hinnerk April/Mai 2019

blumediengruppe

APRIL / MAI 2019 | AUSGABE 304 | WWW.HINNERK.DE

BREMEN | HANNOVER | HAMBURG

REISE

Wir sagen dir, wo

es schön ist!

MUSIK

FETTES BROT

Klönschnack über (schwule) Lovestory

zu 50 Jahre Stonewall

INTERVIEWS: ANNETT LOUSIAN, TOM WALKER, ALPHAVILLE, VIVIE ANN,

PHILIPPE JAROUSSKY, JOEL EDGERTON, INKED ADONIS


20

04

19

NEUE TISCHKOLLEKTION

RELEASE-PARTY IM NIKKI TIGER

TALSTRASSE 9, 20359 HAMBURG


INTRO

3

Inhalt

epaper.blu.fm

Alle Magazine online!

GESELLSCHAFT

In Hamburg wird am 26. Mai

gleich doppelt gewählt: Die Europawahl

entscheidet darüber, wie

es ganz grundsätzlich mit dem

Europa der Vielen weitergeht. Bei

der Bezirksversammlungswahl

entscheidest du, was in deiner

Nachbarschaft passiert.

KULTUR

Die Lange Nacht der Museen

ist unser Topthema, allerdings

bietet die Hamburger Kulturlandschaft

auch noch Elbjazz,

RuPaul’s Drag Race und ein

neues schwul-lesbisches Musical

im Schmidtchen.

INTERNET

Sportlich, sportlich, der Inked

Adonis. Wir sprachen mit einem

der angesagtesten männlichen

Erotikmodelle über Sport, Wellness

und Probleme im Netz.

FOTO: EUROPÄISCHE UNION -

REFERAT AUDIOVISUELLE MEDIEN

Liebe Lesende,

Kostenlos

seit dem Jahreswechsel gibt es uns immer

zweimonatlich in einer regional seitenverdoppelten,

hochwertigen Printversion und dazu –

nicht weniger hochwertig – via www.hinnerk.de

und bei Facebook. Für den April und den Mai

haben wir wieder das Beste aus den Bereichen

Reise, Film, Musik, Bühne, Szene und Party

zusammengetragen.

Unsere Coverboys von Fettes Brot bringen mit

Lovestory eine Art Konzeptalbum über Zwischenmenschliches

heraus und werden nach

ihrem Megahit „Schwule Mädchen“ diesmal noch

deutlicher: „Opa + Opa“ ist die rührend gerappte

Geschichte eines schwulen Paares von der Verfolgungszeit

des §175 über die CSDs bis heute.

Wir schnackten mit König Boris, Doktor Renz &

Björn Beton über dieses Lied und warum Ikea

echt anstrengend ist. Und sonst so? Geht am

26. Mai bitte wählen!

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Deine hinnerk Redaktion

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IMPRESSUM

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Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

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Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

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Thomas Wassermann, Matthias Rätz

(mr), Ricardo M., Tobias Sauer (tos),

Jonathan Fink, Christian K. L. Fischer (fis),

Leander Milbrecht (lm), Andreas Müller (am),

Sebastian Ahlefeld (sea)

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de

Art-Direktion: Janis Cimbulis

Cover: Fettes Brot /

Foto: Jens Herrndorff

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4 SZENE

Community

SICHER SCHWUL REISEN

In der Talkrunde von Hein &

Fiete geht es am 10.5. darum,

wohin man als Schwuler

eigentlich reisen kann, ohne

dass man sich verstecken

muss. Die Veranstalter

dazu: „Besonders nachdem

Deutschland im Gay Travel

Index weiter nach unten

gerutscht ist, stellt man sich

doch auch hier zu Lande

die Frage: Wo kann ich noch

hingehen?“ Antworten gebt

ihr euch ab 18 Uhr im Pulverteich

21. *ck

www.heinfiete.de

SPORTLICHE OSTERN

Knapp 200 queere Volleyballer

und Volleyballerinnen

treffen sich am Osterwochenende

zum 28. Internationalen

Häschenturnier. Mit

dabei sind in diesem Jahr

unter anderem Volley-Hasen

aus Aarhus, London, Bern

und ganz Deutschland. Für

Startschuss treten dreißig

Teilnehmende in vier Teams

an. Wer Bälle und Boys (und

Mädels) gucken will, kann

das in der Sporthalle der

Beruflichen Schule ITECH,

Dratelnstraße 26 am 20. und

21.4. jeweils von 10 bis 15:30

Uhr tun. Zusammen gefeiert

wird am 21.4. bei „Smash &

Dance“ im Bahnhof Pauli ab

23 Uhr. Auch für das Gala-

Dinner mit Siegerehrung im

Kulturpalast Billstedt sind

noch einige Tickets verfügbar.

www.haeschenturnier.de

Queers ahoi! Der Hamburger Hafengeburtstag

(wir feiern bereits den 830.), hat seit einigen

Jahren auch ein Programm für sich den

heteronormativen Geschlechterrollen nicht

anpassen wollende und könnende Schiffsund

Fisch- und Bierfans. Beim Harbour Pride

erwartet euch in diesem Jahr Musikalisches

von Falk, Matthias Eike, Olly Schmidt, Lui &

Fiete und den Plattendreher/-innen Sven

Enzelmann, Bosi M und D_nise L‘. Die weiteren

Höhepunkte in kurzer Aufzählung:

HARBOUR PRIDE RACE

Zum Warmwerden lässt das Team am 11.

Mai ab 18:15 Uhr erst mal ’ne Buddel Rum

kreisen, danach geht’s los: Egal ob Handtaschenwurf,

Hula Hoop Competition oder

Flaschenspiel, hier gibt’s für alle von euch

etwas – vor allem tolle Preise!

JUBILÄUM

25 Jahre AIDS-Seelsorge

Als von den evangelischen Kirchenkreisen in

Hamburg 1994 ein sogenannter Aids-Pastor

eingesetzt wurde, war das ein Affront

gegen christliche Hardliner und eine

Sensation für Szene und Kirche. Mit

Pastor Rainer Ehlers (geb. Jarchow)

begann eine neue Zeitrechnung in

der Kirchenarbeit und eine bis heute

voranschreitende Liberalisierung und

Öffnung für Menschen mit HIV/Aids sowie

für Homo-, Bi- und Transsexuelle.

Besonderen unterstützenden Einfluss

übte hierbei Maria Jepsen als weltweit

erste lutherische Bischöfin aus. Was

damals noch vor allem als Seelsorge für Sterbende

begann, entwickelte sich im Laufe der

Zeit – hier sei der Ausdruck verziehen – Gott

sei Dank immer mehr zu psychologischer

Lebenshilfe und Unterstützung HIV-Positiver.

Im letzten Jahr übernahm Thomas Lienau-

FESTIVAL

HARBOUR PRIDE

CSD-KAMPAGNE

Der Vorstand des Hamburg Pride e. V. präsentiert

am 11. Mai um 19:15 Uhr das Kampagnenmotiv

zum CSD-Motto „Grundsätzlich

gleich – Für eine bessere Verfassung“.

QUEER DURCH ST. PAULI

Bars, Travestieshows und Szenekultur: Auf

dem Stadtrundgang erleben Interessierte das

immer wache Viertel von seiner queeren Seite.

Anmeldung erforderlich unter info@queerdurch-stpauli.com

oder telefonisch unter 0176

30158992. Jeweils ab 20 bzw. 19 Uhr.

HARBOUR PRIDE CRUISE

Sei am 12. Mai ab 15:30 Uhr Teil der Auslaufparade

an Bord der „HAFEN HAMBURG“.

Majestätische Großsegler, imposante Kreuzfahrtschiffe,

moderne Marineeinheiten und

altehrwürdige Traditionsschiffe sowie wie die

Cap San Diego reihen sich in die Parade. Anmeldung

über www.barkassen-meyer.de! *ck

10. – 12.5., Harbour Pride, Große Elbstr. 9,

Hamburg, Bus Fischmarkt, 15 Uhr,

www.harbour-pride.de

Becker nach Rainer Ehlers (1994 – 2004), Nils

Christiansen (1995 – 2000), Christel Rüder

(2001 – 2006) und Detlev Gause (2004

– 2018) das Ruder beim inzwischen in

„positiv leben&lieben“ umbenannten

Projekt. Auf hinnerk.de findet ihr ein

Interview mit Rückblick und Ausschau

auf die Arbeit der AIDS-Seelsorge. Herzlichen

Glückwunsch und Dank im Namen

vieler! *ck

30.3., Heute ganz retro – Jubiläumsfest

im IFZ, Rostocker Str. 7, Hamburg,

U Lohmühlenstraße, 16 Uhr

31.3., Festgottesdienst mit Bischöfin

Kirsten Fehrs, Hl. Dreieinigkeitskirche, St.

Georgs Kirchhof 3, Hamburg, S+U Hauptbahnhof,

18 Uhr, www.aidsseelsorge.de

mehr auf hinnerk.de


NACHRUF

Mach es gut, Karl

Am 19. Februar verstarb der wohl berühmteste

schwule Sohn der Hansestadt Hamburg im Alter von

85 Jahren in einem Pariser Krankenhaus.

Der Hamburger Jung war umstritten, aber auch großartig.

Er beleidigte und förderte. Er schuf Großes. Ja, der

Mann mit dem weißen Pferdeschwanz teilte gerne aus.

Auch wenn er das wohl nicht so sah, denn er konnte auch

ganz lieb sein: „Als Claudia in der Modewelt auftauchte,

ging die Sonne auf – und sie scheint bis heute“, sagte der

größte Förderer von Supermodel Claudia Schiffer etwa

einst über seine Entdeckung. „Man soll sich selber nicht

zu ernst nehmen. Noch immer ist mir die nächste Kollektion

die wichtigste.“ Angesprochen auf sein Alter, sagte er

einmal gegenüber dem Magazin Numéro:„Il n'y aura pas

d'enterrement. Plutôt mourir. (Es wird keine Beerdigung

geben, ich werde einfach tot sein.)“

Karl Lagerfeld war einer der international wohl bekanntesten

und anerkanntesten deutschen Modefürsten, der

weltweit Karriere und das Label CHANEL ab 1982 groß

gemacht hat. 2019 fehlte er erstmals bei der Modenschau

des Labels auf der Pariser Fashion Week – er sei „zu müde“

gewesen. Nicht nur die Modewelt wird Karl vermissen.

Unsere Gedanken sind bei seiner (Wahl-)Familie und seinen

Kollegen. *rä

SZENE 5

TREFFEN SIE IN DER

MITTAGSPAUSE IHR LIEBLINGSESSEN.

Mittagessen kommt im Alltag gern mal zu kurz. Meist holt

man sich „irgendwas“, um über den Tag zu kommen. Frisch

kochen wäre gesünder, aber wer hat schon die Zeit?

Herr Nordmann und sein Team. Aus guten Zutaten, ohne

Schnick-Schnack aber mit Liebe bereiten sie die feinen

Gerichte der ALLES GUTE KÜCHE zu. Praktisch zum Mitnehmen

oder warm zum gemütlich im Brotladen Genießen.

Lieblingsgerichte wie Kohlrouladen oder Gulasch, saisonales

wie Grünkohl, köstliche Suppen, exotische Currys und

Pasta: Vieles ist kalorienarm, denn Gutes braucht keine

geschmacksverstärkenden Fette. Guten Appetit!

www.niemerszein.de | www.facebook.com/niemerszein

DEMONSTRATION

Rainbowflash zum IDAHOT

Der Internationale Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie

(IDAHOT) am 17. Mai wird in Hamburg bereits zum 11. Mal

mit einem Luftballon-Happening, dem sogenannten Rainbowflash,

zelebriert. Die Vorsitzende des LSVD Hamburg,

Barbara Mansberg, eröffnet die diesjährige Demo auf dem

Rathausmarkt um 19 Uhr, danach spricht für die Hamburger

Bürgerschaft die Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie

und Integration Frau Dr. Melanie Leonhard. Und bevor die

Ballons starten, wird der Osteuropaexperte Wanja Kilber

noch etwas zu den politischen Verhältnissen in Osteuropa,

Russland und Tschetschenien sagen. Über achtzig unterstützende

Vereine, Projekte, Parteien und Unternehmen

sind mit dabei. Du auch? *ck

17.5., Rainbowflash, Rathausmarkt, U Rathaus, Hamburg,

17 Uhr, www.lsvd.hamburg.de

PROFITIERE

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UNSERER

MARKT-

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6 GESELLSCHAFT

POLITIK

§175: Entschädigung auch

für U-Haft und Verfahren

Drei Tage nach dem 25. Jahrestag

der Bundestagsentscheidung,

den Paragrafen 175 und

damit die staatliche Verfolgung

Homosexueller aus dem Strafgesetzbuch

zu streichen, trat am

13. März eine neue Entschädigungsregelung

in Kraft.

Bundesjustizministerin Katarina Barley

(SPD) gab die Neuregelung für das „Gesetz

zur strafrechtlichen Rehabilitierung

der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher

homosexueller Handlungen

verurteilten Personen“ (StrRehaHomG)

bekannt und erfüllte damit ein Versprechen,

das die Bundestagsabgeordneten

Johannes Kahrs und Karl-Heinz Brunner

(beide SPD) Ende vergangenen

Jahres gegeben

hatten.

SCHON EIN VERFAHREN

ZERSTÖRTE LEBENS-

PLANUNGEN

Die Nichtentschädigung

von Menschen, die durch

eine Untersuchungshaft Job,

Karriere und damit Einkommen

und bis heute Rentenverluste

hinnehmen mussten, war einer der

größten Kritikpunkte an der bisherigen

Fassung des StrRehaHomG. Das

Ministerium begründet die heute in Kraft

getretene Richtlinie damit, dass „nicht

erst eine Verurteilung, sondern bereits die

Strafverfolgung wegen einvernehmlicher

homosexueller Handlungen aus heutiger

Sicht als unvereinbar mit dem freiheitlichen

Menschenbild des Grundgesetzes

zu bewerten ist.“ Daher können Personen,

die in Untersuchungshaft waren, nun eine

Entschädigung in Höhe von 1.500 Euro

je angefangenes Jahr erlittener Freiheitsentziehung

erhalten. Davon unabhängig

gibt es 500 Euro Entschädigung für jedes

gegen eine Person eingeleitete Ermittlungsverfahren.

1.500 Euro Entschädigung

können auch Personen erhalten, die

im Zusammenhang mit den damaligen

strafrechtlichen Verboten einvernehmlicher

homosexueller Handlungen unter

außergewöhnlich negativen Beeinträchtigungen

zu leiden hatten.

KEIN SCHADENSERSATZ –

BETRAG SYMBOLISCH

In der Meldung des Justizministeriums

wird darauf aufmerksam gemacht, dass die

Geldleistung nicht als Schadensersatz zu

verstehen sei. Es gehe vor dem Hintergrund

einer gesellschaftlichen Solidarität um eine

symbolische Anerkennung erlittener Beeinträchtigungen.

ANTRAG ÜBER BISS UND

DAS BMJV MÖGLICH

Gegenüber hinnerk stellte die „Bundesinteressenvertretung

schwuler Senioren“ BISS

klar, dass sie sich weiter für die Betroffenen

einsetze, die vom Gesetz unberücksichtigt

blieben. Menschen, die zum Beispiel

Nachteile im Öffentlichen Dienst oder in der

Privatwirtschaft erlitten haben, aus der Bundeswehr

geflogen sind und beispielsweise

ohne Verurteilung zu Unrecht von der Polizei

verfolgt und inhaftiert wurden, können sich

unter der bekannten Hotline 0800 1752017

über Entschädigungsmöglichkeiten beraten

und unterstützen lassen. Die Hotline wird

vom Bundesjustizministerium und vom

Bundesfamilienministerium gefördert. *ck

Die Richtlinie sowie alle Informationen

zur Entschädigung und ihrer

Beantragung sind auch unter

www.bundesjustizamt.de/rehabilitierung

zu finden. Das Bundesamt für Justiz

bietet ebenfalls eine telefonische

Beratung unter der Telefonnummer

0228 9941040 an.

POLITIK

Danke, Johannes!

Für die SPD-Fraktion ging Anfang März in Sachen queerer Sichtbarkeit in der

Parlamentsarbeit eine Ära zu Ende. 2008 wurde Johannes Kahrs der erste Sprecher

für die Belange von Lesben und Schwulen der Fraktion. Ab sofort übernimmt

Karl-Heinz Brunner aus dem bayerischen Wahlkreis Neu-Ulm die Sprecherfunktion.

Johannes Kahrs verabschiedete sich mit einem Rückblick auf Erreichtes:

„Mein großes Ziel war es immer, die rechtliche Diskriminierung gleichgeschlechtlicher

Paare zu beenden. Der Weg dorthin war kein leichter,

angesichts der ständigen Blockadehaltung durch CDU/CSU. Mit dem Antidiskriminierungsgesetz,

der Rehabilitierung der nach § 175 StGB verurteilten

Homosexuellen, bis hin zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche

Paare konnten wir dieses Ziel letztlich Schritt für Schritt erreichen. Mein

ganz persönlicher Höhepunkt war dann die Hochzeit mit meinem Mann im

vergangenen Jahr.“

Die hinnerk Redaktion bedankt sich beim Wahlkreisabgeordneten Mitte, Johannes

Kahrs, für elf Jahre queeres Engagement mit Herz und Schnauze. *ck


Ob der Elbstrand zum Fahrradweg

umgebaut wird, hat die

Bezirksversammlung Altona zu

entscheiden.

FOTO: WWW.MEDIASERVER.HAMBURG.DE / KAI-UWE GUNDLACH

POLITIK

Wie geht

Bezirksversammlungswahl?

Am 26. Mai gibt es in Hamburg die seltene Chance,

die kleinste und die größte wählbare politische

Verwaltungseinheit für deinen Wohnort neu zu besetzen.

Zur größten, der Wahl des europäischen Parlaments, findest

du auf der folgenden Doppelseite viele Infos, hier ein

kleines FAQ zur Bezirksversammlungswahl.

WAS?

Hamburg ist in sieben Bezirke und 54 Wahlkreise eingeteilt.

Die Bezirke sind Altona, Bergedorf, Eimsbüttel,

Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Harburg und Wandsbek.

Die Bezirksversammlungen kontrollieren die Bezirksämter.

Alles, was in den Bezirken relevant ist, von der Parkpflege

bis zum Unterhalt von Sportplätzen, der Parkraumüberwachung,

die Kontrolle des Rauchverbots, der Brandschutzbestimmungen

oder die Entscheidung, ob eine Straße

verkehrsberuhigt werden soll, oder Blumenkübel und Sitzgelegenheiten

aufgestellt werden mögen, wird in der Bezirksversammlung

entschieden. Über die Mitarbeiter*innen

des Ordnungsamtes sind sogar beobachtende und

eingreifende Maßnahmen zur inneren Sicherheit durchaus

möglich, allerdings nicht mit den gleichen Befugnissen, wie

sie die der Innenbehörde unterstellte Polizei hat.

WIE?

Zehn Stimmen hat jeder Wahlberechtige, fünf für die

Bezirks- und fünf für die Wahlkreisliste. Die Bezirksliste

entscheidet über die Sitzverteilung der Parteien in der

Bezirksversammlung, auf der Wahlkreisliste stehen die

Kandidaten aus deiner Nachbarschaft. Die jeweils fünf

Stimmen könne verteilt auf mehrere oder gebündelt auf

einen Kandidaten/Partei abgegeben werden.

WO UND WANN?

Am 26. Mai sind die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer keine Wahlbenachrichtigung per Post bekommen hat,

kann auch mit dem Personalausweis ins Wahllokal gehen.

Wer lieber per Brief wählen will, kann dies online oder über

den Briefwahlantrag (liegt der Wahlbenachrichtigung bei)

beantragen.

www.hamburg.de/bezirkswahlen


8 GESELLSCHAFT

POLITIK

EUROPAWAHL 2019

Das Gebäude des europäischen Parlaments in Brüssel

Das europäische Parlament hat in den letzten Jahren

viele wegweisende Entscheidungen getroffen, die

die Liberalität in der EU stärkten. Am 26. Mai wird ein neues

Europaparlament gewählt. Queers sollten teilnehmen, denn in

Zeiten des rechten Rollbacks, sind unsere Freiheiten in Gefahr.

Einen Auszug aus unserer diesbezüglichen Artikelsammlung

zur politischen Standortbestimmung findet ihr hier. *sea / ck

FOTO: EUROPÄISCHE UNION - REFERAT AUDIOVISUELLE MEDIEN

FDP mit queerem Programm

Die FDP hat auf ihrem Europaparteitag schon Ende

Januar das Wahlprogramm verabschiedete und wählte die

Kandidatenliste für das Europaparlament. Mit dem Bundesvorsitzenden

der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), Michael

Kauch und dem NRW-Landtagsabgeordneten Moritz Körner

(beide Foto) schafften es gleich zwei engagierte Queerpolitiker

auf aussichtsreiche Listenplätze.

Die Vorhaben im verabschiedeten Programm seien laut Kauch aus

queerer Sicht „progressiver als alles, was die politischen Mitbewerber

bisher vorgelegt haben." Konkret geht es um folgende Themen:

■■

■■

■■

Rechtsakte gegen

Diskriminierung wegen

Rassismus sollen auch

für Homophobie gelten

Diversity Management als

Strategie auf EU-Ebene

Konkrete Maßnahmen zu

Außen- und Entwicklungspolitik

der EU: Förderung von

LGBTIQ*-Projekten und Sanktionen

bei Strafverschärfungen gegen Homosexuelle

FOTO: LISL DEUTSCHLAND

■■

■■

■■

■■

Anerkennung bestehender gleichgeschlechtlicher Ehen mit

allen Rechtsfolgen in allen Mitgliedstaaten der EU

Demonstrationsrecht und sachliche Aufklärung über LGBTIQ*

in der ganzen Union sichern

Kein Rabatt für Beitrittskandidaten bei LGBTIQ*-Rechten

Förderung von Nichtregierungsorganisationen (NGO)s durch

EU u.a. gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung

und geschlechtlicher Identität

Die Positionierung zu den Antidiskriminierungsrichtlinien der EU

ist neu. Bisher hatte die FDP die Zuständigkeit hierfür bei den

Mitgliedsstaaten verortet. Michael Kauch erklärt den Sinneswandel:

„Auch wenn weiter Bedenken bestehen, ob der Umfang der

Antidiskriminierungsrichtlinien mit dem Grundsatz der Subsidiarität

zu vereinbaren ist, darf es keine Hierarchisierung von Diskriminierung

geben. Wenn es solche Richtlinien der EU gibt, müssen sie

auch für die Diskriminierung von LSBTI gelten." *ck


GESELLSCHAFT 9

Martin

Schirdemans,

Spitzenkandidat der

Linken Deutschland

„Hass, Diskriminierung und Angriffe aufgrund der

sexuellen Orientierung und Identität nehmen in

der EU zu. Deswegen muss umgehend gehandelt

werden. Gemeinsam mit anderen Fraktionen haben

wir eine Forderungsliste erstellt, die die Europäische

Kommission u.a. dazu auffordert nicht nur

Gleichstellung als politischen Schwerpunkt zu

betrachten, sondern die Situation in jedem Land

zu beobachten, zu überprüfen und Maßnahmen

zur Förderung der Situation queerer Menschen zu

ergreifen. Nur so bleibt Gleichstellung nicht nur eine

Ansammlung von Buchstaben in den Europäischen

Verträgen, sondern stellen verbindliche Regelungen

dar, die allen in der EU ein Leben ohne Diskriminierung,

Gewalt und in Würde ermöglicht. DIE LINKE

bekennt sich zu einer sozialen Europäischen Union

der Vielfalt.“

www.die-linke.de

FOTO: SVEN SERKIS

Dr. Roland Heintze,

EU-Spitzenkandidat der

CDU Hamburg

„Es gibt mehrere Punkte, an

denen wir ansetzen müssen.

Mit einer besseren Schulung der

Justiz in den Mitgliedsländern

sorgen wir dafür, dass bestehende

Schutzmechanismen auch

tatsächlich greifen. Eigentlich

sind die nationalen Gerichte verpflichtet,

bei Grundrechtsfragen

zu prüfen, ob die Europäische

Grundrechtecharta angewendet

werden muss. Dies passiert noch

immer viel zu selten, wohl auch

durch fehlendes Bewusstsein

des Justizpersonals. Zweitens

brauchen wir eine unabhängige

und umfassende Datenerhebung

zu Grundrechtsverletzungen

aufgrund der sexuellen Ausrichtung

in allen Mitgliedsländern.

Auf Basis dieser Erhebung können

wir gezieltere Maßnahmen

entwickeln, etwa in Bezug auf

zunehmende Hasskriminalität.

Ein wichtiger, aber nicht ausreichender

Schritt ist der diesjährige

„EU LGBTI Survey II“ der EU-

Grundrechteagentur. Als letzte

Möglichkeit dürfen wir uns aber

auch nicht davor scheuen, bei

Grundrechtsverstößen in einem

Mitgliedsstaat entsprechende

Sanktionen auf europäischer

Ebene zu setzen. Hier wäre zu

prüfen, ob Sanktionen auf Basis

von Mehrheitsentscheidungen

ausgelöst werden können. Die

EU ist für mich mehr als nur ein

gemeinsamer Markt, sie ist eine

Wertegemeinschaft, um die wir

stets kämpfen müssen.“

www.cdu.de

FOTO: DENNIS WILLIAMSON

JAMIE CULLUM

SOPHIE HUNGER

TOWER OF POWER

MICHAEL WOLLNY TRIO

MANU KATCHÉ

JULIA HÜLSMANN - ARTIST IN RESIDENCE

KAMAAL WILLIAMS

ALTIN GÜN

ALFA MIST

KOKOROKO

MILDLIFE

TOYTOY – BAMBULE [REJAZZED]

U.V.M.

.


10

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MO 1.4.

MO 15.4.

MO 29.4.

FR 10.5.

18:30 Startschuss,

Selbstverteidigung

- Prävention,

Abwehrtechniken,-

und griffe, Selbstbehauptung,

Infos

/ Trainer: Ghasem

Spili Telefon: 040-

386 554 68, Pulverteich

21

18:00 Hein & Fiete,

Kunstgruppe, Pulverteich

21

MI 3.4.

15:30 Aids-Seelsorge im

IFZ, PC & Internet –

Fragen und Antworten

mit René Rehse,

Rostocker Str. 7

19:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Gebärden

AIDS-Team, Beratung

für Menschen

mit Einschränkung

des Gehörsinns

unter: gebaerdenteam@aidshilfehamburg.de.

Bis 21

Uhr, Lange Reihe 30

FR 5.4.

13:00 Dragon Sauna, BIG,

BIGGER, BEAR, Ab

13 Uhr wird den

Bären und ihren

Freunden so richtig

eingeheizt!, Pulverteich

37

MI 10.4.

12:30 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Regenbogen-Kantine

- Kochen und Essen

in Gemeinschaft,

mit Voranmeldung,

Lange Reihe 30

19:00 Brauhaus Joh. Albrecht,

Stammtisch

der LSU-Hamburg,

Adolphsbrücke 7

SA 13.4.

19:00 Pink Channel,

Magazin auf Tide

96.0, http://www.

pinkchannel.net

SO 14.4.

15:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Café Laubfrosch -

Treff schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

19:00 Hein & Fiete, Treffen

der schwulen

Väter & Ehemänner,

Pulverteich 21

MI 17.4.

19:30 M&V, SPDqueer-

Stammtisch, Lange

Reihe 22

SA 20.4.

09:00 Sporthalle der

Beruflichen Schule

ITECH, Häschenturnier

- internationaler

Volleyball

Wettkampf, bis

18:30 Uhr. Levels

B+, B- und C, Dratelnstr.

26

19:00 Pink Channel,

Magazin auf Tide

96.0, http://www.

pinkchannel.net

SO 21.4.

09:00 Sporthalle der

Beruflichen Schule

ITECH, Häschenturnier

- internationaler

Volleyball Wettkampf,

bis 17 Uhr.

Levels B+, B- und C,

Dratelnstr. 26

DI 23.4.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MI 24.4.

18:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Verein

Sociosus: Raum der

Stille, bis 19 Uhr,

Lange Reihe 30

19:00 Hein & Fiete,

Gaybo, schwule

Selbstbehauptung,

Pulverteich 21

DO 25.4.

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

SA 27.4.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt

Mann“ - Kaffeeklatsch,

Südring 36

SO 28.4.

13:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Café Afrika,

Lange Reihe 30

13:00 Dragon Sauna,

HHero for a day, 3

Euro des Eintrittspreises

gehen an

Hein & Fiete, Pulverteich

37

DI 30.4.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MI 1.5.

18:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Queer support

for refugees,

Borgweg 8

DO 2.5.

19:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Von AIDS-

Hysterie zu n=n.

Was sich seit 1994

bewegt und verändert

hat, Informations-

und Diskussionsveranstaltung

(Großer Saal),

Rostocker Str. 7

FR 3.5.

12:00 Dragon Sauna,

Bärensauna, Ab

12 Uhr wird den

Bären und ihren

Freunden so richtig

eingeheizt!, Pulverteich

37

SA 4.5.

19:00 Pink Channel,

funDYKE auf Tide

96.0, http://www.

pinkchannel.net

MO 6.5.

18:00 mhc - Magnus-

Hirschfeld-

Centrum, Bi-

Pan-Stammtisch,

Borgweg 8

12:00 Fischauktionshalle

/ Parkplatz, Harbour

Pride 2019 - Hafen-

GAYburtstag, DJs &

Entertainment. Alle

Infos unter www.

harbour-pride.de,

Grosse Elbstrasse 9

SA 11.5.

10:00 Fischauktionshalle

/ Parkplatz, Harbour

Pride 2019 - Hafen-

GAYburtstag, www.

harbour-pride.de,

Grosse Elbstrasse 9

SO 12.5.

10:00 Fischauktionshalle

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Pride 2019 - Hafen-

GAYburtstag, DJs &

Entertainment bis

21 Uhr. Alle Infos

unter www.harbourpride.de,

Grosse

Elbstrasse

FR 17.5.

19:00 Rathaus, 11.Rainbowflash

2019,

Helfende Hände

sind ab 16 Uhr auf

dem Rathausmarkt

erwünscht, Rathausmarkt

1

SA 25.5.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt

Mann“ - Kaffeeklatsch,

Südring 36

SO 26.5.

15:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Café Laubfrosch -

Treff schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

DI 28.5.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

FR 31.5.

13:00 Dragon Sauna,

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37

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SONNTAG

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in der „Gaybar

Extratour“, Zimmerpforte

1. Infos:

Thomas, Tel. 040

2805 0984, darts@

startschuss.org ,

Pulverteich 21

MONTAG

10:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Frühstückangebot

der AIDS-

Seelsorge, Rostocker

Str. 7

19:00 Dragon Sauna,

Zwischen 19 und

21 Uhr kostenlos

so viel Pasta essen,

wie Du willst., Pulverteich

37

DIENSTAG

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MITTWOCH

19:00 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Kostenlose

Rechtsberatung,

Mit RA Sven-Uwe

Blum, Anmeldung

erforderlich unter

0402790069,

Borgweg 8

DONNERSTAG

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, PrEP

Beratungen, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

20:00 Café International,

Regenbogen-

Café Leer, bis 24

Uhr, Kupenwarf 1

FREITAG

13:00 Dragon Sauna,

Nachtsauna, Ob

zum Vorglühen, zur

Afterhour oder fürs

ganze Wochenende,

die Dragon

Sauna hat für euch

immer von Freitag

13 Uhr bis Sonntag

24 Uhr durchgehend

geöffnet.,

Pulverteich 37


11

Nordanker

Rechtsanwalt

Nordanker

Steuerberater

05.04.19

19 Uhr

10.04.19

18 Uhr

Sex- und Partydrogen

Florian Winkler-Ohm (Team IWWIT)

Ort: Basement XXV, Pulverteich 23

Projekt Dietrich - Wir bringen

Generationen zusammen

Florian Gastell (AIDS-Hilfe Hamburg)

Sven-Uwe Blum

Rechtsanwalt

Sven Partheil-Böhnke

Diplom-Betriebswirt,

Steuerberater

05.06.19

18 Uhr

Vom alten AIDS zum neuen HIV

Christian Giebel (AIDS-Hilfe Hamburg)

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blum@kanzlei-blum.de

kanzlei-blum.de

Fon 040 · 334 69 14-00

info@nordstb.de

nord-anker.de

04.07.19

19 Uhr

Bericht vom

Deutsch-Öster reichischen

AIDS-Kongress

Dr. Axel Adam (HIV-Schwerpunktarzt)

25.07.19

18 Uhr

PrEP

Christian Giebel (AIDS-Hilfe Hamburg)

Kleine Johannisstraße 10 · 20457 Hamburg

AIDS-Hilfe Hamburg e.V. | Lange Reihe 30 – 32 | 20099 Hamburg

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Fr 17. Mai 2019

11. RainbowFlash

Wir bedanken

uns bei unseren

Präventionspartnern

für ihre starke

Unterstützung

Internationaler Tag gegen Homo-, Trans*- u. Biphobie

Rainbowflash gegen Homo-,Trans*- und Biphobie wird organisiert vom LSVD Hamburg e.V. und unterstützt durch:

HAMBURGISCHE

REGENBOGEN

Stiftung

www.rainbowflash.info

Sie unterstützen das Projekt Hein & Fiete

mit regelmäßigen Spenden. Wenn Ihr

Unternehmen auch Präventionspartner

werden möchte, wenden Sie sich bitte

an Marc Grenz: 040 / 240 440,

marc@heinfiete.de. Spenden an

Hein & Fiete sind steuerlich absetzbar!


12 SZENE

FOTO: JENS HERRNDORFF

FETTES BROT

„ Es ist kein Konzeptalbum, sondern

eine Mottoparty“

Wir haben DIE norddeutschen

Hiphop-Pioniere nicht nur

auf dem Cover, sondern die drei auch

zu einem ausführlichen Interview

getroffen. Ihr neues Album Lovestory

(ab 3. Mai überall) ist unserer Meinung

nach das beste Werk von Fettes

Brot und versöhnt alte Fans mit alten

Fans. Wortspiele mögen wir.

Hiphopper als Coverboys auf einem

queeren Magazin – ungewöhnlich?

Björn Beton: Wir haben uns noch nicht

bei der BEEF! beworben. Obwohl die schon

mal ein Cover mit den Worten „Fettes

Brot“ hatten. Das war aber dann nen fetter

Burger.

Doktor Renz: Inhaltlich ist es jetzt ja auch

nicht so eine große Überraschung für eine

Band, die Lieder wie „Schwule Mädchen“

oder jetzt „Opa + Opa“ macht, dass man

von schwulen Magazinen oder Journalisten

gefragt wird zu dem Thema.

Warum macht ihr das?

Doktor Renz: Es sind zwei Bereiche. Es

hat viel mit dem Genre Hiphop zu tun.

„Schwule Mädchen“ ist nicht zuletzt eine

Reaktion auf Homophobie und Sexismus

in der Hiphop-Szene und im Rap gewesen.

Das ist uns schon immer gegen den Strich

gegangen und hat uns genervt. Ich finde

mit „Schwule Mädchen“ haben wir dazu

einen ganz coolen Kommentar gesetzt. Der

andere Bereich ist der: Unser Album heißt

Lovestory und wir haben versucht Liebe

aus möglichst unterschiedlichen Blickrichtungen

zu betrachten, um nicht elf mal das

gleiche zu machen. Eine ganz großartige

und tolle Liebesgeschichte davon ist „Opa

+ Opa“.

Habt ihr euch beraten lassen von

schwulen Freunden oder Wikipedia ?

Doktor Renz: Alles davon!

König Boris: Wir haben schwule Freunde,

was einer der Gründe ist, dass das auch für

uns ein echtes Thema ist. Wir sind aber nicht

so technisch daran gegangen. Der Wortwitz

steht am Anfang, die Brechung, der Humor,

das Unerwartete. Statt Oma und Opa halt

Opa und Opa auf der Bank sitzen zu lassen.

Das ist der Funke, der so eine Idee ins Rollen

bringt. Und dann schreibt man die klassische

Liebesgeschichte dazu. Nur, dass die beiden

im Laufe des Lebens Hürden nehmen

mussten, die heterosexuelle Paare so nicht

nehmen mussten. Wenn es um die Details

ging, haben wir aber auch nachgeguckt.

Damit man keinen Scheiß erzählt.

Björn Beton: Zum Beispiel die Geschichte

auf der Christopher Street ...

... die sich im Sommer zum 50. Mal

jährt. ...

König Boris: ... als hätten wir das so geplant.

Doktor Renz: Das Recherchieren haben

wir auch schon vorher angefangen, zum

Beispiel mussten wir natürlich nachgucken,

wann welche James Bond Filme gelaufen

sind, damit die beiden damals und jetzt im

richtigen Alter sind.

Björn Beton: Wir haben so einen Text als

historische Erzählung vorher noch nicht

gemacht. Das ist schon etwas anders gewesen,

als sonst. Ein bisschen wie Drehbuch

schreiben.

König Boris: Wegpunkte wie die Aids-Krise

haben wir aber auch persönlich schon

miterlebt.

Doktor Renz: Meine Frau hatte zu der Zeit,

als wir an dem Song saßen, eine Stadtführung

durch St. Georg mitgemacht – da

wurde ihr die Geschichte eines Immobilienbesitzers

erzählt, der dort auch schon

zu Zeiten, als es für schwule Pärchen

schwierig war, Wohnungen zu mieten an

sie vermietete. Ein Grund, warum St. Georg

schwuler Stadtteil geworden ist. Das hab

ich den Jungs gleich erzählt und so kam die

Geschichte auch in den Song.


SZENE 13

König Boris: Wir sind Storyteller. Wir machen auch Musik

über alleinerziehende Mütter. Das mögen vielleicht einige

als anmaßend empfinden, aber ich finde, wir machen das

eigentlich immer recht gefühlvoll. So, dass man hoffentlich

nicht hinterfragt nach dem Motto „die sind doch gar keine

alleinerziehenden Mütter, oder „die sind doch gar nicht

schwul“.

Ist es ein „Konzeptalbum“?

Doktor Renz: Ich sag immer, es ist kein Konzeptalbum,

sondern eine Mottoparty. Klingt einfach schöner. Und ihr

braucht euch trotzdem nicht zu verkleiden. (lacht)

Björn Beton: Wir waren in Niebüll in einer ehemaligen

Schule, die jetzt zum Tonstudio umgebaut ist. Da haben wir

alle zusammen einfach Songs aufgenommen mit einem

ganz spielerischen Ansatz. Als wir die Demos zuhause

im inneren Zirkel vorgespielt haben, hat sich ganz schnell

gezeigt, dass die, die irgendwas mit Liebe zu tun hatten, am

besten ankamen. Unser Wegbegleiter André – oder religiöser

Berater wie ich ihn auch gerne nenne – hat dann die

Idee spontan in den Raum gestellt, doch einfach ein ganzes

Album nur mit Liebesliedern zu machen. Und irgendwie hat

es geholfen uns zu fokussieren, auch wenn Liebe als Thema

jetzt nicht gerade besonders einschränkend ist.

König Boris: Das war mir vorher nicht so klar. Ich fand es

ganz spannend, herauszufinden, dass so eine Fokussierung

auch eine Chance ist.

Björn Beton: Bei Themen, bei denen wir vorher gedacht

haben, das wäre jetzt ein bisschen plump, so einen klassischen

Protestsong gegen Rechts zu machen zum Beispiel.

Welche Haltung wollen wir eigentlich dazu einnehmen?

Wie kommen wir nicht zu zeigefingermäßig rüber? Wie

unterhalten wir trotzdem? Die Liebe als Grundidee, die sich

als roter Faden durch die Songs zieht, hat uns inspiriert,

noch mal neu darüber nachzudenken und uns anders zu

nähern.

Heimkehr ■ Aufbau ■ Hoffnung

AOR

Meisterbetrieb

Werterhaltung statt Neukauf

Reinigung • Aufarbeitung

Restauration • Versiegelung

Kleinreparaturen

Farbauffrischung

Nicht zu verwechseln mit

kosmetischen Eingriffen am

lebendigen Körper, kommt

der Ausdruck Kosmetik

unserem Leistungsspektrum

doch sehr nahe. Wir

kommen ins Haus und

widmen uns Beschädigungen

und dergleichen im und

am gesamten Gebäude, wie

dessen An- und Einbauten

oder dem Mobiliar. Ob am

Boden, an Möbeln oder

an anderen Einrichtungsgegenständen,

wir kümmern

uns um Stoßstellen,

Schrammen, Dellen, Falten,

Risse und Löcher, sowie Abgeplatztes

und Verschmutztes

im gesamten Haushalt.

VORHER

Wie kommt man auf die Verbindung eines Möbelbaukastensystems

und einer Beziehung?

König Boris: Also erst mal: das stimmt. Meine Hassliebe zu

diesem Laden und meine Unfähigkeit diese Sachen selber

aufzubauen ist real. Es gibt ja Leute, denen das Spaß macht.

Mir nicht.

Doktor Renz: Ich kenne Leute die das echt toll finden, denen

das Spaß macht und für die das fast ein Hobby ist. ...

Aber das passt trotzdem nie alles zusammen und es

fehlt trotzdem immer irgendwas. ...

Doktor Renz: Nein, das geht nur sehr vielen so glaube ich

und das bleibt dann natürlich hängen. (lacht)

König Boris: Also ich war schon den Tränen nahe, als ich

mal einen riesen Schrank von denen aufgebaut hab. Der

Vergleich ist mir aber tatsächlich beim Sport eingefallen.

Ich hab auch überlegt, ob das nicht zu gemein ist, ob ich die

Frau echt so nennen kann. Ich glaub vor 20 Jahren hätten

wir so einen Song und so eine Platte noch nicht bringen

können. Die ein oder andere Niederlage, die man erlebt

hat, auch in Sachen Beziehung, die braucht es, um so eine

kaputte, nicht funktionierende Beziehung beschreiben zu

können.

*Interview: Christian Knuth

Ob iKEA eine reale Freundin von König Boris war und

warum 1970er Discosound die beste Waffe gegen Rechts

ist, erfahrt ihr im zweiten Teil des Interviews auf

www.hinnerk.de!

31. MÄRZ BIS 28. APRIL 2019

FOTO: G2 BARANIAK

URAUFFÜHRUNG

NACH DEN ROMANEN „UNS GEHT’S JA NOCH

GOLD“ UND TEILEN AUS „EIN KAPITEL FÜR

SICH“ VON WALTER KEMPOWSKI

NACHHER

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www.aor-hamburg.de


14 KULTUR

FOTO: WWW.MEDIASERVER.HAMBURG.DE / TIMO SOMMER UND LEE MAAS

FESTIVAL

FESTIVAL

19. Lange Nacht der Museen

Im Jenisch Haus heißt es in der LNDM aufgerüscht!

19. LANGE NACHT DER MUSEEN

Die ganz voreingenommene

und persönliche Auswahl der

Redaktion mit Wegpunkten für die

Lange Nacht der Museen (LNDM) in

Hamburg. In diesem Jahr mit Kaffee

und Kuchenguss. Und mit Klappenromantik

der anderen Art.

KAFFEEMUSEUM RÖSTEREI BURG

Die Kaffeetunte ist eine Erfindung

von Jacobs und gilt als eine der ersten

deutschen schwulen Werbekampagnen.

Natürlich ist ein tuntiger Kaffeeklatsch

aber auch schon vorher schwule Tradition

gewesen, und deswegen finden wir, der

Programmpunkt „Vom Löschpapier zum

Kaffeefilter, die Geschichte und Kunst

der Kaffeezubereitung“ (jeweils zur vollen

Stunde) hört sich so an, als wenn wir

damit ganz schnell warm werden könnten.

St. Annenufer 2,

www.kaffeemuseum-burg.de

MEDIZINHISTORISCHES MUSEUM

„We do lady things!“ Also auch. Und dafür

haben wir uns in dieser Nacht Verstärkung

von Frau Dr. Doris Fischer-Radizi besorgt,

die der Frage auf den Grund geht, warum

wir eigentlich so wenig über die Klitoris

wissen. Fischer-Radizi antwortet von

23 bis 23:30 Uhr. Direkt im Anschluss

erläutert Kurator Henrik Eßler in „Vorsicht,

ansteckend“ anhand von Krankheiten in

Wachs Prävention und Stigmatisierung bei

Infektionskrankheiten.

Martinistraße 52,

www.uke.de/medizinhistorisches-museum

DEUTSCHES ZUSATZSTOFFMUSEUM

„Zusatzstoffe gehören ins Museum,

nicht ins Essen!“ Und so wird in der LNDM

in jeweils „15 Minuten auf des toten

Mannes Kiste“ bei „Gold und Perlen“ über

Farbstoffe und wie sie das Aussehen von

Speisen und Getränken bewahren (um

18:15, 20:30 und 22:45 Uhr) aufgeklärt

und in „Feine Stoffe“ darüber berichtet,

wie Zusatzstoffe Struktur und Mundgefühl

erhalten sollen (um 19, 21:15 und

23:30 Uhr).

Auf der Brandshofer Schleuse 4,

www.zusatzstoffmuseum.de

HAFENMUSEUM HAMBURG

Zugegeben, wir stutzten sehr: „Hamburgs

letzte historische Kaffeeklappe.

Schmausen wie die Hafenarbeiter – vom

Würstchen bis zur warmen Suppe“ steht

da wirklich. Das ist so wunderbar mehrdeutig,

dass wir es eigentlich ohne weitere

Erklärung stehen lassen wollen. Aber zur

Sicherheit: Es hat nichts mit der schwulen

Klappe zu tun!

Australiastraße Kopfbau Schuppen 50a,

www.shmh.de

JENISCH HAUS

„We do lady things“ die Zweite: „Aufgerüscht

zum Salon. Salondamen erzählen

Geschichten aus dem Jenisch Haus.“ Die

Redaktion kennt einige Salondamen, die

hier ihre helle Freude haben werden. Los

geht’s um 21:45 Uhr im Weißen Saal.

Baron-Voght-Straße 50, www.shmh.de

Allgemeine Hinweise für diejenigen,

die sich unvoreingenommen treiben

lassen oder ihr eigenes Programm

zusammenstellen wollen: Über fünfzig

Hamburger Museen und Ausstellungshäuser

öffnen am 18. Mai zwischen

18 und 2 Uhr ihre Pforten und bieten

einen Einblick in ihr Angebot. Ausstellungen,

Führungen, Kulinarisches,

Musik, Tanz und Film sorgen dafür,

dass diese Nacht ganz anders läuft als

der ehrfürchtig-schweigende Besuch

bei alten Meistern, den vielleicht immer

noch einige mit dem Begriff Museum

verbinden. Auf www.langenachtdermuseen-hamburg.de

hast du die Möglichkeit,

dir deine Tour selbst zusammenzustellen

und dann auszudrucken

oder auf dem Smartphone dabeizuhaben.

Damit die Wege zwischen den

Veranstaltungsorten schnell bewältigt

sind, ist wieder ein eigenes Shuttle-

Busnetz inklusive Schiffsverbindung

auf Alster und Elbe eingerichtet und

natürlich im Ticketpreis (17 Euro) inbegriffen.

Genauso inbegriffen sind der

reguläre HVV-Verkehr und sogar der

Zugang zu den Museen am 19. Mai. *ck

18.5., Lange Nacht der Museen,

Hamburg, Infos & Karten:

langenachtdermuseen-hamburg.de


TIPP

Dänischer Zucker für

Aug und Ohr

GESUNDHEIT

IN HAMBURG

Christopher schickt sich an, die Szene mit seiner Musik

UND seiner Optik zu begeistern.

Nach Aura Dione, Aqua und Whigfield scheint er der neue

große Wurf in Sachen Musik aus Dänemark zu werden.

Über 750 Millionen weltweite Streams sowie Platin- oder

Gold-Auszeichnungen für jedes seiner drei bisher veröffentlichten

Alben („Colours” 2012, „Told You So” 2014,

„Closer” 2016) und über ein Dutzend Chart-Singles hat er

bereits erreicht. Jetzt will der Däne es auch in Deutschland

so richtig schaffen. Sein neues Album „Under the

Surface“ erscheint dieser Tage, im Mai kommt Christopher

auf Tour. *rä

6.5., Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 69a,

Hamburg, S Reeperbahn, 20 Uhr

FESTIVAL

ELBJAZZ

Das Festival Elbjazz ist seit 2010 die beste Gelegenheit,

Jazz in all seinen Facetten kennenzulernen und dabei

auch noch den Hafen zu genießen. Fans dieser oftmals

als verkopft geltenden Musikkunst werden sicher recht fix

herausfinden, ob sie lieber zu Andreas Schaerer & A Novel

of Anomaly, Mildlife, The Savage Rose, Ätna, Fieh, Rocket

Men oder Hans Lüdemann gehen wollen. Unserer Zielgruppe

empfehlen wir ganz besonders die Wahlberlinerin

Sophie Hunger, die ihr Kommen zugesagt hat und die

neben der zweiten Empfehlung Jamie Cullum die ist, die

sicher auch außerhalb des Jazz-Kosmos einen weltweiten

Status als Superstar genießt. Von der Elbphilharmonie bis

zum großen Dock von Blohm + Voss und zum Fischmarkt:

Elbjazz ist das, was der Name ausdrückt – und noch viel

mehr. Hin! *ck

31.5. + 1.6., Elbjazz, diverse Spielstätten, Hamburg,

Tickets und Programm: www.elbjazz.de

FOTO: D. HJORTH

FOTO: DARIO DUMANCIC

ÄRZTE

■ Christian Aust,

Urologie,

Eppendorfer Landstr. 44,

& 4603463,

www.uro-eppendorf.de

■ Andreas Britz,

Dr. med.Praxisklinik am Rothenbaum,

Privatpraxis, Haut- und Geschlechtskrankheiten,

Lasertherapie,

Kosm.-ästhet. Behandlungen,

Allergologie,

Heimhuder Str. 38, & 44809812,

www.dr-britz.de

■ Elbpneumologie

Dres. med. Aries & Partner,

Lungenheilkunde, Allergologie,

Struenseehaus, Mörkenstr. 47,

& 3903534,

altona@elbpneumologie.de

■ Dammtorpraxis, Dr. Linnig,

Allgemeinmedizin, Reise-Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Damnmtorstr. 27, & 35715638,

www.dammtorpraxis.de

■ ICH Grindel,

Dr. med. Thomas Buhk,

Dr. med. Stefan Fenske,

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen

Stellbrink,

All gemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Grindelallee 35, & 4132 420,

www.ich-hamburg.de

■ ICH Stadtmitte,

Dr. med. Axel Adam,

Stefan Hansen,

PD Dr. med. Christian Hofmann,

Dr. med. Michael Sabranski,

Dr. med. Carl Knud Schewe,

Allgemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Glockengießerwall 1,

& 28004200,

www.ich-hamburg.de

■ Medizinisches Versorgungszentrum

Hamburg,

Prof. Andreas Plettenberg,

Dr. Albrecht Stoehr,

Prof. Jörg Petersen,

Dr. Peter Buggisch,

HIV, Hepatitis, STD, Infek tiologie,

Lohmühlenstr. 5, Am AK St. Georg

Haus L, & 28407600,

www.ifi-medizin.de

■ Oliver Neubauer,

Facharzt für Urologie,

Herthastr. 12, & 64224500,

www.urologe-hamburg.com

■ Schwerpunktpraxis

Nerven-Psyche,

Dr. med. Hans Ramm,

Dr. med. Andrea Oster,

Neurologie, Psychiatrie,

Psychotherapie,

Kreuzweg 7, & 245464,

www.nervenarzt-hh.de

■ Dr. med. Martin Eichenlaub,

Facharzt für Neurologie,

Nervenheilkunde, Psychiatrie u.

Psychotherapie,

Elbgaustr. 112., & 841084,

www.nervenarzt-eichenlaub.de

■ Dr. med. Ulrich Reuters,

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,

Plastische Operationen,

Rothenbaumchaussee 5, & 4800848

■ Ralf Siemen,

Praktischer Arzt,

Königstr. 1, & 314144

■ Josef Stuch,Dr.

All gemeinmedizin,

Ida-Ehre-Platz 12, & 37510060

■ Ambulanzzentrum des UKE,

Bereich Infektiologie:

Dr. med. Olaf Degen,

Dr. med. Sabine Jordan,

Dr. med. Sandra Hertling,

Dr. med. Stefan Schmiedel,

Dr. med. Anja Hüfner,

Fachärzte für Innere Medizin

/Allgemeinmedizin/Tropenmedizin,

HIV, STD,Infektion- & Tropenkrankheiten,

Hepatitis

Universitätsklinikum Eppendorf,

Martinistr. 52, &741052831,

infektionen@uke.de

■ Dr. med. Welf Prager & Partner,

Dermatologie,

ästhetische Dermatologie,

operative Dermatologie,

Allergologie, Phlebologie,

Lasermedizin,

Hemmingstedter Weg 168,

& 040 81 991 991

www.derma-hamburg.de

ZAHNÄRZTE

■ Dr. Dirk Ergenzinger & Martin Schuh,

Eidelstedter Platz 6a, & 5709385,

www.zahnaerzte-eidelstedt.de

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■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie.de/psychotherapie/

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■ Kathrin Eßmann,

Berufliches und psychologisches

Coaching, Supervision,

Teamberatung,

Max-Brauer-Allee 54, & 43099379,

www.kathrin-essmann.de

■ Ruthemann Coaching,

Heilpraktiker f. Psychotherapie,

Professor-Brix-Weg 4, & 31171492

www.ruthemann-coaching.de

■ easylife Therapiezentrum,

einfach abnehmen Winterhuder,

Marktplatz 6-7, & 309875130,

www.easylife-hh.de

APOTHEKEN

■ Alexander Apotheke St. Georg,

Steindamm 81, & 28009922,

www.alexapo.de

■ Alexander Apotheke City-Süd,

Beim Strohhause 2, & 97078827,

www.alexapo.de

■ Apotheke am H auptbahnhof,

Steindamm 2, Ecke Adenauerallee,

& 241241

■ Apotheke Zum Ritter St. Georg,

Lange Reihe 39, & 245044

■ Epes Apotheke,

Lange Reihe 58, & 245664

PSYCHOTHERAPIE

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie .de/psychotherapie/

bundschuh

■ Kathrin Eßmann,

Systemische Therapie,

lösungsfokussierte Kurzintervention,

Max-Brauer-Allee 54, & 43099379,

www.kathrin-essmann.de

■ Christian Perro, Dr. med.,

Psychiatrie, Eppendorfer Landstr. 37,

& 464554

■ Kurt Strobeck,

Dr. med. Facharzt Psychiatrie und

Psychotherapie, Ferdinandstr. 35,

& 32527214


16 KULTUR

INTERVIEW

KIM CHI:

„Keine Fetten, keine Tunten,

keine Asiaten“

FOTOS: ADAM OUAHMANE

Die lautstarken Stars Stars von

„Werq The World“ werden am

26. April erneut auf Hamburg

losgelassen – und bringen ihren

eigenen und einzigartigen Mix

aus edlem Glamour, drolliger Show

und queerem Humor in unsere Städte.

Klar, dass sich an diesen Tagen die

Dragqueenszene Deutschlands

versammelt, um ihre Kolleginnen aus

Übersee zu bejubeln! Sie ist einer der

und DER Liebling der Szene: RuPaul’s-

Drag-Race-Diva Kim Chi. Wir trafen sie

bei ihrem letzten Besuch in Berlin und

konnten jetzt mit der Süßen chatten.

Du reist pausenlos um die Welt.

Vermisst du denn deine Wohnung

oder bist du glücklicher auf Achse?

Ich reise sehr gerne und bin dankbar für

die Gelegenheit, aber wenn ich lange

unterwegs war, ist es schön, einen

besonderen Ort zu haben, an dem man

sich vor der Welt geschützt fühlt.

Welche Stadt, welches Publikum

magst du am liebsten – und

warum?

Das ist so schwer, ich habe so viele tolle

Fans aus der ganzen Welt – und sie

auch überall getroffen. Aber wenn ich

eine auswählen müsste … Nein, ich kann

es wirklich nicht, sie sind alle wunderbar.

Jeder liebt deinen Song „Fat,

Femme & Asian“. Er ist nicht nur

lustig, er behandelt ein ernstes

Thema. Bitte erkläre das.

Wie oft liest man in einem Dating-

Profil: keine Fetten, keine Tunten,

keine Asiaten? Es ist doch irgendwie

ironisch, dass die LGBTQ*-Community

hart arbeitet und für Gleichberechtigung

kämpft, aber wir können einander

nicht mit grundlegendem Respekt

behandeln?!

Stichworte Body Positivity und

Bodyshaming.

Du solltest niemals jemanden beschämen,

NIEMALS, Bitch! Body Positivity

ist der Schlüssel. Unterstütze andere,

unterstütze Mitglieder deiner Community.

Ende der Geschichte.

Wenn du dich mit Mr. Trump treffen

könntest, was würdest du tun?

Hm, was hast du von Stormy Daniels

gelernt – und kannst du es mir beibringen?

*Interview: Michael Rädel

26.4., RuPaul’s Drag Race: Werq the

World Tour 2019, Mehr! Theater am

Großmarkt, Hamburg, 20 Uhr,

vossevents.com


FOTO: GAL OPPIDO

KONZERT

Edson Cordeiro

singt Dalida

DER brasilianische Ausnahmesänger widmet

sich DER französischen Chanson-Ikone. In den

1950er-Jahren kam Dailda von Kairo nach Paris

und eroberte von dort mit Hits wie „Am Tag,

als der Regen kam“, „Er war gerade 18 Jahr“,

oder „Gigi, der Geliebte“ die Hitparaden in ganz

Europa. Für sie wurde die Platin-Schallplatte

erfunden, weil sie 140 Millionen Tonträger verkauft

hatte. Die „Queen of Kitsch“ ist bis heute

eine der meistgeliebten Sängerinnen der

schwulen Musikliebhaberszene, und so passt

es natürlich, dass Edson jetzt einen Abend

mit Beispielen aus dem gesamten Repertoire

Dalidas kreiert hat. Begleitet am Piano von

Christoph Wiatre erwartet euch eine musikalische

Weltreise mit doppeltem Divenfaktor. *ck

5.4., Edson Cordeiro – DALIDA, Polittbüro,

Steindamm 45, Hamburg, S+U Hauptbahnhof,

20 Uhr, www.edsoncordeiro.com,

www.polittbuero.de

PREMIERE

Familie ist, was man

draus macht

Katharina Fegebank, Hamburgs

Zweite Bürgermeisterin

und Senatorin für Wissenschaft,

Forschung und Gleichstellung,

übernimmt die Schirmherrschaft

für das weltweit erste transgender

Tanz-Ensemble „Transparence

Theatre“ (#TPT) in Hamburg.

Bereits 2016 gegründet, startet

das Projekt in diesem Jahr im Juni

in Lüneburg und im September

im Schmidt Theater in Hamburg

durch. Aline de Oliveira, Gründungsmitglied

und Artistic Associate

von Transparence Theatre: „Dieses

KULTUR 17

Gerade erst hatten sie mit Jana & Janis den

Deutschen Musical Theater Preis gewonnen,

da legen Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck

im Schmidtchen auch schon nach:

„WIR“ ist eine regenbogenbunte Musicalkomödie

um Liebe, Freundschaft und Familienplanung

und feiert am 11. April Uraufführung.

Der sehr queere Plot: Christian & Magnus, Sabine

& Natalie sind zwei frisch verheiratete Paare. Und sie

wollen Kinder. Aber wie soll das gehen? Auslandsadoption,

Samenspende und Leihmutterschaft lehnen sie ab, also

ab ins Regenbogenfamilienzentrum. Hier lernen sich beide Paare kennen und

kommen auf eine Idee ... Eine Schmidt-typisch leichte und lustige Produktion

mit jeder Menge poppiger Hits. Wir gucken WIR. *ck

Ab 11.4., diverse Termine im April, Mai und Juni, Schmidtchen im Klubhaus

St. Pauli, Spielbudenplatz 21/22, Hamburg, S Reeperbahn, www.tivoli.de

FOTO: SABINE BÜTTNER

TANZ

TRANS*THEATER

Projekt ist mir eine Herzensangelegenheit,

da auch ich nach meiner

Geschlechtsangleichung plötzlich

keine Jobangebote als Tänzerin

mehr bekam, obwohl ich zuvor als

Tänzer an großen Häusern engagiert

war.“ Ab dem 14. Juni 2019 spielt

das zeitgenössische Tanztheaterstück

„TRANSPARÊNCIA“ für sechs

Vorstellungen am Theater Lüneburg,

am 23. September 2019 kommt in

einer Kooperation mit dem Schmidt

Theater Hamburg „Broadway

Backwards“ auf die Reeperbahn. Der

Vorverkauf ist gestartet! *ck

www.transparencetheatre.com

Sonnige Zeiten

mit Optik Weser und Kapten & Son

Optik Weser GmbH

Spitalerstr. 9 | 20095 Hamburg

Fon: 040-32 70 07 | E-Mail: info@optik-weser.de

MO bis SA 10:00 - 20:00 Uhr

www.optik-weser.de


18 KULTUR

MALEREI

Auf jeden Fall bis Mai ...

TOUR

#ISLAND: Vök

Im März veröffentlicht das isländische Elektro-Pop-

Trio Vök sein zweites Album. „In the Dark“ wurde sowohl

in England als auch auf Island aufgenommen.

Darauf zu finden sind recht unterschiedliche Tracks.

„Spend the Love“ zum Beispiel. Das Lied sollte

zuerst eine „Gay Anthem“ werden, doch dann mauserte

sich die Eurodance-Nummer zu einem Lied

zum Thema (Anti-)Konsumverhalten. Passt doch!

Unsere Anspieltipps sind „Night & Day“, „Autopilot“

und „Erase You“. *rä

2.4., Knust, Neuer Kamp 30, Hamburg,

U Feldstraße, 20 Uhr

In der Gänsemarkt

Passage eröffnete

unlängst die „Hamburger

BilderGalerie“. Mit dabei ist auch

Jörg Rautenberg.

„Unter der Federführung des

bekannten Galeristen und Künstlers

Rolf Krieger eröffneten wir

in der Gänsemarkt Passage die

Hamburger BilderGalerie“, verrät

der Maler. „Sechs Künstler bieten

ihre Werke in

Eigenregie an. Der

Clou ist, dass an

den Verkaufstagen

jeweils ein Künstler

in der Galerie

verkauft, aber auch

für Publikumsfragen

zur Verfügung

steht. Wir

wollen somit Kunst

greifbarer machen

und Barrieren abbauen“, so Jörg

Rautenberg. Na, das klingt doch

sehr, sehr gut. Aber was bekommt

man vom Maler zu sehen

und angeboten? „Ich zeige eine

Auswahl meiner Männerbilder im

Original, aber auch Miniatur-Reproduktionen

als Leinwanddruck

und FineArt-Print. Alle Motive

sind auf Wunsch auch in Originalgröße

reproduzierbar.“ hinnerk ist

dabei! *rä

Hamburger BilderGalerie, Gänsemarkt Passage, Do – Sa 10 – 20 Uhr,

www.instagram.com/joerg_rautenberg_art,

www.gaensemarkt-passage.de

V. i. S. d. P.: FDP Dortmund, Hamburger Str. 50, 44135 Dortmund

Zur Europawahl

am

26. Mai nur

bei der FDP

Klares Wahlprogramm für die Rechte

von LSBTI. Vier schwule Kandidaten

in den TOP 16 der Wahlliste.

Zur Europawahl nur bei der FDP.

Mehr dazu: michael-kauch.eu

und helmer-krane.eu

Michael Kauch, Helmer Krane

Freie Liebe –

gleiche Rechte!

Europas Chancen nutzen.


BUCHTIPP

Mitch ist hässlich und der

Himmel ist für Verräter

KULTUR 19

Mit „Der Himmel ist für Verräter“ erscheint in diesem

Frühling der womöglich schönste Roman eines in Bremen

geborenen Philosophen – ein Buch, das lohnt!

Im Zentrum der Geschichte von Stephan Phin Spielhoff steht

Fitz, der mit seinem Freund Marek im Kreta-Urlaub eine Katze

rettet: Joni Mitchell (Mitch), „die hässlichste Katze der Welt“,

gehört nun zum Leben des Männerpaars dazu. Und mit ihrer Ankunft

kommt etwas in Fitz in Bewegung, das er lange großstadtneurotisch

verdrängt hat. Er kündigt seinen

Werbejob und will sich einen lang gehegten

Jugendtraum erfüllen: eine Fernsehserie

schreiben. Das klappt tatsächlich, auch

wird sie erfolgreich. Aber sein schwuler

Seriencharakter wurde gestrichen, „weil sich

das nicht vermarkten lässt“. Also geht der

Kampf mit den inneren Dämonen von vorne

los. Hat er sein Ziel erreicht? Hat er sich

selbst verraten? Und warum taucht dann

auch noch seine Jugendliebe Theo auf? „Der

Himmel ist für Verräter“ ist ein durch und

durch unterhaltsames und zum Reflektieren

anregendes Buch über eine Welt voller Liebe,

Likes, Lust und Lebensträume. *rä

www.albino-verlag.de


20

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MO 1.4.

SO 14.4.

DO 2.5.

SA 18.5.

11:30 Winterhuder

Fährhaus, David

Orlowsky Trio:

Milestones, Hudtwalckerstr.

15

19:00 KörberForum,

Technik, Wir und

Jetzt! Im Rausch

des Fortschritts:

Wie wir Innovation

erleben, Diskussion,

Kehrwieder 12

MI 3.4.

20:00 Metropolis Kino,

Freier Fall: Johanna

K., Kl. Theaterstr. 10

FR 5.4.

20:00 Polittbüro, Edson

Cordeiro singt Dalida,

Steindamm 45

SA 6.4.

20:00 Laeiszhalle,

Herman van Veen:

Johannes-Brahms-

Platz

SO 7.4.

19:00 Gängeviertel, Sängerknaben

& Sirenen

#89, (Fabrique,

Eingang Speckstr.),

Valentinskamp 34a

MO 8.4.

19:30 The English Theatre

of Hamburg,

Beauty of the

father, Lerchenfeld

14

19:00 Metropolis Kino,

Der Aufstand – La

Insurreccion, Kl.

Theaterstr. 10

19:30 Schmidt-Theater,

Bademeister Schaluppke,

Spielbudenplatz

24

DO 11.4.

18:00 erotica Boutique

Bizarre, Vernissage:

Hamburg Burlesque,

bis 20 Uhr,

Reeperbahn 35

FR 12.4.

20:00 Schmidtchen,

WIR: Familie ist, was

man draus macht!,

Spielbudenplatz

21/22

SA 13.4.

20:00 Kampnagel, Rufus

Wainwright: „All

These Poses”, Jarrestraße

20

10:00 Rindermarkthalle

St. Paul, Designmarkt

FESTLAND,

Neuer Kamp 31

MI 17.4.

20:00 Kampnagel,

Sibylle Berg: GRM -

Brainfuck, Theater

& Performance

[K6], Jarrestraße 20

DO 18.4.

17:00 Spielbudenplatz,

Street Food Session

- St. Pauli

Straßenmampf, bis

23 Uhr, Spielbudenplatz

19:30 Die 2te Heimat

(Theatersalon im

Phoenixhof), Happy

Birthday, Henry!,

Schützenstr 21

119:30 Das Schiff, Kann

man mit Männern

Urlaub machen,

Holzbrücke 2

SA 20.4.

19:30 First Stage Theater,

Altar Boyz,

Thedestr. 15

MO 22.4.

18:00 Schauspielhaus,

Lazarus, von David

Bowie und Enda

Walsh, Kirchenallee

39

DI 23.4.

20:00 Imperial Theater,

PLAY-BOY, Reeperbahn

5

DO 25.4.

19:30 Das Schiff, Rainer

Bielfeldt: Die Erinnerung

von morgen,

Holzbrücke 2

FR 26.4.

20:00 Mehr! Theater

am Großmarkt,

RuPaul‘s Drag Race:

Werq The World,

Banksstr. 28

SA 27.4.

11:00 Überseeboulevard/

Hafencity, Langschläfer

Flohmarkt,

Kaufen, Verkaufen,

Bummeln und

Genießen! Bis 16

Uhr, Überseeboulevard

MO 29.4.

21:30 Metropolis Kino,

Queerfilmnacht:

Konsequenzen, Kl.

Theaterstr. 10

20:00 Hamburger

Sprechwerk, Die

Zuckerschweine,

Improtheater,

Klaus-Groth-Str. 23

FR 3.5.

21:00 Laeiszhalle,

c/o pop Festival

2019, Tocotronic,

Hamburg-Mitte

Johannes-Brahms-

Platz

SA 4.5.

19:30 The English Theatre

of Hamburg,

Moonlight and

Magnolias, Lerchenfeld

14

MI 8.5.

19:00 Staatsoper, Anna

Karenina, Ballett

von John Neumeier,

Große Theaterstraße

34

DO 9.5.

19:30 Hamburger Engelsaal,

Super Trouper

- Die ABBA-Revue,

Valentinskamp

40-42

19:00 Staatsoper, Anna

Karenina, Ballett

von John Neumeier,

Große Theaterstraße

34

20:00 Laeiszhalle, Alle

vittime senza

nome, Hamburg-

Mitte Johannes-

Brahms-Platz

SA 11.5.

19:30 Alma Hoppes

Lustspielhaus,

Baumann & Clausen:

DIE SCHOFF,

Ludolfstr. 53

SO 12.5.

19:00 Schmidts Tivoli,

Der Postillon, Spielbudenplatz

27

MO 13.5.

20:00 Laeiszhalle, M.

Hamelin, Takács

Quartet, Beethoven,

Dohnányi,

Webern, Hamburg-

Mitte Johannes-

Brahms-Platz

MI 15.5.

19:30 Ohnsorg Theater,

Adam sien Appeln,

Heidi-Kabel-Platz 1

DO 16.5.

19:00 Staatsoper, Illusionen

- wie Schwanensee,

Ballett von

John Neumeier,

Große Theaterstraße

34

18:00 Lange Nacht der

Museen, bis 2 Uhr in

über 50 Locations,

www.langenachtdermuseen-hamburg.de

DO 23.5.

19:30 Hamburger Engelsaal,

My Fair Lady,

Valentinskamp

40-42

FR 24.5.

11:30 The English Theatre

of Hamburg,

Moonlight and

Magnolias - Matinee,

Weitere reguläre

Vorstellung um

19:30 Uhr, Lerchenfeld

14

19:00 Ohnsorg Theater,

Middenmang! Ein

Sprachkonzert,

(Studio), Heidi-

Kabel-Platz 1

19:30 Speicherstadtmuseum,

Krimilesung:

„Mörderisches

Mozart-Kind“ und

„Nordfinsternis“

mit Sebastian

Knauer und Ricarda

Oertel, Reservierung:

040/321191,

Am Sandtorkai 36

DI 28.5.

19:00 Docks, Tokio

Hotel, Spielbudenplatz

19

MI 29.5.

19:00 Schmidt-Theater,

Fortenbacher singt

Streisand, Spielbudenplatz

24

DO 30.5.

20:00 Laeiszhalle, The

Philharmonic Bukahara

Experience

& special guests,

Hamburg-Mitte

Johannes-Brahms-

Platz

FR 31.5.

19:30 Ohnsorg Theater,

Botter bi de Fisch,

Heidi-Kabel-Platz 1

Kunst & Literatur

MUSEEN

10:00 Hamburger

Kunsthalle, KP

Brehmer: Korrektur

der Nationalfarben,

+ Friedrich Einhoff:

Das vertraute

Unbekannte, Tägl.

außer Mo., Glockengießerwall

5

10:00 Museum für Kunst

und Gewerbe, Max

Sauerlandt und

die Hamburgische

Sezession + Luxus

pur - Lack aus

Ostasien + Katja

Stuke / Oliver Sieber:

Japanese Lesson,

Tägl. außer Mo.,

Steintorplatz

11:00 Deichtorhallen,

Lauren Greenfield:

Generation Wealth

+ Hyper! A Journey

into Art and Music

Tägl. ausser Mo.,

Deichtorstraße 1

11:00 Bucerius Kunst

Forum, Kunst der

20er Jahre, Bis

19.05.2019, Tägl.

geöffnet, Rathausmarkt

2

11:00 Ernst Barlach

Haus, Herzenssache

- Wilhelm

Busch malt, Tägl.

außer Mo., Baron-

Voght-Str. 50a

SONSTIGES

16:00 Die schwule

Bibliothek bei Hein

& Fiete, Geöffnet

Mo – Fr bis 21 Uhr,

Pulverteich 21


22 NACHTLEBEN

AFTER-SHOW-DINNER

mit RICARDO M. im

FASAN

Nigelnagelneues Interior in angesagten Kupferbeige-

Farben von dem angesagtesten Designer aus Schießmichtot.

Wertige Stoffe und eine noch viel wertigere, da

schwere und geprägte, Veloursleder-Speisekarte. Mal

ehrlich: Man kann doch diesen ganzen Interior-Design-Wertigkeitsquatsch

bald nich mehr seh’n! Zumindest an manchen Tagen will

man einfach mal ohne seine Berliner Konzept-Kleidung – Schwarz

mit weißen Socken – was auf die Gabel kriegen und die Style-Polizei

mal einen guten Mann sein lassen. Für diesen Tag habe ich die

Entdeckung für euch gemacht: der Fasan in den Tiefen Eimsbüttels!

1973 eröffnet, gilt der Fasan als eine der ältesten Studentenkneipen

der Stadt. Bis Ende Januar dieses Jahres in einer Hand

geführt und seit Februar von den beiden sexy Jungs Mathias und

seinem Gatten Martin übernommen. 46 Jahre lang war der Fasan

Raucherkneipe. 9.000 Pumpflaschen Febreze haben dieses Stück

Fasan-Geschichte komplett unriechbar gemacht. Ich sitze auf

einer Holzbank, vor mir ein Holztisch, rechts ein XXL-TV-Screen mit

irgendeinem Fußball-Spiel, und ich bestelle Burger mit Pommes,

Apfelschorle und zum Nachtisch Milchreis mit Zimt und Zucker.

Was Top und nicht Top ist, liest du auf hinnerk.de!

Der Fasan, Eichenstr. 10, U Osterstraße,

Hamburg, www.fasan-hamburg.de

www.ricardo-m.com

RICARDO M. im April und Mai

29.3., 26.4. + 12.5., Club-BINGO! mit

RICARDO M., kukuun, Spielbudenplatz

22, Hamburg, S Reeperbahn, 20 Uhr

FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

KEIN DACH

SCHICKES AUTO!

ABER EIN

ÜBERM KOPF,

MINI Cooper

Cabrio

49,–/ /

Tag

49,

100 km frei

Eine Werbung der STARCAR GmbH, Verwaltung Süderstr. 282, 20537 HH

Das neue MINI Cooper Cabrio

bei STARCAR günstig mieten:

0180/ 55 44 555 *

*(0,14 €/Min. aus dem Festnetz; max. 0,42 €/Min. aus den Mobilfunknetzen)


VOLKSFEST

Es ist endlich Frühling!

Die Sonderfläche im Herzen des

Hamburger Doms ist in diesem

Jahr dem Thema Frühlingserwachen

gewidmet und erstrahlt in

einem Meer aus farbenfrohen

Blumen und Pflanzen – Frühlingsgefühle

vorprogrammiert. Holzhütten,

Blumenbeete, Liveprogramm

auf der rustikalen Blumenbühne

sowie ein dekoriertes Festzelt und

überdachte Sitzmöglichkeiten

bieten dir Abwechslung mit dem

oder der Liebsten. Und jeden Freitag

gibt es ab 20 Uhr auch noch

ein kostenloses Partyprogramm.

Die „Queer Halli Galli Party“ am

13. April weckte die besondere

Aufmerksamkeit der Redaktion: DJ

Sunshine und Valery Pearl sind als

Sunny & Pearl für poppige Musik

zuständig – und ihr fürs Abgehen

auf der Tanzfläche unter dem

hoffentlich frühlingshaft sanften

Hamburger Sternenhimmel. *ck

22.3. – 22.4., Aktionsfläche

Hamburger Dom, Heiligengeistfeld,

Hamburg, U St. Pauli

13.4., Queer Halli Galli Party,

Aktionsfläche Hamburger Dom,

Heiligengeistfeld, Hamburg,

U St. Pauli,

www.facebook.com/domspass

CHARITY

Seemannsgarn und

Strapse

NACHTLEBEN 23

Ende April geht es schon mal queer aufs Wasser,

sozusagen Vorfühlen für den HafenGAYburtstag zwei

Wochen später. Die Hamburgische Regenbogenstiftung,

Barkassen-Meyer, Tatjana Berlin und Gustav

Peter Wöhler laden zu Entertainment auf der Elbe für

den guten Zweck: eine dreistündige Hafenrundfahrt,

das Unterhaltungsprogramm „Der queere Talk des

Monats“ mit Tatjana Berlin im Talk mit Gustav Peter

Wöhler – und das alles zugunsten der Regenbogenstiftung,

deren Stiftungszweck die Unterstützung

der Aidshilfe Hamburg ist. Mitfahren! *ck

27.4., St. Pauli Landungsbrücken – Brücke 7, MS

Commodore, U Baumwall, 20 Uhr, Karten unter

www.barkassen-meyer.de

FETISCHE

OSTERN!

DEIN GAY LIFESTYLE

Berlin • Köln • Hamburg • München

brunos.de /brunos.de @brunos_de


24 NACHTLEBEN

KUKUUN

Sina ist David ist Samiya

Sina Valentina ist den meisten in

der Szene durchaus ein Begriff.

Etwas weniger bekannt ist der Mensch

hinter der Drag-Kunstfigur, David „Dave“

Stöcker. Dave ist allerdings in den letzten

Jahren und nicht zuletzt durch die

Erfahrungen als Sina immer mehr zu der

Überzeugung gekommen, dass er kein

Mann ist.

„Er“ wandte sich im Februar erstmals

an hinnerk und seit dem telefonierte

die Redaktion mehrfach ausführlich mit

ihm und freut sich darauf, Dave auf dem

jetzt eingeschlagenen Weg der Transistion

in sein wahres Ich Samiya redaktionell

begleiten zu dürfen. In den nächsten

Monaten werden wir euch online und

hin und wieder auch in der gedruckten

Ausgabe über die Fortschritte des Weges

in den „richtigen“ Körper berichten. Den

Anfang macht mit Erscheinen dieser

Ausgabe ein Hintergrundinterview über

FOTO: TOBIAS KRASKA

den Entscheidungsprozess bis hin zum

Beginn der Hormontherapie auf

www.hinnerk.de. Samiya will allerdings

nicht nur über sich und ihre Erlebnisse

sprechen, sondern Transgender und

Transsexuellen auch eine Plattform für

Vernetzung und gemeinsame Unternehmungen

ermöglichen. Deshalb schlüpft

sie wieder in ihre Rolle der Sina und lädt

als solche für den 25. Mai zur Premiere

von „This is me“, Hamburgs erster Party

speziell für die Trans*-Community ins

kukuun auf der Reeperbahn: „Kennenlernen,

Flirten, Showacts, Latin, Pop,

House, Dance, Schlager – feiert mit uns

gemeinsam in einer exklusiven Location

zum Thema Transgender & Interessierte.“

Da sind wir gerne dabei! *ck

25.5., This is me, kukuun im Klubhaus

St. Pauli, Spielbudenplatz 21 – 22,

Hamburg, S Reeperbahn, 23 Uhr,

www.facebook.com/

transgenderpartyhamburg

FOTO: HENRIETTE MIELKE

YOKO

House-Legenden

Ja, es geistert wie ein Untoter durch

die Köpfe der Hamburger Partyszene:

Wird in einem Gespräch das FRONT

erwähnt, stürzt sofort eine ganze Welle

von Emotionen und Geschichten aus

den Anwesenden heraus. Auf Facebook

erfreuen sich FRONT-Revival-Gruppen

größter Beliebtheit und Revival-Partys

von Boris Dlugosch sind binnen kürzester

Zeit ausverkauft. Also warum

in 2019 nicht damit weiter machen?

Um so mehr, als dass mit Robby einer

DER Veranstalter des heiligen House-

Tempels am Berliner Tor mit an Bord ist,

der sich dort mit Partys wie Total Recall,

Acid Thunder und This Brutal-House in

die Gehirnwindungen der FRONT-Gänger

eingebrannt hat. Frank vom DARE!

und er haben sich zusammengetan

und wollen mit „legends of house“ für

eine Nacht im ehemaligen Madhouse,

das nun auf den Namen Yoko hört und

sogar Neon-Röhren-Romantik bietet,

eine klassische FRONT-Party feiern.

Natürlich auch mit FRONT-DJs. *ck

11.5., legends of house – enjoy the

sound of front, Yoko, Valentinskamp

47, Hamburg, U Gänsemarkt, 22 Uhr

EPES

Lange Reihe 58 · 20099 Hamburg

Tel.: (040) 24 56 64 · Fax: (040) 24 44 26

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Mo - Fr 8:30 bis 19:00 Uhr

Sa 8:30 bis 15:00 Uhr

der Langen Reihe

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Tel.: (040) 24 56 64

Fax: (040) 24 44 26


NACHTLEBEN 25

GOLDEN CUT

Teenage Mutant

Testo Camp

Das letzte Mal feiert Camp77 in diesem Jahr

einen Teenie-Geburtstag. Am Ostersonntag

wird Hamburgs inzwischen älteste queere House-,

R’n’B- und Elektroparty 19 Jahre jung und das

bedeutet, es werden spätpubertäre Hormonsalven

wie sprichwörtliches Konfetti durch den Äther des

feierlich dekorierten Golden Cuts gefeuert.

Die Camp77-Dancers helfen dabei selbstverständlich

genau so gerne nach, wie Host Vanity Trash und Mr. Camp

Alex, der gegenüber hinnerk schon ankündigte, mit Oberlippenbart,

Netzshirt, Harnisch und Ledercap ganz den

Freddie geben zu wollen. Dies deswegen in den Vordergrund

gestellt, weil der „Big Birthday Bash“ ganz klassisch

das Motto „Cum as you are“ ausruft und dazu auffordert,

der Kreativität und dem Lieblingsfetisch in dieser Nacht im

wahrsten Sinne freien Lauf zu lassen. Freien musikalischen

Lauf hat neben Arno von Dannen und Marc Majewski auch

DJ AleXio, der – so hört man – den Winter viel Energie in

seinen Sommer-Body investiert hat, und diesen neben

bester Musik stolz präsentieren wird. Glücklicherweise gibt

es abkühlende Stickstoffkanonennebel und viele kleine

Giveaways, die von einer Überdosis Testosteron ablenken

können. Ab 2020 sind wir Twens! *ck

21.4., Camp77 Big Birthday Bash – 19th Anniversary,

Golden Cut, Holzdamm 61, Hamburg,

U/S Hauptbahnhof, 23 Uhr

FOTOS: THORSTEN ZURBRÜGGEN

WeeK E N D

Freitag bis Sonntag nonstop

Pulverteich 37 | 20099 Hamburg | dragon-sauna-hamburg.com


26 NACHTLEBEN

KAISERKELLER

#SHAKESQUEER:

queerschwullesbisch

Die womöglich ungewöhnlichste Party des noch recht

jungen Jahres steigt am 6. April zum zweiten Mal in

unserer schööööönen Hansestadt.

NACHTASYL

DREI MAL DARE!

Die Umstellung auf eine zweimonatige Ausgabe bringt

Herausforderungen, bietet aber auch neue Möglichkeiten:

So können wir euch in einem Beitrag gleich drei

Termine der besten 1980er-Partys der Stadt präsentieren,

die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Denn Frankie Dare hat sich überlegt, nur eine „normale“

DARE! am 6. April zu starten, die dafür aber mit Grace

Jones und ihrem „Slave To The Rhythm“ aufwartet. Das

könnte kaum passender gewählt sein: Miss Jones hat gerade

erst zugesagt, Headliner beim New York Pride „50 Jahre

Stonewall“ neben Madonna zu sein. DJ Little L. wird das

sicher musikalisch zu würdigen wissen.

Nach so viel Frauenpower wird am

30. April dann endlich wieder eine

„DARE! in den Mai“ zu zelebrieren

sein, bei der DEM Erfinder des „High

Energy“-Sounds in den schwulen

Diskotheken St. Franciscos der frühen

1980er-Jahre, Patrick Cowley, gehuldigt

wird. MENERGY pur mit DJ Wobo und

sicher auch mit Frankie Goes To

Hollywood und den Pet Shop Boys.

Aller guten Dinge sind drei und das Beste kommt ohnehin

immer am Schluss: Deutschlandfahnen raus, Rollschuhe an,

„Neue Deutsche Welle“-Special (NDW) bei DARE! Eigentlich

wird diese Musikrichtung hier ja so gut wie nie gespielt –

und das auch nicht ohne Grund. Aber für einen Abend und

in geballter Form machen auch Bruttosozialprodukt, 99

Luftballons und deine blauen Augen ja sowieso sentimental

und trotzdem mehr als fröhlich. Frankie hatte sich

„Traumboy“ von Frl. Menke als

mottogebenden Track gedacht,

und hinnerk wäre ja nicht hinnerk,

wenn wir da nicht traumboyhaft

mitspielen würden. Wir haben Frl.

Menke gleich mal gefragt, wie

sie denn so auf die NDW und

queeres Partyvergnügen zurückschaut.

Das Interview findet ihr

auf hinnerk.de! Viel Spaß mit

dreimal DARE! *ck

6.4., 30.4. + 25.5., DARE!, Nachtasyl im Thalia Theater,

Alstertor 1, Hamburg, S+U Hauptbahnhof, 22:30 Uhr

Viel zu lange musste man in Hamburg auf Indie-Pop-Rock

verzichten. Und viel zu lange gab es nur House und Pop in den

Klubs. Doch was, wenn man lieber zu Elektro und QueerPop

schnacken und abgehen will? Digger, dir wird seit Februar

geholfen! „In diesem Jahr erweitern wir das Programm des

Kaiserkellers durch eine alternative Queerparty, die abwechselnd

zur Frauen*party Sheroes am 1. Samstag eines jeden

Monats stattfindet“, freut sich Alina vom Kaiserkeller. „Bei der

Shakesqueer kommen queere Persönlichkeiten und Menschen

aller sexuellen Orientierungen zusammen, um gaymeinsam

zu feiern.“ Auflegen werden im April gleich zwei Kiez-Sterne

aus Hamburg: Miss van Biss (Hugs & Kisses / Queer Flora Bar)

und DJ Michi (Motorbooty). St. Pauli wird aufblühen – und dein

hinnerk ist mit am Start. *rä

6.4., „SHAKESQUEER – lesbischwul. queer. we are here.“,

Kaiserkeller, St. Pauli, Hamburg, 23 Uhr

PRINZENBAR

Indie, Pop,

Elektro

Und alles schön

queer gemischt und

ausgesucht! Hamburg

hat mit „KIDS MAKE

NOISE“ endlich eine Party,

die sich mit dem queeren

Untergrund anderer Metropolen

messen kann. Schön, das.

Jack Strify (links im Bild) legte hier

schon als DJ los. Er ist ein guter

Freund von Sängerin Alina und

Blogger Riccardo Simonetti

„Ob abseits des Mainstreams oder

volle Kanne Kommerz ... unser

Sound ist so offen wie unsere Gäste und das Leben. Also feiert

mit uns“, freut sich das quirlige Partyteam schon voller Vorfreude

auf den 10. Mai. „Zu Indie, Pop, Rock & Elektro darf wild gefeiert

werden, denn wir haben sturmfrei!“ Na, das ist doch mal

eine Ansage. Aber stürmt es in Hamburg nicht dauernd etwas?

Ach nein, das ist ja dann eine STEIFE Brise. Gut zu wissen: Mit

dem Flyer in der Hand kommst du für kleine 5 Euro rein. *rä

10.5., KIDS MAKE NOISE, Prinzenbar, Hamburg,

Kastanienallee 20, S Reeperbahn, 23:55 Uhr

FOTO: M. RÄDEL


27

DIE KÜCHENKÖNNER

AUS HAMBURG

Platz 1

www.abendblatt.de/beste

365 Unternehmen

im Test 11/2018

DIE NEUE GEOMETRIE

DER KÜCHE

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* KM 6115 Induktionskochfeld von Miele | H 2266 B Backofen von Miele: EEK A+ (Spektrum A+++ bis D), Energieverbr. pro Zyklus u. Garraum im konventionellen Modus: 1,05 kWh | Mit Frame Design,

SN736X03ME Geschirrspüler von Siemens: EEK A++ (Spektrum A+++ bis D), Energieverbr. 266 kWh/Jahr | Ohne Frame Design, G 4263 SCVI Geschirrspüler von Miele: EEK A+ (Spektrum A+++ bis D),

Energieverbr. 299 kWh/Jahr | K 33222 Einbau-Kühlschrank von Miele: EEK A++ (Spektrum A+++ bis D), Energieverbr. 101 kWh/Jahr | DA 2360 Dunstabzugshaube von Miele: EEK A (Spektrum A++ bis D),

Energieverbr. 49,1 kWh/Jahr

HANSA-COMPLET-KÜCHEN GmbH, Lübecker Straße 126, 22087 Hamburg, www.hansa-kuechen.de, Mo.–Fr. 10 bis 19 Uhr, Sa. 10 bis 17 Uhr


28

NACHTLEBEN

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Wöchentlich

SONNTAG

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

22:00 Wunderbar, Blow

Me Up, Eine Nacht

mit René, Talstraße

14

23:00 SLUTCLUB,

Fuck the Rest, Kein

dresscode, Rostocker

Straße 20

MONTAG

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

19:00 Eldorado Bar,

Queere Biere - it‘s

Mongäy, Wohlwillstraße

50

20:00 Extratour, Georgs

Stammtisch,

Offener Stammtisch

für schwule

Männer, Zimmerpforte

1

DIENSTAG

09:00 Erotixx, Bi-Day,

Hamburger Berg 36

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

MITTWOCH

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

DONNERSTAG

20:00 Generation Bar,

Blond am Donnerstag,

Stammtisch,

Lange Reihe 81

DO 4.4.

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

FR 5.4.

23:59 Fundbureau, Still

Techno, (Mixed),

Stresemannstraße

114

SA 6.4.

22:30 Thalia Theater,

DARE! - „Slave To

The Rhythm“, the

80s club for gays +

friends at Nachtasyl,

Alstertor 1

23:00 Große Freiheit

36, Kaiserkeller:

Shakesqueer, Große

Freiheit 36

23:59 Bahnhof Pauli,

BABYLON Clubbing,

Men Only!,

Spielbudenplatz

21-22

SO 7.4.

18:00 SLUTCLUB, Cocksucker

Club, bis 23

Uhr; Dresscode:

Nackt, Rostocker

Straße 20

19:00 Schmidtchen,

Poetry Schlamassel,

Spielbudenplatz

21/22

DO 11.4.

23:00 Fundbureau, Late

Access, (Mixed)

mit Christian Kuhlmann,

Dr. Diesel,

Løve, Marc Dorn

b2b Grilo, Stresemannstraße

114

SA 13.4.

20:00 Contact Bar,

Saturday Night

Fever!, Men only.

Party, flirten,

cruisen, Danziger

Str. 51

22:00 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop mit

BLUF-Stammtisch,

Strict dresscode,

Rostocker Straße

20

22:00 Wunderbar, Pop

around the World,

Party mit DJ Sunshine,

Talstraße 14

23:00 Docks, Synaptic

Eclipse on Tour,

(mixed) Progressive,

Psychodelic, Techno,

Spielbudenplatz

19

23:00 Prinzenbar,

Synaptic Eclipse

On Tour, (mixed),

Kastanienallee 20

DO 18.4.

22:00 Fundbureau,

ATISHAs Trancedance

Special

Gründonnerstag,

(mixed), Stresemannstraße

114

22:00 Wunderbar, Eiersuche

mit DJ Sunshine,

Talstraße 14

23:00 Grüner Jäger, Take

Me Out Hamburg,

(mixed) Indierock

aus der Goldenen

Zeit, Neuer Pferdemarkt

36

FR 19.4.

19:00 LiZ, FLITtchenkneipe,

für Frauen,

Lesben, Trans und

Inter (FLTI), Karolinenstr.

21(HH)

23:59 Fundbureau,

Happy 21 Fundbureau!,

(Mixed)

3Floors - 12DJs,

Stresemannstraße

114

SA 20.4.

22:00 kukuun, LOVE

PARASITE, Synth &

Wave, Spielbudenplatz

22

22:00 Wunderbar,

After Show Party

„Hässchentunier“,

mit DJ Tobicé, Talstraße

14

23:55 Prinzenbar, Pop

The Floor - Eier

stinken - Oster

Special, Pop, RnB,

Club Sounds, Hits &

Shits mit DJ Berry

E, Kastanienallee

20

23:59 Fundbureau, Verflixt

& Zugedröhnt,

(Mixed), Stresemannstraße

114

SO 21.4.

16:00 Die Burg – Theater

am Biedermannplatz,

Tanz[t]

akt- das queere

Tanzvergnügen,

Standard & Lateinmusik,

Salsa,

Discofox, Tango,

Volkmannstr 6

23:00 Bahnhof Pauli,

Smash & Dance

- Häschenturnier

- The Party, mit DJ

Sunshine, Spielbudenplatz

21-22

23:00 Golden Cut, Big

Birthday Bash

Camp77, Holzdamm

41

23:00 Bahnhof Pauli,

RuPauls Drag Race

- Werq the World

Aftershow Party,

mit DJ Berry E.,

Spielbudenplatz

21-22

SA 27.4.

23:00 kukuun, Pink Inc.,

Spielbudenplatz

21-22

23:00 Bahnhof Pauli,

PINK INC., Spielbudenplatz

21-22

23:00 Schmidtchens

Alte Liebe, PINK

INC., Spielbudenplatz

22

DI 30.4.

22:30 Thalia Theater,

DARE! - Tanz In Den

Mai „Menergy“, the

80s club for gays +

friends at Nachtasyl,

Alstertor 1

23:00 Fundbureau,

MANHATTAN -

Mayday, DJs: Ben

Manson, Berkenkamp,

Tee Jay, Fabi

B, Deejay Marquez,

Stresemannstraße

114

SA 4.5.

23:00 Grüner Jäger,

Glitzer Glitzer

Party, (mixed) Mix

aus 90er, 2000er,

2010er, Neuer Pferdemarkt

36

23:55 Docks, GAY - Red

Light Underground

(The Sin Edition),

mit DJ Berry E.,

Ployceebell, Nicki

Dynamite, Lana

Deliciosa, Spielbudenplatz

19

23:00 Große Freiheit 36,

Kaiserkeller: Sheroes,

feministische

Frauenparty mit DJ

Frau Hoppe, Große

Freiheit 36

FREITAG

21:00 Generation Bar,

Sounds on the floor,

mit den G-Bar-DJs,

Lange Reihe 81

SAMSTAG

05:00 SLUTCLUB,

Insomnia Frühclub,

kein Dresscode,

Rostocker Straße

20


29

SO 5.5.

10:00 erotica Boutique

Bizarre, Ausstellung:

Hamburg

Burlesque, Bis

14.06.2019, Mo - So

10 - 2 Uhr, Reeperbahn

35

18:00 SLUTCLUB, Cocksucker

Club, bis 23

Uhr; Dresscode:

Nackt, Rostocker

Straße 20

DI 7.5.

22:00 Wunderbar, Zauberhaft.

Selten.

Schön., Talstraße 14

MI 8.5.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20

DO 9.5.

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

FR 10.5.

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51

SA 11.5.

22:00 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop mit

BLUF-Stammtisch,

Strict dresscode,

Rostocker Straße

20

22:00 Bahnhof Pauli,

Insomnia @ Klubhaus,

(mixed) DJs:

Scary, Daora &

alGee; Pornoformance

by DoubleTrouble

Berlin.

Bizarre Playgrounds

& Pervy Surprises,

Spielbudenplatz

21-22

22:00 YOKO club,

Legends of House,

enjoy the sound of

front, Valentinskamp

47

SO 12.5.

10:00 erotica Boutique

Bizarre, Ausstellung:

Hamburg

Burlesque, Bis

14.06.2019, Mo - So

10 - 2 Uhr, Reeperbahn

35

18:00 SLUTCLUB, Freistoß

- Sportswear

Party, Ab 23 Uhr

Fuck the Rest,

Rostocker Straße

20

DI 14.5.

22:00 Wunderbar, Zauberhaft.

Selten.

Schön., Talstraße 14

MI 15.5.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20

DO 16.5.

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

FR 17.5.

19:00 LiZ, FLITtchenkneipe,

für Frauen,

Lesben, Trans und

Inter (FLTI), Karolinenstr.

21(HH)

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51

SA 18.5.

22:00 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop,

bis 5 Uhr, strikter

Dresscode, Rostocker

Straße 20

SO 19.5.

10:00 erotica Boutique

Bizarre, Ausstellung:

Hamburg

Burlesque, Bis

14.06.2019, Mo - So

10 - 2 Uhr, Reeperbahn

35

DI 21.5.

22:00 Wunderbar, Zauberhaft.

Selten.

Schön., Talstraße 14

DO 23.5.

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

MI 22.5.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20o 2

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

FR 24.5.

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51

SA 25.5.

12:00 Lange Reihe,

St.Georg Stadtfest,

alle Infos unter

www.stadtfeststgeorg.de,

Lange

Reihe

22:30 Thalia Theater,

DARE! - Frl. Menke

„Traumboy“, the

80s club for gays +

friends at Nachtasyl,

Alstertor 1

23:00 kukuun, This is

me, für Transgender

& Friends mit Sina

Valentina, Spielbudenplatz

21 – 22

SO 26.5.

10:00 erotica Boutique

Bizarre, Ausstellung:

Hamburg

Burlesque, Bis

14.06.2019, Mo - So

10 - 2 Uhr, Reeperbahn

35

12:00 Lange Reihe,

St.Georg Stadtfest,

alle Infos unter

www.stadtfeststgeorg.de,

Lange

Reihe

18:00 SLUTCLUB, Code

Yellow, bis 23 Uhr.

Piss Party. Kein

dresscode, Rostocker

Straße 20

DO 30.5.

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

FR 31.5.

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51


30 NORDDEUTSCHLAND

Community

CHRISTOPH KLIMKE LIVE IN

FLENSBURG

Der Autor liest am 9. Mai ab

19:30 Uhr in der Stadtbücherei

Flensburg aus seinem Buch

„Der Koloss – Eine Erzählung“.

In dem Buch geht es um Nierenkrebs,

aber auch um schwule

Liebe, Zuversicht und das

Vertrauen, dass alles irgendwie

geht und irgendwie gut wird.

Obwohl das böse Wort „Sterben“

im Raum steht. Ein hinnerk

Tipp mit Anspruch! *rä

9.5., Christoph Klimke: Der

Koloss – Eine Erzählung,

Stadtbücherei Flensburg,

Flensburg, 19:30 Uhr

FOTO: R. RÜHMEIER

RAINBOWFLASH HANNOVER

Am 17. Mai 1990 hat die

Weltgesundheitsorganisation

Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel

gestrichen. Lesben

und Schwule gelten seither

nicht mehr als krank. Daran

erinnert der Internationale Tag

gegen Homo- und Transphobie.

Ein Tag gegen Diskriminierung

und für Solidarität mit allen

Lesben, Schwulen, Bisexuellen,

trans- und intergeschlechtlichen

Menschen, die wegen

ihrer sexuellen Orientierung

und/oder geschlechtlichen

Identität Diskriminierung, Verfolgung,

Folter oder Tod erfahren

müssen. Gemeinsam mit allen

Menschen aus Hannover will der

LSVD Niedersachsen-Bremen in

Kooperation mit „Gaymeinsam

für Hannover“ am 17. Mai ab

18 Uhr auf dem Opernplatz in

Hannover ein Zeichen für Akzeptanz

und gesellschaftlichen

Zusammenhalt setzen.

nds-bremen.lsvd.de

OSNABRÜCK

Erstmals wieder bunt

Am 27. April wird nach vielen Jahren

erstmals wieder ein Christopher

Street Day in Osnabrück stattfinden.

FOTO: NAZARIY KRYVOSHEYEV

Unter dem Motto „Osnabrück ist bunt“

geht es der Initiative vom „Netzwerk der

Vielfalt“ bei der politischen Demonstration

mit anschließenden Feierlichkeiten vor

allem darum, die Vielfalt der Stadt sichtbar

zu machen. Homo- und

Transphobie erleben derzeit

einen erneuten Aufwind

in der Gesellschaft.

Das ist die Erfahrung des

CSD-Orga-Teams, dessen

Mitglieder zum großen

Teil ehrenamtlich in vielen

Vereinen der Community aktiv sind. „Daher

ist es umso wichtiger, gerade für eine weltoffene

Stadt wie Osnabrück, die Regenbogenfahne

zu hissen und gegen jede Art von

Intoleranz und für die Vielfalt unserer Region

offensiv einzutreten – und auch an die

unzähligen Opfer von Gewalt zu erinnern“,

so Rebecca Herzberg vom Team. In diesem

Jahr steht die gesellschaftliche Akzeptanz

im Fokus der politischen Demonstration:

Die Suizidrate unter homosexuellen

Jugendlichen ist beispielsweise immer

noch ungleich höher. Laut einer Studie

der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

wurden zudem zwei Drittel

der lesbisch, schwulen

oder bisexuellen befragten

Erwachsenen schon einmal

im Job diskriminiert. Aus

Angst vor Ausgrenzung

oder gar Gewalt outen sich

nur wenige Queers im Job.

27.4., CSD Osnabrück, Start Hauptbahnhof

/ Ziel Marktplatz, 16 Uhr, Abschlussparty

im Rosenhof,

www.facebook.com/csd.osna

HANNOVER

CSD mit VOLUME XXL

Gerade erst wurde der Funpark von tausenden

Queers in Grund und Boden getanzt (siehe Fotos),

da kommt auch schon die Nachricht, dass auch in

diesem Jahr VOLUME ganz offiziell zum CSD durchstartet.

WOLUME XXL - PRIDE WORLD bietet dir am

CSD-Samstag

NORDDEUTSCHLANDS GRÖSSTE GAYPARTY das

erste Mal Superzandy und MaryQ als DJs und wie

gewohnt jede Menge Programm. Mit dem Radisson

Blu Hannover konnte das Team einen luxoriösen und

direkt neben der Location gelegenen Hotelpartner

gewinnen. Unter 0511/383830 mit dem Stichwort

„VOLUME“ buchen und für 89 Euro inklusive Late-

Checkout in Ruhe ausnüchtern oder mit dem neuen/

alten Liebsten noch ne Runde drehen! *ck

8.6., VOLUME XXL – PRIDE WORLD, Funpark, Hannover,

Expo-Plaza 9, 22 Uhr, www.volume-party.de


NORDDEUTSCHLAND 31

HANNOVER

GLITTERBOX!

Wir verlosen

5x2 Karten auf

blu.fm/gewinne!

Die zurzeit erfolgreichste Party auf der Mittelmeerinsel

Ibiza kommt erstmals nach Deutschland, genauer:

Nach Hannover!

FOTO: ALEXANDER_HEIL

Foto: Birgit / pixelio.de

Am 11. Mai wird der Kuppelsaal im Hannover Concress

Centrum mächtig aufgeglittert: Dutzenden Discokugeln und

jede Menge aufregender Deko und ein fantastisches Line-up

haben unter anderem schon London, New York und Amsterdam

für eine Nacht in die Ära der hedonistisch-exaltierten

1970er-Disco-Epoche katapultiert. Begleitet von aufgestylten

Dragqueens und Gogos (aus London angereist für diese

eine Nacht), Tänzern und viele Showeinlagen, werden Houseund

Disco-Sounds von den Top-Stars der Szene serviert.

Mit dabei sind: Purple Disco Machine, The Shapeshifters und

Lokalmatador Mr. Horny Sexbomb Mousse T.! Karten sichert

ihr euch am besten schon im Vorverkauf an den bekannten

Ticketshops oder online unter ww.visit-hannover.com/glitterbox.

Praktisch: Übernachtungspakete ermöglichen euch das

Auf- und wieder Abglittern bequem und in Ruhe, wenn ihr

von weiter weg anreist. *ck

11.5., Glitterbox – Work Your Body Tour, Hannover Congress

Centrum – Kuppelsaal, Theodor-Heuss-Platz 1 – 3,

Hannover, 22 Uhr, Tickets und Infos unter

www.visit-hannover.com/glitterbox und

www.facebook.com/hvghannover

Abschied in Würde

www.hamburger-bestattungsinstitut.de

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“ ...

...erklärt Sven Havemeister vom Hamburger Bestattungsinstitut „Wir sind

der Meinung, dass jeder sich in Ruhe und Würde verabschieden können

sollte, und genau darum unterstützen wir die Hinterbliebenen in ihrer

Trauer, wo wir können“. Der Geschäftsführer und sein erfahrenes Team

kümmern sich um alle Notwendigkeiten, an die im Trauerfall gedacht

werden muss – persönlich, preisgünstig und zuverlässig. Ob See-, Erdoder

Feuerbestattung, auch individuelle Wünsche werden gerne nach

fachkundiger Beratung berücksichtigt.

Fuhlsbüttler Straße 775,

22337 Hamburg

Für eine unverbindliche

Beratung sind wir unter

Tel.: 040 44 44 77

für Sie da.


32

NORD

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MI 3.4.

MO 15.4.

DI 30.4.

FR 17.5.

16:00 PERSEUS Club

Sauna, Youngster

Tag, Eintritt bis

25 Jahre 5 Euro,

Waller Heerstr. 126,

Bremen

DO 4.4.

18:00 Joe‘s Hannover,

Vier Fäuste und

ein Hallejuja, FF@

Joe´s, Odeonstr. 5,

Hannover

FR 5.4.

21:00 Zone 283, Men´s

Night, Kein Dresscode,

Kornstraße

283, Bremen

SA 6.4.

22:00 Alhambra, Homophilias

„Party Pur“,

Hermannstraße 83,

Oldenburg

23:00 Shagall, GayKiss

Clubbing, Rembertiring

4, Bremen

MO 8.4.

20:15 Apollo Kino,

Queerfilmnacht:

Konsequenzen,

slowenische OmU,

Limmerstr. 50,

Hannover

DO 11.4.

20:30 Pumpe, Queerfilmnacht:

Konsequenzen,

Haßstr.

22, Kiel

FR 12.4.

19:30 Bier Akademie,

QUEERfriday,

offener LGBTI-

Stammtisch vom

QUEERströmung

e.V., Marktstr. 53,

Wilhelmshaven

20:15 Apollo Kino,

WoMonGay: Luft,

Limmerstr. 50,

Hannover

MI 17.4.

18:00 City46, Queerfilmnacht:

Konsequenzen,

Birkenstraße

1, Bremen

DO 18.4.

23:00 Modernes, 17.

QUEER BUNNIES,

Neustadtswall 28,

Bremen

FR 19.4.

15:00 EGO Erotikfachmarkt

Bockel, Bi

Tag, An der Autobahn

1, Gyhum

(Bockel)

SA 20.4.

22:00 Alhambra, MÄN-

NERfabrik - Fetisch

Spezial!, men only.,

Hermannstraße 83,

Oldenburg

23:00 Alando Chalet,

OS-Gay Night,

Heinrich-Heine-

Str. / Hasebrücke,

Osnabrück

SO 21.4.

22:00 Baggi Osho Discothek,

feel good

- Hannover Gay-

Night, Raschplatz

7L, Hannover

SA 27.4.

16:00 Hauptbahnhofsvorplatz,

CSD -

Osnabrück ist bunt,

, Theodor-Heuss-

Platz, Osnabrück

23:00 Rosenhof, CSD-

Party, Rosenplatz

23, Osnabrück

21:00 Pavillon, X-tra

schrill aus dem April

#21, Lister Meile 4,

Hannover

SA 4.5.

18:00 Marlene, Die lange

Nacht der Theater:

Die Bösen Schwestern,

Prinzenstr.

10, Hannover

SO 5.5.

18:00 Pavillon, Hazel

Brugger: Tropical,

Lister Meile 4, Hannover

DO 9.5.

19:30 Andersraum,

Queere Filmnächte:

Herbstgefühle,

Asternstr. 2, Hannover

SA 11.5.

22:00 Kuppelsaal, Glitterbox,

mit Purple

Disco Machine,

Mousse T., The

Shapeshifters, Theodor-Heuss-Platz

1-3, Hannover

23:00 Schlachthof

Magazinkeller,

Strohfeuer Elektroparty,

Findorffstraße

51, Bremen

18:00 Opernplatz,

Rainbowflash zum

Internationalen Tag

gegen Homo- und

Transphobie (IDA-

HOT), Opernplatz,

Hannover

SA 18.5.

22:00 Alhambra, MÄN-

NERfabrik, men

only., Hermannstraße

83, Oldenburg

DO 23.5.

18:00 Andersraum,

Queer Migrants,

Asternstr. 2, Hannover

FR 24.5.

22:00 Zone 283, Fist

Weekend, kein

Dresscode, Kornstraße

283, Bremen

SA 25.5.

23:00 Alhambra, Rosa

Disco, Dance, Charts,

House und Klassiker,

Hermannstraße

83, Oldenburg

DI 28.5.

20:15 DESiMOs spezial

Club im Apollo,

DESIMO: Zaubershow,

Limmerstr.

50, Hannover

MI 29.5.

22:00 Zone 283, Mai-

Bären, Dresscode:

kernige Kleidung,

Kornstraße 283,

Bremen

FR 31.5.

22:00 Walk of Fame,

p.i.n.k. Party, Friedrichstr.

9, Münster

Wöchentlich

SONNTAG

18:00 Joe‘s Hannover,

S.O.S. – Sex on

Sunday, 1 Freigetränk,

Odeonstr. 5,

Hannover

MONTAG

18:00 Andersraum,

Fit ohne Sprit,

Selbsthilfegruppe,

Asternstr. 2, Hannover

DIENSTAG

14:00 Vulkan-Sauna,

Gayromeo Day, .

Bis 23 Uhr, Otto-

Brenner-Str. 15,

Hannover

MITTWOCH

19:30 RAT & TAT, Anonyme

Alkoholiker,

Gruppentreffen,

Theodor-Körner-

Str. 1, Bremen

DONNERSTAG

20:00 PFL, Lesbenchörin:

Andersrum,

Peterstr. 3, Oldenburg

FREITAG

13:00 Vulkan-Sauna,

Weekend-Starter,

Eintritt 11 Eur,

Otto-Brenner-Str.

15, Hannover

MICHAEL

§

LEIPOLD

RECHTSANWALT und

FACHANWALT für Familienrecht

ZahnärZte

Dr. Dirk ErgEnzingEr

Martin Schuh

• Familien- und Partnerschaftsrecht

• Strafrecht

• Ausländer- und Asylrecht

Eidelstedter Platz 6A

22523 Hamburg

Steindamm 62 • 20099 Hamburg

Tel.: (040) 357 147 34

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STADT 23


34 ADVERTORIAL

Beim ersten offiziellen Magical

Pride am 1. Juni im Disneyland®

Paris erleben Besucher die ganze Vielfalt

einer glitzernden Party im Walt Disney

Studios® Park.

Taucht in die Welt der Disney Geschichten

ein! Mit über 50 Attraktionen, atemberaubenden

Paraden und Shows bietet

das Disneyland Paris (bestehend aus den

Walt Disney Studios® und dem Disneyland

Park) seinen Besuchern zauberhafte

Erlebnisse und spannende Abenteuer.

Beim Magical Pride am 1. Juni feiert das

Disneyland® Paris erstmals ganz offiziell

gemeinsam mit der LGBTIQ*-Community

und macht euren Tag zu einem unvergesslichen

Erlebnis. Freut euch auf atemberaubende

Veranstaltungen: Eine große

Diversity Parade wird den Straßen des

Walt Disney Studios® Parks eine bunte

Pride-Atmosphäre geben, während sich

zahlreiche Disneyfiguren unter die Menge

mischen, um gemeinsam mit der Community

diesen ganz besonderen Anlass

gebührend zu zelebrieren. Zudem gibt es

die seltene Gelegenheit, einige der aufregendsten

Attraktionen des Walt Disney

Studios® Parks bis spät in die Nacht zu

genießen. Für alle Tanzbegeisterten

gibt es zum krönenden Abschluss eine

umwerfende Dance-Party mit DJs und

Künstlern wie Boy George und Years &

Years.

Zur Teilnahme am Magical Pride ist ein

Sonderticket nötig, das man über Attraction

Tickets Direct schnell und unkompliziert

buchen kann.

GEWINNSPIEL

Jeder, der über Attraction Tickets

Direct sein Ticket zum Event mit

dem Code DISNEYPRIDE bucht, hat

die Chance, seinen Ticketpreis plus

einen von drei Einkaufsgutscheinen

im Wert von 50 Euro für die Shops im

Disneyland® Paris zu gewinnen.

www.attractionticketsdirect.de/

disneypride

Teilnahmeschluss ist der 25. Mai 2019, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

TICKETS VOM SPEZIALISTEN

Bei einer Vorausbuchung bei Attraction

Tickets Direct, dem seit 10 Jahren bestehenden

und weltweit größten Ticketanbieter

für Themenparks, Attraktionen

und Sehenswürdigkeiten, liegt man genau

richtig. Neben hervorragendem Kundenservice

und einem garantierten Bestpreis,

gibt es ausschließlich zeitsparende E-Tickets,

mit denen man lange Warteschlagen vor Ort

vermeidet.

Weitere Infos und Tickets unter

www.attractionticketsdirect.de


Strand- &

Stadtleben

– alles an

einem Tag.”

Großartig für Ryan und Carson,

Hollywood Beach

© 2019 ILLINOIS DEPARTMENT OF COMMERCE AND ECONOMIC OPPORTUNITY, OFFICE OF TOURISM

Komme für Chicagos kilometerlange Strände und bleibe für

eine Skyline, die es mit allen aufnimmt, die Du je gesehen hast.

Verbringe Deine Tage mit Sehenswürdigkeiten von Weltklasse

und kulinarischen Abenteuern und Deine Nächte im pulsierenden

Rhythmus einer von Stolz erfüllten Stadt. Gehe raus auf die

Straßen und feiere die Vielfalt der Stadt auf Festen wie dem

Northalsted Market Days. Und verpasse auf keinen Fall eines

von Amerikas größten Pride Festivals im kommenden Juni.

ENJOYILLINOIS.DE


REISE

Paris

say hello

to gustave

FOTO: 25HOURS HOTELS

Seit Januar 2019 begrüßt das neue

25hours Hotel Terminus Nord Gäste

und Nachbarn. Ein Kulturmix und urbaner

Rückzugsort mitten im Herzen der

französischen Hauptstadt.

Die bunte Welt der Kulturen lebt mitten

im 10. Bezirk. Vis-à-vis dem zentralen

Bahnhof Gare du Nord liegt hier das

25hours Hotel Terminus Nord und ist

eine Liebeserklärung an den lebendigen

Geist dieses Stadtteils und seine

Bewohner. Lokale Helden dienen als Inspiration:

Das Designbüro Dreimeta hat

sich dabei mit dem Pariser Team Visto

Images zusammengetan und das wilde

Treiben des 10. Arrondissements direkt

ins Haus geholt. Ein verspieltes Durcheinander

mit farbenprächtigen Wandgemälden

im Street-Art-Style schmücken

Räume und öffentliche Bereiche.

Die 237 Zimmer sind Rückzugsorte in

afrikanisch und asiatisch inspirierten

Farben und Formen. Pulsierendes Herz

des Hauses sind das Restaurant Neni

mit israelisch-mediterraner Küche und

die Sape Bar mit großem Tresen und

schweren Ledersesseln.

25hours Hotel Terminus Nord

12, Boulevard de Denain, 75010 Paris

www.25hours-hotels.com

WIR VERLOSEN ein Wochenende im

25hours Hotel Terminus Nord mit zwei

Nächten im Doppelzimmer inklusive

Frühstück. Lust auf Paris? Einfach eine

E-Mail mit dem Betreff 25HOURS IN

PARIS und deinen Kontaktdaten an

contact@25hours-hotels.com schicken!

Der Gewinner wird persönlich

per E-Mail benachrichtigt.

Stockholm:

Schwedens

Perle

FOTO: VISIT STOCKHOLM

Sie ist wohl die schönste Hauptstadt Skandinaviens: Stockholm. Umgeben von

Inseln und Fjorden und mehr im als am Wasser gelegen – was auch ihren Namen

erklärt, der übersetzt Baum- oder Pfahlinsel bedeutet – lockt sie als Reiseziel Touristen

sowohl im Sommer als auch im Winter zu Kurzurlauben.

Liebhaber royalen Kitsches und Prunks

sowie Freunde moderner und klassischer

Architektur können sich gleichermaßen

auf eine volle Dröhnung

vielfältigster Eindrücke freuen. Wer sich

lieber satt isst als satt sieht, der wird in

Stockholm erst recht nicht verhungern:

Die Hauptstadt des Königreichs Schweden

ist auch eine DER Hauptstädte

kreativer Küche. Und weil die Nächte in

Stockholm breitengradbedingt entweder

lang und dunkel oder kurz und hell

sind, hat auch die Bar- und Klubkultur

ihre typisch schwedischen Eigenheiten.

Queeres ist hier ganz selbstverständlich

und als Querschnitt in der Kultur

verankert und präsent, denn das Land

war eines der ersten, das die gleichen

Rechte von LGBTIQ* gesetzlich festschrieb

– Schwedens Ruf als liberales

Utopia begründet sich unter anderem

auf dieser frühen gesellschaftlichen

Akzeptanz. Unter www.stockholmlgbt.

com kann man sich seinen queeren

Stadtrundgang selbst erstellen und

findet die wichtigsten Adressen für Tag

und Nacht. So ist denn auch der Bummel

mit dem oder der Liebsten Hand

in Hand vorbei an historischen Häusern

und in den Museen der beeindruckenden

Altstadt nichts, was Blicke auf

sich ziehen würde. Besonders ans Herz

gelegt sind Fahrten mit den kleinen

Fähren, die die verschiedenen Stadtteilinseln

miteinander verbinden. Ja,

Stockholm als Perle zu bezeichnen ist

nicht übertrieben. Die märchenhaften

Ecken, die man fußläufig erlebt, lassen

dafür zu schnell noch viel romantischverklärte

Assoziationen entstehen. Ob

Kurztrip oder Station auf der großen

Schweden-Tour: Stockholm muss sein!

*cf/ck

www.stockholmlgbt.com


STADT 21

Buenos Aires

Stadt der Kontraste

FOTO: PRIVAT

Pablo (51) und Gustavo (47) wohnen in Buenos Aires und sind

echte Experten, wenn es darum geht, die Szene in Argentiniens

Hauptstadt zu entdecken. Wir haben die beiden nach ihren Lieblingsplätzen

befragt. *dax

Argentinien ist bekannt für Tango, Fleisch und schöne

Männer. Um bei Letzterem zu bleiben: Wo startet man am

besten für einen Drink in der Szene von Buenos Aires?

Gustavo: Der Stadtteil Palermo Soho ist die beste Gegend, um

ins Nachtleben zu starten, und die Work Bar ist die erste Wahl in

Hinblick auf Gay-Bars.

Pablo: Eine weitere Option ist Florería Atlántico, eine „geheime“

Bar, die sich im Keller eines Blumenladens befindet und im Moment

als eine der angesagtesten Bars weltweit gilt. Daher wahrscheinlich

auch der hohe Anteil an schwulem Publikum.

Und wo steigt die beste Party?

Pablo: In Buenos Aires findet man die ganze Woche über ein großes

Angebot. Zu unseren Favoriten gehören auf alle Fälle die einmal

im Monat stattfindende Malevo Party und die samstäglichen

Partys Macho in der Glam Disco und Human Club in der Crobar.

Nach durchtanzter Nacht ist es immer hilfreich zu wissen,

wo man wieder zu Kräften kommt. Was ist ein guter Ort

zum Brunchen?

Gustavo: Das Pride Café in San Telmo ist ideal für einen Sonntagsbrunch

und bei Einheimischen wie auch Touristen gleichermaßen

beliebt.

Pablo: Im Stadtteil Palermo gibt es mit dem Maricafé eine neue

Option. Hier finden Drag-Shows statt und die Gäste können nebenbei

im angeschlossenen Buchladen stöbern.

Wenn jemand zum ersten Mal nach Buenos Aires kommt,

was sollte er auf keinen Fall verpassen?

Gustavo: Einen Spaziergang durch Palermo Soho mit seinen

trendigen Shops, kleinen Bars, Cafés, Galerien und exzellenten Restaurants

sollte man auf jeden Fall einplanen. Dazu einen Besuch

auf dem Friedhof von Recoleta, auf dem Evita Perón beerdigt ist.

Als Kontrast befinden sich dort in unmittelbarer Umgebung einige

der besten Klubs der Stadt.


REISE

MALTA

Reif für die Insel

FOTOS: VISIT MALTA

Dank eines immer beliebter werdenden Pride und einer toleranten

Gesellschaft entwickelt sich die kleine Insel Malta zum Treffpunkt

sonnenverliebter schwuler Besucher aus ganz Europa.

Es gibt diese Momente, in denen der Name „Malta“ einen ganz

besonderen Charme entwickelt. Im Frühherbst zum Beispiel, wenn

die Temperaturen langsam, aber sicher sinken, die ersten Herbststürme

bunte Blätter von den Bäumen fegen und der Regen sanft

gegen die Fenster prasselt. Zugegeben: Der Herbst kann romantisch

sein. Aber „Malta“ klingt eben nach den Verheißungen des Sommers:

nach Sonne, die vom wolkenlosen Himmel scheint, nach dem Meer,

das warm genug ist, um hineinzuhüpfen, und nach leichten Drinks,

die man abends mit neuen Freunden auf einer Dachterrasse unterm

Sternenhimmel genießt.

Nur folgerichtig ist es also, dass Malta,

eine kleine Inselnation rund 90 Kilometer

südlich von Sizilien, im vergangenen

September die Bühne bot für Europas

erstes TropOut-Festival, das bisher in

Südostasien zu Hause war. Zeitgleich zu

TropOut brachte ein weiterer Event die

queere Community zusammen: der Pride

in Valletta, Maltas Hauptstadt. Schwule,

Lesben, Trans* und viele Freunde zogen

mit einer Parade durch die Straßen und

feierten anschließend eine Open-Air-Party

nahe der Stadtmauern.

Gesellschaft im Wandel

Die gelöste Pride-Stimmung ist nur ein

Beispiel für den rasanten gesellschaftlichen

Wandel Maltas. Denn während

in diesem Jahr rund 4.500 Menschen

am Pride teilgenommen haben – relativ

viel angesichts einer Einwohnerzahl von

rund 433.000 Menschen – waren es im

vergangenen Jahr erst 2.500. „Vor fünf

Jahren waren wir sogar nur fünfzig Leute,

die für Gleichstellung demonstriert haben“,

erinnert sich Russell Sammut, der damals

den Pride organisiert hatte. Auch politisch

konnte die queere Bewegung zuletzt viele

Ziele erreichen. So wurden Antidiskriminierungsgesetze

erlassen und die Ehe geöffnet.

Schwule und lesbische Paare haben

das Recht, Kinder zu adoptieren. Die Pride-

Aktivisten würden ihre Erfolge künftig

gerne noch mehr Besuchern präsentieren

und überlegen deshalb, sich als Gastgeber

des EuroPride 2023 zu bewerben.

Kultur & Meer

Da bleibt zu hoffen, dass die kommenden

Besucher Zeit mitbringen, Maltas faszinierende

Landschaft und die lebendigen

Städte zu entdecken. Mit ihren barocken

Palästen versetzt Valletta ihre Gäste beispielsweise

ein wenig ins 16. Jahrhundert.

Damals war die Stadt Hauptquartier des

Malteserordens. Der religiöse – und sehr

reiche – Orden gab ein Vermögen für die

Dekoration der St. John’s Co-Cathedral

aus, einer Kirche, die im Inneren von oben

bis unten mit Blattgold geschmückt ist.

Wunderschön ist das Städtchen Mdina,

einst die Hauptstadt Maltas. Nur eine kurze

Autofahrt von Valletta entfernt, schlängeln

sich hier hinter dicken Stadtmauern

schmale Kopfsteinpflasterstraßen durch

die auf einer Hügelkuppe erbaute Altstadt.

Portale geben den Blick frei auf prunkvolle

Innenhöfe, in denen manchmal Palmen

und Olivenbäume wachsen. Von einem

Aussichtspunkt kann man die gesamte

Insel überblicken und an klaren Tagen

sogar den schneebedeckten Ätna am Horizont

erahnen. Dazwischen liegt nur das

Mittelmeer, das besonders in der Blauen

Lagune, einer kleinen Bucht der Nebeninsel

Comino, verlockend schimmert. Weil

die Küste aus Felsen besteht, reflektieren

Meeresgrund und Wasser die Sonne in

leuchtendem Hellblau. Vielleicht kamen

die Kreuzritter und Seefahrer nach Malta ja

gar nicht zum Beten, sondern aus demselben

Grund wie ihre modernen Nachfahren:

um Sonne zu tanken, ins Meer zu springen

und mit neuen Freunden entspannt ein

paar leichte Drinks zu genießen. *tos

www.visitmalta.com/de


REISE

HIV-Test

FOTO: DAX

Ergebnis

in 10 Minuten

Benidorm

Berge & Meer

Spaniens Costa Blanca ist bekannt für endlose Sandstrände

entlang der Küste und ursprüngliche Dörfer im

bergigen Hinterland. In der Touristenhochburg Benidorm

hat sich über die Jahre eine lebendige Szene entwickelt,

die zum Abschluss des Sommers ihren Gay Pride feiert.

Doch auch wer sportlich ist und die Natur liebt, kommt

hier auf seine Kosten.

Wer auf die an der Küste gelegene Skyline von Benidorm

blickt, bekommt einen Eindruck davon, was Massentourismus

heißt. In Relation zur Einwohnerzahl hält die Stadt

den Rekord für die größte Hochhausdichte weltweit. Und

dennoch hat sie ihren Reiz, nicht nur für Architekturfans.

Vor allen in der Nebensaison im Frühjahr und Herbst,

wenn die Strände nicht überfüllt und die Hotelpreise

moderat sind, ist Benidorm ein guter Ausgangspunkt,

um die Vielfalt der Region und die lokale Szene zu

erkunden. Diese liegen im Herzen der Altstadt jenes

kleinen Fischerdorfes, das Benidorm bis in die 1950er-

Jahre hinein einmal war. In den engen Gassen finden sich

dicht an dicht gut dreißig verschiedene Gay-Bars wie Bar

Code, Bears Bar, Buddha Bar, Lover oder Peoples. Je nach

Wochentag und Uhrzeit ist mal in dieser, mal in jener Bar

besonders viel los – am besten lässt man sich einfach mit

der Menge treiben. Zum Pink Weekend Ende Mai sowie

zum Benidorm Pride Anfang September kommen auch

viele spanische Besucher aus den nahe gelegenen Städten

Alicante, Murcia und Valencia. So sehr manch einer

von den Betonbauten Benidorms abgeschreckt sein mag,

so sehr wird er von der Natur nur wenige Kilometer vom

Stadtzentrum entfernt überrascht sein. Ob mit Fahrrad

oder Boot – entlang der bis zu 300 Meter aufragenden

Steilküste lassen sich zahlreiche kleine Buchten zum Baden

und Schnorcheln entdecken, bevor es abends wieder

auf Entdeckungsreise durch die Szene geht. *dax

www.visitbenidorm.es

Ein HIV-Test schafft Klarheit

Erhältlich in Ihrer Apotheke oder unter www.hivtest-exacto.de

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GESUNDHEIT

REISE

Chicago

Queer seit 1920

FOTOS: CHOOSE CHICAGO

Chicago ist eine Metropole mit über

zwei Millionen Einwohnern im Mittleren

Westen der USA. Gelegen am riesigen

Lake Michigan ist sie besonders für ihre

Architektur und ihr im Sommer angenehmes

Klima bekannt. Weniger bekannt ist

vielleicht die Tatsache, dass sich schon

1920 eine sichtbare und quirlige queere

Subkultur im Stadtteil Towertown entwickelte.

Heute gibt es aus schwuler Sicht

aber noch viel mehr zu entdecken.

Gay Beach

Sonnenhungrige aufgepasst. Wer auf

Strand, Sonne und Männer steht, ist hier

genau richtig aufgehoben. Nur zwanzig

Autominuten von Downtown Chicago

entfernt befindet sich der legendäre

Hollywood Beach: der wirklich bunteste

Fleck Chicagos. Bären und Bärchen,

Tunten und Transen, Dicke und Dünne

sowie der All-American Muscle Boy tummeln

und türmen sich hier dicht an dicht.

Angeheitert durch kühle Drinks und die

testosterongeschwängerte Luft macht es

besonders Spaß, ein Chicagoer Phänomen

zu beobachten: Wer nämlich denkt, der

Lake Michigan würde zum ausgedehnten

Schwimmvergnügen genutzt, der irrt. Vielmehr

erinnert das Bild an die Brutplätze

der Flamingos, die hochbeinig durch das

flache Wasser spazieren. So tut das auch

die queere Beach-Szene und präsentiert

perfekte und vor allem trockene Frisuren

sowie knappe Speedos. Ein wirklich witzigflirtiger

Strand, der im Sommer dringend

auf die To-do-Liste gehört. Mit Getränken

und Snacks sollte man sich schon vor dem

Strandbesuch eindecken, denn Einkaufsmöglichkeiten

gibt es hier keine.

Architektur

Architekturinteressierte werden in Chicago

durch den Gegensatz von Klassik

und Hypermoderne gleich mehrfach

glücklich gemacht. Downtown begeistert

mit seiner modernen Hochhaus-Skyline,

die am besten während einer Kanalfahrt

vom Boot aus zu erleben ist. Die

Reflexion aus Licht, Schatten, Glas und

Wasser bietet hervorragende Momente

für spannende Fotos. Etwas abgelegen

vom Trubel der Innenstadt befindet

sich der westliche Vorort Oak Park mit

zahlreichen Läden und Restaurants. Hier

hat der legendäre Architekt Frank Lloyd

Wright sein Lebenswerk geschaffen. Sein

Studio inmitten bezaubernder Baumalleen

ist heute ein Ort, an dem Originalentwürfe

des Mannes gezeigt werden, der

durch seine Leidenschaft für organische

Strukturen und Materialien bekannt

geworden ist. Er wollte möglichst viel

Tageslicht in die Räume scheinen lassen

und experimentierte dafür unter anderem

mit bunten Glasmosaiken.

Market Days

Seit 1980 sind sie ein Publikumsmagnet

im Mittleren Westen der USA:

die Northalsted Market Days. Eine

bunte Mischung aus Straßenfest

und Infomeile. Jedes Jahr im Sommer

wird im Szeneviertel Boystown

auf der Straße getanzt, geflirtet und

sich informiert. Zwei Tage lang ist es

hier bunt und schrill. Und voll: Rund

200.000 Besucher bevölkern die Straßen

jeweils am zweiten Wochenende

im August (2019: 10. und 11.8.), wobei

Programm und Aussteller wirklich

jede Zielgruppe im Auge haben. Vom

Kinder- und Familienprogramm bis

hin zu Livemusik und Shows reicht die

Bandbreite, unterfüttert im wahrsten

Sinne des Wortes von unzähligen kulinarischen

Angeboten. Was tagsüber

schon ausgelassen startet, findet des

Nachts kein Halten mehr. Besucher

aus ganz Amerika mischen sich unter

die Einheimischen und man trifft sich

im bunten und lauten Gay Village. Hier

wird Bar- und Klub-Hopping bis in die

frühen Morgenstunden zelebriert und

geflirtet, was das Zeug hält. Ein toller

Abschluss für einen Besuch Chicagos,

denn Zeit zum Ausnüchtern hat man

dann im Flug zurück in die Heimat.

*cf/ck

www.choosechicago.com/de1/lgbtq


Illinois

Auf den Spuren

von Frank Lloyd Wright

Malta.

So viel zu erleben.

Inselglück im Mittelmeer

Malta, Gozo & Comino

Im Jubiläumsjahr des Bauhauses ist das Thema Architektur

allgegenwärtig. Dabei wurde das Prinzip „Form folgt Funktion“

bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von dem legendären

Architekten, Interior-Designer und Autor Frank Lloyd Wright

entwickelt.

Über 500 Gebäude gehen auf Entwürfe des Genies zurück,

darunter das berühmte Solomon R. Guggenheim Museum in

New York. Der Frank Lloyd Wright Trail folgt dessen Schaffen

von seinen frühesten Entwürfen bis zu seinen bahnbrechendsten

Neuerungen. Ein Roadtrip von Chicago nach Rockford führt

durch Oak Park, Geneva, Hampshire und Belvidere. Eine zweite

Route führt in den Süden von Illinois in die an der Route 66

gelegene Hauptstadt Springfield.

Chicago & Oak Park

Mit dem Emil Bach House, The Rookery, dem Charnley-Persky

House und dem Frederick C. Robie House liegen einige von

Wrights bekanntesten Meisterwerken in Chicago. Gleich

nebenan in Oak Park, einem Vorort von Chicago, findet sich

neben Wrights eigenem Wohnhaus und Studio die größte

Dichte von Wright-Häusern innerhalb der USA.

Kankakee & Springfield

Hier finden sich mit dem B. Harley Bradley House und dem

Dana-Thomas House zwei wahre Architekturschätze.

Vor allem das Dana-Thomas House in Springfield nimmt

eine ganz besondere Stellung ein. Im Gegensatz zu vielen

anderen Wright-Gebäuden ist hier ein Großteil der Möbel

und Inneneinrichtung erhalten geblieben, die ebenfalls von

Wright extra für das Haus entworfen wurden – darunter

prächtige Glasfenster, stilvolle Lampen, ein Esszimmer, ein

Ballsaal sowie eine Kegelbahn.*dax

Weitere Infos zum Frank Lloyd Wright Trail gibt es unter

www.enjoyillinois.de/flw

FOTO: ENJOY ILLINOIS

Auf Malta, Gozo und Comino – dem sonnigen Inseltrio

im Mittelmeer kann man sich schon im Frühling

herrlich auf den Sommer „eingrooven“. In weniger

als 3 Flugstunden geht es „ab auf die Inseln“. Das

kleine EU- Land liegt im aktuellen ILGA-Rating ganz

vorne und überrascht immer mehr Gäste aus der

internationalen LGBT-Community.

Mit einem bunten Mix aus britisch-mediterraneren

Einflüssen, entspannten Lifestyle und einer

unglaublichen Vielfalt an Urlaubsideen - und das über

300 Sonnentagen im Jahr

Lust auf einen Malta Urlaub – hier gibt es den aktuellen

LGBT-Guide www.maltaguide.de

Attraktive Reiseangebote unter:

www.mein-malta-urlaub.de

Veranstaltungstipps:

20.04.2019 Olympus World Tour

24. 04. – 04.05. 2019 Feuerwerksfestival

09.07.2019 Isle of MTV

14. – 16.08.2019 Glitch

06. – 15.09.2019 Pride Week

Kostenfreie Informationen unter:

info@urlaubmalta.com

www.visitmalta.com

www.airmalta.com

www.gaymalta.com


REISE

New York City: Monumental

FOTO: NYC & COMPANY

Beim Gedanken an New York hat man sich

längst an Superlative gewöhnt. Mit dem 50.

Jubiläum des Stonewall-Aufstandes, dessen

Höhepunkt mit dem WorldPride im kommenden

Juni gefeiert wird, setzt die Millionenmetropole

in diesem Jahr einen besonderen

Akzent auf Vielfalt und LGBTIQ*-Rechte.

Doch auch weitere Megaprojekte werden in

diesem und den kommenden Jahren umgesetzt,

und die Stadt hat – selbstbewusst, wie

die New Yorker nun mal so sind – 2019 zum

„Monumental Year“ ausgerufen.

Neue Stadt

Die Hudson Yards sind so ein Projekt, das

die Skyline New Yorks verändern wird. Mit 15

neuen Wolkenkratzern für Wohn- und Büroräume,

etlichen neuen Hotels, Restaurants

und einer Shopping Mall wird am Westufer

Manhattans die Zukunft gebaut. Eine Stadt

für sich. Touristischer Anziehungspunkt soll

„Vessel“ sein, eine 150 Millionen teure, begehbare

Skulptur des Künstlers Thomas Heatherwick,

deren Eröffnung noch in diesem

Jahr geplant ist. Und geshoppt werden kann

ab Ende 2019 in den über hundert Geschäften

der Empire Outlets auf Staten Island.

Kaum zu glauben: Dies ist die erste Outlet

Mall im Stadtgebiet von New York.

Queere Kunst

Mehr Platz finden auch die Exponate

des Museum of Modern

Art, das seine Ausstellungsfläche

noch in diesem Jahr um dreißig

Prozent vergrößert und deswegen

von Mitte Juni bis Oktober

geschlossen sein wird. Zur Kollektion

gehört inzwischen auch

die originale Regenbogenfahne

des 2017 verstorbenen Künstlers

Gilbert Baker, die im ersten Stock

zu sehen ist. Daneben legen sich

etliche Museen und Galerien zum

Stonewall50-Jubiläum mächtig

ins Zeug. So zeigt das Whitney

Museum of American Art noch bis

31. März eine Sonderausstellung

mit Werken von Andy Warhol,

während im Guggenheim Museum

bis Januar 2020 Fotografien von

Robert Mapplethorpe zu sehen

sind. Queere Kunst gibt es das

ganze Jahr über in der berühmten

Sammlung des Leslie-Lohman

Museum of Gay & Lesbian Art, und

die New York Public Library zeigt

bis 14. Juli die Ausstellung „Love &

Resistance: Stonewall“.

Nackt am Broadway

Ein Musical- und Theaterbesuch am

Broadway gehört zu New York wie

der Blick auf die Freiheitsstatue, der

ebenfalls in diesem Jahr ein neues

Museum gewidmet wird. Neben Hits

wie „Harry Potter and the Cursed

Child“, „The Book of Mormon“ oder

„The Cher Show“ steht seit Herbst

2018 auch das lesbische Highschool-

Musical „The Prom“ auf dem Spielplan.

Ebenfalls für Begeisterung

sorgt die Aufführung von „Sleep No

More“, eine dunkle homoerotische

Performance nach William Shakespeares

„Macbeth“, die noch bis

9. Juni im The McKittrick Hotel zu

sehen ist. Und wer sich an Broadway-

Tänzern nicht sattsehen kann, dem

sei „Broadway Bares“ empfohlen: Auf

der Benefizveranstaltung, die dieses

Jahr am 16. Juni stattfinden wird,

schlüpft das Bühnenpersonal in die

Rolle von Stripteasetänzern, zieht vor

aller Augen blank und beschert dem

Publikum monumentale Momente

der anderen Art. *cf

www.nycgo.com/lgbt

www.nycpride.org/2019

Mit United Airlines nach New York

Die amerikanische Fluggesellschaft fliegt täglich ab Berlin, München und Frankfurt

nach New York/Newark in einer Drei-Klassen-Konfiguration mit Economy,

Economy Plus und der Polaris Business Class. Beim Abflug in Newark erwartet

alle Passagiere der Polaris Business Class sowie alle international reisenden Firstund

Business-Class-Gäste der Star-Alliance-Partner die 2018 eröffnete Polaris

Lounge. Auf über 2.500 Quadratmetern Fläche finden sich Schlafzimmer, Dusch-

Suiten, ein privater Speisesaal und eine große Bar als Herzstück der Lounge.

www.united.com


diven gesucht

LIPS Nightclub, Fort Lauderdale

In Greater Fort Lauderdale ist jeder willkommen, der unsere Idee

von Inklusion teilt. Entdecke eine lebendige Vielfalt an Kulturen und

Aktivitäten, die so einzigartig und individuell sind wie Du. Entdecke

mehr unter sunny.org/lgbt

@VisitLauderdale | sunny.org


28 REISE

FOTO: PINKBUDAPEST.COM

BUDAPEST

Unterwegs in

Ungarns Hauptstadt

Hier riecht man Geschichte an jeder Ecke.

Die ist zwar geprägt von Fremdbestimmung

und fragwürdigen Entscheidungen,

dennoch pulsiert das Leben in Ungarns

Hauptstadt, in der es eine lebendige

LGBTIQ*-Szene gibt.

Budapest hat ein sehr dichtes öffentliches

Verkehrsnetz, das die Einwohner und

Touristen gleichermaßen effizient an ihre

Ziele bringt. Wenn man als Tourist in der

Stadt ist, lohnt es sich, die sogenannte

Budapest Card zu kaufen. Mit dieser kann

man sowohl den öffentlichen Nahverkehr

unbegrenzt nutzen (und muss sich folglich

keine Gedanken über Tickets machen)

als auch jede Menge Sehenswürdigkeiten

kostenfrei oder zu ermäßigten Preisen

erleben.

Eine Sightseeingtour beginnt man am

besten von oben: Von der Zitadelle und

der Freiheitsstatue auf der Spitze des Gellértbergs

genießt man eine hervorragende

Aussicht auf die Stadt, unter anderem auf

das berühmte Parlamentsgebäude. Das

1904 fertiggestellte, nach dem Vorbild des

Parlaments in London errichtete Gebäude

ist höchst sehenswert und es gibt

Führungen, die unter anderem auch auf

Deutsch durchgeführt werden. Auch vor

der Großen Markthalle an der Freiheitsbrücke

macht die Tram halt. Ein Besuch

dieses riesigen überdachten Marktes darf

bei keinem Budapest-Besuch fehlen,

besonders nicht, wenn man ein paar

ungarische Spezialitäten mit nach Hause

nehmen möchte. Eine schier unendliche

Auswahl an Paprika, Salami und Tokajer,

aber auch Gänseleber, Kaviar, Gewürze

und anderen Leckereien sowie zahlreiche

authentische Souvenirs gehören hier zum

reichhaltigen Angebot.

Essen & Trinken

Die Kulinarik kommt sicher bei keinem

Trip nach Budapest zu kurz. Wichtig zu

wissen: Gulasch („Gulyás“) ist in Ungarn

immer eine Suppe – was in Deutschland

unter diesem Namen serviert wird (Fleisch

in dickerer Soße), heißt in Ungarn eher

„Pörkölt“ und ist weit weniger kultig als die

Suppe oder das ebenso allgegenwärtige

Paprikahuhn („Paprikás Csirke“). Klassische

Gerichte in moderner Interpretation

findet man überall in der Stadt. Es werden

hier die traditionellen Speisen in modernem

Rahmen serviert, oft mit einem ganz

eigenen Twist. Zum Kaffee geht man am

besten zum Szamos-Schokolademuseum:

Hier lernt man viel über die Geschichte der

Schokolade und kann zahlreiche historische

Ausstellungsstücke bewundern,

einschließlich einer lebensgroßen Marzipanfigur

aus 78 Kilogramm des süßen

Mandelkonfekts. Hausgemachte Kuchen,

Pralinen und Trüffel laden zum Sündigen

ein.

Szene & Ausgehen

Zum Teil verfallene Gebäude, wildromantische

Hinterhöfe, sympathische

Menschen – das alles findet man in

Budapest in den berühmten „Ruin Pubs“.

In den ehemals abrissreifen Gebäuden

wurden einzigartige Kneipen eröffnet, wo

in entspannter Atmosphäre getrunken

und getanzt wird. Die schwule Szene ist

in Budapest tatsächlich sehr lebendig.

Die entsprechenden Lokalitäten brauchen

sich keineswegs zu verstecken –

und tun das auch nicht. Im populärsten

Gay Club der Stadt, dem Alterego, tanzt

man an thematisch unterschiedlichen

Abenden auf zwei Dancefloors. Jeden

Freitag und Samstag gibt es zudem eine

Show mit Dragqueens. „Why Not?“, also

„Warum nicht?“, ist der Name von gleich

zwei nahe beieinander liegenden und

zusammengehörigen Lokalitäten. Im Why

Not Bistro, einem kleinen, aber feinen

Restaurant, gibt es rustikale ungarische

Küche im intimen Rahmen, ein paar Meter

weiter im Why Not Café & Bar lässt

sich der Abend dann fortsetzen. *am

www.pinkbudapest.com


Nordamerika

Ab

€ 299 99*

* One-Way, p. P., inkl. Steuern und Gebühren, ohne Gepäckaufgabe. Condor Flugdienst GmbH, Condor Platz, 60549 Frankfurt am Main.

Wir lieben Fliegen.


30 REISE

24 h Tokio

FOTOS: DAX

Kultur, Kommerz, Tradition, Zukunft – in Japans Hauptstadt sind es die Gegensätze, die

diese Millionenmetropole zu einer der spannendsten Städte der Erde machen. Abgesehen

von einer der größten LGBTIQ*-Communitys der Welt, gibt es aber auch in Tokio

Plätze der Stille. Unsere Tipps für einen Tag in Tokio:

8 Uhr

Der Jetlag macht’s möglich. Je eher man

am Morgen aufwacht, umso besser.

Erstmals galt ein morgendlicher Besuch

des Tskukiji-Fischmarktes mit seiner

spektakulären Thunfischauktion in aller

Herrgottsfrühe als Pflichtprogramm. Im

Oktober 2018 zog der Markt achtzig Jahre

nach seiner Gründung nach Tyoso um –

das Flair ist dahin. Dennoch finden sich

in der Umgebung des alten Marktes jede

Menge kleine Geschäfte und Restaurants,

in denen man sein erstes Sushi-Frühstück

einnehmen kann.

10 Uhr

Nur einen kurzen Fußweg vom alten

Tsukiji-Markt entfernt liegt der

Hamarikyū-Park. Einst dienten die

dortigen Gärten dem japanischen Adel als

Jagdgebiet, heute ist der von glitzernden

Hochhäusern umgebene Park am Ufer des

Flusses Sumida eine Oase der Ruhe. Mit

einem Teehaus, mehreren Seen und seiner

hügelig angelegten Gartenarchitektur ist

Hamarikyū ein sehenswertes Relikt der

Edo-Zeit (1603 – 1868). Die hier ablegenden

Boote bringen die Besucher, vorbei an

der Skyline, ins Stadtviertel Asakusa.

12 Uhr

Rund um Tokios ältesten und wichtigsten

buddhistischem Tempel Sensō-ji hat sich

im Stadtteil Asakusa zumindest die Idee

des alten Tokio erhalten. Durchtrainierte

Rikscha-Fahrer kutschieren hier Touristen

durch die kleinen Straßen, vorbei an unzähligen

Souvenirgeschäften. Hier gibt es

auch zahlreiche Restaurants, wie wäre es

jetzt also mit Sushi, Ramen oder Tempura?

Danach sollte man sich noch etwas Zeit

nehmen, die Tempelanlage zu erkunden,

deren Ursprünge bereits ins 7. Jahrhundert

zurückreichen.

15 Uhr

Kontrastprogramm: Das Viertel rund um

den Bahnhof Harajuku gilt als Trendviertel

der Stadt, in dem vor allem junge Japanerinnen

und Japaner shoppen. An der engen

Einkaufsstraße Takeshita-dōri liegen zum

Teil sehr skurrile Läden, darunter etwa einer

mit Regenbogenzuckerwatte sowie ein

Eulen-Café.

17 Uhr

Zeit für eine Pause. Bei der Suche nach

einem Hotel sollte man sich auf die Gegend

am Bahnhof Shinjuku konzentrieren. Von

hier aus kommt man gut in alle Teile der

Stadt, ein Spaziergang durch das Vergnügungsviertel

mit seinen Leuchtreklamen

und Videowänden ist zudem bei Nacht ein

echtes Highlight.

20 Uhr

Tokios bekanntestes LGBTIQ*-Szeneviertel

liegt nur etwa zehn Minuten zu Fuß vom

Bahnhof Shinjuku entfernt. In Ni-chōme

finden sich an die 300 (!) schwule Bars,

die meisten liegen jedoch versteckt in

Hochhäusern und haben die Größe eines

Wohnzimmers. Der japanische LGBTIQ*-Reisespezialist

Out Asia Travel bietet eine individuelle

Tour durch die Szene, angefangen

vom Abendessen in einem schwul geführten

Restaurants mit japanischer Küche bis zum

nächtlichen Pub-Crawl durch Bars, die man

als Europäer sonst kaum alleine betreten

würde. Natürlich geht der Streifzug auch auf

eigene Faust, besonders touristenfreundlich

sind etwa die Bars Tokio Eagle, AiiRo Café

oder Friends. Unser Tipp: Für einen Absacker

in die japanische schwule Whiskey-Bar

Uncle Uncool.*dax

Zahlreiche Tipps für einen Besuch Tokios

gibt es auch auf der Seite des offiziellen

Tourismusportals www.gotokyo.org


WELLNESS

JAPANISCHE PRÄZISION

Seit Jahrtausenden feilen

die japanischen Schmiede

im wahrsten Sinne des Wortes

an der perfekten Klinge. Vielen

ist die Saga um die Entstehung

des japanischen Kaiserreichs als

Ergebnis jahrzehntelanger Kämpfe

verfeindeter Kleinstaaten ein

Begriff – Hollywood verfilmte sie

mit Tom Cruise in der Hauptrolle.

Geführt wurden die Kämpfe mit

dem Katana, dem Langschwert der

Samurai.

Nun ist die Samurai-Saga aber keine Erfindung,

sondern nur ausgeschmückte Volkserzählung

einer tatsächlichen Entwicklung:

Als Japan als Nation zusammengeschmiedet

war, wurden die Samurai verboten und die

abertausenden von Schwertschmieden

auf einen Schlag ihre Auftraggeber los.

Das war die Geburtsstunde von Japans

Aufstieg zur weltweit führenden Nation

in der Herstellung und Verarbeitung von

Edelstahl. Anstatt die Langschwerter zu

schmieden, verlegten sich die Manufakturen

auf die Herstellung von Rasierklingen,

Messern und Werkzeugen und nutzten so

das über Jahrhunderte angesammelte

Wissen weiter.

Panasonic greift bei der Herstellung

seiner Rasierer und Haartrimmer

auf genau diese Jahrtausende

alte Erfahrung zurück. Der für die

Klingen verwendete Yasuki-Hagane-

Edelstahl hat Weltruf – einerseits

elastisch und biegsam, um Stöße

abzufedern und nicht zu brechen,

andererseits eine Schneide, die

so scharf ist, dass ein Seidentuch,

gleitet es achtlos darüber, in zwei Teile

geschnitten wird.

TRIMMEN 3.0

Die elektrischen Design-Trimmer

ER-GD50/60 setzen neue Maßstäbe in

Präzision und Sicherheit. Alle drei Geräte

haben eine Gemeinsamkeit: eine breite

und abgerundete Sicherheitsklinge. Der

neuartige Einsatz der japanischen Klingentechnologie

verlängert die Lebensdauer

und sorgt für eine überaus gründliche und

dabei schonendere und angenehmere

Rasur. Dabei sind die Geräte auch noch

Rasierer, Trimmer und Bartdesigner in

einem. Sie bieten zahlreiche Stylingmöglichkeiten

für mehr Flexibilität und

Kreativität beim Gestalten des Barts.

Das schmale I-förmige Design macht die

Handhabung kinderleicht. Präzises Rasieren

an den Wangen und unter dem Kinn gelingt

spielend, die Klingen sind abgerundet und

stehen sehr eng, so schonen sie empfindliche

Haut. Die Klinge ist einfach unter

fließendem Wasser abwaschbar.

DIE RASUR WIRD SMART

Mit den Premium Rasierern ES-LV9Q

und ES-LV6Q wird eine neue Ära eingeleitet.

Die neuen Nass/Trocken-Rasierer

Haargenau trimmen mit dem

Design-Trimmer ER-GD50/60 von Panasonic

überzeugen mit der erstmals eingesetzten

Smart-Lock-Technologie, einem flexiblen

Multi-Flex 5D-Scherkopf-System und

der weltweit einzigartigen Panasonic

Linearmotortechnologie. Mit dem neuen

Panasonic Smart-Lock-Sensor und dem

Bartdichten-Sensor weist Panasonic

bei den Premium-Rasierermodellen

den Weg in Richtung smarter Rasur. Ein

„Ausversehen-Anschalten“ ist bei den

neuen Geräten somit ausgeschlossen. Der

integrierte Bartdichten-Sensor ermittelt

die individuelle Bartstruktur in Echtzeit

und passt die Leistung des Scherkopfes

entsprechend an. Bereits rasierte Stellen

werden erkannt und die Leistung reduziert,

um unnötige Hautreizungen zu vermeiden.

Das in Verbindung mit einem Multi-Flex

5D-Scherkopf-System, den nano-polierten

Klingen mit einem Schliffwinkel von 30

Grad und der patentierte Linearmotortechnologie

(bis zu 70.000 Schneidebewegungen

pro Minute) machen die Geräte zu

einem Begleiter, den sogar jeder Samurai

neben seinem Katana führen würde. Denn

durch praktisches Zubehör, ultraleichte

Bauweise und extrem lange Akkulaufzeit,

sind sie auch auf Reisen in die entlegensten

japanischen Gegenden immer mit dabei. *ck

www.experience.panasonic.de

Smarte Innovation: Die Premium

Rasierer ES-LV9Q und ES-LV6Q von Panasonic


32 REISE

Wien Europa

feiert

Vom 1. bis 16. Juni 2019 wird Wien zum Zentrum

der europäischen LGBTIQ*-Community:

Zum EuroPride werden zwei Wochen lang zahlreiche

Informations-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen

sowie Partys für Gleichstellung

und Toleranz wie auch gegen Homophobie und

Ausgrenzung kämpfen. Einige Veranstaltungen

stehen bereits fest: So wird es neben der

großen Parade einen EuroPride Run, einen Pride

Beach, einen Pride-Tag im Zoo, Pride-Führungen

durch Wiener Museen, Filmabende und

einen EuroPride Pooltag im Schönbrunnerbad

geben. *dax

1. – 16.6., Wien | www.europride2019.at

FOTO: WIEN TOURISMUS/PAUL BAUER

Brüssel: Saisonstart

Rom: Sportlich

FOTO: VISIT BRUSSELS / ERIK DANHIER

FOTO: PIXABAY.COM

Als erste europäische Hauptstadt

feiert Brüssel ihren Pride

bereits Mitte Mai. Rund um

den Mont des Arts sorgen die

Veranstalter im Pride Village

für musikalische, kulinarische

und kulturelle Abwechslung,

während man sich an den

Ständen zahlreicher Organisationen

über deren Arbeit

informieren kann. Höhepunkt

ist die farbenfrohe Parade

mitten durch das Brüsseler

Stadtzentrum, bevor sich

die Besucher im Anschluss

ins wilde Nachtleben der

Stadt stürzen. *dax

18.5., Brüssel | www.pride.be

Schwule Großveranstaltungen haben es in Italiens

Hauptstadt erfahrungsgemäß schwer – man denke etwa

an den WorldPride 2000. Umso erfreulicher ist es, dass

mit den EuroGames 2019 Europas größter LGBTIQ*-

Sportevent diesmal in Rom stattfindet. Die Teilnehmenden

erwartet ein dreitägiges Programm, das neben den

Wettkämpfen (u. a. in den Disziplinen Fußball, Tennis,

Volleyball, Badminton, Rugby, Schwimmen, Wasserball,

Tanzen, Leichtathletik und Golf) auch eine Konferenz

zum Thema „Out im Sport“ sowie Kulturveranstaltungen

beinhaltet. *dax

11. – 13.7., Rom | www.romaeurogames2019.org


was

andere auch

Es ist deine Entscheidung, mit einer

erfolgreichen Behandlung kannst du

leben, wie du es willst.

Nimm dein Leben in die Hand und erfahre

mehr auf NOCHVIELVOR.de

www.nochvielvor.de

Eine Initiative von

für ein positives Leben mit HIV.


REISE

RATGEBER

HIV,PrEP & REISE?

Vor elf Jahren hoben die USA

das bis dahin gültige Einreiseverbot

für HIV-Positive auf.

Ein wichtiger Schritt, dennoch

sind weiterhin viele Länder

restriktiv, was die Einreise

HIV-Positiver angeht. Besonders

ärgerlich: Wer die

PrEP nimmt, steckt in einem

Dilemma, denn er hat HIV-

Medikamente im Gepäck.

Innerhalb der Europäischen

Union ist die Mitnahme von

bis zu einem Dreimonatsvorrat

an verschreibungspflichtigen

Medikamenten generell kein

Problem. Außerhalb der EU

ergeben sich unterschiedliche

Probleme.

Angaben im Visum

Bei einer Einreise in die USA

muss man laut Visa-Bestimmungen

immer noch einen

ärztlichen Beleg vorlegen

können, der die Mitführung

verschreibungspflichtiger

Medikamente rechtfertigt.

Gibt man im Fragebogen an,

gesund zu sein, kommt man

bei einer Kontrolle eventuell

in eine Bredouille. Richtig unangenehm

wird das in diesen

zurzeit gelisteten Ländern –

hier ist die Einreise HIV-Positiver

strikt untersagt: Brunei,

Äquatorialguinea, Irak, Iran,

Jemen, Jordanien, Papua-Neuguinea,

Katar, Russische Föderation,

Salomonen, Vereinigte

Arabische Emirate. Wer hier

die Infektion verheimlicht oder

aber mit PrEP-Medikamenten

die Einreise versucht, riskiert

die sofortige Abschiebung. Die

Deutsche AIDS-Hilfe hat auf

ihrer Internetseite

www.aidshilfe.de ein PDF zum

Thema veröffentlicht. *ck

Auch für

Globetrotter:

Power fürs Haar

Zwei neue Reisebegleiter für Männer mit erblich bedingtem

Haarausfall hat BRISK im Sortiment.

Das silikonfreie BRISK Power

Shampoo mit Arginin reinigt und

pflegt das Haar, verbessert die

Haarstruktur und sorgt für mehr

Volumen. Die Haare werden so

optimal auf die anschließende

Behandlung mit dem BRISK Power

Liquid vorbereitet. Die regelmäßige

Anwendung des BRISK Power

Liquid erhöht, dank patentierter

Rezeptur, den Arginin-Anteil im

Haar. Der haaridentische Proteinbaustein

Argenin stimuliert nicht

nur, sondern verbleibt nachweislich

als Materie im Haar. Die Struktur

wird dabei gestärkt. Das Resultat:

griffigere und fülligere Haare.

www.brisk-for-men.de

GESUNDHEIT

Schlau zu HIV mit Dr. Nils Postel

„Unter der Nachweisgrenze“ und „Schutz

durch Therapie“ sind Schlagworte, die

immer noch bei viel zu wenigen Menschen

bekannt sind. Was bedeutet das

in Amerika inzwischen

breit beworbene „U=U“

eigentlich? Wir fragten

nach bei Dr. Nils Postel

von der Schwerpunktpraxis

prinzmed in München

(www.prinzmed.de). *ck

Wofür steht U=U?

Das ist die Kurzform für

„undetectable equals

untransmittable“, also

„nicht nachweisbar

bedeutet nicht übertragbar“.

Damit ist gemeint,

dass ein HIV-Infizierter,

der erfolgreich behandelt ist, das Virus

nicht auf jemand anderen übertragen

kann, und zwar auch dann nicht, wenn

er kein Kondom verwendet oder stark

blutet. Erfolgreich behandelt heißt, dass

die Kombinationstherapie die Vermehrung

des Virus vollständig blockiert, sodass

sich in der Blutflüssigkeit keine vermehrungsfähigen

Viren mehr befinden. Wo

keine vermehrungsfähigen Viren sind, ist

eine Ansteckung ausgeschlossen.

Das kann

„technisch“ schlicht nicht

funktionieren. Mittlerweile

sind zu diesem Thema

mehrere große Studien

veröffentlicht worden; in

keiner Studie wurde eine

Übertragung vom positiven

auf den negativen

Partner festgestellt. Wir

reden hier von mehr als

77.000 dokumentierten

Sexualkontakten ohne

Kondom.

Wie viele Ihrer Patienten mit HIV

wissen von Anfang an über U=U

Bescheid?

Sehr wenige. Es gibt eine Gruppe von

Aktivisten, die die Daten besser kennen

als mancher Arzt. Aber das Gros der

Patienten ist mit dem Thema nicht befasst,

und der Wissenstand ist meistens

nicht sehr groß.

Sprechen Sie es bei der Frage zum

Therapiestart aktiv an und ist es

für die Patienten ein relevantes

Argument?

Ja, ich führe bei Neupatienten lange

Aufklärungs- und Informationsgespräche,

in denen es auch um die Übertragbarkeit

von HIV geht – für viele Infizierte ein äußerst

wichtiges Thema. Die größte Angst

des Positiven ist sehr oft, jemand anderen

anzustecken. Genauso, wie es dazugehört,

einem frisch Infizierten klar zu

sagen, dass er in den nächsten Wochen

sehr ansteckend ist, gehört es dazu, über

die Wirkung der antiretroviralen Therapie

zu sprechen und über die Bedeutung des

„Unter-der-Nachweisgrenze-Seins“. Das

entlastet die Betroffenen sehr. Bei der

Besprechung der Blutwerte nimmt diese

Frage immer einen großen Raum ein: Bin

ich weiterhin nicht ansteckend?


Deine Reise beginnt hier. Teile deine Liebe auf dem spannendsten Netzwerk für Schwule,

Bi-Männer und Transgender. Downloade die ROMEO-App in deinem App-Store,

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MUSIK

FOTO: THOMAS REUTTER

NACHGEFRAGT

ALPHAVILLE

im Interview

Ihre Musik ist legendär, bis

heute steht Alphaville für Pop

der Extraklasse. Gerade erst waren

sie mit Gloria Gaynor auf Tour. Wir

sprachen mit den Masterminds

Marian Gold und Bernhard Lloyd

anlässlich der Wiederveröffentlichung

des Kultalbums „Forever

Young“ am 15. März.

Wie groß war deine Mitsprache beim

Re-Release in Sachen Bonustracks?

Bernhard: 100%iges Mitspracherecht!

Marian: Anders: Die anderen hatten auch

etwas Mitspracherecht. (lacht)

Welches ist dein persönliches

Lieblingslied vom Album?

Marian: „Summer in Berlin“. Das Stück hat

nichts von seiner Aktualität verloren. Wir

waren damals in Münster und ich hatte

wahnsinniges Heimweh nach Berlin. Ein

Lied über das komische Gebilde namens

West-Berlin. Es beschreibt nicht die

schönen Seiten der Stadt, es handelt von

dreckigen Ecken, der Mauer, dem Müll

... Die Widersprüchlichkeit in dem Lied

mag ich. Es gibt nichts Spannenderes als

Widersprüche.

Einer eurer größten Hits auf dem

Album hat dir, Marian, einst nicht

gefallen: „Sounds Like a Melody“,

warum eigentlich nicht?

Marian: Das lag daran, wie es entstanden

ist. Nach dem extremen Erfolg von

„Big in Japan“ wollte das Label noch eine

Uptempo-Nummer, bevor „Forever Young“

erscheint. Also mussten wir ein schnelles

Stück schreiben. Für mich war diese

Herangehensweise neu, sie irritierte mich.

Eigentlich schreiben wir immer Lieder über

Themen, die uns bewegen. „Big in Japan“

etwa handelt von der Drogenszene am

Zoologischen Garten in Berlin. „Sounds

Like a Melody“ mussten wir machen ...

Aber letztendlich hat das Stück als Single

total gut funktioniert. Mitte der 1990er

haben wir es erstmals wieder live gespielt,

und das hat viel Spaß gemacht! Inzwischen

mag ich es auch.

Sandra hat „Big in Japan“ einmal auf

Deutsch gecovert. Kennst du ihre

Version?

Bernhard: Ja, „Japan ist weit“ ... (lacht)

Damals waren Sandra und Michael Cretu

noch völlig unbekannt, sie haben sich

damals dran versucht. Keiner von uns hat

damit ein Problem.

Marian: Was soll man dazu sagen. Es

wurde eine deutsche Schlagerversion. Das

Originallied geht eben über die Heroinszene,

über Junkies ... Die Coverversion

ging damals bei uns in der Band unter, wir

waren beschäftigt.

Und „Forever Young“ von Interactive?

Bernhard: Ich habe auf meinem Rechner

circa neunzig Coverversionen von dem

Lied in fast allen Musikarten, da passt es

ganz gut rein. Natürlich war diese Version

grenzwertig. Aber: Verhindern kann man es

eh nicht.

Eure Musik ist eigentlich recht

melancholisch, oder?

Marian: Das ist schon wahr. „Dance with

Me“ (vom 2. Alphaville-Album, Anm. d.

Red.) geht gut ab, man kann es aber auch

als Ballade spielen, dann wird das Lied

tieftraurig. Melancholie steckt in vielen

Alphaville-Stücken drin!

Ihr geht auf Tour, worauf kann man

sich freuen?

Marian: Wir werden uns erstmals wieder

den analogen Synthesizern und den

Originalversionen annähern. Es wird ein

Experiment, das alles live zu spielen. Nach

langer, langer Zeit wird es wieder eine Tour

werden, auf der wir ganz nah an den Originalstücken

dran sind.

*Interview: Michael Rädel

TOURTERMINE

15.3. – Leipzig (Haus Auensee),

16.3. – Stuttgart (Im Wizemann),

19.3. – Bochum (Zeche),

20.3. – Köln (Kantine),

29.3. – Berlin (Huxley's Neue Welt),

30.3. – Hamburg (Gruenspan),

9.4. – Frankfurt (Batschkapp),

10.4. – München (Technikum),

www.alphaville.earth


MUSIK

INTERVIEW

PHILIPPE JAROUSSKY:

ob König oder Mädchen

Selbst wenn er nicht so aussieht, auch Star-Opernsänger

Philippe Jaroussky ist nun schon über vierzig. Und mit dem

Alter kommen die einen oder anderen Problemchen – oder gleich ein

Hexenschuss.

FOTO: PARLOPHONE RECORDS

„Ich hab mich falsch bewegt … und

es ist wirklich sehr schmerzhaft.

Aber dafür muss ich die nächsten

Tage nicht singen!“, lacht er am Telefon,

nachdem er seinen Trip nach

Berlin für unser Interview absagen

musste. „Mein Vater hatte schon Rückenprobleme

… so etwas in der Art

passiert mir alle zwei Jahre. Ich muss

dringend mit Sport anfangen – aber

ich bin so faul.“ Da übertreibt er allerdings

ziemlich: Immerhin ist Philippe

einer der gefragtesten Countertenöre,

und neben Engagements in den

großen Opernhäusern der Welt und

regelmäßigen Veröffentlichungen

hat er vor zwei Jahren sogar eine

eigene Akademie gegründet.

War vierzig zu werden also gar keine

so große Sache? „Dieser Geburtstag

ist für jeden ein großer Schritt. Es

war auch für mich ein guter Moment

zu schauen, was ich bisher getan

habe und was ich noch tun möchte.

Aber ich gestehe, wenn ich morgen

sterben würde – was hatte ich für ein

Leben! Ich konnte die Welt bereisen,

hatte nie Geldprobleme, durfte all

die Musiker treffen. Plus viel Zeit für

meine Freunde. Was für ein Privileg!

Und ich kann ausschlafen!“, lacht er

wieder. Er macht sich nicht einmal

Sorgen um seine Stimme. „Als ich

zwanzig war, war sie sehr flexibel.

Wenn ich alte Aufnahmen höre, weiß

ich, das kann ich nicht mehr. Dafür

habe ich jetzt das Bewusstsein für

Melodie und Worte. Meine Stimme

mag an Schnelligkeit verloren

haben, aber sie ist stärker und

ausdrucksstärker. Und wenn ich sie

morgen verliere, könnte ich immer

noch Lehrer werden.“ Was er mit

seiner Académie Musicale Philippe

Jaroussky schon vorzubereiten

scheint. „Die Idee, Menschen ein Jahr

zu begleiten, ihnen Gelegenheiten

zu geben und Freundschaften anzubahnen,

liebe ich. Wenn ich träumen

darf, möchte ich, dass die Akademie

mich überlebt.“ Es scheint, als wolle

er auch mit seinen neuen Aufnahmen

der Welt etwas beibringen,

denn wo zu oft nur wohlbekannte

Komponisten und Stücke immer

und immer wieder aufgenommen

werden, nimmt sich Philippe jetzt

auf „Ombra mai fu“ den Barockmeister

Cavalli vor. „In den letzten fünf

bis zehn Jahren gab es ein Revival

seiner Musik, weil sein dramatisches

Potenzial endlich erkannt wurde.

Die meisten seiner Arien sind weniger

als fünf Minuten lang, dieser

Stil überrascht. Und seine Musik

ist voller Freiheit.“

Und dann ist da noch etwas, das

Philippe an seinem Beruf liebt:

die wunderschönen, opulenten

Kleidungsstücke, die zu seinen

Auftritten gehören. „Ich mag

es, mich zu verkleiden! Ich bin

ja vor allem Musiker und war

nie der geborene Schauspieler.

Ob ich ein König

oder Mädchen auf der

Bühne bin, das Kostüm

hilft mir sehr. Wochenlang

proben wir

ohne – du singst

in dem, was du

sowieso anhast,

da ist es schwer,

in den Charakter

zu kommen. Aber

wenn das Make-up

und die Kostüme da

sind … Jetzt kann ich

anders sein, jetzt kann ich

verrückt sein!“ *fis

LIVE

30.3., Konzerthaus – Berlin,1 .4., Hannover – NDR, Großer Sendesaal,

3.4., Elbphilharmonie – Hamburg, 13.4., Theater Essen – Essen,

7.7., Prinzregententheater – München, 9.7., Festsaal Reitstadel –

Neumarkt, 11.7., Max-Littmann-Saal – Bad Kissingen


MUSIK

INTERVIEW

DADDY’S BOY

TOM WALKER

Eigentlich müsste Tom Walker

das Jahr 2018 erst einmal in

Ruhe verdauen. „Es war sehr busy!“,

fasst Tom 130 Auftritte, über dreißig

Festivalgigs und die Aufnahmen

für das Debütalbum „What A Time

To Be Alive“ nonchalant zusammen.

Und das alles wegen des

Songs „Leave A Light On“, von dem

weltweit mittlerweile 1,8 Millionen

Exemplare verkauft wurden und

der Platz eins der iTunes-Charts in

sechzehn Ländern erreichte. Alles

also nur wegen dieses Hits – und

wegen seines Vaters.

Nach seiner Geburt in Schottland wurde

Tom mit drei Jahren von seiner Familie

runter nach Manchester geschleppt,

aber ansonsten gibt es nichts, worüber

er sich bei ihnen beschweren könnte.

Zum Beispiel und vor allem über die Liebe

seines Vaters zur Musik. So hat ihn sein

Erziehungsberechtigter mit nach Paris genommen,

damit sie zusammen AC/DC live

sehen konnten. Tom war neun. Und wollte

danach auch eine Gitarre haben, womit

sein Vater null Probleme hatte. Auch nicht,

als Tom anfing, sich weitere Instrumente

selbst beizubringen, inklusive ausgerechnet

Schlagzeug. „Mein Vater sah einfach, dass

ich Musik wirklich liebte. Und dann hatte

ich auch noch das Glück, dass ich gut darin

war. Und ich war an nichts sonst interessiert.

Ich hasste die Schule sogar!“, lacht er

heute. Gab es also gar keinen anderen Weg

für ihn? „Ich bin mir sicher, irgendetwas

hätte ich machen können. Ich war eine

Zeit lang Koch zum Beispiel …“ Was ja im

Idealfall auch ein kreativer Beruf gewesen

wäre. „Und etwas, das ich mit meinen

Händen mache! Jede Arbeit, die ich je

hatte, war sehr aktiv. Ich bin nicht gut

darin, rumzusitzen wie in einem Büro, wo

ich E-Mails schreiben soll. Die schreibe ich

schon so nie! Was alle mittlerweile auch

begriffen haben!“, lacht Tom wieder.

Noch ein weiterer entscheidender Anstoß

kam von seinem Vater. „Ich habe mir

immer Lieder ausgedacht, oben in meinem

Zimmer, was mein Vater unten mitgehört

hat. Eines Tages kam er mit einem

Aufnahmegerät nach Hause: ,Ständig

spielst du neue Ideen – und dann vergisst

du sie wieder. Nimm sie auf!‘“ Das war der

Moment, in dem Tom begann, die Sache

ernst zu nehmen. Erst wurde er Gitarrist in

einer Schülerband namens Plastik College,

wo ihm die Idee angetragen wurde, dass er

singen sollte. Was er später in seiner eigenen

Band und vor allem solo umsetzte.

So ging es auch durch die Pubs. „Ich war

zu Beginn nur am Schwitzen, sehr nervös,

und wahrscheinlich wirkte ich wie ein

komplettes Wrack! Anfangs wurde ich

einfach ignoriert, aber irgendwann hörten

sie dann doch zu – und ich bekam mehr

und mehr Auftritte.“ Der entscheidende

Moment kam, als das Management eines

Freundes auf einen Remix aufmerksam

wurde, den sie zusammen von einem seiner

Lieder gemacht hatten. „Sie fragten, ob

ich mehr solcher Songs machen könnte.

Und ich antwortete: ,Ja! Klar doch!‘, und

wirkte wohl, als meinte ich es so, aber

eigentlich hatte ich keine Ahnung, was ich

da sagte!“ Doch der Rest ist, wie man so

schön sagt, Geschichte. Eine Geschichte,

die mit „What A Time To Be Alive“ erst

richtig beginnen wird. *fis


VINYL

#PRINCE:

2019 wieder

voll dabei

CHILL-OUT

Neu aufgelegt:

Massive Attack

MUSIK

Am 19.4. erscheint die remasterte Edition

ihres 1998er-„Mezzanine“-Albums in verschiedenen

Formaten – mit Bonustracks.

Gerade startete ein

„Re-Release-Projekt“

auf CD und Vinyl.

Los geht es mit den Alben

„Musicology“, „3121“ und

„Planet Earth“, alle Alben

erreichten höchste Chartplatzierungen,

und Grammy-

Auszeichnungen gab es als

Krönung noch obendrauf.

Prince war zeitlebens immer

glitzernder als etwa George

Michael oder Jacko, Make-up

liebend und gerne in Violett

und Gold gewandet. Auch das

Haar des androgynen Frauenschwarms

glänzte immer

wie eine Discokugel! Stars wie

Madonna, Amy Winehouse und Beyoncé arbeiteten mit ihm,

Sarah Connor nennt ihn als einen ihrer Haupteinflüsse. *rä

Die Jungs von Massive Attack aus Bristol machen,

was ihnen gefällt, und das auch immer

richtig gut. Bereits 1991 landeten sie zwei ihrer

größten Hits, „Safe from Harm“ und „Unfinished

Sympathy“. Ihr Markenzeichen damals: soulige

Gesänge auf ungewöhnlichen Musikbetten, die

weder Pop noch Rock oder Reggae waren. Ihren

einzigartigen Stil verfeinerten sie unter anderem

mit den Singles „Protection“,„Karmacoma“ und

„Teardrop“ – Letzteres vom Album „Mezzanine“,

das jetzt mit Bonustracks und Remixen neu

rauskommt. Auch auf farbigem Vinyl! *rä

DIE NEUE SHOW! LIVE 2019

ab 14.03.2019 auf Tour

Berlin, Bremen, Frankfurt a.M., Hannover, Köln, München,

Oberhausen, Stuttgart und viele weitere Städte

MIT ALLEN HITS

AUS SEINEM

NUMMER 1 ALBUM!

LIVE 2019

ab 12.10.2019 auf Tour

Berlin, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, Saarbrücken

und viele weitere Städte

LIVE

ab 13.09.2019 auf Tour

Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, München, Frankfurt a.M.

und viele weitere Städte

www.eventim.de


MUSIK

FOTO: CHRISTOPH KÖSTLIN

INTERVIEW

ANNETT LOUISAN

über „Kleine große Liebe“

Annett Louisan ist eine der

wortwitzigsten ernsten

Künstlerinnen der Deutsch-Pop-

Welt. Wir sprachen mit ihr über

ihr neues Album, Spotify und die

kommende Tour.

Dein neues Album dreht sich um das

Thema aller Themen: die Liebe. Viele

sagen, die deutsche Sprache sei nicht

die der Liebe. Bei dir wird sie es aber

schon. Wie schaffst du es eigentlich,

nie schmalzig zu klingen?

Über die Jahre habe ich meine eigene kleine

Formel entwickelt, auf Deutsch zu singen.

Wenn man Musik liebt, dann findet man

diesen Weg. Ich finde die deutsche Sprache

sehr interessant und sie klingt auch sehr

schön – man muss eben wissen, wie man

sie einsetzt, auch phonetisch. Zum Thema

Liebe: Es gibt keinen besseren Grund für

Musik als die Liebe. Sie ist der Motor für

alles, auch für Hass. Am Ende wollen wir alle

geliebt werden, darum geht es.

Über das Lied „Die schönsten Wege

sind aus Holz“ hast du gesagt, dass

man am Leben verzweifeln oder es

mit Humor nehmen kann. Beherzigst

du das auch immer?

Ich versuche das sehr. Bei mir läuten immer

die Alarmglocken, wenn ich merke, dass ich

meinen Humor verliere. Dann versuche ich,

gegen meine Gefühle anzugehen. Wenn ich

keine Lust habe aufzustehen, weil ich denke

„heute ist ein grauer Tag“, dann quäle ich

mich eben raus ... Die leichten Dinge schwer

machen, die schweren Dinge leicht – das

ist ein Rezept. Das Leben ist ambivalent,

das müssen wir akzeptieren. Je mehr ich

gelernt habe, dass es immer zwei Seiten im

Leben gibt, desto besser kann ich mit ihnen

umgehen.

Welches Lied auf „Kleine große Liebe“

sollte ein Spotify-Hörer auf jeden Fall

anhören?

„Borderline“, wobei, da ist wahrscheinlich

das Intro zu lang. (lacht) Meine Intros sind

doch immer sehr lang, da falle ich wohl

durch den Algorithmus.

Wie stehst du zu Spotify?

Ich bin kein Gegner. Aber ein Album, bei

mir jetzt dann ein Doppelalbum, das ist das

ganze Bild. Ein Lied ist eben nur ein Lied,

die ganze Geschichte bekommt man nur

mit dem Album. Es gibt Hörer, die kaufen

ein Album und hören es „nur“ zweimal im

Monat an, aber eben ganz. Die klicken nicht

vierzigmal ein Lied am Tag an ... Wo werden

die gezählt? Das System ist noch nicht

ganz zu Ende gedacht. Das System ist noch

nicht ganz fair, wie was gewertet wird.

Vor 15 Jahren erschien dein erstes

Album, damals gab es noch keine

Streaming-Dienste.

Ich bin kein Verweigerer von Fortschritt.

Früher war nicht alles besser, damals war

iTunes neu, jetzt streamt man. Ich bin ganz

geduldig, ich werde mein Publikum finden.

Was erwartet uns auf deiner Tour

im Herbst und auf den Festivals im

Sommer?

Ich brenne darauf, die beiden recht unterschiedlichen

Seiten des neuen Albums live

umzusetzen. Gerade bin ich dabei, eine

Bandprobe zu organisieren ... Ich versuche,

zwei Welten aufzumachen, die sich dann

doch verbinden, es wird viel Neues geben,

aber ich bleibe mir selbst treu: Ich bin eine

Chansonsängerin, und das möchte ich auch

sein.

*Interview: Michael Rädel

TOURNEE

21.10. – Dresden, Konzertsaal im Kulturpalast,

23.10. – Erfurt, Messe, 25.10. –

Magdeburg, Stadthalle, 26.10. – Braunschweig,

Staatstheater Braunschweig,

28.10. – München, Philharmonie im

Gasteig, 29.10. – Nürnberg, Meistersingerhalle,

3.11. – Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle

Frankfurt, 4.11. – Chemnitz,

Stadthalle, 5.11. – Leipzig, Gewandhaus,

6.11. – Kassel, Kongress Palais Kassel,

8.11. – Wilhelmshaven, Stadthalle Wilhelmshaven,

9.11.2019 – Münster, Halle

Münsterland, 11.11. – Berlin, Tempodrom,

12.11. – Rostock, Stadthalle Rostock,

13.11. – Bremen, Metropol Theater

Bremen, 15.11. – Kiel, Sparkassen-Arena-

Kiel, 17.11. – Köln, Palladium, 18.11.

– Saarbrücken, Saarlandhalle, 21.11. –

Hannover, Kuppelsaal, 22.11. – Bochum,

Jahrhunderthalle


TIPP

BILDERBUCH

MUSIK

Hut ab: 2005 gegründet,

legen die Oberösterreicher

2013 den Turbo-Boost

ein. Die „Maschin“ heult

auf und lässt alles, was

sich Indie-Rock nennt,

alt aussehen. „Schick

Schock“, ein auffrisierter

Hybrid aus fünfzig

Jahren Pop-Geschichte,

erobert 2015 die Jahres-

Bestenlisten, der Nachfolger „Magic Life“ knackt 2017 die

österreichischen und deutschen Top Ten. Jetzt haben sie

eine neue Platte fertig: „vernissage my heart“. Hui!

FOTO: H. SCHNEIDER

COMEBACK

Hozier 2019

FOTO: E. COOKE

Mit dem Album „Wasteland,

Baby!“ meldet sich der stimmstarke

Bartmann überzeugend

zurück. Unsere Anspieltipps

sind „Movement“ (der Hit zum

Album), „Dinner & Diatribes“

sowie „To Noise Making (Sing)“.

Der Singer-Songwriter und

Multiinstrumentalist aus dem

irischen County Wicklow zählt

Pink Floyd, Nina Simone und

Billie Holiday zu seinen Inspirationsquellen,

auch in Sachen

Lyrik: „Die Texte sind immer

noch das, wofür ich bei meinen

Songs am längsten brauche

und woran ich auch am härtesten

arbeite. Sie sind mir am

wichtigsten.“ Das hört man der

Platte an! Sehr gut. *rä

Jaroussky_Blu_X3.indd 1 31.01.19 08:09


Das DebUtalbum What A Time To Be Alive“


TIPP

SCHILLERS

Morgenstund

1998 erschien „Das Glockenspiel“

und schaffte es nach großem

Erfolg in der Klubwelt auch in die

Charts. Weitere Tracks wie „Liebesschmerz“ sowie

diverse Remixe folgten. Der große Durchbruch kam

dann 2001 mit dem Album „Weltreise“, eines von

vielen Alben, das die Hitlisten anführte – zuletzt das

2016er-Album „Future“. Im Frühling soll sein neues

Album „Morgenstund“ erscheinen, ab Mai kommt

er auf Tour und macht unter anderem in Dresden,

Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, Bielefeld, Mannheim,

Stuttgart, Köln und Berlin musikalische Station. *rä

www.schillermusic.com

FOTO: THOMAS RABSCH

ab 01.03.2019

Uberall “ erhAltlich, “

oder einfach vorbestellen

mit den Hits

Leave A Light On”

UND

Just You And I”

1LIVE: „Die schottische Antwort auf Ed Sheeran. Krasse Stimme,

bewegende Texte. Moderner Pop trifft hier auf Blues-Elemente.“



MUSIK

INTERVIEW

VIVIE

ANN:

Jetzt erst

recht

FOTO: MARIE HOCHHAUS

Manchmal kommt das Leben

einem mit Gemeinheiten, auf

die es auch gerne hätte verzichten

können. Wie bei Vivie

Ann, die nach dem Abitur von Attacken

heimgesucht wurde, Durchblutungsstörungen

im Gehirn, die mit migräneartigen

Kopfschmerzen beginnen und unbehandelt

sogar zum Schlaganfall führen können.

Inzwischen scheint die Krankheit überwunden

und es ist an der Zeit, dass ihr

zweites Album „When The Habour Becomes

The Sea“ erscheint, das aber auf viele

Arten von dieser Erfahrung geprägt wurde:

„Es ist komplett kompromissfrei. Es ist

auch ein bisschen düster geworden, man

merkt ein bisschen die Verzweiflung, das

Gefühl ,mir gleitet alles aus den Händen‘.

Aber ich bin daraus stärker hervorgegangen

und mit der Einstellung: Jetzt erst

recht!“

Das Album klingt auch deshalb

konsequent, weil es aufwendig ist –

Chor, Streicher … Aber es scheint ja,

als hättest du eh keine andere Wahl

gehabt, als „all in“ bei deiner Musik

zu sein – mit zwei Eltern aus der

Branche …

Wir waren vier Kinder und mein Vater

ist Jazzpianist, meine Mutter Chansonsängerin

– und die haben uns überallhin

mitgenommen. Es war ganz normal für

uns, im Tourbus zu sein. Ich bin damit

aufgewachsen, nicht mit Legosteinen zu

spielen, sondern mit dem riesengroßen

Make-up-Kasten meiner Mutter – wir

Kinder haben uns in den buntesten Farben

geschminkt und verkleidet. Wir durften

auch abends bei den Auftritten dabei

sein. Hinter dem Vorhang, von wo ich sah,

wie sie Edith-Piaf-Nummern gesungen

hat. Das war pure Magie. Wie sie einen

Riesensaal in Sekunden

in ihren Bann zog. Ich

habe so viele Nächte im

Keyboard-Case meines

Vaters hinter der Bühne

geschlafen … Ich habe

die Hausaufgaben im

Auto erledigt, wenn ich

freitags abgeholt wurde

und wir losgefahren

sind. Oder in Hotels.

Ich darf das gar nicht

erzählen, aber meine

Eltern haben mich auch

ganz oft aus der Schule rausgenommen,

weil sie häufig auch europaweit unterwegs

waren. Und ich bin ihnen so dankbar dafür,

dass sie mich daran haben teilnehmen

lassen.

Wie hast du deine vielen Musiker für

die Aufnahmen gefunden?

Ich bin einfach wieder übermütig gewesen

und habe die Besten der Besten angeschrieben.

Ich habe gesagt, ich kann ihnen

auf gar keinen Fall zahlen, was sie wert

sind, was ich furchtbar finde, „aber wenn

ihr Lust habt – ich backe ziemlich geile

Brownies“.

Hinzu kamen noch vier hochkarätige

Produzenten.

Wir haben überlegt, mit wem wir produzieren

wollen, und dann haben wir uns vor

das CD-Regal gestellt und die Lieblinge

rausgezogen und

nachgesehen, wer

es gemacht hat. Ich

bin zum Beispiel ein

großer Cäthe-Fan und

deswegen kam Philipp

Schwär ins Boot. Und

Tobias Siebert hat ja

Me and My Drummer

gemacht … Christian

Hartung arbeitete für

Ben Galliers. Und dann

noch Willy Löster. – Wir

haben einen Dropbox-

Ordner gemacht, dort unsere Vorproduktion

hochgeladen und ihnen gesagt: Ihr

sucht euch die Songs raus, die ihr haben

wollt. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

(lacht) Und es war so, dass die Produzenten

sich wirklich die Songs rausgesucht

haben, von denen wir schon dachten, dass

sie zu ihnen passen würden.

*Interview: Christian K.L. Fischer

www.vivieann.com


SHOW

One Night of Tina

Am 26. November feiert die Rock-Königin Tina Turner

ihren 80. Geburtstag. Und wird 2019 deswegen auch mit

einer Konzertshow geehrt. „One Night of Tina“ widmet sich

dem künstlerischen Werk der Ausnahmesängerin. Pop,

Rock, Disco, Soul, Blues: Die Frau, die einst im Kirchenchor

startete, schuf viel Gutes. „What’s Love Got to Do with It“,

„I Don't Wanna Lose You“, „Proud Mary“, „GoldenEye“,

„Paradise Is Here“ und natürlich das in der Szene so beliebte

„When The Heartache Is Over“ oder auch „Nutbush City

Limits“. Los geht es am 14.11. in Nürnberg, es folgen Termine

wie Berlin (17.11.), Hannover (3.12.) und auch Mannheim

(10.12.). Toll! *rä www.semmel.de

DVD

Live-Dokumentation: PSB

Ta-dah! Mit „Inner Sanctum“ erscheint am 12. April

eine Konzert-Dokumentation von Chris Lowe und

Neil Tennant aka Pet Shop Boys.

Zu sehen gibt es die vom langjährigen Pet-Shop-Boys-

Wegbegleiter, dem Designer Es Devlin, und der Choreografin/der

Regisseurin Lynne Page popavantgardistisch

und queer inszenierte Show – gedreht von Regisseur David

Barnard.

„Nur“ eine Doku? Natürlich nicht. „Inner Sanctum“ ist

sowohl Konzert, Pop-Art-Film und Dokumentation – und

erscheint übrigens auf DVD, Blu-Ray und CD. Als Bonus

gibt es „PSB@Rock in Rio“, ein Konzert, das am 17. September

2017 aufgezeichnet wurde. Unsere Anspieltipps

sind „Se a vida é (That's the Way Life Is)“, „New York City

Boy“, „Opportunities (Let's Make Lots of Money)“,

„It's a Sin“ und „Heart/Go West“. *rä


FILM

INTERVIEW

JOEL EDGERTON

„Also besser ich als niemand, dachte ich mir.“

Einer der wohl wichtigsten

Filme 2019 ist sicherlich „Der

verlorene Sohn (Boy Erased)“ mit

Nicole Kidman und Troye Sivan. Wir

sprachen mit dem Regisseur.

Mr. Edgerton, die erste Frage zu Ihrem

neuen Film „Der verlorene Sohn“ über

einen jungen Schwulen, der von seinen

Eltern in eine Umerziehungstherapie

gesteckt wird, liegt auf der Hand:

Was hat Sie als Heterosexuellen daran

interessiert?

Ich bekam Garrard Conleys autobiografisches

Buch „Boy Erased“ von einer befreundeten

Produzentin in die Hand gedrückt

und war beim Lesen schnell sehr emotional

involviert. Zunächst einmal aus einem ganz

profanen Grund: Weil ich schon lange eine

tiefe Faszination für geschlossene Einrichtungen,

Heime und Anstalten habe. Die

waren schon in meiner Kindheit die Basis all

meiner Ängste und Albträume.

Haben Sie in dieser Hinsicht schlimme

Erfahrungen gemacht?

Nicht direkt. Aber es gibt nicht umsonst

ziemlich viele Filme, die sich mehr oder

weniger direkt damit beschäftigen, wenn

Kinder oder Jugendliche in die falschen

Hände geraten. Denken Sie doch mal an

„Annie“ und die böse Heimleiterin. Ich

selbst war als Kind mal ein paar Wochen in

der Obhut einer Person, die mich nicht gut

behandelt hat. Da ist nichts wahnsinnig

Schlimmes vorgefallen, aber ich fühlte mich

unwohl und verlassen. Durch diese Brille las

ich anfangs Garrards Geschichte.

Dafür geht es nun in Ihrem Film aber

erstaunlich wenig um das Gefangensein

in der Therapieanstalt selbst ...

Das ist ja nicht wirklich der springende

Punkt, wie auch ich bald gemerkt habe. Der

Punkt, wo ich überzeugt davon war, dass

jemand einen Film aus der Geschichte

machen muss, war der, als die Mutter

einen Sinneswandel hat. Als sie plötzlich

beschließt, ihm doch zu helfen, hat mich

das enorm berührt, nicht zuletzt unter dem

Aspekt von Hoffnung. Ich fand es unglaublich

wichtig, dass jemand einen Film über

diese Praxis der Konversionstherapie dreht.

Aber eben nicht mit einer vollkommen hoffnungslosen

Haltung, sondern auch als eine

Art Wegweiser für andere Eltern. Nur war ich

nicht davon überzeugt, dass ich der Richtige

für diesen Job war.

Aufgrund Ihrer Heterosexualität?

Genau! Ich war richtig sauer, denn ich hatte

unglaublichen Bock darauf, diese Geschichte

zu verfilmen, war mir aber eben auch sicher,

dass das problematisch wäre. Ich habe mir

als Schauspieler schon immer Gedanken

über Repräsentation gemacht: Welches

Recht haben wir in diesem Job, eine bestimmte

Person oder Sache darzustellen,

gerade wenn es um Dinge wie Herkunft,

Hautfarbe, Geschlecht und sexuelle Identität

geht. Und ich habe nie verstanden,

warum sich viele Produzenten diese Gedanken

anscheinend nicht machen und auch

nicht aus den Fehlern anderer lernen. Ich

weiß jedenfalls, wie wichtig es ist, seinesgleichen

auf der Leinwand zu sehen, wie viel

Wert auf Authentizität gelegt wird und wie

emotional die Diskussionen darüber geführt

werden. Bis zu einem gewissen Grad war

mit „Loving“ sogar schon mal einer meiner

Filme von einer solchen Debatte betroffen.

Der handelte von der Liebe zwischen einer

Schwarzen und einem Weißen, aber es

gab Menschen, die fragten, ob ein weißer

Regisseur wie Jeff Nichols die Geschichte

hätte erzählen dürfen. Oder denken Sie an

Kathryn Bigelow und ihren Film „Detroit“!

Sie haben sich dann aber doch dazu

durchgerungen, „Der verlorene Sohn“

zu drehen ...

Ja, nach reiflicher Überlegung. Prinzipiell

gebe ich jedem recht, der meint, dass ich

als weißer Australier nicht der geeignete

Regisseur bin, zum Beispiel etwas über die

Lebensrealität eines Afroamerikaners oder

auch über den Nahostkonflikt zu erzählen.


FILM

Aber gleichzeitig ist es auch schwer mit anzusehen, wenn eine

tolle und wichtige Geschichte nicht erzählt wird. So wie die von

Garrard, deren Filmrechte auch nach einem Jahr noch nicht

verkauft waren. Also besser ich als niemand, dachte ich mir. Und

warum soll ich meine Leidenschaft für dieses Thema nicht dazu

nutzen, der LGBTIQ*-Community ein engagierter Verbündeter

zu sein?

Haben Sie dann schließlich Maßnahmen getroffen,

damit Ihr Film – um es mal so auszudrücken – schwul

genug ist?

Zum einen hatte ich natürlich das große Glück, die volle Unterstützung

von Garrard Conley zu haben. Ich habe lange Gespräche

geführt mit ihm und, durch seine Vermittlung, auch mit anderen,

die solche Therapien überstanden haben. Garrard hat die meisten

meiner Drehbuchfassungen gelesen, er war oft am Set und auch

später im Schneideraum. Ich habe lange mit ihm darüber gesprochen,

wie wichtig es zum Beispiel ist, bei einem Film wie diesem

dafür zu sorgen, dass vor der Kamera und auch in der Crew nicht

nur Heterosexuelle vertreten sind. Und natürlich habe ich die Organisation

GLAAD (Gay & Lesbian Alliance Against Defamation)

mit ins Boot geholt, die in den USA so etwas wie die oberste Instanz

in Sachen LGBTIQ*-Sichtbarkeit in den Medien ist. Denen

habe ich mein Drehbuch vorab geschickt und finde ohnehin, dass

jede Filmproduktion sich deren Segen holen sollte.

Hatten Sie eigentlich während der Arbeit

an „Der verlorene Sohn“ ein klares

Bild von Ihrem Zielpublikum? Für

wen haben Sie den Film gedreht:

Eltern oder Kinder, Schwule

oder Heteros?

Das Spannende ist ja, dass man

so etwas als Regisseur nie so wirklich

weiß, weil ein Film sich immer

selbst neu erfindet und sein eigenes

Publikum findet. Zum Beispiel

war ich anfangs fest davon überzeugt,

einen Film über diese Konversionstherapie

zu drehen, musste dann aber feststellen,

dass er vor allem vom Thema Familie handelt. Natürlich richtet

sich „Der verlorene Sohn“ auch an junge Männer wie meinen

Protagonisten, die dabei sind, sich selbst zu finden, und lernen

müssen, dass mit ihnen nichts falsch ist, sondern sie ihr eigenes

Leben dürfen. Aber gleichzeitig sollte er nicht zuletzt von Eltern

gesehen werden, denn die entscheiden darüber, ob eine Familie

zusammenbleibt oder nicht. Wer sein Kind verstößt, tut nicht

nur dem Kind, sondern auch sich selbst und der ganzen Familie

etwas an. Das zu vermitteln, war mir eine Herzensangelegenheit.

Eine letzte Frage noch, weil Sie die Wichtigkeit von

queeren Darstellern schon erwähnten: Wie kamen Sie

darauf, den schwulen Popstar Troye Sivan seine erste

große Kino-Nebenrolle spielen zu lassen?

Ehrlich gesagt war das eine Idee meiner Casting-Agentin. Ich

wusste mit Troyes Namen nicht allzu viel anzufangen, nur dass

er irgendwie durch YouTube bekannt geworden war. Sie wusste,

dass er auch schauspielerisches Talent hat, und als ich sein

Bewerbungsvideo sah, war ich begeistert. Und umgehauen von

seiner Schönheit, denn Troye sieht ja wirklich wie ein Engel aus.

Eigentlich hatte ich für die Figur, die er nun spielt, einen Gothic-

Look im Sinn gehabt, aber für Troye habe ich das noch einmal

über den Haufen geworfen. Das Gleiche gilt für seine musikalische

Beteiligung am Film. Eigentlich wollte ich keine moderne

Musik einsetzen, aber als er von sich aus anbot, etwas zum

Soundtrack beizusteuern, konnte ich nicht widerstehen.

*Interview: Jonathan Fink

KINO

Helmut Berger,

meine Mutter und ich

Ein Film, auf den man insgeheim gewartet hat.

Zu lange schon schmunzelt man eher über diesen

großen Mann der Film-, Kunst- und LGBTIQ*-Szene,

der womöglich zu sehr Dandy und Lebemann ist für das

durchschnittsdeutsche Gemüt.

Was junge Leser leider nicht wissen: Helmut Berger ist viel,

viel mehr als eine Lachnummer aus dem RTL-Dunstkreis.

Nicht ohne Grund führen den Schauspieler auch populäre

junge Wilde der Kunstszene wie etwa Thomas Götz von

Aust als eine Inspirationsquelle an. Ein ungewöhnlicher

Mann, dieser Berger! Der Film „Helmut Berger, meine Mutter

und ich“, der am 7. März in den Kinos startet, ist ebenfalls

durch und durch ungewöhnlich. Es ist kein Spielfilm, es ist

die Annäherung eines Fans, Bettina Vorndamme, der sich –

begleitet von einer Kamera – zusammen mit der Tochter auf

den Weg macht, sein scheinbar gefallenes Idol kennenzulernen.

Dank Filmemacherin Valesca Peters werden wir Zeuge

einer Annährung zweier Menschen. Intim, kunstvoll und dem

großen Berger, jenem Visconti-Star, gerecht werdend. *rä

www.salzgeber.de

DVD

Alexander

McQueen

Der 1969 geborene britische

Modedesigner war

bis zu seinem Freitod

am 11. Februar 2010

DER Mann hinter Labels

wie Givenchy und dem

Image von Lady Gaga.

Der im April auf DVD

erscheinende Dokumentarfilm

„ALEXAN-

DER MCQUEEN – DER FILM“ von Ian Bonhôte und Peter

Ettedgui ist eine intensive und sensible Würdigung des

Genies. Privates Archivmaterial, Videoaufnahmen seiner

spektakulären Modenschauen und Interviews mit seinen

Weggefährten zeichnen das Bild eines kreativen Punk, der

Mode und Erotik liebte. „My shows are about Sex, Drugs

and Rock ’n’ Roll” – das war sein Motto. Ohnehin war ihm

nichts ferner, als etwas zu verheimlichen. „Ich war mir und

meiner Sexualität immer sicher und habe nichts zu verstecken.

Ich ging direkt vom Schoß meiner Mutter auf eine

Schwulenparade.“ *rä

FOTO: SALZGEBER


KUNST

Philip Topolovac: I’ve Never Been

to Berghain, 2016, Korkmodell

AUSSTELLUNG

HYPER! Pop ist Pop

Ab März bieten die Deichtorhallen mit

HYPER! A JOURNEY INTO ART AND

MUSIC eine Ausstellung an, die nicht, wie der

Titel missverstanden werden könnte, die bildenden

Künste in Wettbewerb zur Musik stellt,

sondern ihre Einflüsse aufeinander zeigt.

Der ehemalige Chefredakteur der Musikmagazine

Spex und Electronic Beats, Max Dax,

konzipierte die Ausstellung, die der Frage

nachgeht, auf welche Art sich die verschiedenen

Kunstformen gegenseitig inspirieren. Im

Begleittext heißt es: „Am Leben der Anderen

interessiert zu sein, das Unbekannte zu verfolgen,

es zu kopieren, es in die eigene Arbeit

zu einzusetzen und zu benutzen […]“ Klar,

dass besonders die Superstars zeitgenössischer

Musik und Kunst hier eine Fülle von

Beispielen bieten. Besonders schön aber, dass

auch die weitreichenden Verästelungen aller

Kunstformen in die verschiedenen Subkulturen

der Gesellschaft aufgezeigt werden.

Queere Statements wie Madonnas Zungenkuss

mit Britney Spears oder die Skulptur

„I’ve Never Been to Berghain“ von Philip

Topolovac sind ebenso zu entdecken wie

Werke von Wolfgang Tillmans, Emil Schults

„Autobahn“, das Grundlage für das Artwork

des gleichnamigen Kraftwerk-Albums war,

und der Einfluss der Werke Richard Wagners

auf den leider so früh verstorbenen Ausnahmekunstaktivisten

Christoph Schlingensief.

Das Gerüst der Ausstellungsthemen mit über

200 Exponaten bilden Dutzende von Dax geführte

Interviews. Begleitend zur Ausstellung

ist mit HYPER SOUNDS eine Konzertreihe in

der Elbphilharmonie konzipiert. *ck

1.3. – 1.8., HYPER! A JOURNEY INTO ART

AND MUSIC, Deichtorhallen – Halle für

aktuelle Kunst, Deichtorstr. 1 – 2, Hamburg,

U Meßberg, www.deichtorhallen.de

Emil Schult, Autobahn, Music-comix, 5 times,

70 x 200 cm, Öl auf Leinwand

Radenko Milak, Madonna Kisses Britney,

2019, Watercolor, 48,5 x 35 cm, courtesy

PRISKA PASQUER, Cologne

AUSSTELLUNG

Marcus Günther

im Atelier MG

Anfang April eröffnet in Düsseldorf eine

neue Ausstellung des Pop-Art-Surrealisten.

Marcus Günther ist für unsere Leser kein

Unbekannter mehr, gerne und regelmäßig

berichten wir über den Maler. Vom 6. bis

27. April ist seine Kunst in der Ausstellung

„ZWEIFELLOS“ im Atelier MG in Düsseldorf

zu genießen. „Inhaltlich bearbeite ich aktuelle

Themen und setze zuweilen historische

Anspielungen in bizarre Landschaften; der

Mensch in seiner Umwelt bleibt das zentrale

Motiv“, verrät der Wahldüsseldorfer über

seine Bilder, die jetzt im Frühling ausgestellt

werden. *rä

www.marcusguenther-art.com


AUSSTELLUNG

Der Andy hatte es drauf

KUNST / MODE

Im MAKK: „Andy Warhol: Pop goes Art“

Aufgrund seiner damals revolutionären Kunstproduktionstechnik

wurde Andy Warhol schnell zu einem ungeschlagenen

Phänomen in Sachen Quantität in der Kunstwelt.

Kaum ein Künstler vollbrachte es, so viel Kunst unter die

Leute und in die Museen zu bringen, wie Andy. Die Stars

rissen sich um ihn, Diana Ross, die Rolling Stones oder

auch Divine, ALLE wollten ein Bild von ihm. Und er machte

das gerne – immerhin feierte er mit ihnen in Klubs wie

dem Studio 54. Er inszenierte aber auch gerne Suppendosen:

Pop-Art eben. Seit dem 1. September 2018 zeigt das

MAKK in Köln eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung.

Sehr, sehr lohnenswert. *rä

Bis 24.3., Andy Warhol: Pop goes Art, Museum für Angewandte

Kunst Köln – MAKK, An der Rechtschule, Köln

Andy Warhol, Plattencover „Original Soundtrack zum Film Querelle von

Rainer Werner Fassbinder”, LP, 12” (30 cm), Jupiter-Records; Offsetlithografie,

31,1 x 31,1 cm, 1982, MAKK © 2018 The Andy Warhol Foundation for the

Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York (Foto:

RBA Köln, Marion Mennicken)

VERLOSUNG

KILIAN KERNER

2019

Vor wenigen Wochen präsentierte Modedesigner Kilian

Kerner seine aktuelle Kollektion „Großstadtleben“ auf der

Fashion Week Berlin.

Uns besonders gefallen haben die Statement-Stücke mit

Aussagen zu LGBTIQ* und Rassismus. Der traut sich was! „Es

war einfach unglaublich befreiend ohne Druck ganz frei an

das Design zu gehen und auf niemanden Rücksicht nehmen

zu müssen – es fühlte sich ein bisschen so an, wie zu meinen

Anfangszeiten. Die Show und die wahnsinnig tolle Resonanz

darauf haben mich einfach nur umgehauen“, so Kilian Kerner

direkt nach der Modenschau. *rä

Andy Warhol, Plattencover Vorderseite „The Rolling Stones, Sticky Fingers”,

LP, 12” (30 cm), Rolling Stones Records; Offsetlithografie und Reißverschluss,

31,1 x 31,1 cm, 1971, MAKK © 2018 The Andy Warhol Foundation for the

Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York (Foto:

RBA Köln, Marion Mennicken)

Wir verlosen zwei der Unisex-Pullover auf

www.blu.fm/gewinne


BUCH

ISRAEL

OASE DER TOLERANZ

Erst 1988 wurde es in Israel legal,

den zu lieben, dessen Sein das Herz

zum Pochen bringt.

Nora Pesters Buch mit Fotografien von

Ilan Nachum, das gerade beim Hentrich

& Hentrich Verlag Berlin Leipzig erschienen

ist, feiert das – und lässt uns sehen,

wie die Szene dort so ist. Immerhin ist

Israel in Sachen LGBTIQ* eine Art Oase

der Toleranz, Freiheit und Liebe im Nahen

Osten für queere Menschen. Auf über

165 Seiten erfährt man in diesem prallen

(und schönen!) Buch Interessantes zur

rechtlichen Situation von Schwulen,

Lesben und Queers in Israel, über queere

Familienmodelle und Elternschaft,

queeren Zionismus, LGBTIQ* in der

Armee sowie Persönliches über

den Fotografen. Und „gleichzeitig

offenbart sich an diesem Thema

die tiefgreifende Spaltung der

israelischen Gesellschaft zwischen

der „Bubble“ Tel Aviv und dem

Rest des Landes sowie zwischen

ultra-progressiven und ultra-konservativen

Lebensformen und Denkmustern“, so die

Herausgeberin Nora Pester.

Der Fotograf Ilan Nachum wurde in Jerusalem

geboren. Studiert hat er Film an der

Beit Zvi School für darstellende Kunst und

war Kameramann für Discovery Channel,

National Geographic und arte. Seit 2002

lehrte er Fotografie und Film an der Maaleh

School of Film in Jerusalem, seit 2008 arbeitet

er als freier Fotograf, 2014 erschien

sein opulenter Bildband „Tel Aviv – one day

in the city’s life“. *rä

www.hentrichhentrich.de

SCIENCE-FICTION

Unendliche Weiten und

queere Perspektiven

584 Seiten: Was für ein dicker Wälzer!

Matthias Borcherts Roman „Ziel Europa“

beschäftigt sich aber nicht mit Flüchtlingen,

wie es der Titel vermuten lassen könnte,

nein, es geht um eine Reise von Hamburg

zum Jupitermond Europa.

BILD: SOLARSEVEN

Mit eingewoben in die Handlung im Jahre

2028 ist auch das Coming-out des Icherzählers

Simon und die Reaktion der Crewmitglieder.

„Es ist aber kein Gay-Romance-

Buch“, verrät der Autor, Wahlhamburger

Matthias Borchert (Jahrgang 1962). „Es ist

eher ein Weltraumroman mit schwuler Färbung. Man

sollte sich schon auch faszinieren lassen von dem

großen Weiten (so nennt Simon das All).“

Ein futuristisches queeres Lesevergnügen mit durchaus

ernsten Tönen – etwa der Handlungsstrang zum

Selbstmord von Simons Lebenspartners Jahre vor

dem Abflug, der ihn immer noch einholt. *rä

Matthias Borchert: „Ziel Europa“, Verlag BoD


COMIC

GENGOROH TAGAME

„Der Mann meines Bruders“

Schwule Liebe in einem Manga.

Der erste Teil einer klasse

Comicreihe von Carlsen Manga erschien

diesen Januar, im April kommt

Teil 2, im Juli dann Teil 3.

„Der Mann meines Bruders – Die Invasion

des Fremden“ ist ein Comic von

Gengoroh Tagame, in dem der Autor

äußerst einfühlsam und unterhaltsam

Menschen jeden Alters für die Rechte

von LGBTIQ* sensibilisieren möchte.

Absolut kindgerecht umgesetzt!

Erzählt wird in dem jetzt gerade veröffentlichten

Comic vom bärigen Mike,

der die Familie seines verstorbenen

Ehemannes kennenlernen möchte –

und dazu aus Kanada in eine japanische

Kleinstadt reist. Daraus ergeben

sich natürlich jede Menge gesellschaftliche

und kulturelle Konflikte. So hat

der Bruder des verstorbenen Ehemannes

noch viele Berührungsängste

mit Schwulen. Und dann ist da noch

dessen kleine Tochter, die alle Fragen,

die sie zu dem Thema so hat, einfach

geradeheraus stellt. Mike erklärt aber

nicht nur, wie es als Schwuler WIRK-

LICH ist, sondern erfährt auch mehr

und mehr darüber, warum sein verstorbener

Mann überhaupt Japan verlassen

hat ... Ein schönes, wichtiges und

unterhaltsames Buch. Man kann sich

auf die folgenden Bände freuen. *rä

„Der Mann meines Bruders“ ist eine

Reihe von der 2019 insgesamt vier

Bände erscheinen sollen – und die

zusammen mit Titeln wie „Meine lesbische

Erfahrung mit Einsamkeit“ Teil

des neuen LGBTIQ*-Themenschwerpunktes

bei Carlsen Manga sind.

www.carlsenmanga.de

Und du

hast ihn

geheiratet

?!

Geht das

überhaupt?!

Papa

hat einen

Bruder

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INTERNET

INKED

INTERVIEW

Sportlich, sportlich, der Herr. Wir

sprachen mit einem der angesagtesten

männlichen Erotikmodelle

über Sport, Wellness und Probleme

im Netz.

ADONIS

„Das erste Shooting

war noch ganz

harmlos ... “

Wie viel Sport machst du?

In der Regel jeden Tag, wenn Shootings anstehen

verstärkt. Meist so eine halbe Stunde morgens

auspowern und dann nochmals abends. Und wenn

dann eben am Wochenende ein Fotoshooting

geplant ist, dann nochmals am Mittag. Es gibt aber

auch Tage, da mache ich nichts ...

Worauf legst du Wert?

Dass die Gesamtsymmetrie meines Körpers

stimmt. Acht gebe ich dabei auf meinen Rücken

und meine Gelenke, ich will da nichts zu sehr schädigen

durch Abnutzung oder Vernachlässigung.

FOTO: T. BÜHRING

Und was für Sportarten machst du?

Kraftsport und einen Mix aus Körpergewichtsübungen.

Nicht mehr (nur) Gewichte im Studio

stemmen! Ich rate davon auch allen ab, auf Dauer

ist das nicht gut für den Körper. Gerade turne ich

auch viel an Ringen.

Du achtest sicherlich auch auf deine

Ernährung.

Ach, eigentlich verbiete ich mir nichts, ich esse,

was ich möchte. (lacht)

Auch mal Pizza und Fast Food?

Ja, das kann auch vorkommen. Ich verzichte auf

gar nix, ich zähle auch keine Kalorien. Ich habe

gelernt, nach Gefühl zu essen.

Stichwort Hautpflege, was empfiehlst du

da?

Klar, ich will ja nicht, dass der Fotograf jedes Bild

stundenlang bearbeiten muss. Ich bin bei Babyöl

mit Aloe vera hängengeblieben, das funktioniert bis

jetzt ganz gut.

Wann hast du mit dem Modeln begonnen?

Mit 18 ging es los, zeitgleich mit dem CSD in

München, oder?

Ja, 2012 ... Ich hatte mir selbst eine Kamera

gekauft und die Trainingsfortschritte auf Social

Media dokumentiert. Das kam ganz gut an, und so

entwickelte ich die Idee, das professionell zu machen.

Das erste Shooting war noch ganz harmlos

und locker.

Dein altes Profil auf Instagram wurde

gelöscht, weil es nicht mehr so harmlos

war, richtig?

Also, der Meinung bin ich ja nicht, aber ja, es wurde

gelöscht. Dabei halte ich mich auf Instagram

immer daran, dass dort nichts zu sehen ist, was gegen

deren Vorgaben verstößt. Alles sieht man dann

auf onlyfans.com

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/inkedadonis

www.onlyfans.com/inkedadonis


LANGE NACHT

DER MUSEEN

HAMBURG

18. MAI ’19

18 BIS 2 UHR #LNDMHH

WWW.LANGENACHTDERMUSEEN-HAMBURG.DE


TEAM 7 Düsseldorf, Stilwerk, Grünstraße 15, 40212 Düsseldorf, www.team7-duesseldorf.de

TEAM 7 München, Herzogspitalstraße 3, 80331 München, www.team7-muenchen.de

TEAM 7 Stuttgart, Friedrichstraße 16, 70174 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de

TEAM 7 Hamburg, Stahltwiete 14a (Phoenixhof), 22761 Hamburg-Altona, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Hamburg City, D 10, Domstraße 10, 20095 Hamburg, www.team7-hamburg.de

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