Sicherheit der Anlage und der Mitarbeiter zu gewährleisten.<br />
Das Rembe Authorized Partner Programm richtet sich sowohl an Betreiber, als auch an<br />
Werkstätten und Service-Unternehmen, die für die Installation, Wartung und Instandhaltung<br />
von Berstscheiben zuständig sind. Neben regelmäßigen Schulungen bieten die<br />
Veranstaltungen des Programms den Teilnehmern die Möglichkeit, sich gegenseitig<br />
auszutauschen. Service-Gesellschaften können sich auditieren lassen. Aktuell sind<br />
mehrere Unternehmen als Rembe Authorized Partner zertifiziert.<br />
Halle 5, Stand 410<br />
www.rembe.de<br />
Die<br />
perfekte<br />
Verbindung.<br />
Schlauchleitungenfür Gefahrgutund<br />
empfindlicheMedieninPremium-<br />
Qualität vonElaflex. Jetztinwenigen<br />
Schritten onlinekonfigurieren:<br />
www.schlauchleitungskonfigurator.<br />
elaflex.de<br />
ELAFLEX -Gummi EhlersGmbH<br />
Schnackenburgallee 121 ·22525 Hamburg<br />
Tel. +49 40 540005-0 ·info@elaflex.de<br />
www.elaflex.de
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Im Frequenz-Wohlfühlbereich<br />
Doppelschraubenpumpe mit angeflanschtem Zusatzgetriebe<br />
Ein Pumpenhersteller hat sein<br />
Angebot an hygienischen<br />
Doppelschraubenpumpen um ein<br />
Modell mit einer einfachen und<br />
robusten mechanischen<br />
Antriebslösung erweitert.<br />
Die Doppelschraubenpumpe in TSG-<br />
Ausführung (Twin Speed Gearbox)<br />
steht für alle Standardbaugrößen der Baureihe<br />
als zusätzliche Option zur Verfügung.<br />
Es handelt sich dabei konstruktiv um eine<br />
einfache und robuste mechanische Antriebslösung<br />
mit diversen Vorteilen gegenüber<br />
reinen Standard Drehstrom- bzw. Servomotoren.<br />
Für Anwendungen, in denen<br />
Pumpen extreme Drehzahl- und Fördermengenbereiche<br />
abdecken müssen, bietet<br />
die neue Pumpe eine sehr einfache, robuste<br />
und ökonomische Lösung.<br />
Mit dieser Konstruktion wird gewährleistet,<br />
dass die Doppelschraubenpumpen<br />
Die FDS-Baureihe basiert auf einem Baukastenprinzip. Dieses<br />
wurde jetzt um eine Option mit Namen TSG erweitert. Was<br />
verbirgt sich dahinter?<br />
Torben Hahn: TSG steht für Twin Speed Gearbox. Diese Zusatzoption<br />
ist eine mechanische Möglichkeit, die große Drehzahlbandbreite<br />
der FDS, die von 0 bis 3 000 min -1 reicht, voll<br />
auszunutzen. Mithilfe einer von der Eingangsdrehrichtung abhängigen<br />
Übersetzung verändern wir die Pumpendrehzahl, nicht<br />
aber die Förderrichtung. In anderen Worten: wird in der Leitwarte<br />
auf Linkslauf geschaltet, dreht die Pumpe mit halber Motordrehzahl<br />
(Produktionsmodus); wird auf Rechtslauf geschaltet,<br />
dreht die Pumpe mit bis zu zweifacher Motordrehzahl (CIP-<br />
Modus). In Kombination mit einem Standard-Frequenzumformer<br />
kann so eine Bandbreite von 1:30 abgefahren werden. Aber<br />
selbst in Anwendungen, bei denen keine extremen Drehzahlspannen,<br />
sondern nur die normalen Bereiche von bis zu 1:10<br />
gefordert sind, kann unser TSG zu einer Reduzierung der installierten<br />
Leistung im Bereich von ein bis zwei Motorgrößen bzw.<br />
zu einem effizienteren Betrieb führen. Da der Drehstrommotor<br />
so immer nahe an oder in seinem optimalen Frequenzbereich<br />
betrieben werden kann, verbessert sich der elektrische Wirkungsgrad<br />
um bis zu 20 Prozent.<br />
Welche Gründe haben zu dieser Weiterentwicklung geführt?<br />
René Linck: Doppelschraubenpumpen können sowohl für die<br />
Produktion als auch als Reinigungspumpe beziehungsweise<br />
CIP-Rücklaufpumpe eingesetzt werden. Wir haben beobachtet,<br />
dass immer häufiger große Reinigungsmengen angefragt werden,<br />
zum Beispiel in der Süß- und Backwarenherstellung. Hier<br />
sind die Produkte extrem viskos und die Rohrleitungsquerschnitte<br />
verhältnismäßig groß, sodass entsprechende CIP-Mengen gefahren<br />
werden müssen. Aber auch der generelle Wunsch unserer<br />
Kunden nach höheren Strömungsgeschwindigkeiten von bis zu<br />
3 m/s während des Reinigungsprozesses führen zu dieser extremen<br />
Spanne, wenn die Produktionspumpe auch als Reinigungspumpe<br />
eingesetzt wird. In solchen Fällen ist ein Servomotor<br />
keine optimale Alternative, denn um einen reibungslosen Pumpenbetrieb<br />
mit Servomotor zu gewährleisten, werden spezielle,<br />
häufig sehr teure Frequenzumformer benötigt, und die Stromnetze<br />
müssen extrem stabil sein. Außerdem erfordert die Inbetriebnahme<br />
versierte Fachleute. Diese Problemfelder haben<br />
uns dazu bewogen, unseren Kunden eine robuste mechanische<br />
Lösung anzubieten, um das außergewöhnlich große Drehzahlband<br />
der Doppelschraubenpumpe voll ausnutzen zu können.<br />
Sind weitere Projekte in Planung?<br />
Torben Hahn: Oh ja, wir haben noch einiges in der Pipeline. Die<br />
Doppelschraubentechnik bietet viele Möglichkeiten. In anderen<br />
Industriezweigen gibt es die Technologie ja bereits seit 70 bis<br />
80 Jahren, in den hygienischen Prozessindustrien jedoch erst seit<br />
knapp 20 Jahren. Wir schöpfen das volle technische Potenzial bei<br />
weitem noch nicht aus. Seitens der Technik sehen wir uns jedenfalls<br />
hervorragend positioniert.<br />
32 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
19% Wirkungsgrad-Steigerung im Produktionsbetriebspunkt<br />
η<br />
100%<br />
80%<br />
60%<br />
40%<br />
20%<br />
Effizienzbeispiel einer Motor-Frequenzumrichter-Kombination<br />
erforderlicher Motor-Frequenzbereich mit TSG<br />
erforderlicher Frequenzbereich - Standard Motor-Frequenzumrichter Kombination<br />
01 Wirkungsgradvergleich von einer<br />
Doppelschraubenpumpe mit und ohne<br />
TSG = Twin Speed Gearbox<br />
0%<br />
0 Hz 25 Hz 50 Hz 75 Hz 100 Hz<br />
Motorfrequenz<br />
25% Last 100% Last<br />
02 Torben Hahn (links), Leiter Konstruktion<br />
und Entwicklung, und René Linck, Produktmanager,<br />
beide Fristam Pumpen<br />
ihren technisch möglichen Drehzahlbereich<br />
vollständig ausnutzen können, ohne<br />
der Limitierung eines Standardmotors zu<br />
unterliegen. Ein weiterer wichtiger Vorteil<br />
liegt darin, dass durch den Einsatz der Twin<br />
Speed Gearbox eine Reduzierung der<br />
installierten Motorleistung um ein bis zwei<br />
Baugrößen erreicht werden kann. Somit<br />
reduzieren sich nicht nur die Investitionskosten,<br />
sondern es verbessert sich die Energieeffizienz<br />
des Antriebsstrangs über das<br />
gesamte Drehzahlband der Pumpen.<br />
Und last but not least ermöglicht<br />
diese neue Konstruktion eine bessere und<br />
stabilere Regelung der Pumpe, da sie im<br />
„Frequenz-Wohlfühlbereich“ eines Standard-Drehstrommotors<br />
arbeitet. Erste<br />
erfolgreiche Installationen in der Milchindustrie<br />
zeigen, dass durch den Einsatz<br />
der Pumpe beispielsweise in der Schmelzkäseproduktion<br />
die Motorgröße und somit<br />
die benötigte Antriebsleistung bei ansonsten<br />
gleichen Förder- und Reinigungsbedingungen<br />
um bis zu 30 % reduziert<br />
werden konnten.<br />
Halle 3, Stand 213<br />
Fotos: Fristam<br />
www.fristam.de<br />
09.4. - 11.4.<strong>2019</strong> I Nürnberg<br />
Stand 391 I Halle 4<br />
Flammendurchschlagsichere Absperrklappen | Rückschlagklappen |<br />
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Takt- und Druckschleusen | Schutzsysteme | Quetschventile | Kugelhähne | Sonderarmaturen<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Korrosionsbeständige Schaltgeräte<br />
Viele Schaltgeräte-Baureihen des<br />
„Extreme“-Programms von Steute<br />
eignen sich für den Einsatz bei<br />
Feuchtigkeit, Nässe und auch in der<br />
Umgebung von Salzwasser. Entsprechende<br />
Korrosionsprüfungen wie<br />
z. B. der Salznebelsprühtest nach DIN<br />
EN ISO 9227 bieten eine gute<br />
Qualitätskontrolle.<br />
Wie aber bewähren sich diese Schaltgeräte in der Praxis? Um<br />
Antworten auf diese Fragen zu finden, hat Steute das Fraunhofer<br />
Ifam in Bremen mit einer einjährigen Freibewitterung am<br />
Ifam-Standort Helgoland beauftragt. Die Versuchsanordnung:<br />
Jeweils mehrere Exemplare ausgewählter „Extreme“-Schalterbaureihen<br />
wurden in exponierter Lage an der Südmole ein Jahr lang<br />
im Spritzwasserbereich befestigt.<br />
Halle 1, Stand 327<br />
www.steute.com<br />
Kompakter Trockenentstauber<br />
Esta erweitert sein Entstauber-Sortiment<br />
um ein neues Einstiegsmodell. Estmac D<br />
ist eine kompakte Trockenentstauber-<br />
Reihe für das untere bis mittlere Leistungssegment.<br />
Die Geräte saugen trockene<br />
und rieselfähige Stäube ab. Die<br />
neue Serie erzeugt in zwei Leistungsstufen<br />
einen maximalen Luftvolumenstrom<br />
von 1 800 m 3 /h. Die Geräte können<br />
sowohl zur Einzel- als auch zur Mehrplatzabsaugung<br />
u. a. direkt angeschlossen<br />
sowie mit einem Absaugarm zur<br />
punktuellen Stauberfassung kombiniert<br />
werden. Dank ihrer kompakten Abmessungen<br />
lassen sich die stationären Entstauber flexibel an wechselnden<br />
Standorten aufstellen.<br />
Halle 4, Stand 330<br />
www.esta.com<br />
Weichen und Schleusen mit breitem<br />
Spektrum<br />
Um auch für zukünftige Anforderungen, etwa die Digitalisierung,<br />
vorbereitet zu sein, überarbeitete Zeppelin Anlagenbau sein<br />
umfangreiches Weichen- und Schleusenprogramm im Niederund<br />
Mitteldrucksegment. Damit<br />
sind die Komponenten nun<br />
leistungsstärker, leichter und<br />
digital vernetzt. Das geringere<br />
Gewicht wirkt sich nicht nur<br />
positiv auf die Betriebskosten aus,<br />
sondern auch auf die Baugröße,<br />
wie beispielsweise die Weiche<br />
DVV. Diese gilt als Allroundtalent<br />
beim Verteilen und Sammeln von<br />
Schüttgütern sowohl in pneumatischen<br />
Druck- als auch Saugförderungen. Dabei überzeugt nicht<br />
nur das robuste Gehäuse, sondern auch die Anwendungsbreite.<br />
Dafür sorgen fünf Größen (50/65/80/100/125), die in einem<br />
Bereich bis zu 3,5 bar und von – 20 bis 120 °C eingesetzt werden<br />
können.<br />
Halle 4, Stand 307<br />
www.zeppelin-systems.de<br />
Prozesslösung zur Herstellung von<br />
biobasierten Produkten<br />
Gea liefert an das norwegische Unternehmen Borregaard eine<br />
schlüsselfertige Anlage zur Sprühtrocknung von Lignosulfonat im<br />
zweistelligen Millionenbereich. Dazu gehören auch ein neues Silo<br />
zur Zuführung gelagerter Pulvermaterialien in das Verpackungssystem<br />
der Anlage sowie ein großer Nasswäscher zur Entstaubung.<br />
Die gesamte Prozesslösung wird am norwegischen Standort<br />
Sarpsborg installiert. Die Inbetriebnahme ist für Mitte <strong>2019</strong> geplant.<br />
Das größte Anwendungsgebiet für Lignosulfonate mit rund 68 % ist<br />
die Funktion als Netz- und Dispergiermittel. In der Borregaard-<br />
Anlage werden 25 t/h Lignosulfonatlösung direkt in einen Rotationszerstäuber<br />
geleitet und sprühgetrocknet. Das Endprodukt wird<br />
in zwei Gruppen von aufeinanderfolgenden Zyklonen getrennt. Der<br />
zweite neu entwickelte<br />
Zyklon CEE (Cyclone Extra<br />
Efficiency) bietet einen<br />
höheren Abscheidegrad,<br />
der die Ausbeute erhöht<br />
und dabei die Emissionen<br />
reduziert.<br />
Halle 3, Stand 231<br />
www.gea.com<br />
Kompaktes Sammelschienensystem<br />
Rittal ergänzt das erfolgreich eingeführte Sammelschienensystem RiLine Compact für kleine<br />
Steuerungen und Schaltanlagen mit neuen Komponenten: einer größeren Einspeisung bis 125 A,<br />
1-polige Geräteadapter für 18 mm breite Leistungsschutzschalter sowie neue schlanke Motorsteuergeräte.<br />
Das System, das eine einfache Installation von Verteilungen bis 125 A ermöglicht, wird dadurch<br />
universell einsetzbar.<br />
Der neue Einspeiseadapter für Ströme bis zu 125 A hat parallel angeordnete, mechanische und elektrische<br />
Kontakte und kann daher auch als Mitteneinspeisung genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich zwei<br />
RiLine Compact-Boards einfach und sicher zu einem größeren System verbinden. Der Adapter hat eine<br />
Baubreite von 45 mm und ist für den Anschluss von Leitungsquerschnitten bis zu 50 mm 2 geeignet. Eine<br />
weitere Neuerung sind die 1-poligen Geräteadapter mit einer Baubreite von 18 mm. Die schmalen<br />
Adapter zur Aufnahme von Leistungsschutzschaltern sind in zwei Varianten für 16 bzw. 63 A erhältlich.<br />
www.rittal.de<br />
34 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Präzise und schnelle Vermischung von Pulvern<br />
Bei dem konischen Paddelmischer (CPM) handelt es sich um die neueste Generation von Hosokawas Pulvermischern,<br />
die für das diskontinuierliche Mischen bei geringer und mittlerer Scherkraft entwickelt wurden. Er<br />
ist speziell für das Vermischen von Pulvern, Granulaten und Feststoffen mit Flüssigkeiten ausgelegt. Der CPM<br />
ist ein Vielzweckmischer für Mischvorgänge, bei denen eine hohe Mischgenauigkeit, eine hohe Mischgeschwindigkeit<br />
und eine intakte Produktstruktur im Vordergrund stehen.<br />
Der Mischbehälter ist konisch geformt und mit einem zentral gelagerten Paddelrotor ausgestattet. Durch die<br />
Drehbewegung des Rotors entsteht eine Kombination aus vertikaler und axialer Bewegung im Mischbehälter.<br />
Die Paddel transportieren das Produkt schonend zur Chargenoberfläche, wo es dispergiert wird. Durch die<br />
Anziehungskraft in der Mischermitte wird das Produkt wieder abwärts geführt, sodass sogar bei niedriger<br />
Geschwindigkeit eine konstante Bewegung des Produkts während des gesamten Mischzyklus sichergestellt ist.<br />
Der Mischprozess lässt sich durch Steuerung der zugeführten Mischenergie optimieren. Dies wird durch die<br />
Einstellung der Drehzahl des konischen Paddelmischers erzielt, die typischerweise zwischen 1 und 10 m/s liegt.<br />
Halle 4A, Stand 233<br />
www.hosokawa-micron-bv.com<br />
Granulierlinie in der<br />
Feststoffproduktion<br />
Für die neue Granulierlinie<br />
IGL 100 hat Romaco Innojet den<br />
High-Shear-Mischer M 100 zur<br />
Herstellung von Feuchtgranulat<br />
entwickelt. In Kombination mit<br />
dem Trockner Ventilus V 100 LE<br />
eignet sich die Technologie<br />
insbesondere zur Herstellung<br />
von kompakten Granulaten, die<br />
vorrangig in der pharmazeutischen<br />
Feststoffproduktion<br />
verarbeitet werden. Weltweit<br />
sind zahlreiche Rezepturen für<br />
dieses konventionelle Granulationsverfahren<br />
zugelassen,<br />
weshalb Romaco sein Produktportfolio<br />
entsprechend ergänzt<br />
hat. Neben verschiedenen<br />
Wirbelschichtanlagen bietet<br />
Innojet nun auch ein ganzheitliches<br />
Linienkonzept zur Herstellung<br />
von Feuchtgranulat mit<br />
anschließender Trocknung an.<br />
Die erste Ausführung der<br />
Innojet IGL 100 verarbeitet<br />
Batchgrößen bis zu 100 l.<br />
Perspektivisch wurde die neue<br />
IGL-Baureihe für Chargenvolumina<br />
bis zu 800 l ausgelegt.<br />
Das Linienkonzept verfügt über<br />
eine zentrale Prozesssteuerung<br />
und kann mit einem integrierten<br />
WIP-System gereinigt werden.<br />
Der Transfer vom Mischer zum<br />
Trockner wurde gravimetrisch<br />
konzipiert. Das ist zum einen<br />
platzsparend, zum anderen<br />
kommt die sehr kurze Transferstrecke<br />
ohne externe Luftzufuhr<br />
aus und erfüllt die hohen Anforderungen<br />
an das Containment.<br />
Halle 3, Stand 357<br />
www.romaco.com<br />
Mehr Luft als<br />
du erwartest!<br />
Die Druckluft-Revolution von Atlas Copco:<br />
Unsere neuen Kompressoren der GA-VSD + -<br />
Baureihe sind maximal effizient. Sie sparen mit<br />
ihren IE5-Motoren, Drehzahlregelung und intelligenten<br />
Algorithmen bis zu 35 % Energie ein. Gebaut<br />
für den harten Industrieeinsatz mit Feuchtigkeit,<br />
Staub und Umgebungstemperaturen bis zu 55 °C.<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Service 4.0 für Wäge- und<br />
Inspektionslösungen<br />
Das neue Servicetool miRemote von Minebea Intec erlaubt<br />
standortunabhängig einen virtuellen Sofort-vor-Ort-Service und<br />
den direkten Zugriff auf Serviceleistungen des Unternehmens.<br />
Grundlage ist die Technologie der Augmented Reality, in diesem<br />
Fall die Ergänzung von Anlagenbildern oder verbaler Videochat-<br />
Kommunikation um Zusatzinformationen, die ein Servicemitarbeiter<br />
einem Anwender per Smartphone oder Tablet direkt<br />
übermitteln kann.<br />
Das Tool bietet dazu<br />
eine Reihe an<br />
intuitiven Kommunikationsoptionen<br />
wie<br />
das Zeigen von Gesten<br />
durch Hand-Overlay-<br />
Technologie, um<br />
komplexe Bewegungsabläufe<br />
einfach und<br />
nachvollziehbar zu<br />
visualisieren und so<br />
eine direkte und<br />
kontrollierte reale Umsetzung vor Ort zu ermöglichen. Der<br />
zugeschaltete Experte im Minebea Intec Service-Center sieht<br />
genau das, was durch die Smartphone- oder Tablet-Kamera des<br />
Kunden erfasst wird. Auf dieser Basis kann er dem Anwender vor<br />
Ort z. B. bei der prozessbezogenen Handhabung von Werkzeugen<br />
verzögerungsfrei helfen, indem er Anweisungen schrittweise<br />
unmissverständlich übermittelt und deren fehlerfreie Durchführung<br />
kontrolliert.<br />
Halle 5, Stand 173<br />
www.minebea-intec.com<br />
Proben zerkleinern<br />
Bei einer Durchsatzmenge von bis zu 60 l/h zerkleinert die schnell<br />
laufende Universal-Schneidmühle Pulverisette 19 mit einem Drehmoment<br />
bis zu 30 Nm trockenes, weiches bis mittelhartes Mahlgut<br />
sowie faserige Materialien und<br />
Kunststoffe mit reproduzierbaren<br />
Ergebnissen. Durch die variable<br />
Einstellung der Drehzahl in Zehnerschritten<br />
zwischen 300 und<br />
3 000 U/min kann der Zerkleinerungsvorgang<br />
in einem sehr breiten<br />
Anwendungsspektrum optimal<br />
auf jede einzelne Probe abgestimmt<br />
werden.<br />
Halle 2, Stand 227<br />
Flexible Wirbelschicht-Kompaktanlage<br />
Wer heute Getränkepulver instantisieren oder verpresste Geschirrspültabs<br />
schnell auf den Markt bringen will, der kann bereits nach<br />
sechs Monaten liefern. Die kurze Bauzeit und die nur zwölftägige<br />
Installationsdauer der neuen Wirbelschicht-Kompaktanlage GF<br />
ModFlex für die kontinuierliche Sprüh-Agglomeration ist ein<br />
zentrales Thema des Kompetenzbereichs Process Technology<br />
Food, Feed & Fine Chemicals von Glatt Ingenieurtechnik. Wichtige<br />
Themen sind dabei zum Beispiel die Möglichkeiten zur Funktionalisierung<br />
von Kosmetika, Düngern sowie Industriesalzen.<br />
Halle 3, Stand 249<br />
www.glatt.com<br />
www.fritsch.de<br />
Retrofit von Glas-Produktionslinie<br />
Die Firma Pilkington fertigt in zwei Linien Flachglas – vor allem<br />
für den Bauglasbereich. Um weiterhin wirtschaftlich produzieren<br />
zu können, musste die Linie „Float zwei“ nach zehn Jahren<br />
Dauerbetrieb mit einem Retrofit modernisiert werden. Um das<br />
Mammutprojekt im gesetzten Zeitrahmen von nur 100 Tagen<br />
realisieren zu können, setzte Pilkington<br />
auf seinen langjährigen Partner<br />
Siemens. Für das Upgrade der Linie<br />
kommen hochmoderne Automatisierungslösungen<br />
von Siemens zum<br />
Einsatz. Damit ist es Pilkington möglich,<br />
durch intelligente Regelungen den<br />
Energieverbrauch und die Schadstoffemissionen<br />
zu reduzieren. Mit der<br />
offenen Systemarchitektur ist zudem ein<br />
hohes Maß an Flexibilität möglich.<br />
Für die Kaltreparatur musste die Linie<br />
völlig stillgelegt werden. Im Zuge des Upgrades wurde auch das<br />
Prozessleitsystem durch eine moderne Lösung von Siemens<br />
ersetzt, dessen Einsatz vorab in Karlsruhe in einem Factory-<br />
Acceptance-Test (Werksabnahme) geprüft und bestätigt wurde.<br />
Mit dem neuen dezentralen Leitsystem ist eine hohe Qualität des<br />
Produktionsprozesses sichergestellt, da<br />
das Prozessleitsystem PCS 7 die exakte<br />
Einhaltung aller Parameter während der<br />
Glasherstellung überwacht. Zusätzlich<br />
tragen intelligente Regelungen zur<br />
Energieeinsparung und zur Minimierung<br />
der Schadstoffemissionen bei.<br />
Halle 4A, Stand 115<br />
Foto: Pilkington Deutschland AG<br />
www.siemens.com<br />
Jensen.indd 1 23.03.2016 11:22:19<br />
36 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Schnelle und flexible Homogenisierung<br />
von Nanoemulsionen<br />
Eine Feldstudie mit einer Öl-in-Wasser-Emulsion zeigt, dass ein neues<br />
Ventil für ein transparentes Ergebnis sorgt. So werden die physikalischen<br />
und visuellen Eigenschaften wie Viskosität, Transparenz und Glanz<br />
verbessert, wie es bei der Verarbeitung von pharmazeutischen und<br />
kosmetischen Nanoemulsionen gewünscht ist.<br />
Gea Homogenisatoren werden in pharmazeutischen<br />
sowie kosmetischen Anwendungen<br />
eingesetzt und erzielen bereits<br />
seit vielen Jahren hervorragende Resultate<br />
in Bezug auf Zellaufschluss und Emulgiereffekte.<br />
Mit dem Nisox-Ventil verändert Gea<br />
das Homogenisierungsverfahren zur Verarbeitung<br />
von Mikro- und Nanoemulsionen<br />
für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie<br />
grundlegend.<br />
Nachdem das Unternehmen die Neuheit<br />
auf der Achema 2018 vorgestellt hatte, liegen<br />
pünktlich zur diesjährigen Powtech die<br />
Ergebnisse der ersten Feldstudie beim Kunden<br />
vor: „Wir haben unsere Laborstudien<br />
aus unserem Process Technology Center in<br />
Parma erstmals dem Belastungstest einer<br />
realen Anwendung unterzogen und freuen<br />
uns, dass wir die Effekte sogar übertreffen<br />
Autor: Ulrich Ahlers, Head of Flow Components/<br />
Homogenization Sales, Gea, Büchen<br />
konnten“, resümiert Kai Becker, Leiter des<br />
Product Group Management Homogenisierung.<br />
„Es ist uns gelungen, eine nahezu<br />
transparente Emulsion herzustellen.“ Die<br />
neue Nisox-Ventilgeometrie optimiert die<br />
Energieverteilung während des Homogenisierens<br />
und reduziert dadurch die Partikelgröße;<br />
der Homogenisierungseffekt wird<br />
deutlich verbessert.<br />
Feldstudie bestätigt verbesserte<br />
Produkteigenschaften<br />
Seit 2018 hat Gea gemeinsam mit dem<br />
Kunden das neue Verfahren intensiv in der<br />
Produktion getestet, um die Reduzierung<br />
der Partikelgrößen und die gleichmäßige<br />
Partikelverteilung mittels des Nisox-Ventils<br />
im Feld zu beweisen. Im Fallbeispiel<br />
bestand die Emulsionsformulierung aus<br />
Wasser (80 %), Fettphase (15 %) und Tensid<br />
(5 %). Die Praxistests bestätigen, dass das<br />
neue Ventilmodell Partikel gleichförmiger,<br />
kleiner und konstanter in hoher Qualität<br />
Das neue Ventil homogenisiert Nanoemulsionen<br />
schneller, gleichmäßiger und flexibler<br />
homogenisiert. Der Polydispersitätsindex<br />
ist niedriger ist als bei konventionellen<br />
Ventilen, insbesondere für Anwendungen<br />
im Hochdruckbereich von 700 bis 1 500 bar.<br />
Dadurch werden die physikalischen und<br />
visuellen Eigenschaften wie Viskosität,<br />
Transparenz und Glanz verbessert, wie es<br />
bei der Verarbeitung von pharmazeuti-<br />
38 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
schen und kosmetischen Nanoemulsionen<br />
gewünscht ist.<br />
Bisher waren Homogenisierventile darauf<br />
ausgelegt, den Abstand zwischen<br />
dem Prallkopf und der Prallplatte auf<br />
ein Minimum zu reduzieren, um die erforderliche<br />
Mikronisierung der Partikel zu<br />
erreichen. Das Nisox-Ventil jedoch dreht<br />
dieses Prinzip um: Im Gegensatz zum<br />
Standardprozess presst Gea die zu emulgierenden<br />
Stoffe nicht in einen Ringspalt,<br />
sondern aus ihm heraus. Dadurch werden<br />
die Partikel viel weiter ausgedehnt, verdünnt<br />
und ihre Kohäsionskräfte verringert.<br />
Die Stoffe kollidieren anschließend radial<br />
in der Kammer des CCMS (Cavitation<br />
Cloud Modulating System). Die implodierenden<br />
Gasbläschen in der justierbaren<br />
Kavita tionswolke können die Partikel deshalb<br />
leichter mikronisieren.<br />
Konstantes Produktergebnis<br />
erreichen<br />
Matteo Folezzani, Produktentwickler für<br />
Homogenisierung bei Gea, erklärt die<br />
Technologie: „Mit dem Nisox-Ventil haben<br />
wir fluiddynamische Effekte genutzt, die<br />
innerhalb des Ventils auftreten. Wir sind<br />
nun in der Lage, die Effektivität und<br />
„Hersteller brauchen weniger<br />
Batch-Zirkulationen für das<br />
gewünschte Ergebnis.“<br />
Effizienz zu kontrollieren, indem wir die<br />
sogenannte Kavitationswolke bewegen. Sie<br />
kann entsprechend dem verarbeiteten Produkt<br />
und den Einlassbedingungen angepasst<br />
werden.“<br />
Zudem stellt sich ein zweiter Effekt ein:<br />
Rezepturen sind nun exakter reproduzierbar.<br />
Die Hersteller brauchen weniger Batch-<br />
Zirkulationen für das gewünschte Ergebnis.<br />
Die Anzahl der Durchgänge bei einem bestimmten<br />
Druck kann reduziert werden.<br />
Neben der Herstellung von Nanoemulsionen<br />
sieht Kai Becker in der Zukunft auch<br />
andere Anwendungen: „Dank der fluiddynamischen<br />
Effekte des Ventils attestieren<br />
die Feldversuche ein Vielfaches der Standzeiten<br />
für Verschleißteile. Das wird zum<br />
Beispiel für Dispersionen in Chemie- und<br />
Pharmaapplikationen interessant, denn<br />
diese sind gemeinhin sehr abrasiv. Wir<br />
werden dieses Einsatzgebiet weiter untersuchen.<br />
Die ersten Ergebnisse sind sehr<br />
vielversprechend und bestätigen das hohe<br />
Potenzial dieser neuen Technologie, das<br />
sich bereits bei Emulsionen gezeigt hat. Wir<br />
stehen unseren Kunden zur Verfügung, um<br />
ihr Dispersionsgemisch zu testen und die<br />
Vorteile in Bezug auf Druckreduzierung<br />
und Energierückgewinnung zu beziffern.“<br />
Kunden haben die Möglichkeit, die Ergebnisse<br />
an ihrem Produkt in den Laboren<br />
des Gea Process Technology Centers in<br />
Parma, Italien, zu validieren. Darüber hinaus<br />
bietet der Hersteller eine „Try-and-<br />
Buy“-Option, um das Nisox-Ventil direkt in<br />
den Anlagen beim Kunden zu testen.<br />
Halle 3, Stand 231<br />
Fotos: iStockphoto (Anna-Ok), Gea<br />
www.gea.com<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Granulate schnell dosieren<br />
Die neue DS-Reihe von Granulatdosierern kommt in vier Größen<br />
auf den Markt und zeichnet sich durch eine einfache Konstruktion<br />
aus, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Für unterschiedliche<br />
Kundenanwendungen wurden von Brabender<br />
Technologie zwei<br />
verschiedene<br />
Varianten entwickelt:<br />
Die<br />
S-Version für den<br />
Dauerbetrieb mit<br />
einem Material<br />
und die E-Version<br />
für häufige Produktwechsel.<br />
Der<br />
Unterschied besteht<br />
dabei in der<br />
Anordnung von Motor und Schnecke. Beim DS-S, der Standardvariante,<br />
sind beide fest verbunden. Das ist ideal bei durchlaufenden<br />
Produkten. Für Produktwechsel und Reinigungsarbeiten<br />
müssen sie zusammen entnommen werden.<br />
Bei der erweiterten Variante DS-E für die variable Produktion ist<br />
die Konstruktion eine andere: Der Motor verbleibt bei einem<br />
Schneckenwechsel oder einer Reinigung am Gerät und wird<br />
lediglich verschoben, damit die Schnecke nach hinten herausgezogen<br />
werden kann. Ebenfalls praktisch für Schüttgutwechsel<br />
und Reinigungsarbeiten ist der zusätzliche Materialschieber und<br />
der feste Rohrleitungsanschluss, über die der Behälter komplett<br />
entleert werden kann. Damit ist der DS-E auf flexible Granulatdosierung<br />
mit häufigen Produktwechseln vorbereitet.<br />
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www.brabender-technologie.com<br />
Mahltrocknung im Container<br />
Die Ultra-Rotor-Technologie kommt bei der simultanen<br />
Mahltrocknung zum Einsatz. Mit diesen Luftwirbelmühlen lassen<br />
sich laut Hersteller feuchte, klebrige sowie schwierig zu fördernde<br />
oder zu trocknende Produkte verarbeiten. Neu ist ein System, das<br />
die Technologie kompakt in einem transportablen 20" High Cube<br />
Container zusammenfasst.<br />
Halle 4, Stand 360<br />
www.jaeckering.de<br />
Vakuumcoater verbessert Pelletqualität<br />
Mit dem Prozess des Vakuumcoatings können hohe Mengen Öl<br />
oder andere Flüssigkeiten nachträglich in Produkte wie Pellets,<br />
Extrudate, Expandat etc. so eingebracht werden, dass diese in das<br />
Innere des Produktes gelangen und diese trotzdem eine<br />
„trockene“ Produktoberfläche aufweisen. Dadurch sind diese<br />
Flüssigkeiten zusätzlich vor negativen Umwelteinflüssen<br />
geschützt. Amandus Kahl hat einen komplett neuen Typen eines<br />
Vakuumcoaters entwickelt. Die Mischwirkung des neuen<br />
GVC 1000 beruht auf der eines rotierenden Freifallmischers – also<br />
einer Trommel, die rotiert, jedoch im Inneren keine beweglichen<br />
Mischwerkzeuge aufweist. Dieser zweifach positive Effekt des<br />
GVC 1000, also der verminderte Feinanteil nach Herstellung und<br />
die Bruchunempfindlichkeit der Pellets auf ihrem weiteren<br />
Lebenszyklus, haben auch einen wichtigen Einfluss auf die<br />
Umweltverträglichkeit und natürlich auch auf die Wirtschaftlichkeit<br />
des gesamten Produktionsprozesses.<br />
Halle 1, Stand 305<br />
www.akahl.de<br />
Schüttgüter absacken<br />
Schüttgüter aus der Baustoffindustrie und andere industrielle<br />
pulverförmige Güter füllt die Abfüllmaschine Beumer Fillpac R<br />
schonend und mit dem geforderten Durchsatz in unterschiedliche<br />
Sackformate und -typen wie Ventilboden- und Ventilflachsäcke<br />
ab. Dabei kann es sich um Materialien von sehr feiner bis<br />
sehr grober Struktur handeln. Für<br />
hohen Durchsatz wird die nach<br />
dem Turbinenprinzip arbeitende<br />
Rundabfüllmaschine über das<br />
Sackbündelmagazin und den<br />
Sackaufstecker Beumer Bag Placer<br />
mit Leersäcken versorgt. In der<br />
chemischen und petrochemischen<br />
Industrie kommt die hocheffiziente<br />
Form-Fill-Seal-Anlage Fillpac FFS<br />
zum Einsatz. Sie formt Säcke aus vorgefertigten PE-Schlauchfolien<br />
und befüllt diese mit dem Kundenprodukt. Der Kunde kann<br />
entsprechend seiner Anforderung eine passende Maschinenleistungsklasse<br />
aus dieser Produktfamilie auswählen.<br />
Halle 1, Stand 627<br />
www.beumergroup.com
Hygienischer Vibrationsboden<br />
Der Azo Vibrationsboden dient dem sicheren Austragen von<br />
pulverförmigen, kristallinen, fetthaltigen und körnigen Schüttgütern<br />
aus Behältern. Es erfolgt eine optimale Behälterentleerung<br />
ohne Rückstände. Kamin- und Brückenbildung im Behälter<br />
werden vermieden. Einsetzbar für beinahe sämtliche, auch<br />
schlecht rieselfähige Schüttgüter in der Nahrungsmittelindustrie,<br />
Kunststoffindustrie, Chemie und Pharmazie.<br />
Zu den Vorteilen gehören die sichere Austragung und ein gleichmäßiges<br />
Absinken der Schüttgutsäule (Massenfluss). Die glatte<br />
Innenkontur im Silo oder Behälter ohne Durchmessersprünge<br />
und glatte Flächen im Außenbereich sorgen dafür, dass das<br />
System reinigungsfreundlich ist, weil es keine unzugänglichen<br />
Hohlräume und offenen Gewinde besitzt. Die Manschette ist silikonfrei, ableitfähig und hat eine<br />
Lebensmittelzulassung. Sie wird über Drucksegmente und Druckstücke montiert. Der Vibrationsboden<br />
ist druckstoßfest bis 2 bar (Ü) und vakuumfest. Der lange elastische Bereich bewirkt eine sehr<br />
gute Entkopplung zwischen feststehendem Behälterteil und Vibrationsboden<br />
Halle 1, Stand 356<br />
www.azo.com<br />
Platzsparender Schraubenverdichter<br />
Die erfolgreiche Schraubenverdichtergeneration Delta<br />
Screw von Aerzen bekommt Zuwachs: Mit dem Verdichter-<br />
Aggregat VM 100 umfasst die Baureihe jetzt sieben Modellvarianten.<br />
Der neue Verdichtertyp ist für einen Volumen-<br />
C<br />
strombereich von 1 500 bis 7 620 m 3 /h konzipiert<br />
M<br />
und deckt<br />
einen maximalen Differenzdruck von 3,5 bar ab.<br />
Y<br />
Eine Besonderheit des neuen Modelltyps ist der bereits<br />
integrierte Schallhaubenlüfter. Neu ist auch die platz<br />
CM<br />
-<br />
sparende horizontale Position des Druckschalldämpfers.<br />
MY<br />
Wie alle E-Compressoren der Reihe verfügt der VM 100 über<br />
CY<br />
eine Schallhaube mit innenliegenden Zu- und Abluftkulissen,<br />
was die kompakte Bauform begünstigt. Strömungsoptimierte Ansaugkanäle minimieren<br />
CMY<br />
den Druckverlust signifikant. Durch die Zufuhr kühler Außenluft direkt in den Ansaugfilter kann eine<br />
K<br />
deutliche Leistungsverbesserung erreicht werden. Besonders ist die absolut öl- und absorptionsmittelfreie<br />
Drucklufttechnologie von Aerzen. Die Ölfreiheit ist gemäß ISO 8573-1/Klasse 0 zertifiziert.<br />
Halle 4, Stand 271<br />
www.aerzen.com<br />
Multifunktionale Wägesteuerung<br />
Die neue Wägesteuerung Minipond 3P von B+L Industrial Measurements bietet laut Hersteller hohe<br />
Vielseitigkeit und Präzision beim Abfüllen von Schüttgütern und Flüssigkeiten. Verschiedene<br />
konfigurierbare Wägebetriebsarten, Dosiereinstellungen und Automatikfunktionen stehen zur<br />
Verfügung. Zudem erfüllt die Steuerung die relevanten OIML- und MID-Anforderungen für die<br />
eichfähige Gewichtserfassung – auch im totalisierenden<br />
Modus. Dank integrierter, schneller<br />
Dosieralgorithmen kann das Gerät autark ohne<br />
zeitkritische Kommunikation zur übergeordneten<br />
Steuerung arbeiten und so verzögerungsfreie und<br />
zeitoptimierte Dosierprozesse gewährleisten. Eine<br />
hohe Integrations- und Bedienfreundlichkeit, ein<br />
Webserver zur aufgabenspezifischen Parametrierung,<br />
zur betriebsbegleitenden Remote-Diagnose<br />
und zur Fernwartung sowie umfassende Konnektivitätsoptionen<br />
unterstreichen die Multifunktionalität<br />
des für Atex-Zone 22 zugelassenen Geräts.<br />
Halle 1, Stand 302<br />
www.bl-im.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 41<br />
S+J-Armaturen.indd 1 19.03.2015 13:27:02
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Schwer filtrierbare Produkte abtrennen<br />
Heinkel präsentiert auf der Powtech Komplettsysteme für Prozesse<br />
in der Fest-Flüssig-Trennung ihrer Marken Comber, Bolz-Summix<br />
und Heinkel. Die Heinkel Stülpfilterzentrifuge der Serie HF eignet<br />
sich für anspruchsvolle Trennaufgaben. Durch ihren produktschonenden<br />
und restschichtfreien<br />
Austrag und der dadurch<br />
möglichen Dünnschichtfiltration<br />
kann die Zentrifuge bei schwer<br />
filtrierbaren Produkten wie etwa<br />
Peptiden oder Mikrokapseln<br />
eingesetzt werden.<br />
Das Gerät sorgt für einen<br />
homogenen Kuchenaufbau bei<br />
minimaler Vibration ohne<br />
Kompression des Feststoffkuchens<br />
und bietet laut Hersteller<br />
gleichmäßige Entwässerungs- und Waschresultate. Der<br />
restschichtfreie Austrag ermöglicht die Filtration von Kuchenhöhen<br />
kleiner als 3 mm und damit die Separation von sehr<br />
schwierigen Produkten. Die optionale drucküberlagerte Zentrifugation<br />
(PAC) und eine damit verbundene Druckbeaufschlagung<br />
des Separationsraumes erzeugt eine wesentliche Reduktion der<br />
Restfeuchte. Dies kann das Produkthandling deutlich verbessern<br />
und vermeidet eine mögliche Klumpenbildung im Trockner.<br />
Abhängig vom Entwässerungsverhalten des Produktes kann der<br />
Anwender den Füllvorgang mittels Steuerung optimieren.<br />
Halle 4A, Stand 128<br />
www.heinkel.de<br />
Anz_ESL53_LED_Vt_90 x 60 mm_<strong>2019</strong><br />
Lumistar Leuchte<br />
ESL 53-LED<br />
499 Lumen<br />
• Dauerbetrieb bis<br />
50000 Stunden<br />
• Vibrationsfest<br />
• Keine Wärmestrahlung<br />
im Lichtaustritt<br />
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info@lumiglas.de | www.lumiglas.de<br />
Dosieren und wiegen<br />
Schenck Process fertigt Lösungen für das Wägen, Dosieren,<br />
Fördern, Sieben, Automatisieren sowie die Luft-Filtrationstechnik.<br />
Zur Produktpalette gehört nun auch das Prozessequipment von<br />
Kemutec sowie Mucons Handling Equipment. Dies stärkt<br />
insbesondere das Lösungsangebot für die<br />
Nahrungsmittelindustrie.<br />
Halle 4A, Stand 208 und Halle 1, Stand 529<br />
www.schenckprocess.com<br />
Erweiterbare Dosier- und Chargieranlage<br />
Der mechanische Kern einer neuen rezepturgesteuerten<br />
Mischanlage ist die Emde Chargieranlage mit horizontal und<br />
vertikal verfahrbaren Chargier-Containern. Dazu kommen<br />
verschiedene Dosierstellen für unterschiedliche Komponenten.<br />
Insgesamt sollten mehr als 30 in Kleinsilos befindliche<br />
Hauptkomponenten automatisch dosiert und verwogen werden.<br />
Die Kleinsilos sind gruppiert und dosieren auf diverse Zwischenwaagen.<br />
Die im Chargier-Container befindlichen Chargen werden<br />
über mehrere Ebenen durch ein ausgeklügeltes System aus Emde<br />
Rollenbahnen, Container-<br />
Hub- und Querfördereinrichtungen<br />
befördert.<br />
Die Hauptkomponenten<br />
werden simultan über acht<br />
Waagen dosiert. Die leeren<br />
Container kommen nacheinander<br />
an den Hauptkomponenten-Waagen<br />
an. Zunächst<br />
wird der Container-Deckel<br />
automatisch abgehoben und<br />
exakt an den Einlauf<br />
angedockt. Die einzelnen<br />
Komponenten werden in den Chargier-Container gewichtsabhängig<br />
dosiert. Abschließend wird der Containerdeckel automatisch<br />
aufgelegt und der Container fährt zur nächsten Position.<br />
Durch die modulare Bauweise empfiehlt sich das Dosier- und<br />
Chargiersystem besonders für anspruchsvolle Kundenvorhaben.<br />
Es lässt sich durch den horizontal/vertikal geprägten Fördergedanken<br />
leicht erweitern, auch bei baulich sehr eingeschränkten<br />
Verhältnissen.<br />
Halle 4A, Stand 406<br />
www.emde.de<br />
Papenmeier.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 12:02:50<br />
Individuelle Schüttgutlösungen<br />
Seit 100 Jahren konfiguriert Jöst individuelle Komplettlösungen<br />
rund um Wendelförderer, Trockner, Siebmaschinen und Rinnen.<br />
Auf dem Messestand können Besucher Dosierrinnen, die<br />
hauptsächlich in der<br />
Chemie- und Nahrungsmittelbranche<br />
eingesetzt<br />
werden, eigenständig an<br />
einer Stele mit Touch -<br />
display nach ihrem<br />
Anwendungsfall<br />
konfigurieren.<br />
Halle 1, Stand 145<br />
www.joest.com<br />
42 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong><br />
ABS.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 11:34:44
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Kupplungen für die unterschiedlichsten Applikationen<br />
Zu den Highlights von Stäubli zählen die Trockenkupplungen<br />
TTX, TCB, TKU und TKM, die in großen Nennweiten zur<br />
Verfügung stehen und vom neuen Stäubli-Gruppenmitglied, der<br />
RS Roman Seliger Armaturenfabrik aus Hamburg, stammen. Diese<br />
Sicherheitskomponenten ermöglichen ein schnelles An- und<br />
Abkuppeln gefüllter und unter Betriebsdruck stehender Schlauchund<br />
Rohrleitungen ohne signifikanten Austritt<br />
des Fördermediums. Das umfassende<br />
Kupplungsprogramm ist modular aufgebaut<br />
und lässt sich in beinahe unzähligen Ausführungen<br />
konfigurieren.<br />
Wie flexibel Schnellkupplungen einzusetzen<br />
sind, beweist der Anbieter mit den Edelstahl-<br />
Kupplungsbaureihen HCB und MCB/NCB.<br />
Diese Highend-Kupplungen lassen sich dank<br />
zahlreicher Nennweiten und Dichtungsvarianten<br />
für nahezu jeden Einsatzfall vom<br />
Trennen und Verbinden von Medienkreisläufen bis hin zur<br />
Gasüberlagerung an Tankbehältern (DIN EN 14432:2014 sowie<br />
GGVSE/ADR:2015) konfigurieren.<br />
Selbst für besonders sensible Prozesse, bei denen einer Ver <br />
bindungstechnologie ohne Toträume und mit geringer Rauheitstiefe<br />
eine Schlüsselrolle zukommt – hat Connectors mit der<br />
Schnellkupplung UPC eine Lösung. In<br />
garantiert totraumfreier Ausführung macht<br />
diese Kupplung Applikationen in der Pro <br />
zesstechnik noch sicherer, ergonomischer<br />
und effizienter. Dabei stehen vor allem<br />
Einsätze bei Probenentnahmen sowie beim<br />
Befüllen und Entleeren von Prozessequipment<br />
im Fokus.<br />
Halle 3, Stand 447<br />
www.staubli.com<br />
Intelligente Schlauchsysteme<br />
Unter dem Namen Ampius hat die Masterflex Group Schlauch <br />
systeme entwickelt, die demnächst serienmäßig mit einer<br />
digitalen Schnittstelle ausgestattet sein werden. Über eine speziell<br />
programmierte App wird es dann möglich sein, neben der<br />
eindeutigen Produktkennzeichnung<br />
auch Daten zu<br />
Verschleiß, Abrieb, Temperatur<br />
und Durchflussmenge<br />
abzurufen. Bei modernen<br />
Predictive-Maintenance-<br />
Ansätzen der vorausschauenden<br />
Wartung spielen solche<br />
intelligenten Bauteile mit<br />
Life-Cycle-Tracking-Funktionen<br />
eine zunehmend wichtige<br />
Rolle. Dahinter steht immer die Frage, wie Ausfallzeiten an der<br />
Maschine verhindert oder zumindest minimiert werden können.<br />
Im Idealfall lassen sich dadurch Störungen exakt voraussagen,<br />
sodass der Maschinenbediener oder das Wartungsteam handeln<br />
kann, bevor es zu echten Ausfällen kommt. Hier bietet die Masterflex<br />
Group künftig bedarfsgerechte und individuelle Lösungen an.<br />
www.masterflexgroup.com<br />
Neue Varianten im Hygienic Design<br />
Da der Einsatz von Schüttguttechnik<br />
in hygienesensiblen<br />
Bereichen höchste<br />
Anforderungen an die<br />
Konformität der eingesetzten<br />
Maschinenlösungen stellt,<br />
hat Engelsmann die<br />
Hygienic-Design-Ausführungen<br />
ausgewählter<br />
Maschinenlösungen weiterentwickelt. Zielsetzungen bei der<br />
Entwicklung der neuen Hygienic-Design-Varianten waren die<br />
Vermeidung von Kontaminationen durch Mikroorganismen bzw.<br />
Produktreste sowie die Gewährleistung einer schnellen und<br />
rückstandsfreien Reinigung der Komponenten.<br />
Die neuen Varianten zeichnen sich durch eine nahezu totraumfreie<br />
Konstruktion aus, wobei innenliegende Ecken und Kanten<br />
abgerundet und mit erweiterten Radien ausgeführt sind. Alle<br />
Komponenten sind so gestaltet, dass sie leicht erreicht und<br />
eingesehen werden können. Darüber hinaus sind verschiedene,<br />
Oberflächenbehandlungen und Rautiefen lieferbar.<br />
Halle 4A, Stand 323<br />
www.engelsmann.de<br />
OPTIMIERT, DICHT<br />
UND VERLÄSSLICH<br />
Dichtungstechnik mit dem richtigen Know-How<br />
KLINGER GmbH<br />
Rich.-Klinger-Straße 37<br />
D-65510 Idstein<br />
T +49 61 26 4016-0<br />
F +49 61 26 4016-11<br />
mail @klinger.de<br />
www.klinger.de
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Zerkleinerungsprozess 4.0<br />
Messtechnik für die Optimierung von Brechern<br />
In Zerkleinerungsanlagen geht es<br />
ordentlich zur Sache, Staub und<br />
Dreck gehören zum Alltag. Doch<br />
dieser Anlagentyp kann sich auch<br />
von einer ganz anderen Seite<br />
zeigen. Dank innovativer<br />
Messtechnik und Algorithmen<br />
lassen sich einzelne Prozessschritte<br />
in Echtzeit optimieren, sodass der<br />
Energieverbrauch drastisch gesenkt<br />
wird. Dabei helfen Sensoren.<br />
Autor: Jürgen Skowaisa, Produktmanager Radar,<br />
Vega Grieshaber KG, Schiltach<br />
Jedes Partikel, jedes Korn und jeder Stein<br />
werden bei Maestro geradezu persönlich<br />
genommen. Das italienische Unternehmen<br />
optimiert seit 15 Jahren Zerkleinerungsprozesse<br />
und Brecher für alle Produktionsprozesse<br />
in Steinbruch, Bergbau und<br />
Recycling.<br />
Unbestritten ist, dass Zerkleinerungsmaschinen<br />
viel Energie benötigen, bis das<br />
fertige Produkt entsteht. Neben der eigentlichen<br />
Zerkleinerung müssen auch noch<br />
Prozesse wie Vorwäsche, Reinigung, Sortierung<br />
etc. beachtet werden. Dank der Systeme<br />
von Maestro lässt sich jedoch der<br />
Energieverbrauch pro Tonne Produkt, einer<br />
der Hauptproduktions-Kostenfaktoren, erheblich<br />
reduzieren. Dabei sind es nicht nur<br />
die Energiekosten, die im Mittelpunkt<br />
der Optimierung stehen. Die eigentliche<br />
Herausforderung für den Betreiber liegt darin,<br />
eine einheitliche Qualität des Endprodukts<br />
zu liefern. Manuelle Eingriffe sind im<br />
Prozessablauf eher schwierig. Ziel der kontinuierlichen<br />
Überwachung der einzelnen<br />
Prozessschritte ist es daher, die Belastung<br />
der jeweiligen Maschinenkomponenten zu<br />
reduzieren – und dies je nach aktueller<br />
Situation im Brecher.<br />
Das System von Maestro steuert automatisch<br />
den gesamten Prozess, indem es alle<br />
im System vorhandenen Maschinen verbindet.<br />
Die in den kritischen Bereichen installierten<br />
Sensoren erlauben es, die Belastung<br />
in den einzelnen Anlagenteilen ständig<br />
anzupassen. Beispielsweise wird die richtige<br />
Beladung gesteuert, der Materialfluss<br />
angepasst oder Verstopfungsszenarien vermieden.<br />
Dies schont die Anlage, spart<br />
Energie und führt zudem zu einer höheren<br />
Produktqualität.<br />
Erfassung der Füllhöhen<br />
In der Welt von Maestro spielt die Sensorik<br />
eine große Rolle, ganz nach dem Motto:<br />
„Was nicht gemessen werden kann, lässt<br />
sich auch nicht optimieren.“ Seit rund<br />
einem Jahr ist die Messtechnik von Vega bei<br />
der Überwachung und Optimierung der<br />
Zerkleinerungsmaschinen mit im Boot. Ins<br />
01 Die Vega-Sensoren in den<br />
Brecheranlagen ermitteln zu jeder<br />
Zeit den korrekten Füllstand
POWTECH I TOP-THEMA<br />
gesamt kommen 50 Geräte, angefangen<br />
beim Vegason 61, 62, 63 über den Vegapuls<br />
69 bis zum Vegabar 82, zum Einsatz. Die<br />
meisten der eingesetzten Sensoren sind<br />
Füllstandsensoren. So wird die Vega-<br />
Radartechnologie zur Messung des Materials<br />
in Brechern und Mühlen eingesetzt,<br />
sie warnt aber auch vor Siebverstopfung<br />
und misst den Wasserstand zum Waschen<br />
des Materials.<br />
Beispielsweise befinden sich Vega-Sensoren<br />
an der Öffnung der Presse, um den<br />
Füllstand in der Maschine zu kontrollieren,<br />
aber auch auf den Förderbändern, um die<br />
Beladung zu messen und in den Behältern,<br />
um die Menge des Endproduktes zu erfassen.<br />
Je nach Beladung werden dann automatisiert<br />
verschiedene Anpassungen der<br />
Maschine vorgenommen, um jeweils ein<br />
optimales Ergebnis zu erzielen.<br />
Zwar hatte Maestro schon vorher Sensoren<br />
anderer Hersteller für diese Aufgaben<br />
verwendet. Diese mussten jedoch sehr<br />
aufwändig in die vorhandenen Automatisierungssysteme<br />
eingebunden werden. Zudem<br />
ist es generell nicht ganz einfach, die<br />
Füllhöhe in Zerkleinerungsmaschinen zu<br />
messen. Denn trotz aller Digitalisierung<br />
geht es auch bei Maestro branchentypisch<br />
zu, also staubig, schmutzig und sandig. Vibrationen<br />
gehören ebenfalls zum Alltag. Dadurch<br />
verursachen Staub, Restmaterial und<br />
Feuchtigkeit jede Menge Störreflexionen.<br />
Eine Tatsache, die auch den bisherigen Sensoren<br />
erhebliche Probleme bereitete und so<br />
zu einer ungenauen Messung führte.<br />
Im Dauereinsatz geblieben<br />
Vega kannte Maestro bis dahin kaum.<br />
Dennoch baute man einige Sensoren<br />
zum Testen ein. Von Projektbeginn an<br />
war man von der Technologie überzeugt,<br />
sodass die Sensoren seitdem ihren<br />
festen Platz in den Brecheranlagen<br />
gefunden haben. Vor allem von der<br />
einfachen Konfiguration war das Team<br />
begeistert. Dank Plics-Konzept, also<br />
der einheitlichen Bedienoberfläche unabhängig<br />
vom Messprinzip, musste sich<br />
das Team bei den unterschiedlichen Sensortypen<br />
nicht immer wieder neu einarbeiten.<br />
Das Setup war denkbar einfach.<br />
Davon abgesehen war die Zuverlässigkeit<br />
und Genauigkeit der Messwerte entscheidend.<br />
Insbesondere der Vegapuls 69 lieferte<br />
extrem sichere Messwerte – eine wichtige<br />
02 Hauptziel der automatisierten Steuerung ist es, die durch die Rohstoffvariabilität<br />
verursachten Unstimmigkeiten zu erkennen und zu lösen<br />
Voraussetzung, um darauf aufbauend eine<br />
Optimierung zu starten. Für die hohe Genauigkeit<br />
ist der kleine Abstrahlwinkel von<br />
nur 3° verantwortlich. Das Radarfüllstandmessgerät<br />
arbeitet mit einer Sendefrequenz<br />
von 80 GHz und einer Antennengröße von<br />
ca. 75 mm. Der 80-GHz-Strahl geht damit<br />
an Einbauten oder Anhaftungen an der Behälterwand<br />
vorbei. Zudem durchdringt er<br />
selbst dichte Staubwolken mühelos. Das<br />
macht die Messung sicherer<br />
und zuverlässiger, insbesondere<br />
bei den rauen Umgebungen,<br />
die in Zerkleinerungsanlagen<br />
vorkommen.<br />
Der Radarsensor Vegapuls<br />
69 besitzt eine sehr gute<br />
Signalbündelung und einen<br />
hohen Dynamikbereich.<br />
Letzterer liefert eine Aussage<br />
darüber, in welchen Anwendungsbereichen<br />
ein Sensor<br />
eingesetzt werden kann. Die<br />
Dynamik beschreibt den Unterschied zwischen<br />
größtem und kleinstem Signal, das<br />
vom System noch detektiert werden kann.<br />
D. h. je größer die Dynamik, desto breiter<br />
das Einsatzspektrum der Sensoren. Aufgrund<br />
des großen Dynamikbereichs von<br />
120 dB können selbst kleinste Reflexionen<br />
gemessen werden. Mit einem Messbereich<br />
bis zu 120 m, einer Reaktionszeit kleiner 1 s<br />
und einer Genauigkeit von ± 5 mm sind genügend<br />
Leistungsreserven vorhanden.<br />
Die Sensoren lassen sich<br />
aus sicherer Entfernung<br />
mit dem Smartphone oder<br />
Tablet konfigurieren und<br />
parametrieren.<br />
Jürgen Skowaisa<br />
Und noch ein Feature begeisterte das italienische<br />
Unternehmen: Die Möglichkeit,<br />
eine drahtlose Kommunikation über Bluetooth<br />
einzusetzen. Diese ist insbesondere<br />
für schwer zugängliche Stellen, raue Industrieumgebungen<br />
und Ex-Bereiche interessant.<br />
Damit lassen sich die Vega-Sensoren<br />
aus sicherer Entfernung mit dem<br />
Smartphone oder Tablet, unabhängig davon,<br />
ob Apple- oder Android-Gerät, konfigurieren<br />
und parametrieren. Auch Anzeige-<br />
und Diagnosefunktionen stehen so<br />
schnell und unkompliziert zur Verfügung.<br />
Damit fügt sich die Vega-Technologie perfekt<br />
in die Optimierungsumgebung bei<br />
Maestro ein.<br />
Halle 4, Stand 514<br />
Fotos: Vega<br />
www.vega.com<br />
Rembe 2.indd 1 11.03.<strong>2019</strong> 09:34:07<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 45
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Die Wasserdetektive<br />
Feuchtemessung zur Qualitätskontrolle im Quarzwerk<br />
Sensoren in der Feuchtemessung sind unscheinbar. Wenn sie Pulver,<br />
Sande oder Granulate detektieren oder Glasscherben abtasten, sind sie<br />
mit bloßem Auge kaum zu entdecken. Doch sie sind unverzichtbar, um<br />
die Qualität der Produkte sicherzustellen.<br />
Beton ist ein ganz besonderer Stoff: Es<br />
kommt auf die richtige Mischung aus<br />
Zement, Sand und Kies an. Dann kann das<br />
hinzugegebene Wasser die chemische Reaktion<br />
des Bindemittels in Gang setzen und<br />
aus dem Gemisch einen hochleistungsfähigen,<br />
festen Baustoff für alle erdenklichen<br />
Einsatzbereiche werden lassen. Es ist also<br />
kein Wunder, dass in der Sparte Betontechnik<br />
von Liebherr schon immer ein besonders<br />
wachsames Auge auf die Bedeutung<br />
des Wassers und der Feuchtigkeit bei der<br />
Betonherstellung gelegt wurde.<br />
Schon seit 1985 entwickelt die Liebherr-<br />
Mischtechnik GmbH an ihrem Produktionsstandort<br />
für Fahrmischer, Mischanlagen<br />
und Betonpumpen in Bad Schussenried<br />
Messsysteme für die industrielle Automa-<br />
Autor: Thomas Maier, Vertriebsleiter Messtechnik,<br />
Liebherr Mischtechnik GmbH, Bad Schussenried<br />
tion. Angefangen hat alles mit Sensoren für<br />
das Messen der Sandfeuchte in den eigenen<br />
Betonmischanlagen.<br />
Es hat sich dann sehr schnell gezeigt,<br />
dass das, was bei Beton sehr gut funktioniert,<br />
auch für andere Anwendungen<br />
von Vorteil ist: etwa bei sonstigen Schüttgütern<br />
wie Sand oder Mineralkörnungen,<br />
im Bergwerkseinsatz, in der Landwirtschaft,<br />
bei Nahrungsmitteln, im Chemieund<br />
Pharmasektor oder in der Petrochemie.<br />
Heute kommt die Liebherr Feuchtemessung<br />
in Produktionsanlagen in allen erdenklichen<br />
industriellen Bereichen zum<br />
Einsatz. Beim Automobilzulieferer in den<br />
USA genauso wie in der Papierfabrik in den<br />
Niederlanden oder beim Zuckerhersteller<br />
auf Guadeloupe.<br />
Typische Einbauorte für die Sensoren<br />
sind beispielsweise Siloausläufe, Rutschen,<br />
Prallplatten, Bänder, Übergabestellen,<br />
Trocknungsanlagen, Förderschnecken,<br />
Rohre, Tanks und vieles mehr.<br />
Feuchtemanagement „live“<br />
Bis zu 40 Messungen pro Sekunde leisten<br />
die Sensoren und das im laufenden Prozess.<br />
Früher hat man den Feuchtegehalt von Zugabestoffen<br />
mit Stichproben im Labor gemessen,<br />
um die richtigen Konsistenzen und<br />
Rezepturen zu überprüfen und gegebenenfalls<br />
korrigierend in die Produktion einzugreifen.<br />
Heute kann mit der Liebherr-<br />
Technologie das Feuchtemanagement in<br />
Echtzeit gestaltet werden – und das mit<br />
höchstmöglicher Präzision.<br />
Die Messung der Liebherr-Sensorik<br />
basiert auf Kurzwellen. Neben der hohen<br />
Präzision und Robustheit zeichnet die<br />
Messgeräte ihre Reproduzierbarkeit aus. Ist<br />
das System einmal kalibriert, können auf<br />
dieser Grundlage jederzeit ohne großen<br />
Aufwand weitere Messstellen eingerichtet<br />
werden oder Geräte erneuerter werden. Die<br />
Anlage bleibt so immer verlässlich, unabhängig<br />
von ihrer bisherigen Laufzeit und<br />
ihrem Alter.<br />
Alles Quarz oder was?<br />
Die Entwickler und die Vertriebsmannschaft<br />
fahren immer wieder zu den Anwendern.<br />
Diese unmittelbare Rückkopplung<br />
aus der Praxis ist Teil des Erfolgskonzeptes<br />
46 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
01 Im Leitstand laufen in Echtzeit die Daten<br />
der Feuchtemessung ein<br />
02 Auf einem Gleitschuhschlitten „surft“ der Feuchtemess-Sensor über den<br />
Sand auf dem Förderband<br />
bei Liebherr. Zu diesen Kunden zählt<br />
auch die Quarzwerke Gruppe, ein Familienunternehmen<br />
in der vierten Generation.<br />
In Frechen bei Köln sind derzeit fünf<br />
Liebherr-Sensoren in der Feuchtsandverarbeitung<br />
in Betrieb.<br />
Quarz – oder Siliziumdioxid – zählt zu<br />
den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralien.<br />
Quarz entsteht durch Wasserabspaltung<br />
aus Kieselsäure und gehört<br />
zu den härtesten Naturmaterialien. Er ist<br />
als Rohstoff weitverbreitet und hat Eingang<br />
in zahllose industrielle Anwendungen<br />
gefunden, die tief in unseren Alltag<br />
hineinreichen.<br />
So wird beispielsweise Quarzsand und<br />
-pulver für die Herstellung von Porzellan<br />
und verschiedene Keramikwerkstoffe genutzt,<br />
darüber hinaus basieren Glas, Prismen<br />
und Linsen auf (kristallinem) Quarz.<br />
Auch als Schleifmittel und Füllstoff wird er<br />
gebraucht. Zahnpasta, Gummi, Anstrichund<br />
Poliermittel – überall kommt Quarz als<br />
Werkstoff zum Einsatz. Fußböden und<br />
Arbeitsplatten verleiht er eine harte Oberfläche.<br />
Und vor allem hält er Computer am<br />
Laufen. Für Mikrochips und integrierte<br />
Schaltkreise braucht man reines Silizium.<br />
Dazu wird das Siliziumdioxid in einem<br />
Schmelzofen bei rund 1 400 °C geschmolzen.<br />
Während dieses Vorgangs trennt sich<br />
der Sauerstoff vom Silizium.<br />
Qualitätsfaktor Feuchte<br />
Die Lagerstätten der Quarzrohstoffe sind<br />
eng mit allen Perioden der Erdgeschichte<br />
verbunden. Die bedeutendsten europäischen<br />
Vorkommen entstanden durch sedimentäre<br />
Gesteinsbildung in der Tertiärund<br />
Kreidezeit. Aus diesen Vorkommen beziehen<br />
auch die Quarzwerke Frechen seit<br />
über 130 Jahren ihre hochwertigen Quarzsande.<br />
Diese zeichnen sich durch eine besonders<br />
hohe Reinheit von über 99 % aus<br />
und werden als Feuchtsand, als Trockensand<br />
oder in gemahlenem Zustand als<br />
Quarzmehl an die Industriekunden ausgeliefert.<br />
Die kontinuierliche, hochpräzise<br />
Feuchtemessung während der Verarbei-<br />
tungsprozesse in Frechen ist dabei ein<br />
wesentlicher Qualitätsfaktor.<br />
Um die hier im Tagebau geförderten<br />
Quarzsande zu über 200 verschiedenen<br />
Qualitätsprodukten aufzubereiten und<br />
in 50 Länder zu verkaufen, setzt das<br />
Unternehmen auf moderne und effiziente<br />
Aufbereitungstechnologien.<br />
An fünf einzelnen Produktionsschritten<br />
und unterschiedlichen Einsatzbereichen<br />
wird die Liebherr Feuchtemessung eingesetzt.<br />
Der aus dem Tagebau gewonnene<br />
Quarzsand wird zunächst gewaschen und<br />
anschließend im Nasssandsilo entwässert.<br />
Für die Verarbeitung des Quarzsandes, beispielsweise<br />
als Feuchtsand, Quarzmehl<br />
oder Filtersand, ist der Feuchtegrad entscheidend.<br />
Je genauer gemessen wird,<br />
desto schneller und effizienter kann die<br />
Qualität gesteuert werden.<br />
Halle 4, Stand 540<br />
Fotos: Liebherr<br />
www.liebherr-feuchtemessung.de<br />
Innovationen rund ums<br />
Heizen und Beheizen<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Fließverhalten bestimmen<br />
Pulver zu feucht?<br />
Dynamische Pulverprüfung ermittelt Fließfähigkeit<br />
und Auswirkungen des Feuchtigkeitsgehaltes<br />
Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Prozessverhalten eines Pulvers<br />
beeinflussen – dabei ist die Feuchtigkeit vielleicht am offensichtlichsten.<br />
Viele Anlagen zeigen signifikante, von der Jahreszeit oder Luftfeuchtigkeit<br />
abhängige Leistungsschwankungen. Um eine Strategie zur Optimierung<br />
der Umgebungsbedingungen – insbesondere der Luftfeuchtigkeit –<br />
zu entwickeln, gilt es, die Auswirkungen der Feuchtigkeit auf<br />
prozessrelevante Pulvereigenschaften zu verstehen und möglichst<br />
messtechnisch zu erfassen.<br />
Den größten Einfluss nimmt die Feuchtigkeit<br />
auf die Fließeigenschaften von<br />
Pulvern. Messergebnisse zeigen, dass<br />
Feuchtigkeit nicht immer schädlich für das<br />
Fließverhalten des Pulvers ist und unterstreichen<br />
die Bedeutung geeigneter Pulverprüfungen,<br />
um festzustellen, wie empfindlich<br />
ein Material gegenüber Feuchtigkeit<br />
reagiert. Damit ein Pulver fließen kann,<br />
müssen sich die Partikel darin relativ zueinander<br />
bewegen. Nach einer weitläufig<br />
verbreiteten Meinung können Pulver in<br />
Gegenwart von Wasser weniger frei fließen.<br />
Dafür gibt es eine mechanische Erklärung,<br />
denn Wasser kann in einem Pulver Flüssigkeitsbrücken<br />
zwischen Partikeln bilden, die<br />
Autor: Jamie Clayton, Operations Manager,<br />
Freeman Technology Ltd., Tewkesbury,<br />
Gloucestershire, UK<br />
ihre Bewegung behindern und die Fließfähigkeit<br />
beeinträchtigen.<br />
Es gibt jedoch auch Beispiele, dass<br />
Feuchtigkeit das Fließverhalten von Pulvern<br />
verbessern kann. Ein Grund liegt darin,<br />
dass Partikel mit einer rauen Oberfläche<br />
durch Wasser geschmiert werden.<br />
Aber auch in Systemen mit feinen elektrostatisch<br />
geladenen Partikeln kann Feuchtigkeit<br />
die Fließeigenschaften verbessern, da<br />
sie zur Änderung der elektrischen Leitfähigkeit<br />
und Abführung der starken interpartikulären<br />
elektrostatischen Anziehungskräften<br />
führt.<br />
Nachdem die Partikelgröße von Pulvern<br />
inzwischen in der Regel bereits durch die<br />
Spezifikation definiert ist, und der Einfluss<br />
der Partikelform immer mehr als Kriterium<br />
für die Fließeigenschaften herangezogen<br />
wird, werden Umwelteinflüsse weit weniger<br />
berücksichtigt.<br />
Die dynamische Pulverprüfung basiert auf<br />
Messungen eines Pulvers in Bewegung im<br />
Gegensatz zur Messung im statischen Zustand<br />
und stellt ein direktes Maß für die<br />
Fließeigenschaften dar. Dies ermöglicht die<br />
Charakterisierung des Pulvers sowohl unter<br />
Spannung als auch unter Belüftung und die<br />
Bestimmung der Fließgrenze. Dadurch<br />
kann die Prozessumgebung simuliert und<br />
Daten mit hoher Relevanz für einen bestimmten<br />
Prozess ermittelt werden.<br />
Dynamische Pulvereigenschaften werden<br />
aus der Messung des Drehmoments<br />
und der Kraft bestimmt, die auf ein Rotorblatt<br />
wirkt, das sich durch eine Pulverprobe<br />
entlang einer definierten Bahn dreht. Die<br />
Basisströmungsenergie (BFE, Basic Flowability<br />
Energy) wird bei der Abwärtsbewegung<br />
des Blattes gemessen und spiegelt die<br />
Eigenschaften unter Zwangsströmungsbedingungen<br />
wider, wie sie bspw. durch<br />
einen Extruder oder in einem Zuführrahmen<br />
auftreten.<br />
Drei ausgewählte Pulver – Kalkstein, Laktose<br />
und mikrokristalline Cellulose (MCC) –<br />
zeigen unterschiedliche Feuchtigkeitsadsorption<br />
und ein grundlegend unterschiedliches<br />
Verhalten bezüglich der BFE in Abhängigkeit<br />
von der Feuchtigkeit. Zunächst<br />
wurde ermittelt, wieviel Feuchtigkeit jedes<br />
Material adsorbiert, wenn man es unter<br />
entsprechend relativer Feuchtigkeit equilibrieren<br />
lässt (Tabelle). Die dynamische<br />
Pulverprüfung wurde jeweils für die trockene<br />
und die drei Feuchtigkeit beinhaltenden<br />
Proben durchgeführt und die Werte gegen<br />
den Feuchtigkeitsgehalt in % aufgetragen.<br />
Ergebnisse der Untersuchung<br />
Die Laktose weist eine stetige Verringerung<br />
der BFE auf, ein Hinweis, dass die Feuchtigkeit<br />
eine schmierende Wirkung hat und sich<br />
die Fließeigenschaften mit höherer Feuchtigkeit<br />
verbessern. Die Kurve von MCC<br />
durchläuft ein Minimum der gemessenen<br />
BFE, das zeigt, dass die Fließeigenschaften<br />
bei weniger und bei mehr Feuchtigkeit<br />
schlechter waren. Die getrocknete MCC-<br />
Probe neigt dazu, sich an den Wänden des<br />
Testgefäßes abzulagern, was darauf hindeutet,<br />
dass das trockene Pulver möglicherweise<br />
elektrostatisch aufgeladen ist. Es ist<br />
Was 1924<br />
begann...<br />
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bietet Ihnen NARA Machinery seit über 90 Jahren für jede Aufgabe bei einer Verarbeitung<br />
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POWTECH I TOP-THEMA<br />
wahrscheinlich, dass niedrige Feuchtigkeitsniveaus<br />
die interpartikulären Anziehungskräfte<br />
reduzieren, indem elektrostatische<br />
Ladung abgebaut wird, während<br />
h öhere Feuchtigkeitsniveaus Flüssigkeitsüberbrückung<br />
zwischen Partikeln induzieren,<br />
was die Adhäsion im System erhöht<br />
und eine Erhöhung der Strömungsenergie<br />
verursacht. Kalkstein hingegen zeigt einen<br />
stetigen Aufwärtstrend mit steigendem<br />
Feuchtigkeitsgehalt – ein Zeichen dafür,<br />
dass sich Wasser anlagert, als Bindemittel<br />
wirkt und Flüssigkeitsbrücken sowie kleine<br />
Agglomerate bildet.<br />
Mit der dynamischen Pulverprüfung<br />
wird hier direkt ein Wert für die Fließfähigkeit<br />
des Pulvers ermittelt und die Auswirkungen<br />
des Feuchtigkeitsgehaltes, der<br />
häufig lagerungs- oder transportbedingt<br />
ist, aufgezeigt.<br />
Da während eines Prozesses die Umgebungsfeuchtigkeit<br />
(relative Feuchte)<br />
schwanken kann, ist nicht nur die Abhängigkeit<br />
des Fließverhaltens (der BFE) vom<br />
Feuchtigkeitsgehalt des eingesetzten Pulvers<br />
selbst, sondern auch von der relativen<br />
Feuchte der Betriebsumgebung ein interessanter<br />
Parameter. Auch hier zeigen die drei<br />
Materialien unterschiedliches Verhalten<br />
mit der gleichen Tendenz wie bei der Messung<br />
der BFE gegen den Feuchtigkeitsgehalt.<br />
Prozessoptimierung<br />
Wie so oft bei einzelnen Parametern ist<br />
dies nur eine Momentaufnahme bei der<br />
Bewertung von Prozessen. Eine vielseitige<br />
Charakterisierung des Pulvers durch die<br />
Kombination von dynamischer Pulverprüfung<br />
mit Scher- und Schüttgutmessungen<br />
liefert Informationen<br />
über Fließeigenschaften, Kompaktierbarkeit,<br />
Agglomerationsverhalten,<br />
Neigung zur elektrostatischen<br />
Aufladung und damit Merkmale, die<br />
ein essentieller Bestandteil der Pulverherstellung<br />
und -verarbeitung<br />
sind und zur Rationalisierung von<br />
Verarbeitungsprozessen beitragen.<br />
Kosten-Nutzen-Relation<br />
Feuchtigkeit in Pulvern als Problem ist weithin<br />
bekannt, dem wird durch definierte<br />
Lagerungs- und Transportbedingungen<br />
vielseitig Rechnung getragen, da das Entfernen<br />
von Wasser aus Pulver sehr kostenintensiv<br />
sein kann. Doch dass selbst die<br />
Umgebungsbedingungen während der Verarbeitung<br />
großen Einfluss auf den Prozess<br />
nehmen können, wird häufig noch außer<br />
Acht gelassen. Es lohnt sich also auf jeden<br />
01 Lösungen zur Bestimmung<br />
der Fließeigenschaften von Pulvern<br />
Eine vielseitige<br />
Charakterisierung von<br />
Pulvern liefert Informationen,<br />
die zur Rationalisierung<br />
von Verarbeitungsprozessen<br />
beitragen.<br />
Jamie Clayton<br />
Fall, die Kosten für den Aufwand, das<br />
Wasser aus der Atmosphäre der Verarbeitungsumgebung<br />
zu entfernen, mit den<br />
Ersparnissen einer guten Verarbeitungsleistung<br />
abzugleichen.<br />
Halle 4, Stand 547<br />
Fotos: Freeman, Fotolia (#29718375, Natalja Osokina)<br />
www.freemantech.co.uk<br />
02 Die dynamische Pulverprüfung wurde jeweils für die trockene und<br />
die drei Feuchtigkeit beinhaltenden Proben durchgeführt und die<br />
Werte gegen den Feuchtigkeitsgehalt in % aufgetragen<br />
Relative Luftfeuchte<br />
[%]<br />
Feuchtigkeitsgehalt [%]<br />
Kalkstein Laktose Mikrokristalline<br />
Cellulose<br />
0 0,05 0,29 3,6<br />
34 0,15 0,39 4,9<br />
56 0,35 0,52 6,1<br />
95 0,72 0,71 8,8<br />
Es wurde ermittelt, wieviel Feuchtigkeit jedes Material adsorbiert, wenn<br />
man es unter entsprechend relativer Feuchtigkeit equilibrieren lässt<br />
ww<br />
POWTECH <strong>2019</strong><br />
Stand 570<br />
Halle 4<br />
TROCKNUNG ZERKLEINERUNG PARTIKEL DESIGN<br />
...gilt auch heute: Maßgeschneiderte Lösungen<br />
in der Pulververarbeitung.<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Restentleerung von Druckbehältern<br />
Bolz Intec zeigt dieses Jahr neben Fässern, Trichtern und Sonderkonstruktionen<br />
aus Edelstahl seine Druckbehälter. Für die<br />
Verarbeitung von sensiblen Pulvern oder Flüssigkeiten in der<br />
Pharmaindustrie sind Druckbehälter nicht mehr wegzudenken.<br />
Der Hersteller fertigt Druckbehälter aus hochwertigen Edelstahl<br />
1.4404/AISI316L oder Sonderwerkstoffen wie Hastelloy 2.4602/<br />
C22, die für einen Betriebsdruck von – 1/+ 12 bar ausgelegt<br />
werden können. Neben den Standarddurchmessern 234 mm,<br />
395 mm und 560 mm werden die<br />
Behälter ebenfalls nach individuellen<br />
Kundenanforderungen konstruiert und<br />
nach der aktuellsten Druckgeräterichtlinie<br />
und dem GMP-Standard gefertigt.<br />
Je nach Anwendungsbereich ist<br />
Zubehör wie CIP-Sprühköpfe, Ent -<br />
nahmelanzen oder Sicherheitsventile<br />
verfügbar. Die markante und hoch -<br />
wertige Oberflächengüte wird durch<br />
Elektropolieren und Passivieren<br />
erreicht. Gezeigt werden vor allem die<br />
Möglichkeiten der vollständigen<br />
Restentleerung der Druckbehälter.<br />
Halle 1, Stand 643<br />
www.bolz-intec.com<br />
PET-Folienextrusion mit Recyclingware<br />
Soll in der PET-Folienextrusion Post<br />
Consumer Recyclingware direkt<br />
verarbeitet werden, ist ein durch die<br />
FDA bzw. EFSA autorisierter Prozess<br />
fast unverzichtbar. Mit dem IR-Clean-<br />
System bietet Kreyenborg eine<br />
Alternative für die direkte Dekontamination<br />
von PET an – und das ohne<br />
jegliche Vakuumtechnik.<br />
Das System stellt eine Weiterentwicklung des bewährten und<br />
hundertfach eingesetzten IRD Infrarot Drehrohres dar. Der<br />
Standardprozess der Kristallisation und Trocknung von PET<br />
Bottle Flakes im IRD wurde durch diverse Änderungen der<br />
Prozessparameter sowie technische Ergänzungen erreicht – das<br />
Resultat sind besonders gute Dekontaminationsergebnisse, die in<br />
Challengetests (in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut<br />
IVV) nachgewiesen wurden. Die FDA hat auf Basis dieser Werte<br />
einen Letter of Non Objection ausgestellt.<br />
Auch für die durch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit<br />
EFSA festgelegten Grenzwerte können diese Ergebnisse<br />
verwendet werden – je nach Verwendung des Endproduktes bis<br />
zu einem Anteil von 100 % Post Consumer Ware.<br />
Halle 4, Stand 227<br />
www.kreyenborg.com<br />
Pulvereintrag durch einen Einsaughomogenisator<br />
Der Symex Einsaughomogenisator Typ HVIS erzeugt einen Unterdruck, sodass keine separate<br />
Vakuumpumpe benötigt wird. Er kann sowohl in Kombination mit Hauptmischanlagen als auch<br />
mit Vorphasenbehältern eingesetzt werden, diese nachgeschalteten Anlagen können spezifisch<br />
auf den Gesamtprozess ausgeführt sein. Die Vorzüge des Systems zeigen sich laut Hersteller<br />
speziell bei der Einarbeitung von sehr leichten, flüchtigen und schweren, klebrigen Pulvern. In<br />
der Mischstrecke kommt es unmittelbar zu einer Benetzung, sodass das beim Eintritt in Behälter<br />
zu keinem Aufschwimmen oder Absinken des Pulvers kommt.<br />
Halle 2, Stand 250<br />
www.symex.de<br />
AUF DER<br />
Die Teilnahme ist kostenlos!<br />
Anmeldung per E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
FOLGEN SIE UNS AUF UNSERER<br />
GUIDED TOUR<br />
Zum Thema Pharmaprozesstechnologie<br />
führen wir<br />
Sie über die Messe<br />
zu ausgewählten Ausstellern.<br />
WO?<br />
Halle 3, Stand 545<br />
WANN?<br />
Dienstag, 09. April, von 13 - 14 Uhr und<br />
Donnerstag, 11. April, von 13 - 14 Uhr<br />
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1 20.03.<strong>2019</strong> 10:48:25
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Kennzeichnung in staubigem Umfeld<br />
Staubige Produktionsumgebungen, wie sie bei der Verarbeitung<br />
von Pulvern und Schüttgut vorzufinden sind, gelten als besondere<br />
Herausforderung für die Kennzeichnungstechnik. Für solche<br />
Einsätze hat Bluhm Systeme einen besonders kompakten thermischen<br />
Inkjet-Drucker mit Schutzklasse IP65 entwickelt: Der<br />
Markoprint Integra One mit HP-Kartuschentechnik lässt sich<br />
aufgrund seiner geringen Abmessungen von 188 × 80 × 98 mm<br />
problemlos in oder an Produktionsanlagen installieren.<br />
Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 180 m/min druckt das<br />
Gerät variable Texte, Barcodes und Datamatrix-Codes in hoher<br />
Qualität und bis zu 12,5 mm<br />
hoch. Änderungen der variablen<br />
Felder oder Einstellungen kann<br />
der Bediener direkt vor Ort am<br />
benutzerfreundlichen Display<br />
vornehmen. Die SmartCard<br />
Kartuschenüberwachung<br />
erkennt automatisch den<br />
Tintentyp und stellt alle Werte<br />
gleich entsprechend richtig ein.<br />
Ein manuelles Umstellen bei<br />
Tintenwechsel entfällt.<br />
Halle 1, Stand 235<br />
www.bluhmsysteme.com<br />
Reproduzierbare Pulverprüfung<br />
Systeme für Filtration und Trocknung<br />
Auf der Powtech präsentieren BHS-Sonthofen und Ava erstmals<br />
gemeinsam ihre verfahrenstechnische Expertise. Dort wird es<br />
einen Taktbandfilter und einen Konustrockner in Laborgröße zu<br />
sehen geben. Dabei verstehen sich die Experten von BHS und Ava<br />
als Spezialisten für<br />
Fest-Flüssig-<br />
Trennung<br />
beziehungsweise<br />
Reaktor- und<br />
Trocknungstechnik<br />
und nicht für eine<br />
spezielle Technologie.<br />
Ava stellt<br />
horizontale<br />
Trockner für den<br />
Chargenbetrieb<br />
und kontinuierliche<br />
Prozesse sowie<br />
vertikale Trockner für verschiedenste Anwendungen her.<br />
BHS-Sonthofen bietet Filtrationssysteme für Batch- und Kontiprozesse,<br />
die entweder per Druck oder Vakuum filtrieren.<br />
Der auf der Messe ausgestellte Taktbandfilter vom Typ BF ist ein<br />
kontinuierlich arbeitender, horizontaler Vakuumfilter, mit dem<br />
sedimentierende Feststoffe sicher und zugleich schonend<br />
abgetrennt werden.<br />
Halle 4A, Stand 304<br />
www.bhs-sonthofen.de<br />
Das Produktportfolio von Freeman Technology umfasst das FT4<br />
Powder Rheometer, mit dem Pulver getestet werden können. Der<br />
automatisierte Scherzellentest (gemäß ASTM D7891) und eine<br />
Reihe anderer Parameter erlauben es, das Verhalten des Pulvers<br />
hinsichtlich Fließfähigkeit und Verarbeitbarkeit zu bestimmen.<br />
Ergänzt wird dies durch den uniaxialen Pulvertester, der genaue<br />
und wiederholbare Messungen der uniaxialen, unbeschränkten<br />
Fließgrenze (uUYS) von Pulvern zur Beurteilung und Einstufung<br />
der Fließfähigkeit liefert.<br />
Halle 4, Stand 547<br />
TÜV SÜD Chemie Service<br />
Verwurzelt in der chemischen Industrie<br />
Seit Beginn der Chemie in Deutschland gab es die<br />
Eigenüberwachung. Die TÜV SÜD Chemie Service GmbH<br />
ist hervorgegangen aus den Eigenüberwachungen der<br />
Chemiekonzerne Bayer, Hoechst und Dow Chemical.<br />
Unsere Sachverständigen kommen aus der Chemie und<br />
kennen Ihre Anlagen in Theorie und Praxis.<br />
Wir sprechen Ihre Sprache.<br />
www.tuev-sued.de/chemieservice<br />
www.freemantech.co.uk<br />
Effiziente Dispergierung<br />
Mit der Ystral Conti-TDS-Technologie erfolgt die staub- und verlustfreie<br />
Gebindeentleerung, der Pulvertransport und die Zugabe, die<br />
Benetzung und Dispergierung bis zur vollständigen Desagglomeration<br />
mittels nur einer Maschine. Pulver werden nicht nur benetzt,<br />
sondern unter Vakuum in die Flüssigkeit eindispergiert. Agglomeratbildung<br />
wird vermieden. Besserer Aufschluss, höhere Wirksamkeit<br />
der Rohstoffe und höhere Produktqualität sind das Ergebnis.<br />
Halle 3A, Stand 717<br />
www.ystral.com<br />
TÜV SÜD Chemie Service GmbH Kaiser-Wilhelm-Allee VERFAHRENSTECHNIK Geb. B407 51368 Leverkusen 4/2018 51<br />
Tel. +49 (0)214 30-62653 E-Mail: vertrieb.chemieservice@tuev-sued.de
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Berstscheiben schützen vor<br />
Explosionsfolgen<br />
Die Atex-zertifizierten Explosionsschutz-Berstscheiben Vent-Saf<br />
sind passive Bauteile mit einfacher, dabei präziser Konstruktionsund<br />
Funktionsweise. Sie sind nahezu wartungsfrei und günstig in<br />
Anschaffung und Installation.<br />
Vent-Saf geben als Sollschwachstelle<br />
im Fall der Fälle kontrolliert<br />
nach und lassen den Explosionsdruck<br />
zusammen mit heißen<br />
Verbrennungsgasen, verbranntem<br />
oder unverbranntem<br />
Gemisch in eine definierte<br />
Sicherheitszone entweichen.<br />
Um die Passgenauigkeit zu<br />
gewährleisten, bietet der<br />
Hersteller die Explosionsschutz-<br />
Berstscheiben in zahlreichen<br />
Größenvarianten und mit<br />
Ansprechdrücken von<br />
20 – 350 mbar an. Werkstoff der Standardausführung ist Edelstahl<br />
AISI 304L; für hochkorrosive Medien stehen auch Materialien<br />
wie Hastelloy, Inconel oder Monel zur Verfügung. Die<br />
Dichtungen sind als EPDM-Schwammdichtung ausgeführt –<br />
spezielle Dichtungsmaterialien widerstehen auch Prozesstemperaturen<br />
über 250 °C dauerhaft oder erfüllen besondere<br />
Hygieneanforderungen.<br />
Halle 2, Stand 530<br />
www.bormann-neupertbsb.de<br />
Flexible Inline-Dispergierung<br />
Parsum zeigt für seine Inline-Partikelsonden der IPP-Serie ein<br />
umfangreiches Sortiment von Inline-Dispergierern. Diese kleinen<br />
Zubehörteile, die direkt an der Messsonde befestigt und mit<br />
Druckluft betrieben werden, verdünnen und vereinzeln Partikelströme<br />
mit völlig<br />
unterschiedlichen<br />
Eigenschaften.<br />
Es gibt<br />
Dispergierer mit<br />
geringen<br />
Scherkräften, die<br />
empfindliche<br />
Granulate sehr<br />
sanft behandeln,<br />
während für feine Partikel unter 100 µm mit sehr hoher Scherkraft<br />
dispergiert wird. Dadurch können auch klebrige, feuchte und<br />
stark haftende Partikel gut vereinzelt werden. Für die Flüssigdispergierung<br />
und die Entnahme von dispergierten Teilströmen<br />
zur Online-Messung sind ebenfalls Lösungen verfügbar.<br />
So kann z. B. das Wachstum der Partikel in einer Wirbelschicht<br />
oder einem High-Shear-Mischprozess in Echtzeit verfolgt werden.<br />
Eine Feuchte von 20 % und mehr beeinträchtigt die Messung<br />
nicht. Auch bei Bildung störender Pulverschichten auf der<br />
Oberfläche und den Fenstern des Prozessraumes bleibt die<br />
Messoptik der Partikelsonde frei, denn neben der Dispergierung<br />
sorgt der verwendete Druckluftstrom durch eine ausgeklügelte<br />
Strahlführung auch für die Freihaltung der optischen Flächen.<br />
Halle 4, Stand 141<br />
www.parsum.com<br />
Mischkonzept für die Lebensmittelverarbeitung<br />
Bei dem konischen Paddelmischer (CPM) handelt es sich um die<br />
neueste Generation von Hosokawas Pulvermischern, die für das<br />
diskontinuierliche Mischen bei geringer und mittlerer Scherkraft<br />
entwickelt wurden. Er ist speziell für das Vermischen von Pulvern,<br />
Granulaten und Feststoffen mit Flüssigkeiten ausgelegt. Der CPM<br />
ist ein Vielzweckmischer für Mischvorgänge, bei denen eine hohe<br />
Mischgenauigkeit, eine hohe Mischgeschwindigkeit und eine<br />
intakte Produktstruktur im Vordergrund stehen.<br />
Der Mischbehälter ist konisch geformt und mit einem zentral<br />
gelagerten Paddelrotor ausgestattet. Durch die Drehbewegung<br />
des Rotors entsteht eine Kombination aus vertikaler und axialer<br />
Bewegung im Mischbehälter. Die Paddel transportieren das<br />
Produkt schonend zur Chargenoberfläche, wo es dispergiert wird.<br />
Durch die Anziehungskraft in der Mischermitte wird das Produkt<br />
wieder abwärts geführt, sodass sogar bei niedriger Geschwindigkeit<br />
eine konstante Bewegung des Produkts während des<br />
gesamten Mischzyklus sichergestellt ist.<br />
Der Mischprozess lässt sich durch Steuerung der zugeführten<br />
Mischenergie optimieren. Dies wird durch die Einstellung der<br />
Drehzahl des konischen Paddelmischers erzielt, die typischerweise<br />
zwischen 1 und 10 m/s liegt.<br />
Halle 4A, Stand 233<br />
www.hosokawa-micron-bv.com<br />
Weil uns<br />
die Natur<br />
vertraut.<br />
52 VERFAHRENSTECHNIK 4/2018<br />
Gefahrstofflagerung |Know-how |<br />
Arbeitsschutz |Industriebedarf |<br />
0800 753-000-3 |www.denios.de
XXX<br />
Kontrollsiebung von Gewürzmischungen<br />
Die GKM Kontrollsiebmaschine KTS-V2 800 wurde speziell für die<br />
Siebung von Gewürzmischungen aus der Zuführung vom Big-Bag<br />
und anschließender Abfüllung in Silos entwickelt. Bei dieser<br />
Maschine stehen sowohl die Produktqualität als auch die<br />
Bedienersicherheit an erster Stelle. Dank ihres gradlinigen<br />
Designs und des mobilen Handlings kann die KTS-V2 800 in den<br />
Produktionsablauf integriert und an verschiedenen Orten,<br />
mithilfe von einem Hubwagen oder Gabelstapler, flexibel<br />
eingesetzt werden. Gesiebt wird bei einer Maschenweite von<br />
4 mm mit einer Leistung von 3 000 t/h. Durch die Siebung werden<br />
Verunreinigungen und Überkorn entfernt. Die Maschine ist<br />
komplett aus Edelstahl und auf ein Food-Oberflächenfinish von<br />
Ra ≤ 0,8 µm poliert. Durch das Plug-&-Play-System kann die Maschine sofort nach Auslieferung in<br />
Betrieb genommen werden. Mittels Schnellspannsystem kann die Maschine einfach und<br />
werkzeuglos für die Reinigung oder den Siebwechsel geöffnet und wieder verschlossen werden.<br />
Da die Kontrollsiebmaschine mit einem Minimum an Bauteilen konzipiert wurde, gibt es im<br />
Produktbereich keine Toträume, was eine gründliche Reinigung ermöglicht und somit den höchsten<br />
Hygieneansprüchen in der Food- und Pharmaindustrie entspricht. Um Metallteile auch nach der<br />
Siebung abzufangen, kann der Feingutauslauf optional mit einem Magneten versehen werden.<br />
Halle 4A, Stand 331<br />
www.gkm-net.de<br />
Düngemittelproduzent optimiert Siebprozess<br />
Calcium-Ammonium-Nitrat (CAN) ist aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ein weit<br />
verbreitetes Düngemittel, stellt allerdings durch seine hygroskopische Eigenschaft ein Problem für<br />
konventionelle Siebe dar, da diese schnell verstopfen. Rhewum wurde mit der Aufgabe beauftragt,<br />
dieses Düngemittel möglichst effizient und präzise in zwei Fraktionen zu klassieren. Dazu nahm der<br />
Produzent bereits 2015 Vibrationssiebmaschinen<br />
der Bauart Rhewum WA in Betrieb, die bei der<br />
Siebung von Düngemitteln aufgrund der hohen<br />
Frequenz und direkten Erregung der Sieb -<br />
gewebe, Agglomerate der Partikel verhindern.<br />
Die vorgesehene Menge an Schüttgut von 400 t/h<br />
wird in die Fraktionen 2,5 mm und 4,5 mm<br />
klassiert. Essenziell für die effiziente Verarbeitung<br />
solcher Mengen ist eine optimale Verteilung über<br />
die gesamte Breite des Siebes, die mithilfe eines<br />
sogenannten SV-Aufgebers gewährleistet wird. Für<br />
die vier bereits bestehenden WA-Siebmaschinen<br />
wurde jeweils ein SV-Aufgeber gefertigt, der den<br />
seit 1988 laufenden Aufgeber, ebenfalls von Rhewum, ersetzen soll und aufgrund seiner an die Maschine<br />
angepassten Maße und der Statik im Außengehäuse, keine Problematiken bei der Montage darstellt.<br />
Halle 1, Stand 342<br />
www.rhewum.com<br />
Wägemodul im hygienisch optimierten Design<br />
Das Wägemodul Novego eignet sich für die Verwiegung von Behältern. Es weist eine Vielzahl konstruktiver<br />
Details auf, die den Hygienic-Design-Richtlinien der EHEDG entsprechen und so für weniger<br />
Verschmutzungen und effizientere Reinigungsprozesse sorgen. Bei der Entwicklung wurde laut Hersteller<br />
besonders auf die Minimierung horizontaler Flächen, eine geringe Oberflächenrauheit und die Verwendung<br />
eines FDA-konformen Silikons geachtet. Der außerordentlich korrosionsbeständige Edelstahl<br />
1.4418 sorgt neben einer verbesserten Hygiene auch für eine erhöhte Langlebigkeit sowie für eine höhere<br />
Widerstandsfähigkeit gegen Schmutz, Korrosion und sogar gegen aggressive Reinigungsmittel. Damit<br />
und in Kombination mit seiner hohen Messgenauigkeit eignet sich dieses Wägemodul besonders für den<br />
Einsatz in der Lebensmittelindustrie, aber auch für die Pharma- und Kosmetikproduktion.<br />
Halle 5, Stand 173<br />
www.minebea-intec.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 53
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Antistatische Filterelemente<br />
WAM erweitert die Einsatzgebiete für die neuen Zero-Filterelemente.<br />
Das Nanofasermaterial ist nun auch in einer antistatischen<br />
Ausführung erhältlich, wodurch die Filtersysteme die Atex-Zertifizierung<br />
für Zone 21 erhalten. Nach dem Start mit dem neuen<br />
SiIotop Zero und der Erweiterung der Zero-Serie um den Entlüftungsfilter<br />
Hoppertop, den Entlüftungsstaubfilter Hopperjet, den<br />
geflanschte Rundfilter Wamflo und den Rechteckfilter Wamair,<br />
sind ab sofort alle Systeme auch mit antistatischen Filterelementen<br />
erhältlich. Diese erlauben zusätzlich den Einsatz in<br />
explosionsgefährdete Anlagen.<br />
Filtersysteme der Zero-Serie zeichnen sich durch erheblich<br />
reduzierte Staubemissionen (weniger als 1 mg/Nm³ bei Zementanwendungen)<br />
und die Steigerung der aufnehmbaren Luftmenge<br />
um 30 % gegenüber dem Vorgängersystem aus. Mit den neuen<br />
nanobeschichteten Filtermedien ist es möglich, kleinere Ausführungen<br />
der jeweiligen Filterbaureihe zu<br />
wählen, ohne dabei Kompromisse bei der<br />
Durchsatzleistung eingehen zu müssen.<br />
Davon profitieren vor allem Anlagenbauer<br />
und -betreiber, die platzsparende<br />
Systeme und hohe Leistung benötigen.<br />
Eine kleinere Ausführung ist dabei meist<br />
auch günstiger.<br />
Halle 4, Stand 257<br />
www.wamgroup.com<br />
Mit Bildanalyse Partikel charakterisieren<br />
Retsch Technology<br />
erweitert mit dem<br />
neuen Camsizer M1<br />
sein Angebot im Bereich<br />
Partikelcharakterisierung.<br />
Das Gerät arbeitet<br />
auf Basis der statischen<br />
Bildanalyse<br />
(ISO 13322-1) und<br />
verfügt über einen<br />
Messbereich von 0,5 bis<br />
1 500 µm. Das Messverfahren eignet sich für die hochauflösende<br />
Analyse enger Größenverteilungen von Partikeln im unteren<br />
Mikrometerbereich, bei gleichzeitiger präziser Bestimmung der<br />
Partikelform. So lassen sich Pulver und Suspensionen charakterisieren.<br />
Die optionale Dispergiereinheit M-Jet gewährleistet die<br />
effektive Dispergierung pulverförmiger Materialien.<br />
Für den präzise steuerbaren und vollautomatischen Messtisch<br />
sind verschiedene Einsätze verfügbar, wobei eine Fläche<br />
ausgewertet werden kann, die bis zu acht Standard-Objektträgern<br />
entspricht. Eine 18,1 Megapixel Farbkamera garantiert in Verbindung<br />
mit maximal sechs verschiedenen Objektiven scharfe<br />
Aufnahmen für die detailgenaue Auswertung.<br />
Halle 1, Stand 552<br />
www.retsch.de<br />
Säcke sicher abfüllen<br />
Die robusten und dichten PE-Säcke stehen laut Hersteller für eine<br />
lange Lebensdauer und eine gleichbleibend hohe Produktqualität<br />
pulverförmiger Produkte entlang der gesamten Logistik- und<br />
Lagerkette. Sie bieten einen hohen UV- und Hygieneschutz, damit<br />
die Qualität des abgefüllten Produktes langfristig konstant hoch<br />
bleibt. Durch die hohe Frost- und<br />
Witterungsbeständigkeit sind die<br />
verpackten Produkte auch bei widrigen<br />
äußeren Bedingungen stets zuverlässig<br />
geschützt. Vor allem bei hygroskopischen<br />
Produkten kommt dieser Vorteil<br />
besonders in Ländern mit hoher<br />
Luftfeuchtigkeit zum Tragen. Die<br />
Lagerung im Freien sowie der Transport in<br />
Seecontainern sind problemlos möglich.<br />
Die Adams-Technologie erzielt bereits<br />
während des Abfüllprozesses hohe Sauberkeit und sorgt für eine<br />
staubfreie Arbeitsumgebung. Die Verdichtung der Produkte im<br />
Sack ist Grundvoraussetzung für ein sauberes und effizientes<br />
Gesamtergebnis. Innen- und Bodenrüttler sorgen für die nötige<br />
Produktverdichtung – dank Mikrovibration steigen Luftblasen<br />
innerhalb des Produkts automatisch nach<br />
oben. Der Vorteil dieses mechanischen<br />
Verfahrens ist die sehr hohe Verfügbarkeit.<br />
Gekoppelt mit der Reißfestigkeit des<br />
Verpackungsmaterials gewährleistet sie<br />
einen hohen Schutz der Mitarbeiter und<br />
der Umwelt vor einer Kontamination mit<br />
womöglich gesundheitsgefährdenden<br />
Inhalten.<br />
www.haverboecker.com<br />
Fachmesse für Granulat-, Pulver- und Schüttguttechnologien<br />
Zeitgleich mit:<br />
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POWTECH I TOP-THEMA<br />
Kompakter Luftmengenregler in der<br />
Fördertechnik<br />
Für eine gleichbleibende Förder- und Transportgutqualität bei<br />
hoher Anlageneffizienz ist es wichtig, die Menge der Förderluft zu<br />
regeln, z. B. um sie an das jeweilige Transportgut anzupassen, auf<br />
Veränderungen im Prozess zu reagieren oder Leckagen auszugleichen.<br />
Der kompakte Luftmengenregler (Typ 8750) des Fluidikspezialisten<br />
Bürkert ist dafür eine<br />
praxisgerechte Lösung.<br />
Der Luftmengenregler besteht<br />
aus einem Stellventil mit einem<br />
kompakten Prozessregler auf der<br />
Oberseite und zwei Drucktransmittern.<br />
Ein separater<br />
Durchflussmesser ist nicht<br />
erforderlich. Gemessen wird der<br />
Druckabfall über dem Regelventil<br />
als Messblende. Aus der<br />
Druckdifferenz kann der<br />
nominale Volumenstrom des<br />
Gases für eine gegebene Dichte<br />
und Temperatur berechnet<br />
werden. Hierfür ist die Durchflusskennlinie des Regelventils im<br />
Prozessregler hinterlegt. Der Volumenstrom lässt sich dann über<br />
die Öffnung des Ventils regeln. Damit ist die gesamte erforderliche<br />
Regelungstechnik in einem kompakten System integriert,<br />
was Montage und Inbetriebnahme deutlich erleichtert. Zudem<br />
überzeugt der Luftmengenregler durch die hohe Wiederholgenauigkeit<br />
bei Durchfluss-Sollwerten sowie einen großen Messund<br />
Stellbereich.<br />
Halle 4A, Stand 332<br />
www.buerkert.de<br />
Inserentenverzeichnis Heft 4/<strong>2019</strong><br />
A.B.S. Silo- und Förderanlagen,<br />
Osterburken ................................................. 42<br />
amixon, Paderborn .................................... 21<br />
Atlas Copco, Essen ..................................... 35<br />
AZO, Osterburken..........................................5<br />
Denios, Bad Oeynhausen ........................ 52<br />
E+E Elektronik, A-Engerwitzdorf ........... 53<br />
easyFairs, München ................................... 54<br />
Elaflex, Hamburg ....................................... 31<br />
Esta Apparatebau, Senden.........................3<br />
MAP Mischsysteme, Altlußheim .......... 24<br />
Michell, Friedrichsdorf ............................. 55<br />
MTI-Mischtechnik, Detmold .................. 17<br />
Nara Machinery Zweigniederlasssung<br />
Europa, Frechen .................................48 + 49<br />
Newson Gale, Ratingen ........................... 25<br />
Nilfisk, Pinneberg ....................................... 17<br />
Papenmeier, Schwerte ............................. 42<br />
PH Industrie-Hydraulik, Ennepetal ...... 37<br />
PhoenixTM, Bad Oeynhausen ...................7<br />
Grenzstandschalter mit Schwenkflügel<br />
Die maßgebliche Neuerung des Grenzstandschalters MBA801 ist<br />
die Positionierung des digitalen Schwenkflügels: Der Flügel in der<br />
Halfpipe ist um 90° nach unten gerichtet und somit bestens für<br />
den waagerechten Einbau in Silos geeignet. Das Messgerät kann<br />
dadurch an Stellen eingesetzt werden, an denen eine Füllstandmessung<br />
bisher nicht möglich war. Da sich sowohl Welle als auch<br />
Flügel unter dem Dach der Halfpipe befinden, sind sie vollständig<br />
vor herabfallendem Schüttgut<br />
geschützt und so auch im<br />
Schüttstrom einsetzbar. Die<br />
extra starke Welle mit einem<br />
Durchmesser von 12 mm ist mit<br />
dem fest angeschweißten Flügel<br />
unter einem Schutzdach<br />
montiert, sodass sie vor<br />
schwerem oder schleifendem<br />
Schüttgut optimal geschützt ist.<br />
Das fallende Schüttgut hat<br />
keinen Einfluss auf die Messung.<br />
Der kräftige Motor mit Miniaturpaddel<br />
kann hinsichtlich Drehmoment, Drehgeschwindigkeit,<br />
Drehrichtungswechsel, Reaktionszeit und Wiederanfahrzeit<br />
eingestellt werden. Separat justierbar ist das elektronische<br />
Drehmoment (Sensitivität) ebenfalls in zehn Stufen. Die gesamte<br />
Geräteserie MBA800 ist nach Atex baumustergeprüft und damit in<br />
allen Schüttgütern und Anwendungen einsetzbar.<br />
Halle 4, Stand 530<br />
www.mba-instruments.de<br />
Warum Michell?<br />
www.michell.de<br />
01.–05.04.<br />
Halle 11<br />
Stand B72<br />
Fette Compacting, Schwarzenbek .. 2. US<br />
GreCon, Alfeld ................................................9<br />
Grundfos, Erkrath / Wahlstedt ......... 4. US<br />
Heinkel Process Technology,<br />
Besigheim ..................................................... 40<br />
Hesch Schröder, Neustadt ...................... 55<br />
Hillesheim GmbH, Waghäusel .............. 47<br />
Hosokawa Alpine, Augsburg .................. 15<br />
IEP Technologies, Ratingen ..................... 61<br />
IMI Precision Engineering, Bad<br />
Oeynhausen................................................. 39<br />
Jensen, Kappeln .......................................... 36<br />
Kaeser Kompressoren, Coburg............... 13<br />
Kahl, Reinbek ............................................... 19<br />
Kettling, Plettenberg ................................ 26<br />
Kitzmann, Lengerich ................................. 26<br />
Klinger, Idstein ............................................ 43<br />
Lödige Maschinenbau, Paderborn........ 22<br />
Rembe GmbH Safety + Control, Brilon . 59<br />
Rembe® Kersting GmbH, Brilon ............ 45<br />
Ruwac, Melle ..................................................9<br />
S+J Armaturen, Hamburg........................ 41<br />
Schrage Rohrkettensystem, Michell.indd 1 07.03.<strong>2019</strong> 11:50:39<br />
Friedeburg .................................................... 27<br />
Sichelschmidt, Wetter .............................. 60<br />
Simatek Bulk Systems, DK-Hoeng ........ 65<br />
Spraying Systems, Hamburg .................. 23<br />
T&B electronic, Alfeld ............................... 63<br />
TÜV SÜD Chemie Service GmbH,<br />
Leverkusen.................................................... 51<br />
Umwelttechnik BW, Stuttgart ..................6<br />
VEGA Grieshaber, Schiltach .............34 a-d<br />
WAM GmbH, Altlußheim ........................ 20<br />
Warex Valve, Senden ................................. 33<br />
Wiese Förderelemente, Burgwedel ...... 62<br />
Beilage:<br />
Denios (Vollbeilage)<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 55<br />
HESCH.indd 1 13.03.<strong>2019</strong> 13:43:27
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Unter Realbedingungen<br />
Sicherheit auch abseits der geltenden Normen<br />
und bekannter Medien gewährleisten<br />
Sobald neuartige Medien oder<br />
Anlagenteile im Einsatz sind, ist<br />
guter Rat von Spezialisten die<br />
einzige Möglichkeit, ein sicheres,<br />
wirtschaftliches Schutzkonzept zu<br />
erarbeiten. Ein unabhängiges<br />
Prüflabor unterstützt seit Ende<br />
2018 seine Kunden.<br />
Wer wirtschaftlich haushalten will und<br />
muss, kann auch beim Thema Sicherheit<br />
darauf achten, nicht unnötig Geld zu<br />
verschenken. Das bezieht sich sowohl auf<br />
die Anschaffung von Schutzeinrichtungen<br />
für den eigenen Betrieb als auch auf die<br />
Entwicklung von neuen Anlagenelementen.<br />
Wer neue Medien oder Stoffgemische<br />
verarbeiten möchte, wer neue Technologien<br />
entwickelt bzw. anwendet oder neue<br />
Produktionsanlagen entwickelt, muss wissen,<br />
wie sich Medien, Technologien oder<br />
Anlagenelemente im Explosionsfall verhalten.<br />
Nicht immer helfen aktuelle Normen<br />
weiter, nicht immer ist der dort geforderte<br />
Autor: Roland Bunse, Managing Director,<br />
Rembe Research+Technology Center GmbH, Brilon<br />
Sicherheitszuschlag notwendig. Das Verhalten<br />
im Explosionsfall kann durch Tests<br />
ermittelt werden – z.B. im Rembe<br />
Research + Technology Center (RTC) bei<br />
Roland Bunse, einer wohlbekannten Größe<br />
des Explosionsschutz.<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong>er kennen das: Folgt<br />
man den gültigen Normen, multiplizieren<br />
sich innerhalb einer Anlage Sicherheitszuschläge,<br />
je weiter man im jeweiligen Prozess<br />
oder Verfahren voranschreitet. Der im<br />
ersten Anlagenteil einkalkulierte Sicherheitszuschlag<br />
führt dazu, dass in folgenden<br />
Anlagenteilen die jeweiligen Sicherheitszuschläge<br />
und Schutzeinrichtungen größer<br />
ausfallen, als das bei einer Einzelbetrachtung<br />
unter Umständen der Fall gewesen<br />
wäre. Das betrifft nicht nur den Explosionsschutz.<br />
Aufgrund der verheerenden Auswirkungen<br />
eines unvollständigen oder<br />
schlechten Schutzkonzepts neigt man hier<br />
üblicherweise dazu, eher mehr als weniger<br />
zu machen.<br />
Keine Anlage gleicht der anderen<br />
Auch vermeintlich identische Prozesse sind<br />
bei genauerer Betrachtung immer unterschiedlich<br />
aufgebaut. Mal sind Unterschiede<br />
offensichtlich, mal eher im Detail<br />
versteckt. Besonders spannend ist der Einsatz<br />
und Schutz von neuen Anlagenteilen,<br />
die in ihrer Bauart neuartig sind und damit<br />
nicht mit anderen, bekannten Elementen<br />
verglichen werden können.<br />
Neben der verfahrenstechnischen Anlagenaufstellung<br />
und deren Einzelelemente ist<br />
auch die Betrachtung der Stoffzusammensetzung<br />
ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung<br />
eines Explosionsschutzkonzepts.<br />
Besteht die Anlage aus Komponenten, die<br />
dem in den Normen betrachteten Standard<br />
Am Rembe Research+Technology Center<br />
steht eine große Bandbreite an Prüfbehältern<br />
für Pretests zur Atex-Zertifizierung<br />
bereit<br />
56 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
entsprechen und verarbeitet man zusätzlich<br />
gut erforschte Medien wie Weizenmehl,<br />
Zucker oder Stärke, geben die entsprechenden<br />
Regularien eine gute Orientierung.<br />
Sobald die eingesetzten Medien allerdings<br />
eher neuartig oder wenig erforscht<br />
sind und/oder neuartige Anlagenteile im<br />
Einsatz sind, ist guter Rat von Spezialisten<br />
die einzige Möglichkeit, ein sicheres, wirtschaftliches<br />
Schutzkonzept zu erarbeiten.<br />
Wen also mit ins Boot holen, wenn Stoff,<br />
Stoffgemisch und Maschine neu sind und<br />
das Verhalten im Explosionsfall unbekannt<br />
ist? Bis dato blieben als Anlaufstelle nur die<br />
benannten Stellen – die so rar sind, dass sie<br />
bis zu 18 Monate und länger im Voraus<br />
gebucht werden müssen und selbst dann<br />
nur Zeit für die Zertifizierung von Bauteilen,<br />
nicht für sogenannte Pretests haben.<br />
Letztere sind für <strong>Verfahrenstechnik</strong>er allerdings<br />
elementar, denn keine Entwicklung<br />
ist im ersten Versuch vollends serienreif.<br />
Die Tests sind nötig, um zu lernen und zu<br />
optimieren. Sie geben Aufschluss darüber,<br />
wie das Medium oder die Gerätschaft im<br />
Explosionsfall reagiert.<br />
Anlaufstelle für Forschung &<br />
Entwicklung<br />
Seit Ende 2018 ist das Rembe Research +<br />
Technology Center als unabhängiges Prüflabor<br />
gemäß DIN EN ISO 17025:2018 akkreditiert<br />
und damit eine sehr gute Adresse,<br />
um Verfahren, Stoffgemische und neu entwickelte<br />
oder modifizierte Anlagenteile zu<br />
testen. Das Team um Roland Bunse, eines<br />
der Urgesteine des Explosionsschutzes,<br />
begleitet <strong>Verfahrenstechnik</strong>er<br />
und Anlagenbauer über alle Stationen<br />
der Produktentwicklung oder<br />
Stoff erprobung.<br />
Für Kunden besonders attraktiv:<br />
die im RTC durchgeführten Prüfungen<br />
sind, dank der Akkreditierung als<br />
anerkanntes Prüflabor, für benannte<br />
Stellen ebenbürtig zu den durch die<br />
benannten Stellen selbst durchgeführten<br />
Tests. Somit benötigt man<br />
keine Testfeld-Kapazitäten mehr bei<br />
der jeweiligen Stelle, sondern kann sich<br />
ganz auf die Terminierung mit dem Atex-<br />
Zertifizierer konzentrieren. Das kann viel<br />
Zeit sparen.<br />
Das RTC bietet eine große Bandbreite an<br />
Prüfbehältern bis zu 15 m 3 Volumen und<br />
steht auch für Pretests zur Atex-Zertifizierung<br />
bereit. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung<br />
in der Forschung und Entwicklung<br />
profitieren Kunden vom großen Wissensschatz<br />
von Roland Bunse, Geschäftsführer<br />
des RTC, und seinem Team.<br />
Bisher bestand die Kundschaft des RTC<br />
fast ausschließlich aus <strong>Verfahrenstechnik</strong>ern.<br />
Neue Herstellverfahren und neuartige<br />
Technologien, beispielsweise aus der Automobilindustrie<br />
oder der Pharmazie, stellen<br />
die Verantwortlichen vor neue Fragestellungen,<br />
die allein durch Versuche beantwortet<br />
werden können. Um klassische<br />
Staubexplosionen geht es dabei immer<br />
Nicht der Standard<br />
ist unser Geschäft,<br />
sondern das Neue,<br />
Unbekannte und<br />
manchmal auch sehr<br />
Kritische.<br />
Roland Bunse<br />
seltener. Viel mehr um Fragestellungen<br />
rund um Energie, lösemittelfeuchte Produkte<br />
und verschiedenste Stoffarten.<br />
Verschwiegene<br />
Verfahrens prüfung<br />
Nachvollziehbarerweise dürfen Details zu<br />
den Kunden, den Aufgabenstellungen sowie<br />
den durchgeführten Tests nicht bekannt<br />
gegeben werden. Darauf legt Roland<br />
Bunse großen Wert und betont mehrfach:<br />
„Wir sind uns der Verantwortung bewusst.<br />
Auch wenn keine Geheimhaltungsvereinbarungen<br />
unterzeichnet werden, hat Verschwiegenheit<br />
oberste Priorität.“<br />
Gern spricht Bunse darüber, worum es<br />
ihm geht: „Nicht der Standard ist unser<br />
Geschäft, sondern das Neue, Unbekannte<br />
und manchmal auch sehr Kritische. Oder<br />
wenn die Auslegung nach Norm zu einer<br />
Überdimensionierung führt. Das ist allerdings<br />
durch die Überarbeitung einiger<br />
Richtlinien in den vergangenen Jahren<br />
besser geworden. Trotzdem kommt es vor,<br />
dass Kunden sich Tests unter Realbedingungen<br />
wünschen, weil es begründete<br />
Vermutungen gibt, dass man mit weniger<br />
Sicherheitszuschlägen bei den Schutzmaßnahmen<br />
auskommt.“<br />
Einen Konflikt mit dem Schwesterunternehmen<br />
Rembe GmbH Safety + Control<br />
sieht RTC-Geschäftsführer Bunse dabei<br />
nicht. Aus seiner Sicht ist die langfristige<br />
Partnerschaft mit den Anlagenbauern<br />
und Endanwendern wertvoller als<br />
der kurzfristige Produkt verkauf. Das unterstützt<br />
auch sein Kollege Dr.-Ing. Johannes<br />
Lottermann, verantwortlich für den Bereich<br />
Explosionsschutz bei der Rembe<br />
GmbH Safety + Control.<br />
Halle 5, Stand 410<br />
Fotos: Rembe<br />
www.rembe.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 57
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Wettlauf gegen die Zeit<br />
Schnelle Röntgeninspektionslösung als fester Kontrollpunkt in der Lebensmittelindustrie<br />
Das Unternehmen Anona stellt Nahrungsergänzungsmittel, Suppen, Müsli<br />
und Eisprodukte her. Ein Maschinendefekt führte zu dem Verdacht, dass<br />
ein Metallteil im Abfüllprozess in das Produkt gelangt sein könnte. Der<br />
Lebensmittelproduzent konnte eine Kontamination des Produkts nicht<br />
ausschließen und holte einen Experten für Wäge- und<br />
Inspektionstechnologien ins Boot.<br />
An der betroffenen Produktionslinie werden<br />
Kunststoffdosen mit Pulver befüllt,<br />
kontrollverwogen und mit einem Aluminiumdeckel<br />
verschlossen. Eine nachträgliche<br />
Überprüfung der betroffenen Charge durch<br />
den bereits vorhandenen Metalldetektor war<br />
daher nicht möglich. Der hohe Lieferdruck<br />
machte eine extrem kurzfristige, verlässliche<br />
Röntgeninspektionslösung erforderlich.<br />
Minebea Intec beliefert Anona seit 20 Jahren<br />
mit dynamischen, statischen Kontrollwaagen<br />
sowie Software zur Fertigpackungskontrolle.<br />
Ein Röntgeninspektionssystem<br />
war zu dem Zeitpunkt noch in der Projektierungsphase.<br />
Der zuverlässige Partner<br />
organisierte innerhalb kürzester Zeit ein<br />
Leihsystem aus dem eigenen Werk in<br />
Aachen. Der Maschinendefekt ereignete<br />
sich an einem Freitag, das System plus<br />
Techniker erreichte Anona in Colditz bereits<br />
am Sonntag, das Röntgeninspektionssystem<br />
Dymond wurde noch am gleichen<br />
Tag aufgebaut. Am Montag erfolgten die<br />
Inbetriebnahme sowie die ersten Produkttests<br />
– mit Erfolg: Das betroffene Produktionsbatch<br />
wurde bereits vormittags inspiziert.<br />
Anona hatte für die Inspektion der<br />
Charge vier Schichten einkalkuliert – das<br />
Metallteil konnte bereits in der ersten<br />
Schicht am gleichen Tag zuverlässig detektiert<br />
und eliminiert werden.<br />
Durch das proaktive, pragmatische Vorgehen<br />
in dieser besonderen Situation konnte<br />
Anona die Produktqualität sicherstellen und<br />
alle Liefertermine einhalten. Inzwischen hat<br />
der Nahrungsmittelhersteller das Röntgeninspektionssystem<br />
Dymond fest am Ende<br />
der Produktionslinie implementiert.<br />
Von Wareneingang bis<br />
Warenausgang<br />
Das Portfolio von Minebea Intec im Bereich<br />
von Röntgeninspektionssystemen umfasst<br />
neben der bei Anona eingesetzten Dymond-Lösung<br />
noch viele weitere Optionen.<br />
So wurde mit Dymond Bulk ein Röntgeninspektionssystem<br />
für Schüttgut entwickelt,<br />
das bei der Überprüfung von Waren, die<br />
direkt vom Feld in den Produktionsprozess<br />
eingeführt werden, eine effiziente Detektion<br />
und Eliminierung von Fremdkörpern<br />
aller Art ermöglicht. Dymond Bulk weist<br />
eine ausgezeichnete Detektionsperformance<br />
bei Rohstoffen wie Gemüse, Nüssen, Trockenfrüchten<br />
oder Getreide auf.<br />
Zur Inspektion verpackter Produkte stellt<br />
Minebea Intec weitere vielseitige Lösungen<br />
zur Verfügung. Dymond-Systeme sind mit<br />
58 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
T+49 2961 7405-0<br />
info@rembe.de<br />
Nach einem Maschinendefekt in der Abfüllanlage konnte eine Produktkontamination bei Anona<br />
nicht vollständig ausgeschlossen werden<br />
Bandbreiten bis zu 800 mm verfügbar und<br />
eignen sich auch für Mehrspur-Anwendungen<br />
von maximal acht Spuren. Als<br />
neueste Entwicklungen im Segment der<br />
Sideshooter wurden vor kurzem Dymond D<br />
und eine Neuauflage des Dymond S für die<br />
horizontale Röntgeninspektion vorgestellt.<br />
„Defekte können passieren – Minebea Intec hat uns im Moment<br />
des Kontaminationsverdachts zu 100 Prozent unterstützt.“<br />
Ralf Wiedenbeck, Produktionsleiter Anona<br />
ken Bildprozessoren – gekoppelt mit einer<br />
intelligenten Bildverarbeitung – macht sogar<br />
senkrecht positionierte Fremdkörper<br />
und solche, die an Rändern oder im Boden<br />
des Gefäßes verdeckt liegen, ausfindig.<br />
Die neuen Systeme eignen sich für die zuverlässige<br />
Inspektion von Konserven, Tetra<br />
Ihr Spezialist für<br />
EXPLOSIONS-<br />
SCHUTZ<br />
und<br />
DRUCK-<br />
ENTLASTUNG<br />
POWTECH<br />
Halle5<br />
Stand 5-410<br />
Im Vergleich zu bisherigen Systemen bieten<br />
diese Weiterentwicklungen dem Anwender<br />
eine Leistungssteigerung für mehr Durchsatz<br />
oder Produkte mit höherer Dichte<br />
sowie eine vereinfachte Integration in die<br />
Produktionslinien.<br />
Außerdem wurde das Sicherheitskonzept<br />
mit verbesserten Not-Aus-Schaltern und<br />
Relais neu überdacht. Dazu kommt ein<br />
überarbeitetes Kühlungssystem, das gegen<br />
Wasser- und Staubeindringung geschützt<br />
ist und damit eine einfache Reinigung<br />
gewährleistet. Für Anlagen der Dymond S-<br />
Serie gehört der Nema 4X-Kühler zur<br />
Grundausstattung. Dymond D punktet dagegen<br />
mit maximaler Detektionsleistung.<br />
Die hohe Empfindlichkeit der leistungsstar-<br />
Paks oder anderen hohen, stehenden Verpackungen<br />
aus Glas, Metall oder Kunststoffen.<br />
Mit den beiden Weiterentwicklungen<br />
möchte Minebea Intec auch einen Beitrag<br />
dazu leisten, den Anteil von Plastikverpackungen<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
zugunsten von umweltverträglicheren Materialien<br />
zu reduzieren. Der Hersteller verspricht<br />
sich von der erhöhten Inspektionssicherheit<br />
mehr Gestaltungsmöglichkeiten<br />
für die Industrie in puncto Verpackungsmaterialien<br />
und Gebindegrößen.<br />
Halle 5, Stand 173<br />
Fotos: Minebea Intec, Fotolia (#60989753, roibu)<br />
www.minebea-intec.com<br />
©REMBE® |All rights reserved<br />
Consulting. Engineering.<br />
Products.Service.<br />
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59929 Brilon, Deutschland<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Kombinierter Funken- und Glutnestmelder<br />
T&B präsentiert auf der Powtech <strong>2019</strong> neben den Funkenlöschanlagen<br />
sowohl die Kombination aus dem Brandfrüherkennungssystem<br />
WBK-40 und Sprühwasserlöschanlagen, als auch den<br />
neuen Kombimelder FSM. Der FSM verbindet<br />
die Eigenschaften aus klassischem Funkenmelder<br />
und Glutnestmelder. Üblicherweise<br />
war es bislang notwendig bei der Detektion<br />
von Zündpotenzialen, wie z. B. Funken<br />
(typische Temperatur größer 750 °C) und<br />
Glutnestern (typische Oberflächentemperatur<br />
< 300 °C) zwei verschiedene Meldertypen<br />
einzusetzen. Dort, wo bisher sowohl<br />
Funkenmelder als auch zusätzlich sogenannte Hotspot-Melder<br />
eingesetzt werden mussten, kommt mit dem Kombimelder FSM<br />
nur noch ein Meldertyp zum Einsatz. Dadurch wird der Installationsaufwand<br />
signifikant reduziert. Mit der<br />
Entwicklung des Kombimelders rundet T&B<br />
sein breites Angebot an unterschiedlichen<br />
Meldertypen ab und kann seinen Kunden ab<br />
sofort für jeden Bedarfsfall den bestmöglichen<br />
Melder anbieten.<br />
Halle 4, Stand 580<br />
www.tbelectronic.eu<br />
Informationen rund um Ex-Schutz<br />
Im Rahmen der Powtech <strong>2019</strong> lädt Fike interessierte Besucher zu<br />
einem Rundgang durch seine Produktwelt ein. Dazu gehören live<br />
Demonstrationen, Informationen zu Produkten zum Schutz vor<br />
Staubexplosionen, Präsentation der neu zertifizierten Wetterschutzhauben<br />
sowie Detailinformationen zur Produktvielfalt aus<br />
dem Bereich aktiver und passiver Explosionsschutz, für die das<br />
Unternehmen auch spezielle Kundenseminare anbietet.<br />
Im Rahmen des DSIV-Summits <strong>2019</strong> am 08. Mai hält ein<br />
Fike-Experte einen Vortrag zum Thema „Neue Erkenntnisse zu<br />
Explosionsgefahren beim Umgang mit Metallstäuben“. Dabei<br />
werden Untersuchungen zu Metallstaub-Explosionen vorgestellt<br />
und Unterschiede zwischen klassischen und Metallstäuben<br />
erläutert.<br />
Fike bietet im Mai und im Juni <strong>2019</strong> eine Reihe von Explosionsschutzseminaren<br />
in ganz Europa an. Den Teilnehmern sollen die<br />
Gefahren von Staubexplosionen verständlich gemacht werden.<br />
Des Weiteren werden die Maßnahmen zur Eindämmung dieser<br />
Gefahren sowie der Inhalt der Explosionsschutz-Vorschriften und<br />
die sich daraus resultierenden, nötigen Maßnahmen erläutert.<br />
Halle 1, Stand 135<br />
www.fike.de<br />
Online-Analyse mit<br />
Probensammelschrank<br />
Rembe Kersting Online-<br />
Analysesysteme in Kombination<br />
mit Probenahmesystemen<br />
sorgen laut Hersteller<br />
für ein prozessnahes Analyseergebnis<br />
und kurze Reaktionszeiten.<br />
Um die festgestellten<br />
Eigenschaften der Probe nicht<br />
zu verändern oder diese gar zu kontaminieren, werden ergänzend<br />
auf die Anwendung zugeschnittene Sammelsysteme eingesetzt.<br />
Der Probensammelschrank stellt die kontaminationsfreie<br />
Abfüllung einer entnommenen Probe sicher. Proben können in<br />
Flaschen, Beuteln oder anderen Gefäßen aufgefangen werden.<br />
Die Systeme reichen von einer robusten Flaschenmagazin-Lösung<br />
bei der die Probenflaschen nacheinander befüllt werden, bis hin<br />
zu Packautomaten, die das Material in Beuteln sammeln um diese<br />
anschließend kontaminationsfrei zu verschweißen.<br />
Halle 5, Stand 408<br />
www.rembe-kersting.de<br />
cellent Choice:<br />
Explosion Proof Forklifts by Sichelschmidt<br />
d100 Ex Electric<br />
pedestrian pallet truck<br />
d400 Ex Electric<br />
pedestrian pallet stacker<br />
d1200 Ex Electric<br />
pedestrian reach truck<br />
M700 Ex Electric 3- and<br />
4-wheel forklift trucks<br />
Sichelschmidt GmbH – material handling<br />
Im Hilingschen 32<br />
D - 58300 Wetter<br />
Call +49 2335 6309-0<br />
Fax +49 2335 6309-88<br />
www.sichelschmidt.de<br />
info@sichelschmidt.de
Mischer für Gewürze<br />
Im Amixon Mischer werden hochviskose Flüssigkomponenten<br />
wie Öl, Fett, Lecithin, Gewürzextrakt und Sirup mikrofein in Salz,<br />
Dextrose oder Getreidederivaten verteilt. Dies geschieht<br />
desagglomerierend mit erhöhter Energieeintragung. Trockengemüse<br />
– luftgetrocknet oder gefriergetrocknet – und Sichtgewürze<br />
werden zuletzt eingemischt. Der zweite Schritt des homogenen<br />
Verteilens dauert nur wenige Sekunden. Die Mischung ist gut<br />
fließend, staubfrei und homogen.<br />
Die Mischer erzielen laut Hersteller technisch ideale Mischgüten,<br />
die praktisch nicht mehr verbesserbar sind. Das gilt für nahezu<br />
alle Trockenstoffe, Feucht- und Nassgüter. Darüber hinaus kann<br />
der Füllgrad der Mischer von ca. 10 bis 100 % variieren. Ein und<br />
derselbe Mischer kann extrem schonend homogenisieren, aber auch mit extrem hoher Energieeinleitung<br />
intensiv desagglomerieren. Amixon-Mischer können sich hochgradig entleeren. Insbesondere<br />
mit dem patentierten ComDisc-System beträgt der Restentleergrad bis zu 99,99 %. Besonderen<br />
Wert legt das Unternehmen auf die Pilotierung im eigenen Technikum. Hier werden Kunden-<br />
Mischprozesse vorgeführt.<br />
Halle 1, Stand 304<br />
www.amixon.com<br />
Entkopplung und Entlastung<br />
Die neue Rückschlagklappe Q-Flap RX ist eine Gemeinschaftsentwicklung<br />
von Rembe und dem Schweizer Unternehmen Rico. Erhältlich ist<br />
die Q-Flap RX bis DN1250. Die strengen Anforderungen der EN 16447<br />
werden insbesondere durch die sehr hohen Festigkeiten und flexiblen<br />
Einbauabstände erreicht. Möglich macht das das sogenannte Schwenkschlittenprinzip.<br />
Entkopplung ist essenziell für wirkungsvollen<br />
Explosionsschutz. Betreiber können noch so viel in (flammenlose) Entlastung investieren, wenn eine<br />
Entkopplung fehlt, breitet sich eine Explosion innerhalb der Anlage aus und setzt sich dabei von<br />
Anlagenteil zu Anlagenteil fort.<br />
Der Q-Ball E, entwickelt für die flammenlose Druckentlastung von Elevatoren, nutzt das von Rembe<br />
entwickelte Prinzip der kontur-parallelen Entlastung. Durch das Design ist das Gewicht des Q-Ball<br />
sehr gering. Der Q-Ball ist mit 25–50 kg ein Leichtgewicht. Damit werden insbesondere die Handhabbarkeit<br />
bei der Montage als auch die Anforderungen an die Befestigung an den Anlagen im wahrsten<br />
Sinne des Wortes erleichtert.<br />
Halle 5, Stand 410<br />
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Ihr Risiko?<br />
Ihr Partner im Explosionsschutz<br />
Explosionsunterdrückung<br />
Explosionsdruckentlastung<br />
Explosionsentkopplung<br />
Funkendetektion<br />
www.rembe.de<br />
Neues Gateway für Mobilfunkrouter<br />
Siemens erweitert die Netzwerkkomponenten für raue<br />
Umgebungsbedingungen um neue Funktionen für den<br />
Plug & Play-Router Ruggedcom RX1400. Der Router ist<br />
jetzt mit der IIoT Gateway-Lösung CloudConnect<br />
verfügbar. Diese ermöglicht die Erfassung, Filterung und<br />
Konvertierung von Daten sowie die Kommunikation mit<br />
Cloud-basierten Anwendungen – einschließlich solcher,<br />
die in der Siemens-eigenen MindSphere-Cloud gehostet<br />
werden. Damit ist es jetzt möglich, einfach und<br />
zuverlässig Daten von Modbus TCP- und S7-basierten<br />
Geräten abzurufen und diese vorzuverarbeiten, bevor<br />
sie an MindSphere oder eine andere Cloud-Lösung, die<br />
das Industrie-Standard-Protokoll MQTT unterstützt,<br />
übertragen werden. Zudem ist über ein Trigger-Management eine ereignisgesteuerte und zyklische<br />
Kommunikation zwischen Anwendung und Cloud möglich. Der Router arbeitet selbst bei rauen<br />
Umgebungsbedingungen mit Temperaturen von – 40 bis + 85 °C zuverlässig.<br />
Halle 4A, Stand 115<br />
www.siemens.com<br />
Besuchen Sie uns<br />
auf der Powtech!<br />
Halle 1, Stand 1-319<br />
info.iep.de@hoerbiger.com<br />
www.IEPTechnologies.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/2018 61
TOP-THEMA I POWTECH<br />
Sichere Kleinstmengenabfüllung aggressiver Medien<br />
Der Pumpenhersteller Jessberger hat sein Programm um eine Laborpumpe aus PVDF erweitert. Mit dieser<br />
Chemikalien-Fasspumpe können kleine Mengen von chlor- und fluorhaltigen Medien leicht, schnell und<br />
sicher umgefüllt werden. Die Laborpumpe wird aus dem hochbeständigen Fluorkunststoff PVDF (Polyvinylidenfluorid)<br />
und einer Antriebswelle aus Hastelloy C-2.4610 gefertigt. Die Werkstoffe verfügen über eine<br />
hervorragende chemische und thermische Beständigkeit.<br />
Das Pumpwerk wurde dichtungslos und ohne Schmiermittel konzipiert, sodass zum einen ein Trockenlauf<br />
möglich und ferner eine Verunreinigung der zu fördernden Medien ausgeschlossen ist. Der nach IP24<br />
spritzwassergeschützte Universalmotor JP-140 überzeugt durch sein einfaches Handling und eine geringe<br />
Geräuschentwicklung. Der Motor verfügt über eine Leistung von 450 W und ist daher für Dichten bis zu 1,3<br />
und Viskositäten bis 400 mPas ausgelegt. Der Tauchrohrdurchmesser wurde mit 32 mm derart gewählt, dass<br />
das Entleeren aller gängigen Kleingebinde möglich ist und daneben eine gute Stabilität des Tauchrohrs<br />
gegeben ist. Als Tauchrohrlängen sind die Eintauchtiefen von 700–1 200 mm erhältlich.<br />
Halle 3, Stand 147<br />
www.jesspumpen.de<br />
Absackung leichter Pulver<br />
Mit der Vakuumtechnologie des Velopac erhalten Anwender laut<br />
Hersteller eine staubfreie Abfüllung, bis zu 50 % schmalere und<br />
stabilere Säcke, ein optimales Palettenbild, eine Reduktion der<br />
Lager- und Logistikkosten um bis zu 75 % sowie eine Erhöhung<br />
der Arbeitssicherheit.<br />
Die Absackung feinster Pulver mit Korngrößen kleiner 200 µm<br />
und einem Schüttgewicht von 10 bis 450 g/l erfolgt in einer<br />
komplett geschlossenen Vakuumkammer. In dieser wird ein<br />
atmosphärischer Unterdruck erzeugt, durch den das Produkt in<br />
die Vakuumsäcke gesaugt wird. Möglicherweise austretender<br />
Staub wird abgesaugt und dem Absackvorgang direkt wieder<br />
zugefügt. So geht nichts von dem wertvollen Produkt verloren.<br />
Zudem ist dieses Verfahren besonders produktschonend. Je nach<br />
Verdichtungspotenzial des abzupackenden Materials kommt es<br />
zu einer maximalen Produktverdichtung von bis zu 400 %. Das<br />
geschlossene Vakuumsystem trägt dazu bei, dass die Säcke, der<br />
Betrieb und die fertigen Paletten sauber bleiben. Die Staubbelastung<br />
wird in der Umgebung der Verpackungsanlage auf nahezu<br />
Null reduziert und trägt somit enorm zur Arbeitssicherheit bei.<br />
Den Vakuumpacker Velopac präsentiert Greif-Velox auf der<br />
Powtech erstmalig mit der optimierten Außenventilabschneidung<br />
Velocut, die zu mehr Prozesssicherheit, einer selbstminimierenden<br />
Leistungsaufnahme und Steigerung der Produktion<br />
insgesamt führt.<br />
Halle 1, Stand 251<br />
www.greif-velox.com<br />
Flexible Tablettenpresse<br />
Die Einfachrundläuferpresse KTP 590X von Romaco Kilian kann<br />
sowohl zur Produktion von Einschicht- als auch Zweischichttabletten<br />
eingesetzt werden. Für einen Wechsel zwischen Einschichtund<br />
Zweischichtbetrieb ist kein Umbau der Pressstationen<br />
notwendig. Die Ausführung mit drei Druckrollen ermöglicht<br />
jederzeit eine Verpressung von Zweischichttabletten. Zu diesem<br />
Zweck wird die Tablettenpresse mit zwei Standardfüllschuhmodulen<br />
ausgestattet, die das Pulver sehr gleichmäßig in der Matrize<br />
verteilen. Dank des optimierten Rührflügeldesigns können auch<br />
schwer fließende und klebrige Pulver zuverlässig verarbeitet und<br />
homogen verpresst werden.<br />
Mit ihren drei Druckstationen empfiehlt sich die Maschine daher<br />
auch zur Herstellung von Brausetabletten. Um Lufteinschlüsse<br />
und Capping zu verhindern, wird das Pulver zunächst nur leicht<br />
angepresst, dann vorverdichtet und schließlich an der<br />
Hauptdruckstation zur fertigen Tablette verpresst. Dabei wird die<br />
Druckverweilzeit mit dem Presswerkzeug Kilian 28/41 deutlich<br />
verlängert, was zu höheren<br />
Tablettenhärten führt.<br />
Insgesamt erzielt der<br />
Einfachrundläufer auch im<br />
Zweischichtbetrieb eine<br />
maximale Leistung von<br />
510 000 Tabletten pro Stunde.<br />
Halle 3, Stand 357<br />
www.romaco.com<br />
IHR EXPERTE FÜR<br />
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Fertigung + Montage | Service<br />
09. –11.04.<strong>2019</strong><br />
HALLE 4 · STAND 4-206<br />
62 VERFAHRENSTECHNIK 4/2018<br />
WIESE Förderelemente GmbH<br />
Am Mühlenfelde 1<br />
30938 Burgwedel - Germany<br />
Fon: +49 5135 188 - 0<br />
Fax: +49 5135 188 - 30<br />
E-Mail: info@wiese-germany.com<br />
www.wiese-germany.com
Keramische Kerzenfilter mit Katalysator<br />
Gea hat einen Hochtemperaturpartikelfilter mit Keramikelementen<br />
entwickelt, der durch eine integrierte Katalysatormatrix<br />
die Entfernung von Stickoxiden (NO x<br />
), Dioxinen, Quecksilber und<br />
VOC ermöglicht. Der BisCat-<br />
Keramikfilter ist chemisch inert<br />
und korrosionsbeständig. Somit ist<br />
für viele Anwendungsfälle nur eine<br />
einzige Anlage notwendig.<br />
Die Partikelabscheidung erfolgt<br />
mithilfe von Filterelementen aus<br />
mineralischen Fasern, der<br />
sogenannten Keramikkerze. Diese<br />
Kerzen sind bewährt und selbst bei<br />
Änderungen der Betriebsparameter,<br />
insbesondere mit hohen Gastemperaturen, sehr flexibel<br />
einsetzbar. Rauchgase müssen nicht gekühlt werden, es geht<br />
somit keine thermische Energie verloren. Die Filterelemente<br />
werden während des Betriebs durch Druckluftstöße vom<br />
abgeschiedenen Staub gereinigt. Die ein- oder mehrteiligen<br />
Gehäuse ermöglichen eine Filterlänge von maximal 6 m. Dadurch<br />
können auch große Gasvolumenströme gereinigt werden. Der<br />
Aufbau der Anlage erlaubt eine Wartung der einzelnen Elemente<br />
bei laufendem Betrieb. Durch Injektion von kalkbasierten<br />
Reagenzien können auch anorganische Schadstoffe wie HF, HCl,<br />
SO x<br />
gebunden werden.<br />
Die Keramikfilterelemente wurden mit einem Katalysator angereichert.<br />
Neben Partikeln und sauren Gasen können so nach<br />
vorheriger Einspritzung von Ammoniak Stickoxide effektiv<br />
abgeschieden werden. Dadurch wird der herkömmliche selektive<br />
Katalysatorreaktor (SCR) ersetzt. Das Filtersystem kombiniert<br />
somit die drei Prozessstufen Entstaubung, Abscheidung von<br />
sauren Komponenten und Reduzierung von Gesamtkohlenwasserstoffen<br />
und Stickoxiden in einer Einheit.<br />
Halle 3, Stand 213<br />
Das Gefährliche am Risiko<br />
ist nicht das Risiko selbst, sondern<br />
wie man mit ihm umgeht.<br />
www.gea.com<br />
Gas-Feststoff-Reaktionen im Test<br />
Die besonderen Vorteile der Wirbelschicht-Prozesstechnik sind<br />
ihre guten Wärmeübertragungseigenschaften. Sie verwandeln das<br />
Verhalten der einzelnen Teilchen hin zu einem aktiv mischenden<br />
und flüssigkeitsähnlichen Feststoff-Gas-Gemisch. Vorteile sind<br />
die energieeffiziente Umwandlung, die hohe Gasnutzung und<br />
Produktgewinnung. Dazu nutzen die Experten von Schwing<br />
unterschiedliche Reaktions- und Inertgase.<br />
Im Fokus stehen thermochemische Umsetzungen von pulverförmigen<br />
Partikeln, granulierten Feststoffen oder Komponentengemischen<br />
für die Lebensmittel-, Chemie-, Kunststoff-, Kosmetik-,<br />
Pharma- und Energie-Industrie. Jüngstes Beispiel ist das<br />
Forschungsprojekt Twist, für das der Hersteller gemeinsam mit<br />
der TU München thermochemische Energiespeicher-Technologie<br />
für industrielle Langzeitspeicher in<br />
der Stromerzeugung entwickelt. Für<br />
diese und viele weitere<br />
Anwendungen garantieren die<br />
wartungsarmen und energieeffizienten<br />
Wirbelschichtreaktoren eine<br />
kontrolliert einheitliche, reproduzierbare<br />
und effiziente Materialbearbeitung<br />
bis zu 1 100 °C.<br />
Halle 2, Stand 209<br />
www.schwing-technologies.de<br />
Foto: © mojolo, Fotolia.com<br />
Brände erkennen<br />
Brände löschen<br />
Schäden verhindern<br />
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TOP-THEMA I POWTECH<br />
Kompakte Wirbelschicht-Agglomeration<br />
Auf der Powtech zeigt Glatt ein abfallfreies Verfahren, mit dem<br />
Phosphor aus Aschen recycelt und direkt einsatzfähiger Qualitätsdünger<br />
erzeugt werden kann. Im ersten Schritt des zweistufigen<br />
Prozesses Phos4green wird aus der phosphathaltigen Asche, einer<br />
Mineralsäure sowie weiteren Komponenten eine Suspension<br />
erzeugt, in der die Phosphatumwandlung stattfindet. Anschließend<br />
wird die Suspension in der Wirbelschicht sprühgranuliert.<br />
Dabei bilden sich direkt<br />
pflanzen- und bodenverfügbare<br />
Düngemittelgranulate,<br />
die nach Erreichen<br />
der gewünschten<br />
Korngröße ausgeschleust,<br />
abgefüllt und direkt<br />
ausgeliefert werden<br />
können.<br />
Zweites Highlight ist das<br />
neue Anlagenkonzept für<br />
die kontinuierliche Pulveragglomeration: Feine Pulver und<br />
Pulvermischungen in gleichmäßig poröse, praktisch staubfreie,<br />
sehr gut lösliche und dosierbare Granulate zu überführen – das<br />
leistet das neue Anlagenkonzept GF ModFlex in Endlosschleife<br />
bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit. Glatt adressiert mit<br />
dem Kompaktsystem in Modulbauweise Hersteller, die ihren<br />
Maschinenpark bei gegebenen Platzverhältnissen kurzfristig<br />
aufrüsten oder erneuern wollen und Produktionsvolumina<br />
zwischen 100 und 3 000 kg/h anstreben. Das Atex-konforme, mit<br />
WIP-Reinigung ausgestattete Konzept punktet darüber hinaus mit<br />
enorm kurzer Installationszeit von nur zwölf Tagen sowie einem<br />
integrierten Raum- und Zonenkonzept.<br />
Halle 3, Stand 249<br />
www.glatt.com<br />
Prozesse standortunabhängig digital<br />
analysieren<br />
Hosokawa Alpine hat mit dem Remote Service eine digitale<br />
Lösung zur Überwachung und Analyse der Produktionsprozesse<br />
entwickelt. Kunden sparen somit Zeit und Kosten beim Service<br />
ihrer Anlagen. Grundlage des Remote Services ist die Integration<br />
eines sogenannten Datenlogger in die vorhandene Maschinensteuerung.<br />
Dieser speichert und visualisiert fortwährend die<br />
Prozessdaten. Um Missbrauch vorzubeugen, können Kunden<br />
einfach und sicher festlegen, wer Zugriff auf diese Daten<br />
bekommt. Bei Bedarf und entsprechender Berechtigung rufen<br />
Service-Ingenieure die Daten ab und werten diese aus. Dabei<br />
analysieren sie Prozesseinstellungen, Anlagenfahrweise bei<br />
Qualitäts- bzw. Kapazitätsproblemen<br />
sowie den Maschinenzustand.<br />
Durch den Remote Service ergeben<br />
sich zahlreiche praktische Vorteile für<br />
Kunden. Beispielsweise vergehen<br />
bisweilen mehrere Stunden zwischen<br />
der Änderung von Prozesseinstellungen<br />
und der tatsächlichen Reaktion<br />
der Anlage. Durch die Onlineüberwachung<br />
kann der Vor-Ort-Service<br />
reduziert werden, wodurch Reise- und<br />
Wartezeiten entfallen. Darüber hinaus<br />
können die ermittelten Datenmengen<br />
genutzt werden, um auf Grundlage<br />
vergangener Szenarien Rückschlüsse<br />
auf zukünftige Ereignisse zu ziehen<br />
und so Störfälle nach Möglichkeit zu vermeiden.<br />
Halle 4A, Stand 233<br />
www.hosokawa-alpine.com<br />
IMPRESSUM<br />
vereinigt mit BioTec<br />
erscheint <strong>2019</strong> im 53. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />
Redaktion<br />
Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar,<br />
Tel.: 06131/992-345, E-Mail: d.schaar@vfmz.de<br />
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />
Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />
Redakteurin: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />
Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />
Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />
Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />
Doris Buchenau, Melanie Lerch,<br />
Petra Weidt, Ulla Winter<br />
(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />
Gestaltung<br />
Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein,<br />
Mario Wüst<br />
Chef vom Dienst<br />
Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />
Anzeigen<br />
Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />
E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />
E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />
Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />
Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />
Anzeigenpreisliste Nr. 52: gültig ab 1. Oktober 2018<br />
www.vereinigte-fachverlage.info<br />
Leserservice<br />
vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />
Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266<br />
Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />
Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />
(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />
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weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />
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64 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
POWTECH I TOP-THEMA<br />
Kontinuierliche Teigherstellung<br />
Das kontinuierliche Knetsystem Codos wurde komplett überarbeitet<br />
und präsentiert sich in neuem Design und mit neuem<br />
Namen: Codos NT. So kommt unter anderem ein neues Antriebssystem<br />
zum Einsatz, was eine deutliche Leistungssteigerung bei<br />
gleichzeitiger Baugrößenreduzierung<br />
zur Folge hat. Das System ist<br />
laut Hersteller wartungsfreundlich<br />
und besticht durch seine<br />
hohe Verfügbarkeit.<br />
Mit dem Produkt Mira Connect<br />
können Komponenten automatisch<br />
identifiziert und spezifische<br />
Informationen auf mobilen Endgeräten<br />
bereitgestellt werden.<br />
Das Programm liefert genaue<br />
Informationen zu Spezifikationen,<br />
Ersatzteillisten, Anweisungen<br />
zur Inbetriebnahme, Bedienung,<br />
Wartung oder Serviceintervallen.<br />
Jedes beliebige Produkt<br />
kann damit ausgestattet werden,<br />
egal welcher Hersteller sich dahinter verbirgt. Zeppelin hat hier<br />
eine horizontale Plattform geschaffen, die es dem Kunden ermöglicht,<br />
den Service, die Wartung und Instandhaltung seiner Anlage<br />
auf einen Blick zu managen.<br />
Ebenfalls völlig überarbeitet wurde das Weichen- und Schleusenprogramm<br />
im Nieder- und Mitteldrucksegment. Die Komponenten<br />
sind nun leistungsstärker, leichter, druckfester und serienmäßig<br />
digital mit Mira Connect ausgestattet, was sich ebenso<br />
positiv auf die Betriebskosten auswirkt, wie das geringere Gewicht<br />
und die geringeren Baugrößen. Für diese Komponenten im Hygenic<br />
Design ist EHEDG in Vorbereitung. Bereits eingesetzte Schleusen<br />
und Weichen können problemlos durch die neue Komponenten-<br />
Generation ausgetauscht werden.<br />
Halle 4, Stand 307<br />
Umfangreiches<br />
Hygienepumpen-Programm<br />
Mit dem Kauf des renommierten Pumpenherstellers JEC präsentiert<br />
Verder jetzt ein neues, umfangreiches Hygienepumpen-<br />
Programm. Zusätzlich zu den klassischen Drehkolbenpumpen<br />
sind auch spezielle Ausführungen wie z. B. hochreine Pumpen,<br />
Hochdruckpumpen und auch dosierfähige Drehkolbenpumpen<br />
lieferbar. Alle Pumpen sind umfassend zertifiziert (EHEDG,<br />
EN1935/2004, FDA, 3A) und können mit einer Vielzahl<br />
unterschiedlicher Rotoren ausgestattet werden. Neben den<br />
herkömmlichen Bi-Wing, Single-Wing, Tri-Lobe und Bi-Lobe-<br />
Rotoren sind auch weniger bekannte Rotorformen wie Heli-Lobe<br />
aus Kunststoff und Edelstahl oder Multilobe-Rotoren verfügbar.<br />
Diese umfangreiche Auswahl ist einzigartig auf dem Markt und<br />
garantiert eine perfekte Anpassung an den Produktionsprozess.<br />
Alle medienberührten Oberflächen besitzen eine Oberflächengüte<br />
Ra < 0,6 µm oder besser und bestehen aus Edelstahl 316 L.<br />
Das Dichtungskonzept ermöglicht eine rasche Instandhaltung,<br />
einfache Reinigung und geringe Ausfallzeiten. Die Dichtungen<br />
werden von vorne gewechselt. Ein optimales CIP-Ergebnis wird<br />
durch die O-Ring-Position sichergestellt, die den Totraum zwischen<br />
Gehäusedeckel und Pumpengehäuse<br />
minimiert. Eine Vielzahl<br />
an Optionen wie Heizmäntel,<br />
Überströmventile ergänzen das<br />
breite Produktportfolio der<br />
Drehkolbenpumpen.<br />
Halle 3, Stand 528<br />
www.verder.de<br />
www.zeppelin-systems.de<br />
Gefahrstoffe sicher lagern<br />
Das Gefahrstoffdepot Securo,<br />
das in sechs Modellen<br />
verfügbar ist, wurde speziell für<br />
die Lagerung von Kleingebinden<br />
oder Fässern mit einem<br />
Volumen von bis zu 200 l<br />
entwickelt und bietet eine<br />
optimierte Innenhöhe. Ein<br />
neues Schrankmodell mit<br />
platzsparenden Schiebetüren<br />
erweitert die Polystore-Reihe<br />
zur Lagerung wassergefährdender und aggressiver Flüssigkeiten.<br />
Mit den neu entwickelten Modellen Safestore und Smartstore<br />
etabliert Denios eine neue Generation der Sicherheitsschränke –<br />
mit Feuerbeständigkeit von außen und nun auch von innen.<br />
Aber auch im Bereich Sicherheitsausstattung hat der Hersteller<br />
eine Soforthilfe parat: Der Densorb Caddy bietet maximale<br />
Sicherheit im Leckagefall und enthält vom Warnaufsteller über<br />
eine praxisbewährte Auswahl an Bindemitteln bis zur richtigen<br />
PSA alles, was wichtig ist. Auch im Bereich Atemschutz gab es ein<br />
Sortiments-Update: Über 90 neue Top-Markenprodukte<br />
bereichern nun das umfangreiche Sortiment.<br />
www.denios.de
VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />
Schimmel<br />
macht Säure<br />
Biotechnologische Herstellung<br />
von Zitronensäure<br />
Ob in Soft Drinks, Entkalkern oder<br />
Blutkonserven – Zitronensäure ist<br />
essenzieller Bestandteil vieler<br />
Produkte. Die Gewinnung erfolgt in<br />
industriellem Maßstab in<br />
Fermentern.<br />
Zitronensäure ist eine der im Pflanzenreich<br />
am weitesten verbreiteten Säuren<br />
und tritt als Stoffwechselprodukt in allen<br />
Organismen auf. Daneben findet sich industriell<br />
hergestellte Zitronensäure auch in<br />
vielen Produkten des täglichen Lebens. So<br />
wird sie häufig in kalklösenden Reinigungsmitteln<br />
eingesetzt, da sie einen angenehmeren<br />
Geruch hat als essighaltige Kalkreiniger.<br />
Hinzu kommt, dass Zitronensäure<br />
nicht nur durch ihren niedrigen pH-Wert<br />
kalklösend wirkt, sondern auch durch<br />
Bildung eines Calcium-Komplexes. Zum<br />
Lösen von Kalk- sowie Eisen- und Manganverbindungen,<br />
die sich bei der Verockerung<br />
von Brunnen bilden, wird Zitronensäure<br />
auch gemeinsam mit einer geringen Zugabe<br />
von Ascorbinsäure eingesetzt.<br />
Zitronensäure und ihre Salze werden<br />
außerdem zur Konservierung und auch<br />
zur Homogenisierung als Schmelzsalz<br />
sowie als Säuerungsmittel bzw. Säureregulator<br />
von Lebensmitteln verwendet, bei<br />
spielsweise in Getränken. In Brausepulver<br />
und -stäbchen ist sie zusammen mit<br />
Natriumhydrogen carbonat enthalten.<br />
Zitronensäure wird beispielsweise in<br />
Limonaden und Eistee verwendet. Als<br />
natürlicher Bestandteil der meisten<br />
Früchte ist sie in Fruchtsäften enthalten.<br />
Zitronensäure ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff<br />
unter der Nummer E 330<br />
in den meisten Lebensmitteln unbegrenzt<br />
zugelassen.<br />
Und auch der medizinische Bereich setzt<br />
auf Zitronensäure. Zitrate verhindern die<br />
Blutgerinnung, weshalb man Blutspenden<br />
in Beuteln konserviert, die eine Zitratpufferlösung<br />
enthalten.<br />
Herstellung – gestern und heute<br />
Traditionell wurde Zitronensäure aus<br />
Zitrusfrüchten gewonnen. Dafür wurde<br />
Zitronensaft mit konzentrierter Ammoniaklösung<br />
versetzt, eingedickt und filtriert.<br />
Das leicht lösliche Ammoniumcitrat<br />
wurde durch Fällung mit Calciumchlorid<br />
in schwerer lösliches Calciumcitrat umgewandelt.<br />
Die Lösung wurde erneut filtriert<br />
und der Filterkuchen in 25%iger Schwefelsäure<br />
gelöst, wobei noch schlechter<br />
lösliches Calciumsulfat (Gips) ausfällt.<br />
Nach er neuter Filtration wird eine<br />
Zitronensäure lösung gewonnen. Durch<br />
Kristallisation entsteht schließlich reine<br />
Zitronensäure.<br />
Industriell stellt man Zitronensäure durch<br />
Fermentation zuckerhaltiger Rohstoffe wie<br />
Melasse und Mais her. Für die Fermentation<br />
werden Schimmelpilze (Aspergillus-niger-<br />
Stämme) verwendet. Die Fermentation<br />
wird bei pH-Werten kleiner 3 durchgeführt,<br />
denn unter diesen Bedingungen wird das<br />
Folgeenzym der Zitratsynthase im Zitratzyklus,<br />
die Aconitase, gehemmt. Dies führt<br />
dazu, dass die Schimmelpilze die Zitronensäure<br />
nur in geringem Maße abbauen. Zum<br />
anderen wird die Außenmembran der Pilzzellen<br />
instabil und die Zitronensäure wird<br />
in das Außenmedium abgegeben. Hinzu<br />
kommt, dass die Kontaminationsgefahr<br />
durch unerwünschte Fremdorganismen bei<br />
dem niedrigen pH-Wert gering ist.<br />
Durch Zugabe von Kaliumhexacyanidoferrat(III)<br />
werden Fe 2+ -Ionen gebunden, sodass<br />
die Fe 2+ -Konzentration unter 5 mg/l<br />
fällt. Dadurch fehlt der Aconitase der Cofaktor<br />
und damit die Funktionsfähigkeit.<br />
Reinheit und Verträglichkeit der Zitronensäure<br />
auf dem Markt zeigen große<br />
Unterschiede. Verschiedene Aspergillusniger-Stämme<br />
produzieren unter bestimmten<br />
Wachstumsbedingungen Mykotoxine.<br />
Die Produktion dieser Stoffe findet<br />
unter kontrollierten Bedingungen<br />
nicht statt. In hoch aufgereinigter Zitronensäure<br />
finden sich keine Rückstände<br />
von Schimmelpilzen. z<br />
Foto: Fotolia (#106716171, Womue)<br />
66 VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 5/<strong>2019</strong><br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 07. 05. <strong>2019</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 17. 04. <strong>2019</strong><br />
01<br />
02<br />
03<br />
04<br />
01 Clamp-on-Ultraschallsysteme messen den Durchfluss von Wasser<br />
über den gesamten Zyklus, von der Gewinnung über die Aufbereitung<br />
und den Gebrauch bis zum Abwasser<br />
02 Im Supplement UMWELTTECHNIK dreht sich alles um produktionsintegrierten<br />
Umweltschutz – dieser ist nicht nur gut für die Umwelt,<br />
sondern führt auch zu Kosteneinsparungen<br />
03 Chemikalienschutzanzüge verhindern, dass Mitarbeiter bei<br />
Verladetätigkeiten oder Inspektionen mit Gefahrstoffen benetzt<br />
werden<br />
Der direkte Weg<br />
Internet:<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
E-Paper:<br />
digital.verfahrenstechnik.de<br />
Redaktion:<br />
redaktion@verfahrenstechnik.de<br />
04 PTFE-Verbundkompensatoren halten unvorhersehbaren<br />
Pulsationen in Entstaubungsanlagen stand<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
VERFAHRENSTECHNIK 4/<strong>2019</strong> 67
SMARTGELÖST<br />
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